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NOVEMBER 2017 | 26

GETRAGEN Psalm 23

Sozialpraktika

Jubiläen

Getragen im dunklen Todestal. Gedanken zu Psalm 23 von Monika Riwar  S. 5

TDS-Studierende im Stadtquartier, im Kinderheim und in der Beratung S. 9–13

Maya Loosli, Debora Knuchel, Marcel Kempter

Zeitschrift des TDS Aarau, HF Kirche und Soziales

S. 14–15


INSERAT

Freie Plätze

Fussball · Unihockey · Volleyball

2018

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für Teens (13 - 20 J.) Frühlingsferien 2018 für Kids (9 - 13 J.) Sommer- und Herbstferien 2018 für Familys (mit Kids ab 6 J.) Herbstferien 2018

für Kids und Teens (9 - 15 J.) Sommerferien 2018

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inhalt Titelthema: GETRAGEN

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Editorial: Tragender Glaube Christoph Schwarz, Rektor

Grüne Auen und dunkles Todestal

Gedanken zu Psalm 23 von Monika Riwar

Sie war immer da Kolumne von Pfr. Dominique Baumann

Campus: Praktika Übersicht und drei Berichte aus den Sozialpraktika der Klasse II

Plenum: Jubiläen und neue Mitarbeiterin am TDS Aarau

Kursprogramm: Weiterbildung für alle Ansprüche

Office: Spendenbarometer

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Galerie: Gratulationen und Abschied

Agenda

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TRAGENDER GLAUBE Trägt mich mein Glaube in der Not? Christen in allen Zeiten erlebten es immer wieder, in Krankheiten oder beim Verlust eines geliebten Menschen: Ja! Aber woher kommt solch tragender Glaube? Johannes Calvin sagt: «Der Heilige Geist offenbart es unserem Verstand und versiegelt es in unserem Herzen.» (Institutio 3,2,7) Der Glaube ist Geschenk, gewirkt durch Gottes Geist. Wenn wir zweifeln, ob wir in der Not wirklich glauben können, ist klar: Nein, wir können es nicht. Doch Gottes Geist kann es, und er tut es auch, er schafft in uns Glauben und Vertrauen, die Bestand haben. Und das durch die Verheissungen Gottes in seinem Wort. So z. B. in Johannes 3,16: «Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er den einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.» Diese Verheissungen lesen, diese Worte beten – das können wir tun in schwierigen Momenten. Oder sie anderen zusprechen, die Ermutigung nötig haben. Und Gott um Glauben bitten – auch das können wir tun, für uns selber und für andere: «Bittet, und euch wird gegeben werden!» (Lukas 11,9) Diesen Sommer, am Jahresfest der Mission21, sprach ein Kirchenleiter aus Nordnigeria. Vor dem Hintergrund der extremistischen Attentate auf Christen rief er uns auf: «Ich komme nur mit einer Bitte zu euch: Ihr Christen von Europa, bitte betet für uns nigerianische Christen. Betet dafür, dass wir in unserem Glauben standhalten, dass keiner von uns beginnt zurückzuschlagen, dass keiner von uns einen Moslem töten wird. Bitte, betet für uns!» Ja, lasst uns für sie und andere bitten, um tragenden Glauben.

Christoph Schwarz, Rektor

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THEMA GETRAGEN Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Strasse um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Psalm 23

Monika Riwar

GRÜNE AUEN UND DUNKLES TODESTAL Mit Gott auf Kurs – Gedanken zu Psalm 23

Der Psalm 23 gehört zu den bekanntesten Bibeltexten überhaupt und wird von Christen in aller Welt durch alle Jahrhunderte hindurch gebetet. Für Monika Riwar, Pfarrerin und TDS-Dozentin, ist klar: Es gibt noch viel zu entdecken an diesem altbekannten Wort. Ihr Text ermutigt uns, durch Psalm 23 mit Gott auf Kurs zu bleiben.

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THEMA GETRAGEN In Beziehung stehen Psalm 23 ist ein sogenanntes Vertrauenslied, in welchem Gott in zwei Bildern erscheint. Der Herr ist mein Hirte, sagt der Beter. Nicht einfach ein Hirte, sondern meiner! Zwischen Gott als dem Hirten und dem Beter als dem Schaf seiner Weide besteht eine nahe Beziehung. Mit dem Hirtenbild ist der Aspekt der gütigen und machtvollen Herrschaft verbunden: Der Hirte führt und schützt sein Volk. Er versorgt die Seinen, führt sie auf grüne Auen und an stille Wasser; und sucht rechte Pfade für seine Herde, also Wege, die den Seinen heilsam sind. In der Regel beachten wir nur dieses erste Bild; doch in Vers 5 kommt ein zweites. Gott wird nun mit einem Gastgeber verglichen: Du bereitest mir einen Tisch angesichts meiner Feinde, du salbst mein Haupt mit Öl, mein Becher fliesst über. Gott ist der Gastgeber an heiliger Stätte, der dem Bedrängten den Tisch deckt und ihm Mahlgemeinschaft schenkt. Idylle pur? Psalm 23 atmet die Atmosphäre des Vertrauens, er klingt sogar fast schon idyllisch. Am überraschendsten ist wohl die Aussage: «Mir wird nichts mangeln!» «Mit Gott als meinem Hirten wird mir nie mehr etwas fehlen!» So oder ähnlich mag Israel gedacht haben, als sie den ägyptischen Frondienst hinter sich lassen durften. Sie erlebten Grosses mit Gott, als er sie hinausführte aus dem Mangel. Wenn Gott in die Weite führt, dann liegen Not und Kampf hinter uns, oder nicht? In der Seelsorge bin ich oft mit Menschen im Gespräch, bei denen Vers 1 Widerspruch und Ärger auslöst! «Mir wird nichts mangeln» – das klingt wie Hohn in ihren Ohren, ist es doch eine grosse Diskrepanz zu dem, was sie aktuell erleben. Und sie fragen sich: «Was mache ich falsch, dass ich Mangel

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erlebe?» Oder es wachsen Zweifel gegen Gott, dass er nur leere Versprechungen macht. Was heisst hier, mit Gott auf Kurs bleiben? Zunächst bedeutet es, den Psalm nicht nach Vers 1–3 wegzulegen, sondern weiter

Was mache ich « falsch, dass ich Mangel erlebe?» zu lesen. Psalm 23 ist keineswegs naiv und weltfremd. Ab Vers 4 kommt Gefahr und Not ins Blickfeld: das dunkle Todestal und die bedrängenden Feinde! Der Wechsel der Landschaft War gerade noch von grünen Auen und stillen Wassern die Rede, verändert sich in Vers 4 die Landschaft radikal: Verschwunden ist die scheinbare Idylle, stattdessen befinden wir uns in einem dunklen, steinigen und gefahrvollen Tal, das uns ängstigt. Und etwas Zweites verändert sich: Mit dem Wechsel zum bedrohlichen und beschwerlichen Wegstück wechselt auch die Sprache vom Er, also der dritten Person, zur direkten Anrede: Du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich, du deckst mir den Tisch im Angesicht meiner Feinde. Dieser Wechsel in der Sprache ist bedeutsam. Die 3. Person ist in den Psalmen oft die Lobpreis-Sprache. Beispiele hierfür sind die Hallel-Psalmen 111–113 oder Psalm 136. Im Lobpreis wird die Grösse und die Güte Gottes verkündet und bezeugt. Die Du-Sprache dagegen wird insbesondere bei Vertrauensbekundungen gebraucht – und in der Klage! Der Beter ruft zum Beispiel in Psalm 13: «Bis wann, HERR, willst du mich vergessen? Bis wann soll ich Kummer hegen in meinem Herzen? Schau her, antworte mir, HERR, mach hell meine

