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02/2009

technica 02/2009

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P4, die intelligente und kommunizierende Orbital-Schweißstromquelle.

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Messevorschau: MediSIAMS, Moutier 10. bis 13. März Medtec, Stuttgart 3. bis 5. März

28.1.2009 15:12:45 Uhr

Fokus:

Die produktionstechnische Sicht der Medizinaltechnik Palettentechnik:

Alles paletti!


THINK PARTS THINK TORNOS

Spitzenleistung für jede Branche

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MEDINZINTECHNIK

ELEKTRONIK

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Kreative Ideen, innovative Produkte, handwerkliche Perfektion und eine einzigartige Prozesskompetenz sind die Stärken, die TORNOS als einen der weltweit führenden Werkzeugmaschinenhersteller auzeichnen. Tornos CNC-Einspindel- und CNC-Mehrspindeldrehautomaten sind die unangefochtenen Champions bei der Bearbeitung von Drehteilen. Ob für Standarddrehteile in kleinen oder großen Serien bis hin zu hochkomplexen Werkstücken – TORNOS hat mit Sicherheit die optimale Fertigungslösung, bestehend aus Maschine, Stangenlademagazin, TB DECO Programmiersoftware, Automatisierung, Spannsystem und Werkzeugen.

Tornos S.A. Rue Industrielle 111 CH-2740 Moutier Tel: +41(0)32 494 44 44 Fax: +41(0)32 494 49 03 contact@tornos.com

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Editorial

Jedem sein Konjunkturprogramm So langsam, aber sicher schwillt einem in diesen wirtschaftlich unruhigen Zeiten der Kamm schon gehörig, denn jeder sogenannte oder selbst ernannte Experte versucht den anderen im Horrorszenario zu übertrumpfen. Das ist wohl ungefähr so hilfreich wie die untauglichen Versuche, durch staatlich verordnete Hilfsprogramme das Vertrauen in die Wirtschaft wieder festigen zu wollen. Warnende Beispiele, wie Subventionen jahrelang verschleudert und die Märkte dadurch keineswegs reguliert, sondern zusätzlich verzerrt wurden, gibt es etwa in der europäischen Geschichte der Montan-Industrien sehr viele. Gebracht hat das alles nichts, manche Branchen gibt es einfach nicht mehr! Machen wir bitte schön nicht denselben Fehler zum x-ten Mal, denn die Selbstheilungskräfte der Märkte sind am Ende viel grösser, als es uns interessierte oder ganz einfach nur unwissende Kreise weismachen wollen.

Edgar Grundler

Propagieren wir also endlich wieder den realistischen Optimismus anstatt des defätistischen Pessimismus und dafür gibt es ja durchaus einige gewichtige Gründe. Zu nennen wäre hier der in kurzer Frist wirtschaftlich sehr stark gewordene Bereich der Medizintechnik, der in der demnächst (vom 10. bis 13. März 2009) in Moutier stattfindenden Medisiams eine verstärkt zu beachtende Business-Plattform hat. Die spanende Produktionstechnik spielt in der modernen Apparate- und Implantatemedizin nun eine weitaus grössere Rolle, als es noch vor Kurzem so mancher Experte wahrhaben wollte. Speziell in der Schweiz und in Teilen Süddeutschlands hat sich in den letzten paar Jahren eine Medizintechnikszene entwickelt, welche für die Hersteller von Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeugen, Werkstückspanntechnik und C-Peripherie einen sehr wichtigen Umsatzträger darstellt.

« Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat. » (Winston Churchill)

Viele der Produzenten und deren Zulieferer stammen aus dem Bereich Metallteilefertigung und haben sich beizeiten in den neuen Markt Medizintechnik hineingearbeitet. Oder anders herum: Diese zumeist KMUs haben sich frühzeitig der unternehmerischen Vorgabe besonnen, dass ein Kunde niemals mehr als 15% des Umsatzes ausmachen sollte! Die Betriebe haben sich von Konjunkturschwankungen unabhängiger gemacht und sich im Gegenzug ihre eigene Konjunktur geschaffen. In der Industriegeschichte der technologisch hochstehenden Schweiz ist das nicht zum ersten Mal der Fall. Was mich doch zuversichtlich stimmt, im Bewusstsein der eigenen Stärke und Innovationskraft auch dieses Konjunkturtal erhobenen Hauptes zu durchschreiten.

Edgar Grundler Redaktion technica

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Inhalt

Ausgabe 02-2009 |

(Teile-)Familienfreundliche Langdrehmaschinen

■ Panorama

Aufgrund der unterschiedlichen «Bauweise» der Menschen werden Medizinaltechnikteile zwar in grossen Stückzahlen, gleichzeitig aber auch in grossen Teilefamilien gebraucht. Für diese Teile ist Langdrehen oft die ideale Bearbeitungstechnologie: Produktives, präzises, stabiles, flexibles Drehen, Bohren und Fräsen komplexer Geometrien in einem Arbeitsgang.

Osec und Credit Suisse als Partner

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Chancen erkennen und nutzen

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■ Export-Forum

Seite 23

■ Swissmem Kluger und weitsichtiger Entscheid

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Swissmem lehnt Verschärfung des Güterkontrollgesetzes ab

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■ Märkte und Unternehmen Geschäftsfelder ausgeweitet

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■ Im Fokus: Medizinaltechnik HSM-Fräsen ohne Umspannen Medisiams in neuem Rahmen Spritzgiessen für die Medizinaltechnik «Innovationskraft und Kreativität sind wichtig» (Teile-)Familienfreundliche Langdrehmaschinen Computergestützte Chirurgie

Produktion und Logistik in Harmonie Das finnische Unternehmen Fastems sieht sich weltweit als Marktführer in der Produktionsautomatisierung. Ziel ist die aktive Nutzung von bis zu 8760 Produktionsstunden pro Jahr bzw. die zerspanende Bearbeitung rund um die Uhr.

16 18 20 22 23 28

■ Fertigung + Produktion

Seite 36

Drehen und Fräsen ohne Kompromisse Mit Wiperschneiden zu hohen Qualitäten

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■ Automationsund Antriebstechnik

Transportieren mit dem Tausendfüssler-Prinzip In Zeiten stetig steigender Qualitätsanforderungen gewinnt das Thema «oberflächenschonender Transport von empfindlichen Bauteilen» immer stärker an Bedeutung. Mittels Fasertechnologie lassen sich flexible und wirtschaftliche Transportlösungen realisieren.

Seite 54

Minergie lässt niemanden kalt Produktion und Logistik in Harmonie Aus robusten Polymeren Vom Förderer bis zur Zuführstation

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■ Fördertechnik und Logistik Optimale Raumplanung

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Kompetenz in der Lagertechnik Alles paletti! Transportieren mit dem Tausendfüssler-Prinzip

48 50 54

■ Planung+Produktion

Fügen-Trennen-Formen Eine runde Sache Orbitalschweisstechnik: Garant für perfekte Rohrverbindungen

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Löten statt Schweissen Fügetechnik in der Automobilindustrie folgt neuem Trend

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AHV-Prognosen

61

Im Spektrum: Einfach Benzin sparen Start-up: Im Rollstuhl auf die Autobahn Dossier Betrieb: Hinz und Kunz Mix (mit Begrüssungsangebot)

62 64 65 66

■ ■ ■ ■

Produkte Lieferantenverzeichnis Impressum TechniKnacknuss

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Panorama

InnoPrix SoBa 2008: Fahrräder machten das Rennen Freude herrschte am 18. November 2008 im plüschverkleideten Oltner Stadttheater bei den Vertretern der Baloise Bank SoBa, durften sie doch ein weiteres Mal einen exzellenten Industriebetrieb aus der Region auszeichnen: Die Firma Futec AG aus Selzach erhielt den InnoPrix SoBa über 25 000 Franken.

Fahrrad mit installierter Mustermessung im Bereich Gabel. Belastung, Deformation und Beschleunigung werden während des Fahrbetriebs mit Sensoren erkannt und mit synchronisierter Topographie (GPS/Kamera) aufgezeichnet.

Reto Gasser, Engineering Futec (links), Marc Wehrli, CEO Futec (Mitte), Dr. Jürg Liechti, Stiftungsratspräsident der «Stiftung der Baloise Bank SoBa zur Förderung der solothurnischen Wirtschaft».

Die «Stiftung der Baloise Bank SoBa zur Förderung der solothurnischen Wirtschaft» engagiert sich mit dem InnoPrix SoBa für innovative Produkt- und Dienstleistungsideen im Kanton Solothurn. Der Preis wird jährlich verliehen und ging am 18. November 2008 an die Firma Futec AG aus Selzach für ihr Projekt «Ermittlung von RealKollektivlasten an Fahrrädern im realen Fahrbetrieb». Das Verfahren erlaubt es der Futec AG, im echten Fahrbetrieb die Belastungen zu messen, denen ein Fahrrad ausgesetzt ist. Die gewonnenen Daten gestatten es dem Unternehmen, neue Fahrradrahmen und Komponenten

zu entwickeln, deren Herstellung mittels neuer Fertigungsverfahren effizienter und kostenoptimal möglich ist. Die Futec AG aus Selzach bietet diverse Dienstleistungen für Firmen aus dem Leichtbau, der Maschinenbauindustrie, Medizinaltechnik, Luftfahrt und auch für Private an. Zu diesen Dienstleistungen zählen Entwicklungsengagement, Prototypenbau, Prozessentwicklung, Rapidprototyping sowie Herstellung von hochwertigen Bauteilen, die in einer exklusiven Produktionsstätte hergestellt werden. Verschiedene Werkstoffe für Hightech-Anwendungen (wie zum Beispiel Faserverbund-Composi-

CNC- Fertigung

te, Leichtmetalle und hochlegierte Stähle) werden mittels spezieller Verfahrenstechnologien wie Schweissen, Fügen/Kleben und Laminieren verarbeitet. In enger Zusammenarbeit mit kompetenten Geschäftspartnern ist Futec in der Lage, komplette Baugruppen und Systeme sowie Serien herzustellen. Die Firma engagiert sich seit 15 Jahren mit grossem Erfolg in der Entwicklung von Hightech-Velos, welche extrem leicht ausgelegt sind und im Einsatz höchsten Belastungen standhalten. Zu Beginn der Preisverleihung begrüsste Alois Müller, CEO der Baloise Bank SoBa, die über 400 Gäste. Anschliessend hielt Dr. Urs Rickenbacher, CEO der Lantal Textiles, ein fulminantes Gastreferat zum Thema «Innovation – Motor für Wachstum und

Top-Aktuell: 7-Achsen-Fräs-Zentrum für die Komplettbearbeitung.

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Auftragsfertigung von komplexen Einzelteilen und Serien auf modernsten Bearbeitungszentren.

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Erfolg am Beispiel der Lantal Textiles», es war ein feuriges Bekenntnis zur Produktion in der Schweiz. Im Anschluss an die Preisverleihung würdigte Heinz Frei, der erfolgreichste Schweizer Behindertenradsportler aller Zeiten, in seiner Laudatio die Leistung der Firma Futec AG. Durch das konsequente Entwicklungsengagement ist das Unternehmen heute in der obersten Liga der Rahmenbauer und erzielt mit Profi- und Teamrädern eindrückliche Erfolge, wie die Siege im Zeitfahren an der Olympiade in Athen und an der Tour de France 2006 beweisen.

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Kaderkarussell

Auf der «technologischen Spielwiese» SolidWorks Labs stehen für interessierte 3D-CAD-Anwender ab sofort vier neue experimentelle Applikationen kostenlos zum Download bereit. Sie geben Einblick, wie 3D-CAD-Software in der nahen Zukunft aussehen wird. Ausserdem wurde die Website von SolidWorks Labs vollständig überarbeitet.

Anwender können jetzt nicht nur leichter durch die Website navigieren, sondern auch produktbezogene Kommentare und Bewertungen abgeben und kurze Videos zu Produkten anzeigen. Weitere Infos zu SolidWorks Labs sind unter http://labs.solidworks.com/ herunterladbar.

Solidworks Deutschland GmbH D-85540 Haar www.solidworks.de

Master of Science in Life Sciences FHNW «Die Hochschulen müssen sich profilieren, denn der Markt in der Schweiz ist gesättigt», stellt Professor Erik Schkommodau fest, Leiter des Instituts für Medizinal- und Analysetechnologie (IMA) an der FHNW. Nach seiner Ansicht verwischen sich in Zukunft die Unterschiede zwischen Universität und Fachhochschule, da beide industrienah forschen. Diese Differenzierung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, beispielsweise

über die Art der Lehre oder den speziellen Forschungsbereich, die Fokussierung auf internationale Aspekte. Besonders für die Ausbildung gilt: «In Zukunft werden sich Studierende nach dem Bachelor überlegen, ob sie an die Uni gehen oder an der Fachhochschule bleiben wollen.» Das Angebot der Fachhochschulen wird stets attraktiver. Ein Beispiel dafür ist der Master of Science in Life Sciences, welcher in unterschiedli-

chen Fachspezialisierungen an verschiedenen Fachhochschulen durchgeführt wird und dem stets wachsenden Markt die nötigen Fachleute bereitstellen soll. An der FHNW wird der erste Master-Kurs «Master of Life Sciences – Therapeutic Technologies» im September 2009 starten.

Max Bühler, Daniel Jauch und Peter Burger sind die neue Verkaufsleiter von Dätwyler Cables. Zum Jahresanfang hat Dätwyler Cables den Vertrieb in der Schweiz in drei Verkaufsbereiche aufgeteilt und drei neue Bereichsleiter ernannt. Max Bühler (39), zuvor Gebietsleiter für die Regionen Bern und Solothurn, übernimmt die Verantwortung für den Bereich Gebäude-Infrastruktur. Den Verkaufsbereich Telecom-Infrastruktur leitet ab sofort Daniel Jauch (33), der bei Dätwyler Cables bereits 8 Jahre lang als Projektleiter Carrier/Telecom tätig war. Und Peter Burger (51), zuvor Leitung Sicherheit & Gebäudeautomation, wird zum Bereichsleiter Industrie-Harnessing & Tunnel-Infrastruktur befördert. Alle drei Verkaufsleiter berichten direkt an Markus Grüter, Leiter Marktregion 1. Sie ersetzen in ihren Funktionen Urs Imholz, der per Ende Februar aus dem Unternehmen ausscheidet.

Tobias Hardmeier ist seit 1.2. CEO der Regatron AG in Rorschach. Er tritt damit die Nachfolge von Leo Weibel an, der das Unternehmen nach 12 Jahren in dieser Funktion verlässt.

www.fhnw.ch/hls/ bachelor-und-master

Zum Titelbild:

Orbitalschweissen neu definiert

Uwe Burk

Mit der tragbaren WIG Schweissanlage P4 zum automatisierten Orbitalschweissen von Edelstahl-Rohrverbindungen werden im Anlagebau neue technologische, wirtschaftliche und qualitative Dimensionen erreicht. Die Voraussetzung dafür bietet eine intuitive Bedienerführung, verbunden mit einem modularen Anlagekonzept. Dabei bildet ein grossformatiger Touchscreen die Mensch-Maschinen-Schnittstelle. Über diese laufen sämtliche Interaktionen mit der Anlage, sie gibt über die Software alle Befehle an die interne Elektronik und übermittelt dem Bediener den Stand des Füge-prozesses.Besonderheiten der P4 sind die selbständige Anlagenkonfiguration sowie die Auto-Programmierung. Hinzu kommt die Echtzeit-Schweissdatenerfassung für ein garantiert reproduzierbares Schweissergebniss. So erkennt die Maschine nicht nur den angeschlossen Werkzeugtyp, sonder weiss auch mit welchen Grenzwert dieser arbeiten kann. Die Auto-Programmierung übernimmt das Einstellen der Schweissparameter.

ist neuer Country Manager Central Europe bei DS SolidWorks. In dieser Position wird er künftig das operative Geschäft von SolidWorks in den Vertriebsgebieten Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei leiten. Zu seinen Aufgaben zählen der weitere Ausbau der Vertriebs- und Marketingstrukturen sowie der Aufbau neuer und die Intensivierung bestehender strategischer Partnerschaften in diesen Regionen. Uwe Burk zeichnet zudem für Personal und Umsatz verantwortlich. Er berichtet als Country Manager Central Europe direkt an Michel Gros, Executive Vice President Europe bei DS SolidWorks.

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Fokus:

Die produktionstechnische Sicht der Medizinaltechnik Palettentechnik:

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Panorama

Baumer Group geht nicht nach Hannover Die Baumer Group wird auf der diesjährigen Hannover Messe nicht ausstellen. Zum einen hat diese Messe für Baumer in den vergangenen Jahren an Bedeutung als internationale Leitmesse verloren. Die starke Internati-

onalisierung der Baumer Group hat dazu geführt, dass man vermehrt an Messen vor Ort teilgenommen hat. Zum anderen haben im deutschsprachigen Raum andere Messen immer mehr an Bedeutung

gewonnen. Auch im Jahr 2009 wird Baumer seine Messearbeit intensivieren und sich dabei auf folgende Messen konzentrieren: Achema Frankfurt, Control Stuttgart, TOC Bremen, Go Basel, Motek Stuttgart, Vision Stuttgart

und SPS/IPC/Drives Nürnberg. Baumer wird die Hannover Messe jedoch weiterhin beobachten und analysieren. Zukünftig wird jährlich neu über eine Teilnahme entschieden.

Kalibrierservice par excellence Endress+Hauser ist der erste Kalibrierdienstleister in der DACH-Region (Deutschland, Ös-

terreich, Schweiz), der für VorOrt-Durchflusskalibrierungen lückenlos rückführbare Kalibrier-

Die Personen v.l.n.r.: Michael Blessing (Produktmanager Kalibrierung), Thorsten Thiel (Abteilungsleiter Kalibrierservice), Uwe Fuhrmann (Abteilungsleiter Reparaturzentrum), Gusti Schaub (Leitender Begutachter der SAS), Kurt Johannsen (Geschäftsführer Endress+ Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG, Stefan Schulze (Abteilungsleiter Service Office), Michael Herzog (Corporate Director Customer Service), Michael Roth (Bereichsleiter Service), Thomas Kaufmann (Produktmanager Life Cycle Management).

ergebnisse gemäss ISO/IEC 17025 nachweisen kann. Der Bericht der Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS) bestätigt dem unabhängigen Familienunternehmen eine hohe Kompetenz, sehr gut ausgebildete Techniker und exzellentes Equipment. Nicht ohne Grund konnte die Akkreditierung in Rekordzeit absolviert werden. Die definierte und abgesicherte Messunsicherheit der SCS-Kalibrierungen ermöglicht es den Kunden, ihre hohen Qualitätsstandards zu sichern, den Aufwand bei Audits zu minimieren und die Kosten zu senken. Nicht zuletzt lässt sich durch die Vor-Ort-Kalibrierungen die Anlagenverfügbarkeit deutlich erhöhen. Am 28. November 2008 übergab der leitende Begutachter

der SAS, Gusti Schaub, in Weil am Rhein die Urkunde offiziell an Kurt Johannsen, Geschäftsführer der deutschen Vertriebsgesellschaft. Neben der Akkreditierung für Durchfluss erhielt Endress+Hauser von den Behörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft auch die Akkreditierung für Druck im Labor sowie Druck und Temperatur vor Ort. Der Komplettanbieter für Messtechnik bietet für alle Parameter durchgängige Kalibrierlösungen und verfügt über die beste Produktionskalibrieranlage der Welt.

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Bombardier setzt weiter auf B&R weit über 2000 Installationen mit B&R Technologie im Feld. Seit mehr als 13 Jahren setzt Bombardier auf B&R Automatisierungstechnologien. Die B&RLösungen sorgen für höchste Betriebssicherheit im Signaling-Bereich für Bahnanlagen und Bahnhöfe. Die von Bombardier installierten Anlagen im Bahnbe-

Rollen und Räder jeder Art und für alle Zwecke direkt ab unserem Lager

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od Kata er als log b PD est F-D elle ow n nlo ad

Im Zuge eines Besuches von Slavomir Nalewajka, CEO Bombardier Transportation Polska Sp. z o.o., im Headquarter des österreichischen Automatisierungsspezialisten B&R wurde die seit 1995 bestehende technologische Partnerschaft um weitere fünf Jahre verlängert. Der Marktführer für Eisenbahnsysteme hat international

reich entsprechen allen gültigen Standards, z. B. Cenelec-Standards und EU-Direktiven. Als führender Anbieter von Eisenbahnsystemen ist Bombardier Transportation für hochstehende Transporttechnologien international bestens bekannt. Neben Lösungen für den Eisenbahnbereich bietet Bombardier

führende Technologien für die Flugzeugindustrie an. In Polen beschäftigt das Unternehmen an insgesamt vier Standorten über 1100 Mitarbeiter. Weltweit sind 56 400 Personen für Bombardier tätig. B&R Industrie-Automation AG 8500 Frauenfeld www.br-automation.ch

Generalvertretung

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Aufträge über 90 Mio. von Stadler Rail ABB hat vom Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail Aufträge für Traktions- und Bordnetzkomponenten in der Höhe von rund 90 Mio. Franken erhalten. Die Aufträge werden in der Schweiz ausgeführt. Zum Lieferumfang gehören Antriebsstromrichter mit integrierter Bordnetzversorgung, Batterieladegeräte sowie Bahnstromtransformatoren. Das gesamte elektrische Paket wird in den 50 neuen

Doppelstock-Triebzügen der SBahn Zürich eingesetzt. Die Ausrüstung ist speziell für die Anforderungen im S-Bahn Betrieb ausgelegt. Die Technologie basiert auf einer Weiterentwicklung der in über 400 Regionaltriebzügen Flirt (Flinker, Leichter, Innovativer RegionalTriebzug) erfolgreich eingesetzten Traktionstechnik. ABB verbindet in dieser Technik die Erfahrung im Bahngeschäft mit den Synergien im

industriellen Stromrichtermarkt. «Dieser Auftrag ist ein deutliches Zeichen für die starke Kombination von Spitzentechnologie und Branchenwissen von ABB», sagte Jasmin Staiblin, Vorsitzende der Geschäftsleitung ABB Schweiz. Dies bedeutet die konsequente Weiterführung der erfolgreichen Zusammenarbeit von Stadler Rail und ABB. Zusätzlich zur Ausrüstung für den Doppelstock-Triebzug der S-Bahn

Zürich liefert ABB weitere Stromrichter und Transformatoren für die Erweiterung der Flirt-Tilo-Flotte der SBB. Der Tilo-Triebzug wird im grenzüberschreitenden Verkehr nach Italien (TIcino – LOmbardia) eingesetzt und ist für den Betrieb auf unterschiedlichen Stromnetzen ausgelegt. ABB Schweiz AG 5400 Baden www.abb.com

Pioniergeist und Perfektion trotz stürmischen Zeiten Was beim Lauffener Spann- und Greiftechnikspezialisten Schunk in den zurückliegenden Jahren für enormes Wachstum sorgte, erweist sich im aktuell unruhi-

gen wirtschaftlichen Umfeld als wirksamer Schutz: «In schwierigen Zeiten lohnt es sich für Anwender besonders, auf hohe Qualität, Wirtschaftlichkeit und

Zukunftsfähigkeit zu setzen», so der geschäftsführende Gesellschafter Heinz-Dieter Schunk. «Gerade darin liegen die Stärken von Schunk.» Nach einem

Umsatzplus in Höhe von 14 Prozent im zurückliegenden Geschäftsjahr geht der Familienunternehmer auch für 2009 von einem einstelligen Zuwachs aus.

Unsere Partnerschaft mit Osec kennt nur ein Ziel. Ihren Erfolg im Ausland.

Credit Suisse ist stolz, seit Januar 2009 Osec als ofziellen Partner begrüssen zu dürfen. Gemeinsam mit Osec unterstützen wir Sie und Ihr Unternehmen beim Auf- und Ausbau aller Auslandsaktivitäten. Wie wir Ihrem Unternehmen neue Perspektiven eröffnen, erfahren Sie unter 0800 88 88 71 oder www.credit-suisse.com/kmuinternational

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Panorama

Energieketten- und Leitungsspezialist ausgezeichnet Die Kölner Igus GmbH ist vom Maschinen- und Anlagenbauer

IMA Klessmann, Lübbecke, als «Lieferant des Jahres 2008» in der Kategorie «Krisenmanagement» ausgezeichnet worden. Seit bereits 18 Jahren ist Igus Partner des Spezialisten für Holzbearbeitungssysteme und rüstet CNCBearbeitungszent«Kundenzufriedenheit muss hundert Prozent ren mit Energiestimmen» – Michael Blass (links), Prokurist ketten und SpeziEnergieführungssysteme bei igus, nimmt von der aus. IMA-Einkaufsleitung (Jörg Böhnke, Dieter Dres- alleitungen ler) die Urkunde entgegen. Geliefert werden

sowohl einzelne Komponenten, als auch komplett konfektionierte «Ready-Chain»-Energieführungssysteme, einbaufertig mit Leitungen, Steckern und allem Zubehör. Dafür gibt das Unternehmen eine weltweite Funktionsgarantie. Igus wurde unter insgesamt 500 Lieferanten ausgewählt. In der Urteilsbegründung sagt die IMA-Jury, «wir haben noch nie einen Lieferanten gehabt, der uns so unkompliziert, schnell und kompetent geholfen hat.» Der Energieketten- und Leitungsspezialist war eingesprun-

gen bei einem technischen Problem im Bereich Datenübertragung per Lichtwellenleiter. Igus-Prokurist Michael Blass, der gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Bombeck die Urkunde entgegen nahm: «2008 war in Sachen Lieferperformance sehr anspruchsvoll, angesichts Monate lang steilem Wachstum. Umso wichtiger, dass auch dann die Kundenzufriedenheit hundert Prozent stimmt.» Igus Schweiz GmbH 4623 Neuendorf www.igus.ch

NASA-Marsrover laufen und laufen und laufen... Seit Januar 2004 entdecken die Roboter «Spirit» und «Opportunity» den roten Planeten. Für den Antrieb sorgen je 39 Mikromotoren von maxon motor. «Die Marsrover sind unglaublich widerstandsfähig. Vor al-

lem, wenn man sich die extremen Umweltbedingungen auf dem Mars vor Augen führt», schildert John Callas, Projektleiter beim Jet Propulsion Laboratory (JPL), der zuständigen NASA-Agentur für die Mission. «Spirit» und «Opportunity» legten zusammen 21 Kilometer zurück. Dabei erklommen sie Berge, stiegen herab in Krater und kämpften sich durch Sanddünen.

2016 will auch die Europäische Raumfahrtagentur ESA einen Rover zum Mars schicken, um nach Spuren von Leben zu suchen. Maxon-Motoren werden dabei für den richtigen Antrieb sorgen.

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Grundlagen der Hydraulik Schnelle Rüstprozesse mit der Methode SMED Planspiel «Schlanke Produktion» Entwurf und Aufbau pneumatischer Steuerungen Grundlagen speicherprogrammierbarer Steuerungen Grundlagen der Pneumatik

12.3.

Zürich

Hochleistungsteams: Gute Teamführung ist Spitzensport in der Wirtschaft

1.4.

Radolfzell

9. ATE-Technologietag von National Instruments und Konrad Technologies

National Instruments Switzerland Corp. 5408 Ennetbaden, 056 200 51 51 ni.switzerland@ni.com, www.ni.com/switzerland

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Hamburg

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Answers for industry. 02-09 technica 9


Export-Forum IN ZUSAMMENARBEIT MIT OSEC BUSINESS NETWORK SWITZERLAND

Osec und Credit Suisse als Partner Osec lanciert mit der Credit Suisse eine projektbezogene Partnerschaft. Diese umfasst Aktivitäten in den Bereichen Event, Online und Print. Durch die Zusammenarbeit werden Bedürfnisse von internationalen KMU optimal abgedeckt.

