Page 13

Blickpunkt Händlerverzeichnis Wirtschaft Thema sungen und Funktionsprüfungen durchlaufen, haben die Architekten auch den Prüfbereich großzügig konzipiert. Erst wenn dort sämtliche Messungen erfolgreich absolviert sind, dürfen die Maschinen auf die neue Teststrecke auf dem Werksgelände, wo die Endkontrolle unter praxisnahen Bedingungen möglich ist.

Umweltschutz und Energiesparen sind erklärte Ziele Zum Firmengebäude gehört auch ein 5.000 Quadratmeter großer Verwaltungstrakt mit modern ausgestatteten Büroräumen, einer lichtdurchfluteten Kantine sowie dem großzügig angelegten Schulungszentrum für bis zu 80 Personen. Das gesamte Gebäude ist ökotechnisch auf dem neuesten Stand; Umweltschutz und Energiesparen sind in allen Abteilungen erklärtes Ziel. Solarkollektoren auf dem Firmendach dienen der Warmwasserbereitung, Abwasser wird grundsätzlich wiederaufbereitet, und auch das Regenwasser wird genutzt. Der Einsatz wasserlöslicher Lacke reduziert die Emission von Lösungsmitteln. Zusätzlich wird die Wärme der Lackierkabinen zurück gewonnen. Besonders einfallsreich waren die Planer jedoch bei der Produktionshalle: Eine Fußbodenheizung – im Industriebau noch ungewöhnlich – und ein intelligentes Lichtmanagementsystem sparen hier nicht nur Energiekosten, sie sorgen auch für ein angenehmes Raumklima und optimale Lichtverhältnisse rund um die Uhr.

Neubau und Umzug in Rekordzeit

ist. In der Produktionshalle wurde der gesamte Montagebereich optimal auf die Erfordernisse der Radlader- und Teleskopen Fertigung ausgerichtet. Auf zwei parallel laufenden Produktionslinien werden dort die Kramer Maschinen zusammengesetzt. Der getaktete Montageablauf sorgt für kurze Durchlaufzeiten. Anlieferung und Bereitstellung der Bauteile erfolgen nach dem Just-in-Time-Prinzip, wobei die Teams an den einzelnen Montagestationen in Gruppenarbeit organisiert sind. „Dadurch bleiben wir immer flexibel und können exakt und auftragsbezogen produzieren“, sagt Produktionsleiter Ralf Bertsche.

Taktgenau zur Montage Für den zügigen Materialfluss sorgt eine perfekt ausgearbeitete Gebäudelogistik: Die an-

gelieferten Teile wandern auf direktem Weg ins Hochregallager oder in das überdachte Großteilelager. Von hier aus werden die einzelnen Fertigungskomponenten nach Bedarf taktgenau an die Montagelinien transportiert. Einige von ihnen werden künftig zuvor die neue Lackieranlage durchlaufen, die auf 5000 Quadratmeter Fläche eingerichtet wird. Damit erweitert Kramer seine Kernkompetenzen. Andere Unternehmen der Branche vergeben Lackierarbeiten an externe Zulieferer. In Pfullendorf hingegen werden Qualität und Flexibilität deutlich gesteigert. Individuelle Kundenwünsche künftig noch besser erfüllt werden: Neben dem charakteristischen Anstrich in Kramer-gelb, sind Sonderlackierungen in jeder beliebigen Farbe möglich. Da alle Maschinen vor der Inbetriebnahme umfangreiche Mes-

Die günstigen topografischen Bedingungen auf dem 160.000 m² großen Gelände haben wesentlich dazu beigetragen, dass vom ersten Spatenstich bis zum Produktionsbeginn im April nur ein knappes Jahr vergangen ist. Ebenso schnell und reibungslos verlief der Umzug der Produktion: Innerhalb einer Woche wurden mehr als 4000 Tonnen Material und Geräte von Überlingen nach Pfullendorf transportiert. In dem hochmodernen Neubau haben sich aber auch die 260 Kramer Mitarbeiter schnell akklimatisiert. „Heute will keiner mehr zurück“, berichtet Produktionsleiter Bertsche. Im Juli bezog die Verwaltung ihre neuen Räume, und mit dem Ersatzteillager lässt Anfang September auch die letzte Abteilung das alte Werk hinter sich.

Zum Einzug in ihr neues Domizil öffnet das neue Kramer-Werk am Freitag, 26. und Samstag, 27. September, seine Türen für die Öffentlichkeit.

www.maschinen-technik.net

13

Maschinen & Technik | August 2008  

Fachzeitschrift für Industrie-, Bau- und Kommunalmaschinen

Maschinen & Technik | August 2008  

Fachzeitschrift für Industrie-, Bau- und Kommunalmaschinen