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Nr. 43, Mai 2010

dienst aus dankbarkeit jubiläumsauftakt vom 20. märz 2010 ausblick hauptanlass am 4. september 2010 50 jahre tds: persönliche erinnerungen teil II

Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau


Rubriktitel

Herausgeber TDS Aarau Frey-Herosé-Strasse 9 5000 Aarau Tel: 062 836 43 43 Fax: 062 836 43 42 E-Mail: sekretariat@tdsaarau.ch Web: www.tdsaarau.ch verantwortlich für diese Ausgabe Peter Henning Paul Kleiner Maya Loosli Verena Müller-Eggenberger Elisabeth Widmer-Hunziker Simone Wüthrich Rektorat Pfr. Paul Kleiner, Dr. theol., Rektor, Winterthur trägerverein Heiner Studer, Präsident, Wettingen gestaltungskonzept fortissimo : think visual, Wädenswil Druck Jordi AG, Belp mit CO2 Kompensation Abonnement Jahresabonnement CHF 20.00/EUR 15.00 TDSinform erscheint 6x jährlich Postcheckkonten Schweiz: Aarau 50-1903-6 IBAN CH22 0900 0000 5000 1903 6 Deutschland: Hannover 188 10-300 IBAN DE29 2501 0030 0018 8103 00 BIC PBNKDEFF

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Inhalt

Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau Höhere Fachschule für Kirche, Diakonie und Mission

Titlebild: www.piqs.de/fotos/search/herz/48474.html

Impressum

impressum

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editorial

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jubiläumsauftakt 20.03.2010

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ausblick hauptanlass 04.09.2010

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ausblick hauptanlass / kolumne

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diplomarbeiten

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persönliche erinnerungen teil ii

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diplomarbeiten

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jubiläumsreise

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nachfolge peter henning

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köpfe am tds / stelleninserat

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kurse am tds

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Vorschau Kurs

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finanzen

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gratulationen

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agenda

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Editorial

Editorial

Dienst aus Dankbarkeit Vor Jahren sass ich einmal in einer Fussgängerzone des Heiligen Geistes. Sei dies nun auf der «grünen auf der Strasse, vor mir ein Teller mit ein paar MünAu» oder im «finstren Tal» (Psalm 23), der Vers 4 ist zen. Ich war aber nicht betteln gegangen. Vielmehr ein Riesengeschenk: «Du bist bei mir.» hatte ich ein Schild aus Karton neben meinen Teller Aus diesem Reichtum, aus dem unverdienten Gegestellt: «Ich wurde reich beschenkt – bitte bedieschenk, gestalte ich mein Leben. Aber eben nicht nen Sie sich!» Einige Leute, die das Schild übersahen nur für mich selber. Sondern auch für andere: «Bitund Geld in den Teller legen wollten, machte ich te bedienen Sie sich!» Als reich Beschenkter will freundlich darauf aufmerksam: «Sie dürfen sich beich mit andern teilen. Ihnen dienen mit dem, was dienen. Nicht etwas geben.» Mit andern kam ich ins ich empfangen habe: Mit Liebe und Hoffnung, mit Gespräch, denn ein Geldverteiler auf der Strasse ist Zeit und Freude, mit materiellen Möglichkeiten und doch ziemlich ungewöhnlich. geistigen Fähigkeiten. Die Idee zu dieser Aktivität hatte ich in einer Zeit- Heute habe ich der Kassierin beim Bezahlen freundschrift aufgeschnappt. Der Leitsatz geht mir bis lich zugelächelt und einen guten Tag gewünscht: heute nach: «Ich wurde reich beschenkt – bitte beEin alltäglicher Dienst aus Dankbarkeit. Auch prodienen Sie sich!» Das gilt nicht nur für eine etwas fessionelle Diakonie ist letztlich Dienst aus Dankausgefallene Aktion. Vielmehr könnte der erste Teil barkeit. «Ich wurde reich beschenkt – bitte bedienen ein Lebensmotto sein: «Ich wurde reich beschenkt.» Sie sich!» Gerade als Christinnen und Christen: Wir sind reich beschenkt mit Gottes Güte, mit ewigem Leben durch Jesus Christus, mit der lebendigen Gegenwart paul kleiner, Rektor

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jubiläumsauftakt 20.03.2010

jubiläumsauftakt Vernissage und zukunftswerkstatt

Mit dem Jubiläumsauftakt, der am 20.03.2010 statt- Die Vernissage, und später der Abend, werden umrahmt und begleitet von drei Musizierenden. Ein fand, und dem Festakt am 04.09.2010 im Kultur & längeres Zwischenspiel am Cello ist besonders Kongresshaus feiert das Theologisch-Diakonische schön; leicht melancholisch, dargeboten von einer Seminar in Aarau sein 50-jähriges Bestehen. ihrem Spiel hingegebenen Cellistin. Am TDS summt und brummt es schon lange vor Be- Dann ergreift der Dozent und alt Rektor Pfr. Mag. theol. Peter Henning das Wort: Schwierig sei es für ginn der Vernissage wie in einem Bienenstock – die einen Historiker und Geschichtenerzähler, sich kurz Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Als die Zeit zu fassen. Wer Peter Henning kennt, muss unwillfür den Beginn des Auftaktes näher rückt, beginnen kürlich lachen. ehemalige und aktuelle Studierende, Dozierende, Unterrichtende, usw. zur Evangelisch-Methodisti- Was er geschrieben hat, ist keine Biographie, sondern die Geschichte des TDS. Es gibt bereits einen ersten schen Kirche zu strömen, dem Ort, an dem die VerRückblick, nach 20 Jahren, den Pfr. Hans Bolliger vernissage stattfinden wird. fasst hat. Doch 2008 vertieft sich der Wunsch nach Der Saal wird voll. Überall sind Schilder verteilt, welche einer neuen, ausführlichen Darstellung. Dieser Aufdie Gäste zu ihren Plätzen weisen. Leute sind da, die trag landet schlussendlich bei Peter Henning – da er helfen, sich zurechtzufinden. Eine erwartungsvolle ja der Kirchengeschichtler sei ... Herausgekommen Stimmung breitet sich aus. ist nun eine Geschichte, welche sich, entsprechend Dann startet die Vernissage zur Festschrift von Peter dem Stil Peter Hennings, spannend, nachdenklich Henning: «Glauben – Verstehen – Handeln». Wie und humorvoll liest. die Gäste später vom Autor hören werden, ein Dreiklang, welcher in der Festschrift in drei Schwerpunk- Danach sind die Gäste etwas mehr gefordert, als eher passiv dem Geschehen zu folgen. Der Reihe nach, ten vertieft wird: Lobe den Herrn meine Seele, und von 1960–2010 werden, neben ehemaligen und akvergiss nicht ... – Glauben; Dankbare und ehrliche tuellen Vorständen, Dozierenden, Mitarbeitenden, Standortbestimmung – Verstehen; Weitermachen usw., die Gruppen der ehemaligen Studierenden mit dem Auftrag Jesu, den Menschen das «Halten aufgerufen. und Tun» zu lehren – Handeln. Paul Kleiner leitet die Vernissage mit einem kurzen Silbergraue Köpfe neben Halbglatzen und Igelfrisuren. Schön, die Generationen solchermassen versamReferat ein: Der Mensch ist ein Geschichtenerzähler. melt zu sehen. Durch Geschichten bilden wir Identität. Bloss: Wie erinnern wir uns? Wie erzähle ich meine Geschichte, Beim Apéro kann die Festschrift dann gekauft werden. Und da so humorvoll und beredt vorgestellt, findet welche Schwerpunkte setze ich? sie guten Absatz. Peter Henning erzählt die TDS-Geschichte nicht nur mit Höhepunkten – er lässt die Tiefpunkte nicht aus. Jetzt ist auch die Zeit zu ausgiebigem Austausch, Umarmungen und scheuer Anknüpfung an vergangene Denn unsere Identität beinhaltet auch, lernfähig zu Jahre. sein – «Gott sei Dank!»

