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04/2010

INDUSTRIAL IT

Titelseite Technica: 210 x 175 mm

Messe-Vorschau:

Swissrobotics.net:

Messe-Nachschau:

Industrial IT:

Hannover Messe, 19. bis 23. April Siams, Moutier, 4. bis 8. Mai

METAV, D체sseldorf

Wie rechnet sich die Rentabilit채t einer Roboterzelle?

Grosse Plantafel plant grosse Teile


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Editorial

Abzocker und Abgezockte

martin.gysi@technica-online.ch

Früher hiess der kreuzworträtsellösende Kommissar im DRS-3-Kultkrimi am Sonntagmorgen noch Hugentobler. Heute ist er einfach «der Kommissar». Der Privatdetektiv mit den haarsträubenden Fällen heisst demgegenüber immer noch Maloney. Der naheliegende Grund: Twixtel kennt 772 Hugentobler aber nur zwei Maloney, die gegen die Verwendung ihres Namens protestieren könnten. Früher nannten wir das Büchsenhackfleisch im Militärdienst «gestampfte Juden», und dies mit einer Gedankenlosigkeit und Selbstverständlichkeit, die mich heute selber erschreckt. Dieser Entwicklung zu einer diskriminierungsfreieren Sprache nennt man auch «political correctnes». Grundsätzlich eine gute Sache. Aber hat sich parallel zur Sprache auch die Welt des Faktischen zum Guten verändert? In der Politik sicher nicht – auch nicht in unserem Lande. Je mehr man beispielsweise von Konkordanz spricht, desto weniger anerkennt man deren Sinn und Nutzen. Diese früher als selbstverständlich akzeptierte Machtbalance zwischen Landesteilen, Mehr- und Minderheiten und Sprachregionen weicht heute mehr und mehr einer «Manchester Demokratie» (analog dem Manchester Liberalismus – der Stärkere hat immer Recht).

« Alles wird schlechter. Nur etwas wird besser: Die Moral wird schlechter. » [unbekannt]

Ähnlich läuft es in der Wirtschaft. Wie heute noch bei den patronal geführten KMU üblich, war früher auch bei Aktiengesellschaften die langfristige Prosperität des Unternehmens oberstes Managementziel. Heute geht es meist nur noch um die kurzfristige Kapitalrendite. Wer die Quartalsergebnisse erfüllt, wird reichlich belohnt und darf sich anschliessend Abzocker nennen lassen. Nein, ich möchte die Abzockerei nicht rechtfertigen – im Gegenteil. Aber die Wurzel des Übels liegt weniger beim geldgierigen Manager, der halt nimmt, was man ihm gibt, als vielmehr beim noch geldgierigeren Aktionär. Vernünftige Aktionäre wählen vernünftige Verwaltungsräte, die wiederum eine vernünftige, nachhaltige Unternehmens- und Vergütungspolitik betreiben. Das Absurde dabei: Die verantwortlichen Grossaktionäre sind heute vielfach die so genannten «institutionellen Anleger», sprich der Pensionskassen und Versicherungen, die mit ihrem einseitigen Renditedenken die Arbeitsplätze ihrer eigenen Versicherten gefährden. Wie sagt der Kommissar jeweils: «Die Welt ist aus den Fugen, Maloney.»

Martin Gysi Redaktion technica

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Geniale Ideen von SKF

In einer typischen Fertigungsstrasse der Automobilindustrie setzen ca. 300 Roboter ca. 1.2 Milliarden Schweisspunkte pro Jahr. Das ist eine Menge Schweissarbeit, die sehr viel Energie verbraucht. Durch den Einsatz elektromechanischer Hubzylinder von SKF in den Schweissrobotern anstelle konventioneller Pneumatik lassen sich mehr als 90 Prozent Energie einsparen. Das sind 13.5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Dies entspricht in etwa dem Jahresenergieverbrauch von mehr als 1400 typischen Einfamilienhäusern in Schweden. Mit unserer fachlichen Kompetenz, Erfahrung und Kreativität können Industrieunternehmen ihre Leistungskraft noch erheblich steigern. Suchen Sie intelligente Lösungen zur Einsparung von Energie? Dann fordern Sie unsere Spezialisten heraus!

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Inhaltsverzeichnis

Flachteile leichter spannen

■■ Panorama

Ein universelles Werkstück-Spannsystem bringt durch Aufbau-, Auslegungs-, Anwendungs- und Nutzungs-Flexibilität bis zu 50% Rüstzeiten-Einsparung. Selbst wenn ein modernes CNC-Bearbeitungszentrum zur Verfügung steht, ist das Ratiopotenzial nicht ausgereizt. Erst die perfekte Kom­­bination aus Werkzeugmaschine, Werkzeugspannung, Werkzeugen und vor allem Werkstück-Spanntechnik führt zum Erfolg.

■■ Export-Forum

Seite 24

4

Viel Geschäftspotenzial für Schweizer Unternehmen

8

■■ Planung + Produktion Besser globalisieren mit Englisch Die Älteren sind das Kapital der Zukunft Der Plan ist nichts, Planung ist alles Projektmanagement: Die häufigsten Fallen, die wichtigsten Erfolgsfaktoren Lütze AG Schweiz mit neuem Niederlassungsleiter

9 10 11 13 14

■■ Märkte und Unternehmen

Wie rechnet sich die Renta­ bilität einer Roboterzelle?

Präzisionswerkzeuge aus dem Dorfzentrum 15

■■ Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

Bei der Kosten-Nutzen-Betrachtung einer Roboterlösung sind auch Faktoren zu beachten, die durch eine klassische Investitionsrechnung nur unvollständig abgebildet werden können: Flexibilität, Qualitätsniveau oder Arbeitsplatzbedingungen für Mitarbeiter.

Endlich Licht am Ende des Tunnels 16 Giesserei-Zentrum an der FHNW startet am 18. Mai 20 Mikropräzisionsfräsen für die Werkzeugherstellung 22 Flachteile leichter spannen 24 SIAMS: Mikrotechnik-Treffpunkt 30 Schneller rüsten, prozesssicher produzieren 36

Seite 49

■■ Automations- und Antriebstechnik

Grosse Plantafel plant grosse Teile Die Kunden von Bruhin & Diethelm AG bestellen zwar Werkstücke mit aussergewöhnlichen Dimensionen und haben oft auch ausserordentliche Präzisionsanfor­derungen, sonst sind sie jedoch ganz «normal»: Sie erwarten eine offertgemässe und termingerechte Lieferung. Bei Bearbeitungszeiten von gegen 70 Stunden setzt dies eine minutiöse Produktionsplanung voraus.

Seite 79

Industrial IT

Hannover Messe: Effizienter – Innovativer – Nachhaltiger Energieeffizienz und Produktivität Automatisierung industrieller Prozesse Spannender Ausblick Freie Wahl bei linearen Direktantrieben Ex-geschützte Klein­motoren als Fensterputzer Im Kleinen ganz gross

37 39 40 40 42 44 46

■■ SwissRobotics Automation: Was bleibt unter dem Strich? Die Roboter kommen Ultraschnelle Pick & Place Unit Proaktiv agieren bei Wartung und Service

49 54 56 57

■■ Zulieferindustrie + Industriebedarf

NIDays 2010 im Swissôtel in Zürich

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Physikalisch präzise

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Scharfes Profil

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300 Mannjahre für überarbeitete ERP-Lösung

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Überzeugende Kundennähe

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Profitabel überleben mit Performance Management Grosse Plantafel plant grosse Teile

Der Roboter als «Werkstattschreiber» Bodyguard für Common-Rail-Werkzeuge Flexibel konstruiert

■■ Produkte

58 61 63 64-70

■■ Lieferantenverzeichnis

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■■ Impressum

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■■ TechnikKnacknuss

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Panorama

Erwerbstätige stolpern für rund eine Milliarde Franken Stürze sind die häufigsten Unfälle, sowohl im Beruf als auch in der Freizeit. Jedes Jahr verunfallen in der Schweiz rund 295 000 Menschen beim Gehen und Treppensteigen – oft mit schwerwiegenden Folgen. Die Ursachen sind ebenso vielfältig wie banal. Dass jedoch die Folgen der Stolper- und Sturzunfälle häufig alles andere als harmlos sind, belegen die 40 Prozent aller Invalidenrenten, die auf diesen Unfallhergang zurückzuführen sind. Die Antwort der Suva heisst: «stolpern.ch». Wäh-

rend der nächsten fünf Jahre will die Suva die ihr jährlich gemeldeten 85 000 Stolperunfälle, die 640 Millionen Franken Kosten verursachen, mit gezielten Präventionsaktivitäten reduzieren und ihre versicherten Betriebe wie auch die breite Bevölkerung sensibilisieren. «stolpern.ch» hat zum Ziel, bei den Suva-Versicherten die jährliche Anzahl Stolperunfälle bis ins Jahr 2014 um fünf Prozent zu senken. www.stolpern.ch

In der Schweiz verletzen sich jährlich mehr Menschen bei Stolperunfällen als bei Autounfällen.

In der Schweiz erleiden jährlich rund 295 000 Menschen einen Stolperoder Sturzunfall. Beugen Sie vor – www.stolpern.ch zeigt Ihnen wie.

Raphael Ammann, Kampagnenleiter der Suva, spricht zum Start der neuen Präventionskampagne «stolpern.ch». (Photopress, Patrick B. Kraemer)

Erste Elektroladestation in der Region Baden

ABB, die Regionalwerke AG Baden und die Stadt Baden engagieren sich für die Elektromobilität: Auf dem

Brown Boveri Platz in Baden wurde die erste Ladestation für Elektrofahrzeuge in der Region in Betrieb genommen. Je nach Steckdose (230 oder 400 V) und Fahrzeugtyp ermöglicht die Ladestation einen normalen Ladegang (2 Stunden für 50 km) oder einen schnellen Ladevorgang (20 Minuten für 50 km). Die Station ist Elektromobilnutzern zugänglich, die Mitglied im Park & Charge-Netzwerk sind. «Unsere integrierten und intelligenten Lösungen erlauben ein sicheres Laden innerhalb nützlicher Zeit», sagt Jasmin Staiblin, Vorsitzende der Geschäftsleitung ABB Schweiz. Die Regionalwerke AG Baden liefert

den Strom – bis auf Weiteres gratis. «Wir sind der Elektromobilität gegenüber positiv eingestellt», sagt Hugo Doessegger, Geschäftsführer der Regionalwerke AG Baden. «Als Energieversorgungsunternehmen sind wir prädestiniert, Elektroladestationen zu bauen, zu betreiben und mit umweltfreundlich produziertem Strom zu beliefern.» Die Stadt Baden verpflichtet sich seit 2006 zu mehr Energieeffizienz und vermehrtem Einsatz von erneuerbarer Energie. Dafür wurde sie mit dem European-Energy-Award-Gold ausgezeichnet. Gleichzeitig mit der Einweihung der Elektroladestation wird auch der

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Datum

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23.4. 3.5.

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Alle Termine auf www.technica-online.ch

Rubrik «Termine» oder/category/vk

27.4.

Dietikon

Der Verschwendung auf der Spur: Wirtschaftlicher Einsatz der Pneumatik

auf Anfrage

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11.5.

Stuttgart

Moderne Schleiftechnologie und Feinstbearbeitung auf Anfrage (Referate, Fachgespräche, Ausstellung usw.)

Hochschule Furtwangen University ksfinfo@hs-furtwangen.de

20.5.

Villigen

6. Technology Talk der Virtuellen Fabrik Nordwestschweiz/Mittelland

VF Nordwestschweiz/Mittelland 5210 Windisch, 0840 83 83 83 info@virtuellefabrik.ch

4 technica 04-10

Kosten

neue Fortwo Electric Drive von Smart vorgestellt. Damit lanciert Smart in internationalen Metropolen und ab dem zweiten Quartal 2010 auch im Grossraum Zürich ein Pilotprojekt mit 50 Smart-Elektromobilen. Daran beteiligen sich auch Partner wie EWZ (Stadt-Zürich), Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) und Mobility-Carsharing. Ziel dieses Projektes ist es, frühzeitig Erfahrungen über das Nutzungsverhalten sowie die bedarfsgerechte Infrastruktur zu sammeln und somit das Bewusstsein für emissionsfreies Fahren zu schaffen.

Veranstalter/Infos Bosch Rexroth Schweiz AG 5563 Buttikon, 055 464 63 79 walter.bhend@boschrexroth.ch


Technologietransfer ist in vollem Gange Die 22 Referenten aus namhaften internationalen Unternehmen, Forschungsinstituten und Universitäten richteten ihren Fokus auf die Themen Sicherheit, Standardisierung und europäische Initiativen. Zudem wurden aktuelle Forschungsarbeiten aus den Themenfeldern «Greifen», «Mobile Manipulation» und «Modulare Robotik» präsentiert. Eine Ausstellung zeigte aktuelle Projekte. Etwa den Serviceroboter «Friend» aus dem Forschungsprojekt

Polyurethane von Kundert www.marktspiegel.ch www.technica-online.ch

04/2010

I BAUGRUPPEN I M E C H AT R O N I K

Roboters als flexibler Helfer im industriellen und häuslichen Umfeld arbeitet.

Dämpfungstechnik

I

Am 24. und 25. Februar haben sich Fachleute aus der ganzen Welt beim Lauffener Spann- und Greiftechnikspezialisten Schunk zu den 3. Expert Days Service Robotik versammelt. Das Symposium gilt weltweit als führende Kommunikationsplattform für die angewandte Servicerobotik. Das liegt zum einen an den hochkarätigen Referenten, die Schunk Jahr für Jahr für die Veranstaltung gewinnen kann. Zum anderen an der hohen Dynamik, die das Thema selbst an den Tag legt. Aus einer kleinen Gruppe von Robotikvisionären ist ein interdisziplinäres, globales Netzwerk geworden, das intensiv an der Zukunft des

«Amarob», der körperlich beeinträchtigten Menschen helfen soll, ihren Tagesablauf autonom und selbstbestimmt zu bestreiten. Ein Trend zeigte sich bei den Schunk Expert Days deutlich: Aus der Phase der universitären Forschung geht die Servicerobotik zunehmend in eine Phase der praktischen Anwendung über. Das macht auch die steigende Zahl von Wirtschaftsunternehmen deutlich, die das Thema als Zukunftsfeld für sich entdecken. Auffällig war der intensive Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern, der einen ähnlich hohen Stellenwert einnahm wie die Vorträge selbst. Offensichtlich verfolgen alle Beteiligten derzeit ein grosses Ziel: Sie wollen bedarfsorientierte und marktfähige Servicerobotik-Anwendungen entwickeln und zur Marktreife führen. Nähere Informationen zu den Expert Days sowie zu den einzelnen Vorträgen des 3. Symposiums für angewandte Servicerobotik gibt es im Internet unter www.schunk.com. Die 4. Expert Days Service Robotik sind übrigens für den 23. und 24. Februar 2011 geplant. schunk.com/expertdays_2010

Markenzeichen.

Gasfedern und Ölbremsen in Standard- oder Sonderausführung. Zuverlässigkeit und Lebensdauer sind unser

FLUIDTECHNIK

3. Schunk Expert Days

KONFEKTIONIERUNG

Panorama

Individuelle Problemlösungen Beschichtung von Metall- und Kunststoffkernen, Giessen von Formteilen, High-Performance- und Standard-Polyurethan­ Systeme, Polyurethan-Systeme mit anwendungsspezifischem Eigenschaftsprofil, FDA-zugelassene Polyurethan-Systeme

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INDUSTRIAL IT

Kundert ist Spezialist für Halbzeuge und Fertigteile aus Polyurethan. Modernste Verarbeitungsanlagen und ein breites Werkstoffspektrum ermöglichen kundenindividuelle Problemlösungen und die stete Entwicklung neuer Polyurethan­ Systeme.

Messe-Vorschau:

Swissrobotics.net:

Messe-Nachschau:

Industrial IT:

Hannover Messe, 19. bis 23. April Siams, Moutier, 4. bis 8. Mai

METAV, Düsseldorf

Wie rechnet sich die Rentabilität einer Roboterzelle?

Grosse Plantafel plant grosse Teile

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Panorama

Easyfairs «Produktion & Design» um einen Tag vorverschoben Die Easyfairs-Messe «Produktion & Design» wurde um einen Tag vorverschoben und findet neu am 1. und 2. Juni 2010 statt.

Die Messe ist eine kosten- und zeiteffiziente Verkaufsplattform für CAD/CAM, Qualität und Fertigung im Maschinen- und Anlage-

bau. Veranstaltungsort ist die Olma Messe in St. Gallen.

01. & 02. Juni 2010 Olma Messen, St. Gallen, Halle 3.1

prOduktiOn & dESiGn 2010 DIE KOSTEN- UND ZEITEFFIZIENTE VERKAUFSPLATTFORM FÜR CAD/CAM, QUALITÄT UND FERTIGUNG IM MASCHINEN- UND ANLAGEBAU

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Einladung zur Jahrestagung 2010

Das Plusenergiehaus

Innovative Unternehmen haben das Wort! Montag, 3. Mai 2010, 10.00–17.00 Uhr Tagungsort: Kursaal Bern, Hotel Allegro, Raum Szenario, Kornhausstrasse 3, 3000 Bern 25 Referenten

Karl Viridén, Viridén + Partner Josef Jenni, Jenni Energietechnik AG Daniel Moll, ERNE AG, Holzbau Flavio Ravani, swiss Renova Dr. Alexander Schuler, Hexis AG Markus Wenger, Wenger Fenster AG

Marco Andreoli, CTA AG Boris Koch, ERICO International Christian Gaegauf, Oekozentrum Langenbruck Ernst Diethelm, Gschwind Heiztechnik AG Andreas Wegmüller, Bau- und Architekturbüro Wegmüller Moderation: Dr. Ruedi Meier, energie-cluster.ch

Attraktive Innovationsbörse/Tischmesse mit Unternehmen, Organisationen, Stehlunch, Apéro. Podiumsdiskussion: Dr. Ursula Wyss, Christian Wasserfallen, Dr. Walter Steinmann, BFE

Jetzt anmelden! Direkt unter www.energie-cluster.ch Mitglieder energie-cluster.ch Fr. 80.–. Nichtmitglieder Fr. 280.–. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

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Träger/Partner


Panorama

Internationale Messe Nr. 1 für Kunststoff und Kautschuk weltweit

Kuka zügelte flussabwärts

Kuka-College in Neuenhof und Le Locle

College in Neuenhof alle Kunden zu Bedienern, Programmierern, Inbetriebnahmepersonal, Integratoren – ganz nach individuellem Wunsch – ausgebildet werden. An Personen, die sich mit der Planung von Roboterzellen befassen, richten sich die spezifischen Kurse zur Roboterauswahl und -integration. In Re-Train-Kursen können auch langjährige Kuka-Programmierer und Programmierer von Wettbewerbsprodukten ihr Wissen auffrischen. Kuka Roboter Schweiz und die Haute Ecole ARC Ingénierie in Le Locle ebnen den Weg für Roboterschulungen mit einem Kuka-College direkt in der Romandie. Auch dieses bietet modular aufgebaute Seminare und ermöglicht den Teilnehmern, die notwendigen beruflichen Kenntnisse zur Bedienung und Integration von Kuka-Robotern zu erlernen. Das Ergebnis: umfassend ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter. Zertifizierter Abschluss: Am Ende des Trainingsprogramms im KukaCollege erhalten die Teilnehmer das entsprechende Zertifikat, welches bescheinigt, dass sie die Kenntnisse für weitere Ausbildungsmodule erworben haben. Dieses Zertifikat wird von allen Kuka-Colleges in der ganzen Welt anerkannt.

Produktivität ist nicht zuletzt eine Frage des kompetenten, gut geschulten und motivierten Personals. Deswegen können im Kuka-

KUKA Roboter Schweiz AG 5432 Neuenhof www.kuka-roboter.ch

Nach fast neun Jahren in den Büros in Dietikon ist Kuka Roboter Schweiz vor Kurzem mit allen bestehenden Angeboten und Dienstleistungen nach Neuenhof umgezogen. Am neuen Standpunkt werden auch das eigene College sowie die Kursangebote nach internationalen Kuka-Standards ausgebaut. Mit einem Vertriebsbüro in Berikon startete die Kuka Roboter GmbH 1998 den Verkauf von Robotern in der Schweiz. 2001 wurde die Kuka Roboter Schweiz AG gegründet und damit die ganze Dienstleistungspalette in Dietikon etabliert – von Beratung und Engineering über Testcenter und Schulung bis zur 24-hHotline. Kuka Schweiz unterhält heute ein eigenes Ersatzteillager. Ein dichtes Netz von Systemintegratoren garantiert Branchen-Knowhow und Kundennähe für alle Bereiche der Schweizer Industrie. Kuka bleibt da für ihre Kunden, auch lange nach der Abnahme der Anlage, und bietet Wartungs- und Ferndiagnoseverträge, persönliche Betreuung durch die 24-h-Hotline, Anlagenbetreuung, Reparaturservice, Software-Updates, Optimierung der Zykluszeit und Fortbildung für die Bediener.

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wichtigste Messe! It’s K-time, das heißt: Rund 3.000 Aussteller aus über 50 Ländern präsentieren die neuesten Produkte und Konzepte, von der Standard- bis zur Hightechlösung. Das quantitativ und qualitativ erstklassige Angebot macht die K zur weltweit wichtigsten Business- und Kontaktplattform für alle Anwenderindustrien. In 19 Hallen sind vom Marktführer bis zum Nischenanbieter alle vertreten, die die Zukunft der Branche entscheiden. Seien Sie dabei, wenn sich die Weltklasse der Kunststoff- und Kautschukanbieter in Düsseldorf trifft!

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Das Roboter-Testcenter für Beratung und Schulung in Neuenhof.

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Export-Forum Export-Forum

IN ZUSAMMENARBEIT MIT OSEC BUSINESS NETWORK SWITZERLAND

Fussball-Euro 2012 in Polen und der Ukraine:

Viel Geschäftspotenzial für Schweizer Unternehmen Wegen der Fussball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine stehen grosse Infrastrukturprojekte an. Dazu werden hohe Investitionen in den Hotel-, Stadion-, Flughafen-, Bahnhof-, Strassen- und Autobahnbau getätigt. Für Schweizer Unternehmen ergeben sich insbesondere im Zulieferbereich interessante Geschäftsmöglichkeiten. An einer Veranstaltung der Osec wurde den Teilnehmern das Geschäftspotenzial aufgezeigt. In Polen und der Ukraine ist das Geschäftspotenzial für Schweizer Unternehmen nach wie vor hoch, obwohl im Hinblick auf die Fussball-Europameisterschaft 2012 grosse Projekte im Stadion- oder Autobahnausbau im Rahmen von öffentlichen Ausschreibungen bereits vergeben worden sind. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen noch fast alle Türen offen: Denn nicht nur im Zusammenhang mit der bevorstehenden FussballEuro sind in Polen und der Ukraine viele Investitionen geplant, sondern auch über das FussballGrossereignis hinaus werden viele Infrastrukturprojekte realisiert. Dies nicht zuletzt, weil in gewissen Regionen – insbesondere in der Ukraine – erhebliche

Infrastrukturdefizite bestehen. Für Schweizer Zulieferer ergeben sich dadurch attraktive Geschäftsmöglichkeiten, z.B. im Bereich Hotel-, Stadion-, Flughafen-, Bahnhof-, Strassen- und Autobahnbau. Zudem sind die Ausrüstung von Hotels (z.B. Alarmsystem, Möbel, Sanitäreinrichtung, Fahrstühle, schalldichte Fenster), von Flughäfen und Bahnhöfen, die Zulieferungen von diversen Materialien sowie verschiedene Telekommunikationsprojekte vorgesehen.

40 Milliarden Euro ­stehen bereit Polen plant Investitionen von insgesamt 25 Mrd. Euro für Projek­te im Zusammenhang mit der Fussball-Euro, die Ukraine veran-

schlagt rund 15 Mrd. Euro für entsprechende Projekte, wovon in der Ukraine beträchtliche Summen für den Stadium- und Flughafenbau, für Hotels und rund 2000 Kilometer Strassensanierung vorgesehen sind.

In Polen und der Ukraine wird zudem ein sogenannter «Booster-Effekt» erwartet, d.h. auch nach der Fussball-EM sollten weitere Investitionen in die entsprechende Infrastruktur folgen. Davon wird unter anderem auch die Tourismusinfrastruktur profitieren. Nach Schätzung von Wirtschaftswissenschaftlern können die mit der Ausrichtung der Fussball-Euro 2012 in Polen verbundenen Investitionen zu einem zusätzlichen BIPWachstum von bis zu 1,5 % in den Jahren 2009–2012 führen. (mg)

Kontakt: Miguel Fonollosa Head of Swiss Business Hub Poland Embassy of Switzerland – Swiss Business Hub Poland Al. Ujazdowskie 27, PL-00-540 Warsaw +48 22 628 04 81 miguel.fonollosa@eda.admin.ch

«Lizenz zum Erfolg» Während meines Ingenieurstudiums arbeite ich als Konstrukteur und bin finanziell unabhängig. Ich schätze den engen Bezug meiner beruflichen Arbeit zum Studium. So bereite ich mich auf eine solide berufliche Zukunft vor. Das berufsbegleitende Bachelor-Hochschulstudium gibt es nur an der HSZ-T. Informationen zum berufsbegleitenden Studium Architektur, Informatik und Maschinentechnik finden Sie unter www.hsz-t.ch.

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Sandro Jermann, Student an der HSZ-T

Hochschule für Technik Zürich HSZ-T · Die berufsbegleitende Ausbildung zum Bachelor · Lagerstrasse 41 · 8004 Zürich 5 Minuten vom Hauptbahnhof · Telefon +41 43 268 25 22 · Mitglied der Zürcher Fachhochschule

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Offizielles Organ des Schweizerischen Verbandes für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik – svbf Nr. 04-10

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Ein Tipp für SVBF-Verbandsmitglieder

Besser globalisieren mit Englisch Worin besteht der Antrieb, in die Sprache Shakespeares zu investieren? Leute von Siemens, ABB oder Swisscom, ­Anwälte, Professoren und potenzielle Bundesräte nutzen die von Asset Services AG organisierten Englischsprachaufenthalte in Grossbritannien und Malta seit über zehn Jahren, um ihre Englischkompetenz, die in der Regel schon recht gut ist, noch weiter zu verbessern. Das Konzept (man wohnt als einziger Student beim Lehrer und seiner Familie) erfreut sich bei verschiedensten Geschäfts- und Privat­ leuten, die ihre Englischkompetenz steigern wollen, grosser Beliebtheit.

Verhandeln, Verkaufen Heute geht es darum, mit Nichtanglofonen «around the world» zu verhandeln, etwas zu verkaufen, sich anzupreisen, via E-Mails zu kommunizieren. Bei solchen sozialen und kulturellen Interaktionen ist differenzierte Englischkompetenz «matchentscheidend».

Connecting people Auch die Kommunikationstechnik intensiviert die Notwendigkeit, Englisch nicht nur sprechen zu können, sondern darin schlagfertig zu sein. Nokias Werbespruch «Connecting peop­le» funktioniert nur, wenn man Englisch kann. Aber auch in der Forschung pfeifen die Spatzen die Notwendigkeit hoher Englischkompetenz von den Dächern, aber natürlich in Englisch. Selbst Anwälte nutzen einen «Refresher», um ihrem Verhandlungsgeschick verbal zum Durchbruch zu verhelfen und für ihren Mandanten nachhaltig zu arbeiten.

Autor André Wuerth Asset Services AG

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Englisch perfekt Man hört manchmal von international tätigen Firmen, dass Englisch kein Thema sei, da Englisch bereits bei der Anstellung eine zwingende Voraussetzung sei. Solche Aussagen sind natürlich Unsinn! • Erstens bedingt eine Fremdsprache per­ manentes Pflegen des Niveaus, um eben gerade dieses Niveau zu halten. • Zweitens ist die Arbeit am Akzent sehr kommunikationsfördernd, auf allen Niveaus. • Drittens ist eine perfekte Fremdsprachenbeherrschung nie völlig erreicht, man denke nur schon an die Unsicherheiten in seiner eigenen Muttersprache. • Viertens korrigieren Kaufinteressenten das fehlerhafte Englisch nicht, sie wenden sich einfach ab. Deshalb gibt es • fünftens für Nichtanglofone nur eines, und zwar periodisch in den Original-Englischsprachraum einzutauchen (Refresher), um dort korrigiert zu werden, mit dem Ziel, sich schlagfertiger global zu behaupten. • Sechstens ist man zuerst immer «Beginner», wenn man eine Sprache lernt, weshalb ein solcher Privat-Sprachaufenthalt bei unseren umsichtigen Lehrern auch für «Beginner» und «Intermediate» der erste betreute Schritt in die globale Wildnis ist. (bf)

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Infos Mehr Infos auf Seite 14: «Ein Rolls-Royce, um Englisch zu lernen?» www.waterjet.ch

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Planung + Produktion  |  Dossier Betrieb

KMU, die auf Wissen und Erfahrung von Älteren zurückgreifen, sichern Arbeitsplätze für Jüngere

Die Älteren sind das Kapital der Zukunft Es gehört in der Wirtschaft fast immer noch zur Normalität, dass man mit den über 55-Jährigen nichts mehr anzufangen weiss. Der kritiklos aus den USA übernommene jung-und-dynamischMythos führt zu oft dazu, sich von älteren Mitarbeitenden zu trennen, da diese nicht mehr genug schnell, flexibel, belastbar und lernfähig seien – so die Begründungen.

U

ntersuchungen zeigen, dass Wissen, Können und Fähigkeiten eher von der individuellen Laufbahn und Lebensgeschichte abhängig sind als vom Alter. Junge Menschen lernen zwar schneller, was aber fehlt sind Erfahrungen, Souveränität und Routine, um das Gelernte wirkungsvoll, differenziert und mit Fingerspitzengefühl anzuwenden. Da in Zukunft die meisten Menschen mutmasslich länger arbeiten müssen als zurzeit, sind vorzeitige Austritte aus dem Erwerbsleben – mit Ausnahme von gesundheitlichen Gründen – weder volkswirtschaftlich noch moralisch vertretbar. Über 55-Jährige verfügen in der Regel über ein beträchtliches Know-how und haben ein breites Beziehungsnetz – ein Erfolgspotenzial, das offensiv genutzt werden soll.

Lern- und Arbeits­ fähigkeit lange erhalten Die demografische Entwicklung zeigt, dass die Bevölkerungspyramide auf

Autor Hans H. Betschart consulting@interpers.ch www.interpers.ch

dem Kopf steht und sich auch durch die Zuwanderung jüngerer Arbeitskräfte nicht grundsätzlich ändern wird. Alle Unternehmen stehen über kurz oder lang vor der Frage, wie und in welcher Form ältere Mitarbeitende beschäftigt werden sollen und wie deren berufliche Kompetenz langfristig erhalten werden kann. Wir leben in einer Zeit des schnellen Wandels. Heute aktuelles ist morgen veraltet, neue Trends werden durch noch neuere ersetzt – die Halbwertszeit des Wissens wird jährlich kürzer. Damit ist klar, dass die Qualifikationen der heute «Mittelalten» so zu entwickeln sind, dass diese, wenn sie morgen die Älteren sind, lern- und beschäftigungsfähig bleiben. Jedes Unternehmen, das nicht präventiv eine zukunftsorientierte Personalpolitik für Ältere entwickelt und nur Junge einstellt, wird bald einmal «alt» aussehen. Nur mit einer ausgewogenen Altersstruktur der Belegschaft können demografische Engpässe vermieden und sogar erhebliche Marktvorteile gewonnen werden. Statt ältere Personen frühzeitig in Pension zu schicken, sollen Modelle entwickelt werden, die es ermöglichen, die Qualifizierung der Beschäftigten langfristig zu erhalten. So eröffnet die aktive

Robotik

VIELSEITIG, INNOVATIV UND MESSBAR BESSER

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Nutzung dieser personellen Ressourcen gerade für KMU die Chancen, Arbeitsplätze für Jüngere zu sichern und auf ein Wissens- und Erfahrungspotenzial zurückzugreifen, das diesen Firmen normalerweise nicht, vor allem nicht zu günstigen Konditionen, zur Verfügung steht.

Coaching- und Beratungsfunktionen Um die Arbeitsfähigkeit der älter werdenden Personen zu erhalten, braucht es Personalentwicklungs- und Weiterbildungsmassnahmen, die es erlauben, das Know-how auf dem aktuellen Wissensstand zu halten. In der Beschäftigung älterer Menschen liegen enorme Reserven und finanzielle Möglichkeiten, die noch nicht ausgeschöpft sind. Dazu müssen aber adäquate Strukturen und Arbeitsformen für Ältere geschaffen werden. So können Ältere vermehrt Coaching- und Beratungs­funktionen übernehmen oder für anspruchsvolle Projekt- und Interimsaufgaben eingesetzt werden. Solche Personen sind zwar an Lebensjahren in «vorgerücktem» Stadium, aber nach ihrem Rücktritt von der operativen Ebene oft bereit und auch in der Lage, ihre Erfahrungen weiterzugeben. (aa)

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Planung + Produktion

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Agiles Projektmanagement (APM) am Beispiel von Scrum

Der Plan ist nichts, Planung ist alles Projektmanagement ist ein Dauerthema in Unternehmen und Organisationen. Obwohl Projektmanagement zur Basisqualifikation vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehört, scheint es sich hierbei um eine Kunst zu handeln, die nur von wenigen meisterlich beherrscht wird, denn dass Projekte aus dem Ruder laufen, ist nicht etwa eine Seltenheit: Trotz ausgeklügelter Planungstechnologie und intensivem Training in Projektmanagement scheitern über 50 Prozent aller Projekte.

