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Nr. 46, Februar 2011

rendez-vous Begegnungen in der Pr채ttigauer bergwelt Im Gespr채ch mit alt Rektor Peter Henning impuls und Austausch am Absolvententag

Der

Mensch wird am Du zum Ich. Martin Buber

Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau


Rubriktitel

Impressum Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau Höhere Fachschule für Kirche, Diakonie und Mission

Rektorat Pfr. Dr. theol. Paul Kleiner trägerverein Heiner Studer, Präsident gestaltungskonzept fortissimo : think visual, Wädenswil Druck Jordi AG, Belp, klimaneutral gedruckt Abonnement Jahresabonnement CHF 20.00/EUR 15.00 Vier Ausgaben pro Jahr Postcheckkonten Schweiz: Aarau 50-1903-6 IBAN CH22 0900 0000 5000 1903 6 Deutschland: Hannover 188 10-300 IBAN DE29 2501 0030 0018 8103 00 BIC PBNKDEFF

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Inhalt

Redaktion und Layout Eva Kesper-Wegelin André Kesper Elisabeth Widmer-Hunziker

Titelbild: shutterstock

Herausgeber TDS Aarau Frey-Herosé-Strasse 9 CH-5000 Aarau Tel.: +41 (0)62 836 43 43 Fax: +41 (0)62 836 43 42 E-Mail: sekretariat@tdsaarau.ch Web: www.tdsaarau.ch

impressum

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editorial

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Begegnungswoche 2011

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Diplomarbeiten

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Glauben – Verstehen – Handeln

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Kurse am TDS Aarau

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Inspirierender Absolvententag

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Bewegungsmelder

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Veranstaltungshinweis

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Spendenbarometer

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Herzliche Glückwünsche

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agenda

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Editorial

Alles wirkliche Leben ist Begegnung.

Editorial

Martin Buber

Rendez-vous nämlich mit Gott. Er möchte mir begegnen.» Schon In einer mir fremden Stadt habe ich mich mit jemanauf den ersten Seiten dieses dicken Buches sucht er dem verabredet. Ich stehe ziemlich verloren da, bis Adam, den Menschen: «Wo bist du?» (1. Mose 3,9). ich die betreffende Person kommen sehe. Das GeJesus erzählt später im Lukasevangelium die Gefühl der Einsamkeit weicht, freudig begrüssen wir schichte vom Vater, der seinen Sohn aus der Fremde uns zu unserem Rendez-vous. erwartet und dann eine gemeinsame Party veranMeistens freue ich mich auf ein Rendez-vous. Es bestaltet. Er verlässt den Festsaal, um auch den ältereichert mich, wenn ich am Leben anderer teilnehren Bruder, der zornig draussen vor der Türe bleibt, men und mich mitteilen kann. Manchmal gehört für das Zusammensein zu gewinnen. Heute Morgen auch eine gewisse Spannung dazu, wie die Begegmöchte mich Gott treffen, und ich mache mich auf nung verlaufen wird. Vor knapp 30 Jahren traf ich zum Treffpunkt «Offene Bibel», zum Rendez-vous mich mit einer jungen Frau im Kino, und ich spürte, mit dem lebendigen Gott. dass sie in mich verliebt war. Wie würde das herauskommen? Was wollte ich von diesem Zusammen- Wir sind geschaffen zum Rendez-vous. Zur Begegnung mit Gott und mit anderen Menschen. Manchmal sein? Würde ich den Mut aufbringen, mich zu öffist es beglückend und bisweilen auch schwer, sich nen? Die richtigen Worte finden? anderen oder Gott zu öffnen. Oft ist es bereichernd Es gibt auch schwierige Begegnungen. Etwa, wenn es und häufig auch anstrengend, sich auf das Leben vorher zu Missverständnissen oder Streit gekomanderer oder auf Gott einzulassen. men ist. Man begegnet sich wieder, absichtlich oder zufällig. Das Rendez-vous kann zum Eiertanz und das Treffen zum verbalen Schlagabtausch verkom- Danke, dass Sie am Leben des TDS Anteil nehmen. men. Als ich heute Morgen die Bibel aufschlug, dachte ich spontan: «Dies ist eigentlich auch ein Rendez-vous, paul kleiner , Rektor

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Begegnungswoche 2011

Begegnungen in der «Slow down. Take it easy.» Ist es Ihnen auch schon so ergangen: Sie meldeten sich für eine «kleine Aufgabe» und stellten hinterher fest, dass diese viel mehr Zeit verschlungen hatte als ursprünglich geplant? Mir ging es vor einigen Wochen so, als in unserer Klasse Freiwillige für die Organisation der Begegnungswoche gesucht wurden. Ich dachte mir, ein paar Einladungen zu schreiben und ein wenig Rahmenprogramm zu planen, könne ja nicht so schlimm sein, und meldete mich auf den Aufruf. Und prompt gab die Aufgabe viel mehr zu tun, als ich erwartet hatte, dazu kamen die üblichen vorweihnachtlichen Termine und die Studienarbeiten. So reiste ich anfangs Januar einigermassen erschöpft und mit dem heimlichen Wunsch nach Seewis, die Bewo wäre auf meiner To-do-Liste bereits abgehakt. Es war dann wohl kein Zufall, dass wir uns das Thema «Slow down. Take it easy.» ausgesucht hatten, meine Vorbereitungszeit hatte mich perfekt darauf eingestimmt! So trafen die Themen am Vormittag genau das, was sich in meinem Inneren gerade abspielte. Ich erkannte dabei, dass mein Stressfaktor bzw. meine Belastbarkeit nicht nur von äusseren Umständen, sondern auch von meiner inneren Einstellung abhängen: An welchen Idealen messe ich mich? Wovon hängt mein Wert ab? Kenne ich meine Stärken und Schwächen gut genug, um meine Grenzen richtig abzuschätzen? Besonders wichtig wurde mir der Gedanke, dass es sich lohnt, Zeit und Kraft in Stärken statt in Schwächen zu investieren. Für mich bedeutet dies, meine von Gott geschenkten Begabungen gezielt zu nutzen und auszubauen. Dies ist wesentlich wirkungsvoller, als meine Energie damit zu verpuffen, ständig meine Schwächen zu verstecken, mich von diesen frustrieren zu lassen und mich negativ zu bewerten. Ich gewinne, wenn es mir gelingt, mich auf meine Ressourcen zu konzentrieren und dort, wo andere besser sind, Aufgaben abzugeben. Die Begegnungswoche ist dafür ein gutes Beispiel: Viele meiner Kolleginnen und Kollegen haben ihre Begabungen genutzt, und gemeinsam haben wir zu einer tollen Woche beigetragen.

