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MAI 2017 | 24

FAMILIE

ZWISCHEN SICHEREM HAFEN UND STEILWANDKURVE Ideal und Realität Lebensschule

Plenum

Studierende reflektieren ihr Familienbild an den Projekttagen Familie. S. 6–9

Philipp Hendriksen und Kathrin Hunn neu im Konvent S. 18–19

Sabine Fürbringer über Familienbeziehungen als Lebensschule S. 12–15

Zeitschrift des TDS Aarau, HF Kirche und Soziales


INSERATE

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inhalt Titelthema: FAMILIE

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Editorial: Die wahren Verwandten Dr. Paul Kleiner

2 Tage lang buntes Treiben rund ums Thema Familie

Familienideal

Collagen von Studierenden über Ideal und Realität von Familien

Familie heute Kathrin Hunn über soziologische Aspekte von Familie

Die Familie in der Bibel Alttestamentliche Weisheiten für postmoderne Familien

Kolumne Heinz Etter: Verhalten ist Beziehungssache

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Projekttage Familie

Atelier: Kursprogramm 2017/18 Begleiten und Begeistern

Plenum: Fast 24 Jahre am TDS Burga Hürlimann geht in Pension

Office: Spendenbarometer

12 18 21 24

Was Hänschen nicht lernt ... Sabine Fürbringer über Familienbeziehungen als Lebensschule

Plenum: Neues Konventsmitglied Der Theologe Philipp Hendriksen

Campus: Diplomarbeiten 2017

Agenda

meinTDS 2017 | 24 INHALT  3


editorial DIE WAHREN VERWANDTEN

Jesus machte einmal eine sehr herausfordernde Aussage zur Familie: «Wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.» (Markus 3,35) Damit verwies er seine leibliche Familie auf den zweiten Platz: Sie standen draussen und liessen ihn rufen. Seine erste Priorität aber galt der Gemeinschaft des Reiches Gottes. In vielen Bibelübersetzungen lautet die Überschrift dieses Abschnitts: «Die wahren Verwandten von Jesus». Ich kenne Menschen, denen die Familie das Wichtigste ist, sei dies im Positiven wie im Negativen. Familie als Ort der Geborgenheit und des höchsten Glücks. Oder auch familiäre Beziehungen, die alles überschatten, beeinträchtigen oder zerstört haben – die erfahrene Ablehnung oder Missbrauch bleibt Dreh- und Angelpunkt des Lebens. Bei anderen ist die fehlende Familie das Wichtigste: Eine klaffende Lücke in der Biographie. Das Wort von Jesus kann uns trösten und entlasten, wenn das Thema Familie für uns vor allem Belastung oder Leid beinhaltet: Nichts kann uns trennen von der Beheimatung und Liebe des himmlischen Vaters in Jesus Christus (Römer 8,38–39). Das Jesus-Wort gibt uns gleichzeitig Orientierung für das Leben in allen denkbaren Familienkonstellationen und weiteren Beziehungen: Liebe entspricht Gottes Willen (Römer 13,10) und Gerechtigkeit, Friede sowie Freude sind Kennzeichen von Gottes Reich (Römer 14,17). Ob Single oder verheiratet, Grosseltern oder kinderlos, adoptiert oder verwaist, verwitwet oder geschieden, mit unerfüllten Wünschen oder im totalen Familienglück: Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre.

Pfr. Dr. Paul Kleiner, Rektor

4  EDITORIAL meinTDS 2017 | 24


Thema FAMILIE

l FAMILIE Familie betrifft uns alle: Wir sind in sie hineingeboren, aus ihr herausgewachsen, wurden von ihr getrennt oder haben uns von ihr distanziert.

Familie war früher Mehrgenerationenprojekt und Wirtschaftsgemeinschaft, wird in der katholischen Lehre als Hauskirche verstanden und dient im Neuen Testament als Bild für die Gemeinschaft der Gläubigen. Über Familie wird geforscht, an ihr kann man reifen und sozialdiakonische Arbeit begegnet ihr in allen Facetten. Der 27. und 28. Februar 2017 wurde am TDS Aarau ganz der Familie gewidmet: Ein buntes Setting an Referaten, Workshops und Verarbeitung lud dazu ein, Fakten über Familie zu erfahren, die eigene Familiengeschichte zu reflektieren und für die Arbeit mit Familien inspiriert zu werden. Die folgenden Beiträge geben einen Einblick.

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Thema FAMILIE VÄTER Studierende der ersten Klasse beschäftigten sich mit der Vaterrolle. Im Folgenden einige Schlussfolgerungen aus der Lektüre sowie eine persönliche Stellungnahme: • Tendenziell arbeiten Väter nach der Geburt eines Kindes mehr als vorher, um den Lebensstandard zu halten. • Mit der Geburt des ersten Kindes nimmt die Bereitschaft des Mannes ab, im Haushalt mitzuwirken. Das traditionelle Familienbild hält Einzug. • Die Qualität der Beziehung zwischen Vater und Mutter nimmt wesentlichen Einfluss auf die Rolle des Vaters. Ist die Qualität gut, blüht der Vater als Erzieher auf. • Väter sind nicht weniger sensibel auf Kinder gestimmt als Mütter, jedoch anders: Wo Mütter auf das Bindungsbedürfnis fokussiert sind, reagieren Väter stark auf das Explorationsverhalten der Kinder. • Junge Erwachsene, die mit einem vertrauten Verhältnis zum Vater aufwuchsen, sind feinfühliger in ihren Beziehungen mit ihren Partnern.

T K E J O R P E G A T E I L I M A F

«Eine Reduktion der Stellenprozente hat zwar Einbussen im Lebensstandard zur Folge, aber sicher nicht in der Lebensqualität. Wir können uns zwar keine Ferien leisten. Dass ich früh nach Hause komme, wirkt sich positiv auf die Familie aus und ist uns wichtiger.» Ismael Pieren, Klasse I, ist Vater einer Tochter und studiert im Moment vollzeitlich am TDS Aarau. Vorher arbeitete er zu 80 % bei der Securitas.

WOHER – GESCHICHTE DER FAMILIE Einen spannenden Überblick über die Geschichte der Familie präsentierte uns Felix Studer. Hier zwei Müsterli daraus: «Die katholische Kirche trug im 12. Jahrhundert zur Gleichstellung der Frau gegenüber dem Mann bei. Das kanonische Recht verlangte neu, dass bei der Eheschliessung die Einwilligung beider Eheleute bestimmend sei. Vorher musste die Einwilligung der Brauteltern eingeholt werden.» «Die Mitgift, also was die Frau in die Ehe einbringt, gehörte im Europa des 16./17. Jahrhunderts der Frau, auch wenn dieser Besitz vom Ehemann verwaltet wurde. Nach dem Tod des Ehemanns ging die Mitgift an die Frau zurück. Eltern im (katholischen) Südeuropa gaben über Jahrhunderte ca. 30  % der Mädchen in Klöster, da die Klöster weniger Mitgift verlangten als die Ehemänner. Vor allem im Norden Europas verschwand die Sitte der Mitgift ab dem 17. Jahrhundert zunehmend, da Eltern ihr Geld lieber in die Ausbildung ihrer Kinder zu investieren begannen.» Das gesamte Referat befindet sich auf unserer Website. 6  THEMA FAMILIE meinTDS 2017 | 24

SOZIOLOGISCHE ASPEKTE VON FAMILIE Umfragen der letzten Jahre zeigen, dass der Wunsch nach Familie sehr gross ist, aber öfters nicht realisiert wird. Die Kleinfamilie mit verheirateten Eltern und zwei Kindern ist immer noch das meist gelebte Modell. Väter sind meist vollzeiterwerbstätig, Mütter zu Hause oder teilzeiterwerbstätig. Weitere Zahlen und Fakten über die Familie von heute in einem Auszug aus Kathrin Hunns Referat auf der nächsten Doppelseite.


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IDEAL UND REALITÄT Wir alle leben mit Familienidealen. Ein Ideal, das wir «dann mal wollen» oder das sich in sicherer Entfernung neben unsere aktuelle Familiensituation stellt. Wie steht die Realität dazu – die unserer eigenen Familie, die Realität von Familien in unserer näheren Umgebung, in der westlichen Gesellschaft oder weltweit – wo steht die Familie heute? Und wie verhält sich unser Ideal zu anderen Idealen, z. B. zu dem meiner Eltern oder zum biblischen? Siehe nächste Seite

DIE BALANCE HALTEN – FAMILIE SPIELEN UND MIT BEZIEHUNGS- UND ENERGIEPUNKTEN HAUSHALTEN «Zeit mit der Grossmutter zu verbringen, gibt mir auch Energie.» Dieser Ausspruch eines Studenten im Anschluss an das Planspiel «Familie» zeigt, dass Familienszenen real erlebt wurden und anregten, über «Aufwand und Ertrag» des Modells Familie nachzudenken. Jede Familie musste Aufgaben lösen nach dem Prinzip: Fürsorge kostet Energie, schenkt aber Beziehung. Darin die Balance zu finden, war der Ansporn. Es galt nämlich, möglichst viele Beziehungs- und Energiepunkte zu sammeln und zwar im Gleichgewicht: Das «Beziehungskonto» darf nicht auf Kosten der Versorgung der Grundbedürfnisse überhandnehmen. Mit der Energie heisst es zu haushalten, sonst droht die Gefahr eines Burnouts. So wurden am TDS Bäbis «geschöppelet» und gewickelt, die betagte Grossmutter wurde im Rollstuhl in der Tiefgarage spazieren geführt und gemeinsam wurde diskutiert, wer den nächsten Abwasch besorgt. Dabei gab es unterschiedliche Familienkonstellationen: Traditionelle, Einelternfamilien und solche, die ein Flüchtlingskind aufgenommen hatten. Nicht alle Familien verfügten über ein «normales» Budget. Ärmere Familien hatten weniger Geld zur Verfügung. Das bekam ein Familienvater zu spüren: Er konnte im (realen) Supermarkt in der Bahnhofunterführung das Essen für die Familie nicht bezahlen, als es zehn Rappen mehr kostete als erwartet. In der Reflexionsrunde hob er diese für ihn erstmalige «Armutserfahrung» als besondere Erkenntnis hervor. Und was bedeutet es für eine arme Familie erst, wenn die Kinder sowohl Hallenschuhe als auch Turnschuhe für den Aussenbereich benötigen? Andere erlebten in ihrer Mutterrolle, dass es ganz schön Energie kostet, den ganz unterschiedlichen Bedürfnissen verschiedener Familienmitglieder gerecht zu werden.

