Page 1

Der Vorhang stürzt. Wir brechen auf. Spielzeit 18  / 19

Endlich reinen Tisch machen!

Wie wird man eine Null im Leben?

Zwei Brüder packen aus

99 Tipps vom Institut Benjamenta

Schwein gehabt? Ein Mord erschüttert die europäische Hauptstadt


Der Schauspieler Brich, Raubtier, aus des Zweifels Ketten! Kulisse fällt. Das Morgenrot von Städten Tropft aus der Wunde deiner Leidenschaft. Du liebst Wolken. Stirbst in Betten. Musik umschürt den Aufruhr deiner Kraft. Du wirst das Hymnische des Geistes retten, Der deinen Körper durch das Wort erschafft. Ich grüße dich aus trommelndem Orkan. Du Bruder meines Rausches, meiner Träume, Wie du dich schwingst durch die gedachten Räume, Umkreisend dunkler Völker riesige Bahn: Fühl ich mich eins mit dir geboren. Du lebst! So sind die Taten nicht verloren. Es atmet um die Wiege unsrer Horen Der gleiche Schoß von Frauen und von Müttern. Entbrenne, Träne, von des Grabes Toren Atlantischer Ferne zügellosem Lauf. O Süßigkeit, die Menschen zu erschüttern! Der Vorhang stürzt. Wir brechen auf.

Walter Hasenclever (1918) Ernst Deutsch gewidmet


© Michael Zanghellini

Editorial

Verehrtes Publikum, liebe Freundinnen und Freunde des TAK «Wir brechen auf!» – in die Spielzeit 2018/2019. Ich freue mich sehr, Ihnen das neue ­Programm des TAK Theater Liechtenstein präsentieren zu können. Wir haben in gewohnter Weise ein hochkarätiges, breitgefächertes Angebot in all unseren Sparten zusammengestellt. Ich freue mich auf die Veranstaltungen und hoffe, dass auch Sie Interesse und Vergnügen an ihnen finden. In den TAK Vaduzer Weltklassik Konzerten spielen Stars wie Krystian Zimerman, Sol­ Gabetta, Martin Grubinger, Martin Stadtfeld oder Nikolai Tokarev auf und im Schauspiel ­bringen wir einige der bedeutendsten Schauspieler der Gegenwart nach Liechtenstein – Sandra Hüller, Maria Happel, Martin Schwab oder Michael Maertens – sowie Inszenierungen vom Burgtheater Wien, Schauspielhaus Zürich, Deutschen Theater Berlin, Residenztheater München. Wir haben aussergewöhnliche und grossartig gelungene Aufführungen im Kinder- und Jugendtheater im Programm und grösste Stars der Weltmusik – Chick Corea, eine Legende des Jazz, wird ein exklusives Konzert in Liechtenstein spielen, ebenso Stacey Kent, Konstantin Wecker, Giora Feidman und ganz besonders freue ich mich auf das erste Liechtensteiner Jazzfestival, das das TAK gemeinsam mit der tangente durchführen wird. Ausserdem präsentieren wir wieder Publikumsmagnete im Kabarett und Comedy-Bereich im Programm – u. a. Ursus und Nadeschkin oder Stermann und Grissemann. Ich hoffe, für Sie alle sind spannende, unterhaltsame, interessante Aufführungen dabei. Vielleicht wäre ja sogar ein Abonnement etwas für Sie? Sie erhalten nicht nur Rabatte auf die Eintrittspreise, sondern können auch von weiteren Vorteilen profitieren. Im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TAK Theater Liechtenstein wünsche ich Ihnen eine kraftvolle, aufwühlende, unterhaltsame und eindrückliche Spielzeit. Bleiben Sie uns gewogen. Herzlich Ihr

Thomas Spieckermann


Grussworte

Werner Bachmann Präsident des Aufsichtsrates des TAK

Daniel Hilti Vorsteher der Gemeinde Schaan Liebe Gäste und Besucher

Dr. Aurelia Frick Kulturministerin Abgründe der menschlichen Psyche und unerwartete Neuanfänge: Die TAK-Spielzeit 2018/2019 bietet Drama pur. Die Protagonisten auf der Bühne kämpfen gegen Armut, Drogen, Angst und Missbrauch. Sie sind vom Schicksal gebeutelt und müssen schwierige Lebensprüfungen bestehen. Doch egal wie widrig die Umstände sind – kein Lebensweg ist unveränderlich. Und so machen sich die Figuren auf, ihre Identität zu entdecken, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und Widersprüche aufzulösen. «Der Vorhang stürzt. Wir brechen auf.» lautet der Titel der neuen Spielsaison im TAK, die sich klug und mutig mit dem Thema Veränderungen auseinandersetzt. Während auf der Bühne Familiengeheimnisse aufgedeckt, Werte in Frage gestellt und Grenzen überschritten werden, gerät auch das Publikum innerlich in Bewegung. Weitergehen oder bleiben? Richtig oder falsch? Chance oder Risiko? Nichts ist einfach nur schwarz oder weiss und vor allem ist nicht alles so, wie es scheint … Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit der neuen Theatersaison!

Viele Figuren und Darsteller im TAK in der Spielzeit 2018/2019 haben eines gemeinsam: Sie gehen neue Wege. «Der Vorhang stürzt. Wir brechen auf.», lautet dementsprechend das Motto, welches sich das TAK selbst für die Saison gegeben hat. Es stammt aus einem Gedicht, das sich ganz um Wandel und neue Wege dreht. Wandel, der durch das Theater als Weltveränderungs-System hervorgerufen wird. Und die Veränderung ist der rote Faden, der sich durch die Spielzeit zieht. Ganz besonders freue ich mich aus ­Schaaner Sicht darüber, dass auch der bestens bekannte Schauspieler Thomas Beck in dieser Spielzeit neue Wege geht. Sonst als Clown im komischen Fach zu Hause, wagt er sich im Frühjahr 2019 als Anti-Terror-Ermittler an einen ernsten Stoff. Ich wünsche Ihnen, liebe TAK-Gäste, wunderschöne Stunden hier bei uns in Schaan – und vielleicht wird der eine oder die andere ja von den TAK-Aufführungen inspiriert, ebenfalls neue Wege zu gehen.

Mit dem diesjährigen Spielplan-Motto «Der Vorhang stürzt. Wir brechen auf.» werden die Besucher des TAK mit der Frage konfrontiert, wohin wir aufbrechen. In ein Zeitalter der nächsten technischen Revolution, also der Digitalisierung? In eine unsichere Zeit – durch politische Verschiebungen und Herausforderungen? In eine Zeit des Klimawandels, der uns immer mehr zu schaffen machen wird? Oder wer weiss wohin? Die Zukunft wird es uns verraten. Das TAK-Team unter der Leitung von Intendant Thomas Spieckermann hat einen Spielplan zusammengestellt, der diese Fragen aufgreift und Impulse zum Diskutieren und Nachdenken gibt. Zum Start der Saison wird der Reigen mit «In einem finsteren Haus», einer Eigenproduktion von Neil LaBute, eröffnet, Michael Köhlmeiers Stück «Das Mädchen mit dem Fingerhut» wird mit einer ganz anderen Sichtweise daran anschliessen. Lassen Sie mich noch auf ein wichtiges Ereignis in der vergangenen Spielzeit zu sprechen kommen. An der Sitzung des Liechtensteiner Landtags vom 6. September 2017 wurde von den Landtagsabgeordneten der Bericht und Antrag der Regierung diskutiert und über die Unterstützung des TAK Theater Liechtenstein abgestimmt. Die Leistungen des TAK wurden von Kulturministerin Dr. Aurelia Frick sowie von Abgeordneten aller Parteien gelobt und der Antrag einstimmig angenommen. Ich möchte mich im Namen des gesamten Aufsichtsrates und in meinem Namen ganz herzlich für diese grossartige Unterstützung bedanken. Gleichzeitig bedanke ich mich sehr herzlich bei den Gemeinden Schaan und Vaduz sowie bei allen Gönnern und Sponsoren für ihre Unterstützung. Dem gesamten Team des TAK spreche ich meinen herzlichen Dank aus und freue mich auf viele interessante Aufführungen, die zum Nachdenken anregen, aber auch auf grossartige Konzerte und auf Vorführungen, die die Lachmuskeln strapazieren.


Inhalt

Spielzeitthema 4 Schauspiel-ABo 6 In einem finsteren Haus Das Mädchen mit dem Fingerhut Jakob van Gunten Der Kirschgarten Bilder deiner grossen Liebe Hermann und Dorothea Heilig Abend Nora oder Ein Puppenheim Die Hauptstadt Viel Lärm um nichts

8 9 10 12 13 14 15 16 18 19

Konzert 33

TAK_Lounge 20

Orquesta de camera de Las Tunas 33 Tage Alter Musik 33 Liederabend mit Karl Jerolitsch und Jürg Hanselmann 33 Vorweihnachtliches Orgelkonzert 34 Chorseminar Liechtenstein 34 Podium-Konzerte 34

Schauspiel 21

Literatur

Der Traum eines lächerlichen Menschen 21 Souvenir 21 Shooter 21 TAK Vaduzer Weltklassik KonzertE 22 Martin Grubinger, Orchestra della Svizzera italiana 24 Nikolai Tokarev, Vladimir Spivakov, Nationale Philharmonie Russland 25 The King’s Consort – «Der Messias» 26 Martin Stadtfeld, The Trondheim Soloists 27 Sol Gabetta, Kristian Bezuidenhout 28 Gábor Boldozki, Prague Philharmonia 29 Petrit Çeku, Sinfonieorchester Liechtenstein, Kevin Griffiths 30 Krystian Zimerman 31 «Don Giovanni», Theater Luzern, Luzerner Sinfonieorchester 32

35

TAK_Music 36 Konstantin Wecker Trio 38 Chick Corea 38 Tanguísimo 39 Giora Feidman Sextett 39 Cristina Branco 40 Stacey Kent 40 Liechtensteinsteiner Jazz-Festival 41 Nevertheless 42 Angelo Branduardi 42 Friedrich Liechtenstein Trio 43 17 Hippies 43 Mercadonegro 44 Goitse 45 Martin Herzberg 45 Kabarett & Comedy 47 Anna Neuschmid Beck und Biedermann Triple Florian Schroeder Science Busters

48 48 48 49

Michel Gammenthaler 49 Die Exfreundinnen 49 Kabarett Zwietracht 50 Chin Meyer 50 Starbugs Comedy 50 Barbara Hutzenlaub 50 Severin Groebner 51 Mike Müller 51 Abdelkarim 51 Hazel Brugger 52 Stermann und Grissemann 52 Lapsus 52 Stefan Büsser 53 Hagen Rether 53 Ursus und Nadeschkin 53 Junges Publikum

55

Kinder 2+ 3+ 4+ Kinder 4+ Kinder 5+ 6+ Kinder 7+ 8+ Kinder 8+ 9+ 10+ Junge Erwachsene Theater & Schule Theater und Familie

56 57 58 59 61 62 64 65

Infos & Service Partner des TAK 67 TAK-Team 69 Abo-Informationen 70 Tickets und Infos 72 Bestellkarte 73

Impressum

Herausgeber Theater am Kirchplatz eG Reberastrasse 10, 9494 Schaan, Liechtenstein Intendant: Thomas Spieckermann Redaktion Jan Sellke, Thomas Spieckermann, Georg Biedermann, Gabriele Villbrandt, Martin Wettstein, Marie Ruback, Katarina Simic

Design Leone Ming Est., Intensive Brand 9494 Schaan, Liechtenstein

Umschlagbilder «Nora» – Residenztheater München © Andreas Pohlmann

Layout bimedia 9470 Buchs, Schweiz

Gedicht Umschlag Rückseite Helmut Krausser, Strom. Neunundneunzig neue Gedichte (’99 –’03) – Copyright © 2003 Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

Druck BVD Druck + Verlag AG, 9494 Schaan, Liechtenstein

Kontakt theater@tak.li, +423 237 59 60


Spielzeit 18 / 19

Der Vorhang stürzt. wir brechen auf. 4


Spielzeit 18 / 19

Der Vorhang im Theater Seit Jahrhunderten stellt der Vorhang das Symbol für das Theater dar. Er ist spätestens seit dem Barock und der Erfindung der Gassenbühne nicht mehr wegzudenken. Auch wenn heute viele Bühnenbilder ohne Vorhang auskommen, bleibt er doch das Zeichen per se für die Theaterkunst. Der Vorhang trennt den Bühnen- vom Zuschauerraum, er ist die materielle Grenze zwischen der alltäglichen Realität der Zuschauer und der Fiktion des Geschehens auf der Bühne. Öffnet er sich, so lenkt er die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Szene und hilft so dabei, die Welt der Zuschauer in die Realität der Bühne zu transformieren. Der Vorhang hat aber auch eine Bedeutung im Bereich der Psychologie. Es gibt das Rollenbild des undurchschaubaren Menschen, hinter dessen Vorhang (oder Fassade) man nicht blicken kann, sowie desjenigen, der sich in sich selbst zurückzieht und dabei «die Rollläden» wie einen Vorhang runterlässt. Ein stürzender Vorhang hingegen steht für das Brechen von Konventionen. Ein stürzender Vorhang ist ein plötzliches Ereignis, etwas, das nicht normal abläuft; etwas Unvorhergesehenes trägt sich zu, eine neue Situation, eine neue Zeit beginnt, ein Aufbruch setzt ein. «Der Vorhang stürzt. Wir brechen auf.» Das Zitat der Spielzeit stammt aus einem Gedicht von Walter Hasenclever. Er war ein deutscher Schriftsteller und wurde 1890 geboren. Wegen seiner jüdischen Abstammung emigrierte er 1933 nach Nizza. Nach der Niederlage Frankreichs im Zweiten Weltkrieg nahm er sich 1940 das Leben. Wie viele Menschen seiner Generation musste Hasenclever nicht nur den Zweiten Weltkrieg, sondern auch den Ersten miterleben. 1914 gehörte er zu den vielen seiner Generation, die von einer Begeisterung für den Krieg erfasst worden waren. Er meldete sich freiwillig zum Militärdienst, erkannte aber bald die grausame Realität des Kriegs und wurde 1917 aus der Armee entlassen. 1918 schrieb er das Gedicht «Der Schauspieler» inmitten eines verheerten Landes im Jahr der grassierenden Spanischen Grippe. In Europa regierten Tod, Hunger, Revolutio-

nen, Krankheiten und Depression. Und inmitten dieses Chaos schreibt Hasenclever ein Gedicht über das Theater, einen Hymnus auf einen Schauspieler und auf die Kraft der Bühne. Aus der Kunst soll den Menschen die Energie zufliessen, die sie brauchen, um die Realität zu bewältigen. Mit Mut und Kraft mögen sie ihr Leben anpacken und in eine neue Zeit gehen. Heute ist die Situation anders. In Europa existieren stabile Demokratien, seit fast achtzig Jahren wurde kein Krieg in Europa mehr geführt (abgesehen von den schrecklichen Ausnahmen in Jugoslawien und der Ukraine), Sicherheit und Stabilität herrschen allerorten. Wirklich? In vielen Ländern Europas haben Menschen das Gefühl, in einer Zeit der Unsicherheit zu leben, in einer Zeit, in der das Erratische immer weiter um sich greift, in der die Welt an Stabilität verliert und die Zukunft unsicherer wird. Liest man Hasenclever wieder, so scheint er auch heute seinen Lesern Mut zusprechen und Kraft spenden zu wollen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Nach einer Spielzeit, in der die Hoffnung als Motto im Fokus stand, möchten wir nun den Mut, die Kraft und den Aufbruch ins Zentrum rücken. Wir wollen dabei beim Elementarsten ansetzen: beim Menschen, der immer der Ausgangspunkt aller Künste ist. Wir wollen ihn suchen – im Moment der Entscheidung, im Augenblick des Sprungs, in der Sekunde, in der er abwägen muss, in welche Richtung er gehen will. Und wie immer auf dem Theater ist die Welt nicht eindeutig, sondern widersprüchlich, uneinheitlich, bleiben Fragen ohne Antworten: Sollen die Figuren in unseren Stücken vorwärts schreiten? Sind sie auf dem richtigen Weg? Sehen sie ein greifbares Ziel vor Augen? Unabhängig davon, wofür sie sich im Einzelnen entscheiden, wohnt jedem ihrer Aufbrüche eine neue Kraft inne. Diese Energie finden wir in unterschiedlichen Formen in den Aufführungen dieser Spielzeit wieder. Neil LaButes spannender Krimi und Psychothriller «In einem finsteren Haus» zeigt, wie zwei Brüder, die auf schmerzhafte Weise reinen Tisch mit ihrer gemeinsamen familiären Vergangenheit machen, neu anfangen und zum ersten Mal ehrlich miteinan-

der umgehen können. Ganz ähnlich ergeht es Nora, die nach Jahren einer demütigenden Ehe, ihren Mann verlässt und ein eigenes Leben beginnt. Henrik Ibsens grosses Drama, das 1879 uraufgeführt wurde, greift das Thema der Selbstbestimmung der Frau und der Gleichberechtigung der Geschlechter frühzeitig auf. Mit den Verhaltensregeln und gesellschaftlichen Normen, denen sich Nora ein Leben lang untergeordnet hat, fallen auch hier alle Vorhänge, als Nora in ihr eigenes Leben aufbricht. Anders ergeht es der russischen Familie, die in Tschechows «Kirschgarten» nicht sehen will, dass Zeiten sich ändern, dass das, was in der Vergangenheit lieb gewonnen und wichtig war, nicht unbedingt ihre Zukunft sichern kann. In Melancholie und Rück­ wärtsgewandtheit verstrickt lebt diese F ­amilie auf ihrem Landgut weiter wie Jahrzehnte zuvor. Doch ihr Vermögen ist erschöpft, und so kommt es, dass ihr Gut schliesslich versteigert wird und just ihr Verwalter es aufkauft. Denn der hat eine neue Geschäftsidee: Der Kirschgarten wird abgeholzt und darauf neue Ferienwohnungen errichtet. So wie diese drei exemplarischen Stücke gehen alle Inszenierungen dieser Spielzeit auf theatrale Weise mit dem Thema «Aufbruch» um. Neunundachtzig Vorhänge Doch noch einmal zurück zum Theatervorhang. In Vorhängen wird nämlich auch der Applaus am Theater gezählt. Das Vortreten und Verbeugen der Schauspieler, Sänger oder Musiker geschah früher zumeist vor dem Vorhang. Auch heute zählt der Inspizient bei jeder Vorstellung mit, wie oft das Publikum durch seinen Applaus die Künstler auf die Bühne ruft. Mit 89 Vorhängen sollen Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew nach einer Aufführung von «Schwanensee» an der Wiener Staatsoper die Liste des längsten Applauses anführen. Auch wenn diese Zahl ein hochgestecktes Ziel ist, freuen wir uns auf die Vorhänge, die Sie – unser Publikum – den Künstlerinnen und Künstlern, die in dieser Saison auf den Bühnen des TAK Theater Liechtenstein stehen, zugestehen werden. 5


Schauspiel

Schauspiel 6


7

© Andreas Pohlmann

Schauspiel


Schauspiel-Abo

In einem finsteren Haus Neil LaBute

TAK Theater Liechtenstein Regie: Oliver Vorwerk Ausstattung: Christine Bertl Mit: Philip Heimke, Nikolaus Schmid, Christiani Wetter

Drew ist 35 Jahre alt, ein reicher Anwalt und Familienvater. Und dennoch gehören «cool», «echt», «Alter» zu seinem Standardwortschatz, er scheint nicht erwachsen werden zu wollen. Vielleicht ist seine verkorkste Kindheit schuld daran, das Einzige, was er mit seinem älteren Bruder Terry teilt, Drews Gegenpol, einem seriösen Sicherheitsfachmann. Seit Jahren sehen sich die beiden möglichst selten, doch nun braucht Drew Terrys Hilfe: Eine aussereheliche Affäre, Kokain und Trunkenheit am Steuer haben Drew in eine psychiatrische Klinik gebracht. Um seine Frau und das Gericht milde zu stimmen, möchte Drew hier endlich «reinen Tisch» machen. Er eröffnet Terry, dass er als Junge von Todd Astin, einem Freund der Familie, sexuell missbraucht wurde. Terry soll dies Drews Therapeuten bestätigen, doch Terry ist vor allem erst einmal schockiert. Er hatte Drew damals vor Todd gewarnt – offenbar zu spät. Oder erfindet Drew das Ganze bloss? Falls ja, führt die Lüge zu neuen, unbequemen Wahrheiten, und je mehr Licht in das finstere Elternhaus von einst fällt, desto grösser werden die Schatten, die es bis in die Gegenwart wirft. Der Krimi und Psychothriller des bekannten US-amerikanischen Autors Neil LaBute ist spannend erzählt und schlägt den Zuschauer bis zur finalen Enthüllung in Bann. Unerbittlich sezieren die Brüder ihre Kindheitsgeschichte, die von Gewalt, Schweigen und Missbrauch geprägt war, während die Familie nach aussen hin stets das Bild einer intakten Welt aufrechtzuerhalten verstand. In diesem finsteren Haus wurden alle diese Ereignisse verschwiegen und niemals aufgearbeitet. Erst jetzt reissen Drew und Terry den Vorhang des Schweigens herab, und was dabei ans Licht befördert wird, ist erschreckend, zeigt die Gewaltstrukturen in Familien auf und gibt trotz allem zuletzt Anlass zu Hoffnung: Ist erst einmal alles ausgesprochen, kann dies auch das Fundament für einen neuen Anfang sein.