regula fässler-keller , Studierende der Klasse II

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Am 10. Januar 2011 packten Dozierende und Studierende ihre Koffer und verliessen das TDS für einige Tage. Offensichtlich waren alle «reif für die Insel» – oder für die Berge? Wie schön, das Klassenzimmer in Aarau gegen die herrliche Prättigauer Bergwelt eintauschen zu dürfen! Die Begegnungswoche in Seewis stand unter dem Titel «Reif für die Insel» und wurde durch die Studierenden der Klasse II unter der Leitung von Karin Curty-Grösser organisiert. Neben dem viel versprechenden Wetter liess ein erster Blick auf das Wochenprogramm entspannte Stimmung aufkommen: Jeden Vormittag wurden Inputs zu den Themen «Stressbewältigung» sowie «Work-LifeBalance» vermittelt. Madeleine Bähler und Thomas Härry sensibilisierten uns auf unsere Körpersignale. Schnell wurde klar, dass mit Stress nicht zu spassen ist. Wir nahmen uns diese Erkenntnis zu Herzen und liessen am Nachmittag jeweils unsere Körper und Seelen baumeln. Neben den von Studierenden geführten Workshops blieb jede Menge Platz für Eigeninitiative: Schlitteln, Wellness in Bad Ragaz oder Sonnenbaden auf der Dachterrasse waren einige der Stress hemmenden Beschäftigungen ... Ob es uns gelingt, die gesunde Balance in den Alltag zu übertragen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Was wir bestimmt mitnehmen, sind neue Lachfalten, eine Prise Insel-Feeling sowie ein ganzes Fass voller guter Laune.

nina frauenfelder , Studierende der Klasse IV


prättigauer Bergwelt Zum ersten Mal darf bzw. muss ich nun also in die Bewo ... Ich habe im Voraus Verschiedenes darüber gehört: Die einen erzählen begeistert von dieser Woche und freuen sich darauf, bis alle vier Klassen und die Hauptdozierenden wieder gemeinsam ins Grüne ziehen. Andere stellen die Frage, ob man wirklich mitgehen müsse oder ob es wohl Dispensierungsmöglichkeiten gebe. Für eine ganze Woche den Alltag hinter sich zu lassen, ist für einige wohltuend, für andere eine grosse Herausforderung. Schliesslich sind auch Familien und Arbeitsstellen davon betroffen. So bin ich gespannt auf die Zeit im Jugendhaus Seewis. Wir bearbeiten das Thema «Slow down. Take it easy.» und befassen uns mit Entschleunigung des Lebens und Gesundheit in stressvollen Zeiten. Thomas Härry, der als Fachdozent NT am TDS gut bekannt ist, und Madeleine Bähler, Organisationsberaterin und Coach, berichten von eigenen schmerzvollen Erfahrungen und geben uns viele hilfreiche Konzepte und Ideen an die Hand. Obwohl Thomas die Frage stellt, inwiefern wir Menschen überhaupt präventiv lernen können, erhalten wir viele wertvolle Anregungen. Am ersten Abend erleben wir spielerischen Stress, quasi als Einführung ins Thema. Dabei werden die Klassen durchmischt, um ein näheres Kennenlernen zu ermöglichen. Überhaupt wird viel Zeit für Begegnungen eingesetzt: Für einmal erleben wir keinen Unterrichtsstress, sondern geniessen Zeit zum Essen, Spielen, Plaudern und Vertiefen der Beziehun-

gen. Nachdem ich vorher nur einzelne Klassen im Unterricht kennen gelernt habe, begegne ich hier einem grossen Teil der TDS-Gemeinschaft. Ich spüre, wie gut diese Woche tut, und wie wertvoll es ist, den Boden für ein starkes Miteinander im Studienjahr vorzubereiten. Am zweiten Abend erhalten wir Einblicke in Kurzzeitmissionseinsätze auf verschiedenen Kontinenten. Am Mittwoch verausgaben sich die einen beim Fussball, unter anderem unser Rektor ..., andere setzen sich medial mit den Kreuzzügen oder den Problemen moderner Evangelisten-Shows auseinander. Die Nachmittage bieten Zeit für Workshops: Tennis, prophetisches Malen, Kirchenlieder, Schlitteln, Fashion oder Beziehungsthemen. Auch im gemeinsamen Lobpreis erleben wir eine eindrückliche geistliche Gemeinschaft. Am Schlussabend sind wir «reif für die Insel»! Vielfältig und farbig verkleidet, werden wir von zwei Animatorinnen begrüsst, und es gibt viel zu lachen. Verschiedene Rückmeldungen im Schlussgottesdienst zeigen, wie gut die Atmosphäre war, und wie wohltuend das Zusammensein. So empfinden wir die Woche als grosses Geschenk. Wir haben Zeit und Kraft sehr gut investiert, und einmal mehr gilt: Gott sei Dank!

pfr. christoph schwarz , Dozent für Kirchengeschichte und Dogmatik

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Diplomarbeiten

Diplomarbeiten Die Studierenden der vierten Klasse haben im Herbst ihre Diplomarbeiten verfasst. Nachstehend ein kleiner Einblick in die spannenden und herausfordernden Themen. Einige Arbeiten stehen ab Mai 2011 in der TDS-Bibliothek zur Verfügung. Weitere Informationen dazu erhalten Sie zu gegebener Zeit auf unserer Website: tdsaarau.ch

burri-mauch claudia

grünenwald-eggenberger debora

Was bedeuten Tod und Auferstehung Jesu für Kinder?

