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März – April 2017 Bühnenprogramm


Business as usual?


VORAB

An dieser Stelle informieren wir Sie in der Regel über Themenschwerpunkte unseres aktuellen Programms. Aber business as usual scheint mir unter den gegebenen Umständen immer fragwürdiger. Das Ergebnis der Wahlen in den USA und die politischen Prognosen hierzulande und bei unseren europäischen Nachbarn führen uns mit aller Macht vor Augen, wie brüchig unsere demokratischen Werte geworden sind. Der Philosoph Georg Franck stellte kürzlich im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin »brand eins« fest, dass wir einen »emotionalen Klimawandel« erleben, denn unsere »öffentliche Sphäre ist voll von Shitstorms, Lügen, Verleumdungen auf hohem Emotions-Level. Das Ressentiment, das sich für keine Verleumdung und Verschwörungstheorie zu schade ist, sorgt für Einschaltquote und Medienhypes«. Das alles geht die Kunst, geht den Tanz nichts an, so könnte man meinen. Tief berührt hat mich jüngst die Inszenierung »La Valse« des Düsseldorfer Choreografen Raimund Hoghe, der darin zeigt, wie es doch gehen kann. Er beginnt mit einem Reenactment einer der symbolträchtigsten Fotografien unserer Zeit; das Bild des kleinen Aylan, dem ertrunkenen syrischen Flüchtlingsjungen, der vergangenes Jahr an einen türkischen Badestrand angespült wurde. Dazu spielt ein Pianist »La Valse« von Maurice Ravel. Die Widersprüchlichkeit könnte kaum größer sein: Hier der Traum von einem besseren Leben, dort die grausame Realität an Europas Außengrenzen. Raimund Hoghe klagt an, indem er uns daran erinnert, dass auch andere Menschen ein Recht auf dieses bessere Leben haben und indem er uns daran hindert, einfach darüber hinwegzusehen. Es war die humane Geste der Inszenierung, das Mitmenschliche, das hier in den Mittelpunkt der Bühne gerückt wurde. Frei von jeglichem Zynismus. Bettina Masuch Intendanz


MÄRZ 2017

01.03. – 10.03. Festival You’re a cyborg but that’s ok #2

01. 02. 03. 04. 08. 09. 10.

Mi 17:00 Vortrag »Digitalisierung und Cyborgisierung?« von Vincent Fröhlich

S. 13

Mi 19:00 Festivaleröffnung Company Selon l’Heure/Ali Moini »Man anam ke rostam bovad pahlavan« Dt. Erstaufführung

S. 12

Do 11:00 Company Selon l’Heure/Ali Moini »Man anam ke rostam bovad pahlavan«

S. 12

Fr 11:00 + 19:00 fABULEUS/Ugo Dehaes »RATS« Dt. Erstaufführung

S. 14

Fr 18:00 Physical Introduction vor »RATS«

S. 14

Sa 19:00 fABULEUS/Ugo Dehaes »RATS«

S. 14

Mi 11:00 – 13:00 Compagnie par Terre/Anne Nguyen »Dance of the City Warriors« Installation Dt. Erstaufführung

S. 16

Do 11:00 – 13:00 + 17:00 – 21:00 Compagnie par Terre/Anne Nguyen »Dance of the City Warriors«

S. 16

Fr 11:00 – 13:00 + 17:00 – 21:00 Compagnie par Terre/Anne Nguyen »Dance of the City Warriors« Fr 18:00 Katja Heitmann »Siri loves me« Showing

S. 16

S. 17


MÄRZ 2017

17. 18. 24. 25. 26. 31.

Fr 20:00 S. 19 She She Pop »50 Grades of Shame«– Ein Bilderbogen nach Wedekinds »Frühlings Erwachen« (Berliner Version) Sa 20:00 She She Pop S. 19 »50 Grades of Shame«– Ein Bilderbogen nach Wedekinds »Frühlings Erwachen« (Berliner Version) Fr 20:00 DANCE ON ENSEMBLE/Deborah Hay »Tenacity of Space« Uraufführung Sa 19:00 Physical Introduction vor »Tenacity of Space« Sa 20:00 DANCE ON ENSEMBLE/Deborah Hay »Tenacity of Space« So 18:30 Film »The Body as Archive« von Michael Maurissens So 20:00 DANCE ON ENSEMBLE/Deborah Hay »Tenacity of Space«

S. 20

S. 20 S. 20

S. 20

S. 20

Fr 20:00 Now & Next mit Arbeiten von Richard Eisenach, S. 22 Esther Siddiquie & James Morgan, Elsa Artmann & Samuel Duvoisin und Céline Bellut


APRIL 2017

01. 02. 03. 04.

Sa 20:00 S. 22 Now & Next mit Arbeiten von Richard Eisenach, Esther Siddiquie & James Morgan, Elsa Artmann & Samuel Duvoisin und Céline Bellut So 17:00 Physical Introduction vor »True Colors« So 18:00 BackBone/Alida Dors »True Colors« Dt. Erstaufführung Im Rahmen der Reihe Melancholie & Muskeln

S. 25

Mo 11:00 + 18:00 BackBone/Alida Dors »True Colors«

S. 25

Di 11:00 BackBone/Alida Dors »True Colors«

S. 25

S. 25

07.04. – 17.04. Flamenco Festival

07. 08. 09. 13. 14.

Fr 20:00 Festivaleröffnung Daniel Doña Compañía de Danza »Hábitat« Dt. Erstaufführung

S. 28

Sa 19:00 Daniel Doña Compañía de Danza »A pie de calle« Sa 20:00 Pastora Galván »Pastora baila« Dt. Erstaufführung

S. 28

So 17:00 Einführung vor »En mis cabales« So 18:00 José Galán »En mis cabales« Dt. Erstaufführung

S. 30

Do 19:00 Physical Introduction vor »Al baile«

S. 31

Do 20:00 Juan Carlos Lérida »Al baile« Dt. Erstaufführung

S. 31

Karfreitag 19:00 Physical Introduction vor »Catedral« Karfreitag 20:00 Patricia Guerrero »Catedral« Dt. Erstaufführung

S. 32

S. 29

S. 30

S. 32


15. 16. 17. 22. 23. 24. 29. 30.

Sa 18:00 Film »Flamenco – Gesichter eines Tanzes« von Sibylle Tiessen Sa 20:00 Patricia Guerrero »Catedral«

S. 32

Ostersonntag 19:00 Performance »next.duo« von Julia Petschinka

S. 33

Ostersonntag 20:00 Compañía Antonio Molina »El Choro« »Aviso: Bayles de Jitanos« Dt. Erstaufführung

S. 33

Ostermontag 19:00 Showing von Javier Latorre Ostermontag 20:00 Compañía Antonio Molina »El Choro« »Aviso: Bayles de Jitanos«

S. 33

Sa 20:00 Batsheva – The Young Ensemble »Naharin’s Virus«

S. 34

So 18:00 Film »Mr. Gaga« von Tomer Heymann

S. 35

Mo 20:00 Batsheva – The Young Ensemble »Naharin’s Virus«

S. 34

Sa 20:00 Claire Cunningham & Jess Curtis »The Way You Look (at me) Tonight«

S. 36

Sa ab 23:00 something Veranstaltung für elektronische Clubkultur Party in Kooperation mit suffon.de Acts: Credit 00 (Live & DJ-Set) & DJ Normal 4

S. 40

So 20:00 Claire Cunningham & Jess Curtis »The Way You Look (at me) Tonight«

S. 36

S. 32

S. 33


Festival mit Performances, Lectures, Installation, Workshops u.v.m. Ihr seid Cyborgs! Ihr wurdet geboren, als es das Internet schon gab. Vielfach gleicht eure Welt dem World Wide Web. Ihr seid Digital Natives. Ihr seid, weil ihr liked. Roboter und implantierbare Chips sind keine Science Fiction-Fantasien mehr für euch, sondern nur eine Frage der Zeit. Drohnen sind euer Spielzeug. Und das ist ok. Dieses Festival ist für euch, liebe Cyborgs, und geht mit der diesjährigen Ausgabe in die zweite Runde: Junge und erwachsene, urbane und zeitgenössische Tänzer, Schauspieler sowie andere Experten setzen sich mit der digitalen Welt von heute und mit Blick nach vorne auseinander. Mehr zum Festival, das auch im FFT Düsseldorf und im Jungen Schauspiel stattfindet, unter www.take-off-junger-tanz.de oder im Festivalflyer. You’re a cyborg but that’s ok #2 ist ein Festival von Take-off: Junger Tanz, gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.


