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CHF 12.–

11.2012

www.technica-online.ch www.marktspiegel.ch

fachzeitschrift für die maschinen-, elektro- und metallindustrie

TITELBILD

me Nakamura-To NTJ-100

ner Der Alleskön hau Prodex-Vorsc Seite 15

Das neue «Superwerkzeug» Der UKP-Laser trumpft mit entscheidenden Vorteilen

Design im Maschinenbau

15

Alles rund um das Messeduo Prodex/Swisstech: Exklusive Interviews mit Machern und Veranstaltern, dazu viele Fachberichte und Produktneuheiten.

51

Werkzeugmaschinen Die Multiswiss von Tornos wurde im Vorfeld an ein paar Kunden zum Testen ausgeliefert. Werkstattleiter und CEO einer Firma beurteilten sie für uns.

87

Swissrobotics.net Normen sorgen für Verlässlichkeit bei Robotik-Projekten. Doch müssen die Werte der gleichen Mess- und Berechnungsmethoden zugrunde liegen.


Mini-Zerspanung auf die Spitze getrieben

Halle 1.1, Stand K01

Klein. Stark. Schnittig. Für kürzere Bearbeitungszeiten und höhere Vorschübe. Das neue Mini-Werkzeugsystem ermöglicht hervorragende Schnittdaten bei der Innenbearbeitung von Stahl und Guss. Ideal für kleine Bohrungen von ø 7 bis 20 mm und große Stechtiefen bis 8 mm – bei 1 bis 3 mm Stechbreiten. Dabei sorgen die neuen Mini-Schneidplatten mit gesinterten Geometrien für bessere Span-

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technica 11.2012

EDITORIAL

1

Der entscheidende Ersteindruck Es ist also wahr: Schönheit zieht an. Das ist natürlich sehr ungerecht, und leider wussten selbst die Wissenschaftler nichts Besseres zu tun, als dieses optische Taxieren unter Menschen auch noch empirisch zu untermauern – unter anderem mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie. Aber es kommt noch schlimmer: Auch formschöne Werkzeugmaschinen ziehen an. Das mag absurd klingen – insbesondere für jene Hersteller, die ausschliesslich auf «innere Werte» setzen: Präzision, Geschwindigkeit, Spindelleistungen, Spanvolumen, Palettenspeicher, Span-zu-Span-Zeiten, Taktzeiten, Tischbelastungen, Drehzahl und was das Datenblatt noch grosszügig auflisten kann. Das starke Attraktivitätsurteil auch beim Ersteindruck von Maschinen kann man bedauern, dürfte aber zu weniger Fehleinschätzungen führen als beim Anbändeln in Mensch-Mensch-Beziehun-

«Formvollendetes Design ist schon mal ein guter Empfehlungsbrief.» (Herkunft des Zitats unbekannt) gen. Denn im Gegensatz dazu kauft man eine Maschine und zumindest deren Eckdaten und Leistungswerte sind offengelegt, leicht zu eruieren und können so mit den firmeneigenen Bedürfnissen abgeglichen werden.

Design im Maschinenbau darf man aber nicht unterschätzen, denn es ist ein erstaunlicher Mehrwert und viele Maschinenhersteller setzen inzwischen aus mehreren Gründen darauf, wie der interessante und selbstverständlich eigens recherchierte Brennpunkt-Artikel aufzeigt (ab Seite 10). Das oben genannte Thema erreicht uns auch gerade rechtzeitig zur Messe Prodex, um einmal mit einem anderen Blick durch die Hallen zu schweifen. Also: Augen auf! Auch «technica» wird sich in Basel an der Prodex und Swisstech intensiv umschauen – und dies mit einem frisch designten Team, um beim Jargon zu bleiben. Nach dem Weggang von Martin Gysi und unserem Deutschland-Redaktor Edgar Grundler, der in Kürze ebenfalls in den Ruhestand tritt, wird eine neue, starke Crew vor Ort sein. Denn einerseits ist der renommierte Fachjournalist und Ingenieur Markus Frutig zur Redaktion gestossen. Der ehemalige SMM-Redaktor und Chefredaktor des eLFORUMs verstärkt seit Oktober «technica» mit seinen hervorragenden Kenntnissen der MEM-Industrie. Zusätzlich wird bereits an der Prodex Christof Lampert «technica» unterstützen, obwohl sein offizieller Start erst im Januar 2013 erfolgen wird. Christof Lampert war zuvor in leitenden Positionen bei österreichischen Fachzeitschriften wie «elektronik + technik report» (Leitender Redaktor), Megatech (Chefredaktor) und Maschinenmarkt Österreich (Stv. Chefredaktor). Ich freue mich enorm, mit diesen überaus kompetenten und ebenso sympathischen Fachjournalisten ein neues Kapitel für «technica» beginnen zu dürfen, und bin überzeugt, es wird ein kräftiges. Eugen Albisser, Chefredaktor «technica»

Markus Frutig

Christof Lampert


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11.2012 technica

INHALTSVERZEICHNIS

UNKT BRENN P

10

Design im Maschinenbau

Design oder Nicht-Design: Das ist mittlerweile nicht mehr die Frage im Maschinenund Anlagenbau. Was Formsprache dort bewirken kann, erfuhr «technica»-Autor Nikolaus Fecht von Designern, Prodex-Ausstellern und Maschinenbauern aus der Schweiz.

27

Swisstech 2012

«Automatisierung, Composites und Qualitätssicherung sind nur ein Auszug der Themen, die im Fokus der diesjährigen Messe stehen», sagt Iris Sorgalla, Messeleiterin des Veranstalters Exhibit & More, im exklusiven Interview mit «technica».

47

Präzisionsbearbeitung

Klassische Lasertechnologie schneidet, bohrt, markiert oder formt je nach Leistung und Wellenlänge fast jedes Material. Insbesondere in der Mikrobearbeitung besitzen neue, leistungsstarke Kurzpuls- und Ultrakurzpulslaser (UKP) das Potenzial zum neuen Universalwerkzeug.

Fokusthema: Prodex, Seite 10, 15 – 25, 47 – 67, 70, 84, 90

1 Editorial 4 Nachrichten 6–7 Stellenangebote 8 Märkte und Unternehmen B & R wächst und expandiert 10 Brennpunkt Design oder Nicht-Design? Warum auch die Form wichtig ist 11 Der preiswürdige Formvollender Von einem, der Maschinen vollendet

FACHMESSEN Prodex/Swisstech 15 Sich in der Schweiz präsentieren Grosse Messevorschau zur Prodex 25 Mit einem Thema durch die Prodex Swissmem führt die Thementage durch

World Medtech Forum 4 Wie erfolgreich war das WMTF? Ein Interview mit der Messe Luzern

FACHARTIKEL Werkzeugmaschinen und Werkzeuge 47 Das neue «Superwerkzeug» Fit für die Mikrotechnologie – der UKP-Laser

67 10 000 Liter Kühlschmierstoff im Einsatz Panolins Schmiermittel und Kühlemulsion im Einsatz bei Marxer Novotech AG

Automations- und Antriebstechnik 68 Neue Antriebsfamilie mit Aussicht Antriebe für die Fertigungsautomation

51 «Potenzial sofort erkannt» Tornos Multiswiss bei einem Testkunden

69 Kostenreduktion an CNC-Maschinen NUM-Motoren ohne separate Geberkabel

54 Hochgradig produktiv Erfolgreich: die Mikron Multistar NX-24

70 Neues aus der Welt der Lineartechnologie Schneeberger an der Swisstech

56 Konturnah kühlen Werkzeugbau mit generativer Fertigung

71 Direkter Anschluss Servoverstärker in kompakter EtherCAT-Klemme

58 Schnell und präzise positioniert Fritz Studers weiterentwickelte UniversalInnenrundschleifmaschine CT960

30 Technologien vergleichen Swisstech: Trends praxisnah demonstriert

59 Für eine starke Bearbeitung Hermles Bearbeitungszentrum C 400 basic

39 «Einkauf ist unterschätzte Ressource» Interview mit Swisstech-Beirat Rolf Jaus

60 CNC-Steuerung von Mitsubishi Hohe Produktivität, tiefer Energieverbrauch

40 Die Vorzeichen stehen gut Mehr als 1400 Aussteller in Nürnberg

66 Sparsamer Umgang mit Kühlschmierstoff Minimalmengenschmierung für innengekühlte Werkzeuge

50 Geometrieabweichungen schnell messen Vermessen der Linearachsen – aber rasant

27 Antworten für den Werkplatz Schweiz Interview mit Messeleiterin Iris Sorgalla

SPS/IPC/Drives

64 Vitrine voller Spannmodule Triag zeigt, was sie hat

61 Mit der Kugel auf der sicheren Seite Die Nullpunktgenauigkeit des Erowa Spannsystems «ProductionChuck 210»

Intralogistik 73 Neue Trends in der Intralogistik Anpassen an die Regal- und Behältertechnik 74 Schaltwählzüge rationell produzieren Werkstückträgertransportsystem «Stein 300» in der Anwendung

Zulieferindustrie 76 Kompetenz hoch vier Kundert: ein «Hidden Champions»


technica 11.2012

INHALTSVERZEICHNIS

3

Spannsysteme Entdecken Sie unsere 221 verschiedenden Spannmodule:

Fokusthema

012 Ausgabe 11/2

Prodex

56

Generative Fertigung

Das «Direkte Metall-Laser-Sintern» (DMLS) hat im Werkzeugbau seinen Platz gefunden. Mit dem Verfahren ist es möglich, konturnahe Kühlungen in Gussformen einzubauen. Damit steigt die Qualität und auch die Wirtschaftlichkeit der Produktion von Spritzgussteilen.

Das Fokusthema dieser Ausgabe ist – wie könnte es anders sein – die Prodex, also die in Basel stattfindende Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Fertigungsmesstechnik. Vom Brennpunkt über eine längere Messevorschau bis hin zu den eigentlichen Fachartikeln werden die Aussteller befragt, unter die Lupe genommen oder stellen ihre Produkte vor. Und natürlich kommt auch die Zuliefermesse Swisstech nicht zu kurz.

Schnellstverstellbar: Nur eine einzige Spindel pro Modul Modul kann nach oben abgehoben werden

20. – 23.

November

2012

92 Impulsgreifer mit noch mehr Kraft Elektrisch angetriebenen Parallelgreifer 92 Roboter setzen auf gutes Aussehen Kuka hat das Design als strategisches Instrument erkannt 93 Edle Büromöbel präzis verschweissen Zeitintensive Arbeitsgänge in möglichst hohem Mass automatisieren

100 Produkte 104 Lieferantenverzeichnis 108 Technica Rapport Aussen klein, innen cool designt

nd

90 Kaufkriterium: geringer Platzbedarf Automatisiertes Einlegen und Entfernen von Teilen in CNC-Dreh- und Fräscenter

OSEC – Export Forum 99 Stabilisierte Exportstimmung KMU-Exportindikator 4. Quartal 2012: Talsohle durchschritten?

ne

SwissRobotics.net 87 Belastung, Präzision und Verfügbarkeit Normen sorgen für Verlässlichkeit bei Robotik-Projekten

97 Qlikview besser als SAP? Halbierte Zeit für Anwendungsentwicklung

110 Agenda – B & R «Innovationday» – Internationales Forum Mechatronik – HSR: Server Business Intelligence 2012 111 In dieser Ausgabe/Impressum 112 TechniKnacknuss/Vorschau

an

VERBÄNDE UND ORGANISATIONEN

96 Optimierung des Energieverbrauchs Das richtige Analysewerkzeug

sp

Industrial IT 84 Kurze Wege in der Umsetzung Richtige CAM-Tools für die Zukunft

ll

80 Gerüstet für den Wettbewerb Die Hans Eberle AG und der Blechmarkt

SVBF – Planung und Produktion 95 Mit Innovation Zukunft anpacken Pro-Factory-Plus fördert die europäische Wettbewerbsfähigkeit

vo

78 Drehteilelieferant im Wandel Interview mit Manfred Schmid, Geschäftsführer der Neida AG

Stand G14 Halle 1.1

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11.2012 technica

NACHRICHTEN

F

UNK ENFLUG

M Werner De Schepper, AZ Medien

Cornelia Buchwalder, Swissmem L

Liebe Cornelia Buchwalder Es ist eigenartig, dass es in deiner Branche so wenig Frauen gibt. Warum macht ihr nicht viel mehr, sind doch Frauen eigentlich viel vernünftiger als wir Männer? Lieber Werner De Schepper Dass Frauen vernünftiger sind, nehme ich von dir gerne und unkommentiert entgegen. Aber willst du ein paar Fakten hören zum «Technikerinnen»-Mangel? Im Jahr 2011 waren bei den Polymechanikern nur 3 % weibliche Lernende, bei den Automatikern 4,7 % und bei den Konstrukteuren 11,6 %. Ein Potenzial ist also da. Ein grosses sogar. Anderseits fehlt es nicht nur an technikbegeisterten Frauen, wie kürzlich die Berner Zeitung schrieb. Ich würde sagen: Es fehlt überhaupt an technikbegeisterten Jugendlichen. Das ist schade, und so engagieren wir uns beim Swissmem in verschiedenen Projekten – und dies bereits auf Primarschulebene. Und was ebenfalls wichtig ist: Wir kümmern uns auch um die Lehrpersonen und die Eltern. Denn gerade die sind oft noch der Meinung, in diesen Berufen gehe es laut, dreckig und stinkig zu und her. Ausserdem sind viele Lehrer in der Primarschule, na ja: Lehrerinnen – und halt nicht so technikbegeistert. Mit explore-it.org unterstützen wir die Schulen und eben auch diese Lehrerinnen, damit sie die Schülerinnen und Schüler an Technik heranführen können. Und da gibt es noch die Seite www.tecmania.ch. Sie ist für Jugendliche konzipiert und zeigt, dass technische Berufe cool sind. Da findet man auch Firmenporträts und Lehrstellen. Natürlich bewegt sich Tecmania auf dem von dir genutzten Facebook. Vielleicht gibt es bald ein weiteres «Like»? Ich habe mal gelesen, dass, wer mit 15 Jahren noch nicht technikbegeistert ist, es auch nicht mehr wird. Das ist wohl ein grosser Unterschied zum Journalismus, oder? Ja, und da frage ich mich jetzt, auf welchem Weg denn eigentlich deine Kinder sind? Sind sie so etwas wie «vorbelastet» von den elterlichen Berufen oder sehen wir sie bald auf Tecmania?

Werner De Schepper, stv. Chefredaktor der Aargauer Zeitung, Moderator, Theologe und bekennender Techniklaie fragt; Cornelia Buchwalder, Ressortleiterin Fachgruppen bei Swissmem antwortet.

Powerlink-Community wächst weiter Danfoss, Getriebebau Nord, Indel, Infranor, Sick, Softing, Texas Instruments und die beiden Roboterhersteller Comau und Sepro: Die lange Mitgliederliste der «Ethernet Powerlink Standardization Group» (EPSG) hat erneut einen deutlichen Wachstumsschub erlebt. In den vergangenen Wochen traten nicht weniger als neun Unternehmen der Nutzerorganisation von Powerlink und Opensafety bei. Ihre Powerlink-basierten Produkte und Lösungen werden die neuen Mitglieder sowohl als Messe-Highlights der SPS IPC Drives 2012 auf ihren Ständen präsentieren. Darüber hinaus werden sie auch auf den EPSG-Ständen 114 und 117 in Halle 6 zu sehen sein. www.ethernet-powerlink.org

Remo Lütolf, ab 1. Januar 2013 neuer Landes-Chef ABB Schweiz. (Bild: ABB)

Neuer CEO für ABB Gildemeister auf Kurs Gildemeister hat sein Auftragseingangs-Ziel von über 500 Mio. Euro im dritten Quartal mit 518,0 Mio. Euro erreicht, trotz der traditionell schwächer verlaufenden Sommermonate. Zum 30. September betrug der Auftragseingang 1 706,4 Mio. (+13 %). Der Umsatz stieg auf 1 432,9 Mio. Euro (+20 %). Die Ertragslage verlief wie geplant: Das EBITDA erreichte 113,0 Mio. Euro. www.dmgschweiz.ch

Trumpf optimistisch Trumpf Schweiz erhöhte den Umsatz im letzten Geschäftsjahr 2011/12 um 2 % auf 673 Mio. CHF. Wie bereits früher berichtet, hatte bei einem Exportanteil von über 90 % die Währungssituation einen wesentlichen Einfluss auf den Erlös. Der Auftragseingang blieb nahezu konstant auf 693 Mio. CHF. Der EBIT fällt aufgrund der ungünstigen Währungsentwicklung mit 44 Mio. CHF tiefer aus als im Vorjahr (54 Mio. CHF). Die Investitionen wurden um 50 % auf 12 Mio. CHF erhöht und werden im neuen Geschäftsjahr noch stärker auf über 20 Mio. CHF steigen. Wesentlich dazu beitragen wird der am 9. März 2012 erfolgte Spatenstich für einen Neubau zur Produktion und Montage von Laserbeschriftungssystemen in Grüsch. Der Mitarbeiterbestand erhöhte sich um insgesamt 67 Personen auf nunmehr 785 Mitarbeitende – davon 66 Lernende – an den beiden Standorten Baar und Grüsch. www.ch.trumpf.com

ABB Schweiz hat einen neuen Landes-Chef. Er heisst Remo Lütolf, ist seit 1999 bei ABB und tritt per 1. Januar 2013 die Nachfolge von Jasmin Staiblin an. Remo Lütolf (56) ist Schweizer Bürger und arbeitet seit 1999 für ABB in verschiedenen Managementpositionen in Asien und Europa. Lütolf begann seine Laufbahn als Leiter der lokalen Geschäftseinheit Leistungselektronik und ist seit 2004 Leiter der globalen Geschäftseinheit Leistungselektronik und Mittelspannungsantriebe mit Sitz in Turgi AG. Von 2005 bis 2008 war er zusätzlich Regional Manager Nordasien für Automationsprodukte mit Sitz in China. Lütolf ist diplomierter Elektroingenieur ETH und schloss sein Studium als Dr. sc. techn. in Zürich ab. Zudem verfügt er über einen Executive MBA vom IMD in Lausanne. www.abb.ch

Siemens baut Industriesoftware aus Die Siemens-Division Industry Automation hat die Erweiterung ihres Industriesoftware-Portfolios durch die Übernahme der VRcontext International S. A., Brüssel, Belgien, auf dem Digital Plant Kongress in Würzburg bekanntgegeben. Mit seiner Produktfamilie Walksinside zählt das Unternehmen VRcontext zu den führenden Entwicklern von Visualisierungs- und Trainingssoftware in 3D-Technik zur Darstellung komplexer Engineeringdaten im Schiffs- und Anlagenbau. Mit dieser Akquisition baut Siemens seine anerkannte Position im Markt für Industriesoftware weiter aus. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. www.siemens.com/comos


technica 11.2012

NACHRICHTEN

Schuler: neue Pressengeneration

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Fakuma mit rund 45 000 Besuchern Die 22. Fakuma in Friedrichshafen, die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, zeigte dem Fachpublikum aus aller Welt den aktuellen Stand der industriellen Kunststoffverarbeitung auf. Spritzgiessen, Extrusion, Thermoformen, dazu solche Derivate wie Mikrospritzgiessen, Sintern oder abtragende Formgebung: die Fakuma 2012 war erneut geprägt von Entwicklungen in allen Anwendungsbereichen für moderne Kunststoffe. Mit einer Anzahl von rund 1700 Ausstellern aus 35 Ländern sowie stetig steigender Internationalität, denn von 44 176 Fachbesuchern kamen 31% aus dem Ausland, darf die Fakuma 2012 für sich erneut das Prädikat Kunststoff-Leitmesse des Jahres beanspruchen. www.fakuma-messe.de

Vor rund 300 Gästen aus Politik und Wirtschaft hat der Pressen-Hersteller Schuler in Erfurt seine jüngste Innovation präsentiert: die Twin-Servo-Technologie (TST). Die Weiterentwicklung der im Markt erfolgreichen Schuler Servo-Direkt-Technologie (SDT) bietet den Anwendern in der Blechumformung weltweit eine kompakte Bauweise und ein neues Antriebskonzept mit zwei Servomotoren. Schulers Technik-Vorstand Joachim Beyer enthüllte den Prototyp am Abend in feierlichem Rahmen unter den Augen von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig und Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein. Auf der ersten Transferpresse mit Twin-Servo-Technologie wird Schuler im

Übergabe des Fritz Studer Award 2011 durch Fred Gaegauf (Geschäftsführer Fritz Studer AG, rechts) an den Gewinner, Josef Mayr vom ITW der ETH Zürich. (Bild: AM

SHL-Technologietag 2012 mit grossem Erfolg

(Bild: Schuler)

Umform-Center Erfurt Kleinserien für Kunden aus der Automobil- und Zulieferindustrie produzieren und gemeinsam mit seinen Kunden Werkzeugversuche durchführen. Die neue Anlage verfügt über eine Presskraft von 1600 Tonnen und ist komplett mit Automationskomponenten aus dem Hause Schuler ausgerüstet. Bandanlage, Walzenvorschub, Platinenlader und Drei-Achs-Transfer sorgen in Kombination mit der neuen Pressentechnologie für eine wirtschaftliche, flexible und produktionssichere Teilefertigung. www.schulergroup.com

Mehr als 220 Kunden, Interessenten und Gäste machten Ende September der Firma SHL Automatisierungstechnik AG in D-Böttingen ihre Aufwartung. Der starke Zustrom an Fachbesuchern schon ab der Eröffnung am Morgen des 20. September überraschte die Geschäftsleitung sehr positiv. Zumal sich mit der nur alle zwei Jahre stattfindenden AMB Internationale Fachmesse für Metallbearbeitung in Stuttgart ein starker Wettbewerber um die Gunst der Fachbesucher präsentierte. Doch aller Bedenken zum Trotz nutzten Kunden und Interessenten aus Deutschland, der Schweiz, aus Frankreich, Schweden, Russland, den USA und aus Mexiko die Gunst der Stunde. Indem sie nämlich die beiden Hightech-Metallbearbeitungs-Events SHL-Technologietag und AMB miteinander verbanden und sich so ein Bild machten vom aktuellen Stand der Teilefertigung wie vom weitergehenden bzw. abschliessenden Finish in Gestalt von robotergestützter Schleif-, Polierund Entgrattechnik. www.shl.ag

Fritz Studer Award 2011 Die Fritz Studer AG vergab zum dritten Mal ihren Forschungspreis, den «Fritz Studer Award». Der Forschungspreis richtete sich an Absolventen europäischer Universitäten sowie (Fach-) Hochschulen technischer Fachrichtungen. Die Arbeiten hatten das Ziel, mit möglichst umsetzbaren Gedankenansätzen die Innovationskraft der Maschinenindustrie zu stärken. Auf der AMB in Stuttgart wurde der Sieger prämiert: Mit dem Thema «Beurteilung und Kompensation des Temperaturgangs von Werkzeugmaschinen» hat Josef Mayr von der ETH Zürich, dem Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigung (Schweiz), den Fritz Studer Award 2011 und damit eine Geldsumme von CHF 10 000.– gewonnen. www.studer.com

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11.2012 technica

NACHRICHTEN

Honeywell erwirbt Saia-Burgess Controls Honeywell wird mit dem Erwerb von SaiaBurgess einen führenden Anbieter von intelligenter Gebäudeautomationstechnik übernehmen und zwar von der in Hongkong ansässigen Johnson Electric. Der Kaufpreis: 130 Millionen US-Dollar. Es wird erwartet, dass die Transaktion Ende Januar 2013, nach den vorgeschriebenen behördlichen Untersuchungen, abgeschlossen sein wird. «Mit unseren Produkten und unserer Strategie passen wir sehr gut in die Geschäftstrategie und Ausrichtung von Honeywell. Diese sieht vor, bei der Automationstechnik in Mitteleuropa noch stärker zu werden. Das

Management von Saia-Burgess Controls steht diesem Besitzerwechsel positiv gegenüber», ist zur Übernahme auf der Internetseite von Saia-Burgess Schweiz zu lesen. Man sei nun Teil des Kerngeschäftes eines sehr professionellen, erfolgreichen Eigentümers. Dies brächte eine optimale Entwicklungsperspektive sowie Stabilität für das Unternehmen, hiesst es weiter. In der Schweiz ist Honeywell mit vier Geschäftsbereichen vertreten: Aerospace, Automation and Control Solutions, Transportation Systems und Specialty Materials. www.saia-pcd.ch www.honeywell-schweiz.ch

125 000. CNCMaschine ausgeliefert

Lütze trauert um Firmengründerin

(Bild: Haas)

Als Haas Automation im Jahr 1988 mit der VF-1 sein erstes Bearbeitungszentrum vorstellte, markierte es einen Meilenstein in der Industrie, war es doch das erste in den USA hergestellte vertikale Bearbeitungszentrum, das für den zur damaligen Zeit nicht für möglich gehaltenen Preis von weniger als $ 50 000 angeboten wurde. Schnell wurde das VF-1 in der Branche zum Massstab für erschwingliche CNC-Technologie. Anfang des Jahres konnte Haas Automation einen weiteren Erfolg – die Produktion der 125 000. Haas CNC-Werkzeugmaschine – vermelden. Es handelt sich um eine 2012 VF-1 für einen Kunden auf den Philippinen. Es passt, dass die 125 000. Haas Maschine eine VF-1 ist, denn mit diesem Modell begann vor fast 25 Jahren die Firmengeschichte von Haas. www.urma.ch

Die Lütze Unternehmensgruppe trauert um die Mitbegründerin der Friedrich Lütze GmbH, Gertrud Lütze. Seit 1958 war Gertrud Lütze zusammen mit ihrem Mann Friedrich Lütze unermüdlich im Einsatz beim Aufbau der Lütze Unternehmensgruppe und hat deren Entwicklung nachhaltig mitgeprägt. Mit ihr geht eine charismatische und herausragende Persönlichkeit. Sie verstarb im Alter von 88 Jahren. www.luetze.ch

Gertrud Lütze verstarb am 28.9.2012 im Alter von 88 Jahren. (Bild: Lütze)

120-Millionen-Euro-Auftrag für SKF SKF hat mit einem führenden Windturbinenhersteller einen Vertrag im Wert von rund 120 Millionen Euro über die Lieferung der neuen Generation von SKF Nautilus-Lagern geschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren. Die neue Multimegawattturbine, in der das neue Lager zum Einsatz kommen soll, ist für On- und Offshore-Installationen in allen Teilen der Welt vorgesehen. Die neue Generation von SKF Nautilus-Lagern wurde im April 2012 auf der Europäischen Windenergiekonferenz in Dänemark vorgestellt und ist Bestandteil des SKF BeyondZero-Programms (www.beyondzero.com), das für SKF Kunden wesentliche Umweltvorteile bietet. Durch verringerte Reibung und verbesserte Laufbedingungen trägt das SKF Nautilus-Lager dazu bei, dass aus der Windenergie eine bezahlbare Alternative werden kann. www.skf.com

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NACHRICHTEN

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Reinraumwerk in Emmen eröffnet Am 21. September 2012 hat in Emmen, Kanton Luzern, das neue Fertigungswerk der GEMÜ-Gruppe eröffnet. Bauherr und Werksbetreiber ist die Schweizer Tochterfirma des weltweit operierenden deutschen Unternehmens Gemü. Diese hat sich auf Ventile und Zubehör für die Halbleitertechnik sowie auf massgeschneiderte Kunststofflösungen für die Medizintechnik spezialisiert. In Emmen soll insbesondere

der Bereich der Medizintechnik noch stärker ausgebaut werden, um die Kunden dieses Zweiges optimal bedienen zu können. Das neue Werk liegt nur zirka fünfzehn Autominuten entfernt vom ersten Werk in Rotkreuz/ZG. Damit sind ein schneller Austausch zwischen den Standorten und der reibungslose Übergang der Produktion gewährleistet. Das Gebäude wurde nach energetischen Gesichtspunkten und

Ihre Energie ist gefragt. Wir suchen eine/-n Elektrotechniker/-in als Werkzeug-Fachspezialist/-in bei ewz. Die Energie pulsiert. ewz ist ein Energieunternehmen mit 1100 Mitarbeitenden, das die Stadt Zürich und Teile Graubündens mit qualitativ hochstehendem, kostengünstigem und umweltgerecht produziertem Strom beliefert und damit zusammenhängende Dienstleistungen anbietet. Die Energie ist faszinierend. In dieser vielseitigen Drehscheibenfunktion sind Sie Ansprechperson für Mitarbeitende und beraten diese rund um den Einsatz, die Verwendung und die Beschaffung von elektrotechnischen Sachmitteln (Werkzeuge, Maschinen und Geräte). Zusätzlich sind Sie für folgende Hauptaufgaben zuständig: n Projektleitung und Teilnahme an Koordinationssitzungen zur Evaluation von Werkzeugen, Maschinen, Geräten und weiteren Sachmitteln n Verwaltung und Bewirtschaftung des Leihmateriallagers n Budgetverantwortung und Erarbeitung der Mehrjahresplanung n Bestellauftrag für die Beschaffung von Werkzeugen, Maschinen und Geräten n Unterstützung bei Feldversuchen und Evaluation der Geräte n Schulungen und Dokumentation von Sachmitteln n Marktbeobachtung und Besuch von Messen Die Energie braucht Ihr Know-how. Für diese anspruchsvolle Aufgabe suchen wir eine kommunikative und verantwortungsbewusste Persönlichkeit mit folgenden Eigenschaften: n elektrotechnische Grundausbildung mit Weiterbildung auf Stufe HF, Meisterprüfung oder ähnlich n mehrjährige Berufserfahrung in der Elektrobranche n Know-how im Bereich Werkzeuge, Maschinen und Geräte n gute MS-Office-Kenntnisse, SAP von Vorteil n betriebswirtschaftliches und vernetztes Denken n Interesse, am Puls der Technik zu arbeiten Die Energie braucht Sie. Fühlen Sie sich angesprochen? Dann freuen wir uns auf Ihre Online-Bewerbung unter www.ewz.ch/jobs. ewz, Personalabteilung, Isabelle Huber, Telefon 058 319 41 33.

Einweihung des neuen Reinraumwerks in Emmen: Geschäftsführer GEMÜ Schweiz, André Schüpfer, Gründer und Inhaber Fritz Müller und Regierungsrat Küng (v. l. n. r.) (Bild: Gemü) neuesten Erkenntnissen und Richtlinien der Reinraumbranche erstellt. Die Grösse der Fertigungshallen ist beindruckend: Allein der Hygienebereich für Spritzgiessund Montagetechnik erstreckt sich über 2500 m2, rund 1800 m2 sind für die Spritzgiesstechnik Reinraum ISO8 (in operation) klassifiziert, weitere 1000 m2 mit ebenfalls Reinraum ISO8 (in operation) für die Montagetechnik reserviert. Dieser Bereich kann lokal auf Reinraumklasse ISO6 erhöht werden. www.gemue.ch www.reinraumspritzguss.ch

FHS Frech-Hoch AG erweitert sich Die FHS Frech-Hoch AG, Sissach, ist eine enge Zusammenarbeit mit der ESTECH Gruppe eingegangen. Die ESTECH Industries AG hat gleichzeitig die Mehrheitsbeteiligung übernommen. FHS ist eines der führenden Schweizer Unternehmen für die Herstellung von Stahl-, Aluminium- und Edelstahlkomponenten. Die zweite Spezialität ist die Herstellung von Fahrzeugaufbauten. Dank innovativer Technologien, hoher Qualitätsstandards, einem aussergewöhnlichen Kundenservice und der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter ist FHS seit 100 Jahren erfolgreich auf dem Markt tätig. Zurzeit werden 80 Mitarbeitende beschäftigt. Gemäss Ernst Sager, Verwaltungsratspräsident ESTECH Industries, ergänzt FHS die ESTECH-Produktepalette ideal. «Mit der Einbindung von FHS in unser Netzwerk können wir die Angebots- und Technologiepalette sowie unser Know-how und unsere Kompetenzen weiter ausbauen.» www.frech-hoch.ch www.estech.ch


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MÄRKTE UND UNTERNEHMEN

Trotz unsicherer Wirtschaftssituation wächst und expandiert der Automatisierer B & R

Alle Zeichen stehen auf Wachstum Auch in der derzeit unsicheren Wirtschaftssituation entwickelte sich der österreichische Automatisierungsriese B & R durchwegs positiv: er tätigte Investitionen im eigenen Werk, gewann zahlreiche Neukunden, gründete gar eine türkische Tochtergesellschaft und wagt Schritte auf unbekanntes Terrain. Wie kommt das?

W

oran liegt es: an der sympathischen Schmäh oder am internationalen Technologie-Know-how? Jedenfalls verfügt der österreichische Automatisierungsspezialist B & R mit Hauptsitz in Eggelsberg über beides. Und trotz der anhaltenden unsicheren Währungssituation setzte er 2012 rund 430 Millionen Euro um – 2011 waren es noch 410Mio. Euro. Dieses erneute Umsatzwachstum bestätigte der Geschäftsführer Hans Wimmer an der Pressekonferenz Ende September in Salzburg.

Lokal agieren. Derweil beschäftigt das Unternehmen 2400 Mitarbeitende – davon sind 1670 alleine in Österreich tätig. Trotz der auch bei B & R spürbaren Konjunkturschwäche in der zweiten Jahreshälfte gibt sich Wimmer mit dem aktuellen Geschäftsjahr vorerst noch zufrieden: «Im Gegensatz zu ähnlichen, vergangenen Situationen investieren unsere Kunden in dieser ungewissen Zeit», unterstreicht der Geschäftsführer. Der weitere Erfolgsausweis kann sich durchaus sehen lassen: Der Automatisierer gewann in der ersten Jahreshälfte 250 Neukunden. Im Jahr 2012 wurden bisher 164 000 Steuerungssysteme, 14 300 Industrie-PCs und Panel-Systeme sowie 16 000 Antriebssysteme ausgeliefert. Mittlerweile würden nahezu 30 000 User die Automatisierungssoftware Automation Studio nutzen, mehr

Auf eine gute Geschäftsbeziehung: Paolo Salvagno, Geschäftsführer von B & R Industrie-Automation (rechts), und Herwig Steimen, Direktor Müller Martini Electronic.

als eine Million Ethernet Powerlink-Knoten seien im Feld installiert. Wimmer glaubt, dass die hauseigene Produktion zum Erfolg beitrage. Darum geizt das Unternehmen auch nicht mit Investitionen im eigenen Werk. So sind in Eggelsberg ein «Lean Pull»-System für weitere Servo-Verstärker, eine Montagelinie für die Assemblierung von Motor und Getriebe sowie eine Fertigungslinie für die Motoren integrierter Verstärker geplant.

Global spielen. Ein langfristig überlegter Schritt ist die globale Marschrichtung: «B & R hat sich international mit hoher Kompetenz der lokalen Mitarbeiter aufgestellt», konstatiert Peter Gucher, General Manager B & R International. Dazu geht das Unternehmen einerseits Kooperationen mit Hochschulen vor Ort ein. Um den internen Standard qualifizierter Arbeitskräfte andererseits zu garantieren, durchlaufen alle Mitarbeitenden die B & R

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MÄRKTE UND UNTERNEHMEN

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Academy, die in 25 Ländern und in 18 Sprachen angeboten wird: Applikationsmitarbeitende werden während vier Monaten in spezifischem Technologiewissen unterrichtet. Auf internationalem Parkett arbeiten 730 Fachkräfte allein verteilt in Büros in Europa, Amerika und Asien. Unlängst wurde eine türkische Tochtergesellschaft in Istanbul eröffnet. Schritte auf fremdem Boden. Dass China die vorderen Plätze im Wettbewerb um die Technologieführerschaft belegt, ist auch dem Österreicher län- Hans Wimmer, Geschäftsführer B & R. (Bilder: zvg) ger klar. Innert kurzer Zeit hat das Reich der Mitte sein Lowcost Image abgelegt und ist ins Leistungssegment hineingewachsen, wie Stefan Schönegger, Marketing Manager B & R Eggelsberg, festhält: «Chinesische Kunden begnügen sich längst nicht mehr mit abgespeckten Produkten.» Darob erstaunt es nicht, dass das Powerlink-Kommunikationsprofil die höchste Normierung in China für Feldbusse erreichte – der China National Standard GB/T-27960. Dank seiner Offenheit ist er der einzige Industrial Ethernet Standard mit höchster Norm. Trotz all der guten Vorzeichen wird sich auch China mit Problemen der westlichen Zivilisation – so mit Fachkräftemangel oder Umweltauflagen – auseinandersetzen müssen. Grossunternehmen wie dasjenige der Österreicher schauen sich deshalb auch bereits nach neuen, alternativen Absatzmärkten um. ●

B & R Schweiz jubiliert gleich zweimal Die Schweizer Tochtergesellschaft des österreichischen Automatisierungsanbieters B & R feiert 2012 ihr 25-jähriges Bestehen. Seit der Gründung im Frühjahr 1987 vertrauen zahlreiche Schweizer Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen auf ihre Technologien und Produkte. Dazu gehört auch das Familienunternehmen Müller Martini, das seit zwei Jahrzenten in seinen Druckmaschinen und -weiterverarbeitungssystemen Automatisierungslösungen vom Thurgauer Automatisierer einsetzt. 1992 begann die Kooperation mit einem Sammelhefter und erstreckte sich auf Entwicklungsarbeiten und Verbesserungen der Maschinensteuerungssysteme von Müller Martini in den USA und auf nationaler Ebene und reicht bis heute ins Zeitalter der «Digital Solutions». Herwig Steimen, Direktor Müller Martini Electronic, kommentiert: «Als Anbieter von Gesamtsystemen für die Druckweiterverarbeitung ist es für uns von zentraler Bedeutung, im Bereich der Automatisierungstechnik einen kompetenten und zuverlässigen Partner zur Seite zu wis-

sen.» Peter Brunner, Head of Corporate Automation, Müller Martini, ergänzt: «Die seit 20 Jahren bestehende Zusammenarbeit zwischen B & R und Müller Martini hat sich bewährt und in zahlreichen Fällen massgebend zum Erfolg von Müller Martini beigetragen. B & R unterstützte uns von Anfang an mit erfahrenen Applikationsingenieuren. Wir konnten vom B & R Automatisierungs-Know-how speziell bei komplexen Aufgaben profitieren.» «Wir haben das Ziel, in allen Branchen des Maschinenbaus der Partner für innovative Automatisierungslösungen zu sein. Unsere langjährige Zusammenarbeit mit Müller Martini ist ein exemplarisches Beispiel für ‹gelebte Partnerschaft›. Unsere Philosophie, Antriebe, Steuerung, I/O, Bussysteme und Visualisierung – das ganze Spektrum der Automation – aus einer Hand anzubieten, passt hervorragend zu Müller Martini», sinniert Paolo Salvagno, Geschäftsführer von B & R Industrie-Automation Schweiz. www.br-automation.ch www.muellermartini.com

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DESIGN IM MASCHINENBAU – mehr als eine Formsache

Design oder Nicht-Design? Design oder Nicht-Design: Das ist mittlerweile nicht mehr die Frage im Maschinen- und Anlagenbau. Was Formsprache dort bewirken kann, erfuhr «technica»-Autor Nikolaus Fecht von Designern, Prodex-Ausstellern und Maschinenbauern aus der Schweiz. DIPL.-ING. NIKOLAUS FECHT

sönliche Dienstleistung», sagt Schindler. «Deshalb muss mit jedem Auftraggeber ein spezielles Modell entwickelt werden, mit dem sich beide Seiten wohl fühlen.»

Aussen hui, innen pfui? – Die alte Design-Regel, dass nur das äussere Aussehen einer Maschine wichtig ist, gilt bei modernen, oft sogar prämierten Produktionsanlagen nicht mehr. (Bilder: DMG)

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it dem Anspruch, dass etwas schön aussehen muss, hat Design nichts zu tun», beschreibt der renommierte Designer Dominic Schindler aus dem österreichischen Lauterach den Stand der Dinge. Der Inhaber der Dominic Schindler Creations GmbH setzt bei seinen Entwürfen dagegen darauf, die inneren Werte des Produktes nach aussen zu zeigen. So komme es bei Maschinen darauf an, «die technische Leidenschaft, mit der sie entwickelt wurden, auch erlebbar zu machen». Daher versucht der Österreicher mit seinem Team «den Spirit des Produktes und der Firma nach aussen zu kommunizieren». Daher spricht Schindler auch lieber von Formsprache, dem deutschen Begriff für Design. Der «Formsprecher» kommt aber nicht nur bei den

Auftraggebern, sondern auch in der Welt des Industriedesigns sehr gut an. So zeichnete die Jury des International Forum Design zwei Werkzeugmaschinen der Bielefelder Gildemeister AG mit dem iF Product Design Award 2011 aus. Die Jury lobte dabei die optische und funktionale Gestaltung, die auch den oft im Maschinenbau vernachlässigten Innenraum berücksichtigt. Schindler gehört zum Gros der Designer, die für ihre Arbeit Pauschalen erhalten. Was hält der Österreicher aber von dem Honorarmodell seines deutschen Kollegen Jürgen R. Schmid (siehe Interview), das eine erfolgsabhängige Bezahlung vorsieht? «Generell ist Design eine sehr individuelle und per-

Emotionalität mit Design ansprechen. Schmids Modell lehnt Andreas Trost, Leiter Marketing bei der Schuler AG aus Göppingen ab: «Bei aller Würdigung des grossen Anteils, den Design am Erfolg eines Produkts hat: Für uns kommt ein solches Honorarmodell eher nicht in Frage.» Trotzdem sei Design für Schuler wichtig, denn neben allen technischen Kriterien spiele bei jeder Kaufentscheidung Emotionalität eine Rolle. In der Umformtechnik ist das nicht anders. Diese Emotionalität muss mit Design ange-

sprochen werden, um zu faszinieren und erfolgreich zu sein. Trost: «Das ist jedoch nur dann möglich, wenn auch in der klassischen Feature-/Benefit-Diskussion gepunktet werden kann. Design allein wird nie verkaufen.» Als Beispiel nannte der Marketingmann die Verpackungsmaschine ICON V-Drive, bei der Schuler auf das Zusammenspiel von Design und Funktionalität


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Gut verpackt: Schuler darf die ICON V-Drive («red dot design award» 2012) dank ihres technischen Konzepts und einer futuristischen Optik offiziell «Beste Verpackungsmaschine 2012» nennen. (Bild: Schuler)

grossen Wert gelegt hat. Im Entwicklungsteam waren Mitarbeitende aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Vertrieb und Marketing gemeinsam vertreten. Für den ICON V-Drive wurde Schuler im März 2012 mit dem «red dot design award in der Kategorie Industrie und Handwerk» ausgezeichnet.

Design verhalf zum Nimbus «hoch-innovativ». Eine der sicherlich interessanten Prodex-Aussteller in Sachen Technik und Design ist die deutsche Datron AG aus Mühltal (bei Darmstadt): Sie stellt Bearbeitungszentren für Dentaltechniker und Zahnärzte her, die ein in jeder Hinsicht aussergewöhnliches Design auszeichnet. Es handelt sich um kleine, kompakte Fräsmaschinen, die simultan sehr komplexe Kleinteile aus unterschiedlichsten DentalWerkstoffen bearbeiten. Art Director Frank Wesp: «Das Beispiel unserer Dentalfräsmaschine D5 macht besonders deutlich, dass durch das kompakte Design und das revolutionäre, intuitive Bedienkonzept über ein iPad wir uns in der Dentalbranche schnell einen Namen als hoch-innovatives Unternehmen machen konnten.» Die formale Sprache ergibt sich aus den drei Hauptteilen der Maschine: Steuerung (silber), Maschinenkörper (weiss) und Produktionseinheit/Bedienung (schwarz). Abgeleitet davon entstand die M8Cube, bei denen Datron auch die Ergonomie weiter verbessert hat. Wesp: «Die Integration von Signalleuchten in das Bedienterminal und das Portal geben dem Bediener schnell auch aus der Ferne Aufschluss über den Maschinenstatus. Das stark überarbeitete Türkonzept und der grosszügige Spänewagen unter dem Maschinentisch ermöglichen ein ergonomisches, ermüdungsfreies Arbeiten mit der Maschine.» Der Designer als Entwickler. Dass ein guter Industriedesigner mehr kann als «nur» die Maschine in ein ansehnliches Gehäuse zu stecken, davon profitierte auch die Imoberdorf AG, ein Hersteller von Rundtaktmaschinen in Oensingen (Schweiz). «Aufgrund seiner Ideen haben wir auch wesentliche Änderungen vorgenommen, die unsere Maschinen heute auch charakterisieren», meint >>

Starke Marken

Starke Maschinen

Starker Partner Andreas Trost, Leiter Marketing bei der Schuler AG, Göppingen: «Design ist für uns wichtig, denn neben allen technischen Kriterien spielt bei jeder Kaufentscheidung Emotionalität eine Rolle. In der Umformtechnik ist das nicht anders.» (Bild: Schuler)

Frank Wesp, Art Director bei Datron: «Die Integration von Signalleuchten in das Bedienterminal und das Portal geben dem Bediener schnell auch aus der Ferne Aufschluss über den Maschinenstatus.» (Bild: Datron)

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Design auf der Prodex Hier gibt es die im Text erwähnten «formvollendete» Technik live und in Farbe auf der Prodex zu sehen: Datron: Halle 1.1, Stand K09 DMG MORI SEIKI Schweiz: Halle 1.0, Stand A01 Schuler: Halle 5.0, Stand M11 •••• Warum Produktdesign? Mikron antwortet: «In einer globalisierten Welt wird das Design eines neuen Produktes zu einem weiteren entscheidenden Erfolgsfaktor. Neben der Qualität der Mikron NRG-50 bestimmen wichtige Designmerkmale wie beispielsweise Ergonomie und Bedienbarkeit den Erfolg der Maschine. Das Produktdesign der Mikron NRG-50 dient als wichtiges Differenzierungs- bzw. Unterscheidungsmerkmal, bis hin zum Träger von Werten und Image unseres Unternehmens. Mithilfe des durchdachten Produktdesigns der Mikron NRG-50 kann sich Mikron vom Wettbewerb abheben und die Marke besser etablieren. Mit der Mikron NRG-50 wurden verschiedene Design Awards gewonnen wie den IF Product Design Award 2006 und den «Award della Meccanica 2009».

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Verkaufsleiter Filippo Guizzardi. Nicht nur, dass ihr externer Designer viele Inputs lieferte, um die Montage (und Demontage) der Maschine erheblich zu vereinfachen, er löste auch mit einer raffinierten Konstruktion das Problem, die Be- und Entladestation modular beweglich zu machen, sodass sie nun flexibel dort zu stehen kommt, wo sie in der Fabrikationshalle beim Kunden am besten in den Produktionsablauf passt. Weiter in die Zukunft weisen Entwicklungen der ebenfalls in der Schweiz vertretenen deutschen Firma Festo. Die visionäre Studie (Designpreis 2012 der Bundesrepublik Deutschland) einer bionischen Qualle ist mit kommunikativen Fähigkeiten ausgestattet und kann mit mehreren der künstlichen Artgenossen als Schwarm agieren, der sich dann wie ein höher entwickeltes System verhält. Festo will mit dieser Studie erforschen, wie sich beispielsweise in der Automation selbstorganisierende Netzwerke organisieren lassen. Bei diesem bionischen Experiment übernimmt das Design laut einer Festo-Schrift die Aufgabe, die Qualle als einen Technologieträger darzustellen, der als «Mittler zwischen Mensch und Technik Innovation und Marke emotional erfahrbar» macht. Dominic Schindler www.dominicschindler.com DMG/Mori Seiki www.ch-de.dmg.com Josef Binkert (Mori Seiki, CH) www.josef-binkert-ag.ch Schuler AG www.schulergroup.com Datron www.datron.ch

GF Agie Charmilles, Halle 1.0, Stand C13.

Imoberdorf AG www.imoberdorf.com

Apple lässt grüssen: Dank des kompakten Designs und der intuitiven Bedienung über ein iPad konnte sich Datron in der Dentalbranche schnell einen Namen machen. (Bild: Datron)

Der Lichtblick bei Mikro-Werkzeugen Prozesssicheres Fräsen innerhalb von 10 μm. tand K01 Halle 1.1, S

Vertrieb Schweiz: www.dihawag.ch


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DESIGN IM MASCHINENBAU – Interview mit Jürgen R. Schmid, Geschäftsführer Design Tech

Der preiswürdige Formvollender Wieso verbessert gutes Design nicht nur das Aussehen von Maschinen, sondern auch Innenleben, Produktion, Marketing und und, und ...? Was bringt ein reinrassig erfolgsabhängiges Honorar? Erstaunliche Antworten von Jürgen R. Schmid aus dem idyllischen, deutschen Ammerbuch (bei Tübingen), der bereits mehr als 100 Design-Preise gewann. D I P L . - I N G. N I KO L A U S F E C H T, FA C H J O U R N A L I S T A U S G E L S E N K I R C H E N ( D )

Herr Schmid, Ihr Unternehmen gestaltet seit Jahren nach eigenen Angaben als weltweit einziges Designunternehmen ausschliesslich Maschinen und deren Komponenten. Was nützt das Design? Es gibt Chancenfelder für Hersteller, Anwender, Bediener, Service und Verkauf: Wir senken teilweise die Kosten für die Herstellung um jährlich bis zu einer Million Euro. Design Tech hat auch schon die Zeit zum Verkaufen einer Maschine deutlich beschleunigt, indem unser Design den Erklärungsbedarf gesenkt hat. Bei einer neuen Werkzeugmaschine betrug die Steigerungsrate 600 Prozent gegenüber den ursprünglich erwarteten Verkaufszahlen. Der Bediener wiederum kann an einer ergonomischeren, sichereren und umweltfreundlicheren Anlage arbeiten. Hier kam es zu einem interessanten Aspekt: Ein Schulungsleiter erzählte uns, dass die übersichtlichere Gestaltung einer Maschine die Akzeptanz der künftigen Bediener erhöht und die Schulungszeit deutlich verkürzt habe. Das heisst also bei Ihnen frei nach Louis Sullivan «form follows function and logistics and ...»? Bei uns ist es eher umgedreht, denn um Zusatznutzen wie Ergonomie, Montagefreundlichkeit und Imagegewinn zu erreichen oder eine ganz spezifische strategische Aufgabenstellung punktgenau zu lösen, muss manchmal auch die Funktionalität dis-

kutiert und modifiziert werden. Wir entwickeln anhand strategischer Aufgabenstellungen wie «Eroberung des asiatischen Marktes» ein präzises, zielorientiertes Design. Dabei muss oft die technische Funktionalität verändert werden. Ein Highlight Ihrer Arbeit? Dazu zählt die Arbeit für die japanischen Firma Makino, die als erster Hersteller von Produktionsmaschinen für das von uns gestaltete vertikale Bearbeitungszentrum PS65 im Jahr 2011 den «red dot: best of the best»-Award erhielt. Bei dem neuen Bearbeitungszentrum CX1/CX2 haben wir nicht nur das Makino-Corporate-Design konsequent angewendet, sondern durch die Über-Eck-Anordnung der Schiebetür auch die Zugänglichkeit deutlich verbessert. Hinzu kam das weltweit einheitliche Design, das Kunden in Europa, Asien und den USA gleichermassen anspricht. Wir haben gleichzeitig asiatische Gestaltungselemente aus der Origami (japanische Kunst des Papierfaltens – die Red). eingefügt, um die Herkunft nicht zu verschweigen. Wie kam es eigentlich zu Ihrem ungewöhnlichen Bezahlungsmodell, wie funktioniert es? Für das Maschinendesign ist es etwas völlig Neues. Auf die Idee kam ich nach der Erfindung eines unglaublich erfolgreichen Produktes, eines Mini-Ak-

Jürgen R. Schmid, Geschäftsführer von Design Tech in Ammerbuch: «Wir entwickeln anhand strategischer Aufgabenstellungen wie «Eroberung des asiatischen Marktes» ein präzises, zielorientiertes Design. Dabei muss oft die technische Funktionalität verändert werden.»

kuschraubers. Daher habe ich ein Honorarmodell entwickelt, bei dem wir nur an dem zukünftigen, wirtschaftlichen Erfolg beteiligt sind. Wenn also ein Kunde statt bisher 100 nun 101 Produkte verkauft, beteiligt er uns erst ab Nummer 101. Bei diesem Modell schauen wir uns – vom Produkt, seiner Produktion, der Logistik bis hin zum Vertrieb alles genau an. Wir nehmen dann Einfluss unter anderem auf Standgestaltung, Vertrieb, Kommunikationsstrategie bis hin zur Produktion. Sie brauchen also Kunden, die Innovation fordern und perspektiv denken und somit vorhandene Freiheitsgrade konsequent nutzen? Ja, dazu sind Auftraggeber nötig, die sich bewusst für ein zielorientiertes Industrie-Design entscheiden. Wir wissen aber auch als Profis, von denen weltweit die meisten extern gestalteten Maschinen stammen, wie zusätzlicher Erfolg erreicht werden kann. Daher kennen wir keine Probleme mit Kunden, die uns nicht vertrauen. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschafteten wir mit diesem Modell finanzierten Projekten rund 20 Prozent des Umsatzes. ● DESIGN TECH DE-72119 Ammerbuch, +49 (0)7073 91 89 0 info@designtech.eu, www.designtech.eu

«Schiebung» ausgezeichnet: Design Tech hat für die deutsche Firma Supfina die weltweit erste Maschine (2012: «red dot»-Triple und ein iF für Design) gestaltet, bei der die Schiebetüren automatisch und bündig schliessen. (Bilder: Design Tech)


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INTERVIEW

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Prodex/Swisstech ●

FACHMESSEN

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Prodex 2012 vom 20. bis 23.11.2012 in den Basler Messehallen 1.0, 1.1 und 5

FACHMESSEN

Sich in der Schweiz präsentieren Die Prodex findet in diesem Jahr zum sechsten Mal statt und trotz zeitnaher Konkurrenz anderer Messen ist sie ausgebucht. Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Fertigungsmesstechnik sind die grossen Messethemen, aber auch das Rahmenprogramm darf sich sehen lassen.