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reieren wir für diese paar Zeilen den Superman des Projektmanagements, Ronaldinho mit Namen, Mitte vierzig, erfolgreich, kompetent, versiert. Am wöchentlichen Abteilungsmeeting Montagmorgen um neun wird er über ein neues Projekt informiert, dessen Wohl und Wehe ihm anvertraut werden soll: ein Luftkissen-Fussball, damit Fussball von der Unterlage unabhängig wird. Der Ronaldinho des Projektmanagements nickt. Ein Luftkissen-Fussball, klar doch, nichts leichter als das. Vor seinem geistigen Augen entsteht das magische Dreieck aus Kosten, Terminen und Ergebnis. Er erkundigt sich nach dem Arbeitgeber. Der ist wichtig, massgebend dafür, ob Budget und Terminvorgaben eingehalten werden können. Redet er laufend drein oder nicht? Ändert er alle paar Tage die Vorgaben? Ein Privatmann, bekommt Ronaldinho zur Auskunft. «Ganz unter uns und nur im Vertrauen: Es handelt sich um den Präsidenten des Internationalen Fussballverban-

des.» Ronaldinho nickt wieder. Den kennt er, natürlich nur aus den Medien. In fünf Jahren tritt der Mann zurück. Bis dahin soll vermutlich der Luftkissen-Fussball Realität geworden sein. «Ich nehme an, dieser LKF ist ein Abschiedsgeschenk», sagt er. Genauso ist es, er hats erfasst. Der geplante Luftkissen-Fussball soll dem scheidenden Präsidenten ein Denkmal setzen und ihn unsterblich machen.

«Kein Problem», sagt Ronaldinho, weil er nicht als Miesmacher, sondern als das Gegenteil davon dastehen will. Obwohl diese jämmerlichen fünf Jährchen Frist für einen Schwebeball bei Weitem nicht ausreichen. Sowenig sie ausreichen würden, um die Sterne vom Himmel zu holen. Da Ronaldinho nicht irgendwer ist, sondern eben der Superman des Projektmanagements, ist ihm klar, dass er das Projekt LKF, wie er es bereits nennt, zum Scheitern verurteilt hat: Die Terminvorgaben sind zu knapp bemessen. Nach spätestens einem halben Jahr wird das Controlling ergeben, dass der Zeitrahmen nicht eingehalten wird. Das Team wird vergrössert werden, um die Verzögerung wettzumachen. Die Kosten werden aus dem Ruder laufen. Ronaldinho

Autor Alois Altenweger

Nur das Chaos kommt ohne Planung aus. (Foto: aa)

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hat mit den beiden Worten «kein Problem» das totale Chaos losgetreten. Nach dem Meeting tut er zweierlei: er setzt in Gedanken und auf dem Papier ein Team zusammen und skizziert – wiederum wider besseres Wissen – einen Plan, vorerst mal einen Grobplan. Wider besseres Wissen deshalb, weil ihm, Ronaldinho Superman, längst klar ist, dass Pläne auf den Mond geschossen gehören. Innerhalb von fünf Jahren ändert die Welt ihr Gesicht, was laufende Anpassungen eines Plans und womöglich sogar des Projekts nötig macht. Kein Plan wäre das einzig Sinnvolle, findet er, doch seine Chefs sehen es anders, sie brauchen einen Plan zum Entscheiden. Bis jetzt, denkt Ronaldinho, ist das Projekt nur an Krücken gegangen, aber der Plan wird ihm den Todesstoss versetzen. Also nix Plan, niente, nada, null, dafür Planung statt Plan. Ronaldinho setzt sich hin und fängt an zu notieren, was ihm vorschwebt: «Agiles Projektmanagement», ist das erste, gefolgt von: • Individuen und Interaktionen gelten mehr als Prozesse und Werkzeuge • funktionierende Programme (Lösungen) gelten mehr als ausführliche Dokumentationen • die stetige Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber steht über Verträgen • der Mut und die Offenheit für Änderungen stehen über dem Befolgen eines festgelegten Plans Weiter entscheidet das Team, welche Arbeitsergebnisse wann erbracht wer-

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den können. Von oben autoritär verordnet wird nichts. Die Entwickler organisieren sich und ihre Arbeit selbst. Der Projektmanager agiert als Moderator oder sogenannter Enabler.

Agiles Projektmanagement am Beispiel von Scrum Scrum wird seit über zehn Jahren erfolgreich in der Softwareentwicklung angewandt. Der Produktverantwortliche ist für die Produktvision, die Leistungsmerkmale des Produkts und den Return on Investment (ROI) des Produkts verwantwortlich. Diese Rolle wird von einem Kunden oder einem Produktmanager bekleidet. Der ScrumMaster unterstützt das Team bei der Entwicklung des Produkts, beispielsweise durch das Einberufen von Besprechungen, das Beseitigen von Barrieren oder das Erstellen von Metriken. Darüber hinaus achtet er auf die Einhaltung der Projektvorgaben. Das Team ist verantwortlich für die Entwicklung des Produkts. Es organisiert sich dabei selbst, legt fest, wann welche Arbeitsergebnisse erbracht werden können und welche Arbeitsschritte notwendig sind. Die Menge der Leistungsmerkmale wird als Product Backlog bezeichnet. Anschliessend bewertet das Team den Aufwand zur Abarbeitung der ProductBacklog-Elemente. Dies führt zu einem ersten groben Projektplan, der zeigt, wie viele Iterationen notwendig sind, um einen sog. Hauptmeilenstein zu erreichen. Aus den Produktleistungsmerkmalen wählt das Team zu Beginn jeder Itera-

tion (auch Sprint genannt) die Anforderungen mit der höchsten Priorität aus, die das Team in den nächsten 30 Kalendertagen umsetzen kann. Diese Auswahl heisst Sprint Backlog. Während eines Sprints trifft sich das Team jeden Tag zum Daily Scrum Meeting. Diese täglichen Scrum-Besprechungen dienen dazu, den Projektfortschritt zu erfassen, die Kommunikation der Teammitglieder zu unterstützen und Hindernisse aufzuzeigen. Und während Ronaldinho von einem transparenten Projektfortschritt durch einen realistischen Soll-Ist-Vergleich träumt, trommelt ein anderer Bereich seines Hirns unablässig: «Kommunikation». Denn als Projektleiter obliegt es ihm, mit seinem Team, dem Auftraggeber und den Stakeholdern über das Projekt zu sprechen, über die Durchführung des Projekts, die Art und Weise der Durchführung, eben darüber, dass er sich für fortlaufende Planung entschieden hat und sie sich einen Plan sonst wohin stecken können. Was er so nie sagen würde, sondern vielleicht, dass er der Planung vor dem Plan den Vorzug gebe. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, fällt ihm ein Bonmot Lenins ein. Aber ohne Vertrauen, ergänzt er bei sich, geht einfach nichts. (aa)

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Planung + Produktion

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Projektmanagement: Die häufigsten Fallen, die wichtigsten Erfolgsfaktoren Neulinge werden mit den wichtigen Elementen des Projektmanagements und mit den möglichen Fehlerquellen und Hindernissen bekanntgemacht. So erhalten sie einen umfassenden und leicht verständlichen Einstieg. Autor: Thorsten Reichert Titel: Projektmanagement Verlag: Haufe Freiburg i.Br. ISBN-10: 3448093505 ISBN-13: 9783448093506 200 Seiten, Euro 19.80 (broschiert)

Es sind immer wieder die gleichen Fehler, die Projekte scheitern lassen: Ziele werden verfehlt, Termine nicht eingehalten, Budgets vorzeitig ausgeschöpft oder die Projekte schlafen ein. Thorsten

Reichert geht den typischen Problemfällen und immer wiederkehrenden Fehlern nach und stellt Lösungen und Werkzeuge vor, die bei der Bewältigung helfen. Er zeigt auf, mit welchem Aufwand und Nutzen die Werkzeuge verbunden sind und wie sie funktionieren – das allerdings sehr knapp, sodass der interessierte Leser nicht darum herumkommt, Informationen zum Einsatz der Methoden genauer zu recherchieren. Dadurch entsteht ein Werkzeugkasten für das Projektmanagement.

Hilfreich dabei: Viele Vorlagen zu diesen Methoden können auf der Webseite http://www. projekt-magazin.de/ heruntergeladen werden. Einige interessante Anregungen gibt Reichert vor allem zum Projektabschluss. Das Phänomen, dass verschiedene Projekte am Ende an Fahrt verlieren und bei 95 Prozent der Ziele stecken bleiben, dürften viele kennen. Dazu beschreibt Reichert einige praktische Lösungen. (bf)

Verfehlte Ziele und Termine, ausgeschöpfte Budgets oder eingeschlafene Projekte? Das muss nicht sein.

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Planung + Produktion  |  Dossier Betrieb

Ein Rolls-Royce, Lütze Schweiz mit SVBF,AG Region Ostschweiz Einladung zurNiederlassungsleiter 52. ordentlichen um neuem Generalversammlung am 5. März Englisch zu lernen? Donnerstag, 5. März 2009, 20.00 Uhr bis ca. 21.30 Uhr

Hotel Rebstock Thalerstrasse 57 9404 Rorschacherberg (Parkplätze vorhanden) Sitzungssaal rechts, siehe Anschlag beim Eingang

Peter Burger, Niederlassungs­ Traktanden leiter von Lütze AG.

1. Wahl der Stimmenzähler 2. Protokoll Seit dem März 2010 ist Peter der1. letzten GV Burgervom (52)18. derMärz neue2008 Niederlas­ sungsleiter der Firma Lütze AG 3. Mutationen in Er hat als Verkaufs­ 4. Siebenen. Jahresbericht leiter und der Geschäfts­ desMitglied Präsidenten leitung bis ins Jahr 2000 bei der 5. Abnahme Firma der CabTec AG (ehemalige Jahresrechnung

ARP gearbeitet und2009 war zu­ 9. AG) Jahresprogramm vor Electrona SA in Boud­ry 10.bei der Anträge als Verkaufsleiter für Kabelkon­ a) der Mitglieder fektionen. InVorstandes den letzten acht b) des Jah­­­­­ wurde er bei einem führen­ 11.ren Wahlen den Schweizer Kabelhersteller a) der Vorstandsmit unterschiedlichen Funktio­ mitglieder nen betraut, unter anderem als b) des Präsidenten Marktverantwortlicher c) der Rechnungs-Schweiz für denrevisoren Bereich brandtechnische Sicherheitskabel 12. Behandlungsowie als Ver­ kaufsleiter den Bereich Indus­ von für Anträgen t­rial Harnessing. und Verschiedenes Burger übt bei Lütze AG auch die Die Anmeldung Leitung des Verkaufes ist unbedingt erwünscht.aus und wird die bestehende Equipe un­ terstützen verstärken. Anträge anund die Generalversamm-

lung bitte schriftlich bis zum 23. Februar 2009 www.luetze.ch an die Sektionsadresse.

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Bericht und Antrag der Rechnungsprüfungskommission Infos 6. Entlastung M.Bullinger Ihrdes Partner Vorstandesfür Winkelstrasse 6 Feinblechtechnik 8. präzise Genehmigung 9100 Herisau www.wsw.ch Fax 071 351 25 77 des Budgets 2009

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Kann das gut weiterempfehlen Ueli Spinnler, Verkaufsleiter, ABB, Zürich

Weitere Abolventen-Meinungen zum EnglischPrivatsprachkurs: Eine grosse Bereicherung E. Weiss, Swisscom Mobile, Bern

Kann ich nur weiterempfehlen B. Klein, Techn. Kaufmann, Bombardier, Zürich

Sehr positiv, aber viel zu kurz O. Künzle, Prof. ETH, Zürich

Wesentliche Fortschritte Heinz Widmer, GL-Mitglied Enics, Turgi

Impressum Planung + Produktion Technica AZ Fachverlage AG 5001 Aarau Tel. 058 200 56 30 Fax 058 200 56 61 Redaktion Alois Altenweger, lic. rer. pol. Zürchermatte 47 3550 Langnau i. E. Tel. 034 402 56 69 altenweger@zapp.ch Erscheint als integrierter Bestandteil der Technica.

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Alesa hat «ortsbildkompatiblen» Industriebau bezogen

Präzisionswerkzeuge aus dem Dorfzentrum

Höchste Präzision Breite Modellpalette Kraft-/Weg-Überwachung 100 % Rückverfolgbarkeit Einfachste Integration & Programmierung

Im Rahmen von Kunden- und Lieferantentagen sowie einem «Tag der offenen Tür» hat die Firma Alesa bewiesen, dass das geht: Modernste Präzisionswerkzeugfertigung in einem modernen, bunten Fabrikgebäude, das bestens in den Ortskern des traditionsbewussten Hallwilersee-Dorfes Seengen passt.

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ach rund anderthalb Jahren Bauzeit konnte die Alesa Werkzeugfabrik vor Kurzem ihren Neubau in Seengen einweihen. Das markante Gebäude zieht mit seiner goldfarbigen Metallfassade und den grossen Glasfronten unweigerlich

Die Alesa-Werkzeuge sind praktisch allesamt spanabhebende Schneidwerkzeuge, sie können in drei Segmente eingeteilt werden: Sägewerkzeuge, Fräswerkzeuge und Drehwerkzeuge. In allen drei Sparten gibt es sogenannte Standard- oder Katalogwerkzeuge und Spezialwerkzeuge, welche nach Kundenbedarf angefertigt werden. Der Anteil der Standardwerkzeuge beträgt rund 40 %. Rund 60 % aller Werkzeuge gehen in den Export.

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Erfolg dank Innovationskraft

Das neue Alesa-Fabrikationsgebäude harmoniert bestens mit dem Ortskern von Seengen.

die Blicke auf sich. Das moderne Outfit würde eher eine Mode- oder Uhrenmanufaktur vermuten lassen als eine Fabrikation von Präzisionswerkzeugen. Die Alesa darf auf eine 75-jährige, erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken. Der Neubau ist ein weiterer Meilenstein im Bestehen der Firma und beweist den Glauben an den Produktionsstandort Seengen in der Schweiz.

Eine neuartige, bis heute einmalige Werkzeuglinie wurde bei Alesa 1984 entwickelt. Das Kernstück davon ist eine patentierte, spiralförmig geschliffene und auswechselbare Schneide an Fräswerkzeugen, genannt Alesa Twist. Natürlich wurde auch diese Produktefamilie erweitert und ständig ergänzt. Die gesamte Palette ist in HSS und in Hartmetall mit verschiedenen Hartstoff-Beschichtungen lieferbar. Mit der Entwicklung von einseitig aufgespannten Kreissägen hat Alesa vor wenigen Jahren eine weitere, noch nicht existierende WerkzeugGeneration lanciert. Dieses neuste Produkt, das Alesa-Nutex-Sägesystem, wurde vom Markt begeistert aufgenommen und bringt stark steigende Umsatzanteile. (mg)

Infos ALESA AG 5707 Seengen 062 767 62 62 info@alesa.ch www.alesa.ch

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

| Fachmessen

Metav 2010 – es kann nur aufwärts gehen ...

Endlich Licht am Ende des Tunnels Wer hätte das gedacht oder aller Unkenrufe zum Trotz: Die Metav des Jahres 2010 konnte sich trotz der zeitlichen Nähe zur vergangenen EMO recht gut behaupten und sorgte mit 685 Ausstellern sowie über 32 000 m2 Netto-Ausstellungsfläche und rund 45 000 Fachbesuchern für einen verheissungsvollen ReStart der Branchen Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Werkstückspanntechnik. Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut, denn die weltweite Nachfrage nach Werkzeugmaschinen und fertigungstechnischer Ausrüstung bewegt sich nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau.

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ass viele Hersteller und Anbieter von Maschinen, Werkzeugen, Spannmitteln und Peripherie trotz der nach wie vor angespannten Wirtschaftssituation den Kopf dennoch nicht in den Sand stecken, ist schon allein daran abzulesen, dass die Aussteller aus 28 Län-

präsentierten. Zudem konnten Fachbesucher aus 26 Nationen registriert werden, was auch dahin gehend zu deuten ist, dass die Metav international gesehen nach wie vor einen hohen Stellenwert einnimmt, nachdem dieser «Stern» schon einmal zu verblassen drohte... Zwar «glänzten» doch manche renommierte Hersteller von Werkzeugmaschinen und besonders die von Zerspanwerkzeugen durch Abwesenheit, jedoch bietet jede Krise auch Chancen, wie man anhand von diversen Kooperationen, die zur Metav bekannt gegeben wurden oder sich dort erstmals dem breiten Fachpublikum vorstellten, ablesen kann:

Zeit für Kooperationen

Chiron DZ 12K S MAG-NUM five axis mit 2-Achs-Schwenkrundtisch mit Drehmöglichkeit bis 1000 U/min.

dern sich sozusagen in die Höhle des Löwen wagten und sich in Deutschland bzw. dem deutschsprachigen Raum – mithin dem mit weitem Abstand grössten europäischen Markt für Werkzeugmaschinen – dem bekannt anspruchsvollen Fachpublikum

Autor Edgar Grundler, Redaktor Technica, Allensbach.

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Kooperation I – Walter AG und DMG: Mit der zur Metav verkündeten Systempartnerschaft ermöglichen die Walter AG und die Gildemeister AG/ DMG den Anwendern beim Kauf einer Maschine weltweit den Zugriff auf exklusive Werkzeugpakete. Diese sind jeweils auf die zu bearbeitenden Materialien von individuellen Branchen wie z. B. Energietechnik. Luft- und Raumfahrt, Werkzeug- und Formenbau abgestimmt. Beim Kauf einer DMG-Maschine der Baureihen DMF, DMC V und DMU 60 bis DMU 160 P duoBlock wird zukünftig ein entsprechend «hochwertig» ausgestatteter Werkzeugkoffer von Walter mitgeliefert. Damit soll der Markt mit anwen-

Heller: 5-Achs-Bearbeitungszentrum FT 4000 mit Schwenkkopfeinheit – auch für den Werkzeugund Formenbau.

derorientierten Technologien und zukunftsweisenden Produktstrategien bedient werden, was ja dem Prozessketten-Gedanken grundsätzlich sehr nahe kommt. Kooperation II – Heller und Ingersoll: Ebenfalls zur Metav sind Heller und Ingersoll in Partnerschaft aufgetreten. Ziel der erstmaligen Gemeinschaftsaktion war und ist es, den Kunden von Heller im Bereich Automobilindustrie die Lösungsmöglichkeiten im Verbund mit den Werkzeugen von Ingersoll vorzustellen. Umgekehrt machte Ingersoll für die Heller-Maschinen den Markt Werkzeug- und Formenbau zugänglich. Zumal Heller den Metaller-Branchentreff zum Jahresanfang zum Anlass nahm, ein neues 5-Achsen-Bearbeitungszentrum FT 4000 mit Schwenkkopf-Einheit vorzustellen. Dabei handelt es sich um eine klassische Werkstattmaschine für die direkte Tischbeladung, wie sie u. a. eben auch im Werkzeug- und Formenbau praktiziert wird, weil es dort immer grössere und komplexere Werkstücke gibt und diese in einer Aufspannung möglichst komplett bearbeitet werden sollen. Folgerichtig bietet die Heller FT 4000 einen Arbeitsbereich von X = 800, Y = 800 und Z = 1000 mm sowie eine Tischbelastung bis 1400 kg. Das neue BAZ lässt sich mit verschiedenen Schwenk- und Gabelköpfen ausrüsten, die wahlweise jeweils 40 kW oder auch bis zu 44 kW


Fachmessen  |  Werkzeugmaschinen

Power haben und für die anspruchsvolle Leistungs-Zerspanung bis zu 242 Nm aufbringen.

Doppelspindel-BAZ mit 2 × 5 Achsen Ausgehend von Kundenanforderungen hat Chiron ein neues Doppel­ spindelzentrum mit 2 × 5 AchsenKonfiguration entwickelt. Damit will man im Kompaktformat bezüglich Leistung, Produktivität und Oberflächengüte punkten, denn der Trend zu komplexeren Serienteilen setzt sich hinsichtlich 5-Achsen-Komplettbearbeitung beständig fort. Die Verfahrwege in X, Y und Z betragen 550 mm, 400  mm und 360  mm. Die Motorspindel bringt Drehzahlen bis 24 000 U/min und ist mit einer Werkzeugaufnahme HSK-A63 ausgestattet. Ferner erlauben die 2-AchsenSchwenk-Rundtische, die im Übrigen in der Rundachse mittels Torquemotoren angetrieben werden und mit

Drehzahlen bis 1000 U/min auch anspruchsvolle simultane Drehoperationen gestatten, die optimale Positionierung der Werkstücke sowie die ideale Anstellung von Standard- und Sonderwerkzeugen für alle denkbaren Bohr-, Fräs- und Drehoperationen. Mit einem pro Zeiteinheit doppelt so grossen Output wie bei Einspindel-BAZs verbinden sich für den Kunden ­Einsparungen in Bezug auf Platzbedarf, Bediener- und Programmieraufwand und auch Investment. Des Weiteren besteht die Möglichkeit der Automatisierung per Roboter durch das kostengünstige Standardmodul FlexCell Uno.

Die «andere» Werkzeugmaschine... Produktives Laserbohren verspricht die Lasertec 50 PowerDrill von Sauer Lasertec GmbH, einer Tochter des Gildemeister-Konzerns. Technisch ist das Maschinenkonzept zwar an die

und Werkzeuge

Sauer Lasertec: Die Lasertec 50 PowerDrill überzeugt durch hohen Bedienkomfort und optimale Zugänglichkeit.

grössere Schwester Lasertec 80 PowerDrill angelehnt, jedoch deutlich kompakter konstruiert und speziell auf die Anforderungen der LaserBohrbearbeitung von Komponenten, die in der Aerospcae-Industrie verbaut werden, ausgelegt. Dazu zählen zum Beispiel Turbinenschaufeln, Turbinenblätter sowie Hitzeschilde und ähnliche Bauteile aus kritischen,

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Answers for industry. 04-10  technica  17


Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Fachmessen

Flow Europe GmbH: Das bewährte WMCModell mit HighPressure-System ausgestattet.

schwer zerspanbaren Werkstoffen. Die bewährte PowerDrill-Technologie ist hier variabel nutzbar, nämlich dahingehend, dass über eine neuartige Optik die Fokus-Grösse zu verändern ist, ohne dass der Brennpunkt bewegt wird. Je nach Anwendung kommen Nd:YAG-, Co2 oder Faser-Laser zur Verwendung, womit Präzisionsbearbeitungen im Bereich von bis zu µm möglich sind. Mit einem Arbeitsbereich von jeweils 500 mm in X- und Y-Richtung sowie 700 mm in Z lassen sich auch grössere Bauteile bearbeiten, zumal die Schwenk-RundAchse Werkstücke mit einem Gewicht bis zu 14 kg aufnehmen kann.

Die «andere» Trenn- und Konturbearbeitung ... Zum Trennen moderner Werkstoffe wie Keramik und Verbundmaterialien aber auch von Metallen und Glas usw.

hat sich das Hochdruck-Wasserstrahlschneiden in aller Breite durchgesetzt. Ausschlaggebend für die jeweilige Trennleistung sind die Form und die Geschwindigkeit des Wasserstrahls. Physikalisch bedingt steigt mit höherem Druck der Energiegehalt des «Schneidstoffs Wasser» an und gleichzeitig reduzieren sich der Strahl-Durchmesser und der Wasserverbrauch. Das neue HyperPressureSystem von Flow nutzt diesen Effekt aus, um mit nunmehr 6000 bar das Wasserstrahlschneiden entscheidend zu verbessern. Die Schnittleistung und die Produktivität steigen spürbar an, die Durchlaufzeiten und die Stückkosten verringern sich, da herkömmliche Maschinen mit lediglich 3800 bar arbeiten und in vielen Fällen die Zugabe von Abrasivmittel (Sand) deutlich vermindert werden kann. Das rechnet sich doppelt, denn Abrasivmittel sind die Hauptkostentreiber beim Wasserstrahlschneiden. Nicht zuletzt ergibt das Schneiden mit 6000 bar eine höhere Schneidkantengüte und die Schneidgeschwindigkeit erhöht sich um 30 bis 50 Protzent, sodass hier eine neue Dimension des Hochdruck-Wasserstrahlschneidens im Raum steht.

Innovative Werkzeuglösungen

Gühring: Der RT 100 VA-Bohrer ermöglicht die Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe.

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Höhere Produktivität, günstigere Fertigungskosten und beste Bearbeitungsqualität sind die Kennzeichen der Produktinnovationen, die Gühring auf der Metav zeigte. Für die Bearbeitung rostfreier Stähle zeigte

Gühring auf der Metav 2010 erstmals den RT 100 VA-Bohrer. Er ermöglicht die Bearbeitung dieser schwer zerspanbaren Werkstoffe mit höchsten Schnittdaten und Standwegen. Für den Anwender eröffnet der neue RT 100 VA-Bohrer völlig neue Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Bearbeitung von rostfreien Stählen. Die neuen ExclusiveLine VHMKleinstbohrer mit Innenkühlung ermöglichen die Bearbeitung extrem kleiner und tiefer Bohrungen bis Durchmesser 3  mm und Bohrtiefe 15 × D in einem Zug ohne zusätzlichen Entspanzyklus. Damit verkürzen sie die Bearbeitungszeiten erheblich. Trotz der extrem kleinen Durchmesser bieten sie ausserdem eine hohe Prozesssicherheit. Exklusiv am Markt bietet Gühring den spiralisierten Tieflochbohrer RT 100 T für Bohrtiefen bis 40 × D als Standardwerkzeug an. Damit profitiert der Anwender zum einen von einem Hochleistungswerkzeug zur Bearbeitung mit höchsten Schnittdaten, zum anderen von günstigen Werkzeug­ kosten im Rahmen des Standardprogramms statt teurer Sonderlösungen. Auf der Metav präsentierte Gühring ausserdem eine spezielle Variante für die Aluminium-Bearbeitung.

Ausblick Inwiefern sich die oben erwähnten Kooperationen bewähren und für alle Beteiligten zum Erfolg führen, wird die Praxis der nächsten Monate beweisen. Jedenfalls führte «die Krise» bei den Maschinen- wie beiden Werk-


Fachmessen  |  Werkzeugmaschinen

zeug-Herstellern zu einem Umdenken, nachdem bis dato jeder eifersüchtelnd vor sich hinarbeitete und es den Kunden überliess, die Prozessfähigkeit der verschiedenen Komponenten sicherzustellen. Überhaupt kümmern sich vor allem die Maschinen-Hersteller heute verstärkt um den gesamten Zerspanprozess und liefern den Kunden «Turn-Key-Lösungen» und nicht mehr nur eine Maschine. Fehlen eigentlich nur noch die Dritten aber mit die Wichtigsten im Bunde, nämlich die Hersteller und Anbieter von Werkstück-Spannsystemen. Denn wenn «die Schneide des Werkzeugs das Geld verdient», dann stellt die Werkstück-Spanntechnik die unerlässliche Klammer zwischen der Maschine und deren Leistungsvermögen sowie dem zu bearbeitenden Werkstück dar. (mg)

Worauf Sie vertrauen können

Erwähnte Firmen

und Werkzeuge

Walter (Schweiz) AG 4501 Solothurn 032 617 40 72 service.ch@walter-tools.com www.walter-tools.com

Ingersoll Werkzeuge GmbH D-35708 Haiger Schweiz: Schnegg Tools AG 2563 Ipsach 032 333 70 33 info@schnegg-tools.ch www.schnegg-tools.ch

Sauer GmbH, Lasertec DMG (Schweiz) AG 8600 Dübendorf 044 824 48 48 info@gildemeister.com www.dmgschweiz.ch

Chiron Werke GmbH 8260 Stein am Rhein 079 554 2397 ruedi.schalch@chiron.de www.chiron.de

Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH D-72622 Nürtingen Schweiz: Springmann SA 2000 Neuchâtel 032 729 11 22 info@springmann.ch www.springmann.ch

Flow Europe GmbH D-75015 Bretten +49 72 52 53 80 marketing@flowgmbh.com www.flowgmbh.com Gühring Schweiz AG 6343 Rotkreuz 041 79 01 51 5 info@guehring.ch www.guehring.ch

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Panorama

Giesserei-Zentrum an der FHNW startet am 18. Mai Mit dem Giesserei-Zentrum stellt die Hochschule für Technik FHNW als erste Schweizer Hochschul­ institution ihre praktische Erfahrung und fundiertes wissenschaftliches Know-how der GiessereiBranche zur Verfügung. Zum offiziellen Gründungsanlass am 18. Mai 2010 in Brugg-Windisch werden zahlreiche Vertreter der Giesserei-Industrie erwartet. Das Programm beinhaltet wissenschaftliche Referate und einen Rundgang durch die Werkstätten und Labors der Hochschule für Technik FHNW.

Kooperationsangebot Das Giesserei-Zentrum wird von Fachleuten mit langjähriger Erfahrung in Forschung und Produktion geleitet und bündelt die Kompetenzen der Hochschule für Technik. Die Bandbreite des Kooperationsangebots reicht von der klassischen Giesserei- und Schmelztechnik über modernes Rapid Prototyping bis zur nume-

rischen Simulation der Giessprozesse. Dank einer modernen Labor- und Computerinfrastruktur können die Fachleute der FHNW die Unternehmen in den Bereichen Bauteil- und Formenkonstruktion, Giessprozess- sowie Werkstoffentwicklung unterstützen. Das umfasst auch die Werkstoffprüfung, die mechanische Be­ arbeitung, die Messtechnik sowie die Simulation. Dazu gehört auch die Erschliessung öffentlicher Fördergelder in Form von Pro­ jekten der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), ­ausserdem sind Dienstleistungsprojekte und Arbeiten von Studierenden der Studiengänge Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen möglich. Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen runden das Angebot ab.

Das Leitungsteam des Giesserei-Zentrums (v.l.n.r.): Hans Kröning, Prof. Arne Wahlen, Prof. Norbert Hofmann, Prof. Jörg Lagemann, Markus Krack.

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Werkzeuge

Vollhartmetallfräser in der Anwendung

Mikropräzisionsfräsen für die Werkzeugherstellung Die direkte Prägestanzen-Herstellung durch Mikropräzisionsfräsen im harten Werkzeugstahl erspart Fertigungsprozessschritte wie das Fräsen von Grafitelektroden, das Erodieren von Prägewerkzeugen oder auch das alternative Ätzen der Prägewerkzeuge. Die durch zahlreiche Produktvarianten geprägte Besteckherstellung kann davon besonders profitieren.

E

in wesentlicher Erfolgsfaktor des Metall-Haushaltswarenherstellers WMF AG stellt der hohe Fertigungsgrad in den hauseigenen Werken dar. Als weiterer wichtiger Faktor gilt die Kompetenz in der Produktionstechnik, ausgehend von den im Formen- und Werkzeug- sowie Sondermaschinenbau jeweils selbst entwickelten Fertigungseinrichtungen. Dieses Know-how wiederum steht auch externen Kunden zur Verfügung, denn die WMF-Produktionstechnik stellt im Kundenauftrag auch Industrieteile aus Edelstahl her und der WMF-Betriebsmittelbau u. a. die Werkzeuge dafür.

Spezialität: Stanz-, Umform- und Prägewerkzeuge für Bestecke Folgerichtig muss sich der Betriebmittelbau permanent dem freien

Wettbewerb stellen und agiert innerhalb des WMF-Konzerns in Form eines Profit Centers quasi als Unternehmen im Unternehmen. Die 60 ausgewiesenen Fachkräfte in diesem Bereich arbeiten mit modernsten CNC-Werkzeugmaschinen und dürfen sich in Sachen Entwicklung, Konstruktion, Fertigung sowie Reparatur von Stanz-, Umform- und Prägewerkzeugen als sehr gefragte Spezialisten betrachten. Doch selbst solche Spezialisten sind technisch noch zu überraschen, wie anhand des hier vorgestellten Praxisbeispiels verdeutlicht wird. Dazu sagte Dipl.-Ing. (FH) Christoph Scheinert, Leiter der Abteilung Technische Dienste bei der WMF AG in Geislingen: «Auf Grund der enormen Vielfalt an Bestecken usw. haben wir einen grossen Bedarf besonders an Stanz- und Prägewerkzeugen. Deshalb sind wir immer auf

Prägewerkzeuge (Ober- und Unterteile) für Gabeln aus dem WMF-Programm.

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der Suche nach RationalisierungsMöglichkeiten, um die Werkzeuge noch kostengünstiger herstellen zu können. Die bisherige Herstellung der Werkzeuge (Stempel und Matrize) mit Gravuren war durch einen ziemlich aufwändigen mehrstufigen Prozess gekennzeichnet, weil für ein Prägewerkzeug zunächst auch immer ein Positiv angefertigt werden musste. Sehr knifflig gestaltete sich die Positiv-Herstellung beim Einbringen von Gravuren zum Prägen wie zum Beispiel WMF Cromargan Protect. Dazu mussten wir das Positiv zuerst fräsen und fertigbearbeiten, im Ätzverfahren die Gravur des Musterbzw. Meisterteils auf das Gesenk übertragen und dieses wiederum von Hand manuell fertigschleifen und polieren. Wir suchten hier nach einer Art Substitution und kamen an einer Fachmesse mit den Werkzeug-Spezialisten von HAM ins Gespräch, woraus sich dann eine hervorragende, hocheffiziente Lösung ergab». Achim Schweikart, Technische Beratung und Verkauf beim HAM-Vertriebspartner Hartmann Präzisionswerkzeuge, Renningen, schilderte das komplexe Bearbeitungsproblem wie folgt: «Wir haben mit unseren bewährten Vollhartmetallfräsern, die als Schaft-, Radius- und Torusfräser ab Durchmesser 0,2 mm lieferbar sind, Spezialwerkzeuge im Programm, mit denen sich kniffligste Bearbeitungen in harte Werkstoffe durchführen lassen. Hier ging es um einen harten Werkzeugstahl, bei dem die Gravur bzw. die Prägung herausgearbeitet werden musste. Wir haben dazu unsere kleinsten Kugelfräser mit Durchmesser 0,3 und 0,5 mm sowie ein Sonderwerkzeug Stichel mit Durchmesser 0,05  mm vorgeschlagen und schon im Vorfeld den gesamten Fräsprozess betrachtet. In enger Zusammenarbeit mit den Anwendern im


Werkzeuge  |  Werkzeugmaschinen

Formen- und Werkzeugbau von WMF entschlossen wir uns für diese Bearbeitung zu einem kompletten Strategiewechsel, passten die Programmierung an und stellten mit Versuchen die Praxistauglichkeit dar.»