Illustration: Roman Klonek


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YOU’RE A CYBORG BUT THAT’S OK

Mi 01.03. 19:00 + Do 02.03. 11:00

Company Selon l’Heure/ Ali Moini »Man anam ke rostam bovad pahlavan« Dt. Erstaufführung Das Setting: eindrucksvoll! Ali Moini, Tänzer und Choreograf mit iranischen Wurzeln, ist mit einer lebensgroßen Maschine, einer Art Roboter, verbunden. Jede seiner Bewegungen wird über hunderte Seilzüge an sein Gegenüber weitergegeben. Doch wer lenkt hier wen? Wer ist Subjekt, wer ist Objekt? Wann wird die Maschine menschlich und der Mensch künstlich? Oder wie die französische Zeitung »Le Monde« schreibt: »Ali Moini wird zum Instrument einer beeindruckenden Maschine, die in ihrer immensen Präsenz fasziniert und Fragen über die vielschichtigen Verbindungen von Leben und Tod aufwirft.«

Foto: Alain Scherer

Das Stück, das beim renommierten Festival Montpellier Danse 2016 uraufgeführt wurde, thematisiert über die Idee des Doppelgängers die


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Komplexität der menschlichen Natur. Der Titel leitet sich von einem iranischen Sprichwort ab, das wörtlich übersetzt »Ich verdanke Rostam meinen Ruhm« bedeutet. Es zielt darauf ab, dass man seinen Erfolg der Fähigkeit verdankt, eine talentierte Person zu imitieren. Ali Moini studierte Schauspiel in Teheran und Choreografie u.a. in Lissabon. Seit 2010 entwickelt er eigene Stücke, die insbesondere in Europa touren. Eine seiner ersten Soloarbeiten »My Paradoxical Knives« erhielt bereits viel Beifall von Presse und Publikum. 2014 trat er in Hooman Sharifis Stück »Every order eventually looses its terror« auf. Großer Saal, Eintritt € 12,- / für alle unter 27 Jahren € 8,50 Dauer: 55 Min. / Mi 17:00 Vortrag »Digitalisierung und Cyborgisierung?« von Vincent Fröhlich

Konzept, Performance: Ali Moini; Soundinstallation: Sarah Shamloo, Nima Aghiani aka 9T ANTIOPE; Bühnenbild: Julien Peissel, Ali Moini; Konstruktion: Julien Peissel; Lichtdesign: Stéfane Perraud; Technik: Samson Milcent; Dramaturgische Beratung: Thibaud Croisy; Produktionsmanagement: Yann Gibert. www.selon-lheure.com Eine Produktion von Selon l’Heure, koproduziert durch Montpellier Danse 2016, La Passerelle Scène Nationale, La Filature Scène Nationale, unterstützt durch das Centre National de la Danse, Espace Pasolini und das Festival Montpellier Danse. Mit Unterstützung der Fondation d’entreprise Hermès im Rahmen des Programms New Settings. Weiterhin unterstützt durch DRAC Île-de-France.


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YOU’RE A CYBORG BUT THAT’S OK

Fr 03.03. 11:00 + 19:00 / Sa 04.03. 19:00

fABULEUS/Ugo Dehaes »RATS« Dt. Erstaufführung In »RATS« treffen sieben junge urbane Tänzer auf tanzende Drohnen. Mittendrin eine zeitgenössische Tänzerin. Sie drehen sich umeinander, sie beobachten und kopieren sich gegenseitig und fordern sich heraus. Jeder versucht, seine Identität zu behaupten und die Bühne für sich zu erobern. Selbst die Drohnen scheinen hier ihren eigenen Charakter zu haben und laden uns in einen Spielzeug-Kosmos ein, der gleichermaßen harmlos und bedrohlich wirken kann. Der zeitgenössischen Tänzerin Jenna Jalonen und ihrer Figur kommt eine besondere Rolle zu: Sie verführt die Tänzer und Drohnen – einer Rattenfängerin gleich – sich ihrer Welt und Bewegungssprache anzuschließen. So verschmelzen Soli und Battles in Gruppenchoreografien. Unterschiedliche Welten treffen aufeinander und an der Schnittstelle entsteht eine neue Tanzsprache. Nach dem erfolgreichen Stück »GIRLS« von 2013 arbeitet Ugo Dehaes zum zweiten Mal mit dem Produktionszentrum fABULEUS im belgischen Leuven zusammen, das insbesondere Tanz- und Theaterstücke für ein junges Publikum fördert. Ugo Dehaes erhielt seine Ausbildung bei P.A.R.T.S., der von Anne Teresa De Keersmaeker gegründeten Talentschmiede in Brüssel, und kreiert seit dem Jahr 2000 eigene Arbeiten. »Geballte Energie und ein schnell entzündbarer Showeffekt: Dies macht die Tanzstile aus. Dehaes fügt Dauer und Machart einer zeitgenössischen Tanzvorstellung hinzu und fordert die Crew so auf, ihre Komfortzone zu verlassen. Sie tun es mit größter Hingabe.« Charlotte de Somviele, »De Standaard«, 13.01.2017 Großer Saal, Eintritt € 12,- / für alle unter 27 Jahren € 8,50 Dauer: 60 Min. / Fr 18:00 Physical Introduction / Sa 14:00 – 17:00 Workshop »RATS« mit Ugo Dehaes

Choreografie: Ugo Dehaes; Tanz: Romain Alerm y Domingo, Quentin Croux, Jenna Jalonen, Louna Naso, Mirte Oudermans, Ninon Pereira Portela, Louise Pinsar, Fien Voorspools; Choreografische Assistenz: Jenna Jalonen, Katja Pire; Gastchoreografen: Frédéric Celini (HipHop), Koen ‘little’ Horsten (Breakdance), Mendo (House); Bühnenbild, Licht: Timme Afschrift; Musik: Adrian Newgent; Drohnen, Software: Mario Henrique Cruz Torres, Hoang Tung Dinh, Marvin Ferber, Kristof Coninx, Tom Holvoet (imec-DistriNet); Produktionsleitung, Kostüme: Cynthia Schenkels; Kostümassistenz: Lotte Stek; Technik: Tom Philips. www.kwaadbloed.com www.fabuleus.be Eine Produktion von fABULEUS, koproduziert durch kwaad bloed, STUK in Zusammenarbeit mit TAKT Dommelhof en Zinnema.


Foto: Clara Hermans


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YOU’RE A CYBORG BUT THAT’S OK

Mi 08.03. 11:00 – 13:00 + Do 09.03. + Fr 10.03. 11:00 – 13:00 und 17:00 – 21:00

Compagnie par Terre/Anne Nguyen »Dance of the City Warriors« Dt. Erstaufführung Der neueste Wurf von B-Girl Anne Nguyen ist eine begehbare Installation, die dem urbanen Tanz in seinen verschiedenen Varianten gewidmet ist und ihn mit Elementen des Gaming verknüpft. Für alle Fans von HipHop, Popping, Locking und Freestyle heißt es hier: Erlebt einen Parcours, der euch durch verschiedene Räume des tanzhaus nrw führt und interaktiv angelegt ist! Fünf Stationen laden dazu ein, HipHop-Moves zu kreieren, Battles zu inszenieren und selbst zu tanzen, analog ebenso wie digital.