W

er sich im Vorfeld zur Prodex, der internationalen Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Fertigungsmesstechnik, die Mühe gemacht hat, all die Prospekte und Ankündigungen durchzulesen, der wird zusammenfassend festgestellt haben: Es sind unsichere Zeiten, und deshalb stellt die Teilnahme an der Messe in Basel eine Chance dar. Jörg Leimgruber, Verwaltungsratspräsident der Alesa AG, bringt es in einer offiziellen Publikation der Prodex auf den Punkt. Dort wird er folgendermassen zitiert: «Niemand wird bestreiten, dass der Entscheid zur Teilnahme an der Prodex 2012 zu einem Zeitpunkt von industriellen Unsicherheiten und Finanzmarkt-Turbulenzen gefällt werden muss. Aber gerade in Zeiten, wo die Segel eventuell neu oder anders gesetzt werden müssen, ist jede Chance vorwärts zu kommen, lebenswichtig. Und wer möchte diese verpassen? Mit der Teilnahme an der Prodex 2012 nimmt jeder Aussteller und jede Ausstellerin eine solch wichtige Zukunfts-Chance wahr. Wer nicht dabei ist, wird vielleicht und allenfalls

zu Unrecht schon als Lieferant abgeschrieben. Es ist daher ein Muss, sich mit den eigenen Produkten an der grössten und wichtigsten Branchenmesse in der Schweiz zu präsentieren. Es bietet sich keine bessere Gelegenheit, die gesamte Kundschaft so konzentriert und zeitlich limitiert zu treffen, langjährige Bekanntschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.» Wie ‹nach Hause kommen›. Dem Bekenntnis zur Prodex schliessen sich auch Firmen an, die ihre Maschinen und Produkte zum Grossteil ins Ausland verkaufen. Fred Gaegauf, Geschäftsführer der Fritz Studer AG beurteilt die Situation in der Broschüre nämlich wie folgt: «Für unsere Firma mit ca. 95% Exportanteil und jährlich zwischen 30 und 40 Messeteilnahmen weltweit, ist die Prodex wie ‹nach Hause kommen›. Hier nehmen wir uns die Mühe, in einheimischer Manier unseren Kunden aus dem Einzugsgebiet des Dreiländerecks unsere Feinheiten und Verbesserungen der Produktionstechnik näher zu bringen. Wo anders auf der Welt findet sich ein so gut ausgebildetes Fachpublikum >>

Erstmals in der Schweiz an der Prodex zu sehen am Stand von Walter Meier: Nakamura-Tome bringt den kleinen Alleskönner NTJ-100 mit schwenkbarem B-Achsenrevolver auf den Markt. (Bild: Walter Meier)


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eine Drehzahl von 46000 U/min und ist zugleich geräusch- und vibrationsarm. Die Eilgänge auf den Linearachsen betragen 90 m/min und bei den Rundachsen bis 200 U/min. Durch die Verlagerung des Drehpunkts der B-Achse unterhalb der Palettenoberfläche reduzieren sich die Achsbewegungen während des 5-Achs-Simultanfräsens. Dies wiederum reduziert ebenfalls die Zykluszeiten deutlich. Mit den optional erhältlichen Palettenspeichern bis zu 91 Paletten und der Erweiterungsmöglichkeit des Werkzeugmagazins bis maximal 338 Werkzeuge bietet diese Maschine alle Voraussetzungen für eine mannlose Fertigung. Newemag/Schneider mc, www.newemag.ch Prodex: Halle 1.0, Stand A21

zusammen, als im geografischen Mittelpunkt des Werkzeugmaschinenbaus?» Dass die AMB in Stuttgart ein paar dieser Innovationen und Weltpremieren bereits vorwegnahm, tut der Freude keinen Abbruch. Welche Produkte also die Besucher erwarten, das zeigt die «technica» in dieser Ausgabe mit längeren Artikeln im Rubrikenteil und in der Messevorschau als Anrisse in diesem Bericht. Newemag – Blickfang am Haupteingang. Der Messestand von Newemag/Schneider mc wird an der Prodex gleich beim Haupteingang als Blickfang auffallen. Da das Messegelände grossräumig umgebaut wurde, musste der Haupteingang ans Ende der Halle 1.0 verlegt werden. Somit könnte der Messestand von Newemag/Schneider mc der Erste sein, welche die Besucher am Morgen zu sehen bekommen - und dort dann auch eine Matsuura LX-160. Mit diesem Bearbeitungszentrum reagierte Matsuura auf die Anforderungen des Marktes im Bereich der Hochgeschwindigkeits- und Präzisionsbearbeitung und entwickelte drei Modellvarianten. Das Bearbeitungszentrum LX-160 fungiert als Kernmodell und vereint in einer Maschine alle bevorzugten Eigenschaften für die Hochgeschwindigkeits- und Präzisionsbearbeitung.

Das Bearbeitungszentrum LX-160 für die Hochgeschwindigkeits- und Präzisionsbearbeitung. (Bild: Newemag)

Bei der Konstruktion des Vertikal-Bearbeitungszentrums mit Linearantrieben auf allen 5-Achsen legten erfahrene Matsuura-Ingenieure besonderes Augenmerk auf eine steife Maschinen-konstruktion. Die Ultra-Hochgeschwindigkeitsspindel erreicht

Suvema – Citizen, Okuma und Akira-Seiki. Die Solothurner CNC-Spezialisten von Suvema zeigen an der Prodex unter anderem Neuheiten der Weltmarken Citizen, Okuma und Akira-Seiki. Die Okuma LT 2000 EX zum Beispiel. Sie ist ein Drehzenter der neusten Generation mit drei Revolvern und extrem kurzen Bearbeitungszyklen.

Suvema zeigt die neuen CNC-Langdrehautomaten der Serie M32-VIII von Citizen: kompakte Baugrösse, vielseitige Bearbeitungsmöglichkeiten. (Bild: Suvema)

Und aus dem Hause des Langdrehspezialisten Citizen präsentiert Suvema die neue M32-VIII, welche mit zwölf Achsen, mehr Werkzeugen und mehr Funktionen daherkommt. Insgesamt zehn Produktionsmaschinen sind an der Messe ausgestellt, alle ausgerichtet auf die spezifischen Bedürfnisse der einheimischen Fertigungs- und Zulieferindustrie. Bei Okuma wird sicher auch die neue Steuerung OSP-P300 für Aufsehen sorgen. Wie von Okuma gewohnt, sei sie konsequent auf die bestmögliche Usability ausgelegt, heisst es bei Suvema. Als einziger Anbieter der Welt setzt Okuma übrigens bei den Werkzeugmaschinen, Antrieben, Positionsmesssystemen sowie bei CNC-Steuerungen und Software konsequent auf eigene Lösungen. Erstmals an der Prodex werden auch die Produktionsdrucker von «3D Systems» präsentiert. Bei diesem Druckverfahren appliziert der spezielle Druckkopf den ABS-Thermoplast schichtweise in einem


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Arbeitsgang über die gesamte Druckbreite. So entstehen per Knopfdruck direkt aus den CAD-Daten heraus komplexe 3D-Formen und filigranste dreidimensionale Teile. Suvema, www.suvema.ch Halle 1.0, Stand C12 Chiron – drei BAZ live unter Span. Der unweit der Schweizer Grenze beheimatete Maschinenbauer Chiron zeigt gleich drei Fertigungszentren live unter Span. Erstmals in der Schweiz auf einer Messe zu sehen ist die FZ08 MT für simultanes Drehen und Fräsen. Höhere Effizienz und Produktivität in der Stangenbearbeitung bietet das Fertigungszentrum FZ08 MT. «MT» steht bei Chiron für «Mill Turn» und das erstmals vorgestellte Konzept zum zeitgleichen Fräsen und Drehen durch die Integration eines Drehrevolvers. Mit dieser Ausstattung ist die FZ08MT für die 6-Seitenbearbeitung geeignet und besonders einfach zu be- und entladen. Sie zeichnet sich durch einen deutlich verbesserten Spänefall und höhere Präzision aus. Dazu tragen das Mineralgussbett und direkte Messsysteme in allen Achsen bei. Daneben präsentiert Chiron auch die FZ12 FX; ein sehr schnelles und kompaktes PräDas Fünfachs-Fertigungszentrum FZ12 FX, mit zisions-Fertigungszentrum für integrierter Roboterautomation FlexcellUno. die 5-Achs-Simultan- und Die kostengünstige Komplettlösung als komKomplettbearbeitung mit 2pakte Einheit aus Fertigungszentrum, integAchs-Schwenkrundtisch zum riertem Handlingroboter, und WerkstückspeiFräsen und Drehen komplexer cher. (Bild: Chiron) Werkstücke in einer Aufspannung. Die voll integrierte Roboterzelle Flexcell Uno ermöglicht den Werkstückwechsel in rund 2 Sekunden. Ein Speicher mit bis zu zwölf Paletten lagert die Rohteile und nimmt die fertig bearbeiteten Werkstücke auf. Der Austausch der Paletten findet hauptzeitparallel statt ohne die Fertigung zu verzögern. Chiron, www.chiron.de Prodex: Halle 1.0, Stand C18

Agathon – kleiner Feinzentrierungen. Als Weltneuheit präsentiert Agathon AG Normalien, auf dem Stand eine kleinere Ausführung der am Markt erfolgreich eingeführten runden Feinzentrierung. Das System ist als vorgespannte Wälzführung ausgelegt und deshalb, dank der Vorspannung, absolut spielfrei. Die verwendeten Profilrollen erlauben den Einsatz bei extrem hohen Belastungen und ermöglichen einen leichtgängigen Lauf. Auch ohne Schmierung entsteht nahezu kein Abrieb und Verschleiss. Dank des integrierten Käfigrückhaltesystems kann der Käfig aus der Buchse (Vorspannung) komplett >> Agathon bringt eine kleinere Ausführung der runden Feinzentrierung. Das System ist als vorgespannte Wälzführung ausgelegt und damit absolut spielfrei. (Bild: Agathon)

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ausgefahren werden. Der Führungsweg, bzw. die Führungslänge unter Vorspannung ist allerdings durch die Konstruktion limitiert. Beim Einbau hat der Konstrukteur eine hohe Gestaltungsfreiheit. Es werden nur mindestens 2 Zentrierungen benötigt. Die runden Aufnahmebohrungen sind kostengünstiger realisierbar als kubische Aufnahmetaschen für Flachzentrierungen. Das Produkt wurde für den Formenbau entwickelt, kann aber auch im Stanzwerkzeugbau oder in anderen Anwendungen als «Verriegelung» / «Positionierung» von zwei Platten zueinander verwendet werden. Agathon AG Normalien, www.agathon.ch Prodex: Halle 1.1, Stand K 12 Fehlmann – neue Vertikal-Bearbeitungszenter. Das Familien-Unternehmen Fehlmann AG entwickelt und produziert Präzisions-Werkzeugmaschinen

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wie Optik- und Elektronik-Industrie und auch im Formen- und Vorrichtungsbau; also überall dort, wo Präzision und hohe Oberflächengüte gefordert sind. Neben der Picomax 75 wird auch das Vertikal-Bearbeitungszenter Picomax 825 Versa mit Automationslösung ERM (Erowa Robot Multi) zu sehen sein: äusserst kompakt und ergonomisch durchdacht, zum effizienten Bearbeiten von Einzelteilen, Prototypen und Serienteilen. Fehlmann, www.fehlmann.com Prodex: Halle 1.0, Stand C21

Riwag – mit Mega-Speed-Drill. Ein Highlight der von Riwag vertetenen Firma Miller ist in diesem Jahr die Erweiterung der Bohrerfamilie MegaSpeed-Drill. Auf der einen Seite werden die bereits bestehenden Abmessungen, zur Bearbeitung von Stahlwerkstoffen, um die Bohrtiefen 3xD und 8xD erweitert, auf der anderen Seite bietet Miller ab diesem Jahr auch die Baureihen Mega-Speed-DrillIron speziell für die Gussbearbeitung und MegaSpeed-Drill-Inox für die Bearbeitung von rost- und säurebeständigen Stählen an. Der Mega-Speed-Drill besitzt eine Schneidengeometrie mit Ungleichteilung und drei Führungsfasen. Hierdurch werden Vibrationen vermieden und die Reibung reduziert. Die hochglanzpolierten Spannuten garantieren optimalen Spänefluss. Die-

Picomax 825 Versa von Fehlmann mit Automationslösung ERM. (Bild: Fehlmann)

fürs Fräsen und Bohren. In etwas über siebzig Jahre seit der Gründung hat Fehlmann über 12 000 Werkzeugmaschinen weltweit ausgeliefert. Entwicklung, Produktion und Montage erfolgen mit über 180 Mitarbeitenden ausschliesslich im Stammwerk im aargauischen Seon. An der Prodex zeigen die Seetaler nun die Picomax 75. Dieses neue Vertikal-Bearbeitungszenter ist geeignet für die 3- bis 5-achsige Präzisionszerspanung, und dürfte wohl die Interessen wecken in den Branchen Medizinaltechnik, Luft- und Raumfahrt- so-

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Miller erweiterte die Bohrerfamilie Mega-SpeedDrill. (Bild: Riwag)

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Ein Unternehmen der ESTECH Gruppe.

se Merkmale in Verbindung mit speziellen Beschichtungen erlauben der Mega-Speed-Drill-Reihe, Bohrungen mit mehr als der doppelten Schnittgeschwindigkeit und mit bis zu 30 % höheren Vorschüben zu fertigen, als dies mit herkömmlichen Bohrern möglich ist. Riwag, www.riwag-schweiz.ch Prodex: Halle 1.1, Stand K21

Walter Meier – Nakamura-Tome NTJ-100. Erstmals in der Schweiz zu sehen sein wird Nakamura-Tomes NTJ-100, der kleinen Alleskönner mit schwenkbarem B-Achsenrevolver. Mit der NTJ-100 knüpft Nakamura an die unübersehbaren Vorteile des grossen Bruders der Super-NTJ an: Werkstücke mit schrägen Bohrungen, Gewinden, Anfräsungen und Fräskonturen, die in der Vergangenheit sehr aufwändig zu bearbeiten waren und oftmals die Belegung einer weiteren Maschine verlangten, können mit der NTJ-Baureihe in einem Setup komplettbearbeitet werden. Komplettfertigen spart Kosten für Sonderwerkzeughalter, zusätzliche Spannmittel und Spannvorrichtungen, vereinfacht die Maschinendisposition und Arbeitsplanung, verbessert die Bearbeitungsqualität und verkürzt die Auftragsdurchlaufzeiten. Die NTJ-100 baut ungefähr 30% kleiner als die Super-NTJ und ist durch die Flachbettkonstruktion in Punkto Steifigkeit gleichauf. Mit einer zweiten Y-Achse am unteren Revolver kann die NTJ-100 die Frästaktzeit bei symmetrischen Fräsarbeiten im Vergleich zur Super-NTJ um ca. 50% reduzieren. In der NTJ-100 sind 2 Entwicklungen zum Patent angemeldet. So wurde der obere Revolver um sechs weitere Werkzeugplätze ergänzt die stirnseitig angeordnet sind. Die Maschinen haben eine Span-zu-Span-Zeit zwischen 8 und 14 Sekunden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Umweltfreundlichkeit durch den geringeren Stromverbrauch. Die Maschine verfügt über eine neue Funktion, dass sogenannte ECO-Setting. Wenn die Maschine eine bestimmte Zeit nicht genutzt wird, wird die Stromzufuhr zu den Servo-Motoren automatisch unterbro-

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Prodex/Swisstech ●

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Die NTJ-100 baut ungefähr 30% kleiner als die Super-NTJ und ist durch die Flachbettkonstruktion in Punkto Steifigkeit gleichauf. (Bild: Walter Meier)

chen. Auch ist die Geschwindigkeit für das Starten der Maschine einstellbar. Durch die Verlängerung der Startphase, kann der Stromverbrauch reduziert werden. Dabei ist es auch möglich, die Maschine innerhalb kürzester Zeit in einen arbeitsbereiten Zustand zu versetzen. Bei einer Betriebstemperatur unter 40 Grad, werden die Lüfter für die Kühlung automatisch abgeschaltet. Der Stromverbrauch kann mittels Monitor jederzeit abgelesen werden. Neben dem Alleskönner NTJ-100 wird es am Stand von Walter Meier noch andere Maschinen und Produkte zu sehen geben, zum Beispiel: • Die Drahterodiermaschine Mitsubishi MV 1200 R Grand Tubular • Fanucs Robodrill D21Mi mit der neuen 31i-Model B5 Steuerung • Das Bearbeitungszentrum Hurco VMX 42 HSi • Ein neues Nullpunktspannsystem von AMF und neue Hochschubfräser von Widia • KSEM Plus von Kennametal Walter Meier, www.waltermeier.com Prodex: Halle 5.0, Stand M02 Open Mind präsentiert die Version Hypermill 2012. Viele Verbesserungen der Hypermill 2012 beziehen sich auf die Verkürzung von Programmier- und Fertigungszeiten. So ermöglicht der neue Bearbeitungsmodus «Normtasche» eine automatisierte Programmierung von Rechtecktaschen. Innerhalb eines Bearbeitungsjobs erfolgt eine automatische

Automatische Programmierung von Rechtecktaschen: der Bearbeitungsmodus Normtasche. (Bild: Openmind)

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Klassifikation in geschlossene und offene Taschen sowie rechteckige Absätze. Je nach Zugänglichkeitsbedingungen für das Werkzeug sowie dessen Grössenverhältnis zur Taschenkontur wählt Hypermill automatisch die geeignete Bearbeitungsmethode: spiralförmig, konturparallel oder schälend. Die Leerwege sparende Möglichkeit der axialen Sortierung von Bearbeitungsbereichen oder neue Strategien für die Bearbeitung von Impellern und Blisks sind Beispiele für Verbesserungen bei der 5Achs-Bearbeitung. Im Bereich des 3D-Schruppens wurde das Taschenfräsen verbessert. So kann für die Bearbeitung von Taschen die Rampe kontinuierlich in eine Richtung gefahren werden. Die Tasche wird dann von aussen nach innen ausgeräumt. Der Vorteil: Durch die kontinuierliche Einwärtsrampe werden die Werkzeugwege optimiert und «Zickzackbewegungen» vermieden. Die Funktion Job-Linking ist mit Hypermill 2012 auch für die 2D-Bearbeitung einsetzbar. Mehrere Bearbeitungsschritte, bei denen das gleiche Werkzeug verwendet werden kann, werden zu einem Arbeitsschritt zusammengefasst. Openmind, www.openmind-tech.com Prodex: Halle 1.1, Stand L27

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Argonag – 30% mehr Produktivität. Das neue Hochleistungs-Dreh-/Fräszenter EMCO Hyperturn 65 wurde entwickelt, um eine weitere Produktivitätssteigerung zu erhalten. Bis zu drei WerkzeugRevolver (VDI-30, optional VDI-40) erhöhen gegen-

Unsere neue AutomatenGeneration ermöglicht eine effiziente und günstige Herstellung selbst anspruchsvollster Federn und Drahtbiegeteilen.

EMCO Hyperturn 65 nun mit bis zu drei WerkzeugRevolver. (Bild: Argonag AG)

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über dem Vorgänger die Produktivität um 30% und mehr, verspricht der Hersteller. Der dritte Revolver bringt zusätzliche technische und ökonomische Nutzen: mindestens 36 statt 24 Werkzeugstationen erhöhen die Flexibilität beim Bearbeiten komplexer Werkstücke. Das reduziert den Rüstaufwand und schaffen Kapazität für Ersatzwerkzeuge. Für anspruchsvolle komplexe Fräsarbeiten an Werkstücken in der Haupt- und Gegenspindel bietet die neue Hyperturn 65-TT drei Y-Achsen mit Verfahrwegen von je 100 mm. Die Hyperturn 65 gibt es auch als Duoturn-Ausführung mit 2 Werkzeugrevolvern. Abgesehen vom dritten Revolver sind die Hyperturn 65 Tripleturn und Duoturn baugleich. Haupt- und Gegenspindel sind identisch und mit wassergekühlten Spindelmotoren (29 kW) ausgestattet. Der auf 1 300 mm vergrösserte Spindelabstand ergibt höhere Bewegungsfreiheit und >>

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FACHMESSEN

● Prodex/Swisstech

reduziert die Kollisionsmöglichkeiten beim simultanen Arbeiten mit drei Werkzeugen. Die baugleichen Spindeln mit 65 mm Bohrung erlauben das Be- und Entladen von Stangen bzw. langer Werkstücke; optional bis Ø77 mm. Argonag AG, www.argonag.ch Prodex: Halle 1.0, Stand C09

11.2012 technica

Reimmann – Technik auf kleinstem Raum. Die Grob-Werke sind mit dabei an der Prodex und zwar am Messestand der Reimmann AG und dies mit dem 5-Achs Universal-Bearbeitungszentrum

Das Rahmenprogramm 315 Aussteller zeigen in den Basler Messehallen 1.0, 1.1 und 5 auf rund 19 000 Netto-Quadratmetern ihre Neuheiten, Trends und Prototypen den interessierten Besuchern. An den vier Messetagen bietet die Prodex zudem ein informatives und abwechslungsreiches Rahmenprogramm. In zwei Foren in den Hallen 1.1 und in der Swisstech-Halle 2.2 werden spannende Fachvorträge und Podiumsdiskussionen mit Referenten aus Wirtschaft und Bildung durchgeführt. Die Teilnahme an den Foren ist für die Besucher kostenlos. www.prodex.ch

www.

.de

Grob 5-Achsen Horizontal-Bearbeitungszentrum, Modell G360. (Bild: Reimmann)

G350. Dort demonstriert Grob mit der G350 die Bearbeitung eines Ansaugstutzen aus Aluminium. Darüber hinaus wird eine Stahldemo mit HSK 63 gezeigt. Die G350 ist mit einer 16 000er Spindel (HSK-A63) und einer Heidenhain-Steuerung iTNC530 ausge-

stattet. Die drei Linear- und zwei Zirkularachsen machen eine 5-Seiten-Bearbeitung sowie eine 5Achsen-Simultaninterpolation möglich. Mit individuellen Ausbaustufen wie z.B. der Werkzeugmagazin-erweiterung bietet Grob die Flexibilität durch anforderungsgerechte Konfigurationsmöglichkeiten je nach Kundenwunsch. Alle Werkzeugmaschinen von Grob sind optional auch hydraulikfrei erhältlich. Dabei können bei den Bearbeitungszentren die Werkstücke elektromechanisch gespannt und alle Werkzeuge elektromechanisch gelöst werden. Mithilfe der Elektromechanik erzielen diese Bearbeitungszentren noch bessere Flexibilität, höhere technische Verfügbarkeit und eine weitere Optimierung der Energiebilanz. Hch. Reimmann, www.reimmann.ch Prodex: Halle 1.0, Stand C04

Gressel – grosszügig erweitertes Portfolio. Beim Schweizer Spezialist für Werkstück-Spanntechnik, Gressel aus Aadorf, dürfte es ein wenig schwierig sein, alle Neuheiten selbst auf einer ganzen Seite zu präsentieren. Denn das Portfolio erfuhr in vielfacher Hinsicht eine Abrundung nach «oben» wie nach «unten». Nämlich dahingehend, dass sich

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Besuchen Sie uns vom 20. – 23. November 2012 an der PRODEX in Basel. Wir sind in der Halle 1.1 Stand K21 teltec systems ag Oberebenestrasse 11 CH-5620 Bremgarten Tel. 056 648 70 00 Fax 056 648 70 07

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der Bogen an praxisgerechten und sofort Nutzen bringenden Innovationen buchstäblich spannt vom neuen «solinos 40», einem Kleinteil-Einfachspanner, bis zum kreativen Mehrfachspannsystem mit integriertem mechanischen Nullpunktspannsystem «gredoc Pyramide», das die «technica» bereits in der vergangenen Ausgabe anlässlich der AMBRückschau vorstellte. Und daher stellen wir aus der Vielzahl der Neuerungen hier den Solinos 40 und 100 vor und verweisen auf den Stand B32 in der Halle 1.0.

Der Kleinteil-Einfachspanner Solinos 40 als Mehrfachspannlösung auf einem Aufspann(Bild: Gressel) turm.

Der Kleinteil-Einfachspanner Solinos 40 ist konzipiert als Kleinteil-Einfachspannsystem in mechanischer und komplett gekapselter Ausführung. Kompakt gebaut und für 40 mm Backen vorgesehen, zeichnet sich der Solinos 40 besonders durch seine hohe Genauigkeit (Grundkörper und Festbacke sind aus einem Teil gefertigt) bei Spannkräften bis 12 kN aus. Mit einer Länge von nur 132 mm und einem Gewicht von 1,7 kg eignen sie sich sehr gut zum Spannen von kleinen Werkstücken und auch zum Aufbau von multifunktionalen MehrfachSpannsystemen auf Basis von Paletten, Türmen, Raster- und Maschinengrundplatten. Der Einfachspanner Solinos 100 ist als kompaktes, komplett gekapseltes Universal-Spannsystem (Ausführungsvarianten: Standard Backen, 5-Achsen Backen, Pendelbacken System, VS Backen - vergrösserte Spannweite) in mechanischer sowie in hydraulischer Ausführung erhältlich. Zu bestücken mit modularen Wechselbacken, und als Einzel-oder als Mehrfach-Spannsystem sowie für den Einsatz auf Teilapparaten oder in automatischen WerkstückHandlingsystemen geeignet, können mit dem Solinos 100 in vielen Fällen aus Standard-Komponenten individuelle Spannlösungen erstellt werden. Der mit 100 mm Backenbreite versehene Einfachspanner hat einen Spannbereich 0 bis 243 mm. Mit bis zu 40 kN Spannkraft ist die sichere Rohund Fertigteilspannung für alle vorkommenden Zerspanaufgaben gewährleistet. Kommt die Hydraulik-Version zur Verwendung, sorgt der hydraulische Krafthub von 5 mm für die schnelle, sichere sowie energiesparende Spannung. Gressel, www.gressel.ch Prodex: Halle 1.0, Stand B32

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Hexagon – verbessertes Laserscannen. Hexagon Metrology entwickelt seine Laserscanner-Technologie für mobile Messarme weiter. Der verbesserte «Romer Absolute Arm» mit integriertem Laserscanner ist mit einer Erfassungsgeschwindigkeit von bis zu 50 000 Punkten pro Sekunde einiges schneller als die früheren Generationen. So kann der Anwender den Scanner deutlich schneller über das zu messende Objekt bewegen, dabei jedoch die für Romer typische hohe Datenqualität erzielen. Dies gilt auch wenn Oberflächen schwierig zu scannen sind, wie es beispielswiese bei hochglänzender Kohlefaser der Fall ist. Es können nun bis zu 66 % mehr Fläche in derselben Zeit gemessen werden wie mit vorherigen Modellen. Darüber hinaus bringt Hexagon Metrology auch eine Option zum kabellosen Scannen auf den Markt. Der neue «Wireless Scanning Pack» ermöglicht den vollkommen kabellosen Betrieb sämtlicher Arme mit integriertem Scanner ohne Kompromisse in Bezug auf die Geschwindigkeit der Datenübertragung im Vergleich zur Anwendung mit Kabel. Um den unbeschränkten kabellosen Betrieb an jedem Ort der Anwendung zu gewährleisten, ist der «Wireless Scanning Pack» ausserdem mit einem speziellen Akkusystem ausgestattet, das den Akkutausch während des laufenden Betriebs erlaubt. Der «Wireless Scanning Pack» kann als Zubehör

Jörg Maier, Geschäftsführer der Gressel AG in Aadorf (Schweiz)

„Ein Riesenschritt nach vorn“ „Wir befassen uns seit Jahren erfolgreich mit dem Thema Werkstück-Spannung, wobei sich unser Lösungsspektrum über Werk-bank-Schraubstöcke und MaschinenSpannstöcke bis hin zu sehr innovativen Spannsystemen für die 5-Achs-Bearbeitung und Kleinteile-Fertigung erstreckt. Die Krisenjahre 2009/2010 haben wir dank kluger Unternehmenspolitik gut überstanden, zumal wir uns zwei Jahre zuvor für den Bau einer neuen Produktionshalle und die Anschaffung von mehreren CNC-Hochleistungs-BAZ in Kombination mit einem Flexiblen Fertigungssystem (FFS) von Fastems entschlossen hatten. Vor dem Hintergrund unserer Produktvielfalt, allein 250 verschiedene Wiederholteile sowie jährlich diversen neuen Werkstücken, haben sich die enormen Investitionen in eine flexible, auftragsbezogene Fertigung rentiert. Mit dem für insgesamt 487 Palettenplätze ausgelegten, mehrstöckigen FFS konnten wir im ersten Schritt die Spindellaufzeiten von rund 4.500 Stunden pro BAZ auf rund 6.000 Stunden steigern und somit durch eine gleichermaßen flexible wie höhere Automation unsere Wettbewerbsfähigkeit trotz starkem Schweizer Franken nachhaltig stärken.“

Fastems auf der PRODEX´12 Halle 5.0, Stand N10

Weiterentwicklung: Der integrierte Laserscanner für den «Romer Absolute Arm» ist nun wesentlich schneller. (Bild: Hexagon Metrology)

bezogen werden und ist mit allen neuen und älteren «Romer Absolute Armen» mit integriertem Laserscanner kompatibel. >> Hexagon Metrology www.hexagonmetrology.ch Prodex: Halle 1.1, Stand H01


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FACHMESSEN

● Prodex/Swisstech

Teltec Systems – wiederholgenau beschriften. Für das in Bremgarten beheimatete Unternehmen Teltec war das Jahr 2012 bisher schon ereignisreich. Die Firmengründer Rosmarie und Fredy Tellenbach gingen in Pension und übergaben die Firma an Markus Tellenbach und Marc Tschopp. Und nun dürfen sie, welche unter anderem seit 2009 die Produkte der Fabo vertreten, auch hier eine neue Generation vorstellen und zwar von Laserbeschriftungsanlagen. Mit der neuen M- Serie von Foba können Werkstücke, von Kleinserien bis zur Serienproduktion, hochwertig, hochpräzis und wiederholgenau beschriftet werden. Dank der neusten, extrem langlebigen Faserlasergeneration beschränkt sich der Unterhalt und die Leistungsaufnahme auf ein Minimum. Kompaktes Tischgerät M1000: Die in Laserklasse 1 betriebene Markierstation ist mit einer programmgesteuerten Z-Achse, einem kleinen Arbeitstisch und einer leichtgängigen Hubtür ausgestattet, die den Innenraum von drei Seiten zugänglich macht. Um ein breites Anwendungsspektrum abzudecken, können verschiedene Faserlaserbeschrifter integriert werden. Diese kompakte Tischmaschine braucht wenig Stellfläche ist bequem in der Handhabung.

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Mit der neuen M- Serie von Foba können Werkstücke, von Kleinserien bis zur Serienproduktion, hochwertig, hochpräzis und wiederholgenau beschriftet werden. (Bild: Teltec)

Laserbeschriftungsanlagen M2000/ M3000: Die grösseren Anlagen der M-Serie sind in zwei Gehäusegrössen (M2000 und M3000) und je drei Modellvarianten (B: mit Arbeitstisch, R: mit Rundtisch, P: mit X-/Y-/Z-Achse) verfügbar. Hochsteife Maschine (Polymerbeton) für hochpräzise, wiederholgenaue Beschriftungen. Das Gehäuse ist höhenverstellbar für den Einsatz als Sitz- oder Steharbeitsplatz. Die Lasermarkiermaschine MX000-B ist mit einer motorisierten Z-Achse, einem Arbeitstisch und einer elektrischen Hubtür ausgestattet. Die automatisierte Rundtischmaschine MX000-R verfügt über eine motorverstellbare Z-Achse und einen 2Stationen-Drehteller. Der Laserarbeitsplatz MX000-P ist mit drei motorisierten Achsen (X, Y, Z; optional erweiterbar auf 5 Achsen) und einer elektrischen Hubtür ausgestattet. Teltec Systems, www.teltec.ch Prodex: Halle 1.1, Stand J13

HEXAGON METROLOGY IM WANDEL Die einzelnen Unternehmen, aus denen sich Hexagon Metrology zusammensetzt, bestehen seit Jahrzehnten, teilweise seit Jahrhunderten. Wir sind stolz auf unser Erbe und auf die Bedeutung, die wir dadurch erlangt haben. Um uns noch mehr an den Stärken und Synergien unseres Mutterkonzerns Hexagon zu orientieren, nehmen wir eine Markenumstellung vor. Wir positionieren Hexagon Metrology als wichtigste Marke. Damit schlagen wir ein neues Kapitel unserer Geschichte auf. Auch weiterhin verstehen wir uns als tief in technologischer Innovation verwurzeltes Unternehmen. Und auch in Zukunft sind wir Ihr globaler Partner für Ihren Erfolg! Besuchen Sie uns auf der PRODEX in Basel: Stand H01, Halle 1.1, 20. bis 23.11.2012. Wir sind Hexagon Metrology – Where quality comes together. Mehr dazu unter http://hex.ag/eBgGk


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FACHMESSEN

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Besuchen Sie uns:

Schulers Loadmaster: Werkzeugmaschinen optimal nutzen Eine Maschine, die still steht, kostet Geld. Daher sollte die Be- und Entladung von Teilen zur Bearbeitung möglichst rasch vor sich gehen. Für eine optimale Nutzung von Fräszentren, Vertikaldrehmaschinen und Verzahnmaschinen hat Schuler die Ladesysteme Loadmaster entwickelt. Sie ermöglichen eine schnelle automatische Beladung und Verkettung von Werkzeugmaschinen.

Der LoadMaster Compact ist ein Baukastensystem zur schnellen und automatischen Beladung von Werkzeugmaschinen. (Bild: Schuler) Schuler bietet die Ladesysteme in vier Ausführungen an: Der Loadmaster Compact ist ein Baukastensystem für einzelne Maschinen oder zur Verkettung gleicher Maschinen mit vielseitigen Anordnungs- und Konfigurationsmöglichkeiten. Er kann Paletten mit einer Seitenlänge von 400 bis 1 000 Millimetern befördern, das maximale Transportgewicht beträgt 2.750 Kilogramm. Für höhere Gewichte zwischen 3 000 und 8 000 Kilogramm ist der Loadmaster Herkules prädestiniert. Die Paletten dürfen eine Seitenlänge von 800 bis 1 600 Millimetern aufweisen, damit kann der Herkules auch Europaletten transportieren. Wie das Modell Compact verfügt auch der Herkules über zwei bis drei Speicheretagen. Bis zu sechs Speicheretagen sind es dagegen beim Loadmaster Flex. Die transportierbare Palettengrösse entspricht der des Loadmaster Herkules, das maximale Transportgewicht liegt bei 8 000 Kilogramm. Der Loadmaster Tool dient zur Verkettung der Werkzeugmagazine von Bearbeitungsmaschinen. Der Werkzeugtausch läuft vollautomatisch, gleichzeitig wird zusätzlicher Speicherplatz auf bis zu sechs Etagen zur Verfügung gestellt. Schuler, www.schuler.de Prodex: Halle 5, Stand M11

Die Firma Wenk AG präsentiert an der diesjährigen Prodex insgesamt acht Maschinen auf einer Ausstellungsfläche von 300 m2. Zu sehen sind die Erfolgsmodelle von Mazak, das Dreh/Fräszenter «Integrex i-200S» für Dreh- und Fräsbearbeitungen komplexer Werkstücke mit Haupt- und Gegenspindel, sowie die 5-Achsen Fräsmaschinen «Variaxis i-700» und «Variaxis j-500». Die beiden Modelle

werden in der Schweiz zum ersten Mal vorgeführt. Die «Hyper Quadrex 200MSY» ist eine Maschine mit 2 Revolvern und Y-Achse für Futter- oder Stangenbearbeitung. Auch sie wird in der Schweiz zum ersten Mal gezeigt. Das Drehzenter, die «Quick Turn Smart 200M» mit 12-fach Revolver und angetriebenen Werkzeugen ergänzt die von Mazak ausgestellten Maschinen. Auch vom Hersteller Kunzmann sind auf dem Stand von Wenk ausgestellt. Eines der Modell ist die Universal-Bohr-und Fräsmaschine WF 600 MC, welche für die Ausbildung sowie die Einzel- und Kleinserienfertigung eingesetzt wird, und eine WF 650 mit schwenkbarem Vertikalfräskopf zu sehen. Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm von einer Aussenrundschleifmaschine vom Typ «Tschudin ecoLine 300». Wenk AG, www.wenkag.ch Prodex: Halle 5.0, Stand M01

Dihawag u.a. mit Haimer und Horn. Das Dienstleistungs- und Handelsunternehmen Dihawag zählt zu den führenden Anbietern von Zerspanungswerkzeugen und Maschinenausrüstungen. Sie vertreten unter vielem anderem auch die Produkte von Haimer und Paul Horn. Die Haimer GmbH, ein Spezialst für die Werkzeugspannung, präsentiert neue Entwicklungen im Bereich qualitativ hochwertiger Werkzeugaufnahmen und praxisnaher Sondermaschinen zum Schrumpfen und Wuchten. Zu den Highlights gehören neue, leistungsstarke Futter der Power-Serie. Die Power Collet Chucks sind für die Hochleistungsbearbeitung entwickelte Spannzangenfutter eine Alternative zu den verstärkten Schrumpffuttern der Serie Power Shrink Chucks. Sie lassen sich vielseitig - für nahezu beliebige Schlicht- sowie Schrupp- und Bohrbearbeitung - einsetzen. Power Collet Chucks weisen eine verstärkte Wanddicke und besonders steife Aussenkontur auf, sind deshalb stabil und schwingungsresistent. Die Innenkontur ist so gestaltet, dass alle Standard-ER-Zangen verwendet werden können. Zu Höchstleistungen sind die Futter jedoch erst in der Lage, wenn die hochgenauen Power-Collet-Spannzangen von Haimer zum Einsatz kommen. Dann garantiert Haimer eine Rundlaufgenauigkeit von kleiner 3 µm bei Werkzeugen mit einer Länge, die bis zu drei Mal dem Durchmesser entspricht. Ebenfalls von Haimer kommt das Cool-Flash-System, das durch ins Futter integrierte Kühlkanäle für effektive Werkzeugkühlung sorgt. Und hier liegt wie so oft der praktische Nutzen im Detail. Um eine optimale Spanabfuhr und Werkzeugkühlung zu erreichen, stattet Haimer seit längerem bereits Schrumpffutter mit Cool-Jet-Bohrungen aus, die den Kühlschmierstoff direkt zum Werkzeug transportieren. Dieses System hat Haimer jetzt zum Cool-Flash-System weiterentwickelt, das sich sogar nachträglich an allen bestehenden Haimer

Halle 1.1, Stand L12

MINERALGUSS MIN NERALGUSS

Flexible Formgebung ffür ein breites Produktspektrum. Schneeberger, ein weltweit führender Hersteller von Mineralguss bietet nicht nur innovative und hochpräzise MineralgussLösungen an, sondern auch komplett montierte Bau- und Montagegruppen. Je nach Kundenwunsch bestückt mit folgenden Komponenten: Linearführungen, Linearmotoren, Antriebseinheiten, Elektronik und Sensorik.

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Leistungsfähige Maschinen schaffen deutlich mehr als 100 Brillengläser pro Stunde in reproduzierbarer Qualität. Um die hohe Maschinendynamik und erforderliche Produktgeometrie bei höchster Präzision zu realisieren, benötigen die Maschinenbauer ein Maschinenbett mit einwandfreier Schwingungsdämpfung und thermischer Stabilität, wie dies nur mit Mineralguss realisierbar ist. Schneeberger als Partner von Herstellern von Produktionsausrüstungen – nicht nur für qualitativ hochwertige Industrieoptiken, sondern auch für filigrane Brillenoptiken. MINERALGUSS verschafft den Anwendern entscheidende Wettbewerbsvorteile, in folgenden Branchen: Messtechnik, Halbleiterindustrie, Werkzeugmaschinen, Druck, Optik, Medizintechnik, Automation, Robotik, Verpackungsindustrie, Solar und Photovoltaik, Laserbearbeitung. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot unter info-ch@schneeberger.com. Oder informieren Sie sich zu MINERALGUSS und anderen Produkten auf www.schneeberger.com. Schneeberger AG, Lineartechnik St. Urbanstrasse 12, CH-4914 Roggwil


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FACHMESSEN

● Prodex/Swisstech

Schrumpffuttern anbringen lässt. Dazu wird am Ende des Spannfutters auf die Cool Jet-Bohrungen eine Scheibe angebracht, die einen schmalen Ringspalt mit Schlitzen gegenüber dem Werkzeugschaft freilässt. So wird der Kühlschmierstoff nicht nur punktuell, sondern ringförmig auf das Werkzeug geleitet und kann sich wie ein Mantel um das Werkzeug legen. Der KSS bleibt am Fräserschaft haften und gleitet dort - auch bei hohen Drehzahlen - als Film in der Spannut zur Schneide. Da das Schrumpffutter seine Geometrie ohne grosse Störkontur auch mit Cool-Flash-System beibehält, ist das Ein- und Ausschrumpfen der Werkzeuge problemlos ohne umständliche Montage möglich. Vom Tübinger Unternehmen Paul Horn, bekannt für ihre hochpräzisen Werkzeuge, wird ebenfalls eine Reihe von Neuheiten gezeigt. Darunter das AxialStechsystem 25A. Dieses neue Axial-Einstechsystem erweitert die Einsatzmöglichkeiten der HornEinstechsysteme für die allgemeine Stahlbearbeitung. Die zweischneidigen Wendeschneidplatten in der Hartmetallsorte TH35 sind mit durchmesserbezogenen Klemmhaltern für Aussendurch-messer von 15-20 / 20-25 und 25-30 mm lieferbar. Innerhalb dieser Abmessungen lassen sich 2 und 3 mm breite Nuten mit Tiefen von 12 bis max.15 mm einstechen. Die Geometrie-form .10. gewährleistet auch bei grossen Nuttiefen einen sicheren Spanfluss. Wie bei den anderen Systemen werden die Schneidplatten durch die bewährte Schraubklemmung mit den Standardhaltern 12x12, 16x16 und 20x20 mm präzise verbunden. Auch der Hochvorschubfräser DAH von Paul Horn wird am Dihawag-Stand zu sehen sein. Dessen Einsatzgebiete wurden durch vier neue Aufsteckmesserköpfe deutlich erweitert. Mit Schneidkreisdurchmessern von 63 / 80 / 100 und 125 mm und je 4/5/6 und 7 Wendeschneidplatten bieten sie beim Schruppen mit hohen Vorschüben und niedrigen Schnitttiefen beste Voraussetzungen für ein wirtschaftliches Zerspanen. Die Wendeschneidplatten mit 2 x 3 Schneiden sowie die neue Sorte

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hinter der Schneide auf den Span. Ergänzend zu dem aus dem Spannfinger austretenden Kühlmittelstrahl wird die Wirkstelle zusätzlich von einer, am Grundhalter über der Kassette befestigten, einstellbaren Düse gekühlt. Die Kühlmittelübergabe erfolgt je nach Kassettentyp über die Anlagefläche. Speziell bei Stechbreiten von 3 bis 6 mm und Stechtiefen bis 25 mm gewährleistet die innere Kühlmittelzufuhr eine kontrollierte Späneabfuhr und eine bessere Kühlung der Schneide. Dihawag, www.dihawag.ch Vertriebspartner Haimer & Paul Horn Prodex: Halle 1.1, Stand K01 Innengekühlte Kassette mit Schnittstelle 220 auf PSC-Grundhalter. (Bild: Paul Horn)

SC6A überzeugen besonders beim Fräsen von Stahl, Gusswerkstoffen und Aluminium. Ihre Beschichtung erfolgt im CVD-Verfahren. Der sehr grosse Radius an der Hauptschneide gewährleistet einen besonders weichen Schnitt und eine gleichmässige Aufteilung der Zerspankräfte. Auf der Innenseite unterstützt der kleine Schneidenradius ein schnelles Eintauchen. Je nach Leistung und Robustheit der eingesetzten Maschine können bei einer max. Schnitttiefe von 2 mm Vorschübe bis 3 mm/Zahn gefahren werden. Die modulare Kassettenschnittstelle 220, ebenfalls von Horn, ermöglicht die Kombination von Quadrat-, Rundschaft-, HSK-T-, PSC- und KM-Aufnahmen mit Kassetten der verschiedenen Horn-Stechsysteme. Ihr herausragendes Merkmal ist neben dem modularen Aufbau die hohe Stabilität der Kombination Kassette/Halter. Dieses Produktprogramm wurde nun erweitert um Halter und Kassetten mit innerer Kühlung über den Spannfinger. Die Kassetten sind derzeit für die Wendschneidplatten der Typen S229 und S224 erhältlich. Als Grundhalter stehen Polygonschafthalter nach ISO26623 in den Grössen PSC32 bis PSC80 zur Verfügung. In Verbindung mit den Grundhaltern tritt der Kühlmittelstrahl am Spannfinger aus und trifft gezielt

Erwähnte Prodex-Aussteller in diesem Artikel In alphabetischer Reihenfolge sind hier die Aussteller aufgelistet, die in diesem Artikel erwähnt werden. Agathon Argonag Chiron Dihawag Fehlmann Gressel Hexagon Metrol. Newemag Open Mind Reimmann Riwag Schuler Suvema Teltec Systems Walter Meier Wenk

Halle 1.1 / K12 Halle 1.0 / C09 Halle 1.0 / C18 Halle 1.1 / K01 Halle 1.0 / C21 Halle 1.0 / B32 Halle 1.1 / H01 Halle 1.0 / A21 Halle 1.1 / L27 Halle 1.0 / C04 Halle 1.1 / K21 Halle 5.0 / M11 Halle 1.0 / C12 Halle 1.1 / J 13 Halle 1.0 / B20 Halle 5.0 / M01

Über viele weitere Prodex-Ausstellern berichtet die «technica» in dieser Ausgabe insbesondere unter der Rubrik «Werkzeugmaschinen und Werkzeuge» ebenso wie im Brennpunkt-Artikel zum Thema «Design im Maschinenbau».

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Prodex/Swisstech ●

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Die Thementage der Swissmem an der Prodex

Mit einem Thema durch die Prodex Was beschäftigt die MEM-Industrie? Antwort gibt es beim Branchenverband Swissmem, denn jeder Messetag ist auch ein Thementag. Ein paar Fragen dazu an Christoph Blättler, Ressortleiter Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik bei Swissmem. EUGEN ALBISSER

— An vier Thementagen wird Swissmem an der Prodex die Themen Nachwuchs, Medizintechnik, Ressourceneffizienz (Energieeffizienz) und Präzision in den Vordergrund heben. Wie hat man bei Swissmem diese Auswahl getroffen? Dies sind alles Themen, die unsere Welt bewegen, die Welt der industriellen Produktionstechnik und die Welt der Werkzeugmaschinenindustrie. Wir möchten damit einen Beitrag leisten, um einen Besuch an der Prodex 2012 auch für Interessierte, bei welchen nicht unbedingt die Werkzeugmaschine oder das Werkzeug im Mittelpunkt steht, gewinnbringend und inspirierend zu gestalten. — Beim ersten Thema geht es um die Berufsbildung als Erfolgsmodell in der Schweizer MEM-Industrie. Ist das nicht ein wenig gewagt formuliert, da der Nachwuchs fehlt? Überhaupt nicht. Das zeigt unter anderem gerade wie erfolgreich das Modell ist: Jene, die diesen Weg einschlagen, werden mehr als gebraucht und finden einen interessanten und anspruchsvollen Broterwerb mit ausgezeichneten Perspektiven für die Weiterentwicklung. — Am zweiten Tag ist die Medizintechnik als Thema gesetzt. Wie läuft eigentlich ein solcher Thementage ab? Um 08.45 Uhr gibt es eine kurze Einstimmung auf das Tagesthema, dann folgt ein geführter Rundgang zu ausgewählten Ausstellern. Am Medizintechniktag werden es acht verschiedene sein, die den Teilnehmern Lösungen vorstellen werden im Bereich Medical Manufacturing. Und am NachWELCHES THEMA AN WELCHEM TAG? Dienstag, 20.11.2012 «Berufsbildung – das Erfolgsmodell in der Schweizer MEM-Industrie» Mittwoch, 21.11.2012 «Medical Manufacturing – Schweizer Kompetenz in Medizin- und Produktionstechnik» Donnerstag, 22.11.2012 «Ressourceneffizienz – Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in der Produktion» Freitag, 23.11.2012 «Dimensionelle Messtechnik – Mehrwert durch Präzision in der Fertigung» Weitere Informationen und Anmeldung unter www.swissmem.ch/prodex

mittag folgen im Swissmem-Forum jeweils zwei Fachreferate. — Was können die Besucher beim dritten Thema «Ressourceneffizienz – Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in der Produktion» erwarten? Das wird äusserst interessant, da wir zwei ausserordentliche Beiträge für diesen Nachmittag sichern konnten. Einerseits wird Herr Alexander Broos, seines Zeichens Leiter Technik & Forschung beim VDW, die Initiative Bluecompetence und im Speziellen «Bluecompetence Machine Tools» aus seiChristoph Blättler, Ressortlei- ner Sicht erläutern und andererseits wird ter Werkzeugmaschinen und Herr Lukas Weiss von der Inspire AG einen Fertigungstechnik bei Swisspraxisbezogenen Einblick in aktuelle Bei(Bild: zvg) mem. spiele von Energiemessungen bei Werkzeugmaschinen geben. Das sollte den Teilnehmern einige interessante Hinweise geben, wo man den Hebel ansetzen könnte. — Am Freitag steht dann noch die «Dimensionelle Messtechnik» an mit dem Zusatz «Mehrwert durch Präzision in der Fertigung». Hat man hier in der Schweiz noch Nachholbedarf? Die Schweiz ist eines der führenden Länder in dieser Technik, aber angesichts der Grösse einer Messe wie der Prodex ist die Messtechnik nicht so präsent wie zum Beispiel die Werkzeugmaschinenbauer. Mit dem Thementag wollen wir der Messtechnik also einerseits eine zusätzliche und auffällige Plattform bieten, anderseits natürlich den Besuchern die Chance geben, die angewandte Messtechnik in der eigenen Fertigung zu verifizieren und zu erkunden, ob es nicht noch andere und vielleicht sogar optimaler abgestimmte Alternativen gibt. ● SWISSMEM 8037 Zürich, 044 384 41 11 info@swissmem.ch, www.swissmem.ch Halle 1.1, Stand F25

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Die Schweizer und die europäische Zulieferindustrie treffen sich wieder in Basel: Swisstech 2012

Antworten für den Werkplatz Schweiz Die Swisstech ist eine zentrale Messe der Zulieferindustrie. Zahlreiche Rahmenveranstaltungen und die Schweizer Meisterschaft der Polymechaniker sorgen für eine breite Werkschau. Iris Sorgalla, Messeleiterin des Veranstalters, erzählt im «technica»- Interview, welche besonderen Schwerpunkte dieses Jahr gesetzt wurden und was es in Basel für Themen-Highlights geben wird. MARKUS FRUTIG

— Frau Sorgalla, wie sehen Sie die Swisstech 2012 positioniert, die immerhin vier Tage dauert? Die Swisstech ist eine reine Fachmesse. B-to-B-Messen sind grundsätzlich zu unterscheiden von B-to-C-Messen. Der reine Fachbesucher ist beruflich so stark engagiert, dass er zunehmend weniger bereit ist, auch am Wochenende eine Fachausstellung zu besuchen. Man kann hier aber nicht von einem klaren Trend sprechen, sondern das Messekonzept auf den Markt und die Branche ausrichten. Das teils immense Ausstellungsangebot einer Fachmesse rechtfertigt in der Regel vier bis fünf Ausstellungstage, damit der Besucher genügend Zeit hat, sich zu informieren. — Wie hat sich das Konzept «1 Ticket – 3 Messen» bewährt? Das hat sich sehr gut bewährt und wird von den Besuchern geschätzt, da an allen Kassen jedes Ticket erhältlich ist. Gerade für «überschneidende» Besucher, von denen es ja doch einige Tausende gibt, garantiert es den unkomplizierten Zutritt und den einfachen Wechsel zwischen den Hallen. — Die Zulieferindustrie ist eher heterogen und schwer unter einen Hut zu bringen … Das stimmt in der Tat und macht es nicht immer einfach. Die verschiedenen Ausstellersegmente in diesem heterogenen Markt haben oft sehr unterschiedliche Vorstellungen und Zielsetzungen an einer Messe.