8

TAK Sa 15.09.18, 20.09 Uhr Premiere Sa 22.09.18, 20.09 Uhr Do 27.09.18, 20.09 Uhr EINFÜHRUNG (ausser Premiere): 19.30 Uhr CHF 45, 40 | erm. 10 Di 29.01.19 Alte Fabrik, Rapperswil-Jona Do 31.01.19 Theater Chur Mi 27.03.19 + Fr 29.03.19 Kellerbühne St. Gallen

Zum Autor Neil LaBute gehört zu den bedeutendsten Theaterautoren der Gegenwart. Seine Werke werden auf allen Kontinenten gespielt. Er ist zudem Autor und Produzent der US-TV-Serie «Van Helsing» sowie Drehbuchautor und Regisseur vieler US-amerikanischer Filme. Er drehte unter anderem mit Morgan Freeman, Gwyneth Paltrow, Nicolas Cage, Renée Zellweger, Ben Stiller und Sigourney Weaver. Für das TAK Theater Liechtenstein hatte LaBute zuletzt den Monolog «Das vierte Reich» geschrieben, den das TAK in Koproduktion mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar im September 2017 uraufführte.


Schauspiel-Abo

«Am Ende ist man verzaubert von diesem modernen Märchen. Frappierend, welche grossen Bilder die Inszenierung ganz leise in Gang setzt.» Westdeutsche Allgemeine Zeitung

TAK Mi 24.10.18, 20.09 Uhr Do 25.10.18, 20.09 Uhr EINFÜHRUNG: Am 24.10.18, 19.30 Uhr

© Arno Declair

Am 25.10.18, 18 Uhr, Gespräch mit dem Autor Michael Köhlmeier DAUER: 1 h 30 min keine Pause CHF 45, 40 | erm. 10

Das Mädchen mit dem Fingerhut Michael Köhlmeier In einer Fassung von Alexander Riemenschneider und Meike Schmitz Regie: Alexander Riemenschneider Bühne/Kostüme: Juliane Grebin Musik: Tobias Vethake

Deutsches Theater Berlin

Mit: Thorsten Hierse, Kotti Yun, Tobias Vethake (Live-Musik)

in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Zum Autor Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Bekannt wurde er mit Hörspielen, Nacherzählungen griechischer Sagen und einem umfangreichen Romanwerk, u. a. «Abendland», «Madalyn», «Die Abenteuer des Joel Spazierer» und «Spielplatz der Helden». «Das Mädchen mit dem Fingerhut» erschien 2016. Köhlmeier erhielt das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse und wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk.

Eine Stadt irgendwo in Westeuropa. Es ist Winter. Auf dem Markt steht plötzlich ein Mädchen, vielleicht sechs Jahre alt. Woher sie kommt? Warum sie hier ist? Wie sie heisst? Sie weiss es nicht. Yiza, sagt sie, also heisst sie von nun an Yiza. Nach einiger Zeit lernt Yiza einen Jungen kennen: Arian. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg. Ihr Ziel: Etwas zu essen und ein warmer Ort, an dem sie bleiben können. «Das Mädchen mit dem Fingerhut» erzählt die Geschichte zweier Kinder, die mitten im reichen Europa halb verhungert durch die verschneiten Wälder ziehen und ausserhalb unserer moralischen Grenzen ums Überleben kämpfen. Michael Köhlmeier schaut diesen Kindern unsentimental, aber mit grosser Empathie über die Schulter und

macht deutlich, was absolute Fremdheit und «Nichtverstehen» bedeuten. Aus der Perspektive dieser Kinder ist in dieser Welt das Gutgemeinte oft nicht das Richtige und Mitleid folgt sonderbaren Regeln. Am Ende nimmt Arian Yiza mit zu seinen Freunden. «Die Freunde», schreibt Köhlmeier, «das sind eine Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung.» In der Doppeldeutigkeit dieses Satzes bringt er eine für unser zukünftiges Zusammenleben vielleicht entscheidende Beobachtung zum Ausdruck: Die Freunde sind nicht nur zu alt, um Mitleid und Rührung in uns zu wecken, vielleicht haben sie auch schon zu viel erlebt, um selbst noch Mitleid und Rührung empfinden zu können.

9


Schauspiel-Abo

«Eine präzise Choreografie und eine gepflegte Sprache prägen diesen Abend, der Robert Walsers tiefgründiger Wunderlichkeit auch in dreidimensionaler Gestalt gar wunderlich gerecht wird.» Basler Zeitung

10


Schauspiel-Abo

SAL, Schaan Mi 14.11.18, 20 Uhr Do 15.11.18, 20 Uhr EINFÜHRUNG: 19.20 Uhr DAUER: 1 h 40 min keine Pause CHF 45, 40 | erm. 10

Jakob von Gunten Regie: Barbara Frey Bühne und Kostüme: Bettina Meyer Klavier und Celesta: Iñigo Giner Miranda

© Matthias Horn

Mit: Hans Kremer, Stefan Kurt, Michael Maertens, Iñigo Giner Miranda

nach dem Roman von Robert Walser Bühnenfassung von Barbara Frey und Amely Joana Haag

Schauspielhaus Zürich «Man lernt hier sehr wenig, es fehlt an Lehrkräften und wir Knaben vom Institut Benjamenta werden es zu nichts bringen, wir werden alle etwas sehr Kleines und Untergeordnetes im späteren Leben sein», beginnt Robert Walsers fiktiver Tagebuchroman aus der Perspektive des Internatszöglings Jakob von Gunten, erschienen im Jahr 1909. Der Ort der Handlung ist eine Dienerschule, in welcher die Entwicklung der Schüler nicht gefördert, sondern verhindert wird. Die Lehrer schlafen, sind tot, scheintot oder versteinert, ausser dem monströsen Vorsteher Herrn Benjamenta und seiner leidenden Schwester Fräulein Benjamenta. Der Grundsatz des Instituts lautet «Wenig, aber gründlich!». Jakob von Gunten ist intelligent und stammt aus bürgerlichen Verhältnissen, jedoch verfolgt er stoisch das Ziel, eine «reizende, kugelrunde Null» zu werden. Am Ende dieses avantgardistischen, verstörenden Anti-Bildungsromans bleiben nur der Vorsteher des sich auflösenden Instituts – einem entthronten König gleich – und Jakob von Gunten übrig. Fräulein Benjamenta ist an Lieblosigkeit gestorben und die anderen Eleven haben eine Anstellung als Diener erhalten. Herr Benjamenta, der sich selbst als bedrohlichen Unmenschen bezeichnet, fühlt sich in der Gegenwart von Jakob zum ersten Mal lebendig und fleht ihn an, mit ihm in die Welt hinaus zu ziehen. Zuletzt reiten der Herr und sein Zögling Seite an Seite in die Wüste, ins Nichts und der Erzähler fragt: «Und wenn ich zerschelle und verderbe, was bricht und verdirbt dann? Eine Null.»

Regisseurin Barbara Frey inszeniert den Text ebenso abgründig wie heiter. Sie steigert die Absurdität des Instituts zu einem leichten, tiefschichtigen und humoristischen Theaterabend, der von schauspielerischer Präzision und clownesken Momenten lebt. «Jakob von Gunten», sagt Barbara Frey zu ihrer Aufführung «ist als Gegenentwurf zum heutigen Lebensoptimierungs- und Effizienzwahn gleichermassen heiter wie beunruhigend. Walsers Antihelden sind ausnahmslos einsame Menschen, die permanent ihre eigene Welt erfinden müssen, weil die Welt, so wie sie ist, nichts für sie bereithält.» Der meistdiskutierte Roman des herausragenden Schweizer Schriftstellers und gesellschaftlichen Aussenseiters Robert Walser (1878–1956) wurde in 25 Sprachen übersetzt und mehrmals verfilmt. Walser war mit seiner scharfsinnigen Beschreibung von Entfremdung und Wertnihilismus seiner Zeit voraus.

11


Schauspiel-Abo

SAL, Schaan

EINFÜHRUNG: 19.20 Uhr DAUER: 2 h 45 min eine Pause CHF 45, 40 | erm. 10

© Birgit Hupfeld

Di 04.12.18, 20 Uhr Mi 05.12.18, 20 Uhr

Der Kirschgarten Komödie von Anton Tschechow

Schauspiel Dortmund Regie: Sascha Hawemann Kostüme: Hildegard Altmeyer Bühne: Wolf Gutjahr Mit: Raafat Daboul, Ekkehard Freye, Björn Gabriel, Frank Genser, Caroline Hanke, Marlena Keil, Bettina Lieder, Uwe Schmieder, Friederike Tiefenbacher, Merle Wasmuth, Alexander Xell Dafov

12

Nach fünf Jahren in Frankreich kehrt die Gutsbesitzerin Ljubow Ranjewskaja nach Russland zurück: Die Heimat ruft. Hier, inmitten des idyllischen Kirschgartens, auf dem Gut der Familie, hofft sie auf Frieden und Ruhe. Doch die Wiedersehensfreude mit der Familie wird getrübt durch drückende Schulden und die drohende Versteigerung des Anwesens. Der Kaufmann Lopachin, früher Leibeigener Ranjewskajas, weiss einen letzten Ausweg: den Kirschgarten abholzen und kleinteilig verpachten. Ranjewskaja lehnt ab, ist doch der Kirschgarten, in dem sie die eigene Kindheit verbracht hat, genau das Stück Heimat, das sie so lange vermisst hat. Statt sich Dialog und Wandel zu stellen, hält sie am Bestehenden fest und verliert schliesslich alles. Unter dem Geräusch der fallenden Kirschbäume muss Ranjewskaja mit ihrer Familie das Gut und damit eine Welt verlassen, deren Untergang sie nicht aufhalten konnte. Oder wollte?

Tschechows zeitloser Text zeigt Menschen auf der Suche nach dem, was sie im Innersten zusammenhält. Im Mittelpunkt steht eine brüchig werdende Welt, in der das verloren geht, was doch eigentlich «schon immer» selbstverständlicher Teil der eigenen Identität war. Was passiert, wenn sicher geglaubte Konstanten verschwinden? In einer Zeit der Um- und Abbrüche, in der nur scheinbar unumstössliche Werte zu Kapital werden, bleibt der Einzelne letztlich allein zurück: Wie konnte es so weit kommen?


Schauspiel-Abo

Bilder deiner grossen Liebe Mit: Sandra Hüller Musik: Moritz Bossmann, Sandro Tajouri, Sandra Hüller

Der früh verstorbene Ausnahmeautor Wolfgang Herrndorf erzählt die Welt aus der Perspektive der 14-jährigen, verrückten wie hellsichtigen Isa. Isa entwischt aus einer psychiatrischen Anstalt und macht sich zu Fuss auf in die Welt. Sie durchquert Wälder, Dörfer, wandert an Autobahnen entlang und saugt vorbehaltlos und unvorsichtig auf, was ihr begegnet. Frei von Angst ist Isa unterwegs. Vielleicht ist sie eine Aussenseiterin, vielleicht (metaphysisch) obdachlos, aber

Wolfgang Herrndorf Bühnenfassung von Robert Koall

Theater Neumarkt Zürich was ist schon Gewissheit, Sicherheit, was Normalität, wenn man ja doch nichts festhalten kann und wenn man alles hat, was man zum Leben braucht: den eigenen Kopf. Ob Isa die Wahrheit erzählt, ob ihre Geschichten über ihre Reise durch ein manchmal verzaubertes Land, über die Menschen und Gestalten, die sie dabei trifft, frei erfunden sind, bleibt ein Rätsel. Gemeint ist das ganz grosse Lebensrätsel, die Frage, woraus es besteht, das Leben.

Die Schauspielerin Sandra Hüller gilt als Ausnahmetalent der deutschen Film- und Theaterlandschaft, die ihre Figuren mit grösster Hingabe und Intensität gestaltet. Für ihre Rolle im Kinofilm «Toni Erdmann» wurde sie als beste Darstellerin mit dem Europäischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Er war auch für die begehrte Filmtrophäe «Oscar» als bester ausländischer Film nominiert.

TAK Di 22.01.19, 20.09 Uhr EINFÜHRUNG: 19.30 Uhr DAUER: 1 h 20 min keine Pause CHF 45, 40 | erm. 10

Zum Autor Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren und 2013 in Berlin gestorben, hat ursprünglich Malerei studiert. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels». Es folgte 2010 der Erfolgsroman «Tschick», der in 25 Sprachen übersetzt und auch an unzähligen Theatern (auch dem TAK) gespielt wurde. 2011 erschien «Sand» (2011), ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse. 2013 nahm er sich, unheilbar erkrankt, das Leben und hinterliess das Tagebuch «Arbeit und Struktur» (2013) und den unvollendeten Roman «Bilder deiner grossen Liebe» (2014).

© Niklas Staus

Regie: Tom Schneider Bühne und Kostüme: Michael Graessner Dramaturgie: Inga Schonlau

13


Schauspiel-Abo

TAK Di 26.02.19, 20.09 Uhr Mi 27.02.19, 20.09 Uhr

«Keine Frage: Genau so muss Goethe heute.»

EINFÜHRUNG: 19.30 Uhr DAUER: 1 h 45 min keine Pause

Kurier

CHF 45, 40 | erm. 10

Hermann und Dorothea Johann Wolfgang von Goethe

Burgtheater Wien

Mit: Maria Happel, Martin Schwab

Ein Kleinstadtidyll, plötzlich konfrontiert mit einem Weltereignis: ein unübersehbarer Zug von Vertriebenen, flüchtend vor den Revolutionskriegen, Hilfe und Unterkunft suchend. Die Bewohner der Kleinstadt helfen – doch meist mit Verzichtbarem und Entbehrlichem. Furcht und Sorge fressen sich in die christlichen Seelen. Unter den Flüchtlingen trifft Hermann, der Sohn eines Wirtes, auf Dorothea. Eine schicksalhafte Begegnung, die den jungen Mann bis in sein Innerstes verwandelt. Aber seine Heiratspläne stossen beim Vater auf erbitterten Widerstand. Die Mutter vermittelt, und Erkundigungen über die Emigrantin bringen Gewissheit über ihren makellosen Ruf und ihre besondere Tapferkeit, doch das hoffnungsvolle Glück mit Hermann bleibt ambivalent – in einer Zeit, in welcher auch «dem endlich gelandeten Schiffer der sicherste Grund des festesten Bodens zu schwanken» scheint. Wie Homer in seinen grossen Epen, bedient sich Goethe in «Hermann und Dorothea» – unter den Zeitgenossen von gleicher Popularität wie sein «Werther» – des Hexameters, um die bildmächtige Handlung beinahe musikalisch voranzutreiben. Sein «Epos in neun Gesängen» zählt zu den ganz grossen Liebesgeschichten der Literatur. In einer Zeit, in der freie Partnerwahl alles andere als selbstverständlich war, lehnen sich die Protagonisten gegen Konventionen, Standesgrenzen und Vorurteile auf im Versuch, ihren eigenen, persönlichen Aufbruch Wirklichkeit werden zu lassen.

14

© Reinhard Werner

Regie: Alfred Kirchner Raum: Jura Gröschl


Schauspiel-Abo

Heilig Abend Daniel Kehlmann

TAK Theater Liechtenstein 24. Dezember. Es ist halb elf. Eine Frau wird verhört. Sie weiss angeblich nicht, warum. Man hat sie auf dem Weg zu ihren Eltern aus einem Taxi geholt und zur Polizeistation gebracht. Der Mann weiss offensichtlich alles über sie. Über ihr Privatleben, wen sie wann und wo getroffen hat und welche Texte sie auf ihrem Laptop tippte. Er behauptet auch zu wissen, dass sie für Mitternacht einen terroristischen Anschlag geplant hat. 90 Minuten bleiben ihm, um diesen Anschlag mit allen Mitteln zu verhindern. Doch sie bleibt felsenfest bei ihrer Aussage, mit der Sache nichts zu tun zu haben. Die Indizien sprechen sowohl dafür als auch dagegen, schliesslich ist sie eine Philosophieprofessorin, die in ihren Seminaren mitunter intellektuell fundiert Widerstand gegen die Gesellschaft einfordert. Und nun beginnt die Frau, ihr Gegenüber mit gezielten Fragen aus dem Konzept zu bringen. Die Zeit schreitet voran. Es ist Viertel vor elf. Der Autor Daniel Kehlmann reduziert in «Heilig Abend» das Theater auf seine Grundsubstanz: Zwei Menschen, ein Konflikt, eine Gefahr. Und der Wettlauf gegen die Zeit: die unerbittlich voranschreitende Uhr bestimmt die Dramaturgie des Thrillers. Die Debatte um Edward Snowden inspirierte Daniel Kehlmann, das Dilemma von individueller Freiheit und Sicherheit für die Bühne zu bearbeiten: Spätestens seit Snowden ist die Debatte darüber allgegenwärtig, wieviel Überwachung notwendig und in welchen Formen Systemkritik berechtigt ist. Wann schlägt das eine in Staatsterror, das andere in Terrorismus um? TAK Sa 16.03.19, 20.09 Uhr, Premiere Fr 22.03.19, 20.09 Uhr | Di 26.03.19, 20.09 Uhr EINFÜHRUNG: 19.30 Uhr

Regie: Tim Kramer Mit: Thomas Beck, Boglàrka Horvàth

«Was, wenn es nicht das beste System ist? Wenn es eigentlich ein furchtbares System ist, das den Globus ausbeutet und seine eigenen Bürger in Angst und Unwissenheit hält?» Judith in «Heilig Abend»

Zum Autor Daniel Kehlmann (*1975) veröffentlichte 1997 seinen ersten Roman «Beerholms Vorstellung». Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006 sowie zuletzt dem WELT-Literaturpreis 2007 ausgezeichnet. Sein Roman «Ich und Kaminski» war ein internationaler Erfolg, sein Roman «Die Vermessung der Welt», in bisher vierzig Sprachen übersetzt, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit. Sein neuester Roman «Tyll» führt seit Wochen die Bestsellerlisten an.

CHF 45, 40 | erm. 10

15


Schauspiel-Abo

Do 11.04.19, 20 Uhr Fr 12.04.19, 20 Uhr EINFÜHRUNG: 19.20 Uhr DAUER: 2 h, keine Pause CHF 45, 40 | erm. 10

© Andreas Pohlmann

SAL, Schaan

Nora oder Ein Puppenheim Henrik Ibsen

Residenztheater München

«Ich muss überlegen, wer Recht hat, die Gesellschaft oder ich.» Henrik Ibsen: «Nora oder Ein Puppenheim»

16

Regie: Mateja Koležnik Bühne: Raimund Orfeo Voigt Kostüme: Axel Aust Bühnenmusik: Mitja Vrhovnik-Smrekar Choreografie: Magdalena Reiter Mit: René Dumont, Gunther Eckes, Till Firit, Genija Rykova, Hanna Scheibe


Schauspiel-Abo

Genija Rykova Genija Rykova ist seit 2012 festes Ensemble­ mitglied am Residenztheater München und erhielt den Bayerischen Kunstförderpreis für Darstellende Kunst. Als Filmschauspielerin wirkte sie in zahlreichen Tatorten sowie Filmund Kinoproduktionen mit. Seit 2015 ist sie Frontfrau der russischen Jazzband «Die Klischewetzkis».

Nora hat ein Geheimnis, auf das sie sehr stolz ist. So stolz, dass sie gerne davon erzählt. Nur ihr Mann darf nichts davon erfahren. Vor Jahren hat sie ihm mit einer grossen Summe Geld das Leben gerettet, die sie bei dem windigen Bankangestellten Krogstad geliehen hat. Da ihr Mann Torvald Helmer jetzt im Begriff ist, Bankdirektor zu werden, sollte es leicht fallen, die ausstehende Summe zu begleichen. Aber Krogstad fürchtet unter dem neuen Direktor um seinen Posten und nutzt sein Wissen um Noras Vergehen für eine Erpressung – sie soll dafür sorgen, dass er seine Stellung behält. Doch hat er vor Jahren einmal eine Unterschrift gefälscht und Torvald Helmer ist ein Mann von Prinzipien. Man könnte sagen, er hat nichts anderes. Nora hingegen hat keine strikten Prinzipien. Sie kann nicht nach Regeln leben, die jemand anderes aufgestellt hat als sie selbst.

Wenn Regisseurin Mateja Koležnik Wert auf die Feststellung legt, dass sie Ibsens Schauspiel nicht als Stück über weibliche Emanzipation betrachtet, mag das zunächst verwundern. Schliesslich gilt «Nora» als Paradebeispiel für eine frühe dramatische Befassung mit der «Frauenfrage». Und selbstverständlich findet sich die Gattin und Mutter Nora Helmer in die Regeln einer männlich dominierten Gesellschaft eingespannt und spürt den Druck empfindlich. Aber ihr Freiheitsdrang, ihre Lebenslust und ihr Unbehagen an der Kultur von Regeln und Geboten sind universell. Und so stark und ungebändigt, dass am Ende kein Kompromiss möglich ist.

