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03/2008

FÜGEN-TRENNEN-FORMEN

technica 03/2008

www.marktspiegel.ch www.technica-online.ch

Metav / Tube / Wire Düsseldorf 31.3. bis 4.4.08

Im Fokus: Produktivität steigern - Standort sichern:

«Im Ausland drehen Sie nicht schneller» Lagertechnik:

Coils rein - Palettenregallager raus


Werkzeugmaschinen Machines-outils

Ihr nächstes Bearbeitungszentrum Kompromisslos in Sachen Leistung und Spezifikationen Gebaut in den MAZAK Cyber Factories

NEU auch verfügbar als HORIZONTAL CENTER NEXUS 8800-II HORIZONTAL CENTER NEXUS 6800-II

HORIZONTAL CENTER NEXUS 6000-II

HORIZONTAL CENTER NEXUS 5000-II

HORIZONTAL CENTER NEXUS 4000-II

Innovative Fertigungstechnik

Massive Maschinenkonstruktion

Unübertroffene Flexibilität

Die Serie HORIZONTAL CENTER NEXUS II steht für Präzisionsbearbeitung über mehrstündigen Betrieb hinweg. Zurückzuführen ist dies auf die ausgefeilte Maschinenkonstruktion mit extremer Steifigkeit und einem enorm schnell reagierenden Antriebssystem.

Die Serie HORIZONTAL CENTER NEXUS II wird unter Zugrundelegung zahlreicher modernster Technologien gebaut, die höchste Produktivität ermöglichen.

Nebenzeiten werden durch die hochgenaue und mit hoher Geschwindigkeit ausgeführte Positionierung verkürzt.

WENK AG / SA Solothurnstrasse 160, route de Soleure PF / CP 108, 2500 Biel / Bienne 6  032 344 98 00, Fax 032 344 98 99 info@wenk-ag.ch / www.wenk-ag.ch


Editorial

Boom sorgt für Nachfrage Der Verband der Schweizer MEM-Industrie Swissmem liess auf seiner letzten Pressekonferenz keinen Zweifel aufkommen. Derzeit «brummt» es gewaltig in der Maschinenindustrie und ein Ende der Hochkonjunktur ist derzeit nicht wirklich absehbar. Die Schweizer Industrie steht derzeit sogar so gut da, dass es an Personal mangelt. Das ist für den Arbeitsmarkt ausserordentlich erfreulich.

matthias.boehm@technica-online.ch

Hatte man vor nur wenigen Jahren noch von Abwanderung der MEM-Industrie in Niedriglohnländer gesprochen, so ist derzeit absolut keine Rede mehr davon. Ganz im Gegenteil, einige Unternehmen holen die Produktion sogar wieder zurück in die Schweiz. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Aber ein wichtiges Argument ist sicher, dass sich der Lohnkostenanteil an den eigentlichen Werkstückkosten in den letzten Jahren erheblich reduziert hat. Das wurde auch seitens des Swissmem artikuliert: Die Produktivität der Unternehmen ist sozusagen explodiert, die Umsätze sind um ein Mehrfaches gestiegen bei bescheidenem Personalzuwachs. Gleichwohl könnten viele Unternehmen derzeit noch mehr produzieren, würden sie mehr qualifiziertes Personal finden. Wobei die Betonung auf «qualifiziert» liegt. Und hier herrscht derzeit Ebbe. Die MEM-Industrie sucht händeringend nach gut ausgebildetem Personal, vom Anlagenbediener bis hin zur Ingenieurin. Wie kommt man aber zu mehr qualifiziertem Personal? Die Position des Swissmem ist hier eindeutig: Er fordert die Personenfreizügigkeit mit der EU, um gutes Personal für die Schweizer MEM-Industrie rekrutieren zu können. Tatsächlich scheint der Personalmangel das mögliche Wachstum zu bremsen. Das sind auch immer wieder Argumente kleiner mittelständischer Firmen, die in eine neue Maschine investieren würden, wenn der Lieferant sie «mit Bedienung» anböte.

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Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist Henry Ford

Fakt aber ist, dass die Produktivität mit immer höheren Automatisierungsgraden realisiert wird. Die Folgen davon sind, dass einfachere Tätigkeiten in vielen Fällen wegfallen, dafür komplexere Arbeiten nachgefragt werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich das in den nächsten Jahren in diese Richtung weiterentwickeln. Die Crux an dieser Entwicklung ist, dass generell nicht mehr so viele Menschen in der Industrie tätig sein werden, aber dafür umso mehr Qualifizierte. Diese Aussichten sollte vielleicht jeder Einzelne für sich nutzen und in seine eigene Ausbildung investieren. Unternehmer auf der anderen Seite sollten dies, wenn möglich, unterstützen, um auch in Zukunft qualitativ an der Spitze zu stehen. Denn nur dann, wenn wir in der Schweiz wirtschaftlicher und besser produzieren als das Ausland, hat der MEM-Standort Schweiz eine sichere Zukunft. Die Qualifikation des Einzelnen spielt hierfür die entscheidende Rolle.

Matthias Böhm, Stellvertretender Chefredaktor Technica

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Saia速PCD Die Steuerung mit integriertem Web-Server

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Ausgabe 03-08 I

Inhalt

Panorama

Im Fokus: Produktivitätssteigerung

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Export-Forum

Neben Innovationskraft, Flexibilität und Präzision ist hohe Produktivität auf dem Werkplatz Schweiz eine wesentliche Voraussetzung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Unser Fokus-Thema «Produktivität steigern – Standort sichern» zeigt unter verschiedenen Blickwinkeln auf, welche Strategien zur Produktivitätssteigerung beitragen können.

ab Seite 14

Neuer Anlauf in den Tiger-Staaten

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Suhner Abrasive Expert AG in Thailand

Swissmem MEM-Industrie: Exzellente Aussichten

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Swissmem fordert Personenfreizügigkeit

Im Fokus: Produktivität steigern – Standort sichern «Im Ausland drehen Sie nicht schneller»

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CNC-Drehzentrum sorgt für prozesssichere Teilefertigung

Automation nach Mass

Neue Wunderwaffe in der Metallbearbeitung? 20

In den verschiedensten Branchen müssen an Produktions-, Verpackungs- oder Bearbeitungsmaschinen über verstellbare Achsen die unterschiedlichsten Formate, Anschläge oder Führungen an den Prozess oder das aktuell zu fertigende Produkt angepasst werden. Dabei ist noch häufig Handarbeit im Spiel, denn vollautomatisierte Lösungen mit durchgehend vernetzten Antrieben lohnen sich meist nur, wenn sehr oft verstellt werden muss.

Precise ECM: Elektrochemisches Abrtragungsverfahren revolutioniert Fertigung

Messtechnik als Produktions-Beschleuniger

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Masslich schwankende Gussteile wirtschaftlich zerspanen

Wo sind die Späne?

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Hocheffiziente Späneentsorgung für Gross-Bearbeitungszentren

Seite 40

Fertigung + Produktion Branchentreff der Fertigung

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Metav, Wire und Tube 2008 in Düsseldorf

Coils rein – Palettenregallager raus

Es kann nur eine geben

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Mit Präzision zum Erfolg

Wenn es gelingt, die Produktion von Gütern so effizient und flexibel zu automatisieren, dass die Lohnkosten keinen entscheidenden Faktor der Produktionskosten darstellen, gibt es auch keine Veranlassung, diese Produktion in Billiglohnländer zu verlagern. Die praktische Umsetzung dieser Erkenntnis erfordert oft neue Ansätze bei Produktionsprozessen und Fertigungseinrichtungen. So war dies auch bei der neuen Fertigungsstrasse für Palettenregale von Bito in Meisenheim.

Seite 48

Josef Binkert: «Wie eine Berg-und-Tal-Bahn» 37

Automations- und Antriebstechnik Automation nach Mass

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Mobiler Verstellantrieb schliesst die Lücke zwischen mechanischen Handrädern und Servoantrieben

Damit der Strahl genau trifft

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Tensor SL montiert kleine so sicher wie grosse Serien

Lüfterlos mit Notbremse

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Leistungsfähige Box-PCs für Automationsaufgaben

Fördertechnik + Logistik

Fügen-Trennen-Formen

Coils rein – Palettenregallager raus

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Automatisierte Regalstützen- und Traversen-Fertigung

Fügen, Trennen, Formen

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Rohrbearbeitung der modernen Art

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Gut geschmiert ist halb gefördert

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Instandhaltung von Förderanlagen beginnt bei der Schmierung

Der Laser als Alternative zum Sägen und Fräsen

Zum Fügen-Trennen-Formen-Titelbild: Schneller und effektiver denn je

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Verbindungselemente einpressen, anschweissen und revlow-löten

Grossteile automatisiert schweissen Neue Roboterschweissanlage für den Stahlbau

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Produkte Lieferantenverzeichnis Impressum/In dieser Ausgabe TechniKnacknuss technica 0 3 - 0 8

54 72 79 80 3


Panorama

Newemag hat Schneider mc SA übernommen Als Anbieter von Werkzeugmaschinen mit unterschiedlichen Spezialisierungen ergänzen sich die Angebote von Schneider und Newemag ideal. Während Schneider besonders stark in Vertikalbearbeitungszentern ist, bilden Dreh- und Fräsmaschinen sowie Von links nach rechts: Hugo Tschümperlin, Geschäftsführer Schneider mc SA, Pirmin Zehnder, Geschäftsführer und Inhaber Newemag, Takayuki Uruta, Generalmanager Nomura Deutschland, Yoshitsugu Yuasa, Generalmanager Nomura Japan, Bruno von Büren, ehemaliger Geschäftsführer Schneider mc SA.

komplexe Automationsprojekte das Kerngeschäft von Newemag. Mit einer beachtlichen Sortiments- und Kapazitätserweiterung verbessert das Duo Newemag/Schneider zudem seine Lieferfähigkeit und erweitert sein Lösungsspektrum markant. So werden beispielsweise die Brother-Bearbeitungszenter direkt ab Lager Schneider oder ab Lager Europa ausgeliefert. Newemag Werkzeugmaschinen 6343 Rotkreuz 041 798 31 00

Suhner-Sponsoring für Reto Gätzi an der Berufsweltmeisterschaft Bereits zum dritten Mal war Japan Gastgeberland der Berufsweltmeisterschaft. Im November 2007 unterstützte die Suhner Abrasive Expert AG Reto Gätzi, der als Schweizer Meister im Beruf Schweisser an der Berufsweltmeisterschaft teilnahm. Mit SuhnerMaschinen, -Schleifmitteln und diversem Equipment reiste der Appenzeller nach Shizuoka, um

die Funken springen zu lassen. Reto Gätzi wurde von seinem Lehrmeister, der Firma Bühler AG, Appenzell, speziell auf die Weltmeisterschaft vorbereitet. In seiner Berufskategorie holte er sich in Japan denn auch ein Diplom als Schweisser. Wir gratulieren Reto Gätzi im Namen der Suhner Abrasive Expert AG ganz herzlich für die erfolgrei-

che Teilnahme an den Berufsweltmeisterschaften und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Suhner Abrasive Expert AG 5201 Brugg 056 464 28 80

Reto Gätzi mit Equipment.

Baumer Group: Einstieg in den chinesischen Markt Die Baumer Group, Frauenfeld, beging Anfang Januar die feierliche Eröffnung ihrer Niederlassung in Shanghai mit über 150 Gästen, darunter namhafte Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Baumer China – schon seit September

2006 als offizieller Vertreter für Baumer-Produkte eingetragen – zählt heute bereits 40 Mitarbeiter und ist gleichzeitig Firmenzentrale im nördlichen Asien für die Verkaufsbüros in Guangzhou, Beijing und Songjiang.

In der Baumer Group, einem der weltweit führenden Hersteller von hochwertigen Sensorprodukten für die Fabrik- und Prozessautomation, sind rund 2000 Mitarbeiter in 34 Standorten und 16 Ländern beschäftigt. Mit den fünf Produkt-

Der Reihe nach eröffneten sie auf zeremonielle Art je eines der Produktsegmente von Baumer v.l.n.r.: Dr. Oliver Vietze – CEO & Chairman, Rüdiger Förster – Executive Board Member Marketing und Vertrieb, William Frei – Generalkonsul der Schweizer Botschaft in Shanghai, Peter Kreutzberger – stellvertretender Konsul der deutschen Botschaft, Liu Fusheng – stellvertretender Direktor der ausländischen Wirtschaftskommission von Songjiang District, Li Zhenyu – Geschäftsführer von Baumer China.

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segmenten Sensor Solutions, Motion Control, Vision Technologies, Process Instrumentation und Gluing Systems deckt die Gruppe ein breites Leistungsspektrum ab. Der neue Standort in China ist ein wichtiger Teil der vom Unternehmen verfolgten Wachstums- und Internationalisierungsstrategie. Gleichzeitig kommt man den Forderungen der Kunden nach einer lokalen Präsenz nach.

Baumer Management Services AG 8501 Frauenfeld 052 728 11 55


Kaderkarussell

Hansjörg Adam

B&R: Wachstum ungebrochen Der oberösterreichische Automatisierungsspezialist Bernecker+ Rainer hat 2007 einen Umsatz von 280 Mio. Euro nach 235 Mio. Euro im Vergleichszeitraum erzielt. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von rund 20%. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Be-

schäftigten auf weltweit 1700 Mitarbeiter. Mit 145 Büros in 55 Ländern demonstriert Bernecker+Rainer weltweit Kundennähe. Zurückzuführen ist dieser anhaltende Erfolg auf die hohe Innovationskraft des Unternehmens sowie die Philosophie der integrierten

«Wir sind mit diesem Erfolg unserem strategischen Ziel, den Umsatz bis 2011 auf 500 Mio. Euro auszuweiten einen bedeutenden Schritt näher gekommen», so Hans Wimmer, Geschäftsführer B&R.

Automatisierung. Bernecker+Rainer investiert jährlich rund18 % des Umsatzes in eigene Forschungsund Entwicklungsaktivitäten. Zum Portfolio gehören neben Antrieben, Steuerungen, Visualisierungs- sowie Prozessleitsystemen vor allem komplett integrierte Automatisierungslösungen und durchgängige Softwarewerkzeuge. B&R Industrie-Automation AG 8500 Frauenfeld 052 728 00 55

Helbling IT Solutions ab sofort Dassault-VAR Der Softwarehersteller Dassault Systèmes setzt Helbling IT Solutions als Value Added Reseller (VAR) ein. Helbling IT Solutions vertreibt die Produkte CATIA, ENOVIA SmarTeam und 3DVia Composer des Software Anbieters für Product Lifecycle Management (PLM) in der Schweiz. Die IT-Be-

rater, seit langem bereits IBM Business-Partner im PLM-Umfeld, unterstreichen mit diesem weiteren Geschäftsbereich ihre Stellung als kompetente Ansprechpartner für ganzheitliche IT-Integrationsdienstleistungen in der Industrie. Dank der Partnerschaft mit den beiden renommierten

Softwareherstellern bietet Helbling IT Solutions ab sofort komplette Lösungen, Dienstleistungen sowie Hard- und Software-Produkte für Engineering und Technik aus einer Hand an. Helbling IT Solutions 8048 Zürich 044 986 39 20

AMB 2008: bereits 1000 Aussteller Wenn die internationale Ausstellung für Metallbearbeitung (AMB) vom 9. bis 13. September 2008 auf dem Gelände der Neuen Messe Stuttgart ihre Tore öffnet, wird sie sich in Hallen präsentieren, die Standards in Europa und darüber

hinaus setzen. Endlich ist nun auch das möglich, was in früheren Jahren bemängelt wurde: eine thematische Zuordnung der beteiligten Unternehmen. «Wir haben die Hallen entsprechend der uns von den Ausstellern genannten

Ausstellungsschwerpunkte thematisch geplant. So finden sich die Besucher auch auf dem doppelt so grossen Gelände problemlos zurecht», ist man bei der Messeleitung überzeugt.

Zum Titelbild:

tritt per sofort seine neue Stelle als Director Maintenance & Support Services bei EMC in der Schweiz an. Sein Vorgänger, Didier Arnold, nimmt eine neue Herausforderung als Senior Program Manager bei EMC Global Services an. Hansjörg Adam (46 ) startete seine berufliche Karriere bei Brown Boveri. Die letzten Jahre war er in verschiedenen leitenden Positionen bei Swisscom beschäftigt.

Lutz Freytag wird ab dem 1. April dieses Jahres Vorstand Finanzen der Schenker AG, Essen, und verantwortet dort die Ressorts Rechnungswesen/Finanzen, Controlling, Risk Management sowie Einkauf. Der promovierte Diplom-Physiker Dr. Lutz Freytag (49 ) ist seit 2005 Vorstand Finanzen und Controlling bei der Railion Deutschland AG, Mainz.

Gerald Mies Geschäftsführer der Fanuc Robotics Deutschland GmbH, wurde zum Vizepräsidenten der Fanuc Robotics Europe berufen. Er nimmt die neue Funktion parallel zu seiner Verantwortung für die deutsche Niederlassung wahr. Damit wird der Einfluss der deutschen Gesellschaft verstärkt. Mit Gerald Mies an der Spitze hatte die deutsche Fanuc-Robotics-Niederlassung ihren Umsatz im vergangenen Jahr auf rund 65 Millionen Euro gesteigert.

Sirius Positionsschalter - für jede Anwendung kombinierbar. Sirius Standard-Positionsschalter erfüllen nahezu alle Anforderungen im Industriealltag zuverlässig und souverän - ob für das sichere Erfassen gefährlicher Bewegungen von Maschinenteilen oder zur Überwachung von Schutzeinrichtungen. Standardisierte Bauformen und Funktionen erleichtern dabei nicht nur die Auswahl des passenden Schalters. Sie sorgen auch für einfache und effiziente Lagerung, Montage, Verdrahtung und Wartung. Alle Positionsschalter sind modular aufgebaut und somit die Antriebsköpfe untereinander austauschbar und kombinierbar. www.marktspiegel.ch www.technica-online.ch

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FÜGEN-TRENNEN-FORMEN

Siehe Bericht auf Seite 62

Metav / Tube / Wire Düsseldorf 31.3. bis 4.4.08

Im Fokus: Produktivität steigern - Standort sichern:

«Im Ausland drehen Sie nicht schneller» Lagertechnik:

Coils rein - Palettenregallager raus

Dr. Klaus Mittelbach Leiter der Abteilung Umwelt und Technik beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und geschäftsführendes Vorstandsmitglied von econsense Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft wechselt als künftiger Vorsitzender der Geschäftsführung zum ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Mittelbach übernimmt die Position von Hauptgeschäftsführer Gotthard Grass.

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Panorama

Scania entscheidet sich für Fanuc CNC-Steuerungen Scania hat sich dafür entschieden, Fanuc GE als alleinigen CNC-Anbieter für neue Bearbeitungslinien in Schweden einzusetzen. Auf diesen Linien soll eine überarbeitete Version des Scania V8-Lkw-Dieselmotors mit 15,6 Litern Hubraum gefertigt und somit das Produktionsvolumen

von V8-Motoren erheblich gesteigert werden. Einer der zentralen Faktoren bei der Entscheidung für die CNCSteuerungen der Serie 31i waren die bisher gemachten Erfahrungen: Fanuc-Steuerungen sind ausserordentlich zuverlässig. Ein weiterer Schlüsselfaktor bei der Entschei-

dung für Fanuc war deren garantierte Ersatzteilverfügbarkeit von 25 Jahren. Als Bedienoberfläche im Produktionsbereich wird die «FANUC Auto HMI-NC» eingesetzt, bei der auf der Bedienerseite kein PC mehr erforderlich ist. Da jede Maschine allein

von der CNC gesteuert wird, werden die Nachteile von PCs wie instabiler Betrieb, Virengefahr, kurze Lebenszyklen usw. umgangen. GE Fanuc Automation CNC Switzerland GmbH 2555 Brügg 032 366 63 63

Watt d’Or 2009 – die Auszeichnung für hervorragende Energieprojekte Jahr für Jahr erlangen in der Schweizer Energieszene Innovationen Marktreife. Das Bundesamt für Energie (BFE) zeichnet Bestleistungen auf diesem Gebiet jährlich mit dem Watt d’Or aus. Die Auszeichnung wird in den fünf Kategorien Gesellschaft, Energietechnologien Geräte und Anlagen, erneuerbare Energien, energieeffiziente Mobilität sowie Gebäude

vergeben. Auch dieses Jahr sucht das BFE Bestleistungen aus dem Energiebereich. Die Ausschreibung für den Watt d’Or läuft noch bis am 31. August 2008. Von der Idee bis zur Auszeichnung Für jede Kategorie setzt das BFE Nominatoren-Teams ein. Diese – allesamt ausgewiesene Fachleute – nehmen die Projektvorschläge ent-

gegen und suchen auch selbstständig nach geeigneten Projekten. Nominiert werden können Projekte, die im Zeitraum August 2007 bis August 2008 realisiert oder aktiv wurden, einen erkennbaren Fortschritt gegenüber dem bisherigen Stand der Technik und einen deutlichen energetischen Nutzen im Sinn der schweizerischen Energiepolitik bringen.

Auszeichnungswürdige Projekte können von jedermann vorgeschlagen werden. Eingabeschluss ist am 31. August 2008. Der Watt d’Or ist nicht dotiert. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibts unter www.wattdor.ch. Bundesamt für Energie (BFE) Watt d’Or 3003 Bern 031 322 56 75

Rockwell Automation übernimmt Cedes-Geschäftsbereich Rockwell Automation, Inc. gibt bekannt, dass sie den Geschäftsbereich Sicherheit und Automation der Cedes AG, Landquart übernimmt. Cedes Sicherheit und Automation ist ein führender Anbieter von Sicherheits- und MessLichtvorhängen, auf Sicherheit und weitere Bereiche ausgerichteten Sensoren, Steuerungen sowie damit verbundenem Zubehör für industrielle Anwendungen. Die Bedingungen für die Übernahme wurden nicht bekannt gegeben. Cedes Sicherheit und Automation

betreibt ein internationales, vorwiegend auf Europa ausgerichtetes Vertriebsstellennetz. Die Übernahme umfasst Produkte, Technologien, Entwicklungs-Engineering, Marketing, Verkauf und Vertrieb des in den Märkten industrielle Sicherheit und Automation tätigen Geschäftsbereichs. Beat de Coi, Geschäftsführer und Gründer der CEDES AG, sagte, dass man sich über 20 Jahre auf die Entwicklung von OptosensorikTechnologien spezialisiert habe,

die in einem weiten Anwendungsbereich eingesetzt würden, darunter Industriesicherheit und Automation. «Diese Fähigkeiten mit der weltweiten Führungsposition von Rockwell Automation in Steuerund Informationssystemen für die industrielle Automatisierung zu verbinden, ermöglicht mehr Herstellern auf der ganzen Welt, ihre Mitarbeiter vor Maschinen- und Anlagenunfällen zu schützen.» Kunden werden nach dem Abschluss der Übernahme weiterhin Produkte über das bestehende Di-

stributionsnetzwerk von Cedes Sicherheit und Automation beziehen können. Sobald Produkte unter der Marke Allen-Bradley verfügbar sind, können diese auch über das Distributionsnetzwerk von Rockwell Automation erworben werden. Der CEDES-Geschäftsbereich Sicherheit und Automation wird in den Betriebsbereich Architecture and Software von Rockwell Automation integriert. Rockwell Automation AG 5001 Aarau 062 889 77 77

Diesel und Kerosin als Treibstoff für Brennstoffzellen Ohne Schadstoffe erzeugen Brennstoffzellen effizient und zuverlässig Strom. Aber als Treibstoff benötigen sie Wasserstoffgas, das wegen der fehlenden Infrastruktur noch nicht flächendeckend zur Verfügung gestellt werden kann. Entwickler des Forschungszentrums Jülich wollen deshalb die nahezu überall verfügbaren Treibstoffe Diesel oder Kerosin nutzen. Mit einem neuen Re-

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former, der fast keine Alterungserscheinungen mehr aufweist, kommen sie diesem Ziel nun einen grossen Schritt näher. «Über 2000 Betriebsstunden lang gewinnt der neue Reformer effizient wasserstoffhaltiges Gas aus Diesel oder Kerosin», sagt Prof. Dr. Ing. Ralf Peters vom Jülicher Institut für Energieforschung. Dieses Gas kann sowohl von Hochtempe-

ratur- als auch von Niedertemperatur-Brennstoffzellen für die Stromgewinnung im Kilowattbereich genutzt werden. Mit diesem Erfolg steht das Team um Peters mit an der Weltspitze und rechnet mit ersten einsatzfähigen Systemen in etwa drei Jahren. Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt in dem geschickten Design des Reformers. In seinem Innern befindet

sich ein Wabenkörper, der mit fein verteilten Edelmetallpartikeln beschichtet ist. Er dient als Katalysator und zersetzt die Kohlenwasserstoffe im Diesel oder Kerosin zusammen mit Luft und Wasserdampf in die Gase Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und den begehrten Wasserstoff. Forschungszentrum Jülich GmbH DE-52425 Jülich +49 2461 61 4771


Robert Bosch: Splitter Positive Entwicklung weltweit fortgesetzt Mit 150 Mitarbeitenden erzielt die Iftest Die Bosch-Gruppe ist international weiter auf Wachstumskurs: Im Jahr 2007 stieg der Umsatz um nahezu sechs Prozent auf 46,1 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt betrug das Umsatzplus rund acht Prozent. Alle drei Unternehmensbereiche (Industrietechnik mit Elektrowerkzeugen und Hausgeräten, Sicherheitstechnik, Kraftfahrzeugtechnik) leisteten einen positiven Beitrag zu dieser Entwicklung. Auch beim Ertrag kam das Unternehmen voran: Das Vorsteuerergebnis entsprach mit nahezu acht Prozent vom Umsatz der langfristigen Zielrendite. 2006 hatte das Ergebnis vor Steuern bei 7,1 Prozent gelegen. Auch die Zahl der Mitarbeiter ist erneut gestiegen: Ende 2007 waren rund 272 000 Mitarbeiter bei Bosch beschäftigt – das sind 11 000

mehr als noch im Jahr zuvor. Der Wachstumsschwerpunkt lag erneut in der Region Asien/Pazifik. Zum Jahreswechsel kündigte Bosch eine Reihe von Übernahmen an. Hierzu zählen: Holger Christiansen in Dänemark, ein Instandsetzer von Startern und Generatoren, Health Hero Network in den USA, ein Anbieter telemedizinischer Lösungen, Extreme CCTV in Kanada, ein Hersteller videogestützter Sicherheitstechnik, sowie RoboToolz in Hongkong, ein Spezialist für Laser-Messwerkzeuge. Insgesamt hat Bosch im Jahr 2007 für Akquisitionen und Anteilserhöhungen rund 800 Millionen Euro ausgegeben. Darüber hinaus plant Bosch zusammen mit Mahle die Gründung eines paritätischen Gemeinschaftsunternehmens zur Ent-

wicklung und Fertigung sowie zum Vertrieb von Abgasturboladern. Die Serienfertigung soll 2010 aufgenommen werden. Um technologisch führend zu bleiben, steigerte Bosch 2007 die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3,6 Milliarden Euro. Das entspricht knapp acht Prozent vom Umsatz. Ausserdem meldete Bosch für 2006 über 3000 Patente weltweit an. Wachstumsimpulse erwartet Bosch vor allem mit Produkten und technischen Lösungen für den Umwelt- und Klimaschutz. Wachstumsschwerpunkte sind weiterhin die Regionen Asien/Pazifik und Mittelosteuropa. Robert Bosch GmbH DE-70839 Gerlingen-Schillerhöhe +49 7 11 8 11-0

Baumüller Unternehmensgruppe: mehr Effizienz durch neue Organisation Die Baumüller Unternehmensgruppe aus Nürnberg startet mit einer neuen Organisationsstruktur in das Jahr 2008. Um ihre Marktstellung als einer der führenden Anbieter in der Antriebs- und Automatisierungsbranche weiter auszubauen, hat die Baumüller Holding GmbH & Co. KG, die von den beiden Geschäftsführern Günter Baumüller und Andreas Baumüller geführt wird, ihre Organisationsstruktur deutlich effizienter gestaltet. So erhalten die Kunden künftig das gesamte Pro-

dukt- und Dienstleistungsspektrum der Automatisierung aus einer Hand. Die Unternehmensgruppe hat sich in den vergangenen Jahrzehnten besonders in den Branchen graphische Industrie, Kunststoff-, Textil- und Verpackungsindustrie den Ruf eines kompetenten und innovativen Partners des Maschinenbaus erworben. Dieses spezielle Knowhow bleibt weiter bestehen und wird künftig ausgebaut. In der Baumüller Nürnberg GmbH sind die Geschäftsführer Andreas

Baumüller und Uwe Hassler tätig. Die Baumüller Anlagen-Systemtechnik GmbH & Co. KG wird von Herbert Hesslinger und Jochen Loy geführt. Die Baumüller Reparaturwerk GmbH & Co. KG leiten die Geschäftsführer Karl-Heinz Klier, Helmut Reif und Ralf Dietrich.

Baumüller Holding GmbH & Co. KG DE-90482 Nürnberg www.baumueller.de

Power Tools – das Wissensportal zu Elektrowerkzeugen Bei Fragen zu Anwendungen oder Funktionen von Elektrowerkzeugen kann das Studium von Handbüchern und Nachschlagewerken schnell mühsam werden. Um komfortabler zur gewünschten Infor-

mation zu kommen, gibt es jetzt unter www.powertool-portal.com oder www.bosch-pt.com das neue umfangreiche Wissensportal «Power Tools Learning Campus». Der virtuelle, dreidimensionale Cam-

pus bietet dem Nutzer mit Animationen, Videoclips, Hörbüchern sowie vielen weiteren Medien einen Zugang zur Arbeit mit Elektrowerkzeugen.

AG, Wettingen einen Umsatz von 47 Mio. Franken. Für das Jahr 2008 plant das Unternehmen im Bereich Entwicklung ein Umsatzwachstum von 60%. Dazu werden 2 Mio. Franken in die Erweiterung und den Ausbau von Räumlichkeiten investiert. Gleichzeitig wird ein neuer Bereich «Technologie» gebildet, den Christian Jung als Geschäftsleitungsmitglied (CTO) übernehmen wird. Jürgen Schulz leitet die Entwicklung, Hans Baumann die Prüftechnik und Werner Kunz ist für den Verkauf innerhalb des neuen Bereichs «Technologie» zuständig. Den Spatenstich für Minergie-Bürogebäude in Birmensdorf konnte vor kurzem die ZT Fachmessen AG feiern. Das neue Gebäude wird auf 400 m2 Büroraum über 20 Arbeitsplätze umfassen. Für die ZT Fachmessen AG als Veranstalterin von drei der grössten Baumessen der Schweiz war die Entscheidung klar, das Gebäude nach Minergie-Standard zu realisieren. Die Räumlichkeiten sind Ende 2008 bezugsbereit. TRUMPF Laser GmbH + Co. KG hat die Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Laser-Kunststoffschweissen und selektives Laser-Löten von der Fisba Optik AG übernommen. Damit erweitert Trumpf seine Bandbreite der Anwendungen von Lasersystemen. Die Fisba Optik AG konzentriert sich auf Mikrooptiken für die Strahlformung von Laserdioden oder kundenspezifischen Lasermodulen sowie auf die Entwicklung von OEM-Baugruppen oder kundenspezifischen optronischen Bearbeitungsköpfen. Die mechatroniX – internationale Fachmesse für progressive Produktentwicklung durch Mechatronik, die vom 27. bis 29. Mai 2008 in Augsburg hätte stattfinden sollen, wird auf den 16. bis 18. Juni 2009 neu terminiert. Das Ausstellungsportfolio der Fachmesse konzentriert sich auf Systeme, Komponenten und Bauteile aus der Aktorik, Sensorik und Prozessorik sowie aus anderen Gebieten wie beispielsweise der Optik, die in mechatronischen Systemen zum Einsatz kommen.