Foto: Patrick Berger

Anne Nguyen, die zahlreiche Preise der urbanen Tanzszene gewann, u.a. die Battle of the Year, interessiert sich auch in ihrer neuen Arbeit für die besonderen Qualitäten der verschiedenen HipHop-Stile. Sie zerlegt sie mit wissenschaftlicher Akribie und gleichzeitiger Leidenschaft für den HipHop. Als Grundlage der aktuellen Arbeit diente ihr die von ihr verfasste Gedichtsammlung »Manuel du Guerrier de la


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Ville«, die den Menschen in seinem urbanen Umfeld skizziert. »HipHop ist eine Bewegung des Widerstands, eine Art moderne Kampftechnik, die man angesichts einer häufig feindseligen städtischen Umwelt wählt«, so die Choreografin. Versch. Räume, Eintritt € 12,- / für alle unter 27 Jahren € 8,50 Dauer: 30 – 45 Min. Fr 10.03. 18:00 »Siri loves me« Showing von Katja Heitmann Im Oktober 2016 gewann Katja Heitmann den Dutch Dance Festival Award mit ihrem Konzept für »Siri loves me«, einem großformatig angelegten Happening im öffentlichen Raum für Google-Kids und Digital Natives. Im tanzhaus nrw erarbeitet sie eine erste Fassung ihrer Performance mit Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren. In Anlehnung an ihr Stück »Pandora’s DropBox« kommt der Mensch der Maschine auch hier sehr nahe. Künstlerische Leitung: Anne Nguyen; Installations-Konzept: Anne Nguyen, Claudio Cavallari; Videos: Claudio Cavallari; Beratung, technische Leitung: Franck Lacourt; Musik, Jam: Sébastien Lété; Tanz: Tänzer der Compagnie par Terre und des tanzhaus nrw. www.compagnieparterre.fr Eine Produktion der Compagnie par Terre, koproduziert durch Chaillot, Théâtre National de la Danse, Espace 1789 de Saint-Ouen, Le Prisme – Centre de développement artistique de Saint-Quentin-en-Yvelines und Mashup Studio SAS. Die Compagnie par Terre wird gefördert durch das Ministère de la Culture et de la Communication/DRAC Île-de-France, la Région Ile-de-France und das Département du Val-de-Marne sowie das Département de la Seine-Saint-Denis. Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation / DGCA.


Foto: Doro Tuch


PERFORMANCE

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Fr 17.03. 20:00 + Sa 18.03. 20:00

She She Pop »50 Grades of Shame« – Ein Bilderbogen nach Wedekinds »Frühlings Erwachen« (Berliner Version) Das Erleben und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Sex verändern sich ständig – es ist historisch, politisch, biografisch und durch spezifische Kontexte bedingt. In »Frühlings Erwachen«, dem 1891 erschienenen Drama von Frank Wedekind, werden pubertierende Jugendliche sexuell nicht aufgeklärt, da ihre Erzieher davon ausgehen, dass es sie verderben könnte. Heute hingegen ist die individuelle sexuelle Entfaltung zum gesellschaftlichen Imperativ geworden. Bilder von unbekleideten Körpern und Sex stehen überall zur Verfügung. In »50 Grades of Shame« erschaffen She She Pop, inspiriert von Wedekinds gesellschaftskritischem Stück und E. L. James Erotikroman »50 Shades of Grey«, nun eine eigene generationenübergreifende Erziehungsanstalt. Es gilt, die individuellen Körpergrenzen, das Alter, das Geschlecht, die eigene Scham und die mühsam errungene sexuelle Identität aufzugeben und vor der Live-Kamera in immer neuen, kollektiven Körperbildern miteinander zu verschmelzen. Mit Gästen aus der Berliner Tanz-, Performance- und Schauspiel-Szene sowie mit Zeigestock und Bildtafeln entwickeln She She Pop eine »ars erotica« von »50 Graden der Scham« im Frontalunterricht. Das Performancekollektiv She She Pop, hervorgegangen aus dem Studiengang der Angewandten Theaterwissenschaften der Universität Gießen, gehört zu den derzeit erfolgreichsten Gruppen der freien deutschsprachigen Theaterszene. Ihre Aufgabe sehen sie in der Suche nach den gesellschaftlichen Grenzen der Kommunikation – und in deren gezielter und kunstvoller Überschreitung im Schutzraum des Theaters. Großer Saal, Tickets über das FFT Düsseldorf unter www.fft-duesseldorf.de Dauer: 105 Min.

Konzept: She She Pop; Von und mit: Gundars Abolinš, Sebastian Bark, Daniel Belasco Rogers, Knut Berger, Lilli Biedermann, Jean Chaize, Anna Drexler, Jonas Maria Droste, Johanna Freiburg, Fanni Halmburger, Walter Hess, Christian Löber, Lisa Lucassen, Fee Aviv Marschall, Mieke Matzke, Ilia Papatheodorou, Florian Schäfer, Susanne Scholl, Berit Stumpf, Zelal Yesilyurt; Video: Benjamin Krieg; Bühne: Sandra Fox; Kostüme: Lea Søvsø; Musik: Santiago Blaum; Künstlerische Mitarbeit: Ruschka Steininger; Dramaturgie: Tarun Kade; Sounddesign: Manuel Horstmann; Licht: Michael Lentner; Technische Tourbetreuung: Florian Fischer, Sven Nichterlein; Video-Assistenz: Philipp Hohenwarter; Übertitel: Anna Kasten (KITA). Produktion/PR: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro; Tour-Organisation: Tina Ebert; Management: Elke Weber; Administration: Aminata Oelßner. www.sheshepop.de Eine Produktion von She She Pop und den Münchner Kammerspielen, koproduziert durch das FFT Düsseldorf, HAU Hebbel am Ufer Berlin, Kampnagel Hamburg, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/M, Kyoto Experiment. Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Eine Veranstaltung des FFT Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem tanzhaus nrw.


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REAL BODIES

Fr 24.03. 20:00 + Sa 25.03. 20:00 + So 26.03. 20:00

DANCE ON ENSEMBLE/ Deborah Hay »Tenacity of Space« Uraufführung

Mit Deborah Hay konnte eine der renommiertesten amerikanischen Choreografinnen für eine Auftragsarbeit für fünf Tänzerinnen und Tänzer des DANCE ON ENSEMBLE gewonnen werden. Deborah Hay zählt zu den radikalsten und einflussreichsten postmodernen Künstlerinnen und ist Gründungsmitglied des legendären in den 1960er Jahren entstandenen Judson Dance Theater. Bis heute beeinflusst die 1941 geborene Künstlerin die Entwicklung der internationalen Tanzund Performanceszene. In ihren Arbeiten hinterfragt sie nicht nur die tänzerische und choreografische Praxis, sondern stellt die differenzierte Wahrnehmung des eigenen Körpers und die Reflexion erlernter Wahrnehmungsmuster sowohl der Tänzer als auch der Zuschauer ins Zentrum. Auch »Tenacity of Space« entsteht aus der Grundidee von »enlarging your perspective«, so Deborah Hay: »In der Arbeit mit DANCE ON habe ich eine Choreografie für ein Ensemble entwickelt, dessen künstlerischer Fokus sich hin zu einer immer subtileren Ausformung von Erkenntnis, Unkonventionalität und Offenbarung verschiebt.« Bereits im vergangenen Oktober war das DANCE ON ENSEMBLE mit verschiedenen Choreografien etwa von William Forsythe und Rabih Mroué im tanzhaus nrw zu Gast. Ausgangspunkt des aus sechs herausragenden Tänzerpersönlichkeiten bestehenden Ensembles bildet die Idee, den immensen Erfahrungsschatz, das künstlerische Potenzial und die individuelle Bühnenpräsenz von Künstlern 40+ sichtbar zu machen. Gleichzeitig stehen Fragen zu individuellem Altersempfinden oder der gesellschaftlichen Wertschätzung von Älteren im Mittelpunkt. Großer Saal, Eintritt € 27,Dauer: 60 Min. / Sa 19:00 Physical Introduction / Sa anschl. Publikumsgespräch / So 18:30 Film »The Body as Archive« von Michael Maurissens Choreografie, Regie: Deborah Hay; Künstlerische Mitarbeit: Jeanine Durning und Ros Warby; In Zusammenarbeit mit: Ty Boomershine, Amancio Gonzalez, Jone San Martin, Brit Rodemund, Christopher Roman; Künstlerische Gesamtleitung DANCE ON ENSEMBLE: Christopher Roman; Lichtdesign: Tanja Rühl; Sounddesign: Mattef Kuhlmey; Kostümdesign: Judith Adam; Technische Produktionsleitung: Benjamin Schälike; Choreografische Assistenz: Katharina Rost. www.dance-on.net Eine Produktion von DANCE ON, koproduziert durch das tanzhaus nrw und ADC-Association Danse Contemporaine Genève. Kofinanziert durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union im Rahmen von DANCE ON, PASS ON, DREAM ON. Gefördert durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags. DANCE ON ist eine Initiative der DIEHL+RITTER gUG, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Gastspiel findet statt im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Weiterhin unterstützt durch die Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf.