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jubiläumsauftakt 20.03.2010

Kaum hat man den gemeinsamen Rhythmus jedoch kann sich wieder zusammensetzen, geniessen und gefunden, geht es weiter im Programm: Die Gäste dazwischen den humorvollen, kreativen Darbieverteilen sich in die Workshops. Gut zu wissen, dass tungen folgen, die vom Absolventenrat aus einer man neu geknüpfte Kontakte beim gemeinsamen Schatzkiste hervorgezaubert werden. Abendessen wieder wird aufnehmen können. Dieser Tag: eine grosse Leistung der Organisatoren Die Workshops bieten eine interessante Auswahl an und vielen helfenden Händen und eine Freude für Themen: Man kann den Autor der Festschrift noch die Besucher. Aber vor allem: Gott sei Dank, der dieeinmal in einer Lesung geniessen, in Nostalgie se 50 Jahre TDS geschenkt hat! schwelgen, sich kreativ betätigen oder sich vertiefen in Themen der Diakonie oder Theologie. Danach erwartet die Gäste ein festliches Essen. Man verena müller-eggenberger, Verantwortliche «TDSinform»

zukunftswerkstatt – Das TDS im Jahr 2020 Bei den Jubiläumsfeiern geht es nicht nur um die vergangenen 50 Jahre; der Blick ist bewusst auch nach vorne gerichtet. In einer «Zukunftswerkstatt» fragten sich am Jubiläumsauftakt Absolventinnen und Absolventen zusammen mit Dozierenden und Vorstandsmitgliedern, vor welche Herausforderungen die Gesellschaft unsere Ausbildungsarbeit stellt. Wo sollen Schwerpunkte gesetzt werden? Utopie oder Anstoss zu Entwicklungen?

Herausforderungen

Gesellschaftliche Herausforderungen beeinflussen sowohl unsere zukünftigen Studierenden als auch ihr Zielpublikum im Berufsfeld «Sozialdiakonie». Stichworte lassen einige Tendenzen aufleuchten: • Radikalisierung in Politik und Gesellschaft, Kampf der Kulturen. Ethik in der Politik? • Spiritualität ist «in», viele Menschen suchen Halt – wo auch immer. • Beziehungen sind zentral. Gleichzeitig beschäftigt eine ständige Identitätsklärung viele Zeitgenossen: Wer bin ich? Kinder und Jugendliche mit zerrüttetem Familien- und Beziehungsbild, gleichzeitig Überalterung der Gesellschaft. Die Reflexion solcher Herausforderungen soll unsere Visionen für die Zukunft mitprägen.

Visionen fürs TDS

Aufzeigen, warum es die Sozialdiakonie in Zukunft braucht. Die Kirche – und das TDS aIs Ausbildungsstätte treten in der Gesellschaft vermehrt sozialdiakonisch in Erscheinung. In der Ausbildung wollen wir Wert legen auf politisches Engagement und dadurch dazu beitragen, dass aktive Christen Verantwortung übernehmen in der Gesellschaft. Gemeinsames «Leben Teilen» als Element der Ausbildung. Zentral ist die Frage, wie wir Beziehungen

leben. Die Ausbildung vermittelt auch in Zukunft mehr als Wissen. Sie wirkt hin auf «Integrität als Lebensstil»: Glaube, Reden und Handeln stehen im Einklang. So können wir zu den Ursprüngen der Diakonie finden, das kann bedeuten: Mittagstisch für Kinder, Integration von Ausländerfrauen, Kinderkrippe. Es wird vermehrt um generationsübergreifende Wohngemeinschaften gehen, zudem um Familiennetzwerke, in denen auch Alleinerziehende willkommen sind. «Laien» sollen befähigt werden, ihre Ressourcen einzusetzen; Ermutigung wollen wir als Lebensstil eintrainieren. «Werteneutralität gibt es nicht!» Wo keine christlichen Werte vermittelt werden, füllen andere Werte das Vakuum. Deshalb wollen wir aus evangelischer Verwurzelung angstfrei auf andere und Andersgläubige zugehen. Studenten tragen das TDS gegen aussen; in den Kirchen ist zu wenig bekannt, was TDS-Absolventen alles können; in Kursen von Jugendverbänden könnten wir das TDS vorstellen, gleichzeitig die Medienpräsenz erhöhen, etwa durch Zeitungsberichte über Praktikumsprojekte. Damit die Vollzeit-Ausbildung für die Studierenden bezahlbar bleibt, werden Stiftungen oder Personen gefunden, welche Ausbildungspatenschaften übernehmen. Das TDS entwickelt sich weiter! Wir können das Gute und Bewährte einem weiteren Kreis anbieten. Neben der bestehenden kirchlichen Anerkennung streben wir eine staatliche Anerkennung an. Das TDS gibt Impulse für Gemeindebau und trägt Bildungsangebote auch extern in die Gemeinden; so lernt jede evangelische Gemeinde der Deutschschweiz das TDS kennen – und berücksichtigt es womöglich auch im Kollektenplan. Bei allen Visionen gilt es, den Boden unter den Füssen nicht zu verlieren: «Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher Jesus Christus ist.» 1. Korinther 3,11

felix studer, Dozent und Konrektor 5


ausblick hauptanlass 04.09.2010

50 Jahre Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau

Jubiläumsfest vom Samstag, 04.09.2010

Am 04.09.2010 wird das TDS Aarau auf den Tag genau ein halbes Jahrhundert alt. Wenn das kein Grund zum Feiern ist – gottseidank! Es erwartet Sie ein reichhaltiger Tag im Kultur & Kongresshaus (KUK) Aarau mit folgenden Hauptanlässen: Diplom- und Eröffnungsfeier, Jubiläumsfeier und KulturExperiment.

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Nach dem gelungenen Jubiläumsauftakt am 20.03.2010 sind wir als OK intensiv daran, das Jubiläumsfest vom Samstag, 04.09.2010, vorzubereiten. Im KUK Aarau, dem ehemaligen «Saalbau», fanden wir die geeigneten Räumlichkeiten, um das vielfältige Programm unter ein Dach zu bringen. Und das sind die verschiedenen Programmelemente: 10.30 Uhr: Abschluss- (Klasse IV und III) und Eröffnungsfeier (Klasse I) Zu Beginn des Jubiläumsfestes stehen die aktuellen Studierenden im Vordergrund. Die Diplomfeier der Klasse IV ist insofern speziell, dass es die erste Diplomfeier des neuen vierjährigen Studienganges ist. Deswegen fällt sie auch mit der Eröffnungsfeier (Kl. I) und der Zertifizierung der Teilzeitstudierenden (Kl. III) zusammen. Wie üblich leben diese Feiern von den individuellen Beiträgen der Klassen. Eine Jubiläumsband aus professionellen (Jazz-)Musikern bildet den weiteren Rahmen.

Die Predigt wird Peter Henning halten, was auch einem ganz speziellen Moment gleichkommt: Es wird die letzte Predigt in seiner Funktion als Hauptdozent am TDS Aarau sein. Der ehemalige Rektor geht diesen Sommer in den aktiven Ruhestand. 14.00 Uhr: Jubiläumsfeier Wir versprechen nicht zu viel, wenn wir schreiben, dass die Jubiläumsfeier kreativ, abwechslungsreich und kurzweilig ausfallen wird. Folgende Elemente sind unter anderem in Planung: - Farbiger Einmarsch von TDS-Delegationen, die auf verschiedene Weise mit dem TDS Aarau verbunden sind - Festansprache von Pfrn. Claudia Bandixen, Kirchenratspräsidentin des Kantons Aargau zum Thema «Wir gehen weiter – Schritte tun – Gott als Weg-Gott» - Grussworte von Dr. Urs Hofmann, Regierungsrat im Kanton Aargau, sowie von Pfr. Dr. Christoph Sigrist, Dozent für Diakoniewissenschaft an der Universität Bern