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Panorama

Durchgängigkeit als Erfolgsfaktor Der diesjährige Impuls-Apéro der Dr. Acél & Partner AG findet am 15. April statt. Er steht unter dem Motto «End-to-end-Prozesse – Durchgängigkeit als Erfolgsfaktor». Die Referenten erörtern in Kurzvorträgen aus der Praxis folgende

Themen: Oliver Kress äussert sich anhand des Beispiels des Produktionssystems von Toyota zu «Weltklasseproduktion als Massstab»; Albert Grossenbacher erläutert anhand der Case Study «Alu-Express» das Thema «Keimzellen als Treiber des Wandels»; René Rahm

beleuchtet in seinem Referat «Distributionslogistik im Aufbruch» das Spannungsfeld von Kosten einerseits und Service, Standorten sowie Beständen anderseits. Der Impuls-Apéro beginnt um 17 Uhr und findet in der Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, in

Zürich statt. Die Teilnahme ist kostenlos; die Anmeldung ist bis spätestens 11. April möglich auf info@acel.ch oder per Fax auf 044 447 20 69. Weitere Informationen sind unter 044 447 20 60 erhältlich.

Infoabend bei der ABB Technikerschule Wie läuft eine Ausbildung zum Dipl. Techniker HF ab? Wie funktioniert das Nachdiplomstudium «Executive in Business Engineering»? Was sind die Voraussetzungen für diese berufsbegleitenden Studiengänge? Solche und ähnli-

che Fragen beantworten die Infoabende der ABB Technikerschule Baden, die am 10. April, 23. Juni und 18. August jeweils um 18 Uhr in der Aula der Schule stattfinden. Die Infoabende richten sich an Damen und Herren mit abge-

schlossener Berufslehre oder adäquaten Kenntnissen, sowie an die entsprechenden Arbeitgeber, die sich für die angebotenen Studiengänge der Fachrichtunge Betriebstechnik, Logistik, Energietechnik, Konstruktionstechnik,

Informatik, Informationstechnik oder für das Nachdiplomstudium interessieren. ABB Technikerschule 5400 Baden 058 585 33 02

Veranstaltungskalender Datum

Ort

Thema

Kosten

Veranstalter/Infos

26.3. / 2.4. / 9.4. / 16.4. / 23.4.08 25.3. / 1.4. / 8.4. / 15.4. / 22.4.08

Winterthur

Kosten senken mit dem Web-basierten HMI-Konzept

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Zürich

Prüfen von Werkzeugmaschinen

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Grundlagen der Pneumatik und Elektropneumatik Pneumatik für Ausbilder Strategie Workshop Service Feedback Instandhaltung und Fehlersuche bei pneum./el.-pneum. Anlagen Edelstahl-Seminar für Praktiker

Saia-Burgess Controls AG Bahnhofstrasse 18 3280 Murten 026 672 74 75 Fax 026 672 74 99 christine.waelti@saia-burgess.com Inspire / ETH Zürich 8092 Zürich dipl. Masch.-Ing. ETH Thomas Liebrich 044 632 46 76 liebrich@inspire.ethz.ch National Instruments Switzerland Corp. 5408 Ennetbaden 056 200 51 51 ni.switzerland@ni.com Festo Didactic 8953 Dietikon 044 744 55 44 info_ch@festo.com

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Die Produktionskosten-Revolution – «Product Lifecycle Costing (PLC)-Software FACTON

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Sichere Maschinen nach Niederspannungs- und EMV-Richtlinien

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Energieforschung – die Chancen und Möglichkeiten Die Jahrestagung 2008 des energie-cluster.ch steht im Zeichen der Energieforschung und der Umsetzung im Bau-, Haustechnik- und Energie-bereich. Im Energiekanton Aargau, konkret in der traditionellen und zukunftsorientierten Energiestadt Baden, werden Forschungspotenziale, Standortanforderungen und Chancen des Cluster-Ansatzes im Rahmen der Jahres-tagung konkret sichtbar gemacht.

Die Energiepolitik der EU und der Nachbarstaaten Deutschland und Österreich zeigen die grossen internationalen Chancen der Energiemärkte. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung sind eingeladen, diesbezügliche Fragen an die hochkarätigen Referentinnen und Referenten zu stellen und sich an den Podiumsdiskussionen aktiv zu beteiligen.

Das Programm im Detail 9.00: Eintreffen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Besuch der Tischmesse. 9.35: Begrüssung – Baden, Energiestadt mit grosser Tradition und Zukunft. 9.50: Energie Cluster Kanton Aargau – Ansatzpunkte und Perspektiven 10.10: Erfolgreicher energiecluster.ch: Wie gearbeitet wird, wie es weitergeht. Praxisbeispiele und Nutzen der Leistungen für ein Unternehmen aus Bau, Haustechnik und Industrie. 10.30: Welche regionalen, nationalen Standortanforderungen sind entscheidend? Welche Rolle spielen Innovationen im nationalen internationalen Wettbewerb? Welche Erwartungen haben

10.50: 11.30:

11.50:

12.10:

12.25:

12.45:

innovative Unternehmen an die Forschungs- und Energiepolitik? Konkrete Beispiele aus der Haustechnikbranche und Indus-trie. Fragen an die Referentinnen und Referenten, Podiumsdiskussion. Energiemarkt Europa – Energiepolitik der EU, Marktentwicklung, Potential, Rahmenbedingungen, Förderinstrumente. Zukunftsfähiges Bauen – Forschung und Umsetzung im Spannungsfeld der neuen SIA-Anforderungen. Neue Ansätze im Sanierungsmarkt. Energiemarkt weltweit aus der Sicht der ABB. Strategien, Erfahrungen und Visionen. Innovationen in der Haustechnikbranche: Weitere Erfindungen sind nötig und möglich. Fragen an die Referentinnen und Referenten, Podiumsdis-kussion.

14.20: KTI-Innovationsförderung im Energiebereich, Angebote der Förderagentur für Innovationen KTI. Was können KMU von der KTI erwarten? 14.40: Forschungstätigkeiten am PSI und im ETH-Bereich. Übersicht der F&EAktivitäten. Was können KMU von der Forschung erwarten? Was bieten das PSI und die ETH an? Wie diffundieren die Hochschulen ihr Wissen? 15.00: Die Sicht von zwei innovativen Aargauer Architekten: Wo besteht weiterer Forschungsbedarf? Welchen Beitrag können Netzwerke leisten? 15.30: Fragen an die Referentinnen und Referenten, Podiumsdiskussion. 16.00: Schlusswort, Apéro, Besuch der Tischmesse, BtoB, Networking. Tagungsleitung: Dr. Ruedi Meier, Geschäftsleiter energiecluster.ch 17.30: GV energie.cluster.ch.

Weitere Informationen Datum: 22. April 2008 Zeit: 9.00 bis 17.00 Uhr Tagungsort: Baden Kosten: CHF 180.– Mitglieder energiecluster.ch CHF 120.–

13.00: Mittagessen/Stehlunch. 14.00: Energieforschung des Bundesamtes für Energie, Rolle, Zielsetzungen, Programme, Umsetzung.

Anmeldung und weitere Auskünfte:

www.energie-cluster.ch

Auftragsfertigung von komplexen Einzelteilen und Serien auf modernsten Bearbeitungszentren (Drehen/Fräsen). Top-Aktuell: 7-Achsen-Fräs-Zentrum für die Komplettbearbeitung ab Stange bis Ø 100 in höchster Präzision. high quality production 2_Egli_def_bearb.indd 1

Egli Maschinenbau AG Im Ifang 2 - CH-5001 Aarau Telefon 062 824 22 89 www.egli-cnc.ch 24.12.2007 10:31:22 Uhr

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Energieforschung – die Chancen und Möglichkeiten Die Jahrestagung 2008 des energie-cluster.ch steht im Zeichen der Energieforschung und der Umsetzung im Bau-, Haustechnik- und Energiebereich. Im Energiekanton Aargau, konkret in der traditionellen und zukunftsorientierten Energiestadt Baden, werden Forschungspotenziale, Standortanforderungen und Chancen des Cluster-Ansatzes im Rahmen der Jahres-tagung konkret sichtbar gemacht.

Die Energiepolitik der EU und der Nachbarstaaten Deutschland und Österreich zeigen die grossen internationalen Chancen der Energiemärkte. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung sind eingeladen, diesbezügliche Fragen an die hochkarätigen Referentinnen und Referenten zu stellen und sich an den Podiumsdiskussionen aktiv zu beteiligen.

Das Programm im Detail 9.00: Eintreffen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Besuch der Tischmesse. 9.35: Begrüssung – Baden, Energiestadt mit grosser Tradition und Zukunft. 9.50: Energie Cluster Kanton Aargau – Ansatzpunkte und Perspektiven 10.10: Erfolgreicher energiecluster.ch: Wie gearbeitet wird, wie es weitergeht. Praxisbeispiele und Nutzen der Leistungen für ein Unternehmen aus Bau, Haustechnik und Industrie. 10.30: Welche regionalen, nationalen Standortanforderungen sind entscheidend? Welche Rolle spielen Innovationen im nationalen internationalen Wettbewerb? Welche Erwartungen haben

10.50: 11.30:

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innovative Unternehmen an die Forschungs- und Energiepolitik? Konkrete Beispiele aus der Haustechnikbranche und Indus-trie. Fragen an die Referentinnen und Referenten, Podiumsdiskussion. Energiemarkt Europa – Energiepolitik der EU, Marktentwicklung, Potential, Rahmenbedingungen, Förderinstrumente. Zukunftsfähiges Bauen – Forschung und Umsetzung im Spannungsfeld der neuen SIA-Anforderungen. Neue Ansätze im Sanierungsmarkt. Energiemarkt weltweit aus der Sicht der ABB. Strategien, Erfahrungen und Visionen. Innovationen in der Haustechnikbranche: Weitere Erfindungen sind nötig und möglich. Fragen an die Referentinnen und Referenten, Podiumsdis-kussion.

14.20: KTI-Innovationsförderung im Energiebereich, Angebote der Förderagentur für Innovationen KTI. Was können KMU von der KTI erwarten? 14.40: Forschungstätigkeiten am PSI und im ETH-Bereich. Übersicht der F&EAktivitäten. Was können KMU von der Forschung erwarten? Was bieten das PSI und die ETH an? Wie diffundieren die Hochschulen ihr Wissen? 15.00: Die Sicht von zwei innovativen Aargauer Architekten: Wo besteht weiterer Forschungsbedarf? Welchen Beitrag können Netzwerke leisten? 15.30: Fragen an die Referentinnen und Referenten, Podiumsdiskussion. 16.00: Schlusswort, Apéro, Besuch der Tischmesse, BtoB, Networking. Tagungsleitung: Dr. Ruedi Meier, Geschäftsleiter energiecluster.ch 17.30: GV energie.cluster.ch.

Weitere Informationen Datum: 22. April 2008 Zeit: 9.00 bis 17.00 Uhr Tagungsort: Baden Kosten: CHF 180.– Mitglieder energiecluster.ch CHF 120.–

13.00: Mittagessen/Stehlunch. 14.00: Energieforschung des Bundesamtes für Energie, Rolle, Zielsetzungen, Programme, Umsetzung.

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Export-Forum IN ZUSAMMENARBEIT MIT OSEC BUSINESS NETWORK SWITZERLAND

Suhner Abrasive Expert AG in Thailand

Neuer Anlauf in den Tiger-Staaten Zum zweiten Mal wagt die Suhner Abrasive Expert AG den Markteintritt in Thailand. Diesmal liessen sich die Brugger von Osec Business Network Switzerland beraten. Und sie bereuten es nicht: «Dank Osec haben wir viel Zeit und Geld gespart. Ich würde sofort wieder mit dem Business Network zusammenarbeiten», kommentiert Olivier W. Annaheim, Area Sales Manager Asia, Suhner Abrasive Expert AG, die Zusammenarbeit. Die Suhner Abrasive Expert AG ist Teil der Suhner Group und im Markt mit Schleifmaschinen und Schleifmitteln tätig. Via Tochtergesellschaften und sechzig Agenten weltweit vertreibt das Unternehmen rund 80 % seiner Produkte im Ausland. Nebst dem Heimmarkt sind die Nachbarländer zentral, aber auch Russland und das übrige Osteuropa. Schon einmal, bis zur Asienkrise 1997, waren die Brugger in den Ti-

ger-Staaten aktiv, zogen sich dann aber zurück. Im Frühling 2006 fiel der Entscheid, den Neustart zu wagen, wobei neben China und Malaysia auch Thailand erschlossen werden sollte. Laut Olivier W. Annaheim, Area Sales Manager Asia, sprach man sich für einen kompletten Neuanfang aus und reaktivierte die bestehenden Kontakte nicht.

Erste Geschäfte in Sicht Mit exaktem Bedürfnis- und Händlerprofil wandte man sich an Rolf M. Noll, Osec-Senior Consultant. Dieser wickelte das Mandat gemeinsam mit dem Swiss Business

Rollen und Räder jeder Art und für alle Zwecke direkt ab unserem Lager

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od Kata er als log b PD est F-D elle ow n nlo ad

Olivier W. Annaheim, Area Sales Manager Asia, Suhner Abrasive Expert AG: «Thailand bietet heute eine gewisse Stabilität, und das Land wird auch im Highend-Segment, in dem wir tätig sind, interessant.»

Suhner-Oberflächenbearbeitungswerkzeuge werden bald auch in Thailand im Einsatz stehen.

Hub in Bangkok ab. Aus einer Longlist von potenziellen Partnern wurden drei Firmen ausgewählt und vor Ort besucht. Mit dem schon zu Beginn definierten Kronfavoriten, Diethelm, konnte man sich schliesslich einigen und unterschrieb im April die Verträge. Bereits im März reiste Annaheim ins Land und besuchte erste Kunden. Inzwischen seien die «Demo Tools» gerüstet, sodass im Frühherbst erste konkrete Geschäfte abgewickelt werden können, wie Annaheim hofft.

Die Suhner Abrasive Expert AG wird zum Osec-Stammkunden. Neben Thailand setzte man auch für Hongkong, die Ukraine und das Baltikum auf die Dienste des Business-Netzwerks.

Infos Suhner Abrasive Expert AG Oberflächentechnik 5200 Brugg AG 056 464 28 80 info@saeg.ch www.abrasive-expert.ch

Generalvertretung

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Swissmem fordert Personenfreizügigkeit

MEM-Industrie: Exzellente Aussichten Selten war die Stimmung zur Jahrespressekonferenz des Swissmem so ausgezeichnet. Denn die Schweizer Wirtschaft boomt wie lange nicht mehr. Es wurde sogar argumentiert, dass man über eine gewisse Abschwächung des derzeitigen Wirtschaftsbooms nicht ganz unglücklich wäre. Danach sieht es aber derzeit nicht aus. Selten konnte Swissmem (Verband der schweizerischen Maschinen-, Elektro- und MetallIndustrie) derart gute Zahlen präsentieren. Die beim Swissmem gemeldeten schweizerischen Unternehmen der MEM-Industrie konnten im Jahr 2007 die Exporte um 12% auf 78 Mrd. Franken steigern, bei den Umsätzen resultierte ein Plus von 14%. Für das laufende Jahr rechnen die Swissmem-Mitgliedunternehmen mit einer weitgehend stabilen Marktentwicklung.

im 2007 stark zu und verzeichneten eine Steigerungsrate von 22,3%. Dabei wuchsen die Aufträge aus dem Ausland (21,3%) ähnlich stark wie jene aus dem Inland, die sich gegenüber dem Vorjahr um 25,8 % erhöhten. Die Exportquote lag Ende 2007 bei 80,5%. Im vierten Quartal 2007 erhöhten sich die Auftragseingänge im Quartalsvergleich um 14,4%. Sowohl beim Ausland(14,9%) als auch beim Inlandgeschäft (12,4%) konnten die guten Vorjahresergebnisse übertroffen werden.

Vorjahresergebnisse übertroffen

Mehr als 13 000 Stellen

Die Auftragseingänge der 290 Swissmem-Meldefirmen nahmen

Die Umsätze der MEM-Industrie stiegen 2007 im Vergleich zum Vor-

Alle an der Swissmem-Jahrespressekonferenz anwesenden Vertreter machten sich für die Personenfreizügigkeit stark (v. l. n. r.): Dr. Ulf Berg (Mitglied des Swissmem-Vorstandsausschusses, Präsident des Verwaltungsrates Sulzer AG, Winterthur), Valentin Vogt (Mitglied des Swissmem-Vorstandsausschusses, CEO Burckhardt Compression AG, Winterthur), Hans-Ulrich Bigler (Direktor Swissmem), Hans Hess (Vizepräsident Swissmem, Mitglied des Verwaltungsrates Geberit AG, Jona).

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Technica-Kommentar

Europa und Asien stark – USA schwächeln Wie es scheint, spielt die Wirtschaft der USA nicht mehr die entscheidende Rolle für die Schweiz wie bisher. Denn obwohl die Schweizer Exporte in die USA sich nicht steigern konnten, verlief der Geschäftsverlauf der Schweizer MEM-Industrie herausragend, dank Europa und Bereichen von Asien. Die Entwicklung der Exporte im Jahresvergleich zeigte in allen wichtigen Wirtschaftsräumen – mit Ausnahme der USA, Japan und Südkorea – eine positive Tendenz auf. In den westeuropäischen Märkten (EU und EFTA) – wohin zwei Drittel der Schweizer Exporte gehen – nahmen die Verkäufe um 13,3% zu. Im Hauptabsatzmarkt Deutschland gab es einen Exportzuwachs von 14,0%, gefolgt von Italien mit 13,5% und Frankreich mit 13,2%. In Asien – mit einem Exportanteil von 15,2% die zweitwichtigste Absatzregion für die schweizerische MEM-Industrie – betrug das Exportwachstum 11,1%. Positive Wachstumsraten zeigten China (+23,3%), Singapur (+16,4%) und Indien (+10,1%). Die Exporte nach Japan (–2,9%) und Südkorea (–7,5%) waren hingegen rückläufig. Auch die Exporte in die USA – mit einem Exportanteil von 8,8% der drittwichtigste Absatzmarkt – blieben mit (–0,2%) knapp unter Vorjahresniveau. Das ist an und für sich keine positive Nachricht, aber: die USA scheinen mittlerweile nicht mehr den überragenden Einfluss auf die Weltwirtschaft zu haben. Das wäre generell zu begrüssen. Denn die Konjunkturzyklen der USA waren für den Europäischen Wirtschaftraum von überragender Bedeutung – im Positiven, wie im Negativen. Vielleicht ist das – mit dem Zusammenbruch des Sozialismus und der Öffnung neuer Märkte – jetzt Vergangenheit. Matthias Böhm Stv. Chefredaktor, Technica

jahr um 13,9%. Der Auslandumsatz nahm um 13,6% zu, jener im Inland um 14,8%. Die gute Konjunkturlage schlug sich auch in einer erhöhten Beschäftigung nieder: Innerhalb eines Jahres schufen die Unternehmen 13 706 (4,2%) Vollzeitstellen, im Dreijahresvergleich betrug der Zuwachs 31 897 Stellen (10,4%). Die MEM-Industrie verzeichnete im 3. Quartal 2007 insgesamt 338 785 Vollzeitbeschäftigte, die Kapazitätsauslastung lag per Ende Jahr auf Vorjahresniveau bei 90,9%. Der Geschäftsgang der Schweizer MEM-Industrie im Jahr 2007 ent-

wickelte sich dank des soliden Wachstums der Weltwirtschaft sehr erfreulich.

Personenfreizügigkeit gefordert Der freie Personenverkehr ist nicht nur für die MEM-Industrie, sondern für den gesamten Wirtschaftsstandort Schweiz von zentraler Bedeutung. Die Verhinderungspolitik gewisser Kreise hält Swissmem für wirtschaftlich schädlich und politisch fahrlässig, denn damit werden die Bilateralen Verträge als Ganzes gefährdet. -böh-


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Im Fokus: Produktivität steigern – Standort sichern

CNC-Drehzentrum sorgt für prozesssichere Teilefertigung

«Im Ausland drehen Sie nicht schneller» Wenn es darum geht, produktiv, prozesssicher, präzise und schliesslich wirtschaftlich zu fertigen, muss die richtige Maschinenwahl getroffen werden. Das Unternehmen Arnold setzt in diesem Fall auch auf die japanischen High-End-Drehmaschinen «Miyano ABX-51 SY». Sie zeichnen sich durch höchste Steifigkeit, Präzision und Flexibilität aus, selbst Hartdrehen ist möglich.

Autor Matthias Böhm, Stv. Chefredaktor

Das Fertigungs-Unternehmen R. Arnold AG in Schattdorf ist jung und alteingesessen zugleich. Alteingesessen, weil es eine lange Tradition hat, und jung, weil Roland Arnold es erst vor wenigen Jahren vom damaligen Firmeninhaber übernommen und komplett modernisiert hat. Modernisieren heisst in diesem Fall: ein höchst produktiver Maschinenpark, um wirtschaftlich zu agieren.

Komplexe und präzise Drehteile Die R. Arnold AG ist auf Drehteile konzentriert mit zum Teil erheblichen Fräsanteilen. Nach Aussage von Inhaber Roland Arnold lohnt sich die Fertigung insbesondere dann, «wenn die Werkstücke komplex und aus schwierig zu zerspanenden Materialien sind. Geld verdienen wir mit Werkstücken aus schwierigen Materialien, die Querbearbeitungen, Rückseitenbearbeitungen und enge Toleranzen haben, im Prinzip dort, wo wir die Maschinentechnologie ausreizen können. Generell bewegt sich das Werkstoffspektrum von Kunststoff über rostfreie Stähle bis hin zu Buntmetallen. Stark sind wir zudem im rostfreien Bereich.»

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Modernster Maschinenpark Um die hohen Fertigungsansprüche an die Werkstücke zu garantieren, musste R. Arnold in einen modernen Maschinenpark investieren. Wer heute in die 2005 neu erstellte Fertigungshalle in Schattdorf blickt, erkennt ein Musterbeispiel an Fertigungsunternehmen: alles ist durchautomatisiert. Die CNC-Drehautomaten laufen mannlos und nichts wird dem Zufall überlassen. Bis

Hochpräzise und produktive Fertigung ab der Stange. Die «Miyano ABX-51 SY» kann dank ihrer Prozesssicherheit und durchdachtem Automatisierungskonzept sicher mannlos produzieren. (Bilder: Böhm)

zirka 80 mm gehts ab der Stange, darüber sorgt ein Roboter für das Teilehandling. Der Maschinenpark wurde sorgfältigst vom Firmenin-

haber Roland Arnold ausgewählt: Was zählt sind Produktivität, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Präzision.

Fokus-Thema: Produktivität steigern - Standort sichern Das Fokus-Thema dieser Ausgabe «Produktivität steigern - Standort sichern» ist ganz auf die Wirtschaftlichkeit und Zukunft des Werkplatzes Schweiz ausgerichtet. Zugegeben, Rationalisierung hat immer den Beigeschmack, das Arbeitsplätze vernichtet werden. Im Einzelfall trifft das auch zu. Aber Unternehmen müssen rationalisieren, um auch in Zukunft wirtschaftlich am Markt agieren zu können. Unternehmen die nicht mitziehen, haben in vielen Fällen hier in der Schweiz keine Überlebenschance mehr, verlagern ihre Produktion ins Ausland oder gehen schlimmstenfalls Konkurs, was letztendlich erheblich mehr Arbeitsplätze vernichten würde. Insofern ist es nicht nur betriebwirtschaftlich notwendig, die Produktivität zu erhöhen, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvoll.

In Rahmen unseres FokusThemas werden dabei unterschiedlichste Bereiche angesprochen, mit welchen Mitteln Produktivitätssteigerungen realisiert werden können. Ob es ein Decolleteur ist, der mit einem hochmodernen Maschinenpark seine Maschinen zum Teil mannlos fertigen lässt, oder ob es ein neues Hochpräzises und -produktives Elektrochemisches Erodierverfahren ist, für das in der Schweiz neu ein Kompetenzzentrum in Dietikon eröffnet wurde. Schliesslich kann auch modernste Messtechnik dazu beitragen, dass die Prozesse erheblich schneller ablaufen als bisher. Schnelle Produktionsprozesse sind zwar gut, aber meist müssen sie auch flexibel sein. Auch das ist heute in der Regel ohne Schwierigkeiten machbar.

So zeigt ein Beitrag in der Rubrik Fördertechnik und Logistk «Coils rein – Palettenregallager raus» aus Deutschland eindrucksvoll auf, wie es gelingen kann, die Produktion von Gütern so effizient und flexibel zu automatisieren, dass die Lohnkosten keinen entscheidenden Faktor der Produktionskosten darstellen. Wenn das so ist gibt es auch keine Veranlassung, die Produktion in Billiglohnländer zu verlagern. Automatisierte Prozesse haben zudem einen weiteren ganz wesentlichen Vorteil. Abgesehen davon, das die Prozesse wirtschaftlicher sind, sind sie auch äusserst prozesssicher. Das kommt wiederum der Qualität zugute. Auch davon lebt der Werkplatz Schweiz.

Matthias Böhm Stv. Chefredaktor Technica


Spezialisiert auf Dreh- und Dreh-Frästeile 1986 wurde die Firma Fritz Hauser AG von Fritz Hauser als Mechanische Werkstatt, Décolletage in Steinhausen (ZG) gegründet. Er begann mit einer CNC-computergesteuerten Drehmaschine und diversen kleinen Kurvenautomaten mit der Herstellung von Drehteilen für verschiedene Kunden in der Zentralschweiz. 1997 erfolgte ein erster Standortwechsel nach Ebertswil (ZH). Der jetzige Inhaber Roland Arnold hatte sich bereits 1998 am Geschäft beteiligt und 2000 das Unternehmen übernommen und in R. Arnold AG umbenannt. In 2005 zügelte das Unternehmen nach Schattdorf, wo es im gleichen Jahr zu der verheerenden Flutkatastrophe kam, die letztlich auch dazu führte, dass das Unternehmen über einen hochmodernen Maschinenpark verfügt. Mit derzeit sechs Mitarbeitern setzt das Unternehmen voll auf Flexibilität im Drehteilesektor. R. Arnold sagt es so: «Wir sind klein und flexibel, obwohl wir im Moment sehr viel Arbeit haben. Die Idee ist, dass wir immer eine Maschine für Aufträge frei haben. Unser Teilespektrum reicht von 3 bis 80 mm Durchmesser ab Stange, ab 80 mm mit Roboter. Drehen und Fräsen auf der Drehmaschine. Komplettbearbeitung. Wir bearbeiten auch komplette Frästeile ab Stange. Allerdings muss man hier Stückzahlen haben, weil es sich sonst nicht lohnt einzurichten. Generell produziert das Unternehmen für die Branchen Maschinenbau, Sonnenstoren, Werkzeuge für die Automobilindustrie sowie die Möbelindustrie.

Durchdachtes Maschinenkonzept Zu seiner Maschinenauswahl sagt Roland Arnold prägnant: «Wir haben eigentlich nur produktive Maschinen. Wenn eine Maschine nicht passt, dann schmeissen wir sie raus.» Er gibt dazu auch gleich ein Beispiel: «Ich hatte auch schon taiwanesische Maschinen, aber das lohnt sich nicht. Es ist so, die Miyano ist durchdacht, die läuft einfach. Die Teileentnahme ist beispielsweise bei der Miyano direkt integriert, da tropft nichts und

bei der Werkstückentnahme sind keine Späne dabei. Das sind Details, aber die sind wichtig.» Rolf Jauch, Verkaufsleiter bei Newemag sagt dazu, das «mittlerweile ca. 400 Miyano-Maschinen im Schweizer Markt sind, deren Anwender genau diese Details sehr schätzen.»

JahrhundertHochwasser Dass die Wahl auf die japanische Miyano-Drehmaschine im Jahr 2005 fiel hat aber auch mit dem

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Der Maschinenraum: Die Hauptspindel und die Gegenspindel sind mit C-Achsen und der obere Revolver mit einer Y-Achse ausgerüstet. Die Übergabe von der Haupt- zur Gegenspindel kann bei voller Drehzahl erfolgen. Fortsetzung Seite 16


Im Fokus: Produktivität steigern – Standort sichern

Ausgezeichneter WZM-Spezialist

Typisches Werkstück, das auf der «Miyano ABX-51 SY» gefertigt wurde.

Jahrhunderthochwasser vor 3 Jahren in Schlattdorf zu tun und dass der Werkzeugmaschinenspezialist Newemag zwei nagelneue Miyano am Lager hatte. Kurz: das Hochwasser stand in 2005 1,5 Meter hoch in der Maschinenhalle – noch heute an den Wänden «ablesbar» – und hatte praktisch den gesamten Maschinenpark vernichtet. Gleichwohl, die Aufträge mussten abgearbeitet werden und so war Not am Mann: neue Maschinen mussten her. Newemag bot R. Arnold zwei MiyanoDrehmaschinen BNE-51 SY ab Lager an, die zwar nicht 99%ig in sein Portfolio passten, aber mit denen er temporär und vor allem sofort loslegen konnte – gesagt getan. Nur drei Wochen nach dem Jahrhundert-Hochwasser flogen bei der R. Arnold AG bereits wieder die Späne – und das nicht zu knapp.

Die Stärken der japanischen Maschinen Die japanischen WZM zeigten dabei ihre Stärken: höchste Präzision kombiniert mit optimaler Prozesssicherheit, nur die Flexibilität liess ein wenig zu wünschen übrig. Nach einem Jahr suchte das Unternehmen Arnold flexiblere Nachfolgemaschinen für die beiden Miyano. Weil die bisherigen Miyano hervorragende Arbeit lieferten und Roland Arnold zu 100% überzeugten, fiel die Wahl auf den gleichen Hersteller aber

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flexiblere Modelle: zwei «Miyano ABX-51 SY». Mit acht Achsen, zwei Revolvern à 12 Werkzeuge, Hauptspindel und Gegenspindel, Stangelader sowie einer Fanuc Series 31i, Modell A. Die Fanuc-Steuerung eignet sich ausgezeichnet für die Maschinenprogrammierung und ist hochproduktiv. Was Roland Arnold besonders gefällt, ist das sehr einfache Kopieren von Programmen oder Teilen davon: «Das geht relativ flott. Für normale Drehteile benötige ich im Prinzip kein CAMSystem. Gleichwohl, machen wir schwierigere Werkstücke auch am PC und übertragen das NC-Programm auf die Maschine.»

