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Zeitschrift der Fachschaft Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Nr. 49 · Februar 2004


Inhalt Studenten im Nebel Chaos allenorten - mit einem Male hatte sich in diesem Semester alles gewendet. Plötzlich zeigte sich die bayrische Regierung nicht mehr ganz so studentenfreundlich, ordnete die Kürzungen von Lehrstellen und bedrohte unser aller Zukunft. Dann setzte man noch einen drauf und diskutierte plötzlich Studiengebühren im ganzen Land. Und während der Protest abflaute, weil er nicht wirkte, kam auf die Studenten im ersten klinischen Studienabschnitt eine weitere Katastrophe zu: die Übergangsregelungen. Erst Studium nach altem, dann nach neuem Gesetz; dann zusehen, die Leistungen nach neuem, die man gemacht hätte, wenn man nicht nach altem Gesetz studiert hätte, anerkannt zu bekommen. Und überhaupt. Studenten im Nebel - in einem chaotischen Semester, wo plötzlich alles anders ist und keiner mehr so richtig weiß, wie es weitergehen soll, wurde es wieder Zeit für die Synapse, sich mit den Themen zu beschäftigen, die uns Medizinstudenten interessieren. Viel Spaß bei der Lektüre!

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Studenten im Nebel Das House of God und die Neue AO - Eine Glosse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kürzungen ohne Ende? - Ein Bericht zur aktuellen Kürzungslage . . . . . . . . . . . . . . . Übergangsregelungen - Ein kleiner Rückblick und einige Fakten . . . . . . . . . . . . . . . . Eine Chaos-Anekdote - Über eine Begegnung der dritten Art . . . . . . . . . . . . . . . . . . Idealismus versus Pragmatismus - Ein Essay über Geld und Skrupel . . . . . . . . . . . . . Studiengebühren - Ein Leserbrief . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Rezensionen Approbationsordnung für Ärzte/Bundesärzteordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Exaplan - Das Kompendium der klinischen Medizin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Physikum EXAKT - Das gesamte Prüfungswissen in einem Band . . . . . . . . . . . . . . . . Roche Lexikon Medizin (CD-ROM mit Rechtschreibprüfung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Informatives Mit Sicherheit verliebt - Ein Bericht vom Basisworkshop . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Tattoos - Kunst am Körper oder Chemiedeponie? - Ein Gastartikel . . . . . . . . . . . . . . 15 Unterhaltendes Scrubs - Informationen über „die“ Medizinstudentenserie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Meine Freunde und ich - Ein Tag im Leben eines Alkoholikers . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kreuzworträtsel Anatomie - Ein kleiner Zeitvertreib für den Medizinstudenten . . . . . ...und die Auflösung dazu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gesagt ist schließlich gesagt... - Zitate unserer Dozenten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Inhalt & Impressum

Impressum Herausgeber: Breite Liste Gesundheit (BLG) Fachschaft Medizin der Ludwig-Maximilians-Universität, München Pettenkoferstraße 11 80336 München Telefon (089) 51 60 – 89 20 / - 75 79 Telefax (089) 51 60 – 89 20 E-Mail info@fachschaft-medizin.de

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www.fachschaft-medizin.de/synapse Redaktion: Tobias BENTHAUS, Sylvère STÖRMANN Auflage: 2.500 Exemplare Druck: Werbe-Druck-Verlag Hammerand GmbH, Fürstenfeldbruck werbedruckverlag@t-online.de


