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N° 15 Syndicate Newsletter für Design, Marke und Lifestyle

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Die Ohren sehen mit

Alles super?

Ein bisschen Om, viel hmmm

Öl wird knapp. Ist die Tankstelle in Zukunft ein Auslaufmodell?

Wie ein sympathisches Unternehmen aus Kalifornien gesunden Lifestyle serviert.

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Alle 14 Ausgaben des 360° Newsletters stehen als Download zur Verfügung.

Sennheiser glänzt im weltweit neuen Corporate Design.

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www.syndicate.de

3-D-Modeling in Perfektion Was interstellare Raumschiffe in Szene setzt, bringt auch Kaffeemaschinen, ein neues Shop-in-Shop-Konzept und sogar den Außendienst ganz weit nach vorn. Komplexe 3-D-Renderings spielen nicht mehr nur in Hollywood eine Hauptrolle.

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine Kaffeemaschine entwickeln lassen und beauftragen uns mit dem Design. Wir werden mit allerlei Informationen gefüttert und nach einem Briefing steht die Aufgabenbeschreibung fest. Nach einer ersten Kreativphase präsentieren wir Ihnen die Ergebnisse unserer Grundlagenermittlung, aktuelle Trends, hieraus abgeleitete Konzepte, perspektivische Skizzen und Zeichnungen sowie Farb- und Materialmuster. Alles analog. Sie suchen sich gemeinsam mit unserem Designteam Favoriten heraus und geben Feedback für die weitere Entwicklung. So weit, so gut. Beim zweiten Meeting sehen Sie zu Ihrer großen Überraschung bereits Fotos einer Kaffeemaschine mit unterschiedlichen Farben und Oberflächen, mit unterschiedlichen Features und Brandingideen. Zu Ihrer großen Verblüffung

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3-D-Modeling und seine Möglichkeiten: Liegt das Modell einmal vor, sind damit unterschiedlichste Ansichten und Design- und Ausstattungsvarianten virtuell darstellbar.

erklären wir Ihnen, dass es sich gar nicht um Fotos, sondern um eine virtuelle, am Rechner erstellte Kaffeemaschine handelt. Das ist Virtual Modeling. Virtual Modeling bietet Ihnen im weiteren Prozess vielfältige Möglichkeiten. Sie können das Objekt um alle Achsen »drehen«, Farbund Materialwünsche, Glanzgrade und unterschiedliche Grafiken und Brandingvarianten unmittelbar begutachten, ohne aufwendige Dummys und Muster bauen zu lassen. Die Daten werden an Ihre Produktion geschickt, überprüft und im Detail produktionstechnisch optimiert. Der Austauschprozess geht einige Male hin und her, bevor Sie von uns einen finalen 3-D-Datensatz für das Prototyping und den Werkzeugbau erhal-

Editorial

Lang lebe der stationäre Handel! Der Online-Handel floriert, und das seit geraumer Zeit. Eine Bedrohung für »klassische« Retailer – sie befürchten, auf der Strecke zu bleiben. Der stationäre Handel wird allerdings nicht einfach aussterben. Vorausgesetzt, er überzeugt mit ansprechenden Konzepten. Konsumenten lassen sich nach wie vor »offline« begeistern, mit dem gewissen Etwas: Sie wollen Transparenz erfahren, die Orientierung behalten und ganz nebenbei noch unterhalten werden. Die richtige Mischung aller Faktoren macht’s. Konzept und Inszenierung müssen an die neue Marktsituation angepasst werden. Vor welchen Herausforderungen genau stehen die Retailer? Da wäre zum einen die sinnvolle Verknüpfung von »off« und »online«. Händler dürfen sich gegenüber derartigen Entwicklungen nicht verschließen. Wirklich heikel kann es aber werden, wenn »IT« einfach aufgesattelt wird. Marke und Auftritt müssen in puncto »offline« und »online« eine Einheit bilden. Die tollsten virtuellen Schaufenster mit Infos zu Shop und Produkten sind überflüssig, wenn der einzelne Mitarbeiter nicht den Servicegedanken und den Geist der Marke lebt! Einzelhändler sollten Mut zur Innovation beweisen und die ausgetrampelten Pfade verlassen – und bitte niemals den Kunden und seine Bedürfnisse aus den Augen verlieren. Denn die ändern sich stetig.

