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anna beuchel , nadine hilbring

ba.m2.5_ws 2011 [minimal poe / (ma)t(r)ics] prof. kazu blumfeld hanada Š mßnster school of architecture 2011 1


01_ [ analysis unfolded ]

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Perspektive, Landhaus inBackstein, 1924 Grundriss, Landhaus in Backstein, 1924 Rythm of a Russian Dance, Theo v. Doesburg, 1918 Analyse Orthogonalität Analyse Sichtbezüge Innen / Außen Analyse Sichtdiagonalen Analyse der Breiten,Längen und Höhen am Maßstab eines Backsteins 01.07 Analyse der Teilbereiche 01.08 Analyse der Raumwahrnehmung 01.09 Analyse der Beziehung zwischen Dach / Fenster 01.10 Modellfoto

Mies van der Rohe Landhaus in Backstein, 1924

Mies van der Rohe Landhaus in Backstein, 1924

Das Landhaus in Backstein wurde im Jahr 1924 von Ludwig Mies van der Rohe entworfen, galt jedoch als Utopie und wurde somit nie verwirklicht. Sämtliche Originalpläne sind verloren; erhalten sind nur kleinformatige Photographien, die eine Perspektive des teilweise zweigeschossigen Gebäudes, und den Erdgeschossgrundriss zeigen. Ausstrahlende Mauerzüge, die bis ins Unendliche reichen, sind das charakteristische Gestaltungselement der Gesamtkomposition und werden von freistehenden orthogonal augerichteten Mauern gleicher Breite ergänzt. Der Grundriss erinnert in seiner Formensprache an das Bild ‚‘rythm of a russian dance‘‘ von Theo v. Doesburg, dessen freistehende Linien Mies weiter voneinander wegschob um Räume entstehen zu lassen. Das Ergebnis sind ineinanderfließende Bereiche ohne konkreten Abschluss, bei denen die Wände als Raumteiler dienen. Ruhepole in dem Netz aus orthogonaler Linien bilden zwei massive Kaminblöcke, die bis über das zweite Geschoss hinaus reichen. Weitere hervorstechende Merkmale sind die großflächige geschosshohe Verglasungen, die zwischen zwei Wandöffnungen entstehen, als auch das Flachdach mit weit vorspringenden Auskragungen, wodurch ein bruchloser Übergang zwischen Innen und Außen geschaffen wird.

The Landhaus in Backstein, which has been designed in 1924 by Ludwig mies van der rohe, is classified as an utopia and has not been realized. All original plans are lost, only photographys in small formats of a perspective of the partial two-story house and the ground floor plan were conserved. Divergenting continuous walls, which seems to be infinitely, are the characteristic elemtents of the designed composition and are amended by freestanding orthogonal walls of the same width. The floor plan is remindful of the painting ‚‘rythm of the russian dance‘‘ of Theo v. Doesburg concerning to its language of scape.The freestanding lines were moved apart by Mies to create more space. The results are merged rooms without any partition. In middle of the grid of orthogonal lines there are two massive andrions as a calming influence which go up to the second level.More relevant characteristics are the bullet high glazings, which originate in the opening between two walls, as well as the flatroof with big overhanging projections. Because of this an unconfined crossover arises between inside and outside.

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spannungen aus orthogonaler struktur – horizontale und vertikale hauptlinien

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illusion eines bruchlosen Ăźberganges von innen nach auĂ&#x;en

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stellung der w채nde durch diagonalen um blicke auf dieser achse zu gew채hren und in den teilbereichen zu verw채hren

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,,architektur beginnt dort wo zwei ziegelsteine sorgfältig miteinander verbunden werden“ ludwg mies van der rohe

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interaktion von mauer und glas - das feste kommt durch das fl端ssige zum ausdruck; das solide durch das fragile.