Augen …» Die Klage wendet sich indirekt an Gott und sucht inmitten der Not Zuflucht bei ihm. So erklingt nicht nur im Vertrauensgebet, sondern auch in der Klage, das Du der Beziehung zu meinem Herrn und Gott! Klage und Vertrauen Im Wechsel zum Du klingt in Vers 4 die ursprüngliche Klage noch nach. Im dunklen Tal hatte der Betende Zuflucht bei Gott, seinem Hirten, gesucht: Wie lange noch HERR? Führe mich wieder auf grüne Auen. Lass mich nicht zugrunde gehen … – und hat erfahren, dass Gott ihn hindurchbringt und nicht verlässt! Oft begegnet mir die Haltung: Klage ist Ausdruck von Zweifel und darum nicht wirklich «koscher». Sie ist bestenfalls eine Art Vorstufe von echtem Vertrauen. Als wirklich christlich scheint nur die Vertrauensäusserung zu gelten, die mitten im Todestal, mitten in Not und Bedrängnis, ruhig und gelassen zum Herrn spricht: «Du bist mein Gott» (Psalm 16,2). «Meine Seele ist still in mir wie ein kleines Kind bei seiner Mutter» (Psalm 131,2). Ich teile diese Sicht nicht, denn die Sprache der Psalmen lehrt uns etwas anderes: Die Klage ist die Schwester der Vertrauensbekundung! Denn Gott klagend unser Herz öffnen, unsere Zweifel und Angst zeigen, tun wir nur, wenn wir eine Beziehung zu ihm haben. Klage ist Vertrauen: Vertrauen im Dunkel der Nacht! In Psalm 23 finden wir zwei völlig verschiedene «Landschaften» vor: die grünen Auen mit stillen Wassern und das dunkle Todestal. Das eine atmet Ruhe und Sicherheit, das andere Gefährdung und Angst. Was bei beiden gleich ist, ist allein die Gegenwart des Hirten und unsere Zugehörigkeit zu ihm! Er ist hier. Gestärktes Vertrauen Psalm 23 verspricht uns nicht einen Dauerzustand ohne Mangel. Solange wir in dieser Welt unterwegs sind, begegnen uns dunkle


Kolumne Dominique Baumann

Täler und bedrängende Zeiten auf unserem Weg. Versprochen sind uns aber die Gegenwart und der Beistand unseres Herrn, der Stecken und Stab mitträgt. Der Stecken ist eine Art Keule, mit der er uns schützt und verteidigt; der Stab ist der Leitstab, mit dem er uns bei sich hält. Und er ist unser Gastgeber angesichts der Feinde. Er deckt den Tisch für uns und demonstriert dem Feind damit ins Angesicht, dass wir zu ihm gehören und unter seinem Schutz stehen. Unser Hirte steht zu uns! Psalm 23 ist nicht im dunklen Todestal selber entstanden, wo eher Klage aufsteigen würde; der Psalm ist ein Lob- und Vertrauenslied im Rückblick auf durchgestandene Not.

Die Klage ist die Schwester der Vertrauens­ bekundung. Doch gerade im Rückblick geschieht auch ein Ausblick! Die Erfahrung, dass Gott hindurchgeholfen und wieder grüne Auen für uns bereitet hat, führt zu gestärktem Vertrauen im Hinblick auf künftige Not: Und ob ich auch wandere im finsteren Tal mit gefahrvollen Wegen – du bist bei mir! So kommt es, dass wir Psalm 23 nicht nur auf den grünen Auen, sondern auch im dunklen Tal beten und singen. Der Psalm wird zum Trost und zur Verheissung auf Wegstrecken, in denen die Klage in uns aufsteigt: Herr, wie lange noch? – Dennoch bleibe ich stets an dir; mir wird nichts mangeln, denn du bist bei mir; ich fürchte kein Unglück, dein Stecken und Stab verlassen mich nicht! Du wirst meine Seele erquicken – denn du bist mein Herr und mein Gott! Mit Gott auf Kurs bleiben wir, indem wir an ihm dranbleiben. Monika Riwar

Sie war immer da Sonst komme ich nie zu früh in den Konfirmandenunterricht. Doch meine Vorbereitungen gingen schneller als erwartet und auf dem Fahrrad kam mir in den Sinn, dass ich die vielen Fotokopien schon letzte Woche erledigt hatte. Als ich bei der Kirche ankam und mir überlegte, wie ich die halbe Stunde totschlagen könnte, sah ich eine meiner Schülerinnen beim Eingang sitzen. Als sie mich sah, stand sie sofort auf, stürzte auf mich zu und sagte: «Herr Baumann, ich komme heute zum letzten Mal in den Unterricht. Ich wohne bald nicht mehr in Oftringen.» Und dann erzählte sie mir ihr trauriges Schicksal: All die Gründe, weshalb sie fremdplatziert, also von den Behörden von zu Hause fort genommen wird. Ich kannte ihren Vater, weil er an meiner Türe regelmässig um Geld bat. Und dabei nach Alkohol roch. Es berührte mich, mit welch scheinbarer Reife dieses 15-jährige Mädchen über ihr Schicksal reden konnte. Gegen Schluss sagte sie: «Mein Nachbar hat mich jede Woche in die Jugendgruppe der Kirche eingeladen und dann bin ich halt ab und zu mit. Dort war eine freiwillige Mitarbeiterin, mit der ich mich gut verstanden habe und die mich immer wieder ermutigt hat. Und wissen Sie, was das Schöne war? Sie war einfach immer da, wenn ich kam. Jedes Mal war sie da.» Sie buchstabierte laut und langsam: «J-E-D-E-S M-A-L. Das allein hat mich fast durch all den Mist hindurchgetragen!» Diese Bemerkung hat mich nicht mehr losgelassen: «Sie war einfach immer da, wenn ich kam.» Ich glaube, dieses Mädchen, das zu Hause so vernachlässigt war, hat eine Ahnung bekommen von unserem Gott, der trägt und verlässlich ist, durch die Mitarbeiterin, die jedes Mal da war und sich Zeit nahm für sie. Wie oft habe ich mir als Pfarrer gewünscht, bei einem Seelsorgegespräch oder einem Besuch am Krankenbett eine Tablette verabreichen zu können. Eine für die Seele. Eine die wirkt. Denn mein Dasein und Zuhören, das was ich dabei hauptsächlich mache, kamen mir oft nutzlos vor. Dass dem nicht so ist, habe ich an klugen Weiterbildungen tausendmal gehört, aber erst dank der Erfahrung dieses Mädchens begriffen. Wer hätte gedacht, dass Gott ausgerechnet sie braucht, um mich etwas derart Wichtiges zu lehren? Und wer hätte gedacht, dass ich einen neuen Impuls für meinen Beruf ausgerechnet dadurch bekomme, dass ich zu früh in den Unterricht gehe? Denn das passiert mir sonst nie, wirklich nie! Dominique Baumann (46), Pfarrer in der Reformierten Kirchgemeinde Oftringen Die Kolumne bringt Beiträge von Autorinnen und Autoren ausserhalb des TDS-Kontextes.

