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GROSSE PREMIEREN Neuheiten am Verkaufsstart

LEICHTBAU-CARS SUPERDIÄT FÜR AUTOS

April 2013

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e g a T n h Z e t is gra en! r h a f o i Ca b r

CABRIO FEELING Die Typen dieses Sommers sind besonders cool


do Jetz wn t A lo pp ad en : Bringen Sie Ihr Leben ins Rollen. www.autoscout24.ch Die Nr. 1 auf dem Schweizer Automarkt.


EDITORIAL

INHALT BLICK AUTO

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LEICHTBAU

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NEUHEITEN

IMPRESSUM BLICK Das Auto-Extra vom 20. April 2013 ist eine Publikation des BLICK-Verlags. AUFLAGE/REICHWEITE 191 064 (WEMF/SW-beglaubigt 2012) LESER 613 000 (MACH Basic 2012-2, D-CH) ADRESSE BLICK, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Telefon 044 259 62 62, Fax 044 259 66 65 E-MAIL redaktion@ringier.ch REDAKTIONSLEITUNG Urs Bärtschi (Bärtschi Media AG) REDAKTION Raoul Schwinnen, Philipp Aeberli, Jürg A. Stettler, Andreas Engel, Stefan Lüscher, Max Fischer PRODUKTION Roland Grüter, Alice Massen

Cover-Fotos: ZVG (2); Editorial-Fotos: Adrian Bretscher (1); ZVG (2)

LAYOUT Dominique Signer (AD), Christian Waeber KORREKTORAT Kurt Schuiki, Regula Osman BILDBEARBEITUNG Ringier Redaktions-Services GESCHÄFTSFÜHRER Florian Fels LEITER WERBEMARKT Frank Eimer DRUCK Swissprinters, Zofingen HERAUSGEBER Ringier AG, 4800 Zofingen

VON KATZEN, KÄFERN UND KÜHEN

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Urs Bärtschi Leiter Autoredaktion Ringier

E

r ist tatsächlich gekommen, der Frühling. Und mit den ersten Sonnenstrahlen rollen sie wieder aus Garagen und Scheunen – Cabrios jeden Alters und jeder Fasson. Nie scheint die CabrioDichte grösser als an den ersten, sonnigen Frühlingstagen. Auch wir sind der Lust auf Frischluft erlegen und haben den wohl coolsten Roadster der Saison bereits ausgefahren, den Jaguar F-Type. Auch Philipp Tingler, ein bekennender Mercedes-SL-Fan (Jg. 1980), widmet seine Kolumne dem CabrioFahren, und mit dem offenen VW Beetle machen wir uns auf die Suche nach der ultimativen, sturmfesten Cabrio-Frisur. Und da unsere Leserinnen und Leser wohl ebenfalls von einer Fahrt im schnittigen Cabrio träumen, können vier Glückliche dank unserer exklusiven Aktion zehn Tage lang gratis die Faszination des offen Fahrens selbst ergründen. Autofahren ist aber nicht immer nur lustig, sondern oft mühsam und vor allem teuer. Und bald soll es noch teurer werden, etwa wenn die Vignette auf einen Schlag von 40 auf 100 Franken aufschlägt. Doch woher kommt eigentlich das Geld, um Strassen zu bauen und zu unterhalten, oder wofür werden konkret die Einnahmen der Vignette oder der Treibstoffzölle verwendet? Wir bringen Licht ins Dunkel und erklären die Milchkuh-Initiative, die die Quersubventionierung des ÖV durch den Strassenverkehr zu verhindern versucht. Viel Glück, viel Spass und gute Fahrt.

So leicht wie ein Vogel: Nicht nur VW setzt seinen XL1 auf Diät – Light-Autos liegen im Trend.

Gestern am Autosalon, heute beim Händler: Viele Premieren 2013 stehen bereits im Verkauf.

LUXUS-GARAGEN Wo der Autokauf garantiert zum Erlebnis wird – und deshalb doppelt so viel Spass macht.

JAGUAR F-TYPE

Der Roadster von Jaguar zeigt, wie schön Cabrio-Fahren ist. Die grosse Testfahrt übers Land.

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OPENAIR-FESTIVAL

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WETTBEWERB GRATIS CABRIO FAHREN

Näher kommen Sie dem Sommer in keinem anderen Autotyp: Die neusten, schönsten und stärksten Cabrios im Überblick.

Vier Cabrios stehen parat. Mit Glück können Sie eines davon zehn Tage lang gratis testen.

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RUBRIKEN

Ratgeber Woher das Geld für unsere Strassen kommt. Auto-Biografie mit FDP-Präsident Philipp Müller PS von Philipp Tingler

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TREND

JEDES

GRAMM ZÄHLT

Auch Autos leiden an Übergewicht. Ansprüche an Sicherheit und Komfort sowie neue Antriebstechniken machen sie schwer und schwerer. Leichtbau soll die Kilo purzeln lassen. Ein Ausblick in eine unbeschwerte Zukunft.

Fotos: ZVG

Text Jürg A. Stettler

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Aus superleichtem Karbon gebaut: Die Bestandteile des neuen Einliter-Autos XL1 von VW bringen nur 795 Kilos auf die Waage.

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TREND

L

eichtbau liegt im Trend – neu aber ist er nicht. Schon in den 1950erund 1960er-Jahren versuchte die Autoindustrie, Fahrzeuge möglichst leicht zu konstruieren, um sie trotz kleinerer Motoren und «nur» rund 200 PS ordentlich auf Touren zu bringen. Davon zeugen u.a. der Mercedes SL (SL für sportlich und leicht) oder der Alfa Romeo 1900 Superleggera. Auch im Rennsport sind Leichtbau und vor allem Komponenten aus Karbon längst nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder, der schwarze Werkstoff ist rund fünfmal leichter als Stahl und erst noch viel steifer. Nur ist Karbon mit enormen Kosten und gigantischem Aufwand verbunden. Für ein F1-Monocoque, in dem Fahrer und Motor untergebracht sind, werden rund 1500 Kohlefasermatten benötigt. Eine einzige Matte wird normalerweise aus 1000 bis 20000 Fasern gewoben, die nur fünf bis acht Mikrometer und damit dünner als ein Frauenhaar sind. Die aufwendige und teure Verarbeitung erklärt auch den bislang nur spärlichen Einsatz von Karbon bei Serienfahrzeugen. Es muss aber nicht zwingend sündhaft teures Karbon sein. Denn Leichtbau bedeutet nichts anderes, als aus ökologischen oder funktionellen Gründen das Gewicht zu minimieren – ohne dabei Steifigkeit, Tragfähigkeit oder andere Grundfunktionen der Konstruktion negativ zu beeinflussen. Wie gross das Potenzial selbst im Stahl-Leichtbau ist, verdeutlicht ein Beispiel. Vor 125 Jahren waren für die Errichtung des Pariser Eiffelturms noch 7300 Tonnen Stahl nötig. Mit der heutigen Technik und modernen Stahlsorten bräuchte es dazu nur noch ein Drittel, also rund 2400 Tonnen. Nun wird das Thema Leichtbau durch die neuen CO2Richtlinien, aber vor allem durch den Aufschwung der Elektromobilität wieder stark in den Fokus gerückt. Grund: Für eine vernünftige Reichweite benötigen E-Mobile grosse Batterien. Diese bedeuten aber auch Mehrgewicht, Verringerung der Fahrdynamik und weniger Antriebsleistung. Simple Lösung: Die Autos müssen insgesamt leichter werden. Aber auch für Fahrzeuge mit herkömmlicher Antriebstechnik lohnt sich Leichtbau – um den Spritverbrauch zu senken. Denn pro 100 Kilo weniger Gewicht verbraucht ein Auto im Schnitt 0,4 l/100 km weniger Benzin oder stösst 8,4 g/km weniger

Der VW XL1 ist extrem leicht und sparsam.

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VW XL1

CO2 aus. Nur so dürfte die Autoindustrie den von der EU geforderten Flottenausstoss von weniger als 95 g/km CO2 bis zum Jahr 2020 realisieren. Neben kalt und warm geformtem Stahl setzt man im Autobau zur Gewichtsreduktion vorab auch Aluminium und Alu-Legierungen ein, die neben einer hohen Festigkeit und guter Formbarkeit mit einer niedrigen Dichte von 2,7 g/cm3 und dennoch einer Festigkeit von bis zu 700 MPa aufwarten. Wie stark man das Gewicht durch Alu senken kann, beweisen seit Jahren Jaguar und Land Rover. Die Briten verwende-

Fotos: ZVG

Dank Leichtbau und innovativer Plug-inHybrid-Technik durchbricht der nur 795 Kilo leichte Zweiplätzer von VW eine Schallmauer: Er verbraucht weniger als ein Liter Benzin.


Der VW XL1 zeigt deutlich, wie gross das Potenzial des Leichtbaus ist. Projektleiter Holger Bock über sein Paradewerk.

«Für uns stand fest: Das Gewicht muss runter» Der Leichtbau am Auto boomt. Wo genau lässt sich am meisten Gewicht einsparen? Holger Bock: An der Karosserie. Die wachsenden Anforderungen an Komfort, Akustik und Sicherheit gingen in den letzten Jahren immer zulasten des Karosseriegewichts. Eine Spirale! Inwiefern? Nimmt das Gewicht der Karosserie zu, müssen ein stärkeres Fahrwerk, ein stärkerer Motor, stärkere Bremsen, ein grösserer Tank und so weiter her. Beim XL1 war für uns deshalb von Anfang an klar: Das Gewicht muss nach unten. Der Rest kommt von alleine, da sich weitere Elemente kleiner dimensionieren lassen.

le aufdicken oder die Faserrichtung anders wählen – und so beispielsweise (Crash)-Kräfte optimal aufnehmen. Wie unterscheidet sich das Verfahren des XL1 von jenem beim BMW i3? Der i3 hat ja ein Drive-Modul aus Alu mit einer aufgesetzten CFK-Karosserie. Volkswagen hat eine volle Funktionsintegration gewählt und ein Monocoque entwickelt, an das wir das Fahrwerk direkt anbinden. Dieses übernimmt teilweise sogar Funktionen der Innenausstattung, womit wir in diesem Bereich weniger Bauteile brauchen. Der XL1 hat zudem eine Aussenhaut aus CFK, obwohl das Material extrem schwierig zu lackieren ist.

Was genau meiWas sind die nen Sie damit? grössten HerausWir entwickelten forderungen im extra ein VerfahLeichtbau? ren, mit dem wir Mittels Materialien Karbon mit der oder durch die Integleichen Güte gration von Funktiolackieren können nen das Gewicht wie Bleche. Grundrunterzukriegen und sätzlich sind die gleichzeitig die Anbeiden Konzepte sprüche der Kunden punkto Sicherheit an ein modernes aber gar nicht so Auto im Auge zu beHolger Bock, unterschiedlich. halten. Das geht nur VW-Entwickler Auch wir haben durch eine innovatiCrash-Strukturen ve Materialkombi, nicht komplett aus CFK wie wir sie für den XL1 dargestellt, sondern mit wählten. Alu statt Stahl Alu-Tubes, die bei Biegereduziert das Gewicht beanspruchung mehr um ca. 30 Prozent. Mit Energie absorbieren können. CFK/Karbon holt man zusätzliche 20 Prozent raus. Zudem Sie planen 250 Exemplare des lässt sich der Werkstoff-Mix präXL1 – BMW will den i3 in viel zise auf die Funktion ausrichten, grösseren Stückzahlen bauen. die man gewährleisten will. Zieht VW bald nach? Wir produzieren das Monocoque Zum Beispiel? Wir können je nach gefordertem des XL1 mit nur einem Werkzeug. Pro Stunde können wir ein Kraftfluss ein anderes HarzsysMonocoque fertigen. 250 Fahrtem mit anderen Fasern wählen. zeuge sind geplant. Ursprünglich Denn je nach Faserrichtung verwaren es ja nur 50 Stück, daher ändern sich die Qualitäten des Werkstoffs – für uns extrem folglich nicht mehr. 2 wichtig. So kann ich je nach BeInterview Urs Bärtschi darf den Werkstoff an einer Stel-

«Wir können ein CFKMonocoque pro Stunde fertigen.»

ten schon für die vorletzte Generation der Luxuslimousine XJ eine Vollalu-Karosserie und vermochten so das Gewicht massiv zu senken – um 102 Kilo. Jüngstes Paradebeispiel für eine wirksame Alu-Diät ist aber die neue Range-Rover-Generation. Erstmals wird darin eine Monocoque-Karosserie in Leichtbauweise für Geländewagen verwendet. Das Resultat: Das Gewicht sinkt gegenüber der früheren Stahlkonstruktion um 39 Prozent bzw. um bis zu 420 Kilo! Doch nicht alle Hersteller wollen oder können sich derart edle (und teure) Alu-Karossen leisten. «Wir setzen 

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DER NEUE RENAULT CLIO R.S. NEIDFAKTOR 200 PS.

