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06/2008

FÜGEN-TRENNEN-FORMEN

technica 06/2008

www.marktspiegel.ch www.technica-online.ch

Nachschau auf die Hannover Messe

Antriebstechnik:

Millisekunden bringen Mehrwert Werkzeuge:

Spiralbohrer schleifen statt «ex und hopp»


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Editorial

Das Stelldichein der Pinguine «S Leid», nannte man zu meiner Jugendzeit die damals noch ausschliesslich männlichen Stadthonorationen, die jeweils am Jugendfest im traditionellen schwarzen Anzug den Festumzug anführten. Heute haben die Behördenmitglieder beiderlei Geschlechts nur noch «festlich gekleidet» zu sein. Ebenso wie die Bezirksschüler, die zu meiner Zeit noch in Kadettenunifom und mit geschultertem Gewehr mitzumarschieren hatten. Ich denk zurück mit Grauen.

martin.gysi@technica-online.ch

Gehalten haben sich die schwarzen oder zumindest dunkelgrauen Nadelstreifenanzüge hingegen erstaunlich hartnäckig in der Geschäftswelt. Wer zur Zunft der Businesskaderleute gezählt werden will, hat im Businessanzug anzutanzen. Diesem eigentlich freiwilligen Uniformierungszwang unterwerfen sich auch erstaunlich viele weibliche Kadermitglieder. «Kohlensäcke» oder «Pinguine» werden die Menschen im Businessanzug etwas despektierlich von denen genannt, die nicht dazu gehören. Zur Stadt mit der vermutlich höchsten «Pinguindichte» wird Hannover in jedem Frühjahr für eine Woche. Der Unterschied zwischen der Hannover Messe und praktisch allen übrigen Fachmessen liegt nach meiner Erfahrung genau in diesem Punkt. Etwas überspitzt gesagt: An die spezialisierte Fachmesse schickt man den technischen Einkäufer – gegebenenfalls auch im Pullover – nach Hannover fährt der Chef selbst. Ob diese «Dominanz der Pinguine» für den einzelnen Aussteller eher vor- oder aber nachteilig ist, lässt sich kaum allgemeingültig beantworten. Es hängt wohl stark von der Branche und vom Angebot ab.

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Erst wenn ein Anzug abgetragen ist, beginnt seine Glanzzeit. Heinz Rühmann

Interessanter und vielschichtiger ist eher die Frage, weshalb dies so ist. Die traditionelle Rolle der Hannover Messe als «Industriegipfel», die hohe Aufmerksamkeit der Politik, die Breite der Ausstellungsthemen mit jeweils rund 10 Einzelmessen, die Internationalität, die starke Präsenz der Medien – nicht nur aus der Fach-, sondern auch aus der Wirtschafts- und Tagespresse und die gezielte Pflege des «schwarzen» Besuchersegments durch die Messegesellschaft sind nur einige Begründungen für dieses Phänomen. Weil sich die einzelnen Faktoren zudem noch stark gegenseitig beeinflussen (wo die Pinguine sind, sind auch die Journalisten, wo die Journalisten sind, kann man seine News am gezieltesten verbreiten usw.), lässt sich dieses Phänomen wohl aktiv pflegen, aber wahrscheinlich schwer kopieren oder künstlich erzeugen. Die Hannover Messe bleibt wohl einzigartig, solange die Pinguine kommen. Die Redaktion der Technica war ebenfalls vor Ort – in Zivil. Wir berichten darüber ab Seite 34.

Martin Gysi, Chefredaktor Technica

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Ausgabe 06-08 I

Inhalt

Panorama

4

Export-Forum

Hannover wurde wieder «Boom-Town»

Am Bauboom in Middle East partizipieren

Sind mönströse Industrie-Weltmessen noch zeitgemäss? Die Skeptiker haben es schwer nach der Hannover Messe 08. Sichtbar mehr Besucher, hörbar mehr Internationalität und spürbar mehr Entscheidungs- und Fachkompetenz prägten das «Wimmelbild» in allen Messehallen.

ab Seite 34

10

Swissmetal – Schweizerische Metallwerke AG in VAE und Saudi-Arabien

Swissmem Branchenlösung für die Entsorgung von Schweissgeräten

12

Swissmem-Mitglieder sowie deren Kunden profitieren

Märkte & Unternehmen Frästechnologie im Mittelpunkt

14

Technologietage bei Agie Charmilles Sales Ltd. In Nidau

Dank für Treue und Geduld

Kostensenkende Instandhaltungsstrategien

17

ATB Schweiz AG – aus der Tradition heraus neu positioniert

3D-Modelling und Strömungssimulation inklusive

Seit der Einführung von Memosens für die pH-Messtechnik durch Endress+Hauser schreibt diese Technologie eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Mehrere zehntausend Systeme sind bisher im Weltmarkt installiert. Was mit der pH-Messung begann, ist mittlerweile ebenso bewährt für die Parameter Redox, Gelöst-Sauerstoff und konduktive Leitfähigkeit.

18

Innovationsgesteuerte Kultur macht Dyson zum Branchenführer

Fertigung + Produktion Werkzeugaufnahme optimiert Bearbeitungsparameter

20

Präzisionsspannfutter für hohe Zeitspanungsvolumen und Standwege

Seite 50

Einschneidiger VHM-Fräser mit Gegenwuchtschliff

22

Patentierte Schneide vervielfacht Zerspanleistung

Kundenwünsche als Investitionswegweiser

Leistungskur für Schwergewichte

24

PVD-Beschichtung für drei Tonnen schwere Spritzgusswerkzeuge

Der anspruchsvolle Industriekunde von heute erwartet von einem engagierten Zulieferbetrieb in der Regel mehr als nur «zugeschnittene Bleche», sondern vermehrt eigentliche Subsysteme, die ihren Ursprung oft schon in einer Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung haben. Wer bei diesem Geschäft im Rennen bleiben will, muss seine Zulieferfirma konsequent auf diesen Weg ausrichten. Und wie kommt der Zulieferer zu interessanten Projekten dieser Art? Die ersten Kundenkontakte entstehen nicht selten an spezialisierten Fachmessen wie der Swisstech.

Seite 64

Faserverstärkte Präszisionsbänder

26

Innovative Abdeckbänder für mechanische Linearantriebe

Automations- und Antriebstechnik Millisekunden bringen Mehrwert

28

Transfersysteme: Präzisionsfertigung von Metallteilen im Nonstop-Betrieb

Messerscharf positionieren – Haargenau messen

31

Zeilensensoren detektieren feinste Konturen

Hannover wurde wieder «Boom-Town»

34

Hannover Messe legte kräftig zu und faszinierte mit Technik

Prozesstechnik

Fügen-Trennen-Formen

Zeit und Kosten sparen

48

Druckkalibration vor Ort auch im Ex-Bereich

Kostensenkende Instandhaltungsstrategien 50

Fügen, Trennen, Formen

63

Kundenwünsche als Investitionswegweiser

«Kalter» Schweissprozess 64 bewährt sich

Digitale Sensortechnologie für die Prozessanalysentechnik

70

Integration ist Trumpf

53

Der Trend geht vom Teile- zum Systemlieferanten

Automatisiertes CMT-Schweissen von Kat-Gehäusen

Ethernet & Remote I/O – die Zukunft in der Prozessautomatisierung?

Zum Fügen-Trennen-Formen-Titelbild: Zäh-elastisch und unglaublich vielseitig

Qualitätsgesichertes Nieten

Produkte Lieferantenverzeichnis Impressum/In dieser Ausgabe TechniKnacknuss

Methylmethacrylat-Strukturklebstoffe

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Effiziente Verbindungstechnik mit umfassender Sicherheit

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Panorama

Nozag AG übernimmt Behr-Mechanik GmbH Durch den hohen Grad an qualitativer Eigenfertigung ergaben sich bei der Nozag AG mit steigendem Geschäftsvolumen Kapazitätsengpässe, die mit der Übernahme des

Zuliefer- und Dienstleisterunternehmens Behr-Mechanik GmbH aus Rümlang beseitigt werden können. Behr-Mechanik zählt zu den Schweizer Spezialisten bei der Bearbeitung und Herstellung von gehärteten und geschliffenen Wellen. Ausserdem sind die zehn Fachkräfte des Unternehmens mit der Fertigung von Präzisionsteilen aller Art beschäftigt, wofür ihnen ein moderner Park an Dreh-, Bohr-/Fräsund SchleifmaschiBlick in die Fertigung von Behr-Mechanik.

nen zur Verfügung steht. Darüber hinaus sind spezielle Finishmaschinen zum Glattwalzen sowie Anlagen für die thermische Oberflächenbehandlung vorhanden, sodass sehr flexibel, schnell und konzentriert auf die Wünsche der Kunden eingegangen werden kann. Behr-Mechanik bietet ein Lieferprogramm an Präzisionswellen in verschiedenen Versionen und Güten und hat davon immer ein gewisses Kontingent auf Lager. Für die Teilefertigung im Kundenauftrag stehen CNC-Drehautomaten für Stangendurchmesser bis 40 mm, CNC-Drehmaschinen für die Komplettbearbeitung von

Werkstücken bis 330 mm Durchmesser und 980 mm Spitzenweite, CNC-Bearbeitungszentren mit Verfahrwegen von X = 760, Y = 450 und Z = 600 mm sowie Rundschleifmaschinen für Teilegrössen bis 250 mm Durchmesser x 600 mm Länge parat. Die Behr-Mechanik GmbH mit zehn Mitarbeitern und die Nozag Antriebstechnik AG mit 40 Beschäftigten bilden zusammen eine leistungsfähige und schlagkräftige Organisation mit 50 Spezialisten. Nozag AG 8602 Wangen bei Dübendorf 044 805 17 17

VW und ASS AG, Düdingen, unterzeichnen Lizenzvertrag Nach zweijähriger Entwicklungsarbeit haben die Firma VW und ASS AG für Antriebstechnik in Düdingen einen Lizenzvertrag für die Herstellung von «selbstsperrenden Kronenrad-Differenzialgetrieben» unterzeichnet. Die Düdinger Getriebe findet man in Zukunft in

den Automobilen der VW Gruppe: Audi, VW, Seat und Skoda. Die von der ASS AG patentierten Verzahnungen (Cylkro-Evolvere) haben den Vorteil, dass die Ritzel axial nicht eingestellt werden müssen und Evolventen aufweisen. Damit entfällt die zeitrau-

bende Tragbildeinstellung. Die ASS AG-Getriebe mit der Leistungsverzweigung 40/60% sind für Fahrzeuge mit 4-Rad-Antrieb als Differenzial vorgesehen. Diese Vorteile in der Herstellung und die kürzeren Montagezeiten lassen es zu, dass trotz höheren Löhnen in

Europa diese Getriebe kostengünstig hergestellt werden können. ASS AG und VW rechnen vorab mit der Herstellung von 500 000 Getrieben. ASS AG 3186 Düdingen 026 492 99 11

Wie verhalten sich Nanopartikel in der Umwelt? Auf dem Monte Verità bei Ascona trafen sich vor Kurzem mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt, um auf Einladung der Empa über die Auswirkungen synthetischer Nanopartikel auf die Umwelt zu dis-kutieren. Um den Analytik-Fachleuten einen ersten Anhaltspunkt zu liefern, in welchen Umweltproben es sich «lohnen» dürfte, nach synthetischen Nanopartikeln zu suchen, haben die wissenschaftlichen Empa-Mitarbeitenden Bernd Nowack und Nicole Müller Stoffflüsse für drei verschiedene Nanopartikel am Computer

simuliert: Nano-Silber, NanoTiO2 und Kohlenstoffnanoröhrchen (CNTs). Dazu haben sie das Modell mit den weltweiten Produktionsmengen dieser Partikel und ihrer Verwendung in verschiedenen Produkten «gefüttert» sowie mit den zu erwartenden Lebenszyklen der «Nano-Produkte». Die Empa-Forschenden schätzten die Freisetzung der Partikel in die Umwelt in jedem Stadium ab und modellierten das Partikelverhalten etwa beim Verbrennen der entsorgten Produkte in einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) oder beim Klären der Abwäs-

ser in einer Abwasserreinigungsanlage (ARA). Die daraus berechneten Mengen an Nanopartikeln in den verschiedenen Ökosystemen verglichen sie mit Konzentrationen, die in toxikologischen Studien keine negativen Auswirkungen auf Organismen zeitigten. Daraus ergab sich dann ein sogenannter Risikoquotient für die untersuchten Partikel in den verschiedenen Ökosystemen. Die berechneten Risiken für die verschiedenen Nanopartikel unterscheiden sich deutlich, wie Nowack und Müller nun in der Fachzeitschrift «Environmental Science & Techno-

logy» berichten. So stellen etwa CNTs gemäss Modellrechnung derzeit kein relevantes Umweltrisiko dar. Dagegen ergaben die Simulationen, dass TiO2-Nanopartikel in kleinen, stark mit ARA-Einflüssen belasteten Fliessgewässern durchaus in «grösseren» Mengen auftreten könnten. Hier seien nun genauere Analysen gefordert, unter anderem um herauszufinden, ob die Nanopartikel das Flusswasser tatsächlich in den berechneten Mengen belasten. Empa 8600 Dübendorf 044 823 55 11

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Beckhoff Automation: Umsatzwachstum 2007 um 22% Zukunftsweisende technologische Innovationen, die konsequente Weiterentwicklung des Produktespektrums und der Ausbau des weltweiten Vertriebsnetzes sind die drei Säulen, auf die sich der Erfolg von Beckhoff Automation gründet. Auch im vergangenen Geschäftsjahr schloss das Unternehmen mit einer kräftigen Zuwachsrate von 22% ab und erwirtschaftete mit 1050 Mitarbeitern einen Weltumsatz von 232 Mio. Euro. «2007 lag der Exportanteil des Gesamtumsatzes von

Beckhoff bei 44%. Unsere mittelund langfristigen Wachstumsperspektiven sind weiterhin global ausgerichtet», erläutert Geschäftsführer Hans Beckhoff. «Entsprechend werden wir unser weltweites Vertriebsnetz konsequent weiter verdichten.» Im vergangenen Jahr wurden durch die Gründung eigener Niederlassungen die Aktivitäten auf dem indischen Markt und in den Vereinigten Arabischen Emiraten verstärkt. Insgesamt ist Beckhoff weltweit durch 21 eigene Tochter-

Umsatzentwicklung Beckhoff Automation 1980 bis 2007.

unternehmen und durch Distributionspartner in mehr als 60 Ländern vertreten. «Das erste Quartal 2008 setzt die gute Entwicklung der Vorjahre fort. Wir liegen derzeit gegenüber dem Vorjahr wiederum um 20% vorn», so Hans Beckhoff. Im Bereich der technologischen Innovationen sieht er primär eine schnelle Steuerungstechnik als Wettbewerbsvorteil: «Weltweit führend ist Beckhoff im Bereich der Hochgeschwindigkeits-Maschinensteuerungen. Die von uns eingeführte XFC-Technologie (eXtreme Fast Control Technology) erlaubt aktuell eine Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit einer Maschinensteuerung um den Faktor 10.» Die Basis hierfür ist eine optimierte Steuerungs- und Kommunikationsarchitektur, die aus einem modernen Industrie-PC, ultraschnellen I/O-Klemmen, dem Ethernet-System EtherCAT und der Automatisierungssoftware TwinCAT von Beckhoff besteht.

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interpack übertrifft Erwartungen Die interpack Processes and Packaging 2008 hat für äusserst gute Geschäfte für die 2744 Aussteller gesorgt. In ihrer fünfzigjährigen Geschichte war die Stimmung in den Hallen selten so positiv und das generierte Auftragsvolumen selten so hoch. Die Aussteller der bisher grössten interpack sind in nahezu euphorischer Stimmung und berichten von sehr guten Abschlüssen, die weit über den schon optimistischen Erwartungen im Vorfeld lagen. Vielversprechende Kontakte lassen ein lukratives Nachmessegeschäft erwarten. Daher gaben 97% der Unternehmen schon jetzt an, an der nächsten

interpack in drei Jahren wieder teilnehmen zu wollen. Dabei wurde seitens der Aussteller immer wieder auch die Internationalität und die Entscheidungskompetenz der Besucher gelobt. In beiden Bereichen konnte die interpack 2008 zulegen. 65 Prozent waren Fachleute mit entsprechenden Entscheidungsbefugnissen in ihrem Unternehmen. Der Anteil ausländischer Besucher konnte auf nun 62% gesteigert werden. Insgesamt waren 121 Nationen vertreten. Dichtes Gedränge herrschte auch in der Halle 7a, in der die beiden Sonderthemen «Bioplastics in Packaging» und der «Innovation-

parc Packaging» platziert waren. Insbesondere das Konzept der Kompetenzzentren mit der thematischen Bündelung verschiedener Stufen der Wertschöpfungskette sorgte für anregenden und ergiebigen Austausch zwischen Ausstellern und Besuchern. Der Termin für die nächste interpack in Düsseldorf steht bereits fest: Sie findet statt vom 12. bis 18. Mai 2011.

Messe Düsseldorf DE-40001 Düsseldorf www.interpack.com

Splitter Die BIO 2008 eine der bedeutendsten Messen im Bereich der Biotechnologie, findet in diesem Jahr in San Diego (USA) statt. Der Aussenwirtschaftsförderer Osec organisiert dazu einen Gemeinschaftsstand «Swiss Pavilion», an dem 10 Schweizer Unternehmen zwischen dem 17. und 20. Juni diverse Produkte und Dienstleistungen aus dem Biotechnologiesektor unter der Dachmarke «Switzerland» präsentieren werden. Die Siemens-Division Mobility hat von United States Postal Service (USPS), der US-amerikanischen Post, einen 160-Mio.-Euro-Auftrag für Briefsortieranlagen erhalten. Der Auftrag umfasst die Modernisierung von 550 Sortiermaschinen, die Ersatzteilversorgung, das Training und logistische Dienstleistungen. Seit April dieses Jahres ist die AxNum AG, Biel, verantwortlich für den Vertrieb und Service der Deprag-Produkte in der Schweiz und in Liechtenstein. Mit dem neuen Vertriebsprogramm Schraubtechnik und Druckluftmotoren kann AxNum AG weitere Lösungen zur Rationalisierung und Produktionsvereinfachung in Branchen wie der Telekommunikation, Elektrotechnik, dem Maschinenbau, der Zulieferindustrie, Sanitär-, Medizintechnik, Uhrenindustrie und anderen offerieren. Für die Umsetzung des DepragLeistungspakets ist Produktmanager Rolf Mathys zuständig. Zeitgleich mit Rolf Mathys begann Pascal Guinand seine Tätigkeit als Produktmanager für die Linearmotoren der Fabrikate Jenny und GAS. Die Georg Fischer AG, Schaffhausen, übernimmt die Geschäftsaktivitäten von Alfa Plastics Inc. in Brampton (Toronto), Kanada. Das Unternehmen ist spezialisiert im Vertrieb von Rohren, Ventilen und Fittings aus Kunststoff für die Wasseraufbereitung, chemische Prozesse und andere industrielle Anwendungen und erzielt mit 20 Mitarbeitenden einen Umsatz von ca. CHF 4,5 Mio. Alfa Plastics arbeitet seit über 20 Jahren mit GF Piping Systems zusammen und ist gegenwärtig ein wichtiger Vertriebspartner in Kanada

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Panorama

Distrelec übernimmt die schwedische ELFA-Gruppe Die Distrelec-Gruppe, ein Bereich der Dätwyler Holding AG, hat mit

der schwedischen ELFA-Gruppe den führenden Katalogdistributor

für Industrieelektronik und Automation in Skandinavien, im Baltikum und in Osteuropa übernommen. Zusammen werden Distrelec und ELFA in Kontinentaleuropa mit einem Umsatz von rund 400 Mio. Franken und Niederlassungen in 13 Ländern hinter der englischen Electrocomponents Inc. zur Nummer zwei im Markt der Katalogdistribution für Industrieelektronik und Automation. Diese starke Stellung soll genutzt werden, um die Dienstleistungen für die Kunden europaweit auszubau-

en. Dabei steht neben einem beschleunigten Ausbau des Produktesortiments insbesondere auch die gemeinsame Beschaffung im Vordergrund. Die bestehenden leistungsfähigen Logistikzentren in Zürich, Bremen und Stockholm sollen dabei optimiert und weiter ausgebaut werden.

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KUKA Roboter räumen Preise ab Gleich zwei Produkte des bayrischen Industrieroboteranbieters wurden in diesem Jahr mit dem «red dot award: product design»

ausgezeichnet. Schwerlastprofi KR 1000 titan schafft es nach seinem spektakulären Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde gleich zum zweiten Mal ins Rampenlicht, das er sich diesmal mit KR 16 teilt. Seit 1995 markiert das Design-Zentrum Nordrhein-Westfalen international herausragendes Produktdesign mit seinem berühmten Punkt, dem «red dot», und verleiht damit ein weltweit anerkanntes Qualitätssiegel. Die Auszeichnung ist das Ergebnis einer engen Verknüpfung von DesignKnow-how und Ingenieurskunst. Bei der Ent-

wicklung neuer Kuka-Produkte wird Designexperte Mario Selic schon in einem sehr frühen Stadium hinzugezogen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit kann sich sehen lassen. Beurteilt wurden die 3203 zum Wettbewerb eingereichten Produkte nicht nur nach Designaspekten, sondern auch nach Kriterien wie Innovationsgrad, Ergonomie und ökologischer Verträglichkeit. KR 16 bestach zum Beispiel aufgrund seiner sehr geringen Partikelemission, seiner Vielseitigkeit und Flexibilität. KR 1000 titan überzeugte durch enorme Power. Schlanke, kraftvolle Formen standen bei der Jury ganz hoch im Kurs. Neben dem ansprechenden Aussehen bieten

beide Roboter eine hohe Lebensdauer und die gewohnte Kuka Roboterqualität. Für Kuka Roboter bedeutet die hohe Designauszeichnung eine erneute Bestätigung der eigenen Kreativität, Innovationskraft und Technologieführerschaft. Seit jeher ist es Anspruch und Motivation des Unternehmens, für seine Kunden mit jedem einzelnen Produkt einen Mehrwert an Service, Qualität und Leistung zu erbringen. Wenn das Erreichen dieses Ziels zu einer Auszeichnung verhilft, umso besser.

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Kaderkarussell

Dr. Esther Kissling

Industriepreis 2008 für Greifer mit Spindelschnittstelle Eine attraktive und effiziente Automatisierungslösung für die Fertigung von Kleinserien und

Einzelstücken auf Bearbeitungszentren hat die Schunk GmbH & Co. KG aus Lauffen am Neckar entwickelt. Der Greifer, der wie ein Werkzeug über die Standardschnittstelle mit der Maschinenspindel verbunden wird, wechselt die Werkstücke mit Hilfe der Achsbewegungen vollautomatisch. Das spart aufwändige und teure Automatisierungslösungen und sorgt zugleich für kurze Rüstzeiten. Der clevere Spindelgreifer ist Ende April mit dem Industriepreis 2008 der Initiative Mittelstand ausge-

PGN plus HSK: Der Greifer mit Spindelschnittstelle von Schunk ermöglicht eine kostengünstige Automatisierung von Bearbeitungszentren.

zeichnet worden. Das Produkt überzeuge durch seinen hohen Nutzwert und seinen Innovationsgehalt, so die Jury. Der Greifer mit Schnittstelle für die Werkzeugspindel wird wie jedes andere Werkzeug im Werkzeugmagazin abgelegt. Zu Beginn eines Zyklus wird er auf die Maschinenspindel eingewechselt. Dann fährt das Bearbeitungszentrum mit den eigenen Achsen zu einem Magazin auf dem Maschinentisch, greift dort ein Rohteil und setzt es zur Bearbeitung in das Spannmittel der Maschine ein. Anschliessend wird der Greifer im Werkzeugmagazin wieder abgelegt. Nach der Bearbeitung wird der Greifer erneut eingewechselt, das fertige Werkstück wird zurück ins Werkstückmagazin transportiert, und der Zyklus beginnt von vorn. Auf diese Weise ist ein vollautomatischer Werkstückwechsel durch das Bearbeitungszentrum möglich.

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Jung-Designer sind gefordert PB Swiss Tools, Qualitätsmarktführer auf dem Sektor Handwerkzeug, veranstaltet den internationalen, studentischen Wettbewerb «Next Generation by PB Swiss Tools». Anlässlich seines 130-jährigen Jubiläums lädt das Unternehmen den Designnachwuchs ein, neues Handwerkzeug, die Verpackung neuer Werkzeug-Sets und POS-Lösungen für den Fachhandel zu gestalten. Konzipiert und organisiert wird der Wettbewerb von der iF International Forum Design GmbH in Hannover. Bis zum 31. Juli 2008 können kostenlos Entwürfe zu den Kategorien Schraubenzieher, Sechskantwerkzeuge, Schlagwerkzeuge,

Bits, Sonderwerkzeuge, Zusammenstellung von Werkzeuggruppen und deren Verpackungen sowie Verpackungslösungen für den POS-Einsatz im Handel angemeldet werden. Die Jury vergibt an ihrer Sitzung vom 10. September 2008 ein Preisgeld von insgesamt 9500 Euro: Für den Gewinnerentwurf gibt es 5000 Euro, der Zweitplatzierte erhält 3000 Euro, der Dritte 1500 Euro. Die Preisverleihung findet am 12. September 2008 während der offiziellen Jubiläumsveranstaltung im emmentalischen Wasen statt. Mit jährlich über acht Millionen in der Schweiz produzierten Werk-

zeugen, die in 35 Länder exportiert werden, zählt PB Swiss Tools weltweit zu den führenden Anbietern von Werkzeugen für Industrie und Handwerk. Mit der Ausschreibung dieses Designwettbewerbs ist das Unternehmen bestrebt, sein Innovationsmanagement zu untermauern. Online-Anmeldungen und weitere Informationen zum Wettbewerb «Next Generation by PB Swiss Tools» sind unter www.ifdesign.de abrufbar.

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übernahm die Geschäftsführung des Getriebeherstellers L. Kissling & Co. AG. Zusammen mit ihrem Bruder Martin Kissling, der die Bereiche Technik, Diagnostik und Beschaffung leitet und den Verwaltungsrat präsidiert, stellt sie sich den Aufgaben als neue CEO.

Andreas Evertz verantwortet als Executive Vice President bei der Walter AG ab sofort den Technikbereich. Zu seinen Aufgaben zählen die Gebiete Logistik, Produktion, Forschung und Entwicklung. Das Umsatzziel der Walter AG für 2010 lautet eine Milliarde Euro. Um dies zu erreichen, hat der Hersteller von Präzisionswerkzeugen für die industrielle Zerspanung den LogistikSpezialisten Andreas Evertz als fünftes Managementmitglied in den Vorstand berufen.

Rolf Kessler wird zum Leiter der Geschäftseinheit HP Software in der Schweiz. In seiner neuen Position wird Rolf Kessler die Stellung von HP im Software-Markt weiter stärken und insbesondere das Wachstum bei Lösungen für Business Technology Optimization (BTO) vorantreiben. Sein Vorgänger als Country Manager HP Software, Manfred Eierle, wird zum Manager BTO Solutions in der Region GWE (General Western Europe) befördert.

Beat Schüpbach ist Mitglied der Geschäftsleitung und seit 2007 Vizedirektor des Schweizerischen Vereins für Technische Inspektionen (SVTI). Er übernimmt nach mehr als 14jähriger Tätigkeit im Unternehmen eine neue Aufgabe ausserhalb des SVTI und scheidet per Ende Oktober 2008 aus dem SVTI aus. Beat Schüpbach hat den SVTI in seiner heutigen Form massgeblich mitgeprägt. Vorstand und Geschäftsleitung danken ihm heute schon für sein wertvolles Engagement und wünschen ihm für die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen viel Erfolg. Ein Nachfolger ist noch nicht bestimmt.

Thomas Eggenschwiler wird neuer Geschäftsführer Schweiz bei Lawson Software Schweiz. Der 44-jährige Schweizer wird ab dem 1. Juni 2008 das lokale Geschäft verantworten. Vor seinem Wechsel zu Lawson Software war er beim europäischen CRM-Softwarehersteller Gedys IntraWare GmbH als Direktor EMEA für die Integration der im Frühjahr 2007 übernommenen amerikanischen Firma Relavis verantwortlich.

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Panorama

Nanotechnologie: Fachkongress in St. Gallen Am 16. und 17. September 2008 findet in St. Gallen die 6. NanoEurope statt. Die NanoEurope ist ein europäischer Fachkongress mit Ausstellung für Technologie- und Know-how-Transfer in der Nanotechnologie. Multifunktionale Textilien sowie intelligente Systeme und Oberflächen sind in diesem Jahr die Schwerpunktthemen. Eine Session richtet sich zudem explizit an Führungskräfte und Investoren, die ihr Nanotechnologie-Know-how erweitern wollen.

Zudem findet die 4. NanoRegulation statt, die sich mit freiwilligen Massnahmen im Umgang mit Risiken der Nanotechnologie befasst. Die Veranstaltung «Kommerzialisierungsstrategien und Investitions-Know-how für Manager» liefert Grundlagen für strategische und Investitionsentscheide und thematisiert Aspekte wie strategische Allianzen und geistiges Eigentum in der Nanotechnologie. Die Konferenz «Multifunktionale Textilien» stellt Fragen nach der

Vermarktung veredelter Textilien zur Diskussion. Vertreter führender Textilunternehmen und wissenschaftlicher Institute stellen Neuheiten zu textiler Nanotechnologie für verschiedene Anwendungen am Bau, im Sport oder zum Schutz von Mensch und Objekten vor. In der Konferenz «Nanobasierte Elektronik- und Sensorsysteme» werden den Teilnehmenden neuartige Technologieplattformen und nanotechnologische Verfah-

ren vorgestellt. Diese «intelligenteren» Systeme aus der Nanowelt ermöglichen schnellere Reaktionszeiten und spezielle Oberflächenadaptionen für biologische Prozesse. Damit kann beispielsweise die Kapazität auf Chips bei gleichbleibender oder sinkender Fläche vervielfacht werden.