Z eit m it Gross mut t er – « braucht Energ ie, g ibt m ir aber auch welche. »

TDS-Student beim Planspiel meinTDS 2017 | 24 THEMA FAMILIE 7


Thema FAMILIE

S A B

N L E T

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FA MILIENIDEAL «

Meine Collage orientiert sich an meinem Idealbild von Familie: Kinder gehören dazu, das Ehepaar ist (immer noch) verliebt und der Glaube wird gemeinsam praktiziert. Anderseits warten grosse Herausforderungen auf werdende Eltern: Die Kindererziehung beispielsweise birgt Konfliktpotenzial; Patchworkfamilien, alleinerziehende (oder einsame!) Mütter sind eine Realität, welche sich die Beteiligten wohl nicht gewünscht hatten.

»

Leandra Büchi, Klasse IV

«

Mein Blick fällt auf ein tanzendes Paar. Die harmonische Paarbeziehung strahlt für mich bereits ein Ideal aus, ohne dass Kinder dabei sind. [...] Mit besorgten Gesichtern halten die Eheleute ihre Blecheimer unter den Wasserstrahl. Das Bild zeigt schön, wie uns das Alltägliche manchmal so sehr beschäftigt, dass wir schlecht aufeinander zugehen können.

»

Joel Büchli, Klasse I

Familie heute– soziologische Aspekte Nach dem besten Familienmodell befragt finden heute 70 % der Männer und 50 % der Frauen, dass ein Kind mit Mutter und Vater aufwachsen muss, um glücklich zu sein. Auch die Realität zeigt, dass das traditionelle Familienmodell immer noch hoch im Kurs ist: 75 % der Kinder in der Schweiz leben in Erstfamilien mit verheirateten Eltern. In scheinbarem Widerspruch dazu dominiert die Auseinandersetzung mit neuen Familienformen, neuem Rollenverständnis und sich ändernden Wertemassstäben die öffentliche Diskussion. Kathrin Hunn thematisierte in zwei Referaten soziologische Aspekte von Familie. Im Folgenden ein kurzer Einblick in einen Aspekt. 8  THEMA FAMILIE meinTDS 2017 | 24

Vereinbarkeit von Beruf und Familie In den letzten Jahren fand eine Verschiebung zu mehr gesellschaftlicher Anerkennung der Berufstätigkeit der Mütter statt. Deren Erwerbsbeteiligung nahm zu, Männer arbeiten vermehrt Teilzeit. Gemäss Umfragen sind 75 % der Mütter und Väter zufrieden mit ihrem Beschäftigungsgrad. Mit der Geburt des ersten Kindes werden die Aufgaben zwischen den Partnern un-


«

«

Eine Familie sollte ausdrücken können, was ihr wichtig ist, und danach leben. «Gesund essen» – Familie soll ein Ort der Versorgung sein. Demgegenüber steht die Realität einer Familie mit Streit, Einsamkeit, Trennung. Gott ist in beidem drin – nicht nur auf der Idealseite, sondern eben gerade auch in Schwierigkeiten, in Einsamkeit und Traurigkeit.

Ich habe bewusst zwei Extreme aufeinanderprallen lassen. Das Ziel sollte niemals sein, nach aussen zu glänzen, sondern als Familie vorwärts zu gehen. Familie sollte ein Ort sein, wo man sich gegenseitig trägt, Halt gibt und trotz Problemen füreinander einsteht. Meine eigene Familie war für mich ein Ort der Geborgenheit und Sicherheit. Christliche Werte wurden nicht nur vermittelt, sondern auch gelebt. Trotz Streit und Auseinandersetzungen wusste ich, dass ich immer willkommen bin und Versöhnung immer möglich ist.

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Adam Siegmund, Klasse I

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Anna Herren, Klasse IV

Wo packen Väter am ehesten an? Aufgabe Mutter terschiedlich aufgeteilt: Nach wie vor redu- Väter investieren neben ihrer etwa gleich zieren die Frauen ihrDie Erwerbspensum bleibenden Erwerbsarbeit mehr Zeit71.2 % in Kinder ankleiden oder verzichten ganz auf Mit eine Hausund Familienarbeit. 30.1 % denErwerbstätigkeit, Kindern über ihre Probleme sprechen um sich der Haus- und Familienarbeit zu Mit den Kindern spielen 45.8 % widmen. 60 % aller Familien beanspruchen Die Aufteilung der Kinderbetreuungsarbeit 80.3 % Zu Hause bleiben, wenn die Kinder krank sind eine externe Kinderbetreuung. Diese ge- in der Partnerschaft hängt stark vom ErDie Kinder in die Krippe, Schule usw. bringen 53.6 % schieht zur Hälfte nicht-institutionell – also werbsarbeitsmodell ab. Nach wie vor wird Den Kindern bei den Aufgaben helfen 58.5 % z. B. durch Grosseltern. sie aber hauptsächlich durch Mütter ausge29.3 % Die Kinder ins Bett bringen übt, auch wenn diese Teilzeit erwerbstätig Seit 1997 zeigt sich eine Zunahme der zeit- sind (siehe Grafik unten). lichen GesamtbelasMutter beide Vater tung für alle Väter und Die Kinder ankleiden Mütter in PaarhaushalMit den Kindern über ihre Probleme sprechen ten. Mütter wenden Mit den Kindern spielen zum Teil etwas weni- Zu Hause bleiben, wenn die Kinder krank sind ger Zeit für Haus- und Die Kinder in die Krippe, Schule usw. bringen Den Kindern bei den Aufgaben helfen Familienarbeit auf, jeDie Kinder ins Bett bringen doch durchwegs mehr 0 % 25 % 50 % 75 % 100 % Zeit für Erwerbsarbeit.

beide Wie

Vater sieht es bei den TDS-Angestellten aus? 26.6 % 2.2 % Die angestellten Väter 3.6 % mit Kindern un66.3 % ter 1549.2 % Jahren betreuen5.0 % diese einen bis zwei Tage pro Woche. Die angestellten 14.5 % 5.2 % Mütter sind zu 30 % bis 60 % angestellt. 38.7 % 7.7 % Deren Männer betreuen die Kinder zu 33.8 % 7.7 % einem Anteil von einem halben bis drei 61.2 % 9.5 % Tagen pro Woche. Das TDS Aarau gewährt werdenden Müttern den gesetzlich vorgeschriebenen Urlaub von 14 Wochen. Der Vaterschaftsurlaub wurde im 2016 auf fünf Tage erhöht.

meinTDS 2017 | 24 THEMA FAMILIE 9


Thema FAMILIE

ALTTESTAMENTLICHE WEISHEITEN FÜR POSTMODERNE FAMILIEN Welches Bild zeichnet die Bibel von Familie? Welche Anstösse geben uns Texte aus dem Alten und Neuen Testament? In zwei Workshops wurde dieser Frage nachgegangen. Im Workshop von Dr. Paul Kleiner wurde ausgehend vom Buch der Sprüche Salomos nach «Weisheiten» für Familienthemen gesucht. Die Fülle ist gross: Von der Rolle der einzelnen Familienmitglieder und deren Beziehungen ist die Rede. Der Themenbereich Erziehung und Bildung nimmt grossen Raum ein. Über den Hausfrieden finden wir viele Aussagen im Verhältnis der Geschwister und der Generationen oder konkret z. B. in Bezug aufs Erbe.

