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Gewichtige Neuheiten Welche Wuchtbrummis unsere Strassen erobern wollen.

 Seite 5

Editorial Raoul Schwinnen Ringier Autoredaktion

Wo BrummiHerzen höher schlagen

Leichtfüssig NUTZFAHRZEUG Montag, 4. November 2013

EXTRA

Neue Lieferwagen-Generation: Wie wendig und kompakt die Kleinsten der Branche sind.  Seiten 8-9

A

m Donnerstag eröffnet Bundespräsident Ueli Maurer den 7. Nutzfahrzeugsalon in Bern. Bis Sonntag, 10. November treffen sich dort die Brummi-Fans zur wichtigsten Leistungsschau der Nutzfahrzeugbranche. Fast 30 Hersteller präsentieren an der BERNEXPO ihre Weltund Schweizer Premieren – vom Lieferwagen über Muldenkipper bis zum schweren Sattelzug. Erstaunlich dabei, wie schnell die Branche auf die seit Anfang Jahr geltende Euro-6-Abgasnorm reagiert und ihr Modellangebot entsprechend angepasst hat. Daneben zeigen rund 170 Aufbautenspezialisten und Zubehöranbieter – viele davon aus der Schweiz – ihre spektakulären Anfertigungen und Gerätschaften. Fehlender Nachwuchs ist in der Branche und natürlich auch in unserem BLICK-Extra ein Thema. Es zeigt, wie vielschichtig und herausfordernd die Nutzfahrzeugbranche ist. Mobilität unter immer strengeren Emissionsauflagen, Kompetenz bei speziellen Transportbedürfnissen, Kreativität bei der Nachwuchsförderung, aber auch Faszination und Leidenschaft gehen hier Hand in Hand. Viel Spass und gute Fahrt!

Inhalt Powerpakete Warum die LKW-Branche optimistisch in die Zukunft blickt.  Seite 2

König

Schwergewicht Der erfolgreiche Kranzschwinger Christian Stucki (28) steht auch als Berufschauffeur seinen Mann. Seiten 11-12 Anzeige

7. – 10. Nov. 2013 7. Schweizer Nutzfahrzeugsalon www.transport-CH.com

Rollender Hingucker Wie aus einem Transporter ein fahrender Einkaufswagen wurde.  Seite 5 Trucker-Messe Welche Transport-Oldtimer am Schweizer Nutzfahrzeugsalon bestaunt werden können.

 Seite 7 Fotos: Rob Lewis (1), Thomas Lüthi (1), ZVG (1)

der Strasse

Hoch hinaus Weshalb ein LKW in 20 Metern Höhe am seidenen Faden hängt.  Seite 3

Powerduo Wie ein Unternehmer und ein Lehrer für Jungchauffeure kämpfen.  Seite 13 Nachgefragt Was der Nutzfahrzeugverband zur Nachwuchspro Seite 14 blematik sagt.

Heisse Ware Welche lustigen Gadgets den Alltag im Brummi versüssen.  Seite 15


Nutzfahrzeug

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Schwere LKW

Die Brummi-Bra gibt Vollga

Die Umstellung auf die neue Euro-6-Norm hemmt derzeit das Verkaufsgeschäft bei den schweren Brummis. Und dennoch blickt die Branche optimistisch in die Zukunft. Von Raoul Schwinnen

E

igentlich müsste Urs Gerber, Geschäftsführer von Renault Trucks (Schweiz), schlaflose Nächte haben. Bei den schweren LKW brachen in der Schweiz die Verkäufe von Renault im ersten Semester 2013 im Vergleich zur Vorjahresperiode um satte 45,9 Prozent ein. Wie so oft verraten die nackten Statistik-Zulassungszahlen (siehe Tabelle) allerdings nur die halbe Wahrheit. Der massive Verkaufsrückgang bei Renault lässt sich nämlich begründen. Als einziger Hersteller nutzt die Volvo-Tochter die An-

passung der Motoren auf die seit Anfang Jahr geltende Abgasnorm Euro 6 auch gleich zur Erneuerung der gesamten Modellpalette. Das bedeutet: Alle Renault-Fahrzeuge von 3,5 bis 50 Tonnen werden neu aufgelegt. Zwei Milliarden Euro lässt sich die Volvo Group die Entwicklung der neuen Modelle ihrer Tochterfirma kosten – so viel wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Diese Investitionen sowie das positive Echo auf die vor fünf Monaten vorgestellte neue Baureihe T für den Fernverkehr lassen Gerber ruhig schlafen. Die ersten Auslieferungen der Renault Truck Euro-6-Reihe star-

ten in diesen Tagen und dürften das Resultat bis Ende Jahr bereits wieder etwas nach oben korrigieren. Und auch für die etwas fernere Zukunft ist Gerber optimistisch, wie er dem Wirtschaftsblatt «Handelszeitung» sagte. «In den nächsten zwei Jahren wird die Ernte eingefahren. Bis 2015 werden wir den Marktanteil über alle Fahrzeuge von heute gut acht auf zehn bis zwölf Prozent steigern.» Ähnlich zuversichtlich tönt es bei MAN Truck & Bus Schweiz – obwohl auch diese Marke mit fast 30 Prozent Verkaufsrückgang im ersten Halbjahr 2013 bei den schweren Nutzfahrzeugen statistisch gesehen zu den

Verlierern zählt. Marcus Gossen, seit rund einem halben Jahr für die Geschäfte von MAN in der Schweiz verantwortlich, verweist ebenfalls auf die noch laufende Euro-6-Umstellung seiner Modellpalette und auf die Zu-

rückhaltung einiger wichtiger Flottenkunden. «Zwischen dem Kauf eines Fahrzeugs und dessen Immatrikulation können – je nach Konfiguration – gut und gerne ein paar Monate liegen. Von daher sind bezüglich der Zulassungszahlen die nächsten Monate aussagekräftiger als jene des ersten Halbjahres.» Gossen ist denn auch überzeugt, dass sich die MAN-Verkaufszahlen in der Schweiz schon bald wieder erholen. «Wir werden dieses Jahr unsere Ziele

Haben Sie gewusst, dass ... ... ein moderner LKW mit Euro-6Motor über 95 Prozent weniger Schadstoffe ausstösst als ein vergleichbarer Brummi, der noch vor zehn Jahren in Betrieb stand?

erreichen – auch bei den Bussen.» Wenn auch nicht offiziell kommuniziert, so hoff t man bei MAN wohl doch, den verlorenen Rang 2 im Schweizer Markt wieder zurückzuerobern. Diesen besetzt momentan Scania. Die Schweden verkauften im ersten Halbjahr fast einen Drittel mehr schwere Nutzfahrzeuge als in der Vorjahresperiode. Scania profitierte offenbar von seiner Pionierrolle bei der Euro-6-Umstellung und der breiten, schon seit längerem verfügbaren Modellpalette. Damit nutzte die Firma ihren Vorsprung an der Verkaufsfront konsequent aus. Während die Konkurrenz erst jetzt im grossen Stil ihre Baureihen an die seit Anfang Jahr geltende Euro-6-Norm anpasst, stellt Scania an der Nutzfahrzeugmesse transportCH, die vom 7. bis 10. November in Bern stattfindet, bereits die zweite Generation seiner Euro-6-Moto-


Montag, 4. November 2013

NEWS

anche as

KREUZ & QUER Der grösste Truck der Welt Zhodzina (BLR) – Gegen das Monster der weissrussischen Firma Belaz sieht jeder LKW wie ein Spielzeug-Brummi aus. Allein ein Reifen ist doppelt so gross wie ein durchschnittlicher Mensch. Der Belaz 75710 ist genau 20,6 Meter lang, 9,87 Meter breit und 8,16 Meter hoch. Mit 360 Tonnen Leergewicht und einer möglichen Zuladung von 450 Tonnen ist er nicht nur der grösste, sondern auch der schwerste Truck unseres Planeten. Eingesetzt wird der maximal 64 km/h schnelle und 4600 PS starke Muldenkipper mit 65 Liter grossem 16-Zylinder-Diesel-Motor natürlich nicht auf öffentlichen Strassen, sondern in Minen und im Tagbau.

Neuer Scania zur IAA 2014 Södertälje (S) – Obwohl die Streamline-Baureihe noch jung ist, arbeitet man beim schwedischen Hersteller Scania offenbar fieberhaft an einer weiteren, neuen Modellreihe. Diese dürfte im Herbst 2014 an der IAA in Frankfurt Weltpremiere feiern. Erste Erlkönig-Bilder legen die Vermutung nahe, dass es sich dabei um starke V8-Version mit über 730 PS und 3550 Nm Leistung sowie einem ebenen Kabinenboden handeln könnte.

Grosse Ehre für Volvo Trucks Moskau – Fast genau ein Jahr nach der spektakulären Markteinführung des neuen Volvo FH (im BLICK NutzfahrzeugExtra 2012) wurde das Modell von einer Fachjury, bestehend aus 25 führenden Nutzfahrzeug-Journalisten aus ganz Europa, zum «Truck of the Year 2014» gewählt. Der JuryVorsitzende Gianenrico Griffini begründete den Entscheid anlässlich der Preisübergabe an Volvo-TrucksChef Claes Nilsson (Bild): «Volvo Trucks hat einen völlig neuen Schwerlast-LKW geschaffen, der mit seinem innovativen Fahrerhaus, seinen Antriebskomponenten nach höchstem technischen Standard und fortschrittlichen Wartungslösungen neue Massstäbe in der Autoindustrie setzt.»

weiter zurückgehen – und verbunden damit natürlich auch der Verbrauch. Erreichen will man dies nicht zuletzt mit weiteren Optimierungen bei den Dieselmotoren, mit der Entwicklung von alternativen Antrieben und Verbesserungen bei der Aerodynamik. Ein guter Überblick, was gegenwärtig auf dem Markt für schwere Brummis aktuell ist – und was bald in sein könnte – zeigt die Nutzfahrzeugmesse transportCH in Bern.