Strategiewechsel vollzogen Wie schon angedeutet, hat die nachweisbare und vor allem anhaltende Werkzeug-Effizienz selbst die gestandenen Werkzeugbau-Praktiker von WMF positiv überrascht. Der Erfolg ist massgeblich auf die VHM-Werkzeuge zum Mikropräzisionsfräsen zurückzuführen. Die Miniatur-Schaft-, Radius- und Torusfräser von HAM sind hochstabil, weil sie aus einem besonderen Schneidstoff bestehen und einen extrem verstärkten Kern haben. Weitere Merkmale sind der mit 0,9° konische und lange Hals, wichtig vor allen Dingen zum Fräsen von tiefen Rippen, und die Radiustoleranz von ±0,005 mm. Die Mikrofräswerkzeuge werden mit einer hoch innova-

Alles für die Wohn- und Profiküche Die Unternehmensgruppe WMF AG ist nach aus­sen hin vor allem als Hersteller hochwertiger Haushaltswaren bekannt. Besteck, Kochgeschirr, Kaffeemaschinen, Gläser und Tischaccessoires, es gibt fast nichts, was WMF und die der Gruppe zugehörigen Marken-Gesellschaften alfi, Auerhahn, Kaiser, Silit, ProHeq, Schaerer und petra nicht zur Ausrüstung der häuslichen wie der professionellen Küche beisteuern könnten. Gegründet im Jahr 1853 durch Daniel Straub als Metallwarenfabrik Straub & Schweizer, folgte 1880 die Fusionierung mit der Esslinger Metallwarenfabrik Ritter & Co. zur WMF AG. Zahlreiche Patente wie etwa zur «Versilberung von Besteck mit verstärkter Silberauflage an besonders beanspruchten Stellen» (1893), die Entwicklung des Schnellkochtopfs Sikomatic (1921), der rostfreie Edelstahl «Cromargan» (1927), die erste Grosskaffeemaschine für die Gastronomie (1927) bis hin zum Schnelltopf Perfect Ultra (2007) kennzeichnen die Entwicklung der WMF. Selbiges gilt für die schon sehr früh und bis heute konsequent praktizierte Kombination aus Design und Ergonomie, Funktion und Leistung sowie Qualität und Langlebigkeit. Aktuell beschäftigt der WMF-Konzern rund 5900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und diese erwirtschaften pro Jahr einen Umsatz von knapp 800 Mio. Euro (2008). Die Produkte werden je nach Sortiment (Konsumgeschäft und Objektgeschäft) über WMF-Fachgeschäfte, den Facheinzelhandel, Warenhäuser, Einrichtungshäuser sowie WMF- und externe Vertriebsorganisationen weltweit verkauft.

tiven TAX-Beschichtung (AlNiTr-Multilayer) versehen, erreichen dadurch enorme Oberflächenhärten bis 3900 Vickers und sind temperaturbeständig bis in den Bereich von 1250 bzw. 1300° Celsius. Mit diesen Fräswerkzeugen lassen sich hochpräzise, filigrane Nut-, Rippen-, Kontur- und Kopierbearbeitungen wirtschaftlich durchführen und somit nicht nur konventionelle Bearbeitungen substituieren, sondern zugleich Arbeitsprozesse einsparen. So geschehen eben bei WMF AG, denn hier entfällt nun die Herstellung der Positive gänzlich, weil mit den HAM-Fräsern voll im Hartwerkstoff gearbeitet wird. Christoph Scheinert sieht sich voll bestätigt, das Ätzen der Prägewerkzeuge durch Mikrofräsen ersetzt zu haben und ist überzeugt davon, dass im Fräsen noch viel Ratiopotenzial vorzufinden ist: «Wir brauchen kein Positiv bzw. kein Meisterteil mehr und das gilt sowohl für die Werkzeug-Erstfertigung als auch für anzupassende Werkzeuge bei Besteck-Änderungen oder bei Reparatur-Nacharbeiten. Der 3D-Datensatz aus der Konstruktion wird ins CNCProgramm übertragen, danach erfolgen im harten Werkzeugstahl die Fräsbearbeitung und zum Schluss das Schleif- und Polierfinish. Es sind nicht nur die Vorarbeiten reduziert, sondern gerade auch die Reparaturzeiten. Aktuelle Änderungen lassen sich über das CAD-/CAM-System immer und schnell berücksichtigen und wir brauchen deutlich weniger Werkzeugsätze auf Lager zum Wechseln, weil die Reparaturen heute zwei Tage dauern, während früher allein für das erforderliche Weichglühen, Fräsen und erneutes Härten sowie das Finish bis zu 15 Arbeitstage vergingen.»

Erfolg auf ganzer Linie Insgesamt betrachtet, zieht der Wirtschaftlichkeitsvorteil durch Mikropräzisionsfräsen aber noch weitere Kreise und dazu meinte Achim Schweikart abschliessend: «Mit unseren Mikropräzisionswerkzeugen für die Gravurbearbeitung konnten wir hier eine wirtschaftliche Lösung sowie eine rationelle Alternative zum Ätzen oder Erodieren solcher Prägewerkzeuge darstellen. Zudem müssten Grafit­

und Werkzeuge

Besteckteil (Gabel) mit geprägtem Siegel «WMF Cromargan Germany» und davor die VHM-Mikropräzisionswerkzeuge von HAM in Form eines Sonderwerkzeugs Stichel mit Radius-Durchmesser 0,05 mm sowie zwei VHM-Kugelfräsern mit Durchmesser 0,3 und 0,5 mm.

elektroden zuerst konstruiert und durch Fräsbearbeitung gefertigt werden, weshalb man eigentlich gleich fräsen bzw. gravieren kann. Wenn man den Bearbeitungsprozess im Vorfeld zu 90 Prozent exakt abstimmt, ist die Funktionsfähigkeit am Ende so gut wie garantiert, denn die Mikropräzisionswerkzeuge lassen sich auf modernen HSC-Maschinen prozesssicher einsetzen.» (mg)

Infos HAM-Präzision Swiss Andreas Maier AG 9450 Altstätten SG 071 757 03 20 info@ham.ch www.ham.ch WMF Aktiengesellschaft D-73309 Geislingen/Steige +49 7331/25 85 84 christoph.scheinert@wmf.de www.werkzeugbau.wmf.de

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Spanntechnik

Der Maschinentisch des BAZ Hurco DCX 22, ausgerüstet mit fünf Universal-MultrigripSpannsystemen zum flexiblen Spannen unterschiedlichster Werkstücke; hier von zwei langen, identisch zu bearbeitenden Stahlprofilen.

Der clevere Aufbau der 4-Achse, bestehend aus einem NC-Rundtisch und einem Grundelement Multigrip-Spanneinheit mit Festbacke und Verstellbacke (Bild 4. Achse von Christ Packing Systems).

Aufbau der Multigrip-Spanneinheiten, bestehend aus zwei Grundelementen, zwei Verbindungsstücken, einer Festbacke, wahlweise eine oder mehrere Verstellbacken.

Kombination aus Werkzeugmaschine, Werkzeugen und Spanntechnik ist entscheidend

Flachteile leichter spannen Ein universelles Werkstück-Spannsystem bringt durch Aufbau-, Auslegungs-, Anwendungs- und Nutzungs-Flexibilität bis zu 50 Prozent Rüstzeiten-Einsparung. Selbst wenn für die Bearbeitung kubischer Werkstücke ein modernes CNC-Bearbeitungszentrum zur Verfügung steht, ist damit das Ratiopotenzial der mechanischen Fertigung nicht ausgereizt. Erst die perfekte Kom­­bination aus Werkzeugmaschine, Werkzeugspannung, Werkzeugen und vor allem Werkstück-Spanntechnik führt zum Erfolg.

D

ie gute Kombination aus Maschine, Werkzeug und Spanntechnik greift vor allen Dingen im weiten Feld der Einzel- und Kleinserienfertigung, sprich dann, wenn häufig Umrüsten angesagt ist. Denn oftmals «frisst» der Zeitaufwand für das Handling und das Spannen sowie Neueinrichten der Werkstücke die erzielten Produktivitätsvorteile, bezüglich der Maschine und auch der Werkzeuge, schlichtweg wie-

Autor Edgar Grundler, Redaktor Technica.

der auf. Folgerichtig bedarf es einer ganzheitlichen Sichtweise unter Einbeziehung aller relevanten Aspekte, und es sollten auch einmal unkonventionelle Lösungsansätze Berücksichtigung finden. So geschehen bei der Allgäuer Firma Christ Packing Systems GmbH, einem Tochterunternehmen der Otto Christ AG. Die Otto Christ AG (OCAG) ist europaweit einer der grössten Hersteller von Autowaschanlagen und beschäftigt rund 1100 Mitarbeiter/-innen. Gut 150 davon arbeiten im Diversifikationsbereich Christ Packing Systems, der sich mit der Entwicklung, Herstellung sowie dem Ver-

trieb und Service von Karton- und Folien-Verpackungsmaschinen für den hoch flexiblen Einsatz, und auch von Hülsenfüllmaschinen für stabförmige Produkte wie zum Beispiel Bohr- und Reibwerkzeuge, Tablettenrollen, Schreibgeräte oder Zigarren, befasst. Markenzeichen der Christ-Maschinen sind höchste Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Qualität, was nicht zuletzt auf die sehr hohe Fertigungstiefe zurückzuführen ist. Dazu sagte Markus Gnant, Leiter Mechanische Fertigung: «Wir haben unsere Fertigung stark auf den Dienstleistungsgedanken ausgerichtet, da

im Sondermaschinenbau nur sehr wenig Zeit für die Produktion der Einzelteile bleibt. Dementsprechend sind unsere Abläufe konsequent durchorganisiert bis hin zu identischen Werkzeug-Bestückungen der acht Bearbeitungszentren, um an jeder Maschine alles machen zu können.»

Effizienz-Defizite in der Werkstück-Spanntechnik Trotzdem stellte man in der betrieblichen Praxis auch einige Effizienz-Defizite fest, nämlich im Bereich Werkstück-Spanntechnik, und dies trotz einer Basisausrüstung mit universell nutzbaren Spannstöcken. «Schuld» daran sind zum einen das sehr grosse Teilespektrum mit verschiedensten Abmessungen (einige Millimeter bis 2 Meter), unterschiedlichsten Werkstoffen und Chargengrössen von 1 bis 10 Stück, höchst verschiedene Bearbeitungslaufzeiten

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von wenigen bis zig Minuten sowie damit verbundene häufige Rüst-/ Umrüstvorgänge (bis zu sieben pro Tag und Maschine). Besonders schwierig gestaltete sich das Spannen von Platten und ähnlichen Flachteilen oder auch grossformatiger Rückwände, Grundelemente und Schweissgestelle, sodass Markus Gnant sich auf die Suche nach einer universell nutzbaren spanntechnischen Alternative machte. Zu Hilfe kam ihm dabei der langjährige Lieferpartner für Werkzeuge und Werkstück-Spanntechnik, ATOS GmbH, der in seinem Spannmittel-Lieferprogramm auch den Schweizer Spezialisten für Werkstück-Spanntechnik, Gressel AG, Aadorf, führt. Markus Gnant von Christ, Klaus Hiltensperger von ATOS und Frank Scheurer von Gressel setzten sich zusammen und analysierten sowohl das Teilespektrum als auch die spann-, rüst- und bearbeitungstechnischen Anforderungen. Frank Scheurer und die Anwendungstechniker von Gressel arbeiteten dann einen Vorschlag aus, der bei Christ Packing Systems sofort auf gute Resonanz stiess und die gestandenen Praktiker überzeugen konnte. Es handelt sich dabei um eine in jeder Hinsicht hochflexible Spannlösung auf Basis des UniversalWerkstück-Spanners Multigrip 90-650. Bestehend aus den Standardelementen Grundschiene mit 90  mm Breite und 650  mm Länge, Verbindungsstück, feste Referenzbacke, Verstellbacke und teilespezifischen Wechselbacken, können damit so gut wie alle anfallenden spanntechnischen Aufgaben gelöst werden. Folglich wurde zunächst ein Bearbeitungszentrum mit dem Multigrip-Spannsystem von Gressel ausgerüstet, und zwar mit insgesamt fünf identischen Spanneinheiten, kombiniert aus jeweils zwei Grundschienen, einem Verbindungsstück, einer festen Referenzbacke und einer auf der ganzen Grundschienenlänge beliebig verschieb- und einstellbaren Verstellbacke. Die Span-

neinheiten sind fest auf dem Maschinentisch installiert und ausgerichtet, sodass die Verstellbacken nur noch auf das jeweilige Werkstück und die Bearbeitungsanforderungen hin ausgerichtet werden müssen. Der Clou dabei ist, dass pro Grundschieneneinheit jeweils eine weitere Verstellbacke montiert werden kann, womit es bei Bedarf möglich ist, auf jeder Grundschieneneinheit bis zu zwei gleiche oder verschiedene Werkstücke zu spannen.

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Garantierte Anwendungs- und NutzungsFlexibilität Doch damit der Nutzungs-Flexibilität immer noch nicht genug, denn mit dem Multigrip-Spannsystem können in dieser Auslegung je nach Bedarf hochflexibel Einzel-, Doppel- oder MehrfachSpannungen durchgeführt werden. Ob eine grosse Platte, zwei gleiche oder verschiedene Flachteile, oder ob eine Anzahl gleicher bzw. verschiedener Werkstücke, die in einem Durchgang bearbeitet und buchstäblich «abgearbeitet» werden sollen – es muss lediglich entsprechend aus-, umoder nachgerüstet werden und dies nimmt laut Markus Gnant nur noch einen Teil des ehemaligen Rüst-/Umrüstaufwands ein: «Wir arbeiten zweischichtig und rüsten je nach Fertigungsaufwand der Werkstücke am Tag bis zu sieben Mal um. Musste früher oftmals um- und neu aufgespannt, das Spannmittel wegtransportiert bzw. ein anderes geholt werden, was pro Rüstvorgang bis zu einer Stunde dauern konnte, so benötigen wir heute im Durchschnitt noch 15 bis 20 Minuten, ausgehend vom Vergleich Schraubstöcke positionieren mit oder ohne Backenwechsel zu Backenverstellen mit dem neuen Spannsystem. Bei etwa sieben Umrüstvorgängen pro Arbeitstag lässt sich sehr schnell ausrechnen, was wir an Effizienzsteigerung und besserer Nutzung der Maschinenlaufzeiten erzielt haben.» Am grössten ist der Ratio-Effekt natürlich beim

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Umrüsten der Spannmittel von «kleinen» auf «grosse» Teile und umgekehrt, was früher ein ziemlicher Akt war und heute 50 Prozent weniger Zeit- und noch weniger Handling-Aufwand verlangt. Dazu führte Frank Scheurer aus: «In Theorie und Praxis ersetzen wir mit dem Universal-MultigripSpannsystem nicht nur fünf herkömmliche Universal-Spannstöcke, sondern auch die zum Spannen von Platten und grossen Flachteilen unerlässlichen Niederzugspanner sowie spezielle Spannmittel für Sonderwerkstücke. Die Multigrip-Spanner funktionieren ja grundsätzlich nach dem Prinzip Niederzugspannung und brauchen, durch die Möglichkeit der Verwendung angepasster Wechselspannbacken, eigentlich in keinem Fall ausgetauscht werden. Einfach die Backen versetzen – fertig.»

Pfiffige Details erleichtern die Arbeit Damit der nachweislichen Vorteile des Multigrip-Spannsystems aber immer noch nicht genug, denn auch beim Spannen von Platten und grösseren Flachteilen spielt die Kombination Niederzugspannung und präzise Werkstückauflage ihre Stärken voll aus. Zum einen sind die Grundschienen hochpräzise auf eine Höhe von 60 mm ±0,01 mm geschliffen. Zum anderen gibt es dazu präzisionsgeschliffene Unterlagen, die nicht einfach nur auf den Schraubstock zu stellen sind, sondern in einer geschliffenen Nut exakt geführt und per Feder fixiert sowie fest gespannt werden. Demnach bleiben sie dort, wo man sie hingesetzt hat, lassen sich aber jederzeit frei positionieren, während die bekannten geschliffenen Unterlegleisten des Öfteren umfallen und ihre Funktion

| Spanntechnik

nur unzureichend wahrnehmen. Schliesslich sind alle Module des Universal-Multigrip-Spannsystems kompatibel und untereinander austauschbar, sodass durch neue Anordnungen und Kombinationen fast jede spanntechnische Konfiguration möglich ist, ohne dafür weitere Investitionen tätigen zu müssen. Abschliessend meinte ein mit der Lösung Multigrip sichtlich zufriedener Markus Gnant: «Durch die Auslegung als Niederzug-Spanner können wir die ganze Tischfläche des Bearbeitungszentrums in Anspruch nehmen. Die vielfältige und von uns maximal wahrgenommene Nutzung, die Möglichkeit der 3-seitigen Bearbeitung an Platten und Flachteilen, die sehr hohe Flexibilität in allen Belangen sowie die schnelle Rüstung bzw. Umrüstung sorgen für eine kurze Amortisationszeit, die das Investment allemal rechtfertigt, zumal

es absolut überschaubar ist und auch sukzessive geschehen kann.» Da der Erfolg sozusagen hungrig macht, steht die Ausrüstung eines weiteren BAZs mit dem MultigripSpannsystem an. Und auch hinsichtlich flexiblerer Nutzung der vertikalen 3-Achsen-Bearbeitungszentren als 4-Achsen-Systeme, durch Aufbau von NC-Rundtischen und mit Gressel-Spanntechnik, werden weitere Ratio-Projekte verfolgt, damit aktuell und in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit der Abteilung mechanische Fertigung bei der Christ Packing Systems gewährleistet ist und bleibt. (mg)

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Neues 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 42 U dynamic

5-Achsen- und 5-Seiten-Bearbeitung für alle Branchen Das universell einsetzbare 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 42 U dynamic wurde komplett neu konstruiert und setzt die Erfolgsstory der Hermle-C-Baureihe mit ihren Universal- und 5-Achsen-Bearbeitungszentren fort. In bewährter aber modifizierter Gantry-Bauweise konzipiert, fügt sich das neue Bearbeitungszentrum C 42 U dynamic optimal in die C-Baureihe mit den Typen C 20, C 30, C 40 und C 50 ein.

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it optimal an die maximale Werkstückgrösse angepassten Verfahrwegen von X-Y-Z 800/800/550 mm versehen und konsequent auf 5-achsige Anwendungen ausgelegt, stellt die C 42 U dynamic das ideale Bearbeitungssystem für Anwendungen, in denen höchste Genauigkeit, kleinste Toleranzen und beste Oberflächengüten gefordert werden, wie in den Bereichen Werkzeug- und Formenbau, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Maschinen- und Apparatebau, Motoren- und Rennsporttechnik sowie Zulieferindustrie, dar. Drei Achsen im Werkzeug und zwei Achsen im Werkstück, die modifizierte, hoch stabile GantryBauweise in Mineralgussausführung, mit sehr guten Dämpfungseigenschaften und optimaler Hauptachsen-Abstützung, die beidseitige Lagerung sowie der Tandemantrieb des NC-Schwenk­ rundtisches, das vierfache Wälz-

führungssystem und der mittig angeordnete Hauptantrieb für die Y-Achse, und schliesslich der Schwenkwinkel der A-Achse mit ±130° bzw. 260° insgesamt – damit präsentiert die C 42 U dynamic nutzbare Basisdynamik in einer neuen Dimension und setzt hinsichtlich NC-Schwenkrundtisch-Funktionalität den Massstab. Das platzsparend in den Grundkörper integrierte ringförmige Werkzeugmagazin arbeitet nach dem Pick-up-Prinzip, wechselt die Werkzeuge sehr schnell (4,5-s-Span-zu-Span-Zeit) und bietet schon in der Standardausführung Platz für 42 Werkzeuge mit Aufnahme SK40 oder HSK A 63. Optional sind Zusatzmagazine mit 43, 87 oder 160 Plätzen erhältlich, um auch hoch komplexe Werkstücke oder ganze Produktfamilien oder eine Vielfalt von Einzelteilen ohne weitere Rüstvorgänge komplett bearbeiten zu können. Bearbeitungszentrum C 42 U dynamic als Komplettmaschine mit NC-Schwenkrundtisch Ø 800 mm.

Drei Hauptspindel­ antriebe zur Auswahl Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Hauptspindelantrieben mit Leistungen bis 29  kW, Drehmomenten bis 200 Nm und Drehzahlen von 10 000, 18 000 und 25 000 U/min. Des Weiteren kann er auch bei den Tischen aus vier Varianten auswählen: • Starrer Aufspanntisch mit Aufspannfläche 1050 × 805 mm und max. Tischbelastung von 2000 kg • NC-Schwenkrundtisch Ø 800 mm für Tischbelastungen bis 1400 kg • NC-Schwenkrundtisch Ø 420 mm für Tischbelastungen bis 600 kg (optional plus Nebenspannplatte mit Aufspannfläche 930 × 490 mm) • NC-Schwenkrundtisch Ø 440 mm für Tischbelastungen bis 450 kg (optional plus Nebenspannplatte mit Aufspann­ fläche 920 × 490 mm) Der erwähnte Tandemantrieb in der A-Achse (Schwenkachse des Tisches) und der Torqueantrieb in der C-Achse (Drehachse) bei den NC-Schwenkrundtischen Ø 800 und Ø 440  mm (Schneckenantrieb bei NC-Schwenkrundtisch Ø 420 mm) sorgen nicht nur für die hochdynamische Positionierung, sondern auch für kürzeste Nebenzeiten und eine sichere Festsetzung in der gewünschten Bearbeitungsposition!

Benutzerfreundliches Bedienkonzept Bestechend an der C 42 U dynamic sind auch der, ausgehend von den Grössenverhältnissen bei den Wettbewerbern, im Verhältnis zur

Bearbeitungszentrum C 42 U dynamic im Grundaufbau in Mineralgussbauweise.

Stellfläche grösste Arbeitsraum sowie das Bedienkonzept. Zum einen gewährleistet die sehr gute Zugänglichkeit zum Arbeitsbereich und damit zu den Spannsystemen bzw. den Werkstücken ein ungehindertes Handling und freies Arbeiten. Für einen idealen Spänefall ist der Arbeitsraum «ohne Ecken und Kanten» gestaltet und für den Spänetransport gibt es (optional) wahlweise einen Scharnierbandoder Kratzbandförderer. An Steuerungen kommen die beiden CNC-Systeme Heidenhain iTNC 530 oder Siemens 840 D sl zum Einsatz. Neu ist dabei das sehr komfortable Bedienfeld mit dem bis zu 30° schwenkbaren 19˝-Bildschirm. In Kombination mit dem um ±100 mm höhenverstellbaren Bedienpult und der praktischen Einschubablage kann das Bediensystem jederzeit individuell an jeden Benutzer angepasst werden, ohne dass dafür aufwändige Umrüstungen erforderlich sind. Die Steuerungen weisen die integrierte Sicherheitstechnik nach Kategorie 3 der Norm EN 954-1 auf. Der E-Mes-

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Werkzeugmaschinen

senger informiert den Bediener unverzüglich, wodurch sich die Maschinen- Verfügbarkeit erhöht und Produktionsausfälle minimiert werden. Im Fall der Fälle steht der Teleservice zur Verfügung, der eine schnellstmögliche Hilfe bei Programmier- oder Bedienproblemen bietet.

Weg frei für bedarfsgerechte Automation Selbstredend gibt es auch für das neue 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 42 U dynamic «die ganze Palette» an Automatisierungseinrichtungen wie Palettenwechselsysteme, Palettenspeichersysteme, komplette Flexible Fertigungszellen inklusive Werkstück-Speicher und Materialfluss, oder komplette Handlingsysteme und Roboterlösungen, wobei hier die Hermle AG über ihre Tochtergesellschaft

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Hermle-Leibinger Systemtechnik GmbH in der Lage ist, alles aus einer Hand zu bieten und schlüsselfertige (Turn-Key-)Lösungen zu realisieren. Dabei ist von Vorteil, dass die C 42 U dynamic als sogenannte «Hakenmaschine» aufgebaut ist, eine Dreipunkt-Auflage aufweist, kein Fundament benötigt, und auch komplett zu transportieren ist. Die einzelnen Aggregate sind nach Öffnen der Türen komplett frei und sofort zugänglich, und im Servicefall, oder bei einem Spindelcrash, müssen lediglich die Stecker abgekuppelt werden und dann kann der Austausch rasch vonstattengehen. Diesbezüglich wäre noch zu erwähnen, dass die genial einfache Auffahrsicherung mit Kollisionsabfrage natürlich ebenso beibehalten wurde wie die bewährte Stauchhülse, sodass bei einem Spindelcrash tatsächlich nur die Spin-

NC-Schwenkrundtisch Ø 440 mm mit integriertem Torquemotor.

delhülse (gilt für die 10 000er und die 18 000er Spindeln) ausgetauscht werden muss, wodurch sich die Reparaturkosten absolut im akzeptablen Rahmen halten.  (mg)

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| Fachmessen

4. bis 8. Mai 2010 – Mikrotechnikmesse Siams in Moutier

Mikrotechnik-Treffpunkt Ungeachtet der immer stärkeren Konkurrenz neuer Fachmessen, mit teilweise sehr ähnlichen Themen, bleibt die Siams eine wichtige und im Bereich Mikrotechnik sehr geschätzte Veranstaltung des Jurabogens. Die 12. Siams wird vom 4. bis 8. Mai 2010 in Moutier stattfinden.

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enige Wochen vor der Siams 2010 ist sie mit insgesamt 451 angemeldeten Firmen komplett ausgebucht. Es gibt sogar eine kleine Warteliste von rund 10 Unternehmen. Zwar ist die Zahl der Aussteller im Vergleich zu 2008 wegen einer leichten Reduktion der Gesamtausstellungsfläche etwas tiefer ausgefallen (5,7 Prozent). Das Zelt auf dem Fussballfeld fällt nämlich weg, weil es deutlich weniger besucht wurde als die anderen Hallen, die zentraler gelegen waren. Wir werden also in ein paar Wochen

eine Siams erleben, die auf einer Nettofläche von 7370 m2 auf drei Etagen der ehemaligen CPT, den zwei Etagen der neuen Halle und in einem Zelt stattfindet.

Etwas Statistik im Vorfeld Die präsentierten Sektoren (Prozent aller Aussteller): 24 Werkzeugmaschinen 18 Werkzeuge 14 Automation 10 Ausrüstungen 9 Automatendrehen Herkunft der Aussteller (Prozent): 54 Westschweiz 39 Deutschschweiz 1,5 Tessin 5,5 Ausland (F, D, Sp, Indien)

Wirkungsvolle Vorarbeit der Aussteller Zwar schöpft die Siams in Bezug auf die Aussteller aus dem Vollen, aber natürlich werden die Messebesucher das entscheidende Element für den Erfolg der Messe sein. Um die grösstmögliche Anzahl Messebesucher dazu zu bewegen, die Siams aufzusuchen, wurden bedeutende Kommunikationsmittel eingesetzt. Aus diesem Grund wird in der Schweiz wie im Ausland mittels Zeitungsinseraten, Leitartikeln, Interviews etc. regelmässig in einem Dutzend Fachzeitschriften geworben. Hinzu kommt eine Plakatwerbung im Format F12 in den achtzehn grossen Bahnhöfen der Schweiz. Interessanterweise haben die 110 000 Flyer, die zu Beginn gedruckt und den Ausstellern für Einladungen an deren Kunden übergeben wurden, nicht ausgereicht. (bf) Weit mehr als 400 Aussteller zeigen vom 4. bis 8. Mai an der Siams in Moutier, womit sich die Mikrotechnik im Moment beschäftigt.

30 technica 04-10

Infos Dauer Dienstag 4. bis Samstag 8. Mai

Ort Forum de l’Arc 2740 Moutier (Schweiz)

Öffnungszeiten Täglich von 9 bis 17.30 Uhr Samstag bis 16 Uhr

Tageskarte Fr. 15.–

Veranstalter SIAMS SA 2735 Bévilard 032 492 70 10 info@siams.ch


Fachmessen  |  Werkzeugmaschinen

und Werkzeuge

Roboter mit Delta-Kinematik stellt dabei an die Befestigung weniger hohe Ansprüche als die hohen Beschleunigungen. Die Roboter der neuen Baureihe M-1iA gehören nach ihrer Kinematik zu den Parallel-Link-Mechaniken, gemeinhin auch als Delta-Roboter bezeichnet. Das erste englische Datenblatt nennt sie allerdings auch Genkotsu-Ro-

boter. Wörtlich übersetzt meint «genkotsu»: die Faust, beschreibt aber auch eine Kampfkunst. Zumindest Produktionskosten lassen sich mit dem M1iA erfolgreich bekämpfen. Fanuc zeigt an der Siams in Moutier den neuen Roboter auf dem Stand von Robotec Solutions AG. (mg)

Halle 1.1 Stand E3 FANUC Robotics Europe S.A. 2500 Biel 032 344 46 46 sales@fanucrobotics.ch www.fanucrobotics.ch

Wer Prozesskosten bekämpft, hilft sich mit Fanucs M1iA.

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Renseignements sous: www.siams.ch

La rencontre des microtechniques Der Treffpunkt der Mikrotechniken

Zuliefermarkt

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Auskünfte unter: www.siams.ch

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Zum ersten Mal hat FanucRobotics einen Roboter in DeltaKinematik entwickelt. Vorerst gibt es eine vierachsige und eine sechsachsige Variante. Beide sind für Handhabungsgewichte bis 0,5 Kilo gedacht, arbeiten mit dem R-30iA-Mate-Controller und verfügen über das integrierte Visionsystem IR-Vision. Der vierachsige M-1iA/0,5S ist speziell für Pickaufgaben konzipiert, die im Prinzip nur senkrechte und waagrechte Bewegungen erfordern. Seine maximale Geschwindigkeit am Handgelenk wird mit 3000 deg/s angegeben. Der sechsachsige M-1iA/0,5A ist aufgrund seiner Beweglichkeit im Handgelenk sehr gut für Montageaufgaben geeignet. Während die vierachsige Variante den herkömmlichen Vorstellungen eines Roboters in Parallel-Link-Kinematik entspricht, ist die zweite Variante M-1iA/0,5A mit einem dreiachsigen Handgelenk ausgerüstet. Die maximale Geschwindigkeit am Handgelenk liegt hier bei 1440 deg/s. Das Arbeitsgebiet des M-1iA ist nahezu zylindrisch mit 280 mm Durchmesser. Den inneren Bereich mit 94 mm Durchmesser deckt der Delta-Roboter in voller Höhe ab. Zum Rand des Arbeitsraumes hin sind es etwa 40 mm weniger. Die Roboter können stehend, hängend oder in beliebigem Winkel an einer Wand montiert werden. Die Eigenmasse

04-10  technica  31


Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Fachmessen

Antriebs- und Steuerungstechnik Rexroth präsentiert an der Siams ihr umfassendes Technologie- und Leistungsspektrum.

Zusammen mit dem Vertriebspartner New Ingenia SA und Amsler & Co. AG zeigen sie zahlreiche

Innovationen in den Bereichen • Automatisierung • Montagetechnik • Handhabungstechnik • Sicherheitstechnik

rant für elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik, Linear- und Montagetechnik, Hydraulik und Pneumatik. Rexroth freut sich über jeden Besuch in Halle 1.2, C4/D3.

Rexroth ist • Komplettanbieter für Maschinenhersteller und Anwender • Lieferant für rationelle Konstruktion und Montage • Partner für Energieeffizienz und Sicherheitstechnik Rexroth liefert die drei wesentlichen Antriebstechnologien zusammen mit einer durchgehenden Steuerungstechnik und mit Engineering-Werkzeugen in einem Automation-System. Für Kunden heisst das: Es genügt ein Liefe-

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Fachmessen  |  Werkzeugmaschinen

und Werkzeuge

Wirtschaftlicher durch Intel-Atom-Prozessoren lich oberhalb des Pentium M mit 1,1 GHz liegt. Gleichzeitig liegt die Leistungsaufnahme des AtomProzessors unterhalb eines Celeron-M-600-Prozessors. Der Anwender profitiert dabei – verglichen mit Pentium-M-Prozessoren mit gleicher Performance – von

Dank der Integration der neuen Atom-Prozessoren profitieren Anwender von einem optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis.

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der geringen Stromaufnahme bei gleichzeitiger Erweiterung des Temperaturbereiches im lüfterlosen Betrieb. Die neue Atom-Generation kann mit bis zu 2 GB SDRAM bestückt werden, was eine Verdoppelung des Speichers bedeutet.

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Fachmessen

Vom Barcode zum Werkstück grammieren selbstständig beginnen. Der Fachmann wird nur noch für die Zeit zum Einrichten des kompakten Bearbeitungszenters benötigt und kann sich danach anderen Aufgaben widmen, was sich unmittelbar positiv auf die Kosten der Maschinenstunde ­auswirkt. Diese und weitere Neuigkeiten präsentiert Walter Meier (Fertigungslösungen) AG an der Siams in der Halle 1.1, Stand D14.

