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November 2013 | 10

Einsam sein: Schlimm oder schรถn?

Ca mpus

Praktika zwischen einsam und gemeinsam

L o un ge

Einsam ja, aber zu viert

Oder beides?

Plenum

Drei Mitarbeitende feiern

Zeitschrift des Theologisch-Diakonischen Seminars Aarau


StopArmut

StopArmut

Am Samstag, 2. November 2013, fand in der Berner Eventfabrik die Konferenz 2013 von StopArmut 2015 statt.

Referenten waren unter anderem Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Pierre Tami, Leiter Shift 360 Kambodscha, EVP-Nationalrätin Marianne Streiff sowie Irene Hirzel, Projektleiterin Frauenhandel der Christlichen Ostmission. Unter den zahlreichen Ausstellern war auch das TDS Aarau mit seinem neuen Messestand vertreten.

«

Auch das TDS Aarau sagt StopArmut!

Um Opfern des Menschenhandels praktisch zu helfen, braucht es nicht nur Geld, sondern in erster Linie ein mutiges Herz.» Pierre Tami, Gründer von HAGAR International und Shift 360

27 Millionen Menschen werden weltweit zur Arbeit gezwungen, ohne dafür Lohn zu erhalten. Dies sind mehr Menschen, als während der ganzen Zeit der Sklaverei aus Afrika deportiert wurden. Betroffen sind vor allem Menschen in Armut und ohne Perspektive. Nicht weniger dramatisch sind Zahlen und Realität des weltweiten Frauenhandels für die Sexindustrie. Die Konferenz informierte über Hintergründe, Formen und Auswirkungen des Menschenhandels und zeigte auf, wie jeder Einzelne einen Beitrag zur Überwindung der modernen Sklaverei leisten kann.

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StopArmut 2015 ist eine durch den Verband «Interaction» verantwortete Kampagne der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Sie ist Teil der globalen Kampagne «Micah Challenge». StopArmut 2015 bezieht die Kampagnenarbeit auf die 8 Millenniumsziele der UNO, die bis 2015 erreicht werden sollten. Sie ruft Christen und Entscheidungsträger in der Schweiz auf, sich für diese Ziele und so für eine gerechtere und barmherzigere Welt einzusetzen.

Campus

Campus

StopArmut-Konferenz in Bern

Der Leitvers der Kampagne stammt aus Micha 6,8:
«Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?» Als Teil der internationalen «Micah Challenge»-Bewegung und zusammen mit der weltweiten Evangelischen Allianz engagiert sich StopArmut auf der Grundlage christlicher Werte für eine gerechte, menschenwürdige und sichere Welt für alle Menschen.

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werbestadt.ch

Editorial | Impressum

Guten Tag

„ ICH W ITLLBI S

Ich sitze allein zuhause. Siebzehnjährig, am Samstagabend. Keiner meiner Kollegen hat angerufen. In mir macht sich das Gefühl breit: «Mit mir will niemand zusammen sein.» Wenn ich jemanden anrufen oder in die Stadt zu einem Treffpunkt gehen würde: «Wo wäre ich willkommen? Wohl nirgends.» Allein und einsam. Ich sitze allein zuhause. Es ist Mittwochmorgen, ich bereite meinen Un­ ter­richt vor. Bücher liegen verstreut auf dem Pult, verschiedene Fenster im Computer sind offen. Ich lese, denke, schreibe. Allein und konzentriert auf meine Aufgabe, allein und selbstständig in meiner Tätigkeit. Gottlob ruft niemand an und unterbricht die Einsamkeit.

Ich sitze allein zuhause. Im inneren Gespräch mit mir selber halte ich Gedanken im Tagebuch fest. Zwischendurch spreche ich Gott an, danke ihm, frage ihn – und halte inne, ob ich eine Antwort vernehme: Einen Impuls, eine Erinnerung an ein Bibelwort, ein plötzlich aufsteigendes Lied oder Zitat. Allein als Mensch und doch nicht allein. Negativ empfinde ich Einsamkeit, wenn ich nicht dazugehöre. Das kann auch mitten in einer Gruppe oder sogar mit einem nahen Menschen sein: Ich kann mich nicht einbringen oder ausdrücken, ich fühle mich «daneben» und «draussen». Das kann sogar in der eigenen Wohnung oder in der eigenen Haut passieren: Ich fühle mich einsam, fremd, unpassend. Manchmal erinnere ich mich in solchen Momenten an die Schlussworte von Dietrich Bonhoeffers Gedicht «Wer bin ich?», das er im Gefängnis (weitgehend in Einzelhaft) formuliert hat: «Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott. Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott.»

5 Foyer

Guten Tag

6 Campus

Praktika zwischen einsam und gemeinsam

12 L ounge

Einsam ja, aber zu viert

16 Plattform

Kolumne: Auswandern – und dann? Diakonat im Aargau

18 Atelier

Winter- und Frühjahrskurse

20 Plenum

Drei Mitarbeitende feiern

21 Office

Foyer

NI C H G A T N SON ! N E T R A W

Inh alt

Herausforderung Jahresabschluss

22 G alerie

Glückwünsche Absolvententag Befragt …

24 A gend a

Pfr. Dr. Paul Kleiner, Rektor

Impressum

Radio Life Ch a

nnel

Spiritualität au ch lifechannel.ch

im Alltag

Herausgeber: Theologisch-Diakonisches Seminar TDS Aarau, Höhere Fachschule für Kirche, Diakonie und Mission | Konzept: Werbestadt AG, Winterthur | Redaktion: André Kesper | Grafik/Layout: Eva Kesper-Wegelin | Lektorat: Elisabeth Widmer-Hunziker | Druck: Mattenbach AG, Winterthur Auflage: 4.000 Exemplare, viermal jährlich | Sekretariat: TDS Aarau, Frey-Herosé-Strasse 9, CH-5000 Aarau | E-Mail: sekretariat@tdsaarau.ch | Telefon: +41  62  836 43 43 | Internet: tdsaarau.ch | Rektorat: Pfr. Dr. theol. Paul Kleiner | Trägerverein: Präsident Heiner Studer | Abonnement: CHF 20.–/EUR 15.– pro Jahr | Inserate/Mediadaten: marketing@tdsaarau.ch | Bildnachweis: TDS Aarau, StopArmut | Postcheckkonto Schweiz: Aarau 50-1903-6, IBAN: CH22 0900 0000 5000 1903 6 | EUR-Konto: Neue Aargauer Bank, Konto: 0882-440718-92, IBAN: CH71 1044 0718 9200 0, BC: 5881, BIC: AHHBCH22XXX Titelbild: Die barmherzige Dreifaltigkeit– Kunstkeramik: Sr. Caritas Müller, CH-7408 Cazis meinTDS 2013 | 10

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Gemeindepraktikum

Gemeindepraktikum

Zwischen einsam und gemeinsam Die Zeit zwischen Sommer und Herbst verbringen die TDS-Studierenden jeweils in den Praktika,

je nach Studienjahr im Sozial-, Gemeinde- oder Wahlpraktikum. Auf den folgenden Seiten berichten neun Frauen und Männer von ihren spannenden Erfahrungen. Eine komplette Übersicht über die Praktika 2013 finden Sie auf Seite 8.

Einsam in Köniz, Teil 2 Im September strahlte SRF die ReporterSendung «Einsam in Köniz» aus . Dabei ging es um Menschen, die eins am sterben. Meine Geschichte spielt ebenfa lls in Köniz. Sie erzählt von einem einsamen Moment im Leben eines jungen Menschen.

Campus

Andrin Lehmann, Klasse III

Hunger nach Gott Ich absolviere mein Gemeindepraktikum in der Reformierten Kirchgemeinde Oftringen, indem ich in der Jugendarbeit mitwirke. Zu meinen Aufgaben gehörte unter anderem das Mitorganisieren eines Konfirmandenlagers im Herbst. Sowohl die Vorbereitung als auch das Lager waren sehr streng, doch ich wurde dabei sehr ermutigt. Wenn man erfahren darf, wie sich Teenager dem Wirken Gottes öffnen und beginnen, sich mit Lebensfragen auseinanderzusetzen, dann haben sich jede Mühe und jeder Stress mehr als gelohnt. Ich konnte immer wieder sehen, wie Gott sowohl an den Lagerteilnehmern als auch an uns Leitern wirkte und unserem Leben Veränderung schenkte. Das hat mich mit tiefer Freude und Dankbarkeit erfüllt. Besonders berührt hat mich das Zeugnis eines «Könflers», dessen Leben sich seit dem diesjährigen Sommerlager sehr zum Positiven verändert hat: Bis vor Kurzem sei er eher ein Einzelgänger gewesen und habe sich oft sehr einsam gefühlt. Seit dem Sommerlager suche er nun vermehrt die Gemeinschaft und den Kontakt zu anderen und freue sich jeweils sehr auf die Abende mit der Jugendgruppe. Schon vor dem Konfirmandenlager fiel mir auf, dass er einen grossen Hunger nach Gott hat. Wenn ich das Wirken von Gott so klar wahrnehmen kann, weckt dies meine eigene Motivation, mich noch mehr in die Beziehung zu Gott hineinzugeben und seine Liebe ganz praktisch weiterzugeben. ■ Christoph Joller, Klasse III