(Bilder: Sandra Schwarz, Exhibit & More AG)

sicht, indem wir möglichst breit streuen, um die Marktdurchdringung in den verschiedenen Industrien hochzuhalten. — Welche Trendthemen sehen Sie dieses Jahr an der Swisstech besonders stark vertreten? Automatisierung, Composites und Qualitätssicherung sind nur ein Auszug der Themen, die im Fokus der diesjährigen Messe stehen. Im Forum in der Halle 2.2 am Stand A60 finden jeden Tag spannende Fachvorträge und Podiumsdiskussionen statt. Am 21. November werden beim Fachvortrag «Qualitätssicherung an Polymerwerkstoffen» die Werkszeugnisse für Thermoplaste, thermoplastische Elastomere, Duromere und Elastomere kritisch hinterfragt. — Sie planen ja auch interessante Podiumsgespräche … Ja, am Podiumsgespräch am Nachmittag des 21. November wird die Herausforderung in Einkauf und Beschaffung diskutiert. Swisstech-Habitués wissen es bereits: die Virtuelle Fabrik ist ein innovatives und kostengünstiges Entwicklungsund Zuliefernetzwerk der Schweiz. Im Fachvortrag «Was vermögen Cluster und Netzwerke im Bereich Wirtschafts- und Innovationsförderung zu leisten?» am 22. November wird dieser Frage auf den Zahn gefühlt. — Das Stichwort «Composites» ist in aller Munde; sind hier überhaupt

— … Wie schaffen Sie das mit inzwischen über 550 Ausstellern? Sie sprechen dann wiederum die unterschiedlichsten Industrien auf der Besucherseite an. Darauf nehmen wir in unserer Besucheransprache Rück-

viele Innovationen zu erwarten? Der Leichtbau boomt. Leichtbaulösungen werden branchenübergreifend über den Erfolg zukünftiger Entwicklungen entscheiden. >>

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Faserverbundwerkstoffe lassen sich vielseitig einsetzen. Vor allem hochleistungsfähige Verbundwerkstoffe finden zunehmend den Weg in die Serie und sorgen so für enorme Zuwächse der Branche. Maschinenbau, Fahrzeugbau, Luftfahrt, Automatisierungstechnik sind nur einige der Branchen, in denen eine Gewichts- und Funktionsoptimierung zu den Schlüsselfaktoren der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit zählt. Auf der Swisstech mit der Parallelmesse Prodex wird die ganze Prozesskette – vom Rohmaterial über Halbwerkzeuge und die Verarbeitung bis hin zu den neuesten Technologien und Maschinen gezeigt. — Die MEM-Branche steht unter grossem Druck: Warum soll der klassische Metall-/Maschinenbauer – also Produktionsleiter, Konstrukteur oder Geschäftsleiter – an der Swisstech vorbeischauen? In der wirtschaftlich herausfordernden Zeit ist es umso wichtiger, sich über Trends und Neuigkeiten zu informieren. Die Unternehmen sehen sich nicht

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nur mit dem stetigen Preiskampf konfrontiert, sondern sie müssen einerseits auch den steigenden wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen begegnen, andererseits die Leistungsfähigkeit, Qualität und vor allem die Kosten im Auge behalten. Die Aussteller der diesjährigen Swisstech werden Antworten liefern, wie wir den Werkplatz Schweiz erhalten können und die Innovation und Produktivität steigern können, damit wir wettbewerbsfähig bleiben. Das Ziel muss es doch sein, nicht nur günstiger zu produzieren, sondern auch schneller. ● Vielen Dank für das Gespräch.

Daten und Fakten zur Swisstech 2012 Schwerpunkthemen: Metall • Kunststoffe und Elastomere • Werkstoffe und Halbfabrikate • Apparate- und Maschinenbauteile • Reinigung, Entsorgung und Werkzeuge • Cleantech • Wärme- und Oberflächenbehandlung • Systembauer • E-Procurement, Informatik und Dienstleistungen • Information, Forschung, Wirtschaftsförderung, Verbände 1 Ticket – 3 Messen: Parallel zur Swisstech finden die Prodex – Fachmesse für Werkzeuge, Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, sowie die Pack&Move - Logistik- und Verpackungsmesse statt. Datum: 20.–23. November 2012 Ort: Messe Basel, Hallen 2.1 und 2.2, www.swisstech-messe.ch

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FACHMESSEN

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● Prodex/Swisstech

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Die Gewinnung von Nachwuchskräften und der Gedankenaustausch mit unseren nördlichen Nachbarn sind zwei der Schwerpunktthemen der Branchenveranstaltung. (Bild: S. Schmidlin/MCH)

Die Swisstech 2012

Technologien vergleichen und Trends erkennen An der Swisstech werden neue Technologien und Trends vertieft, verglichen und praxisnah demonstriert. Neben attraktiven Rahmenveranstaltungen wie dem Baden-Württemberg-Tag und der Austragung der Schweizer Meisterschaften der Polymechaniker präsentieren sich sieben internationale und vier nationale Gemeinschaftsstände an der Messe.

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eber 500 Aussteller zeigen in den Hallen 2.1 und 2.2 auf rund 10 000 m2 Nettofläche ihre Neuheiten, Trends sowie Prototypen aus der Zulieferindustrie. Zum Angebot der Aussteller gehören neben Fertigungsleistungen von Metall- und Kunststoffteilen auch die Wärme- und Oberflächenbehandlung, Werkstoffe, Halbfabrikate und Bauteile sowie Werkzeuge. Die Besucher sind Einkäufer, Konstrukteure, Produktions- oder Geschäftsleiter im Maschinen-, Anlageund Apparatebau sowie in der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie. Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) verzeichnet rückläufige Auftragseingänge und steigender Druck lastet auf den Unternehmen. Einerseits ist die Frankenstärke ein brennendes Thema, andererseits fehlt der Nachwuchs. Der Werkplatz Schweiz braucht gut

ausgebildete Fachleute, damit er dem Druck standhalten kann. In der Schweiz ausgebildete Fachleute geniessen einen sehr guten Ruf. Ihr Wissen und Können trägt wesentlich dazu bei, dass sich Produkte aus der Schweiz auf dem Weltmarkt behaupten können. Ein wichtiges Thema an der diesjährigen Swisstech ist die Gewinnung von Nachwuchskräften. Der Nachwuchstag für Fachhochschul- und Berufsklassen sowie Lehrlingsgruppen aus Industriebetrieben findet am ersten Messetag statt. Baden-Württemberg-Tag. Deutschland führt seit Jahrzehnten die Schweizer Ein- und Ausfuhrstatistik an. Unter den deutschen Bundesländern ist Baden-Württemberg sowohl wichtigster Lieferant als auch bedeutendster Abnehmer. Durch den Baden-Württemberg-Tag werden die guten Wirt-

schaftsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz ins Zentrum gerückt. Die Podiumsdiskussion am ersten Messetag (20. November, 11.00 Uhr im Forum in der Halle 2.2) zum Thema «Baden-Württemberg und die Schweiz – Im Wechselspiel der Märkte» bringt wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zusammen. Stephan Klapproth, Frontmann der Nachrichtensendung «10 vor 10», moderiert das Podium und diskutiert mit Thomas Kübler, Baumann & Cie Banquiers, Christoph Zanker, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Bernd Dallmann, Wirtschaftsförderung Region Freiburg, Iris Welten und Michael Bertram, Basel Area Wirtschaftsförderung BaselStadt und Baselland, Hans-Martin Schneeberger, Schneeberger Linear Technologies, sowie Hans Marfurt, Geschäftsführer Trumpf Schweiz, über


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das Zukunftsthema des gemeinsamen Wirtschaftsraums. Am anschliessenden Stehempfang auf Einladung des Landes Baden-Württemberg ist Ingo Rust, Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg und Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, vor Ort. Abwechslungsreiche Begleitveranstaltungen. Im Forum in der Halle 2.2 am Stand A60 finden jeden Tag interessante Fachvorträge und Podiumsdiskussionen statt. Am 21. November werden beim Fachvortag «Qualitätssicherung an Polymerwerkstoffen» kritisch die Werkzeugnisse für Thermoplaste, thermoplastische Elastomere, Duromere und Elastomere hinterfragt. Referent ist Christian Krebs, Maagtechnic. Am Podiumsgespräch am Nachmittag des 21. November wird die Herausforderung in Einkauf und Beschaffung diskutiert. Die interessante Veranstaltung, welche von procure.ch – Fachverband für Einkauf und Supply Management – durchgeführt wird, wird mit einem attraktiven Showact abgerundet. Swisstech-Habitués wissen es bereits: Die Virtuelle Fabrik ist ein innovatives und kostengünstiges Entwicklungs- und Zuliefernetzwerk der Schweiz. Im Fachvortrag «Was vermögen Cluster und Netzwerke im Bereich Wirtschafts- und Innovationsförderung zu leisten?» am 22. November wird dieser Frage nachgegangen.

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Schweizer Meister gesucht. Swissmechanic führt die Schweizer Berufsmeisterschaft zum vierten Mal durch. Für die Qualifikation in den Disziplinen Automation, CNC-Drehen und -Fräsen sind die Bewertung der praktischen Arbeiten, das Fachwissen und das Leistungsprofil massgebend. Die besten acht Kandidaten jeder Disziplin haben sich Ende August für die Teilnahme an der Schweizer Meisterschaften qualifiziert. Die Schweizer Meisterschaften sind am Swissmechanic-Gemeinschaftsstand während der Messetage live zu besichtigen. Die Rangverkündigung findet am Freitag, 23. November, von 10.30 bis 12.00 Uhr in einem feierlichen Rahmen in der Halle 2.2 im Forum statt. Fatlum Musliji, bekannt aus der SF-Sendung «Die grössten Schweizer Talente 2011» (Finalteilnehmer), wird als Botschafter mit Kurzauftritten, Interviews und Autogrammstunden vor Ort sein. Kunststoff – das Material der Zukunft. Kunststoff wird immer mehr ein wichtiger Bestandteil in der Industrie. Am Gemeinschaftsstand des iwk (Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung) repräsentieren Industriepartner die Fachbereiche Faserverbundtechnik/Composites, Spritzgusstechnik sowie Compoundierung und Extrusion. Auch das KATZ (Kunststoff Ausbildungs- und TechnologieZentrum) und die Fachhochschule Nordwestschweiz bringen den Besuchern die Thematik Kunststoff näher. Kompetenz und Know-how der Fachverbände. Fachverbände sind in der Schweiz gut organisierte und kompetente Organisationen. Sie setzen sich nicht nur für die Interessen der Mitglieder ein, sondern besitzen auch ein breites und fachspezifisches Aus- und Weiterbildungsangebot. Diverse Fachverbände, unter anderem der KVS (Kunststoff-Verband Schweiz) und procure.ch, sind vor Ort. Produktinfos aus erster Hand. Auf den folgenden sieben Seiten haben wir von der «technica»-Redaktion für Sie einige ausgewählte Produktneuheiten und Dienstleistungen zahlreicher Swisstech-Aussteller zusammengestellt, damit Sie sich einen ersten Überblick verschaffen können. (mf) ●

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strömungen, Verbrennungsvorgänge (Explosion, Motorenabgase) oder schnelle Erhitzung von Luft (Blitz, Lichtbogen, Funkenschlag) entstehen. Die Schallausbreitung folgt den physikalischen Gesetzen für Wellen, wobei neben Luftschall auch Körperschallwege zu berücksichtigen sind. Die Intensität wird durch folgende Phänomene reduziert: zunehmende Distanz zur Quelle, Absorption, Reflexion und Beugung. Lärmschutzmassnahmen sollten möglichst ganzheitlich betrachtet und umgesetzt werden. Immer mehr Hersteller von Geräten, Maschinen und Haustechnik ziehen bereits für die Konzeptphase einen Akustiker zu Rate. Vibraplast bietet dazu eine breite Produktauswahl und fundierte Akustikkenntnisse. Vibraplast, www.vibraplast.ch Swisstech: Halle 2.2 Stand B35

Das Netzwerk «two in one» bietet anspruchsvolle Komplettlösungen in verschiedenen technologischen Stufen wie Engineering, Rohteilproduktion, mechanische Präzisionsfertigung, Wärme- oder Oberflächenbehandlung. Als Spezialisten in den Bereichen spanabhebende Metallbearbeitung und Guss sind Knoepfel AG und Benninger Guss AG als Leader fest in dieses Netzwerk eingebunden. Je nach Anforderung bereichern sogenannte «Members» die Zusammenarbeit mit ihren spezifischen Stärken. So erhält der Kunde eine massgeschneiderte und komplette Lösung aus einer Hand, stets kompetent und persönlich begleitet von einem verlässlichen Ansprechpartner. Benninger Guss, www.benningerguss.ch Knoepfel, www.knoepfel.ch www.two-in-one.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand A44 (Bild: Blickle)

(Bild: Benninger Guss

Hohe Tragfähigkeiten bei hohen Geschwindigkeiten. Der Markt für Räder und Rollen mit Laufbelägen aus Polyurethan wächst stetig. Gleichzeitig werden die gestellten Anforderungen immer grösser. Vor allem im Flurfördergerätebereich ist dies spürbar, da Waren und Güter innerbetrieblich schneller und in immer grösseren Mengen transportiert werden müssen, wobei auch die Einsatzbedingungen härter werden. Die Firma Blickle Räder + Rollen GmbH und Co. KG hat einen Werkstoff entwickelt, der die bisherigen Eigenschaften von Polyurethan-Laufbelägen wesentlich verbessert. Sie bieten folgende Vorteile: – hohe Rückstellelastizität, sehr gute Abrieb- und Schnitt-Festigkeit – sehr gute Reiss- und Weiterreiss-Festigkeit – gute Beständigkeit gegen mineralische Fette und

Öle, Benzine und paraffinische Lösungsmittel, UV- und radioaktive Strahlung sowie schwache Säuren – Kälteflexibilität und Hydrolysestabilität – Einsatz bei höheren Geschwindigkeiten (bis 20 km/h) möglich – geringer Druckverformungsrest (geringe Abplattung bei langer Standzeit) – geringer Rollwiderstand und Anfahrwiderstand, sowie hohe dynamische Belastbarkeit. Im Vergleich mit anderen am Markt vorhandenen Polyurethanen verfügt Blickle Besthane über einen sehr geringen Rollwiderstand von ca. 0,7 Prozent der Last. Ergänzend zu Blickle Besthane wurde auch Blickle Besthane Soft entwickelt, das die positiven Eigenschaften von Rädern mit harten und weichen Laufbelägen vereint. Weiche Laufbeläge bieten einen hohen Fahrkomfort sowie einen ruhigen und geräuscharmen Lauf. Harte Laufbeläge hingegen bieten hohe Tragfähigkeiten und einen geringen Rollwiderstand. Entschied man sich bisher aufgrund der spezifischen Anforderungen für einen der beiden Laufbeläge, musste man sowohl mit den positiven als auch negativen Eigenschaften umgehen. Das Ziel, das sich das Entwicklungsteam der Firma gesetzt hatte, war die Vereinigung der Vorteile beider Laufbeläge in einem Material - das Ergebnis: Blickle Besthane Soft. Das Material hat die gleichen Eigenschaften wie Blickle Besthane, verfügt aber zusätzlich über einen weicheren Laufbelag mit geringem Rollwiderstand. Die starke Balligkeit des Laufbelags führt zu einem geringen Schwenkwiderstand beim Einsatz in Lenkrollen. er-Kapazität. Blickle, ww.blickle-raeder.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand A44 Ganzheitliches Konzept gegen den Lärm. Wissenschaftlich betrachtet ist Lärm «unerwünschte Ausbreitung von Luftschall». Luftschall kann durch unterschiedliche Quellen wie schwingende Apparateteile, Mauern, Bleche, Wirbelablösungen in Luft-

Produktivitätssteigerung in der Fertigung. Schneller, besser und günstiger produzieren, die Innovationszyklen verkürzen und die verlangte Variantenvielfalt beherrschen. «Bossard Next Generation», eine ganzheitliche Dienstleistung im Bereich der Design-und Prozessoptimierung: Sie richtet den Fokus auf die Produktivitätssteigerung in der Fertigung. Anhand der Wertstromanalyse identifiziert das Unternehmen Optimierungspotentiale für eine höhere Produktivität und kürzere Durchlaufzeiten. Bossard als Spezialist in der Verbindungstechnik verfügt über jahrzehntelange Best-Practice-Erfahrung in Engineering, Logistik und Consulting sowie ein breites Produktsortiment, was Ihnen einen nachhaltigen Erfolg garantiert. «Bossard Next Generation» ist die Antwort auf die stetig steigenden Herausforderungen einer wirtschaftlichen Fertigung mit tieferen Herstellkosten und höherer Wertschöpfung - damit Sie noch mehr Wettbewerbsfähigkeit für die nächste Generation Ihrer Produkte erzielen. Bossard, www.bossard.com Swisstech: Halle 2.1, Stand E10

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(Bild: Brütsch-Rüegger Metals AG)


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sowie einem ausgewählten Sortiment an Vergütungs-, Einsatz- und Nitrierstählen empfiehlt sich Brütsch/Rüegger Metals als kompetenter Langgut-Vollsortimenter für Industrieanwendungen. Alle bedeutenden Edelbaustahl-Werkstoffe werden dabei lagerhaltig bewirtschaftet, was eine hohe Lieferbereitschaft ermöglicht. An der diesjährigen Swisstech präsentiert Brütsch-Rüegger Metals neben dem Produktesortiment auch seine umfassenden Service- und Logistikleistungen: Mit dem neuen Kassettenlager sowie einem stark modernisierten Maschinenpark für eine effiziente Anarbeitung ist ein erweitertes Serviceangebot mit kürzesten Lieferzeiten sichergestellt, inklusive tagfertigem Lieferservice in der ganzen Schweiz. Das komplette Brütsch-Rüegger Metals-Sortiment kann online im «Metalshop» bestellt werden. Brütsch-Rüegger Metals, www.brr.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand F11 Ihr ERP-Partner für Produktionsunternehmen. Die Schweizer Codex Group ist international etabliert und konzentriert sich auf die Vermarktung, Einführung und Betreuung der ERP-Gesamtlösung «pro- Alpha». Weltweit vertrauen über 1700 Unternehmen aus der produzierenden Industrie und dem technischen Grosshandel auf die durchgängige ERP-Lösung. Durch die Optimierung von Geschäftsprozessen zu effizienten Abläufen erlaubt es Kunden, entscheidende Wettbewerbsvorteile zu nutzen. In der Zulieferindustrie zählen die Codex-Kunden auf eine umfassende Produktionsplanung mit integriertem Leitstand und Betriebsdatenerfassung, kompletter Rückverfolgbarkeit von Angebot bis Liefe-

(Bild: Codex)

rung inkl. Chargenverwaltung, Kalkulation, Dokumentenverwaltung und auf viele andere Funktionen des breiten Angebots von proAlpha. Dank der direkten Integration von CAD-Systemen erlaubt es Unternehmen, den Aufwand beim Entwicklungsprozess von der Kundenanfrage bis zur Fertigung mit dem Zusatzmodul proAlpha CA-Link um 50 Prozent zu reduzieren. Für die Steuerung aller Prozesse wird das proAlpha Workflowmanagement genutzt, womit Abläufe definiert und Aktivitäten gezielt Mitarbeitern zugestellt werden können. Die anspruchsvolle Zulieferbranche fordert eine hohe Beratungskompetenz und eine starke ERP-Lösung – Codex bietet beides. >> Codex, www.codex.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand A48

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Neuste Möglichkeiten der Lohnfertigung im Drehen, Fräsen Schleifen und Erodieren. Sie finden die Dero Feinmechanik AG am Swissmechanic-Gemeinschaftsstand. Der Zuliefererspezialist präsentiert seine neusten Möglichkeiten der Lohnfertigung im Drehen, Fräsen Schleifen und Erodieren. Dazu die Komplettbearbeitung von Prototypen, Einzelteilen, Kleinserien und ganzen Baugruppen.

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Eine komplette Serie der neuen Zentrisch-Spanner für den Einsatz auf modernen Bearbeitungszentren wird ebenfalls präsentiert: Vom Dero 12RS bis zum Dero 180S. Als weitere Neuheit präsentiert das Unternehmen den HRK 90 Zentrisch-Spanner für optimale Zugänglichkeit, Genauigkeit, Langlebigkeit, Stabilität, austauschbare Backen. Für den Einsatz auf Drehbänken und Schleifmaschinen (exzentrisch verstellbar) den Dero 60 U und 120 U. Das eigene Fabrikationsprogramm wird abgerundet mit der Dero 75-Universal-Schleifmaschine. Diese manuelle Schleifmaschine ist sehr vielseitig einsetzbar. Die Referenzliste zeigt, dass die Maschine im Werkzeug/Formenbau und in Lehrlingswerkstätten im Einsatz ist. Lassen Sie sich überzeugen von den Vorteilen der Dero 75 und ihrem Zubehör. Dero, www.dero.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand A44.26 Spezial-Formstahlrohre: individuelle Herstellung für unterschiedliche Ansprüche. Jansen entwickelt und produziert kundenspezifische Spezialstahlrohre, die gemäss den erforderlichen Produkteigenschaften in geeigneten Fertigungsverfahren individuell ge-

Reaktion auf Einpresskraft

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formt werden. Durch verschiedene Bearbeitungsprozesse wie Walzen, Ziehen oder Glühen können die unterschiedlichsten Formen, Wandstärken und Toleranzen erzeugt werden. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den Kunden generiert Jansen Lösungen nach Mass, die überzeugen und höchsten Ansprüchen gerecht werden. Dank langjähriger Technologiepartnerschaften mit führenden europäischen Stahlwerken vertieft Jansen kontinuierlich das Wissen über Stahl als vielseitiger Werkstoff. Sämtliche Fachkenntnisse fliessen gezielt in verschiedene Entwicklungsprojekte und Produktinnovationen. Erfolgreich fügt Jansen hochwertige Werkstoffe in Verbindung mit industriellen Hightech-Prozessen zu funktionalen Bestformen. Jansen, www.jansen.com Swisstech: Halle 2.2, Stand E10 Auf Bewährtes bauen und Neues wagen. Als Familienunternehmen in der dritten Generation ist die Jehle AG in der Stanz- und Umformtechnik sowie im Werkzeug- und Formenbau erfolgreich am Markt positioniert. Mit umfassenden Dienstleistungen vom Engineering über ein breites Fertigungs-

(Bild: Jehle AG)

spektrum bis hin zum reibungslosen Logistikablauf deckt das Unternehmen die Bedürfnisse der Kunden ab. Mit unserer neuen Doppelseitenplanschleifmaschine sind wir in der Lage hochpräzise Materialstärken kombiniert mit hohen Ansprüchen an Ebenheit, Parallelität und Oberflächenrauheit beidseitig in einem Schleifprozess herzustellen. Die Jehle AG freut sich, Sie an der Swisstech zu begrüssen und Ihnen weitere Neuigkeiten aus ihrem Haus zu präsentieren. Jehle, www.jehleag.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand H22 Innovative Lösungen und kompetente Beratung. Auf der diesjährigen Swisstech stellt die Klüber Lubrication AG Schweiz neben qualitativ hochwertigen Spezialschmierstoffen ihr vielfach bewährtes Servicekonzept KlüberEfficiencySupport vor. Im Zentrum des Messeauftritts stehen die Serviceleistungen von Klüber Lubrication wie Schmierpläne, Schmierstoff- und Bauteilanalysen sowie spezielle Kundenseminare. Es werden zudem Zusammenhänge zwischen Reibung, Schmierung und Ver-


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(Bild: Klüber AG)

schleiss aufgezeigt und die Bedeutung des richtigen Schmierstoffes dargestellt. Optimierte Kombinationen von Schmierstoff und Dichtung sind ein weiteres Schwerpunktthema auf dem Messestand des Weltmarkführers für Spezialschmierstoffe. Im Rahmen der Kooperation «Lube&Seal» entwickeln die beiden Freudenberg-Unternehmen Klüber Lubrication und Simrit, Teil von Freudenberg Sealing Technologies, aufeinander abgestimmte Lösungen für die Antriebstechnik und die maritime Industrie. In diesem Jahr bietet sich zudem zum ersten Mal die Gelegenheit, das konzentrierte Know-how von Klüber Lubrication-Schmierstoffexperten und Spezialisten der Schwingungs- und Dichtungstechnik von Freudenberg Schwab Vibration Control und Simrit an einem Stand zu treffen. Klüber Lubrication, www.klueber.com Swisstech: Halle 2.2, Stand A30 Umfangreiche Angebotsplatte im Guss und in der mechanischen Bearbeitung. Die Ehrlicher GmbH, als Handelsvertretung spezialisiert auf den Bereich Guss und Schweissbaugruppen, stellt sich in diesem Jahr erstmalig auf der Swisstech 2012 dem Publikum vor. Das Unternehmen bietet umfassende Informationen über seine Lösungen und Dienstleistungen im Guss- und Zulieferbereich. Seit vielen Jahren vertritt Ehrlicher GmbH die Fonderia Boccacci, eine inhabergeführte Giesserei in La Spezia, Italien, mit 120 Mitarbeitern. Die Fonderia Boccacci ist die erste und bisher einzige Giesserei weltweit, welche ein vollautomatisches Formverfahren für Gussteile bis zu einer Grösse von 7250 x 3000 x 3000 mm anbietet. Die optimalen Gussstücke für die Produktion haben einen Gewichtsbereich von 2 bis 25 Tonnen, vergossen werden Grauguss und Sphäroguss. Der hohe Automationsgrad der Formerei ermöglicht einen optimalen Qualitätsstandard in Bezug auf Masshaltigkeit und Oberflächen bei geringsten Zugaben. Ebenfalls kann eine maximale Fertigungsflexibilität sowohl bei Serienteilen als aber auch bei Einzelstücken garantiert werden. Die Formerei bewegt die Formkästen automatisiert durch den gesamten Produktionsprozess. Die Kisten werden daher den Fertigungsschritten mittels Laufkran zugeführt >>

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FACHMESSEN

● Prodex/Swisstech

11.2012 technica

Feuerverzinkungen stehen mit den >> hochpräzisen Messgeräten von Fischer optimale Lösungen zur Verfügung, seien es die kompakten und kostengünstigen MP0/MP0R-Geräte oder die leistungsfähigen FMP-Geräte mit wechselbaren Sonden. Kommen Sie auf den Stand oder fragen Sie direkt an, das Unternehmen berät Sie gerne bei Ihrer Messanforderung. Helmut Fischer, www.helmutfischer.com Swisstech 2012: Halle 2.2, Stand G25 Prodex 2012: Halle 1.1, Stand J05

und nicht, wie üblich, stationär bearbeitet und mit Kettenzügen getrennt. Ehrlicher GmbH versteht sich als Partner der Kunden und übernimmt von der Planung bis zur Lieferung das gesamte Projektmanagement. Nach Kundenwunsch entwickelt der Spezialist für Gussteile eine massgeschneiderte Lösung. Daniel Ehrlicher und sein Team stehen auf der Messe an allen Tagen für ein Fachgespräch zur Verfügung. Ehrlicher, www.ehrlicher.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand A12 Feuerverzinkung als Korrosionsschutz. Zum Schutz vor Witterungseinflüssen benötigen freiliegende Stahlteile eine Korrosionsschutz-Beschichtung, so z. B. die Feuerverzinkung. Ab 2014 tritt hierfür die neue Richtlinie zur CE-Kennzeichnung von Stahlprodukten und deren Korrosionsschutz in Kraft. Die Produkthaftung wird damit deutlich verschärft und es wird dem Beschichter auferlegt, die Dicke der Feuerverzinkung nachzuweisen. Für alle Metall- und Stahlbaufirmen wird sich zukünftig das Leben ändern. Ab 2014 verlagert eine neue CE-Kennzeichnung für Stahlprodukte und deren Korrosionsschutz die Produkthaftung zum Beschichter, d. h. es wird für diesen eine Nachweispflicht für die Schichtdicken-Messung und deren

(Bild: Helmut Fischer AG)

Dokumentation geben. Für viele Anwender im Bereich Korrosionsschutz kommt dabei nur einfach zu bedienende und kostengünstige Messtechnik infrage. Genau diese Wünsche und Anforderungen erfüllt die MP0/MP0R-Produktfamilie der Helmut Fischer AG. Durch die kompakte Bauform und einfache Bedienung mittels vier Tasten sind diese Geräte flexible vor Ort einsetzbar und setzen keine aufwendigen Anwenderschulungen voraus. Durch die zwei Displays lässt sich das Gerät in unterschiedlichsten Einsatzpositionen gut ablesen. Der Nutzer wird durch optische und akustische Signale über die Messwertaufnahme informiert. Für die Bestimmung der geforderten Schichtdicke von

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technica 11.2012

der hochwertigen mechanischen Kundenfertigung ein zusätzliches Standbein aufgebaut. Seit 2008 setzt Rapid das Hightech-Verfahren Rührreibschweissen (FSW engl.= Friction Stir Welding) ein. Die FSW-Technologie erlaubt das Verbinden von Werkstoffen unter der Schmelzgrenze, dadurch kann der Verzug gering gehalten werden. Mit modernen CNC-Anlagen erreicht das Unternehmen damit hohe Prozesssicherheiten, regelmässige sowie dichte Verbindungen. Neben komplexen Formen und grossen Baugruppen können auch unterschiedliche Materialien, zum Beispiel Kupfer mit Aluminium, verbunden werden. Rapid Technic, www.rapid.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand M20 Mit Feinguss sicher schalten. Sicherheitsschalter von Euchner überwachen elektronisch die Stellung von Schutztüren und Klappen beispielsweise bei Bearbeitungsmaschinen der Zerspanung. Das bedeutet, dass alle Zulieferer gleichfalls Spitzenprodukte für den CET liefern müssen. Produkte der Feingiesserei Blank ergänzen die Lieferantenpalette von Euchner dafür massgebend. Feinguss Blank liefert heute professionelle Feingussteile, die als Rampen für die Zuhaltefunktion des CET-Sicherheitsschalters verwendet werden. Dieser kombiniert die berührungslose Transponder-Technologie der codierten Systeme mit einer überwachenden

Prodex/Swisstech ●

FACHMESSEN

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Projektmanagement-Prozess für Blechbearbeitung. Die Neu- und Weiterentwicklung von Komponenten aus Blech ist eine der Kernkompetenzen von Fischer Estech. Mit dem Werkstoff Blech lassen sich erstklassige Produkte wie zum Beispiel Schweissgestelle, Maschinenverschalungen, Zellen-

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verkleidungen oder Produkte für die Lebensmittelindustrie herstellen. Damit die Produkte den Vorstellungen und Anforderungen der Kunden entsprechen, hilft Fischer Estech von Beginn an beim Projektmanagement-Prozesses. Das komplette Dienstleistungspaket umfasst vier Phasen: Zieledefinition, Erarbeitung des Lösungsweges, Umsetzung und Controlling. Fischer Estech ist in der Lage, sowohl einfache als auch komplexe Teile aus Blechen und anderen Materialien zu bearbeiten, herzustellen und zu montieren. Die Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Stanzen, Lasern, Abkanten, Schweissen und der OEM-Montage. Zielgruppe sind Unternehmen aus Branchen wie zum Beispiel Verpackung, Druck und Papier, Medizin, Möbel, Baunebengewerbe oder Automation. Karl Fischer, www.kfa.ch Swisstech: Halle 2,1, Stand H16

(Bild: Feinguss Blank)

Zuhaltefunktion, einer integrierten Auswerteelektronik und einem Türmeldeausgang. Der robuste Schalter bietet eine hohe Manipulationssicherheit, Zuhaltekräfte bis zu 6500 N sind möglich. Dafür werden heute zwei unterschiedliche Feinguss-Ausführungen der Rampen in der Feingiesserei Blank in Riedlingen gegossen: eine Einfachrampe und eine Doppelrampe. Der Vorteil bei zwei Ausführungen liegt auf der Hand: Die gemeinsame Entwicklung bei den Varianten sparte Zeit und Geld. Als Ergebnis können nun zwei unterschiedliche Gerätetypen am Markt angeboten werden, die durch einen überschaubaren Entwicklungsprozess entstanden sind. Die mechanische Nacharbeit der Gussteile wurde eliminiert, Bohrungen konnten dafür giesstechnisch umgesetzt und Gusstaschen ergänzend eingebracht werden. Feinguss Blank, www.feinguss-blank.de Swisstech: Halle 2.1, Stand G10

Zahnriemen auch als Meterware. Zahnriemenantriebe übertragen grosse Kräfte und verfügen über einen hohen Wirkungsgrad. Sie arbeiten äusserst präzise und leise, bei korrekter Dimensionierung sind sie langlebig und wartungsarm. Norelem bietet hochwertige Zahnriemen aus Polyurethan und Aluminium-Zahnscheiben sowohl zur Kraftübertragung als auch für die Linear-, Förder- und Steuerungstechnik. Sie sind in den Standardlängen von 165 mm bis 2250 mm oder als Meterware in jeder gewünschten Länge erhältlich. Zahnriemen vereinen die Eigenschaften einer Kette und eines Flachriemens und eignen sich für den Einsatz in allen Industriebereichen. Die Formschlüssigkeit der Zahnung erlaubt die Übertragung hoher Kräfte. Weil die Zahnung Schlupf unmöglich macht und Zahnriemen mit hoher Präzision, Längenstabilität sowie herausragender Abriebbeständigkeit aufwarten, kommen sie bevorzugt bei Linearantrieben und >>

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FACHMESSEN

● Prodex/Swisstech

11.2012 technica

dern keinen Seiten- und Biegekräften auszusetzen, empfiehlt Norelem nach Möglichkeit die Verwendung von Kugelkopfverbindungen. Norelem, www.norelem.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand A42

Steuerungsaufgaben zum Einsatz. Endlos-Zahnriemen von Norelem sind aus beständigem Polyurethan-Elastomer mit eingearbeiteten hochfesten Stahlzugträgern gefertigt. Bei gleichen Abmessungen übertragen sie bis zu 30 Prozent mehr Leistung als herkömmliche T- oder AT-Zahnriemen oder bieten dieselbe Leistung bei deutlich kompakteren Massen. Die metrischen Zahnscheiben unterscheiden sich nach den trapezförmigen Zahnprofilen T und AT für die entsprechenden Zahnriemen T5 bis T10 nach DIN 7721 T1 und AT5 bis AT 10. Norelem, www.norelem.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand A42

(Bild: Norelem)

Unterstützung beim Heben und Senken. Gasdruckfedern von Norelem kommen überall dort zum Einsatz, wo Bau- oder Anlagenteile mit geringem Kraftaufwand kontrolliert gehoben, gesenkt, gebremst oder in Position gehalten werden müssen. Die auf den jeweiligen Lastfall abgestimmten pneumatischen Federn erleichtern vor allem im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Möbelindustrie das Öffnen, Schliessen und Verstellen von Klappen, Hauben oder Türen. Selbst im Sport- und Freizeitbereich finden sie ein breites Einsatzfeld. Norelem liefert einbaufertige Gasdruckfedern in sämtlichen Standardgrössen mit dem gewünschten

Fülldruck. Gasdruckfedern sind kompakte hydropneumatische, in sich geschlossene und wartungsfreie Verstellelemente, die mit komprimiertem Stickstoff und einer definierten Ölmenge zur Endlagendämpfung und Schmierung befüllt sind. Sie sind in den Standardgrössen mit Kolbenstangendurchmessern von 4 mm bis 14 mm sowie mit Hüben von 20 mm bis 400 mm vorrätig und beidseitig mit einem Anschlussgewinde zur Aufnahme unterschiedlichster, ebenfalls bei Norelem erhältlicher Anschluss- und Beschlagteile versehen. Das macht Gasdruckfedern universell einsetzbar und deren Montage einfach und flexibel. Um die Fe-

Ich bin Sinnstifter! Bruno Keller, Geschäftsführer Keller Laser AG

Weil ich Teile meiner Montagearbeiten in einer Werkstätte mit geschützten Arbeitsplätzen verarbeiten lasse, helfe ich mit, Arbeits- und Lebensräume für Menschen mit Behinderung zu schaffen.

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Neuer elektromotorischer Antrieb für Energieeffizienz. Flexibel und energiesparend: ASCO Numatics hat einen elektromotorischen Antrieb in seine neue Regelventil-Baureihe integriert. Die neue Generation des vom Hersteller ASCO Numatics entwickelten elektromotorisch betätigten Motorregelventils MOTORFLOWD weist eine innovative technologische Komponente auf: einen Flachdrehschieber, dessen verschleissfreie Keramikscheiben unempfindlich gegen Verschmutzung sind. Warum ein elektromotorisch betätigtes Proportionalventil? Die geringe Leistungsaufnahme von ca. vier Watt beträgt im Vergleich zu einem Magnetventil nur annähernd 15 %. Eine weitere Reduktion der Leistungsaufnahme in ausgeregeltem Zustand auf ca. drei Watt ist schon für sich genommen ein gutes Argument für das «MOTORFLOWD». Um dieses auch in einer rauen Umgebung einsetzen zu können, wurde der elektromotorische Antrieb mit einem Flachdrehschieber kombiniert, dessen verschleissfreie Keramikscheiben schmutzunempfindlich sind. Ein weiterer Vorteil dieses Prinzips liegt in der Vermeidung von Druckschlägen, da die Auf-Zu-Regelung mit reduzierter Geschwindigkeit erfolgt. Die Regellinearität ist umso besser, je mehr sich die Regelkurve eines Ventils einer Geraden annähert. Beim «MOTORFLOWD» werden zwei Keramikscheiben über eine Achse und einen Elektromotor mit Getriebe gegeneinander verdreht. So wird immer eine Dreiecksform beibehalten. Dies ergibt eine lineare Durchflusskennlinie und damit höchste Regelgenauigkeit. Besonders geeignet ist dies für eine stufenlose Volumenstromregelung von flüssigen und gasförmigen Medien. Dazu verfügt das «MOTORFLOWD» über einen Sollwerteingang (0–10 V/0 (4) – 20 mA), einen IstwertAusgang (0– 10 V/0 (4) – 20 mA) und einen integrierten 3-Punkt-Regler zur Regelung der Ventilstellung. Darüber hinaus ermöglicht ein 3-stelliges LED-Display in Kombination mit zwei Eingabetasten die Bedienung vor Ort. Des Weiteren verfügt das «MOTORFLOWD» über eine serielle PC-Schnittstelle zur Kommunikation mit der ASCO «MotorCom»Software. Mithilfe dieser Software können Regelparameter sowie Soll- und Istwert-Einstellungen verändert und gespeichert werden. Über eine integrierte Scope-Funktion können Zeitverläufe von Sollwert, Istwert und weiteren Regelsignalen visualisiert werden. Wird z. B. ein Turbinen-Durchflusssensor am M12-Stecker angeschlossen, kann damit eine vollständige Durchflussregelung aufgebaut werden. Anwendung findet das «MOTORFLOWD» unter anderem in Heizungskreisläufen, Temperieranlagen, Kühlaggregaten, Prüfständen sowie im Gebäudemanagement. Sirag, www.sirag-ag.ch Swisstech: Halle 2.1, Stand D15


Prodex/Swisstech ●

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FACHMESSEN

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Interview mit Rolf Jaus, Geschäftsführer Procure.ch und Messebeirat der Swisstech

«Der Einkauf ist eine unterschätzte Ressource» Wie fit ist die Schweizer Wirtschaft? Und wie kann ein Verband wie Procure.ch seine Mitglieder unterstützen? Und auch: Wie wichtig ist die Swisstech? Ein Gespräch mit Rolf Jaus, Messebeirat der Swisstech und Geschäftsführer der Procure.ch, dem Fachverband fürs Beschaffungsmanagement. — technica: Herr Jaus, die Gründung des heutigen Procure.ch geht bis ins Jahr 1955 zurück. Sind die Ideen und Visionen der Gründer auch heute noch die Motivation des branchenübergreifenden Fachverbands? Rolf Jaus: Teilweise ja, denn der Fachverband ist aus ERFA-Gruppen hervorgegangen. Der Austausch in Erfahrungsgruppen ist nach wie vor ein aktuelles Bedürfnis, für das wir auch heute entsprechende Gefässe bieten wie Tagungen und Meetings in spezifischen Fachgruppen. Seit über 40 Jahren fördern wir den Berufsstand Einkauf mit einem breit abgestützten Ausbildungsprogramm auf allen Funktionsebenen – persönlich oder via soziale Netzwerke. Das wirtschaftliche Umfeld hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Entsprechend hat sich auch die Ausrichtung der Einkaufsabteilungen, die Aufgaben, die Kompetenzen und somit auch unser Ausbildungsangebot gewandelt. — Wie sehen Sie die aktuelle wirtschaftliche Situation der Schweizer

Spezialisten zusammen, die in ausländischen Märkten vor Ort sind und Vorschriften und Besonderheiten kennen. Um neue Ideen zu entwickeln, schaut man sich um. So bieten wir auch Benchmark-Analysen an, die das Umfeld abbilden, einen Vergleich mit den Besten zulassen und offenlegen, in welchen Bereichen man noch optimieren kann. — Herr Jaus, Sie sind im Messebeirat der Swisstech. Wie wichtig ist die Swisstech für den Werkplatz Schweiz? Die Swisstech ist extrem wichtig. Trotz der gesättigten Märkte ist die Innovationskraft vieler Schweizer Unternehmen sehr stark. Sie finden an der Swisstech eine ausgezeichnete Plattform, um ihre Stärken einem interessierten Publikum zu präsentieren wie Innovationen, Spezialitäten und herausragende Qualität. Für den Einkauf bietet sie ein effizientes Instrument, um die Beziehung zum Lieferanten zu pflegen oder sich vertieft mit komplexen Produkten auseinanderzusetzen.

Wirtschaft, insbesondere der Zulieferindustrie? Viele Unternehmen stehen aufgrund des starken Schweizer Frankens nach wie vor unter Druck, wobei sie sich im ersten Halbjahr durchschnittlich ganz gut geschlagen haben. Der Purchasing Managers’ Index, der von Procure.ch und Credit Suisse erhoben wird, verharrt seit einigen Monaten unter der Wachstumsgrenze, was auf eine Abschwächung der Wirtschaft hindeutet. Lagerbestände und Kapazitäten werden nach und nach verringert. Unternehmen in kritischen Segmenten sind gezwungen, Massnahmen zu treffen. — Was können Ihrer Meinung nach Unternehmen tun, um in den globalen Beschaffungsmärkten konkurrenzfähig zu agieren? Um den Produktionsstandort in der Schweiz zu erhalten, sind viele Unternehmen gezwungen, neue Wege zu gehen. Sie erschliessen neue SourcingMärkte in Mittel- und Osteuropa oder Asien, kaufen vermehrt gesamte Komponenten ein, anstatt sie selbst zu produzieren. Eine andere Variante ist, sich zum Beispiel in Interessensgemeinschaften zusammenzuschliessen, um den strategischen Einkauf gemeinsam abzuwickeln. Damit harmonisieren sie den Beschaffungsprozess und profitieren von tieferen Kosten. Wozu mittelständische Unternehmen weniger tendieren, da diese ihre Karten meist nicht offenlegen möchten. — Welchen Beitrag kann der Einkauf leisten? Unternehmen verfügen mit ihrem Einkauf über eine leider oft noch unterschätzte Ressource, die direkt zum Erfolg beitragen kann. Die Beschaffungsspezialisten wissen sehr genau Bescheid über Lieferanten, Beschaffungsmärkte, Wertschöpfungsketten und Kostenstrukturen. Besonders im angespannten Umfeld sollten die Unternehmen diesen Faktoren erhöhte Aufmerksamkeit widmen und die Prozesse entsprechend professionell aufsetzen. Entscheidend ist überdies, bei Produktentwicklungen den Einkauf frühzeitig einzubinden, damit sie ihre Ideen einbringen können. Als Fachverband erbringt der Verein Procure.ch einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg im Bereich Beschaffung.

«Wir müssen tiefere Kosten durch Harmonisierung des Beschaffungsprozesses erzielen», Rolf Jaus, Geschäftsführer Procure.ch.

— Und wie können wir uns für die Zukunft «rüsten», damit die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftstandortes nicht verloren geht? Innerhalb der Unternehmen wäre es wichtig, den Einkauf frühzeitig und vermehrt in strategische Prozesse einzubeziehen. Gut ausgebildete Mitarbeitende in der Beschaffung haben die Möglichkeit, sogar bei Innovationen aktiv mitzuwirken, weil Sie die Abläufe, Märkte, Materialien und Lieferanten bestens kennen. Vielen Unternehmen gelingt es, anders zu sein als die Masse, sie haben durch herausragende Technologien oder durch intensive Beratung Erfolg. Forschung und Bildung bleiben weiterhin essenzielle Bausteine unserer Wirtschaft. Mittelfristig hoffe ich, dass die vorgesehenen Massnahmen der Politik gegen überteuerte Importprodukte umgesetzt werden und greifen. — Herr Jaus, vielen Dank für das Gespräch.

— Wie unterstützt Procure.ch seine Mitglieder? Einerseits tragen wir mit einem breit abgestützten Ausbildungsprogramm dazu bei, andererseits unterstützen wir unsere Mitglieder mit verschiedenen Services, die wir durch Kooperationen mit unterschiedlichen Organisationen anbieten können. Wir bringen unsere Mitglieder zum Beispiel mit

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FACHMESSEN

● SPS/IPC/Drives

11.2012 technica

Die internationale Antriebs- und Automationsbranche trifft sich zum traditionellen Jahresevent

Die Vorzeichen stehen gut Die Aussichten für die in Nürnberg stattfindende SPS/IPC/Drives sind gemäss dem Messeveranstalter Mesago bestens. Die Fachmesse zur elektrischen Automatisierung ist das Highlight der Branche. Mehr als 1400 Aussteller werden in zwölf Messehallen ihre Innovationen, Produkte und Lösungen aus dem Bereich der elektrischen Automatisierung präsentieren. Mit von der Partie sind auch wieder zahlreiche Schweizer Unternehmen, welche als drittstärkste Nation unser Land vertreten.

B

isher haben sich 34 Schweizer Unternehmen zur diesjährigen SPS/IPC/Drives angemeldet. Damit wäre nach derzeitigem Stand die Schweiz nach Italien (74) und China (47) die drittstärkste ausstellende Nation aus dem Ausland. Bis zum Veranstaltungsbeginn im November ist erfahrungsgemäss damit zu rechnen, dass sich weitere Aussteller anmelden und so der Höchststand aus dem Vorjahr von 38 Schweizer Unternehmen wieder erreicht werden kann. Die Fachmesse ist Plattform für den Austausch zwischen Hersteller und Anwender auf hohem fachlichen Niveau. In intensiven Fachgesprächen informieren sich hier die Besucher über das Angebot der verschiedenen Aussteller. Nach dem Rekord von 56 321 Besuchern in 2011 ist auch für 2012 mit mehr als 50 000 Fachbesuchern zu rechnen. Der kontinuierlich steigende Anteil internationaler Besucher lag 2011 bei 21,1 %, davon 12,4 % (1467 Besucher) aus der Schweiz. Damit stellt die Schweiz nach Österreich den zweitgrössten Anteil internationaler Besucher.

Umfangreiches Informationsangebot. Mit 48 Vorträgen, zwei Keynotes, drei Tutorials und einer Trendsession zum Thema «Nachhaltige Automatisierung im Maschinenbau» präsentiert sich der parallel zur Messe stattfindende Kongress gewohnt umfangreich. Die Gemeinschaftsstände «AMA Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik», «open source meets industry» sowie «wireless in automation» bieten den Besuchern die Möglichkeit, sich konzentriert zu den jeweiligen Themen zu informieren und gezielte Ansätze zur Lösung ihrer Automatisierungsaufgaben zu finden.