Heiko Hinrichs Vorstand Kreation/Beratung.


Fortsetzung von Seite 1 ten. Zum Schluss erstellen wir fotorealistische Abbildungen für Ihre Kommunikation. Das Ganze können wir natürlich auch für die Entwicklung Ihrer Verpackungen, für einzelne PoS- und Shopmodule, ganze Filialkonzepte und Gebäude und deren Architektur leisten. Wir können unterschiedliche Lichtverhältnisse darstellen (z.B. Tages- und Nachtanmutungen), virtuelle Begehungen von Räumen emotional inszenieren und für Testsituationen und Ausschreibungen aufbereiten. Darüber hinaus sind wir in der Lage, 3-D-Animationen von Logos, Produkten und Verpackungen für TV-Spots, Terminalanwendungen, das Internet und alle sonstigen elektronischen Medien zu entwickeln. Für Ihre Shopplanung ergeben sich mit den einmal erzeugten, virtuellen Designdaten und einer entsprechenden Software Möglichkeiten, mit denen Sie bei Ihren Kunden wirklich überzeugen können. So können Sie – auch in Echtzeit – am Laptop eine Shopfläche individuell und im Gespräch mit Ihren Kunden planen, während des Gesprächs ein Angebot mit den notwendigen Modulen und Elementen erzeugen und sogar eine Bestellung bei Ihrem ausführenden Ladenbauunternehmen auslösen. Sie sparen sich aufwendige Planungs- und Layoutabstimmungen und vermeiden Missverständnisse und Fehler. Das Investment in eine 3-D-Datenbibliothek für Verpackungen, Produkte, Shop- und Brandingelemente ist gut angelegt und für international operierende Unternehmen heute eine Pflicht. 3-D-Modeling ist für uns mehr als eine faszinierende Technologie. Es ist ein zukunftsweisender Weg, den Entwicklungsprozess in jeder Hinsicht zu optimieren und unser ganzheitliches Leistungsversprechen unter Beweis zu stellen. Wenn Sie neugierig geworden sind, informieren wir Sie gerne ausführlicher und im Detail. Sprechen Sie uns an, analog oder digital; 040-414753-0 oder info@syndicate.de. Oben: Basis für den aktuellen Maxi King TV-Trailer von Ferrero ist das 3-D-Modeling des Produktes und der Verpackung. Unten: Der PoS- und Shopkonfigurator basiert auf digitalisierten PoS-Modulen und ermöglicht eine individuelle Planung

Die Vorteile des 3-D-Modelings auf einem Blick

• Fotorealistische und idealisierte Abbildungen Ihrer Produkte, Verpackungen, Shops und Gebäude, die keinen Vergleich zu Profifotos scheuen müssen.

• Keine aufwendigen Modelle, Muster und Dummys im Entwicklungsprozess.

• Beschleunigter Prozess. Überprüfung unterschiedlicher Design- und Ausstattungsvarianten möglich.

• Bewegte Bilder erzeugen Emotionen und machen komplexe Konzepte erst verständlich.

• Interaktive Planungs-Tools für den PoS, für Shop-in-Shops, Filialen und Gebäude mit automatischem Bestellvorgang beeindrucken und ersparen sehr viel Zeit und Nerven.

• Einmal erzeugte 3-D-Daten lassen sich entlang des gesamten Entwicklungsprozesses bis zur Übergabe in die Produktion und darüber hinaus im Marketing- und Vertriebsalltag nutzen und einsetzten. Dienen die 3-D-Daten zunächst der Darstellung unterschiedlicher Designideen, bilden sie später die Grundlage für die Werksplanung und werden schließlich in der Kommunikation nutzbar.

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in Echtzeit.


