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Uhrenkönig Jean-Claude Biver: Seine Tipps für Kleinunternehmer

Die Tageszeitung für die Schweiz

Extra 18. Juni 2014

Büez

Æ Seite 6

Hightech für den Sport

Æ Seite 8

Mobilität Alles ist möglich, auch für KMU Æ Seite 10

Editorial Roland Grüter

Leiter Publishing Service roland.grueter@ringier.ch

Prima Patron

U

nternehmer Jean-Claude Biver glaubt auch in geschäftlichen Fragen an die Macht der Liebe, pocht auf einen respektvollen Umgang mit den Menschen. Diese Haltung erinnert mich an meinen ersten Chef, den Besitzer eines Kleinverlages. Dieser hatte ähnliche Vorstellungen, und all seine Angestellten mussten sich vorbehaltlos daran halten. Damals wirkten die sozialen Werte mitunter kauzig, heute sind sie Markenzeichen einer schmalen Elite: der Patrons, die ihre Firmen nicht nur mit Blick aufs Portemonnaie regieren. Jean-Claude Biver gehört zu diesem kleinen Kreis. Damit hat er die Uhrenmarke Hublot gross gemacht – er gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Szene. Im Interview mit BLICK Büez auf den Seiten 6 und 7 führt er aus, wie Soft-Faktoren KMU und andere Betriebe erfolgreich machen. Beeindruckende Worte, die auch Angestellte gerne hören.

Fotos: Gerry Nitsch (2), ZVG (1)

DOSSIER Innovation

Taktgeber Wie KMU zukunftsträchtige Märkte erobern

ÆSeiten 2–5

Inhalt Küche Heikki Heer baut Küchen, die sich den Kunden anpassen. Æ Seite 2 Checkliste So meistern Sie die Herausforderungen der Zukunft. Æ Seite 4 Arbeitsmarkt Wie ältere Mitarbeiter für KMU attraktiv bleiben. Æ Seite 4 Limmex Die Notfall-Uhr kann Leben retten – per Knopfdruck. Æ Seite 5 Nutzfahrzeuge Die neuen Modelle bieten mehr Platz und Luxus. Æ Seite 9 Guter Rat Experten geben Antwort auf Fragen aus dem KMU-Alltag. Æ Seite 10

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Büez

Innovat DOSSIER

Intelligenter wohnen

Küche mit K(n)opf H

eikki Heer ist eigentlich Architekt. Aber viel lieber ist er Unternehmer. Und immer wenn er unterwegs ist, hat er seine Augen offen und die Ohren gespitzt. «So stosse ich ständig auf neue Ideen und Herausforderungen», sagt er und schmunzelt. Heer ist mit drei Partnerinnen Teilhaber einer E-Learning-Plattform und hat sich auf intelligente Küchen spezialisiert. «Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung entspricht den ergonomischen Normen heutiger Küchen», weiss Heer aus Erfahrung. Viele Frauen und auch Kinder sind zu klein, um Tablare und Geräte richtig bedienen zu können. Und ältere Menschen, bei denen die Feinmotorik nicht mehr so funktioniert wie mit zwanzig, benutzen ihre Küche meist nur noch beschränkt. Noch grösser sind die Hindernisse für Menschen, die im Rollstuhl sitzen. «Auf einer Finnlandreise bin ich auf den Architekten und Erfinder Juha Lehto gestossen», so Heer. Dieser macht Küchen, die sich per Knopfdruck nach oben, unten, hinten und vorne verschieben lassen. «Das faszinierte mich. Und weil die Bevölkerung immer älter wird, sah ich grosse Marktchancen und stieg ein.» Gemeinsam produzieren und vertreiben die bei-

Die Menschen werden immer älter. Das eröffnet innovativen KMU neue Märkte. Heikki Heer baut Küchen, die sich per Knopfdruck nach oben und unten, nach hinten und vorne schieben lassen. Text Max Fischer Fotos Gerry Nitsch

den nun die Variante-Küchen. «Die Möglichkeit, selbständig, bequem und sicher sein Essen zuzubereiten, gehört zu den primären Bedürfnissen von uns allen», ist Heer überzeugt. Mehr noch: Wenn Selbständigkeit und Sicherheit in Küchen erhöht werden können, sinken auch die Pflegekosten. «Heute gehen viele ältere Menschen ins Altersheim, weil sie in der Küche nicht mehr zurechtkommen.» Das muss nicht sein. Per Knopfdruck kann die gesamte Variante-Küche in der Höhe stufenlos von 60 bis 120 Zentimeter verstellt werden. «Und die Unterbauten lassen sich einzeln in der Tiefe nach hinten fahren, so dass man bequem sitzend kochen kann», hält Heer fest. Das ist nicht alles: Um die Oberbauten auch aus sitzender Position ohne Mühe zu erreichen, kann man diese nach vorne oder hinten verschieben. Wichtig: «Die Küche sieht aus wie jede andere», sagt Heer. Auch punkto Materialien. Das sei für Menschen im Alter über 50 sehr wichtig. Kernelement der Küche ist das Rahmensystem. Dieses ermöglicht die Beweglichkeit der einzelnen Elemente. «Der Rahmen kann direkt an eine Wand gestellt werden – er ist selbsttragend», sagt Heer. Daher könne

Von der Gegenwart in die Zukunft

So werden Sie innovationsfreudig

Küchenbauer mit Weitblick: Heikki Heer setzt Ideen um, die auf den Menschen zugeschnitten sind.

Eine Küche, die sich individuellen Bedürfnissen anpasst: Schubladen, Schränke und Geschirrspüler lassen sich

er aber auch als Raumteiler aufgestellt werden. Heer und Lehto betrachten ihr System als die ideale Küche für sämtliche Lebensabschnitte: Sie ist bestens geeignet für junge Familien mit Kindern,

«

Weil die Bevölkerung immer älter wird, sah ich grosse Marktchancen Heikki Heer und stieg ein.»

Werden Sie innovativ

Machen Sie es wie Küchenbauer Heikki Heer: Fördern Sie die Innovationskultur. Führen Sie Dialoge und nicht Monologe. Stellen Sie Fragen, hören Sie aufmerksam zu. Und wählen Sie bildhafte Darstellungen. So entsteht kollektive Intelligenz.

Pflegen Sie Ihr Kundennetz

Um neue Kunden zu gewinnen, müssen Sie mit Ihrem Zielpublikum kommunizieren: persönlich (an Messen und Networking-Anlässen), per Internet oder am Telefon. Nutzen Sie jede Chance, um mit Ihrem Zielpublikum in Kontakt zu treten und eine Beziehung aufzubauen.


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Mittwoch, 18. Juni 2014

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DOSSIER SCHWERPUNKTE

üLimmex: Die Uhr, die Leben retten kann ü Ratgeber Innovation ü Buchtipps für vife Geister

ü Checkliste – So werden Sie fit für die Zukunft Ergonomische Backöfen

Von oben herab ist selten gut Seitlich zu öffnende Backöfen sind für grosse und kleine wie auch für sitzende Menschen gut bedienbar. Zudem wird die Gefahr von Verbrennungen deutlich gesenkt. Umso unverständlicher ist es für Heikki Heer, dass in Normküchen noch immer Backöfen zur Grundausstattung gehören, die man umständlich von oben öffnen muss. Platziert man eine ausziehbare Kombi-Arbeitsfläche unterhalb des Backofens, hat man bei Bedarf erst noch eine Abstellfläche für schwere und heisse Backformen. Für Heer sind dies Beispiele dafür, dass eine Innovation nicht ein genialer Wurf sein muss, sondern die Weiterentwicklung eines Alltagsprodukts.

Die Schweiz wird immer älter Der Anteil der über 80-Jährigen nimmt bis 2060 markant zu.

auf Knopfdruck bewegen.

aber auch ideal im Alter oder für Menschen mit Handicap. Mit dem Küchenbau ist es nicht getan. Heer verwendet auch speziell bedienungsfreundliche Geräte, etwa seitlich zu öffnende Backöfen. «Diese kön-

nen von grossen, kleinen und sitzenden Menschen gleichermassen gut bedient werden», sagt er. «Und platziert man eine ausziehbare Kombi-Arbeitsfläche unterhalb des Backofens, hat man bei Bedarf eine Abstellfläche für

Zeigen Sie Risikobereitschaft

Der erste Eindruck

Bei einem persönlichen Treffen dauert es nur etwa 20 Sekunden, dann schwindet die Aufmerksamkeit Ihres Gesprächspartners. Online sind es 20, bei einer Präsentation 50 Wörter. Bleiben Sie kurz, prägnant und konkret.

schwere und heisse Backformen.» Es gibt auch komfortable Geschirrspüler. «In der Regel muss man sich zum Füllen und Leeren bücken. Einfacher sind ausziehbare Geräte, die man sitzend von oben bedienen kann.»