Breite Palette an Messeneuheiten: Neue Leistungsklasse der Optosensorik. Baumer schlägt in der Optosensorik ein neues Kapitel auf: Leistung, Komfort und Sicherheit kennzeichnen die neue Serie O500. Auf der Messe gibt Baumer zunächst mit drei Sensortypen den Startschuss für eine neue Leistungsklasse von optischen Sensoren: einem Lichttaster mit Hintergrundausblendung, dem SmartReflect – der Lichtschranke ohne Reflektor und einer Reflex-Lichtschranke auch für spiegelnde Oberflächen. Bei der Entwicklung der Serie O500 hatte Baumer vor allem die Optimierung der Gesamtbetriebskos-

Die SPS/IPC/Drives ist Europas führende Fachmesse für elektrische Automatisierung.

ten bei gleichzeitiger maximaler Leistung, Sicherheit und Komfort im Blick. Ein Ergebnis daraus ist unter anderem das OneBox Design: die Sensoren besitzen innerhalb der Serien bei allen Sensorprinzipien und -technologien die gleichen kompakten Abmessungen, Durchgangsbohrungen und Bedienelemente. Gleiches gilt für qTarget, bei dem der Lichtstrahl des Sensors per Design auf die Befestigungslöcher ausgerichtet ist und damit den Justageaufwand auf ein Minimum reduziert. Beides bedeutet Flexibilität für den Maschinen- und Anlagenbauer bereits in der Planungsphase, da Sensorprinzip und Lichtquelle erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden können. Dazu kommt: gemessen an ihrer Baugrösse besitzen die Sensoren der Serie O500 die grössten Tast- und Reichweiten und ermöglichen so noch mehr Freiheit bei Wahl und Platzierung des Sensors. Ausserdem führt Baumer mit dem qTeach ein neues, komfortables und verschleissfreies Teach-Verfahren ein. Zum Einlernen der O500 Sensoren genügt eine Berührung mit einem beliebigen ferromagne-

(Bild: Baumer)

(Bild: Mesago)

tischen Werkzeug, z. B. einem Schraubenzieher. Eine blaue LED führt durch den einfachen TeachAblauf. Gepaart mit der Präzision und Verlässlichkeit optischer Sensoren von Baumer setzt die Serie O500 neue Massstäbe, zum Beispiel bei der Objekterkennung und Positionierung in der Verpackungsindustrie, Handling oder Automatisierung. Baumer Electric AG, www.baumer.com Halle 4A, Stand 335 Automatisierungsneuheiten. B & R zeigt auf knapp 1000 m² sein komplettes Leistungsspektrum. Einen deutlichen Schwerpunkt bilden die aktuellen Entwicklungen des weltweit agierenden Konzerns. Sie eröffnen dem Maschinen- und Anlagenbau neue Wege zu erhöhter Wettbewerbsfähigkeit. Extrem hohe Freiheitsgrade und Kostenvorteile bietet Anwendern die robuste und zuverlässige Familie leistungsstarker Industrie-PCs von B & R, so etwa der neue Box-PC Automation PC 910. Die neueste Intel Core i Technologie der dritten Generation stellt das Herz des leistungsstarken Industrie-PC dar. Core i3, Core i5 und Core i7 CPUs mit bis zu vier Kernen stellen in Verbindung mit dem ebenfalls neuen QM77-Express-Chipsatz das Maximum an derzeit verfügbarer Performance für Industrierechner dar. B & R Industrie-Automation www.br-automation.com Halle 7, Stand 206 Neuer motormontierter FU. Danfoss zeigt neben seinem bewährten Portfolio den neu entwickelten VLT Drive Motor FCM 106, einen motormontierten


SPS/IPC/Drives ●

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FACHMESSEN

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Die Anatomie intelligenter

(Bild: Danfoss)

Umrichter: Das Gerät kann Asynchron- sowie Permanentmagnet-Motoren betreiben und ist somit technologieunabhängig universell einsetzbar. Der Antrieb wird als Komplettpaket angeboten, es kann aber auch die Elektronik allein bezogen werden, um eigene Antriebe mit einer Drehzahlregelung auszustatten. Neuer, unkomplizierter und flexibler motormontierter Umrichter: Beim Einsatz von Frequenzumrichtern stellt sich dem Anwender oft das Problem der Kosten und des Platzbedarfs für benötigte Schaltschränke. Der VLT Drive Motor FCM 106 als Kombination von Motor und Umrichter bietet hier eine platzsparende Alternative für Lüfter-, Pumpen- und Industrieantriebe. Er deckt den Leistungsbereich 0,55 bis 22 kW ab. Erprobte Technologieansätze von Danfoss wie die Automatische Energieoptimierung (AEO) sind ebenfalls in das Gerät integriert und helfen dem Anwender, auf einfache Art zusätzlich Energie einzusparen. Als Kommunikationsprotokolle stehen das FC-Protokoll, Modbus, Metasys sowie BACnet zur Verfügung, weitere sind in Vorbereitung. Danfoss, www.danfoss.ch Halle 3, Stand 220 Energieeffizientes Kraftpaket aus dem Baukasten. Das neue Baukastensystem der energieeffizienten EH-D Kraftpakete wird erstmals auf der SPS 2012 in Nürnberg präsentiert. Die innovativen Linearantriebe werden aus dem Baukastensystem des Herstellers Böhner-EH GmbH im fränkischen Burghaslach konfiguriert. Sie sind in Leistungsklassen zwischen 0,5 und 6,0 kW lieferbar, womit lineare Kräfte zwischen einem kN bis mehreren Hundert kN sehr präzise und dynamisch dargestellt werden. EH-D Kraftpakete werden in den verschiedensten Maschinen und Anlagen eingesetzt: Stanz-, Press-, Biege- oder Richtanlagen, als Antrieb für mechanische Fügetechniken oder im Sondermaschinenbau. Sie sind sehr kompakt, leise und praktisch verschleiss- und wartungsfrei. Eine Stromersparnis z. B. im Vergleich zu herkömmlicher Hydraulik ist je nach Prozess zwischen 30 % und 90 % möglich. Böhner-EH, www.eh-d.de Halle 3, Stand 170

Neue Rundleitung verhindert Datenübertragungsfehler. Wer als Nutzer eines Actuator-Sensor-Interfaces bisher den direkten Kontakt von AS-i-Flachleitungen mit Rundleitungen an Schleppketten vermeiden wollte, hatte früher nur die Möglichkeit, Trennstege in der Kette zu verwenden oder konventionelle H05VV-F-Kabel einzusetzen, die zwar einfach zu installieren sind, aber bezüglich Kapazität und Induktivität nicht auf das Interface-Netz angepasst sind. In der Praxis können solche Fehlanpassungen die Datenübertragung beeinträchtigen, schlimmstenfalls jedoch bis zum Systemausfall führen. Die neue Motionline-Entwicklung LI9YHC11YH in geschirmter Ausführung der Abmessung 2 x 1,0 mm² wurde speziell entwickelt, um einerseits die AS-i-konformen elektrischen Eigenschaften bereitzustellen und Trennstege einzusparen, andererseits damit die Leitung von allem bei Platzmangel gemeinsam mit Energie-/Motorleitungen eingezogen werden kann. Dank angepasster Kapazität, Wellenwiderstand und Induktivität der neuen Rundleitung ist eine Fehlanpassung ausgeschlossen. Das neue Kabel passt in M-Rundsteckverbinder, die an der Rückseite einen maximalen Durchlass für 8-mm-Kabel bieten. Nexans, www.nexans.ch Halle 5, Stand 5-130

Antriebstechnik

Highspeed-Module der nächsten Generation. Bei hochpräzisen Highspeed-Anwendungen in der Montageautomation gelten Linearachsen mit servoelektrischen Direktantrieben als Mass der Dinge. Mit der neuen LDx Achsgeneration setzt der Spezialist für Spanntechnik und Greifsysteme nun einen neuen Benchmark: Leistungsstarke Servomotoren erzielen bei identischer Grösse eine um 15 % höhere Nennkraft. Um die gleiche Leistung zu erzie-

(Bild: Schunk)

len, können künftig also kleinere Module eingesetzt werden. Alternativ lassen sich bei Vertikalanwendungen höhere Massen bewegen. Fast alle Module der LDx Baureihe können bereits serienmässig mit Absolutwertgebern ausgestattet werden, die eine exzellente Wiederholgenauigkeit von 0,01 mm pro Achse gewährleisten. Mit ihnen entfallen aufwändige Referenzfahrten beim Hochfahren der Anlage sowie nach Not-Stopps. Zudem benötigen die Module weder End- noch Referenzsensoren, sodass sich die Investitionskosten, der Programmieraufwand und die Anzahl der Kabel im Kabelsatz verringern. Weil auf einem Führungsprofil auch mehrere frei programmierbare Schlitten >>

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FACHMESSEN

● SPS/IPC/Drives

platziert werden können, lassen sich mit den LDx Modulen des innovativen Familienunternehmens besonders kompakte und kosteneffiziente Konzepte realisieren. Weil Schunk alle LDx Module mit den Standardschnittstellen Profibus, Sercos III, Profinet IO, EtherNet/IP und EtherCat anbietet, lassen sich die Module schnell und einfach in übergeordnete Anlagensteuerungen einbinden. Schunk Intec, www.ch.schunk.com SPS/IPC/Drives: Halle 3, Stand 311 Prodex: Halle 1.0, Stand B21 Gebündelte Kompetenz für die Industrial IT. Trebing + Himstedt stellt erstmals das gesamte Leistungsspektrum des Unternehmens aus. Neben den neuesten Entwicklungen des Netzwerk Monitorings werden MES-Lösungen für eine effiziente Produktion auf der Messe gezeigt. Trebing + Himstedt vervollständigt damit das Konzept des übergreifenden Kompetenzpartners für die Industrial IT. Die erfolgreichen Produkte für den Bereich des Netzwerk Monitoring wurden um wichtige Funktionen erweitert. Das neue Highlight des TH Scope umfasst die Abbildung des Netzwerks als grafische Topologie, verbunden mit leistungsstarken Suchund Filterfunktionen, welche auch bei Verwendung in grossen Netzwerken stets den Überblick

11.2012 technica

gewähren. Anwender erhalten so optimale Hilfe in Service und Betrieb. Weiterhin unterstützt das Lösungskonzept zum Netzwerk Monitoring nun voll durchgängig PROFIBUS, PROFINET, Industrial Ethernet, Modbus TCP und EtherNet/IP mit einem einheitlichen Bedienkonzept. Damit wird dem Anwender ein leicht zu bedienendes Tool in die Hand gegeben, welches einen robusten Netzwerkbetrieb sicherstellt und damit die Verfügbarkeit der Produktion erhöht. Trebing & Himstedt Prozessautomation, www.t-h.de Halle 7, Stand 303 Effizienz im Fokus. Effizienz ist das Leitmotiv von Yaskawa zur diesjährigen SPS/IPC/Drives. So zeigt das Unternehmen insbesondere, wie sich durch den intelligenten Einsatz leistungsfähiger Antriebsund Steuerungstechnik Prozesse optimieren und Ressourcen einsparen lassen. Erhebliche Einsparpotenziale bieten beispielsweise mittelspannungsbetriebene Drehstrommotoren: Durch eine variable Anpassung der zugeführten Betriebsspannung und Frequenz verbrauchen sie – im Gegensatz zu konstanten Drehzahlen – erheblich weniger Strom. Darüber hinaus verringert sich der Wartungsaufwand, weil Momentstösse oder extreme Belastungen

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FACHMESSEN

● World Medtech Forum

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Interview zum ersten World Medtech Forum Lucerne (WMTF)

Schweizer Zurückhaltung an Branchenevent Das erste World Medtech Forum Lucerne ist vorbei: Rund 3200 Besucher haben teilgenommen. Die Internationalität des Forums wurde zusätzlich betont durch den Besuch russischer Spezialisten sowie durch die Präsentation bayrischer Unternehmen. Die räumliche Distanz zwischen Forum und Ausstellung gab jedoch kritische Stimmen. Was lief gut, was weniger und wie geht es 2013 weiter? Markus Lauber, Mitglied der Geschäftsleitung Messe Luzern, stand «technica» exklusiv Red und Antwort. MARKUS FRUTIG

— technica: Herr Lauber, das erste WMTF ist erfolgreich zu Ende gegangen – bei den Messebesuchern hingegen war man sicherlich etwas enttäuscht; wo sehen Sie Optimierungsbedarf? In der Tat, das WMTF ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Alle Formate haben gut bis sehr gut funktioniert. Deshalb werden wir am Konzept auch keine Veränderung vornehmen. Die Teilnehmerlisten des Kongresses, der Messe und der Meetings aber auch die Rückmeldungen der Aussteller zeigen ein eindeutiges Bild. Es waren mehrheitlich Kader und Entwickler und somit Entscheider da. Und über 80 Prozent der Besucher werden das nächste WMTF wieder besuchen. Das ist ganz wichtig, weil die anvisierte Zielgruppe, also das Management der Medizintechnikhersteller, oftmals nur durch eine persönliche Empfehlung zu mobilisieren ist. Enttäuscht aber nicht überrascht sind wir von der typischen Schweizer Zurückhaltung. Unter dem Motto warten wir mal ab, was man erreicht, dann können wir immer noch mitmachen. Um die Schweiz als weltbesten Standort für die Ent-

SWISSTECH: Halle 2.2, Stand B 35

wicklung und Produktion von medizintechnischen Produkten zu etablieren, und ausländische Besucher zu mobilisieren, braucht es da und dort ein grösseres Engagement. — Medical Cluster ist doch ein starker Branchenverband; war dies nicht ein starkes Zugpferd? Es wurde noch nicht von allen Marktteilnehmern verstanden, dass das WMTF mit dem Ziel angetreten ist, nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Innovations- und Standortförderung zu betreiben. Das WMTF soll mithelfen, dieser tollen Branche ein Gesicht zu geben. Dass sich die Branche eben erst formiert, zeigt die Mitgliederzahl des Medical Cluster sehr deutlich. Waren es im Jahre 2006 noch 52 Mitglieder, zählt der Medical Cluster heute deren 351. Peter Biedermann war äusserst zufrieden: «Wir haben uns einen Qualitätsanlass gewünscht und diesen haben wir auch bekommen. Der Start ist gelungen. Der Zeitpunkt zur Austragung des ersten World Medtech Forum Lucerne war ideal. Die Medizintechnikbranche nutze die Gelegenheit, während vier Tagen Chancen und Herausforderungen zu diskutieren.» — Waren die Schwerpunkte im Nachhinein gesehen richtig gesetzt

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bzw. haben Sie ihre Zielsetzungen erreicht? Das WMTF zeichnet sich eben nicht durch Schwerpunkte, sondern durch seine grosse Vielfalt aus. Über 150 Referentinnen und Referenten sind am WMTF aufgetreten: Forscher, Zulieferer, Hersteller, Dienstleister, Berater … 30 Partner, 260 Aussteller und 30 kleinere und grössere Events und 3200 Besucher machten und machen das WMTF zu dem, was es eben ist – ein Forum. — Haben Sie sich denn an einem besonderen Event orientiert? Unser grosses Vorbild ist ja das WEF in Davos, das dieses Jahr sein 40-JahrJubiläum feiert. Vergleiche sind nur bedingt zulässig. Trotzdem – im Vergleich zum WEF mit seinen rund 2200 Teilnehmern und 260 Sessions sind wir mit unserer Startveranstaltung sehr zufrieden. — Wie wurde das WMTF in der Branche angenommen, welche ja eher auf die international ausgerichtete Veranstaltung wie der Medica oder Compamed ausgerichtet ist? Wen meinen Sie mit Branche? Auf der Medica sind die Inverkehrbringer die Aussteller. Das ist somit keine Konkurrenzveranstaltung zum WMTF. Schon eher die Compamed, denn da stellen ja rund 150 Schweizer Firmen aus ... Die beiden Parallelmessen in Düsseldorf sind etabliert und wichtig, auch für Schweizer Unternehmen. Nur stellen diese zwei Plattformen den Schweizer Werkplatz nicht in den Mittelpunkt.

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— Wie heben Sie sich dann von dieser Plattform ab – was ist sozusagen ihr USP? Unsere Einzigartigkeit mit Spitzenforschung, tollen Zulieferern, agilen Wirtschaftsförderern – all dies können sie in Düsseldorf nicht finden. Nochmals; das WMTF kann nicht mit der Medica verglichen werden. Weder in der Wertschöpfungsposition noch mit der Zielsetzung. In der Branche wurde


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World Medtech Forum ●

FACHMESSEN

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch an der Prodex. Josef Binkert AG – Das starke Team !

das WMTF sehr gut angenommen. In persönlichen Gesprächen mit den Ausstellern, den Messe- und Kongressbesuchern wurde uns dies bestätigt. Auch alle unsere Partner stehen weiterhin hinter uns und sind bereit, mit uns eine zweite Durchführung in Angriff zu nehmen. — Das nächste WMTF findet vom 17.–19.09.2013 in der Messe Luzern statt; welche Verbesserungen werden Sie bieten? Positionieren Sie sich dann neu bzw. anders? Am Konzept halten wir fest. Neu oder anders wird sein, dass der Kongress bei der Fachmesse stattfindet. Dann wird das neue Messegelände fertig erstellt sein. Die kompakte, moderne Infrastruktur entspricht exakt der Qualitätsstrategie des WMTF, die auf moderates Wachstum und maximale Qualität der Ausstellung setzt.

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9 Maschinen (Bild: Elge Kenneweg, Messe Luzern)

— Wie wollen Sie die Steigerung um 40 % von 250 auf 350 Aussteller schaffen? Das neue Messegelände bietet je nach Standgrösse der Aussteller zwischen 350 und maximal 450 Ausstellern Platz. Für die nächste Austragung rechnen wir mit rund 300 Ausstellern. Bei der Lancierung des WMTF haben wir nur Schweizer Zulieferfirmen angesprochen, damit sich diese in Position bringen können. Bei der Austragung Nr. 2 werden wir auch Zulieferbetriebe aus dem Ausland einladen, in Luzern mit dabei zu sein. Alle Aussteller des WMTF sollten jedoch mindestens 20 % ihres Umsatzes in der Medizintechnik machen.

für die neueste Fertigungstechnologie stehen für Sie im Einsatz. SWISSTECH 2012 Halle 2.1 / Stand A44 An der Schweizermeisterschaft für Polymechaniker stehen 4 Colchester Drehmaschinen im Einsatz.

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11.2012 technica

FACHMESSEN

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Präzisionsbearbeitung ●

WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

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FACHBERICHTE

Fit für die Mikrotechnologie – der UKP-Laser

Das neue «Superwerkzeug» Klassische Lasertechnologie schneidet, bohrt, markiert oder formt fast jedes Material – je nach Leistung und Wellenlänge. Insbesondere für den Einsatz in der Mikrobearbeitung besitzen neue, leistungsstarke Kurzpuls- und Ultrakurzpulslaser (UKP) das Potenzial, die neuen Universalwerkzeuge zu werden. Beim CSEM in Alpnach erfuhr «technica», welche Möglichkeiten und Grenzen diese neue Technologie besitzt. MARKUS FRUTIG

B

ei der neuen Lasertechnologie (hier im Anwendungsbeispiel des TruMicro der Trumpf Maschinen AG), trifft die Leistung eines Stromkraftwerks in wenigen Nano-, Pikooder gar Femtosekunden (10–15 s) auf eine Fläche von einigen Quadratmikrometern: Das Material hat keine Zeit zu schmelzen und verdampft. Janko Auerswald, Projektmanager bei CSEM, erklärt die Vorzüge dieses Vorgangs, der «kalte Ablation» (Abtragen ohne Schmelzen) genannt wird: «Gerade beim Bearbeiten oder Schneiden von transparenten Polymeren mit herkömmlichen Lasern kocht die Schnittstelle wie eine Suppe. Dank der kalten Ablation mit dem UKP-Laser entstehen keine Verformungen, Spannungsrisse oder metallurgische Prozesse, sondern ein sehr glatter und sauberer Abtrag im Mikrometerbereich.» Daher liessen sich praktisch alle Materialien mit hoher Qualität schneiden, bohren, abtragen oder markieren, was nicht nur für die Medizinal- oder Uhrenindustrie von grosser Bedeutung sei.

Trumpf-Laser nach Benchmark-Studie. Janko Auerswald erklärt, warum u. a. die Wellenlänge des Lasers mitentscheidend ist, für welche Materialien er optimiert eingesetzt werden kann: «Mit Ultraviolett-Lasern kann man die feinste Materialbearbeitung machen, mit Lasern im grünen Wellenlängenbereich geht es schneller, aber nicht mehr so fein und mit Infrarot geht es noch schneller, aber die Schnittqualität nimmt ab.» Auerswald und sein Team haben sich nach einer umfassenden Benchmark-Studie mit zahlreichen anderen Lasern für den TruMark 6330 (355 nm, 2 W 12 ns) und den TruMicro 5350 (343 nm, 10 W, ca. 6 ps) von Trumpf entschieden, welche beide im UV-Bereich arbeiten. Sie sind u. a. geeignet für die Mikrobearbeitung von hochspeziellen Dichtungen, Chips und Platinen in Kleinserien oder die Prototyperstellung. Die höhere Vielfalt der dank Laser-Mikrofabrikation bearbeitbaren Materialien und Materialkombinationen eröffnet neue Perspektiven. >>

Bei der kalten Ablation mit dem UKP-Laser wirkt die Leistung eines Stromkraftwerks in extrem kurzer Zeit auf eine sehr kleine Fläche und ist ideal für kleinere Serien oder Prototypen. Hier ein Blick auf eingespannte Platinen (Bild: M. Frutig) zur Mikrochip-Bearbeitung.


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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

Auch die grössere Designfreiheit im Vergleich zu etablierten Mikrofabrikationsverfahren wie Photolithografie oder EDM bietet der breiten Branchenpalette viele Möglichkeiten: MEMS, Uhrenindustrie, Medizintechnik, Telekommunikation, Automobil usw. können neue Materialien und Materialkombinationen einsetzen und die Formgebung dank dieser äusserst exakten Mikrotechnologien auch kosteneffizienter umsetzen als mit anhin bekannten Verfahren. Mit diesem Verfahren können so gut wie alle Metalle, Halbleiter, Gläser, Keramiken, Kunststoffe, Elastomere, Verbundwerkstoffe usw. in 2D oder 3D bearbeitet werden. «Auch Quarz oder Saphir können ohne Gefahr von Spannungsrissen bearbeitet werden, was mit klassischen Mitteln nicht möglich war», ergänzt Auerswald. Dazu können runde Ecken abladiert bzw.

● Präzisionsbearbeitung

geschnitten, kleinste Löcher gebohrt oder Sicherheitsfeatures aufgebracht werden, die man mit blossem Auge nicht mehr erkennen kann. Fokus: Innovative Firmen und Startups. Oftmals kommen Firmen zum CSEM, die zwar genau wissen, wie ihr fertiges Produkt später aussehen sollte, aber es ist oftmals unklar, wie dies auch kostengünstig realisiert werden kann. Genau hier setzt die Beratungstätigkeit von CSEM ein. Janko Auerswald erklärt: «Unsere Lieblingskunden sind innovative Start-ups, die zwar eine Idee haben aber weder die Infrastruktur noch das Know-how besitzen, ihre Produktideen zu verwirklichen.» Für ein norwegisches Start-up beispielsweise schneidet das CSEM die

Hans Marfurt, Geschäftsführer Trumpf Maschinen AG (links) mit Janko Auerswald, Projektmanager bei CSEM: «In der Mikrobearbeitung mit dem UKP-Laser steckt enormes Potenzial.» (Bild: M. Frutig)

Der UKP-Laser kann allerfeinste Mikrostrukturen in praktisch jedem Material erzeugen: Hier eine flexibler Mikrofluidikchip aus Kunststoff mit abladierten Mikrokanälen, Löchern und ausgeschnittener Kontur. (Bild: CSEM)

Komponenten wie Polymermembran oder Elektroden für deren 100 Mikropumpen im Jahr. Aber auch grössere Firmen kommen für Machbarkeitsstudien und Kleinserien ans CSEM. Das Forschungszentrum unterstützt seine Kunden ebenso in der Automation und Industrialisierung von A bis Z. Beispiele sind «die Implementierung von Vision-Algorithmen in Maschinen oder das Sample-Handling zu entwickeln. Dabei kann auch mit auf Laser spezialisierten Systemintegratoren zusammengearbeitet werden, um kundenspezifische Werkzeugmaschinen für die 24/7 Produktion zu optimieren», so Auerswald. Um vor allem Kunden in der Schweiz einen noch grösseren Nutzen zu bieten, entstand ein gemeinsames Applikationslabor von CSEM Alpnach und Trumpf in Baar (siehe Kasten und Kurzinterview mit Hans Marfurt).

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Präzisionsbearbeitung ●

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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

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Resümee. Von den neuen UKP-Lasern profitieren vor allem hochspezialisierte Firmen in Nischenmärkten, welche eine hohe Wertschöpfung ihrer oftmals komplizierten Mikrokomponenten in kleineren Stückzahlen generieren. Die Grenzen der UKP-Laser sind klar in der Bearbeitungsrate gesteckt; «hier darf man natürlich nicht erwarten, dass man so schnell wie mit einem CO2-Laser ist, der innert kürzester Zeit durch ein mehrere Millimeter starkes Blech ‹pflügt›, aber auch praktisch ‹verbrannte Erde› (Schmelzränder, thermische Defekte usw.) hinterlässt», so Auerswald.

Hintergrund zum CSEM Das CSEM (Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique SA) wurde Mitte der 80er-Jahre in Neuchâtel für die Uhrenindustrie gegründet und kommt ursprünglich aus der klassischen Reinraumtechnologie. Das private Forschungsunternehmen mit aktuell 400 Mitarbeitern (an fünf Schweizer Standorten, in Brasilien und in den VAE) und rund 71 Mio. CHF Umsatz (2011) bietet neben der Entwicklung neuer Prozesse und Prototypen auch Benchmark-Studien und die Pilotfertigung von Kleinserien. Es gründet auch regelmässig Start-ups. Leitbild ist die Entwicklungstätigkeit und der Know-how-Transfer von Mikrotechnologien ins industrielle Umfeld, um die Wettbewerbsfähigkeit vor allem der Schweizer Firmen zu unterstützen. Dabei eröffnet das Forschungsnetzwerk Zugang zu neuen Technologien und Produkten, aber auch zu neuen Märkten und Europa-Projekten.

Lasermikrobearbeitung; zuerst wird die Goldschicht durch kalte Ablation strukturiert, danach werden die Sensoröffnungen gebohrt und zuletzt der 9 x 6 x 0,7-mm-Chip ausgeschnitten; alles mit demselben Laser in (Bild: CSEM) einem Arbeitsprogramm.

Warum ist diese UKP-Laser-Technologie für die Mikrobearbeitung nicht nur wegen der Prozessvielfalt, der Designfreiheit und dem breiten Materialspektrum so empfehlenswert? Janko Auerswald ist sich sicher: «Trumpf hat die Leistung der für diese innovative Lasertechnologie notwendigen Komponenten bereits über zehn Jahre im Industriefeld erfolgreich erprobt und weiterentwickelt. Das Dioden-Pumpmodul schafft rund 30 000 Betriebsstunden im Industriegebrauch. Die stabile Leistung des industrieerprobten Scheibenlasers, die über Jahre hinweg sicheren Prozessparameter, verbunden mit dem sehr guten Trumpf-Service,

bieten weitere Vorteile für den Anwender – auch im Hinblick auf die die TCO (Total Cost of Ownership). ●

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Kurzinterview mit Hans Marfurt, Geschäftsführer Trumpf Maschinen AG, Baar

UKP-Laser: «Noch enorm viel Potenzial» Herr Marfurt, was bringt die Zusammenarbeit zwischen Trumpf und dem CSEM konkret für den Schweizer Markt und wo sehen Sie besondere Chancen? Hans Marfurt: «Das CSEM kann einerseits als Multiplikator dienen, andererseits haben sie Zugang zu Unternehmen, zu denen wir bisher noch keinen direkten Kontakt haben. Gerade im Bereich des UKPLasers leisten sie sehr viel Entwicklungsarbeit bei neuen Applikationen und Anwendungen. Das bedeutet auch für potenzielle Kunden eine ideale Unterstützung und Beratungsdienstleistung.» Welche Möglichkeiten er��ffnen sich durch das Laser-Applikationslabor in Baar bzw. Alpnach? «Wir haben in Alpnach und in Baar den UKP-Laser TruMicro mit verschiedenen Wellenlängen im Einsatz. Diese Kooperation eröffnet uns als auch CSEM eine erhöhte Flexibilität bezüglich des verfügbaren Einsatz- bzw. Applikationsspektrums. Diese Flexibilität bietet den Kunden unter anderem die Möglichkeit, die jeweils individuellen Anwendungen mit verschiedenen Wellenlängen zu testen und somit den für ihn am besten geeigneten Laser zu evaluieren. In Ditzingen (DE) haben wir vermutlich das weltweit

am besten ausgestattete Laser-Applikationszentrum mit einer Vielzahl zusätzlicher Laserstrahlquellen und Anlagen, mit welchem noch umfangreichere Versuche getätigt werden können. Damit sind wir in der Lage, nahezu alle Applikationsaufgaben zu realisieren.»

Hans Marfurt: «Das CSEM und unser Laser-Applikationslabor bietet auch potenziellen Kunden eine umfassende Unterstützung und Beratung.» (Bild: M. Frutig)

Was raten Sie Kunden, die sich konkret mit der Anschaffung eines solchen Lasers auseinandersetzen? «Die Lasertechnologie ist ein relativ junges Gebiet, weswegen wir Kunden raten, sich mit dem CSEM bzw. mit uns in Verbindung zu setzen, um gemeinsam für die entsprechenden Anwendungen oder Aufgaben die idealen Parameter vor Ort zu testen, welcher Laser-Typ dafür am geeignetsten ist und welche Vorteile er gegenüber herkömmlichen Herstellungsverfahren bietet.» Wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung in diesem Bereich ein? «Wir erhalten täglich neue Aufgabenstellungen aus den Märkten weltweit und stellen häufig fest, dass die UKP-Laser entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Verfahren bieten. Wie man so schön sagt: «the sky is the limit». Ich bin überzeugt, dass hier noch enorm viel Potenzial drin steckt, insbesondere für typische Anwendungen in der Schweiz, sei es in der Uhrenindustrie, in der Medizinaltechnologie, der Fluidik oder Sensorik.» Vielen Dank für das Gespräch.


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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

● Messsysteme

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Vermessen der Linearachsen von Werkzeugmaschinen

Fünf Geometrieabweichungen in einem Zug messen Das Vermessen der Linearachsen von Werkzeugmaschinen war bisher eine zeitintensive Prozedur. Kunz Precision zeigt mit dem Rail-check, dass das Ausmessen auch schneller gehen kann. Deutlich schneller sogar.

Wer ist die Kunz Precision AG? Als erste akkreditierte Schweizer Kalibrierstelle für Maschinenabnahmen bietet die Firma Kunz Precision AG ein breites Dienstleistungsangebot. Dazu gehört das Messen, Analysieren und Optimieren von Werkzeugmaschinen, sowie das Kalibrieren von Prüfmitteln und Messgeräten vor Ort beim Kunden oder im firmeneigenen Messlabor. Eine weitere Spezialität der Kunz Precision AG ist das Entwickeln und Herstellen von hochpräzisen Messgeräten und Sondermessmaschinen. Zur Produktpalette gehören auch innovative und ultragenaue Prüfmittel wie Lineale, Winkel, Quader, Würfel aus verschiedenen Materialien wie Hartgestein, Keramik oder speziellem Aluminium mit verschleissfesten Oberflächen. Diese Prüfmittel werden im eigenen Werk in Zofingen in allerhöchsten Genauigkeiten produziert.

nen mit Ausleger. Dieser hat wegen der Schwerkraft die Tendenz einen Bogen zu fahren, also je weiter er hinausfährt, desto stärker kommt der Bogen zum Tragen. Eine unschöne Schrägstellung (Nicken) ist das Resultat. Der Rail-check: mit hochgenauem Referenz-Lineal, einem Messkopf mit fünf Sensoren und einer einfach bedienbaren Mess- und Auswertungssoftware. (Bild: Kunz Precision)

D

as Vermessen der Linearachsen von Werkzeugmaschinen war bisher ein sehr zeitintensives Prozedere. Als Messsysteme dienten zum Beispiel Laser- und Neigungsmesssysteme und Hartgestein-Lineale, was dann auch bedeutete, dass die einzelnen Messsysteme ihre Messwerte individuell ausgeben und diese dadurch nicht kombiniert verrechnet und dargestellt werden konnten. Das erschwerte die Analyse und Aussagekraft der Messungen. Wegen des grossen Aufwandes und der anspruchsvollen Interpretation der Messungen wurde deshalb oftmals auf eine umfassende Analyse der Linearachsen verzichtet – was selbstverständlich nicht die beste aller Lösungen sein kann.

Rund 15 Minuten pro Linearachse. Die Firma Kunz Precision AG zeigt seit Kurzem – und auch an der Prodex –, dass es auch anders gehen kann. Railcheck heisst das von der Firma entwickelte Messsystem und es besteht aus einem hochgenauen Referenz-Lineal, einem Messkopf mit fünf Sensoren und einer einfach bedienbaren Mess- und Auswertungs-Software. Der Messkopf wird in der Spindel oder im Spindelbereich befestigt. Während des Messvorgangs wird das Lineal oder der Messkopf in Längsrichtung verfahren und die Messwerte werden dynamisch aufgezeichnet.

Nach Angaben der Firma Kunz Precision beträgt der Zeitaufwand pro Linearachse ca. 15 Minuten, wobei auch vertikale Achsen problemlos ausgemessen werden können. Bei diesem geringen Zeitaufwand kann die Geometrieprüfung einer Werkzeugmaschine mit drei Linearachsen in rund einer Stunde abgeschlossen werden. Im Vergleich muss bei herkömmlichen Methoden mit einem Aufwand von etwa einem Tag gerechnet werden. Die Bedeutung von Kippfehlern. Das Ziel bei der Entwicklung war, dass pro Achse sämtliche Messresultate übersichtlich und klar auf einer A4-Seite visualisiert werden können. Ein Diagramm stellt die beiden Geradheiten dar und das zweite die drei Kippfehler. Zusätzlich können die Messwerte pro Messpunkt auch als Tabelle ausgegeben werden. Zu erwähnen gilt hier, dass das Prüfen der Geradheiten nur in der jeweiligen Messebene eine Genauigkeitsaussage vermittelt. Die Kenntnis der Kippfehler ermöglicht aber Aussagen über die Genauigkeit im gesamten Bearbeitungsraum. Die Berücksichtigung der Kippfehler gibt also einen vertieften Fokus auf Geometrieprobleme. So kann es vorkommen, dass eine Achse grosse Kippfehler aufweist, obschon die Geradheiten innerhalb der vorgegebenen Toleranzen liegen. Dies zeigt sich immer wieder beispielsweise bei Werkzeugmaschi-

Kompensationswerte werden berechnet. Heute werden, wo es möglich und sinnvoll ist, Abweichungen von Werkzeugmaschinen in der Maschinensteuerung kompensiert. Ein Highlight von Railcheck ist das optionale Softwaremodul «MEC (Machine Error Compensation)». MEC berechnet aus den Messdaten die Kompensationswerte für verschiedene Maschinensteuerungen. Mit dieser Option kann die Präzision der Maschine entscheidend verbessert werden. Das Fazit. Der Maschinenhersteller kann während des Aufbaus einer Maschine mit Rail-check Geometrieprobleme einfach und schnell lokalisieren und frühzeitig korrigieren. Im Service hat er zudem durch den Vergleich mit früheren Messresultaten die Möglichkeit, Ereignisse wie z. B. Kollisionen festzustellen. Für den Anwender einer Werkzeugmaschine bietet der zusätzliche Einbezug der Kippfehler eine bessere Voraussetzung für die Beurteilung der Maschinengeometrie, die Fertigung, das Justieren der Maschine, die Kompensation der Maschinensteuerung und somit für eine präzisere Teileproduktion. (ea) ●

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Werkzeugmaschinen ●

WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

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Multiswiss von Tornos bei einem Testkunden

«Potenzial sofort erkannt» Die Multiswiss von Tornos wurde im Vorfeld an ein paar Kunden zum Testen ausgeliefert. Mit der in Frankreich bei Joseph Martin SA installierten Maschine wurden zum Beispiel bereits über 160 000 Teile hergestellt. Der dortige CEO Laurent Martin und Eric Réthoré, Werkstattleiter für CNC-Einspindelmaschinen, sagten uns, was sie von der Multiswiss halten.

D

as Unternehmen Joseph Martin SA ist auf die Fertigung komplexer Teile (aufgrund ihrer Geometrie oder der geforderten Präzision und Oberflächengüte) spezialisiert und bearbeitet hauptsächlich Durchmesser von 0,5 bis 20 Millimeter für die Automobilindustrie. Die Anforderungen an eine neue nummerisch gesteuerte Mehrspindeldrehmaschine mit 14-mm-Kapazität waren sehr hoch und Joseph Martin SA zeigte sich rasch interessiert, die neue Maschine zu testen. CEO Laurent Martin: «Wir haben sofort erkannt, dass diese Maschine ein grosses Potenzial birgt für die Realisierung von kleinen Teilen, bei denen die Fertigung auf kurvengesteuerten Mehrspindeldrehmaschinen nicht infrage kommt, sowie

von Werkstücken auf Einspindeldrehmaschinen, bei denen die Produktivität zu gering ist.» Erstes Werkstück mit allen Mitteln hergestellt. Um aussagekräftige Vergleiche vornehmen zu können, entschied sich das Unternehmen für die Fertigung eines kurzen Werkstücks mit 10 mm Durchmesser. Bei dem relativ komplexen Werkstück musste eine hohe Massgenauigkeit eingehalten werden, z. B. eine Ausbohrung mit einer Toleranz von 8 µm. Die Joseph Martin SA hatte dieses Werkstück bereits auf kurvengesteuerten Mehrspindeldrehmaschinen gefertigt, aber mit allgemein enttäuschenden Ergebnissen. Martin führt aus: «Wir fertigten dieses Werkstück auf einer AS14, aber die >>

Die Multiswiss ist eine neue Produktlinie von Tornos, die Ein- und Mehrspindeldrehmaschinen verbindet. Sie verfügt über sechs bewegliche Spindelstöcke und nutzt zur Indexierung ihrer Spindeltrommel einen Drehmomentmotor. (Bilder: Tornos)


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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

● Werkzeugmaschinen

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einzuhaltenden Toleranzen brachten diese Maschine an ihre Grenzen und die Ausschussrate war zu hoch.» Danach wurde dasselbe Werkstück auf Einspindeldrehmaschinen gefertigt, mit dem Nachteil von höheren Produktionszeiten und der Verwendung von mehreren Maschinen. Martin erklärt: «Auf vier verschiedenen Maschinen zu produzieren, ist nicht ideal, weil wir dann vier Werkstücklose haben. In Bezug auf die Wiederholgenauigkeit und Zuverlässigkeit ist das sehr heikel.» Positiv überrascht. Schliesslich wurde das Werkstück auf der Multiswiss gefertigt. Laurent Martin: «Wir waren sehr überrascht über die Bearbeitungsergebnisse. Auch wenn wir noch nicht alles vollständig optimiert hatten, waren sowohl Oberflächengüte als auch Bearbeitungsqualität hervorragend. Ausserdem ist die Werkzeugstandzeit beeindruckend, die neuen hydrostatischen Lager vollbringen Wunder. Was die Produktivität betrifft, so liegt diese viermal höher als bei den Einspindeldrehmaschinen. Und wir werden sie mit dem optimalen Einsatz der Gegenspindel noch bis zum Fünffachen erhöhen können.» Wer sollte die Maschine bedienen? «Wir hatten die Wahl eines im Umgang mit kurvengesteuerten Mehrspindeldrehmaschinen gewohnten Bedieners oder eines Spezialisten auf Einspindeldrehmaschinen. Wir haben uns für die zweite Option entschieden. Da dieser Bediener, Eric Réthoré, auch etwas Erfahrung mit Mehrspindeldrehmaschinen hat, erschien uns diese Wahl logisch. Wir stellten die Maschine in die Werkstatt der Einspindeldrehmaschinen, wo bereits eine tolle Überraschung auf uns wartete: Wir konnten ganz einfach eine alte ENC-Maschine mit Stangenlader entfernen und durch die kompakte Multiswiss ersetzen», erklärt Laurent Martin. Er betont die hohe Benutzerfreundlichkeit der Multiswiss sowie deren einfache Handhabung und Verwendung: «Herr Réthoré konnte den Betrieb unverzüglich aufnehmen und mit hoher Effizienz arbeiten. Die Maschine wurde

Joseph Martin SA Mit dem Ziel, die Multiswiss auf Herz und Nieren zu testen, wählte Tornos «Testkunden» aus, die auf eine umfassende Erfahrung in der Welt der Ein- und Mehrspindeldrehmaschinen zurückblicken können. Die Firma Joseph Martin SA ist seit 65 Jahren für beide Maschinentypen Kundin von Tornos und bekannt für ihr hoch spezialisiertes Know-how. Angestellte: 160 Personen Maschinenpark: 50 kurvengesteuerte Mehrspindeldrehmaschinen 15 CNC-Mehrspindeldrehmaschinen 30 CNC-Einspindeldrehmaschinen 1 Multiswiss Bearbeitete Werkstoffe: Hauptsächlich hoch legierte Stähle

Die Spindeltrommel sorgt an allen Positionen für maximale Präzision. Dank einer neuen Technologie, die auf der Indexierung durch einen Torquemotor basiert, erreicht man Indexierungszeiten von 0,3 s bei absoluter Geräuscharmut.

wirklich für einen hohen Komfort des Bedieners ausgelegt. Zudem ist ihr Design sehr ansprechend. Kurz gesagt: eine Maschine, die wirklich zum Arbeiten motiviert.»

tion über den PC einsehen können, erleichtert uns das Leben zusätzlich.» Und CEO Martin: «Zudem ist eine Suchfunktion vorhanden, die eine sehr schnelle Suche ermöglicht.»

Vollständig integrierte Lösung. Trotz ihrer geringen Aufstellfläche und Kompaktheit bietet die Maschine alle notwendigen Peripheriesysteme wie Filterung, Abfuhr der Späne und Kühlung. Laurent Martin fügt hinzu: «Auch in dieser Hinsicht waren wir positiv überrascht. Das Filtersystem ist sehr effizient und auch nach 160 000 Teilen haben wir noch keine Ablagerungen in der Maschine.» Diese erste Multiswiss wurde mit Kühlaggregat geliefert, aber die Joseph Martin SA sieht bereits vor, die folgenden am betriebseigenen Netz anzuschliessen. Dies wird die Energiebilanz noch verbessern. Ein weiteres integriertes Element ist der PC. Réthoré dazu: «Wir programmieren zwar nicht an der Maschine selbst, aber der integrierte PC erleichtert uns das Überarbeiten der Programme. Die Tatsache, dass wir die gesamte Maschinendokumenta-

Reduzierter Platzbedarf. Damit eine vollständig integrierte Mehrspindeldrehmaschine nicht mehr Platz als eine gleichwertige Einspindeldrehmaschine benötigt, musste Tornos spitzfindig sein und entsprechende technologische Lösungen entwickeln. Die einschneidendste Änderung stellt die Stangenlänge von 1,5 Meter dar. Martin meint: «Diese technologische Wahl zeugt von einem gewissen Mut, denn zurzeit ist diese Länge bei den Zulieferern kein Standardmass. Wir haben uns entschieden, die Stangen intern vorzubereiten. Diese Lösung ist zwar nicht ideal, aber die Beschickung mit «kurzen» Stangen hat einen direkten Einfluss auf die Präzision der Maschine, erleichtert die Handhabung, reduziert die Geräuschentwicklung und bietet eine hohe Effizienz, insbesondere bei der Bearbeitung von Profilstangen. Da der Stan-


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genwechsel sehr schnell erfolgt und die Stangenenden sehr kurz sind, stellt das Laden der Stangen kein grundlegendes Problem dar.» Gemäss Rocco Martoccia von Tornos würden sich die Werkstoffzulieferer bereit zeigen, die Lieferung von Stangen solcher Länge in Betracht zu ziehen und der Maschinenhersteller selbst arbeite an einer einfachen Vorrichtung für die Stangenvorbereitung. Zwei Neuheiten mit grossen Auswirkungen. Erfüllen die hydrostatischen Lager der Multiswiss und das neue Indexiersystem mit Torque-Motor die Anforderungen von Joseph Martin SA? «Wir kennen die Torque-Motor-Technologie bereits und machten uns deshalb über das Fehlen der Hirth-Verzahnung keine Sorgen. Die Maschine ist einfacher und dank der integrierten Massstäbe garantiert Tornos die Präzision. Für uns sind die erzielten Ergebnisse einfach perfekt.» Laurent Martin unterstreicht ebenfalls die hohe Qualität und die Präzision dank der hydrostatischen Lager und fügt hinzu: «Mit dieser Maschine können wir auch die Schnittgeschwindigkeiten und die Vorschübe optimieren. Tornos entwickelte damit eine zukunftsträchtige Maschine, eine Mehrspindelmaschine wie es sie noch nie gab.»

Werkzeugmaschinen ●

WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

Effiziente Zusammenarbeit. Hierfür stellte der Maschinenhersteller ein Team für die intensive Betreuung von Joseph Martin SA (und der anderen Testkunden) auf. Martin sagt: «Die Zusammenarbeit verlief ideal. Es herrschte totale Transparenz zwischen uns und Tornos und so konnten rasch Lösungen zu Punkten gefunden werden, die wir als noch nicht ideal erachteten.» Auf diese Weise konnte das Risiko von «Kinderkrankheiten» für diese Maschine stark reduziert werden. Réthoré fügt hinzu: «Tornos ging auf uns ein und stand uns immer tatkräftig zur Seite.» Sehr interessanter Preis. «Als uns das Maschinenkonzept vorgestellt wurde, waren wir sofort interessiert, fragten uns gleichzeitig aber auch, was die Maschine kosten würde. Als uns Tornos den angestrebten Preis nannte, waren wir sehr erstaunt, denn eine Lösung in diesem Preissegment ist ein weiterer klarer Vorteil», sagte Martin. Mitte Juni erfuhr die erste installierte Multiswiss ein Update beruhend auf dem Feedback und den Anregungen von Joseph Martin SA. Abschliessend meint Martin: «Sobald die Maschine

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aufgewärmt ist, verfügt sie über ein hervorragendes thermisches Verhalten. Die Multiswiss ist mit einem Temperiersystem ausgerüstet und auch diesbezüglich haben wir Tornos Vorschläge gemacht, um noch weiter zu gehen. Wir sind mit der Maschine zufrieden und planen bereits die nächsten. Eine ist vorgesehen, um vier Einspindelmaschinen zu ersetzen und die dritte dürfte eine Chuckerversion sein – auch wenn es diese zurzeit noch nicht gibt.» ●

TORNOS 2740 Moutier, 032 494 44 44 contact@tornos.ch, www.tornos.ch Halle 1.0, Stand B46 JOSEPH MARTIN SA F-74130 Vougy, +33 450 34 59 55 info@martin-joseph.com www.martin-joseph.com


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● Werkzeugmaschinen

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CNC-programmierbares Rundtakt-Bearbeitungszentrum Mikron Multistar NX-24

Hochgradig produktiv Die Produkteinführung der neuen Mikron Multistar NX-24 in 2011 ist für Mikron Machining ein voller Erfolg, meldet das Unternehmen. Die ersten Bestellungen werden hauptsächlich an existierende Kunden geliefert – vor allem in der Automobilindustrie. Wachsendes Interesse für das neue flexible Transfersystem verzeichnet Mikron Machining aber auch weltweit. Mikron Machining stellt die Mikron Multistar NX-24 praktisch vollumfänglich in Agno, im Tessin her.

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or allem drei Nutzenfaktoren sind für den Anwender des neuen RundtaktBearbeitungszentrums Multistar NX-24 wirtschaftlich attraktiv, nämlich hochgradige Produktivität, weit ausgreifende Flexibilität und höchste Präzision. Mit der Anzahl ihrer Arbeitstakte erreicht sie quasi die Produktivität vollmechanischer Maschinen. Alle Achsen sind programmierbar, was bei Produktwechseln erheblich Zeit einspart. Zur Familie der Rundtakt-Bearbeitungszentren von Mikron SA Agno gehört unter anderem das nach wie vor produktivste Rundtakt-Bearbeitungszentrum der Welt. Es arbeitet mit bis zu 150 Arbeitstakten pro Minute und produziert im 4-Fach-Zyklus bis zu 520 Teile pro Minute. Die Maschine ist für die Hochgeschwindigkeits-Massenfertigung ausgelegt und da sie vollmechanisch gesteuert wird, benötigt das Umrüsten viel Zeit. Die neue CNC-gesteuerte Multistar NX-24 steigert mit nur geringen Abstrichen bei der Kadenz die Flexibilität beachtlich. Sie ist damit besonders dort attraktiv, wo verschiedenartige Werkstücke in Serien von einigen Hundert bis zu vielen Tausend Stück mit Genauigkeiten im Hundertstelbereich zu fertigen sind. Die Maschine findet daher grosses Interesse in den Branchen Automobilindustrie, Uhrenindustrie, Medizintechnik, Klimatechnik usw. Simultane Bearbeitung auf allen Arbeitsstationen. Alle Achsen sind programmierbar, die übersichtlich strukturierte Bedieneroberfläche der Steuerung er-

leichtert das schnelle Programmieren und den schnellen Produktwechsel. Die Maschine besitzt jedoch noch eine Reihe weiterer Alleinstellungsmerkmale: • So etwa kann die Multistar NX-24 mit bis zu 24 Arbeitsstationen, 44 Bearbeitungseinheiten und mit bis zu 60 Achsen ausgerüstet werden. Alle Achsen arbeiten simultan, auf diese Weise erreicht die Maschine ihre ausserordentlich hohe Ausbringungsleistung. Die Werkstücke werden komplett fertig bearbeitet. Zur Komplettbearbeitung zählen auch Arbeitsgänge wie Tieflochbohren, Werkstück wenden, laufendes Messen und Korrigieren sowie das vollständige und perfekte Entgraten. Auf diese Weise produziert die Maschine beispielsweise für die Automobilindustrie 8,5 Einspritzdüsen pro Minute. • Da alle Achsen CNC-programmierbar sind, erfolgt das Umrüsten zum grössten Teil über die Programmierung der Software. Gegenüber Maschinen mit mechanischer Ansteuerung bedeutet dies eine wesentliche Zeiteinsparung. Bei verschieden gearteten Teilen mit maximal 35 mm Durchmesser und Längen bis 65 mm erreicht die Multistar NX-24 wirtschaftlich höchst attraktive Stückkosten. • Mikron steht für Bearbeitungsoperationen mit hoher Präzision. So ist die Maschine problemlos in der Lage, zum Beispiel Schrauben für Uhren mit Gewinden der Grösse M 0,8 mit entsprechenden Oberflächenqualitäten herzustellen.

Die Multistar NX-24 erreicht quasi den Output vollmechanischer RundtaktBearbeitungsmaschinen. Alle Achsen sind CNC-programmierbar, damit benötigen Produktwechsel wesentlich weniger Zeit und dies schlägt wirtschaftlich höchst vorteilhaft zu Buche.

• Die Bearbeitungen auf den 24 Arbeitsstationen laufen simultan ab. Auf jeder Arbeitsstation kann gleichzeitig von zwei Seiten, von oben und unten, von oben und von einer Seite oder von unten und von einer Seite bearbeitet werden. Ausserdem kann das Werkstück gewendet werden und so zum Beispiel auf einer Seite prismatisch und auf der anderen Seite rund gestaltet sein. Einmal im Takt rundum – Werkstück fertig. Durch die kompakte Konstruktion der Maschine kommen einerseits Temperatureinflüsse im Bereich der Bearbeitung weniger zur Wirkung. Andererseits schützt der sehr stabile Aufbau der Maschine vor dem Einfluss von Schwingungen. Das Weiterdrehen des Rundtakttisches um 15° zur jeweils nächsten Arbeitsstation geschieht innerhalb von 0,6 Sekunden. Danach wird der Tisch mit einer Genauigkeit von ± 2,5 µm für die nächste Bearbeitung durch Stifte verriegelt. Der Tisch kann mit unterschiedlichen Spannzangen bestückt werden. In der ersten Arbeitsstation wird der Werkstückrohling zugeführt und in der Spannzange eingespannt, in der letzten Station wird das komplett bearbeitete Werkstück aus der Maschine entnommen. Weitere 22 Arbeitsstationen stehen für vielfältige Möglichkeiten zu verfügung. Die Maschine kann mit unterschiedlichen Spannzangen ausgerüstet werden, deren Antrieb sich oben oder unten befinden kann. Während der Be-

Der Einsatz der CNCprogrammierbaren Rundtakt-Bearbeitungsmaschine Multistar NX-24 ist besonders dort attraktiv, wo verschiedenartige Werkstücke in Serien von einigen Hundert bis zu vielen Tausend Stück mit Genauigkeiten im Hundertstelbereich zu fertigen sind. (Bilder: Mikron)


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In der ersten Arbeitsstation wird der Werkstückrohling zugeführt und in der Spannzange eingespannt. In der letzten Station wird das komplett bearbeitete Werkstück aus der Maschine entnommen. Weitere 22 Arbeitsstationen stehen für vielfältigen Möglichkeiten zur Verfügung.

arbeitung in den einzelnen Stationen wird die Spannzange durch die C-Achsenspindel oder mit einem mechanischen Indexierfinger fixiert. Spannzangenantriebe für Drehoperationen arbeiten mit bis zu 6000 Umdrehungen pro Minute und rotieren mit einer Präzision von ± 0,005 Millimetern. Und das während Millionen von Spannzyklen. Drehoperationen sind an Werkstücken mit Durchmessern bis 15 mm möglich. Spannzangen hingegen, die während den Bearbeitungen stillstehen, können Werkstücke bis Durchmesser 35 mm aufnehmen. Spannzangen, die CNC-programmierbar sind, dabei um 360° rotieren und interpolieren können, fassen Werkstücke bis Durchmesser 30 mm. Die CNC-programmierten Achsen indexieren in 0,1 Sek mit 180° und werden für Vierachsfräsbearbeitungen eingesetzt. Grosse Vielfalt durchführbarer Bearbeitungen. Je nach Anforderungen lassen sich die einzelnen Stationen mit unterschiedlichen Bearbeitungseinheiten ausrüsten. • So etwa ermöglicht es die CNC- gesteuerte Dreiachsen-Bearbeitungseinheit, mehrere angeordnete Bohrungen zu erstellen aber auch Fräs- und Entgratoperationen durchzuführen. Zusammen mit der C-Achse, um welche die Spannzange rotiert sind, Vierachsen-Simultanbearbeitungen möglich und zwar von oben sowie aus horizontaler Richtung und schräg. • Die Bestückung mit einer CNC-gesteuerten Zweiachsen-Bearbeitungseinheit ermöglicht zusammen mit der C-Achse Dreiachsen-Simultanbearbeitungen. Zum Beispiel Fräsoperationen und Bohrungen, von oben oder aus horizontaler Richtung. Zusammen mit der C-Achse kann sie auch Aussen- und Innen-Drehoperationen durchführen. Hochleistungsspindeln für kleine Werkzeuge. Für kleine Bohrer und Fräser und für das Entgraten des Werkstücks stehen Hochleistungsspindeln mit bis zu 32 000 U/min zur Verfügung.

• Die Maschine kann auch mit einer CNC-Tieflochbohreinheit mit beweglicher Führungsbuchse ausgerüstet werden. Die Tieflochbohreinheit arbeitet aus horizontaler Richtung oder schräg von oben und zwar mit oder ohne Führungsbuchse. Die Hochdruckkühlung kann so programmiert werden, dass der Kühlschmierstoff mit zunehmender Bohrlochtiefe mit steigendem Druck zugeführt wird. Der maximale Druck liegt bei 120 bar, dies stellt sicher, dass alle Späne aus dem Bohrloch ausgespült werden. • Für das Ausdrehen hochpräziser, auch exzentrischer Einstiche in Bohrungen ist die Einsticheinheit eine ausgezeichnete Lösung. • Für viele Bearbeitungsschritte reichen die Fähigkeiten der Einachsen-Bearbeitungseinheit aus. Sie bietet ein ausgezeichnetes Preis-LeistungsVerhältnis und ist elektronisch gesteuert in horizontaler, vertikaler oder schräger Position fixierbar. Komplettbearbeitung inklusive Qualitätssicherung. Die Bedieneroberfläche der Steuerung verfügt über selbsterklärende Grafiken. Damit vermittelt sie dem Bediener einerseits eine aussagekräftige Übersicht über die einzelnen Bearbeitungsstationen, andererseits erleichtert sie es, die einzelnen Vorgänge direkt anhand der Grafik zu programmieren. Eine ganze Reihe von Bearbeitungsoperationen lassen sich mit bis zu Vierachsen-Interpolation programmieren und durchführen. So etwa Konturfräsen, Drehen, Reiben, Bohren, Tieflochbohren, Gewindebohren, Aussengewinde-Drehen, Profil-Einstechen, Präzisions-Entgraten, Waschen der Werkstücke und kleinere Montagearbeiten. Die Möglichkeit, Arbeiten wie das 3D-Entgraten direkt auf der Maschine durchzuführen, enthält ein beachtliches Einsparungspotenzial. Nacharbeiten, wie etwa das bisher oft elektrochemisch durchgeführte Entgraten komplexer Werkstücke schlagen mit erheblichen Kosten zu Buche.

