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SEITE 4 Jugendmusical «Über d'Brügg»

SE IT E 9 Vorbereitung für strahlende Augen

SE IT E 10 SchlangenbrotRekord

Takano | Einblick in die Arbeit mit Kindern, Teens und jungen Erwachsenen

2/2012


I N HA LT

EINBL ICKE Das musical

SEI TE 4

Stufe V »

camp iv

SE ITE 6

Stufe IV

Erwartungen

SEI TE 9

Input

Guter Zweck

SEI TE 10

Jungschar

abenteuer PFila

SEI TE 12

JUNGSCHAR

SEIT E 13

Jungschar

Römerzeit SEIT E 14

jungschar

IMPR ES SUM

agenda

SE IT E 16

IN VI STA – Be ilage von Kirc he Zeits chrif t de r Ev angelis ch und Welt, der -m Kirche der Sc hweiz: Er sche ethodis tis chen int 3 x pr o Jahr Redaktor Be at Bachmann Redaktion Takano -Fachs telle EMK Jurastr as se 27, 46 00 Olten Tel. 062 20 5 70 00 info@ takanoonline.ch Abonnement für «K irche un d Welt» Schw eiz: CHF 48 .– (für Mitgl ieder und Fr eunde der EMK freiw illig) Ausland: CHF 68 .– Postche ck ko nto: EMK Schw eiz , Zeits chrif Kirche und We t lt, 80 04 Züric h, 80 -2 3018 -5 Adre ss änderu ng Zentralverw alt ung EMK Postf ach 13 44 , 80 26 Zürich Tel. 04 4 29 9 30 80, Fa x 04 4 29 zentralverw alt 9 30 89 ung@ emk-sc hw eiz .ch Anzeigenver waltung Jordi AG – da s Me dienhau s, Roland Rö Belpber gs tra sti ss e 15 , 3123 Belp Tel. 031 818 01 25 , Fa x 031 81 9 38 54 ins er ate.ku w@ emk-schw eiz .ch In serations sc hlus s für 3/20 12 15 .08 .2012 Gr afik + Ge st altung P+S Werbung AG, 8184 Bach enbülach ww w.ps werb ung.ch Dr uck / Vertr ieb Jordi AG – da s Me dienhau s, 3123 Belp ww w.jor dibelp .ch Kirche und We lt herges tellt ww wird klimaneutral w.pr es er ve cr eation.ch Bildnachweise Takano Ar chiv

2

Invista 2/2012

N D IE TA K A N O -S TU FE St ufe I St ufe II St ufe III St ufe IV St ufe V

0- 4 JA hRe 5- 8 JA hRe 9-11 JA hr e

Ve rt ra uen hte Biblisc he Gesc hic

Bibelkenntnis ra ge N au bens -/L ebensf 12 -1 6 Ja hr e Gl Jü Ng er sc ha ft 17- 30 Ja hr e


APP E T I Z E R Vorbereiten lohnt sich… Liebe Leserin, lieber Leser Was wäre die Jungschar ohne «vorbereiten»? Sie wäre chaotisch, spontan, ausser Kontrolle … Die unvorbereiteten Jungschar-Nachmittage haben durchaus ihren Reiz und gelingen meistens ganz gut. Aber gibt die Vorbereitung – egal ob in Jungschar, Schule, Beruf oder sonst wo – nicht ein Gefühl von Sicherheit?! Würden wir die Zeit, welche wir in unserem Leben mit Vorbereitung verbracht haben, zusammen zählen, ich wette, es gäbe eine hohe Stundenzahl. Auch in den Anlässen der Jungschar Säntis, der Jungschar Vindonissa und dem Frühla Brunni stecken Unmengen von Ideen und Kreativität, Dinge, die dank der guten Vorbereitung gelungen sind. Egal, ob die Vorbereitung für den Schlangenbrotrekord, die Koordination zwischen den Jungscharen in einer Region oder «einLageraufdieBeinestellen» war – letztendlich zählt, dass wir Zeit und Kraft investieren für eine Arbeit, die viele Kinder in den