«unglaublich faszinierend» Süddeutsche Zeitung

17


Schauspiel-Abo

TAK Do 23.05.19, 20.09 Uhr Fr 24.05.19, 20.09 Uhr EINFÜHRUNG: 19.30 Uhr CHF 45, 40 | erm. 10

Schauspiel nach dem Roman von Robert Menasse

Theater Konstanz

«Eine grandiose Liebeserklärung an Europa und gleichzeitig eine blendend recherchierte Innenansicht über die Arbeit der Europäischen Kommission.» Denis Scheck über Menasses Roman, Der Tagesspiegel

© Rafaela Proel

Die Hauptstadt Durch die Strassen von Brüssel, Hauptsitz der Europäischen Union und Sitz der NATO, läuft ein Schwein. Während die Medien damit beschäftigt sind, die Story auszuschlachten, steht Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, vor der Herausforderung, das angeschlagene Image der Kommission aufzupolieren. Ein neues Narrativ muss her! Ihr Kollege Martin Susman hat auf einer Geschäftsreise nach Polen die zündende Idee: Die Überwindung des Nationalgefühls. Doch bald schon bemerken Xenopoulou und Susman, dass sie die nationalen Interessen in der Europäischen Union unterschätzt haben. Gegen Hürden in seiner eigenen Abteilung kämpft auch Kommissar Brunfaut an. Aus politischen Gründen soll er einen Mordfall auf sich beruhen lassen. Alle Akten und Beweise sind auf unerklärliche Weise auf einmal verschwunden. Und was macht Brüssel — es fahndet nach einem Schwein! Brüssel ist die vielverspottete Hauptstadt Europas, zugleich Utopie und Ort einsamer Seelen. Robert Menasse hat ihr und den dort Lebenden, den Experten, Expats, Kommissaren, Mördern, unzerstörbaren Karrieristen und privaten Existenzen einen Roman gewidmet. Er ist zugleich Tragikomödie, Farce, Erkundung einer Seelenlandschaft, ein schillerndes Panorama der europäischen Eliten. In seinem grossen europäischen Roman spannt der in Wien lebende österreichische 18

Schriftsteller Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und grossen Gefühlen. Menasse macht nicht allein europäische Bürokratie literaturfähig, er schafft es auch, die EU als lebendigen Organismus von Menschen für Menschen darzustellen. Aber anders als in seinen politischen Essays ist sein Roman keine simple Verteidigung der europäischen Idee, sondern eine existenzielle Auseinandersetzung. Heftig angeregt wird das Nachdenken über ein mögliches nachnationales Europa. Regie: Mark Zurmühle

Zum Autor Robert Menasse ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Schriftsteller Österreichs und sicherlich einer mit den meisten Auszeichnungen: Er hat unter anderem den Heinrich-Mann-Preis, den Max-Frisch-Preis und den französischen Ordre des Arts et des Lettres (Orden der Künste und der Literatur) erhalten. Der Roman «Die Hauptstadt» wurde im Jahr 2017 mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnet.


Schauspiel-Abo

Viel Lärm um nichts Komödie von William Shakespeare

Theater Augsburg Inszenierung und Bühne: Malte Kreutzfeldt Kostüme: Christine Hielscher Mit: Sebastian Baumgart, Gerald Fiedler, Ute Fiedler, Natalie Hünig, Andrej Kaminsky, Roman Pertl, Patrick Rupar, Daniel Schmidt, Katja Sieder, Karoline Stegemann, Kai Windhövel

William Shakespeare schildert mit viel Sprachwitz die Liebeswirren zweier Paare, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da sind Benedikt und Beatrice, eines der geistreichsten und unkonventionellsten Paare der Theatergeschichte, die sich auf gar keinen Fall ineinander verlieben wollen und sich in Schlagfertigkeit und Scharfzüngigkeit in nichts nachstehen. Seit über 400 Jahren erobern die beiden mit ihren ironisch-sarkastischen Bemerkungen über die Schrecken der Liebe die Herzen des Publikums.

SAL, Schaan Di 18.06.19, 20 Uhr Mi 19.06.19, 20 Uhr EINFÜHRUNG: 19.20 Uhr CHF 45, 40 | erm. 10

Claudio und Hero dagegen lieben sich innig und ehrlich und brennen darauf, zu heiraten. Doch Gerüchte und böse Intrigenspiele werden sie beinahe um Liebe und Leben bringen. Immer verwirrender werden die Inszenierungen und Ränkespiele der Figuren, werden Identitäten gewechselt, bis kaum noch jemand den Überblick hat, wer wer ist, was Theater und Behauptung, was Realität und Wahrheit ist. Immer wieder diese Unmöglichkeit: Liebe! Was ist das? Ein Gefühl? Eine Projektion? Ein Erkennen im Anderen oder nur ein produktives Missverständnis? Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang ist sie allemal. In seiner berühmten Komödie verbindet Shakespeare meisterhaft das Leichte mit dem Tragischen. Er zeigt die Liebe als ein zerbrechliches Verwirrspiel, das schnell an gesellschaftlichen Konventionen zerschellt oder eben durch das Eingreifen von Dritten beeinflusst wird.

«Freundschaft hält Stand in allen Dingen, nur in der Liebe Dienst und Werbung nicht.» William Shakespeare: «Viel Lärm um nichts»

19


Lounge

TAK_Lounge

© Matthias Homberg

Die TAK_Lounge hat sich etabliert als Gesprächsformat, das den Horizont weitet: Ein Gast berichtet von wissenschaftlichen Forschungen, aus aussergewöhnlicher Berufspraxis oder von nicht alltäglichen Erlebnissen. Bislang waren in der Reihe unter anderem zu Gast: der Politiker Moritz Leuenberger, der Bergsteiger Peter Sprenger, der Paläoanthropologe Friedemann Schrenk, der Diplomat Christian Wenaweser, der Anwalt Ingo Lenssen, der Teilchenphysiker Peter Beck, die Intendantin Barbara Frey.

« In dieser Ära brauchen wir Museen wie das Kunstmuseum Liechtenstein.»

In der Saison 2018/2019 werden die Loungegespräche nicht nur, aber öfter, im Zusammenhang mit dem Schauspiel-Abo stattfinden. Den Auftakt macht am 25. Oktober der Autor Michael Köhlmeier, dessen Roman «Das Mädchen mit dem Fingerhut» am selben Abend in einer Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin zu sehen sein wird (siehe Seite 9).

Thomas Lehnerer. Freies Spiel 8. Juni – 2. September 2018

Kimsooja, Künstlerin, New York und Seoul

Yuri Albert Elitär-demokratische Kunst 21. September 2018 – 20. Januar 2019 Rosso, Klee, Sonnier & mehr Werke aus der Hilti Art Foundation 9. November 2018 – 17. März 2019

Das gesamte Programm unter www.kunstmuseum.li


Schauspiel Der Traum eines lächerlichen Menschen Fjodor Dostojewski Kellerbühne St.Gallen Mit: Matthias Peter

«Ich bin ein lächerlicher Mensch.» Mit diesen Worten stellt sich der Erzähler dieses Theaterabends vor. Er berichtet, wie er am Zustand der Welt verzweifelnd sich das Leben nehmen wollte. Doch er tat dies nur im Traum, der ihm die Vision einer glücklichen Welt bescherte, in der es keine Sünde gibt. Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, da er als zeitgenössischer Fortschrittler und Stadtmensch die unschuldige Menschheit verdirbt. Erwachend erkennt er die uralte Wahrheit: «Liebe die anderen wie dich selbst.»

TAK Fr 11.01.19, 20.09 Uhr CHF 35, 30 | erm. 10

Souvenir Stephen Temperley

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij (18211881) gelingt es, in dieser Erzählung seine Weltanschauung der Güte und des Mitleides zu verdichten, die auch seine grossen Romane prägt. Eine Vision vom Glück und Verderben der Menschheit: Schlicht und ergreifend.

taff-theaterproduktion Regie:  Manfred Ferrari, Kostüme:  Kerstin Köck, Bühne/Technik:  Peter Hoffmann Mit:  Ute Hoffmann, Nikolaus Schmid, Marco Schädler

«Das wichtigste ist die Musik, die man im Kopf hat», sagte Florence Foster Jenkins, die unerschütterliche, selbstbewusste und sagenhaft talentfreie Sopranistin. Doch leider sang sie zum Erbarmen falsch, das Publikum liebte sie trotzdem und kam in Scharen, um sich über sie zu amüsieren. Die Phantasie über das Leben der Florence Foster Jenkins ist eine wunderbar herzerwärmende Hommage an diese Legende des amerikanischen Showbusiness.

TAKino Mi 09.01.19, 20 Uhr CHF 30 | erm. 10

Shooter Sam Graber TAK

manytracks productions

Fr 18.01.19, 20.09 Uhr CHF 35, 30 | erm. 10

Regie: Katrin Hilbe

Ein 16jähriger Schüler nähert sich seiner Schule mit einer automatischen Waffe. Der Familienvater Jim Bender zieht seine eigene Waffe und erschiesst ihn, bevor dieser das Feuer eröffnen kann. Ist Jim ein Held? Shooter behandelt ein Thema, welches im heutigen Amerika tragisch aktuell ist, die Häufung von Schiessereien auf Schulen und in Menschenmengen, fast alle begangen von Männern. Amerikaner lieben Waffen wie keine andere Kultur, doch das Problem ist kein ausschliesslich amerikanisches. «Shooter» diskutiert die Konstruktion von männlicher Identität und deren problematische Korrelation zur Waffenkultur. Das TAK zeigt die neueste Produktion der Liechtensteiner Regisseurin Katrin Hilbe, die überwiegend in den USA arbeitet, in englischer Sprache. 21


Kategorie

Konzert

22


23

Š Marco Borggreve

Kategorie


Konzert-Abo

Martin Grubinger Orchestra della Svizzera italiana Markus Poschner Martin Grubinger Perkussion Orchestra della Svizzera italiana Markus Poschner Leitung Johann Strauss – Walzer Martin Grubinger – Improvisation Avner Dorman – Frozen in Time Anton Bruckner – Sinfonie Nr. 1 in c-Moll (Linzer Fassung)

Der österreichische Perkussionist ist ein Phänomen, wie es die Schlagzeugwelt noch nie gesehen hat: Martin Grubinger kombiniert perfekte Virtuosität und athletische Kraft mit charismatischer Spielfreude und füllt so die Konzertsäle von New York bis Tokio. Besonders spektakulär kommt Grubingers Kunst im Perkussionskonzert «Frozen in Time» vom israelischen Komponisten Avner Dorman zur Geltung. Wie ein Dompteur bewegt sich Grubinger zwischen dem Instrumentarium hin und her, welches ein Grossteil der Bühne in Anspruch nimmt. Ebenso viel Raum nimmt die stilistische Vielfalt dieser Komposition ein; vom Jazz und harten Grooves wandert die Musik in ein traumartiges Adagio, um dann im Presto-Finale ein rhythmisches Feuerwerk zu entfachen, das Elemente aus dem Afro Cuban Jazz mit Er-

innerungsfetzen aus der Filmmusik à la «Mission Impossible» durcheinanderwirbelt. Martin Grubinger übt nicht nur stundenlang, sondern hält sich auch körperlich fit und schafft beispielsweise den Marathon, den er mehrmals jährlich absolviert, in weniger als drei Stunden. Dazu kommt ein einzigartiges motorisches Talent – so kann Grubinger sowohl rechts als auch links schreiben. Auch den Ball kickt der Fussbalfan mit beiden Beinen gleich präzise. Sport ist für Grubinger mehr als eine Freizeitbeschäftigung: Er benötigt eine blendende Konstitution, um die physischen Anforderungen einer Multiperkussionsperformance meistern zu können und die Emotionen bis zur letzten Note auf das Publikum zu übertragen. Den zweiten zentralen Programmpunkt des Konzertes stellt Bruckners erste Sinfonie dar, ein Monumentalwerk der deutschen Romantik. Der renommierte deutsche Dirigent Markus Poschner, der als ausgesprochener Bruckner-Experte gilt, wirkt buchstäblich an der Quelle dieser Sinfonie, welche Anton Bruckner 1866 in Linz vollendet hat, denn er ist aktuell Chefdirigent des Bruckner Orchesters in Linz. Wie viele traditionsreiche Orchester in Europa wurde auch das Orchestra della Svizzera italiana als Rundfunkorchester gegründet. Es gehört längst zur kulturellen Identität der italienischen Schweiz und hat sich auch international einen hervorragenden Ruf erworben.

Vaduzer-Saal, Vaduz Fr 05.10.18, 20 Uhr CHF 90, 75, 50 | erm. 15

24

© Simon Pauly

KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr


Konzert-Abo

Vaduzer-Saal, Vaduz

© Felix Broede

Mi 21.11.18, 20 Uhr CHF 90, 75, 50 | erm. 15 KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr

Nikolai Tokarev Nationale Philharmonie Russland Vladimir Spivakov Nikolai Tokarev Klavier Nationale Philharmonie Russland Vladimir Spivakov Leitung Sergej Rachmaninov – Klavierkonzert Nr. 2 in c-Moll Piotr Iljitsch Tschaikowsky – Sinfonie Nr. 5 in f-Moll

Über mehrere hundert Jahre pflegten Russland und Mitteleuropa einen intensiven, sich gegenseitig befruchtenden kulturellen Austausch, von dem beispielsweise Russlands grösster Komponist Peter Tschaikowsky tief geprägt war: In Moskau aufgewachsen, sprach man in seiner Familie Französisch, Deutsch und Russisch. Das einzigartige an Tschaikowskys Musik ist die Verbindung emotionaler Tiefe mit französischer Raffinesse und Meisterschaft. Wie bei Beethoven ist auch Tschaikowskys «Fünfte» eine «Schicksalssymphonie«: In diesem Monumentalwerk hadert der Komponist musikalisch mit

dem Schicksal. Er gibt sich ihm schliesslich vollständig hin und findet im Finale zu einer feierlichen Stimmung. Rachmaninovs vielleicht eindrücklichstes und erfolgreichstes Werk überhaupt, das zweite Klavierkonzert, entstand nach einer schweren seelischen Krise.

gen Jahren als Violinvirtuose mit den Wiener und Berliner Philharmonikern unter ­Leonard Bernstein, George Solti oder Claudio Abbado konzertierte. Bereits 1979 gründete er sein eigenes Orchester, die Moskauer Virtuosen, dessen Musiker aus den besten Orchestern der UdSSR ausgewählt wurden.

Nikolai Tokarev wurde in Moskau als Sohn eines Pianisten und einer Cellistin geboren. Bereits mit 14 Jahren unternahm er seine erste Welttournee. In der Folge gewann er zahlreiche Preise und eroberte mit seinem russischen Temperament und seiner technischen Meisterschaft die Konzertpodien der Welt. Wie wenige nur vermag er die seelischen Abgründe und die Poesie dieses Klavierkonzertes auszuloten und die technischen Hürden mit Leichtigkeit zu meistern. Eine eindrückliche Doppelbegabung zeigt Vladimir Spivakov, der bereits in jun-

Die UNESCO zeichnete Vladimir Spivakov wegen seiner bedeutenden künstlerischen Verdienste und wegen seiner Aktivitäten zur Förderung des Friedens und des Dialogs zwischen den Kulturen als «Künstler des Friedens» aus. In der Russischen Nationalphilharmonie vereinigt Vladimir Spivakov die Elite der Instrumentalmusiker aus Moskau und Sankt Petersburg. Das Orchester ist in den berühmtesten Konzertsälen der Welt zu Hause, natürlich in Russland, aber genauso auch in Japan, den USA, Kanada, Deutschland, der Schweiz, Spanien und Frankreich. 25


Konzert-Abo

Vaduzer-Saal, Vaduz

© Taco van der Werf

Mo 17.12.18, 20 Uhr CHF 90, 75, 50 | erm. 15 KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr

Der Messias Georg Friedrich Händel Festliches Weihnachtskonzert The King’s Consort Choir of the King’s Consort Robert King Leitung Julia Doyle Sopran Hilary Summers Alt Joshua Ellicott Tenor David Wilson-Johnson Bass Georg Friedrich Händel «The Messiah» – Oratorium in drei Teilen

Der 56-jährige Georg Friedrich Händel – bis heute Englands erfolgreichster Komponist – schrieb das gewaltige Oratorium «Der Messias» im für ihn typischen, atemberaubend schnellen Tempo von gut drei Wochen für eine Konzertreihe in Dublin. Ursprünglich für die Fasten- und Osterzeit gedacht, wurde es schon zu Händels Lebzeiten üblich, das Werk zur Adventszeit aufzuführen, und bei dieser Tradition ist es seither mehrheitlich auch geblieben. Das neben Bachs «Weihnachtsoratorium» wohl meistgespielte Oratorium aller Zeiten verlangt nach einer hochkarätigen Besetzung, die Händels Meisterwerk auch im Blut hat. The King’s Consort wurde 1980 von Robert King gegründet und tourt seither sowohl in ganz Europa als auch auf allen sechs Kontinenten. Mit einer Liste von mehr als hundert CDs und eineinhalb Millionen verkaufter Tonträger ist The King’s Consort eines der am häufigsten aufgezeichneten historischen Ensembles überhaupt. Robert King ist einer der führenden britischen Dirigenten seiner Generation und hat seit bald vier Jahrzehnten ein ungewöhnlich vielseitiges Repertoire, das fünf Jahrhunderte umspannt, erarbeitet. Schwerpunkte sind seine viel gepriesenen Barock-Interpretationen und die Chor- und Orchesterwerke der

26

Klassik und Frühromantik. Für sein musikalisches und menschliches Niveau spricht auch, dass er seit vielen Jahren mit denselben hochkarätigen Solisten auf Tournée geht. Die Sopranistin Julia Doyle studierte zunächst Soziologie und Politikwissenschaft in Cambridge, bevor sie ihre Gesangskarriere startete. Seither ist sie in aller Welt aufgetreten und hat sich als Sopranspezialistin für das Barockrepertoire etabliert. Die Altistin Hilary Summers wurde in Südwales geboren und hat mehr als vierzig CD’s eingespielt; ihr Repertoire reicht vom frühen Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Ihre drei Oktaven umfassende Stimme hat die Aufmerksamkeit zahlreicher Komponisten auf sich gezogen. Bekannt für seinen lieblichen, flexiblen und doch kraftvollen lyrischen Tenor wurde Joshua Ellicott, der sich sowohl als Opern- wie auch als Liedsänger international einen Namen machen konnte. Das Solistenquartett vervollständigt schliesslich der britische Bariton David Wilson-Johnson, welcher in seiner dreissigjährigen Karriere mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Nikolaus Harnoncourt oder Sir Simon Rattle zusammenarbeitete. The Choir of the King‘s Consort wurde mit dem Chormusik-Preis des BBC Music Magazine geehrt.


Konzert-Abo

Martin Stadtfeld The Trondheim Soloists Wenn sich ein Pianist nach Glenn Gould einen Namen als führender Bach-Interpret gemacht hat, dann ist es der deutsche Pianist Martin Stadtfeld. Bereits mit sechzehn Jahren lernte er in kürzester Zeit Bachs furchterregend schwierige Goldbergvariationen auswendig und beschloss, mit diesem Werk auf dem CD-Markt zu debütieren. Das Vorhaben wurde von Erfolg gekrönt, und es folgten nicht weniger als vier ECHO Klassik Preise für seine Bach-Einspielungen, von weiteren Auszeichnungen ganz zu schweigen. Wieso sei gerade Bach sein Favorit, wurde er einmal gefragt. Bach sei für ihn nach wie vor die tröstlichste Musik, die er kenne. Bach verstehe den Menschen in seinem Glück, seiner Trauer, seinen Wünschen, seinen Enttäuschungen. Er habe alles erlebt, erfühlt, und daraus eine Musik gemacht, die uns an die Hand nimmt.

Das dritte Brandenburgische Konzert schliesslich ist ein ewiger Klassiker und begeistert mit seiner pulsierenden Vitalität und satztechnischen Raffinesse bis heute Pianisten wie Martin Stadtfeld, der den Inspirationsfunken auch auf das Publikum zu übertragen versteht.

Martin Stadtfeld Klavier The Trondheim Soloists Wilhelm Friedemann Bach – Sinfonie in F-Dur Johann Sebastian Bach – Klavierkonzert in d-Moll Johann Sebastian Bach – Brandenburgisches Konzert Nr. 3 in G-Dur Johann Christian Bach – Klavierkonzert Nr. 6 in f-Moll

Leidenschaft. Perfektion. Pure Intensität. Mit diesen Prinzipien erobert sich das Kammerorchester The Trondheim Soloists sein eigenes musikalisches Territorium. Das Orchester wurde vor zwanzig Jahren gegründet, gilt heute als eines der renommiertesten norwegischen Ensembles und hat sich durch seinen unverkennbar offenen und klaren Orchesterklang, den die britische Musikzeitschrift Classic FM als den Trondheim Sound beschrieb, international etabliert. Vaduzer-Saal, Vaduz Mi 06.02.19, 20 Uhr

Besonders spannend an diesem Programm ist die Gegenüberstellung der Werke von Vater Bach zu zweien seiner Söhne: Mit seinem ältesten Sohn, Wilhelm Friedemann, verband ihn eine besonders enge Beziehung, und offenbar entwickelte Wilhelm Friedemann an der Orgel ähnlich geniale Improvisationskünste wie sein berühmter Vater. 25 Jahre später als Friedemann kam Johann Christian Bach zur Welt. Er reüssierte als einziger der Söhne auch mit Opern und schuf sich ab den 1760er Jahren in London ein ausgezeichnetes Renommee als Konzertpianist, Pädagoge und Komponist. Nicht zu überhören ist sein Einfluss auf den jungen Mozart, dessen frühen Klavierkonzerte denen des «Londoner Bachs» zum Verwechseln ähnlich sind.

KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr

© Marco Borggreve

Ungewöhnlich leidenschaftlich ist selbst für Johann Sebastian Bachs Verhältnisse das Klavierkonzert in d-Moll gestaltet; es wurde deswegen sogar die Autorenschaft in Zweifel gezogen. Der legendäre Bach-Kenner Albert Schweizer antwortete auf diese Zweifel mit einer Gegenfrage: «Wer ausser Bach hätte denn ein solches Werk schreiben ­können?»