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Campus

Bis Ende Jahr absolviere ich mein Praktikum im Kirchenkreis Oberwa ngen in der Gemeinde Köniz. Vor einigen Wochen waren mein Praktikumsleiter und einige andere Mitarbeitende in den Ferien. Als ich ganz alleine in meinem Büro sass, klopfte plötzlich jemand an der Tür. Ein dunkelhäutiger, magerer, ca. 20-jähriger Mann trat ein. Ich hat te ihn noc h nie zuvor gesehen. Er sei aus Somalia und brauche dringend die Hilfe meines Pra ktikumsleiters. Seine Familie sei letz te Woche in die Schweiz gekommen und mü sse morgen nach Worb, um sich anzum elden. Doch weder seine Familie noch er hät ten Geld für die Hin- und Rückreise, geschweige denn für die kommenden fris chen Herbsttage. Ich hör te dem Mann auf merksam zu, und in mir stieg der Wunsch auf, ihm zu helfen. Ich wusste, dass ich in solchen Mo menten den Pfarrer anrufen dür fte, doch auch er war gerade nicht erre ichbar. Ich stand alleine da, mit einem Somalier, der dringend Hilfe brauchte, und hat te keine Ahnung, wie mein Praktik umsleiter in diesem Fall reagieren würde. In diesem Moment fühlte ich mich eins am, denn ich war auf mich alleine gestell t. Ich wollte den Mann nicht ohne Geld zurü ckkehren lassen, deshalb traf ich eine spontane Entscheidung: Ich ging mit ihm zu einem Bankomaten und hob einen klei nen Betrag ab. Möge Got t dieses Geld bra uchen, um den Mann und seine Familie zu segnen. ■

als Sozialdiakon zu arbeiten. «Sozialdiakon», Ich konnte mir nie wirklich vorstellen, einmal er lieb und nett ist und nichts zu sagen hat. das klang für mich nach einer Person, die imm le, denken diese an alte Frauen mit Röcken Wenn ich Kollegen von meinem Studium erzäh aber ich will doch mit Action, Erweckung und komischen Hüten. Nichts gegen Röcke – Im Gemeindepraktikum konnte ich mein Bild und dem Bau von Gottes Reich zu tun haben. über Sozialdiakonie endlich revidieren.

Röcke und komische Hüte

Als Praktikant in der Kinder- und Jugendarbeit der Reformierten Kirchgemeinde Meisterschwanden-Fahrwangen bin ich in Konfunterricht, Jugendgottesdienste und Jugendtref fs sowie Sonntagsschule und Kinderprogramme involviert. Das bedeutet einiges an Action und manchmal darf ich sogar etwas die «Sau rauslassen». Mein Praktikumsleiter überlässt mir viel Verantwortung und ich kann oft selbstständig arbeiten, was ich sehr schätze. Trotzdem bietet er mir viel Unterstützung, indem er mich begleitet und mir hilft, meine Kompetenzen zu entdecken und diese zu stärken. Die Zusammenarbeit im fünf­köpfi­gen Team ist toll, und es ist eine wertvolle Erfahrung, im gemeinsamen Gebet und im persönlichen Glauben unter wegs zu sein und am gleichen Strick zu ziehen.

Die Arbeit erfüllt mich – meistens zumin­ dest – und langsam kann ich mir tatsächlich vorstellen, einmal als Sozial­diakon zu arbeiten. Anfangs hatte ich etwas Bedenken, dass meine Freizeit langweilig und einsam sein könnte, da ich nun doch ein Stück weg von meinem Heimatort Basel wohne. Doch die Gemeinde hat mich herzlich aufgenommen, so dass ich schnell Beziehungen knüpfen und Freundschaften aufbauen konnte. Die wenigen einsamen Abende schätze ich, denn das sind meine «Quality Times» mit meinem Vater, Retter und König – dem dreieinigen Gott! Und wenn ich ganz ehrlich bin: Eigentlich bewundere ich die Frauen mit den Röcken und den komischen Hüten: Diakonissen leisten meist fernab der öffentlichen

Aufmerksamkeit unglaubliche Arbeit. Sie helfen in Armen- und Krankenhäusern sowie in Gefängnissen und Flüchtlingslagern und übernehmen einen Job, den sonst niemand machen will. Sie leben ihren Glauben viel radikaler und überzeugender als ich es tue. Wenn mich das nächste Mal jemand mit diesen alten Frauen – mit Röcken und komischen Hüten – vergleicht, sage ich voller Stolz : «Ja! Diesen Glauben will ich auch haben. Eine solche Radika­ lität und Nächstenliebe möchte ich auch leben !» ■ ■ Joël Drozd, Klasse III

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Praktika 2013 Inhaltlich wie geografisch vielfältig und faszinierend: TDS-Studierende haben weltweit wertvolle Erfahrungen gesammelt und ihre Ideen und Fähigkeiten investiert.

Frauenfeld, Berlin und Panama Sozialpraktika Klasse II

Wahlpraktika Klasse IV

Dieffenbach Daniel: Christuszentrum: Bistro uf em Chilehügel, Zürich

Blatter David: Verein «hope», Bern

Mein Traum ist es, ein Schweizer Leben zu führen und eine Lehre zu absolvieren.»

Brunner Melanie: YWAM – Jugend mit einer Mission, Worcester/Südafrika

Härdi Iris: Stadtmission Zürich: Café YUCCA

Fässler Matthias: Licht im Osten (LIO), Winterthur

Hasler Manuela: NetZ4 EMK: Soziale Jugendarbeit, Zürich

Fässler Regula Franziska: Licht im Osten (LIO), Winterthur

Leuenberger Jael: Arche Burgdorf: Sozialtherapeutische WG

Fischer Cornelia: Stadtkloster Segen: Communität Don Camillo, Berlin

Farids Familie zog vor vielen Jahren aus dem afghanischen Kriegsgebiet nach Pakistan. Da sie bis

Giger Monique Petra: Evangelische Bahnhofsmission, Freiburg/D

die Mutter als Hausmädchen für reiche Familien etwas Geld. Doch Farids Familie lebt nicht nur in

Pfund Laurence: Heilsarmee Obstgarten, Rombach Rizzuto Simona: Peregrina Stiftung, Frauenfeld Schällmann Marco: E9 jugend & kultur, Basel

Merz Jonathan: Verein «Unihockey für Strassenkinder», Steffisburg, in Peru

Schaufelberger Matthias: Quellenhof-Stiftung, Winterthur

Schmid Mirjam: Hutterer-Kolonie Acadia, Manitoba/Kanada

Wehrli Jennifer: Stiftung Domino, Hausen AG

Schnyder Irina: Familynetwork.ch, Küttigen

Gemeindepraktika Klasse III Anderfuhren Rebekka: Reformierte Kirchgemeinde Klosters-Serneus Berde Andreas: Reformierte Kirchgemeinde Thomas, Basel Blaser Kathrin: Reformierte Kirche Urtenen-Schönbühl Brack Delona: Reformierte Kirchgemeinde Wetzikon Drozd Joël: Reformierte Kirchgemeinde MeisterschwandenFahrwangen Dudziak Patrick: Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Zürich-Hirzenbach Hallauer Rafael: Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Mellingen Hauser Simon: Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Olten Joller Christoph: Reformierte Kirchgemeinde Oftringen Lehmann Andrin: Kirchliches Zentrum Niederwangen Studer Kathrin: Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Olten, Pfarrkreis Trimbach Wey Silvan: Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Stäfa meinTDS 2013 | 10

Thalmann Anina: Fundatia Crestina Diakonia, Napoca/Rumänien Zaugg Sandra: Cornerstone Christian Center, Marrero (Louisiana)/USA Zürcher Audrey: OM Panama, Provincia de Chiriqui

heute keine Papiere kriegen, ist die Chance auf eine anständige Arbeit sehr klein. Immerhin verdient Armut, sondern auch in ständiger Angst: Immer wieder gibt es hässliche Kämpfe zwischen Schiiten und Sunniten. Mit 16 Jahren machte sich Farid alleine auf in eine bessere Zukunft. Die Peregrina-Stiftung betreibt im Auftrag der Katholischen Landeskirche Thurgau fünf Durchgangsheime für Asylsuchende. Während meines Praktikums im Zentrum Frauenfeld lernte ich Farid persönlich kennen. Seine erste Reise nach der Flucht aus Pakistan führte Farid ins iranische Tehar, wo er als Stoffweber arbeiten und Geld für eine Reise nach Europa sparen konnte. Die Polizei hat ihn zum Glück nie erwischt, denn als Asylsuchender darf man gar nicht arbeiten. Nach zwei Jahren fand er einen Schlepper, der ihn zum Preis seines fast ganzen Ersparten bis kurz vor die türkische Grenze mitnahm. Nach acht Stunden Autofahrt, eng zusammengepfercht mit anderen, musste die Gruppe nachts zehn Stunden zu Fuss über einen Berg zur Grenze marschieren. Eine Woche später ging es weiter nach Istanbul, und von dort – natürlich wieder nachts – mit dem Schlauchboot nach Griechenland. Von Gefängnis zu Gefängnis Kaum auf dem Festland, lief Farid alleine bis zum Morgengrauen geradeaus ins Landesinnere – direkt in die Arme der Polizei, die ihn erst einmal ins Gefängnis brachte. Nachdem seine Fingerabdrücke genommen worden waren, durfte er wieder gehen. Mit dem wenigen Geld, das er noch bei sich hatte, kaufte er sich ein Ticket nach Athen. Für die Weiterreise war Farid dringend auf Geld angewiesen. Seine