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Hausausstellung Reiden Technik AG Reiden Technik AG lädt nach dem Motto «Tradition und Fortschritt – Bewährtes erhalten und neues schaffen» zur Hausausstellung nach Reiden ein. Vom Mittwoch, 2. Juli, bis Freitag, 4. Juli, wird den interessierten Besuchern jeweils von 9 bis 16 Uhr ein Einblick in die Herstellung moderner CNC-Werkzeugmaschinen gegeben. Im ganzen Betrieb werden verschiedene Maschinenmodelle, Automatisierungstechniken, Werkzeuge, Spanntechniken, CAD-CAM-Systeme und Steuerungen zu sehen sein.

Zudem werden gleich vier spezielle Highlights präsentiert: 5-Achsen-Zenter Reiden RX10 An der Hausausstellung wird der Startschuss zur neusten Maschine gegeben. Die RX10 in Portalbauweise wird das Reiden-Produkteportfolio abrunden. Neue Montagehalle Um die Montagekapazität zu erhöhen wurde im Juli 2007 mit dem Neubau einer weiteren Montagehalle begonnen. Rund 1 Jahr später kann die neue Halle mit 6 Montageplätzen für die BFR2-Baureihe

und einer modernen Spindelmontageabteilung nun vollständig eingerichtet besichtigt werden. Reiden BFR24 mit 4-fach-Palettisierung Ebenfalls in der neuen Montagehalle ist die grösste Maschine, die Reiden Technik AG je gebaut hat, zu besichtigen. Mit den Aufstellmassen von 16000 x 8500 x 3500 mm besticht diese Maschine neben ihrer Dimension ebenfalls durch die hohe Produktivität der automatischen 4-fach-Palettisierungseinheit.

Grob Universal-Bearbeitungszenter G350 Als Handelsvertretung der Firma Grob aus Mindelheim wird Reiden die G350 zum ersten Mal in der Schweiz präsentieren! Sie ist überzeugend bezüglich hoher Genauigkeit, der stabilen Bauweise und dem interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Veranstaltungskalender Datum

Ort

Thema

Kosten

Veranstalter/Infos

11.6. / 18.6. / 25. 6. / 2.7.08 10.6. / 17.6. / 24.6. / 1.7.08 5.6.08 10.6.08

Winterthur

Kosten senken mit dem Web-basierten HMI-Konzept

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Neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und Sicherheitsnorm EN ISO 13849-1 / Grundlagen Sicherheitstechnik Proportional-Hydraulik und Elektronik Grundlagen der Hydraulik Planspiel «Schlanke Produktion» Schnelle Rüstprozesse mit der Methode SMED Mobilhydraulik Roadshow: Bionik und Energieeffizienz

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Export-Forum IN ZUSAMMENARBEIT MIT OSEC BUSINESS NETWORK SWITZERLAND

Swissmetal – Schweizerische Metallwerke AG in den VAE und Saudi-Arabien

Am Bauboom in Middle East partizipieren Swissmetal baut neu das Exportgeschäft mit Dubai und Saudi-Arabien auf. Evelyne BushariMinnick, die zuständige Sales Managerin bei der Swissmetal AG, hat dafür eng mit Osec zusammengearbeitet: «Saudi-Arabien bereitet sich vor auf die Zeit, wenn kein Erdöl mehr fliesst, und tut alles dafür, dass ein Teil der Gelder dereinst im eigenen Land bleibt.»

Hauptsitz in Dornach SO. Als weltweite Technologieführerin für hochwertige Produkte aus Kupfer und Kupferlegierungen hat sie dafür gute Karten in der Hand.

Gute Unterstützung vor Ort

«Schon das erste Treffen mit Osec in Zürich verlief sehr gut, und auch danach erlebte ich die Zusammenarbeit stets als äusserst professionell.» Evelyne Bushari-Minnick, Sales Manager, Swissmetal AG.

2007 wurden in Saudi-Arabien Bauvorhaben im Umfang von USD 200 Mrd. realisiert und auch in den VAE boomt die Branche wie kaum anderswo. Kein Wunder, dass davon Unternehmen aus der ganzen Welt profitieren möchten. So auch die Swissmetal AG mit

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Bei der Markterschliessung hat sich das börsenkotierte Unternehmen (Umsatz 2006: CHF 334 Mio., 763 Beschäftigte) für die Zusammenarbeit mit Osec und damit auch mit dem Swiss Business Hub in Dubai und Riad entschieden. «In Dubai und Saudi-Arabien konnten wir von den dortigen Repräsentanten enorm profitieren. Wir wurden zuvorkommend und auch liebenswürdig unterstützt», resümiert Evelyne Bushari-Minnick, Regional Sales Manager der Avins Schweiz AG, der Sales-Organisation von Swissmetal, die zugleich auch als Handelsorganisation wirkt. Zuvor war es um das Finden und Verifizieren von für Swissmetal interessanten Adressen gegangen. Die besten wurden herausgepickt, und das BusinessNetzwerk arrangierte Meetings mit potenziellen Kunden vor Ort.

Die Swissmetal AG ist weltweite Technologieführerin für hochwertige Produkte aus Kupfer und Kupferlegierungen.

Erste Projekte in Aussicht Erfolg verspricht sich BushariMinnick jetzt vor allem vom Produkt Dorna-A, einer Speziallegierung für Bronzeprofile für Fassaden. Diese kommen für grosse Bauvorhaben wie Hotels, Museen und andere repräsentative Gebäude in Frage. «Wir haben mehrere Anfragen und hoffen, innerhalb dieses Jahres erste Projekte abzuwickeln», so die Swissmetal-Managerin.

Infos Swissmetal-Dornach 4143 Dornach 061 705 33 33 contact@swissmetal.com www.swissmetal.com


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Drehen und Fräsen mit nur einer Aufspannung

Angetriebene Werkzeuge mit C-Achse Die als Sonderzubehör erhältliche Option „angetriebene Werkzeuge“ für Haas Drehmaschinen ermöglicht den Einsatz von herkömmlichen axial oder radial angetriebenen VDI40-Werkzeugen für sekundäre Bearbeitungsvorgänge wie Fräsen, Bohren und Gewindebohren – sowohl an der Stirnseite des Werkstücks als auch entlang dem Durchmesser. Diese Option umfasst eine vollständige C-Achse für die interpolierte, bidirektionale Bewegung bei präzisen Drehzahlen und Vorschüben für Teilepositionierung und Wiederholgenauigkeit. Eine leistungsstarke Hydraulikbremse blockiert die Hauptspindel bei sekundären Bearbeitungsvorgängen und gibt sie zum Drehen und Schalten wieder frei.

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Swissmem-Mitglieder sowie deren Kunden profitieren

Branchenlösung für die Entsorgung von Schweissgeräten Die Swissmem-Fachgruppe Schweiss- und Schneidtechnik hat eine Branchenlösung zur sach- und umweltgerechten Entsorgung ausgedienter Schweissgeräte ausgearbeitet und eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen.

konzentrieren. Zudem hat die privatwirtschaftlich organisierte Lösung den Vorteil, dass die angeschlossenen Firmen ein Mitspracherecht haben.

Vertragspartnerin der oben genannten Branchenlösung ist die Stiftung Entsorgung Schweiz SENS; sie organisiert das Recycling und stellt sicher, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Entsorgungsstandards eingehalten werden.

Die Finanzierung Mit Unternehmen, die sich am Recyclingsystem beteiligen, wird jeweils ein Einzelvertrag abgeschlossen. Der Rahmenvertrag von Swissmem mit SENS ist seit 1. Januar 2008 in Kraft. Finanziert wird die Entsorgung über die sogenannten vorgezogenen Recyclinggebühren (vRG), welche die Kundinnen und Kunden beim Kauf der Geräte bezahlen. 1998 hatte der Bund die Verordnung über die Rückgabe, die Rücknahme und die Entsorgung elektrischer und elektronischer

Für SwissmemMitglieder und Kunden Von der neuen Branchenlösung können, nach Aussage des Verbandes Swissmem, alle Swissmem-Mitglieder sowie deren Kunden profitieren und Geräte der Schweiss- und Schneidetechnik kostenlos ins SENS-Entsorgungssystem abgeben. Mit der Delegation an die Stiftung sind Firmen bei Recyclingfragen entlastet und können sich auf ihr Kerngeschäft

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Geräte der Schweiss- und Schneidetechnik können kostenlos ins SENS-Entsorgungssystem gegeben werden.

Geräte (VREG) erlassen, die praktische Umsetzung jedoch der Privatwirtschaft anvertraut. Mit der neuen Branchenlösung nach Aussage des Swissmem «gewährleistet, dass für die Qualität der Entsorgung durchgängig gebürgt werden kann». -böh-

Infos Daniel Burch Ressortleiter Fachgruppe Schweiss- und Schneidtechnik 044 384 42 26 d.burch@swissmem.ch

Folgende Firmen haben sich bereits zum Mitmachen verpflichtet Fronius Schweiz AG; Rümlang Gebr. Gloor AG; Burgdorf KSR SA;Yverdon-les-Bains LISTEC Schweisstechnik AG; Rheineck Max Müller Schweisstechnik; Horgen Messer Eutectic Castolin Switzerland SA; St-Sulpice VD Oerlikon-Schweisstechnik AG; Zürich PanGas; Dagmersellen B. Schmid Co AG; Baden-Dättwil Séchy Schweisstechnik AG; Nänikon

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Märkte & Unternehmen

Technologietage bei Agie Charmilles Sales Ltd. In Nidau

Frästechnologie im Mittelpunkt Bis auf den letzten Platz ausgebucht waren die Technologietage bei Agie Charmilles Sales Ltd. in Nidau mit dem Fokus Fräsen. Thematisiert wurden aktuelle Trends im Bereich des HSC- und HPC-Fräsens (HSC = Hochgeschwindigkeitsfräsen, HPC = Hochleistungsfräsen) komplexer Werkstücke. Unter dem Motto «Achieve more» demonstrierte das Unternehmen die Produktivität und Präzision als auch Flexibilität der bis zu 5-achsigen Simultan-Bearbeitungszentren.

Themenschwerpunkt war Fräsen. Und hier zeigte das Unternehmen Agie Charmilles Sales Ltd. eindrücklich auf, dass es sowohl im HSC-Bereich als auch im HPCSektor enorm stark ist. Das typische Werkstückspektrum reicht vom Werkzeug- und Formenbau über die Medizintechnik und Automobilindustrie bis hin zur Flugzeugindustrie. Um das Spektrum abdecken zu können, verfügt das Unternehmen über ein breites Maschinensegment.

Durchdachte Automatisierung Ins Auge stechen die sehr durchdachten Automatisierungslösungen der Maschinen. Das Werkstückhandling wird dabei von hinten durch die Maschine realisiert, was den nicht unerheblichen Vorteil bringt, dass dadurch der Maschinenbediener immer genügend Platz hat, um den Bearbeitungsbereich beim Einfahren optimal nutzen zu können. Automatisierung wird auch bei Kleinstserien

Besucher informierten sich über die neuesten Technologien der HSC- und HPC-Bearbeitung.

und mittleren Serien immer wichtiger. Das zeigt sich auch am Bestelleingang: Bei Agie Charmilles Sales Ltd. werden derzeit 70 % aller Maschinen mit Automatisierunglösungen bestellt. Tendenz steigend.

Die Produktpalette des Werkzeugmaschinenherstellers deckt für die vielfältigsten Anforderungen vom HSC-Bereich über den HPCBereich bis hin zu preiswerten Universalmaschinen das Frässegment ab. Im HSC-Sektor bietet das Unternehmen 15 verschiedene Variationen an, die sich konkret durch hohe Spindeldrehzahlen und schnelle Vorschübe auszeichnen. Hier steht die Oberflächenqualität des Werkstücks im Vordergrund. Aber auch wenn es um hohe Zerspanraten geht, ist man hier an der richtigen Stelle. 21 Variationen von HPM-Maschinen für grössere Werkstücke und Volumenzerspanung stehen zur Verfügung. Und schliesslich wird im Universalbereich die VC-Reihe angeboten. Dies sind Maschinen für eher moderate Abtragsraten, dafür aber bewegen sie sich in einem kostengünstigen Segment.

Software im HPM- und HSM-Bereich Dynamik pur: Dank Drehschwenktischen können Werkstücke auf bis zu 5 Seiten fünfachsig simultan bearbeitet werden.

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Software wird auch im Werkzeugmaschinensektor immer bedeutender. Die Software-Smartmodu-


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Teilehandling – wie im Bild per Roboter – wird in der Fertigung ein zunehmend wichtiger Aspekt.

le des Unternehmens tragen dazu bei sowohl die Produktivität als auch die Qualität der Werkstücke zu erhöhen. Auch der Schutz der Maschine wird durch Softwaretools optimiert. Standard ist generell die Wärmekompensation als auch Vibrationsmessung und Prozessoptimierung. Die Bediener können entsprechend der gewünschten Oberflächengüte die optimalen Programme anwählen und laufen Klassen. Den Rest erledigt die Maschinen-Software und -Steuerung.

Herzstück: Spindeln im Fokus Herz der Maschinen sind aber nach wie vor die Spindeln. Sie sind aus dem eigenen Konzern: Steptec. 6000 bis 54 000 1/min Drehzahlen bringen die Spindeln. Die Steptec- Motorspindeln bauen dabei sehr kompakt. Relativ neu im Angebot sind sogenannte Inlinespindeln, die hybridgelagert sind. Das Spezielle an diesen Spindeln ist, dass der Motor hinten und die Spindel vorne sind.

Der grosse Vorteil: bei einem Crash braucht nur die Kartusche gewechselt zu werden. Die Antriebseinheit bleibt verschont. Was sich letztlich auch auf den Geldbeutel des Anwenders positiv auswirken kann.

Service wird grossgeschireben Thema während der Technologietage, waren aber nicht nur die «harten» Zerspanungsfakten, sondern auch der Service. Service und Kundendienst spielen eine ganz wesentliche Rolle bei GF Agie Charmilles Sales. Denn nichts ist unrentabler als eine stillstehende Maschine beim Kunden. Damit die Kunden möglichst schnell Hilfe bekommen können, besteht jetzt eine zentrale Service-Hotline (Tel. 032 366 19 50).

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Antriebstechnik I

Märkte & Unternehmen

ATB Schweiz AG – aus der Tradition heraus neu positioniert

Dank für Treue und Geduld Nach turbulenten Jahren der Veränderung, der Neupositionierung und des Aufbaus hatte die Geschäftsleitung der ATB Schweiz AG, Lenzburg, das Bedürfnis, den langjährigen Kunden, die auch während der wechselvollen Zeit auf die verlässliche Antriebstechnik von ATB setzten, für ihre Treue und Geduld zu danken. Sie tat dies mit einem ebenso gediegenen wie unterhaltsamen Diner-Spektakel auf der mobilen Hospitalityund Theaterplattform «Das Zelt», die vor kurzem in Aarau Station machte. Obwohl die ATB Schweiz AG in der heutigen Form erst 2005 gegründet wurde, ist ATB in der Schweiz seit Jahren ein Begriff. Früher noch als Vertriebs- und Serviceniederlassung von ATB Spielberg/Welzheim sowie Flender, hat sich das Team um Geschäftsführer Hansjörg Burri während Jahren einen guten Ruf als zuverlässiger Partner für Antriebsfragen aufgebaut. Die einschneidenden Veränderungen in den Besitzverhältnissen der Lieferfirmen machte vor drei Jahren einen Neustart opportun: Während Flender bekanntlich an Siemens verkauft wurde, baute die österreichische A-TEC-Gruppe rund um die

ATB-Werke über Akquisitionen eine global agierende Antriebstechnikgruppe auf, die sich heute mit Fug und Recht als Full-Line-Supplier bezeichnen kann. Diese Entwicklung führte nun zur schon fast pikanten Situation, dass Hansjörg Burri im Aarauer Schachen seinen zum Teil seit Jahrzehnten betreuten Kunden als Geschäftsführer einer 3 Jahre alten Service- und Verkaufsfirma einen um nur wenige Jahre älteren Industriekonzern vorstellen konnte, der über 80 Jahre Branchenerfahrung auf dem Gebiet der Antriebstechnik verfügt – ATB war ursprünglich ein Teilbereich der Bauknecht-Gruppe.

ATB als Bestandteil der A-TEC-Gruppe Die A-TEC Industries AG, Wien, besteht aus den vier Firmengruppen • Austrian Energy & Environment AG • ATB Austria Antriebstechnik AG • A-TEC Mechanical Engineering sowie • A-TEC Minerals & Metals Holding GmbH Die ganze Gruppe, zu der u.a. auch bekannte Namen wie Von Roll Innova, Babcock Power, Emco Maier oder Dörries Scharmann gehören, erzielte 2007 mit 13 800 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,4 Mrd. Euro. Die ATB Austria Antriebstechnik AG wuchs rund um die 2001 erworbenen «Kernwerke» Spielberg/Welzheim durch die Akquisitionen von Firmen wie Selni, Morley, Sever, Western Electric, Schorch, Brook Crompton, Tamel und Laurence Scott zu einem umfassenden Antriebsanbieter mit 10 Antriebsfirmen, 6500 Mitarbeitern und 480 Mio. Euro Jahresumsatz. Das Angebot dieses Full-Line-Suppliers umfasst Motoren im Leistungsbereich von 20

W bis 10 MW. Das breite Angebot reicht von Industriemotoren (Serienfertigung wie auch kundenspezifische Spezialmotoren) bis zu massgeschneiderten Projektmotoren, die z. B. auch als explosionsgeschützte oder druckfest gekapselte Ausführungen für den Offshore-Bereich angeboten werden.

Gewichtige Rolle der Schweiz Geschäftsführer Hansjörg Burri zeigte bei seiner kurzen Begrüssungsansprache Verständnis dafür, dass die schwerwiegenden Veränderungen bei den Kunden auch Verunsicherungen und Ängste wecken können. Er bat auch um Verständnis dafür, dass die Integration der akquirierten Firmen nicht einfach «per Knopfdruck» und deshalb nicht immer gänzlich ohne Friktionen erfolgen kann. Er dankte seinen Kunden deshalb nicht nur für ihre Treue, sondern auch für die Geduld, die sie manchmal aufzubringen hatten. Als Vertreter der Muttergesellschaft ATB Antriebstechnik GmbH meinte Manfred Zechner, Leitung Vertrieb Zentraleuropa, schmunzelnd, dass die ATB zeige, dass die Schweiz und Österreich offensichtlich nicht nur in Sachen Fussball zusammenwachsen. Er wies darauf hin, dass die Schweiz für ATB innerhalb Europas einen der grössten Absatzmärkte darstellt und dankte Geschäftsführer Burri und seinem Mitarbeiterteam für die ausgezeichnete Arbeit, die das stolze Wachstum der Umsätze erst möglich gemacht hätte. Er dankte aber auch den Kunden für ihre Inputs und Ideen, welche die ATB-Gruppe auch technologisch immer wieder befruchtet.

Kontakt

Geschäftsführer Hansjörg Burri dankt seinen Kunden für die langjährige Treue.

Manfred Zechner freut sich über das stetige Wachstum der ATB Schweiz AG.

ATB Schweiz AG 5600 Lenzburg 062 885 70 10 info@ch.atb-motors.com www.atb-motors.com

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Märkte & Unternehmen

I PLM-Systeme

Innovationsgesteuerte Kultur macht Dyson zum Branchenführer

Strömungssimulation und 3D-Modelling inklusive Während der 2. Jahrestagung für innovative Produktentwicklung in Zürich stellte auch Siemens Product Lifecycle Management Software (CH) AG (im Folgenden: Siemens PLM Software AG) sein Produktportfolio vor. Steffen Buchwald, VP und Managing Director, zeigte der Technica-Redaktion am Beispiel des High-Tech-Saugers von Dyson, welche Möglichkeiten das Software-Portfolio von Siemens PLM bietet, um den Dyson-Sauger optimal zu entwickeln. Dazu gehört neben dem 3D-Modelling auch die Strömungssimulation.

D

as ist ein High-Tech-Sauger» sagt Steffen Buchwald kurz und knapp zu dem mitgebrachten «Dyson DC15», High-Tech steckt vor allem in der Strömungstechnologie des Saugers. Hier steckt auch das eigentliche Know-how des Systems. Tatsächlich spricht dieser Staubsauger technologieorientierte Kundschaft an.

Strömungsabläufe werden simuliert «Unsere Software ist in der Lage, die kompletten Strömungsabläufe zu simulieren und vor allem auch zu optimieren», sagt Steffen Buchwald weiter. Schliesslich wird die Geometrie praktisch automatisch an die optimierten Strömungsverhältnisse angepasst.

PLM bringt Vorteile Seit der Implementierung seiner PLM-Lösung von Siemens PLM konnte Dyson seine Zykluszeiten zum Teil erheblich verkürzen. Weitere Vorteile sind im Einzelnen: • Fortschrittliche 3D-Modelle mit Simulation von Bewegungen und Teileinteraktionen. • Nutzung der Konstruktionsgeometrie für die schnelle Entwicklung von Prototypen. • Gleichbleibende Zeiten für Entwicklungszyklen trotz immer anspruchsvollerer Technologie. • Der DC15 erzielte grossen Erfolg als fortschrittlichster und innovativster Staubsauger auf dem Markt.

Notwendig ist das, um die Saugkraft des Saugers möglichst hochzuhalten und zum anderen mittels des sogenannten Zyklon-Systems jegliche Staubpartikel im Staubbehälter abzulagern – ganz ohne Staubsack.

Gleichbleibende Saugleistung Das Unternehmen Dyson wurde 1993 gegründet und galt bald als anerkannter Innovator, als es mit dem Dyson DCO1 Dual Cyclone den ersten Staubsauger mit gleichbleibender Saugleistung auf den Markt brachte. Im Laufe der folgenden zehn Jahre arbeitete sich Dyson mit seinen Verkäufen an die Spitze der Staubsaugerhersteller in Westeuropa und wurde zum führenden Anbieter von Bürstsaugern in den USA.

Steffen Buchwald, VP und Managing Director (links) gemeinsam mit Sascha Rüttimann, Marketing & Communications Manager, beide Siemens PLM Software (CH) AG präsentierten der Technica-Redaktion die Stärken ihrer PLM-Lösung am Beispiel des Dyson-Staubsaugers «DC15».

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PLM-System implementiert Dysons neueste Innovation ist der Dyson DC15. Dieser ist mit einer sogenannten Ball-Technologie ausgestattet: Starre Räder wurden durch einen äusserst wendigen Ball ersetzt, mit dem man – so die Angaben des Herstellers Dyson – leicht um die Möbel herumfahren kann. Um dauerhaft innovative Staubsauger produzieren zu können, begann Dyson, das Unternehmen umzustrukturieren. Ein neues Produktentwicklungsteam wurde zusammengestellt, und ein digitales Product Lifecycle ManagementSystem der nächsten Generation implementiert.

Innovationsgesteuerte Zusammenarbeit Mit seinem PLM-System konnte Dyson die Zusammenarbeit einer Gruppe von mehr als 100 Forschungs- und Entwicklungsingenieuren in einem

globalen Innovationsnetzwerk unterstützen. Konstrukteure, die mit der Entwicklung und dem Testen neuer Technologien befasst waren, und Ingenieure, die für den Detailentwurf des D15 verantwortlich waren, wurden in einem stark zielorientierten Team zusammengeführt.

Detailgenaue 3D-Modelle Dank des PLM-Systems stellten sie detailgenaue 3D-Modelle her, mit denen sie ihre Ideen verdeutlichen und beispielsweise den Ballmechanismus verfeinern konnten. Die mit diesem System erstellten Entwürfe unterstützten die rasche Herstellung von Modellen für Testläufe und Auswertungen und wurden zur schnellen Entwicklung von Prototypen verwendet. Aber PLM bietet noch mehr. Buchwald: «Dank der schnelleren Entwicklung von Prototypen und der grösseren Genauigkeit und Eliminierung von Fehlern in Entwürfen konnte die

Markteinführungszeit erheblich verkürzt werden. Unser PLM-System ermöglichte es den Dyson-Ingenieuren, wesentlich produktiver mit strategischen Partnern zusammenzuarbeiten, wie zum Beispiel mit den Technikern der für diesen Zweck erbauten Montagebänder in Malaysia. Die hohe Qualität der durch konsequente Simulation und Entwicklung von Prototypen erhaltenen Daten sorgt für schnelle Durchlaufzeiten. Werkzeugmacher können auf Modelldaten für den DC15 zugreifen und sie direkt in ihre komplexen Schneidewerkzeuge einarbeiten.» -böh-

Infos Siemens Product Lifecycle Management Software (CH) AG 8902 Urdorf 044 755 72 72 www.siemens.ch/plm

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Fertigung + Produktion I Werkzeuge

Präzisionsspannfutter für hohe Zeitspanungsvolumen und Standwege

Werkzeugaufnahme optimiert Bearbeitungsparameter Die Leistungsmerkmale spanender Werkzeuge haben trotz ihres verhältnismässig geringen Anteils an den Gesamt-Herstellungskosten grossen Einfluss auf die Produktion. Um die damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die Kalkulation sowie auf die Maschine und ihr Umfeld optimieren zu können, kommt der Werkzeugspannung eine entscheidende Bedeutung zu. In einer Vergleichsstudie an der Universität Ulm wurden deshalb unterschiedliche Spannfutter vor allem hinsichtlich Genauigkeit und Zeitspanungsvolumen untersucht.

Spannfutter übertragen die Maschinenleistung von der Spindel auf das Werkzeug und müssen dabei Flieh-, Zug- und Druckkräfte, Torsions- und Biegebelastungen sowie die durch den Zahneingriff entstehenden Schwingungen aufnehmen. Zur Reduzierung dieser Einflüsse ist eine Vielzahl technologischer und wirtschaftlicher Anforderungen zu erfüllen.

tur oder Werkstückzugänglichkeit, das einfache Handling, die Genauigkeit der Längenvoreinstel-

Versuche an der Universität Ulm Der Bericht basiert auf Versuchen, die im Auftrag der Firma Albrecht an der Universität Ulm durchgeführt wurden von: Prof. Dr.-Ing. Michael Kaufeld, Jahrgang 1960. Der Professor an der University of Applied Sciences in Ulm ist im Fachbereich Mechatronik verantwortlich für das Fachgebiet «Fertigungstechnik». Er ist Mitglied im Institut für Fertigungstechnik & Werkstoffprüfung und leitet das Steinbeis-Transferzentrum «Produktionstechnik & Werkzeugmaschinen (TzPW)» in Horgau. Christian Rzepka, Jahrgang 1976, ist Mitarbeiter im Institut für Fertigungstechnik & Werkstoffprüfung der University of Applied Sciences in Ulm. -böh-

lung und die Fähigkeit zur Minimalmengenschmierung. Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit

Spannfutter im Vergleich

Die wichtigsten Anforderungen Die wichtigsten prozessabhängigen Anforderungen betreffen die übertragbaren Drehmomente und Axialkräfte, die Biegesteifigkeit, Rundlaufeigenschaften, Wuchtgüte, Dämpfungseigenschaften und die Spannbarkeit von h6- und HSS-Schäften. Die vom Prozess unabhängigen Anforderungen beziehen sich auf die Variantenvielfalt an der Trennstelle, die verfügbaren Schnittstellen, die Störkon-

Autor Wolfgang-D. Schenk Fachjournalist D-72762 Reutlingen

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sind besonders die Stückkosten für Spannfutter und Spannperipherie, die Werkzeugwechsel- und Voreinstellzeit, der Wartungsaufwand und die Lebensdauer zu beachten.

Bild 1: Die APC-Präzisionsspannfutter sind in verschiedenen Längen lieferbar, beispielsweise mit HSK 63, A = 90 oder 130 mm sowie in langer, schlanker Ausführung.

Ein wesentliches Bewertungskriterium für das Arbeitsergebnis und den wirtschaftlichen Einsatz beim Fräsen ist das erzielte Zeitspanungsvolumen. Über die diesen Sachverhalt beeinflussenden Faktoren sollte eine vergleichende Untersuchung zwischen handelsüblichen Schrumpf- und Hydrodehnspannfuttern sowie APC-Präzisionsspannfuttern der Firma Albrecht grundlegende Informationen liefern. Dabei kamen Spannfutter verschiedener Durchmesser zur Bestimmung der ratterfreien Grenzschnitttiefen und Standzeiten beim Fräsen in Stahl und in Aluminium zum Einsatz. Für die Ermittlung der Haltemomente wurden die Spannfutter mit einem definierten Moment gespannt, das dann an einem gespannten Dorn über einen Drehmomentschlüssel abgenommen wurde.


Bild 3a: Ermittlung der axialen Grenzschnitttiefe beim Vollnutfräsen (Schnitttiefe, bei der erstmalig Rattererscheinungen auftreten) in CK 45 mit Schaftfräsern von 10 und 16 mm Durchmesser. A= Auskraglänge des Werkzeugs in mm. Blau: Fräser 16 mm ø, z = 3, n = 3382 1/min, fz = 0,08 mm, vf = 813 mm/min. Rot: Fräser 10 mm ø, z = 3, n = 5412 1/min, fz = 0,06 mm, vf = 974 mm/min.

Präzisionsspannfutter mit Schneckengetriebe Das patentierte Spannfutter (Bild 2) überträgt durch ein Schneckengetriebe in Verbindung mit einer speziellen Spannhülse und einem flachen Kegelwinkel höchste Spannkräfte. Sein Haltemoment beträgt bei einem Spanndurchmesser von 12 mm mindestens 200 Nm, bei einem Spanndurchmesser von 32 mm etwa 750 Nm. Innerhalb dieses Durchmesserbereiches übersteigen die Haltemomente des Präzisionsspannfutters die des Hydrodehnspannfutters um das 3- bis 1,7-fache und die

Bild 3b: Ermittlung der axialen Grenzschnitttiefe beim Gleichlauffräsen: (Schnitttiefe, bei der erstmalig Rattererscheinungen auftreten) in CK 45 mit Schaftfräsern von 10 und 16 mm Durchmesser. A= Auskraglänge des Werkzeugs in mm. Blau: Fräser 16 mm ø, z = 3, n = 4477 1/min, fz = 0,11 mm, vf = 1477 mm/min. Rot: Fräser 10 mm ø, z = 3, n = 7163 1/min, fz = 0,09 mm, vf = 1934 mm/min.

des Schrumpffutters um das 1,7bis 1,2-fache (Bild 4). Zudem überzeugt das zweigeteilte Spannfutter durch eine hohe Steifigkeit und Vibrationsdämpfung und die hohe Wuchtgüte von G 2,5 bis 20 000 1/min. Besonders bemerkenswert ist die Rundlaufgenauigkeit von ⱕ3 µm bei 2,5 x D.