Das House of God und die Neue AO Klinikum Großhadern, Notaufnahme. Vom BMG1 wird die Neue AO2 per Blaulicht eingeliefert. Die völlig überrumpelten Jungs von der Notaufnahme legen zunächst einige großlumige venöse Zugänge im Sinne einer Übergangslösung und bringen die AO schnell zum LPA3 in die Innere. Denen bereitet der Fall zunächst auch Bauchschmerzen, deshalb nennen sie die Neue AO liebevoll "Rose" und bringen sie in einem Zimmer voll gastrologischer Problemfälle unter. Das LPA beantragt ein Konsil mit allen Bundeskollegen und entscheidet sich in einer Karteikartenvisite, die Neue AO unter totale Darmkontrolle zu bringen. Leider war die Medikation etwas zu hoch dosiert und die Änderungen im Detailstoffwechel der AO zu radikal, so dass sich die Regelungen und Gesetzestexte nun gegenseitig umschlingen und verknoten. Es kommt erst zur Obstipation und dann zum mechanischen Ileus. Nichts geht mehr. Froh, „Rose“ wieder turfen zu können, verlegt das LPA die Neue AO zu den Chirurgen des Dekanats. Aufgrund der unübersichtlichen Sachlage und des prekären Klärungsbedarfs entscheidet sich der Oberdekan zur diagnostischen Laparoskopie. Er trommelt im Eiltempo eine Expertengruppe -das sogenannte MeCuM- zusammen und nimmt die Neue AO komplett auseinander. Es enthüllt sich ihnen ein desaströser Zustand. Die Kollegen vom LPA verweigern jede Aussage und keiner weiß mehr weiter. Dem Oberdekan bleibt nur eine ausgedehnte Whipple-OP unter Verlust des 1. StEx4 mit anschließender Transplantation zahlreicher, neuer Scheine. Da kollabiert die Neue AO und liegt minutenlang klinisch tot auf dem OP-Tisch. Der studentische Anästhesist schreit auf und versucht unter Zu-

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BMG

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AO

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LPA

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1. StEx

hilfenahme von LPA und Dekanat eine Reanimation. Doch plötzlich, im Januar, als alle Hoffnung schon dahin war, fällt das Studium nach Neuer AO wieder in den gewohnten Sinusrhythmus. Denn die Regel Nr. 1 im House of God: Gomers sterben nicht! Unter genauester Kontrolle und Dokumentation aller Vitalparameter und Laborwerte, den sogenannten Äquivalenzbescheinigungen, kann die Neue AO nach einem längeren Aufenthalt in der Intensiv schließlich entlassen werden. Kurze Zeit später startet sie voll approbiert ins Berufsleben.

Bundesministerium für Gesundheit; offizielle Einrichtung des Staates zur Beschäftigung arbeitsloser Sonderpädagoginnen; Hauptaufgabe: soll sich um das Gesundheitswesen kümmern; derzeit geleitet von Ulla Schmidt; mehr dazu: Synapse Ausgabe 44, „Ein Jahr unter Ulla Schmidt“

www.fachschaft-medizin.de/synapse Approbationsordnung; regelt die Rahmenbedingungen des Medizinstudiums; gibt klare Angaben über die eine Hälfte des Studiums, während die andere Hälfte vollkommen offen bleibt und für Riesenchaos sorgt; das Dumme: die Hälfte im Längs- und nicht Querschnitt Landesprüfungsamt; offizielle Einrichtung zur staatlich anerkannten Folterung gut-meinender und meist unschuldiger Medizinstudenten; ist gekennzeichnet durch Zurückweisung jeglicher Verantwortung und Däumchendrehmentalität; kann aber, wenn es will, äußerst flink und flexibel sein; will es aber leider zu selten 1. Staatsexamen; altertümliche Prüfung, die vor nicht allzu langer Zeit Studenten im klinischen Studienabschnitt vom Famulieren abhielt; liegt derzeit im Sterben; Nachteil: keine 1.-StEx-Partys

3

Gesagt ist schließlich gesagt... Dr. Fischer

Dozent

während eines TTestates: estates:

„Das ist ganz toll, wenn man das verstanden

„Bitte, es ist so laut hier; da können Sie ja

hat. Das ist dann etwas mentaler Luxus; ist aber

gar nicht verstehen, was Ihnen Ihr Nachbar

für die Klinik völlig unwichtig!"

zuflüstert.“

Das House of God und die Neue AO

über ein physiologisches Detail:


Kürzen ohne Ende? Tobias Benthaus

Tausende sind in Bayern auf die Straße gegangen, getrieben von der Furcht vor massiven Einschnitten im Hochschulwesen und finanzieller Belastung der Studierenden. Was ist nun aus den Kürzungen in der Hochschulbildung geworden, was kostet uns das Studium ab dem kommenden Semester und hat das Protestieren überhaupt etwas gebracht?