Andrea Moser

Jung­scharen in der Schweiz hoffentlich prägt und begleitet. Denn diese Kinder, so denke ich, kommen (ausser mit der hoffentlich angepassten Kleidung) unvorbereitet in die Jungschi und lassen sich an jedem Nachmittag neu überraschen, was vorbereitet ist. Es gibt doch nichts Schöneres als das Strahlen in Kinderaugen zu sehen, wenn Rotzen im Wald angesagt ist oder das «Maulen» zu hören, wenn Seiltechnik geübt wird. Aber Seiltechnik hin oder her, wenn du dabei sein könntest, wenn sich die Kinder auf den Heimweg machen und Zuhause vom JS-Nami schwärmen … Da hat sich die gute Vorbereitung doch schon gelohnt. Möchtest du wieder einmal über den eigenen Tellerrand hinaus schauen? Die JS Vindonissa stellt sich vor. Nun hoffe ich, dass du dich vorbereitet durch dieses Invista lesen kannst. Viel Spass. Kea, Andrea Moser

Invista 2/2012

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Stufe V Sven wird von den Kollegen hinter­gangen, sie lachen über ihn, er beobachtet enttäuscht die Szene (hinten links)

l a sic u m das «Über d’Brügg» Lukas Eichenberger

Über Ostern wurde das Berner Mundart-Musical «Über

Die Geschichte

d’Brügg» uraufgeführt. Eine musikbegeisterte Truppe

Das Musical erzählt die Geschichte eines Jugendlichen,

von rund 40 Menschen hat das Musical mit viel Herz-

Sven, der mit dem allgegenwärtigen Leistungs- und Er-

blut zur Aufführung gebracht. Die allermeisten von ih-

wartungsdruck kaum mehr zurecht kommt. Als ihn auch

nen kommen aus der EMK Schlatt bei Bern.

noch seine Kollegen hintergehen, steht er auf der Brücke und fragt sich, ob er nicht besser springen sollte. Ein al-

«Am Anfang stand der Traum, einmal von Grund auf et-

ter Mann fordert ihn auf, dem Leben eine Chance zu ge-

was Eigenes zu komponieren», meinte Lukas Eichenber-

ben und sich aufzumachen, das wirklich Wichtige im Le-

ger, Drehbuchautor und Komponist der meisten Lieder.

ben zu suchen. So startet er eine Entdeckungsreise und

«Im Schlatt hat es viele musikbegeisterte und begabte

erlebt viel Schönes und Heiteres, auch wenn ihn der All-

Leute, und mit den beiden Profi-Musikern Martin Stöckli

tag zwischendurch wieder einholt. In diesem Sinne ist es

und Christoph Gfeller wurde ich in der Erarbeitung der

kein Zufall, dass das Musical gerade an Ostern aufge-

Musik natürlich bestens unterstützt.»

führt wurde. Verzweiflung, Tod und Hoffnung sind zentrale Themen, die Sven durchlebt.

Traum, «Am Anfang stand der etwas einmal von Grund auf en.» Eigenes zu komponier

Die Reaktionen Die emotionalen Szenen gingen unter die Haut. Das eindrückliche Bühnenbild mit der Berner Altstadt im Hintergrund wurde je nach Stimmung in ganz verschiedene Farben getaucht. Und so fielen dann auch die Reaktionen heftig aus: Viele Eltern und Lehrer sahen darin, auf den

Für die Macher war aber der Inhalt des Stücks sehr wich-

Punkt gebracht, was die Jugend heute erlebt, welcher

tig. Das Musical sollte eine grosse Zielgruppe anspre-

Druck auf vielen lastet, und wie wenig es in diesem Alter

chen, insbesondere auch Menschen, die zur Kirche und

braucht, um an die Grenzen zu stossen. Und viele liessen

zum Glauben keinen oder gar einen negativen Bezug haben. «Mir war wichtig, die Menschen aus dem Alltag anzusprechen, in Szenen, die über den Sinn des Lebens erzählen, ihnen aber aus dem eigenen Leben vertraut sind und so zum Nachdenken über die eigenen Ideale im Leben anregten.»