Laut Heikki Heer wird auch dem Licht in der Küche oft keine Bedeutung beigemessen. «Zum herkömmlichen Licht kann die Rückwand mit einer indikativen Beleuchtung ausgestattet werden», so Heer. «Mit zusätzlichen Farben kann man anzeigen, ob zum Beispiel der Kochherd in Betrieb ist, der Kühlschrank offen steht oder der Wasserhahn läuft.» Für Heer ist die intelligente Küche ein typisches Beispiel dafür, dass auch bei alten, schon lange bestehenden Produkten ständig Innovation gefragt ist. Viele KMU beklagen sich, dass sie im Wettbewerb mit den Grossen keine Chancen hätten. «Man muss sich nicht im Massengeschäft mit Konzernen messen», so Heer. Aber wer nah bei seinen Kunden ist und den Menschen zuhört, der findet immer wieder einen Ansatzpunkt für eine Verbesserung. Die Küche sei das beste Beispiel. «Seit Jahrzehnten produzieren zig Hersteller Küchen nach der gleichen Norm. Aber die Bedürfnisse haben sich gewandelt, als Nischenanbieter muss man das ausnützen.» Wer Heer begegnet, der weiss, dass er nicht bei den Küchen bleiben wird. Ein Japanbesuch hat ihm zwar gezeigt, dass es dort schon Küchen, Toiletten und Zimmer gibt, welche

Im Vergleich zu Routinehandlungen sind Innovationen mit einem besonders hohen Risiko für Fehler und Misserfolge verbunden. Ohne Risikobereitschaft entstehen deshalb keine Innovationen. Fehlt in der Firma eine Fehlerund Risikokultur, werden Mitarbeitende zwischen Chance und Sicherheit abwägen und eher risikoscheu agieren.

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%

... der Schweizer Bevölkerung werden im Jahr 2060 älter als 80 Jahre sein.

5

... der Schweizer Bevölkerung waren 2010 über 80-jährig.

Mio.

40–64-jährige

3,0

2,5 20–39-jährige

2,0 0–19-jährige

1,5 65–79-jährige

1,0 80-jährige und ältere

0,5

0 2010 2015 2020 2030 2040 2050 2060 Quelle: Bundesamt für Statistik

Schaffen Sie Freiräume

%

Als innovativer KMU-Unternehmer müssen Sie für Rahmenbedingungen sorgen, die Ihre Leute ermuntern, Vorschläge, Ideen und neue Lösungen zu suchen. Dazu sind Freiräume nötig. Bei KMU werden diese aufgrund von BudgetRestriktionen oft eingeschränkt oder gar nicht gewährt. Das hindert Mitarbeitende, ihre Ideen zu entwickeln.

die Bewegungen von älteren Menschen messen. Je nachdem, wie oft Türen auf- und zugemacht werden oder die Toilette benutzt wird, erkennt das System, ob alles in Ordnung ist – wenn nicht, löst es bei Angehörigen oder der Spitex Alarm aus. Heer und Lehto machen sich derweil Gedanken darüber, wie ein anderes herkömmliches Möbel neu erfunden werden könnte: Sie wollen uns mit einem intelligenten Bett überraschen. l

Fazit

Konventionelles ist ihm zu unkonventionell «Arbeiten ist mein Hobby», sagt Heikki Heer. Gespräche, Diskussionen, Lesen, Reisen – der Unternehmer sucht immer nach neuen Ideen. Und statt zu jammern, versteht er Probleme als Herausforderungen. Meist stösst er auf Produkte, die man seit Jahren und Generationen auf dieselbe Art herstellt. Wie etwa Küchen. Oft fällt ihm dann auf, dass sich die Bedürfnisse gewandelt haben. Und er beginnt damit, das Pferd vom Schwanz her aufzuzäumen. Heer rät allen, es ihm nachzumachen!

Schützen Sie Ihre Marke

Jedes Unternehmen sollte frühzeitig entscheiden, ob und wie es seine Innovationen vor Missbrauch schützen will. Und dafür sorgen, nicht selbst geistiges Eigentum von Dritten zu verletzen. Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum hilft weiter: info@ipi.ch


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Büez

Innovation

BUCH TIPPS

Checkliste Innovation

Diskutieren und handeln Springen Sie über Ihren Schatten

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Heute gehört man mit 50 zum alten Eisen und mit 85 ist man hochbetagt. Aber vielleicht sind die Menschen künftig erst mit 100 alt. Überlegen Sie, was das für Ihr Produkt bedeutet. Sie müssen nahe bei den Menschen und nahe beim Produkt sein. Diskutieren Sie mit den Leuten. Warten Sie nicht auf den genialen Wurf. Die meisten (auch revolutionären) Veränderungen passieren im Kleinen. Ihr eigener Kopf ist die grösste Barriere für Veränderungen: Springen Sie über Ihren Schatten, auch wenn Sie gewisse Abläufe schon vor 10 oder 20 Jahren wie heute gemacht haben. Offen und ehrlich kommen Sie weiter: Suchen Sie Partnerschaften statt Konkurrenz. Teilen Sie! Viele Leute behalten ihre Ideen und Eindrücke für sich. Tauschen Sie sich aus. Betrachten Sie Konkurrenten als Partner, Kunden – und Freunde. Tragen Sie Sorge zu Ihren besten Leuten. Offerieren Sie eine Beteiligung. So bleiben Know-how und Begeisterung auch langfristig in der Firma. Gestalten Sie Ihre Arbeitsplätze flexibel. Der fitte 70-Jährige kommt vielleicht gern für zwei Tage, der Familienvater zieht ein Home-Office vor.

Mitarbeitende und Kunden werden immer älter. Das führt zu neuen Herausforderungen im Betrieb, aber auch zu neuen Märkten. Mit diesen Tipps gehört die Zukunft Ihnen und Ihrem Team.

Wachstumsmärkte der Zukunft – wie die demographische Entwicklung das Kaufverhalten verändert Britta Aue

Ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen u Risiken und Chancen u Sieger und Verlierer u

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Packende Reise in die Zukunft 2025 – So arbeiten wir in Zukunft Sven Gabor Janszky, Lothar Abicht,

u u

Wer wie Küchenbauer Heikki Heer offen für neue Ideen ist, schafft mit etwas Glück vielleicht den Schritt zum aufstrebenden Unternehmer.

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Respektieren Sie die Menschen: ihre Mitarbeitenden, ihre Partner, ihre Kunden und ihre Konkurrenten.

Auf der Suche nach neuen Chancen

Gehen Sie auch als Patron immer wieder durch alle Abteilungen. Machen Sie alle Arbeiten auch selber einmal.

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Tolerieren Sie Fehler

Gehen Sie raus aus Ihrem Schneckenhaus. Schauen Sie an der Front, wo und weshalb die Post abgeht. Sorgen Sie am Arbeitsplatz für eine optimistische Stimmung und Atmo-

sphäre. Das strahlt auf Mitarbeitende und Kunden aus. Tolerieren Sie in Ihrem Unternehmen eine Fehlerkultur. Ermuntern Sie die Mitarbeitenden, etwas zu wagen – und vielleicht auch einmal abzustürzen. Schämen Sie sich nicht, jemanden um Rat zu fragen. Ob Arbeiter, Sekretärin oder Professor: Die meisten fühlen sich gebauchpinselt.

Waffe gegen die Sprachlosigkeit Techniken der Schlagfertigkeit für Dummies Gero Teufert

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«Die Persönlichkeit muss entscheidend sein»

Experte Pascal Scheiwiller Managing Director Lee Hecht Harrison

Wie sollen KMU mit der demografischen Entwicklung umgehen? Pascal Scheiwiller sagt, welche Lösungen taugen – und was nichts bringt.

Für KMU sind Erfahrung, Knowhow und Kontakte von älteren Mitarbeitenden besonders wichtig. Wie können sie sicherstellen, dass das Wissen in der Firma bleibt?

Pascal Scheiwiller: Das ist aus meiner Sicht ein alter Zopf. Es heisst immer, dass Erfahrung so wichtig sei. Das ist sicherlich nicht völlig falsch, aber stimmt so ehrlicherweise nicht ganz. Was macht Sie da so sicher?

Pascal Scheiwiller ist Managing Director bei Lee Hecht Harrison (LHH) in der Schweiz. Die Firma ist schweiz- und weltweit führend in der beruflichen Neuorientierung sowie in der Entwicklung von Führungskräften und Mitarbeitenden. LHH betreut Firmen und deren Mitarbeiter vor allem beim Personalabbau oder bei Umstrukturierungen.

Fotos: Gerry Nitsch (1), ZVG (4)

Der Experte

Heute ist nicht das Horten von Wissen, sondern die Wissensbeschaffung entscheidend. Es geht darum, Wissen rasch und interdisziplinär zu beschaffen. Man muss es verstehen, die richtige und geprüfte Information immer zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zu kriegen. Jüngere Mitarbeiter sind deshalb sicherlich im Vorteil, wenn es um den Umgang mit den modernen Informationssystemen und sozialen Netzwerken geht. Gemäss Studien stellt rund ein Drittel aller Unternehmen in der Schweiz praktisch keine Leute über

50 mehr ein. Weshalb ist das falsch?

