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OUTDOOR UND FREIZEIT VOM ALLGÄU BIS NACH SÜDTIROL

HERBSTAUSGABE 2018

DIE SIULINC UND IHRE 12 APOSTEL EIN AUSSICHTSBERG PAR EXCELLENCE ZURÜCK IN DIE STEINZEIT 120 KM UND 4.000 HÖHENMETER DURCH DIE DOLOMITEN

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DIE OUTDOOR-SPEZIALISTEN SICHER. FUNKTIONELL. ROBUST.

Bei der Entwicklung dieser Linie wurde besonderer Wert auf Sicherheit, Funktionalität und Robustheit gelegt. Wichtiges Merkmal ist die hohe Bediensicherheit, speziell hervorzuheben dabei ist die verlässliche Arretierung der scharf geschliffenen Klinge. Dazu gehören auch griffige und nach ergonomischen Gesichtspunkten geformte Schalen.


EDITORIAL

ERLEBEN STAT T TRÄUMEN Für uns bedeutet die Natur allgemein - und insbesondere die Bergwelt des Alpenraums direkt vor der Haustüre – Freiheit. Diese Freiheit quasi täglich erleben zu können, ist ein echtes Geschenk. In der Herbstausgabe von AKTIV in den ALPEN teilen wir dieses Geschenk einmal mehr mit euch. Dabei ist es selbstverständlich gleichgültig, ob dieses »Erleben« der Natur zu Fuß, mit dem Bike oder gar aus der Luft geschieht. Wichtig ist, dass ihr es genießt. »Draußen zu Hause« – dieser Slogan wäre sicher auch für unser Magazin passend. Es ist aber der Slogan von Jack Wolfskin. Dem Pionier der Outdoorbekleidung widmen wir dieses Mal die Kategorie »Outdoor-History«. Zudem blicken wir bei Laura Oppold »Hinter die Linse« und machen euch richtig »Bock« auf Steinbocktouren. Das alles gibt es im Themenbereich Wandern. Dort findet sich auch eine tolle Story zu den Drei Zinnen in Südtirol, während wir zudem einen langen Tag am Anhalter Höhenweg für euch verbracht haben. Wir haben natürlich immer was Neues für euch in petto. »ERLEBEN STATT TRÄUMEN« ist unsere neue Devise, die ein Aufruf an euch Leserinnen und Leser darstellt. Nehmt den inneren Schweinehund von der Kette und setzt eure langgehegten Outdoor-Träume in die Tat um. Wir berichten darüber. Alle Infos gibt´s im Innenteil. Eine solche Story aus ERLEBEN STATT TRÄUMEN ist der »AIA im Gespräch mit«-Bericht von Jacqueline Fritz, welche auch der Verlust eines Unterschenkels nicht davon abhält, aktiv zu sein. Im Themenbereich Biken führen wir unter anderem die Story über unser Rose Bikes Profiteam zu Ende. Steffen Thum war mit Hobbyfahrer Christian Wenzler bei einem der attraktivsten Etappenrennen der Alpen unterwegs. Wie beide klar kamen, lest ihr hier in der Herbstausgabe. Herbstausgabe… ja… der Herbst naht. Er ist in allen Regionen des Alpenraumes eine tolle Jahreszeit. Wir haben hier im Magazin wieder viele dieser Regionen mit eingebunden. Alle haben was Besonderes. Lasst euch fesseln und vor allem: bleibt aktiv! Euer Marcel Reiser Chefredaktion


MALOJA ALPAN WAY Sommerkollektion 2018

© schmidundkeck.de | Fotos: maloja

Funktionelles und Lässiges zum Radeln, Laufen, Bergsteigen, und zum Dônzè.

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DIE SIULINC UND IHRE ZWÖLF APOSTEL Ein Aussichtsberg par excellence

SEITE 76 – 82

EIN LANGER TAG AM ANHALTER HÖHENWEG Ein Höhenweg der besonderen Art

SEITE 34 – 38

VIER ZITZEN, DREI ZINNEN, ZWEI ZIELE Märchenhafte Perspektiven rings um die wohl meistfotografierte Felstrilogie der Welt

SEITE 40 – 44

BOCK AUF BOCK Auf den Spuren der majestätischen Steinböcke in den Allgäuer Alpen.

SEITE 26 – 31

MENSCH FÜR/ OHNE/GEGEN/ MIT NATUR "Naturschutz" – ein großes Wort, das Bergfreunde hellhörig werden lässt.

SEITE 144 – 149


HINTER DER LINSE Wir blicken bei Laura Oppelt »Hinter die Linse«, stellen Fragen und zeigen ihre schönsten Werke.

SEITE 14 – 21

ERLEBEN STATT TRÄUMEN Den inneren Schweinehund von der Kette nehmen und Träume leben.

SEITE 50 – 72

ZURÜCK IN DIE STEINZEIT 120 Kilometer und 4.000 Höhenmeter durch die Dolomiten.

SEITE 100 – 104

INHALTE IMPRESSUM P OLE MEDIA VERLAG Thomas Sonnenmoser & Bernhard Thannheimer GbR Bahnhofstraße 8 | 87435 Kempten Tel.: 0831 540219-0 | Fax: 0831 540219-99 | info@aia-magazin.de | www.aia-magazin.de Geschäftsführende Gesellschafter: Bernhard Thannheimer

Thomas Sonnenmoser

Redaktion / Vertrieb: Bernd Götz Patrick Jörg Matthias Albrecht

Tel.: -12 Tel.: -17 Tel.: -19

bg@aia-magazin.de pj@aia-magazin.de ma@aia-magazin.de

Chefredakteur: Marcel Reiser

Tel.: -18

mr@aia-magazin.de

Layout:

Martin Hehle

info@aia-magazin.de

H E R B S TAUSGABE 2018

Mitarbeiter / Fotografen: Benni Sauer, Chrissie Gleich, Susa Schreiner, Martin Hehle, Norbert Eisele-Hein, Laura Oppelt, Martin Lugger, Bernhard Warter, André Tappe, Oliver Farys, Frank Drechsel, Sportograf, Madlaina Walther, Stefan Böck, Hans-Martin Haller, Lorenz Marko, Alex Gretter, Wolfgang Ehn, Alex Fuchs, Kunz PR, Daniel Roos, Willi Roth, Martin Zureck Titelseite: © Benni Sauer | 12 Apostelgrat, Säuling Abo-Verwaltung:

Agnes Heinle

verwaltung@aia-magazin.de

Bankverbindung:

IBAN: DE69 7335 0000 0515 1199 64 | SWIFT-BIC: BYLADEM1ALG

Jahresabo: (4 Ausgaben)

Deutschland: 15,60 € (inkl. 7 % MwSt.) Österreich: 29,85 € (inkl. 7 % MwSt.) Schweiz: 29,85 € (inkl. 7 % MwSt.)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Verlag übernimmt keine Haftung für unaufgefordert eingesandte Manuskripte, daher besteht auch kein Anspruch auf Ausfallhornorar. Mit den Autorenhonoraren gehen die Verwertungs-, Nutzungs- und Vervielfältigungsrechte an den Verlag über, insbesondere auch für elektronische Medien (Internet, Datenbanken, CD-ROM).


OUTDOOR-HISTORY

Draußen zu Hause! JACK WOLFSKIN ALS PIONIER , INNOVATOR UND „FAIR PLAYER“ Es gibt nur wenige Firmen in che sich alleine schon mit Logo nis der Menschen eingebrannt „Draußen zu Hause“ und der darf Jack Wolfskin den Status Pioniers der ersten Stunde schon

der Outdoor-Welt, welund Slogan ins Gedächthaben. Mit dem Claim Tatze als Markenzeichen des „allseits-bekannten“ lange sein Eigen nennen.

Grund genug für uns, hinter die Kulissen des Global Players zu schauen, der mit bis ins letzte Details ausgereiften Produkten zwar Umsätze generiert, gleichzeitig aber auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird. Spricht man mit den Mitarbeitern bei Jack Wolfskin, wird man umgehend gefesselt von deren Drang nach schönen Plätzen und Erlebnissen. Es ist weniger die sportliche Höchstleistung die zählt, sondern vielmehr die Zeit in der Natur, die Kraft ausstrahlt und Kraft gibt. Nach diesem Grundsatz wird bei Jack Wolfskin seit jeher gearbeitet. Herausragende Produkte entstehen hier nur mit der Leidenschaft für die Natur, mit frischen Ideen und der Hingabe zu funktionellen Produkten. Die Erzeugnisse bei Jack Wolfskin sollen schützen, warm und trocken halten und dazu komfortabel sein, all das zuverlässig viele Jahre lang. Gleichzeitig steht Jack Wolfskin für Respekt und Verantwortungsbewusstsein gegenüber unserer Erde. Die aktive Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung ist Teil des Selbstverständnisses und der Unternehmenskultur. Die feste Überzeugung, dass Fairness, Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung nicht im Gegensatz zum Unternehmenserfolg stehen, treibt Geschäftsführung und die Mitarbeiter gleichermaßen an. All diese Eigenschaften, Erlebnisse und inneren Antriebe hat Jack Wolfskin nun in eine neue Kollektion gepackt. Aktuell

brachte Jack Wolfskin die ersten Jacken einer Sommerkollektion heraus, die aus einer zu 100% recycelten Membran, einem zu 100% recycelten Außenmaterial und einem zu 100% recycelten Futter bestehen. Es handelt sich um eine gesamte Kollektion von elf verschiedenen Jacken für unterschiedliche Einsatzbereiche. Ein absolutes Novum auf dem Bekleidungsmarkt, was die Pionierleistung von Jack Wolfskin ein weiteres Mal eindrucksvoll unterstreicht. Das Zero-Waste-Konzept ist Teil der kompletten ECO-Serie. Schnittabfälle werden hier beispielsweise dem Kreislauf im Recyclingprozess wieder zurückgeführt. Im sogenannten „Upcycling“ werden dann beispielsweise PET-Flaschen bei der Verarbeitung von Zutaten oder Stoffen erneut eingesetzt. Das nachhaltige Engagement von Jack Wolfskin wird für kommenden Winter weiter ausgebaut: so werden Fleece und Microguards mit synthetischen Isolierung aus recyceltem PETen gelauncht, zudem gibt es neue Kinderprodukte sowie Accessoires. Das Thema Nachhaltigkeit ist also mehr als präsent im Unternehmen. Jack Wolfskin arbeitet hier eng mit unabhängigen Organisationen wie der Fair Wear Foundation oder Bluesign zusammen. Vollständige Transparenz bietet Jack Wolfskin mit der Lieferantenkette, welche auch auf der Homepage des Unternehmens einsehbar ist. Ein eigener Wasch- und Imprägnier-Service, um dem Kunden die Chance zu bieten, die Produkte so lange als möglich verwenden zu können, rundet das außergewöhnliche „Paket“ ab. Jack Wolfskin: ein Pionier, der mit der Zeit geht. Oder wie man dort sagen würde: „Wir sehen uns draußen“! 

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Text: Marcel Reiser


OUTDOOR-HISTORY

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Nachhaltiger Alleskönner: Die vielseitig einsetzbare Jacke verbindet eine Innenjacke mit einer atmungsaktiven Hardshell – beide aus recycelten Materialien. Das funktionelle TEXAPORE ECOSPHERE der Außenjacke kombiniert eine recycelte Membran mit einem recycelten Obermaterial sowie einem recycelten Futterstoff. Diese Materialkonstruktion ist einmalig auf dem Bekleidungsmarkt. Sie bietet zudem beste Performance, da sie wasser- und winddicht sowie sehr atmungsaktiv ist. Die herausnehmbare Innenjacke besteht aus dem neuen MICROGUARD ECOSPHERE sowie NANUK ECOSPHERE Material. Diese wärmende und atmungsaktive Materialkombination wurde aus recyceltem PET hergestellt. Ausgestattet ist die Jacke mit Reißverschlüssen unter den Armen, einer abnehmbaren und im Kragen verstaubaren Kapuze sowie reflektierenden Details. Material: TEXAPORE ECOSPHERE; MICROGUARD ECOSPHERE; NANUK ECOSPHERE; 100 % PFC-frei

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Aktiv in den Alpen


Auf der Trettachspitze Alleine der Anblick der kühnen Gipfelstürmer von damals lässt einem das Adrenalin in die Adern schießen. In Lederhose und Haferlschuh kletterten die jungen Wilden auf den Gipfel der Trettach, einem der anspruchsvollsten Allgäuer Berge überhaupt. Relativ gelassen blicken Sie in die Tiefe und scheinen dem bevorstehendem Abstieg nur wenig Gefahr beizumessen. Heute verzichtet kaum ein Bergsteiger auf Seil und Sicherung bei dieser hochalpinen Tour im oberen Schwierigkeitsgrad. Eine meisterhafte Fotografie, die Gipfel und Mensch dramatisch in Szene setzt. #100018


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HINTER DER LINSE

HINTER DER LINSE

LAURA OPPELT

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HINTER DER LINSE

Stimmungsvolle, grandiose Fotografien ziehen uns unweigerlich in ihren Bann. Keine schnellen Schnappschüsse, sondern wirkliche Kunstwerke, Eyecatcher, entstanden in stundenlanger Outdoor-Arbeit und später am Computer. Oft stecken hinter den Bildern keine geschulten Profis. Es sind Hobbyfotografen, deren digitale Arena das soziale Netzwerk ist. Die besten Bilder verbreiten sich wie Lauffeuer und werden mehr und mehr gepusht. So schlägt der digitale Fototrend rasend schnell um sich. Aber wer steckt wirklich hinter den tollsten Bildern? Wer nimmt so viel Zeit und Mühe für ein einziges Bild auf sich? Wieder blicken wir hinter die Linse, stellen Fragen und zeigen die schönsten Werke.

Herbstlicher Sonnenaufgang über den Gipfeln der Allgäuer Hochalpen.

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Aktiv in den Alpen

Canon 6D, Canon EF 16-35 mm f4 L IS USM ISO 100, ¼ sec., f16, Brennweite 21 mm


HINTER DER LINSE Stimmungsvolle Morgenstimmung in den Berchtesgadener Alpen nahe der Gotzenalm oberhalb des Kรถnigssees. Canon 6D, Canon EF 16-35mm f4 ISO 100, 8 sec., f16, Brennweite 16 mm

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HINTER DER LINSE

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Aktiv in den Alpen


HINTER DER LINSE

Mystische Nebelstimmung über den Bergkämmen der Ammergauer Alpen, rechts unter der Wolkendecke das Ettal und Schloss Linderhof. Canon 6D, Canon EF 16-35 mm f4 L IS USM ISO 100, 10 sec., f16, Brennweite 23 mm

Das erste Morgenlicht trifft die schroffen Felsen am Hindelanger Klettersteig in den Allgäuer Alpen, im Hintergrund das Nebelhorn.

Der Allgäuer Hauptkamm mit Trettachspitze, Mädelegabel und Hochfrottspitze im Licht der Morgensonne.

Canon 6D, Canon EF 16-35mm f4 ISO 100, 1/15 sec., f16, Brennweite 35 mm

Canon 6D, Canon EF 16-35 mm f4 L IS USM ISO 100, ¼ sec., f16, Brennweite 16 mm

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HINTER DER LINSE

Die Allgäuer Alpen sind immer wieder Kulisse prächtiger Lichtstimmungen wie hier mit Blick auf die Gipfel der Großen Wilden. Canon 6D, Canon EF 16-35 mm f4 L IS USM ISO 100, 1/15 sec., f16, Brennweite 20 mm

Sommer im Dietersbachtal, einem Seitental des Trettachtales in den Allgäuer Alpen.

Herrliche Ausblicke über die Allgäuer Berge, rechts am Horizont der majestätische Hochvogel. Früh am Morgen hat man die Gipfel noch ganz für sich alleine.

Canon 6D, Canon EF 16-35 mm f4 L IS USM ISO 200, 1/400 sec., f4, Brennweite 35 mm

Canon 6D, Canon EF 16-35 mm f4 L IS USM ISO 100, 1/20 sec., f16, Brennweite 16 mm

Auch bei schlechtem Wetter sind spektakuläre Stimmungen vorprogrammiert, wie hier oberhalb des Oytals im Allgäu. Canon 6D, Canon EF 16-35 mm f4 L IS USM ISO 400, 6 sec., f5, Brennweite 16 mm

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Aktiv in den Alpen


HINTER DER LINSE Jedoch habe ich an fast alle Touren gute Erinnerungen und tue mich generell schwer, Lieblingsbilder auszuwählen. Denn jede Aufnahme hat seine eigene Geschichte und seinen eigenen Moment, der damit in Verbindung gebracht wird. Über die kleinen Erfolge bei Wettbewerben und speziell meine Kooperation mit The Heat Company bin ich auch sehr stolz und dankbar! Fotografie in den Bergen ist nicht immer einfach. Was für einen Aufwand nimmst du in Kauf? Haben die Berge dir schon einmal Grenzen aufgezeigt?

Mehr von Laura im Internet unter: www.laura-oppelt-photography.de www.facebook.com/lauraoppeltphotography | www.instagram.com/oppdager

Laura, 19 Jahre jung, kommt ursprünglich aus Windach in Oberbayern. Nach ihrem Abitur 2017, ergriff sie die Chance und lebt seitdem als Au-Pair in Norwegen. Vier Jahre davor ging ihr Erspartes für die erste Spiegelreflexkamera drauf. Es folgten erste Foto-Versuche und mit den Jahren entwickelte sie ihren ganz eigenen Stil. Drei Jahre stetige Arbeit waren dafür nötig, aber fotografieren lernt man eben nicht von heute auf morgen! Dass man aber auch als Fotografin nie ausgelernt hat, zeigt sich in ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Fotografisch wie technisch. Trotz aller technischen Neuerungen blieb Laura aber ihrem anfänglichen Grundsatz treu: Fotografieren um zu erleben. Momente festzuhalten und Erinnerungen zu bewahren.

merkte ich, wie viel Freude mir das bereitete. Das war genau das, was ich von nun an machen wollte! Seitdem versuche ich mich kontinuierlich zu entwickeln und lerne stetig dazu. Fotografieren ist für mich ein schöner, spannender und nie enden wollender Prozess. Das erklärt deine Motivation! Gibt es noch andere Gründe, die dich an der Fotografie fesseln? Die größte Motivation ist einfach das Erleben von außergewöhnlichen Momenten und Situationen, die ich ohne das Fotografieren vielleicht nie gehabt hätte. Und auch wenn bei einer Tour mal kein gutes Bild gelingt, bin ich einfach froh und dankbar, draußen unterwegs gewesen zu sein. Da zählt das Erlebte für mich mehr als das finale Ergebnis in Form einer gelungenen Aufnahme. Die sozialen Netzwerke sehe ich dabei eher als Inspiration, denn als Motivation. Was meine Aufnahmen angeht, versuche ich gerade, einen eigenen Stil zu entwickeln und probiere vieles aus.

Hallo Laura. Wann hast du die Fotografin in dir entdeckt? Gibt es ein besonderes Schlüsselerlebnis?

Erzähl doch ein wenig über deine bisherigen Höhepunkte.

Ja, das war im Dezember 2014, als meine Eltern mit mir zum Walchensee fuhren. Das war meine erste richtige Fototour abseits von Zuhause. Als ich dort in einer komplett neuen Gegend fotografierte,

Mein persönliches fotografisches Highlight war ein Sonnenuntergang auf einem einsamen Gipfel der Färöer Inseln. Ganz unerwartet kam alles zusammen und plötzlich war die Stimmung grandios!

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Der Aufwand ist ganz unterschiedlich und kommt vor allem auf das Wetter und die Zeit an. Manchmal bin ich nur zum Sonnenaufgang unterwegs. Das sind dann kürzere Touren – vielleicht drei Stunden im Aufstieg – da lässt sich auch das Wetter gut abschätzen. Wenn ich mir aber mal den Luxus gönne in den Bergen zu übernachten, sind die Touren oft ein bisschen länger. Die Herausforderung liegt für mich darin, abseits des Trubels an Orte zu gelangen, wo ich die Natur und das Fotografieren voll und ganz genießen kann. An meine Grenzen kam ich schon einmal, als ich mit knapp 20 kg Equipment auf dem Rücken eine steile Felsstufe absteigen musste. Kurz bekam ich es mit der Angst zu tun, aber es ist alles gut gegangen. Mit welcher Ausrüstung fotografierst du in den Bergen? Ich fotografiere mit einer Canon 6D und in den meisten Fällen mit dem 16-35 mm f/4 Canon Weitwinkel. Ergänzend dazu habe ich ein 24-105mm Allround-Zoom und seit neuestem für meine Nachtaufnahmen ein 20mm f/1.4 von Sigma. Dieses Setup zusammen wiegt schon etwa drei Kilogramm, dazu noch Stativ und Zubehör. Alles in allem ist das nicht gerade das, was man unter Leichtgewicht versteht. Daher versuche ich, das Gewicht beim Camping-Equipment so gering wie möglich zu halten. Zum Beispiel mit einem ultraleichten Schlafsack von Mountain Hardwear. Viele deiner Bilder haben einen ähnlichen Look. Wie schafft man das? Und wie viel Nachbearbeitung steckt in deinen Bildern? Oft arbeite ich mit der klassischen Gestaltung aus Vorder-, Mittel- und Hinter-


HINTER DER LINSE

Im wilden Allgäu treffen Bergseen und schroffe Gipfel aufeinander. Links im Bild die mächtige, von Wolken umhüllte Höfats. Canon 6D, Canon EF 16-35 mm f4 L IS USM ISO 400, 1/15 sec., f16, Brennweite 16 mm

grund. Ich setze auch gerne Personen mit ins Bild, um eine Verbindung zum Betrachter herzustellen. Bei der Nachbearbeitung geht es mir schlicht darum, das Bild aufzuwerten und evtl. das rauszuholen, was ich vor Ort empfunden habe, was auf dem Bild aber nicht ganz zur Geltung kommt. Fotografie ist Kunst und daher subjektiv, ohne klare Regeln. Ich für meinen Teil versuche, das Bild nah an der Realität zu halten, von aufwendigen Composings bin ich nicht so begeistert. Generell bevorzuge ich einen eher düsteren, entsättigten Bildstil. Ich liebe die Mystik dramatischer Bilder. Letztendlich bestimmt aber die Natur, mit welchen Stimmungen man vor Ort arbeitet. Wie bereitest du dich auf Foto-Touren vor? Da ich mir wahnsinnig gerne Wanderkarten ansehe oder in Bergführern blättere, kommen viele Tourenziele auf diese Weise zusammen. Manchmal habe ich schon eine bestimmte Idee im Kopf, wenn ich zu einer Location wandere, aber oft entscheidet sich erst vor Ort, was genau ich fotografiere. Insgesamt versuche ich, einen Mix aus schon bekannten, oft gezeigten „Klassikern“ und neuen, unbekannten Spots zu schaffen.

Wo siehst du dich in zehn Jahren? Stehen größere Projekte auf dem Plan? Wenn ich wieder zurück in Deutschland bin, werde ich eine Ausbildung als Werbefotografin beginnen. Ob danach noch ein Studium folgt, wird sich zeigen. Generell wäre es ein absoluter Traum, irgendwann nur von der Fotografie leben zu können. Feste Pläne verfolge ich allerdings nicht, das lasse ich spontan angehen. Reisen wie z.B. nach Kanada, Neuseeland oder Südamerika wären absolute Traumprojekte. Vielleicht lässt sich das eine oder andere ja innerhalb der nächsten 10 Jahre realisieren... Wie bist du da hingekommen wo du jetzt bist? Hast du Tipps für anstrebende Fotografen? Spaß an der Sache ist das A und O. Auch wenn ich es selbst nur zu gut kenne, absolut frustriert zu sein, wenn etwas nicht funktioniert wie gewünscht. Nehmt die reinen Ergebnisse nicht zu wichtig. Genießt auch die Momente unterwegs und seid dankbar dafür, diese erleben zu können. Geduld und Leidenschaft zahlen sich aus, dann geht es schrittweise voran. Zehn kurze Fragen.

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Aktiv in den Alpen

Bergsee oder Gipfelkreuz? Bergsee! Mountainbike oder Tourenski? Weder noch. Hüttenübernachtung oder Zeltnacht? Bei gutem Wetter immer mit Zelt! Frühaufsteher oder lieber den Sonnenuntergang fotografieren? Frühaufsteher! Weitwinkel oder Tele? Weitwinkel Steinbock oder Edelweiß? Steinböcke habe ich noch nie gesehen, daher das. Improvisation oder alles durchgeplant? Improvisation Landkarte und GPS-Gerät oder frei Schnauze ins Gelände? Von allem etwas, aber Wanderkarte ist ein Muss. Weitwandern oder lieber hoch hinaus? Weitwandern mit Abstechern nach oben. Lieblingsberg/Lieblings-Fotospot? Herzogstand


WA N D E R N / T R E K K I N G

Š Lugger Martin

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WA N D E R N / T R E K K I N G

Jeden Tag Tiroler Berge WANDERN IN DER FERIENREGION IMST

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Aktiv in den Alpen


WA N D E R N / T R E K K I N G

© Martin Lugger

© nehrhoff@web.de

© nehrhoff@web.de © nehrhoff@web.de

© Bernhard Warter

Imst finden Wanderer ein ideales Terrain für Touren aller Art, facettenreiche Bergerlebnisse und Einkehrmöglichkeiten in urigen Hütten und Almen. Die Imster Bergbahnen eröffnen auch Familien mit Kindern und weniger geübten Bergfreunden die Schönheit der alpinen Natur.

Der Weg zum Urlaubsglück führt in der Ferienregion Imst durch Wiesen, Wälder, Moor-, Ruhe- und Landschaftsschutzgebiete hinauf zu blühenden Almen und felsigen Gipfeln. 360 km markierte Wanderwege und die Imster Bergbahnen bieten Highlights für Familien, Genießer und routinierte Alpinisten.

Panoramablick für Alle

Beim Sommer-Aktivurlaub im Herzen Tirols kommt niemand um die Berge herum – warum auch? Schließlich steigen mit jedem Schritt nach oben Laune, Erholung und die wunderbare Aussicht. Hoch über der charmanten Bezirkshauptstadt

Von Hoch-Imst aus entschwebt man mit den Doppelsesselbahnen Untermarkter Alm und Alpjochbahn hinauf zu neuen Perspektiven auf 2.050 m Seehöhe. Auf der Panoramaterrasse SunOrama direkt neben der Bergstation tanken Ausflügler und Wanderer neue Energie mit Blick

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auf Imst und das Gurgltal. Gemütliche Sitzgelegenheiten und Wohlfühlliegen animieren zum Seele-baumeln-Lassen. Auch auf der spektakulären Aussichtsplattform Adlerhorst, nur wenige Meter von der Bergstation entfernt, schwelgen »Flachländler« wie erfahrene Bergfexe in Hochgefühlen. Grandiose Blicke ins Ruhegebiet Muttekopf und weit darüber hinaus laden zum Verweilen ein, während zahlreiche Wandermöglichkeiten zum Aufbruch locken. Etwa zur beliebten Drei-Hütten-Tour über den Drischlsteig zur Muttekopfhütte und über den wildromantischen Jägersteig hinunter zur Latschenhütte und zur Untermarkter Alm. Zum krönenden Abschluss folgt


WA N D E R N / T R E K K I N G

© Bernhard Warter

© Martin Lugger © Bernhard Warter

eine rasante Abfahrt mit dem Alpine Coaster, mit 3,5 kurvenreichen Kilometern die längste Alpen-Achterbahn der Welt. Ein idealer Tagesausflug für wanderbegeisterte Familien!

Gemeinsam zum Ziel Zur Talstation in Hoch-Imst gelangt man bequem mit dem Wanderbus-Service (mit Gästekarte der Ferienregion Imst kostenlos) oder nach einer wildromantischen Wanderung von Imst durch das Naturjuwel Rosengartenschlucht – auf Wunsch auch mit kompetenter Führung. Von Montag bis Freitag begleitet Imst Tourismus interessierte Gäste zu den Highlights der Ferienregion. Geführte Wanderungen auf den Imster Hausberg Muttekopf (2774 m)

oder auf den Tschachaun im Hahntennjochgebiet stehen auf dem Programm. Wandern und Yoga, Schnupperklettern, naturkundliche Wanderungen und auch eine Seen-Tour runden das Angebot im Sommer und Herbst 2018 ab. Zahllose leichte und mittelschwere Wanderungen können aber auch problemlos auf eigene Faust unternommen werden. Ein kostenloser Almenbus erleichtert etwa Ausflüge und Touren ins Hahntennjochgebiet.

Höher, weiter, genussvoller Wer neben der richtigen Ausrüstung genügend Erfahrung, Kondition und Trittsicherheit mitbringt, findet in der Ferienregion Imst auch ganz schön anspruchsvolle alpine Touren. Attraktive Ziele für Gipfelstürmer sind etwa der

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Aktiv in den Alpen

markante Tschirgant (2.370 m), das Sinnesjoch (2.273 m) oder die Felspyramiden auf der Vorderen Plattein (2.562 m). Bei der Auswahl geeigneter Wanderziele steht Imst Tourismus gerne zur Verfügung. Weitwanderer queren die Region am neu eröffneten Starkenberger Panoramaweg, am Jakobsweg entlang des Inns oder nützen die Ferien in Imst, um einige Etappen des »Adlerweges« zu absolvieren. Tirols bekanntester Weitwanderweg führt z.B. über die Anhalter Hütte und die Hanauer Hütte. Beim Geocaching steuern moderne Schnitzeljäger ihr Wanderziel mithilfe von GPS an. So sind etwa in der Rosengartenschlucht, auf Schloss Starkenberg, beim Alpine Coaster oder beim Imster Klettersteig kleine Schätze verborgen. Der-maßen motiviert, halten auch Kinder locker Schritt!


WA N D E R N / T R E K K I N G

Bock auf

© Martin Hehle

BOCK?

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WA N D E R N / T R E K K I N G

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Aktiv in den Alpen


WA N D E R N / T R E K K I N G Zwei Böcke beim Abendgrasen am Rappenseekopf.

Steinbock am Heilbronner Weg.

Der Rappensee und die Rappenseehütte mit Blick ins Illertal.

Luftige Leiter auf dem Heilbronner Weg.

Schon bereits vor dem 16. Jahrhundert sagte man den Steinböcken von Horn bis Huf magische Kräfte nach. Dieser Aberglaube führte zur fast vollständigen Ausrottung des imposanten Gebirgstiers. 1936 begann die Wiederansiedlung in den deutschen Alpen bei Berchtesgaden. Bei einer offiziellen Zählung wurden 2016 bereits 730 Tiere ermittelt. Eine der größeren Populationen in Deutschland findet sich in den Allgäuer Alpen. Die majestätischen Tiere, mit ihrem beeindruckenden Gehörn, leben Sommer wie Winter oberhalb der Baumgrenze. Sie sind in schwindelerregendem steilen Gelände zu Hause und bewegen sich sagenhaft leichtfüßig an den senkrechten Wänden empor. Für

das menschliche Auge fast schon Zauberei. So manch ein Bergsteiger wird sicher neidisch. Wer diesen imposanten Tieren gerne in ihrer natürlichen Umgebung statt in einem Zoo begegnen möchte, ist auf der sogenannten Steinbockroute genau richtig. Hat man genügend Freizeit, sollte man unbedingt in 5 Tagen die ganze Tour gehen. Begonnen wird in Oberstdorf, wo man sich die Fellhornbahn zur Hilfe nehmen kann. Von der Berg- oder Mittelstation wird über schönste Wege, die Alpenrosen säumen, zur Fiderepasshütte gewandert. Erste Gelegenheit sich zu stär-

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ken - und wer möchte, kann dort nächtigen. Für ausdauernde Wanderer geht es gleich weiter zur Mindelheimer Hütte. Hier besteht schon die Gelegenheit auf die ersten Tiere zu treffen. Rund um die Hütte hat sich eine größere Herde angesiedelt. Für sportliche Bergsteiger bietet sich oberhalb der Fiderepasshütte auch der Mindelheimer Klettersteig als Alternativweg an. Der wachsame Klettersteiggeher kann nun bereits die ersten Steinbockbegegnungen machen. Am nächsten Tag geht’s weiter über den Schrofenpass zur Rappenseehütte. Sollte man am Vortag noch keinen Bock gesichtet haben, so hat man ziemlich sicher dennoch Glück, denn jetzt trifft man auf andere behäbi-


WA N D E R N / T R E K K I N G In der Sonne faulenzende Böcke unterhalb der Mädelegabel.