CHF 90, 75, 50 | erm. 15

27


Sol Gabetta Violoncello Kristian Bezuidenhout  Fortepiano (Hammerklavier) Robert Schumann – Fünf Stücke im Volkston Franz Schubert – Sonatine für Violine in D-Dur Ludwig van Beethoven – Cellosonate Nr. 3 in A-Dur

© Marco Borggreve

Konzert-Abo

Sol Gabetta Kristian Bezuidenhout Vaduzer-Saal, Vaduz Di 12.02.19, 20 Uhr CHF 90, 75, 50 | erm. 15 KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr

28

ni Battista Guagadgnini aus dem Jahr 1759. Auf der Bühne scheint sie mit ihrem Instrument förmlich zu verschmelzen.

Sol Gabetta ist aus dem klassischen Konzertgeschehen nicht mehr wegzudenken. International gefeiert wird die Cellistin für ihre technische Präzision, enorme Ausdrucksstärke und Interpretationen, die Herz und Verstand berühren. Gewöhnliche Darbietungen gibt es bei Sol Gabetta nicht. Authentizität und packende Leidenschaft zeichnen ihr Spiel aus.

Kristian Bezuidenhout, Sol Gabettas Klavierpartner in diesem Rezital, ist ein Musiker mit unglaublichem Esprit, musikalischer Ausgelassenheit und inhaltlicher Kompromisslosigkeit. Der Pianist aus Südafrika spielt seit Jahren auf seinem Hammerklavier, also mit jenem Instrument, das auch Beethoven zur Verfügung stand. Man hört bei Bezuidenhout stets den revolutionären Impetus im Form seiner emotionalen, radikalen und leidenschaftlichen Klangrevolution.

In Argentinien geboren, führte der Weg der Ausnahmekünstlerin über Spanien in die Schweiz. Ihre Liebe zum Cello mit seinem schönen, warmen Klang, entdeckte Sol bereits als Vierjährige. Ihr älterer Bruder Andrés spielte schon Geige und so wählte sie für sich die grössere Variante. Heute spielt sie eines der seltenen Violoncellos von Giovan-

Die romantische, tiefsinnige Musik von Franz Schubert und Robert Schumann, aber auch die intellektuelle, ungestüme Brillanz eines Beethoven braucht die ungezügelte Leidenschaft einer Sol Gabetta und den historischen Fundus eines Kristian Bezuidenhout, um diese Musik im Konzertsaal lebendig werden zu lassen.


Konzert-Abo

Gábor Boldoczki Prague Philharmonia Gábor Boldoczki Trompete Prague Philharmonia Georg Anton Benda – Sinfonie in G-Dur Johann Baptist Georg Neruda – Trompetenkonzert in Es-Dur Antonín Dvořák – Nocturne für Streichorchester Johann Nepomuk Hummel – Variationen für Flügelhorn und Orchester Johann Baptist Vaňhal – Sinfonia in g-Moll Antonín Dvořák – Zwei Walzer für Streichorchester Johann Baptist Vaňhal – Konzert für Flügelhorn und Orchester

Der Ungar Gábor Boldoczki ist ein begnadeter Virtuose, kaum ein Trompeter entlockt seinem Instrument ein grösseres Klangspektrum. Die Salzburger Nachrichten loben: «leichtzüngige Artikulation, höchste Beweglichkeit, extrem sicherer Ansatz, Koloraturkunst … ein Solist von solchem Rang veredelt jedes Musikwerk». Das Konzertprogramm führt die Zuhörer auf eine Reise ins Böhmen der Kaiserzeit. Der musikalische Reichtum der Region ist vor allem durch die Werke Antonin Dvořáks präsent – aber auch schon vor ihm waren Musiker und Komponisten aus dem damaligen Böhmen für ihren Melodienreichtum, die tänzerische Leichtigkeit ihrer Werke und ihr musikalisches Talent in ganz Europa hoch anerkannt.

film! Seidiges und Samtiges, leuchtende Farben, viel Gold und Silber – und alles noch ein bisschen schöner und makelloser, als man es sich in echt vorstellen darf.

Als Vierzehnjähriger hat Boldoczki seinen ersten Wettbewerb gewonnen. Danach ging es steil aufwärts mit der Karriere. Vergangenes Jahr erhielt er seinen dritten Echo Klassik für seine neueste CD «Bohemian Rhapsody», den er in der Elbphilharmonie entgegennehmen konnte. «Bohemian Rhapsody»: Das ist Musik wie ein Kostüm-

Für ihren Frohsinn, ihre Leichtfüssigkeit und für ihr Schwelgen in schönen Melodien waren die böhmischen Musiker in früheren Jahrhunderten in ganz Europa berühmt und beliebt. Dieses Konzertprogramm verspricht elegante, virtuos gespielte musikalische Unterhaltung für den Frühlingsbeginn – ein Kompendium böhmischer Spielfreude!

Gábor Boldoczki hat sich die Musiker der Prague Philharmonia zur Seite geholt, um mit ihnen gemeinsam böhmische Musik aus zwei Jahrhunderten einzuspielen und auf Konzerttournéen aufzuführen. Die Rollen zwischen Solist und begleitendem Kammerorchester sind klar verteilt, das der Ungar Soma Dinyes vom Cembalo aus leitet. Dabei ergeben sich schöne Dialog-Momente – vor allem in den langsamen Sätzen, wenn Boldoczki seine Begabung für weitgespannte Melodiebögen voll ausspielen kann.

Vaduzer-Saal, Vaduz Mi 20.03.19, 20 Uhr CHF 90, 75, 50 | erm. 15

© Marco Borggreve

KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr

29


Konzert-Abo

Petrit Çeku Sinfonieorchester Liechtenstein Kevin Griffiths Petrit Çeku Gitarre Sinfonieorchester Liechtenstein Kevin Griffiths Leitung Joaquín Rodrigo Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester Antonín Dvořák Sinfonie Nr. 9 in e-Moll «Aus der neuen Welt»

Vaduzer-Saal, Vaduz Do 04.04.19, 20 Uhr CHF 80, 60, 40 | erm. 15 KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr

30

Petrit Çekus aussergewöhnliche Sensibilität und sein besonderes Ausdrucksvermögen beeindrucken das Publikum weltweit. Er ist mit zahlreichen Konzerten in Europa und Nordamerika aufgetreten und war Solist bedeutender Sinfonieorchester wie unter anderem dem Baltimore Symphony Orchestra. Gitarrenspezialist Colin Cooper lobt Çeku als einen «Solisten auf höchstem Niveau». Er ist Gewinner zahlreicher erster Preise bei internationalen Gitarrenwettbewerben. Der Name des beinahe blinden spanischen Komponisten Joaquín Rodrigo (1901–1999) ist untrennbar mit seinem Gitarrenkonzert «Concierto de Aranjuez» verknüpft. Das Werk ist von der Sommerresidenz Aranjuez des spanischen Königshauses der Habsburger im Süden von Madrid inspiriert - von seiner einmaligen Atmosphäre in den weiten prachtvollen Gärten mit seinen Myriaden von Gewässern, den Paradiesvögeln, den

Magnolien und der einmaligen Architektur des Schlosses. Besonders der zweite Satz mit seiner traurig-romantischen Stimmung machte dieses meisterhaft komponierte Gitarrenkonzert zu einem der beliebtesten Werke des 20. Jahrhunderts. Im September 1892 trat der als «böhmischer Meister» weltweit verehrte Antonin Dvořák in New York eine fürstlich honorierte Stelle als Direktor an. In den USA gab es damals das Bestreben, sich von der Dominanz europäischer Kunstmusik zu lösen. Dvořák liess sich von dieser Idee begeistern, studierte Spirituals der schwarzen Plantagenarbeiter und Melodien der Ureinwohner und fügte diese Elemente gekonnt in seine neunte Sinfonie ein. Da Dvořák sich damals auch auf dem Zenit seiner Meisterschaft befand, wurde die Sinfonie «Aus der neuen Welt» sein erfolgreichstes Werk überhaupt.


Konzert-Abo

Vaduzer-Saal, Vaduz Fr 17.05.19, 20 Uhr © Kasskara/DGG

CHF 90, 75, 50 | erm. 15 KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr

Krystian Zimerman Krystian Zimerman Klavier

Musik ist für Krystian Zimerman «die Kunst, Emotionen zeitlich zu organisieren». Ob er Werke von Beethoven oder Chopin, Schubert oder Szymanowski spielt, die Interpretationen des polnischen Pianisten zeigen unzählige Ausdrucksnuancen und enthüllen die Klarheit seines musikalischen Erzählens. Dass Zimerman als einer der grössten Künstler unserer Zeit gilt, beruht nicht zuletzt auf der Frische und Originalität seiner Aufführungen, die sehr persönlich und sorgfältig bis ins Detail vorbereitet sind. Manchmal studiert er ein Werk jahrzehntelang, erforscht jeden Aspekt und den Sinngehalt, bevor er es ins Programm seiner Recitals einführt oder im Aufnahmestudio spielt. Sein Ansatz ist Teil eines lebendigen Prozesses schöp-

ferischer Entwicklung, in dem Selbstkritik, intensives Nachdenken und Intuition eine wichtige Rolle spielen. «Der letzte Touch – der die Kunst ausmacht – kommt im Konzertsaal«, stellt er fest. Krystian Zimerman kam 1956 im südpolnischen Zabrze als Sohn einer musikalischen Familie zur Welt. Schon als Kleinkind wurde er durch die vielen Musiker, die bei seinen Eltern zu Gast waren, mit der Aufführung von Kammermusik vertraut. Als Fünfjähriger erhielt er ersten Klavierunterricht bei seinem Vater, der selbst Pianist war, und studierte später privat sowie am Konservatorium von Katowice bei Andrzej Jasiński. Sein Durchbruch erfolgte, als er 1975 den ersten Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau gewann. Der 18-Jährige war der jüngste Sieger in der Geschichte des renommierten

Wettbewerbs und er wusste, dass er noch Zeit brauchte, um seine künstlerischen Fähigkeiten voll zu entwickeln. 1976 lud ihn der legendäre Artur Rubinstein ein, mit ihm in Paris zu arbeiten. Diese Phase der engen Zusammenarbeit mit einem der grössten Pianisten des 20. Jahrhunderts brachte ihm neue künstlerische und psychologische Erkenntnisse, ebenso wie die Arbeit mit Claudio Arrau, Emil Gilels, Svjatoslov Richter und Arturo Benedetti Michelangeli. Krystian Zimermans künstlerische Arbeit ist untrennbar verbunden mit seiner Kenntnis der Mechanik und Bauweise seines Instruments. In seiner Jugend erwarb er handwerkliche Fähigkeiten als Klavierbauer und -techniker, die er seither in enger Zusammenarbeit mit Steinway & Sons in Hamburg weiter perfektioniert hat. 31


Konzert-Abo

Don Giovanni Dramma giocoso in zwei Akten Wolfgang Amadeus Mozart In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Vaduzer-Saal, Vaduz Mi 29.05.19, 20 Uhr CHF 80, 60, 40 | erm. 15 KONZERTEINFÜHRUNG mit Martin Wettstein um 19.15 Uhr

Don Giovanni ist ein stadtbekannter skrupelloser Frauenverführer aus Sevilla. Begleitet von seinem listigen Diener Leporello bewegt er sich ständig in einem Umfeld aus Eroberung, Eifersucht und enttäuschten Frauen. Da ist einmal Donna Anna, die er zu verführen versucht. Oder Elvira, die er bereits verlassen hat und die ihm alles andere als gut gesinnt ist. Dann entdeckt er auch noch Zerline auf einer Bauernhochzeit. Ständig verliebt er sich aufs Neue und verlässt seine momentane Geliebte, um in die Arme der nächsten zu sinken. Sein Gegenspieler ist der Komtur, der Vater Donna Annas, den er bei einem Duell ersticht. Auf dem Grabmal des Komturs steht dessen Statue. Diese beginnt zu Don Giovanni zu sprechen, der so zu einem Gastmahl eingeladen wird. Er 32

Clemens Heil  Musikalische Leitung Benedikt von Peter Inszenierung Solistinnen und Solisten des Luzerner Theaters Chor des Luzerner Theaters Luzerner Sinfonieorchester

sagt gegen den Rat seines Dieners Leporello zu. Als Don Giovanni dann von der Statue zu Reue und Busse aufgefordert wird, sich jedoch weigert, wird er von der Hölle verschlungen. Mozart vertonte dieses ungewöhnliche Libretto aus der Feder seines kongenialen Partners Lorenzo Da Ponte 1787 in Prag. Die Stadt war dem Wiener Meister überaus wohlgesonnen und drängte ihn geradezu, nach dem sensationellen Erfolg der Oper «Figaro», eine weitere Oper für das Prager Publikum zu schreiben. Nach langer Probearbeit mit zahlreichen Verzögerungen – die Oper stellt für Sängerinnen, Sänger und Orchester eine enorme

Herausforderung dar – fand endlich im Dezember 1787 die umjubelte Uraufführung statt. Obwohl Mozart die Oper für die folgende Aufführung in Wien umarbeitete und dem Wiener Geschmack anpasste, konnte er dort den Prager Erfolg nicht wiederholen; die Oper sei «kein Bissen für seine Wiener», fand der Kaiser. Nun, der Appetit folgte mit den Jahren dann schon noch, und heute gehört «Don Giovanni» zu den meistgespielten Opern überhaupt – auch in Wien.


Konzert

Tage Alter Musik Italienische Virtuosenmusik des 16. und 17. Jahrh. für Viola da gamba und Harfe

Orquesta de camera de Las Tunas

Im Rahmen des Festivals «Alte Musik am Bodensee»

Cuba meets Liechtenstein

Juliane Laake Diskant-/Bassgambe, Maximilian Ehrhardt Barockharfe

Las Tunas, Kuba: 200’000 Einwohner, im Osten der Insel gelegen, kein Strand, keine Touristen, Pferdekutschen statt Taxis, Esel statt Traktoren. Doch mittendrin ein Musikinternat, in dem Kinder ab neun Jahren ihr Leben der Musik widmen. Dies ist die Keimzelle des Kammerorchesters von Las Tunas, das aus hochbegabten Musikstudent/innen und fertig ausgebildeten Musiker/innen besteht und längst ein Geheimtipp in Kuba ist. Ein musikalisches Potenzial, das von kubanischer Volksmusik mit ihren Son, Montuno, Habanera, Danzon, Rumba und wilden Improvisationen hin zu klassischen Werken der Renaissance-Musik bis zur Neuen Musik reicht.

Nichts hat Künstler aller Zeiten so sehr inspiriert und beflügelt wie die Liebe. Ob nun die Jungfrau Maria oder die Schöne aus der Nachbarschaft angebetet wurde – immer ist es die Liebe, die auch in der Musik die grossartigsten Werke entstehen liess.

TAK MO 24.09.18, 20.09 Uhr CHF 40 | erm. 20

Quartetto di Cremona Das italienische Spitzenensemble zählt zu den gefragtesten und erfolgreichsten Streichquartetten der internationalen Szene. Die Musiker aus der Stadt des legendären Geigenbauers Antonio Stradivari spielen auf Festivals in Übersee, aber auch regelmässig in London, Rom, Mailand, Berlin und weiteren Kulturzentren Europas. Das Quartett pflegt ein weitgefächertes Repertoire, das auch zeitgenössische Musik mit einbezieht. TAK Das Programm für das Konzert im TAK Do 17.01.19, 20.09 Uhr wird noch bekannt gegeben.

Der Harfenist Maximilian Ehrhardt ist Initiator und Leiter der «Tage für Alte Musik am Bodensee». Er studierte historische und moderne Harfe und arbeitete mit Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Konrad Junghänel, Lorenzo Ghielmi und Leonardo García Alarcón. Juliane Laake ist Preisträgerin des Internationalen Telemannwettbewerbs Magdeburg und arbeitet regelmässig mit Ensembles wie der Lautten Compagney oder der Akademie für Alte Musik Berlin sowie mit renommierten Solisten wie Hille Perl, Harry van der Kamp und Dorothee Mields. Gemeinsam präsentieren sie anrührende Liebeslieder der Renaissance und ihre virtuosen, sinnlichen Bearbeitungen. TAK Fr 21.09.18, 20.09 Uhr CHF 40 | erm. 20

CHF 40 | erm. 20

Liederabend Karl Jerolitsch Tenor, Jürg Hanselmann Klavier

TAK Fr 10.05.19, 20.09 Uhr CHF 40 | erm. 20

Karl Jerolitsch und Jürg Hanselmann pflegen eine langjährige musikalische Zusammenarbeit und Freundschaft. Zuletzt waren sie mit einer eindrücklichen, umjubelten «Winterreise» im TAK zu erleben. Sie spielen Werke von Franz Schubert, Robert Schumann, Hugo Wolf und Jürg Hanselmann, u. a. der Eichendorff Liederkreis von Schumann und die Uraufführung von Hanselmanns neuem Liederkreis «An Mauern hin» nach Gedichten von Georg Trakl, entstanden im Herbst 2016 und inspiriert von nachgelassenen Gedichten Trakls. 33


Konzert

Der Komponist und Organist Bruno Oberhammer wird auf der Rheinberger-Orgel in der Kathedrale St. Florin in Vaduz die Adventszeit musikalisch eröffnen. Oberhammer, der viele Jahre Professor für Orgel und Tonsatz am Konservatorium im Feldkirch war, bringt Werke u. a. von Josef Gabriel Rheinberger zu Gehör. Kathedrale St. Florin, Vaduz Sa 01.12.18, 19 Uhr

© Paul Trummer

Vorweihnachtliches Orgelkonzert

Kollekte

Podium-Konzerte Chorseminar Liechtenstein Die Konzerte des Chorseminars Liechtenstein haben in den vergangenen Jahren Massstäbe in der heimischen Chormusik gesetzt. Auch das Projekt 2019 verspricht ein grossartiges Konzerterlebnis.

TAK So 20.01.19 So 24.02.19 So 10.03.19 So 14.04.19 So 19.05.19 So 16.06.19 jeweils 11 Uhr

Die bekannte und renommierte Konzertreihe steht unter der Schirmherrschaft I.K.H. Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein und unter der künstlerischen Leitung von Maestro Graziano Mandozzi. Die Matineekonzerte stellen hochtalentierte Nachwuchsmusiker/innen aus der Region vor.

Eintritt frei

SAL, Schaan So 14.04.19, 17 Uhr CHF 40 | erm. 20

LIECHTENSTEIN

WERDENBERG

SARGANSERLAND

R H E I N TA L

Das KuL tzt verpasst? Je : n abonniere

nur CHF 35.–/Jahr

DIE KULTURZEITUNG FÜR DAS KULTURLEBEN IM FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN UND DER REGION

+

P O R T R ÄT S

+

KUL@MEDIENHAUS.LI, WWW.KUL-MAGAZIN.LI 34

16 64 oder Tel +423 236 nhaus.li ie ed kul@m

HINTERGRÜNDE

+

INTERVIEWS

jeden letzten Freitag im Monat


Literatur

Poetry Slam © Matthias Homberg

Sara Bonetti Moderation Sabrina Weithaler Moderation

KLANGLABOR Campfire Denise Kronabitter Stimme, Arno Oehri  Gitarre, Electronics Marco Sele Schlagwerk Der Soundkünstler Arno Oehri und seine Formation KLANGLABOR versammeln das Publikum an einem imaginären Lagerfeuer. Im Feuer flackern Soundspuren auf, Text lodern und widersetzen sich der Nacht, vertreiben die Raubtiere. Das Campfire lässt uns friedliche Rast halten, bevor wir am nächsten Morgen weiterziehen müssen, es wärmt die Knochen und die Nahrung – und ist doch von verführerischer Zerstörungskraft.

Dunkelzelt auf dem TAK-Parkplatz

Poetry Slam ist vielseitig: Die Texte beschreiben Episoden aus dem Alltag, sind lyrische Aufarbeitung, Sprachspielerei oder einfach witzig. Und Poetry Slam ist ein Dichterwettstreit: Mit selbstgeschriebenen Texten lesen Poetinnen und Poeten um die Gunst des Publikums und um den heissbegehrten Preis: eine Flasche Gin! Der TAK-Slam findet im klassischen Format statt: Die Poeten teilen sich die Bühne, jeder hat sechs Minuten das Publikum für sich. Beim TAK-Slam stehen Poeten aller deutschsprachigen Zungen auf der Bühne – und pro Abend auch zwei Slammer aus der Region. Wer dabei sein will, melde sich bei Sara Bonetti: sara@laendleslam.at

Mi 19.09.18, 20.09 Uhr

TAKino

Do 20.09.18, 20.09 Uhr Tickets: julia.kerber@lbv.li Tel. 00423 390 05 15

Mi 26.09.18, 20 Uhr Mi 31.10.18, 20 Uhr Mi 28.11.18, 20 Uhr Weitere Termine in Planung CHF 15 | erm. 10

Das Dunkelzelt wird veranstaltet vom Liechtensteiner ­ Behindertenverband in Koope­ ration von TAK und obvita.