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Invista 2/2012

Eine topmotivierte Musical-Truppe rund um die EMK Schlatt inszeniert das eigenkomponierte Mundartmusical «Über d’Brügg»


Sven lernt Céline kennen und verliebt sich, der Alltag holt ihn aber wieder ein und er zweifelt, ob alles überhaupt einen Zweck hat.

Auf der Brücke begegnet ihm der alte Mann, der ihn auffordert, das Wichtige im Leben zu suchen.

sich von der Thematik berühren, hatten am Ende Tränen in den Augen. Wir hatten auch gemerkt, dass mit dem Musical die Hemmschwelle, über eigene Probleme oder gar Todesgedanken zu reden, stark herabgesetzt wurde.

So bekam jemand nach dem Musical ein

SMS von einer Kollegin, welche antönte, es gehe ihr wie Sven, der Hauptperson, sie sei auch gera de auf der Brücke gestanden. Ein tiefes Gespräch über ihre schwierige Situation fand anschliessend statt.

Lukas Eichenberger erzählte: «Letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit einer Lehrerin, die mir mitteilte, dass ihr die Thematik nach dem Musical sehr nachging. Zwei Tage später rief eine Kollegin an, die in Not war, weil ihr Mann in einer grossen psychischen Krise steckte. Da dachte sie an die Botschaft des Musicals, an die Aufforderung, im Kleinen bereit zu sein für den Nächsten und etwas zu

Oder ein Vater, der vom Glauben bisher nichts wissen wollte und sich stets kühl und reserviert gab, sagte nach dem Musical unter Tränen, wenn der Glaube so gemeint sei, dann würde er auch für ihn stimmen.

verändern. Kurzerhand schlug sie vor, den Mann vor­ übergehend bei sich aufzunehmen, damit er in einer vertrauten Umgebung in Ruhe die Krise überwinden könne.

Invista 2/2012

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Sie sei sicher, dass das Musical eine Vorbereitung dafür war. Sie hätte sonst den Mut für diesen Schritt nicht gehabt. Solche Rückmeldungen zeigen eindrücklich, dass

Jubel bei der Rangver-

es uns gelungen ist, in den Menschen ganz tief etwas an-

kündigung vom Sportturnier

klingen zu lassen. Das ist natürlich der schönste Lohn für den riesigen Aufwand.»

«Für mich war es ei n Stück Himmel», meinte eine de r Mitmachenden nach der letzte n Aufführung.

Insgesamt haben rund 1600 Zuschauer die fünf bisherigen Vorstellungen besucht, weit mehr als erwartet. Und

CAMP IV ist

ein nationale s EMK-Untidas jeweils üb Lager, er Auf fahr t st attfindet.

die Durchmischung war gross, nicht nur altersmässig, sondern auch von der Nähe oder Ferne zur Kirche. Dass das Musical bewusst in Mehrzweckhallen und Konzertsälen und nicht in kirchlichen Räumen gespielt wurde, hat den Zugang erleichtert. Auch bei den Mitmachenden waren Menschen dabei, die zum ersten Mal eine so

money, money Von Seraina Fischer

intensive christliche Gemeinschaft erlebten. Diese Erfahrung hat viele Gespräche und eine grosse Intensi-

Vom 17. Mai – 20. Mai 2012 wurde in Niederlenz das

tät des Zusammenseins ausgelöst, die sie vorher wohl

CAMP IV durchgeführt. Dieses Jahr drehte sich alles

noch kaum erlebt hatten. So war es auch … nebst dem

um das Thema Geld. Ältere Teens waren auch einge-

grossen Aufwand – für die Mitmachenden eine berei-

laden. Im Camp waren sie die sogenannten Ü-Pluser,

chernde Erfahrung. «Für mich war es wie ein Stück vom

zu denen ich auch gehörte.

Himmel», meinte einer der Mitmachenden nach der letzten Aufführung.