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die ineinander flieĂ&#x;ende raumfolge im innern trennt und verbindet die verschiedenen wohnbereiche

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,,innenraum kann nicht nur wie bisher von einer festen position erfasst, sondern muss in der bewegung erlebt werden.“

Wahrnehmung als ... raum

ludwig mies van der rohe

durchgang

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die grenzlinie zwischen innen und außen wird vor allem duch die vorspringende dachkante markiert. die grenze zwischen innen und außen versucht neue übergänge und verzahnungen zu bilden

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02_ [re-defining alternative living]

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Konzept Nishizawa, 2004 Foto Außenperspektive, el croquis Foto Satelitenaufnahme, el croquis Lageplan, el croquis Grundrisse, el croquis Grundriss EG, el croquis Schnitt 1, el croquis Schnitt 2, el croquis Grundriss OG, el croquis Fotos, el croquis

Ruye Nishizawa Moriyama house, Tokyo 2005

Ruye Nishizawa Moriyama house, Tokyo 2005

Die Vision vom „Haus als Stadt“, die Ausbildung von Urbanität im Inneren eines Gebäudes, verlangt üblicherweise nach großzügigen Dimensionen. Nicht so beim Moriyama Haus, das dieses Konzept mit der japanischen Tradition der Minimalwohnung verbindet. Zehn Kuben mit verschiedenen Grundflächen und Höhen sind locker auf einer Fläche verteilt, die nicht viel größer ist als die Parzellen der dichten Einfamilienhausstruktur der Umgebung. Die mit ihren sechs Zentimetern selbst für japanische Verhältnisse extrem dünnen tragenden Wände sind mit Stahlplatten bewehrt und erlauben so große Öffnungen. Dazwischen breitet sich eine Landschaft mit Wegen, Plätzen und Nischen aus, die auf allen Seiten ohne Barriere in die öffentlichen Gassen des Viertels fließt. In den Boxen finden fünf kompakte, zwischen 16–30 m2 kleine, zum Teil gestapelte Mietwohnungen Platz, jede mit eigenem Garten, plus die dislozierte Wohnung des Hausherrn, der seine verstreuten Funktionssolitäre, wie Bad und Küche, nur über Außenräume erreicht. Landschaft, Stadt und Haus werden ununterscheidbar.

The vision of „home town as“ the education of urban living inside a building, usually after großzügigen required dimensions. Not so with the Moriyama House, which relates this concept to the Japanese tradition of minimal house. Ten cubes with different bases and altitudes are loosely distributed over an area that is not much larger than the plots of the dense structure of the house environment. With its six centimeters, even for Japanese standards, extremely fine gauge load bearing walls are reinforced with steel plates, thus allowing large openings. In between, a landscape with roads, squares and niches, the flows on all sides with no barrier in the public streets of the neighborhood. The boxes are five plug compact, between 16-30 m2 small, sometimes stacked rent space, each with its own garden, plus the displaced dwelling of the owner, who reached his scattered solitary function, such as bathroom and kitchen Side, only about outer space. Landscape, town house and are indistinguishable.

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Das „Moriyama House“ ist ein Wohnkomplex, bestehend aus einer Ansammlung von zehn Quadern verschiedener Größe inmitten einer rechteckigen Grundfläche. Manche sind ebenerdig, manche zweistöckig, zwei dreistöckig und einige wiederum haben ein Kellergeschoss. Jede einzelne dieser Boxen, jedes einzelne Stockwerk besteht aus nur einem Raum, unterbrochen höchstens durch Nass- und Stauräume. Zuerst scheinen diese „Schachteln“ wild durcheinandergeraten – auf den zweiten Blick lässt sich jedoch die Bedeutung der Gärten und Wege dazwischen erkennen. Die Relation von Gärten und Häusern ist genau durchdacht, ebenso die Öffnungen der Fenster. An zwei Seiten grenzt der Komplex an die Straße, das Grundstück selbst ist durch keine Zäune oder Hecken abgegrenzt. Interessierten bietet es also freien Zugang. Und wer dann tatsächlich hineingeht, bemerkt auch, dass er am Leben der Bewohnerinnen und Bewohner tatsächlich teilhaben kann, denn nichts bleibt verborgen.

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The „Moriyama House“ is a residential complex consisting of a collection of ten blocks of various sizes surrounded by a rectangular base. Some are single storey, some two-story, two three-storey and some again have a basement. Each of these boxes, each floor consists of one room, broken by wet and storage areas. First, these „boxes“ scrambled wildly - at second glance, however, can the importance of gardens and paths seen in between. The relation of gardens and houses is carefully thought out, as are the openings of the windows. On two sides of the complex is adjacent to the road, which itself is defined by land no fences or hedges. Interested, it also offers free access. And who actually go in, noticed that he is the life of the residents have some really, because nothing is hidden.