Steinböcke am Grasfuß der großen Steinscharte unterhalb der Rotgundspitze.

ge Alpenbewohner: die Murmeltiere. Sie fühlen sich in den Grashügeln vor der Rappenseehütte besonders wohl. Wer aufmerksam hinhört, kann die lustigen Gesellen »pfeifen« hören. An der Rappenseehütte angekommen genießt man von der großen Terrasse, am besten bei Kaffee und Kuchen, einen umwerfenden Blick auf den Rappensee und die umliegenden Berge. Wer auf der Tour zusätzliche Gipfel sammeln will, steigt auf den Hochrappenkopf und den Rappenseekopf. Lohnenswert der Ausblick auf der einen Seite tief ins Illertal und auf der anderen ins Lechtaler Gebirge. Auch blickt man von dort oben direkt auf den

mächtigen, zum Greifen nahe gelegenen Biberkopf und genießt die Aussicht auf den Weg, der am nächsten Tag noch vor einem liegt. Nach der Rappenseehütte startet bald der Heilbronner Weg. Ein bekannter und beliebter Höhenweg durch den Allgäuer Hauptkamm. Ab hier ist es beinahe unmöglich, nicht auf Steinböcke zu treffen. Aber die Augen muss man schon offenhalten, denn oft findet man sie hoch über den eigenen Köpfen in steilen Wänden wie Perlen an einer Kette emporsteigen. Da sie ihr Fell in den graubraunen schroffen Felsen bestens tarnt, muss man auf Bewegungen achten. Es lohnt sich auf

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Aktiv in den Alpen

jeden Fall, schon direkt nach der Hütte immer wieder die Blicke nach links und rechts schweifen zu lassen. Über große Felsen führt uns die Strecke zum Einstieg des Heilbronner Wegs. Wer einen kleinen Umweg nicht scheut, hält sich vor dem Einstieg rechts und besteigt mit dem Gipfel des Hohen Lichts den zweithöchsten Berg der Allgäuer Alpen. Wieder zurück am Einstieg geht’s gleich durchs Heilbronner Thörle, einem schmalen Felsdurchgang, der den Start der Tour einläutet. Auf und über Leitern gelangt man über die Steinschartenköpfe vorbei am Wilden Mann und steht bald schon am Gipfelkreuz des Bockkarkopfs. Von


WA N D E R N / T R E K K I N G Das Waltenberger Haus vom Bockarkopf.

hier steigt man mit Blick auf die vor einem liegende Hochfrottspitze und Mädelegabel bergab und »stolpert« mit etwas Glück über in der Sonne faulenzende Böcke. Auf den hellen, von der Sonne aufgewärmten Steinen fühlen sich die großen Tiere wohl, sie lassen sich nicht einmal durch größere Wandergruppen aus der Ruhe bringen. Meist ist der Heilbronner

Weg ab Anfang Juni vom DAV hergerichtet und zur Begehung freigegeben. Zu dieser Jahreszeit hat man die Gelegenheit, nicht nur alte, groß behornte Böcke zu erblicken, sondern auch Kitze, die das Kraxeln erst noch lernen müssen. Je nachdem, in welchem Rhythmus man die Route angeht, steigt man in der Bock-

karscharte ab zum Waltenberger Haus und verbringt auf der 2016 neu gebauten Hütte eine Nacht. Abends springen dort gerne aus Richtung der Trettachspitze kommend einige Steinböcke an der Terrasse vorbei und verschwinden in der Abendsonne hinter den Felsen der Berge der guten Hoffnung. Hat man hier genächtigt, muss man am nächsten Morgen

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Unterhalb der Mädelegabel.

wieder 400 Höhenmeter ansteigen, sofern man noch bis zur Kemptener Hütte weiter und bei ausreichender Kondition die Mädelegabel ebenfalls einplanen will. Wer hier allerdings sein Ziel schon gefunden hat und einige tolle Schnappschüsse vom König der Alpen schießen konnte, kann durch sanfte Wiesenwege in die Spielmannsau, statt wie von der Kemp-

Steinböcke in der Steilwand der Hochgundspitz.

tener Hütte nach Einödsbach absteigen. Landschaftlich lohnenswert sind beide Varianten. Reicht die Zeit für eine weitere Etappe, dann lassen sich nach einer Nacht auf der Kemptener Hütte verschiedene Ziele anpeilen. Für Hochmotivierte steht der Große Krottenkopf als höchster Berg der Allgäuer Alpen bereit, alternativ kann man auch den kürzeren Weg zum

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Aktiv in den Alpen

Muttlerkopf in Angriff nehmen. So oder so hat man nach den vergangenen Tagen sicher jede Menge zu erzählen und Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Vielleicht kann der ein oder andere auch hernach einen Bock auf Hochglanzpapier gedruckt als Erinnerung in sein Wohnzimmer hängen. Text und Bilder: Chrissie Gleich


Herbstzeit ist Wanderzeit im Bergreich Damüls Faschina

Eingebettet in einer ursprünglichen Alpenregion zwischen dem Bregenzerwald und dem UNESCO-Biosphärenpark Großes Walsertal, liegen die beiden alpinen Bergdörfer Damüls und Faschina. Die Walser Ferienorte laden Aktive, Genießer und Familien ein, unbeschwerten Urlaub und perfekte Erholung zu finden. Lassen Sie sich begeistern und tauchen Sie ein in dieses unverfälschte Vorarlberger Bergreich.

Bergerlebnis garantiert Sattgrüne Alpwiesen, hohe Berge, herzensgute Gastgeber und regionale Spezialitäten – das wird genügen, um einen Urlaub nahezu perfekt zu machen. Wo

man dafür die besten Voraussetzungen findet? Wahrscheinlich vielerorts – aber ganz bestimmt im vorarlbergischen Damüls Faschina auf ca. 1.500 Metern Höhe. Die abwechslungsreiche Bergregion verbindet den Bregenzerwald und den Biosphärenpark Großes Walsertal im Westen Österreichs. Hier ist Erholung kein loses Versprechen, sondern wird im aktiven Herbsturlaub am ganzen Körper spürbar. Frei vom Alltag die intakte Naturlandschaft entdecken – die Alpengärten und Blumenwiesen, die Seen, Flüsse und hochalpinen Gipfel. Einfach loslassen und bei sich selbst ankommen. Einfach staunen und genießen.

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Unzählige markierte Wanderrouten stehen den Urlaubsgästen zur Verfügung. Ein ganz besonderes Highlight ist ein Besuch auf einer der bewirtschafteten Alpen in Damüls oder Faschina. Schauen Sie bis Mitte September dem Senner über die Schulter und genießen Sie die angebotenen Produkte direkt auf der Alpe – Regionalität ist hier ganz einfach. Einfach köstlich!

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reichen Wandergebiet mit seinen Aufstiegshilfen, der 4er Sesselbahn Uga-Express bzw. der Stafelalpbahn warten auch gut ausgeschilderte Mountainbike Routen für jeden Geschmack und jede Könnensstufe.

che und Keller an. Aber auch das Gesellschaftsleben kommt in Damüls Faschina nicht zu kurz. Kulturelle Bräuche, sportliche Anlässe oder gelungene Abendkonzerte sorgen für vergnügliche und unterhaltsame Stunden.

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„Walser Herbst“ Ein spezielles Highlight, welches alle zwei Jahre stattfindet, ist der bekannte „Walser Herbst“. Das steilste Festival in den Bergen wird auch dieses Jahr wieder mit der einen oder anderen Kuriosität erstaunen und lockt zweijährlich zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an. Genaue Informationen hierzu und alles weitere

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Aktiv in den Alpen

Wichtige finden Sie selbstverständlich auf unserer Homepage oder auch in den sozialen Netzwerken.

Damüls Faschina Tourismus Kirchdorf 138 6884 Damüls Tel.: +43(0)5510 620 www.damuels.travel/de


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Am Gipfel der Elmer Kreuzspitze mit Blick in das weite Lechtal.

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EIN LANGER TAG AM

ANHALTER HÖHENWEG

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Aktiv in den Alpen


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Steinbock Herde am Fuß des Falschen Kogel.

Der Anhalter Höhenweg im Lechtal, ein Höhenweg der besonderen Art. In diversen Foren wird er aufgrund seiner Länge als Zwei-Tages-Tour beschrieben, wobei eine Übernachtung auf der Anhalter Hütte mit eingeplant wird. Konditionsstarke Bergsteiger schaffen ihn aber auch an einem Tag. Wir planten keine Übernachtung ein, dafür einen frühen Start unserer Tour. Um 6 Uhr morgens trafen wir uns und fuhren mit zwei Autos ins Lechtal los. Zwei Autos deshalb, da Start und Endpunkt der Tour nicht identisch sind und der Bus erst Ende Juni die Strecke von Elmen zum Hahntennjoch anfährt. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir Elmen und stellten dort das erste Auto ab, luden die Sachen um und fuhren weiter zum Hahntennjoch. Einem insgesamt 28 km langen Pass, der Elmen im Lechtal und Imst über dem Inntal miteinander verbindet. Am höchsten Punkt auf 1894 hm parkten wir, und dann ging es um 7:30 Uhr los. Über gut ausgeprägtem Pfad kurz nach Erreichen des Steinjöchls auf 2198 Höhenmeter bogen wir links zum Aufstieg des Falschen Kogels ab, ein 2388 Meter hoher formschöner Berg, dessen Gipfel man bereits vom Parkplatz am Hahntennjoch aus bewundern kann. Hier wurden

wir auch gleich das erste Mal für unser frühes Aufstehen belohnt, denn eine große Herde Steinböcke kreuzte unseren Weg. In solchen Momenten bleibt mir immer vor Freude und Faszination erstmal kurz der Atem weg – wohl auch aus Angst, sie mit jeglichem Geräusch vertreiben zu können. Doch wir standen günstig, gegen den Wind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Steinböcke weitaus weniger scheu sind als Gämsen. Gleich hatte ich mich aber wieder gefasst und die Kamera gezückt, um vor allem die vielen Jungtiere in dieser pompösen Kulisse bildlich festhalten zu können. Kurz darauf befanden wir uns nach steinigem Aufstieg auch schon am Gipfel des ersten Berges für heute, 5 weitere sollten noch folgen. Wir verharrten nicht lange, hatten wir doch noch einen weiten Weg vor uns. Zurück am Steinjöchl angelangt, hieß es erstmal die bereits gewonnenen Höhenmeter bis zur Anhalter Hütte und etwas darüber hinaus wieder abzusteigen. Auf diesem kurzen Stück des Weges trafen wir die einzigen Menschen auf der gesamten Tour. Es waren alles ausschließlich Übernachtungsgäste der Hütte. Auf dem Weg zu ihr liefen wir immer parallel zur gewal-

Der Gratverlauf von der Bschlaber Kreuzspitze zur Elmer Kreuzspitze.

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Das Hahntennjoch in Richtung Imst.

tigen Heiterwand. Mächtig zieht sie sich vorbei, in ihrem großen Schatten befand sich noch einiges an Altschnee. Vorbei an der Hütte ging es noch einige Höhenmeter über teils verschlammte und rutschige Wege hinab ins Imster Grubisjöchl auf 1831 m. Von dort führte uns unser Weg auf gut gefestigten und nicht verfehlbaren Pfaden hinauf auf den Gipfel des kreuzlosen Grubisjochs, mit 2185 m der niedrigste unser heutigen Gipfel. Im Schatten der so viel höheren und insgesamt größeren Namloser Wetterspitze verliert er deutlich an Bedeutung. Hier könnte man nun auch, bei beständigem Wetter und wirklich ausreichender Kondition über den Grat auf die Namloser Wetterspitze aufsteigen. Wir aber folgten den Wegweisern des Anhalter Höhenwegs weiter, schließlich wussten wir ja nicht, was uns auf unserem Wege noch erwarten würde. Und immerhin hätte es sich um zusätzliche 370 Höhenmeter gehandelt, somit ließen wir die Namloser Wetterspitze links (bzw. rechts von uns) liegen. Glücklicherweise, wie sich später noch herausstellen sollte. Durch zunächst üppige Latschen und bunte Blumenwiesen auf guten Pfaden ging es abermals etliche Höhenmeter bergab. Und bald schon stellten wir, wie


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Die Anhalterhütte. Links dahinter der Tschachaun, rechts davon die Heiterwand.

auch schon bei früheren Besuchen im Lechtal fest, dass hier nicht alle Wege gut gepflegt werden. Erdrutsche vom Frühjahr erschwerten erstmals das zügige Weiterkommen. Insgesamt verloren wir ab dem Grubigjoch gute 300 Höhenmeter. Wir stiegen durch saftige Wiesen entlang eines Baches, welchen es dann auch zu queren galt. Am Fuß des Ortkopfes querten wir einige Schneefelder, und ab hier wurde es bis zum Gipfel des Egger Muttekopfs dann wirklich kurios. Markierungen wurden zu einer großen Seltenheit, wahrscheinlich hier und da auch noch von Altschneefeldern verdeckt, aber teilweise auch durch den kompletten Wegerutsch verschollen. Wäre der Weg hier gut gepflegt und gewartet gewesen, so sprächen wir von einer Schwierigkeit von T5 in steilerem Gelände. So aber waren Orientierung und Weiterkommen deutlich erschwert. Über loses Material und große Brocken, über Schnee und Schmelzwasser, über Stock und über Stein ging es mal links, mal rechts sehr steil empor. Bald war es mehr Kraxeln als Bergstei-

gen, denn ohne Handanlegen war hier nichts mehr zu machen. Allein die Passage nahm extrem viel Zeit in Anspruch. Einige Male mussten wir vom eigentlichen “Weg“ abweichen und diesen links oder rechts umkraxeln. Endlich auf dem Grasplateau angekommen, waren wir zunächst froh, doch recht schnell ratlos. Keine einzige Markierung. Kein Schild, kein Pfahl, kein Pfad, nichts. Nicht einmal zu erahnende Trittspuren signalisierten uns wie und wo es weitergehen würde. Also Rucksack abgesetzt und auf der Kompasskarte nachgeschaut. Wesentlich schlauer wurden wir dadurch zunächst aber auch nicht. Also umgingen wir den Berg links durch ober-

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Aktiv in den Alpen

schenkelhohes Gras und versuchten auf der Westflanke durch ebendieses hohe Gras und ein Meer von bunten Blumen anzusteigen. Und nochmals hielten wir inne, zückten die Karte und entschieden daraufhin parallel zum Plateau zu queren, um den direkten Anstieg zu starten. In der Hoffnung, nun aus dieser Höhe Pfadspuren auszumachen, die wir von unten aus nicht gesehen hatten. Zunächst allerdings leider Fehlanzeige, und so kämpften wir uns im Zick Zack den steilen Grasberg hinauf, um im oberen Drittel tatsächlich doch noch auf schwache, steile Steigspuren zu stoßen. Gott sei Dank, dachten wir uns, denn mittlerweile fühlten wir uns auch vom Wetter gejagt. Die Prognosen für diesen anfangs heißen, sonnigen Sonntag waren


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Trollblumen beim Abstieg nach Elmen.

eigentlich gut, und doch sahen wir bereits einige Wolkentürme, die uns Probleme bereiten könnten. Noch nicht oben am Grat, den ein Holzpfahl kennzeichnet, angekommen, fing es auch schon zu tröpfeln an und der Wind nahm zu. Na super, auf dem langen Grasgrat ins Gewitter zu kommen wäre wirklich nicht gerade ideal. Am Holzpfahl angelangt sahen wir die Wetterlage rings um uns herum. Klar war, mancherorts regnete es bereits. Der Wind könnte es nun entweder bringen oder nehmen. Wir hofften auf Letzteres. Orientierungsprobleme gab es allerdings nun keine mehr. Immer genau am Grat entlang und das zügig hieß die Devise. Am höchstem Punkt des Grates, dem Gipfel des Egger Muttekopfs, 2311 m, angelangt hielten wir kurz inne. Zeit für ein Foto und einen Müsliriegel musste schon drin sein. Zudem war die Sicht auf unserem bereits zurückgelegten Weg inklusive des Falschen Kogels, sowie auch auf den uns noch bevorstehenden Weg einfach fantastisch. Doch um uns herum sah der Himmel eher nach Weltuntergang aus. Kritisch behielten wir also das Wetter beim erneuten Abstieg im Blick, sollte es sich zusehends verschlechtern, so hätten wir nur noch die Möglichkeit an der Bortigscharte auf 2089 m zwischen Egger Muttekopf und der Bschlaber Kreuzspitze ins Tal nach Bschlabs abzusteigen. Doch das Wetter meinte es gut mit uns! Es hör-

te auf zu tröpfeln, und sogar die Sonne ließ sich wieder blicken. Und so ignorierten wir unseren letzten möglichen Notabstieg und hielten uns direkt am Grat auf schmalen Spuren extrem steil bergauf direkt auf das Kreuz der Bschlaber Kreuzspitze. Dort angekommen nach etwas weniger als viereinhalb Stunden gönnten wir uns zum ersten Mal eine richtige Pause. Die Brotzeit schmeckte bei diesem herrlichen Ausblick und dem Wissen, dass nun nichts mehr schiefgehen konnte, einfach nur verdient hervorragend. Der weitere Wegverlauf am Grat war weniger grasig denn nun mehr steinig. Und bis auf die drahtseilversicherte Stelle, die kurz unterhalb der Mittleren Kreuzspitze kommt, auch kein Problem mehr. Besagte Stelle mussten wir allerdings überklettern, da die Drahtseile im Schnee lagen und uns dieses steile Schneefeld alles andre als vertrauenswürdig erschien. Es wäre einfach zu riskant gewesen. So kletterten wir oberhalb des Weges am Fels entlang und bis auf einen kurzen Schreckmoment, als mir meine Kamera aus dem Seitenfach meines Rucksacks fiel und ich sie in den Tiefen schon als verloren sah, war auch diese etwas heikle Stelle gut gemeistert. Glücklich und froh standen wir bald darauf an der Elmer Kreuzspitze und hatten somit den Anhalter Höhenweg erfolgreich begangen. Ein einzigartiger Blick ins Lechtal wurde uns hier zuteil. Weit konnte unser Blick dem sich wild schlängel-

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ten Lech Richtung seines Ursprungs folgen. Und auch die Pfeilspitze, ein richtig markanter Berg wie aus dem Bilderbuch, stand in voller Größe direkt vor uns. Nun kam also der eigentlich unangenehmste Teil der Tour. Ein schier endlos scheinender Abstieg. Dieser machte sich auch schon nach nicht mal der Hälfte in den Knien deutlich bemerkbar. An einer kleinen Jägerhütte in der Scharte zwischen Elmer Kreuzspitze und der Pfeilspitze rasteten wir noch ein letztes Mal und schwenkten unseren Blick auf den bereits zurück gelegten Weg hoch über uns am Grat. Nach 2000 Höhenmetern im Aufstieg, fast 3000 Höhenmetern im Abstieg und guten 23 Kilometern in achteinhalb Stunden standen wir wieder am ersten Auto. In Elmen selbst ließen wir uns auf der Terrasse des Landgasthofes Kaiserkrone nieder. Absolut verdient genossen wir unser Bier. Und kaum zugeprostet öffnete der Himmel seine Schleusen und es „kiabelte it schlecht“ wie ma bei eis so schea said. Perfektes Timing - und nach dem erfrischenden Bier holten wir das zweite Auto am Hahntennjoch und traten die Heimreise an. Eine lange, teils verrückte Tour mit großartigen Weitblicken in die umliegenden Gebirge. Wen Orientierungsprobleme und ungefestigte Wege nicht abschrecken, der dürfte einfach nur begeistert sein von diesem charakterstarken Höhenweg. 

Text und Bilder: Chrissie Gleich


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VIER ZITZEN, DREI ZINNEN, ZWEI ZIELE

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Aktiv in den Alpen


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Rings um die wohl meistfotografierte Felstrilogie der Welt offenbart das Südtiroler Hochpustertal märchenhaft schöne Perspektiven für Wanderer. Auch die deutsche Bundeskanzlerin geht hier gerne auf Wanderschaft. In Sachen Kleidung und auch was die Frisur unserer Bundeskanzlerin anbelangt ist sich die Republik ja häufig uneins. Wenn es aber um die Wahl ihres Urlaubsziels geht, hat Fr. Dr. Merkel ein absolut sicheres Händchen. Seit vielen Jahren schon reist sie immer wieder gerne in die Region der Drei Zinnen - eine sehr gute Wahl, wie unsere beiden Touren beweisen werden. Wir starten im Fischleinboden, wo unsere Staatschefin sehr gerne im Dolomitenhof logiert - mittlerweile ein offenes Geheimnis. Wir folgen der Beschilderung zur Talschlusshütte, während eine frische Brise den letzten Morgendunst über die Sextener Rotwand und den Gipfel des Elfer bläst. Rechter Hand, westlich ragt der Einser, ein weiterer Paradegipfel der Sextener Sonnenuhr, in den bald schon stahlblauen Himmel. Tannen, Fichten und knorri-

ge Lärchen verströmen ein wohltuendes Hustenbonbon-Aroma. Heureka - was für ein Morgen. Nach der Talschlusshütte gabelt sich der Dolomitenhöhenweg. Wir folgen der Nummer 103 ins Bacherntal. Steuern auf den Ursprung des stets unter uns rauschenden Rio Fiscallino oder Bachernbachs zu, bevor uns der unbarmherzige Peitschenknall der Sonne erwischt. Der Weg ist immer gut machbar angelegt, wir gewinnen rasch an Höhe. Schon klettern erste Sonnenstrahlen über die Gipfel und jagen Flackerlichter durch den Wald. Noch ein paar steilere Kehren und schon thront sie vor uns, die Zsigmondy-Hütte, benannt nach dem österreichischen Arzt und Bergsteiger, der nach spektakulären Erstbegehungen leider schon kurz vor seinem 25. Geburtstag am 27.06.1885 in der französischen Meije-Südwand verunglückte. Die Hütte wird monumental vom 3094 Meter hohen Zwölferkofel überragt. Er zieht ein illustres Publikum aus Extremkletterern und Wanderern an. Heute mischt sich sogar noch Andy Prosslinger,

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alias der Lama-Andy mit seinen kunterbunten Lamahengsten in die Menge. Wir folgen dem Weg 101 durch die hochalpine Kulisse bis hin zur Büllelejoch Hütte auf 2528 Metern Seehöhe. Die Hüttenwirtin Greti Rogger serviert uns einen selbstgemachten, himmlisch duftenden Apfelstrudel und einen erstklassigen Cappuccino. Derart gut gestärkt geht es zunächst bergab zu den Laghi di Cengia, die wie zwei Smaragde aus der Hochebene hervorstrahlen. Dies ist der wesentlich einfachere Weg rüber zu den Drei Zinnen oder den »Tre Cime di Lavaredo« - klingt das nicht alleine schon wie ein spannender Italo-Western aus den 70er Jahren? Passend dazu begegnen wir gleich hinter der Lavaredo-Hütte einer Gruppe Franzosen mit höchst fotogenen Packpferden. Die Südseite ist bereits wild und schroff und offenbart viele schwierige Kletterrouten quasi über die Hintertür auf die Gipfel des berühmten Dreigestirns. Dagegen gleicht die breite, vorbildlich geschotterte Zufahrtsstraße fast schon einer Autobahn und war bis spät in die 80er Jahre auch noch für den öffentlichen Verkehr


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freigegeben. Heute stoppt der Verkehr am Ende der asphaltierten Mautstraße, die sich mitunter extrem steil vom Misurinasee bis zur Auronzo-Hütte hinauf schlängelt. Dort stapeln sich dann verständlicherweise die Reisebusse, Wohnmobile und PKW‘s der Tagesausflügler. Wir traben gleich weiter zur Forcella de l‘Col de Mezzo. Steigen auf dem Dolomitenhöhenweg 105 hinab zur Langen Alm. Im Vergleich zur völlig überlaufenen, gigantisch großen Auronzo-Hütte bietet die Langealmhütte den ultimativen Kontrast. Erinnert fast schon an ein Lebkuchenhaus aus einem märchenhaften Traum. Die Hütte erfüllt sämtliche Bilderbuch-Klischees. Die Buttermilch stammt von glücklich wiederkäuenden Kühen und wird von feschen Sennerinnen in traditioneller Dirndltracht serviert. Die Wirtsleute haben obendrein Humor und ein kreatives Händchen für Gestaltung. Wahrlich, der Blick in die nahen Nordwände der Drei Zinnen hat etwas Magisches. Entfaltet eine vibrierende Aura. Erzeugt aber auch Gänsehaut, bei der schieren Vorstellung, dass der geniale

Alexander Huber das teils überhängende Bollwerk der Großen Zinne schon »free solo«, also ohne ständige Seilsicherung durchstiegen hat. Die versteinerten Alphatierchen aus Fels sind ein Wunder der geologischen Schöpfung. Dennoch schweifen unsere Augen auch immer wieder über das Hüttenlogo auf der Speisenkarte. Darauf bildet ein Kuheuter mit seinen Zitzen, vier rosafarbene in den Himmel ragende schmale Zinnen - eine kongeniale humorige Brücke von der Almwirtschaft zur Gestalt der Bergform. Drei Zinnen - Vier Zitzen - absolut hitverdächtig. Der 105er Weg über die Hochalm ist nicht schwierig. Es gilt lediglich ein paar felsige Passagen zu meistern. Dennoch besteht die Gefahr, dass man in staunender Ehrfurcht mit anderen Wanderern kollidiert oder über Felsen stolpert. Die einzigartigen Nordwände ziehen die Blicke fast schon magnetisch an. Vor allem, wenn auch noch Seilkommandos von wackeren Seilschaften aus den enorm schweren Führen herüberschallen.

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Aktiv in den Alpen

Wir wandern bergauf zur Drei Zinnen-Hütte und gönnen uns den ganzen Abend lang bestes Bergekino. Während ganze Schulklassen und massenhaft Tagesgäste den Rückweg über den Paternsattl zur Auronzo-Hütte antreten, der ja nur eine gute Stunde dauert, beobachten wir das langsame Erröten der Drei Zinnen. Schnalzen mit der Zunge, weil das butterweich gekochte Gulasch einfach umwerfend gut schmeckt. Verfolgen den Mond und die Sterne, die ihre Lichtschneisen über die Zinnen ziehen, bei einem Viertel Roten und einem hübschen Stück Nussstrudel. Es ist erstaunlich, auf welch hohem Niveau der Hüttenwirt Hugo Reider seine Gäste bewirtet. Gleich früh am nächsten Morgen frischen wir unseren Trancezustand auf. Saugen begierig das erste Morgenlicht, das die phänomenalen Nordabstürze perfekt in Szene setzt, auf. Über die ebenso spektakulär im Sonnenaufgang spiegelnden Bödenseen steigen wir durch das Altensteiner Tal ab. Nutzen das kongeniale Bussystem der Sextener Alpen. Wechseln flugs rüber in das Pragser Tal in den Naturpark Fanes-Sen-


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nes-Prags für unsere zweite Tour. Tuckern gleich weiter hoch zur ziemlich exakt auf 2000 Metern Seehöhe liegenden Plätzwiese, wo im Winter immer eine der zweifellos schönsten Loipen der Alpen gespurt wird. Unser Ziel heute, der 2839 Meter hohe Dürrenstein – ein weiterer leicht zu erreichender Panoramagigant. Der technisch einfache, vorbildlich markierte Wanderweg führt von duftenden Streuwiesen gesäumt gemach bergan. Libellen paaren sich im Flug, Grillen zirpen. Schon bald offenbart die Route betörend schöne Ausblicke Richtung Monte Cristallo und auf die wie ein Monolith über 3146 Meter aufragende Hohe Gaisl. Bald schon sind wir auf Augenhöhe mit dem 2737 Meter hohen Glanwell-Turm, der von dem Bergpionier Viktor Wolf von Glanvell erstbestiegen wurde. Der Wanderweg führt weiterhin einfach auf einen breiten Rücken und gewährt plötzlich erste freie Blicke Richtung Südosten, über das Höhlensteiner Tal hinweg, hinüber zu den Drei Zinnen und all die anderen, wie in einem Schönheitswettbewerb konkurrierenden Gipfel der Sextener Dolomiten. Ein überraschender Anblick, der einem schier die Kinnlade nach unten rauschen lässt. Die weitere Wanderung zum Gipfel bleibt leicht, erhält aber durchgehend das höchste Panoramasiegel. Nach dem Abstieg auf dem gleichen Weg stellt sich allerdings

ein Luxusproblem. Wo einkehren? Reiht sich doch eine feine Adresse an die andere. Die Dürrensteinhütte, wo die Kohletafel mit schön geschwungener Handschrift ein Tris di Gnocchi verspricht… also Dreierlei Nocken mit Käse, Spinat und Tomaten. Oder lieber auf der Terrasse des Hotels Hohe Gaisl einen deftigen Schweinebraten verspeisen. Wir entscheiden uns für Pasta Arrabiata im Gasthof Plätzwiese. Lassen den Blick auf der Südterrasse abwechselnd über unseren angenehm scharfen, dampfenden Berg Pasta und über die monumentale Hohe Gaisl schweifen. Wahrlich – mehr Panorama geht nicht. Pinkfarbener Blazer, hellblaues Kostümchen und Pony mit Föhnwelle, sei es drum. Die Chefin weiß schon, wo es schön ist. Allgemeines: Es hat nichts mit dem Drang nach Superlativen zu tun. Die Dolomiten gehören zu den schönsten Berglandschaften der Welt. Das Hochpustertal und die Drei Zinnen liefern dabei das Sahnehäubchen. Das hat die Unesco am 26. Juni 2009 mit dem Ritterschlag »Weltnaturerbe« bestätigt. Dabei wurden die beiden bestehenden Naturparks Sextener Dolomiten und Fanes-Sennes-Prags samt ihren Pufferzonen miteingeschlossen.

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Das Hochpustertal mit seinen markanten Gipfeln bietet Alpinisten, egal, ob sie nun wandern oder Überhänge klettern, skilanglaufen oder auf Skitour gehen, ein Terrain der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Kalkalpen haben die Menschen schon seit jeher in ihren Bann gezogen. 

Text & Bilder: Norbert Eisele-Hein

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© Frank Drechsel | Kleinwalsertal Tourismus eGen © Oliver Farys | Kleinwalsertal Tourismus eGen

© André Tappe | Kleinwalsertal Tourismus eGen

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Goldener Wanderherbst im Kleinwalsertal Die Berge im Kleinwalsertal  haben viele Gesichter. Doch vor allem im Herbst kann man an den klaren, sonnigen Tagen die atemberaubenden Konturen besonders gut erkennen. Schon früh morgens wendet die Sonne ihre ganze Kraft auf, um so schnell wie möglich den Tau von den Wiesen zu trocknen. Die Luft ist noch kühl, die Fernsicht beeindruckend – genau die richtige Zeit für erlebnisreiche Wanderungen in der Walser Bergwelt. Es ist schon sehr beeindruckend, wie sich die Natur langsam aber sicher auf den nahenden Winter einstellt. Die Laubbäume verfärben sich in ein goldgelbes Blättermeer. Auch die Wiesen wechseln ihre Farbe von saftigem Sommergrün in herbstliches hellgrün. Auf den Wanderwegen raschelt das Laub unter den Füßen. Goldener Wanderherbst nennen es die Einheimischen, viele von Ihnen nützen genau diese Zeit, um selbst aktiv in den Bergen unterwegs zu sein. Egal ob Genuss-Wanderer oder Gipfelstürmer, bis hinein in den November finden Wanderer auf den bestens ausgeschilderten Wanderweg in den drei Höhenlagen perfekte Bedingungen vor.

Den Aufstieg erleichtern bis Anfang November insgesamt acht Berg- und Sesselbahnen. Auf www. kleinwalsertal.com bieten Unterkünfte in allen Kategorien „Grenzenlos Wandern“-Angebote, bei welchen die Nutzung aller Sommer- Bergbahnen bereits inkludiert ist.

TIPP: Beim Wochenmarkt, der jeden Freitag ab 8.00 Uhr vor dem Walserhaus in Hirschegg stattfindet, bieten regionale Produzenten ihre „Schätze“ an. Genuss aus den Walser Bergen der schmeckt!

Vom stilvollen Wellnesshotel über komfortable Ferienwohnungen und Pensionen bis hin zur rustikalen Berghütte – eines haben die Unterkünfte im Kleinwalsertal gemeinsam: Direkt vor der Haustüre beginnt ein vielseitiges Naturparadies. Zusätzlich gibt es den Walserbus, der mit der Gästekarte gratis genutzt werden kann.

Kleinwalsertal Tourismus eGen Walserstrasse 264 6992 Hirschegg Austria www.kleinwalsertal.com

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Einfach loslaufen und entdecken

© Frank Drechsel - Kleinwalsertal Tourismus eGen

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Aktiv in den Alpen


Herbstwandern rund um die Uhr über dem Abgrund wagt, blickt 1000 Meter hinab ins Tal. Dort schlängelt sich die grüne Isar durch Mittenwald, Krün und Wallgau, den drei Orten der Alpenwelt Karwendel rund 100 Kilometer südlich von München. 750 Kilometer Wanderwege liegen einem hier zu Füßen. Die Wälder leuchten im Herbst farbenfroh, dazwischen blitzt das Blau kleiner Bergseen heraus. Das Bergerlebnis „auf drei Etagen“ zieht manche Gäste schon seit ihrer Kindheit in den Süden Bayerns.