Case Study

Neuer, weltweiter Auftritt für Sennheiser ew The n Reference class in es Audio Headphon

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Komplexe Performance: Syndicate realisiert umfassendes Corporate Design-Konzept Ein Gewand – rund um den Globus: Syndicate hat das weltweite Corporate Design für Sennheiser weiterentwickelt. Das deutsche Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Kopfhörern, Mikrofonen und drahtlosen Übertragungssystemen. Von Berlin bis Tokio präsentiert sich die Marke ab sofort in einem einheitlichen Look, um sich im globalen Wettbewerb stärker zu profilieren. Eine von Syndicate durchgeführte Marken- und Wettbewerbsanalyse in Deutschland, Japan, Russland und den USA hatte ergeben, dass der Elektronik-Spezialist mit sehr unterschiedlichen Auftritten in Erscheinung tritt. Mit Ausnahme des signifikanten Sennheiser-Blautons und des Logos gab es keine verbindlichen einheitlichen Merkmale im Auftritt der Marke. »The Essence of Sound« eindeutig visualisiert Die zukünftige »Markenidentität« setzt sich aus den Werten »Premium«, »Progression« und »Passion« zusammen. »Premium« beschreibt den hohen Anspruch in Bezug auf die Klangleistung. »Progression« erläutert das Ziel, stets den perfekten Klang zu generieren. »Passion« fasst die Zielgruppe ins Auge – sie will Sennheiser mit seinen Produkten überzeugen und faszinieren. All diese Komponenten ergeben den Markenkern »The Essence of Sound«.

Präzise durchdekliniert – auf allen Ebenen Das neue Designsystem folgt der strategischen Ausrichtung. Sennheisers Position im Premium-Segment tritt fortan noch deutlicher in Erscheinung. Anthrazit und ein spezifisches Codierungssystem rücken in den Fokus des neuen Auftritts und erleichtern das Sortimentsverständnis. Die verschiedenen Produktsparten werden zukünftig über alle Medien hinweg farblich gekennzeichnet. Markentypisch ist die Einbindung des charakteristischen »S« für Sennheiser: in Anzeigen, auf den Geschäftspapieren, in den PoS-Systemen, auf den Verpackungen – überall zeigt sich das signifikante Markenzeichen in Form einer markanten »Brand Stage«. Die neue Fotoauffassung: leidenschaftlich, authentisch – einfach elektrisierend Deutlich eigenständiger und das Produkt in den Vordergrund rückend zeigen sich nun auch die Produktmotive. In einer Großaufnahme sieht man das jeweilige Produkt, freiliegend auf einer spiegelnden Fläche. An den Punkten, an denen das Produkt die Fläche berührt, strahlt ein Blitzlicht. Sennheiser erzeugt damit gleich zwei Assoziationen: elektrische Spannung und – erneut – Premium-Anspruch. Die Produkte werden hierdurch modern und hochwertig inszeniert und sind neben der Marke die Hauptakteure. Motive mit dem »Product in Use« spiegeln die Leidenschaft für Musik wider. Abgebildet sind Menschen, die Musik genießen, natürlich und authentisch. Orientierung dank umfangreichem Leitfaden – Sennheisers »Brand Zone« Hilfreich bei der Umsetzung zeigt sich der interaktive Sennheiser-Leitfaden, die »Brand Zone«: Sie wurde ins firmeneigene Intranet integriert und ist ein wertvolles Tool für die international einheitliche Umsetzung. Für die Länder bedeutet dies: Kosteneinsparung, mehr »geführte« Flexibilität, Entscheidungsbefugnis – und somit auch eine gewisse Autonomie. Vom Geschäftspapier über die Verpackungen, PoS-Systeme und Anzeigen bis hin zu Messebau und den PoS- und Storekonzepten – bis ins kleinste Detail – spricht die Marke zukünftig eine Sprache – und das weltweit. Der neue Auftritt überzeugt, ohne das bisherige Markenguthaben aufs Spiel zu setzen. Die sogenannte »Brand Stage« ist das verbindende Element des ganzheitlichen Auftritts in 2-D, 3-D und 4-D.