Beispiel einer normativen Aussage: Höre! Im Gegensatz dazu ist folgender Vers nicht direkt normativ, sondern eine Aussage. Nur implizit schwingt eine Aufforderung mit (sei weise!):

Wie direkt ist die Weisheitsliteratur der Bibel anwendbar? Paul Kleiner findet es wichtig, auf den Unterschied zwischen beschreibend und normativ (Weisung gebend) zu achten:

Ob normativ oder beschreibend: Die Bibel gibt uns Orientierung in Form von Weisungen, Impulsen und Wahrheiten, die es auf unser Leben zu übertragen gilt. Im Folgenden werden zu verschiedenen Themen weitere Weisheiten aus dem Buch der Sprüche gesucht. Studierende diskutieren sie in Gruppen und bringen einige Gedanken dazu ins Plenum:

Mein Sohn, höre auf die Zurechtweisung deines Vaters und lehne nicht ab, was deine Mutter dich lehrt. (Spr. 1,8) 10  THEMA FAMILIE meinTDS 2017 | 24

Die Weisheit wird dich vor der Frau eines anderen Mannes bewahren, vor der fremden Frau, die dich mit ihren Worten verführen will. (Spr. 2,16)

Ehebeziehung Denn die Lippen der fremden Frau sind süss wie Honigseim, und ihre Kehle ist glatter als Öl, hernach aber ist sie bitter wie Wermut und scharf wie ein zweischneidiges Schwert. (Spr. 5,3–4) Dieser beschreibende Vers habe auch heute noch seine Gültigkeit: «Fremdgehen ist prickelnd und exotisch, hat aber einen hohen Preis: Der fremdgegangene Partner muss sich seinem Vergehen stellen und um Entschuldigung bitten; Verletzungen können bleiben; falls es zur Scheidung kommt: Alimente müssen bezahlt werden, das Wohnen und die Betreuung der Kinder muss neu organisiert werden usw.» Wie schützen sich Eheleute heute vor der «Bitterkeit» des Ehebruchs? Es sei wichtig,


die Bedürfnisse voneinander zu kennen. Eine funktionierende Kommunikation sei die beste Prävention: «Sünde ist nur mächtig im Dunkeln», so ein Student. Es wird aber auch klar, dass Ehebruch seit dem Neuen Testament nicht das Ende einer Beziehung bedeuten muss. Beziehung der Generationen Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ehre sind ihre Väter. (Spr. 17,6) Dieser und viele weitere Verse fordern Kinder auf, ihre Eltern zu ehren. Wie können wir diesen Begriff verstehen? «Mich als Teil einer Generationenkette sehen und diejenigen wertschätzen, die vor mir da waren und mich zu dem gemacht haben, was ich bin.» Ehre bedeute zu den Zeiten des Alten Testaments Verantwortung, Respekt und «soziale Liebe», also eine Liebe, die durch entsprechendes Verhalten und nicht durch Gefühle ausgedrückt wird. Auf heute übertragen: Ist es beispielsweise unehrenvoll, seine Eltern ins Altersheim abzuschieben? «Nicht unbedingt. Wir haben heute diese Möglichkeiten. Wichtig ist, dass die sozialen Ansprüche der Eltern, also ihr Wunsch nach Austausch und Beziehung mit den Kindern, nicht auch an andere delegiert werden.»

Bibel gerecht zu werden – diese Variante entgegenstellen: «Ebenbildlichkeit Gottes steckt im Herzen des Mädchens; Spielen lässt diese entfalten.» (Paul Kleiner) Es gibt auch die Verse, die keine Knacknuss sind und uns lehren, ermutigen oder zum Wertschätzen, zum Geniessen auffordern: Dein Brunnen sei gesegnet, und freue dich der Frau deiner Jugend. Sie ist lieblich wie eine Gazelle und holdselig wie ein Reh. Lass dich von ihrer Anmut allezeit sättigen und ergötze dich allewege an ihrer Liebe. (Spr. 5,18–19) Das Erbe, nach dem man zuerst sehr eilt, wird zuletzt nicht gesegnet sein. (Spr. 20,21) Haus und Habe vererben die Eltern; aber eine verständige Frau kommt vom HERRN. (Spr. 19,14) Besser ein trockener Bissen mit Frieden als ein Haus voll Geschlachtetem mit Streit. (Spr. 17,1) Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren. (Spr. 17,17)

Kindererziehung

Biblische Familienmodelle

Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht treibt sie ihm aus. (Spr. 22,15)

Die Bibel gibt uns nicht nur Anleitung in Form von normativen Versen. Sie enthält auch eine Menge an Geschichten über und mit Familien. Die Beziehung zwischen Gott und Jesus wird auch als Vater-SohnBeziehung dargestellt. Im Workshop von Christoph Schwarz wird die Frage nach der biblischen Familienform gestellt. Ganz klar kann nicht von einer einzigen biblischen Familienform die Rede sein. Die Bibel kann uns jedoch als Vorlage dienen für verschiedene Familienmodelle:

Dieser eigentliche Aufruf zur Körperstrafe wird von den Studierenden aus dem Kontext des Alten Testaments herausgenommen und auf heute übertragen: «Liebst du dein Kind, so erziehe es recht. Setzt du ihm Grenzen, so zeigst du, dass du dich um es kümmerst.» Der Vers wirft auch die klassische Frage nach der Erbsünde auf: Wird ein Kind sündig oder gut geboren? Im Wortlaut des obigen Verses: Steckt Torheit wirklich im Herzen des Knaben, von Geburt an? Paul Kleiners kurzer Exkurs zu dieser Frage: «Es gibt kein Entweder-Oder. Die Wirklichkeit der Welt, wie wir sie heute erleben, bildet beides ab: Die wunderbare Schöpfung Gottes zeigt uns Gottes Ebenbildlichkeit in Menschen oder seine Kreativität und Ästhetik in der Natur. Aber wir sehen auch Abgründiges, Not, Leid, Böses.» In Bezug auf obigen Vers könnte man – um dem Gesamtzeugnis der

Die Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott Der Mensch als Ebenbild Gottes ist – wie Gott – ein Beziehungswesen. Die Familie ist der erste Ort, an dem Beziehungen, gegenseitige Verantwortung und Fürsorge gelebt und eingeübt werden.

voll anleitend sein: Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern lasst sie aufwachsen in der Erziehung und Zurechtweisung des Herrn. (Eph. 6,4, Zürcher Bibel) Die Psalmen nehmen sogar die irdische Vater-Kind-Beziehung zum Bild für die Beziehung zwischen Gott und den Menschen: Wie ein Vater sich der Kinder erbarmt, so erbarmt der HERR sich derer, die ihn fürchten. (Psalm 103,13) Die Beziehung zwischen Mann und Frau soll von Liebe, Respekt und gegenseitiger Unterordnung geprägt sein: Wir wollen uns einander unterordnen, in der Ehrfurcht vor Christus. (Eph. 5,21) Familie als «kleine Kirche» Dass in einer Familie die Elemente der Kirche – Gottesdienst, Gemeinschaft, Diakonie und Zeugnis – praktiziert werden, sei eine schöne Vorstellung, sagt eine Studentin. «Beim Gottesdienst innerhalb der Familie haben aber Singles keinen Platz.» «Das stimmt zwar im engeren Sinn. Möglich wäre jedoch die Öffnung der Familie für gewisse Anlässe», wird entgegnet. Als Vorschlag wird ein Familienritual genannt, z. B. eine Liturgie oder eine Abendmahlsfeier, zu der bewusst Alleinstehende eingeladen würden. Abschliessend ermutigt Christoph Schwarz die Workshop-Teilnehmenden, die biblischen Bilder von Familie als Ermutigung und Inspiration fürs Familienleben aufzufassen und in eine Balance zu bringen. Warum nicht einmal als Eltern darüber sprechen, welcher Bereich in der Familie zu kurz kommt? Die Kehrseite von Leitbildern und Idealen sei der Umgang damit, wenn wir ihnen nicht genügen. Der Zerbruch eines Ideals bietet wiederum der Gemeinde eine Chance. Sie könne dort einspringen, wo Not und Mängel zum Vorschein kommen: Bei zerrütteten Familien, bei kinderlosen Paaren, bei Alleinerziehenden. Matthias Ackermann

In der Bibel finden wir Hinweise zu jeder Familienbeziehung, so z. B. die Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Diese soll nicht destruktiv autoritär, sondern liebemeinTDS 2017 | 24 THEMA FAMILIE 11


Kolumne Heinz Etter

Finden Sie acht genug? Finden Sie acht genug? Ich höre Sie schon fragen: «Was acht? Acht was?» Und Sie sprechen aus, was wir alle spontan denken: Eine Acht ohne Währung sagt quasi nichts. Wie ich als Pädagoge auf diese Frage komme? Nun, seit ich mich mit christlicher Pädagogik beschäftige, prägt mich ein zentraler Gedanke: Jedes Verhalten ist nur vom Kontext her überhaupt einzuordnen und zu bewerten. Das zärtliche Streicheln über das Gesäss einer Person löst nur im richtigen Kontext angenehme Gefühle aus. Ich erinnere mich noch gut, wie jener Mann sich fühlte und in der Folge auch ich, den ich für meine Frau hielt, weil er eine ähnliche Jacke trug und sich tief hinunter zu den kleinen Ferkeln beugte, wie es für meine Frau typisch wäre. «Verhalten ist Beziehungssache» ist der Leitgedanke der Vertrauenspädagogik. Unsere Beziehungen prägen unser Verhalten weit mehr als unser Charakter, genauso wie wir auch das Verhalten unserer Mitmenschen von der Beziehung her deuten und interpretieren. Deshalb ist die Beziehung quasi die Währung, um zum Vergleich zurückzukehren, während das Verhalten die nackte Zahl ist. Das gleiche gilt für Worte. Eine Anerkennung, ein Kompliment, ja jedes Lächeln hat seinen Wert nicht in sich. Man könnte sie organisieren, aber das wäre fade: «Bring mir doch auch einmal ein paar Blumen heim, wie der Mann meiner Freundin!» Nein, eine Ermutigung muss aus freien Stücken und von jemandem kommen, der mir wirklich etwas bedeutet. «Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!» stand am Anfang von Jesu Wirken, ausgesprochen vom Vater, zu dem Jesus aufschaute und an dem er sich orientierte. Solche Worte fehlen uns heute oft, weil wir nicht so gerne aufschauen, weil das Ehren irgendwie aus der Mode gekommen ist. Es gab wohl noch nie eine Zeit, wo so viele «Gefällt mir», «Daumen hoch» und «Super!» verteilt wurden wie heute. Nur fehlt diesen grossen Zahlen oft die Währung. Solche Anerkennung nährt nicht wirklich, sie macht süchtig, gierig nach mehr. Kinder, die ihre Eltern ehren und zu ihnen aufschauen, haben deshalb eine bessere Chance, selbstbewusste Menschen zu werden als jene, die in ihren Eltern eher Kumpel sehen. Und vor allem als jene, die auf sie herabschauen. Nur Eltern, die geehrt werden, können jene zentrale Funktion im Leben eines Kindes ausfüllen: Geborgenheit, Sicherheit, Zugehörigkeit vermitteln, aber auch Werte. Vor allem aber können nur sie ein Modell sein für jene Gottesbeziehung, die Jesus meint, wenn er uns einlädt, Gott als Vater anzusprechen. Heinz Etter arbeitete als Lehrer und Heilpädagoge HfH. Seit 2009 leitet er die Fachstelle für Vertrauenspädagogik (vertrauenspaedagogik.ch). Die Kolumne bringt Beiträge von Autorinnen und Autoren ausserhalb des TDS-Kontextes.