ausblick hauptanlass / kolumne

- Präsentation von Absolventinnen und Absolventen zu ihren verschiedensten Arbeitsfeldern nach dem TDS Aarau - Siegerehrung des Projekts «50 Stunden Diakonie» - Ehrungen von Peter und Anita Henning sowie von Dieter und Elisabeth Kemmler - Kurz-Statements der aktuellen Hauptdozierenden als Selbstverpflichtungen für die Zukunft - Kurze Sequenzen von Pantomime, Theater und Musik 17.00 Uhr: Kultur-Experiment Das «Eidgenössische Improvisationstheater» und die angolanische Familie «The Kuziem Singers» stehen zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und bieten eine zündende Mischung aus TheaterImprovisation und Gospel-Musik. Die Künstlerinnen und Künstler entwickeln ihren Auftritt spontan auf der Bühne und werden sicherlich für einige Überraschungen sorgen. Rahmenprogramm Zum Rahmenprogramm gehören verschiedene Essensangebote, eine Kaffeestube, ein menschlicher Töggelikasten, ein attraktives Kinderprogramm sowie verschiedene Ausstellungen: Zahlen, Fakten und Fotowände zu 50 Jahre TDS, ein «Erlebnisparcours Mission», die Präsentation der Projekte «50 Stunden Diakonie» und eine Schuh-Skulptur von Anita Sieber Hagenbach. Herzliche Einladung! Dieser Tag soll zu einem wertvollen, unvergesslichen und zukunftsweisenden Tag werden! Sie sind herzlich willkommen mit uns zu feiern, sei es den ganzen Tag oder zu bestimmten Zeiten des Tages. Genaue Informationen können Sie dem Einladungsflyer oder der Website «www.tdsaarau.ch» entnehmen. Projekt «50 Stunden Diakonie» Werden Sie als Einzelperson oder als Gruppe insgesamt 50 Stunden in irgendeiner Weise diakonisch tätig in Kirche und Gesellschaft: Fensterputzen bei Senioren, Schuldenberatung, Abfall einsammeln im Stadtpark, Freizeitaktivitäten für Pflegebedürftige, Mittagstisch in der Gemeinde, Spendenaktionen aller Art, … Falls Sie sowieso schon in Werken und Kirchen diakonisch tätig sind, dürfen Sie auch gerne Ihre bestehenden diakonischen Tätigkeiten als «Projekt» einreichen, sofern man davon ca. 50 Std. Einsatz für eine Projekteingabe abspalten kann. Eine Jury wird am 04.09.2010 ein Siegerprojekt prämieren. Herzliche Einladung zur Teilnahme! Wir brauchen eine kurze Projektbeschreibung (kein umfassendes Konzept, eine einfache Beschreibung reicht aus!) und für die Ausstellung am 04.09.2010 eine möglichst digitale Präsentation des Projekts. Wir unterstützen Sie gerne dabei, falls Ihnen das zu viel Aufwand bereiten würde. Anmeldeschluss ist der 31.05.2010. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website www. tdsaarau.ch. Anmeldeadresse und Kontaktperson: Stefan Hochstrasser, Dammstr. 6, 3400 Burgdorf, 076 424 45 53, s.hochstrasser@tdsaarau.ch

kolumne ein gescheiterter staat

Das Erdbeben auf Haiti war eine Katastrophe «biblischen Ausmasses». So formulierte Christof Münger in der Zeitung «Der Bund» anlässlich des Spendentages für Haiti. Er deutet damit die Schicksalshaftigkeit des Geschehens an. Für die Katastrophe gibt es aber auch rein sachliche Gründe. Die Hauptstadt Port-au-Prince wurde am falschen Ort gebaut. Die Stadt steht genau an der Nahtstelle zwischen der Karibischen und Nordamerikanischen Platte. Die Insel ist durch ihre exponierte Lage immer wieder Hurrikans ausgesetzt. Und die Häuser der Hauptstadt wurden mit viel Sand und wenig Zement gebaut. Damit kommen wir zur menschlichen Dimension des Problems. Der Kommentator verweist auf die herrschende Korruption: Haiti steht beim Index von Transparency International auf Rang 168 von 180 aufgeführten Ländern. Es gibt eine Wirtschafts- und Bildungsmisere: 80% der Bevölkerung gelten als verarmt. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung sind Analphabeten. 60% des Staatshaushaltes wurden schon vor dem Beben von internationalen Hilfsorganisationen bezahlt. Zudem leidet Haiti bis heute unter seiner schwierigen Geschichte. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich hat das Land ausgebeutet und anschliessend seine Freiheit nur gegen Entschädigung der ehemaligen Plantagenbesitzer anerkannt. Das Land war und ist laut Münger ein Sklavenstaat: «Nach der Unabhängigkeit gab es keine Elite, welche ein Fundament für den Staat legen konnte.» Der Autor weist auch auf die spirituelle Seite des Problems hin: «In Haiti hat der traditionelle (Voodoo-)Glaube an übermenschliche Kräfte zu Lethargie und Fatalismus geführt. Jede Eigeninitiative gilt als suspekt.» Es gibt offensichtlich Formen von Spiritualität, die eine Gesellschaft lahmlegen können. Haiti ist auf unser Mitgefühl und unsere Hilfe angewiesen. Es zeigt aber auch, dass staatliche Gemeinschaften ohne Fundament unter Druck einstürzen. Gemeinschaften brauchen neben einer guten Infrastruktur eine funktionierende Wirtschaft, ein verlässliches soziales Netz, gemeinsame, sinnstiftende Werte und eine gesunde Spiritualität. Die christlich-abendländische Kultur hat diese Werte in letzter Zeit vernachlässigt. Höchste Zeit, sie wieder zu beleben, auch in der Schweiz.

hanspeter schmutz, Publizist und Instituts-

leiter INSIST

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diplomarbeiten

Bild: www.piqs.de/fotos/search/Bücher/24138.html

diplomarbeiten

andreas altorfer:

buschor-läubli christine:

Ein fix fertiger Kurs hilft ihnen bei heissen Themen wie Geld, Sex und Nächstenliebe ein eigenständiges Urteil zu fällen. Sie beschäftigen sich dabei mit biblischen Aussagen und alltäglichen Dilemmasituationen.

Jesus sagt in Markus 10,14 «Lasst die Kinder zu mir kommen! Wehrt ihnen nicht! Denn solchen gehört das Reich Gottes.» Es ist die gemeinsame Aufgabe der Kirche und der Eltern, die Kinder mit dem Glauben bekannt zu machen. Eltern und Kinder sollen in der Kirchgemeinde dazu ermutigt werden, gute Leitlinien aus der Bibel in ihrem Alltag umzusetzen.

bodenmann claudia:

christen flavia:

Wie geht das? Junge Erwachsene bilden sich ein ethisch-moralisches Urteil

Kinder und Familien im Glauben stärken

Ganzheitliche globale Mission – Professionelle Jugendarbeit Ein Vergleich der ehrenamtlichen und professioAuf der Suche nach einem aktuel- nellen Jugendarbeit in der Thurgauer Landeskirche zeigt auf, dass Jugendarbeit kein Luxus, kein len Missionsverständnis. notwendiger Luxus, sondern Notwendigkeit ist. Die Welt als globales Dorf verlangt nach einem aktuellen Missionsverständnis, damit die Kirchen relevant bleiben in der Gesellschaft.

burkhalter-moor salome:

Kirche und Ausländer 8

Welche Möglichkeiten gibt es für Kirchen, Ausländern zu dienen. Eine Untersuchung von 5 Gemeinden, mit Fazit und Tipps für jede Gemeinde.