Donnerstag – endlich geht es los Heute ging es endlich los. Voller Vorfreude starteten wir ins Camp. Die Teens wurden im Haus eingeführt, die Begleitpersonen checkten ein. Sobald alle in Niederlenz

Wie weiter?

d kmeldungen un positiven Rüc m or en r de t. plan Aufgrund eite Staf fel ge wird nun die zw en ag fr m An d er viel er 2012 un vo gust bis Oktob Au m vo t de Bern, Diese fin Stationen sind ril 2013 statt. Ap s bi fos r ua br te Fe ied. Wei re In , Spiez, Schönr al th en ng La Mur ten, unter w w w. en finden Sie at -D ur To n und die genaue Mai. h ab ca. Ende überdbrügg.c

eingetroffen waren, haben wir unseren Hunger gestillt mit «Hörnli und Ghackets». Dann ging es ab in den Wald zu einem Geländespiel, bei dem es um die Mafia ging. Meine Jungs hatten die Idee, eine Schweizer Mafia zu gründen.

Endlich geht’s los: Teilnehmende in Black&White vor dem Casion-Abend

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Invista 2/2012


Stufe iV

CAMP I V

Jupii, Currygeschnetzeltes und Reis!

Freitag – Spass bei Sport und Spiel

Samstagmorgen – Workshop

Tagwache um halb acht, dann der ganz Morgen im Ple-

Am Samstag hatten wir verschiedene Workshops. Wir

num. Die Teens haben verschiedene Sachen zum Lied

konnten aus 9 Workshops 3 auswählen. Als erstes nahm

«Money, money, money» gemacht. Wir, die Ü-Pluser,

ich den Workshop Sport, in dem konnten wir beim Ping-

haben verschiedene Jöbblis wie Kiosk oder Nachtcafé

pong spielen 10 Franken gewinnen. Am Nachmittag hatte

erhalten. Wir mussten unser Sortiment zusammenstel-

ich den Workshop «Upps...». Hier konnten wir einen Test

len und dann konnten wir einkaufen gehen.

machen, wie wir Geld ausgeben. Wir sprachen auch über Geldschulden und mögliche Fallen wie Handy-Abonne-

Am Nachmittag fand ein super cooles Sportturnier statt

mente. Der letzte Workshop war «andere Länder, andere

mit verschiedenen Sportarten wie Rugby, Blachen-Vol-

Sitten». In diesem Workshop ging es darum, wie Kinder

leyball, Fussball, Unihockey und noch vielen mehr. Es

im Kongo Geld verdienen und für was sie es brauchen.

machte mir viel Spass, im Rugby ein bisschen zu rotzen.

Passend zum Thema haben wir am Schluss Monopoly

Am Freitagabend hatten wir verschiedene Inputs zum

gespielt.

Tagesthema «eine Herzensangelegenheit», u.a. schauten wir verschiedene biblische Geschichten im Zusammenhang mit Geld an.

Workshop zum Thema: Gott und mein Geld

Super Stimmung auch am letzten Lagertag

Casino-Abend: Gewinnen und verlieren lag nahe beieinander Invista 2/2012

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STUFE IV

CAMP I V

Str ahlende Augen

Samstagabend – Casino

Da es schon der letzte Tag war, ging es für die Ü-Plu-

Das war Casino-Abend und auch das Championsleague-

ser ans Putzen und Aufräumen, während die Anderen

Finale wurde übertragen. Wir konnten uns ein Bankkonto

sich beim Sport austobten oder die gemeinsame Zeit

anlegen und Aktien kaufen. An verschiedenen Posten

genossen.

wie Glücksrad, Black Jack, Poker, Würfeln sowie beim Armdrücken konnten wir Geld verdienen. Dieses konnen

Dann war es soweit, den Tränen nah nahmen wir Abschied

wir an anderen Posten, wie Schminken und Bar, wieder

und begaben uns auf die Rückreise. Die einen Richtung

ausgeben. Für das Abendessen mussten wir auch einen

Flawil und die anderen Richtung Gstaad. Ich freue mich

gewissen Betrag bezahlen.

schon heute auf ein Wiedersehen. Ob im nächsten Camp IV oder in der Jungschar – das bleibt offen.