Simultanbearbeitung mit 2 Revolvern Damit die Revolver auch simultan an einer Achse zerspanen können, ist ein Revolver unten links und der andere Revolver oben rechts im Bearbeitungsraum installiert. Alle Positionen können mit angetriebenen Werkzeugen bestückt werden. Total kann man auf diesem Drehzentrum mit 24 angetriebenen Werkzeugen arbeiten. R. Arnold sagt in diesem Zusammenhang aber, dass er «maximal 4 angetriebene Werkzeuge pro Revolver einsetzt». Gleichwohl, mit erhöhten Achsvorschüben und 2 Revolvern, welche eine Simultan-Bearbeitung zulassen, kann die Produktivität um ein Mehrfaches erhöht werden.

Der WZM-Spezialisten Newemag betreibt heute weit mehr als nur WZM-Handel. Das Unternehmen ist ein ausgezeichneter Fertigungsspezialist mit dem Fokus auf Automatisierungskonzepte. Das bestätigt auch Geschäftsführer und Inhaber Pirmin Zehnder in einem kurzem Gespräch mit der Technica-Redaktion: «Modernste Automatisierunglösungen im Fertigungssektor sind eine ganz wichtige strategische Ausrichtung unseres Unternehmens.» Aber das Unternehmen ist heute mehr Generalist und Fertigungsspezialist als Händler. Wenn es beispielsweise darum geht, Machbarkeitsstudien oder die Wirtschaftlichkeit von Maschineninvestitionen zu prüfen, ist man bei dem Rotkreuzer Unternehmen an der richtigen Adresse. Rolf Jauch: «Wir garantieren, das ein mit dem Kunde definiertes Teilespektrum in einer bestimmten Zeit mit entsprechender Losgrösse wirtschaftlich hergestellt werden kann. Wir haben hierfür eine Abteilung die solche Projekte und Zeitstudien analysiert und realisiert. Zudem haben wir auch Unterstützung vom europäischen Miyano-Headquarter bei Düsseldorf. Allerdings muss ich betonen, die Spezialisten sind immer die Maschinen-Anwender beim Kunden. Denn nur mit ihnen gemeinsam kommen wir zum Ziel.» Auch in Hinsicht auf den Service betont R. Jauch den hohen technischen Standart von Newemag: Unsere Maschinen sind alle für eine moderne Datenübertragung vorbereitet. Schliesslich konnte die Technica-Redaktion noch die Firma Newemag in Rotkreuz besuchen. Hier fällt zum einen das sehr gut eingerichtete Ersatzteillager auf, als auch der bemerkenswerte Lagerbestand sofort verfügbarer neuer Werkzeugmaschinen. Erich Habermacher, Verkaufs-Koordination bei Newemag betont in diesem Zusammenhang. « Wir haben immer einige neue Werkzeugmaschinen am Lager. So können wir unsere Kunden im Bedarfsfall sofort unterstützen. Schliesslich war dies auch eine Erfolgsstrategie bei unserem Kunden R. Arnold.»

Werkstückübergabe bei voller Drehzahl Die Hauptspindel und die Gegenspindel sind mit C-Achsen und der obere Revolver mit einer Y-Achse ausgerüstet. Es besteht generell die Möglichkeit, mit beiden Revolvern auf der Haupt- oder Gegenspindel zu zerspanen. Dieses Maschinenkonzept erlaubt ei-

ne optimale Bearbeitung mit sehr geringen Stillstandzeiten. «Damit keine Zeit verloren geht, kann das Werkstück zur Rückseitenbearbeitung sogar bei voller Drehzahl an die Gegenspindel übergeben werden», sagt R. Jauch. Wenn die Maschinen mannlos betrieben werden, muss auch der Spänefluss sichergestellt sein.

Roland Arnold (rechts im Bild, Inhaber R. Arnold AG) ist von der Qualität und Produktivität der Miyano überzeugt. Erich Habermacher (links im Bild, Verkaufskoordination Newemag) und Rolf Jauch (Verkaufsleiter Newemag) betonen zudem die hohe Zuverlässigkeit und Flexibilität der Maschinen.


Präzise, komplex und schwierig zu zerspanen: typisches Teilespektrum bei der R. Arnold AG, das in den meisten Fällen direkt von der Stange gefertigt wird.

Hierfür sorgt die 30°-SchrägbettKonstruktion.

Maschinen sind sehr flexibel Doch noch einmal zum Thema Maschinenflexibilität. Denn hierfür waren die Miyanos bisher nicht wirklich bekannt. Rolf Jauch sagt dazu Folgendes: «Wusste man im Markt bis vor 10 Jahren, dass Miyano exzellent für grosse Serien die ideale Maschine im Décolletage-Bereich baut, so ist jetzt festzuhalten, dass die «ABX-Maschinen» sich ideal sowohl für Kleinserien als auch Grossserien eignen. Ihre Flexibilität hat sich gegenüber den Vorgängermodellen enorm erhöht. Gleichwohl sind die bisherigen Werte wie Präzision, Automation und Prozesssicherheit weiterhin Spitzenwerte.» Dass die Prozesssicherheit stimmt, zeigt sich am mannlosen Betrieb. Derzeit fährt das Unternehmen im

1-Schicht-Betrieb. Gleichwohl laufen die Maschinen zirka 15 Stunden pro Tag, je nach Auftragslage werden die Maschinen auch am Wochenende mannlos betrieben.

Exzellente thermische Stabilität Um die hohe Prozesssicherheit zu garantieren, muss die Maschine über statische, dynamische und thermische Stabilität verfügen. Hier bringt die Miyano Spitzenleistungen. Sie ist äusserst stabil konzipiert. Ein besonderes Merkmal des japanischen WZM-Spezialisten sind die hochsteif ausgeführten Flachführungen aller Längs- und Querachsen. Und: alle Führungen sind geschabt. Bei einem Verfahren, bei dem eigentlich die Schweizer WZM-Bauer Spitzenreiter sind, beherrschen auch die Japaner das Handwerk ausgezeichnet. «Abgesehen davon, dass geschabte Führungen präziser sind, sind sie auch langlebiger»,

fügt R. Jauch hinzu. Das berichten ihm seine Kunden, die bereits mehr als 10 Jahre mit den Maschinen arbeiten. Nebenbei bemerkt: die Firma Newemag ist sogar in der Lage, die Führungen zu regenerieren, sie schabt Führungen bei Bedarf nach und so laufen sie wieder über Jahre.

Integrierter Kühlmitteltank Präzision wird also grossgeschrieben, das zeigt sich auch am sehr guten thermischen Verhalten der Maschine. Eine exzellente thermische Stabilität erreicht die Maschine zum einen durch eine durchgängige Gusskonstruktion und zum andern durchden integ-rierten Kühlwassertank, der für eine ausgezeichnete Wärmestabilität sorgt. Letztlich wirkt sich das auf die Teilegenauigkeit aus, R. Arnold: «N6erQualität kann problemlos gefertigt werden auf den Miyanos.» Rolf Jauch ergänzt: «Aber auch Hart-

drehen ist machbar, das liegt an der sehr stabilen Auslegung der Maschine.»

Exakt und stabil: Werkzeugschnittstellen Wenn ein Maschinenkonzept auf Steifigkeit ausgelegt ist, dann muss alles stimmen bis hin zur Werkzeugschneide: Etwas Besonderes sind die Schnittstellen zwischen Revolver und Werkzeug. Auch hier setzt der japanische Werkzeugmaschinenspezialist auf Steifigkeit und Präzision pur. Roland Arnold: «Die mit Passstiften versehenen Werkzeughalter werden einfach auf den Revolver gesteckt, mit vier Schrauben angezogen und sie passen, ohne dass wir sie nachjustieren müssen. Das ist richtig gut.» R. Jauch ergänzt: «Ab Mitte Jahr haben wir auf allen Maschinen das gleiche Werkzeughaltersystem. Sowohl auf kleinen als auch auf den grossen Maschinen kann der

Die Werkzeugrevolver-Werkzeug-Schnittstelle ist auf Steifigkeit pur ausgelegt. Im rechten Bild die Rückseitenbearbeitung mit dem zweiten Revolver auf der Gegenspindel.

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Im Fokus: Produktivität steigern – Standort sichern

Automatisierungskonzept: Ab der Stange werden die Werkstücke gefertigt und von dem spänegeschützten Teilefänger dem Förderband zugeführt.

Anwender die gleichen Werkzeuge einsetzen.» Das war auch der Grund, warum Roland Arnold zwei Maschinen bestellt hat, wegen der spezifischen Werkzeug-RevolverSchnittstellen. Denn so verteilen sie die Werkzeugkosten auf zwei Maschinen.

Weniger Werkzeugverschleiss Letztendlich wirkt sich die hohe Stabilität der Miyano-Maschinen auf folgende Bereiche positiv aus:

– auf den Werkzeugverschleiss und – auf das Oberflächenbild und die Präzision am Werkstück. Allein das enorme Maschinengewicht von 9 Tonnen lässt auf Stabilität sondergleichen schliessen. R. Arnold sagt in diesem Zusammenhang, dass «der Werkzeugverschleiss definitiv geringer ist als auf vergleichbaren Maschinen. Erst kürzlich hatte mir das mein Maschinenbediener wieder bestätigt, dass er kaum Werk-

Ist doch gerade die richtige Bühne, um ein paar wichtige Merkmale hervorzuheben: Die Stahlteile: feuerverzinkt. Die Kolbenstangen: hartverchromt. Beides also geschützt vor Rost und Korrosion und damit extrem robust und langlebig. Deshalb zeigen sich unsere Hebebühnen allen Ansprüchen gewachsen. Auch den gehobensten.

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zeugbrüche und erheblich weniger Werkzeugverschleiss auf der Miyano hat, im Vergleich mit einer ähnlichen Maschine eines europäischen Herstellers.» R. Jauch: «Die Aussage kann ich unterstreichen. Unsere deutschen Miyano-Kollegen haben in diesem Zusammenhang den Werkzeugverschleiss verglichen. Dabei wurden auf unterschiedlichen Maschinen die gleichen Schnittmeter gefahren. Die Miyanos weisen erheblich weniger Werkzeugverschleiss auf als Vergleichsmaschinen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass allein das Maschinenkonzept bessere Standzeiten bringt.» Generell ist festzuhalten, dass das Maschinenkonzept der Miyano 100 Prozent durchdacht ist und für höchst anspruchsvolle und vor allem wirtschaftliche Drehteilefertigung konzipiert ist.

Doch die beste Maschine nutzt nur wenig, wenn der Service nicht stimmt. Der Service ist ein ganz wesentliches Element, sagt R. Arnold. Nach R. Arnold sind die häufigsten Fehlerquellen «Sensoren, die verklebt sind. Dabei muss ich sagen, dass der Service von Newemag bisher immer einwandfrei funktioniert hat». Rolf Jauch: «Wenn die Maschine neu ist, muss sie 7–8 Jahre laufen. Wir haben bei Newemag 16 Personen im Service, was uns ganz wichtig ist: Wenn uns ein Kunde am Morgen anruft, sollte er am gleichen Tag etwas von unseren Servicetechnikern hören. Um die Maschinen schnell zum Laufen zu bringen, haben wir bei Newemag ein sehr gut eingerichtetes Ersatz-

teillager. Für die Miyano-Maschinen ist das europäische Zentrallager in Erkrath bei Düsseldorf optimal gelegen. Von dort werden wir sehr gut bedient. Steuerungstechnisch läuft es direkt über Fanuc. Wir versuchen alles, um unsere Kunden bestmöglichen Service zu garantieren. Zur Not wird auch schon mal aus einer Lagermaschine ein Bauteil ausgebaut.»

Standort Schweiz Zum Schluss noch ein Wort zum Fertigungsstandort Schweiz. R. Arnold hebt die Stärken des Standortes hervor: «Ich denke, die Schweiz ist für unseren Sektor ein sehr guter Standort. Das Werkzeug habe ich einen Tag nach Bestellung und das Rohmaterial ist auch immer lieferbar. Zudem verfügen wir über sehr gut ausgebildete Fachleute. Und wieso sollten wir teurer als das Ausland sein. Gut, wir müssen natürlich automatisieren und die Prozesse optimieren. Wenn wir das machen, können wir immer ein wenig schneller drehen (liefern) als unsere Konkurrenz im Ausland.» Das ist der kleine, aber feine Unterschied.

Infos NEWEMAG Werkzeugmaschinen 6343 Rotkreuz 041 798 31 00 info@newemag.ch www.newemag.ch Anwender: R. Arnold AG 6467 Schattdorf 041 871 00 01 info@r-arnold.ch www.r-arnold.ch


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Im Fokus: Produktivität steigern – Standort sichern

Precise ECM: Elektrochemisches Abtragungsverfahren revolutioniert Fertigung

Neue Wunderwaffe in der Metallbearbeitung? Ein altes Verfahren entwickelt sich zum hochproduktiven präzisen Hightech-Prozess für Mittel- und Grossserien. Präzisionskomponenten, die aus Kostengründen in Europa nicht mittels klassischer, abtragender Verfahren hergestellt werden konnten, werden plötzlich wieder für den Standort Schweiz interessant. Möglich macht dies das neu entwickelte elektrochemische Abtragungsverfahren «Precise ECM».

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ie Gebr. Bräm AG in Dietikon ist nicht nur ein Erodierspezialist für Präzisionsteile im Hart-/ Feinbereich, sondern auch Pionier in diesem Sektor in der Schweiz. Diese Pionierrolle erfährt jetzt abermals einen Schub, denn das Unternehmen setzt seit Kurzem auf ein neues hochproduktives präzises elektrochemisches Erodierverfahren: Electro Chemical Machining (ECM) und baut in der Schweiz ein Kompetenzzentrum für das neue Erodierverfahren auf. Mit diesem Verfahren können Werkstücke höchst produktiv und wirtschaftlich generiert werden, wie es bisher undenkbar war. Neu ist vor allem die Präzision am Werkstück, die jetzt mit dem Precise-ECM-Verfahren erreicht werden kann.

Mehr zum ECM-Verfahren in unserer Technica-Innovationsausgabe Produktivität und Kostenreduktion sind nicht erst seit dem China-Effekt ein zentrales Thema in der Produktion. Hersteller von mechanischen Präzisionskomponenten investieren schon seit geraumer Zeit in Automation und neuste Fertigungsverfahren. Das Precise ECM gehört ganz klar zu diesen Verfahren. Da es sich nicht um ein einfach zu beherrschendes Verfahren handelt, ist es geradezu perfekt geschaffen, um in unseren Breitengraden eingesetzt und weiterentwickelt zu werden. Zu komplex sind die Zusammenhänge von Materialkenntnissen, Stromverhalten, Strömungstechnik des Elektrolyten und Vorrichtungsbau für die Werkstücke, als dass sich Betriebe mit noch tiefem Know-how an diese Technologie heranwagen. Gerade aus diesen Gründen helfen anspruchsvolle Technologien über einen Produktivitätsvorsprung Arbeitsplätze zu sichern – nicht nur für neue, sondern auch für bestehende Produkte. Anmerkung: In der Technica-Innovation-Sonderausgabe, die im Mai 2008 erscheint, wird die Rolle des Anwendungszentrums Schweiz für Precise ECM näher betrachtet und auf -böhLösungen bei Produktgenerierung eingegangen.

Die technologischen Grundlagen

Anwendungen in der Raumfahrt

Spricht man von Electro Chemical Machining (ECM), so muss ein Name genannt werden: der englische Physiker und Chemiker Michael Faraday (1791–1867). Er gehört zu den grössten Forschern des 19. Jahrhunderts. und gilt als Entdecker der Elektrolyse. Die «faradaysche Gesetze» (1832) beschreiben den Zusammenhang zwischen Ladung und Stoffumsatz bei der Elektrolyse. Unter Elektrolyse versteht man die Aufspaltung einer chemischen Verbindung (z. B. eine bestimmte Metalllegierung) unter Einwirkung des elektrischen Stroms.

Das ECM-Verfahren wurde erstmals 1920 bei der Herstellung von Bohrungen angewandt. Bereits 1930 wurde ein funktionstüchtiges elektrochemisches Senkverfahren zum Patent angemeldet. In den 50er-Jahren fand dann das Verfahren erstmals Anwendung in der Luft- und Raumfahrt. Aufgrund seiner grossen verfahrensspezifischen Vorteile finden sich heute ECM-Bearbeitungsmaschinen (Senken, Bohren, Entgraten, Polieren) in vielen Produktionsbereichen u. a. in Automobilindustrie, Medizinaltechnik, Umformtechnik.

Autor Martin Bräm Geschäftsführer Gebr. Bräm AG 8953 Dietikon

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Bild 1: Bearbeitungsbeispiel einer zweistufigen axialen Turbinenscheibe (von links nach rechts). Fertigprodukt – Elektrode – Rohteil.


Bild 2: Die elektrochemischen Grundlegen des ECM-Prozesses.

Es war aber noch ein weiter Weg vom klassischen ECM zum Precise ECM, da die Oberflächengüte und Produktivität noch bedeutende Schritte machen mussten.

Verwandschaft zur Funkenerosion Das grundlegende Prinzip des elektrochemischen Abtragens ist die Auflösung eines als positiv gepolten, metallischen Werkstücks (Anode) in einem elektrisch leitfähigen Medium (Elektrolyt). Der negative Pol (Kathode) ist die Elektrode. Der Prozess ist also im Grunde recht einfach. Je exakter die Beschaffenheit der Elektrode (Geometrie und Oberfläche) und je näher die Elektrode an das Werkstück geführt wird, desto genauer ist auch das Abbild im Werkstück. Weitere wichtige Prozessparameter werden später noch aufgezeigt. Hier zeigt sich schon die Verwandtschaft des ECM-Verfahrens mit der Funkenerosion (EDM). Die Funkenerosion stellt eine der Schlüsseltechnologien für den Formen- und Werkzeugbau dar. Die

Senk-erosion ist ein hoch genaues Verfahren, ist aber vergleichsweise langsam und somit teuer. Zudem erzeugt die hohe Prozesstemperatur unter spezifischen Bedingungen Randzonenschäden am Werkstück sowie einen unvermeidlichen Elektrodenabbrand.

Der Schritt vom ECM zum «Precise ECM» Das Precise ECM ist eine Weiterentwicklung des elektrochemischen Senkens. Durch eine innovative Maschinenkonzeption und eine Verbesserung der Prozessführung konnten die Einsatzmöglichkeiten des herkömmlichen ECM-Senkverfahrens deutlich erweitert werden.

Der Abtragungsprozess Der Bearbeitungsprozess verläuft grundsätzlich in drei Schritten (siehe hierzu Bild 3). Der Arbeitsspalt öffnet sich und frischer Elektrolyt wird zugeführt. Der Arbeitsspalt schliesst sich bis auf wenige µm und ein gesteuerter Strom-

Bild 3: Elektrochemisches Senken: Der Bearbeitungsprozess verläuft grundsätzlich in drei Schritten.


Im Fokus: Produktivität steigern – Standort sichern

angesprochenen und auch weitere Metall-Bearbeitungstechnologien ergänzen. Es sind nahezu alle Metalle bearbeitbar, doch müssen die Anwendungen klug gewählt werden. Nur so können die Vorteile des Verfahrens voll zum Tragen kommen. Strukturen mit Tiefen bis ca. 1,5 mm sind ideal, Gesenkformen mit grösseren Tiefen sind toleranz- und oberflächentechnisch noch schwierig zu bearbeiten.

Unglaubliche schnelle Bearbeitungszeiten

Bild 4: Der Stromimpuls überlagert beim ECM-Verfahren die mechanische Bewegung der Elektrode.

impuls wird ausgelöst. Der Arbeitsspalt öffnet sich wieder, wobei der verschmutzte Elektrolyt und Abtragsprodukte weggeschwemmt werden. Der Elektrolyt ist in den meisten Anwendungen eine Lösung von Natriumchlorid oder Natriumnitrat in Wasser. Im Gegensatz zum klassischen Senkerosionsverfahren gibt es beim Precise ECM selten ein Bad, sondern einen permanenten Fluss.

Sehr schnelle Maschinenbewegung Wenn wir von einem schnellen Gesamtprozess sprechen, dann sprechen wir auch von schnellen Maschinenbewegungen: Der in Bild 3 gezeigte Ablauf wiederholt sich bis 50-mal pro Sekunde bei Bewegungsgenauigkeiten im Mikronbereich. Die Stromimpulse können je nach Anwendung zeitlich variiert werden.

Das beschriebene Precise ECM ermöglicht eine präzise, formgebende Bearbeitung nahezu aller Metalle. Geometrie und Oberflächenqualität lassen sich so gut herstellen, dass sich eine Nachbearbeitung, sei es manuell oder maschinell, in den meisten Fällen erübrigt.

Alle Metalle bearbeitbar Ist nun das Precise ECM eine Technologie, die das Senkerodieren, das elektrochemische Bohren und Entgraten oder auch das 5-Achsen-Fräsen ersetzen wird ? Nein, es wird die

Technisch machbar ist vieles, doch müssen die Anwender das produktionstechnisch Sinnvolle rausschälen – darin liegt die wahre Kunst (siehe hierzu den Artikel in der Sonderausgabe Technica Innovation Mai 2008). Da mehrere Teile gleichzeitig bearbeitet werden können (Mehrfachelektroden), erreicht man unglaublich schnelle Bearbeitungszeiten: Im Vergleich zum Senkerodieren sind dank Mehrfachspannungen und hoher Prozessgeschwindigkeiten unter günstigen Voraussetzungen und geeigneten Geometrien Produktivitätssteigerungen von bis zu Fakor 50 realistisch. Oberflächenrauheiten bis hin zu Ra 0,05 µm sind möglich, Form- und Abbildgenauigkeiten von 10–20 µm.

Typische Anwendungen Da bei der Bearbeitung weder Gratbildung noch Randzonenschäden auftreten, kommen die Werkstücke fer-

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Bild 5: Ansicht einer Precise-ECM-Anlage: Mit ihr können hochproduktiv und präzis Werkstücke erodiert werden, die bisher so wirtschaftlich nicht herstellbar waren.


tig von der Maschine. Häufiger Anwendungsbereich sind Verzahnungen aller Art insbesondere für Antriebs-, Mess-, Medizinal- und Automobiltechnik, Stempel für die Umformtechnologie, Pressstempel zur Tablettenherstellung in der Pharmaindustrie, Komponenten für die Textilmaschinenindustrie sowie für Fluidund Fluidmesstechnik. Dünnwandige Werkstücke (z. B. Bipolarplatten für Brennstoffzellen) eignen sich hervorragend für das Precise ECM, weil keine thermische oder mechanische Belastung wirkt.

rechner überwacht. Die Werte von Strom, Spannung und Pulslänge werden permanent neu errechnet und überprüft. Ob nun ein Werkstück alleine bearbeitet wird und nur 1000 A verbraucht oder ob acht Werkstücke zusammen bearbeitet werden und 8000 A verbrauchen – der Prozess dauert genau gleich lange. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer pro Werkstück sinkt aber um Faktor acht. Hier kommt nun aber ein komplizierender Faktor hinzu: das Strömungsverhalten des Elektrolyten.

Enorme Produktivität

Strömungstechnisches «Know-how»

Woher stammt die hohe Produktivität? Jedes Werkstück «zieht» eine bestimmte Menge Strom während der Bearbeitung. Modernste Precise-ECM Maschinen stellen mehrere Tausend Ampere Stromstärke zur Verfügung. Diese wird von einer hochdynamischen Konstantstromquelle (Generator) geliefert und mittels Echtzeit-

Arbeit mit Senkerosion geleistet haben, sind nicht automatisch auch gute Anwender für Precise ECM. Es braucht vielmehr den Forschergeist, um sich selber Grundlagenwissen zu erarbeiten. Precise ECM ist eine hochspannende Technologie, deren Potenzial, aber auch deren Mühen nicht unterschätzt werden dürfen.

Infos

Die Anforderungen an den Vorrichtungsbau, um die Werkstücke optimal zu umströmen, steigen stark an, je mehr Teile gleichzeitig bearbeitet werden sollen. Hier ist nicht nur Erfahrung im Werkzeugbau gefragt, sondern auch Wissen in der Strömungstechnik. Anwender, die bislang gute

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Im Fokus: Produktivität steigern – Standort sichern

Masslich schwankende Gussteile wirtschaftlich zerspanen

Messtechnik als Produktions-Beschleuniger Manchmal lohnt es sich auch über den Tellerrand zu schauen: Denn eine Prozessoptimierung der besonderen Art kommt von unserem nördlichen Nachbarn. Und zwar die Serienfertigung von Turboladern, die fertigungstechnisch betrachtet eine Art Einzelteilfertigung darstellt, denn: die Masse der Rohteile schwanken in der Regel um 2 mm. Daher variiert auch die Lage der zu bearbeitenden Flächen, wenn sie in die Vorrichtung der Werkzeugmaschine gespannt werden. Gleichwohl kann der Prozess – dank ausgefeilter Messtechnik – hoch automatisiert ablaufen.

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ertigungstechnisch gesehen, ist jedes Teil ein Einzelstück», sagt Michael Kiehl. Der Produktionsbereichsleiter der Zelter GmbH aus Hennef (D) fährt mit dem Daumen langsam über die Konturen eines gut 500 mm langen Turboladergehäuses. «Trotzdem gleichen sie sich am Ende wie ein Ei dem anderen – zumindest, was die entscheidenden Masse angeht.» Für die Lagernester der bis zu 300 000 1/min rotierenden Flügelräder beispielsweise müssten ±0,05 mm Präzision garantiert sein. Derartige Toleranzen in Form und Lage einzuhalten, gehören zum Tagesgeschäft. Hierbei sei die Fertigungsmesstechnik von Blum-Novotest das entscheidende Mittel zum Zweck.

20 000 Teile pro Woche Das 400-Mitarbeiter-Unternehmen Zelter ist Zulieferer der Automobilindustrie. 1923 gegründet, gilt das Unternehmen als konstanter Partner der Branche und liefert einbaufertige

Autor Dipl.-Ing. Wolfgang Filì Fachjournalist

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Gewaltiges Sparpotenzial Das Sparpotenzial dank der Messtechnologie ist gewaltig: Erst einmal gespannt und abgetastet, können die Halbzeuge theoretisch auf derselben Maschine einbaufertig bearbeitet werden. Zwar werden die Teile bislang immer noch auf zwei verschiedenen Maschinen geschruppt und geschlichtet – das verbleibende Aufmass zwischen den Spannungen liegt zwischen 0,4 mm und 0,5 mm. Aber dies liegt nicht an der Messtechnik. Grund ist vielmehr die zerklüftete Geometrie der Gehäuseteile und der hierdurch bedingte unterbrochene Schnitt. Insofern schruppt und schlichtet Zelter sie auf verschiedenen Maschinen, erfasst den Werkstücknullpunkt auf dem jeweiligen Bearbeitungszentrum jedoch jeweils über den «TC 51-20». Der geldwerte Vorteil gegenüber der vorherigen Praxis ist immer noch enorm. Ende der 90er-Jahre hatte Michael Kiehl seine Maschinen erstmals mit Blum-Messtastern ausgerüstet: «Sie waren seinerzeit das Beste, was der Markt hergab.» Daran habe sich nichts -böhgeändert.

Serienteile wie Auspuffkrümmer, Naben, Teile für Lenkgetriebe, Bremsund Riemenscheiben oder eben auch die Gehäuse für Turbolader. Im Werk II werden hauptsächlich Teile aus temperaturbeständigem GGV 7 produziert. Obwohl Michael Kiehls Bereich in drei Schichten arbeitet, ist die Produktion voll ausgelastet. Jede Woche werden an die 20 000 Teile hergestellt. Durchschnittlich zwei Sattelzüge pro Tag schaffen die für solch einen Output erforderlichen Halbzeuge heran.

Rohteile mit starken Massabweichungen «Die Masse dieser Gussteile schwanken in der Regel um 2 mm», erklärt Michael Kiehl, «jedes ist anders als das folgende.» Daher variiere auch die Lage der zu bearbeitenden Flächen, Bohrungen und Kanäle, wenn sie in die Vorrichtung der Werkzeugmaschine gespannt werden. Zelter arbeitet mit derzeit 34 Bearbeitungszentren. Die Verfahrwege betragen bis zu 800 mm. Die eine Hälfte der Maschinen ist mit Messtastern des Typs «TC 51-20» der Blum-Novotest GmbH ausgerüstet, die andere mit

Dank «TC 51-20» weiss das Bearbeitungszentrum, wo es loslegen soll: Der Messtaster erfasst einzelne Punkte der Rohteile, übergibt sie an die Maschinen-CNC. Diese ermittelt für jedes Teil, wo die jeweiligen Nullpunkte liegen. (Bilder: Filì)


schine, erfasst der Messtaster «TC 5120» einzelne Punkte der Gussteilgeometrie – mithin die Ist-Daten – und übergibt sie per Infrarot an die Steuerung des Bearbeitungszentrums. Die CNC wiederum vergleicht sie mit den in der Teilezeichnung angegebenen Koordinaten – den Soll-Daten – und errechnet, wo die jeweiligen Nullpunkte liegen. Dies kann zum Beispiel eine Bohrung sein. Damit wird für jedes zu bearbeitende Werkstück der Serie ein eigener Referenzpunkt gelegt. Oder anders ausgedrückt: Durch die Erfassung der Referenzpunkte des Halbzeugs «weiss» die Werkzeugmaschine, wo sie loslegen soll.

Sehr schnelle Anfahrgeschwindigkeit

Der «Z-Nano IR» kann im Arbeitsraum mitten zwischen die Werkstücke und Spannvorrichtungen gesetzt werden, sodass das zu prüfende Werkzeug sie bestmöglich erreicht und aufsetzen kann. Die erfassten Daten werden kabellos an die Maschinen-CNC übertragen.

einer Werkzeug-Bruchkontrolle Typ «Z-Nano» sowie «Z-Nano IR», beide ebenfalls von Blum. Die Messtechnik des Ravensburger Unternehmens schafft die Voraussetzung dafür, dass sich die masslich schwankenden Gussteile wirtschaftlich in Serie zerspanen lassen.

Der heute bevorzugt eingesetzte «TC 51-20» ist für eine Beschleunigung bis 100 m/s2 ausgelegt. Allerdings werden solche Werte von kaum einem Bearbeitungszentrum erreicht. Was sich hingegen unmittelbar in Cent und Euro auszahlt, ist die 5 m/min schnelle Antastgeschwindigkeit. Je nach Komplexität erfasst der «TC 51-20» die weit auseinanderliegenden Bezugspunkte der bis zu 500 mm langen Teile innerhalb fünf bis zehn Sekunden. Dadurch wird der Durchsatz entscheidend erhöht. Dabei machen ihm auch Kühlmittel und Schmutz nichts aus. Seine Kapselung entspricht IP 68.

Daten per Infrarot übertragen Auch das Handling ist denkbar einfach: Der «TC 51-20» wird wie ein gewöhnliches Tool im Werkzeugmagazin der NC-Maschinen abgelegt und im Falle einer Messung in den Arbeitsraum eingewechselt. Dabei arbeitet der Taster bidirektional: So können damit alle erforderlichen Messoperationen durchgeführt werden. Neben der üblichen drückenden Messung ist beim «TC 51-20» dank seines innovativen Messwerks auch eine ziehende Messung möglich. In diesem Fall ist dies insoweit von Vorteil, weil der Taster die als Spirale ausgebildeten Innenflächen der Turbinengehäuse exakt erfassen kann. Die Datenübertragung geschieht ohne jedes Kabel. Vielmehr wird die Information per Infrarot an den ebenfalls IP-68-gekapselten, im Arbeitsraum angebrachten Empfänger des Typs Blum «IC 55» übertragen, der sie seinerseits an die Werkzeugmaschinensteuerung weitergibt.