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TREND

RANGE ROVER Der jüngste britische Edel-Offroader von Range Rover konnte seinen Verbrauch im Vergleich zur letzten Generation bis zu 25 Prozent auf 7,5 bis 13,8 l/100 km senken. Eine radikale Gewichtskur, eine effiziente 8-Gang-Automatik sowie die auf Sparsamkeit getrimmten Benzin- und Dieselmotoren (258 bis 510 PS) machten diesen Quantensprung möglich. Alleine die fünf Meter lange Rohkarosse wurde um 39 Prozent abgespeckt, sie wiegt nur noch 280 Kilogramm. Der konsequente Einsatz von Alu liess das Gesamtgewicht des Range Rovers um bis zu 420 Kilogramm schwinden.

dadurch nicht nur den Motorblock, sondern auch Wandstär ganz bewusst auf Stahlleichtbau», verrät etwa Seat-Entken, Pleuel, Getriebeelemente, Nockenwelle, usw. «Wir haben wicklungschef Matthias Rabe, «das heisst, den richtigen nicht einfach bestehende Komponenten verbessert, sondern Stahl an der richtigen Stelle. Deshalb haben wir den Einsatz gingen gleichzeitig für neue Ansätze oft auch einen Schritt von gussfestem Stahl deutlich erweitert.» Rabe gibt zu zurück», erläutert Masahiro Moro, globaler Verkaufs- und bedenken: «Verbauen wir in einem Seat Alu, holen wir Marketingchef von Mazda. «Dank unserer Skyactiv-Technohöchstens ein paar Kilo raus. Wir wollen zwar weiterhin sehr logie erreichen wir nun mindestens leichte Autos bauen, sie müssen aber 15 Prozent mehr Drehmoment bei gleichzeitig auch bezahlbar bleiben. 15 Prozent weniger Verbrauch.» Daher können wir uns leider keine solchen Extravaganzen erlauben.» Durch den neu forcierten Leichtbau versuchen die AutoherAber nicht nur die Karosserie, steller gewissermassen das Rad der die etwa 35 Prozent des GesamtgeMatthias Rabe, Entwicklungschef Seat Zeit zurückzudrehen. Denn in den wichts eines Autos ausmacht, wird auf letzten 20 Jahren stieg das Gewicht der Autos durch die Diät gesetzt. Dasselbe gilt für den Motorblock. So ist ein wachsende Komfort- und Sicherheitsausrüstung massiv an. Verbundkurbelgehäuse aus Alu und Magnesium beispielsweise Der erste VW Golf von 1974 brachte noch 775 Kilo auf die um 24 Prozent leichter als eines aus reinem Alu und gar um Waage, die neuste, siebte Generation wiegt mit 1205 Kilo fast 57 Prozent leichter als ein herkömmlicher Grauguss-Block. Dies eine halbe Tonne mehr. Dabei hatte VW den aktuellen Golf hat Mazda erkannt. Der kleine japanische Hersteller legte gegenüber seiner Vorgängergeneration um 12 Kilo abge-  jedes Einzelteil seiner Modelle auf die Waage und optimierte

Fotos: ZVG

«Wir setzen weiter auf Stahlleichtbau.»

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TREND

BMW I3

UNGERECHTE ENERGIEETIKETTE Obwohl sich alle Hersteller redlich bemühen, ihre Modelle leichter und damit auch sparsamer zu machen, bleiben die Bestrebungen von der Schweizer Energieetikette unbelohnt. So erhält der neue Seat Leon 1.4 TSI trotz sehr gutem CO2-Wert von 119 g/km im Bereich der Energieeffizienz nur ein C (auf einer Skala von A bis G). Auch der Mazda6 Sport Wagon 2.0 mit 129 g/km muss sich mit einem C begnügen. Beide Autos werden bestraft, weil sie relativ leicht und dadurch sparsam sind. «Denn die Energieetikette beurteilt nicht etwa den Energieverbrauch an sich, sondern jenen im Verhältnis zum Gewicht: Schwere Autos werden unsinnigerweise bevorzugt», sagt Umweltexperte Kurt Egli. Der Aufbau der jährlich verschärften Energieetikette ist nicht nur aus seiner Sicht ökologisch fragwürdig. Das zeigt auch der rund 200 Kilo schwerere Opel Insignia Sports Combi 1.4. Dieser weist einen 0,2 l/100 km höheren Verbrauch und 5 g/km höheren CO2-Ausstoss als der vergleichbare Mazda-Kombi aus – und wird dafür aber auf der Energieetikette mit einem B belohnt.

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 speckt – trotz etwas grösseren Dimensionen und Mehrausstattung des jüngsten VW Golfs. Die grösste Gewichtseinsparung verspricht jedoch trotz Detailverbesserungen, neuen Stahlsorten oder AluKarosserien noch immer Karbon. Der extrem leichte und hochfeste Stoff mit einer Dichte von nur 1,4 bis 1,6 g/cm3 bietet unglaubliche Gestaltungsfreiräume. Aufgrund des hohen Preises kam Karbon bislang abseits des Rennsports einzig in Luxus-Sportwagen oder Kleinserien zum Einsatz. Zudem ist die Verarbeitung enorm aufwendig. Bei Aston Martin etwa braucht ein Mitarbeiter für die Verarbeitung einer Karbon-Heckklappe mit integriertem Spoiler für den Vanquish nicht weniger als zwei Tage. Doch die Gewichtsreduktion um bis zu 50 Prozent gegenüber einer Stahlkonstruktion scheint diesen Aufwand zu rechtfertigen. Deshalb will nun auch BMW die in Grossserie geplanten Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle der i-Reihe aus Karbon bauen (siehe Box oben). Ob die Bayern damit die alte Karbon-Formel «Hoher Preis, kleine Stückzahl» wider-

Fotos: ZVG

Seit 2008 haben 1000 Pilotkunden aus zehn Ländern über 20 Millionen Testkilometer zurückgelegt und erkundeten dabei die Ansprüche der Pendler an die moderne E-Mobilität. Das Resultat der aufwendigen Recherche: Der BMW i3 mit ultraleichter Karbonkarosserie, eDrive-Antriebssystem, HochleistungsLithium-Ionen-Batterie und einer Reichweite von 130 bis 160 Kilometer. Diese lässt sich dank verschiedener Fahrmodi um bis zu 25 Prozent erhöhen. BMW will den i3 noch dieses Jahr lancieren – trotz viel Hightech und des teuren Karbons zum Preis ab rund 42 000 Franken.


BMW: KARBON FÜR DIE MASSEN BMW setzt beim Leichtbau vollends auf die Karte Karbon. Die Deutschen investieren für die Produktion der Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle ihrer Tochtermarke i Milliarden ins schwarze Gold. In Moses Lake (USA) haben sie gemeinsam mit dem Chemieunternehmen SGL Carbon ein weltweit einzigartiges Werk aus dem Boden gestampft. «Der Energieaufwand für die Karbonherstellung ist enorm hoch. Und weil wir nur saubere Energie – in unserem Fall Wasserkraft – verwenden wollen, entschieden wir uns für diesen Standort», verrät Jörg Pohlmann, Chef der BMW-Karbonproduktion. Den grünen Strom liefert ein Wasserkraftwerk zu günstigen 2,50 Rappen pro kWh (kWh in der Schweiz: durchschnittlich 19,4 Rappen). Pohlmann: «Selbst der Transport nach Deutschland beansprucht nur ein Prozent des gesamten Energieaufwands.»

In Moses Lake (USA) produziert BMW jährlich 1500 Tonnen Kohlefaserfäden für seine Elektround Plug-in-Hybridmodelle der i-Serie. Seit dem 1. September 2011 fabriziert BMW in Moses Lake Kohlefaserfäden in grosser Stückzahl. Momentan sind es 1500 Tonnen pro Jahr. Ab Sommer 2013, wenn die zweite Produktionslinie anlaufen wird, sollen es dann doppelt so viele sein. Die ursprünglich weissen Acrylfäden werden auf einer 270 Meter langen Produktionsstrasse mit vier hintereinander geschalteten Oxidationsöfen,

danach je einem Nieder- und einem Hochtemperatur-Backofen zu Kohlenstofffasern verwandelt. Die so gewonnenen Bündel aus jeweils 50000 Fasern werden auf Spulen gewickelt und in Wackersdorf (D) zu speziellen Karbonmatten gestrickt, aus denen dann die mit Harz getränkten und zum Schluss in riesigen Öfen gebackenen Einzelteile des BMW i3 entstehen.

Die superleichten Kohlenstoff fasern sind dünner als Frauenhaare. BMW lässt sie in Wackersdorf (D) zu Karbonmatten verstricken und baut daraus die Bestandteile der i-Reihe.

legen und trotz Karbon-Monocoque einen BMW i3 zu einem bracht. «Unser Ein-Liter-Auto XL1 ist eine technologische vernünftigen Preis ab rund 42000 Franken auf den Markt Speerspitze», bestätigt VW-Konzernchef Martin Winterkorn bringen können, bleibt abzuwarten. stolz, «und seine Technologie wird in unsere künftigen Auch das Ein-Liter-Auto XL1 von VW kommt nicht Serienautos einfliessen. In vielen Bereichen wären wir ohne ohne Karbon aus. Im April 2002 hat das Unternehmen den XL1 noch nicht so weit, wie wir es heute sind!» seinen Meilenstein erstmals präsentiert. Stolz pilotierte der Es müssen aber nicht immer die Branchenriesen sein, damalige VW-Boss Ferdinand Piëch die den Leichtbau und damit die den Prototypen zur VW-HauptverEffizienz neuer Autos vorantreiben. sammlung und damit ins Rampenlicht So hat etwa der Schweizer Zulieferer der Öffentlichkeit. Der Zweiplätzer Georg Fischer Automotive von sich aus aus Alu, Magnesium und kohlefaserein Schwenklager nach dem Vorbild verstärktem Kunststoff ging aber erst Masahiro Moro, Verkaufs- und Marketingchef Mazda der Natur optimiert und von 4,39 Kilo zehn Jahre später in Serie. Heute weist um 32 Prozent auf 3,42 Kilo abgeder 795 Kilo leichte XL1 mit Plug-in-Hybridantrieb – dabei speckt. Diese Schwenklager kommen künftig im VW Golf spannen ein 2-Zylinder-Diesel (48 PS), ein Elektromotor (27 PS) und im Audi A3 zum Einsatz. und eine Lithium-Ionen-Batterie (Kapazität 5,5 kWh) zusammen Da das Schaffhauser Unternehmen auch Kia, Mitsubi– einen Fabelverbrauch von 0,83 l/100 km aus. Und selbst wenn shi, PSA (Peugeot-Citroën), Porsche und Toyota beliefert, nur 250 Stück davon gebaut werden, ist er ein wegweisendes dürfte die Schweizer Leichtbau-Technik wohl in Kürze Projekt und hat die Entwicklung bei VW massiv vorangevielleicht auch dort verbaut werden. 2

«Wir legen jedes Teil auf die Waage.»

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Service

Politik

Verkehrsfinanzierung: Wie viel Autofahrer an Abgaben und Steuern bezahlen und was davon wieder in die Strassen fliesst.