Software erstellt laufend statistische Daten. Zur Komplettbearbeitung gehören jedoch auch Funktionen wie das Messen und Auswerten der Bearbeitungsergebnisse. Durch laufendes Messen stellt die Maschinensteuerung frühzeitig fest, wenn die Bearbeitungsergebnisse etwa durch Werkzeugabnützung oder durch Temperaturänderungen in die Nähe der Toleranzgrenzen kommen. Auf Basis dieser Ergebnisse erkennt die Steuerung Abweichungen rechtzeitig und kompensiert diese automatisch. Defekte Teile werden während des Bearbeitungsprozesses automatisch erkannt und an der Entnahmestation ausgeschieden. Die Software erstellt laufend statistische Daten über die ermittelten Messungen, analysiert sie und informiert den Maschinenbediener über Abweichungen vom normalen Betriebszustand. Diese durchgängige Kontrolle ist zum Beispiel bei der Fertigung von Teilen für die Automobilindustrie wichtig, die nur mehr einige Fehlteile pro einer Million Werkstücke akzeptiert. Mit ihrem Fähigkeitsprofil ist die NX-24 in der Lage, zum Beispiel Einspritzdüsen, deren Produktion früher zwei Maschinen erforderte, auf einer einzigen Maschine komplett fertigzustellen. Die Steuerung erzeugt auf Basis der laufend ermittelten und analysierten Maschinendaten ein vorausschauendes Programm für den Service der Maschine. Wartungen und Serviceaktivitäten können so in Termine eingeplant werden, dass sie den Produktionsablauf am wenigsten stören. Ferndiagnosen und fundierte Unterstützung durch erfahrene Techniker der Mikron SA Agno senken den Zeitbedarf für die Servicearbeiten. (ea) ●

MIKRON SA AGNO 6982 Agno, 091 610 61 11 mag@mikron.com, www.mikron.com

GF Agie Charmilles, Halle 1.0, Stand C13


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● generative Fertigung

11.2012 technica

EOS-Ecoparts-Springmann: Werkzeugbau mit additiven Fertigungsverfahren

Konturnah kühlen Die Firma Ecoparts setzt seit der Firmengründung vor sechs Jahren auf das «Direkte Metall-Laser-Sintern» (DMLS) von EOS. Mit dem Verfahren ist es ihnen möglich, konturnahe Kühlungen in Gussformen einzubauen. Damit steigern sie sowohl die Qualität als auch die Wirtschaftlichkeit der Produktion von Spritzgussteilen. EUGEN ALBISSER

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ie additiven Fertigungsverfahren stecken noch in den Kinderschuhen, auch wenn man beim Blick auf einige der Hochglanzprospekte zu einem anderen Resultat kommen könnte. Zwar ist in den letzten Jahren ein grosser technologischer Fortschritt vonstattengegangen: Vom Einsatz beim Prototypenbau ist man inzwischen bei der Fertigung angelangt. Aber die eingegrenzte Materialverfügbarkeit und die teilweise ungenügende Qualität unter anderem wegen schwankender Prozessparameter sind nur zwei von mehreren Nachteilen; das Potenzial nach oben ist da. Dennoch gibt es Anwendungen, bei der die additiven Fertigungsverfahren wegen der design-orientierten Herstellung und Gestaltungsfreiheit einen enormen Vorteil bieten. Der schichtweise Aufbau ermöglicht es, hoch komplexe Geometrien direkt herzustellen und das mit einzigartigen Freiheiten im Design. Damit kann es in vielen Fällen Fräsen und EDM ersetzen, «obwohl wir uns nicht als Konkurrenz zu den spanabhebenden Verfahren sehen», sagt Augustin Niavas, Business Development Manager Tooling bei EOS.

Daniel Kündig, Geschäftsführer der Ecoparts AG, bei der Arbeit am Laser-Sinter-System.

Einzigartige geometrische Möglichkeiten. EOS ist einer der Technologie- und Marktführer für konstruktionsgetriebene, integrierte E-ManufacturingLösungen für industrielle Anwendungen – und sie setzen auf das Laser-Sintern mit den Werkstoffen Kunststoff und Metall. Der Werkzeugbau gehört zu den Hauptanwendungen ihrer sogenannten

Springmann an der Prodex Mit Springmann zusammen wird auch die im Text erwähnte Firma Ecoparts ausstellen und sie zeigen dort konkrete Beispiele von typischen Zulieferteilen, welche im generativen Laserfertigungsverfahren mit einer EOS-Maschine wirtschaftlich realisiert

Index-Werke, MS22 C-8.

werden. Springmann selöbst zeigt aus ihrem breiten Programm von Produktionsmitteln und der Peripherie für die mechanische Fertigung u. a.:

• Werkzeugschleif-Insel: Schleifen mit Anca, Schneidkantenpräparation mit Otec und Schneidenvermessung mit Zoller. • Aus dem Hause Index-Traub als Schweizer Premiere die neue «Index MS 22 C-8», eine Achtspindler-Drehmaschine, sowie zwei hochproduktive Traub Kurz/Lang-Drehmaschinen. • Zerspanungsvorführungen mit dem kräftigen Heller H2000-Bearbeitungszentrum. • Die Hembrug Hart-Drehmaschine, welche bei der Firma Oerlikon Mechatronics AG in Trübbach für das SwissFEL-Projekt am Paul Scherrer Institut hochpräzise Teile produzieren wird. • Eine Multiclean-LC-III Teilereinigungsanlage als kompaktes Konzentrat der langjährigen Höckh-Erfahrung. Halle 1.0, Stand A09 (Bild: Springmann)

(Bild: Ecoparts AG)

«EOSINT M»-Technologie. Diese Anwendung ist bekannt als Direct-Tool und dank der kurzen Prozesskette ermöglicht sie, Werkzeugkomponenten schnell zu fertigen (Rapid Tooling). Durch die kontinuierliche Verbesserung der Technologie und durch die Markteinführung des EOS Maraging-Steel MS1 (entspricht 1.2709), welches die hohen Anforderungen des Werkzeugbaus erfüllt, konnte die Anwendbarkeit auf Serien-Spritzgussformen sowie die Herstellung von Druckgussformen ausgeweitet werden. Zusätzlich zum «Rapid Tooling» verlagerte sich der Schwerpunkt mehr zur Nutzung der einzigartigen geometrischen Möglichkeiten der Technologie hin, dem «Advanced tooling». Eine relevante «Advanced tooling»Applikation ist die Integration von konturnaher

Schematische Vergleiche zwischen konventionellen (links) und konturnahen Temperierungskreisläufen. (Bild: EOS GmbH)


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generative Fertigung ●

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Werkzeugeinsatz aus EOS Maraging Steel MS1 und die Becher, die damit produziert wurden. Der Einsatz führte aufgrund der verbesserten Werkzeugkühlung zu einer Produktivitätssteigerung um 70 Prozent. (Bild: EOS GmbH)

Temperierung (auch konturnahe Kühlung oder engl. Conformal Cooling genannt), um die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Produktion von Spritzgussteilen zu verbessern. Zykluszeiten von 76 auf 50 s gesenkt. Die Firma Ecoparts aus dem zürcherischen Rüti kennt sich in diesem Bereich bestens aus. Das Kleinunternehmen setzt seit der Unternehmensgründung im 2006 auf das «Direkte Metall-LaserSintern» (DMLS) von EOS. «Wir können hier mittels DMLS Werkzeuge herstellen mit konturnahen Kühlungen, welche schlussendlich zu einer optimierten Temperierung führt und dies zu einer Produktivitäts- und Qualitätssteigerung, aber auch zur Erhöhung der Werkzeuglebensdauer. Mit der völligen Gestaltungsfreiheit können die wirklichen ‹Hot Spots› erreicht werden und alle kritischen Bereichen im Werkzeugeinsatz», sagt Ecoparts-Geschäftsführer Daniel Kündig. Um nur ein Beispiel zu nennen: Für eine Lehrabschlussprüfung des Lernenden Christoph Keller bei der Weidmann wurde ein Spritzgusswerkzeug konstruiert, dessen Kosten (Lasersintern und Nachbearbeitung) sich auf 7500 Franken beliefen, dank der freien Auslegung der Kanäle konnte aber die Zykluszeit beim Giessen von 76 Sekunden auf 50 Sekunden gesenkt werden, und damit der Selbstkostenanteil von CHF 1.003.–/Stück auf CHF 0.774.–/Stück. Materialverfügbarkeit nimmt zu. Daniel Kündig und seine Ecoparts haben viel zu tun. Denn so langsam spricht es sich unter den rund 270 Spritzgiessern des Landes herum, was mit der Integration von konturnaher Temperierung erreicht werden kann. Und auch der Schweizer Vertriebspartner von EOS, die Firma Springmann, ist überzeugt, dass sie mit der Aufnahme der EOS-Maschinen in ihr Portfolio einen guten Zug gemacht haben. «Die EOS investieren sehr viel in die Entwicklung dieser Technologie und haben mit der Kombination aus Maschine, Material und Verfahren innerhalb kurzer Zeit eine Spitzenposition erreicht», sagt Phillipe Dubois, Direktor Verkauf und Marketing bei Springmann. Gerade auch mit einer schnell wachsenden Materialverfügbarkeit könnten sich weitere Möglichkeiten in den bisher anvisierten Märkten eröffnen. Seit Kurzem kann Springmann zum Beispiel neben Stahl (martensitaushärtbarer, rostfreier), Alu, Titan, Inconel (korrosionsbeständige Nickelbasislegierungen), Cobalt-Chrome und natürlich den Polymeren auch das Edelmetall Gold (18 bis 24 Karat) seinen Kunden anbieten. ●

FLEXIBLER STÜCKKOSTENKILLER NTJ-100 VON NAKAMURA-TOME Kleiner Alleskönner mit schwenkbarem B-Achsrevolver – Komplettbearbeitung mit optimalem Maschinenkonzept: 2 Revolver, 2 Y-Achsen, 24 angetriebene Werkzeuge – Rentable Fertigung mit hochdynamischer Technologie – Geringere Platzkosten dank kompakter Stellfläche – Hohe Stabilität dank massiver Gussbauart – Hohe Dynamik dank optimierter Steuerungstechnik Walter Meier ist Ihr Partner für modernste WerkzeugMaschinen, Werkzeuge und Reinigungsanlagen führender Hersteller. Wir beraten Sie gerne und kompetent.

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● Werkzeugmaschinen

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Fritz Studers weiterentwickelte Universal-Innenrundschleifmaschine CT960

Schnell und präzise positioniert Seit zehn Jahren ist sie auf dem Markt, an der AMB Stuttgart wurde sie neu präsentiert und wird nun auch auf der Prodex gezeigt: die weiterentwickelte Universal-Innenrundschleifmaschine CT960 von Studer. Die Alleskönnerin mit vier Spindeln für komplexe Schleifaufgaben erhielt Neuerungen im Bereich der B-Achse und des Schleifspindelrevolvers.

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ür jede Innenrundschleifanwendung bietet Studer die optimale Maschine – vorwiegend für den Einsatz im Maschinen- und Werkzeugbau sowie für die Flug- und Fahrzeugindustrie. Die Schwerpunkte liegen in der Bearbeitung von Teilen kleinerer bis mittlerer Dimension: Matrizen, Spannzangen, Werkzeugaufnahmen, Hydraulikkomponenten, Medizinalteile, Gewindelehrringe und viele weitere Werkstücke aus Werkzeugstahl, Hartmetall, Keramik und Glas. Eine dieser Alleskönnerinnen ist die CT960 mit vier Spindeln und einer voll interpolierenden B-Achse – eine komplette Universal-Innenrund- und -Matrizenschleifmaschine mit Möglichkeiten zum Aussenschleifen. Auf dieses Jahr hin hat die Fritz Studer AG in ihrem Kompetenzzentrum Innenrund-

tige Komponente zur Komplettbearbeitung. Er ermöglicht den Einsatz von bis zu vier Schleifspindeln und einem Messtaster. Werkstücke lassen sich dadurch in der gleichen Aufspannung komplett bearbeiten und prozessunterstützt messen – bei minimalen Nebenzeiten und gleichzeitig höherer Präzision. Die Schwenkzeit bei 90° beträgt < 2 Sekunden, bei 270° < 3 Sekunden. Die Winkelstellung der Schleifspindeln ist in allen vier Positionen von –5° bis +30° stufenlos möglich. Was früher mechanisch indexiert wurde, erfolgt bei der Weiterentwicklung alles über die StuderSimCT-Software.

von < 1/10 000° liegt die Maschine im Bereich des kaum noch Messbaren. Details für noch grössere Präzision. Bei der Realisation optimaler Schleifergebnisse zählen aber auch Details. Und ebensolche sind bei den Neuerungen an der CT960 einige berücksichtigt worden: Einerseits sorgt ein neuer Kühlmittelverteiler für geordnete Verhältnisse im Innenraum, andererseits wurde der Maschinensockel, welcher aus Guss GGG60 hergestellt wird, überarbeitet. Die neue Form und die damit verbundene höhere Steifigkeit wirken

Schnelle und verschleissfreie B-Achse. Die entscheidende Neuheit der CT960 liegt bei

Die entscheidende Neuheit der CT960 liegt bei der automatischen B-Achse des Werkstückspindelstocks mit Schwenkbereich +61° bis –91° und einem Direktantrieb.

Die CT960 im neuen Kleid.

schleifen am Standort Biel die CT960 weiterentwickelt. Der komplett überarbeitete Schleifspindelrevolver verfügt neu über einen hochdynamischen Direktantrieb. «Dieser ermöglicht künftig superschnelle Schwenkzeiten», betont Michel Rottet, Produktmanager Innenschleifen bei Studer. Stufenlose Winkelstellung in vier Bereichen. Der neue Revolver mit Direktantrieb ist eine sehr wich-

(Bilder: Fritz Studer)

der automatischen B-Achse des Werkstückspindelstocks mit Schwenkbereich +61° bis –91° und einem Direktantrieb, der sehr schnell und präzise positioniert sowie auch ein sehr genaues Schleifen mit Interpolation der B-Achse zum Schleifen von Radien erlaubt. Dank der Neukonzeption hat die B-Achse keine Auflagefläche mehr, ist komplett geschlossen und somit verschleissfrei und noch schneller in der Bewegung. Mit ihrer Genauigkeit

sich positiv auf das gesamte Achssystem aus. Eine schnittige Schleifscheibe ist die Voraussetzung für wirtschaftliches Schleifen und für hohe Schleifqualität. Deshalb wurde auch die Abrichteinheit der CT960 im Grundsockel überarbeitet und der Abrichter mit einem neuen Anschlag verstärkt – für eine noch höhere Genauigkeit beim Abrichten der Schleifscheiben. (ea) ●

FRITZ STUDER AG 3602 Thun, 033 439 11 11 info@studer.com, www.studer.com Halle 1, Stand A18


Werkzeugmaschinen ●

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Das Bearbeitungszentrum C 400 basic von Hermle

Für eine starke Bearbeitung Auf der Prodex wird Hermle erstmalig auf einer Schweizer Fachmesse eine C 22 UP mit Palettenwechsler PW 150 und eine C 42 U MT (Mill/Turn) präsentieren – und auch das in der Oktober-Ausgabe der «technica» bereits kurz angesprochene und nun etwas ausführlicher vorgestellte neuen 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 400 basic.

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ufbauend auf die modifizierte GantryBauweise in Mineralgussausführung mit drei Achsen im Werkzeug und zwei Achsen im Werkstück, sprich NC-Schwenkrundtisch, setzt Hermle mit der C 400 basic auf seine bewährte Kernkompetenz in der 5-Achs-Technologie. Da immer mehr Hersteller dieses Achskonzept aufnehmen und als ideal für die 5-Achs-Bearbeitung propagieren, darf man behaupten, dass sich dieses Konzept in der 5-Achs-Bearbeitung durchgesetzt hat. Das Original gibt es weiterhin natürlich nur bei Hermle. Für das neue Bearbeitungszentrum wirbt der Hersteller mit den Worten «stark und präzise», und das bezieht sich auf das hohe Zerspanvolumen bei höchster Genauigkeit und optimaler Oberfläche. Das schwingungsarme Maschinenbett in Mineralgussausführung sorgt für die nötige statische Stabilität, welche durch die «Vier-Bein-Aufstellung»

Das Bearbeitungszentrum C 400 basic von vorne mit der markanten Frontansicht und dem grosszügigen Arbeitsraum. (Bild: Hermle)

zusätzlich verstärkt wird. Die tausendfach am Markt bewährte Hermle-Achsanordnung mit der X-, Y- und Z-Achse im Werkzeug und der A- und C-Achse im Werkstück wird laut Hermle «durch das optimale Zusammenspiel aller fünf Achsen zum perfekten 5-Achs-Bearbeitungszentrum». Durchzugsstarke Frässpindeln für hohe Zerspanvolumen. Mit Verfahrwegen von X 850 mm, Y 700 mm und Z 500 mm können Werkstücke bis 2000 kg 3-achsig und bis 600 kg 5-achsig bearbeitet werden. Hier ist vor allen Dingen der grosse Störkreis von Ø 1000 mm zwischen den Wangen des NC-Schwenkrundtisches, der eine Tischplatte von Ø 650 mm (2-seitig abgeflacht auf 540 mm) hat, von enormem Vorteil. Damit können Werkstücke bis zu 1000 mm Länge oder Ø 1000 mm Durchmesser bearbeitet werden. Der Arbeitsraum ist im Verhältnis zur Maschinengrösse und Aufstellfläche einzigartig (siehe Grafik). Um präzise und stark bearbeiten zu können, bedarf es aber auch leistungsfähiger Hauptspindeln. Auch im Falle der C 400 basic scheint Hermle hier keine Kompromisse gemacht zu haben. Mit Drehzahlen von 15 000/18 000 1/min in «SK 40»- oder «HSK A 63»Ausführung stehen durchzugsstarke Frässpindeln für hohe Zerspanvolumen sowie präzise Bearbeitungen bei qualitativen Oberflächen zur Verfügung. Beide Spindeln sind mit der von Hermle patentierten Auffahrsicherung ausgestattet. Hierbei wird die Kollisionsenergie bei einer Kollision in Z-Richtung von sechs Stauchhülsen aufgenommen; was in vielen Fällen die Beschädigung der Spindel verhindert. In der Standardausführung weist die C 400 basic

Leistungsmerkmale C 400 basic • Komplette Edelstahlauskleidung des Arbeitsraums • Optimaler Spänefall durch anforderungsgerechtes Arbeitsraumdesign (auch für die Trockenbearbeitung) • Freie Zugänglichkeit aller Hilfsaggregate auf der Maschinenrückseite • Alle Antriebs- und Führungseinheiten ausserhalb des Schmutzbereiches • Digitale Antriebe • Wartungsarme zentrale Fettschmierung • Bremsenergie wird frequenzgetaktet ins Netz zurückgespiesen • Schaltschrank mit Klimagerät • Späneförderer und/oder innere Kühlmittelanlage • Ölnebelabsaugung • Werkzeugbruchüberwachung /-vermessung • Kompletttransport und fundamentfreie Aufstellung

ein Werkzeugmagazin von 38 Werkzeugen auf, welches im Maschinenbett integriert ist. Eingewechselt werden die Werkzeuge über einen Pickup-Wechselvorgang der Spindel. Optional steht ein Zusatzmagazin mit 87 Werkzeugen zur Verfügung. Steuerungsseitig setzt Hermle bei der C 400 basic auf die bewährte iTNC 530 von Heidenhain, wobei dem Bediener zusätzlich zahlreiche Hermle-Anwenderzyklen zur Verfügung stehen, welche die Bearbeitungsprozesse wesentlich verbessern oder erleichtern. (ea) ● HERMLE (SCHWEIZ) AG 8212 Neuhausen am Rheinfall, 052 674 00 40 info@hermle-schweiz.ch, www.hermle-schweiz.ch Halle 1.0, Stand A12

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● NC-, CNC-, DNC-Steuerungen

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CNC-Steuerungen von Mitsubishi Electric

Produktivität steigern, Energieverbrauch senken CNC-Werkzeugmaschinen sind als wesentlicher Bestandteil vieler Fertigungsanlagen in der Regel für etwa 15 Prozent der Gesamtenergie in der Produktion verantwortlich. CNC-Steuerungen von Mitsubishi Electric zeichnen sich heute schon durch ihren sehr niedrigen Energieverbrauch aus.

B

ei weiter ansteigenden Energiekosten ist das Energiemanagement zu einem entscheidenden Faktor in modernen Produktions- und Managemententscheidungen geworden. Mit seinen CNC-Steuerungen und Antriebssystemen zeigt Mitsubishi Electric auf der Prodex, wie eine Steigerung der Energieeffizienz und eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit parallel erzielt werden können. Zusätzlich zum Energiesparpotenzial bieten die Mitsubishi CNC-Steuerungen hochpräzise HSC-Bearbeitung, hohe Zuverlässigkeit, kombiniert mit perfektem Design. Höchste Energieeffizienz steht nicht im Widerspruch zu enormem Leistungsvermögen. Die gesteigerten Drehmomente der Mitsubishi Servomotoren führen zu einem signifikant reduzierten Antriebsstrom. Verlustarme und kompakte Hightech-Komponenten von Mitsubishi Electric verringern die Verlustleistung in den Antriebsreglern auf ein Minimum. Im Zusammenspiel mit den Hochleistungs-CPUs (Central Processing Unit) und dem optischen Hochgeschwindigkeits-Servo-Netzwerk werden Hochgenauigkeits- und Hochgeschwindigkeitsbearbeitung bei gleichzeitig signifi-

kanten Einsparungen im Energieverbrauch realisiert. Darüber hinaus geht es beim Energiesparen nicht nur um die Betrachtung einzelner Komponenten im Produktionsprozess, sondern um die Entwicklung einer unternehmensweiten Herangehensweise. Um Ressourcen möglichst effizient zu nutzen, sollte daher die Prozesskette im weiteren Sinn im Mittelpunkt stehen. Durch den Einsatz von Mitsubishi CNC-Steuerungen im Rahmen des Mitsubishi e&eco-Factory-Konzepts für moderne Produktionssysteme können Anwender die Vorteile dieser «Best-of-Breed»-Technologie nutzen und gleichzeitig ihren Energieverbrauch reduzieren.

• synchrones HochgeschwindigkeitsGewindeschneiden • 3-D-Maschine-Kollisionsüberwachung. Zeitoptimale Features für Dreh-Fräs-Zentren in Vollendung, mit vielfältigen Funktionen für die Mehrachsen-Komplettbearbeitung, wie: • synchrones HochgeschwindigkeitsGewindeschneiden • freie Achsebenen-Kontrolle • synchrones Hochgeschwindigkeits-Gewindeschneiden mit mehreren Teilsystemen • freie Achszuordnung zwischen Teilsystemen • «Balance Cut» mit Teilsystemen • komfortable Achsensynchronisation zwischen Teilsystemen • effizientes Programm-Management in mehreren Teilsystemen. ●

Merkmale der CNC-Steuerung. Die wichtigsten Merkmale der Mitsubishi CNC-Steuerungen: • Hochgenauigkeitsbearbeitung durch voll durchgängige Nano-Regelung • hohe Qualität am Werkstück im Einklang mit Genauigkeit und Geschwindigkeit • zeitoptimale Features für den Werkzeug- und Formenbau • 5-Achsen-Simultanbearbeitung in Vollendung

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Effizienz für den Werkzeug- und Formenbau Durch die voll durchgängige Nano-Regelung stehen Hochgeschwindigkeits- und Hochgenauigkeitsbearbeitungen mit maximal 168 000 BPM (BPM: Block pro Minute) bei gleichzeitig kleinsten Satzinkrementen nicht im Widerspruch.

Synchrones HochgeschwindigkeitsGewindeschneiden Hochpräzises Hochgeschwindigkeits-Gewindeschneiden wird ermöglicht durch die neue Hochgeschwindigkeits-Fehlerkorrekturfunktion, kombiniert in der Spindel- und Servoregelung.

Mitsubishis M700 V im Detail Voll durchgängige Nano-Regelung Die voll durchgängige Nano-Regelung – von der NC-Kernberechnung bis zur Servo-Verfahrbewegung in 1-Nanometer-Einheiten. Die SSS-Regelung (Super Smooth Surface) Die SSS-Regelung stellt höchste Bearbeitungsstabilität und -qualität sicher und eliminiert negative Einflüsse auf die Bearbeitungskontur oder Geschwindigkeit. Bei gesteigerten Vorschubgeschwindigkeiten verringert die SSS-Regelung zudem die Zykluszeiten um 5 bis 30 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Systemen.

Fünf-Achsen-Hochgeschwindigkeits- und -Hochgenauigkeitsfräsen Die Mitte der Werkzeugspitze kann zur Positionierung innerhalb des Programmkoordinatensystems gesteuert werden. Das Ergebnis: hohe Oberflächengüten unter Beibehaltung höchster Dynamik.


Spannsysteme ●

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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

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Erowa Spannsystem «ProductionChuck 210»

Mit der Kugel auf der sicheren Seite Warum der Werkzeugmaschinenbauer Icon Industries bei seinem eigenwilligen Maschinenkonzept auf die Nullpunktgenauigkeit des Erowa Spannsystems «ProductionChuck 210» setzt.

I

n Bleienbach im Kanton Bern arbeiten Mitarbeiter des Werkzeugmaschinenherstellers Icon Industries in einer Fertigungshalle der Daetwyler AG am Flugplatzgelände an der Montage einer Icon 6-250. Diese Maschine verkörpert schweizerischen Maschinenbau- und Genauigkeitsanspruch und amerikanische Businesskultur in einer besonderen Weise. Das Maschinenkonzept vereint auf rund 41 m² Bearbeitungsmöglichkeiten von bis zu acht Bearbeitungszentren und das dafür notwendige, komplette Ver- und Entsorgungs-Equipment. «Mit dieser Maschine lassen sich gleichzeitig vier Werkstücke komplett bis zu fünfachsig bearbeiten», hebt IconGeschäftsführer Dietmar Bäurer hervor und macht damit auf die besondere Flexibilität und Produktivität dieser Maschinenauslegung aufmerksam. Sie sei besonders prädestiniert für komplexe Bearbeitungsoperationen in der Serienproduktion ab 250 000 Teilen. Die Basis der Maschine bildet ein geschweisster Maschinenrahmen. Links und rechts an den Rahmen sind die horizontalen Einheiten montiert, die vertikalen Einheiten werden auf den Rahmen positioniert. Das eigentliche Herzstück ist der mit- Basisteil des Spannsystems ProductionChuck 210. Deutlich tig angeordnete Maschinentisch mit zu erkennen die Spannkugeln, die über Federn eine permanente Spannung aufbauen. Gelöst wird die Spannplatte über einen einem Durchmesser von 2,20 m. Druckluftimpuls. (Bilder: zVg)

Zur Serienreife geführt. Die Icon Industries AG an sich ist ein noch sehr junges Unternehmen im Werkzeugmaschinenmarkt mit gerade mal fünf Mitarbeitern. Obwohl erst vor zwei Jahren in der

Schweiz gegründet, besitze man, so Bäurer, ausgeprägte Wurzeln in das Maschinenbausegment der Rundtakttechnologie, denn man sei eine Art Ausgründung aus der von Schweizern geführten Hy-

Hohe Produktivität und Präzision: Das Mehrspindel-Bearbeitungszentrum ICON 6-250 mit integriertem Erowa Spannsystem ProductionChuck 210.

dromat Corp, St. Louis (USA). Die eigentliche Geburtsstunde des Konzeptes der «Icon 6-250» gehe auf das Jahr 2007 zurück. Der Öffentlichkeit vorgestellt wurde es erstmals 2008 in Chicago, in den vergangenen Jahren habe man es zur Serienreife geführt. Und auch der sogenannte Fertigungsstandort hier in Bleienbach wurde nicht zufällig gewählt. «Als wir uns 2009 mit der Gründung unserer Firma intensiv beschäftigten, also voll in der Krise, wollten wir keine Halle mieten, Personal anschaffen und einen Haufen Geld ausgeben», beschreibt der Geschäftsführer die Herangehensweise. Man habe sich einen Industriepark gesucht, der eine >>

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Flexibilität hat einen Namen Matsuura ist das Synonym für 5-Achsenbearbeitung. Es gibt fast für jede Anwendung die passende Maschine. So können kleinste Teile wie auch Werkstückteile von Ø 1’000 mm und einer Höhe von 770 mm auf Matsuura Maschinen gefertigt werden. > Werkstückgrösse bis Ø 1’000 x 770 mm > Bis 180 Palettenplätze und bis 520 Werkzeugplätze > Multitask (Cublex) Fräsen, Drehen und Schleifen

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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

● Spannsysteme

Icon-Geschäftsführer Dietmar Bäurer (r.) und zwei seiner Mitarbeitenden bei der Vorbereitung einer Icon 6-250 zur Abnahme.

entsprechende Infrastruktur besitzt und sei in diesem Zusammenhang mit der Daetwyler AG ins Gespräch gekommen. Aus dieser Zusammenarbeit habe sich dann die Möglichkeit ergeben, auf die komplette Infrastruktur von Daetwyler zugreifen zu können, seien es Konstruktionskapazitäten, SAP, Montagehallen und auch Mitarbeiter. Nachfrage springt an. Das Maschinenkonzept der «Icon 6-250» scheint anzukommen. Man habe derzeit verschiedene Projekte über mehrere Maschinen in der Pipeline, so der Geschäftsführer. Hinzu kommen umfangreiche Aktivitäten in den USA und auch aus Frankreich wird von mehreren Seiten ein Interesse bekundet. Bei aller Euphorie macht er deutlich, dass es für ihn dabei nicht schlechthin auf die Anzahl der verkauften Maschinen gehe, sondern in welchen Anwendungsbranchen man zum Zuge komme. Bäurer: «Mit den bereits verkauften und installierten Maschinen sind wir in der Armaturenindustrie vertreten aber auch in der Fertigung von Türschliesseinrichtungen und in der Herstellung von Hydraulik- und Pneumatikkomponenten präsent. Ein momentanes Projekt ist in der Automobilindustrie angesiedelt. Und genau das sind die Hauptmärkte, auf die wir uns mit un-

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Kundenspezifisch ausgerüstete Spannpalette in der Maschine.

seren Maschinen fokussieren.» Von einer einseitigen Ausrichtung beispielsweise nur in Automobilindustrie hält er nichts. Genau und funktionssicher. Ein zentrales Element im Maschinenkonzept der «Icon 6-250» ist das Nullpunkt-Spannsystem «ProductionChuck 210» von Erowa, basierend auf mechanischen Wirkprinzipien, für die Aufnahme der 300er-Werkstückpaletten. Dies hat mehrere Gründe. «Bei unserer Maschinenkonzeption kommt es auf höchste Wiederholbarkeit an», stellt Icon-Vertriebsleiter Harald Riner die An-

forderung an das Werkstück Spannsystem heraus. Er spricht in diesem Zusammenhang von einem Zweitausendstelmillimeter, die man von einem zum nächsten Wechsel garantieren will. Ausserdem müsse das System eine hohe Steifigkeit und Funktionssicherheit bieten. Und gerade hinsichtlich der Anforderungen an die Sicherheit im Betrieb, die Steifigkeit und Wiederholgenauigkeit hätten andere Systeme nicht ganz so gut mithalten können. Zudem will Dietmar Bäurer die emotionale Seite dieser Verbindung zum Spannsystem-Hersteller aus Büron nicht verschweigen. Er habe 15 Jahre bei

Erowa live auf der Prodex Zentrumspanner Durch Längsnuten sowie Passbohrungen kann der Erowa-Zentrumspanner einfach und schnell auf einer Erowa-Adapter-Palette oder direkt auf dem Maschinentisch aufgespannt und positioniert werden. Messmaschine CMM Qi Um die Produktivität zu steigern, soll auch die Messmaschine automatisch beladen werden. Die Erowa CMM Qi ist daher eine geeignete Anlage, um den Prozessschritt «Qualitäts-Messen» vollautomatisch zu integrieren.

Robot Compact Der Robot Compact bedient eine oder zwei Maschinen mit Werkstücken bis zu 30 kg. Die extrem schlanke Bauweise lässt es zu, bis zu 160 Palettenplätze zur Verfügung zu stellen. EMC³ Prozessleitsoftware Die EMC³ Software ist das übergeordnete Tool, über welches der Bediener die Zelle kontrolliert und steuert. Die neueste Version der EMC³ Software überzeugt mit nochmals erhöhter Bedienfreundlichkeit. EMC³ passt auf alle wichtigen Steuerungen von Fräs-, Dreh- und Schleifmaschinen.

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Erowa gearbeitet und kenne das System. Es sei erprobt, durchgängig und entspreche in Sachen Wiederholgenauigkeit und Betriebssicherheit genau den Vorstellungen, die man benötige. Vor allem das sichere und genaue Spannen der Einheit über das Kugelspannkonzept steht bei seiner Einschätzung ganz weit oben.

Spannsysteme ●

WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

Man spricht die gleiche MaschinenbauSprache. Natürlich habe man auch Versuche mit anderen Nullpunktspannsystemen gefahren, dabei allerdings schlechte Erfahrungen mit den Spannbeziehungsweise Verriegelungsmechanismen gemacht. Und gerade deshalb steht für ihn fest: Erowa und kein anderes System. «Es ist einfach das bessere, genauere System.» Auch die Chemie mit den Leuten von Erowa stimme. Es hat sich eine echte Partnerschaft entwickelt, so Bäurer, man spreche die gleiche Maschinenbau-Sprache, sei nahe beieinander und das Beliefern funktioniere hervorragend. Jedenfalls hat man mit dem Erowa-Spannsystem jetzt schon Tausende von Takten gefahren – es gäbe nichts Besseres. Konstruktiv beziehungsweise in der Ausführung weist das «ProductionChuck 210»-Spannsystem für Icon noch eine Besonderheit auf. Es besitzt eine 85-mm-Bohrung (Standard ist 81 mm), um sämtliche Leitungen zum Betreiben der kundenspezifischen Spannmittel an die Werkstückträger-Palette heranzuführen und kupplungstechnisch sicherzu-

stellen. Im Speziellen sind dies drei hydraulische Spannleitungen, eine Rücklaufleitung. Da diese Spannvorrichtungen 100 und mehr Kilo wiegen können, so Dieter Bäurer, seien auch die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Nullpunktspanneinheiten im Taktbetrieb besonders hoch. «Wir heben die mit den Spannmitteln und Werkstücken bestückte Palette im Fertigungsablauf ab und setzen sie innerhalb von weniger als 4,5 Sekunden im nächsten Punkt wieder auf, mit der dafür notwendigen Präzision und Spannsicherheit», stellt er nochmals klar heraus. Dies schaffe er in dieser Art nur mit dem Erowa-Spannsystem und deshalb gehöre es auch zur Standardausrüstung der «Icon 6-250». ●

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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

● Spannsysteme

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Interview mit Ueli Landtwing, Geschäftsleitung Triag

Vitrine voller Spannmodule Triag wird auf dem Stand an der Prodex sämtliche (!) ab Lager erhältliche Spannmodule für ihre Mehrfachspannsysteme zeigen. Doch das ist noch nicht alles. — Herr Landtwing, freuen Sie sich auf die Prodex oder setzt ein wenig Messemüdigkeit ein am Ende des Jahres? Nein, im Gegenteil. Ich freue mich immer auf die – im wahrsten Sinne des Wortes – «spannenden» Kontakte zu unseren Kunden. Die Messen sind ausserdem ein guter Gradmesser für die Stimmung im Markt. Mich erstaunt immer wieder, wie die verschiedenen Messeteilnehmer zu einer ähnlichen Beurteilung kommen. So wurde beispielsweise die Stimmung an der diesjährigen IMTS in Chicago übereinstimmend als sehr positiv beurteilt. Daher bin ich angesichts der Frankenstärke sehr gespannt auf die Stimmung an der Prodex. — Triag ist ja bekannt für ein breites Portfolio an Spannsystemen. Wie viele davon werden die Besucher in Basel zu sehen bekommen? Um genau zu sein, werden es 221 Spannmodule für unsere Mehrfachspannsysteme sein. — 221? Genau, wir zeigen in einer 4 Meter langen und über 2 Meter hohen Vitrine sämtliche ab Lager erhältlichen Module für unsere Mehrfachspannsysteme. Darunter sind viele Neuheiten, so die Prägemodule für verschiedene Anwendungsbereiche (Schwerzerspanung, Vorrichtungsbau, für Werkstücke mit grossen Aussenradien) oder die findige Niederzugsbacke für die Anschlagseite. Auch das neue hydraulische Spannmodul ist zu sehen.

Daneben zeigen wir aber auch die Neuheiten aus unserer Mineralgussabteilung und unser verbessertes Vakuumspannsystem.

VorrichtungsbauPrägemodul

— Was bedeutet es für Triag, eine solche Vielfalt zeigen zu können? Ich persönlich bin natürlich stolz, zu zeigen, was wir in den letzten 22 Jahren aufgebaut haben. Vor allem aber können sich unsere Kunden ein Bild davon machen, auf welch grossen Pool von Spannlösungen sie zurückgreifen können, wenn sie einen Systementscheid für unser Produkt fällen. — Im Moment soll Triag kräftig am Gewindedrehprogramm forschen. Wie weit sind sie da? Es ist allgemein weniger bekannt, dass wir neben unserer Spanntechnik schon seit Jahren ein breites Gewindewerkzeugprogramm im Angebot haben. Wir konnten in letzter Zeit bei den Gewindeschneidplatten deutlich verbesserte Standzeiten erreichen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass wir auf gute und verlässliche Zulieferer zählen können. — In der Schweiz ist Triag die offizielle Vertretung von Herstellern wie Sumitomo, Nachi, Van Hoorn. Was können wir da erwarten? Bei der Sumitomo sind vor allem die neuen CBN-Plattensorten und die neuen Spanbrecher-Geometrien bei den Hartmetallplatten zu erwähnen. Auch die Firma Nachi-Werkzeuge ist ein langjähriger Lieferant von uns, welcher vor allem für die ausgezeichneten Bohrer bekannt ist. Wichtig ist mir, dass wir bei diesen Handelsprodukten den Währungsvorteil vollumfänglich weitergeben. Da wir selbst Hersteller und Exporteur unserer Spannsysteme sind, wissen wir, wie wichtig dies im Moment für unsere Kunden ist. ●

Die 221 Spannmodule der Triag

Rollen und Räder

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TECHNIK

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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

● Schmierung und Kühlung

11.2012 technica

Minimalmengenschmierung für innengekühlte Werkzeuge an Bearbeitungseinheiten

Sparsamer Umgang mit Kühlschmierstoff Neben der üblichen Nassbearbeitung im Zerspanungsbereich gewinnt die Minimalmengenschmierung (MMS) nicht nur durch den wirtschaftlichen Faktor, sondern auch durch den Faktor Umwelt immer mehr an Bedeutung.

M

MS bezeichnet das Kühlen von Zerspanungsprozessen wie Bohren, Fräsen, Sägen und Gewindeschneiden mit geringen Mengen an Kühlschmierstoffen. MMS ist definiert durch Verwendung von weniger als 20 ml Kühlschmierstoff pro Stunde. Suhner bietet mit dem Accu-Lube-Booster ein perfektes System für innengekühlte Werkzeuge an und rüstet damit seine Bearbeitungseinheiten

BEM 20, BEX 15 und BEX 35 aus. Warum Minimalmengenschmierung? • Die werkstückbezogenen Fertigungskosten betragen beim Einsatz herkömmlicher Kühlschmierstoffemulsionen ungefähr 7–17 % der Gesamtkosten; dieser Prozentsatz kann durch die MMS deutlich reduziert werden. • Durch die Reduzierung der Reibung und die dar-

aus resultierende Produktivitätssteigerung wird eine noch wirtschaftlichere Werkstückbearbeitung ermöglicht. • Kürzere Maschinenstillstandzeiten durch Erhöhung der Werkzeugstandzeiten. • Nahezu trockene Späne verringern die damit verbundenen Entsorgungskosten. • Entfall der Anlagentechnik für den Kühlschmierstoffeinsatz, dadurch zusätzliche Einsparung von Energiekosten. Die MMS-Technik wird mittlerweile auf fast allen Werkzeugmaschinen angewendet. Ideal auch für Bearbeitungseinheiten eignet sich das dafür eigens entwickelte Accu-Lube-Booster-System.

Das Foto zeigt ein komplexes, kombiniertes Gerät für Innen- und Aussenschmierung.

Pos Komponente

Funktion

1

Füllstandschalter

Kontrolle des Füllstandes durch ein Signal

2

Manometer

Anzeige des Drucks im Schmiermittelbehälter

3

Schlauchanschluss

Schlauchverbindung zum Kühlkanal

4

Metallgehäuse

Aufnahme der Komponenten

5

3 Pumpen für Innenschmierung

Fördern des Schmiermittels

6

Druckluftanschluss

Druckluftversorgung

7

Wasserabscheider

Abscheiden von Feuchtigkeit oder Verunreinigungen

8

Frequenzgenerator

Abgabe von Luftimpulsen an die Dosierpumpen

9

Boosterkammer

Zerstäuben des Schmiermittels

10

Ventilinsel

Ansteuerung des Boosters

11

3 Pumpen für Aussenschmierung Fördern des Schmiermittels

12

2/2-Wege-Ventil

Ansteuerung des Dosiergerätes

13

Schmiermittelbehälter

Vorratsbehälter für das Schmiermittel

Das Prinzip. Ein im System integrierter Frequenzgenerator steuert die Präzisionsdosierpumpe an, wobei eine eingestellte Ölmenge in die sog. Boosterkammer gelangt und dort mit 6 bar Druckluft zerstäubt wird. Dieses Schmiermittel-Luft-Gemisch (Aerosol) wird von dort durch einen Zuleitungsschlauch an die Drehdurchführung der Bearbeitungsspindel befördert. Dort angekommen, geht es weiter durch die Spindel, durch den MMS-Spannsatz bei einer HSKSpindelausführung und schliesslich durch den Werkzeughalter und das Werkzeug. Der austretende Ölfilm verringert die bei der Zerspanung entstehende Reibung zwischen Werkzeugschneide und Span. Der Hauptteil der Wärme wird über den Span abgeführt. Beim Transport des Aerosols in der Maschinenspindel ist darauf zu achten, dass es zu keinem unkontrollierten Austritt des Gemisches kommen kann, da ansonsten die gewünschte Schmierung der Werkzeugschneiden nicht erfolgt. Für unterschiedliche Einsatzfälle stehen mehrere Booster-Varianten zur Verfügung. Ebenso sind diese Systeme erweiterbar. ●

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Schmierung und Kühlung ●

WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

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Panolins Schmiermittel und Kühlemulsion im Einsatz bei Marxer Novotech AG

10 000 Liter Kühlschmierstoff im Einsatz Im innovativen Familienbetrieb Marxer Novotech AG in Wetzikon werden kubische Werkstücke für eine ebenso anspruchsvolle wie breit gefächerte Kundschaft bearbeitet. Für eine effiziente Produktion und eine optimale Standfestigkeit der Werkzeuge setzt die Firma aus Wetzikon auf Schmiermittel und Kühlemulsionen von Panolin.

D

rei Familiengenerationen sind heute in der Marxer Novotech AG an der Kastellstrasse 4 in Wetzikon an Bord. Das Unternehmen wurde 1989 vom heutigen Verwaltungsratspräsidenten Willy Marxer gegründet. Als ihm die Hans Oetiker Maschinenfabrik AG in Wetzikon mit vier Mitarbeitern und ein paar Kundenaufträgen den Einstieg anbot, schlug Willy Marxer ein. «Mein Vater, mein Bruder und ich haben Visionen gehabt, und die sind aufgegangen», sagt der 51-jährige Sergio Marxer bescheiden, fast zu bescheiden. Denn seit der Mann mit dem Händedruck wie ein Schraubstock Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens ist, wurde der Personalbestand verdoppelt und auf heute 24 Mitarbeiter ausgebaut. Neben Sergios Bruder Edi Marxer arbeiten inzwischen auch seine 22- und 24-jährigen Söhne Remo und Sandro im Betrieb.

Drei Meter grosse Werkstücke. «Die betrieblichen Strukturen werden laufend verbessert und der Maschinenpark stetig den neusten Erfordernissen angepasst», weiss Sergio Marxer und sagt: «Wir fertigen, was der Kunde wünscht: Von Werkstücken aus hochfesten Aluminiumlegierungen bis zu Baustahl-Teilen wird alles bearbeitet. Ob Einzelanfertigungen, Prototypenbau oder Serienaufträge, wir setzen um, was der Markt fordert. Mit unseren CNC-Fräswerken bearbeiten wir Werkstücke von der Grösse einer Zigarettenschachtel bis zu drei Meter langen Teilen und mit unserer modernen Messmaschine haben wir für die immer höheren Qualitätsanforderungen alles unter Kontrolle.» Für all diese hochpräzisen Arbeiten benötigt es einen speziellen Kühlschmierstoff. «Wir haben an unseren Maschinen Tanks mit 500 bis 2000 Liter Kühlemulsion und neben den Maschinen stehen 200-l-Panolin-Fässer, aus denen bei Bedarf mittels Mischgerät Konzentrat zur Einhaltung der optimalen Arbeitsemulsion zugegeben wird, insgesamt sind wohl rund 10 000 Liter im Einsatz», sagt Sergio Marxer.

Versuche in unserem Betrieb gefahren und die Vor- und Nachteile, die an unseren Materialien entstanden sind, an den Panolin-Standort in Madetswil übermittelt. Ein interessanter Prozess, der abhängig vom differenten Konzept an jeder Maschine anders ausfällt und bei horizontalen und vertikalen Fertigungsprozessen grosse Unterschiede beim Abtropfverhältnis zeigt.» Wie war die Zusammenarbeit mit Panolin während dieser Zeit? Inhaber und Geschäftsführer Sergio Marxer: «Sie verstehen «Sehr gut, eine wirklich gute Betreues, ihre Schmierstoffe optimal auf Werkstoff und Maschinen ung. Monatlich wurde unser gesamter abzustimmen.» (Bilder: Panolin) Maschinenpark kontrolliert, und wir bekamen Auszüge zur Kontrolle und zur Optimierung der Konzentration des pH-Werts Wie kamen Sie bei der Wahl der Schmierund der Keimzahlen, um die Haltbarkeit zu erhömittel auf den Kühlschmierstoff «Intracool hen. Dazu wurde uns eine spezielle WertermittCompa C-45», das Gleitbahnöl «Slideway lung der Inhaltstoffe in Auszügen mitgeteilt. Und ISO 68» und das Hydrauliköl «Samurai HLP das ist auch jetzt, wo alles optimal läuft, so geblieISO 32» von Panolin? Sergio Marxer: «Wir haben diverse Testläufe ben.» gemacht und mit Panolin sehr gute Ergebnisse erzielt.» Warum würden Sie Panolin-Produkte empfehlen? «Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, ebenso der Was erwartet der Novotech-Chef Service und die kurzen Lieferfristen. Das sind Spefür seinen Maschinenpark vom Panolinzialisten, die da sind, wenn man sie braucht, und Kühlschmierstoff? «Eine gute Standfestigkeit der Werkzeuge, die sie verstehen es, ihre Schmierstoffe optimal auf Einsetzbarkeit auf allen Werkstoffen, sehr gute Werkstoff und Maschinen abzustimmen.» (ea) ● Abtropfeigenschaften und die Langlebigkeit der Produkte!» Gab es Schaumprobleme wegen zu weichem Wasser? «Das hatten wir früher. Aber mit diesem ‹Intracool Compa C-45› kommt das nicht mehr vor.»

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Panolin selbst sagt, dass Ihr Unternehmen an der Weiterentwicklung und Optimierung seiner Produkte beteiligt war. «Wir haben mit verschiedenen Kühlschmierstoffen

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AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

● Antriebstechnik

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Control Techniques stellte Produktfamilie für die Fertigungsautomation vor

Neue Antriebsfamilie mit Aussicht Markus Bruder, CEO der Control Techniques AG, präsentierte kürzlich im 34. Stock des Prime Towers in Zürich eine neue, komplette Antriebs- bzw. Produktfamilie für die Fertigungsautomation. Sie besteht aus sieben Modellreihen (M100 … M800) und wird der Öffentlichkeit auf der SPS IPC Drives 2012 in Nürnberg vorgestellt. MARKUS FRUTIG

Über Control Techniques

E

Control Techniques, ein Unternehmen von Emerson, ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Produktion von elektronischen Frequenzumrichtern für die Regelung von Elektromotoren. Die Strategie besteht in der Konzentration auf Lieferung von Antrieben, Servoprodukten und PV-Komponenten, mit denen die Produktivität der Maschinen und Verfahren seiner Kunden gesteigert werden kann. www.controltechniques.ch

ine intensive Kundenforschung hat Emerson gezeigt, dass man den Anwendern für ihre gezielten Bedürfnisse sieben verschiedene Geräte anbieten sollte. Diese breite und zugleich kompaktere Antriebsfamilie mit noch höherer Performance wurde in weltweit sieben Standorten entwickelt. Wichtige Themen waren dabei Produktivität, höherer Durchsatz, Schnelligkeit und Präzision sowie einfachere Fehleranalyse und Präventionsmassnahmen, aber auch eine synchronisierte Multitasking-Struktur zur Nutzung offener oder industrieller Standardtechnologien. Diese offene Architektur bietet eine flexible Integration in Fertigungsautomation bzw. Maschinensteuerungen ohne Bindung auf eine proprietäre Technologie, um eine schnelle und flexible Kommunikation zu ermöglichen.

Energieeffiziente Vernetzung. Die Auswahl an Funktionen und Flexibilität wurde erweitert auf Lösungen beziehungsweise Optionen wie Maschinensicherheit, integrale, dezentral angetriebene Maschinensteuerung (Mci), Applikationsmodule für Kommunikation, E/A, Geschwindigkeits- und Lagerregelungen. Trotz vieler Funktionen ist die Bedienung über LED- oder Klartext-Anzeigen und für viele Sprachen übersichtlich gehalten.

Auch für die Energieeffizienz wurden zahlreiche neue Features eingebaut, damit verschiedene Geräte miteinander vernetzt werden können, um optimale Energieflüsse zu erreichen und damit auch den Gesamtwirkungsgrad und die Energieeffizienz zu steigern. Über neue Apps (fürs iPad) kann der Kunde gezielt das richtige Gerät bestimmen, welches seinen Anforderungen entspricht. Standardisierte Komunikation. Die On-Board-Maschinensteuerung mit Programmierumgebung unterstützt auf CODESYS mit IEC 61131-3-Standardprogrammiersprachen und dem weltweit verbreiteten Standard-Ethernet IEEE 1588 den deutlich einfacheren Datenaustausch unter den Antrieben, I/O, Die neue, komplette Antriebs- bzw. Produktfamilie für die Fertigungsautomation besteht aus sieben Modellreihen (im Bild M700), mit denen viele Standardfunktionen im Drive und zahlreiche Erweiterungsoptionen zur Verfügung stehen. (Bild: Emerson)

HMIs, SPSen sowie anderen industriellen Einrichtungen. Die Software prüft auch allenfalls eingehende Fehlermeldungen (Schaltfrequenzen, Temperaturen usw.), welche nach Relevanz und Sicherheitsaspekten geprüft wird, ohne umgehend abzuschalten, wie andere Systeme. ●

Markus Bruder (CEO der Control Techniques AG), Andreas Graf (Verkaufsleiter) und Lukas Rehmann (Leiter Verkauf IS/Marketing) zeigen stolz die verschiedenen Optionen der neuen Gerätefamilie: Über Apps kann man applikations- bzw. branchenbezogen das richtige Gerät und die passenden Features ermitteln. (Bild: M. Frutig)

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Antriebstechnik ●

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AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

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Neue Motoren machen separates Geberkabel überflüssig

Innovative Servomotoren ermöglichen drastische Kostenreduktion an CNC-Maschinen NUM hat zwei neue bürstenlose Servomotorreihen für CNC-Maschinen vorgestellt, die durch den Wegfall des separaten Geberkabels erhebliche Einsparungen ermöglichen. Maschinenbauer kommen jetzt mit nur noch einem Motorkabel pro Achse aus und können damit die Verkabelung reduzieren, die Installation und Inbetriebnahme beschleunigen und das trotz höherer Systemleistung.

V

erfügbar in den Baugrössen 75, 95, 126 und 155 in jeweils drei verschiedenen Längen bieten die neuen bürstenlosen Servomotor-Reihen SHX und SPX dem Maschinenbauer ein grosses Spektrum an Leistungen und Nenndrehzahlen. Sie sind damit bestens an die unterschiedlichsten Anwendungen angepasst. Beide Reihen verfügen über hohe Rotor-Massenträgheitsmomente, die für Vorschubachsen von Werkzeugmaschinen optimiert sind und verbinden damit exzellente Dynamik mit hervorragendem Rundlaufverhalten, selbst bei sehr niedrigen Drehzahlen. Die Produktreihe SHX ist vor allem für kostensensible Anwendungen ausgelegt im Bereich 1,2 bis 20 Nm Dauerdrehmoment. Die SPX-Reihe zielt dagegen auf Anwendungen mit maximalem Leistungs-/Gewichts-Verhältnis bzw. hoher Schutzklasse (IP67), z. B. mit HighEnd-Werkzeugmaschinen, Schleifmaschinen oder Robotern und bietet dafür 1,4 bis 23 Nm Dauerdrehmoment.

Niedrigere Verkabekungskosten und höhere Zuverlässigkeit. Zusammen mit NUMs neuester Generation digitaler Servoantriebe NUMDrive X und der Flexium+ CNC-Plattform entwickelt, benötigen die bürstenlosen Servomotoren SHX und SPX nur eine einzige Kabelverbindung. Eine integrierte digitale Schnittstelle ermöglicht sowohl die elektrische Leistung für die Geberversorgung als auch dessen Lagemesswerte – gemeinsam mit Diagnoseinformationen und den thermischen Daten des Motortemperaturfühlers – auf nur zwei abgeschirmten Adern innerhalb des Motorleistungskabels zu übertragen. Neben niedrigeren Verkabelungskosten ergeben sich damit kleinere und leichtere Kabelketten, die lästige Installation und Prüfung der Kabel benötigt wesentlich weniger Zeit und die verringerte Anzahl an Verbindungen verbessert die Zuverlässigkeit und die Störfestigkeit gegen elektromagnetische Störungen.