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lesers bei der Fanuc Robodrill mit einer Automation von WalterMeier-Fertigungslösungen. Der Barcode wird beim Einlesen von der Maschine erkannt und die in

der Steuerung hinterlegten Fertigungsdaten werden automatisch bereitgestellt. So kann die Produktion des neuen Teiles ohne erneutes Einrichten oder Umpro-

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gangspunkte je Steckverbinder. So lassen sich die Eingänge durch V-Splitter verdoppeln und Sensoren mit zwei Ausgängen (Signale und Diagnose) unterstützen. Der Anwender behält dabei immer den Überblick, denn jedem M12 Port (E/A-Schnittstelle) sind zwei helle, gut sichtbare LEDs für die Signalisierung der jeweiligen Betriebszustände und Konfigurationen zugeordnet. Stromversorgung und Busanbindung lassen sich durchschleifen. Die Profibus-Adresse wird direkt am Modul über zwei BCD-Schalter eingestellt, die Adressvergabe für das Profinet-Modul erfolgt mittels Softwaretool.

KOMPETENZ VERBINDET Als kompetenter Partner der metallverarbeitenden Industrie bieten wir modernste Werkzeugmaschinen, Werkzeuge, Spannmittel und Reinigungsanlagen führender Hersteller an. Unsere Stärke liegt darin, auf Kundenbedürfnisse ausgerichtete komplette Fertigungslösungen zu entwickeln. Rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne kompetent und umfassend.

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Highlight

Ausgeklügelte Werkzeuge erhöhen Flexibilität und Produktivität beim Innenhart- und Mehrkantdrehen

Schneller rüsten, prozesssicher produzieren Um die Wettbewerbsfähigkeit von Fertigungsbetrieben in Hochlohnländern wie der Schweiz umfassend zu verbessern, präsentiert die MAS GmbH zur Messe Siams innovative Werkzeugsysteme zum Drehen. Ansprechpartner für Anwender in der Schweiz ist die Triag Präzisionswerkzeuge in Allenwinden.

Z

um vorgestellten Programm gehört das WerkzeugSpannsystem Mex-Turn für Drehmaschinen mit Lineartisch und Mehrspindler. Rüstzeiten werden damit auf die Hälfte und weniger verkürzt. Zudem wird eine wesentlich höhere Genauigkeit beim Einstellen der Werkzeuge auf Spitzenhöhe erreicht. Durch seine optimale Dämpfung erhöht das Spannsystem die Prozess­ sicherheit beispielsweise beim Drehen mit CBN-Schneiden. Wesentlicher Bestandteil des Spann-

systems ist die Einspannung von Werkzeugen mit Zylinderschäften in Hydrodehnspannhülsen. Diese befinden sich in allseitig auf Genauigkeiten kleiner 0,01 mm geschliffenen Spannblöcken zum Einsatz auf Lineartischen. Über exzentrische Bohrungen in den Spannhülsen und Stellschrauben lassen sich die Werkzeuge sehr feinfühlig im Stellbereich von ±0,1 mm exakt auf Spitzenhöhe einstellen. Zusätzlicher Vorteil des Spannsystems Mex-Turn ist die Möglichkeit, Werkzeuge erst-

Schneller rüsten, produktiver fertigen: Mit innovativen Werkzeugsystemen zum Hart-, Innen- und Mehrkantdrehen von MAS arbeiten Drehereien wirtschaftlicher und verbessern erheblich ihre Wettbewerbsfähigkeit.

36  technica  04-10

mals ausserhalb von Drehautomaten genau vorzurüsten. Einmal justierte Werkzeuge lassen sich bei gleichbleibender Genauigkeit durch einfaches Lösen und Klemmen der Hydrodehnspannhülsen wiederholt einspannen. Zum Spannsystem Mex-Turn gibt es vom Hersteller MAS ein grosses Spektrum passender Standardund Sonderwerkzeuge.

Innen-Hartdrehen ab 0,65 mm Durchmesser Das Werkzeugsystem IN-Turn ist speziell zum prozesssicheren Hartdrehen von Innen-Durchmessern ab 0,65 mm mit CBNSchneideinsätzen ausgelegt. Bevorzugt eingesetzt werden diese Werkzeuge beim Bearbeiten hochwertiger Einspritzdüsen. Das Standardprogramm umfasst Bohrstangen von zwei bis sechs Millimetern Ausdrehdurchmesser. Als Option sind Werkzeuge ab 0,65 mm Drehdurchmesser kundenspezifisch realisierbar. Besonderheit des Drehsystems In-Turn ist, dass standardisierte Bohrstangen mit sechs Millimeter Schaftdurchmesser in Rechteck- oder RundSpannschäften aufgenommen werden. So realisiert das Innendrehsystem Wiederholgenauigkeiten von 0,05 mm in der Z- und 0,04 mm in der X-Achse sowie 0,03 mm in Bezug auf die Spitzenhöhe. Als Option stehen spezielle Spannschaft-Varianten zur Verfügung, unter anderem für das Spannsystem Mex-Turn sowie für HSK- und Capto-Aufnahmen.

Genaue Mehrkante stechen und Längsdrehen Zum Stech- und Längsdrehen genauer Mehrkante auch in harten und zähen Stahllegierungen hat

MAS das modular aufgebaute Drehwerkzeug Poly-Turn entwickelt. Es eignet sich für Drehzen­ t­ren und Mehrspindler mit angetriebenen Werkzeugen. Um ein hohes Trägheitsmoment und gute Schwingungsdämpfung am Werkzeug zu verwirklichen und somit konstante Drehzahlen exakt einzuhalten, besteht der Grundkörper aus einem Schwermetall. Einen flexiblen Einsatz der Werkzeuge ermöglichen die im Grundkörper am Umfang eingesetzten, wechselbaren Kassetten. Ihre Aufnahme mit einem Klemmkeil sorgt für hohe Stabilität und Steifigkeit. Für hohe Genauigkeiten in den Abmessungen der gedrehten Mehrkante sind die Kassetten individuell einstellbar. Sie nehmen rhombische, dreieckige oder quadratische Standard-Wendeschneidplatten oder Stechdrehplatten auf. So kann der Anwender bei gleichem Grundkörper die jeweils optimale Wendeschneidplattengeometrie und -beschichtung für den zu bearbeitenden Werkstoff aus einem umfassenden Spektrum wählen. Als Standard gibt es Grundkörper mit zwei, drei und vier Aufnahmen für Kassetten. Optional fertigt MAS spezielle Grundkörper und Kassetten entsprechend kundenspezifischen Forderungen.  (bf)

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Fachmessen |

Automations- und Antriebstechnik

Hannover Messe 2010, 19. bis 23. April, im Zeichen der Energieeffizienz

Effizienter – innovativer – nachhaltiger Unter dem Motto «Effizienter – innovativer – nachhaltiger» zeigt die Hannover Messe vom 19. bis 23. April 2010 Innovationen, Entwicklungen und Technologien sowie neue Materialien aus der Welt der Industrie. Mit den Schwerpunktthemen Energie, Mobilität, Automation sowie industrielle Zulieferung bildet dieHannover Messe die zentralen Branchentrends der Industrie ab.

D

ie Hannover Messe ist und bleibt der «Nabel der industriellen Welt». Sie ist mehr als «nur» eine Fachmesse der Produktneuheiten. Hier werden Trends sichtbar. Hier werden Kooperationen ausgehandelt und publik gemacht. Hier «spielt die Musik». Auch in diesem Jahr wird diese einmalige Ansammlung von führenden Weltbranchenmessen durch neue aktuelle Messethemen ergänzt. Mit der MobiliTec wird das Zukunftsthema Elektromobilität im Rahmen der Messe Energy ergänzt. Die CoilTechnica rundet das Angebot im Zulieferbereich ab. Das Motto «Effizienter – Innovativer – nachhaltiger» wird sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung ziehen. Die einzel-

nen Industriebranchen stehen vor den gleichen Herausforderungen.

Schweizer Aussteller gerüstet für den Aufschwung Die Osec, der offizielle Schweizer Aussenwirtschaftsförderer, organisiert auch dieses Jahr wieder mehrere Schweizer Gemeinschaftsstände unter dem Label «SWISS Pavilion». So bieten 15 Schweizer Zulieferfirmen im «SWISS Pavilion» in der Halle 4, Industrial Supply (vormals Subcontracting), wiederum an bester Lage auf rund 350 m2 ihre Kompetenzen als Zulieferer in verschiedenen Fachgebieten an. Neben langjährigen Ausstellern, welche regelmässig auf diesem für sie wichtigen

Hannover Messe kurz und bündig Veranstalter: Deutsche Messe AG, D-30521 Hannover www.messe.de Messedauer: Montag, 19. April, bis Freitag, 23. April 2010, täglich geöffnet von 9 bis 18 Uhr Die Leitmessen der Hannover Messe 2010 Industrial Automation, Energy, Power Plant Technology, MobiliTec, Digital Factory, Industrial Supply, CoilTechnica, MicroNanoTec, Research & Technology Internet: www.hannovermesse.de Eintrittspreise:

Tagesticket Vorverkauf 23 Euro Tageskasse 29 Euro

Dauerticket Vorverkauf 53 Euro Tageskasse 63 Euro

Anreise und Unterkunft: Travelxperts AG Offizieller Schweizer Reisepartner der Deutschen Messe AG 9240 Uzwil 071 955 06 06 info@travelxperts.ch www.travelxperts.ch

Marktplatz präsent sind, stellen 2010 zwei neue Aussteller ihre Produkte und Technologien vor. Sie unterstreichen damit in einer nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Grosswetterlage, dass sie für den erwarteten Aufschwung bereit und gut gerüstet sind. Interessant ist der Mix der angebotenen Dienstleistungen, welcher einen repräsentativen Einblick in die eidgenössische Zulieferindustrie erlaubt. Praktisch alle Industriezweige haben mehr und mehr Bedarf an Komponenten von höchster Komplexität, denn deren Konstrukteure suchen stets neue Wege, um noch mehr Funktionalitäten in einem Einzelteil unterzubringen. Hier kommt die hohe Fachkompetenz der Schweizer Zulieferer zum Tragen, sei es bei Guss-, Stanz- oder Drehteilen. Und es ist oft erstaunlich, mit welchen Aufgaben die verschiedenen Zulieferer der unterschiedlichen Branchen konfrontiert werden und welche Lösungsansätze sie hervorbringen. Sie stellen daher ausgewählte Partner dar, sobald die Anforderungen steigen, sei dies für die Automobil- und Maschinenindustrie, die Hydraulikbranche, die Aviatik oder anspruchsvolle Komponenten für die Medizintechnik. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Kleinstserien oder umfangreichere Lose handelt.

Mehr als doppelt so gross – in Bezug auf Fläche sowie Anzahl Aussteller – präsentiert sich der von der Osec im letzten Jahr erstmals organisierte «SWISS Pavilion» in Halle 2, Research & Technology. Er wird 2010 in Zusammenarbeit mit der Förderagentur für Innovation KTI realisiert. Dieser Gemeinschaftstand mit 17 Ausstellern ermöglicht insbesondere forschungsaktiven Schweizer Jungunternehmen den internationalen Marktzutritt. Neben verschiedenen KTI-Start-upProjekten an der Schwelle zur Marktreife erwarten den Messebesucher Innovationen und Entwicklungen von Fachhochschulen und Forschungsanstalten, darunter ein von der Fachhochschule Westschweiz in Genf entwickeltes BioMobile mit Antrieb auf der Basis von Biotreibstoff sowie eine Präsentation, welche den Forschungs- und Industriestandort Aargau zum Inhalt hat. In Halle 4 ist auch das Osec angegliederte Swiss Import Promotion Programme (SIPPO) vertreten. Mit Handelsförderungsprogrammen erleichtert dieses Programm kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus Entwicklungs- und Transitionsländern den Marktzutritt zur Schweiz sowie zu europäischen Ländern. Ebenso verhilft es Schweizer Importeuren zu neuen Produkten und Lieferanten und versucht, ihnen den Zugang

04-10 technica 37


Automations- und Antriebstechnik  |  Fachmessen

zu den Beschaffungsmärkten in Entwicklungs- und Transitionsländern zu erleichtern. Dr. Ingrid Kissling-Näf, Leiterin der Förderagentur für Innovation KTI, wird den Schweizer Gemeinschaftsständen an der Hannover Messe einen Besuch abstatten.

Italien ist Partnerland Partnerland der Hannover Messe ist in diesem Jahr Italien. Seit Jahren gehört der Mittelmeerstaat zu den grössten Ausstellernationen des weltweit bedeutendsten Technologieereignisses. Italien präsentiert sich in diesem Jahr unter dem Motto «Sustainable Mobility». Die zentralen Messethemen Industrieautomation, Energie sowie industrielle Zulieferung und Dienstleistung werden von Italien the­ matisch stark besetzt. Neben einer Vielzahl von eigenständigen Ausstellerpräsentationen werden sechs Gemeinschaftsstände die Bedeutung des Partnerlandes unterstreichen. Im Zentrum der Halle 6 ist der Zentralstand Italien mit 1600 Quadratmetern Ausstellungsfläche gelegen. Damit wird das Label «Made in Italy» prominent vertreten.

Neun internationale Leitmessen Die neun internationalen Leitmessen der Hannover Messe sind ein Spiegel der weltweiten Technologietrends in der industriellen Produktion und Entwicklung. Das Thema Energieeffizienz zieht sich

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als roter Faden durch alle Leitmessen und Sonderveranstaltungen. Die Industrial Supply (ehemals «Subcontracting») tritt 2010 mit neuem Namen an und bereitet dem Thema Leichtbau mit der Solutions Area eine eigene Präsentationsplattform in Halle 6. Die Hannover Messe ist die ideale Plattform, um die gesamte Prozesskette darzustellen sowie das Vernetzen mit potenziellen Abnehmern zu ermöglichen. Die Industrial Supply bildet 2010 erneut das gesamte Spektrum der Zulieferindustrie ab – Werkstoffe, Komponenten und Systeme für den Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau. Sie ist die Plattform für Networking, Wissenstransfer und Geschäftsanbahnungen. Die neue Leitmesse MobiliTec bündelt alle für die Mobilität der Zukunft relevanten Technologien zentral in Halle 27. Die internationale Leitmesse für hybride und elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Ausstellungsschwerpunkten Wasserstoff und Brennstoffzellen sowie Renewables im Rahmen der Energy. Die Leitmesse Energy präsentiert den Energiemix der Zukunft. Sowohl konventionelle als auch regenerative Energietechnologien werden in der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette von der Erzeugung, Lieferung, Übertragung, Verteilung bis

hin zur Transformation und Speicherung von Energie gezeigt. Ergänzt wird die Energy seit zwei Jahren um die Power Plant Technology, die internationale Leitmesse für Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung von Kraftwerken. Die MicroNanoTec, Leitmesse für Nano-, Mikro- und Lasertechnik, erweitert 2010 ihr Spektrum. Gerade das Zusammenspiel von Nanomaterialien und Mikrosystemtechnik ermöglicht die Entwicklung neuer Produkte und gibt entscheidende Impulse für die Industrie. Um die Bedeutung dieser beiden zukunftsrelevanten Schlüsseltechnologien hervorzuheben, wurde der Messename MicroTechnology in MicroNanoTec geändert.

Automation und Industrial IT Die Industrial Automation, internationale Leitmesse der Fertigungs- und Prozessautomation, zeigt die gesamte Bandbreite der Automatisierungstechnik. Ein Kernthema 2010 ist Industrial Embedded. Der Ausstellungsbereich Prozessautomation bildet mobile Roboter und drahtlose Industriekommunikation ab. Die Digital Factory, die internationale Leitmesse für integrierte Prozesse und IT-Lösungen, präsentiert Schwerpunkte in den Bereichen 3D-Visualisierung sowie Softwarelösungen für komplette Produktionsprozesse. Als Branchentreffpunkt internationaler Softwarehersteller und -dienstleister der industriellen Prozesskette verknüpft die Digital Factory die reale mit der digitalen Fabrik. Um Abstraktes und schwer Verständliches sichtbar und begreifbar zu machen, bereitet die Leitmesse in diesem Jahr erstmals der 3D-Visualisierung einen eigenen Themenschwerpunkt: Visualisierung mit der Sonderschau «Technology Cinema 3D». Kern der Sonderschau wird ein zum 3D-LiveKino abgedunkelter Raum in der Halle 17 sein. Dort werden auf einer Grundfläche von 400 Quad-

ratmetern Präsentationen von diversen Visualisierungen ermöglicht, die auf einem regulären Messestand bei Tageslicht nicht darstellbar wären.

«Abschussrampe» für Innovationen Die Research & Technology ist der Innovationsmarkt für Forschungseinrichtungen, Universitäten und Fachhochschulen. Im April werden innovative Ideen, Zukunftstechnologien und angewandte Forschungsergebnisse präsentiert. Bereits zum zweiten Mal richtet der Innovationsmarkt Forschung und Entwicklung die Sonderschau Vision2050 aus und präsentiert Ideen für die Industrie von morgen. Als technologisches Schaufenster garantiert die Research & Technology den Wissenstransfer zwischen Industrie und Wissenschaft. Forscher, Entwickler und Konstrukteure aus allen Industriezweigen treffen auf das Know-how der ausstellenden Unternehmen.

Wissensaustausch auf höchstem Niveau Zahlreiche Sonderschauen, Kongresse, Diskussionsforen, Seminare und Workshops mit hochkarätiger Besetzung machen die Hannover Messe zu einem international einzigartigen Technologie-Event. Wissenschaftler und Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Industrie nutzen die zahlreichen Plattformen zum Austausch von Konzepten, neuen Forschungsergebnissen und Erfahrungen in der praktischen Anwendung. Beispielhaft ist der World Energy Dialogue, auf dem internationale Experten die Kernelemente integrierter Nachhaltigkeits- und Verbundkonzepte mit den Schwerpunkten Erneuerbare Energien und Energieeffizienz präsentieren und diskutieren. Erstmals wird es zur Hannover Messe die Efficiency Days geben, eine Veranstaltungsreihe, die das Megathema Energieeffizienz in industriellen Prozessen in den Mittelpunkt stellt.  (mg)


H C I D ’ S S LA E K C NSTE

ABB bringt mit ACS 2000 neuen Mittelspannungsfrequenzumrichter

Energieeffizienz und Produktivität

Energieeffizienz ist auch ein durchgängiges Thema auf dem ABBStand. ABB bringt mit ACS 2000 einen neuen Frequenzumrichter für die Mittelspannung auf den Markt. Die neue Produktserie ACS 2000 gibt es mit Nennleistungen von 400 bis 1000 kVA und Spannungen bis 6,9 kV. Die Vorteile dieses Frequenzumrichters: flexibler Netzanschluss, geringe Netzrückwirkungen, reduzierter Energieverbrauch, einfache Installation und Inbetriebnahme sowie hohe Zuverlässigkeit. Damit steht er für mehr Energieeffizienz und Produktivität. Der luftgekühlte ACS 2000 erfüllt sämtliche Anforderungen von Anwendern im Hinblick auf innovative Technologien, Wirtschaftlichkeit, Betriebssicherheit und Zukunftssicherheit. Er eignet sich für alle Anwendungen, die mit einem standardisierten Frequenzumrichter betrieben werden können. Die neue Produktserie wurde speziell für Lüfter, Pumpen, Kompressoren und andere Anwendungen in den Bereichen Zement, Baustoffe und Bergbau, Metallverarbeitung, Papier- und Zellstoffindustrie, Wasser, Stromerzeugung sowie Chemie, Öl und Gas entwickelt. Der neue Mittelspannungsfrequenzumrichter kann entweder mit oder ohne Eingangstransformator eingesetzt werden. Durch die Möglichkeit des Direktanschlusses (Direct-to-Line), bei der kein Transformator erforderlich ist, und das «Drei-Eingangs-/drei-Ausgangskabel-Konzept» von ABB ist die Installation und Inbetriebnahme schnell und einfach. Beim Direktanschluss muss nur das vorhandene Motorkabel aufgetrennt werden und der Frequenzumrichter kann zwischen Netz und Motor geschaltet werden. Bei Anwendungen, die einen Zwischentransformator am Eingang oder eine ­Potenzialtrennung von der Einspeisung benötigen, kann der ACS 2000 an einen konventionellen Zwei-Wicklungs-­Öloder Trockentransformator angeschlossen werden. Ein aktiver Gleichrichter (Active Front End, AFE) minimiert die netzseitigen Oberschwingungen ohne den Einsatz teurer Spezialtransformatoren und ermöglicht einen Vier-Quadranten-Betrieb und eine Blindleistungskompensation. Die harmonischen Ober-

Der ACS 2000 zeichnet sich durch kompakte Bauweise und geringes Gewicht aus. Dank des modularen Aufbaus können alle Komponenten bei Bedarf problemlos ausgetauscht werden.

schwingungen erfüllen die strengen Anforderungen der internationalen Normen. Dadurch kann eine Analyse der Oberschwingungen oder die Installation von Netzfiltern entfallen. Als Motorregelung kommt die bewährte direkte Drehmomentregelung (DTC) von ABB zum Einsatz. Die Vorteile der DTC: niedriger Energieverbrauch durch eine schnelle und genaue Prozessregelung bei höchster Drehmoment- und Drehzahldynamik. Die Steuerung des Antriebs erfolgt unter allen Bedingungen direkt und gleichmässig. (mg)

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Automations- und Antriebstechnik  |  Fachmessen

Nachhaltigkeit mit Software und Systemlösungen für Energieeffizienz

Automatisierung industrieller Prozesse Mit einem ganzheitlichen Angebot zur Automatisierung industrieller Prozesse gibt Siemens in Hannover Antworten auf drängende Fragen der Industrie: «Die Kombination von Industrie-Software mit Automatisierungstechnik ist der Schlüssel zu kürzeren Markteinführungszeiten neuer Produkte und zu schnellerem Return on Invest», erklärte Anton Huber, CEO der Division Industry Automation, kürzlich auf einer Pressekonferenz. «Durchgängige Antriebsstränge für eine energieeffiziente und zuverlässige Produktion sind der Haupthebel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit», sagte Klaus Helmrich, CEO der Division Drive Technologies. «Lösungen zur Energieeinsparung und zum Umweltschutz bieten ­einen nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzen», betonte Jens Wegmann, CEO der Division Industry Solutions. «Wir verbinden Industrie-Software und Automatisierungstechnik und bieten so durchgängige Lösungen für den gesamten Produktlebenszyklus einschliesslich Produktionsprozess, sagte Huber.» Damit er-

halten Siemens-Kunden einen schnellen Return on Investment, verbessern ihre Wettbewerbsfähigkeit und reduzieren die Markteinführungszeiten neuer Produkte. In diesen Lösungen sieht Siemens neue Wachstumschancen. Mit den Übernahmen von UGS, Innotec und zuletzt der französischen Elan Software Systems SA haben sie ihre Position auf dem Gebiet der Industrie-Software ausgebaut. Ein Beispiel dafür ist die Möglichkeit Schrittmotoren, Stellglieder und Ventile dezentral positionieren und steuern zu können. Die beiden Technologie-Baugruppen 2 Pulse und 1 Step für das dezen-

Das dezentrale Peripheriesystem Simatic ET 200S.

trale Peripheriesystem Simatic ET 200S hat die Siemens-Division Industry Automation in der Leistung verbessert und mit zusätzlichen Funktionen versehen. Am zweikanaligen Technologiemodul 2 Pulse zur Ansteuerung von Stellgliedern und Ventilen lässt sich ab sofort der jeweils ausgegebene Strom messen und präzise regeln. Neu beim einkanaligen Schrittmotormodul 1 Step für Positionieraufgaben bei Schrittmotoren ist der

Fahrauftrag, um eine vorgegebene Position anzufahren. (mg)

Maximal praxisorientiert: Eplan präsentiert zur Hannover Messe die BetaVersion von Eplan Electric P8 2.0. Ob logische Punktverdrahtung, aktiver Betriebsmittelschutz oder kanalorientierte SPS-Projektierung: Die Software bietet handfeste Potenziale für mehr Sicherheit, Funktion und Schnelligkeit im Projekt.

Mit Spannung erwartet: Zur Hannover Messe lüftet Eplan den Vorhang der neuen Version 2.0, die dort als Beta-Version präsentiert wird. Der absolute Praxisbezug manifestiert sich im Thema Sicherheit – auch in Bezug auf die neue Maschinenrichtlinie. Über aktive Prüffunktionen ist die Qualität der kompletten Dokumentation sichergestellt; das System unterbindet automatisch die Eingabe fehlerhafter Daten. Das gilt für Betriebsmittel, die sich jetzt vor Veränderung schützen lassen. Mit der neuen Funktion «geschützte Betriebsmittel» bleiben selbst bei grafischen Löschaktionen alle Artikel des Projektes erhalten. Gleiches gilt für Makros: Ein geschütztes Betriebsmittel

Infos Siemens Schweiz AG, Industry Sector, Industry Automation and Drive Technologies 8047 Zürich 0848 822 844 automation.ch@siemens.com www.siemens.ch/automation Halle 9, Stand A72

ElanN Electric P8 2.0 kommt

Spannender Ausblick

Der aktive Schutz von Betriebsmitteln und Gerätekonfigurationen in Eplan Electric P8 vermeidet ungeplante Änderungen und sichert eine einwandfreie Dokumentation.

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Aus Vision wird

Perfektion kennt seine Bestandteile, auch wenn grafisch im Makro nicht alle einzelnen Teile platziert sind. Das verhindert schon in der Vorpla­ nung unliebsame Überraschun­ gen. Über die Artikeldefinition in der Eplan-Plattform wird der ak­ tive Schutz der Projektdaten frei definiert. Das sichert die Transpa­ renz umfangreicher Projektdoku­ mentationen und ist gleichzeitig die Basis zur standardisierten, effizienten Projektierung. Nach Ausgabe der Stückliste sind Fehl­ bestellungen und Verzögerungen in der Fertigung ausgeschlossen. Die Forderung der neuen Maschi­ nenrichtlinie nach einer sicheren, nachvollziehbaren Projektdoku­ mentation ist damit praxisgerecht umgesetzt. Adressen sind ein zentrales Iden­ tifizierungsmerkmal – auch beim Thema SPS-Projektierung, das heute in keinem Automatisie­ rungskonzept fehlt. Jetzt lassen sich neben der wahlweise adress­ orientierten oder BMK-typischen Arbeitsweise auch kanalorientiert die SPS-Komponenten aufbauen. Das erleichtert den Überblick be­ sonders bei grossen Projekten und entspricht der Arbeitsweise aktueller High-End-Projektierung. Die neuen SPS-Navigatoren ma­ chen auch das Abbuchen der Komponenten leicht – per einfa­ chem Zuweisen in den Schaltplan sind die Komponenten blitz­ schnell projektiert und dokumen­ tiert. Das Beste: Die Sichtweise auf die SPS-Komponenten lässt sich jederzeit umschalten – fle­xi­b­ler gehts nicht. (mg)

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Automations- und Antriebstechnik  |  Antriebstechnik

Wer das letzte «Quänt­ chen» aus dem Motor herausholen möchte, integriert am besten die Einzelkomponenten.

Mit den Gantry-Systemen lassen sich sehr grosse Produkte in XY-Richtung bearbeiten.

Leiterplatten-Ritzmaschine: Ohne Umspannen der Leiterplatte lassen sich beliebige geometrische Formen ritzen.

Selbst gebaut aus Komponenten oder fertig als mechanisches System

Freie Wahl bei linearen Direktantrieben Linearmotorachsen und -systeme eignen sich wegen des geringen Verschleisses (und des dadurch ausbleibenden Abriebs) ­besonders für den Einsatz in Reinräumen. Weitere typische ­Anwendungsbereiche finden sich aber auch in der Elektronik­ industrie, in der Halbleiterfertigung und im Photovoltaikmarkt, sowohl direkt in der Produktion als auch beim Transport einzelner Bauteile.

L

inearmotoren erzeugen direkt eine translatorische Bewegung, statt dass sie eine rotative Bewegung mittels mechanischer Übertragungselemente in eine translatorische umsetzen. Solche Direktantriebe bringen Vorteile mit sich, die sie für viele Anwendungen empfehlen und weswegen sie im modernen Maschinen- und Anlagenbau gern eingesetzt werden. Zum Beispiel bringt der Verzicht auf Getriebe, Riemen oder Spindel eine Reduktion der verschleissbehafteten Teile bzw. eine

Autor Stefan Spiekermann, Omron Electronics GmbH und Dipl.-Ing. (FH) Nora Crocoll, Redaktionsbüro Stutensee

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Vier eisen­ behaftete Linearmotoren von Omron sorgen für präzise Bewegungen in der Leiterplatten-Ritzmaschine.

verlängerte Lebensdauer. Ausserdem können Linearantriebe sehr grosse mechanische Vorschubkräfte erreichen und sind – passende Gebersysteme vorausgesetzt – hochgenau.

Maschinen für die ­Leiterplattenindustrie Die Ernst Lenz Maschinenbau GmbH beispielsweise hat sich bereits vor Jahren für den generellen Einsatz von Linearmotoren entschieden. Das Familienunternehmen stellt heute in der dritten Generation Maschinen für die Leiterplattenindustrie her. Produziert werden Leiterplatten-Bohr- und -Fräsmaschinen. Mit den Bereichen Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen bietet das Unternehmen als Dienstleister zudem eine grosse Fertigungstiefe.

Kompakte Direktantriebe für Ritzmaschinen Elektronische Baugruppen lassen sich umso wirtschaftlicher herstellen, je mehr sie im grösseren Format bestückt und verlötet werden und man erst anschliessend die einzelnen Baugruppen aus dem Leiterplatten-Nutzen heraus trennt. Dabei hilft das Ritzen der Leiterplatten, damit sich nach vollständiger Bestückung und Löten des Nutzens die einzelnen Baugruppen herausbrechen lassen. Zu diesem Zweck hat die Firma Lenz


eine Freiform-Ritzmaschine entwickelt. Damit sich auch die immer dünner werdenden Leiterplatten zuverlässig bearbeiten lassen, werden diese vertikal in die Maschine eingehängt und von zwei Seiten fährt je ein Stichel an die Platte heran, der die endgültige Kontur einritzt. Im Gegensatz zu anderen Maschinen am Markt kann diese Anlage beliebige geometrische Formen ritzen und die Leiterplatte muss während der Bearbeitung nicht umgespannt werden. Insgesamt übernehmen in der Maschine vier Linearmotoren das Verfahren der Stichel bzw. der Leiterplatte. «Wir setzen schon seit einigen Jahren in allen unseren Anlagen Linearmotoren ein, weil uns geringer Verschleiss und hohe Genauigkeit generell sehr wichtig sind», berichtet Uwe Lenz, Geschäftsführer der Ernst Lenz Maschinenbau GmbH. «In den anderen Anlagen arbeiten wir jedoch durchgehend mit wassergekühlten Ausführungen. In diesem Fall war erstmals ein ungekühlter Antrieb gefragt. Wir haben uns schliesslich für eisenbehaftete Linearmotoren von Omron entschieden, weil diese von der Leistungsstärke und der extrem kompakten und flachen Bauform sehr gut passten. Hinzu kamen noch die gute Beratung und Unterstützung während der Projektierungsphase. Im Bereich der Antriebstechnik arbeiten wir erstmals mit Omron zusammen, bei der Sensorik ist das jedoch schon sehr lange der Fall. Hier haben wir sehr gute Erfahrungen mit Service und Support sowie den Produkten selbst gemacht.»

Für jede Aufgabe die richtige Direktantriebslösung Will man den eingebauten Linearmotor optimal mit der eigenen Mechanik abstimmen, also das letzte «Quäntchen» aus dem Motor herausholen, integriert man am besten die Einzelkomponenten direkt in die Basiskonstruktion der Maschine. Hier werden verschiedene eisenlose Linearmotoren mit einer Spitzenkraft zwischen 100 und 2100 N bei einem Gewicht des Primärteils von 0,084 bis 1,35 kg sowie eine breite Palette ­eisenbehafteter Linearmotoren angebo­ten. Bei Letzteren zielte man auf eine höhere Leis-

Die Achsen erreichen Maximalgeschwindigkeiten von 5 m/s bei einer Wiederholgenauigkeit von 1 µm.

Das modulare XY-System besteht im Grunde aus zwei kombinierten Achsen.

tungsdichte bei geringem Bauvolumen bei der Neuentwicklung einer Produktfamilie mit sieben Motoren. Das Gewicht der Motoren wurde dabei um bis zu 45 % reduziert, somit konnten das Beschleunigungsverhalten deutlich verbessert und die Gesamtperformance nahezu verdoppelt werden. Das Gewicht des Primärteils der eisenbehafteten Linearmotoren liegt nun zwischen 0,47 und 5,45 kg bei einer Spitzenkraft zwischen 120 beziehungsweise 2250 N. Generell eignen sich eisenbehaftete Motoren vorzugsweise für Anwendungen, bei denen mittelgrosse bis grössere Massen in einer hochsteifen Konstruktion bewegt werden müssen, während man mit den eisenlosen Modellen vorzugsweise kleine, wenige Gramm schwere Bauteile extrem schnell beschleunigt und positioniert. In der beschriebenen LeiterplattenRitzmaschine sind vier eisenbehaftete Linearmotoren der Serie R88L-EC-FW im Einsatz. Die Z-Bewegung der Stichel übernehmen zwei Motoren mit 100 mm Hub, 96 N Nenn- und 240 N Spitzenkraft, der Primärteils wiegt dabei bei 0,78 kg. Der Motor für die XAchse bringt eine Nennkraft von 240 N bei 1,84 kg, das Modell für die Y-Achse hat eine Nennkraft von 608  N bei 4,45 kg Gewicht des Primärteils. (bf)

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Automations- und Antriebstechnik  |  Antriebstechnik

Motorisierter Scheibenwischer am Reaktorschauglas sorgt für sicheren Einblick

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Ex-geschützte Klein­motoren als Fensterputzer Kleine Antriebsmotoren sind in vielen industriellen Anwendungen zu finden. Manche Sparten erfordern jedoch besondere Sicherheitsvorkehrungen z.B. die Verfahrenstechnik. Hier setzen Ex-geschützte Kleinantriebe neue Massstäbe. Der Einsatz als geschützte Variante bei Vakuum-, Druckluft- oder Flüssigkeitspumpen ist ebenso möglich wie als Stellantriebe oder in ausgefalleneren Anwendungen. Ein Beispiel ist der Einsatz als Scheibenwischerantrieb für Schaugläser: ein kleiner drehmomentstarker Ex-Antrieb sorgt für ein klares Sichtfenster und einen guten Blick auf den Reaktionsfortschritt.

