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PORTRÄT

T A G E S S C H U L E F Ä H R E MEILEN S E K U N D A R S T U F E I


Die Tagesschule Fähre ist eine Sonderschule für verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler mit normaler Intelligenz und Lernschwierigkeiten in der Primarstufe und der Sekundarstufe I. Die Schule wird unter dem Dach der öffentlich-rechtlichen Stiftung Tagesschule Fähre Meilen geführt und ist von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich anerkannt. Die Pädagogik in der Tagesschule Fähre ist geprägt davon, die Kinder und Jugendlichen zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu führen. Das setzt voraus, dass Lehrerinnen und Lehrer konsequent einfühlend und pädagogisch handeln. Sie setzen sich persönlich mit den Schülerinnen und Schülern auseinander und erarbeiten Strategien zur Verbesserung des Verhaltens. Die Kinder sollen durch gute Schulerfahrungen wieder Freude am Lernen entwickeln. Gute Schulerfahrungen entstehen beispielsweise dann, wenn es gelingt, Konflikte gemeinsam zu bewältigen. Hierdurch wird ein Klima in der Klasse erreicht, welches Lernprozesse überhaupt erst ermöglicht. Lernen findet als gemeinschaftlicher Prozess in der Gruppe statt. Da ein Gruppenprozess für die Schülerinnen und Schüler der Tagesschule Fähre eines der grössten Probleme darstellt, wird bei der pädagogischen Arbeit Erkenntnissen aus der System- und Kommunikationstheorie besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Neben individuellen Lernzielen sollen die Kinder und Jugendlichen wieder an die Arbeit in der Gruppe herangeführt werden.

BiD ZÜRICH ANERKANNTE SONDERSCHULE


DIE SCHULE

   Die Sonderschule wird auf der Primarstufe in drei und auf

der Sekundarstufe I in zwei Kleinklassen mit höchstens je 6 bzw. 7 Schü­ lerinnen und Schülern geführt. Die Tagesschule Fähre lebt vom grossen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Kinder, die Jugendlichen und die Institution. Pädagogisches Handeln steht bei der Arbeit im Vordergrund. Dabei ist das Eingehen auf die Fähigkeiten des Einzelnen besonders gefragt. Unterrichtsinhalte werden individualisiert. Die Lehrerinnen und Lehrer versuchen den Unterricht in der Weise zu gestalten, dass Streit zwischen den Kindern und Jugendlichen aufgearbeitet werden kann und gute Schulerfahrungen ermöglicht werden. Sie sind gewohnt, mit Konflikten umzugehen.

Daneben findet auf der Sekundarstufe I ein Teil des Unterrichts klassen­ übergreifend statt, so zum Beispiel der Sportunterricht sowie jeweilige Wochenprojekte. Das gibt allen die Möglichkeit, die schulische Arbeit in der grossen Gruppe zu trainieren. Alle Schülerinnen und Schüler der Tages­ schule Fähre nehmen am gemeinsamen Mittagessen teil, das von den Klassenlehrpersonen und dem sozialpädagogischen Personal betreut wird.

Die Lehrkräfte der Tagesschule Fähre arbeiten eng im Team zusammen. Sie sind bereit, Anordnungen der anderen mitzutragen und übernehmen die Leitung der gesamten Schülergruppe im gesamtschulischen Unterricht.

Der Stiftungsrat ernennt die Schulleitung der Tagesschule Fähre. Die Schulleitung übernimmt ein reduziertes Unterrichtspensum. Die Klassenlehrpersonen führen die Kleinklassen und erhalten Unterstützung durch Lehrpersonen mit Ergänzungspensum sowie von Fachlehrpersonen und Sozialpädagogen. Die Schule bietet ausserdem halbjährige Praktikums­ stellen an.


UNSERE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER

   In der Sekundarstufe I der

Tagesschule Fähre werden in zwei Kleinklassen mit je 7 Schülerinnen und Schülern insgesamt vierzehn Jugendliche unterrichtet. Sie sind von viertel nach acht morgens bis spätestens halb fünf Uhr nachmittags in der Schule. Der schulinterne Mittagstisch gehört zum Schulprogramm und wird durch die Klassenlehrpersonen und das sozialpädagogische Personal betreut. Der Einzugsbereich der Tagesschule Fähre ist vor allem der Bezirk Meilen; hinzu kommen die Nachbarbezirke und die Stadt Zürich. Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I reisen selbstständig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule.

Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler, die bei normaler Intelligenz im Verhalten und im Lernen besondere Bedürfnisse haben und auf eine enge Führung, intensive Betreuung, klare Strukturen und auf eine kleine Lerngruppe angewiesen sind.

Auf Grund besonderer Bedürfnisse im psychischen und sozialen Bereich stellen in der Regel die schulpsychologischen-, oder schulärztlichen Dienste häufig in Zusammenarbeit mit Kinder- und Jugendpsychiaterinnen die Indikation für eine Schulung an der Tagesschule Fähre. Psychisch bedingte Lern- und Leistungsverminderungen resultierend aus Entwicklungs­ disharmonien, aus Ängsten und Zwängen, aus verzögerter Sozialentwicklung, aus gestörter Aggressionsentwicklung sind häufig Mitursachen für eine Zuweisung an unsere Schule.

Kennzeichen aller Schülerinnen und Schüler der Tagesschule Fähre sind die Probleme im sozialen Umgang. Die Kinder sind nur bedingt in der Lage, in einer Gruppe Lernprozesse zu vollziehen. Häufig haben sie Mühe, das Verhalten anderer Menschen richtig zu deuten, woraus sich sehr schnell Konflikte ergeben. Vor allem die älteren Kinder sind teilweise in Bezug auf schulisches Lernen stark entmutigt. Sie haben mehr als einmal ihr eigenes Versagen erfahren und haben wegen ihres Verhaltens in normalen Schul­ situationen nicht bestehen können.

Kontraindikationen für eine Einschulung an der Tagesschule Fähre sind schwere Verwahrlosungssyndrome, geistige Behinderung, schwere Körper­ behinderungen, schwere Sinnesschädigungen und Suchtkrankheiten. Schwerwiegende Gründe wie wiederholter Drogenkonsum, fortgesetztes gesetzwidriges oder renitentes Verhalten können zum Schulausschluss führen.

E LT E R N

   Die Eltern sind während der gesamten Schulzeit verant­wortlich

für den ausserschulischen Bereich. Ebenso sind die Eltern verpflichtet, die Schule durch die Teilnahme an regelmässigen Elterngesprächen und Eltern­ anlässen zu unterstützen.


ANMELDUNG UND ZUSAMMENARBEIT

   Die Eltern melden ihre Kinder auf

Empfehlung ihrer Schulgemeinde, des Schulpsychologischen Beratungs­ dienstes (SPBD), des Kinder- und Jugend­psychiatrischen Dienstes (KJPD) des Kantons Zürich oder verschiedener Familienberatungsstellen in der Tagesschule Fähre an. Die Finanzierung teilen sich die Schulgemeinde des Wohnortes und der Kanton. Die Schulaufsicht liegt in den Händen der Bildungsdirektion des Kantons Zürich.


Sehen. Hören. Sprechen. Fühlen. Erleben. Erfahren. Ordnen. Bearbeiten. Wissen. Hinterfragen. Sich ausdrücken.

Wahrnehmen. Erkennen. Verstehen.

Lernen.

Erst wenn der Mensch das Konstrukt seiner Wirklichkeit, resultierend aus seiner je eigenen Wahrnehmung der Welt, mit dem Weltkonstrukt anderer zu einer gewissen Deckung bringen kann, wird er fähig sich zu integrieren.


Q ualität

   Es sind in erster Linie die Men-

schen, die das Funktionieren der Tagesschule Fähre ermöglichen. Die Qualität der Schule entsteht durch das aktive Zusammenarbeiten von Eltern, Behörden und Lehrpersonen. Schulqualität entsteht vor allem aber durch die Kinder selbst. Denn sie lernen in der Tagesschule Fähre wieder in der Gruppe zu arbeiten und ihre individuellen Ziele zu erreichen.


BiD ZÜRICH ANERKANNTE SONDERSCHULE

Tagesschule Fähre Bahnhofstrasse 10 8706 Meilen Telefon 044 923 07 67 Telefax 044 923 07 94 www.tagesschule-faehre.ch info@tagesschule-faehre.ch

Porträt Sekundarstufe I Tagesschule Fähre Meilen  

Die Tagesschule Fähre ist eine Sonderschule für verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler mit normaler Intelligenz und Lernstörungen in...