Unverwüstlicher Messtaster Das Konzept des Tasters ist robust. Deshalb lässt er sich auch auf Highspeed-Werkzeugmaschinen und -Bearbeitungszentren mit hohen Eingangsgeschwindigkeiten verfahren, ohne dass das Messwerk auslenkt. Daher gibt es weder beim Beschleu-

Früher sehr umständlich gefertigt Bis Ende der 90er-Jahre war das noch anders. Das Unternehmen hatte zunächst innerhalb der Materialzugabe Orientierungsflächen an den Gaseinund -austritt der Halbzeuge gefräst. Als Verfahrenskniff war dies geschickt. Nachteilig daran war jedoch, dass dies auf einer separaten Maschine geschah und die so geschaffenen Referenzpunkte auf dem Weg bis zur Produktionsmaschine verschmutzen konnten.

«Intelligente» Lageerkennung Effizienter ist da das Vorgehen mit der Messtechnik von Blum: Gespannt in die Werkzeugaufnahme der NC-Ma-

Michael Kiehl, Produktionsbereichsleiter bei Zelter, ist von den Blum-Messtastern und dem dadurch gewonnenen Produktivitätsgewinn überzeugt.

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Im Fokus: Produktivität steigern – Standort sichern

nigen noch beim Abbremsen unerwünschte Schaltsignale oder mechanische Beschädigung. Hinzu kommt, dass weder Schmutz noch Späne oder Kühlschmierstoff die Zuverlässigkeit beeinträchtigen. Trotz der Messwertauflösung im Bereich von Tausendstel Millimetern ist der «TC 51-20» auch im harten Produktionsalltag unverwüstlich.

Integrierte Werkzeugvermessung

Für die Lagernester dieser Turbolader sind ± 0,05 mm Massabweichung das Maximum. Fertigungsmesstechnik ist dabei das entscheidende Mittel zum Zweck.

Ebenfalls seit Jahren bei Zelter eingesetzt, vermessen die Blum-Tastköpfe der Reihe «Z-Nano IR» die Bearbeitungswerkzeuge auf Länge und prüfen sie auf Bruch. Damit ergänzen sie die TC-Geräte und sorgen für Prozesssicherheit. Beide Gerätearten – also die Messtaster wie die Tastköpfe «Z-Nano IR» – lassen sich nach dem Duo-Prinzip einsetzen. Dabei können auf ein und derselben Werkzeugmaschine zwei «TC-Messtaster», zwei «Z-Nano IR Duo» oder ein «TCMesstaster» sowie ein «Z-Nano IR Duo» jeweils parallel eingesetzt werden. Die erfassten Daten werden über den im Arbeitsraum installierten «IC55-Empfänger» an die Maschinen-CNC weitergegeben. Der «Z-Nano IR» arbeitet – übrigens wie alle aktuellen Taster dieses Herstellers – mit einer internen Lichtschranke: Das Schaltsignal wird

ohne jede mechanische Schaltung generiert. Anders als bei mit mechanischem Schaltprinzip arbeitenden Tastern ist Verschleiss damit ausgeschlossen. Ein Verkanten der Messfläche des Z-Nano ist nicht möglich. Das Funktionsprinzip mit Linearführung ermöglicht, auch ausgesprochen kleine, feine und filigrane Werkzeuge zu vermessen. Bei der Standardausführung des Z-Nano IR bedeutet dies Durchmesser >0,5 mm, in der Ausführung «High Precision» sogar >0,1 mm. Mechanisch betätigt ist allein die Rückstellung. Sie geschieht per Federkraft.

Jedes Teil ein Einzelstück Fertigungsstechnisch gesehen, ist bei Zulieferer Zelter tatsächlich jedes Teil ein Einzelstück. Dass die um Millimeter schwankenden Gusshalbzeuge sich dennoch wirtschaftlich in Serie bearbeiten lassen, liegt auch massgeblich an der Fertigungsmesstechnik von Blum-Novotest – oder, wie Produktionschef Kiehl konstatiert, an «dem Besten, was der Markt hergibt».

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Hocheffiziente Späneentsorgung für Gross-Bearbeitungszentren

Wo sind die Späne? In den völlig neuen Produktionshallen bei Ruag Components in Altdorf stehen acht Gross-Bearbeitungszentren (max. X=5500, Y=5000, Z=3500), die richtig ins Volle gehen. Sie sorgen für ein phänomenales Zeitspanvolumen. Im Bericht geht es aber weniger um die Werkstücke als vielmehr um das Abfallprodukt und dessen Aufbereitung: die Späne. Die bisherige Späneentsorgung war ineffizient und arbeitsintensiv. Damit ist jetzt Schluss: Die Späne werden zerkleinert, abgesaugt, getrennt, aufbereitet und schliesslich entsorgt, alles vollautomatisch, mit über 95-prozentiger Prozesssicherheit.

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Schaufelbearbeitung von Wasserturbinenrädern sind wir derzeit in Abklärung, ob wir hier Aufträge generieren werden.» Dass die Bauteile, die das Werk verlassen, beste Schweizer Qualität haben, versteht sich von selbst, nicht zuletzt ist das Unternehmen Ruag Luft- und Raumfahrt-zertifiziert.

as Unternehmen Ruag Components mit 420 Mitarbeitern in Altdorf gehört nicht nur Schweizweit zu einem der modernsten Betriebe in Sachen Grossteile Fertigung. Der – nach dem Jahrhunderthochwasser vor knapp über 2 Jahren in Altdorf – komplett neu aufgebaute Betrieb setzt Zeichen im Bereich modernste Zerspanung.

Riesiges Späneaufkommen

Werkstücke bis 25 Tonnen

Extrem hoch ist der Level auch beim Späneaufkommen, für das die Gross-

bearbeitungszentren sorgen. Der praktisch vollautomatisierte Maschinenpark läuft derzeit drei Schichten, 7 Tage die Woche. Das heisst ununterbrochener Spänefluss. Wer glaubt, dass bei den riesigen Spanvolumina im ganzen Produktionsbereich riesige Kübel mit Spänen in den Produktionshallen stehen, hat sich getäuscht. Ganz im Gegenteil: Von den Spänen sieht man praktisch nichts. Man muss nach ihnen suchen, um sie zu entdecken. Verantwortlich für diese exzellente Spänelogistik ist das deutsche Unternehmen ARP, in der Schweiz vertreten durch die Helfina AG. Ein Unternehmen, das die Späneentsorgung durchorganisiert bis ins letzte Detail.

Rechenexempel hat sich gelohnt Das bestätigt der Technica-Redaktion auch Markus Havrda, Leiter Mechanical Engineering bei Ruag Components: «Ich bin sehr zufrieden mit der Anlage und kann sagen, wir sind be-

Auf die Frage der Technica, für welche Bereiche das Unternehmen tätig ist, sagt Kurt Imhof, Marketing Ruag Components (Bereich Mechanical Engineering), Folgendes: «Wir beliefern die Maschinen-, Automobil-, Windkraft- und Halbleiterindustrie mit grossen und hochpräzisen Komponenten. Generell fertigen wir kubische oder zylindrische Werkstücke bis 4 m Durchmesser und 18 bis 25 Tonnen Gewicht. Sie werden im Einzelfall bis zu 50 % zerspant.» Logischerweise handelt es sich bei solchen «Boliden» eher um kleinere Serien und Einzelteile und produziert wird fast ausschliesslich für das Ausland. Kurt Imhof fügt ergänzend hinzu: «Zudem ist die Wasserkraft immer ein Thema und in den Bereichen der

Autor Matthias Böhm Stv. Chefredaktor, Technica

Blick in eine der modernsten Fertigungshallen Europas. Acht Grossbearbeitungszentren bei Ruag Components AG in Altdorf produzieren derzeit 24 Stunden pro Tag und 7 Tage die Woche Späne.

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Im Fokus: Produktivität steigern – Standort sichern

Eine Ursache für das grosse Zeitspanvolumen: Dieses Alu-Werkstück mit einem Volumen von zirka 1,5 m3 wird aus dem Vollen gefräst. Zerspanungsraten bis 50% werden generiert.

geistert, wie der Automatismus abläuft. Das hätten wir im Vorfeld nicht gedacht. Auch ein Lob von meiner Seite an die Wirtschaftlichkeit. Die Anlage wird sich bei uns innert kurzer Zeit amortisieren. Die Investition hat zwar einige abgeschreckt, denn es sind ja ‹nur› Späne. Aber das Rechenexempel hat sich gelohnt. Früher hatten wir klassische Kübel-Entsorgung.» Wie Gustav Fricker, Geschäftsführer Helfina, gegenüber der Technica betont, war «eine der Grundbedingungen an die Anlage, dass die unterschiedlichen Späne-Materialien (Aluminium und Stahl) separiert und aufbereitet werden, ohne dass man sich gross um die Späne kümmern

Die zweite Ursache für ein hohes Spanvolumen: Auch dieser SchiffsMotorblock wird bei Ruag Components zerspant.

muss. Zwar bearbeiten die Maschinen zur gleichen Zeit Stahlguss und Alu, aber die Anlage muss die Späne sicher getrennt entsorgen können. Das heisst, sie muss flexibel und prozesssicher arbeiten können.» Der Grund dafür ist einfach: Der Erlös für die Späne ist höher. Markus Havrda fügt hinzu: «Durch die Späneaufbereitung haben wir mehr Erlös bei der Spänevergütung. Durch die hohen Rohstoffvergütungen ist das derzeit richtig Geld.»

Die Anlage wird über Sensoren vollautomatisch gesteuert. Allerdings beruht die Programmierung der Steuerungstechnik auf viel Erfahrung, wie

So funktionierts Die Späneentsorgungsanlage bei Ruag ist eine sogenannte HochvakuumAnlage, die praktisch wie ein riesiger ‹Industrie-Staubsauger› funktioniert.

Direkt an der Maschine werden die Späne mit dieser Schnecke dem Unterdruckrohr zugeführt.

Spänerecycling: direkt in den Schmelztiegel Die bei Ruag installierte Späneaufbereitungsanlage kann bis zu 1,5 Tonnen Späne pro Stunde bewegen. An jeder Maschine wird genau dosiert, wie viel Spanvolumen in das Rohrsystem eingelassen wird. Das Hochvakuumsystem ist so ausgelegt, dass Späne bis maximal 80 Gramm auf die Waage bringen können. Mit der Hochvakuumtechnik können Späne auf bis zu 480 Meter Rohrlänge gefördert werden. Die 560 mbar Unterdruck beschleunigen die Späne auf 180 km/h. Das entspricht einem ordentlichen Wirbelsturm, mit Spänen versetzt, kann das eine erhebliche Abrasion am Rohrleitungssystem mit sich bringen, sofern nicht genügend harte Materialien für die Vakuumrohre benutzt werden. Die Bögen sind aus diesem Grund aus gehärtetem Manganstahl. Das Unternehmen ARP bietet sogar die Möglichkeit an, Aluspäne direkt wieder dem Schmelzprozess zuzuführen. Wolfgang Riegert sagt hierzu: «Wichtig bei diesem Kreisprozess ist die Ausgasung der Späne, dadurch spart man 40% Rohware beim Schmelzprozess ein. Eine solche Anlage kostet 1–2 Mio. Franken. Payback haben Sie in 4 Monaten. Eine solche Anlage haben wir bei Ronal Schweiz für Alufelgen installiert. Heute hat man nur noch 2 Prozent Abbrand beim Schmelzprozess. Es wird wegen wirtschaftlicher Zwänge bald ein ‹Muss› werden, dass AL-Bearbeiter die Späne entsprechend recyceln. Das Ausgasen ist ein schwieriger Prozess, den wir aber beherrschen. Die Emulsion sitzt sozusagen im letzten Loch. Das Öl muss komplett entfernt werden. Im Prinzip ist das, was wir bei Ruag machen, eher einfach.»

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Hier wird das Ventil angesteuert, um den Unterdruck am Rohrsystem aufzubauen. Wie im Bild zu erkennen ist, bauen sie die Unterdruckrohre sehr schmal.


Ruag: wichtiger Arbeitgeber in Altdorf Die Ruag Components in Altdorf agiert als eigenständige Unternehmen in der Ruag-Holding. Mit derzeit ca. 400 Mitarbeitern ist die Ruag Components ein wichtiger Arbeitgeber der Region. Inklusive der Grossteile-Bearbeitung (Mechanical Engineering), die in diesem Bericht fokussiert wurde, verfügt Ruag Components über vier Profitcenter: • Mechanical Engineering • Automotive • Coatings und • Environment «Alle Bereiche müssen wirtschaftlich agieren und arbeiten komplett eigenständig», betont Kurt Imhof, Marketing Ruag, gegenüber der Technica. Dabei erstaunt, welche Bandbreite das Unternehmen hier abdeckt. Im Bereich Mechanical Engineering werden sowohl Präszisionswerkstücke bis 25 Tonnen Gewicht gefertigt als auch die Montage komplexer Baugruppen. Im Automotive-Sektor verfügt das Unternehmen insbesondere in der Umformtechnik über ein exzellentes Know-how. Gefertigt werden unter anderem Getriebe-, Wandler- und Kupplungskomponenten sowie Gehäuse und Bauteile für Schwingungsdämpfer. Ein besonders breites Spektrum an Lösungen bietet das Unternehmen im Bereich der Oberflächenbeschichtung an: Al-Passivierungsverfahren, Anodisieren, Brünieren, galvanisch Verzinnen, Tauchlackieren, Gleitbeschichtungen usw. bis hin zu Pulverbeschichten. Selbstverständlich verfügt dieser Geschäftsbereich auch über ein entsprechendes Prüflabor. Im Bereich Environment geht es unter anderem um das Recyclieren von Rohstoffen. Das Unternehmen hat im Elektro- und Elektronikschrottrecycling eine besonders starke Kompetenz entwickelt und sorgt dabei für einen nachhaltigen Schutz der Umwelt. Info Ruag Components Industriezone Schächenwald 6460 Altdorf 041 875 72 18 dir.components@ruag.com www.ruag.com

Die Späneaufbereitungsanlage im Hintergrund: Hier werden die Späne zentrifugiert und vom Kühlschmierstoff getrennt. Rechts im Vordergrund ein BAZ von Stama.

Wolfgang Riegert, Geschäftsführer der ARP, betont: «Wir wissen aus Erfahrung, wann, wie und wo gesaugt werden muss. Das Spanzeitvolumen der Maschinen variiert erheblich, je nach Fertigungsprozess der Maschine. Wir haben hier bei Ruag eine Saugstation für 3 Maschinen ausgelegt. Insgesamt entsorgen wir derzeit 6 Maschinen. Da die Maschinen je nach Werkstück unterschiedliche Werkstoffe zerspanen, dürfen die Späne keinesfalls gemischt werden. Alles muss 100 % getrennt abgesaugt

werden und das realisieren wir. Am anspruchsvollsten ist in der Regel die Einfahrphase nach der Erstinstallation der Anlage. Hier muss die Anlage ‹feingetunt› werden. Jetzt läuft sie natürlich vollautomatisch». Das gesamte Rohrsystem von der Maschine bis zu den Spänesilos zeichnet sich besonders durch seine hohe Flexibilität aus. Dabei nimmt sich der Durchmesser der Rohre mit gerade mal 100 mm eher bescheiden aus, gegenüber der Gross-BAZ in ChaletGrösse. Es ist immer möglich, Maschinen aus dem System herauszunehmen oder neue hinzuzufügen, ohne dass grössere Umbauarbeiten am Rohrsystem erforderlich werden.

Auf 180 km/h beschleunigt

Die fertig zerspanten Aluminium-Werkstücke: Alle Späne sind weg.

Die Späne kommen von der Maschine direkt in einen Spänezerkleinerer, der maschinennah installiert ist. Die Späne müssen hier auf eine bestimmte Grösse zerkleinert werden, weil die Anlage die Späne so besser saugen und zentrifugieren kann und die Späne bei der anschliessenden Lagerung dadurch weniger Volumen beanspruchen. Eine Dosierschnecke übergibt die Späne schliesslich an die Saugstelle. Jetzt läufts ähnlich wie bei der Rohrpost; nur gleichmässiger. Wenn die Steuerung das Signal gibt zu saugen, wird am Rohranfang eine Klappe geöffnet. Ein Hochvakuum von 560 mbar Unterdruck – das entspricht dem Zehnfachen eines Indus-

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Endstation für den Abtransport mit Lastwagen: Jede der 6 Silokammern fasst maximal 10 m3 Späne. Hier werden die Späne fein säuberlich in den Silokammern getrennt gelagert. Im Bild Markus Havrda (links), Leiter Mechanical Engineering bei Ruag Components, und Gustav Fricker, Geschäftsführer Helfina.

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triesaugers – saugt dann die Späne von der Maschine und beschleunigt sie auf bis zu 180 km/h zu den Aufbereitungsstationen. Hier werden die Späne zentrifugiert und vom Kühlschmierstoff befreit. Damit die Aluminiumspäne zu 99% rein sind, werden sie zusätzlich per Magnetabscheidung sicher von Fremdspänen gesäubert.

CAM/Simulation

Endstation Spänesilo

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Ab hier kommt eine zweite Saugstation zum Zug, die die aufbereiteten Späne an die im Aussenbereich stehenden sechs Spänesilos (vier für Aluminium, zwei für Stahl) befördert. Jede der Silokammern fasst maximal 10 m3. Entleert werden die Kammern automatisch über grosse Klappen in darunterstehende Lastwagen. Auf das umständliche Container Auf-bzw.-Abladen kann so komplett verzichtet werden. Auch kostenintensive Ölabscheider oder Überdachungen sind durch die Bauart der Silos und die trockene Qualität der Späne nicht mehr notwendig. Nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Trennung und Trocknung kann mit den Spänen ein hoher Rückvergütungswert generiert werden.

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Auch ideal für Serienfertigung Generell hat sich bei dem Unternehmen Ruag Components gezeigt, dass durch diese Form der vollautomatischen Späneentsorgung der Verfügungsgrad des gesamten Maschinenparks erheblich optimiert wurde. Ein weiterer grosser Vorteil der Anlage ist, dass sie auch bei zukünftigen Maschineninvestitionen sehr flexibel angepasst werden kann. Schliesslich noch eine Empfehlung von Markus Havrda auf die Frage, für welche Bereiche eine solche Anlage zu empfehlen ist: «Auf jeden Fall für Aluminium- und Stahlbearbeitung und im Bereich der Serienbearbeitung kann ich eine solche Anlage empfehlen.»

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Fertigung + Produktion I Fachmessen

Metav 2008: Fertigungsauftakt in Düsseldorf

Branchentreff der Fertigung Die Metav 2008, Internationale Messe für Fertigungstechnik und Automatisierung, findet vom 31. März bis 4. April parallel zur Wire und Tube statt. Gut 800 Aussteller aus 23 Ländern sind derzeit gemeldet. Damit präsentiert sich die Metav wieder in acht Hallen auf dem Düsseldorfer Messegelände. Bemerkenswert: Wie bereits auf der EMO Hannover im vergangenen Jahr haben die Asiaten, d. h. China, Korea, Taiwan, Japan und Indien, ihre Standfläche stark vergrössert.

indem sie flexible Fertigungslösungen anbieten, die Verkürzung der Produktionsprozesse durch Verfahrensintegration und -substitution unterstützen sowie im Vorfeld durch Simulation und Lebenszyklusorientierung Entscheidungshilfen bieten. «Für internationale Produktionsexperten aus den Anwenderindustrien bietet ein Besuch der Metav

in Düsseldorf die Chance, sich 2008 umfassend über neue Fertigungstechnik aus aller Welt von der einfachen Maschine bis zur komplexen Anlage zu informieren und frühzeitig ihre Investitionsentscheidungen zu treffen», erklärt Elsinghorst. Vor dem Hintergrund längerer Lieferzeiten könne dies zum entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz werden.

Metav, Wire und Tube in Kürze Anlässlich des internationalen Metav-Presseforums Mitte Januar in Essen zeigt sich Detlev Elsinghorst, Vorsitzender des MetavKomitees, für den Geschäftserfolg der Metav-Aussteller optimistisch: «Der europäische Werkzeugmaschinenverbrauch ist in den vergangenen vier Jahren steil angestiegen und mit ihm die Produktion der europäischen Werkzeugmaschinenhersteller.» Viele Unternehmen arbeiteten seit Monaten an der Kapazitätsgrenze. Die hohe Investitionsbereitschaft der europäischen Industrie werde aus heutiger Sicht auch im laufenden Jahr anhalten. MetavAussteller nutzen diese Chance und lenken den konjunkturellen Rückenwind auf ihr Geschäft, so Elsinghorst weiter.

Lösungen zur Produktivitätssteigerung In den geraden Jahren hat sich die Metav als eine Top-Veranstaltung für die Fertigungstechnik und Automatisierung in Deutschland und Europa fest etabliert. Die nächste Metav wird für Besucher und Aussteller sogar doppelt attraktiv, da zum gleichen Termin die beiden internationalen Leitmessen Wire – Internationale Fachmesse Draht und Kabel – und Tube – Internationale Rohr-Fachmesse – stattfinden werden. Käufer von Werkzeugmaschinen investieren in neueste Fertigungsverfahren und -technologien, weil sie immer effizienter produzieren müssen. Das gilt umso mehr, je höher die Kosten sind. Dem begegnen die Anbieter von Werkzeugmaschinen,

Die weltweit führenden Leitmessen Wire, Internationale Fachmesse Draht und Kabel, und Tube, Internationale Rohrfachmesse, sind weiter auf Wachstumskurs. Beide präsentieren sich vom 31. März bis 4. April 2008 bereits zum elften Mal gemeinsam auf dem Düsseldorfer Messegelände. Erstmals ergänzt die Metav, Internationale Messe für Fertigungstechnik und Automatisierung, das Messeduo, so dass Düsseldorf im Frühjahr 2008 für fünf Tage Weltforum dieser drei Wachstumsbranchen ist. Zur Wire haben sich über 1080 Unternehmen aus 50 Nationen angemeldet. Branchenschwerpunkte sind Draht-, Kabel- und Glasfasermaschinen, Federfertigung, Umformtechnik, Draht und Kabel. 37 000 Fachleute, davon 22 000 aus dem Ausland, werden erwartet. Die Wire findet in den Hallen 9 bis 14 statt. Bei der Tube sind es bisher 950 Firmen aus 45 Ländern, die sich und ihre Produkte in Düsseldorf zeigen werden. Flächenmässig verzeichnet die Internationale Rohrfachmesse damit bereits heute ein noch stärkeres Wachstum als zum selben Zeitpunkt 2006. Derzeit sind bereits 41 000 Nettoquadratmeter belegt, 2006 waren es insgesamt 31 653 Quadratmeter. Termin: Öffnungszeiten: Ausstellungsort: Eintrittskarten: Info Metav:

31. März bis 4. April 2008 31. März bis 3. April 2008 (9.00 –18.00 Uhr) 4. April 2008 (9.00 –17.00 Uhr) Messegelände Düsseldorf Tageskarte 25 Euro, ermässigt 8 Euro Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) D-60325 Frankfurt 0049-69-756 081 53/54 m.mihm@vdw.de www.vdw.de www.metav.de

Info Wire und Tube: Messe Düsseldorf GmbH 40474 Düsseldorf 0049-211-45 60 01 www.messe-duesseldorf.de CH-Vertretung:

Die Metav in Düsseldorf bietet in diesem Jahr den Auftakt im Bereich Fertigung und Automation. (Bild: Rene Tillmann / Messe Duesseldorf)

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Praxisbericht I

Fertigung + Produktion

Mit Präzision zum Erfolg

Es kann nur eine geben In der Headline eines Mori-Seiki-Katalogs heisst es schlicht: «Die weltbeste 5-Achsen-Maschine». Gemeint ist das VertikalBearbeitungszentrum «NMV 5000 DCG». Um der Sache auf den Grund zu gehen, besuchte die Technica-Redaktion das Fertigungs-Unternehmen Fehér in Balgach SG. Auf Nachfrage der Technica, ob sie tatsächlich so gut ist, antwortete Mitinhaber Andreas Fehér kurz: «Ja, das kann man so sagen.» Mehr dazu im Bericht.

W

arum das Unternehmen Fehér AG kürzlich in das japanische 5-Achs-BAZ investiert hat seine Gründe. Einer davon ist, dass kaum eine Maschine auf dem Markt existiert, die derart anspruchsvolle Zerspanaufgaben so präzis, komplex und prozesssicher realisieren kann, wie sie in dem Unternehmen an der Tagesordnung sind. Das 16-Personen-Unternehmen Fehér ist in der Ostschweiz ein Begriff. Das 1969 gegründete Unternehmen hat sich auf hochpräzise und komplexe Bauteile spezialisiert, vieles davon für die Medizinaltechnik und für den Gasturbinenbau. Das heisst unter anderem Werkstoffe, die auf höchste Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit ausgelegt sind. Das macht die Zerspanung nicht einfacher, ganz im Gegenteil: lästige Nickel-Basis- und Titan-Legierungen, die höchst anspruchsvolle Zerspanverfahren – und Geduld vom Zerspaner – fordern.

Sehr schwierige Zerpanbedingungen Gleich zu Beginn weist Andreas Fehér auf die teilweise enorm schwierigen Zerpanbedingungen hin, die NickelBasislegierungen mit sich bringen: hohe Kaltverfestigung und Zähigkeit sowie schlechte Wärmeleitfähigkeit

Autor Matthias Böhm Stellv. Chefredaktor Technica

sind typische Merkmale. HalbzeugLieferanten machen deshalb bereits im Vorfeld darauf aufmerksam, dass ausschliesslich scharf geschliffene Werkzeuge und extrem stabil konzipierte Maschinen zum Zerspanen der Nickel-Basis-Legierungen genutzt werden sollten. Gerade beim Fräsen, wo sehr hohe Zerspankräfte generiert werden. Kurz: das Maschinenkonzept – insbesondere die Steifigkeit – muss stimmen. Hier punktet die «NMV 5000 DCG»: denn das Steifigkeitsund Stabilitätskonzept der Maschine ist herausragend. Letztendlich macht sich das auch für die Präzision bezahlt. Markus Fässler, Verkaufsleiter der Josef Binkert AG, sagt in diesem Zusammenhang, «dass die Maschine für diese Aufgabenbereiche hervorragend geeignet ist».

Spezialist für NickelBasis-Legierungen Andreas Fehér bestätigt das wie folgt: «Unser Stärke ist die Serien-Fertigung komplexer Werkstücke. Teile mit höchster Präzision, deren Losgrössen sich dabei zwischen 20 und 500 Stück bewegen. Generell decken wir den gesamten Dreh-Fräsbereich ab. Das Werkstoffspektrum reicht von Kunststoff, über schwer zerspanbare Stähle, Aluminium, bis hin zu NickelBasis-Legierungen. Letzteres ist eine Spezialität von uns, hier verfügen wir über exzellentes Know-how. Zur Zerspanung dieses Werkstoffes benötigen wir eine Maschine mit höchster Steifigkeit und Präzision. Und schliesslich braucht es auch Erfah-

Auf Steifigkeit ausgelegtes Maschinenkonzept: für die 5-achsige Simultanbearbeitung anspruchsvollster Werkstücke ist die «NMV 5000 DCG» optimal ausgelegt. Oben im Bild ist die oktogonale Struktur der Z-Achse gut zu erkennen.

rung und – vor allem – eine unheimliche Geduld, solche Werkstücke zu fertigen. Man muss wissen, welches Werkzeug das richtige ist. Für eine effiziente Zerspanung müssen wir oft von dem einen Werkzeughersteller das Werkzeug ‹A› und von dem anderen Hersteller das Werkzeug ‹B› nehmen, aber das sind Erfahrungswerte – nur dann zerspant es sich optimal.»

BT40: über eine Tonne Einzugskraft Wenn es um hohe Steifigkeit im Zerspanungsprozess geht, dann muss auch die Werkzeug-Maschine-Schnittstelle hochsteif ausgeführt sein. Meist bedeutet das HSK oder Steilkegel mit Plananlage. «Beides ist bei der MoriSeiki machbar, aber nicht unbedingt notwendig», wie Paul Haas, Handlungsbevollmächtiger der Binkert AG, gegenüber der Technica sagte. Denn

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Fertigung + Produktion

I Praxisbericht

Für höchste Steifigkeit sorgt die Werkzeug-Spindel-Schnittstelle. Die Werkzeugkegel werden von einem Mori-Seiki-eigenen Kniehebelsystem mit über einen Tonnen Zugkraft beaufschlagt. Wenn das nicht reichen sollte sind Plananlagen optional erhältlich.

«die Steilkegelaufnahmen BT40 von Mori Seiki sind in diesem Fall absolut ausreichend. Sie müssen nicht einmal eine Plananlage haben», wie er auf Nachfrage der Redaktion betonte. Der Grund hierfür ist die enorme Einzugskraft, mit der die Steilkegel eingezogen werden. Denn die Mori-Seiki-

Von links nach rechts: die Gesprächspartner der Technica-Redaktion: Attila Fehér (Inhaber), Paul Haas (Handlungsbevollmächtigter, Josef Binkert AG), Andreas Fehér (Inhaber), Domenico Rizzi (CNCFräser), Selman Aslani (CNC-Fräser).

Maschinen nutzen ein spezielles Kniehebel-System anstelle des klassischen Tellerfederpakets. «Das Kniehebel-System bringt über ‹1 Tonne› Einzugskräfte, und somit eine völlig ausreichend Steifigkeit, auch für die schwierigen Anwendungsfälle bei der Fehér AG», sagt Paul Haas.

Unternehmen Fehér: «Fertigung am Limit» Gegründet wurde das Unternehmen Fehér von Andreas Fehér senior an «Heiligabend», dem 24.12.1969. Auf der Internetseite des Unternehmens heisst es: «Mit einer positiven Einstellung und viel Initiativgeist, wagte Andreas Fehér sen. den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete in Diepoldsau die Firma Fehér. Anfangs wurde noch in einer kleinen, gemieteten Werkstatt produziert. Der Traum von einer eigenen Werkstatthalle wurde 3 Jahre später verwirklicht.» Das mittlerweile fast 40 Jahre alte Unternehmen ist langjähriger Mori-Seiki-Anwender. Fast der komplette Maschinenpark wird von dem japanischen Werkzeugmaschinenhersteller bereitgestellt. Entsprechend eng sind die Beziehungen zu der Josef Binkert AG, die in der Schweiz Mori Seiki vertritt. Konzentriert hat sich das Unternehmen auf ein Teilespektrum, das an Präzision und Komplexität kaum zu überbieten ist. In diesem Zusammenhang betonen Attila und Andreas Fehér auch ihre hochwertige Praxiskenntnis: «Wir sind 100-prozentige Praktiker. Zudem sind wir sehr nah am Produkt und Fertigen sowie fast immer am Limit.» Das merkt man auch im Gespräch und beim Durchgang durch das Unternehmen. Zudem ist das Unternehmen im Komponentenbau tätig und bietet Dienstleistungen im Bereich Messtechnik und CAD/CAM-Bereich an. In den letzten 6 Jahren ist das Unternehmen von 5 auf 16 Mitarbeiter stark gewachsen. Der Vater und Gründer Andreas Fehér war bis 2006 im Unternehmen tätig, bis er 2006 das Unternehmen an seine Tochter und die beiden Söhne übergab. Sie kennen das Unternehmen von der «Pike» auf und sind seit den 90er-Jahren im Unternehmen aktiv. «Ganz wichtig ist uns, zu sagen», so Andreas Fehér gegenüber der Technica, «dass es ein Glücksfall ist, dass es funktioniert mit uns Geschwistern.» Die Aufgabenbereiche sind entsprechend klar verteilt im Unternehmen: Tochter Ibolya Fehér ist für den Bereich Finanzen und Administration, Attila Fehér für den Drehbereich und Andreas Fehér für das Fräsen verantwortlich.