Bezahlen Autofahrer wirklich zu viel? S

eien wir ehrlich: Niemand bezahlt gerne, und auf gar keinen Fall zu viel. Doch werden Autofahrer in der Schweiz tatsächlich «gemolken», wie es Befürworter der «Milchkuh-Initiative» behaupten? Max Nötzli, Präsident von Auto-Schweiz, umschreibt es so: «Es darf nicht sein, dass die Strassenbenützer immer mehr Steuern, Gebühren und Abgaben bezahlen – und trotzdem im Stau stehen.» Genau deshalb lancierte Auto-Schweiz, die Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure, gemeinsam mit verschiedenen Partnern die Milchkuh- respektive Volksinitiative «Für eine faire Verkehrsfinanzierung». Denn diese läuft ihres Erachtens alles andere als fair. «Die Gelder, welche die

Die Strassen sind voll, das Geld für fliessen die Abgaben der Autofah

12 Auto Blick

SonntagsBlick April 2013

Autofahrer an den Bund zahlen, wären ausreichend für ein funktionierendes Strassennetz, wenn sie nur zweckmässig verwendet würden», so Nötzli. Happige Vorwürfe. Doch wie viel zahlen die Autofahrer in der Schweiz tatsächlich an die Bundeskasse? Und wie viel


Fotos: Keystone (1), ZVG (1)

So ViElE ABGABEN StECkEN iN EiNEM litER BlEiFREi 95 Kostenzusammenstellung von einem Liter Bleifrei 95 Einstandspreis Einkauf und Fracht Mineralölsteuer

0,81 0,43

Mineralölsteuerzuschlag Importabgaben Klimarappen

in CHF/l 0,30 0,003 0,015

Vertriebskosten Schweiz Mehrwertsteuer (8%) Tankstellenpreis

0,16 0,14 1,86

Quelle: Erdöl-Vereinigung (Zahlen gerundet)

Blech, so weit das Auge reicht: In Ballungszentren wären Investitionen in den Strassenbau dringend nötig.

die Bundeskassen fliessen. Davon gehen 1,5 Milliarden an den allgemeinen Finanzhaushalt des Bundes. Die übrigen 3,5 Milliarden Franken sowie die Erlöse aus dem Verkauf der Autobahnvignette (rund 350 Millionen Franken) werden zweckgebunden der Finanzierung des Strassenverkehrs zugeführt. So weit, so gut. «Jedoch», wendet Nötzli ein, «fliessen von diesen 3,8 Milliarden Franken nochmals fast

VEto: PRioRitÄt MUSS DERZEit DER ÖV HABEN «in den letzten 50 Jahren wurde schon massiv in die Nationalstrassen investiert. Wird die Milchkuh-initiative angenommen, würde dem ÖV noch weniger Geld zur Verfügung stehen. Das wollen wir nicht. Wir wollen den Ausbau des Schienenverkehrs über die Mineralölsteuerab gaben finanzieren. in Zukunft muss die Priorität klar auf den ÖV gelegt werden – und nicht auf die Strasse.» Roger Nordmann, VCS­Vizepräsident und SP­Nationalrat

900 Millionen Franken weg – unter anderem an den ÖV.» Unterm Strich bleiben so von den ursprünglich über 5 Milliarden letztlich nur 2,9 Milliarden für den Strassenverkehr übrig! Rechnet man nun sogar noch weitere Abgaben des Individualverkehrs wie etwa die Schwerverkehrsabgabe (1,5 Milliarden), Automobil-Importsteuer (0,5 Milliarden), Motorfahrzeugsteuer (2,2 Milliarden) oder den Klimarappen hinzu, verdient der Staat an den Strassen insgesamt rund 12 Milliarden Franken! Und nur 2,9 Milliarden davon werden für die Strasse eingesetzt? Zweckgebunden schon. Auch Text Andreas Engel wenn die allgemeinen Ausgaben für National-, Kantonal- und Gemeindestrassen aus der Bundeskasse kommen – das Geld sollte nicht zu knapp sein. davon fliesst letztlich wieder in die Infrastruktur und den Jean-Marc Pittet vom Bundesamt für Statistik rechnet Unterhalt der Strassen? Wir sind diesen Fragen nachgeganes uns vor. «In der Strassenrechnung sieht man, dass die gen und bringen endlich etwas Licht ins nebulöse Zahlenanrechenbaren Einnahmen 2010 für die Bundeskasse bei wirrwarr. Fakt ist zunächst, dass über die Mineralölsteuer 8,4 Milliarden Franken lagen. Auf der anderen Seite • und deren Zuschläge insgesamt rund 5 Milliarden Franken in

deren Ausbau ist zu knapp. Doch wo rer hin? Eine Spurensuche.

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SonntagsBlick Auto

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Service

« Der Schienenverkehr ist Sache der Allgemeinheit – nicht nur der Autofahrer.» Max Nötzli, Präsident Auto-Schweiz

Am diesjährigen Genfer Autosalon starteten Sie die Milchkuh-Initiative. Wie sind die Reaktionen? Max Nötzli: Am häufigsten höre ich: Endlich macht mal jemand etwas. Schaut man sich die unhaltbaren Verhält­ nisse auf unseren Strassen an, brauchen wir aber auch drin­ gend einen Befreiungsschlag in der Verkehrspolitik. Anfang März lancierte Auto-Schweiz gemeinsam mit Präsident Max Nötzli die «Milchkuh-Initiative». Doch: Bringt sie die Lösung für das tägliche Verkehrschaos auf unseren Strassen?

« Milchkuh-Initiative könnte zum

Befreiungsschlag

Was wäre Ihr Lösungsansatz für eine längerfristig verbesserte Verkehrssituation auf unseren Strassen? Wir können aus Platzgründen keine achtspurigen Autobah­ nen bauen. Doch in Ballungszentren wie zum Beispiel Zürich muss man sich überlegen, ob man Hauptverkehrsachsen nicht mehr­ stöckig führen oder den Transitverkehr unter den Boden verlegen sollte, etwa mit einer See-Unterführung.

werden.»

Reichen dafür die von Ihrer Initiative geforderten zusätzlichen 1,5 Milliarden Franken pro Jahr? Grossprojekte wie See-Unterführungen sind natürlich längerfristig zu betrachten. Es heisst zwar, man soll den Nachkommen keine Schul­

H stehen die zurechenbaren Ausgaben bei rund 7,3 Milliarden Franken, was einem Kostendeckungsgrad von 115 Prozent entspricht.» Sprich: Der Bund nimmt mehr Geld durch den privaten, motorisierten Strassenverkehr ein, als er ausgibt. Rechnet man zusätzlich noch die Einnahmen der Schwerverkehrs- und Fahrzeugabgaben dazu, nähern sich die gesamten Staatseinnahmen sogar der oben aufgeführten 12-Milliarden-Grenze. Doch zahlen wir nun zu viel? Fest

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Die von Ihnen für die Stras­ se geforderten 1,5 Milliarden Franken flossen bisher in die allgemeine Bundeskasse. Dort fehlen sie folglich, sollte Ihre Initiative ­angenommen werden. Natürlich gäbe es gewisse Kol­ lateralschäden in der Bundes­ kasse. Erhebliche Teile der Einnahmen aus dem Strassen­ verkehr werden für den ÖV verwendet. Die Infrastruktur für den Schienenverkehr ist aber Sache der Allgemeinheit – also soll jeder und nicht nur der Autofahrer mitzahlen. Man könnte über eine Er­ höhung der Mehrwertsteuer nachdenken, deren Satz heute immer noch sehr niedrig ist.

Was halten Sie von der VCSInitiative, die den Schienenverkehr massiv ausbauen und so die Leute mehr auf die Bahn bringen will? Ein Grossteil des Verkehrs ­findet in der Schweiz auf der Strasse statt. Schon eine kleinere Entlastung macht eine Verdoppelung der Schienenkapa­ zität nötig. Dazu braucht es wiederum grös­ sere Bahnhöfe. Wir halten die VCS-Initiative daher für eine reine Mogelpackung.   Interview Andreas Engel

steht: Die Schweizer Autofahrer zahlen nicht wenig – von der Anschaffung des Fahrzeugs über dessen Steuer bis hin zu Treibstoffabgaben. Und: Der Platz ist knapp, ein Ausbau der Infrastruktur nur noch bedingt möglich. Ohne Gross-Investi­ tionen können die teils prekären Verhältnisse, insbesondere in Ballungszentren, scheinbar nicht mehr bewältigt werden. Eine Erhöhung der für die Strassen verwendeten Finanzen ist also durchaus wünschenswert. X

Fotos: RDB/Sobli/Karl-Heinz Hug

Wie läuft die Unterschriftensammlung bisher? In Genf hatten wir mit dem autofreundlichen Salonpub­ likum natürlich einen super Start. Bis Ende März kamen rund 16 000 Unterschriften zusammen, alleine 10 300 vom Salon. Ich bin überzeugt, dass wir die nötigen 100 000 Un­ terschriften bis September 2014 problemlos zusammen­ bringen.

denberge hinterlassen. Doch diese würden ja auch von sol­ chen Projekten profitieren. Wieso soll das nur unsere Ge­ neration alleine finanzieren?


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New in Town

NEUHEITEN AUDI RS6 AVANT

Audi setzt sein Feuerwerk fort und lanciert in den kommenden Wochen gleich mehrere Neuheiten. Im Juni etwa des Schweizers liebster Power-Kombi in Neuauflage: der RS6 Avant. Ein 4-Liter-V8-Bi-Turbo mit 560 PS (!) und 650 Nm katapultiert ihn in 3,9 s auf 100. Bei der Spitze kann der Kunde wählen: 250, 280 oder über 300 km/h (ab 147200 Franken). Bereits im April gibts das schöne RS5 Cabrio. Auch dieses brilliert mit Leistung. Sein 4,2-Liter-V8 leistet 450 PS (Preis: 121900 Fr.). Schon erhältlich: der SQ5 3.0 TDI quattro mit 313 PS für 79850 Franken.

V

or wenigen Wochen standen die 133 Welt- und Europapremieren noch im Rampenlicht des 83. Autosalons Genf. Nun rollt ein wachsender Teil davon in den Verkauf. Die brandheissen Neuheiten nehmen Kurs auf Kunden. Bestseller in Neuauflage, betörende Sportmodelle, Cabrios mit Wellness-

BMW 3ER GT

die bis Ende Juni bei den Schweizer Händlern gross auffahren, stellen wir in der Folge vor.

CHEVROLET TRAX

DACIA LOGAN MCV

Im Mai bekommt der Opel Mokka Konkurrenz aus der eigenen Reihe. Denn mit dem neuen Trax verfügt GM-Konzernschwester Chevrolet künftig ebenfalls über ein trendiges, kompaktes SUV. Das 4,25 m lange Schwestermodell des Mokka basiert auf dem Opel Corsa. Zur Wahl stehen zwei Benzinmotoren und ein Diesel mit 115 bis 140 PS, Vorderradantrieb (ab 21900 Franken) sowie 4x4 (ab 27400 Franken). Damit ist der Trax sogar günstiger als der Mokka. Ebenfalls im Mai wird der überarbeitete Captiva auf dem Schweizer Markt lanciert: ab 35700 Franken.

Text Stefan Lüscher

Auch diese Genfer Weltpremiere findet im Mai zum Händler: der Logan MCV. Die zweite Generation bietet modernere Technik zum gleichen Hammerpreis (ab 9999 Franken) – und stammt vom neuen Sandero ab, einem nahen Verwandten des Renault Clio. Das Design ist eleganter, die Ausstattung luxuriöser. Sogar ein Touchscreen-Navi steht auf der Optionenliste. Moderne Motoren leisten 75 bis 90 PS. Das Platzangebot bleibt trotz geschrumpften Massen riesig. Wer darauf nicht warten mag: Ab sofort steht der Dokker auf Renault-Kangoo-Basis zur Verfügung (ab 12900 Franken).

Fotos: ZVG

Am Autosalon war er ein Highlight, ab Juni steht er beim Händler und soll BMW neue Kunden bringen: der 3er GT, ein eleganter Kombi mit Fliessheck. Seine Stärken sind offensichtlich. Der 3er GT überragt den 3er Touring punkto Länge (4,82 m) und beim Ladevolumen (520 bis 1600 l) klar. Technisch basiert das Modell auf der 3er-Reihe, es wurde ursprünglich für China konzipiert. Das Leistungsspektrum reicht von 143 bis 306 PS, die Preise beginnen bei 49400 Franken. Zweite BMW-Neuheit: Im Mai rollt die 560 PS starke M-Version des 6er Gran Coupé in den Verkauf (Preis noch offen).

Faktor und umweltfreundliche Familienfahrzeuge – für jeden Anspruch und jedes Budget gibt es passende Modelle. Die Highlights,

April 2013 Blick

SonntagsBlick Auto

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NEUHEITEN FIAT 500 L TREKKING

FORD FIESTA ST

MITSUBISHI SPACE STAR

Vom 500L Trekking gibts seit Genf eine Europa-Version – diese kommt im Juni in den Verkauf. Vom normalen 500L hebt sie sich durch eine rustikalere Front- und Heckschürze, seitliche Kunststoffplanken, verbreiterte Radhäuser und serienmässige 17-Zoll-Räder ab. Auf Allradantrieb müssen Möchtegern-Abenteurer weiterhin verzichten. Das elektronische System Traktion+ soll eine verbesserte Traktion abseits der Strasse bewirken. Für Vortrieb sorgen die bekannten Benzin- und Diesel-Motoren mit 85 bis 105 PS. Preise hat Fiat noch keine bekannt gegeben.