Exakte Drehzahleinstellung. Derzeit Nach Schätzungen des Unternehmens können bei einer typibieten die Motor-Reihen SHX und schen High-End-CNC-Maschine mit 20 m Kabellänge pro Motor die Kosten der Motorverkabelung durch die neue Technik um SPX die Wahl zwischen digitalem 20 Prozent gesenkt werden. (Bild: NUM) Singleturn- oder Multiturn-Drehgeber mit mittlerer Auflösung (20 Bit = > 1.048.576 LSB pro Umdrehung) und einer Genauigkeit von ± 60 Bogensekunden. Zusammen mit der hochgenauen Steuerung, dem neuen Flexium+ CNC-Kernel von NUM, ermöglicht diese Drehgeberauflösung sehr glatte interpolierte Bewegungsprofile und eine sehr genaue Drehzahleinstellung. Beide Drehgeber sind auch in einer Sicherheitsversion verfügbar, die mittels eines zertifizierten, sicheren Gewappnet für unterschiedliche Schutzklassen. In StanProtokolls Lage plus redundante Lagewerte an den dardausführung verfügen die SHX-Motoren über ein Servoantrieb zurückmeldet und damit SIL 2 der Norm lackimprägniertes Gehäuse mit einer Dichtigkeit entzur funktionalen Sicherheit erfüllt. Darüber hinaus sprechend IP64, die Wellendurchführung entspricht entwickelt NUM derzeit eine Reihe hochauflösender dabei IP54. Die SPX-Motoren verfügen über eine spezi23-Bit-Drehgeber mit einer Genauigkeit besser als elle, korrosionsbeständige Beschichtung, womit so± 45 Bogensekunden für Anwendungen, die eine ult- wohl Gehäuse als auch Wellendurchführung IP67 entragenaue Positionierung fordern. sprechen. Für Anwendungen, die noch höhere Dichtigkeit der Wellendurchführung erfordern, z. B. weil die Sicherheitsfunktionen auf einer Achse. Für die Ma- Welle Schneidflüssigkeiten direkt ausgesetzt ist, könschinensicherheit verantwortliche Konstrukteure nen die Motoren durch den vorhandenen Druckluftanprofitieren in erheblichem Mass von der engen schluss mit Sperrluft beaufschlagt werden. funktionellen Verzahnung der SHX/SPX-Servomoto- Alle bürstenlosen Servomotoren der Reihen SHX und ren mit den NUMDrive X Servoantrieben. Jedes An- SPX sind mit glatter Welle oder mit Passfeder verfügtriebsmodul kann eine Vielzahl an Sicherheitsfunkti- bar, einer elektrisch betätigten Permanentmagnetonen zur Bewegungsüberwachung enthalten, wie Haltebremse (Option) und einer Auswahl untersichere Drehmomentabschaltung, sicherer Stop 1 schiedlicher Statorwicklungen. Sie sind für Umgeund 2, sicher begrenzte Geschwindigkeit usw. Alle bungstemperaturen bis 40 Grad Celsius ausgelegt, kritischen Systemoperationen werden von einer bei Beachtung des entsprechenden Deratings sind zentralen Sicherheits-SPS überwacht, die integraler auch höhere Temperaturen, bis 55 Grad Celsius, Bestandteil der Flexium+ CNC ist. Der modulare An- möglich. (mf) ●. satz ist sehr kosteneffektiv, da er umfassende Sicherheitsfunktionen auf einzelnen Maschinenach- NUM AG sen mit einer minimalen Anzahl zusätzlicher Kom- 9053 Teufen, 071 335 04 11 sales.ch@num.com, www.num.com ponenten möglich macht.


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AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

● Industrial Handling

11.2012 technica

Schneeberger an der Swisstech 2012

Neues aus der Welt der Lineartechnologie Schneeberger, ein Innovationsführer in der Lineartechnologie, präsentiert in Basel neue Produkte, die Lineartechnologie in hoher Präzision ermöglichen und sich massgeschneidert auf die Kundenbedürfnisse abstimmen lassen. Ein Überblick.

D

ort, wo sehr dynamische und gleichzeitig sehr präzise Bewegungen gefragt sind, ist Mineralguss der ideale Werkstoff für die Rahmenkonstruktion mit klaren technologischen, ökonomischen und ökologischen Vorzügen gegenüber Stahl, Grauguss oder Eisenguss. Seine exzellente Vibrationsdämpfung, seine chemische Beständigkeit und seine thermischen Vorzüge überzeugen Kunden: Nicht nur im Werkzeugmaschinenbau, sondern auch in der Medizintechnik, in der Solar-, Elektronik- und in der Verpackungsindustrie und vielen weiteren Anwendungsfeldern. Bei materialgerechter Auslegung bringen Mineralgussteile in montagefertigem Zustand Kostenvorteile von bis zu 30 Prozent gegenüber Graugussteilen oder vergleichbaren Schweisskonstruktionen – und dies bei deutlich kürzeren Durchlauf- und Lieferzeiten.

Lineartechnologie und Mineralguss – ein Erfolg versprechendes Doppel. Seit vielen Jahren hat Schneeberger Erfahrungen mit diesem Werkstoff gesammelt und die Feststellung gemacht, dass Mineralgussteile bei materialgerechter Auslegung in montagefertigem Zustand Kostenvorteile von bis zu 30 Prozent gegenüber Graugussteilen oder vergleichbaren Schweisskonstruktionen bringen – und dies bei deutlich kürzeren Durchlauf- und Lieferzeiten. Ein guter Grund, um nicht nur Mineralguss einzusetzen, sondern auch selbst zu produzieren. Das 2007 in Cheb, Tschechien, eröffnete Werk ist mittlerweile das modernste Europas und gewährleistet eine takt- und massgenaue Anlieferung höchster Qualität. Seit 2010 ist ausserdem ein weiteres Produktionswerk in China in Betrieb. Gerade die Kombination mit dem Schneeberger Stammgeschäft «Linear Technology» verspricht dem Anwender entscheidende Vorteile. Der Mineralguss erzielt eine bis zu zehnmal bessere Dämpfung als Stahl oder Grauguss, wodurch sich eine hohe dynamische Stabilität der Maschinenstruktur erreichen lässt – optimale Voraussetzungen für Komponenten mit hochdynamischer Lineartechnik. Als Anbieter kompletter endmontierter Maschinenstrukturen profitiert Schneeberger ausserdem davon, dass sich Verbindungsteile und Leitungen, aber auch die Sensorik und Messtechnik in die Konstruktion eingiessen lassen. So erhält der Kun-

de auf die kinematischen Anforderungen angepasste, fertig montierte Bau- und Montagegruppen – nach Wunsch komplett bestückt mit Linearführungen, Elektronik und Sensorik, Linearmotoren oder anderen Antriebseinheiten. Noch ein Wort zum Umweltgedanken, der in der Schneeberger-Gruppe eine grosse Rolle spielt: Dank dem Kaltgiessverfahren bedarf Mineralguss keiner zusätzlichen Wärmeenergie im Herstellungsprozess. Energieverbrauch und CO2-Ausstoss sind deutlich geringer im Vergleich zur Stahl- oder Graugussproduktion. Neue Linear- und Miniaturführungen. Ohne hochintegrierte Elektronikkomponenten wäre unser Alltag nicht mehr denkbar. Sie sind das Herzstück in Smartphones, Navigationssystemen oder in den Lesegeräten für Kreditkarten. Die Entwicklung der elektronischen Kommunikationstechnologien ist atemberaubend –

und Schneeberger trägt massgeblich zu diesem Fortschritt bei. Dank hochstehender Lineartechnologie ist es möglich, auch kleinste Komponenten zuverlässig, ultraschnell und mit höchster Präzision auf Trägerstreifen zu platzieren sowie die mikrofeinen Verbindungsdrähte der integrierten Schaltkreise in minimalen Abständen fehlerfrei anzubringen und zu verschweissen. Integriertes Längenmesssystem Miniscale und AMS. Bis vor wenigen Jahren mussten die Maschinenbauer die mechanischen Linearführungen und die elektronischen Messsysteme einzeln verbauen. Mit dem integrierten Messsystem AMS hat Schneeberger die Funktionen «Messen und Führen» in einem Produkt vereint – und mit Miniscale auf den kleinsten Raum verdichtet. Elektronisch unterstützte Lineartechnologie ermöglicht nicht nur präzise und verlustarme Verschiebungen von einem Punkt zum anderen, sondern liefert gleichzeitig die Informationen darüber, an welcher Position sich das System gerade befindet. Kundenvorteile: Das Messsystem AMS vermindert thermische Abweichungen und arbeitet auch unter extremen Bedingungen präziser und wirtschaftlicher als Systeme mit getrennten Komponenten. Überall dort, wo Geräte und Maschinen hochdynamische und präzise Linearbewegungen vollziehen, schafft die Linearführung mit integrierter Käfig-

zwangssteuerung Formula-S die Voraussetzungen dazu. Formula-S gewährleistet zwischen zwei Schienen das jederzeit zentrierte, punktgenaue und zuverlässige Führen des mit Wälzkörpern bestückten Käfigs. In der Vorbeugung, Diagnostik und Therapie von Tumoren leisten die Linearführungen einen lebenswichtigen Beitrag: Denn je präziser die Bewegungen, desto aufschlussreicher die Tomografenbilder, die Röntgenaufnahmen oder Gewebeproben und desto zielsicherer die Diagnosen. Profilschienenführungen Monorail mit Rollen. Für Windradgetriebehersteller beispielsweise unentbehrlich sind die sogenannten Zahnradfräs- und Zahnradschleifmaschinen, die unter anderem für reproduzierbare und sehr hohe Teilungsgenauigkeit der Zahnräder sorgen. In diesen Zahnradbearbeitungsmaschinen sind hochpräzise und hochsteife RollenLinearführungen unabdingbar dafür, dass unsere Kunden die erforderlichen Spezifikationen der zu bearbeitenden Zahnräder erreichen. Kundenspezifische Führungen und Zahnstangen. Auch wo grosse Schiffe und insbesondere deren Antriebe gebaut werden, leistet die Lineartechnologie von Schneeberger ihren Beitrag. Auf grossen multifunktionalen Langbettdrehmaschinen lassen sich riesige Kurbelwellen oder Antriebswellen drehen, fräsen, schleifen oder auch reparieren – über einen Hub von 40 Metern, bei minimaler Toleranz. Für solche und ähnliche Anwendungen liefert das Unternehmen kundenspezifische Führungen und Zahnstangen – so auch für den Strommaschinenbau, für die Herstellung von Rotorköpfen oder Windkrafträdern. (mf) ● Im Bild zu sehen: Das integrierte Längenmesssystem «Miniscale».

SCHNEEBERGER AG LINEARTECHNIK 4914 Roggwil , 062 918 41 11 info-ch@schneeberger.com, www.schneeberger.com Halle 1.1, Stand L12


technica 11.2012

Antriebstechnik ●

AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

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Direkter Anschluss von Servomotor und Resolver an 12-mm-Busklemme

Servoverstärker in kompakter EtherCAT-Klemme Die Servoklemme EL7201 für das Beckhoff EtherCAT-Klemmensystem integriert im Standardklemmengehäuse einen vollständigen Servoverstärker für Motoren bis 200 W. Durch die Einbindung in das EtherCAT-I/O-System werden der Verdrahtungsund Inbetriebnahmeaufwand erheblich vereinfacht sowie der Platzbedarf und die Kosten reduziert. JAVIER MANCHADO,

form der Klemme bieten diverse Vorteile. Zum einen ist damit eine zusätzliche Kommunikationsschnittstelle zur Steuerung nicht mehr nötig und zum anderen führt dies zu einer erheblichen Reduzierung des Platzbedarfs. Mit der EtherCAT-Servomotorklemme hat der Anwender die Möglichkeit, kompakte und kostengünstige Anlagen zu konstruieren, ohne auf die Vorteile eines Servomotors verzichten zu müssen.

BECKHOFF PRODUKTMANAGEMENT I/O SYSTEME

I

n der Vergangenheit hat sich der Applikateur bei vielen seiner Anwendungen die Frage gestellt «Brauche ich dafür wirklich Servomotoren oder besteht auch die Möglichkeit einer Lösung mit Schrittmotoren?» Oft wurde auf diverse Vorteile der Servomotoren verzichtet. Grund hierfür war, dass der Einsatz von Servomotoren in einer Applikation immer sehr kostenintensiv gewesen ist. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Für den Betrieb eines Servomotors ist üblicherweise ein hoher Elektronikaufwand nötig. Eine genaue Positionierung ist nur mit einem Feedbacksystem möglich. Diese beiden Aspekte wirken sich stark auf den Preis aus. Aus dieser Sicht war die Verwendung von Schrittmotoren für viele Applikateure die günstigere Variante. Dieser kann, durch das interne Zählen seiner Schritte, eine bestimmte Position erreichen und spart dadurch das Feedbacksystem ein. Ein weiterer Kostenvorteil ist die einfachere Ansteuerung des Schrittmotors. Ein Servomotor benötigt eine weitaus umfangreichere und aufwendigere Ansteuerung als ein Schrittmotor. Dafür ist üblicherweise ein hoher Verdrahtungs- und Parametrierungsaufwand nötig. Zudem brauchen Servoverstärker heutzutage viel Platz. Sie müssen im Schaltschrank, separat zur Steuerung, platziert und mithilfe eines geeigneten Bussystems mit der Steuerung verbunden werden. Dies führt schliesslich zu einem erhöhten Platz-, Verdrahtungs- und Kostenaufwand. Vorteile von Servomotoren liegen auf der Hand. «Warum dann überhaupt ein Servomotor, wenn der Schrittmotor auch ohne Feedbacksystem positionieren kann?», fragt sich der Applikateur. Diese berechtigte Frage lässt sich durch eine genaue Betrachtung beantworten. Die Positionierung eines Schrittmotors mithilfe der internen Schrittzählung ist in der Genauigkeit begrenzt, da der Motor in-

Übersichtliche Parametrierung im Drive Manager.

nerhalb eines Schrittes beim Lastwechsel schwanken kann. Ein weiterer Nachteil ist der Drehmomentabbau bei Drehzahlanstieg. Das kann zusätzlich zu Positionierungenauigkeiten führen. Durch das geringere Drehmoment, bei zu hoher Belastung, kann es zu Schrittverlusten kommen, sodass sich der interne Zähler «verzählt». Durch ein geeignetes Feedbacksystem kann dies verhindert werden. Letztendlich schwindet der Kostenvorteil des Schrittmotors gegenüber dem Servomotor. Der Servomotor bietet vielfältige Vorteile, die zu einer effizienteren und leistungsfähigeren Anwendung der Applikation führen können: – Servomotoren haben einen deutlich höheren Wirkungsgrad. – Ein Servomotor ist überlastbar und verfügt daher über eine weitaus höhere Dynamik als ein Schrittmotor. – Das hohe Drehmoment ist bis zu einer hohen Drehzahl belastungsunabhängig. – Der Einsatz eines Servomotors reduziert die Wartung auf ein Minimum. All diese Vorteile kann der Anwender mithilfe der neuen Beckhoff-Servoklemme EL7201 nutzen. Die Integration in die Steuerung und die geringe Bau-

Die Beckhoff-Servoklemme. Die EL7201 ist ein vollwertiger Servoverstärker für den direkten Anschluss von Servomotoren im unteren Leistungsbereich. Weitere Module oder Verkabelung, um eine Verbindung zum Steuerungssystem herzustellen, entfallen dadurch komplett. Das führt zu einer sehr kompakten Steuerungslösung. Durch die E-BusAnbindung der EL7201 stehen dem Anwender die Eigenschaften von EtherCAT in vollen Zügen zur Verfügung. Dazu zählen insbesondere die kurze Zykluszeit, der niedrige Jitter, die Gleichzeitigkeit und die einfache Diagnose, die EtherCAT zu bieten hat. Mithilfe dieser Performance von EtherCAT kommt die Dynamik, die ein Servomotor erreichen kann, optimal zur Geltung. Eine Nennspannung von max. 50 VDC und ein Nennstrom von max. 4 A ermöglichen es dem Anwender, einen Servomotor mit einer Leistung von bis zu 200 W anzutreiben. Als Last können permanent erregte Synchronmotoren mit einem Nennstrom bis 4 A betrieben werden. Zahlreiche Überwachungen, z. B. der Über- und Unterspannung, des Überstroms, der Klemmentemperatur oder der Motorauslastung, bieten ein Höchstmass an Betriebssicherheit. Moderne Leistungshalbleiter garantieren minimale Verlustleistung und ermöglichen, im Bremsbetrieb, eine Rückspeisung in den Zwischenkreis. Mit der Integration eines vollwertigen Servoverstärkers in eine nur 12 mm breite Standard-EtherCATKlemme setzt Beckhoff in Sachen Baugrösse neue Massstäbe. Diese geringe Baugrösse ist dank neuester Halbleitertechnik und dem daraus >>


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THE BIG GREEN BOOK

  NEUHEITEN

  

     Der neue Katalog. Mit Schwerpunkt Vorrichtungsbau und Automatisierungstechnik.

INTRALOGISTIK

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resultierenden sehr hohen Leistungsfaktor mÜglich. Doch trotz der geringen BaugrÜsse muss auf nichts verzichtet werden. Die integrierte, schnelle Regelungstechnik, mit einer feldorientierten Stromund PI-Drehzahlregelung unterstßtzt hochdynamische Positionieraufgaben. Neben dem direkten Anschluss von Motor und Resolver ist auch der Anschluss einer Motorhaltebremse mÜglich. Anbindung an die Steuerung. Ein weiterer grosser Vorteil der EL7201 ist die einfache Anbindung an die SteuerungslÜsung. Die vollständige Integration in das Steuerungssystem erleichtert die Inbetriebnahme und Parametrierung. Wie jede andere Beckhoff-Klemme wird die EL7201 einfach in den Klemmenverbund eingeschoben. Anschliessend kann der Klemmenverbund komplett vom TwinCAT System Manager eingescannt oder vom Applikateur manuell angefßgt werden. Im System Manager kann die EL7201 mit der TwinCAT NC verknßpft und parametriert werden. Die Handhabung kann mit der eines Servoverstärkers AX5000 verglichen werden. Grundsätzliche Parameter werden mithilfe der in den TwinCAT System Manager integrierbaren Drive Manager eingestellt.

20.11.2012 - 23.11.2012 Halle: 2.1 | Stand: A42

VerknĂźpfung mit der TwinCAT NC.

(Bilder: Beckhoff)

Skalierbare Motion-LÜsung. Die Servoklemme ergänzt die Produktpalette der Kompakt-Antriebstechnik fßr die Beckhoff I/O-Systeme, die fßr Schrittmotoren, AC- und DC-Motoren verfßgbar sind. Mit der EL7201 wird das Angebot an Servoverstärkern noch feiner skalierbar: Vom Kleinst-Servoverstärker bis 200 W, in der EtherCAT-Klemme, bis zum AX5000-Servoverstärker mit 118 kW, bietet der Automatisierungsspezialist ein breites Programm, inklusive der Servomotoren.

norelem Normelemente AG Postfach 19 6422 Steinen Fon +41 (0) 41 833 87 00 Fax +41 (0) 41 833 87 09 E-Mail info@norelem.ch Internet: www.norelem.ch

Den neuen norelem-Katalog schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu. Bestellungen telefonisch, per Fax, E-Mail oder online.

Anwendungsbeispiele. Die diversen Vorteile des Servomotors machen die Servoklemme EL7201 mit dem dazu geeigneten Servomotor in einer Vielzahl von Anwendungen Ăźberaus interessant. Die herausragende Dynamik eignet sich beispielsweise optimal im Bereich der Industrieroboter. Anhand der EL7201 kĂśnnen sehr kompakte und dennoch enorm leistungsfähige Mini-Industrieroboter fĂźr Pick & Place, Schweissen und diverse andere Anwendungen konstruiert werden. Doch auch in weiteren Applikationen, wie beispielsweise im Werkzeug- und Verpackungsmaschinenbereich, ist ein Servomotor besonders geeignet. Die hohe Positioniergenauigkeit, die ein Servoantrieb zu bieten hat, ermĂśglicht eine einzigartige Koordination und Synchronisation mehrerer Achsen. Die Vorteile des Servoantriebs in Zusammenarbeit mit der EL7201 ermĂśglichen es, sehr dynamische, präzise und kompakte Applikationen zu konstruieren. (mf) â&#x2014;?

BECKHOFFAUTOMATIONAG 8200 Schaffhausen, 052 633 40 40 info@beckhoff.ch, www.beckhoff.ch Halle 7, Stand 406


Lagertechnik ●

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INTRALOGISTIK

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Neue Trends in der Intralogistik

Anpassungen an die Regal- und Behältertechnik Die Bito-Lagertechnik beweist mit ihren Lösungen, dass sie auf der Höhe der Zeit ist. Denn mit den innovativen Regal- und Behältersystemen des Lagerspezialisten können Unternehmen auf schwankende Mengenentwicklungen von inner- und überbetrieblichen Warenströmen rasch und effektiv reagieren oder ihre Lager und Logistikzentren noch schlanker gestalten und systematisch optimieren.

N

eben dem Trend der immer stärker werdenden Automatisierung sind häufiger auch Optimierungsprozesse beim Einsatz von Behältersystemen und hinsichtlich einer kompakten Bauweise von manuellen Lagern zu beobachten. Auch in der Intralogistik nimmt der Automatisierungsgrad stetig zu. Mit automatischen Lösungen werden reproduzierbare Prozesse sicherer und effizienter, und die Mitarbeiter werden von körperlich schweren, monotonen und damit fehlerbehafteten Prozessen entlastet. Aufgaben wie die Ein- und Auslagerung sowie Prozesse zum Beispiel von Transport oder Verpacken laufen damit schneller und störungsfreier ab.

Shuttle-Systeme für noch mehr Effizienz. Mit steigendem Automatisierungsgrad setzen Unternehmen in ihren Lagern neben Regalbediengeräten (RBG) für das vollautomatische Handling von Stückgut und Paletten auch Shuttle-Systeme ein, um hohe Durchsätze, Packungsdichten und Energieeffizienz bei gleichzeitig niedrigen Kosten und hoher Flexibilität zu erreichen. Die Shuttles fahren in Führungsschienen selbstständig im Lagerkanal, ohne mit einem weiteren Trägerfahrzeug verbunden zu sein und übernehmen den Transport der Ladungsträger innerhalb der Kanäle. Besonders gefragt sind derzeit Multishuttle-Systeme, die die automatische Lagerung von Behältern übernehmen. Das Unternehmen entwickelt gemeinsam mit RBG- und Shuttle-Herstellern komplette Anlagen und liefert die Regaltechnik sowie die individuell passenden Shuttle-Laufschienen. Damit ist ein schneller, flexibler und wirtschaftlicher Zugriff auf die unterschiedlichen Artikel gegeben. Doch nicht nur in der Regaltechnik passt sich Bito dem Automatisierungstrend an. Auch die Behälter für automatisierte Anlagen werden immer wieder modifiziert. Verschiedene Bodenvarianten ermöglichen einen Einsatz entsprechend den Belastungsanforderungen des Lagerkonzepts: Doppelböden verhindern bei hohen Lasten eine Durchbiegung,

der RX-Boden läuft leise und sicher auf Förderbahnen. Ein weiterer Trend geht auch immer mehr dahin, RFID-Transponder fest in Behälter zu integrieren, um mehr Informationen austauschen zu können – ohne dass der Informationsträger verloren geht. Kleinere Losgrössen, wechselnde Produkte. Bedingt durch den Trend zur Individualisierung nimmt die Lagerung von kleinen Mengen je Artikel immer mehr zu. Das stellt für die Intralogistik eine neue Herausforderung dar: Losgrössen werden kleiner, die Zahl der Artikelvarianten steigt dagegen drastisch an. Das hat Auswirkungen auf die Lagertechnik, die Lagerausstattung und besonders auf die eingesetzten Behältersysteme. Wo bislang grössere Ladungsträger gefordert waren, sind jetzt kleinere gefragt. Mit Kufen-Behältertypen im Grundmass 800 x 600 Millimeter bietet der Intralogistikspezialist eine optimale Alternative zu der unhandlichen und schweren Gitterbox an, die an den universellen Bedürfnissen von Produktionsfirmen, Montagebetrieben und Handelsunternehmen ausgerichtet sind. Nach Kanban-Prinzip gerüstet. Im Bereich C-TeileManagement wächst die Nachfrage nach der Bereitstellung von vielen Artikeln auf kleinstem Raum. Der neue C-Teilebehälter CTB wurde entwickelt, um exakt diese Anforderung zu erfüllen. Die Firma hat zudem einen Ultraflachboden mit 20 Millimetern Höhe im Programm. In Kombination mit dem CTBBehälter ergibt sich eine hervorragende Möglichkeit, das Kanbanprinzip im C-Teile-Management umzusetzen und dabei bis zu 20 Prozent mehr Artikel auf gleichem Raum bereitzustellen. Kompakte manuelle Kommissionierung. Eine immer höhere Artikelvielfalt und immer schnellere Lieferzeiten in nahezu allen Branchen fordern oft auch von kleineren und mittleren, schnell wachsenden Unternehmen eine Anpassung der Lagereinrich-

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tung. Eine Investition in einen Neubau kommt vielfach nicht infrage. Daher muss der vorhandene Raum besser genutzt werden. Die Integration einer mehrgeschossigen Regalanlage in das Lagerkonzept stellt eine kostengünstige Alternative zu einer Neuinvestition dar.

Der steigende Automatisierungsgrad macht Anpassungen an die Regal- und Behältertechnik notwendig. (Bilder: Bito)

Fazit. Vorhandenen Raum nachhaltig nutzen – das ist nur ein Aspekt des Themas Nachhaltigkeit, das Auswirkungen auf die Intralogistik hat. Mit einzubeziehen sind auch die ökologischen und sozialen Aspekte. Denn dahinter stehen die bekannten globalen Megatrends wie Ressourcenknappheit, demografischer Wandel, Individualisierung der Gesellschaft oder das schnelle Wachsen der Grossstädte – alles Themen, die massive Auswirkungen auf die Intralogistik haben. Zu den treibenden Kräften für zukunftsorientierte Lösungen in der Intralogistik gehören somit unter anderem Energieeffizienz, die Einbindung älterer Menschen in die Arbeitswelt sowie die sichere Versorgung der Menschen. (mf) ● BITO-LAGERTECHNIK BITTMANN AG 6343 Rotkreuz, 041 790 20 64 info@bito.ch, www.bito.ch


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INTRALOGISTIK

● Materialfluss

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Werkstückträgertransportsystem «Stein 300» in der Anwendung

Schaltwählzüge rationell und flexibel produzieren Von der Seiltechnik über die Flexverseilung zum Schaltwählzug für Fahrzeuge: Küster in Wustrow betreibt mit dem Werkstückträgertransportsystem «Stein 300» auf nur einer Anlage die universell effiziente JIT-Endmontage von 10 unterschiedlichen Schaltwählzugtypen. EDGAR GRUNDLER

I

n den drei deutschen Standorten Ehringshausen/Asslar, Züschen und Wustrow sind bei der Firma Küster etwa 1200 Mitarbeitende damit beschäftigt, die verschiedenen Kunden aus der Automobil- und Zulieferindustrie mit Seilzugsystemen für Feststellbremsen (Ehringshausen) bzw. mit Schaltwählzugsysteme (Wustrow) zu versorgen. Als Kompetenzzentrum für Produktion und Montage von Schaltwählzügen gilt der norddeutsche Standort Wustrow, an dem aktuell 128 Mitarbeitende pro Monat etwa 100 000 Schaltwählzüge fertigen. Dies geschieht mit einem hohen Eigenfertigungsgrad, indem in der Vorfertigung die Draht-

Gründe für die hohen Arbeitsbelastungen ist die Länge und Unhandlichkeit der Schaltwählzüge. Deshalb gingen wir hier schliesslich schrittweise in die Automatisierung und trieben diese immer weiter voran, um die Produktivität und Qualität zu gewährleisten, gleichzeitig die Arbeitswelt zu humanisieren, und nicht zuletzt auch aus Gründen der Kostensenkung und der Wettbewerbsfähigkeit.» Um das spezielle Know-how für die Herstellung der Schaltwählzüge im Betrieb zu halten, befasste sich die hauseigene Abteilung Betriebsmittelbau mit Konstruktion, Herstellung, Installation, Service der Produktions- und Automatisierungseinrichtungen. In jüngster Zeit setzt man bei Küster ACS jedoch stärker auf am Markt erhältliche Komponenten und Subsysteme. So auch in den Jahren 2009/

Das Bild zeigt die Abfahrt eines bestückten Werkstückträgers aus der Startstation zur manuellen Beschickung der Werkstückträger.

seilzüge (hier Flexschläuche genannt) ummantelt und konfektioniert werden und daraus dann, zusammen mit bis zu 12 weiteren Komponenten, montagefertige Baugruppen entstehen. Teilehandling als montagetechnische Herausforderung. Dabei setzt Küster ACS in Wustrow zwar weitgehend auf einen modernen, leistungsfähigen Maschinenpark, ist jedoch zwingend auf kompetente Mitarbeitende angewiesen, weil die langen «flexibel biegeschlaffen» Seilzüge je nach Prozess eine gewisse Herausforderung darstellen. Günter Neuschulz, Fertigungsleiter bei Küster ACS im Werk Wustrow, führte dazu aus: «Einer der

2010, als eine neue Generation von Schaltwählzügen entwickelt wurde. Deren Fertigung bzw. Baugruppenendmontage machte den Aufbau einer neuen, flexiblen sowie umrüst- und damit universell einsetzbaren Montagelinie erforderlich, die aus bis zu 13 Einzelkomponenten bis zu 10 verschiedene Schaltwählzug-Varianten produziert. Die für die Produktion Verantwortlichen von Küster ACS in Wustrow, Werkleiter Thomas Herrmann und Fertigungsleiter Günter Neuschulz sowie die Betriebsmittel-Konstrukteure, favorisierten bald die Realisierung einer modularen Linearmontageanlage. In diese sollten sich je nach Bedarf verschiedenste Prozessstati-

onen integrieren lassen und jene wiederum sollten über ein durchgängiges Werkstücktransportsystem kontinuierlich ver- und entsorgt werden. Teile- und Baugruppentransfer im Umlauf. Während der Planungs- und Evaluierungsphase kam man mit den Materialflussspezialisten von Stein Automation GmbH & Co. KG, D-78054 VillingenSchwenningen, in Kontakt. Das Schwarzwälder Unternehmen ist Hersteller des Werkstückträgertransportsystems «Stein 300», das bis heute weltweit über 3000-mal installiert wurde. Ein Referenzbesuch bei einem Kunden von Küster ACS, der ebenfalls das Werkstückträgertransportsystem «Stein 300» im Einsatz hat, führte schliesslich zur Überzeugung, mit Stein den richtigen Partner gefunden zu haben. Die Wahl fiel auf das modulare Baukastensystem «Stein 300» (Traglasten bis 25 kg), was sich in vielfacher Hinsicht als ideal erwies. Zumal sich die Realisierung der neuen «Schaltwählzügemontageanlage» als klassisches SE-Projekt entpuppte, das sich aufgrund von parallel zum Anlagenaufbau laufenden Produktentwicklungen und -änderungen sowie Kapazitätsanpassungen am Ende über einen Zeitraum von über 20 Monaten hinzog. In enger Zusammenarbeit mit den Konstrukteuren und Monteuren des Betriebsmittelbaus von Küster ACS Wustrow und der Anwendungstechnik von Stein entstand ein Linear-Werkstückträgertransportsystem für 24 Stück Werkstückträger der Grösse 400 x 1300 mm. Die Anlage wurde als Umlaufsystem mit oben (für die Montage- und Prüfoperationen) und unten (für den Leerücklauf) verlaufenden Werkstückträgerförderstrecken konzipiert. Die einzelnen Module des Transfersystems sind so aufgebaut, dass sie mit unterschiedlichsten Prozessstationen kombiniert, und dass auch verschiedenste Zuführeinrichtungen angedockt werden können. Die Anlage von Küster ACS Wustrow besteht demnach sowohl aus standardisierten Band- als auch aus Liftmodulen am Beginn und Anfang der Transferstrecke. Jeder der 24 Werkstückträger mit 400 mm Länge und 1300 mm Breite verfügt über einen Codeträger, der in jeder Prozessstation gelesen wird. Dadurch ist es möglich, die Werkstückträger gemäss Auftrag und Ausrüstungsvariante den richtigen Prozessstationen zuzuführen. Materialflusssystem aus einer Hand. Der Lieferumfang umfasste auch die Logistiksteuerung und die


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Materialfluss ●

INTRALOGISTIK

Software WTSwin, womit der Kunde Küster ACS aus einer Hand ein komplettes Materialflusssystem erhielt. Der Montageprozess gestaltet sich für die Anlagenbediener nun vergleichsweise einfach und ist ohne grosse körperliche Anstrengungen zu bewältigen. Der Bediener legt am Anfang auf den vom Werkstückträgertransportsystem «Stein 300» bereitgestellten Werkstückträger den je nach Varianten benötigten vorkonfektionierten Flexschlauch und weitere typenspezifische Bauteile. Die Werkstückträger weisen entsprechend multifunktionale Aufnahmen auf, sodass sie bei einem Typenwechsel nicht ausgetauscht und auch nicht umgerüstet werden müssen. Da sich die automatisierten Prozessstationen selbsttätig auf den jeweils zu montierenden Schaltwählzug ein- bzw. umstellen, gehen auch die Umrüstungen automatisch vonstatten. Die Anlagenaufsicht muss lediglich die Bunker für die angedockten automatischen Zuführsysteme füllen und dafür Sorge tragen, dass die für GUT befundenen Baugruppen abgenommen und verpackt bzw. die für NIO erkannten und deswegen automatisch ausgeschleusten Baugruppen dem Reparaturkreislauf zugeleitet werden.

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MEHR PERFORMANCE. KÜRZERE BERECHNUNGSZEITEN. BESSERE OBERFLÄCHEN. ■ ■ ■ ■

Neue Normtaschen-Strategie Optimiertes 3D-Schruppen Bessere Analysewerkzeuge Neue 5Achs-Funktionen

Kurzer Anlagenstillstand beim Umrüsten. Der sehr erfahrene Fertigungsleiter Günter Neuschulz äusserte sich abschliessend hochzufrieden mit dem nachdrücklichen und anhaltenden Erfolg des Werkstückträgertransportsystems «Stein 300» und überhaupt mit den Leistungen von Stein Automation während der Beratungs-, Projek-

www.openmind-tech.com

Das Layout der vollautomatischen Montagelinie für 10 Typen Schaltwählzugsysteme; links befindet sich die Aufgabestation zur manuellen Beschickung der Werkstückträger des LinearWerkstückträgertransportsystems «Stein 300». (Graphik: Stein Automation)

tierung-, Installations- sowie der Service- bzw. Betreuungsphase: «Wir montieren heute auf der Anlage 10 verschiedene Schaltwählzugvarianten in Produktions-Chargen von 3000 bis 5000 Stück und müssen demnach öfters umrüsten. Das geht ohne Probleme und mit nur kurzem Anlagenstillstand ab. Wir konnten die Produktivität planmässig stark erhöhen und fertigen in einer Schicht (7,5 Std.) 950 Baugruppen. Für den Betrieb der Anlage setzen wir nur ein bis zwei Mann ein, konnten also auch Personal einsparen. Die Taktzeiten liegen nun bei etwa 15 Sekunden pro Baugruppe. Zusammen mit dem für Stückzahlerhöhungen offenen ‹Stein 300›-basierten Materialflusssystem haben wir noch Kapazitätsreserven und können im Bedarfsfall schnell auf die Kundenwünsche reagieren.» ●

STEIN AUTOMATION GMBH & CO. KG D-78054 Villingen-Schwenningen, +49 (0)7720 8307 20 info@stein-automation.de, www.stein-automation.de


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ZULIEFERINDUSTRIE

● Werkstoffe

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Die Kunststoffspezialisten von Kundert – ein Porträt

Kompetenz hoch vier Die Firma Kundert ist eine von vielen «Hidden Champions», welche es in der Schweiz gibt. Dass Kundert aber nicht global agiert, tut der Sache keinen Abbruch – und hat auch seine Gründe. Ein Rundgang beim Kunststoffspezialisten am Hauptsitz in Jona durch die vier Firmenbereiche. EUGEN ALBISSER

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ls Besucher bei der Firma Kundert am Standort in Jona wird man nicht so leicht aus dem Staunen kommen. Allein das Lager für Halbzeuge mit den 180 verschiedenen Kunststofftypen darf man mit ruhigem Gewissen als sehr ansehnlich bezeichnen: Thermoplaste, und da wieder High-Performance-Kunststoffe wie PI, PEEK, PAI oder Konstruktions- und Standardkunststoffe, dann auch Duroplaste oder Fluorkunststoffe – alles in allem 5000 Abmessungen und damit rund 700 Tonnen Material in 2000 La-

(PUR), dann kommt ihm zwar zuerst Otto Bayer in den Sinn, der das Prinzip der Polyaddition von Diisocyanaten und Polyolener entdeckte, und dann aber gleich die Firma Kundert. Dass die Firma heutzutage zu den grossen Schweizer PUR-Spezialisten zählt, mussten sie sich allerdings hart erarbeiten. «Die Entwicklung von neuen Polyurethansystemen ist eine eigene und sehr anspruchsvolle Arbeit», sagt denn auch Stefan Kundert.

Kunststoffhalbzeug: kundenspezifisch beschriftete Kunststoffzuschnitte. (Bilder: Kundert)

gerflächen. Dem eindrücklichen Lager angemessen ist dann auch der Onlineshop, wo vom aktuellen Lagerbestand aller verfügbaren Abmessungen bis zum verbindlichen (Netto-)Preis alles abgerufen werden kann. Zuschnitte lassen sich einfach und schnell berechnen. Und seit Neuestem können im Onlineshop sogar die Preise für drei verschiedene Mengen bei allen erhältlichen Geometrien und Werkstoffen mit einem Klick gleichzeitig berechnet werden. Doch wenn eine Firma mit dem Spruch «Kompetenz in Kunststoff» wirbt, dann ist daraus zu schliessen, dass das Lager und der Shop zwar bedeutend für die Firma sind, aber noch nicht den Ruf dieses Familienunternehmens ausmacht, das von den Brüdern Markus (Verkauf und Technik) und Stefan Kundert (Finanzwesen und Organisation) in der dritten Generation geführt wird. Lehrgeld bezahlt Polyurethan. Es gibt selbst für einen Fachjournalisten immer wieder Firmen, deren Historie ihm unbekannt ist, deren Namen er aber sofort mit etwas assoziieren kann. Fällt zum Beispiel das Gespräch auf das Thema Polyurethan

Qualität der Firma Kundert: «Die geforderten Lösungen sind kundenspezifisch, und da legen wir einen hohen Wert auf die intensive Zusammenarbeit mit den Kunden», sagt Stefan Kundert. Umso wichtiger ist hier auch die geografische Nähe und daher auch der Grund, weshalb trotz des immensen Wissens das Gros der Kunden aus der Schweiz, Süddeutschland und Italien kommt. Zwar gibt es neben der 120-köpfigen Belegschaft in Jona auch eine Produktion mit 20 Mitarbeitenden in Prag, doch dahinter stecken weder globale Expansionspläne noch ein Auslagerungsszenario. «Wir lassen dort aus Kostengründen die einfachen Teile fertigen», erklärt Stefan Kundert. Die zeitintensive Arbeit mit den Kunden aber geschieht in Jona: die Auswahl des passenden Kunststoffs und des Herstellungsverfahrens, das

Polyurethane: eine Zweikomponenten-PUR-Anwendung mit einem rückprallabsorbierenden Kern und einem Schwingungssystem als Aussenmantel.

Eine Schwierigkeit beim Herstellen von Polyurethanerzeugnissen ist ja, dass der Verarbeiter streng genommen auch gleich der Hersteller des Kunststoffs ist. Er ist es, der die flüssigen Rohstoffe zur chemischen Reaktion bringen muss. Die Variation an Ausgangsstoffen und des Verarbeitungsprozesses ist gross und beeinflusst in starkem Masse, welche Werkstoffeigenschaften sich einstellen. «Wir haben zehn Jahre Lehrgeld bezahlen müssen, bis wir eine Kontinuität in der Qualität hinbekommen haben», sagt Kundert. Heute produziert man bei Kundert daraus Halbzeuge und Fertigteile, wobei Kunden auch spezifisch auf ihre Bedürfnisse aus einem breiten Portfolio von Spezialitäten auswählen können: Härteeinstellung von 10 ShA bis 80 ShD, Mehrkomponentengiessen ohne Kleben, Beschichtungen von Thermo- und Duroplastkernen ohne zu kleben, antistatische Ausrüstungen oder Hydrolyseund Mikrobenschutz. Von einer grossen Auswahl an Farben ganz zu schweigen. Intensive Zusammenarbeit mit Kunden. Der grösste Geschäftsbereich bei Kundert sind aber die Kunststofffertigteile. Und dort zeigt sich eine weitere

Kunststofffertigteil: anspruchsvolles Maschinenbauteil aus keramikmodifiziertem PEEK.

Zeichnen der Teile und schliesslich auch die Fertigungsoptimierung. Fertigteile – neue Wege suchen. Denn auch bei der Produktion von Fertigteilen gibt man sich nicht als einfacher Produzent zufrieden, welcher die spanabhebenden Verfahren beherrscht, sondern auch hier wird getüftelt und nach neuen Wegen gesucht: Als Beispiel dafür kann ein kürzlich entwickeltes Verfahren stehen, welches im Anschluss an die spanabhebende Bearbeitung eingesetzt werden kann und es erlaubt, Bearbeitungsspuren wie


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Werkstoffe ●

ZULIEFERINDUSTRIE

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Die optimale Welt

Drehrillen, Frässtrukturen oder Übergänge zu glätWer sich derart intensiv mit Kunststoffen auseinten oder ganz zu beseitiandersetzt, wie die im Jahr 1906 gegründete Firgen. Bei geeigneter Mama Kundert, der sammelt viel Wissen an. Ein Teil terialqualität ermöglicht dieses Wissens kann sich jeder abholen: auf der es ausserdem, maschinell online zur Verfügung stehenden Datenbank für Brauen und Fasern zu technische Kunststoffe. Das Werkzeug unterstützt Konstrukteure bei der Auswahl des geeigneten entfernen sowie scharfe Materials. Die Datenbank befindet sich auf der Kanten und Ecken leicht Kundert-Website www.kundert.ch. zu verrunden. «Durch das Verfahren erreichen wir eine weitgehend homogene Oberfläche mit einer Rauheit von ca. N6. Dieser Finish von zerspanten Kunststoffteilen eignet sich zum Beispiel für Sichtteile oder Instrumente», sagt Stefan Kundert.

Die Kunststoffdatenbank

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Baugruppenmontage, das All-inclusive-Paket. Dem anhaltenden Trend, Baugruppen gleich beim Teilezulieferer montieren zu lassen, öffnen sich in den letzten Jahren immer mehr Firmen, auch um eine höhere Wertschöpfung im eigenen Haus zu haben. Der Trend geht zu Systemzulieferern, die in All-inclusive-Paketen, angefangen von der Projektierung über die Konstruktion bis zur Fertigung und schliesslich den Service dem Kunden die komplette Übernahme eines Teilprozesses bieten. Hier kommt dem Kunden das spezifische Know-

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Baugruppenmontage: Montage von diversen Kunststoff- und Metallteilen zu einer Komponente für die Fördertechnik.

how von Kundert bei der Montage von anspruchsvollen Kunststoffbaugruppen zugute. Am Ende steht dann die Lieferung einer einbaufertigen Baugruppe. Auch bei Kundert gehört mittlerweile die Montage ganzer Baugruppen zum Standardangebot; die jüngste Abteilung zwar, und doch schon zehn Jahre alt. Ein kontinuierliches Wachstum strebe man mit solchen Ausweitungen an, meint Stefan Kundert. Und ganz nach dem Vorbild vieler engagierter Familienunternehmen fügt er hinzu: «Und dazu muss man auch mal den Mut haben, schlechte Jahre zu akzeptieren.» Die mag es zwischendurch geben, aber den Ruf, in vier Bereichen hervorragend aufgestellt zu sein, und daneben noch «ein soziales Engagement» (Stefan Kundert) zu erfüllen, wie eine grosse Lehrlingswerkstatt und die Kooperation mit einer Behindertenwerkstätte in der Montage, werden sie nicht so schnell hergeben müssen. ●

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ZULIEFERINDUSTRIE

● Zulieferteile

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Interview mit Manfred Schmid, Geschäftsführer der Neida AG

Drehteilelieferant im Wandel Neida war ein Generalist unter den Drehteilezulieferern. Zukunftschancen: nicht gerade rosig. Innert kurzer Zeit aber hat man sich neue Geschäftsfelder gesucht und den Wandel auch dank einem überdurchschnittlichen Netzwerk geschafft. EUGEN ALBISSER

— Herr Schmid, kann man als reiner Drehteilezulieferer heute nicht mehr überleben? Man kann, wenn man spezialisiert ist, wie zum Beispiel unsere Schwesterfirma Bärtschi. Denn wenn jemand Drehteile braucht, die man nur mit der Lupe richtig erkennt und aus schwer zerspanbaren Materialien sind, dann sind sie dort richtig. Für Neida war es da schon schwieriger, da wir als Drehteilezulieferer zwar hohe Qualität lieferten, aber dennoch ein Generalist waren. — In letzter Zeit hat sich viel getan bei Neida. Nicht nur, dass man im 2011 die bis in die USA bekannten Bärtschi übernommen hat, sondern sich auch als Problemlöser einen Namen machte. Der Sprung war schlussendlich nicht mehr sehr gross. Neida hatte immer schon ein riesiges Netzwerk. Ob als Datenbank oder in den Köpfen unserer Mitarbeiter. Wir finden für alle Technologien und Fertigungsverfahren immer einen wirklich guten Spezialisten. Und zwar nicht einer, der dieses oder jenes auch noch kann, sondern der wirklich darauf spezialisiert ist. Oft sind das kleine Unternehmen. Dieses Netzwerk gehört zu unserem Know-how und das haben wir noch mehr ausgebaut und professionalisiert. — Aber Neida fertigt noch selbst. Natürlich, wir haben hier Langdreher und Rundtaktmaschinen. Wir versuchen aber jeweils zuerst, das optimale Fertigungsverfahren für ein Teil zu verifizieren. Danach entscheiden wir, ob wir dies hier fertigen, bei unserer Schwesterfirma oder es teilweise auswärts geben.

liefert die richtige Qualität, zum richtigen Zeitpunkt, zum richtigen Preis». Welches Attribut ist für Sie das wichtigste? Immer die Qualität. — Und was ist für Sie das schönste Kompliment, das man Neida machen kann? Wenn jemand sagt, dass das Teil oder die Baugruppe besser ist als zuvor, als sie es selbst produziert hatten. — Hinter Neida steht seit ein paar Jahren auch der Eigenkapitalfinanzierer DZ Equity Partner, im Zuge einer Nachfolgeregelung im Unternehmen. Man versicherte mir in der Vorrecherche bei der DZ, dass man keine «Heuschrecke» sei, eher ein ruhiger und angenehmer Gesellschafter. Es ist tatsächlich so. Die DZ verfolgt keine Exitstrategie, also nicht dieses kaufen, optimieren und dann gleich wieder verkaufen . — Die DZ ist in Frankfurt zu Hause. Ist Deutschland auch bei Neida ein Thema? Ja, aber nicht wegen der DZ, sondern weil dies ein Markt für uns ist. Wir haben kürzlich auch eine deutsche Website aufgeschaltet, die www.neida-drehteile.de. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit unserer Aufstellung, einer sehr hohen Qualität und den Technologieintegrationen auch in Deutschland erfolgreich sein können. Und dank Bärtschi haben wir nun auch Kontakte nach den USA und Südafrika, nur zwei Märkte in denen wir dasselbe versuchen.

Manfred Schmid, GF Neida: «Man kann auch sagen, wir fertigen — Apropos Bärtschi: Bald werden eure das, wofür wir auswärts niemanden finden können, der es besser Ein Kunde von uns bestellte Kolbenstangen. beiden Unternehmen in Biberist eimacht als wir.» (Bild: zVg) Die sollten nach einem vorgegebenen Verfahnen gemeinsamen Standort haben. ren poliert werden. Das ist in diesem Fall ein Kommt es zum endgültigen Zusamanspruchsvoller Prozess, aber wir fanden in unserem Netzwerk jemanden, menschluss? der das konnte, also bekam dieser von uns das Drehteil beigestellt und der Nein, das nicht. Und das wollen wir auch an der Swisstech zeigen. Wir Kunde am Ende die Lösung aus einer Hand von uns. Man kann auch sawerden einen gemeinsamen Stand haben, sind aber technologisch vergen, wir fertigen das, wofür wir auswärts niemanden finden können, der schiedenartig positioniert, dass man sieht, das ist ein Unternehmen und es besser macht als wir. Denn wenn wir schon Lösungen anbieten, dann doch zwei unterschiedliche. Genauso werden wir es auch in Biberist halten, suchen wir sie und zwar auch solche, die es bisher noch nicht gibt. wo Bärtschi nun seit Kurzem schon eingezogen ist und wir im Dezember nachziehen: getrennt und doch gemeinsam. ● — Neben den Lösungen bietet Neida auch die Baugruppenmontage an – der letzte Schritt zum immer beliebter werdenden One-Stop-Shop. NEIDA AG Das ist so. Wir haben hier ein grosses Wissen zum Beispiel beim Pressen 3380 Wangen an der Aare, 032 613 20 70 und Fügen. Aber auch bei der Baugruppenmontage spielt selbstverständinfo@neida.ch, www.neida.ch lich das Netzwerk eine entscheidende Rolle für die internationale Beschaffung der verschiedenen Komponenten, und dazu muss auch die Logistik BRUNO BÄRTSCHI DREHTEILE AG reibungslos funktionieren. Das ist zwar anspruchsvoll, aber wir haben uns 4562 Biberist, 032 618 15 67 innerhalb kurzer Zeit etabliert. info@bbaertschi.ch, www.bbaertschi.ch

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ZULIEFERINDUSTRIE

● Zulieferteile

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Fokus aktuell – Firmenporträt Hans Eberle AG

Kompetenz rund ums Blech Die Hans Eberle AG hat sich gerüstet, um sich auf dem hart umkämpften nationalen und internationalen Blechmarkt behaupten zu können. Ein Erweiterungsbau mit neuem Blechbearbeitungszentrum und integriertem Hochregallager beweist, dass das bald 60 Jahre alte Unternehmen seiner Investitionstradition treu ist. So können nahezu alle Wünsche der grösstenteils hochspezialisierten Kunden mit optimierten Produktionsprozessen umgesetzt werden. MARKUS FRUTIG

D

as Unternehmen im Glarnerland bietet ein sehr breites Dienstleistungs-Portfolio und ist für die unterschiedlichsten Branchen tätig; klassischer Maschinenbau, Baunebengewerbe, Haushaltsgeräte, Elektrotechnik und Elektronik, Medizinaltechnik, Heizung/Lüftung/Klima, Schienenfahrzeugbau sowie praktisch alle Blechlösungen, welche die Schweizer Industrie benötigt. Andreas Zweifel, Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsleitung, erläutert: «Uns zeichnet eindeutig unsere Vielseitigkeit der beherrschten Prozesse aus; so können wir uns auf alle Anforderungen unserer Kunden zu allen Themen rund ums Blech einstellen. Wir sind nicht die Grössten und (noch nicht) die Besten, aber wir spielen ganz vorne mit in der Champions League.» Eine der Spezialitäten, mit der die Unternehmensgeschichte ursprünglich begann, ist nach wie vor das Metalldrücken, heutzutage natürlich mit modernster CNC-Technologie.

Breite Lösungspalette und Konstruktionsunterstützung. Die Hans Eberle AG ist ein reiner Dienstleister und berät ihre Kunden mit ihrer umfassenden Blech-Kompetenz von A bis Z: von der Entwicklung und Prototypenplanung bis zur finalen Logistiklösung der produzierten, montierten und fertig verpackten Teile. «Eine unserer Stärken zeichnet

sich dadurch aus, dass unsere Kunden nicht bloss mit fertigen Konstruktionszeichnungen zu uns kommen müssen. Sie erhalten nämlich mit der hauseigenen Konstruktionsabteilung umfassende Unterstützung, welche von Projektbeginn an den gesamten Entwicklungsprozess begleitet und betreut», erläutert Zweifel.

Die gesamte Wertschöpfungskette vom gelaserten und entgrateten Blech bis zum fertig lackierten und bedruckten Gehäuse wird hier realisiert.