Deborah Hay, Foto: Ralf Hiermisch


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NRW ARTISTS

Fr 31.03. 20:00 + Sa 01.04. 20:00

Now & Next

mit Arbeiten von Richard Eisenach, Esther Siddiquie & James Morgan, Elsa Artmann & Samuel Duvoisin und Céline Bellut Now & Next ist die Plattform für Kunstschaffende mit NRW-Bezug, die in den Bereichen Choreografie, Performance, Video, Installation oder in interdisziplinären Konstellationen arbeiten. Hier sind sie eingeladen, erste Projekte in allen Stadien der Entwicklung von Recherchen über Work-in-progress-Showings bis zu abgeschlossenen Stücken zu präsentieren. Mit »Thaumatrop« zeigt der Düsseldorfer Videokünstler Richard Eisenach nicht nur einen genreübergreifenden Musik-Tanz-Film, sondern taucht auch in die Zwischenwelten von Konkretion und Rausch ein. Richard Eisenach erhielt seine Ausbildung am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Für Esther Siddiquie und James Morgan ist »The Face to Face« ein Versuch, dem Gegenüber in allem gerecht zu werden und ihre Intentionen aus Bewegungen abzulesen. Die zwei Körper tasten sich an die unmögliche Möglichkeit


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heran, jedwede Entscheidung im vollkommenen gegenseitigen Einvernehmen zu fällen. Eine Unisono-Improvisation, in der das Verhältnis von Führen und Folgen, Abbild und Realität, Gelingen und Scheitern, Fürsorge und Befehl verschwimmt. Elsa Artmann und Samuel Duvoisin widmen sich gemeinsam mit den Tänzerinnen Sooyeon Kim, Diana Treder und Chengcheng Hu ebenfalls den feinen Graden der zwischenmenschlichen Kommunikation. Sie arbeiten mit »Family Scores« auf ein Bühnenstück hin, das die Thematik des Zusammenseins beleuchtet. Expliziter verhalten sich die Ausdrucksformen im Rap, die die Folkwang-Absolventin Céline Bellut in ihrer Choreografie für sieben Tänzerinnen in den Mittelpunkt stellt. Ist hier erstmal hauptsächlich von Sex, Geld und Frauenkörpern die Rede, nimmt »Pop it« Texte und gängige Tanzbewegungen unter die Lupe und schmiedet Ironie zwischen sinnlicher Bewegung und sexistischem Text zur idealen Waffe. Verschiedene Räume, Eintritt € 17,- / für alle in Ausbildung € 8,50 Dauer: 90 Min. / Sa anschl. Publikumsgespräch »Thaumatrop« Film von Richard Eisenach. »The Face To Face« Choreografie, Performance: Esther Manon Siddiquie, James Morgan. »Familiy Scores«: Choreografie, Performance: Diana Treder, Sooyeon Kim, Chengcheng Hu, Samuel Duvoisin, Elsa Artmann. »Pop It« Choreografie: Céline Bellut; Performance: Magdalena Öttl, Liliana Ferri, Ying Yu Chen, Maria Giovanna Delle Donne, Marie-Lena Kaiser, Geraldine Rosteius, Céline Bellut. Das Programmformat Now & Next wird gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf.

»The Face to Face« Foto: Fiona Essex


Foto: Anouk van Kalmthout


JUNGES TANZHAUS

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So 02.04. 18:00 / Mo 03.04. 11:00 + 18:00 / Di 04.04. 11:00

BackBone/Alida Dors »True Colors« Dt. Erstaufführung Im Rahmen der Reihe Melancholie und Muskeln Wer zeigt schon sein wahres Gesicht in den sozialen Medien? Welche persönlichen Geschichten verbergen sich hinter den FakeIdentitäten, die im Netz kursieren und zu denen Selbstinszenierung ganz selbstverständlich dazugehört? Die Amsterdamer Tänzerin und Choreografin Alida Dors macht sich in ihrer neuesten Arbeit auf die Suche nach den »echten Farben« und wagt den Blick hinter die Fassade der geschönten digitalen Bilder und frisierten Selbstdarstellungen. Gemeinsam mit Spoken Word-Künstler Guus van der Stehen, Opernsänger Marciej Straburynski und DJ Lovesupreme vom Musiktheaterensemble Silbersee sowie fünf Tänzerinnen und Tänzern ihrer Kompanie BackBone verbindet sie urbane und zeitgenössische Tanzelemente, Live-Musik und mischt Battle-Strukturen ^projektionen der bildenden Künstler Manuel Rodrigues und Sarah Orfali, die jedes Detail erfassen und die ungeschminkte Realität jenseits von Korrektur-Filtern und Photoshop spiegeln. »Alida Dors ist eine der interessantesten und innovativsten Choreografinnen der Niederlande«, so die Online-Plattform »Theaterkrant«. Nach ihrer Karriere als HipHop-Tänzerin – sie wirkte u.a. in Shows von Usher oder P.Diddy mit – begann sie eigene Arbeiten zu entwickeln. Zuletzt war sie im Jahr 2015 mit »Built for it« im tanzhaus nrw zu sehen, in der sie mit dem Rapper Typhoon zusammenarbeitete und mittels voluminöser Ganzkörper-Anzüge gängige Schönheitsklischees und Körperideale unter die Lupe nahm. Großer Saal, Eintritt € 17,- / für alle unter 27 Jahren € 8,50 Dauer: 60 Min. / So 17:00 Physical Introduction / So anschl. Publikumsgespräch

Choreografie, Konzept: Alida Dors; Tanz: Pom Arnold, Bilal Bachir, Donna Chittick, Liza Panjoel, Delano Spenrath; Gesang: Maciej Straburzynski; Spoken Word: Guus van der Stehen; Musik: DJ Lovesupreme & Silbersee; Videoprojektionen: Manuel Rodrigues, Sara Orfali; Lichtdesign: André Goos; Kostümdesign: Arien de Vries; Szenografische Beratung: Ascon de Nijs; Musik- und Textdramaturgie: Maarten van Hinte; Tanzdramaturgie: Peggy Olislaegers, Annette van Zwoll. www.backboneconnects.nl Eine Produktion von BackBone mit Silbersee, koproduziert durch Productiehuis Rotterdam, Het Klooster Woerden und das tanzhaus nrw im Rahmen von Take-off: Junger Tanz, gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.


07. – 17.04.2017

Mit Bühnenprogramm und Workshops Das Flamenco Festival versteht sich mehr denn je als Plattform für das breite Spektrum von ästhetischen Handschriften des aktuellen Flamenco. Sechs Bühnenkreationen – allesamt Deutschlandpremieren – sowie eine Vielzahl von Workshops für die Aficionados machen die Gegenwärtigkeit des Flamenco als Tanz und Musikkultur sichtbar. Details unter www.tanzhaus-nrw.de oder im Festivalflyer.