Die Vertragsunterzeichnung zwischen Daniel Küng, CEO von Osec, und Urs P. Gauch, Head Special Businesses Corporate Products bei der Credit Suisse

Die Kooperation zwischen Osec und der Credit Suisse umfasst die Zusammenarbeit in mehreren Projekten und läuft bis Ende 2011. So unterstützt die Credit Suisse unter anderem das Forum der Schweizer Aussenwirtschaft, welches am 2. und 3. April 2009 in Zürich stattfindet und bei dem der Fokus auf den Markt USA gelegt wird. Zudem sind weitere gemeinsame Veranstaltungen zu aktuellen Exportthemen und verschiedene Aktivitäten im Bereich der Internetplattformen (z. B. «Pool of Experts») sowie im E-Marketing (Newsletter) geplant.

Starke Partner für eine starke Wirtschaft Daniel Küng, CEO von Osec: «Mit der Credit Suisse konnten

wir einen Partner gewinnen, der einerseits weltweit als ein führender Anbieter von Banklösungen agiert, andererseits aber auch in der Schweiz in der KMU-Landschaft sehr gut verankert ist. Wir sind überzeugt, dass die gemeinsame SynergieNutzung bei Internationalisierungsthemen den Schweizer KMU zugute kommt.» Hans Baumgartner, Head SME Clients bei der Credit Suisse, ergänzt: «Exporte fördern, sichern und Zahlungsströme gewährleisten, dies gewinnt zunehmend an Bedeutung – auch für Schweizer Unternehmen. Dabei ist es im aktuellen Wirtschaftsumfeld sehr wichtig, starke Partner wie Osec zu haben, die über eine hohe Expertise und ein grosses Netzwerk verfügen. (bf)

Chancen erkennen und nutzen Das 7. Forum der Schweizer Aussenwirtschaft findet am 2. und 3. April 2009 in Zürich statt und wird vom offiziellen Schweizer Aussenwirtschaftsförderer Osec durchgeführt. Am Forum werden Marktchancen im internationalen Geschäft aufgezeigt und aktuelle Trends analysiert. Mit Hauptthemen wie «Multinationale KMU – Globali-

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sierung als Chance» und «USA – Chancen und Stolpersteine» vermittelt es für die Besucher wertvolle Impulse. Es ermöglicht aber auch das Networking zwischen Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik. An der zweitägigen Veranstaltung stechen vor allem zwei US-Amerikaner als Top-Referenten hervor: David Plouffe und Nouriel Rou-

bini. David Plouffe, von dem der neue US-Präsident Barack Obama sagt, er habe für ihn die beste politische Kampagne in der Geschichte der USA organisiert, meint zum Kampagnenmanagement: «Der Erfolg der Kampagne ist ein Modell für jede Organisation, welche eine Botschaft übermitteln und ihre eigenen Mitglieder mobilisieren

muss.» Nouriel Roubini ist Ökonom und doziert als Professor an der Stern School of Business in New York. Er warnte bereits seit 2004 stets vor einer «harten Landung» der US-Wirtschaft, sollte die Immobilienblase einmal platzen. Infos: www.aussenwirtschaftsforum.ch


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Swissmem erfreut Ăźber Zustimmung zur PersonenfreizĂźgigkeit

Kluger und weitsichtiger Entscheid Swissmem nimmt mit Freude vom positiven Ausgang der Abstimmung ßber die Weiterfßhrung der Personenfreizßgigkeit und deren Ausdehnung auf Bulgarien und Rumänien Kenntnis. Der Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und MetallIndustrie ist ßberzeugt, dass die Schweizer Stimmbßrgerinnen und Stimmbßrger damit einen klugen und weitsichtigen Entscheid gefällt haben. In erster Linie ist Swissmem erfreut, dass die schweizerische MEM-Industrie auch in Zukunft in der Lage sein wird, ohne ad-

ministrativen Mehraufwand qualifiziertes Fachpersonal im europäischen Raum zu rekrutieren und in die Länder der Europäi-

schen Union zu entsenden. Vor allem aber begrßsst Swissmem den positiven Volksentscheid, weil damit die Bilateralen Verträge als Fundament fßr das ausgezeichnete Verhältnis zur Europäischen Union erhalten bleiben und so die bestehenden Wirtschaftsbeziehungen weiterentwickelt werden kÜnnen. Nur auf der Grundlage der Bilateralen Abkommen ist es fßr unsere Industrie, die mit ßber 53 Milliarden Schweizer Fran-

ken zwei Drittel aller ihrer Exporte in die EU liefert, mÜglich, auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben und damit in der Schweiz Arbeitsplätze zu sichern. Swissmem ist ßberzeugt, dass fßr unsere schweizerische Exportwirtschaft gerade in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten offene Grenzen und der damit garantierte freie Zugang zum europäischen Markt der 27 Mitgliedsländer von zentraler Bedeutung sind. (mg)

Swissmem lehnt Verschärfung des Gßterkontrollgesetzes ab Swissmem wendet sich entschieden gegen die vom Bundesrat vorgeschlagene Revision des Gßterkontrollgesetzes (GKG), welche die Einfßhrung eines weiteren Ablehnungskriteriums fßr den Export von Dual-Use-Gßtern vorsieht. Daraus resultieren Rechtsunsicherheit und längere Bewilligungsverfahren, was den Verlust eines wesentlichen Standortvorteils der Schweiz zur Folge hätte. Beim Export von Dual-Use-Gßtern hat die Schweiz eine vorbildliche LÜsung entwickelt, die auf der Zusammenarbeit und dem direkten Kontakt des seco als BewilligungsbehÜrde zur Wirtschaft basiert und in dieser

Form wohl einzigartig ist. Das bisherige Regelwerk hat sich also bewährt, denn sämtliche den Interessen der Schweiz zuwiderlaufende Exporte konnten bisher abgewendet werden. Die betroffenen Exporteure sind bis anhin

 

den Empfehlungen des seco ausnahmslos gefolgt. Gemäss der vorgeschlagenen Norm kÜnnte der Bundesrat Exporte ablehnen, sofern er dies zur Wahrung der wesentlichen Interessen des Landes fßr erforderlich hält. Diese neue Bestimmung birgt die Gefahr, dass die Bewilligungsabläufe komplizierter werden und länger dauern, womit dieser insbesondere fßr die Schweizer Werkzeugmaschinenindustrie wichtige Standortvorteil verloren ginge. Zudem wßrde eine erhebliche Rechtsunsicherheit geschaffen, da fßr den Exporteur nicht mehr er-

sichtlich wäre, in welchen Fällen der Bundesrat den Export ablehnen wßrde. Damit wßrde die Schweiz unnÜtig einen Standortvorteil gegenßber anderen Ländern aufgeben, in welchen Bewilligungsverfahren teilweise monatelang dauern kÜnnen. Swissmem stellt sich deshalb in ihrer Vernehmlassungsantwort gegen die Revision des GKG und plädiert dafßr, die bisherige bewährte Praxis des direkten Kontakts zwischen BewilligungsbehÜrde und Exporteur beizubehalten. (mg)

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Automations- und Antriebstechnik

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Märkte und Unternehmen

| Schweisstechnik

Polysoude: Technik und Leistung von Weltformat

Geschäftsfelder ausgeweitet Die Mitarbeiter der Polysoude (Schweiz) AG in Dällikon haben 41 Jahre Erfahrung mit der und rund um die Schweisstechnik. Die Tochter der französischen Weltmarktführerin mit OrbitalSchweisstechnik, Polysoude S.A.S. in Nantes, ist 2006/2007 durch die Abtrennung des mechanisierten und automatisierten Schweissens vom etablierten ehemaligen Vertriebspartner Messer Eutectic Castolin Switzerland S. A. (früher auch SAG) hervorgegangen. Klein kann auch fein sein – das belegen die Dällikoner mit ihrem Marktanteil von nahezu 60 Prozent auf den beiden Gebieten Orbitalschweissen und Fügen mit Sonderanlagen. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Polysoude (Schweiz) AG bietet den Anwendern in nahezu allen Branchen diejenige schweisstechnische Lösung, die diese zur Steigerung ihrer Wirtschaftlichkeit, Produktqualität und -sicherheit benötigen. Besonders

geschätzt werden dabei die hohe Reaktivität und die Qualität des Service. Polysoude legt Wert darauf, die Aufgaben des Anwenders zu verstehen, den entsprechenden Fügeprozess bzw. das entsprechende Fügesystem sicher zu beherrschen, diese aber trotzdem weiter zu perfektionieren. Das automatisierte Orbitalschweissen wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt: in der Nahrungsmittel-, Getränke-, Halbleiter- und Pharmaindustrie,

Besucher willkommen Am 25. und 26. März 2009 öffnet Polysoude (Schweiz) AG in Dällikon seine Türen für eine Hausausstellung mit facettenreichem Programm: von der mechanisierten wie automatisierten OrbitalSchweisstechnik über modernste Stromquellen und Fügeverfahren, Video-Endoskopie, Schweisszusätze bis zum Zubehör. Der Besucher erhält Einblick in konzentriertes Know-how in Theorie und Praxis.

in der Chemie, der Luft- und Raumfahrttechnik, in der Ölund Gas-Exploration sowie im Kraftwerksbau.

Neue Wege beschreiten Mit dem orbitalen Fügeverfahren werden in vielen Fertigungen neue Wege beschritten. War es bisher auf das WIG-Verfahren beschränkt, hat ihm die sprunghafte Entwicklung des MIG/MAG-Verfahrens neue Perspektiven in der Anwendung eröffnet. Einige Vorteile: höchste Abschmelzleistung, sicherer Schweissprozess, hervorragend zu automatisieren selbst bei rauesten Umgebungsbedingungen), WIG-Qualität bei MIG/MAG-Leistung sowie eine Reproduzierbarkeit der Nähte in Orbital-Güte.

Starker Vertriebsund Servicepartner

Wirtschaftliche Fertigung von Wärmetauschern: Mehrere Köpfe schweissen parallel unzählige Rohr-Enden.

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Im letzten Jahr konnte die Polysoude (Schweiz) AG ihr Geschäftsfeld wesentlich erweitern. So baut auch die Böhler Welding Group – weltweit renommierte Hersteller von Schweiss-Zusatzwerkstoffen – seit Januar 2008 auf den Vertrieb der Dällikoner. Seit vier Monaten setzt auch EWM Hightec Welding GmbH aus Mündersbach (D) auf die Vertriebs- und Serviceleistungen von Polysoude in der Schweiz. EWM ist deutscher Markt- und internationaler Technologieführer mit modernsten Inverter-

Schweiss-Stromquellen. Mit seinen Verfahren coldArc und forceArc hat EWM in den letzten drei Jahren international neue Massstäbe für das MetallSchutzgas-Schweissen gesetzt. coldArc wurde in verschiedensten Ländern mehrfach als die Innovation des Jahres ausgezeichnet. Ein besonderer Clou der EWM-Entwicklungsingenieure: Die Integration der coldArc- und forceArc-Technologie in eine Inverter-Stromquelle vom Typ Phoenix. So werden Wurzellagen an dicken Blechen mit coldArc gelegt; forceArc zeichnet sich durch hervorragende Wurzelund Flankenerfassung sowie einen tiefen Einbrand ohne Einbrandkerben aus, es produziert Füll- wie Decklagen nahezu spritzerfrei. Aus vielen Stahlund Maschinenbauunternehmen ist belegt, dass alleine forceArc die Produktionskosten bis zu 50 Prozent senkt. Die neueste Entwicklung von EWM sind eigene MIG/MAG-Brenner von besonderer Qualität und Lebensdauer. (bf)

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Im Fokus

| Medizinaltechnik

5-Achsen-Fräsen für Formfreiheit beim Fertigen von chirurgischen Instrumenten

HSM-Fräsen ohne Umspannen Die Leitner AG setzt erfolgreich Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen der GF AgieCharmilles bei der Fertigung von chirurgischen Instrumenten ein. Die vielfach aus exotischen Werkstoffen bestehenden Instrumente werden beim Schweizer Unternehmen komplett gefertigt und an namhafte Firmen der Medizinaltechnik in aller Welt geliefert.

F

ür die Fertigung von Bohrlehren für chirurgische Implantate erhält die Leitner AG CADDaten vom Kunden, aus denen sie mit Mastercam und Surfcam die Fräsprogramme erstellt. Aufgrund der geometrischen Eigenart der Bohrlehren – nur Freiformflächen, ein Umspannen ist wegen fehlender Referenzgeraden nicht möglich – setzt die Leitner AG eine Mikron HSM 400U ein. Dank 5 SimultanAchsen erlaubt diese Hochgeschwindigkeitsfräsmaschine die komplette Bearbeitung der Bohrlehren aus Stahl 1.4301 und es wird eine Oberflächengüte von N6, eine Formgenauigkeit von 50 µm und eine Positionsgenauigkeit von 30 µm über das gesamte Werkstück erreicht. Die Bearbeitung läuft weitgehend autonom ab, da der integrierte Palettenwechsler mit bis zu 16 Werkstücken beladen werden kann, die dann automatisch eingewechselt und abgearbeitet werden. «Diese Form- und Positionsgenauigkeit an Werkstücken mit praktisch nur Freiformflächen zu erreichen, ist für mich mit das Errstaunlichste der Mikron HSM 400U», kommentiert Daniel Müller diesen Auftrag.

Kraftvoller Vorschub bei CFK-Bearbeitungen Das zweite Bearbeitungsbeispiel belegt die Vielfältigkeit der Werkstoffe, die bei der Leitner AG bearbeitet werden. Ein chirurgischer Zielbügel ist aus einem Kohlenfaser-verstärktem Kunststoff (CFK) aus dem Vollen zu fräsen. Chirurgische Zielgeräte werden zur exakten Positionsbestimmung bei Knochen-Verschraubungen verwendet. Man setzt dazu das Material CFK ein, da es die Eigenschaft hat, Röntgenstrahlen passieren zu lassen. Somit ist es während der Operation für den Chirurgen am Monitor nicht sichbar. Für die Fertigung setzt Leitner AG eine Mi-

Leitner AG Die Leitner AG wurde vor über 30 Jahren gegründet und hat sich unter dem heutigen Geschäftsführer und Inhaber Daniel Müller auf die Fertigung von chirurgischen Instrumenten spezialisiert. Herr Müller hat ein medizinischtechnisches Nachstudium absolviert und ist dadurch für seine Kunden die interdisziplinäre Schnittstelle zwischen chirurgischen Anforderungen und fertigungstechnischer Machbarkeit. Durch Komplettfertigung und mit 35 hochspezialisierten Fachkräften behält die Leitner AG Qualitäts- und Fertigungskompetenz, wofür das Unternehmen 6 Hochleistungs- und Hochgeschwindigkeits-Fräszentren von GF AgieCharmilles einsetzt. Bohren, Drehen, Fräsen, Laserschweissen und -beschriften sowie Polieren und Strahlen runden die Bearbeitungsverfahren ab. Zwei chirurgische Instrumente geben einen Einblick, wie die Leitner AG wirkungsvoll Fräszentren von GF AgieCharmilles einsetzt.

kron UCP 600 Vario ein, ein Hochleistungs-Bearbeitungszentrum, das mit seiner massiven Bauweise und hoher Eigensteifigkeit für die Bear-

Autor Michael Katz GFAC Communications

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Bohrlehren für chirurgische Implantate werden auf der Mikron HSM 400U fünfachsig gefräst, da ein Umspannen wegen fehlender Referenzgeraden nicht möglich ist.


Der Palettenwechsler der Mikron HSM 400U wird mit bis zu 16 Werkstücken beladen, die dann automatisch zu fertigen Bohrlehren abgearbeitet werden.

Die chirurgischen Zielbügel aus kohlenfaserverstärktem Kunststoff (CFK) werden auf einer Mikron UCP 600 Vario aus dem Vollen gefräst.

An der chirurgischen Bohrlehre wird eine Oberflächengüte von N 6 erzielt und Form- und Positionsgenauigkeit über das gesamte Werkstück sind im Fünf-Hundertstel-Bereich.

beitung des zähharten Materials CFK einen sicheren und effizienten Prozess gewährleistet. Bei der Konturbearbeitung des Zielbügels bringt eine Vektorregelung für volles Drehmoment im untersten Bereich die Kraft der Steptec-Spindel optimal ans Werkstück. «Mit der Mikron UCP 600 Vario konnten wir problemlos Bearbeitungsparameter für den Werkstoff CFK optimieren», erläutert Daniel Müller das erstmalige Fräsen von kohlenfaser-verstärktem Kunststoff. (bf)

Mit massiver Bauweise und hoher Eigensteifigkeit ist die Mikron UCP 600 Vario die ideale Hochgeschwindigkeitsfräsmaschine für die Bearbeitung des zähharten Materials CFK.

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Im Fokus

| Medizinaltechnik

Der Weltmarkt der Medizinaltechnik präsentiert sich in Moutier

Medisiams in neuem Rahmen Die Medisiams dürfte heuer eine der wenigen Messen sein, die in einem «günstigen wirtschaftlichen Umfeld» stattfindet, denn die Medizinaltechnik boomt weiterhin und zudem erweist sich diese spezielle Art der Präzisions- und Feinwerktechnik weiterhin als immer stärkeres Bein der Schweizer Qualitätsindustrie. Da die Medisiams 2009 zudem erstmals in der neuen Ausstellungshalle, dem «forum de l’arc» stattfindet, dürfte die Besucherzahl der Premiere – damals reisten 4750 Interessierte nach Moutier – leicht zu knacken sein. Das Ziel der 2. Medisiams, die vom 10. bis 13. März 2009 in Moutier stattfinden wird, ist es, industrielle Kompetenzen im Dienste der Medizin und Zahnmedizin sichtbar zu machen. Über 200 Unternehmen, die einen Teil ihrer Produktion oder sogar ihre ganze Produktion im Medizinalsektor realisieren, werden auf ihrem Stand an der Medisiams Produkte präsentieren, die im Zusammenhang mit dem Medizinalmarkt stehen. Der Fachbesucher kann so eine grosse Palette an neuen, praktischen, originellen, einzigartigen, sehr spezifischen und innovativen Produkten der Spitzentechnologie entdecken, die den Bedürfnissen des Marktes entsprechen.

Wieso Medizinaltechnik in Moutier? Der Jurabogen ist eine Region, in der traditionellerweise und typischerweise für die Uhrenindustrie kleine Präzisionsbauteile hergestellt werden. Es sind aber genau diese Fähigkeiten, die auch für die Herstellung von Teilen für den Medizinalsektor erforderlich sind. Dieses solide und traditionelle, in unseren Unternehmen verankerte Know-how eröffnet einen ausgezeichneten Zugang zum sehr spezifischen Medizinalbereich. Und dies um so mehr als in dieser Region die Rahmenbedingungen dafür besonders günstig sind. Im «Kompetenzzentrum Jura» ist alles, oder beinahe alles innerhalb eines engen geografischen Be-

reichs zugänglich. Diese aussergewöhnliche Lage und Situation wird an der Medisiams deutlich sichtbar sein.

Von Produktionsmitteln bis Dienstleistungen Den Fachbesucher erwarten fünf Ausstellungsbereiche: Produktionsmittel, Werkstoffe, Zulieferung, Fertigprodukte – medizinische wie zahnmedizinische – und Dienstleistungen. In jeder dieser Kategorien werden weltweit und regional bekannte und leistungsfähige Unternehmen ihr Know-how präsentieren. Die Medisiams ist eine kleine Messe, die man ohne Stress besuchen kann und an der alles getan wird, damit sich der Besu-

cher wohlfühlt. Die Fabrikanten der Maschinen-, Geräte- und Werkstoffindustrien, die Spezialisten der Zulieferindustrie, Hersteller von Fertigprodukten und viele andere werden alles dazu tun, damit diese zweite Medisiams für sie selbst, aber natürlich auch für die Besucher zum Erfolg wird. Diese vier Messetage werden einzigartige Gelegenheiten bieten, um im weitesten Sinne spezifische Produktionsmittel zu entdecken; Produkte, die ganz besonders für den Medizinal- und Dentalbereich gedacht sind. (mg)

Medisiams in Kürze Dienstag, 10. bis Freitag, 13. März 2009 Forum de l’Arc in Moutier

Der Medizinaltechnikmarkt wächst jährlich um 7 bis 8%.

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Im Fokus

| Medizinaltechnik

Netstal-Maschinen AG an der Medtec in Stuttgart

Spritzgiessen für die Medizinaltechnik Bereits zum zweiten Mal stellt der Schweizer Spritzgiessmaschinenhersteller Netstal an der internationalen Fachmesse Medtec in Stuttgart aus. Er präsentiert die im Markt bestens etablierte Spritzgiessmaschine Elion. Die aus dem Bereich Medizinaltechnik gezeigte Anwendung überzeugt erneut von der Leistungsfähigkeit dieser vollelektrischen Baureihe.

Netstal Support Concept Die Systemkompetenz der Netstal-Maschinen AG in der anwendungs- und produktionstechnischen Beratung wird mit dem Exponat an der Medtec ein weiteres Mal unterstrichen. Unter dem Dach der Dienstleistungsmarke «Netstal Support Concept» betreuen die Spezialisten die Kundschaft weltweit rund um die Uhr und sichern so eine wirtschaftliche Fertigung. Netstal unterstützt zudem die Kunden in der gesamten Projektierung und bietet als Systemlieferant auf Kundenwunsch auch komplette und schlüsselfertige Produktionssysteme an.

sorgung stellen Geräte der ebenfalls in Deutschland ansässigen Firma Motan sicher, während die Temperierung von HB-Therm, Schweiz, stammt.

E

ine für diese Baureihe typische Anwendung aus der Medizinaltechnik zeigt Netstal auf der Elion 800-270. Mit einem 32-fach-Werkzeug des schweizerischen Formenbauers Tanner werden bei einem Zyklus von nur knapp

6 Sekunden unter Reinraumbedingungen Pipetten aus einem Polypropylen der Firma Lyondellbasell gefertigt. Die anschliessende Entnahme der Teile erfolgt durch ein Handling-Gerät der Firma Ilsemann, Deutschland. Die Rohmaterialver-

Mit Rekuperation Die vollelektrische Elion eignet sich hervorragend für den Einsatz im Reinraum, da sie über Features wie gekapselte und wassergekühlte Elektromotoren verfügt, wodurch ein emissionsfreier Betrieb gewährleistet wird. Zudem profitiert der Verarbeiter vom niedrigen Energieverbrauch der Elion. Dank dem Prinzip der Rekuperierung werden Bremsenergien in den Stromkreislauf zurückgeführt, um damit weitere Verbraucher zu speisen. Effizient eingesetzt, lassen sich so, gegenüber konventionellen Antriebsystemen, bis zu 70% des Energieverbrauches einsparen. (bf) An der Medtec: Halle 4, Stand 868

Infos

Die Spritzgiessmaschine Elion von Netstal eignet sich ideal für die Medizinaltechnik. An der Medtec in Stuttgart ist sie in einer Beispielanwendung zu sehen.

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Im Fokus

| Medizinaltechnik

Die Zukunft der Biotechnologie aus der Sicht eines Spezialisten

«Innovationskraft und Kreativität sind wichtig»

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nterview mit Dr. Daniel Gygax, Professor für Bioanalytik der Hochschule für Life Sciences FHNW und Präsident biotechnet. Technica: Dank innovativen Unternehmen und exzellenter Forschung hat sich die Schweizer Biotechnologie in den letzten Jahren international einen Spitzenplatz gesichert. Wo orten Sie die Stärken des Bereichs, die zu diesem Erfolg führten? Dr. Daniel Gygax: Die Stärke des Biotechnologiesektors in der Schweiz ist seine Vielfalt – grosse globale Players, Start-ups, Spinouts und KMUs aus den Bereichen Pharma, Diagnostik, Nutritional Products, Medizin- und Umwelttechnik sowie Chemie. Auch in der Schweiz zeichnet sich mehr und mehr eine Arbeitsteilung hinsichtlich Invention und Entwicklung von neuen Life-Sciences-Produkten im Allgemeinen und Medikamenten im Speziellen ab. Wo bestehen Schwächen oder Flaschenhälse in der wirtschaftlichen Umsetzung von wissenschaftlichen Resultaten im Biotechsektor? Mit der KTI, der Förderagentur für Innovation, haben wir in der Schweiz eine hervorragende Hilfestellung, um Kooperationen zwischen Hochschule und Industrie gezielt zu unterstützen. In einem gut entwickelten Kompetenzbereich mit einem etablierten Geschäftsmodell ist diese Förderung einzelner Pro-

Autor Das Interview führte Elsbeth Heinzelmann

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jekte effektiv. In der «weissen Biotechnologie» beispielsweise, wo es um die Herstellung hochwertiger Ausgangsstoffe für die chemische Industrie geht, verfügen viele Firmen noch über kein Geschäftsmodell. Hier greift die Projektförderung zu kurz, eine Programmförderung wäre angebracht. Die wachsende Lebenserwartung und noch nicht genügend therapierbare Krankheiten rufen nach neuen Medikamenten. Seit dem Jahr 2002 kommen über 50% der zugelassenen Medikamente aus Biotechnologielabors. Wie schätzen Sie die Tendenzen der Zukunft? Die Entwicklung neuer Medikamente braucht ineinandergreifendes Expertenwissen in einer Vielzahl von Disziplinen und enorme finanzielle Ressourcen. Dies ist die Domäne der Pharmakonzerne. Biotechnologielabors mit neuen, Erfolg versprechenden Medikamenten werden vermutlich auch in Zukunft ihre Selbstständigkeit verlieren und von der Pharmaindustrie übernommen werden, wie die Tanox Inc. durch Genentech und Speedel durch Novartis, um nur zwei Beispiele zu nennen. Mit der zunehmenden Industrialisierung der Forschung in der Pharmaindustrie fragt sich, wer neue krankheitsrelevante Targets identifiziert, die ja für eine Mechanismus basierte, medikamentöse Therapie grundlegend sind. Ich denke, diese gewaltige Herausforderung können nur organisierte oder selbst konstituierte Netzwerke annehmen. Biotech ist ein Hightech-Gebiet, das enorme Anforderungen an Forschende stellt, ihren innovativen Geist und ihre Kreativität erfordert. Sind an den Hochschulen

Dr. Daniel Gygax, Professor für Bioanalytik der Hochschule für Life Sciences FHNW und Präsident biotechnet.

die Weichen gestellt, um der Industrie gut ausgebildete Fachleute zu verschaffen? Innovationskraft und Kreativität sind wichtige Qualitäten. Betrachten wir einmal die ganze Wertschöpfungskette eines Medikaments von der Idee bis zum Verkauf, ist die Forderung an das Bildungswesen, junge Menschen so auszubilden, dass sie die ihnen als Bachelor, Master oder promovierte Wissenschaftler übertragenen Arbeiten mit der notwendigen Professionalität erledigen können. Neben der Kreativität braucht es adäquates Fachwissen, Verständnis für Prozesse und Abläufe, Zusammenarbeit in der Gruppe, Bereitschaft für Leistung, um nur einige Qualitäten zu nennen. In diesem Sinne glaube ich, dass wir in der Schweiz mit dem dualen Bildungssystem und den gleichwertigen, aber andersartigen Hochschulausbildungen auch international sehr gut positioniert sind. (bf)


Für viele Teile der Medizinaltechnik ist das Langdrehen die optimale Technologie

(Teile-)Familienfreundliche Langdrehmaschinen Vor dem «lieben Gott» mögen alle Menschen gleich sein, vor dem Chirurgen nicht. Aufgrund der unterschiedlichen «Bauweise» des Menschen werden Medizinaltechnikteile zwar in grossen Stückzahlen, gleichzeitig aber auch in grossen Teilefamilien gebraucht. Für die Bearbeitung dieser Teile ist das Langdrehen oft die ideale Bearbeitungstechnologie: Produktives, präzises, stabiles, flexibles Drehen, Bohren und Fräsen komplexer Geometrien in einem Arbeitsgang. Auf dem schwäbischen Heuberg wurde dieses «alte» Verfahren perfektioniert.