Systemdienstanbieter mit zeitoptimierten Prozessen. Die Firma verarbeitet hauptsächlich Stahl-, Chromnickelstahl- und Aluminiumblech, aber auch Kupfer- und Messingblech. Mit der neuen Kombi-Stanz-Lasermaschine «TruMatic 7000» von Trumpf können Der Blechspezialist orientiert sich an seinen Kunden und besitzt bis acht Millimeter dicke Stahlbleche alle Instrumente, um auch als Problemlöser eine schlanke Produkmit höchster Präzision geschnitten und tion für individuelle Lösungen zu bieten. Der eigene Werkzeugbau rundet das Portfolio ab. mit vielen integrierten Operationen weiterbearbeitet werden. Im Zuschneidecenter stehen weitere Maschinen wie eine den anschliessenden Blechbearbeitungsmaschinen zweite Stanz-Lasermaschine und ein Flachbettlaser, ermöglicht eine vollautomatische Blechbearbeitung zwei Entgratmaschinen und eine Tafelschere für in einer effizienten Dreischichtfertigung. die Bearbeitung bzw. Weiterbearbeitung zur Verfügung. 2000 Aufträge in der Pipeline. Die in-house verDas neue, 10 Meter hohe und 30 Meter lange netzten Prozesse «bedeuten für den Kunden ganz Hochregallager mit seinen 521 Lagerplätzen zu je klar ein Höchstmass an Effizienz, Flexibilität und drei Tonnen Traglast beherbergt die Blechtafeln in Liefertreue. Wir stellen uns ganz klar auf die indiviallen gewünschten Ausführungen und Stärken. duellen Wünsche unserer über 300 Kunden ein, Das Zusammenspiel zwischen dem Blechlager und von denen jeder auch seine eigenen Bevorratungs-

Panoramablick in die Produktionshalle: Links die neue Kombi-Stanz-Lasermaschine TruMatic 7000 von Trumpf, dahinter das Hochregallager und rechts die TruMatic 6000.


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Zulieferteile ●

ZULIEFERINDUSTRIE

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Die Hans Eberle AG bietet als traditionsorientierter Dienstleister Blechbearbeitung von A bis Z an – unterstützt mit modernstem Know-how und neuesten Maschinen. Die anschliessende Lackierung oder Pulverbeschichtung ist nur ein Teil der zahlreichen Inhousekompetenzen des Unternehmens. (Bilder: M. Frutig)

wünsche hat. Das wird immer wichtiger, auch wenn wir manchmal bis zu 2000 Aufträge parallel durch die Produktion schleusen!», erklärt Zweifel. Die unternehmenseigene Werkzeugbauabteilung bietet darüber hinaus Hand, um in äusserst eng kalkulierten Zeitfenstern Stanzwerkzeuge herzustellen, mit welchen in der Stanzerei komplexe Stanzteile produziert werden können. In der neu geschaffenen Montageabteilung können Blechbaugruppen und ganze Apparate justin-time zusammengebaut werden. Durch das ERPSystem und die interne Terminstelle wird die Produktion von der Bestellung an sorgfältig überwacht und Sonderwünsche wie Nachverfolgbarkeit

berücksichtigt. So gelingt es dem Unternehmen, eine sehr hohe Verfügbarkeit zu erzielen. Neueste zertifizierte Schweisstechnologien. Der Blechspezialist in Ennenda verfügt neben dem modernen Maschinenpark auch über ein kompetentes Team von fünfzehn ausgebildeten und zertifizierten Schweissern. Diese sind bestens mit Edelstahl und Aluminiumbaugruppen oder ganzen Maschinengehäusen vertraut. Ein automatisierter Schweissroboter bietet bei grösseren Stückzahlen oder äusserst komplexen Schweissungen Unterstützung. Das Unternehmen verfügt über verschiedene Schweisszertifikate, wie den Nachweis der schweisstechnischen >>

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ZULIEFERINDUSTRIE

● Zulieferteile

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Die Hans Eberle AG

Gesamte Wertschöpfungskette. Im eigenen Beschichtungscenter können unterschiedliche Verfahren zur finalen Veredelung der Oberflächen genutzt werden; von der Entfettung über die Pulverbeschichtung bis zur Nasslackierung oder dem Tampondruck. Andreas Zweifel ist daher überzeugt, dass das Unternehmen damit als Alleinstellungsmerkmal «die gesamte Breite der Wertschöpfungskette vom gelaserten und entgrateten Blech bis zum fertig lackierten und bedruckten Gehäuse» offerieren kann. Die Tatsache, dass die Hans Eberle AG in der Branche einen guten Ruf hat, ist der Firmenphilosophie des Familienunternehmens zu verdanken, mit seiner hohen Beständigkeit und Zuverlässigkeit im Markt fest verankert zu sein. Kernbotschaft des Unternehmens ist: «Schweizer Qualität zu vernünftigen Preisen», so Andreas Zweifel, Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsleitung (im Hintergrund die neue Produktionshalle und das Rautispitz-Massiv).

Qualitätsanforderungen nach EN ISO 3834-3, die Herstellerqualifikation nach DIN 18800-7 sowie die Zulassung für das Schweissen von Schienenfahrzeugen nach DIN EN 15085-2.

Resümee. Der Grundstein für diesen Erfolg liegt in der langjährigen Familientradition, in fachkompetente Mitarbeitende sowie modernste Maschinen und Technologien zu investieren, um Innovation, Kostenoptimierung und absolute Zuverlässigkeit für die Kunden unter einen Hut zu bringen. Das Ziel verdeutlicht Andreas Zweifel kurz und bündig: «Unsere Kernbotschaft ist, Schweizer Qualität zu vernünftigen Preisen anbieten zu können.» So versucht die Hans Eberle AG stets auf dem neuesten

Das im Jahre 1953 durch Hans und Ursula Eberle gegründete Familienunternehmen gehört mit rund 100 Mitarbeitenden zu den führenden Blechbearbeitungsunternehmen in der Schweiz. Das seit 1997 ISO-zertifizierte Unternehmen stellt im Kundenauftrag verschiedenste Komponenten für Schienenfahrzeuge, Medizinaltechnik, Automobil-, Bau-, Maschinenund Elektronikindustrie her und hat somit kein eigenes Produktesortiment. Im kommenden Jahr wird das Unternehmen 60-jährig.

Stand der Technik, die Blechkreationen ihrer Kunden effizient und preisbewusst umzusetzen. Zweifel resümiert dazu im Sinne der Champions League: «Wir bleiben immer am Ball; das ist der Schlüssel unseres Erfolgs.» ●

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INDUSTRIAL IT

● Konstruktion/CAx

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Unternehmertum gepaart mit Innovationsgeist und den richtigen CAM-Tools sichert Zukunft

Kurze Wege in der Umsetzung Entwicklung, Produktion und Fertigung aus einer Hand erfordern kurze Entscheidungswege, abgestimmte Maschinenkonzepte und ein nahtloses Ineinandergreifen von CAM-Software, die Werkzeuge und Maschinen optimal nutzen. Die TMB Zerspanungstechnik GmbH ist ein solches KMU-Familienunternehmen, welches seit über 11 Jahren eine erfolgreiche Metallverarbeitung anbietet. Seit SolidCAM und das neue «iMachining»-Tool mit von der Partie sind, ist das Vertrauen in die Zukunft gesichert. MARKUS FRUTIG

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ls Dominic Oberpottkamp (Geschäftsführer und Abteilungsleiter Fräsen) erste Erfahrungen mit 2D-Software und einem 2D-CAM-System gemacht hatte und die Teile immer komplexer wurden (unterschiedliche Formen und mehr Verrundungen statt Fasen), ist man bei TMB auf c-works und SolidCAM aufmerksam geworden. Bei einem Workshop Mitte 2010 zeigte das Team von c-works, welche Möglichkeiten sich mit dieser Software realisieren lassen. Oberpottkamp hatte auch einen ersten Auftrag (Federbock) dabei, welchen er gleich vor Ort im CAM umsetzen wollte. Oberpottkamp: «Wir hatten zwar verschiedene CAM-Systeme angeschaut, aber überzeugt hatte mich kaum eines. Das SolidCAM-System hat mir bereits nach der ersten Stunde gefallen und es hat einfach gepasst.» Für Dominic Oberpottkamp waren Bedienung, Benutzeroberfläche, Strategien, Gliederung und Bezeichnung der Softwareoberfläche wichtige Bedingungen, die ihm auf Anhieb gut gefielen. Hugo Bühler, Mitglied der GL/Key Account c-works, erläutert: «Schon vor Workshop-Beginn hatte ja Renate Oberpottkamp bereits eine Teileanfrage bei uns gestellt und wie lange es dauere. Wir hatten dann innert einer Stunde die STEP-Dateien und

konnten das Teil gemeinsam mit Dominic Oberpottkamp über unsere Fernwartungssoftware Netviewer ausprogrammieren. Als er dann im Workshop war, hat er bereits unsere in der Zwischenzeit erstellte Offerte unterschrieben. So begann unsere gemeinsame, erfolgreiche Zusammenarbeit.» Schnellere Produktivität mit Nullfehlertoleranz. Oberpottkamp und sein Team wollten bzw. mussten ja immer schneller werden und dann kamen fast schon automatisch erste Aufträge fürs 3-DKonturfräsen herein; «seither ging es Stück für Stück weiter bis heute zum 5-Achs-Simultanfräsen» erläutert er. Dies wurde mit der im Frühjahr 2012 angeschafften 5-Achs-Universalfräsmaschine «DMU 100 Monoblock» von DMG realisiert, die intern liebevoll Marlene genannt wird. So schaffte TMB die weitere Basis, komplexere Bauteile, umfangreiche Formen, geringere Rüstzeiten und dazu höhere Geschwindigkeiten – auch unter hohem Zeitdruck – zu erzielen. Da TMB ein klassischer Lohnfertiger ist, muss es «oft sehr schnell gehen, denn wir sind auch darauf angewiesen, grundsätzlich alles anbieten können zu müssen. Notfalls auch, wenn beispielsweise Freitagnachmittag ein Auftrag reinkommt, der Samstagmorgen fertig sein muss. Wenn man dann merkt und sieht, wie schnell man mit diesem

Dominic Oberpottkamp (links): «Ich habe ein zuverlässiges System und das Programmieren mit SolidCAM geht schnell, einfach und es funktioniert!» Renate Oberpottkamp (Buchhaltung/Personal), Manfred Oberpottkamp (Seniorchef und Gründer), Gordana Schädler, Angela Zaugg mit Haushund «Bulwye», Hugo Bühler (GF c-works) und Patrick Eiberger (v. l. n. r.). (Bild: M. Frutig)

CAM-System werden kann, dann holt man die Investition schnell wieder rein», sagt er weiter. Das macht nicht nur Anwender, sondern auch Kunden zufrieden und erzielt eine hohe Produktivität mit Nullfehlertoleranz.

iMachining Die von SolidCAM entwickelte und somit exklusive Frässtrategie iMachining verkürzt die Fräsbearbeitungszeiten um bis zu 70 % bei gleichzeitig zumeist deutlich verlängerten Werkzeugstandzeiten und das insbesondere bei schwer zerspanbaren Werkstoffen. Hugo Bühler, Geschäftsleitungsmitglied/Key Account von c-works erklärt: «Früher lernte man in der Berufsschule, dass man beispielsweise bei Stahl mit einem Fräswerkzeug ca. 2.5-mal des Durchmessers in der Tiefe ausfräsen soll. Dank iMachining erreicht man heute ein Vielfaches der Durchmessertiefe! Dazu kommt ein geringerer Werkzeugverschleiss und die Maschine läuft feiner und ruhiger. Voraussetzung sind natürlich moderne Maschinen, die die entsprechenden Parameter für dieses Optimierungstool mitbringen.»

Auftrag gerettet – dank iMachining. Als die Firma einen heiklen Auftrag eines Frästeils mit vielen Kühlrippen realisieren sollte, musste Dominic Oberpottkamp mit einem sehr kleinen Fräser tief in das Material. Als ihm bei «millimeterweiser Zustellung ein Fräser nach dem anderen kaputt ging», rief er kurzerhand bei c-works an, ob es nicht irgendeine andere Möglichkeit gäbe, das Teil zu programmieren, ohne weitere Fräser zu zerstören. Dort bekam er den hilfreichen Rat mit dem iMachining-Tool, aber er war skeptisch: «Als man meinte, ich könne mit dem 80 mm ausgespannten 6-mm-Fräser auf 16 mm Spantiefe gehen, dachte ich ehrlich, die haben einen Vogel. Ich habe dem Team von c-works also die Konstruktionsdaten gesendet, sie haben es mir sofort ausprogrammiert und als ich den fertigen NC-Code in die Maschine eingelesen und den Startknopf gedrückt hatte, ist alles einwandfrei und sauber gelaufen. Vorher hatte ich laut Simulation über 20 Stunden für diese Kühlrippen. Nun ging es mit nur einem Fräser wie durch Butter durch – dazu in nur drei Stunden!» Als er zusätzlich zu einigen Detailfragen mit Solidworks Deutschland Kontakt aufnahm, bekam Dominic Oberpottkamp weiteren Support und Unterstützung per E-Mail bis spät in die Nacht: «Das war


Konstruktion/CAx ●

technica 11.2012

Die Simulation zeigt die realen Bedingungen, auf die man sich 100 % verlassen kann. Oberpottkamp: «Programm und Anwender haben zusammengefunden; das war eine (Bild: TMB) schöne Sache.»

absolut top. Mit SolidCAM habe ich ein grosses Vertrauen und ich bin auch 100 Prozent zufrieden mit iMachining.» Resümee: Verlass auch bei komplexesten Aufgabenstellungen. Nach anfänglichem Herantasten an die CAM-Software ist Dominic Oberpottkamp heute restlos überzeugt und mannlose Übernachtaufträge sind problemlos realisierbar: «Das System ist sehr gut, der Werkzeugkatalog umfangreich und der Postprozessor funktioniert einwandfrei. Ich weiss genau, dass alles richtig eingestellt ist und dass ich so weit gehen kann, einfach ein (Teil-)Pro-

iMachining sicherte TMB bereits den ersten heiklen Auftrag bei einem Frästeil mit vielen Kühlrippen: «iMachining rettete uns sozusagen.» (Bild: TMB)

gramm zu schreiben, es auf die Maschine zu senden und den Knopf zu drücken, um in aller Ruhe weiter programmieren zu können und gegebenenfalls weitere Programmschritte zu ergänzen. In der Zwischenzeit realisiert die Maschine alle Operationen, die ich schon programmiert habe. So kann ich auch ohne schlechtes Gewissen ein Teil in die Nacht hinein laufen lassen, ohne Angst zu haben, dass es eine Kollision gibt. Mit iMachining habe ich dazu einen ‹Problemlöser› bekommen, mit dem ich auch Teile schnell und effektiv herstellen kann, die früher so gut wie nicht machbar waren.» ●

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INDUSTRIAL IT

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TECHNIK

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Normen sorgen für Verlässlichkeit bei Robotik-Projekten

Belastung, Präzision und Vefügbarkeit

VERBÄNDE & ORGANISATIONEN

Wer in der Projektierungsphase einer Automationslösung die Leistungs-, Präzisions- oder Verfügbarkeitswerte der verschiedenen Roboter vergleichen will, ist darauf angewiesen, dass all diesen Werte dieselben Mess- und Berechnungsmethoden zugrunde liegen. Dafür sorgen entsprechende Normen. MARTIN GYSI

B

ei der Auswahl eines geeigneten Industrieroboters für eine Automatisierungsaufgabe sind in der Regel einerseits die Kennwerte bezüglich Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wartungsfreundlichkeit, andrerseits die eigentlichen Kenngrössen des Roboters die wesentlichen Selektionskriterien. Bei den Kenngrössen sorgt VDI 2861 «Kenngrössen für Industrieroboter» für Vergleichbarkeit unter den verschiedenen Fabrikaten. Diese Kenngrössen werden eingeteilt in die Bereiche • Gemetrische Kenngrössen • Belastungskenngrössen • Kinematische Kenngrössen • Genauigkeitskenngrössen

Charakteristisches Industrieroboterdesign. Die charakteristischen Eigenschaften von Industrierobotern werden in der Norm DIN EN 29946 «Industrieroboterdesign: Darstellung charakteristischer Eigenschaften» beschrieben. Die dort aufgelisteten Leistungskriterien werden in der deutschen Fassung der EN 29283 «Leistungskriterien und zugehörige Testmethoden» erläutert. Zu den charakteristischen Eigenschaften zählen demnach Kenngrössen wie Arbeitsraum, Koordinatentransformation, Masse und Abmessungen, Basisaufstellfläche, Steuerung, Programmierverfahren, Belastung und Geschwindigkeit. Die entsprechenden Leistungskriterien sind gemäss EN 29283 «Industrieroboter: Leistungskriterien und zugehörige Testmethoden»: • «Pose»-Genauigkeit in einer Richtung • «Pose»-Wiederholgenauigkeit in einer Richtung • Streuung der «Pose»-Genauigkeit in mehreren Richtungen • Abstandsgenauigkeit >>

Beim Einsatz des Roboters für Bearbeitungsaufgaben sind auch die Prozesskräfte zu berücksichtigen. (Bild: KUKA Roboter Schweiz AG)


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• Abstandswiederholgenauigkeit • «Pose»-Stabilisierungszeit • «Pose»-Überschwingung • Drift von «Pose»-Kenngrössen • Abweichungen beim Fahren einer Ecke • Kenngrössen der Bahngeschwindigkeit • Mindestpositionierzeit • Statische Nachgiebigkeit

Kenngrössen für Industrieroboter

Pose ist mehr als Position. Da man umgangssprachlich oft die «Positioniergenauigkeit» verwendet, sorgt der Begriff «Pose» mitunter für Verwirrung. Gemäss DIN EN ISO 8373 bezeichnet Pose die Kombination von Position und Orientierung im dreidimensionalen Raum. Zu beachten ist zudem der Unterschied zwischen Pose-Genauigkeit und Pose-Wiederholgenauigkeit. Die Pose-Genauigkeit sagt aus, mit welcher Präzision ein Roboter einen Sollpunkt von verschiedenen Positionen und mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten anfahren kann. Die Abweichungen von der Sollposition werden aus mehreren Fahrten ermittelt. Die grösste Abweichung wird als Pose-Genauigkeit angegeben. Demgegenüber gibt die Wiederholgenauigkeit an, wie weit die angefahrenen Istpositionen untereinander streuen, wenn die Sollposition mehrmals

Geometrische Kenngrössen

Belastungskenngrössen

Kinematische Kenngrössen

Genauigkeitskenngrössen

Arbeitsbereich

Nennlast

Geschwindigkeit

Wiederholgenauigkeit (Position, Orientierung)

Mechanische Systemgrenzen

Maximale Nutzlast

Beschleunigung

Wiederholgenauigkeit (Bahn)

Raumaufteilung

Maximallast

Überschwingweite

Allgemeine Genauigkeitskenngrössen

Nennmoment

Ausschwingzeit

Nenn-Massenträgheitsmoment

Verfahrzeit Zykluszeit

von derselben Startposition aus mit identischer Geschwindigkeit angefahren wird. Die Wiederholgenauigkeit sagt also nichts darüber aus, wie genau die Sollposition erreicht wird. Wird ein Roboter nicht (nur) für Handlingaufgaben vorgesehen, sondern auch für Bearbeitungsaufgaben wie Bahnschweissen, Schleifen, Beschichten oder ähnliche Aufgaben, reichen die Positionierund Wiederholgenauigkeiten als Beurteilungskriterien nicht mehr aus. Von grössere Bedeutung ist dann die Bahngnauigkeit, die aussagt, wie genau ein Roboter eine vorgegebene Ablaufbewegung bei festgelegter Geschwindigkeit einhält. VDI-

Richtlinie 2861 definiert dafür folgende Kenngrössen: • Mittlerer Bahnabstand • Mittlerer Bahnstreubereich • Mittlere Bahn-Orientierungsabweichung • Mittlerer Bahn-Orientierungsstreubereich • Mittlere Bahnradiusdifferenz mittlerer Eckenfehler • Mittlerer Überschwingfehler Trag- und Zusatzlasten. Als Traglast bezeichnet man die zu bewegende Last am Anschlussflansch der letzten Achse des Roboters. Sie setzt sich zu-

Ohne Umwege zu maximaler Produktivität? Sicher. Unsere Roboter tragen zur Steigerung der industriellen Produktivität und der Energieeffizienz bei. Denn ABB Robotics Schweiz steht für Kompetenz in der Robotik und der roboterbasierten Automation. Wir unterstützen unsere Partner darin, Roboter gezielt einzusetzen und deren Potenzial optimal auszuschöpfen. Für mehr Informationen: www.abb.ch/robotics

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technica 11.2012

Bei Schweissrobotern spielt die Bahngenauigkeit eine wesentliche Rolle.

sammen aus der Werkzeug- und der Werkstücklast. Lasten an den übrigen Achsen – beispielsweise Pneumatikaggregate – werden als Zusatzlasten bezeichnet. Für die recht komplexe Berücksichtigung der Belastungen durch die Beschleunigungen und Momente an den verschiedenen Achsen bieten die verschiedenen Roboteranbieter in der Regel entsprechende Berechnungstools an. Die genaue Kennnis der Trag- und Zusatzlasten ist insofern von Bedeutung, als sie nicht nur für die Roboterauswahl entscheidend ist, sondern – insbesondere in der Nähe der maximalen Nennlast – einen Einfluss auf die Genauigkeit haben kann. Wird der Roboter für Fertigungs- oder Montageprozesse eingesetzt, sind auch die dabei entstehenden Prozesskräfte zu berücksichtigen. Es sind dies zum Beispiel resultierende Kräfte auf den Roboterarm beim Bearbeiten von Werkstücken wie Fräsen, Schleifen oder Polieren aber auch auftretende Momente beim Schrauben. Der Roboter kann im Rahmen der zulässigen Traglast Kräfte und Momente zusätzlich zum Gewicht des Werkzeugs aufnehmen. Die daraus resultierenden Belastungen müssen deshalb innerhalb der zulässigen Lastdaten liegen. Die Frage nach der Verfügbarkeit. Die Verfügbarkeit des «nackten» Roboters ist nach heutigem Stand der Technik bei den meisten Herstellern so hoch, dass sich Verfügbarkeitsüberlegungen schon fast erübrigen. Je komplexer der Aufbau einer Applikation ist, d. h. je mehr Subsysteme gekoppelt werden, desto mehr stellt sich aber die Frage nach der Verfügbarkeit. Eine wesentliche Aussagegrösse ist dabei der mittlere Abstand zwischen Fehlern (MTBF Mean Time Between Failure). Für die Berechnung des MTBF kann die Norm DIN EN/IEC 61709 konsultiert werden. Als Basis für die Berechnung verwendet man dazu die reine Produktionszeit, daher die Zeit während der die Anlage voll produktiv sein soll, sowie die

(Bilder: KUKA Roboter Schweiz AG)

Anzahl der erfolgten Ausfälle. 4 Ausfälle während einer Produktionszeit von 5 Schichten à 8 Stunden ergibt demnach einen MTBF von 10 Stunden (5 x 8 h/4). Als Ausfallrate bezeichnet man den reziproken Wert des MTBF – in obigem Beispiel als 0,1 Ausfäl-

le/Stunde. Aus der Verfügbarkeit oder der MTBF von Teilsystemen lässt sich die Gesamtverfügbarkeit eines Systems errechnen. Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, ob die Teilsysteme parallel oder seriell arbeiten. Werden MTBF-Angaben gemacht, so sollten zusätzlich die umgebungs- und funktionsbedingten Beanspruchungen, die Ausfallkriterien und die Geltungsdauer mit angegeben werden (z. B. Umgebungstemperatur, Anzahl der Start-/Stopp-Zyklen pro Tag, Einhaltung von Wartungsvorschriften usw.). Unter ungünstigen Betriebsbedingungen können wesentlich geringere MTBF-Werte (höhere Ausfallraten) auftreten. Andererseits kann durch ein Derating die MTBF grösser (Ausfallrate kleiner) sein. Aussagen über MTBF-Werte sind nur während der geplanten Geltungsdauer (z. B. Brauchbarkeitsdauer) gültig. Danach kann die Ausfallrate aufgrund von Abnutzungserscheinungen deutlich ansteigen. Die MTBF muss weiterhin unterschieden werden von der Brauchbarkeitsdauer (engl. useful life) eines Geräts: Die Brauchbarkeitsdauer gibt die Zeitdauer an, auf die ein Gerät bei der Entwicklung ausgelegt wurde. Sie ist u. a. auch durch die Dimensionierung von Verschleissteilen bestimmt. ● Quellen: Kuka Roboter Schweiz AG, www.kuka-roboter.ch


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Automatisiertes Einlegen und Entfernen von Teilen in CNC-Dreh- und Fräscenter

«Der geringe Platzbedarf gab den Ausschlag» Das Automationssystem Bachmann Feedmaster zeichnet sich dank seiner kompakten und modularen Bauweise durch einen geringen Platzbedarf und eine hohe Flexibilität aus. Die Moser-Ingold AG setzt mit Erfolg auf dieses System, um Teile automatisch in ein CNC-Dreh- und Fräscenter einzulegen und wieder zu entfernen.

N

eu an der Bachmann Feedmaster (BFM) ist, dass es sich um ein kompaktes Automationssystem handelt, das modular erweitert werden kann. So sind zum Beispiel Module

mit Förderbändern, Teilerutsche, Visionsystem, Palettensystem oder Teleskopachse verfügbar, sowie Autonomieerweiterungen durch Stackersysteme. Diese Erweiterungen können auch nachträglich je-

Mobiles Automationssystem. Neu ist zudem, dass die BFM innert kürzester Zeit für eine neue Anwendung neu positioniert und programmiert werden kann. Dies ist möglich, weil die BFM dank Rollen mobil ist und über ein Steuerungssystem verfügt, das intuitiv via Touchscreen-Panel bedient werden kann. «Für Unternehmen, die auf der Suche nach einem Automationssystem sind, das an verschiedenen Maschinen und für verschiedene Anwendungen eingesetzt werden kann, ist die BFM ideal», sagt Roger A. Bachmann, Geschäftsführer der Bachmann Engineering AG, die hinter der Neuentwicklung steht.

PRODEX: Halle 1.0, Stand B 21

Der erste Profi-Torwart mit Kopfballtor-Qualitäten Der weltweit erste Greifer mit Vielzahnführung PGN-plus, Universalgreifer von SCHUNK

Rainer Scholl, Greifsystemkomponenten, Meisterbereich Schleifen

Superior Clamping and Gripping

derzeit realisiert werden. So lässt sich das Anwendungsspektrum der BFM, die auf einem Roboter von Universal Robots basiert, je nach Bedarf oder Veränderungen am Markt erweitern und anpassen.

Jens Lehmann, deutsche Torwartlegende

«Einfache Bedienung hat uns überzeugt». Für die beiden Geschäftsführer der moser-ingold ag, Markus Beck und Rolf Ochsenbein, im bernischen Thörigen haben noch andere Aspekte den Ausschlag für den Kauf der BFM gegeben: «Entscheidend war für uns, dass dieses System nur wenig Platz benötigt und ohne Schutzgitter eingesetzt werden kann. Überzeugt hat uns zudem die einfache Bedienung.» moser-ingold ag ist Hersteller und Lieferant von qualitativ anspruchsvollen einbaufertig bearbeiteten Präzisionsdreh- und Frästeilen. Daneben hat sich das Unternehmen, das rund 40 Mitarbeitenden beschäftigt, auf die thermische Entgratung spezialisiert. Einlegen und Entfernen. Die MoserIngold AG, die Teile auf Dreh- und Fräscentren mit Stangenlader (bis 65 mm Durchmesser) und Linear- oder Knickarmroboter (bis 210 mm Durchmesser) bearbeitet, ist kontinuierlich daran, die Effizienz der Produktionsprozesse zu erhöhen. Automationslösungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Beck: «Wir sind gezwungen, unsere Stückkosten zu


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© Jo Teichmann

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Die beiden Geschäftsführer der Moser-Ingold AG, Rolf Ochsenbein und Markus Beck: «Wir sind gezwungen, unsere Stückkosten zu senken. Dies gelingt uns mit mannarmer Fertigung.»

Reaktionsschneller Roboter sucht analytische Arbeit.

Ohne Schutzzaun und auf wenig Raum: Die Bachmann Feedmaster legt ein unbearbeitetes Teil ein. (Bilder: Bachmann Engineering)

senken. Dies gelingt uns mit mannarmer Fertigung und mehr Produktionsstunden pro Tag.» Auch die Bachmann Feedmaster leistet hier einen wichtigen Beitrag. Das innovative Automationssystem wurde gemäss Beck bisher für das Einlegen und Entfernen von schlanken Drehteilen in ein CNC-Dreh- und Fräscenter mit Doppelspindel und Doppelrevolver eingesetzt. Dabei holt der Roboterarm ein Teil und legt es zur Bearbeitung in den einen Revolver des CNCCenters ein. In einem nächsten Schritt entnimmt der Roboterarm das im vorgängigen Prozessschritt eingeführte und nun bearbeitete Teil aus dem zweiten Revolver des Centers und deponiert es auf einer Ablage. Gemäss Bachmann ist dies nur eine von vielen Anwendungsmöglichkeiten. Er ist deshalb vom Potenzial der Neuentwicklung, die er auch schon nach Osteuropa exportieren konnte, überzeugt: «Mit der BFM haben wir ein hoch flexibles Automationssystem entwickelt, bei

dem die Investitionen vergleichsweise sehr gering sind. Von diesem System können auch kleinere Unternehmen profitieren, wenn sie ihre Arbeits- und Fertigungsprozesse optimieren wollen.». (ea) ●

Mein Name ist KR 300 PA, und ich empfehle mich für präzise Manipulationen in der chemischen und pharmazeutischen Forschung und Industrie. Also dort, wo hohe Qualitätsund Hygieneanforderungen, aufwendige Verfahrenstechniken und strengste Sicherheitsauflagen hohe Ansprüche an die Automatisierungslösung stellen. Weitere Informationen über mich und weitere motivierte Kollegen finden Sie unter www.kuka-roboter.ch

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Impulsgreifer mit noch mehr Kraft

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or rund zwei Jahren hat Sommerautomatic seine elektrisch angetriebenen Parallelgreifer der Serie GEP9002 auf den Markt gebracht. Jetzt legt der Greiftechnikpionier noch einmal nach und hat die Baureihe nicht nur elektromechanisch überarbeitet, sondern auch gleich noch um eine neue Baugrösse erweitert. Die Impulsgreifer der Nachfolgeserie GEP9002-B bringen rund 30 Prozent höhere Greifkräfte auf die Backen und wurden zudem um eine neue Baugrösse ergänzt. Mit Greifkräften bis 15 N bei den Ausführungen GEP9002NC-B und GEP9002NO-B und sogar bis 26 N bei den völlig neuen Baugrössen GEP9004NC-B und GEP9004NO-B hat sich damit das Anwendungsspektrum deutlich erweitert. Trotz erhöhter Greifkräfte haben die Greifer aber nichts von ihrer Geschwindigkeit eingebüsst: Sie schaffen noch immer bis zu 250 Zyklen pro Minute und sind bei ihrer Nenngeschwindigkeit von 200 Zyklen/min in der Lage, 30 Millionen Zyklen ohne Wartung zu bewältigen. Auch das Funktionsprinzip ist gleich geblieben, denn nach wie vor arbeitet in den Greifern ein verschleiffester Tauchspulenantrieb. Allerdings hat Sommer-automatic die elek-

Elektrischer 2-Backen-Parallelgreifer der Serie GEP900 (Bild: Sommer-Automatic GmbH)

tromagnetischen Eigenschaften der Spule optimiert, sodass sie bei unverändertem Energieverbrauch noch höhere Kräfte aufbringen kann. Auch die Kinematik wurde überarbeitet und ist nun sowohl robuster als auch leichtgängiger, sodass in der Folge höhere Kräfte auf die Backen übertragen werden können. Die Impulsgreifer müssen nur während der Backenbewegung für maximal 35 Millisekunden bestromt werden und sind ansonsten praktisch stromlos. Die Greifer eignen sich für

alle Automatisierungsaufgaben, bei denen es sowohl auf kurze Zykluszeiten als auch auf einen geringen Energieverbrauch ankommt – also vor allem in der Handhabung von Kleinteilen und bei grossen Stückzahlen. Mit der integrierten Steuerung machen die Impulsgreifer einen echten Plug & PlayEinsatz möglich. Dazu muss lediglich die 24-VoltStromversorgung und die Steuerleitung angeschlossen werden, und schon ist der Greifer einsatzbereit. Auch eine Positionsabfrage per Hall-Sensor ist bereits integriert. Damit wird der Anbau und die Verkabelung von zusätzlichen Abfragesensoren überflüssig, und die Maschinensteuerung ist jederzeit über den aktuellen Zustand der Greifer im Bild. So ist mit geringstem Aufwand eine maximale Prozesssicherheit gewährleistet. Mit den Impulsgreifern ist, anders als bei pneumatischen Systemen, keine Pneumatik-Infrastruktur erforderlich. ● SOMMER-AUTOMATIC GMBH 4500 Solothurn, 032 621 51 52 info@sommer-automatic.ch www.sommer-automatic.ch

Design als strategisches Instrument

Kuka Roboter setzen auf gutes Aussehen Es kommt vor allem auf die inneren Werte an; auf Energieeffizienz, Schnelligkeit, Präzision und Qualität. Doch bei den Robotern der Kuka Roboter GmbH zählt auch das Äussere. Das Augsburger Unternehmen hat das Design als strategisches Instrument erkannt und setzt es gezielt für positive Wirkungen ein.

F

unktionalität und Schönheit schliessen sich bei den Robotern von Kuka nicht aus. Bereits in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung neuer Produkte wird der Industriedesigner Mario Selic hinzugezogen. Die Entwickler bringen die neueste roboterspezifische Technologie ein. Durch das enge Zusammenspiel von Design-Know-how und Ingenieurskunst entstehen Roboter, die nicht nur in mechanischer Hinsicht die höchsten Ansprüche erfüllen, sondern auch gut aussehen – denn ausgereifte Technik muss auch ein ausgereiftes Design haben. Auf Unternehmensseite spart das Design Kosten und Energie und erhöht die Lebensdauer der Produkte, dem Kunden ermöglicht es eine ergonomische und intuitive Benutzerführung. Athletischer Marathonläufer mit enormer Ausdauer. Die Formensprache der Kuka Roboter spiegelt nach aussen die inneren Werte des Gerätes wider. Während das Erscheinungsbild des Roboters früher Robustheit ausdrückte, macht ihn heute seine kernige, entschlackte Anmutung zum athletischen

Marathonläufer mit enormer Ausdauer. Das De- dass das Design zeitlos ist – schliesslich soll der sign sorgt nicht nur für ein ansprechendes Bild, es KUKA Roboter mindestens zehn Jahre und länger kann die technischen Funktionen verbessern. So beim Kunden zum Einsatz kommen. ● begünstigen organisch gestaltete Bauelemente mit fliessenden Formübergängen den mechanischen Kraftfluss und erhöhen die Bauteilfestigkeiten. Die KUKA ROBOTER SCHWEIZ AG Art der Gestaltung verleiht den Robotern eine 5432 Neuenhof, 044 744 90 90 hohe Stabilität und Steifigkeit. Durch die gezielten info@kuka-roboter.ch, www.kuka-roboter.ch Materialeinsparungen im Zuge des erschlankten Roboter-Designs wird neben Gewicht vor allem Energie eingespart. In der Konstruktion wird auf jedes Gramm verbautes Material geachtet, denn überflüssiges Gewicht muss mitgeschleppt und beschleunigt werden. Trotz 30 % Performancesteigerung Abräumer des Jahres: Nach dem ist so das Gesamtgewicht «Red dot»-Award holte der Kuka des Roboters gesunken. Bei KR 270 R2700 ultra nun auch den der Gestaltung der Roboter «German Design»-Award. wird darauf Wert gelegt, (Bild: Kuka)


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Zeitintensive Arbeitsgänge in möglichst hohem Masse automatisieren

Edle Büromöbel präzis verschweissen Bei der Lista Office AG in Degersheim werden Qualitätsbüromöbel produziert. Drei Roboter von ABB sorgen für ein schnelles, präzises Verschweissen der Tischunterbauten ohne störende Spritzer.

U

m die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Schweiz mit seinen vergleichsweise hohen Lohn- und Infrastrukturkosten sowie der starken Währung zu erhalten, müssen die Arbeitsabläufe stetig optimiert und die Qualität gesteigert werden. Diesen Herausforderungen stellt sich auch die Lista Office AG. «Für uns war es wichtig, die zeitintensiven Arbeitsgänge in möglichst hohem Masse zu automatisieren», erklärt Markus Abderhalden, Leiter Produktion in Degers-

Ein IRB 2400 beim punktgenauen Schweissen eines Tischunterbaus. (Bild: ABB)

heim. «Gleichzeitig suchten wir nach einem Schweissverfahren, bei dem sich Spritzer weitestgehend vermeiden lassen. Eine präzise, saubere Schweissnaht spart uns viel Zeit und Aufwand bei der Nachbearbeitung.» Von Fronius perfektionierte Prozesse. Für den Ersatz der bestehenden Roboterschweisszelle, in der Tischunterbauten und -füsse geschweisst wurden, evaluierte Lista Office im Jahr 2006 verschiedene Anbieter von Automationslösungen. Dabei überzeugte das Angebot von ABB mit der Robotertechnik und das Unternehmen Fronius – ein Systempartner von ABB – mit der Schweisstechnik auf der ganzen Linie. «Dass wir in anderen Produktionsbereichen

schon gute Erfahrungen mit Robotern von ABB gesammelt hatten, war ein Pluspunkt im Auswahlverfahren», ergänzt Abderhalden. Zwei IRB 6400 sind seit 2002 in Degersheim im Einsatz. Sie fertigen mit Stosspunkt- und Zangenpunktschweissen die Schubladen für die Büromöbel. 2007 wurde die erste Schweissanlage für die Produktionslinie der Tischunterbauten mit einem IRB 2400 von ABB installiert. Der Sechsachsenroboter ist auf einer Verfahrachse montiert und kann sowohl im «Cold-MetalTransfer»-Modus als auch mit der Technik «Tungsten Inert Gas-Welding» mit Kaltdraht schweissen. Die beiden von Fronius perfektionierten Prozesse zeichnen sich durch eine Minimierung unerwünschter Spritzer beim Schweissvorgang aus. In dieser Anlage können Werkstückgrössen bis zu 3000 mm x 1400 mm verschweisst werden. Zwei Jahre später liess Lista Office eine identische Anlage gleich neben der ersten installieren. So können sowohl die Bestandteile als auch die Software problemlos untereinander ausgetauscht werden. Die Aufspannvorrichtung für die zu schweissenden Metallteile hat Lista Office selbst entwickelt und gefertigt; Roboter, Verfahrachse, Drehtische, Schweissausrüstung und das schützende Rolltor stammen als Gesamtanlage von ABB. Programmierer vor Ort geschult. «Die Bedienoberfläche auf dem Programmierhandgerät haben wir nach spezifischen Kundenwünschen gestaltet», sagt Alain Känel, Verkaufsingenieur bei ABB Schweiz und Experte für Schweissroboter. «Die Schulung für die Programmierung der Gesamtanlage wird – nach einem Grundkurs bei uns in Zürich-Altstetten – anschliessend im Detail an der installierten Anlage beim Kunden durchgeführt.» Eine dritte Schweissanlage wurde 2011 geliefert. Aus Platzgründen kam diesmal aber keine Zelle mit Verfahrachse infrage. Die Lösung besteht aus einem IRB 2600 in Kombination mit einer Takt-Wendevorrichtung für die zu verarbeitenden Werkstücke, wobei die gleichen Schweissverfahren wie bei den beiden bestehenden, grösseren Anlagen zur Anwendung kommen. Pro Schicht reicht ein einzelner Mitarbeiter aus, um alle drei Anlagen zu bedienen. «Diese drei Roboterautomationssysteme haben sich in der Praxis absolut bewährt», betont Markus Abderhalden. «Die Schweissnähte geraten so schön, dass ich sie in unseren Möbeln eigentlich gerne sichtbar lassen würde, ohne sie zu überschleifen. Aber unsere Designer sind da anderer Ansicht», ergänzt er mit einem Augenzwinkern. ●

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Mitglieder swissRobotics.net ABB Schweiz AG

B&R Industrie-Automation AG

Bachmann Engineering AG

Bachofen AG

BlueBotics SA

Bosch Rexroth Schweiz AG

Compar AG

Erismann Consulting Robotics & Automation FANUC Robotics Europe S. A. HES-SO / HEIG-VD

Insys Industriesysteme AG

Kern Studer AG

KUKA Roboter Schweiz AG

Marti Systeme AG

MathWorks GmbH

Mattle Industrieprodukte AG

moveline AG

Novitas Elektronik AG

Robotronic AG

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Sommer automatic GmbH Stäubli AG

SUPSI

Troax Schweiz AG

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Partnerschaft und Kompetenz in der Robotik. Beratung und Unterstützung im Bereich der roboterbasierten Automation. 8048 Zürich +41 58 586 05 15 www.abb.ch/robotics Kompetenz in technologieübergreifenden Systemlösungen/Integrat. von Roboterlösungen/ Dienstleist. sowie Komponenten zum Antreiben, Steuern, Bewegen. 8500 Frauenfeld +41 52 728 00 55 www.br-automation.com Kompetenz in der Projektierung / Planung von Systemen und Gesamtanlagen im Automatisierungsbereich mit Industrierobotern. 4800 Zofingen +41 62 752 49 49 www.bachmann-ag.com Produkte- und Beratungskompetenz für die Sensorik, SPS, Vision und Robotik; Integration von kompletten Roboterzellen. 8610 Uster +41 44 944 11 11 www.bachofen.ch Kompetenz in der Navigation für FTS und Entwicklung von massgeschneiderten mobilen Service-Robotern. 1015 Lausanne +41 21 693 83 14 www.bluebotics.com Kompetenz in technologieübergreifenden Systemlösungen /Dienstleistungen sowie Komponenten zum Antreiben, Steuern, Bewegen. 8863 Buttikon SZ +41 55 464 61 11 www.boschrexroth.ch Kompetenz in der durchgängigen Integration von robusten Roboterlösungen und Kamerasystemen. 8808 Pfäffikon SZ +41 55 416 10 60 www.compar.ch Kompetenz in der Beratung bei der Evaluierung von Anlagen /Systemen mit Industrierobotern und /oder im allgemeinen Industrial Handling-Bereich. 8317 Tagelswangen +41 79 692 56 62 www.erismann-consulting.ch Kompetenz im Bereich Industrieroboter in der Automation. 2500 Biel /Bienne 8 +41 32 344 46 46 www.fanucrobotics.ch Kompetenz in Beratung /angewandter Forschung für Industrie- und Dienstrobotern und Systemen im Automatisierungsbereich. 1400 Yverdon-les-Bains +41 24 557 63 30 www.heig-vd.ch Kompetenz in der Projektierung /Realisierung von Montage- und Bearbeitungsanlagen mit Industrierobotern. 3110 Münsingen +41 31 720 77 77 www.insys.ch Entwicklung und Herstellung von Maschinenschutz-Trennwandsystemen für Roboter und Produktionsanlagen. 8833 Samstagern +41 44 783 22 44 www.kern-studer.ch Kompetenz in Beratung / Verkauf / Service/Schulung/Inbetriebnahme von Industrierobotern in allen Branchen und Anwendungen. 5432 Neuenhof +41 44 744 90 90 www.kuka-roboter.ch Kompetenz in der Projektierung / Planung/Realisierung von schlüsselfertigen, robotergestützten Gesamt- und Teilsystemen. 8803 Rüschlikon +41 43 388 10 10 www.marti-systeme.ch Vertrieb integraler Entwicklungsplattformen MATLAB und Simulink für Automatisierungssysteme von der Idee bis zum Produkt. 3006 Bern +41 31 950 60 20 www.mathworks.ch Handel mit Sicherheitsprodukten zu Robotik-Anlagen, Safety-Beratungen, SafetyPreEngineering, Safety-Schulungen EN-ISO. 8340 Hinwil +41 44 938 13 33 www.mattle-ag.ch Kompetenz in der Realisierung /Greiferkonstruktion und Bau kompletter Automatisierungssysteme im Konsumgüterbereich. 8910 Affoltern am Albis +41 44 762 61 00 www.moveline.ch Beratung / Vertrieb /Schulung /Support von KEBA KeMotion Steuerungslösungen für Robotik, Motion und SPS. 8340 Hinwil +41 44 908 36 66 www.novitas.ch Vertrieb von Mitsubishi Industrieroboter sowie Entwicklung von Automatisierungslösungen für hoch präzise Anwendungen. 8406 Winterthur +41 52 267 02 00 www.robotronic.ch Kompetenz in der Beratung / Partner für Vakuumtechnik in der Automatisierungs-, Handhabungs- und Aufspanntechnik. 8309 Nürensdorf +41 44 888 75 25 www.schmalz.com Kompetenz in der Beratung /Anwendung von Komponenten für die Automation, Industrial Handling und Robotik. 8307 Effretikon +41 52 354 31 31 www.schunk.com Kompetenz in der Handhabungstechnik im Bereich Industrial Handling. 4500 Solothurn +41 32 621 51 52 www.sommer-automatic.ch Hochleistungsroboter für alle Produktionsumgebungen. Für jede Industrie, die Kompetenz und das Engagement eines Teams. 8810 Horgen +41 43 244 22 66 www.staubli.com Bachelor- und Masterstudien in Mechatronik und Automatisierung/Entwicklungsprojekte im Bereich Prozessautomatisierung. 6928 Manno +41 58 666 65 11 www.dti.supsi.ch Hersteller und weltweiter Partner für Maschinenschutz-Trennwandsysteme (Automotiveund Roboterindustrie / Lager und Logistik). 8852 Altendorf +41 52 740 03 36 www.troax.com Kompetenz in Beratung / Verkauf /Service von Automations- und Antriebstechnik im Kreis oder in Linie. 2540 Grenchen +41 32 653 60 10 www.weiss-gmbh.ch


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FORSCHUNG – Pro-Factory-Plus fördert die europäische Wettbewerbsfähigkeit – Mitmachen dürfen alle Unternehmen

Mit Innovation Zukunft anpacken Das EUREKA-Programm Pro-Factory-Plus hilft neue Produktionstechnologien zu entwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit von Europa nachhaltig zu gewährleisten. Ein gewichtiges Wort spricht darin die Schweiz, da die Manufuture-CH Association Mandat und Vorsitz der Forschungsinitiative übernommen hat. einer engen Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Netzwerken, Clustern und Technologieplattformen, sowie in der Pflege bilateraler und regionaler Kooperationen zwischen Industrie und öffentlichen Körperschaften. Hansrudolf Helfer, Präsident EUREKA Umbrella Pro-Factory-Plus, an der Sitzung in Aarau. (Bild: zvg)

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er von EUREKA lancierte «Umbrella ProFactory-Plus» (PF+) stimuliert die Forschung in der effizienten Verwendung von Rohstoffen und der optimalen Energienutzung zur Herstellung von Produkten. Angepeilt sind Aspekte wie Umweltverträglichkeit, Reduktion von Treibhausgasen, Ressourcen-Effizienz, Material- und Energieverschleiss. Damit fördert PF+ die europäische Wettbewerbsfähigkeit und schafft Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unterstützt werden anwendungsorientierte Projekte für clevere Fertigungsprozesse und -systeme für Produkte und Dienstleistungen hoher Wertschöpfung. Mitmachen dürfen alle Unternehmen, doch ist PF+ auf KMUs zugeschnitten, die sich an mehr als der Hälfte aller Projekte beteiligen. Sie profitieren besonders, da ihnen Programme wie EUREKA und Eurostars ermöglichen, grenzüberschreitende Kooperationen rasch und unbürokratisch abzuwickeln. Dank der internationalen Zusammenarbeit können sie sich optimal vernetzen, Kosten senken und Transparenz schaffen. Sie erzielen eine internationale Visibilität und gelangen einfacher auf den europäischen Markt. Der Umbrella unterstützt die KMU in der Entwicklung neuer Produktionstechnologien im Rahmen

Gemeinsam adäquat auf Wechsel reagieren. Den Vorsitz des Umbrella hat die Schweizer Association Manufuture-CH, die vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) das Mandat für die Umsetzung erhielt. «Manufuture-CH stellt Industrie und Hochschule ihr etabliertes Netzwerk zur Verfügung und bietet eine Plattform für Kooperation mit den besten Köpfen auf nationaler wie europäischer Ebene», urteilt Andreas Gut, Schweizer EUREKA-Projektkoordinator am BBT. «Vor allem ausgerichtet auf die Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen, kann Manufuture-CH diese in der Erstellung von Forschungsund Entwicklungsprojekten aktiv unterstützen und helfen, geeignete finanzielle Ressourcen zu erschliessen.» Für Umbrellas, bestehend aus EUREKA-Vertretern und Experten der jeweiligen Industrie, erfolgen in der Regel keine Ausschreibungen. Es handelt sich um thematische Netzwerke, in denen sich Mitgliedsländer zu strategisch wichtigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder ökologischen Forschungsfragen zusammenschliessen und gemeinsam ein Projekt anstossen. Jedes Land verfügt über eine individuelle, im Themenbereich erfahrene Organisation, die Interessenten in der Suche nach geeigneten Partnern berät sowie in der Planung und Durchführung von Projekten berät.

Sich international besser positionieren. Die Delegierten der Umbrellas treffen sich zu zwei Sitzungen pro Jahr, letztmals Anfang Oktober in Aarau. Diskutiert wurde unter anderem, wie man die Projektaktivität von PF+ verstärkt und wie Interessenten Projekte direkt über die Website eingeben könnten. Wichtig ist in Zukunft die Zusammenarbeit mit «ERA-NET Manunet» und der EUREKA Umbrella «Euroagri Foodchain». Das 2006 gestartete «ERANET Manunet» vernetzt Forschende und Unternehmen auf dem Gebiet der Fertigungstechnologien und -prozesse in ganz Europa. Dank ihrer Teilnahme können sich innovative KMU besser im internationalen Wettbewerb positionieren. «Euroagri Foodchain» ist das EUREKA-Portal für die Sektoren Landwirtschaft und Lebensmitteltechnologie. Es will die Wettbewerbsfähigkeit jener Unternehmen durch Innovation verbessern, welche neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen massgeschneidert auf die Anforderungen des Marktes entwickeln. Hier liegen momentan noch viele Synergien für gemeinsame erfolgreiche Aktivitäten brach. «Gestalt und Potenzial der Industrie werden sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren verändern», so Hans-Rudolf Helfer, derzeitiger Präsident von PF+. «Viele Güter und Dienstleistungen, die 2020 auf dem Markt verfügbar sind, kennen wir heute noch gar nicht. Die technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, Gesundheit und Wohlergehen sowie die alternde Gesellschaft werden die treibende Kraft zu deren Entwicklung sein.» Weitere Informationen geben Ihnen die Videos über den Aarau-Event auf. www.manufuture.ch, www.pro-factory-plus.eu

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ENERGIEMANAGEMENTSYSTEM – Optimierung des Energieverbrauchs in sechs Schritten

Analyse-Werkzeug stärkt das Umweltbewusstsein Eine hohe Energieeffizienz hilft den Unternehmen, Kosten zu sparen und sich so besser für den Wettbewerb zu rüsten. Ein entsprechendes Managementsystem ist dabei unverzichtbar.

E

ine hohe Energieeffizienz bedeutet für viele Unternehmen beträchtliche jährliche Einsparungen, die die Wettbewerbsfähigkeit steigern, gleichzeitig wird die Umwelt geschont. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es erforderlich, eine effiziente Vorgehensweise zur Einführung dieser Energiemanagementsysteme zu ermöglichen und zusätzlich auch Einsparungen oder Verbesserungspotenziale zu lokalisieren. Hierfür hat die Professor Binner Akademie in Hannover ein integriertes Analyse-, Diagnose-, Therapie- und Evaluierungswerkzeug entwickelt, das in Form einer Initial- und Detailenergieberatung die Anwender wesentlich dabei unterstützt, gleich beide Fragestellungen optimal zu lösen. Zum einen also ein effektives Energiemanagementsystem nach der ISO 50001 einzuführen, zum zweiten über Energiepotenzialanalysen die Energieeffizienz zu steigern.

Hilfreiche Checkliste. Das «MITO»-Modell bildet den vorgeschriebenen prozessorientierten Ansatz dieses Energiemanagementsystems im Sinne eines kybernetischen Regelkreismodells über die vier Segmente «Management, Input, Transformation, Output» ab. Zu jeder dieser einzelnen Anforderungen gibt es eine detaillierte MITO-Audit-Checkliste, mit der die Anwender alle Anforderungen der Norm compliancegerecht abarbeiten können. Aus der Beantwortung der Fragestellungen und der Darstellung der Ergebnisse durch das MITO-Methoden-Tool über ein Portfoliodiagramm wird der Handlungsbedarf deutlich. Dabei handelt es sich um eine MS-Office- oder SharePoint-Anwendung, in der eine ganze Anzahl von Problemlösungswerkzeugen miteinander über den MITO-ModellOrdnungs- und Anwendungsrahmen in einem übergeordneten Analyse-, Diagnose-, Therapie- sowie Evaluierungszyklus verknüpft sind. Gleichzeitig wird dabei der PDCA-Verbesserungskreislauf abgebildet. Enthalten in der Toolfunktionalität sind verschiedenartige Portfolio-, Affinitäts-, Matrix-, Sensitivitäts-, Korrelations- und Relationsdiagramme und -bäume, erweiterte Nutzwert- und Wirkungsanalysen, FMEA- und PDCA- sowie Reifegradbewertungsmodelle. Im Mittelpunkt stehen zielführende Problemlösungsvorgaben und die Wissensvermittlung bei Anwendung dieser verschiedenen Managementmethoden auf der Grundlage von Referenzchecklisten, -portfolios und -prozessen. Weiter bildet das MITO-Methoden-Tool auch unterschiedlichste, bereits vorhandene oder auch noch selbst zu entwickelnde Evaluierungs-, Assess-

ments- und Reifegradmodelle ab, die ebenfalls über den PDCA-Zyklus umgesetzt werden. Integriert sind Quick-Check-Programme zur Potenzialaktivierung oder Schwachstellenbeseitigung für unterschiedliche betriebliche Aufgaben- und Problemstellungen. Exakte Lokalisierung. Nach der Einführung beziehungsweise Implementierung dieses Energiemanagementsystems nach ISO 50001 können die geschaffenen Managementsystemstrukturen für die Optimierung des Energieverbrauchs in sechs Schrit-

rierbarer Bewertungsmodelle vorgenommen werden. Das MITO-Methoden-Tool bietet auch die Möglichkeit der Ermittlung eines Energieeffizienzreifegrades als Benchmarkinstrument für Vergleich mit anderen Unternehmen. Massnahmen ableiten. Mit Unterstützung des MITO-Methoden-Tools lassen sich Energieverbesserungspotenziale identifizieren und entsprechend der inhaltlichen Ausprägung geeignete Massnahmen zur Effizienzsteigerung ableiten. Hierbei findet konsequent das Regelkreisprinzip Anwendung.