Auf dieses sportliche Fiesta-Derivat haben viele Ford-Kunden gewartet. Der kompakte Dreitürer mit seinem markanten «Aston-Martin»-Wabengrill wird von einem 1,6-Liter-Turbo mit Direkteinspritzung angetrieben. 182 PS und 240 Nm von 1600 bis 5000/min (mit Overboost gar 290 Nm) beschleunigen ihn in 6,9 s auf Tempo 100. Spitze 220 km/h, Normverbrauch 5,9 l/100 km. Er kommt ab 26.April zum Händler. Ab 24990 Franken zeigt der ST ein sportliches und dennoch komfortables Fahrverhalten und bringt eine zweistufige Fahrdynamikregelung und Recaro-Sportsitze mit.

Vier Neuheiten auf einen Schlag! Ab sofort ist der geräumige Kleinwagen Space Star von Mitsubishi zu haben. Der 3,71 m lange Fünftürer fasst 235 bis 912 l Gepäck und fährt mit 71 oder 80 PS auf. Der Preis? Ab 13999 Franken. Noch günstiger ist das Sondermodell Colt Goal für 9999 Franken, und auch das fünftürige Elektrofahrzeug iMiEV kommt deutlich preiswerter daher: 24999 Franken. Ebenfalls zu haben ist die zweite Generation des SUV Outlander. Diese wirkt eleganter, ist bis 145 kg leichter und kostet mit Frontantrieb ab 29999 Franken, mit Allradantrieb ab 49999 Franken.

Mercedes zündet ein Feuerwerk MERCEDES CLA Ab Mitte Juni steht die viertürige Coupé-Limousine CLA im Mittelpunkt des neuen Programms von Mercedes: mit 122 bis 211 PS, ab 39900 Franken. Umfassend überarbeitet präsentiert sich auch die E-Klasse ab 55700 Franken, und ab Mitte Juni ist der A 45 AMG mit 360 PS/450 Nm ab 64100 Franken zu haben. Ebenfalls neu: der C 63 AMG mit Allrad ab 143600 Franken.

RENAULT CAPTUR

SEAT LEON SC

Mitte Mai kommt der in Genf vorgestellte Leon SC auf den Markt (ab 18950 Franken): der erste Dreitürer der Leon-Baureihe. Der Radstand wurde um 35 mm gekürzt, das neue Modell verfügt über eine eigenständige Heckpartie mit flacherer C-Säule und muskulösen Schultern. Der Leon SC wirkt nicht nur wie ein Coupé, im Fahrverhalten soll er gar noch agiler sein. Als Antrieb kommt die bekannte Palette mit 86 bis 184 PS zum Einsatz. Der Laderaum fasst 380l. Auch neu: Ab sofort steht der Toledo mit 75 bis 122 PS beim Seat-Händler. Die Preise beginnen bei 16450 Franken.

SKODA OCTAVIA COMBI

Die Tschechen schicken per sofort die neue Octavia-Generation ins Verkaufsrennen. Die 4,66 m lange Limousine kostet ab 20520 Fr. Ausserdem wird am 3.Mai die Neuauflage des in der Schweiz heiss geliebten Octavia Combi (21550 Franken) lanciert. Dessen Markenzeichen: ein attraktiveres Design und überragendes Raumangebot (610 bis 1740 l). Zur Wahl stehen fünf Motoren mit 105 bis 180 PS und vier Getriebe. Allradversionen folgen im Sommer. Bereits bestellbar ist der Citigo CNG mit Gasantrieb (18070 Franken) – gemäss VCS das umweltfreundlichste Auto der Schweiz.

Fotos: ZVG

In der zweiten Maiwoche wird der Crossover Captur erwartet. Dieser ist ein cleverer Mix aus Kompaktvan, Limousine und SUV. Mit grossen Rädern, zweifarbiger Lackierung und überraschenden Details strahlt er modernen Lifestyle aus. Auf Allradantrieb muss man jedoch verzichten. Die Preise für den Fünftürer beginnen bei 22300 Franken. Bereits am Start stehen der 200 PS starke Clio R.S. ab 30900 Franken und Clio-Kombi Grandtour ab 19500 Franken. Im April kommen der facegeliftete Scenic (ab 28900 Franken) und der Scenic XMOD (ab 33400 Franken) dazu.

18 Auto Blick

SonntagsBlick April 2013


NISSAN 370Z NISMO

OPEL CASCADA

PEUGEOT 208 GTI

Dem getunten Juke Nismo mit 200 PS folgt im Juni das von Nissan Motorsport aufgemotzte 370Z Nismo Coupé. Dieses fällt mit dominantem Heckspoiler und einer neuen Front auf. Die Motorleistung des 3,7-LiterV6 wurde von 328 auf 344 PS erhöht, das Drehmoment von 366 auf 371 Nm. Die neue Auspuffanlage reduziert den Staudruck und generiert besseren Sound. Neue Bremsen und eine optimierte Abstimmung verbessern die Verzögerung und das Fahrverhalten. Darüber hinaus ist der neue 370Z Nismo mit Zwischengas-Automatik ausgestattet. Er kostet ab 64300 Franken.

Bald ist Sommer! Schon jetzt wartet das Cabrio Cascada beim Opel-Händler. Mit 4,70 m bietet es Platz für vier Personen und allerlei Luxus. Das solide Stoffdach lässt sich bis Tempo 50 in 17s öffnen und schliessen. Als Antriebe stehen Benziner und Diesel mit 120 bis 170 PS zur Wahl. Der Laderaum fasst 380 l, bei offenem Dach 280 l (Preis ab 35600 Franken). Ab Mai fährt Opel mit einer anderen Neuheit auf: mit dem 1.6 CDTi ecoFLEX-Motor mit 136 PS/320 Nm, der im Zafira Tourer arbeitet. Dessen Verbrauch soll gerade mal 4,1 l/100 km betragen. Ab 38200 Franken.

Für frischen Wind bei Peugeot sorgen seit Ende März die optisch und technisch aufgewerteten Sportcoupés RCZ ab 36900 Franken sowie der sehnlichst erwartete dreitürige Kompaktsportler 208 GTi. Mit knackigem Gewicht von 1160 kg und einem 1,6-Liter-Turbo mit 200 PS/275 Nm verspricht der 208 GTI ab 30900 Franken maximalen Fahrspass. Eine zweite Neuheiten-Welle folgt im Juni mit dem in Genf enthüllten 4,16 m langen Crossover 2008. Mit Motoren von 68 bis 120 PS kostet dieser ab 19900 Franken. Die Edel-Modelle 208 XY (115 bis 155 PS) sind ab 26900 Franken zu haben.

SUBARU OUTBACK

Erst präsentierte Subaru die gelifteten Legacy-Modelle. Ende April präsentieren die Japaner den in vielen Details aufgefrischten Outback: Die Bodenfreiheit des Kombis wurde erhöht, das Boxer-Diesel-Triebwerk überarbeitet, die Frontpartie geschärft, das Interieur mit modernen Anzeigen und zentralem Navi zum Teil neu gestaltet. Zudem kommt er mit stufenlosem LineartronicGetriebe und symmetrischem Allradantrieb daher. Bei einer Leistung von 150 PS beträgt der Mixverbrauch 5,9 l/100 km. Das Ladeabteil fasst 526 bis 1726 l. Die Preise beginnen bei 39650 Franken.

TOYOTA RAV4

Der SUV-Pionier RAV4 buhlt ab sofort in vierter Generation um Kundschaft. Er wurde aufgefrischt und dem aktuellen ToyotaMarkendesign angepasst. Der RAV4 strahlt mehr urbanen Lifestyle aus, ausserdem ist er klar gewachsen (Länge 4,57 m). Die Heckklappe öffnet neu nach oben statt seitlich. Der Laderaum fasst 577 bis 1776 l. Auf dem Rücksitz bietet er Mitfahrern mehr Beinfreiheit als die Konkurrenten: Klassenprimus! Überarbeitete Diesel und BenzinMotoren (150 PS) und ein neues Allradsystem senken den Spritverbrauch um sechs Prozent. Preis ab 36700 Franken.

VW GOLF GTI

Gute Nachrichten für VW-Fans: Die zwei Frischluft-Stars Beetle Cabrio (ab 25000 Franken) und Golf R Cabrio (ab 50950 Franken) sind bereits erhältlich. Ende Mai folgen der Golf GTI und Golf GDI. Die Kompaktsportler-Ikone GTI kommt sogar stärker daher als jemals zuvor: Der Golf GTI VII ist mit 220 PS und als GTI Performance sogar mit 230 PS ausgerüstet! Damit spurtet der Dreitürer – er ist in Rot, Schwarz oder Weiss erhältlich – in 6,5 s auf Tempo 100. Preis ab 38050 Franken. Die DieselSchwester Golf GTD bringt es mit dem 2.0 TDI auf 184 PS/380 Nm. Ab 38950 Franken.

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NEU: EXKLUSIVE SERG SONDERMODELLE MIT KUNDENVORTEILEN VON BIS ZU Fr. 10 800.– *

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BEREITS FÜR IHR VORTEIL

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* New Kizashi 2.4 4 x 4 Automat Sergio Cellano, Fr. 37 990.– (Zubehör im Gesamtwert von Fr. 5 570.–, Preissenkung Fr. 2 000.–, total Kundenvorteil von Fr. 7 570.–), Treibstoff-Normverbrauch: 8.3 l / 100 km, Energieeffizienz-Kategorie: G, CO₂-Emission: 191 g / km.

NEW SWIFT

1.2 GL SERGIO CELL

Fr. 12 990.– Fr. 5 620.–*

* New Alto 1.0 GL Sergio Cellano, Fr. 12 990.– (Zubehör im Gesamtwert von Fr. 3 620.–, Preissenkung Fr. 2 000.–, total Kundenvorteil von Fr. 5 620.–), Treibstoff-Normverbrauch: 4.1 l / 100 km, Energieeffizienz-Kategorie: B, CO₂-Emission: 94 g / km.

BEREITS FÜR IHR VORTEIL

* New Swift 1.2 GL Fr. 17 990.– (Zubehö wert von Fr. 5310.–, Fr. 2 000.–, total Kun Fr. 7310.–), Treibsto 4.9 l / 100 km, Energ gorie: C, CO₂-Emiss

** New Alto 1.0 GA, Fr. 9 990.–, Treibstoff-Normverbrauch: 4.3 l / 100 km, Energieeffizienz-Kategorie: B, CO₂-Emission: 99 g / km; Durchschnitt aller Neuwagenmarken und -modelle in der Schweiz:

Sportliches Lederlenkrad

Sportlicher Lederschaltknauf

Zusätzlich zur umfangreichen modellspezifischen Mehrausstattung erhalten Sie kostenlos das folgende Sergio Cellano Paket.

Sergio Cellano Schlüsselanhänger Sergio Cellano Dekor

Sportlich-elegante Sergio Cellano Sitze

Sergio Cellano Bodenteppiche


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NEW SX4*

ANO

Fr. 17 990.– Fr. 7 310.–*

Sergio Cellano, ör im Gesamt, Preissenkung ndenvorteil von off-Normverbrauch: gieeffizienz-Katesion: 113g/km.

NEW GRAND VITARA

NEW JIMNY

1.6 GL TOP 4 x 4 SERGIO CELLANO

2.4 GL TOP 4 x 4 SERGIO CELLANO

1.3 GL TOP 4 x 4 SERGIO CELLANO

BEREITS FÜR IHR VORTEIL

BEREITS FÜR IHR VORTEIL

BEREITS FÜR IHR VORTEIL

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* New SX4 1.6 GL Top 4 x 4 Sergio Cellano, Fr. 22 990.– (Zubehör im Gesamtwert von Fr. 4 800.–, Preissenkung Fr. 6 000.–, total Kundenvorteil von Fr. 10 800.–), TreibstoffNormverbrauch: 6.5 l / 100 km, Energieeffizienz-Kategorie: E, CO₂-Emission: 149 g / km.