In Kooperation mit dem Instituto Andaluz del Flamenco, gefördert durch Acción Cultural Española.


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FLAMENCO

Fr 07.04. 20:00

Daniel Doña Compañía de Danza »Hábitat« Dt. Erstaufführung Der aus Granada stammende Tänzer und Choreograf Daniel Doña gilt als Erneuerer seines Genres. Er setzt sich gerne über künstlerische Dogmen hinweg und treibt ein einfallsreiches Spiel mit Prinzipien unterschiedlicher Tanzstile zwischen Danza española, zeitgenössischem Tanz und Flamenco, ohne seine künstlerischen Wurzeln zu verraten. Sein aktuellster Wurf »Hábitat«, bereits zweifach ausgezeichnet, ist nach der Uraufführung in Madrid jetzt im tanzhaus nrw zu erleben. Die Inszenierung kreist um das Bedürfnis, etwas Bleibendes zu hinterlassen und gleichzeitig einen Ort für Neues zu etablieren. »Ich möchte eine Umgebung erschaffen, die neue Wege des Nebeneinanders möglich macht, einen Mix aus verschiedenen künstlerischen Handschriften, mit dem man Grenzen und Möglichkeiten austesten kann,« so Daniel Doña. Großer Saal, Eintritt € 43,-/35,- (Kategorie A/B) Dauer: 80 Min. / anschl. Publikumsgespräch / Sa 08.04. 19:00 »A pie de calle« der Daniel Doña Compañía de Danza

»Hábitat« Foto: marcosGpunto

Konzept, Choreografie: Daniel Doña; Regie: Jordi Vilaseca; Performance: Daniel Doña, Cristian Martín; Gesang: David Vázquez; Akkordeon, Percussion: Alfredo Valero; Lichtdesign: Olga García; Musik: Héctor González, Alfredo Valero, David Vázquez; Kostüme: Yaiza Pinillos; Bühnenbild: Davinia Fillol; Sounddesign: Héctor González; Film, Schnitt: Beatrix Mexi Molnár; Sound: Kike Cabañas; Bühnentechnik: Pablo Moreno de Jódar; Schuhe: Gallardo; Produktionsleitung, Management: Ana Carrasco; Produktionsassistenz: Eva Marcelo. www.danieldona.es


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Sa 08.04. 20:00

Pastora Galván »Pastora baila« Dt. Erstaufführung Pastora Galván stammt aus einer berühmten Flamenco-Familie: Ihr Vater José Galván und ihr Bruder Israel Galván etwa sind renommierte Flamenco-Tänzer und Choreografen. Ihr Bruder, dem die Welt zu Füßen liegt, hat sich der zeitgenössischen Ästhetik verschrieben und auch Pastora Galván, die Dauergast bei den großen FlamencoFestivals der Welt ist, hat ihre eigene Handschrift entwickelt: Sie liebt den Flamenco von der Straße. Es geht ihr weniger um Anmut und Schönheit, es darf vielmehr exzessiv zugehen. Sie ist ein Kraftpaket, dessen Sogwirkung sich der Zuschauer kaum entziehen kann. Gemeinsam mit den beeindruckenden Flamenco-Sängern Jesús Corbacho und Galli de Moron sowie dem virtuosen Gitarristen »El Perla« präsentiert Pastora Galván einfach sich selbst: »Pastora baila«. Großer Saal, € 43,-/35,- (Kategorie A/B) Dauer: ca. 75 Min. / anschl. Publikumsgespräch Tanz: Pastora Galván; Gesang: Jesús Corbacho, Galli de Moron, Gitarre: »El Perla«; Palmas: Antonio Amaya »Petete«; Lichtdesign: Antonio Valiente; Sounddesign: Ángel Olalla; Management: Soloxarte Producciones.


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So 09.04. 18:00

José Galán

»En mis cabales« Dt. Erstaufführung »Flamenco integrado« lautet der Untertitel und verweist auf das, was José Galán seit Jahren auf künstlerisch eindrückliche Weise sichtbar macht. Er ist angetreten, »um den Flamenco zu revolutionieren«, wie er sagt, indem er Stücke gemeinsam mit Menschen mit und ohne Behinderung kreiert. In »En mis cabales« hat er Künstler mit und ohne Trisomie 21 eingeladen, mit ihm zusammen zu arbeiten. Er fragt danach, wie unsere zumeist normierte Wahrnehmung auf Behinderung in der Kunst ist und zeigt einmal mehr, wie faszinierend der erweiterte Blick auf Diversität und Körperlichkeit im 21. Jahrhundert sein kann. Damit reiht sich das Stück in die Programmserie Real Bodies ein, die das tanzhaus nrw mit der aktuellen Spielzeit aufgelegt hat. Gemeinsam mit dem unangepassten Flamenco-Künstler Juan Carlos Lérida stellt José Galán Behinderung im Flamenco in den Mittelpunkt. Inspiriert durch künstlerische Vorbilder mit körperlichen Einschränkungen, wie die Sänger Niña de la Puebla und Enrique el Cojo, sowie Einflüssen anderer Größen der Flamenco-Geschichte, zwinkert uns José Galán zu, denn hier haben vier Tänzer, darunter auch José Galán selber, zwei Sänger, ein Gitarrist, ein Percussionist und eine Violinistin nicht »alle Tassen im Schrank«. Großer Saal, € 43,-/35,- (Kategorie A/B) Dauer: 75 Min. / So 17:00 Einführung Konzept, Künstlerische Leitung, Choreografie: José Galán; Szenische und choreografische Leitung: Juan Carlos Lérida; Tanz: Vanesa Aibar, Helliot Baeza, José Galán, Reyes Vergara; Gesang: Inma »La Carbonera«, Juan de Mairena; Gitarre: Javier Gómez; Percussion: Luati; Violine: Leslie Ann Jordan; Musik: Javier Gómez; Zusammenarbeit Voice-over: Jesús Quintero; Drahtfiguren: Ricardo Rojas; Gebärdensprachedolmetscher: Jesús Molina Montañez; Lichtdesign: Benito Jiménez; Sounddesign: Alfonso Espadero; Musik, Ton: Jesús García; in Zusammenarbeit mit: Danza Mobile. www.josegalan.net Eine Produktion von Cía José Galán. Das Gastspiel findet statt im Rahmen der Reihe Real Bodies – Körperkonzepte jenseits normativer Zuschreibungen, gefördert durch die Kunststiftung NRW.


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»En mis cabales« Foto: Duzert

Do 13.04. 20:00

Juan Carlos Lérida »Al baile« Dt. Erstaufführung Juan Carlos Lérida ist ein Meister seines Faches: unangepasst in seiner künstlerischen Haltung, radikal in den Mitteln und zeitgenössisch, was die Konzepte, die Referenzen sowie die Freiräume der Assoziationen angeht. Hier ist ein Erweiterer des Flamenco spürbar, der entdeckt werden will. Nach »Al toque« und »Al cante« – beide Stücke waren in Düsseldorf zu sehen – bringt Juan Carlos Lérida mit »Al baile« die Trilogie über den Körper im Flamenco zum Abschluss. Nach der Auseinandersetzung mit Gitarre und Gesang jetzt also der Tanz. Gemeinsam mit den Tänzern David Climent und Gilles Viandier seziert er in »Al baile« Prinzipien des Flamencotanzes wie ein Forschender ein Insekt und hebt, einem Goldgräber gleich, den wertvollen Schatz. Wie viel Tanz steckt etwa in der Haut, im Fleisch und in den Knochen? Er nimmt den eigenen Körper unter die Lupe und macht ihn zu einem Ort der Suche für Spiel, Spaß, Sport, Kampf. Und er schwelgt in der Farbe Pink. Großer Saal, Eintritt € 43,-/35,- (Kategorie A/B) Dauer: 70 Min. / 19:00 Physical Introduction / anschl. Publikumsgespräch Künstlerische Leitung, Choreografie: Juan Carlos Lérida; Dramaturgie: Roberto Romei; Choreografische Beratung: Lipi Hernández, Tanz: Juan Carlos Lérida, David Climent, Gilles Viandier; Musik: Jordi Collet; Lichtdesign: Marc Lleixa; Kostüm- und Setdesign: JC; Produzent: Danilo Pioli. www.dancebox.es http://juancarloslerida.com Eine Produktion von Juan Carlos Lérida, koproduziert durch Mercat de Les Flors Barcelona, Flamenco Empirico und das tanzhaus nrw. In Zusammenarbeit mit Kultur-Department der Generalitat Catalonia, El Graner Arts Factory, Fundarte Miami, NouEspiral Girona, L'Estruch Sabadell.