Wie können Jugendliche langfristig in die reformierte Landeskirche integriert werden?

Die Arbeit untersucht, wie Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren Tod und Auferstehung verstehen. Die Ergebnisse fliessen in die Planung eines Oster-Musi- Eine Analyse von biblischen Texten und kantonalkirchcals für die betreffende Alterskategorie ein. lichen Konzepten zur Weitergabe des Glaubens an die nachfolgende Generation sowie zu deren Integration in die Gemeinde. Die Arbeit fokussiert auf die Praxis in der reformierten Landeskirche Wil – Hüntburri stefan wangen – Wasterkingen.

Gottesdienst im Wandel

Wie könnte ein Jugendgottesdienst, den junge Menschen gerne besuchen, in der reformierten Kirche hämmerle roland aussehen? Vorschläge für die Liturgie.

Innerchristliche Verfolgung

Die Flora im Neuen Testament

Darstellung und Vergleich der Verfolgungssituation der Alttäufer in der Schweiz sowie der Hugenotten in Frankreich. Praktische Anwendung auf christliche Gemeinden von heute.

frauenfelder nina

Christen müssen ernst bleiben, oder: Lachen verboten!

diem ruben

Was haben Senfkorn, Unkraut oder Weizen mit dem christlichen Glaubensleben zu tun? Botanische Hintergrundinfos und Anstösse für den persönlichen rieder patrick Glauben.

Woran erkennt man einen gläubigen Christen? Geht er in Sack und Asche gehüllt, mit gefalteten Händen und versteinerter Miene durch die Welt? Oder lächelt er, auf Hochglanz poliert, den ganzen Tag verzückt? Eine Auseinandersetzung mit dem Begriff Ist Epheser 5,21–33 ein Joch für alle Frauen? Oder eher «Humor» im Zusammenhang mit Glaube und KirSchlüssel zu einer gleichberechtigten Beziehung in che. liebevoller, dienender Haltung?

Frauen an den Herd – Männer an die Macht!?

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Was bedeuten Tod und Auferstehung Jesu für Kinder? Gottesdienst im Wandel Die an die Macht!?

Flora im Neuen Testament Frauen an den Herd – Männer

Wie können Jugendliche langfristig in die reformierte Landeskirche integriert werden? Christen müssen ernst bleiben,

oder: Lachen verboten!

Obligatorisch – freiwillig Den Kinderschuhen entwachsen – wer bin ich jetzt? Erlebnispädagogik Die Macht

gemeinsamen Essens «Leistung»

in der Kirche Väter für Vaterlose Das bedingungslose Grundeinkommen – eine Utopie? Was bedeuten Tod und Auferstehung Jesu für Kinder? Innerchristliche Verfolgung Gottesdienst im Wandel Die Flora im Neuen Testament Frauen an den

schaub kathrin

tanner tabea

Obligatorisch – freiwillig

«Leistung» in der Kirche

schenk roman

wäfler johann

Erlebnispädagogik

Väter für Vaterlose

steiger-zeller yvonne

zwahlen kimberly

Wie wirkt sich das Obligatorium für bestimmte kirch- Wie prägen Leistungsdruck und Leistungsdenken den liche Anlässe auf die Integration Jugendlicher in kirchlichen Alltag? Praxisstudie und Betrachtung Kirchgemeinden aus? des Begriffs im biblischen Kontext.

Wie und woraus hat sich die Erlebnispädagogik ent- Mit dem eigenen Leben auf einen liebenden Vater wickelt und wie kann sie sinnvoll in die Jugendarhinweisen: Braucht es mehr männliche Vorbilder, beit integriert werden? Untersuchung anhand eines die gezielt in Kinder und damit in die Zukunft invesBESJ-Leiterkurses. tieren?

Den Kinderschuhen entwachsen – Das bedingungslose Grundeinkomwer bin ich jetzt? men – eine Utopie?

Gedanken zu den «passenden Schuhen». Anstösse für Grundeinkommen für alle: Darstellung der Idee mit Seelsorge und christliche Jugendarbeit. ihren Stärken und Schwächen sowie Gedanken zur Vereinbarkeit mit den schweizerischen Traditionen.

stöckli tobias

Die Macht gemeinsamen Essens

Aspekte gemeinsamen Essens im Alten und Neuen Testament sowie Chancen für eine heutige schweizerische Kirchgemeinde.

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persönliche erinnerungen, teil V