Fotos: ZVG

Schwere Nutzfahrzeuge: Verkaufszahlen in der Schweiz Marke Mercedes Scania MAN Iveco Volvo Renault Daf Fuso

Absatz 2013* 502 367 234 227 190 99 70 13

Differenz zu 2012** –22,0 % +31,1 % –28,2 % –5,8 % –18,8 % –45,9 % –23,1 % +8,3 %

* Januar bis Juni 2013, ** Januar bis Juni 2012, Quelle: Auto Schweiz/Astra/Mofis

Marktanteil 27,9 % 20,4 % 13,0 % 12,6 % 10,5 % 5,5 % 3,9 % 0,7 %

Action pur: Volvo-Trucks-Chef Claes Nilsson stellt sich für zwei Stunden auf einen 20 Meter in der Luft hängenden LKW – offenbar nicht ganz frei von Angst (Bild l.)

Ein Präsident will hoch hinaus Geht es darum, die Qualität eines Volvo-Baustellen-LKWs unter Beweis zu stellen, macht Claes Nilsson, Präsident von Volvo Trucks, alles. Wirklich alles!

I

n unserem Werbefilm ‹The Hook› wollten wir die Stärken unserer BaustellenTrucks beweisen», erklärt Claes Nilsson seinen Stunt auf einem Brummi 20 Meter über dem Boden. Der Volvo-Truck-Präsident wollte demonstrieren, dass die vordere Abschleppvorrichtung eines Volvo-LKWs für viel grössere Belastungen ausgelegt ist, als sie im Alltag normalerweise aushalten muss. «Und das kann man nicht deutlicher machen, als wenn der 15-Tonnen-LKW an seiner eigenen Abschleppvorrichtung in der Luft hängt.» Das stimmt natürlich. Ungewöhnlich ist aber, dass bei diesem im Hafenbecken von Göteborg gedrehten Werbefilm der Big Boss himself während fast zwei Stunden auf der Front eines Volvo FMX Baustellen-LKWs ausharrt, der rund 20 Meter über dem Wasser hängt. «Zugegeben, ich hatte schon etwas ein flaues Gefühl im Bauch. Zumal

ich kein Bergsteiger bin und auch keine grossen Höhen mag. Aber ich hatte für den Stunt zugesagt – und so gab es halt kein Zurück mehr», gesteht Nilsson. «Es war recht kalt – etwa acht Grad – und der Wind wehte mit zehn Metern pro Sekunde. Ich hatte schon bald kalte Hände, aber es lief alles gut», kommentiert der Hobby-Stuntman seine PR-Aktion. Die sich aber lohnen dürfte. Ein ähnlich spektakulärer Volvo-Test («The Ballerina Stunt») wurde auf Youtube bereits über sieben Millionen Mal angesehen. Wetten, dass «The Hook» ähnliche Klickzahlen erreichen wird? Raoul Schwinnen

Video

youtube.com

VOLVO TRUCKS - THE HOOK

Nachgefragt bei Jürg Lüthi

Grossoffensive: Als einziger LKW-Hersteller nutzte Renault die Einführung der neuen Euro-6-Norm, um seine gesamte Modellpalette komplett zu erneuern.

ren vor. Sie soll nochmals um bis zu zwei Prozent verbrauchseffizienter sein. Während die LKW-Branche bei der Reduktion der Emissionen wirtschaftlich mit der Umstellung auf die technisch anspruchsvolle Euro-6-Norm noch kämpft, ist ein Ende der technischen Entwicklung bei der weiteren Reduktion der Schadstoffe nicht abzusehen. Gemäss Experten dürfte der CO2-Ausstoss bei den Trucks, übrigens genau wie bei den PKW auch,

3

Direktor Trucks bei Mercedes-Benz Schweiz

Am wenigsten Beanstandungen Berlin – Beim deutschen TÜV, zu vergleichen mit unseren Strassenverkehrsämtern, überzeugt MAN mit dem höchsten Anteil an Fahrzeugen, die ohne Beanstandung die Fahrzeugprüfung bestehen. Im Durchschnitt über alle Altersklassen kommen rund 65 Prozent aller schweren MAN-LKW ohne jede Beanstandung durch die Hauptuntersuchung. Damit liegt die Volkswagen-Nutzfahrzeug-Tochter rund 3,5 Prozent vor allen anderen Marken.

«Schweizer investieren auch ohne politischen Druck in Nachhaltigkeit» Herr Lüthi, Mercedes-Benz war eine der ersten Marken, die ihre LKW auch mit der seit diesem Jahr geltenden Abgasnorm Euro 6 anboten. Ihre Erfahrungen?

Jürg Lüthi: Die Reaktionen waren durchwegs positiv. Unser neuer Actros wurde vom Markt sehr gut aufgenommen. Das zeigt, dass der Schweizer Kunde auch ohne politischen Druck in nachhaltige Technologien investiert. Und dies schon bevor bekannt wurde, dass mit Euro 6 ein LSVA-Rabatt von zehn Prozent gewährt wird. Anfängliche Skeptiker wurden rasch überzeugt, weil mit dem neuen Actros trotz Euro 6 der Verbrauch massiv gesenkt werden konnte.

Dennoch mussten Sie bei den schweren LKW im ersten Halbjahr 2013 einen Verkaufsrückgang von 22 Prozent hinnehmen. Warum?

Unsere Marke hat durch die frühe Verfügbarkeit von Euro 6 beim neuen Actros und Antos teilweise vorgezogene Käufe bewirkt, was sich in einem hohen Marktanteil im letzten Jahr niedergeschlagen hat. Bei einigen Mitbewerbern ist durch den späteren Markteintritt mit Euro 6 ein gewisser Nachholbedarf entstanden. Was folgt nach Euro 6?

Bei den Euro-6-Motoren wurden die Schadstoffe im Vergleich zu den Antrieben aus dem Jahre 1990 um fast 100 Prozent ge-

senkt. Dies zeigt, dass die nicht von der Treibstoffmenge abhängigen Verunreinigungen kaum mehr weiter reduziert werden können. Deshalb liegt der Fokus in Zukunft klar bei der weiteren Senkung des Treibstoffs und damit direkt auch bei der Reduktion des CO2-Ausstosses. In der EU laufen diesbezüglich Diskussionen darüber, in welcher Form dies gesetzlich ausgestaltet werden soll. Mercedes-Benz entwickelt aber unabhängig davon laufend neue Technologien, um den Verbrauch weiter zu senken und so unseren Kunden auch in Zukunft den wirtschaftlichsten Truck anzubieten. Interview: Raoul Schwinnen


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Nutzfahrzeug

Montag, 4. November 2013

Neuheiten

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Schwere Geschütze Die Nutzfahrzeugmesse transportCH in Bern wartet mit erfrischenden Modellen und verbrauchshemmenden Komponenten auf – und dem ersten E-Truck.

Von Raoul Schwinnen

Scania V8 mit Euro 6 und Streamline

Neben der zweiten Generation Euro-6-Motoren mit 6 Zylindern und 450 bzw. 490 PS lanciert Scania die ersten Euro-6-V8-Motoren mit 520, 580 und 730 PS. Diese basieren auf der 16,4-Liter-Plattform und bieten viel Durchzugskraft schon aus tiefsten Drehzahlen und über den gesamten Drehzahlbereich. Zudem rüstet Scania ab Werk die bereits zuvor zu den aerodynamischsten Sattelzugmaschinen gehörenden Streamline-Baureihen G und R mit einem kompletten Windabweiser-Paket aus, das im Fernverkehr bis zu fünf Prozent Sprit sparen soll.

Volvo Fortsetzung der Modell-Offensiv

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Nach der spektakulären Lancierung des neuen FH im letzten Jahr folgten 2013 die neuen Modelle FM, FMX, FE und FL. «Das ist eine der aufregendsten Zeiten unserer Firmenge schichte. Wir bieten nun die modernste Volvo-Produktlinie , die es je gab», freut sich Volvo-Trucks -Präsident Claes Nilsson. Das Euro-6-Angebot reicht mitt lerweile vom kleinsten mittelschweren 5-Liter-Motor bis zur schweren 13-Liter-Variante. Und ab Frühjahr 2014 werden die Volvo-Brumm is auch mit einem 16-Liter-Euro-6-Motor und I-Torque-Antr iebsstrang für den 13-Liter-Motor erhä ltlich sein.

MAN TGX ist der Sparmeister

Natürlich steht an der transportCH in Bern auch bei der Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter MAN derzeit alles im Fokus von Euro 6. Von 7,5 bis 41 Tonnen, Fern- und Nahverkehr, Bau und Kommune – überall wollen die Deutschen Produktvielfalt, vorbildliche Fahrzeugqualität, niedrige Kosten und schnellen sowie kompetenten Service bieten. Erfolgsmodell bleibt der MAN TGX, der in diesem Herbst einen neuen Verbrauchsrekord herausgefahren hat und damit beweist, dass er der effizienteste LKW seiner Klasse ist.