Im Bild das 2001 neu gebaute Firmengebäude des Unternehmens Fehér in Balgach.

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Thema Präzision: kalt und warm präzise Zum Thema Präzision sagt Andreas Fehér Folgendes: «Nicht selten müssen wir Werkstücke unter einem Hundertstel im Raum geschwenkt fertigen, in der Regel sind es 2/100. Solche Toleranzen sind auf der ‹NMV 5000› problemlos zu machen. Hier sind wir längst nicht am Limit. Und betonen möchte ich, dass die Präzision über die gesamten 2 Schichten möglich ist. Wir müssen nicht warten, bis die Maschine warm gefahren wurde.» Dass die Maschine diese enorme Wärmestabilität aufweist ist bemerkenswert, denn wie Andreas Fehér weiter fortführt, wurde seit Juni 2007 bis Anfang Dezember 2007 ohne die steuerungsintegrierte Wärmekompensation gefahren: «Und trotzdem haben wir die Präzision hinbekommen. Wir hatten ‹auch so› kein Massproblem.»

Auch als Messmaschine nutzbar Apropos Präzision: In Einzelfällen wird die «NMV» auch als Messmaschine genutzt, insbesondere dann, wenn dies produktiver scheint. Ein Messkopf von Renishaw inklusive G-Code-Programmierung kann das Werkstück präzise auf der Maschine vermessen. Sollten einige Werte nicht dem Soll entsprechen, kann – sofern Material abgetragen werden muss – anschliessend das Werkstück korrigiert werden. Der Messvorgang liegt im µ-Bereich. Aber Andreas Fehér be-


Blick auf die «NMV 5000 DCG»: Die Maschine baut für ihre Verfahrwege sehr kompakt. In Zukunft wird die Maschine mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei Fehér mit vollautomatischem Werkstückhandling ausgerüstet.

tont aber: «Wir versuchen das Messen auf der Maschine eher zu vermeiden, wegen der Kosten. Gleichwohl, bei bestimmten Einzelteilen ist das sehr praktisch und auch wirtschaftlich.»

Enorme Wärmestabilität Doch zurück zu Wärmekompensation. Jetzt wo man bei Fehér die Funktion für die Wärmekompensation aktiviert hat, sind die Toleranzen noch sicherer einzuhalten. Der Grund, warum die Wärmekompensation erst nach einem halben Jahr «entdeckt» wurde, liegt nicht zuletzt daran, dass die Maschine praktisch sofort Späne machen musste. Man hatte schlicht keine Zeit, die «Bedienungsanleitung» in Ruhe durchzulesen. Kommt hinzu: die Maschinen sind manchmal so komplex, das man sich langsam an die Technologie herantasten muss. Dass die Maschine selbst ohne eingeschaltete elektronische Wärmekompensation richtig gute Ergebnisse am Werkstück bringt, liegt letztlich an dem exzellenten thermosymmetri-

Die Produktionshalle des Unternehmens Fehér: Praktisch jede Maschine ist von der Josef Binkert AG. Nur eine Ausnahme bestätigt die Regel.

schen Maschinenaufbau und an dem herausragenden Kühlsystem: Kühlöl, das per Innenkühlung die Kugelrollspindel und die Traglager kühlt. Natürlich wird auch die Hauptspindel per Ölmantelkühlung sicher temperiert. Nimmt man jetzt noch den gesamten thermo-symmetrischen Aufbau des Maschinenkonzepts als Dreingabe hinzu, wird klar, warum die elektronische Wärmekompensation praktisch das «i-Tüpfelchen» in Sachen «µ» der japanischen Präzisionsmaschine darstellt.

Bei dem sogenannten DCG-Konzept handelt es sich um ein Mori-Seikieigenes Antriebskonzept: Sowohl die Y-Achse als auch die Z-Achse sind mit einem Zwillingsantrieb versehen. Dadurch werden Momente beim Beschleunigen vermieden und Schwingungen auf ein Minimum reduziert. Letztlich macht sich das am Werkstück mit exzellenten Oberflächen, verbesserter Rundheit und äusserster Präzision bemerkbar. Und last, but not least bringt die enorme Steifigkeit der Maschine auch eine längere Werkzeugstandzeit.

Werkzeuge halten länger Andreas Fehér gibt schliesslich noch zum Besten: «Im 5-Achs-Bereich ist die ‹NMV 5000› die beste, die es am Markt gibt. Das liegt sicher auch an dem DCG-Antriebskonzept. Allerdings gibt es Konkurrenzprodukte, die einen schnelleren Werkzeugwechsel realisieren. Dadurch sind die Nebenzeiten einige Prozentpunkte langsamer als Vergleichmaschinen, aber das ist vernachlässigbar.»

Weitere Vorteile des Maschinenkonzeptes Angesprochen auf positive Merkmale der Maschine sagt Andreas Fehér Folgendes: «Ein wesentliches Merkmal sind ganz sicher die grossen Verfahrwege (X-730, Y-510, Z-510). Sie sind für eine Maschine dieser Baugrösse wirklich hervorragend. Dann ist auch die Zugänglichkeit ein Riesenplus, das darf man auf keinen Fall unter-

Typisches Bauteilspektrum des Unternehmens Fehér. Im rechten Bild ist eine fertig montierte Baugruppe zu sehen.

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Fertigung + Produktion

schätzen. Ein weiterer, sehr positiver Aspekt ist, dass die Automationslösung seitlich adaptiert werden kann, ohne dass sie im Weg ist, wenn beispielsweise manuell die Maschine bestückt werden sollte. Dass die Maschine mit dem sogenannten DCG-Verfahren (s. o.) ausgestattet ist, merkt man an der Präzision am Werkstück. Schliesslich kann ich noch die ausgezeichnete Übersichtlichkeit der Maschine hervorheben. Denn der Blick zum Werkstück ist gerade beim 5-Achsen-Fräsen sehr wichtig.» Paul Haas betont in diesem Zusammenhang noch die Direktantriebe der B- und C-Achse. Das heisst: absolut spielfreie und schnelle Antriebe. Die C-Achse kann im Drehmodus bis zu 1200 U/min drehen.

Aufwändig: oktogonale Z-Achse Und schliesslich muss auch die ins Auge stechende oktogonale Führungsstruktur der Z-HauptspindelFührung erwähnt werden. Die vier Führungsbahnen der «Oktogonal Ram Construction» sind so zueinander angeordnet, dass sich die Wärmeeinflüsse kompensieren. Dank der Gleitführungen an den Führungsbahnen werden zudem Schwingungen stark reduziert. Um auch die Produktivität gegebenenfalls zu erhöhen, ist das Werkstück-Handling bereits vorbereitet. Andreas Fehér: «Wir haben mit Erowa

I Praxisbericht

bereits eine Realisierung geprüft. Es ist recht sicher, dass wir in Zukunft ein Werkstück-Handling integrieren werden. Wie und was wir realisieren, müssen wir aber noch genau prüfen».

In die Zukunft investiert Angesprochen auf die Wirtschaftlichkeit des Werkplatzes Schweiz wird Attila Fehér konkret: «Im Prinzip ist die Kombination, wie wir sie machen, optimal für den Standort Schweiz. Wir fertigen komplizierte, hochpräzise Teile – oft aus sehr schwierig zerspanbaren Werkstoffen – in eher kleinen Serien für eine anspruchsvolle Kundschaft. So fertigen wir absolut wirtschaftlich. Und wenn ich es mit meiner eher unschweizerischen geringen Bescheidenheit formulieren darf: Wir sind technologisch Spitzenklasse.» Attila Fehér führt in diesem Zusammenhang auch die Investition in die neue Mori Seiki an: «Dass wir auch in Zukunft an der Spitze bleiben, ist sicher auch mit ein Grund, warum wir in die ‹NMV 5000› investiert haben.»

«Zwar hatten wir auch schon mal nach ‹links und rechts› geschaut, aber bisher hat uns der eingeschlagene Weg überzeugt. Für uns wäre es aber am idealsten, wenn alles von Josef Binkert wäre. Ein wesentliches Argument hierfür ist auch, dass das den Service erheblich erleichtert. Letztendlich sind die Monteure und Servicetechniker der Josef Binkert AG die beste Verkaufsunterstützung.» «Der Kaufentscheid fand praktisch ab Katalog statt», wie Attila Fehér sagte. Paul Haas betont in diesem Zusammenhang: «Das grosse Vertrauen in Mori Seiki und in die Schweizer Generalvertretung Josef Binkert AG. Attila und Andreas Fehér hatten lediglich ein Modell und ein Prospekt der ‹NMV 5000 DCG› sehen können, mehr nicht.» Zudem scheint die Headline im Katalog «Die weltbeste 5Achsen-Maschine» nicht zu viel versprochen zu haben.

Investition ab Katalog Mori-Seiki-Maschinen von der Josef Binkert AG sind eine Tradition bei Fehér: «Auch unser Vater (Andreas Fehér senior) hat bereits auf diese Zusammenarbeit gesetzt.» Das erkennt man unschwer am Maschinenpark. Er ist Mori-Seiki-geprägt mit einer Ausnahme. Warum das so ist, begründet Andreas Fehér wie folgt:

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Josef Binkert: «Wie eine Berg-und-Tal-Bahn» Josef Binkert ist einer der Grossen innerhalb der Schweizer Werkzeugmaschinenbranche. Mit 91 Jahren ist er noch immer in der Geschäftsleitung der Josef Binkert AG aktiv. Mit seiner Erfahrung zeigt er äusserst präzise auf, warum der Fertigungsstandort Schweiz so erfolgreich ist. Er gibt Auskunft, wie man ein Unternehmen nicht nur gründet, sondern auch sicher in die Zukunft führt und darüber, was die Beweggründe von Mori Seiki sind, in Le Locle (Dixi Machines) zu investieren. Technica: Wie ist ihre Einschätzung bezüglich der Investition von Mori Seiki in Dixi Machines in Le Locle. Josef Binkert: Sie müssen wissen, Le Locle ist der erste ausländische Produktionsstandort von Mori Seiki. Die Investition hat sicher auch etwas mit dem Generationswechsel in der Unternehmensführung von Mori Seiki zu tun. Für Dixi Machines ist das ein Glücksfall. Denn Mori Seiki ist sehr daran interessiert den Betrieb weiter auszubauen. Das erkennt man allein schon daran, dass über CHF 25

Millionen für Neubeschaffungen und Produktion investiert worden sind. Und mit grosser Wahrscheinlichkeit ist ein weiterer Ausbau geplant. Wie ist die Situation aktuell bei Dixi Machines? Neben der Produktionspalette von Dixi ist vorläufig nur die Montage des Mori-Seiki Bearbeitungscenter NMV 5000DCG vorgesehen. Man darf annehmen, dass es nicht dabei bleiben wird. Die Frage, warum Mori Seiki als eine der grössten WZM-Hersteller der

Josef und Paulette Binkert mit Markus Fässler (rechts) Verkaufsleiter der Josef Binkert AG vor dem Firmensitz in Wallisellen: «Wir glauben weiterhin an einen starken Fertigungsstandort Schweiz. Seien wir glücklich, in einem solchen Land wirtschaftlich zu dessen weiterem Wohlstand einen Beitrag leisten zu können.»

Josef Binkert, Inhaber der Josef Binkert AG: «Sie sehen aus meinen Antworten, dass ich volles Vertrauen habe für die weitere Zukunft der schweizerischen Industrie und dass wir mit unserem bekannten Fleiss der fortschreitenden Globalisierung zuversichtlich entgegenblicken können.»

Welt sich für das Dixi-Werk in Le Locle interessierte, bestand darin, dass Dixi den Ruf geniesst, weltweit die genauesten WZM herzustellen, wovon Mori Seiki auch profitieren kann. Gleichwohl, die Unternehmensphilosophie ist doch sicher sehr unterschiedlich? Ja, es ist ein Zusammenspiel von zwei grundverschiedenen Geschäfts-Philosophien. Mori Seiki produziert sehr genaue Maschinen, aber in grossen Stückzahlen und vielfältigen Modellen. Bei Dixi Machines sieht man die Zielsetzung für die Fertigung von kleinen Stückzahlen in allerhöchster Genauigkeit. Beide Unternehmensstrategien werden einen positiven Synergieeffekt bringen. Die Maschinenindustrie zeichnet sich aus durch eine Berg-und-Talfahrt. Sie haben das über Jahrzehnte miterlebt und alle «Täler» wirtschaftlich erfolgreich überstanden. Ja, der Werkzeugmaschinenhandel ist wie eine Berg- und Talbahn. Unser Prinzip ist, bei Hochkonjunktur nicht euphorisch und während Durststrecken nicht mutlos zu werden, sondern den guten Mittelweg mit der ganzen

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Fertigung + Produktion

Mannschaft zu finden. Dies ermöglichte es uns ohne Entlassungen oder Personalabbau solche konjunkturellen Phasen zu überbrücken. Wie entwickelt sich der Werkplatz Schweiz gegenwärtig? Man kann sagen, dass trotz Auslagerung einiger Betriebe oder Produktionssegmente ins Ausland die Schweiz fähig war, solche Entwicklungen mit der Produktion anderer Erzeugnisse stets zu kompensieren, speziell im Bereich der Uhrenindustrie, der Nano- und Micromechanik, der Medizinaltechnologie sowie allgemein von Werkstücken der höchsten Präzision. Woher kommt diese gute Positionierung? Grundvoraussetzungen für die gute Positionierung sind sicher unsere hervorragend ausgebildeten Fachkräfte und unser duales Ausbildungssystem. Ich habe deshalb volles Vertrauen in die Schweizer Fertigungsindustrie, weil sie dank ihrer Kenntnisse effizienter arbeitet als manche Firmen in den umliegenden Ländern und somit trotz höheren Lohnkosten immer noch wirtschaftlicher produzieren kann. Wie kamen Sie persönlich zur Selbstständigkeit? Man muss die Gewissheit haben, dass man vieles besser und erfolgreicher machen kann als es beim bisherigen Arbeitgeber der Fall war. Dazu gehört ein starker Durchhaltewillen verbunden mit grossem Verantwortungsgefühl für die Zukunft des Unterneh-

I Interview

mens. So wagte ich 1954 den Schritt in die Selbstständigkeit, als EinMann-Firma. Mein erstes Büro war in der Bahnhofstrasse in Zürich. Im Verkaufsprogramm führte ich zu Beginn vor allem englische WZM, weil England damals nach dem Krieg auf diesem Gebiet das führende europäische Land war. Der Erfolg stellte sich relativ schnell ein und ich sah dies auch darin bestätigt, dass ich eine Einladung von der englischen Königin erhielt. Was ist für ein Unternehmen wie ihres wichtig, um langfristig erfolgreich zu bleiben? Wir setzen nicht auf kurzfristige Erfolge, sondern wir arbeiten auf der Basis einer langfristigen Strategie, die darin besteht, die eigenen Mitarbeiter stets weiter auszubilden, damit sie die steten Neuentwicklungen unserer Lieferwerke kompetent und fachgerecht den Abnehmern für unsere Produkte übermitteln können. Neben englischen Maschinen haben Sie heute ein breites Maschinenprogramm. England hat seine alleinige führende Stellung im Bereich von WZM sukzessive verloren. Im Interesse der schweizerischen metallverarbeitenden Industrie übernahmen wir deshalb weitere Alleinvertretungen aus Deutschland, Italien, Spanien, Amerika, Frankreich und zuletzt aus Japan. In Ihrem letzten Bulletin schrieben Sie, Sie suchten gemeinsam mit

Josef Binkert AG Stiftung Das Firmenkapital des Unternehmens Josef Binkert AG wird sukzessive in eine Stiftung die laut Handelsregister folgenden Zweck hat: «In gemeinnütziger Weise die Ausrichtung von Beiträgen an die Aus- und Weiterbildung sowie die Auszeichnung besonderer Leistungen (z.B. durch Verleihung von Anerkennungspreisen) von Berufsleuten technischer Berufszweige, insbesondere in den Sektoren Werkzeuge, Werkzeugmaschinen und Werkstoff-Entwicklung und künftiger daraus hervorgehender neuer Technologien. Die Ausrichtung von einmaligen oder wiederkehrenden Beiträgen an entsprechende Institutionen der beruflichen Aus- und Weiterbildung, einschliesslich Behinderten-Werkstätten und verwandte soziale oder gemeinnützige Einrichtungen.»

Weichenstellung: Josef und Paulette Binkert übertragen sukzessive das Firmenkapital der Josef Binkert AG in die umschriebene Stiftung.

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Ihren Kunden die anwendungsspezifische Optimallösung. Was heisst das konkret? Uns ist es dergestalt möglich, die kundenspezifischen Probleme unserer Abnehmer vollumfänglich zu erfassen und die gemeinsam besterarbeiteten Vorschläge für Neubeschaffungen zu unterbreiten, unter Berücksichtigung des gesamten Umfeldes der Betriebe unserer Anwender. Im Vorfeld sagten Sie, dass Sie ihre Verkaufs- und Dienstleistungsstrukturen optimieren wollen, können Sie sagen, in welche Richtung das geht? Wir sind laufend bestrebt, die Distribution unserer Maschinen zu verbessern, indem wir die Kundennähe und damit das Vertrauen fördern. Dazu gehört der stete Weiterausbau des Kundendienstes um eventuell Stillstandzeiten der Maschinen zu vermeiden. Gibt es noch weitere Aspekte? Die Anforderungen unserer Kunden werden immer grösser. Wir werden heute auch vermehrt für die Bearbeitung von Applikationsvorschlägen für den Anwender eingesetzt. Die Übermittlung unserer breit gefächerten Erfahrungen im zerspanenden Bereich gehört zu unseren selbstverständlichen Dienstleistungen. Will ein Unternehmen in den Bereich Medizintechnik oder Luftfahrt einsteigen, können Sie hier fachkompetentes Know-how und auch Fertigungslösungen anbieten? Ja, das gehört zu unseren Aufgaben. Sie haben beschlossen das Aktienkapital in eine Stiftung zu überführen. Was bedeutet das konkret für Ihr Unternehmen? Es ist für alle Partner wichtig, dass der Nachlieferungsservice und der Ersatzteildienst garantiert ist durch den unveränderten Weiterbestand der gesamten, erfahrenen Belegschaft. Es sichert auch die Arbeitsplätze und die im Laufe der vielen Jahre aufgebauten Vertrauensverhältnisse mit den Kunden und den Lieferwerken. Dies erfolgt durch die sukzessive Übertragung des gesamten Firmenkapitals in eine Stiftung. (Siehe Kastentext hierzu).


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Automations- und Antriebstechnik

I Antriebstechnik

Mobiler Verstellantrieb schliesst die Lücke zwischen mechanischen Handrädern und Servoantrieben

Automation nach Mass In den verschiedensten Branchen müssen an Produktions-, Verpackungs- oder Bearbeitungsmaschinen über verstellbare Achsen die unterschiedlichsten Formate, Anschläge oder Führungen an den Prozess oder das aktuell zu fertigende Produkt angepasst werden. Dabei ist noch häufig Handarbeit im Spiel, denn vollautomatisierte Lösungen mit durchgehend vernetzten Antrieben lohnen sich meist nur, wenn sehr oft verstellt werden muss.

D

ie für kleinere Betriebe akzeptable Automatisierung bei der Spindelpositionierung beschränkt sich auch heute oft auf mechanische Positionsanzeigen, von denen der Maschineneinrichter den Positions-Istwert ablesen kann, die Sollwerte liegen schwarz auf weiss als Rezeptur vor. Verstellt wird per Handkurbel. Sind viele Spindeln zu verstellen und zahlreiche Rezepturen oder Einstellmuster zu verwalten, schleichen sich bei diesem Vorgehen gern Fehler ein. Beim Lesen kann man schnell in der Zeile verrutschen und auch die Spindelnummer wird ab und an mal verwechselt. Eine falsch eingestellte Spindel bedeutet aber immer, dass zunächst einmal Ausschuss produziert wird, bis der Fehler gefunden und korrigiert ist. Das kostet Zeit und verursacht unnötige Kosten. Abhilfe schaffen hier Spindelpositioniersysteme. Allerdings sollte sich der Automatisierungsgrad individuell auf die Anforderungen der jeweiligen Applikation abstimmen lassen. Schliesslich wird bei Verstellachsen der Grad der Automatisierung ausschliesslich vom Kosten-Nutzen-Verhältnis bestimmt. «Technischer Overkill» lohnt sich hier ganz sicher nicht.

Teilautomatisierung mit dem Akkuschrauber Baumer IVO hat diese Problemstellung erkannt und heute ein flexibles Spindelpositioniersystem im Programm, das sich in unterschiedlichen Ausbaustufen und Baugrössen den verschiedensten Automatisierungsbedürfnissen anpasst. Dabei kann man die einzelnen Systemkomponenten auch problemlos innerhalb einer Maschine miteinander kombinieren. Die Möglichkeiten reichen von einer elektronischen Unterstützung der manuellen Verstellung bis hin zur servogetriebenen Vollautomatisierung. Mit dem AccuDrive gibt es jetzt eine weitere Variante, die die Lücke zwischen mechanischen Handrädern und Servoantrieben schliesst und sich dadurch besonders für teilautomatisierte For-

Automation à la carte Positionieraufgaben, die an teilweise sehr unterschiedlichen Maschinen immer wieder für Formatanpassungen notwendig sind, werden häufig noch manuell erledigt. Hier liegt ein grosses Rationalisierungspotenzial. Zu diesem Zweck hat Baumer IVO ein Spindelpositioniersystem entwickelt, das sehr flexibel ist und sich in unterschiedlichen Ausbaustufen und Baugrössen dem gewünschten Automatisierungsgrad und den jeweiligen Einbauverhältnissen anpasst. Das Spektrum reicht von der reinen Sollwertanzeige und dem Einfachbedienterminal, mit dem sich auch Istwerte eingeben lassen, bis hin zum automatisch arbeitenden motorisierten System. Dabei kann man die Systemkomponenten problemlos auch innerhalb einer Maschine miteinander kombinieren, also beispielsweise bei häufiger Verstellung mit Servoantrieben arbeiten, während man bei eher selten zu verstellenden Spindeln die elektronischen Positionsanzeigen mit einem Handrad oder dem neuen AccuDrive kombiniert. Dieser mobile Verstellantrieb schliesst jetzt die Lücke zwischen mechanischen Handrädern und Servoantrieben und eignet sich dadurch besonders für teilautomatisierte Formateinstellungen an Holz-, Druck-, Verpackungs- und Metallbearbeitungsmaschinen.

mateinstellungen an Holz-, Druck-, Verpackungs- und Metallbearbeitungsmaschinen eignet.

Einstellfehler vermeiden und Rüstzeiten reduzieren Das System besteht aus einem akkuschrauberähnlichen, mobilen Verstellantrieb, der über eine Infrarot-

Autoren Johannes Schuff, Produktmanager Prozessanzeigen bei der Baumer IVO GmbH & Co. KG, und Ellen-Christine Reiff, Redaktionsbüro Stutensee

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Elektronische Unterstützung der manuellen Positionierung. Kleine Positionsanzeigen, kombiniert mit einem kompakten Controller, führen den Bediener zur korrekten Zielposition. (Foto: Baumer IVO)


Voll automatisierte Lösungen mit durchgehend vernetzten Antrieben lohnen sich, wenn oft verstellt werden muss. (Foto: Baumer IVO)

Schnittstelle mit den an den Verstellachsen montierten Spindelpositionsanzeigen kommuniziert. Status-LEDs signalisieren dem Bediener, welche Spindeln bei einem Formatwechsel in welcher Reihenfolge einzustellen sind. Verwechslungen und die damit häufig verbundenen Kollisionen einzelner Maschinenteile sind dadurch ausgeschlossen. Dabei ist die Bedienung sehr praxisgerecht. Zum Einstellen der Spindel wird der Akkuschrauber einfach auf der Verstellspindel angedockt, erhält seine Befehle für Vor-, Zurück- oder Schleichfahrt von der jeweiligen Spindelpositionsanzeige und stoppt automatisch, wenn die Zielposition erreicht ist. Der Bediener wird dadurch deutlich entlastet, vor allem wenn bei einem Formatwechsel viele Spindeln zu verstellen sind. Davon profitieren nicht nur die Handmuskeln, sondern durch die kürzeren Rüstzeiten auch der Produktionsprozess. Da beim Verstellen zudem die Positionierrichtung z. B. für einen korrekten Spindelspielausgleich berücksichtigt wird, sind Formatwechsel präzise reproduzierbar und Einstellfehler aus diesem Grund ausgeschlossen.

zeige ab. Ist die für das jeweilige Format passende Position erreicht, wird

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sie als Sollwert in die elektronisch hinterlegte «Rezeptur» übernommen.

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Fortsetzung Seite 42

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Elektronisch hinterlegte Einstellmuster Mit dem mobilen Verstellantrieb vereinfacht sich aber nicht nur der Wechsel der gespeicherten Formate. Bereits beim Einrichten neuer Formate ist er ein sinnvolles Hilfsmittel. Auch hier wird wieder der Akkuschrauber einfach auf der Positionieranzeige der einzustellenden Achse aufgesteckt. Anschliessend wird über zwei Tasten die Positionierrichtung ausgewählt. Sobald der Bediener dann die Auslösetaste des Antriebs drückt, beginnt die Positionierfahrt. Den jeweiligen Istwert liest er vom Display der Spindelpositionsan-

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Automations- und Antriebstechnik

Formatumstellung im Handumdrehen ermöglicht der mobile Verstellantrieb AccuDrive. Position, Drehrichtung, Drehzahl und Spindelspielausgleich werden automatisch an den Verstellantrieb gesendet. (Foto: Baumer IVO)

Bis zu 100 solcher Einstellmuster kann der kompakte Controller des Spindelpositioniersystems verwalten und bei einem Formatwechsel den bis zu 32 an den Spindeln montierten Positionsanzeigen zur Verfügung stellen. Das Spindelpositioniersystem kann entweder als Stand-alone-Lösung arbeiten oder direkt mit der Maschinensteuerung kommunizieren. Für nahezu alle gängigen Feldbussysteme gibt es die passenden Gateways, die den Datenverkehr des Bussystems auf das RS485-Netzwerk der Spindelpositionsanzeigen übertragen und umgekehrt. Da die Umdrehungen mit einem absoluten Multiturn-Messsystem erfasst werden, gehen auch im spannungslosen Zustand oder bei Stromausfall keine Positionswerte verloren. Die 7-Segment-Anzeige der Positionsanzeigen ist hinterleuchtet und lässt

I Antriebstechnik

sich auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut ablesen. Der MemoryController arbeitet im weiten Betriebsspannungsbereich von 85 bis 260 VAC und bei Netzfrequenzen von 50 oder 60 Hz, eignet sich also für den weltweiten Einsatz. Dies wird auch mit der mehrsprachigen Bedienerführung unterstützt. Vom Controller aus können komplexe Rezepturen programmiert und bis zu 100 Formate abgespeichert werden.

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Automations- und Antriebstechnik

I Automation

Tensor SL montiert kleine so sicher wie grosse Serien

Damit der Strahl genau trifft Medizinische Laser heilen bereits Augen. Allerdings nur, wenn sich der Laserstrahl sehr genau regeln lässt. Eine exakt gefertigte Stromquelle ist deshalb ein Muss. Ein Tensor-SL-Schraubsystem sichert die benötigte Fertigungsqualität bei iie ganz ohne Nacharbeit. Der Hersteller elektronischer Baugruppen verwendet den Schrauber sogar zum Bohren, Gewindeschneiden und Einsetzen von Helicoils. «Wenn heute Ärzte mit medizinischen Lasergeräten Augen operieren, Körperhaare oder Tatoos entfernen, müssen beide – Arzt und Laser – äusserst präzise arbeiten», sagt Ekkehard Kress, Geschäftsführer der Gesellschaft für innovative Industrieelektronik mbH (iie) mit Sitz im oberbayerischen Soyen. Um die Präzision geräteseitig sicherzustellen, setzt das Unternehmen auf die flexible Schraubtechnik der Tensor-SLBaureihe von Atlas Copco Tools. «Innovative Produkte benötigen innovative Fertigungslösungen», betont Kress. Entscheidend sei der flexible Montageplatz in der Kleinserienfertigung: Ein Montagemitarbeiter, der vormittags LaserStromquellen der einen Baureihe montiert, kann am selben Platz nachmittags andere Komponenten fertigen oder Stromquellen einer anderen Modellreihe. Durch unterschiedliche Bau- und Leistungsgrössen, den Einbau verschiedener Kondensatoren oder etwa anderer Kühlkörper ergeben sich unzählige Varianten. Sie alle lassen sich mit einem einzigen Tensor SL bearbeiten.

Auch zum Gewindeschneiden geeignet Ursprünglich für die dokumentationspflichtige Schraubmontage entwickelt, verwendet iie die Maschinen aber auch zum Gewindeschneiden und zum Einsetzen von

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Helicoils. Die Gewindeschneidfunktion beispielsweise war von den Konstrukteuren gar nicht vorgesehen. «Aber mit einem passenden Schnellspannfutter erledigt der Tensor SL auch das höchst genau», freut sich Kress. In der Steuerung eines einzigen Werkzeugs sind 112 Parametersätze hinterlegt, 31 Jobs und 22 sogenannte Mehrstufenfunktionen. Diese sind für Verschraubungen nötig, die mehrere Male angezogen und (ein Stück weit) wieder gelöst werden müssen, um eine maximale Genauigkeit zu erzielen. Drei Arbeitsplätze sind bei den Oberbayern mit den Tensorschraubern ausgestattet. Peter Lorenz, Leiter der Softwareabteilung, erläutert die Vielfalt der erforderlichen Montageschritte anhand einer Laser-Stromquelle der Baureihe MLP: «Bei diesen Stromquellen kommen insgesamt 262 Schraubfälle mit Drehmomenten von 1,1 bis vier Newtonmeter vor. Im Werkzeug sind 71 Parametersätze hinterlegt, acht mehrstufig arbeitende Anziehprozesse sowie zwölf komplette Jobs.» Montiert würden nicht nur Blech-, Gewinde- und selbstformende Schrauben in verschiedenen Grössen, sondern auch Helicoil-Gewindeeinsätze. «Ausserdem muss der Bedienungsmann hier einige Gewinde schneiden.» In einem Job seien dazu ein Parametersatz und die entsprechende

«Alle Montageplätze bieten viel Flexibilität», sagt Geschäftsführer Ekkehard Kress (hinten). So lassen sich beispielsweise an einem Montageplatz für eine Laser-Stromquelle der Baureihe MLP insgesamt 262 Schraubfälle mit Drehmomenten von 1,1 bis 4 Nm leicht per Software abrufen. Hinterlegt sind dort 71 Parametersätze, acht mehrstufig arbeitende Anziehprozesse sowie zwölf komplette Jobs. (Bilder: Atlas Copco Tools)

Mehrstufigkeit kombiniert. Für die bei diesen Stromquellen erforderlichen, sehr geringen Verschraubungstoleranzen eignet sich das Tensor-SL-System besonders gut. Für sicherheits- und funktionskritische Verbindungen mit Drehmomenten zwischen 0,3 und 12 Nm stehen mehrere Werkzeuge dieser Serie zur Verfügung.