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Die Sicht des Kunden 360° im Gespräch mit Uwe Cremering von Sennheiser (Manager International Branding/ New Media) Was war ausschlaggebend dafür, das Corporate Design weiterzuentwickeln? Unsere Tochtergesellschaften hatten in den vergangenen Jahren sehr viel Freiheit, was die Arbeit an der Marke betraf. Einzige Bedingung war, dass in Anzeigen, auf Verpackungen, am PoS, etc. unser »Blue Room Konzept« erschien. Ob darin das Logo stand oder ein Slogan spielte keine Rolle. Die Farbe Blau wurde nicht als Markenfarbe erkannt. Irgendwann kamen verschiedene Länder auf uns zu und baten um mehr Struktur und mehr Guidance. Da war dann schnell klar, dass wir etwas verändern und international vereinheitlichen wollten. Die Länder arbeiten bereits seit einiger Zeit mit dem neuen CD-Konzept – wie kommt es an? Wir bekommen durchweg positives Feedback. Die neue Struktur ist sehr klar und einfach umsetzbar. Unsere Töchter sind dankbar. Sie erkennen, dass die Marke mit dem einheitlichen Auftritt international gestärkt wird. Und noch einen weiteren Effekt haben die Länder festgestellt: Durch die klaren Vorgaben können die beteiligten Agenturen sich auf die Kommunikation konzentrieren – damit sparen die Tochtergesellschaften erhebliche Kosten. Was gefällt Ihnen persönlich an dem neuen Konzept am besten? Unser Corporate Design ist sehr gut gelungen – angefangen damit, dass der neue Auftritt der Marke Sennheiser im Hinblick auf Premium endlich gerecht wird, bis hin zu der leicht nachvollziehbaren Struktur. Besonders gefällt mir aber auch, dass unsere Produkte jetzt stärker im Fokus stehen.


Einblick

Strom erobert den Markt. Ist die Tankstelle ein Auslaufmodell? Es ist schon erstaunlich – Alle reden vom Elektroauto und bereiten sich auf ein neues Zeitalter der Mobilität vor: Politiker, Autohersteller, Parkhausbetreiber und die Kommunen und Städte. Nur eine Branche hüllt sich bisher in Schweigen: die Mineralölindustrie. Als Designer beschäftigen wir uns mit der Zukunft. Wir entwickeln täglich Produkt- und Markenkonzepte, die in der Zukunft gekauft werden und Erfolge bringen sollen. Aus diesem Grunde, und weil uns Tankstellen am Herzen liegen (denn schließlich haben wir für HEM, JET, AVIA, OMV etc. gearbeitet), beschäftigt uns die Frage, wie Tankstellenmarken in einer veränderten Mobilitätsgesellschaft aufgestellt sein sollten. An dieser Stelle möchten wir Einblick in unsere Gedanken und Überlegungen geben und freuen uns auf reichlich Diskussion und Anregung. Nach heutigem Erkenntnisstand werden wir früher oder später alle Elektroautos fahren. Zum »Energietanken« wechseln wir entweder den Akku (analog »Better Place«) oder laden unser Auto an der Steckdose bzw. Ladesäule. An dieser Stelle gehen wir davon aus, dass die Industrie herstellerunabhängige Standards entwickeln wird und uns das bekannte Akku- und Batteriedilemma (Handys, Computer) beim Auto erspart bleiben wird. Das Wechseln des Akkus wird entweder ein Roboter oder hilfsbereites Personal vornehmen. Die Zeit, die wir auf einer Wechselstation verbringen werden, wird (hoffentlich) nicht länger sein als heute. Wir werden zum Bezahlen in den Shop gehen, spontan oder geplant einkaufen oder etwas verzehren und nach wenigen Minuten die Fahrt fortsetzen. Dies alles ist auf einem umgebauten, aber klassischen Tankstellengelände unter der Flagge einer uns bekannten Marke vorstellbar. Das Investment der Tankstellen hielte sich mit Ausnahme der Wechselmechanik in Grenzen, da das vorhandene Tankstellennetz genutzt werden könnte. Sehr viel anders verhält es sich mit dem Laden eines Akkus, sofern dies nicht in unserer heimischen Garage oder dem Carport passiert. Denn, der Ladevorgang benötigt mindestens 20 bis 30 Minuten. Können Sie sich vorstellen, auf einer klassischen Tankstelle 30 Minuten zu verbringen? Die Herausforderung ist, dass neue Orte und Anbieter der automobilen Stromzufuhr entstehen werden. In Parkhäusern, auf Stellplätzen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Arbeits- und Einkaufsstätte, ja vielleicht sogar an jeder Straßenlaterne werden wir unsere E-Autos versorgen können. Die Anbieter könnten Stromkonzerne, Parkhausbetreiber, Bau- und Supermärkte und sogar ein Fast-Food-Restaurant sein (»Burger, Pommes + Akkuladung: € 3,99«). In Die einstigen Herrscher dieser Erde haben leider nicht vorausgedacht und haben sich nicht schnell genug veränderten Gegebenheiten anpassen können. In sich verändernden Märkten kann dieses Schicksal jedes Unternehmen treffen.