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FLAMENCO

Karfreitag 14.04. 20:00 + Sa 15.04. 20:00

Patricia Guerrero »Catedral« Dt. Erstaufführung Den Zuschauer erwartet ein beeindruckend mythisches, sakral anmutendes Setting aus Licht und Schatten, Live-Musik und Tanz. Patricia Guerrero, die schon mehrfach im tanzhaus nrw zu Gast war, verblüfft immer wieder. In ihrer vergangenen Inszenierung »Touché« nutzte sie etwa Prinzipien des Fecht-Sports als Inspirationsquelle. Jetzt inszeniert sie die Bühne als spirituell aufgeladenen Raum für die Tänzerinnen Maise Márquez, Ana Agraz, Mónica Iglesias und sich selbst. Das Quartett – begleitet durch drei Sänger und drei Musiker – lässt ein hypnotisierendes Universum entstehen, in dem sich ein filigranes Zusammenspiel von Tanz und Musik entfaltet. Patricia Guerrero arbeitet hier erstmals mit drei Sängern, u.a. dem Countertenor Daniel Pérez, zusammen. Daneben sind der Gitarrist Juan Requena und die Percussionisten Agustín Diassera und David »Chupete« live zu erleben. Großer Saal, Eintritt € 43,-/35,- (Kategorie A/B) Dauer: 80 Min. / Fr 19:00 Physical Introduction / Sa anschl. Publikumsgespräch / Sa 18:00 Film »Flamenco – Gesichter eines Tanzes« von Sibylle Tiessen Choreografie, Tanz: Patricia Guerrero; Tanz: Maise Márquez, Ana Agraz, Mónica Iglesias; Gesang: José Anillo; Gitarre: Juan Requena; Perkussion: Agustín Diassera, David »Chupete«; Tenor: Diego Pérez; Countertenor: Daniel Pérez; Bühnenleitung: Juan Dolores Caballero; Musikkomposition: Juan Requena, Agustín Diassera; Lichtdesign: José María Rivera; Kostüme: Laura Capote; Technische Leitung, Lichtdesign: Ziggy Durand; Sound: Rafael Pipió; Kommunikation: Manuel Moraga; Vertrieb: Pablo Leira Doce; Produktionsassistenz: José Manuel Navarro; Produktionsleitung: Guiomar Fernández Troncoso. www.patricia-guerrero.es Eine Produktion der Compañía Patricia Guerrero und Endirecto FT S.L., koproduziert durch die Bienal de Flamenco de Sevilla, das Festival de Jerez, Conseil y Départemental des Landes (Francia). In Zusammenarbeit mit dem Festival de Cante Jondo Antonio Mairena.


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Ostersonntag 16.04. 20:00 + Ostermontag 17.04. 20:00

Compañía Antonio Molina »El Choro«

»Aviso: Bayles de Jitanos« Dt. Erstaufführung Hier ist ein Alchemist am Werk, der die Kunst des Flamenco als Ausdruck eines sowohl künstlerischen als auch sozialen Prozesses versteht. Ausgangspunkt bildet eine Entdeckungsreise durch Andalusien, wo der Flamenco entstand. Antonio Molina »El Choro« setzt sich mit dem musikalischen und choreografischen Erbe der »Jitanos« seit dem 17. Jahrhundert auseinander. Gemeinsam mit einer Tänzerin, drei Sängern, zwei Gitarristen und einem Perkussionisten nimmt er uns mit auf eine Erkundung des andalusischen Tanzes und präsentiert verschiedenste Stile und Entwicklungen: angefangen von den Tänzen der Sinti und Roma, afrikanischen, sephardischen und maurischen Spuren über Vorformen des Flamenco und traditionellen sowie populären Stilen bis hin zum heutigen Flamenco. Niemand Geringeres als der Choreograf Rafael Estévez, ab der kommenden Spielzeit Direktor des Ballet Flamenco de Andalucía, hatte die Idee zu der Inszenierung und übernahm die künstlerische Leitung. Großer Saal, Eintritt € 43,-/35,- (Kategorie A/B) Dauer: 75 Min. / So 19:00 Performance »next.duo« von Julia Petschinka Mo anschl. Publikumsgespräch / Mo 19:00 Showing von Javier Latorre

Choreografie: Rafael Estévez, Antonio Molina, Valeriano Paños, Tanz: Antonio Molina »El Choro«, Gema Moneo; Gitarre: Juan Campallo, Jésus Guerrero; Gesang: Pepe de Pura, Jésus Corbacho, Moi de Morón; Konzept, Künstlerische Leitung: Rafael Estévez; Assistenz der Künstlerischen Leitung: Valeriano Paños; Musikalische Leitung: Juan Campallo, Rafael Estévez, Jésus Guerrero, Antonio Molina; Originalmusik, musikalische Adaption: Juan Campallo, Jésus Guerrero; Lichtdesign: Olga García; Sound, Video: Félix Vázquez; Kostüme: José Tarriño. Eine Produktion von La Fundación Cristina Heeren de Arte Flamenco.

»Aviso« Foto: Felix Vazquez


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Sa 22.04. 20:00 + Mo 24.04. 20:00

Batsheva – The Young Ensemble »Naharin’s Virus«

Eine schwarze Wand – gleichermaßen Mauer, übergroße Schreibtafel oder begrenzender Hintergrund, vor der die 16 Tänzer in hochdynamischen Tanzsequenzen immer wieder auszubrechen scheinen. Das Schlüsselwerk von Ohad Naharin, langjähriger Leiter der Batsheva Dance Company, stammt aus dem Jahr 2001 und basiert auf Peter Handkes Theatertext »Publikumsbeschimpfung«. »Handkes Stück befreit die Bühne von allen Erwartungen, von allen theatralen Konventionen«, so Ohad Naharin. »Ein Raum, eine Leere entsteht: und genau dort findet meine Kreation statt.« Zur Musik von Habib Allah Jamal, palästinensischer Musiker und Komponist, Shama Kader und Karni Postel brechen in dieser mit dem »Bessie Award« ausgezeichneten Kreation komplexe choreografische Strukturen, theatrale Elemente sowie emotional aufgeladene Szenen immer wieder abrupt ab. Es ist, als solle die Erwartungshaltung des Zuschauers unterlaufen werden, als sei die ästhetische Verweigerung eine Möglichkeit, Grenzen zu überwinden und den Horizont zu erweitern. Zitate aus der »Publikumsbeschimpfung«, Tanz und Kreidegraffiti