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igh precision CNC turning and milling center würden diese speziellen KleinDreh-Fräszentren vom schwäbischen Heuberg wohl heissen, wenn sie aus Amerika kämen. Von dorther kommen sie aber nicht – dorthin gehen sie und in die Schweiz und in viele weitere Länder, in denen komplexe Geometrien mit höchster Präzision und Produktivität in Stangenmaterial bis 36 mm Durchmesser gedreht, gebohrt und gefräst werden sollen. Viele Medizinalteile wie Knochennägel, Knochenschrauben oder Zahnimplantate fallen neben ungezählten weiteren Metallteilen in diese Kategorie. Herbert Maier, Gründer und Geschäftsführer der Firma Maier Werkzeugmaschinen in Wehingen, nennt seine Maschinen mit typisch schwäbischem Understatement «CNC-Langdrehmaschinen», denn das Langdrehen ist die Technologie, auf der die Maschinen basieren. Der Vorteil des Langdrehens liegt bekanntlich darin, dass die spanende Bearbeitung unmittelbar vor der Führungsbüchse erfolgt, durch die das gezogene Stangenmaterial in den Arbeitsraum gelangt. Diese Bearbeitung unmittelbar an

Autor Martin Gysi, Chefredaktor Technica

der Einspannstelle ist ein wesentlicher Vorteil bei der Bearbeitung langer, schlanker Teile. Sie sorgt für ruhige, stabile Bedingungen beim Zerspanen.

Schwingungsdämpfendes Polymerbetonbett Für optimale Laufruhe sorgt aber auch das Maschinenbett der MaierMaschinen: Es besteht aus dem besonders temperaturstabilen und schwingungsdämpfenden Polymerbeton. Dieser Werkstoff hat bekanntlich sechs- bis zehnmal höhere Dämpfungseigenschaften als ein Stahlbett, was sich auch bei der

Laufruhe der Maschine und damit bei der Oberflächengüte der Teile und der Standzeit der Werkzeuge positiv bemerkbar macht. Die Werkzeugstandzeit erhöht sich durch die Elimination der Feinschwingungen erfahrungsgemäss um 20 bis 25%. Als logische Ergänzung zum ruhigstabilen Maschinenbett setzt man bei Maier auch überdurchschnittlich massive Spindeln mit entsprechend leistungsfähigen, hochdynamischen Motoren ein. Besonders bei kleinen Verfahrwegen, wie sie beim Langdrehen typisch sind, ist ja weniger die Endgeschwindigkeit als die Beschleunigung das Mass der Dinge. Für die Linearachsen kommen vorwiegend Kugelrollspindeln, bei den kleineren Maschinen auch Linearmotoren mit 1 µm Zustellgenauigkeit zum Einsatz.

Eine Maschinenfamilie, 56 Maschinentypen Die Familie der ML-Proline-Langdrehmaschinen ist konsequent modular aufgebaut. Auf dem einheitli-

Geschäftsführer Herbert Maier erklärt seine CNC-Langdrehmaschine am Beispiel einer Maschine der F-Reihe während der Montage.

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Im Fokus

| Medizinaltechnik

chen Maschinenbett werden die sieben Serien mit unterschiedlicher Ausstattung aufgebaut. Von den 5Achsen-Maschinen der Serie B für einfache Drehteile bis zur Serie F4 mit 16 Achsen, drei Revolvern und 40 Werkzeugen, davon 40 angetrieben, werden insgesamt 56 Maschinentypen angeboten, wobei die Möglichkeiten fast unbegrenzt sind. Sämtliche Achsen sind gegenseitig interpolierbar, womit bei den E- und F-Maschinen eine effektive 5-Achsen-Bearbeitung möglich ist. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man durch das hohe Werkzeugangebot in den drei Revolvern die Maschine für mehrere unterschiedliche Teile gerüstet halten kann – eine wichtige Voraussetzung für Produktivität bei gleichzeitiger Flexibilität. Damit können ganze Teilefamilien ohne Umrüsten gefertigt werden. Dies ist nicht zuletzt in der Medizinaltechnik mit ihren grossen Teilefamilien ein erheblicher Vorteil.

Es muss nicht immer Drehen sein… Alle Serien haben standardmässig eine Gegenspindel und Werkzeuge für Querbearbeitung – eine wichtige Voraussetzung für die Komplettbearbeitung. Ab Serie C ist zudem Rückseitenbearbeitung möglich. Mit dem grossen Angebot an angetriebenen Werkzeugen in den bis zu

Blick in den Berabeitungsraum einer abnahmebereiten CNC-Langdrehmaschine.

drei Revolvern öffnet sich das Einsatzgebiet der Maschinen in Richtung Fräsbearbeitung. Einige Maier-Kunden fertigen auf den Maschinen auch reine Frästeile. Fräsen auf der Langdrehmaschine? Das ist mit diesem Maschinenkonzept durchaus sinnvoll. Die erwähnten Stabilitätsvorteile sind auch bei Fräsoperationen hilfreich. Hinzu kommen aber weitere Vorteile wie die mechanische 5°-Indexierung der Haupt- und Gegenspindel oder die Revolveranordnung im Arbeitsraum: Man bringt sehr viele Werkzeuge in kurzer Zeit an die Bearbeitungsstelle.

Maschinen für die Anwendungen des Kunden «Der Vorteil eines ‹Mittelständlers›, wie wir es sind, liegt darin, dass wir durch die persönlichen Kontakte näher am Kunden sind, seine Sorgen und Probleme hören und anschliessend direkt in neue Lösungen an unseren Maschinen umsetzen können.» Dass diese Philosophie von Herbert Maier keine leere Phrase ist, sondern so gelebt wird, zeigt sich an der Erfolgsgeschichte der Firma Maier Werkzeugmaschinen im schwäbischen Wehingen. Maier gründete die Firma 1980 als Dreherei-Zulieferbetrieb mit der damals einzigen CNC-Drehmaschine auf dem schwäbischen Heuberg – heute ist diese Gegend das süddeutsche Décolletage-Valley. In den ersten Jahren war Maier Zulieferer des Werkzeugmaschinenherstellers Traub. Hinzu kam als zweites Geschäftsfeld die Generalüberholung von Traub-Maschinen und damit der Einstieg in den eigentlichen Maschinenbau. Daraus entstand das Bedürfnis, ein eigenes Produkt anbieten zu können. Die ersten Gehversuche als Werkzeugmaschinenbauer mit koreanischen Partnern scheiterten jedoch an mangelndem Qualitätsbewusstsein der Partner wie auch an rechtlichen und kulturellen Hürden. Seit dem Bezug des heutigen Firmensitzes über die Jahreswende 1999/2000 liegt nun die ganze Produktion in den eigenen Händen. Innerhalb von 4 Monaten wurde damals eine komplett neue Maschine entwickelt – vom Bett aus Polymerbeton bis zu den Komponenten. Durch kontinuierliche Erweiterungen und Verbesserungen entstand so im Verlauf der letzten Jahre die ganze Langdrehmaschinen-Familie, von den A- bis zu den F-Reihen. Mit Ausnahme von Steuerung und Antrieben stellt Maier Werkzeugmaschinen alle Komponenten selbst her oder bezieht sie aus einem Umkreis von höchstens 100 km: CNC-Langdrehmaschinen «made in BadenWürttemberg».

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Prädestiniert für Medizinaltechnikteile Das Polymerbetonbett und die gross dimensionierten Antriebe sorgen für die notwendige «Power» und Maschinenstabilität, um die spezifischen «Medizinalwerkstoffe» wie Titan oder die hochlegierten Implantatstähle mit höchster Oberflächengüte in einer Aufspannung fertig bearbeiten zu können. Hinzu kommt, dass in der Medizinaltechnik das Tieflochbohren eine grosse Rolle spielt. So haben die langen, schlanken Knochenschrauben eine Axialbohrung mit höchsten Präzisionsanforderungen, durch die ein Zentrierstift gesteckt können werden muss. Auch diesbezüglich sind die MaierMaschinen wohl einzigartig. Mit diesen Langdrehern bohrt man präzise Löcher bis zu 100 x d! Beim Spindelstockhub hören die Mitbewerber meistens bei 350 mm auf – bei Maier kann der Kunde auch 450 mm haben! Dies ist eine wichtige Voraussetzung damit z. B. Knochennägel in einer Aufspannung fertig bearbeitet werden können. Medizinalteile sind zudem oft abgewinkelt. Mit den schwenkbaren Revolvern lässt sich das sehr einfach realisieren.

Die Vorteile des Gewindewirbelns Gewindewirbeln ist ein Bearbeitungsverfahren für Aussen- wie für Innengewinde, das unter anderem


geeignet: Hohe Stabilität, Zerspanungsleistung und Antriebsleistung sind unabdingbare Voraussetzungen für das Gewindewirbeln an zähen, schwer zerspanbaren Werkstoffen wie Titan oder rostfreien Stählen. Für das Wirbeln der Innengewinde stehen Hochfrequenzspindeln für die entsprechenden Gewindewirbelwerkzeuge zur Verfügung. Diese sind auf allen angetriebenen Werkzeugstationen einsetzbar. Das Wirbeln von Aussengewinden erfolgt mittels Wirbelkopf, der mit Hartmetallschneiden bestückt ist.

Knochennägel mit gewirbelter Gewindespitze.

Lang- oder Kurzdrehen? auch bei Medizinalteilen wie Implantaten, Chirurgieinstrumenten oder medizinischen Schrauben erhebliche Vorteile bringt: Nahezu jede Profilform ist machbar, selbst extrem lange Gewinde auf sehr kleinen Durchmessern können problemlos hergestellt werden. Und für die

Medizinaltechnik besonders wichtig: Die gewirbelten Gewindespitzen sind absolut gratfrei und zeichnen sich durch höchste Oberflächenqualität und Formtreue aus. Auch für dieses «Maier-Kompetenzverfahren» sind die Grundstrukturen der ML-Proline-Maschinen bestens

Die Frage, ob Lang- oder Kurzdrehen vorteilhafter sei, sieht Herbert Maier nicht als Dogma, sondern sehr pragmatisch: «Das Langdrehen wird üblicherweise eingesetzt, wenn das Längen-/Durchmesserverhältnis >2,5 beträgt. Wir stellen jedoch fest, dass unsere Kunden vermehrt

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Im Fokus

| Medizinaltechnik

20 Minuten ausbauen und unsere Langdrehmaschinen in einen Kurzdreher umwandeln, diesbezüglich sind wir konkurrenzlos.»

Teilekomplexität fordert den Bediener

Herbert (links) und Michael Maier vor der «eigenen» Steuerung Maier Pro GE Fanuc.

kürzere Teile auf unseren Maschinen fertigen, weil sie die Vorteile bezüglich Stabilität, Flexibilität und Geschwindigkeit nutzen wollen. Langdrehen setzt jedoch präzises Ausgangsmaterial voraus: gezogen H9. Das ist bei gezogenen Alu- oder Buntmetallprofilen oft nicht erhält-

Worauf Sie vertrauen können

lich und auch Stahlsorten sind nicht immer in ausreichend präzisem Stangenmaterial vorhanden. Aber auch bei kleinen Stückzahlen oder besonders teuren Werkstoffen ist das Kurzdrehen von Vorteil. Bei unseren Maschinen kann man die Führungsbüchse innerhalb von

Die Einsatzgrenzen seiner Langdrehmaschinen sieht Herbert Maier oft weniger bei der Maschine selbst als bei der Bedienung: «Die Möglichkeiten der Maschine werden oft gar nicht richtig genutzt, man denkt oft zu ‹drehlastig›. Unsere Maschinen kann man als ‹Hybridmaschinen› haben, d. h. mit oder ohne Führungsbüchse. So gesehen, sollte man auch Hybridpersonal haben, dem beide Technologien gleich vertraut sind.» Weil bei Langdrehbänken axial nur eine Bearbeitungsrichtung möglich ist – das teilbearbeitete Werkstück kann nicht durch die Führungsbüchse zurückgezogen werden – ist

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auch gegenüber Kurzdrehmaschinen oder Dreh-/Fräszentren ein Umdenken erforderlich. Hinzu kommt: Mit der Komplexität der Werkstücke resp. deren Bearbeitung wachsen auch die Anforderungen an den Bediener. Der erfahrene Dreher steht unvermittelt vor der Aufgabe, Teile zu fertigen, die ausschliesslich oder hauptsächlich gefräst werden. Und für den Fräser ist die «Werkstückzuführung» als Stangenmaterial durch die Führungsbüchse völlig ungewohnt. Dazu Herbert Maier schmunzelnd: «Am einfachsten ist es, wenn er gar keine Erfahrung hat. Man schult ihn bei uns und dann tut er, was man ihm sagt! Wenn er von einer anderen Bearbeitungstechnologie herkommt, versucht er so zu bearbeiten, wie er es sich gewohnt ist, und das geht dann in aller Regel schief.»

Wichtig: Schulung und Anwenderunterstützung Auch für Michael Maier – der Sohn des Firmengründers ist seit 1992 im Betrieb – ist die Schulung der künftigen Maschinenbediener ein wichtiges Thema: Da sämtliche Werkzeuge frei im Raum bewegt werden können, stellt das Programmieren einige Anforderungen. «Wir haben für die Schulung einen Mann aus dem Service freigestellt, der nichts anderes macht als Kundenschulung. Als Folge der gestiegenen Verkäufe hat der Schulungsbedarf dermassen zugenommen, dass man diesen Bereich strukturieren musste. Das bisherige System der individuellen Schulung hat zu viele Ressourcen gebunden. Um den Bediener zu unterstützen, stellen wir entsprechende Makros, Zyklen und Unterprogramme, sowie als weiteres Alleinstellungsmerkmal eine stark auf Parametrisierung der Teile ausgerichtete NC-Programmbibliothek zur Verfügung. Leider ist die Ausbildung des Langdrehens an Berufs- und Fachhochschulen noch kaum verbreitet, befindet sich aber in unserer Gegend im Aufbau – auch dank ‹Maier-Sponsoring›.» Während die Ausbildung im Werk allen Kunden offensteht, liegt die Anwendungsunterstützung eher bei

den Vertretungen. Für die Schweizer Kunden steht bei Walter Meier (Fertigungslösungen) AG ein Langdrehspezialist zur Verfügung, der die Anwender «führt» und ihnen bei der Programmierung und Einrichtung der ersten Teile zur Seite steht. Die Unterstützung beginnt bereits lange vor der Bestellung und Lieferung der Maschine, zum Beispiel bei der Analyse der Ausgangsmaterialien, da deren Ausgansgsqualität bei diesem Verfahren eine wesentliche Rolle für die Endqualität spielt.

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Und noch eine Exklusivität: Maier Pro GE Fanuc Als Steuerung setzt man im Hause Maier konsequent auf die Steuerung GE Fanuc 31iTA resp. 30iTA – allerdings mit den bedeutsamen Vorsilben «Maier Pro»! Maier ist eine der ganz wenigen Firmen auf der Welt, deren Namen in die FanucSteuerungsbezeichnung integriert wird. Dazu Michael Maier: «Weil die Stärke der Fanuc-Steuerung für das Drehen zuvor eher beim Kurzdrehen lag, ist vieles von unserem Langdreh-Know-how in die Steuerung eingeflossen. Wir realisieren mit unseren Maschinen über die Steuerung Lösungen, die weltweit niemand sonst beherrscht und von denen man manchmal nicht einmal bei Fanuc selbst überzeugt ist, dass sie funktionieren. Zum Beispiel unsere Methode des Abwälzfräsens hat man vorher bei Fanuc nicht gekannt.» (mg)

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Im Fokus

| Medizinaltechnik

Optimale Sicherheit unter dem Skalpell

Computergestützte Chirurgie Operationszeiten verkürzen, Eingriffe gezielter und sicherer gestalten – das hat sich die Naviswiss AG vorgenommen. Mit der Kompetenz des Instituts für Medizinal- und Analysetechnologie (IMA) der FHNW entwickelte sie ein aufsteckbares Navigationssystem und eine innovative Markertechnologie, die neue Massstäbe setzen.

Autorin Elsbeth Heinzelmann, Journalistin Technik und Wissenschaft

die chirurgischen Instrumente integrierten Markern oft unbeabsichtigt durch den Anwender unterbrochen.

Pionierleistungen – effizient, aber «risky» Raffinierte Navigations- und Trackingsysteme sind das Herz der durch Computer unterstützten Chirurgie. Sie führen Chirurgen sicher durch Operationen und ermöglichen ihnen kleinste Schnitte im Sinne der minimalinvasiven Chirurgie. Doch die Einsätze sind beschränkt, denn die Geräte erweisen sich meist als sperrig und unflexibel in der Anwendung und sind teuer. Mit ortsfesten Kamerasystemen ausgerüstet, werden sie auf einem Balken im Operationssaal angebracht, erlauben dadurch keine ergonomische Handhabung. Zudem wird die Sichtlinie zwischen der Kamera und den in

Das Problem lösen könnten miniaturisierte, von Hand geführte Tracking-Systeme, welche spezielle Marker im Operationssitus sehr genau lokalisieren, womit der Chirurg die räumlichen Unterschiede und Veränderungen in der Anatomie identifizieren und kontrollieren kann, sagte sich Dr. Bruno Knobel, Fachmann für optische 3D-Trackingsysteme und Geschäftsführer der IFE Industrielle Forschung und Entwicklung GmbH in Laufen. Sein Team erfand ein Hand gehaltenes Navigationssystem, das sich auf chirurgische Instrumente aufstecken lässt und ganze Bilder dreidimensional erfassen kann. Dazu

Für das im KTI-Projekt realisierte Navigationssystem entwickelten die Forscher der FHNW Muttenz neuartige Marker, die zuerst durch das Trackingsystem selbst, später auch durch bildgebende Verfahren der medizinischen Diagnostik erkennbar sind. (Bild Naviswiss)

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Das Team von Professor Erik Schkommodau (Mitte) am Institut für Medizinal- und Analysetechnologie befasst sich mit «intelligenten» Implantaten, Visualisierungsverfahren der Telemedizin sowie bildgestützten Diagnose- und Therapiesystemen. (Bild IMA/FHNW)

wollte er neuartige Marker entwickeln, die zuerst durch das Trackingsystem selbst, später ebenso durch Bild-gebende Verfahren der medizinischen Diagnostik erkennbar sind. «Die Herausforderungen sind gross, denn das Gerät muss präzise, benutzerfreundlich und sterilisierbar sein, um im anspruchsvollen Chirurgiebereich auf Akzeptanz zu stossen», erklärt Bruno Knobel. «Zudem soll es die Operationszeit nicht verlängern.» Ein solches System hat nicht nur Absatzchancen in der minimalinvasiven Chirurgie für Orthopädie und HNO (Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten), sondern auch in Kieferchirurgie und Zahnimplantologie. Gerade Letztere steckt noch voll in den Anfängen. Die ersten auf dem Markt verfügbaren Produkte sind meist zu teuer und unergonomisch. Um seiner Idee den nötigen Anschub zu verleihen, gründete Bruno Knobel – zusammen mit Unternehmensberater Christian Walsoe und Physiker Charles Findeisen – die Firma Naviswiss AG als Spin-off der IFE. Für die klinische Umsetzung kontaktierte er Professor Erik Schkommodau, Leiter des Instituts für Me-

dizinal- und Analysetechnologie (IMA) der FHNW. Dieser initiierte eine Machbarkeitsstudie, unterstützt von der KTI, der Förderagentur für Innovation.

Mit Netzwerk marktorientiert entwickeln Zuerst ging es darum, die Bedürfnisse der Anwender abzuklären. Dazu zogen die Projektpartner Chirurgen des Bruderholzspitals und des Universitätsspitals Basel ins Boot. Seit Jahren kooperiert die FHNW mit Professor Hans-Florian Zeilhofer, Leiter der Abteilung für Kiefer- und Gesichtschirurgie am Unispital und Gründer des Hightech-Forschungs-Zentrums Basel. «Als Fachhochschule haben wir in der Regel einen rascheren Zugang zu Spitälern als Unternehmen, um die nötigen Untersuchungen im klinischen Alltag durchzuführen», so Erik Schkommodau. «Diese Praxistests durch ausgewiesene Fachärzte sind wichtig, denn sie wecken das Vertrauen von Kunden in spe.» Eine Herausforderung war die Entwicklung exakter, kontraststarker und biokompatibler Marker. Die Anforderungen an das Material bezüglich Masshaltigkeit und chemischer Alterung


Um Sterilität zu gewährleisten, hüllten die Wissenschaftler die Geräte für die ergonomischen Tests in Plastik ein, wie dies im Operationsbereich üblich ist. (Bild IMA/FHNW)

Dank einem miniaturisierten, von Hand geführten Tracking-System, genau lokalisiert durch spezielle Marker, kann der Chirurg die räumlichen Unterschiede und Veränderungen der Anatomie feststellen und kontrollieren. (Bild IMA/FHNW)

während des Autoklavierens – basierend auf dem StandardSterilisationsverfahren – waren enorm. Standardverfahren wie beispielsweise Laserbeschriftung wurden getestet, konnten aber nicht alle Anforderungen erfüllen. «Deshalb suchten wir im biotechnet Netzwerk nach Werkstoff kundigen Kollegen», erinnert sich Erik Schkommodau. Diese rieten den Basler Forschern zu einer speziellen Keramik. Trotz vieler erfolgreicher Untersuchungen und Tests dauert die Entwicklung in diesem Bereich noch an. Für erste Untersuchungen innerhalb der Machbarkeitsstudie griffen die Forscher auf marktgängige industrielle Kameras zurück. Das Problem der Sterilisierbarkeit lässt sich durch ein vollständig sterilisierbares System oder durch eine Kapselung lösen. Für die ergonomischen Tests in der durchgeführten Machbarkeitsstudie hüllte man die Geräte – wie im Operationsbereich üblich – in Plastik ein. Als besonders hilfreich erwies sich die an der FHNW vorhandene Infrastruktur. Diese reicht von CAD-Systemen zur Konstruktion und Software-Entwicklungsplattformen bis zum ImageLab für optische Untersuchungen. Ein

Reinraum dient für die sterile Implementierung, Oberflächendiagnostik und Bioanalytiklabors für Biokompatibilitätstests. Für Genauigkeitsuntersuchungen stehen Referenztrackingsysteme sowie hoch auflösende Oberflächenscanner zur Verfügung. Auf die FHNW-Kollegen greift Erik Schkommodau auch zurück für das KTI-Anschlussprojekt, in welchem nun die beiden erstellten Funktionsmuster zu einem betriebstüchtigen Prototypen entwickelt werden.

Machbarkeit erwiesen – Markt im Visier Das neue Trackingsystem könnte bisher nicht navigierbare Eingriffe ermöglichen, da es direkt auf das chirurgische Instrument aufgesetzt wird. Damit sitzt es für minimal-invasive Operationen automatisch an der optimalen Position. Die Sichtlinie zwischen Kamera und Marker bleibt intakt. Zudem entfällt die Referenzberechnung zwischen dem Koordinatensystem des Werkzeugs und dem Trackingsystem, da beide eine Einheit bilden. Die Miniaturisierung auf «Handheld» verbessert Handhabung und Ergonomie an der Schnittstelle Mensch/Maschine in der Computer-unterstützten Chirur-

gie. «Wir achteten auch auf den wirtschaftlichen Aspekt und verwenden Standardkomponenten in einem geschickten Systemdesign, was die Herstellkosten reduziert», so der CAS-Spezialist. Neuland beschreiten die Projektpartner in der Dentalimplantologie. Hier führt die Verknüpfung von adaptierten und neuen Techniken zu kürzeren Eingriffszeiten, was die Operations- und Genesungskosten senkt. «Kombiniert man das System mit einer optischen Zahnvermessungskamera, erübrigen sich Bohrschablonen», stellt Bruno Knobel befriedigt fest. «Das Planen und Setzen eines Implantats sind technisch in einer einzigen Sitzung möglich. Dies reduziert den zeitlichen Aufwand für ein Zahnimplantat von 12 auf deutlich unter 6 Stunden.» Das Potenzial für Mini-Navigationssysteme ist beeindruckend, verzeichnen doch die EU, USA und Japan über eine halbe Million Zahnärzte, wovon 10 – 20% Zahnimplantologen. Kenner der Szene schätzen das gesamte Marktpotenzial auf 300 Millionen US $. Naviswiss kann rosigen Zeiten entgegenblicken.

Infos www.kti-cti.ch www.naviswiss.eu www.fhnw.ch/lifesciences/ima

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Fertigung + Produktion

| Werkzeugmaschinen

CTX beta TC/gamma TC: Dreh-Fräszentren für Komplettbearbeitung

Drehen und Fräsen ohne Kompromisse Die integrale Kombination unterschiedlicher Technologien und Verfahren ist eines der bestimmenden Trendthemen. Vor diesem Hintergrund präsentieren sich die neuen Dreh-Fräszentren der CTX-beta-TC- und CTX-gamma-TC-Bau-reihe von DMG als innovative Alleskönner mit hohem Standardisierungsgrad, hoher Bedienfreundlichkeit und in einem frischen, neuen Design. Sie ermöglichen die kompromisslose Komplettbearbeitung bis 630 mm Drehdurchmesser und bis 2000 mm Drehlänge

B

ei den Universaldrehmaschinen der neuen CTX-Baureihe dokumentiert sich der hohe Innovationsgrad insbesondere an den Dreh-Fräs-Modellen der CTX-beta-TC- und CTX-gamma-TCSerie mit Drehlängen von 1250 bis 2000 mm, Drehdurchmessern bis 630 mm und einem Stangendurchlass bis zu 76 mm Durchmesser. TC steht hier namentlich als Abkürzung für das integrierte Scheibenmagazin mit schnellem Wechsler und Platz für 24 Werkzeuge bei der CTX beta TC beziehungsweise 36 Tools bei der CTX gamma TC, wobei für die CTX gamma TC zudem ein Kettenmagazin für bis zu 120 Werkzeuge verfügbar ist. Weiteres Herzstück

dieser Maschinen ist der stabile Fahrständer, der waagerecht auf der Z-Achse montiert ist und mithin eine optimale Krafteinleitung sicherstellt.

5-Achs-Simultanfräsen Breite Linearführungen in den Linearachsen sorgen überdies für perfekte Steifigkeit und Stabilität im Prozess, während Linearmassstäbe in allen Schlittenachsen zusammen mit der thermosymmetrischen Konstruktion und der aktiven Kühlung von Haupt- und (optionaler) Gegenspindel, Motorkonsolen und Dreh-Frässpindel die Präzision auf höchstem Niveau halten. Den Schlüssel zur uneingeschränk-

Die neuen Dreh-Fräszentren der CTX-beta-TC- und CTX-gamma-TC-Baureihe von DMG als innovative Alleskönner mit hohem Standardisierungsgrad.