Es muss nicht immer falsch sein. Es hängt von Firma, Branche und Situation ab. Aber ich bin überzeugt, dass eine solche Policy nicht nachhaltig sinnvoll und erfolgreich ist, auch nicht in einer jungen und dynamischen Branche. Das individuelle Profil und die Persönlichkeit müssen doch entscheidend sein, und da ist das Alter kaum das richtige Kriterium. Der häufig erwähnte finanzielle Aspekt wird ausserdem überschätzt. Die Mehrkosten für BVG und Salär stehen zumindest bei qualifizierten Profilen und Schlüsselstellen in keinem Verhältnis zu den Kosten einer Schlechtbesetzung. Wie gelingt es, schlagkräftige Teams aus Jung und Alt zusammenzustellen?

Das Alter darf als Kriterium nicht im Vordergrund stehen. Sonst haben Sie letzten Endes in jedem Team einen Quoten-Alten. Die Zusammenstellung des Teams

Trend: Vollbeschäftigung und Jobnomaden Gefahr: Unternehmer ohne Mitarbeiter und Arbeitslose ohne Zukunft Neue Jobs und Nischen

sollte natürlich geschehen, aufgrund der Kriterien, die es für eine Teamaufgabe und -verantwortung braucht. Ältere Mitarbeiter sollten nicht mit allgemeinen Klischee-Eigenschaften von über 50-Jährigen erfasst

«

Jüngere Mitarbeiter sind im Vorteil, wenns um soziale Netzwerke geht.» Pascal Scheiwiller

werden, sondern mit ihren wirklichen fachlichen und persönlichen Merkmalen und ihren individuellen Vorteilen. Was können Menschen über 50 oder 60 selber dazu beitragen, um für den Arbeitsmarkt langfristig attraktiv zu bleiben?

Grundsätzlich ist es wichtig, nicht erst zu handeln, wenn man den Job verloren hat. Es

sollte ein bewusster und proaktiver Prozess sein, bei dem der Arbeitgeber unbedingt früh einbezogen werden muss: Man sollte frühzeitig den Dialog suchen, die Karriere- und Altersplanung gemeinsam und langfristig angehen, flexibel sein bei Lohn und Jobinhalten, sich laufend nach den Bedürfnissen des Arbeitgebers richten und sich entsprechend weiterentwickeln. Und die Unternehmen?

Sie müssen eine offene Führungs- und Kommunikationskultur haben, die einen solchen Dialog ermöglicht. Führungskräfte müssen darauf sensibilisiert sein. Es muss eine Bereitschaft da sein, Menschen im Unternehmen weiterzuentwickeln und in sie zu investieren. Firmen wollen mit «hire and fire» flexibel werden, aber echte Flexibilität erhält man eher dann, wenn man mit dem Personal eine langfristige Vertrauenskultur aufbaut. Das machen KMU meist deutlich besser als quartalsorientierte Konzerne. l

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Studien, Tools und Ratgeber http://www.berlin-institut. org/online-handbuchdemografie.html Alles über die veränderten Bedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Mit Fachbeiträgen namhafter Autoren – auch aus der Schweiz. www.finanzia.ch Gutes Portal für Wissensvermittlung und Kontakte im Finanzmanagement für KMU. www.wlw.ch Gezielt Produkte und passende Lieferanten finden: «Wer liefert was» bietet Support in fast allen Bereichen. www.zefix.ch Das Handelsregister informiert über Firmen. Ersichtlich sind etwa Zweck oder Startkapital. Die Einträge sind in den kantonalen Handelsregistern kostenlos einsehbar. Beglaubigte Auszüge können gegen Rechnung direkt online bestellt werden.


Büez

Mittwoch, 18. Juni 2014

START UP

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Mehr Sicherheit für Kinder und Senioren

Den Lebensretter am Handgelenk Sie kann Leben retten und ist erst noch schön: Die Notruf-Uhr Limmex wird per Knopfdruck zum Handy.

Text Max Fischer Fotos Gerry Nitsch

Filigranarbeit: Montage der Limmex in Biel BE.

U

hrenentwickler Pascal Stübi zeigt in der Produktionsstätte in Biel BE, worauf es beim Zusammensetzen der Notruf-Uhr von Limmex ankommt. Er ist stolz darauf, dass es gelungen ist, so viel innovative Technik in einen so kleinen Ticker einzubauen. «Die Uhr muss aber auch Kindern, VIPs und älteren Menschen gefallen», so Stübi. «Wir mussten Technik und Design funktional miteinander verbinden.» Stübi und sein Team machten das Unmögliche möglich. Mit zwanzig kreativen Köpfen schaff te die junge Zürcher Firma, was die Grossen nicht zustande brachten. Firmenchef Martin Reber ist denn auch stolz auf das Resultat. Für ihn ist die Limmex «eine modische Uhr, die mit dem Notruf eine zusätzliche nützliche Funktion bietet». Mit dem technischen Wunderwerk haben die Macher den richtigen Zeitpunkt erwischt. «Die demografische Entwicklung mit der immer älter werdenden Bevölkerung kommt uns entgegen», so Reber. Zudem belegen Statistiken, dass in der

Schweiz über die Hälfte der Menschen in hohem Alter alleine lebt. Und gemäss Suva sind Stolpern und Stürze die häufigsten Unfallursachen in der Schweiz. «Da ist es schon sehr hilfreich, wenn man am Handgelenk eine Uhr hat, die per Knopfdruck bis zu zehn vorprogrammierte Nummern anwählt.» Die Uhr ist schön, schlau und vor allem hartnäckig: Sie versucht, Nummer für Nummer zu erreichen, bis sie Erfolg hat. Innerhalb weniger Sekunden baut die Limmex eine Telefonverbindung auf. Dank eingebautem Lautsprecher und Mikrofon kann der in Not Geratene direkt mit der ausgewählten Kontaktperson oder -stelle kommunizieren.

Erfinderstolz: Pascal Stübi präsentiert die von ihm mitentwickelte Notruf-Uhr. Die Uhr kann im Notfall während 30 Minuten zurückgerufen werden. Dadurch können Kontaktpersonen sicherstellen, dass die erforderliche Hilfe gewährt wird. Im Normalbetrieb sind Anrufe auf die Uhr aber unmöglich. Dadurch schützt Limmex die Privatsphäre der Kunden – und verlängert erst noch die Betriebsdauer der Batterie. Ausserdem wird so vermieden, dass der Körper ständig der Mobilfunkstrahlung ausgesetzt ist. Gerade Menschen über 50 Jahre, die sich noch nicht zum alten Eisen zählen, schätzen das trendige Design des Tickers. Seine wahren Stärken sind aber im Innern verborgen: Mikrofon, Lautsprecher und eine miniaturisierte SIM-Karte. Das Herzstück der Uhr stammt vom Schweizerischen Zentrum für Elektronik und Mikrotechnologie (CSEM) in Neuenburg. «Eine grosse Herausforderung war die Entwicklung der Antenne», sagt Reber. Aber auch das Tüfteln an einer optimalen Akustik und die Sicherstellung einer möglichst langen Laufzeit der Batterie waren

für die Techniker grosse Knacknüsse. Doch die Firma hat die Klippen gemeistert: Das Mobilfunkmodul verfügt über eine der derzeit längsten Standby-Zeiten. Zugleich wurde es so stark miniaturisiert, dass die Uhr zu den kleins-

«

Die unauffällige Uhr gibt den Kunden Sicherheit.» Martin Reber, CEO von Limmex

ten Handys weltweit gehört. Obwohl ältere Menschen die Hauptzielgruppe sind, ist die Uhr auch in anderen Bereichen gefragt. Gemäss Reber kaufen immer mehr Eltern für ihre Kinder ein Modell. Wenn diese lange Schulwege haben oder abends nach dem Sport über einsame Wege nach Hause laufen müssen, gibt die Uhr Kindern und Erwachsenen Sicherheit. Gleiches gilt für Jogger, Wanderer oder Skifahrer, die oft alleine und in entlegenen Gebieten unterwegs sind. Sinnvoll ist sie auch für Allergiker, Diabetiker oder Herz-

kranke. Aber auch Camionneure, Polizisten oder Sicherheitsangestellte schätzen die Uhr. «Immer wichtiger wird für uns auch der Bereich der VIPs», so Reber. Prominente möchten nicht ständig Aufpasser um sich herum haben. «Die unauffällige Uhr gibt Sicherheit – und im Notfall sind Helfer schnell alarmiert», sagt Reber. Rund 20 000 Stück verkauft Limmex jährlich. Nicht nur in der Schweiz, sondern zunehmend auch im übrigen Europa, in den USA und Südafrika. Als es darum ging, das Produkt zur Marktreife zu bringen, interessierten sich Investoren. Geblieben sind Andy Rihs, Grossaktionär des Hörgeräteherstellers Sonova, und die Zürcher Kantonalbank. Beide sind nun wichtige Limmex-Aktionäre. Rihs hat den Markt und das grosse Potenzial der Uhr sofort erkannt. Für ihn liegt das Plus darin, dass die Uhr ohne grosse Instruktionen sehr einfach zu bedienen ist. In ein paar Jahren soll Limmex, so Rihs, ein globaler Brand sein, der für den Bereich Sicherheit und Hightech steht. l

Umfrage

98 Prozent fühlen sich sicherer Nicht nur Andy Rihs ist vom Produkt überzeugt. In einer von Limmex zusammen mit dem Berner Inselspital durchgeführten Umfrage bei Senioren und Menschen mit gesundheitlichen Problemen gaben 94 Prozent an, mit der Limmex zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. 99 Prozent würden die Notruf-Uhr in ihrem Umfeld weiterempfehlen, und 98 Prozent fühlen sich dank der Limmex im Alltag sicherer. Jeder Zehnte nutzte die Uhr bereits in einem oder mehreren Notfällen. Limmex arbeitet bereits mit führenden Unternehmen und Organisationen zusammen, zum Beispiel mit der Uhren- und Schmuckkette Christ, mit Swisscom und dem Schweizerischen Roten Kreuz. Eine Uhr kostet ab 495 Franken, hinzu kommen noch Abo-Kosten.