meinTDS 2017 | 26 KOLUMNE 7


Campus THEMA

TDS-Studierende im

Im Juli verlassen die Studierenden der Klasse II für 10 Wochen (Teilzeitstudierende) bzw. 18 Wochen (Vollzeitstudierende) die Schulbank und werden praktisch. In einer sozialen Institution beraten sie Ausgesteuerte, begleiten sie Menschen mit Einschränkungen und gestalten Freizeit mit Jugendlichen. Auch aufgelistet sind hier die Praktika der Klassen III und IV. Drei ausgewählte Praktikumsportraits (in der Liste hervorgehoben) finden sich auf den folgenden Seiten. Von Matthias Ackermann

Sozialpraktika Klasse II Nathalie Angst, Stiftung Wendepunkt, berufliche Integration, Oftringen Joël Büchli, Stiftung Töpferhaus, soziale und berufliche Integration für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, Aarau Stephanie Burkhart, Heilsarmee Obstgarten, für Menschen in sozial schwierigen Lagen oder mit psychischen Erkrankungen, Rombach Thomas Hadorn, Passantenheim der Heilsarmee, Bern Tabea Haldimann, Stiftung azb für Menschen mit einer Behinderung, Strengelbach Simone-Annalena Hug, Arche Burgdorf – Wohnen und Arbeiten für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder in schweren Lebenskrisen Melanie Ineichen, Netz4: niederschwellige Quartier- und Gassenarbeit der EMK, Zürich Michelle Keller, Quartierzentrum Villa Stucki, Arbeitsintegration, Bern (Bericht Seiten 14–15) Myriam Kölliker, Christuszentrum – WG Zwischenbächen für Menschen mit psychischen Schwierigkeiten, Zürich Nicolas Lauber, Südkurve Lyss – Arbeitsintegration, Beratung, Schulung und Freizeitgestaltung Pascal Lottenbach, Brunegg, Wohnen und Arbeiten für Menschen mit (kognitiven) Beeinträchtigungen, Hombrechtikon Anya Meyer, Stiftung Domino für Menschen mit Behinderung, Hausen 8  CAMPUS meinTDS 2017 | 26

Marianna Mögling, E9 Jugend + Kultur, Projektstudie in der offenen Jugendarbeit, Basel (Bericht Seite 11) Daniel Mörgeli, Sonnenburg, Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Suchtproblemen, Weinfelden Melanie Moser, WBM, geschütztes Wohn- und Arbeitsumfeld für Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung (Werkstätte für Behinderte), Madiswil Angelo Nieto, Café Yucca, Treffpunkt und Sozialberatung, Zürcher Stadtmission Ismael Pieren, Huus Rägeboge – Wohnen und Arbeiten mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, Wattenwil Simon Rohrer, Kompass, Arbeitsintegration, Bischofszell Sebastian Rüthy, Lebensgemeinschaft Sonnhalde für fremdplatzierte Kinder und Jugendliche, Wynigen (Bericht Seiten 12–13) Hamad Saleh, Christuszentrum, Arbeitsintegration, Zürich Simon Siegenthaler, Behinda, Kleinwohngruppen für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, Zürich Adam Siegmund, Peregrina Thurgauer Durchgangsheime für Asylbewerbende, Frauenfeld Marcel Urban, Mansio, Schilfluggä, Betreuung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, Münsterlingen Daniela Vögeli, Stiftung Wendepunkt, Wohnheim für minderjährige unbegleitete Asylsuchende, Aarau Sarah von Ott, Effingerhort AG, Sucht-Reha, Holderbank

Natalie Wittwer, Magellan, Sozialpädagogische Wohngruppe, Salmsach Dario Zack, Sunedörfli, Rehabilitationszentrum Sozialwerke Pfr. Sieber, Hirzel Anja Zimmerli, Reissverschluss, Arbeitsintegration, Bülach David Zurbuchen, NovizonteSozialwerk, Therapeutische Gemeinschaft, Emmenbrücke

Gemeindepraktika Klasse III Isabel Carreno, Ref. Kirchgemeinde Ittigen (Klasse II) Simeon Chlubna, Ref. Kirche Zürich Hirzenbach Sarah Fakhoury, Evang.-Ref. Kirchgemeinde St. Gallen Florian Guldimann, Evangelische Kirchgemeinde Wil SG Rahel Höll, Ref. Kirchgemeinde Jegenstorf-Urtenen Angelika Kündig, Evang.-Ref. Kirche Gossau ZH Walter Moor, Ref. Kirche Uster Raphael Moser, Evang.-Ref. Kirchgemeinde Olten

Wahlpraktika Klasse IV Verena Bösch, ReachAcross UK, Birmingham Fiona Kauer, Netzwerk Schweiz, Aarau David Krättli, Cevi Schweiz, Zürich Stephanie Schütt, Evangelische Stadtmission Basel Fabian Wiesmann, Frontiers, Rohrschacherberg


Sozialpraktikum Gemeindeanimation im Basler Quartier «Am Ring»

MEIN QUARTIER

Marianna befragt einen Jungen, der sich gern im Einhorn-Kostüm im Jugendzentrum aufhält, nach seinen Vorstellungen über ein mögliches Quartierfest: Wo könnte es stattfinden, welche Leute sind dabei, wie müsste es aussehen?

Marianna Mögling

verbindet in ihrem Praktikum soziologische Feldforschung mit Gemeindeanimation in Reinform. Sie erstellt eine soziologische Karte der Basler Quartiere und befragt Kinder und Jugendliche nach deren Vorstellungen von einem Quartierfest. «Gemeindeanimation verlangt, dass ich mich an den Bedürfnissen der Klientinnen und Klienten – in meinem Fall Kinder und Jugendliche – orientiere», sagt Marianna und fügt hinzu, dass sie bewusst Abstand nehmen müsse von den eigenen Vorstellungen. Ihr Praktikum konnte die berufsbegleitende TDS-Studentin in der gleichen Institution absolvieren, in der sie auch während dem Studium arbeitet: Das Jugendzentrum e9 im Basler Quartier «Am Ring». «Es ist ein Quartier mit hohem Wohlstand und tiefer Arbeitslosenquote.» Kinder und Jugendliche seien zwar materiell gut versorgt, die Probleme lägen jedoch anderswo: «Ich vermisse bei den Kindern manchmal Dankbarkeit. Sie geniessen normalerweise eine gute Bildung mit vielen Förderprogrammen.» Die Kehrseite sei, dass die Eltern wenig Zeit für sie hätten. Das e9 ist denn auch ein gefragter Treffpunkt und für Kinder oft die erste Möglichkeit für einen Ausgang mit Gleichaltrigen. Das erwähnte Quartierfest könnte nächsten Sommer stattfinden. Und zwar, wie es die Kinder und Jugendlichen wünschen, auf der Strasse und nahe beim Jugendzentrum. Es wird wohl vor allem von Gästen des e9 besucht werden, man hofft aber, dass auch Erwachsene hinzustossen. Die Kinder sind sich auch einig, dass der Abend der Höhepunkt sein wird: «Ein Kino an der Hauswand, eine Disco, einen Fussballmatch oder ein Konzert stellen sie sich vor.»