Es war ein strahlender Herbstnachmittag, als im vergangenen Oktober Heerscharen von Studierenden aus verschiedenen Ecken der Stadt zum Odeonsplatz aufbrachen – um dem Ministerpräsidenten im Vorbeizug die Meinung zu pfeifen, zu singen und zu rufen. Es müssen sehr dunkle Wolken gewesen sein, die sich nach der bayerischen Landtagswahl zusammengebraut haben, Vorboten einer drohenden Sintflut, die die gesamte Hochschulzukunft unter schrecklichen Wogen zu verschlingen drohte. »Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten.« (Hosea 8,7) Und so sollte es geschehen. So an die 30.000 Teilnehmer liefen um ihre Bildung. Aber nicht nur Studenten, auch Professoren, Assistenten und Bedienstete der Uni waren dabei. Gerufen hatte nicht nur die Staatsregierung (und diese wohl unabsichtlich), auch die Angst saß vielen im Nacken. Zahlen geisterten durch Labors und Hörsäle, die Zeitungen berichteten über massiven Abbau im Bildungswesen. Je-

Kürzungen ohne Ende?

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doch nur die wenigsten konnten (oder wollten) sich unter „minus 15 % bis 2008“ etwas vorstellen. Genau diese Zahl präsentierte die Staatsregierung im November 2003 nach der Wahl, die der CSU zur absoluten Mehrheit verhelfen, den Hochschulen und nicht zuletzt dem bayerischen Staatsforst aber Not und Elend bringen sollte. Sparen, um den Staatshaushalt zu konsolidieren, erscheint angesichts der Leere der öffentlichen Kassen geboten. Wie sich der Staatshaushalt und darin die Finanzierung der Hochschulen in Zukunft entwickeln, sollte eigentlich eine Abbildung verdeutlichen, angesichts der verwirrenden Zahlenspiele ist dies leider nicht möglich. In den Protesten nur am Rande stand die Einführung von Studiengebühren zur Debatte, erstmal ging es überhaupt ums Überleben. Es ging? Es geht immer noch – um die konkrete Ausgestaltung der Sparpläne der bayerischen Staatsregierung. Wurde nach der Wahl als erstes die Aussicht auf Förderung von Bildung und Hochschulen gestrichen, so warten wir bis heute auf klare Vorgaben. Einstellungsstopp und Entlassungswelle oder doch Verlängerung von Verträgen und Neueinstellungen, Bildungsabbau auf breiter Front (einschließlich der Förderung von Elitestudien) oder aber Investitionen in die Bildung und Übernahme von Verantwortung künftigen Generationen gegenüber? 600 Stellen sollten an der Ludwig-Maximilians-Universität München ursprünglich in 2004 eingespart werden, daraus wurden zwischenzeitlich 200 Personen (in ganz Bayern), letzter Stand ist eine Reduzierung des bayerischen Hochschulpersonals[1] um 300 Stellen im laufenden Jahr. Die medizinische Fakultät, als größte und personalintensivste, wäre von einer 15 %-Kürzung besonders betroffen, dort werden die Kürzungen aber nach einem anderen Schlüs-