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Büez

Die Innovation hängt vom Chef ab.» Jean-Claude Biver

Zur Person Jean-Claude Biver kommt 1949 in Luxemburg zur Welt. Als Zehnjähriger zieht er mit der Familie in die Schweiz. Mit einem Wirtschaftsdiplom der Uni Lausanne in der Tasche geht er nach Le Brassus VD: Er lernt die hohe Schule des Uhrenmachens von der Pike auf. Heute ist Biver Chef der Uhrensparte des Luxusgüterkonzerns LVMH, zu der auch Zenith, TAG Heuer und Hublot gehören. Biver ist zum zweiten Mal verheiratet, Vater von fünf Kindern und betreibt eine Alpkäserei.

Unternehmer Jean-Claude Biver

«Erfolgstypen lie Menschen» Jean-Claude Biver: Die Liebe hat mehrere Facetten. Liebe ist Leidenschaft. Eigentlich liebe ich es nicht zu arbeiten. Aber die Begeisterung für Menschen, Uhren und Ideen animiert mich jeden Tag zu Höchstleistungen. Und …

Liebe ist Teilen. Man teilt seine Erfolge, seine Fehler, sein Wissen, seine Erfahrungen und seine Visionen. So schaffen Sie aber noch keine Erfolgsprodukte und tollen Renditen.

Das sagen Sie (lacht). Um Menschen zu führen, muss man Menschen respektieren. Und um Menschen zu respektieren, muss man sie lieben. Dann sind diese erfolgreich – und auch selber zählt man zu den Gewinnern. Das tönt gar einfach.

Aber es stimmt. Das stelle ich auch immer bei meinen Kontakten mit weltweit erfolgreichen Persönlichkeiten fest.

Text Max Fischer

Fotos Francesca Palazzi

An wen denken Sie da?

Kürzlich waren die Rolling Stones in Zürich. Und ich konnte zwei Stunden mit ihnen sprechen. Ich kannte sie nur von

Platten und CDs. Aber diese Disziplin – fast schon wie bei einem Deutschschweizer (lacht). Wie meinen Sie das?

Start ist um 20.30 Uhr und nicht um 20.33 Uhr. Eine Stunde vor dem Konzert ist fertig mit Reden. Sie trinken nur Mineralwasser, machen Yoga und alle haben so eine Figur (Biver hält den Zeigefinger in die Höhe). Ich habe mich fast ein bisschen geschämt – ich esse und trinke nun mal gern und viel (er klopft sich auf den Bauch). Das sind alles Milliardäre, die niemandem mehr etwas beweisen müssten. Aber trotzdem bestimmt die Arbeit ihr Leben ...

... und nicht das Leben die Arbeit. Genau wie bei Cristiano Ronaldo. Alex Ferguson, sein früherer Trainer bei Manchester United, sagte mir einst, dass Ronaldo nicht der talentierteste Spieler sei, dafür aber der härteste Arbeiter im Team. Er müsse ihn fast zwingen, das Training zu stoppen. Und als Chelsea-Trainer José Mourinho unser Hublot-Werk besuchte, diskutierte und witzelte er mit jedem Angestellten. Was heisst das für Sie?

Alle diese Erfolgstypen zeichnet eine Qualität aus: Sie lieben

Menschen und sie respektieren Menschen. Dann kann Ihr Rezept so falsch nicht sein.

Sollte es falsch sein, nur weil es an keiner Schule und keiner Universität gelehrt wird? Doch immerhin halte ich im Jahr etwa 40 Vorträge an renommierten Universitäten. Was läuft denn heute falsch in der Ausbildung?

Wir sind geprägt von Regeln und Technokraten. Ich plädiere dafür, das Fach Kunst an allen Schulen obligatorisch in den Stundenplan aufzunehmen. Was hat denn Kunst mit Wirtschaft zu tun?

Wenn man Kunst versteht, bekommt man eine Grosszügigkeit des Denkens. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Picasso oder ein Andy Warhol ist. Bei Kunst gibt es kein richtig oder falsch, es handelt sich um einen 360-Grad-Blickwinkel. Und wenn man in 360 Grad denkt, kennt man keine Grenzen, ist offen für Neues und Visionäres. Sie schickten Ihren Sohn nach China, damit er Chinesisch lernt.

Noch ein gutes Beispiel: Wer fünf Sprachen spricht, denkt ebenfalls grosszügig. Denn jede

Sprache, die man lernt und spricht, öffnet einem einen Teil der Kultur des jeweiligen Landes. Ich habe meinem Sohn gesagt: Du musst nicht nach China gehen, um nachher mit einem Chinesen sprechen zu können. Das kannst du auch auf Englisch. Aber jetzt versteht er, wie die Chinesen denken. Er kennt ihre Kultur. Er ist nun schon seit zwölf Jahren dort, mit einer Chinesin liiert, und schickt mir regelmässig selbstgemalte Kalligrafien. Durch das Verständnis einer anderen Kultur …

… öffnet sich das eigene Hirn. Und Technokraten werden zu Menschen. Die Technokratie sollte uns unterstützen und nicht dirigieren. Sie gelten als kreativer Macher. Wie schaffen Sie in Ihren Unternehmen eine hohe Innovationskraft?

Der Fisch stinkt immer vom Kopf. Wenn die Augen des Fisches gut sind, dann wissen Sie: Der Fisch ist frisch. In der Firma ist es das Gleiche: Die Innovation hängt vom Chef ab. Ich sorge dafür, dass die Kommunikation nicht von oben

Jean-Claude Biver Vom Stagiaire zum Überflieger 1975 Der Startschuss

Der Uhrenliebhaber Biver startet seine Karriere mit einem Stage bei Audemars Piguet. 1980 engagiert ihn Nicolas Hayek (Bild) als Produktmanager für Omega.

1982

Blancpain feiert Auferstehung Biver kauft mit seinem Freund Jacques Piguet die Marke Blancpain, die seit 1961 inaktiv war. 1992 verkauft er diese der Swatch-Gruppe und wird dort Mitglied des Management-Teams.

2004 Einstieg bei Hublot

Biver übernimmt die Führung der kleinen Hublot Genève. Der Chronograf Big Bang erregt 2005 in der Uhrenszene Aufsehen, ein paar Jahre danach auch bei Fussballer Xherdan Shaqiri (Bild).

2006 Hublot TV geht auf Sendung Unter der Führung von Biver ist Hublot auch die erste Luxusmarke, die über einen eigenen TV-Kanal im Internet (Hublot TV) verfügt und ständig neue Ideen für revolutionäre interaktive Schaufenster sucht.

Fotos: RDB/SI/Kurt Reichenbach (1), ZVG (3)

Herr Biver, für andere Manager zählen MBA-Abschlüsse und Powerpoint-Präsentationen. Sie setzen in der Führung auf Liebe.

Als Unternehmer und Manager beförderte Jean-Claude Biver die Uhrenmarken Omega sowie Hublot in neue Höhen und erweckte Blancpain zu neuem Leben. Nun verrät der Tausendsassa BLICK Büez sein Erfolgsgeheimnis.


Mittwoch, 18. Juni 2014

Fünf Ratschläge für KMU von Jean-Claude Biver

1.

eben

Hublot

Revolutionäre Ticker

2003 entscheidet sich Uhrenmanager Jean-Claude Biver für ein Sabbatical. Er ändert aber seine Meinung und übernimmt die kleine, 1980 gegründete Hublot. Als CEO entwickelt er ein neues Konzept: «Die Kunst der Fusion». Tatsächlich hatte Hublot bereits 1980 als erster Uhrenhersteller den Mix von Materialien in einer Uhr eingeführt, indem die Firma Gold und Naturkautschuk miteinander kombinierte. Schon an der Baselworld 2005 kann Biver den revolutionären Chronografen Big Bang präsentieren. Innerhalb von vier Jahren steigt der Umsatz von 25 auf über 200 Millionen Franken im Jahr 2008. Dann wird die Marke an den Luxusgüterkonzern LVMH verkauft.

Marktnähe, Ethik, Innovation und Teilen sind für Jean-Claude Biver die Schlüsselwerte, um als Kleinunternehmer Erfolg zu haben.

Seit März auch für die Uhrenmarken TAG Heuer und Zenith zuständig: Hublot-Präsident Jean-Claude Biver.

Respektieren Sie Ihr Umfeld Pragmatismus, Erfahrung und Ethik sind Erfolgsprinzipien für KMU. Das heisst: Sie müssen nahe am Markt sein, nahe am Produkt und nahe bei den Menschen. Und sie müssen die Menschen – ihre Kunden, ihre Mitarbeitenden, ihre Partner, ihre Konkurrenten – respektieren, das heisst mit Ethik handeln. Dann können sie nichts falsch machen.