Iveco Mit E-Power in Bern

Bei Iveco zeigt man sich an der 7. NutzfahrzeugAusstellung transportCH grün und bringt den ersten 18-Tonnen-Elektrolastwagen der Schweiz nach Bern. Das Stralis-Fahrgestell stammt von Iveco, der Antrieb von der Firma e-Force, die vor zwei Wochen an der Fachmesse für Elektro- und Hybrid-Mobilität in München mit dem eCarTec Award 2013 ausgezeichnet wurde. Stolz ist man bei Iveco aber auch weiterhin auf den Stralis Hi-Way. Das Flaggschiff der Marke, das die strenge Euro-6-Norm ohne Abgasrückführung erreicht, wurde letztes Jahr zum Truck of the Year 2013 gewählt.

Renault Neue Euro-6-Generation

In diesem Monat werden die ersten Nutzfahrzeuge der neuen Baureihe T für den Fernverkehr ausgeliefert. Neben der neuen Euro-6-Motorgeneration für die gesamte Modellpalette (!) überzeugen die RenaultTrucks zusätzlich mit auffällig modernem Design und einer aerodynamisch gestylten Kabine. Dies führt im Vergleich zu den Vorgängermodellen zu Gewichts- und dadurch zu Verbrauchsvorteilen. Dazu gibt es eine Reihe neuer Assistenzsysteme für mehr Sicherheit und Komfort. Damit ist nun auch Renault für die Zukunft gerüstet und bietet eine breite Palette modernster Fahrzeuge.

Mercedes Arocs feiert Weltpremiere Die Mercedes-Euro-6-Familie ist nun komplett. Nach Actros (2011) und Antos (2012) verfügen nun auch der BaustellenSpezialist Arocs sowie der für den mittelschweren Verteilverkehr konzipierte Atego über Euro-6-Motorentechnik. Speziell für den Schweizer Markt wurde der Arocs zudem auch als Fünfachser entwickelt, um so den hohen Anforderungen bei Baustellen gerecht zu werden. Dieser feiert an der transportCH Weltpremiere und kann während der Messetage von Interessenten in einer Kiesgrube bei Thun Probe gefahren werden (siehe Seite 6).

Aufbauten für Nutzfahrzeuge

Kreativität auf Rädern

Ein schönes Früchtchen: Waldes Anhänger für die Migros.

Sie sind innovativ und erfüllen fast jeden Kundenwunsch: Die Schweizer Spezialisten für Auf- und Ausbauten von Nutzfahrzeugen.

Fotos: ZVG

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b Lieferwagen mit Werkstatteinrichtung oder ein Sattelschlepper mit Kühlauflieger: Sind individuelle Auf- und Ausbauten für Nutzfahrzeuge gefragt, kommen Karosserie-Spezialisten wie die Schweizer Firmen Walde Carrosserie aus Uster nahe Zürich oder Carrosserie Hess aus Bellach SO ins Spiel. Als besonders kreativ erweist sich dabei das WaldeTeam, das mit seinen 50 Mitar-

beitern neben herkömmlichen Nutzfahrzeugobjekten für die Migros einen Verkaufsanhänger als rollenden Einkaufskorb schuf oder für Audi einen mobilen Showroom. «Natürlich müssen wir uns an viele Rahmenbedingungen halten», sagt Geschäftsführer Guido Walde (45). «Aber für Kreativität bleibt meist schon noch Platz.» Obwohl das Kerngeschäft der Bellacher Hess AG eigentlich die Fertigung von Bussen ist (z. B.

Rollende Werkstatt: Die Garage für unterwegs von Hess. die Flughafen-Busse «Cobus» oder die «SwissTrolleys» der Stadt Zürich), konstruieren und produzieren die 400 Mitarbeiter des Familienbetriebs an drei

Standorten in der Schweiz (zur Hess-Gruppe gehören auch die Carrosserie Tüscher in Dällikon ZH und Lauber in Prangins VD) auch Auf- und Ausbauten von

Nutzfahrzeugen. CEO Alex Naef (45): «Wir bauen jährlich rund 200 Fahrzeuge um.» Nebst Gewerbe, Industrie und Transporteuren gehören auch die Armee

und die SBB zu den Kunden, die immer wieder gerne das Knowhow der Schweizer AufbauSpezialisten in Anspruch nehRaoul Schwinnen men.


Nutzfahrzeug

6

Verkehrshaus

Mathil tC H r o p s n a tr er b m e v o N 7.–10. O BERNEXP

Treffpunkt

Noch glänzen sie: Nagelneue Nutzfahrzeuge an der transportCH.

aller Brummi-Fans

Fakten & Daten

zum 7. Nutzfahrzeugsalon Nur alle zwei Jahre findet der Nutzfahrzeugsalon transportCH statt, heuer zum zweiten Mal in den Hallen der BERNEXPO. Erwartet werden neben den rund 200 Ausstellern über 30 000 Besucher. Datum: 7. bis 10. November 2013 Öffnungszeiten: Do bis Sa, 9 bis 18 Uhr; So, 9 bis 17 Uhr Eintrittspreise Erwachsene: 20 Franken; Rentner, Lehrlinge, Studenten, Soldaten in Uniform: 15 Franken; Kinder bis 16 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen sind gratis Infos: www.transport-ch.com

Zum zweiten Mal findet der Schweizer Nutzfahrzeugsalon auf dem Gelände der BERNEXPO statt. Nächsten Donnerstag eröffnet Bundespräsident Ueli Maurer die nationale Trucker-Messe.

N

atürlich stehen diese Woche am 7. Schweizer Nutzfahrzeugsalon in Bern in erster Linie die auf Hochglanz polierten Trucks, die Lieferwagen und die unzähligen Ausstattungs- und Ausrüstungsneuheiten der LKW-Zubehörindustrie im Mittelpunkt. Aber auch die Politik. Kein Geringerer als der Bundespräsident persönlich eröffnet am Donnerstag die Trucker-Messe. Ueli Maurer wird begleitet vom Berner Regierungspräsidenten Christoph Neuhaus und dem Gewerbeverbandspräsident Jean-François Rime. Welch politisches Gewicht die Branche und die Ausstellung in Bern mittlerweile geniessen, zeigt aber auch, dass nach der Eröffnung mit den Nationalräten Gabi Huber und Adrian Amstutz zwei weitere

Parlamentarier zusammen mit Rime bei einem Podiumsgespräch über aktuelle verkehrspolitische Fragen diskutieren. Aber keine Angst, auch wer nichts mit Politik am Hut hat, kommt während der vier Ausstellungstage an der transportCH voll auf seine Rechnung. So zeigen neun Aussteller ihre neuen, schweren Trucks – zum Beispiel Renault die eben komplett erneuerte Euro-6Familie oder Mercedes-Benz die speziell für die Schweiz entwickelte Weltpremiere des fünfachsigen Baustellenfahrzeugs Arocs. Auch bei den leichten Nutzfahrzeugen gibts von nicht weniger als 18 Herstellern viele attraktive Neuheiten zu entdecken – vom Toyota Proace über den populären Ford Transit bis zum überarbeiteten MercedesBenz Sprinter. Neben all diesen renommierten Fahrzeugher-

stellern präsentieren aber auch über 160 Spezialisten für Aufbauten, Anhänger, Hebe- und Arbeitsgeräte sowie 51 Dienstleistungsunternehmen Schweizer Premieren. Die Freunde nostalgischer Fahrzeuge dürften sich über die attraktive Oldtimer-Schau (siehe rechts) freuen. Am Sonntag, dem sogenannten Familientag, werden viele weitere Attraktionen aufgefahren, damit selbst die ganz kleinen Brummi-Fans ihren Spass haben.

Testen Sie während der Messe die Mercedes-Weltpremiere Machen Sie’s wie Arocs-Fahrerin und Lucky-Trucker-Glücksfee Patrizia Baumgartner und testen Sie während der transportCH die Weltpremiere von Mercedes in der Kiesgrube. Der LKW-Hersteller bietet nicht nur Informationen am

Messestand, sondern die Möglichkeit, sich während der transportCH von den praktischen Vorteilen des fortschrittlichen Baufahrzeugs zu überzeugen. An den sogenannten «Arocs Driving Events» in Jaberg bei Thun können bis zu 500

Interessierte den neuen Truck in geeigneter Umgebung Probe fahren und auf einem Parcours in der Kiesgrube seine Qualitäten erleben. Ein Shuttledienst bringt die Teilnehmer während der Messe zum Event und wieder zurück nach

Bern. Interessierte können sich im Vorfeld der Messe bei ihrem Mercedes-Benz Nutzfahrzeughändler in der Region oder direkt während der Messetage vor Ort am Mercedes-Stand anmelden. Raoul Schwinnen

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Von Raoul Schwinnen


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Montag, 4. November 2013

der Schweiz am Nutzfahrzeugsalon

lde unter Strom Schweizer Stromer:

Der Tribelhorn-Elektro-Omnibus 1912 ist der Stolz von Sammlungsleiter Daniel Geissmann. Hier vor der Strassenverkehrshalle des Verkehrshauses der Schweiz in Luzern.

Im Massstab 1:10: Die Kutsche und ihre Erbfolger von Arbenz (oben) und Tribelhorn (rechts).

Feudales Platzangebot: Sechs bis acht Passagiere kommen im elektrischen Tribelhorn-Omnibus unter.

Wählhebel für Rekuperation und zwei E-Leistungsstufen.

Handarbeit: Gehupt wurde beim Martini-Laster rein menschlich-mechanisch.

