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SEITE 6 Was bedeutet für mich Freiheit?

SE IT E 10 WILA Lenz – Ein Rückblick

SEI TE 12 Eine unvergessliche Zeit in Kambodscha

Takano | Einblick in die Arbeit mit Kindern, Teens und jungen Erwachsenen

1/2011


I N HA LT

EINBL ICKE Krippenspiel

SEIT E 4

Takano SEIT E 5

Aktuell-Auswendig lernen Takano

Was bedeutet für mich Freiheit? STufe Iv SEI TE 6- 7

Erlebniswoche - Ab Ins All SEI TE 8

Stufe II

Hinter den Kulissen: STR Punkt 11 Jungschar

SEIT E 09

rückblick WILA Lenz SEIT E 10- 11

IMPR ES SUM IN VI STA – Be ilage von Kirc he Zeits chrif t de r Ev angelis ch und Welt, der -m Kirche der Sc hweiz: Er sche ethodis tis chen int 3 x pr o Jahr Redaktor Be at Bachmann Redaktion Takano Fach stelle EMK Jurastr as se 27, 46 00 Olten Tel. 062 20 5 70 00 info@ takanoonline.ch Abonnement für «K irche un d Welt» Schw eiz: CHF 48 .– (für Mitgl ieder und Fr eunde der EMK freiw illig) Ausland: CHF 68 .– Postche ck ko nto: EMK Schw eiz , Zeits chrif Kirche und We t lt, 80 04 Züric h, 80 -2 3018 -5 Adre ss änderu ng Zentralverw alt ung EMK Postf ach 13 44 , 80 26 Zürich Tel. 04 4 29 9 30 80, Fa x 04 4 29 zentralverw alt 9 30 89 ung@ emk-sc hw eiz .ch Anzeigenver waltung Jordi AG – da s Me dienhau s, Roland Rö Belpber gs tra sti ss e 15 , 3123 Belp Tel. 031 818 01 25 , Fa x 031 81 9 38 54 ins er ate.ku w@ emk-schw eiz .ch

Jungschar

Eine unvergessliche Zeit in SEIT E 12- 13 Kambodscha Stufe V Sportcamp 2011 SEIT E 14- 15

Stufe IV+V

Agenda

SEI TE 16

Takano

In sertion ss ch luss für 2/20 11 15 .08 .2011 Gr afik + Ge st altung P+S Werbung AG, 8184 Bach enbülach ww w.ps werb ung.ch Dr uck / Vertr ieb Jordi AG – da s Me dienhau s, 3123 Belp ww w.jor dibelp .ch

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Kirche und We lt herges tellt ww wird klimaneutral w.pr es er ve cr eation.ch Bildnachweise Seite 1: Jung schar Bottenw il Seite 4: EMK Olten Übrige: zur Ve rfügung ge ste llt

EN D IE TA K A N O S TUF St uf e I St uf e II St uf e III St uf e IV St uf e V

rt ra uen 0- 4 JA hRe Ve hte Biblisc he Gesc hic 5- 8 JA hRe Bibelkenntnis 9-11 JA hr e ag eN au bens -/L ebens fr 12 -1 6 Ja hr e Gl Jü Ng er sc ha ft 17- 30 Ja hr e


R E Z I T E APP Als «Bande» gemeinsam unterwegs sein Liebe Leserin, lieber Leser

Viele gute Ideen von engagierten Menschen der EMK sind in dieser INVISTA-Ausgabe zu finden. So zum Beispiel das «Markusprojekt» auf Seite 5. Ein Jugendpfarrer mit einer Idee, welche er mit anderen teilt – und plötzlich finden sich Menschen, die sich beteiligen, aus verschiedenen Orten und mit verschiedenen Beweggründen. Es ist für jeden wichtig, Menschen zu finden, die seine Ideen und Träume teilen. Und gemeinsam als Clique, Gruppe oder wie Wesley meint, als «Bande» unterwegs zu sein. Das INVISTA und die Takano Fachstelle geben «Einblicke» in Ideen und Projekte mit dem Ziel, euch miteinander zu verbinden – auch über die eigene Gemeinde hinweg! Unzählige Ideen schwirren in den Köpfen vieler EMK-ler herum. Bei jungen und älteren Menschen, die träumen. Wenn wir beginnen, miteinander zu träumen, dann werden aus Ideen Projekte und das ergibt eine Vielfalt an Möglichkeiten, mit Gott unterwegs zu sein. Ich wünsche allen viele Träume beim Lesen dieser INVISTA-Ausgabe. Reto Nägelin Leiter Takano Fachstelle EMK

PS: Wenn Sie die Träume von Jugendlichen ein Stück voranschubsen möchten, können Sie sich an der Sammlung von «Woche der Jugend» beteiligen.