diesem neuen Wettbewerbsumfeld werden sich Tankstellen und Tankstellenmarken behaupten müssen. Die Infrastruktur ist das Nadelöhr Die Konzeption der Tankstelle sieht vor, dass wir die Zapfsäule nach wenigen Minuten verlassen und die Fahrtrichtung nicht wechseln müssen. Wenn nun das Laden sehr viel länger dauert, bedeutet dies, dass die Flächenkonzeption der Tankstelle grundlegend verändert werden muss. Zum einen müssen mehr Fahrzeuge gleichzeitig Platz finden, zum anderen muss auf der Station rangiert werden. Um uns den längeren Aufenthalt auf einer Strom-Tankstelle schmackhaft zu machen, muss das Angebot erweitert werden. Angebote der »Anschlussmobilität« wären eine interessante Option (z. B. Segways, Mietwagen oder Shuttle-Service). Denkbar sind Angebote, um Büroarbeiten verrichten zu können, sich zu entspannen oder unterhalten zu lassen, oder ganz einfach lecker zu essen. Die Tankstelle der Zukunft könnte auch der Supermarkt der Zukunft werden. Oder auch die Reinigung der Zukunft. Vielleicht sogar das Einwohnermeldeamt und die Zulassungsstelle von morgen. Bereits an dieser Stelle »fühlt« man, dass das Ambiente weit über das bisherige Verständnis der Shop-Optimierung hinaus, verändert werden muss und neue Allianzen entstehen werden. Egal, was die Tankstelle von morgen letztendlich anbietet, allein die Tatsache, dass mehr Autofahrer als heute zeitgleich und vor allem länger umsorgt werden müssten, wird massive bauliche und konzeptionelle Implikationen zur Folge haben. Die Marken müssen sich verändern Im Kern stehen alle Tankstellenmarken für Mobilität und Convenience. Auch die Angebote gleichen sich mehr oder weniger bei allen Tankstellen. In Zukunft wird sich das Verständnis und die Erwartung hinsichtlich Mobilität und vor allem hinsichtlich Convenience sehr deutlich verändern. Um die Infrastruktur auch zukünftig zu nutzen, werden neue Inhalte und Angebote vonnöten sein. Und hieraus ergeben sich aussichtsreiche Positionierungsräume und geldwerte Vorteile zur Konkurrenz für die Tankstellenmarken. Klar, es gibt heute noch zu wenig E-Autos, um Stromtankstellen profitabel zu betreiben. Aber erinnern Sie sich noch, wie schnell wir alle mobil telefonierten? Es wird Zeit, sich mit neuen Konzepten zu beschäftigen.