Mutter, die in ständiger Angst um ihren jungen Sohn lebte, konnte bei der Familie, für die sie arbeitete, ein Darlehen aufnehmen und nach Griechenland schicken. Mit einem weiteren Schlepper kam Farid nach Italien – ins nächste Gefängnis. Er musste erneut seine Fingerabdrücke abgeben und kam danach, weil er noch immer minderjährig war, zu einer einheimischen Familie. Diese machte ihm schnell klar: Würde er fliehen, würde sie die Polizei rufen. Mit dem letzten Geld in die Schweiz Farid ging trotzdem: Er lief heimlich zum Bahnhof und marschierte von dort die ganze Nacht den Gleisen entlang, bis er am Morgen endlich in einem Dorf ankam. Er kaufte sich ein Zugticket und fuhr über Rom nach Chiasso. Er war endlich in der Schweiz, hatte aber sein ganzes Geld aufgebraucht. Ein dunkelhäutiger Mann bezahlte ihm ein Ticket nach Zürich. Dort traf er auf einen afghanischen Landsmann, der ihm ein Ticket für die Fahrt nach Kreuzlingen kaufte und ihn darüber informierte, dass er sich dort anmelden müsse. Einen Monat später wurde er vom Bundesamt für Migration vorgeladen. Man machte ihm klar, dass er zurück nach Italien müsse, sobald man seine Fingerabdrücke in die Schweiz schicken würde. Sie kamen bis heute nicht. Farid blieb ganze 15 Monate in Frauenfeld und hatte erst dann sein zweites, etwas ausführlicheres Inter-

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Minderjähriger flüchtet in die Schweiz

Dittli Karl: Heilsarmee «Open Heart», Zürich

Müller Raphael: Werkheim Uster

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Sozialpraktikum

view. Dieses Mal erwähnte er die Fingerabdrücke in Italien mit keinem Wort, zeigte hingegen auf Anraten seines Freundes Amin einen Youtube-Clip über die Kämpfe zwischen Schiiten und Sunniten in Pakistan. Er kriegte den F-Ausweis. In ihm brach ein grosses Glücksgefühl aus – vorerst …

Die Reise muss weitergehen Heute fühlt sich Farid sehr einsam. An manchen Tagen weint er nur, so sehr vermisst er seine Familie. Trotzdem träumt er davon, ein normales Schweizer Leben führen zu können. Er würde die ganze Reise wieder auf sich nehmen – zu gross ist die Not in seiner Heimat. Sein nächstes Etappenziel: Eine Lehrstelle! ■ Simona Rizzuto, Klasse II

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Sozial-/Wahlpraktikum

Wahlpraktikum

In neue Welten eintauchen

«Nun sitzen wir am Gate 10 in Winnipeg und warten auf das Flugzeug. Mit Tränen haben wir

uns gestern Abend von den Leuten in Acadia verabschiedet. Die Köchinnen haben eine Torte mit der Aufschrift «Auf Wiedersehen Markus und Mirjam» gebacken, zudem bekamen wir ein

grosses Abschiedsgeschenk: eine Bettdecke und zwei Kissen mit Entenfedern. Der Chor sowie die 10-jährigen Zwillinge Hanna und Naomi unserer Gastfamilie sangen für uns. Später sassen wir

Kulturschock im Chreis Cheib

mit den jungen Menschen zusammen in einem Kreis und sangen, begleitet von fünf Gitarren, weitere Lieder. Bis bei Mirjam wieder Tränen flossen …»

Ich wohne in der Stadt Zürich und kenne diese als hippe Weltstadt, die sich gerne ein wenig

wichtiger nimmt als sie ist. Im Rahmen meines Sozialpraktikums in den Bereichen Gassenarbeit

Bei den Hutterern in Kanada

und Arbeitsintegration lernte ich erstmals eine andere Seite Zürichs kennen: ein florierendes Rotlichtmilieu, viele Obdachlose sowie Drogendealer und Abhängige, die der Polizei immer

Ich absolvierte mein Praktikum im Rahmen der sozialen Jugendarbeit «NetZ4» der EMK Zürich und erlebte verschiedene Wirkungsbereiche der Gassenarbeit mit: Zum Beispiel besuchten wir die Plätze der Obdachlosen, der Drogendealer und der Abhängigen, sprachen diese an und ver-

suchten, sie für ein kostenloses Mittagessen in unserem Lokal zu gewinnen. Eine weitere Möglichkeit der Gassenarbeit ist es, durch die Strassen zu laufen, zu beobachten, zu beten und ab und zu mit den Menschen ein Wort zu wechseln. Mir gefiel aber die dritte Variante am besten – die Arbeit im Lokal: Wir kochten Mittagessen für rund 80 Personen und spielten mit ihnen Ping-Pong oder Brettspiele. Auf diese Weise konnten wir ihnen Wertschätzung entgegenbringen. Mir wurde bewusst, dass viele Randständige ein Leben in Einsamkeit führen und froh sind, wenn sie mal wieder für einen Nachmittag etwas Gesellschaft haben. Ich lernte also nicht nur das Schachspielen, sondern realisierte auch, dass hinter eigen­willigem Verhalten meist ein schweres Schicksal steckt.

Auch wenn wir uns als Mitarbeiter manchmal hilflos fühlten, durften wir immer wieder erleben, wie es vorwärts geht: Wildfremde Menschen finanzierten einem Rumänen ein Ticket zurück in die Heimat, wo er sein Studium weiterführen konnte, und ein Klient bekam nach zehn Jahren auf der Strasse plötzlich eine gut bezahlte Arbeitsstelle. Gott ist allgegenwärtig und hat überall seine Hände im Spiel. Dank meines Praktikums, übrigens inklusive Gefängnisbesuch und Mitarbeit in einem Therapiezentrum, konnte ich in ein Arbeitsumfeld Einblick nehmen, das ich nie freiwillig angeschaut hätte. Ein Kulturschock kann manchmal helfen, die Welt besser zu verstehen. ■ Manuela Hasler, Klasse II

Dieser Text steht auf dem privaten Blog von Mirjam und Markus Schmid. Gemeinsam haben die beiden zehn eindrückliche Wochen bei einer Hutterer-Kolonie in der kanadischen Provinz Manitoba verbracht. «Es war spannend, sich in das intensive Arbeitsleben einzugliedern. So habe ich genäht, geputzt, den Garten gepflegt, Mohn geerntet oder Babys gehütet», erzählt Mirjam, und ergänzt: «unser Ziel war, den Alltag der Hutterer möglichst realitätsnah mitzuerleben und kennenzulernen.» Dazu gehörte auch das Tragen der

typischen Trachten: Rock und Kopftüchlein als Frau, schwarze Hose, Hemd und Hosenträger als Mann. Mirjam hat Chancen und Grenzen wahrgenommen und für sich reflektiert, welche Elemente des engen gemeinschaftlichen Lebens sie sich auch in der Schweiz vorstellen könnte: «Liebevolle Beziehungen, Fleiss und soziales Engagement haben mich beeindruckt. Zudem hat mir das Umfeld, in dem Kinder aufwachsen können, gefallen.» Welche Bilanz zieht Mirjam aus ihrem Wahlpraktikum? «Wir haben Freunde ge-

wonnen und unseren persönlichen Horizont erweitert. Die eine oder andere Erfahrung wird bestimmt unser künftiges Leben prägen.» Dabei legt sie Wert auf die Feststellung, dass ihr Einblick in die Kolonie von Acadia eine Momentaufnahme war und nicht das Leben der Hutterer allgemein beschreiben kann. Die einzelnen Kolonien seien individuell geprägt. ■ André Kesper im Gespräch mit Mirjam Schmid-Gerber, Klasse IV

Die Hutterer sind eine Religionsgemeinschaft in der Tradition des Täufertums. Im Unterschied zur Mehrzahl der heutigen christlichen Gemeinschaften, die sich direkt auf das Erbe der Täufer beziehen, pflegen die Hutterer bereits seit dem 16. Jahrhundert in ihren Gemeinden das Prinzip der Gütergemeinschaft in landwirtschaftlichen Kolonien. Einer der Gründerväter war der Tiroler Täuferprediger Jakob Hutter. Er verlieh der Glaubens- und Lebensgemeinschaft den Namen. In Folge wirtschaftlicher Notlagen sowie Verfolgung gelangten die Hutterer über Ostmitteleuropa und die heutige Ukraine gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach Nordamerika. Während des 2. Weltkriegs siedelten die Hutterer aus den USA nach Kanada über. Rund 40.000–50.000 Hutterer leben heute in ca. 470 Kolonien. Quelle: taeufergemeinschaft.net

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einen Schritt voraus sind. Ein richtiger Kulturschock!