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Gute Ideen

TA KA NO

L E I P S N E PP I KR

r ten E n g el w a Hir t und tz a s in E auf ihren

Open-Air-Krippenspiel in der Altstadt Von Beat Bachmann, Leiter Takano Fachstelle EMK

«Wenn Mensche truurig sind, kei Hoffnig händ, denn bruuche sie es Liecht. Es Liecht wo zu üs chunnt, wo üs

Immer noch sind Krippenspiele und Weihnachtsmusicals,

uf d’Ärde zündt.»

aufgeführt mit Kindern und Jugendlichen, ein beliebter Programmpunkt in der Adventszeit. In der EMK Olten

Für viele Menschen ist die Adventszeit nicht nur freudi-

haben wir uns entschieden, näher zu den Menschen zu

ges Warten auf Weihnachten, sondern eine Zeit mit viel

gehen und das Krippenspiel in der Altstadt unter freiem

Stress, oder es ist sogar eine besonders bedrückende

Himmel aufzuführen.

Zeit. Diesen Menschen und auch allen andern wollten wir mit unserem Weihnachtsspiel einen Moment der Ruhe,

Die Kirchenräume der EMK Olten sind eher klein und

des Lichts und der Hoffnung schenken.

ziemlich versteckt. Das Angebot vom Gewerbeverein kam uns darum sehr gelegen: Er lud Vereine und Musikgruppen ein, an einem Wochenende verschiedene Adventsaktionen durchzuführen. Da machten wir gerne mit. Am schönsten Platz von Olten, gleich neben der alten Holzbrücke, wurde für uns eine kleine Bühne für das Krippenspiel aufgestellt. An einem Stand verkauften wir Guetzli und informierten über die Gemeinde. Für die Lieder bekamen die Kinder Verstärkung von einigen Erwachsenen. Die Geschichte von Weihnachten wurde mit einer Erzählerin und kurzen Dialogen von den Kindern gespielt. So konnten wir schliesslich vor zahlreichen jungen und älteren Zuschauern (viel mehr, als in unserer Kirche Platz gehabt hätten…) und bei bestem Adventswetter unser kurzes Weihnachtsspiel zweimal aufführen: Kinder und Erwachsene der EMK Olten

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zum Weitersagen...…

PRO J E K T ta ka no

Aktuell: auswendig lernen Von Matthias Maurer

führung hin gemeinsam zu üben. Die Zuhörer profitieren ebenfalls enorm vom Projekt: Sie erleben die Kraft

Das Markusprojekt

von Gottes Wort und tauchen in die Geschichte von Je-

Ein einzigartiges Projekt findet derzeit im Zürcher Ober-

sus Christus ein.

land statt: Eine generationen- und gemeindeübergreifende Gruppe hat sich auf die Reise gemacht, Gottes

…von ganz normalen Leuten.

Wort durch das Auswendiglernen neu zu entdecken.

Mitwirkende sind keine Theaterprofis oder Studierte, sondern einfach Leute, die sich entschieden haben, das

Die Idee ist so einfach – sie lässt sich in einem Satz be-

Wort Gottes in ihre Herzen zu schreiben.

schreiben: Das Markusevangelium auswendig präsentiert von ganz normalen Leuten

Die Freude am Projekt und am Wort Gottes soll bei allen Teilnehmenden stets vorhanden sein. Niemand soll am

Das Markusevangelium…

Markusprojekt teilnehmen, weil er sich dazu gedrängt

ist die Botschaft von Jesus Christus, packend erzählt vom

fühlt. Aber das ist kein Problem, denn Auswendiglernen

Evangelisten Markus. Es ist das kürzeste und gleichzeitig

ist wie Singen: Es steckt an!

das intensivste Evangelium. Somit ist es bestens geeignet für ein Projekt dieser Art.