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* New Grand Vitara 2.4 GL Top 4 x 4 Sergio Cellano, Fr. 32 990.– (Zubehör im Gesamtwert von Fr. 8 420.–, total Kundenvorteil von Fr. 8 420.–), Treibstoff-Normverbrauch: 8.8 l / 100 km, Energieeffizienz-Kategorie: G, CO₂-Emission: 204 g / km.

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* New Jimny 1.3 GL Top 4 x 4 Sergio Cellano, Fr. 21 990.– (Zubehör im Gesamtwert von Fr. 3 070.–, Preissenkung Fr. 2 000.–, total Kundenvorteil von Fr. 5 070.–), TreibstoffNormverbrauch: 7.1 l / 100 km, Energieeffizienz-Kategorie: F, CO₂-Emission: 162 g / km.

153 g / km.

Sergio Cellano setzt Trends – und das exklusiv für die Schweiz Stilsicheres Handwerk und hochwertige Materialien zeichnen die limitierte, exklusive Suzuki Collection by Sergio Cellano aus. Die Sergio Cellano Sondermodelle bestechen unter anderem mit handvernähtem Leder, sportlich-eleganten Sergio Cellano Sitzen und vielen attraktiven DesignDetails, die das Herz jedes stilbewussten Fahrers höher schlagen lassen. Alle Modellreihen bieten attraktive Kundenvorteile Sportlich-elegante Sergio Cellano Sitze sowie lederbezogene Lenkräder und Lederschaltknauf prägen das Sergio Cellano Design im New Alto,

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New Splash und New Swift. Zudem sind sämtliche Modellreihen der kompakten Nr. 1 mit dem Sergio Cellano Paket ausgerüstet. Jedes Suzuki Sondermodell bietet nebst der modellspezifischen Ausrüstung, wie z. B. sportlich-elegante Sergio Cellano Sitze, Navigationssystem, attraktiver Heckspoiler, Sportkit, elektrisches Panorama-Glashebeschiebedach oder Winterräder etc., zusätzlich noch das Sergio Cellano Paket bestehend aus hochwertigen Bodenteppichen, attraktivem Dekor sowie einem exklusiven Leder-Schlüsselanhänger. Entscheiden auch Sie sich für die kompakte Nr. 1 – und damit auch für exklusives Design und attraktive Kundenvorteile.

Ihr Suzuki Fachhändler unterbreitet Ihnen gerne ein auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse abgestimmtes Suzuki Hit-Leasing Angebot. Preissenkung per 1.1.2013, sämtliche Preisangaben verstehen sich als unverbindliche Preisempfehlung, inkl. MwSt. Limitierte Serie. Nur solange Vorrat.

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Report Fast so gross wie zwei Fussballfelder: Die Amag Autowelt in Dübendorf.

Neuer Palast für König Kunde Internet-Shopping mag praktisch sein – sinnlich ist es nicht. Anbieter machen den Autokauf wieder zum Erlebnis und investieren Millionen in ihre Pläne. Text Max Fischer Fotos Gerry Nitsch

K

ein Produkt ist derart mit Emotionen verbunden wie das Auto. Insbesondere in der Schweiz, wo Kunden für Ausstattung und Motorisierung mehr ausgeben als anderswo. Und weshalb soll, was bei Swatch und Nespresso bestens funktioniert, nicht auch bei Autos aufgehen? Porsche hat deshalb einen neuen Flagship-Store in Schlieren ZH gebaut (siehe Kasten), in dem ein Autokauf zum noblen Rundum-Erlebnis wird. BMW betreibt ein ähnliches Center in Dielsdorf ZH und Emil Frey in Crissier VD.

Das neue Mekka der Autofans aber steht in Dübendorf ZH: die Amag Autowelt. Auf einer Fläche, fast so gross wie zwei Fussballfelder, können Interessierte im 218 m langen und 48 m breiten Gebäude 120 verschiedene Modelle der Marken VW, Audi, Skoda, Seat und VW Nutzfahrzeuge vergleichen. Mehr noch: «Sie können sie erleben, riechen, fühlen – den Vorlieben sind fast keine Grenzen gesetzt», sagt Guido Neuhaus, Leiter der Autowelt. Manch einer sitze zehn Minuten in einem Auto, fahre mit der Hand übers Leder, halte das Lenkrad und betätige jeden einzelnen Schalter. Und das

Rund 110 Millionen Franken wurden in die Amag Autowelt investiert. Sie umfasst auch Hightech-Werkstätten, eine Karosserie und Lackiererei, ein Ersatzteillager und ein Ausbildungszentrum, wo jährlich bis 200 Jugendliche lernen. Für sie stehen neuste Computeranlagen bereit.

22 Autosalon-Extra Blick

SonntagsBlick April 2013


Im Leuchturm der Deutschschweiz Shoppingcenters für Autos liegen im Trend: In Safenwil AG präsentiert Emil Frey 15 Weltmarken, in ihrem «Centre Automobile ­Romand» in Lausanne-Crissier VD fühlt sich der Kunde mit 19 Marken fast im Schlaraffenland. Das Tüpfelchen aufs i setzt aber die Amag mit ihrem Porsche Zentrum in Schlieren ZH. Star-Architektin Tilla Theus (Fifa-Hauptsitz, Hotel Widder) hat einen viergeschossigen Monolithen hingezaubert. Geschäftsführer Thomas Lamperstorfer: «Wir wollen der Leuchtturm der Deutschschweiz sein!» Kinderspielecke sowie Cafeteria und Cigar Lounge sorgen für Wohlfühlambiente. Neben Werkstätten sind auch Lackiererei und Spenglerei integriert. Mit einer Ausstellung will Lamperstorfer den 50. Geburtstag des ­Mythos 911 feiern. Auf 1000 m2 hat er genug Platz dafür.

Mega-Showroom: 120 Modelle stehen in der Autowelt, über 40 Berater präsentieren sie. Von einer Star-Architektin erbaut: Porsche Zentrum, Schlieren.

Schöne: Das Einkaufserlebnis ist wie ein Besuch im Shopwelt verkaufen, reparieren, unterhalten und vermieten pingcenter. Ungezwungen kann man in architektonisch auf 285 Mitarbeitende Autos der fünf Amag-Marken sowie der die einzelnen Marken abgestimmten Pavillons flanieren. Und Mietwagenfirma Europcar. Neben den Showrooms gehören die zwischendurch in einer bequemen Sitzecke mit Kaffee und Hightech-Werkstätten, eine Karosserie, Lackiererei, das ErsatzZeitung eine Pause einlegen. Wer Fragen hat, kann sich an teillager und das Ausbildungszentrum zum Rundum-Angebot. einen der über 40 Berater wenden. Was nicht vor Ort verfügbar ist, wird Wer selbständig auf Erkundungstour dreimal täglich vom Zentralersatzgehen will, kann das machen. Vor teillager in Buchs ZH angeliefert. In allem an Sonn- und Feiertagen: Da ist den klinisch sauberen Werkstätten die Autowelt zwar geöffnet, es sind werden keine Gebinde mehr eingeaber keine Kundenberater anwesend. setzt: Ein Leitungssystem liefert Guido Neuhaus, Leiter Amag Autowelt Als einzige Garage der Schweiz verfügt sämtliche Flüssigkeiten. Fünf Cracks Autowelt Dübendorf sogar über einen eigenen Bahnhof. tüfteln im RSC-Diagnose-Center an besonders heiklen Fällen «Der Kunde soll sich wohlfühlen, er soll sich Zeit – sie beraten Händler aus der ganzen Region. nehmen», erklärt Neuhaus. «Denn unabhängig von Marke Für Neuhaus besonders erfreulich: 4000 Autos konnte und Preisklasse – die Anschaffung eines Autos ist eine happisein Team im Jahr 2012 verkaufen. Je nach Marke beträgt der ge Investition.» In der 110 Millionen Franken teuren AutoAnteil an neu gewonnenen Kunden 30 bis 55 Prozent. X

Fotos:

«Bei uns kann man Autos erleben, riechen, fühlen.»

April 2013 Blick

SonntagsBlick Autosalon-Extra

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AUTO-BIOGRAFIE

Müllers Mobilität Der FDP-Präsident PHILIPP MÜLLER (60) wurde schon als «rasender Citroën DS Philipp» bezeichnet. Nun übernahm ich für 500 Franken einen himKein Wunder, der melblauen Citroën DS 19 von meinem Vater – und bekennende Autofan kam damit auf den Geschmack an grossen und und Ex-Rennfahrer komfortablen Franzosen. Leider rostete mir das ist flott unterwegs – Auto unterm Hintern weg und brach auf der Rückwie sein Wagenfahrt von einem Schützenfest auseinander. park der letzten Trotzdem kaufte ich mir danach noch einen ID 21 43 Jahre zeigt.

Aufgezeichnet Raoul Schwinnen

sowie einen DS 23 Pallas.

Porsche 911 T

Gelb mit blauem Zierstreifen – so begann meine Liebe zu Porsche. Und ich fuhr im 911er zu meinem ersten WK. Mit den Ambitionen im Rennsport – von den Gokarts zu den FormelFord – stiegen auch meine Ansprüche auf der Strasse. Im Ankauf war der Porsche zwar günstig, dennoch konnte ich mir ihn bald nicht mehr leisten.

Sieg! Im Jahre 1996 gewann Philipp Müller die FerrariChallenge am Salzburgring.

Ford Granada Der goldene GranadaKombi war mit 2,6-LiterMotor und viel Platz im Kofferraum ein idealer «Gips-Express». Im Ford testeten wir den ersten fix installierten Radarkasten der Stadt Zürich und später entsprechende Warnvorrichtungen aus. Der Kombi war übrigens auch in meinem Kollegenkreis als Transporter äusserst beliebt und begehrt.

1970 Volvo 122 S

24 Auto Blick

SonntagsBlick April 2013

Opel Diplomat V8 Mein erster grosser Stolz. Autos konnten für mich nicht gross genug sein. Und der Opel mit dem grossen Chevi-V8-Motor war ein Riesenschiff. Und soff auch entsprechend!

VW Polo

Ich stieg ins Gipsergeschäft meines Vaters ein und brauchte Geld. Porsche weg, günstiger Polo her. Dieser hatte aber derart grosse Rostlöcher, dass ich sie mit Gips ausspachtelte.

«Ein Mechaniker fackelte meinen R6 bei der Schweissarbeit ab.»

Renault R6 Mein erstes vernünftiges Auto! Seine Leistung war bescheiden, also übte ich an der «Revolver»-Schaltung das Schnellschalten. Im Gegensatz zu den Vorgängern wurde der Tank im R6 nie leer. Dafür litt er an Rostallergie. Und die führte zum Tod. Beim Schweissen fackelte ein Mechaniker den R6 ab.

Fotos: ZVG

Mein erstes Auto war rot und für 1200 Franken gebraucht gekauft – vom sauer verdienten Stifti-Lohn. Der Volvo war zwar mit WeberVergaser State of the Art, er trieb mich aber fast in den Ruin: Das Auto war ständig kaputt. Und vor allem schluckte es Benzin wie ein Kamel Wasser. Meine Freude war daher nicht besonders gross, und ich trennte mich schon bald wieder von meinem Schweden.


Mit Porsche blieb der Ex-Rennfahrer 1990 auch am Norisring ungeschlagen.

Müller: «Dieser Porsche brauchte zum Glück kein Benzin.»

Fiat 127

Nach dem unerwarteten Tod meines R6 musste ein günstiger Ersatz her. Da schien mir der gelbe Fiat ideal. Der kleine Italiener litt aber an der gleichen Krankheit wie vorgängig all die Franzosen: Rost! Auf der Fahrt über den Hirzel brach mir dann deswegen das linke Vorderrad weg.

Mercedes 250 CE Ich kam trotzdem auf den Geschmack und schaffte mir meinen nächsten gebrauchten Stern an. Rückblickend in einem kurzen Anflug von Grössenwahn! Der zweite Mercedes war riesengross, grün metallisé und betont elegant – der 250 CE mit nur zwei Türen. Immerhin: Parallel zur Grösse meiner Wagen wuchs auch meine Firma. Ich verdiente etwas mehr Geld als in meinen AutoAnfangsjahren.

Mercedes 600 SEL

MERCEDES CLS AMG

Vor 21 Jahren musste ein neuer Schlitten her – und auch der konnte nicht gross genug sein. Sicherheit war mir wichtig, deshalb wählte ich die Mercedes S-Klasse mit langem Radstand und Peilstäben zum Retourfahren. In Monza wurde mir das Auto vor dem Hotel geklaut, obwohl ein genau gleicher nebenan stand. Meiner hatte offenbar die schöneren Felgen.

