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Katharina Kobes // Stefanie Günter kultuRRasen mediaspree

ma.m2.2_ss 2012 [proto-data-typology prof. kazu blumfeld hanada © münster school of architecture 2012 1


01_ [ notation of urban surface]

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Schwarzplan Urbane Blickachsen Urbane Orientierung Modellfoto I Eingang Spreeufer

Im Zuge der Planungsarbeiten für die neue Mediaspree Berlin, soll ein besonderer Anfangspunkt für das neue, 2,5 km lange Areal an der Spree entworfen werden. Für den Startpunkt der Mediaspree ist eine Bibliothek geplant. Diese soll die besonderen Anforderungen einer Bibliothek oder Mediathek der Zukunft haben. Neue Ausleihkonzepte und ein innovativer Einsatz von digitalen Medien müssen entwickelt werden. Städtebaulich liegt das Grundstück an der Ecke Holzmarktstraße und Michaelkirchstraße, ungefähr 1km südwestlich des Alexanderplatzes. Der vordere Teil des insgesamt 300 m langen und 50 m breiten Entwurfsgründstücks ist von der SBahntrasse Richtung Ostbahnhof geteilt. Dieser vordere Bereich kann als ein Punkt betrachtet werden, an dem Achsen aus der Innenstadt zusammenlaufen. Eine einladende Platzsituation bietet einen Zielpunkt für die städtischen Achsen und leitet die Bewegung in Richtung Mediaspree weiter. Vorgesehen ist im Masterplan ein 25 m hohes Hochhaus, welches die Kanten der Straße aufgreift und als markantes Objekt an der Spitze steht. Darin sollen sich Büro- und Gewerberäume befinden. Im nebenstehenden Gebäude, welches

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20 m hoch ist, befindet sich ebenfalls Büro- und Gewerbenutzung. Dieser orientiert sich an den Achse der Holzmarktstraße und weist somit schon auf die Richtung der sich von dort aus erstreckenden Mediaspree hin. Wesentlich für diese Gebietserschließung ist an dieser Stelle auch ein neuer Halt der S-Bahn. Sowie eine Ausbildung der Bögen, wie es schon beispielhaft am Hackeschen Markt oder teilweise am Alexanderplatz ausgeführt worden ist. Manche der Bögen werden für eine gewerbliche Nutzung ausgebaut. Andere bleiben zum freien Durchgang offen. 01.02

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02_ [ urban design ]

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Urbane Einf端gung Nutzungsdiagramm Sicht Michaelbr端cke Lageplan mit Erdgeschoss Grundriss 1.OG Grundriss 2.OG Grundriss 3.OG


Gallerie

Gastronomie Kreativ We rks

tatt

EK MEDIATH

Verbinduns element S-Bahnbrü cke

Neue Büro - und Gewerbefläc hen

Durch diese Erschließung wird man automatisch auf den Kulturrasen und damit zur neuen Mediathek geleitet. Desweiteren gelangt man von hier aus direkt auf die Promenade der Mediaspree. Die Fläche für die Mediathek beträgt 5.102m2. Diese Fläche wird in den beiden westliche Baukörpern untergebracht. Die Gebäudeform ist auf Grund von Umgebungsstudien und Achsenverlängerungen entstanden. Der Grundkörper beträgt 30 x 30 m, dieser wird durch die Achsen „abgeschnitten“ und fügt sich somit in sein städtebauliches Umfeld ein. Die Höhen senken sich langsam über die Gebäude von 14 m auf 17 m über 12 m auf 9 m ab und verdeutlichen damit nochmals die Bewegung Richtung Mediapspr zieht. Im hinteren Teil des 1.OG, sowie auch im 2.OG entsteht eine Kreativ Werkstätten, welche den Nutzern Arbeitsplätze, Werkzeug und Material zur freien Nutzung bietet. Im rechten Gebäudekörper befindet sich eine Galerie, in der junge Künstler zum einen ihre Arbeiten ausstellen können (1.060 m2), welche zum Anderen aber auch vermietet und für Veranstaltungszwecke genutzt werden kann.