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iele Prozesse in der Chemie, Pharmazie oder Biotechnik laufen heute automatisch gesteuert ab. Trotzdem wird oft ein visueller Einblick auf das Geschehen im Reaktor gewünscht. Da viele der Kessel jedoch in einem explosionsgefährdeten Bereich aufgestellt sind, gelten besondere Anforderungen.

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Bild 1: Herkömmlicher handbetriebener Wischer (Papenmeier).

Die Papenmeier GmbH & Co. KG., Fachbereich Lumiglas, hat sich auf Schauglasarmaturen spezialisiert. Um den Durchblick auch bei automatisierten Einrichtungen wie z.B. Kameraüberwachung sicherzustellen, musste auch die Reinigung des Glases automatisiert werden. Zusammen mit den Kleinmotorenspezialisten von Faulhaber aus Schönaich entstand so ein motorisierter Scheibenwischer für die Sichtfenster im Ex-Bereich.

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Autor Dipl. Chem. Andreas Zeiff und Dipl.-Ing. (FH) Dietrich Homburg

Wisch und weg In Reaktionskesseln geht es meist (im wahrsten Wortsinn) hoch her: Das Medium wird von Rührern durchmischt, es kommen neue Reagenzien durch Leitungen im Strahl dazu und oft entstehen durch die Reaktion selbst Blasen, die platzen. Alle diese Ereignisse senden Spritzer nach allen Seiten, natürlich auch auf die Beobachtungsfenster. Um immer einen klaren Einblick in den Kessel zu haben, ist daher eine Fensterreinigung Pflicht. Nicht immer eignen sich dazu Spritzdüsen, dann ist sozusagen Handarbeit mit einem Wischer gefragt (Bild 1). Solche handbetriebenen, Ex-sicheren Wischer gibt es schon seit Langem. Grösster Nachteil dieser Lösung ist die nötige Bedienung vor Ort. Die Experten von Lumiglas haben sich daher dieses Problems angenommen und einen motorisierten, auch ferngesteuert funktionierenden Wischer entwickelt (Bild 2). So sind ohne grossen Personalaufwand kameragestützte Überwachungslösungen möglich. Gerade in der Verfahrenstechnik muss sehr häufig Rücksicht auf die besondere explosionsgefährdete Atmosphäre rund um eine Anlage geachtet werden. Alle mechanischen und elektrischen Komponenten sind daher in geschützter Bauweise auszuführen. Im Falle der Fensterwischer bedeutet dies eine leichtgängige und dennoch gasdichte Wellendurchführung in den Reaktor. Der Antriebsmotor muss eben-

falls den einschlägigen Anforderungen entsprechen. Gleiches gilt auch für das nötige Getriebe zur Drehmomenterhöhung. Da grosse Antriebe den Einblick in die doch eher kleinen Schaugläser erschweren, ist zusätzlich eine möglichst kleine Bauform gefragt. Zähe oder fasrig abzuwischende Medien erfordern dabei noch ein hohes Drehmoment an der Wischerwelle. Anforderungen die die Schönaicher Spezialisten in ein passendes Motorkonzept umsetzten.

Ex-geschützter ­Kraftzwerg Um ein Gerät explosionssicher auszuführen, gibt es mehrere Möglichkeiten. So sind u.a die Überdruckkapselung Ex p, Ölkapselung Ex o oder auch die Vergusskapselung Ex m Stand der Technik (siehe Kastentext). Da der Motor einen Kollektor und Bürsten hat, erzeugt er im Betrieb Funken. Deshalb kommt als Zündschutzzart nur die «Druckfeste Kapselung» in Frage. Das Motorgehäuse wurde für die höchstmögliche Explosionsklasse IIC entwickelt (schliesst IIA und IIB ein) und ist für den Betrieb in Zone 1 und 2 zugelassen. Die Temperaturklasse ist T5, die höchstmögliche Klasse T6 gibt es auf Anfrage. Mit Ausnahme der Motorwellendurchführung (IP 54 nach EN60529) ist der Motor in Schutzart IP 68 ausgeführt. In der Motorpraxis bedeutet dies: Der Motor ist trotz der druckfesten Kapselung mit 80 mm Länge und 35 mm Durchmesser kaum grösser


Bild 2: Die neue motorbetriebene Variante des Wischers für ferngesteuerten Betrieb (Papenmeier).

als ein vergleichbarer Nicht-Ex-Motor (Bild 3). Bei einer Versorgungsspannung von 24 VDC und einem maximalen Dauerstrom von 0,5 A leistet der Motor bei 40 °C Umgebungstemperatur bis zu 9 W Wellenleistung. Der Wirkungsgrad liegt über 75 %. Das geringe Rotorgewicht des Glockenankers erlaubt eine hohe Beschleunigung. Speziell angepasste Vorsatzplanetengetriebe (32 bis 63,5 mm Länge, 35 mm Durchmesser) erhöhen das Drehmoment auf bis zu 10  Nm (Bild 4). Die Untersetzungsbandbreite reicht je nach Stufenanzahl (ein bis fünf Stufen) von 3,71:1 bis 1526:1. Motor und Getriebe werden direkt im Werk verbunden, um die Schutzart zu garantieren. Der Schutz gegen unzulässige Erwärmung wird durch zwei eingebaute Temperatursicherungen erreicht. Für den sicheren Betrieb ist nur eine Sicherung erforderlich; hat durch eine Störung eine Sicherung ausgelöst, ist mit der zweiten ein Weiterbetrieb möglich. Ob klassische Technik wie Pumpen, Schieberantrieb oder als speziell ausgelegte Kraftspender für innovative Ideen: Die neuen Kleinantriebe sind für viele Einsatzbereiche das Mittel der Wahl. (bf)

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Bild 3: Der neue Motor baut kompakt trotz explosionssicherer Bauweise (Faulhaber).

Bild 4: Robustes Getriebe mit Gehäuse aus Edelstahl und eloxiertem Aluminium (Faulhaber).

Zündschutzart Druckfeste Kapselung d (flameproof enclosure): Die Komponenten, die eine Zündung auslösen können, sind in ein Gehäuse eingebaut, das dem Explosionsdruck standhält. Die Öffnungen des Gehäuses sind so beschaffen, dass eine Übertragung der Explosion nach aussen verhindert wird. Erhöhte Sicherheit e ( increased safety): Das Entstehen von Funken, Lichtbögen oder unzulässigen Temperaturen, die als Zündquelle wirken könnten, wird durch zusätzliche Massnahmen und einen erhöhten Grad an Sicherheit verhindert. Das setzt voraus, dass die Geräte im Betrieb keine Funken erzeugen. In Erhöhter Sicherheit sind nur Motore ohne Kollektor möglich. Häufig werden Klemmenkästen und Drehstrommotore so geschützt. Eigensicherheit i (intrinsic safety): Die Versorgung der elektrischen Betriebsmittel wird über eine Sicherheitsbarriere geführt, die Strom und Spannung soweit begrenzt, dass die Mindestzündenergie des explosiven Gemisches mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreicht wird. Obwohl es technisch möglich wäre, einen kleinen Kollektormotor mit einem eigensicheren Stromkreis zu betreiben, ist dies nicht zulässig, da bei solchen Motoren Kollektorfunken auftreten. Vergusskapselung m (encapsulation, molded): Die Teile des elektrischen Betriebsmittels, die zur Zündung führen könnten, sind vollständig in Vergussmasse eingebettet. Für Motore ist diese Zündschutzart generell schlecht geeignet, für Kollektormotoren ist sie unmöglich. Ölkapselung o (oil immersion): Die Teile der elektrischen Betriebsmittel, von denen eine Zündung ausgehen kann, sind in eine Schutzflüssigkeit (meistens Öl) getaucht. Diese Zündschutzart wird meist für grosse Transformatoren oder Leistungswiderstände verwendet. Überdruckkapselung p (pressurized enclosure): Das Gehäuse der Geräte ist mit einem nicht brennbaren Zündschutzgas (z.B. Luft) gefüllt. Es wird ein Überdruck aufrecht gehalten, sodass ein explosives Gasgemisch nicht zu den im Inneren des Gehäuses angeordneten möglichen Zündquellen gelangen kann. Ggf. wird das Gehäuse dauernd durchströmt. Ein Steuergerät überwacht den Überdruck im Gehäuse und schaltet ab, wenn der zu gering ist. Wegen des aufwendigen Steuergerätes werden nur sehr grosse Motore in dieser Schutzart ausgeführt. Sandkapselung q (powder filling): Das Betriebsmittel ist vollständig mit feinem Sand oder Glaskugeln gefüllt. Ein Lichtbogen wird durch das Füllmaterial soweit gekühlt, dass die Zündung eines explosiven Gemisches ausgeschlossen ist. Für Geräte mit beweglichen Teilen ist die Sandkapselung ungeeignet. Zündschutzmethode n (non-incendive, non-sparking): Alle bisher erwähnten Zündschutzarten sind geeignet für die Zonen 1 und 2 bzw. die Kategorien 2 und 3. Da kann ein zündfähiges Gemisch bei normalem Betrieb auftreten. Unter der Zündschutzart n sind Vorschriften zusammengefasst, die den Betrieb nur in Zone 2 = Kategorie 3 zulassen. Dort ist nicht damit zu rechnen, dass zündfähige Gemische entstehen, und wenn, nur selten und nur kurzzeitig. Geräte für die Zone 2 benötigen keine EG-Baumusterprüfbescheinigung der Prüfstelle, aber eine Konformitätserklärung des Herstellers.

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Automations- und Antriebstechnik

| Mess- und Prüftechnik

Präzise Detektion von Kleinstobjekten mit Ultraschall-Sensoren

Im Kleinen ganz gross Ultraschall-Sensoren beruhen auf dem Prinzip der Laufzeitmessung von Schall in der Luft. Für das menschliche Ohr nicht hörbare Ultraschallwellen werden vom Sensor ausgesandt, von einem Objekt reflektiert und wieder vom Sensor empfangen. Dank dieser Funktionsweise arbeiten die Sensoren völlig berührungslos. Zusätzlich ist ein Ultraschall-Sensor auch überaus unempfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit und Staub, was ihn konstant verlässlich arbeiten lässt. Da er im Gegensatz zu optoelektronischen Sensoren nicht mit Licht, sondern mit Schallwellen arbeitet, kann er verschiedenste Medien zuverlässig detektieren – unabhängig von ihrer Transparenz und Farbe. Weder hochglänzende Oberflächen oder hochtransparente Objekte noch die Beschaffenheit des zu untersuchenden Mediums beeinträchtigen das Ergebnis.

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Baumer-Sensoren der Serie 09 kontrollieren die Anwesenheit von Tabletten und Elektronikbauteilen im Verpackungsprozess.

Sicherheit beim Flüssigkeitshandling

 Gebinde-, Fass- und Containerpumpen z. B. für Säuren, Laugen, Chemikalien, Mineralöle, Biodiesel, Harnstoff usw.

iniaturbauteile verlangen nach einem präzisen Handling, z.B. beim Bestücken der Leiterplatten. Die kleinen SMDBauteile werden meistens in Blistergurten in den Feeder des Bestückungsautomaten eingezogen. Aber nur wenn die Bauteile richtig im Blistergurt liegen, kann der Bestückungsautomat auch fehlerfrei arbeiten, sonst greift er nämlich ins Leere. Also muss der Hersteller jeden Blistergurt genau prüfen, und erst wenn die SMDBauteile richtig liegen, werden die Gurte zugeschweisst und ausgeliefert. Dafür werden präzise Sensoren benötigt, die eine hohe Messgeschwindigkeit haben und unabhängig sind von Transparenzen, Farben und Reflexionen. Ausserdem müssen sie klein sein, denn oft sind die Platzverhältnisse begrenzt. Beispielsweise haben die Vertiefungen in den Blistergurten zum Teil nur sehr geringe Durchmesser und der Sensor muss durch schmale Öffnungsweiten innert kürzester Zeit geringste Abweichungen detektieren können. Ausserdem muss er alle Komponenten zuverlässig erkennen, unabhängig von ihrer Beschaffenheit. In einem solchen Fall ist die Ultraschall-Sensor-Serie 09 von Baumer bestens geeignet.

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Durchflusszähler

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Doppelmembranpumpen

Autor Autor: Daniel Dossenbach, Produktmanager Sensor Solutions bei Baumer und Sarah Jess, Marketing – Communication, bei Baumer

Vorteile der neuen Serie Ultraschall-Sensoren Konventionell arbeitende UltraschallSensoren senden kegelförmige Schallwellen aus. Aus diesem Grund ist ihr Messfleck zu gross, um in Öffnungen mit einem Durchmesser von weniger als 10 mm hineinzumessen. Um diese Einschränkung zu umgehen, hat der Sensorikspezialist Baumer in enger Zusammenarbeit mit Kunden die neue Serie 09 entwickelt. Diese UltraschallSensoren sind mit einer speziellen Düse ausgestattet, die die Schallwellen ausrichtet und so eine Messung in sehr kleine Öffnungen hinein erlaubt. Dies ist neben der Befüllung von Blisterverpackungen mit Elektronikbauteilen oder Pharmaprodukten auch bei der Detektion von Wafern oder Solarzellen durch schmale Öffnungen hindurch nützlich. Je nach Platzverhältnissen stehen Sensoren mit stirn- oder längsseitig befestigter Düse zur Verfügung. Die Düse ist abnehm- und austauschbar, was die Reinigung des Sensors erleichtert. Die neue Sensorfamilie ist breit einsetzbar, um Objekte und Flüssigkeiten in Behältern jeglicher Grösse zu detektieren.

Schnell und flexibel Die minimale Ansprechzeit der Ultraschall-Sensoren der Serie 09 beträgt nur 7 ms. Dank der geringen Gehäusebreite von nur 9 mm lassen sich die Sensoren ausserdem auf engem Raum kaskadieren. Auf diese Weise können in einer Reihe montierte Sensoren eine grosse Fläche oder mehrere Öffnungen in einem Durchgang scannen, was die Scanzeit erheblich verringert.


Ultraschall-Sensoren mit einer längs- bzw. stirnseitigen Schalldüse sowie mit Kabelstecker- oder Kabelverbindung.

Dies bietet z.B. bei der Anwesenheitskontrolle von Tabletten (Bild links) Vorteile. Die Sensoren erreichen dabei eine sehr hohe Auflösung und Wiederholgenauigkeit bis 0,1 mm. Unterschiedliche Montagemöglichkeiten der neuen Ultraschall-Sensoren bieten mehr Flexibilität bei der Integration in Automationssysteme. Die Sensoren werden je nach Bedarf senkrecht oder waagerecht installiert und können von oben, seitlich oder von unten mit einer einzigen Schraube fixiert werden, was die Montage effizient und einfach gestaltet. Die Sensoren sind sowohl mit RS 232, analoger oder digitaler Schnittstelle als auch mit dem neuen Kommunikationsstandard IOLink erhältlich und als Anschlüsse stehen Kabel und M8-Kabelstecker zur Verfügung. Dies garantiert eine einfache Anbindung an eine Vielzahl von Steuerungen und ermöglicht den Austausch von Messwerten, Zustandsinformationen und Konfigurationsparametern. Dank dieser Funktionen ist stets ein hohes Mass an Kontrolle über den Prozess gewährleistet.

Auch zur Füllstandsmessung einsetzbar Dank der vielseitigen UltraschallTechnologie können die Sensoren neben der Detektion von kleinsten Objekten viele weitere Aufgaben erfül-

len: Um Konsumenten eine böse Überraschung nach dem Kauf von Kosmetika zu ersparen, prüfen die Sensoren im Verpackungsprozess von Kosmetikartikeln Füllstände von Mascara, Cremes oder Ähnlichem. Sie sorgen auch dafür, dass Kontaktlinsen steril verpackt werden, indem sie den Füllstand der Kochsalzlösung in der Blisterverpackung zuverlässig messen. Wenn Arzneikapseln gefüllt und verpackt werden sollen, können die Serie 09 Ultraschall-Sensoren sowohl die Anwesenheit der Kapselhälften überprüfen als auch den Füllstand darin messen. Ausserdem kommen sie in der Laborautomation zum Einsatz. Dort überprüfen sie die Füllstände in den Kavitäten von Kleinstbehältern. Dank der speziell ausgerichteten Schallwellen können sie in die teilweise nur 3 mm breiten Öffnungen hineinmessen. Die Sensoren überprüfen, ob die abgefüllten Mengen für die Analyse ausreichen bzw. ob zu viel Flüssigkeit in die Wells abgefüllt wurde. Verluste und falsche Analyseresultate können auf diese Weise weitestgehend vermieden werden.

Ingersoll Werkzeuge GmbH setzt neue Maßstäbe bei der Auswahl von Präzisionswerkzeugen in den Bereichen: • Bohren • Drehen • Fräsen • Stechen

Tempo und Präzision In der heutigen Zeit, in der alles auf Wirtschaftlichkeit optimiert ist, zählen vor allem Schnelligkeit und Präzision zu den Pflichten einer guten Automatisierungslösung. Mit ihrer kurzen Ansprechzeit und der möglichen Kaskadierung erfüllen die neuen Ultraschall-Sensoren der Serie 09 diese Anforderung und tragen zur Wirtschaftlichkeit der Automationssysteme bei. Sie detektieren kleinste Objekte zuverlässig – auch wenn sie glänzend oder transparent sind – und arbeiten mit einer sehr hohen Auflösung. So halten sie die Qualität auf hohem Niveau. Dank der grossen Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten und ihrer Präzision sind die Sensoren ein Synonym für Flexibilität und Zuverlässigkeit. (bf)

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Detektion von kleinen Pipettierspitzen im Labor mit Ultraschall-Sensoren.

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Wie rechnet sich die Rentabilität einer Roboterzelle?

Automation: Was bleibt unter dem Strich? Gewiss – niemand käme auf die Idee, in eine Roboterlösung zu investieren, wenn damit die Produktionskosten unter dem Strich steigen würden. Und trotzdem: Bei der Kosten-Nutzen-Betrachtung sind ein paar Faktoren zu beachten, die durch eine klassische Investitionsrechnung nur unvollständig abgebildet werden können. Es sind Faktoren wie Flexibilität, höheres Qualitätsniveau oder Arbeitsplatzbedingungen für die Mitarbeiter. Wenn mit einer Roboterapplika­ tion eine bestimmte Aufgabe ra­ tioneller erledigt werden kann, als mit anderen z.B. manuellen Mit­ teln, z.B. ist die Wirtschaftlich­ keitsrechnung relativ rasch und einfach erstellbar. Oft sind jedoch weitere Aspekte zu berücksichti­ gen, die sich nicht so leicht in Zahlen fassen lassen. Aspekte wie Qualität, Präzision, Flexibilität, Sicherheit, Zykluszeiten, Res­ sourcenverbrauch oder Einsatz­ grenzen menschlicher Arbeits­ kräfte lassen sich weit schwieri­ ger quantifizieren. Im Idealfall geht die Rentabilität natürlich einher mit Vorteilen bei den «Softskills». Ein aktuelles Bei­ spiel dafür ist der Robotereinsatz in der Solarindustrie. Industrieroboter be- und entladen Anlagen zur Fertigung von So­ larzellen, sortieren die ferti­gen Bauteile per Pick-and-Place. Sie transportieren Glasscheiben, schneiden Folien, montieren Rah­ men um Solarmodule herum oder installieren neuerdings sogar An­ schlussdosen.

Und die Entwicklung geht weiter. Wenn die Solarmodulproduktion in Europa gehalten werden soll, müs­ sen Roboter künftig noch weitere Aufgaben übernehmen. Neben der Wirtschaftlichkeit liefern aber An­ forderungen wie gleichbleibendes hohes Qualitätsniveau und Produk­ tionssicherheit mindestens so ge­ wichtige Argumente für den Robo­ tereinsatz. Ein Beispiel ist die Querverschaltung von Strängen aus bereits miteinander verbun­ denen Solarzellen, sogenannter Strings. Wenn nur ein einziges Mal die Querverlötung nicht hundert­ prozentig exakt erfolgt, dann wirkt sich dies auf die Effizienz des ge­ samten Moduls aus. Eine einzige «kalte» Lötstelle kann sogar dazu führen, dass das ganze Solarmo­ dul unbrauchbar wird. Immer mehr Hersteller verlöten Zellen und Strings daher vollautomatisch. Hinzu kommt, dass die Gläser grös­ser und gleichzeitig dünner werden und damit in gewissen

Ansaugen und wegbringen: Roboter, die Solartechnik schnell schonend befördern können, werden in der Photovoltaik immer wichtiger. (Quelle: Grenzebach/Messe Düsseldorf: Solarpeq 2010)

Produktionsphasen kaum mehr manuell handhabbar sind, zumal sie bei relativ hohen Temperatu­ ren bewegt werden müssen. Nicht nur in der Solarindustrie wird der Roboter nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus praktisch-technischen Grün­ den dem Menschen vorgezogen. Solche Gründe können sein: Um­ gebungsbedingungen wie Hitze oder Strahlung, Werkstückge­ wicht, ermüdende, gleichtönige Arbeit usw. Auch in diesen Fällen ist die Wirtschaftlichkeit selbst­ verständlich nachzuweisen.

Roboter haben keine «schlechten Tage»

Um den Aufwand einer Roboter­ anwendung abschätzen zu kön­ nen, sind vier Aspekte von beson­ derer Bedeutung und bedürfen daher einer eingehenden Betrach­ tung und Prüfung: • Investitionskosten • Betriebskosten • innerbetriebliche Anpassungen • Risiken. Der Ertrag bzw. der Nutzen kann nach drei wichtigen Kriterien be­ urteilt werden. Sie beziehen sich auf die: • aktuelle Produktion • künftige Produktion • möglichen Chancen durch den Einstieg in die neue Technik.

Investitionskosten

Dass Produktionslinien der Solar­ industrie heute meist hoch auto­ matisiert sind, ist leicht zu erklä­ ren. Steigende Stückzahlen bei sinkenden Preisen lassen sich nur mit Automatisierung bewältigen.

Autor Martin Gysi, Chefredaktor Technica

Aufwand und Nutzen

Preisentwicklung der Roboter. (Quelle: Kuka Roboter)

Investitionskosten sind meistens einfach zu ermitteln, da in der Re­ gel ein Angebot oder eine Kosten­ abschätzung durch den Systeman­ bieter vorliegt. Wesentlich ist es dabei jedoch, den Roboter nicht als eigenständiges Produktionsge­ rät zu betrachten, sondern ein integriertes Anlagenkonzept zu­ grunde zu legen. Liegt noch keine Kostenaufstel­ lung eines Systemanbieters vor, lassen sich Schätzwerte heranzie­

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hen. Dabei sind folgende Kosten- Betriebskosten gruppen zu berücksichtigen: Neben den Investitionskosten falSafety at work • Roboter und Zubehör len Kosten für den Betrieb der • gegebenenfalls Prozessteile Anlage(n) an. Hierzu zählen: wie Schweiss-, Lackieroder • Stromkosten Mattle Industrie-Produkte AG Vakuumausrüstung • Betriebsmittelkosten In der Mühle 5 • Vorrichtungen (z.B. Pressluft) 8340 Hinwil ZH Tel. +41 (0)44 938 13 33 • Peripherie • Werkzeugkosten Fax +41 (0)44 938 13 34 • Sicherheit • Platzkosten www.mattle-ag.ch • Engineering, Software und • Verbrauchsmaterial-bezogene info@mattle-ag.ch Inserate_Februar_10_dt:. 26.3.2010 10:02 Uhr Seite 2 Schulung. Kosten Investitionen, die die Robotertech- • Verschleissteile, prozessbezogene Kosten für Schweissnik betreffen, sind heute in einer draht, Filter für Absauganlage, Grössenordnung von etwa 30 bis Partner für Automation Polierscheiben usw.) –50 % des Gesamtinvestitionsvolumens anzusetzen. Dieses ist u. a. • Kosten zum Erhalt der Anlagenverfügbarkeit (z.B. vorbeuauf die stark gefallenen Preise für SCHUNK Intec AG gende Wartung) Robotersysteme zurückzuführen. Im Ifang 12 8307 Effretikon Tel. +41 (0)52 354 31 31 Investitionsrechnung Fax +41 (0)52 354 31 30 www.schunk.com Variante 1 Variante 2 Variante 3 Bezeichnung: Vollautomat Vollautomat Vollautomat info@ch.schunk.com Inserate_Februar_10_dt:. 26.3.2010 10:02 Uhr Seite 3 Bemerkungen:

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beim Schichtbetrieb. (Grafik: Insys)

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Bei der Investitionsrechnung einer Roboterzelle beanspruchen die eigentlichen Roboterkosten oft einen kleineren Teil. (Foto: Stäubli)

• Kosten bei einer Ersatzteil­ bevorratung • eventuell Mietkosten, abhängig von der Laufzeit des Mietver­ trages und vom vereinbarten Restwert.

Die Risiken ...

• Störungen durch Betriebsmittel • zu viel Ausschuss und Nach­ arbeit • Lieferzeiten • mangelnde Flexibilität der An­ lagentechnik bei Produkt- und Prozessänderungen.

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Investitionen in eine Automatisie­ … und ihre Minimierung rung mit Robotern sind immer von Diese Risiken lassen sich jedoch gewissen Risiken begleitet. Diese mit entsprechenden Massnahmen Bachofen AG Ackerstrasse 42 können verschiedenste Ursachen reduzieren. Dazu gehört an erster 8610 Uster haben. Häufige Ursachen für mög­ Stelle die Planung der Investition Tel. +41 (0)44 944 11 11 liche Anlaufschwierigkeiten oder durch Vorversuche und Nullserien Fax +41 (0)44 944 12 33 gar für ein Scheitern des Roboter­ auf Testanlagen. Auftragsvergabe www.bachofen.ch einsatzes können beispielsweise sollte nur bei entsprechendem info@bachofen.ch Inserate_Februar_10_dt:. 26.3.2010 10:02 Uhr Seite 11 bestimmt sein durch: Know-how des System-Integrators • falsche Annahmen bezüglich und Programmier-Know-how aufder Übertragbarkeit manueller seiten des Systemlieferanten er­ Kleinroboter IRB 120 Tätigkeiten auf die Roboter­ folgen. Die sichere Bedienung zelle und Programmierung durch eige­ • unzureichendes Know-how des nes Personal müssen durch eine ABB Schweiz AG Robotics eigenen Personals beim Be­ ausreichende Schulung und ent­ Badenerstrasse 780 trieb und der Programmierung sprechende Praxiserfahrung si­ 8048 Zürich der Anlage(n) chergestellt sein. Tel. +41 (0)58 586 05 15 • Bauteiltoleranzen (auch nach Bei der Inbetriebnahme sollten Fax +41 (0)58 586 05 99 der Nullserie) Anlaufphasen eingeplant werden. www.abb.ch/robotics 26.3.2010 10:02 Uhr Seite • Inserate_Februar_10_dt:. Änderungen der Werkstück­ Die Abnahme der Anlage sollte 7 Inserate_Februar_10_dt:. 26.3.2010 get.info@ch.abb.com 10:02 Uhr Seite 12 eigenschaften beim Lieferanten erfolgen. Die

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Leistung der Anlage bei Werks­ abnahmen sollte eine Grössenord­ nung von 80 bis 90 % erreichen. Die Inbetriebnahme muss in en­ ger Zusammenarbeit mit dem Lie­ SUPSI-DTI feranten erfolgen. Galleria 2 Eine Simulation der Maschinen6928 Manno Tel. +41 (0)58 666 65 11 und Prozessabläufe kann zur Fax +41 (0)58 666 65 71 Risikominimierung und zur Ver­ www.dti.supsi.ch kürzung der Inbetriebnahme und 26.3.2010 10:02 Uhr Seite 14 dti@supsi.ch Anlagenanlaufphase beitragen. Zur Minimierung unerwarteter Ri­ siken ist es darüber hinaus emp­ fehlenswert, Lifecycle-Kosten in

der Grössenordnung von 3 bis 5 % pro Jahr bezogen auf den In­ vestitionswert einzuplanen. Nachschulungsmassnahmen und Aufbaulehrgänge zur Vertiefung des Wissens rund um die Anlage können ebenfalls helfen, Risiken zu minimieren oder vollständig zu vermeiden.

Nutzen einer Roboteranwendung Die Frage nach dem Nutzen bzw. dem Ertrag einer Roboteranwen­

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b

belastender Handarbeit. (Foto: Robotec/Fanuc Robotics)

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dung lässt sich aus verschiedenen Blickwinkeln beantworten. Von besonderer Bedeutung sind dabei folgende Aspekte: Einsparpotenziale der aktuellen Produktion, Fertigungskapazität der Roboteranlage, Auslastung von anderen Betriebsmitteln in der Fertigungskette, Fertigungsqualität sowie Potenziale für zukünftige Produktionssituationen.

Wirtschaftlichkeits­ betrachtung

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Beurteilung und Wichtung Eine Beurteilung und Wichtung kalkulierbarer und nicht kalkulierbarer Parameter sollte ebenfalls in die Einsatzplanung einfliessen. Dieses kann beispielsweise folgende Aspekte betreffen: • Je höher der Automatisierungsgrad, desto sorgfältiger muss der Robotereinsatz vorbereitet werden. • Oft wird eine falsche Personalauswahl für Schulungsmassnahmen getroffen (Empfehlung: Polymechaniker). • Der Ersatz von defekten Komponenten oder Bauteilen durch Nachbauteile anstatt durch Originalteile ist oft risikobehaftet. • Die Akzeptanz der neuen Technologie durch die Mitarbeiter ist wichtig für den Erfolg eines Robotereinsatzes. (mg)

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Vom 28.9. bis 1.10. findet in Düsseldorf die solarpeq – Fachmesse für solare Produktionstechnik – statt

Die Roboter kommen

Um Kosten zu senken, setzt die Photovoltaikindustrie zunehmend auf Automatisierung. Die Branche verspricht sich davon eine gleichbleibend hohe Produktqualität – und einen Zuwachs an Produktivität. Produktionslinien in der Solarindustrie sind heute meist hoch automatisiert. Das hat seinen Grund: «Hier in Europa müssen wir Kapazitäten erhöhen, um wettbewerbsfähig zu bleiben», sagt Carsten Busch, Segmentleiter Solar bei ABB Automation in Friedberg. Der Preisdruck sei enorm. Wenn man die Modulproduktion in Deutschland halten wolle, dann müssten Roboter künftig noch viel mehr Aufgaben übernehmen. «Die Automobilindustrie hat bewiesen, dass man hierzulande erfolgreich produzieren kann.» Auch die Solarbranche interessiert sich zunehmend für Fer-

tigungskonzepte, die Mercedes, Porsche oder BMW starkgemacht haben. Viele Hersteller von Automatisierungstechnik wiederum bringen solches Know-how mit. ABB bietet Roboter für nahezu alle Segmente der Zell- und Modulproduktion an – vom FlexPicker für das Umsetzen von Siliziumzellen über Anlagen zum Handhaben und Transportieren von Glasscheiben bis zum Verpacken und Palettieren der fertigen Solarmodule. «Im Solarbereich geht es nicht in erster Linie darum, Personalkosten einzu-

Nur Zuschauer: Der Spezialgreifer sortiert die Solarzellen blitzschnell in bis zu 21 verschiedene Qualitätskategorien. Der Mensch braucht nur zuzuschauen. (Quelle: Conergy)

sparen», unterstreicht Busch. Aber wenn grosse Mengen an Produkten mit gleichbleibend hoher Qualität gefertigt werden sollen, sind Roboter dem Menschen überlegen.

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«Roboter haben keine schlechten Tage», bestätigt Hartmut Wirths vom Industrieunternehmen Bosch Rexroth. «Dem Automaten ist es zudem egal, wo er steht. Man bekommt immer gleichbleibende Qualitäten.» Weitere Vorteile sind die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr und die enorme Geschwindigkeit von Robotern: «Erst durch Automatisierung werden hohe Produktvolumen und hohe Taktraten, wie sie für die Massenproduktion von Solarzellen erforderlich sind, möglich», so Carsten Busch. Auch im Dünnschicht-Segment bringen Roboter mehr Effizienz: «Oft werden Gläser grösser oder auch dünner – und damit empfindlicher. Jedes Glas aber, das zerstört wird, kostet», ergänzt Busch. Bei der Herstellung von Wafern, dünnen Siliziumscheiben, die aus Blöcken geschnitten werden, hat sich der Roboter mittlerweile weltweit durchgesetzt. «Wenn Mitarbeiter einen solchen Silizium-Quader fallen lassen, dann bedeutet das für das Unternehmen einen Schaden von gut 2000 US-Dollar», sagt Busch. Denn das Material ist

spröde, bricht leicht in viele Teile. Der Mensch bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Daher werden Ingots mittlerweile selbst in Asien mit Robotern transportiert und zur Vorbereitung auf das Wafersägen auf einen Glasträger geklebt. Das wiederum macht die Waferherstellung für Hersteller von Industrierobotern interessant. Erst kürzlich hat Kuka Systems in Augsburg entsprechendes Know-how von dem tschechischen Maschinenbauer Themis übernommen. Der Anlagenbauer erweitert damit sein Produktportfolio für die Photovoltaik um verschiedene Spezialsägen. Kuka will künftig komplett schlüsselfertige, hoch automatisierte Waferlinien liefern. Bislang hat sich die Firma auf die Modulproduktion konzentriert und Lösungen für Glashandling, Verlöten der Strings beziehungsweise Querverlöten, Auflegen der Strings auf Folie und Glas, Rahmen von Modulen sowie die anschliessenden Qualitätstests angeboten. Dennoch müssen die Augsburger mit starker Konkurrenz rechnen. Reis Robotics ist etwa mit Knickarm- und Linearrobotern für die Modulfertigung am Markt erfolgreich. Erfahrung sammelte die Firma als Zulieferer von Linien zur Autoherstellung, etwa im Bereich Autoglas. So präsentierte Reis zur glasstec 2008, der Weltleitmesse der Glas-


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branche, zu der Unternehmen auch solare Anwendungen vorstellen, ein umfangreiches Produktportfolio. Ihre produktionstechnischen Lösungen werden die Zulieferer vom 28. September bis 1. Oktober 2010 zur solarpeq – Fachmesse für solare Produktionstechnik in Düsseldorf präsentieren. Parallel findet mit der glasstec die Weltleitmesse der Glasbranche statt, bei der mehr als 1200 Unternehmen unter anderem ihre Lösungen aus den Bereichen Veredelungs-, Laminieroder Automatisierungstechnik zeigen werden.