Als Schlussfolgerung findet sich in der Diplomarbeit ein Leitfaden für die Gründung einer Jugendarbeiterstelle.

hartmann beat:

Scheidungskinder; wie gehe ich mit ihnen in meiner Arbeit um?


diplomarbeiten Scheidungskinder sind immer öfter anzutreffen und Was ist die Postmoderne? Welches Lebensgefühl verbetreffen den SD in seinem Arbeitsfeld immer wiemittelt sie? Und was heisst das für unsere kirchliche der. Ich habe mich der Frage gestellt, welchen EinJugendarbeit? Mit diesen Fragen habe ich mich influss ich als SD nehmen und welche Unterstützung tensiv beschäftigt und bin auf überraschende Antich einem Scheidungskind bieten kann. worten gestossen.

hüberli mathias:

steiner christine:

Relevanz von christlichen Lebens- Musik im Gottesdienst Welches Gottesbild vermitteln wir mit unseren Liegemeinschaften in evangelischen dern? Machen die Lieder unserer heutigen Gottesdienste noch die gleichen Aussagen über Gott, wie Gemeinden die Lieder, die uns in der Bibel überliefert sind? Ich habe 60 Lieder aus modernen und traditionellen Bedeutung und Formen von niederschwelligeGottesdiensten, sowie aus Kinder- und Jugendgotrem Zusammenleben von Christen für/innerhalb tesdiensten untersucht und verglichen. evangelische(r) Gemeinden Die Arbeit soll einzelnen Christen sowie landes- und freikirchlichen Gemeinden die Chance geben, die Bedeutung von Gemeinschaft und evangelischen trachsel miriam: Lebensgemeinschaften zu erkennen oder richtig einzuschätzen. Sie sollen ermutigt werden, eigene Projekte bezüglich gemeinsamen Lebens zu wagen oder zu fördern und zu unterstützen. Die Arbeit soll auch eine Hilfe zu erfolgreichem Start und zur Umsetzung derartiger Projekte werden.

menzi daniel:

Ungleiche Nahrungsmittelverteilung weltweit – Wie Christen der Schweiz in ihrem politischen Engagement damit umgehen.

Gott fordert uns auf, uns um die Armen zu kümmern. Weltweit hungern 1 Milliarde Menschen. Was bedeutet das für den Alltag von christlichen Politikern der Schweiz? Ein Dialog zwischen biblischem Befund und postmodernem «Pilgern»

«Pilgern» Luxus oder Muss müller patrizia:

So sorglos wie die Vögel, so schön wie die Lilien

wälchli simon:

Jeder Christ ein Pazifist?

Diese Diplomarbeit geht der Frage nach, ob Christen kriegerische Gewalt für den Frieden anwenden dürfen. Gibt es den gerechten Krieg oder sollte jeder Christ ein Pazifist sein? Eine Entdeckungsreise in die Tiefe des Wortes Gottes hinein (Mt 6,19–34). Aufzeigen der Relevanz der gewonnenen Erkenntnisse für die heutige Gesellschaft und deren Umsetzung im Katechetikunterricht. weber daniel:

peyer michelle:

Jünger – Christ – Jesus Freak

Als Jugendlicher im 21. Jahrhundert Jesus nachfolgen Auch heute sollen wir Jesus noch nachfolgen, doch was bedeutet dies genau? Ich habe mich aufgemacht, die Motive für die Jesusnachfolge bei Jugendlichen Johannes 4,6–26: Das Gespräch von Jesus mit der Sazu untersuchen und bringe Vorschläge, wie man als mariterin am Brunnen. Exegese und Ideen für einen Individuum und als Gemeinde dazu beitragen kann, Gottesdienst zu einem geheimnisvollen, tiefgründidass Jugendliche zu authentischen Jesusnachfolgen Text. gern werden.

«Lebendiges Wasser»

portner romina:

Veränderung

wunderlin zoe:

«Christ/-in, ledig, sucht ...»

Wie komme ich vorwärts im Glauben? Muss ich alles selber krampfhaft vorantreiben oder wie passiert Christliche Singles: Sehnsucht, Partnersuche und Partdenn Veränderung? nerwahl Diese Diplomarbeit enthält die Ergebnisse aus der Befragung von über 240 christlichen Singles, Tipps um den Partner fürs Leben zu finden, Buchtipps und schmid andreas: einen Einblick ins Thema zur Zeit des Alten Testaments.

Jugendarbeit im postmodernen Umfeld

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persönliche erinnerungen teil iI

Binzenhof, 1980

Teil II: 1978–1988

Christine Steiner

Felix Studer, 1989

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Seit November 1978 bewohnten wir als Pfarrersehepaar der Aarauer Minoritätsgemeinde das Haus, in dem 18 Jahre vorher die Bibelschulgemeinschaft begonnen hatte. Von diesen Jahren intensiver Nutzung durch die sechsköpfige Pfarrfamilie Ernst Hunzinger und den Schülern war dort zwar nichts mehr zu spüren, aber wir trafen eine vielfältig gelebte Beziehung zwischen Gemeinde, Pfarramt und Bibelschule an, die sich für beide Seiten äusserst positiv auswirkte. So wurde ich gleich zum abendlichen Semesterabschluss in den Binzenhof eingeladen, Bibelschüler halfen am Missionsbazar der Gemeinde mit und das gesamte Geschirr des Binzenhofs wurde dorthin ausgeliehen! An meinem ersten predigtfreien Sonntag vertrat mich am 2. Advent der seit September neu angestellte Bibelschullehrer Dieter Kemmler, der uns anschliessend zum Mittagessen zu seiner Familie in der Aarauer Telli einlud. Dass aus diesem ersten Kontakt eine bereits mehr als drei jahrzehntelange andauernde tragende Freundschaft und Dienstgemeinschaft werden sollte, hat damals niemand geahnt. Die beiden Hauptlehrer Hans Bolliger und Dieter Kemmler predigten regelmässig in der Minoritätsgemeinde und die jährliche Diplom- und Eröffnungsfeier der SEB fand in deren Kapelle an der Bahnhofstrasse statt. Das alles war so normal wie die Mitarbeit von Bibelschülern in der Sonntagsschule und in der Jugendarbeit! Ich wurde relativ rasch in die innere Entwicklung der Bibelschule hineingenommen. Nach vier Monaten Einarbeitungszeit in der Gemeinde übertrug mir Rektor Hans Bolliger anfangs März 1979 den ersten Unterricht am Mittwochmorgen: Je eine Lektion für «Einführung in die praktische Gemeindearbeit»

und «Methodik des Unterrichts». Diese und andere praxisorientierte Fächer verstärkt anzubieten, diesem Anliegen von einigen Ehemaligen und weiteren sich aufdrängenden konzeptionellen Fragen hat sich dann besonders Dieter Kemmler gewidmet. Was da angedacht und erwogen wurde, begann auch mich damals neben der intensiven Gemeindearbeit zu interessieren. Zunächst füllte ich jedoch vor allem Lücken aus, je nach Bedürfnis in Katechetik (inkl. praktische Prüfungen in Niedergösgen mit Elisabeth Kemmler), Gemeindearbeit und/oder Kirchengeschichte. Dieses unbefriedigende Springen änderte sich, als mich die Schulleitung 1981 zur Entlastung des Rektors zum Teilzeitlehrer für Kirchengeschichte («bis und mit Martin Luther») berief. Bereits im Herbst 1980 war ich vom Vorstand ins Schulkomitee gewählt und von Dieter Kemmler in die Vorbereitungen einer von Vorstand, Verein und Ehemaligen gewünschten Konzeptanalyse einbezogen worden. Das Jubiläum «20 Jahre SEB» (7. Sept. 1980) war in dieser Aufbruchsphase ein ausgesprochen festlich gestalteter Höhepunkt! Eine grossformatige goldgelbe Zeitung informierte selbstbewusst und umfassend von einer Bibelschule mit Profil und Perspektive! Besonders originell wurde die Chronik bis 1981 fortgeführt in Erwartung des dritten Hauptlehrers für Katechetik: Emanuel Friess wurde bereits mit Foto porträtiert – ein Beweis für den innovativen Willen, weiterhin in die Ausbildung für Gemeindediakonie und Weltmission zu investieren! Es folgte die Phase, in der nun Unterricht, Internatsleben und Lehrplan kritisch analysiert wurden. Dies war auch die logische Folge einer um 10 Jahre verspäteten 68er-Unruhe. Dazu blieb die Diplom- und Eröffnungsfeier 1979 unvergessen, als ein Diplomand anstelle des sonst üblichen Dankes an den Lehrkörper hauptsächlich den Neueintretenden riet: «...