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Vom äußeren Erscheinungsbild sind alle 3 Gebäude nach dem gleichen Prinzip errichtet. Es befindet sich im Inneren ein STB-Kern indem Sanitären Anlagen, Lagermöglichkeiten und Fluchttreppen untergebracht sind. Das Tragwerk wird durch das Zusammenspiel von Kern und Stützen gebildet. Es gibt in jedem Gebäude drei Achsen, bestehend aus Stüzten und Kern, durch welche die Lasten aus den oberen Geschossen abgeleitet werden. Eine Ausnahme bildet hier der Bereich über dem Foyer, welcher sich mit Hilfe eines räumlichen Tragewerks 15 m stützenfrei über das Foyer spannt. Die thermische Trennung der Hülle wird durch eine Pfosten-Riegel-Konstruktion gebildet. Davor ist eine selbstragende vorgehängte Fassade angebracht, die das augenscheinliche Erscheinungsbild prägt. Horizontale Lamellen aus Aluminium ziehen sich mit einem Abstand von 30 cm um das komplette Gebäude. Da diese in immer unterschiedlichen Winkel montiert sind, entsteht ein lebendiges Äußeres, welches unterschiedliche Spiegelungen der Umgebung aufnimmt. An den Eingangsbereichen und den Fassaden, der zur Spree gerichteten Kulturbauten, werden die Lamellen ausgespart. Einblicke werden ermöglicht. Die Bibliothek soll eine Fachbibliothek für Architektur werden. Man kann in dem Gebäude verweilen, lesen, arbeiten, digitale Medien nutzen, aber auch nur die Gastronomie besuchen, sich digitale Artikel oder Bücher ausleihen, an Lesungen oder Vorträgen teilnehmen. Für das Gebäudeinnere der Mediathek ist ein offener, lichtdurchfluteter Charakter prägend. Das mittlere Foyer erstreckt sich über 2 Ebenen. Durch Aussparungen in den Decken kann man aber durch das ganze Gebäude nach oben schauen. Im Erdgeschoss befinden sich öffentlich Bereiche, wie ein Café in welchem man durch die neusten Bücher stöbern kann und diese ausgewählten Exemplare sind dort auch zum Kauf möglich. Direkt am Eingang befindet sich eine Information und Rückgabestation, welche an den internen Bürokomplex und die hauseingene Werkstatt (400 m2) angebunden ist. Des Weiteren gibt es im Ergeschoss eine 24 h Bibliothek, in welcher rund um die Uhr digitale Medien zur Verfügung gestellt werden . Das Erdgeschoss dient zur öffentlichen Nutzung. Die eigentliche Rezeption und der Eingang zur Buchausstellung befinden sich erst im 1. bzw. 2. Obergeschoss.

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03_ [ footprint and section ]

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Lageplan mit Erdgeschoss Grundriss 1.OG Grundriss 2.OG Grundriss 3.OG Sicht Holzmarktstraße Längsschnitt Längsschnitt Querschnitt Fassadenansicht Fassadenschnitt

Durch das Café des Erdgeschosses erreicht man über eine „private“ Treppe den öffentlichen Zeitungslesebereich im 1. Obergeschoss mit Blick auf die Spree und Innenstadt. Über eine Brücke über das Foyer gelangt man zur Rezeption und den Garderobenbereich. Der eigentliche Erschließungsweg in das 1. OG verläuft über Plattformen, welche sich stufenartig nach oben hin auffächern. Dort sind Ausstellungsstücke präsentiert, die sich mit der Geschichte der Medien befassen. Hier kann man einen Verweis auf den Künstler Robert Rauschenberg ziehen.

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Schallplatten, Kassetten, CD’s und andere alte Medien werden präsentiert. Rauschenberg verwendet in seinen Bildern echte Materialien oder Gegenstände und nutz diese zu Präsentationszwecken. Dies könnte auch hier der Fall sein, allerdings kann man sich an Hörstationen die Originalklänge einer Schallplatte o.ä. änhören. Hier entsteht ein kleiner Museumsteil zum Anfassen und Anhören. Über diesen Bereich kann man schreiten und auch verweilen oder man nutzt direkt die große Treppe um ins 1. OG zu gelangen. Die Plattformen sind auch barrierefrei über eine Rampe zu erschließen. Im 2. OG befindet sich dieHauptbuchausstellung (45.000 Bücher und 10.000 weiter für Kinder). Hier gibt es zudem eine Kinderbibliothek und einen multifunktionalen Raum, welcher durch eine Vorhang zoniert werden kann. An den Fassadenbereichen sind teilweise Tische zum ruhigen Arbeiten angebracht. Aufgelockert wird der Raum durch Deckendurchbrüche, die besondere Blickachsen schaffen. Ungefähr 250 ipads können vor Ort an der Rezeption ausgeliehen werden, 250 weitere kann man ausleihen und mit nach Hause nehmen. Mit Smartphones und ipads können Buchtitel direkt gescannt und ausgeliehen werden. Wer keines dieser Medien zu Verfüng hat kann auch stationäre Ausleihstationen zum Ausleihen nutzen. Wird ein Buch gescannt erhält der Besucher direkt weitere Informationen über das Buch und auch ähnlichen Werken werden aufgeführt. Mit seinen Medien kann man auch noch ein Geschoss weiter nach oben gehen und sich dort in der Bar niederlassen oder auf die Dachterrasse gehen. Hier wird der Kulturrasen zum Bestandteil der Mediathek. Die Bar wird auch außerhalb der Mediatheköffnungszeiten betrieben. Mit ihrem spaktakulären Ausblick über Berlin bietet sie einen spannende Anlaufstelle für Jung und Alt. Der Kulturrasen wird zum Anziehungspunkt für ein bunt-gemischtes, kulturell interessiertes Publikum. Die unterschiedlich ausgebildeten Freiflächen die zwischen den Gebäuden entstehen, mit Rasen, Plätzen und Wegen, bieten spannende Zwischenräume, Blickachsen und Verweilmöglichkeiten für Jedermann an der Spree! 03.03

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Eingang Spreeseite Gesamtmodell M 1:200 St채debauliches Modell Foyer Spreeseite Sicht Mediaspree St채dtebauliches Modell


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