2.

5 Mio

... kostet die «Big Bang 5 Million Dollar». Damit ist sie die teuerste Uhr der Welt. Zwölf Diamantenschleifer, fünf Diamantenfasser und eine Vielzahl an Uhrmachern brauchten 14 Monate, um die Uhr aus dem Hause Hublot zu bauen.

Denken Sie an die Innovation

Je grösser der Konzern, desto länger kann man bis zur nächsten Änderung warten. Wenn Nestlé eine neue Verpackung für eine Tafel Schokolade zwei Jahre zu spät lanciert, bedeutet das nicht den Weltuntergang. Aber für ein KMU ist Innovation überlebenswichtig. Dabei geht es nicht nur um die ganz grossen Würfe. Von der Empfangsdame über die Sekretärin und den Arbeiter bis zum Management müssen alle jeden Tag bei jeder Tätigkeit immer überlegen: Wie könnte ich es noch besser, effizienter und kundenfreundlicher machen?

3. 4.

15 000 36 000 … Franken: So viel zahlt Hublot pro Jahr für einen Quadratmeter seines neuen Geschäfts an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Handeln Sie ethisch Geld, Macht und Karriere haben Priorität. Aber denken Sie daran: Bei Geld und Erfolg ist es wie in der Liebe. Wenn Sie in den Ausgang gehen und sagen, heute Abend treffe ich meine ganz grosse Liebe, dann wird sicher nichts daraus. Je mehr du suchst, desto weniger wirst du finden. Wenn du nur ans Geld denkst, dann kommt es nicht. Das Geld ist nicht dumm.

Glauben Sie an sich Wer an seinen eigenen Erfolg glaubt, der ist auf dem besten Weg. Gute Beispiele sind TopCracks wie die Tennisspieler Rafael Nadal oder Roger Federer. Es ist keine Frage: Tennis spielen können alle. Am Ende ist es der Kopf, der gewinnt; nicht das Rationale, sondern das Irrationale. Vergessen Sie manchmal Statistiken, Regeln und Powerpoint-Präsentationen: Hören Sie stattdessen auf Bauch und Kopf.

5.

Teilen Sie Ihren Erfolg

Wenn ich als Konkurrent heute die Firma Swatch von aussen betrachte, dann habe ich den Eindruck: Der Herr Hayek senior ist immer noch da. Wenig oder nichts hat sich seit seinem Tod verändert. In jungen Jahren sagte mir Hayek einmal: «Der Erfolg ist nach deinem Tod.» Lange habe ich es nicht begriffen. Wenn Sie Ihr KMU richtig führen und nach Ihrem Tod herrscht nur noch Chaos, dann sind Sie ein Egoist. Nur wenn Sie etwas an Ihre Mitarbeitenden weitergeben, entsteht Zukunft. Nur dann sind Sie ein grosser Patron.

Hublot-Uhren werden jährlich in 70 Ländern verkauft, die meisten davon in den USA.

nach unten läuft, sondern querbeet durch die Abteilungen. Was heisst das konkret?

Meine Türen sind beispielsweise immer offen. Und wenn ich im Treppenhaus unterwegs bin oder zur Toilette gehe, spreche ich immer mit den Leuten. Durch Kommunikation kommt Entspannung. Und daraus folgen dann auch Ideen. Welche Tricks haben Sie sonst noch auf Lager?

Ich bringe immer Blumen in die Firma. Blumen bringen Hoffnung. Blumen bringen Farbe. Und Blumen bringen Optimismus. Und ganz wichtig: Ich habe einen Kindergarten hier in der Firma. Er bringt Lachen und Zukunft. Um kreativ zu sein, muss man sich frei fühlen. Unabhängig und ohne Frustrationen. Wenn jemand frustriert ist, dann kann er unmöglich tolle Ideen ent-

«

Jean-Claude Biver, Präsident der Uhrenfirma Hublot

Jean-Claude Biver geht mit seinen Uhren dorthin, wo der Kunde ist. Als Erster bringt er mit Hublot eine Luxusmarke zum Fussball – zu Manchester United und Alex Ferguson (links).

2010 Engagement von Bolt Biver verpflichtet Weltrekord-Sprinter Usain Bolt als Werbeträger und freut sich zwei Jahre später an dessen Olympiasiegen in London (Bild). Mit einer Hublot am Handgelenk soll der jamaikanische Leichtathlet noch schneller werden.

wickeln. Es ist an jedem Patron oder jedem CEO zu entscheiden, welche Atmosphäre er in seiner Firma möchte. All diese Sachen sind gewollt, das habe ich bewusst so eingerichtet. Was machen Sie, wenn es wirtschaftlich einmal nicht so gut läuft? Dann sind Blumen und das Lachen der Kinder auch nicht die Rettung.

Wenn mir der Arm wehtut, gehe ich zum Arzt. Dann findet er einen angerissenen Muskel und therapiert ihn.

Das Gleiche machen Sie im Business?

Ja, genau. Viel gefährlicher ist es, wenn es lange Zeit sehr gut läuft. Dann wird man faul, gleichgültig und arbeitet nicht mehr so hart.

Fast wie im Paradies.

Es ist sehr gefährlich, wenn es lange sehr gut läuft.»

2008 Doppelpass mit Ferguson

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Das heisst …

… in guten Zeiten muss ich mich auf Schwierigkeiten und Krisen vorbereiten. Im Negativen gibt es auch immer eine Stärke. Man muss nur herausfinden, was das genau ist. Wie Spitzensportler müssen wir aus Niederlagen lernen und aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke machen. Das ist Führungspolitik, das muss der oberste Chef machen. Wenn nicht, ist er bestenfalls ein Schönwetterchef. l

2011

2014

Mit Vollgas zu Ferrari

Mehr Geschäfte, mehr Verantwortung

Hublot wird als Uhrenpartner «Official Watch» und «Official Timekeeper» von Ferrari – wie ein Jahr zuvor bereits bei der Fifa und der FussballWM.

Hublot wächst und wächst: Derzeit gibt es 750 Verkaufsstellen und 70 exklusive Boutiquen, etwa an der Place Vendôme in Paris und der Madison Avenue in New York. 2014 wird Biver Leiter Uhren der Luxusgruppe LVMH, zu der auch Hublot, Zenith und TAG Heuer gehören.


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KMU

Mittwoch, 18. Juni 2014

HIDDEN CHAMPIONS Die heimlichen Spitzenreiter der Schweizer KMU

NEWS

KMU in Frauenhand

Impressum Blick Büez vom 18. Juni 2014 ist eine Publikation des Blick-Verlags. Auflage/Reichweite: 179 181 (WEMF/SW-beglaubigt 2013) Leser: 705 000 (MACH Basic 2014-1, gesamte Schweiz) Adresse: BLICK, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Tel. 044 259 62 62, Fax 044 259 66 65 E-Mail: redaktion@blick.ch Redaktionsleitung: Roland Grüter. Redaktion: Michael Bolzli, Max Fischer, Jolanda Lucchini, Mirjam Oertli und Katja Richard. Layout: Dominique Signer. Produktion: Patrick Imper. Korrektorat: Deniz Bohren, Regula Osman. Bildbearbeitung: Ringier Redaktions-Services. Geschäftsleiter: Florian Fels. Leiter Werbemarkt: Thomas Passen. Druck: Ringier Print, Adligenswil. Herausgeber: Ringier AG, Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen.

Eine Schweizer HightechSchmiede gibt Gas: Die X-Technology mixt Elemente aus dem Supersportwagenbau mit smarten Textilien.

Bodo Lambertz (links) erfindet intelligente Textilien für Sportler. Sein neuster Coup: Hightech-Bekleidung in Zusammenarbeit mit Lamborghini.