Sonntag – wer kann das bezahlen? Am Morgen hatten wir einen Gottesdienst zum Thema «Wer kann das bezahlen?». Beni und Carolin Kohr haben das Thema «Sünden und Vergebung» aufgenommen.

en Im Camp IV entsteh n fte ha sc nd eu neue Fr

Gruppenfoto zum Abschluss

Teilnehmerinnen hören der Erklärung des Geländespiels zu

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Invista 2/2012


INPUT

E r wa r t un g en DOWNLOAD

Eine Andacht zum Th

Download unter ww

ema ist bereit zum w.jemk.ch

Vorbereitungen für strahlende Augen Von Florian Wilhelm

Die notwendigen Vorbereitungen für ein Lager oder einen Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete für einen

Nachmittag holen mich jedoch früher oder später ein. Als

gelungenen Nachmittag mit Kindern. Hier helfen öko-

Jungscharleitende sind wir ein Team, so dass die Arbei-

nomische Ideen gegen schädliche Gegenmassnahmen

ten ineinander greifen müssen. Wenn ich mich da nicht

aus dem Privatalltag.

gut vorbereite und meinen Teil dazu beitrage, sind Nachmittage, Andachten oder Lagertage zum Scheitern verur-

«Noch 20 Minuten, bis die Kinder eintreffen! Schnell

teilt. Für Jugend+Sport-Lager (J+S) sind sogar Richtlinien

ein paar Dinge zurecht rücken und die Notizen durch-

vorgeschrieben, damit genau dies nicht passieren soll.

schauen … So, nun bin ich bereit, einen Nachmittag mit

Die Leidtragenden sind bei Nachlässigkeit nicht nur die

Kindern im Wald zu verbringen.» – So oder ähnlich kann

Teammitglieder. Kinder kommen mit freudigen Erwar-

es vielen Jungscharleitenden ergehen, wenn die Vorbe-

tungen an einen Jungscharanlass und freuen sich auf ein

reitungszeit eher knapp bemessen wurde. Doch, was ge-

spannendes Programm. Werden sie enttäuscht, werden

nau ist Vorbereitung? Gemäss einem Online-Wörterbuch

wir Leitenden das gnadenlos mitbekommen. Kinder ha-

bedeutet «vorbereiten»:

ben eine sehr direkte Art, ihre Meinung mitzuteilen. Ihre Freunde werden sie nicht unbedingt an solche Jung­

«Sich durch gezielte Maßnahmen auf etwas einstellen

scharnachmittage einladen …

und in die Lage bringen, eine Aufgabe zu lösen oder eine Situation zu meistern.»

Lasst die Kinder in euren Jungscharen das Gegenteil erleben. Lebt die Definition von «vorbereiten» aus:

Ich ertappe mich immer wieder, dass ich diese «gezielten Massnahmen» mit «gezielten Gegenmassnahmen»

«die notwendigen Arbeiten im Voraus machen, damit spä-

bekämpfe. Zum Beispiel ist es doch schön, an einem

ter etwas schneller und ohne Probleme abläuft»

sonnigen Nachmittag im Wald mit dem Bike unterwegs zu sein oder mit Freunden eine Grillade zu veranstalten

Tolle Erlebnisse in der Natur, in Lagern oder im Dorf wer-

(anstatt mich den «gezielten Massnahmen» zu widmen).

den euch gewiss sein. Ich wünsche euch Kraft, Ideen und viel Motivation, um Arbeiten im Voraus zu erledigen! Lachende Gesichter, strahlende Augen und rote Wangen werden der Dank sein.

Invista 2/2012

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Jungschar

GU T E R Z W E C K

Auf Komando auf den Grill

Schlangenbrot-Rekord Von Thymi, Silvan Schläpfer

Am Samstag, 10. März 2012, hat die Jungschar Säntis

Der Grill

aus Herisau ein 33m langes Schlangenbrot gebacken.

Der Grill bestand aus aneinandergereihten halbierten

Über 300 Besucher verfolgten das Spektakel auf dem

Baumstämmen. Die Stämme wurden zuvor ausgehöhlt

Obstmarkt Herisau.

und darauf Halterungen für den Brotstecken montiert. Für die Glut verwendeten wir über 150kg Holzkohle.