50 Jahre Ausbildung am TDS durch eine praxisbezogene Ausbildung Erwachsene Peter Henning, Sie haben 31 Jahre am TDS verbracht. und kirchlich engagierte Laien für die EvangelisatiEine lange Zeit ... on und Mission in einer säkularisierten Welt befäIch habe mich selbst gefragt, wie und weshalb ich es higen sowie für die diakonischen Arbeitsfelder der so lange ausgehalten habe. Die Antwort war allerKirche vorbereiten. Dieser Sicht war ich in Marburg dings schnell gefunden: Weil sich das TDS von An(1967/68) neben Dietrich von Oppen auch bei Carl fang an dem Dreiklang «Glauben – Verstehen – HanHeinz Ratschow begegnet, der damals angesichts deln» verpflichtet wusste. Aus der Geschichte der des akuten Pfarrermangels und der ungenügenden protestantischen Kirchen wissen wir, dass es oft zu Anzahl von Theologiestudenten formulierte: «Es notvollen Trennungen von Kopf, Herz und Hand, von gibt ja keinen Zwang dazu, dass nur studierte MenTheorie und Praxis, Glaube und Werk sowie Evangeschen eine Gemeinde betreuen und leiten können. lisation und Diakonie kam. In meiner persönlichen Es gibt vielmehr die Erfahrung, dass dies von vielen christlichen Entwicklung habe ich diese Aufspaltunreifen Menschen auch getan werden kann!» gen kaum erlebt. Die lutherisch-pietistische Fröm migkeit meiner westfälischen Landeskirche brachte Kopf, Herz und Hand stets zusammen: So besuchte Im anschliessenden Studium in Zürich (1968–70) begegneten mir dann ganz ähnliche Vorschläge bei ich 9 Jahre lang das Evangelische Stiftsgymnasium Eduard Schweitzer, Robert Leuenberger, Hans Wildin Gütersloh, in dem Glaube und Pädagogik ganz berger und Arthur Rich, je unterschiedlich, aber selbstverständlich verbunden waren. Meine ersten gemeinsam besorgt um «eine wegen ihrer Pfardrei Theologiesemester belegte ich anschliessend rerzentriertheit viel zu schmale Kirche», welche den an einer kirchlichen Hochschule inmitten der Kranstarken gesellschaftlichen Veränderungen nicht kenstadt Bethel (Friedrich von Bodelschwingh), wo mehr gerecht werden könne. Dass sich die «SchweiTheologie, Kirche und Diakonie eine Lebenseinheit zerische Evangelische Bibelschule Aarau» der Ausbildeten. Erst in meinem vierten Semester erfuhr bildung des «theologischen Gemeindehelfers» ich bei Dietrich von Oppen in Marburg, welche Auswidmete, wurde im Jahresbericht der Aargauischen einandersetzung man in der Frage führen kann, ob Landeskirche von 1976 besonders hervorgehoben: Predigt, Kirche und Diakonie in der kirchlichen Pra«Beeindruckt zeigte sich der Kirchenrat von einem xis säuberlich zu trennen seien oder nicht. Es gab Besuch in der Schweizerischen Evangelischen Bi– trotz Wichern, Bodelschwingh, Blumhardt, Spittler belschule Aarau. Paaren sich mit der Intensität der und Ragaz – eine bedauerliche Trennungsgeschichtheologischen Ausbildung Weite des Horizonts und te, parallel dazu aber auch eine Geschichte der Wiequalifizierte Fachkenntnis im sozialen Bereich, so dergewinnung der Entfremdeten. werden der Landeskirche aus dieser Schule immer wieder wertvolle Mitarbeiter zuwachsen.» Die Verbindung von Theologie und Diakonie hat Sie in Ihrer Tätigkeit fast durchwegs begleitet. Genau. Aufgrund meiner Erfahrungen und meiner Es ging also um die Einheit von Glauben, theologischem Verstehen und diakonischem Handeln? theologischen Überzeugung konnte ich mich fünfzehn Jahre später voll und ganz mit der Leitidee der Ja, wobei bis heute die Frage nach dem Mass der theologischen Ausbildung aktuell bleibt: Wie viel TheoSEB identifizieren. Besonders fiel mir auf, wie die logie brauchen eine Sozialdiakonin, ein GemeinGründer die reformatorische Entdeckung des «alldehelfer, eine Katechetin oder ein Jugendarbeiter? gemeinen Priestertums aller Gläubigen» betonten Und wie viele Impulse braucht die Theologie von und zeitbezogen umsetzen wollten. Sie wollten

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Peter Henning, alt Rektor und Autor der Festschrift «Glauben – Verstehen – Handeln», erzählt als Abschluss der fünfteiligen Serie «Persönliche Erinnerungen» von seinen Erlebnissen, teilt die gewonnenen Erkenntnisse und vermittelt Aussichten für eine missionarisch-diakonische Kirche.

der welterfahrenen Sozialdiakonie? Die Tendenz zu mehr praxisrelevanten Fächern war zwar im zweiten Jahrzehnt schon vorhanden, aber in der Frage nach dem Verhältnis von theologischen und human- bzw. sozialwissenschaftlichen Fächern gab es unterschiedliche Phasen: Die traditionelle theologische Grundausbildung wurde mit dem Ausbildungsziel «theologischer Gemeindehelfer» bis weit in die Achtzigerjahre ausziert sich nur im geistlichen Bezug zum dreifaltigdrücklich beibehalten. Man wollte die Zurüstung zur diakonischen Gott.» kirchlichen Sozialarbeit zwar nicht vernachlässigen, aber sicherstellen, dass dieser Dienst theologisch * «Die kirchliche Theologie muss sich von der Diakoverankert bleiben und nicht ideologisch fremdbenie mit ihren Alltagserfahrungen von Leid und Unstimmt würde. Wer damals in Kirche und Diakonie gerechtigkeit befragen lassen, damit sie den norengagiert war, wird sich an die lebhaften Auseinmalen Menschen erreicht. Alle Verkündigung und andersetzungen um die rechte Definition von «DiFrömmigkeit bleiben letztlich nur gesund in aktiver akonie» in den Kirchen Europas erinnern. Für ihre Welt- und Nächstenliebe.» Haltung wurde die Bibelschule an ihrem 20-jährigen Jubiläum von der Kirchenratspräsidentin Silvia Welche Erkenntnisse sollen in die Zukunft des TDS einMichel übrigens sogar gelobt: «Der Kirchenrat der fliessen? Reformierten Aargauer Kirche ist dankbar um den Das benediktinische «Ora et labora» war wohl stets Nachwuchs engagierter Christen aus der Bibelschuder «rote Faden» in den 50 Jahren TDS: Auf keinen le in einer Zeit, da der biblische Analphabetismus Fall wollte das TDS einem bequemen selbstgenügum sich greift. Wir wünschen der jungen Schule samen Wohlfühlchristentum dienen, sondern vielweiterhin gesegnetes Wachstum.» mehr unbeirrt eine spirituelle, missionarische und diakonische Professionalität vermitteln. Für die berufsorientierten Praxisfächer brauchte es ebenfalls eine professionelle und gründliche Aus- Wie vieles befinden sich auch die Kirchen auf der bildung. Deshalb wurden die entsprechenden Stu«Baustelle Zukunft», wo viel Gewohntes wegbricht dienblöcke mit der neuen vierjährigen Ausbildung und manch Neues gewagt wird. Die Zeichen für ab 1988 als vier Fachbereiche «Sozialdiakonie», einen Aufbruch der Gemeinden, «Kirche für ande«Katechetik/Jugendarbeit», «Seelsorge/Psycholore» sein zu wollen, mehren sich. Deshalb bleibt die gie» und «Gemeindearbeit» ausgewiesen, entspreVerpflichtung des TDS aktuell, für ein profiliertes chend personell wie zeitlich gebührend berücksich«Glauben, Verstehen und Handeln» der Christen tigt und integral vernetzt. Die theologischen Fächer und Kirchen in der Welt einzustehen und so zu arkamen zunehmend in die Pflicht, den Fokus ihrer beiten, dass Absolventinnen und Absolventen des Reflexionen auch auf die sozialdiakonischen BerufsTDS den Ortskirchen ihre gesamtgesellschaftliche felder zu richten. Mit diesem Konzept befand sich Verantwortung bewusst machen und sie dafür aktidie damalige Bibelschule in Übereinstimmung mit vieren können, missionarisch-diakonische Gemeinkirchlichen Verlautbarungen: Dass Diakonie unbede für die Welt zu sein. dingt ein «kirchlicher Auftrag mit prophetischer Dimension» sei, unterstrich u.a. die Oltener Diakonie- Herzlichen Dank, Peter Henning, für den wertvollen EinKonferenz des SEK 1987 mit zwei Kernaussagen: blick in Ihren Erfahrungsschatz, den Sie uns heute und in den vergangenen vier Teilen gewährt haben. * «Wir müssen die Diakonie theologisch aufarbeiten, damit sie die Fragen des Menschen nach Transzendenz, Sinn und Gott nicht ausklammert. Alles Das Gespräch mit Peter Henning, Dozent und alt Rekchristlich-soziale und diakonische Handeln qualifi- tor, führte andré kesper . 9 ... die Zukunft planen ...