Hat ein Riese hier sein Fernrohr vergessen? – So scheint es an der Bergstation der Karwendelbahn. Doch der spektakuläre Bau beherbergt „nur“ eine Naturschau. Wer sich an das enorme Fenster

Und unten im Tal? …feiert man dann eines der farbenfrohsten Feste im Jahr mit: die Almabtriebe, wenn Schafe, Ziegen und Kühe von den Sommerweiden zurück ins Tal kehren. Infos zur 24-h-Trophy, weiteren Freizeit-Ideen und Unterkünften findet man unter www.alpenwelt-karwendel.de

Alpenwelt Karwendel GmbH, Tel.: +49(0)8823 33981 info@alpenwelt-karwendel.de www.alpenwelt-karwendel.de

Herbst auf den Buckelwiesen. © Alpenwelt Karwendel | Maximilian Ziegler

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© Alpenwelt Karwendel | Zugspitz Region GmbH

Diesen Herbst kann man dies sogar rund um die Uhr genießen. Das Wander-Event „24-h-Trophy“ kommt nämlich von 5. bis 8. Oktober in die Alpenwelt Karwendel. Auf 12- oder 24-Stunden-Touren lassen sich die Berge mit lokalen Guides erkunden. Unterwegs gibt es immer wieder Unterhaltung und Stärkung. Wer besonders fit ist, kommt mit zu den „Grenzerfahrungen“. Diese Tour ist für Grenzgänger im doppelten Sinn: Zum einen führt sie an die bayerisch-Tiroler Grenze. Zum

anderen gilt es, auf 60 Kilometern sein persönliches Limit auszuloten. Der Aufstieg zum Wörnersattel im Karwendel hat es schließlich in sich. Oben auf 2.000 m gibt’s dafür die Belohnung: Man blickt auf die zackige Viererspitze vor der Silhouette des Alpenhauptkamms.

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Das Pfandler – Wandern am Achensee Kraft tanken, die Seele baumeln lassen, Sport und Aktivurlaub sowie Genuss nach Herzenslust – das vereint „Das Pfandler“ in Pertisau. Die Bergluft, „Seeflair“ und die Tiroler Berge bilden die Kulisse für Wohlfühltage. Gastfreundschaft und Gemütlichkeit sind das „Tüpfelchen auf dem i“. „Das Pfandler“ ist ein persönliches 4*-Hotel direkt am Fuße des Zwölferkopfs auf 950 Metern Höhe gelegen. Zum Achensee sind es nur 5 Gehminuten. Die Karwendel-Bergbahn, nur einen Steinwurf entfernt, bringt Sie auf den Berg. Pfandler-Gäste erhalten einen Spezialtarif.

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In den großzügigen Zimmern mit Balkon fühlt man sich wohl. Im Wellnessbereich mit Hallenbad, Ruheräumen und Liegewiese findet das Verwöhnen seine Fortsetzung. Ein vielfältiges Massageangebot entspannt Körper und Seele. Kulinarisch wird Ihnen von früh bis spät einiges geboten – vom großen Frühstücksbuffet bis zum 5-Gänge-Wahlmenü am Abend. Feine Speisen, kleine Snacks, Eis und Kuchen bieten wir den ganzen Tag à la carte an. Die Panoramaterrasse ist der Lieblingsplatz vieler Gäste. Traumhafte Urlaubstage klingen in der gemütlichen Bar bei einem guten Glas Wein aus.

Das PFANDLER **** Naturparkstraße 28 | A-6213 Pertisau Tel. +43(0)5243 5223 info@pfandler.at www.pfandler.at Facebook | YouTube: Das Pfandler

AUSFLUGSTIPP KARWENDEL-BERGBAHN Hoch über Pertisau geht’s zum Wandern, Bergsteigen, Paragliden, Relaxen und einem grandiosen Panorama. Zu Füßen der blaue Achensee umrandet vom Karwendel und Rofangebirge. Der Panorama Rundwanderweg mit den Tieren der Alpen und weiteren Attraktionen, sowie verschiedene Gipfeltouren begeistern die ganze Familie.

ALPENGASTHAUS KARWENDEL Nahe der Bergstation genießen Sie bei der Einkehr bodenständige Küche, eine tolle Aussicht und einen Spielplatz für die Kinder. www.karwendel-bergbahn.at

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Aktiv in den Alpen


WA N D E R N / T R E K K I N G

ERLEBEN STAT T TRÄUMEN alles gehört schon zum Erleben. Die Vorfreude, die den Alltag beflügelt und zum wahren Energie-Booster avanciert. Auf den kommenden Seiten offerieren wir Ihnen ein Rundum-Erlebnis-Paket randvoll gepackt mit den schönsten Kletterregionen in den Alpen, Wanderträumereien samt passender Ausrüstung für Felsenfreuden und Bergvergnügen. On top geben die beiden Berghaus-Athletinnen Angelika Rainer und Jaqueline Fritz in Interviews wertvolle Tipps aus ihrem Leben als Profisportlerinnen. Sehr eindrücklich erzählt die Pfälzerin Jaqueline Fritz warum es sich auch als Mensch mit Handicap lohnt für seine Ziele zu

© Martin Hehle

Erleben statt träumen, lautet unsere Devise und soll ein Aufruf an unsere Leserinnen und Leser darstellen, den inneren Schweinehund von der Kette zu nehmen und allen Zweifeln zum Trotz eine langgehegte Träumerei in die Tat umzusetzen. Wir wollen, dass Sie dieses einmalige Kribbeln erleben, das sich einstellt, sobald man seinen Liebsten die Realisierung eines Wander- oder Klettertraums kommuniziert, samt Terminierung und Ablaufplan. Die Tage oder Wochen, die dann für die Vorbereitung folgen, sei es für die Planung der ersten Hüttenübernachtung oder das Ausdauertraining für eine anspruchsvolle Klettertour – das

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kämpfen, und wie sie mit einem starken Willen auf nur einem Bein mit Krücken und Hund über die Alpen gewandert ist. Die 3-fache Eiskletterweltmeisterin Angelika Rainer verrät was sie zu Höchstleistungen anspornt und wie sie sich immer wieder zum harten Training selbst motivieren kann. Wir wünschen Ihnen viel Freude auf den kommenden Seiten und freuen uns wenn Sie diesen Sommer die eine oder andere Träumerei in die Realität umsetzen. Getreu unserem Motto: Erleben statt träumen.


WA N D E R N / T R E K K I N G

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Aktiv in den Alpen


5 TraumWandertouren

München

Salzburg TEGERNSEE

FUNTENSEE

Oberstdorf

ZUGSPITZE

GROSSER WIDDERSTEIN

Innsbruck

Bozen

Träumen Sie noch, oder erleben Sie schon? Wir haben für Sie fünf Motti und die dazu passenden Touren zusammengestellt: Vom Sonnenaufgang in den Bergen bis zur ersten Mehrtagestour und sogar eine Wanderung in Afrika ist dabei. Wir haben für jeden Traum die passende Tour und wünschen viel Spaß beim Erleben. Wandern ein Wort, das für tausend Attribute steht. Attribute wie frische Luft, spektakuläre Naturerlebnisse und eine beeindruckende Landschaft. Wandern bedeutet auch sich wieder auf das We-

RIFUGIO LAGAZUOI

sentliche zu besinnen, den eigenen Körper intensiv zu spüren und eine fast kindliche Freude zu erleben, wenn nach allen Strapazen das Ziel erreicht ist. Dieser Stolz, etwas gemeistert zu haben, sei es konditionell, oder psychisch, ist unbändig und hallt noch lange nach. Alles das verbirgt sich hinter dem schlichten Wort »Wandern«. Schöner Nebeneffekt: Der Alltag bleibt zu Hause, denn die Gedanken galoppieren in der Höhe davon, schwingen sich auf zu den Wolken und fliegen für den Moment hinweg. Die einen nennen es Flow, wir nennen es erleben statt träumen.

EINMAL AM KÄLTESTEN ORT DEUTSCHLANDS BADEN Funtensee, 1600 m, Berchtesgadener Alpen/Bayern Tagestour, ca. 1000 Höhenmeter, ca. 4 Stunden Eine echte Berühmtheit ist er, der Funtensee zwischen Königssee und Hochkönigmassiv. Denn immer wenn im Winter die Fernseh-Wetterfrösche von Rekordminusgraden in Deutschland sprechen, zeigen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Karte Richtung Funtensee. Die topografische Lage des Karstsees ist für dieses punktuell auftretende Kältephänomen zuständig und so misst die kleine Wetterstation jeden Winter frostige Minusgrade – den Kälterekord erzielte der Funtensee im Dezember 2001 als das Thermometer auf -45,9 Grad Celsius fiel! Einmal am kältesten Ort baden, das wär´s, und das geht! Denn der See ist flach und

heizt sich im Sommer soweit auf, dass der Planscherei in der „Kältehölle“ nichts im Weg steht – außer Enzianblüten. Die gibt es hier im Überfluss, übrigens den gelben, nicht den blauen Enzian. Rand-Notizen: Die älteste Enzianbrennerei Deutschlands »Grassl« aus Berchtesgaden, betreibt am Funtensee eine von insgesamt fünf En-

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zianbrennhütten. In der am Funtensee entsteht der edelste aller Grassl-Enzianbrände. Das Kärlingerhaus, 1638 m etwas oberhalb vom Funtensee gelegen, bietet selbstverständlich den Edelbrand aus der Nachbarschaft zur Verkostung an. Informationen zur Wanderung gibt es unter: www.kaerlingerhaus.de


WA N D E R N / T R E K K I N G EINMAL AUF DEUTSCHLANDS HÖCHSTEN GIPFEL , BY FAIR MEANS Der alte Weg auf die Zugspitze, 2962 m, Wetterstein/Bayern 2 Tage, 1 Übernachtung auf der Reintalangerhütte, bis 7 Stunden Gehzeit, 600 bis 1600 Höhenmeter Einmal auf Deutschlands höchstem Gipfel, der Zugspitze, stehen und das by fair means, sprich selbst erlaufen ab Garmisch-Partenkirchen – ein echter Bergwandertraum. Und damit nicht genug, empfehlen wir den »Alten Weg auf die Zugspitze«, so wie ihn die Erstbesteiger 1820 gegangen sind. Die Gipfelstürmer waren Leutnant Josef Naus, Bergführer Johann Georg Tauschl und ein Offiziersbursche. Ihr Weg führte durchs lange, aber relativ unschwierige Reintal auf den Gletscher des Nördlichen Schneeferner und weiter auf den Gipfel. Der »alte Weg« ist der längste auf Deutschlands höchsten Gipfel, aber dafür auch einer der schönsten und der leichteste. Ein wahrlich königliches Entree zu Wanderbeginn gibt

es dann auch gleich in der Partnachklamm mit ihren teils filigranen, teils markerschütternden Wasserspielen. Beim Etappenziel auf der Reintalangerhütte 1369 m, werden die Gäste mit bunten tibetanischen Gebetsfahnen begrüßt. Der Gipfeltag ist mit 1600 Höhenmetern ein Brett, aber dafür die Brotzeit auf dem Münchner Haus – ehrlich erlaufen – doppelt so lecker.

Hüttengeflüster: Der Zustieg und die Hüttenumgebung eignet sich toll für begleitende Familienmitglieder und Kinder: Während die Gipfelstürmer nach oben starten, vergnügen sich alle anderen auf dem natürlichen »Abenteuerspielplatz« später treffen sie wieder alle in Garmisch-Partenkirchen.

Rand-Notizen: Am Gipfeltag vor allem im Hochsommer die frühen Morgenstunden nutzen, der Aufstieg erfolgt fast ausschließlich in der Sonne. Sonnencap mit Nackenschutz nicht vergessen, genügend Wasser und Sonnencreme einpacken.

Informationen zur Tour: h t t p s : / / w w w. o u t d o o r a c t i ve . c o m /d e / bergtour/zugspitz-region/zugspitzedurch-das-reintal/7324658

gen Stube Platz zu nehmen und früh schlafen zu gehen – von einer Stille umhüllt, die es nur in den Bergen gibt.

Hüttengeflüster: Beide Hütten tragen das DAV Gütesiegel »So schmecken die Berge«, sprich es kommen vornehmlich regionale Produkte auf den Tisch wie selbstgebackenes Brot und viele weitere Leckereien. Die Albert-Link-Hütte hat zudem das Umwelt-Gütesiegel der Alpenvereine und heißt Familien mit dem Siegel »Mit Kindern auf der Hütte« herzlich Willkommen!

EINMAL EINE MEHRTAGESWANDERUNG VON HÜT TE ZU HÜT TE Drei-Seen-Tour, Tegernsee-Schliersee-Region/Bayern 3 Tage, 2 Übernachtungen auf Schönfelderhütte und Albert-Link-Hütte Gehzeiten bis 6,5 Stunden, 350 bis 1200 Höhenmeter Haben Sie sich auch schon oft bei einer Tagestour überlegt wie es wäre einfach oben zu bleiben und in die »Verlängerung« zu gehen? Dann setzen Sie ihren Traum in die Realität um. Erleben Sie diesen Moment der Stille, wenn alle Tagesgäste wieder ins Tal unterwegs sind, wenn nur noch das Pfeifen von Murmeltieren zu hören ist und das gleichmäßige Läuten der Kuhglocken. Erleben Sie das »süße Nichtstun« bei Ankunft am Etappenziel, wenn man in aller Ruhe ein Stück Kuchen auf der Terrasse genießt – ohne dabei die Uhr im Kopf zu haben: für die letzte Bahn, den letzten Bus oder den nahenden Stau ... Das Glück von warmem Wasser nach einem langen Wandertag auf der Haut zu spüren, in der uri-

Mehrtagestour light, lautet die Devise bei der Drei-Seen-Tour, denn hier stehen keine sportlichen oder gar alpinen Höchstleistungen im Vordergrund, sondern das Wandern, die Natur und die erstklassigen Hütten. Rand-Notiz: Die Wege sind angenehm zu gehen und auch für wandererfahrene Familien gut machbar. Die prachtvollen Ausblicke gehen auf sonnige Almen, sowie die tiefblauen bayerischen Seen: Spitzing-, Schlier- und Tegernsee.

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Aktiv in den Alpen

Informationen zur Tour und eine kostenlose Wanderbeschreibung gibt es unter: https://www.alpenverein-muenchenoberland.de/albert-link-huette


© Stefano Zardin

WA N D E R N / T R E K K I N G EINMAL EINEN SONNENAUFGANG IN DEN BERGEN ERLEBEN Rifugio Lagazuoi, 2778 m, Dolomiten/Italien 2 Tage, 1 Übernachtung, Gehzeit 2,5 Stunden bergauf, ca. 3,5 bergab, 700 Höhenmeter

Ein Moment für die Ewigkeit, und doch so vergänglich. Rand-Notiz: Einen spektakulären Aufstieg verspricht der Kaiserjägersteig. Allerdings ist hier Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Als Abstieg empfehlen wir den Weg durch den Lagazuoi. Der Berg war im Ersten Weltkrieg trauriger Schauplatz eines grausamen Gemetzels zwischen Alpini und Österreichern. Gänge, Höhlen, Kommandostände und Schießscharten zeugen von einem erbitterten Kampf. Die Schießscharten sind in der heutigen Zeit wie Bullaugen, die einen grandiosen Blick freigeben.

Hüttengeflüster: Auf der Lagazuoi-Hütte gibt es die höchstgelegene Sauna der Dolomiten – in bester Lage mit Panoramablick. Wahrscheinlich dachten sich die Hüttenwirte, dass bei derart fantastischen Ausblicken auch das Kulinarische perfekt sein muss. Und so schwelgt man abends in einem mehrgängigen Menü, veredelt durch einen guten Tropfen, samt Grappa an der Bar zum »Absacken«. Mehr Informationen unter: www.rifugiolagazuoi.com

© Andre Tappe

Die Hütte ist eine der höchstgelegenen in den Dolomiten, mit dem sicherlich spektakulärsten Panorama. Von der legendären Hüttenterrasse genießt man einen perfekten Blick auf Fanes, Tofane, Civetta, Marmolada, Rosengarten und viele weitere berühmte Dolomiten-Gipfel. Da wundert es nicht, dass die Dolomiten zum UNESCO Weltnaturerbe zählen. Echte Gänsehautmomente schenkt die Natur den Betrachtern beim morgendlichen Sonnenaufgang. Noch etwas müde und fröstelnd stehen die Hüttengäste im Sommer ab 4.30 Uhr auf der noch dunklen Terrasse und warten auf das Schauspiel, das von der Sonne allmorgendlich dramatisch inszeniert wird. Ein echtes Erlebnis, wenn die ersten Strahlen über die Bergrücken kriechen, anfangs noch fast schüchtern, dann immer fordernder. Und schon bald tauchen die Gipfel in ein Farbenspiel und glänzen wie Diamanten.

EINMAL IN AFRIKA WANDERN Rund um den Widderstein, 2533 m, Kleinwalsertal/Vorarlberg Tagestour, ca. 1000 Höhenmeter (ohne Gipfel) 7 – 8 Stunden Gehzeit Zugegeben, der Große Widderstein steht nicht in Afrika, sondern in Österreich, explizit im Kleinwalsertal. Aber, irgendwie stimmt es dann mit Afrika doch, denn: vor Jahrmillionen haben sich die eurasische und die afrikanische Kontinentalplatte aufeinander zu bewegt und Berge auffalten lassen. Einer davon: der Große Widderstein. Entsprechend kann man hier getrost von einem echten Afrikaner sprechen, und damit von einer Tagestour in Afrika. Einzig die Vegetation ist eine andere und anstatt hungrigen Löwen steht im Sommer hungriges Jungvieh auf den sattgrünen Wiesenhängen, die nach einem Regenguss in der Sonne wie Smaragdteppiche funkeln.

Rand-Notizen: Wer auf dem Gipfel des »Afrikaners in Vorarlberg« stehen möchte, kann einen »Abstecher« auf den Gipfel des Großen Widderstein’s machen. 2 bis 3 Stunden dauert das – entsprechend schraubt sich die Gesamt-Gehzeit nach oben, auf 9 bis 11 Stunden! Helm- und Alpine Grundkenntnisse sind hier Pflicht.

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Höhen-Kneipp-Becken: Der eiskalte Hochalpsee lockt das Vieh an heißen Tagen zu Kneipp-Bädern im eiskalten Wasser und räumt geduldig für müde Wanderer ein Stehplätzchen frei. Informationen zur Tour: www.kleinwalsertal.com


A M HA L DE N SE E

Tyrol Wanderwoche

[ bis 28. Oktober 2018 ]

5 oder mehr Tage mit ¾-Verwöhnpension und allen “Tyrol-Inklusive-Leistungen“ sowie:

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1 Tyrol Jausen-Set (im Wert von € 45) als Geschenk 1 Wanderkarte als Geschenk 1 Waden- und Fußmassage (20 Minuten) 4 geführte Alm- und Gipfelwanderungen Benutzung aller Sommerbergbahnen im Tannheimer Tal

Goldener Herbst

5 Tage ab €

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[ 7. Oktober - 4. November 2018 ]

5 oder mehr Tage mit ¾-Verwöhnpension und allen “Tyrol-Inklusive-Leistungen“ sowie:

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1 Gemeinsamer Besuch im Heimatmuseum Tyroler Törggeleabend mit Spezialitäten aus der Region 3 geführte Alm- und Bergwanderungen Romantische Laternenwanderung Benutzung aller Sommerbergbahnen im Tannheimer Tal Hotel Tyrol am Haldensee • Familie Barbist & Schädle A-6673 Haldensee • Seestraße 24 Tel. 0043 5675 6245 • Fax 0043 5675 6073 info@tyrol-haldensee.com www.tyrol-haldensee.com www.facebook.com/tyrolhaldensee #tyrolhaldensee

5 Tage ab €

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WA N D E R N / T R E K K I N G

… t i m h c ä im Gespr JACQUELINE FRITZ Die Pfälzerin Jacqueline Fritz verliert mit 22 Jahren ihren rechten Unterschenkel. Aus der ehemaligen Balletttänzerin wird eine begeisterte Wanderin, trotz oder besser wegen ihres Handicaps. Eine Tour aufs Neunerköpfle bei Füssen gibt den Impuls auf mehr. Aus einer fixen Idee einer Alpenüberquerung wurde ein Ziel, um das die Pfälzerin gekämpft hat und das sie im Sommer 2016 in die Tat umsetzte. Vier Wochen war Fritz unterwegs, hat 35.000 Höhenmeter und 312 Kilometer überwunden – Einbeinig mit Krücken. Als erste Frau mit Handicap, als erste behinderte Person überhaupt. Immer mit dabei: Mischlingshund Loui. Ein Gespräch übers Scheitern und warum es sich lohnt seine Träume zu erleben und für seine Ziele zu kämpfen. Wie bist Du eigentlich zu Deiner Wanderleidenschaft gekommen? Mir wurde ja mit 22 Jahren der rechte Unterschenkel amputiert. (Anmerkung der Redaktion: Nach einer Operation traten Komplikationen auf, die Jahre später in der Amputation endeten.)

Für die Anfertigung meiner ersten Prothese war ich mehrere Monate in Traunstein. In der Zeit saß ich unter der Woche im Orthopädiehaus rum, während die Orthopädietechniker meine Orthese bauten. Mit der Zeit freundete ich mich mit Einheimischen an, die am Wochenende immer in den Bergen unterwegs waren. Mir war langweilig, ich brauchte Aufgaben und habe mir zum Ziel gesetzt, dass ich am Ende meiner Zeit am Chiemsee mit meinen Freunden auf einen Berg gehe. Die erste Zeit bin ich nur in den Wald gelaufen, dann wurden die Strecken immer länger, ich habe angefangen Höhenmeter in mein Training einzubauen. Irgendwann war ich so weit und hab stolz verkündet, dass ich jetzt mitgehen würde. Von anfänglichen Bedenken à la: Du bist doch behindert, habe ich mich nicht abhalten lassen. Ich bin mit und es war herrlich. Zurück in der Pfalz bin ich dann im Pfälzerwald viel gewandert. Dann habe ich angefangen Urlaub in Bayern zu machen und bin nach und nach in die Berge ...

... und dann? Dann kam eine schwere Rücken-OP, danach ging gar nichts mehr. Alles wieder auf Null. Meine Reha habe ich in Füssen absolviert. Dort, in den Bergen, kam meine Willenskraft zurück. Der Wille und die Kraft selbst wieder etwas zu machen, um auf die Beine zu kommen. Ich habe wieder mit dem Wandern angefangen. Irgendwann stand ich auf dem Neunerköpfle und wollte weitergehen, immer weitergehen. Ich habe da oben einen so heftigen Impuls gespürt, dass ich mehr machen muss ... Mir ist hier das erste Mal ein Alpencross in den Sinn gekommen. Das war ein ganz irres Gefühl, ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen. Aber wenn man so will ist das Neunerköpfle „Schuld“ an meiner Sportlerkarriere. Wann war das? Das war 2013/14. Und über die Alpen bist Du dann im Sommer 2016? Ja, richtig. Echt verrückt. (lacht) Die Idee einen Alpencross in Angriff zu nehmen war also geboren. Wie ging es weiter? Ich wollte die Alpenüberquerung mit einer befreundeten Ärztin machen, die in Füssen in der Reha-Klinik arbeitet. Das war aber eher Larifari, so nach dem Motto: Wir kaufen uns jetzt zwei Rucksäcke und laufen los. Ich habe dann aber schnell festgestellt: Okay, das funktioniert in der Form nicht ... Inwiefern hat es nicht funktioniert? Nun, ich war in dem Business, was Sponsoren und Geldgeber angeht neu. Ich dachte, die Idee ist super, die Firmen fanden das im Prinzip auch. Aber als ich dann konkret auf der Messe ISPO Firmen

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WA N D E R N / T R E K K I N G

„Kämpfe für deine Ziele“

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Aktiv in den Alpen


WA N D E R N / T R E K K I N G

wegen Sponsoringmöglichkeiten angesprochen hatte, kam: Du bist eine Frau, das hat kein Mann vor dir gemacht, wie soll das funktionieren. Sie fanden es zwar cool, haben aber nicht an mich geglaubt. Das war sehr schwierig für mich. Als klar war, dass ich das Geld nicht zusammenbekomme, habe ich das ganze Projekt um ein Jahr zurückgestellt. In der Zeit habe ich noch mehr Berge erwandert, habe mich akribisch um Sponsoren gekümmert und konnte dann im Sommer 2016 die Alpenüberquerung starten. Was waren rückblickend die größten Hürden? In der Retrospektive muss ich feststellen, dass ich zu optimistisch an die Sponsoren-Sache rangegangen bin. Im Prinzip kamen bei mir zwei Ausschlusskriterien zusammen: Ich bin eine Frau und ich bin behindert – sagen wir es jetzt mal so. Trotz aller Hürden, du hast es geschafft, bist unter anderem bei Berghaus unter Vertrag. Wie kam es zur Zusammenarbeit und was hat sich geändert? Berghaus habe ich einer Messehostess zu verdanken (lacht). Die war so begeistert von meiner Idee, dass sie wirklich

für mich, sprich für einen Termin auf der Messe ISPO gekämpft hat wie eine Löwin. (lacht) Es hat sich gelohnt. Berghaus steht voll hinter mir, das ist echt sehr cool. Ich fühl mich willkommen im Athleten-Team und werde nicht auf meine Behinderung reduziert, sondern bin ein vollwertiges Teammitglied. Neben der zeitaufwändigen Sponsorensuche war ja auch noch die Vorbereitung auf das Abenteuer Alpencross.

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Du hattest bei Projektstart kaum hochalpine Erfahrungen. Hast Du Dich auch alpintechnisch vorbereitet? Absolut! Zu Beginn meiner Vorbereitungsphase war ich viel mit Bergführern unterwegs und habe viele geführte Touren, auch hochalpine, unternommen. Und dann war da ja auch noch mein Mischlingshund Loui. Für mich war von Anfang an klar, dass ich alles mit ihm gemeinsam machen wollte, auch das Wandern. Entsprechend kam Loui oft mit, da-


WA N D E R N / T R E K K I N G mit auch er sich an die Berge und an das Gehen im Gebirge gewöhnen konnte. Da muss ich jetzt erwähnen, dass Loui, ein waschechter Grieche ist, Gott sei dank mit ausgeprägtem Berg-Gen, wie sich herausstellte. Und so bin ich dann 2015 jedes Wochenende von Ostern bis Oktober in die Berge gefahren und habe Touren unternommen. Anfangs mit Bergführer, später ohne. Ich habe Kurse beim Alpenverein belegt, habe mich mit Meteorologen getroffen, habe mich viel mit dem Kartenlesen auseinandergesetzt. Ich bin ja selbständige Grafikdesignerin, entsprechend habe ich 8 Stunden gearbeitet und mich im Anschluss noch mal mindestens 6 Stunden in den Alpencross reingehängt. Ein Jahr lang habe ich wirklich jede freie Minute in das Projekt investiert. Das erfordert einen unwahrscheinlich starken Willen, oder? Ja, das geht nur mit einem starken Willen. Weil: Laufen kann jeder, egal ob dick, dünn, groß, klein – jeder kann laufen, jeden Tag, jede Entfernung. Das Problem liegt meiner Meinung nach in der Bequemlichkeit des Menschen. Ich habe mir drei Wochen nach Tourstart beim Abstieg

vom Hochgebirge an der Hand weh getan, weil sich Hautschichten gegeneinander verschoben hatten. Das Ergebnis war eine Blase über die gesamte Handfläche, die sich entzündete. Ich habe Fieber bekommen, habe mir Schmerzmittel reingepfiffen. Das war ein Moment wo ich mich entscheiden musste, ob ich den Rettungshubschrauber alarmiere, oder ob ich weitermache. Ich habe mich fürs weitergehen entschieden. Die letzten 5 Tage sind mir teilweise die Tränen gekommen vor Schmerzen. Zum Schluss habe ich die Krücke gar nicht mehr aus der Hand gegeben. Hätte ich das getan, hätte ich sie nie wieder in die schmerzende Hand genommen. Das war eine klare Willensfrage.

Ein Ereignis, mit dem man vorher nicht rechnen kann. Wie viel konntest du vorab kalkulieren und was muss man auf sich zukommen lassen? Ich habe mich mit der Natur, mit den Gegebenheiten und den Etappen vorab auseinandergesetzt, ich würde sagen, ich wusste zu 90 Prozent was auf mich zukommt. Was für mich aber neu war, war dass man als Team unterwegs ist, in dem jedes Mitglied seine Aufgaben hat und mit dem man sich verstehen muss.

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Aktiv in den Alpen

Wir waren 4 Wochen am Stück zusammen – ausnahmslos – außer man ging auf die Toilette. Das war eine neue Erfahrung. Wir kannten uns vorher nicht und mussten dann zusammen wandern, leben und arbeiten. Und: Es hat super geklappt, vielleicht hatte das auch damit zu tun, dass die Kamerafrau, eben eine Frau war, Laila. Auf die täglichen Kilometer und Höhenmeter konnten wir uns einstellen, aber Gegebenheiten wie Schneefelder, Gletscherspalten, Verletzungen sind Variable, die mit eingerechnet werden müssen, in unserem Fall beschränkte es sich auf 10 Prozent. Aber gerade diese 10 Prozent können ausschlaggebend für ein Projekt sein! Deswegen haben wir uns vorab darauf verständigt, dass ganz egal wer auf Tour Probleme bekommen sollte, Zweioder Vierbeiner, dass wir gleichwertige Teamkollegen sind. Und wenn einer im Team ein Problem hat, dann wird abgebrochen. Ich musste ja nur laufen, die anderen mussten auch noch arbeiten, sprich Filmen. Stichwort Loui: Welche Rolle spielte dein Hund auf der Tour? Eine sehr große. Er war ein wichtiges Bindeglied in unserem Team, er hat immer geschaut wem es gerade nicht so gut


WA N D E R N / T R E K K I N G geht, er war immer präsent. Loui hat einfach unbändige Lust auf Berge. Im Prinzip ist es so: Wenn es mir gefällt, dann gefällt es auch Loui und es geht ihm gut. Ich hab ihn so angefixt mit den Bergen, dass der Hund schon im Auto sitzt, sobald ich anfange den Rucksack zu packen. Ich fahre gerne Nachts und wenn wir dann am nächsten Morgen in den Bergen ankommen und ich sage: „Loui, guck die Berge“, dann schaut er aus dem Fenster und lacht regelrecht und ist voller Vorfreude. Außerdem bilde ich ihn gerade als Bergbegleithund aus, das merkt man ihm auch an, also er fühlt sich schon wichtig (lacht). Und was macht ein Bergbegleithund? Er sucht für mich die passenden Wege, in meinem Fall schaut er, dass ich möglichst Gras- und Schotterpassagen umgehen kann. Er warnt, aktuell noch vor Steinböcken, Menschen und Murmeltieren. Aber künftig soll er Steinschlag, Lawinen und Gletscherspalten anzeigen. Loui geht in den Bergen immer ein gutes Stück vor mir. Insgesamt dauert die Ausbildung in Deutschland 7 Jahre. Zugelassen werden eigentlich nur Labradore. Loui ist der erste Mischling in Deutschland, der die Ausbildung machen darf und das wird auch die Ausnahme bleiben. Du hast die Öffentlichkeit gewählt. Was waren Deine Beweggründe darüber einen Film zu machen? Ich habe mir das sehr lange überlegt. In meiner Überzeugung gibt es keine behinderten Menschen! Jeder Mensch hat seine Probleme und ich finde es in der heutigen Gesellschaft nicht mehr angebracht, wenn Menschen mit Handicap ausgegrenzt werden. Jeder spricht von Inklusion, aber letztendlich wird nichts gemacht. Das muss man mal klar formulieren. Außerdem möchte ich mit meiner Aktion darauf aufmerksam machen, dass wir Menschen mit Handicap gleichermaßen das Recht haben, alles zu machen, wie nichtbehinderte Menschen und wenn es ein Alpencross ist, dann eben das. Es geht darum, dass man Ziele verfolgen darf, für die es sich lohnt zu kämpfen. Thema: Erleben statt träumen: Was waren die stärksten Erlebnisse während der 4-wöchigen Tour? Puh, alles zusammen war ein großes Erlebnis. Aber es waren auch so viele kleine Dinge, so viel Faszinierendes, das dieses Projekt so einmalig gemacht hat: Die vie-

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len netten Menschen, beispielsweise, die ich kennengelernt habe. Die landschaftlichen Eindrücke: Steinböcke und Murmeltiere mal hautnah erleben zu können. Wir hatten Tage, da sind wir keinem anderen Menschen begegnet, das war schon sehr beeindruckend. Zudem hat mir das minimalistische Leben gefallen: Man wird rausgerissen aus dem sozialen Rundumprogramm mit facebook, youtube, Instagram & Co. Du kommst auf den Berg und es gibt erst mal nichts außer der Natur und ein paar Steinen. Hier die Schönheit zu erkennen, zu erkennen wie grandios es ist, wie ich leben darf, was ich machen darf. Das war für mich wahnsinnig faszinierend. Gibt es neue Träume/neue Ziele die du ins Visier genommen hast? Ja (lacht). Ich werde diesen Sommer die Seven Summits im Stubaital machen. 3 Gletscherberge und 4 gletscherfreie Gipfel stehen auf dem Programm. Ich habe dafür 3 Wochen vorangeschlagen, inklusive Pausetagen.