Herisau, 10 März 2012. Kurz nach 12.30 Uhr war es auf dem Obstmarkt Herisau so weit, die letzten Brotteile des

Der Teig

33m langen und 33kg schweren Schlangenbrots wurden

Der Teig wurde von einer lokalen Bäckerei geliefert.

vom Stecken genommen. Die Erleichterung und Freude

Kaum auf dem Platz, machten sich die Leiter und Kin-

bei den Leitern und Kindern der Jungschar Säntis der

der daran, den Teig zu rollen und an den Grillstecken zu

Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Herisau war

wickeln. Der Teig erwies sich dabei als ein wenig wider-

gross. Der neue Jungscharrekord steht. Sie hatten Pro-

spenstig, denn er klebte nicht so gut am Stecken wie er-

bleme wie den widerspenstigen Teig oder die unerwar-

wartet. Doch mit beherztem Andrücken hier und da blieb

tet heisse Glut gemeistert. In der Festwirtschaft wurde

der Teig dort, wo er sein sollte.

danach das frische Brot zusammen mit Wurst oder Raclette an die über 300 Besucher verkauft. Zum Abschluss

Das Backen

spielte die Herisauer Band «Klerks Brothers».

Als die Glut genügend heiss und der Teig am Stecken aufgewickelt war, verteilte sich die Jungschar auf der ganzen Länge. Auf Kommando hoben alle das Riesen-Schlangenbrot auf und legten es auf den Grill. Alle 60 Sekunden wurde die Stange sorgfältig um einen Viertel gedreht. Die Glut war an einigen Stellen so heiss, dass schon nach zwei Umdrehungen die ersten Brotstücke abgenommen werden konnten. Nach ca. 20 Minuten war auch der letzte Meter fertig gebacken.

Sorgfältig drehen

Auftritt Klerks Brothers

10 Invista 2/2012


Frisches Schlangenbrot und Wurst

Wie kamen wir auf die Idee? Vor nicht ganz einem Jahr bekamen wir im STR Punkt 11 von der Zahlstelle 100 Franken geschenkt, um damit Liebe weiterzugeben. Wir beschlossen, das Geld irgendwie zu vermehren und einem guten Zweck zukommen zu lassen. Da wir schon lange wieder einen Jungscharrekord aufstellen und auch vermehrt Öffentlichkeitsarbeit machen wollten, entschieden wir uns, im Dorfzentrum ein Riesen-Schlangenbrot zu backen. Von den 800 Franken Gewinn können wir nun die Hälfte World Vision weitergeben.

r-Schlange Bisherige Jungscha brot-Rekorde: t: Längstes Schlangenbro 1 m lang, 16. g, Tei März 1995, 15 kg orf JS Arassari Bassersd brot: en ng Schwerstes Schla g, 15 m lang, Januar 1992, 20 kg Tei JS Rätia Chur

Die Hüpfburg war begehrt

n-

Jungschärler beim Brotwenden

Abnehmen des fertigen Brots

Gemütliches Zusammensein auf dem Obstmarkt

Invista 2/2012 11


JU NG SC HAR

Abente u e r

Die Abenteurer des Früla 12

Wer findet Käpten Blaubarts Vermächtnis? Apollo, Patric Lüscher

«Indiana Jones» war das Thema unseres Frühlingsla-

Die ganze Woche war ein abwechslungsreiches Pro-

gers auf dem Brunni. Die Teilnehmer hatten die ganze

gramm mit sportlichen Aktivitäten, Spielen, Singen, Ab-

Woche ein indianamässiges Abenteuer und wurden in

kochen, Burgenbau, usw. Sogar die Grosse Expedition

der Kunst des Abenteurers unterwiesen: es galt, in ei-

fehlte nicht, bei der weitere Hinweise auf den Schatz ge-

nem Wettkampf gegen Indiana Jones zu gewinnen. Wer

funden wurden – alles in allem war alles dabei, was man

das Vermächtnis des Käpten Blaubart als erster findet,

sich für ein typisches Jungscharlager wünschen kann.

sollte zum besten Abenteurer gekürt werden.