... und Leidenschaft entwickeln!


kurse am tds aarau Bewegungsmelder

Kurse am tds aarau «Das ist eine Zumutung!» So drücken wir unseren Unmut aus, wenn uns jemand über die Grenzen beansprucht. Zumutungen können jedoch etwas positiv Herausforderndes haben: Eine Aufgabe weckt neue Gaben in uns, wir überschreiten alte Grenzen, stossen zu neuen Möglichkeiten vor. Aus «Zumutung» wird dann «Zutrauen». Auch Gott mutet und traut uns etwas zu, sieht mehr Möglichkeiten in uns als wir selbst. Das TDS-Kursprogramm will Sie dazu anregen, Grenzen auszutesten, und bietet Ihnen dafür optimale Rahmenbedingungen. Herzlich willkommen in Aarau!

Auszug aus dem TDS-Kursprogramm 2010/11 Abend- und Samstagskurse

TDS-Dozierende kommen zu Ihnen

20 Wachsende Intimität – ein Tag für Ehepaare / Wir reden miteinander über alles – auch über Sex. Pfr. Dr. Christoph und Cornelia Monsch-Rinderknecht, Dozent im Master-Programm TDS/TSB, Christliche Lebensberaterin ICL Samstag, 5. März 2011, 9.15–16.00 Uhr

Die TDS-Dozierenden können die nachfolgenden Kurse je 2- bis 3-mal anbieten. Im TDS-Sekretariat erhalten Sie Kontaktadressen, um die Verfügbarkeit direkt mit der Referentin und den Referenten abklären zu können: Tel. +41 (0)62 836 43 43, E-Mail: sekretariat@tdsaarau.ch

21 Frieden stiften im Zeitalter des Terrorismus Pfr. Dr. theol. Paul Kleiner, Rektor und Dozent TDS Dienstag, 15. und 22. März 2011, 19.30–21.30 Uhr

35 Konkubinat – Scheidung – Wiederverheiratung Biblische Weisungen für die heutige Gemeindepraxis Pfr. Dr. theol. Paul Kleiner, Rektor und Dozent TDS Zwei Abende, Verfügbarkeit nach Absprache

22 Ewiges Leben – oder/und Nirwana, Brahman? Pfr. Dr. theol. Dieter Kemmler, Dozent TDS Mittwoch, 23./30. März und 6. April 2011, 19.30–21.30 Uhr 23 Facts + Fiction: Historische Glaubwürdigkeit des Neuen Testaments Pfr. Dr. theol. Dieter Kemmler, Dozent TDS Montag, 2., 9. und 16. Mai 2011, 19.30–21.30 Uhr 24 Wie finden Erwachsene zum Glauben? Karin Curty-Grösser, Dozentin TDS und Supervisorin Donnerstag, 19. und 26. Mai 2011, 19.30–21.30 Uhr

Kurs m m a r g pro 10

36 Was wir über die Ewigkeit wissen können Pfr. Dr. theol. Paul Kleiner, Rektor und Dozent TDS Zwei Abende, Verfügbarkeit nach Absprache 37 Welchem Gott kann ich mich denn noch anvertrauen? Pfr. Mag. theol. Peter Henning, Dozent Drei Abende oder ein Tag (drei Einheiten) Verfügbarkeit nach Absprache: Wochen 2–26/2011. 39 Kirche mit Profil – Herausforderungen für den Gemeindebau in postmoderner Zeit Karin Curty-Grösser, Dozentin TDS und Supervisorin Ein Abend, Verfügbarkeit nach Absprache

Das vollständige Kursprogramm 2010/11 sowie detaillierte Informationen zu allen Weiterbildungskursen finden Sie auf www.tdsaarau.ch