Demokratische Momente Eine theatrale Rauminstallation Regie: Eveline Ratering  Mit: Ingo Ospelt Auditorium der Uni Liechtenstein Sa 19.01.19 So 20.01.19 Weitere Infos folgen

Das Erzählprojekt «Liechtenstein erzählen» hat Stimmen von Zeitzeugen gesammelt, die Einblicke in zwei prägende historische Moment der Liechtensteiner Geschichte geben: Den langen Weg zur Einführung des Frauenstimmrechts vom ersten Protestmarsch 1971 an und die Diskussion um die Macht-

balance zwischen Fürstenhaus und Landtag im Jahre 1992. Das Literaturhaus Liechtenstein, das Institut für Architektur und Raumentwicklung der Universität Liechtenstein und das TAK entwickeln ausgehend vom Erzählband «Demokratische Momente» eine szenische Lesung, die die erzählten Hoffnungen, Gefühle, und persönlichen Erfahrungen auch räumlich erfahrbar macht. 35


Kategorie

TAK music _

36


Kategorie

Liebe Freundinnen und Freunde der TAK_music-Konzerte Im Laufe der letzten Jahre haben sich die TAK_music-Konzerte immer mehr zu einer der wesentlichen Säulen des TAK entwickelt. Mit Branford Marsalis, Brad Mehldau, Jan Garbarek, Till Brönner, mit Hubert von Goisern, Helge Schneider und Silje Nergaard waren in den letzten Jahren Weltstars zu Gast im TAK. Grund genug, um einige Konzerte der kommenden Saison auch zu einem Abo zu bündeln. Wir haben sechs Konzerte zusammengestellt, die Sie als TAK_music-Abonnement buchen können. Sie können die Konzerte aber natürlich auch im Kombi-Abo mit Schauspielen oder TAK Vaduzer Weltklassik Konzerten verbinden. Auf diese Weise wollen wir unser Angebot für unsere Abonnenten weiter vergrössern, und Sie geniessen alle Vorteile eines Abos – allen voran ein fester Sitzplatz und vergünstigte Eintrittspreise. Wir wünschen Ihnen grossartige Konzerterlebnisse!

37


TAK_music-Abo

Konstantin Wecker Trio Konstantin Wecker Klavier Jo Barnikel Klavier Fany Kammerlander Cello Konstantin Wecker, Fany Kammerlander und Jo Barnikel verbindet die Liebe zum Lied. «Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen», so Konstantin Wecker, der sich seit über 40 Jahren für eine Welt ohne Waffen und Grenzen engagiert. Nun setzt der Münchner Liedermacher mit zwei kongenialen Mitstreitern an seiner Seite zu einem musikalisch-poetischen Liebesflug der ganz besonderen Art an. Neben seinem langjährigen Bühnenpartner und Alter Ego am Klavier, Jo Barnikel, steht auch Fany Kammerlander, die Ausnahme-Cellistin, zu Hause in der Klassik- wie auch in der Popwelt, seit längerem mit Konstantin Wecker auf der Bühne. Die drei Musiker vereinen lyrisch-sensible Klavierstücke mit dem zart-schmelzenden Klang des Cellos, das Konstantin Weckers Liedern seit jeher ihre ganz persönliche Note gab. Am liebsten würde man sie festhalten. Die Melodien. Und die Sehnsüchte.

Vaduzer-Saal, Vaduz Di 20.11.18, 20 Uhr CHF 65, 55 | erm. 20

Chick Corea Solo Piano

© Chick Corea Productions

Seit er 1966 seine Solo-Karriere mit dem Album «Now he sings, now he sobs» begann, gehört er zu den stilistisch prägendsten Musikern des Genres, als grenzenlos virtuoser Pianist wie als brillanter Songwriter. Sein allererstes Solo-Album «Piano Improvisations» von 1971 geniesst längst Klassikerstatus und beweist bis heute, dass Coreas Meisterschaft im «inneren Dialog» bis heute unerreicht geblieben ist. Viele seiner Kompositionen sind zu Jazz-Standards geworden, seine Aufnahmen mit Miles Davis (z. B. «Bitches Brew») sind legendär und seine 63 Grammy-Nominierungen sprechen für sich.

SAL, Schaan Do 22.11.18, 20 Uhr CHF 80, 68, 55 | erm. 55

38

Der Klavier-Magier Chick Corea brilliert auch mit 77 Jahren noch mit seinen Fusion-Bands und mit seinen grossartig besetzten Trios. Doch die grosse Liebe des Musikers gehört den Piano-Solo-Konzerten, bei denen Corea auf ein halbes Jahrhundert Jazzgeschichte zurückblicken kann und mühelos zwischen Bebop, Klassik, JazzRock, Fusion und Latino-Leidenschaft oszilliert. 2018 begibt er sich auf eine kleine ausgewählt Europa-Tour, auf der er seinen persönlichen Piano-Helden wie Thelonius Monk oder Bill Evans Reverenz erweist, Abstecher in die klassische Musik macht und aus seinen legendären Kompositionen schöpfen wird. «Eine Koryphäe, überschäumend und ewig jung.» The New York Times


TAK_music

Tanguísimo Tango Argentino © Alejandro Rumolino

Gisela Passi & Rodrigo Rufino Tanz Sebastian Rossi Gesang Marisa Mercadé Bandoneon Cyril Baleton Violine Luc Michel Piano Edouard Macarez Kontrabass Ludovic Michel  Viola, Gitarre, Leitung

TAK Sa 08.12.18, 20.09 Uhr

© Felix Bröde

Leben, Liebe, Leidenschaft und immer auch ein Anflug von Melancholie, eine Ahnung von Vergänglichkeit – das ist es, was den Tango ausmacht. Entstanden ist Tanguísimo aus dem Zusammenschluss von virtuosen Musikern auf der Suche nach neuen musikalischen Horizonten. Die so erschlossenen Wege führten sie in die weltweit angesehensten Konzertsäle und lässt sie auf mehrere hundert erfolgreiche Konzerte zurückblicken. Unter der Leitung von Ludovic Michel hat das Ensemble seine Vielschichtigkeit und Virtuosität zu einem homogenen Klangkörper mit einem ungewöhnlich reichen Sound entwickelt. Die Melancholie des Bandoneons, die leidenschaftlich flirrenden Akkorde und matten Rhythmen eines trotzigen Pianos erzählen gemeinsam von der leidenden Tragik, die aus den Wunden jeder Lebensreise entsteht, wie auch die Reise der Musiker bis zu ihrem heutigen Format ihren Kurs zwischen Hoffnung, Gewalt, Liebe und Leidenschaft absteckte. Tanguísimo interpretiert den Zauber des Tangos in einer mitreissenden Musikalität. Die schicksalhafte Natur der unmöglichen Liebe wird dabei verstärkt durch die unbezwingbare Poesie der Rio de la Plata.

CHF 45, 40 | erm. 15

Giora Feidman Sextett «Klezmer for Peace» Giora Feidman Klarinetten Muhittin Kemal Temel  Kanun, Gesang Murat Coskun Rahmentrommeln, Percussion, Gesang Gürkan Balkan Oud, Gitarre, Gesang Hila Ofek Harfe Andre Tsirlin Saxophon Unermüdlich hat der Grossmeister des Klezmer in den letzten Jahrzehnten mit seiner Musik die Grenzen von Nationalitäten, Religionen und Generationen erfolgreich überwunden. Für sein neustes Projekt «Klezmer for Peace» hat Giora Feidman Musiker aus der Türkei und Israel um sich geschart.

TAK Mi 20.02.19, 20.09 Uhr CHF 45, 40 | erm. 15

Feidmans Sextett spielt eine Musik, die fremd, zugleich aber auch vertraut klingt und dabei die unterschiedlichen Kulturen miteinander verbindet. Die traditionellen Instrumente Kanun (orientalische Zither), Oud (Laute) und Rahmentrommel mit ihrer traditionell äusserst virtuosen Spielweise schaffen gemeinsam mit Harfe und Saxofon einen Klangraum, der die Grenzen von klassischer Musik, Jazz und Folk überschreitet. Im Alter von 83 Jahren, nach mehr als 56 Aufnahmen und zahlreichen Programmen, macht Giora Feidman mit dem weiter, was ihm am meisten am Herzen liegt: Die Botschaft der Einheit und des Friedens durch Musik zu verbreiten und dies auf höchstem musikalischen Niveau. 39


TAK_music-Abo

Cristina Branco Fado, Jazz

Christina Branco gilt als eine der erfolgreichsten Fadistas unserer Zeit und als eine der schönsten Stimmen Portugals. Doch die ebenso eigenwillige wie ausdrucksstarke Musikerin sieht sich selbst eher als Sängerin, die eben auch den Fado singt. Geprägt von Billie Holiday, Janis Joplin und Joni Mitchell hat sie den Fado behutsam in völlig neue Gefilde geführt. Sie vertont Gedichte des grossen Autoren António Lobo Antunes und beauftragt Komponisten aller Genres, darunter Grossmeister des Fado ebenso wie junge Musiker der unterschiedlichsten Genres. Ihrer bewährten Instrumentierung bleibt Branco treu und somit auch der jazzigen Grundtönung ihrer Lieder. Cristina Brancos Spiel zwischen Tradition und Moderne spiegelt auch die Situation der jüngeren Generation Portugals wieder. Und so hat sie nicht nur einen neuen Fado-Stil geprägt, sondern erzählt auch die Geschichte eines Portugals, das sich selbst neu findet. Eines Portugals im Aufbruch. Saudade aber, die unübersetzbare portugiesische Schwermut, ist nicht herauszuschreiben aus Brancos Werk. Darin erschafft sie alle Emotionen, die das Musikgenre – mit seiner engen Verbindung von Stimme, Poesie und Musik – zu bieten hat.

© Joana Linda

Cristina Branco Gesang Luís Figuereido Klavier Bernardo Couto  Portugiesische Gitarre Bernardo Moreira Kontrabass

TAK

Do 21.03.19, 20.09 Uhr CHF 45, 40 | erm. 15

Stacey Kent Jazz

© Nicolas Nodland

Stacey Kent Gesang Jim Tomlinson  Saxofon, Flöte Graham Harvey Klavier Jeremy Brown Bass Josh Morrison Schlagzeug

TAK Mi 08.05.19, 20.09 Uhr CHF 55, 45 | erm. 20

40

Stacey Kent hat in den letzten 20 Jahren praktisch alles erreicht: Weit über 2 Millionen verkaufte Alben und eine Sammlung wesentlicher Auszeichnungen sprechen eine klare Sprache. Vor allem aber konnte Kent mit ihrer zarten Handschrift dem Jazz einen frischen Sound verleihen und Standards mit ihrem ganz eigenen Stempel versehen. Mit ihrer makellosen Stimme zieht sie Fans weltweit in ihren Bann, dabei wirkt diese wie ein Sonnenstrahl oder eine tröstende Hand – vor allem aber dient sie Kent als Spiegel für das Herz. Mit ihrer sensiblen Art und ihrem mehrsprachigen Savoir Faire nähert sie sich der Interpretation von Standards genauso feinfühlend und anmutig, wie sie jüngst ihr neuestes Album «I know I dream» in grosser Orchesterbesetzung umgesetzt hat. Publikum und Kritik hat das Album wie die «Stacey-KentÄsthetik» gleichermassen gefeiert.


TAK_music

1. Liechtensteiner Jazzfestival Folgende Künstler haben ihre Teilnahme am Festival zugesagt: TANGENTE & TAK Sa 23.03.19 4 Konzerte zwischen 16.30 Uhr und 22.30 Uhr So 24.03.19 4 Konzerte zwischen 15.30 Uhr und 21.30 Uhr CHF 30 – 1 Konzertblock CHF 45 – 1-Tagespass mit bis zu 4 Konzerten CHF 70 – 2-Tagespass für das gesamte Festival

Manuel Büchel mit Balduin Hirschsteins Hypervitaminose Stefan Frommelt Trio Markus Gsell Werner Hasler mit The outer String Big Band Liechtenstein Sandro Pallua Group Gregor Hilbe Karin Ospelt Pirmin Schädler mit Roger Szedalik, Amik Guerra, Jean Jacques Mengu Tata

Das TAK Theater Liechtenstein richtet in gemeinsamer Konzeption, Organisation und Durchführung mit der TANGENTE Eschen das 1. Liechtensteiner Jazzfestival aus! Mit dem Festival sollen erstmals die aktiven Liechtensteiner Jazzkünstler/innen an einem Wochenende zusammengebracht werden, um ihnen im weit gefächerten Schaffen im Bereich des Jazz eine Plattform zu bieten. Und das Schaffen der Liechtensteiner Jazzerinnen und Jazzer ist extrem vielseitig und vielschichtig. Das Publikum kann daher an einem Wochenende in die Jazzszene Liechtensteins eintauchen und geballte FestivalAtmosphäre erleben. Die Konzerte finden abwechselnd in der ­TANGENTE und im TAK statt. Besucherinnen und Besucher, die einen Shuttle-Transfer zwischen beiden Spielstätten wünschen, melden sich bitte vorab beim Vorverkauf des TAK.

41


TAK_music TAK Fr 28.09.18, 20.09 Uhr CHF 30 | erm. 15

nevertheless Mamtastisch! Gänsehautfeeling – das ist es, was die Liechtensteinische Formation nevertheless mit ihren gefühlvollen Liedern und eigenen Interpretationen bekannter Covers macht. Die vier starken Sängerinnen bringen mit der Mehrstimmigkeit den besonderen «Close Harmony»-Charakter auf die Bühne. In ihrem aktuellen Programm beleuchten sie mit einem Augenzwinkern ihr Leben zwischen Highheels und Hüpfburg. Begleitet von fünf exzellenten Musikern an Piano, Gitarre, Schlagzeug, Bass und Percussion begeben sie sich auf eine stimmungs­ volle Reise durch den ganz normalen Alltagswahnsinn.

Angelo Branduardi Angelo Branduardi, der seit den Siebzigerjahren zu den europaweit populärsten italienischen Liedermachern zählt, wandelt vom Anbeginn seiner Karriere erfolgreich zwischen den Welten klassischer und mittelalterlicher Musik und verbindet dabei gekonnt keltische mit nordeuropäischer Folklore. Branduardi versteht sich selbst als neuzeitlicher Minnesänger, der sein Publikum zu gleichen Teilen verzückt wie nachdenklich stimmt. Mit seiner weichen Stimme und seiner virtuosen, philosophischen Liedkunst erreicht er sein Publikum auf einzigartige Weise. Sein unbedingter Wille zur Originalität fasziniert seit Jahrzehnten – und seine LiveAuftritte sind faszinierende Abende, die nicht nur seine Fans in Staunen und Begeisterung versetzen. Vaduzer-Saal, Vaduz Do 18.10.19, 20 Uhr CHF 68, 60, 52 | erm. 30

42


TAK_music

17 Hippies

© Bert Spangemacher

Balkan, Rock, Pop

Friedrich Liechtenstein Trio Electro-Pop Friedrich Liechtenstein Gesang Arnold Kasar  Piano, Electronics Sebastian Borkowski Saxophon Feinsinnig und dadaistisch kommen Liechtensteins Songs daher. Sie sind nicht nur ironische Kommentare auf das Leben, die Welt und die Medien, sondern auch kleine Kunstgeschichten voller Anspielungen auf sein langjähriges Schaffen.

Antje Henkel  Klarinette, Saxophon Daniel Cordes Kontrabass Christopher Blenkinsop  Ukulele, Bouzouki, Gitarre, Gesang Daniel Friedrichs  Geige, Mandoline Dirk Trageser  Gitarre, Percussion, Gesang Elmar Gutmann Trompete Henry Notroff Klarinette Kerstin Kaernbach  Geige, Bratsche, singende Säge Kiki Sauer Akkordeon, Gesang Kruisko Akkordeon, Marimba Lüül  Banjo Gitarre Romain Vicente Percussion Uwe Lange  Posaune, Trompete, Horn Berliner «17 Hippies» sind seit langem eine der innovativsten Bands, die es in Deutschland gibt. Genre-Bezeichnungen wie Weltmusik reichen nicht aus, um zu beschreiben, wie die vielköpfige Band ihre musikalischen Stärken und ihre Experimentierfreudigkeit in den letzten Jahren zu Höchstform gebracht hat. Ihr Stil mischt Balkan-Rhythmen mit anglo-amerikanischem Rock/Pop/Jazz zu einem unverwechselbaren Sound. In ihrem 20-jährigen Bestehen haben sie 17 Alben veröffentlicht. Gleichzeitig touren sie seit Jahren mit 13 Musikern weltweit und haben mittlerweile in über 25 Ländern Konzerte gegeben. Das neue Album der «17 Hippies» erscheint zum Jahreswechsel 2018 / 2019.

TAK Do 24.01.19, 20.09 Uhr CHF 45, 40 | erm. 15

Friedrich Liechtenstein ist einer der vielseitigsten Performancekünstler im deutschsprachigen Raum. Seine Videos haben Kultstatus und seine TV-Serie «Tankstellen des Glücks» (ZDF/ARTE) ist aktuell für den Grimme-Preis nominiert. Einem breiten Publikum wurde er 2014 durch den EDEKA-Spot «Supergeil» bekannt. Das Friedrich Liechtenstein Trio mixt einen heliumleichten SongCocktail einer gelungenen Verbindung von Pop-Melodien mit entspannten Arrangements aus Pianoakkorden, zarten Saxophonklängen und elektronischen Sounds. Liechtensteins Texte bilden dazu einen hintergründigen Kontrast voll feinsinnigem Humor, in den man sich nach den ersten Zeilen verliebt. Selten sind Coolness und Anspruch eine so gelungene Ehe eingegangen. TAK Fr 30.11.18, 20.09 Uhr CHF 35, 30 | erm. 15

43


TAK_music

«Ein Muss!»  Salsa-Magazin «salsalemania» «Perhaps the best Salsa Band in Europe» lastfm

Mercadonegro Cesar Correa  Piano Rodrigo Rodriguez  Timbales & Gesang Armando Miranda  Gesang Eduardo «Dudu» Penz  Bass Lisbel Acosta  Posaune Carlos Minoso  Posaune Giancarlo Ciminelli  Trompete Oscar Cordero  Trompete Amik Guerra  Trompete Edwin Sanz  Congas Walter Rebatta  Bongo & Campana Josbel Rodriguez  Gesang Jose Mendoza  Toningenieur

Niemand würde vermuten, dass ausgerechnet in der Schweiz eine der weltweit erfolreichsten Salsa-Bands enstand. Doch genau hier kamen der kubanische Sänger Armando Miranda, der kolumbianische Perkussionist Rodrigo Rodriguez und der peruanische Pianist Cesar Correa zusammen. Der Name «Mercadoegro» (Schwarzmarkt) verweist einerseits auf die afro-amerikanischen Wurzeln ihrer Musik, wie auch auf die verschlungenen Karrierepfade heutiger Musiker.

SAL, Schaan Fr 01.02.19, 20 Uhr Stehplatz: CHF 35 | erm. 15 Sitzplatz: CHF 40

Mittlerweile ist das Orchestra Mercadonegro auf 12 bis 14 Musiker angewachsen und gilt als eine der gefragtesten Bands für Salsa-Festivals und -Competitions. Einige ihrer Songs wurden dort so oft gespielt, dass sie mittlerweile für die Wettkämpfe aus Abwechslungsgründen untersagt sind.

Wir kochen täglich frisch mit heimischen Produkten. Geniessen Sie à la carte oder wählen Sie aus zwei verschiedenen Mittagsmenüs. Unsere wöchentliche Menü-Übersicht finden Sie auf schaanerhof.li - oder melden Sie sich für unseren wöchentlichen Newsletter an und bekommen die Menüvorschläge direkt per Mail geschickt. Über unseren Newsletter nehmen Sie automatisch am monatlichen Gewinnspiel teil. (Backhenderl-Essen für 2 Personen).

Unser Restaurant hat täglich (ausser Samstag & Sonntag)

44für Sie geöffnet. Reservieren Sie jetzt einen Tisch!

In der Ballota 3 | FL-9494 Schaan Tel: +432 232 1877

info@schaanerhof.li www.schaanerhof.li


TAK_music

Goitse Irish Folk 2009 gründeten fünf blutjunge musikalische Ausnahmetalente im irischen Limerick eine Band - inzwischen gehören Goitse mit ihrer unglaublichen Virtuosität und Experimentierfreude zu den aktuell weltbesten Folkbands. Die Ausnahmemusiker stecken voll Energie und jugendlichem Charme und wurden mit Preisen überhäuft. Traditionelle Tunes vertont Goitse ebenso wie mitreissende eigene Songs. Dabei lässt die honigsüsse Stimme von Fiddlespielerin Áine McGeeney tief in die irische Seele blicken. Goitse spielt Irish Folk, der einfach ansteckt.

TAK Fr 08.02.19, 20.09 Uhr CHF 40, 35 | erm. 15

Nach ihrem fulminanten und gefeierten Auftaktkonzert im Januar 2018 im TAK freut sich die Band auf eine Zugabe in der Saison 18/19. Goitse ist übrigens gälisch und bedeutet: «komm her». Dieser Aufforderung sollte man unbedingt nachkommen und nach dem Konzert noch ein Guinness an der TAK-Bar mit den Musikern geniessen!

Martin Herzberg Piano New Classic Martin Herzberg macht bewegende Klaviermusik zum Davonträumen, zum Nachdenken und sich Dahintreiben lassen. Beeinflusst von Komponisten wie Ludovico Einaudi oder Yann Tiersen, lässt Herzberg in seinen Kompositionen bewegende New Classic mit eingängig-emotionalen Motiven verschmelzen. Deutscher Gesang mit selbstgeschriebenen Texten erweitert sein Programm. Die Herzberg-Musik braucht keinen Film, um zu berühren, sie klingt wie der Soundtrack des Lebens selbst.

Der Bodhrán-Spieler Colm Phelan, Banjo-Spieler James Harvey und Akkordeonist und Pianist Tadhg O’Meachair wurden alle gleich mehrmals auf ihren Instrumenten als All Ireland Champion ausgezeichnet. Goitse wurden bei den liveIreland Music Awards zur «trad group of the year 2015» und bei den Chicago Irish American News Awards zur «Group of the year 2015» gekürt. Spätestens seit ihrem Auftritt auf dem renommierten Glastonbury Festival 2016 sind sie auf dem Olymp des Irish Folk angekommen.

Nach wenigen Jahren hat er bereits über 10 Millionen Plays auf YouTube, 30.000 Facebookfans. Mit seinem aktuellen Programm kommt er nun zum ersten Mal nach Liechtenstein.