Gegen Ende wurde es doch noch knapp mit dem Wettkampf, da wir von Inuits überfallen wurden. Denen hat es

Natürlich war das Ganze nicht so einfach, unsere Teilneh-

wohl gar nicht gefallen, dass wir in ihrem Eis nach Schät-

mer mussten eine Menge Rätsel und Probleme lösen. Es

zen suchten. Jedoch konnten wir uns einigen und auch

wurde der Hitze des gefährlichen Dschungels getrotzt.

den Entführten Indiana Jones retten und gemeinsam mit

Dem Staub der Wüste, den eisigen Winden der Berge wi-

den Inuits das Vermächtnis des Käpten Blaubart bergen.

derstanden. Und natürlich wurde auch jede Falle auf dem Weg zum Ziel listig umgangen.

Fische fangen ist nicht immer einfach. Mit der Hilfe von einem Netz und einigten Mutigen konnte das Mittagessen doch noch gefangen werden.

Nach dem Aufbau der Gruppenlager freuen sich alle aufs Nachtessen

12 Invista 2/2012

Die Fische sind gefangen, nun freuen wir uns aufs Zubereiten und dann natürlich aufs Essen.


Pfila der Region Basel: Ein Jahr in 3 Tagen Stärnli, Salome Wilhelm

Unter dem Motto «Ein Jahr in 3 Tagen» trafen sich die Jungscharen Basilisk (Basel), Boa (Liestal) und Sidus

JUNGSCHAR

PF I LA

(Gelterkinden) der Region Basel oberhalb von Ramlinsburg. Die Time-Keeperin begleitete uns durchs Lager und kündigte die Zeit an. Zu dem Thema gehörten

Selbstverständlich feierten wir auch Ostern. Dazu gab

der 1. August, die Herbstmesse, Weihnachten, Silves-

es eine Schnitzeljagd, bei der wir den Ostereiern folg-

ter, die Basler Fasnacht, Ostern und ein gemeinsames

ten. Einmal im Jahr haben auch alle Geburtstag. Es gab

Geburtstagsfest.

natürlich Geburtstagstörtchen mit Kerzen, die wir uns in einem Geländespiel erkämpften.

Ein Jahr in 3 Tagen Bei der Basler Herbstmesse gehörten eine Seilbrücke,

Eine super Stimmung und schönes Wetter

Büchsenschiessen, Waffeln und eine Seil­bahn dazu.

Während den 3 Tagen hat das Wetter super mitgespielt.

Selbstverständlich feierten wir Silves­ter und stiessen

Jeden Tag hat die Sonne gestrahlt. Auch die Stimmung

auf das neue Jahr an. Zuvor mussten wir in einem Ge-

bei allen Jungschärlern und Leitern war super. Es waren

ländespiel die Silvesterfeier retten, welche die Maja’s

50 Kinder und 25 Leiter im Lager dabei. Quäki und Boo-

verhindern wollten.

gie haben uns bekocht mit einem Weihnachtsbraten, einer Basler Mehlsuppe, mit Fisch für Ostern, …

Bei der Basler Fasnacht gab es einen spannenden Krimi zu lösen. Dabei ging es um den Wawi (Wanderwimpel) der Region Basel. Es wurde ein spannender Wettkampf, bei dem die Jungscharen vollen Einsatz gaben. Bei verschiedenen Posten zeigten die Jungscharen Schnelligkeit, Kreativität, Zusammenhalt, Ausdauer und ihr Können bei der Jungschartechnik. Alle drei Jungscharen waren super und der Unterschied beim Punktestand war sehr knapp. Am Ende wurde der Wawi mit grossem Jubel von der Jungschar Basilisk entgegengenommen.

Gruppenfoto der Region Basel

Jubel beim Sieger vom Wawi: Jungschar Basilisk

Gebur tstagstörtchen

plin ampfsdiszi Eine Wettk hen ac m er i: Feu beim Waw

Invista 2/2012 13


RÖM E R Z E I T

JU NG SC HAR

Alle Wege führen nach Vindonissa Gruppenbild Luser, Jan Kovats

Wir befinden uns im Jahre 2012 n. Chr. Die ganze Schweiz

Wirklich zu Römerzeiten, wie unser Name annehmen

ist von den Römern besetzt... Die ganze Schweiz? Nein!

lässt, wird es nicht gewesen sein. Damals hiess unser

Ein von unbeugsamen Jungschärlern bevölkertes Dorf

Dorf nämlich noch Vindonissa, was wir auch noch heute

hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.

auf unserer Jungscharfahne mit dem Römerhelm würdigen.