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Wird Dich im Stubai auch wieder ein Team begleiten? Ja. Es ist wieder ein Team dabei und wir werden einen Film produzieren. Du kletterst ja auch sehr aktiv, wie bist du zum Klettersport gekommen? Zum Klettern bin ich durch eine Postkarte gekommen, die ich mir in Rosenheim am Bahnhof gekauft habe. Da stand drauf „Kämpfe für deine Ziele“, ich fand den Spruch absolut passend und dann war da eben der Fels abgebildet mit einem breiten Riss in der Mitte. Als ich das Motiv näher inspizierte, habe ich in dem Riss einen Kletterer entdeckt, der am rechten Bein eine Prothese getragen hat. Das hat mich richtig angefixt! Ich habe noch im Zug zwischen Rosenheim und meinem Heimatbahnhof in der Kletterhalle in Karlsruhe angerufen und gefragt ob ich mal klettern probieren könnte, halt nur mit einem Bein. Der Kletterhallenbesitzer meinte, das müsste man mal ausprobieren. Letztlich hat er mir dann einen Kletterkurs geschenkt und ich habe sofort gespürt: Das ist voll meins! Die physische und psychische Beanspruchung gefällt mir. Wenn ich viel und schwer klettere habe ich kaum Phantomschmerzen. Vielleicht, weil das ganze Adrenalin anderweitig abgebaut wurde. Letztlich spiegelt das Klettern mein Leben wider: Du bist unten, schaust dir die Wand an und denkst, oh Gott, wie soll ich denn da hochkommen. Genau wie bei meiner Krankheitsgeschichte: Ich war ganz unten und musste mich hochkämpfen. Du bist mit der mehrfachen Eiskletterweltmeisterin Angelika Rainer im Berghaus-Athletenteam. Seid ihr ab und an zusammen in den Bergen unterwegs? Ehrlich gesagt ich habe Angelika noch nicht kennengelernt. Ich würde sie aber gerne mal kennenlernen und was mit ihr machen. Ich möchte ohnehin gerne mit dem Eisklettern anfangen und da könnte ich mir gut vorstellen gemeinsam mit Angelika etwas zu unternehmen. Das Interview führte Susa Schreiner Fotocredits: Jaqueline Fritz | David Biedert

www.swix.de


© Martin Hehle

KLETTERN

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KLETTERN

FELS VER GNÜ GEN Endlich ist der Sommer da und die Freiluftkletter-Saison eröffnet. Es locken herrliche »Draußen-Tage« zum Klettern und Natur erleben. Für neue Herausforderungen und ganz viele Glücksmomente. Die Auswahl an Klettergärten ist mittlerweile riesig. Entsprechend haben wir 5 Gebiete in den Alpen herausgepickt, die sowohl für Fels-Aspiranten als auch alte Kletter-Füchse und Boulderer lohnende Ziele darstellen.

Bye, bye Plastikgriffe, willkommen Fels! Wenn im Frühjahr die Temperaturen langsam ansteigen und der Schnee sich in hohe Lagen zurückzieht, dann kribbelt es bei vielen Kletterern in den Fingern und die Freiluftkletter-Saison wird eröffnet. Ein besonderer Moment, denn die Umstellung von den bunten Plastikgriffen zu echtem Felsen hat ihre Tücken. Aber nach einer gewissen Eingewöhnungsphase steht dem Felsvergnügen nichts mehr im Weg. So ein Klettertag in

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Aktiv in den Alpen

der freien Natur ähnelt einem Geschenk, an dem man sich erfreut, und an das man sich noch lange Zeit gerne zurückerinnert. Unsere 5 Klettergebiete haben alle das Potenzial einen Klettertag zu einem außergewöhnlichen Erlebnis werden zu lassen, sei es: weil das Panorama so beeindruckend ist, die Routenvielfalt so prächtig oder das Drumherum, wie Baden im Hochgebirgssee oder Nudeln mit Bergkräuterpesto, dem Klettererlebnis noch die Krone aufsetzen.


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STEINSEEHÜT TE LECHTALER ALPEN, TIROL Bouldern, Baden, Bergkräuterpesto Inmitten eines gewaltigen Gebirgskessels auf 2069 Metern Höhe liegt, wunderschön eingebettet, die Steinseehütte. Der Anstieg ist in 2 bis 2,5 Stunden geschafft, dann haben die Oberschenkel stramme 800 Höhenmeter absolviert. Da darf man sich oben angekommen erst einmal bei Getränk

und Brotzeit auf der Hüttenterrasse stärken. Die Boulderblöcke sind dann in 20 Minuten etwas oberhalb der Hütte schnell erreicht. Zum Abkühlen am Nachmittag empfiehlt sich ein Sprung in den Steinsee für den die Hüttengäste quasi »Exklusiv-Baderechte« genießen. Wer möchte kann am nächsten Tag Crash Pad gegen Kletterhelm und –seil tauschen und mit den Tipps von Bergführer und Hüttenwirt Buggy Reich eine der zahlreichen Türme oder Klettergärten erobern. Block-Talk: Hüttenwirtin Jutta führt das Küchenregiment auf der Hütte und ver-

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wöhnt ihre Gäste beispielsweise mit hausgemachtem Kräuterpesto, das sie aus selbst gesammelten Bergkräutern herstellt. Zum Trinken gibt es »Karabiner rot« einen selbstkreierten Wein aus der Zweigelttraube. Informationen und Topos unter: www.steinseehuette.at


© Markus Stadler

© Günter Durner | www.am-berg-verlag.de

KLETTERN

ROTE WAND, KARRES BEI IMST, TIROL

BRAUNECK , LENGGRIES, OBERBAYERN

Climbers Paradise im Herzen von Tirol

Sportklettern mit Panoramablick

Imst, die Tiroler Gemeinde wird häufig nur auf den »Fernpass« reduziert, wenn man Richtung Pitztal oder Landeck unterwegs ist, dann huscht man vorbei und fertig. Und dabei bietet Imst und seine Umgebung einen Abenteuerspielplatz für Outdoorsportler par excellence! Da wäre zum Beispiel der Klettergarten bei Karres, einem kleinen hübschen Ort nur einen Steinwurf von Imst entfernt. Einmal durch die Ortschaft durchgeschlängelt steht für die Kletterer ein 1-A-Parkplatz parat. Der Zustieg über einen steilen Pfad ist in 10 Minuten erledigt, zumindest für den ersten Sektor mit dem hübschen Namen »Märchenwald«. Der Felsriegel ist mächtig und bietet insgesamt 7 Sektoren mit 134 Routen, hauptsächlich im Grad 6a/6b. Die südseitige Ausrichtung macht ihn zum 365-Tage-Ganzjahres-Klettervergnügen. Die Aussicht Richtung Pitztal und Inntal sollte unbedingt bei einer ausgiebigen Brotzeit unter einem der schattigen Bäume in vollen Zügen zelebriert werden.

Brauneck, 1555 m, Hausberg von Lenggries und irgendwie auch Hausberg von München. Der sanfte Voralpen-Gipfel erfreut sich seit Jahrzehnten größter Beliebtheit: im Winter für Skifahrer und –tourengeher, im Sommer für Wanderer und Erholungssuchende. Seit ein paar Jahren ist das Brauneck auch zu einem beliebten Ziel für Sportkletterer avanciert. Eingebettet in die Gipfelwelt von Brauneck, Latschenkopf und Achselköpfen liegen verstreut viele kleine Felsriegel. Die meisten südseitig ausgerichtet, was die Freiluft-Klettersaison bis tief in den November ausdehnt. Während unter einem die Wanderer ihrer Wege ziehen, genießen die Kletterer eine Etage höher besten Kalk und einen traumhaften Weitblick der vom Mangfallgebirge über Rofan und Karwendel bis ins Wetterstein reicht.

Block-Talk: Multisportler sollten mehrdimensional denken, die Region ist für ihre exzellenten Wildwassersport-Reviere weltweit, bekannt. Kajak, Kanu, Rafting. In der Area47 am Eingang des Ötztals, nicht weit von Karres entfernt befindet sich die größte Wakeboard-Anlage in Westösterreich.

Block-Talk: Das Sportklettergebiet am Brauneck ist perfekt mit der Brauneckbahn erreichbar. Von der Bergstation sind die einzelnen Sektoren in 15 bis 30 Minuten zu Fuß über gute Wege erreichbar. Nach der Klettersause haben Kletterer die Qual der Hüttenwahl: Von Stie-Alm über Quenger-Alm, Tölzer Hütte, Panorama-Restaurant und Brauneck Gipfelhaus – leckeres Essen und Durstlöscher bieten alle.

Informationen und Topos unter: www.climbers-paradise.com

Informationen zum Gebiet unter: www.stadler-markus.de

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Aktiv in den Alpen


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KARLSBADERHÜT TE LIENZER DOLOMITEN, OST TIROL Die Karlsbaderhütte (2260 m) liegt direkt am Laserzsee umgeben von den imposanten Zacken und Spitzen der Lienzer Dolomiten. Eine der schönsten Szenerien, die man sich als Kletterer wünschen kann, denn das Gebiet rund um die Karlsbaderhütte ist ein Kletterer- und Klettersteigparadies! Allerdings muss man sich das Paradies verdienen, sprich, insgesamt gilt es 640 Höhenmeter, verteilt auf fünf Kilometer vom Parkplatz an der Dolomitenhütte (1620 m) bis zum Kletter-Basecamp zu überwinden. Oben angekommen warten dann tolle Klettergärten wie der Hüttenklettergarten (nur 10 Minuten entfernt) mit idealen Aufwärmrouten im 3.– 5. Grad, oder der »ÖTK-Klettergarten«, die »Vergessene Welt« und der noch recht neu erschlossene Klettergarten »Nirwana« mit schönen Routen vom 5.– 7. Grad.

© Edith Tembler

Klettern mit Seeblick im 3. bis 7. Schwierigkeitsgrad

»Alte Kletterhasen« vergnügen sich derweil in einer der unzähligen Mehrseillängenrouten wie beispielsweise der »Cheoma« am Kantenköpfl (8-).

Panoramaausblick wie beispielsweise den »Laserzsalat« mit frischem Ziegenkäse. Informationen und Topos unter: www.karlsbaderhuette.at

Block-Talk: Die Karlsbaderhütte bzw. die Hüttenwirte Edith und Rupert Tembler bieten kulinarische Köstlichkeiten zum

© Andre Tappe

CERAINO CLASSICA RIVOLI/VENETO, NORDITALIEN Arco-Alternative für Ruhesuchende Islandtief auf der Alpennordseite bedeutet die Kletter-Hochburg Arco platzt aus allen Nähten. Wir empfehlen: Brennerautobahn weiterfahren bis Ausfahrt »Affi« und feinste Kletterfelsen und ganz viel Ruhe genießen. Die Auswahl ist groß, eines der Arco-Alternativen ist beispielsweise »Ceraino Classica«. Das Gebiet befindet sich ungefähr auf Höhe von Bardolino, aber auf der Rückseite des Monte Baldo Massiv’s. Ein malerisch gelegenes Klettergebiet inmitten von Weinbergen und direkt an der Etsch. Die Felsstruktur bietet, je nach Sektor, von Wasserrillen über Platten bis zu knackigen Überhängen alles was das Kletterherz begehrt. Ein toller Mix sowohl für Draußen-Einsteiger als auch ambitionierte Sportkletterer. Block-Talk: Das Örtchen Rivoli ist Ausgangsort zum oben beschriebenen Klet-

tergebiet und für alle, die in Ruhe einen Café oder Aperol Spritz trinken wollen, definitiv einen Abstecher wert. Wer für den Tag noch Verpflegung benötigt, schaut im Alimentari neben der Kirche vorbei und lässt sich den Parmaschinken hauchdünn aufschneiden.

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Zum Gebiet sind online keine Topos verfügbar. Dieses Gebiet sowie viele weitere lohnende Klettergärten südlich von Arco sind hier zusammengeführt: Monte Baldo Rock, Edizioni Versante Sud. Bestellbar über Amazon. Text: Susa Schreiner


KLETTERSTEIG AUSBILDUNGEN UND FÜHRUNGEN BEI „AKTIV AM BERG” An mit Drahtseilen und Leitern abgesicherten Klettersteigen schlängeln wir uns durch eindrucksvolle Felswände empor. Alpenweit gibt es eine sehr große Auswahl an Tourenmöglichkeiten. Ob ein klassischer „Via Ferrata“ mit Bügeln und Trittstiften oder ein moderner „Sportklettersteig“ mit steilen Passagen und kniffligen Abschnitten, hier können wir unsere Leidenschaft für das Klettersteiggehen ausleben. Bei einem Klettersteig Grundkurs bringt dir unser Bergführer den richtigen Umgang mit dem Klettersteigset und das Bewegen in diesem Gelände bei. Ein wichtiger Ausbildungsinhalt ist das Gehen mit Kindern und das unterstützende Sichern an schwierigen Stellen. Diesen Kurs gibt es als Ausbildungswoche und als Wochenendkurs hier im Allgäu.

Aufbauend dazu haben wir eine schöne Auswahl an verschiedenen Angeboten im Alpenraum zusammengestellt. In unserem Tagestourenprogramm findest du Klettersteige, die wir hier im Allgäu durchführen, wie z.B. den Hindelanger- und Mindelheimer Klettersteig, den Salewa Klettersteig oder den Zweiländer Sportklettersteig an der Kanzelwand. Komm mit und lass dich anstecken vom Fieber “Klettersteiggehen”! Ein ganz besonderes Erlebnis wartet auf dich. Nicht umsonst lautet unser Slogan:

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KLETTERSTEIGWOCHE IN ARCO, GARDASEE Die Felstürme rund um Arco bieten uns ein breit gefächertes Angebot an abwechslungsreichen Steigen bei südlichem Flair. Das milde Klima spricht eindeutig für eine aktive Woche im Frühling oder auch im Herbst. Unser Stützpunkt ist ein sehr gut geführtes Hotel bei Arco. Reisezeitraum: Dieses Jahr noch im Herbst | 6 Tage (Sa. - Fr.) Leistungen: Führung und Organisation 5 x ÜF in einem Hotel*** Gruppengröße: 5 bis max. 8 Pers.

890 EUR

WOCHENENDE GRUNDKURS IM ALLGÄU

MINDELHEIMER KLETTERSTEIG ALLGÄUER ALPEN

In diesem zweitägigen Kurs lernst du, wie du dich richtig und sicher in einem Klettersteig bewegst. Bei leichten bis mittelschweren Klettersteigen üben und trainieren wir intensiv, was beim Klettersteiggehen wichtig ist und unbedingt beachtet werden muss.

Der Mindelheimer Klettersteig zählt zu den bekanntesten Klettersteigen im Allgäu. Dieser „Klassiker“ der Kat. C ist ein „Muss“ für jeden Klettersteigfan und guten Bergsteiger. Der Steig führt in einem ausgewogenem Auf und Ab an Drahtseilen und Leitern über den Grat.

Reisezeitraum: jedes Wochenende bis 14.10.2018 2 Tage (Sa. - So.)

Reisezeitraum: Noch 3 Termine im August | 2 Tage (Fr. - Sa.)

Leistungen: Ausbildung und Organisation 1 x ÜF in einer Pension Gruppengröße: 5 bis max. 8 Pers.

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Leistungen: Führung und Organisation 1 x ÜHP in einer Hütte Das ist nur ein kleiner Auszug unserer ausgesuchten Wanderungen.

Gruppengröße: 4 bis max. 6 Pers.

Aktiv am Berg · Bergschule Oberstdorf · Enzenspergerweg 10 · 87561 Oberstdorf Tel. 08322.6126 . www.aktiv-am-berg.de

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KLETTERN

… t i m h c ä im Gespr … der dreifachen Eiskletterweltmeisterin

ANGELIKA RAINER Die Meranerin, Angelika Rainer, ist dreifache Eiskletterweltmeisterin, hat in diesem Frühjahr ihr großes Ziel eine 8c durchstiegen und konnte im November 2017 als erste Frau eine Drytoolingroute im Grad D15 klettern. Die studierte Agrarwissenschaftlerin nahm sich als junge Kletterin die amerikanische Kletterlegende Lynn Hill zum Vorbild und fühlte sich von Hill’s Ausspruch »It goes boys« seit jeher ange-

spornt die eigenen Grenzen immer wieder neu auszuloten. Ein Gespräch über Ruhe, Disziplin und dem Glück, jeden Tag Träume leben zu können. Unser Motto in dieser Ausgabe lautet »Erleben statt träumen« – wir wollen unseren Leserinnen und Lesern Persönlichkeiten wie dich und deine Berghaus-Teamkollegin Jaqueline Fritz vorstellen, die als Role-

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models, starke Persönlichkeiten und Motivatoren diese Devise leben. Mit deinen sportlichen Leistungen hast du sicherlich schon viele junge Kletterer motiviert ihre Träume niemals aufzugeben sondern, an sich zu glauben. Hattest oder hast auch Du Vorbilder die Dich motivieren, und wenn ja, wer spornt Dich an?


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Als jugendliche Kletterin hat mich Lynn Hill sehr fasziniert. Ihre freie Begehung der Nose am El Capitan als erster Mensch war und ist wahnsinnig beeindruckend. Und mal ehrlich: Welches Mädchen würde sich durch ihren Spruch »It goes boys« nicht angespornt fühlen selbst seine Grenzen auszutesten? Ich habe damals ihr Buch gelesen und finde ihre Persönlichkeit beeindruckend. Heute motivieren mich die Erfolge vieler Frauen. Zu sehen, dass andere persönliche und absolute Bestleistungen erreichen, motiviert mich selbst auch wieder das Beste aus mir herauszuholen. Kommen wir auf deine Karriere zu sprechen: Du bist 2009 mit gerade mal 22 Jahren das erste Mal Eiskletterweltmeisterin geworden. 2011 und 2013 konntest du erneut den WM-Titel für Dich verbuchen. Eine starke Leistung, vor allem, wenn man bedenkt, wie viel sich im Klettersport und vor allem im Eisklettersport in den letzten Jahren getan hat. Die Leistungssprünge sind, meiner Meinung nach, riesig. Was bedeutet, dass man als Wettkampf-Athletin sein Training kontinuierlich anpassen muss. Wie ist dir das gelungen?

Persönlich gesehen, sind es fast noch mehr meine Vize-Weltmeistertitel 2015 und 2017, die ich in dieser Hinsicht als große Erfolge ansehe. Der erste Weltmeistertitel 2009 kam damals noch etwas überraschend, da ich noch nicht so lange im Weltcup aktiv war. Der zweite Titel 2011 war eine Bestätigung. Den Sieg 2013 habe ich einfach nur enorm genossen. Dann aber weiterhin am Ball zu bleiben, eben auch das Training anzupassen und genau bei der Weltmeisterschaft, die nur alle 2 Jahre stattfindet, in Höchstform zu sein, ist nicht leicht. Der Wettkampfstil hat sich im Laufe der Jahre verändert, die Routen sind technischer und die Anzahl der Athleten, die teilnehmen und vorne mitmischen können, ist größer geworden. Somit können kleine Fehler gleich zu einem großen Ausrutscher werden und es ist absolut nicht selbstverständlich, dass genau bei der WM alles perfekt verläuft. 2015 wurde ich bei meiner Heim-WM, bei der ich mir selbst natürlich sehr viel Druck auferlegt hatte, Zweite und gewann im selben Jahr (nach 2012) zum zweiten Mal die Weltcupgesamtwertung. 2017 wurde ich bei der WM in Frankreich wegen einer minimalen Differenz von 5 Sekunden Zweite. Generell denke ich, dass ich diese Erfolge meiner Ruhe zu verdanken habe.

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Ich bin im Stande auszublenden, dass es sich um einen so wichtigen Wettkampf handelt und versuche einfach mein Bestes zu geben, wie bei jedem anderen Wettkampf auch. Wie bist überhaupt zum Eisklettersport gekommen? Zum Eisklettern kam ich eigentlich durch Zufall. Ich habe mit 12 Jahren mit dem Sportklettern begonnen und dann mit 18 spontan entschlossen, an einem Drytooling Wettkampf teilzunehmen. Drytooling bedeutet, dass mit Pickel und Steigeisen auf Fels oder auf künstlichen Griffen an einer Kletterwand geklettert wird. Dies war der erste organisierte Italiencup-Wettbewerb dieser Art und ich habe überraschend gewonnen. Das Klettern mit diesen Geräten und das Erlernen einer neuen Klettertechnik haben mich fasziniert und so bin ich zu den Eiskletterwettkämpfen und zum Eisklettern, an natürlich gefrorenen Wasserfällen, gekommen. Dann kam also das sommerliche Felsvergnügen vor der eiskalten Leidenschaft im Winter? Ja. Ich habe mit 12 Jahren durch einen Kinderkletterkurs des Alpenvereins in der gerade neu eröffneten Kletterhalle in


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meiner Heimatstadt Meran mit dem Klettern begonnen und habe sofort gemerkt, dass das mein Sport ist. Als Kind war ich bereits mit meiner Mutter in den heimatlichen Südtiroler Bergen unterwegs, wo wohl meine Leidenschaft für die Natur und die Berge geweckt wurde. Mit 18 kam ich dann zum Eisklettern und habe mich in den letzten 10 Jahren mehr auf winterliche Projekte konzentriert. Ich klettere aber gleich gern an Fels und Eis. Beide Disziplinen haben ihren besonderen Reiz und der Wechsel zwischen Sommer und Winter, zwischen Fels und Eis, Wettkampf und Projekten im Freien, gibt mir immer neue Motivation. Gerade konnte ich auch im Fels wieder einen großen

Erfolg feiern und meine erste Route im Grad 8c durchsteigen. Gratulation zu dem tollen Erfolg! Wo bist du die 8c geklettert und hat sie einen Namen? Vielen Dank! Die Route heißt Cinque Uve und befindet sich in einem Klettergebiet bei Arco. Du hast Agrarwissenschaften studiert, kletterst seit Jahren konstant in den obersten Schwierigkeitsgraden, sowohl im Eis, als auch am Fels, wie gerade gehört. Das erfordert auch bei großem Talent viel Trainingsdisziplin. Wie motivierst Du Dich?

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Klettern ist das, was ich am Liebsten mache. Während meiner Schulausbildung, meinem Studium und dann während der Arbeit in einem landwirtschaftlichen Versuchszentrum, war es nicht immer leicht, die Zeit für das Training zu finden, aber ich bin ein sehr disziplinierter Mensch und ich denke eine gute Zeiteinteilung ist sehr wichtig. Nun bin ich seit 4 Jahren Profisportlerin und kann meine ganze Zeit dem Klettern, meinem Training und meinen Projekten widmen. Das sehe ich als Privileg an und bin überglücklich, das machen zu können, was mir Spaß macht. Meine Sponsoren, vor allem mein Hauptsponsor Berghaus, ermöglichen es mir, jeden Tag meine Träume zu leben. Natür-


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lich habe ich nicht an jedem der 365 Tage im Jahr Lust mein Training zu absolvieren und mein Bestes zu geben, aber generell mache ich es sehr gern. Und wie bringt man Arbeit, Studium und Training unter einen Hut? Bleibt da auch was auf der Strecke? Arbeit, Studium und Training unter einen Hut zu bringen, erfordert eine straffe Zeiteinteilung. Nach der Schule wurden sofort die Hausaufgaben erledigt, dann das Training. Zur Uni nahm ich immer gleich meine Kletterausrüstung mit und auf dem Heimweg ging es direkt in die Kletterhalle. Meine Freunde kenne ich fast alle über das Klettern und man trifft sich dort.

Diskobesuche und das Nachtleben haben mich nie so interessiert und waren damit auch keine große Entbehrung. Eine gute Vorbereitung auf eine Klettertour erfordert Zeit. Zeit, die bei vielen von uns im Alltag fehlt: wegen Arbeit, Familie, Haushalt, Schweinehund. Nach jedem Sommer sagt man sich dann, aber nächstes Jahr greife ich an. Kannst Du unseren Leserinnen und Lesern Motivationstipps mit auf den Weg geben, damit Träume eben nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden, sondern umgesetzt werden? Wenn ich müde von Uni oder Arbeit kam, dann wollte ich am liebsten nach Hau-

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se auf die Couch. Aber wenn der innere Schweinhund überwunden ist und ich in der Kletterhalle bin, dann konzentriere ich mich nur noch aufs Klettern. Ich denke, das ist eine Besonderheit des Kletterns, da man während dem Klettern total konzentriert auf die nächste Kletterbewegung sein muss, da bleibt kein Platz für die Alltagssorgen und schlussendlich kam ich viel frischer aus der Halle, als ich reingegangen bin. Und wenn es einfach zeitmäßig nicht klappt: Kletterrouten und Berge laufen glücklicherweise nicht weg. Sprich, wenn Arbeit und Familie nicht (immer) so viel Zeit lassen, wie man möchte, ist es wich-


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so unterschiedliche Kultur, in Kanada und den USA die unzähligen Natur-Denkmäler und -Parks. In Griechenland kann man direkt über dem Meer klettern und Sport mit Urlaub verbinden. Letztens habe ich den Iran bereist und plane eine längere Reise im Oktober, dort hat mich die Gastfreundschaft der Menschen fasziniert.

tig, die freie Zeit zu genießen. Früher oder später kommt dann auch der Erfolg: die durchstiegene Route oder die absolvierte Bergtour. Die Hauptsache ist doch, dass man seine Träume nicht aus dem Kopf verliert. Absolut! Du konzentrierst Dich momentan voll auf Deinen Sport, bist als Profikletterin in der ganzen Welt unterwegs. Welches Land fasziniert Dich am meisten und was bedeutet für Dich im Umkehrschluss Heimat? Ich kann kein besonderes Land nennen, es gibt so viele tolle Orte, die ich glücklicherweise bereits bereisen konnte. In China, Südkorea und Japan fasziniert die

Heimat ist für mich extrem wichtig, ich komme immer gerne zurück nach Hause, hier kann ich wieder Energie tanken und mir gefällt es, wo ich aufgewachsen bin. Ich genieße es zu reisen, aber ich habe noch keinen anderen Ort gesehen, wo ich leben möchte. Klingt fast nach einer Liebeserklärung an die Heimat ... Verrätst Du unseren Leserinnen und Lesern eines deiner Lieblings-Klettergebiete in Südtirol? Ich klettere wahnsinnig gern in den Dolomiten. Mein Lieblingsgebiet ist Plan Cogoi oder auch Pian Schiavaneis genannt, unterhalb des Sella Joches. Der Platz dort ist super schön, eingebettet in eine Wiese und umrahmt von einem tollen Panorama. Gibt es in diesem Jahr Ziele, die Du ins Visier genommen hast?

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Mein großes Ziel dieses Jahr war es, meine erste 8c**-Sportkletterroute zu klettern. Das ist mir jetzt gelungen und es ist ein persönlicher Meilenstein. Nachdem ich mich in den letzten Jahren so sehr auf meine winterlichen Projekte, auf die Teilnahme an Eiskletterweltcups und das Klettern schwierigster Mixed- und Drytooling Routen verschrieben hatte, war ich im Sommer eher ausgebrannt und konnte nicht auch dort Höchstleistungen bringen. Im letzten November gelang mir dann als erste Frau weltweit eine Drytoolingroute im Grad D15* zu klettern – das gab mir die Motivation, auch im Sportklettern zu versuchen, mein Limit nach oben zu verschieben. Das Interview führte Susa Schreiner. *D15: Momentan der höchste, bestätigte Schwierigkeitsgrad beim Drytooling. Die Route »A Line Above The Sky« ist im Drytooling Gebiet »Tomorrows World« in den Dolomiten. Die Route ist 40 Meter lang und führt durch ein fast komplett horizontales Dach, gespickt mit einigen sehr weiten Zügen. 8c** : Französische Skala. Die Schwierigkeiten beim Sportklettern gehen bis UIAA 12. Eine 8c entspricht in der UIAA-Skala einer 10+/11-.


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Kitzlochklamm Taxenbach KLAMMHEIMLICHE ABENTEUERWELTEN

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Ein einzigartiges Naturschauspiel für die ganze Familie mit zahlreichen idyllischen Buchten und hoch aufragenden, zerklüfteten Felswänden. Für die Sportlichen geht’s beim „Kitz-Klettersteig“, dem „Freifall“ oder beim Familien-Klettersteig „Klammfloh“ hoch hinaus. Die Kitzlochklamm ist sicher eine der schönsten und eindrucksvollsten Klammen in unserer Alpenregion. Das einzigartige Naturschauspiel mit zahlreichen idyllischen Buchten, hoch aufragenden zerklüfteten Felswänden, einer eindrucksvollen Einsiedelei und die spektakuläre Brücke machen die Klamm zu einem Ausflugsvergnügen der besonderen Art für die ganze Familie. Alle die den Adrenalin-Kick suchen, werden in der Kitzlochklamm mit ihren 3 Klettersteigen fündig.

Der Familiensteig „Klammfloh“ und der „Freifall“ bieten die perfekte Ergänzung zum bereits bestehenden „Kitz-Klettersteig“. Die gelungenen Sportklettersteige liegen in einer äußerst reizvollen Umgebung. Das ständige Rauschen des Wassers ist der akustische Begleiter auf den Touren, welche die perfekte Ergänzung zu einer der schönsten Klammen der Alpenregion sind. Die Steige verlaufen gänzlich in der für die Öffentlichkeit zugänglichen Kitzlochklamm. Man hat dadurch einen etwas anderen, sehr schönen Blick in die Klamm. Die Klettersteige „Kitz-Klettersteig und „Freifall“ sind sehr kräfteraubend, da viele steile Quergänge zu überwinden sind. Die Tour ist fast auf der gesamten Länge sehr selektiv und kreativ angelegt,

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die Variante Höhlensprint beim „Kitz-Klettersteig“ gehört derzeit zu den schwersten Klettersteigmetern im Salzburger Land. Der Familiensteig „Klammfloh“ ist ideal für Familien.

Tourismusverband Taxenbach Marktstraße 33 5660 Taxenbach Tel.: +43(0)6543 5252 Fax: +43(0)6543 5252-5 info@taxenbach.at www.taxenbach.at www.kitzlochklamm.at


M O B I L I TÄT

Autohaus Pauli… …WEIL´S SPASS MACHT SEIT ÜBER 30 JAHREN IM GESCHÄF T

Vor über 30 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des Autohaus Pauli am Standort in der Schwabenstr. 8 in Buchloe. Doch bereits 1981 wurde der Grundstein dafür gelegt. Vor 37 Jahren hat Peter Pauli den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und die ARAL-Tankstelle in der Buchloer Bahnhofstraße / Ecke Mindelheimer Straße übernommen. Fast gleichzeitig hat er mit dem Handel von Geländewagen der Marken Daihatsu und Suzuki begonnen. Die Geschäfte liefen gut an und schnell wurde klar, dass der Standort im Zentrum Buchloes einfach zu klein war. Da eine Erweiterung dort nicht möglich war, musste ein neuer Standort gesucht werden. Fündig wurde Peter Pauli im Gewerbegebiet West. 1985 kaufte die Familie daraufhin ein großzügiges Grundstück und begann mit dem Bau eines geräumigen Autohauses mit Ausstellungsraum, Werkstatt und Waschanlage. Ein Jahr später wurde der Bau fertiggestellt und im Sommer zog das gesamte Autohaus in die Schwabenstraße 8 in Buchloe um. Mit dem neuen Platzangebot wurde auch das Sortiment erweitert.

Neubau kontinuierlich an – daher entschied sich die Familie Pauli 2002 dazu, das Autohaus in Buchloe zu entlasten und nahm einen zweiten Standort, in Oy-Mittelberg, in Betrieb. Dank dieser Erweiterung konnte das Fahrzeug-Angebot nochmals ausgebaut werden. So startete zu Beginn des Jahres 2004 der Vertrieb der Marke SsangYong. 2007 folgten dann die Pickups von Isuzu. Im Jahr 2011 fiel die Entscheidung die Marke Daihatsu nach fast 30-jähriger Partnerschaft auf Grund von Markenumstellungen in Europa ziehen zu lassen.

Mehr als nur Autos Das Autohaus Pauli wird seit Anfang an familiengeführt, daher steht hier der persönliche und individuelle Kundenkontakt noch an erster Stelle. Insgesamt wird das Thema Service bei Allrad-Pauli groß geschrieben. So sind sämtliche Werkstatt-

1988 führte die Familie Pauli als einer der ersten offiziellen Vertragshändler die Marke Chrysler und Jeep in Deutschland ein. 1994 wurde die Fahrzeugpalette nochmals erweitert, durch den Supersportler Dodge Viper.

Zweiter Standort Die Auftragslage und auch der Kundenstamm wuchs seit dem Umzug in den

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leistungen aber auch Finanzierungen und Leasing selbstverständlich Teil des umfangreichen Angebots. Ein weiteres Thema begleitet das Autohaus Pauli bereits seit der Gründung 1981 – es ist das Thema Tuning, Umbau und Individualisierung. Bei allen Allrad-Marken ist die Familie Pauli der kompetente Partner, wenn es um die Veredelung von Fahrzeugen geht. Heute sind die Profis stolz darauf, sich als einer der größten Jeep-Tuner in ganz Europa nennen zu dürfen. Vom Sonderradsatz bis hin zum Komplettumbau inklusive Motorumbau gibt es beim Autohaus Pauli fast nichts, was es nicht gibt, nichts bleibt unangetastet. Allrad-Pauli steht für Jeep® und Jeep®-Tuning auf höchstem Niveau.