12  THEMA FAMILIE meinTDS 2017 | 24

Familienbeziehungen als Lebensschule

«Die christliche Familie ist eine spezifische Darstellung und Verwirklichung der kirchlichen Gemeinschaft. Sie kann und muss deshalb auch ‘Hauskirche’ genannt werden. Sie ist eine Gemeinschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe; wie im Neuen Testament angedeutet wird (Vgl. Eph. 5,21–6,4; Kol. 3,18–21; 1. Petr. 3,1–7), kommt ihr in der Kirche eine einzigartige Bedeutung zu.» Katholischer Katechismus, 2204

Der katholische Katechismus hebt die Einzigartigkeit der Familie innerhalb der Kirche hervor. Auf der anderen Seite ist die Familie ein Hindernis in der Jesus-Nachfolge – jedenfalls könnten so einige JesusWorte aus den Evangelien gedeutet werden. Innerhalb dieses Spannungsfelds zeigt Sabine Fürbringer Vorzüge und Grenzen von Familienbindungen auf. Für jede Lebensphase gelte es, die eigene Rolle zu kennen und deren Lebensaufgabe auszuführen. Wie steht es z. B. mit unseren Bindungen innerhalb der Familie? Je nach Lebensphase steht ein Aufbau oder eine Auflösung dieser Bindungen an. Bindungen unversehrt und unverletzend aufzulösen ist eine Herausforderung. Die Jesus-Worte im Lukas-


Thema FAMILIE Sabine Fürbringer an den Projekttagen Familie

WAS HÄNSCHEN NICHT LERNT ... evangelium scheinen uns vor die Wahl zu stellen – entweder Jesus oder Familie: «Wenn jemand zu mir kommen will, muss er alles andere zurückstellen – Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein eigenes Leben; sonst kann er nicht mein Jünger sein.» Lukas 14,26 Tatsächlich kann dieser Vers zur heilsamen Beziehungsgestaltung innerhalb der Familie beitragen. Eine Balance von Nähe und Distanz auch in innerfamiliären Beziehungen zu halten ist aus entwicklungspsychologischer Sicht unbestritten. Jesus lädt uns ein, die «Distanz» als Folge von «Jesus-Nähe» zu wählen. Die natürliche Bindung (Familie) soll die geistliche Bindung (Jesus-Nachfolge) nicht behindern und muss ihr also untergeordnet werden. Sabine Fürbringer findet in «Psychologie der Erlösung» von Oswald Chambers eine hilfreiche Passage zur geistlichen Deutung von Bindungen:

«Die natürliche Individualität klammert sich stets an die natürlichen Bindungen. Die natürlichen Bindungen, auf denen die natürliche Individualität begründet ist, sind: Vater, Mutter, Brüder, Schwestern, Gatte, Gattin, Kinder, Selbstinteresse. Dies sind die Bindungen, von denen der Herr sagt, dass wir sehr wahrscheinlich mit ihnen in Widerstreit geraten werden, wenn wir seine Jünger sein wollen.» Oswald Chambers Trotzdem: Wie können gottgeschaffene Bindungen uns an der Nachfolge von Jesus hindern? Indem sie ein Ersatz für die Bindung an Gott selber werden. Und in Bezug auf unser Gegenüber: Dass sie es hindern können, in die Nachfolge und Abhängigkeit von Jesus zu treten. Oswald Chambers führt diesbezüglich weiter aus: «Unser Gehorsam gegen Jesus Christus wird andere Menschen sehr viel kosten. Und wenn wir

uns weigern, weiterzugehen, damit dieser Preis nicht bezahlt werden muss, oder um uns oder andern das Herzeleid zu ersparen, dann werden wir vielleicht sehen müssen, dass wir die andern dadurch gehindert haben, den Ruf Gottes ebenfalls zu vernehmen.» Oswald Chambers Der erwähnte «Gehorsam gegen Jesus Christus» könnte in unserem Kontext leicht missverstanden werden: Mission statt Familie; aufopfernde Nächstenliebe statt Gemeinschaft innerhalb der Familie usw. Jesus-Nachfolge führt uns jedoch zuerst in geklärte Beziehungen, Bereitschaft zur Verantwortung und gibt uns Orientierung über unsere Aufgaben in den verschiedenen Lebensphasen. Das Interview und die Abbildung auf der folgenden Doppelseite erläutern bzw. visualisieren die «Lebensschule Familie», die im Anschluss an das Referat von Sabine Fürbringer an den TDS-Projekttagen Familie entstanden ist. Matthias Ackermann

meinTDS 2017 | 24 THEMA FAMILIE 13


INTERVIEW Du hast uns in deinem Referat jede Lebensphase innerhalb dem System «Familie» mit ihren Herausforderungen und Aufgaben vorgestellt. In der Phase «junge Erwachsene» sprichst du von Selbstdifferenzierung in Bezug auf die Herkunftsfamilie. Was meinst du damit? Es gehört zum Erwachsenwerden dazu, das eigene Handeln, Denken und Fühlen zu reflektieren und die Verantwortung für den eigenen Weg zu übernehmen. In diesem Prozess wird ein junger Mensch erkennen, dass er familiäre Prägungen hat, die er gerne so weiterpflegt, beispielsweise einen offenen Umgang mit Menschen. Er wird aber auch Dinge finden, die er bewusst anders leben möchte, als er es in seiner Herkunftsfamilie gelernt hat, wie etwa einen grosszügigeren Umgang mit Geld. Und er wird in seiner Seele auch Defizite finden, um die er sich nun selbst kümmern muss – und auch Gott hinhalten darf – damit sich schädigende Tendenzen nicht fortpflanzen. Du hast einen amerikanischen Psychologen erwähnt, der festgestellt hat, dass junge Erwachsene heute kognitiv viel weiter sind als früher, jedoch Defizite in der Lebenserfahrung haben. Was ist daran problematisch? Wie können junge Erwachsene, wie deren Eltern oder Begleitpersonen dem entgegenwirken? Reife umfasst neben unserer kognitiven Entwicklung auch die physische, soziale, emotionale und geistliche Dimension. Fehlt einem Kind die körperliche Erfahrung, dass es ein Ziel unter Anstrengung erreichen kann oder Wind und Wetter ausgesetzt ist, traut es seinen körperlichen Fähigkeiten nur schwer oder sie bleiben sogar unterentwickelt. Finden Beziehungen mehrheitlich virtuell statt, lernt ein Kind gar nicht, wie es reale Freundschaften leben kann. Das gleichzeitig aufgeblasene Wissen – befruchtet durch pseudomiterlebte Abenteuer in den Medien oder durch Hunderte von Freunden bei Facebook – führt zu einer Abgeklärtheit, die zuweilen fast arrogant wirkt. Bei einer realen Herausforderung hingegen fällt die Hülle zusammen und ein schwacher Selbstwert kommt zum Vorschein. Das Gegenmittel: Reale Erfahrungen ermöglichen! Stichwort Partnerwahl: Dazu gibt es viele Seminare und Bücher. Kannst du in wenigen Worten ausdrücken, wie deiner Meinung nach 14  THEMA FAMILIE meinTDS 2017 | 24