Auch die Mädchen der Ladies Night, dem wöchentlichen Treffen für Mädchen im e9, werden ins Quartier geschickt mit dem Auftrag, ein Quartierfest zu skizzieren. Sie leben nicht alle im Quartier, gehen aber hier zur Schule. In der Ladies Night wollen sie vor allem reden, essen und chillen.

Zurück im e9 präsentieren die Mädels ihre Vorstellungen eines Quartierfests. Marianna ist mit dem Aufnahmegerät dabei und fasst diese später in ihrem Praktikumsbericht zusammen.

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Campus

Der Blick aus dem Kinderheim «Sonnhalde» im bernischen Wynigen ist idyllisch. Momentan wohnen 13 Kinder im Alter von wenigen Monaten bis 18 Jahren in dem grossen Haus. Aus Datenschutzgründen finden sich keine Kindergesichter auf den Fotos.

Sozialpraktikum Kinderheim Sonnhalde

ALLTAG MIT 13 KINDERN Sebastian Rüthy hat für sein Praktikum an einen Einsatz aus seinem früheren Beruf angeknüpft. Er arbeitete als Gärtner in einem Kinderhaus und hatte schon damals die Kinder ins Herz geschlossen – und umgekehrt. Darum gewährte ihm die Sonnhalde einen Praktikumsplatz. Das ist nicht üblich in der Betreuung von Kindern, denn dort sind langfristige Bezugspersonen wesentlich.

Sebastian fühlt sich wohl in seiner Rolle. Er versorgt und begleitet Kinder jeden Alters. Zähneputzen, ihnen beim Anziehen helfen und sie wickeln sind für ihn alltägliche Aufgaben, die er routiniert ausführt. Um acht Uhr beginnt Sebastians Arbeitstag. Zu diesem Zeitpunkt ist ungefähr die Hälfte der 13 Kinder schon in der Schule. Die Chindsgi-Kinder und die jüngeren sind jetzt auf Hilfe beim Zähneputzen, Frühstücken und Bereitmachen für den Morgen angewiesen. Sie sind sehr selbstständig, packen ihre Znünibox in den Rucksack und ziehen Schuhe, Leuchtweste und den Rucksack an. Einzig zur Eile muss ab und zu gemahnt werden. Heute fährt Peter Rentsch, der Leiter der Institution, einige Kinder zum 10  CAMPUS meinTDS 2017 | 26

Schulbus. Jetzt ist es nochmals eine Spur ruhiger, die Stimmung im Haus ist friedlich. Mal schreit ein kleines Mädchen und verlangt den Nuggi. Sebastian kommt dazu und erklärt geduldig: «De Nuggi gits nume, wenn’d im Bett bisch.» Beim Znüni will ein Kind auf Sebastians Schoss. Ganz selbstverständlich sucht sich ein jedes ein Plätzchen um den Tisch herum. Es scheint, dass die Kinder gut mit der – im Gegensatz zu einer Kleinfamilie – grossen Zahl an Betreuungspersonen umgehen können. Heute ist auch die Mutter eines Kindes zu Besuch. Sie verbringt alle paar Tage einige Stunden mit ihrem Kind, das in der Sonnhalde lebt.

Kinderheim oder Familie? Der Betrieb wirkt wie der einer grossen Familie – und doch wird auf die Bezeichnung «Familie» bewusst verzichtet: «Wir sind ein Kinderheim, auch wenn wir die Atmosphäre einer Familie durchaus anstreben. Die Begriffe ‹Familie›, ‹Mami› und ‹Papi› sind jedoch fürs Herkunftssystem reserviert, das meistens noch vorhanden und involviert ist», erklärt Ursula Rentsch, die mit ihrem Mann das Kinderheim leitet. Das Leitungsehepaar wirkt wie geboren für diese herausfordernde Aufgabe. Tatsächlich haben sie schon vor 20 Jahren damit angefangen, zuerst deliquente Jugendliche, später Kinder bei sich aufzunehmen.


Seit 2004 besteht die Institution nun in dieser Form eines Kleinheims. «Ich sage lieber Wohn- und Lebensgemeinschaft», so Peter Rentsch. Die Kinder bleiben meist viele Jahre bei ihnen. «Im Alter von 12 bis 15 Jahren wird heute grundsätzlich eine Rückplatzierung ins Herkunftsfamiliensystem versucht.» Das sei zwar verständlich, meistens werde die Entwicklung der Kinder jedoch wieder destabilisiert. «Kinder, die bei uns bleiben, schaffen es meistens ins Berufsleben und in die Selbstständigkeit», berichtet Peter Rentsch.

8.15 Uhr Nun müssen die Siebensachen für den Kindergarten zusammengesucht werden. Die Ordnung in der relativ kleinen Garderobe – für 13 Kinder notabene – ist beeindruckend und hilfreich.

«Jedes Kind ist einzigartig.» Und wie bleibt die Leiterin Ursula Rentsch nach so vielen Jahren – ununterbrochen, Woche für Woche, auch am Wochenende und in den Ferien – motiviert? «Ich darf miterleben, wie die Kinder sich entwickeln – auch unter widrigen Umständen. Das sind kleine Dinge: Ein Kind hat Angst vor dem Wasser und kann diese überwinden. Ein anderes kann mit Sorgen und Ängsten einen Umgang finden. Vieles in unserer Arbeit wiederholt sich – aber jedes Kind ist einzigartig.» In seiner laufenden Anstellung in der Kirche Münsingen hat Sebastian u. a. Kontakt zu Seniorinnen und Senioren. Als grosses Hobby ist er Leiter bei den «Pfadi» und hat so Kontakt zu Jugendlichen. Im laufenden Sozialpraktikum des TDS Aarau kommt nun die Erfahrung in der Begleitung von Kindern dazu: «Ich lerne viel über Kinder. Es kann sein, dass beim Zubettgehen noch grosse Dramen ablaufen und ein Kind fast nicht zu beruhigen ist. Am nächsten Morgen ist alles vergessen und das Kind ist quickfidel. Auch bei Streitigkeiten sind die Kinder eine Weile später wieder versöhnt – sie sind nicht nachtragend. Insofern kann ich auch einiges von ihnen lernen.»

8.22 Uhr Es ist Frühstückszeit für die Kinder, die sich danach selbstständig auf den Schulweg machen. Mit am Tisch sitzt eine Heilpädagogin sowie eine pensionierte Haushaltshilfe. Sebastian wacht über dem Zeitplan und fordert die Kinder auf, sich für die Schule bereitzumachen.