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Auch die Möglichkeiten der B-Achse sind werkstattorientiert über die steuerungsinternen Programmiersysteme sehr einfach umsetzbar.

ten Komplettbearbeitung bis hin zum 5-Achs-Simultanfräsen bietet die im Bereich ±100° schwenkbare NC-gesteuerte B-Achse, die über einen Torque-Motor positioniert wird und deren Hochleistungs-Dreh-Frässpindel bei Drehzahlen bis 12 000 min-1 respektive optional 18 000 min-1 anspruchsvolle Zerspanoperationen an Haupt- und Gegenspindel ermöglicht.Selbstverständlich lassen sic die schier unbegrenzten Möglichkeiten der BAchse werkstattorientiert über die steuerungsinternen Programmiersysteme sehr einfach umsetzen. Entsprechend hoch ist auch der Stellenwert der eingesetzten CNCSteuerung, bei der den Verantwortlichen von DMG das Beste gerade ge-nug ist. So hat der Anwender bei den Maschinen der CTX-beta-TCund CTX-gamma-TC-Serie die Wahl zwischen der Siemens 840D solutionline mit ShopTurn und der Heidenhain PLUS iT mit DinPlus (TurnPlus optional). In jedem Fall kommt dabei der Bediener in den Genuss


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Das Kürzel «TC» verweist auf das Werkzeugmagazin mit schnellem Werkzeugwechsler (Tool Changer).

der neuen DMG ERGOline Control mit ihrem riesigen 19"-Screen. Dabei garantiert der grössere Screen nicht nur einen besseren Ablesekomfort, sondern er ermöglicht auch die Integration zusätzlicher DMG SOFTkeys sowie weitergehender Zustandsinformationen, was insgesamt zu einem entspannten und sichereren sowie letztlich effizienten Arbeiten führt. Zumal die neue DMG-ERGOline Control über einen Schwenkmechanismus verfügt, über den sich sowohl Bildschirm als auch Bedientableau ergonomisch optimal auf die individuellen Anforderungen des Bedieners einstellen lassen. Das gilt auch für die wahlweise zu adaptierende Sitzmöglichkeit oder das optionale Mousepad mit Zeichnungshalter.

Von der Ergonomie zur «emotionalen Intelligenz» Den althergebrachten Schlüsselkasten hat DMG durch ein im Werkzeugmaschinenbau einzigartiges DMG SMARTkey-System ersetzt. Dieser bietet weit mehr Möglichkeiten als nur die Betriebsartenanwahl. Das personalisierte Autorisieren des Bedieners mitsamt entsprechenden Zugriffsrechten oder die individualisierte Vorbereitung der Steuerung sind dafür nur zwei Beispiele. In seiner ganzen Anmutung und Funktionalität gibt die neue DMG ERGO-

line-Control dem Begriff der «emotionalen Intelligenz» jedenfalls eine ganz neue Bedeutung.

Highlights CTX beta 1250 TC/CTX gamma 1250 TC/CTX gamma 2000 TC • Dreh-Frässpindel mit NC-gesteuerter B-Achse mit Torque-Motor • Stabiler Fahrständer waagerecht auf der Z-Achse montiert für optimale Krafteinleitung • Durch Verfahren des kompletten Fahrständers in Y keine Vibration • Y-Hub bis 400 mm • Drehlänge bis 2000 mm, Drehdurchmesser bis 630 mm (700 mm mit 120-fach-Kettenmagazin*) • Scheibenmagazin: CTX beta TC mit 24 oder CTX gamma TC mit 36 Werkzeugen, optional 120fach-Kettenmagazin • Bis zu 770 Nm Drehmoment an Haupt- und Gegenspindel • Maximale Stabilität und Präzision durch thermosymmetrische Konstruktion und aktive Kühlung von Haupt- und Gegenspindel, Motorkonsolen und Dreh-Frässpindel * Option. (mg)

JetWeb reduziert den Zeitaufwand für die Programmierung und die Inbetriebnahme Ihrer Maschinen: Mit dem Programmiertool JetSym und nur einer Programmiersprache realisieren Sie alle Funktionen für das Steuern, Antreiben und Vernetzen. Durchgängiges Ethernet vereinfacht die Modularisierung Ihrer Anlagen und ermöglicht eine direkte und umfassende Kommunikation mit der Office-EDV. E-Mail- und SMS-Versand direkt aus der Steuerung informieren Sie rechtzeitig und vermeiden Stillstandszeiten. JetWeb — Efficient Automation Solutions.

Infos DMG (Schweiz) AG 8600 Dübendorf 044 824 48 48 info@gildemeister.com www.dmgschweiz.ch Jetter (Schweiz) AG · Münchwiler Str. 19 · CH-9554 Tägerschen Telefon 0 71 /918 79 50 · Fax 0 71 / 918 79 69 · sales@jetterag.ch

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Anstrengungen für die Uhrenindustrie Dixi Polytool S. A., Schweizer Hersteller von VHM-Werkzeugen, ist Marktführer im Bereich Schneidewerkzeuge für die Uhrenindustrie und bildet den Benchmark für die anderen Hersteller.

U

m die Leader-Stellung auszubauen, investiert Dixi Polytool in neue Produkte und in die Verbesserung von existierenden Werkzeugen. Ausserdem unterstützt Dixi seine Kunden, um deren neuen Herausforderungen gegenüberzustehen, wie zum Beispiel die Bearbeitung neuer Werkstoffgenerationen. 2007 und 2008 hat Dixi grosse Anstrengungen unternommen zur Einführung zahlreicher VHM-Werkzeuge, welche spezifisch für die Uhrenindustrie entwickelt wurden.

Mikro-Gewindebohrer Mikro-Gewindebohrer von Dixi (ab S0.30) sind besonders für die Bearbeitung von Werkstoffen geeignet, welche gut zerspanbar sind – zum Beispiel Kupferlegierungen, Aluminium oder Automatenstahl.

Mikro-Gewindebohrer DIXI 1712 (SO.30-M2) nach NIHS- und ISO-Norm.

In solchen Werkstofftypen oder bei Bearbeitungen, welche hohe Genauigkeit erfordern, bieten diese VHMMikro-Gewindebohrer eine optimalere Alternative als die traditionellen HSS-Gewindebohrer, und dies sowohl punkto Gewindequalität als auch Standzeit (besonders im Automatenstahl). Zurzeit sind sie jedoch für die Bearbeitung rostfreier Stähle oder schwer zerspanbarer Werkstoffe nicht geeignet.

Präzisionsgewindelehren Seit einigen Monaten bietet Dixi Polytool eine Palette an NIHS-Gewindelehren an. Das Ziel dieser Einfüh-

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rung bestand darin, den Kunden eine Alternative zu den HSS-Lehren anzubieten. Der wesentliche Vorteil der VHM-Lehren ist ein geringerer Verschleiss und dementsprechend eine höhere Zuverlässigkeit bei der Gewindekontrolle. Ausserdem, dank des unwesentlichen Ausdehnungskoeffizienten, erweisen sich die VHM-Gewindelehren als präziser. Dixi bietet diese Produkte ab S0.30 bis S1.40 an.

kann zum Beispiel problemlos ein Gewinde in einem Titan Grad 5 mit Grösse S0.30 bearbeiten. Als Nachteil muss man trotzdem die Taktzeit des Zyklus erwähnen. Diese ist länger als beim Gewindebohren. Jedoch kann dies durch den Einsatz einer Hochfrequenzspindel behoben werden (n > 80 000 rpm).

3-Zahn-Gewindewirbler Im Mai 2008 hat Dixi Polytool seine neue Serie Gewindewirbler Dixi 1738 in den Markt eingeführt, um das VHM-Programm für die Uhrenmacher zu ergänzen. Warum noch eine zusätzliche Serie Gewindewirbler? Das Hauptziel besteht darin, die Standzeit in schwer zerspanbaren Werkstoffen, rostfreien Stählen und Titan zu verbessern.

Präzisionsgewindelehren DIXI 1718 und DIXI 1719 nach NIHS-Norm.

1-Zahn-Gewindewirbler Die Einführung dieser Produktpalette (S0.30 bis S1.40) ist vor allem als Problemlöser für die Uhrenindustrie im Bereich Gewindeschneiden von Kleinstdimensionen in schwer zerspanbaren Werkstoffen vorgesehen. Mit diesem Werkzeug haben die Kunden eine wirkliche Alternative, insbesondere zur Bearbeitung der Uhrwerke bei Werkstoffen wie Durnico, Titanlegierungen, rostfreien Stählen und Kupferlegierungen. Die Gewindequalität ist klar besser als durch Gewindebohren durch Verformung.

3-Zahn-Gewindewirbler, DIXI 1738 (S0.80 à M 3.00) nach NIHS- und ISO-Norm.

Wie? Durch Erhöhung der Zähnezahl sowie in der Auswahl neuer Hartmetallqualitäten und der entsprechenden Beschichtungen. Mit diesen neuen Werkzeugen bietet Dixi eine ausgezeichnete Alternative zum Gewindebohren für schwer zerspanbare Werkstoffe an. Man will vor allem die Qualität der Gewinde verbessern. Dixi Polytool bietet sich als Partner für die gesamte Uhrenindustrie an, indem ununterbrochen weiter geforscht wird, damit neue Lösungen angeboten werden können. (bf)

1-Zahn-Gewindewirbler, DIXI 1739, nach NIHS-Norm.

Infos

Mit den Gewindewirblern Dixi 1739 gibt es praktisch keine Limiten punkto Bearbeitbarkeit der Werkstoffe oder der Dimensionen. Man

DIXI Polytool S. A. 2400 Le Locle 032 933 54 44 dixipoly@dixi.ch www.dixipolytool.com


Drei Kompetenzmarken unter einem Dach Die Walter AG ist weltweit tätig und entwickelt, produziert und vertreibt Präzisionswerkzeuge für die Metallbearbeitung. Unter dem Dach von Walter sind drei bekannte Kompetenzmarken vereint: Walter, Walter Titex und Walter Prototyp. (bf)

Infos Walter (Schweiz) AG 4513 Langendorf 032 617 40 73 www.walter-tools.com service.ch@walter-tools.com

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Durchmesser 3 bis 25 mm bis zu 3.5 m lang Steigung von 0.3 bis 92 mm I

S

eit einem Jahr gilt der Xtra·tec-Insert-Drill mit seinen zwei vierschneidigen Wendeplatten als ideale Lösung, wenn es um Voll- oder Anbohren, auch auf schrägen oder balligen Flächen, geht. Jetzt wurde die Reihe um neue Durchmesser und Längen erweitert. Mit Bohrtiefen von 2 bis 4xd und einem Durchmesserbereich von 16,5–35 mm bedient Walter alle gängigen und wichtigen Grössen. Die ideale Plattenposition sorgt für hervorragenden Kräfteausgleich im Zerspanungsprozess. Die Folge: geringe Toleranzen und hohe Oberflächengüten, die durch die Wiperschneiden am Bohrungsdurchmesser noch weiter erhöht werden. Es gibt die Insert Drill mit zwei Geometrien: E57 (13° Spanwinkel für mittlere Bearbeitungsbedingungen) und A57 (Spanwinkel von 0° für ungünstige Bearbeitungsbedingungen in Guss und Stahlwerkstof-

I

Mit der Insert-Drill-Reihe präsentiert Walter einen Wendeschneidplattenbohrer, der es in puncto Genauigkeit und Oberflächengüte mit so manchem Spiralbohrer aufnehmen kann.

fen). Die Aussen- oder Wiperplatten sind komplett umfangsgeschliffen und mit verschiedenen Tiger·tecSchneidstoffen erhältlich. Dadurch können sie optimal an ihre Einsatzbedingungen angepasst werden. Die stabilen Körper der Xtra·tec-Insert-Drill-Bohrer mit ihrer hartvernickelten Oberfläche sind gegen Korrosion und Verschleiss geschützt. Der optimierte Spanraum und die glatte Oberfläche sorgen für einen gute Spanablauf. Verbessert an den neuen Bohrern wurde auch das Handling. Die Wendeschneidplatten lassen sich problemlos austauschen, sind aber trotzdem sicher in ihren Plattensitzen befestigt.

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Mit der Insert-Drill-Reihe ist Walter im Wendeschneidplattenbohrbereich der grosse Wurf gelungen. Hoch produktiv und überaus genau – die Xtra-tec-Bohrer machen bei einigen Anwendungen den bislang üblichen Spiralbohrern schon lange das Feld streitig. Jetzt gibt es die Bohrer mit neuen Durchmessern.

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Automations- und Antriebstechnik

| Energietechnik

Minergie lässt niemanden kalt Ob Allheilmittel für die energetische Sanierung, Marketinginstrument oder Begrenzung der architektonischen Freiheit: Minergie lässt niemanden kalt. Ein Gespräch mit Markus Steinmann über Minergie und die Notwendigkeit, qualitativ hochstehender Weiterbildung.

Markus Steinmann

Markus Steinmann, Leiter Weiterbildung der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).

Technica: Minergie ist beim energieeffizienten Bauen das grosse Thema. Wie ist die Weiterbildung in diesem Bereich aufgebaut? Sie gliedert sich in drei Stufen. Es gibt Infoveranstaltungen wie zum Beispiel die Energie-Apéros. An den Gratisveranstaltungen werden bei uns pro Jahr bis zu 700 Personen über den Stand der Technik informiert oder durch herausragende Bauten wie gute Minergie-P- oder Minergie-Eco-Gebäude geführt. Auf der zweiten Stufe sind die Weiterbildungen zur MinergieFachpartnerschaft. An den einbis dreitägigen Kursen werden sowohl die Grundlagen zur Energieeffizienz am Bau vermittelt als auch konkrete Fallbeispiele behandelt. Die Weiterbildung an den Fachhochschulen ist die dritte Stufe. Die Minergie-Fachpartnerausbildung wird gerade neu organisiert. Ja, die Fachpartnerkurse sind in zwei Sparten geteilt. Die einzel-

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nen Kurse richten sich entweder an planende Baufachleute oder ausführende Baufachleute. So lässt sich der Praxisbezug am besten gewährleisten. Was bringen die MinergieFachpartnerkurse den Teilnehmenden? Die Grundkurse richten sich an Berufsleute, die einen fundierten Einstieg in die Thematik Minergie suchen. Darauf können sie in den Vertiefungskursen aufbauen, z. B. Minergie-Eco oder Minergie-P. Schliesslich wird die Teilnahme mit einem Zertifikat bestätigt. Bis das erlangte Wissen in Grundausbildung wie Berufslehren einsickert, vergehen mindestens noch zehn Jahre. Da klingt ein Marktvorteil mit? Wenn eine Weiterbildung wie der Fachpartner-Grundkurs für Planende zur Folge hat, dass die Teilnehmenden auf einer Minergie-Fachpartner-Liste aufgeführt werden, dann ist das für sie lukrativ. Marketing ist ein guter Antrieb für Weiterbildungsmassnahmen, ein guter Hebel für Energieeffizienz und Bauökologie. Die Fachpartnerschaft ist eine geschützte Bezeichnung, das bringt Vorteile auf dem Markt. Ein Unternehmen muss entsprechend ausgebildetes Personal oder eine erfolgreiche Praxis aufweisen, um Fachpartner zu werden. Vertiefungskurse müssen alle drei Jahre besucht werden, um Fachpartner zu bleiben. Bei Minergie-P und -Eco ist der Komplexitätsgrad hoch, lässt

sich das nötige Wissen überhaupt «on the Job» erarbeiten? Erfahrung und Wissen sind bei so anspruchsvollen Baustandards entscheidend. Wenn man an ein Kernelement von Minergie-P, die Luftdichtigkeit des Baus, denkt, dann sind die Zusatzkosten der Weiterbildung sekundär. Die Luftdichtigkeit betrifft mehrere Handwerksbereiche vom Maurer und Elektriker bis zur Dachdeckerin. Die müssen alle ausgebildet werden, sonst pfeift es am Ende, beim Blower-Door-Test, durch alle Ritzen. «On the Job»-lernen kann teuer sein. Teurer als gute Kurse mit hervorragenden Unterlagen. Gute Unterlagen sind kein billiges Unterfangen! Leider nicht. Die Unterlagen für die Fachpartnerkurse sind aus dem Kurswesen praktisch nicht finanzierbar – nicht in der geforderten Qualität. Aber gerade bei den Fachpartnerkursen sind gute Skripte enorm wichtig. Die Berufsleute werden an den Kursen in kurzer Zeit mit Wissen bombardiert. Zurück in der Praxis sollen sie einzelne Punkte in Ruhe nachschlagen und punktuell die wichtigsten Informationen auffrischen. Mehr als die Hälfte der Wirkung guter Weiterbildung liegt im Skript. Wir investieren viel Geld in die Dokumentation und werden darin auch vom Bundesamt für Energie, von EnergieSchweiz, unterstützt. Der Beitrag vom BFE geht vollumfänglich an die Referenten, also an die Verfasser der Unterlagen. So werden natürlich auch gute

Referenten und Referentinnen angezogen. Wie sieht die dritte Stufe der Weiterbildung aus, die an der Fachhochschule selbst? Seit einem Jahr kann ein Master of Advanced Studies (MAS) in «Nachhaltigem Bauen» erlangt werden. Der MAS löst die Nachdiplomstudien der Fachhochschulen ab. In der deutschsprachigen Schweiz haben sich dazu fünf Fachhochschulen zusammengeschlossen und ein koordiniertes Programm – EN Bau – auf die Beine gestellt. Das Programm basiert auf Zertifikatskursen (CAS), die einzeln abschliessbar sind. 2007 besuchten an unserer Hochschule 75 Personen entsprechende Kurse. Drei CAS-Kurse ergeben ein Diplom (DAS), der Master wiederum erfordert fünf CAS und eine Masterarbeit. Keine Weiterbildung, die sich mit Halbtageskursen erledigen lässt. Bis zum Master dauert es mindestens zwei Jahre – berufsbegleitend. Die dazu nötigen CAS kosten zusammen rund 20 000 Franken. Jedes einzelne CAS beinhaltet eine Studienarbeit die geprüft wird, auch der Stoff wird mit einer Prüfung abgefragt. So hat man die Gewähr, dass Fachleute mit dem CAS-Zertifikatskurs auch über das entsprechende Wissen verfügen. Zur Teilnahme an einem CAS ist ein Hochschulabschluss oder eine gleichwertige Ausbildung Voraussetzung. (bf)


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Automations- und Antriebstechnik

| Automation

Zu Besuch bei Fastems in Tampere Finnland zum Thema Produktionsautomatisierung

Produktion und Logistik in Harmonie Das finnische Unternehmen Fastems sieht sich weltweit als Marktführer in der Produktionsautomatisierung. Ziel ist die aktive Nutzung von bis zu 8760 Produktionsstunden pro Jahr bzw. die zerspanende Bearbeitung rund um die Uhr.

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ie Geschichte des finnischen Unternehmens Fastems Oy Ab in Tampere darf als Spiegelbild der wechselvollen Geschichte der skandinavischen bzw. der finnischen Werkzeugmaschinenindustrie angesehen werden. Hervorgegangen aus zwei finnischen Werkzeugmaschinen- und Produktionstechnikherstellern – Valmet aus dem Bereich Werkzeugmaschinen und Työstökonekeskus, die im Jahr 1995 in Teilbereichen der Gruppe Mercantile Machine Tools einverleibt wurden – entwickelte sich Fastems in den Jahren danach quasi aus dem Stand zu einem Global Player, der sich in Sachen Produktionsautomatisierung international einen sehr guten Namen gemacht hat. Fastems agiert als Systemintegrator und versieht Werkzeugmaschinen mit der notwendigen Automation, sodass sie sozusagen ohne Unterbrechung ihren Zweck erfüllen, nämlich produktiv zu arbeiten. Ausserdem agiert Fastems heute als Hersteller von Logistik- und Automations-Equipment und als Lieferant von eigener Steuerungstechnik und Software.

feranten zu etablieren. Im Vordergrund steht für sie eine Formel: 24 Stunden/Tag x 365 Tage/Jahr = 8760 Stunden/Jahr Das Ergebnis zeigt das Ziel: Eine Maschine soll 8760 Stunden pro Jahr im Einsatz sein.

Starke Maschinen maximal nutzen Innerhalb der letzten 13 Jahre wurden weltweit rund 800 integrierte Logistik- und Produktionssysteme installiert. Von Vorteil ist dabei, dass Fastems aus der Produktion und eben nicht aus der Logistik

Ein flexibler FPC-Palett-Container mit systemintegrierter Doppel-Rüststation und Bedienerterminal.

kommt und demnach die Anforderungen bezüglich zerspanender Metallbearbeitung sehr genau kennt.

8760 – eine magische Zahl Die agilen Finnen aus Tampere haben es geschafft, Fastems als einen herstellerunabhängigen Anlagenlie-

Autor Edgar Grundler Redaktor Technica

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Ein flexibles EBM-Palettmagazin mit integrierter Lade-/Rüststation.


Der Erfolg gibt den Finnen recht, zumal sich im Zuge der Globalisierung in den vergangenen fünf Jahren grosse Herausforderungen hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Konkurrenzsituation ergaben. Das Prinzip, leistungsfähige Maschinen maximal zu nutzen, ist an sich nicht neu und sollte eigentlich überall umgesetzt werden, jedoch verfolgt Fastems dies mit einer selten gewordenen Konsequenz und in enger Abstimmung mit allen relevanten Herstellern von Werkzeugmaschinen.

Die Krise bringt Aufwind Mit der breiten, jedoch weitgehend standardisierten Produktpalette an Paletten-Containern und -Hochregallagern, Regalbediengeräten, Roboterzellen und Rüststationen sowie Software und Serviceleistungen sind heute nahezu 400 Spezialisten beschäftigt. Sie haben im Jahr 2008 einen Umsatz von über 105 Mio. Euro erwirtschaftet. Und sie gehen davon aus, dass die aktuelle und künftige Wirtschaftssituation nicht einfacher wird und die Unter-

Aus vier Bausteinen Dem Kunden stehen für die Produktionsautomatisierung verschiedene Lösungen zur Verfügung, die aus folgenden Bausteinen bestehen: • FPC ist das Kürzel für flexible Paletten-Container. Diese sind als kompakte Alternative zum herkömmlichen Paletten-Pool anzusehen. Inklusive Lade-/Rüststation, komplett vorinstalliert in einem kranbaren Container, lassen sich die FPC-Systeme problemlos mit einem vorhandenen oder auch mit einem neu installierten BAZ koppeln. Die FPC können für Paletten der Grössen 400 x 400 bis 1000 x 800 mm ausgerüstet werden. Im Normalfall sind wahlweise der Maschinenhersteller oder der Händler die Partner für die Installation und Integration der FPC, von denen im Übrigen auch bis zu zwei in Reihe aufgebaut und integriert werden können. • FPM dagegen steht für flexibles Palettenmagazin und stellt ein einfach zu konfigurierendes sowie flexibel zu erweiterndes modulares

KONFEKTIONIERUNG I BAUGRUPPEN I M E C H AT R O N I K

Die Aussenansicht einer MLS-Anlage mit PalettenEin-/Auslagerstation und Bedienerterminal.

Wie in anderen kleinen, schlagkräftigen Industrienationen auch, haben die Schweizer Kleinserien-Fertiger ihre Maschinen als schnell aktivierbaren Produktivitätspuffer erkannt und demensprechend investiert. So sind heute allein in der Schweiz weit über 70 unterschiedliche Fastems-Anlagen mit integrierten Bearbeitungszentren installiert und sorgen dort – in allen relevanten Industriezweigen – für mehr Durchsatz und Wirtschaftlichkeit, ohne dass dafür in zusätzliche Maschinen investiert werden müsste.

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nehmen dadurch noch mehr in personalarme, automatisierte und damit wirtschaftliche Produktion investieren müssen. Darum stehen für Fastems die Zeichen weiter auf Wachstum, und zwar in allen Märkten. Gut 50 % des Umsatzes werden in Skandinavien und Deutschland realisiert, im Rest von Europa weitere 30%, wovon ein vergleichsweise grosser Anteil auf die Schweiz entfällt.

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Automations- und Antriebstechnik

Die Innenansicht einer MLS-Anlage mit dem Regalbediengerät zum automatischen Ein-/Auslagern der jeweiligen Werkstück-Palette.

Palettensystem für den Aufbau eines flexiblen Fertigungssystems (FFS) dar. FPMs gibt es in drei Grössen: 400 x 400 (500), 500 x 500 (630) und 630 x 630

(800) mm, wobei hier der Aufbau als einseitiger Speicher, mit 2 oder mit 3 Ebenen, mit 2 oder mehreren Regalmodulen und mit Erweiterungen nach links oder rechts möglich ist. FPM-Anlagen bestehen somit aus dem Paletten-Magazin mit Regalbediengerät, der Lade-/Rüststation und natürlich der Steuerung. Hier fungiert Fastems als Systemintegrator und sorgt für die Projektierung, Installation, Inbetriebnahme, Schulung, Wartung und auf Wunsch den Teleservice. FPM-Anlagen lassen sich bei Bedarf auf bis zu 10 BAZs und 4 Lade/Rüststationen ausbauen. • Ähnlich gestalten sich die sogenannten MLS-Anlagen (Multi Level System), wobei es sich hier um in Länge und Höhe sowie in Palettengrösse und in Palettenanzahl um mehr oder weniger frei konfigurierbare Hochregalanlagen mit Regalbediengerät(en) und Lade-/ Rüststation(en) handelt. Die Grösse der Paletten ist quasi frei zu bestimmen und es bestehen Integrationsmöglichkeiten für Bearbeitungszentren und andere Werkzeugmaschinen oder auch für Peripherieanlagen wie Waschmaschinen und Messeinrichtungen. Wie hoch flexibel die Integrationsmöglichkeiten in die genannten Systeme FPC, FPM und MLS sich in der Praxis darstellen, zeigen fol-

| Automation

gende Daten aus dem Jahr 2007: 137 Automatisierungsprojekte mit mehr als 230 voll integrierten Werkzeugmaschinen von 30 verschiedenen Herstellern plus Peripheriemaschinen von weiteren 100 Herstellern; dabei galt es bei den Werkzeugmaschinen allein schon 84 unterschiedliche Maschinentypen und 7 verschiedene CNC-Steuerungen sowie div. Software-Schnittstellen zu berücksichtigen; die Palettengrössen reichten von 400 x 400 bis 2400 x 3400 mm und die Stückgewichte reichten bis 16 Tonnen! • Auch im Bereich Maschinenautomatisierung in anderen Dimensionen ist Fastems aktiv, nämlich mit seinem Lieferprogramm an RPCAnlagen sprich Roboterzellen, die als komplette MaterialhandlingZellen im Werk ausgerüstet und dann beim Kunden mit der jeweiligen Werkzeugmaschine «verheiratet» werden. Auch hier gibt es auf Basis von Grundeinheiten und Industrierobotern verschiedenste Ausführungen für Dreh-, Fräs-, Schleif- und sonstige Maschinen. Für die Kunden ist in jedem Fall von Vorteil, dass sie aus einer kompetenten und verantwortlichen Hand eine komplette Lösung inklusive Service erhalten. Zumal sich Fastems hier im Gegensatz zu vielen kleineren Automations-Partnern und Systemhäusern auf das Segment Produktionsautomatisierung konzentriert und nicht die Automation selbst, sondern eben die Produktivitätssteigerung speziell in der mechanischen Fertigung im Fokus hat. (bf)

Infos

Eine RPC-Anlage, bestehend aus einer im Werk komplett ausgerüsteten RPC-Anlage und einer Drehmaschine, «verheiratet» im Werk des Kunden.

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Automations- und Antriebstechnik

| Komponenten

Schmierfreie «DryLin R»-Lineargleitlager ersetzen Kugelführungen

Aus robusten Polymeren «DryLin R»-Lineargleitlager von igus sind schmierfrei, robust und schmutzunempfindlich. Die Linear-Rundführungen mit hoch verschleissfesten Polymeren ersetzen in zahlreichen Fällen metallische Buchsen. Wartungsintervalle verkürzen sich, die Lebensdauer wird gesteigert.

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rastisch ist das Beispiel der Firma Poppe Gummiwarenfabrik in Giessen. In einer Ablängmaschine für Gummischläuche fielen Kugelbuchsen bereits nach sechs Monaten aus. Die starke Verschmutzung mit Talkum war der Grund. Seit inzwischen fünf Jahren verrichten nun selbsteinstellende «DryLin R»-Lineargleitlager störfrei ihren Dienst. Ein weiteres Beispiel ist die österreichische Montan-Universität in der Steiermark. Hier entschied man sich bei einer Steinkreissäge für Lineargleitlager, nachdem Kugelführungen Probleme bereitet hatten.