Fünf Jahre lang fuhr ich das dank Kompressor 484 PS starke CLS Coupé, vor zwei Jahren stieg ich auf das neuere, mit 557 PS kräftigere Modell um. Allerdings vermisse ich darin den Allradantrieb. Deshalb werde ich bald auf ein umweltfreundliches Mercedes-Modell mit Hybrid und 4x4 wechseln. Und für Fun auf der Rennstrecke habe ich mir vor kurzem den Porsche 911 GT3 bestellt.

Zur Person

Mercedes 220 SE

Nun folgte der Einstieg in die automobile Oberklasse. Ich konnte von einem Kollegen für wenig Geld einen 220 SE mit Lenkradschaltung übernehmen und kam so zu meinem ersten Mercedes. Ich musste in der Folge jedoch erkennen, dass Autos mit Stern auf dem Kühler keine Kostverächter sind. Also musste der 220 SE bald wieder weg.

BMW 750 iL

Mercedes E 300 T Endlich! Im Jahr 1986 konnte ich mir mein erstes neues Auto leisten. Um auf den Baustellen für andere erreichbar zu sein, rüstete ich den AllradKombi für viel Geld mit einem Natel B aus. Damit konnte ich für eine Monatsgebühr von 185 Franken je drei Minuten (!) sprechen. Danach brach die Verbindung ab.

Der Ersatz kam von BMW. Damals gefiel mir die BMW-Limousine – natürlich ebenfalls mit langem Radstand, 12-Zylinder-Motor und grün metallisé – besser als jene von Mercedes. Aber nicht besonders lange. Im Jahr 2000 tauschte ich den BMW gegen einen neuen, silbermetallicfarbenen Mercedes 600 SEL ein. Und diesen verkaufte ich später an einen Kollegen.

Nach seiner Schulzeit absolvierte Philipp Müller (60) eine Lehre als Gipser/Stuckateur und übernahm danach das elterliche Gipsergeschäft. Dieses baute er zu einer Generalbau- und Immobilienunternehmung aus. In den 1990er-Jahren stieg der erfolgreiche Ex-Hobbyrennfahrer und Vater von drei Töchtern in die Politik ein. Seit 2003 sitzt er im Nationalrat und ist seit April 2012 Parteipräsident der FDP. Er lebt in Reinach AG. April 2013 Blick

SonntagsBlick Auto

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SchwErpunkt Nach fast 40 Jahren pr채sentiert Jaguar endlich wieder einen zweisitzigen Sportwagen: Den F-Type.

Ganz grosse Fre Text Philipp Aeberli Fotos Adrian Bretscher

Cabrio- ist mehr als Autofahren. Es setzt Gl체ckshormone Blues vergessen. Im neuen Jaguar F-Type 3,0 V6 S/C ganz Vertreibt alle SchlechtwetterSorgen: Der F-Type mit Autor Philipp Aeberli vor der grossen Cabriotour.

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E

eiheit frei und macht den ­Alltagsbesonders schnell. Die hochgefahrene Seitenscheibe, Heizung und Jacke halten den Fahrer warm.

ndlich bringt Jaguar mit dem F-Type wieder einen puristischen zweisitzigen Roadster auf den Markt. Die Schockstarre dauerte fast 40 Jahre: 1974 lief der letzte Jaguar E-Type vom Band – seither mussten Jaguar-Fans auf einen zweisitzigen Sportwagen warten, der den Schmiss des Urahns aus den 1960er-Jahren hat. Exklusiv mit dem ersten für die Schweiz immatrikulierten F-Type darf ich heute eine Ausfahrt machen und so die Cabrio-Saison einläuten. Trotzdem ist frühmorgens in Zürich auch meine Schockstarre gross: Das Schmuddelwetter lädt nicht unbedingt zur Cabriotour ein. Statt eitel Sonnenschein und knallblauem Himmel – graue Regenwolken und Restkälte. Das Thermometer klettert kaum über die Fünf-Grad-Marke. Doch: Nur weil Petrus nicht mitspielt, lass ich mir den Spass doch nicht verderben. Also los! Das Toggenburg und das Appenzellerland warten. Kaum halte ich den Schlüssel in der Hand, hebt sich meine Stimmung schlagartig. Denn der klassische Zweisitzer wirkt schon rein optisch wie ein Erfolgsmodell. Ein Körper mit eleganten und kraftvollen Linien, die weder von scharfen Kanten noch von abstehenden Türgriffen oder einem Spoiler (der fährt erst aus, wenn 120 Kilo mehr Abtrieb gefragt sind) beeinträchtigt werden. Erstaunlich: Obwohl sich der Vergleich zum legendären Urahn aufdrängt, hat Designchef Ian Callum beim Karosseriekleid des F-Type auf jegliche Retro-Zitate verzichtet. Vielmehr scheint der Neue auf Porsche zu zielen: Mit 4,47 Metern ist er 2 Zentimeter kürzer als ein 911er, aber 10 Zentimeter breiter! Genug gefaselt: Ich setze mich ans Lenkrad und freue mich über die tiefe Sitzposition. Genau so muss es sein. Dann drücke ich auf den Anlasserknopf. Und mit dem Aufheulen des 380 PS starken V6-Zylinders verschwinden die allerletzten miesepetrigen Gedanken. Erst staue ich – zugegebenermassen mit geschlossenem Stoffverdeck – durch den Stadtverkehr von Zürich. Jaguar hat zwar auch über ein faltbares Hartdach nachgedacht, entschied sich aber dann doch für die klassische Stoffmütze. Und das ist gut so. Nur so liess sich die optisch betörende, tiefe Hecklinie realisieren. Und das Fahrzeuggewicht tief(er) halten. Denn trotz VollaluKarosserie ist der F-Type mit mindestens 1600 Kilo kein wirkliches Leichtgewicht. Bevor ich Richtung Rapperswil fahre, ein Zwischenstopp. Das Stoffverdeck öffnen! Die hochgefahrenen Seiten- F April 2013 Blick

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Schwerpunkt

«Lange Haube, kurzes Heck, zwei Sitze, ein Stoffverdeck – so klassisch elegant kann Cabriofahren sein.» H scheiben, die aufgedrehte Heizung und meine Winter­ jacke werden gewiss dafür sorgen, dass mir nicht allzu kalt ums Herz wird. So kann ich fortan den imposant-kernigen Motorenklang aus den beiden Doppelauspuffrohren ungefiltert geniessen. Bald ist die Rosenstadt Rapperswil erreicht – danach folgt der schönste Teil der Cabriotour. Offene, breite Landstrassen, dazwischen Dörfer wie Eschenbach, St. Gallenkappel oder Ricken. Auf diesen Strassen Steckbrief ist gut auszumachen, wie sehr die Qualität der Steifigkeit ein hervor­ Jaguar F-Type 3.0 V6 S/C ragendes von einem guten Cabrio abhebt. Und genau in diesem Bereich profitiert Jaguar von der über zehnjährigen Erfahrung – ist doch der F-Type bereits die vierte Jaguar-­ ... PS, 460 Nm, 3,0 Liter, Modellreihe, die über eine Voll­V6-Kompressor-Benziner, alu-Karosserie verfügt. Die sogeHeckantrieb,8-Gang-Quickshiftnannte Torsionssteifigkeit konnte Automatik gegenüber dem intern als Benchmark geltenden Jaguar XKR-S erneut um 10 Prozent gesteigert werden. Die Lateralsteifigkeit, vor allem im Bereich der Vorderradaufhängung, … s von 0 auf 100 km/h, wurde gar um 30 Prozent verbessert. Spitze 275 km/h Das alles mag etwas theoretisch klingen, auf der Strasse fahren sich diese Qualitäten atemberaubend gut. Auch im Cockpit wollen die Entwickler dem Fahrer möglichst … l/100 km Verbrauch, viel Fahrspass bieten. Jaguar hat als CO 2-Ausstoss 213 g/km Gang-Wählhebel nicht etwa den L/B/H 4,47/1,92/1,30 m, nobel anmutenden Drehschalter Gewicht 1600 kg, anderer Modellreihen gewählt, Kofferraum 200 l sondern einen normalen Stick – um die schnell schaltende Acht-Gangab 112 500 Franken Automatik sportlich zu bedienen. Und natürlich gibts die aus dem Rennsport bekannten Schaltwippen am Lenkrad. Auf der Schwägalp-Passstrasse hinauf zum Fuss des Säntis ziehe ich vor jeder Kurve daran, und der F-Type schaltet mit Blubbern und Knallen automatisch den Gang runter – damit ich am Kurvenausgang wieder druckvoll beschleunigen kann. Eine unvergleichliche Klangwolke begleitet uns dabei. Kurz vor der Passhöhe entdecke ich am Strassenrand tatsächlich noch ein paar Schneeflecken – die letzten Erinnerungen an einen harten, nie zu enden scheinenden Win- F

380 4,9 9,1

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Zwei Generationen: Philipp Aeberli zwischen dem F- und dem alten E-Type (1962).


380 PS, V6-Zylinder und ein Donnergrollen: Der Jaguar zeigt seine Muskeln mit Noblesse.

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Der Oldie wirkt filigraner, hochbeiniger â&#x20AC;&#x201C; das Konzept ist aber mit dem F-Type vergleichbar.

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SchwErpunkt

Stationen einer Ausfahrt: Treffen mit dem Helikopter von Fuchs, finale Rast am Zürcher Paradeplatz. H ter. Diesem kehre ich nun endgültig den Rücken, deshalb stürze ich mich möglichst schnell wieder talwärts. Kurve um Kurve dem Frühling entgegen. Bald komme ich in Herisau an. Der Dorfkern mit den malerischen Appenzeller Riegelhäusern bildet die Kulisse für ein spannendes Generationentreffen. Der Urahn des Jaguar F-Type wartet dort bereits auf uns: ein roter E-Type aus dem Jahr 1962. Über 50 Jahre liegen zwischen den beiden Autos. Doch deren Konzepte sind, wie eingangs schon erwähnt, im Grunde gleich: lange Haube, kurzes Heck, zwei Sitzplätze, ein Stoffverdeck und Hinterradantrieb. Mehr braucht ein Cabrio-Freund nicht. Im direkten Vergleich wirkt der E-Type jedoch geradezu filigran und hochbeinig – obwohl er in seiner Jugend durchaus als Hochleistungssportler galt. Mit 269 PS starkem und 3,8 Liter grossem Reihen-Sechszylinder schaffte er in den 1960er-Jahren immerhin eine Spitze von 241 km/h. Die kleine

«Der neue F-Type fährt mit grosser Soundkulisse auf.»

Frontscheibe und die flache Seitenlinie lassen den Fahrer dabei fast im Freien sitzen, das wirkt abenteuerlich. Heute muss der altehrwürdige Roadster keine Geschwindigkeitsrekorde mehr brechen. Vielmehr soll er uns gemütlich durchs Appenzellerland begleiten – der E-Type mit seinem stolzen Besitzer vorne weg, und ich im neuen F-Type dahinter. Interessant der Klangvergleich der zwei Sechszylindermotoren: Der Sound ist durchaus ähnlich. Nur ist der Neue – sofern der Auspuffsound auf Sport gestellt wird – deutlich lauter und wilder. Ein Zeichen, dass man bei Jaguar bei der Entwicklung des F-Type auch der Motorenakustik viel Beachtung schenkte. Und für mich endgültig eine Bestätigung, dass der Motorenklang mit das Wichtigste für ein eindrückliches Cabrio-Erlebnis ist. •

uNSere rOuTe

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Kirchberg Zürich

Via Ebnat-Kappel und Krummenau gelangen wir auf die Schwägalp-Passstrasse. Von der Passhöhe gehts hinunter nach Herisau. Der Rückweg nach Zürich führt direkt über die Autobahn – oder durchs Zürcher Oberland.

Pfäffikon

St. Gallen Herisau

Uster

Zug

Rapperswil-Jona ric

hsee

Pfäffikon

Ebnat-Kappel

Schwägalp 20 km

Foto: Keystone (1); Grafik: Ringier Infographics

Unsere Cabrio-Tagestour startet in der Zürcher Innenstadt. Auf der Seestrasse fahren wir am rechten Seeufer erst nach Rapperswil (für einen guten Ausblick lohnt sich ein kurzer Abstecher auf den Seedamm). Weiter gehts dann via St.Gallenkappel nach Wattwil. Die Landstrassen mit lang gezogenen Kurven eignen sich für gemütliches Cruisen.