Inspirierender Absolvententag

Absolvententag 2011 Chancen der Diakonie Ein winterlicher Samstagmorgen, einladender Kaffeeduft und bereits um neun Uhr lautes Hallo sowie eine fröhliche, lebhafte Stimmung: Zwischen dreissig und vierzig Personen treffen sich im Foyer des TDS Aarau, um einen der beliebten Absolvententage zu erleben. Unter dem Tagesthema «Chancen der Diakonie» stehen inspirierende Anregungen und Diskussionen auf dem Programm. Zudem soll der Tag viel Raum zur persönlichen Begegnung und zum gegenseitigen Austausch bieten. Um 9.30 Uhr eröffnet Lorenz Zumbrunn vom Absolventenrat den Tag offiziell und kündigt gleich den ersten Höhepunkt an: Dr. Christoph Sigrist, Pfarrer am Grossmünster Zürich und Dozent für Diakoniewissenschaften an der theologischen Fakultät der Universität Bern, wird in einem rund 50-minütigen Referat Impulse und Gedankenanstösse zu einer zeitgemässen Diakonie vermitteln. Sigrist durfte als Kind intensiv miterleben, wie sein Vater als Pionier Diakonie und Altersarbeit aufbaute sowie massgeblich prägte und war selbst während vieler Jahre Präsident des Diakonieverbands Schweiz. Sigrist führt seine Zuhörerinnen und Zuhörer gleich zu Beginn in die aktuelle Realität, indem er davon berichtet, wie der Mittelstand, der unsere Gesellschaft trägt, unter Druck gerät. Budgetberatung sowie Hilfe bei Alkohol- und Suchtproblemen würden immer stärker nachgefragt, und selbst allein erziehenden Müttern an der Zürcher Goldküste würden heute die finanziellen Mittel knapp. Sigrist warnt explizit vor einer sich immer stärker herauskristallisierenden Zweiklassengesellschaft, die Gesundheit und Wohlergehen zu Lifestyle-Produkten für Privilegierte werden lasse. Hier müsse die Kirche dringend ihre Stimme erheben. In einem frischen, ebenso unterhaltsamen wie nachdenklich stimmenden Vortrag und in seiner bekannt glänzenden Rhetorik entfaltet Pfarrer Sigrist die Ge

schichte der Diakonie, indem er die Bezüge zum 16. Jahrhundert und zur Wirkungszeit Zwinglis herstellt. «Der 15. Januar 1525 ist ein Datum, das ihr alle kennen müsst», ruft er in die volle Aula und weist auf die erste Armen- und Almosenordnung der Schweiz hin, die unter Zwingli in Zürich ins Leben gerufen wurde. Damals sei das Fundament für eine Diakonie gelegt worden, wie sie auch heute dringend gefragt sei, führt er aus. Diakonie bedeute in erster Linie: • Arbeitsplätze zu schaffen • allen Menschen Bildung zu ermöglichen • Zukunftsperspektiven aufzuzeigen Der Referent sieht heute in der Kirche eine zivilgesellschaftliche Kraft, die sich den sozialpolitischen Brennpunkten zu stellen habe. Er wünscht sich die Kirche in einer Vordenker- und Pionierrolle sowie als politische Akteurin und konstruktive Partnerin. Die TDS-Absolventinnen und -Absolventen, die in den verschiedensten kirchlichen und sozialen Arbeitsfeldern tätig sind, dürften sich als «doppelt Beauftragte» sehen, meint Sigrist, und spricht damit neben dem ordentlichen Angestelltenverhältnis den göttlichen Diakonieauftrag an. «Gefragt sind Mut und Fantasie statt Wut und Gehorsam.» Mit diesem Votum unterstreicht Pfarrer Sigrist sein leidenschaftliches Referat, das es in den kommenden Stunden zu vertiefen und zu verarbeiten gilt. Mit einem Einblick in verschiedene Diakonieprojekte und einer engagierten Schlussrunde geht der Absolvententag gegen 16 Uhr zu Ende. Rektor Paul Kleiner wünscht den Anwesenden viel Freude und Energie in der diakonischen Alltagsarbeit und lädt sie dazu ein, die am TDS erworbenen Kompetenzen weiterhin mutig ins kirchliche Leben einzubringen.

andré kesper

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Bewegungsmelder

Gegnungsmelder BEWEGUNGSMELDER Mehr Zeit für die Kunst gewinnen Bereits in den 90er-Jahren hatte Frieda Henning nebenberuflich begonnen, am TDS eine vertiefte Ausbildung im Sozialbereich inklusive Praktika einzuführen. Nach ihrem allzu frühen Tod 1999 blieb die Stelle zunächst verwaist. Erst 2005 konnte Anita Sieber Hagenbach als Fachbereichsleiterin «Sozialdiakonie» gewonnen werden. Damit ging am TDS ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, und ein eigentlicher Entwicklungsschub setzte ein. Anita Sieber hatte schon vorher als regelmässige Gastreferentin zu Suchtfragen am TDS gewirkt. Mit ihrer Anstellung und Mitarbeit im Konvent brachte sie ihre Fachkompetenz in der sozialen Arbeit, ihre langjährige Erfahrung in der Drogenrehabilitation, ihre herzliche Persönlichkeit sowie ihre ausgeprägte künstlerische Begabung ein. Mit hohem Engagement entwickelte sie den Fachbereich weiter, der in den folgenden Jahren von 155 auf 323 Lektionen wuchs. Mit Herzblut und grosser Kompetenz begleitete sie für rund achtzig Studierende Sozialpraktika, die sie sorgfältig vorbereitete und mit neu geschaffenen Instrumenten zur Verknüpfung von Theorie und Praxis ausstattete. Umsichtig und mit klarem Aktualitätsbezug führte sie das Fach «Sozialwesen Schweiz» mit vielen Gastreferenten. Die Fächer «Handlungslehre Sozialarbeit» sowie «Gemeinwesenarbeit» konzipierte sie von Grund auf neu als Teil der Gesamtausbildung. Die gemeinsame Arbeit im Team war Anita Sieber ein besonderes Anliegen. Ihrer Beharrlichkeit ist die Verwirklichung der schon älteren Idee von Projekttagen zu verdanken, in denen sich viele Lehrkräfte gemeinsam fächer- und klassenübergreifend einem Thema widmen. Diese Tage erfreuen sich grosser Beliebtheit und lassen sich aus dem Jahreskalender nicht mehr wegdenken. Die Kunst am Bau im Treppenhaus des TDS ist ein weiteres Vermächtnis von Anita Sieber: Es umfasst von der luftigen Installation zum Thema Versöhnung im zweiten Stock über den tiefsinnigen Spiegel, in dem sich Schätze entdecken lassen, und das monumentale Wandbild mit dem Leben spendenden Wort Gottes bis hinunter zum goldverkleideten Radiator, der die sprichwörtlichen Leichen im Keller verbirgt, sowie das glasklare Fundament der vergebenden Gnade Gottes eine Reihe anregender und faszinierender Werke. Wir danken Anita Sieber ganz herzlich für ihr Wirken am TDS und wünschen ihr für ihre künstlerische Tätigkeit, der sie sich nun vollamtlich widmet, stets neue Inspiration durch Gottes Geist.