Mechanische Präzisionsspannung überzeugt Beim Vollnutfräsen in Stahl mit einem Verhältnis von Eingriffsbreite zu Durchmesser (ae/d) von 1 erlaubt das Präzisionsspannfutter hohe axiale Zustellungen (Bild 3a).

Bild 2: Präzis und kraftvoll: das patentierte Präzisionsspannfutter APC mit Schneckengetriebe bringt sehr hohe Haltemomente, siehe Bild 4. Zudem überzeugt es durch eine hohe Wuchtgüte von G 2,5 bis 20 000 1/min und einer Rundlaufgenauigkeit von ⱕ 3 μm bei 2,5 x D.

Bild 4: Die ermittelten Haltemomente der APC-Präzisionsspannfutter im Vergleich mit Hydrodehn- und Schrumpffutter bei Dorndurchmessern von 6 bis 32 mm.

Auch beim Gleichlauffräsen mit ae/d von 0,25 ist erkennbar, dass mit dem APC-Futter im Vergleich mit den anderen Werkzeugaufnahmen höhere Zeitspanungsvolumen erzielbar sind (Bild 3b). Die Versuche zeigten, dass das Präzisionsspannfutter APC, vor allem bei der Zerspanung von Stahl, hinsichtlich Werkzeugstandzeiten, Zeitspanvolumen und Rundlaufgenauigkeit sehr gute Ergebnisse erreicht. Bei höheren Drehzahlen von 15 000 1/min sind beispielsweise bei Aluminium-Knetlegierungen, speziell bei kleinen Fräserdurchmessern und damit geringen Kräften, maximale Axialzustellungen möglich. In der kleinen Ausführung mit 10 mm Spanndurchmesser überzeugen die APC-Futter mit einer sehr hohen Dämpfung und insbesondere bei kleinen Auskraglängen auch durch geringe Nachgiebigkeiten. Bei hohen Drehzahlen unterstützt

das Konstruktionsprinzip eine Art Nachspanneffekt, der die Gefahr des Herausziehens der Werkzeuge aus der Spannhülse mindert. Als sehr anwenderfreundlich erweist sich der gekapselte Spannmechanismus, der Verschmutzungen weitgehend verhindert.

Infos Firma Josef Albrecht Bohrfutterfabrik GmbH & Co. KG D-73249 Wernau 0049 7153 300 60 www.albrecht-bohrfutter.de CH-Vertretung: IFANGER AG 8610 Uster 044 943 16 16 info@ifanger.com www.ifanger.com Halle 1.2, Stand A2

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Fertigung und Produktion

I Werkzeuge

Patentierte Schneide vervielfacht Zerspanleistung

Einschneidiger VHM-Fräser mit Gegenwuchtschliff Eine patentierter einschneidiger VHM-Fräser ermöglicht Komplettbearbeitung mit über 40 cm3/min Zerspanleistung von Aluminium inklusive spiegelblanker Flächen. Der Vollhartmetall-Einschneider mit patentiertem Gegenwuchtschliff optimiert sowohl die Zerspanungsleistung als auch die Oberflächenqualität.

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inschneidige Fräser aus Vollhartmetall bringen die Vorteile von ein- und mehrschneidigen Werkzeugen auf den Punkt. Zum einen werden durch das freie Abfliessen der Späne auch bei hoher Drehzahl schnelle Vorschübe möglich. Zum anderen sorgt der ruhige Lauf der

Werkzeuge für qualitativ erstklassige Teileflächen. Bei den meisten Bearbeitungsaufgaben wird der Einsatz eines separaten Schlichtwerkzeugs damit überflüssig: Werkzeugwechsel und Nachbearbeiten entfallen. Dies mindert sowohl die Produktionszeit als auch die Kosten.

1 kg Alu-Späne in 9 Minuten Technische Ausgangsdaten Werkzeugmaschine: Datron-BAZ M8XL 1600 Maschinenspindel: 3 kW GMN Kühlung: Microjet mit Ethanol Werkstoff: AlMg3 Werkstück: 140 mm x 130 mm x 50 mm Werkzeug: 8-mm-Einschneider 0068088E mit Gegenwuchtschliff Schruppen: Schlichten: Drehzahl 40 000 U/min 40 000 U/min Vorschub XY 8 m/min 4 m/min Vorschub Z 1 m/min 1 m/min Zustellung Z 3 mm 0,1 mm Bearbeitungstiefe: 21 mm 21 mm Bearbeitungszeit: Spanvolumen und Masse:

8 min 40 sec 350 cm3, 1 kg

Patentierter Gegenwuchtschliff

Mit ein und demselben 8-mm-Einschneider geschruppt und geschlichtet, lag die Gesamtbearbeitungsdauer bei weniger als neun Minuten. Ein Werkzeugwechsel war nicht notwendig, die Oberflächenqualität ist hervorragend.

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Möglich macht dies ein patentierter Gegenwuchtschliff. Mit Hilfe der Finite-Elemente-Methode (FEM) wird für jeden einzelnen Durchmesser der Werkzeugreihe die optimale Geometrie berechnet. Tests haben nachgewiesen, dass Unwuchten so weitestgehend beseitigt werden, ohne dass das Fräswerkzeug geschwächt oder instabil wird. Welche Leistungen durch den patentierten Gegenwuchtschliff möglich werden, zeigt sich unter anderem bei der Bearbeitung von Aluminium-Gehäusen. In einer Versuchsreihe sollten die Fertigungszeit auf ein Minimum gedrückt und gleichzeitig Oberflächen ohne jede Rattermarke erreicht werden. Daher wurde die Vibrationsbelastung im Versuch mit digitalen Schwingungsaufnehmern überwacht. Mit ein und demselben 8-mm-Einschneider geschruppt und geschlichtet, lag die Gesamtbearbeitungsdauer bei weniger als neun Minuten. Ein Werkzeugwechsel war nicht notwendig. Die Oberflächenqualität war hervorragend. Bei den Fräsparametern wurde die vom Spindelhersteller vor-


Infos DATRON-Electronic GmbH D-64367 Mühltal www.datron.de

Bei einschneidigen Fräsern aus Vollhartmetall fliessen die Späne frei ab. So werden auch bei hoher Drehzahl schnelle Vorschübe möglich. Zum anderen sorgt der ruhige Lauf der Werkzeuge für qualitativ erstklassige Oberflächen.

gegebene maximale Schwingungsbelastung nicht überschritten und lag im Durchschnitt bei 35 %.

Die Datron-Electronic GmbH mit Hauptsitz in D-Mühltal bietet innovative Produkte und Lösungen für die industrielle Fertigung und Automatisierung wie – mehrachsige CNC-Bearbeitungssysteme zum Fräsen, Gravieren und Bohren mit Drehzahlen bis 60 000 U/min, – Vollhartmetall-Präzisionswerkzeuge für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung von Werkstücken aus Graphit, Metall, Kunststoff und Faserverbundwerkstoffen sowie – Dosiermaschinen zum präzisen und schnellen Kleben und Abdichten in der Serienproduktion an. Das Unternehmen ist über Vertretungen in nahezu allen bedeutenden Industriestaaten präsent. 2007 wurde Datron zum wiederholten Mal in der Liga der 100 innovativsten KMU Deutschlands aufgenommen. Der jährliche Unternehmensvergleich «Top 100» beobachtet Mittelstandsbetriebe, die durch Innovation bestechen. Die Wahl treffen unabhängige Experten der Wirtschaftsuniversität Wien. -böh-

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Mehr erreichen.

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Fertigung und Produktion

I Beschichtungen

PVD-Beschichtung für drei Tonnen schwere Spritzgusswerkzeuge

Leistungskur für Schwergewichte Die PVD-(Physical-Vapor-Deposition-)Beschichtung drei Tonnen schwerer Spritzgusswerkzeuge der Weidmann Plastics Technology AG schlug zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Autozulieferer konnte seine Standzeiten mehr als verdreifachen, Oerlikon Balzers lieferte einen Kompetenzbeweis mit der Beschichtung der grössten Teile, die der Spezialist je zu bearbeiten hatte.

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üssen Spritzgusswerkzeuge Kunststoffgranulate mit hohen Anteilen abrasiver Komponenten verarbeiten, so werden sie in höchstem Masse beansprucht. So war es beim Serienanlauf für die Fertigung von Kunststoffkomponenten für das Frischluft-Management von BMW-Modellen im Weidmann-Werk im sächsischen Treuen. Die mittelharten Vergütungsstähle widerstanden dem kernigen Werkstoff-Cocktail nicht sehr lange. Unter hohem Zeitdruck galt es daher, die Werkzeuge leistungsfähiger zu machen.

Topqualität für Premiummarken In D-Treuen gilt das Motto: Die Qualität der Produkte und die Lieferbeziehung zu den Kunden dürfen keinesfalls leiden. Schliesslich werden dort Kunststoffkomponenten sowie Baugruppen für weitere Topmarkenmodelle hergestellt: für die Mercedes-CKlasse und für den Audi A4. Auch in jedem neuen 1er- und 3er-BMW be-

finden sich Teile aus dem Werk in Sachsen, zum Beispiel für die Technik der Luft-Wasser-Trennung im Frischlufttrakt.

Weidmann Plastics Technology Das Schweizer Unternehmen gehört zur Wicor-Gruppe, die im Jahr 2007 weltweit mit zirka 3800 Mitarbeitenden einen Umsatz von 713 Mio. Schweizer Franken erwirtschaftete. Das Werk in D-Treuen ist spezialisiert auf hochwertige Kunststoffkomponenten und erwirtschaftet mit 200 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz von fast 30 Mio. Euro.

Beschichtung: schnell und grossflächig In der anspruchsvollen Anfangssituation zogen alle an einem Strang – auch der Kunde BMW, der die Entscheidung für die Beschichtung mitgetragen hat. Darüber hinaus zahlte sich der bestehende Kontakt des Leiters Werkzeugbau in Rapperswil, An-

Kundennutzen und Schichteigenschaften 1. Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch Wegfall der Werkzeuginstandhaltung. 2. Bis heute Verdreifachung der Standzeiten. 3. Enge Zusammenarbeit ermöglichte rasche Konzeption und effiziente Umsetzung. Schichteigenschaften von «Balinit Lumena» Schichtmaterial: TiAlN Mikrohärte (HV 0,05): 3400 HV Max. Anwendungstemperatur: 900 °C

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In diesem Spritzgiesswerkzeug sind die tonnenschweren Werkzeugteile verbaut, die Oerlikon Balzers beschichtet hat.

dreas Hegner, zu Oerlikon Balzers aus. Nach anfänglich umfangreichen Beratungen und Vorbereitungen gelang im Kompetenzzentrum für formgebende Werkzeuge in Spenge innerhalb kurzer Zeit die Beschichtung der grossformatigen Werkzeugeinheiten (1590 x 750 x 350 mm), die mit rund drei Tonnen etwa halb so viel wie das Komplettwerkzeug auf die Waage bringen.

Ideal: 3400 HV Mikrohärte Die PVD-Grossanlage wurde eigens dafür umgebaut. Zum Einsatz kam «Balinit Lumena». Die Titan-Aluminiumnitrid-Schicht besitzt eine sehr niedrige Eigenspannung und erlaubt

Mein emp mit


einen dicken und haftfesten Schichtauftrag mit extrem hoher Mikrohärte bis zu 3400 HV – optimal für den Verschleissschutz der eingesetzten Vergütungsstähle.

Wirtschaftlichkeit gesteigert Das beschichtete Werkzeug ging termingerecht in Betrieb, lief rund zwei Jahre lang ohne Aufbereitung und konnte die Standzeit in dieser Zeit mehr als verdreifachen. «Zudem rechnet sich die Beschichtung», so Karsten Müller, Teamleiter Werkzeugunterhalt bei Weidmann in Treuen: «Die Werkzeuginstandhaltung alle sechs Monate entfällt heute – und damit auch 160 Mannstunden sowie Kosten für Vorlaufproduktion, Lagerhaltung und Logistik.»

Kompetenz in Übergrössen Das waren gute Gründe für eine weitere Zusammenarbeit: Oerlikon Balzers beschichtet bis heute drei grossformatige Weidmann-Werkzeuge. «Wir schätzen auch die absolute Termintreue von Oerlikon Balzers», benennt Karsten Müller einen weiteren wichtigen Grund für die gute Partnerschaft. Und für Theo Baumeister, Kundenbetreuer von Weidmann bei Oerlikon Balzers, ist der Beschichtungserfolg selbst ein Kompetenzausweis: «Nach unserem Wissen sind wir damit der einzige Beschichter, der solch grosse Formate auf einen Rutsch per PVDVerfahren beschichten kann – und der haftfeste Schichten in Dicken von einigen Mikrometern auf mittelharte Stähle aufbringen kann.»

Weniger Instandhaltung der Spritzgiesswerkzeuge, gesicherte Bauteilqualität – dafür hat sich die Zusammenarbeit von Karsten Müller, Teamleiter Werkzeugunterhalt bei Weidmann (links), und Theo Baumeister, Kundenbetreuer bei Oerlikon Balzers (rechts), gelohnt.

Führender PVD-Beschichter Oerlikon Balzers ist der weltweit führende Anbieter von PVD-Beschichtungen, welche die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Präzisionsbauteilen sowie von Werkzeugen für die Metall- und Kunststoffverarbeitung wesentlich verbessern. Diese von Oerlikon Balzers entwickelten Schichten mit dem Markennamen «Balinit» sind extrem dünn, zeichnen sich durch hohe Härte aus und reduzieren Reibung und Verschleiss entscheidend. Oerlikon Balzers entwickelt zudem Verfahren, produziert und verkauft Anlagen und Produktionseinrichtungen und bietet das Beschichten über ein dynamisch wachsendes Netz von derzeit mehr als 70 Beschichtungszentren in Europa, Amerika sowie Asien als Lohnservice an. Oerlikon Balzers ist eine Business Unit der Schweizer Oer-

likon-Gruppe, eine weltweit führende Herstellerin von Industrielösungen und Spitzentechnologien in der Textilherstellung, Dünnfilm-Beschichtung, Antriebs-, Präzisions- und Vakuumtechnologie. -böh-

Infos OC Oerlikon Balzers AG Beschichtungszentrum FL-9496 Balzers +423 388 57 01 info.coating.liechtenstein@ oerlikon.com www.oerlikon.com/balzers/ch/ Anwender: Weidmann Plastics Technology (Deutschland) AG D-08233 Treuen info@weidmann-plastics.com www.weidmann-plastics.com

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Fertigung und Produktion

I Kunststofftechnik

Innovative Abdeckbänder für mechanische Linearantriebe

Faserverstärkte Präzisionsbänder Die neuen Abdeckbänder für Linearachsen, die das Unternehmen Faigle seit dem Herbst 2007 auf den Markt bringt, ermöglichen mit wesentlich engeren Fertigungstoleranzen eine kompaktere Auslegung dieser Antriebskomponenten. Da die Bänder eine ausgezeichnete Oberflächenqualität aufwesen, laufen sie mit weniger Reibung und damit wesentlich leichter durch die fahrenden Schlitten.

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echanische Linearantriebe, sehr oft auch als Linearachsen bezeichnet, bewähren sich durch hohe Dynamik, hohe Geschwindigkeiten, hohe Positioniergenauigkeiten und hohe Integrationsdichte. Damit weder Schmutz von aussen in das Antriebssystem noch Abrieb von innen zu den Prozessen gelangen kann, ist der Längsschlitz der Linearantriebe von einem Ende bis zum anderen mit einem Abdeckband verschlossen. Dieses durchgehende Abdeckband wird vom darüberfahrenden Schlitten ausgelenkt, läuft durch diesen hindurch und wird auf der

anderen Seite noch im Inneren des Schlittens wieder in das Führungsprofil eingeklipst. Als Verstrecksicherungen stehen bei den Abdeckbändern, die in Linearantrieben Verwendung finden, nun auch Aramid- oder Kevlarfasern zur Verfügung, welche die Säuberung mit aggressiven Reinigungsmitteln erlauben.

Reduktion der Wartungsarbeiten Wie bereits angedeutet, schützt das Abdeckband den Antrieb im inneren der Linearachse gegen raue Umgebungseinflüsse und trägt damit zu ho-

Verbesserungen liegen im Detail Wie so oft zeigt sich auch bei den neuen Abdeckbändern, dass die Potenziale für Verbesserungen sehr oft «im Detail» liegen. Und mitunter tragen sie daher sehr unauffällig zu beachtlichem wirtschaftlichem Erfolg bei. So etwa setzt der international renommierte Linearantriebhersteller Indunorm diese Abdeckbänder seit dem Sommer 2007 ein und sieht darin eine erhebliche Steigerung der Leistungsfähigkeit. Mit seinen Innovationen bei den Abdeckbändern zeigt die Faigle Kunststoffe GmbH einmal mehr ihre Marktnähe. Sie beweist, dass ihre Entwickler das Ohr bei den Bedürfnissen des Kunden haben und dass ihre Aktivitäten gezielt auf die Erfüllung der Marktforderungen ausgerichtet sind.

her Maschinen- und Anlagenverfügbarkeit bei. Staub, Holz- und Metallspäne, Schmiermittelspritzer und andere Verschmutzungen würden sonst die Funktion beeinträchtigen, häufige Wartungsarbeiten erfordern und die Lebensdauer der Antriebseinheiten massiv verkürzen. Auch das Eindringen von Reinigungsmitteln könnte Korrosion und Verschleiss verursachen. Umgekehrt verhindern Abdeckbänder auch das Austreten von Schmiermitteln oder Abrieb aus dem Linearantrieb. Und nicht zuletzt verringern Abdeckbänder auch den Geräuschpegel des Linearantriebs.

Hohe Präzision, lange Lebensdauer Linearantriebe bewähren sich in unzähligen Einsätzen schon viele Jahre lang. Bisher eingesetzte Abdeckbänder weisen jedoch gewisse Schwächen auf, die sich auf Lebensdauer und Verfügbarkeit nachteilig auswirken. Mit der Entwicklung des neuen Abdeckbandes erfüllt Faigle daher wichtige Forderungen der Anwender.

Hochpräzises Abdeckband, gegen Längsverzug gesichert, erfüllt die hohen Anforderungen an Dichtheit, Beständigkeit und Einsatzdauer im Einsatz bei Linearantrieben. (Bild: Faigle)

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Bisher nicht gekannte Präzision Die Profile werden mit dem sogenannten Rotations-Kalibrations-Verfahren


cherungen ist, dass diese nicht nur aus Stahl, sondern nun auch aus Aramidfasern oder Kevlar und anderen Materialien bestehen können. Damit können die Abdeckbänder auch mit aggressiven Reinigungsmitteln gesäubert werden, wie sie oft in der Lebensmittelindustrie zur Sicherstellung der Hygiene eingesetzt werden.

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Wesentlich glattere Oberflächen

Abdeckprofile von Faigle schützen Antriebssysteme von Linearantrieben gegen Verschmutzungen von aussen. (Bild: sfh Bregenz)

hergestellt. Durch die Kombination von Kalandrierung und Kalibration erreicht dieses im Vergleich zu früheren Verfahren eine wesentlich höhere Genauigkeit bei reproduzierbaren Produktionsverhältnissen. Das Toleranzfeld wurde von ±0,2 auf ±0,05 Millimeter herabgesetzt und erreicht damit eine bisher nicht gekannte Präzision. Damit können auch die Toleranzen der Gegenlaufbauteile wesentlich kleiner gehalten sein, was dem Trend zu immer kompakterer Bauweise entgegenkommt. Durch die höhere Präzision wird die Dichtwirkung gegenüber herkömmlichen Abdeckbändern um den Faktor 3 verbessert.

Verstrecksicherungen eingearbeitet Bei Abdeckbändern ohne Verstrecksicherung bilden sich durch die andauernde Verformung nach einer gewissen Betriebszeit Wellen vor dem hin und herfahrenden Schlitten – die volle Funktionsfähigkeit ist damit nicht mehr gegeben. Um dies zu verhindern, werden unmittelbar vor der Kalandrierung Verstrecksicherungen in die Abdeckbänder eingearbeitet. Im Vergleich zu unverstärkten Bändern bieten diese einen dreissigfachen Widerstand gegen Längsdehnungen. Neu an diesen Verstrecksi-

Die Kombination von Kalandrierung und Kalibration ergibt wesentlich glattere Oberflächen als bei herkömmlichen Abdeckbändern. Dies erleichtert die Reinigung und steigert die optische Attraktivität erheblich. Der Oberflächenglanz bringt die nach RAL-Norm frei wählbaren Farben sehr gut zur Geltung und trägt damit vorteilhaft zur optischen Erscheinung der Maschine und auch zur Corporate Identity des Maschinenherstellers bei. Dazu kommt, dass das Band die Auslenkung beim Durchfahren des Schlittens weniger Reibung verursacht. Geringere Reibung bedeutet geringeren Energieverbrauch. Die Kombination von Kalandrierung und Kalibration bietet wenn gewünscht auch die Möglichkeit, Firmenlogo und Typenbezeichnung unverlierbar und unverwischbar auf der Innenseite des Abdeckbandes einzuprägen.

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Kleine Ursache – grosse Wirkung Die Abdeckbänder bestehen aus dem Faigle-Kunststoff PAS PU 90 AH. Aus dieser Firmenbezeichnung lassen sich einige Informationen über das Material entnehmen. Unter anderem sagt sie aus, dass es sich um ein hydrolysebeständiges, für den Einsatz in feuchter Betriebsumgebung geeignetes Polyurethan handelt. Es besitzt 90 Shore-Härtegrade sowie eine hohe Abriebfestigkeit und Rückstellfähigkeit. -böh-

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Infos faigle Igoplast AG 9434 Au 071 747 41 42 paul.hug@faigle.com funktionsprofile@faigle.com www.faigle.com/igoplast

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Automations- und Antriebstechnik

I Antriebstechnik

Transfersysteme: Präzisionsfertigung von Metallteilen im Nonstop-Betrieb

Millisekunden bringen Mehrwert «Achtung, jetzt kommt er rein», signalisiert der Teamchef durch das Mikrofon. Ein ohrenbetäubender Lärm knallt durch die Luft, ehe der Formel-1-Bolide auf die vorgeschriebenen 80 Kilometer pro Stunde abbremst und in die Boxengasse einfährt. 17 Mechatroniker warten auf das 900 PS starke Renngeschoss. Die Aufgabe: In rund sieben Sekunden soll der Wagen aufgebockt und vollgetankt sein, um die Boxengasse auf neuen Reifen zu verlassen. Eine unvorstellbare Leistung. Nach 6,8 Sekunden treibt der Pilot sein Gefährt schon wieder aus der Boxengasse heraus Richtung Piste. Möglich wird diese enorme Leistung, weil jeder Handgriff perfekt sitzt, jeder seine Aufgabe kennt und alle wie die Räder eines Uhrwerks ineinandergreifen. Nur so sind diese Top-Geschwindigkeiten beim Boxenstopp möglich, die in letzter Konsequenz über Sieg oder Niederlage entscheiden.

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anz ähnlich ist das in der Welt der Produktion. Auch hier zählen Millisekunden, die sich in der Summe massiv auf die Taktzeit auswirken. Die durchgängige Industrieautomation bietet riesige Potenziale – nicht nur bei der Produktion von hochpreisigen Gütern, wie zum Beispiel Autos oder schweren Maschinen, sondern in praktisch allen Industriebereichen. Automatisierte Transferanlagen spielen dabei in vielen Industrien die Schlüsselrolle. Insbesondere dann, wenn es darum geht, Metallteile mit vielen unterschiedlichen Zerspanungsabläufen zu bearbeiten. Zulieferer der Automobilindustrie beispielsweise bearbeiten Einspritzkörper, Pumpen- und Vergaserdüsen, Dieseldüsenhalter, Kipphebel, Kolben für ABS-Bremsen, Expansionsventile und Drosselventilschäfte mit intelligenten Transfermaschinen

deutlich wirtschaftlicher. Denn diese Maschinen nehmen Werkstücke in Spannvorrichtungen auf und transferieren sie automatisch zu den einzelnen Bearbeitungsstationen. Dort wer-

den sie gebohrt, gefräst, gedreht, gefast und entgratet. Es werden Gewinde geschnitten oder Rändelprofile angebracht. Selbst periphere Prozesse wie Montageoperationen oder Kontrollen lassen sich in diese Transfersysteme integrieren. Durch das Transfer-Konzept werden sämtliche Teile simultan bearbeitet, was hohe Mengenleistungen ermöglicht.

Extrem schnell und präzis Mit der Multistep XT-200 setzt die Schweizer Mikron Machining Technology neue Massstäbe bei Transfersystemen – vor allem, was die Geschwindigkeit der Steuerung sowie die für unterschiedliche Funktionen individuell verwendeten Antriebstechnologien betrifft. Die Anlage ermöglicht Präzisionsfertigung im Nonstop-Betrieb. Die einzelnen Stationen arbeiten dabei praktisch Hand in Hand – wie die Mechatroniker beim Boxenstopp in der Formel 1.

Autor Otto Gafner, Vertrieb Pneumatik, Bosch Rexroth Schweiz AG

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Der Mikron Multistep XT-200 hat bis zu 54 NC-Achsen und lässt sich nach Bedarf ausbauen. Ergonomie und Zugänglichkeit sind kein Luxus, sondern ein Grund dafür, dass die Maschine sich binnen zehn Minuten zwischen zwei Serien umrüsten lässt.


interpolierende CNC-Achsen und bis zu 144 Werkzeuge bieten die Möglichkeit, Klein- und Mittelserien komplexer Teile ohne Umspannen auf fünfeinhalb Seiten zu bearbeiten – und zwar einbaufertig. Werden die Teile innerhalb des Prozesses automatisiert umgespannt, können sogar sechs Seiten bearbeitet werden. In einem Transfersystem lassen sich nach Bedarf bis zu vier solcher Module verketten. So kann der Multistep jederzeit an das Produktionsvolumen angepasst werden. Ergänzend übernimmt eine Lade- und Entladestation die Teilezuführung.

Ohne Pause

Modularer Aufbau auch im Schaltschrank der Mikron Multistep XT-200. Das Hydraulikaggregat sitzt in einem separaten Versorgungsmodul.

Extrem kurze Span-zu-Span-Zeiten sorgen für Zerspanung fast ohne Pausen, selbst das sogenannte HighSpeed-Cutting ist damit möglich und steigert die Produktivität. Zentraler Vorteil der Anlage: Der Multistep kombiniert die Produktivität einer linearen Transfermaschine mit der flexiblen Umrüstbarkeit in einem Bearbeitungszentrum. Das Konzept beruht auf einzelnen, miteinander verketteten Zweispindelmodulen, die sowohl «stand alone» als auch ausgebaut auf bis zu vier Module einsetzbar sind. Je fünf

So sorge die Anlage für deutlich mehr Effizienz, wie Jörg Peiler, Mikron-Produktmanager in Deutschland, erklärt: «Vorteil der Multistep XT-200 ist die Präzisionsfertigung fast ohne Pause.» Weitere Vorteile resultieren aus der extrem kurzen Span-zu-Span-Zeit von unter einer Sekunde und der aussergewöhnlichen Dynamik. Beschleunigungen der Rexroth-Linearsysteme CKK von bis zu 1,4 g auf Geschwindigkeiten von bis zu 52 Metern pro Minute und Hochleistungsspindeln mit Drehzahlen von bis zu 40000 Umdrehungen in der Minute erlauben kürzeste Bearbeitungszyklen. Hier kommt Antriebstechnik von Rexroth zum Einsatz: Zum einen kolbenstangenlose Pneumatikzylinder der Serie BRP Rexmover mit einem Durchmesser von 50 Millimetern und einem Hub von 400 Millimetern sowie eine Linearachse vom Typ CKK20-145 für einen Hub bis 1100 Millimetern. Die

Das Spannfutter der C-Achse in der Lade- und Entladestation wird pneumatisch betätigt.

maximale Kraft dieser Achse liegt bei 72 Kilonewton in Verschieberichtung. Diese Kraft und Schnelligkeit sichert die entscheidenden Wettbewerbsvorteile: «Letztlich entscheiden in Summe Millisekunden, die wir an unterschiedlichsten Stellen gewinnen», sagt Konstruktionsleiter Rolf Held. Gewonnen werden diese Millisekunden mit einem Steuerungs- und Antriebspaket von Rexroth. In der Standardversion ist der Multistep mit einer HochgeschwindigkeitsCNC Rexroth IndraMotion MTX ausgestattet. Sie erlaubt, bis zu 64 Achsen in zwölf voneinander unabhängigen CNC-Kanälen zu betreiben. In maximaler Ausbaustufe sind es beim Multistep 54 Achsen, die parallel arbeiten müssen. «Mit jeder anderen Lösung bräuchten wir dafür mindestens zwei Steuerungen, die wir miteinander kombinieren müssten», erklärt Held. CNC und die Rexroth-SPS sind optimal verzahnt: So arbeitet zum Beispiel die SPS 1000 Anweisungen in nur 60 Mikrosekunden ab. Gleichzeitig bietet die CNC bei Ansteuerung von acht Achsen eine Interpolationszykluszeit von maximal einer Millisekunde, also 0,001 Sekunden. Als Achsantriebe haben sich bereits in den Vorgängerversionen des Multistep die Servoantriebe Rexroth IndraDrive bewährt. Sie verfügen über integrierte Sicherheitsfunktionen für sicheren Halt und sichere Bewegung. «Interessant ist auch die sogenannte Rückspeisfähigkeit, durch die im Bremsbetrieb die generatorische Leistung der Motoren ins Netz zurückgespeist wird», so Held.

Einfache Inbetriebnahme der Rexroth IndraDrive im Schaltschrank der Mikron Multistep XT-200.