Mehr Infos zum Projekt: www.markusprojekt.ch

m «Das Markusevangeliu von auswendig präsentiert .» ganz normalen Leuten Öffentliche Aufführung Sonntag, 3. April 2011, 19 Uhr

…auswendig… «Learning by heart» heisst es auf Englisch, wörtlich

EMK Tann, Hauptstr. 27, 8632 Tann Eintritt frei

übersetzt: «mit dem Herzen lernen». Beim Auswendiglernen wird das geschriebene Wort verinnerlicht und kann jederzeit abgerufen werden. Ein unbezahlbarer Schatz! Konkret lernt jeder Teilnehmer ein Kapitel auswendig, so kann als grössere Gruppe das ganze Evangelium rezitiert werden!

Erlebe die Kraft des Wortes

So, 3. April 2011 19:00 Uhr EMK* Tann Hauptstr. 27

…präsentiert… Menschen lernen viel besser, wenn ein Ziel angestrebt wird. Darum trifft man sich regelmässig, um auf die Auf-

8632 Tann Eintritt frei – Kollekte

Das Markusevangelium auswendig präsentiert von ganz normalen Leuten!

www.markusprojekt.ch Mitwirkende: Bruno Amgwerd, Daniela Bärtschi, Claudia Fisch, Joel Fisch, Elisabeth Forrer, Regula Gutersohn, Ursula Heiniger, Daniel Herzog, Susanna Herzog, Jonathan Kägi, Leticia Mani, Katrin Marty, Matthias Maurer, Andrea Pfeifer, Evi Pfeifer, Markus Schmid. . Unterstützt von:

Takano (Fachstelle für Jugendarbeit der EMK*) *Evangelisch-methodistische Kirche

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ST UF E IV

HA B K E R N Kontakte knüpfen

Was bedeutet für mich Freiheit? Ein gemeinsames Wochenende in Habkern der Teens und Twens aus Schlatt und Schwarzenburg Von Ruedi Stähli

sie Gottes freimachendes Handeln erlebt hat. Persönlich berührt haben mich die Abendmahlsfeier und das gemein-

Eigentlich wollten wir am Samstag hinaus auf die Piste,

same Vaterunser. Weil die für diesen Teil Verantwortli-

mussten die Schlitten dann mangels Schnee zuhause

chen beide Fussballtrainer sind, luden sie uns ein, wie vor

lassen.

einem Match im Kreis zu stehen und einander die Arme

Langweilig wurde es uns trotzdem nicht, denn wo

über die Schultern zu legen. Nicht als Schlachtruf, son-

Jugendliche und Leiterinnen und Leiter aus zwei ver-

dern als ehrliches Gebet beteten wir das Vaterunser, was

schiedenen EMK-Gemeinden aufeinander treffen, da ist

aber von den Teenagern erstaunlich und überraschend

es (fast) nie still im gemütlichen Lagerhaus, schon gar

überzeugt klang.

nicht während der Nacht! Die beiden Gruppen haben sich auf Anhieb gut verstanden.

Die gemeinsamen Vorbereitungen empfanden die Leitenden beider Teams als grosse Bereicherung. Wir ha-

Das Wochenende war für Teens aus beiden Gemein-

ben uns gut ergänzt und die Vorbereitung verteilte sich

den Teil des kirchlichen Unterrichts, der in Schwarzen-

auf viele Schultern.

burg «TC Basics» und in Schlatt «Unti» heisst. Weitere Jugendliche und junge Erwachsene waren dabei, um sich gemeinsam mit dem Thema «Freiheit» auseinander zu setzen. Als Leitungspersonen war es uns wichtig, dass wir «Freiheit» nicht in langen und trockenen Theorieblöcken ersticken, sondern die Teilnehmenden aktiv in die Fragen

Rückmeldungen Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen sehr positiv aus – es könnte also gut sein, dass das Weekend in Habkern keine einmalige Angelegenheit war.

einbeziehen, die sich zu diesem Thema stellen: • Was bedeutet für mich Freiheit? • Ist Freiheit nicht relativ oder gar eine Illusion, weil ich mich immer in irgendeinem Rahmen bewege? • Wie kann ich Anderen helfen, frei zu werden? Mehrmals nahmen wir uns Zeit, in Gruppen (inkl. Leitende) verschiedene Beiträge vorzubereiten. Es war gar nicht so einfach, den eher abstrakten Begriff «Freiheit» in eine konkrete Lebenssituation zu übertragen und daraus einen Sketch zu machen. Man musste nachdenken, eigene Erfahrungen einbringen und auch diskutieren, was Freiheit für einen selber und für andere bedeutet. Beeindruckend und sehr authentisch war das Zeugnis einer Frau zum Thema «Jesus macht frei», die von ihrer ehemaligen Alkoholabhängigkeit erzählte, und wie Neues kennenlernen 6