TAK Di 16.04.19, 20.09 Uhr CHF 30 | erm. 15

45


Comedy

K abaret t & Comedy 46


47

Š Peter Hauser

Comedy


Kabarett & Comedy

Anna Neuschmid «All Inclusive» Anna Neuschmid und Manfred Kräutler starten in ihrem brandneuen Kabarettabend in den Urlaub. Familie Bitschnau gönnt sich 10 Tage Sansibar All Inclusive! Romantik pur für Anna und Manfred, aber vor allem Neid pur für alle Daheimgebliebenen. Lässt diese Traumkulisse den Alltags- und Beziehungsstress vergessen? Kann man überhaupt Urlaub von sich selbst machen? Sehnsüchte, Sorgen, Angeberei – so hatten Anna und Manfred «all inclusive» eigentlich nicht verstanden. TAK Do 04.10.18, 20.09 Uhr Sa 06.10.18, 20.09 Uhr CHF 35, erm. 15

Beck & Biedermann «Triple»

Florian Schroeder «Ausnahmezustand» Inhaltsgeladenes, intellektuell hochwertiges Politikkabarett und amüsante Entspannungs-Comedy, mit einem Hauch von Fernsehshow-Atmosphäre: Florian Schroeder spannt mit seiner Mischung aus messerscharfer Beobachtungsgabe, philosophischer Substanz und hintergründigem Humor federleicht den Bogen von Kant bis Facebook. Dabei parodiert er auch schon mal die Markus-Lanz-Show oder interpretiert Helene Fischer literaturwissenschaftlich. Sein Parforce-Ritt durch den weltpolitischen Irrsinn, gesellschaftliche Wirrungen und gruselige Zukunftsszenarien löst hier Lachsalven aus und lässt dort das Lachen im Halse steckenbleiben. Richtig gutes Kabarett eben! TAK Sa 27.10.18, 20.09 Uhr CHF 40, 35, erm. 15

48

Sa 20.10.2018 16 bis ca. 22.30 Uhr CHF 85 für alle drei Teile inklusive Essen Weitere Informationen ab September 2018

© FrankEidel

Das TAK zeigt alle drei Teile als grosses Beck & Biedermann-Fest an einem Nachmittag und Abend.

TAK

© Matthias Rhomberg

In den letzten drei Jahren startete das Liechtensteiner Slapstick-Duo einen Rundumangriff auf das Zwerchfell der Zuschauer: In ihrer Trilogie stürzten die zwei hoffnungslos durchgeknallten aber immer liebenswerten Typen erst mit einem Flugzeug ab, entdeckten dann die unendlichen Weiten des ewigen Wartens, um im dritten Teil schliesslich auf wundersame Weise geheilt zu werden.


Kabarett & Comedy

Science Busters «Die Kratershow» Zu ihrem 10-jährigen Jubiläum haben die Science Busters nicht nur ein nagelneues Buch, sondern beantworten auch alle Fragen, die seit der Erdentstehung vor 4,5 Milliarden Jahren noch offen sind: Kann man in einem Schwarzen Loch zu spät kommen? Wie entsorgt man eine Raumstation? Ist der Leib Christi glutenfrei? Was ist so super an einer Supererde? Und warum vergessen wir auf dem Weg von einem Zimmer ins andere, was wir wollten? Kabarettist und Master of Ceremony Martin Puntigam, Astronom & Science Blogger Dr. Florian Freistetter und Univ. Prof. Helmut Jungwirth (Molekularbiologie & Wissenschaftskommunikation, Uni Graz) beantworten die fundamentalsten Fragen der Menschheit. TAK

Mi 07.11.18, 20.09 Uhr CHF 40, 35, erm. 15

«Wer es witzig, chaotisch, schwarz und manchmal böse mag, immer aber streng naturwissenschaftlich, ist bei den Science Busters genau richtig.» (Deutschlandfunk)

Michel Gammenthealer bringt auch in seinem sechsten Soloprogramm gute Nachrichten: Frauen sind übersinnlicher als Männer, Aberglaube ist Ansichtssache und Drogenkonsum hat gewaltige Vorteile. Er zeigt, wie sich mit ein, zwei Handgriffen eine eigene Realität basteln lässt, warum wir Kopfkino brauchen und was passiert, wenn wir zu viele Bücher gleichzeitig lesen. Verblüffende Tricks und schräge Gedanken eines vielfach ausgezeichneten Kabarettisten, der Einsteins Motto treu bleibt: so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

TAK Sa 10.11.18, 20.09 Uhr CHF 40, 35, erm. 15

© Mirco Rederlechner

Michel Gammenthaler «Hä?»

Die Exfreundinnen «Zum Fressen gern» Männer kommen und gehen, Freundinnen bleiben. Doch Freundinnen sind kompliziert! Vor allem wenn sie Hunger haben … Davon können Anikó Donáth, Isabelle Flachsmann und Martina Lory ein Liedchen singen – in Dur und Moll, gespickt mit süss-sauren Anekdoten nach Exfreundinnen-Hausrezept und pikant begleitet von Multiinstrumentalistin Sonja Füchslin.

TAK Sa 17.11.18, 20.09 Uhr CHF 40, 35, erm. 15

Ein Musik-Comedy-Abend der Extraklasse mit einem «dreimal Hoch» auf Frauenfreundschaften. 49


Kabarett & Comedy

Kabarett Zwietracht «Zoom in»

TAK Fr 23.11.18, 20.09 Uhr Premiere Sa 24.11.18, 20.09 Uhr CHF 35, 30, erm. 15

Das Liechtensteiner Kabarett-Duo «Zwietracht» zerlegte zuletzt im Trachten-Kampfanzug die «femme fractale» von heute genüsslich in ihre prä- und postfeministischen Einzelteile. Anlässlich des 300-jährigen Überlebens des Fürstentums widmen sich Rita Frommelt und Manuela Haldner-Schierscher nun dem Verhältnis zur «älteren Schwester», der Schweiz. Herrlich subversiv erforschen sie die familiären Geschwisterkonflikte zwischen Prinzesschen Liechtenstein und Frau Helvetia. Diese zwei Frauen, ganz brav und züchtig in Tracht, haben es faustdick hinter den Ohren.

Chin Meyer «MACHT! GELD! SEXY?» Chin Meyer, Deutschlands bekanntester Finanzkabarettist und Kapitalismusversteher, hinterfragt vor allem das Instrumentarium der Mächtigen, die Machthaberei, und was Macht mit uns macht. Selten wurden die Zusammenhänge zwischen Finanz-, Wirtschafts-, Gesellschaftssystem und den kleinen Alltagsabsurditäten so luzide und lustvoll erleuchtet.

«Der Mann hat eine solche Qualität als Kabarettist, dass man ruhig gleich mehrere seiner im Fernsehen penetrant servierten Berufskollegen gegen ihn allein austauschen könnte.»

© Christian Schulz

Auf Youtube wurde Chin Meyers bei «Markus Lanz» gegebene Erklärung der Finanzkrise anhand von «Fuselanleihen» millionenfach geklickt.

TAK Do 29.11.18, 20.09 Uhr CHF 40, 35, erm. 15

Liechtensteiner Vaterland

Barbara Hutzenlaub «jubiliert» Musik-Comedy

Starbugs Comedy «Jump!» Starbugs sind seit Jahren international erfolgreich. Von New York bis Tokio haben sich die drei Comedians mit einer einzigartigen Mischung aus Tanz, Akrobatik und Comedy in die Herzen des Publikums gespielt. In ihrer Comedy Show «Jump!» verlassen sie mit verblüffender Dynamik die bekannten Sphären der Comedy. Die drei coolen Typen ziehen ihr Publikum so umwerfend fantasievoll, witzig und listig in ihren Bann, dass es aus dem Staunen nicht mehr herausfindet.

50

30 Jahre ist es her, dass Barbara Hutzenlaub das Licht der Bühne erblickte. Musikalisch und gesanglich zaubert sie Highlights aus der altbewährten Handtasche und gewährt neue Einblicke in ihr Innenleben. Zusammen mit ihrer zartbesaiteten Musikerin Coco-Chantal schafft sie mit gekonntem Jodel, Salsa und ihrer Rockröhre mühelos den Spagat zwischen Slapstick und Satire. Barbara ist ein Grenzfall und erzählt, wie sie zwischen zwei Welten gross geworden ist: nämlich dem Schwäbischen Albtraum und dem Schweizer Strebergärtli. Mit der Blockflöte im Anschlag kämpft sie immer noch für den Frieden.

TAK

TAK

Fr 07.12.18, 20.09 Uhr

Fr 14.12.18, 20.09 Uhr

CHF 40, 35, erm. 15

CHF 40, 35, erm. 15


Kabarett & Comedy

Severin Groebner «Der Abendgang des Unterlands»

© Stefans Stark

Nichts ist mehr, wie es war. Da steht man morgens auf und schon laufen ungefiltert Tweets, Posts, Links, Fotos und Fake-News über den Ticker. Im Bus erzählt der Realitätsflüchtling von nebenan einem was über Wirtschaftsflüchtlinge aus der Schweiz. Im Fernsehen erklärt einem der Bundesbeauftragte für Einbildung, dass soziale Gerechtigkeit bedeute, dass alle gleich viele Freunde bei Facebook haben. Danach fällt auch noch der Livestream aus und man wird nie erfahren, ob nun die Römer, die Geissens oder Bayern München den 30-jährigen Krieg gewonnen haben. Severin Groebner ist Wiener und damit der richtige Mann für diese Zeiten. Denn wer kennt sich mit apokalyptischen Stimmungsaufhellern besser aus als ein Wiener? Eben! Severin Groebner erhielt u. a. den Österreichischen Kabarettpreis und den Salzburger Stier.

TAK Sa 15.12.18, 20.09 Uhr CHF 35, 30, erm. 15

Mike Müller «Heute Gemeindeversammlung» Raoul Furrler ist Gemeindepräsident, oder besser gesagt: Er war es. Wie es dazu kam und wer da alles eine Rolle spielte, wird in «Heute Gemeindeversammlung» erzählt. Mike Müller zeigt in seinem dritten Soloabend die reine Fiktion des Politikbetriebes auf der kleinsten Flamme: der Gemeindepolitik. Hier wird die Suppe heisser gegessen, als sie gekocht wurde. Neben den üblichen Geschäften um Schulkommission, Einbürgerung oder Bauprojekte geht es um die Fusion mit einer Nachbargemeinde. Bleibt man selbstständig oder will man Kosten sparen? Es gibt viele Voten, einen aufgebrachten Gemeindepräsidenten und eine Gemeindeversammlung, die aus dem Ruder läuft – alles gespielt von Mike Müller. TAK Di 15.01.19, 20.09 Uhr

© Guido Schroeder

CHF 45, 40, erm. 20

Abdelkarim «Staatsfreund Nr. 1»

TAK

Abdelkarim ist Stammgast im TV mit gefeierten Auftritten u.a. bei der «heute show», «Die Anstalt», «TV total» und «StandUpMigranten». Der Sohn marokkanischer Einwanderer führt auch in seinem zweiten Soloprogramm brillant die Ambivalenz der Integration vor und zeigt, wie die Mehrheitsgesellschaft Integration einfordert und gleichzeitig ausgrenzt. Seine feingesponnenen Geschichten über das Leben mit «Migrationshintergrund», über Klischees in der Alltags- und Jugendkultur müssten eigentlich irritieren, wenn er sie nicht so unglaublich komisch erzählen würde. Abdelkarim schafft die Quadratur des Kreises: Comedy mit politischem Anspruch.

Mi 23.01.19, 20.09 Uhr CHF 40, 35, erm. 15

Deutscher Fernsehpreis 2018, Bayerischer Kabarettpreis 2015 51


Kabarett & Comedy

Hazel Brugger – Das neue Soloprogramm 2019!

Hazel Brugger ist Gewinnerin des Deutschen Kleinkunstpreises und des Salzburger Stiers 2017. Sie tritt regelmässig in verschiedenen Satireformaten im TV auf (u.a. als Aussenreporterin bei der «heute-show», oder als Gast bei «Die Anstalt»). Gleich zu Beginn ihrer Tournee mit dem neuen Programm ist sie in Schaan zu Gast.

© Ornella Cacace

Hazel Brugger brüskiert und berührt virtuos und stets bescheiden. Sie kreiert wilde Geschichten aus dem Nichts und findet schöne Worte für das Hässliche. Mit ihrem verspielten Charme penetriert sie kompromisslos die Psyche jedes Zuschauers – und der hat auch noch Spass daran. Schonungslos, detailverliebt und mit viel Herz zerlegt Hazel Brugger die Welt in Einzelteile. Und führt ihr Publikum dabei stets über einen schmalen Grat, mal still, mal wild, aber immer sehr komisch.

SAL, Schaan Sa 09.02.19, 20 Uhr CHF 45, 40, erm. 20

Stermann & Grissemann «Gags, Gags, Gags!» Auf vielfachen Wunsch gibt es nach ihrem umjubelten Gastspiel in 2018 gleich eine Zugabe: Das Stermann & Grissemann-Universum aus feiner Beschimpfung, Sinnsabotage und Selbstdemontage, Nonsens, bizarrer Parodie, Persiflage und Polemik macht sich wieder im TAK breit. Gewohnt erstklassig flitzen die beiden, die «eigentlich zu gut für’s Fernsehen» (John Cleese) sind, durch den selbst gesteckten Gag-Slalom.

Sa 23.02.19, 20.09 Uhr

© René Tammer

CHF 45, 38, erm. 20

© Udo Leitner

TAK Fr 22.02.19, 20.09 Uhr

Lapsus «ON/OFF» Wo Lapsus auftritt, kann nichts schief gehen, aber alles durcheinander. In ihrem siebten Programm «ON/OFF», versetzen sie ganze Digitäler und Berge. Erschaffen in einer Smart Factory, führen die lustigsten Roboter der Welt durch den cyber-physischen Abend. Ein komplett selbstfahrendes Unterhaltungsprogramm. Seit sie sich an der Dimitri-Theaterakademie im Tessin kennenlernten, gehören Christian Höhener und Peter Winkler zum Innovativsten, was die Comedy-Schweiz zu bieten hat. Egal ob im Circus Knie, beim Arosa Humorfestival oder auf der TAK-Bühne: Die herrlich anarchischen und kunstvollen SlapstickNummern ihrer Figuren Theo Hitzig und Bruno Gschwind sind im Wortsinn umwerfend. TAK Mi 27.03.19, 20.09 Uhr CHF 40, 35, erm. 15

52


Kabarett & Comedy

Stefan Büsser «Masterarbeit» Die ganze Schweiz kennt seine Bachelor-Arbeit. Dabei hat Stefan Büsser noch viel mehr zu bieten: Seine Master-Arbeit! Darin verarbeitet er über 100 Stunden Bachelor-Arbeiten und unzählige Erlebnisse mit Kandidaten, Fans und dem Trash-TV. Stefan Büsser ist mit 125’000 Facebook-Fans, fast 90’000 Followern auf Instagram und über 50’000 YouTube-Abonnenten der beliebteste Radio- und TV-Moderator der Schweiz im Netz. Mit seinen «Best ofs» der Sendung «Bachelor» und «Bachelorette» erlangte er Kultstatus. TAK Do 09.05.19, 20.09 Uhr CHF 40, 35, erm. 20

Hagen Rether «Liebe» Sein Programm hat immer denselben Titel und ist doch stets neu und tagesaktuell. Hagen Rether deckt die zentralen Probleme der Gesellschaft auf, blickt hinter das Augenscheinliche und auf die dahinterliegende Wahrheit, die so viele verdrängen, weil sie unbequem ist und vor allem ungeheuer komplex. Sein entspannter Vortrag wirkt wie Plaudern, nicht wie Kabarett. Und ist doch das Schärfste, Durchdachteste, Konsequenteste, das im deutschen Kabarett zu erleben ist.

TAK Sa 18.05.19, 20.09 Uhr CHF 45, 38, erm. 20

Ursus und Nadeschkin – Neues Programm Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Textes ist erst eines ganz sicher: Sie kommen wieder nach Schaan!

© Geri Born Zürich

© Jörg Baumann

«subversiv, nonchalant und hundsgemein.» (Süddeutsche Zeitung)

Und es ist, als wären sie schon immer hier gewesen: In den letzten 30 (!) Jahren waren die beiden fulminanten Chaoten im TAK oder Vaduzer-Saal mit unzähligen Programmen zu Gast, zusammen mit Haien und Uhus, Synchron-Vorstellungen in 2 Saalhälften und Abenden, die bereits nach sechs Minuten zu Ende waren – um dann erst richtig los zu legen. Und nun das neue Programm? Es geht vielleicht um Goethe und Madonna, eventuell um Indien oder China, wahrscheinlich auch um Ohrfeigen und Rosen. Mehr wissen wir noch nicht, aber danach wissen wir bestimmt mehr!

TAK Do 06.06.19, 20.09 Uhr Fr 07.06.19, 20.09 Uhr CHF 55, 48, erm. 20

53


Bühne trifft Engagement.

Das TAK veranstaltet jährlich eine Vielzahl an herausragenden Kulturevents für Jung und Alt. So viel Herzblut gehört unterstützt. Besonders auch das vielfältige und kreative Kinder- und Jugendprogramm. Wir sind stolz, einen Beitrag zum Liechtensteiner Kulturjahr 2018 zu leisten.


Kategorie

55

Š gaelic.fr

Junges Publikum


Junges Publikum 2+ 3+ 4+ Flow Vom Mehl … oder wie hat das eigentlich alles angefangen? Eine Entstehungsgeschichte für die Allerjüngsten ab 2 Jahren Figurentheater Rahel Wohlgensinger, Kreuzlingen In diesem Theaterstück ist Mehl das Ausgangsmaterial. Einmal losgelassen fliegt es umher, bildet Wolken, schneit herab, hinterlässt Spuren und das Spiel nimmt seinen Lauf. Mehl trägt in sich die Erde, wird genährt von der Luft, zusammen mit Wasser wird es zum Teig, mit Feuer zum Brot. «Flow» folgt diesem Rhythmus des Entstehens und Vergehens, erzählt vom Wachsen und Werden, von Wandel und Verwandlung und seine ganz eigene Geschichte der Schöpfung. TAKino

© David Beecroft

Di 22.01.19, 14 Uhr Mi 23.01.19, 10 + 16 Uhr

So 18.11.18, 16 Uhr Mo 19.11.18, 10 + 14 Uhr CHF 20 | erm. 10 Kindergärten 8

Unterwegs Theater mit Fundstücken für die Allerjüngsten ab 2 Jahren die exen, Neuhaus am Inn Zwei Feen spielen mit Fundstücken des Waldes. Glänzende Kastanien, feuerrote Hagebutten, Steine und Nussschalen übernehmen Rollen in diesem Spiel. Scheinbar zufällig entsteht so ein ganzer Lebensweg, geschmückt mit dicken Freunden, sprudelnden Überraschungen, süssen Verführungen und harten Brocken.

Piccoli

TAK

Manuela Capece und Davide Doro für alle ab 3 Jahren

So 12.05.19, 16 Uhr | Mo 13.05.19, 10 Uhr CHF 20 | erm. 10 | Kindergärten 8

Compagnia Rodisio, Parma Koproduktion mit Espace 600, Grenoble

Stückbegleitender Workshop zum Thema «Geborgenheit durch Rituale» für Eltern und Kinder gleichermassen TAK

Auf der Bühne ist alles parat und an seinem Platz. Aus dichtem Nebel heraustretend laden eine Frau und ein Mann ihr Publikum zu einem Spiel ein, das unendlich sein könnte. Sie achten auf das, was vorher da war, sind Hüter dessen, was jetzt ist, sind Träumer von dem, was kommen wird. «Piccoli» ist ein poetisches Stück mit Bildern voller Symbolkraft und zugleich eine Reise, die man zusammen macht, um den Weg nach Hause zu finden.