Vernachlässigte Modulfertigung Der Markt wird weiter in Bewegung bleiben, meint ABB-Segmentleiter Busch: «Bis Mitte 2008 ist die Solarbranche extrem gewachsen.» Die Unternehmen setzten alles daran, zügig Kapazitäten aufzubauen und ihre Produktion ins Laufen zu bringen. Dafür nahmen sie Einschränkungen in Kauf. «In der Zellfertigung wurde bereits ein gewisser Automatisierungsgrad erreicht», sagt Busch. «Für die Modulherstellung hingegen gilt das nicht überall.» Bei der Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen sei die Automatisierung im sogenannten Frontend, also bei der Erzeugung und Strukturierung der einzelnen Schichten, ebenfalls «fortgeschritten». Bei der Weiterverarbeitung der beschichteten Glasplatten hingegen, beginnend mit dem Laminieren, sieht Busch noch erhebliche Reserven. «Bei der Zellfertigung war von Anfang an das Kostenbewusstsein ziemlich ausgeprägt», so der Manager. «Und in diesem Bereich erschienen die Automatisierungskosten im Vergleich zu den Kosten für das eigentliche Equipment eher gering.» Auf eine wirtschaftliche Modulherstellung hingegen hätte die Branche zunächst deutlich weniger geachtet – solange die Solarmodule den Unternehmen aus den Händen gerissen wurden, fehlte dort der Rationalisierungsdruck, zumal viele Arbeitsschritte manuell erledigt werden können.

«Heute haben Fabriken typischerweise Kapazitäten von bis zu 200 Megawatt, in Zukunft werden sie wohl im Gigawattbereich liegen», so Busch. «Die technologische Entwicklung geht schnell voran, auch die Anlagen verändern sich», betont der Manager. In der Zellproduktion beispielsweise werde der Durchsatz höher und die Anlagen breiter. Neue Roboter, die diesen grösseren Arbeitsraum bedienen, würden daher immer gefragter. «Fördertechnik für die Solarindustrie ist ein erklärter Schwerpunkt von Bosch Rexroth», sagt Wirths: «Das Grundkonzept lautet: von A nach B bringen.» Doch im Detail stecken viele Herausforderungen. «Wir arbeiten mit Standardkomponenten. Dennoch müssen wir für die Solarbranche gewisse Spezialanforderungen erfüllen», sagt Wirths. «Im Dünnschicht-Bereich beispielsweise geht es insbesondere darum, Gläser bei relativ hohen Temperaturen zu handhaben.»

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In der Modulproduktion: Die Querverschaltung der Strings, der in Reihe geschalteten Solarzellen, erfolgt vollautomatisch. (Quelle: Conergy)

Unternehmen beliefert Equipmenthersteller mit Lösungen von einzelnen Komponenten bis zu kompletten Subsystemen, um Wafer oder auch Glassubstrate zu bewegen. Die Ausrüster hätten bislang einen Auftragsberg abgearbeitet, meint Karcher. Oberste Priorität hatte dabei die Vorgabe, die Taktzeit weiter zu verkürzen. «Das hat sich jetzt zum Glück etwas beruhigt. Wir haben einen Käufermarkt mit Überkapazitäten. Und die Unternehmen konzentrieren sich nun auf die Anlagenoptimierung. Sie

wollen Prozessschritte, die sehr teuer sind, möglichst herausnehmen», erläutert Karcher. Das erfordert neue Konzepte. Anfangs habe die Solarbranche «oftmals Lösungen aus der Halbleiterindustrie übernommen, weil die Prozesse dort ähnlich sind», sagt Karcher. Solarzellen seien aber «als Produkt trivialer». Mittlerweile hätten die PV-Firmen deutlich stärker ihre Kosten im Blick. Und die Roboter helfen sparen – auch wenn die Unternehmen dafür erst einmal investieren müssen. (mg)

Krise bringt Zeit für Innovationen Doch auch «normale» Wafer stellen die Ingenieure zunehmend vor Herausforderungen. Sie werden immer dünner und damit immer zerbrechlicher. Zugleich wollen die PV-Firmen heute mit einer Linie 3600 Solarzellen pro Stunde produzieren, natürlich bei möglichst wenig Bruch. Um die empfindlichen Wafer greifen zu können, ohne sie dabei anzufassen, setzen die Anlagenbauer auf einen physikalischen Trick: Das sogenannte Bernoulli-Prinzip besagt, dass in einem strömenden Gas ein Geschwindigkeitsanstieg stets mit Druckabfall verbunden ist. Dieses Phänomen sorgt nicht nur dafür, dass Flugzeuge fliegen können. Es macht es auch möglich, dass man mithilfe von Druckluft Gegenstände ansaugen kann. Die aktuelle Krise der Solarbranche nutzen Lieferanten zur technologischen Weiterentwicklung: «Wir nutzen die Wachstumspause als willkommene Gelegenheit, unsere Produkte zur Reife zu bringen», sagt Michael Karcher von Festo. Das

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Ultraschnelle Pick & Place Unit Sekunden – und das bei einer exzellenten Wiederholgenauigkeit von 0,01 Millimetern. «Unser Ziel war es, in dieser Einheit alle Aspekte für ein hocheffizientes Pick & Place zu integrieren», so Ralf Steinmann, Bereichsleiter Automation bei SCHUNK. «Dazu zählt auch, dass das bewegte Motoranschlusskabel und damit eine der

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Tempo und Präzision sind bei der Pick & Place-Einheit PPUE03 perfekt vereint.

sen. Zudem ermöglichen die schmale Gehäuseform sowie die Medienzuführung über das Backpanel einem kompakten, wartungs- und montagefreundlichen Sandwichaufbau mehrerer Einheiten nebeneinander. Die rasante Pick & Place Unit fügt sich nahtlos in das modulare Baukastensystem von Schunk ein. Bis zu zwei Greifer inklusive elektrischer Schwenkmodule aus dem umfassenden Produktprogramm können an einer Einheit eingesetzt werden. In der grössten Ausbaustufe verfügt die PPU-E03 über sechs Sensorik- und sechs Pneumatikanschlüsse. Der Tempomacher ist damit eine ideale Lösung für hochdynamische Anwendungen, bei denen eine hohe Wiederholgenauigkeit und Prozesssicherheit gefordert sind. (mg)

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Proaktiv agieren bei Wartung und Service Das Service- und Vertragsmanagement (SVM) ist eine leistungsfähige Abacus-Applikation zur Verwaltung von Serviceinformationen. Dank zahlreicher unterstützender Funktionen ist das SVM ein erstklassiges Hilfsmittel für effizientes und kundenorientiertes Servicemanagement, welches Kuka Roboter Schweiz AG erfolgreich einsetzt. Mit dem Verkauf eines Roboters ist es nicht getan. Regelmässiger Service und fachgerechte Wartung sorgen dafür, dass das HightechGerät stets einsatzfähig ist. Nur: Wie weiss man, welches Gerät wann in die Hände eines Fachmanns gehört?

Proaktiv handeln Kuka legt grossen Wert darauf, proaktiv auf seine Kunden zuzugehen und nicht zu warten, bis diese anrufen und eine Störung melden oder einen Service bestellen. Gefragt war darum ein System, das dem Serviceleiter meldet, wann welcher Roboter einen Service braucht. Neben der rationellen und vorausblickenden Planung von Serviceund Wartungsarbeiten hatte Kuka eine Reihe weiterer Bedürfnisse, die das neue System abdecken sollte, wie zum Beispiel: • ­nach 12 Monaten Einsatzdauer eines Roboters die Kundenzufriedenheit erfragen • die Geschichte jedes einzelnen Roboters kennen • ­Aktivitäten nach Typ, Seriennummer oder Jahrgang auf­ listen • ­Servicerapporte mit wichtigen Informationen für den Techniker automatisch generieren • ­ Informationen für den Verkauf bereitstellen, z.B. den Ablauf von Serviceverträgen All diese Bedürfnisse und vieles mehr deckt Kuka Schweiz heute mit dem Service- und Vertragsmanagement (SVM) von Abacus ab. Wie in jedem erfolgreichen Projekt

bildete auch hier eine sorgfältige Analyse die Grundlage. Daher wurden zuerst die bisherigen Abläufe im Betrieb aufgezeigt und danach die Bedürfnisse und Anforderungen an das neue System genau festgehalten. Kuka hat die Einführung des SVM der fidevision ag anvertraut, einer Expertin für kundenspezifische Lösungen auf Basis von AbacusStandardprodukten. In der Tat waren die Anforderungen komplex. Die Service- und Wartungsintervalle sind für jeden einzelnen Roboter unterschiedlich, weil sie nicht nur vom Alter des Geräts abhängen, sondern auch von der Anzahl Betriebsstunden. Daher galt es, die verschiedenen Parameter pro Gerät zu erfassen und daraus vom System den richtigen Servicezeitpunkt ausrechnen zu lassen.

Effizientes System Heute generiert das SVM bei Kuka automatisch verschiedenste Meldungen wie zum Beispiel: • ­ Wartungsverträge, die aus­­ laufen • ­ fällige Servicearbeiten • ­ auslaufende Garantien Viele dieser Informationen dienen dem Serviceleiter dazu, den Einsatz seiner Mitarbeiter zu planen. Andere Informationen unterstützen den Verkauf, der einen Kunden rechtzeitig kontaktiert und beispielsweise eine Garantierverlängerung oder einen neuen Servicevertrag anbieten kann. Das SVM ist wie alle Abacus-Applikationen auf individuelle Bedürfnisse anpassbar.  (mg)

Infos KUKA Roboter Schweiz AG 5432 Neuenhof 044 744 90 90 www.kuka-roboter.ch

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KUKA Roboter Schweiz AG Industriestrasse 9 | 5432 Neuenhof T +41 (0)44 744 90 90 F +41 (0)44 744 90 91 www.kuka­roboter.ch

04-10  technica  57


Zulieferindustrie + Industriebedarf  |  Beschriftungstechnik

Automatisches Laserbeschriften von Hydraulikkomponenten

Der Roboter als «Werkstattschreiber» Bei Wandfluh in Frutigen wird eine umfangreiche Produktpalette an Hydraulikkomponenten mit verschiedensten Bauformen und Funktionalitäten hergestellt. Ein Teilprozess in der Produktion solcher Komponenten ist unumgänglich und absolut wesentlich: Bevor die unterschiedlichen Teile in der Herstellung weiterverbaut werden können, müssen sie ausnahmslos beschriftet werden. Heute übernimmt ein KR6-Industrieroboter diese Aufgabe.

S

eit einiger Zeit werden Artikelbezeichnung, Auftragsnummern, das Firmen-Wandfluh-Zeichen oder die Bestätigung des Herkunftslandes «swiss made» auf die zahlreichen Teilstücke mittels Kuka-Industrieroboter KR6 automatisch per Laser geschrieben.

Beschriftung auf Schildern und Ringen Vor etwa zwei Jahren entstand bei Wandfluh nach ersten Erfahrungen mit automatisierten Produktionseinheiten die Überlegung, eine weitere Automatisierungszelle zur Laserbeschriftung anzuschaffen. Hintergrund

dieser Investition war es, den mühsamen manuellen Bereich der Produktion zu vereinfachen. «Neben der manuellen Beschriftung hatten wir früher eine Laserbeschriftungsanlage, auf der man lediglich Schilder bedrucken konnte», beschreibt Marc Colijn, Bereichsleiter Betrieb, die damalige Situation. «Während dieses Prozesses mussten wir alle anderen Teilgrössen manuell einlegen und rausnehmen. Und grössere Serien haben wir einzeln eingelegt. Das war eine wenig effiziente und ermüdende Arbeit.» Damit kristallisierte sich schnell eine der Grundanforderungen heraus,

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nämlich, dass eine Zelle angeschafft wird, in der sowohl kleine Serien mit Stückzahlen von zwei bis drei wie auch grosse Serien mit einer Stück­ zahl ab 500 bearbeitet werden kön­ nen. Sprich: alle Hydraulikkom­ ponenten, die hergestellt werden, sollten zukünftig in dieser Anlage be­ schriftet werden. Und das war eine Herausforderung, da die zu bearbei­ tenden Teile nicht unterschiedlicher hätten sein können. Zahlreiche For­ men, Grössen und Werkstoffe wie Pa­ tronenhülsen, Schilder, Ringe, Vier­ kantmaterial, Magnetgehäuse und grosse Gehäuse aus Aluminium, Mes­ sing oder Stahl stehen auf dem Pro­ gramm der Produktion. Zudem war es der Firma Wandfluh wesentlich, dass der bestehende Laser in die neue Zelle integriert wird.

Diesen Lösungsforderungen ent­ sprach schliesslich eine Anlage des Kuka-Integrators Insys Industriesys­ teme mit integriertem Kuka KR 6. «Wir wollten ausserdem eine Anlage, die ein Mann alleine bedienen kann, um zu verhindern, dass einer der Mitarbeiter die ganze Zeit neben der ­Anlage stehen muss. So sollte der Teilprozess der Herstellung schneller und effizienter gestaltet werden und dies erfüllte in unseren Augen die Anlage von Insys Industriesysteme mit dem integrierten Kuka-Roboter am besten.»

Roboter macht Teil­ prozess wirtschaftlich Heute werden in der Automatisie­ rungsanlage rund 15 000 bis 20 000 Artikel beschriftet, und das mit

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Zulieferindustrie + Industriebedarf  |  Beschriftungstechnik

unterschiedlichen Schriften, Daten und Namen. Eingesetzt wird hier die grafische Bedieneroberfläche InsysHMI, über die die ganzen Beschriftungsparameter und Positionen der einzelnen Teile eingegeben werden. Um das Programm zu starten, wird zuerst eine Palette mit beispielsweise Patronenhülsen in die Anlage eingeführt. Dann lädt der Kuka-Roboter die entsprechenden Daten für diese Serie oder Produktion, führt die Hülsen in die Laserbeschriftungszelle und holt diese nach Fertigstellung heraus, um sie dann wieder auf der Palette abzulegen. «Vorher haben wir die gesamten grafischen Daten von Hand eingegeben müssen», erklärt Marc Colijn die Vorteile. «Jetzt holt sich der Roboter alles vom System und lädt die Daten direkt auf den Laser. Wenn die Daten einmal im System hinterlegt sind, kann diese Serie immer wieder gestartet werden, ohne dass man die Daten neu laden muss», so Colijn weiter. Dank dieser Anschaffung zur Automatisierung des Teilprozesses der Laserbeschriftung kann die Firma Wandfluh heute sogar Kleinserien absolut wirtschaftlich produzieren. Eine Besonderheit an dieser Anlage ist zudem der auswechselbare Greifer, der entsprechend der zu bearbeitenden Teile angepasst wird. So kann zum Beispiel ein Vakuumgreifer eingesetzt werden, der ganze Körper oder Schilder aufnimmt. Oder auch ein Dreibackengreifer für die Aufnahme von Dornen. «Das Einzige, was heute noch manuell erledigt

60  technica  04-10

Automatisch beschriftete Hydraulikkomponenten.

werden muss, ist das Ersetzen der Palette. Ein Mitarbeiter muss also lediglich die Palette austauschen, sobald eine Serie fertig bearbeitet ist», schildert Colijn den wesentlichen Vorteil dieses automatisierten Prozesses. «Eine Palette dauert in etwa eine halbe bis eine Stunde je nach Werkstoff. Dementsprechend gewinnt der Mitarbeiter Zeit, um an einem anderen Abschnitt weiterarbeiten zu können», so Marc Colijn.  (mg)

Infos Kuka Roboter Schweiz AG 5432 Neuenhof 044 744 90 90 info@kuka-roboter.ch www.kuka-roboter.ch SIAMS: Halle 1.2., Stand E-5 Insys Industriesysteme AG 3110 Münsingen 031 720 77 77 mail@insys.ch www.insys.ch SIAMS: Halle 1.2, Stand D-2 Wandfluh AG 3714 Frutigen 033 672 72 72 sales@wandfluh.com www.wandfluh.com


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Wenn im Volkswagenwerk Salzgitter auf Tausendstel Millimeter genau Einspritzöffnungen in massive Verteilerleisten von Common-Rail-Motoren gebohrt werden, schützt eine Spezialschicht von Oerlikon Balzers die Werkzeuge wirksam vor Verschleiss. Und sorgt für vervierfachte Standzeiten.

Die absolute Dichtigkeit des Common-Rail-Systems verlangt extrem präzise Bohrungen für die Einspritzöffnungen im schwer zerspanbaren Material. Eine Spezialschicht von Oerlikon Balzers vervierfachte dabei die Standzeiten der Bohrer.

J

ährlich verlassen rund 1,2 Millionen Motoren aller Art das Werk in Salzgitter und werden zum Einbau in Fahrzeuge rund um die Welt transportiert. Für jedes Teil gelten Bearbeitungstoleranzen von oft nur tausendstel Millimetern – insbesondere für ein Produkt, das in Zeiten steigender Energiepreise Konjunktur

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hat: den Common-Rail-Motor. Seinen Namen hat das verbrauchsarme und laufruhige Diesel-Einspritz-Aggregat von seinem Herzstück, der «gemeinsamen Verteilerleiste». Dieses Common Rail speichert den zugeführten Kraftstoff und presst ihn mit geregeltem Druck von bis zu 2200 Bar in die einzelnen Zylinder. Erst solch hohe Einspritzdrücke ermöglichen eine optimale Kraftstoffausnutzung und verbesserte Abgaswerte. Angesichts der enormen Belastungen wird das Rail in einem Stück aus hochfestem Stahl (18MnVS6) gefertigt. Dabei verlangt die nötige absolute Dichtigkeit des Systems extrem präzise Bohrungen für die Einspritzöffnungen im schwer zerspanbaren Material – und das reproduzierbar, über die gesamte Standzeit der Bohrwerkzeuge hinweg. Für diese anspruchsvolle Aufgabe suchte man eine passende Beschichtung als Verschleissschutz für die VHM-Sonderwerkzeuge. Die zwingenden Vorgaben: Die beschichteten Werkzeuge sollen auch nach mehrfacher Wiederaufbereitung die Leistungsfähigkeit von Neuprodukten erreichen. Den dafür nötigen Nachschliff und die Präparation der Schneidkanten soll die werkseigene Schleiferei übernehmen, die (Wieder-) Beschichtung ein externer Partner.

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Das Gesamtpaket machts Nach der Vorauswahl verschiedener Beschichtungsanbieter und intensiven Tests erzielte man die weitaus besten Erfolge mit Balinit Futura inklusive speziell entwickeltem Top-Finish von Oerlikon Balzers. Die mehrlagige und mikrometerdünne Titan­ aluminiumnitridschicht ist speziell auf Bohroperationen zugeschnitten.

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Bei Versuchen am Werkstück einer Verteilerleiste erreichte sie nach der Wiederaufbereitung des Werkzeugs eine viermal höhere Standzeit als ein Neuwerkzeug. Entscheidend bei diesem Erfolg waren die gemeinsame Entwicklungsarbeit und das beiderseitige SpezialKnow-how: Die Schleiferei brachte ihre grosse Erfahrung in der Schneidkantenpräparation ein, Oerlikon Balzers die Beschichtungskompetenz sowie eine spezielle Vor- und Nachbehandlung der Werkzeuge. Diese Oberflächenaktivierung sorgt für die Beseitigung von Aufschmierungen an den Führungsfasen der Werkzeugschneiden wie auch für die Glättung von Schichtresten und -porositäten, sodass die mehrfache Wiederbeschichtung ohne vorherige Entschichtung problemlos möglich wird. Anschliff, Kantenpräparation, Vorbehandlung und Beschichtung sind genau abgestimmt auf den Anwendungsprozess und erreichen auch nur als Gesamtpaket ihre optimale Wirkung.

Teamarbeit für Common Rail (v.l.): Jörg Hotopp (Prozessoptimierung Werkzeugschleiferei) und Jürgen Behrens (Werkzeugmanagement) von VW Salzgitter. Fotos: Oerlikon Balzers

Liefertreue garantiert und inzwischen fünfmal pro Woche nach Salzgitter und zurück pendelt. Klare Vorteile für Volkswagen-Werkzeugmanager Jürgen Behrens: «Die Beschichtungskosten amortisieren sich bereits beim ersten Werkzeugeinsatz, wir benötigen weniger Werkzeugwechsel, die Ausbringung steigt und die Werkzeugkosten sinken.»  (mg)

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Resultat war auch eine fruchtbare Partnerschaft: Während etwa im Monat Januar 2008 noch 250 Werkzeuge mit der Balinit-Schicht wiederaufbereitet wurden, sind es jetzt monatlich durchschnittlich 1000 Werkzeuge. Dies ermöglichte nicht zuletzt der 24-Stunden-Service des Beschichtungszentrums von Oerlikon Balzers in Hildesheim, der eine hohe

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Flexibel konstruiert In der Produktions- und Prüftechnik haben sich flexible Konstruktionen längst durchgesetzt. Profil-Montagesysteme als «­Stabilbaukästen» für die Automatisierung und den Maschinenbau sind zum Marktrenner geworden. Die Vorteile, die standardisierte Elemente bieten, kommen aber erst dann voll zur ­Geltung, wenn auch der Montageaufwand wirtschaftlichen ­Gesichtspunkten genügt. Dabei spielen die Verbindungstechniken eine wichtige Rolle. Die Lösungen, die RK Rose+Krieger ­anbietet, verzichten auf jeglichen Bearbeitungsaufwand.

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ine grosse Variantenvielfalt von Aluminium-Profilen kom­ biniert mit umfangreichen Zu­ behörprogrammen ermöglicht den Aufbau unterschiedlichster Konstruk­ tionen: Rahmengestelle, Maschinen­ aufbauten, Arbeitstische, Regal­ systeme, Handhabungs- und Schutz­ vorrichtungen sowie viele mehr.

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Das neue Easy-Link-Kettentransfersystem ergänzt den Baukasten im Bereich Fördertechnik. Es kann als Stückgut- und Werkzeugträgertransportsystem eingesetzt werden. Durch die Verwendung unterschiedlicher Kettentypen ist das EasyLink-System universell einsetzbar und die Streckenführung kann nahezu frei gestaltet werden.

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Zulieferindustrie + Industriebedarf  |  Industriebedarf Messen wünscht sind. Aufgrund ihrer Form sind sie sehr leicht zu reinigen. Die Verbindung erfolgt über spezielle Eckstücke, die ohne Bearbeitung mit dem Profil verschraubt werden.

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Klemmprofile eignen sich hervorragend zum schnellen und kostengünstigen Aufbau von Konstruktionen, bei denen Flächenelemente aus Glas, Kunststoff, Metall oder aus anderen Materialien verwendet werden. Die Befestigung der Elemente erfolgt über Klemmleisten. Die Klemmprofile untereinander werden mit Eckverbindern zusammengehalten.

Zubehör Mehrere Tausend Zubehörteile runden das ­Programm von RK Rose + Krieger ab. Das Programm wird laufend angepasst. Es beschränkt sich nicht nur auf den Profilbereich, sondern beinhaltet auch Rohrverbindungen, Lineareinheiten, Elektrozylinder und Hubsäulen.

Linearkomponenten und Antriebstechnik

Lineareinheiten – Kombination XYZ.

Die Linearkomponenten dienen dem Verfahren und Positionieren von Vorrichtungen jeglicher Art mittels Spindel-, Zahnriemen- oder Zahnstangenantrieb. Der Produktbereich umfasst auch ein komplettes Zubehörprogramm vom Handrad bis zur Steuerungs- und Servotechnik.

Lieferservice benötigt wird, ist die Flanschleistenverbindung sehr kostengünstig. Sie lässt sich gleichfalls wieder lösen und erneut verwenden.

Leichtbau-Variante Die Oberfläche der Blocan-Profile ist wahlweise hell oder schwarz eloxiert, ausserdem sind verschiedene, farbige Pulverbeschichtungen im Programm. Neben den bewährten Profilen stehen bei RK Rose+Krieger auch Leichtprofile in den Abmessungen 40, 50, 60 und 80 mm zur Verfügung. Sie zeichnen sich besonders durch ihr geringes Gewicht und den dadurch sehr günstigen Preis aus. Beim Einsatz der Leichtprofile steht die Gewichtsoptimierung von Aufbauten und Maschinenvorrichtungen im Vordergrund. Sie lassen sich aber auch gut als Rahmenkonstruktionen für Schutz- und Abtrennungssysteme einsetzen. SIRAG AG CH-6312 Steinhausen www.sirag-ag.ch Tel. +41 (0)41 747 11 47 mail@sirag-ag.ch

64  technica  04-10

Geschlossene G-Profile G-Profile ohne Längsnuten an den Sichtflächen kommen dort zum Einsatz, wo eine attraktive Arbeitsplatzgestaltung angestrebt wird oder Staub- und Schmutzablagerungen uner-

Aber das umfangreichste Programm nützt nichts, wenn es nicht in Stundenfrist verfügbar ist. Seit Jahren pflegt Phoenix Mecano seinen Auslieferservice besonders. So werden sogar Profilzuschnitte am Tag der Bestellung in den Versand gebracht. Zudem werden in dem rund hundert Mitarbeiter zählenden Werk in Stein am Rhein auch komplette Maschinenpodeste, Schutzgitter und Vorrichtungen kurzfristig individuell lackiert, bearbeitet und montiert. Lineareinheiten – auf jede Länge individuell angepasst – sind in einer Woche lieferbar. (bf)

Infos Phoenix Mecano Komponenten AG 8260 Stein am Rhein 052 742 75 00 www.phoenix-mecano.ch info@phoenix-mecano.ch


Produkte

❚❚Kompakter DataMatrix-/Barcode-Reader Mit dem DataMatrix-/Barcode-Leser iVu BCR in Schutzart IP67 ergänzt Banner seine Vision-Sensor-Familie iVu. Der kompakte Reader ist wie alle iVu-Modelle ohne PC direkt über den Touchscreen an der Geräte­ rückseite programmierbar. Der iVu BCR erkennt 2D-DataMatrix- und 1D-Barcodes, bei Bedarf sogar bis zu zehn unterschiedlichen Codes in einem Bild. Neben DataMatrixCodes erfasst der iVu BCR folgende Barcode-Typen: Code128, Code39, Codabar, Interleaved 2 of 5, EAN13, EAN8, UPCE, Postnet, IMB und Pharmacode. Mit Lesezeiten von etwa 90 ms für einen DataMatrixCode und rund 30 ms für einen Bar­

code lässt sich der Reader auch in schnelle Produktionsabläufe integ­ rieren. Mithilfe des 68,5-mm-Farb-LCDTouchscreens (Auflösung: 320 ×  240 Pixel) und einer intuitiven Menüführung können selbst Anwen­ der ohne Bildverarbeitungskennt­ nisse den Reader mühelos direkt am Gerät parametrieren – zur Verfügung stehen die Menüsprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Japa­ nisch sowie vereinfachtes und tra­ ditionelles Chinesisch. Neben einer USB-2.0-Schnittstelle für Diagno­ sen und Updates bietet der iVu BCR eine integrierte Ringbeleuchtung in

Rot, Blau, Grün oder In­ frarot sowie zahlreiches Montagezubehör.

strukturierten Text gemäss IEC 61131 für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) und Program­ mable Automation Controller (PAC) im Bereich der Prozessautomatisie­ rung generiert. R2010a beinhaltet darüber hinaus Updates für 83 wei­ tere Produkte, einschliesslich der ­PolySpace Code-Verifikation. Die wichtigsten Neuerungen der R2010a für die Matlab-Produktfami­ lie sind zu finden bei:

• Signal Processing Blockset und Vi­ deo and Image Processing Blockset • Symbolic Math Toolbox • Global Optimization Toolbox und Optimization Toolbox • SimBiology Bei Simulink 2010a von den Neue­ rungen betroffen sind u.a.: • Embedded IDE Link und Target Support Package • IEC Certification Kit • DO Qualification Kit

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❚❚Release 2010a Mit dem Release 2010a der Matlabund Simulink-Produktfamilien kön­ nen Bild- und Videodatenströme in Matlab einfacher verarbeitet und Übertragungsalgorithmen einfacher entwickelt werden. Der nichtlineare Solver für gewöhnliche und umfang­ reiche Optimierungen und die erwei­ terte Simulink-Unterstützung für ­grosse Teams beim Entwurf komple­ xer Systeme sind weitere Vorteile. Neu ist der Simulink PLC Coder, der

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❚❚Weniger Energieverbrauch dank intelligentem Systemdesign

Bei der Entwicklung von Produkten verstärkt die Pilz GmbH & Co. KG

ihr Engagement im Bereich Ener­ gieeffizienz. So ermöglicht das op­ timierte Systemdesign des dezent­ ralen E/A-Systems PSSuniversal bei der Verarbeitung von sicheren Sig­ nalen den Energieverbrauch deut­ lich zu senken. Je nach benötigter Anzahl an sicheren Modulen lassen sich im Vergleich zu anderen markt­ gängigen Systemen bis zu 50 Pro­ zent an Verlustleistung einsparen. Der Grundaufbau von PSSuniversal ist so konzipiert, dass die komplette Sicherheitslogik im Kopfmodul in­ tegriert ist. Andere am Markt ver­

fügbare Systeme haben diese in je­ dem einzelnen Modul, das damit mehr Energie verbraucht. So redu­ ziert sich die Verlustleistung – die in einem Bauelement in Wärme um­ gesetzte Leistung – was in einer deutlichen Energieeinsparung re­ sultiert. Die geringere Abgabe von Abwärme erlaubt auch für die si­ cheren Module eine kleinere Bau­ form, die wiederum Platz im Schalt­ schrank spart. Anwender können für ihre Applika­ tion die individuelle Verlustleistung über das Software-Tool PSSuniver­

sal Assistant von vornherein be­ rechnen. Für den schwäbischen Experten für Automatisierung ist Energieeffizi­ enz essentielles Kriterium bei der Entwicklung seiner Produkte. Der Nutzen für den Anwender ist hier­ für genauso Motivation wie die Schonung von Ressourcen. Pilz Industrieelektronik GmbH 5506 Mägenwil 062 889 79 330 www.pilz.ch pilz@pilz.ch

❚❚Pneumatisches Raumwunder Solche pneumatischen Ventile wünscht sich der Automatisierungs­ markt: Die Ventilreihe VUVG von Festo hat ein Verhältnis von Bau­ grösse zu Leistung, das bisher kein anderes Ventil am Markt erreicht hat. Ihr Erfolgsgeheimnis ist das pa­ tentierte Patronenprinzip. VUVG-Ventile sind besonders für die Automatisierungseinsätze geeignet, bei denen es auf kostengünstige, kleinbauende, technologisch uni­ verselle Lösungen mit einem hohen

Durchfluss ankommt. Dazu zählen die Elektronik-, Solar-, Textil- und die Verpackungsindustrie sowie der Sondermaschinenbau. Die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht des Alumini­ umgehäuses prädestinieren die Ventile darüber hinaus für den Ein­ satz im Front-End-Bereich, bei­ spielsweise direkt montiert am Ro­ boterarm.

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Produkte

❚❚Ultraschall-Sensoren mit IO-Link Dank ihrer IO-LinkSchnittstelle können die Ultraschall-Sensoren der Serie 09 von Baumer neu bidirektional mit der Steuerung kommunizieren. So kann die Intelligenz der Sensoren, z. B. die integrierte Schall­ echo-Auswertung, von aussen genutzt werden. Sie sind dadurch vielseitiger einsetzbar als herkömmliche Sensoren und erhöhen die Prozesssicherheit. Ei­nerseits kann der Sensor über direkte Kommunikation von der Steue­ rung im laufenden Prozess optimal an die aktuelle Situation angepasst werden. So kann die integrierte Temperaturkompensation bei Bedarf aus- bzw. eingeschaltet werden, was z. B. beim Aufstarten der Maschine schneller zu genauen Messwerten führt. Auch die Ausgangsfunktion (Flanke/Fenster) kann individuell auf die zu erfassenden Objekte eingestellt werden. Dies führt in jeder Situation zu ­einer sicheren Detektion. Andererseits können Informationen vom Sensor zur Fehlerdiagnose genutzt und so Prozessfehler oder Maschinenstillstände verhindert werden. Die Sensoren der Serie 09 verfü­gen über die Diagnosefunktionen «Miss­ ing Object» und «Weak Echo». Über «Missing Object» meldet der Sensor der Steuerung, wenn sich

kein Objekt in seinem Messfeld befindet. Der Anwender kann dann frühzeitig reagieren und gegebenenfalls die folgenden Prozessschritte auf die Fehlersituation einstellen. Zu schwach reflektierende Objekte oder eine Verschmutzung des Sensors meldet dieser mit der Diagnosefunktion «Weak Echo». Dies ermöglicht dem Anwender die optimale Abstimmung von Sensor und Prozess und macht die Reinigungszyklen planbar.