Verschleissfeste Polymere für Lineartechnik «DryLin R»-Lineargleitlager von igus basieren auf speziell für die Lineartechnik entwickelten, hoch verschleissfesten Polymeren. Die Stan-

dard-Gleitfolien sind aus dem Werkstoff «iglidur J» für sehr gute Gleitreibwerte gefertigt, die Hochtemperatur-Gleitfolien aus «iglidur X» für eine langfristige Anwendungstemperatur bis 250 °C. Die Lineargleitlager sind in ihren Abmessungen kompatibel mit denen von Linearkugelbuchsen. Sie benutzen Rundwellen als Gegenlaufpartner und akzeptieren dabei die unterschiedlichsten Wellenpartner.

DryLin R» verbaut in einer Steinkreissäge der Montanuniversität in Leoben, Steiermark. Zuvor eingesetzte Kugelführungen hatten Probleme bereitet.

Robust und unempfindlich Ihre spezielle Geometrie macht «DryLin R»-Linearlager robust und sorgt für eine hohe Sicherheit selbst bei gröbstem Dreck. Die Gestaltung der Lagerfläche mit einzelnen Laufstegen und dazwischen angeordneten Unterbrechungen wirkt sich hier – neben dem Verzicht auf Schmiermittel – besonders vorteilhaft aus. Selbst wenn Schmutz feucht auf

Hitze, Schnee, Salz, Split und Feuchtigkeit: robuste «DryLin R»-Linearführungen, hier verbaut in einem Lenksystem für Busanhänger.

die Welle trifft, wird er von den Laufbahnen abgewischt und in die kontaktlosen Bahnen zurückgedrängt. Die Stege der Laufflächen der Lager gleiten dann auf der von allen Verschmutzungen freigewischten Bahn. (bf)

Infos «DryLin R»-Lineargleitlager von igus GmbH, Köln, sind schmiermittelfrei, robust und schmutzunempfindlich. Die Abmessungen entsprechend denen von Linearkugelbuchsen.

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Montagetechnik |

Automations- und Antriebstechnik

Konventionelle Mechanik oder progressive Kunststofftechnik?

Vom Förderer bis zur Zuführstation Ob Elektrotechnik oder Feinmechanik, ob sicherheitsrelevante Automotive-Baugruppen oder lebenswichtige Medizintechnikteile – der Zusammenbau einer noch so einfachen oder umgekehrt komplexen Baugruppe, eines Teilsystems oder eines Komplettgeräts beginnt immer mit dem Zuführen und Fügen der entsprechenden Bauteile. Und egal ob von Hand oder halbbzw. vollautomatisch montiert wird, am Ende sollte es ein Qualitätsprodukt sein und bestens funktionieren. Damit dem so ist und damit die (teil)automatisierte Montage reibungslos sowie produktiv vonstatten gehen kann, gilt es die besagten Montageteile zu sortieren, lagerichtig zu orientieren, zu vereinzeln und schliesslich für die exakte Entnahme/Übergabe positionsgenau zu platzieren.

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as Sortieren, Orientieren, Vereinzeln und lagerichtige Platzieren geschieht im Normalfall mithilfe von Vibrationsförderern. Das Leistungsportfolio der Zuführtechnik von Afag unterscheidet sich dabei wesentlich vom dem der Wettbewerber. Als einziger Anbieter setzt Afag sowohl auf konventionelle Vibrationsfördertechnik als auch auf hochmoderne, patentierte Vibrationsfördertechnik mit Schwingungsausgleich.

stahl und diese Fördertöpfe werden auf 5-Achsen-CNC-Bearbeitungszentren hochpräzise gefertigt. Die weitere Innovation bei dieser Fördertopftechnologie ist darin zu sehen, dass die Vibrationsförderer über einen Schwingkräfteausgleich

verfügen. Das heisst, dass die Vibration durch eine Gegenschwingmasse ausgeglichen wird. Zum einen schont das dank geringerer mechanischer Belastungen die Anlagen und die Produkte. Zum anderen werden so genannte Störungsschwingungen, die sich wiederum negativ auf die Prozesssicherheit und die Zuführ-Effizienz sowie die Zuführ-Kontinuität auswirken, auf ein Minimum reduziert.

Konventionell ist mehr als nur universell! Zum Zuführen von mittleren bis grossen Teilen stellt Afag konventionelle Zuführtechnik in den Vordergrund, zumal hier die Erfahrungen aus Tausenden von einfachen bis kritischen Anwendungen den Weg weisen. Zuführtöpfe aus Stahl-,

Das Highlight: 3D-CAD-/CAM-gefräste Fördertöpfe Genauer betrachtet sind die Unterschiede so gross wie die Anwendungsvielfalt, denn Afag bietet seinen Kunden ein breites Programm an Zuführsystemen und hat somit für jede Aufgabenstellung die optimale Lösung parat. Zu nennen wäre hier die hoch innovative Zuführtechnik für kleine bis mittlere Teilegrössen, wobei hier hochmoderne 3D-CAD-/ CAM-gefräste Fördertöpfe zum Einsatz kommen. Solche Fördertöpfe bestehen je nach zu förderndem Produkt und entsprechender Anforderungen wahlweise aus Polyamid, Aluminium oder Edel-

Der neue Hybrid-Linearförderer HLF.

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Automations- und Antriebstechnik

Die vier Baugrössen des Hybrid-Linearförderers HLF.

Kunststoff und Aluminium, Entwirrund Sortierschikanen, Vereinzelungen sowie Lageorientierungen aus den jeweils geeigneten und verschleissfesten Werkstoffen - der jeweilige Anwendungsfall bestimmt den Aufbau und die Ausrüstung bis hin zur Schnittstelle zum Montagesystem. Konventionelle Zuführsysteme gibt es auch als Reinraum-Ausführungen und in spezieller Ausprägung für den Einsatz in der Medizintechnik. Hierbei kommen beispielsweise nur zugelassene, zertifizierte Werkstoffe zur Verwendung, die sich auch zur Zuführung steriler Medizintechnikteile eignen. Eine weitere Variante sind komplette Zuführstationen in Gestalt flexibler Zuführeinheiten der Baureihe Comet. Hierbei handelt es sich um jeweils komplett mit Bildverarbeitung, Schüttgutförderern, Transportbändern und Übergabe-Handling ausgerüstete Einheiten, die nur noch an das Montagesystem anzudocken sind. Die einzelnen Teile werden dabei nach der Auswertung durch das Bildverarbeitungssystem direkt vom laufenden Band abgegriffen, lageorientiert und dann an Ort und Stelle zum Beispiel auf einen Werkstückträger bzw. auf eine auf dem Träger befindliche Baugruppe gefügt.

Aufbau des Geschäftsbereiches Zuführtechnik Komponenten Durch die jahrelange Erfahrung im Projektgeschäft mit Zuführungen wurden die bei Afag im Einsatz befindlichen Komponenten immer weiterentwickelt und auf die Kun-

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denbedürfnisse angepasst. Bei fast allen Antriebskomponenten wurde

| Montagetechnik

der Schwingmassenausgleich integriert, wodurch diese den höchsten technischen Anforderungen entsprechen. Jetzt hat sich die Afag mit dem Aufbau eines neuen Geschäftsbereiches dafür entschieden, diese Komponenten für den Weltmarkt zur Verfügung zu stellen und vertreibt sie über ein neu aufgebautes Key Account Management. Flankiert wird dieser Aufbau durch die Entwicklung der neuen HybridLinear-Förderer HLF-M. Die neue Generation an Linearfördererantrieben zeichnet sich vor allem durch eine kompakte, geschlossene Bau-

Afag – die mit den «Roten Modulen» Afag ist seit dem Jahr 2000 Mitglied der international tätigen Feintool-Gruppe. Diese besteht aus den vier Geschäftsbereichen Fineblanking Equipment, Automation, System Parts und Plastic/Metal Components. In der Gruppe arbeiten weltweit rund 1900 (inklusive über 100 Auszubildende) Menschen und diese realisieren pro Jahr einen Umsatz von etwa 520 Mio. CHF. Die Business Unit Components (Afag) beschäftigt an vier Standorten in der Schweiz (Huttwil), in Deutschland (Amberg und Leonberg) sowie in USA (Canonsburg, PA) 138 Produktspezialisten plus 14 Auszubildende. Die Business Unit Components Afag befasst sich mit der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von pneumatischen/elektrischen Handlingmodulen (Linear-, Rotations-, Portalmodule und Compact-Schlitten) und mit pneumatischen Greif- sowie Greif-/Drehmodulen. Der Einstieg der ehemaligen Apparatefabrik AG Huttwil in die Zuführtechnik begann mit der Entwicklung eines Pick-and-Place-Handlinggeräts im Jahr 1981 und das war auch die Geburtsstunde der «Roten Module». 1985 erfolgte die Übernahme des Automations-Unternehmens Charles Manigley in Aarberg. Mit zunehmendem Bedarf an Automatisierungskomponenten und Montagesystemen entwickelte sich Afag ab Ende der 80er-Jahre zu einem der weltweit führenden Hersteller von pneumatischen, pneumatisch-elektrischen sowie elektrischen Zuführeinrichtungen, Montagebausteinen und Montagesystemen. In den über 50 Jahren ihres Bestehens hat sich die Afag in der Produktions- und Montage-Automatisierung vor allem über die so genannten und weltweit bekannten «Roten Modul» einen sehr guten Namen gemacht. Wie kaum bei einem anderen Unternehmen in dieser Branche trifft hier die Definition den Nagel auf den Kopf: «Modul – eine sich aus mehreren Elementen zusammensetzende Einheit innerhalb eines Ge- Modular aufgebaute Pick&Place-Einheit. samtsystems, die jederzeit ausgetauscht werden kann». Im Systemaufbau des Handlingmodule-Baukasten von Afag finden sich deshalb über all die Jahre hinweg immer wiederkehrende Elemente und Abmessungen, wie zum Beispiel die hochgenauen Zentrier- und Verbindungshülsen zur exakten Lage-Fixierung von zwei miteinander zu verbindenden Modulen, oder auch das Lochrasterbild für die Befestigung eines Moduls auf einem anderen.


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Integrieren Automatisieren

form mit optimiertem Schwingkräfteausgleich aus. Dieser basiert auf dem Prinzip des Massenausgleichs sowie der speziellen Anordnung der Massenschwerpunkte von Nutz- und Gegenmasse. Dabei werden die freien Schwingkräfte zum grössten Teil bereits direkt im Gerät eliminiert und nicht, wie bei konventionellen Geräten, in den Unterbau abgeleitet. Resultat: Es gibt keine Störschwingungen, die sich in einer Montagestation oder -anlage negativ auswirken können. Zudem wird durch eine diagonale Aufhängung der Massen auch die Entstehung von Querschwingungen vermieden, sodass sich eine ruhige und schonende sowie kontinuierliche Förderung ergibt, die auch bei engen Bauteiltoleranzen eine hohe Prozesssicherheit gewährleistet. Als weitere Innovation wäre die lange und breite Montagefläche für den Aufbau von Förderschienen zu nennen, was den Gestaltungsfreiraum für speziell auszulegende Förderschienen erheblich erweitert. Jetzt ist es möglich, Förderschienen bis zu 1000 mm Länge zu installieren, denn mit dem neuen Antrieb lassen sich mit nur einem einzigen Gerät auch solche grösseren Distanzen überwinden. Zusammen mit den Linearförderern, Topfantrieben, Topfrohlingen, Bunkern und weiteren Zuführtechnikkomponenten steht damit erstmals eine komplette Produktrange zur Verfügung, die mit dem Aufbau des neuen Geschäftsbereichs weltweit bei der Afag zu beziehen ist. (eg)

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Optimale Raumplanung Höhere Lagerkapazitäten bei reduzierter Lagergrundfläche, Verringerung der Materialhandlingzeiten und grösstmögliche Flexibilität bei Lagerung und Materialzuführung – was sich wie die Quadratur des Kreises anhört, war das Anforderungsprofil an ein neues Automatikblechlager. Mit der seit Sommer 2006 eingesetzten Lösung wurden die hochgesteckten Ziele erreicht. Die angestrebte Umstellung auf Just-in-time-Fertigung gelang ohne Schwierigkeiten.

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ir sind sehr zufrieden, da wir jetzt über ein hochflexibles System verfügen.» Harald Nolting, Leiter Fertigung und Konstruktion bei Jakob Rohrsysteme in Porta Westfalica, lässt keinen Zweifel daran, dass das Unternehmen bei der Wahl der Lagerlösung eine kluge Entscheidung getroffen hat. Das stark expandierende Unternehmen, das seine Kunden auch weiterhin zeitnah beliefern will, stand allerdings vor der Herausforderung, die hohen Lagerkosten im Fertigund Halbfertigwarenlager zu reduzieren. Eine wichtige Rolle bei der Just-in-time-Belieferung der Kunden spielte bislang das Fertiglager von Jacob. «Wir gewährleisteten in der Vergangenheit vor allem durch

unser grosses Lager für gefertigte Rohre besonders kurze Lieferzeiten», berichtet Harald Nolting.

Fr. Jacob Söhne GmbH & Co. gehört zu den sogenannten «Hidden Champions» der deutschen Wirtschaft, das sind meist mittelständische Unternehmen, die sich in ihren Sparten eine führende Position erarbeitet haben. Der 1924 gegründete Produktionsbetrieb in Familienbesitz aus dem westfälischen Porta Westfalica zählt heute mit mehr als 300 Mitarbeitern zu den führenden Spezialisten auf dem Gebiet des Rohrbaus mit Spannringverbindungen. In den Pressenstrassen und der Laserfertigung sind modernste industrielle Serienfertigung mit eigens entwickelten Werkzeugen und präzise Einzelund Kleinserienfertigung möglich.

Voll automatisierte Prozesse Harald Nolting: «Zusätzlich zu unserer eigenen Produktion kauften wir spezielle Rohre in grossen Mengen bei unserer italienischen Tochtergesellschaft. Die Bevorratung der Rohre war natürlich sehr platzintensiv. Deshalb entschieden wir uns, diese Produkte ab sofort selbst – und zwar just in time – zu fertigen. Um die hohe Verfügbarkeit auch weiterhin zu gewährleisten, setzten wir auf eine konsequente Prozessautomation.» Jacob plante infolgedessen den Bau einer neuen Produktionshalle sowie die Investition

Das Kassettenlager ist ein zentraler Bestandteil der neuen vollautomatischen Rohrfertigungszelle.

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Rohre Just-in-Time

in eine Rohrfertigungszelle, deren zentraler Bestandteil ein neues Lagersystem für Rohbleche ist. Ziele waren die Ablösung der händischen durch voll automatisierte Prozesse, die Steigerung der Lagerkapazitäten bei Verringerung der Lagergrundfläche und die Reduzierung der Materialhandlingzeiten. «Per Knopfdruck wird heute jedes Format schnellstmöglich den Bearbeitungsmaschinen zugeführt», so Nolting. Die Arbeit vor der Installation des Lagersystems war sehr aufwändig. Bei der manuellen Bedienung mussten die Mitarbeiter das benötigte Rohmaterial – es handelt sich um 200 bis 2000 Millimeter lange und 450 bis 1260 Millimeter breite Blechplatinen in 200 verschiedenen Abmessungen und Blechqualitäten – oft suchen. Nicht selten mussten viele Paletten zur Seite geschafft werden, um an die Bleche zu gelangen. Ausserdem verbrauchte die Bodenlagerung viel Platz. Nach einem sorgfältigen Auswahlprozess entschied sich das Unternehmen für eine Lösung des Logistikanbieters Friedrich Remmert GmbH. Das Sys-tem war auf die Anforderungen zugeschnitten, das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut. Hinzu kamen das hohe fachliche Know-how des Anbieters und das


Die Vakuumtraverse entnimmt das Rohmaterial an der Auslagerstation und führt es der Rohrschweissanlage vollautomatisch zu.

umfangreiche Service-angebot. Harald Nolting: «Mit einer Anlage kaufe ich eine Dienstleistung ein. Die stimmt bei Remmert.»

Verzicht auf teure Bodenfläche Im Sommer 2006 konnte das System in der neuen Halle den Betrieb aufnehmen. Das 15 Meter hohe Blech-lager «Mini» auf 24 Quadratmetern Grundfläche mit 135 Palettenplätzen zeichnet sich durch Kompaktheit und Platzersparnis aus, denn der Blechturm nutzt die Höhe und verzichtet auf teure Bodenfläche. Daher ragt das Lager auch rund sieben Meter über die acht Meter hohe Produktionshalle hinaus. Das wird durch die dachund wandtragende Konstruktion des Turms ermöglicht, der sich auf diese Weise einfach in die neu gebaute Halle integrieren liess. Das Blechlager bildet den Anfang des Rohrfertigungsprozesses. Die Produktionsaufträge werden im SAP-System generiert, am Fertigungsleitstand die

Aufträge optimiert: Der Bediener erhält eine Fertigungsliste und wählt die Rohrabmessung aus. Der Rohrdurchmesser kann zwischen 150 und 400 Millimeter bei Rohrlängen von 200 bis 2000 Millimetern betragen. In der Auslagerstation nimmt eine Vakuumtraverse das entsprechende Material auf und führt es der ersten Maschine, einer Rohrschweissanlage von Weil Engineering GmbH, zu. Dort startet der Bearbeitungsprozess: Rundung der Bleche zu Rohren, Verschweissen, Bürsten, weitere Umformung und Palettierung. Werden für den Auftrag nicht alle auf der Palette bevorrateten Bleche benötigt, lagert der Turm das verbleibende Material selbsttätig wieder ein. Je nach Abmessung können auf einer Palette übrigens bis zu acht Stapel bevorratet werden; eine Stapelung ist neben- und hintereinander möglich. Die Stapelhöhe von 100 Millimetern pro Palette wird bei Schnelldrehern auf bis zu 290 Millimeter vergrössert. Dies erspart Jacob einen zusätzlichen Palettenplatz.

Massive Senkung der Stückkosten Das System hat sich bewährt. Arbeiteten vor der Integration durchschnittlich 2,5 Mitarbeiter pro Schicht in der Rohrfertigung, so werden heute im Schnitt ein bis 1,5 Mit-arbeiter pro Schicht eingesetzt. Im neuen Lager wird weitaus mehr Material bevorratet als früher: Für die eingelagerte Menge würde Jacob heute ohne die entsprechende Technik ungefähr die vierfache Fläche benötigen. Durch die Silobauweise ist eine optimale Platzausnutzung sichergestellt. «Wir haben so hoch gebaut, wie es die Vorschriften erlaubten», erläutert Harald Nolting. Heute steht eine komplexe Rohrfer-

tigungszelle auf engstem Raum. Das Lager fährt im Zweischichtbetrieb, bei Bedarf kann aber problemlos ein Dreischichtbetrieb eingeführt werden. Die Stückkosten sind aufgrund der reduzierten Materialhandlingzeiten besonders bei kleinen Losgrössen massiv gesunken. Dauerte die Rohrfertigung bei einer eher geringen Losgrösse von 30 Rohren früher im Durchschnitt sechs bis sieben Minuten pro Rohr, so beträgt sie heute rund zwei Minuten. «Je geringer die Losgrösse ist, desto mehr schlägt das System positiv zu Buche», so Nolting. «Schliesslich ist der Handlingaufwand – Suche des Materials, Zuführung des Materials an die Bearbeitungsmaschinen – bei kleinen Losgrössen proportional höher als bei grossen.» Vor allem: Die Just-intime-Fertigung lässt sich mit dem System einfach umsetzen. Harald Nolting: «Heute sind wir dabei, unsere Rohrlagerkapazität sukzessive zu reduzieren. Wir haben uns richtig entschieden.»

Überzeugende Ergebnisse Zusammenfassend konnte Jacob Söhne mit dem Remmert-Lagersystem folgende Ergebnisse erzielen: • Umstellung auf Just-in-timeFertigung • Reduzierung des Handlingaufwands • Senkung der Stückkosten • Reduzierung des Personalbedarfs • Optimierung der Platzausnutzung, spez. durch die Silobauweise. (mg)

Infos Friedrich REMMERT GmbH DE-32584 Löhne 0049 57 32-8 96-111 www.remmert.de info@remmert.de

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Fördertechnik + Logistik

| Logistiksysteme

Flexibles Regalsystem, umfassendes Sortiment, langlebige Behälterserie

Kompetenz in der Lagertechnik Highlights aus den Bereichen Regal- und Behältersysteme präsentiert die Bito-Lagertechnik Bittmann GmbH auf der LogiMAT 2009 in Stuttgart – Halle 1, Stand 501.

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as Regalsystem Bito-Ergo lässt sich nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen. Es ermöglicht eine Steigerung der Produktivität durch optimale Ergonomie. Bei Montagearbeitsplätzen beispielsweise minimiert es die Wege, für die zu verarbeitenden Teile kann der Kunde Greifpositionen optimal anpassen. Damit unterstützt Bito solche Unternehmen, die ihre Fertigung nach dem Kaizen- oder

Lean-Manufacturing-Gedanken ausrichten. Erhältlich ist das Systemrohr des Regals mit Kunststoffbeschichtung oder in ESD-Ausführung. Der Baukasten besteht aus einem Systemrohr, aus Verbindungselementen und reichhaltigem Zubehör wie Rollen- und Trennleisten, Rädern oder Füssen. Der Kunde kann damit nach eigenen Vorstellungen Bereitstellregale, Transportgestelle, Durchlaufregale und ande-

Der Mehrwegbehälter «MB» von Bito ist langlebig, zu 100 Prozent rezyklierbar und in 250 Modellvarianten erhältlich.

re Konstruktionen entwerfen und aufbauen. Bito unterstützt ihn bei Bedarf mit Beratung, Planung und Montage.

Umfassendes Sortiment

Das Regalsystem Bito-Ergo steigert die Produktivität durch optimale Ergonomie am Arbeitsplatz.

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Zudem bietet Bito ein umfassendes Angebot an Fachbodenregalen für leichtere Lasten. Dieses umfasst Steck-, Grossfach- und Weitspannregale. Alle Typen können leicht und ohne zu schrauben mit Traversen montiert werden. Das Steckregalprogramm umfasst zusätzlich einige Sonderausführungen wie Eckregale, einfach und doppelt tiefe Bereitstellregale oder Schrägbodenregale. Des Weiteren sind sogenannte Komplettregale erhältlich – Steckregale in verschiedenen Grössen und Ausführungen, die ab Werk komplett mit Kunststoffkästen bestimmter Grössen und Farben bestückt sind. Vorabinformationen bietet der Katalog «Der Lagerprofi». Auf mehr als 50 Seiten informiert Bito anschaulich über Technik, Aufbau und Ausrüstung sowie Fachund Feldlasten jedes Regaltyps.


müll und schont Ressourcen. Zudem ist er robust, leicht und lässt sich dank ergonomischer Griffe angenehm tragen. Beim Leertransport lassen sich die Behälter platzsparend ineinanderstellen. Rund 250 Modellvarianten bieten zahlreiche Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen Transport, Kommissionierung und Lagerung. Für sein gelungenes Design erhielt der Behälter übrigens den «Busse Longlife Design Award 2008». (bf)

Komplettregale von Bito werden direkt mit den passenden Lagerbehältern geliefert.

Mehrwegbehälterserie Im Bereich Kunststoffbehälter bietet Bito zahlreiche Mehrweglösungen an. Einer der vielseitigsten un-

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ter ihnen ist der Mehrwegbehälter «MB». Dieser ist zu 100 Prozent rezyklierbar und auf Langlebigkeit konzipiert. Das spart Verpackungs-

Infos Bito-Lagertechnik Bittmann GmbH D-55590 Meisenheim Bito-Lagertechnik Bittmann AG 6343 Rotkreuz 041 790 20 64 info@bito.ch, www.bito.ch

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Fördertechnik + Logistik

| Palettentechnik

Roboter sorgen für durchgängige Palettenqualität

Alles paletti! Täglich sind europa- und weltweit wohl Hunderte von Millionen Norm- und Sonderpaletten aus Holz und anderen Materialien im Umlauf. Der harte Logistikalltag hinterlässt jedoch Spuren, weshalb die Paletten immer wieder gecheckt und repariert oder eben ausgetauscht werden müssen. Ein innovatives Schweizer Unternehmen ist hier international führend und sorgt buchstäblich automatisch für durchgängige Palettenqualität.

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lles paletti – dieser Spruch ist synonym für die Dienstleistungspalette der Unternehmensgruppe Holliger Paletten Logistik AG, Paletten und Verpackungen, Boniswil. Ein nicht unwesentlicher Teil der Dienstleistung wird durch das erwähnte zentrale Paletten-Service-Center erbracht, das in Suhr bei Aarau seinen Sitz hat. In diesem als einzigartig anzusehenden Paletten-Service-Center können jährlich bis zu 1 400 000 Stück Paletten geprüft und sortiert und bis zu 600 000 Stück auch komplett repariert werden. Dies geschieht nach den strengen Vorgaben der EPAL-Qualitätsstandards und dank ausgefeilter Förder- und Robotertechnik weitestgehend automatisch.

temen und IT. Ruft man sich nun die Beschäftigtenzahl 90 in Erinnerung, wovon nur ein eher kleiner Teil im Paletten-Service-Zentrum in Suhr arbeitet, dann wird sehr schnell deutlich, welchen Stellenwert die Automatisierung in diesem von einem scharfen Wettbewerb gekennzeichneten Geschäft hat. Für Robert Holliger, CEO der Unternehmensgruppe Holliger, ist klar, dass die Dienstleistungen rund um die Palette nur mit Hilfe eines hohen Automatisierungsgrades wirtschaftlich realisiert werden können, weshalb er und seine Mitverantwortli-

chen sich schon früher mit robotergestütztem Paletten-Handling befassten und im Jahr 2005 mit der Planung eines automatisierten Paletten-Service-Centers in Suhr begannen. Der Planung folgte mit Unterstützung des bewährten Systempartners Robopower AG, Buchs AG, und des Roboter-Herstellers bzw. -Lieferanten Kuka Roboter Schweiz AG, Dietikon, sowie die konsequente Umsetzung. Das Herzstück der Prüf-, Sortier- und Reparaturanlage sind die fünf vollintegrierten Roboterzellen, wobei die Kuka-Industrieroboter hier völlig unterschiedliche Aufgaben zu übernehmen haben und deshalb mit multifunktionalen Mechanik- und Vakuum-Greifersystemen ausgerüstet sind. Der Ablauf gestaltet sich wie folgt: Angelieferte Paletten kommen an einer Aufgabestation auf die Fördertechnik und werden in verschiedenen Prüf- und Kontrollstationen komplett durchgecheckt. Dabei wird in jeder Prüfsta-

Eine Palette ist noch lange keine Qualitätspalette... Bis zu 900 000 Paletten checken, selektieren und reparieren zu können, erfordert vor allem ein entsprechend leistungsfähiges und prozesssicher arbeitendes Equipment. Nämlich z. B. in Gestalt von über 800 Metern Förder- und Verteiltechnik, über 170 Antriebseinheiten, fünf Sortier-, Bereitstell-, Reparatur- und Selektierrobotern, drei manuellen Arbeitsstationen mit Sägemaschinen und Handling-Hilfseinrichtungen. Hinzu kommen rund 500 Sensoren für die Steuerung und Überwachung der Prozesse sowie ein Netzwerk an Steuerungssys-

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Ein Roboter entstapelt die Paletten und legt sie auf das Förderband, um dort später die gefertigten Rahmen daraufzusetzen. Der andere Roboter auf der rechten Seite montiert währenddessen die Leisten zur Fixierung der Rahmen.


Der fertig montierte Rahmen wird nun auf die Palette gesetzt.

tion entschieden, ob die Palette in Ordnung ist, repariert werden soll oder als Abfall auszusortieren ist. Des Weiteren wird eine farbliche Selektierung nach «Alterszustand», sprich helles, dunkles oder gefärbtes Holz vorgenommen, wobei diese Selektierung bereits ein Kuka-Roboter mit Palettengreifer übernimmt und die als «gut» aussortierten Paletten in den entsprechenden Ablagestationen aufstapelt.