INTERNATIONAL

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Foto: Gadi Dagon

entwickeln sich zu einer Hymne aus Wort, Schrift und Bewegung, zu einem »Bekenntnis zum Neuanfang«, so die »Frankfurter Rundschau« im Jahr 2002. Nicht zuletzt mit diesem Stück hat sich das Ensemble, das zu den etabliertesten Tanzkompanien Israels zählt und eine lange Geschichte bis in die 1960er Jahre aufweist, als Vermittler zwischen jüdischer und arabischer Kultur einen Namen gemacht. Mit der Kinodokumentation »Mr. Gaga« erhielt das sowohl künstlerisch als auch gesellschaftlich relevante Schaffen von Ohad Naharin auch hierzulande im vergangenen Jahr eine breitere Öffentlichkeit. Mit der Weitergabe an das junge Ensemble tourt »Naharin’s Virus« zurzeit international. Das Stück war im Jahr 2003 bereits im tanzhaus nrw zu Gast. Großer Saal, Eintritt € 35,-/27,- (Kategorie A/B) Dauer: 60 Min. / So 23.04. 14:00 Workshop »Gaga/dancers« So 23.04. 16:00 Workshop »Gaga/people« / So 18:00 Film »Mr. Gaga« von Tomer Heymann Text: Peter Handke (ausgenommen die Texte der Tänzer), Lichtdesign: Avi Yona Bueno (Bambi), Original Musik, musikalische Beratung: Karni Postel; Arabische Folk Music, arrangiert und gespielt von: Habib Alla Jamal, Khader Shama, ergänzende Musik: Samuel Barber, Carlos D’Alessio, P. Stokes, P. Parson; Sounddesign: Frankie Lievaart; Aufnahmen: Frankie Lievaart, Haim Laroz; Kostümdesign: Rakefet Levy, Suitdesign: Zohar Shoef; Batsheva – The Young Ensemble 2016/17: Chen Agron, Etay Axelrod, Yotam Baruch, Korina Fraiman, Ido Gidron, Mai Golan, Ben Green, Chiaki Horita, Evyatar Omesy, Xanthe van Opstal, Lenny Hassin, Chun Woong Kim, Ohad Mazor, Robin Nimanong, Igor Ptashenchuk, Hani Sirkis, Amalia Smith; Training on the job: Londiwe Khoza, Shir Levy, Opal Markus, Tomer Pistiner; Künstlerische Leitung: Ohad Naharin. https://batsheva.co.il


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REAL BODIES

Sa 29.04. 20:00 + So 30.04. 20:00

Claire Cunningham & Jess Curtis »The Way You Look (at me) Tonight« Wie sehen wir einander an? Wie bestimmen unsere Körper die Art, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen? In »The Way You Look (at me) Tonight« nehmen Claire Cunningham und Jess Curtis das Publikum mit auf eine sinnliche Reise, auf der sie mittels Tanz, Gesang und biografischen Erzählungen diese Fragen reflektieren. Ausgehend von der Erfahrung mit ihren eigenen Körpern diskutieren sie, auf welche Weise Behinderung, Alter und Geschlecht beeinflussen, wie wir uns gegenseitig wahrnehmen. So demonstrieren sie etwa Claire Cunninghams virtuose Tanztechnik auf Krücken und Jess Curtis’ Kampf mit seinem alternden Körper. Auch das Publikum wird aufgefordert, mit der eigenen Wahrnehmung und den verschiedenen Sinnesorganen zu experimentieren. Eine Audiodeskription macht die Bewegungen eines getanzten Duetts hörbar, Videobilder eröffnen andere Perspektiven auf die Aktion auf der Bühne, die Gespräche werden in Gebärdensprache übersetzt. Publikum und Performer werden Teil einer sozialen Skulptur, die eine zärtliche Form des Widerstands praktiziert, denn wirklich wahrzunehmen ist ein Akt der Liebe.   Die herausragende britische Choreografin und Performerin Claire Cunningham versteht ihre Kunst gleichzeitig auch als Aktivismus und hat aus ihrer spezifischen Körperlichkeit einen eigenen Tanzstil entwickelt. Der Choreograf, Performer und promovierte Tanzwissenschaftler Jess Curtis lebt in den USA und Deutschland und hat die Weiterentwicklung der Contact Improvisation maßgeblich geprägt. Großer Saal, Eintritt € 22,Dauer: 90 Min. / Sa anschl. Publikumsgespräch / So 11:00 - 14:00 Workshop mit den Künstlern / So 19:00 Touch Tour mit vorheriger Anmeldung unter dramaturgie@tanzhaus-nrw.de

Bitte beachten: Die Vorstellungen werden von einem Gebärdensprachendolmetscher übersetzt, Audiodeskriptionen werden in Englisch zur Verfügung gestellt. Konzept, Performance: Jess Curtis, Claire Cunningham; Philosophische Beratung: Dr. Alva Noë; Dramaturgie: Luke Pell; Komposition: Matthias Herrmann; Video: Yoann Trellu; Ausstattung, Set: Michiel Keuper; SetAssistenz: Saskia Schoenmaker; Lichtdesign: Chris Copland; Produktionsleitung: Nadja Dias; Technik: Chris Copland, Laura Hook. www.clairecunningham.co.uk www.jesscurtisgravity.org Eine Koproduktion von Jess Curtis/Gravity, Claire Cunningham und Tramway Glasgow. Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste e.V., den Kofinanzierungsfonds des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei/Kulturelle Angelegenheiten, The New England Foundation for the Arts’ National Dance Project, mit Unterstützung durch The Doris Duke Charitable Foundation und The Andrew W. Mellon Foundation, The Kenneth Rainin Foundation, The San Francisco Arts Commission, The Zellerbach Family Foundation, San Francisco Grants for the Arts, California Arts Council und mit Unterstützung durch National Endowment for the Arts. Unlimited, co-commissioned durch Tramway Glasgow sowie unterstützt durch The Place London, Norfolk & Norwich Festival und das British Council. Das Gastspiel findet statt im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.


Foto: Sven Hagolani


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SONST NOCH WAS?

Immer mittwochs ab 21:15

Noche de la Salsa

mit DJ & Einführungskurs zum Kennenlernen Foyer, Eintritt € 6,-

Fr 31.03. ab 21:00 + Fr 28.04. ab 21:00

Noche de Tango

mit DJ & Einführungskurs zum Kennenlernen Foyer, Eintritt € 6,-

Sa 29.04. ab 23:00

something Veranstaltung für elektronische Clubkultur Party in Kooperation mit suffon.de Acts: Credit 00 (Live & DJ-Set) & DJ Normal 4 Something ist die Partyreihe für elektronische Clubkultur im tanzhaus nrw: Exzessiv tanzen, eskalierend schwitzen oder cool in der Ecke rumstehen zu Elektronischer Musik mit Einflüssen von Experimental, Disco, House, Techno, Leftfield, Tribal und Psychedelic. Kleiner Saal, Hintereingang, Eintritt € 9,- an der Abendkasse


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Save the date !

01. – 03.06.2017 Contemporary Dance and Performance:

Inventur #2

Panels, Lectures, Performances, Live Acts, Documentation

Topics Globalism / Postcolonialism Audience and attention Bodies in crisis / Dance and crisis Social practices and the inherent politics of dance Education Performing the museum Venue 2.0 Theory Strategies of empowerment / The force of dance With: Rustom Bharucha, Claire Bishop, Jonathan Burrows, Panaibra Gabriel Canda, Nora Chiapaumire, Bojana Cvejić, Dan Daw, Gurur Ertem, Tomasz Foltyn, Susan Leigh Foster, Sujata Goel, Trajal Harrell, Maria Hassabi, Ranjit Hoskote, Ana Janevski, Janez Janša, Bojana Kunst, Isabelle Launay, Ralph Lemon, Babette Mangolte, Joe Moran, Rabih Mroué, Opiyo Okach, Jay Pather, Pauline Payen, Maque Pereyra, Javiera Peon-Veiga, Chantal Pontbriand, Laurence Rassel, Jan Ritsema, Lia Rodrigues, Georg Schöllhammer, Agata Siniarska, Susana Tambutti Performances: Raimund Hoghe (DE), Mithkal Alzghair (SY) Concept: Gabriele Brandstetter, Sigrid Gareis, Martina Hochmuth, Bettina Masuch Registration starts 15.04.2017 For further information from March 2017 on, please visit www.tanzhaus-nrw.de An event of the Kunststiftung NRW in collaboration with the tanzhaus nrw. Supported as part of the Alliance of International Production Houses by the Federal Government Commissioner for Culture and the Media. Inventur #2 takes place as part of the European Dancehouse Network, co-funded by Creative Europe Programme of the European Union.