56

Herr Eichhorn und der Besucher vom blauen Planeten Figurentheater für alle ab 4 Jahren nach dem Kinderbuch von Sebastian Meschenmoser meinhardt&krauss, Stuttgart Koproduktion mit FITZ! Zentrum für Figurentheater, Stuttgart und TAK Theater Liechtenstein Eines Morgens erwacht der Bär, weil ein seltsames Wesen auf seinem Kopf sitzt. Er sieht sich einem ungeheuerlichen Problem gegenüber: Was tun, wenn dieser Ausserirdische ihn auf den blauen Planeten mitnimmt oder den Frieden aller Waldbewohner stört? Gemeinsam mit Herrn Eichhorn versucht der Bär alles, um den Fremdling schnell wieder loszuwerden. Aber es kommt ganz anders, als man denkt … TAK

© Stefano Vaja

«Wenn für die Kinder die Vorstellung ein Ritual des Übergangs ins Theater ist, ist es für die Eltern eine Geschichte über die Vorbereitung, Eltern zu werden. Das Haus ist fertig, die Milch in der Tasse, das Feuer brennt und das Warten ist für ein neues Leben, ein kleines Wesen, das kommt und an die Tür klopft. Der Ritus hat begonnen.» Carlotta Tringali, Theaterkritikerin

SA 11.05.19, 16 Uhr

© Ilja Mess

TAK

CHF 20 | erm. 10 Kindergärten 8

So 04.11.18, 16 Uhr (Liechtenstein-Premiere) Mo 05.11.18, 10 + 14 Uhr CHF 20 | erm. 10 | Kindergärten, Schulen 8


Junges Publikum 4+ Fasten Seat Belt Musikalische Flugreise zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein für alle ab 4 Jahren

Elektrische Schatten

taktik – Werkstatt für Musikvermittlung, Wien

Objekttheater mit Live-Musik für alle ab 4 Jahren

Mit seiner Leidenschaft für Musik begeisterte Bernstein bis zu seinem Lebensende als Komponist, Dirigent und Moderator Jung und Alt. Eine musikalische und multimediale Fluganimation lässt das Konzertpublikum eine Reise über den Ozean erleben und führt es zu den Schauplätzen von Bernsteins musikalischen Inspirationen. An Bord erklingt Musik aus «Candide», dem Divertimento for Orchestra und der «Westside Story».

florschütz & döhnert, Berlin Koproduktion mit Festival Momix du Créa – Scène conventionnée jeune public d’Alsace, ROTONDES Luxembourg, Schlachthaustheater Bern und TAK Theater Liechtenstein

TAK So 25.11.18, 16 Uhr Mo 26.11.18, 10 Uhr CHF 20 | erm. 10 Schulen 8

Achtung! Hier wird unsere Vorstellung von Raum und Zeit verändert. Vorwärts und rückwärts, oben und unten, dahinter und davor geraten ganz durcheinander. Alles verdreht und verwandelt sich auf wunderbare Weise. Dinge, wie wir sie kennen, machen auf einmal ganz andere Sachen und entwickeln ein Eigenleben. Willkommen in einer phantastischen Werkstatt, in der nachts die Schatten spazieren gehen …

TAK © Joachim Fleischer

So 27.01.19, 16 Uhr (Liechtenstein-Premiere) Mo 28.01.19, 10 + 14 Uhr CHF 20 | erm. 10 Kindergärten, Schulen 8

Die goldene Gans

Der Bär, der nicht da war

Märchen von Peter Brasch nach den Brüdern Grimm für alle ab 4 Jahren

Ein audio-visuelles Musiktheater nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Oren Lavie für alle ab 4 Jahren

Figurentheater Chemnitz Theater Marabu, Bonn Koproduktion mit Beethovenfest Bonn und Junges Nationaltheater Mannheim in Kooperation mit Hochschule für Musik und Tanz, Köln, und Alanus Hochschule, Alfter

Zwei Erzähler und nur eine Geschichte? Das gibt Streit, denn was der eine nicht weiss, weiss der andere garantiert besser. Die Zuschauer sitzen mit an der grossen Tafel, wenn im Wettkampf das Märchen erobert wird: von dem jüngsten Sohn, der alles anders macht als seine Brüder, weil er doch der dumme ist und sogar eine Prinzessin zum Lachen bringt, obwohl er das niemals vorhatte. © Dieter Wuschanski

TAK So 17.03.19, 16 Uhr Mo 18.03.19, 10 + 14 Uhr

TAK So 16.12.18, 16 Uhr Mo 17.12.18, 10 + 14 Uhr Di 18.12.18, 10 + 14 Uhr Mi 19.12.18, 10 Uhr

CHF 20 | erm. 10 Schulen 8

Es war einmal ein Juckreiz. Der kratzte sich und war plötzlich: ein Bär, der vorher nicht da war. Der Bär findet einen Zettel, auf dem steht: «Bist du ich?» – «Gute Frage!», denkt sich der Bär und macht sich auf den Weg es herauszufinden … Eine lustvolle und (be)sinnliche Suche nach der eigenen Identität und der Freude an der (Selbst-)Erkenntnis. Eine Ermutigung, der Welt offen, neugierig und gelassen zu begegnen.

CHF 20 | erm. 10 Kindergärten, Schulen 8

57


Junges Publikum 5+ 6+

Grimm & Co. Erzähltheaterreihe mit Katja Langenbahn für alle ab 5 Jahren

TAK So 17.02.19, 16 Uhr Mo 18.02.19, 10 Uhr

TAK Theater Liechtenstein

CHF 20 | erm. 10 Schulen 8

© Jacqueline Beck

Regie: Jacqueline Beck, Bühne und Licht: TAK-Technik Mit Katja Langenbahn

TAKino CHF 20 | erm. 10 Kindergärten, Schulen 8

CUBiX Visuelles Theater ohne Wort für alle ab 6 Jahren

Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen

Théâtre sans Toit, Gonesse

So 02.12.18, 16 Uhr (Premiere) Mo 03.12.18, 10 Uhr Di 04.12.18, 10 Uhr Mi 05.12.18, 10 Uhr

Bildschirme umgeben uns tagtäglich überall. «CUBiX» ist ein Spiel, das unsere Beziehung zum Bild – insbesondere zum digitalen Bild – hinterfragt. In «CUBiX» werden Bauklötze durch die Kunstfertigkeit der Darstellerinnen und die Vorstellungskraft des Publikums zu Personen. Bewegte Bilder breiten sich aus und ziehen sich wieder zusammen, werden klein wie Pixel. Ein assoziatives, poetisches Spiel, das mittels Video-Mapping zu einem faszinierenden Universum wird, einem Zeichen-Raum, der uns träumen lässt.

Das tapfere Schneiderlein Sa 18.05.19, 16 Uhr (Premiere) Mo 20.05.19, 10 Uhr Di 21.05.19, 10 Uhr

Der Passant Energiegeladene Tanzperformance für alle ab 6 Jahren

TAK So 13.01.19, 16 Uhr Mo 14.01.19, 10 Uhr

© Kathleen Michiels

CHF 20 | erm. 10 Schulen 8

Manche Menschen fühlen sich zu Hause, wo auch immer sie sind. Andere verbringen ihr ganzes Leben damit, hin- und herzuwandern. Aber was genau ist zu Hause? Diese und andere Fragen wirft die visuell ansprechende Tanzperformance auf, in der drei Tänzer und ein Musiker in einer Mischung aus Situationskomik und tänzerischer Akrobatik vom Weggehen und Ankommen erzählen.

© FKPH

Laika, Borgerhout

Pakman Stijn Grupping, Frederik Meulyzer und Ine Van Baelen für alle ab 6 Jahren Post uit Hessdalen, Borgerhout/Antwerpen In ihrer Show durchbrechen ein Jongleur und ein Schlagzeuger die triste maschinelle Monotonie unserer Arbeitswelt. Sie liefern sich ein dynamisches Duell, bei dem die Jonglierbälle in ungeahnten Formationen durch die Luft fliegen, dabei mal die Wand, mal den Boden berühren und sich mit dem Rhythmus des Schlagzeugs zum Soundtrack unserer modernen Zeit vermischen. Mobil in den Gemeinden unterwegs Di 25.06.19, 10 + 14 + 18 Uhr Mi 26.06.19, 10 + 14 + 18 Uhr Do 27.06.19, 10, 14 + 18 Uhr CHF 15 | erm. 10 | Schulen 8

58


Junges Publikum 7+ 8+

Knapp e Familie Schauspiel für alle ab 7 Jahren

Mit viel Witz und Charme entführt das Theater Sgaramusch sein Publikum in eine temporeiche Familiengeschichte und gibt Einblick in das geheime Leben der Erwachsenen: Wie reden sie über ihre Kinder, wenn sie nicht dabei sind? Was denken sie von ihnen? Und was halten eigentlich die Kinder davon? Für die jungen Zuschauer/innen heisst es für einmal: Einmischen erlaubt!

© Niklaus Spoerri

Theater Sgaramusch, Schaffhausen

eizer Schw rix P d n Gra er / Theat hartin e R Hans 2018 Ring

TAK So 14.04.19, 16 Uhr | Mo 15.04.19, 10 + 14 Uhr CHF 20 | erm. 10 | Schulen 8

Diabolus – Die Teufelsmühle Frei nach dem Roman «Krabat» von Otfried Preussler spielen 30 Jugendliche ein Theaterstück für die ganze Familie ab 8 Jahren

© Gilles DESTEXHE

junges THEATER liechtenstein Das Stück bezieht sich auf die Geschichte und die Entstehung des Landes Liechtenstein. Gleichzeitig wird aus dem Leben des 14jährigen Waisenjungen Krabat erzählt, der sich vor rund 300 Jahren in einer mysteriösen Mühle als Mühlknappe verdingte. TAK So 31.03.19, 19 Uhr (Premiere)

Ich denke und dann …

Mo 01.04.19, 10 Uhr | Di 02.04.19, 10 Uhr | Mi 03.04.19, 19 Uhr Do 04.04.19, 14 Uhr | Fr 05.04.19, 19 Uhr | Sa 06.04.19, 19 Uhr

Figurentheater von Alain Moreau in Zusammenarbeit mit Laura Durnez, Dorothée Schoonooghe & Bao Kahn Ngouansavanh für alle ab 8 Jahren

CHF 20 | erm. 10 | Schulen 10

Tof Théâtre, Genappe Es scheint, als wären wir zu einem Überraschungs-Geburtstag eingeladen. Und dann entdecken wir ein Geheimnis … aber nicht irgendeines. Was machen wir damit? Bewahren wir es sicher auf? Geben wir es weiter? Dieses Geheimnis hat einen langen Leidensweg hinter sich, bevor es zu uns kam … Diese Aufführung mit zwei lebensgrossen Puppen und verschiedensten Objekten bringt aktuelle Themen mit viel Menschlichkeit, Scharfsinn und Zärtlichkeit zur Sprache und lässt uns zweimal über unsere Reaktionen auf die Nachrichten nachdenken.

Mobil in den Gemeinden unterwegs Do 07.02.19, 10 + 14 + 18 Uhr Fr 08.02.19, 10 + 14 + 18 Uhr Sa 09.02.19, 15 + 17 Uhr CHF 20 | erm. 10 Schulen 8, 10

59


ASSITEJ Liechtenstein vereint 45 Theater- und Kunstschaffende, Theaterinstitutionen, freie Theater und darüber hinaus Museen sowie Organisationen und Vereine, die sich im kulturellen Bereich für Kinder und Jugendliche engagieren.

, FL-9490 Vaduz, Telefon +423 232 70, auhof@auhof.li, Kirchstr. 18, FL-9490 Vaduz, Telefon +423 232 07 07 70, auhof@auhof.li, www.auhof.li

ASSITEJ Liechtenstein ist eines der 85 Zentren www.auhof.li des ASSITEJ-Weltverbands.

Schwerpunkte der ASSITEJ Liechtenstein: • Nationale und internationale Vernetzung • Kulturelle Bildung • Frühkindliche Förderung

, FL-9490 Vaduz, Telefon +423 232 07 70, auhof@auhof.li, www.auhof.li

• Symposien, Fach- und Dialogveranstaltungen, Weiterbildungsangebote • Kinderkulturkalender «WUNDERTÜTA» • Artist in Residence • Koordination MUS-E in Liechtenstein

, FL-9490 Vaduz, Telefon +423 232 07 70, auhof@auhof.li, www.auhof.li

www.risch-getraenke.li

Weitere Infos: www.assitej.li

Kurt Bislin

Technikumstrasse 14 9470 Buchs / SG Fon +41 79 611 41 65 www.bimedia.ch kbislin@bimedia.ch

| wort bild ton | grafik layout konzept produktion |

Kursprogramm Herbst 2018 bimedia_Visitenkarte.indd 1

Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Atelierklassen, Mappenvorbereitung, Malerei, Zeichnen, Modellieren, Holzbildhauerei, Druck, Textil, Fotografie, Film, Digitale Medien, Tagesklassen... kunscht o?

Gestalterischer Vorkurs 2019|20 Infoabende 11.06.2018, 19 Uhr 10.09.2018, 19 Uhr 05.11.2018, 19 Uhr 14.01.2019, 19 Uhr 04.02.2019, 19 Uhr

www.kunstschule.li

19.06.15 11


Junges Publikum 8+ 9+ 10+ Akim rennt Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Claude K. Dubois für alle ab 8 Jahren compagnie toit végétal, Velbert «Akim rennt» erzählt auf einfühlsame Weise die Geschichte eines Jungen auf der Flucht. Als sein Dorf von Bomben zerstört wird, kann er seine Familie nicht mehr finden und muss alleine fliehen.

Spielort wird noch bekanntgegeben Mi 05.12.18, 18 Uhr CHF 20 | erm. 10

© Gero Breloer

In einer Verbindung aus Objekttheater, Musik, Klängen und Geräuschen werden in live entstehenden Videoproduktionen die ausdrucksstarken Skizzen des Kinderbuchs mit einfachen Mitteln zum Leben erweckt.

SAL, Schaan Mo 08.04.19, 19 Uhr Di 09.04.19, 10 Uhr CHF 25 | erm. 10 Schulen 8, 10

Bounce! / Spring! Packendes Tanztheater für alle ab 8 Jahren

© gaelic.fr

Compagnie Arcosm, Lyon «Bounce!  /  Spring!» handelt auf unbeschwerte Art von den Themen des Unvorhergesehenen und der Niederlage, die als Ausgangspunkt zu neuen Wegen gesehen werden. Zwei Musiker und zwei Tänzer bilden ein Quartett, das sich an einem grossen, mysteriösen Kubus stösst und dabei immer wieder auf den Füssen landet. So entsteht eine Reflexion über Niederlagen, die einen aus der Bahn werfen und gleichzeitig dazu bringen, Grenzen zu überwinden.

Narcissus / Narziss Manuela Capece und Davide Doro für alle ab 9 Jahren Compagnia Rodisio, Parma Koproduktion Espace 600, Grenoble, Elsinor Centro di produzione Teatrale, Mailand und TAK Theater Liechtenstein Die Leidenschaft, sein eigenes Ich zu pflegen, schreitet unaufhörlich voran. (Ich-)Identität, Täuschung und Trugbild, (Selbst-)Erkenntnis und Tod, Begehren und Ablehnung, masslose Fremd- und heillose Selbstliebe stecken hinter dem Mythos des Narcissus / Narziss. Wie entdecken sich in heutigen Zeiten junge Menschen selbst? Basierend auf ein Forschungsprojekt unter Beteiligung von Jugendlichen aus Frankreich, Italien und Liechtenstein entwickelt die Compagnia Rodisio ein zeitgenössisches Stück, das sich auf einfühlsame Weise diesen Themen widmet. TAK

Liebe üben Dokumentarisches Tanztheater für alle ab 10 Jahren

MI 15.05.19, 19 Uhr, (Liechtenstein-Premiere) Do 16.05.19, 10 Uhr CHF 20 | erm. 10 | Schulen 8, 10

Theater Sgaramusch, Schaffhausen Koproduktion mit Tanzhaus Zürich, FFT Düsseldorf, Nevski Prospekt, Gent, Kulturbüro Friedrichshafen und TAK Theater Liechtenstein

TAK Di 06.11.18, 14 + 18 Uhr (Liechtenstein-Premiere) Mi 07.11.18, 10 Uhr CHF 20 | erm. 10 Schulen 8, 10

Liebe gehört ins Leben, weil sie schön, manchmal kompliziert, zum Lachen und zum Weinen ist. Nora Vonder Mühll und Ives Thuwis tanzen, spielen, erzählen und dokumentieren Geschichten aus dem weiten Feld der Liebe. Es geht um Annähern, Wiederholen, Verändern, Berühren, Weggehen, Ansehen, Anlachen, Auslachen, Angst überspielen, sich trauen und zeigt, was Menschen von der Liebe halten – Ältere mit viel Erfahrung und Junge, die noch alles vor sich haben. «Liebe üben» basiert auf Material aus Recherchen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Zürich, Schaan und Düsseldorf. 61


Junge Erwachsene

R.E.S.P.E.C.T. Tanztheater für alle ab 14 Jahren Junges Ensemble Stuttgart SAL, Schaan Di 02.10.18, 19 Uhr Mi 03.10.18, 10 Uhr CHF 25 | erm. 10 Schulen 10

Respekt vor mutigen Fragen und schmerzhaften Antworten. Respekt vor dir, deiner Geschichte, deiner Religion. Vor dem Jüngsten, der Klügsten, den Eltern, den Andersdenkenden – und was, wenn nicht? Neun Menschen und ihr unermüdlicher Versuch, miteinander zu leben – respektvoll – trotz aller Unterschiede; trotz allem, was sie voneinander trennt. Ein Fallen und wieder aufstehen. Trial and Error. Ein fortwährendes Aushandeln von Regeln und Werten. Denn irgendwie muss es doch gelingen, das gute Zusammenleben in einer diversen Gesellschaft.

© Alex Wunsch

Sechs Jugendliche, zwei professionelle Tänzer und eine Schauspielerin haben sich gemeinsam mit der Regisseurin Brigtte Dethier und dem Choreografen Ives Thuwis dem komplexen Thema Respekt gestellt. Ihr Stück ist ein Schrei nach Achtung und Höflichkeit, der zugleich von Anerkennung und Machtanspruch zeugt.


Junge Erwachsene Black & White ain’t no colours © MEYER ORIGINALS

TAK Mi 12.12.18, 19 Uhr Do 13.12.18, 10 + 14 Uhr CHF 20 | erm. 10 Schulen 10

Taksi to Istanbul Hannah Biedermann und Manuel Moser für alle ab 11 Jahren Comedia Theater, Köln Wie fühlt sich Heimat an? Drei junge Menschen machen sich zu einer gemeinsamen Reise nach Istanbul auf. So unterschiedlich sie sind, so unterschiedlich sind auch ihre Gründe, sich auf die Suche zu begeben. Doch eins ist ihnen gemeinsam: Ihre familiären Wurzeln liegen in der Türkei. Und somit wird die Reise auch zu einer Suche nach nationaler und kultureller Zugehörigkeit und schliesslich zu einer Suche nach der eigenen Identität.

Spielort und Datum werden noch bekanntgegeben CHF 25 | erm. 10 Schulen 10

Schauspiel und Tanz für alle ab 14 Jahren Theater Strahl, Berlin /  IYASA, Bulawayo, Simbabwe Kooperation mit dem Liechtensteinischen Entwicklungsdienst LED Ein Transitraum irgendeines Flughafens dieser Erde ist Schauplatz für das Zusammentreffen von sechs Reisenden. Die einen wollen nach Deutschland reisen, die anderen nach Simbabwe. Was nehmen wir mit, wenn wir unsere gewohnte Umgebung verlassen? Welche Gefühle begleiten uns, wenn wir Unbekanntes entdecken? Mit viel Sinn für Humor und Zwischentöne werden auf diesem interkulturellen Roadtrip Vorurteile und kulturelle Unterschiede verhandelt.

«Taksi to Istanbul» hat einen besonderen Entstehungsprozess: In einem gelben ­«Taksi» fuhr das Theaterensemble durch Köln und befragte Jugendliche über ihr Leben und ihre Sehnsüchte und Träume.

Multiverse Musiktheater-Performance für alle ab 11 Jahren Louis Vanhaverbeke / CAMPO, Gent

Mi 06.02.19, 19 Uhr Do 07.02.19, 10 Uhr CHF 20 | erm. 10 Schulen 10

© Jolien Fagard

SAL, Schaan

Es gibt kaum etwas, was das junge belgische Multitalent Louis Vanhaverbeke in dieser ausgeklügelten, hochpräzisen und witzigen Musiktheater-Performance nicht zum Klingen bringen könnte. Frisbees, Giesskannen, Drum Computer, Campingkocher, Skateboards, Plattenspieler, Plastikspielzeug und Wegwerfartikel sind die Zutaten, die er mit spielerischer Leichtigkeit zu einer hinreissenden Klanginstallation zusammenfügt. Wie ein multifunktionaler Discjockey bewegt er sich dabei rappend, tüftelnd und vor immer neuen Ideen sprühend durch sein kleines «Multiversum».

Nettles Cristina Galbiati und Ilija Luginbühl für alle ab 16 Jahren TricksterP, Novazzano / LuganoInScena Koproduktion mit Teatro Sociale Bellinzona, Theater Chur, ROXY Birsfelden, FOG Triennale Milano Performing Arts und TAK Theater Liechtenstein In «Nettles» tauchen die Zuschauer/innen in eine vielschichtige Komposition ein, welche sich aus philosophischen Betrachtungen, Erinnerungen und wissenschaftlichen Fragmenten speist. TricksterP lädt das Publikum ein, eine facettenreiche Erfahrung zu erleben, in dem es die zwei Extreme unserer menschlichen Reise erforscht: Kindheit und Tod. Auf einem Parcours durchschreiten die Besucher/innen im Alleingang und mit Kopfhörern ausgestattet, eine Installation aus Objekt- und Klangräumen, in denen Traum und Wirklichkeit, das Unlogische und Folgerichtige dicht beieinander stehen. Vor ihren­ Augen entfaltet sich eine Aula 10. Schuljahr, Vaduz ganz eigene Phantasiewelt, Sa 27.10.18, im Zeitraum 16 bis 19 Uhr die ihnen Raum für eine (Liechtenstein-Premiere) persönliche und individuelle Fr 26.10.18 + Mo 29.10.18 für Schulen nach Absprache Auseinandersetzung mit dem Erlebten lässt. CHF 20 | erm. 10 | Schulen 10 63


Theater und Schule

l im Mobi lhaus Schu

Vom Schatten und vom Licht Ein Klassenzimmerstück zum Thema Tod Die AZUBIS, Hamburg Zwei Schauspieler erwarten die Schüler/innen in ihrem Klassenzimmer. Im Handgepäck: ein Overhead-Projektor, Sand, Wasser, eine Gitarre und eine handvoll Requisiten. In der nächsten Stunde geht es ums Ganze, um den Tod, das Sterben und das Leben. Aus dem gemeinsamen Spiel mit den Schüler/innen begeben die Spieler sich Stück für Stück auf die Suche nach dem Tod und nach den drängenden Fragen des Lebens. Vom Schatten und vom Licht ist ein Theaterstück, das sich um Abschied und Verlust, aber auch um Freude und Neuanfang dreht.

Akim rennt Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Claude K. Dubois compagnie toit végétal Auf Seite 61 ist die ausführliche Stückbeschreibung zu finden.