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Automations- und Antriebstechnik

Beim Werkstückhandling im Bereich der Lade- und Entladestation sowie beim Werkstücktransfer sorgt indes Pneumatik für Tempo und Sicherheit. Mit der «light generation» HF03-LG nutzt Mikron eine besonders leichte und kompakte Variante der bewährten HF-Ventilserie. Sie zeichnet sich durch geringe Ventilbreite bei bis zu 700 Normalliter Durchfluss aus. Durch die Verwendung von Kunststoffplatten wurde das Gewicht im Vergleich zur HF03-Standardversion noch weiter reduziert. Die pneumatischen und elektrischen Anschlüsse gehen in eine Richtung nach vorne und bieten damit erweiterte Montagemöglichkeiten, kompakten Einbauraum und die Möglichkeit zur Anpassung an die räumlichen Gegebenheiten. Alternativ zum herkömmlichen Multipolanschluss wird hier der Feldbusanschluss genutzt. Die Z-Achse der Lade- und Entladestation wird über einen Rexroth-IndraDrive-Servoantrieb bewegt. Ergänzend sorgt Pneumatik für schnelles und sicheres Werkstückhandling. Die Ansteuerung erfolgt jeweils über Feldbus.

Darüber hinaus nutzt Mikron die Kraft hydraulischer Komponenten für die Klemmung der direkt angetriebenen B/C-Achsen. Ausserdem werden die mit Federpaketen schliessenden Werkzeugspannungen in den Motorspindeln hydraulisch geöffnet. Hierfür sind die Ventilblöcke für alle Spindelvarianten gleich. Da die standardisierten Module quasi in Serie produziert werden, kann Mikron zu einem sehr späten Montagezeitpunkt auf die Wünsche der Anwender reagieren.

Aus einer Hand Bei der Druckluftaufbereitung erfüllen Wartungseinheiten der Serie AS2 höchste Ansprüche. Modular aufgebaut sind die Einzelprozesse der Luftaufbereitung in Wartungseinheiten aus hochwertigem Kunststoff zusammengefasst. Filtern, Regeln, Ölen und Entwässern – die Zusammensetzung orientiert sich an den Ansprüchen der Anwender. Mit dem zur Ölbefüllung patentierten System wird das Öl per Schlauch direkt aus dem Vorratsbehälter abgesaugt. So ist die Wartungseinheit vor dem Verölen geschützt. Die Wartungseinheiten der Pneumatik sitzen, wie das HydraulikAggregat und die Steuerung, in einem

I Antriebstechnik

separaten Schaltschrank. Darin sind auch Zentralschmierung, Stromanschluss und Feuerlöschanlage untergebracht. Dies entspricht dem modularen Aufbau des Multistep und gewährleistet Wartungsfreundlichkeit mit einfachem und schnellem Zugriff auf zentrale Bauelemente. Hydraulik, Pneumatik, Elektrik, Lineartechnik – Rexroth verknüpfte Dienstleistungen und Produkte aus unterschiedlichen Technologiefeldern zu einem massgeschneiderten Engineering-Konzept. «Dass Rexroth von der pneumatischen, hydraulischen und elektrischen Antriebstechnik bis hin zur Hochgeschwindigkeitssteuerung aufeinander abgestimmte Komponenten aus einer Hand bietet, gibt uns die Möglichkeit, die jeweils am besten geeigneten Charakteristiken für die einzelnen Funktionen zu wählen», erklärt Mikron-Konstruktionsleiter Rolf Held. Für eine Lösung mit Drive & Control. Und für eine Lösung, die aus Millisekunden echten Mehrwert macht. Und das entscheidet letztlich über den Erfolg einer Maschine. Genau wie in der Formel 1.

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Sensorik I

Automations- und Antriebstechnik

Zeilensensoren detektieren feinste Konturen

Messerscharf positionieren – haargenau messen Mit der neuen Generation der Zeilensensoren PosCon und ParCon von Baumer lassen sich Kanten von Papierbahnen noch präziser steuern, Positionen von Drähten noch exakter bestimmen oder die Breite eines Kunststoffprofils am Ausgang eines Extruders noch genauer messen.

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ei Applikationen, wie der Messung von Stoffbahnbreiten, der Lagekontrolle von Fäden oder Drähten, der Positionierung von Verpackungsfolien anhand der Kanten, wird ein Sensor benötigt, der Objekte oder deren Kanten quer (lateral) zum Sensor erfassen kann. Der Sensor soll sowohl hochglänzende Metallplatten wie auch transparente Folien zuverlässig erfassen können. Auch an die Messfrequenz werden hohe Erwartungen gestellt, da in vielen Industrien Objektgeschwindigkeiten von 2,5 m/s normal sind. Eine weitere, für den Erfolg eines solchen Sensors ausschlaggebende Eigenschaft ist die Auflösung, die einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität des Endproduktes hat.

Die technische Lösung Wenn es um die Erfassung von Bahnkanten, Objektbreiten oder Dicken geht, lassen sich diese Aufgaben meist so beschreiben, dass man entlang einer bestimmten Messlinie die Anwesenheit oder Abwesenheit eines Objekts untersucht. Bei den Zeilensensoren von Baumer leuchtet eine IR LED eine Reflexionsfolie aus, die dann das ausgesendete Licht zurückwirft. Für den Sensor erscheint so das zu erfassende Objekt dunkel vor einem sehr hellen Hintergrund. Auf der Diodenzeile, welche

als Empfangselement eingesetzt wird, empfängt ein Teil der Dioden daher viel, ein anderer Teil fast kein Licht. Ein im Sensor integrierter Mikrokontroller liest die Diodenzeile Pixel (Bildpunkt) für Pixel aus und sucht die Hell-/Dunkel-Übergänge im Bild, welche bei Kanten des Objektes auftreten. Der Mikrokontroller speichert die Positionen der so gefundenen Kanten und berechnet am Ende des Auslesezyklus den in der «Messart» ausgewählten Wert. Der digital ermittelte Wert wird über einen D/AWandler als Analogwert (4 ... 20 mA) ausgegeben. Durch die hohe Reflektivität der eingesetzten Folie sind sehr kurze Belichtungszeiten möglich und selbst weisses Papier erscheint als dunkles Objekt. Die Folie wird hinter dem Objekt auf einen Träger aufgeklebt oder in Form eines Reflektors montiert. Das gewählte Prinzip der Reflexionslichtschranke hat den Vorteil, dass sowohl glänzende wie auch transparente Objekte zuverlässig erfasst werden können. Die Optik der beiden Zeilensensoren PosCon und ParCon ist unterschiedlich aufgebaut. Der PosCon hat ein sich öffnendes Messfeld. Dadurch werden sehr grosse Messbereiche bis zu 875 mm und Distanzen zum Objekt von bis zu 1400 mm erreicht. Das sich öffnen-

Autor Jürg Weber, Produktmanager Sensor Solutions bei Baumer Electric in Frauenfeld

Die neue Generation der Zeilensensoren ParCon und PosCon.

de Messfeld hat zur Folge, dass das Objekt je nach Distanz zum Sensor grösser oder kleiner erscheint. Der ParCon hingegen hat ein paralleles Messfeld. Dadurch erscheint ein Objekt im ganzen Messbereich gleich gross, egal ob es sich zum Sensor hin oder vom Sensor weg bewegt. Der Messbereich misst 24 mm und die Distanz zum Objekt darf bis zu 40 mm betragen.

Unterschiedlichste Messmöglichkeiten – einfachste Bedienung Ein Sensor sollte einfach zu bedienen sein. Die Inbetriebnahme sollte ohne PC oder ähnliche Hilfsmittel einfach zu bewerkstelligen sein. Falls es etwas einzustellen gibt, dann sollte dies ohne Umstände durchzuführen sein. Diese Wünsche erfüllen die beiden Zeilensensoren. Sie können trotz ihrer ausgefeilten Technik einfach und schnell über die integrierte Tastatur eingestellt werden. Ein PC mit zusätzlicher Software oder spezielle Einstelladapter sind nicht nötig. Der Pos-Con besitzt eine serielle Schnittstelle RS485, über die der Anwender das Messergebnis

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Automations- und Antriebstechnik

Die Kantenposition einer Verpackungsfolie wird von einem PosCon überwacht.

als digitalen Wert mit seiner Maschinensteuerung abrufen und optional die Messart, die Toleranzgrenzen usw. programmieren kann. Bei beiden Sensoren wurde die Auswerteelektronik im kompakten Sensorgehäuse integriert, sodass keine weiteren Zusatzgeräte nötig sind. Die

PosCon – hat einen sich öffnenden Strahl, ParCon – hat einen parallelen Strahl.

I Sensorik

Mit einem ParCon wird die Objektbreite eines Kunststoffprofils beim Extrudieren überwacht.

Auswertelektronik ermöglicht die Ausgabe unterschiedlicher Messresultate: – Messung einer Kantenposition innerhalb des Messbereiches (erste Kante vom Messbereichanfang oder erste Kante vom Messbereichende ausgehend) – Messung der Objektmittenposition – Messung einer Objektbreite (Abstand von der äussersten linken zur äussersten rechten Kante oder die Summe aller dunklen Flächen) – Der PosCon besitzt zudem noch zwei Teach-bare Schaltschwellen und die dazugehörigen Schaltausgänge. Im Einsatz können diese als Grenzwerte benutzt werden. – Eine schaltende Version vom ParCon erkennt Objekte anhand

ihrer Breite und kann so als schneller Zähler eingesetzt werden. Die drei unterschiedlichen Messarten (Kantenposition, Objektbreiten, Mittenposition von Objekten) lösen unzählige Applikation in vielen Industrien.

Bahnkantensteuerung Eine der häufigsten Anwendung der Zeilensensoren ist die Bahnkantensteuerung. Dabei gilt es die Kantenposition z. B. einer transparenten Verpackungsfolie zu überprüfen und bei kleinsten Verschiebungen sofort zu korrigieren, damit die Folie exakt um das Produkt gewickelt werden kann. Dazu ist es nötig, die genaue Position zu wissen, um dann die Folie in die richtige Richtung zu verschieben. Ähnliche Applikationen sind in der

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Mit dem Messmodus «Mittenposition» kann eine Litze unabhängig vom Objektdurchmesser exakt zum passenden Crimpkontakt zentriert werden.

Papierindustrie (Papierbahnen), der Textilindustrie (Stoffbahnen), aber auch bei der Herstellung von Metallund Kunststofffolien oder Förderbändern zu finden. Ebenfalls unter den Begriff Kantenpositionierung fällt das Positionieren von Papierbogen bei Druckmaschinen und Blechen oder Kunststoffplatten auf Laserschneidmaschinen oder Stanzmaschinen anhand der Objektkanten.

Objektbreiten-Überwachung bei Extrudern Die präzise Überwachung der Objektbreite beim Extrudieren von Kunststoffprofilen, der Herstellung von Drähten, Schnüren, Seilen oder beim Zuschneiden von Klebebändern, Gummiriemen und Stoffbändern ermöglicht den Prozess exakt zu steuern

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Der ParCon mit Schaltausgang kann ideal zum Zählen von kleinen Teilen wie z. B. Münzen eingesetzt werden.

und so die Toleranzen in engen Grenzen zu halten. Auch hier sind Zeilensensoren unentbehrliche Helfer, um die Qualität hochzuhalten und zu überprüfen.

Positionskontrolle bei Crimp-Automaten Müssen beispielsweise Litzen auf einem Crimp-Automaten exakt zum passenden Crimp-Kontakt zentriert werden, um sie dann sauber einzuschieben, ist der Messmodus «Mittenposition» der Richtige. Werden Litzen, Drähte, Schnüre, Gummitüllen anhand ihrer Mitte positioniert, spielt der Durchmesser keine Rolle mehr. Unabhängig ob jetzt das Objekt etwas breiter oder schmaler ist, der Sensor gibt als Resultat immer die Position der Längsachse am Ausgang aus.

Kleinteile zählen Der ParCon mit Schaltausgang kann eingesetzt werden, um kleine Teile (Tabletten, Samen, Kunststoffteile) zu zählen. Dabei ist es möglich, die minimale Objektgrösse, die noch erkannt und erfasst werden soll, einzulernen. Das bedeutet, dass kleinere Teile unterdrückt und nicht mitgezählt werden. Der Sensor ist auch als Drahtbruchkontrolle bis zu Drahtdurchmessern von 0,5 mm einsetzbar.

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Automations- und Antriebstechnik I Fachmessen

Hannover Messe legte kräftig zu und faszinierte mit Technik

Hannover wurde wieder «Boom-Town» Sind mönströse Industrie-Weltmessen noch zeitgemäss? Die Skeptiker haben es schwer nach der Hannover Messe 08. Sichtbar mehr Besucher, hörbar mehr Internationalität und spürbar mehr Entscheidungs- und Fachkompetenz prägten das «Wimmelbild» in allen Messehallen. Zufrieden bis begeistert äusserte sich auch das Gros der Schweizer Aussteller. Die Hannover Messe ist in diesem «kleinen Hannover-Jahr» förmlich durchgestartet. Das Sinnbild für die diesjährige Hannover Messe stand in Halle 27. Hier schleuderte der vier Meter hohe EnBW EnergyTower täglich Blitze mit mehreren Millionen Volt durch die Luft. Genauso energiegeladen präsentierte sich die Hannover Messe 2008. Beste Stimmung bei Ausstellern und Besuchern stärkte die Hannover Messe als weltweite Leitmesse der Industrie. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind prall gefüllt, die Konjunkturprognosen der Industrieverbände fallen durchweg positiv aus. Die Schwerpunktthemen Energie, Automation, Zukunftstechnologien und Nachwuchsförderung haben sich als Volltreffer erwiesen. Mit rund

200 000 Besuchern konnte die Hannover Messe die Besucherzahl zum Vergleichsjahr 2006 um rund 30 Prozent steigern.

Ungebrochen positive Konjunkturerwartungen «Die Hannover Messe fasziniert wieder die Menschen», sagte Sepp D. Heckmann, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG, auf der Abschluss-Pressekonferenz. Die Hannover Messe sei Konjunkturbarometer, Vorreiter für Megatrends, Plattform für Technologietransfer, Forum für Erfindungen und Innovationen, Wissensdrehscheibe und Impulsgeber für neue Kooperationen – das al-

Jugend trifft Industrie-Prominenz. Auch bei den traditionellen Besuchern stiess die RoboCup-Halle auf reges Interesse.

les mache sie einmalig und unverwechselbar. «Die Industrieunternehmen sprechen durchgehend von vollen Auftragsbüchern für 2008 und von guten Prognosen für 2009», sagte Heckmann. «Die Konjunkturerwartungen sind nach wie vor hoch.» Diese positiven Konjunkturprognosen wurden anlässlich der zahlreichen Messe-Pressekonferenzen von praktisch allen Firmen geteilt. Allein Bosch Rexroth meldete nach einem glänzenden Jahresabschluss 2007 für das erste Quartal des laufenden Jahres bereits wieder einen Auftragseingang, der um 400 Mio. Euro höher lag als der Quartalsumsatz.

Faszination Roboter

Unübersehbar: Japan war war dieses Jahr Partnerland an der Hannover Messe.

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Als richtiger Schritt erwies sich, den Ausstellungsbereich Mobile Roboter und Autonome Systeme ins Leben zu rufen. Hier konnte Japan, das Partnerland der diesjährigen Messe, sein Profil als Hightech-Nation schärfen. Roboter, durchgängig auf der Hannover Messe 2008 vertreten, wurden nicht nur zum zentralen Bildmotiv, sondern begeisterten die Fachleute weltweit ebenso wie den Nachwuchs – als Industrieroboter im Application Park oder als Fussball spielende Humanoide bei den RoboCup German Open. Die Robo-

Cup-Halle übte trotz weiter unter dem Messedurchschnitt liegendem Alter der Akteure eine grosse Faszination auf die Besucher aus. Auch wenn die immer geschickter werdenden Fussball-Roboter im Rahmen des RoboCup im Mittelpunkt standen, verblüffte die eklatant gestiegene Autonomie der Robofahrzeuge und mobilen Roboter vor allem die Fachbesucher. Wohl nirgendwo sonst in der Messe war die Technikbegeisterung stärker spürbar als in dieser Halle 25. Viel Aufmerksamkeit erzielte in diesem attraktiven Umfeld auch die Niederberger Engineering AG aus Oberdorf mit ihren Reinigungs- und Servicerobotern, die wie Spidermen senkrechte Fassaden hochklettern und gleichzeitig reinigen können. Dabei können in gewissem Ausmass auch Hindernisse wie Simse überwunden werden. Das vielversprechende Konzept eignet sich nicht nur für die Reinigung von Hochhaus-Glasfassaden, sondern auch für Reinigungs- und Servicearbeiten in der Industrie, z. B. in KKW oder Tankanlagen.

Wer mit wem? An der Hannover Messe werden traditionsgemäss nicht nur die letzten technischen Entwicklungen präsentiert, sondern auch


an der Hannover Messe ein Bild von der Arbeit des Messtechnikund Automatisierungsspezialisten Endress+Hauser gemacht. Bei seinem Rundgang zeigte er sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Firmengruppe, die sich weltweit erfolgreich entwickelt. CEO Klaus Endress empfing den Ministerpräsidenten zusammen mit Michael Ziesemer, in der Firmengruppe verantwortlich fßr Vertrieb und Marketing, sowie Kurt Johannsen, Geschäftsfßhrer der deutschen Vertriebsgesellschaft. Gßnther Oettinger zeigte sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des Unternehmens, das in Baden-Wßrttemberg mit Maulburg (Fßllstand- und Druckmesstechnik), Weil am Rhein (Vertriebsgesellschaft, Informatikdienstleistungen) sowie Gerlingen bei Stuttgart (Analysenmesstechnik) gleich drei bedeutende Standorte mit insgesamt mehr als 2500 Mitar-

beiterinnen und Mitarbeitern unterhält. Am gleichen Tag stattete auch der Wirtschaftsminister des Bundeslands Brandenburg, Ulrich Junghanns (CDU), dem Messestand einen Besuch ab. In Stahnsdorf im Berliner Umland baut Endress+ Hauser Maulburg derzeit ein Zentrum zur Entwicklung und Fertigung von Silizium-Drucksensoren.

Der Natur abgeschaut Im Rahmen ihres Bionic Learning Network zeigt Festo jedes Jahr ein stets aufsehenerregendes, der Natur nachempfundenes mechatronisches System. Dieses Jahr die ferngesteuerte Qualle AirJelly. Sie gleitet fĂśrmlich dank ihres zentralen elektrischen Antriebs und einer intelligenten, adaptiven Mechanik durch das Luftmeer. Denn AirJelly besteht aus einem mit Helium gefĂźllten Ballonett.

Viel beachteter Stand in der RoboCup-Halle: die kletternden Service- und Reinigungsroboter der Niederberger Engineering.

Alstom mit B&R Das B&R-X20-System in Verbindung mit dem Echtzeit-EthernetProtokoll Powerlink erfßllt als einziges System die hohen Anforderungen, die wir in den sensiblen Bereichen der Energieerzeugung fordern, so Christian Kervenec. Die durchgängige Integration des B&R-Systems in das hauseigene Alspa-P320-Prozzessleitsystem erfolgt dabei schnell und effizient. Damit haben wir die Basis fßr eine fruchtbare Technologiepartnerschaft mit starkem Innovationsgrad in der Energie- und Automatisierungsbranche geschaffen. Auf Basis von X20 Powerlink Bus Controllern hat Alstom bereits ein Redundanz-System entwickelt, welches den hohen Anforderungen nach Sicherheit und Verfßgbarkeit fßr Kraftwerksanlagen gerecht wird.

Hoher Besuch Baden-Wßrttembergs Ministerpräsident Gßnther Oettinger hat sich

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Kooperationen und Firmenßbernahmen bekannt gegeben. Besonders turbulent waren diesbezßglich die Veränderungen bei MTL Instruments. Nachdem diese fßhrende Firma fßr Prozessautomatisierung und Telekommunikation im vergangenen Jahr ihrerseits die Firmen Elpro (Industrial Wireless Components), RTK (Alarmierung) und Oceantech (OffshoreEx-LÜsungen) akquiriert hatte, wurde MTL zwischenzeitlich von der Cooper-Crouse-Hinds-Gruppe ßbernommen. Mit diesem Verbund soll der grÜsste global agierende Lieferant fßr explosionsgeschßtzte Produkte entstehen. Alstom Power Control Systems und B&R haben in einer Vereinbarung den Einsatz von B&RAutomatisierung- und -Steuerungssys-temen beschlossen. Der Vertrag, mit einer Laufzeit von zunächst zehn Jahren, sieht vor, dass Alstom zukßnftig Kraftwerke mit kompletten Automatisierungssystemen von B&R ausstattet.

             

  

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Als einzige Energiequelle dienen AirJelly zwei Lithium-Ionen-Polymer-Akkus, an die der zentrale elektrische Antrieb angeschlossen ist. Dieser überträgt die Kraft auf ein Kegelrad und anschliessend nacheinander auf acht Stirnräder, die über Kurbeln die acht Tentakel der Qualle bewegen. Jedes Tentakel ist als Struktur mit dem Fin Ray Effect ausgebildet. Der Antrieb eines Ballons durch eine peristaltische Bewegung ist bis jetzt in der Luftfahrtgeschichte nicht bekannt. AirJelly ist das ers-te Indoor-Flugobjekt mit peristaltischem Antrieb. Die Qualle bewegt sich dank dieses neuen Antriebskonzepts, ihres auf dem Rückstossprinzip basierenden Antriebs, sanft durch die Luft. Die Steuerung im dreidimensionalen Raum erfolgt durch Gewichtsverlagerung. Die Schubkraft des Antriebs kann durch schnelleres oder langsameres Bewegen der Fin-Ra-Tentakel variiert werden.

Nach der Messe ist vor der Messe Wer in Hannover mit innovativen Produkten und marktgerechten Dienstleistungen Aufmerksamkeit erregen und in der Folge davon Kontakte knüpfen konnte, wird in den nächsten Wochen und Monaten ernten wollen. Einige der interessanten Neuheiten präsentieren wir auf den nächsten Seiten. Doch für viele Aussteller beginnt schon bald die Vorbereitung auf den nächsten Messeauftritt. Die Hannover Messe 2009 wird vom 20. bis zum 24. April stattfinden und 14 internationale Leitmessen umfassen. Zusätzlich zu den zehn Leitmessen dieses Jahres werden wieder die Motion, Drive & Automation, die Surface Technology und die ComVac im Programm sein. Premiere feiert in 2009 die Leitmesse Wind im Rahmen der Energy. Partnerland der Hannover Messe 2009 ist die Republik Korea.

Erwähnte Firmen: Bosch Rexroth Schweiz AG 8863 Buttikon 055 464 61 11 info@boschrexroth.ch www.boschrexroth.ch Niederberger Engineering AG 6370 Oberdorf-Stans 041 610 44 65 niederberger-engineering@bluewin.ch www.niederberger-engineering.ch MTL Instruments GmbH DE-41564 Kaarst +49 2131 71893-0 info@MTL.de www.MTL.de B & R Industrie-Automation AG 8500 Frauenfeld 052 728 00 55 office@br-automation.ch www.br-automation.ch ALSTOM (Schweiz) AG 5400 Baden 056 205 77 33 www.alstom.ch Endress & Hauser Metso AG Messtechnik und Automation 4153 Reinach 061 715 75 75 info@ch.endress.com www.ch.endress.com Festo AG 8953 Dietikon 044 744 55 44 info_ch@festo.com www.festo.com/ch


Hochtemperaturfühler für Anwendungen bis 1800 °C Die Temperaturfühler der Produktreihe SensyTemp TSH200 wurden speziell für den Anwendungsbereich von 600 °C bis 1800 °C konzipiert. Ein umfangreiches Portfolio an Schutzrohrmaterialien ermöglicht den Einsatz in nahezu allen Hochtemperatur-Applikationen. Sie erfüllen die Anforderungen der europäischen Norm für gerade Thermoelemente EN 50446. Der strukturierte Aufbau der Dokumentation und der Bestellangaben erleichtert dem Kunden eine präzise und sichere Produktspezifikation. Dies reduziert den Erklärungsbedarf und spart Zeit und Kosten. Die Temperaturfühler der Reihe TSH210 in der Ausführung nach EN50446 mit Metallschutzrohr und wahlweise mit keramischem Innenrohr eignen sich, je nach Schutzrohrmaterial und Thermopaar, für Medientemperaturen zwischen 600 °C und 1300 °C. Fühler der Reihe TSH210 kommen in Glüh- und Härteöfen,

Metallschmelzen, Hochöfen, Winderhitzern, in der Müllverbrennung und in der Rauchgasentschwefelung zum Einsatz. Die Temperaturfühler der Reihe TSH220 werden mit keramischem Schutzrohr sowie mit zusätzlichem keramischem Innenrohr ausgeführt. Sie sind bestimmt für Medientemperaturen bis 1800 °C und werden in der Regel mit Edelmetall-Thermopaaren ausgestattet. Fühler der Reihe TSH220 kommen in der Zementund Ziegelproduktion, Porzellan- und Keramikindustrie, Müll- und Sondermüllverbrennung und in der Stahlindustrie zum Einsatz. In die Entwicklung der Temperaturfühler der Reihe TSH250 ist die langjährige Erfahrung von ABB im Bereich der Glasindustrie eingeflossen. Sie sind mit einem Keramikschutzrohr ausgestattet, an dessen Spitze eine Platinhülse angebracht ist. Aufgrund des platinüberzogenen Keramikschutzrohres ist der Temperaturfühler optimal geeignet für Messungen in flüssigem Glas bei Temperaturen bis 1650 °C. Aufgrund der hohen Temperaturen kommen hier ausschliesslich Edelmetall-Thermopaare in Frage.

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Acoposmicro gibt den Schritt an gung. Der Leistungsbereich liegt zwischen 50 W und 1 kW. Als Feldbusschnittstelle sind Powerlink und die dezentrale Backplane X2X on Board. Ein ausgeklügeltes Kühlkonzept wie bereits beim Acoposmulti trägt dem Umweltgedanken Rechnung. Die Montage kann wahlweise seitlich bzw. als Rückwandmontage erfolgen. Neben Wand- und Durchsteckmontage steht eine Cold-Plate-Variante zur Öl- bzw. Wasserkühlung zur Verfügung. Über standardisierte PLCopen-Motion-Control-Funktionsblöcke sowie CNC-Robotik-Bibliotheken können sämtliche vom Acoposmicro unterstützten Motortypen problemlos über das B&R Automation Studio angesteuert werden. Einsatz findet dieser Verstärker insbesondere in der Halbleiter-, Verpackungs-, Textil- und Druckindustrie.

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Komplexe CNC-Anwendungen setzen zunehmend auf Schrittmotortechnologie. Zudem werden immer mehr pneumatische Systeme durch elektrische Antriebe ersetzt. Acoposmicro – ein sehr kompakter Verstärker zum Betrieb von Stepper- und Servomotoren für den unteren Leistungsbereich – bietet hier eine innovative Lösung. Kleinste Abmessungen von lediglich 63 mm Breite schaffen Platz im Schaltschrank. Zur Erreichung hoher Drehmomente bei hohen Drehzahlen stehen Spannungsniveaus von 80 VDC und 110/230 VAC zur Verfü-

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Automations- und Antriebstechnik I Fachmessen

Höher belastbare Miniatur-Kugelschienenführungen Rexroth hat sein Produktportfolio bei den Miniatur-Kugelschienenführungen um breite Führungswagen in langer Ausführung er-

weitert, welche die standardlangen Ausführungen ergänzen. Sie bieten die optimale Lösung für Anwendungen mit erhöhten Bean-

Rexroth-Kugelschienenführungen in Miniaturausführung mit Führungswagen in der Ausführung breit und lang.

spruchungen, zum Beispiel in den Bereichen Automation und Handhabungstechnik, bei denen es auf einen ruhigen Ablauf ankommt, und sind speziell für EinschienenAnwendungen mit zwei oder gar nur einem Führungswagen prädestiniert. Die neuen, breiten und langen Führungswagen weisen gegenüber den bisherigen standardlangen Führungswagen eine um 40 Prozent höhere dynamische Tragzahl auf sowie eine über 100 Prozent höhere Momentenbelastbarkeit. Diese Führungswagen sind für Geschwindigkeiten bis 3 m/s und Beschleunigungen bis 250 m/s2 ausgelegt. In Verbindung mit den einteiligen Führungsschienen für alle Baugrössen bis 2000 mm Länge las-

sen sich neue konstruktive Lösungen sehr kostenorientiert realisieren. Natürlich können die Führungsschienen, wie bisher, auch in mehrteiliger Ausführung geliefert werden. Die Befestigungsbohrungen in den Schienen sind optional mit einem nicht rostenden Abdeckband verschliessbar. Damit erübrigt sich das aufwändige Verschliessen der Bohrungen mit Kunststoffkappen und es bietet eine bessere Dichtwirkung bei ansprechender Optik.

Infos Bosch Rexroth Schweiz AG 8863 Buttikon 055 464 61 11 info@boschrexroth.ch www.boschrexroth.ch

Leistungsfähiger Liquid-Flow-Controller Hoch dynamische Regelung durch schnelle Durchflussmessung ist das Highlight des neuen LiquidFlow-Controllers von Bürkert. Möglich macht das die konsequent «durchkomponierte» Integration. Es gibt immer etwas zu optimieren. Zum Beispiel im Falle der Durchflussregelung von Flüssigkeiten in Verbindung mit einem Proportionalventil. Präzision, Stabilität und Schnelligkeit sind die hier gefragten Parameter. Möglich macht das vor allem die Integration von Sensor, Regelelektronik und Stellglied in einem Gerät. Sie erspart eine aufwändige Auslegung jeder einzelnen Komponente. Weniger Aufwand auch bei den kompatiblen und abgestimmten Schnittstellen: Alles aus einer Hand heisst hier: sichere Funktion und ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bürkert hat das Differenzdruckverfahren so weit optimiert, dass damit reproduzierbare, schnelle und präzise Durchflussmessungen von Flüssigkeiten möglich werden. Durch eine intelligente Abstimmung mit den anderen Kompo-

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nenten Regelelektronik und Proportionalventil entstand ein neuer digitaler Controller mit überzeugenden Features: – Konfiguration und Diagnose sind über die serielle Schnittstelle mit der Software Mass Flow Communicator möglich – Statusanzeige über LEDs – Konfigurierbare Binärein- und -ausgänge – Ein integrierter Totalizer ermöglicht Verbrauchsanalysen ohne Zusatzaufwand – Es ist für verschiedene Ansteuerungen verfügbar (analog/ digital über Feldbusse oder RS232/RS485) – Ein analoger bzw. digitaler Istwert ermöglicht eine lückenlose Dokumentation der Prozessdaten – Schutzart IP65 für Anwendungen in rauer Umgebung verfügbar Der Liquid-Flow-Controller empfiehlt sich für alle Systemlösungen, in denen Flüssigkeitsmengen präzise geregelt oder dosiert werden müssen. Dies kann z. B. das Zusammenführen mehrerer Flüs-

Liquid-Flow-Controller Typ8712-1.

sigkeiten als Reaktionspartner betreffen oder auch in Kombination mit Bürkert Mass-Flow-Controllern die gleichzeitige Dosierung von Gas und Flüssigkeit in Zerstäubungs- oder Sterilisationsprozessen sein.