sel umgelegt (die Bereitstellung von Finanzmitteln orientiert sich an der Krankenhausbettenkapazität) – wir werden trotzdem nicht ungeschoren davonkommen. Seit der Regierungserklärung heißt es warten. Warten auf definitive Zahlen, mit denen sich rechnen lässt. Dem Hochschulausschuss des Bayerischen Landtags ist erst jetzt der Nachtragshaushaltsentwurf zugegangen, über den im März nochmals debattiert werden wird. Sind die Zahlen den wirklich so schlimm, dass plötzlich keiner mehr dafür verantwortlich sein will? Oder hat man sich bisher einfach verrechnet? Sollte die Taktik des Gras-darüber-wachsen-lassen-wollens dahinterstecken, haben die Münchner Studenten bei der Demonstration am 14. Januar gezeigt, dass sie ein wachsames Auge auf die Unternehmungen der Regierung haben. Nun, es kamen diesmal bei Weitem nicht mehr so viele zum Demonstrieren. Trotz überraschend schönen Wetters war es dem Großteil der Daheim gebliebenen hoffentlich nur zu kalt und nicht einfach nur egal. Weiter aufzupassen, scheint dringend geboten, wer weiß schon, was noch alles auf uns zukommt. Die zusätzlich angeregte Diskussion um Eliteuniversitäten ist ein Punkt, der gerade im Hinblick auf die Medizin, nicht so recht verständlich ist. Elite ist notwendig, um Spitzenleistungen zu erbringen, ihre Förderung daher vertret- und einforderbar. Steht diese Medizinerelite dann aber der Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung? Wer glaubt denn im Ernst, dass die Elite der Medizinstudenten in die hausärztliche Versorgung (strukturschwacher Regionen) eindringen wird? Der vielbeschworene relative Ärztemangel scheint doch gerade deshalb zu existieren, weil die, die es sich auf Grund ihrer Leistungen erlauben können, einen lukrativeren Arbeitsplatz jenseits von Krankenhaus oder Praxis annehmen.

Es ist viel gejammert worden, nicht nur in letzter Zeit. Da ist es nicht leicht, zu beurteilen, wie dramatisch die Lage wirklich ist. Gerne hätten wir euch konkrete Zahlen und Perspektiven vorgelegt und können es nicht. Sicher ist nur: wir bleiben dran.

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Entwicklung an den Hochschulen von 1992 – 2008 [2]

Studienanfänger

Schulabgänger mit Hochschulreife

Ausgaben des Staates für Hochschulen

1992

1994

1996

1998

2000

2002

2004

2006

2008

[1] Zum Hochschulpersonal zählen wissenschaftliche Mitarbeiter (Professoren, Assistenten), sowie Angestellte und Arbeiter (in Universitätsklinika auch das Pflegepersonal). [2] Quellen: Statistisches Bundesamt und Bayerisches Landesamt für Statistik; Statistische Veröffentlichungen der Kultusministerkonferenz: Prognose der Studienanfänger, Studierenden und Hochschulabsolventen bis 2020

Kürzungen ohne Ende?

Zudem darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Zahl der Studienplatzanwärter durch herannahende geburtenstarke Jahrgänge weiter steigen werden (siehe nebenstehende Abbildung). Wie aber soll dieser Studentenflut begegnet werden? Derzeit scheint es so, dass es sich um ein Problem in weiter Ferne handelt und man deshalb durch Kürzungen eine „Dozentenebbe“ verantworten könnte. Schön, dass wiederum die Medizin besonders be-

troffen ist, da hier, neben der Pharmazie, besonders viele Praktika zu absolvieren sind und Kleingruppenunterrichte notwendig sind. Dabei sah es im vergangenen Jahr so aus, als ob es mit der theoriebelasteten und überfüllten Lehre in der Medizin ein Ende hätte. Das Zauberwort hieß „MeCuM“ und versprach praxisorientierte Wissensvermittlung. Ein solch individuellerer Unterricht erfordert jedoch mehr und nicht weniger Personal. Wie die neue Studienordnung umgesetzt werden kann, wird sich zeigen, wir sind jedenfalls gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte der Erstsemester.