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ST UF E II

E H C O W S I N B E ERL Ab ins All! Bericht über die Erlebniswoche in Staffelbach, Oktober 2010 Spielen Von Nadja Wilhelm

Die Geschichten rund um einen Weltraum-Jungen und seinen Roboter-Freund haben uns alle mitgerissen und fasziniert. Shad, der Sohn des Herrschers, half Max und seinen Freunden, zu ihrem Glauben zu stehen und für eine gute Sache zu kämpfen. Wir lernten, dass Jesus unser Freund sein möchte, uns liebt und einen Plan für unser Leben hat. Dass auch die Freundschaften untereinander von Liebe geprägt sind, spürte man die ganze Woche lang. Mit den Liedern konnten wir Gott danken und ihn loben –

Weltraum-Crew

es hat richtig Spass gemacht! Natürlich kam auch das Basteln nicht zu kurz: so entstanden an den vier Nachmittagen etliche Roboter, Kissen, T-Shirts, Blumentöpfe, Planeten und Lampen. Am Mittwoch reisten die Kinder als Raumschiffe von Planet zu Planet und lösten die spielerischen Aufgaben mit Bravur. Zuhören

Neun Leitende und acht Helferinnen und Helfer haben diese Woche für und mit den 30 Kindern ermöglicht. Wir freuen uns auf neue Abenteuer im 2011!

Roboter basteln

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JUNGSC HAR

“PU NK T  11 ” Hinter den Kulissen eines grossen Anlasses… Biber, Martin Graber

der EMK Schweiz bevorsteht. Das gesamte reale Bild ist aber erst vom 26. Juli bis am 4. August am «Punkt11» der

Mittwochabend im Hauptbahnhof Zürich: Der Bereichs-

Jungschar EMK ersichtlich. Oder als weiterer Einblick

leiter trifft sich mit den Mitarbeitenden des Ressorts Kü-

auf www.str11.ch

che. Eine von vielen wichtigen Sitzungen, welche im Rah-

1500 Jungscharbegeisterte haben die Möglichkeit, Teil ei-

men des Schweizertreffens stattfinden, steht an. Was gibt

nes besonderen Lagers zu sein und Gemeinschaft mit 1499

es für rund 150’ 000 Franken während zehn Tagen zu es-

anderen Menschen und unserem Schöpfer zu erleben.

sen? Woher nehmen wir 4000 Liter Milch, 50 kg Aromat

Wollen auch Sie hinter den Kulissen des Schweizertref-

und eine Tonne Zucker?

fens mitwirken und einen wichtigen Punkt im Schweizer-

Samstagmorgen in der EMK Olten: Der Saal füllt sich.

treffen ausmachen? Ihre Mithilfe ist gesucht.

Fröhlich begrüssen sich die Ressortleitenden, die sich vorher teilweise noch nie gesehen haben. Eines aber haben sie gemeinsam: Sie alle sind verantwortlich für eines von 47 Ressorts des Schweizertreffens. Am Ressortleitertag ist für viele erstmals ersichtlich, wie breit die Vorbereitungen fürs Schweizertreffen laufen. Wichtige Informationen fliessen und Fragen werden geklärt. Dabei entsteht ein wichtiges «Netzwerk», denn im Sommer gilt es, während 10 Tagen intensiv zusammenzuarbeiten. Donnerstag 19.15 Uhr, Badenerstrasse, Zürich: Das OK des Schweizertreffens wird freudig begrüsst mit der Frage: Wisst ihr, wie viele Wochen es noch dauert, bis der

Hinter den Kulissen mitwirken… Für ein Lager dieser Grösse werden pro Tag rund 300 Personen – Mütter, Pensionierte, Handwerker, Bürolisten usw. zur Mithilfe gebraucht, damit das Lager gelingt. Die Jungschar zählt auf Unterstützung beim Auf- und Abbau, beim Unterhalt, in der Küche, «Rüebli-Schnetzler», als Ansprechperson für Glaubensfragen, beim Samariterposten, etc. – Haben Sie Lust, mitzumachen? Zwei Tage, fünf Tage, vor oder nach dem Lager?