SAVE THE DATE 3. Jeep Dodge Hemi SRT Meeting Am 6. Oktober 2018 von 10 bis 20 Uhr in Buchloe. Offroad-Fahrten in der Jeep Oase | Show-Werkstatt | baggern und Traktor-Parcour für Kinder | Tombola mit tollen Preisen | Kaffe- und Kuchenverkauf | kulinarische Spezialitäten mit Burger's Feuerwurst und Lumi Smoker Livemusik mit Joe Späth und six rocketz.


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BERGSTEIGEN Was der Grünten für das Allgäu ist, das ist der Säuling für die Ammergauer Alpen. Ein markanter Felsturm, alleinstehend und von weither sichtbar. Ein Wächter. Mahnend, drohend aufgetürmt. So wie der Säuling einen Wächter längst vergangener Zeiten ist, so ist sein Westgrat unweigerlich ein Schwert. Eine mächtige Klinge, tief in die Erde gerammt. So tief, dass es das Flachland von den Bergen trennt. Eine gigantische Schneide, zwischen Himmel und Erde. Geschmiedet aus 200 Millionen Jahre altem Kalk und mit zwölf schroffen Zähnen: Den zwölf Aposteln.

Pilgerfahrt Ich muss mich schon strecken um den einzigen Griff in meiner Nähe zu erreichen. Noch ein weiter Spreizschritt und die erste kurze Schlüsselstelle ist geschafft. Wenig später werde ich mit meinem Freund

auf dem Pilgerschrofen stehen.
Schon einige Meter unter dem Gipfel ließ sich die Aussicht erahnen. Ganz kurz hatten wir einen wundervollen Blick hinab auf den Schwan- und Alpsee. Und trotzdem trifft einen die volle Wucht erst ganz oben. Wir stehen zwischen zwei Welten. Im Norden reihen sich die vielen Seen der Allgäuer Voralpen aneinander. Im Süden türmen sich die Tannheimer Gipfel hinauf in den hellblauen Morgenhimmel. Gehrenspitze, Kellenspitze, Gimpel. Klingende Namen. Fels, den ich schon oft in den Händen halten durfte. 
Der Säuling aber ist anders. Eine gute halbe Stunde vorher verließen wir den Wanderweg vom Säulinghaus kommend, an der Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich. Weglos ging es bergauf. Durch das Unterholz und über glitschige Graspolster. Genuss sieht anders aus, aber hier heiligt der Zweck die

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Mittel und wir strebten wie Spürhunde dem höchsten Punkt entgegen. Erst kurz vor dem Gipfel hielten wir zum ersten Mal festen Fels in den Händen und setzten zum berühmten Spreizschritt an.

Ein Aussichtsberg par excellence Natürlich, man kann sich nicht wirklich sattsehen, wenn man auf dem Pilgerschrofen steht. Aber das muss man auch nicht, denn die Aussicht dürfen wir von nun an ununterbrochen genießen. Wir legen die Gurte an und setzen die Helme auf. Vorbei am Österreichischen Kreuz, rüber zum Deutschen und schon stehen wir vor ihnen. Zwölf Türme. Ein Chaos aus Fels, Latschen und sonstiger Vertikalflora. Ein Grat hinüber zur Säulingwiese ist auf die Schnelle überhaupt nicht zu erkennen


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und trotzdem ist die Wegfindung von nun an immer einfach. 
Ganz hinten thront der Gipfel, die Siulinc, was so viel bedeutet wie Säule und dem Berg einst seinen Namen gab. Unverkennbar von allen Seiten, ist er längst erstürmt und erscheint uns hoffnungslos überfüllt. Ein leichtes Grinsen huscht mir über die Wange, als ich den ersten Schritt antrete. Denn wir sind fast alleine und ich weiß nur zu gut was vor mir liegt. Doch schon nach wenigen Metern bleibe ich wie versteinert stehen. Direkt vor mir, keine drei Meter entfernt, liegt ein junger Steinbock in der Sonne. Ich winke meinen Partner zu mir. Ganz still schaut der Bock uns an und denkt nicht einmal daran, den Weg freizumachen. Ich schieße einige Fotos, genieße noch etwas diesen Moment und versuche mich langsam an ihm vorbei zu schlängeln. Das ist ihm aber dann doch zu viel und er springt geschickt davon. Ein einzigartiger Augenblick, auch wenn man hier Steinböcke öfters sehen kann.

Auf Messers Schneide Von nun an geht es auf und ab. Mal steiler, mal flacher, mal ausgesetzt, mal ganz zahm. Der Fels, überraschend fest und warm. Kiefernduft und der Geruch trockener Erde steigt in meine Nase. Fast fühle ich mich wie im Sommerurlaub in

Südfrankreich.
Schnell finden wir unseren Takt. Kurze Gehpassagen wechseln mit steilen An- und Abstiegen und so wirkt der schönste Weg auf den Säuling äußerst kurzweilig und schont dabei die Psyche. Noch unterhaltsamer wird die Kraxelei durch zwölf kleine Metallschilder. Angebracht auf den höchsten Punkten, frischen sie unser Wissen auf und wir erfahren die Namen der Apostel. Leicht zu finden sind sie aber nicht. Wer alle Zwölf finden will, muss schon achtsam sein und auch mal den Weg für einige Meter verlassen. All das zusammen lässt mein Bergsteigerherz ungewöhnlich hoch schlagen. Wir tanzen fast über den Grat, sind den Schwierigkeiten gewachsen, fühlen uns gut. Immer wieder bleiben wir stehen, quatschen und staunen. Es ist ein Traum. Das ist der Säuling! Nach der zweiten Abseilstelle erreichen wir das Gratbuch. Verstaut in einer Metallbox, an den senkrechten Fels gedübelt. Wir blättern ein wenig darin herum. Ich finde meinen Eintrag vom 30. Dezember vor einigen Jahren. Damals waren die Tage kurz und unsere Finger kalt. Und trotzdem kamen wir problemlos über den schneefreien Grat. Im frühen Winter durchaus keine Seltenheit. Eine schöne Erinnerung, die wir nun auffrischen dürfen. 
Das Gratbuch markiert in etwa die Mitte der Route. Wie damals wünsche ich mir heute, dass die

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zweite Hälfte sich doch noch etwas in die Länge ziehen möge.

Alpine Schwierigkeiten Bisher haben wir uns an Bäumen abgeseilt, an Bohrhaken und Schlingen. Senkrechte Kletterstellen im zweiten Grat, teils recht ausgesetzt, mussten gemeistert werden. Seilfrei versteht sich. Der Apostel-Grat ist kein Spaziergang, zeigt kurz sogar seine Zähne im dritten Grad. Und so schieben wir uns vorsichtig voran, saugen alles um uns auf. Zum dritten Mal gehe ich nun diesen Weg und es wird weiß Gott nicht das letzte Mal sein. Viel zu perfekt füllt mich dieser Tag schon wieder aus. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Apostel wir schon überschritten haben. Aber der Pilgerschrofen ist schon in weiter Ferne und nicht mehr lange, dann ist die Säulingwiese erreicht. Noch einmal geht es nach oben. Feste Felsschuppen bieten Halt und wenig später stehen wir auf dem letzten und höchsten Apostel. Weit unter uns glänzt das Säulinghaus in der Sonne. Von dort unten wirken die letzten Apostel besonders schroff. Fast immer stehen Besucher des Hauses auf der Terrasse und bestaunen die Bergsteiger auf dem Grat. Kaum zu glauben, dass wir so leichtfüßig darüber spazieren können. 
Mit der Leichtfüßigkeit hat es sich aber schnell,


BERGSTEIGEN

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Aktiv in den Alpen


BERGSTEIGEN als wir vom letzten Apostel absteigen. In eine abschüssige, erdige Rinne voller Latschen müssen wir uns hinunterhangeln. Hier ist noch einmal gute Trittsicherheit und viel Vertrauen in Griffe aller Art gefragt. 

D er Zwölf-Apostel-Grat legt uns aber sprichwörtlich noch mehr Steine in den Weg. Durch einen engen Felsspalt müssen wir uns quetschen. Mit den Rucksäcken keine leichte Aufgabe, die uns den ein oder anderen blauen Fleck bescheren wird. Und als wir die Wiese schon fast erreicht haben, bricht plötzlich der Fels unter uns steil ab. Der letzte Abseiler. 
Als ich das Seil einfädle, merke ich, wie lose die Muttern auf den Bohrhaken sitzen. Mehr als handfest anziehen kann ich sie jetzt aber auch nicht und schon geht es abwärts. Wir seilen uns tief in die letzte große Scharte. Die Wände um uns rahmen die Aussicht mehr und mehr ein. Was für ein Platz. Wir atmen durch, klopfen uns auf die Schultern. Und staunen.

Back to life Auf der Säulingwiese angekommen machen wir es uns gemütlich. Wir haben einen

grandiosen Blick auf den Grat, die Königschlösser und den Lech. Wir legen unsere Gurte ab, faulenzen im warmen Gras. 
Der Gipfel ist vollgepackt, so wie der Wanderweg unter ihm. Lange beobachten wir die Gleitschirmpiloten hier oben beim starten und landen. Auf der Wiese, die laut der Sage Hexen als Tanzboden diente, ist meine Uhr endgültig stehen geblieben. Vollkommen im Hier und Jetzt lasse ich alles fallen und auf mich wirken.
Erst viel später, als wir

die letzten Meter auf den Gipfel antreten, treffen wir auf die Massen und ich erwache aus meinem Traum. Die letzten Stunden fühlen sich plötzlich an wie Sekunden. Die Anstrengungen, der Spaß und die Freude. Alles vermengt sich. Und ganz plötzlich stellt sich mir eine Frage: Wann werde ich mich wohl das nächste Mal in das Buch auf dem Zwölf-Apostel-Grat eintragen dürfen?  

Text und Bilder: Benni Sauer

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ALPENREGIONEN

WANDER- UND AUSFLUGSTIPP ZILLERTAL:

Die Granatalm am Penken

Der Penken - Ski-, Wander- und Hausberg von Mayrhofen und Finkenberg im Zillertal - ist seit Ende 2016 um eine Attraktion reicher: die Granatalm und die Granatkapelle. Grund genug von uns von Aktiv in den Alpen, den Vorschusslorbeeren mal nachzugehen und auf den Weg auf 2095 Metern Seehöhe zu machen. Granatalm: eine Namensgebung, welche Spötter schon mal auf die Vorstellung von Granaten, angesichts der nahen Staatsgrenze, zurückführen. Aber weit gefehlt. Der Name steht in Anlehnung an eine Zillertaler Tradition. Der jahrhundertelange, bis ins 19.Jahrhundert existierende, Abbau von Granatkristallen steht Namenspate für die Alm. Die Namensgebung soll an die Bergbaugeschichte erinnern. Eine Tradition, an welche auch die Zillertaler Tracht anknüpft, sind Granatkristalle doch integraler Bestandteil der Tracht. Nur mit Geschichte allein lassen sich aber natürlich noch keine Touristen locken. Und so haben die Eigner der einstigen »Christas Skialm« - die Familie Kröll-Brindlinger - oben am Penken ein architektonisches Juwel geschaffen. Die Granatalm bietet einen stilsicheren Contrapunkt aus

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ALPENREGIONEN

heimischem Holz, Glas und Tiroler Gneis, zum im Tal vorherrschenden Tiroler »Lederhosen-Barock«. Leichtigkeit statt Puten- und Jägerromantik sozusagen. Zwei Gebäude im 90-Grad-Winkel. Schlicht und geradlinig mit Naturmate-

rialien. Außen Lärchenholz, innen Fichtenaltholz. Es entstand eine Terrasse mit viel Windschutz und Sonneneinstrahlung. Innen bietet die Alm einen Selbstbedienungsbereich und 110 bediente Plätze in lichtdurchfluteten Räumen, in welchen

auch Feste und Feiern abgehalten werden können. Die Granatalm ist dabei mehr als ein Wirtschaftsbetrieb. Die Personalzimmer sind in gleichem Stil ausgestattet und strahlen

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Vier-Sterne-Niveau aus. Kein Wunder, dass die Wirtsleute nicht einstimmen in den Klagechor der Personalbeschaffung. Einzigartig ist der Kinderbereich. Der Bär „Pepi“ steht als kuschelige Teddy- Symbolfigur vor der Alm und lädt in »Pepis Kinderland«. Hier können die Kids Spielen und Spaß haben und werden rundum professionell betreut. Im September 2013 wurde die Granatkapelle eingeweiht. Eine vom Tessiner Stararchitekten Mario Botta entworfene Kapelle, die sich im kleinen See wider-

spiegelt. Katholisch christliche Tradition der Zillertaler verpackt in kubische Strenge. Schlichte Formensprache, lichtdurchsetzt der Innenraum und gestaltet mit heimischen Hölzern. Und hier schließt sich der Kreis. Vorfahren der Almbesitzer waren Granatschürfer und so lag es nahe, dass der Stifter der »Capella Granata« Josef Brindlinger, der Vater von Christa Kröll-Brindlinger, die neue Architektur oben am Berg mit einem Namen in der Traditionslinie der Familie versah. Ein Sakralbau gestiftet zu Ehren des 1926 selig gesprochenen Zillertälers Engelbert Kolland.

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ALPENREGIONEN

Granatkapelle - und Granatalm. Die Namensgebung steht bewusst für eine Abkehr vom aufgesetzten, massentauglichen Event-Tourismus. Stilsicher wurde hier in bester Familientradition ein Juwel geschaffen, das in Tirol seinesgleichen sucht.

Wie kommt man nun auf die Granatalm? Von der Mittel- oder Bergstation der Penkenbahn ist der Weg zur Granatalm erstens nicht schwer und zweitens für jeden begehbar. Ab Bergstation findet sich ein 5-7 m breiter Schotterweg, nahezu höhengleich. Ab der Mittelstation müssen Sie ca. 200-300 Höhenmeter in Kauf

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nehmen. Die Aussicht ins Zillertal ist dabei traumhaft, wenn natürlich auch Schotter und Skistationen für die Wintersaison nicht wegzuretouchieren sind. Für konditionsstarke Wanderer bieten sich auf mehrere Fußwanderwege aus dem Tal von Mayrhofen, Finkenberg oder Landersbach aus an. Dabei muss man eine Gehzeit von 2,5 bis 4 Stunden einplanen. Mehr Infos dazu gibt es auch bei den jeweiligen Tourismusinformationen. Weitere Infos zur Granatalm unter: www.granatalm.at  Text: Hans-Martin Haller

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TRAILRUNNING

Großartiger Berglaufsport bei den Engadin St. Moritz Ultraks TEILNEHMER AUS 19 LÄNDERN GENIESSEN DIE TOPTRAILBEDINGUNGEN IM ENGADIN Viele abgekämpfte, aber strahlende Gesichter am Nachmittag bei der Preisverleihung vor dem Rondo in Pontresina. In ihren blau-gelben Finishershirts genossen die Trailläufer die aufkommende Sonne. Bereits am frühen Morgen waren die Läufer auf die Strecken Grande und Media bei kühlen 8 Grad Temperatur aufgebrochen. Am Ende siegte auf der Königsdisziplin über 46,3 km mit 3.000 Höhenmetern der Deutsche Andre Purschke aus Wald (ZH) in sehr guten 5:33:36 h. Bei den Damen siegte Laura Ziswiler aus Luzern in 5:50:08 h. Auf der Media-Strecke bei den Damen ließ Lokalass Julia Bleasdale aus Pontresina nichts anbrennen und holte sich in 03:07:15 h den ersten Platz. Bei den Herren war auf dieser Strecke der Italiener Mi-

chele Azzoni (Lecco) in 03:06:21 h erfolgreich. Furios war es bereits am Freitag in Pontresina losgegangen. Knapp 50 Läuferinnen und Läufer machten sich im Vertical auf den Weg zur Segantini-Hütte. Schnellster Mann war der Schweizer Berglaufmeister Christian Mathys (Biel), der in 37:53 min die 4,6 km lange Strecke mit 900 Höhenmetern Steigung absolvierte und die Konkurrenz um Lokalmatador Micha Steiner (Samedan) in die Grenzen wies. Bei den Damen gewann Susanna Saapunki (44:30 min) aus der finnischen Ski-Langlauf Nationalmannschaft. Der Vertikal-Trailrun stand zum ersten Mal auf dem Programm der Engadin St. Moritz Ultraks. Am Samstag konnte Christian Mathys dann auch die Pitschen-Strecke für sich entscheiden und siegte in Streckenre-

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TRAILRUNNING

kordzeit von 1:29:44 h. Die Pitschen führt vom Rondo aus über die Alp Languard hinauf zur Segantini-Hütte. Mathys dominierte somit das Terrain an diesem Wochenende. Bei den Damen holte sich die Finnin Maija Oravamaki Gold auf der Pitschen (1:54:13 h).

(Niederlande) nach Pontresina gekommen war und erst seit Januar diesen Jahres Traillauf trainiert, verspricht: „Ich bin mit meiner Leistung und dem 57. Platz über die Pitschen sehr zufrieden. Im nächsten Jahr komme ich wieder und gehe mit Sicherheit die Media-Strecke an.“

Die Ultraks sind aber nicht nur ein Wettbewerb für die Topathleten, sondern auch für viele Freizeitläufer, die eigens dafür ins Engadin gereist sind. Robin Gollbach aus München, der über die Media-Distanz 40. wurde, berichtete: „Ich war überwältigt vom Blick auf die Seen inmitten der Berglandschaft. Das sieht man ja nicht alle Tage. Ich war begeistert und musste erst einmal ein paar Photos machen“. Und Mark van Boxtel, der aus Nijmwegen

Zielschluss war übrigens weit nach 19 Uhr, als Mitar Cvorovic aus Pontresina im Ziel unter großem Jubel der verbliebenen Zuschauer und Helfer eintraf mit Laufzeit 10:58 h. Großartiger Sport - ein jeder, der es schafft, ist halt ein Gewinner.

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Der Termin für die Engadin St. Moritz Ultraks 2019 ist der 06. Juli 2019. Die Veranstalter freuen sich schon auf die Neuauflage.

Aktiv in den Alpen


TRAILRUNNING

Spektakel bei Blasmusik DER DYNAFIT U.TRAIL LAMER WINKEL

Es ist das atemberaubende Trailrunning-Event im Bayerischen Wald. Der Dynafit U.Trail Lamer Winkel führt die Läufer auf den spektakulärsten Pfaden über elf

Tausender zu den schönsten Orten im Lamer Winkel. Bei der 2018er-Austragung standen zwei Strecken zur Auswahl, die von erfahrenen Trailrunnern ausgewählt und zusammengestellt wurden. Stefan Böck absolvierte für AKTIV in den ALPEN den »König vom Bayerwald«. Die Königsstrecke mit 54,5 Kilometern und 2600 Höhenmetern ist ein echter Ultratrail, der an Schönheit kaum zu überbieten ist. Es werden über 70% des Weges auf schmalen, flowigen Singletrails gelaufen, die größtenteils auf Höhenzügen mit überwältigendem Panorama verlaufen.

anspruchsvollen Holy Trail zum Ziel am Marktplatz in Lam (580 m).

Hier die Eindrücke von Stefan Böck: Die Strecke des »Königs vom Bayerwald« verläuft vom Seepark in Arrach hinauf zum Eck. Von dort aus über den Arberkamm zum König: dem Großen Arber (1456 m). Hinab gelangt man zum Kleinen Arbersee (918 m), von dort zum Künischen Gebirge, auf den Zwercheck (1333 m) und dann weiter zum Matterhorn des Bayerwaldes dem Großen Osser (1293 m) und über den

Die Gänsehaut-Stimmung zog sich durch den gesamten Lauf. Bei der Verpflegungsstation am Eck angekommen, stehen 500 frenetische Zuschauer und feuern die Teilnehmer an. Mit Kuhglocken und Instrumenten machen hunderte Zuschauer die Bergwertung am Eck, die Stationen am Großen Arber und auf der Scheiben, aber vor allem den Zieleinlauf in Lam zum Hexenkessel. Diese Stimmung lässt

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Für mich war der U.Trail ein bislang absoluter Höhepunkt meiner Läuferkarriere, obwohl ich doch schon bei vielen Wettkämpfen am Start war. Angefangen hat es schon bei der Ankunft. Die nahezu perfekte Organisation sucht ihresgleichen, hier stehen die Läufer im Mittelpunkt. Am Start dann marschierte das gesamte Feld bei Blasmusik um den See im Startbereich am Seepark Arrach – eine unglaublich tolle Atmosphäre.


TRAILRUNNING

sich europaweit nur mit den ganz großen Rennen vergleichen. 700 Teilnehmer aus zehn Nationen sprechen eine deutliche Sprache: hier lebt Trailrunning! Zusammengefasst: super Organisation, freundliche Helfer, eine anspruchsvolle

und geniale Strecke und eine herausragende Zielverpflegung. Blaskapellen am Streckenrand, Bergwachtleute mit Akkordeon-Musik am Gipfel und Zuschauerspaliere wie bei der Tour de France auf dem Weg. Der U.Trail Lamer Winkel hat sich vom Geheimtipp zum absolu-

ten Highlight gemausert. Nicht nur der anspruchsvollen und abwechslungsreichen Trails wegen, sondern vor allem aufgrund der außergewöhnlichen Atmosphäre. Mehr unter: www.utlw.de

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ALPENREGIONEN

Kleinod unterm Hochgrat Der Hochgrat als höchste Erhebung der Nagelfluhkette in den Allgäuer Alpen wacht als Hausberg von Oberstaufen über das Alpendorf. Die Alpe Hohenschwand umgibt dabei eine besondere Tradition. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1638, bezeichnenderweise in einer Steuerakte! Die Besitzer sind seit diesem Zeitpunkt lückenlos bekannt. Mitte des 20. Jahrhunderts endete die Nutzung als Sennalpe, sie wurde seither zu Freizeitzwecken als einfache Waldarbeiterhütte genutzt. Die Weiden rund um die Alpe wurden aufgeforstet. Auf den einstigen Weidegründen wächst heute ein gesunder Mischwald. Der bauliche Zustand der Alpe verschlechterte sich, das Eigentum an der Alpe war in der Zwischenzeit an den bayrischen Staat übergegangen. Die Forstverwaltung hatte bereits beste Erfahrungen gemacht mit dem DAV SSV

Ulm 1846 als Mieter der einstigen Alpe Birkach über Sonthofen. Warum also nicht auch am Hochgrat mit den Schwaben aus Ulm zusammenarbeiten. Martin Rivoir, Ulmer Urgestein, Landtagsabgeordneter und umtriebiger Vorsitzender der Sektion, konnte seine Mitglieder von dem durchaus ambitionierten Sanierungsprojekt, Alpe Hohenschwand, überzeugen, so dass man alsbald mit der Forstverwaltung einen Mietvertrag schloss, welcher den Ulmern die Chance bot, die Alpe zu einem weiteren Domizil auszubauen. Insgesamt betreibt die Sektion heute nun drei Unterkünfte im bayrischen Allgäu. Näheres dazu übrigens unter www. dav-ssvulm1846.de. Rivoir, in Personalunion Hüttenwart und Vorsitzender, krempelte die Ärmen hoch, motivierte Mitglieder und Freunde und schaffte es in kurzer Zeit - auch mit Unterstützung zahlreicher Spender - aus der

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darniederliegenden Almhütte ein Kleinod zu schaffen. Ein Kleinod der Einsamkeit und Ruhe, insbesondere für Familien mit Kindern. Das AiA-Team war bei einem der Arbeitseinsätze dabei und war begeistert vom Enthusiasmus, dem Zusammengehörigkeitsgefühl und der Hingabe, mit welcher die DAV´ler am Werk sind. Das Motto »aus der Region, für die Region« spiegelt sich hier in ganz besonderer, authentischer Weise wider. Die renovierte Hütte, welche nichts von ihrem jahrhundertealten Charme verloren hat, kann ganzjährig zur Selbstversorgung angemietet werden. Küche, Dusche und Toiletten sind eingebaut, vier Schlafräume mit neun Plätzen stehen zur Verfügung. Mittelpunkt für Gäste ist die alte Wohnstube mit Grundofen. Eine Atmosphäre, welche in keinem alpinen Wohlfühlhotel mehr fehlen darf, ist im Original erlebbar. Einmal angeheizt hält er die Wärme und


ALPENREGIONEN wer will kann sich sein Brot darin selbst backen. Wer sein Brot wie zu Großmutters Zeiten noch »aufgepeppt« haben möchte, der kommt am eigenen Kräutergarten nicht vorbei. Naturnaher und ökologischer geht´s nicht! Das Wasser ist gefasst aus einer nahen Quelle, geheizt wird mit Holz, Strom erzeugt die Fotovoltaikanlage, Kühlung bringen Brunnen und Naturkeller. Hohenschwand ist Ausgangspunkt für Wanderungen rund um Hochgrat, Imberg und die Buchenegger Wasserfälle. Auch für alle, welche im Kreise von Familie und/oder Freunden Ruhe und Einsamkeit suchen, ist die Alpe geeignet. Für Naturliebhaber, welche lieber Rehen oder einem Hirsch beim Äsen zuschauen als wandernden Marschkolonnen, ist der Ort ideal. Hohenschwand ist ein Kleinod - mit gewissen Mühen mit dem Auto erreichbar - aber entfernt von den gängigen Tourismusrouten. Hohenschwand ist bereit für unvergleichliche Tage in Waldeinsamkeit. Näheres unter: www.hohenschwand.de Text und Bilder: Hans-Martin Haller

HOCHGRAT – Der Wander- und Aussichtsberg im Naturpark Nagelfluhkette Ein Ausflug auf den Hochgrat ist immer ein beeindruckendes Erlebnis. Mit seinen 1834 m ist der Hochgrat der höchste Gipfel der Nagelfluhkette. Die Bergstation ist ein idealer Ausgangspunkt für viele Wanderungen jeden Anspruchs. Anschließend freuen Sie sich auf unserer Sonnenterrasse über regionale Speisen und erfrischende Getränke bei einem grandiosen Ausblick.

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Vollmond, zwei unvergessliche Erlebnisse an einem Abend.

Mit dem Berg-Gottesdienst bei Sonnen aufgang am Gipfelkreuz und einem reichhaltigen Frühstück im Restaurant sind Sie seelisch und körperlich gerüstet für einen entspannten Wandertag.

Beim atemberaubenden Sonnen untergang mit Blick auf den Bodensee gelingt Ihnen der Ausstieg vom täglichen Allerlei.

Nach einem faszinierenden Sonnenuntergang wird der Hauptalpenkamm vom Vollmond erhellt. Erleben Sie eine mystische Stimmung fernab vom Alltagsstress.


ALPENREGIONEN

Goldener Herbst im Fürstentum Liechtenstein WO DER WANDER-HERBST AM SCHÖNSTEN IST Das Wandern im Herbst hat auch im Fürstentum Liechtenstein seinen ganz besonderen Reiz: Leuchtend bunte Wälder, Nebelschwaden, die frühmorgens emporsteigen, wärmendes Sonnenlicht und Fernsicht vom Feinsten machen die

dritte Jahreszeit zu einem Höhepunkt im Wanderjahr. Rekordverdächtige 400 km Wanderwege warten im Fürstentum Liechtenstein darauf entdeckt zu werden. Dank der

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geografischen Lage zwischen der Talebene des Rheins und den Hochgebirgsregionen des Rätikons, bietet das Land viel landschaftliche Abwechslung auf kleinstem Raum. 2.169 Höhenmeter sind vom tiefsten bis zum höchsten Punkt


ALPENREGIONEN

Liechtensteins zu überwinden, vom Ruggeller Riet in 430 m Höhe bis zum Gipfel der 2.599 Meter hohen Grauspitze. Für Wanderer und Biker resultiert daraus eine Fülle an Wahlmöglichkeiten von der hochalpinen Bergtour bis zum beschaulichen Spazierweg, von der familientauglichen Radwanderung bis zur anspruchsvollen Mountainbike-Route.

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Das Kanada Liechtensteins Ein Herbst-Klassiker in Liechtenstein ist die Wanderung durch das wildromantische Saminatal von Steg nach Amerlügen, Österreich. Der Weg durch das

längste Rätikon-Tal, zu Füßen der Drei Schwestern, ist eine Traumtour. Vor allem im Herbst, wenn der erste Schnee auf den Bergen liegt und Wälder in goldenem Herbstlaub erstrahlen, ist das Tal, das auch als das kleine Kanada Liechtensteins gilt, einen Besuch wert.

Gipfelglück und Hirschröhren Wer lieber hoch hinaus will, der sollte sich die Wanderung auf den 2198 Meter hohen Galinakopf nicht entgehen lassen. Er gilt als einer der schönsten Aussichtsberge der Liechtensteiner Alpen. Die klare Luft und große Weitsicht

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Aktiv in den Alpen

im Herbst eröffnet da Gipfelpanoramen der Sonderklasse. Der zwar weitläufige, aber abwechslungsreiche Aufstieg führt in leichtem Auf und Ab über angenehme Berg- und Fahrwege. Der Abstieg nach Steg führt durch das wildromantische Valorschtal, wo man im Herbst mit etwas Glück das Röhren der Hirsche während der Brunftzeit hören kann.


BIKEN

Rennsport in atemberaubender Kulisse VAUDE ENGADIN BIKE GIRO: MOUNTAINBIKEN PUR 96


BIKEN

Bann zieht. 2018 für das AiA-Magazin mit von der Partie waren auch Michael Gross und Benjamin Merkel von BM Cycling. Begeistert zeigten sich beide vom Konzept der Veranstaltung und der professionellen Durchführung. „Wenn man morgens aufwacht und diese atemberaubende Kulisse auf über 1200 Metern Höhe erleben darf, macht das Rennenfahren gleich noch viel mehr Spaß“, so Michael Groß. Der Veranstalter kooperiert beim Event mit verschiedenen Hotels im Engadin, die den Bikern so eine komfortable Unterkunft mit Nähe zu den Stadt- und Zielorten bieten und gleichzeitig die „Bike-Familie“ enger zusammenführen. Mit dem Prolog und zwei echten Etappen spricht die Sauser Event GmBh neben Profis auch den normalen Hobbybiker an. Die Strecke bietet neben sensationellen Ausblicken alles, was ein gutes Mountainbikerennen braucht: schöne, knackige Anstiege, Trails vom Feinsten und einige flachere Passagen zum Erholen.

Bilder: Madlaina Walther & Sportograf

Das Engadin gilt seit jeher als eine der landschaftlich reizvollsten Regionen der Welt. Unberührte Natur, eine faszinierende Bergwelt und eine fast unvergleichbare Vielfalt an Seen und Bächen durchzieht den Schweizer Nationalpark. Mountainbiken im Engadin bedeutet: auf über 400 Kilometer Singletrails und markierte Routen vor der Traumkulisse der

Engadiner Bergwelt ein pures Bike-Erlebnis zu genießen. Wer dies alles nun damit verbinden möchte, sich unter Gleichgesinnten zu Messen, ist beim Vaude Engadin Bike Giro genau richtig. Rik und Kai Sauser von der Sauser Event GmbH haben ein ganz besonderes 3-Etappenrennen geschaffen, das Hobbybiker wie Profis gleichermaßen in den

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Aktiv in den Alpen

„Die zweite Etappe wird mit immer in Erinnerung bleiben“, erzählt Gross, immer noch total aufgelöst von seinen Eindrücken. „Morgens beim Frühstück wurde man bereits von Sonnenstrahlen fast ‚erschlagen‘. Der Start wurde auf eine humane Uhrzeit gelegt, sodass man den Tag wirklich in Ruhe beginnen und auch genießen konnte. Die Strecke hatte es in sich, aber Sie belohnte mit sensationellen Ausblicken. Als ich im langen Anstieg nach Corviglia wirklich mit schmerzenden Beinen und brennender Lunge gerade so die letzten Meter geschafft habe, werde ich den ersten Blick über die Kuppe in die Bergwelt weit über 2000 Meter Höhe nie mehr vergessen. Dann das Privileg zu haben, auf bestens ausgeschilderter Strecke die tollen Trails hinunter surfen zu können, war wirklich einzigartig“, so der Biker. Bei den Profis wurde um den Gesamtsieg derweil ebenfalls sehr hart gekämpft. Sa-


BIKEN

bine Spitz (WIAWIS Bikes Pro Team) und Kristian Hynek (Canyon Topeak) sind die strahlenden Gesamtsieger beim VAUDE Engadin Bike Giro 2018. Am dritten und letzten Tag des 3-Etappenrennens konnte Spitz das Blatt noch wenden und überholte mit einem souveränen Tagessieg auf dieser Etappe die bisherige Gesamtführende Adelheid Morath (jb BRUNEX Felt Factory Team) bei den Elite Damen.

Kristian Hynek musste sich zwar mit dem vierten Tagesrang begnügen, sicherte sich durch seinen komfortablen Vorsprung aber trotzdem souverän die Gesamtwertung bei den Elite Herren. Unser AiA-Team schlug sich wacker innerhalb der Profiszene. Benjamin Merkel mit Platz 26 und Michael Gross mit Platz 38 konnten zufrieden die Heimreise antreten.