Das Verkehrshaus der Schweiz ist in Bern zu Gast: Am Salon zeigt das Mobilitätsmuseum einige seiner LKW-Schätze. Von Timothy Pfannkuchen

L

eise summend kommt Mathilde von Tribelhorn um die Ecke: Bitte wer? Mathilde ist das exklusivste Stück, das das Verkehrshaus der Schweiz aus seinem geheimen Fundus in Bern zeigt – ein Schweizer Elektrobus von 1912. In Feldbach ZH, später ZürichAltstetten war die A. Tribelhorn & Cie. AG ein E-Auto-Pionier (und bis heute baut das Nachfolgeunternehmen Klingler in Unterentfelden AG E-Mobile!). Von 50 gebauten Tribelhorn-Hotelbussen ist Mathilde die einzige Überlebende. Bis vor 30 Jahren

Impressum Das Nutzfahrzeug-Extra vom 4. November 2013 ist eine Publikation des Blick-Verlags. Auflage/Reichweite: 179 181 (WEMF/SW-beglaubigt 2013) Leser: 703 000 (MACH Basic 2013-2, D-CH) Adresse: BLICK, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 259 62 62, Fax 044 259 66 65 E-Mail: redaktion@blick.ch Redaktionsleitung: Roland Grüter, Raoul Schwinnen (Bärtschi Media AG). Redaktion: Raoul Schwinnen, Stefan Lüscher, Andreas Engel, Philipp Aeberli, Timothy Pfannkuchen. Layout: Dominique Signer, Christian Waeber. Produktion: Alice Massen, Marc Bodmer. Korrektorat: Kurt Schuiki, Regula Osman. Bildbearbeitung: Ringier Redaktions-Services. Geschäftsleiter: Florian Fels. Leiter Werbemarkt: Thomas Passen. Druck: Ringier Print, Adligenswil. Herausgeber: Ringier AG, Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen.

stromerte sie Hotelgäste des Luzerner «Schweizerhofs» mit 18 km/h leise zum Bahnhof. Wieso wird an der transportCH ein Exot statt eines Berna oder FBW gezeigt? «Wir wollen das Unbekannte zeigen. Wer weiss schon, dass E-Autos mal etabliert waren?», begründet Daniel Geissmann (53), Ausstellungs- und Sammlungsleiter des Verkehrshauses: «Damals war offen, ob sich Verbrennungsmotoren je gegen die erfolgreichen E-Autos durchsetzen.» Der Spitzname Mathilde stammt übrigens von einem Hotelgast. Die Legende besagt, dass ihn das leise E-Mobil an

3 Fragen an Dominique Kolly

OK-Präsident Schweiz. Nutzfahrzeugsalon transportCH

«Wir wollen den Besucherstrom besser verteilen» Zum siebten Mal, aber erst zum zweiten Mal in Bern findet der Schweizer Nutzfahrzeugsalon transportCH statt. Wie waren Ihre Erfahrungen an der BERNEXPO? Dominique Kolly: Fast nur positiv. Wir verzeichneten bei der ersten Durchführung vor zwei Jahren an der BERNEXPO einen neuen Aussteller- und Besucherrekord. Die Aussteller waren hoch zufrieden, und 90 Prozent von ihnen sind auch heuer wieder dabei. Wir haben uns mittlerweile als die nationale Plattform der Strassen-Transportbranche etabliert. Und das macht uns stolz, besonders wenn wir an die bescheidenen Anfänge vor zwölf Jahren in Fribourg zurückdenken. Gibts dennoch Neuerungen für dieses Jahr? Ja, wir hoffen mit einer gleichmässigeren Durchmischung der Aussteller von Nutzfahrzeugen und Anbietern anderer Produkte eine bessere Verteilung des Besucherstroms zu erzielen. Durch verschiedene Applikationen für Smartphones haben wir zudem die Besucherinformationen verbessert und optimiert. Eine täglich erscheinende Messezeitung auf Deutsch und Französisch soll die Besucher bei der Orientierung ebenso unterstützen wie die neue Signalisierung. Mit weiteren Begegnungszonen möchten wir neben dem beliebten Châlet Fribourgeois den Besuchern und Ausstellern zusätzlichen Platz für persönliche Kontakte bieten.

Neu ist auch das sogenannte Verbandsdorf. Was ist darunter zu Mal Laster, mal Transporter – die Camionnette von Martini. verstehen? Erstmals haben sich die von 1917: Ein Kleintransporter stab 1:10 in Bern zeigt: eine sechs Strassenverkehrs- und der bis 1934 erfolgreichsten Kutsche als Vorläufer, einen Tri-transportverbände ASTAG, Schweizer Automarke – Martini belhorn-E-LKW 1914 und einen AGVS, VSCI, Routiers Suisses, aus Frauenfeld TG, später Saint- Arbenz 1919. Spezialität des VSTD und SAA vereint, um sich Blaise NE. «Die Schweiz hat eine Arbenz aus Zürich-Albisrieden: gemeinsam dem Publikum zu reiche Historie von Nutzfahr- Er verwandelt sich nach Bedarf präsentieren. Dies geschieht im zeugherstellern», weiss Oldti- vom Transporter zum Bus – eigens dazu geschaffenen «Vermer-Enthusiast Geissmann, der heute heisst so etwas modisch bandsdörfli» beim Zugang zu zudem drei Modelle im Mass- «Crossover». den Ausstellungshallen.

Ein Kleinlaster aus der Schweiz:

seine Tante erinnert habe, bei der man vorne und hinten auch kaum unterscheiden könne. Faszinierend: «Mathilde ist voll fahrfähig», so Geissmann, «und läuft seit 1912 klaglos ohne Revision.» Fast unspektakulär wirkt daneben die Martini Camionnette

Mobilcity: Das neue Kompetenzzentrum für Auto & Transport Zehn renommierte Verbände und Dienstleister aus der Fahrzeugbranche vereinen künftig ihre Kompetenz unter einem Dach. Nächsten Monat ist es so weit: Das neue, sechsstöckige Bürogebäude und die beiden Werkstatthallen im Berner Wankdorf-Schermenareal an der Wölflistrasse 5 sind bezugsbereit. Auf einer Fläche von rund 15 000 Quadratmetern mit guter Anbindung an den Strassen- und öffentlichen Verkehr bündeln zehn Dachorganisationen aus dem Schweizer Auto- und Transportgewerbe ihre Kräfte und bieten unter

anderem attraktive Arbeitsplätze sowie ihr Aus- und Weiterbildungsprogramm unter einem Dach an. So führt künftig der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) in der Mobilcity gesamtschweizerisch die Prüfungen der berufsorientierten Weiterbildung durch und bietet vielfältige Kurse in seiner Business Academy an. Die AGVS-Sektion Bern & Jura bewerkstelligt die überbetrieblichen Kurse. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband (Astag) kann künftig dank dem Kompetenzzen-

trum eine gezielte Aus- und Weiterbildung aus einem Guss anbieten. Und das Karosseriegewerbe setzt die Grundausbildung der Sektionen Bern und Mittelland und einen Teil der Weiterbildung des Schweizerischen Carrosserieverbands (VSCI) zentralisiert um. Dazu stehen in der

Mobilcity neben 400 Arbeitsplätzen auch 80 Ausbildungsplätze für Weiterbildung sowie 170 Ausbildungsplätze für Grundausbildung zur Verfügung. An der Adresse der Mobilcity sind künftig auch die Importeursvereinigung auto-schweiz, der Strassen-

verkehrsverband strasseschweiz, die Stiftung Auto Recycling, die Pensionskasse Mobil, die Ausgleichskasse AK33 und die auf Schadendienstleistungen spezialisierte XpertCenter AG zu finden. «Mobilcity eröffnet dem Auto- und Transportgewerbe die einmalige Chance», so AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli stellvertretend für alle Nutzer des neuen Kompetenzzentrums, «die gemeinsame Identität der Organisationen zu stärken und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen.» Raoul Schwinnen


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Nutzfahrzeug

Leichte Nutzfahrzeuge

Im Slalom macht sich der höhere Schwerpunkt durch mehr Wankneigung bemerkbar.

Rückwärts mit den Aussenspiegeln durch Pylonen manövrieren will geübt sein.

In der nassen Kreisbahn «erfährt» man die physikalischen Grenzen schonungslos

Schleudern mit dem Liefe Moderne Lieferwagen fahren sich leichtfüssig wie Personenwagen. Dem Extragewicht trägt Nissan mit einem Sicherheitstraining Rechnung. Von Stefan Lüscher

E

s ist wie bei einem normalen Fahrsicherheitstraining. «Jetzt voll bremsen, ausweichen, gegenlenken, jawohl!», krächzt es durch das Funkgerät. Statt in einem wendigen, niedrigen Personenwagen sitze ich aber in einem hochbeinigen Lieferwagen und lote den Grenzbereich durch Pylonen, in der Kreisbahn und auf dem Gleitstreifen aus. Kursleiter Robert Sürth bringt es auf den Punkt: «Lieferwagen sind aus dem modernen Arbeitsleben nicht mehr wegzudenken. Mit ihrer modernen Technik und ihrem Fahrkomfort sind sie nahe an einem Personenwagen. Vom Tempo her können sie mit dem Normalverkehr locker mithalten. Das birgt auch Gefahren, deren man sich am besten bei einem Fahrkurs bewusst werden sollte.» Nissan bietet Kun-

den diese Möglichkeit im Rahmen der «Nissan Safety Driving Academy». Mein Arbeitsgerät auf dem Circuit Anneau du Rhin (F) ist ein 3,5-Tonnen-Transporter. Schon bei der ersten Übung werden die Unterschiede zum Personenwagen deutlich. Mit dem längeren Radstand des Lieferwagens muss man eine weitere Linie beim Slalom um die Pylonen wählen. Mit der indi-

«

Schwerpunkt und Gewicht lassen sich nicht vergleichen.» Robert Sürth rekteren Lenkung glaubt man kaum um die Kurve zu kommen. Durch den höheren Schwerpunkt, die weichere Federung und die hohe Sitzposition erlebt man ein völlig ungewohntes Wankverhalten mit viel mehr Seitenneigung. Instruktor Sürth, früher Chef im Verkehrssicherheits-Zentrum

Nissan Safety Driving Academy Weicheres Fahrwerk und höhere Masse fordern die Fahrer heraus.