Bestmögliche Produktionsqualität ist Firmenphilosophie Vor der Anschaffung der Tensoren setzte iie elektrische oder pneumatische Schrauber sowie Akkuwerkzeuge ein. «Häufig mussten wir mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand nacharbeiten», sagt Ekkehard Kress. Der Grund waren


Elektronische Baugruppen Die Gesellschaft für innovative Industrieelektronik mbH aus Soyen konzentriert sich auf die Entwicklung und Produktion von elektronischen Baugruppen industrieller und medizinischer Systeme. Seit 1985 werden Stromquellen für Laser gefertigt, die mittlerweile mit allen für ein Lasersystem erforderlichen elektronischen Komponenten inklusive Steuerung und Software geliefert werden. Zudem beschäftigt sich das Unternehmen mit aktiven Kühlsystemen auf Basis von Wärmepumpen sowie Vorschaltgeräten für Hoch- und Mitteldruckentladungslampen. iie verfügt über Messtechnik bis in den 40-GHz-Bereich und ein eigenes EMV-Labor (EMV =elektromagnetische Verträglichkeit); komplexe mechanische Teile werden auf einem eigenen Bearbeitungszentrum gefertigt.

überdrehte und damit lockere oder auch abgerissene Schrauben, deformierte Bauteile, gebrochene Kunststoffelemente, schlechte thermische Verbindungen zum Kühlkörper oder Gewindefresser. «Der daraus resultierende Aufwand zum Erreichen der gewünschten Fertigungsqualität war nicht mehr akzeptabel, und wir

mussten neue Wege suchen», erklärt Kress. Sämtliche Produkte der Oberbayern unterliegen der Klassifizierung für Medizinprodukte nach IEC 601/EN 60601, die die Sicherheit medizinisch-elektrischer Geräte regelt. Alle Fertigungsschritte, einschliesslich der Schraub- und Montagedaten, sind

Zum Einsetzen von HelicoilGewinden werden in einem sogenannten «Job» ein Parametersatz (Aufziehen) und eine Mehrstufe (Eindrehen, Ausdrehen) kombiniert. Auch das übernimmt der Tensor SL.

zu dokumentieren. Eine iie-eigene Softwarelösung gibt dem Bediener über einen Monitor die einzelnen Montage- und Arbeitsschritte vor, der so Parametersätze oder Jobs für seinen aktuellen Auftrag schnell anwählt. Nach jeder «IOVerschraubung» (IO = in Ordnung) und nach jedem korrekt abgearbeiteten Job werden die Fertigungsdaten über die Ethernetverbindung von der Tensor-Steuerung zum Server übertragen. So erreicht iie eine Prozesssicherheit der Stufe 4, die zu 100 % sichere Fertigungsabläufe in einer dokumentationspflichtigen Montage gewährleistet. Stufe 4 heisst auch: Alle Anziehdaten werden gespeichert und sind am Arbeitsplatz abrufbar, um Fehleranalysen vornehmen zu können. Da die Schrauber ihre eigene Internetadresse haben, können sie auch online zentral überwacht werden.

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Automations- und Antriebstechnik

I Automation

Leistungsfähige Box-PCs für Automationsaufgaben

Lüfterlos mit Notbremse Leistungsfähige kleine Box-PCs sind derzeit dabei, einen sehr hohen Verbreitungsgrad zu erreichen. Grund hierfür ist die zunehmende Verfügbarkeit von hochintegrierten Embedded Einplatinencomputern mit leistungsfähiger Grafikfunktionalität und vielen E/A-Schnittstellen sowie von immer leistungsfähigeren stromsparenden Prozessoren mit relativ geringer Verlustleistung. Dies erlaubt den Bau von kleinen, kompakten und dennoch leistungsfähigen PC-Systemen für Anwendungen z. B. in der Automatisierungs- und Medizintechnik oder als Multimedia-PC-Einheiten – kurz überall dort, wo Rechenpower, leistungsfähige Grafikfunktionalität und E/A-Schnittstellen bei geringen Abmessungen benötigt werden.

E

in wichtiges Element, das die Verbreitung derartiger PC-Systeme geradezu explosionsartig beschleunigt, ist die zunehmende Verfügbarkeit grosser, preisgünstiger Flachdisplays für Multimedianwendungen. Mit einem kleinen, kompakten Box-PC in Kombination mit einem LCD-Flachdisplay können sehr einfach und preisgünstig leistungsfähige mit grossen Bildschirmen ausgestattete Multimediaplayer aufgebaut werden, die in zahllosen Anwendungen eingesetzt werden können. Beispiele hierfür sind vernetzte Informationsterminals in Flughäfen, multimediale interaktive Präsentationsterminals in Museen, Verkaufs- und Info-Terminals in Supermärkten und Baumärkten, Informationsterminals in der Touristikbranche etc. Ein weiteres Element das dazu beiträgt, dass die Wachstumsraten bei Box-PCs zweistellig sind, ist die zunehmende Verbreitung von Ethernet in der Automatisierungstechnik. Hierdurch verändert sich die Architektur von industriellen PC-Installationen in der Industrie dramatisch. Klassische 19"-Industrie-PC-Lösungen werden durch kompakte Controller, basierend auf einem Box-PC, ersetzt. Industrielle

Autor Bruno Schait, El.-Ing. HTL/STV Geschäftsführer, Spectra (Schweiz) AG, Egg

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E/As sind nicht mehr im IPC, sondern ausserhalb installiert und werden über Ethernet angekoppelt.

Zuverlässigkeit und Wartungsfreiheit im Blickpunkt Bei allen derartigen Systemen, die in den unterschiedlichsten Umgebungen, weit verteilt, meist unbeobachtet betrieben werden, liegt es nahe, dass der Anwender hohen Wert auf Zuverlässigkeit und Wartungsfreiheit legt. Ein niedriger Geräuschpegel ist bei zahlreichen Applikationen darüber hinaus eine wichtige Randbedingung. Ein lüfterloses PC-System scheint hier die Lösung des Problems zu sein, ist es doch völlig abgeschlossen gegenüber der Umwelt, damit verschmutzungsunempfindlich, wartungsfrei und sehr leise. Doch auch hier gibt es Probleme, die es zu berücksichtigen gilt und die zu Einschränkungen im Einsatzspektrum für derartige PC-Systeme führen. In diesem Artikel werden die Einsatzgrenzen lüfterloser Systeme kurz erläutert und ein neu entwickeltes Box-PC-System vorgestellt, das lüfterlos oder mit Lüfter betrieben und somit dem Einsatzzweck optimal angepasst werden kann.

steigender Betriebstemperatur sinkt die Lebensdauer teilweise dramatisch auf ein nicht mehr akzeptables Niveau ab. Bei Festplatten verhält es sich erfahrungsgemäss so, dass jedes Grad Celsius über der Normtemperatur, die bei 25 °C liegt, ein Absenken der Zuverlässigkeit um zwei bis drei Prozent zur Folge hat. Bei lüfterlosen PC-Systemen können sich während des Betriebs im Innern lokale Wärmenester bilden, da dort eine Luftzirkulation meistens fehlt. Dies kann zu sehr hohen Betriebstemperaturen an Komponenten im Gerät führen, was wie oben geschildert zu einer dramatischen Absenkung von deren Lebensdauer führen kann. Wenn ein System mit Erweiterungssteckplätzen ausgestattet ist, können durch die Integration von Erweiterungskarten weitere Wärmequellen in das System «eingebaut» werden, welche die ganze thermodynamische Konzeption eines Systems ohne Lüfter ad absurdum führen können. Weitere Probleme bezüglich der Temperatur im Innern eines lüfterlosen Systems können sich durch die Einbausituation des Geräts ergeben. Lüfterlose Systeme werden in der Regel gekühlt, indem Wärme aus dem Inne-

Hitze contra Lebensdauer Der grösste Feind der Zuverlässigkeit bei vielen Komponenten, die in einem PC eingebaut sind, ist die Hitze. Mit

Der Box-PC eignet sich für Automations- wie für Multimedia-Anwendungen.


Die Lüftungseinheit innerhalb des Box-PCs.

ren durch Strahlung und Konvektion an die Umgebung abgegeben wird. Dies erfordert eine Einbaussituation, die es ermöglicht, dass eine ungestörte Luftzirkulation an denjenigen Oberflächen des Geräts stattfinden kann, die für die Kühlung des Gesamtsystems wichtig sind. Oft gestattet die Anwendung dies jedoch nicht. Es ist sehr wohl möglich, ein lüfterloses PCSystem mit hoher Betriebssicherheit für einen ganz bestimmten Einsatzfall zu entwickeln, soll das System allerdings skalierbar, erweiterbar, unter wechselnden Umgebungs- und Einbaubedingungen verwendbar sein, ist dies eher ein schwieriges oder extrem teures Unterfangen.

Hybridkühlung schafft Sicherheit Die neuen industriellen Mini-PCs der Spectra PowerBox-Serie wurden primär mit dem Ziel entwickelt, höchste Langlebigkeit und Betriebssicherheit auch bei 24h Dauerbetrieb und hoher Systembelastung zu garantieren. Das bedeutet im Innern der Geräte muss es kühl bleiben. Sie sollten skalierbar, durch PCI-Karten erweiterbar sein und unter den unterschiedlichsten Einbausituationen sicher betrieben werden können. Ein weiteres Ziel bei der Entwicklung war ein geräuscharmer Betrieb, mit einem derart niedrigen Geräuschniveau, dass Multimedia-Applikationen nicht durch Eigengeräusche des Geräts gestört werden. Randbedingungen der oben geschilderten Art gibt es bei fast allen Multimedia-Anwendungen. Dort muss in der Regel mit hoher Systembelastung, langen Betriebszeiten und den unterschiedlichsten Einbausituationen gerechnet werden. Grundsätzlich wird eine Spectra PowerBox lüfterlos betrieben. Die Kühlung wird in diesem Fall durch ei-

ne grosszügig ausgelegte Heatpipe mit aussenliegendem Kühler durch Konvektion sichergestellt. Überschreitet die Temperatur im Inneren ein gewisses Niveau, schaltet sich der Lüfter zu. Damit das System dann trotzdem sehr geräuscharm betrieben werden kann, wird ein langsam laufender, temperaturgesteuerter Lüfter mit grossem Querschnitt eingesetzt. Dieser Lüfter läuft selbst bei hoher Luftleistung extrem leise und garantiert einen sehr geräuscharmen Betrieb. Der Lüfter saugt die Luft durch das Gehäuse des Geräts an und bläst sie durch den aussenliegenden Kupferkühler einer Heatpipe. Die Spectra PowerBox ist sozusagen mit einer Hybridkühlung, d. h. einer Kühlungseinrichtung die mit und ohne Lüfter betrieben werden kann, ausgestattet. Erlaubt die Anwendung eine optimale Einbaulage mit guter Konvektionsströmung, kann die Spectra PowerBox gänzlich ohne Lüfter betrieben werden. Die Spectra PowerBox-Serie besteht aus mehreren Grundmodellen, die sich durch die angebotenen Optionen ideal an die jeweiligen Anforderungen anpassen lassen. Die Box-PCs der Serie sind mit Mini-ITX-Boards ausgestattet und können modellabhängig eine CPU von Pentium M, über Celeron M bis Core 2 Duo besitzen. Die Spectra PowerBox-12xx-Serie verfügt über zwei freie PCI-Steckplätze, die Spectra PowerBox-11xx-Serie bietet einen PCI-Steckplatz. Alle Spectra PowerBox-PCs verfügen über ein robustes Aluminiumgehäuse und sind wie folgt ausgestattet: 40 GB Festplatte, analog VGA-Grafik, DVI-Grafik modellabhängig als Standard oder Option, 6 USB-Schnittstellen, 2 x RS232, Gigabit-LAN, Audio inkl. SPDIFcoax und SPDIF-optisch. Im Lieferumfang der Geräte ist ein externes Netzteil mit 12 VDC Ausgangsspannung enthalten. Die Abmessungen des kleinsten Modells betragen (B x H x T) 190 x 75 x 250 mm und gehen bis 200 x 110 x 250 mm.

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Automatisierte Regalstützen- und Traversenfertigung

Coils rein – Palettenregallager raus Wenn es gelingt, die Produktion von Gütern so effizient und flexibel zu automatisieren, dass die Lohnkosten keinen entscheidenden Faktor der Produktionskosten darstellen, gibt es auch keine Veranlassung, diese Produktion in Billiglohnländer zu verlagern. Die praktische Umsetzung dieser Erkenntnis erfordert oft neue Ansätze bei Produktionsprozessen und Fertigungseinrichtungen. So war dies auch bei der neuen Fertigungsstrasse für Palettenregale von Bito in Meisenheim.

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ie neue Produktionshalle am Standort Meisenheim wurde gezielt als ein integriertes Fertigungszentrum für die Herstellung und das Finish von Regalstützen, Traversen und Bauteilen der neuen Palettenregalfamilie Pro konzipiert und ausgerüstet. Die neue Halle und deren Ausrüstung dokumentieren aber auch die stetige Entwicklung von Bito zum Komponenten- und Systemhersteller mit höchstmöglicher Ferti-

gungstiefe. Der hohe Grad an Eigenfertigung führt zu einer reproduzierbar hohen Produktqualität sowie in einer hohen Leistungs-, Liefer- und Servicequalität. Aktuelles Beispiel dafür ist die Produktion des neuen Schwerlastregals Pro, dessen Bauteile innerhalb des neuen Produktionsablaufs quasi ab Coil entstehen und als montagefertige Komponenten nach Aufträgen kommissioniert den Werkplatz Meisenheim verlassen.

Vollautomatische Stützenund Traversenfertigung Kernstücke der neuen Produktionszentrale sind die Profilieranlagen und Stanz-/Umformmaschinen für die Regalstützen, die Traversen und die dazugehörigen Komponenten wie die Hakenlaschen. Die Produktion der Bauteile erfolgt, entsprechend den Auftragseingängen, flexibel und demnach chargenweise in bestimmten Losgrössen, eben ab dem Coil und bis zur Palettierung der fertig beschichteten Stützen und Traversen, weitgehend automatisiert. Die hochmoderne Fertigung der Bauteile beginnt im Coil-Lager mit der Bevorratung und Vorbereitung der Coils, die dann der Produktionsstrasse für die Stützen oder der Produktionsstrasse für die Traversen oder dem Stanz-/Umformautomat für die Hakenlaschenfertigung zugeführt werden.

In der neuen Halle 7 im Bito-Werk Meisenheim entstehen Palettenregalträger und -stützen in flexibler mannarmer Fertigung direkt aus den Stahlcoils.

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In der Roboterschweisszelle werden die Hakenlaschen automatisch an die Twin-Top-Traversen geschweisst.

Für die Herstellung der Regalstützen und der Traversen ist je eine Profilieranlage des italienischen Spezialisten Gasparini im Einsatz. Gasparini hat sein Profilieranlagenkonzept speziell auf die Bedürfnisse von Bito angepasst. Die Profilierwalzen können in dieser Anlage über die Steuerung verstellt werden, was das Umrüsten wesentlich schneller macht. Damit entstand in der «Pro-Halle» bei Bito ein flexibles, automatisiertes Produktionssystem mit extrem tiefem Personalbedarf und hoher Produktivität. Insgesamt konnten die Produktions-

Die Palettenregalfamilie Pro umfasst auch alles erforderliche Zubehör.

kosten im zweistelligen Prozentbereich gesenkt werden. Die Coils werden zunächst auf sogenannte Wendehaspeln aufgesetzt und von dort dann sukzessive abgerollt. Für einen durchgängigen Arbeitsprozess sind an den Haspeln BandendenSchweissvorrichtungen installiert. Nach dem Abrollen des Coilbandes erfolgt ein Richtvorgang und erst dann wird der Blechstreifen einem separat zuschaltbaren Stanzautomaten (für zusätzliche Lochungen nach Kundenbedarf) bzw. der Profilieranlage zugeführt. Die profilierten Stützen und Traversen werden durch in die Anlage integrierte fliegende Sägen auf die richtige Länge abgesägt. Danach erfolgt in weiteren Stationen die Komplettierung durch Verschweissen der Profile bzw. durch Anschweissen von Laschen in einer Roboterschweisszelle.

Produkt- und kundenflexible Auftragsfertigung Als Nächstes gelangen Traversen in den Finish-Bereich und werden dort wahlweise zunächst gepuffert, oder gleich gereinigt, pulverbeschichtet, eingebrannt, abgekühlt und schliesslich palettiert. Die profilierten Stützen werden anschliessend am Montageplatz zu einem fertigen Stützrahmen montiert. Beide Profilieranlagen sind so flexibel ausgelegt, dass die jeweiligen Stützen- und Traversenlängen und Profile sowie die Lochbilder für spezielle Anforderungen ohne grossen Rüstaufwand auftragsbezogen produziert werden können. Die Möglichkeit der Zwischenpufferung zwischen Stützenfertigung und Finish ermöglicht eine unabhängige Losgrössenoptimierung nach Profil und anschliessend nach Farbe. Die neue Produktionshalle mit ihren Einrichtungen fertigt ausschliesslich Teile für die Palettenregale Pro. Dies garantiert einen schnellen Auftragsdurchlauf, eine reduzierte und vor allen Dingen kostensparende Bevorratung bzw. Zwischenlagerung, eine hohe Verfügbarkeit zur schnellen Belieferung und nicht zuletzt eine störungsfreie, zeitoptimierte Hochregallager-Montage. Der Bau der Halle 7 begann im März 2006 und im Herbst 2007 erfolgte die Inbetriebnahme. Die Anlaufzeit

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Fördertechnik + Logistik

I Lagertechnik

Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland Der mittelständische Spezialist für Lagertechnik und Kunststoffbehälter, Bito-Lagertechnik Bittmann GmbH, Meisenheim, setzt auf die konzentrierte Fertigung am Standort Deutschland. Zwar gibt es seit dem Jahr 2007 auch in Indien eine Fertigung für entsprechende Metallprodukte, jedoch beschränkt sich diese auf die Produktion von Regaltechnik für die regionalen Märkte in Südostasien. Dass Metall- und Kunststoffteile in grossem Umfang bis heute auch oder gerade im Hochlohnland Deutschland absolut rationell und hochwirtschaftlich hergestellt werden können, beweisen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bito tagein, tagaus in den beiden Produktionswerken Meisenheim (Metallverarbeitung) und Lauterecken (Kunststoffverarbeitung). Beide Standorte erfahren seit Jahren einen stetigen Ausbau in Technologien und Produktivität. Dabei wird vor allem auch auf Arbeitsund Umweltaspekte geachtet, wobei dies keineswegs nur als Lippenbekenntnis zu verstehen ist, zumal sich Effizienz, Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit keineswegs ausschliessen müssen.

Eine der ersten Applikationen der Pro-Familie, das neue DachserPalettenregallager. (Fotos: Bito)

ist beendet und die Produktion läuft nun auf vollen Touren. Mit den neuen Technologien, dem hohen Automatisierungsgrad und den Produktionskapazitäten verbinden sich für BitoLagertechnik der Ausbau des Marktanteils im Bereich Palettenregale, die Forcierung des Grossprojektegeschäfts und die Stärkung der Wettbewerbskraft als Komplettanbieter der Lagertechnik.

Die neue Palettenregalfamilie Pro Auf der Grundlage von Palettenregaltechnik werden vielfach auch Palettendurchlaufregale, Einfahrregalsysteme, Stückgutdurchlaufregale mit Überfliesslager oder Mehrgeschossanlagen mit eingezogenen Laufgängen etc. konstruiert und ausgeführt. Betrachtet man nun die Lager- und Regaltechnik-Entwicklungen der vergangenen Jahre, so zeichnet sich ein kontinuierliches Streben nach kompakter Hochregal-Lagertechnik – salopp gesagt in Gestalt von möglichst kleinen Grundflächen bei möglichst grossem Lagervolumen – ab. Um diesen hohen und nach wie vor steigenden Ansprüchen moderner Lager- und

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Logistiksysteme auch in der Zukunft gerecht werden zu können, wurde im Hause Bito die gesamte Palettenregaltechnik auf den Prüfstand gestellt. Das Projekt verfolgte das Ziel, nunmehr über eine homogene Familie an Stützen und Traversen zu verfügen, um für die Lastanforderungen der Kunden optimal abgestimmte Lösungen anbieten zu können. Das Resultat: die neue Palettenregalfamilie Pro.

Für Feldlasten von 6000 bis 30 000 kg Integriert in den Bito-PalettenregalBaukasten, in dem sogenannte schwere Stützen bisher fehlten oder die «Sprünge» von Stütze zu Stütze sowie von Traverse zu Traverse zu klein bzw. zu gross waren (bezogen auf typische Feldlasten bei Standard-Fachabständen und gängigen Traversenprofilen), gibt es jetzt eine umfassende, perfekt abgestimmte Auswahl an Stützen und Traversen. Der Berechnung der Stützen und Traversen sowie der Tragfähigkeit des gesamten Palettenregalstützrahmens legten die Entwickler und Ingenieure die effektive Querschnittsfläche des Pro-Profils, dessen Werkstoffeigenschaften, die Materialdicke, die Streckgrenze, die Einbringung von Aussteifungssicken und schliesslich die Steifigkeit des (vergitterten) Gesamtsystems zugrunde. Die Stützenfamilie Pro besteht aus neun verschiedenen Stützen mit 80 bis 140 mm Breite und für Feldlasten von 6000 kg bis 30 000 kg. In besonderen Fällen und mit spezieller Verbandkonstruktion sind sogar 40 000 kg möglich, womit dann der weite Bereich der Schwerlast-Palettenregale komplett abgedeckt ist.

Individuelle SchwerlastPalettenregale aus dem Baukasten In der neuen Palettenregalfamilie nehmen die Traversen vom Typ BitoTwin-Top eine zentrale Rolle ein. Die Traversen gibt es in sechs verschiedenen Höhen von 95 bis 170 mm und für Belastungsfälle mit Europaletten 600, 800 und 1000 kg Einzellast, ausgehend von Fachlasten bezogen auf 3300 mm Feldbreite. Ansonsten fungieren auch bei der Palettenregalfamilie Pro die Stützen als Basis für den Palettenregal-Baukasten. Folgerichtig ist in die Stützen bei Bedarf ein seitliches Schlitzbild für die Aufnahme von Bito-Durchlaufrahmen einzubringen, oder es ist das Einfügen von Schlitzen zur Aufnahme von Konsolen machbar. Des Weiteren sind Rundlochungen möglich, etwa für den Einbau von Rollenbahnen und Fördertechnik zum Ausbau als automatische Lagersysteme. Zahlreiches Sicherheitszubehör wie z. B. Anfahrschutz, Durchfallsicherung, Schutzplanken, Herabfallsicherungen etc. erlaubt die Ausrüstung der Palettenregale nach Mass und Wunsch, wovon sich bereits die ersten Kunden aus verschiedenen Branchen überzeugen konnten und können. mg

Infos BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH 6343 Rotkreuz 041 790 20 64 info@bito.ch www.bito.ch


Fördertechnik I

Fördertechnik + Logistik

Instandhaltung von Förderanlagen beginnt bei der Schmierung

Gut geschmiert ist halb gefördert Ein sehr wichtiges und häufig unterschätztes Thema in der Instandhaltung von Förderanlagen ist die korrekte Versorgung von Schmierstellen. Aufgrund der oft grossen Länge und der rauen Einsatzbedingungen ist diese Problematik bei Förderanlagen in Kieswerken besonders virulent. Zur automatischen Schmierstellenversorgung bieten sich hierzu ideal automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber an.

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ie Problematik bei Kieswerken ist, dass der gewonnene Kies fast nie direkt am Gewinnungsort verarbeitet werden kann. Folge sind oft kilometerlange Förderanlagen, um das Steingut zur Waschung und Sortierung zu transportieren. Da die Förderbänder auf Grund des zu transportierenden Gewichtes nicht unendlich lang sein können, sind sehr viele hintereinander geschaltet. Jedes einzelne Förderband muss durch einen Motor angetrieben werden, dessen Antriebswelle geschmiert werden muss.

Schwierige Einsatzbedingungen Zudem sind an jeder Umlenkrolle zwei Schmierpunkte, die ebenfalls regelmässig mit Schmierstoff versorgt werden müssen. Die Einsatzbedingungen gelten als rau, da der Einsatz im Freien erfolgt und die extremen Temperaturschwankungen, Schlamm, Schmutz sowie Feuchtigkeit und Nässe den Lagern zu schaffen machen. Eine kontinuierliche Schmierstellenversorgung ist deshalb unabdingbar. Die Lösung mit Zentralschmieranlagen ist auf Grund der sehr langen Distanzen zwischen den einzelnen Schmierpunkten technisch sehr aufwändig. Die manuelle Schmierung ist wegen des extremen Zeitaufwandes, bedingt durch die weiten Wege, sehr kostenintensiv. Für die Wartung und den Unterhalt der Anlagen ist deshalb der Simalube-

Schmierstoffspender die ideale Alternative. Der Einsatz des Simalube ist eine intelligente Lösung, da dieser unabhängig von feuchter Umgebung bei Temperaturen zwischen –20 °C bis +55 °C eingesetzt werden kann. Ein weiterer Pluspunkt des Simalube ist, dass dieser durch seine stufenlos regulierbare Entleerung dem Saisonbetrieb eines jeden Kieswerkes angepasst werden kann. Kieswerke stellen ab ca. 0 °C den Arbeitsbetrieb ein.

Automatisch schmieren – Kosten reduzieren Bei der Abschmierung von Hand ist immer ein Mitarbeiter gebunden, der für andere Instandhaltungsaufgaben nicht zur Verfügung steht. Der Zeitaufwand ist immens, die Kosten hoch. Selbst bei grösster Sorgfalt wird beim Schmiervorgang oftmals zuviel Schmierstoff in die Lagerstelle gedrückt, eine unnötige Überhitzung des Lagers ist die Folge. Ein anderes Problem ist: werden überhaupt alle Schmierstellen in regelmässigen Abständen besucht, oder müssen aufgrund Zeitmangels Einschränkungen vorgenommen werden? So entstehen Lagerschäden durch Mangelschmierung. Mit dem Simalube-Schmierstoffgeber können diese Schmierstellen automatisch versorgt werden. Der Fett- und Ölspender wird nur anstelle des Schmiernippels eingeschraubt, falls nötig mit dem entsprechenden Gewindeanschlussteil. Durch einen pa-

Transportbänder in Kieswerken benötigen eine zuverlässige Schmierung.

tentierten Gasentwicklungsantrieb mit Trockenzellen wird im Simalube der notwendige Arbeitsdruck aufgebaut, um die zu schmierende Stelle mit ausreichend Schmierstoff zu versorgen. Dabei wird nur die vom Anwender eingestellte Menge pro Tag abgegeben, die Entleerung ist sehr linear. Der manuelle Aufwand wird auf ein Minimum reduziert, der Kostenfaktor gedrückt.

Simalube garantiert auch bei rauen Einsatzbedingungen eine zuverlässige Schmierung.

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Fördertechnik + Logistik

I Fördertechnik

Höhere Betriebssicherheit durch stufenlose Regulierung und Kontrollmöglichkeit

Simalube-Schmierstoffspender sind mit unterschiedlichen Füllmengen erhältlich.

Verschiedene Punkte erhöhen die Betriebssicherheit und die Standzeiten des Lagers: mit dem Simalube-Schmierstoffgeber kann die Fett- oder Ölabgabe stufenlos reguliert werden, von 4,2 ccm bis herunter auf 0,3 ccm pro Tag bzw. auf eine Laufzeit von 1 – 12 Monaten.

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Über- und Unterversorgung der zu schmierenden Stelle wird verhindert, das Gerät kann sogar während des Betriebes nachreguliert werden. Sichtfenster erlauben dem Anwender eine jederzeitige Funktionskontrolle. Durch den direkten Einbau an der Schmierstelle oder mittels Peripherie wird verhindert, dass Schmutz in das Lager gelangt.

Flexibilität durch Selbstbefüllung Der Simalube-Schmierstoffgeber ist erhältlich mit verschiedenen Fett- und Ölfüllungen (auch mit Sonderfüllungen auf Kundenwunsch), aber auch in einer leeren Version zum Selber-Befüllen mit geprüften Schmierstoffen. So besitzt der Anwender die Möglichkeit, kurzfristig auf Anforderungen in seiner Produktion zu reagieren, ohne seine Werksvorschriften zu verletzen. Das Befüllen ist vom Handling her denkbar einfach mit jeder handelsüblichen Handhebelpresse, Fetteimeroder Pneumatikpumpe durchführbar. Nach Entleerung des Schmierstoffgebers kann das Gehäuse mehrfach wiederbefüllt werden. Es muss nur die ca. 1x1 cm grosse Antriebseinheit, der sog. Antriebskopf, zu jedem neuen Einsatz ausgetauscht werden. Auch zur Erstausrüstung einer Anlage wird der Simalube von Maschinenbauern gerne verwendet. Oft sind Reklamationen während der Garantiezeit auf die mangelhafte oder fehlerhafte Schmierung durch die Anwender zurückzuführen. Mit dem automatischen Fett- und Ölspender kann dieses Problem oft kostengünstiger als mit einer Zentralschmierung gelöst werden.