Mit Tränen in den Augen fragt

mich der junge Ricardo, wann ich zurückkomme. Er umarm t mich loslassen. Diese berührende Begegnung fand zum Schlus s meines Wahlpraktikums beim Verein «Unihockey für Strassenkind er» in Peru statt. und will mich gar nicht mehr

«Mein Bruder, wann kommst du zurück?» Während der drei Wochen im Süden Amerikas hat sich meine Freu ndesliste auf Face­book fast verdoppelt. Ob bei sportlichen Strasseneinsätzen, Trainerkursen mit lokalen Teilnehmern ode r bei einem Besuch in einem Gemeindeb auprojekt – überall fanden eindrückliche Begegnungen statt. Ricardo lernte ich in der Tra inerausbildung im Norden Perus ken nen. Er war ein zurückhaltender und ein geschüchterter Junge. Wegen seiner run dlichen Figur wurde er jahrelang gemobb t und schikaniert. Auf dem Spielfeld war er eher toll-

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«Mi hermano, cuándo regres

patschig und ungelenk, wes halb ich ihn versuchsweise als Tor war t ein setzte. Er erwies sich als ausgezeichnet er Goalie, den plötzlich jede Mannschaft in ihrem Team haben wollte. Er blühte rich tig auf und öffnete sich endlich auch mir gegenüber. Ab sofort nannte er mich sein en «grossen Bruder». Bei jeder Gelegenhe it suchte er meine Aufmerksamkeit und saugte meine Anweisungen, die ich als Coach gab, förmlich auf. Ich bin mir sich er, dass meine Trainerausbildung auch etw as in seinem Leben zum Besseren veränd ern konnte. Der Verein «Unihockey für Strassenkinder» zielt genau auf solc he Erlebnisse

as?»

ab: Menschen sollen durch den Sport – in Kombination mit dem Eva ngelium – beflügelt, gefördert und bef reit werden. Gerade bei jungen Männe rn wirkt sich Sport­evangelisation enorm positiv aus. Im Sport Energie einsetzen und mit dem Evangelium neu auf tanken – eine tolle Mischung! Wer weiss, vielleicht kann ich Ricardo die Ant wort auf seine Frage im nächsten Sommer persönlich geben. Eine Anfrage des Vereins ist pendent. Für eine Rückkehr sollte ich allerdings noch ein wenig an meinen Spanischkenntnissen arbeiten. ■ ■

Jonathan Merz, Klasse IV

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Lounge-Gespräch

Lounge-Gespräch

«Ich bin nicht der Typ, der freiwillig drei Tage allein ins Kloster gehen würde», schmunzelt Pfarrer Peter

Henning, «trotzdem weiss ich, dass Einsamkeit als Teil des Lebens Sinn und Wert hat. Schliesslich sind wir allein zur Welt gekommen und werden sie allein wieder verlassen.» Peter Henning ist der Einsamkeit in

verschiedenen Lebenslagen unmittelbar begegnet, unter anderem nach dem Tod seiner ersten Ehefrau.

meinTDS hat sich mit dem früheren Rektor des TDS Aarau (1985–2006) über seine Erfahrungen unterhalten.

Unterwegs mit der göttlichen Dreifaltigkeit

«

Wer nicht allein sein kann, hüte sich vor der Gemeinschaft.» Dietrich Bonhoeffer

Sich morgens um 9 Uhr mit Peter Henning zum Kaffee in einer Lounge zu treffen und ungestört zu plaudern, ist ein Privileg. Henning ist einer jener Gesprächspartner, denen man am liebsten bis in den Nachmittag hinein zuhören und dabei alles andere vergessen würde: Egal, ob er gerade mit leuchtenden Augen das Programm seiner bevorstehenden Bildungsreise nach Zypern schildert, unterhaltsame Anekdoten aus seiner Amtszeit als TDS-Rektor erzählt oder leidenschaftlich dafür plädiert, die christliche Gebetskultur zu überdenken und sich stärker auf ein «hörendes Gespräch» mit Gott einzulassen. Seine Aussagen öffnen den Horizont, führen den Zuhörer in eine erfrischende Freiheit und zeugen gleichzeitig von einer begeisterten und authentischen Gottesbeziehung. Dabei ist das Gesprächsthema keinesfalls einfach: Es geht um Einsamkeit und Erfahrungen mit dem bisweilen schmerzhaften Alleinsein. «Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich zu diesem Thema der ideale Gesprächspartner bin», meint Henning

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zu Beginn des Gesprächs bescheiden und erklärt ganz offen: «Ich bin kein Mensch, der die Einsamkeit sucht. Für mich ist es bereits ein kleines Leiden, wenn meine Frau Anita ein paar Tage lang auswärts einen Kurs gibt. Und ganz allein drei Tage in einem Kloster verbringen würde ich kaum freiwillig ...» Einsamkeit üben Kaum gesagt, wird er unvermittelt sehr konkret: «Natürlich bin ich davon überzeugt, dass Einsamkeit eine wichtige Ergänzung zur Zweisamkeit bzw. zur Gemeinsamkeit bildet. Schon Luther wies darauf hin, dass das Sterben schwerfallen würde, hätte man die Einsamkeit während des Lebens nicht eingeübt.» Mit Einsamkeit meint Peter Henning allerdings nicht das Alleinsein: «Ich spreche wie Luther vom Einsamsein mit Gott. Oder präziser: mit der göttlichen Dreifaltigkeit. Als Christ geniesse ich das Vorrecht, dass jede Einsamkeit eigentlich eine Zeit zu viert ist.» Und er führt aus: «Gott, der Vater, Jesus

Christus, der Sohn, und der Heilige Geist sind in ihrer Dreieinigkeit stets präsent und kommunizieren auch untereinander. So sind wir, wenn ich im menschlichen Sinn alleine bin, immer ein Kreis von vier Personen.» Er unterstreicht seine Darstellung mit der Kunstkeramik von Schwester Caritas Müller aus dem Dominikanerinnenkloster St. Peter und Paul in Cazis, die einen einsamen und bedürftigen Menschen darstellt, der Kraft und Nähe der Dreifaltigkeit erfährt (siehe Titelbild dieser Zeitschrift). «Schon Dietrich Bonhoeffer wusste um die Bedeutung konstruktiver Einsamkeit», fährt Peter Henning fort und zitiert den bekannten Theologen: «Wer nicht allein sein kann, hüte sich vor der Gemeinschaft. Wer nicht in der Gemeinschaft steht, der hüte sich vor dem Alleinsein.» Dabei ist Henning nicht der Meinung, dass man Einsamkeit quasi als künstliche Trockenübung in den Alltag integrieren müsse: «Das Leben eröffnet im Normalfall genügend Chancen, mit Einsamkeit umgehen

Einsam in einer Leitungsfunktion In seiner 21-jährigen Tätigkeit als Rektor des TDS Aarau hat Peter Henning den einen oder anderen Moment der Einsamkeit kennengelernt: «Ich erinnere mich an einen personellen Entscheid, den wir im Konvent der Dozierenden zu treffen hatten. Wir waren damals sechs Personen, und die Abstimmung ergab nach ausführlicher Darstellung aller Aspekte und Blickwinkel ein Stimmenverhältnis von 3:3. Der Konvent erwartete darauf von mir als Vorsitzendem den Stichentscheid und sprach mir das Vertrauen aus. Ich fühlte mich von einer Sekunde auf die andere allein, und es wurde mir bewusst, wie viel Macht mir meine Funktion gab und dass ich nun keinen Menschen um Hilfe bitten konnte. Selbstverständlich suchte ich das Gespräch mit Gott, aber ich kam nicht darum herum, eine Entscheidung zu treffen. So versuchte ich, in einer kurzen Stille eine Antwort zu finden, versicherte mich der Loyalität meiner Kolleginnen und Kollegen und entschied nach bestem Wissen und Gewissen. Dabei bestätigte sich ein Prinzip, das mir immer wieder begegnete: Momenten der Einsamkeit sollte man nicht ausweichen, man sollte sie aushalten und durchwandern.» Und wenn Einsamkeit überfordert? Wenn Peter Henning ein «Durchwandern der Einsamkeit» empfiehlt, weiss er erstens genau, wovon er spricht, und zweitens, wie schmerzhaft dies bisweilen sein kann. Als Vater von sechs Kindern verlor er Ende der Neunzigerjahre seine Ehefrau nach schwerer Krankheit. «Weisst du», sagt er leise, «die monatelange Einsamkeit vor und nach dem Sterben einer geliebten und vertrauten Person kannst du mit Worten kaum beschreiben. Auf einmal fehlt der Mensch, dem du alles anvertrauen

