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Der KinderhortRaum Tipps f端r die Einrichtung eines freundlichen Raums, in dem sich die Kleinsten wohl f端hlen


Welcher Raum eignet sich?

Die Raumeinteilung

Ideal ist es, wenn ein eigener Raum für

Eine gute Raumeinteilung hilft, dass sich

die Kleinsten zur Verfügung steht, wel-

Kinder im Raum orientieren und sich in die

cher ganz nach den Bedürfnissen von

Gruppe integrieren können.

Babys und Kleinkindern eingerichtet wer-

Die Einteilung in verschiedene Spielecken

den kann. Leider ist dies nicht immer mög-

und die gezielte Auswahl von Spielsachen

lich und der Raum wird multifunktional

helfen dabei. Kinder brauchen verschie-

genutzt.

dene Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten,

In diesem Fall ist es wichtig, dass der Raum

die ihren Bedürfnissen entsprechen.

trotz Mehrfachnutzung gemütlich ist. Wünschenswert ist auch, dass der Kinder-

Die Raumeinrichtung ist die Visitenkarte

hortraum in einer mittelnahen Distanz

für ankommende Eltern und ihre Kin-

zum Gottesdienstraum ist, so dass sich die

der. Kinder spüren, ob sie willkommen

Eltern den Kindern nahe fühlen, sie aber

sind. Es lohnt sich, Zeit, Kraft, Kreativität,

trotzdem nicht hören.

Liebe und Geld in die Raumeinrichtung zu

Ein Raum mit Tageslicht eignet sich besser

investieren.

als ein düsterer Kellerraum.

Einteilung in verschiedene Spielecken

Tipps für den Kinderhort-Raum

Interessante Büechli und Spiele

Takano EMK | 2012


Einrichtung: verschiedene Bereiche schaffen Die ruhige Ecke / Baby-Ecke

Bewegungs-Ecke

Eine Ecke, die abgetrennt ist durch Stühle,

Hier darf geturnt, gerutscht, gehüpft...

Kissen oder ein Tuch. Die Baby-Ecke soll

werden.

weit weg von der Türe sein, damit die Kin-

Einrichtung:

der nicht jede ein- und ausgehende

Kleines Trampolin, Gumpi-Sack (z.B. Bettan-

Person sehen.

zug, gefüllt mit Styroporkugeln oder klei-

Einrichtung:

nen Kissen), Schaumstoffwürfel, schrägge-

Weiche Moosgummimatten oder Krabbel-

stellte Tische als Rutschbahn usw.

decken als Unterlage. Zusätzlich evtl. ein Laufgitter oder „Babysitter“. Zudem Baby-

Die Spiel-Ecke

Spielsachen, Rasseln, Bälle, knisterndes

Hier darf gespielt werden. Es wird gekocht,

Blumenpapier: Spielsachen, die „unver-

geputzt, verkauft, die Eisenbahn verlegt,

schluckbar“ sind und verschiedene Sinne

Duplo aufeinander gebaut usw.

anregen.

Einrichtung: Am besten eignen sich gemeinschafts-

Der Kreis

fördernde Einrichtungsgegenstände: Ver-

Der Kreis besteht aus Kinderstühlen

käuferliladen, Küche, Puppen, Puppenklei-

oder Kissen. Hier kann die Leiterin die

der und Zubehöre (Bea-Verlag), Brio-Bahn,

Geschichte erzählen, mit den Kindern

Duplo, Kugelibahn mit grossen Kugeln,

singen, Versli machen, aber auch Kreis-

Tücher und Wäscheklammern zum Hütten-

und Singspiele aufführen. Neben dem

bauen, Verkleiderlisachen, Bauklötze...

Kreis eine Materatze am Boden zu haben bewährt sich, dort können die Kleinkinder

Der Tisch

jederzeit in Ruhe Büechli anschauen.

Der Tisch ist die zweite Ebene im Raum.

Einrichtung:

Ein hoher Tisch kann eine sichere Ebene

Kinderstühle oder Kissen, Matratze. Evtl.

für grössere Kinder sein: Sachen aufbauen,

verschiedene Bücher, Kartonbücher zum

puzzlen, basteln, spielen - ohne von Krab-

Fühlen, Büechli zum Aufklappen, einfache

belkindern gestört zu werden.

Handlungsbilderbücher (z.B. von Kees de

Kleine Kindertische eignen sich auch fürs

Koort) usw.

kindgerechte Basteln, jedoch werden sie auch von Krabbelkindern gerne entdeckt. Gut ist ein Kindertisch aus stabilem Holz (Kunststofftische und -stühle kippen sehr schnell).

Takano EMK | 2012

Tipps für den Kinderhort-Raum


Die Wand

Gefahrenquellen

Bei eigenen Räumen ist die Wand eine weitere Spiel- und Gestaltungsmöglichkeit

Kinder im Entdeckeralter (ca. 15 Monate bis

für Kinder. Hell gestrichene Wände wirken

2 1/2 Jahre) erkunden gerne ihre Umwelt.

freundlich, Bilder auf Augenhöhe der Kin-

Gefahrenquellen:

der aufhängen.

Fenstersimse, Fenster, Steckdosen, Pflan-

Einrichtung:

zen, Hydro-Kügeli (giftig!), Treppen, ver-

Wandtafel, Weltkarte, Magnetwand, Tast-

schluckbare Spielsachen (Murmeln).

wand, Kinderfotos, Tücher...

Gefahren bei multifunktional genutzten Räumen: z.B. aufeinander gestapelte

Spezielle Geräte

Stühle, Steckdosen, Reinigungsmittel etc.

Bei genügend Platz (damit Kleinkinder nicht in Gefahr sind): Schaukelpferde, Bobby Cars, kleine Holzrutschbahn.

Ordnung

Eingangsbereich

Ein gutes Ordnungssystem ist viel wert.

Freundlich wirkt eine einladende Ein-

In der Ikea oder bei anderen Anbietern

gangstüre, vielleicht mit Fotos von den

gibt es Regale, in die Plastikboxen einge-

Kindern oder einem Kinderposter.

schoben werden können. Natürlich eig-

Hilfreich: Garderobe mit Finkenständer

nen sich auch bestehende Schränke für ein

und Boxen (Schachteln) für persönliche,

gutes Ordnungssystem. Für Duplos, Brio,

angeschriebene Utensilien.

Autos usw. je eine Box füllen und anschreiben. Das erleichtert das Aufräumen und das Herausnehmen der Spielsachen. Es muss nicht jedesmal jede Box herausgenommen werden. Spannend bleibt es, wenn abgewechselt wird. Der Vorteil ist, dass man am Schluss nicht alles aufräumen muss. Ursi Bär, Jan. 2012

Ein gutes Ordnungssystem ist viel wert

Tipps für den Kinderhort-Raum

Takano EMK | 2012


Kinderhort-Raum