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Produkte

Zuverlässige permanente Kraftmessung

Mit einer Genauigkeit von bis zu 1 % messen die neuen Dehnungssensoren von Baumer die Längenänderung in Holmen und somit den indirekten Kraftverlauf der Schliesskraft bei Produktionsprozessen. Abnützungen beim Werkzeug von Stanzmaschinen oder eine unvorhergesehene Erhöhung der Stempelkraft, z. B. hervorgerufen durch Materialstau, werden permanent und zuverlässig detektiert. Ein daraus resultierender Anstieg des Ausgangssignals und die Anbindung an die Maschinensteuerung verhindern so Schäden an Werk-

zeug und Maschine. Dehnungen bis zu 1000 µ⑀ werden sicher detektiert. Spritzgiessprozesse können ebenfalls zuverlässig und präzise überwacht werden. Die hochgenauen Messringe von Baumer zeichnen sich durch ihre schnelle und äusserst einfache Montage aus und die Messlanzen sind die passende Lösung bei knappen Platzverhältnissen. Die Messlanzen werden einfach in die Bohrung eingeführt, vorgespannt, angeschlossen und die Messung kann bereits beginnen. Der DABU AD2T ist, dank seiner erstklassigen Signalverarbeitung, die ideale Messkettenergänzung zu Dehnungssensoren. Für Kalibrierungsarbeiten an der Maschine wurden die Messzangen DSRV und Extensometer DSRM entwickelt. Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld 052 728 11 22 sales.ch@baumerelectric.com www.baumerelectric.com

Elektronischer Druck- und Vakuumschalter

Den elektronischen Druck- und Vakuumschalter PE5 von Rexroth gibt es in zwei Ausführungen: mit zwei digitalen Schaltausgängen und als Druckschalter mit einem digitalen Schaltausgang und einem Analogausgang. Die digitalen Schaltausgänge sind entweder PNP- oder NPN-schaltend erhältlich. Das Analogausgangssignal ist umschaltbar zwischen Spannung (0...10 V) und Strom (4...20 mA). Der PE5 ist zur Messung von Relativdruck über

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einen piezoresistiven Drucksensor ausgelegt und ist in den Druckmessbereichen –1 bis 10 bar verfügbar. Der Druck wird auf dem hinterleuchteten LCD-Display in einer Zeichengrösse von 11 mm angezeigt. Der Druckschalter mit Kunststoffgehäuse (IP65), mit den kompakten Massen 35 x 64 x 33 mm, kann über einen optional erhältlichen Halter oder über eine Hutschiene befestigt werden. Zudem ist er mit den Rexroth-Wartungseinheiten der Serie AS und NL über einen Doppelnippel kombinierbar. Der Pneumatikanschluss erfolgt, je nach Ausführung, über einen Steckanschluss von 4 mm an der Unterseite oder über ein G1/4"Innengewinde an der Unter- oder Rückseite des Gehäuses. Der elektrische Anschluss erfolgt über einen 4-poligen M12x1-Stecker. Bosch Rexroth Schweiz AG 8863 Buttikon 055 464 61 11 info@boschrexroth.ch www.boschrexroth.ch

Industrie-PC für den Schaltschrankeinbau

Die neue Generation der BeckhoffSteuerungen ist standardmässig mit zwei Ethernet-Schnittstellen ausgerüstet, die eine saubere Trennung zwischen Automatisierungsund IT-Anwendungen ermöglichen. Während der 100-MBit-EthernetPort die optimale Performance für alle Aufgaben der EtherCAT-Steuerung bietet, steht für den Anschluss des übergeordneten Netzwerks ein Gigabit-Port zur Verfügung. Die Typen der Industrie-PC-Serie C69xx unterscheiden sich bezüglich ihrer Prozessorleistung und der

Kühlung. Letztere erfolgt bei beiden Industrie-PCs durch innenliegende Kühlrippen. Die PCs können bei einer Umgebungstemperatur von bis zu 55 °C betrieben werden: Der C6925, mit Intel Celeron M ULV 1 GHz, ist lüfterlos ausgeführt, der C6920, mit Intel Celeron M 1,5 GHz oder Intel Pentium M 1,8 GHz, verfügt über eine zusätzliche Lüfterkassette an der Gehäuseunterseite. Durch die Grundausstattung mit Flash-Disk entsteht ein PC ohne mechanisch bewegte Teile. Die Flash-Disk, die optionale Festplatte sowie die CMOS-Batterie sind hinter der Frontklappe leicht zugänglich. Zusätzlich kann der Anwender auch eine 21/2-Zoll-Festplatte oder eine zweite Flash-Disk hinter der Frontklappe integrieren. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

Robuster Druckluftschleifer

Die druckluftbetriebenen Turboschleifmaschinen des Typs GTG 21 von Atlas Copco Tools sind bei der Aluminium Werke GmbH Villingen (AGVS) tagtäglich, teilweise sogar in drei Schichten, in Betrieb. Die Werker putzen damit komplexe Gussstücke aus Aluminium und dessen Legierungen, die im Sandgussverfahren hergestellt werden. Die Antriebsturbine des GTG 21, die mit ölfreier Druckluft arbeitet, hat

keine Lamellen, die sich abnutzen. Zudem ist das in einem Ölbad laufende Getriebe speziell abgedichtet und damit, wie andere Atlas-CopcoWerkzeuge auch, für den Einsatz unter rauen Bedingungen prädestiniert. Weiter punktet der GTG-21-Schleifer mit hoher Leistung bei geringem Gewicht. Das Werkzeug liefert z. B. als Modell F120-13 eine max. Leistung von 2,1 kW bei einem Gewicht von 1,8 kg. Mit einer 125er-Schleifscheibe erreicht sie eine max. Drehzahl von 12 000 U/min. Hinzu kommt, dass durch den automatischen Unwuchtausgleich, den Autobalancer, der Vibrationspegel des GTG 21 unter 2,5 m/s2 liegt und damit unter dem Auslösewert der seit 2007 gültigen Lärm- und Vibrationsverordnung. Gleichzeitig sinkt der Schleifmittelverbrauch um bis zu 30 %. Atlas Copco (Schweiz) AG Geschäftsbereich Tools 2557 Studen BE 032 374 16 00 tools.ch@ch.atlascopco.com www.atlascopco.ch


Proportionalventile Steeltec AG setzt auf zuverlässige Krantechnik

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Die Technik für mehr Saugkraft

In der energie- und kostenintensiven Produktion von hochwertigen Stählen ist es besonders wichtig, dass die Produktionskette nie unterbrochen wird. Genau deshalb setzt das Luzerner Traditionsunternehmen Steeltec AG seit Jahren auf die Kompetenz und Zuverlässigkeit der ausgereiften Krantechnik von Marti-Dytan aus Horw. Jüngstes Beispiel ist ein leistungsfähiger Scherenhubkran für den Transport von Drahtringen zur Drahtringziehanlage. Die neue Anlage weist eine Spannweite von 20,24 m auf und trägt Lasten bis zu einem Maximalgewicht von 3200 kg in den Dimensionen von bis zu 1,55 m Durchmesser und 2,5 m Länge. Die Bedienung erfolgt manuell über Funkfernsteuerung. Das Transportgut kann an acht ver-

schiedenen Stationen abgeholt werden, und die Anlage ermöglicht die Positionierung an drei unterschiedlichen Punkten zur Weiterverarbeitung. Der Scherenhubkran erlaubt dabei eine Drehung um 90°, um die Drahtzugmaschinen warenflussgerecht zu beschicken. Diese Scherenhubkrananlage wurde von MartiDytan massgeschneidert auf die Bedürfnisse von Steeltec AG konzipiert und installiert. Und ein schnelles Spezialisten-Team verhinderte unproduktive Stillstandzeiten.

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Wärmebildkameras für die Industrie und Gebäudethermografie Distrelec vertreibt ab sofort die neuen Wärmebildkameras von Fluke. Die Ti10/25 sind speziell für die Industrie konzipiert. Für die Gebäudethermografie hat Fluke die TiR/TiR1 entwickelt. Alle vier Kameras verfügen über die IR-FusionTechnologie und haben eine Auflösung von 160 x 120 Pixel. IR-Fusion erlaubt das Verschmelzen von Infrarot- und Sichtbildern für eine einzigartige Darstellung der Problemzonen. Die SD-Karte bietet Platz für 1200 IR-Fusionbilder. Weiter ist die Kamera so robust gebaut, dass Sie einen Sturz aus 2 m Höhe unbeschadet übersteht. Und der Preis von 6605 bzw. 9911 Franken setzt neue Massstäbe.

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Tragarm-Industrie-PC in IP 65

Mit dem neuen Panel-PC CP72xx der «Economy»-Serie bietet Beckhoff einen Tragarm-Industrie-PC, der rundum in Schutzart IP65 ausgeführt ist. Der wasser- und staubdichte IPC im Aluminiumgehäuse verfügt über ein von Beckhoff entwickeltes Motherboard, das ein sehr schlankes Gehäusedesign mit einer Gehäusetiefe von nur 98 mm ermöglicht. Der integrierte Anbau-PC enthält einen Intel Celeron M mit 1,5 GHz und kann optional mit Intel-Pentium-M-Prozessoren bis 1,8 GHz ausgestattet werden. In der zweiten Jahreshälfte ist der PC mit Intel-Core-Duo- sowie Core2-DuoProzessoren bis 2,16 GHz verfügbar.

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Durch die Vielzahl der verfügbaren Control Panels stehen 38 Varianten des IP65Panel-PCs zur Auswahl. Der CP72xx ist mit TFTDisplays in den Grössen 12, 15 oder 19 Zoll, optional mit Touchscreen oder mit Touchpad erhältlich. Die möglichen Frontvarianten reichen vom einfachen Display ohne Tasten über eine Frontgestaltung mit Funktionstasten oder numerischer Tastatur bis zur alphanumerischen Volltastatur inkl. SPS-Sondertasten. Auch kundenspezifische Frontfolien sind realisierbar. Der neue Panel-PCs kann bis zu einer Umgebungstemperatur von 45 °C betrieben werden.

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Konfigurierbare Temperaturverstärker und Messumformer

Mit der FlexTemp-Serie bietet Baumer innerhalb des Produktsegments Process Instrumentation konfigurierbare Temperatur- und Messkopfverstärker, die über den standardmässigen 4...20 mA-Signalausgang oder die HART-Schnittstelle kommunizieren. Die Geräte eignen sich für die Lebensmittelindustrie, Pharma- und Biotechnologie, die chemische und petrochemische Industrie sowie für Heizung, Lüftung und Klima. Der FlexTemp 2301 ist ein Messkopfverstärker, der für Pt100Widerstandsthermometer ausgelegt ist und mit einer Genauigkeit von max. 0,25 °C Toleranz misst. Bei

den universellen FlexTemp-Ausführungen 2311 und 2321 kann der Eingang sowohl für RTD-Sensoren als auch für Thermoelemente, Widerstandssensoren sowie für Strom- und Spannungssignale konfiguriert werden. Die Universalmesskopfumformer haben eine galvanische Trennschicht zwischen Eingang und Ausgang. Ihre Genauigkeit liegt bei 0,1 °C Alle drei Modelle können mit dem neuen FlexProgrammer 9701 konfiguriert werden. Beim FlexTemp 2321 ermöglicht das HART-Portokoll die Online-Prozesskalibrierung und -justage, die Messkopfverstärkerkonfigurierung sowie eine Mehrfachsteuerung im 2-Leiter-Netzwerk. Baumer Bourdon-Haenni AG 3303 Jegenstorf 031 764 99 55 info.ch@baumerprocess.com www.baumerprocess.com

Vollverkleidete, flexible Bandsäge

Auf der Basis der automatischen Bandsäge HBM440A, präsentiert Behringer eine Ergänzung der hochleistungsfähigen Maschinenserie. Die Bandsäge HBM540A eignet sich hervorragend zum wirtschaftlichen und präzisen Trennen unterschiedlichster Vollmaterialien, Rohre oder Profile aus Metall. Im Schnittbereich von 540 mm im Rundmaterial und 630 x 540 mm im Flachmaterial sägt sie problemlos und schnell mit Bimetall- und Hartmetall-Sägebändern. Interessant an dieser Maschine ist z. B. die Neigung des Sägerahmens hin zum Bediener, was den Sägebandwechsel erleichtert. Im Weiteren sichert die Nachschubzange den reibungslosen Schnittguttransport, selbst wenn es sich um unebenes Material, Materialpakete oder

schwere Schmiedestücke handelt, da auch die Festbacke beim Rückhub des Nachschubschlittens vom Material abgerückt wird. Der Nachschubgreifer kann nah an das Sägeband herangefahren werden. Dadurch können die Reststücklängen um über 50 % reduziert werden. Der Greifer ist linear geführt und wird über einen frequenzgeregelten Antrieb positioniert. Die Maschine ist mit grossdimensionierten Schwenktüren ausgestattet, die den einfachen Zugang für Reinigungsund Wartungsarbeiten erlauben. BEHRINGER GmbH D-74912 Kirchardt 0049-7266-20 70 info@behringer.net www.behringer.net


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Kabelverschraubung mit weitem Schirmklemmbereich

Bei der Neuentwicklung der Kabelverschraubung Progress EMV Serie 85 verfolgte man ein Hauptziel: der Schirmklemmbereich pro Kabelverschraubungstyp sollte

grösstmöglich werden, um den Anwendern mehr Flexibilität zu ermöglichen. Um diesem Anspruch zu genügen, wurde eine vollkommen neue Spannzange entwickelt, die für eine optimale Schirmkontaktierung verantwortlich ist. Diese wird durch eine ausgeklügelte Segmentierung der Spannzange erreicht. Die einzelnen Segmente gleiten beim Montieren der Verschraubung so zusammen, dass ein konzentrischer Schirmabgriff resultiert. Eine vibrationssichere und ausreissfeste Einführung ist gewährleistet. Die neuen EMV-Kabelverschraubungen (Patent angemeldet) decken mit wenigen Typen einen grossen Schirmklemmbereich ab und

eignen sich sehr gut für hohe Ableitströme. Sie finden deshalb insbesondere in der Energietechnik, der Bahntechnologie und im Anlagenbau usw. typische Einsatzmöglichkeiten. Die neue Typenreihe umfasst metrische Ausführungen von M16 bis M63 für Schirmdurchmesser von 3 bis 44 mm und Pg 11 bis Pg 29 für Schirmdurchmesser von 6 bis 33 mm und ist ab April 2008 ab Lager lieferbar. AGRO AG 5502 Hunzenschwil 062 889 47 47 info@agro.ch www.agro.ch

Bildverarbeitung für sehr schnelle Anwendungen

Die Kamera Simatic HawkEye 1600T in der hohen Schutzart IP67 und mit der M12-Steckertechnik für die industrielle Bildverarbeitung erlaubt bis zu 3600 Auswertungen pro Minute. Es lassen sich unterschiedliche Beleuchtungskomponenten direkt an-

schliessen und triggern. Die Kamera verfügt über multiple Schnittstellen wie Ethernet, RS232 und acht digitale, frei konfigurierbare I/Os. Es gibt Kameravarianten in XGA- und VGAAuflösung, jeweils mit und ohne «Intellifind-Funktion». Projektiert wird die Kamera per PC mit der neuen Visionscape Software Version 3.7. Die Kamera unterstützt zudem die Visionscape-Tools, etwa Intellifind, OCR und OCV. Der digitale CameraLink Framegrabber Visionscape 0800 eignet sich für

Hochgeschwindigkeits- und hochauflösende Anwendungen. Zudem lässt er sich für Linescan-Applikationen einsetzen, z. B. zur Überprüfung von Etiketten auf zylinderförmigen Objekten wie Flaschen. Zwei monochrome ProgressiveScan-Analogkameras mit VGA-Auflösung für maximal 90 und SXGAAuflösung für maximal 16 Bilder pro Sekunde ergänzen das neue Angebot. Die Bildverarbeitungssoftware Visionscape bietet mit der neuen Version 3.7 erweiterte Funktionen zur Bildanalyse und -verarbeitung. Siemens Schweiz AG A&D 8047 Zürich 058 558 46 63 info@siemens.ch www.siemens.ch

Sägen mit Biss! Zeigen Sie Zähne. Ob in Alu, Stahl oder vergleichbaren Werkstoffen – mit uns kriegen Sie jedes Material klein. Noch einfacher. Noch präziser. Und noch schneller. Mit höchsten Schnittleistungen. Profitieren Sie von der Stärke unserer Hochleistungsband- und Kreissägen. In bewährter Spitzenqualität von BEHRINGER und BEHRINGER EISELE. Ihrem führenden Anbieter für innovative Sägesysteme. Damit Sie sich locker überall durchbeißen können.

Schweissroboter mit innenliegendem Schlauchpaket

Ein innenliegendes Schlauch-paket und gesteigerte Achsgeschwindig-

keiten sind die charakteristischen Merkmale des neuen Schweissroboters ARC Mate 100iC von FANUC Robotics. Das schlanke Design hat kaum noch Störkonturen, sodass sich der Roboter trotz grosser Reichweite auch in engen Schweisszellen frei bewegen kann. Und 10 kg Traglast bei einer Reichweite von 1420 mm bedeuten Spitzenwerte unter «Kollegen». Den Arc Mate 100iC gibt es aber auch noch in einer Version mit längerem Arm, damit steigt die Reichweite auf 1632 mm bei immerhin noch 6 kg Traglast. Dass der ARC Mate als typischer Bahnschweiss-Roboter konzipiert wurde, ist am intern verlegten Schlauchpa-

ket zu erkennen. Vom Robotersockel bis zum Brenner werden Draht, Gas und Energieversorgung verdeckt geführt. Das soll vor allem längere Standzeiten mit sich bringen, denn in der Praxis sind «frei fliegende» Leitungen und Schläuche gefährdet. Hinzu kommt, dass die Programmierung erleichtert wird, weil keine Freiräume für lose Kabel berücksichtigt werden müssen. Zusammen mit dem schlanken Design lässt sich der FANUC-Roboter ideal in Multiarm-Anlagen integrieren.

FANUC Robotics Europe SA 2555 Brügg BE 056 641 03 70 sales@fanucrobotics.ch www.fanucrobotics.ch

Behringer GmbH 74910 Kirchardt Tel.: +49 7266 207-0 www.behringer.net


Produkte

Kompakter Temperatursensor und -Messumformer Mit der TE2-Baureihe bietet Baumer innerhalb des Produktsegments Process Instrumentation einen kompakten Temperaturaufnehmer, der optional mit einem integrierten Messumformer erhältlich ist. Entsprechend der Bedürfnisse des Kunden kann der TE2 individuell konfiguriert werden. Er kann mit einer Vielzahl an industriell einsetzbaren wie auch hygienegerechten Prozessanschlüssen geliefert werden. Die TE2-Baureihe verfügt über ein hygienegerechtes Edelstahlgehäuse mit integriertem Steckerteil. Alle Ausführungen sind mit einem integrierten, konfigurierbaren Messumformer mit 4...20-mA-Signalausgang erhältlich, der sich mit Hilfe des FlexProgrammers 9701 programmieren lässt. Ausserdem kann der Kunde die Genauigkeit des Sensorelements, eine optionale Kühlstrecke, die elektrischen Anschlüsse und die Fühlerrohrlänge individuell festlegen.

Als Option sind auch schnell ansprechende Fühlerspitzen für das genaue und schnelle Messen von Prozesstemperaturen erhältlich: Standard DIN A oder B, Einfachoder Doppelelemente mit einem 2oder 4-Leiter-Anschluss können je nach Kundenwunsch geliefert werden. Baumer Bourdon-Haenni AG 3303 Jegenstorf 031 764 99 55 info.ch@baumerprocess.com www.baumerprocess.com

Kleben statt Nieten, Schweissen, Löten Bei genieteten und verschraubten Verbindungen treten Spannungen auf, Schweissen und Löten verändern die Metallstruktur. Materialoberflächen werden verletzt und anfällig auf Korrosion und Risse. Verbindungen ermüden schnell. Kleben jedoch schont die Materialoberfläche, verteilt und absorbiert Spannungen und stabilisiert Verbunde. Hochfeste und elastische Klebeverbindungen bieten eine hohe Sicherheit, sie sind ästhetisch, da weder Nähte noch Löcher entstehen, sie bieten Komfort, z. B. durch ihre schalldämmende Wirkung und sie sind wirtschaftlich, denn flächige Klebeverbindungen ermöglichen ein rationelles Arbeiten und die Verwendung von leichteren und dünneren Materialien.

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Erhöhtes Trägheitsmoment spart zusätzliches Getriebe

Mehr Drehmoment bei kleinen Baugrössen zu erzeugen, ist das Ziel der meisten Motorentwicklungen. Dabei reduzieren sich die zu bewegenden Lasten nicht im gleichen Mass, und die Verschlechterung des Trägheitsverhältnisses zwischen Last und Motor geht auf Kosten der Regelgüte. Um das Trägheitsverhältnis zu optimieren, eignet sich der Einsatz eines Getriebes. Durch die reduzierte mögliche Drehzahl kann die gewünschte Geschwindigkeit oft nicht mehr erreicht werden, sodass man zu einem grösseren Motor und Regler greifen muss. Um diese Kos-

ten zu vermeiden, präsentiert Beckhoff die neue Motorbaureihe AM3500. Diese Motoren eignen sich für hochdynamische Anwendungen mit grossen Lasten, für bearbeitende Werkzeugachsen oder getriebelose Applikationen. Verbunden mit einem höheren Rotorträgheitsmoment bieten sie die polgewickelte Statorwicklung, wodurch sich das Bauvolumen stark reduziert. Angeboten wird die, zu den AM3000-Motoren flansch-, stecker- und wellenkompatible Baureihe AM3500 von Flanschgrösse 3 bis 6, mit Drehmomenten von 1,9 bis 15 Nm. Die Nenndrehzahlen liegen bei 3000 bis 6000 U/min. Als Feedbacksystem stehen Resolver oder Absolutwertgeber zur Verfügung. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

Elastomerkupplungen bis 2150 Nm

Das Anwendungsgebiet umfasst den Metallbau und die Blechverarbeitung, den Karosserie-, Fahrzeugund Schiffsbau, Klimaanlagen und Lüftungen, Fassadenelemente, Eckverbindungen von Alu-Fensterprofilen sowie das Kleben von Glas und Kunststoff in Kombination mit Holz und Metall. Die Collano AG bietet dazu die entsprechenden Klebstoffe: Collano RS 8500 (2K-Reaktivsystem), Collano A8 4810 (2K-Reaktivsystem), Washprimer Collano RS 8502. Technische Datenblätter sind erhältlich unter: Collano AG 6203 Sempach-Station 041 469 91 11 industry@collano.com www.collano.com

Die Besonderheit der R+W Elastomerkupplung «Servomax» liegt vor allem in der Masshaltigkeit der aufwändig gefertigten Kupplungshälften. Damit ist eine besonders hohe Rundlaufgenauigkeit gewährleistet. Sie sind spielfrei steckbar und elektrisch isolierend. Die Elastomerkupplungen sind überall da einsetzbar, wo es in erster Linie auf gute Dämpfung bei akzeptabler Verdrehsteifigkeit ankommt. Beide Faktoren lassen sich durch die Auswahl eines geeigneten Elastomersternes optimal auf den jeweiligen Anwendungsfall abstimmen. Es gibt Ausführungen mit Klemmnaben, Klemmringnaben und reinen Passfederverbindungen. Bei den Model-

len mit Klemmnaben steht zusätzlich noch eine Kompaktversion für besonders enge Einbausituationen zur Verfügung. Weitere Produkteigenschaften sind: spiel- und wartungsfrei, gute Dämpfung von Spitzenspannungen und stossartigen Belastungen, sehr genau gefertigte Einzelkomponenten (keine Gussteile) für eine exakte Drehmomentübertragung und hohe Rundlaufgenauigkeit sowie ein sehr gutes PreisLeistungs-Verhältnis. Servotronic AG 6373 Ennetbürgen 041 610 67 07 info@servotronic.ch www.servotronic.ch


führen zu einer deutlich verlängerten Einsatzzeit. Ein sicheres und bequemes Fahren ermöglichen die Impulssteuerung SpeedControl und die automatische elektrische Bremse. So wird z. B. die am Fahrpedal vorgegebene Geschwindigkeit in jeder Fahrsituation, also auch an Steigungen und Gefällen, beibehalten.

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Wer Festplatten ein- und ausbauen muss, weiss, wie heikel die Sache sein kann. Ungewollte Erschütterungen oder ein Kurzschluss können grossen Schaden

anrichten. Die preisgünstige Festplattenschutzhülle von ARP bietet jetzt mehr Sicherheit und Funktionalität. Interne 3,5"- und 2,5"-Festplatten lassen sich beim Ein- und Ausbau oder bei einem Transport ab sofort besser schützen. Die elastischen und widerstandsfähigen Gummischutzhüllen sind sehr einfach zu montieren, und sie sind wärme- und luftdurchlässig, sodass kein Hitzestau entstehen

kann. Die Schutzhülle ist zudem äusserst praktisch beim Einsatz von USB-to-IDE/SATA Adaptern, wenn die interne Festplatte ausserhalb des Rechners betrieben wird. ARP liefert das Schutzhüllen-Set für 3,5"- und 2,5"Festplatten (Art. Nr. 423520) ab sofort für CHF 15.–. Weitere Informationen wie technische Spezifikationen oder Lieferumfang erhält man bei:

ARP DATACON AG 6343 Rotkreuz 041 799 09 09 www.arp.com

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Festplatten ausserhalb des Rechners gut geschützt

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Siemens Schweiz AG A&D 8047 Zürich 058 558 46 63 info@siemens.ch www.siemens.ch

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400H-Controller-Familie im unteren Leistungsbereich. Das neue Gerät eignet sich für Applikationen mit hochverfügbaren Überwachungen und Regelungen von Temperaturen, Füllständen und Notstromaggregaten bis zu sicheren, fehlertoleranten Lösungen

doppelte Power

Einen neuen Controller für hochverfügbare Anwendungen und sichere, fehlertolerante Applikationen in der Prozessindustrie hat Siemens Automation and Drives (A&D) entwickelt. Die Simatic CPU S7-412-3H ergänzt das Produktspektrum der Simatic-S7-

Double Stack

mit höchster Sicherheitsstufe bis SIL 3, z. B. für Brenner. Die Erweiterung um Sicherheitsfunktionen erfolgt mit dem Softwarepaket S7 F Systems. Die Sicherheitsfunktionen parametriert der Anwender in CFC (Continuous Function Charts) mittels bereitgestellter Funktionsbausteine oder im Safety-Lifecycle-Tool Simatic Safety-Matrix per Cause & Effect-Methode. Wie bei allen Controllern der S7-400H-Familie lassen sich auch beim S7-412H Standardund Sicherheitsfunktionen in Controller und E/A-Ebene kombinieren.

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Hochverfügbarer, sicherer, fehlertoleranter Controller

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Der neue Schlepper EZS 570, den Jungheinrich im Sommer 2008 auf den Markt bringt, kann Anhänger mit einer Gesamtmasse von bis zu sieben Tonnen bewegen und kann mit verschiedenen Kupplungen ausgerüstet werden. Durch das Ankoppeln mehrerer Anhänger ist es zudem möglich, die Ladeflä-

chen beliebig zu variieren. Die Kupplung selbst kann vom Fahrer aus jeder Position gut eingesehen werden, und eine optional erhältliche halbautomatische Fernentriegelung der Kupplung ermöglicht es dem Fahrer, Anhänger an- und abzukuppeln, ohne die Fahrerplattform zu verlassen. Der leistungsstarke 48-Volt-Fahrmotor, in Jungheinrich-Drehstromtechnik, sorgt für eine kraftvolle Beschleunigung und hohe Endgeschwindigkeit. Der energiesparende Drehstrommotor, ein sehr hoher Wirkungsgrad, eine effiziente Abstimmung zwischen Fahrmotor und Fahrsteuerung sowie das generatorische Abbremsen (Rückspeisung in die Batterie)

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7-Tonnen-Schlepper


Produkte

Sicherheitsschalter überwachen Maschinen und Schutztüren Mehr als ein gewöhnlicher Zustimmtaster Zustimmtaster sind handbetätigte Steuereinrichtungen, die Befehle für gefahrbringende Zustände zusätzlich mit anderen Befehlsgebern wirksam werden lassen, solange sie kontinuierlich betätigt werden. Sie werden überall dort eingesetzt, wo Bedienpersonal unmittelbar im Gefahrenbereich von laufenden Maschinen und Anlagen arbeiten muss. Das ist z. B. bei Einrichte-, Programmier-, Test- oder Servicearbeiten notwendig. Die Euchner GmbH + Co. KG ist seit Jahrzehnten Spezialist in der Entwicklung von Zustimmtastern. Mit seinem neuen Zustimmtaster ZSM bringt das Unternehmen ein neues Highlight auf den Markt, denn der ZSM ist mehr als ein gewöhnlicher Zustimmtaster. Durch seinen modularen Aufbau lassen sich viele zusätzliche Funktionen integrieren. Erweiterungsbauteile wie z. B. eine Stopp-Befehlseinrichtung, eine Anzeige-LED oder ein Schlüsselschalter machen den ZSM zum Multitalent und fast schon zum kleinen Handbediengerät. Als Besonderheit gilt das neuartige Vibrationssignal, welches dem Bediener mitteilt, ob sich der Zustimmtaster in Zustimmstellung befindet. Um die entsprechende Akzeptanz beim Anwender zu erreichen, liegt das Hauptaugenmerk im sicheren und ausgewogenen Handling. Durch die gummierte Grifffläche liegt der Taster sicher in der Hand. Das durchdachte Design und das geringe Gewicht ermöglichen ein ermüdungsfreies Arbeiten, auch über längere Zeiträume hinweg.