Schlauer Stoff gewinnt D

Fotos: ZVG (7)

Führungskräfte Frauen übernehmen in kleinen und mittleren Unternehmen häufiger Funktionen mit Führungsverantwortung als in grossen Firmen. Gemäss einer Studie der Universität St. Gallen wird jede zweite Einzelfirma von einer Chefin geleitet. Insgesamt sind mehr als 10 Prozent der erwerbstätigen Frauen in der Schweiz als selbständige Unternehmerinnen tätig. Die Anzahl der Personen, die sie beschäftigen, schwankt zwischen einer und neun. Der Anteil der Mitarbeiterinnen in KMU beträgt 43 Prozent, wovon 35 Prozent in einer Führungsposition und 25 Prozent Chefinnen sind. Die Studie belegt ausserdem, dass die Verwaltungsräte der kleinen Unternehmen offener für Frauen sind als die der grösseren Firmen.

ie Zauberwörter heissen Thermostabilität, Neurostimulation und Muskelkoordination. Die Erfinder von der Firma X-Technology in Wollerau SZ sind gross in Sachen funktioneller Sportbekleidung. Und sie stellen gängige Meinungen völlig auf den Kopf: Lange wurde sowohl Hobby-Athleten als auch Spitzensportlern erklärt, das Unterleibchen habe die Aufgabe, den Schweiss so schnell wie möglich abzuziehen, damit es möglichst lange trocken bleibe. Doch Professor Bodo

Lambertz, führender Kopf von X-Technology Swiss Research & Technology und deren Marke X-Bionic, ist überzeugt: «Es ist nicht sinnvoll, den Schweiss vollständig von der Haut wegzutransportieren.» Es sei besser, ihn auf dem Körper zu verteilen. So könne er seine Funktion auch tatsächlich ausführen: den Körper zu kühlen. Um den Schweiss – die natürliche Kühlflüssigkeit des Körpers – optimal zu nutzen, haben die Schwyzer Tüftler drei dreidimensionale Textilstrukturen ent-

wickelt. Diese wirken an den Stellen, wo wir mehr schwitzen: Über dem Brustbein und unter den Achseln treibt es den Schweiss stärker aus den Poren. In den X-Bionic-Shirts wird er deshalb von dort an weniger stark schwitzende Körperstellen geführt, wo er dann verdunstet. In diesem Frühjahr legte das Unternehmen mit 30 Mitarbeitenden in Wollerau noch einen Zacken zu: In enger Zusammenarbeit mit der Luxussportwagenschmiede Lamborghini wird X-Bionic High-End-Sportbeklei-

PROMOTION

u e N ser o l n e t s o

«Ich würde es sofort wieder tun»

K

Gerne informieren Sie unsere Spezialisten über die modernsten Möglichkeiten eines brillenfreien Sehens: «Brille weg – volle Sehkraft mit Augenlaser und Implantaten». Besuchen Sie unsere Infoveranstaltungen: Zürich, 24. Juni; Olten, 1. Juli, jeweils um 19 Uhr. Anmeldung: www.pallas-kliniken.ch/ infoveranstaltung 20 Jahre Pallas Weitere Informationen unter www.pallas-kliniken.ch

stehen, die Augen aufmachen, alles scharf sehen.» Letzten Herbst liess er dann in der Pallas Klinik in Bern beide Augen lasern. Zur Erklärung: Die Refraktive Chirurgie, die operative

Nach zwei Wochen sah ich so wie vorher mit Brille.» Philip Gabathuler Sehkorrektur mit Laser oder Implantaten, ermöglicht scharfes Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen, und die Pallas Kliniken gehören zu den erfahrensten Anbietern auf diesem Gebiet. Am Anfang steht dabei eine ausführliche und kompetente Beratung – um gemeinsam mit Patientinnen und Patienten zu klären, welcher Eingriff möglich und sinnvoll ist. Die Experten set-

t s e t z r u K

Besuchen n Sie Si unsere InfoVeranstaltungen

Beachvolleyballer Philip Gabathuler kann den Gegnern wieder scharf in die Augen schauen – dank Lasertechnik.

Philip Gabathuler (31) gehört zur Schweizer Elite im Beachvolleyball. Seit zehn Jahren ist er im Nationalkader, regelmässig jettet er durch die Welt, um die Turniere der World Tour zu spielen. Doch der gebürtige Aargauer hatte bis vor kurzem ein Problem: seine Augen. Er sah, aber zu wenig scharf und zu wenig weit. Und es störte ihn, dauernd an die Utensilien für die Kontaktlinsen zu denken. Habe ich alles dabei? Linsenmittel, Monatslinsen, Behälter? «Zudem ist Beachvolleyball ein anspruchsvoller Leistungssport und verlangt nach einer perfekten Rundumsicht. Das geht am besten ohne Linsen», sagt er. Als der Beachvolleyballer vernahm, seine Fehlsichtigkeit liesse sich mittels Lasertechnik korrigieren, wurde er hellhörig. «Genau das wollte ich!», sagt er: «Endlich wieder das grosse Glück empfinden: Am Morgen auf-

dung herstellen. Patrick Lambertz, bei X-Bionic für Marketing und Kommunikation verantwortlich: «Das Herz des Lamborghini ist der Motor – der Motor deines Sports bist du.» Für Körper und Motor gilt: Intelligente Kühlung schaff t herausragende Leistung. Genau wie ein Motor bei voller Tourenzahl darf auch ein Sportler bei Höchstleistung nicht überhitzen. Die Zusammenarbeit beschränkt sich deshalb nicht auf Marketingeffekte mit Logos auf Bekleidungsstücken und Karos-

Spitzensportler ohne störende Linsen: Philip Gabathuler fühlt sich wieder sicher.

zen auf alle auf dem Markt etablierte sowie modernste Technologien – von den Abklärungen bis zum Eingriff. Die Sehkorrektur verlief bei Philip Gabathuler unproblematisch. «Ich wurde sehr gut aufgeklärt über das, was mich erwartet», erinnert er sich. Der Arzt riet ihm zur so genannten, berührungslosen TransPRK-Variante. «Wegen der Architektur meines Ge-

sichts war diese besser geeignet», erzählt der Sportler. «Schon nach zehn Minuten war die Operation vorbei. Heute sehe ich perfekt. Sogar schärfer als 100 Prozent. Für mich ist das besonders im Sport eine mentale Hilfe. Wenn ich gut sehe, fühle ich mich auf dem Spielfeld viel sicherer.» Kann er anderen den Eingriff empfehlen? Philip Gabathuler: «Auf jeden

Fall! Ich würde es wieder tun. Schon nach zwei Wochen sah ich so gut wie vorher mit der Brille.» Ziel erreicht! Sein Fazit: «Man darf sich von all den Infos im Internet nicht verrückt machen lassen. Jeder erlebt die Situation anders. Ich bin auf jeden Fall sehr glücklich, heute wieder ohne Hilfsmittel richtig gut sehen und erfolgreich Beachvolleyball spielen zu können.»


Mittwoch, 18. Juni 2014

Nutzfahrzeuge: Mehr als Lastesel

Die X-Technology Swiss Research &Development Die Firma ist ein Schweizer Think Tank für die Industrie mit starken Eigenmarken und Weltmarktführern verschiedenster Sektoren als Kunden. Unter der Leitung von Bodo Lambertz entwickeln Biomechaniker, Sportwissenschafter, Ingenieure und Designer gemeinsam innovative Produkte für die Bereiche Luft- und Raumfahrt, Motor- und Extremsport. serieteilen. Patrick Lambertz betont, dass sich Ingenieure, Materialentwickler, Aerodynamiker und Designer von beiden Firmen zusammensetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Das Resultat sieht dann beispielsweise so aus: Im Shirt gibt es auf dem Rücken, wie beim Rennwagen, auf- und zuklappbare Lüftungselemente. Sie sind sozusagen die Verlängerung eines aerodynamischen Velohelms. Und bereits existiert eine Jacke aus ultraleichten Karbonteilen. Mehr noch: Die Techniker arbeiAnzeige

ten nun fieberhaft an Kleidungsstücken aus Carbonfasern. Die Produkte sollen in den Sportarten Ski, Running und Radsport eingesetzt werden. «Jedes einzelne Stück ist ein Technologieträger, eine durchdachte komplexe Konstruktion – so ausgeklügelt wie ein Lamborghini für die Rennstrecke», betont Professor Lambertz. Kein Wunder ist Lamborghini-CEO Stephan Winkelmann begeistert von der kleinen Technologiefirma. «Einen kompetenteren und stärkeren Partner hätten wir uns nicht wünschen können», sagt der Chef des italienischen Supersportwagenherstellers. Keine andere Firma verkörpere Technologieführerschaft und Innovationswillen wie X-Technology und deren Marke X-Bionic. Das Beispiel X-Bionic zeigt, wie hochwertige Nischenprodukte in der Schweiz für den Weltmarkt entwickelt werden können. Und es beweist, dass das Land in Sachen Technologie und Innovation – vor allem dank den Hochschulen in Zürich und Lausanne – weltweit zu den TopMax Fischer Nationen gehört.

Leichte Nutzfahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu drei Tonnen sind Allzweckwaffen. Sie eignen sich sowohl für Handwerker, die einen praktischen Lastesel brauchen, als auch für gut betuchte Kunden, die stilvoll von A nach B gebracht werden wollen. Auch wenn der Markt weiterhin von Volkswagen und seinem Klassiker T5 dominiert wird, sollten sich die Wolfsburger nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Denn die Konkurrenz hat neue Modelle in der Pipeline: Renault und Opel bringen die gemeinsam entwickelten Zwillinge Trafic und Vivaro

Toyota Proace

Der Japaner basiert auf derselben Plattform wie der Peugeot Expert oder der Fiat Scudo.

Opel Vivaro

Mit dem Renault Trafic hat der Opel einen französischen Zwillingsbruder.

auf den Markt. Und Premiumkonkurrent Mercedes will VW mit der neuen V-Klasse die Stirn bieten. Und auch Toyota bietet nach kurzer Abstinenz auf dem europäischen Markt wieder einen Kleintransporter an. Die Japaner setzen dabei auf Bewährtes: Der seit Januar angebotene Proace ist baugleich mit dem Peu-

Renault Trafic

* Zulassungszahlen Januar bis Mai 2014 Quelle: autostatistik.ch/GFB/mofis (Status 4.6.2014)

mit feinstem Leder und vielen technischen Spielereien ausstatten – und kratzen dabei gerne mal an der 100 000-Franken-Marke. Im direkten Vergleich der BusinessClass-Transporter zieht VW aktuell den Kürzeren. Der in die Jahre gekommene T5 wirkt gegen die moderne, stylische V-Klasse selbst mit Vollausstattung blass. Ob Renault, Opel oder Mercedes den Klassenprimus VW vom Thron stossen können, wird sich zeigen. Die Zwillinge Trafic/Vivaro starten ab Herbst, die V-Klasse ab sofort. Michael Bolzli

Der Franzose richtet sich vor allem an Handwerker und Grossfamilien.