Winterthur


WELTNEUHEIT

NUR VON SUBARU: DER NEUE OUTBACK MIT AUTOMAT, BOXER DIESEL UND 4x4. AB FR. 39’650.–. Klasse und Rasse höhergelegt. Jetzt als internationale Premiere: Subaru präsentiert als erster und einziger Fahrzeughersteller der Welt einen Diesel-Boxermotor mit Lineartronic und permanentem symmetrischem 4x4-Antrieb. Wobei das Lineartronic-Automatikgetriebe auch noch über einen 7-Gang-Manual-Modus verfügt. Die verbrauchsarme Lineartronic-Technologie verbunden mit den ökologischen und ökonomischen Vorteilen des Diesels und dem permanenten symmetrischen Antrieb: diese Pionierleistung finden Sie exklusiv im exklusivsten Modell von Subaru, dem Outback. Bei dem bekanntlich – auch im Benziner-Modell – eh schon alles inklusive ist, was Sie sich von einem Auto wünschen.

Leasing-Angebot gültig bis 30.6.2013.

Abgebildetes Modell: Outback 2.0D AWD Advantage, Lineartronic, 5-türig, Energieeffizienz-Kategorie D, CO2 166 g/km, Verbrauch gesamt 6,3 l/100 km, Fr. 39’650.–. Durchschnitt aller in der Schweiz verkauften Neuwagenmodelle (markenübergreifend): 153 g/km.

SUBARU. SWITZERLAND’S 4x4

www.subaru.ch SUBARU Schweiz AG, 5745 Safenwil, Telefon 062 788 89 00. Subaru-Vertreter: rund 200. www.multilease.ch. Unverbindliche Preisempfehlung netto, inkl. 8% MWSt. Preisänderungen vorbehalten.


SCHWERPUNKT

Neue Sonnenstuben So verschieden sie auch sind, sie alle feiern den Sommer. Die neuen Cabrios machen Wind und Wetter zum Erlebnis. Ein Überblick über die Openair-Modelle 2013. Text Philipp Aeberli

OPEL CASCADA Endlich führt Opel mit dem 4,70 Meter langen Cascada wieder ein attraktives Cabrio im Angebot. Der Viersitzer eignet sich ideal für gediegenes Cruisen, punktet mit guter Qualität und Alltagstauglichkeit. Der elegante Gleiter mit Stoffverdeck sowie Benzin- und Dieselmotoren (140 bis 170 PS) startet ab 35600 Franken.

VW GOLF R/BEETLE CABRIO Gleich mit zwei Cabrios startet VW in den Sommer. Das Beetle Cabrio (oberes Modell) setzt rundum auf Retro (105 bis 200 PS, ab 25000 Franken), und der Golf R Cabrio zeigt sich betont sportlich (265 PS, 250 km/h Spitze). Es basiert noch auf dem Golf VI, profitiert aber von der Technik des Scirocco R. Ab 50950 Franken.

BMW Z4 BMW peppt seinen Z4 auf und macht diesen fit für die nahende Cabrio-Saison. Optisch sorgen umgestaltete Leuchten für mehr Frische. Der neue 2,0-Liter-Vierzylinder mit 156 PS bedeutet neu den Einstieg in die Z4-Welt. Die Topmotorisierung ist ein 3,0-Liter-Turbo mit 6 Zylindern und 340 PS. Die Preise starten ab 42900 Franken (Essential-Edition).

WELCHER CABRIO-TYP SIND SIE?

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DER PURIST

Sein Gefährt braucht vier Räder, einen Motor, ein Lenkrad. Sonst nichts. Der Purist fährt auch bei Minusgraden offen, dick eingehüllt und mit kaltem Wind um die Nase. Windschott und Sitzheizung? Gott bewahre! Dafür fühlt er sich eins mit der Natur und geniesst das Grollen des Motors bis zur absoluten Glückseligkeit! Fahrzeug-Tipp: Lotus Super Seven.

Fotos: ZVG

Endlich startet die Cabrio-Saison. Nur: Welches Modell passt perfekt zu uns? Das Angebot reicht vom kleinen Flitzer mit Stoffverdeck über den sparsamen Diesel-Renner und den Sportprotz bis zum schweren Cruiser mit versenkbarem Blechdeckel. Eine Typologie als Kaufhilfe.


PORSCHE 911 CARRERA 4S CABRIO Das aktuelle 911er Cabrio gibts nun auch mit 4x4: Optisch sichtbar an den breiteren Kotflügeln und dem klassischen Leuchtenband am Heck. Allradantrieb und das hochwertige Stoffverdeck machen den 911er sogar wintertauglich. Mit 345 PS kostet er saftige 148000 Franken, als Carrera 4S (400 PS) gar 166300 Franken.

CITROËN DS3 Der schicke Citroën ist eine Mischung aus Cabrio und Kleinwagen mit riesigem Schiebedach. Das Stoff-Faltverdeck lässt sich während der Fahrt bis Tempo 120 öffnen. Der lifestyleartige Franzose scheint ideal für den Sommer in der Stadt. Ein Diesel und drei Benziner mit 82 bis 156 PS stehen zur Wahl. Die Preise starten ab 17790 Franken.

SMART ED CABRIO Offen und elektrisch startet Smart in den Sommer. Als E-Mobil ED leistet der Smart 75 PS, schafft 125 km/h Spitze und eine Reichweite von 145 km. Umweltfreundlicher kann man derzeit kein anderes Cabrio fahren. Der grüne Freiluftspass kostet ab 28500 Franken plus monatlich 99 Franken für die Miete der Batterie.

AUDI RS5 Bei Audi setzt man dem A5 Cabrio die RS-Krone auf: mit 8 Zylindern, 4,2 Liter Hubraum und 450 PS. Damit spurtet der Allrader in nur 4,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100, begleitet von kräftigem V8Bollern. Im RS5 wird Offenfahren zum emotionalen Erlebnis – das hat aber seinen Preis. Der schnelle Viersitzer kostet 121900 Franken.

DER GENIESSER

Komfort steht für ihn klar an erster Stelle. Kein Wind soll durch sein Cockpit fegen, kein Schlagloch in die Bandscheiben poltern und kein lauter Auspuff das Trommelfell malträtieren. Rollt er mit niedrigem Ruhepuls und viel Noblesse dem Sonnenuntergang entgegen, ist sein Glück so grenzenlos wie der Horizont. Fahrzeug-Tipp: Rolls-Royce Corniche.

DER MODEFAN

Über den Boulevard rollen – sehen und gesehen werden. Wie soll das besser funktionieren als in einem grossen Auto mit offenem Verdeck? Natürlich braucht das Cabrio dazu eine aufregende Optik, guten Komfort, etwas Sportlichkeit. Und eine nette Begleitung auf dem Beifahrersitz. Dieser Cabriotyp setzt sein Auto geschickt als Accessoire ein. FahrzeugTipp: BMW 6er Cabrio.

DER GELEGENHEITSÖFFNER Er geniesst den Geräuschkomfort eines festen Dachs, ohne dabei auf den Cabriospass verzichten zu wollen. Denn wenn trotz gegenteiliger Prognosen die Regenwolken plötzlich der Sonne Platz machen, zieht der Gelegenheitsöffner sein Ass aus dem Ärmel und lässt die herausnehmbaren Dachhälften lässig-locker im Kofferraum verschwinden. Fahrzeug-Tipp: Porsche Targa.

DER SNOB

Er braucht kein Cabrio, hat aber eins. Ein automatisch per Knopfdruck schliessendes Stahldach ist für ihn Pflicht. Der Snob öffnet sein Verdeck aber weder bei brütender Hitze noch bei Schafskälte, sondern höchstens bei leicht bedecktem Himmel zwischen 25,5 und 27,0 Grad – und auch dann nur mit aktivierter Nackenheizung. Fahrzeug-Tipp: Mercedes SLK.

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Der neue

OPEL ADAM

So einzigartig wie Du. Der neue Opel ADAM mit einzigartigem Design und vielen attraktiven Möglichkeiten zur Individualisierung. Jetzt gleich online konfigurieren.

www.opel.ch Preisbeispiel: Opel ADAM 1.2 ecoFLEX mit Start/Stop, 1229 cm3, 51 kW (70 PS), 3-Türer, Basispreis CHF 15’450.–, Kundenvorteil CHF 500.–, neuer Verkaufspreis CHF 14’950.–. 119 g/km CO2-Ausstoss, Verbrauch gesamt 5,1 l/100 km, Energieeffizienzklasse B. Abb.: Opel ADAM JAM 1.2 ecoFLEX mit Start/Stop, 1229 cm3, 51 kW (70 PS), 3-Türer, Basispreis inkl. Optionen CHF 19’350.–, Kundenvorteil CHF 500.–, neuer Verkaufspreis CHF 18’850.–. CO2-Emission 153 g/km: Durchschnitt aller verkauften Neuwagen in der Schweiz.


SCHWERPUNKT

Vom Winde verweht

Fahren Damen Cabrio, leidet oft die Frisur. Das muss nicht sein, weiss Hairstylist Agostino Gandolfo. Er verrät, wie sich Frau um den Scheitel fit hält.

N

ach der etwas einer Cabriotour zum windigen Haarstylist? «Nein, Ausfahrt im nein», sagt der Experoffenen VW New te, «einen Dutt kann Beetle steigt Model Frau ohne grossen Antonella Nigro mit Aufwand selbst mavöllig zerzauster Frisur chen. Das dauert keine aus dem Auto. Wenig zehn Minuten.» Zum entzückt meint sie: offen Fahren ebenfalls «Offenes Haar und geeignet sind HochCabrio geht gar nicht.» steckfrisuren oder «Falsch!», entZöpfe – grundsätzlich gegnet Hairstylist alles, was fixiert ist Bindet das Haar von Agostino Gandolfo der Model Antonella zum Dutt: und am Kopf anliegt.» Zürcher Beauty Villa Gibts AlternatiAgostino Gandolfo. Valentino. Er gibt zwar ven? «Eine attraktive zu: «Trägt man beim Möglichkeit, Damen Cabriofahren sein cabriogerecht und langes Haar offen, wird modisch in Form zu es ins Gesicht geblahalten, ist ein Foulard», sen. Das sieht nicht sagt Gandolfo. Dabei Agostino Gandolfo, nur wenig schick aus, wird dieses zum KopfHairstylist der Beauty Villa Valentino sondern kann auf Dauer tuch gebunden. Es schützt auch lästig werden.» Allerdings kennt Gandolfo die ideale die Frisur vor Wind und Sonne – und wirkt zeitlos elegant. Cabriofrisur – deshalb schicken wir Antonella zum perfekten Was tun, wenn die Frisur auf einer spontanen CabrioCabrio-Hairstyling. fahrt dennoch ruiniert wird? Lässt sich die Misere auf die Unser Maestro macht sich an die Arbeit. «Ich habe das Schnelle beheben? Agostino Gandolfo rät: «Am besten hat Haar zu einem Haarknoten gebunden, einem Dutt.» So bleibt Frau immer eine Dose Haarspray im Handschuhfach. So lässt das Haar kompakt am Kopf und trotzt dem Wind. Tatsächsich das zerzauste Haar wieder bändigen.» Und Autoexperlich: Die Frisur bleibt nach einer weiteren Cabrio-Testfahrt ten raten: Wer beim Cabrio mit Windschott fährt, reduziert im VW New Beetle ordentlich. Muss nun jede Dame vor den Luftzug und schont dabei auch die Frisur. 2 Philipp Aeberli

« Alles, was die Frisur fixiert, hilft.»