Betzholz des TCS: «Heute haben auch Nutzfahrzeuge das Stabilitätsprogramm ESP. Viele Fahrzeuge, die im täglichen Einsatz stehen, sind aber nicht auf dem neusten Stand der Technik. Man muss sich einen vorausschauenden und weichen Fahrstil angewöhnen und sich immer der Ladung und dem höheren Schwerpunkt bewusst sein.» Auch beim Bremsen und Ausweichen sind die Unterschiede zu einem Personenwagen gut spürbar. Das weichere Fahrwerk und die höhere Masse machen das Nutzfahrzeug träger. Es gilt daher unaufgeregt und subtil einzulenken, um die je nach Ladung unterschiedliche Balance des Fahrzeugs zu spüren. Eine letzte Herausforderung ist das Manövrieren, rückwärts durch einen Pylonenparcours. Auch hier macht natürlich Übung den Meister, und wie bei jedem Fahrkurs bereitet es viel Spass, das grosse Arbeitsgerät laufend besser in den Griff zu bekommen.

Fahrsicherheits-Instruktor Robert Sürth korrigiert jeden Schnitzer. Anzeige

Fotos: Stefan Lüscher, ZVG

Richtig beladen zur eigenen Sicherheit Das richtige Beladen eines Nutzfahrzeugs ist genauso wichtig wie das sichere Fahren. Der Chauffeur trägt immer die Verantwortung. Basis sind eine dem Ladegut entsprechende Nutzlast und ein entsprechendes Sicherungssystem. Selbstgezimmerte Inneneinrichtungen taugen im Ernstfall wenig. Schlecht gesicherte Ladungen werden bei einem Unfall zur tödlichen Bedrohung. Bei einem

Aufprall mit einer Verzögerung von 40 g kommen Gegenstände mit dem 40-fachen Gewicht von hinten angeflogen. Da werden selbst Trennwände durchschlagen. Für Fahrzeugeinrichtungsprofi Patrick Schneider aus Döttingen AG ist es daher klar: «Die Materialien und Befestigungen von Fahrzeugeinrichtungen müssen dieser Belastung angepasst sein. Es nützt nichts, dank moderner Technik und

gutem Fahrkönnen einen Unfall zu überleben, wenn man von der eigenen Ladung erschlagen wird.» Grosse Gegenstände müssen so verstaut werden, dass sie keinesfalls rutschen können. Gute Helfer sind in solchen Fällen Anti-Rutschmatten und spezielle Luftkissen. Dazu kommen professionelle Spanngurten, die immer den Belastungen und Vorschriften entsprechen müssen.


s.

Montag, 4. November 2013

NEWS

NUTZFAHRZEUGE Shakra rocken mit dem VW Crafter

Mit langen Radständen muss man sich beim Slalom an eine weitere Linie gewöhnen.

erwagen

Die Schweizer Hardrock-Band Shakra (neues Album: «Powerplay») geht mit einem VW Crafter auf Tournee. Der Hochdachkombi (2.0 TDI, 163 PS) mit Trennwand und spezieller Inneneinrichtung fasst neun Insassen und das persönliche Equipment der fünfköpfigen Band.

Elektroflitzer für urbane Lieferdienste

Keiner zu klein, ein Nutzfahrzeug zu sein. Der Elektrofloh Renault Twizy kommt als Microtransporter «Cargo». Eine 156 Liter grosse Cargobox (55 x 50 x 95 cm) ersetzt den hinteren Sitz. Sie ist durch eine abschliessbare Hecktüre zugänglich.

LeichteNutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge Leichte Die Bestseller

Januar–September 2013 (Schweiz/FL) 2013/2012 Jan.–Sept. 2013 2012 +/– 1 2 VW T5 1588 1590 –0.1% 2 3 Ford Transit/Tourneo 1491 1395 6.9% 3 4 Iveco Daily 1401 1332 5.2% 4 1 Mercedes Sprinter 1328 1686 –21.2% 5 7 VW Caddy 1205 1065 13.1% 6 5 Renault Trafic 1023 1215 –15.8% 7 10 Renault Master 908 820 10.7% 8 6 Renault Kangoo 891 1103 –19.2% 9 9 Mercedes Vito 747 840 –11.1% 10 13 Fiat Ducato 744 615 21.0% 11 11 VW Crafter 668 678 –1.5% 12 8 Opel Vivaro 648 890 –27.2%

Fahrkurse

Richtig beladen will gelernt sein.

Quelle: autostatistik.ch/GFB/mofis (Status 4.10.2013) Anmerkungen: Die obige Tabelle behandelt von den Nutzfahrzeugen bis 3,5 t nur die klassischen Lieferwagen (ohne Wohnmobile, Pick-up etc.). Ohne abgeleitete PKW wie Panda, Captiva etc.

Die TCS Training & Event AG bietet massgeschneiderte Fahr- und Ecokurse für Lieferwagenfahrer an. Zum Kursprogramm gehören Theorie, Lenkübungen, Bremsmanöver bei unterschiedlichen Fahrbahnverhältnissen, Kurvenfahrten, Rangier- und Rückfahrtraining etc. Preis: ab 330 Franken. Infos: www.training-events.ch. Markenspezifische Kurse gibt es bei Importeuren.

Die Wirtschaftlichen 1. Fiat Fiorino 1.4 NP 2. Piaggio Porter 1.3 CNG 3. Opel Combo 1.4 CNG 4. Fiat Doblo Cargo 1.4 NP 5. Mini Cooper D Clubvan 6. Renault Kangoo 1.5 dCi 7. Mercedes Citan 108 CDI 8. Nissan NV200 1.5 dCi 9. Mini One Clubvan 10. Skoda Praktik 1.2 TDI 11. Citroën Nemo1.3i HDi 12. VW Caddy 2.0 EcoFuel

Antrieb Gas Gas Gas Gas Diesel Diesel Diesel Diesel Benzin Diesel Diesel Gas

VCS* 67,2 61,8 61,6 58,2 53,5 50,6 48,6 48,0 47,8 47,5 46,2 47,4

Mercedes Sprinter: Raffinesse mit frischem Gesicht

Er ist ein Klassiker unter den 3,5-Tonnen-Lieferwagen. Und als echter Mercedes auch bei den Nutzfahrzeugen ein Vorreiter moderner Technik. Hinter dem aufgefrischten Gesicht mit dem etwas steileren Kühler steckt mehr als eine coole Optik. Er tritt als erster Transporter mit einer kompletten

Motorenpalette nach Euro 6 an (95 bis 190 PS), dies dank überarbeiteter Technik und AdBlueHarnstoff-Einspritzung ins Abgas. Dazu kommen innovative Assistenzsysteme wie Totwinkel-

Assistent, Radar-Abstandswarner, Fernlicht-Assistent, Spurhalteassistent und als Weltpremiere der ESP-basierte Seitenwind-Assistent. Verbrauch ab 6,3 l/100 km, Preis ab 38 070 Franken.

Ford Transit Connect: Ideale Grösse N och vor seinem Marktstart wurde der neue Ford Transit Connect zum Lieferwagen des Jahres 2014 gekürt. Mit selbstbewusstem Design, grosser Variabilität und vielen pfiffigen Detaillösungen will der kleine Bruder des im Vorjahr eingeführten Transit Custom in der populären Eintonnenklasse eine grosse Nummer werden. Da wird ihm seine Verwandtschaft zum Personenwagen Focus helfen, von dessen Antriebselementen und Cockpitdesign er profitiert. Er fährt sich auch fast wie ein PW: wendig, zumindest unbeladen sehr temperamentvoll, angenehm komfortabel und sehr geräuscharm. Als Motoren stehen zwei Benziner sowie ein Turbodiesel in drei Leistungsstufen zur Wahl. Der Einliter-Turbobenzi-

ner hat nur drei Zylinder. Mit 100 PS sorgt er aber für quirliges Temperament bei einem Verbrauch ab 5,6 l/100 km. Satte 150 PS generiert der 1,6-Liter-Benziner. Der gleich grosse 1,6-Turbodiesel wird mit 75, 95 und 115 PS angeboten, theoretischer Normverbrauch wird ab 4,0 l/100km angege-

ben, allerdings ohne Zuladung. Diese beträgt je nach Modell bis 912 kg (Laderaum max. 3,6 m3). Zu haben ist der Transit Connect in zwei Radstandlängen mit zwei bis acht Sitzplätzen und verblechten oder verglasten Seiten. Serviceintervall neu 30 000 km, Preis ab 15 768 Stefan Lüscher Franken.

Modernes Design: Ford Transit Connect mit vielen praktischen Details.