Palettenreparatur als wirtschaftliche Dienstleistung Als «reparaturwürdig» befundene und mit unterschiedlichen Defekten behaftete Paletten gelangen über die Fördertechnik zu einer von drei (eine vierte Station ist als Kapazitätsreserve vorbereitet) manuell be-

dienten Arbeitsstationen. Hier nimmt der jeweilige Werker nochmals eine Sichtprüfung vor und entfernt per Sägemaschine die defekten Bauteile wie Aussendeckbrett, Innendeckbrett, Mittelbretter, Aussenkufen oder Mittelkufen. Danach übergibt der Werker die Palette an die Fördertechnik und meldet über eine Tastatur dem in der zugehörigen Reparaturzelle agierenden Roboter folgende Reparaturinfos: einfache Reparatur, Reparatur mit Querbrett, Lotterpalette, gute Palette. Die Paletten-Übernahmestation scannt die Palette ein und checkt die fehlenden Teile analog zu den in der Sägemaschine entfernten Bauteilen. Gleichzeitig werden die vorhandenen Nagelstellen erfasst, damit der Roboter sich freie Nagelstellen sucht und nicht auf vorhan-

Paletten und Verpackungen aus Boniswil Die Holliger Paletten Logistik AG, Paletten und Verpackungen wurde im Jahr 1917 gegründet und ist seit etwa 1950 im Bereich Ladungsträger und Verpackungen aus Holz tätig. Bereits im Jahr 1960 entstand die erste Euro-Palette. Mit der in den Folgejahren stürmischen Entwicklung der Transport- und später der Intralogistik entwickelte sich aus der Herstellung von Ladungsträgern und Verpackungen aus Holz eine Dienstleistungspalette, die in Europa und wohl auch weltweit ihresgleichen sucht. Der Name Holliger steht heute für eine Unternehmensgruppe mit 90 Beschäftigten, einen Poolbestand an 150 000 Euro-Paletten, 25 000 Euro-Rahmen, 20 000 Euro-Deckeln sowie einer Paletten-Dienstleistungskapazität von rund 1 400 000 Stück. Nach wie vor werden Ladungsträger/Paletten und Verpackungen aus Holz in grossen Stückzahlen produziert, zuzüglich Hunderttausende verwaltet, getauscht, gecheckt, repariert, selektiert und auf Abruf für verschiedenste Kunden bereitgestellt bzw. an diese geliefert. Von den sechs Betrieben der Holliger-Gruppe in der Schweiz befassen sich vier marktnah mit Produktion und Service, einer fungiert als grenznahes Auslieferungscenter und einer als zentrales Paletten-Service-Center. In der Gruppe werden pro Jahr 40 000 m3 Holz, 300 Tonnen Nägel und Schrauben sowie 240 Tonnen Eckwinkel und Beschläge verarbeitet.

dene Nagelköpfe nagelt, was logischerweise zu Störungen führen würde. Der Roboter nimmt nun je nach Reparaturbedarf aus einem Bereitstellungsmagazin fehlende Bauteile auf oder eben gleich den Paletten-Torso, setzt sie oder diesen in eine Pressenschablone und beginnt entsprechend der Reparaturfolge mit den weiteren Arbeiten. Demnach gehören zu den Arbeiten des Roboters mit dem Multifunktions-Greifersystem sowohl das Entnehmen, Transportieren als auch das platzierte Aufsetzen der möglichen vier Reparaturteile wie des zu reparierenden Paletten-Torsos, das Nageln und schliesslich das Umsetzen der fertigen Palette auf das Abtransportband zur Endkontrolle. Da der Paletten-Torso und auch die zugeführten Bauteile in der Pressenschablone ausgerichtet und zum Nageln fixiert werden, verlassen nur konturgetreue und qualitativ einwandfreie Paletten die Reparaturanlage. Über das Fördersystem gelangen diese in zwei Stapelstationen «dunkle Palette» oder «helle Palette» und werden dort aufgestapelt.

Mehr Effizienz dank hohem Automatisierungsgrad Die Bereitstellung der Reparaturbauteile geschieht in der fünften Roboterzelle. Hier nimmt der Roboter ab bereitstehenden Paletten die jeweiligen Bauteile sowohl lagenweise Bretter als auch vorgefertigte Kufen mit aufgesetzten, genagelten Klötzen auf und legt sie in schienenförmige Längsförderer ein. Über diese Förderer gelangen die Bauteile in die Reparaturzellen und werden vom dort installierten Roboter nach Bedarf entnommen, wobei die Förderstrecke(n) auch als Puffer fungiert, sodass immer genügend Bauteile sofort verfügbar sind. Das Paletten-Service-Center in Suhr arbeitet heute zweischichtig und kam nach relativ kurzer Einarbeitungszeit schon auf 900 reparierte Paletten pro Roboterzelle und doppelte Schicht, also auf 2700 reparierte Paletten insgesamt. Ausgehend von den früheren Vorgaben aus dem Jahr 2004, als mit einer damals installierten Pilot-Roboterzelle zur Re-

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Palettentechnik |

Fördertechnik + Logistik

Der Roboter fügt die Rahmenteile einer Euro-Palette in die Presse ein.

paratur von Paletten eine Tagesleistung von 500 Paletten gefordert war, entspricht dies fast dem doppelten Ausstoss. Zumal die PilotRoboterzelle auch einen manuellen Arbeitsplatz enthielt und für die Reparatur einer Palette als Zeitvorgabe eine Minute angesetzt war, jetzt der Werker aber längst nicht mehr so viele Arbeiten manuell vornehmen muss und spürbar entlastet ist. Überhaupt sieht der Unternehmenslenker und Dienstleistungs-Visionär Robert Holliger, bezüglich des grossen Investments in das PalettenService-Zentrum und die hoch automatisierte Palettenreparatur, nicht nur wirtschaftliche, sondern auch arbeitshumanitäre Aspekte als relevant. Dazu im O-Ton Robert Holligers: «Mit dem wachsenden Dienstleistungsgeschäft kam ein Mehrvolumen an Reparaturarbeit zusammen, das für die Werker grosse Herausforderungen mit sich brachte. Die Arbeit war schmutzig und körperlich anstrengend, eher schwierig automatisierbar und kostete aufgrund des hohen manuellen Arbeitsaufwands auch zu viel Geld. Ein guter Mann konnte am Tag etwa

200 Paletten reparieren. Mit der Kombination aus Mann und Roboter im ersten Stepp im Jahr 2004 konnten wir zum einen den Mann deutlich entlasten und zum anderen den Reparaturdurchsatz mehr als verdoppeln. Die Integration der Reparaturarbeit in das automatisierte Paletten-Service-Center, mit noch mehr Arbeitsanteilen für die Roboter und der Fokussierung möglichst weniger Arbeiten sowie weiterer Entlastung für den Werker, führte schliesslich zum einem Durchsatz von rund 2700 reparierten Qualitätspaletten pro Doppelschicht.»

dert hat. Die Holzteile sind in ihren Toleranzen doch ziemlich schwierig, sind verzogen oder abgesplittert und weisen auch kaum definierbare Harzverkrustungen auf. Trotzdem müssen die Roboter die Teile sicher greifen, sehr schnell umsetzen und positionsgenau einsetzen. Als recht kritisch erweisen sich ausserdem immer wieder die Nägel und Schrauben, denn bei solchen Massenprodukten, die wir per Druckluft aus Bunkern zuführen, sind ebenfalls erhebliche Toleranzschwankungen zu beachten.» In jedem Fall setz(t)en sowohl Robert Holliger und sein Unternehmen sowie alle am Projekt beteiligten Systempartner mit dieser integrierten Prüf-, Reparatur-, Selektier- und Bereitstellungsanlage für Qualitätspaletten nach EPAL-Vorgaben international Massstäbe. Doch nicht nur der Dienstleister Holliger und seine Partner profitieren vom automatisierten Paletten-Service-Center, sondern vor allem auch die zahlreichen Kunden, die mit den Qualitätspaletten ihre internen und externen logistischen Abläufe ebenfalls weiter automatisieren können. Denn nur eine konturgetreue, mechanisch einwandfreie und geprüfte Palette lässt sich in automatisierte Logistikprozesse einschleusen, wogegen schadhafte eingeschleuste Paletten dort für teure Störungen verantwortlich sind. (mg)

Ohne Qualitätspaletten keine automatischen Logistikprozesse Ergänzend dazu führte Christian Stein, Geschäftsführer des langjährigen Partners Robopower AG, aus: «Wir haben hier über die Jahre sehr viel erreicht und die Reparaturzellen laufen gut. Das ist insofern hervorzuheben, weil sich an der Problematik des Handlings von häufig kritischen Palettenbauteilen, die eben aus dem Naturwerkstoff Holz gefertigt werden, gar nichts geän-

Infos KUKA Roboter Schweiz AG 8953 Dietikon 044 744 90 90 www.kuka-roboter.ch info@kuka-roboter.ch Holliger Paletten Logistik AG 5706 Boniswil 062 767 80 00 www.holliger.com info@holliger.com

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Fördertechnik + Logistik

| Fördertechnik

Qualitätsoptimierung durch schonende Transportlösungen mit hochflexiblen Fasern

Transportieren mit dem Tausenfüssler-Prinzip In Zeiten stetig steigender Qualitätsanforderungen gewinnt das Thema oberflächenschonender Transport von empfindlichen Bauteilen immer stärker an Bedeutung. Mittels Fasertechnologie lassen sich flexible und wirtschaftliche Transportlösungen realisieren.

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ochsensible Bauteile, eine flexible Logistik und NullFehler-Toleranz gehören zum Alltag vieler Unternehmen. Schon der kleinste Kratzer bedeutet kompletten Ausschuss. Transportsicherungen aus Styropor, Schaumstoff oder Gummi haben hier häufig Nachteile: Die Fixierungen sind nur mässig flexibel und eingelagerte Schmutzpartikel können die empfindlichen Oberflächen des Transportgutes beschädigen. Auf der Suche nach einer wirtschaftlichen Alternative kam hier

schliesslich der Göppinger Spezialist Mink-Bürsten ins Spiel. Ottmar Swoboda, Mink-Projektleiter für Transportlösungen, berichtet: «Die Optimierung bestehender Transportgestelle ist ein heisses Thema. Fasertechnologie mit ihrer hohen Flexibilität und grossen Variabilität ist eine effiziente Alternative zu herkömmlichen Transportsicherungen.» Die Tausenden von Fasern, die der technische Bürstenspezialist für jeden Kunden individuell in Form bringt, weisen zahlreiche Vorteile auf. Sie gewährleisten eine opti-

Anpassungsfähige Fasern fixieren und separieren Karosserieteile in Transportgestellen.

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male Anpassung an das Transportgut und lassen sich in ihrem Haltegrad durch Faserdichte, -länge und -durchmesser nahezu beliebig variieren. Schmutzpartikel fallen zwischen die Fasern und durch die Punktauflage werden sehr geringe Reibwerte erzielt. So können Kratzer, Mattierungen und Glanzstellen auf den Oberflächen zuverlässig verhindert werden. Ob als Leisten-, Platten- oder Rundbürste – Ottmar Swoboda betont: «Man muss stets an die Wirkungsweise der Fasern denken. Sie fixieren, dämpfen, stützen und schonen die Oberflächen, wie es keine andere Transportsicherung gewährleisten kann. Quasi schwebender Transport auf Tausenden von Fasern ist unser Ziel.»

Erhebliche Zeitersparnis beim Bestücken Nach den bisherigen Erfolgen in puncto Qualitätsverbesserung setzen auch immer mehr führende Automobilhersteller auf Transportlösungen von Mink-Bürsten. In der Kfz-Industrie werden Kotflügel, Dächer oder ganze Seitenteile von Fahrzeugen über weite Strecken in stählernen Ladungsträgern transportiert. In diesen Transportgestellen schonen robuste und dennoch flexible Fasern die Auflagepunkte der Karosserieteile und sorgen zudem für eine erhebliche Zeitersparnis beim Bestücken. Statt die Bleche in aufwändig gefräste Kunststoffprofile «einzufädeln», ermöglichen die Faserbündel einfaches und sicheres Separieren mit einem Griff. Die flexiblen Transportsicherungen ermöglichen durch ihre elastischen Toleranzbereiche den Einsatz für verschiedene Modelltypen und sparen so teure und zeitaufwändige An-


passungen ein. Der Einbau der technischen Bürsten erfolgt zudem äusserst kostengünstig und ist unkompliziert in bereits bestehende Transportkonstruktion integrierbar.

Elegante Lösung für Blechteile Auch für kleinere Bauteile im innerbetrieblichen oder externen Transport bieten sich Fixierungen mit technischen Bürsten an. Was in der Möbelindustrie von führenden Herstellern zur Qualitätssteigung bereits seit Jahren angewandt wird, setzt sich auch im Metallbereich immer häufiger durch: An das Transportgut angepasste Faserleisten sorgen für einfachen und sicheren Transport, verhindern Klappergeräusche und erhalten so die hohe Qualität empfindlicher Teile z. B. in der Blechbearbeitung. Optimierung – ja gerne, aber schnell und kostengünstig muss es sein. Das hört Peter Schwarz, Projektleiter bei Mink-Bürsten und Spezialist im Metallbereich, häufig: «Gerade im Transportbereich drückt häufig der Schuh, wenn es um qua-

Empfindliche Blechteile werden durch Faserleisten sicher und schonend fixiert.

Zuverlässiges Fixieren mit flexiblen Fasern.

litätssteigernde Massnahmen geht. Daher müssen diesbezüglich Lösungen wirtschaftlich und rasch realisierbar sein.»

Schnell zu massgeschneiderten Lösungen Eine schnelle Bemusterung mit ersten Teilen aus dem Mink-Standardprogramm bildet die Grundlage für das Optimieren von Transportgestellen. So zeigt sich schnell, welche Faser geeignet ist und welche Anbringung am wirtschaftlichsten funktioniert. Schliesslich erhält jeder Kunde eine massgeschneiderte Lösung aus dem Mink-Programm. Durch eine eigene Spritzgussabteilung und die komplette Produktion im Haus lassen sich auch aufwändige Projekte realisieren und die Serienfertigung haben die Projektleute so immer im Blick. Die kostenlose Betreuung durch eine aus dem Alltagsgeschäft ausgegliederte Projektabteilung lässt auch langfristige Projekte zu. «Viele unserer Kunden begleiten wir schon seit mehreren Jahren. Gemeinschaftliche Projektarbeit ist hier unser Ziel», erläutert Schwarz. Das umfangreiche Angebot von technischen Bürsten gliedert sich bei Mink in katalogisierte Standardware und Spezialanfertigungen. Die Katalogware wird mittels Baukastenprinzip schnell und kostengüns-

tig den Kundenwünschen angepasst und ist binnen sieben Werktagen bereit zur Auslieferung. Aus einer breiten Auswahl von Bürstenkörpern wird hier der Träger bestimmt, welcher durch ein massgeschneidertes Faserfeld ergänzt wird. Findet sich keine standardisierte Lösung, so geht die Anfrage nahtlos in die auftragsbezogene Spezialanfertigung über.

Wo Flexibilität gefordert ist Der Einsatz der vielseitigen Fasern überall dort, wo Flexibilität erforderlich ist, stellt das Ziel der Bemühungen des Unternehmens MinkBürsten dar. Mit durchaus überraschenden Ergebnissen. So bieten sich flexible Fasern aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und wirtschaftlichen Umsetzung für alle Optimierungsverfahren zum Schutz von Oberflächen an. Das «Tausendfüssler-Prinzip» als flexible Transportsicherung bewährt sich. (mg)

Infos Mink Bürsten AG 8400 Winterthur 052 246 10 00 www.mink-buersten.ch info@mink-buersten.de

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Produkte

Wechselkopfbohrer ab Ø 12 mm

Individuelle elektrische Einzeldrahtanbindung

Zusätzlich zu den Durchmessern von 15,7 bis 32 mm des WechselkopfBohrers TTD sind nun auch Grössen ab 12 mm lieferbar. Dabei stehen weiterhin drei verschiedene Wechselbohrköpfe zur Verfügung: Typ 01 für Stahl und Gusswerkstoffe, Typ 02 für rostfreie Stähle und Typ 03 für NE-Metalle. Der Mapal-Wechselkopfbohrer TTD zeichnet sich durch gute Positionsgenauigkeit sowie beste Rundheits- und Durchmessertoleranzen aus. Die Schnittstelle garantiert mit der speziellen Verzahnung nicht nur hohe Drehmomente und Präzision, sondern ermöglicht auch eine optimale Kühlung der Schneiden und somit hohe Standwege. Das einfache und schnelle Handling machen einen Wechsel der Bohrköpfe direkt in der Maschine möglich. Diese Vorteile des Systems gelten auch für die kleineren Durchmesser. Durch immer weiter steigende Hartmetallpreise sind kleine

Bei dem Ventilträgersystem LS04 SW von Rexroth erfolgt die Anbindung der einzelnen Ventilscheiben durch eine Federklemme, die, betätigt durch einen Drucktaster, das Anschlusskabel sicher und schnell kontaktiert. Vor allem bei Konfigurationen mit weniger als sechs Ventilplätzen führt die Einzeldrahtanbindung zu einer Reduzierung der Kosten und Montagezeit, da zur Installation keine Werkzeuge, Mehrfach- oder Sonderstecker notwendig sind. Der Verdrahtungsaufwand reduziert sich noch einmal durch den intern durchgeschleiften Nullleiter. Und die Ventilscheiben des Trägersystems können durch das bewährte Plug-in-Prinzip schnell und einfach getauscht werden. Das kompakte LS04 SW findet dort Anwendung, wo nur begrenzter Bauraum zur Verfügung steht. Dabei weist es eine hohe Leistungsdichte bei Durchflüssen bis zu 320 l/min auf.

Durchmesser des Wechselkopfbohrers ab 12 mm sinnvoll. Der minimale Hartmetalleinsatz reduziert Werkzeugkosten. In Kombination mit der sehr guten Bohrungsqualität macht ihn das über den gesamten Durchmesserbereich zur wirtschaftlichen Alternative zum herkömmlichen Vollhartmetallbohrer. MAPAL Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG D-73405 Aalen +49 7361 5851 24 marketing@de.mapal.com www.mapal.com

Die neue Version der LS04-Familie ist flexibel mit bis zu 24 bistabilen Ventilfunktionen bestückbar. Der Anwender kann das LS04 SW komplett montiert und geprüft oder als Bausatz beziehen. Abhängig von der benötigten Ventilträgersystem-Konfiguration können Endplattensätze, Zugankersätze und die Ventilscheiben Version LS04 SW bestellt werden. Bosch Rexroth Schweiz AG 8863 Buttikon SZ 055 464 61 11 info@boschrexroth.ch www.boschrexroth.ch

Superleichte und wartungsfreie Ketten

Starkes Rack für maximalen Ausbau

Mit den Innengliedern aus hochleistungsfähigem Kunststoff ist die jüngste PC-Kette von Tsubaki leichter als komplett rostfreie Stahlausführungen und darüber hinaus günstiger in der Anschaffung. Das spezielle Design der Glieder aus technischem Kunststoff ermöglicht einen wartungsfreien Betrieb und bietet somit eine deutlich höhere Lebensdauer als Vollmetallausführungen, die anfälliger gegen Korrosion sind und häufiger Schmierprobleme verursachen. Aufgrund des Designs der Innenglieder wird zudem das Reinigen vereinfacht, wodurch die Kette auch für den Betrieb von Maschinen in rauen Umgebungen oder für Reinraumanwendungen geeignet ist, bei denen eine Schmierung nicht möglich ist. Die Seitenlaschen und Bolzen aus Edelstahl stellen die durchgängig hohe Stärke der Kette sicher und sorgen dafür, dass Betriebsgeschwindigkeiten bis zu 70 m/min erreicht werden. Die Zulassung für lebensmitteltaugliche Materialien sowie die Verfügbarkeit in verschiedenen Ausfüh-

Das neue TS 8 ServerRack Heavy Duty von Rittal besitzt eine Tragkraft von bis zu 1300 kg und lässt sich mit noch mehr und schwereren IT-Systemen wie Blade Centern ausbauen. Dadurch können die Anschaffungsund Betriebskosten pro Rack im Data Center gesenkt werden. Ausserdem ist das Heavy Duty-Rack mit stabilen Transportrollen ausgestattet, wodurch die Mobilität auch im ausgebauten Zustand gewährleistet wird. Das Server-Rack Heavy Duty besteht aus einem verschweissten, verstärkten Rahmengestell auf Basis des bewährten TS 8 Systems. Sowohl die Design-Fronttür als auch die vertikal geteilte Rücktür sind grossflächig perforiert und ermöglichen somit einen optimalen Airflow. Dank der einseitig gekürzten Rücktür lassen sich Kabel leichter einführen. Die Komfortgriffe der Türen sind mit einer Sicherheitsschliessung ausgestattet, und die Nivellierfüsse lassen sich von innen einstellen. Ein ausziehbarer Kippschutz sorgt für Standsicherheit, und horizontal geteilte Seitenwände bieten mehr Komfort bei der Montage und Wartung. Das TS 8 Server-Rack Heavy Duty ist anreihbar und in

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rungen als Antriebs- oder Förderkette bzw. als Kette mit Anbauteilen stellen sicher, dass die neuen PC-Ketten in den unterschiedlichsten Anwendungen quer durch alle Branchen eingesetzt werden können. H. Fröhlich AG 8700 Küsnacht ZH 044 910 16 22 info@h-froehlich-ag.ch www.h-froehlich-ag.ch

klassischem Grau (RAL 7035) sowie in edlem Schwarz (RAL 9005) erhältlich.

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Gewinde wirbeln auf der CN-Drehmaschine Speziell für die Uhrenindustrie eignet sich der Gewindewirbler DIXI 1739 der Dixi Polytool S. A. Es entstehen sehr kurze Späne bei der Bearbeitung der Gewinde. Dementsprechend muss die Maschine nicht gestoppt werden, um umgewickelte Späne zu entfernen. Die Vorbohrung erfolgt mit Ø 0,56 mm, und Schneidöl dient zur Schmierung, dabei werden

Standzeiten von 6000 bis 10 000 Werkstücke erreicht! Die Drehzahl der Spindeld beträgt 30 U/min, diejenige des Werkzeuges 40 000 U/min. Dixi Polytool S. A. 2400 Le Locle 032 933 54 44 dixipoly@dixi.ch www.dixipolytool.com

Anwendungsspezifische Hydraulikzylinder Hydraulikzylinder werden als Schweiss-, Schraub-, Block- oder Profilkonstruktion, als ISO- oder Kunden-Standard mit Kolbendurchmessern von 10 mm bis 1 m, Hublängen bis 10 m und Betriebsdrücken bis 600 bar ausgeführt. Von der Bauart her werden Differenzial-, Plunger-, Hohlkolben-, Schwenkspann- oder Teleskopzylinder unterschieden. Für alle Betriebsbedingungen stehen Dichtungsausrüstungen mit guten Gleiteigenschaften und hoher Dichtheit auch für extreme Temperaturen zur Auswahl. Das Abbremsen von Massenkräften in den Endlagen kann durch progressiv wirkende, einstellbare Endlagendämpfungen optimiert werden. Besondere Aufmerksamkeit wird

auch der Oberflächenveredlung der Kolbenstangen geschenkt. Neben der konventionellen Masshartverchromung sind auch Nickel/Chrom-, QPQ- oder Keramikbeschichtungen möglich. Die Hydraulikzylinder können bei Bedarf mit Wegmess-Systemen, Magnetfeld-Sensoren, Regel- oder Sperrventilen bestückt werden. Die Standard-Typen sind im OnlineKatalog zu finden. Sonderausführungen nach Pflichtenheft des Kunden. CYMAX AG Hydraulikzylinder + Systeme 8340 Hinwil 044 938 59 60 contact@cymax.ch www.cymyx.ch

Exklusive Ventiltechnik Modulare oder integrale Ventilsteuerungen werden je nach Nenngrösse, dem zulässigem Gewicht, der Stückzahl und dem verfügbaren Einbauraum gewählt. Für den flexiblen und schnellen Bedarf sind modulare, längs- und höhenverkettete Systeme optimal. Steuerblöcke sind kostengünstig wenn Stückzahlen gefragt sind und die Anordnung der Komponenten eine vordergründige Rolle spielt. Dem Konstrukteur steht heute eine grosse Palette an Schieber-, Sitz und Einbauventi-

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len für Volumenströme bis 1000 l/min und Betriebsdrücke von 450 bar zur Auswahl. Proprtional-Ventile für Druck, Volumenstrom und die Richtungssteuerung sind mit und ohne integrierte Elektronik, auch als Atex-Version in allen Nenngrössen erhältlich. Eine grosse Auswahl an Ventiltypen steht für Offshore oder Chemie-Applikationen als InoxVersion zur Verfügung. Wirtschaftlich und funktional optimierte Ventilsteuerungen entstehen auf der Basis von Alu-, Stahl- oder

Gussblöcken und einem gezielten Produktemix. Eine Vielfalt von Standard-Ventilen sind im Online-Katalog zu finden. Sonderausführungen und Ventilsteuerblöcke nach Pflichtenheft des Kunden. CYMAX AG Hydraulikzylinder + Systeme 8340 Hinwil 044 938 59 60 contact@cymax.ch www.cymyx.ch

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Produkte

Mikrotechnologien: Ein Sektor, der boomt. Die EPMT-EPHJ-Messe, vom 12. bis 15. Mai 2009, im Beaulieu Lausanne, ist die einzige Fachveranstaltung, die sowohl der Uhrenindustrie als auch der Mikrotechnik eine gemeinsame Plattform bietet. Als Premiere gilt der französische Pavillon: Die starke Präsenz der französischen Nachbarn ist u. a. dadurch begründet, dass die Messe das begehrte Ubifrance-Label erhalten hat. Was die Schweiz betrifft, so geht der Kanton Jura mit seiner Wirtschaftsförderung mit gutem Beispiel voraus. Schon für die EPHJ-Messe (Uhrenindustrie) war er der Initiator eines Gemeinschaftsstands, und für den Bereich Mikrotechnologien will er genauso vorgehen. Bereits anlässlich der ersten zwei EPMT-EPHJ-Messen hatte die EPFL (Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne) diese internationale Veranstaltung als Bühne für ihre in Fachkreisen geschätzten «Tage der Wissenschaft» gewählt. Der 13. Mai 2009 ist dieses Mal den Nanotechnologien und der 14. Mai den Lasern gewidmet. Zusätzlich übernimmt am 12. Mai das berühmte französische

FEMTO-ST-Institut die Gestaltung eines Konferenztages. Das Konferenzprogramm der FSRM (Schweizer Stiftung für Mikrotechnik-Forschung) am 15. Mai schliesst die Veranstaltung ab. EPMT-EPHJ-Messe, Lausanne Olivier Saenger, Organisationskomitee 022 798 45 95 epmt@epmt.ch www.epmt.ch

Wälzlager-Technik auf über 1600 Seiten fassendes TechnikKompendium für Wälzlager angelegt. Er zeigt, welche Produkte für eine Lagerung in Frage kommen, was bei einer Auslegung zu berücksichtigen ist, welche Toleranzen für die Umgebungskonstruktion notwendig sind und wie die Lagerung abgedichtet wird. Er informiert ausführlich über die Berechnung der Lebensdauer, über Temperaturen und Belastungen, über Schmierstoffe, die sich für Lagerungen am besten eignen, und nicht zuletzt darüber, wie die Produkte korrekt eingebaut und gewartet werden. Der Hauptkatalog liegt derzeit in Deutsch, Englisch und Italienisch vor. Auf über 1600 Seiten liefert der überarbeitete und erweiterte Wälzlagerhauptkatalog HR 1 der Schaeffler Gruppe Produktmerkmale, Abmessungen und Belastungsangaben zu über 40 000 Standardprodukten der Marken INA und FAG, zu Wälzlagerzubehör sowie zu weiteren Wälzlagerbauarten und Ausführungsvarianten. Der Hauptkatalog ist als um-