erste von 1000 Teilnehmenden auf dem Lagerplatz in Wal-

So meldest du dich als Helferin oder Helfer an:

liswil steht? Und schon ist eine weitere, seit fast 2 Jahren

Mit dem Anmeldeformular, das in jeder EMK-Ge-

monatlich stattfindende Sitzung des achtköpfigen Orga-

meinde am Punkt11-Infoboard hängt oder unter

nisationskomitees in vollem Gange.

www.str11.ch/helfer

Einzelne punktuelle Einblicke hinter die Kulissen ergeben ein kleines Bild des Schweizertreffens ab und lassen freudige Gedanken aufkommen, was für ein grosses Ereignis

Gerne helfen wir, die passende Aufgabe für Sie zu finden. Rufen Sie uns im Jungscharsekretariat an, Tel. 062 205 70 07 oder schreiben Sie uns ein E-Mail an info@str11.ch.

Für die Agenda: Impression vom STR05

Lager: 26.7.–4.8.2011 in Walliswil bei Wangen Aufbau/Abbau: 22.–25.7.2011/5.8.–7.8.2011 Besuchstag: Sonntag, 31. Juli 2011 Es sind alle (Eltern, Interessierte, Grosi, Götti, Kollegen, Schulfreunde usw.) zum Besuchstag eingeladen. Beginn ist um 10 Uhr mit dem gemeinsamen Gottesdienst.

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WILA LENZ JU NG SC HAR

Kunstausbildung erfolgreich abgeschlossen Verschiedenste Persönlichkeiten aus dem Künstlerbusi-

Von Martin Hintermann

ness betreuten die rund zwanzig Kunstschülerinnen und Als Leiter des Studiengangs Kunst- und Ausdrucksthera-

Kunstschüler aus der ganzen Schweiz. Die Künstler Luc

pie ist es mir eine grosse Ehre, Ihnen von unserer Kunst-

und Julie demonstrierten, wie Kunst entsteht und wie

ausbildung 2010 / 2011 zu berichten und zu zeigen, wie

man Kunst gestaltet. So haben die Schülerinnen und

aus einem Winterlager ein kunstvolles, ganzheitliches

Schüler beispielsweise gelernt, aus einer Mücke einen

Lagerprogramm der besonderen Art geschaffen wurde:

Elefanten zu malen. Hier zahlte sich die langjährige Zu-

Winter-Intensivkurs in Lenz – die Ausbildung zur Kunst.

sammenarbeit mit dem Model Donatella besonders aus. Geduldig posierte sie für die Neulinge. Auktionar und Kunstexper ten

Künstlerinnen, Künstler und

Kunsthaus-Team

Bereits im Vorfeld deutete einiges auf eine erfolgreiche Ausbildungswoche hin. So stellte der Direktor sein Kunsthaus uns, der Jungschar, wie in den Jah-

Natürlich kommt es nicht nur darauf an, wie gut es einem

ren zuvor, wohlwollend zur Verfügung. Pardi, unweit

Künstler gelingt, seine Ideen auf Papier zu bringen. Nein,

der Lenzerheide gelegen, war ein optimaler Ausgangs-

schlussendlich muss sich das Kunstwerk auch auf dem

punkt, um uns täglich bei bestem Wetter auf den Skipis-

Kunstmarkt verkaufen können. Die Kunstschätzer Alt &

ten der Lenzerheide neue Inspiration für unser Kunst-

Staubiger zeigten uns, worauf es ankommt. So konnten

schaffen zu holen.

nicht wenige der selbstgestalteten Werke Ende Woche für viel Geld in der hart umkämpften Auktion versteigert werden. Der Auktionshändler verstand es geschickt, die Objekte an den Kunden zu bringen.

darauf «Es kommt nicht nur Ideen an, wie gut man seine aufs Papier bringt.» KunsthausTeam in Aktion 10 Invista 1/2011


Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die wertvollen

Unsere eigene Farbe kommt erst im Zusammenspiel mit

Dienste unseres Abwarts, der trotz tiefster Abneigung

denen anderer Menschen so richtig zur Geltung.

gegenüber Kunst einiges zu einem guten Gelingen der Woche beigetragen hat.

Wir freuen uns bereits auf den 26. Dezember 2011, wenn das nächste Wila Lenz seine Türen öffnet.