Mittels Regelkreismodell hilft das MITO-Tool, die Fehler zu erkennen und auszuräumen. (Bild: Binner)

ten MITO-Tool-gestützt stattfinden. Auch dafür existiert ein Best-Practice Initialaudit. Hier werden als erstes in Schritt eins die Hauptansatzpunkte zur Energieeffizienzsteigerung abgeleitet, gleichzeitig muss in Schritt zwei aber auch eine Ist-Energieverbrauchsanalyse durchgeführt werden, um ein exaktes Mengen- und Kostengerüst des Ist-Energieverbrauchs zu erhalten. Anschliessend können mit den bereitgestellten Detail-Schwachstelle-Analyseportfolios in Schritt drei die Einsparpotenziale exakt lokalisiert und bestehende Mängel dokumentiert werden. Danach schliesst sich in Schritt vier die Umsetzung mit Massnahmenableitungen an. Auch hierfür existieren Best-Practice-Massnahmenkataloge, die kaskadenförmig den Mängeln, Zielen und Mitarbeitenden zugeordnet werden. In Schritt fünf folgt die Massnahmenumsetzung entsprechend der vorgegebenen Relationsdiagramme, das die Kaskadenverknüpfung ab Handlungsableitung abbildet. Die abschliessende Wirksamkeitsbewertung in Schritt sechs kann über eine ganze Anzahl unterschiedlicher und frei konfigu-

Die notwendige Energieeffizienzanalyse wird jetzt von den einzelnen Mitarbeitern qualitativ wesentlich hochwertiger ausgeführt, weil die MITO-Methodenvorgabe über Referenzportfolios eine klare Abarbeitung der notwendigen Tätigkeiten gewährleistet ist. Ein weiterer Nutzen ist ein gezielter Wissensspeicheraufbau, der das innovationsbezogene Erfahrungs- und Kompetenzwissen von allen Mitarbeitenden über unterschiedlichste Projekte und Kundenaufträge in strukturierter Form prozessorientiert dokumentiert. Bei neuen Aufgabenstellungen können die Mitarbeitenden auf dieses Erfahrungswissen direkt zugreifen und sich jetzt in Form von Deltaanalysen darauf konzentrieren, was bei den jeweiligen Projekten oder Prozessen aus Energieeffizienssicht noch zu verbessern ist. Dadurch werden die Prozess- beziehungsweise Projektzeiten wesentlich verkürzt und die Qualität der Projektergebnisse für den Kunden wesentlich gesteigert, da er ebenfalls an dem geschaffenen Wissenspool partizipiert. (mb) ●


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SOFTWARE – Qlikview halbiert Zeit für Anwendungsentwicklung bei Weidmann

Qlikview besser als SAP? Isolationslösungen für Transformatoren im Bereich Electrical Technology (ETBA) sind weltweit eng verbunden mit dem Namen Weidmann. Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens gehört die Entwicklung massgeschneiderter Produkte für Isolationssysteme auf Basis von Zellulose. Dabei ist es in erster Linie die komplexe und umfangreiche Produktpalette, die für den Erfolg von Weidmann steht: Passgenaue Isolationslösungen und speziell nach Kundenanforderungen konzipierte Teile gehören ebenso dazu wie fertige Bausätze. M A R T I N R A S T, D I R E C TO R S A L E S S C H W E I Z Q L I K TE C H

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a vor allem die Analyse- und ReportingMöglichkeiten für einzelne Geschäftsprozesse nicht mit den Gegebenheiten der modernen Entwicklung und Produktion mithalten konnten, sah sich das Unternehmen in Sachen Business Intelligence (BI) nicht mehr optimal aufgestellt. Stefan Truniger, Head of Corporate Development ETBA bei Weidmann, konkretisiert: «Wir haben mit SAP Business Warehouse (BW) und dem BEx Analyzer gearbeitet, waren aber weder mit den Entwicklungszeiten noch mit der Flexibilität der Reports zufrieden.» Heterogene Systeme und Datenbanken für die Produktion, Kapazitätsplanung oder Budgetkontrolle sowie der Mangel an homogenen

Kennzahlen erschwerten es, den weltweit rund 300 Anwendern aus den verschiedenen Abteilungen zusätzlich systemübergreifende und aussagekräftige Analysen durchzuführen. Schnelle Implementierung. Stefan Truniger benötigte also eine neue BI-Lösung: «Wir haben uns deshalb den entsprechenden Quadranten von Gartner angesehen. Nach Evaluation verschiedener Anbieter fiel die Entscheidung auf Qlikview.» Das erste Erfolgserlebnis stellte sich bereits beim Test ein: Weidmann hatte die Personal Edition von Qlikview heruntergeladen und ausprobiert – ohne auf einen Implementierungspartner zurückzugreifen und ohne programmiertechnische Anpassungen vorzunehmen. Kurz darauf folgte schliesslich die eigentliche

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Halbierung der Entwicklungszeiten. Entsprechend überzeugt zeigt sich der Weidmann-Manager, wenn es um den direkten Vergleich mit früheren Analysewerkzeugen unter SAP BW geht: «Wir wollten es genau wissen und stellten die beiden Werkzeuge einander gegenüber. Dabei sind wir >>

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zu dem Ergebnis gekommen, dass Entwicklungen mit Qlikview rund die Hälfte des Aufwandes erfordern, als das in der Vergangenheit der Fall war – und das war noch am Anfang unserer Lernkurve», wie Truniger betont. Anders als bei SAP BW, das auf einer statischen Datenstruktur basiert, stützt sich Qlikview auf eine flexiblere Anordnung. Die Integration eines neuen Feldes in Qlikview erfordert etwa lediglich wenige Minuten bis zu einer Stunde, wohingegen derselbe Schritt in SAP BW mitunter einen Tag dauern kann. Entscheidend für die kurzen Entwicklungszeiten ist nach seinen Worten allerdings auch die von QlikTech verwendete In-Memory-Technologie, die auch Big Data mühelos verarbeiten kann: «Man kann selbst mit äusserst grossen Datenmengen sehr schnell arbeiten.» Weidmann-Produkte werden in alle Welt geliefert und die komplexen Geschäftsprozesse müssen dennoch beherrschbar bleiben. Im Bild ein Gleichrichter- (Konverter) Transformator im Drei-Schluchten-Damm in China. (Bild: Weidmann)

Fazit. Die Bedeutung der neuen Lösung wird den Verantwortlichen bei Weidmann erst im Laufe der Zeit klar: «Wir arbeiten jetzt erstmals richtig mit den zur Verfügung stehenden Informationen und können so Geschäftsprozesse effizienter steuern.» Plötzlich sei beispielsweise auf Knopfdruck erkennbar, warum Abläufe im Unternehmen länger dauern und wo Verbesserungspotenziale schlummern. (mf) ● www.qlikview.com/ch-de, www.weidmann-electrical.com

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Dauer: 21 Kurstage in 7 Teilen von 2 – 5 Tagen, Dauer: 22 Kurstage in 12 Modulen, plus ca. 20 Selbstlerntage, individuelle Projekt- ca. 20 Selbstlerntage, individuelle Projektarbeit und Zertifikatsprüfung arbeit und Zertifikatsprüfung

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technica 11.2012

Export-Forum osec

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KMU-Exportindikator 4. Quartal 2012: Talsohle durchschritten?

Stabilisierte Exportstimmung Die Exportstimmung unter den Schweizer KMU hat sich im Quartalsvergleich stabilisiert. Die Mehrheit der Branchen erwartet für das 4. Quartal 2012 steigende Ausfuhren. Auch die Aussichten auf den Exportmärkten haben sich verbessert. Zudem bereitet der starke Schweizer Franken den KMU etwas weniger Sorgen. Das ist der Befund des KMU-Exportindikators der Osec und der Credit Suisse.

D

as Exportbarometer der Credit Suisse, das die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten abbildet, notiert für das 4. Quartal 2012 auf einem Stand von –0.86, leicht höher als im 3. Quartal 2012 (–0.92). Damit stabilisiert es sich über der Wachstumsschwelle von –1. Nachdem die KMU-Exportperspektiven der Osec vom 2. zum 3. Quartal 2012 noch von 60.2 auf 55.2 Punkten zurückgingen, haben sie sich nun ebenfalls stabilisiert: Aktuell wird ein Wert von 56.3 Punkten erreicht. Dieser Wert errechnet sich aus der Exportstimmung der KMU für das 4. Quartal 2012 sowie den effektiven Exporten im Vorquartal. Damit deuten die KMU-Exportperspektiven auf leicht steigende Exporte hin, denn die Wachstumsschwelle liegt bei 50 Punkten auf der von 0 bis 100 reichenden Skala. 34,5 % der KMU erwarten für das kommende Quartal einen Exportzuwachs, 45,9 % gehen von einer Stagnation ihres Exportvolumens aus und 19,6 % befürchten rückläufige Exporte.

Wachstumslokomotive Elektrotechnik. Positiver ist das Bild, wenn man auf die Erwartungen der einzelnen Branchen abstellt. Sahen sich zu Beginn des 3. Quartals 2012 nur drei der acht von der Osec befragten Sektoren – Dienstleistungen, Präzisionsindustrie und Chemie/Pharma – auf Wachstumskurs, so sind es zu Beginn des 4. Quartals 2012 fünf Sektoren: Allen voran die Elektrotechnik, die von einem deutlichen Zuwachs ausgeht, sowie mit moderateren Erwartungen die Branchen Chemie/ Pharma, Konsumgüter, Dienstleistungen und Papier. Die übrigen Sektoren gehen für das 4. Quartal 2012 von einem Rückgang aus. Die Unternehmen, die gemäss der Osec in den kommenden Monaten höhere Exporte erwarten, führen dies vor allem auf verstärktes Marketing zurück. Darauf entfallen 51% der Nennungen, gegenüber erst 43 % im Vorquartal (Mehrfachnennungen möglich). 46 % der KMU nennen Produktinnovation als Grund, während es im Vorquartal noch 49 % waren. Weniger Sorgen um Frankenstärke. Etwas entspannt hat sich die Währungsproblematik: Zu Beginn des 4. Quartals 2012 erwarten 64 % der im Rahmen der KMU-Exportperspektiven der Osec befragten Unternehmen, dass sich ihr Exportwachstum als Folge des starken Schweizer Frankens verlangsamen wird. Im Vorquartal waren es noch

Neuer «Swiss Business Hub» in Hongkong Die Schweizer Aussenwirtschaftsförderin Osec schaft die Schweiz als attraktiven Unternehhat am 15. Oktober in Hongkong einen weitemensstandort bekannt und beliebt zu machen. ren Swiss Business Hub (SBH) eröffnet. Die wichHongkong ist das Tor zu China schlechthin und tigsten Aufgaben des neuen SBH sind die Unterkann als regionaler Standort auch andere umliestützung von kleinen und mittleren Unternehgende Länder in Asien bedienen, zum Beispiel men (KMU) aus der Schweiz und Liechtenstein die ASEAN-Staaten.» beim Markteintritt in Hongkong und die Standortpromotion der Schweiz vor Ort. Frank Eggmann wird den neuen Stützpunkt leiten. Der neue Swiss Business Hub (SBH) ist in den Räumlichkeiten des Schweizer Generalkonsulats untergebracht. Der Leiter der neuen Osec-Aussenstelle, Frank Eggmann, wird mit seinem Team exportorientierten Schweizer und Liechtensteiner KMU, die in Hongkong Fuss fassen möchten, beratend zur Seite stehen und zum Beispiel bei der Evaluation des Marktes oder bei der Vermittlung von Geschäftskontakten wertvolle Unterstützung bieten können. Daniel Küng, CEO der Osec, ergänzt: «Der neue Swiss Business Hub Hongkong wird neben der Ex- Daniel Küng, CEO Osec, Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, portförderung auch Aktivitäten zur Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, Standortpromotion der Schweiz wahr- Gregory So, Secretary for Commerce and Economic nehmen und sich darum bemühen, Ent- Development, Rita Hämmerli, Generalkonsulin in (Bild: zVg) scheidungsträgern aus Hongkongs Wirt- Hongkong.

70 %. Besonders resistent zeigt sich der Dienstleistungssektor, in dem nur 41% der befragten Firmen einen negativen Einfluss erwarten. Besonders sensitiv bezüglich Währungsentwicklung sind die Metallindustrie, in der 80 % der KMU einen negativen Einfluss erwarten, sowie der Maschinenbau, mit 57 %. 79 % der befragten KMU geben an, dass der starke Franken negative Auswirkungen auf ihre Gewinnmargen hat. Im Vorquartal waren es 81%. Besonders ausgeprägt ist der Margendruck in der Metallindustrie (100 %), in der Präzisionsindustrie (91%) und in der Elektrotechnik (89 %). Die 21% der KMU, die keinen negativen Einfluss auf ihre Gewinnmargen befürchten, geben als Hauptgrund an, dass sie Preiserhöhungen durchsetzen können oder Absicherungsgeschäfte tätigen. Wachstumsimpulse: Schwellenländer und USA. Gemäss dem Exportbarometer der Credit Suisse sind für die Schweizer Exportwirtschaft vor allem Wachstumsimpulse aus den Schwellenländern zu erwarten. Allen voran sind dies Indien, Russland und die

Türkei, während sich die Aussichten auf dem chinesischen Markt abschwächen. Neu liegen auch die USA wieder über der Wachstumsschwelle. Ungeachtet von Frankenstärke und Eurokrise bleibt Europa die bei weitem bedeutendste Absatzregion für Schweizer Ausfuhren. 91% der durch die Osec befragten Schweizer KMU beabsichtigen, in den nächsten sechs Monaten nach Europa zu exportieren, gegenüber 94 % im Vorquartal (Mehrfachnennungen möglich). Wichtigster europäischer Exportmarkt bleibt Deutschland, wohin 80 % der befragten KMU Waren oder Dienstleistungen ausführen werden (Vorquartal 79 %). Es folgen Frankreich mit 51% (56 %), Österreich mit 47 % (52 %) sowie Italien mit 40 % (49 %) der Nennungen. Deutschland konnte also die Stellung halten, während die anderen umliegenden Länder teils deutlich an Bedeutung eingebüsst haben. (ea) ●

Weitere Informationen zum KMU-Exportindikator für das 4. Quartal 2012 sind unter folgendem Link verfügbar: www.osec.ch/exportindikator


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PRODUKTE

VOLLAND

BECKHOFF

Alles für die Auslagerung Neben Standard-Motorenund Geberleitungen für den Anschluss an nahezu alle Antriebs- und Automatisierungssysteme (Bernecker & Reiner, Bosch Rexroth, Lenze, Siemens), zum Beispiel das schleppkettentaugliche Vollflex Ultradrive Pur, bietet Volland auch komplett montierte Baugruppen sowie eine Vielzahl von kundenspezifischen Sonderlösungen an. Zum Beispiel modifizierte Standardleitungen, die hohen mechanischen Beanspruchungen genügen müssen. Oder Sonderleitungen, appliziert auf Komponenten unterschiedlicher Hersteller und systemabhängige Kabelkonfektionierungen. Volland bietet alles unter einem Dach, was es für die Umsetzung des neuen Auslagerungs-Trends braucht: von der Lagerkapazität und -bewirtschaftung bis zur Kommissionierung nach Kundenwünschen. Mit eigenem Umtrommellager, Ring- und Spulenwicklern sowie Spezialmaschinen werden Kurzlängen-Kommissionierungen und Vorkonfektionierung inhouse ausgeführt. Ein eigener Ansprechpartner garantiert den reibungslosen Ablauf. Mit dem neuen Bereich Cables&Chains will Volland die Ausrichtung auf die neuen Kundenbedürfnisse vollziehen.

LÜTZE

PARKEM

Erweiterte Kapazität für Schaltschrank-Verdrahtungssystem LSC bLütze investiert in das energieeffiziente Verdrahtungssystem LSC. Dafür wurden die LSC-Montagekapazitäten am Standort Weinstadt um rund 70 Prozent erweitert und der Personalbestand im Bereich LSC-Montage zusätzlich erhöht. Weitere Investitionen in Qualitätssicherung und Prozessoptimierung erhöhen die Flexibilität, wodurch künftig noch schneller auf die Bedürfnisse des Marktes reagiert werden soll. Das Lütze LSC-System ermöglicht eine strömungsoptimierte Kühlluftführung im Schaltschrank zur Vermeidung von Wärmenestern und möglichen Überdimensionierungen der Kühlleistung. Der Anlagenbetreiber kann Strom und somit CO2 einsparen, weniger Hotspots bedeuten zudem mehr Betriebssicherheit der Anlage. Lütze AG, 8854 Siebnen, 055 450 23 23 info@luetze.ch, www.luetze.ch

Volland AG, 8153 Rümlang, 044 817 97 97 info@volland.ch, www.volland.ch

Schrittmotorklemme für leistungsstarke Schrittmotoren bis 8 A

Kompakte Rundtische mit Direktantrieb

Mit der Entwicklung der EtherCAT-Schrittmotorklemme EL7051 baut Beckhoff sein Produktportfolio im Bereich der kompakten Antriebstechnik für das obere Leistungssegment weiter aus. An die EtherCAT-Klemme EL7051 sind Schrittmotoren bis zu 8 A bei einer Nennspannung von 80 V DC direkt anschliessbar. Damit ist auch der Antrieb von Schrittmotoren mit einer höheren Leistung direkt aus dem I/O-System heraus möglich. Als Ergänzung zu den vorhandenen Schrittmotorklemmen EL7031 und EL7041, die für Motoren bis 24 V DC und 1,5 A oder 50 V DC und 5 A vorgesehen sind, eignet sich die neue EL7051 als vollständiges Antriebssystem für Motoren bis 80 V DC und 8 A. Die Klemme umfasst sowohl die Ausgänge für den Motor als auch die Eingänge für das Feedbacksystem. Bei einfachen Applikationen kann auf ein Feedbacksystem verzichtet werden, da die Klemme über einen internen Zähler verfügt. Die PWM-Endstufen der EtherCAT-Schrittmotorklemme EL7051 decken einen grossen Spannungs- und Strombereich ab. Sie sind zusammen mit zwei Eingängen für Endlagenschalter in der Klemme untergebracht. Mit einigen Parametern im Objektverzeichnis kann die EL7051 an den Motor und die Anwendung angepasst werden. Zusammen mit dem Schrittmotor AS1060 stellt die EL7051 eine vollständige Klein-Servoachse dar. Bevorzugte Einsatzfelder der Antriebslösung sind zum Beispiel Zustellachsen oder einfache Transport- und Hubbewegungen.

Die RSMT-Rundtische mit Gehäuse, integriertem Torquemotor, Lager und Messsystem eignen sich optimal für anspruchsvolle industrielle Anwendungen in der Uhrenindustrie, Mikromechanik sowie Medical/Pharma, für Werkzeugmaschinen oder Montageund Handlingapplikationen. Ein verstärktes Lager erlaubt hohe axiale Kräfte für beispielsweise Einpress-Vorgänge direkt auf dem Rundtisch. Durch die Positionserfassung direkt an der Last kann eine hohe Steifigkeit und Genauigkeit erreicht werden. Dies ermöglicht sehr kurze Einschwingzeiten, was sich positiv auf die Zykluszeit auswirkt. Die RSMT-Rundtische sind auch in einer Pancake-Bauweise mit nur 22 mm Bauhöhe erhältlich, was in seiner Klasse unschlagbar ist. Auch die hohe Leistungsfähigkeit bis 30 kNm Drehmoment und die Wirtschaftlichkeit bezüglich Kosten sind Argumente, die für RSMT-Rundtische sprechen. Die Hohlwelle für Kabeldurchführungen bieten weitere Vorteile für eine flexible Montage. Auf Wunsch werden die Rundtische anschlussfertig mit vorkonfiguriertem EtherCAT-Servoregler geliefert und können mit geringstem Aufwand in die Applikation integriert werden.

Beckhoff Automation AG, 8200 Schaffhausen, 052 633 40 40 info@beckhoff.ch, www.beckhoff.ch

Parkem AG MotionControl, 5405 Baden-Dättwil, 056 493 38 83 info@parkem.ch, www.parkem.ch


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CONNEX

PRODUKTE

DISTRELEC

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MAXON

Höhere Sitzfestigkeit

Vielseitiger Servocontroller für BLDC-Motoren

Connex-Spannbuchsen verfügen über einen versetzten Wellenschlitz – das Connex-Prinzip, das eine zusätzliche Spannkraft erzeugt. Das heisst, beim Einpressen der Spannbuchsen und der damit verbundenen federnden Kompression im elastischen Bereich des gehärteten Werkstoffs entsteht eine zusätzlich zur Federkraft wirkende radiale Tangentialkraft. Diese führt zu einer höheren Flächenpressung zwischen den Spannbuchsen und der Bohrung und damit zu einer erhöhten Sitzfestigkeit. Dank dem Wellenschlitz ist nicht nur eine erhöhte Sitzfestigkeit, sondern auch eine gute Rundheit am Aussendurchmesser und eine annähernd geschlossene Lauffläche am Innendurchmesser gewährleistet. Ein einfacher und kostengünstiger Ein- und Ausbau ist ohne Verletzung der Einbaubohrung durch die Federeigenschaften der Spannbuchsen möglich. Durch Feindrehen am Innendurchmesser und durch Schleifen des Aussendurchmessers kann bei höheren Genauigkeitsanforderungen das Spiel zusätzlich verringert werden. Viele Connex-Produkte sind spezifisch entwickelte Spezialteile. Im Dialog mit den Kunden werden Anforderungen evaluiert und technische Lösungen erarbeitet. Durch Bemusterungen, die in der Regel kostenlos sind, kann die Wirksamkeit überprüft und bei Bedarf können weitere Optimierungen vorgenommen werden.

Als drittes Mitglied der vor einem Jahr lancierten Servokontroller-Baureihe von Maxon Motor gesellt sich nun der Escon 36/3 EC. Seine spezielle Auslegung ermöglicht die Realisierung kostenoptimierter Antriebssysteme nur mit HallSensoren Feedback (kein Encoder nötig), ohne dabei auf einen vollumfänglichen 4-Q-Betrieb verzichten zu müssen. Er ist für die effiziente Ansteuerung von BLDC-Motoren (bürstenlose DC-Motoren, sogenannte EC-Motoren) mit Hall-Sensoren bis etwa 100 Watt ausgelegt. Wie alle Escon-Steuerungen bietet er hohen Komfort, umfangreiche Funktionalität und optimale Schutzeinrichtungen. Der Escon 36/3 EC besitzt gute Reglereigenschaften und einen sehr schnellen digitalen Stromregler mit enormer Bandbreite zur optimalen Motorstrom-/Drehmomentkontrolle. Das driftfreie, gleichzeitig sehr dynamische Drehzahlverhalten erlaubt einen Drehzahlbereich zwischen 0 und 150 000 min-1 . Der Servokontroller verfügt über umfangreiche Funktionalitäten mit frei konfigurierbaren, digitalen und analogen Ein- und Ausgängen und kann in diversen Betriebsmodi (Drehzahlregler, Drehzahlsteller, Stromregler) betrieben werden. Er wird über einen analogen Sollwert kommandiert. Dieser kann mittels analoger Spannung, externem oder internem Potenziometer, einem Fixwert oder mittels PWM-Signal mit variablem Tastverhältnis vorgegeben werden. Maxon Motor AG, 6072 Sachseln, 041 666 15 00 info@maxonmotor.com, www.maxonmotor.com

Connex AG, 6260 Reiden, 062 749 30 30 office@connexch.com, www.connexch.com

Zuverlässigkeit seit 1964 In München gegründet, ist c heute ein namhafter und weltweit tätiger Hersteller von Schwingquarzen und Oszillatoren für Anwendungen in den Bereichen Automotive, Telecom, Multimedia, Medizin- und Sicherheitstechnik und allen Arten von Industrieund Consumer-Elektronik. Die angebotene Produktpalette reicht vom bewährten, bedrahteten oder SMD-Schwingquarz bis zum hochintegrierten, miniaturisierten Keramik-SMD-Oszillator. Dabei liegt der Fokus der hauseigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf der weiteren Miniaturisierung der Bauteile; speziell für drahtlose Anwendungen in den Bereichen Bluetooth, M2M und den Neuen Energien. So hat der kleinste Schwingquarz von Geyer mit der Bezeichnung KX-4 nur noch eine Baugrösse von 1,6 x 1,2 mm. Neben dem KX-4 gibt es 17 weitere Quarz-Familien, die bei Distrelec ab Lager verfügbar sind. Diese decken sowohl den Standardtemperaturbereich mit –20 … +70 °C als auch den erweiterten Bereich mit –40 °C … +85 °C ab. Mit Innovation und Weiterentwicklung seiner Bauteile, wie z. B. der Erweiterung der Frequenzbereiche und der Einsatzmöglichkeit in noch grösseren Temperaturbereichen, wird Geyer dabei seine Produktlinien weiter auszubauen. Distrelec, 8606 Nänikon, 044 944 99 11 info@distrelec.com, www.distrelec.ch

www.verschlusstechnik.ch


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UNIPRESS

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PRODUKTE

BECKHOFF

CAD/CAM-Software für 2- bis 5-Achsfräsen Die bereits 1957 in Biel als Tochtergesellschaft der Otto Suhner AG gegründete Unipress AG wahrt mit gezielten Investitionen die Konkurrenzfähigkeit in der «Preishochburg» Schweiz. Die Produktion von hochwertigen Stanzteilen, hergestellt auf Inhouse gefertigten Folgeverbundwerkzeugen ist das Kerngeschäft des Unternehmens. Die Fähigkeit, Konstruktionen mühelos zu fertigen, ist für die Unipress absolut unverzichtbar. Das Creo Production Maschining Option bietet dazu eine durchgängige, assoziative Fertigungslösung für alle Dreh- und Fräsoperationen mit zwei bis fünf Achsen. Weil keine Geometriedaten aus einer Zeichnung abgeschrieben werden müssen, können dabei auch keine Fehler gemacht werden. Während des Arbeitens am CAM-System bleibt die CNC-Maschine produktiv. Funktionen für Fertigung gewährleisten eine äusserst präzise Bearbeitung und Einhaltung der Konstruktionsspezifikationen. Konstruktionsdaten lassen sich schneller in hochwertige Werkzeuge/Werkstücke umwandeln, unabhängig davon, für welche CNC-Maschine ein Programm erstellt wird. Funktionen und Erfahrungen können hinterlegt werden, damit wiederkehrende Aufgaben schneller und sicherer zu lösen sind und können mit anderen Anwendungen Informationen austauschen. Mit der Investition in dieses Softwaresystem konnte endlich eine grosse Lücke geschlossen werden, welche zu grossen Durchlaufzeiteinsparungen in den Prozessen führt. Unipress AG, 5242 Lupfig, 056 464 29 48, www.unipress.ch Halle 2.1, Stand E18

BECKHOFF

SAROPACK

Neue Motorserie komplettiert kompaktes Servosystem Beckhoff erweitert das Programm der Synchron-Servomotoren mit der Baureihe AM3100. Die Kompakt-Motoren bis 130 W sind speziell für den Einsatz an der Beckhoff-Servoklemme optimiert. Die Servoklemme EL7201 integriert einen vollständigen Servoverstärker in einer 12-mmEtherCAT-Klemme. Die Kombination aus Servomotorserie AM3100 und Servoklemme bietet eine kostengünstige Servoachse im unteren Leistungsbereich. Trotz geringer Baugrösse ist optional eine Haltebremse integrierbar. Beckhoff erweitert sein Motorportfolio mit der neuen Baureihe AM3100. Die polgewickelten Servomotoren sind für den Betrieb mit der Servoklemme EL7201 ausgelegt. Die Baureihe umfasst drei Typen mit einer Nennleistung von 50 W (Nennspannung 24 V DC) sowie 90 und 130 W (Nennspannung 48 V DC). In der Standardausführung sind die Servomotoren AM3100 mit Resolver und einer glatten Welle ausgestattet. Auch in der kleinsten Bauform können sie optional mit einer Haltebremse bestückt werden. Als Zubehör sind Planetengetriebe und konfektionierte Anschlussleitungen verfügbar. Die EL7201 für das EtherCAT-I/O-System ist ein vollwertiger Servoverstärker für den direkten Anschluss von Servomotoren bis 200 W. Die integrierte Regelungstechnik mit einer feldorientierten Strom- und PI-Drehzahlregelung unterstützt hochdynamische Positionieraufgaben. Beckhoff Automation AG, 8200 Schaffhausen, 052 633 40 40 info@beckhoff.ch, www.beckhoff.ch

Höhere Flexibilität und geringerer Engineeringaufwand Beckhoff lanciert seine PCund EtherCAT-basierten Automatisierungslösungen für die Montage- und Handhabungstechnik. Neben Produktneuheiten wie beispielsweise Multitouch-Panels oder die Servomotoren-Generation AM8000 steht das neue Antriebssystem XTS (Extended Transport System) von Beckhoff im Fokus. XTS integriert in einem System Zuführung, Handling und Montage und ermöglicht völlig neue und flexible Maschinenkonzepte. Es kombiniert die Vorteile zweier Antriebsprinzipien, die Rotations- und Linearsysteme. Der Motor ist zusammen mit Leistungselektronik und Wegerfassung vollständig integriert. Ein oder mehrere Mover – kabellose, bewegliche Trägermodule – können auf einer nahezu beliebigen und flexiblen Streckenkonfiguration bis zu 4 m/s bewegt werden. Optimierter Materialfluss in der Montagetechnik XTS ist vielseitig in verschiedensten Branchen einsetzbar. Es ist geeignet für den Highspeed-Materialtransport: Produkt schieben, Produktabstand anpassen, Produktgeschwindigkeit verringern oder vergrössern, klemmen und bewegen, transportieren und ausschleusen, oder auch manipulieren. Ein unregelmässiger Produktstrom wird vereinzelt und mit konstantem Abstand beziehungsweise Geschwindigkeit an die nächste Bearbeitungsstation abgegeben. Mit XTS können im Bereich Handling, Zuführung und Montage Maschinen kompakter und effizienter gebaut werden. Beckhoff Automation AG, 8200 Schaffhausen, 052 633 40 40 info@beckhoff.ch, www.beckhoff.ch

Klimaneutrale Schrumpffolie

Saropack vertreibt nicht nur Folien, es bietet Verpackungslösungen für Betriebe in jeder Grösse an. Um die bestmögliche Lösung bei Folienverpackungen zu finden, sind gute Beratung, richtige Technik und geeignetes Verbrauchsmaterial unabdingbar. Durch ein Zusammenspiel von Technik, Know-how und Material wird ein Maximum an Produktivität erreicht. Saropack-Folien enthalten keine Schwermetalle, Phthalate (Weichmacher) oder chlorhaltige Bestandteile. Sie sind rezyklierbar und energetisch verwertbar. Zur Ressourcenschonung werden Lösungen mit dünnen beziehungsweise biologisch abbaubaren und Folien aus nachwachsenden Rohstoffen angeboten. Ab dem kommenden Jahr werden in Zusammenarbeit mit Myclimate zudem klimaneutrale Schrumpffolien erhältlich sein. Saropack AG, 9401 Rorschach, 071 858 38 38 saropack@saropack.ch, www.saropack.ch


Wählen Sie Ihr Abo und profitieren Sie von einer regelmässigen 103 Berichterstattung aus Ihrer Branche. technica 11.2012

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LIEFERANTENVERZEICHNIS

Abdeckungen/ ร–l(nebel)abscheider

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technica 11.2012

LIEFERANTENVERZEICHNIS

Diamantwerkzeuge

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Gravieren

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Kompressoren und ZubehĂśr

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Korrosionsschutz Hier kĂśnnte Ihr Eintrag erscheinen! Gerne berate ich Sie: Susanna Franzoni Telefon +41 (o)62 721 00 00 susanna.franzoni@azmedien.ch

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LIEFERANTENVERZEICHNIS

Kreissägemaschinen

LĂśten

Sandstrahl-Anlagen

Kunststoffprofile/-Teile

Mechanische Fertigung

Sandstrahl-ZubehĂśr

Messwerkzeuge

Schichtdicken-Messgeräte

  

 



        



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Sicherheitstechnik

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LIEFERANTENVERZEICHIS

11.2012 technica

TECHNICA RAPPORT

Zahnräder Neue Stromversorgungsgeneration von Puls: die Dimension CPS20-Serie

Aussen klein, innen cool designt Zugegeben, es war ein hĂźbscher Aufwand, den die Firma Puls betrieb fĂźr die '"" " " "

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Premiere eines neuen Produkts. Sogar ein Kabarett trat auf vor den versammelten Medienvertretern. Da fragte man sich heimlich: Wird nun tatsächlich im Anschluss das angekßndigte kleine Wunder gezeigt, oder ist alles nur Show und wenn nicht: wie klein wird das Wunder sein?

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MICHAEL RASPOTNIG, EUGEN ALBISSER

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igentlich hätte es kein Kabarett gebraucht zur Produktpremiere. Denn mit den minimalen Abmessungen von 65 x 124 x 127 mm, war der Fall klar: Der neuen Stromversorgungsgeneration CPS-20-Serie gehĂśrt die Show. Und alle anwesenden Fachleute konnten sich denken, dass beim gleichzeitig angekĂźndigten ÂŤbesten Preis-Leistungs-VerhältnisÂť auch eine gehĂśrige Portion neuer Techniken im Innern fĂźr ZĂźndstoff sorgen mĂźsste. Doch Puls-SchweizGeschäftsfĂźhrer Heinz Setz wollte mit dem Kabarett â&#x20AC;&#x201C; das sich mit Klischees auseinandersetzte â&#x20AC;&#x201C; auch gleich mit ein paar anderen gängigen Klischees aufräumen. ÂŤUnter anderem, dass die Stromversorgung ein langweiliger Bereich seiÂť, sagte er. Das ÂŤCool DesignÂť. Heinz Setz sollte recht haben. Zur neuen und interessanten CPS-Technik gehĂśrt unter anderem das von Puls wiederentdeckte und weiterentwickelte Hiccup-Ă&#x153;berlastverhalten. Aber auch â&#x20AC;&#x201C; und davon soll hier die Rede sein â&#x20AC;&#x201C; das sogenannte ÂŤCool DesignÂť. Darunter definiert die Puls GmbH ein Design, welches den Schwerpunkt auf eine mĂśglichst geringe Wärmeentwicklung legt. Es baut auf drei Grundsätzen auf: Erstens dem durchgängig hohen Wirkungsgrad, zweitens der optimierten Entwärmung des Gerätes und drittens der durchdachten Anordnung temperaturempfindlicher Bauteile im Gerät. Der Vorteil eines hohen Wirkungsgrades liegt auf

Departement Mathematik

der Hand und ist kein Selbstzweck der Hersteller von Stromversorgungen. Die geringeren Verluste reduzieren den Aufwand der KĂźhlung, verlängern die Lebensdauer und erhĂśhen die Zuverlässigkeit von Geräten. Optimierte Entwärmung. Die von den Verlusten erzeugte Wärme lässt sich aber nicht vermeiden und muss mĂśglichst direkt an die Umgebung abgegeben werden. Hierzu dienen die Gehäuseaussenflächen und der Konvektionsluftstrom, der das Gerät durchstrĂśmt. Der Konvektionsluftstrom soll mĂśglichst nicht durch Bauteile behindert werden, in der Praxis lässt sich das aber oft nicht vermeiden. Umso wichtiger ist es, KĂźhlkanäle zu installieren und diese gleichwertig zu den anderen Bauteilen im Gerät zu betrachten. Dies ist bei den neuen Geräten der CPS20-Serie ideal umgesetzt worden. Neben den installierten KĂźhlkanälen wurde auch eine kurze und direkte Anbindung der Wärmeerzeuger realisiert und ungĂźnstige thermische Ă&#x153;bergänge wurden vermieden. Das ausgeklĂźgelte KĂźhlkonzept der CPS20-Serie macht interne KĂźhlkĂśrper vollkommen ĂźberflĂźssig. Durchdachte Anordnung temperaturempfindlicher Bauteile. Schaltungsentwickler neigen dazu, das Layout der Bauteile nach den elektrischen Anforderungen zu optimieren und gehen dabei nicht selten Kompromisse im thermischen Design ein. Schon seit vielen Jahren erlegt sich Puls freiwillig den Hausstandard einer Lebensdauer von mindes-

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technica 11.2012

TECHNICA RAPPORT

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Überzeugende Leistung

Seitenansicht eines CPS20.241 mit den ausgeprägten Luftkanälen und der Simulation des Luftstroms. (Bild: Puls GmbH)

tens 50 000 Stunden für Geräte der DimensionSerie auf (gilt bei Nennlast, Nenneingangsspannung und 40 °C Umgebungstemperatur). Das zwingt die Entwicklerteams dazu, lebensdauerbestimmende Bauteile in den kühleren Bereichen zu platzieren. Wird das Ziel von 50 000 h nicht erreicht, gibt es gnadenlos eine zusätzliche Entwicklungsschleife. Temperaturempfindliche Bauteile sind vor allem Elektrolytkondensatoren, Varistoren und Optokoppler. Die Anzahl der Elektrolytkondensatoren sind in den Stromversorgungen der DIMENSION CPS20-Serie auf ein Minimum von vier Stück reduziert und befinden sich alle in der Nähe des kühlen Lufteintritts. Bei Mitbewerbern wurden bei vergleichbaren Geräten bis zu 22 solcher Kondensatoren gezählt, welche dann natürlich über die ganze Platine verstreut angeordnet sind. Die Nutzen des «Cool Designs». Kleine Bauformen und geringe Gewichte sind eines der wichtigsten

Kriterien moderner Stromversorgungen. Die durch den höheren Wirkungsgrad möglich gewordenen kleinen Bauformen sparen Platz auf der DIN-Schiene und erlauben auch kleiner dimensionierte Schaltschränke. Ein weiterer Nutzen liegt in der einfacheren Integration in Maschinen. Das Volumen und Gewicht der Geräte und Anlagen verringern sich und schaffen zusätzliche Möglichkeiten der Optimierung. Das Konzept des «Cool Designs» hat hier seine Stärken. Da keine internen Kühlkörper benötigt werden, entfällt dieses Gewicht und Volumen wie auch das des zugehörigen Montageund Isoliermaterials. Letztendlich spart man auch die Kosten für diese Bauteile, was dem Endpreis zugute kommt. ●

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Die Dimension CPS20-Serie Bei einer Gerätebreite von nur 65 mm liefern die CPS20-Geräte sichere 12 V/15 A, 24 V/20 A, 36 V/13 A oder 48 V/10 A und sind mit dem «HiccupPLUS»-Überlastverhalten ausgestattet. Die volle Leistung steht in einem weiten Temperaturbereich von –25 °C bis +60 °C zur Verfügung. Bis +45 °C sind sogar permanent 20 % mehr Leistung erlaubt. Zum sicheren Auslösen von sekundärseitigen Sicherungen liefern die Geräte für 15 ms den 4-fachen Ausgangsstrom bei voller Ausgangsspannung. Weitere Features dieser Geräte sind: 94 %Volllast-

wirkungsgrad und exzellente Teillastwirkungsgrade, aktive PFC, elektronische Einschaltstrombegrenzung, DC-OK Signal zur Fernüberwachung sowie eine Vorkehrung zur symmetrischen Stromaufteilung bei einem Parallelbetrieb. Die anderen Geräte sind mit einem Weitbereichseingang ausgestattet und können an allen weltweiten Einphasennetzen zwischen 100 VAC und 240 VAC verwendet werden. Varianten mit ATEX Zulassung und Varianten, die für DCEingangsspannungen zwischen 88 und 375 VDC optimiert sind, runden die CPS20-Familie ab.

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11.2012 technica

AGENDA

Veranstaltungen B & R-Kunden-Event «Innovationday» Der B & R Innovationday, der nun schon zum dritten Mal von B & R Industrie-Automation AG durchgeführt wird, bietet nicht nur Informationen zu neuesten Technologien und Produkt-

nalen Automatisierungsherstellers feiert am Freitag, 23. November 2012 sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird B & R Schweiz einige Ehrengäste erwarten, darunter den Konzernleiter Hans Wimmer sowie weitere Vertreter aus dem Stammhaus in Österreich. Gastreferent ist der Erfinder von «doodle», Michael Näf, der einen Blick in den Alltag eines Webunternehmens wirft. Datum: 23. Oktober 2012 Ort: Langfeldstrasse 90, Frauenfeld Infos: www.br-innovationday.ch

B & R-Kunden-Event «Innovationday»

(Bild: B & R)

trends, sondern ist auch eine Plattform für den gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Dieses Jahr steht der beliebte Kunden-Event unter einem besonderen Stern. Das 1987 gegründete Schweizer Tochterunternehmen des internatio-

8. Internationales Forum Mechatronik Das 8. Internationale Forum Mechatronik, das vom 21. bis 22. November 2012 im Europahaus in A-Mayrhofen im Zillertal stattfindet, ist die grösste und wichtigste Mechatronik-Plattform im deutschsprachigen Raum. Im Mittelpunkt steht der Transfer von Technologie und Knowhow zwischen den Teilnehmenden aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz. Neben zahlreichen aktuellen Beiträgen aus Forschung

und Entwicklung zeichnen ausgewählte Plenumsvorträge herausragender Persönlichkeiten das Tagungsprogramm aus. Datum: 21./22. November 2012 Ort: A-Mayrhofen in Tirol Infos: www.mechatronikforum.net

SCL Server Business Intelligence 2012 Die gigantische Menge an Daten einer Firma kann überwältigend sein. Die blossen Daten ergeben jedoch noch keinen Geschäftsvorteil. Erst wenn das versteckte Wissen sichtbar gemacht wird, können Erkenntnisse über Kunden, Märkte und über die eigene Unternehmenseffizienz gewonnen werden. In diesem Workshop lernen Sie die neue Business Intelligence Plattform von Microsoft kennen. Datum: 28./29. November 2012 Ort: HSR Rapperswil Infos und Anmeldung: www.hsr.ch/ Microsoft-Innovation-Center-Ra.2352.0.html

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technica 11.2012

IN DIESER AUSGABE

ABB 4, 88, 93 Agathon 17 AGATHON 85 ARGO Werkstätte 38 Argonag 19 Aroflex 95 B&R 8, 40, 110 Bachmann Engineering 89, 90 Bauberger 33 Baumer Electric 40 Baumgartner 64 Beckhoff Automation 9, 71, 100, 102 Benninger Guss 32 Binkert, Josef 10, 45 BITO-Lagertechnik Bittmann 73 Blain Hydraulics 18 Blickle Räder + Rollen 32 Böhner-EH 41 Bossard AG 32 Brändle GmbH 11 Brütsch-Rüegger 24, 32 CHIRON-WERKE 17 CODEX 33 CONNEX 34, 101 Control Techniques 68 COSCOM 67, 69, 71 c-works 84 Danfoss 40 Datron 10 DERO 34 Design Tech 13 DIHAWAG US 2, 12, 23 Distrelec 101 DMG 4 DMG MORI SEIKI 10 Dunkermotoren 41 Durolaminat 108 Ecoparts 56 Ehrlicher 35 EOS 56 Erowa 17, 61 Estech Industries Holding 18, 36 ETH Zürich 108 EWZ 7 Fastems 21 FAULHABER MINIMOTOR 109 Fehlmann AG 18 FEINGUSS BLANK 27, 37 FHS Frech-Hoch 7 Fischer Consulting 6 Fritz Studer AG 5, 58, 65 Gemü 7 GGB Tristar 26 Gressel 20 GRIBI Hydraulics 16 Gutekunst + Co.KG 81 H. Fröhlich AG 28 Haimer 23 Hans Eberle 51, 74 Hartmetall-Werkzeugfabrik 15 Helmut Fischer 26, 36 Hermle 29, 59 Hexagon Metrology 21, 22 Honeywell 6 HSR Hochschule für Technik 110 igus 5 Imoberdorf 10 Ingersoll Werkzeuge 37 Jakob Keller Verschlusstechnik 101 Jansen 34 Jehle 34 Karl Fischer 37 Klüber Lubrication 35 Knoepfel 32 KUKA Roboter 87, 91, 92

Kundert Kunz Precision Kurt Breuning Laesser LNS Lütze Max Mitschjeta Maxon Motor MCH Messe Schweiz Medical Cluster Mesago Messe Messe Luzern Mikron Mitsubishi Electric Moser-Ingold Murrplastik National Instruments NEIDA Newemag Nexans Schweiz norelem Normelemente Num OPEN MIND T Optris OSEC Otto Suhner P. E. Schall PANOLIN Parkem Paul Horn Pilz Industrieelektronik Portmann Instruments Powerlink procure.ch Puls Electronic Rapid Technic Regatron Reimmann RIWAG Saia-Burgess Controls Saropack Schiess Fritz SCHNEEBERGER Schuler Pressen Schunk Intec SHL Automatisierungstechnik Siemens Industry Software Sirag SKF (Schweiz) Sommer-Automatic SPRINGMANN Springmann Stäubli AG Stein Automation Suhner Abrasive Suvema Swissmem Tel-Tec-Systems Thür & Co TMB TORNOS Trebing & Himstedt Triag TRUMPF Unipress Urma Vibraplast Volland Walter Meier Weidmann Wenk WSW YASKAWA Beilage: Distrelec

IMPRESSUM

76 50 48 28 97 6, 100 62 86 27, 39, 110 44 40 44 54, 82 60, 79 90 83 US 3 78 16, 59, 61 41 37, 72 69 19, 75 42 99 66, 83 5 67 100 23 73 95 4 8, 39 108 36 40 20, 77 18, 20 6 31, 102 36 23, 70 5, 10, 23 41, 90 5 43 38, 36 6 92 56 53 93 74 85 16 4, 25, 98 15, 20 19 84 US 4, 14, 51 42 3, 64 4, 46, 47, 74 35, 102 6 32, 44 100 18, 57 97 23, 63 83 40

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die fachzeitschrift für die maschinen-, elektround metallindustrie ISSN 0040-0866, 61. Jahrgang 2012 www.technica-online.ch, www.marktspiegel.ch Total verkaufte Auflage: 1692 Exemplare Total Gratisauflage: 7452 Exemplare Ausgezeichnet mit dem Zertifikat «Schweizer Qualitätszeitschriften QFZ» des Verbandes Schweizer Presse

Kontakt Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Herausgeberin AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. +41 (0)58 200 56 50, Fax +41 (0)58 200 56 51 Geschäftsführer Dietrich Berg Leiterin Zeitschriften Ratna Irzan Redaktion «technica», Neumattstr. 1, Postfach, CH-5001 Aarau, Tel. +41 (0)58 200 56 42, Fax +41 (0)58 200 56 61 Eugen Albisser, Chefredaktor, Tel. +41 (0)58 200 56 41 Markus Frutig, Redaktor, Tel. +41 (0)58 200 56 29 Externe redaktionelle Mitarbeiter Edgar Grundler, Nikolaus Fecht, Michael Benzing, Martin Gysi SVBF-Teil «Planung und Produktion» Offizielles Organ des Schweizerischen Verbands für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik SVBF Schweiz, 8021 Zürich, www.svbf.ch. Copyright Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Produkte und Highlights sind kostenpflichtig. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Leiter Werbemarkt Jürg Rykart, Tel. +41 (0)58 200 56 04 Anzeigen Peter Spycher, Tel. +41 (0)58 200 56 33 Verena Müller, Tel. +41 (0)58 200 56 42 Susanna Franzoni, Tel. +41 (0)62 721 00 00 Anzeigentarif unter www.technica-online.ch Verkauf Marktspiegel Susanna Franzoni, Tel. +41 (0)62 721 00 00 Leiter Marketing/Online Valentin Kälin Aboverwaltung abo@technica-online.ch Tel. +41 (0)58 200 55 70 Preise Abonnementspreis: Fr. 95.– Ausland: Fr. 95.– plus Postgebühren Layout/Produktion Pia Zimmermann Druck Vogt-Schild Druck AG, 4552 Derendingen Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


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11.2012 technica

VORSCHAU/TECHNIKNACKNUSS

TECHNIKNACKNUSS Das Rätsel für technisch versierte Kreuzworträtselfreunde. Umlaute: 1 Buchstabe Das Lösungswort können Sie auf unserer Homepage www.technica-online.ch in der Rubrik «TechniKnacknuss» eingeben. Einsendeschluss: 28.11.2012. Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir 3 Preise. Dieses Mal das Kult-Buch «Cervelat und Tafelspitz» – ein praktischer Restaurantführer zum Träumen: Martin Jenni und Marco Aste haben 88 kulinarische Geheimtipps parat.

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Die Lösung des Kreuzworträtsels in «technica» 9-12 lautete KNALLGAS. Die Gewinner des Buches «Street Food» sind: Edgar Cimander, Josef Roellin und Beat Stauffer.

T J A V E R M A H O T U H U R E W A N

R O L L

E N D L R I P O M O O S D

B R U T E I S T E I L

H E F T O D N E C T E R R M E D M E

M T O M E I N T E X O T I K

N S T E K

N R N A A I B R L E G R A J A N O D S U L T E E S A

C D O A U M P I S T E K T M A L M M E E E R L L E

VORSCHAU Ausgabe 12 12. Dezember 2012

Automatisierung

Werkzeuge

Industrial IT

Die Windenergieanlage von Wepfer Technics sieht im Vergleich zu herkömmlichen exotisch aus. Dennoch bilden aufeinander abgestimmte Komponenten «von der Stange» das automatisierungstechnische Herz der Anlage.

Spezielle Vollhartmetallbohrer mit Vorschneidstufe sorgen für nahezu gratfreie Querbohrungen. Daraus resultiert mehr Prozesssicherheit sowie der Wegfall von Arbeitsgängen, Werkzeugen und Werkzeugwechseln.

Mit der virtuellen Maschine zur intelligenten Vernetzung von CAD-CAMSoftware, Maschinenraumsimulation, Werkzeugverwaltung und CAMDatenmanagement. Ein Lohnfertiger zeigt, wie er Prozesse strafft.


Ihr Werkzeugkasten für die Mess-, Steuer- und Regeltechnik

Grafische Software

Sensoranbindung

Benutzerdefiniertes Timing und Triggern

Signalanalyse

Integrierter Speicher

Steueralgorithmen

Industrielle Netzwerke

Anbindung von Aktoren

Erweiterungssysteme

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Mit der Hardwareplattform NI CompactRIO können Embedded- Mess-, Steuer- und Regelanwendungen auf eine Art und Weise implementiert werden, die andere kommerziell verfügbare Systeme bei Weitem übertrifft. Dank einer großen Bandbreite an qualitativ hochwertigen Messmodulen und einem äußerst robusten Design ist es dem Anwender möglich, mit der Systemdesignsoftware NI LabVIEW die Hardware immer wieder benutzerdefiniert anzupassen.

Weitere Informationen finden Sie hier: ni.com/compactrio/d

Halle 7 | Stand 381

© 2012 | National Instruments, NI und ni.com sind Marken der National Instruments Corporation. Andere Produkt- und Firmennamen sind Warenzeichen der jeweiligen Unternehmen.

056 2005151


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DIE NEUEN TORNOS CU 2007/3007 HOCHLEISTUNGSBEARBEITUNGSZENTREN BEGRÜSSEN DIE AUTOMOBIL-, MEDIZIN- UND ELEKTRONIK-INDUSTRIE. Was hochanspruchsvolle Hersteller von Luxusuhren bevorzugen, ist jetzt auch für andere Hightech-Industrien verfügbar: Die neuen Tornos CU 2007/3007 Hochleistungs-Fräsmaschinen sind ausgelegt für äusserst anspruchsvolle 5-Achsensbearbeitung von Teilen bis 430 x 330 x 260 mm. Die starke Hochleistungsspindel (20’000 U / min), ein schneller Werkzeugwechsler mit bis zu 40 Positionen und kurze Span-zu-Span-Zeiten bis zu 3 s garantieren hohe Dynamik und Flexibilität bei Schweizer Präzision und Zuverlässigkeit. Fordern Sie uns heraus mit einem „unmöglich“ zu bearbeitenden Teil. Mit der neuen Tornos CU 2007/3007 finden wir die Lösung. TORNOS S.A., Moutier, Schweiz www.tornos.com

AUTOMOTIVE - MEDICAL - ELECTRONICS - MICROMECHANICS


Technica 2012/11