Vermittlung und KonTAKtProgramm für alle Altersgruppen Auch in dieser Spielzeit stehen für Sie wieder interessante und spannende Angebote und Projekte zum Ausprobieren und Selbermachen, Kennenlernen und Entdecken bereit.

19.11.18 bis 21.11.18, Zeiten nach Absprache

Di 04.12.18, 10 + 14 Uhr, Mi 05.12.18, 10 Uhr Do 06.12.18, 10 + 14 Uhr

Vermittlungsprogramme

Ab 6. Schuljahr | Schulen CHF 10

3. bis 5. Schuljahr | Schulen CHF 8

KonTAKt-Workshop Eine intensive und lebendige Begegnung mit Kunst- und Theaterschaffenden aus der Region als Vor- und Nachbereitung direkt im Schulhaus.

Kinder schreiben Liechtensteiner Geschichten TAK-Schreibprojekt für Kinder ab 7 Jahren

TAK Abgabe der Geschichten Mi 20.02.19 Lesung und Buchpräsentation Mi 05.06.19, 18 Uhr Eintritt frei

Geschichten wollen von Kindern nicht nur gelesen oder gehört, sondern auch selber geschrieben werden. Denn wer Lust an Sprache hat, hat Lust auf Lesen, hat Lust auf Schreiben und Lust auf mehr. Ob als Rap, Gedicht oder in Form einer Geschichte, mit dem Schreibprojekt bietet das TAK Kindern die Möglichkeit, sich literarisch auszuprobieren. Denn Kinder, die selber schreiben, fördern ihre Kreativität und ihr Selbstbewusstsein. In dieser Spielzeit sind junge Menschen eingeladen, sich mit der Geschichte des Landes kreativ auseinanderzusetzen. Die entstandenen Texte auf Mundart oder Hochdeutsch (Länge 1 bis 2 Seiten, handschriftlich oder digital als Word-Datei) sowie Illustrationen sind ein Beitrag zum Jubiläumsjahr «300 Jahre Liechtenstein».

«Vorhang auf!» Theaterpädagogischer Workshop mit einer Fachperson des jungen THEATER liechtenstein als Vor- oder Nachbereitung direkt im Schulhaus. Partnerschulen Eine Schule, welche mit jeder Klasse mindestens einmal pro Jahr in eine TAKVorstellung kommt, erhält ein Schulabo mit Ermässigung von 25% auf alle im Schul-Leporello angekündigten Vorstellungen sowie zusätzliche Dienstleistungen vom TAK. Weitere Angebote für Lehrpersonen Stückeinführungen und Nachgespräche, Patenklassen, Begleitmaterialien, Theaterführungen KonTAKtpersonen-Treffen Do 06.09.18, 18 Uhr, TAK-Foyer Präsentation Spielplan 1. Semester Für alle Altersstufen Mi 06.02.19, 17 Uhr, TAK-Foyer Präsentation Spielplan 2. Semester Für alle Altersstufen

64


Theater und Familie

Mindestalter Unsere Altersangaben sind nicht zufällig gewählt. Sie werden aufgrund des Inhaltes, der Theaterform, der Dauer oder der emotionalen Intensität eines jeden Theaterstückes definiert. Zu junge Kinder können sich langweilen, verängstigt werden oder das Bühnengeschehen missverstehen. Im Interesse der Kinder und aller Zuschauer/innen bitten wir Sie, die Altersangaben zu beachten. Familiennachmittag / Familienfeierabend Zu den Familientheatervorstellungen am Sonntag und unter der Woche können sich Familien jeweils eine Stunde vorher mit einem auf die Stücke zugeschnittenen Angebot einstimmen. Kinder- und Jugend-Abo Auch für ein junges Publikum gibt es ein Abo. Nach freier Wahl können 6 Vorstellungen zum Preis von 5 für CHF 50 besucht werden. Das Abo ist übertragbar und gilt für alle Vorstellungen aus dem Kinder- und Jugendtheaterspielplan mit wenigen Ausnahmen. Gültig ab Ausstellungsdatum für 1 Jahr. Eine unvergesslicher Kindergeburtstag im TAK Rund um einen Vorstellungsbesuch bietet das TAK neben einem festlich-theatralen Ambiente im TAK-Foyer ein Angebot mit diversen Möglichkeiten, die individuell gebucht werden können: – Tisch-Dekoration –  Blick hinter die Kulissen –  Eine Einführung zum Stück oder eine Begegnung    mit den Schauspieler/innen Für das leibliche Wohl sorgt das Bar-Team oder Sie bringen Ihren eigenen Kuchen mit. Das Foyer steht zwei Stunden vor Beginn und eine halbe Stunde nach Ende der Vorstellung zur Verfügung. Im Theatersaal wird die erste Reihe für das Geburtstagskind und seine Gäste reserviert. Darüber hinaus erhält es für die Vorstellung freien und seine Gäste ermässigten Eintritt. Anfragen bitte an den Vorverkauf unter +423 237 59 69 oder vorverkauf@tak.li

Einfach höchste Geschwindigkeit erleben.

TAK-Theaterclub «Die jungen Wilden» Für Kinder von 8 bis 12 Jahren Das Kennenlernen von verschiedenen Theaterfarben und -formen steht während der ganzen Spielzeit auf dem Programm. Einblicke hinter die Kulissen und ein Theaterausflug in eine andere Stadt runden das Programm ab. Bei den «jungen Wilden» gibt es zu jeder Vorstellung ein passendes Rahmenprogramm, ein monatliches Infoblatt per Post und eine Menge Spass dazu. Kosten: CHF 120 (beinhaltet alle Eintritte, Theaterausflug, Rahmenprogramm und eine Membercard, mit der du weitere Vorstellungen im Kinderund Jugendtheater gratis besuchen kannst) Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Anmeldungen mit Vorname, Name, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, Email, Unterschrift der Eltern an: Theater am Kirchplatz eG, «Die jungen Wilden» Postfach 763, 9494 Schaan

Muascht eppis haa, hol’s doch z’Schaa.

Mit 4G/LTE von FL1 surfen Sie immer und überall mit Highspeed. Egal ob Sie am Smartphone fernsehen, Musik streamen oder grosse Datenmengen empfangen.

www.FL1.li

www.igschaan.li 65


Kategorie

Es gibt keine App für Erfolg, man muss sie selbst entwickeln. Aris Diamanti

Landstrasse 153, 9494 Schaan BVD Werbetechnik Im alten Riet 23, 9494 Schaan www.bvd.li

DER EXPERTE FÜR PERSONALISIERTE SPORTARTIKEL AB AUFLAGE 1

www.balleristo.com 66


Sponsoren + PArtner

RHW-Stiftung

H.E.M. Stiftung

OFIKA Stiftung

Thea Keeler Stiftung

Int. Music & Art Foundation

67


Ein Abend mit Freunden im TAK …

« Es lebe die Freiheit, es lebe der Wein. » Johann Wolfgang von Goethe

… gemeinsam in den Feierabend starten.

Mittwoch und Donnerstag 17 – 23 Uhr

… gemeinsam Getränke und Snacks geniessen. … gemeinsam Theater erleben. … gemeinsam lachen und tanzen.

Freitag und Samstag 17 – 24 Uhr

… gemeinsam den Abend ausklingen lassen.

Landstrasse 26, Schaan www.wy-weinbar.li

Gut erschlossen, überreGional verbunden. 19.04.18

0419_RWE_WY_Inserat_95x130mm_TAK_Spielzeitbroschure.indd 1

08:18

mit liemobil kostenlos ins tak

Fahren Sie mit Ihrer TAK-Eintrittskarte kostenlos zu den Veranstaltungen im TAK und wieder nach Hause.

verkehrsbetrieb liechtenstein mobil

Postplatz 7 | 9494 Schaan | Telefon +423 237 94 94 | info@liemobil.li | www.liemobil.li


Genossenschaft

Dr. Thomas Spieckermann Intendanz Sabine Frei-Wille  Kaufmännische Leitung Georg Biedermann Leitung Kinder- und Jugendtheater Jan Sellke Leitung Dramaturgie und Kommunikation Martin Hilti Technische Leitung Patricia Lenherr Künstlerisches Betriebsbüro Marie Ruback Presse Katarina Simic Marketing Gabriele Villbrandt Kinderund Jugendtheater Tamara Frick Vorverkauf/Kasse Andrea Guger Vorverkauf/Kasse Evi Vallone Vorverkauf/Kasse Maria Wohlwend Vorverkauf/Kasse Elmar Bösch Tontechnik/Bühne Albi Büchel Requisite/Bühne Gabriele Manco Lichttechnik/Bühne Stefan Marti Lichttechnik/Bühne Simon Reuteler Tontechnik/Bühne Johanna Schunko Gastronomie Brigitte Schwarz Reinigung/Gastronomie

© Michael Zanghellini

Freie Mitarbeit Martin Wettstein Konzertdramaturgie Kurt Bislin Grafik Robert Jungi Umgebungspflege

Aufsichtsrat

Genossenschafter/in werden

Werner Bachmann Präsident Brigitte Haas Vizepräsidentin Thomas Büchel Delegierter der Landesregierung Simon Biedermann Delegierter der Gemeinde Schaan Christine Rhomberg Patrizia Strub-Wohlwend Jörg Gantenbein

Sein hochkarätiges und abwechslungsreiches Kulturprogramm kann das TAK veranstalten, weil es von der TAK-Genossenschaft getragen wird. Eine Genossenschaft ist so stark wie die Zahl ihrer Mitglieder. Unser Ziel ist deshalb, möglichst viele begeisterte neue Genossenschafter/innen zu gewinnen. Als Mitglied der TAK-Genossenschaft übernehmen Sie ein kleines Stück Verantwortung für die liechtensteinische Kulturlandschaft. Gerne senden wir Ihnen Informationsmaterial zu und beraten Sie persönlich. Theater am Kirchplatz eG, Reberastrasse 10, 9494 Schaan, Liechtenstein 69


Abonnement

Abonnements Das grosse Abonnement

Das kleine Abonnement

Das Kombi-Abonnement

Mit dem grossen Abonnement erleben Sie alle Veranstaltungen einer Abo-Reihe. Geniessen Sie 10 Schauspiele, 9 TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte oder 6 TAK_music Konzerte auf Ihrem Stammplatz. Das Abonnement wird automatisch verlängert.

Das kleine Abo ist ein Wahl-Abo: Sie können sich Ihr Programm in den Reihen Schauspiel oder TAK Vaduzer Weltklassik Konzert selbst zusammenstellen. Wählen Sie 6 oder mehr Veranstaltungen und sparen Sie bis zu 20% auf den regulären Ticketpreis.

Flexibler TAK-Genuss mit bis zu 25% Preisersparnis: Kombinieren Sie beliebig viele Termine, mindestens aber 6, aus den Abo-Reihen Schauspiel, TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte und der neuen TAK_music-Abo-Reihe.

Das Gönner-Abonnement

© Matthias Homberg

Sie wollen die TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte fördern? Das Gönner-Abo beinhaltetet alle Konzerte der VaduzerWeltklassik-Reihe, jedoch ohne Rabatt. Dafür ist Ihr Platz im Vaduzer-Saal in der ersten Reihe der Galerie reserviert.

70

Die Abo-Vorteile

Abo-Bestellung

•  Zwischen 15 und 25% Rabatt je nach Abo-Wahl •  Reservierter Sitzplatz für Ihre Abonnement-Vorstellungen •  Die TAK-Veranstaltungen sind fix in Ihrem Kultur-Terminkalender.    So verpassen Sie bestimmt kein Highlight. •  Ohne weiteren organisatorischen Aufwand in die nächste Saison:   Die grossen Abonnements verlängern wir für Sie automatisch. •  Sie sind verhindert oder möchten Ihren Freunden einen Abend im   TAK gönnen? Kein Problem – unsere Abos sind übertragbar. •  Wir informieren Sie regelmässig und kostenlos: Abonnenten    erhalten vor Beginn der neuen Spielzeit eine exklusive Vorab  Information über das neue Abo-Programm.

Bitte schicken Sie uns Ihre Bestellung bis zum 31. Juli 2018. Soweit möglich halten wir unseren bisherigen Abonnent/innen ihren Wunschsitzplatz bis zu diesem Datum frei. Das grosse Abo, das Gönner-Abo, der Passepartout und die TAK-Karte verlängern sich automatisch, wenn sie nicht bis zum 31. Juli eines Jahres gekündigt werden. Sie erhalten Ihren Abo-Ausweis rechtzeitig vor der ersten Veranstaltung per Post.


Abonnement

Vorteilskarten Die TAK-Karte

Die Halb-TAKs-Karte

Sie haben freien Eintritt zu sämtlichen TAK-Veranstaltungen in allen Spielstätten. Ihr Sitzplatz ist für Sie reserviert, Sie müssen ihn nur spätestens 5 Tage vor der Vorstellung bestätigen.

Sie haben freien Eintritt zu allen TAKVeranstaltungen, ausgenommen sind nur die TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte. Ihr Sitzplatz ist für Sie reserviert, Sie müssen ihn nur spätestens 5 Tage vor der Vorstellung bestätigen.

Zum Preis von CHF 185 geniessen Sie für alle TAK-Veranstaltungen 50% Rabatt auf den regulären Eintrittspreis, ausgenommen sind nur die TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte. Die Halb-TAKs-Karte ist ein persönlicher Ausweis mit Foto, nicht übertragbar und gilt ab Ausstellungsdatum für 1 Jahr.

Das Kinder- und Jugend-Abonnement

Geschenk-Gutscheine

© Eva Sutter

Der Passepartout

Auch für ein junges Publikum gibt es ein Abo. Nach freier Wahl können 6 Vorstellungen zum Preis von 5 für CHF 50 besucht werden. Das Abo ist übertragbar und gilt für alle Vorstellungen aus dem Kinder- und Jugendtheaterspielplan mit wenigen Ausnahmen. Gültig ab Ausstellungsdatum für 1 Jahr.

TAK-Geschenkgutscheine sind für CHF 25 und CHF 50 erhältlich und können für jede TAK-Veranstaltung eingelöst werden. Nicht verbrauchte Teilmengen verbleiben auf dem Gutschein für den nächsten Besuch.

Beratung und Vorverkauf Ab Montag 27. August 2018 beginnt der Vorverkauf für die Vorstellungen der neuen Saison. Für einige Veranstaltungen sind Tickets bereits ab 1. Juli 2018 online verfügbar: www.tak.li Telefon: +423 237 59 69 E-Mail: vorverkauf@tak.li Büro Neben dem Theatergebäude an der Reberastrasse 10, 9494 Schaan Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr Freitag von 9 bis 14 Uhr 71


Tickets & Infos

Die Spielstätten

Entspannt zur Vorstellung

Tickets

TAK Theater Liechtenstein Reberastrasse 12, 9494 Schaan Gratis-Parken direkt beim Theater möglich

•  Gratis Parken direkt bei unseren    Spielstätten werktags ab 17 Uhr    sowie am Samstag und Sonntag.

Der Vorverkauf beginnt am 27. August 2018 für alle Veranstaltungen der Saison – mit wenigen Ausnahmen.

SAL Saal am Lindaplatz Landstrasse 19, 9494 Schaan Gratis-Parken im Parkhaus Lindaplatz/SAL

•  TAK Tickets, Abos und Online   Tickets gelten auch als Busticket    für alle Busse der LIEmobil ab    3 Stunden vor bis 3 Stunden    nach der Vorstellung.

TAKino Zollstrasse 10, 9494 Schaan Gratis-Parken direkt beim TAKino Vaduzer-Saal Dr. Grass-Strasse 3, 9490 Vaduz Gratis-Parken in der Marktplatz-Garage

•  Barrierefrei: In all unseren Spielstätten    können Rollstuhlplätze gebucht    werden. Für Fragen und Anliegen    vor Ort steht Ihnen unser Abenddienst    jederzeit zur Verfügung.

Reservierungen Tickets können telefonisch oder per Email reserviert werden. Reservierte Tickets müssen bis 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden. Bestellte Karten, die weder abgeholt noch rechtzeitig storniert wurden, müssen wir in Rechnung stellen.

Online Tickets

Abendkasse

Unter www.tak.li können Sie Karten direkt kaufen und mit Kreditkarte bezahlen. Online gekaufte Tickets können nicht zurückgegeben werden. Ermässigte Tickets können online nicht bestellt werden. © Eva Sutter

Die Abendkasse öffnet jeweils 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Sie erreichen die Abendkasse unter Tel. +423 792 53 09

Ermässigungen Karten zum ermässigten Preis gibt es für Schüler/innen, Berufslernende, Studierende und IV-Bezüger/innen gegen Nachweis.

Einführungen Für die Veranstaltungen im SchauspielAbo und zu den TAK Vaduzer Weltklassik Konzerten finden kostenlose Einführungen statt.

Änderungen Wir behalten uns Änderungen von Daten, Preisen und Veranstaltungen vor.

Kontakt / Informationen T +423 237 59 69, F +423 237 59 61 vorverkauf@tak.li, www.tak.li Montag bis Donnerstag: 14 bis 18 Uhr Freitag: 9 bis 14 Uhr 72


Bestellkarte anzahl ____ ____ ____ ____

Passepartout Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen pro Saison CHF 1500 TAK-Karte Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen, ausgn. taK Vaduzer Weltklassik Konzerte pro Saison CHF 950 Gönner-Konzert-Abo 1. reihe Galerie für alle taK Vaduzer Weltklassik Konzerte pro Saison CHF 790 Halb-TAKs 50% rabatt auf alle Vorstellungen, ausgenommen taK Vaduzer Weltklassik Konzerte Zur Bestellung senden Sie ein Passfoto per email an vorverkauf@tak.li ein Kalenderjahr gültig CHF 185

Grosse Abonnements 10er-Schauspiel-Abo 25% rabatt ____ ____

Preiskategorie 1 Preiskategorie 2

____ ____

9er-Konzert-Abo 25% rabatt ____ ____ ____

____ ____

Kleine Abonnements

Kombi-Abonnements

8er-Schauspiel-Abo 20% rabatt

Bitte wählen Sie beliebig viele termine aus der gesamten liste unten, mindestens aber 6. rabatt zwischen 15 und 25%

Preiskategorie 1 Preiskategorie 2 6er-Schauspiel-Abo 15% rabatt

Preiskategorie 1 Preiskategorie 2 Preiskategorie 3

____

6er-TAK_music-Abo 15% rabatt

____

Preiskategorie 1 Preiskategorie 2

____

____

Preiskategorie 1 Preiskategorie 2 6er-Konzert-Abo 15% rabatt

____

____ ____

Preiskategorie 1 Preiskategorie 2

Preiskategorie 1 Preiskategorie 2 Preiskategorie 3

Meine Auswahl TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____

Fr Mi Mo Mi di Mi do Fr Mi

05.10.18 21.11.18 17.12.18 06.02.19 12.02.19 20.03.19 04.04.19 17.05.19 29.05.19

Martin Grubinger, Orchestra della Svizzera italiana, Markus Poschner Nikolai Tokarev, Nationale Philharmonie Russland, Vladimir Spivakov «Der Messias», The King’s Consort Martin Stadtfeld, The Trondheim Soloists Sol Gabetta, Kristian Bezuidenhout Gábor Boldoczki, Prague Philharmonia Petrit Çeku, Sinfonieorchester Liechtenstein Krystian Zimerman «Don Giovanni», Luzerner Theater, Luzerner Sinfonieorchester

Schauspiele ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____

Sa Mi Mi di di di Sa do do di

15.09.17 24.10.18 14.11.18 04.12.18 22.01.19 26.02.19 16.03.19 11.04.19 23.05.19 18.06.19

____ ____ ____ ____

____ ____ ____ ____ ____

Sa do do Mi

22.09.18 25.10.18 15.11.18 05.12.18

Mi Fr Fr Fr Mi

27.02.19 22.03.19 12.04.19 24.05.19 19.06.19

In einem finsteren Haus taK theater liechtenstein Das Mädchen mit dem Fingerhut deutsches theater Berlin Jakob von Gunten Schauspielhaus Zürich Der Kirschgarten Schauspiel dortmund Bilder deiner grossen Liebe theater Neumarkt Zürich Herrmann und Dorothea Burgtheater Wien Heilig Abend taK theater liechtenstein Nora oder Ein Puppenhaus residenztheater München Die Hauptstadt theater Konstanz Viel Lärm um Nichts theater augsburg

TAK_music ____ ____ ____ ____ ____ ____

di do Sa Mi do Mi

20.11.18 22.11.18 08.12.18 20.02.19 21.03.19 08.05.19

Konstantin Wecker Trio Chick Corea Tanguísimo Giora Feidman Sextett Cristina Branco Stacey Kent


Vorverkauf reberastrasse 10, Schaan Mo – do 14 – 18 Uhr Fr 9 – 14 Uhr Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

Vorname

Name

adresse

PlZ / ort

telefon ( Geschäft / Privat )

Fax ( Geschäft / Privat )

E-Mail

datum / Unterschrift

£ ich möchte den E-Mail-Newsletter abonnieren

land

theater am Kirchplatz eG reberastrasse 10 Postfach 763 9494 Schaan


Sehen Hören Begeistern Fühlen Denken Berühren Fiebern Bewegen Trauern Betrachten Lieben

Abonnieren Sie jetzt!


Es findet gerade eine DatenĂźbertragung statt. Sind Sie sicher, dass Sie abbrechen mĂśchten? Helmut Krausser, Strom

TAK Spielzeit 2018/2019  

TAK Theater Liechtenstein Spielzeitbroschüre, Theater am Kirchplatz

TAK Spielzeit 2018/2019  

TAK Theater Liechtenstein Spielzeitbroschüre, Theater am Kirchplatz

Advertisement