Kritische Diskussionen, 1980

konzeptionelle Frage


en, 1979

persönliche erinnerungen teil iI

persönliche erinnerungen in 4 folgen

Von Peter Henning, Autor der Festschrift «Glauben – Verstehen – Handeln»

Abendlicher Semesterabschluss, 1979

und merkt euch, dass in erster Linie nicht ihr in der SEB zu lernen habt, sondern vor allem die Lehrer!» Natürlich löste dies einige Unruhe aus, aber sie wurde als Symptom reflektiert mit dem Ergebnis, dass eine Konzeptkommission begann, die Weichen für eine dialogisch-interaktivere Lernkultur und ein berufsorientiertes Lehrplankonzept zu stellen. Sie wurde 1984 zwar aufgelöst, aber die gewonnenen Erkenntnisse entfalteten dann nach dem Rektoratswechsel 1985 ihre Wirkung in einer längeren Lehrplanrevision in Zusammenarbeit mit dem Aargauischen Kirchenrat. Diese Jahre bis zum Start der vierjährigen Ausbildung 1988 waren von intensiver und spannender Kommissionsarbeit geprägt. Da ich gerne aufgrund von Vorhandenem zukunftsorientiert arbeite, war mir die SEB sehr sympathisch, weil man in ihr sowohl traditionsbewusst als auch kreativ und innovativ nach vorne arbeitete! Als Schulkomiteemitglied bekam ich in dieser Zeit auch einen Einblick in den Bibelschul- und Internatsalltag, der ständig zu Grundsatzdebatten Anlass gab. Welche Prinzipien gelten zeitlos, welche sind «von gestern»? Ich erinnere mich noch gut an die hitzige Diskussion zum berüchtigten §7 (Verbot, sich innerhalb der Schülerschaft zu verlieben), weil in einem konkreten Fall beide Eltern in Aarau vorsprachen und auf die allgemeinen Menschenrechte pochten! Die Beziehung wurde dann toleriert und so war in dieser Frage mindestens das Eis gebrochen. Auch Hans Bolliger hatte längst mit dieser Regel seine liebe Mühe und wusste dazu so manche Kuriosität zu erzählen. Bald nach dem Rektoratswechsel wurde vom Vorstand eine neue Hausordnung genehmigt! Die sich unter dem Einfluss der neuen Hauptlehrer Dieter Kemmler und Emanuel Friess verändernde Atmosphäre war ab 1982 besonders an den Abschlussfesten der Diplomklassen spürbar: Fröhlich, humorvoll, überraschend, ironisch-kritisch, dankbar und originell wurde nachmittags bis abends entweder im Binzenhof oder sonst in der Umgebung Aaraus gefeiert. Einige Klassen verabschiedeten

Neue Richtung, 1988

sich mit Sondernummern «Was ging bei uns wirklich?», die den Blick hinter die Kulissen der einzelnen Klassen frei gaben und mit Lehrerzitaten besonders viel Schmunzeln auslösten! Drei Beispiele dazu: Johannes Bauler: «Du sollst dich nicht gelüsten lassen nach guten Noten. Ich kenne berühmte Forscher, die mit mir gegen diese Entwicklung sind.» Hans Bolliger: «Wo ein Wille ist, ist auch ein Privatweg.» Dieter Kemmler: «Guten Morgen allerseits! Wir wollen heute die Sadduzäer fertig machen oder wenigstens erledigen.» Am Jubiläum «25 Jahre SEB» wurde ich im September 1985 in der Stadtkirche Aarau als Rektor eingesetzt. Die Entscheidung fiel meiner Frau und mir nach ersten Anfragen 1983 allerdings nicht leicht, denn es gab noch andere Anfragen. Zudem verantwortete ich seit der Jenazer Zeit noch studienbegleitende Angebote für Theologiestudenten/Religionspädagogen in der Lutherischen Kirche Bayerns und daraus war eine Berufung nach Erlangen-Nürnberg entstanden. Dieter Kemmler wusste als Freund darum, war aber überzeugt, dass ich an die SEB Aarau gehöre. Im Frühling 1984 wurde uns dann Gottes Führung an die SEB gewiss. Die ersten Rektoratsjahre waren noch stark durch die Lehrplanrevision geprägt. Dass wir nach der Kündigung von Emanuel Friess in Felix Studer bald einen Nachfolger für den Fachbereich Katechetik fanden, war 1986/87 Tief- und Höhepunkt in einem. Gleichzeitig zeichnete sich ein weiterer verheissungsvoller Wachstumsschub für die SEB ab, der Folgen haben sollte! Fortsetzung folgt im nächsten «TDSinform»

peter henning, Dozent und alt Rektor Peter Henning, 1989

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jubiläumsreise

Jubiläumsreise «50 Jahre TDS – 500 Jahre Reformation Luthers» Lutherdenkmal

Impressionen die geistige Macht des mittelalterlich-katholischen Ein voll besetzter Reisebus startete an einem sonnigen Klerus nachempfinden. Und dass sich gerade in dieAprilsamstag in Basel Richtung «Neue Bundeslänser Stadt mit damals 43 Kirchen und 36 Klöstern der der», um vor allem der lutherischen ReformationsAugustinermönch Martinus jahrelang mit den dageschichte vor Ort zu begegnen! Bei ersten Gesprämals geforderten frommen Übungen abquälte, war chen im Bus und am ersten gemeinsamen Abend also «normal». Eine ausgezeichnete Stadtführerin in Gotha wurde die Motivation zu dieser doch auch verstand es exzellent, uns in diese vergangene Welt anspruchsvollen Studienreise rasch deutlich: Wir einzuführen. verstehen unsere kirchliche Gegenwart sowie unsere eigene Glaubensnachfolge besser, wenn wir uns In Eisenach lagen die besuchten Lutherstätten in immer noch von Kriegsschäden und der DDR-Zeit geden Wurzeln unserer jeweiligen konfessionellen prägten Stadtteilen. Besonderer Höhepunkt im dopPrägung stellen. pelten Sinne war der Besuch der Wartburg mit dem Bereits der erste Mittagshalt im fränkischen RothenStudierzimmer Luthers, in dem er 1521/22 das Neue burg/Tauber entführte uns ins Mittelalter, denn Testament während seiner Schutzhaft ins Deutsche dieses besterhaltene Städtekleinod mit seiner noch übersetzte. Der Abstecher ins Geburtshaus von J. S. immer umfassend begehbaren Stadtmauer vermitBach verband uns dort noch mit dem «Fünften Evantelte anschaulich Kultur und Atmosphäre, in der die gelisten», dessen musikalisches Werk ja ohne die luReformatoren gewirkt haben. therische Theologie nie so möglich gewesen wäre. Von unseren beiden Standorten Gotha und Eisleben Dabei erlebten wir als reformierte Schweizer recht aus besuchten wir die wichtigsten Stätten der luunmittelbar die unterschiedliche Haltung der Refortherischen Reformation in Tagesausflügen. matoren zu Kunst und Kultur, die sich ja bis heute Als besinnlich-sinnvoller Auftakt dazu erwies sich am – wenn auch inzwischen längst in abgeschwächter Sonntag der Besuch des lutherischen AbendmahlsForm – auswirkt. gottesdienstes in der historischen St. Margarethenkirche in Gotha. Die Liturgie nahm uns mit in eine Auf dem Weg von Gotha ins nördlicher gelegene Eisleben bot sich ein Besuch des Monumentalgemälwürdevolle, ehrfürchtige und glaubensfrohe Feier, des zum Bauernkrieg 1525 (Thomas Müntzer) in die anschliessend zu mancher Diskussion unter Frankenhausen an, das zwei Monate vor der Wenuns reformiert Geprägten führte. Überhaupt – die de 1989 noch als «Gedenkstätte zur historischen Woche war geprägt von vielen Gesprächen, interesLegitimation des Staates DDR» eröffnet wurde. In siertem Nachfragen, nachdenklicher Offenheit und Form einer Rotunde wird ein ‚Welttheater’ mit einer vielen geistig-geistlichen Impulsen! überraschend zeitlos gültigen Gesellschaftskritik Die Besuche von Erfurt und Eisenach waren dann ersauf 14X123 Metern Leinwand präsentiert, das uns te Studienziele. Gerade in Erfurt konnte man unter alle faszinierte. Denn immerhin standen wir dort, dem mächtigen, die Stadt beherrschenden Domwo das Missverständnis der Schrift M. Luthers zur platz mit seinen zwei spätgotischen Hallenkirchen