Hydrel AG Maschinenfabrik 8590 Romanshorn 071 466 66 66 hydres@dial.eunet.ch www.hydrel.ch

Hochhitzebeständige Rollen bis 350 °C

Elektrozylinder mit hoher Lebensdauer

Fahrwerke von Geräten und Apparaten, die in Trocknungsanlagen, Räucherkammern und anderen Hochtemperaturräumen eingesetzt werden, benötigen hitzebeständige Räder und Rollen. Eine hohe Korrosionsbeständigkeit wird zudem verlangt, wenn die Rolle neben extremer Hitze auch aggressiven Medien ausgesetzt ist. Diesen Ansprüchen wird eine neue FTAEdelstahlrolle gerecht. Nicht rostende Gehäuse und hitzefeste Spezialräder ermöglichen Arbeitstemperaturen bis zu 350 °C bei 48 Stunden Betriebsdauer. In Bäckereien, in der Fleischverarbeitung und in der Nahrungsmittelindustrie erzielen diese neuen FTA-Rollen beste Resultate. Dies gilt auch für den Einsatz in der chemischen Industrie, in Labors und in Spitälern. Die Schmierung erfüllt die Normen

Parkem MotionControl bietet neu verbesserte Versionen der erfolgreichen Elektrozylinderbaureihe ET an. Die neuen ETV32 und ETV100 liefern alle bekannten Vorteile, die am verwandten ET-Zylinder der Baugrösse 32 und 100 geschätzt werden. Ab sofort können Applikationen realisiert werden, die eine extrem verlängerte Lebensdauer fordern. Dies wird durch stärkere Festlager im hinteren Bereich des Elektrozylinders erreicht. Eine weitere innovative Verbesserung beim ETV32 ist die Zusammenfassung der Spindelmutter und des Rollenträgers zu einem kompakten Bauteil, was die Gesamtlänge des Elektrozylinders bei gleich bleibendem Hub verringert. Die ET(V)-Elektrozylinder schliessen die Lücke zwischen pneumatischen und hydraulischen Antrieben. Zusammen mit dem reichhaltigen Zubehör bieten sie zahl-

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der FDA-USDA. Nähere Angaben enthält der FTA-Rollenkatalog 2009, der auf Anfrage kostenlos erhältlich ist. FTA Fahrzeugtechnik AG 5035 Unterentfelden 062 737 04 04 verkauf@fta.ag www.fta.ag

reiche Möglichkeiten in den Bereichen Material-Handling und Zuführungssysteme, Prüfstände und Laboranwendungen sowie Ventil- und Klappenbetätigung. Parkem AG MotionControl 5405 Baden-Dättwil 056 493 38 83 sonja.eisenstein@parkem.ch www.parkem.ch


Ihr Partner für präzise Feinblechtechnik www.wsw.ch

USB-Maus, klicksmäuschenstill

Wen das Maus-Klicken bei der Arbeit stört oder wer niemanden damit stören möchte, hat jetzt eine clevere Alternative: die «Silent Mouse» von ARP. Mittels Einsatz einer Silikondämpfung ist das Klickgeräusch nicht hörbar. Auch das Scroll-Rad der 116 Gramm leichten optischen Maus ist nahezu lautlos. Die ARP-Maus mit USB-Schnittstelle erreicht eine Abtastrate von 800 dpi. Die hohe Auflösung erlaubt eine äusserst präzise Steuerung der Maus. Das ergonomisch bequem in der Hand liegende Eingabegerät macht

auch optisch eine gute Figur: Das Design im trendigen «Silber Metallic Look» mit polierter Oberfläche wird auf jedem Schreibtisch zum Blickfang. Die präzise Maus mit optischem Sensor läuft «Plug & Play», ein Treiber ist nicht notwendig. ARP liefert die «Silent Mouse» (Artikel-Nr. 440748) inkl. PS2-Adapter ab sofort für nur CHF 12.–. ARP Datacon AG 6343 Rotkreuz 041 799 09 09 www.arp.com

Komfortabel und sicher stehen auf Bodenmatten

Die Drucker der Südostschweiz Partner AG verbringen rund die Hälfte ihrer sechs- bis achtstündigen Schicht am Leitstand, von wo sie die Druckmaschinen steuern. Vorbei sind die Zeiten, als ihre Füsse nach der Nachtschicht wie Feuer brannten. Heute stehen sie alle auf wunderbar weichen, ergonomischen Matten, die Füsse und Rücken entlasten. «Unsere Mitarbeiter waren zuerst etwas skeptisch», sagt Bruno Rothmund, Abteilungsleiter Rotation, «aber heute möchte keiner mehr darauf verzichten.» Das Tiefbauamt der Liechtensteinischen Landesver-

waltung hat die Noppenmatten mit den abgeschrägten Kanten vor allem aus Sicherheitsgründen angeschafft. Damit die Mitarbeiter bei Nässe nicht auf dem glatten Kunststoffboden ausrutschen. Der Magaziner Emil Gstöhl schätzt aber auch den Komfort der weichen Matte, wann immer er an der Rüstbank zu tun hat. M. Scherrer AG 9524 Zuzwil 071 944 42 42 m.scherrerag@bluewin.ch www.m-scherrerag.ch

100-prozentige Inline-Pneumatik-Kontrolle Das neue Handhabungssystem von Ingersoll Rand ist für das einfache Handling von Lasten von 5 bis 225 kg bestimmt. In Verwendung mit pneumatischen Load-Balancern ist es das einzige Modell auf dem Markt, das völlig pneumatisch arbeitet. Mit der Inline-Kontrolle wird das Anheben und Absenken der Last intuitiv durch die Bedienung des Kontrollgriffs ausgeführt. Der Bediener kontrolliert die Bewegung mit einer Hand. Der Griff ist zu 100 % sensitiv und die Geschwindigkeit der Bewegung entspricht der vom Bediener aufgewendeten Kraft. Die Last kann effizient und direkt auf dem Bauelement, mit einem Kraftaufwand von 5 % im Verhältnis zur eignen Masse, angeordnet werden. Wenn kein Druck auf den Kontrollgriff ausgeübt wird, befindet sich die Last im Gleichgewicht, unabhängig davon, wo sich der Load-Balancer in seinem Arbeitsbereich gerade befindet. Mit einem einfachen pneumatischen Sensor auf dem Greifer können zwei verschiedene Belastungen leicht ausgeglichen werden: der leere Greifer oder der Greifer mit dem zu transportierenden Bauelement.

Das Inline-Bedienelement passt sich einem breiten Spektrum von Belastungen an, angefangen bei etwa 80 % der Kapazität des Load-Balancers. Ingersoll Rand GmbH D-45478 Mülheim an der Ruhr +49 208 99940 www.irtools.com

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Produkte

E-direct Produktkatalog

High-Speed-Cutting für die Medizintechnik

Der aktuelle Produktkatalog 2008/09 von Endress+Hauser Metso AG ist ab sofort verfügbar. Als Ergänzung des klassischen Produktprogramms für die Mess-, Steuer- und Automatisierungstechnik, bietet «E-direct» ausgewählte Standardprodukte des Unternehmens im 48Stunden-Versandservice mit besonders günstigen Nettopreisen und kostenfreien Testgeräten. Das Produktprogramm umfasst eine grosse Auswahl an Füllstandmessgeräten zur Grenzstanderfassung und kontinuierlichen Füllstandmessung sowie Drucktransmitter und -schalter, Temperatursensoren, -schalter und -transmitter, Digitalanzeigen, Speisegeräte und Registriergeräte. Neben Standardvarianten werden auch Produkte mit Prozessanschlüssen für hygienische Anforderungen angeboten. Der über 100-seitige Katalog (in Deutsch und Französisch erhältlich) kann über das Internet unter

Die Siemens Drive Technologies zeigt auf der diesjährigen Euromold in Frankfurt CNC-Lösungen rund um den Werkzeug- und Formenbau. Im Mittelpunkt stehen die gesamte Verfahrenskette des High-Speed-Cutting und Lösungen für die Herstellung von medizinischen Implantaten und Prothesen. High-Speed-Cutting ist ein technisch anspruchsvolles Zerspanungsverfahren mit grossen Schnittgeschwindigkeiten. Die CNC-Maschinen für derartige Fräsaufgaben bringen hohe Spin-

www.e-direct.ch oder telefonisch angefordert werden. Endress + Hauser Metso AG 4153 Reinach BL 061 715 75 75 info@ch.endress.com www.ch.endress.com

Werkzeugdaten und Informationsfluss zum Anfassen

Mit Produkten von marktführenden Herstellern und Partnern wurde das Coscom-Tool-Competence-Center in Ebersberg (D) wie eine moderne Fertigung ausgestattet. Die erlaubt es, auch an einem Zoller-Einstell- und Messgerät sowie einem KennametalToolBoss (automatisierter Werkzeugschrank) den integrativen Datenfluss direkt zu verfolgen. Dargestellt werden die Arbeitsvorbereitung, NC-Programmierung mit CAD/CAM und Simulation, das Lager- und Logistikwesen mit Anbindung automatisierter Lagermedien, die Werkzeugvoreinstellung sowie die bedarfsgerechte Informationsbereitstellung in der Fertigung. Im Mittelpunkt des

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neuen Tool-Competence-Centers steht das Fertigungs-Daten-Management mit dem CoscomFactoryDirector, der sämtliche Daten zentral zusammenführt und bereitstellt. Er kommuniziert mit allen benötigten Systemen wie ERP, CAD/CAM, Werkzeug- und Betriebsmittelverwaltung, Werkzeugvoreinstellgerät usw. Damit wird transparent und verständlich dargestellt, welche wesentliche Rolle der Coscom-FactoryDirector für den Informationsfluss in der Prozesskette einnimmt. Interessierten Unternehmen steht das neue Coscom-Tool-Competence-Center ab sofort zur Verfügung.

COSCOM GmbH 6246 Altishofen 062 748 10 00 info@coscom.ch www.coscom.ch

deldrehzahlen und hohe Vorschubgeschwindigkeiten auf. Das sind die Voraussetzungen für die Herstellung hochwertiger medizinischer Produkte wie Zahn- und Knochenimplantate, Knochenschrauben oder Hüftprothesen. Siemens Schweiz AG Industry Automation/ Drives Technologies 8047 Zürich 0848 822 844 automation.ch@siemens.com www.siemens.de

Allstromsensitiver Fehlerstromschutzschalter Typ B Bei Niederspannungsanlagen in Kombination mit elektronischen Betriebsmitteln wie Frequenzumrichtern, USV-Anlagen, Schaltnetzteilen, Hochfrequenzstromrichtern sowie bei medizinischen Apparaten wie Röntgengeräten und Computertomographen treten glatte Gleichfehlerströme oder Fehlerströme mit Frequenzen bis zu 1 MHz auf. In solchen Umgebungen ist ein effizienter Schutz durch den Einsatz von Fehlerstromschutzschaltern des Typs B gewährleistet. Die FI-Geräte Typ B bestehen aus einem Teil zur Erfassung von sinusförmigen Wechsel- und pulsierenden Fehlerströmen sowie einem speziellen Teil zur Erfassung von glatten Gleichfehlerströmen. Die wichtigsten Merkmale sind: Schutz und Sicherheit durch Erkennung glatter Gleichfehlerströme und Wechselfehlerströme bis 1 MHz, grosse Unempfindlichkeit gegenüber transienten Ableit- und Fehlerströmen durch eine Stossstromfestigkeit > 5 kA, geringe Empfindlichkeit gegenüber stationären Ableitströmen,

elektromagnetische Verträglichkeit entsprechend VDE 0664-30 sowie VDE 0839-6-2 (Störfestigkeit Industriebereich), Übereinstimmung mit den Normen: IEC 60-755, EN 50-178 und EN 61008. Hager Tehalit AG 8153 Rümlang 044 817 71 71 infoch@hager.com www.hager-tehalit.ch Filialen in Ittigen-Bern, Rümlang, Le Mont-sur-Lausanne


Offizielles Organ des Schweizerischen Verbandes für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik – svbf

Nr. 2/09

www.fraisa.com

Editorial

AHV-Prognosen

N

iemand wusste, dass eine Wirtschaftskrise eintreffen würde, die alles bis anhin an Krisen und Rezessionen Erlebte locker übertreffen könnte und alle Wirtschaftsprognosen reif für den Chüder machte. Und so heisst es im neuesten AHV-Bericht – die aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage einbeziehend –, jüngste Berechnungen würden bestätigen, «dass die Finanzierung mit den heutigen Einnahmequellen mittelbis langfristig nicht gesichert sei». Anhand eines neuen Berechnungsmodells, das als präziser und feiner als alles bisher Benutzte vorgestellt wird, wurden drei Szenarien entwickelt, die zeigen sollen, dass die Finanzierung der AHV zwischen 2013 und 2017

Zauberei der Prognosen.

am Boden sein wird. Der Streit der verschiedenen Interessengruppen geht nun darum, ob die Prognosen «zu realitätsfern» oder ganz und gar zutreffend seien, obwohl man sich bewusst sein sollte, wie Prof. Bernd Schips in der «NZZ am Sonntag» vom 1. 2. 09 ausführte, dass die verschiedenen, dem Bericht zugrunde liegenden Variablen über einen solchen Zeitraum unmöglich zu bestimmen sind. Doch die Prognosen sind nun in die Welt gesetzt worden und verwandeln sich, obwohl sie auf wackligen Füssen stehen, in den Köpfen der Leute zu Fakten. Die schon hier und dort gehörte Ansicht, die AHV werde unbezahlbar und gehe schliesslich bankrott, gewinnt neue Nahrung. Diese Umformung von Prognosen in feststehende Tatsachen ist ein Vorgang, den man in der Soziologie als «self-fulfilling prophecy» bezeichnet. Auf die AHV bezogen handeln die Menschen so, als müsste man schon heute und morgen den Gürtel enger schnallen, da die AHVRente stagniert oder sogar gekürzt werden muss und als Folge das verfügbare Einkommen schmäler und schmäler wird. Wenn die Verankerung der Prognosen in den Köpfen weit genug fortgeschritten ist, werden sich die verschiedens-

ten sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen zeigen: Je näher man dem Rentenalter kommt, desto zurückhaltender wird man beim Konsumieren von Verbrauchs- und Gebrauchsgütern. Ist das AHV-Alter dann erreicht, wird auch noch von der Rente ein Sparbatzen abgezweigt und für die prognostizierten schlechteren Zeiten auf die hohe Kante gelegt. Liest man dann noch Folgendes, ist der Schrecken vollkommen: «Die Verschlechterung dürfte rapide vor sich gehen. Fiel das AHVErgebnis 2007 mit 2,2 Mrd. Franken noch deutlich positiv aus, so gerät der Finanzhaushalt je nach Szenario bereits 2010, spätestens 2017 in Schieflage, dann werden die laufenden Ausgaben nicht mehr durch die Einnahmen (ohne Zinserträge) gedeckt sein.» Die Defizite sollen dann um 5 Mrd. Franken oder so jährlich liegen. Somit kommen noch Zahlen ins Spiel, die immer überzeugender als Worte wirken und angeblich auf soliden Berechnungen beruhen. Warum also sollte man den Prognosen nicht glauben? Vor allem dann, wenn die pessimistischen Szenarien einem Trend zur neuen Bescheidenheit und Genügsamkeit entgegenkommen. Alois Altenweger

www.ch.trumpf.com

www.interpers.ch

www.igm.at

www.3marbreitschutz.ch

www.allfi.com

«Prognosen sind Voraussagen aufgrund vergangener Ereignisse, die nicht eingetroffen sind.» Karl Kraus

www.waterjet.ch

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Planung + Produktion

| Im Spektrum

Einfach Benzin sparen Ein pneumatischer Hybridmotor könnte zukünftige Fahrzeuge antreiben. Der Vorteil dieser Technik: Sie ist viel billiger als heutige Elektrohybride und fast gleich sparsam.

F

ür Lino Guzzella, Professor für Thermotronik, ist der Elektrohybrid nicht der Weisheit letzter Schluss. Als erfahrener Ingenieur hat er nach einer Lösung gesucht, die einfacher ist als ein Elektrohybrid und auch für weniger Kaufkräftige bezahlbar bleibt. Und hat sie im Konzept eines pneumatischen Hybridmotors gefunden. Der neue Hybridmotor verfügt anstelle eines Batterieblocks über einen Drucklufttank, der an den Motor angeschlossen ist. Bei Bedarf, etwa beim Anfahren oder nach dem Schalten, strömt die Druckluft über ein elektronisch geregeltes Ventil in den Motor. Wenn dann zusätzlich auch Treibstoff eingespritzt wird, spricht der Motor schnell an. Die Regelung des Ventils ist zwar aufwändig, aber diese Herausforderung lässt sich heute dank leistungsfähigen Algorithmen und Computersystemen meistern. Die Zuführung von Druckluft ermöglicht den Motorenbauern um Lino Guzzella zudem ein extremes Downsizing. Dadurch halbiert sich die Zahl der Zylinder von vier auf zwei. Das halbiert auch die Reibungsverluste und steigert den mittleren Wirkungsgrad des Motors. Damit die maximalen PS sowie Fahrspass und -komfort für die Konsumenten gleich bleiben, lädt ein Turboladerden den Motor hoch auf. Er nutzt den Druck der Abgase als Energiequelle und steigert die Leistung des Kolbenmotors.

Wirkungsgrad um ein Drittel verbessert Erste Tests auf dem Prüfstand im Maschinenlaboratorium der ETH zeigen, dass Guzzella und seine Gruppe auf dem richtigen Weg sind. Sie konnten den mittleren Wirkungsgrad im europäischen Testzyklus des Motors von 18 auf 24 Prozent steigern. Dies entspricht einer Treibstoffeinsparung von einem Drittel. Im reinen Stadtverkehr liegen Einsparungen von bis zu 50 Prozent in Reichweite, da der Motor beim Bremsen Luft in den Drucktank pumpt und so die kinetische Energie zurückgewinnen kann. Der pneumatische Hybrid erreicht zwar nicht die gleich grosse Treibstoffeinsparung wie ein Elektrohybrid, sie beträgt aber immerhin 80 Prozent davon. Dafür ist das PreisLeistungs-Verhältnis deutlich besser. So gut sogar, dass sich Guzzella einen Einsatz des pneumatischen Hybrids in ärmeren Ländern vorstel-

Literaturhinweis Dönitz C., Vasile I., Onder C., Guzzella L. Realizing a concept for high efficiency and excellent driveability: The downsized and supercharged hybrid pneumatic engine. Society of Automotive Engineers 2009. Voraussichtliche Publikation April 2009 www.sae.org/technical/papers/2009-01-1326

len kann. Die Mehrkosten gegenüber einem herkömmlichen Benzinmotor schätzt er auf rund 20 Prozent. Bei einem Elektrohybrid rechnet man hingegen mit Mehrkosten von mindestens 200 Prozent. Guzzella ist davon überzeugt, dass sein System Abnehmer finden wird. Mehrere grössere Autofirmen und Zulieferer interessieren sich dafür und haben sich vor Ort darüber informiert. Gewisse Ideen des neuen Motorenkonzepts sind bereits patentiert. Eine andere Technologie, die den Verbrennungsmotor ersetzen könnte, ist nicht in Sicht. Der Weg führt deshalb über Hybridkonzepte, die bezahlbar bleiben und trotzdem die Vorteile eines Benzinoder Dieselmotors haben. (aa)

Autor Peter Rüegg, ETH Life redaktion@ethlife-ethz.ch

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Physiklaborant Till Coester arbeitet am neuen Hybridmotor, der auf dem Prüfstand auf Herz und Nieren getestet wird. (Bild: Peter Rüegg, ETH Life)


Buch im Gespräch

Roboter inspiziert Windkraftanlagen Er kommt zuverlässig, und er kommt allein. Flink und schnell zieht er sich am Seil nach oben, Meter für Meter, bis er die riesigen Rotorblätter der Windkraftanlage erreicht. Dann macht er sich an die Arbeit. Jeden Zentimeter Fläche nimmt er gründlich ins Visier, nichts entgeht ihm. Jeden Riss, jede Delamination im Material registriert er und leitet die genauen Positionen der Schäden weiter. Die Rede ist nicht etwa von Superman, sondern von RIWEA, dem Prüfroboter für Rotorblätter von Windkraftanlagen. Das Inspektionssystem besteht aus drei Teilen: Ein Infrarotstrahler leitet Wärme auf die Oberfläche der

Rotorblätter, eine hochauflösende Wärmekamera nimmt die Temperaturmuster auf und registriert so Fehler im Material. Zusätzlich ist ein Ultraschallsystem mit an Bord sowie eine hochauflösende Kamera. So kann der Roboter

auch Schäden feststellen, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben würden. Ein speziell entwickeltes Trägersystem sorgt dafür, dass der Inspektionsroboter sicher und präzise entlang der Rotorblattfläche geführt wird. «Das ist eine hochkomplexe Bühne mit 16 Freiheitsgraden, die sich selbstständig an Seilen hochziehen kann», erklärt Dr. Norbert Elkmann, Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung. Der Vorteil des Systems: Es kann an jeder Windkraftanlage seinen Dienst verrichten, egal ob gross oder klein, zu Land oder Offshore. Der Roboter liefert immer ein genaues Zustandsprotokoll der Rotorblätter, ohne Menschen in Gefahr zu bringen und ohne Schäden zu übersehen.

Infos

WiRRLi, der Windkraftanlagen-Reinigungsroboter sollte so gestaltet sein, dass die Leute nicht erschrecken, wenn er den Rotormast hochklettert. Erste Protoypenstudie von Swiss Toys.

Dr. Nobert Elkmann Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF D-39106 Magdeburg ideen@iff.fraunhofer.de www.iff.fraunhofer.de

Die Denkfrucht des Monats «Die bisherige Performance einer Anlage ist kein verlässlicher Indikator für deren zukünftige Entwicklung. Performance-Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftigen Ergebnisse.» Bank Julius Bär & Co. AG (Januar 2009)

Was ist dann eigentlich noch verlässlich an den Banken?

Aufgrund grosser Nachfrage hat die Fraunhofer-Allianz Vision ihr «Handbuch zur Industriellen Bildverarbeitung – Qualitätssicherung in der Praxis» neu aufgelegt. Das Buch gibt einen Überblick über die industrielle Qualitätssicherung mit automatischer Bildverarbeitung und ist sowohl zur Unterstützung von Entscheidungsträgern als auch von Anwendern gedacht. Neben Fachaufsätzen komplettieren eine im Vergleich zur ersten Auflage aktualisierte Anbieterübersicht und ein Referenzteil zu Fachliteratur, Fachzeitschriften, Messen, Veranstaltungen usw. das Handbuch. Im ersten Teil werden zunächst einige Grundlagen der Bildverarbeitung vorgestellt. Der Bogen spannt sich von technischen Voraussetzungen über Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen bis hin zu praktischen Tipps für den Einsatz von Bildverarbeitungssystemen im Betrieb. Es folgt ein Überblick über momentan verfügbare Bild-Sensoren (Zeile, Matrix, CMOS, Röntgen, 3-D, Infrarot usw.) sowie über Optiken und Beleuchtung. Abgeschlossen wird der erste Teil mit Betrachtungen zum Thema Software. Die folgenden Kapitel behandeln anwendungsbezogene Themen. Zunächst geht es um die äusserliche Prüfung von Werkstücken: Oberflächenprüfung und Charakterisierung von Mikrostrukturen auf Oberflächen. Danach werden Methoden der berührungslosen Messtechnik vorgestellt, mit denen Werkstücke dreidimensional vermessen und auf Masshaltigkeit geprüft werden können. Anschliessend werden dann Methoden beschrieben, mit denen man in Werkstücken Bereiche untersuchen kann, die äusserlich nicht sichtbar sind. Zum einen können mit Wärmefluss-Thermografie Fehler unterhalb der Oberfläche detektiert oder auch Schichtdicken vermessen werden. Zum anderen erlaubt die Röntgentechnik die Untersuchung und Vermessung des Inneren von Werkstücken. Schliesslich wird ein Blick in die Zukunft geworfen: Die Terahertz-Tomografie befindet sich noch im Entwicklungsstadium, verspricht aber für die Zukunft interessante und insbesondere die Röntgentechnik ergänzende Perspektiven, denn THz-Strahlung durchdringt Papier, Keramiken und Kunststoffe und wird von metallischen Leitern und Wasser absorbiert. Vorteilhaft gegenüber Röntgenstrahlung ist, dass diese Strahlung extrem energiearm und somit nichtionisierend ist. Im Anschluss an den Textteil folgt das Kapitel «Anbieter-Porträts». Massgebliche Firmen, die Systeme und Lösungen zur Bildverarbeitung und optischen Messtechnik anbieten, werden hier in standardisierter Form porträtiert. Handbuch zur Industriellen Bildverarbeitung – Qualitätssicherung in der Praxis Fraunhofer IRB Verlag, 504 Seiten, gebunden, vierfarbig, 52 Euro inkl. MwSt, ISBN 978-3-81677386-3.

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Planung + Produktion

| Start-up

Im Rollstuhl auf die Autobahn Mobilität und Selbstständigkeit für körperlich schwerbehinderte Menschen: Das elektronische Lenkungssystem Joysteer erfüllt Tetraplegikern und muskelkranken Menschen den für unrealistisch gehaltenen Traum des selbstständigen Autofahrens.

Infos Linus Rohner Bozzio AG info@bozzio.ch www.joysteer.ch

durch er zum Beispiel Unebenheiten des Belags oder andere Einflüsse mit der entsprechenden Anpassung seines Fahrstils korrigieren kann.

Sicherheit garantiert

D

as Konzept von Joysteer ist einmalig und unterscheidet sich schon im Ansatz von bekannten Lenkungssystemen. Die Joysteer-Steuerung arbeitet rein elektrisch-elektronisch. Das heisst, es gibt keine mechanische Verbindung zwischen den zwei Joysticks für die linke und rechte Hand und den gelenkten Rädern. Auch passt sich die Lenkübersetzung der Fahrtgeschwindigkeit an und ermöglicht absolut sicheres Fahren bei jedem Tempo. Bemerkenswert bei der elektronischen Lenkung mit Joysteer ist ebenso das «Force Feedback». Dieses Rückmeldesystem lässt den Fahrer wie in einem normalen Auto den Kontakt zur Strasse spüren, wo-

Joysteer ist ein sehr flexibles System, das sich auf nahezu jede Behinderung einstellen lässt und die Beweglichkeit und Kraft der Lenkenden berücksichtigt. Selbst Menschen, die nach einem Hirnschlag nur noch halbseitige Funktionen besitzen, können ihren Wagen dank Joysteer mit einer Hand respektive einem Arm lenken. Einmal montiert, kann die Steuerung auch bei einer allfälligen Verschlechterung des Gesundheitszustandes mühelos angepasst werden. Ein grosses Plus der Joysteer-Technik ist die grosse Sicherheit des Systems. Die Erfinder unterstellten ihr Produkt freiwillig und unter Aufsicht des TÜV der wichtigsten Norm für sicherheitsrelevante Anwendungen, die für die drei Eckwerte «Force Feedback», zweihändige Betätigung und variable Lenkübersetzung Bestnoten ausstellte. Das sichere Fahrverhalten ist für jeden Testfahrer deshalb schon nach den ersten Metern auf der Strasse deutlich spürbar.

Ab 2009 auf unseren Strassen

Linus Rohner hält Joysteer-Steuerung in Händen.