Toyota Proace: Echter Profi D er als Ersatz des Hiace lancierte Proace ist eigentlich ein Franzose. Er basiert auf den PSA-Modellen Peugeot Expert und Citroën Jumpy. Seine Stärke ist die Variabilität. Er ist in drei Karosserievarianten erhältlich. Als verblechter Panel Van, mit seitlichen Glasscheiben und als Crew

* VCS-Öko-Punkte; Quelle: VCS/topten.ch

Cab mit sechs Sitzplätzen. Weiter sind eine zweite Schiebetüre, zwei verblechte oder verglaste Hecktüren, eine Heckklappe und zwei Radstandlängen lieferbar. Den Langen gibt es auf Wunsch mit Hochdach. So lässt sich das Ladevolumen bis 7 m3 steigern! Die Nutzlast beträgt maximal 1204 kg.

Japaner mit französischen Genen: Der Toyota Proace hat Vorderradantrieb.

Als Antriebe spendiert PSA zwei Turbodiesel mit 90 und 128 PS (Verbrauch ab 6,4 l/100 km). Damit fährt sich der Proace agil und angenehm wie ein PW. Auch die Geräuschdämmung ist mustergültig. Die Fahrwerkabstimmung bietet guten Komfort. Die Ausstattung beinhaltet je nach Version Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, RadioCD-Player, Klimaanlage, Tempomat, Beifahrerairbag und Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Von den französischen Schwestermodellen unterscheidet den Proace eine konsequente Qualitätskontrolle bei jedem Fahrzeug, drei statt zwei Jahre Werkgarantie und das Stabilitätsprogramm VSC. Die im Vergleich zu den PSA-Modellen günstigeren Preise beginnen bei 29 900 Franken. Stefan Lüscher

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«Genug gemogelt!» Dürfen die Befürworter den Eindruck erwecken, mit der 100-Franken-Vignette könnten Staus auf Autobahnen bekämpft werden – auch wenn es nicht wahr ist? Wir sagen NEIN! Dürfen die Kantone regionale Strassenprojekte versprechen, die mit der 100-Franken-Vignette bezahlt werden sollen – auch wenn die wenigsten erfüllt werden können? Wir sagen NEIN!

zur 100-Franken-Vignette am 24. November 2013 www.mogelpackung-vignette.ch

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Darf Bundes-Bern die 100-Franken-Vignette fordern – auch wenn massive Benzin und Dieselpreiserhöhungen schon geplant sind? Wir sagen NEIN! Die Strassenbenützer leisten jährlich 9,5 Milliarden Franken Steuern und Abgaben. Nur ein Drittel davon wird für die Strasse verwendet. Wir lassen deshalb nicht zu, dass Bund und Kantone dem Volk diese Mogelpackung aufdrängen.

Peter Goetschi

Mathias Ammann

Zentralpräsident TCS, Bern

Zentralpräsident ACS, Bern


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Unsere Nutzfahrzeuge passen sich optimal an Ihren Arbeitsalltag an. Sie können die Wagengrösse aus bis zu drei Höhen- und vier Längenvarianten selber bestimmen. Genauso gross ist die Auswahl bei der Motorisierung: Es gibt vier verschiedene Motoren mit Automatikgetriebe oder die Möglichkeit zum 4x4-Umbau. Welche Variante Sie auch wählen: Mit einem Peugeot kommen Sie sicher und komfortabel an Ihr Ziel. Besuchen Sie jetzt Ihren Peugeot-Partner. Peugeot Expert Kastenwagen verblecht 227 L1H1 1.6 HDi FAP 90 PS, CHF 30 850.–, abzüglich Flottenrabatt CHF 7 712.– und Cash-Prämie CHF 2 315.–, Endpreis CHF 20 823.–. Abgebildetes Fahrzeug: gleiches Modell mit Sonderausstattung, CHF 32 400.–, abzüglich Flottenrabatt CHF 8 100.– und CashPrämie CHF 2 315.–, Endpreis CHF 21 985.–. Peugeot Boxer Kastenwagen verblecht 330 L1H1 2.2 HDi FAP 110 PS, CHF 35 700.–, abzüglich Flottenrabatt CHF 9 996.– und Cash-Prämie CHF 1 851.–, Endpreis CHF 23 853.–. Abgebildetes Fahrzeug: gleiches Modell mit Sonderausstattung, CHF 37 350.–, abzüglich Flottenrabatt CHF 10 458.– und Cash-Prämie CHF 1 851.–, Endpreis CHF 25 041.–. Gültig für Bestellungen vom 1.11. bis 31.12.2013. Alle Preisangaben exkl. MWSt. Ausschliesslich gültig bei allen teilnehmenden Peugeot-Partnern. Die angebotenen Nutzfahrzeuge sind für gewerbliche und berufliche Nutzung bestimmt, die Angebote sind somit ausschliesslich für Flottenkunden gültig.

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Montag, 4. November 2013

Nutzfahrzeug

Christian Stucki

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Man kommt viel herum, und vor allem ist man sein eigener Chef.» Christian Stucki

«Ich fahre

Schwertransporte beeindrucken Kranzschwinger Stucki sehr.

ohne Navi»

Kranzschwinger Christian Stucki (28) ist nicht nur im Sägemehl ein Schwergewicht: Beruflich ist «Stucki Chrigu» im 18-Tönner unterwegs. Von Philipp Aeberli (Text) und Rob Lewis (Fotos)

W

ir kennen ihn aus dem Sägemehl-Ring, in Älplerhemd und mit Schwingerhose: Christian «Chrigu» Stucki zählt zu den grossen Namen in der Schwingszene. Doch Schwingen ist nicht sein ganzes Leben. Der frischgebackene Vater Stucki fährt als Chauffeur für einen Fleischwaren-Produzenten. Mit seinem 18-Tönner sorgt der Berner dafür, dass wir im Supermarkt stets frisches Fleisch finden. Was lockt den Spitzensportler und Familienmenschen ans Lastwagensteuer? Herr Stucki, war es ein Kindheitstraum, Chauffeur zu werden?

Christian Stucki: Nicht direkt, ich kam erst später dazu. Ich machte erst meine Lehre als Forstwart, bin also gar kein gelernter Chauffeur.

Wie kam es dann, dass Sie nun trotzdem im Lastwagen unterwegs sind?

Als ich in die RS einrücken musste, wollte ich dort eine Funktion, die mir auch fürs Leben etwas bringt. Also meldete ich mich als Motorfahrer. Sie haben mich genommen, und so konnte ich im Militär die Lastwagenprüfung absolvieren. Da hat es mich gepackt, und so fing ich danach als Chauffeur an. Was fasziniert Sie an Ihrem Job?

Man kommt viel herum und ist vor allem sein eigener Chef. Meine Tour kann ich mir selbst einteilen. Das ist ab und zu schon eine Herausforderung. Worin besteht denn diese Herausforderung?

Ich erhalte jeweils vor der Abfahrt verschiedene Stationen zugeteilt. Die Reihenfolge lege ich mir dann selbst zurecht. Zudem fahre ich bewusst ohne Navi, so halte ich mein Ortsgedächtnis fit. Und für den Notfall

gibts ja immer noch das Smartphone (schmunzelt). Aber ist es nicht langweilig, den ganzen Tag alleine in der Führerkabine zu sitzen?

Das gehört natürlich zum Job. Das weiss man ja, bevor man sich darauf einlässt. Aber Sie haben recht, man muss schon der Typ dafür sein. Ich fahre meine Tour im Raum Bern/Fribourg und halte unterwegs immer wieder zum Abladen an. Da begegne ich dann Menschen; das lockert sicherlich etwas auf. Fernfahrten haben Sie nie gereizt?

Oh doch. Ich bin gerne unterwegs, und bei grossen Touren im Ausland sieht und erlebt man nochmals mehr. Andererseits ist man so auch mehrere Tage unterwegs, und das möchte ich derzeit nicht. Was mich aber eher reizt wären Schwertransporte. Da habe ich auch schon bei einem Kollegen zugeschaut. Das war sehr beeindruckend.

Wie bringen Sie den Schwingsport, die Arbeit und die Familie unter einen Hut?

Ich fahre drei Tage die Woche. Den Rest brauche ich für Training und momentan auch für die

Zur Person Stucki Christian («Chrigu») konnte als Schwinger schon zahlreiche Erfolge feiern. Zu den herausragendsten zählt der Sieg des Kilchberg-Schwingets 2008. Insgesamt hat er 86 Kränze gewonnen, davon 27 Siegerkränze. Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf holte er heuer den zweiten Rang. Schwingerkönig wurde er bisher noch nie. Stucki wurde am 10. Januar 1985 geboren und ist seit 1992 aktiver Schwinger. Er lebt mit Freundin Cécile und Sohn Xavier (7 Monate) in Lyss BE. Stucki ist 1,98 m gross und wiegt 142 kg.

Christian Stucki ist drei Tage in der Woche unterwegs.

Familie. Ich habe einen sieben Monate alten Sohn zu Hause. Gibt es da nie Schwierigkeiten mit der Planung?

Natürlich gibt es ab und zu spontane Termine rund um den Sport. Aber da fand ich bislang immer eine Lösung. Mein Chef ist glücklicherweise ein echter Schwingfan!

Ist es überhaupt gut für einen Spitzensportler, so viel am Steuer zu sitzen?

Es schadet mindestens nicht. Klar, als ich früher noch als Forstwart arbeitete, musste ich weniger Krafttraining machen, weil ich den ganzen Tag draussen war. Aber sonst ist das kein Problem.

Sie fahren einen Iveco. Wie wichtig ist für Sie die Marke?