Pflege-Tipps

Fotos: Philipp Aeberli (3), istockphoto (1)

WER LIEBT, DER PFLEGT – UND ZWAR VON HAND! Was macht ein Cabrio aus? Klar, das Verdeck. Und genau da braucht ein offenes Auto spezielle Pflege. Am pflegeleichtesten sind jene Modelle mit klappbarem Stahldach. Diese können wie geschlossene Fahrzeuge behandelt werden. Einzig bei älteren Modellen lohnt sich eine gelegentliche Kontrolle der Gummidichtungen, um unangenehme Überraschungen in der Waschstrasse zu vermeiden. Bei den Softtops gibt es zwei Typen: Kunststoff- und Stoffverdeck. Das Kunststoffver-

deck wird immer seltener, da es punkto Geräusch- und Wärmedämmung mit modernen Stoffdächern nicht mithalten kann. Dafür ist es aber pflegeleichter. Selbst die Fahrt durch die Waschstrasse steckt es locker weg. Allzu oft sollte man aber auch das Kunststoffverdeck nicht der Bürstentortur aussetzen. Empfindlicher sind dagegen Stoffverdecke. Sind die Dichtungen in Ordnung, kann man zwar auch ihnen einen Ausflug durch die Waschstrasse zumuten. Tut man das aber zu

oft, wird die Beschichtung angegriffen. Obschon moderne Waschanlagen spezielle Schonprogramme bieten, gipfelt die wahre Cabrioliebe nach wie vor in einer zärtlichen Handwäsche. Wer sein Stoffdach-Cabrio übers ganze Jahr fährt, sollte zudem über ein Hardtop nachdenken. Es macht im Winter das Cabrio zum Coupé und schont das Verdeck. Philipp Aeberli

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WETTBEWERB Ein Cabrio hat es bei Lancia schon lange nicht mehr gegeben. Dank der Integration der US-Marke Chrysler in den italienischen FiatKonzern konnte diese Lücke nun geschlossen werden. Italienisch ist am Lancia Flavia aber nur dessen legendäre Bezeichnung. Denn eigentlich ist das viersitzige Cabrio ein Chrysler 200, an dem nur die Markenlogos ausgetauscht und das Fahrwerk neu abgestimmt wurden. Dennoch lässt sich damit – insbesondere wegen den US-Genen – entspannt und gemütlich über sanfte Landstrassen gleiten, während unter der Haube kaum hörbar der 170 PS starke 2,4-Liter-4-Zylinder-Benziner schnurrt. Dank fast fünf Metern Länge finden unter dem elektrisch zu betätigenden Stoffverdeck problemlos vier Erwachsene und deren Kleingepäck Platz. Ideal für den entspannten Gentleman-Driver.

OPEL CASCADA Nach drei Jahren Pause gibts endlich wieder ein Cabrio von Opel. Und dann erst noch ein besonders attraktives. Die elegante Linie des neuen Cascada überzeugt selbst mit geschlossenem Stoff verdeck. Und offen gefällt der Viersitzer erst recht. Das stattliche, 4,70 Meter lange Opel-Cabrio ist aber nicht nur hübsch, sondern auch praktisch. So lässt sich der für die Oben-ohne-Klasse ohnehin schon grosse Kofferraum (380 Liter bei geschlossenem Dach) durch Umklappen der Rücksitze zusätzlich erweitern. Sollten Sie sich für den Cascada mit 170 PS starkem 1,6-Liter-Benziner entscheiden, gehören Sie zu den ersten in der Schweiz, die das neue Opel-Cabrio fahren dürfen. Bei den Händlern steht es offiziell erst seit einer Woche. Ideal für den lifestyleorientierten Fahrer.

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Fotos: ZVG

LANCIA FLAVIA

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VW GOLF R Die GTI-Zeiten sind vorbei. Bei VW tragen wirklich hochkarätige Sportler ein ÂŤRÂť wie Race im Schriftzug. Beim brandneuen, auf der sechsten Generation basierenden Golf R sorgt der turboaufgeladene Benzin-Direkteinspritzer aus dem VW Scirocco fĂźr Power. Der 4-Zylinder leistet 265 PS und 350 Nm. Die Kraft gelangt Ăźber ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG an die Vorderräder. Das Cabrio beschleunigt derart rasant (0 bis 100 km/h in 6,4 s), dass man schon mal mit dem Gesetz in Konflikt geraten kann (Tempobussen muss der Testfahrer Ăźbrigens selbst bezahlen...). Ă&#x201E;hnlich sportlich funktioniert das vollautomatische Verdeck: Nach nur neun Sekunden und selbst während der Fahrt bis Tempo 30 verschwindet es komplett im Verdeckkasten. Ideal fĂźr den engagierten Sportfahrer.

AUDI A5 Das Audi A5 Cabrio gilt bei vielen als schĂśnster offener Viersitzer, auch wenn es nicht ganz an die Klasse des eleganten CoupĂŠs herankommt (besonders wenn das Stoffverdeck geschlossen ist). Gestylt hat es Stardesigner Walter de Silva, der inzwischen bei VW den neuen Golf 7 verantwortete. Wer jemals Audi gefahren ist, wird sich im A5 Cabrio sofort zurechtfinden. Denn Audi bleibt Audi â&#x20AC;&#x201C; das gilt fĂźr die hĂźbsche Optik genauso wie fĂźr die perfekte Qualität. Dank dem 170 PS starken 1,8-Liter-TSI-Motor ist man stets souverän und bei offenem Verdeck und mit aufgeklapptem Windschott angenehm windgeschĂźtzt unterwegs. Sollte man plĂśtzlich von einem Regenschauer Ăźberrascht werden, schliesst das Stoffdach auf Knopfdruck in 17 Sekunden â&#x20AC;&#x201C; selbst bei Fahrt bis 50 km/h. Ideal fĂźr den prestigebewussten Geniesser.

SO NEHMEN SIE TEIL!

fahren!

Dann nehmen Sie an Pfingstweekend. Text Raoul Schwinnen

Verdeck auf und grenzenlose Freiheit geniessen! GÜnnen auch Sie sich dieses Cabrio-Vergnßgen. Das Pfingstwochenende wäre ein idealer Zeitpunkt dazu. Deshalb verlosen wir die vier attraktiven Cabrios Audi A5, Lancia Flavia, Opel Cascada und VW Golf R zu ausgedehnten Gratis-Testfahrten fßr die Zeit vom 17. bis 27.Mai. Mitmachen dßrfen alle, die seit mindestens zwei Jahren einen gßltigen Fßhrerausweis besitzen. Das Testfahrzeug wird Ihnen kostenlos zur Verfßgung gestellt und ist versichert. Lediglich fßr den Treibstoff mßssen Sie selbst aufkommen. So bewerben Sie sich Sie kostenlos fßrs grosse Vergnßgen: Mailen Sie uns Ihre Angaben (Name, Vorname, Beruf, Adresse Telefonnummer und das gewßnschte Cabrio) mit einer kurzen Begrßndung, weshalb Sie mit dem Cabrio Ihrer Wahl zehn Tage unterwegs sein mÜchten an gewinnen@ringier.ch. Notieren Sie bitte im Betreff Cabrio. Anmeldeschluss: 26.April, 12 Uhr. Die Gewinner werden persÜnlich benachrichtigt, ßber die Cabrio-Aktion wird keine Korrespondenz gefßhrt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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PS

von Philipp Tingler Philosoph, Autor und Autofan

EIN BISSCHEN NACKT. Ein Cabrio ist weit mehr als ein Autotyp.

Es bietet ein komplett anderes Fahrerlebnis, verändert den Blick auf die Welt. Eine Würdigung.

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Foto: Adrian Bretscher (1), iStockphoto (1) / Montage

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ichie, der beste Ehemann von allen, und ich Doch die Sicht ändert sich eben, zweitens, auch im schreien uns an. Wir schreien nicht, weil wir übertragenen Sinne: die Sicht auf das Autofahren selbst. Ein streiten, sondern weil wir durch den GotthardCabrio galt stets als Symbol für Status und Geltungskonsum, tunnel fahren. Mit unserem Cabrio. Selbstverständlich mit und weil das vielen als begehrenswert erschien, gab es so zur geschlossenem Verdeck. Trotzdem ist es wahnsinnig laut im Jahrtausendwende eine Flut von Mittelklasse-Cabrios, auf Auto, denn der Mercedes SL hat Baujahr 1980 und weiss nichts dass jeder sich oben ohne leisten könne. Doch, siehe da, das von Fahrassistenzsystemen, Satellitennavigation und von hat nicht so ganz geklappt, die Modewelle ist wieder abgehermetischer Fahrgastzellenabschottung bei geschlossenem ebbt. Warum? Nun, egal wie preisgünstig und leise ein Verdeck. Ich liebe ihn trotzdem, den SL, als Musterbeispiel modernes Cabrio ist, es wird immer Beschränkungen geben, für eine vollendet entwickelte Formensprache und als Symdie in der Natur der Sache liegen. Vor allem platzmässige bol für einen Fahrzeugtyp, den man am besten als «HollyBeschränkungen, denn solange man nicht der Papst oder die wood Car» charakterisieren könnQueen ist, sind Cabrios Zweitürer. te: Es ist ebendieser Mercedes SL Cabrios sind nie praktisch, sie Convertible, der von Richard Gere sind keine Familienautos, sie sind in der Ouvertüre zu «American womöglich die Antithese zur Gigolo» (1980) gefahren wird; und effizienten Bewegung von A nach von Julie Andrews in «10» (1979); B. Sie sind ausserdem, egal wie und von Bette Midler in «Down modern, ein entschieden saisonales and Out in Beverly Hills» (1986); Mittel der Fortbewegung. All die und – mein Lieblingsauftritt – von vermeintlichen Errungenschaften William Holden in «S.O.B.» (1981). wie Warmluftkapseln und NaDas 33 Jahre alte Cabrio ist aber ckenheizungen, die das offene nicht nur von zeitloser Schönheit, Fahren bei jedem Wetter ermöglies ist auch mit der Robustheit chen sollen, sind im Grunde eines Traktors gesegnet: ob auf gegen die Idee des Cabrio gerichdem Julier vor St. Moritz oder in tet: das Draussen zu spüren. der sengenden Augusthitze der Die Entscheidung für ein Croisette in Cannes (zwei klassiCabrio ist daher ein bisschen wie Autor Philipp Tingler und seine zweite grosse Liebe: Der Mercedes SL sche Cabriostrecken) – nie hat es die Entscheidung für ein MotorConvertible mit Baujahr 1980. «Dieses Cabrio ist ein Musterbeispiel uns im Stich gelassen. rad: Man muss es damit ernst einer vollendet entwickelten Formensprache.» Um das Verdeck aufzuspanmeinen. Und das bringt uns zum nen, muss man zu zweit sein und dritten und letzten Punkt: den anhalten und spezielle Gerätschaften benutzen, die wir mit Bezug zur Welt. Wer Cabrio fährt, will gesehen werden. Die uns im Handschuhfach führen. Aber das gehört dazu. Alles. Fahrt im offenen Wagen hat stets etwas Exhibitionistisches; Die Geräusche, der Aufwand, der Wechsel von «offen» und und wer gesagt hat: ein bisschen nackt, das ginge nicht – der «geschlossen» – das Cabrio ist eine ganz eigene Kategorie übersah das Cabrio. Im Cabrio ist man immer ein bisschen der Fortbewegung. Da wäre die erste Besonderheit: die Sicht. nackt. Aber im besten Sinne, im Sinne eines Standpunkts: Wenn man offen fährt, sieht man ganz anders, man hat eine Das bin ich, das ist mein Auto – deal with it! andere Perspektive; und man wird auch ganz anders gesehen. Mein SL ist, jedenfalls technisch gesehen, ein OldNicht nur statusmässig (dazu gleich mehr), sondern eben timer, ein «Veteran». Aber nie, niemals würde ich ihn mit auch buchstäblich. Deshalb sollte man bei geöffnetem Vereiner offiziellen Veteranenzulassung versehen lassen, denn deck lieber nicht zu heftig mit dem Beifahrer streiten oder das würde unseren Radius einschränken. Mein SL gehört nicht einem anderen Cabriofahrer länger als zwei Sekunden in die zum alten Eisen. Nie. Auch das ist eine Eigenschaft von Augen sehen (das wird, wie im Gefängnis, als Zeichen von Cabrios: Sie werden nicht alt. Deshalb können sie sich auch Aggression gewertet). für immer oben ohne erlauben. 2


Mehr TV.

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Ein feiner Sinn für Harmonie prägte die Siebziger. Denken Sie an die Mode, die Möbel, den Film. Oder denken Sie an das neue Beetle Cabriolet 70s Edition. Zugegeben, es ist ein wenig jung, um sich an diese Zeit zu erinnern. Aber es spielt seine Rolle ganz hervorragend.

Ganz besonders, wenn sein karamellbrauner Metallic-Lack in der goldenen Sonne strahlt. Lassen Sie nur Ihren Blick etwas auf ihm ruhen – und schon sind Sie mittendrin in den 70ern. Auch wenn Sie die damals gar nicht erlebt haben. www.beetle.com/asap

ASAP as sun as possible.

The Beetle Cabriolet.


e-Paper Blick Auto Extra April 2013