8.33 Uhr Die jüngsten Kinder sind auch aufgewacht. Eines ist frustriert, weil es seine Kleider nicht findet. Sebastian beruhigt es. Bald sind die fehlenden Kleider gefunden und der Tag kann starten.

9.10 Uhr Nach dem Frühstück haben die Kinder genug Zeit zum Spielen. Zwei wollen heute nicht nach draussen gehen, sondern vertiefen sich in Fahrzeugmanöver.

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11.27 Uhr Beratung bei der Jobsuche: Michelle Keller versucht herauszufinden, in welchem Bereich K. langfristig Chancen auf eine berufliche Wiedereingliederung hat. K. kommt aus Sri Lanka, lebt seit vier Jahren in der Schweiz und arbeitet seit fünf Wochen in der Villa Stucki.

Villa Stucki Bern, Arbeitsintegration

Sozialpraktikum

FIT FÜR DEN ARBEITSMARKT Michelle Keller interessiert sich für Menschen mit Migrationshintergrund. Auf der Suche nach einer

Praktikumsstelle konnte sie sich entscheiden zwischen einer grösseren Organisation, welche Menschen mit langjährigem Schweiz-Aufenthalt kaum mehr weitervermitteln kann und einem kleinen Arbeitsintegrationsprojekt. Dieses bietet Menschen eine Kombination aus Arbeiten und Förderung im Bereich Sprache und Arbeitsintegration. Sie entschied sich für Letzteres – trotz des geringeren Praktikumslohns. Michelle konnte die Leiterin des Bereichs Arbeitsintegration schon nach drei Wochen vertreten. «Es war ein Sprung ins kalte Wasser, aber es hat geklappt!», meint sie rückblickend auf diese zwei Wochen. Und doch ist sie wieder froh um die gute Begleitung ihrer Chefin. «Die Arbeit ist vielseitig!» Michelle begegnet ihren Klientinnen und Klienten in verschiedenen Rollen: «Als Arbeitsagogin bereite ich mit ihnen zusammen das Mittagessen vor, als Deutschlehrerin oder Berufsberaterin unterstütze ich sie bei ihren Bewerbungen.» Zudem fallen «klassische» Aufgaben als Sozialarbeiterin an wie die Abklärungen mit den zuweisenden Stellen Caritas, den regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV und anderen. 12  CAMPUS meinTDS 2017 | 26

Das Arbeitsintegrationsprojekt fährt bewusst beide Schienen: Arbeiten und Arbeit suchen. «Der Vorteil ist der, dass man nicht nur redet, sondern auch arbeitet, handelt, Erfahrungen macht, während bei einer Anlaufstelle Sprachbarrieren die Kommunikation erschweren.» Die zuweisenden Stellen finanzieren das Projekt teilweise. Im Gegenzug verlangen sie, dass der Klient sich um seine Entwicklung bemüht, z. B. mittels Bewerbungen. Gewillt und freundlich K. stammt aus Sri Lanka und lebt seit vier Jahren in der Schweiz. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern im Emmental.

Michelle holt ihn aus der Küche für das wöchentliche Standortgespräch. Sie macht ein paar Vorschläge zur Verbesserung des Lebenslaufs. Dabei lässt sie K. möglichst selber arbeiten, was einige Geduld erfordert, weil für ihn schon das Eintippen von diktierten Jahreszahlen oder kurzen Begriffen herausfordernd ist. Seine Freundlichkeit führt dazu, dass er manchmal nickt, bevor er die Frage verstanden hat. Nach einigem Hin und Her wird klar, dass K. gerne im Restaurant arbeiten würde, aber so, dass er nach Arbeitsschluss noch mit dem Zug nach Hause kommt. «Ich könnte auch umziehen», meint K. – «Aber dazu brauchst du zuerst den Job», entgegnet Michelle. Sie zeigt K., wie man im Internet nach einem


K. erhält auch Hausaufgaben: «Du suchst auf nächstes Mal zwei Stelleninserate, auf die du dich bewerben willst», beauftragt ihn Michelle. Dazu braucht K. aber einen funktionierenden Laptop. Die beiden besprechen kurz die Möglichkeit, vom Sozialamt einen zu beziehen.

11.15 Uhr

Campus

Job recherchiert: «Gastronomie – so heisst der Oberbegriff für das, was du suchst, und dann suchen wir nach Küchenhilfe.»

Die Klientin N. bereitet die Tische vor für die Mittagsgäste. Sie stammt aus Vietnam und arbeitet seit sechs Monaten in der Villa Stucki.

Nur deutsch während der Arbeit Heute essen nur ca. 25 Leute in den zwei Essräumen der Villa Stucki, einem Quartierzentrum in Bern. «Im Sommer sind es manchmal bis zu 80 Personen gewesen – dann herrschte wirklich Hochbetrieb und alle müssen anpacken.» Das ServicePersonal ist zwar limitiert in den DeutschKenntnissen, erledigt seine Aufgabe aber freundlich und zuverlässig. Die Angestellten essen nach den Gästen. Um 14 Uhr findet die wöchentliche Sitzung statt. Michelle leitet sie, weil ihre Chefin nicht arbeitet. Sie beginnt – so tönt es – mit einem Dauerbrenner: «Es gibt kein Handy während der Arbeit!» Und: Während der Arbeit wird nur deutsch geredet. Diese Regel ist offenbar so schwierig umzusetzen, dass das Team beschlossen hat, den Übertretenden eine kleine Zusatzarbeit aufzuerlegen. Michelle erklärt den Sinn und Zweck dieser Regel – alle nicken verständnisvoll. Ein weiteres Thema ist die Länge der Mittagspause: «Eine halbe Stunde Pause ist vorgesehen fürs Essen.» Ein Klient beschwert sich, das sei zu kurz. «Vielleicht musst du das Handy in der Hosentasche lassen beim Essen», meint Michelle schmunzelnd. Dieser Hinweis scheint den «Beschwerdeführer» zur Einsicht zu bringen. Der Betrieb muss sehr flexibel geführt werden. Da die Leute auf Stellensuche sind, verlassen einige sehr bald wieder die Villa Stucki: «In den letzten fünf Wochen konnten vier Leute unser Integrationsprojekt verlassen, weil sie Arbeit gefunden haben», freut sich Michelle. Entscheidend sei die Motivation, und dabei helfen sich die jüngeren und die älteren Klienten gegenseitig. Die jüngeren würden von den älteren in die Arbeit eingeführt, die älteren liessen sich von der Motivation der jüngeren anstecken.

11.17 Uhr S. und M. arbeiten gerne in der Küche. Sie kommen beide aus Eritrea, leben seit drei Jahren in der Schweiz und arbeiten seit drei Wochen bzw. fünf Monaten in der Villa Stucki.

13.27 Uhr Nach dem Mittagessen der Gäste muss noch aufgeräumt werden. Dabei bleibt auch Zeit für einen Schwatz. Michelle erklärt E. aus Eritrea das Rezept fürs Fleischgericht. E. lebt seit zwei Jahren in der Schweiz und macht seit August 2017 eine Vorlehre in der Villa Stucki.