Background

Syndicate und Golden Temple: positiv trinken und Marke denken Als Designer lernt man immer wieder dazu, und manchmal bekommt man zwischen erstem Briefing und der Reinzeichnung auch einen Geschmack davon, was die Welt im Innersten zusammenhält: bei einer Tasse Tee. Die Designer von Syndicate haben in der letzten Zeit sehr viel davon getrunken. Dabei allerdings nicht sprichwörtlich »abgewartet«. Immerhin ging es um den europaweiten Verpackungs-Relaunch einer Kult-Marke. Die Rede ist von Yogi-Tee. Laut Statistik haben Sie den auch schon einmal getrunken. Aber vielleicht wussten Sie nicht, dass das kein Synonym für »Gewürztee« ist, sondern eine eingetragene Marke. Dann geht’s Ihnen wie den meisten. Seit über 30 Jahren stellt das aus Oregon stammende Unternehmen Golden Temple Teemischungen zusammen, die auf ayurvedischen Prinzipien basieren. Derzeit gibt es mehr als 40 verschiedene Sorten Yogi-Tee, die sich in unterschiedliche Kategorien aufteilen. Diese sollten durch ein Redesign den »Geist« des Unternehmens authentischer transportieren und außerdem die jeweilige Wirkung der entsprechenden Sorte klarer kommunizieren. Aber »West Coast America«, »70er Jahre«, »Ayurveda« – das passt zu »Target Group«, »Consumer Insight« und »Brand Positioning« wie ein Marketing-Meeting zur Selbsterfahrungsgruppe. Geht das zusammen? Gute Unternehmenskultur kommt von innen. Für Steven Lyle, Creative Director Packaging war das eines dieser Projekte, die einen nicht nur beruflich, sondern auch menschlich berühren. Begeistert erzählt er von der absolut positiven Unternehmenskultur, von dem respektvollen Miteinander und der konstruktiven Zusammenarbeit. Und Arbeit war es. Denn Steven Lyle und sein Team mussten in die Lehre gehen: Was verbirgt sich eigentlich hinter dieser 5000 Jahre alten indischen Wissenschaft »Ayurveda«? Was dreht sich alles um diese Energiezentren namens »Chakren«? Was ist »Tao«? Bände füllende Wissenschaften, die im Westen zunehmend begeisterte Anhänger finden! Steven Lyle und Team sind (noch) keine Yogis. Aber gute Designer. Profis also, die vor allem eins können: sich in etwas »reindenken«. Auch wenn’s erstmal ungewohnt ist. Erst denken, dann verpacken. Für die gesamte Range wurde eine differenzierende Sortimentsgestaltung geschaffen. Außerdem wurden vier Tao-Teesorten gelauncht. Und weil Lyle und sein Team inzwischen nicht vergessen haben, was »Brand Positioning« und »Corporate Identity« bedeuten, transportiert die gesamte Range inklusive der

neuen Tao-Teesorten deutlich und differenzierend den »Spirit« des Unternehmens. Dreh- und Angelpunkt ist hierbei die Glaubwürdigkeit. Daher poltern die neuen Verpackungen nicht mit Holzhammer-Exotik im Teeregal, langweilen aber auch nicht mit fader Reformhausoptik. Denn es wurde nicht nur auf authentische Designelemente, sondern auf viele Details Wert gelegt. Selbst die Bedruckung der Faltschachtel-Innenseite wurde bedacht, und damit die Wiederkennung gegeben ist, »lebt« die alte Verpackung als kleine Bildintegration auf der Vorderseite der neuen weiter. Nicht nur das Packaging – auch die Website hat Tiefgang. Im Zuge des Redesigns wurde auch die Website überarbeitet. Als Basis diente die US-Website, die jedoch durch Elemente aus dem neuen Packungsdesign ergänzt wurde. Die gesamte Produktrange ist übersichtlich und wird in der jeweiligen Wirkung ausführlich erklärt. Das erwartet man natürlich auch von etwas, das im weitesten Sinne als »functional food« etikettiert wird. Daher geht Golden Temple noch ein bisschen mehr in die Tiefe: Um den ganzheitlichen ayurvedischen Ansatz zu transportieren, inspiriert die Website mit einer täglichen Weisheit! Der gesamte Relaunch erstreckte sich über einen Zeitraum von gut einem Jahr. (Inklusive Recherche über Chakren und Co.) Design – auch eine Art Yoga. Die geistige Herkunft der Marke – Asien – wird durch das authentische und glaubwürdige Design des neuen Auftritts überzeugend kommuniziert. Außerdem ist die jeweilige Wirkung klar erkennbar. Denn Design und Yoga sind gar nicht so verschieden. Man muss nur zum Kern der Dinge vorstoßen und mutig genug sein, diesen ehrlich nach außen zu tragen. Denn das Gute siegt immer. Golden Temple ist seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt und wird durch das Redesign noch mehr begeisterte Teetrinker gewinnen.