die Partnerwahl mit dem Ziel einer lebenslangen Bindung gelingt? Das lässt sich natürlich nicht monokausal als simples Rezept beantworten. Im Zusammenhang mit den Lebensphasen scheint es mir aber wichtig, dass vor dem «Anhangen» wirklich das «Verlassen», wie es die Bibel ausdrückt, stattfindet. Das heisst, der junge Mensch löst sich aus den Abhängigkeiten des Elternhauses, materiell und emotional. Er ist fähig, aus sich selbst und seiner Gottesbeziehung heraus zu leben. Sonst besteht die Gefahr, von einer Abhängigkeit in die nächste zu wechseln, was später im Leben zu Unzufriedenheit führen kann. Die Persönlichkeitsentwicklung sollte ein Stück weit gefestigt sein. Gerade zwischen 18 und 22 durchlaufen viele diesbezüglich nochmals Veränderungen. Die Lebensphase mit kleinen und heranwachsenden Kindern ist für Eltern besonders anspruchsvoll. Meist fällt in diese Zeit auch der Hausbau, die berufliche Weiterbildung oder der Jobwechsel. Wie können Eltern allen Anforderungen gerecht werden? Wir haben begrenzte Ressourcen und das richtige Timing spielt eine wichtige Rolle. Das hat mit Prioritäten setzen zu tun. Was muss gewährleistet sein, damit wir als Einzelne und als Familie gut funktionieren? Wieviel Zeit und Kraft ist durch dieses «Grundrauschen» bereits gebunden? Von hier aus lässt sich abschätzen, was zusätzlich noch in den Alltag passt. So kann es sinnvoll sein, eine ersehnte Weiterbildung noch zwei oder drei Jahre aufzuschieben, bis die äusserst anspruchsvolle Kleinkindphase abgeschlossen ist. Oder wer sich entschlossen hat, ein Haus zu bauen, kann vermutlich nicht parallel dazu noch neue Verantwortungen annehmen. Es geht dabei um Abgrenzung, aber auch um Geduld und Verzicht. Mit der Pubertät setzt bei Kindern die Ablösung von den Eltern ein. Die generationenspezifischen Unterschiede treten in den Vordergrund. Wie kann die Eltern-KindBeziehung diese Phase schadlos überstehen? Im ersten Lebensjahrzehnt legen die Eltern die Grundlagen für die Beziehung, sie umgeben das Kind mit Geborgenheit, Schutz und Fürsorge. Dabei wird sein Urvertrauen und sein Selbstwert stark, es erfährt, dass es wertvoll und geliebt ist. In der Pubertät löst sich das Kind auf dieser Grundlage mehr und mehr ab. Es erfährt dabei, dass

das Leben auch schwierig sein kann, dass es selbst nicht immer im Zentrum steht, dass es gewisse Dinge auch nicht kontrollieren kann. Junge Menschen brauchen diese Erfahrungen und Eltern müssen sie zulassen. Jugendliche brauchen den nötigen Freiraum, um das Leben eigenständig zu erkunden. Wenn dabei Rückschläge eintreten, sind die Eltern zwar gefragt als Gegenüber, aber nicht als diejenigen, die ihnen die Konsequenzen abnehmen. Das kann sich für ein Elternherz zuweilen spannungsvoll anfühlen. Sind die Kinder aus dem Haus, bestimmen neue Rahmenbedingungen den Alltag und die Beziehungen. Welches sind die Chancen dieser Lebensphase? Die Bibel zeichnet ein äusserst positives Bild vom Alter und es kommen nochmals auf andere Art erfüllende Jahre auf uns zu. Das Paarsein rückt wieder ins Zentrum, nachdem die Elternrolle lange Jahre viel Raum eingenommen hat. Für manche Paare braucht es da einige Anpassungen, was nicht immer ganz reibungslos verläuft. Gleichzeitig geht die vormals von Verantwortung geprägte Beziehung zu den Kindern in ein freundschaftlicheres Verhältnis über. So entsteht im Alter Raum für neue Aktivitäten, in die der ganze Reichtum des angesammelten Lebens einfliessen kann. Mehr und mehr geschieht aber auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit. Praktisch kann das heissen, den Nachlass zu klären. Geistlich führt es zu einer innigeren Beziehung zu Gott. Die Fragen stellte Matthias Ackermann.

Sabine Fürbringer (51) ist Psychologin lic.phil. und Paartherapeutin mit eigener Beratungspraxis in Winterthur (www.fuerbringerberatung.ch). Seit 23 Jahren ist sie Mitarbeiterin bei Campus für Christus als Referentin und Autorin. Aktuell baut sie dort den Bereich Campus WE auf, der geistliche Angebote für Frauen entwickelt. Sie ist verheiratet mit Andreas und Mutter von zwei erwachsenen Kindern.


PARTNER

MEINE LEBENSPHASEN

KINDER

SPÄTE LEBENSPHASE Rollenumkehr: Betreuung der gealterten Eltern Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen (Pension) Auseinandersetzung mit Gebrechlichkeit und Tod Klärung des Nachlasses

FAMILIE MIT ERWACHSENEN KINDERN Unabhängigkeit von den Eltern Suche nach Unterstützung durch die Eltern, wenn nötig Kind unabhängig sein lassen; in die Eigenständigkeit entlassen Erwachsenenbeziehung mit dem Kind Ermutigung, Wertschätzung, Bestätigung geben

FAMILIE MIT JUGENDLICHEN Entwicklung des Selbstbildes und der Individualität Unterstützung in Rollen- und Identitätsentwicklung Toleranz und Kompromissbildung

FAMILIE MIT ÄLTEREN KINDERN Beziehungen, Weltsicht, Erfolg, Gefühle Suche nach Individualität

FAMILIE MIT JUNGEN KINDERN Psych. Trennung von Eltern (Ich – Du) Streben nach Autonomie Imitieren des elterlichen Verhaltens

Verfügbarkeit der Eltern Bindungsförderndes Verhalten Einführung von Grenzen

ELTERN WERDEN – SÄUGLINGSPHASE Einbezug der erweiterten Familie mit Grosseltern Fürsorge für das Kind Anpassung des Ehesystems: Haushaltsführung, Kindererziehung

Totale Abhängigkeit

HEIRAT Bildung des Ehesystems Neuorientierung der Beziehungen zu Familie und Freunden unter Einbezug des Partners

JUNGE ERWACHSENE Unabhängigkeit Selbstdifferenzierung im Blick auf die Herkunftsfamilie

Entwicklung vertrauensvoller Beziehungen zu Gleichaltrigen

Lebensphasen. Sabine Fürbringer in Anlehnung an «Entwicklungspsychologie» von Oerter und Montada (2008). Grafische Umsetzung: Matthias Ackermann

ELTERN

Sensibilität für kindliche Entwicklungsbedürfnisse Gelegenheiten für Eigenaktivität Gehen und wachsen lassen

meinTDS 2017 | 24 THEMA FAMILIE 15


Atelier

BEGLEITEN UND BEGEISTERN «Begleiten und Begeistern», das ist erst die Kurzform. Im Alltag bedeutet «Begleiten»: Nachfragen, Interesse zeigen, unterstützen, ermutigen und noch viel mehr. Andere begeistern können wir aber erst, wenn wir selbst «be-Geistert» sind. Erleben wir geistliche Erfrischungen, die wir selbst danach ausstrahlen und weitergeben? Das TDS-Kursprogramm 2017/18 bietet Ihnen viele Gelegenheiten, um selbst neu Begeisterung aufzutanken. Sie entdecken Kostbarkeiten im Johannesevangelium, Sie erhalten Ideen zur Gestaltung von StilleMomenten, Sie lassen sich ermutigen durch Texte aus der Offenbarung, steigern Ihre Erholungsqualität in hektischen Zeiten und finden einen neuen Umgang mit Sorgen. Aus solchen Erfrischungen erwächst diese neue Kraft, um Menschen von Herzen gern zu begleiten: Kinder in ihrer wachsenden Beziehung zu Gott, Schwerkranke und Sterbende oder Gäste bei einer Gottesdienstmoderation. Lassen Sie sich neu begeistern? Suchen Sie neue Wege, um andere Menschen zu begleiten und zu begeistern? Dann sind Sie auf der richtigen Fährte, wenn Sie sich von diesem Kursprogramm inspirieren lassen. Ich heisse Sie herzlich willkommen zu erfrischenden Weiterbildungen! Felix Studer lic. phil., Konrektor und Dozent TDS Aarau Verantwortlicher für das Kurswesen

Kursprogramm 2017/18: Übersicht ABEND- UND SAMSTAGSKURSE

und Details f ung au Anmeld u.ch / dsaara .t w w w 6 43 43 062 83 kten gedruc und im gramm Kurspro im Juli int (ersche 2017)

1 Grundkurs Bühnenmoderation Ladina Spiess, Journalistin und Moderatorin Ü Samstag, 28. Oktober 2017, 9.15–16 Uhr

6 Was ist, wenn, und wenn nicht? – Vom Sorgen und dem Umgang damit Monika Riwar, Theologin, Seelsorge und Beratung in eigener Praxis, Dozentin TDS Aarau Ü Samstag, 13. Januar 2018, 9.15–16 Uhr

2 Neue Perspektiven – Chancen meiner Pensionierung Hansurs und Elisabeth Walder, pens. Pfarrer/Lehrerin; Werner Farner, Lehrer, Ausbildung in individualpsychologischer Beratung und Eheseelsorge Ü Samstag, 11. November 2017, 9.15–16.30 Uhr

7 Herausforderungen in der Freiwilligenarbeit gemeinsam lösen Georges Morand, dipl. Coach, Supervisor, Theologe, Erwachsenenbildner Ü Dienstag, 16. Januar 2018, 19–21 Uhr

3 Entdeckung neuer Kostbarkeiten im Johannesevangelium Dieter Kemmler, Pfr. Dr. theol., Dozent TDS Aarau Ü Montag, 13., 20., 27. November 2017, 19–21 Uhr

8 Erholungsfähig bleiben in hektischen Zeiten Georges Morand, dipl. Coach, Supervisor, Theologe, Erwachsenenbildner Ü Dienstag, 30. Januar 2018, 19–21 Uhr