14.05 Uhr Michelle macht die Klienten auf einige Regeln aufmerksam: «Stühle müssen nach dem Sitzen wieder schön zum Tisch geschoben werden!» Sie hört sich auch Anliegen und Ideen an und dankt zum Schluss allen für ihren Einsatz.

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Plenum

Maya Loosli 15 Jahre im Dienst des TDS Aarau

Mitmenschlich und sachkompetent Unsere Geschäftsführerin Maya Loosli feierte am 1. Mai ihr 15-jähriges Dienstjubiläum. Als Sekretärin kam sie im Jahr 2002 zum TDS Aarau. Im Frühjahr 2004 kündigte die damalige Geschäftsführerin Erika Schibli. Maya Loosli bewarb sich in der Folge für die ausgeschriebene Stelle der Geschäftsführung. Als Vorstand kamen wir zum Entschluss, dass sie von allen Bewerbenden die am besten geeignete war. Die Geschäftsführerin gehört zusammen mit dem Rektor und dem Konrektor der Schulleitung an. Ihr untersteht das Team der Verwaltung. Maya Loosli führt kompetent und gibt ihren Mitarbeitenden den notwendigen Freiraum in der Aufgabenerfüllung. Die Geschäftsführerin bereitet mit dem Präsidenten die Geschäfte des Vorstands

und der Mitgliederversammlung vor und sorgt dafür, dass die Entscheide umgesetzt werden. Ihr obliegt die Verantwortung für die materiellen Belange. Sie prüft und beurteilt alle Geschäfte mit Kostenfolgen und bereitet diese mit dem Finanzverantwortlichen des Vorstands vor. Maya Loosli absolvierte im Jahr 2011 eine Führungsausbildung. Mit Maya hat das TDS Aarau eine Idealbesetzung für die Geschäftsführung. Ihre mitmenschliche Art und ihr sachbezogenes Arbeiten fügen sich optimal ineinander. Der Vorstand dankt Maya herzlich für ihr Leiten am TDS Aarau und wünscht ihr weiterhin Ausdauer, Freude und Gottes Segen in ihrer Arbeit. Heiner Studer, Präsident TDS Aarau

Saubere Böden und genug Kaffee Wegen der Pensionierung von Burga Hürlimann wurde eine neue Mitarbeiterin gesucht. Oxana Jakob arbeitet nun seit drei Monaten im Betrieb und hat hier ihre Herzens-Stelle gefunden, wie sie sagt. Oxana, wie gefällt es dir am TDS? Ich arbeite gerne, weil ich spüre, dass die Studierenden und die Angestellten zufrieden sind mit meiner Arbeit. Mein Herz spürt, dass ich hier am richtigen Ort bin. Mir gefällt es, für die Studierenden zu «sorgen»: Dass sie jeden Morgen saubere Böden sowie genug Kaffee und Brot vorfinden. Oxana Jakob arbeitet seit 1. August 2017 am TDS Aarau im Hausdienst.

Was arbeitest du genau? Ich reinige die Räume und Treppenhäuser am TDS sowie auch am Aarehaus. Ich bin fürs Znüni und Zvieri von Angestellten und Studierenden verantwortlich. Spannend ist es, wenn ich Räume – manchmal mit Verpflegung – für bestimmte Anlässe vorbereiten kann. Hast du schon mal eine ähnliche Arbeit gemacht? Nein. Ich habe zwar eine Ausbildung in der Reinigung, habe jedoch noch nie in einer

14  PLENUM meinTDS 2017 | 26

so grossen «Universität» gearbeitet. Wie sieht deine Woche aus? Ich arbeite von Montag bis Freitag und gehe jeweils um 6.45 Uhr aus dem Haus. Ich habe einen langen Mittag und geniesse diesen für Pausen und Erledigungen. Ich schätze die Freizeit nach getaner Arbeit. Du hast russische Wurzeln – wie kommt es, dass du nun in der Schweiz bist? Ja, ich bin in Moskau aufgewachsen. Wegen Mann und Kindern bin ich dann in die Schweiz gezogen. Seit einiger Zeit lebe ich aber getrennt von meiner Familie und sehe die Kinder nur am Wochenende. Oxana, wir freuen uns, dass du bei uns arbeitest, und wünschen dir weiterhin viel Freude bei uns am TDS Aarau. Matthias Ackermann


Jubiläen in der Hausverwaltung und im Sekretariat

5 Jahre am TDS Aarau Marcel Kempter

Debora Knuchel

Unser Hausverwalter Marcel Kempter kümmert sich mit grossem Engagement und Allrounder-Talent um den Unterhalt der Liegenschaften, organisiert die Vermietungen an Externe und koordiniert diese um den TDS-Schulbetrieb herum. Zudem ist er u. a. dafür besorgt, dass die Räume sauber, die Heizung repariert, der Flip-Chart-Stift schreibfähig und der Parkplatz vor dem Haus nicht doppelt besetzt ist. Wir Mitarbeitenden sind dankbar, dass die IT/EDV eines seiner Steckenpferde ist. «Nicht verzagen, Marcel fragen», lautet dabei unsere Devise, und mit seiner Geduld und Erfahrung wird jedes Computer-Problem gelöst.

Das Sekretariat ist die Drehscheibe des TDS Aarau und schon viele sind unserer Sekretärin Debora «Debby» Knuchel auf irgend einem (Kommunkations-)Weg begegnet. Mit Freundlichkeit und Geduld erklärt sie das neue Curriculum und koordiniert die am Studium Interessierten und später auch deren Anmeldungen. Sie «tüftelt» so lange am neuen Stundenplan herum, bis jedes Modul gemäss der vorgegebenen Anzahl Lektionen und jede Dozentin nach den persönlichen Terminmöglichkeiten geplant sind. Wenn jemand etwas nicht weiss, ist Debora die erste Ansprechperson, ganz nach dem Motto «Debby weiss alles!».

Wir gratulieren dir, Marcel, zu deinem Arbeitsjubiläum und danken dir herzlich für deinen motivierten und wohlwollenden Einsatz für uns alle. Viele deiner Arbeiten nehmen wir nicht bewusst wahr – aber rasch würden wir merken, wenn sie nicht erledigt wären. Danke.

Liebe Debby, wir gratulieren dir zu deinem Arbeitsjubiläum und danken dir herzlich für deine weitsichtige und unterstützende (Mit-)Arbeit, von der wir alle profitieren. Schön, dass es «rund läuft» im Sekretariat und dass du das TDS-Team bereicherst. Maya Loosli, Geschäftsführung TDS Aarau

TDS-Gebäude

Maya Loosli ehrt Marcel Kempter mit wertschätzenden Worten, einer Packung Ragusa und einem Gutschein für ein Zvieri mit seiner Frau Susi.

Auch Debby Knuchel erhält für ihren Einsatz im Sekretariat Dank, Blumen, Schöggeli und einen Büchergutschein.