Peter Henning, 1945, absolvierte nach seiner Jugend- und Gymnasialzeit in DGütersloh ein Theologiestudium in Bethel, Marburg, Zürich und Erlangen und war anschliessend während 14 Jahren als Pfarrer im Kanton Graubünden und in Aarau tätig. Danach wirkte er als Rektor und Dozent für Kirchengeschichte und Dogmatik am TDS Aarau. Seit 2010 ist Peter Henning pen-

konntest, und Schweigen breitet sich aus. Du fühlst dich verlassen.» Was hat ihm in jenen schweren Momenten des Alleinseins geholfen? «Manchmal sass ich einfach da und las einen Psalm. In gewissen Selbstgesprächen der Psalmbeter fand ich meine innersten Gefühle in Worten ausgedrückt, die ich so kaum hätte formulieren können.» Als Beispiel nennt er Psalm 42: «Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berg. Deine Fluten rauschen daher, dass hier eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum muss ich so traurig gehen? Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.» Psalm 42,2, 7, 8, 10 und 12 War Peter Henning als früherer Gemeindepfarrer und damaliger Rektor des TDS Aarau in den schwersten Momenten seines Lebens nicht von unterstützenden Freunden umgeben? «Gewiss», bestätigt er, «aber es gab Tage, da habe ich keine Menschen ausgehalten. Ich hatte das Bedürfnis, in Ruhe gelassen zu werden. Und ich bin dankbar dafür, dass dies die Menschen um mich herum feinfühlig akzeptiert haben. Sie waren zwar da, aber sie haben sich nicht aufgedrängt. So konnte ich in aller Stille wahrnehmen, wann es wieder an der Zeit war, die Gemeinschaft aufzusuchen.» Psalmen für sich sprechen lassen oder sich das Alleinsein gestatten, wenn man die Gegenwart anderer noch nicht erträgt ... gibt es weitere Perspektiven, wenn die Einsamkeit beinahe unerträglich wird? «Ja», nickt Peter Henning, «ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Gemeinschaft mit Gott zu jeder Zeit heilsam war. Wenn

ich Menschen nicht aushalten konnte, verhielt es sich mit Gott immer anders. Er war auf unerklärliche Weise einfach da, hörte mir zu und hielt meine Hand. Dabei wurde Psalm 34,19 real: ,Der HERR ist nahe bei denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemüt haben.’ Ich konnte mir eingestehen, dass ich in jenen Stunden nichts leisten musste. Keine Frömmigkeitsübungen, keine sogenannte Glaubensstärke und keine geistlichen Aktivitäten waren angezeigt, ich durfte einfach in Gottes Gegenwart verharren.» Wohltuende Einsamkeit Während des packenden Gesprächs mit Peter Henning wird spürbar, wie weit und unfassbar das Themenfeld der Einsamkeit ist. In den eineinhalb Stunden lassen sich manche Facetten betrachten, andere bleiben unausgesprochen. Zum Schluss die Frage an den Beziehungsmenschen Peter Henning, ob er trotz seiner Leidenschaft für Menschen und Gemeinschaft Momente kenne, in denen er Einsamkeit geniesse: «Oh ja», sagt er nach kurzem Nachdenken und erzählt mit sichtlichem Vergnügen: «Anlässlich einer Familienfreizeit, die ich im Bündnerland als Referent begleitete, realisierte ich ganz unerwartet, dass ich jeweils nach dem gemeinsamen Mittagessen zwei, drei Stunden Zeit für mich ganz alleine hatte. Das ist in einer Freizeit ja eher ungewöhnlich. Ich unternahm ausgedehnte Spaziergänge in der Prättigauer Bergwelt, atmete die erfrischende Schönheit der Natur ein und konnte meine Gedanken frei fliessen lassen. Diese wohltuende Form der Einsamkeit habe ich täglich genossen und zur Zwiesprache mit Gott genutzt. Sie inspiriert mich bis heute.» ■

L ounge

L ounge

«Einsam ja, aber zu viert»

zu lernen, häufig unvorbereitet.» Dann gelte es, einen fruchtbaren Umgang mit der neuen Situation zu finden.

Herzlichen Dank, Peter Henning, für das offene Gespräch. André Kesper

sioniert, aber weiterhin mit einem Lehrauftrag des TDS in der Masterausbildung aktiv. Zudem arbeitet er in verschiedenen Funktionen bei ERF Medien Schweiz. Er begleitet regelmässig Bildungsreisen, hält Seminare zu aktuellen Fragen des Christseins und übernimmt Predigtstellvertretungen in Landes- und Freikirchen.

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Wahlpraktikum

Wahlpraktikum

Wohnen unter Blätterdächern, ohne Strom, Wasser gibt es nur in Form von Regengüssen, und die Hühner, Hunde sowie Schweine laufen frei in der Küche herum: Im Rahmen meines eindrücklichen Praktikums reiste ich in verschiedene Dörfer der Comarca Panamas.

«Man kann sich auch unter Menschen einsam fühlen.» Im Team organisierten wir unzählige Kinderprogramme, Gottesdienste und Bibelabende, besuchten die Menschen und leisteten praktische Hilfe. Besonders eindrücklich waren dabei die Gottesdienste: Weil es so nah am Äquator bereits um sieben Uhr eindunkelt, fanden die Versammlungen in der Finsternis statt – Strom gab es ja keinen. In der Ecke leuchtete jeweils eine Taschenlampe; eingehüllt in kleine Nebelschwaden wurde gesungen, gefeiert und gebetet. Besonders schwierig war für mich die Isolation, die durch die Sprachbarriere entstand. Offizielle Teamsprache war Englisch, aber die anderen sprachen untereinander oft Spanisch – und ich verstand kein Wort davon. Zu Beginn bat ich eine Übersetzerin, möglichst viel zu übersetzen, aber die ständige Fragerei wurde mir mit der Zeit sehr unangenehm. So gab es Tage, an denen ich trotz Enge und fehlender Privatsphäre keine Gesellschaft hatte. Man kann sich also tatsächlich auch unter vielen Menschen ganz einsam fühlen. Es war eine Erfahrung, die mich an meine

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Grenzen stossen liess und mir aufzeigte, wie sehr ich auf die Gemeinschaft angewiesen bin. Wenn wir nicht in der Comarca unterwegs waren, nahm ich am normalen Wochenprogramm des Missionsteams teil. Dazu gehörte auch der wöchentliche Besuch der Menschen auf der «Basurero», auf der Müllhalde. An diesem Ort herrschen unmenschliche Arbeits- und Lebensbedingungen. Der Gestank ist unbeschreiblich, giftige Gase brennen in den Augen, es hat Ratten und Schlangen. Für eine Europäerin wie mich sind solche Umstände nur schwer auszuhalten. Das Team brachte jeweils ein Zvieri mit, redete mit den Leuten und fragte, ob und wofür man beten könne. Die Menschen freuten sich über die Besuche und nahmen das Angebot des Gebets meistens gerne an. Und für die dort lebenden Christen waren diese Besuche wichtige Momente der Ermutigung. ■ A.Z., Klasse IV

«Für viele Frauen waren wir wie Engel.»

Mein Wahlpraktikum habe ich im Cornerstone Christian Center in New Orleans absolviert. 2005 wurde ein

Campus

Campus

Drei Wochen bei den Indianern

Schwangere, hoffnungslose und einsame Frauen

Grossteil der Stadt durch den Hurrikan Katrina überflutet. Etliche Häuser, Autos und Menschenleben wurden zerstört.Heute ist von der Zerstörung nicht mehr viel zu sehen, jedoch hängt nach wie vor eine schwere Stimmung wie eine dunkle Wolke über der Stadt.

Bevor ich nach New Orleans kam, wusste ich nicht wirklich, welche Aufgabe mir zugeteilt würde. Ich war sehr überrascht, als ich mich auf einer Beratungsstelle für schwangere Frauen wiederfand. Die Stelle ist ein sozialdiakonisches Projekt, das zur Hälfte vom Staat und zur Hälfte von Kirchen finanziert wird. Die Aufgabe der Beratungsstelle ist es, Frauen durch ihre Schwangerschaft zu begleiten, ihnen Bildung zu ermöglichen und sie zu einem gesunden, lebensbejahenden Lebensstil zu motivieren. Die Beratungen sind kostenlos. Neben Schwangerschaftstests, Ultraschalluntersuchungen, Lebensberatungsgesprächen, Geburtsvorbereitungskursen und Infomaterial werden den Frauen auch Spitäler, Kinderärzte und – wenn nötig – Versicherungen vermittelt. Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen, erhalten Aufklärung über

die physischen und psychischen Folgen und sehen anhand eines Videos, wie ein Schwangerschaftsabbruch vor sich geht und welche Nebenwirkungen ein solcher Eingriff haben könnte. Es war sehr überwältigend, mit solchen teils schlimmen Schicksalen und Geschichten konfrontiert zu werden. Viele der Frauen sind sehr jung und leben weder in einer Ehe noch in einer festen Beziehung. Die HIV-Rate in New Orleans ist sehr hoch, neben wechselnden Sexualpartnern und Prostitution geschehen hier auch viele Übergriffe. Die meisten Frauen, die ich kennenlernen durfte, waren mit ihrer Lebenssituation komplett überfordert. In ihren Augen konnte ich Hoffnungslosigkeit, Angst, tiefen Schmerz, Scham und Einsamkeit erkennen. Am Anfang durfte ich bei den Erstgesprächen dabei sein, bevor ich am Ende

des Praktikums dann selber ein Aufbaumodul mit Klientinnen durchführte. Das Wort Gottes sowie das gemeinsame Gebet waren – neben den Aufklärungsinformationen – ein wichtiger Bestandteil unserer Sitzungen. Es war sehr ergreifend, zu sehen, wie Menschen, die völlig hoffnungslos und mit dem Vorhaben, ein Kind abzutreiben, von Gott berührt wurden, Hoffnung schöpften und einen anderen Weg einschlugen. Für viele Frauen waren wir wie Engel, die ihnen zuhörten und sie ermutigten. Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, was mir diese Praktikumszeit im Nachhinein bedeutet. Es war ein Geschenk Gottes, das meinen Horizont um ein Vielfaches erweitert hat. Ich bin meinem Vater im Himmel dankbar, dass er mich zu dieser Reise ermutigt hat. ■ S. Z., Klasse IV meinTDS 2013 | 10

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Kolumne

Diakonie Aargau

Auswandern – und dann?

Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Tablat-St.Gallen ist mit 8580 Gemeindegliedern eine der drei grossen städtischen Kirchgemeinden der Stadt St.Gallen. Sie ist eine lebendige Gemeinde mit sechs Kirchenstandorten und ebenso vielen Schwerpunktprogrammen. In einem gemischten Wohnquartier am östlichen Stadtrand liegt die Kirche Halden. In den vergangenen 35 Jahren ist hier die ökumenische Gemeinde Halden gewachsen, die gleichberechtigt von der evangelischen und der katholischen Kirchgemeinde finanziert und getragen wird. Im ökumenischen Gemeindezentrum Halden werden Ökumene und interreligiöse Kontakte gelebt und weiterentwickelt. Per 1. Februar 2014 oder nach Vereinbarung suchen wir

Aufgabenbereich  Betreuung der ökumenischen Gemeinde Halden in enger Zusammenarbeit mit dem katholischen Kollegen  Gestaltung von ökumenischen Gottesdiensten mit Freiwilligen aus der Gemeinde  Einzel- und Familienseelsorge im Südosten der Kirchgemeinde  Initiierung, Entwicklung und Umsetzung von Projekten im Schwerpunkt «Ökumene und interreligiöser Dialog»  Profilierung des Kompetenzzentrums «Ökumene und interreligiöser Dialog»  pfarramtliche Tätigkeiten im gesamten Gemeindegebiet vom Tablat  Unterricht auf allen Stufen und Konfirmandenunterricht Sie bieten  Erfahrung in ökumenischer und interreligiöser Zusammenarbeit  grosses Engagement für die Ökumene und Bereitschaft zur Reflexion der evangelischen Traditionen innerhalb der gelebten Ökumene  besonderes Interesse an Teamarbeit im ökumenisch zusammengesetzten Mitarbeitendenteam und mit den Mitarbeitenden der Kirchgemeinde Tablat  Bereitschaft, die Eigeninitiative und das selbständige Arbeiten der vielen Freiwilligen zu fördern und zu begleiten  hohes Mass an Eigenverantwortung und Flexibilität Sie finden bei uns  das interessante und kreative Umfeld einer grossen städtischen Kirchgemeinde  ein aufgeschlossenes und engagiertes Mitarbeitendenteam aus katholischen und evangelischen Fachleuten  eine grosse Selbstverständlichkeit in der ökumenischen Zusammenarbeit  eine lebendige und aktive Gemeinde mit einem grossen Netz von Freiwilligen  eine unterstützende und mittragende Kirchenvorsteherschaft  eine gabenorientierte Aufgabenverteilung  die Möglichkeit, sich schwerpunktorientiert in den Bereichen Ökumene und interreligiösem Dialog weiterzubilden Fühlen Sie sich angesprochen? Dann senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 30. November 2013 an: Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Tablat-St.Gallen, Falkensteinstrasse 40, Postfach 218, 9006 St.Gallen oder an christina.hegelbach@tablat.ch. Gerne erteilen wir Ihnen auch weitere Auskünfte: Paul Pfenninger-Thoma, Kirchenvorsteher (Tel. 071 244 00 24) oder Margrit Gerig, Präsidentin der evang. Kirchgemeinde (Tel. 077 459 09 54) (www.tablat.ch oder www.haldenstgallen.ch).

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Als junger Mensch achtet man beim Buchen eines Flugs lieber auf den Preis als auf Komfort: So zog ich dem Direktflug mit der Swiss einen mit Air Berlin inkl. Umsteigen in Mallorca vor ... Air Berlin hob mit Verspätung in Zürich ab und so verpasste ich in Mallorca tatsächlich den Anschlussflug. Wie sollte ich nun nach Valencia kommen und wo war mein Koffer? Während man mich in Valencia bereits erwartete, rannte ich in Palma alleine zwischen Gepäckband und Infoschalter hin und her und versuchte parallel vergeblich, die Leute in Valencia telefonisch zu erreichen. Hilfe gegen Einsamkeit – Humor: Als ich endlich Gate und Abflugzeit meines Anschlussfluges erfuhr, konnte ich erstmals durchatmen. Organisatorische Probleme, fremde Sprache, Einsamkeit – ich hatte gar keine andere Wahl, als dem Neuen mit Humor zu begegnen. Irgendwann würde ich diese Geschichte in geselliger Runde erzählen können. Ich beschloss, alle noch so unangenehmen Überraschungen einfach gut gelaunt hinzunehmen. Drei Stunden später kam ich in Valencia an, drei Tage später mein Koffer. Was konnte ich in meiner Freizeit tun? Meine Verwandten und Bekannten waren über 1000 km entfernt. Hilfe gegen Einsamkeit – sich oft blicken lassen: Ich suchte jeden zweiten Tag das gleiche Fitnesscenter auf, trank meinen Kaffee immer in den gleichen Bars und kaufte immer im gleichen Supermarkt ein. Kurz: Ich liess mich dauernd blicken. Schon bald erkannte man mich wieder – und wollte wissen, wer dieser mysteriöse Schweizer ist. Schnell kam ich mit Einheimischen ins Gespräch. Ich erhielt Telefonnummern und die Zusage, dass man mir beim Einleben jederzeit helfen würde. Die Welt ist voller kontaktfreudiger und hilfsbereiter Menschen! In einem fremden Land ist vieles neu. Auch wenn ich bereit war, mich Schritt für Schritt zu integrieren, war mir der Kontrast zur Schweiz anfangs noch zu gross. Hilfe gegen Einsamkeit – Globalisierung und Internet: Eine heisse Schokolade im Starbucks zu trinken war wie ein NachHause-Kommen, dank Skype konnte ich mich mit Familie und Kollegen unterhalten und in den internationalen Supermarktketten fand ich einige Lebensmittel von zu Hause. Und die Schweizer Fernsehsender bieten ja zum Glück unzählige Podcasts an. Fazit: Es gibt viele Tipps gegen Einsamkeit. Ein weiterer wäre, Einsamkeit zuzulassen. Sie ist eine grossartige Chance, dem Alltagslärm für ein paar Momente zu entkommen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Dieses spirituelle Potenzial des Alleinseins ist aber ein anderes Thema ... ■

20 Jahre Diakonatskapitel Aargau Das Diakonatskapitel der Reformierten Landeskirche Aargau feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Beste-

hen. Nun ist eine 24-seitige Broschüre zur «Entwicklung des Diakonats im Aargau» erschienen. Co-Autorin ist Ursula Bezzola, pensionierte Gemeindehelferin und von 1993–2003 Kirchenrätin im Aargau. meinTDS hat Ursula Bezzola zum Kaffee eingeladen und mit ihr über die Diakonie im Aargau gesprochen.

Gemeinsam statt einsam

«Die Entwicklung des Diakonats im Aargau» wurde vom Diakonatskapitel Aargau herausgegeben und vermittelt einen informativen und spannenden Überblick über die Zeit ab 1936 bis heute. Die Broschüre kann bei der Fachstelle Diakonie der Reformierten Landeskirche Aargau, Stritengässli 10, 5001 Aarau, bezogen werden.

Kirchenrat Beat Maurer dankt Ursula Bezzola und Hans-Peter Mauch für die Redaktion der neuen Broschüre.

«Die Gründung des Kapitels war ein Meilenstein!» Ursula Bezzolas Augen leuchten, als sie auf die vergangenen zwanzig Jahre zurückblickt und von der gemeinsamen Ordination der Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone mit den Pfarrpersonen erzählt. «Ich erinnere mich an die erste Kapitelversammlung mit den Pfarrerinnen und Pfarrern und bin glücklich über die Entwicklung, die in Gang gesetzt wurde. Die Zusammenarbeit hat sich kontinuierlich gefestigt, die gegenseitige Wertschätzung ist enorm gewachsen.» Ursula Bezzola war 1981 von einem Sozialeinsatz in Peru in die Schweiz zurückgekehrt und engagierte sich in verschiedenen Projekten. Nach langjähriger Arbeit als Gemeindehelferin in Frick wurde sie 1993 in den Aargauischen Kirchen-

rat gewählt, wo sie das Ressort «Diakonie» übernahm und als Vizepräsidentin amtierte. Zudem war sie während einiger Jahre Präsidentin der Deutschschweizerischen Diakonatskonferenz DDK. Auf die Frage nach den Highlights aus zwanzig Jahren Diakonatskapitel nennt Ursula Bezzola nebst der Einführung der Ordination und den damit verbundenen Feiern sowie dem Einsatz für einen Mindestlohn vor allem die Aufwertung des Berufsbilds. Sozialdiakonie geniesse heute im Aargau einen hohen Stellenwert und sei aus der Gemeindearbeit nicht mehr wegzudenken. Sie erzählt von zahlreichen Projekten, die von Diakoninnen und Diakonen initiiert wurden und betont deren Fähigkeit, auf wechselnde Bedürfnisse zu reagieren und hilfreiche Angebote zu

Plattform

Plattform

Eine Pfarrerin oder einen Pfarrer (80-100%)

Als Mitte April der Frühling endlich die Schweiz erreichte, war mir klar: Ich möchte die Sonne nie mehr verabschieden. Ich beschloss, zu Herbstbeginn nach Valencia auszuwandern. Auch wenn ich mich für ein Auswandern auf Probe entschloss – erst einmal bei einer Familie unterkommen und eine Sprachschule besuchen – brach ich meine Zelte in der Schweiz ab: Mein Hab und Gut, das nicht in zwei Koffer passte, wurde verkauft oder verschenkt, die Wohnung gekündigt. Ich stellte mich auf ein aufregendes Abenteuer ein – aber auch auf Einsamkeit.

schaffen. Mit der Gründung des Kapitels hätten Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone aus ihrer Sicht aktiv Verantwortung für sich selbst übernommen: «Sie haben mit dem Kapitel Raum für Austausch und Vernetzung geschaffen und haben damit der potenziellen Vereinsamung im anspruchsvollen Beruf erfolgreich vorgebeugt.» ■

«

André Kesper

Ich wünsche mir vom TDS Aarau, dass es weiterhin Fachleute ausbildet, die in Kirchgemeinden wahrnehmen, wo es brennt, und engagiert anpacken.»