4 Kinder in ihrer wachsenden Beziehung zu Gott begleiten Felix Studer, lic. phil., Konrektor und Dozent TDS Aarau Ü Donnerstag, 16. November 2017, 19–21 Uhr 5 Schwerkranke und Sterbende unterstützen und begleiten Karin Tschanz, Pfrn. Dr., Spitalpfarrerin und Psychotherapeutin Ü Samstag, 2. Dezember 2017, 9.15–16.30 Uhr

16  KURSPROGRAMM meinTDS 2017 | 24

9 Christliche Hoffnung leben inmitten globaler Krisenmentalität Peter Henning, Pfr. Mag. theol., ehemaliger Rektor TDS Ü Samstag, 17. Februar 2018, 9.15–16 Uhr


10 «Spiritualität to go» – Gestaltung von Stille-Zeiten Thomas Härry, M.A., Dozent TDS Aarau, Buchautor und Referent Ü Montag, 19. Februar 2018, 19–21 Uhr 11 Die Sendschreiben der Offenbarung: Angstmache oder Ermutigung? Monika Riwar, Theologin, Seelsorge und Beratung in eigener Praxis, Dozentin TDS Aarau Ü Mittwoch, 21. und 28. Februar 2018, 19–21 Uhr 12 Das Neue Testament – Faktum oder Fiktion? Dieter Kemmler, Pfr. Dr. theol., Dozent TDS Aarau Ü Montag, 12., 19., 26. März 2018, 19–21 Uhr 13 Frauengeschichten: Erstaunliches zu den Frauen im Stammbaum von Jesus Karin Härry, Bibliothekarin und Referentin Ü Mittwoch, 14. März 2018, 19–21 Uhr 14 Paulus – Meister der Sozialkompetenz Karin Härry, Bibliothekarin und Referentin Ü Mittwoch, 21. März 2018, 19–21 Uhr 15 Ermutigungstag für Paare in Verantwortung Karin Härry, Bibliothekarin und Referentin; Thomas Härry, M.A., Dozent TDS Aarau, Buchautor und Referent Ü Samstag, 28. April 2018, 9.15–16 Uhr 16 Aufbaukurs Bühnenmoderation Ladina Spiess, Journalistin/Moderatorin Ü Samstag, 5. Mai 2018, 9.15–16 Uhr

BEI IHNEN VOR ORT Die TDS-Dozenten Thomas Härry und Dieter Kemmler bieten Abendkurse oder Tagungen in Ihrer Kirchgemeinde oder Institution an. Anfrage direkt bei den Referenten. Thomas Härry, t.haerry@tdsaarau.ch Ü Sich selbst und andere führen Ü Weitere Themen zu Spiritualität, Bibel und Persönlichkeitsentwicklung auf Anfrage Hinweis: Freie Termine ab Januar 2019 Dieter Kemmler, d.kemmler@tdsaarau.ch Ü PDL – Pneuma-dynamisches Leben Ü Die Bergpredigt Ü Das Unservater Ü Was passiert nach dem Sterben Ü Leben unter dem geöffneten Himmel

INTEGRATIONSBEGLEITUNG Die Ausbildung zur Integrationsbegleitung des Instituts für Migration Kornthal mit dem TDS Aarau als Kooperationspartner ist sehr gefragt. Die 10 Module werden bereits zum dritten Mal angeboten. Alle Daten und weiteren Infos auf unserer Website. Kursort ist das TDS Aarau.

ALS GAST STUDIEREN Folgende TDS-Studienmodule können einzeln belegt werden. Auf Wunsch kann eine Prüfung abgelegt werden. Die genauen Unterrichtstermine teilt Ihnen das TDS-Sekretariat gern mit.

17 Dogmatik Pfr. Christoph Schwarz Ü 15. August bis 19. Dezember 2017 Mehrheitlich Dienstag, Vormittag

44 Lektionen

18 Kirchengeschichte 45 Lektionen Dr. phil. Hanspeter Jecker Ü 21. August, 4. und 18. September 2017; Montag Nachmittag Ü 23. Oktober bis 18. Dezember 2017; Montag Vormittag 19 Theologie des Alten Testaments Pfr. Dr. Jürg Luchsinger Ü 15. August bis 14. November 2017 Dienstag, 8.20–9.55 Uhr

24 Lektionen

20 Theologie des Neuen Testaments Thomas Härry, M.A. Ü 14. August bis 16. Oktober 2017 Mehrheitlich Montag, Vormittag

32 Lektionen

21 Bibelkunde Altes Testament 88 Lektionen Dr. theol. Stefan Wenger Ü 15. August bis 17. Oktober 2017; Dienstag, Nachmittag Ü 15. Januar bis 4. Juni 2018; Montag, Vormittag 22 Bibelkunde Neues Testament Thomas Härry, M.A. Ü 24. Oktober 2017 bis 29. Mai 2018 Mehrheitlich Dienstag, Nachmittag

90 Lektionen

23 Sozialwesen Schweiz Kathrin Hunn, lic. phil. (Soziale Arbeit) Ü 16. Januar bis 5. Juni 2018, 8.20–11.50 Uhr Mehrheitlich Dienstag, Vormittag

74 Lektionen

24 Gemeinwesenarbeit Tobias Flotron, Soziokultureller Animator Der Kurs wird zweimal identisch durchgeführt: Ü 24a: 26. Oktober bis 14. Dezember 2017 Donnerstag, Vormittag Ü 24b: 23. Januar bis 23. April 2018 Mehrheitlich Dienstag, Nachmittag

30 Lektionen

25 Leiterschaft in der Gemeinde Thomas Härry, M.A. Ü 7. Dezember 2017 bis 1. Juni 2018 Mehrheitlich Freitag, Vormittag

68 Lektionen

26 Einführung in die hebräische Sprache 20 Lektionen Christine Stuber, Dr. theol. Ü 15. Januar bis 26. März 2018; Montag, 17.15–18.50 Uhr 27 Kurswoche Jugendarbeit 1 Woche Andi Bachmann-Roth, Theologe MTh, Jugendbeauftragter SEA Ü 4. bis 11. August 2018

meinTDS 2017 | 24 KURSPROGRAMM 17


Plenum

Philipp Hendriksen in seiner Wohn- und Pfarramtsgemeinde Warth

Kirchengeschichte, Ethik und Missionstheologie werden neu vergeben.

Der Theologe Philipp Hendriksen stösst zum Konvent des TDS Aarau Zwei Stellen im Konvent werden aufs Studienjahr 2017/18 neu besetzt. Der Abgang des Rektors Dr. Paul Kleiner und die Wahl von Christoph Schwarz an dessen Stelle erforderten eine Neuverteilung der Aufgaben. Mit dem Theologen Philipp Hendriksen fand der Vorstand eine ideale Ergänzung für den Konvent des TDS Aarau. Matthias Ackermann traf ihn zum Gespräch. Wie kam es zu deiner Anstellung am TDS Aarau? Ich wurde in den Berufungsprozess eingeladen. Meine Reaktion war einerseits grosse Freude beim Gedanken an eine mögliche Arbeit als Dozent. Auf der anderen Seite 18  PLENUM meinTDS 2017 | 24

hatte ich erst vor zwei Jahren eine neue Pfarrstelle in der Ostschweiz mit neuem Elan angetreten – und zögerte beim Gedanken an eine nochmalige Veränderung. Die Freude überwog jedoch deutlich. Umso schöner, dass die Wahl auch vom TDS her auf mich fiel. Du hattest bisher verschiedene Pfarrämter inne. Zudem hast du vor deinem aktuellen Pfarramt wissenschaftlich gearbeitet. Wie fügt sich die Anstellung am TDS in deine Lebensspur ein? Meine Freude am theologischen Forschen wurde schon im Studium geweckt und ich wurde zum Doktorieren ermutigt. Im Pfarramt versuchte ich immer wieder, mir Freiräume für theologisches Arbeiten zu schaffen. Bis auf einige Publikationen gelang mir diese Vertiefung nicht. Vor fünf Jahren konnte ich dann – unter einigen persönlichen Entbehrungen – für drei Jahre im

Rahmen eines Nationalfondsprojekts für die Uni Bern an einer Dissertation arbeiten. Was war Thema deiner Forschung? Der bernische Pietismus. Gläubige innerhalb und ausserhalb der reformierten Kirche hatten den Anspruch, dass Glaube gesellschaftliche Strukturen erneuert. Diese Haltung führte zu Aufbrüchen, welche die Kirche und das gesellschaftliche Gefüge spalteten. Ich schloss das Nationalfondsprojekt ab, müsste aber für den Doktortitel nochmals Zeit aufwenden. Und das Arbeiten mit Studierenden? Ich hatte meine Fühler schon immer ausgestreckt nach einer Möglichkeit zum Lehren – und hatte dabei genau an eine Institution wie das TDS gedacht. Mein Anliegen ist, dass Studierende Zusammenhänge zu verstehen lernen, dass sie angeleitet wer-


den, z. B. aus historischen Quellen eigene Schlüsse zu ziehen. Welches werden deine Aufgaben am TDS sein? Ich werde die Module Kirchengeschichte, Ethik und Missionstheologie unterrichten.

Wissensauf« nahme soll begleitet sein von einem persönlichen Reifungsprozess.