Hitparade leichte Nutzfahrzeuge (bis 3 t) 2014* 1. VW T5 1859 2. Ford Tourneo/Transit Custom 763 3. Renault Trafic 677 4. Opel Vivaro 478 5. Mercedes Vito 503 6. Citroën Jumpy 292 7. Peugeot Expert 239 8. Toyota Hiace/Proace 135 9. Land Rover Defender 131 10. Fiat Scudo 130 11. Nissan Primastar 68 12. Hyundai H-1 42

geot Expert, dem Citroën Jumpy und dem Fiat Scudo. Opel, Renault und Toyota zielen mit ihren neuen Nutzfahrzeugen primär auf Handwerker und Grossfamilien. Ihre Transporter sind nicht nur praktisch, sondern auch erschwinglich. Auch Mercedes und VW bieten preiswerte Basismodelle an, wollen aber zusätzlich auch im lukrativen Premium Markt Geld verdienen. Ihre Kleinlaster lassen sich

Mercedes V-Klasse

Dank Extras ist der deutsche Kleinlaster ein rollendes Luxushotel.


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Büez

Mittwoch, 18. Juni 2014

EXPERTEN

SCHREIBEN SIE UNS

Antworten

ein E-Mail an buez@ringier.ch

Mit meiner GmbH erzielte ich letztes Jahr ein ausserordentlich gutes Geschäftsergebnis. Wie kann ich dieses steueroptimiert verwenden?

A

HABEN SIE FRAGEN AUS IHREM KMU-ALLTAG? Senden Sie uns ein E-Mail an buez@ringier.ch! Experten geben Antwort auf Ihre Fragen.

Mein Zwei-PersonenUnternehmen ist sehr gut ausgelastet, vor allem mit einem grösseren Kunden. Wie kann ich ein Klumpenrisiko vermeiden?

G

ratulation, Sie stehen mit Ihrem Unternehmen an einem Punkt, an dem der Grossteil der Firmengründer nie sein wird. Sie haben die erste Hürde der Unternehmensentwicklung, nämlich mit guter Leistung in den Markt zu kommen, erfolgreich übersprungen. Damit Sie Ihr Klumpenrisiko verringern können, sollte Ihre Firma wachsen. Dazu sind neue Kunden zu gewinnen und zusätzliDieter che Mitarbeitende einBaunach, zustellen. Vorher müsUnternehmersen Sie einen Weg finCoach KMUfit, den, wie Ihr UnternehHünenberg ZG men weiterhin erfolgreich sein kann, ohne dass Sie als tragende Säule Ihres Betriebs massgeblich in alle Prozesse eingebunden sind. Die wertvollste Ressource kleiner Firmen, die Unternehmerzeit, ist dabei der grösste Engpass. Mit Zeitmanagement alleine werden Sie allerdings nicht weit kommen. Denn es muss erst bei Ihnen selbst eine Veränderung stattfinden: Es geht für Sie nicht mehr nur darum, neue Aufgaben zu erledigen, sondern vermehrt an und nicht mehr in Ihrem Unternehmen zu arbeiten! Die Herausforderung ist also der Rollenwechsel vom heutigen «Selbständigen», der seine Zeit gegen Geld tauscht, zum Unternehmer mit seinen erfolgsentscheidenden Aufgaben. Ihre erste Aufgabe ist es nun, die betrieblichen Prozesse zu entwickeln. Priorität hat, was Ihnen möglichst schnell freie Zeit verschafft. So können Sie sich bald voll auf Ihre neuen Kernaufgaben und das angestrebte Wachstum konzentrieren.

Soll ich die Telefonanlage meines KMU auf InternetTelefonie umstellen? Welche Vor- und Nachteile hätte dies?

T

elefonie und Informatik wachsen immer mehr zusammen. Möglich ist dies, da künftig die gesamte IT-Infrastruktur über dieselbe Sprache kommuniziert: IP (Internet Protocol). So können Unternehmen moderne IT-Lösungen einsetzen, die mehr Effizienz, Flexibilität und Mobilität mit sich bringen. Eine davon heisst IP-Telefonie. Damit wird die Kommunikation und Zusammenarbeit in Ihrem Unternehmen spürbar einfacher. So verschmelzen künftig etwa Festnetz- und Mobiltelefonie. Konkret bedeutet dies, dass Sie und Ihre Mitarbeitenden Ihre Festnetznummern Thomas unabhängig von StandBachofner ort und Endgerät nutzen können. Leiter ProAusserdem ermögduktentwicklung KMU bei licht IP-Telefonie, Ihre Swisscom, Bern Ausgaben zu optimieren, indem Sie Betriebskosten reduzieren und von Pauschalangeboten profitieren. Auch legen Sie so die Basis, um künftig auf einfache Weise moderne UCC-Lösungen (Unified Communication & Collaboration) integrieren zu können wie etwa Videokonferenzen, Online-Datenablagen oder Instant Messaging. Der Schutz von Kundendaten und -gesprächen behält bei Swisscom auch mit IP-Telefonie einen hohen Stellenwert: Bei der Übertragung von IP-Anrufen setzen wir nicht auf das öffentliche Internet, sondern auf das eigene IP-Netz. Dies garantiert Ihnen bestmögliche Sicherheit. Alle genannten Vorteile sprechen dafür, die Ablösung der herkömmlichen Festnetztelefonie rechtzeitig vorzubereiten, zumal der Wechsel zur IPbasierten Telefonie einem globalen Trend entspricht.

ls Gesellschafter können Sie für den Unternehmensgewinn zwischen einer sogenannten Thesaurierungs- oder einer Bezugsstrategie wählen. Bei Ersterer werden die Gewinne im Unternehmen behalten, um bei einem späteren Verkauf einen steuerfreien Kapitalgewinn zu erzielen. Bei Letzterer bezahlen Sie sich die Gewinne aus. Dieser Bonus kann entweder als Dividende, Lohn oder Mix von beidem bezogen werden. Mit der Verteilung auf mehrere Jahre und einem guten Verhältnis von Lohn- und Dividendenanteil wird die Steuerbelastung reduziert. Wichtig: Auf Dividendenbezüge Stefan Glaus, werden keine SozialMandatsleiter versicherungsbeiträge Steuern, Truvag erhoben. Zudem werTreuhand AG, den sie privilegiert beSursee LU steuert. Dabei muss der Lohn branchenüblich sein. Ansonsten darf der Dividendenbezug zehn Prozent des Steuerwertes der Gesellschaft nicht übersteigen.

Ich habe eine Geschäftsidee, die Finanzierung fehlt aber noch. Kann ich diese über Crowdfunding sichern? Wie gehe ich dabei vor?

C

rowdfunding ist ein Aufruf über das Internet und hat zum Ziel, Geld für ein Vorhaben einzusammeln. Das passt, wenn Sie ein Projekt mit einer kleineren Summe im vierbis fünfstelligen Bereich realisieren möchten. Für höhere Summen eignet sich Crowdinvesting, hierbei werden Unternehmensanteile verkauft. Gängiger ist Crowdfunding. Wählen Sie eine Plattform, die zu Ihrem Projekt passt. Die beiden grössten in der Schweiz sind «100 Days» und «We make it». Dort beschreiben Sie Ihr Vorhaben mit Texten, Bildern und einem Video, legen die benötigte Finanzierungssumme fest und überlegen sich Gegenleistungen für die Geldgeber. Das A und O ist eine sorgfältige Planung Ihrer Kampagne. BetreiKerstin ben Sie während der Wagner, Laufzeit Online-KomProfessorin an munikation über die der Hochschule Plattform, über Newsfür Technik und letter, Social Media Wirtschaft und die Presse. Mit der (HTW), Chur gewonnenen Aufmerksamkeit locken Sie Interessenten als Geldgeber. Erreicht das Projekt die Finanzierungssumme, dann bekommen Sie das Geld. Sonst gehen Sie leer aus. Die Geldgeber, die bereits gezahlt haben, erhalten ihr Geld zurück. Es gilt also das Alles-oder-nichts-Prinzip.

Ein Baum auf Reisen: Die Lüschers sind Experten fürs Umpflanzen.