Nicolas Kesper, Texter meinTDS 2013 | 10

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Weiterbildung am TDS Aarau

Weiterbildung am TDS Aarau «Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.» (2. Kor. 12,9) Starke können Schwache tragen. Schwache müssen Starke ertragen. Das Kursprogramm 2013/14 behandelt die packende Thematik der Starken und der Schwachen. Geniessen Sie

einen der inspirierenden Abend- oder Samstagskurse und belegen Sie die Fächer des TDS-Diplomstudiums als Weiterbildung.

Auszug aus dem Kursprogramm 2013/14

Stark und schwach und stärkend sein 9 Selbstfürsorge statt Raubbau – als Leiter/-in gesund bleiben Georges Morand, Coach, Theologe, coacht Führungskräfte aus allen Branchen Mittwochabend, 27. November 2013, 19–21 Uhr

15 Der Himmel – kein billiger Trost Monika Riwar, Theologin, Seelsorge und Beratung in eigener Praxis, Fachdozentin TDS Aarau Donnerstagabende, 27. Februar sowie 6. und 13. März 2014, 19–21 Uhr

10 Kraftort: 24-Stunden-Kloster Karin Curty-Grösser, Supervisorin und christliche Meditationsleiterin; Thomas Härry, Fachdozent TDS Aarau, Redakteur AUFATMEN und Autor Freitag, 29. November 2013, 17 Uhr, bis Samstag, 30. November­2013, 19 Uhr

16 Wachsende Intimität – ein Tag für Ehepaare Pfr. Dr. Christoph und Cornelia Monsch-Rinderknecht, Dozent und christliche Lebensberaterin ICL Samstag, 1. März 2014, 9.15–16 Uhr

11 Ich bin im Bild! Urs Güdel, M.A., Fachdozent TDS Aarau Dienstagabend, 3. Dezember 2013, 19–21 Uhr

12 Das Kopftuch – ein Fallbeispiel für politisch umgesetzte­Religionsfreiheit Pfr. Dr. theol. Paul Kleiner, Rektor und Dozent TDS Aarau Dienstagabende, 14. und 21. Januar 2014, 19–21 Uhr

13 Konflikte – jein danke Monika Riwar, Theologin, Seelsorge und Beratung in eigener Praxis, Fachdozentin TDS Aarau Samstag, 25. Januar 2014, 9.15–16 Uhr

14 Begegnung mit aramäischen Christen Pfr. Christoph Schwarz, Dozent TDS Aarau Dienstagabende, 25. Februar und 4. März 2014, 19–21 Uhr, sowie Sonntag, 9. März 2014, 10–12 Uhr

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Das «TDS-Portfolio in Gemeindemitarbeit» umfasst die vier Bildungsbereiche «Bibel/Theologie», «Lebensfragen», «Methoden der Gemeindearbeit» sowie «Sozialdiakonisches Handeln». Es führt dabei weder zu einem Berufsabschluss, noch zielt es auf eine bezahlte Tätigkeit hin. Vielmehr schöpfen Sie persönlichen Gewinn aus Ihren wachsenden Kompetenzen in Theologie sowie Sozialdiakonie und professionalisieren Ihren Umgang mit praktischen Lebensfragen aus den Bereichen Psychologie, Pädagogik und Spiritualität. Der Portfolio-Lehrgang wird dem «European Credit Transfer System» angegliedert und umfasst 15 Kreditpunkte. Entsprechend dem ECTS entspricht ein Kreditpunkt einem Arbeitsaufwand von ca. 30 Stunden. In jedem der vier Haupt-

Die folgenden Fächer der Diplomausbildung am TDS Aarau eignen sich zur persönlichen Weiterbildung. Auf Anfrage können auch andere Fächer besucht werden.

29 Quartalskurs Einführung in die hebräische Sprache Pfrn. Dr. Christine Stuber Montagabend, 13. Januar bis 31. März 2014, 17.15–18.55 Uhr

30 Halbjahreskurs Sozialwesen in der Schweiz Yolanda Sieber Emmenegger, lic. phil., Dozentin TDS Aarau, Dipl. in Sozialer Arbeit Dienstagmorgen, 14. Januar bis 3. Juni 2014, 8.20–11.45 Uhr

18 Fragen, die ich eigentlich schon immer stellen wollte Pfr. Dr. theol. Dieter Kemmler, Dozent TDS Aarau Montagabende, 17., 24., und 31. März sowie 28. April und 5. Mai 2014, 19–21 Uhr

31 Halbjahreskurs Leiterschaft in der Gemeinde Thomas Härry, M.A., Fachdozent TDS Aarau, Redakteur AUFATMEN und Autor, und Team Freitagmorgen, 17. Januar bis 6. Juni 2014, 7.55–12.10 Uhr

19 Freiwillige im Fokus – gewinnen, fördern, begleiten Georges Morand, Coach für Führungskräfte aus allen Branchen, Theologe Samstag, 22. März 2014, 9.15–16 Uhr

32 Halbjahreskurs Gemeinwesenarbeit Paul Baumann, Gemeinwesenarbeiter NDS FH, Ausbildner eidg. FA, dipl. Organisationsentwickler und Coach (ias), Fachdozent TDS Aarau Dienstagnachmittag, 11. Februar bis 27. Mai 2014, 13.40–17 Uhr

21 Kurswoche Jugendarbeit Andi Bachmann-Roth, Katja Nilsen, David Blatter und Team Samstag, 2., bis Samstag, 9. August 2014

Felix Studer, lic. phil., Konrektor, Dozent und Verantwortlicher für das Kurswesen

Intensiv-, Semester- und Jahreskurse Mobiler Kurs mit Abschlussbescheinigung

17 Meine Stärken Eva und André Kesper-Wegelin, Inhaber der Werbestadt AG, Winterthur Samstag, 15. März 2014, 9.15–16 Uhr

20 «Ich bin ein Ebenbild des ewigen, gütigen Gottes!» Pfr. Christoph Schwarz, Dozent TDS Aarau Samstagmorgen, 29. März 2014, 9.15–12.30 Uhr

bereiche muss mindestens ein Kreditpunkt erreicht werden, in der Gewichtung der weiteren Punkte geniessen Sie Freiheit. Im Kursprogramm finden Sie die entsprechenden Angaben: Ein Samstagskurs (6 Unterrichtsstunden und 1–2 Stunden weiterführende Lektüre) wird z. B. mit «1/4 Credit» ausgewiesen. Dasselbe gilt für einen aus 3 Abenden bestehenden Kurs. Die obere zeitliche Limite für den Abschluss des Portfolios liegt im Rahmen von 4–6 Jahren.

Der nachfolgende Kurs kann 2–3-mal angeboten werden. Das TDS-Sekretariat gibt Ihnen Auskunft zur Terminplanung. 33 Glaube – Liebe – Hoffnung im 1. Thessalonicherbrief Pfr. Dr. theol. Paul Kleiner, Rektor und Dozent TDS Aarau 3 Abende

Ü

Das vollständige Kursprogramm kann im TDS-Sekretariat bezogen werden. Zudem steht es auf tdsaarau.ch unter «Kurse 2013/2014» als Download zur Verfügung.

Atelier

Atelier

Abend- und Samstagskurse

TDS-Portfolio

Bildungsreise 22 Acht tägige Bildu ngsreise Auf den Spuren vo n Dietrich Bonhoeffe r Anita und Peter He nning, Pfr. Mag. the ol. und alt Rektor TDS Aarau, Karin und Th omas Curty, Supervi so rin und Sozialdiakon Samstag, 26. April, bis Samstag, 3.  Ma i 20 14 Anmeldung : bis 13.  Dezember 2013 an thomas.curt y@ erk-bs.ch Weitere Infos : edell ine.ch

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Arbeitsjubiläen

Spendenbarometer

Herzlichen Dank für 2 x 5 und

Weiterhin Rückstand auf die Budgetziele! Liebe Spenderinnen und Spender Liebe Freunde des TDS Aarau

Barbara Schiffer

feierte am 1. September ihr fünfjähriges

TDS-Jubiläum. Sie kümmert sich mit Leichtigkeit und Fachkenntnis um die Buchhaltung sowie um die Spenden- und Adressverwaltung. Rechnungen, zu verbuchende Belege und Zahlungen laufen bei ihr zusammen. So erhalten unsere Tätigkeiten im Hintergrund ganz automatisch eine Schlusskontrolle, für die wir dankbar sind.