Es ging aber nicht nur darum, schöpferisch tätig zu sein und die eigene Kunst möglichst erfolgreich an den Mann (oder bei uns häufig an eine ältere, reiche Dame) zu bringen. Beim Thema Kunst kommt man unweigerlich auch

Grav Agsò A u f d er P iste Inspir atio n holen

auf die Schöpfung zu sprechen, sind wir ihr doch auf der Piste jeden Tag in voller Pracht begegnet. Die Auseinandersetzung und Gemeinschaft mit unserem eigenen Schöpfer hat uns durch die ganze Woche begleitet. Sein grossartiges Werk durften wir in der Natur immer wieder von neuem erleben. Aber auch wie wir uns als Gruppe, von vielen Einzelfarben am ersten Tag, gegen Ende der Woche immer mehr zu einem farbigen, bunt durchmischten Gemeinschaftswerk und -erlebnis entwickelt haben, liess uns immer wieder erleben, wie kunstvoll Gott seinen Pinsel führt. Jedem Einzelnen von uns hat er eine andere Rolle und Farbe in seinem Werk zugeordnet.

Kunst auf der Piste

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K AM B OD S C HA ST UF E V

Eine unvergessliche Zeit in Kambodscha

Schüler der 3. Klasse mit ihrer Lehrerin

Jennifer Kurmann

Es war Mitte August 2009, als ich mich ins «Abenteuer Kambodscha» stürzte. Für 5½ Monate ass, spielte, diskutierte und lebte ich auf kambodschanisch. Die ersten 2 Monate im Waisenheim und Womencenter COSI, die übrige Zeit in der «Methodist School of Cambodia», in der Hauptstadt Phnom Penh.

Während der Zeit im Waisenheim und Womencenter arbeitete ich auf den Feldern mit, unterrichtete Englisch und verbrachte viel Zeit mit den Kindern beim Spielen und Basteln. Einmal bastelten wir unsere eigenen Angelruten und gingen damit fischen. Von den Kleinsten lernte ich, wie man aus einem Abfallsack einen Drachen kreiert, der fliegen kann. Das Essen: Vieles war vom Geschmack her neu und etwas gewöhnungsbedürftig, aber mir schmeckte einfach alles.

Tr adition elles H au s au f d em L an d

Anfangs Oktober wechselte ich an die Schule in Phnom Penh. Das war eigentlich nicht vorgesehen, doch da diese

Bei meiner Ankunft im August überraschte mich zuerst

Unterstützung beim Englisch-Unterricht benötigte, befand

am meisten der Verkehr: die Strassen überfüllt mit Autos

ich mich plötzlich inmitten von uniformierten Schülern.

und Motorrädern. Es schien keine Regeln zu geben, ausser dass Rot «warten» und Grün «fahren» heisst. Und

Ausser Englisch unterrichten führte ich für die 3. Klasse

auch das wurde nicht immer eingehalten. Ich sah viele

den Flötenunterricht ein. Dies bereitete allen, auch mir, ei-

Familien, die bis zu sechst auf einem Motorrad sassen –

nen riesigen Spass. An Weihnachten spielte meine Klasse

unglaublich. Später merkte ich, dass das so üblich ist, da

ein Weihnachtslied vor. Ich war so stolz auf die Schü-

sich die meisten kein Auto leisten können.

ler. Neben dem Unterrichten verbrachte ich viel Zeit mit kambodschanischen University-Studenten. Es gab einige, die in der Schule wohnten und arbeiteten. Mit ihnen zu leben und zu arbeiten gestaltete sich für mich als sehr spannend. Wir unternahmen vieles gemeinsam, sie führten mich an fast alle Orte in der Stadt Pnom Penh. Auch dorthin, wo sich keine Touristen aufhielten. Ich liebte es, auf die farbenfrohen, überfüllten Märkte zu gehen, fas-

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Reisfelder nach der Regenzeit


ziniert von den unterschiedlichen Geräuschen und Gerüchen. Kurz gesagt, ich war für alles zu haben, obwohl das meiste aus Gründen der Sicherheit und Hygiene für Europäer nicht wirklich ratsam ist. Doch genau dabei habe ich die Kambodschaner besser kennen und lieben gelernt. Ich machte mir überhaupt keine Sorgen um meine Gesundheit und wurde auch nie krank.