Infos Bürkert-Contromatic AG Schweiz Easy Fluid Control Systems 6331 Hünenberg 041 785 66 66 info.ch@buerkert.com www.burkert-contromatic.com


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Hochleistungsfähige PACSystems RX3i CPU320 sinnvoll ist, sind Materialwirtschaft, Verpackung, Montage und Prozesssteuerung. Zu den wesentlichen Merkmalen der RX3i CPU320 gehören zwei eingebaute Kommunikationsschnittstellen sowie konfigurierbare Daten- und Programmspeicher. Die CPU320 kann in Ladder Diagram, Structured Text, Function Block Diagram und C programmiert werden und unterstützt Adressierung symbolischer Variablen sowie mehr als 32 K diskrete und analoge E/A. Der leistungsfähige Prozessor

unterstützt bis zu 512 Programmblöcke mit einer maximalen Grösse von jeweils 128 KB.

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Steuerleitungsfamilie für Werkzeugmaschinenbau igus hat auf der Hannover Messe eine neue Steuerleitungsfamilie für den weltweiten Einsatz in Energieketten im Werkzeugmaschinenbau vorgestellt. Die ölbeständigen «Chainflex»-Leitungen CF77 und CF78 wurden entwickelt für dynamische Anwendungen mit hohen Zyklenzahlen unter hohen Belastungen.

Die neue Familie vereint neun Vorteile von fünf bewährten «Chainflex»-Leitungsserien jetzt in einem einzigen Design. Mit 850 Leitungen bietet igus heute das grösste Programm für Energieketten-Anwendungen, will aber gleichzeitig die Auswahl vereinfachen. Das betrifft vor allem die Kombination von Eigenschaften wie internatio-

Neu: ölbeständige Steuerleitungsfamilie «Chainflex» CF77/CF78 von igus für den internationalen Einsatz in Werkzeugmaschinen.

nale Normen, Werkstoffzulassungen und Lebensdauern. CF77 und CF78 sind lagenverseilt für eine Adernzahl ⱕ7 Adern (Nennspannung U0/U 300/500 Volt) und bündelverseilt für ⱕ12 Adern (U0/U 300/300 Volt). Hierbei sind die Leitungen stabil bündelverseilt um eine hochzugfeste Kernkordel, um Korkenzieher und Adernbrüche zu vermeiden. Dennoch sind die Steuerleitungen im Aussendurchmesser nahezu genauso dünn wie vergleichbare nur lagenverseilte Typen. Der hoch abrieb- und biegefeste, mit Druck zwickelfüllend in alle Zwischenräume der Verseilung extrudierte PUR-Aussenmantel sorgt für zusätzliche Stabilität und ist flammwidrig sowie halogenfrei. Die ölbeständige Serie hat UL/CSA-Zulassung und ist Desina-konform. Schliesslich sind die Leitungen auch reinraumgeeignet (ISO-Klasse 1).

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GE Fanuc Intelligent Platforms hat die Bereitstellung der neuen PACSystems RX3i CPU320 angekündigt, die mit Hilfe des Prozessors Intel 1 GHz eine nie dagewesene Schnelligkeit und Leistung bringt. Die CPU320 eignet sich ideal für Anwendungen, bei denen die Rechenleistung des aktuellen Controllers an ihre Grenzen gestossen ist. Neben der verbesserten Leistung stellt die CPU320 64 MB Benutzerspeicher zur Verfügung. Typische Anwendungen, bei denen der Einsatz einer neuen CPU

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Automations- und Antriebstechnik I Fachmessen

Schnellschaltventile in Sortieranlagen:

High Speed für Erbsenzähler Ob Reis, Erbsen oder Kunststoff: Moderne Sortieranlagen sortieren Teile aller Art in Hochgeschwindigkeit nach Farbe, Form oder Grösse. Schneller als das menschliche Auge dem Vorgang folgen kann, blasen Schnellschaltventile des Typs MHJ – auch als «Jet Valves» bezeichnet – das Schüttgut sortenrein in verschiedene Behälter aus. Zur Unterstützung bei der Inbetriebnahme und zur Funktionsüberwachung bietet Festo das intelligente Kompaktkamerasystem SBOCM/SBOI-M. Beim Sortieren von roten und grünen Kunststoffkugeln mit 6 mm Durchmesser erbringt die in Hannover exemplarisch gezeigte Sortieranlage Höchstleistungen. In Echtzeit separieren Schnellschaltventile des Typs MHJ die gemischten Kugeln, nachdem diese über eine schiefe Ebene gerollt sind, in unterschiedliche Behälter. Der Farbsensor SOEC analysiert am Ende der Ebene die Farben der 12 g schweren Kugeln. Seine Stärken: die hohe Schalt-

frequenz von 500 Hz und drei unabhängig voneinander teachbare Kanäle. Mittels einer weissen LED-Lichtquelle, die ihn unabhängig von Fremdlichtquellen macht, garantiert der SOEC die Erkennung von Objekten im ganzen Arbeitsbereich – so behält der Sensor im Geschwindigkeitsrausch den Überblick.

Schnell geschaltet Der Sensor schickt ein Signal an die Steuerungseinheit CPX-FEC.

Durchfluss von 50 l/min bis 150 l/min und extrem kurze Schaltzeiten: Die Ventile MHJ sind Profis im High-Speed-Bereich.

Diese setzt die Schnellschaltventile in Aktion: mit einem Durchfluss von 50 l/min bis 150 l/min als Einzelventil oder Anschlussplattenventil und extrem kurzen Schaltzeiten von weniger als 1 ms sind die Ventile MHJ Profis im High-

Speed-Bereich. Für höhere Durchflüsse sind die bekannten Typen MH3 mit 200 l/min und MH4 mit 400 l/min geeignet – bei Schaltzeiten von unter 3 ms beim MH3 und unter 4 ms beim MH4. SPSStandardausgänge 24 V DC/1A ermöglichen ein einfaches und direktes Ansteuern der Versionen mit integrierter Elektronik – nun mit praktisch leistungslosem Triggereingang. Alternativ wird ein externer Zweikanal-Kabelstromregler angeboten. Besonderer Pluspunkt für die Anwendung in der Prozessindustrie: Dank Schutzklasse IP65 sind die kompakten Schnellschaltventile MHJ10 unempfindlich gegen Staub und Feuchtigkeit und können ohne spezielle Schutzmassnahmen direkt in der Applikation montiert werden. Die MHJ9Ventile haben einen Steckeranschluss mit IP40.

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Schnellschaltventile des Typs MHJ blasen das Schüttgut sortenrein in verschiedene Behälter aus.

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In der chemischen, petrochemischen und pharmazeutischen Industrie sowie im Öl- und Gas-Bereich müssen Gefahren durch Explosionsschutzmassnahmen verhindert werden. In der Mess- und Regeltechnik werden dabei vermehrt Remote I/O eingesetzt. Diese nutzen den Profibus, der bei hohen Datenraten und grossen Entfernungen Lichtwellenleiter für den sicheren Betrieb verwendet. Weitverzweigte Anlagen werden wegen der hohen wirtschaftlichen Bedeutung häufig redundant aufgebaut und mit einem Leitsystem gesteuert. Da der Profibus bei hoher Übertragungsgeschwindigkeit Kupferleitungen nur für kurze Entfernungen zulässt, bietet der Lichtwellenleiter eine ideale Alternative. Drei prinzipielle Unterschiede zum Kupferkabel kommen gerade in Anlagen der Prozesstechnik zum Tragen und machen deutlich, warum LWL hier die richtige Wahl ist. Erstens sorgen sie für eine voll-

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ständige galvanische Trennung zwischen dem Feld und der Messwarte. Zweitens können die kleinen Lichtenergien keine zündfähigen Funken oder heissen Oberflächen erzeugen. Und drittens können elektromagnetische Felder – anders als bei der Datenübertragung mit Kupferleitern – keine Störungen verursachen. Im prozessnahen Bereich der Remote-I/O-Station werden meist kurze konventionelle Buskabel verwendet. Da die für Profibus DP verwendete RS485-Schnittstelle nicht eigensicher ist, muss das elektrische Kabel bei der Installation in erhöhter Sicherheit wie Stromversorgungskabel verlegt werden.

auch Feinste emissionen rückgewonnen – das spart Kosten und bringt ihren Mitarbeitern saubere Luft zum Atmen.

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QuantumSicherheitssteuerung SIL2.

Für Anlagen und Prozesse mit hohen Sicherheitsanforderungen steht ab sofort das SPS-System Modicon Quantum als Sicherheits-SPS zur Verfügung. Sie kann damit auch in kritischen Anwendungen genutzt werden, um den Schutz von Personen, der Produktion und der Umwelt sicherzustellen. Die SPS ist SIL2-zertifiziert und erfüllt die IEC 61508. Die Modicon-Quantum Sicherheits-SPS gewährleistet ein Höchstmass an Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit für eine Vielzahl von Anwendungen wie beispielsweise Notabschaltung von Systemen, Schutz von Dampfkesseln, Brandschutz und Gasdetektoren sowie Brennersteuerungen. Bei der Entwicklung dieser Sicherheits-SPS stand von Anfang an die einfache Handhabung durch den Anwender im Vordergrund – das Engineering einer sicheren Applikation soll genau so einfach sein wie eine normale Anwendung. Für den sicherheitsrelevanten Teil einer Applikation wurden spezielle neue Baugruppen entwickelt, also beispielsweise SPS-Prozessoren sowie digitale und analoge E/A. Besonderes Gewicht wurde auf die integrierte Diagnose dieser neuen Komponenten gelegt, damit der sicherheitsrelevante Teil genau so einfach wie die normale Anwendung betrachtet werden kann. In den SPS-Prozessoren werden zwei verschiedene Mikrocontroller von unterschiedlichen Herstellern verwendet, um die Applikation parallel abzuarbeiten, sollten dabei Ab-

weichungen entdeckt werden, wird das System sofort in einen sicheren Zustand gebracht. Mit der gleichen Zielsetzung werden die Ausgänge des Systems permanent überwacht, sämtliche Module führen permanente Selbsttests aus. Auf redundante Verkabelung oder zusätzliche Module kann deswegen in der Modicon-Quantum-Sicherheits-SPS verzichtet werden. Sicherheitsgerichtete und nicht sicherheitsrelevante E/A können in ein und demselben Applikationsprogramm beliebig kombiniert werden oder je nach Automationskonzept auf verschiedene Steuerungen verteilt realisiert werden. Die Standard-E/A-Module für den Einsatz in Sicherheitssteuerungen sind vom TÜV Rheinland getestet und werden als sogenannte «non interfering I/O» angeboten. Damit ist sichergestellt, dass die Standard-E/A keinerlei Einfluss auf die sicherheitsgerichteten Baugruppen ausüben. Für Anwendungen, die sowohl an die Sicherheit als auch an die Verfügbarkeit hohe Anforderungen haben, gibt es Sicherheitsprozessoren, die auf den bewährten HotStand-by-Komponenten basieren. Damit ist es sehr einfach, auch sichere und hochverfügbare Anwendungen zu entwickeln.

Infos Schneider Electric (Schweiz) AG 3063 Ittigen 031 917 33 33 info@ch.schneider-electric.com www.schneider-electric.ch


Elektrische Sicherheit einfach gemacht Die neue Generation elektronischer Überwachungsgeräte PMDsigma von Pilz überwacht Werte wie Spannung, Strom, Temperatur oder Phasenfolge. Neu an PMDsigma ist die Möglichkeit, die Werte einfach per Drehknopf einzustellen und auf einer Chipkarte zu speichern. Daten lassen sich somit flexibel für weitere Geräte übernehmen. Ein Klartext-Display unterstützt die Parametrierung und bietet zugleich eine komfortable Diagnose. Das erste Gerät

der Produktfamilie PMDsigma überwacht die Wirkleistung. Damit steht ein Frühwarnsystem für gefährliche Anlagenzustände zur Verfügung, das ohne zusätzliche Sensoren auskommt. Das kompakte Gerät PMD s10 erlaubt über die Wirkleistung Rückschlüsse auf die Belastung des Motors. Es überwacht die Schaltschwellen und gibt gleichzeitig einen analogen Spannungs- oder Stromwert aus, der proportional zur Wirk-leistung ist. Das ermöglicht eine Überwachung von Unter- oder Überlastschwellen per Analogsignal (SPS) oder per bereits integrierte Relais. Einfach und wirtschaftlich – die neue Generation elektronischer Überwachungsgeräte PMDsigma von Pilz überwacht Werte wie Spannung, Strom, Temperatur oder Phasenfolge.

Motoren mit einer Leistung von bis zu 11 KW können direkt, grössere Motoren über Stromwandler überwacht werden. Dabei sind Motorspannungen bis 550 V möglich. Das PMD s10 kann Frequenzen von 0 Hz bis zu 1000 Hz verarbeiten. Damit ist es sehr flexibel und sowohl für Gleich- und Wechselstrommotoren als auch für frequenzgeregelte Antriebe geeignet. Motoranlauf sowie kurze Leistungsschwankungen lassen sich ausblenden, sodass hohe Anlaufströme das Gerät nicht beeinflussen. Spitzenwerte während des Betriebs können gespeichert und über das Display wieder abgerufen werden.

Infos Pilz Industrieelektronik GmbH 5506 Mägenwil 062 889 79 30 pilz@pilz.ch www.pilz.ch

Modulare Sicherheit für mehr Flexibilität len Branchen und Applikationen eingesetzt werden, bei denen mehrere Sicherheitsfunktionen ausgewertet werden müssen und eine Verdrahtung von mehreren Schaltgeräten nur noch sehr aufwändig zu realisieren ist. Durch den modularen Das Sicherheitssystem 3RK3 kann in Aufbau des Sicherheitsallen Branchen und Applikationen eingesetzt werden, bei denen mehrere Sicher- systems Sirius 3RK3 spart der Anwender Koheitsfunktionen ausgewertet werden sten, da er nur die Geräte müssen und eine Verdrahtung von meheinsetzen muss, die für reren Schaltgeräten nur noch sehr aufseine Anwendung wirkwändig zu realisieren ist. lich benötigt werden. Gleichzeitig kann er die GeräteMit dem modularen Sicherheitseinheit flexibel um zusätzliche system Sirius 3RK3 bietet die Funktionen erweitern, wenn sich Siemens-Division Industry Autodie Applikation ändert. Kern des mation eine neue Safety-Lösung Systems ist das Zentralmodul mit zwischen einem einfachen Siacht sicherheitsgerichteten Eincherheitsschaltgerät und einer gängen und je einem sicherheitsfehlersicheren Steuerung. Das Sigerichteten Relais- und elektronicherheitssystem 3RK3 kann in al-

schen Ausgang. Darüber hinaus kann der Anwender bis zu sieben Erweiterungsmodule anschliessen, die weitere Sicherheitsfunktionen einlesen oder ausgeben können. Ein DP-InterfaceModul ermöglicht die Kommunikation mit übergeordneten Steuerungen über Profibus. Mit Hilfe der Parametrierungssoftware MSS ES, die Bestandteil des Systems ist, werden Ein- und Ausgangssignale eingestellt und Gerätefunktionen verschaltet. Diese müssen nun nicht mehr umständlich verdrahtet werden, was Zeit und Kosten spart.

Infos Siemens Schweiz AG, A&D 8047 Zürich 0848 822 844 automation@siemens.ch www.siemens.ch/automation


Automations- und Antriebstechnik I Fachmessen

Messsystem für Temperatur- und Feuchtewerte

Hochleistungs-Controller für Compact FieldPoint

Die automatische Temperatur- und Feuchtedatenerfassung mit Testo Saveris eignet sich für unterschiedlichste Einsatzbereiche – hier in einem Motorenprüfstand.

Das einfach zu bedienende Messsystem bringt Sicherheit und Zeitersparnis durch automatisierte Messdatenerfassung. Testo Saveris ist optimal geeignet für die Überwachung und Dokumentation von Temperatur- oder Feuchtedaten in Produktion, Qualitätssicherung und F&E sowie in Gebäuden, Monitoring des Lagerklimas von temperatur- und feuchtesensiblen Produkten, z. B. von wertvollem Inventar (Museen, Server-Räume), von Medikamenten und von Lebensmitteln sowie Überwachung der Lebensmittel-Kühlkette. Im Messtakt speichern die Fühler ihre Messdaten und senden diese in regelmässigem Zeitabstand an eine zentrale Base. Sofern eine Grenzwertüberschreitung vorliegt, wird sofort eine Funkverbindung aufgebaut. Durch bidirektionalen Funk stehen Funkfühler und Base in gegenseitigem Kontakt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Messdaten nur von der Base aufgenommen werden und nicht durch andere Funksysteme gestört werden. Falls die Funkverbindung durch Hindernisse unterbrochen sein sollte, wird darüber per Alarm informiert. Der Speicher im Fühler gewährleistet, dass die Messdaten bei Störung der Funkverbindung nicht verloren gehen. Ein optimiertes Batteriekonzept sorgt für lange Standzeiten des Fühlerspeichers. Neben den Funkfühlern sind Fühler einsetzbar, die direkt an das Ethernet angeschlossen werden.

44 technica 0 6 - 0 8

Hierdurch ist die vorhandene LANInfrastruktur nutzbar. Die Base ist das Herz von Testo Saveris und kann unabhängig vom PC pro Messkanal 40 000 Messwerte speichern. Dies entspricht bei einer Messrate von 15 Minuten ungefähr einem Jahr Speichervermögen. Ein Notfall-Akku stellt sicher, dass bei Stromausfall ein Alarm abgesetzt wird und keinerlei vorhandene Messdaten verloren gehen. Über das Display der Saveris-Base sind Systemdaten sowie Alarme sichtbar. Auch ohne laufenden PC alarmiert die Base bei Grenzwertüberschreitung durch eine LEDLeuchte, wahlweise per SMS und über Relaisausgang, an den ein Alarmgeber anschliessbar ist. Insgesamt kann eine Base 150 Funkund Ethernet-Fühler bzw. 254 Messkanäle aufnehmen. Die Messdaten werden von der Base an einen PC übertragen und in der Datenbank der Software zentral gespeichert und sind jederzeit als Tabelle oder Grafik abrufbar. Alle aufgetretenen Alarme sind als Historie tabellarisch aufgelistet. Im Alarmfall bekommt der Nutzer wahlweise eine Nachricht per E-Mail oder ein Popup direkt auf den Bildschirm.

Infos Testo AG 8617 Mönchaltorf 043 277 66 66 info@testo.ch www.testo.ch

Die Controller cFP-22x0 sind für industrielle Umgebungen konzipiert und auch Stossbelastungen, Vibrationen und hohen Temperaturen gewachsen.

National Instruments gab die Markteinführung drei neuer Compact-FieldPoint-Controller bekannt, die optimierte Leistung, eine höhere Prozessorgeschwindigkeit sowie erheblich verbesserten Datendurchsatz über Ethernet bieten. Die Controller NI cFP2220, cFP-2210 und cFP-2200 arbeiten mit einem 400-MHz-PowerPC-Prozessor und dem Echtzeitbetriebssystem VxWorks von Wind River. Diese Technologien sorgen für eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit und schnellere Datenanalysen. Der Controller cFP-2220 bietet jeweils bis zu 128 MB SDRAM und Onboard-Speicher und das Modell cFP-2210 verfügt sogar über 256 MB SDRAM und bis zu 128 MB Onboard-Speicher. Der cFP-2220 besitzt zwei Ethernet-Anschlüsse für die Anbindung an unternehmensweite und dedizierte I/ONetzwerke sowie drei RS232Ports und einen RS485-Anschluss für serielle Geräte. Zur Übertragung von Daten an externe Speichermedien verfügt der Controller über einen zusätzlichen USBAnschluss und einen Steckplatz für einen CompactFlash-Wechselspeicher. Darüber hinaus bietet

der cFP-2220 die doppelte Grösse an Onboard-Speicher und SDRAM, nämlich bis zu 256 MB, sodass eine grössere Datenmenge auf dem Controller selbst abgelegt werden kann. Anwender werden durch diese neuen Controller und LabVIEW Real-Time bei der Erstellung von Stand-alone-Embedded-Systemen unterstützt. Sie können damit anwenderdefinierte Applikationen zur Datenprotokollierung und -überwachung, Echtzeitanalyse und erweiterten intelligenten Steuerung implementieren. Ausserdem ermöglichen sie einen 10-mal höheren Ethernet-Datendurchsatz und damit höhere Übertragungsraten. Darüber hinaus unterstützen sie das RelianceDateisystem zur Wahrung der Datenintegrität.

Infos National Instruments Switzerland Corp. Austin Zweigniederlassung Ennetbaden 5408 Ennetbaden 056 200 51 51 ni.switzerland@ni.com www.ni.com/switzerland


Eigensicheres Ethernet für Ex-Zone 1 und 0 MTL 9400 sind eigensichere (Ex i) Ethernet-Komponenten. Die Hardware der Serie MTL 9400 umfasst Systemkomponenten, die ein Ex-iEthernet-Netzwerk in der Ex-Zone 1 oder Ex-Zone 0 ermöglichen. Die Nutzung von Ethernet für die Prozessautomation wurde lange durch die Ex-Zone verhindert. Deshalb findet man heute das Ethernet meistens in Fabrikautomationsapplikationen. Darüber hinaus bevorzugt die Prozessautomation die Signalübertragung und die Stromversorgung kombiniert in einem Kabel. Die Serie 9400 erfüllt all diese Forderungen. Das Ex-iStromversorgungskonzept Power over Ethernet (PoEx) erlaubt Wartungsarbeiten im laufenden Betrieb sogar in der Ex-Zone 1 oder

0. Dadurch sind Kosteneinsparungen bis zu 40% möglich. Das System MTL 9400 umfasst einen WLAN-Access point, einen managed switch, einen LWL-Umsetzer und ein Gateway zur Protokollwandlung. Die Hardware ist für die Montage in der Zone 1 zertifiziert. Signale aus der Zone 0 können direkt angeschlossen werden. Ein Zone 2 zugelassener EthernetTrennbaustein mit zugehöriger Energieversorgung komplettiert das System MTL 9400. Die MTL9491-IS-Stromversorgung basiert auf dem MTL-Patent Fast Switch und erlaubt so Wartungsarbeiten im laufenden Betrieb ohne «Feuerschein». Das Ethernet-Gateway erlaubt die Einbindung von seriellen Kommu-

nikationsprotokollen (z. B. Profibus) in das Ethernet-Netzwerk. Dadurch erreicht man eine einfache Integration von serieller Messtechnik, wie z. B. Waagen, Analysatoren, I/O-Systemen in das Ethernet-Netzwerk. Der Ex i-WLAN Access point ist ein multifunktionales Modul für die Standards 802.11a/b/g/h Access Point, Wireless Bridge or Wireless Repeater. Damit wird das Ethernet-Netzwerk ganz einfach mobilen Endgeräten zugänglich gemacht. Der Ex i managed Switch erlaubt den Anschluss von bis zu 5 Netzwerk-Komponenten. Dabei versorgt der Switch die angeschlossenen Netzwerk-Komponenten über den RJ45-Stecker auch mit

Hilfsenergie mittels PoEx-Technologie. Der LWL-Koppler erlaubt die Ausdehnung des Ethernet-Netzwerks über grosse Entfernungen. Diese neue Technologie ist bereits betriebsbewährt in Bergbau-Applikationen und wird nun mit der ATEX- und IECEx-Zulassung erfolgreich in Prozessautomationsapplikationen genutzt werden.

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Automations- und Antriebstechnik I Fachmessen

Zwei Schaltpositionen pro Betätigungsrichtung Mit dem neuen M22 RMQ-Titan Joystick von Moeller können Anwender in einer Betätigungsrich-

tung zwei Schaltpositionen (Kontakte) nacheinander schalten. Damit lassen sich einfache und ro-

M22 RMQ-Titan Joystick – für Schleich-/Eilgang und Einrichtbetrieb.

buste Lösungen für den Einrichtbetrieb beziehungsweise die Geschwindigkeitsvorwahl Schleich-/ Eilgang problemlos realisieren. Moeller bietet seine Joystick-Varianten in verschiedenen Betätigungsrichtungen an, und zwar a.) zwei Richtungen vertikale Betätigung (hoch/runter), b) zwei Richtungen horizontale Betätigung (rechts/links) und c) vier Richtungen (hoch/runter/rechts/links) – jeweils mit zwei Schaltpositionen pro Betätigungsrichtung. Als Schaltkontakte kommen die Standard- und Frühschliesser aus dem RMQ-Titan Befehls-/ Meldegeräteprogramm zum Einsatz. Der M22 RMQ-Titan Joystick ist in Schutzart IP66 ausgeführt und gemäss Atex (Atmospheres Explosi-

bles) Richtlinie 94/9 EG für den Einsatz im Bereich Staub, Zone 22, Kategorie 3, zugelassen. Er findet Anwendung in Staub-Explosions-gefährdeten Bereichen wie zum Beispiel bei Mühlbetrieben, Holzbe- und Verarbeitungsbetrieben, Zementwerken oder der Futtermittelindustrie. Er wird auf Wunsch mit kundenspezifischen Beschriftungsschildern geliefert, die mit dem Labeleditor individuell erstellt werden können.

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Neue Frequenzumrichter-Reihe Die neue Frequenzumrichter-Reihe Inverter Drives 8400 von Lenze besticht durch ihre konsequente Skalierung. Das «Rightsizing»Konzept macht dabei durch die klare funktionale Abstufung der Ausführungen in BaseLine, StateLine und HighLine die Auswahl des zur Antriebsachse passenden Umrichters einfach – und das zu einem optimalen Preis-LeistungsVerhältnis. Alle Ausführungen zeichnen sich durch gleiche Art der einfachen Handhabung, Bedienung, Programmierung, Logistik und Servicefähigkeit aus. Die damit verbundenen Kosteneinsparungen in allen Lebenszyklusphasen einer Maschine steigern insofern nachhaltig die Wertschöpfung. In Verbindung mit den abgestimmten Getriebemotoren bietet Lenze zudem vollständige Antriebsachsen aus einer Hand. Die Überlastfähigkeit bis zu 200 Prozent und die Auslegungstemperatur von 45 °C ohne Derating machen die Inverter Drives 8400 zu robusten Antriebsreglern, die

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auch bei höheren Temperaturen noch ohne Klimatechnik im Schaltschrank auskommen. Dieses führt zu Einsparungen beim Geräte-, Installations- und Überwachungsaufwand. Ab StateLine werden thermische Schaltschrank-Optimierungen zudem durch die Montagemöglichkeiten der Durchstoss oder Cold-PlateTechnik unterstützt. Die Reihe ist in den marktüblichen Leistungsabstufungen bis 2,2 kW sowohl einphasig als auch dreiphasig verfügbar. Die Bemessungsspannungen sind EU-konform mit 230 V und 400 V realisiert. Für grössere Leistungen stehen StateLine und HighLine zunächst dreiphasig bis 11 kW zur Verfügung. Eine Leistungserweiterung bis 55 kW ist in Planung. Ab StateLine bietet Lenze auch Varianten mit verlackten Platinen sowie zukünftig die Funktion «Sicherer Halt» (STO). Feldbusse wie Profibus und später auch Ethernet, Powerlink, EtherCAT oder Profinet lassen sich durch steckbare Module anbinden. Der CANopen-

Die drei Ausführungen der Inverter Drives 8400: BaseLine, StateLine und HighLine.

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Prozesstechnik

I Druckmesstechnik

Druckkalibration vor Ort auch im Ex-Bereich

Zeit und Kosten sparen Druckkalibration ist schon unter normalen Umständen ein sehr aufwändiges und anspruchsvolles Geschäft. Soll aber in ExBereichen kalibriert werden, also beispielsweise in der Chemie, Petrochemie, in Erdölraffinerien oder in sonstigen Bereichen mit explosionsgefährdeten Gasen und Stäuben, sind die Anforderungen an MSR-Techniker und deren Equipment noch weit höher. Mobile ex-sichere Druckkalibratoren können jetzt die Arbeit erleichtern und helfen, Zeit und Kosten zu sparen.

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as übliche Prozedere zur Druckkalibration ist recht kompliziert. In der Regel werden die zu kalibrierenden Geräte ausgebaut und ins Labor gebracht. Dort wird ihr Ist-Zustand ermittelt («Werte vor der Justierung») und mit einem Normal verglichen. Weicht der gemessene Wert davon zu stark ab, wird der Prüfling justiert. Nach dem Justieren werden die neuen Messwerte nochmals verifiziert, man spricht auch von «Werten nach der Justierung». Erst danach können die Geräte wieder zur Anlage gebracht und eingebaut werden. Diese, in der Praxis heute meist übliche Lösung hat gleich eine ganze Reihe von Nachteilen: Während der Kalibrierung stehen unter Umständen Teile der Anlage und somit auch die Produktion still. Das kann dauern; je nach Grösse des Werksgeländes muss der Techniker zum Labor und zurück weite Strecken zurücklegen. Ein weiteres Problem: Ex-sichere Geräte verlassen bei dieser Vorgehensweise ihr übliches Umfeld. Sie werden dabei gegebenenfalls mit nicht-ex-sicheren Geräten überprüft und im schlimmsten Fall dadurch mit Strömen und Spannungen beaufschlagt, die ihre ex-Sicherheit zerstören können.