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Aus zwei mach eins Zwei Türen, jedoch nur ein Schalter zur Absicherung, geht das überhaupt? Wo bisher zwei Sicherheitsschalter zur Absicherung von Schutztüren (Dreh- und Schiebetüren) benötigt wurden, kann nun mit den neuen Twin-Ausführungen der Baureihen SGP und STP von Euchner richtig gespart werden. Beide Baureihen haben, wie die bewährten und bekannten Sicherheitsschalter STP und SGP, ein Kunststoffgehäuse und einen Metallkopf. Die Vorteile der Twin-Ausführungen liegen auf der Hand: Nicht nur die Einsparung von einem Sicherheitsschalter, sondern auch die Reduzierung des Verdrahtungsaufwandes sowie die Möglichkeit, den Aufwand für die Auswertung zu verringern, machen die Twin-Ausführungen zur regelrechten «Sparlösung». Durch die gleiche Betätigerfamilie und die einheitlichen Anbaumasse kann, je nach Anwendungsfall, zwischen dem SGP Twin ohne Zuhaltung und dem STP Twin mit Zuhaltung gewählt werden. Optional gibt es für den STP Twin eine Schlüsselhilfsentriegelung, die

gleichzeitig als Sperre für die Zuhaltefunktion genutzt werden kann. Dadurch wird ein unbeabsichtigtes Aktivieren der Zuhaltung verhindert. Das Einschliessen von Reinigungs- und Wartungspersonal beim versehentlichen Zufallen der Schutztür ist damit ausgeschlossen. Die Stellung der Zuhaltung wird in einem Sichtfenster am Schalterkopf angezeigt. Für den SGP Twin ist auf Anfrage ein Schloss für eine manuelle Zuhaltefunktion erhältlich. Damit ist die Schutzeinrichtung in geschlossener Stellung sozusagen abschliessbar. Die Betätiger lassen sich nicht mehr aus dem Schalterkopf ziehen. Weitere Informationen rund um das Unternehmen findet man auf der Homepage. EUCHNER AG 8887 Mels 081 720 45 90 info@euchner.ch www.euchner.ch


Günstiges Optimierungstool

Bestände deutlich zu senken und gleichzeitig die Lieferfähigkeit zu verbessern ist kein unlösbarer Widerspruch. Unter der Bezeichnung «add*ONE KMU 3.0» präsentiert Inform eine leistungsstarke und gleichzeitig preisgünstige Be-

standsoptimierung mit festen Preisstrukturen und kurzer Einführungszeit. Als Addon-System lässt sich die Software schnell und einfach über Standardschnittstellen in jede IT-Umgebung integrieren und setzt dort an, wo ERPund Warenwirtschaftssysteme an ihre Grenzen stossen. So ergänzt «add*ONE» vorhandene Systeme um leistungsstarke Prognoseverfahren, praxiserprobte Optimierungsalgorithmen, effektive Controllingfunktionen und einen effizienten Workflow. Durch die grafische Darstellung der Bedarfsverläufe und des

Bestandsniveaus werden Bestände transparent. Bestellzeitpunkte und -mengen werden nach Kostengesichtspunkten optimiert, so dass bedarfsgerechte Lagermengen sichergestellt sind. Die Disponenten werden spürbar entlastet indem sie optimierte Vorschläge erhalten, die sie bestätigen, oder auch jederzeit durch eigene Entscheidungen ersetzen können. «add*ONE» hat sich bereits in zahlreichen Industrie- und Handelsunternehmen bewährt. CASIO Europe GmbH D-22848 Norderstedt 0049-40-528 654 07 solutions@casio.de www.casio-b2b.com

Füllstandmessumformer mit geführtem Radar

Sitrans LG200 von Siemens (A&D) ist ein Hart-Füllstandmessumformer in Zweileitertechnik mit Spannungsversorgung über die Stromschleife. Das Gerät mit geführtem Radar eignet sich für Materialien mit einer Dielektrizitätszahl von 1,4 und mehr, für Temperaturen bis zu 427 °C (800 °F) und

Drücken bis 6250 psig (431 bar). Füllstand und Trennschichten in Flüssigkeiten misst Sitrans LG200 zuverlässig, selbst bei korrosiven Dämpfen, Schaum, hoher Viskosität, Materialbewegungen an der Oberfläche, hoher Befüll-/Entleergeschwindigkeit, niedrigem Füllstand und schwankender Dielektrizitätszahl oder Dichte. Die neue Produktreihe umfasst fünfzehn Ausführungen mit Koax-, Mono- und Doppelstab- sowie Seilsonden. Alle Ausführungen gibt es mit den Zulassungen eigensicher, druckfeste

Kapselung oder Non-Incendive (Betriebsmittel für Zone 2). Mit den vielen Varianten an Gewinde- und Flanschprozessanschlüssen lässt sich Sitrans LG200 einfach einbauen. Eingestellt wird der Messumformer schnell mittels dreier Programmiertasten am Gerät oder über ein Hart-konformes Handprogrammiergerät. Zusätzlich lässt er sich mit dem Process Device Manager Simatic PDM über Hart-Protokoll aus der Ferne programmieren. Siemens Schweiz AG A&D 8047 Zürich 0585 584 663 info@siemens.ch www.siemens.ch

Grenzlastaufnehmer aus rostfreiem Stahl

Der Seilkraftaufnehmer SK-02 der Magtrol SA basiert auf der Dehnmessstreifentechnologie

und ist der ideale Aufnehmer für eine rasche Installation ohne mechanische Änderungen der bestehenden Anlage. Einsetzbar für Seile mit Durchmessern von 8 bis 22 mm ist dieser ganz aus rostfreiem Stahl hergestellte Aufnehmer, zusammen mit der Auswerteelektronik LMU, das Hauptelement für die Überlastkontrolle von Kränen oder anderen Hebeanlagen. Ebenfalls in der Produktpalette der Magtrol SA ist die Zuglasche ZL-03 für die Messung aufgehängter Lasten erhältlich. Dieser hält dynamischen Langzeitbelastungen stand und ist auch eine ausge-

zeichnete Alternative für die Verwendung unter schwierigen Umgebungsbedingungen. In verschiedenen Versionen von 10 bis 100 kN verfügbar, bietet dieser Aufnehmer eine grosse Überlastkapazität, eine ausgezeichnete Langzeitstabilität sowie eine hohe Genauigkeit. Diese Grenzlastaufnehmer vervollständigen die Magtrol LastKraft-Gewichts-Palette, welche schon aus Lastmessbolzen, Lastmesszellen, Lastmessverstärker und Anzeigen besteht. MAGTROL SA 1728 Rossens 026 407 30 00 magtrol@magtrol.ch www.magtrol.com


Produkte

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Sirius-Positionsschalter – für jede Anwendung kombinierbar Sirius-Standard-Positionsschalter erfüllen nahezu alle Anforderun-

gen im Industriealltag zuverlässig und souverän – ob für das siche-

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Durch Effizienz gemeinsam zum Erfolg!

re Erfassen gefährlicher Bewegungen von Maschinenteilen oder zur Überwachung von Schutzeinrichtungen. Standardisierte Bauformen und Funktionen erleichtern dabei nicht nur die Auswahl des passenden Schalters. Sie sorgen auch für einfache und effiziente Lagerung, Montage, Verdrahtung und Wartung. Alle Positionsschalter sind modular aufgebaut und somit die Antriebsköpfe untereinander austauschbar und kombinierbar. Auch für das sichere Erfassen nach Kat. 4 gemäss EN 954-1 bzw. SIL3 gemäss IEC 62061 bietet Ihnen unser Komplettpro-

gramm verschiedene Schaltertypen, z. B. manipulationssichere Positionsschalter, Positionsschalter mit Zuhaltung oder Scharnierschalter. Und wenn das Stillsetzen von Maschinen geschlossene Schutztüren verlangt, sind SiriusPositionsschalter mit getrennten Betätigern und zusätzlicher elektromagnetischer Zuhaltung die optimale Lösung. Siemens Schweiz AG Automation and Drives 8047 Zürich 084 882 28 44 automation.ch@siemens.com www.siemens.de/sirius-erfassen

Surface finishing adds the value

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Programmiergerät im Notebook-Format

Das neue Programmiergerät Simatic Field PG M2 von Siemens Automation and Drives (A&D) zeichnet sich durch Wireless-Technologie, leistungsstarken Intel-Core-2-DuoProzessor, grosses 15-Zoll-Display in XGA- oder SXGA+-Auflösung und integrierte Datensicherung aus. Zudem verfügt das neue Gerät über lange Akkulaufzeit, schnellen Arbeitsspeicher und alle gängigen Schnittstellen für Industrieanwendungen. Das Simatic Field PG M2 im Notebook-Format wird für die Projektierung, Inbetriebnahme, den Service und die Wartung von Automatisie-

rungsanlagen eingesetzt. Dabei widersteht das robuste Magnesium-Druckgussgehäuse den harten Anforderungen des rauen Automatisierungsalltags. Die Wireless-Kommunikation basiert auf den WLAN-Standards 802.11 a, b und g. In der Fertigungsumgebung wird Industrial WLAN verwendet, um jederzeit eine sichere Verbindung zum Automatisierungsgerät zu gewährleisten. Der Mobile-Intel-GM-965Express-Chipsatz und Intel-Core-2Duo-Prozessor sowie die 160Gigabyte-Serial-ATA-Festplatte und die DDR2-Speichertechnologie mit 667 Megahertz bieten eine hohe Leistung. Mit 15 Zoll verfügt das Simatic Field PG M2 über das grösste Display in der Familie der Simatic-Industrie-Notebooks. Siemens Schweiz AG A&D 8047 Zürich 058 558 46 63 info@siemens.ch www.siemens.ch

Ideale Werkzeugwege in der 3D-Bearbeitung

Mit ProfiCAM 2008 kommt die erste Version zur Auslieferung, die über die einzigartige Solid-ShapeTechnologie von Coscom verfügt. Diese Technologie ist eine additive Erweiterung des bestehenden Standard-CAM-Kerns im ProfiCAM. Solid Shape fördert die ideale Werkzeugbahngenerierung und die Drehbearbeitung am 3D-Modell. Solid Shape ist das Ergebnis eines Coscom-Entwicklungsprojektes, das die Erfahrungen und Anforderungen der modernen Zerspanungstechnik berücksichtigt. Mit dieser Technologie erhält der Anwender wesentlich mehr Kontrolle über die Eintauchposition und die Zustellbewegung des Werkzeugs, Werk-

zeugbahnen werden nicht segmentiert und die Berechnungszeiten verkürzen sich um ein Vielfaches. Mit Solid Shape erzeugte Werkzeugbahnen am 3D-Modell erreichen höchste Qualität und können mit Werkzeugbahnkorrektur ausgegeben werden. ProfiCAM 2008 ist ein Produkt der Coscom-Prozesskette. In Verbindung mit den Coscom-MES-Lösungen, z. B. Werkzeugverwaltung oder Datenmanagement, erreicht die NC-Programmierung eine bereichsübergreifende Wertschöpfung in der Organisationsstruktur der Fertigung.

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Fügen, Trennen, Formen

I Rohrbearbeitung

Der Laser als Alternative zum Sägen und Fräsen

Rohrbearbeitung der modernen Art Zur flexiblen Bearbeitung von Rohren bietet sich der Laserstrahl an. Dieses kohärente, monochromatische Licht schneidet beinahe jede Kontur, mag sie auch noch so komplex sein. Seine Stärke im Vergleich zu zerspanenden Verfahren liegt in der nahezu verzugsfreien Bearbeitung unterschiedlichster Materialarten und Wandstärken. Denn der Laser schneidet ohne das Material zu berühren. Die Konturen sind glatt und die Teile meist ohne Nachbearbeitung montagefertig.

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ohre und Profile bilden ein grosses Segment in der Metallbearbeitung – sie sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Ob sie stützen, umrahmen, tragen oder als Leitung dienen: Rohre und Profile passen sich den jeweiligen Anforderungen an. Mit ihrer Form- und Materialvielfalt sind sie hinsichtlich Funktion und Beanspruchung immer eine günstige Lösung. Rohrkonstruktionen, die durch den Laser erst möglich werden, vereinfachen und reduzieren nachfolgende Fertigungsschritte. Der Aufwand für das Schweissen nimmt beispielsweise durch Knick- und Steckverbindungen deutlich ab. Positionierhilfen mit Zapfen und Durchbrüchen erleichtern die Bauteilmontage, Kodierhilfen verhindern Montagefehler. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren wie Sägen, Anreissen, Bohren, Fräsen sinken die Herstellkosten deutlich – bei höherer Flexibilität. In vielen Fällen wird die automatische Rohr- und Profilbearbeitung gefordert. Deshalb hat Trumpf seine LaserRohrbearbeitungsanlagen TruLaser Tube mit den nötigen Automatisierungskomponenten versehen. Alle Baugruppen sind optimal aufeinander abgestimmt: vom TruFlow-Laseraggregat und von der Strahlführungsanlage über Dreheinheiten und Systemsteuerung bis hin zu den Modulen für die Handhabung der Rohre und Profile.

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Flexibilität mit der TruLaser Tube 5000 Die TruLaser Tube 5000 ermöglicht es, in einer Aufspannung Rohre und Profile abzulängen sowie Aussparungen und Konturen mit dem Laser einzubringen. Einzelrohre können auf der Förderstrecke ausgerichtet oder von Hand in die Spannfutter eingelegt werden. Die Spannfutter sind mit selbst zentrierenden Parallelspanneinheiten ausgestattet. Zusammen mit der Dreh- und Vorschubstation sorgen sie dafür, dass die Werkstücke der Laserstation präzise zugeführt werden. Fertig geschnittene Teile werden über einem materialschonenden Bürstentisch ausgeschleust, der zudem als gut zugänglicher Fertigteilpuffer dient. Kleinteile bis 300 mm Länge befördert eine Rutsche aus dem Arbeitsbereich, grössere Teile können direkt der Ausschleusstation entnommen und bequem in Behälter geleitet werden.

Edelstahl für die «kleine Schwester» Neben der TruLaser Tube 5000 gibt es als «kleine Schwester» die TruLaser Tube 3000, deren typische Anwendung das Trennen von Qualitätsrundrohren, insbesondere aus Edelstahl, ist. Der gratfreie Schnitt ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber zerspanenden Verfahren. Die Schnitt-

Auch komplizierte Konturen können mit dem Laser ausgeschnitten werden – so wie bei diesem Konzept für eine Wasserwaage.

flächen sind oxidfrei und trocken, da keine Kühlschmiermittel benötigt werden. Diese hohe Schnittqualität erreicht die TruLaser Tube auch bei dünnwandigen Rohren. Die berührungslose, kraftfreie Arbeitsweise des Lasers macht es möglich.

Modernes Maschinen-Programm Die technologieorientierte Programmiersoftware TruTops Tube wurde speziell für das Rohrbearbeitungszentrum TruLaser Tube 5000 entwickelt. Es sind dabei Standardfälle für Verschneidungen aller Art, Lasertabellen und weitere Regelwerke hinterlegt.


Verlassen Sie sich auf unser Know-how. Die Schweizerische Post tut es.

Das Laser-Rohrschneiden ermöglicht völlig neue Konstruktionen, beispielsweise bei diesem Trimmrad, bei dem unter anderem D-Profile zum Einsatz kommen.

Im ersten Schritt wird die Rohrgeometrie gezeichnet. Im zweiten Schritt definiert die Software die Bearbeitung und erzeugt NC-Daten. Dazu analysiert TruTops Tube die Schnittgeometrien und berechnet die Konturen. Auch komplexe Aufgaben, wie die Eckenbearbeitung von Rohren mit rechteckigem Querschnitt, meistert das Programm automatisch. Zudem prüft das Programm eventuelle Kollisionen. Als Hardwareplattform braucht TruTops Tube lediglich einen PC. Die Software lässt sich problemlos in hausinterne Netzwerke integrieren und mit der Online-Verbindung der TruLaser Tube 5000 koppeln. Rohrverbindungen liegen im Trend, denn das Rohr bietet völlig neue konstruktive Möglichkeiten, mit denen sich Kosten und Gewicht sparen lassen. In der Automobilindustrie bei-

spielsweise werden immer mehr massive Bauteile durch Rohre ersetzt, sei es bei Kopfstützen, Querträgern oder auch als Kurbelwellen im Motorblock selbst. Dennoch kennen viele Konstrukteure die neuen Möglichkeiten der flexiblen Rohrbearbeitung mittels Laser noch zu wenig. Trumpf-Seminare für laseroptimiertes Konstruieren bieten die Grundlagen, um Laser-, Rohr- und Profilbearbeitung effektiv einzusetzen – sozusagen «mit vollem Rohr»!

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Infos

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Zum Fügen-Trennen-Formen-Titelbild Verbindungselemente einpressen, anschweissen und reflowlöten

Schneller und effektiver denn je Der neue Pemserter Series 3000 eröffnet völlig neue Dimensionen in puncto Produktion, Produktivität und Prozesssicherheit beim Aufbringen von Verbindungselementen. Zusammen mit dem vielseitigen Programm an PEM-Verbindungselementen wie Bolzen, Muttern, Distanzbuchsen oder Winkelbefestigern steht eine umfassende Lösung für das Verbinden und die Montage dünnwandiger Bleche zur Verfügung. An der EMO, der weltgrössten Werkzeugmaschinenmesse in Hannover, wurde der neue Pemserter Series 3000 als Weltneuheit vorgestellt. Die Einpressmaschine ist mit einem völlig neuen Antriebskonzept ausgestattet und steht bei KVT in Dietikon für Live-Präsentationen bereit. Diese Neuerung bezüglich Effizienz und Sicherheit sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier einige wesentliche Vorteile: • Neuer Antrieb mit moderner servo-elektromechanischer Technologie: Dadurch lässt sich die Performance von Einpressarbeiten gegenüber konventionellen Verfahren um bis zu 30% steigern. • ISS – Intelligent Setup System: Die benötigten Einpresskräfte werden automatisch berechnet und eingestellt. Der Einrichtaufwand reduziert sich dadurch auf ein absolutes Minimum. • Optimale Einpressergebnisse: Das System OMP vermeidet das üblicherweise notwendige Einhalten einer Verweilzeit (z. B. bei Edelstahlblechen) und liefert ein optimales Einpressergebnis in kürzester Zeit. Daraus resultiert eine zusätzliche erhebliche Produktivitätssteigerung. • Moderne Steuerung: MS-Windows-gesteuertes System mit vielen interessanten Parametern für das schnelle Einrich-

ten. Roboteranbindungsmöglichkeiten für die Automation. Rasch und leicht erlernbar.

PEM-Befestiger für jeden Einsatzfall Die weltweite breite Akzeptanz der PEM-Befestigungssysteme hat viele Konstruktionen vereinfacht, Fertigungsverfahren revolutioniert, Komponenten optimiert und Montagen wesentlich leichter gemacht. Das PEM-Lieferprogramm ist in den letzten Jahren aufgrund vieler neuer Ideen – auch in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Anwendern – stetig angewachsen. Sämtliche PEM-Befestiger sind RoHS-konform erhältlich!

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Pemserter Series 3000.

Einpressenteile für Bleche, Printplatten und Kunststoffe: • Einpressmuttern • Einpressbolzen • Einpressbuchsen und Distanzhalter • Unverlierbare Schrauben • «SPOTFAST»-Niete • Winkelbefestiger Anschweissmuttern mit überzeugenden Eigenschaften: • Positionierschaft für einfache Zentrierung • Problemlose Automaten-Zuführung • Keine Schweissspritzer im Gewinde • Keine ölige Arbeitsumgebung, kein Rost, keine Rauchentwicklung

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Neue Roboterschweissanlage für den Stahlbau

Grossteile automatisiert schweissen Im Rahmen ihrer technologischen Partnerschaft präsentieren die Unternehmen Kaltenbach, Cloos, Autocam und Bocad eine neue, hochautomatisierte Roboterschweissanlage. Das innovative System mit der Bezeichnung KWR 1001 wurde speziell für den Stahlbau entwickelt und trägt erheblich zur Automatisierung von Fertigungsprozessen bei. Highlight der Anlage ist die automatische Programmgenerierung aus den 3D-CAD-Daten via DSTV-Schnittstelle mit XML-Erweiterung. Das Ergebnis für Stahlbauunternehmen: reduzierte Schweisszeiten und Personalkosten sowie verkürzte Materialdurchlaufzeiten.

I

m Gegensatz zur Einzelteilfertigung – die heute hauptsächlich unter Einsatz hochmoderner CNCMaschinen erfolgt – heften und schweissen Stahlbauunternehmen Bauteile nach wie vor überwiegend konventionell. Vor diesem Hintergrund bietet der neu entwickelte Schweissroboter KWR 1001 erhebliches Rationalisierungspotenzial. Die Schweissgesamtzeit reduziert sich im Vergleich zum konventionellen Vorgang je nach Bauteilart auf ein Drittel bis ein Fünftel – bei gleichbleibend hoher Schweissnahtqualität. Durch

die effiziente Einbindung des Schweissprozesses in den innerbetrieblichen Materialfluss verkürzen sich darüber hinaus die Materialdurchlaufzeiten. Folglich verringern sich die Personalkosten der Stahlbauunternehmen pro Tonne Stahlbau erheblich. Mit der Roboterschweissanlage KWR 1001 ist die Bearbeitung von bis zu 6000 kg schweren Bauteilen mit einer Länge von 2000 bis maximal 12 000 mm, einer Breite von 50 bis maximal 450 mm und einer Höhe von 100 bis maximal 1000 mm möglich.

Bis zu 12 m lange Stahlbaukonstruktionen lassen sich mit der Roboterschweissanlage KWR 1001 automatisiert schweissen.

Automatisches Generieren der Roboterprogramme

Die Roboterschweissanlage KWR 1001 ermöglicht die automatische Programmgenerierung aus den 3D-CAD-Daten via DSTV-Schnittstelle mit XML-Erweiterung.

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Nach dem manuellen Heften der Bauteile und dem anschliessenden Aufspannen in der Roboterschweissanlage werden die Roboterprogramme auf Basis der 3D-CAD-Daten automatisch generiert. Die Übernahme der Daten erfolgt basierend auf der Schweissbaugruppenschnittstelle Stahlbau, aufbauend auf NCDSTV und der von Bocad neu entwickelten XML-Erweiterung. Zu den übertragenen Informationen gehören neben der Geometrie sämtlicher Einzelteile einer Schweissbaugruppe,


Bauteilart und Schweissnahtvorbereitungen auch die Orientierung der Bauteile zueinander, Schweissnahtgeometrie, -grösse sowie -nahtart. Zur automatischen Generierung der Schweissfolge sind in der AutocamSoftware Moses allgemein gültige Regeln hinterlegt, die jeweils an die kundenspezifischen Wünsche angepasst werden können. Im Anschluss sorgt die KWR 1001 für die optimale Vermessung und anschliessende Verschweissung der Bauteile.

Technische Daten der Roboterschweissanlage KWR 1001 • • • • • • • • •

Bauteillänge: Bauteilbreite: Bauteilhöhe: Bauteilgewicht: Anzahl Roboterachsen: Anzahl Stationen: Anzahl Achsen Drehvorrichtung: Abmessungen: Sensorik:

2000 mm (min.), 12000 mm (max.) 50 mm (min.), 450 mm (max.) 100 mm (min.), 1000 mm (max.) 6000 kg (max.) 6+2 2 2x2 21 700 mm (Länge) x 8700 mm (Breite) x 7500 mm (Höhe) taktiler Sensor, Lichtbogensensor

Erfahrungspool als Kooperationsbasis Basis der technologischen Kooperation zwischen den vier Unternehmen ist die jahrzehntelange Erfahrung von Kaltenbach bei der Konzeption von Maschinen und Anlagen für den Stahlbau sowie das umfassende Know-how der Firma Cloos im Bereich Sonderanlagenbau mit Schweissrobotern. Autocam ist Spezialist auf dem Gebiet der Offline-Programmierung von Schweiss- und Schneidprozessen. Bocad entwickelte die XML-Erweiterung der DSTV-Schnittstelle. Der Software-Spezialist ist damit weltweit der einzige CAD-Hersteller, der über eine Schnittstelle zum Ansteuern eines Schweissroboters für den Stahlbau verfügt.

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Infos Kaltenbach (Schweiz) GmbH 5405 Baden-Dättwil 056 470 40 30 info@kaltenbach-schweiz.ch www.kaltenbach-schweiz.ch

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bocad Software GmbH D-44793 Bochum +49 234 96417 0 info@bocad.com www.bocad.com

Hydrel GmbH · Bereich Wälzlager/Lineartechnik Tel.: 071 466 66 66 · E-Mail: waelzlager.ch@schaeffler.com www.hydrel.ch

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Lieferantenverzeichnis und Internetadressen Abdeckungen/ テ僕(nebel)abscheider

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Antriebe und Steuerungen

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Automatisierung

Automatisches Beladen und Entladen


CAD/CAM Systeme

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Korrosionsschutz

Kupplungen

Kalibrieren / Prüfen Kreissägemaschinen

Keilriemen Kunststoffe / Klebstoffe

Lagertechnik

Klimageräte und Ventilatoren

Kunststoffprofile/-Teile

Kompressoren und Zubehör

Laserbeschriftungen

Kunststoffteile

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Lieferantenverzeichnis und Internetadressen Lineartechnik

Materialprüftechnik

Normteile

Mechanische Fertigung

Oberflächenbearbeitung

Messwerkzeuge

Oberflächenbehandlung

Löten

Luft entfeuchten / Luft kühlen Plasma- und Autogen Schneiden

Magnete Messen und Prüfen Profilherstellungsmaschinen / -werkzeuge Magnetsysteme, Permanentmagnete, Miniaturmagnete

Prozessautomation

Materialanalysen

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Pulverbeschichtungen Lackierungen

Schaltschranksysteme

Sicherheitstechnik

Schichtdicken-Messgeräte

Spindeln und Hochfrequenzspindeln

Putztextilien Schleifen

Reinigungs- und Entfettungsanlagen

Stanz- / Biegeteile

Sandstrahl-Anlagen Schleif- und Poliermaschinen Ultraschall-Reinigungsanlagen

Schweisskonstruktionen

USV Unterbrechungsfreie Stromversorgung

Verladetechnik / Aufzüge

Sandstrahl-Zubehör

Sensoren

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Lieferantenverzeichnis und Internetadressen W채lzlager

Werkstoffpr체fmaschinen Werkzeuge

Werkzeugmaschinen Wasserstrahl-Schneiden

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In dieser Ausgabe

Impressum technica die Fachzeitschrift für die Maschinen-, Elektround Metallindustrie ISSN 0040-0866 57. Jahrgang 2008 Redaktion «technica» Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. 058 200 5642 Fax 058-200 5661 ISDN 058 200 5656 www.technica-online.ch, www.marktspiegel.ch Chefredaktor Martin Gysi, Masch. Ing. FH Tel. 058 200 5629, martin.gysi@technica-online.ch Stellvertretender Chefredaktor Matthias Böhm, dipl.-Ing. FH Tel. 058 200 5630, matthias.boehm@technica-online.ch Mediaberatung Christine Gehrig Tel. 056 631 22 20, Fax 056 633 56 23 christine.gehrig@technica-online.ch Peter Spycher Tel. 058 200 5631, peter.spycher@technica-online.ch Verena Müller Tel. 058 200 5642, verena.mueller@azmedien.ch Willi Dennler Tel. 058 200 5643, willi.dennler@megalink.ch Verlag © AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1 5001 Aarau, Tel. 058 200 5650 Fax 058-200 5661, www.az-verlag.ch Ein Tochterunternehmen der AZ Medien Gruppe Verlagsleitung Irene Frei Bereichsleitung Jürg Rykart Tel. 058 200 56 04, juerg.rykart@azmedien.ch Layout Thomas Furter, Konzept Ursula Urech Druck Vogt-Schild Druck AG, Gutenbergstrasse 1, 4552 Derendingen Erscheinung, Abonnement erscheint monatlich, 12 x jährlich zusätzlich je eine Sonderpublikation Innovation und Marktspiegel Abonnementspreis: Fr. 95.– inkl. 2.4% MwSt, Ausland zuzüglich Porti Telefon 058 200 55 70, Beatrice Gmünder Fax 058 200 55 71 abo@technica-online.ch Auflage 12 600 Ex. WEMF 2005: 11 826 Ex, Verlagsrechte Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Bildunterlagen (Fotos, Dias) und Manuskripte übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Nachdruck nicht gestattet Zeitschriften im selben Verlag Batitech – HK-Gebäudetechnik – Elektrotechnik ET – MegaLink Precision Natürlich – Kochen – Fit for Life

8 8 Agathon AG Normalien 39 Agro AG 57 Antrimon AG 59 Aroflex AG 55 ARP Datacon AG 59 ASS AG Antriebstechnik 19 Atlas Copco (Schweiz) AG 44,54 Autocam GmbH 70 B&R Industrie-Automation AG 5 Baumer Electric AG 52,54,56,58 Baumer IVO GmbH & Co. KG 40 Baumgartner AG 10 Baumüller Holding 7 Beckhoff Automation AG 54,56,58 BEHRINGER GmbH 56 Bittmann GmbH 50 Blum-Novotest GmbH 24 Bocad Software GmbH 70 Bosch Rexroth Schweiz AG 8,54 Brütsch/Rüegger AG 19 Bundesamtfür Energie (BFE) 6 BVC Vakuumtechnik AG 55 Carl Cloos Schweisstechnik GmbH 70 CASIO Europe GmbH 61 CL-Electronics GmbH 62 CODEX 61 Collano AG 58 Condecta AG 39 Control Techniques AG 68 COSCOM GmbH 30,63 Dirk Krahmann e.K. 55 Distrelec 47,56 Egli Maschinenbau AG 9 EMC Schweiz 5 Erowa AG 31 Euchner AG 60 Facton GmbH 8 GE Fanuc CNC Europe S.A. 6,41 Fanuc Robotics Europe S.A. 5,57 Fehér AG 33 Festo Didactic 8 Forschungszentrum Jülich GmbH 6 Gebr. Bräm AG 20,45 Gebrüder Gysi AG 63 Grütter Erich Metallbau 55 Hans Eberle AG 53 Helbling IT Solutions 5 Helfina AG 27 HYDAC ENGINGEERING AG 23 Hydrel AG 71 IBL-Solutions 8 Iftest 7 ABB Technikerschule Acél & Partner

21 53 Intermess Dörgeloh AG 32 Jakob Keller Verschlusstechnik AG 53 Josef Binkert AG 33,37 Jungheinrich AG 59 Kaltenbach (Schweiz) GmbH 70 Kisling AG 69 Komax Systems AG 36 KTR Kupplungstechnik AG 53 Kurt Breuning 26 KVT Koenig Verbindungstechnik 65,68,80 Magtrol SA 61 MAPAL Dr. Kress KG 13 Marti-Dytan AG 55 Messe Düsseldorf GmbH 32 Mitschjeta Max AG 63 Murrplastik AG 39 National Instruments 8 Neuma AG 55 Newemag 4,14 P.E. Schall GmbH 31 Phoenix Mecano Komponenten AG 3.US PSION Teklogix Switzerland 55 R. Arnold AG 14 Robert Bosch GmbH 7 Rockwell Automation 6 Rösler Schweiz AG 62 Saia-Burgess Controls AG 2,8 Schenker AG 5 Schneider MC SA 78 Servo-Halbeck GmbH & Co. KG 43 Servotronic AG 43,58 Siemens Schweiz AG 57,59,63,61 Simatec AG 51 Spectra (Schweiz) AG 46,74 Staufen AG 15 Suhner Abrasive Expert AG 4,8,10 Suvema AG 4.US Swissmem 12 Thür & Co 69 Trapo Küng AG 18 TRUMPF Maschinen AG 64,66 Univer AG 42 Urma AG 11 VDW 32 Verwo Acquacut AG 67 Walter Meier 43 Wenk AG 2.US Wolfensberger AG 42 WUKO Maschinenbau 74 ZT Fachmessen AG 7 Zwahlen Bruno AG 49 Ingersoll Werkzeuge GmbH INTEGRAL concept

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Osterbraten Gastwirt Bierbauch kauft zu Ostern einige Gänse fßr 24 Franken das Kilo und das gleiche Gewicht an Gitzi (Ziegenfleisch) fßr 18 Franken das Kilo (Preise ohne Gewähr!). Ein Kollege erklärt ihm, dass er insgesamt 2 Kilo mehr gekriegt hätte, wenn er die Regel in Ratschläge fßr Gastwirte befolgt hätte, die besagt: Teile Dein Geld zu Ostern zu gleichen Teilen fßr Gänse- und Gitzibraten auf! Fßr welchen Betrag hat Bierbauch zu Ostern wie viel Kilo Fleisch eingekauft?

Die AuflÜsung von Ausgabe 02/08 Ein Forschungsteilnehmer einer Nordpolexpedition versuchte, sich eine Eskimo-Braut zu angeln. In dieser Gegend schlafen die Eingeborenen in Säcken aus Robbenfellen. Der Brauch will es, dass sich der Freier anschleicht und den Sack mitsamt der kßnftigen Braut entfßhrt. Der Liebhaber musste von seinem Camp eine ziemliche Strecke zu seiner Braut zurßcklegen, er schaffte sie mit 5 km pro Stunde. Nach dem Raub kehrte er mit seiner Last mit 3 km/h zurßck. Fßr das ganze Unternehmen brauchte er genau 7 Stunden. Als er jedoch – zurßck im Camp – den Sack Üffnete, stellte er fest, dass er irrtßmlich die Grossmutter seiner Angebeteten mitgenommen hatte. Welche Strecke hat denn der Glßcklose zurßckgelegt resp. wie weit musste er gehen, um die Grossmutter zurßckzubringen?

aus [2] folgt: x / (7 – x/3) = 5 x = 35 – (5x/3) x + (5x/3) = 35 8x = 105 x = 13,125 km d. h. er hat insgesamt 3x = 39,375 km zurßckgelegt.

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x = Entfernung [km] y = Zeit fßr den Hinweg [h] z = Zeit fßr den Rßckweg [h] ergeben sich folgende Gleichungen: [1] x/y = 5 [2] x/z = 3 daraus z = x / 3 [3] y + z = 7 daraus y = 7 – z in [1] eingesetzt: x / (7 – z) = 5

% - # *. #   #* $             ! "# $

             

  

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Technica März 2008  

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