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Damit liegen drei begeisternde Mountainbiketage mit Traumwetter hinter den verantwortlichen Organisatoren und den knapp 400 gestarteten Bikerinnen und Bikern, die fantastische Eindrücke und Ausblicke mit nach Hause nehmen können. Mehr auch unter: www.engadin-bike-giro.ch


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BIKEN

Zurück in die Steinzeit 120 Kilometer und 4000 Höhenmeter durch die fantastischen Hochpustertaler Dolomiten. Immer der Markierung nach, ohne GPS oder Navi-Chip. Ex-Bikeprofi Roland Stauder schenkt uns etwas genial Einfaches. Sein »Stoneman-Trail« führt uns back to the Roots und zeitgleich zurück in die Zukunft.

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Aktiv in den Alpen


BIKEN lackierten Holzsockel wird ein Kalk-Stein aufgesetzt. Je nach Leistungs- und Leidensbereitschaft der Biker ist die Hälfte des Steins in gold, silber oder bronze lackiert. Die Spitze der Trophäe ziert das Stoneman-Logo in Cortenstahl. Die Trophäe ist erweiterbar. Ein Steinzeit-Pokal, der ins Auge sticht. Selbst in Rolands, aus allen Nähten platzendem, Trophäenzimmer zu Hause in Niederdorf. Und das will was heißen, denn Roland hat in seiner Laufzeit als Bikeprofi so gut wie alles gewonnen: Gesamtweltcup, die knüppelharte Crocodile Trophy in Australien, Trans Alp Challenge und die Red Bull Giants of Rio – Roland war einer der erfolgreichsten Mountainbiker der Welt. Schon im Jahre 2000 erhielt er den Ritterschlag und wurde fortan von Red Bull gesponsert und im Leistungszentrum Thalgau professionell betreut und gecoacht. Im Herbst 2009 hat er seine Profikarriere an den Nagel gehängt und lange überlegt, wie er die Essenz des Bikesports – Herausforderung, Spaß und Flow in der Natur »erfahrbar« machen kann. Er wollte auch seiner Region, dem Hochpustertal, für die langjährige Unterstützung vom Amateur zum Profi, danken. Das Ergebnis heißt »Stoneman-Trail« - eine Traumrunde von 120 Kilometern Länge mit 4000 Höhenmetern, durch einen der zweifellos schönsten Flecken der Dolomiten, das Weltnaturerbe der Unesco. Die Strecke bietet ständig bestes Bergekino, schrammt sie doch an den Gipfeln der Sextener Sonnenuhr, der Rotwand, dem Zwölferkofel, dem Einser entlang und führt über die Sillianer Hütte auf den Karnischen Höhenweg des Alpenhauptkamms. Im Zeitalter von Navi-Chips, GPS und Routenfinder-Apps auf dem Smartphone zelebriert Roland einen ebenso archaischen wie anarchischen Denkansatz. Roland reiht die schönsten Trails seiner Heimat wie an einer Perlenkette auf und markiert die gesamte Route mit grünen Markierungen. Das Konzept ist einfach genial. Und für alle die sich daran versuchen wollen, ebenso genial einfach. Denn Roland hat den Ablauf kongenial organisiert. Die Aspiranten erhalten eine Starterkarte. Damit können fitte Biker von Sexten, Toblach, Sillian oder Padola aus durchstarten. Auf den höchsten Punkten, dem Markinkele (2545 m), der Sillianer Hütte (2447 m), dem Passo Silvella (2329 m), dem Valgrande (1362 m) und der Rotwandwiesenhütte

(1900 m) hat er Checkpoints zur Kontrolle installiert. Dort stanzen die Biker mit einer Zange selbst Kontrollmarken in ihre Armbänder. Wer die Runde an einem Tag packt, bekommt einen Stoneman in Gold, wer zwei Tage dafür benötigt erhält Silber. Wer mit gut 1500 Höhenmetern täglich bedient ist – und dieses Pensum sorgt bei Otto-Normal-Bikern durchaus schon für angesäuerte Waden – bekommt Bronze. So individuell wie das Projekt sind auch die Trophäen. Vom ideellen Wert mal abgesehen, eine simple Messingmedaille würde auch nicht zum Stoneman und schon gar nicht zu Rolands ganzheitlicher und naturphilosophischer Weltanschauung passen. Die Steinmänner werden von Roland handgefertigt. Auf einem schwarz

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Roland nimmt uns mit auf die Strecke Wir starten in aller Herrgottsfrühe in Sexten. Strampeln anfangs noch mit leichter Gänsehaut über Innichen und weiter auf dem Drau-Radweg nach Toblach. Satte 1425 Höhenmeter schrauben sich die Serpentinen hoch zum ersten Checkpoint. Wow, oben am Marchkinkele spiegelt sich die gesamte Garde der Hochpustertaler Dolomiten in winzigen Bergseen. Am Checkpoint stanzen wir unsere Karte und legen einen ersten Energieriegel nach. „Was hat dich dazu bewogen, den Stoneman zum Leben zu erwecken. Ging es dir in erster Linie um »Back to the roots«“, frage ich mit vollem Mund.


BIKEN

„Nein, nicht nur“, entgegnet Roland sofort. „Ich glaube, dass es generell wichtig ist im Leben Ziele zu haben und diese motiviert zu verfolgen. Der Stoneman kann so ein Ziel sein. Viele Biker suchen eine spannende, große Herausforderung. Aber ein allzu fixer Termin, der ständige Blick auf die Uhr und dazu noch der Rennstress können den Tiefgang oder die Essenz einer solchen Tour vernebeln. Für den Stoneman bedarf es keinerlei technischer Geräte. Biker können sich voll und ganz auf den Trail und die großartige Landschaft konzentrieren. Ohne ständig eine Karte zu wälzen, ein GPS-Gerät oder gar andere Rennfahrer im Auge zu behalten. Es bleibt der Mensch und die Natur. Der Stoneman bietet das Medium – den Trail.

es auch Skeptiker oder Leute, die einen gleich für verrückt erklären. Die Route führt ja durch viele Gemeinden und verläuft hier am Karnischen Höhenweg auch auf der Österreichischen Seite. Wegerechte und Versicherung sind da immer ein heikles Thema. Wir klettern mit vollen Mägen zum 2550 Meter hohen Hornischegg. Es folgt die Demutpassage. Ein stets auf Messers Schneide tänzelnder Singletrail

Wir rauschen 1495 Höhenmeter feine, steile Singletrails und breitere Pisten hinab nach Winnebach. Der zweite Streich führt ebenso steil wieder hoch zur Sillianer Hütte. Bei einer Monsterportion Stoneman-Maccheroni plaudert Roland über die Anfangsschwierigkeiten bei der Realisierung des Stonemans. „Die meisten standen dem Projekt von Anbeginn sehr aufgeschlossen gegenüber. Natürlich gibt

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mit überwältigendem Panorama. Wohl eine der schönsten Passagen der Alpen. Bei der Abfahrt von der Demut (2592 m) fühlen wir uns plötzlich wie in Tibet. An einem besonders massiven Steinmann hat Roland unzählige Gebetsfahnen installiert. Lautstark flattern sie im Wind. „Hat der Stoneman für dich auch spirituelle oder religiöse Bedeutung?“ „Die


BIKEN liefern. Biker sollen positive Emotionen und eine gute Portion Zufriedenheit mit nach Hause nehmen.“

Infos allgemein:

Stimmt! Auch wenn meine Grenzen leicht überschritten wurden. Physisch bin ich ein Wrack. Meine Beine werden noch in ein paar Tagen schmerzen. Aber psychisch wallt gerade ein regenbogenfarbener Tsunami in mir hoch. Was für eine wunderbar (Tor)tour!

Anreise:

Stoneman-Fakten:

Gebetsfahnen habe ich von einer guten Freundin, die oft nach Tibet reist. Dieser Platz heißt tatsächlich Steinmann. Das steht so auch in allen Landkarten. Ich möchte das nicht buddhistisch oder religiös verklären, aber genau hier lässt sich die Natur ganz intensiv spüren. Keine Menschen, keine Straße, keine Lifte weit und breit. Nur das Pfeifen der zahlreichen Murmeltiere. Ein Platz zum Innehalten. So wie die Gebetsfahnen mit dem Wind Gebete in die weite Welt tragen, kann hier jeder ein wenig über den Horizont blicken, sich seine Gedanken machen, Zufriedenheit finden. Ich habe hier oben eine ganze Woche Steine aus dem Trail geklaubt, war völlig alleine und habe die harte Arbeit trotzdem fast schon als Meditation empfunden.“

4000 Höhenmeter, 120 km Länge, durchgehend markiert mit Bodenmarkierungen, fünf Checkpoints. Konditionell anspruchsvolle uphills, technisch herausfordernde Downhills, der Singletrail am Karnischen Höhenweg und die berüchtigte Demut-Passage sind nicht für Novizen geeignet! Am Info-Point in Sexten (8-10 und 16:30-20 Uhr) lässt sich das Stoneman-Paket mit Starterkarte, Registrierung, Karte mit Höhenprofil sowie Giveaway erwerben und in den Trail einsteigen. Unter www.stoneman.it gibt es eine gute Übersichtskarte und allen nötigen Links zu den Partnerhotels, Bikeshops, Checkliste …

Roland hat Recht. Der Platz hat good vibrations und innehalten ist sowieso super. Denn meine Muckis schlagen längst schon Alarm. In Padola starten wir zum letzten großen uphill über den Kreuzbergpass hoch zu den Rotwandwiesen. Es wird schon schattig. Zum Glück lassen sich die letzten 700 Höhenmeter einfache Forststraße auch mit der letzten Reserve abspulen. Die Rotwand macht ihrem Namen alle Ehre und erstrahlt bereits im Sonnenuntergang. Der finale Downhill zementiert bereits ein anhaltendes Dauergrinsen in meinem Gesicht. Wie hatte es Roland so trefflich bei unserem ersten Gespräch formuliert: „Der Stoneman soll einen spannenden Mix aus intensivem Naturerlebnis und dem Ausloten sportlicher Grenzen

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Auto: A 22 Kufstein-Brenner, kurz vor Brixen Abfahrt Richtung Bruneck und auf der SS49 den Talorten des Hochpustertals: Niederdorf, Toblach, Innichen, Sexten, Moos, Fischleinboden. Zug/Bus: Mit der Bahn über den Brenner zum Bahnhof Franzensfeste. Dort lokale Bahnlinie Richtung Innichen mit Haltestellen in Niederdorf, Toblach und Innichen. Sexten und das Pragsertal sind mittels der örtlichen Busverbindungen von Innichen und Niederdorf aus problemlos erreichbar. Und das Beste noch zum Schluss: Mittlerweile hat Roland auch im Erzgebirge und in den Berner Alpen Stoneman-Trails zum Leben erweckt, es gibt auch schon einen Stoneman für Rennrad-Enthusiasten und einen Stoneman-Hike für Wanderer. Text & Bilder: Norbert Eisele-Hein


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viele weitere Modelle sind bei Kessler Sport + Mode natürlich auch als Neubikes im Verkauf zu haben. Sowohl im Verleih als auch im Verkauf ist eine hochkompetente und individuelle Beratung selbstverständlich. Der modern und sympathisch gestaltete Multibrand-Store, neben der Talstation der Kanzelwandbahn, bietet auf insgesamt 660 m 2 Verkaufsfläche über zwei Ebenen alles, was für intensive Outdoor-Erlebnisse benötigt wird. Das Angebot an Sommersport-Equipment für Aktivtäten auf zwei Beinen reicht von Trekking- und Trailrunning-Zubehör über Lauf-, Wander- und Bergschuhe sowie entsprechende Funktionskleidung bis hin zu angesagter Freizeitmode und Young Fashion samt Accessoires namenhafter Brands. Dem Team ist es ein Anliegen, dass das Material nicht nur toll aussieht, sondern vor allem passt und seinen sportlichen Zweck erfüllt. Deshalb wird hier einer-

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seits viel Wert auf eine persönliche und fachkundige Beratung gelegt und andererseits, wie etwa im Bereich Schuhe, modernste Technik eingesetzt, um die optimale Passform zu finden. So erhält jeder Kunde im Rahmen der Kaufberatung bei Lauf-, Wander- oder Bergschuhen auf Wunsch eine Bewegungsanalyse, bei der drei Kameras die Fuß- und Knöchelbewegung untersuchen. Ist ein geeigneter Schuh gefunden, kann dieser auf dem Laufband ausgiebig getestet werden. Trailrunning-Fans kommen beim Outdoor-Experten in den Genuss eines kompromisslos Performance-orientierten Sortiments mit Equipment von Top-Brands wie etwa Salomon oder Altra. So sind hier auch die neuesten Modelle der legendären Salomon S-LAB Laufschuh-Kollektion zu finden, die – mitentwickelt von den Salomon Pro-Läufern – als leichteste, schnellste und fortschrittlichste am Markt gilt. Die ultimative Wahl für alle ambitionierten Trailrunner.


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Mehr Power für die Herbstrunde KLEINE STELLSCHRAUBEN – VIEL OUTPUT ! Warme Temperaturen, gutes Wetter, lange Tage. Frühjahr und Sommer waren bis hierher perfekt, um auf dem Rad schon viele Kilometer zurückzulegen. Einige von euch werden Rennrad oder Mountainbike als ambitionierte Freizeitsportler zu Trainingszwecken für das nächste Rennen nutzen. Der Großteil aber fährt aus Lust und Freude. Allerdings eint alle eines: Mit mehr Power in den Beinen macht die Runde auf der Straße oder im Gelände gleich noch viel mehr Spaß. Gerade jetzt, wo der Hochsommer langsam aber sicher in den Herbst übergeht, bietet die Alpenregion die perfekten Gegebenheiten für eine tolle Herbstrunde mit Freunden. Aber wie schafft ihr es jetzt in kurzer Zeit noch, das Maximale aus Bei-

nen und Körper rauszuholen, um als erster oben am Berg an der Hütte zu sein? Wir haben einige Tipps rund um Training und Ernährung für euch zusammengestellt.

Es darf auch mal ein bisschen mehr sein Grundlagentraining ist die Basis allen Erfolgs. Das stimmt! Jedoch solltet ihr es gerade jetzt, mitten in der Saison damit nicht übertreiben. Durch gezielte, kurze Intervalltrainings bringt ihr euren Körper in Schwung, der am Ende die, bei hohen Anstrengungen anfallende, Milchsäure (Laktat) besser verarbeiten kann. Das macht euch schneller, da ihr weniger schnell ermüdet. Wir empfehlen euch für die kommenden vier Wochen wenn

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möglich zwei längere, ruhige Fahrten in der Woche, speziell die Abendrunden nach der Arbeit dürfen aber gerne kurz und knackig sein. Nehmt zum Beispiel an den Ortsschildsprints eurer Abendausfahrt gerne teil, baut Intervalle (z.B. 3 x 5 Minuten mit ca. 70-80 Prozent eures Maximalpuls) ein und scheut euch nicht, auch mal über einen längeren Zeitraum (z.B. 1 Stunde) ein sehr zügiges Tempo anzuschlagen. Mit all diesen Einheiten trainiert ihr u.a. eure Laktatverträglichkeit.

Mehr Kraft am Berg durch? Na klar: Training am Berg Eine stärkere Performance am Berg bekommt ihr vor allem, wenn ihr auch bergauf trainiert. Soll heißen: Sucht euch einen schönen Anstieg und kurbelt los.


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Und zwar nicht einfach so, sondern mit einer Trittfrequenz von ca 50-60 Umdrehungen pro Minute, also mit einem schweren Gang. Optimal Kraft in die Beine bekommt ihr, wenn ihr dabei darauf achtet, mit dem Oberkörper ruhig zu bleiben. Ein Wippen mit dem Oberkörper wäre nur eine Unterstützung der Beinarbeit – was ihr in diesem Falle aber ja nicht wollt. Am besten funktioniert das, wenn ihr – egal ob bei MTB oder Rennrad – die Hände flach auf den Lenker legt.

Tempo machen – aber richtig! Viele Sportler speziell auf dem Mountainbike, fahren gerade die ersten Meter im Anstieg deutlich zu schnell los. Das Resultat: Sie verlieren danach immer mehr an Speed, sprich an Wattleistung. Gleichmäßig ein hohes Tempo anzugehen, bringt am Ende mehr Output. Ihr seid dadurch ganz sicher schneller oben. Was hier sehr viel bringt ist die Verwendung eines Pulsgurts – oder noch besser, eines Powermeters. Wer seine anaerobe Schwelle, sprich die Stelle, an welcher er ein hohes Tem-

po für ca. 1 h fahren kann, kennt, ist im Vorteil. Sobald ihr nämlich diese Schwelle nach oben verlasst, fällt zu viel Laktat in den Muskeln an und ihr ermüdet schneller. Es macht also Sinn, durch einen Leistungstest diese Schwelle zu ermitteln. Wie bereits erwähnt ist und wäre der Powermeter natürlich die „Crème-de-laCrème“-Lösung. Warum? Deine Wattwerte werden im Gegensatz zum Puls nicht von äußeren Gegebenheiten beeinflusst. Sie sind so die „ehrlichste“ Richtgröße, während der Puls z.B. nach hartem Arbeitstag, bei heißem Wetter oder durch zu viel oder zu wenig Essen und Trinken teils um mehrere Schläge variieren kann.

bringt, macht das um die 20 Watt aus. Ihr müsst also 20 Watt weniger treten, um gleich schnell zu fahren. Mit gleicher Leistung wie vor der kleinen Diät, seid ihr also schneller oben. Bitte macht jetzt aber keine „Harakiri-Diät“. Gesund ist, ca. 2 Kilogramm pro Monat zu verlieren. Wie? Versuchen Sie, die Kohlenhydrate dann vermehrt zu essen, wenn Sie intensiv trainieren wollen oder intensiv trainiert haben. Wenn Sie es locker angehen lassen, essen Sie mehr Eiweiß. Um 1 Kilogramm Körperfett zu verbrennen, müssen Sie ein Minus von 7000-9000 Kalorien erzeugen. Eine Stunde intensives Training verbrennt ca. 700 Kalorien. Es ist also genug zu tun…

Es darf ein bisschen weniger sein…

Streut alternatives Training ein

…und zwar an Gewicht. Die getretenen Watt pro Kilogramm entscheiden am Berg auch im „Kampf“ gegen die Kumpels auf dem Weg zur Alpe. Ein Kilogramm weniger an Körpergewicht macht gleich ca. 5-8 Watt aus. Bedeutet: Wenn ihr z.B. drei Kilogramm weniger auf die Waage

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Alternative Trainingseinheiten stärken euren Gesamtkörper und bringen vernachlässigte Muskelgruppen in Fahrt. Schwimmen erfordert beispielsweise recht wenig Zeit, dafür ist die Technik umso entscheidender. Tipp: Schaut erst auf euren Stil und die Technik, bevor ihr in den Wettkampf-Modus verfallt. Wer gerade unter


BIKEN der Woche wenig Zeit für das Training findet, für den eignen sich auch optimal einige Lauf-Einheiten, um die Form zu erhalten und neue Trainingsreize zu setzen. Wie auch z.B. beim Skiroller-Training befindet ihr euch recht schnell im oberen Pulsbereich. Und da wollen wir ja in der aktuellen Saisonphase auch hin. Also: Ruhig mal eine schnelle Laufrunde einplanen.

Fazit: unter der Woche kurz, am Wochenende etwas länger Wenn es euer Zeitbudget ermöglicht, solltet ihr unter der Woche 2-3 Einheiten einplanen. Am Wochenende findet sich dann die Zeit für etwas längere Radtouren. Es gilt sicher, dass verpasstes Training zu diesem Zeitpunkt nun nicht mehr komplett nachgeholt werden kann. Aber mit einer kleinen Strategie können Sie zumindest noch ein bisschen was aus dieser Saison herausholen. Generell empfiehlt es sich, eine hohe Trittfrequenz auf dem Rad zu wählen, anstatt immer eine „große Mühle“ zu drücken. Wer Probleme hat, längere Einheiten einzustreuen, für den

empfiehlt sich morgens ein Nüchterntraining. Ganz locker, maximal 90 Minuten. Dann klappt es am Ende ganz sicher mit

dem „Podestplatz“ auf der Abendrunde oder einer guten Zeit beim MTB-Rennen im Herbst! Text: Marcel Reiser

Bike-Scheinwerfer M99 MINI PRO-25 Der M99 MINI PRO-25 ist der weltweit erste Scheinwerfer mit zugelassenem  Fernlicht für 25 km/h E-Bikes. Seit der revolutionären Gesetzesänderung ist echtes Fernlicht wie bei Autos auch an Fahrrädern und E-Bikes bis 25 km/h zulässig! Fernlicht ist essentiell im Offroad-Einsatz und verbessert die Ausleuchtung von engen Kurven erheblich. Dadurch wird die Sicherheit massiv erhöht, da die gesamte Umgebung des Trails angeleuchtet wird. Nach der Abendrunde kann die Heimfahrt ganz entspannt mit dem integrierten Abblendlicht eingeläutet werden – ohne den Gegenverkehr zu blenden. www.supernova-lights.com - Anzeige -

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David gemeinsam mit Goliath, ein Duell mit zwei Siegern Die aufmerksamen Leser unter euch werden sich an den Bericht aus der AiA-Sommerausgabe erinnern: Zwei Monate ist es nun her, dass wir uns gefragt haben: Ist es für einen 37-jährigen, berufstätigen Familienvater möglich, sich parallel zum Alltagsleben auf eines der größten Mountainbike-Etappenrennen der Welt vorzubereiten?

Und kann man die sechs Etappen durch die französischen Hochalpen im Team, gemeinsam mit einem Profi-Mountainbiker und Weltcupsieger, überhaupt meistern? Kurz gesagt lautet die Antwort: Ja, und zwar in einer Woche voller Mountainbike-Genuss.

Lest aber selbst, was die beiden Protagonisten – Christian Wenzler und Profi Steffen Thum - erlebt haben und wo die Schwierigkeiten im Team lagen. Seht ihre schönsten Momente und auch die drei wichtigsten Tipps von Christian, wie man solch eine Aufgabe mit Bravour meistert und sich selbst ein kleines Lebensmonument setzen kann. Das Alps Epic zählt zu den sehr harten Bike-Etappenrennen, jedoch hebt sich das Event in der Alpenregion Hautes Alpes am Rande der Provence Cote d‘Azur stark von der Konkurrenz wie zum Beispiel einer Tour-Transalp ab. Neben den beeindruckenden, jedoch auch sehr harten Aufgaben auf dem Rad, versucht man hier den Sportlern eine erlebnisvolle Gesamtwoche zu übermitteln. Im Zentrum steht natürlich das Rennen, bei welchem der Fokus auf einer flowigen Streckenroute mit möglichst wenig Asphalt- und Schotteranteilen liegt. Danach geht das Erlebnis Alps Epic tagtäglich aber weiter. Im „black-pack“-Buchungspaket gibt man sein Bike direkt im Ziel an

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den Mechaniker-Service ab. Dieser kümmert sich, wie bei einem Weltcup-Profi, um den Bikewash, und macht täglich auch einen kompletten Service der Rennmaschine. Währenddessen können die Sportler bereits am Zielbuffet auf die ersten warmen und kalten Speisen zugreifen, eine Massage genießen oder werden direkt vom Shuttle ins Hotel gebracht. Dort wartet dann bereits der Koffer im reservierten Hotelzimmer auf die Teilnehmer. Infos zum Tagesergebnis, Bilder oder auch das Streckenprofil der am Folgetag anstehenden Etappe werden einem über die AlpsEpic App direkt aufs Mobiltelefon gespielt. Die Veranstalter versuchen also hier wirklich, dem Sportler ein angenehmes und vor allem stressfreies Raderlebnis zu ermöglichen. Unser Profi vom Team ROSE-Vaujany fueled by ultraSPORTS sagte im Ziel der 3. Etappe: „Ein Genuss dieses Rennen. Beim Weltcup trage ich meinen Koffer selbst auf das Hotelzimmer, hier wird einem sogar das abgenommen. Es ist großartig, wie man sich um einen kümmert. Die Organisatoren und der Streckenchef höchstpersönlich erwarten einen im Zielbereich. Trotzdem wird auf der Rennstrecke fair aber hart gefightet. 3.000 Höhenmeter über Alpen-Trails sind schließlich kein Sonntagnachmittags-Spaziergang. Für mich ist dies eine perfekte Symbiose aus ehrgeizigem, sportlichem Kampf und fürsorglichem Urlaubsgenuss.“

Auch der Amateur war begeistert. Von der Streckenwahl, aber auch vom Gesamteindruck des Events: „Ich musste schon sehr hart kämpfen auf der Rennstrecke. Sieben Stunden lange Etappen, das ist nicht einfach. Doch es waren sieben Stunden, bei welchen ich oft auch euphorisch emotionale Momente erleben durfte. Wenn man nach einem 2.000 Höhenmeter langen Anstieg über den Gipfel schauen kann, sich weit über den Wolken befindet, ist das ein Gefühl der Freiheit, nach welcher man im normalen Alltagsleben so oft sucht. Ich werde diese Momente und Eindrücke noch lange in Erinnerung behalten“. Und in Bezug auf das black-pack all-inclusive Buchungspaket fügt Christian hinzu: „Diese Option war

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für mich als Berufstätigen sehr wichtig! Es geht bei uns nicht zwingend um Sekunden. Aber die Woche Alps Epic ist für mich auch mein Jahresurlaub. Sportlicher Kampf ist ok und toll, aber ich möchte in dieser Zeit natürlich auch auf einen gewissen Luxus nicht verzichten. Da hebt sich dieses Event wirklich weltweit ab und bietet exakt den Anspruch und die Verbindung aus Sterne-Luxus und naturverbundener Herausforderung, nach der ich sehr lange gesucht habe. Es geht dabei nicht um Champagner und einen Buttlerservice. Aber ich muss schon sagen, dass ich es genossen habe, wenn sich jemand um mein Rad im Ziel kümmert, mich eine saubere und schöne Hotelzimmerdusche am Nachmittag erwartet und ich am


BIKEN Abend auch ein hochwertiges Essen in gutem Ambiente zu mir nehmen konnte“, so Christian zu seiner Erfahrung über das Rennen. In Bezug auf unsere mutige Profi-Amateur-Teamkonstellation gab es auch tolles Feedback, denn sowohl der Profi Steffen, als auch Christian konnten viel aus der gemeinsamen Woche mitnehmen und werden beide sicherlich noch häufiger zusammen auf das Rad steigen. „Es war großartig zu sehen, wie Christian an den Anstiegen Tag für Tag gekämpft hat. Und in den Downhills, da waren wir nicht sehr weit weg von meinem Weltcuptempo“, so Steffen Thum, für den das Tempo im Anstieg zwar moderat war, jedoch auch er als Profi auf die Zähne beißen musste. „Die 3.000 Höhenmeter sind für mich dieselben wie für alle Anderen. Nur weil bei mir Profi als Berufsbezeichnung im Ausweis steht, fährt das Rad nicht von alleine den Berg hinauf“, so der zweimalige Weltcup-Gesamtsieger. Wer genaue Trainingsdaten einsehen möchte, der kann dies auch über die Strava-Profilseite von Steffen tun. Alle Etappen mit Wattdaten sind hier einzusehen: https://www.strava.com/pros/13874319 Für Amateur Christian war es ebenfalls ein tolles Erlebnis und er lobte die Unterstützung durch den Profi: „Man hat wirklich gemerkt, dass Steffen sich um mich gekümmert hat. Er versuchte meine Limits immer zu beachten. Die härtesten Momente waren jedoch nicht die Anstiege an sich, es war der Sachverhalt, dass ein Profi irgendwie keine Tretpause benötigt. Egal wie lange und steil ein Anstieg war, Steffen konnte oben im Flachen eben immer direkt dieselbe Wattzahl weitertreten. Oder auch wenn in einem Anstieg einmal 4-5 Meter waren, auf welchen man nicht pushen musste, da schaltet der Profi ohne zu überlegen direkt einen Gang schwerer. Das waren schon harte Leidensmomente für mich und meine Beine, doch die gehören bei epischen Erlebnissen ja auch irgendwie dazu. Wir hatten so viele beeindruckende Ausblicke, Trails wie aus dem Bilderbuch. Diese Erfahrung brennt sich ins Gedächtnis und man wird noch lebenslang davon zehren können, diese Herausforderung über die Alpen gemeistert zu haben“, so Christian zur Alps Epic. 

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Ernähre dich gut und gesund

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Für einen guten Fettstoffwechsel ernährst du dich kohlenhydratarm, eiweißbetont und fettschlau. Lass immer mal wieder eine Mahlzeit ausfallen und gönne dir stattdessen einen ultraPro.

Pflege Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke äußerlich mit ChillSan oder Weihrauch-Balsam und versorge sie mit wertvollen Vitaminen und Mineralien, zum Beispiel aus Kollatin.

Bei langen und bei intensiven Einheiten bist du mit Beetster, Buffer, ultraGels, ultraBars und Gel-Chips optimal versorgt. Um intensives Training noch besser zu bewältigen, kannst du dem Buffer zusätzlich AddOn Amino beimischen.

Versorge dich nach langen und moderaten Einheiten mit Refresher und bei intensiven sowie harten Trainingseinheiten mit Level X. Mit einer zusätzlichen Portion AddOn Amino lässt sich der Regenerationsprozess nochmals richtig beschleunigen.

Starter Magenfreundliche Hafermahlzeit

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ultraBar Kohlenhydrat-Molkenriegel

Floratin Laktobakterien – 10 Mrd. gute Darmbakterien täglich

ChillSan Chili- & Gewürzlotion

ultraGel Energiegel mit Pflanzenextrakten

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Beetster Mit Pflanzenextrakten und Taurin

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BIKEN HIER DIE TOP-3 TIPPS VON CHRISTIAN, AUF WAS ES BEI EINEM ETAPPENRENNEN WIE DER ALPS EPIC ZU ACHTEN GILT: 1.) „Vermeide Pannen“ Pannensichere Reifen mit „hard-skin“ Seitenwänden lohnen sich mit Sicherheit. Die Zeit, die man durch einen platten Reifen verliert, ist deutlich mehr als ein paar Gramm Zusatzgewicht, zudem zerstört jeder Stopp den Rhythmus des Teams.

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2.) „Achte auf gute Schuhsohlen“ Schuhe sind auch zum Laufen da, speziell bei einem Rennen im hochalpinen Gebirge. Darum sollte man darauf achten, dass die Schuhsohle ein gutes Profil hat und sowohl auf dem Bike, als auch bei Laufpassagen guten Halt bietet.

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3.) „Lieber etwas zu viel als etwas zu wenig einpacken“ Die Tage bei einem epischen Rennen können lange werden. Also pack dir ruhig einen Riegel mehr ein, nimm die leichte Shake-dry-Regenjacke mit und füll deinen Trink-Rucksack bis zum Rand auf.

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Roadbike Holidays: REGION KUFSTEINERLAND, GRÜNER INN UND WILDER KAISER

© Lorenz Marko | LOEWENZAHM.at

Wenn man von München kommend die Autobahn unmittelbar vor der österreichischen Grenze verlässt, findet man in Ebbs, einem der acht Feriendörfer, die zum Großraum Kufstein gehören, das Wohlfühl und Vital Hotel POSTwirt, Tirols erstes Rennrad- und Triathlonhotel. Der 5000-Seelen-Ort Ebbs, der im breiten Becken des Inntals liegt, ist bekannt für die Haflingerzucht, welche hier große Tradition hat. Auf sämtlichen Weiden sieht man die hellbraunen Pferde grasen. Dieses

malerische Bild mit den Bergen und der Festung Kufstein im Hintergrund wirkt äußerst beruhigend und lässt keinen Raum für Stress und Hektik. Das Wohlfühl und Vital Hotel POSTwirt wird, als Mitglied von „Roadbike Holidays“, den Ansprüchen, die Gäste an eine Unterkunft für einen sportlichen Urlaub stellen, bei dem auch Entspannung und Genuss nicht zu kurz kommen sollen, voll und ganz gerecht. Gastgeber Georg

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Aktiv in den Alpen

Hörhager ist selbst begeisterter Rennradfahrer und Triathlet und gibt sehr gerne Auskunft über die endlosen Touren-Möglichkeiten seiner Heimatregion. In alle Himmelsrichtungen bieten sich wahre Leckerbissen an – die Königsetappe zum Großglockner, die Umrundung des Kaisergebirges, gemütliche Touren auf den verkehrsarmen Landstraßen Bayerns, sowie besonders reizvolle Runden zu den idyllischen Seen rund um Kufstein. Nachdem zweiradbegeisterte Sportler


BIKEN

© www.alexgretter.com | Ferienland Kufstein

ihr Gepäck am Zimmer verstaut haben, kann der Nachmittag für eine erste Erkundungstour genutzt werden. Georg empfiehlt die Sudelfeld Runde, drückt den Bikern einen Kartenausschnitt inklusive Beschreibung und Roadbook in die Hand und verabschiedet sich zu einer privaten Trainingsfahrt. Immerhin findet vom 8. bis zum 9. September 2018 der Kufsteinerland Radmarathon im Rahmen eines dreitägigen Events statt, der nach der erfolgreichen Premiere 2016 mit 500 Teilnehmern, in die dritte Runde geht. Als Lokalmatador möchte der Hotelier natürlich top-fit auf der Marathon-Strecke über 120 km und ca. 1800 Höhenmeter an den Start gehen.