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Die ausgereifte Elektronik des wegweisenden Lenkungssystems dürfte auch der in Behindertenfahrzeugen bereits heute angewandten Technik neuen Schub verleihen. Viele Behinderte müssen sich in ihren um-

Die Steuerung eingebaut.

gebauten Autos bis dato nämlich mit nur halbwegs perfekten Lösungen zufriedengeben. So gesehen ist das wirtschaftliche Potenzial der Joysteer-Technologie auch bedeutend grösser und umfasst nicht nur die Mobilisierung schwerstbehinderter Menschen. Um ihr System erfolgreich auf dem Markt zu lancieren, hat das Forscherteam der Berner Fachhochschule die eigene Firma Bozzio GmbH gegründet und sämtliche Rechte am Joysteer-Package übernommen. Mit der organisatorischen Abnabelung von der Fachhochschule wurde die Firma kürzlich auch zur AG umfirmiert. Für 2009 ist die erste Joysteer-Serienproduktion vorgesehen. Für das innovative Lenksystem Joysteer erhielt die Bozzio AG den renommierten Förderpreis für Jungunternehmer der W. A.-de-Vigier- Stiftung. Der mit 100 000 Franken dotierte Preis ist die wichtigste Auszeichnung dieser Art in der Schweiz.

Der Preisträger Linus Rohner, 1976 in Baden geboren, lancierte seine Berufskarriere – nach Automechanikerlehre und Berufsmatura, Ingenieurschule und Nachdiplomstudium – als Projektingenieur beim Dynamic Test Center DTC in Vauffelin. Seit dem 1. Juni 2008 firmiert er als Mitbesitzer der Bozzio GmbH in Biel, die er zusammen mit den Projektingenieuren Christian Andres, Hannes Aeberhard und Daniel Schütz als Spin-off der Berner Fachhochschule gegründet hat.


Dossier Betrieb |

Planung + Produktion

Hallo! Frau Hinz und Herrn Kunz nicht vergessen Unmotivierte Mitarbeiter, die sich verweigern und Dienst nach Vorschrift leisten, kann sich ein Unternehmen nie leisten, schon gar nicht in Zeiten der Rezession. Wer jedoch die Basis seiner Mitarbeiter als B-Player bezeichnet, demotiviert sie gezielt und drängt sie geradezu in Demotivation und das Boreout-Syndrom. Ein solches Verhalten verlangt unbedingt nach einer Korrektur.

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ie im Dunkeln, die sieht man nicht, heisst der letzte Vers des legendären MeckyMesser-Songs aus Brechts Dreigroschenoper. Allerdings dachte Brecht an die Bettler in London und nicht an die grosse Mehrheit von Mitarbeitern, «ohne die» – gemäss Heinrich Wottawa, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Universität Bochum – «kein Unternehmen funktionieren würde». Sie bilden das tragende Gerüst der Unternehmen, sie sind die wichtigste Stütze eines Betriebs, meint sehr pointiert Professor Wottawa. Die B-Player, wie sie bei den Human-ResourcesVerantwortlichen vorab in Deutschland und den USA genannt werden, bleiben jedoch im Hintergrund, da sie keinen besonderen Führungsehrgeiz entwickeln, keine Lichtgestalten sein wollen, sondern «nur» ihre Arbeit erledigen. Allerdings verfolgen sie hellwach all die Förder- und Entwicklungsprogramme, die den sog. «High Potentials» zukommen, während sie ihre eigenen Weiterbildungsbemühungen in aller Regel selbst organisieren und bezahlen müssen. Wottawa: «Schon die Be-

Autor Alois Altenweger, lic. rer. pol.

Nicht jede und jeder will nach der Krone greifen.

zeichnung B-Player ist demotivierend. Dabei kennen sie ihre Firma oft deutlich besser als aufstrebende Angestellte, die schon bei vielen verschiedenen Firmen gearbeitet haben.» Und: «Sie sind auch in der Krise loyal. Wenn man ihnen aber zu verstehen gibt, sie seien durchschnittlich, dann begreifen sie dies als Beleidigung.» Doch genau diese vernachlässigten Angestellten sind der Humus des Unternehmens.

Verschiedene Typen von B-Playern Thomas DeLong, Professor für Management an der Harvard Business School, konnte vier Typen der B-Player herauskristallisieren: Erstens gibt es die «verdeckten A-Player», die es zwar könnten, aber den Einsatz für Beruf und Karriere limitieren und stattdessen Prioritäten bei Freizeitaktivitäten, beim Familienleben und bei der Vereinstätigkeit setzen. Zweitens zählt er zu den B-Playern die sog. «Ehrlichen», die Fachspezialisten sind und deren

Interesse im ständigen Aufdatieren von Fachwissen liegt. Vor administrativen Verpflichtungen oder gar Führungsverantwortung machen sie einen weiten Bogen. Drittens hat man es mit den «Netzwerkern» zu tun, die intensive Kontakte im ganzen Unternehmen pflegen und eigentliche Wissensverwalter aller Umgangsregeln, Sitten und Gebräuche des Betriebs sind. Sie fungieren häufig als graue Eminenzen der Vorgesetzten. Viertens stellen die «Mittelmässigen» ein beachtliches Kontingent: Sie führen exakt ihre Pflichten aus, befassen sich weder mit Verbesserungsvorschlägen, noch haben sie kritische Ideen, sondern sie erledigen genau das, was ihnen aufgetragen worden ist.

Fördern und fordern Nun ist ein Unternehmen kein eingefrorenes System, sondern befindet sich unabhängig vom Produktionsprozess in ständiger Bewegung. Je mehr Bewegung auf einer Personalebene herrscht, desto spannen-

02-09 technica 65


Planung + Produktion

der ist es für die «Mitspieler»: Die Führungsleute geraten in fiebrige Aufregung, entfalten hektische Aktivitäten und berauschen sich an Plan- und Prognosespielen, während die B-Player sich als zu wenig beteiligt vorkommen. Bei ihnen läuft nichts, denn paradoxerweise engen sie einerseits selbst ihren Spielraum aus Angst und/oder Ängstlichkeiten ein und verspüren

| Mix

dann doch – als Zuschauer mit beschränkter Mitwirkung – ein Gefühl von Langeweile. Mit andern Worten und im Fachjargon ausgedrückt: sie leiden am «Boreout-Syndrom». Eine Folge davon sind Motivationsstau, Leistungshemmung und passive Verweigerung. Und dies in Zeiten, in denen jedes Unternehmen unter einem unwahrscheinlichen Anpassungs-, Entwicklungs- und Kreativi-

tätsdruck steht. Damit ist auch gesagt, dass die Unternehmen ihren sogenannten B-Playern durch Neuorganisation der Arbeit mehr Aufmerksamkeit schenken sowie Wertempfinden und Selbstbewusstsein vermitteln müssten. Das bedeutet, die B-Player in ihren Stärken zu fordern, ihre besonderen Fähigkeiten zu fördern und nicht einfach irgendwo sitzen zu lassen.

Venture Apéros für Start-ups Auch die dickste Kapitaldecke hält ein junges Unternehmen nicht für immer warm. Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende, Lieferanten und Partner müssen überzeugt und zum Mitmachen bewegt werden. An den «venture apéros» ist man dafür zur rechten Zeit am richtigen Ort, lassen sich doch an diesen Anlässen einmal im Monat in 10 Deutschschweizer Städten interessante Kontakte knüpfen, Geschäftsbeziehungen pflegen und Erfahrungen mit anderen Jungunternehmern austauschen. Übri-

gens: Die «venture apéros» finden immer um 18.30 Uhr statt und beginnen mit einem kurzen Fachreferat, die Teilnahme ist inkl. Apéro kostenlos. • Basel (10. 3.): Trendsetter aus Tradition – wie sich Ueli Bier mit Innovationen im Markt behauptet. • Bern (9. 3.): Geschäftsmodelle mit Klimaschutz – Chancen für mehr Unterscheidbarkeit im Wettbewerb. • Chur (18. 3.): Wachstum in Graubünden –

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66 technica 02-09

KMU als wichtige Wachstumstreiber. • Frauenfeld (9. 3.): So spricht man über Sie – Professionelle Pressearbeit für KMU. • Luzern (12. 3.): Lancierung eines neuen Verkaufskanals: Warum Verträge so wichtig sind! • Olten (23. 3.): Feng Shui am Arbeitsplatz. • St. Gallen (4. 3.): Ethik im Unternehmertum – Nachhaltigkeit in der Unternehmungsführung.

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Impressum Planung + Produktion Technica AZ Fachverlage AG 5001 Aarau Tel. 058 200 56 30 Fax 058 200 56 61 Redaktion Alois Altenweger, lic. rer. pol. Zürchermatte 47 3550 Langnau i. E. Tel. 034 402 56 69 a.altenweger@zapp.ch Erscheint als integrierter Bestandteil der Technica.

Offizelles Organ des SVBF Schweiz, Schweizerischer Verband für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik

SVBF Schweiz Postfach 1810 8021 Zürich www.svbf.ch zentral@svbf.ch Präsident: H. Betschart habetsch@bluewin.ch


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Löten statt Schweissen Auf der Basis des Cold-Metal-Transfer-Prozesses (CMT) von Fronius fanden Karosseriefachleute von Vauxhall bei General Motors die Lösung zum hochwertigen Verbinden von Karosserieteilen im Boden- und Seitenbereich der Fahrzeuge. Das Löten tritt dort an die Stelle des Punkt- oder Lichtbogenschweissens. Mit CMT-Löten per Roboter können auch relativ breite Spalten überbrückt werden. Dennoch wird eine genügend feste Verbindung hergestellt. Durch den «kälteren» Prozess bleibt die Zinkschicht intakt und der Materialverzug wird vermindert. Zudem entfällt die Spritzerbildung praktisch vollständig.

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Siehe Bericht Seite 71 (Bild: Fronius Schweiz AG, 8153 Rümlang)

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02-09 technica 67


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| Schweissen

Zum Titelbild: Orbitalschweisstechnik: Garant für perfekte Rohrverbindungen

Eine runde Sache Die Lichtbogen-Schweisstechnik kennt eine Branchendurchdringung wie keine zweite Technologie unserer Zeit. Dabei kann der Anwender manuell, mechanisiert oder automatisiert schweissen – je nach Bedarf, nach wirtschaftlichen Belangen und qualitativen Anforderungen. Eine besondere Spezialität ist das Orbitalschweissen. Hierbei wird der Lichtbogen maschinell ohne Unterbrechung mindestens 360 Grad um ein feststehendes Werkstück (zum Beispiel ein Rohr) geführt.

M

anuelles Schweissen eignet sich kaum für höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards, weil Schweisspositionen wie «Überkopf» oder Fallnaht bei eingeschränkter Zugänglichkeit und wenig Bewegungsfreiheit schnell zu Schweissfehlern führen. Zum Beherrschen des Schweissbads muss in jeder Position des Brenners das Gleichgewicht zwischen Schwerkraft und Oberflächenspannung perfekt erhalten bleiben. Beim mechanisierten Schweissen werden Teile des Prozesses durch mechanische Komponenten übernommen. Ein Schweisser überwacht und steuert den Prozess. Die Schweissparameter sollen möglichst vor Beginn der Schweissung voll-

ständig programmiert sein. In der Praxis muss der Schweisser jedoch trotzdem eingreifen, weil sich die Randbedingungen häufig ändern. Beim automatisierten Schweissen läuft der Schweissprozess computergesteuert völlig selbsttätig ab, das Eingreifen eines Bedieners entfällt. Die Grundkomponenten jeder Orbital-Schweissanlage sind: eine Stromquelle mit Steuerung, ein Schweisskopf und gegebenenfalls ein Drahtvorschub. Verschiedene Faktoren können auf das Schweissergebnis Einfluss nehmen, wichtige Parameter sind Lichtbogenlänge, Stärke und Frequenz des Schweissstroms, Schweissgeschwindigkeit, Schweissschutzgas, Grundwerkstoff, Zusatzwerkstoff, Nahtvorbereitung

Heissdraht-Engspaltschweissen im Bereich der Energieerzeugung.

68 technica 02-09

Schweissen von Rippenrohren und Rohrumkehrbögen in der Kesselindustrie.

und Wärmeführung. Schlussendlich resultiert eine hohe Nahtqualität aber vor allem aus dem Know-how über das exakte Abstimmen aller Parameter auf die Fügeaufgabe.

Prädestiniert für höchste Ansprüche Seit seiner «Erfindung» vor über 50 Jahren wurde das Orbitalschweissen fast ausschliesslich mit dem WIGVerfahren (Wolfram-Inert-Gas) mit nicht abschmelzender Wolframelektrode betrieben – wenn nötig auch mit der Zufuhr von Kaltdraht. Schweissbar sind verschiedenste Metalle: hochfeste, hochwarmfeste und korrosionsbeständige Stähle, unlegierte und niedriglegierte Kohlenstoffstähle, Nickellegierungen sowie Titan, Kupfer, Aluminium und deren Legierungen. Unter Schutzgasatmosphäre läuft das Verfahren kontrolliert, sauber, partikelarm und frei von unerwünschten Spritzern ab. Prädestiniert für das Verbinden der austenitischen Chrom-NickelStähle erfüllt es höchste Ansprüche an die mechanische und optische Güte der Schweissnaht. Auf Grund dieser Vorteile eroberte es sich schnell seinen Platz in der Produktion von Reinraumtechnik-Bauteilen für die Halbleiterindustrie. Inzwischen hat es seinen Siegeszug fort-


gesetzt: im Rohr- und Apparatebau für die Lebensmittelindustrie, die pharmazeutische und die chemische Industrie, die Biotechnik, den Schiff- und den Fahrzeugbau sowie für die Luft- und Raumfahrt.

Präziser gehts kaum Mit welcher Präzision das WIG-Orbitalschweissen arbeiten kann, zeigt der kleinste Rohrdurchmesser, der standardmässig schweissbar ist: Dieser Durchmesser beträgt ganze 1,6 Millimeter! Rohre bis 177 mm Durchmesser, mit Wandstärken bis zu 3,5 Millimetern, können mit geschlossenen Orbitalschweisszangen gefügt werden. Die Zangen ermöglichen ein exaktes Positionieren des Brenners und ein sicheres Spannen auf den Rohren. Die Schutzgasatmosphäre in der geschlossenen Kammer verhindert das Entstehen von Anlauffarben selbst bei Verbindungen empfindlichster Werkstoffe. Bei Rohrdurchmessern zwischen 8 und 275 Millimetern sind die leichter zu handhabenden, offenen Orbital-Schweissköpfe einsetzbar. Diese werden über ein flexibles Schlauchpaket mit Strom, Schutzgas, Kühlwasser und gegebenenfalls Zusatzdraht versorgt. Ob mit Zusatzdraht geschweisst werden muss, richtet sich nach der Schweissaufgabe: Dicke Rohrwände oder schwierig zu beherrschende Grundwerkstoffe erfordern den Materialzusatz, bei dünnwandigen Rohren kann der Zusatz von Draht entfallen.

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Sorgfältig vorbereitete Rohr-Enden sind eine Voraussetzung für hohe Schweissnahtqualität; die Werkstückkanten müssen frei von Zunder und Verunreinigungen sein. Bei dünneren Wandstärken bis zu mittleren Rohrabmessungen genügt oft ein winklig ausgeführter Sägeschnitt. An dickeren Rohrwänden ist das Vorbereiten der Kanten z. B. als Tulpennaht erforderlich.

Der Schlüssel zur sauberen Energie Auch im Kraftwerksbau (Wärmekraftanlagen) hat das automatisierte WIG-Orbitalschweissen seine Vorzüge bewiesen. Hier müssen die Konstruktionswerkstoffe einigen

enormen mechanischen Belastungen standhalten, die durch hohe Drücke und Temperaturen der Medien in den Rohren verursacht werden. Kerben, Poren oder Einschlüsse in den Schweissnähten gelten als Ausgangspunkte für spätere Rissbildung, die zu einem vorzeitigen, folgenschweren Versagen eines Bauteils führen kann. Darum sind diese absolut unzulässig. Nicht selten sind Rohre aus Nickelbasis-Werkstoffen bis zu einer Wandstärke von 200 mm zu fügen. Speziell für diese Anwendungen hat ein Hersteller das Orbital-Engspaltschweissen mit Heissdrahtzusatz entwickelt, wobei ein Schweissfahrwerk auf einem um das Rohr geleg-

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02-09 technica 69


Fügen-Trennen-Formen

| Schweissen

ten Führungskranz bewegt wird. Diese neue Variante ist auf bemerkenswertes Interesse in der Branche gestossen, zumal vor dem Hintergrund des demnächst weltweit boomenden Kraftwerkbaus nach immer produktiveren Fertigungsmethoden für neue warmfeste Stähle geforscht wird. Erst die zuverlässige Verarbeitung dieser Stähle – zum Beispiel des in Europa entwickelten E911 (9 %Cr, 1 % Mo, 1 % W), in den USA auch als P92 bekannt – wird den Durchbruch in der Konstruktion von Kraftwerken hin zu höheren Wirkungsgraden ermöglichen.

Varianten erschliessen neue Anwendungen

Heissdraht-Engspaltschweissnaht.

Überall auf der Welt werden mit dem orbitalen Fügeverfahren neue Wege in der Fertigung beschritten. War es bisher auf das WIG-Verfahren und in selteneren Fällen auf das Plasma-Verfahren beschränkt, so hat ihm die sprunghafte Entwicklung des MIG/MAG-Schweissens neue Perspektiven in der Anwendung eröffnet. Im allgemeinen Apparatebau sind es «exotische» Metalle oder Legierungen wie Titan, Zirkon, Tantal, Niob, Hastelloy, Inconel, Monel u. a.,

MIG/MAG - Schweissen auf der Baustelle.

die beim Schweissen eine exakt abgestimmte und reproduzierbare Wärmeführung erfordern. Diese kann nur durch mechanisierte Schweissverfahren sichergestellt werden. Ob grosse Wandstärken oder kleine Rohrdurchmesser, exotische Werkstoffe oder unwirtliche Umgebungsbedingungen: Wann immer die Forderung nach einer verlässlich reproduzierbaren Schweissnahtqualität gestellt wird, sollte der

Einsatz des Orbitalschweissens mit seinen breit gefächerten Anwendungsmöglichkeiten und Verfahrensvarianten in Betracht gezogen werden. (bf)

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Löten |

Fügen-Trennen-Formen

Fügetechnik in der Automobilindustrie folgt neuem Trend

Löten statt Schweissen Verbrauchsminimierte Fahrzeuge ohne Komforteinbusse stehen im Zentrum der Käufernachfrage. Gewichtsreduktion ist deshalb ein permanentes Thema in den Entwicklungsbüros und Projektteams der Automobilindustrie.

I

m Karosseriebau weist das thermische Fügeverfahren Löten eine Entwicklungsrichtung: Auf Basis des innovativen ColdMetal-Transfer-Prozesses (CMT) von Fronius fanden Karosseriefachleute von Vauxhall bei General Motors (GM) die Lösung zum hochwertigen Verbinden von Karosserieteilen im Boden- und Seitenbereich der Fahrzeuge. Das Löten tritt dort an die Stelle des Punkt- oder Lichtbogenschweissens.

Unterschiedliche Materialien verbinden Verbindungen zwischen dicken und dünnen, zwischen hochpreisigen und preisgünstigen, zwischen standardmässigen und hochfesten Stählen sowie zwischen Blechteilen unterschiedlicher Oberflächenbearbeitung bestimmen zunehmend den Karosseriebau. Dies resultiert aus dem Markttrend hin zu leichteren

und dennoch komfortablen Fahrzeugen. Dort, wo bisher technische oder wirtschaftliche Engpässe auftreten, wenn eine höhere Nahtqualität erforderlich ist oder Nacharbeit entfallen soll, erweist sich das Löten vielfach als Schlüssel zur Lösung. CMT-Löten ermöglicht ein sicheres Fügen zwischen oberflächenveredelten Blechen unterschiedlicher Stahlsorten. Die neue Verfahrensvariante Puls-Mix, eine Kombination des CMT- mit dem Impuls-Lichtbogenprozess, bietet noch mehr. Sie stellt dem Anwender jetzt den relativ hohen Leistungsbereich des Impuls-Lichtbogens in CMTQualität zur Verfügung.

Beispiel: General Motors Die Karosseriefachleute im britischen Automobilstandort Ellesmere Port von GM haben ein richtungweisendes Projekt erfolgreich umgesetzt. Im Boden- und Seitenbereich der Astra-Karosserie sind 0,8 mm dicke Bleche aus verzinktem an hochfesten Trip-Stahl zu fügen. Die übliche Methode des Punktschweissens entfällt hier. Denn die Spaltmasse zwischen den überlappenden Blechen oder zwischen Blechteilen mit grossen Radien ist zu gross beziehungsweise der hohe Elektroden-

Löten statt Schweissen zum Beispiel im Seitenund Bodenbereich der Karosserie erweist sich bei Füge-Aufgaben vielfach als erfolgreiche Lösung.

verschleiss indiskutabel. Die Lichtbogen-Schweisslösung hatte den Nachteil der Spritzerbildung und den des Materialverzugs infolge hohen Wärmeeintrags. Die Folge: erheblicher Aufwand zum Prüfen und Korrigieren der Formabweichung sowie für das Beseitigen der Spritzer. Mit CMT-Löten per Roboter überbrücken die Karosserie-Experten jetzt die relativ breite Spalte und erreichen eine genügend feste Verbindung. Dabei schonen sie die Verzinkung, denn der «kältere» Prozess erhält die Zinkschicht und verursacht weniger Materialverzug bei ausreichend inniger Fügeverbindung. Die Spritzerbildung entfällt nahezu vollständig – und damit auch die entsprechende Nacharbeit. Den zuvor handarbeitsintensiven Fertigungsschritt haben die Karosseriebauer von GM in die automatisierte Prozesskette integriert und ihre Taktzeit wesentlich reduziert. Die Produktivitätsgewinne und die finanziellen Einsparungen sind erheblich. (bf)

Infos

Die Experten vom Body Shop im britischen GM-Standort Ellesmere Port überbrücken hohe Spaltmasse mit gelöteten CMT-Verbindungen.

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Impressum technica

die Fachzeitschrift für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie ISSN 0040-0866 58. Jahrgang 2009 Redaktion «technica» Neumattstr. 1, 5001 Aarau, Tel. 058 200 56 42 Fax 058 200 56 61, ISDN 058 200 56 56 www.technica-online.ch, www.marktspiegel.ch Chefredaktor Martin Gysi, Masch. Ing. FH, Tel. 058 200 56 29, martin.gysi@technica-online.ch Barbara Fischer, W.-Ing FH, Tel. 058 200 56 30, barbara.fischer@technica-online.ch

In dieser Ausgabe Abacus Research AG ABB Schweiz AG SFA 01

70 7

igus Schweiz GmbH

8, 40

IST-Edelstahl-Anlagenbau AG

35

Agathon AG Normalien

41

Jakob Keller Verschlusstechnik AG

52

Agie Charmilles Sales Ltd.

16

Keller Laser AG

57

Alfred Meili SA

52

Kubo Tech AG

41

Amsonic AG

19

Kuka Roboter Schweiz AG

50

Antrimon AG Antriebstechnik

33

Kundert AG Kunststofftechnik

B&R Industrie-Automation AG

6

2

KVT Koenig Verbindungstechnik AG

80

Leitner AG

16

Lidag AG Laserbearbeitungstechnik

10 15

Redaktionelle Mitarbeiter Edgar Grundler, Alois Altenweger, lic.rer.pol., Urs Wittwer

Bauberger AG

Mediaberatung Christine Gehrig Tel. 056 631 22 20, Fax 056 633 56 23 christine.gehrig@technica-online.ch

Bibus AG

37

LNS SA

Bito-Lagertechnik Bittmann AG

48

maxon motor ag

Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG

26

Mikron Agie Charmilles Sales Ltd.

19

Mink Bürsten AG

54

Thorsten Krüger Tel. 058 200 56 32 thorsten.krueger@azmedien.ch Verena Müller Tel. 058 200 56 42, verena.mueller@azmedien.ch Willi Dennler Tel. 058 200 56 43, willi.dennler@azag.ch Verlag © AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1 5001 Aarau, Tel. 058 200 56 50 Fax 058 200 56 61, www.az-verlag.ch Ein Tochterunternehmen der AZ Medien Gruppe

Baumgartner AG

CADENAS GmbH

13 6

6

4, 8

COSCOM GmbH

27

Murrplastik AG

39

Costacurta S.p.A. -VICO

11

Netstal-Maschinen AG

20

Credit Suisse CYMAX AG

7 12, 57

OSEC Business Network Switzerland 10 Polysoude (Schweiz) AG

14, 68

Verlagsleitung Karen Heidl

Dachser Spedition AG

25

SCHUNK GmbH & Co. KG

Bereichsleitung Jürg Rykart Tel. 058 200 56 04, juerg.rykart@azag.ch

Dixi Polytool SA

32

Schupp AG

29

DMG (Schweiz) AG

30

SIAMS SA

18

Layout Thomas Furter, Konzept Ursula Urech

Egli Maschinenbau AG

Druck Vogt-Schild Druck AG, Gutenbergstrasse 1, 4552 Derendingen

Endress+Hauser AG

eins 1 AG

4 21 6

Siemens Schweiz AG

7

9, 60

SolidWorks Deutschland GmbH

5

Springmann SA / AG

15

Erscheinung, Abonnement erscheint monatlich, 12 x jährlich zusätzlich je eine Sonderpublikation Innovation und Marktspiegel Abonnementspreis: Fr. 95.– inkl. 2,4% MwSt, Ausland zuzüglich Porti Telefon 058 200 55 70, Abo Contact Center abo@technica-online.ch

EPMT

35

SPT Roth AG

35

Erowa AG

45

Suhner Abrasive Expert AG

41

Fastems GmbH

36

Walter (Schweiz) AG

Auflage 12 600 Ex. WEMF 2008: (1090 verkauft, 8768 Gratis)

Festo AG Systemtechnik

52

Walter Meier (Fertigungslösungen) AG 23

Friedrich REMMERT GmbH

46

WD-40 Company

42

Fronius Schweiz AG

71

WENK AG Werkzeugmaschinen

49

Wittenstein AG

39

WSW AG Feinblechtechnik

59

Verlagsrechte Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Bildunterlagen (Fotos, Dias) und Manuskripte übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Nachdruck nicht gestattet Zeitschriften im selben Verlag Batitech – HK-Gebäudetechnik – Elektrotechnik ET – MegaLink Precision – Natürlich – Kochen – Fit for Life

FHNW

Futec AG

5, 22

4

TORNOS SA

Gebrüder Gysi AG

42

HAIMER Schweiz GmbH

42

Hans Eberle AG

39

Heinz Lienhard AG Härterei

19

Beilage:

IBZ-Schulen

17

Heizmann AG

2 3, 33

02-09 technica 79


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Wer schreibt das Protokoll?

     

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0

In einem Team von 5 Personen wird das Schreiben des Sitzungsprotokolls per Zufallsprozess (z. B. HĂślzli ziehen) zugewiesen.

 1 -     

Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie als Teammitglied in 6 Sitzungen mindestens einmal das Protokoll schreiben?

Die AuflÜsung von Ausgabe 01/09 Eine Ärztin in einem kleineren Spital stellt fest: Ich habe doppelt so viel Kolleginnen wie Kollegen. Ein Arzt aus demselben Team meint hierzu: Ich habe 5-mal so viel Kolleginnen wie Kollegen. Wie viele Ärzte und Ärztinnen hat das Spital? Anzahl der Ärzte = x Anzahl Ärztinnen: (2x + 1) Aussage des Arztes: (x – 1) • 5 = 2x + 1 x=2 d.h. es sind 2 Ärzte und 5 Ärztinnen

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Vorschau auf technica 3-09

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13.2.2009 11:22:42 Uhr


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Technica Februar 2009  

Technica 2-09

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