paul kleiner , Rektor 12

Anita Sieber Hagenbach verlässt das TDS.

ANZEIGE Am Freitag, 6. Mai 2011, findet im KGH Bullingerhaus an der Jurastrasse 13 in Aarau eine Tagung des Landeskirchenforums LKF statt: Kompetente Diakonie – lebendige Gemeinde mit Pfr. Dr. theol. Paul Kleiner, Rektor TDS Aarau Einladung für reformierte Pfarrpersonen, Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone, Synodale, Behördenmitglieder und aktive Gemeindeglieder


Bewegungsmelder

BEWEGUNGSMELDER BEGeGnUNGSFachkompetenz und Erfahrung investieren Am 1. Februar 2011 hat Yolanda Sieber Emmenegger ihre Arbeit am TDS aufgenommen. Sie tritt im Fachbereich «Sozialdiakonie» die Nachfolge von Anita Sieber Hagenbach an. Trotz des gleichen Nachnamens sind die Dozentinnen nicht miteinander verwandt. Yolanda Sieber Emmenegger ist in Zürich aufgewachsen und hat in Fribourg Soziale Arbeit, Psychologie und Ethnosoziologie studiert. In der Folge hat sie verschiedene Berufserfahrungen in den Bereichen «Obdachlosigkeit», «Strafvollzug» und «Therapie» gesammelt und sich in Alkohologie und Coaching weitergebildet. Verschiedene Tätigkeiten in der stationären und ambulanten Suchttherapie, unter anderem acht Jahre als Geschäftsleitungsmitglied eines Zentrums für Alkohologie, sowie die Leitung einer Fachstelle für Tabakprävention haben Yolanda Sieber Emmeneggers berufliche Arbeit in den vergangenen Jahren geprägt. Die Leitung des TDS Aarau freut sich, in Yolanda Sieber Emmenegger eine ausgewiesene und erfahrene Fachfrau für den Bereich «Sozialdiakonie» gewonnen zu haben. Wie kam der Kontakt mit dem TDS zustande? Anita Sieber und ich kennen uns aus dem VBGFachkreis «Soziale Arbeit». Irgendwie hat sie es geschafft, dass mich der Rektor des TDS zu einem Kennenlerngespräch eingeladen hat ...

16.15 Uhr Eröffnung und Einstimmung durch Pfr. Max Hartmann, Brittnau, und Sozialdiakon Markus Dolder, Niederwangen Referat von Pfr. Dr. Paul Kleiner zum Thema «Kompetente Diakonie – lebendige Gemeinde» 17.20 Uhr Stehlunch, Begegnungen

Herzlich willkommen, Yolanda Sieber Emmenegger!

Was hat Sie zum Wechsel ans TDS bewogen? Lebendige Gemeinden und innovative, professionell geführte christliche Organisationen im Sozialbereich benötigen gut ausgebildetes Personal. Dieses Kerngeschäft des TDS ist auch mir ein Anliegen. Zudem fasziniert mich die Einheit von Wort und Tat, wie sie Christus gelebt hat. Mit den Studierenden zusammen möchte ich der Frage nachgehen, wie sich dies in einer professionalisierten Sozialdiakonie umsetzen lässt. Worauf freuen Sie sich am meisten? Auf die Begegnungen mit Studierenden und Mitarbeitenden – und auf ein Stück Aargauer Rüeblitorte. Welches ist Ihr Leitmotiv? «Mira que te mira» – «Spüre den Blick Christi» (Teresa von Avila) Das Gespräch mit Yolanda Sieber Emmenegger führte andré kesper .

18.00 Uhr Zwei Praxisfenster und anschliessende Verarbeitung Remy Beusch, Sozialdiakon: Jugend und Familien im Netzwerk Sozialdiakonie Rothrist: «Zeit – für Sie!» Ursula Käufeler, Sozialdiakonin: Ältere Menschen im Besuchsdienst Münsingen: «Vergiss-mein-nicht»