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Schwarzplan Konzept Analyse Raster und Überschneidungsflächen Kubatur / Explosionszeichnung Grundrisse Grundrisse Teilbereiche Schnitte Fassadenschnitt Perspektiven Modellfotos

Anna Beuchel, Nadine Hilbring

Anna Beuchel, Nadine Hilbring

münster-nord, kreuzung orlansring – steinfurterstraße, ein grundstück, das durch seine unmitterlbarer nähe an fachhochschulen, einkaufscentren, freizeitcentren eine gute wohnlage bietet und vor allem durch die direkte angrenzung an den münsteraner ring und die nähe der autobahn a1 gut erschlossen ist. den daraus resultierenden lärmpegel gilt es entgegenzuwirken um eine hohe wohnqualität zu schaffen. wir haben uns gegen einen wohnkomplex, der durch platzmangel, masse und wenig natur geprägt ist, entschieden, und wollen in anlehnung an nishizawa (moriyama house) einen stadtraum schaffen, in dem jeder seinen traum vom eigenheim mit direktem bezug zur natur verwirklichen kann, als auch eine hohe wohndichte erreichen. um dies zu realisieren und den lärmpegel zu senken, sind die wohneinheiten nach außen durch eine massive wand verschlossen und richten sich im innern zu einem privaten innenhof mit garten aus.

minster-north, crossing orlansring - stone Frankfurter street, a house, the technical colleges through its unmitterlbarer near to, shopping centers, leisure centers, a good residential location offering and is well developed, especially through the direct adjacency to the Munster ring and near the highway A1. the resulting noise level, it is counter to create a high quality living. We have residential complex to one that is characterized by lack of space, mass and shaped little natural decision, and want to lean on to nishizawa (Moriyama House) to create a urban space in which everyone can his realizing dream of home ownership, with direct reference to nature, as achieve a high density residential. to realize this and to reduce the noise level cover residential units to the outside by a solid wall closed and directed in the inner courtyard with a private garden.

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um die größe des grundstücks besser ermessen zu können, haben wir uns für modulwohnungen entschieden, die auf einem raster von 4 mal 4 metern beruhen. dieses raster wurde parallel zu den grundstücksgrenzen platziert, wodurch sich überschneidungsflächen ergaben, die wir als grünflächen lokalisierten. angrenzend an diese grünflächen positionierten wir die module. somit ergaben sich trotz immer wiederkehrender module ganz individuelle wohneinheiten. dieses prinzip setzt sich in drei geschossen fort. um ein möglichst weites spektrum der bevölkerung ansprechen zu können, entwickelten wir verschiedene wohnformen für singles, paare als auch für familien. zusätzlich zu den privaten grünflächen in den wohnungen gibt es gemeinschaftsflächen innerhalb des grundstücks in form von parks, spielplätzen und erholungsflächen. die fassade besteht aus 4 meter hohen holzlamellen, die die massivität der verschlossenen wände durch die materialität minimieren soll und sich zugleich in die umgebung der grünflächen einfügt. zusätzlich besteht die möglichkeit die holzlamellen vor fensteröffnungen aufzudrehen um im innern ein interessantes lichtspiel zu erzielen, was zugleich die be – und entlüftung fördert.

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estimate the size of the land rights more effectively, we have decided for modular homes, which are based on a grid of 4 meters by 4. This grid was placed parallel to the land border, which resulted in overlapping areas, we localized as open space areas. adjacent to these open space areas, we positioned the module. Thus arose in spite of recurring modules completely individual living units. This principle is continued in three shot. appeal to the widest possible spectrum of the population to be able to, we developed various forms of living for singles, couples and for families. In addition to the private open space areas in the house, there are areas within the community leasehold playgrounds recreation areas in the form of parks, and. The facade consists of 4 meter high wooden slats, the massiveness of the closed walls of the materiality to minimize the same time and in the environment of the open space areas fits. there is also the possibility of the wooden slats from window openings in the inner turning up to an interesting light play to achieve that at the same time be - and promotes ventilation.


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