Anlagenstillstand minimieren Wesentlich praxisgerechter ist es, mit portablen Kalibratoren die Prüflinge

Autoren Martin Eckl ecom instruments GmbH und Dipl.-Ing. (FH) Nora Homburg Redaktionsbüro Stutensee

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direkt in ihrem gewohnten Umfeld zu kalibrieren. Das verkürzt die Stillstandszeit und reduziert das Risiko für die Prüflinge. Geräte, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden, müssen eigensicher sein. Gleiches gilt für Kalibratoren, die dort verwendet werden, denn schon der kleinste Funke kann hier gefährlichste Auswirkungen haben. Damit Druckkalibratoren als eigensicher zugelassen werden, müssen sie für die Verwendung in Europa entsprechend der europäischen Atex-Direktive 1994/9/EG zertifiziert sein (Ex II 1 G EEx ia IIC T4). Mit dem ex-sicheren Druckkalibrator 718Ex bietet die Ecom Instruments GmbH aus Assamstadt jetzt ein entsprechendes Gerät an. Dank seiner kompakten Abmessung von 21,6 x 9,4 x 6,6 cm (HxBxT) und dem geringen Gewicht von etwas unter 1000 g ist er für den mobilen Einsatz gut geeignet (Abb. 1). Das robuste, kunststoffarmierte Gehäuse schützt das Gerät beim Einsatz unter rauen Bedingungen. Der Kalibrator eignet sich für trockene Luft und nicht-korrosive Gase und kann mit einer eingebauten Handpumpe Druck oder Vakuum erzeugen. Er ist standardmässig für zwei Messbereiche erhältlich: von – 830 mbar bis 2 bar und von – 830 mbar bis 7 bar (jeweils interne Sensoren). Will man niedrigere oder höhere Drücke messen, kann man eins der acht verschiedenen, optional erhältlichen eigensicheren Druckmodule der 700PEx-Reihe anschliessen (Abb. 2). Somit lassen sich mit ein und demselben Gerät alle vorkommenden Druckwerte von 25 mbar

Abb. 1 Dank seiner kleinen Abmessung und seinem geringen Gewicht lässt sich der ex-sichere Druckkalibrator direkt vor Ort einsetzen.

(Differenzdruck) bis 200 bar (Relativdruck) messen. Dem MSR-Techniker stehen zusätzlich noch weitere Funktionen wie eine Min./Max.-, bzw. eine Hold-Funktion zur Verfügung.

Richtig kalibrieren Mit dem richtigen Equipment kann ein MSR-Techniker jetzt vor Ort kalibrieren, was die Kalibrierung im ExBereich im Vergleich zu herkömmlichen Methoden wesentlich vereinfacht (Abb. 3). Um eventuelle Gefahren zu vermeiden, ist es trotzdem unerlässlich, gewisse Kalibrierprozeduren einzuhalten: Das System muss ausgeschaltet und alle Mitarbeiter darüber informiert werden, dass eine möglicherweise gefährliche Operation stattfinden wird. Zusätzlich muss der Arbeitsbereich abgesperrt und ge-


Zeichen setzen für die Zukunft

Druckkalibrierung

Abb. 2 Mit einem der acht eigensicheren Druckmodule kann der Messbereich auf alle vorkommenden Druckwerte von 25 mbar (Differenzdruck) bis 200 bar (Relativdruck) erweitert werden.

kennzeichnet werden. Da im System noch Restgase vorhanden sein können, gilt es, dieses vor dem Kalibrieren zu spülen oder zu entlüften. Falls in der Umgebung explosive Gase vorhanden sein können, prüft der MSRTechniker diese vor der Druckkalibrierung mit einem Gasdetektor. Wurde dies alles berücksichtigt, können die Messungen beginnen.

Der ex-sichere Druckkalibrator 718Ex eignet sich zur präzisen Druck- und Strommessung und ist damit ein autarkes Instrument zum Kalibrieren von p/I-Transmittern oder Druckschaltern in klassifizierter Umgebung. Zum Kalibrieren des Transmitters beispielsweise lässt der MSR-Techniker dessen Druck ab und isoliert ihn von der restlichen Anlage. Ist aller Druck im Transmitter abgelassen, wird er mit der Handpumpe des Kalibrators definiert mit Druck beaufschlagt. Der MSR-Techniker notiert sich die psiund mA-Werte für den untersten, mittleren und oberen Messbereich und errechnet daraus den Fehler. Liegt dieser Fehler innerhalb der Toleranz, hat der Transmitter den AsFound-Test bestanden und kann wieder in die Anlage eingebaut werden. Besteht der Transmitter den Test nicht, muss er nachjustiert werden. Anschliessend werden die neuen Werte mit einem As-Left-Test verifiziert. Nach bestandenem Test lässt der Techniker den Druck aus der Leitung entweichen, entfernt den Druckkalibrator und nimmt den Transmitter wieder in Betrieb. Mit einem transportablen ex-sicheren Druckkalibrator spart sich der Anlageninstandhalter also unnötige Wege. Führt er das richtige Werkzeug und die eventuell benötigten Ersatzteile mit sich, kann er direkt vor Ort nachjustieren oder eventuell defekte Teile austauschen und die Anlage gleich wieder in Betrieb nehmen. Die Produktion steht somit wesentlich kürzer still. Damit hilft das mobile Kalibriergerät in explosionsgefährdeten Produktionen immens Kosten sparen.

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5 Zusätzlicher Fühlereingang für Thermoelement-Fühler

Abb. 3 Mit dem richtigen Equipment kann ein MSRTechniker jetzt vor Ort kalibrieren, was die Kalibrierung im Ex-Bereich im Vergleich zu herkömmlichen Methoden wesentlich vereinfacht. (Bilder ecom instruments GmbH)

Infos ecom instruments GmbH 6210 Sursee 041 921 60 00 michael.baumgartner@ecom-ex.com www.ecom-ex.com

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Prozesstechnik

I Prozessanalyse

Digitale Sensortechnologie für die Prozessanalysentechnik

Kostensenkende Instandhaltungsstrategien Seit der Einführung von Memosens für die pH-Messtechnik durch Endress+Hauser schreibt diese Technologie eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Mehrere zehntausend Systeme sind bisher im Weltmarkt installiert. Was mit der pH-Messung begann, ist mittlerweile ebenso bewährt für die Parameter Redox, Gelöst-Sauerstoff und konduktive Leitfähigkeit. Memosens hat sich in vielen Anlagen der Prozessindustrie weltweit zu einem betriebsbewährten Standard entwickelt.

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eit über 70 Jahren wird die pHMesstechnik in der Industrie eingesetzt. Moderne Sensoren helfen die Produktqualität zu sichern, die Stoffausbeute zu erhöhen, Grenzwerte für die Umwelt einzuhalten und Erkenntnisse für Forschung und Entwicklung zu gewinnen. Da auf die pH-Messung nicht mehr verzichtet werden kann, haben die Anwender gelernt, mit den Unzulänglichkeiten der traditionellen, analogen Messtechnik umzugehen. Hierzu gehören beispielsweise die mögliche Instabilität der Glassensoren gegen die Medien, in denen sie eingesetzt werden, und die Hochohmigkeit des Messsignals. Diese macht die gesamte Messkette extrem anfällig gegen Feuchtigkeit und EMV-Einflüsse. Feuchtigkeit gilt dabei als grösster Feind – sie kommt an allen Stellen vor, an denen man pH misst. Messprobleme können bereits auftreten, wenn man am pH-Kabel wackelt oder es biegt. Der Messumformer zeigt dabei einen driftenden oder schwankenden Messwert an. Der Fachmann weiss: Steckkopf, Kabelkupplung, Kabel und Sensoreingang am Messumformer gehen mit in das Signal ein.

Autor Dr. Thomas Steckenreiter, Marketing-Direktor Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG

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Das Ziel der Entwicklung von Memosens war es, den eigentlichen Messumformer in den Sensor zu integrieren und das Sensorsignal gleichzeitig zu digitalisieren. Um vollkommen frei von Umweltstöreinflüssen zu sein, beschloss man, die Stromversorgung des Sensors und die Kommunikation über eine induktive Kupplung zu realisieren. Das Ergebnis war verblüffend: ein vollkommen stabiles Messsignal, galvanisch vollständig entkoppelt und frei von jeglichen Störeinflüssen. Der BajonettVerschluss mit deutlich fühlbarem Einrasten erlaubt die sichere Montage. Ein Klick beim Einrasten zeigt, dass der Sensor sitzt, woraufhin er sich problemlos am Messumformer anmeldet.

nigung, Konditionierung und Regenerierung der pH-Sensoren an eine zentrale Stelle zu verlagern. Zu diesem Zweck wurde z. B. bei der Firma Lanxess in Leverkusen und bei Merck in Gernsheim ein zentraler pHService mit einem EDV-gestützten pH-Kalibrierstand aufgebaut, der die pH-Sensoren für die verschiedenen Betriebe wartet und verwaltet. Reproduzierbare Laborbedingungen ermöglichen eine viel präzisere Kalibrierung und somit eine genauere Prozessführung. Zusätzlich verlängert die regelmässige Regeneration und Reinigung die Lebensdauer der Sensoren. Dieses Konzept erhöht natürlich auch die Verfügbarkeit der pH-Messstellen im Betrieb und spart zusätzliche Kosten, da der Sensoraustausch, der nun kei-

Sichere und intelligente Sensoren Diese Entwicklung löste das Problem der Hochohmigkeit ursächlich. Nun erschlossen sich völlig neue Möglichkeiten für die Flüssigkeitsanalytik. Intelligente Sensoren wurden denkbar. Hierzu bauten die Entwickler von Endress+Hauser in die miniaturisierte Sensorelektronik ausreichend Speicherplatz und Rechenleistung ein. Der integrierte Speicherchip gewährleistet nicht nur die lückenlose Dokumentation aller prozessrelevanten Daten, sondern garantiert auch eine sichere Kalibrierung oder Justage an einem von der Messstelle unabhängigen Ort. Somit ist es möglich, alle Instandhaltungsmassnahmen wie Rei-

Mit Memosens bereitet Feuchtigkeit keine Probleme mehr bei der pH-Messung.


Der Bajonett-Verschluss mit deutlich fühlbarem Einrasten erlaubt die sichere Montage und den einfachen Austausch der MemosensSensoren.

ne speziellen Kenntnisse der pHMesstechnik mehr erfordert, vom Betriebspersonal durchgeführt werden kann. Die Sensoren müssen vor Ort nur noch durch kalibrierte Sensoren ausgetauscht werden. Das verringert die Wartungszeiten in den Anlagen um mehr als die Hälfte. Ein weiterer essenzieller Bestandteil dieser Instandhaltungsstrategie ist ein effektives Daten- und Sensormanagement.

Zentrales Daten- und Sensormanagement Die neu konzipierte Datenbank Memobase komplettiert das MemosensPortfolio um das Daten- und Sensormanagement. Während der zentralen Kalibrierung der Sensoren erfasst und verwaltet Memobase alle messstellenspezifischen Informationen, die Kalibrier-/Justierdaten sowie die Prozessdaten. Somit wird der komplette Lebenszyklus eines Sensors von der Einlagerung über die Zubuchung zu einer Anwendung bis zur Verschrottung dokumentiert und verfolgt. Messsysteme und Wartungskonzepte können auf dieser Datenbasis analysiert und permanent optimiert werden. Dies führt zu verbessertem Asset Management: Anhand von Trendkurven kann die Lebensdauer der Sensoren vorhergesehen werden. So wird die vorausschauende Wartung zum integrierten Bestandteil der neuen Instandhaltungsstrategie. Memobase verwaltet alle Messstellen und bucht neue Sensoren bestimmten

Im zentralen pH-Labor bei Lanxess werden die Memosens-Sensoren unter reproduzierbaren Laborbedingungen gewartet. Hier unterstützt das Sensor- und Datenmanagement Memobase die zentrale Verwaltung der Sensoren.

Messstellen, Messstellenkreisen oder Anlagenteilen zu. Damit sind in der Datenbank die Messstellenkennzeichnung (TAG), die Seriennummer des Sensors und der Sensortyp sowie die Daten der Erstkalibrierung unveränderbar miteinander verbunden. In der Datenbank wird die Sensorhistorie durch die Folgekalibrierungen automatisch erfasst und der Applikation zugebucht. Für den Betreiber, den Techniker und den Qualitätsverantwortlichen sind alle messstellenrelevanten und produktionsspezifischen Daten zugänglich. Durchgängige Auswertungen zu Qualitätssicherung sind jederzeit möglich. Diese Daten können für den Betriebsleiter oder den Qualitätsverantwortlichen aufbereitet oder in Rohfassung zur Verfügung gestellt werden. Erstmalig sind hier systematische Auswertungen über die Leistung der Messstellen möglich. Das Führen eines Messstellenbuches ist nicht mehr notwendig. Durch das einfach zu handhabende TAG-Nummern-System ist eine Verwechslung der Sensoren ausgeschlos-

sen, und jeder Sensor kommt zuverlässig und unverwechselbar an den Platz, an dem er messen soll. Zur zusätzlichen Sicherheit können bei den Messumformern der Generation Liquiline die TAG-Nummern-Prüfung und ein Kalibrierzeitalarm aktiviert werden. Damit wird verhindert, dass aus Versehen falsche oder bezogen auf das letzte Kalibrierdatum zu alte Sensoren angeschlossen werden. Das Sensormanagement stellt sicher, dass dem Betriebspersonal immer genügend Sensoren zur Verfügung stehen. Dieses ist somit in der Lage, ohne Fachkraft, Tag und Nacht sowie am Wochenende eine Störung der pH-Messung binnen Minuten zu beseitigen. Das neue Instandhaltungskonzept kann standortübergreifend eingesetzt werden.

Kosten senken durch Strategiewechsel Es stellt sich die Frage der Wirtschaftlichkeit eines Strategiewechsels in der Instandhaltung von pH-Messun-

Das Schnittmodell zeigt die miniaturisierte Elektronik im Sensorkopf eines MemosensSensors in Ex-Ausführung.

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Prozesstechnik

I Prozessanalyse

Euro. Diese Umrüstung erfordert Investitionen von ca. 70 000 Euro – dies entspricht einem Return of Investment von etwa 1,5 Jahren. Es ist klar, dass die Wirtschaftlichkeit einer Umrüstung entscheidend von den Kalibrier- und Reinigungsintervallen bestimmt wird, sodass spezifische Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für einzelne Betriebe oder Betriebseinheiten durchzuführen sind.

Blick in die Zukunft

Parameterübergreifendes Portfolio: Neben pH, Redox und Sauerstoff sind seit kurzer Zeit auch konduktive Leitfähigkeitssensoren mit Memosens erhältlich.

gen durch den Einsatz der digitalen Sensortechnologie. Der Anwender kann hier zwei Szenarien miteinander vergleichen: 1. Die Neuinstallation von pHMessstellen in analoger bzw. in digitaler Technik bei gleichzeitiger Einrichtung eines «pHLabors». 2. Die Umrüstung existierender pHMessstellen auf die MemosensTechnologie. Im ersten Fall wird die Neuinstallation von zehn pH-Messstellen angenommen. Im späteren Betrieb werden eine monatliche Kalibrierung und ein zweimaliger Elektrodenwechsel jährlich je Messstelle unterstellt. Ausgehend von den bekannten Zeiten für die Instandhaltung vor Ort und im pHLabor werden die Gesamtkosten für die alternative Analogtechnik und die

Memosens-Technologie über einen Zeitraum von fünf Jahren ermittelt. Die Mehrkosten für die Installation der digitalen Technologie bestehen im Wesentlichen aus den Kosten für die Installation des «pH-Labors». Diese amortisieren sich schon nach kaum mehr als einem Jahr, da geringere jährliche Wartungskosten anfallen. So werden die höheren Anschaffungskosten schnell ausgeglichen. Für das zweite Szenario wurde die Wirtschaftlichkeit der Umrüstung von installierter Analogtechnik auf Digitaltechnologie am Beispiel einer Produktionsanlage bei Lanxess untersucht. Die installierte, analoge Messtechnik verursacht jährliche Instandhaltungskosten von ca. 100 000 Euro. Eine Umrüstung auf die digitale Technologie reduziert die jährlichen Instandhaltungskosten auf ca. 45 000

Mehrere 10 000 installierte Messstellen weltweit allein für den Parameter pH zeigen, dass die Memosens-Technologie betriebsbewährt ist. Daher hat Endress+Hauser beschlossen, den nächsten Schritt zu gehen: Anwender sollen die Memosens-Technologie in Zukunft von mehreren Analysegeräteund Sensorherstellern beziehen können. Hierzu laufen die Verhandlungen mit verschiedenen Partnern. Indem Memosens-Sensoren und Messumformer aller Hersteller im Markt problemlos zusammen verwendet werden könnten, könnten Kunden alle Vorteile von Memosens nutzen. Das Unternehmen Hamilton als Hersteller hochwertiger elektrochemischer Sensoren hat sich bereits für die sichere und zukunftsträchtige Memosens-Technologie entschieden. Es lohnt sich also, auf Memosens zu setzen

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Automation I

Prozesstechnik

Ethernet & Remote I/O – die Zukunft in der Prozessautomatisierung?

Integration ist Trumpf Seit kurzem bietet R. Stahl eine Lösung zur Integration des explosionsgeschützten Remote I/O-Systems IS1 in Fast Ethernet-Umgebungen an. Die für industrielle Anwendungen erforderliche Kommunikation in Echtzeit macht die aktuelle Ausführung über das Modbus TCP-Protokoll möglich, das für Anwender einfach zu handhaben ist und vom Grossteil der Leitsysteme standardmässig beherrscht wird. Das System wurde zudem gezielt darauf abgestimmt, in Zukunft weitere wichtige Echtzeit-Ethernet-Protokolle – insbesondere Profinet und FF HSE – zu unterstützen, sobald diese voll spezifiziert sind. Um auch in modernen glasfaserbasierten Netzen den erforderlichen Zündschutz im explosionsgefährdeten Bereich zu ge-währleisten, kommen optisch eigensichere Schnittstellen zum Einsatz.

I

n Industrieanwendungen löste die Ethernet-Technologie erst in den vergangenen zwanzig Jahren die klassische 4...20 mA-Signalisierung ab. Einer der grössten Vorzüge durchgängiger Ethernet-Netze liegt in der vertikalen Integration: Aus dem gesamten Netz heraus, bis hin zu Planungs- und Management-Systemen in der obersten Ebene der Unternehmens-IT, kann mit Sensoren und Aktoren im Feld kommuniziert werden. Für Anwender bringt dies neben hohem Komfort auch funktional neue Optionen. Der transparente Zugriff über alle Ebenen ist im Ethernet dank der Standardisierung der Technologie ohne besonderen Aufwand möglich. Zudem bietet Ethernet hohe Datenraten, auch bei einer grossen Anzahl von Teilnehmern im Netz. Solchen Leistungsmerkmalen stehen nur moderate Hardwarekosten entgegen, weil auf Standard-Industriekomponenten gesetzt werden kann, die dank der langjährigen und umfassenden Verbreitung der Technologie schnell und sehr günstig erhältlich sind.

Autor Dipl.-Ing. André Fritsch, Produktmanager Feldbus & Remote I/O, R. Stahl, Waldenburg

Alte Herausforderungen: Explosionsschutz, Determinismus und Redundanz im Ethernet Dass sich das Ethernet für die Datenkommunikation in Maschinen und Industrieanlagen sehr viel langsamer durchsetzt als in der übrigen IT, hat allerdings gute Gründe. Vor allem drei Hemmnisse standen lange der Technologie entgegen und sprechen zum Teil noch immer gegen ihren Einsatz. Erstens muss das Netzwerk oft funktional bedingt deterministische Performance, das heisst hartes Echtzeitverhalten bieten. Ethernet ist dazu auf eine geeignete Echtzeit-Erweiterung angewiesen, die die zu langsamen und unzuverlässigen Protokolle TCP und UDP ergänzt oder an ihre Stelle tritt. Ein einheitlicher Standard fehlt hierfür. Zweitens sind viele Anwendungen aus Sicherheitsgründen auf eine redundante Netz- und Hardwareauslegung angewiesen: Bei Störungen muss extrem schnell auf alternative Leitungswege und Ersatzgeräte umgeschaltet werden können. Auch diese Anforderung wird mit Standard-Ethernet – einschliesslich seiner neueren Ergänzungen wie «Spanning Tree Protocol» und «Rapid Spanning Tree Protocol» – nicht erfüllt oder zumindest nicht

Remote I/O am optisch eigensicheren Ethernet in Zone 1.

hinreichend schnell bewältigt. Schliesslich kommt in vielen Fällen, zumal in der Prozesstechnik, nur ein Kommunikationsnetzwerk in Frage, bei dem für Leitungen, Netzwerkkomponenten und Endgeräte in explosionsgefährdeten Bereichen sichere Zündschutzvorkehrungen zur Verfügung stehen. Alle drei Merkmale erfüllt die klassische Ethernet-Technologie nicht, weil diese im ursprünglichen Einsatzgebiet – am BüroArbeitsplatz – nicht erforderlich waren und daher nicht im Standard berücksichtigt wurden.

Zeitgemässe Remote I/O: IS1 für Ethernet Selbst in neu errichteten Anlagen, die als Paradebeispiele für moderne Bussysteme projektiert wurden, finden sich fast immer Kommunikationstechnologien mehrerer Generationen und Leistungsniveaus. Ein erheblicher Teil der Signale wird oft weiterhin konventionell angebunden. Remote I/O-Systeme sind in zahlreichen Fällen die nach wie vor effizienteste Lösung – und harmonieren gut mit an-

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Prozesstechnik

I Automation

Standard-Tools zur Verfügung stehen. Kommende Varianten der IS1-Ethernet-Einheiten werden statt Modbus TCP auch mittels der Protokollerweiterungen FF HSE oder Profinet kommunizieren können. Ethernet-fähige IS1Systeme können bei Bedarf in Glasfasernetze mit mehreren Kilometern Ausdehnung integriert werden. Dazu sind optisch eigensichere LWLSwitches lieferbar: Die Schutzart Ex op is limitiert bei diesen die Strahlstärke auf ein sicheres Niveau – auch bei austretendem Licht ist durch die Begrenzung der optischen Energie pro Flächeneinheit eine Zündung explosiver Atmosphären ausgeschlossen.

Derzeit per Modbus TCP, in Zukunft wahlweise auch via FF HSE oder Profinet, kommuniziert die Ethernet-fähige Variante des Remote I/O-Systems IS1 von R. Stahl.

spruchsvollen «Control in the field»Konzepten. Ein zeitgemässes Remote I/O-Paket muss darauf ausgelegt sein, sich in moderne Kommunikationsumgebungen möglichst nahtlos zu integrieren. Während in den 1990er Jahren also zum Beispiel immer öfter eine Profibus DP-Schnittstelle gefordert wurde, wie sie R. Stahl für Ex-geschützte Remote I/O erstmals einführte und dann im Jahr 2003 von der Profibus-Nutzerorganisation in den allgemeinen Standard überführt wurde, so steht derzeit ein Fast Ethernet-Interface immer häufiger auf der Liste erforderlicher Features. R. Stahl hat deshalb Ethernet-fähige Ausführungen des Remote I/OSystems IS1 für den explosionsgefährdeten Bereich entwickelt. Die IS1-Variante mit Ethernet-Anschluss ist eine Einheit aus zwei Baugruppen – einem Prozessor- und einem Netzteil-Modul – zur Montage neben einer Busschiene. Die Schiene und die darauf platzierten I/O-Module sind aus dem etablierten IS1-Sortiment bereits bekannt, können also z.B. bei ei-

nem Umstieg von der Profibus DPVersion weiter mit der neuen Steuereinheit verwendet werden.

Features für anspruchsvolle Industrieanwendungen Die CPU- und Netzteil-Einheiten werden als Einzelgerät oder wahlweise im redundanten Doppelpack auf einem Sockel angebracht. Wird redundant installiert, so erfolgt dies in einem intern vermaschten Netzwerk. Das Remote I/O-System sorgt im Fehlerfall für eine Umschaltung mit nur minimaler Verzögerung – je nach Gegebenheiten oft innerhalb von rund 200 ms. IS1 für Ethernet arbeitet mit Übertragungsraten bis zu 100 Mbit/s und nutzt zur deterministischen Kommunikation derzeit die Echtzeit-Ethernet-Protokollerweiterung Modbus TCP, die etwa von Yokogawa Centum CS, Emerson Delta V oder Invensys-Leitsystemen direkt unterstützt wird. Komfortable Konfigurations- und Diagnosemöglichkeiten werden über eine DTM-Lösung geschaffen, da für dieses Protokoll keine

Ethernet, Feldbus, Remote I/O – Integration ist Trumpf Die wichtigsten Kriterien für einen erfolgreichen Einsatz von EthernetTechnologie in der Industrie sind die Gewährleistung ausreichender Echtzeit-Performance des Netzes, die Möglichkeit zur redundanten Auslegung bei entsprechendem Bedarf an Ausfallsicherheit, und schliesslich – gerade in der Prozesstechnik – oft eine Implementierung geeigneter Explosionsschutzvorkehrungen. Remote I/OTechnologie für explosionsgefährdete Bereichen und ihre Busanbindung ist bei R. Stahl seit über 20 Jahren ein Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit und des Produktportfolios. Schon in den 1990er Jahren setzte das Unternehmen Meilensteine auf diesem Gebiet, die etwa beim Profibus DP direkt in den Industriestandard mündeten. Seit 2007 bietet R. Stahl nun eine Lösung zur Integration von Remote I/O in Fast Ethernet-Umgebungen im Ex-Bereich an. Die Einheit mit EthernetSchnittstelle arbeitet dank der Echtzeit-Protokollerweiterung Modbus TCP deterministisch. Werden zwei Einheiten redundant installiert, entstehen bei Umschaltvorgängen nur minimale Verzögerungen bis hinab zu 200 ms.

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Remote I/O für eigensicheren Profibus DP.

Integration von Ethernet, Remote I/O und Feldbus.

Explosionsschutz wird durch die Auslegung des Power-Moduls in einer speziell von R. Stahl entwickelten steckbaren Ex d Zündschutzart, das eigensichere CPU-Modul (Ex i) und dessen optisch eigensichere Busschnittstelle (Ex op is) gewährleistet. Die Steuereinheit ist damit innerhalb der Zone 1 vollständig hot swap-fähig. IS1 für Ethernet ist schon jetzt für vielfältige prozesstechnische Anwendun-

Technische Daten BFR 2- Reihe X = 2000/3000/4000 mm Y = 1000/1200 mm Z = 1200/1500 mm H/V Fräskopf

gen in modernen Anlagen gut gerüstet; in Zukunft werden zudem auch Varianten für FF HSE- und Profinet-Systeme zur Verfügung stehen. Mit der Fieldbus Foundation arbeitet R. Stahl dazu besonders eng zusammen: Die neu gegründete Arbeitsgruppe FF HSE-RIO, die Lösungen für integrierte Feldbusund Remote I/O-Systeme erarbeitet, führte ihr erstes Arbeitstreffen im Stammhaus von R. Stahl in Walden-

burg durch. Die dort versammelten Experten haben die Verfügbarkeit von Produkten für das Jahr 2009 avisiert.

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Produkte

Präzise berührungslose Temperaturmessung

Wenn der 11. Spieler Ewamatic Line heisst

Erstmalig können Oberflächentemperaturen mit kleinstem Durchmesser bei kurzen und weiten Entfernungen präzise gemessen werden. Die umschaltbare Optik für Fernfeldund Nahfeldmessung (Scharfpunkt) macht es möglich. Für Messungen im Fernfeld ist das testo 845 mit einer optischen Auflösung von 75:1 ausgestattet. Es können Oberflächentemperaturen auch bei grosser Entfernung zum Messobjekt genau gemessen werden. Bei einem Abstand von 1,2 m zum Messobjekt beträgt der Messfleckdurchmesser nur 17 mm. Ein Kreuzlaser markiert bei der Messung exakt die Messstelle. Falschmessungen werden eliminiert. Die Scharfpunktoptik ermöglicht die Temperaturmessung von kleinsten Oberflächen mit einem Durchmesser von nur 1 mm bei einem Abstand von 70 mm! Zwei Laser markieren hier exakt den Messfleck. Das Messgerät eignet sich z. B. hervorragend zur Überprüfung von sich

Am 7. Juni fällt der Startschuss zum grössten Sportereignis des Jahres in der Schweiz. 16 Topteams werden in der Schweiz und Österreich um den Titel des besten europäischen Fussballteams kämpfen und sich faszinierende Spiele liefern. Auch die Schweizer Firma Ewag, Produzentin von Werkzeugschleifmaschinen, hat sich auf das Grossereignis eingestimmt. Nebst dem firmeneigenen Fussballteam hat Ewag auch die CNC-Werkzeugschleifmaschine Ewamatic Line mit den rot-weissen Farben ins EuroLicht gerückt. Der Termin passt: Nahezu zeitgleich zum EM-Eröffnungsspiel wird die Ewamatic Line dem Kunden Tool Service S. A. in Mertert (L) übergeben und schreibt somit auch eine ganz spezielle Geschichte. Die Firma Tool Service S. A. stellt auf dieser Maschine hochwertige CBN- so-

bewegenden Teilen von Maschinen und Anlagen oder zur Überprüfung von schwer zugänglichen Teilen wie auch zur Ermittlung thermischer Probleme an unter Spannung stehenden Anlagen. Eine weitere Anwendung ist die Überprüfung von Leitungen durch Taupunkt-Abstandsmessung mit integriertem Feuchtemodul. Testo AG Elektronische Messgeräte 8617 Mönchaltorf 043 277 66 66 info@testo.ch www.testo.ch

wie PKD-Werkstücke her. Die rote Sonderlackierung passt daher optimal in die Werkzeuglinie des Kunden. Das hochpräzise Schleifzentrum ist prädestiniert für die Herstellung von Werkzeugen, Wendeschneidplatten und rotationssymmetrischen Werkzeugen. Ob Hartmetall, PKD oder das superharte PKB, die Ewamatic Line stellt sich den grossen An- und Herausforderungen dieser Materialien. Ewag AG 4554 Etziken 032 613 31 31 info@ewag.com www.ewag.com

Drahtlose Datenübertragung mit Busklemmen

Heute schon an morgen gedacht?