19.45 Uhr Mitteilungen und Abschluss

Anmeldung bis 23. April 2011 via www.landeskirchenforum.ch/events


Finanzen

SpendenBarometer November 2010 Spenden Kollekten/Beiträge Baufonds Total

CHF CHF CHF CHF

19'760.00 11'326.00 180.00 31'266.00

CHF CHF CHF CHF CHF

75'732.90 25'349.50 6'000.00 400.00 107'482.40

Dezember 2010 Spenden Kollekten/Beiträge Legate Baufonds Total

Ergibt ein total für beide monate von

CHF

138'748.40

CHF CHF CHF CHF

14'049.00 1'490.45 0.00 15'539.45

EUR

180.00

Spendenbarometer 2010

Januar 2011 Spenden Kollekten/Beiträge Baufonds Total spenden in euro Nov. 10–Jan. 11

in CHF

Jan

Feb

MÄr

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sept

Okt

Nov

Dez

Soll

41667

83334

125001

166668

208335

250002

291669

333336

375003

416670

458337

500000

IST

38005

73255

106827

123646

146655

193266

240835

261241

302596

334141

365407

472889

«Unter dem Strich» Die Terminplanung will es so, dass jeweils Mitte Januar ein Rendez-vous von Barbara Schiffer (Buchhalterin), Hansjörg Burger (Vorstandsmitglied, Ressort Finanzen) und mir stattfindet. Das Traktandum: der Jahresabschluss. Nach allen Abschluss- und Umbuchungen wird sie mit Spannung erwartet: Die Zahl «unter dem Strich». Diese bzw. das Gesamtergebnis fällt für das vergangene Jahr 2010 zwar «rot», aber besser als im Vorjahr aus, und wir konnten sowohl Abschreibungen als auch Rückstellungen tätigen. Wir sind Gott und Ihnen sehr dankbar für dieses Resultat. Dass wir unseren Verpflichtungen jederzeit nachkommen konnten, ist nicht selbstverständlich und gleichzeitig auch das Ergebnis einer sorgfältigen Liquiditätsplanung. Hierbei fällt auf, dass wir unsere Hypothekarund Darlehensschulden im Verlauf des letzten Jahres um mehr als CHF 200'000 reduzieren konnten. 2010 hatten wir Spendeneingänge von CHF 500'000 budgetiert. Dieses Ziel verpassten wir trotz Jubiläumsjahr und entsprechender Extraspenden um 14

rund CHF 27'000. Erfreulich waren die zahlreichen kleinen und grossen Kollekten bzw. Beiträge von Kirchgemeinden und Kantonalkirchen. Die (Einzel-) Spenden nahmen dagegen leider ab. Herzlichen Dank allen TDS-Freunden und -Mitgliedern sowie allen Firmen, Organisationen, Kantonal-, Landes- und Freikirchen für die Überweisung von Spenden, Kollekten und Beiträgen. Ich freue mich, wenn wir auch im neuen Jahr mit Ihrer Unterstützung rechnen dürfen! Herzliche Grüsse

maya loosli , Geschäftsführerin PS: Der Jahresbericht 2010 mit integrierter Jahresrechnung kann ab Mitte Mai beim TDS-Sekretariat angefordert oder von unserer Website heruntergeladen werden. Den Mitgliedern wird er automatisch zugestellt.


Herzliche Glückwünsche

Wir gratulieren ... zur Geburt

e

Nora Martina

31. Oktober 2010 Tochter von Sarah und Werner Eggenberger-Z'Graggen (Sarah und Werner studierten 2005–2008 am TDS.)

Linda

3. November 2010 Tochter von Andrea und Stefan Hofmeier mit Max (Andrea studierte 2003–2006 am TDS.)

Yann Micha

6. November 2010 Sohn von Esther und David Beyeler mit Silja und Jonas (Esther studierte 1996–2000 am TDS.)

Faidon Jannis

14. November 2010 Sohn von Jeannette und Christos Papadopoulos (Christos studiert 2008–2012 am TDS.)

Aline Lea

12. Dezember 2010 Tochter von Doris und Reto Smonig mit Sherom (Reto studierte 1997–2001 am TDS.)

Samuel

20. Januar 2011 Sohn von Ursula und Christoph Bilat mit Nadine, Simon und Katrin (Ursula und Christoph studierten 1995–1999 am TDS.)

Raphael Ben

23. Januar 2011 Sohn von Nadja und Valentin Deflorin mit Janina und Aaron (Nadja studierte 2004–2007 am TDS.)

ab

zur Hochzeit Salome Diem & Severin Blum

5. Februar 2011 (Salome studiert 2008–2012 am TDS.)

Esther Eidenbenz & Tobias Stöckli 12. März 2011 (Tobias studiert 2008–2011 am TDS.)

Timm Luca

21. Dezember 2010 Sohn von Annina und Jonathan Hess (Jonathan studierte 2005–2008 am TDS.)

?

TDSinform-Abonnement 2011

Damit wir das TDSinform zum günstigen Posttarif für Zeitschriften versenden können, erheben wir eine Abonnementsgebühr. Eine Spende gilt automatisch als Bezahlung des Abos. Auch im Mitgliederbeitrag ist das Abo inbegriffen. Für eine baldige Überweisung des Abo-Beitrags von CHF 20.-/EUR 15.- sind wir ihnen dankbar. Allen, die das Abo bereits bezahlt haben, danken wir herzlich.

15


Barbara Schiffer-Ruch, Verantwortliche für die Adressverwaltung, Tel. 062 836 43 47 oder b.schiffer@tdsaarau.ch, nimmt Ihre Adressänderung gerne entgegen. Durch Ihre frühzeitige Meldung können Kosten eingespart werden. Herzlichen Dank!

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10. Mai 2011, 19 Uhr Alle Mitglieder erhalten eine separate Einladung.

Mitgliederversammlung

des Landeskirchenforums zum Thema «Kompetente Diakonie – lebendige Gemeinde» 6. Mai 2011

Tagung

Klasse III: Tagesretraite 14. Mai 2011

Auffahrtsbrücke 2.–5. Juni 2011

Für alle Interessierten 14. März 2011

Schnuppertag

Frühlingsferien und Studienwoche (Klasse IV: Diplomreise) 11.–25. April 2011

Frühlingssemester 2011

Agenda

Adressberichtigungen bitte nach A1 Nr. 552 melden.

AZB CH-5000 Aarau 1

Martin Buber

Mensch wird am Du zum Ich. Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau

Der

impuls und austausch am absolvententag

im gespräch mit alt rektor peter henning

Begegnungen in der Prättigauer Bergwelt

Rendez-vous

Nr. 46, Februar 2011


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