Konzept

Syndicate News

Reemtsma Future Store: neues Konzept für neue Herausforderungen

Das neue Konzept profiliert den Fachhandel und gibt aufmerksamkeitsstarke Verkaufsimpulse am PoS.

Die Tabakbranche muss neue Wege gehen. Einschränkungen und Werbeverbote nehmen zu. Das sind Herausforderungen, in denen auch Chancen stecken. Das Hamburger Traditionsunternehmen Reemtsma macht mit einem neuen Shopkonzept Industrie und Handel gleichermaßen zu Gewinnern. Das von Syndicate entwickelte Shopsystem hat den Anspruch, eine Markenbühne zu sein, auf der die Reemtsma Produktvielfalt flexibel und den jeweiligen Ansprüchen entsprechend inszeniert werden kann. Dabei werden die Elemente Verkaufstresen, Tabakwarenregal, Werbung im Shop und Außenlichtwerbung in einem ganzheitlichen Konzept vereint. Alle Elemente sind mit wechselfähigen Werbeflächen ausgestattet wie die hinterleuchtete Regal- und Tresenspange, Spots auf dem Zahlteller und eine LCD-Box im Regal. Das Ergebnis ist eine klare Sortimentsstruktur, in der das Angebot von Tabak über Snacks bis zu Zeitschriften und Lotto attraktiv inszeniert wird. Durch die Übersichtlichkeit wird die Warenpräsentation verbessert - der Shop wirkt auf den Konsumenten aufgeräumter und einladender. Und das Konzept ging auf. Die in enger Zusammenarbeit mit dem Handel entwickelte Lösung zeigte bereits Erfolge, die sich im Umsatz widerspiegelten.

Neues Packaging für HiPP Die Babynahrung von HiPP ist mit einem neuen Design im Handel. Trays und Gläschen ergänzen sich zu einem geschlossenen Markenauftritt und erleichtern die Orientierung.

Syndicate macht Appetit auf Maggi Für Maggi entwickelte Syndicate für das Sortiment 5 Min Terrinen, ein neues Segment für Kinder. Die einzelnen Verpackungen ergeben aufeinandergestapelt bereits am PoS lustige Motive.

Neues Shopdesign für Tchibo Die ersten Pilotfilialen einer neuen Tchibo Generation sind realisiert und in Lübeck, Passau und Hamburg zu sehen.

Einblick

Umdasch mit neuem Messedesign Auf der EuroShop 2011 (Düsseldorf vom 26.2. bis 2.3.2011) werden die beiden Kernmarken der international tätigen Umdasch Shopfitting Group, Umdasch Shop-Concept und Assmann Ladenbau, auf einem gemeinsamen Messestand ihr Leistungsspektrum präsentieren. Der 800 m2-Auftritt wird unter dem Motto »A la carte – serving ideas & solutions« stehen. Syndicate zeichnete nicht nur verantwortlich für das Kommunikationskonzept, den Entwurf und das Design des Messestandes, sondern auch für Konzeption und Design der Dienstleistungs- und Produktpräsentationen sowie für das Design Engineering. Das Syndicate-Tochterunternehmen Double Q verantwortete die Steuerung und Produktion.

Impressum: Redaktion: Sven Carsten Alt Text: Sven Huff, Matthias Maschmann Gestaltung: Anja Heinemann Litho: Dunz-Wolff GmbH Druck: Hartung Druck + Medien Papier: ProfiBulk 135 g Herausgeber: Syndicate Brand & Corporate Design AG Rentzelstraße 10a 20146 Hamburg · Germany Fon +49 (0) 40/4147 53-0 Fax +49 (0) 40/4147 53-33 leserbrief@syndicate.de www.syndicate.de Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Autoren wieder. Diese muss nicht mit der Auffassung der Redaktion übereinstimmen.

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