Erkundungstour: Sudelfeld Runde

© Lorenz Marko | LOEWENZAHM.at

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Die Tour führt vom Hotel auf direktem Weg zum Inndamm, dem man bis ins Zentrum von Kufstein folgt. Nach der Brücke über den Inn beginnt der knackige Anstieg zum Thiersee, der zum Glück nicht allzu lang ist und nach einem kurzen Flachstück geht es weiter bergauf bis zum Ursprungpass, an dem auch die Grenze zu Bayern überquert wird. Von Bayrischzell führt ein weiterer Anstieg zum Sudel-


feld, dem höchsten Punkt der Runde, wo man bei einer kurzen Rast den herrlichen Ausblick genießt, ehe die rasante Abfahrt nach Oberaudorf in Angriff genommen wird. Noch einmal überquert man den Inn, der hier auch die Grenze zwischen Österreich und Deutschland bildet und radelt locker über Niederndorf zurück in die Gemeinde Ebbs, die etwa 7 Kilometer außerhalb von Kufstein liegt. Die Festungsstadt Kufstein liegt eingebettet zwischen dem schroffen Kaisergebirge und den sanften Hügeln des bayerischen Alpenvorlandes am Ausgang des alpinen Inntales. Neben dem Inn, Tirols größtem Fluss, der die Stadt gewissermaßen in zwei Teile zerschneidet, finden sich rund um Kufstein sieben traumhaft gelegene Bade- und Waldseen, die für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zur Verfügung stehen. Das Wahrzeichen der Stadt ist ihre Festung, die auf einem 90 Meter hohen Felsen liegt und per Schrägaufzug erreichbar ist. Aus den Pfeifen der weltgrößten Freiluftorgel erklingt täglich um 12 Uhr ein etwa 10-minütiges Orgelspiel zum Gedenken an die Opfer beider Weltkriege, welches in der ganzen Stadt zu hören ist. Die Konzerte und Veranstaltungen in der Festung, locken Besucher ebenso nach Kufstein, wie die romantische Altstadt und die außergewöhnliche Landschaft.

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Nachdem die Muskulatur im „Saunadörf’l“ auf genussvolle Weise gelockert und entspannt wird, tankt man Kraft für die nächsten Tage bei einem herrlichen Abendessen. Man schmeckt und spürt, dass dem Gastgeber eine sportlergerechte Ernährung besonders am Herzen liegt. Als Leistungssportler weiß er genau, was seine aktiven Gäste brauchen, um fit in die nächste Tour zu starten. An den folgenden Tagen begleitet Georg Hörhager seine Gäste als Guide auf herrlichen Touren an den Chiemsee, der auch als „Bayerisches Meer“ bezeichnet wird, rund um das markante Kalksteingebirge Wilder Kaiser, sowie in das Hochtal Wildschönau, wo an der Schönangeralm nicht nur der grandiose Ausblick auf die traumhafte Bergkulisse zum Verweilen einlädt, auch der köstliche prämierte Almkäse kommt inmitten dieser einzigartigen Landschaft ganz besonders zur Geltung. Kufsteinerland www.kufstein.com

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TOURNATUR 2018 LEBE DIE FREIHEIT.

Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Klettern, Trekking oder Radfahren machen, laut einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im November 2017 veröffentlichten Studie, in Deutschland 25 Prozent aller sportlichen Betätigungen aus. Gerade für Menschen aus den Ballungszentren sind leicht erreichbare Kleinode in der Natur ein wichtiger Bestandteil ihrer Lebensqualität. Auch in der Urlaubsplanung sind Reiseziele, die attraktive Angebote im Outdoorbereich bieten, immer beliebter. Dieses kontinuierlich wachsende Interesse an sportlichen Aktivitäten in der freien Natur spiegelt sich auch im stetig wachsenden Erfolg der TourNatur wieder, die im vergangenen Jahr eine neue Bestmarke von mehr als 46.000 Besuchern erreichte. In diesem Jahr wird die beliebte Messe rund um Reiseziele und Ausrüstung für Outdoor-Aktive vom 31. August bis 2. September ihre Tore in der Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes öffnen.

Ergänzt wird das attraktive Angebot auf der TourNatur durch das informative und spannende Programm auf der Livebühne. Hier wird am 31. August zum Beispiel das spektakuläre Best of European Outdoor Filmtour (EOFT) gezeigt.

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An allen drei Messetagen geben Experten Einsteigertipps zur optimalen Routenplanung und Outdoor-Aktive berichten über ihre beeindruckenden Touren in malerische oder extrem einsame Gegenden der Welt.


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Erstes »Zämed duss« Outdoorfestival

Die Kampagne „Zämed duss – zusammen draußen“ soll ein kleiner Anstoß sein, sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen und in Erinnerung rufen, dass alle nur aus dem einen Grund draußen unterwegs sind: um die Natur zu genießen. Die Intention ist bei Wanderern und Radfahrern genau die gleiche: die Oberstdorfer Natur zu erhalten, zu entdecken und daran Freude zu haben. Das Rezept dafür ist ganz einfach:

1. Rücksicht nehmen Es gilt „Share the trail“, also die Wege mit anderen zu teilen. Mit einer angepassten Geschwindigkeit und der Anwendung der allgemein gültigen Höflichkeitsformeln ist man immer auf der richtigen Seite. 2. Freundlich sein Gerne kann man die Menschen, denen man begegnet, grüßen. Freundlichkeit hat noch keinem geschadet und kommt

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immer gut an. Um sich bemerkbar zu machen, kann man freundlich rufen und sich auch danach bedanken. Beschimpfungen und Streitigkeiten helfen niemandem weiter. 3. Wanderern den Vortritt lassen Gerade auf engen oder stark frequentierten Wegen ist es ratsam, als Mountainbiker auch mal abzusteigen und die Wanderer vorbei zu lassen.


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VOM 5. BIS 7. OKTOBER 2018 RUND UM DAS OBERSTDORF HAUS

5. Auf ausgewiesenen Wegen bleiben Gerade im Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet, in dem sich 75 % der Grundfläche von Oberstdorf befindet, ist es wichtig, nicht von den ausgewiesenen Wegen abzuweichen. Im Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen ist das Fahrradfahren nur auf dafür gekennzeichneten Wegen erlaubt. Es gibt gute Gründe, wieso die Flora und Fauna hier geschützt werden soll und dies gilt

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es auch zu respektieren. Am besten informiert man sich vorher über eventuelle Wegsperrungen.

Schließlich wollen wir alle noch möglichst lange „zämed duss“ sein. © Alex Fuchs

4. Die Natur schützen Wir sind alle zusammen draußen unterwegs und deshalb muss auch das, was uns so viel Spaß macht, geschützt werden. Deshalb gilt für Zweiradler und Zweibeiner: immer den Müll mitnehmen, einen nachhaltigen Umgang mit der Natur pflegen, markierte Wege nicht verlassen, keine unnötigen Drifts und Bremsungen. Dass auch die Viehgatter immer geschlossen werden, versteht sich von selbst.


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Bilder: © Wolfgang Ehn

Oberstdorf ist mit seiner Lage inmitten der Allgäuer Alpen ein idealer Ausgangsort für sportliche Aktivitäten aller Art: Ob Bergsteigen, Klettern, Mountainbiken, Raften oder Gleitschirm fliegen – das Zämed duss-Outdoorfestival wird präsentiert von Eddie Bauer und bietet ein buntes Programm zum Mitmachen und Ausprobieren. Vom 5. bis zum 7. Oktober 2018 kann diese Vielfalt live vor Ort erlebt werden. Auf dem gesamten Kurpark-Areal haben die Besucher die Möglichkeit sich zu informieren und beraten zu lassen. Selbstverständlich kann auch Material getestet werden wie zum Beispiel aus der aktuellen Kollektion von »Eddie Bauer«. Gemeinsam mit Bergschulen, Skischulen, den Oberstdorf-Kleinwalsertaler Bergbahnen, Gleitschirmschulen, Bikeschulen und vielen mehr, wird ein buntes und abwechslungsreiches Programm angeboten. Die Aussteller und Partner haben alle eines gemeinsam: egal mit welchem Sportgerät sie unterwegs sind – alle möchten unvergessliche Momente in der Natur erleben und gemeinsam draußen sein. In der Bergwelt rund um Oberstdorf ist Platz für alle Sportarten

und das möchte der Veranstalter, Tourismus Oberstdorf, vermitteln. Denn mit etwas Rücksicht aufeinander und Respekt vor dem Abenteuerspielplatz Natur, kommt jeder auf seine Kosten. Bei den Mitmachangeboten stehen neben Gipfelwanderungen und Klettersteigen, auch Sonnenaufgangstouren, Yoga auf dem Berg, Canadiertouren und eine Hirschbrunftwanderung auf dem Programm. Für die Mountainbiker gibt es geführte Touren, Fahrtechnikkurse und einen Pumptrack. Samstags findet ab 9.00 Uhr auch der Feneberg Mountainbike-Marathon statt. Am Sonntag ist eines der Highlights sicherlich die Eddie Bauer-12h-Wanderung, die zu den schönsten Plätzen rund um Oberstdorf führt. Tagsüber findet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Film- und Diavorführungen sowie Multivisions-Shows statt. Natürlich gibt es auch ein passendes Abendprogramm: Am Freitag eröffnet die Band »Kids of Adelaide« das Zämed duss-Outdoorfestival und am Samstag findet eine stimmungsvolle Multivisionsshow statt.

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Bergherbst in der Naturparkregion Reutte

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Sonnenstrahlen werfen einen goldenen Schimmer auf die Herbstlandschaft, bunte Blätter an den Bäumen verwandeln die Naturparkregion in eine malerische Idylle. Der Startschuss fällt am 15. September bei der traditionellen Schafschied in Höfen. Die ca. 600 Schafe ziehen um 09:00 Uhr durch Höfen und treffen gegen 10:00 Uhr bei der Hahnenkammhalle ein. Ab 11:00 Uhr gibt es ein Frühschoppen mit der Bürgermusikkapelle Höfen, den ganzen Tag über ist für gute Unterhaltung und das leibliche Wohl bestens gesorgt. Auf die Räder, fertig, los heißt es dann bei der AK-Radltour am 23. September ausgehend

von der Hahnenkammhalle in Höfen. Zwei verschiedene Rad-Routen, eine gemütliche und eine etwas sportlichere, können dabei erkundet werden. Im Anschluss an die Radtour erwartet die Teilnehmer ein tolles Rahmenprogramm bei der Hahnenkammhalle in Höfen. Die traditionelle Älplerletze ist am 30. September zu Gast am Hahnenkamm Höfen. Zahlreiche Alphornbläser sind dabei am Berg anzutreffen und umrahmen musikalisch den Abschied von der Alm. Am 3. Oktober findet der Reuttener Herbstmarkt im Zentrum der Marktgemeinde statt. Malerisch umrahmt von den schmucken

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Häuserfassaden des historischen Kerns von Reutte, werden am Markt verschiedenste Schmankerl und Kunsthandwerk regionaler Produzenten zum Kauf angeboten. Während des gesamten Zeitraums haben Besucher die Gelegenheit, kulinarische Spezialitäten auf teilnehmenden Bergherbst Almen und Hütten sowie Restaurants zu genießen. Ein Sammelpass begleitet die kulinarischen Reise durch die Naturparkregion Reutte. Mit etwas Glück gehört man mit dem ausgefüllten und im Tourismusverband abgegebenen Sammelpass zu den Gewinnern eines Aufenthalts auf der Alm in der Naturparkregion Reutte.

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Ein buntes Wochenprogramm bietet vier Wochen lang Brauchtum, Kultur, Musik und Outdoor-Aktivitäten!

Tourismusverband Naturparkregion Reutte Untermarkt 34 | 6600 Reutte Tel. +43(0)5672 62336 info@reutte.com | www.reutte.com

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Aktivurlaub 2.0 DIE FERIENREGION IMST IST EIN MEKKA FÃœR WEITWANDERER

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Ein neuer Trend hat sich in den letzten Jahren aufgetan: das Zählen der Schritte, die man am Tag hinter sich bringt. Sei es im normalen Arbeitsalltag, beim Spazierengehen oder Wandern – da kommt schon einmal etwas zusammen und am Ende des Tages kann man sein gesamtes Schrittpensum bewundern. Doch nicht nur für die Nutzer gibt es dabei Herausforderungen, auch für den Schrittzähler kann es mitunter sehr anstrengend werden: Denn

das Weitwandern wird bei Aktivurlaubern immer beliebter. Wer sich leidenschaftlich gern zu Fuß auf den Weg macht, wird sich irgendwann ganz von selbst mit dem Thema beschäftigen. Dann ist es von Vorteil, wenn man weiß, wo man dieser Passion frönen kann. Die Ferienregion Imst im Herzen Tirols lockt nicht nur Zweirad-, Kletter- und normale Wanderfans mit optimalen Bedingungen, sondern

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auch Anhänger des Weitwanderns. Bislang führten mit den Routen Adlerweg, der Via Claudia Augusta, dem Jakobsweg, dem E1 und dem E4 fünf Weitwandertouren durch die Region, nun ist seit kurzem ein sechster hinzugekommen: Der Starkenberger Panoramaweg steckt voller Highlights. Er verweist auf eine jahrhundertealte Tradition, verbindet er doch Schlösser und Burgen des einst mächtigen Adelsgeschlechts der Starkenberger – diese Ruinen und


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Alle Bilder: © Imst Tourismus | Bernhard Warter

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historischen Gemäuer bedeuten gelebte Geschichte. Beeindruckend ist zudem die Vielfalt der Natur, die die Urlauber genießen. Ursprüngliche Landschaften werden ergänzt durch atemberaubend-sonnige Ausblicke auf Berge und Täler, tief gelegene, schattige Schluchten und angenehm kühle Wälder sowie sieben Seen und zahlreiche Bachläufe. Ab und an durchquert man idyllisch gelegene Ortschaften, in denen man gerne verweilt und sich erfrischt.

Insgesamt ist der Starkenberger Panoramaweg in sieben Abschnitte aufgeteilt, von dem jeder immer wieder Besonderheiten und Überraschungen bereithält. Geübte Wanderer schaffen die 52 Kilometer problemlos in vier bis fünf Tagen. Damit sie nach einem ereignisreichen Tag die nötige Ruhe und Entspannung finden, um neue Energie zu tanken, haben sich die vielen Hotels und Gastronomiebetriebe am Wegesrand speziell auf die Aktivurlauber eingestellt und

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bieten ihnen beste Bedingungen zur Regeneration.

Mehr Informationen gibt es unter www.imst.at/wandern


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„WANDERBARES“ MURAU-KREISCHBERG:

Analoger Urlaub mit authentischem Charme

© Rene Hochegger

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ALPENREGIONEN © ikarus.cc

© ikarus.cc

© Rene Hochegger

Murau-Kreischberg, im Herzen Österreichs - denn das Gute liegt so nah! Im Dreiländereck Salzburg – Kärnten – Steiermark, noch ganz am Anfang der Mur, liegt die Region Murau-Kreischberg, ein kleines feines Paradies inmitten herrlicher Natur- und Kulturlandschaft. Dieses besondere Juwel bietet im Sommer wie auch im Winter die unterschiedlichsten Möglichkeiten für einen aktiven und dennoch entspannten Urlaub.

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Der Charme der Region liegt in ihrer Sanftheit, die aber dennoch ihre Herausforderungen bietet. Der Bezirk Murau ist einer der waldreichsten Bezirke in der Steiermark, und das macht die gebirgige Landschaft doch sehr ruhig. Gipfel von 1.500m bis über 2.500m erwarten Hobbywanderer wie auch geübte Bergfexe. Ideale Voraussetzungen für phantastische Bergerlebnisse: Die Sonnenaufgänge auf der Frauenalpe sind legendär – zu jeder Jahreszeit. Die unterschiedlichsten Wanderrouten sind natürlich bestens ausgeschildert, unterschiedliche Themenwanderungen gibt es das ganze Jahr über. Die historische kleine Altstadt Murau direkt an der Mur eignet sich perfekt für einen Kulturspaziergang mit historischem Mehrwert. Mittels Audioguide kann man viel Interessantes und Historisches über die Stadt erfahren, dabei die schönsten Aussichtspunkte der Stadt erklimmen und den einen oder anderen „Quiet Spot“ entdecken.

Immer wieder stößt man dabei auf die prägenden Themen der Stadt, wie das Bier in der Brauerei der Sinne, die Stadtherrin Anna Neumann oder das Schloss der Familie Schwarzenberg. „Bist du fit im Wadl – dann ab aufs Radl“. Radfahren wird hier großgeschrieben. Wie beim Wandern gibt’s auch hier für die unterschiedlichsten Ansprüche das ideale Angebot. Von klassischen Radrouten bis hin zu eigenen Mountainbike Strecken – größtenteils auf eigens freigegeben Forstwegen – lassen Radlerherzen höherschlagen. Und wer ohne Rad anreist, kann sich vom Mountainbike bis zum E-Bike vor Ort alles ausleihen. Die Region Murau-Kreischberg liegt direkt am oberen Teil des bekannten Murradwegs, der vom Salzburger Lungau bis zur slowenischen Grenze quer durch die ganze Steiermark führt. Am besten man kommt mit dem Auto in die Region, radelt bequem den Radweg ab und lässt sich dann mit dem Shuttle wieder zurückbringen. Man kann auch ein Strecke radeln und mit dem Radzug der Murtalbahn bequem wieder zurückfahren – der perfekte Tagesausflug. In historisch schöner Umgebung kann man dann seinen Elektrolythaushalt wieder auf Vordermann bringen. Genuss und Entspannung gehören einfach zusammen – getreu dem Motto „4-Gänge Menü meets Brettljausn“ sind die Gastgeber der Region stehts bemüht, regionale Speisen

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© ikarus.cc

aus heimischen Produkten zu servieren. Und immer wieder trifft man auf das Bier, wie das halt so ist in einer Bierstadt. In Österreichs erster Bier Apotheke bekommt man sogar Hopfen und Malz auf Rezept. Und 2019 wird man dem Gerstensaft eine eigene Ausstellung widmen. Murau-Kreischberg ist die ideale Region für den ruhesuchenden Aktivurlauber. Abschalten ist hier noch möglich – von der einsamen Hütte über den gemütlichen Gasthof bis hin zum 4* Hotel oder 4* Chalet – nahezu alle Wünsche werden hier erfüllt. Der Goldene Herbst lädt mit seinem farbenprächtigen Naturschauspiel ein, den hektischen Alltag für eine kurze Zeit hinter sich zu lassen.

Murau-Kreischberg: Herkommen – Ankommen – Runterkommen! Tourismusverband Murau-Kreischberg Liechtensteinstraße 3-5 8850 Murau Tel.: +43(0)3532 2720 info@tvb-kreischberg.at www.murau-kreischberg.at


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© Gabriel Sollmann | Unsplash

LENGGRIES DREI TAGE NON STOP.

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© www.adventure-sports.de

© Kunz PR

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AKTIV in den ALPEN will oberbayrische Bergluft schnuppern und fährt dafür in den schönen Isarwinkel. Drei Tage voller Action, spannender Insiderinformationen und typisch bayrischer Kulinarik sollen es werden.

Tag 1 Anderthalb Stunden fahren wir von Kempten durch das bayrische Alpenvorland, bis wir Lenggries erreichen. Vor uns liegt eine dreitägige Pressereise vollgepackt mit allem was Lenggries und das Umland zu dem macht was es ist: Ein Urlaubsparadies in dem keine Wünsche unerfüllt bleiben. Unser erster Programmpunkt führt uns zur Mittagszeit auf das Brauneck. Der Hausberg

der Gemeinde ist 1555 Meter hoch und dank der Bergbahn schnell erreicht. Der Gipfel bietet seinen Besuchern nicht nur einen tollen Ausblick. Während sich hier in der kalten Jahreszeit die Wintersportler tummeln, verwandelt sich der Berg im Sommer in einen gigantischen Abenteuerspielplatz für die ganze Familie. Bullcart-Piloten brettern mit ihren stählernen Dreirädern die Pisten hinab. Mutige Kletterer erklimmen im Hochseilgarten Höhen von über 15 Metern! Und für die Kleinen wartet eine Sommerrodelbahn.
Oben wartet schon Sepp Strobl und sein Team von der Paraglidingschule, Adventure-Sports, auf uns. Anfängliche Ängste und Sorgen stellen sich als völlig unberechtigt heraus. Denn wenig später schweben wir 500 Meter über dem Brauneckgipfel und können

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Aktiv in den Alpen

einen grandiosen Alpenblick genießen. Schneller dem Alltag zu entfliehen, das kann kaum möglich sein! Wieder im Tal angekommen können wir unser Glück kaum fassen. Wir hatten optimale Flugbedingungen und tauschen aufgeregt unsere Erlebnisse bei einem kühlen Bier aus. 

Am Abend gönnen wir uns dann ein bayrisch deftiges Essen im Biergarten der Dorfschenke, bevor wir mit Matthias „Hias“ Mederle durch Lenggries spazieren. „Hias”, vom Holzhacker- und Flößerverein, führt uns in die Geschichte des Europäischen Flößerortes ein und hat viele spannende Infos auf Lager. Laut Überlieferung wurde der Holzhackerverein 1865 gegründet und hält seit dem die Tradition aufrecht.


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Tag 2 Am nächsten Morgen geht es mit der ersten Bahn noch einmal aufwärts. Wieder auf´s Brauneck, aber diesmal ist das Wetter trüb und es erwartet uns ein kühler Nieselregen. Glücklicherweise verspricht das Wetter besser zu werden und so beschließen wir mit Maria Bader vom Tourismusbüro und Wanderführer Dieter Löbbecke Alpenblumen zu suchen. Dieter ist stolze 80 Jahre alt! Er kennt jeden Stein auf dem Brauneck, ist topfit und nach kurzer Einweisung geht es für uns mit Hilfe eines GPS-Gerätes zu botanischen Besonderheiten. Zum Beispiel zum gelben Enzian, aus dessen Wurzel der Enzianschnaps gewonnen wird. Die Blätter der krautigen Pflanze sind hin und wieder auf kalkhaltigen Weidefluren zu finden. Bis zu ersten Blüte vergehen aber zehn

Jahre. Die Pflanze selbst kann sogar über 50 Jahre alt werden! Nach dem Lehrgang stärken wir uns – natürlich wie es sich gehört – mit einem Weißwurstfrühstück. Im Panoramarestaurant direkt an der Bergstation der Brauneckbahn finden 240 Personen Platz, können hier schlemmen, feiern oder den Abend mit einem romantischen Kerzenlicht-Fondue genießen. Wir warten nach dem Frühstück noch die letzten Regentropfen ab, bevor die Wanderschuhe geschnürt werden. Blasi Heiß ist unser ausgebildeter Bergwanderführer und kommt gebürtig aus Lenggries. Er zeigt uns den schönen »Großen Höhenweg«. Der Weg führt äußerst aussichtsreich hinüber zum Latschenkopf bis auf

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1712 Meter. 400 Höhenmeter im Auf- und Abstieg müssen dafür überwunden werden. Trittsicherheit wird vorausgesetzt. Die dicken Wolken nehmen uns zwar etwas von der Aussicht, aber immerhin erreichen wir trockenen Fußes nach circa drei Stunden wieder das Brauneck.
Wer noch nicht genug hat, findet ohne Zweifel weitere Wanderziele. Das Lenggrieser Wegenetz umfasst fast 400 Kilometer traumhafter Wanderpfade. Jung und Alt können hier wandern was die Füße hergeben! Wir genießen noch etwas die Wolkenstimmung, relaxen und fahren erst mit der letzten Bahn um 17.00 Uhr bergab. Ähnlich entspannt wird der Abend in unserem Hotel »Altwirt«, wo wir zu Abend essen.


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Tag 3 Wider Erwarten Nieselregen. Erfrischende zwölf Grad. Nicht unbedingt das optimale Wetter um auf Wasser zu gehen, aber da wir schon einmal hier sind... Wir teilen uns auf. Eine Gruppe wird auf Sit-on-top-Kayaks die Isar unsicher machen, die anderen stand-up-paddeln auf dem Sylvenstein-Speicher. Der See ist kaum zwanzig Minuten entfernt und bietet uns trotz, oder gerade wegen des leichten Regens ein wunderschönes Panorama. Jamin, unser Guide, weist uns in das Material und in die Geschichte des Paddelns ein. 
Schon nach kurzer Zeit fühlen sich auch die absoluten Neulinge unter uns sicher und wie bestellt, bessert sich sogar das Wetter. Das nutzen wir natürlich und unsere Einführungsstunde wird kurzerhand zur ausgedehnten Paddeltour. Als hätten wir nicht schon genug Spaß gehabt, wird am Ende noch eine spontane Sup-Yoga-Stunde inszeniert. Während unser Guide hier mit einem souveränen Kopfstand punkten kann, kühlen sich die meisten von uns mehr oder weniger freiwillig ab.

Nach drei Stunden im Wasser freuen wir uns dann aber doch auf trockene Klamotten und festen Boden unter Füßen. Im Arabella Brauneck Hotel treffen wir die Kayak-Gruppe wieder. Wie wir hatten sie mächtig Spaß und jetzt einen mächtigen Hunger. Während uns leckere Köstlichkeiten aufgetischt werden berichten wir eifrig von unseren Erlebnissen. Viel Zeit dazu bleibt aber nicht, denn wir wollen ja aktiv sein!

Und so treffen wir – direkt gegenüber des Hotels - unseren nächsten Guide, der uns mit Crussis Scootern entlang der Isar begleiten wird. Die Ferienund Freizeit Isarwinkel GmbH verleiht die Roller, die dank ihrer großen Reifen einen wunderbaren Fahrspaß bieten. So rollen wir langsam unserem letzten Abend im Lenggries entgegen. Doch ein Aufenthalt im Isarwinkel wäre nicht komplett, ohne einen Besuch auf dem neu gebauten Lenggrieser Berg-Campingplatz. Die Bauarbeiten am Platz befinden sich gerade in den finalen Zügen und nach Fertigstellung bietet sich hier Komfort, Flexibilität und sportliche Abenteuer. Sogar

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Aktiv in den Alpen

massive Holzhütten mit Fußbodenheizung und einem eigenen kleinen Gärtchen können angemietet werden. Nur ein paar Minuten vom Ortskern ist der Platz perfekt gelegen, der eigene Biergarten bietet einen Spielplatz und Bergblick.
Hier sind wir unter dem Motto »Natural Born Grillers« zu einem fulminanten Grillabend eingeladen. Ein wunderschöner Ort und ein krönender Abschluss, ganz ohne Frage!

AiA-Tipp Der Lenggrieser Berg-Campingplatz öffnet am 1. September offiziell seine Tore. Ein außergewöhnliches Konzept und das freundliche, nette Team erwarten euch. Sieben brandneue Almhütten warten darauf bezogen zu werden. 24 großzügige Stellplätze bieten viel Raum für Großzelte oder Caravans. Selbstverständlich sind moderne, komfortable Waschräume.
An einem der schönsten Plätze im Isarwinkel, direkt am Fuße des Braunecks ist in Zukunft der Camping-Urlaub der besonderen Art möglich! Infos und Reservierungen unter: www.lenggrieser-bergcamping.de


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Dunkles Weinrot, glühendes Orange, sattes Gelb: Die klare, kalte Luft lässt die Farben der Blätter in den Bergen und Wäldern noch intensiver erscheinen. Saalbach Hinterglemm ist das ideale Basislager um im Herbst die umgebene Bergwelt zwischen den sanften Hügeln der Pinzgauer Grasberge und den schroffen Spitzen der Kitzbüheler Alpen zu erkunden. Auf den Besucher der Region Saalbach Hinterglemm wartet im Spätsommer und Herbst ein abwechslungsreiches Programm – von actionreichen Erlebnissen wie Europas größtem Hochseilpark oder zahlreichen Bikerouten bis hin zu perfekten Wandererlebnissen mit der ganzen Familie. So finden sowohl sportliche Alpinisten, gemütliche Genusswanderer und Soul-Rider ihre individuelle Lieblingstour Das Plus für jeden Gast ist die JOKER CARD. Bis Mitte Oktober stehen den Gästen zahlreiche Vergünstigungen zur Verfügung. Die JOKER CARD inkludiert unter anderem den kostenlosen Zugang zu den Bergbahnen und damit auch das Angebot der umgebenen Berggipfel, von den Bike-Strecken bis zu den Themenwanderwegen. Neben den zahlreichen actiongeladenen Angeboten steht Saalbach Hinterglemm für Naturerlebnisse der besonderen Art. Ein Wanderurlaub wird zum unvergesslichen Erlebnis. 400 Kilometer markierte Wanderwege weisen die Gäste durch die traumhafte Berglandschaft. Heilkräuterwanderungen oder der Alpenblumenweg bringen sie in Einklang mit der Natur. Und auch Familien kommen auf den Themenwegen Berg Kodok und Montelinos Erlebnisweg voll auf ihre Kosten.

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ALPENREGIONEN © saalbach.com | Mirha Geh

Frische Luft und viel Bewegung, da knurrt der Magen. Die zahlreichen Restaurants und Hütten rund um Saalbach sorgen für leckere und vielfältige Abhilfe. Von heimischer Pinzgauer Küche über Feinschmeckermenüs findet sich alles, was den Gaumen glücklich macht.

weg-Klassikers „Pinzgauer Spaziergang“, die sieben Gipfel der „Seven Summits“ und den „Home of Lässig Walk“ schafft, darf sich über eine persönliche Trophäe freuen.

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Für weitere Informationen:

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Aktiv in den Alpen


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Das Imberger Horn bei Bad Hindelang vor dem Hindelanger Klettersteig im Hintergrund. Hier gibt es Streit wegen eines geplanten Wasserkraftwerkes und der Auszeichnung „Bergsteigerdorf“.

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Aktiv in den Alpen


ALPENREGIONEN che ich mir diese Zahl wieder aus dem Kopf zu schlagen. Auf meiner Schulter liegt schwer eine Motorsäge, in der Hand halte ich eine Hacke. 
Wir sind zu siebt. Mehrere Sägen, Hämmer, einen Spritkanister und Unmengen Nägel schleifen wir so den Berg hinauf. Als ich beschloss die Aktion Schutzwald zu besuchen, habe ich mir Naturschutz noch anders vorgestellt.
Josef, unser Leiter der Aktionswoche, ist Berufsjäger. Für die Bayrischen Staatsforsten hält er den Wildbestand gering. Einer seiner abgelegenen Hochsitze ist aber längst verfallen und so machen wir es zu unserer Aufgabe, ihn wieder aufzubauen. Manuela hackt einen Zugangsweg in den lockeren Waldboden. Die Weißtanne wird selbstverständlich vorsichtig verpflanzt.

„Naturschutz“ - ein großes Wort, das uns Bergfreunde hellhörig werden lässt.
Heute bestreitet niemand mehr, dass die Alpen in Gefahr sind. Klimaerwärmung, Tourismus und andere wirtschaftliche Faktoren nagen täglich an ihnen. Damit sollte aber Schluss sein, als der Mensch den Naturschutz erfand. Alle würden davon profitieren. Von der Idee nicht nur in und von der Natur zu leben, sondern sie dabei auch noch zu erhalten.

Die Idee In den deutschen Alpen wurden letzten Sommer über 6000 Bäume gepflanzt und fast zehn Kilometer Wegstrecke saniert. Nicht von Förstern oder Waldarbeitern.

Die Helfer

Sondern von 140 ehrenamtlichen Helfern, die von überall her kamen um ihren Beitrag zu leisten. 
Zugegeben: pro Nase ist das ein kleiner, ein sehr kleiner Beitrag. Aber sind wir in einem gigantischen Bergwald das nicht auch selbst? 

D er Deutsche Alpenverein und seine Aktion Schutzwald, in dessen Rahmen die Bäume gepflanzt und Wege saniert wurden, packt trotzdem an. Denn mit mehr als 1,2 Millionen Mitgliedern kann man viel bewegen! Sehr viel!


Die Realität 140 Freiwillige von über 1,2 Millionen. Das sind kaum mehr als 0,01 %. 
Als ich den steilen Pfad bergauf hechle, versu-

Schweißperlen stehen uns auf der Stirn, als wir den Hochsitz erreichen. Nur noch einige vermoderte Bretter sind übrig. Noch schlimmer hat es die Zustiegsleiter erwischt, die über eine Felswand einen gedeckten Zugang zum Sitz ermöglichen sollte. 
Josef checkt die Lage, schaut sich um und wir bekommen endlich richtig was zu tun.
Wir, das sind Volker, Frank, Manuela, Robert, Florian und ich, sind alle aus dem selben Grund hier. Jeder von uns opfert eine Woche Urlaub, um im Wald Knochenarbeit zu leisten. Volker (53) aus Kleinbottwar und Frank (52) aus dem Sauerland sind schon zum zweiten Mal dabei.
Aus der Stuttgarter Gegend kommt auch Manuela, die einzige Frau in der Gruppe.
Robert ist der älteste. Mit stolzen 72 Jahren hat er sich – wie

Unser wertvoller Schutzwald aus der Vogelperspektive.