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Das Schwarze Kloster, Wittenberg

Luthers Studierstube, Wartburg


jubiläumsreise

«Freiheit eines Christenmenschen» zu fatalen Konsequenzen geführt und die Wirkung der Reformation wesentlich gebremst hat. Dass wir dann im Geburts- und Sterbeort Luthers ausgerechnet in dem nach 450 Jahren wieder eröffneten, im Mittelalter führenden Zisterzienserinnenkloster Helfta wohnten, war ein Zeichen für die neue Art konfessioneller Beziehungen. Die dortigen Seminarräume und das Hotel stehen heute allen offen, die an der «Klosterpforte anklopfen». Allerdings kam es aus zeitlichen Gründen zu keinem Kontakt mit dem Frauenkonvent (20 Schwestern). Eisleben und das Mansfelder Land als die Region kennen zu lernen, in der Martin Luther aufwuchs, war schon deshalb interessant, weil die vielen, bis 150 m hohen Erzhalden inmitten der flach-hügeligen weitläufigen Landschaft daran erinnerten, dass der Vater Hans Luder wohlhabender Besitzer einiger Kupfererzminen war! Dass der Tag in Eisleben nasskalt und windig war, erwies sich als besonders nachteilig, weil wir zwei wichtige Kirchen geschlossen (noch Winterzeit!) antrafen! Trotzdem bleiben nachhaltige Eindrücke besonders vom Besuch des sog. Sterbehauses Luthers und des wieder restaurierten Marktplatzes. Wittenberg konnten wir von der Schlosskirche mit Thesentür bis hinunter zum «Schwarzen Kloster» (langjähriger Wohnort der Familie Luther, wo von Katharina von Bora wirkte!) erkunden, das Wohnhaus Philipps Melanchthon vom Parterre bis ins Obergeschoss durchwandern oder auf dem Markt vor der Stadtkirche miterleben, wie Luther vom Sockel gehoben und zur denkmalpflegerischen Restauration abtransportiert wurde. Betroffen blieb man vor den jüdischen Versöhnungszeichen (Zeder und Bodenplatte) unterhalb einer mittelalterlichen antisemitischen Darstellung an der Marktkirche stehen: Vergebung und Shalom den Tätern trotz erlebter Abgründe! Die Tagesreise von Eisleben und Wittenberg führte uns durch die weite Landschaft Sachsen-Anhalts mit anmutigen Dörfern und Städtchen wie z.B. Grä-

fenhainichen, dem Geburtsort von Paul Gerhard. Der letzte Tag sollte sich als ein weiterer Höhepunkt insofern erweisen, als wir in Halle/Saale zum einen mit der für Christen schwierigen DDR-Zeit sehr direkt konfrontiert wurden und zum anderen die lebensbezogene und gesellschaftsrelevante Fortsetzung der lutherischen Reformation, den Hall’schen Pietismus von August Hermann Francke, besuchen konnten. In der Gedenkstätte «Roter Ochse» (150-jährige Gefängnisanlage) betraten wir nicht nur Zellen, Vernehmungs- und Hinrichtungsräume, sondern begegneten einem Zeitzeugen, der die Verfolgung widerständiger Christen selbst erlebt und dort im «Roten Ochsen» erlitten hat. Dass er davon ernsthaft und zugleich gelassen und fast heiter-kritisch am Ort selbst erlebter Qualen berichten konnte, zeugte von der Kraft seines Glaubens: «Ich bin ein fröhlicher Christenmensch geblieben!» Die Franckschen Stiftungen sind nach der Wende 1989 auf dem völlig verfallenen Areal in neuer Pracht erstanden. Das pietistische Erbe wird in dieser ehemaligen Schulstadt für mehr als 2›000 Kinder und Jugendliche (anfangs 18.Jh.) jetzt wieder neu in vielfältiger Weise gelebt, praktiziert und erforscht. Kirche und Staat fördern die Projekte, die Jahr für Jahr mit einem immerhin 300-seitigen Jahresprogramm Interessierten in aller Welt offen stehen (www.francke-halle.de). Die Reisegruppe freute sich nach fast 10-stündiger Rückfahrt zwar auf das Zuhause, aber das Echo auf diese intensive, impulsreiche und viel Nachdenklichkeit auslösende Studienwoche in Mitteldeutschland war absolut positiv und so dankbar, dass jemand kurz vor Basel sogar «Zugabe, Zugabe» rief. Die 50 Jahre TDS sind ja nur ein Zehntel von 500 Jahren Reformationsgeschichte, aber immerhin ein Teil dieser Geschichte. Diese Verbindung zu spüren ermöglichte diese Reise! peter henning, Dozent und alt Rektor

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nachfolge peter henning

willkommen im tds-team! In der Folge erhalten Sie einen kleinen Einblick in den Werdegang von Christoph Schwarz. Seit dem 1.4.2010 hat er ein Pensum von 25% am TDS übernommen. Er arbeitet sich als Dozent für Kirchengeschichte und Dogmatik ein, um ab August zu 100% die Nachfolge von Peter Henning anzutreten, der pensioniert wird.

Wo waren Sie bisher tätig?

Nach dem Theologiestudium in Bern und Vancouver war ich während 8 Jahren reformierter Pfarrer in Belp mit einem Schwerpunkt im Bereich kirchlicher Unterricht und Jugendarbeit. Dann führte mein Weg mich und meine Familie mit der Schweizer Allianz Mission für 3,5 Jahre nach Brasilien in die Pfarrerausbildung. In der Stadt São Luís im Nordosten dieses riesigen Landes unterrichtete ich verschiedene Fächer an einem theologischen Seminar. Anfangs Jahr kamen wir zurück in die Schweiz. Im Moment bin ich zu 70% in einer Pfarramtsvertretung in Thunstetten/Bützberg.

Wie kam das mit dem TDS?

wir da viele fruchtbare Entdeckungen machen werden, die für die späteren Tätigkeiten der StudierenAus unserer Vorbereitungszeit für die Mission kannden prägend sein werden. ten wir Paul Kleiner. Er und seine Frau erzählten uns damals von ihrer Arbeit in Angola. Wir standen in der Abklärung, ob unser Weg uns dorthin oder nach Brasilien führen wird. Letzten Sommer meldete sich Paul unerwartet per Mail bei mir in Brasilien mit der Anfrage, ob wir eigentlich im Jahr 2010 wieder definitiv in die Schweiz kommen werden. In diesem Aufgewachsen bin ich als jüngstes von 4 GeschwisFalle würde er gerne mit mir ins Gespräch kommen tern zunächst in der Stadt Basel. Nach 8 Jahüber die Möglichkeit einer Lehrtätigkeit am TDS. Als ren in Kamerun in der Mission, arbeitete mein es klar wurde, dass wir definitiv zurückkommen, Vater im Mutterhaus der Basler Mission. Als führten wir dann dieses Gespräch, zuerst mit Paul ich 12-jährig war, zogen wir als Familie auf den und dann mit dem Hauptdozententeam vom TDS. Beatenberg, wo die Eltern ein Kurheim leiteten. Da ich die Unterrichtstätigkeit in Brasilien liebte, Geistlich prägten mich zunächst Vater und Mutter, freute ich mich überaus über diese Perspektive in die beide aus dem Evangelischen Gemeinschaftsder Schweiz und staunte, wie Gott da einen Weg werk kamen; dann die Mitarbeit in der Jungschar, für uns vorbereitet hatte, von dem wir überhaupt zunächst beim CVJM, dann beim BESJ; während nichts geahnt hatten. dem Studium war mir die VBG geistliche Heimat. Verheiratet bin ich seit bald 10 Jahren mit meiner Frau Britta. Und wir freuen uns sehr über unsere Tochter Marisa, die eben 5-jährig wurde.