Weihnachten: das Gelernte stolz vorspielen

Jugendcamp und Begegnungsreise in Kambodscha, 28.7.–12.8.2011 Willst du…

• eine andere Kultur kennen lernen? • ein Missionsgebiet bereisen, in dem viele Menschen zu Christus finden?

• verantwortlichen Jugendlichen in Kambodscha helfen und sie ermutigen?

• reich beschenkt und mit neuem Mut an deine Arbeit in Beruf und Gemeinde gehen? Einige Girls aus dem Women-Center

... dann ist diese Reise das richtige für dich!

Die Zeit in Kambodscha wird für mich unvergesslich bleiben, sie ist eine enorme Bereicherung für mein Leben. Sie wird mich weiterhin begleiten und meinen weiteren Lebensweg prägen.

Im Zentrum der Reise steht die Beteiligung am Jugendcamp Kambodscha vom 1.–5. August, mit ca. 250 Jugendlichen aus allen EMK-Gemeinden von Kambodscha Daneben erleben wir...

Ich möchte Connexio danken, die mir diesen Aufenthalt vermittelte und ermöglichte.

• Siem Reap und die alten Tempel von Angkor • Phnom Penh – eine pulsierende und faszinierende Stadt Kosten/Person: ca. 2650.– exkl. Nebenkosten Anmeldung bis 15. April 2011 an Connexio, Badenerstrasse 69, 8026 Zürich Informationen bei Stefan Pfister, 033 744 15 65, stefan.pfister@emk-schweiz.ch Programm: http://www.connexio.ch/Veranstaltungen.htm Ein Angebot von Connexio

Kambodschanisch essen: fremd, aber ausgezeichnet!

Kambodsch

a

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Spor tcam

S POR T C AMP

p

ST UF EN IV +V

Sportcamp 2011 Was Sport und Glaube verbindet Von Matthias Maurer

Wila, ein kleines idyllisches Dorf an der Töss. Es ist Sommer 2010 – Ferienzeit – aber die Sportanlagen der Schule sind besetzt – von einer ausgeflippten Gruppe Jugendlicher. Es ist das erste «Sportcamp» von visionland.ch, der Jugendarbeit der EMK Tann-Rüti und Hombrechtikon. Volleyball, Fussball, Unihockey, Tennis, Squash, Badminton, Basketball, Handball, aber auch Jogging, Inline-Skating und Mountain-Biking gehörten zu den Sportarten,

Datum: 7. –13. August 2011 Ort: Rämismühle / Wila ZH Alter: ab 15 Jahren Bedingung: Sportbegeisterung! Kosten: Fr. 270.— Infos und Anmeldung: www.visionland.ch oder matthias.maurer@emk-schweiz.ch

die wir meist als ganze Gruppe trainierten und spielten. Täglich sieben Stunden Sport war angesagt – und das fünf Tage lang! Es war sehr intensiv und es machte sehr viel Spass. Trotzdem (oder gerade deswegen?) waren am Abend alle fit, um den Gedanken unseres jeweils «eingeflogenen» Trainers zum Thema «Glaube und Sport» zuzuhören.

für mich als sportbe«Rückblickend ist es r das absolute Jahgeisterter Jugendpfarre alb freue ich mich res-Highlight, und desh hr wieder ein Sportabartig, auch dieses Ja n!» camp anbieten zu dürfe

Das Konzept des Sportcamps ist einfach, aber genial: SPORT: Im wunderschönen Tösstal toben wir uns in naturprächtiger Umgebung sportlich aus. Jeden Tag hast du verschiedene Möglichkeiten, entweder dir schon Bekanntes zu vertiefen oder ganz Neues zu erlernen! Fachkundige Leiter führen dich durch die Trainings. Auch Spiel und Wettkampf werden nicht fehlen. FELLOWSHIP: Sogar Einzelsportler brauchen gute Freunde! Wir wollen Gemeinschaft haben und miteinander das Leben feiern. Ausserdem ist auch für Training von Seele und Geist gesorgt. Wir möchten miteinander entdecken, was der Gott der Bibel, der Schöpfer der Welt, uns persönlich sagen möchte.