»

Zudem werde ich die berufsbegleitend Studierenden in ihrer Gemeindepraxis begleiten. Drittens ist es die Mitarbeit im Konvent: Ich werde die inhaltliche Prägung des Studiums mitgestalten. Kirchengeschichte, Ethik und Missionstheologie – was fasziniert dich an diesen Themen? Ethik stellt die wichtige Frage nach dem, was von uns gefordert ist: Wie können wir in dieser Welt leben? Missionstheologie: Wir stellen uns in die grosse Mission von Jesus hinein – und blühen dabei selber geistlich auf. Kirchengeschichte lehrt uns u. a. den Umgang mit Quellentexten: In welcher Situation und mit welcher Absicht wurden Informationen überliefert – zufällig, bewusst, mit einer bestimmten Absicht?

Gerade dieser Umgang mit Informationen ist ja hochaktuell – und nicht blosse Wissensvermittlung.

dafür!»

Mein Anliegen ist es, dass Wissensaufnahme immer begleitet ist von einem persönlichen Reifungsprozess – bei Studierenden und durch sie auch in den Kirchgemeinden, in denen sie später arbeiten werden. Oder, anders ausgedrückt: Die Ausbildung gibt dir Werkzeuge (Methodik, Wissen) in die Hand, aber es braucht auch die Sendung, damit diese Werkzeuge Frucht bringen.

Im Moment bin ich noch voll im Pfarramt – es ist sozusagen Hauptsaison mit Konfirmationen, Unterricht usw.; ab Sommer werde ich mich dann ganz meiner neuen Aufgabe hingeben.

Du bist verheiratet. Wo ist deine Frau engagiert? Meine Frau Elke hat ein kleines Pensum in der Christusträger-Gemeinschaft im Schloss Ralligen am Thunersee. Sie begleitet Gäste und hilft mit in der Administration des Betriebs. Darüberhinaus begleitet sie Menschen seelsorgerlich und ist mir in meinen verschiedenen Pfarrämtern tatkräftig zur Seite gestanden. Es war und ist unser Anliegen, uns mit je unseren Gaben und Kompetenzen in Gottes Reich einzubringen – gerade in unserem Stand als kinderloses Paar.

Nun steht wieder ein Umbruch in deinem Leben bevor.

Ich wünsche dir einen guten Abschluss im Pfarramt und einen gelingenden Einstieg am TDS Aarau. Wir heissen dich als neues Konventsmitglied herzlich willkommen und sind überzeugt, dass du das TDS mit deiner Erfahrung, deinen Kompetenzen und deinem hingebungsvollen Wesen bereichern wirst. Das Gespräch führte Matthias Ackermann.

Wie gestaltest du deine persönliche Spiritualität? Ich pflege gerne monastische Elemente, z. B. Schweige-Exerzitien oder lese die Bibel meditierend. Dabei erlebe ich eine Konzentration aufs Wesentliche – nicht nur in den grossen Fragen, sondern im Moment für meinen Alltag. Der Theologe Klaus Bockmühl fasst dies sehr gut zusammen: «Spiritualität ist die Krone der Theologie – stilles Ausharren im Gebet und im Hören auf den Gott, der redet – vereinfache dein Leben

Philipp Hendriksen, 54, ist Theologe. Er ist zurzeit als Pfarrer in zwei thurgauischen Gemeinden tätig und ist ab September 2017 neues Konventsmitglied des TDS Aarau. Von 2012 bis 2015 arbeitete er an der Universität Bern an einer Dissertation über den bernischen Pietismus. Er ist verheiratet mit Elke.

Neu im Konvent ab Juli 2017: Kathrin Hunn Seit vergangenem August 2016 unterrichtet Kathrin Hunn am TDS Aarau das Modul «Einführung in Sozialdiakonie und Gemeindeanimation». Im meinTDS vom September 2016 konnten Sie ein Interview mit ihr zum Thema «Neuanfänge» lesen. Der Hauptartikel zu «Soziale Teilhabe» in der Ausgabe vom November 2016 stammte auch aus Kathrin Hunns Feder. Wir freuen uns sehr, dass sie ab Juli 2017 das Kernteam des TDS Aarau verstärken, weitere Module unterrichten und im Konvent mitarbeiten wird. In ihrem

50 %-Pensum wird sie Studierende auch in der Praxisausbildung begleiten und zusammen mit Yolanda Sieber Emmenegger die Co-Leitung des Fachbereichs Soziale Arbeit wahrnehmen. Kathrin Hunn hat einen Master in Sozialer Arbeit von der Universität Fribourg. Sie ist verheiratet mit Matthias; sie sind Eltern der eineinhalbjährigen Flurina und wohnen in Wangen bei Olten. Herzlich willkommen! Dr. Paul Kleiner, Rektor

meinTDS 2017 | 24 PLENUM 19


Plenum

Burga Hürlimann geht in Pension

Fast 24 Jahre am TDS Aarau Seit fast 24 Jahren unterstützt Burga Hürlimann am TDS Aarau die Hausverwaltung. Sie ist damit die dienstälteste Angestellte in der Verwaltung des TDS. Zudem ist sie täglich als Erste im Haus. Auf Ende April wurde Burga pensioniert. Anfang April sprach sie mit Matthias Ackermann über ihre Zeit am TDS und gab Einblick in ihr Leben. Burga ist eine treue Seele. Sie putzt, räumt auf, wäscht Geschirr ab und bereitet das Znüni für die Angestellten und Studierenden des TDS – und das jeden Tag. Und sie macht es gerne. «Die Arbeit ist zwar zum grossen Teil Routine-Arbeit, das macht mir nichts aus. Es sind ja nicht alle Tage genau gleich.» Tagwacht um 3.30 Uhr Wenn Burga schon vor 5 Uhr morgens das TDS betritt, ist sie schon eineinhalb Stunden auf den Beinen. Im Heimgarten Aarau, wo sie wohnt, macht sie Kaffee für sich und ihre Freundinnen Laura und Sieglinde. Das Trio macht sich auf den Weg zum TDS und beginnt den Morgen mit einem zweiten Kaffee und einem Schwatz. Sie machen sich bereit für die Arbeit, Burga am TDS, die beiden anderen Frauen nehmen den Zug nach Muhen, wo sie im Wendepunkt arbeiten. Burga putzt die Unterrichtszimmer, kocht Wasser und Kaffee für die Studierenden

und erledigt den Abwasch vom Vortag. «Wenn dann Marcel, der Hausverwalter, kommt, besprechen wir, was es heute zu tun gibt.» Über den Mittag gibts ein kleines Nickerchen auf dem Sofa. Burga lässt sich nicht stören durch die Angestellten, die im gleichen Raum ihr Mittagessen wärmen. Um 16.30 Uhr ist für Burga Feierabend. Nach dem Abendessen im Heimgarten geht Burga schon bald schlafen: «Ich bin einfach müde um 7 Uhr abends, da hat es keinen Sinn, noch länger wach zu bleiben, auch wenn es ein schöner Sommerabend wäre.» Aufgewachsen im Kanton Zug mit acht Geschwistern Burga wurde vom damaligen Dozenten Giovanni Hohl angestellt. Sie hatte einen zweijährigen Klinikaufenthalt hinter sich und einen Platz beim Heimgarten erhalten. «Nachdem meine Mutter gestorben war, ging es mir sehr schlecht. Das dauerte viele Jahre. Heute kann ich sagen, dass es mir gut

geht.» Burga wuchs in einer grossen Familie auf: «Wir waren acht Geschwister und haben noch heute guten Kontakt untereinander.» Der Heimgarten ist für sie so etwas wie eine Familie: «Es sind nette Leute. Wir machen jedes Jahr einen Ausflug, dieses Jahr gehen wir für eine Woche nach Polen.» Wenn Burga beim TDS aufhört, ist sie bereits 67 Jahre alt. Trotzdem wird sie halbtags im Heimgarten arbeiten: «Ich kann nicht einfach nichts tun. Und zum Reisen fehlt das Geld.» So wird Burga weiterhin putzen, Tische decken und die Ruhe und Freundlichkeit ausstrahlen, wie wir es von ihr kennen. Matthias Ackermann

Liebe Burga Du stellst meinen Lieblings-Pausen-Tee parat, bringst mir Päckli-Post direkt ins Büro und informierst mich, wenn etwas Wichtiges in der Zeitung steht. Du machst TDS-Tagwacht am Morgen und räumst nach der Pause der Studierenden unzählige Tassen in die Abwaschmaschine – und stellst sie am nächsten Tag wieder parat. Ich danke dir herzlich – auch im Namen von allen Verwaltungsangestellten und Dozierenden – für dein tolles Mitwirken für uns, die Studierenden und fürs TDS. Merci vielmals für alle Arbeit, die du treu und still im Hintergrund erledigt hast. Danke, hast du das TDS-Team bereichert! Wir wünschen dir einen gelingenden Start in deinen neuen Lebensabschnitt und viel Freude an deiner neuen Arbeit im Heimgarten. Du hast jetzt mehr Zeit für dich, zum «Käfele» und zum «Lädele» – geniesse sie!

Burga (rechts) wird im Kreis der Angestellten des TDS Aarau verabschiedet, hier in Versform von Dieter Kemmler.

20  PLENUM meinTDS 2017 | 24

Maya Loosli


Campus

DIPLOMARBEITEN 2017 ▲

Wie kann ich meine Fussballkolleginnen auf ihrem Glaubensweg unterstützen? Büchi Leandra Eine theoretische und praktische Untersuchung zur Evangelisation im Sportverein

Verantwortung für Gerechtigkeit Fankhauser-Kropf Andrea Eine theologische und philosophische Auseinandersetzung mit der Gerechtigkeit und unserer Verantwortung

Depression unter Christen Ein Thema von heute

Girschweiler Kathrin ▲

Alles eine Frage des Kontextes? Herren Anna Verantwortungsvoller Umgang mit Bibeltexten aus verschiedenen Perspektiven betrachtet

Wie werden wir Gemeinde? Gemeindegründung in der Landeskirche

Kleger Manuel

Macht der Gedanken Beeinflussen sie Beziehungen?