Man hat natürlich schon seine Vorlieben. Für mich ist der LKW aber in erster Linie ein Arbeitsgerät, zumal ich meinen mit Fortsetzung auf Seite 12 


12

Nutzfahrzeug

LKW-Schnupperstift Janosch Gämperli war ein Tag mit Spitzen-Schwinger Stucki unterwegs

Mein Tag mit Christian Stucki Bei einem Informationsnachmittag für angehende Chauffeure bei der Holenstein AG in Wil/SG konnten wir bei einem Wettbewerb mitmachen, bei dem wir unter anderem sogar einen riesigen Volvo-Truck über das Gelände bewegen konnten. Als Gewinn winkte eine Schnupperlehre, bei der man einen Tag mit Christian Stucki unterwegs sein durfte. Das wollte ich unbedingt machen! Auf die Frage, warum wir gerne diese Schnupper-

lehre absolvieren möchten, antwortete ich, dass ich Herrn Stucki einen coolen Typen finde und gerne einen Tag mit ihm verbringen würde. Ich habe mich riesig gefreut, als ich erfuhr, dass ich gewonnen habe! Am Schnuppertag durfte ich vieles selber machen, wie den LKW mit einer Ameise beladen. Die beiden Fahrten am Vor- und am Nachmittag waren auch toll. Man ist einfach der Chef auf der Strasse, weil man so weit oben sitzt und auf alle herunter-

schauen kann. Das Highlight war aber das gemeinsame Mittagessen mit Herrn Stucki und meinen Eltern. Nachdem ich die dritte Oberstufe nächsten Sommer abgeschlossen habe, werde ich zuerst eine Lehre als LKW-Mechaniker machen. Im Anschluss daran möchte ich dann eine zweijährige Lehre zum LKW-Chauffeur beginnen. Ich freue mich schon darauf, selber zu fah-

Christian Stucki gab Janosch Gämperli (15) nicht nur Schwinger-Tipps.

ren. Ich möchte was von der Welt sehen und am liebsten auf Langstrecken in ganz Europa unterwegs sein. Es ist wie ein Abenteuer, da man die Strecken alleine bestreitet. Ich bin an allem interessiert, was einen Motor hat. In meiner Freizeit fahre ich oft Motocross. Mein Vater besitzt zudem eine Autogarage und freut sich natürlich, dass ich etwas in dem Bereich machen möchte. Auch wenn mir Autos eine Nummer zu klein sind – es muss schon ein LKW sein! sein!» Aufgezeichnet: Andreas Engel

t Fortsetzung von Seite 11

anderen Fahrern teile. Da nehme ich halt, was mir zugeteilt wird. Ich bin aber ganz zufrieden damit. Es gibt aber schon Kollegen, für die das ein sehr wichtiger Punkt ist. Vor allem bei den Fernfahrern, die ihre Brummis mit Lämpchen und Schildern dekorieren. Und das kann ich auch verstehen, schliesslich verbringen sie extrem viel Zeit im Lastwagen und schlafen sogar drin. Da muss man es sich ja schon etwas gemütlich machen. Werden Sie auch in 20 Jahren noch Lastwagen fahren?

Schwer zu sagen. Im Moment passt es für mich hervorragend. Ich habe einen Job, der mir Spass macht und trotzdem einen geregelten Tagesablauf. Das ist mir wichtig, da mir die Familie und der Sport ebenfalls viel bedeuten. Ich schwinge seit 21 Jahren, das kann ich nicht einfach so aufgeben. Aber viel-

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7. – 10. Nov. 2013 www.transport-CH.com

«

Ein geregelter Tagesablauf ist mir wichtig, da mir meine Familie und der Sport viel bedeuten.» Christian Stucki

leicht habe ich nach meiner Karriere Lust auf eine neue Herausforderung. Was könnte das sein?

In der Transport-Branche fühle ich mich wohl. Vielleicht käme auch Speditionsplaner oder etwas in diese Richtung in Frage. Ich weiss nicht, ob ich wirklich bis 65 am Steuer sitzen möchte.

7. Schweizer Nutzfahrzeugsalon

Ist es anstrengender im Lastwagen als im Auto unterwegs zu sein?

Ja, es ist schon etwas anderes. Als LKW-Fahrer muss man immer auch für die anderen, schwächeren Verkehrsteilnehmer schauen und mitdenken. Mit unseren schweren Fahrzeugen haben wir daher schon eine gewisse Verantwortung. Zumal wir auch oft die «Gebrandmarkten» sind, wenn etwas passiert. Wie meinen Sie das?

Ehrengast

ÖFFNUNGSZEITEN Donnerstag 7. Nov. Freitag 8. Nov. Samstag 9. Nov. Sonntag 10. Nov.

9.00 – 18.00 9.00 – 18.00 9.00 – 18.00 9.00 – 17.00

Ich bin im LKW nun mal langsamer als im Auto. Viele Autofahrer regen sich darüber auf. Dabei bin ich ja auch nicht nur zum Vergnügen unterwegs. Zudem könnten auch die Drängler nicht im Supermarkt einkaufen, wenn wir keine Ware liefern. Das klingt nach Stress. Zudem herrscht ein Mangel an Chauffeuren. Weshalb soll man sich dennoch für diesen Beruf entscheiden?

Weil es alles in allem ein abwechslungsreicher Job ist. Man kommt viel in der Weltgeschichte herum, und man darf auch stolz auf sich sein. Als Chauffeur bin ich Teil der Versorgungskette. Ohne Camioneure würde in unserer Gesellschaft einiges nicht funktionieren. Man ist also ein wichtiger Teil unseres Lebens. Und das ist doch schön zu wissen.


Beruf LKW-Chauffeur

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Montag, 4. November 2013

Das Image ist das

Problem

Ein ehemaliger Rektor und ein Geschäftsmann versuchen, Jugendlichen den Beruf des LKW-Chauffeurs wieder schmackhaft zu machen.

Bubentraum

Fotos: Thinkstock (1), Andreas Engel (2)

Vorurteile von Eltern und Lehrpersonen verbauen Jugendlichen oftmals den Weg in die LKW-Fahrerkabine.

Von Andreas Engel

D

ie Transportbranche macht sich Sorgen um den Nachwuchs. Ihr fehlen rund 25 000 Chauffeure. Deshalb wird es Zeit zu handeln. Das dachten sich auch Hans Peter Brütsch, Geschäftsführer des Schaff hauser Transportunternehmens Hans Peter Brütsch AG, und Eduard Looser, ehemaliger Rektor der Pädagogischen Hochschule Schaff hausen und seit seiner Pension selbst als LKW-Chauffeur unterwegs. Gemeinsam planen sie ein sogenanntes Kompetenzzentrum, um mehr

Zentrum für Jungchauffeure Vor rund neun Monaten hatte Eduard Looser (67) erstmals die Idee eines Kompetenzzentrums für LKW-Chauffeure. «Dadurch, dass ich jetzt selber LKW fahre, bekom-

Ist vom Erfolg des Zentrums überzeugt: Eduard Looser (67).

me ich auch viele Einblicke in den Alltag der Betriebe. Ich habe gesehen, dass zu viele Jungchauffeure die Lehre abbrechen. Da habe ich mir gedacht: Dagegen muss man etwas tun.» Gemeinsam mit Mitinitiant Hans Peter Brütsch (54) legte Looser dem Vorstand der ASTAG-

Sektion Schaffhausen ein erstes Konzept vor. Das Zentrum ist quasi ein Dreh- und Angelpunkt bei der Lehrstellensuche. Hans Peter Brütsch erklärt. «Alle Jungen, die eine Lehrstelle in der Transportbranche suchen, können sich dort ab nächstem Sommer zentral melden. Das Zentrum vermittelt die Lehrlinge dann an die BetrieSetzt sich für be weiter.» Das Komseine Branche ein: petenzzentrum trage Unternehmer dazu bei, die Idee einer Hans Peter Lehre im Verbund zu Brütsch (54). verwirklichen. «Die Ausbildung wird bei drei Betrieben mit einer Aufteilung von ein Mal 60 und zwei Mal 20 Prozent absolviert. Damit wird auf der einen Seite die Lehre für die Jungen attraktiver, da sie ihnen Einblicke in verschiedene Berufszweige erlaubt. Zum anderen haben auch kleinere Betriebe die Möglichkeit, Lehrlinge aufzunehmen», sagt Looser. Das Konzept wird sowohl vom Berufsbildungsamt Schaffhausen wie der ASTAG Schweiz unterstützt. Ziel sei es,

mit mehr Lehrlingen eine eigene Berufsfachschulklasse für den Kanton zu führen. «Das wäre ein guter Anfang, dem Nachwuchsproblem der Transportbranche entgegenzutreten», ist Looser überzeugt.