Ein paar Worte zu Ihrem persönlichen Hintergrund

Welche Hoffnungen und Wünsche haben Sie bezüglich Ihrer Tätigkeit Was (oder wer) mich beeindruckt am TDS? Die Brasilianer mit ihrer Fröhlichkeit und Zeit für Men-

schen! Besonders unser Pfarrer Polary in São Luís, In den beiden Fächern Kirchengeschichte und Dogder verschiedene gut bezahlte Pfarrstellen ablehnmatik ist mir der Bezug zum konkreten Leben heute te, um sich weiterhin um seine kleine Gemeinde in wichtig: Was bedeutet es z.B. für mein persönliches einem einfachen Quartier zu kümmern und eine Gebetsleben, dass wir an einen dreieinigen Gott grosse Sehnsucht dafür hat, den Menschen dort das glauben? Oder was hat die Inkarnation Christi für Evangelium in Wort und Tat zu verkünden. meine Einstellung zu materiellen Dingen für eine Bedeutung? Und welche Schätze entdecken wir in der vielfältigen Geschichte Gottes mit seiner Kirche auf allen 6 Kontinenten, die uns für unser persönliches Leben, aber auch für unser diakonisches Han- Die Fragen stellte verena müller-eggenberger, deln bereichern und anleiten? Ich erhoffe mir, dass Verantwortliche «TDSinform» 14


köpfe am tds / stelleninserat

Wenn ich mich als Jugendlicher bei uns zuhause auf das Sofa setzte, lag jeweils auf dem Tischchen vor mir eine Beige mit Zeitungen und Zeitschriften. Je nach Lust und Laune blätterte ich in der NZZ oder mir kam die Zeitschrift des TDS in die Hände. Das waren die ersten Begegnungen mit dem Seminar in Aarau. Meine Eltern erzählten mir auch immer wieder begeistert von Kursen, welche sie gelegentlich an einem Abend oder einem Samstag in Aarau besucht hatten. Doch viel wusste ich dadurch noch nicht vom TDS, ausser eben dass es diese Institution gab. Nach dem Theologiestudium in Zürich und Chicago engagierte ich mich mit viel Freude in einer reformierten Kirchgemeinde am Stadtrand von Zürich. Dort im Hirzenbach absolvierten verschiedene Studierende vom TDS ihr Gemeindepraktikum. Ich schätzte diese Begegnungen sehr: beim Durchführen eines Trauerkurses, beim Begleiten des katechetischen Teils im Religionsunterricht oder bei spannenden Erlebnissen im Konflager im Tessin. Ich war beeindruckt von dem, was sie mir von ihrer Ausbildung erzählten. Als dann eine Stelle im Kinderbereich unserer Gemeinde neu besetzt werden musste, suchten wir mit Überzeugung unter TDSlern. «Wer sucht, der findet.» Den Entscheid, eine junge Frau vom TDS einzustellen, bereuten wir nie. An meinem zweiten, jetzigen Wirkungsort als Pfarrer in der reformierten Kirchgemeinde Winterthur-

köpfe am TDS Seen tummeln sich vermutlich rekordverdächtig viele TDSler. Ab diesem Sommer sind drei (oder sogar vier) Leute aus dem TDS bei uns angestellt! Dazu kommt eine Praktikantin für das Gemeindepraktikum. Ein ehemaliger Absolvent des TDS wird dann nach seinem Theologiestudium bei mir sein einjähriges Pfarramtspraktikum erleben. Noch nicht genug! Auch als Freiwillige engagiert sich eine TDSAbsolventin bei uns. Was liegt mit einer solchen Geschichte und so vielen guten Erfahrungen näher, als auf eine Anfrage, ob ein Homiletikunterricht neben dem Pfarramt auch noch drin liegen würde, mutig «ja» zu sagen. So unterrichte ich jetzt den zweiten Jahrgang an dreizehn Freitagmorgen im Fach Predigtlehre. Ich versuche, aus meiner Erfahrung Anregungen weiterzugeben, wie Jugendgottesdienste abwechslungsreich gestaltet werden können, worauf bei Andachten mit älteren Leuten zu achten ist oder wie eine Predigt sinnvoll aufgebaut wird. Zudem beurteile ich als zweite Person die Prüfungsgottesdienste, welche im vierten Studienjahr erarbeitet werden, und staune dabei, mit welcher Kreativität und welchem Engagement hier erfolgreich gearbeitet wird. Diese zusätzlichen Aufgaben am TDS sind für mich sehr bereichernd! HANS-JÜRG MEYER, Fachdozent für Homiletik

stelleninserat Evangelische Kirchgemeinde Grabs-Gams

Unsere ländlich geprägte Kirchgemeinde liegt im oberen St.Galler-Rheintal und umfasst die politischen Gemeinden Grabs und Gams mit ca. 4200 Kirchgemeindemitgliedern. Durch einen Rücktritt und zur Ergänzung unseres Teams, bestehend aus zwei Pfarrern und drei Sozialdiakonischen Mitarbeitern, suchen wir auf Beginn Schuljahr 2010 (Herbst ) oder nach Vereinbarung eine

Wir erwarten : - Allrounderin/-er mit selbständigem Arbeiten und Eigeninitiative im Pfarrkreis Gams mit ca. 700 Gemeindemitgliedern - Offenheit, sich in das bestehende Team einzubringen - Oekumenische Zusammenarbeit - Wohnsitznahme in Gams - Jüngere Person mit abgeschlossener Ausbildung

Sozialdiakonische Mitarbeiterin / Mitarbeiter ( 80% )

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage : www.ekirc he-gg.ch

ev. ausbaufähig auf 100 %

für den Kirchgemeindeteil Gams

Ihre Bewerbung senden Sie sobald wie möglich an : K. H. Haedener, Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Grabs-Gams, Blumenweg 16, 9472 Grabs, Tel. P: 081 / 771 36 85

Ihr Aufgabenbereich : ca. 50% Gemeindearbeit ca. 30% Unterricht

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kurse am TDS aarau

Glaubend verstehen. Verstehend handeln. Handelnd glauben.

Mit dem Jahr 2010 gehen wir auf unser grosses TDS-Jubiläum zu! In unseren Kursen laden wir Sie dankbar ein zu dem, was seit 50 Jahren im täglichen TDS-Studienbetrieb schon Hunderten von Menschen neue Horizonte eröffnet hat: Glaubend verstehen. Verstehend handeln. Handelnd glauben. Anlässlich unseres Jubiläums erhalten Sie zu jedem Kursbesuch (ab CHF 90.–) einen Gutschein von 50 Franken, den Sie bei einem nächsten Kurs einsetzen oder auch jemandem weiterverschenken können! Herzlich willkommen am TDS!

22 Kurswoche für Jugendarbeit

24 Jahreskurs NT Bibelkunde

Leitung Matthias Spiess, Sven und Conny Gächter- Referent Thomas Härry, M.A., Pastor, Fachdozent TDS Zogg, Tabea Kradolfer und Team Inhalt Das Fach führt in die Schriften des Neuen TesInhalt Die Kurswoche findet im CVJM-Zentrum taments ein. In einem Studienjahr wird das halbe Hasliberg statt. Sie beinhaltet die J+S-LagerleiterNT bearbeitet, im darauf folgenden Studienjahr ausbildung (Lagersport/Trekking). Neben der Sportdie andere Hälfte. Dazu gehört die Auseinandersetfach-Ausbildung mit viel praktischer Anwendung zung mit den Einleitungsfragen (Entstehungszeit, werden auch Themen wie «Visionen für die JugendVerfasser, zeitgeschichtlicher Hintergrund), dem arbeit» oder «Lagerpsychologie» erarbeitet. Aufbau, Inhalt und den theologischen Schwer Bitte Sonderprospekt anfordern. punkten der einzelnen Bücher sowie den verschieDatum Sonntag, 8. – Sonntag, 15. August 2010 denen Literaturformen (Gattungen) innerhalb Kosten CHF 640.– des neutestamentlichen Kanons. Thematische und theologische Zusammenhänge innerhalb der neutestamentlichen Schriften sowie die Entstehung, das Wesen und die Vielfalt der urchristlichen Kirche werden herausgearbeitet. Referent Dr. theol. Matthias Wenk, Gemeindeleiter, Daten 13. Oktober 2009–15. Juni 2010, jeweils dienstags, 13.30–16.05 Uhr Fachdozent TDS Inhalt Das Fach führt in die Schriften des Alten Tes- Kosten CHF 1350.– taments ein. In einem Studienjahr wird das halbe AT bearbeitet, im darauf folgenden Studienjahr die andere Hälfte. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit den Einleitungsfragen (Entstehungszeit, Verfas- Anmeldungen nimmt Susanne Spahr, Tel. 062 836 43 43 ser, zeitgeschichtlicher Hintergrund), dem Aufbau, oder sekretariat@tdsaarau.ch, gerne entgegen. dem Inhalt und den theologischen Schwerpunkten der einzelnen Bücher sowie den verschiedenen Literaturformen (Gattungen) innerhalb des alttestamentlichen Kanons. Thematische und theologische Zusammenhänge innerhalb der alttestamentlichen Schriften sowie die historische Entwicklung von Israel als Nation werden herausgearbeitet. Daten 12. Oktober 2009–14. Juni 2010, jeweils montags, 08.40–11.20 Uhr Kosten CHF 1350.–

23 Jahreskurs AT Bibelkunde

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vorschau kurs

TDS-Kursprogramm 2010/11 1 Diskussionsleitung – ganz praktisch!