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❚❚USB 3.0 dank Adapter an jedem Notebook USB 2.0 kommt ins Alter und bietet nicht mehr genug Bandbreite für aktuelle Anwendungen. USB 3.0 schafft hier Abhilfe und schlägt ein 10 × schnelleres Tempo an. Damit ist der neue USB-Standard sogar noch schneller als Firewire und E-SATA. USB 3.0 benötigt jedoch durchgehend neue Kabel und Stecker. Diese bleiben aber abwärtskompatibel. Die A-Seite des USB3.0-Kabels (computerseitig) bleibt von der Bauform gleich wie bisher, ist also optisch nicht zu unterscheiden und passt auch in die vorhandenen 2.0-Anschlüsse. Jedoch wird nur die maximale Geschwindigkeit von USB 2.0 erreicht. Die neuste Generation Festplattengehäuse verwendet bereits den 3.0-Standard. Darin lassen sich 2,5-Zoll-SATA-Festplatten einbauen und via USB 3.0 mit dem Computer verbinden. Voraussetzung ist eine USB-3.0-Schnittstelle am Rechner, um die volle Leistung auszuschöpfen. Die USB-3.0-Gehäuse schalten jedoch automatisch um, wenn auf Rechnerseite nur eine USB-2.0- oder -1.1-Schnittstelle erkannt wird. Das ARP-Fest-

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plattengehäuse «SuperSpeed» ist mit den Betriebssystemen WinXP, Vista und Windows 7 kompatibel. ARP liefert das SuperSpeed 3.0Gehäuse (Art. Nr. 801707) ab sofort für CHF 35.–, die passenden 2,5”-SATA-Festplatten sind separat erhältlich. Für Notebooks stehen USB 3.0 ExpressCards zur Verfügung, um den «SuperSpeed» auf dem Rechner nutzen zu können. Voraussetzung dazu ist ein freier ExpressCard-Slot am Notebook. ARP Datacon AG 6343 Rotkreuz 041 799 09 09 verkauf@arp-datacon.ch www.arp-datacon.ch

❚❚Sensoren für die Wasseraufbereitung Anwendungen in der Wasser- und Abwasseraufbereitung stellen hohe Ansprüche an die Messinstrumente zur Erfassung von Druck und Füllstand. Baumer bietet für solche Anwendungen robuste Sensoren an, die sich für starke Erschütterungen ebenso eignen wie für den Einsatz bei aggressiven Medien. Entsalzungsanlagen verlangen z.B. nach Sensoren aus meerwasserbeständigem Hastelloy C und einer Keramik-Messzelle. Für Abwasseranlagen gibt es Ausführungen mit frontbündiger Membran. Weitere Schwierigkeiten sind Schaumbildung, Schwebstoffe und Kondenswasserbildung im Tank. Baumer bietet für all diese Herausforderungen ein umfassendes Portfolio an Druck- und Füllstandssensoren an, die in einem Gehäuse aus Edelstahl, Hastelloy C oder Monel untergebracht sind. Sie sind mit ­einer Vielzahl an Prozessanschlüssen und galvanisch isolierten Ausgangssignalen verfügbar, haben eine hohe Vibrations- und Erschütterungsfestigkeit und zeichnen sich aus durch eine hohe Temperaturbeständigkeit, Genauigkeit und Langzeitstabilität. Die Messgeräte lassen sich vor Ort in der Applikationsumgebung konfigurieren.

Des Weiteren bietet Baumer Druckmittler aus Monel oder Hastelloy C an, um Druckschalter wie den TED50 von aggressiven Medien zu trennen. Diese Lösung wird bereits vielerorts bei der umgekehrten Osmose zur Aufbereitung von Salz- in Trinkwasser eingesetzt. Dank sei­ner hohen Vibrationsfestigkeit von 1,5 mm (10 … 55 Hz) und 20 g (55 Hz … 2 KHz) nach dem Standard EN 60068-2-6 findet das Messgerät auch in vielen anderen Wasseraufbereitungsprozessen, zum Beispiel bei der Ultrafiltration in kommunalen Abwasseranlagen, seine Verwendung. Baumer Electric AG 8500 Frauenfeld 052 728 11 22 sales.ch@baumer.com www.baumer.com

❚❚Motoren identifizieren Von Servo-, Synchron- und Torquemotoren bis hin zur bewährten Acopos-Familie sorgt ein integrierter Chip für die lückenlose Erkennung ­aller wichtigen Motorparameter und unterstützt so die automatische Systemkonfiguration – das ist insbesondere bei der Umsetzung verschiedener Maschinenvarianten ein gros­ses Plus für jeden Anwender, der so keinerlei Ein­stellungen am Antriebsmodul vornehmen muss. Sobald der Geber mit dem Servoverstärker verbunden ist und die Versorgung der Elektronik eingeschaltet wird, findet eine automatische Identifikation des Motors statt. Der Motor sendet seine Nominalund Grenzwerte an den Servoverstärker. Daraus ermittelt dieser selbstständig die für den sicheren Betrieb des Motors notwendigen Stromgrenzwerte und Regelparameter. Aufwändige und fehleranfällige Parametrierarbeiten werden dadurch vermieden, der Einstellungsaufwand während der Inbetriebnahme erheblich reduziert.

Ein einfacher Abgleich der Maschinenkonfiguration im Servicefall hilft fehlerhafte Anordnungen sofort zu diagnostizieren – kostspielige Stillstandzeiten gehören damit der Vergangenheit an. Wertvolle Zusatzinformationen ermöglichen darüber hinaus Rückschlüsse über den Einsatz und eventuell damit einhergehender unsachgemässer Handhabung.

B&R Industrie-Automation AG 8500 Frauenfeld 052 728 00 55 www.br-automation.ch office@br-automation.ch


Produkte

❚❚Energieeffiziente DSP-RISC-Cores für portable Anwendungen

Für portable Produkte im Bereich der Medizin, der Industrie, der Unterhaltungselektronik oder der Haustechnik gibt es einen wachsenden Bedarf an miniaturisierter Elektronik mit geringem Energieverbrauch. Geeignete, kleine und sparsame Mikro-

controller sind zwar erhältlich, aber es mangelt ihnen häufig an der Datenverarbeitungsleistung, die für eine moderne System-on-Chip-Lösung erforderlich wäre. Das Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnologie CSEM ist ein Pionier im Bereich von Prozessoren mit geringem Energieverbrauch – von Armbanduhren bis zum CoolRISC Core und dem Macgic DSP. Ihre icyflexArchitektur wurde mit einem aussergewöhnlich niedrigen Energieverbrauch (6 μW/MHz) entwickelt. Bislang sind drei Varianten erhältlich:

• icyflex1 – ein 16/32-bit RISC-Prozessor für eine Kombination aus Steuerungs- und DSP-Anwendungen wie drahtlosen Netzwerksensoren, die eine lokale Signalverarbeitung erfordern • icyflex2 – ein kleinerer 16/32-bit RISC-Prozessor für Steuerungsanwendungen mit einem Energieverbrauch von nur 6 μW/MHz (in 65nm LP CMOS) • icyflex4 – mit einer skalierbaren Architektur, die eine Steuerung und massive Parallelisierung für rechenintensive DSP-Anwendungen wie Audio- oder Videoverarbeitung ermöglicht

Alle drei Prozessoren sind als VHDLBausteine mit zahlreichen Parametern wie Busbreite, Stackgrösse und optionalen Blöcken erhältlich, weshalb nur der für die Anwendung erforderliche Prozessor integriert ist. Der Prozessor kann während der Laufzeit konfiguriert werden, um neue Adressierungsarten und neue Anweisungen zur Reduzierung der Anzahl der Zyklen für die einzelnen Algorithmen hinzuzufügen. CSEM 2002 Neuchâtel 032 720 50 80 info@csem.ch www.csem.ch

❚❚Erzeugung von strukturiertem Text gemäss IEC 61131 für Industriesteuerungen The MathWorks stellt den neuen Simulink-PLC-Coder vor, einen automatischen Codegenerator für Strukturierten Text (ST) gemäss IEC 61131 für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS, engl. PLC) und programmierbare Automatisierungssteuerungen (PAC). Ab sofort können Ingenieure nun beispielsweise auch Kraftwerks- und Produktionsanlagen, die über SPS- und PAC-Systeme gesteuert werden, mittels Model-Based-Design ent­ wickeln. Mit dem Simulink-PLC-Coder kann man automatisch Programmcode für Prozessautomatisierungssys-

teme generieren, u. a. auch für Regelungs- und Überwachungsaufgaben. Die automatische Code-Generierung als zentraler Bestandteil von Model-Based-Design hilft, Fehler zu vermeiden, die bei der klassischen manuellen Programmierung auftreten können, und reduziert insgesamt die Entwicklungs- und Validierungszeit. Der Simulink-PLC-Coder generiert Quellcode in Form von struktu­ riertem Text (ST) aus Simulink-­ Modellen, Stateflow-Diagrammen und Embedded-Matlab-Code. Anschliessend wird der Code mithilfe einer Integrierten Entwicklungs­

umgebung (IDE) eines Anbieters von Automatisierungslösungen kompiliert und auf einem SPSoder PAC-System ausgeführt. Um die Anwender dabei zu unterstützen, Model-Based Design in die Entwicklung ihrer industriellen Anlagen zu integrieren, arbeitet The MathWorks eng mit führenden Anbietern von Automatisierungslösungen zusammen, darunter Rockwell Automation und B&R.

The MathWorks GmbH 3006 Bern 031 950 60 20 info@mathworks.ch www.mathworks.ch

❚❚Miniaturmetallbalg-Kupplungen – einfache Montage, da steckbar Die verdrehsteifen Antriebselemente finden Einsatz an Impulsgebern, Tachos, Potentiometern, kleinen Servoantrieben, Schrittmotoren und Regelsystemen. Sie sind absolut spiel- und wartungsfrei und für die Übertragung hoher Drehzahlen ausgelegt. Die Besonderheit der Serie MK4 mit Madenschrauben ist ihre Steckbarkeit. Diese Kupplung eignet sich besonders für komplexe, schwer zugängliche Montagefälle,

da die beiden vorab montierten Kupplungshälften einfach nur zusammengesteckt werden müssen.

Servotronic AG 1228 Plan-les-Ouates 022 794 93 26 info@servotronic.ch www.servotronic.ch

❚❚Erweitertes Angebot bei Positionsschaltern Siemens Industry Automation and Drive Technologies (IA & DT) erweitert seine Familie der Sirius-Positionsschalter 3SE5 um zwei Metallgehäuse-Varianten. In hoher Schutzart IP66/67 ausgeführt, eignen sich die Metallgehäuse-Varianten vor allem zum Betrieb in harten industriellen Umgebungen. Das 31 Millimeter schmale Gehäuse nach EN50047 verfügt über zwei oder drei Schaltglieder, das 56 Millimeter breite XL-Gehäuse nach EN50041 über bis zu sechs Schaltglieder. Dies ermöglicht eine hohe Anzahl an Schaltvarianten. Beide neuen Typen sind als Komplettgerät erhältlich sowie als

modulares System, das der Anwender individuell zum Beispiel durch Basisschalter mit M12-Stecker und Antriebskopf in Einfachstössel-Ausführung konfigurieren kann. Neu ist auch ein kompakter Einfachstössel mit Edelstahlstössel ohne Überhub für alle Metallgehäuse. Eine neue, für alle EN 50047-Antriebsköpfe geeignete Schutzkappe aus Gummi verhindert zusätzlich das Eindringen groben Schmutzes in die Antriebskopfschnittstelle. Siemens Schweiz AG IA & DT 8047 Zürich 0848 822 844 automation.ch@siemens.com

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Produkte

❚❚Switches kombinieren Energie- und Datenübertragung über Industrial Ethernet Drei ihrer Industrial Ethernet Switches hat Siemens Industry Automation and Drive Technologies mit PoE-Funktionalität (Power over Ethernet) gemäss IEEE 802.3af ausgestattet. Je nach Umfang und Anforderungen der Applikation versorgen der unmanaged Switch X108PoE sowie die modularen managed Switches X308-2M PoE und XR324-4M PoE zwei, vier oder acht PoE-fähige Endgeräte über eine gemeinsame Leitung mit Daten und Energie. Geeignete Endgeräte sind zum Beispiel IP-Telefone, Scannersysteme, Access Points und IP-Kameras. Dies spart nicht nur Installationskosten, sondern bei vielen Endgeräten auch ein zusätzliches Netzteil. In den neuen Switches ist ein Power Source Equipment nach IEEE 802.3af für die Daten- und Energieversorgung der Endgeräte integriert. Der Ethernet-Standard IEEE 802.3af, der die Spannungsversorgung von an Ethernet angeschlossenen PoE-fähigen Geräten definiert, bietet im Umfeld der industriellen Automatisierung neue Anwendungsbereiche, die über die reine Kom-

munikation zwischen Automatisierungsgeräten hinausgehen. Bei der Videoüberwachung, bislang fast ausschliesslich der Gebäudeautomatisierung vorbehalten, integrieren die neuen PoE-Switches die angeschlossenen Kameras in Automa­ tisierungsanwendungen. Beispiele dafür sind die Überwachung eines Regalbediengerätes oder des Einsatzes von Bedienpersonal in prozesstechnischen Anlagen, womit sich die Sicherheit für Mensch und Maschine erhöhen und auch die Prozessqualität steigern lässt. Siemens Schweiz AG IA & DT 8047 Zürich 0848 822 844 automation.ch@siemens.com

❚❚Fluoreszenzspektrofotometer Das Hitachi F-2700 (Foto) löst das bewährte F-2500 als Routine-Gerät ab und bringt einige Verbesserungen mit sich. Es kann stand­ alone verwendet oder mittels PC gesteuert werden. Das übersichtliche Bedienpanel ermöglicht Routineanalysen ohne zusätzliche Software. Mit einer maximalen Scangeschwindigkeit von 12000 nm/min sind 3D-Analysen als Option auch schon mit dem Routinegerät machbar. Das neue Automatic Performance Monitoring überwacht die Funktion des Gerätes und ermöglicht so eine einfache Validierung. Durch neu erhältliche Accessories lässt sich bereits mit diesem ­günstigen Gerät die Quantenausbeute bestimmen. Zudem kann das F-2700 neu sowohl mit Autosipper als auch Autosampler ausgestattet werden. Das zweite neue Fluoreszenzspektrofotometer F-7000 ist das HitachiForschungsgerät für Fluoreszenzspektroskopie. Mit einer maximalen Scangeschwindigkeit von 60 000 nm/min ist auch das Messen sehr schneller Reaktionen kein Problem. Damit ist es perfekt geeignet für 3D-Time-Scan-Experimente. Das hohe S/N Ratio von 800 (RMS) befähigt das Gerät zum Messen von Spuren im Bereich von bis zu 10–12 mol/L. Die Gain-Change-

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Over-Funktion des F-7000 ermöglicht das Erstellen von stabilen Kalibrationskurven über bis zu 6 Zehnerpotenzen. Die benutzerfreund­ liche Software gestattet einen Einstieg auch für weniger erfahrene Leute. Mit dem Pre-scan können automatisch sehr schnell das Anregungs- und Emissionsmaximum einer unbekannten Probe ermittelt werden. Für die Verwendung in der biologischen Richtung kann das F-7000 mit einem Micro-PlateReader (MPR) ausgestattet werden. Dieser fungiert zugleich als Autosampler. Eine Messung mit Standardküvetten ist ohne Ausbau des MPR möglich. Die grosse Anzahl an erhältlichen Accessories ermöglicht eine optimale Ausrüstung für die jeweiligen Bedürfnisse. Portmann Instruments AG 4105 Biel-Benken 061 726 65 55 info@piag.net www.portmann-instruments.ch

❚❚Antriebskommunikation für mehrachsige Servoantriebslösungen

Mit neuen Highspeed-FeldbusGateways für das Mehrachs-Servoverstärker-System Movi-Axis bietet SEW-Eurodrive eine leistungsstarke und multifunktionale Möglichkeit, Antriebslösungen zu realisieren. Die Gateways haben eine hohe Datenverarbeitungsgeschwindigkeit, integrierte Komplettdatenspeicherung, Parameter-Auto-Reload nach Gerätetausch sowie Feldbus-/Netzwerk-Schnittstellen für Profibus, DeviceNet, Profinet IO, Ethernet IP und Modbus TCP. Für die Officekommunikation gän­gi­ge und notwendige Engineering-

Schnittstellen wie TCP/IP und USB sind als Standard integriert.

Alfred Imhof AG 4142 Münchenstein 061 417 17 17 info@imhof-sew.ch www.imhof-sew.ch

❚❚CC-Link-kompatible Leitung für Energieketten

Die Kölner Igus GmbH, Experte für biegefeste Leitungen in hoch dynamischen Energieketten-Anwendungen, hat eine Busleitung für das industrielle serielle Feldbussystem CC-Link im Programm. Die Datenübertragungseigenschaften der Leitung «Chainflex CFBUS.035» entsprechen der CC-Link-Spezifikation und wurden in Japan von der CCLinks Partners Association (CLPA) als globale Koordinierungsstelle überprüft. Damit bietet Igus ab Lager Busleitungen speziell für Energieketten für alle gängigen Feld­ bussysteme (Profibus, Interbus, CAN-Bus, Device Net, Profinet, Ethernet u.a.) an. Die 3-adrige geschirmte Busleitung ist im Aufbau abgestimmt auf die mechanischen Einflüsse bei hochdynamischen linearen Energieketten-Anwendungen und verwendet passende Werkstoffe. Mit einem abriebfesten TPE-Aussenmantel, einem zwickelfüllend extrudierten Innenmantel und einer optimierten kurzen Schlaglänge sind viele Mil-

lionen Wechselbiegezyklen in Energiekettensystemen ab 85 mm Radius (10xd) möglich. Bei einem Aussendurchmesser von 8,5 mm und Design-konformer Mantelfarbe ist die Leitung als Meterware oder mit allen handelsüblichen industriellen Steckverbindern vorkonfektioniert ab Lager lieferbar.

Igus Schweiz GmbH 4623 Neuendorf 062 388 97 97 info.ch@igus.ch www.igus.ch


Produkte

❚❚Kugelrollen erleichtern Arbeit mit Glas und Platten Das Handling und die Bearbeitung schwerer Platten aus Glas, Holz, Kunststoff oder Granit ist extrem kraftund zeitaufwändig. Ein neues Hilfsmittel, die Glashandling-Kugelrolle, ermöglicht wesentliche Erleichterungen und Zeitersparnis. Denn die auf

❚❚Neuer PDA macht Mobilität mobiler

Kugelrollen gelegte Platte lässt sich leicht und schnell in jede gewünschte Richtung am Arbeitsplatz bewegen. Für empfindliches Material wird die Laufbahn und der Arbeitstisch mit vibrationsdämpfenden Kugelrollen aus Gummi ausgerüstet. Kugelrollen aus Polyurethan sind hingegen für rauhe Betriebsbedingungen vorgesehen. Letztere sind auch öl- und fettbeständig.

Technische Details mit Mass- und Preisangaben finden sich im neuen FTA-Rollenkatalog, der kostenlos erhältlich ist.

FTA Fahrzeugtechnik AG 5035 Unterentfelden 062 737 04 04 mamo@fta.ch www.fta.ch

Safety für modularisierte Anlagen! Intelligent verbinden statt fest verdrahten.

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Mit Elf hat Datalogic Mobile eine bedeutende Weiterentwicklung auf dem PDA-Markt erreicht: Elf entspricht dem neuesten Stand der Technik, ist ergonomisch, benutzerfreundlich und mit einer Hand zu bedienen. Damit macht der Elf Field Sales, Retail und Logistik-Anwendungen mobiler. Der Fortschritt ist mit einer Hand greifbar: Elf mit WLAN 802.11 a/b/g mit CCX V4 Zertifikat, 3.5G UMTS HSDPA Mobilfunk, Imager, HF RFID «reading und writing», 3-MP-Autofokus-Kamera und GPS. Datalogic Mobile nutzt bei Elf das neueste Betriebssystem Windows Mobile 6.5 und garantiert damit eine bekannte Benutzeroberfläche für einfache und intuitive Bedienung. Die integrierte, Datalogic patentierte «Green Spot»-Technologie bestätigt visuell die Lesung über einen grünen Punkt auf dem Barcode oder dem 2D-Code. Daneben unterstützt der neue PDA HF-RFID-Reading und -Writing. Zusätzlich unterstützt die Display-Dreh-Funktion sowohl horizontale als auch vertikale Auflösung. Neueste Funktionen im ergonomischen Gerät mit hoher Geschwindigkeit machen den neuen Elf besonders benutzerfreundlich und ermöglichen die Bedienung mit nur einer Hand. Weitere Informationen unter www.elf.mobile.datalogic.com ID-Systems AG 2557 Studen 032 374 71 11 info@idsystems.ch www.idsystems.ch

Sicherheitstechnik muss nicht kompliziert sein! Virtuelles Verdrahten zertifizierter Funktionsblöcke im SafeDESIGNER ersetzt aufwändiges und fehleranfälliges Verschalten sämtlicher Sicherheitskomponenten. Einschränkungen durch das modulare Konzept Ihrer Maschinen gehören damit der Vergangenheit an. Flexible Sicherheitsfunktionen als integraler Bestandteil des Antriebssystems eröffnen neue Perspektiven. Garantierte sicherheitstechnische Reaktionszeiten bei verteilten SafeIO oder SafeMC über den Maschinenbus und das mit allen Vorteilen der integrierten Sicherheitstechnik.

Perfection in Automation

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04-10  technica  69


Produkte

❚❚Präsentation als Schrumpffolienspezialist Die Saropack AG präsentierte an der easyFairs «Verpackung» in Zürich die neue Hightech-Schrumpffolie Sarofilm CT301. Die Sarofilm CT301 bedeutet eine wirkliche Revolution im Bereich der Polyole­finfeinschrumpffolien. Trotz lediglich 7 µm, aber einer unglaublichen Festigkeit und Schrumpfeigenschaft, ersetzt die Sarofilm CT301 alle handelsüblichen Folien, welche doppelt so dick sind. Die Vorteile der Dickenreduzierung liegen auf der Hand:

CNC CONTROLS

• ökologisch sinnvoller Beitrag schont die Ressourcen in der Herstellung • reduziert den Abfall beim Endkonsumenten • mehr Meter auf der Rolle bedeutet weniger Rollenwechsel an der Maschine, daraus resultieren ein verminderter Maschinenstillstand und eine höhere Produktivität • weniger Rollen benötigen weniger Lagerfläche und damit auch weniger Transporte.

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Saropack AG 9401 Rorschach 071 858 38 38 saropack@ saropack.ch www.saropack.ch

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Neuer Name Bewährte Qualität 100% FANUC Ein starker Partner: FANUC CNC Europe. Aus Fanuc GE und FANUC Service wird FANUC CNC Europe. Mit der gleichen weltweit besten Zuverlässigkeit wie bisher. Und einem neuen, einheitlichen Service für alle Maschinen, die mit einer FANUC CNC-Steuerung ausgestattet sind. Ihr Vorteil: höchste Verfügbarkeit und ein zentraler Ansprechpartner. Effizient, zuverlässig, innovativ.

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❚❚Schwerlast Dosierbandwaage für grosse Fördermengen

Siemens IA & DT hat eine neue Schwerlast-Dosierbandwaage für grosse Fördermengen (bis 800 Tonnen pro Stunde) entwickelt. Die Sitrans WW300 Weighfeeder liefert gleichbleibend präzise Ergebnisse bei der Steuerung und Überwachung kontinuierlicher Wäge- und Zufuhranwendungen. Ihre Einsatzgebiete reichen von der Lebensmittel- bis zur Zementindustrie. Die hochempfindlichen Wägezellen bieten hohe Wägegenauigkeit zur Optimierung der Misch-, Mess- und Zufuhrqualität. Das patentierte, nahezu wartungsfreie «Unibody-Design» zeichnet sich durch eine geräumige und gut zugängliche Bauform aus. Dies vereinfacht Inspektion, Reinigung und Bandaustausch. Der schnelle Bandaustausch in nur 30 Minuten reduziert die Stillstandszeiten erheblich. Die Schwerlastwaage Sitrans WW300 Weighfeeder ergänzt das Dosierbandwaagen-Angebot von Siemens, bisher bestehend aus WW100 für kleine und WW200 für kleine bis mittlere Fördermengen. Im Lieferumfang aller Sitrans-Dosierbandwaagen sind Wägebrücke und Geschwindigkeitssensor standardmäs­ sig enthalten.

Siemens Schweiz AG IA & DT 8047 Zürich 0848 822 844 automation.ch@siemens.com


Industrial IT  |  CAD

Industrial IT Engineering, CAD/CAM, PDM/PLM, ERP, Business-Software

NIDays 2010 im Swissôtel in Zürich www.codex.ch

A

n den NIDays am 2. März in Zürich nah­men wiederum über 350 Experten aus der Mess- und Automatisierungstechnik teil. «Neues wagen!» stand im Zentrum des vielseitigen Programms.

Lehrreiche Keynote «Innovate or die!» orakelte der Gastreferent Prof. Dr. Oliver Gassmann von der Uni St.Gallen und dozierte über die Voraussetzungen für erfolgreiche Innovationen bzw. die Fehler, welche den Unternehmen dabei unterlaufen können. Er verlangte zum Beispiel kompetente, kreative und motivierte Entwickler, denn nur so können Innovationen gelingen.

Interessante Neuheiten Anschliessend präsentierte NI die Neuheiten aus ihrer eigenen Ideenschmiede. Dazu war Mike Santori, NI Business and Technology Fellow, eingeladen. Ausserdem wurde der Best Paper Award vergeben, der dieses Jahr an Dr. Christoph Latkoczy und Bartjan den Hartogh vom ETH-Spin-off Nanolytix GmbH ging. In Ihrem Vortrag «Field-Based Particle Size

Prof. Dr. Oliver Gassmann nennt drei Voraussetzungen für erfolgreiche Innovationen: Expertise, Kreativität und Motivation.

www.abacus.ch

www.siemens.com/plm

Analysis of Water with LabVIEW FPGA» zeigten sie eine Methode zur direkten analytischen Bestimmung von Nanopartikeln in wässrigen Proben. Im Feldversuch erfordert dies eine robuste Gerätesteuerung und eine zeitlich genau abgestimmte und reproduzierbare Datenaufnahme, was mit dem LabVIEW-FPGA-Modul und rekonfigurierbarer I/O-Hardware (RIO) erreicht werden konnte.

Rahmenprogramm Mit den Impulsen aus den Keynotes konnten die Teilnehmer an den Technologie- und Anwendervorträgen sowie dem praxisorientierten Workshopangebot auf die Suche nach neuen Ideen gehen und sich über aktuelle Technologien und Lösungen informieren. Über 60 Besucher nutzten ausserdem die Möglichkeit, sich als «Certified LabVIEW Associate Developer» (CLAD) von NI LabVIEW zertifizieren zu lassen. Die kostenpflichtige Prüfung wurde während der NIDays erstmals gratis an­ geboten. In der begleitenden Ausstellung zeigten 16 Firmen ihre innovativen Produkte und Lösungen. Zum

Abschluss des Tages diskutierte ein hochkarätig besetztes Podium über die Frage «Innovationsmanagment – Reine Chefsache?» und tauschte sich über verschiedene Strategien für gelungenes Innovationsmanagement aus.

www.siemens.com/plm

20 Jahre NI Schweiz Das feierliche Highlight bot National Instruments anlässlich des 20-Jahre-Jubiläums der Schweizer Niederlassung mit einer grossen Geburtstagstorte. (bf)

www.autodesk.de

ni.com/switzerland Weitere Bilder und Videos von den NIDays 2010 sind im Internet: www.megalink.ch/nidays2010

www.noser.ch

www.arp.com

www.skf.ch

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Industrial IT  |  Simulation

Geringere Entwicklungskosten und beschleunigte Innovation dank verbesserter realistischer Simulation

Physikalisch präzise Dassault Systemes bringt Abaqus 6.9 Extended Functionality (6.9-EF) auf den Markt. Abaqus ist die technologisch führende Lösung der DS-Marke Simulia für die Unified Finite-ElementeAnalyse (FEA).

D

esigner, Ingenieure und Forscher aus unterschiedlichen Branchen verwenden Abaqus, um das Verhalten von Produkten, Materialien und Herstellungsprozessen vorauszuberechnen. Abaqus 6.9-EF bietet Neuerungen in der Modellierung, Mechanik und Performance. Die Verbesserungen ermöglichen es, Simulationssoftware zu vereinheitlichen, gleichzeitig Kosten zu senken und die Effizienz der Produktentwicklungsprozesse zu steigern. «Um den Anforderungen an die Produktleistung innerhalb immer kürzerer Produktentwicklungszeiten nachzukommen, ist es erforderlich, dass wir so schnell wie möglich physikalisch präzise Entwurfssimulationen durchführen», sagt Kirk Siefker, Senior Analytical Engineer, Engine Components, Schaeffler Group USA. «Mit den verbes-

28.1.2010

12:15 Uhr

serten Möglichkeiten der impliziten Dynamik in Abaqus 6.9 EF sind wir in der Lage, die reale Leistung der Entwürfe unserer Maschinenkomponenten und Anlagen 30 Prozent schneller zu simulieren, während wir die Gesamtleistung unseres Produkts verbessern.»

Ausgewählte Neuerungen • Neuer iterativer Gleichungslöser • Verbesserter Kontaktalgorithmus bei impliziter Dynamik zur Stabilisierung von Kontaktanalysen • Konturintegralberechnungen bei XFEM-Analysen • «Mesh mapping» bei Co-Simulationen von Abaqus/Standard und Abaqus/Explicit • Mitgeführte eulerische Netze bei gekoppelten eulerisch-lagrangschen Berechnungen • Erweiterte Importmöglichkeiten

Infos Dassault Systemes D-70563 Stuttgart +49 711-49074 0 DACH.Info@3ds.com www.3ds.com/de

Seite 1

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mit Abaqus/CAE • Verbesserte Möglichkeiten zur Geometriereparatur • Erweiterte Optionen zur Visualisierung von Schalendicken.  (bf)

ABACUS PPS-Software Effiziente Planung und Steuerung der Produktivität > Ressourcenverwaltung mit verlängerter Werkbank > Stammarbeitspläne mit Varianten > Auftragsbezogene Beschaffung > Plan-Manager mit grafischem Leitstand > Reihenfolgeplanung für Engpassressourcen > Vor-/Nachkalkulation > Serienummern/Chargenverwaltung > Definierbare Produktionsauftragsprozesse

www.abacus.ch

Seit 25 Jahren auf Erfolg programmiert

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Das Werkzeug-Mess- und Einstellsystem (WME) von Dreistern wurde mit Inventor, Productstream Professional und Eplan Electric P8 konstruiert und entwickelt.

Durchgängig in 3D konstruiert – vom Angebot bis zur Montage

Scharfes Profil

Eine durchgängige Konstruktion hat Dreistern GmbH & Co. KG in Schopfheim realisiert. Der Spezialist für Profiliermaschinen setzt in der mechanischen Konstruktion AutoCAD Inventor und Productstream Professional ein und wurde von Eplan bei der Strukturierung der Konstruktionselemente beraten. Zu den Ergebnissen gehören nicht nur eine beschleunigte Konstruktion und höhere Datentransparenz, sondern man kann dank der zahlreichen Simulations-Tools von Inventor schon in der Angebotsphase detaillierter planen.

D

reistern ist seit sechzig Jahren verbunden mit hochwertigen Werkzeugmaschinen für die Blechbearbeitung. Die Profilieranlagen verarbeiten Coils oder Platinen zu Profilen, wie sie in Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Das Anwendungsspektrum reicht vom Automobilbau über die Bauindustrie, Haushaltstechnik bis zur Medizintechnik und zum Sonnenschutz. Meist werden Profile aus 0,1 bis 6 mm dickem Stahl hergestellt, aber auch aus Aluminium oder anderen Metallen z. B. zur Herstellung von Mehrschicht-Verbundrohren. Die Maschinen bestehen aus einer Umform- und einer Trenneinrichtung und sind, basierend auf einem Baukastensystem, individuell zusammengesetzt.

Rollformwerkzeuge messen und einstellen Ganz neu im Portfolio von Dreistern ist eine Messeinrichtung, mit der man die Rollformwerkzeuge vermessen und einstellen kann. Der Vorteil des neuen Werk-

zeugmess- und -einstellsystems (WME) ist, dass Anwender die bei einem Produktwechsel erforderlichen Mess- und Einstellvorgänge nun ausserhalb der Produktionsmaschine erledigen können, sodass deren Nutzungszeiten nicht beeinträchtigt werden. Dabei werden die Profiliergerüste so eingestellt, wie sie nach der letzten Produktion abgespeichert wurden. Die Folge: Man kann auf lange Einfahrzeiten beim Umrüsten verzichten und die Produktivität der Anlage um bis zu 20 Prozent steigern.

AutoCAD Inventor und Productstream Pro Mit der Neuentwicklung der WME hielt auch eine neue Konstruktionsmethode mit AutoCAD Inventor, dem PDM-System Productstream Professional und Eplan Electric P8 bei Dreistern Einzug. Wolfgang Ganter: «Wir brauchten ein ausgereiftes Produktdatenmanagement, das deutlich mehr leisten muss als eine reine Datenbank.» Nachdem die Dreistern-

Konstrukteure ein Pflichtenheft für das Produktdatenmanagement geschrieben hatten, wurde Productstream Professional von Eplan entsprechend diesen Anforderungen angepasst. Zu den Anpassungen gehörte auch die Anbindung an das ERP-System SIVAS, das Dreistern einsetzt.