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Thema: auch mal etwas anderes ausprobieren…


Infos zu den beiden Anl채ssen unter www.kidstreff.ch im Bereich Weiterbildung/Konferenzen Invista 1/2011 15


AG E N DA anl ässe 201 1 So,  3. Apr il Markusprojekt, EMK Tann

ImPuls11

Sa,  9. Apr il Motivationstag für Eltern Den eigenen Weg finden, um als Familie den Glauben zu leben. Infos: takano-online.ch

das Takano Festival der EMK 28. — 30. Oktober 2011

So, 15. Mai «Woche der Jugend» Eine Sammlung für schweizerische und europäische Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Fr, 27. Mai «Glaube zuhause» Motivation + Coaching für Mitarbeitende. Sursee. www.willowcreek.ch

28. -29 . Mai KidsTreff-Seminartag/Konferenz Weiterbildung für die Arbeit mit Kindern. Sursee. www.kidstreff.ch

So, 19. Juni Konferenz-Sonntag Zürich. Mit Angeboten für Kleinkinder und Kinder. Infos: emk-schweiz.ch

24.- 26. Juni Badi-Event Bottenwil Das Open-Air am Pool. www.badi-event.ch

v i e le s mögli c h ma c h e n

Woche der Jugend 2011

SAMM 'Wo c h eL U N G der Jug end' Sonntag , 15. Ma oder i an einem anderen geeigne F LY E R ten Tag LIEGT BEI

European Methodist Festival 2012 in Krakow/Polen Das nächste "European

ein missionarisches oder

Methodist Festival" findet zwar

diakonisches Engagement in

erst vom 1. — 5. August 2012

ihrem Umfeld zu ermutigen.

in Krakow/Polen statt – aber

die Vorbereitungen dafür haben

Durch die Sammlung 'Woche

schon begonnen.

der Jugend' möchten wir einen Beitrag leisten, dass gerade

Nach ähnlichen methodistischen

auch ältere Jugendliche und

Festivals in Potsdam/D und

junge Erwachsene aus den

Bratislava/Slowakische Republik

(süd-)östlichen Ländern

wird die dritte Ausgabe wie-

der Zentralkonferenz von

derum viele spannende und

Mittel- und Südeuropa an

bereichernde Begegnungen

diesem Festival teilnehmen

über politische, kulturelle

können.

und sprachliche Grenzen hinweg ermöglichen.

Danke, dass Sie dies mit Ihrer Spende möglich

Das gemeinsame Feiern und

machen.

Austauschen soll aber auch einen Beitrag dazu leisten, Menschen aller Generationen in ihrem Glauben an Jesus Christus zu stärken und sie für

26. Juli -4. Aug ust PUNK T 11 STR – Schweizertreffen der Jungscharen, www.str11.ch

31. JULI - 6. AUGU ST Europäisches Jugendtreffen EYM 2011 Wo? Im Wesleycamp in Liepaja/ Lettland. Thema: (a)cross borders. Infos: takano-online.ch

7.- 13.A ugu st Sportcamp 2011 Für Sportbegeisterte ab 15 Jahren www.visionland.ch

28.- 30. Okt obe r ImPuls 2011 Takano Festival der EMK

Herzlich Herzlich willkommen am Jubiläums Herzlichwillkommen willkommenam am Jubiläums Jubiläums in in der Badi Bottenwil Uerkheim inder derBadi BadiBottenwil Bottenwil---Uerkheim Uerkheim

24.– 26.Juni Juni2011 2011 24. 26. Juni 2011 24. –– 26.

Programm Programm Freitag: Freitag: 18:30 18:30Familienkonzert Familienkonzertmit mitChristof Christof Fankhauser Fankhauser Samstag: Samstag: 18:30 18:30Locolove Locolove 20:00Steampeax Steampeax 20:00 21:30Bitter BitterSun Sun 21:30 23:00Connection Connection 23:00 Sonntag: Sonntag: 10:00Gottesdienst Gottesdienst 10:00 Infos:www.badi-event.ch www.badi-event.ch Infos: Mail:info@badi-event.ch info@badi-event.ch info@badi-event.ch Mail:

Steampeax Steampeax

Bitter Bitter Sun Sun Connection Connection

evangelisch––methodistische methodistische kirche kirche Auf deinenBesuch Besuchfreut freutsich sich evangelisch Auf deinen bottenwil ♦ staffelbach ♦ uerkheim bottenwil ♦ staffelbach ♦ uerkheim

INVISTA 1/2011  

Takano - Einblick in die Arbeit mit Kindern, Teens und jungen Erwachsenen

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