Gartenbau Lüscher

Grün m S

ie haben die Eichen und Tulpenbäume auf dem neuen Sechseläutenplatz in Zürich gepflanzt. Und auch die artgerechte Begrünung des neuen Elefantenparks im Zoo Zürich durften sie ausführen: Die Brüder Hanspeter und Urs Lüscher führen in dritter Generation das Gartenbau-Unternehmen Lüscher. 28 Fussballfelder gross ist ihre Baumschule in der Nähe von Birmensdorf ZH. Das sind 20 Hektaren. Hier wählen Kunden für grossflächige Begrünungen japanischen Ahorn, Ulmen, Rosen oder Moorbeetpflanzen aus. Aber auch wer nur ein paar Geranien für den Balkon will, wird hier fündig. Was viele nicht wissen: «Bäume müssen alle vier Jahre umgepflanzt werden, sonst kann man sie später nicht mehr bewegen», erklärt Hanspeter Lüscher. Besonders wertvoll sind Bäume, die seit vierzig Jahren hochgezogen werden und mittlerweile bis zu zwölf Meter gross sind. Oder japanische Ahorne, die über Jahre in die perfekte Form gebracht werden. Solche Exemplare können schon mal über 10 000 Franken kosten. Verantwortlich für die Baumschule ist Urs Lüscher, während sich Hanspeter um den Gartenbau kümmert. Dazu gehört alles ausserhalb des Hauses: Das Gelände wird modelliert und mit Pflanzenflächen und Belägen

Ohne zuverlässigen Transport läuft im Gartenbau nichts: Die Familienfirma Lüscher setzt auf sparsame und saubere Fahrzeuge aus Japan. Text Katja Richard Fotos Gerry Nitsch


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Unterwegs im Prius Hybrid: Lüscher setzt auf umweltfreundliche Fahrzeuge.

Für Hobbygärtner: In der Baumschule gibts auch kleinere Gewächse.

versetzt Bäume

macht mobil

Sicherer Transport: Das richtige Beladen der Pick-ups wird regelmässig geübt.

Tipps für KMU gestaltet. Genau dieser Mix aus Bau und Begrünung macht den Erfolg des 70-köpfigen Unternehmens aus: «Viele sind auf das eine oder das andere spezialisiert. Wir bieten beides. Mit dem Vorteil, dass die Kunden ihre Bepflanzung hier in Birmensdorf aussuchen können. Das ist nicht das Gleiche wie aus dem Katalog. Und es erspart lange Transporte.» Ökologie spielt bei der Zusammenstellung von Lüschers Wagenpark eine wichtige Rolle: Die 30 Fahrzeuge, darunter Lieferwagen in diversen Grössen, Pick-ups und Lastwagen, fahren sparsam und sorgen für eine effiziente Logistik. Die Fahrzeuge werden mit speziell angefertigten Aufbauten aus Aluminium für die Transporte ergänzt. Lüscher selbst fährt einen Hybrid, einen Toyota Prius. «In meinen Beruf bin ich auf die Umwelt besonders sensibilisiert», sagt er. Immerhin startete sein Grossvater das Geschäft vor bald 60 Jahren nur mit einem Velo und einem Anhänger. Und bei Kunden, gerade bei solchen aus der Stadt Zürich, mache man heutzutage mit einer grossen Benzinschleuder ohnehin keinen guten Eindruck. Grundsätzlich kauft Lüscher seine Autos. Das habe sicher auch mit seiner Branche zu tun: «Im Bau plant man weit voraus und braucht ein finanzielles

«

In unserem Beruf ist man auf Umweltfragen sehr sensibilisiert» Hanspeter Lüscher, Inhaber Lüscher Gartenbau.

Polster.» Anzahlungen oder Vorschüsse gibt es keine, Rechnungen gehen erst raus, wenn das Projekt in Bau ist. Mit dieser Philosophie sind die Lüschers seit Jahrzehnten erfolgreich. «Natürlich sind LeasingAngebote verlockend», gibt der Unternehmer zu. Aber in einer

Wirtschaftskrise bedeutet ein bezahlter Maschinen- und Fahrzeugpark einen sicheren Wert. Weil damals in der Stadt nicht extrem viele Kilometer zusammenkamen, wurden die Wagen aus Amortisationsgründen möglichst lange benutzt. Früher fuhren die Mitarbeiter abends mit ihren Arbeitskarossen sogar nach Hause. Das ist nun anders. Die Fahrzeuge bleiben über Nacht in der Garage und spätestens nach sechs Jahren werden sie genau inspiziert, allenfalls verkauft und ausgewechselt. Pro Jahr werden im Schnitt fünf neue Fahrzeuge gekauft. Dank diesem Vorgehen kann Lüscher mit den technologischen Neuerungen Schritt halten, vor allem in Bezug auf Energieverbrauch und Abgase. Und: «Wenn Autos ein gewisses Alter haben, nimmt der Aufwand mit Reparaturen zu», sagt er. Bereits bei der Anschaffung wählt er Modelle, die sich später gut verkaufen lassen. Meist gehen die Occasionen ins Ausland. Gefragt sind zweckmässige, robuste und zuverlässige Modelle. Darum setzt der Gartenbauer auf japanische Marken, vorab auf Toyota: «Die haben selten Pannen.» Denn Zeitausfälle mitten im Arbeitsablauf sind kostspielig. Die Vorliebe für Japan beschränkt sich bei Lüscher übrigens nicht auf die Fahrzeugwahl. Nach seiner Ausbildung

bot sich ihm die Gelegenheit für ein einjähriges Praktikum in Japan, in der Nähe der Stadt Toyota. Bevor in den 1960erJahren die Autoindustrie dort einzog, hiess der Ort Koromo. Hanspeter Lüscher interessierte sich damals aber weniger für Autos. «Es gibt genau zwei Länder, die noch eine sehr lebendige Gartenkultur pflegen: England und Japan.» Dabei machen die bei uns bekannten ZenGärten einen geringen Teil aus, diese seien Tempeln und der Meditation vorbehalten, so Lüscher. Ansonsten werde in Parks die Natur idealisiert, mit üppigem Moos, Wäldern und Wasser. «Ein reiner Zen-Garten ist bei uns genauso komisch wie eine englische Gartenlandschaft in Japan», sagt Lüscher. Aber man könne gewisse Qualitäten mitnehmen, etwa den Umgang mit Materialien und das unterschiedliche Denken: «Wenn bei uns sechs Bäume gepflanzt werden, misst man die genauen Abstände dazwischen, die Bäume sind alle gerade und gleich gross. In Japan arbeitet man intuitiver. Die individuelle Form jedes Baumes und jeder Planze wird mit einbezogen.» Und noch etwas hat Lüscher beeindruckt: «Die Liebe und Freude an der Arbeit. Und der Stolz jedes Einzelnen auf seine Firma. Das ist eine Kultur, die ich auch bei uns pflegen möchte.» l

Radek Kubelka, Leiter Flottenverkauf bei Toyota Schweiz, führt aus, worauf KMU beim Kauf von Nutzfahrzeugen achten müssen. Bedürfnis. Jedes Unternehmen

hat andere Bedürfnisse. Diese müssen von Anfang an richtig kommuniziert werden. Man definiert, was wirklich notwendig ist. Braucht es beispielsweise tatsächlich einen Allrader, und wie verhält sich die Wahl zu Verbrauch und Anschaffungspreis? Antrieb. Was macht für den geplanten Einsatz am meisten Sinn: Benziner, Diesel oder Vollhybrid? Ein geringer CO2-Ausstoss schont das Portemonnaie. Denn sparsamer Verbrauch wird von diversen Strassenverkehrsämtern bereits stark unterstützt: mit einer Kostenreduktion von bis zu 80 Prozent für tiefen CO2-Ausstoss und der Energieeffizienz-Kategorie A. Die jährlichen Strassenverkehrsabgaben für den Toyota Auris Hybrid betragen etwa im Kanton Zürich nur 39.60 statt 198 Franken. Beratung. Heute lässt sich vieles im Internet recherchieren. Das ersetzt aber die Dienstleistung einer Garage nicht. Es fängt mit den Probefahrten an. Überdies erleichtert persönliche Beratung wichtige Entscheide. Zudem wird Ersatzmobilität garantiert, die Fachwerkstatt und ein persönlicher Ansprechpartner ebenso.

Finanzierung. Für Flottenbetreiber

gibt es je nach Grösse des Fuhrparks verschiedene Finanzierungsvarianten: Kauf, Leasing, Full-Leasing und andere. Wer sich für ein Full-Leasing entscheidet, bezahlt eine Monatsrate, in welcher alle Kosten (Treibstoff, Reifen, Versicherung, Abschreibung, Steuern usw.) mit eingeschlossen sind. Damit spart man sich administrativen Aufwand und kann die Verwaltung des Fuhrparks extern erledigen lassen. Eine Leasingrate kann ausserdem von der Erfolgsrechnung abgezogen werden. Somit wird die Liquidität des Unternehmens geschont. Ein Kauf bewirkt in der Bilanz das Gegenteil. Betriebskosten. Eine der wichtigsten Fragen für Flottenbetreiber ist, wie viel die Mobilität das Unternehmen kostet. Grösster Kostenpunkt ist immer die Amortisation. Wichtig beim Kauf ist deshalb nicht der höchste Rabatt, sondern die effektiven Betriebskosten (TCO). Laufzeit. In der Regel rechnet man

bei einer Laufzeit von rund vier Jahren mit total 100 000 bis 120 000 Kilometern. Rechnet man alle relevanten Faktoren mit ein, ist es nicht günstiger, die Fahrzeuge «zu Boden» zu fahren.


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