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ALPENREGIONEN die vielen Jahre davor auch schon – einiges vorgenommen. Aber wenn er mal nicht mehr so gut kann, dann hilft uns allen seine humorvolle Art. 
Dann ist da noch Florian. 31 Jahre jung ist er, von Beruf Tätowierer, wohnt direkt im Tal und greift Josef immer wieder gerne unter die Arme. Auch er mag den Ausgleich, den Kontrast hier draußen. Die Ruhe und Ursprünglichkeit, die der Wald ausstrahlt. Wir fällen einige kleine Bäume, sägen direkt aus den Stämmen unser Bauholz und nageln eine neue Sitzgelegenheit sowie ein Dach zusammen. Schwerstarbeit im steilen Bergwald! Der Bergkamm über unserem Schutzwald. Hier scheiden sich die Geister.

Das Problem Was genau ein Hochsitz mit Naturschutz gemein hat, leuchtet auf den ersten Moment vielleicht nicht ein. Aber die Antwort ist simpel: Das Wild verbeißt das junge Holz, der Wald erholt sich davon nur schwer. Die Folge sind vermehrter Steinschlag und Murenabgänge, ja sogar Felsstürze und Lawinen, die Tallagen erreichen können. 
Aufforstung scheint hier auf den ersten Blick die ökologischste Lösung zu sein. Aber der Aufwand ist enorm, wirtschaftlich oft nicht tragbar. Frische, junge Triebe werden sofort wieder niedergefressen. Ein Biss kann schnell zehn Jahre Wachstum vernichten.
Nun könnte man meinen, der Wald würde sich schon selbst helfen und ja, das würde er auch. Hätten wir nicht schon vor langer Zeit die großen Beutegreifer wie Luchs und Wolf nahezu ausgerottet.

Die Lösung Die Jäger der Bayrischen Staatsforsten regulieren den Wildbestand, bis der Wald wieder wachsen kann. Eine Aufgabe mit vielen Hürden. Verfallene Hochsitze und das steile Gelände, über das erlegte Tiere abtransportiert werden müssen, sind dabei aber das kleinste Problem. Viel schwerer wiegt ein Interessenkonflikt zwischen Berufsjägern und Trophäen-Schützen, von Josef gerne auch als „Knochensammler“ bezeichnet. 
 Während wir auf der Nordabdachung des Bergkammes unter Leitung der Bayrischen Staatsforsten aktiven Naturschutz betreiben, toben sich auf der Südseite private Waldbesitzer bei der Jagd aus. Und damit auch immer ein kapitaler Hirsch erlegt werden kann, werden die Tiere angefüttert, regelrecht gezüchtet. Koste es was es wolle.

Josef sägt aus frisch geschlagenem Holz unser Baumaterial. Keine ungefährliche Aufgabe in diesem Terrain.

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ALPENREGIONEN Die Folge Der Wald auf der Südseite hat das Nachsehen, verkommt mehr und mehr. Nachhaltigkeit sieht anders aus! Nicht nur, dass der Wald und besonders der Boden leidet. Die Überpopulation hat gravierende Ausmaße angenommen. Seuchen breiten sich aus. Es muss sogar schon jedes erlegte Tier auf Tuberkulose getestet werden. 
Das Gleichgewicht ist längst aus den Fugen geraten.

Die Gegenwart Interessenkonflikte wie hier gibt es überall in den Alpen. Der Naturschutz ist ein politisches Instrument, ein Druckmittel und oft genug auch schlicht eine Farce. Luftaufnahmen in Naturschutzgebieten könnten schon längst mit kleinen Drohnen erstellt werden. Genehmigungen sind aber überaus schwierig zu bekommen, das Wirrwarr im Behördenjungel kaum überschaubar. Und so donnert man dann doch einfach wie gewohnt mit Helis über die Berge: Mehr Lärm, mehr Abgase und ein wesentlich größerer Schattenwurf, der die Tiere aufschreckt. Der Schrecksee bei Bad Hindelang liegt im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Zelten ist dort verboten. Und trotzdem kommen ganze Campinggruppen,

Der Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum). Unweit von hier, am Rauheck, steigt er bis auf Höhen von 2300 Metern auf.

Der Schrecksee-Kessel, gesehen vom Imberger Horn. Von hier wird klar, dass der See in alpinem Gelände liegt. Wer hier Campingplatz-Ambiente sucht, ist fehl am Platz!

manchmal 80 Personen und mehr. Sie wollen die Natur erleben und genießen, ja. Aber sie stören das System, lassen ihren Müll dort oben liegen und waschen sich sogar mit Shampoo im See!

Der Konflikt In Hinterstein bei Bad Hindelang verhärten sich die Fronten skurrilerweise schon zwischen Naturschützern und Naturschützern. Ein geplantes Wasserkraftwerk sollte den Ort, der um ein Haar den Titel „Bergsteigerdorf“ erhalten hätte,

vollständig mit Energie versorgen. Das Prädikat Bergsteigerdorf erhalten Ortschaften die besonders nachhaltigen und schonenden Tourismus betreiben. Doch der DAV weigerte sich den Titel zu vergeben, sollte das Kraftwerk gebaut werden. Denn das Werk wäre in einer äußerst sensiblen Umgebung errichtet worden. Letztendlich wurde im Herbst das Projekt als nicht genehmigungsfähig vom Tisch geräumt. Es wird vorerst kein Was-

Florian und Frank legen gemeinsam das Grundgerüst der Leiter an. Doch zuerst müssen schwere Felsbrocken aus dem Weg geräumt werden.

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Durch eine wilde, urzeitliche Landschaft führt uns Florian hinauf zu unserer Baustelle.

serkraftwerk geben. Bergsteigerdorf ist Hinterstein aber bis heute nicht.

Wer hat den Sieg nun davongetragen?

Die Zukunft Der Tourismus in den Alpen boomt. Ob Hinterstein Bergsteigerdorf wird oder nicht. 
Das Werk dort wäre kaum sichtbar gewesen, hätte Hinterstein vielleicht sogar als Vorreiter dastehen lassen können. Sicher, der Titel hätte noch mehr Touristen angelockt. Aber die DAV Sektion Allgäu-Immenstadt hatte zumindest die Hoffnung, dass die zusätzlichen Besucher ohnehin schon sensibilisiert und umweltbewusster gewesen wären. Das hätte sich positiv auf die Situation am Schrecksee auswirken können. Ein Kompromiss wäre also sinnvoller gewesen, als einfach alles auf Eis zu legen.
So wie ein genehmigter Drohnenflug im Naturschutzgebiet kaum ein Tier stören kann. In der Nähe von Kreuth am Tegernsee wurde so ein Kompromiss gefunden. Zwei Wasserkraftwerke werden dort vom Mühlbach angetrieben. Und trotzdem fühlen sich hier Forellen, Biber und Eisvögel wohl. Blanke Ironie, dass Kreuth erst kürzlich zum Bergsteigerdorf gekürt wurde.


Das Glück, einen so wundervollen Arbeitsplatz wie Josef zu haben, scheint mir als Stadtmensch unermesslich.

Der Wald Ich hieve einen fünf Meter langen Baumstamm durch den Wald. Alle packen mit an und wenig später steht die Leiter. Wir sind stolz. Wie immer bedeutet Naturschutz, dass alle am selben Strang ziehen. Drüben lachen sich die Knochensammler aber wahrscheinlich ins Fäustchen, faken problemlos ihre Abschusslisten und machen weiter wie bisher. 

Wir arbeiten trotzdem hart weiter. Nach dem Motto „Wald vor Wild“.
Ein ausgewachsener Laubbaum stabilisiert nicht nur

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Aktiv in den Alpen

den Waldboden, liefert schattigen Lebensraum und filtert die Luft. Er bindet 15 Kilogramm Kohlendioxid. Er verdunstet 400 Liter Wasser und senkt so die Lufttemperatur. Er produziert genug Sauerstoff für 20 Personen. All das vollbringt er jeden Tag. Infos und Anmeldung zum Projekt und den Aktionswochen „Aktion Schutzwald“: www.aktion-schutzwald.de 

Text und Bilder: Benni Sauer


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GENUSSVOLL IN DEN HERBST WANDERN EIN GEHEIMTIPP – DER NICHT GANZ SO GEHEIM IST.

© hansiheckmair.com

Wer Kitzbühel nur im Winter kennt – hat einen Großteil des Charmes der Region noch zu entdecken. Unter uns: Die historische Stadt umrahmt von den ortstypischen Grasbergen bildet eine magische Kulisse für so manches Wandererlebnis.

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Das Wanderparadies im Herz der Alpen Die Region erstreckt sich vom Aussichtsberg Kitzbüheler Horn über die Südberge bis hin zum Hahnenkamm. Mit über 1.000 Kilometern beschilderter Wanderwege laden die sanften Kitzbüheler Grasberge Groß und Klein zum Erkunden ein. Eine großzügige Auswahl an Routen-Empfehlungen findet sich im interaktiven Tourenportal erlebnis.kitzbuehel.com Der Streifzug durch die imposante Bergwelt lässt sich perfekt mit dem SummitLynx App festhalten. Erstmals können

Wanderfreunde fünf Themenwelten rund um Berg, Gewässer, Kulinarik, Genuss und Panorama mit der digitalen Wandernadel entdecken und sich eine der begehrten Sonder-Wandernadeln sichern.

Unser genussvoller Wandertipp Die Kulinarische Höhenwanderung – beeindruckende Panoramen werden mit Gaumenfreuden in den Südbergen kombiniert, dort wo Wandern und Kulinarik die perfekte Symbiose bilden. Bei der 3-Gänge Tour warten regionale Köstlichkeiten am Ende jedes Teilstücks.

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Der goldene Herbst Die Kitzbüheler Genusswanderwoche im September ist ein besonderes Erlebnis für Wanderer und Genießer. Vom 15. bis 23. September wird Abwechslung großgeschrieben. Erwandern Sie sprichwörtlich die Region Schritt für Schritt. Die Thementage führen vom Kitzbüheler Horn über die Südberge hin zum Hahnenkamm. Jeden Tag ein neuer Fokus. Jeden Tag eine neue Perspektive. Jeden Tag eine neue Facette des Wanderparadieses Kitzbühel. Den Auftakt bildet der diesjährige Bergwelten Wandertag, der auf ein Wahrzeichen


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der Region führt. Genauer gesagt auf das Kitzbüheler Horn. Es warten spannende Wanderungen für die ganze Familie, das große Wander-Testival am Alpenhaus, ein Berg-BBQ und die eine oder andere Überraschung für alle Wander-Freunde.

onal-typischen Themen stehen Wasser, Tradition und Geschichte im Fokus. Für anspruchsvolle und konditionsstarke Wanderer werden Südberge-Überschreitungen angeboten, nach dem Motto „Ohne Schweiß kein Preis.“

Das Kitzbüheler Horn bietet einen 360° Rundum-Blick auf die umliegende Bergwelt und erlaubt einen Ausblick auf das bevorstehende Wochenprogramm. Täglich führen die Kitzbüheler Wanderführer Gäste und Einheimische gleichermaßen zu spannenden Themenwanderungen in die Südberge. Angelehnt an die regi-

Neben der Entschleunigung am Berg wartet mit der Premiere des Gams Trail Kitzbühel ein weiteres Highlight am Ende der Genusswanderwoche. Trail-Running in Kitzbühel - eine Leidenschaft, die heuer erstmals auch in einem sportlichen Wettkampf gipfelt. Auf 3 Distanzen - 6 km, 20 km und 32 km – erlaufen Teilnehmer

die Region rund um das Kitzbüheler Horn. Anmeldung und Informationen zur Streckenführung unter www.gamstrail.at

Es gibt Orte, die sind zum Träumen gemacht. Alpiner Charme. Magische Anziehungskraft. Lifestyle in den Bergen Tirols. Eine einzigartige Mischung aus Sport, Natur, Tradition und Lifestyle. Kurzum: Kitzbühel, 365 Tage Magie des Wanderns. Alle Informationen zum Thema Wandern finden Sie unter wandern.kitzbuehel.com

© Joe Hölzl

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Obere Bilder: © Michael Werlberger

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Aktiv in den Alpen


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ErlebnisReich Hohe Salve Die Hohe Salve zählt zu den schönsten Aussichtsbergen Tirols. Der 1.829 m hohe Berg grüßt schon von weitem in alle Himmelsrichtungen. Wohl mit ein Grund, dass er den lateinischen Gruß „Salve“ im Namen trägt. Mit dem Salvenkirchlein am Gipfel steht auf der Hohen Salve Österreichs höchstgelegene Wallfahrtskirche. Das 360°-Panorama ist der außergewöhnlichen Lage des Aussichtsberges in den Kitzbüheler Alpen zu verdanken. Mehr als 70 Dreitausender reihen sich wie auf einer

Perlenkette entlang des Panoramas auf. Unser Tipp! Steigen Sie schon früh morgens in eine der ersten Gondeln in Hopfgarten und genießen Sie ein schmackhaftes Bergfrühstück auf der einzigartigen drehbaren Panoramaterrasse des Gipfelrestaurants.

se stehen lassen und bequem und stressfrei in die Region reisen. Vor Ort nutzen Sie Ihre Gästekarte als Fahrkarte – diese inkludiert die Fahrt in allen Nahverkehrszügen der ÖBB von Wörgl bis nach Hochfilzen sowie sämtliche Busverbindungen innerhalb der Regionsgrenzen.

FamilienHerbstWochen Bis 4. November 2018 sind die Bergbahnen inkl. ihrer Bergerlebniswelten geöffnet und Kinder bis 15 Jahre fahren kostenlos! Auch die Wörgler Wasserwelt bietet in diesem Zeitraum ein attraktives Familienangebot: beim Kauf einer 4 h- oder Tageskarte sind Kinder bis 15 Jahre frei. Dank hervorragender Bahnanbindung können Sie auch Ihr Auto getrost zu Hau-

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Ferienregion Hohe Salve Innsbrucker Straße 1 A-6300 Wörgl Tel.: +43(0)57507 7000 info@hohe-salve.com www.hohe-salve.com

EVENTS 1. September KitzAlpHike auf den KAT Walk-Etappen 1+2 ab Hopfgarten 15. bis 30. September Kulinarische Almwochen auf der Hohen Salve in Hopfgarten 15. September Almabtrieb in Angerberg 29. September Almabtriebe in Hopfgarten und Kelchsau

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Unzählige Wanderwege auf idyllische Almen machen die Bergwelt der Kitzbüheler Alpen ebenso einmalig wie abwechslungsreich. Ob Familien, Genusswanderer oder Gipfelstürmer – in der Ferienregion Hohe Salve schlägt jedes Wanderherz höher.


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EINE NACHT AUF DEM SEEGRUND

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WA S S E R S P O RT Grill, Fleisch und Würstel und natürlich gute Laune im Gepäck. Das Kernziel unserer Unternehmung war es, den Sternenhimmel und die einzigartige Kulisse des Seegrunds so gut wie möglich mit unserem Sport, dem Stand Up Paddling, auf Bildaufnahmen zu vereinen. Zwischen 23:30 Uhr und 1 Uhr war die Milchstraße dann ganz deutlich zu erkennen und wir hatten einen klaren Sternenhimmel, der uns ein unglaubliches Fotoshooting ermöglichte. Die wahre Herausforderung bestand des nachts beim Fotografieren darin, sich so wenig wie möglich zu bewegen, um für die nötige Belichtungsdauer ein möglichst brauchbares Bild zu bekommen. Der Forggensee ist ein vom Lech durchflossener Stausee in der Nähe von Füssen im Königswinkel im bayerischen Allgäu. Er ist der größte Stausee Deutschlands und fünftgrößter See Bayerns. Seinen Namen hat er vom ehemals überfluteteten Weiler Forggen. Der um 1954 errichtete Staudamm wird aktuell aufgrund von Schäden und Schwachstellen für rund 20 Millionen Euro saniert. In einer Mitteilung des Betreibers heißt es: „Ohne ausreichende Stabilität ist die Sicherheit des Damms nicht gewährleistet und ein Aufstau nicht möglich.” Der Forggensee wurde aus diversen, wichtigen Gründen angelegt. Er dient zum einen der Stromerzeugung und als Kopfspeicher der Lechabwärts gelegenen Wasserkraftwerke, zum anderen zur Regulierung des Lech-Hochwassers nach Einsetzen der Schneeschmelze, also zum Hochwasserschutz, zur Niedrigwasseraufhöhung und zur Regulierung des Donau-Wasserstandes.

Denn auch geschichtlich ist der See von großer Bedeutung und gleicht einer Zeitreise auf den Seegrund. Durch den See führt(e) eine alte Römerstaße, die “via Claudia Augusta”, die eine wichtige Handelsverbindung von Süd nach Nord war. Sie führte von Venedig über den Reschenpass nach Augsburg. Noch heute finden sich Spuren und Überreste aus längst vergangener Zeit am Seegrund, die man bei geführten Touren besichtigen kann. Grund genug für uns sich die Sache einmal genauer anzusehen! Wir wollen hier Geschichte mit der Kunst des Fotografierens und dem aktuellen Ereignis des leeren Sees verknüpfen. Für unser Vorhaben, eine Nacht im Biwak auf dem Seegrund des Forggensees zu verbringen, hatten wir bereits alle nötigen Vorkehrungen getroffen und so waren Isomatten, Schlafsäcke, Biwaksäcke,

Die Tourismuswirtschaft in der Region um Schloss Neuschwanstein klagt aktuell über große Einbußen, weil Urlauber auf das Baden und Schiffsfahrten auf dem See verzichten müssen. Für uns Stand Up Paddler entstand hier jedoch eine kuriose, karge Mondlandschaft mit einzigartiger Kulisse. Der See macht mit seinen wenigen kleinen Becken und dem Lech der ihn durchfließt einen tristen Eindruck. Doch der trockene Seegrund erlaubt einen spannenden Blick auf eine untergegangene Welt.

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Aktiv in den Alpen

Was sich an Land als relativ einfach erwies, wurde auf dem Wasser stehend auf unseren SUP´s eine wahre Herausforderung! Trotz Windstille war das Wasser ständig in Bewegung und unsere Bretter zogen still über die Oberfläche. Selbst die kleinste Erschütterung machte zunächst brauchbare Bilder zunichte. Doch mit viel Geduld gelangen uns, dank professioneller Unterstützung aus unserem Fotografenteam um Martin Zurek (51) aus Irsee und Willi Roth (32) aus Kaufbeuren, einmalige Bilder die es in dieser Form und Location zuvor noch nicht gegeben hat. Eine triste, surreale Welt auf dem Seegrund des Forggensees, im Hintergrund die Milchstraße, wir auf unseren SUPBoards im Vordergrund und das alles auf einem Foto festgehalten - die perfekte Nachtaufnahme auf dem Grund eines Sees, der zum ersten Mal seit 64 Jahren im Sommer ausgelassen ist, war gelungen!


WA S S E R S P O RT

Motivation und Stimmung waren bestens! Man verbringt ja nicht alle Tage die Nacht auf dem Seegrund, und so kam es, dass wir bis tief in die Nacht Fotos machten und erst um 2 Uhr morgens in unsere Schlafsäcke krochen. Es war ein tolles Gefühl unter freiem Sternenhimmel zu schlafen! Selbst ein kurzer Regenschauer, der morgens um 3 Uhr über uns hinweg zog, konnte uns nicht von unserem Vorhaben abbringen die Nacht ohne Zelt im Freien zu verbringen. Am kommenden Morgen wurden wir mit Sonnenstrahlen und blauem Himmel belohnt, nur einzelne Gewitterwolken zogen über uns hinweg und boten uns erneut eine unglaubliche Kulisse und weitere tolle Perspektiven zum Fotografieren.

Mit Hilfe eines faltbaren Handwagens, eine Art Leiterwagen auch genannt »Reacha«, war es uns möglich unser komplettes Equipment von Spot zu Spot zu bringen, ohne unnötige Fußmärsche auf uns nehmen zu müssen oder kniehoch im lehmigen Boden zu versinken. Auch unsere Paddelbretter mussten wir dank des Wagens nicht umher tragen. Rückblickend können wir einem jeden diese tolle Tour auf dem Seegrund empfehlen! Egal ob zu Fuß auf den Spuren der Via Claudia Augusta oder stehend paddelnd auf einem Board. Der Forggensee hat trotz fehlendem Wasser jede Menge zu bieten und ist immer eine Entdeckungsreise Wert.

Ausgangspunkt für unsere Fotoserie samt Biwakcamp war die Illasbergschlucht am Tiefental im Forggensee. Einer Sage zufolge hauste in diesem Tal ein Drache, der die römischen Reiter mit seinem grausigen Atem verjagte und Ihre Pferde als lebende Beute behielt. Hin und wieder verspeiste er eines der Pferde und spießte die Köpfe auf die Bäume des Tiefentals. So kam es das die nahe Gemeinde »Roßhaupten« ihren Namen aus der Sage erhielt. Am nächsten Morgen ging es von der Illasbergschlucht weiter nach Dietringen in Richtung Yachtclub mit Blick auf die Königsschlösser. Text: Manuel & Mario Stecher Fotografen: Martin Zurek & Willi Roth

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ALPENREGIONEN

Auf den Berg gekommen Wer mit dem Mountaincart – einer Art Dreirad für Große – vom Kapell durch den Wald Richtung Kropfen fährt, nimmt rasant Fahrt auf. „Das sind nicht die gleichen Geschwindigkeiten wie beim Skifahren, aber es macht trotzdem Riesenspaß“, sagt Joe Tripp. Er leitet die Skischule Schruns und ist im Sommer als Outdoor-Guide unterwegs.

Eine ganze Woche Abenteuer pur Nach fünf Kilometern ist die Fahrt vom Kapell runter leider schon vorbei. Doch

ist sie der Startschuss für eine Woche voller Abwechslung und Action. Genau dafür ist das neue Bergsportzentrum am Hochjoch gedacht: „Für Wanderer und Biker haben wir schon lange tolle Touren und Routen“, sagt Markus Büchel, strategischer Kopf hinter dem neuen Angebot der Silvretta Montafon. „Unsere Bergwelt bietet noch viel mehr Möglichkeiten, die gerade den Sommer zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.“

Erlebnissen wählen, die mal halbtags, mal ganztags stattfinden. Dazu zählen Wanderungen mit Lagerfeuer, Klettersteige, Alpines Campen, Bouldern, Stand Up Paddling und Trailrunning. Darüber hinaus trainieren große und kleine Radfahrer ihre Fertigkeiten seit vergangenem Sommer in einem ausgebauten Übungsgelände auf 1.850 Metern Höhe – mit Rampen und Wippen, um fürs Gelände gewappnet zu sein.

Von Montag bis Samstag können Urlauber jeden Tag zwischen verschiedenen

„Egal wofür ich mich entscheide, ich kann schon vor meinem Urlaub alles online

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ALPENREGIONEN

buchen“, sagt Markus und verweist darauf, dass es spezielle Angebote für Anfänger und Fortgeschrittene, für Familien sowie für größere und kleinere Gruppen gibt. Auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen: Bei Interesse einfach im Bergsportzentrum am Kapell fragen, wo noch Plätze frei sind. „Zusätzlich können unsere Gäste eine Online-Plattform nutzen, auf der sämtliche Angebote auch individuell zu buchen sind. Also unsere Bergerlebnisse, die dann in Einzelbetreuung durchgeführt werden.

Dazu kommen weitere Aktivitäten wie Rafting oder Quadfahren, die Partnerbetriebe von uns hier im Tal durchführen.“

Hauptsache echt Bei allen Ideen und Plänen legen Markus, Joe und das gesamte Team sehr viel Wert auf Authentizität. „Alle Erlebnisse, die wir im Programm haben, passen zum Montafon, zu unserer Tradition und Lebensart“, so Markus. Deswegen spielt auch nicht allein Action die ausschlaggebende Rolle im Sommer. Eine genauso große Bedeutung hat der Genuss. „Unsere Gäste

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Aktiv in den Alpen

schätzen beides und das über alle Altersgruppen hinweg“, sagt Joe. Was auch immer für die Gäste im Fokus steht: Am „Abenteuerberg“ Hochjoch erwarten sie Spannung, Herausforderung und Nervenkitzel. Während die Nova als „Genussberg“ auf Entspannung und kulinarische Besonderheiten setzt. „Einer unserer großen Vorteile ist, dass wir auch oben am Berg hervorragende Gastronomie haben“, sagt Markus. „Auf der Versettla sind das unser Bergrestaurant Nova Stoba und seit vergangenem Winter die Weinbar


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VINNOVA. Hier haben regionale Spezialitäten, erlesene Tropfen und feine Kräuter ihren Platz – im Sommer und Winter.“

Ganzjähriges Urlaubsziel Damit die Silvretta Montafon im November wieder als erstes Skigebiet Vorarlbergs ihre Pisten eröffnen kann, legt sich das Team kräftig ins Zeug. Denn der durchgehende Sommerbetrieb läuft bis 21. Oktober und eine Verlängerung an den Wochenenden, bei gutem Wetter bis in den November hinein, ist nicht ausgeschlossen. Als Ganzjahresdestination

nimmt sich die Silvretta Montafon somit vor, aus der Sommer- direkt in die Wintersaison zu wechseln – ein sportliches Ziel! Aber als sportlichstes Skigebiet ist das ja kein Problem.

Neu und voller Action Das Bergsportzentrum der Silvretta Montafon liegt zwischen der Bergstation Hochjoch Bahn und dem Kapellrestaurant. Es ist in den Monaten Juli bis Anfang Oktober täglich geöffnet, sodass Urlauber sich zum aktuellen Programm informieren und gleich anmelden können.

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Auch in Sachen Ausrüstung werden sie hier fündig: Ab sofort hat der Intersport Shop an der Bergstation auch im Sommer geöffnet und verkauft und verleiht Equipment zum Wandern, Biken, Klettern und Stand Up Paddling. Kontakt: Tel.:+43(0)5557 6300 oder +43(0)5557 6300-612 bergsportschule@silvretta-montafon.at www.silvretta-montafon.at 

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HIER EINE ÜBERSICHT DER UNTERSCHIEDLICHEN BERGERLEBNIS-ABENTEUER: Abenteuer Stägawand Montags von 09.00-12.30 Uhr

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Einführung ins Klettersteiggehen Montags von 13.30-15.30 Uhr

€ 39,-

Bike-Tour zum Seetalhüsli Dienstags von 09.00-12.30 Uhr

€ 33,-

SUP und Floßbau im Seetal Dienstags von 13.30-15.30 Uhr

€ 39,-

Alpines Campen Dienstags ab 16.00 Uhr

€ 129,-

Technikprogr. für Bike-Beginner Mittwochs von 10.00-12.00 Uhr

€ 39,-

Spaß & Balance beim Seetalhüsli Mittwochs von 13.30-15.30 Uhr

€ 39,-

Singletrail-Bike-Tour für Einsteiger Donnerstags von 09.00-12.30 Uhr

€ 39,-

Singletrail-Bike-Tour für Fortgeschrittene Donnerstags von 13.00-16.30 Uhr

€ 39,-

Klettersteig Hochjoch Freitags von 09.00-15.30 Uhr

€ 99,-

Funsport auf Rollen Montags bis freitags, 10.00-15.00 Uhr

€ 15,-

Abenteuer für Kinder Montags bis freitags 10.00-15.00 Uhr Preise je nach Angebot Einführung in das Berglaufen Samstags von 10.00-12.00 Uhr

€ 33,-

Yoga am Berg Samstags von 10.00-11.00 Uhr

€ 20,-

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Aktiv in den Alpen


FA M I L I E N AU S F LÜ G E

FASZINATION BOGENSCHIESSEN Im neu angelegten Bogenparcours in Waltenhofen/ Martinszell (Allgäu) erwarten die Bogenschützen 30 lebensgroße 3D-Tiere. Die abwechslungsreiche Runde durch Wald und Wiesen ist für jung oder alt, für die Gruppe oder die Familie bestens geeignet. Spaß und Erfolg stellen sich spielerisch ein und jeder kommt auf seine Kosten. Das Spannen der Sehne, eine Konzentrationsphase zum Anvisieren des Ziels und das Loslassen des Pfeils bilden im Optimalfall eine Einheit. Grund- und Fortgeschrittenenkurse, Firmenevents sowie Leihausrüstungen können bei uns gebucht werden. Infos unter: www.bogenparcours-allgaeu.de oder www.diebogensehne-proshop.de

KRINNENALPE

Auch Kinder kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten: neben einem schönen Kinderspielplatz mit Rutsche, Schaukel, Sandkasten und Spielehütte lädt auch der Wasserteich zum gemütlichen Verweilen ein. Die Krinnenalpe ist bis zum 28. Oktober täglich geöffnet. Übernachtungsgäste sind herzlich willkommen. Infos unter: www.krinnenalpe-tirol.at

CAMBOMARE Ob in der 32° C-warmen Schwimmlagune mit Strömungskanal, der geheimnisvollen Sprudelgrotte, oder im Ganzjahresaußenbecken – im CamboMare in Kempten kommen alle Badegäste auf ihre Kosten. Weitere Attraktionen sind ein riesiger Wasserpilz und etliche Bodensprudler so wie die Crazy-River-Reifenund Blackhole Röhrenrutsche. Spezielle Sprudelliegen, Nackenduschen und verschiedene Massagedüsen runden das Angebot ab. Im ansprechenden Kids Garden lernen auch die kleinsten Besucher das Element Wasser spielerisch im Schiffchenkanal oder der Kinderrutsche kennen. Es gibt außerdem eine prämierte Saunalandschaft mit 11 verschiedenen Saunen und Wärmeräumen, unter anderem mit Kräuter-, Rauch- und Knüppelsauna. Neu seit Frühjahr 2018 ist die große Panorama-Aufgusssauna mit großzügigem Ruheraum und Erlebnisduschen. Infos unter: www.cambomare.de

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Die herzliche Hütte liegt im romantischen Bergdorf Nesselwängle im Tannheimer Tal. Von der Krinnenalpe aus bieten sich zahlreiche Wanderund Bikemöglichkeiten von leicht bis schwierig.


FA M I L I E N AU S F LÜ G E THERME ERDING Die größte Therme der Welt Ob Wellenbaden in spektakulärer Brandung, Relaxen unter Großpalmen in der exotischen Therme oder unzählige Gratis-Aktivprogramme - die Besucher dürfen sich auf unvergessliche Erlebnisse freuen. Im GALAXY ERDING warten 27 abwechslungsreiche Rutschen in 3 Schwierigkeitslevel auf alle Actionfans. Auf der Space Glider können die Gäste eine absolute Weltneuheit entdecken: Das erste Water Slide-Erlebnis mit Virtual Reality-Brille! Auch bei den Außenrutschen gibt es Neues zu bestaunen: Die revolutionäre Big Wave sorgt mit 45 km/h Top-Speed für gewaltig Adrenalin. Mehr Informationen und Öffnungszeiten unter: www.therme-erding.de

FUSSBALLPARK ALLGÄU BODENSEE

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Fußball-Golf ist ein Mix aus Sport und Geselligkeit und ideal geeignet für alle, die den Freizeitspaß suchen. Vom Freizeitkicker bis zum Geburtstagskind. Ziel ist es den Ball, mit möglichst wenig Kicks, in ein mit einer Fahne markiertes Loch zu befördern. Auf dem Weg dahin gilt es einige Hindernisse zu überwinden, wie Baumstämme, hohes Gras, Wassergraben, Tore oder Reifen. Das verspricht spannende Runden auf 1,5 ha. Ob Groß oder Klein kommen auf 18 Bahnen mit einer Länge von 7 bis 90 Meter alle voll und ganz auf ihre Kosten. Um Fußball-Golf zu spielen, muss man kein Profi sein, Spannung und Begeisterung stehen an erster Stelle. Öffnungszeiten: April bis 4. November 2018 Infos unter: www.fussballgolf-allgaeu.de

FUSSBALLPARK Allgaeu-Bodensee

ALPINE COASTER IMST Die weltweit längste Alpen-Achterbahn Anschnallen und los geht‘s: Die Sommerrodelbahn überzeugt mit 3,5 km Länge und einer abwechslungsreichen Strecke. Im umliegenden Wandergebiet laden zahlreiche Routen zum Ausflug ein. Der leicht erreichbare Almzoo mit heimischen Tieren ist das neue Highlight bei Familien. Mit Karacho zurück ins Tal geht es per Alpine Coaster. Infos unter: www.imster-bergbahnen.at

GEWINNBOX AKTIV in den ALPEN verlost auf der AiA-Facebook 10x2 Freikarten (jeweils Lift und Coaster) für die längste Alpen-Achterbahn der Welt.

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Aktiv in den Alpen


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Waltenhofen/Martinszell Ideales Freizeiterlebnis für die ganze Familie in einer traumhaften Natur mit Panoramablick in die Allgäuer Alpenwelt. Das Gelände ist leicht zu begehen. Die Wege sind deutlich gekennzeichnet.

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Aktiv in den Alpen | Herbstausgabe 2018  

Outdoor und Freizeit vom Allgäu bis nach Südtirol

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