Konstruktion in modularen Baugruppen Ein wesentliches Motiv für den Einsatz eines leistungsfähigen PDM-Systems war das Ziel, die Konstruktion stärker zu standardisieren. Für dieses Ziel hat sich Jürgen Oswald, Konstrukteur in der mechanischen Konstruktion, stark engagiert und die Module entsprechend strukturiert: «Wir möchten mit möglichst geringem konstruktivem Aufwand Teile nutzen, die Kollegen bereits konstruiert haben.» Nun kann der Konstrukteur aus dem PDM-System heraus anhand von Artikelnummern nach Gleichteilen in vorhandenen Konstruktionen suchen. Nicht zuletzt aus diesem Grund

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Industrial IT  |  Engineering-Tools

Mit der neuen Durchgängigkeit in der Konstruktion sieht sich Dreistern für die Anforderungen der anspruchsvollen Um­formtechnik gut gerüstet. Im Bild: Wolfgang Ganter, Techn. Leiter (l.), und Jürgen ­Oswald, Mechanik-­ Konstrukteur und CAD-­Administrator beim Prüfen von Anlagenteilen.

wird der Bestand von insgesamt 140 000 Zeichnungen nach und nach in die Dreidimensionale, d.h. in den AutoCAD Inventor übertragen. Wolfgang Ganter: «Diese hohe Anzahl erklärt sich auch aus der hohen Qualität unserer Anlagen, die eine sehr hohe Lebensdauer erreichen und für die die Kunden immer wieder neue Werkzeuge benötigen.»

Mit Autodesk Inventor konstruiert: Das Werkzeug­messund -einstellsystem (WME) von Dreistern, das die Einfahrtzeiten beim Umrüsten der Maschine verringert und die Produktivität der Anlage um bis zu 20 Prozent steigert.

Inventor- und ­PDM-Arbeitsplätze

sind in der Konstruktion und Entwicklung, die anderen befinden sich in den Abteilungen Arbeitsvorbereitung und Projektierung. Darüber hinaus gibt es weitere Arbeitsplätze mit einer «Productstream Office»-Lizenz, die z. B. der Materialwirtschaft, der Fertigung und der Montage dreidimensionale Modelle der Anlagen bzw. der Anlagenkomponenten zur Verfügung stellt. Diese Screenshot-, Viewingund Plot-Funktionen werden ebenfalls häufig genutzt – somit hat Dreistern mit der neuen Konstruktions-Software unternehmensweite Transparenz geschaffen.

Dreistern setzt 29 Inventor- und Productstream-Professional-Lizenzen ein. Rund 20 Arbeitsplätze

3D-Darstellungen: wichtig beim Angebot Ganz wichtig ist die Nutzung der 3DAnsichten im Angebotswesen. Hier sind die Simulations-Tools, die AutoCAD Inventor als Zusatzfunktionen bietet, bzw. die mit ­AutoCAD korrespondieren, hilfreich: Die Konstrukteure können an ihrer Workstation den Umformprozess theoretisch vorwegnehmen und mit diesen Tools neue Konzepte erstellen. Das ist umso wichtiger, als auf den Maschinen von Dreistern immer häufiger hochfeste Stähle und «exotische» Werkstoffkombinationen und Profilformen hergestellt werden.

Die Anlage, wie sie mit Inventor, Productstream Professional und Eplan Electric P8 konstruiert und entwickelt wurde.

Darüber hinaus sind diese Simulations-Tools auch wichtig, weil gerade die anspruchsvollen Kunden wie z. B. aus der Automo­ bilindustrie heute umfassende Simulationen über das Bauteil erwarten, das u.a. Aufschluss über die Spannungsverteilung im Bauteil gibt und das die Kunden für die eigene Crash-Analyse verwenden können.

Automatisierter ­Workflow Dreistern hat bei der Implementierung der 3D-Konstruktion auch eine Anbindung an die spanende

50 Jahre Präzision aus dem Feuer Treffen Sie uns auf der Hannover Messe in Halle 3 Stand B45

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FEINGUSS BLANK Industriestr. 18 D-88499 Riedlingen Tel.:+49 7371/182-0 info@feinguss-blank.de www.feinguss-blank.de

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Engineering-Tools  |  Industrial

Mit den Werkzeugmaschinen werden Profile mittels Umformwerkzeug (im Bild) und Trenn­ einrichtung auf das passende Mass gebracht.

Beispielhafte Profilquerschnitte, die mit ­Profilieranlagen von Dreistern hergestellt werden.

Fertigung geschaffen. Dieses «Computer Aided Manufacturing» wurde bei den Fräsarbeiten realisiert: Hier ist der mannlose Workflow von der Konstruktion zur Fertigung durchgängig. Jürgen Oswald: «In naher Zukunft werden wir auch andere Produktionsbereiche in das CAM-Netzwerk einbinden.» Mit dem AutoCAD Inventor und Productstream Professional wurde der Produktentwicklungsprozess vereinheitlicht und beschleunigt: Vor der Einführung der 3D-Konstruktion setzte die Arbeitsvorbereitung eine eigene CAD-Software

ein, nun kann sie auf der gleichen Plattform arbeiten wie die Konstruktion.

Durchgängiges Konstruktionssystem Durchgängigkeit ist auch die Devise für die verschiedenen Disziplinen der Konstruktion. In der Elektrokonstruktion hat Dreistern kürzlich Eplan Electric P8 eingeführt und dabei auch mit Eplan Fluid ein zweites CAD-Tool implementiert, das auf derselben Datenplattform arbeitet wie P8. Wolfgang Ganter: «Wir setzen Eplan Fluid unter anderem bei der Erstel-

IT

Mit dem PDM-System Productstream Professional wurde der Produktentwicklungsprozess vereinheitlicht und ­beschleunigt.

lung von Hydraulikplänen für die Montage ein und schliessen damit die Lücke zwischen MCAD und ECAD. Auch die Stromlaufpläne für die Pneumatik werden mit P8 erstellt. Somit haben wir nun ein durchgängiges Konstruktionssystem verwirklicht, das die Arbeit wesentlich erleichtert.»  (bf)

Messehinweis: Eplan Software & Service auf der Hannover Messe, Halle 17, D40.

Infos Eplan Software & Service AG 8105 Regensdorf 044 870 99 00 info@Eplan.ch www.Eplan.ch

300 Mannjahre für überarbeitete ERP-Lösung Abacus VI (Version Internet) ist eine vollständig neu in Internetarchitektur entwickelte ERP-Software. Sie baut auf die über viele Jahre gewachsenen Funktionalitäten und ist zu den vorherigen Abacus-Versionen kompatibel. Sie zeichnet sich zudem aus durch ihre Skalierbarkeit, ein rollenbasiertes Benutzerkonzept und ihre Mehrsprachigkeit. Ein weiteres Highlight ist die in­ tegrierte Messaging-Funktion für die Kommunikation zwischen Pro­ grammanwendern, um direkt Nachrichten inklusive angehängte Doku-

mente auszutauschen oder Aufgaben zu erteilen. Abacus VI lässt eine hohe Individualisierung dank Customizing-Funktionen wie Maskendesign, Scrip­ ting, Erweiterungen von Datenbanktabellen zu und bietet eine vollständige PDF-Unterstützung bei allen Auswertungen und Formularen. Der elektronische Datenaustausch und das Scanning von Originalbelegen mit anschliessender automatischer Archivierung gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum von Abacus VI.

Als sogenannte Rich-Internet Application verhält sich die neue ERP-Software auf jedem Rechner auch bei der Nutzung über das Internet so, als ob sie in einem Firmennetzwerk oder lokal genutzt würde. Als Serverbetriebssystem unterstützt sie die Betriebssysteme Windows, Apple OS X oder Linux und ist mit den Datenbanken Pervasive, SQL, MS SQL oder DB2 lauffähig. Moderne Technologien und die Möglichkeit der ortsunabhängigen Nutzung der Software über das Internet bieten insbeson-

dere Unternehmen mit verteilten Strukturen oder hoher Mobilität der Mitarbeiter einen markanten kommerziellen Nutzen.

ABACUS Research AG 9301 Wittenbach-St.Gallen 071 292 25 25 info@abacus.ch www.abacus.ch

04-10  technica  75


Industrial IT  |  CAD

TGM Kanis entscheidet sich für HiCAD der ISD-Gruppe

Überzeugende Kundennähe Obwohl TGM Kanis schon lange mit 3D-CAD arbeitet, konnte bisher kein System die Anforderungen erwartungsgemäss ­erfüllen. Daher beschäftigte man sich 2009 mit einem Wechsel des CAD-Systems. Aus dem Kontakt mit verschiedenen An­bietern kristallisierte sich der mit der ISD-Gruppe schnell als der vielversprechendste heraus.

M

it der TGM Kanis Turbinen GmbH hat sich ein renommiertes Anlagenbauunternehmen für den Umstieg zum CADSystem HiCAD entschieden. Das Nürnberger Unternehmen, welches sich ursprünglich aus Mitarbeitern der früheren AEG Kanis, ABB Turbinen Nürnberg und Alstom Power Turbinen gegründet hat und heute zu 50% zur TGM Turbinas Ltda. gehört, hat sich auf die Herstellung von Dampfturbinen sowohl in Überdruckals auch in Gleichdruckbauweise spezialisiert. Das Leistungsprogramm umfasst das komplette Spektrum von der Auslegung der Dampfturbinen, dem Hauptentwurf und der anordnungstechnischen Umsetzung über die Rohrleitungsplanung mit Erstellung der Isometrien bis zur Lieferung, Montage und Inbetriebnahme. Komplexe Projekte also, die die eingesetzte Software in jeder Hinsicht fordern: Nicht nur eine leistungsstarke 3D-Modellierung, auch umfassende Spezialfunktionen für den Anlagenbau sind die Mindestanforderungen an das System.

Produkt und Service ­überzeugen Dr. Weidele, der Leiter des Engineerings, berichtet von dem Auswahlprozess: «Uns war neben der rein funktionalen Betrachtung der Systeme insbesondere der unmittelbare Kontakt zum Hersteller äusserst wichtig. Die ISD-Gruppe als Anbieter mit Hauptsitz in Dortmund und Niederlassung in Nürnberg – also direkt vor unserer Tür – hat uns mit ihrer Philosophie der Kundennähe absolut überzeugt. Hier sind wir mit unseren Wünschen und Anforderungen auf ­offene Ohren gestossen.»

76  technica  04-10

Branchenfunktionen Aber auch hinsichtlich der Funktionalität erfüllte HiCAD die Erwartungen. Denn in der Anlagenbau-Suite stehen umfassende Funktionen für die Aufstellungs- und Rohrleitungsplanung, die Rohrleitungsisometrie und die R&I-Schemata zur Verfügung. Dabei unterstützen zahlreiche Automatismen den Konstrukteur, beispielsweise bei der Belegung von Leitlinien, beim Auftrennen von Rohren oder bei der Nennweitenänderung

bereits bestückter Rohrleitungen. Die Stücklisten lassen sich auf Knopfdruck erzeugen und die Rohrisometrie wird automatisch abgeleitet. Somit setzte sich HiCAD im Auswahlver­ fahren auch technologisch durch. Daher stellt Dr. Weidele zufrieden fest: «Wir sind begeistert von dem bis­herigen Projektverlauf und freuen uns auf eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der ISD.» (bf)

Infos ISD Software und Systeme AG Schweiz 4500 Solothurn 032 624 13 40 info@isdgroup.ch www.isdgroup.ch


CAD |

Industrial IT

Wie Fabrikdaten dazu beitragen, die Produktivität zu steigern und Gewinne zu erzielen

Profitabel überleben mit Performance Management Um sicherzustellen, dass Prozesse korrekt ablaufen und Anlagen wirksam genutzt werden, müssen Unternehmen betriebliche Schlüsselkennzahlen (Key Performance Indicators, KPIs) auf sämtlichen betrieblichen Ebenen sichtbar machen. Das Einholen, Organisieren und Analysieren von Fabrikdaten, die man zur Ermittlung verbesserungsfähiger Bereiche unbedingt benötigt, gestaltet sich jedoch oft problematisch.

E

in richtiges Performance Management benötigt Hilfsmittel, um den Prozess der Informationserfassung so einfach wie möglich zu gestalten. Solche Tools verbinden Visualisierungs-, Analyseund Reporting-Tools mit technischer Expertise und erleichtern den Unternehmen auch den Umstieg von einer reparaturorientierten Strategie zu einem auf Zuverlässigkeit fokussierten Asset Management (z.B. zur Senkung von Wartungskosten). Gleichzeitig bereiten Performance-Management-Lösungen Produktionsdaten zu aussagefähigen Informationen auf und treiben damit die kontinuierlichen Verbesserungsprozesse voran.

Präzise Einblicke Aussagekräftig im Rahmen des Performance Managements ist beispielsweise die Kennzahl «Gesamtanlageneffektivität», die im Englischen als Overall Equipment Effectiveness (OEE) bezeichnet wird. In die OEE gehen die verbreitetsten und kostspieligsten Ursachen für Produktivitätseinbussen in der Fertigung aufgrund von Verfügbarkeit, Leistung und Qualität ein. Die OEE liefert damit ein Gesamtbild aller anormalen

Aktivitäten und Probleme und sie ermöglicht dem Personal, einen nach Prioritäten geordneten Rahmenplan zu erarbeiten, um Ineffizienzen zu reduzieren und Verbesserungen voranzutreiben. Ein Beweggrund für den Einsatz automatisierter OEE-Technologie ist die Aussicht, die Leistungsfähigkeit verschiedener Fabriken und der eingesetzten Anlagen quantifizieren und vergleichen zu können. Am effektivsten sind OEE-Systeme, auch die Korrelation von Stillständen mit der Tageszeit, dem jeweiligen Maschinenbediener oder einer bestimmten Rüstprozedur für die Anlage berücksichtigen, anstatt sich nur auf das Messen der reinen Stillstandsdauer zu beschränken. Damit stehen belastbare Informationen zur Verfü-

gung, die wiederum gezielte, vorbeugende Korrekturmassnahmen ermöglichen. Ein schlichter Alarm würde dagegen lediglich den Stillstand einer Maschine melden. Anders ausgedrückt beantwortet die Software auch die Frage nach dem «Warum», anstatt nur mitzuteilen, was wann und wie oft passiert ist. Allerdings ist die Tatsache, dass man dem Werkspersonal OEE-Daten gibt, keine Garantie dafür, dass sich die Stillstandszeiten verringern oder dass die Ausschussquote sinkt. Gute Resultate lassen sich nur erzielen, wenn ein gewissenhaftes Konzept zur laufenden Verbesserung verfolgt wird und man sich dabei auf Kennzahlen wie die OEE stützt.

Auf die Transparenz kommt es an Um Umsätze anzukurbeln und Kosten zu senken, haben Unternehmen erhebliche Mittel in Technologien zur Datenerfassung investiert. In vielen Fällen brauchen Unternehmen deshalb gar kein Plus an Automatisierung, sondern mehr Transparenz und bessere Einblicke in die Fertigungs-

Autor Kai Bergemann, Regional Manager EMEA Central Region Rockwell Software bei Rockwell Automation in Haan-Gruiten

Die Gesamtanlageneffektivität (OEE) ist eine wichtige Kennzahl.

04-10 technica 77


Industrial IT  |  CAD

abläufe. Dann können die Bediener schneller und zielgerichteter auf die eingehenden Daten reagieren. Es bringt jedoch eine ganze Reihe Herausforderungen mit sich, Entscheider mit zeitnahen, klaren und mit viel Kontext ausgestatteten Informationen zu versorgen. Zunächst sind die Informationen häufig fragmentiert und befinden sich in verschiedenen, auf das ganze Unternehmen verteilten Systemen. Ausserdem liefern die unterschiedlichen, meist proprietären Benutzeroberflächen zudem nur jeweils einen Teil des Gesamtbildes. Das Interpretieren der Daten wird dadurch extrem schwierig. Hier kommen Dashboards ins Spiel, die die eingangs erwähnten KPIs einfach und grafisch aufbereitet im gesamten Unternehmen präsentieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Performance-Steigerung leisten. Solche Dashboards bilden gleichsam ein Fenster zum Prozess, indem sie Performance-Kenndaten mit einer situationsbezogenen Darstellung von Produktionsinformationen für jede Maschine, Fertigungslinie oder Fabrik bzw. für das gesamte Unternehmen ausgeben. Diese Messungen können sich auf viele verschiedene Facetten der Fertigungsabläufe konzentrieren und auch die Frage einbeziehen, wie effektiv das Unternehmen die Produktion, die Anlagennutzung, die Rohstoffverwendung, Fabrikationsabfälle, den Output und die OEE handhabt. Die rollenbasierte Reporting-Engine ist in die bestehenden Steuersysteme und Geschäfts-Applikationen eingebunden. Sie macht die Daten in diesen Systemen sichtbar und umsetzbar, indem sie über

PCs mit Internet-Browser ein kohärentes Bild des Produktionsbetriebs liefert. Dashboards fungieren als Grundlage für eine ganze Palette von Produktionsanalysen. Dazu gehören Echtzeit-Informationstableaus für die Führungsetage, automatisierte Produktions-Reports, KPI-Überwachung und -Alarme, Stillstandsanalysen und -reports sowie Prozessverifikation und -optimierung. Die Fähigkeit zur grafischen Darstellung von Daten fördert schnelle Reaktionen, da die Nutzer leichter erkennen können, wie sie auf die Daten reagieren sollen.

Wettbewerbsvorteile erzielen Einige Unternehmen richten Dashboards und Portal-Technologien ein, um die Interaktion mit ihren Zulieferern und Kunden zu verbessern. Zum Eingeben und Verfolgen sämtlicher Aufträge bauen sie ein KundenPortal im Internet auf, das Informationen direkt mit der Fabrik austauscht. Die Vorteile der Integration erstrecken sich bis in den Kundendienst hinein, denn der Fertigungsbereich kann mit den CRM-Systemen

verknüpft werden, auf die die Vertriebsmitarbeiter und Zulieferer zugreifen. Ein in Echtzeit stattfindender, für Hersteller und Zulieferer nützlicher Wissensaustausch resultiert in mehr Umsatz, während der Kunde von mehr Auswahlmöglichkeiten profitiert. Positiv wirkt sich zudem aus, dass die Hersteller besser auf Nachfrageschwankungen reagieren können. Ausgefeilte Performance-ManagementTechnologien bringen einen Nutzen durch ihre Fähigkeit, Performance-Daten aus der Produktion zu bündeln, zu visualisieren und mit historischen Daten zu vergleichen. Wer sich das zunutze macht, wird in der Lage sein, kontinuierliche Performance-Steigerungen zu erzielen und sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern.  (bf)

Infos Rockwell Automation AG 5000 Aarau 062 889 77 77 www.rockwellautomation.de

Behälter ISO9001:2000 EN ISO 3834-2 DGRL 97/23/EG-H1

www.meilibex.ch Reaktionsbehälter Hochdruckapparate Lagerbehälter Wasserstrahlschneiden Wärmeaustauscher Plasmaschneiden Schaufeltrockner Lohnarbeiten Schweissen-Beizen Drucknutschen

Construction d’appareils industriels A. MEILI SA En Vannel CP 276 Tél. +41(0)24 463 02 22

78  technica  04-10

CH-1880 BEX Fax +41(0)24 463 02 33


ERP  |  Industrial

IT

Auch Grossteilkunden schätzen Termintreue

Grosse Plantafel plant grosse Teile Die Kunden des Zulieferunternehmens Bruhin & Diethelm AG bestellen zwar Werkstücke mit aussergewöhnlichen Dimensionen und haben oft auch ausserordentliche Präzisionsanfor­ derungen. Bei den übrigen Ansprüchen sind sie jedoch ganz «normal»: Sie erwarten eine offertgemässe und vor allem termingerechte Lieferung. Bei Bearbeitungszeiten von manchmal gegen 70 Stunden setzt dies eine minutiöse Produktionsplanung für die rund zwei Dutzend Werkzeugmaschinen voraus. Peter Diethelm, Produktionsplaner und stellvertretender Geschäftsleiter, verlässt sich dafür voll auf das ERP-System Mechanik 3000.

W

ie es der Produktnahme nahe legt, ist Mechanik 3000 tatsächlich ein ERP-System, das von Integral Concept im luzernischen Eschenbach ganz spezifisch auf die Bedürfnisse,

gungsbetriebe bezüglich Planung, Zeiterfassung, Qualitätssicherung, Buchhaltung, Administration und Kommunikation schnittstellenfrei und mit einheitlichem Bedienkonzept abdeckt.

selben Abläufe hat, die Wey kennt und versteht, kann das ERP-System auch optimal auf die Bedürfnisse dieser Branche ausgerichtet werden. Dies hilft zudem, das System trotz seiner umfassenden Funktionalität schlank und überschaubar zu halten. Für den Kunden funktioniert Mechanik 3000 deshalb als Standardsoftware, d.h. jeder Kunde hat die selbe Software-Version. Dies macht Updates einfach und schnell applizierbar. Für tiefgreifende Updates reichen in der Regel ein bis zwei Stunden, kleinere Erweiterungen können jedoch meist über Live-Patches im laufenden Betrieb eingebaut werden.

Von der Lohnbuchhaltung zum ERP

Peter Diethelm schätzt die Übersichtlichkeit der Grossbildschirm-Plantafel.

Eigenheiten und Begriffe der metallverarbeitenden Betriebe ausgerichtet wurde. Es handelt sich um ein vollständiges, integriertes System, das mit den zahlreichen Modulen rund um die Fertigungsplanung praktisch sämtliche Bedürfnisse der Ferti-

Autor Martin Gysi, Chefredaktor Technica

Die Fokussierung auf die Metallbearbeitung und damit die «Homogenität» der Zielbranche hat auch für die Kunden Vorteile: Burkhard Wey, der Systemententwickler und «Mechanik 3000»-Spezialist bei Integral Concept, spricht und versteht als Brancheninsider die Sprache seiner Kunden, was die Beratung, Schulung und zielgerichtete Weiterentwicklung des Systems erleichtert. Weil jeder Metallbearbeitungsbetrieb in etwas die

Wie kam Bruhin & Diethelm zu Mechanik 3000? Auf eher ungewohntem Weg, wie Peter Diethelm schmunzelnd erzählt. Als er vor 14 Jahren in den Betrieb kam, lief die damalige Version bereits auf einem PC seines Vaters. Genutzt wurde jedoch bloss das Lohnbuchhaltungsmodul, da man im Viermannbetrieb noch gut ohne ERP-System auskam. Mit dem schnellen Wachstum der Firma stieg auch der Planungsbedarf. Die Firma beschäftigt heute 52 Mitarbeiter, davon 12 Lehrlinge. Die Fertigung der oft komplexen Werkstücke mit Dimensionen bis 3,8 × 10 m, die typischerweise über vier, fünf Kostenstellen laufen, zum Teil auch extern, erforderte bald einmal einen Planungsbedarf der ohne Softwareunterstützung problematisch wurde. Peter Diethelm erkannte bald, dass er die Lösung bereits im Haus hatte. Mechanic 3000 macht es einfach, eingehende Aufträge zu erfassen, die entsprechenden Operationspläne zu erstellen und die Fertigungsaufträge mit ihren Kostenstellen unter Berück-

04-10  technica  79


Industrial IT  |  ERP

IGE N W I IFCOHRTM ATIO IAN EN DIE

HIN RE MASC ÜR DIE ACEN IH MD F N WURER E M R L E N? O NEUEN N ICHERHEIT ERFÜL S E L A N FUNK TIO

LEITFADEN ZUR EN ISO 13849-1 Sind Sie Konstrukteur oder Hersteller von Maschinen und haben Sie bisher die Norm EN 954-1 zum Nachweis der Konformität verwendet? In diesem Fall müssen Sie Ihre sicherheitsgerichteten Steuerungssysteme nun nach neuen Normen für die funktionale Sicherheit – z. B. EN ISO 13849-1, EN 62061 – oder direkt nach der Maschinenrichtlinie erneut zertifizieren. Rockwell Automation bietet Ihnen Tools und unterstützende Dienstleistungen, um Sie bei dieser Umstellung zu begleiten. www.disco�errockwellautomation.com/ go/machine_conformity • Leitlinien • SISTEMA – Softwaretool zur Performance-Level-Berechnung • Zuverlässigkeitsdaten zu Produkten • Neue Produkte • Seminare • Schulungen

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80  technica  04-10

Blick in die Grossteilebearbeitung bei der Bruhin & Diethelm AG.

sichtigung der Endtermine einzuplanen. Da die Zeiterfassung (Präsenzzeiten und Operationszeiten) ebenfalls ein Modul des Systems bilden, können die Fertigungszeiten direkt zur Nachkalkulation herangezogen werden. Zudem erlaubt es das permanent aktuelle System, die Kunden über den Fertigungsfortschritt ihrer Aufträge stets auf dem Laufenden zu halten.

Praktische Feinplanungstafel für Grossbildschirme Der dank modulübergreifend einheitlicher Benutzeroberfläche ohnehin schon hohe Bedienkomfort von Mechanik 3000 wurde nun durch eine Feinplanungstafel für Grossbildschirme weiter erhöht. Diese Planungstafel erlaubt es nun, dank Übersichtlichkeit und einfacher Möglichkeit zum Umdisponieren von Aufträgen, die vorhandenen Fertigungsmittel, zum Teil wahre Gross-Werkzeugmaschinen, noch effizienter zu verplanen. Kurz: Peter Diethelm schätzt an Mechanik 3000 nicht nur das gute Preis-Leistungs-Verältnis, den geringen Schulungsaufwand und die kompetente Betreuung, sondern er hat auch festgestellt, dass die Termine «heiliger» geworden sind. Mit der besseren Planbarkeit und der guten Übersicht über den Stand der laufenden Aufträge ist auch die Terminsicherheit gestiegen. Bruhin & Diethelm kann sich damit noch stärker

auf seine eigentliche Kernkompetenz konzentrieren: die Präzisionsbearbeitung gros­ser Werkstücke aus Stahl, rostfreiem Stahl, Guss und Aluminium. Die extrem hohen Präzisionsanforderungen, die zum Beispiel von Forschungsinstituten gefordert werden – im Hundertstelbereich auf 5 m Bearbeitungslänge – erfordern dermassen viel Fertigungs-Know-how, dass sich die Polymechaniker nicht auch noch mit Auftragsadministration herumschlagen sollen. (mg)

Infos Bruhin & Diethelm AG 8855 Wangen 055 450 83 50 info@bruhin-diethelm.ch www.bruhin-diethelm.ch INTEGRAL concept 6274 Eschenbach 041 448 42 42 www.mechanik3000.ch mail@integral-concept.ch


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04-10  technica  81


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04-10  technica  83


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86  technica  04-10

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Impressum technica

In dieser Ausgabe

die Fachzeitschrift für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie ISSN 0040-0866 59. Jahrgang 2010 Redaktion «technica», Neumattstr. 1, 5001 Aarau, Tel. 058 200 56 42 Fax 058 200 56 61, ISDN 058 200 56 56 www.technica-online.ch, www.marktspiegel.ch

ABACUS Research AG

Chefredaktor Martin Gysi, Masch. Ing. FH, Tel. 058 200 56 29 martin.gysi@technica-online.ch

Alfred Meili SA Antrimon AG

Barbara Fischer, W.-Ing. FH, Tel. 058 200 56 30 barbara.fischer@technica-online.ch Redaktionelle Mitarbeiter Edgar Grundler, Alois Altenweger SVBF-Teil «Planung und Produktion» Offizielles Organ des Schweizerischen Verbands für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik SVBF Schweiz, 8021 Zürich, www.svbf.ch Redaktor: Alois Altenweger, lic. rer. pol, Tel. 034 402 56 69, a.altenweger@zapp.ch Verlag © AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1 5001 Aarau, Tel. 058 200 56 50 Fax 058 200 56 61, www.az-verlag.ch Ein Tochterunternehmen der AZ Medien Gruppe Verlagsleitung Ratna Irzan Leiter Werbemarkt Jürg Rykart, juerg.rykart@azmedien.ch Leiter Online/Lesermarkt Peter Jauch, peter.jauch@azmedien.ch Mediaberatung Peter Spycher Tel. 058 200 56 33, peter.spycher@azmedien.ch Thomas Kolbeck Tel. 058 200 56 31, thomas.kolbeck@azmedien.ch Verena Müller Tel. 058 200 56 42, verena.mueller@azmedien.ch Verkauf Marktspiegel Christine Gehrig Tel. 056 631 22 20, Fax 056 633 56 23 christine.gehrig@technica-online.ch Layout Thomas Furter (Konzept), Peter Utz Druck Vogt-Schild Druck AG Gutenbergstrasse 1, 4552 Derendingen Erscheinung, Abonnement erscheint monatlich, 12 × jährlich, zusätzlich je eine Sonderpublikation Innovation und Marktspiegel Abonnementspreis: Fr. 95.– inkl. 2,4 % MwSt. Ausland zuzüglich Porti Abo Contact Center Tel. 058 200 55 70, abo@technica-online.ch Auflage 10 500 Ex. WEMF 2009: (1057 verkauft, 7368 gratis) Verlagsrechte Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Unterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Zeitschriften im selben Verlag FIT for LIFE | KOCHEN | natürlich leben | wir eltern | Bâtitech | Chemie Plus | Chemische Rundschau | Elektrotechnik ET | HK-Gebäudetechnik | megalink | SwissPlastics | technica

ISD Software und Systeme AG

76

ABB Schweiz AG

54

Jakob Keller Verschlusstechnik AG

21

ABB Schweiz AG Normelec

39

Josef Binkert AG

21

ALCATEL SEL

41

KUKA Roboter Schweiz AG 7, 49, 57, 58

ALESA AG

15

Kundert AG

Alfred Imhof AG

72, 75

KVT Koenig Verbindungstechnik AG

63

78

Lastech AG

12

45

LNS SA

26

ARP Datacon AG

66

Max Mitschjeta AG

60

Asset Services AG

9

AZ Fachverlage AG

91

Bachofen AG 

24, 68

5

10, 65

Balluff Sensortechnk AG Baumer Electric AG

35 47, 66

Messe Düsseldorf GmbH

7

Minimotor SA

44

MUTRONIC GmbH & Co. KG

78

National Instruments

70

Oerlikon Balzers Coating SA 

61

Baumgartner AG

88

Omron Electronics AG

Beckhoff Automation AG

29

Phoenix Mecano Komponenten AG

Bibus AG

5

Blum-Novotest GmbH Bosch Rexroth Schweiz AG 

43 13, 32

42, 43

Pilz Industrieelektronik GmbH

63

11, 65

Portmann Instruments AG

68

Robotec Solutions AG

49

B&R Industrie-Automation AG 33, 66, 69

Rockwell Automation AG

Bruhin & Diethelm AG

76

Sandvik AG

92

Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG

19

Saropack AG

70

Condecta AG

58

Sawa Pumpentechnik AG

46

COSCOM GmbH

41

Schunk Intec AG

56

CSEM

28, 67

Servotronic AG

Dassault Systemes 

72

SF-Filter AG

Eichenberger Gewinde AG

25

SHL

eins 1 AG

48

SIAMS SA

energie-cluster.ch EPLAN Software & Service AG

6 41, 73

77, 80

62, 67 88 29 30, 31

Siemens Schweiz AG

17, 67, 68, 70

Simatec AG

63

ETM

73

Sirag AG

64

Fanuc CNC Europe S.A.

70

SKF AG

2

FANUC Robotics Europe S.A. 31, 33, 49

Springmann SA/AG

32

FEINGUSS BLANK GmbH

74

STALDERfinish

21

Festo AG

65

Stäubli AG Connectors & Robotics49, 55

FTA Fahrzeugtechnik AG

69

The MathWorks GmbH

65, 67

Giesserei-Zentrum FHNW

20

GRESSEL AG

24

TOX PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG

59

Gutekunst + Co.KG Federnfabriken

20

HAM-Präzision Swiss Andreas Maier AG

22

Wandfluh AG

58

58

WEISS Schweiz GmbH

39

Wenk AG

34

Hans Eberle AG Hermle AG Hochschule für Technik Zürich ID-Systems AG Igus Schweiz GmbH

27, 90 8

Triag Präzisionswerkzeuge Walter Meier AG

36 34, 35

WMF Aktiengesellschaft

22

69

WSW AG Feinblechtechnik

14

44, 68

ZHAW Zürcher Hochschule

6

Ingersoll Werkzeuge GmbH

47

Insys Industriesysteme AG

49, 58

INTEGRAL concept

76

Interpers Consulting GmbH

10

Zwahlen Bruno AG

61

Beilage: Keller AG

04-10  technica  87


TechniKnacknuss

Diese fiese Fläche! Die vier Puzzleteile sind in ihrer Grösse unverändert geblieben. Warum hat aber das zweite Dreieck noch Platz für ein weiteres Teil?

Die Auflösung von Ausgabe 3/2010 Vom «Löwen» zum «Bären» ist es genau 1000 Meter weit. Die vier Gleichungen lauten folgendermassen: (x entspricht der Distanz vom Löwen zum Bären) (1) vB · t = 0,5x +100 (2) vW · t = 0,5x –100 (3) 0,5vB · 8 = 0,5x –100 (4) 0,5vW · 18 = 0,5x +100

Vorschau auf technica 05-2010 Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

Werkzeugmaschinen, Werkzeuge, NC-, CNC-, DNC-Steuerungen, Werkzeug- und Werkstückspannsysteme, Wärmebehandlung und Oberflächentechnik, Präzisions- und Mikrobearbeitung, Décolletage, Fertigungsautomatisierung, Fertigungsmesstechnik, Prüftechnik, QS

Automations- und Antriebstechnik

Steuerungen (SPS, Soft-SPS usw.), Handling, Robotik, Montagetechnik, Vision-Systems, Motoren, Hydraulik, Pneumatik, Antriebssteuerungen, mechanische Antriebselemente, Komponenten und Systeme zur Energieversorgung

Fördertechnik und Logistik

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Technica April 2010  

Schweizer Zeitschrift für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie

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