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Die Wireless-Klemme KM6551 ergänzt das umfangreiche Busklemmensortiment von Beckhoff. Die kompakte Bauweise mit einer Breite von nur 24 mm und die einfache Anschlusstechnik unterstützen die platzsparende und schnelle Montage. Drahtlos tauscht die KM6551 Daten mit 250 kBit/s Bruttodatenrate aus und wird damit den Anforderungen industrieller Anwendungen gerecht. Die Beckhoff-Funktechnologie unterstützt den bidirektionalen Datenaustausch zwischen einem Master und einem Slave (peer-to-peer), einem Master und bis zu vier Slaves sowie den unidirektionalen Datentransfer von einem Master zu n-Teilnehmern (Broadcasting). Unabhängig vom verwendeten Bussystem erfolgt die Funkübertragung mit

10 Byte Nutzdaten. Eine in die KM6551 integrierte Diagnose ermöglicht die Überwachung der Funkstrecke. Die Datenaustauschklemme nutzt das weltweit verfügbare 2,4-GHz ISM-Band. Insgesamt 16 Funkkanäle sind frei wählbar für mehrere Übertragungen in einer Anwendung. Das System wird von Signalen anderer Funkdienste, wie DECT, UMTS oder GMS, nicht gestört und garantiert daher eine hohe Verfügbarkeit. Bei freier Sicht können Daten bis zu 300 m und mehr übertragen werden. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch


Kraftvoller Gleichstrommotor Das neue Kraftpaket RE 65 von maxon motor bringt 250 Watt und trägt selbst höchsten Ansprüchen Rechnung. Der Motor eignet sich insbesondere für Anwendungen, in denen hoher Wirkungsgrad, hohe Leistungsdichte und Laufruhe entscheidend sind. Herzstück des RE 65 ist, wie bei allen mechanisch kommutierten Antrieben von maxon motor, der eisenlose Rotor. Der Antrieb arbeitet dadurch rastmomentfrei und besitzt eine minimale Rotorträgheit. Kombiniert mit dem vierpoligen Aufbau der Neodym-Permanentmagnete ergeben sich hohe Drehmomente und kürzeste Beschleunigungszeiten. Der zylindrische Antrieb mit 65 mm Durchmesser und 130 mm Länge liefert je nach Wicklungsvariante Nennmomente von 0,5 bis 0,9 Nm. Und das bei einer Nenndrehzahl von 2400 bis 3700 U/min. Die Leistungsdichte wurde damit gegenü-

ber bestehenden Antrieben um mehr als den Faktor zwei verbessert. Mit dem RE 65 können Wirkungsgrade bis 90 % erreicht werden. Verbunden mit tiefen Nennspannungen im Bereich von 18 bis 70 V eignet sich der Motor hervorragend für den batteriebetriebenen Einsatz: Elektrofahrzeuge, Transport- und Logistikeinrichtungen, mobile Roboter usw. Vorgespannte Kugellager unterstützen den vibrations- und geräuscharmen Lauf. maxon motor ag 6072 Sachseln 041 666 15 00 info@maxonmotor.com www.maxonmotor.ch

Industrie-Drucktransmitter nach Mass Mit den neusten Fertigungs-, Kompensationsund Abgleichverfahren ist die Keller AG für Druckmesstechnik auch spontanen Kundenwünschen gewachsen. Jüngster Spross ist die Serie 21 G. Hier sind alle medienberührenden Teile aus rostfreiem Edelstahl mit höchster Stabilität durch ausgeklügelte Wärmebehandlung. Die Serie 21 G ist ein Musterbeispiel für OEM-Produkte. Der Aufbau ist hochmodular, und das Fertigungskonzept orientiert sich an Mengen von einigen tausend Stück. Die Merkmale definieren die Anwender entsprechend der Messaufgabe: Druckanschluss, Messbereich, Temperaturkompensation, Ausgangssignal usw. Selbst für den grössten Temperaturbereich von –40 bis +135 °C bleibt das typische Fehlerband innerhalb 2,0 % FS. Als kleinster Messbereich ist 0…5 bar (absolut oder relativ) vorgesehen, als grösster 0…200 bar (absolut). Die zwei unterschiedlichen Ausgangssignale erschliessen den Transmittern die komplette Vielfalt der Industrieapplikationen: 4…20 mA in Zweilei-

Erfolgreich exportieren. Hotline: 0844 811 812, www.osec.ch Osec unterstützt als offizieller Exportförderer Schweizer und Liechtensteiner KMU auf dem Weg in internationale Märkte. Mit einem umfassenden Netzwerk von Kompetenzpartnern und dem Beratungskonzept «Export Step-by-Step» stellen wir für Sie ein individuelles Massnahmenpaket zusammen. Rufen Sie uns an – wir helfen Ihnen gerne erfolgreich zu exportieren.

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Mehr Führung als Antrieb

Positionsmessung von zu greifenden Objekten

Der neue kolbenstangenlose Pneumatikzylinder CKP von Rexroth verfügt über dieselben Befestigungsschnittstellen wie die elektrisch angetriebenen Kompaktmodule CKK und CKR. Er eignet sich für Einsätze, bei denen in bauraumkritischen Einbauverhältnissen hohe Lasten bewegt werden müssen. Neben zwei hochpräzisen Führungen für eine hohe Wiederholgenauigkeit im Automationsprozess verfügt der CKP über einen ovalen Kolben. Diese Eigenschaft ermöglicht ein kompaktes Maschinen-Design. Weiterhin besteht das Profil des pneumatisch angetriebenen Kompaktmoduls aus einem Stück. Dadurch wird eine erhöhte Sicherheit gewährleistet, und Produktionsausfälle werden verhindert. Der CKP hat eine integrierte pneumatische Endlagendämpfung. Für eine präzise Einstellung der Endlagen sind Stossdämpfer an der Endplatte montierbar. Zudem können zur Hubbegrenzung seitlich am Zy-

Der BV- oder KameraSensor SRV vom Automationsspezialisten Schunk ist in der Lage, eine Vielzahl von Bildverarbeitungsaufgaben zu erfüllen. Hauptaufgabe des SRV ist die Positionsmessung von zu greifenden Objekten inkl. Winkelmessung. Zusätzlich können Bauteile auf Vollständigkeit und Anwesenheit überprüft sowie Montageund Merkmalskontrollen durchgeführt werden. Der SRV vereint in einem kompakten Gehäuse neben Kamera und Objektiv auch eine LED-Beleuchtung und Auswerteelektronik mitsamt Software und Schnittstellen. Im einfachsten Fall genügt es, den Sensor an eine Stromversorgung anzuschliessen und über zwei Tasten einzuteachen. Für anspruchsvollere Aufgaben steht eine einfach zu bedienende Software zur Verfügung. Der Sensor bietet eine hohe Auflösung von 720 x 480 Bildpunkten. Zur Wahl stehen drei fixe Arbeitsabstände (150, 300 oder 450 mm) mit drei unterschiedlichen Beleuchtungsfarben (Rot, Blau, NIR).

linder Stossdämpfer montiert werden. Die Pneumatikzylinder sind in den Durchmessern 16, 25 und 32 mm und mit Hüben bis zu 2000 mm erhältlich. Der CKP ist ausserdem in der Version CKP-CL (camoLINE) verfügbar. Diese Version hat Fixierbohrungen für Zentrierringe und passt so ideal in das camoLINE-Programm von Rexroth. Bosch Rexroth Schweiz AG 8863 Buttikon 055 464 61 11 info@boschrexroth.ch www.boschrexroth.ch

Mit Sicherheit kalibrieren

Stark auf Stahl und Alu

Wer (Drehmoment-)Messmittel einsetzt, muss sie regelmässig rückführbar kalibrieren. Viele Unternehmen können dies nicht normgerecht leisten, daher muss ein Dienstleister her. Dieter Kenzler, der das Kalibrierlabor der TBB Industrial Tools Services GmbH leitet, empfiehlt, dass bei der Beauftragung eines Kalibrierers darauf geachtet werden sollte, dass die Kalibrierungen entsprechend den geforderten Normen ausgeführt werden. Nur der Hinweis «Kalibrierung nach ISO 9001» ergebe keine sinnvolle Aussage, denn die ISO 9001 beschreibt nur den organisatorischen Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems. Eine Normenkonformität sei nur dann gewährleistet, wenn der Kalibrierer belegen kann, dass er entsprechend einer auf die Tätigkeit bezogenen Norm kalibriert. Dies sind z. B. die DIN 51309 (Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten für statische Drehmomente) oder die VDI/VDE 2648 (Sensoren und Messsysteme für die Drehwin-

Speziell konzipiert für maximale Leistung und Wirtschaftlichkeit auf Stahl und Aluminium ist die neue Schruppund Trennscheibenlinie SUNDisc S von Suhner. Die Trennscheibe SUN-Disc S wurde für schnelles und gratfreies Trennen von Stahl und Aluminium entwickelt. Die sorgfältige Auswahl und Verarbeitung von Aluminiumoxyd-Schleifkorn und Trägermaterial ergab eine Trennscheibe, die sehr gute Trenneigenschaften und eine lange Produktlebensdauer vereint – zu einem wirtschaftlichen Preis. Die SUN-Disc S eignet sich für Arbeiten auf dickeren Stahl- oder Alublechen und ist erhältlich in den Dimensionen 115 x 2, 125 x 2 sowie 230 x 2,5 mm. Und mit der Schruppscheibe SUNDisc S präsentiert Suhner ein Produkt, das maximalen Materialabtrag bei allen Arbeiten auf Stahl bietet. Diese herausragende und ökonomische Scheibe ist erhältlich

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kelmessung – Anweisungen für die rückführbare Kalibrierung). Auch Schraubprüfstände sollten regelmässig rückführbar kalibriert werden: im Bild eine BLM-Messbank von Atlas Copco Tools, mit der sich Schraubverbindungen simulieren lassen. Atlas Copco (Schweiz) AG Geschäftsbereich Tools 2557 Studen BE 032 374 16 00 tools.ch@ch.atlascopco.com www.atlascopco.ch

Zur Kommunikation sind I/OSchnittstellen, ein analoger Ausgang und ein USB-2.0-Anschluss zur Parametrieroberfläche (GUI) verfügbar. Das kompakte Gehäuse weist die Schutzart IP67 auf und trägt massgeblich zur hohen EMVVerträglichkeit bei. Schunk Intec AG 8134 Adliswil 044 710 21 71 info@ch.schunk.com www.ch.schunk.com

in den Dimensionen 115 x 6, 125 x 6 sowie 178 x 6 mm. Der Prospekt «Alles für den Winkelschleifer» fasst qualitativ hochwertige Produkte für das Schruppen, Trennen, Schleifen und Finishen mit Winkelschleifer zusammen und zeigt dem Anwender neue Wege der schnellen und sauberen Oberflächenbearbeitung. Suhner Abrasive Expert AG Oberflächentechnik 5200 Brugg AG 056 464 28 80 info@saeg.ch www.abrasive-expert.ch


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Communications Blockset 4 erweitert Simulink

Verbindungsplatten, Buchsen und Lagerbolzen Jedes dieser Bauteile hat eine Spezialbeschichtung, die maximalen Schutz vor rauen Betriebs- und Umweltbedingungen bietet. Im Ergebnis bedeutet dies ÜBERLEGENE KORROSIONSBESTÄNDIGKEIT gegenüber anderen Verfahren und Herstellern. Merkmale • Höchste Korrosionsbeständigkeit in ihrer Klasse • Gleiche Festigkeit wie eine Kette aus Karbonstahl • Bestmögliche Leistung – jedes Bauteil einzeln designt • Umweltfreundlich

Communications Blockset 4 erweitert Simulink um eine umfassende Bibliothek mit Blöcken für den Entwurf, die Simulation und die Verifikation der physikalischen Schicht (PHY) von Kommunikationssystemen. In der aktuellen Version des Communications Blockset wurde die Unterstützung für die Codegenerierung ausgebaut; ausserdem wurden Beispiele für wichtige Features zukünftiger WiMAX- und Long-Term-Evolution(LTE-)Kommunikationssysteme neu aufgenommen. Die neuen Codegenerierungs-Fähigkeiten beschleunigen die Simulation auf Mehrkern-Rechnern. Durch die Erweiterung der Modell-Bibliothek können Ingenieure aus dem Wireless-Bereich und der Kommunikationstechnik jetzt funkge-

stützte Systeme der kommenden Generation simulieren, die über höhere Bandbreiten und komplexere Signalverarbeitungs-Methoden verfügen werden als heutige Systeme. Im Communications Blockset 4 wurden die Festkommafähigkeiten solcher Bibliotheksblöcke ausgebaut. Das Communications Blockset wird auch in der Luft- und Raumfahrtindustrie eingesetzt und dient dort beispielsweise zur Entwicklung neuer elektronischer Radarsysteme. The MathWorks GmbH 3073 Gümligen 031 950 60 20 into@mathworks.ch www.mathworks.ch

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busse für Sicherheit und Standard ermöglichen hohe Geschwindigkeiten und die parallele Verarbeitung der Signale. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu bestehenden Lösungen stellt das integrierte Sicherheitsprinzip von PSSuniversal dar. Da ausschliesslich das Kopfmodul den sicherheitsgerichteten Teilnehmer repräsentiert, werden die Sicherheitseinstellungen für jedes Gerät nur noch an einer zentralen Stelle vorgenommen. Die Handhabung umständlicher Sub-Adressen entfällt. Damit verbunden ist auch die optimierte Ausnutzung aller Failsafe-(FS-) Adressen am ProfiNET. Der administrative Aufwand für die Vergabe von FS-Adressbereichen wird so ebenfalls verringert. Pilz Industrieelektronik GmbH 5506 Mägenwil 062 889 79 30 pilz@pilz.ch www.pilz.ch

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Mess- und Automatisierungstechnik in einem System

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Mit «Scientific Automation» bezeichnet Beckhoff die Integration ingenieurwissenschaftlicher Funktionen in die Automatisierungssoftware, die über die klassischen SPSund Motion-Technologien hinausgehen. Grundlage hierfür sind die wachsende Leistungsfähigkeit der PC-basierten Steuerungstechnik und ein schnelles Kommunikationssystem wie EtherCAT. Ein Beispiel für Scientific Automation ist die Messtechnik, die bisher bei vielen Hochleistungsanwendungen von Spezialgeräten übernommen wurde. Mit der EtherCAT-Klemme EL3602 lassen sich messtechni-

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sche Signale direkt im Standard-I/O-System erfassen. Die analoge 2-Kanal-Eingangsklemme EL3602 verarbeitet Signale im Bereich von –10 bis +10 V; die Spannung wird mit einer hohen Auflösung von 24 Bit digitalisiert. Die hohe Genauigkeit von 0,01 % erlaubt die Durchführung hochpräziser messtechnischer Aufgaben. Für alle in der Automatisierungswelt vorkommenden, digitalen und analogen Signalformen stehen entsprechende EtherCAT-Klemmen bereit. Feldbusgeräte werden über dezentrale Feldbus-Master-/SlaveKlemmen integriert. Beliebige Ethernet-Geräte können dezentral über Switch-Klemmen angeschlossen werden. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

Linear-Aktuator, kompakt und leistungsstark

Bei der neusten Erweiterung der Hybrid-Aktuatorserie der Antrimon AG, des Size11 Double-Stack Captive Linear-Aktuators, bewirkt die Verlängerung des Motors bei gleichem Flanschdurchmesser eine Erhöhung der Leistung gegenüber der Standardversion. Daher ist der neue Aktuator besonders dort geeignet, wo eine hohe Beschleunigung und Kraft auf engem Bauraum gefordert sind. Aufgrund einer Anti-Verdrehmechanik bietet der Schrittmotor AktuatorMöglichkeiten für Anwendungen, bei denen die Integration einer externen Verdrehsicherung (Drehmomentstütze) schwierig oder sogar unmöglich wäre. Der Aktuator hat einen Hubbereich von 12,7 bis 63,5 mm. Ihre Popularität verdankt diese Aktuatorserie der hervorragenden Per-

formance bei gleichzeitig hoher Lebensdauer. Die Grundlage hierfür bildet die patentierte Umsetzung der Rotationsbewegung in eine Linearbewegung durch eine integrierte Kunststoffmutter, kombiniert mit einer präzisionsgerollten Trapezgewindespindel. Der Aktuator ist aufgrund verschiedener Spindelsteigungen mit einer grossen Bandbreite an Auflösungen von 0,0032 bis 0,0508 mm pro Vollschritt lieferbar. Die Kraft ist zur Gewährleistung einer hohen Lebensdauer auf 133 N limitiert. Antrimon AG 5630 Muri AG 056 675 40 30 info@antrimon.ch www.antrimon.ch


nen. Alle Bauteile sind gegurtet und die Verpackungseinheiten sind Ammopacks, SMD-Rollen oder SMDTeilrollen, inkl. Vor- und Nachspann. Der Grossteil dieser Artikel wird in den Original-Hersteller-Verpackungseinheiten angeboten. Auf dem Web-Shop hat man im InfoCenter unter der Rubrik «Neue Mengen für Bauelemente» sofort Zugang zu diesen Bauteilen. Distrelec AG Bereich der Dätwyler Schweiz AG 8606 Nänikon/Greifensee 044 944 99 11 info@distrelec.com www.distrelec.com

Regal im Baukastensystem, Regalkästen und leise Behälter

Damit bei Montagearbeitsplätzen alle Wege auf das Minimum verkürzt und die Greifpositionen für die zu verarbeitenden Teile optimal angepasst werden können, bietet Bito jetzt ein flexibles Regalsystem nach

dem Baukastenprinzip an. Damit unterstützt Bito die Unternehmen, die ihre Fertigung nach dem Kaizen- oder Lean-Manufacturing-Gedanken ausgerichtet haben. Vor zwei Jahren hat Bito die erfolgreiche Regalkastenserie RK um Modelle in der Höhe 80 mm für den Betrieb in Umlaufregalen und Paternoster erweitert. Jetzt hat der Lagertechnikspezialist die Reihe um 156 mm breite Kästen ergänzt. Das neue Mass liegt exakt zwischen den bisherigen schmalen 117 mm und den breiten 234 mm RK. Auf einen

üblichen 1000 mm breiten Regalboden passen somit exakt sechs dieser neuen Typen. Und den 600 x 400 mm grossen XLBehälter fertigt Bito jetzt auch mit der neue Bodenvariante RX. Die Bodenrippen sind hierbei in beide Richtungen diagonal angeordnet. Zudem laufen weitere Rippen längs und quer. Das bewirkt, dass die Rollen oder Röllchen von automatischen Fördertechnikanlagen immer diagonal angefahren werden. Das reduziert die Laufgeräusche erheblich. BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH 6343 Rotkreuz 041 790 20 64 info@bito.ch www.bito.ch

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timale Serviceleistungen wie 24-Stunden-Lieferservice bei 98 % Lagerverfügbarkeit und eine individuelle technische Beratung. Neben dem Ausbau der Produktvielfalt bietet Distrelec eine neue Serviceleistung im Bereich der Bauelemente an: Ab sofort können bei Distrelec auch grössere Abnahmemengen bestellt werden. Das Angebot im Katalog 2008 umfasst bereits ca. 2000 aktive und passive Bauelemente und wird stetig erweitert. Diese Artikel werden neu in Verpackungen geliefert, die direkt auf Bestückungsautomaten eingesetzt werden kön-

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Fügen, Trennen, Formen

I Blechverarbeitung

Der Trend geht vom Teile- zum Systemlieferanten

Kundenwünsche als Investitionswegweiser Der anspruchsvolle Industriekunde von heute erwartet von einem engagierten Zulieferbetrieb in der Regel mehr als nur «zugeschnittene Bleche», sondern vermehrt eigentliche Subsysteme, die ihren Ursprung oft schon in einer Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung haben. Wer bei diesem Geschäft im Rennen bleiben will, muss seine Zulieferfirma konsequent auf diesen Weg ausrichten. Und wie kommt der Zulieferer zu interessanten Projekten dieser Art? Die ersten Kundenkontakte entstehen nicht selten an spezialisierten Fachmessen wie der Swisstech.

Z

u den Zulieferbetrieben, die sich in den letzten Jahren konsequent auf das anspruchsvolle Subsystemgeschäft ausgerichtet haben, gehört die Verwo Acquacut AG in Reichenburg. Der Ausrichtung auf dieses Geschäftsfeld diente bereits die Zusammenführung der beiden Firmen Verwo und Acquacut. Die Kundenbedürfnisse prägen aber auch weiterhin die Investitionsentscheide. Über die Wechselwirkung zwischen Kundenanforderungen und Firmenstrategie, aber auch über die Bedeutung der Fachmessen in diesem Wechselspiel unterhielten wir uns mit Bruno Vogelsang, Geschäftsführer und Inhaber der Verwo Aquacut AG.

sehr gut in unsere übrigen Bereiche der Blechverarbeitung und der Schneidtechnologie. Er trägt heute jedoch nur noch um die 20% zum Gesamtumsatz bei.

Ihre Firma wurde vor Kurzem als Produzent der neuen Schweizerischen Post-Briefkästen bekannt. Zählen Sie diese ebenfalls zu Ihren Eigenprodukten? Vogelsang: Nein, das ist eigentlich ein ganz normaler Zulieferauftrag. Wir liefern bis ins Jahr 2011 insgesamt 16 000 Stück an die Schweizerische Post.

gen. Nachdem wir den Auftrag gewonnen hatten, ging der Verbesserungsprozess in vielen Details weiter, bis wir beim heutigen Modell angelangt waren.

Technica: Verwo Acquacut ist vor allem als Zulieferbetrieb im Blechbereich bekannt. Haben Sie daneben auch eigene Produkte? Vogelsang: Ja, wir liefern der öffentlichen Hand, d. h. Städten, Gemeinden, Bahnhöfen usw., Abfallsammelsysteme. Der Ursprung dieser Produkte liegt eigentlich bei den landesweit bekannten Verwo-Containern. Die Fertigung dieser Produkte integriert sich

Heisst das, dass es sich um einen reinen Fertigungsauftrag auf der Basis von den Schweizerischen Post gelieferter Zeichnungen und Spezifikationen handelt? Vogelsang: Es handelte sich um eine internationale Ausschreibung der PTT nach WTO-Richtlinien. Das heisst, dass der Briefkasten im Prinzip vorgegeben war. Viele technische Details waren dabei aber nicht gelöst. Wir gewannen die Ausschreibung gegen internationale Konkurrenz – auch aus Asien – nicht aufgrund des Preises, sondern aufgrund der Gesamtbeurteilung. Wir waren u. a. der Anbieter mit den meisten Verbesserungsvorschlä-

Sie haben also in diesem Fall nicht einfach eine vorgegebene Konstruktion ausgeführt, sondern sich aktiv mit Ihrem Know-how in den Entwicklungsprozess eingebracht. Ist dieses Vorgehen für Ihren Betrieb typisch oder eher die Ausnahme? Vogelsang: Genau in diesem Punkt können wir uns von ähnlich gelagerten Mitbewerbern abheben; in dem wir versuchen «mitzudenken» und zusammen mit unseren Kunden zu besser funktionierende Lösungen zu finden. Für uns hat diese Zusammenarbeit den Vorteil, dass wir dafür sorgen können, dass die Komponenten auf

Autor Martin Gysi, Chefredaktor Technica

64 technica 0 6 - 0 8

16 000 Briefkästen für die Schweizerische Post Verwo-Acquacut-Geschäftsführer Bruno Vogelsang: Fachmessen sind eine sehr gute Plattform, um sich präsentieren zu können und die bestehende Kundschaft zu pflegen.


Swisstech 2008 Europas zentrale Messe der Zulieferindustrie für mechanischtechnische Komponenten und Systemlösungen Dienstag, 18. bis Freitag, 21. November 2008 im Messezentrum Basel, Halle 2 Messeinhalt: Neuheiten, Komponenten und Systemlösungen aus den Fachbereichen: – Kunststoffherstellung und -verarbeitung – Metallbearbeitung und -verarbeitung – Werkzeuge, Halbfabrikate, Bauteile – Wärme- und Oberflächenbehandlung – Reinigung, Entsorgung und Werkzeuge – E-Procurement, Informatik und Dienstleistungen – Information, Forschung, Wirtschaftsförderung, Verbände Partner: – Schweizerischer Verband für Materialwirtschaft und Einkauf – Swissmechanic – Kunststoff Verband Schweiz – Swissmem MCH Messe Schweiz (Basel) AG www.swisstech2008.com info@swisstech2008.com

unseren Anlagen optimal hergestellt werden können. Wie weit geht diese Zusammenarbeit mit dem Kunden? Werden Sie zum Teil bereits bei der Produktentwicklung mit integriert? Vogelsang: Ja, der Briefkasten ist ein typisches Beispiel dafür, dass man

Abkanten: Eine der beeindruckend zahlreichen Blechbearbeitungsprozessen bei Verwo Acquacut.

die Kompetenz einbringt, die unsere Mitarbeiter in der Blechtechnik haben. Es gibt aber zahlreiche weitere Beispiele. Bei einem Hersteller von Vakuumierungsanlagen werden wir als Hersteller der Gehäuse stets beigezogen, wenn ein neues Modell entwickelt wird. Dieser Dialog mit dem Kunden beginnt jeweils bereits in einer früheren Phase des Entwicklungsprozesses. Entwickeln sich die Kundenanforderungen grundsätzlich in dieser Richtung? Vogelsang: Ja, wir spüren diesen Trend stark. Der Baugruppengedanke und gleichzeitig «Alles aus einer Hand» wird immer wichtiger, dafür sind wir auch gut gerüstet und können uns in dieser Richtung auch noch weiterentwickeln. In welcher Beziehung glauben Sie, für diese Art von Geschäft besonders gut gerüstet zu sein? Vogelsang: Ich sehe unsere Wettbewerbsvorteile einerseits bei unserer hohen Fertigungstiefe. Wir haben sehr viele Fertigungsprozesse im Hause – eigentlich alle Prozesse der Blechbearbeitung exclusiv Oberflächenbeschichtung, (siehe Kasten). Eine weitere Stärke von uns ist unsere Flexibilität, die es uns erlaubt, unseren Kunden auch in Engpasssituationen zu helfen. Der Kunde erwartet vom Zulieferbetrieb immer häufiger nicht einfach Blechteile, sondern einbaufertige Subsysteme.

Die ganze Breite der Blechtechnik Was hat sich für Ihre Kunden durch den Zusammenschluss von Verwo und Acquacut geändert? Vogelsang: Verwo hat eigentlich alle Blechtechnologien beherrscht mit Ausnahme des Laser- und des Wasserstrahlschneidens. Bei Acquacut war es umgekehrt. Sie war damals grösster Zulieferer für Schneidteile für Verwo. Daraus entstand dann auch die Einsicht, dass eine Zusammenlegung Sinn machen würde. Für den Kunden wurden wir damit ein Anbieter mit einer noch grösseren Fertigungstiefe, der die «Alles aus einer Hand»-Bedürfnisse noch konsequenter befriedigen kann. Die beiden damaligen Inhaber von Acquacut Christian Nigg und Walter Ritzmann sind übrigens auch heute noch Mitglieder der Geschäftsleitung der Verwo Acquacut. Sie setzen beim Trennen neben dem Stanzen sowohl das Laser – wie das Wasserstrahlschneiden ein – zwei Verfahren, die sich zum Teil konkurrenzieren. Ist die Investition in beide Verfahren sinnvoll? Vogelsang: Ja, durchaus. Das Wasserstrahlschneiden können wir einerseits für Werkstoffe einsetzen, die mit anderen Verfahren nur schwierig zu bearbeiten sind, andererseits auch für Stahlbleche ab Dicken, bei denen der Laser an seine Einsatzgrenzen stösst. Das Laserschneiden von Stahl und Alu hat demgegenüber eine höhere Produktivität.

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Fügen, Trennen, Formen

I Blechverarbeitung

Kompetenz für alle Facetten der Blechtechnik Am Anfang jedes Auftrags stehen bei Verwo Acquacut ein Entwicklungsteam mit modernsten 3D-CAD-Anlagen und ein vollautomatisches Blechlager mit 300 Sorten Stahl, Aluminium und Buntmetallen. Am Ende steht die termingerechte Auslieferung von einbaufertigen, geprüften Blechkomponenten. Dazwischen steht eine 110-köpfige Belegschaft, die eine beeindruckende Vielfalt an Blechverarbeitungsprozessen beherrscht. • Trennen: Laserschneiden, Wasserstrahlschneiden, Reinwasserstrahlschneiden, Rotationsstanzen, Zuschneiden, Sägen. • Umformen: Abkanten, Ziehstanzen, Sicken, Bördeln, Runden, Rohrbiegen, Profilbiegen, Drücken, maschinell Richten. • Fügen: Roboterschweissen, TIG/MIG/MAG-Schweissen, Längsnahtschweissen, Plasma-, Bolzen- und Punktschweissen, Hartlöten, Kleben, Clinchen, Nieten. • Zerspanen: Drehen, Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden. • Oberflächenbearbeitung: Edelstahlschleifen, Breitbandschleifen (nass), Langbandschleifen, Trowalisieren, maschinell Entgraten, Flachschleifen. • Messen mit 3D-Messarm.

Ergänzt werden die beiden Schneidverfahren bei uns durch eine Spezialität: das Reinwasserschneiden, das sich für feine Konturen in weichen Werkstoffen eignet. Sie ist mit 12 Schneidköpfen bestückt und damit sehr effizient, da sie keine teuren Werkzeuge erfordert. Oft können wir für Kunden damit neben den Blechteilen auch gleich die passenden weichen Teile wie Dichtungen anbieten. Dies gibt uns manchmal Zugang zu interessanten Projekten. Sie haben vor Kurzem bekannt gegeben, dass Sie ein Fräszentrum anschaffen. Heisst das, dass Sie in Zukunft neben der Blechtechnik

Für die Endmontage der 16 000 Briefkästen wurde eine Rundtischanlage gebaut.

vermehrt auch in die Herstellung von Frästeilen einsteigen wollen? Vogelsang: Nein, es geht darum, dass bei einbaufertigen Komponenten am Schluss des Blechverarbeitungsprozesses immer häufiger auch Fräsbearbeitungen gefordert sind. Wir haben bereits heute eine Abteilung für spanabhebende Bearbeitung im Haus, die unter anderem auch unseren internen Bedarf an Werkzeugen und Betriebsmitteln deckt. Die Fräsoperationen an Kundenteilen möchten wir künftig noch produktiver ausführen können. In welcher Richtung werden Ihre künftigen Investitionen gehen?