Am 1. Januar 2008 trat

Monika Keller

als Bibliotheksange-

stellte ins TDS Aarau ein. Sie konnte also bereits Anfang 2013 auf fünf Jahre am TDS Aarau zurückblicken. Mit Genauigkeit und

bringt Signaturen an, reiht neu ein und hat immer den Überblick, wer was ausgeliehen hat.

400'000

300'000

1 x 20 Jahre TDS Aarau Burga Hürlimann kann am 1. Dezember auf 20 Jahre TDS Aarau zurückblicken. Sie ist die gute Seele des Hauses, ruft die

Mitarbeitenden zur Pause und serviert allen das Wunschgetränk.

Den Studierenden macht sie den Znüni parat, viele unserer Mieterinnen und Mieter kennt sie beim Namen. Sie wird auch über

200'000

100'000

Jedoch sind die Sorgenfalten dieses Jahr ungewohnt: Ein so grosses „Spendenloch“ hatten wir seit 10 Jahren nicht mehr. Und darum mache ich mit Überzeugung auf die noch ausstehenden CHF 234‘000 aufmerksam und bitte Sie um Ihre (Extra-) Unterstützung. Unser Wunsch und Ziel ist es, eine ausgeglichene Jahresrechnung zu präsentieren, damit wir unsere Aus- und Weiterbildungen auch weiterhin in gewohnter Qualität anbieten können. Bereits jetzt mein herzliches Dankeschön! Ich wünsche Ihnen friedvolle Advents- und Weihnachtstage. Herzliche Grüsse Maya Loosli, Geschäftsführerin TDS Aarau

Office

Plenum

Begeisterung kümmert sie sich um «ihre» Bücher und Medien,

530'000

Per Ende Oktober hinken wir unserem Spendenbudget genau ein Drittel hinterher (siehe Grafik und Zahlen). Meinen Hauptfokus richte ich jedoch nicht auf diesen Betrag, sondern auf die bis Ende Jahr noch ausstehenden CHF 234‘000 (!). So viel Geld fehlt dem TDS Aarau nämlich noch, um das für 2013 budgetierte Spendenziel zu erreichen. Einen Blick zu werfen auf den beigen Balken im Barometer – und somit auf die bereits eingegangenen Spenden – will ich trotz kritischer Finanzsituation nicht vergessen. Für diese Finanzen und Ihnen als Spenderin und Spender sage ich herzlichen Dank. Es ist meine Aufgabe, auf die aktuellen Zahlen aufmerksam zu machen – ob positiv oder negativ. Dass der aktuelle Spendenstand in einer von Gaben abhängigen Organisation gegen Ende Jahr vermehrt beachtet wird, ist dabei nicht aussergewöhnlich. Stand Ende Oktober 2013 in CHF Einzelspenden/Baufonds Kollekten/Beiträge Spenden Firmen/Institutionen TOTAL Legate

207'500 84'800 3'700 296'000 2'000

Fehlende Spenden bis Ende Jahr 2013

234'000

Fehlende Spenden bis Ende Oktober 2013

145'667

Eingegangene Spenden bis Ende Oktober 2013

296'000

ihre Pension hinaus bei uns arbeiten und den TDS-Alltag bereichern.

Ich danke euch – Barbara, Monika und Burga – herzlich für euer Engagement und wünsche euch weiterhin viel Freude und Gelingen für euer Tun am TDS. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit euch. Maya Loosli

Geschäftsführerin … fehlen dem TDS Aarau bis Ende 2013!

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Glückwünsche | Voranzeige

Fragebogen

Christos Papa dopoulos Aktueller Beruf:

Sozia ldiakon

zur Geburt

Aktueller Arbeitgeber:

Samuel Kephas 13. August 2013 Sohn von Esther und Tobias Stöckli Tobias studierte 2007–2011 am TDS Aarau.

Ramon Raphael 18. September 2013 Sohn von Sibylle und Philipp Kurth Philipp studierte 1997–2001 am TDS Aarau

Treffpunkt TDS Aarau

Veranstaltungen für Absolventinnen und Absolventen

Absolvententag 2014 Samstag, 18. Januar 2014, ab 9 Uhr, mit Dr. Matthias Wenk, Pastor und Fachdozent TDS Aarau, zum Thema: Der Heilige Geist – der erfahrbare Gott. Erlebniskick oder Gotteserfahrung? Anderen helfen, Gott zu erfahren.

18. Januar 2014 TDS Aarau Tag der Absolventinnen und Absolventen des TDS Aarau zent Fachdo und Pastor Wenk, Mit Dr. Matthias

Der Heilige Geist –

In gewissen Gemeinden fristet der Heilige Geist ein Schattendasein, in anderen hat er Hochkonjunktur. Jedenfalls sehnen sich heute zahlreiche Menschen nach lebendiger Erfahrung und intensivem Erleben, auch im religiösen Bereich. Matthias Wenk wird herausarbeiten, wo die Unterschiede zwischen einem Erlebnis und einer Gotteserfahrung liegen und woran wir merken, dass Gott wirkt. Anschliessend geht es um die praktische Frage, wie wir anderen Menschen zu einer Gotteserfahrung verhelfen können und welche Rolle der Mensch und welche der Geist Gottes spielt.

Evangelisch-reformie rte Kirche Rapperswil-Jona

¨

Zivilstand/Fa milie :  

Mein stärkster Charakterzug? Hmm ... vermutlich Grübeln.

Verheiratet, zwei Kinde r

… ragt f e B ? einem Beruf d n a e st n ö Das Sch bnis ha-Erle en zu einem A h ic dl n ge Ju h Wenn ic . verhelfen kann

Welche Eigenschaften schätzt du bei einer Frau am meisten?

6

Bei meiner Frau schätze ich diejenigen

Dein Lieblingskünst ler?

Mein momentanes Dr

aus dem Rhetorik- und

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der erfahrbare Gott Erlebniskick oder Gotteserfahrung?  Anderen helfen, Gott zu erfahren.

Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau

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Projekttage 2014 Montag/Dienstag, 17./18 Februar 2014, mit Dr. Dominik Klenk, Autor, ehem. Leiter der Offensive junger Christen und derzeit Geschäftsführer des Brunnen-Verlags, Basel, zum Thema: Gemeinde als Gemeinschaft. TDS-Absolventinnen und -Absolventen, die an den Projekttagen teilnehmen möchten, erhalten auf dem TDS-Sekretariat nähere Informationen: +41 62 836 43 43, sekretariat@tdsaarau.ch

anischen Pantomimen

Carlos Martinez und de m

Rosa, der mit Tusch un

spannende Donald-Du

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Mimik-Genie Peter

Comic-Zeichner Don

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Mau oesie, ando de vereint P s h c u F D o n A rm e ft er gewie d n». Dies e g e igkeit un D d un elbstlos S , it e k htig ironie e Selbst ut, Aufric is M r , P z r it e W zt mit ein s gewür e ll A it. . e b chlichke Hinga er Mens t h c e n r Por tio und eine

Momente, in denen ich ungezwungen über Gott und die Welt reden kann. Wunderbar, wie gut sie zuhören kann.

Das Wert vollste, das du am

Nichts geht über Beziehung.

Wo und w ann bist d u kreativ? Damit mic

Wild, dem vir tuosen sp

Papier bring t.

Herzlich willkommen! Den Einladungs-Flyer finden Sie auf tdsaarau.ch/absolventen. Nähere Informationen zu Inhalt und Anmeldung erhalten Sie auf dem TDS-Sekretariat: +41 62 836 43 43, sekretariat@tdsaarau.ch

eam-Team besteht

G alerie

G alerie

Wir gratulieren ...

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meinTDS 2013 | 10

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AGENDA Studienjahr 2013/14

■ Unterrichtsbeginn Klasse IV: 2. Dezember 2013

■ Intensivwoche «Gruppendynamik» Klasse IV: 3.–6. Dezember 2013

■ Weihnachtsferien

23. Dezember 2013 bis 3. Januar 2014

■ TDS-Begegnungswoche Hasliberg 6.–10. Januar 2014

■ Unterrichtsbeginn Klasse III Vollzeit 13. Januar 2014

■ Winterferien

3.–7. Februar 2014

■ Beginn Frühlingssemester

Absolvententag

■ Tag der TDS-Absolventinnen und -Absolventen

Samstag, 18. Januar 2014, ab 9 Uhr mit Dr. Matthias Wenk, Pastor und Fachdozent TDS Aarau Schnuppertag

■ Spezialschnuppertag am TDS Aarau

für alle, die sich für ein Studium interessieren: Montag, 27. Januar 2014 Weitere Infos auf tdsaarau.ch

■ Jugendleiterkongress newleaders.ch

16./17. November 2013 auf St. Chrischona Kongress

■ Mission Net

Europäischer Jugend-Mission-Kongress 28. Dezember 2013 bis 2. Januar 2014, in D-Offenburg, siehe auch: mission.ch

10. Februar 2014

■ Projekttage für alle Klassen

17./18. Februar 2014 Thema: Gemeinde als Gemeinschaft

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