Vorstand TDS Aarau

Vor 25 Jahren fand in den Räumen des TDS-Gebäudes zum ersten Mal Unterricht statt. Der schön gelegene Binzenhof diente der «Schweizerischen Evangelischen Bibelschule Aarau», wie das TDS früher hiess, viele Jahre als Unterrichtsgebäude und Wohnort der Studierenden. Ende der 80er-Jahre drängte sich wegen der steigenden Studierendenzahlen ein Erweiterungsbau am Binzenhof auf, der aber von der Bauverwaltung der Stadt Aarau nicht genehmigt wurde. Dies führte 1990 zum Entscheid, das bereits früher erworbene Grundstück an der Frey-Herosé-Strasse für einen grossen modernen Neubau zu nutzen – ein richtiger Entscheid, wie sich bald zeigte: Die zentrale Lage und die optimale Erreichbarkeit durch die öffentlichen Verkehrsmittel haben sich als klarer Standortvorteil gegenüber dem Binzenhof erwiesen.

Der Vorstand des TDS Aarau in der aktuellen Zusammensetzung (v. l.): Bettina Hürlimann (Ressort Absolventinnen und Absolventen), Andreas Wahlen (Theologie/Gemeindebau, Vizepräsident), Heiner Studer (Präsident), Paul Bhend (Kurswesen), Maya Loosli (Geschäftsführung), René Oettli (Diakoniefonds), Christoph Kunz (Bauwesen), Hansjörg Burger (Finanzen), Erika Schibli-Suter, Christoph Schwarz (Rektor). Das Foto entstand anlässlich der jährlich stattfindenden Klausur Ende März 2017.

meinTDS 2017 | 26 PLENUM 15


TDS Reise – Jan Hus lädt ein nach Prag und Böhmen Samstag, 1. – Samstag, 8. September 2018 | 8 Tage

zug aus den Allgemeinen chäftsbedingungen (AGBs)

Leistungen ✓ Fahrt im edelline Bistrobus mit kompetentem Chauffeur ✓ Betreuung durch Reisebegleiterin ✓ 5x Übernachtungen im Lindner Hotel Prague Castle****, Prag ✓ 1x Übernachtung im Hotel Vltava***, Krumau ✓ 1x Übernachtung im Mercure Hotel Salzburg City****, Salzburg ✓ 5x Halbpension im Hotel exkl. Getränke ✓ 1x Schiff fahrt auf der Moldau inkl. Abendessen ✓ 1x Abendessen in einem Restaurant in Krumau exkl. Getränke ✓ Alle Besichtigungen, Eintritte und Führungen gemäss Ausschreibung ✓ Teilnahme an Referaten und Abendsegen von Peter und Anita Henning ✓ Ausführliche Reisedokumentation

MEINE AUSZEIT FÜR GOTT

gsbestätigung / Bezahlung nmeldung ist verbindlich. Der ertrag zwischen Ihnen und mmt mit der vorbehaltlosen me Ihrer schriftlichen, telefonioder persönlichen Anmeldung de. Nach Erhalt Ihrer Buchung n wir Ihnen umgehend die Aufestätigung zu. Der Rechnungsist bis 4 Wochen vor Abreise zu en.

Annullation Diese bedürfen in jedem Fall der schriftlichen Form, massgebend zur Berechnung der Fristen ist das Eintreffen Ihrer entsprechenden Mitteilung.

seformalitäten (Pass, Visa) ationen für Schweizer Bürger ie für Ihre Reise notwendigen und Visumserfordernisse ersee Ihrer Reisebestätigung. Bürderer Staaten sind gebeten, ei der zuständigen Amtsstelle e entsprechenden Einreiseforen zu informieren.

03 oder weniger Tage vor Abreise

Es gelten die nachfolgenden prozen-

e Rasch g ldun Anme – Flyer t ohlen empf Sekretaria S D im T lich erhält a d Anit n u r e et Mit P enning H

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TAG DER ABSOLVENTINNEN UND ABSOLVENTEN Samstag, 20. Januar 2018, ab 9 Uhr Mit Thomas Härry Alle Absolventinnen und Absolventen des TDS Aarau sowie deren Partner und Partnerinnen sind herzlich eingeladen! Flyer und Anmeldung beim TDS-Sekretariat oder online: 062 836 43 43 | sekretariat@ tdsaarau.ch | tdsaarau.ch

16  ANZEIGEN/AGENDA meinTDS 2017 | 26

VON DER KUNST, SICH SELBST ZU FÜHREN 2.0


KURS­ PROGRAMM 2017/18

Begleiten und Begeistern Vertiefen Sie Ihre Kenntnisse! Begeistern und begleiten Sie andere in Ihrem Engagement in Kirche oder Beruf:

Schwerkranke und Sterbende begleiten

Leiterschaf t in der Gemeinde

Das Neue Testament – Faktum oder Fiktion?

esen Sozialw w Sch eiz

Vom S und d orgen em U mgang dami t

ung Gestalt le von Stil n Zeite

Gem sen einwe arb eit

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FOS UND IN DATEN E S.) (LETZ T A D N E G SIEHE A M GR A M R S P RO U K S E ÄNDIG UNG: VO L L S T N M EL D UND A / 6 43 43 062 83 se r u k / u.ch tdsaara

meinTDS 2017 | 26 KURSPROGRAMM 17


Galerie

Wir gratulieren

zur Geburt MARILEN ANAÏS 22. Mai 2017 Tochter von Tabea und Simeon EugsterSchaetzle mit Eleonora. Tabea studierte 2008–2012 am TDS Aarau.

LIVIA ELSA 16. September 2017 Tochter von Melanie und Simon Brunner mit Janis. Melanie (ledig Kopf) studierte 2010–2014 am TDS Aarau.

JANA 16. August 2017 Tochter von Cornelia und Thomas Schweizer. Cornelia (ledig Senn) studierte 2008–2012 am TDS Aarau.

SAPHIRA FLURINA 19. September 2017 Tochter von Isabelle und Andreas Griesser mit Esmeralda und Benjamin. Andreas studierte 2003–2006 am TDS Aarau.

MIAS 28. August 2017 Sohn von Irina und Ueli Rindlisbacher. Irina (ledig Schnyder) studierte 2010–2014 am TDS Aarau.

TIM PETER 27. September 2017 Sohn von Evelyne und Peti Gutknecht mit Nino. Peti studierte 2011–2015 am TDS Aarau.

NANDA SOPHIA 2. Oktober 2017 Tochter von Annina und Patrick Del Grande. Annina (ledig Nussbaumer) studierte 2008–2012 am TDS Aarau.

Wir trauern IRÈNE GUBLER 24.10.1943 – 19.8.2017 Irène Gubler studierte von 1974–1977 am TDS Aarau (damals Schweizerische Evangelische Bibelschule Aarau) und war später Revisorin für das TDS Aarau. Sie verpasste kaum einen Absolvententag und blieb dem TDS Aarau bis zu ihrem Heimgang in besonderem Mass verbunden. Wir bewahren ihr ein ehrendes Andenken.

Ankündigung

Diplom- und Eröffnungsfeier am 2. September 2018 Aufgrund terminlichen Engpässen in der Stadtkirche Aarau findet die Diplom- und Eröffnungsfeier des TDS Aarau künftig eine Woche später statt.