Hallo zusammen, ich darf euch heute meine Jungschar vorstellen. Die Jungschar Vindonissa wurde in Windisch,

Andere Jungscharen erkennen uns eher wegen unserem

Region Aargau, vor vielen Jahren gegründet. Es ist jeden-

Garfield-Maskottchen als wegen unserer Fahne, trotz-

falls schon so viele Jungscharleiter-Generationen her,

dem werden wir auch das Sommerlager im Land der Rö-

dass niemand mehr weiss, wann genau das war.

mer verbringen, zu welchem uns Cäsar höchst persönlich eingeladen hat. Auf jeden Fall ist die Jungschar bei uns heute noch so cool wie dazumals.

14 Invista 2/2012


Den Römern auflauern

Aktuell treffen sich immer noch ca. 30 Teilnehmende und 12 Leitungspersonen jeden zweiten Samstag, um den Wald unsicher zu machen. Sie sind noch so voll Begeisterung dabei wie eh und je. Ob in einem Spiel voller Action oder bei einer besinnlichen Andacht – wir dürfen jeden Tag in der Jungschar Gottes Führung und Anwesen-

DOWNLO A

D

Einen Spie lvorschlag der JS Vin du zum D donissa fi ownload u ndest nter w w w .jemk.ch

heit spüren und dieses Feuer an die Kinder weitergeben. Und mit Gottes Führung, welche uns schon so lange leitet, hoffen wir, dass unsere Jungschar länger bestehen bleiben wird als das Römische Reich es geschafft hat.

Invista 2/2012 15


AG E N D A anlässe 2012 16. - 28. Juli

>Zyt ha<

Kinderlager Beatenberg - Kila 1 kila-beatenberg.ch

28. Juli - 4. August Kinderlager Beatenberg - Kila 2 kila-beatenberg.ch

23. Juli - 4. August TRALA - Trapperlager der Jungschar (Weisstannental) trala.jemk.ch

21. Juli - 4. August SKALA - Skandinavien Abenteuer Lager (Finnland) skala.ch

Freitagabend, 7. September bis Sonntag, 9. September 2012

Eltern/Kind-Weekend Als Vater/Mutter Zeit mit den Kindern verbringen Ein Angebot der Takano-Fachstelle EMK

7. - 9. September Family-Weekend

16. September SPOMI – Fussballturnier Zofingen

23. September Jugendkonferenz (EMK), Zelthof, Zürich

29. September - 6. Oktober Teenager-Lager Beatenberg kila-beatenberg.ch

6. - 13. Oktober

2. J u g E

EIZ w h C S K m E Z ND KONF E r EN

Kinderlager Beatenberg - Kila 3 kila-beatenberg.ch

9. - 11. November Exploration - Braunfels/D exploration-emk.net

Sonntag, 23. September 2012, 10.00 – ca. 17.00 Uhr

9. - 11. November JS-KaKu, Brunnersberg www.jemk.ch

EMK Zürich-Zelthof Für Jugenddelegierte und interessierten Jugendlichen aus EMK-Gemeinden. Infos unter www.takano-online.ch

Benefiz Fussball-Spomi Zofingen 16. September 2012 Programm

exploration 2012

gottes berufung entdecken und leben

9. bis 11. Nov. 2012 Anmeldung und Infos: www.exploration-emk.net

9.30 Uhr 9.50 Uhr 10 Uhr

Ankunft, Anmeldung Begrüssung Anpfiff / Spielbeginn

ca. 12 Uhr ca. 15.45 Uhr 16 Uhr

Input Mittagspause Rangverkündigung Abreise

Kosten Anmeldeschluss

Pro Team Fr. 50.– 3. September 2012

Flyer mit Anmeldetalon downloaden unter takano-online.ch


INVISTA 2/2012