Nachwuchs für die Region rern hat die Transportbranche Schaff hausen zu gewinnen. einen eher schlechten Ruf, be«Ziel unseres Zentrums ist es, sonders in der Stadt. Da bedie Ausbildung auf je drei ver- kommen wir oft Absagen. Besschiedene Transportbetriebe ser ist es auf dem Land oder an aufzugliedern. So haben die Realschulen.» Junge Leute seiLehrlinge eine breitere und so- en nach wie vor interessiert an mit interessantere Lehre. Ander- dem Beruf des Chauffeurs, oft seits erhoffen wir uns von der Aufsplittung, dass so mehr kleinere Betriebe bei dieser Ausbildung im Verbund aufspringen», erklärt Mitinitiant Eduard Looser. «Unser Zentrum ist quasi Eduard Looser eine Koordinationsstelle, die zwischen Betrieben und Lehrling liege es an den Eltern oder eben an den Lehrpersonen, die vermittelt.» Gründe für die Lehr- ihnen vom Job abraten. lingsknappheit gibts Die Transportbranche hat viele. Nicht zuletzt aber auch mit denselben Probliegts am Image des lemen wie andere Berufe zu Chauffeurs, wie Hans kämpfen. Es gibt, besonders Peter Brütsch weiss. bei technischen Berufen, «Die Wertschätzung schlicht zu wenig Nachwuchs für Chauffeure ist für alle Branchen. Fakt ist zunicht besonders hoch. dem: Als Chauffeur ist man Ich höre ständig Vorurtei- einem erhöhten Termindruck le, wir würden die Strassen ver- ausgesetzt, kaum zu Hause stopfen und die Umwelt belas- und nur mittelmässig bezahlt. ten. Die meisten Leute wollen es Wie also kann der Beruf dem nicht wahrhaben, aber ohne Nachwuchs schmackhafter geLKW würde Stillstand in unserer macht werden? Looser: «Eine Gesellschaft herrschen. 80 Pro- Grundbegeisterung für Techzent aller Güter werden auf der nik und Fahren muss vorhanden sein. Wir wollen den Strasse transportiert.» Eduard Looser sieht die Jugendlichen an unseren AnGründe des Imageproblems lässen zeigen, dass sie bei uns auch bei seinen ehemaligen eine breite Ausbildung erhalKollegen: «Wir sind ständig an ten, die weit über das reine Schulen unterwegs, um Schü- Fahren hinausgeht und auch lern den Beruf des Chauffeurs viele Weiterbildungmöglichnäherzubringen. Doch bei Leh- keiten offenhält.»

«

Unsere Ausbildung geht weit übers Fahren hinaus.»

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14

Nutzfahrzeug

Montag, 4. November 2013

«Es gibt schlicht zu wenig

Nachwuchs»

Macht sich Sorgen um den Nachwuchs: Gallus Bürgisser in seinem Büro in Bern.

Interview Der Vizedirektor des Nutzfahr-

zeugverbands ASTAG, Gallus Bürgisser (42), über Nachwuchsprobleme in der Transportbranche – und wie man sie lösen kann. Warum gibt es zu wenig Nachwuchs in der Branche?

Gallus Bürgisser: Die demografische Entwicklung in der Schweiz hat sicher einen grossen Einfluss. Wir stellen eine Überalterung der Gesellschaft fest, wodurch weniger Junge auf dem Arbeitsmarkt sind. Durch die Umsetzung des EU-Rechts wird von Chauffeuren zudem eine kostenintensive Zusatzausbildung mit obligatorischen Weiterbildungskursen verlangt. Dies bedeutet insbesondere für Quereinsteiger und Aushilfsfahrer eine zusätzliche Hürde und hat auch Auswirkungen auf die Nachwuchsproblematik. Ein weiterer Grund ist zudem das schlechte Image der Transportbranche. Wir erhalten von der Politik, aber auch von den Me-

dien nicht die Anerkennung, die wir eigentlich verdient hätten. Wie viele Lernende werden schweizweit ausgebildet?

Dieses Jahr haben im Sommer 250 Lehrlinge die Ausbildung zum Transportfachmann begonnen. Die Tendenz ist im Vergleich zu anderen Branchen leicht steigend. Wir bewegen uns auf einem tiefen Niveau, wenn man bedenkt, dass schweizweit über 70 000 Berufsfahrer tätig sind. Deshalb ist unsere Branche immer auch auf Quereinsteiger angewiesen. 250 Lernende reichen einfach nicht aus. Sind die Schülerinnen und Schüler heute nicht zu jung, wenn sie aus der Schule kommen?

Das ist tatsächlich ein Problem, da die Abgänger in den ersten Monaten der Lehre das 16. Le-

bensjahr erreichen müssen. Die Tendenz ist aber auf der anderen Seite, dass die Schüler heute teilweise erst 15 Jahre alt sind, wenn sie aus der Schule kommen. Bei unserer zweijährigen Attestlehre, die als Sprungbrett für künftige LKW-Chauf-

Ein grosses Problem ist, dass die Schulabgänger immer jünger werden.» Gallus Bürgisser feure dient, ist das Problem natürlich noch gravierender. Hier kommen wir nicht drum herum, ein Zwischenjahr für die jungen Leute anzubieten. Was sollte ein junger Mensch mitbringen, um Chauffeur zu werden?

Das Wichtigste ist sicher die Selbständigkeit. Im Berufsalltag

ist man nun mal alleine auf der Strasse unterwegs. Man sollte aber auch belastbar sein, weil ein Tag auch mal länger als die üblichen acht Stunden dauern kann. Hinzu kommen Verantwortungsbewusstsein, Kontaktfreudigkeit und nicht zuletzt handwerkliches Geschick, um bei einer Panne am LKW auch

Foto: Erwin Kartnaller

Interview: Andreas Engel

mal selbst Hand anlegen zu können und natürlich das teils nicht einfache Be- und Entladen der LKWs zu meistern. Wie wollen Sie das Nachwuchsproblem lösen?

Dieses Jahr wurde die neue Bildungsverordnung in Kraft gesetzt, die auf die aktuellen Bedürfnisse angepasst wurde. Es geht nicht mehr nur darum, Fahrer auszubilden, sondern Trans-

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portprofis mit einer breiten Ausbildung. Deswegen wurde die Berufsbezeichnung auch in Strassen-Transportfachmann geändert. Wir arbeiten schweizweit mit Schwerpunkten, ähnlich, wie es das Kompetenzzentrum in Schaff hausen vorsieht (siehe Seite 13). Dadurch ist es auch für kleinere Betriebe möglich, Lernende auszubilden. Der Fokus muss ganz klar auf die Nachwuchsförderung gelegt werden.


Nutzfahrzeug

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Kurvenjagd

Chrom und Haut ergänzen sich perfekt: Sobald der markenneutrale LKW-Erotikkalender 2014 (wahlweise auch nur mit Scanias, Schleppern oder Landmaschinen) in DIN A3 quer an der Wand hängt, haben die Kaffeepausen noch einen zusätzlichen Gesprächsstoff. Erotischer LKW-Kalender 2014, 29.90 Franken, www.erotikkalender.ch

Da staunt der LKW-Profi: Die Modellanlage des Mini Routier Teams.

Keiner zu klein, ein echter Truck zu sein Sie nennen sich Mini Routier Team Bern und bewegen seit genau 20 Jahren auf einer eigens gefertigten Anlage ihre ferngesteuerten Truckmodelle und Baustellenfahrzeuge. Faszinierend, wie detailgetreu die ferngelenkten, meist im Eigenbau entstandenen Trucks im Massstab 1:16 und Baumaschinen im Massstab 1:14,5 den jeweiligen Originalen nachempfunden sind. Auf der liebevoll konstruierten Modellanlage mit Speditionen, Baustellen, Bauernhöfen und Äckern demonstrieren die rund zehn Klubmitglieder ihre ferngesteuerten Fahrzeuge – vom Sattelschlepper

über den Holztransporter und Muldenkipper bis zum voll funktionstüchtigen Raupenbagger auf Strassen und in Baugruben – und verblüffen dabei so manchen gestandenen Nutzfahrzeug-Profi. An der transportCH ist das Mini Routier Team Bern mit einem Parcours vor Ort – und dürfte mit den Vorführungen während der vier Messetage auf dem speziell dafür eingerichteten Stand grosse und kleine TruckerHerzen entzücken. Raoul Schwinnen

Mehr Infos unter www.modelltruckschweiz.ch

Heisse Ware für die Kaffeepause

Erotisch, nützlich oder einfach vergnüglich? Drei Gadgets rund ums Thema Nutzfahrzeug und Transport.

Wachmacher Fotos: ZVG

Den riesigen Originalen sind die Zwerge zum Verwechseln ähnlich.

Bubentraum

Für kleine wie grosse Buben ist dieser Teleskopkran die tollste Herausforderung: 2606 Teile hat das grösste Lego-TechnicModell aller Zeiten. Es ist 59 Zentimeter lang – und streckt den Arm nach Ausfahren der Stützen locker elektrisch bis auf 77 Zentimeter Länge aus. Lego Technic Mobiler Schwerlastkran, 259 Fr., www.shop. lego.com

Den ganzen Tag im Transporter unterwegs, keine Zeit für ein Kaffeepäuschen – und zum Stress Filterbrühe aus der Thermoskanne? Schluss damit: Die VW Espressomaschine läuft per 12V-Stecker und mit Kaffeepads. Mit Transportkoffer, zwei Tassen, 25 Probepads. VW Espressomaschine, 289 Franken, www.shop.amag.ch

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Dieses Angebot hat einen grossen Haken. Den Haken an diesem Angebot sehen Sie unten. Mit ihm bestätigt V W Nutzfahrzeuge das äusserst attraktive Easy Care Angebot: ein Full-Leasing mit einem Zinssatz ab 3.5 % sowie einem Wartungs- und Reparaturvertrag. Konzentrieren Sie sich auf Ihr Kerngeschäft, und wir kümmern uns um Ihr Fahrzeug. Möchten Sie mehr wissen? Bei Ihrem V W Nutzfahrzeuge Partner erfahren Sie, was Ihr V W Nutzfahrzeug im Full-Leasing kostet und wie Sie Ihr individuelles Easy Care Angebot zusammenstellen können.

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e-Paper Blick Nutzfahrzeuge November 2013