Referentin: Ladina Spiess, Moderatorin DRS 1 Inhalt: Die Anforderungen an Leitende einer öffentlichen Diskussion sind klar definiert: Sie oder er steuert das Gespräch, fasst zusammen, behält den Überblick, bremst Übereifrige und stützt die Stillen. Nur wie? Genau das lernen die Teilnehmenden an den beiden Kursabenden. Zudem geht es um die Vorbereitung, um die Kunst, die eigene Meinung zurückzuhalten sowie um scheinbare Details wie z.B. die Sitzordnung auf dem Podium. Geeignet für alle, die in der Gemeinde oder im beruflichen Umfeld Diskussionen oder Podiumsgespräche leiten möchten. Daten: Montag, 6. und 13. September 2010, 19.00–21.30 Uhr Kosten: CHF 90.– Maximal 12 Teilnehmende Anmeldung möglich ab sofort an Sekretariat TDS Aarau, 062 836 43 43 oder sekretariat@tdsaarau.ch (Bitte ganze Adresse und Telefonnummer angeben)

vorschau 17


Finanzen

Spendenbarometer februar 2010 Spenden CHF 15445.00 Kollekten / Beiträge CHF 5783.90 Baufonds CHF 370.00 Total März 2010 Spenden CHF 15445.00 Kollekten / Beiträge CHF 5783.90 Baufonds CHF 370.00 Total CHF 21598.90 April 2010 Spenden Kollekten / Beiträge Baufonds Total

CHF 16748.00 CHF 4909.10 CHF 220.00 CHF 21877.10

Ergibt ein Total für diese Monate von

in CHF

Jan

Feb

MÄr

April Mai

Jun

Jul

Aug

Sept

Okt

Nov

Dez

Soll

41667

83334

125001

166668

250002

291669

333336

375003

416670

458337

500000

IST

17602

44800

66399

88276

208335

CHF 43476.00

spenden in euro März EUR April EUR

135.00 80.00

Mit kleinen Gaben Grosses bewirken 50 Jahre hat auch das TDS Gottes Treue und Seine doch spotlightartig erkenne ich hier und dort verFürsorge erlebt. Ich persönlich finde es spannend, schiedene Persönlichkeiten als Ehemalige. oft auch spannungsvoll, dass Gott sein Werk durch Ganz herzlich danke ich Ihnen, liebe Spenderin, lieber Menschen baut. Klar gab’s manche Gebetskämpfe, Unterstützer, dass sie mit Ihren Gaben die lebendige am Schluss aber ist Gottes Fürsorge für’s TDS immer Kirche in der Schweiz bauen und fördern. Ohne Sie wieder sichtbar geworden und immer ganz prakgeht es nicht! Sie haben grundlegenden Anteil, dass tisch: Gottes Versorgen ist durch viele kleine aber Gott sein Reich in der Schweiz und in Übersee baut. auch durch einige sehr grosse Gaben und Legate Auch ganz persönlich möchte ich Ihnen danken, denn geschehen. dank Ihren Gaben, kann auch mein Sohn Daniel am Ich bin mir nicht ganz sicher, ob unser Präsident HeiTDS studieren. Er ist begeisterter Vollzeitstudent im ner Studer recht hat, wenn er im Vorwort zur Festersten Jahr. Die Finanzierung seines Studiums ist für schrift schreibt, dass das TDS nur eine «Randnotiz ihn wie für die meisten Studenten eine echte Herder Kirchengeschichte» darstellt. Vielmehr empfinausforderung. Ohne Ihre Hilfe, wäre diese wertvolle de ich, dass der Einfluss dieser Ausbildungsstätte Ausbildung für die meisten nicht denkbar. unterschätzt wird. Ich staune, welche unterschiedlichen Personen vom Angebot des TDS profitiert haben. Keinesfalls habe ich einen objektiven Überblick, stefan peter, Vorstandsmitglied 18


gratulationen

ba

Herzliche

zur Hochzeit

Glückwünsche e

Regula Keller & Matthias Fässler am 1. Mai 2010 (Regula Studierende 2009–2013)

Romina Portner & Lukas Lee am 8. Mai 2010 (Romina 2006–2010)

Ursina Wegmüller & Matthias Walther

zur Geburt

am 29. Mai 2010 (Ursina und Matthias Studierende 2004–2007)

Matthias Micha

Angela Keller & Stefan Hochstrasser

am 28. November 2009 Sohn von Nicole und Markus Ebe (Nicole Studierende 2004–2007)

Can Sahin

am 27. Dezember 2009 Sohn von Ruth und Murat Tekin-Püntener mit Felicia (Ruth Studierende 1999–2003)

Nora

am 17. Januar 2010 Tochter von Sarah und Gian-Andrin Triet mit Levi (Gian-Andrin Studierender 2007–2010)

Gabriel

am 16. März 2010 Sohn von Martin und Debora Züllig mit Joel (Martin Studierender 2000–2004)

Ruven Nicolas

am 29. März 2010 Sohn von Céline und Simon Obrist-Bucher (Simon Studierender 1999–2003)

am 19. Juni 2010 (Stefan Studierender 2002–2005)

Tonja Breitenmoser & Timeo Studer am 3. Juli 2010 (Tonja Studierende 2009–2012)

Annina Nussbaumer & Patrick Del Grande am 10. Juli 2010 (Annina Studierende 2008–2012)

Isabelle Kocher & Peter Schmid am 17. Juli 2010 (Peter Studierender 2005–2008)

Michelle Peyer & Andi Flückiger am 7. August 2010 (Michelle Studierende 2006–2010)

Pilvi Kotamaki & Daniel Weber am 14. August 2010 (Daniel Studierender 2006–2010)

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Klasse I Klasse II bis IV

Klasse I Klasse II und III

4. September 2010, im Kultur & Kongresshaus Aarau

Voranzeige: Jubiläumsfest mit Eröffnungsund Abschlussfeier

16. August 2010

Herbstsemester-Teil I, Studienbeginn Kl. I und Teilzeit-Klasse III

8.–15. August 2010

Kurswoche für Jugendarbeit Klasse III

Barbara Schiffer-Ruch, Verantwortliche für die Adressverwaltung, Tel. 062 836 43 47 oder b.schiffer@tdsaarau.ch, nimmt Ihre Adressänderung gerne entgegen. Durch Ihre frühzeitige Meldung können Kosten eingespart werden. Herzlichen Dank!

Haben Sie uns Ihre neue Adresse gemeldet?

28. Juni 2010 5. Juli 2010

Beginn Sommerferien/ Praktika

21.–25. Juni 2010 21. Juni–2. Juli 2010

Prüfungs- und Examenszeit

11. Juni 2010

Semesterschluss

Agenda

Adressberichtigungen bitte nach A1 Nr. 552 melden.

AZB CH-5000 Aarau 1

Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau

50 jahre tds: persönliche erinnerungen teil ii

Ausblick hauptanlass am 04. september 2010

jubiläumsauftakt vom 20. märz 2010

dienst aus dankbarkeit

Nr. 43 +, Mai 2010


TDSInform 2-10