Teile mit beachtlichen Blechdicken (kleines Bild) lassen sich auf der Wasserstrahlanlage schneiden.

66 technica 0 6 - 0 8

Vogelsang: Das ist im Moment noch offen: Wir haben im letzten Jahr rund 2000 Kunden bedient. Daraus lässt sich abschätzen, welche Breite von Fertigungsverfahren dabei zum Einsatz gekommen sind. Dabei stösst man immer wieder an irgendeine Grenze die es dann zu überwinden gilt. Die künftigen Investitionsentscheide richten sich sowohl nach solchen Grenzen, wie auch nach technologischen Verbesserungen, die genutzt werden können.

Fachmessen für die Kundenpflege und Neukundenakquisition Welche Bedeutung haben Fachmessen für Ihr Geschäft? Vogelsang: Fachmessen sind eine sehr gute Plattform, um sich präsentieren zu können und die bestehende Kundschaft zu pflegen. Die Erfahrung zeigt, dass die Kunden mehrheitlich an den Fachmessen erscheinen. Diese Kundenpflege wird geschätzt und ist meistens auch fruchtbar. Was sind Ihre Erwartungen an die Swisstech im kommenden Herbst? Vogelsang: Vonseiten der Messegesellschaft erwarte ich selbstverständlich eine professionelle Abwicklung. Aufgrund der bisherigen Kontakte und Erfahrungen – wir haben unseren Stand bereits zugeteilt erhalten – erwarte ich diesbezüglich keine negativen Überraschungen. Von der Messe an sich erwarte ich natürlich, dass viele Kunden kommen, unsere bestehenden wie selbstver-


nis und man hilft sich manchmal auch gegenseitig aus.

Typische Teile aus weichen Werkstoffen, die mit der Reinwasserstrahl-Schneidanlage geschnitten werden.

ständlich auch neue. An uns selbst wird es liegen, dass wir uns möglichst besser präsentieren als unsere Mitbewerber – wobei wir diesbezüglich überhaupt nicht auf Konfrontation aus sind. Wir haben zu vielen ähnlich gelagerten Firmen ein offenes Verhält-

Entstehen aus neuen Messekontakten tatsächlich auch konkrete Projekte? Vogelsang: Ja, man kommt mitunter mit Firmen in Kontakt, die uns bisher gar nicht gekannt haben. Wenn man in solchen Fällen einen guten ersten Eindruck hinterlassen kann und vielleicht sogar bei technischen Fragen seine Kompetenz einbringen kann, ist die Chance gross, dass der Dialog auch nach der Messe weitergeht, auch wenn nicht sofort und unmittelbar ein Auftrag abfällt. Laden Sie Ihre Kunden konkret zu einem Messebesuch ein, oder betrachten Sie dies eher als Aufgabe der Messegesellschaft? Vogelsang: Ich betrachte dies eher als Aufgabe der Messe, dafür zu sorgen, dass jeder Interessierte weiss, wann

die Swisstech stattfindet. An uns liegt es dann, unsere Präsentation gut und ansprechend vorzubereiten und den richtigen Standbauer auszuwählen. Wissen Sie schon, was Sie konkret ausstellen werden? Vogelsang: Nein, das hängt stark vom Stand-Design ab (lacht). Das gibt immer interessante Diskussionen. Der Designer will bekanntlich immer möglichst wenig ausstellen und wir möglichst viel – da muss man sich dann irgendwo finden!

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Fügen, Trennen, Formen

I Fügetechnik

Zum Fügen-Trennen-Formen-Titelbild Methylmethacrylat-Strukturklebstoffe

Zäh-elastisch und unglaublich vielseitig Die mit den Ergo-Methylmethacrylat-Strukturklebstoffen ausgeführten Verklebungen bleiben zähelastisch, weisen hohe Schlagzähigkeit und Schälfestigkeiten auf und sind deutlich temperaturbeständiger als Verklebungen der ähnlich schnell härtenden Epoxidharz-Strukturklebstoffe.

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urch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen • Möbel- sowie Einrichtungsindustrie • Werbetafelbau • Automobil- und Fahrzeugindustrie • Fahrzeuginnenausbau • Maschinenbau • Boots- und Schiffbau • Nutzfahrzeuge • Schienenfahrzeuge • Reparaturbedarf … sind die Ergo-MethylmethacrylatStrukturklebstoffe ein unverzichtba-

Metallbolzen an Glastischen, verklebt mit Ergo1907.

68 technica 0 6 - 0 8

rer Partner in der modernen Klebstoffindustrie. Sie werden in den verschiedensten industriellen Applikationen eingesetzt und bilden dauerhafte Verbindungen von Metallen, Ferriten, verschiedenen Kunststoffen, Keramiken und vielen weiteren Werkstoffen mit- und untereinander. Die gute Haftung an diesen Materialien ermöglicht auch Anwendungen im Bereich der Spulenfertigung, in der Lautsprecherherstellung und im Elektromotorenbau. Diese Ergo-Produkte sind immer da besonders zu empfehlen, wo Bauteile hohen klimatischen, thermischen und dynamischen Belastungen ausgesetzt sind.

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Klebstoffauftrag bei Tischfuss.

Das hohe Haftvermögen an unterschiedlichen Materialien ist ein enormer Vorteil, der insbesondere eine erfolgreiche Anwendung in der Möbelund Einrichtungsindustrie ermöglicht. Dies beweisen uns die folgenden Anwendungsbeispiele: Verklebungen von Befestigungsbolzen sowie Führungen an Glas- und

Holztischen; aber auch Oberflächenverklebungen von satinierten Glasfronten auf Holz bei der Produktion von Sideboards in der Möbelindustrie. Die Ergo-Methylmethacrylat-Strukturklebstoffe werden in praktischen Doppelkammerkartuschen geliefert. Diese enthalten ein Volumen von 50

Der verklebte Metallbolzen an einem Glastisch, verklebt mit Ergo 1907.


Zugscherfestigkeit eines Ergo-Methylmethacrylat-Strukturklebstoffes, Zugscherfestigkeit nach EN 1465.

oder 250 ml. Mit praktischen und handlichen Hand- oder pneumatischen Dosiergeräten wird der Strukturklebstoff über ein Mischrohr appliziert. Wie immer in der Klebstoffindustrie trägt eine mechanische Oberflächenvorbehandlung durch Schleifen, Schmirgeln, Sandstrahlen oder Entfetten, zum Beispiel mit dem entspre-

chenden Ergo-9190-Metallreiniger, zur Optimierung der Verklebung bei. Die Ergo-Methylmethacrylat-Strukturklebstoffe sind zweikomponentige Reaktionsklebstoffe, die unabhängig vom zu verklebenden Werkstoff aushärten. Sobald die beiden Komponenten im angegebenen Verhältnis gemischt sind, setzt die Härtungsreaktion ein. Deshalb ist es wichtig, dass die Bauteile innerhalb der angegebenen Verarbeitungszeit gefügt und fixiert werden. Die Auflistung der zu verklebenden Materialien, die in der Verkaufsaktions-Beilage der «Kisling News» zu entnehmen ist, zeigt die fast unendlichen Produkteinsatzmöglichkeiten der Ergo-Methylmethacrylat-Strukturklebstoffe.

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Fügen, Trennen, Formen

I Schweisstechnik

Automatisiertes CMT-Schweissen von Kat-Gehäusen

«Kalter» Schweissprozess bewährt sich Gasdichte, mechanisch und chemisch stabile Kat-Gehäuse schweissen die Fachleute bei Purem aus korrosionsfestem, bis zu 6 mm dickem Edelstahlblech 1.4301. Sie setzen dabei auf Spitzentechnologie und auf Automatisierung. Das innovative CMT-(Cold Metal Transfer-)Verfahren von Fronius gewährleistet spritzerfreies Schweissen und zudem geringeren Wärmeverzug und schnelleres Fügen als herkömmliche Lichtbogenprozesse. Hinzu kommen entscheidende Vorteile beim Verknüpfen mit dem Roboter. Purem entwickelt und fertigt am westfälischen Standort Unna hoch effektive Abgasreinigungsanlagen für die Dieselmotoren schwerer Nutzfahrzeuge. Denoxierungssysteme wie SCR (Selective Catalytic Reduction) erfüllen die absehbar immer strengeren Normen. Hervorragende Qualität kennzeichnet die Katalysatorgehäuse, die Purem für Busse, Einsatzwagen der Feuerwehr und andere grosse, dieselbetriebene Sonderfahrzeuge primär aus dem DaimlerChrysler-Konzern fügt. Rund dreissig Meter beträgt die Gesamtlänge der Schweissnähte, die an einem KatGehäuse z. B. für den MercedesReisebus verlaufen.

Hochautomatisierte Fertigung Circa 15 000 SCR-Kats jährlich bzw. 50 bis 60 Stück pro Arbeitstag produziert das ISO-16949-zertifizierte Unternehmen Purem. Die

geringen Losgrössen erfordern unter marktwirtschaftlichen Wettbewerbsbedingungen erstens höchste Flexibilität und Offenheit der Schweisssysteme, zweitens einen hohen Automatisierungsgrad. Die Schweisstechniker in Unna lösen diese Aufgabe seit Sommer 2005 erfolgreich mit vier RoboterSchweisszellen, die mit insgesamt 8 CMT-Schweisssystemen von Fronius ausgestattet sind. Jede Zelle übernimmt einen definierten Teilschritt. So erreichen die Betreiber die erforderliche Flexibilität. Die Purem-Experten berichten nach eineinhalb Jahren Fertigungspraxis von sehr guten Erfahrungen hinsichtlich Flexibilität, Produktivität und Qualitätssicherheit.

Gefordert sind Spritzerfreiheit und Gasdichtheit Spritzerfreiheit und Gasdichtheit sind in dem chemischen Reaktor-

Die Schweissnähte am Gehäuse für den Kat des Mercedes-Reisebusses sind insgesamt 30 Meter lang. Das Bauteil durchläuft während seiner Fertigung die Linie aus vier Roboterschweisszellen.

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Die Schweissnähte am SCR-Abgassystem des MercedesReisebusses entstehen auf «kaltem» Wege. Niedrigere Fügetemperatur gewährleistet einen geringeren Wärmeverzug als bei herkömmlichen Lichtbogenverfahren.

raum des Katalysator-Moduls geboten. Laut Betriebsleiter Dr. Wolfgang Bässler unterliegen die Qualitätsmerkmale der Schweissergebnisse bei Purem einem innovativen, permanenten und lückenlosen Kontroll- und Dokumentationssystem. CMT erfüllt die hohen Ansprüche, so die Erfahrung der Schweisspraktiker in Unna nach über 18 Monaten Praxis. Zu den spezifischen Vorteilen des «kalten» CMT-Prozesses wie Masshaltigkeit und Oberflächengüte ohne Nacharbeit kommt bei Purem der Vorteil der CMT-typischen, integrierten digitalen Steuerung. Rechnergestützt vernetzt, bildet sie die optimale Anbindung an den Roboter und die Qualitätskontrolle.

Der Prozess des CMT-Schweissens zeichnet sich gegenüber dem konventionellen Verfahren durch drei Hauptmerkmale aus: eine reversierende Drahtbewegung, die in die digitale Prozesssteuerung integriert ist, den deutlich reduzierten Wärmeeintrag in das Werkstück und den spritzerfreien Werkstoffübergang.

Infos Fronius Schweiz AG 8153 Rümlang 044 817 99 44 sales.switzerland@fronius.com www.fronius.com


Verbindungstechnik I

Fügen, Trennen, Formen

Effiziente Verbindungstechnik mit umfassender Sicherheit

Qualitätsgesichertes Nieten Wirtschaftlichkeit und Sicherheit in der Produktion sind eng miteinander verknüpft. Diese Tatsache ist wegleitend für die Produktentwicklungsstrategie in den Bereichen Niet- und Umformtechnik von BalTec. Wie der Marktführer in der Niettechnologie-Branche die Kombination der Elemente Sicherstellen der Produktivität, Qualitätssicherung und Bedienersicherheit konkret in die Praxis umsetzt, zeigte BalTec unter anderem auch wieder an der letzten Motek.

• profitablere Produktion mit höherer und lückenlos nachweisbarer Nietqualität • geringere Ausschuss-, Nachbearbeitungs- und Qualitätssicherungskosten • kostengünstigere Materialbeschaffung dank grösserer zulässiger Paarungstoleranzen

Der innovative Process Controller STF-1 Expert von BalTec ist die zukunftsorientierte Lösung für Prozesssteuerung, Bewertung, Qualitätssicherung und markante Produktivitätssteigerung bei Nietund Umformprozessen. Im harten

Arbeitssicherheit bei höchster Produktivität

Wettbewerb, in dem zum Beispiel Zulieferer der Automobilindustrie stehen, gilt es, komplexe Nietbaugruppen unter hohem Kostendruck zu fertigen. Gleichzeitig ist ein umfassender Qualitätsnachweis unerlässlich, um das Ver-

BalTec-Radial-Nietmaschine mit Process Controller – Display: Toleranzhüllkurve.

trauen der Kunden zu erhalten. Der Process Controller löst den Zielkonflikt zwischen Kostendruck, Qualität und Kontrollaufwand in idealer Weise.

Gesteuerter Nietvorgang Der STF-1 Expert steuert den Nietvorgang wahlweise nach Weg, Zeit oder Kraft. Während des Nietvorgangs werden diese Prozessparameter laufend erfasst und mit Referenzwerten verglichen. Bei Toleranzüberschreitung kann sofort eingegriffen werden. Die Messdaten jedes Nietvorgangs werden für Analysen und für die lückenlos dokumentierte Qualitätssicherung gespeichert. Dank der integrierten Autokompensation lässt sich jeder einzelne Nietvorgang dem automatisch gemessenen Nietüberstand genau anpassen. Dies erlaubt, den Ausschuss zu reduzieren, wesentlich grössere Bauteilpaarungstoleranzen in Kauf zu nehmen und damit wirtschaftlicher zu produzieren. Zu den wichtigsten Vorteilen, die der Einsatz des Controllers STF-1 Expert bietet, zählen:

Wie BalTec höhere Bedienersicherheit und Effizienzsteigerung erfolgreich vereint, zeigt das Beispiel des innovativen Fingerschutzgeräts. Dieses sorgt beim Einsatz von Nietmaschinen für maximale Arbeitssicherheit bei höchster Produktivität. Das kostengünstige Zusatzgerät verhindert durch automatische mechanische Verriegelung die Auslösung des Nietvorgangs, solange sich die Finger des Bedieners im Aktionsbereich des Nietstempels befinden. Es ermöglicht – im Gegensatz zur Zweihand-Auslösung – unbehindertes Zuführen und Festhalten der Werkstücke mit beiden Händen. Dadurch werden die Taktzeiten kürzer und Zusatzeinrichtungen wie Schiebetische und Fixiervorrichtungen erübrigen sich.

Infos BalTec Maschinenbau AG 8330 Pfäffikon 044 953 13 33 baltec@baltec.com www.baltec.com

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Lieferantenverzeichnis und Internetadressen Abdeckungen/ テ僕(nebel)abscheider

Antriebstechnik

Automatisierung

Antriebe / Fluidik

Blechbearbeitung/ Laserschneiden

Antriebe und Steuerungen

Arbeitsschutz

Armaturen

Antriebssysteme

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Automatisches Beladen und Entladen


CAD/CAM Systeme

Dienstleistungen

CAD-Dienstleistungen Blech- und Rohrverarbeitung

CNC-Werkzeugmaschinen

Bodenmatten Dampfkesselvermietung

Drehmoment-Schlüssel/ -Prüfgeräte/-Service

Decolletagearbeiten Bohr- und Fräswerkzeuge Drehmoment-Torque Control

Bohrerschleifmaschinen Diamant- und Borazonwerkzeuge

Druckschalter Vakuumschalter

Bürogebäude

ALHO AG Gebäude aus Modulen

Drehteile

Diamantwerkzeuge

Industriestrasse 8 · Postfach 17 · 4806 Wikon Tel. 0 62 746 86 00 · Fax 0 62 746 86 10 e-mail: info@alho.ch · Internet: www.alho.ch

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Lieferantenverzeichnis und Internetadressen Elektroschrauber und Drehmomentmessung

Gummi-PUR-Walzen-Rollen

Hydraulikzylinder + Systeme

Härtemessgeräte

Industrie-PCs

Energiezuführungen mobil Honmaschinen Infrarot-/UV-Strahler Endoskope, industrielle Honmaschinen, Honwerkzeuge

Etiketten und -drucker

Hydraulik Kabel

Galvanik Aahusweg 8, Fänn 6403 Küssnacht

Tel. 041 799 49 49 Fax 041 799 49 48

info@atphydraulik.ch www.atphydraulik.ch

Gebläse/Radialventilatoren

Gedruckte Schaltungen

Kabelkonfektionierung

Gravieren

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Korrosionsschutz

Kupplungen

Kalibrieren / Prüfen Grundstr. 2, 6343 Rotkreuz Telefon 041 799 47 00 Internet www.quinel.ch

Kreissägemaschinen

EMV, el. Sicherheit, ATEX, Vibration, Klima, Expertisen

Keilriemen Kunststoffe / Klebstoffe

Lagertechnik

Klimageräte und Ventilatoren

Kunststoffprofile/-Teile

Kompressoren und Zubehör

Laserbeschriftungen

Kunststoffteile

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Lieferantenverzeichnis und Internetadressen Lineartechnik

Materialprüftechnik

Normteile

Mechanische Fertigung

Oberflächenbearbeitung

Oberflächenbehandlung Löten

Luft entfeuchten / Luft kühlen Plasma- und Autogen Schneiden

Magnete

Messwerkzeuge

Profilherstellungsmaschinen / -werkzeuge Magnetsysteme, Permanentmagnete, Miniaturmagnete Messen und Prüfen

Prozessautomation

Materialanalysen

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Pulverbeschichtungen Lackierungen

Schleifen

Stanz- / Biegeteile Putztextilien

Sandstrahl-Anlagen Schleif- und Poliermaschinen

Ultraschall-Reinigungsanlagen

USV Unterbrechungsfreie Stromversorgung Schweisskonstruktionen

Verladetechnik / Aufzüge Sandstrahl-Zubehör Sensoren

Wälzlager Sicherheitstechnik Schaltschranksysteme

Schichtdicken-Messgeräte

Spindeln und Hochfrequenzspindeln

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Lieferantenverzeichnis und Internetadressen

Werkstoffpr체fmaschinen

Werkzeuge

Wasserstrahl-Schneiden Werkzeugmaschinen

Werkzeugkoffer

Zahnr채der

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In dieser Ausgabe

Impressum technica die Fachzeitschrift für die Maschinen-, Elektround Metallindustrie ISSN 0040-0866 57. Jahrgang 2008 Redaktion «technica» Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. 058 200 5642 Fax 058-200 5661 ISDN 058 200 5656 www.technica-online.ch, www.marktspiegel.ch Chefredaktor Martin Gysi, Masch. Ing. FH Tel. 058 200 5629, martin.gysi@technica-online.ch Stellvertretender Chefredaktor Matthias Böhm, dipl.-Ing. FH Tel. 058 200 5630, matthias.boehm@technica-online.ch Redaktionelle Mitarbeiter Edgar Grundler Alois Altenweger, lic.rer.pol. Urs Wittwer Mediaberatung Christine Gehrig Tel. 056 631 22 20, Fax 056 633 56 23 christine.gehrig@technica-online.ch Peter Spycher Tel. 058 200 5631, peter.spycher@technica-online.ch Verena Müller Tel. 058 200 5642, verena.mueller@azmedien.ch Willi Dennler Tel. 058 200 5643, willi.dennler@megalink.ch Verlag © AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1 5001 Aarau, Tel. 058 200 5650 Fax 058-200 5661, www.az-verlag.ch Ein Tochterunternehmen der AZ Medien Gruppe Verlagsleitung Karen Heidl Bereichsleitung Jürg Rykart Tel. 058 200 56 04, juerg.rykart@azmedien.ch Layout Thomas Furter, Konzept Ursula Urech Druck Vogt-Schild Druck AG, Gutenbergstrasse 1, 4552 Derendingen Erscheinung, Abonnement erscheint monatlich, 12 x jährlich zusätzlich je eine Sonderpublikation Innovation und Marktspiegel Abonnementspreis: Fr. 95.– inkl. 2.4% MwSt, Ausland zuzüglich Porti Telefon 058 200 55 70, Beatrice Gmünder Fax 058 200 55 71 abo@technica-online.ch Auflage 12 600 Ex. WEMF 2005: 11 826 Ex, Verlagsrechte Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Bildunterlagen (Fotos, Dias) und Manuskripte übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Nachdruck nicht gestattet

ABB Automation Products GmbH ABB Technikerschule Adola-Trading GmbH AFT AG Agie Charmilles Alfred Meili SA Alstom (Schweiz) AG Antrimon AG Aroflex AG ARP Datacon AG ASS AG ATB Schweiz AG Atlas Copco (Schweiz) AG Axnum AG B & R Industrie-Automation AG BalTec Maschinenbau AG Baumer Electric

37 8 74 71 15 41 34 60,61 6 61 6 17 58 7 8,34,37 71 31

Beckhoff Automation AG 7,9,56,60 BITO-Lagertechnik 61 Bläsi Industrievertretungen 22 Blum-Novotest GmbH 15 Bosch Rexroth Schweiz AG 8,28,34,38,58 BR TEC Bühler AG 32 Bürkert-Contromatic AG 38 CODEX 43 Cymax AG 74 Datron-Electronic GmbH 22 Distrelec 4,61 E & S Grütter Metallwaren 6 Ecom Instruments GmbH 48 Egli Maschinenbau AG 4 Empa 6 Endress & Hauser Metso AG 34,47,50 Euchner AG 8 Ewag AG 56 Faigle Igoplast AG 26 Festo AG 16,34,40,42 Festo Didactic 8 Fronius Schweiz AG 67,70 GE Fanuc 39 Gebr. Bräm AG 69 Gebrüder Gysi AG 30 Georg Fischer AG 7 H. Fröhlich AG 59 Hans Eberle AG 59 Helfina AG 41 IBL-Solutions GmbH 8 Ifanger AG 20 igus Schweiz GmbH 13,39 International Forum Design GmbH 5 IS Scheidegger 78 IST-Edelstahl-Anlagenbau AG 60 Jakob Keller Verschlusstechnik AG 57 JJHofstetter 73 Josef Albrecht Bohrfutterfabrik GmbH 20 Kablan AG 74 Keller AG 2,57

Keller Laser 52 Kisling AG 63,68 Kuka Roboter Schweiz AG 4,29 Kundert AG Titelbild,19 KVT Koenig Verbindungstechnik AG 35,80 L. Kissling & Co. 5 Lenze Bachofen AG 13,46 Lidag AG 45 maxon motor ag 57 Messe Düsseldorf 7 Mikron SA Agno 28 Mirec SA 72 Moeller Electric AG 46 MTL Instruments GmbH 34,45 MTS Messtechnik Schaffhausen GmbH 39 National Instruments 4.US,44 Neuma AG 12 Niederberger Engineering AG 34 Nozag AG 6 OC Oerlikon Balzers AG 24 Oerlikon-Schweisstechnik AG 62 Olma Messen St. Gallen 8 OSEC 7,10,57 Pepperl + Fuchs 41 Pilz Industrieelektronik GmbH 43,54,59 Plica AG 37 R. Stahl Schweiz AG 53 Reiden Technik AG 8,55 Saia-Burgess 8 Schneider Electric 42 SCHUNK GmbH & Co. KG 58 Siemens Product Lifecycle 2.US,18 Siemens Schweiz AG, A&D 43 Sirag AG 60 Sommer-Automatic GmbH 27 Still AG 23 Stöber 45 Suhner Abrasive Expert AG 8,58 SVTI 5 Swiss Technology Network 56 Swissmem 12 Swissmetall-Dornach 10 TECALTO AG 16 Testo AG 49,56 The Math Works GmbH 59 Urma AG 11 Verwo Acquacut AG 64,73 Walter AG 5 Weidmann Plastics Technology 24 Wild AG Zug 33 Wolfensberger AG 41 Ziehl-Abegg AG 8 Zwahlen Bruno AG 36

Beilagen: Intermess Dörgeloh

Zeitschriften im selben Verlag Batitech – HK-Gebäudetechnik – Elektrotechnik ET – MegaLink Precision Natürlich – Kochen – Fit for Life

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Wasser pumpen Ein Wasserbehälter soll aufgefüllt werden. Die vier zur Verfügung stehenden Pumpen haben unterschiedliche Leistungen. Mit der stärksten dieser Pumpen könnte der Behälter in einer Stunde gefüllt sein, mit der zweitstärksten in 2 Stunden. Die dritte Pumpe benötigte 3 Stunden zum Füllen und die vierte 6 Stunden. Da der Behälter möglichst schnell aufgefüllt werden muss, werden alle vier Pumpen gleichzeitig eingesetzt. In welcher Zeit (in Minuten) wird der Behälter gefüllt?

Die Auflösung von Ausgabe 05/08 Peter ist Student und immer in Geldnöten. Er schreibt seinem reichen Onkel und bittet ihn um finanzielle Unterstützung. Da er weiss, dass sein Onkel ein Rätsel-Freak ist, verpackt er sein Bittgesuch in ein Buchstabenrätsel. (gleiche Buchstaben sind gleiche Zahlen, O ist gleich 0) Wieviel Geld möchte denn Peter von seinem Onkel haben??

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13.5.2008 16:07:50 Uhr


Photovoltaik Im Fachbuch Photovoltaik von Prof. Dr. Heinrich Häberlin werden die Möglichkeiten und Probleme bei der direkten Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom und Einspeisung des so erzeugten Stromes ins öffentliche Stromnetz möglichst objektiv, umfassend und trotzdem leicht verständlich dargestellt. Es werden dabei nur relativ geringe Vorkenntnisse aus der Physik und der Elektrotechnik vorausgesetzt. Das Buch behandelt Solarzellen, Solarmodule, Solargeneratoren und ganze Photovoltaikanlagen (Inselanlagen und netzgekoppelte Anlagen), den Blitzschutz sowie die Dimensionierung und die Berechnung des Energieertrags von PV-Anlagen mit Taschenrechner oder Tabellenkalkulationsprogrammen. Für viele Orte in Deutschland, der Schweiz, Österreich und im übrigen Europa sind die nötigen Daten im Buch enthalten. Es werden auch LangzeitBetriebserfahrungen von netzgekoppelten Anlagen angegeben.

Das Buch besteht aus den folgenden Kapiteln: • Einführung und Übersicht • Sonnenstrahlung und Strahlungsangebot • Aufbau und Funktionsprinzip von Solarzellen • Solarmodule und Solargeneratoren • Aufbau von ganzen Photovoltaikanlagen (Inselanlagen und netzgekoppelte Anlagen) • Blitz- und Überspannungsschutz bei Photovoltaikanlagen • Normierte Darstellung von Energieertrag und Leistung bei Photovoltaikanlagen • Dimensionierung und Berechnung des Energieertrags von Photovoltaikanlagen • Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen • Betriebserfahrungen mit netzgekoppelten PV-Anlagen • Zusammenfassung und Ausblick in die Zukunft Besonderheiten: Umfangreiches Bildmaterial für die Illustration aus eigenen Arbeiten, Aufgaben mit Lösungen, approximative Ertragsberechnungen und Dimensionierungen von PV-Anlagen mit Hilfe der im Buch vorhandenen Tabellen und Daten für Europa, Gesamtumfang 640 Seiten. Das Buch richtet sich an Elektrofachleute und Studierende, die sich für Photovoltaik interessieren, aber auch an potenzielle Bauherren oder Anlagenbesitzer und alle, die an Photovoltaik interessiert sind. Autor: Prof. Dr. Heinrich Häberlin Dozent an der Berner Fachhochschule für Technik und Informatik ISBN 978-3-905214-53-6

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„Die Steuerung der größten Maschine der Welt erfordert extreme Genauigkeit und Zuverlässigkeit.

” Wir setzen auf LabVIEW. Roberto Losito, Engineering Manager, CERN

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CERN, die weltweit größte Organisation für Teilchenforschung, verwendet NI LabVIEW und FPGA-basierte PACs (Programmable Automation Controller), um den Large Hadron Collider zu steuern. Diese kreisförmige Anlage hat

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einen Umfang von 27 km und beschleunigt Teilchen auf 99,9999991 Prozent der Lichtgeschwindigkeit, was mit der Energie eines Flugzeugträgers bei 11 Knoten vergleichbar ist. Mithilfe von NI-Werkzeugen entwickelte CERN eine

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Strahlen abfängt und damit die Sicherheit des knapp 2 Milliarden Euro teuren Beschleunigers gewährleistet.

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Besuchen Sie uns auf der Automatica: Halle B1, Stand 318! National Instruments Switzerland Corporation Austin, Zweigniederlassung Ennetbaden Sonnenbergstr. 53 • 5408 Ennetbaden Tel: +41 56 2005151 • Fax: +41 56 2005155 ni.com/switzerland • ni.switzerland@ni.com ©2008 National Instruments Corporation. Alle Rechte vorbehalten. LabVIEW, National Instruments, NI, ni.com und NI SoftMotion sind Warenzeichen von National Instruments. Andere erwähnte Produkt- und Firmennamen sind Warenzeichen oder Handelsbezeichnungen der jeweiligen Unternehmen. 2008-9316-821-117-I Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

056 2005151

Technica Juni 2008  

Die Hannover Messe bleibt wohl einzigartig, solange die Pinguine kommen. Die Redaktion der Technica war ebenfalls vor Ort – in Zivil. Wir be...

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