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SERVICE

Kartenvorverkauf Der Vorverkauf findet online unter www.tanzhaus-nrw.de und im tanzhaus nrw statt. Er beginnt in der Regel sechs Wochen vor der Veranstaltung und endet einen Tag vor der Vorstellung um 19 Uhr. Kassenzeiten im tanzhaus nrw: donnerstags und freitags von 17 bis 19 Uhr, außer feiertags und in der spielfreien Zeit. Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Wir akzeptieren EC-Karten. Karten reservieren Telefonisch unter Tel. 0211 17270-0 von montags bis freitags zwischen 10 und 17 Uhr, außer feiertags und in der spielfreien Zeit. Schriftlich unter tanzhaus nrw, Verkauf & Service, Erkrather Str. 30, 40233 Düsseldorf oder via Fax unter 0211 17270-17. Preisgruppen und Ermäßigungen 20% Ermäßigung bei allen Bühnenveranstaltungen erhalten Kursteilnehmer des tanzhaus nrw im laufenden Semester, Inhaber der Tanzcard-NRW, Rentner sowie Düsselpass-Inhaber bei Vorlage des entsprechenden Ausweises. 50% Ermäßigung bei allen Bühnenveranstaltungen erhalten Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, Schüler, Auszubildende und Studierende sowie tanzhaus-Card-Inhaber bei Vorlage des entsprechenden Ausweises. Eine Ermäßigung über € 8,50 hinaus ist nicht möglich. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre zahlen € 8,50. Geflüchtete Menschen erhalten freien Eintritt bei Vorlage des entsprechenden Ausweises. Die Begleitung eines Besuchers im Rollstuhl hat freien Eintritt. Alle Zugänge im Haus sind rollstuhlfahrergerecht.

Freie Platzwahl

normal

27,- 22,- 17,- 12,-

20%

22,- 18,- 14,- 9,50

50%

13,50 11,-

8,50 8,50

Bei Veranstaltungen mit Kategorie A/B können Sie Ihren Sitzplatz auswählen. Kategorie A bezieht sich auf Sitzplätze mit sehr guter Sicht, Kategorie B auf Sitzplätze mit guter Sicht.

Kategorie A

Kategorie B

normal

43,- 35,- 27,-

20%

34,- 28,- 22,-

normal

35,- 27,- 22,-

20%

28,- 22,- 18,-


SERVICE

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Reservierte Karten bezahlen Reservierte Karten sollten im Vorverkauf abgeholt und bezahlt werden, sonst gehen sie automatisch in den freien Verkauf. Einlass Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Anfangszeiten. Nach Beginn der Veranstaltung ist der Einlass in der Regel nur noch in den Pausen möglich. Die Platzierung erfolgt dann nach Anweisung des Einlasspersonals.

facebook.com/tanzhausnrw Print@Home Drucken Sie Ihre Tickets selbst instagram.com/tanzhausnrw aus unter www.tanzhaus-nrw.de www.tanzhausnrw-blog.com Video-Trailer auf unserer Homepage

Alles über Kultur in NRW unter www.kulturkenner.de Alles über Take-off: Junger Tanz unter www.take-off-junger-tanz.de Alles über das European Dancehouse Network (EDN) unter www.edn-network.eu

Freie Fahrt im VRR! Ab sofort gilt die Eintrittskarte am Tag der Veranstaltung auch als Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt zum tanzhaus nrw.

Ab sofort sind die Ticketpreise im Vorverkauf online und an der Abendkasse die gleichen. Trotzdem: Nutzen Sie den Online-Vorverkauf mit print@home, weil das Ticket auch die kostenfreie Fahrt im VRR für Ihre Hin- und Rückfahrt zum tanzhaus nrw beinhaltet!


Wir erkennen Kunst.

Information. Orientierung. Unterhaltung.

Lesen Sie digital:

Oder bestellen Sie die Zeitschrift unter: www.kultiversum.de/shop


Düsseldorfer >>> Sa., 25. März 2017 40 MuSeen und GAlerien Von 19 uHr biS 2 uHr* liVe-bAndS, leSunGen, PerforMAnceS, dJs, SHuTTle-buSSe, füHrunGen... www.nacht-der-museen.de / Hotline: 0211 89 99 555 / Ticket: 14 **

* je nach Museum unterschiedliche Schlusszeiten ** VVK & Abendkasse; Vorverkauf in Museen und an VVK-Stellen


• • • • • •

12 Monate lang alle Bühnenveranstaltungen zum halben Preis für einmalig € 49,Bis zu zwei Begleitpersonen erhalten ebenfalls 50 % Ermäßigung auf den Eintrittspreis regelmäßige Informationen zum Programm per Post Einladung zu besonderen Abendveranstaltungen mit Sektempfang Garderobe gratis


TEAM Vereinsvorstand Jost Budde, Wolfgang Hoffmann, Peter Knobloch, Johannes Kurschildgen, Dr. Johanna Müller-Ebert, Dr. Daniela Schwarz Intendanz Bettina Masuch Assistenz, Internationale Projekte, iDAS Ines Disselbrede Leitung Verwaltung Simone John Assistenz Bettina Hörisch, Andrea Maes Buchhaltung Janine Ranz Leitung Kommunikation Angela Vucko Kommunikation Katrin Weitzel, Julia Eichinger, Marina Contu Vermittlung Henrike Kollmar Ticketing Tina Görgens Leitung Bühne Stefan Schwarz Dramaturgie Anais Emilia Rödel, Anna Mülter (Projekte) Dramaturgie Junges Tanzhaus Mijke Harmsen Schulreferat Rut Profe-Bracht

47 Künstlerisches Betriebsbüro Helmar Trompelt, Franziska Hauser, Stephanie Müller, Natascha Neugebauer, Mara Nedelcu (Projekte) Leitung Akademie Dorothee Schackow Co-Leitung Akademie Renate Meyers Trainee Marlen Döhl Koordination, Öffentlichkeitsarbeit Akademie Petra Zeyer Teilnehmerberatung Claudia Cofalla, Denise Dahlke, Hanne Ferner, Sonja Reischl Kasse Sabine Bayer Technische Leitung Ansgar Kluge Technik Etienne Heppner, Michelle Hummeltenberg, Manfred Nücken, André Schröder, Julia de Werth (Elternzeit) Hausmeister Zafer Avcu, Peter Bess, Waldemar Schneider Auszubildende Claudio Crisorio, Laura Pais, Jana Warnke, Lucas Wendel Empfang Manis Sjahroeddin

Förderer Das tanzhaus nrw wird gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.

Das tanzhaus nrw ist neben FFT Düsseldorf, HAU Hebbel am Ufer Berlin, HELLERAU – Europäischen Zentrum der Künste Dresden, Kampnagel Hamburg, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/M. sowie PACT Zollverein Essen Teil des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundes­regierung für Kultur und Medien. Das tanzhaus nrw ist Mitglied des European Dancehouse Network (EDN).

Impressum Herausgeber: tanzhaus nrw e.V. Redaktion: Kommunikation / Dramaturgie Visuelle Kommunikation: moxie.de Auflage: 8.000 tanzhaus nrw © Januar 2017 Titelfoto, S. 4, 5, 38, 39: A.R.

Medienpartner


tanzhaus nrw e.V. Erkrather Str. 30 D – 40233 Düsseldorf Tel +49 (0) 211 17 270 - 0 Fax +49 (0) 211 17 270 - 17 info@tanzhaus-nrw.de www.tanzhaus-nrw.de


Pdf tanzhaus nrw spielplan 03 04 2017