18  GALERIE meinTDS 2017 | 26


Office

SPENDENBAROMETER Impressum

Zwischenstand per Ende Oktober 2017

HERAUSGEBER: TDS Aarau, HF Kirche und Soziales

Liebe Freunde des TDS Aarau Liebe Spenderinnen und Spender Zwei Monate vor Jahresende sind CHF 304‘400 resp. 57 % des budgetierten Spendenziels eingegangen. Herzlichen Dank für die uns anvertrauten Gelder! Wir sind bestrebt, diese verantwortungs- und sinnvoll einzusetzen. Seit nunmehr 57 Jahren tragen viele Freunde, Interessierte, Kirchgemeinden, Institutionen und Firmen dazu bei, dass das TDS Aarau seinen Auftrag erfüllen kann: Aus- und Weiterbildungen im Bereich Gemeindeanimation anbieten und mit theologisch begründetem und sozial kompetentem Handeln die Gesellschaft prägen. Aktuelle Beispiele dazu lesen Sie in den Berichten über unsere Studierenden in ihren Praktika (ab Seite 9). Danke auch Ihnen, dass Sie zu dieser Gruppe der Unterstützenden gehören und wir wissen dürfen: Wir sind «getragen» durch Gebet, Finanzen oder praktische Beiträge. Das Wissen um das breite TDS-Netzwerk lässt mich die letzten beiden Monate des aktuellen (Finanz-) Jahres zuversichtlich in Angriff nehmen. CHF 228‘600 benötigen wir noch zur Erreichung des Budget-Ziels. Damit dies möglich ist, bitte ich Sie um Ihre finanzielle Unterstützung und danke Ihnen bereits jetzt dafür.

Sekretariat: TDS Aarau, Frey-Herosé-Strasse 9, CH5000 Aarau, sekretariat@tdsaarau.ch, +41 62 836 43 43, tdsaarau.ch Leitung: Pfr. Christoph Schwarz, Rektor Trägerverein: Heiner Studer, Präsident KONZEPT: Werbestadt AG, Winterthur REDAKTION: Matthias Ackermann, Felix Studer GRAFIK/LAYOUT: Matthias Ackermann LEKTORAT: Elisabeth Widmer-Hunziker DRUCK: Koprint AG, Alpnach Dorf

Ich wünsche Ihnen eine friedvolle Advents- und Weihnachtszeit und grüsse Sie herzlich,

AUFLAGE: 4.000 Exemplare, viermal jährlich

Maya Loosli, Geschäftsführerin

ABONNEMENT: CHF 20.–/EUR 15.– pro Jahr

PS: Mit theologisch begründetem und sozial kompetentem Handeln die Gesellschaft prägen – dies das aktuelle Jahresmotto aus unserem Leitbild. Danke für Ihre Unterstützung zum Erreichen dieses Ziels!

INSERATE/MEDIADATEN: sekretariat@tdsaarau.ch BILDNACHWEIS: joto / Photocase (Titelbild); TDS Aarau POSTCHECKKONTO SCHWEIZ: Aarau 50-1903-6 IBAN: CH22 0900 0000 5000 1903 6

533'000 500'000

EUR-KONTO: Neue Aargauer Bank Konto: 0882-440718-92 IBAN: CH71 0588 1044 0718 9200 0 BIC: AHHBCH22XXX

400'000

300'000

200'000

100'000

Stand Ende Oktober 2017 in CHF Einzelspender 222'200 Kirchgemeinden/Firmen/Institutionen82'200 TOTAL304'400 Fehlende Spenden bis Ende Jahr 2017 228'600 Fehlende Spenden bis Ende Oktober 2017 139'800 Eingegangene Spenden bis Ende Oktober 2017 304‘400 meinTDS 2017 | 26 SPENDENBAROMETER/IMPRESSUM  19


agenda STUDIUM

TDS-KURSE

dezember 2017 bis februar 2018

Was ist, wenn, und wenn nicht? – Vom Sorgen und dem Umgang damit 13. Januar 2018, 9.15–16 Uhr Monika Riwar, Theologin

Herausforderungen in der Freiwilligenarbeit gemeinsam lösen

Erholungsfähig bleiben in hektischen Zeiten 30. Januar 2018, 19–21 Uhr Georges Morand, dipl. Coach

Christliche Hoffnung leben inmitten globaler Krisenmentalität

Weihnachtsferien vom 23. Dezember 2017– 7. Januar 2018

17. Februar 2018, 9.15–16 Uhr Peter Henning, Pfr. Mag. theol.

TDS-Begegnungswoche, Hasliberg 8.–12. Januar 2018

«Spiritualität to go» – Gestaltung von StilleZeiten

Winterferien vom 3.–11. Februar 2018

19. Februar 2018, 19–21 Uhr Thomas Härry, M.A.

Projekttage «Migration» für alle Klassen 26.–27. Februar 2018

Die Sendschreiben der Offenbarung: Angstmache oder Ermutigung? 21. und 28. Februar 2018, 19–21 Uhr Monika Riwar, Theologin

EVENTS

SCHNUPPERN

2. Dezember 2017, 9.15–16.30 Uhr Pfrn. Dr. Karin Tschanz

16. Januar 2018, 19–21 Uhr Georges Morand, dipl. Coach

Praktika: • Kl. III (Vollzeit): Gemeindepraktikum bis 22. Dezember 2017 • Kl. IV: Wahlpraktikum/Diplomarbeit bis 1. Dezember 2017

Die nächsten Schnuppertage für alle an einem Studium Interessierten: • Dienstag, 16. Januar 2018, 13.30–17.05 Uhr • Dienstag, 6. März 2018, 13.30–17.05 Uhr Weitere individuelle Schnuppertage auf Anfrage oder auf unserer Homepage. Ende Mai 2018 ist Anmeldeschluss für den nächsten Studien­start im August 2018.

Schwerkranke und Sterbende unterstützen und begleiten

Explo, Luzern 29. Dezember 2017 bis 1. Januar 2018 Das TDS Aarau ist mit einem Stand dabei. Tag der Absolventinnen und Absolventen 20. Januar 2018 Mit Thomas Härry über Selbstführung

Was trägt? Was ist schwerer – ein Kilo Federn oder ein Kilo Blei? Mit dieser Fangfrage legt ein Schlaumeier gerne seine jüngeren Geschwister rein. Analog könnten wir uns fragen: Welche Not ist schwerer – die des gemobbten Kindes oder die des 60-Jährigen mit Krebsdiagnose? Dazu Thomas Härry in seinem Buch

«Sterne in der Nacht» an Menschen, die Leidtragende begleiten: «Jedes Leid ist originales Leid – individuell erfahren und erlebt. Es gibt nichts zu vergleichen. Ich bin da, ich höre zu und erkenne das Mass des Leidens meines Gegenübers als einzigartig und unverwechselbar an.» Am TDS Aarau wird diese Hal-

tung von Sozialdiakonie gelehrt und in der Praxis geübt: Erleben Sie in diesem Heft mit, wie unsere Studierenden die Situation von Kindern in einem Heim oder von Asylsuchenden ohne Arbeit mittragen. Und weshalb auch ein leidgeprüfter Mensch sagen kann: «Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.»

meinTDS Nov. 2017  
meinTDS Nov. 2017  
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