Christlich-Soziale Bar Ein diakonisches Konzept

Der «Toronto-Segen» War da was?

Rüegger Simona

Schällmann Marco

Schindler Andreas

«Dein Volk ist mein Volk» Shammas-Ziadeh Anna Von der Angst zur Hoffnung – wie Menschen mit Migrationshintergrund einen Weg zur Integration finden.

Hinter der rosa Brille Weber Lea Beziehungsrelevante Themen für die Beziehungsgestaltung von jugendlichen Paaren unter die Lupe genommen

Ein Gott, eine Welt Lienhard Eric Eine ökologische Landbewirtschaftung im Modell

Die Diplomarbeiten der Studierenden der Klasse IV stehen ab Ende August 2017 in unserer TDS-Bibliothek zur Verfügung.

meinTDS 2017 | 24 DIPLOMARBEITEN 21


Galerie zur Hochzeit NADINE & DANIEL KURZ 5. August 2017 in der Friedenskirche Olten. Daniel studierte 2008–2012 am TDS. PRISCILLA FREY & JOËL STUDER 23. September 2017 in der Reformierten Kirche Suhr. Priscilla studiert 2016–2019 am TDS.

Wir gratulieren zur Geburt ZIVA LIVIA 29. Dezember 2016 Tochter von Isabelle und Peter Schmid mit Jemima und Malia. Peter studierte 2005–2008 am TDS.

JAEL 7. April 2017 Tochter von Melanie und Michael Wenk mit Lenik. Melanie (ledig Halter) und Michael studierten 2010–2014 am TDS.

AIMY 11. März 2017 Tochter von Rahel und Andreas Schmid mit Lina. Andreas studierte 2006–2010 am TDS.

KATHARINA JULIE 26. April 2017 Tochter von Mirjam und Markus Schmid mit Timeo. Mirjam (ledig Gerber) studierte 2010–2014, Markus 2009–2013 am TDS.

INSERAT

Hallo?

STROMAUSFALL

… schon wieder! Dazu 38 Grad im Schatten … und auch noch Ameisen in der ganzen Stube! Und trotzdem: Ich könnte mir keinen sinnvolleren Job vorstellen. Naemi, 28, Mitarbeiterin in Guinea

Weitere Informationen zu Einsätzen und offenen Stellen unter: www.sam-global.org / engagement@sam-global.org oder T 052 269 04 69 SERVE AND MULTIPLY 22  GALERIE/ANZEIGEN meinTDS 2017 | 24


Office

SPENDENBAROMETER Impressum

Sorgfältige Planung und Abhängigkeit von Freunden

HERAUSGEBER: TDS Aarau, HF Kirche und Soziales

Liebe Freunde des TDS Aarau Liebe Spenderinnen und Spender Eine der Aufgaben des Vorstands ist es, jährlich einen realistischen Voranschlag für das kommende Jahr zu genehmigen. Dabei ist es wichtig, die vorgesehenen Ausgaben und die berechenbaren Einnahmen sorgfältig zu planen. Jede Position im Voranschlag ist seriös erarbeitet. Als Vorstandsmitglieder arbeiten wir bewusst ohne Entschädigung. Schliesslich bleibt bei noch so sorgfältiger Budgetierung eine ansehnliche Summe, welche wir nicht einfordern können. Daraus ergibt sich das Spendenziel. Wir vertrauen darauf, dass unsere Mitglieder, Freunde und Spenderinnen durch ihre Grosszügigkeit helfen, dass wir weiterhin genügend Mittel zur Verfügung haben, um unseren Auftrag zu erfüllen. Für das laufende Jahr ist das Spendenziel wie letztes Jahr auf CHF 533‘000 festgelegt. Herzlichen Dank für die bisherige Unterstützung und für alle offenen Herzen und Hände auch im laufenden Jahr. Herzliche Grüsse

Sekretariat: TDS Aarau, Frey-Herosé-Strasse 9, CH5000 Aarau, sekretariat@tdsaarau.ch, +41 62 836 43 43, tdsaarau.ch Leitung: Pfr. Dr. theol. Paul Kleiner, Rektor Trägerverein: Heiner Studer, Präsident KONZEPT: Werbestadt AG, Winterthur REDAKTION: Matthias Ackermann, Felix Studer GRAFIK/LAYOUT: Matthias Ackermann LEKTORAT: Elisabeth Widmer-Hunziker DRUCK: Koprint AG, Alpnach Dorf AUFLAGE: 4.000 Exemplare, viermal jährlich

Heiner Studer, Präsident

ABONNEMENT: CHF 20.–/EUR 15.– pro Jahr

PS: Angestellte und Vorstand des TDS Aarau geben ihr Bestes, damit Studierende das Evangelium in Wort und Tat zu den Menschen bringen. Danke auch für Ihren Beitrag!

INSERATE/MEDIADATEN: sekretariat@tdsaarau.ch BILDNACHWEIS: Matthias Ackermann (Titelbild); Pascal Lottenbach, Klasse I (Illustrationen S. 5 und 6); willma...(S. 21), Matthis Dierkes (S. 22) / Photocase; TDS Aarau

533'000

POSTCHECKKONTO SCHWEIZ: Aarau 50-1903-6 IBAN: CH22 0900 0000 5000 1903 6

500'000

EUR-KONTO: Neue Aargauer Bank Konto: 0882-440718-92 IBAN: CH71 0588 1044 0718 9200 0 BIC: AHHBCH22XXX

400'000

300'000

200'000

100'000

Stand Ende April 2017 in CHF Einzelspender 71'900 Kirchgemeinden/Firmen/Institutionen29'300 TOTAL101'200 Fehlende Spenden bis Ende Jahr 2017 Fehlende Spenden bis Ende April 2017 Eingegangene Spenden bis Ende April 2017

431'800 76'500 101'200

meinTDS 2017 | 24 SPENDENBAROMETER/IMPRESSUM  23


agenda Gruppendynamikwoche (Klasse I) 26.–29. Juni 2017

TDS-KURSE

Abschlussprüfungen 19.–30. Juni 2017

Praktika: • Kl. II: Sozialpraktikum bis 16. Oktober 2017 (Teilzeit) bzw. 22. Dezember 2017 (Vollzeit) • Kl. III (Vollzeit): Gemeindepraktikum bis 22. Dezember 2017 • Kl. IV: Wahlpraktikum/Diplomarbeit bis 1. Dezember 2017

EVENTS

Ab 3. Juli Sommerferien und Praktikumszeit

Studieren als Gast Ab neuem Studienjahr im August 2017 sind viele Module für Gaststudierende offen: Dogmatik, Kirchengeschichte, Theologie des Alten und Neuen Testaments, Bibelkunde Altes und Neues Testament, Sozialwesen Schweiz, Gemeinwesenarbeit, Leiterschaft in der Gemeinde, Einführung in die hebräische Sprache, Kurswoche Jugendarbeit. Siehe S. 17, weitere Infos beim TDS-Sekretariat

Jugend-Pfingsttreffen EGW, Burgdorf 3.–5. Juni 2017 Das TDS Aarau ist mit einem Stand dabei. Come holy spirit, Universität Fribourg 4. Studientag zur theologischen und gesellschaftlichen Erneuerung 19.–21. Juni 2017 Das TDS Aarau ist Partner.

Kurswoche Jugendarbeit, Hasliberg (Klasse III) 5.–12. August 2017 Start Studienjahr 2017/18 14. August 2017 Diplom- und Eröffnungsfeier, Stadtkirche Aarau Sonntag, 27. August 2017, 14.30 Uhr Retraite/Psychologiekurs, Montmirail (Klasse I) 15.–18. September 2017 Herbstferien vom 2.–13. Oktober 2017

SCHNUPPERN

STUDIUM

juni bis september 2017

Schnuppertermine für Interessierte an einem TDS-Studium ab August 2018: • Individuelles Schnuppern ab Mitte September 2017 • Spezialschnuppertage ab November 2017 Die genauen Daten erfahren Sie – sobald definitiv festgelegt – im Sekretariat oder auf unserer Homepage: 062 836 43 43 oder www.tdsaarau.ch

Familienthemen Familienthemen sind so vielfältig wie die Familien: Zähneputzen, Frühförderung, Ferienziele, Zimmer aufräumen. Aus soziologischer Sicht dominieren Aspekte, die Veränderungen gegenüber früher beschreiben: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Scheidungsrate, Kinderbetreuung und der Erwartungs-

druck, der auf Familien lastet: Statistiken reden von 60 % höheren Erwartungen von der Gesellschaft an die Eltern. 56 % der Männer und 73 % der Frauen glauben, dass sie ihrer Rolle als Eltern nicht gerecht werden. «Ziel von sozialdiakonischer Arbeit mit Familien ist es, Stress-

faktoren abzubauen und Ressourcen zu stärken», so Kathrin Hunn in ihrem Referat an den Projekttagen «Familie» des TDS Aarau. Konkrete Ideen dazu gab sie in ihrem Referat, sind Unterrichtsstoff am TDS und sind Teil dieser Ausgabe von meinTDS.

meinTDS Mai 2017  
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