Übergangsregelungen Sylvère Störmann

Stress und Chaos - dieses Semester blieb den Studenten im ersten klinischen Studienabschnitt (sprich: zwischen Physikum und 1. Staatsexamen) auch nichts erspart. Jetzt, da die neue Approbationsordnung durch die Erstsemester endlich auch greifbare Wirklichkeit wurde, ging es auch darum, wie man mit den so genannten §42-Studenten fortfahren sollte. Denn noch immer blieben eine ganze Menge Fragen ungeklärt. Das Bundesgesundheitsministerium, von dem man sich ein wenig Unterstützung erhofft hatte, war schon längst mit ganz anderen Dingen (Arbeitszeitgesetz, Gesundheitsreform, DRGs, etc.) beschäftigt. Studenten`? Dafür gibt’s doch die Landesministerien und deren Landesprüfungsämter (LPAs)! Ganz so unrecht war das auch nicht. Allerdings war das den Ministerien und LPAs auch nicht so genehm. Die waren schließlich mit der ganzen Geschichte ein wenig überfordert und wussten auch nicht so recht, was man damit anfangen sollte. Auskunft wurde keine erteilt - auch auf mehrmalige Nachfrage hin. Heute, da der größte Wust geregelt ist, wird dann gerne behauptet: „Hätt’n’Se mal gefragt? Wir wissen das doch schon so lange.“ Doch während Prof. Sutor sich schon uns gegenüber in einem Interview (Mai 2003; Ausgabe 47; siehe Textkasten S. 8) wünschte, man würde die Zäsur des Übergangs präzise aufs Physikum legen. Das ging allerdings nicht. Zuerst. Und dann plötzlich doch. Aber zu spät. Chaos. Denn das LPA rang sich erst Mitte Dezember zu einer Stellungnahme durch. Und da hatte das Dekanat schon seine betroffenen Studenten informiert. Das hatte denen nicht gefallen. 1. StEx schreiben? Warum denn? Die -gerne und viel zitierten- „Anderen“ müssen ja auch nicht schreiben. Und plötzlich ist doch alles anders? Das LPA war aus dem Schneider, aber für die Fakultät -und dabei insbesondere Prof. Sutor und auch die Fachschaft- ging’s dann erst richtig los. Chaos überall. Studenten informiert -falsch informiert?- dann uminformiert, dann gar nicht mehr informiert... irgendwas ging da nicht mit rechten Dingen zu.

Übergangsregelungen

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Tatsächlich hatte nämlich Mitte Dezember das LPA gesagt, dass mehrere LPAs sich geeinigt hatten, eine Sonderauslegung der Paragraphen §§42, 43 der neuen Approbationsordnung (im folgenden Text mit NAO abgekürzt) zu bewilligen. Das war deswegen ein ungünstiger Zeitpunkt, da dann das Semester bereits lief. Und somit wurde es schnell Zeit sich eine Lösung einfallen zu lassen, um zu bewerkstelligen, was nun endlich möglich war: ab dem Sommersemester 2004 die Studenten im 1. und 2. klinischen Semester nach der NAO studieren zu lassen. Und das 1. Staatsexamen war plötzlich freigestellt. Aber diese machten ja zu dem Zeitpunkt noch alte Klinikscheine und für das Studium nach NAO brauchen sie doch neue Scheine. Und so wurde das ganze zu einem sehr komplizierten Wirrwarr aus Gesetzen, Regeln und unüberschaubaren Zuständigkeitsverhältnissen. Keiner wollte sich verantwortlich zeichnen und diejenigen, die am wenigsten dafür konnten, wurden zu den Buhmännern der verärgerten Studenten. Im Fachschaftsforum entbrannte auch schnell eine Diskussion und die Semestermails, die geschickt wurden, um den Sachverhalt ein wenig zu erläutern, warfen nur noch weitere Fragen auf, die die Komplexität der ganzen Chose erst wirklich in Erscheinung treten ließen. Noch immer ist im Forum die Diskussion aktiv - doch allmählich haben sich die großen Fragezeichen gelichtet, der Ärger ist verblasst und endlich etwas mehr Klarheit in das hektische Leben der betroffenen Studenten gekehrt. Zum Nachlesen und beteiligen: http://www.medi-board.com/index.php?board=1;action=display;threadid=2701

Was es nun mit den Übergangsregelungen auf sich hat, soll hier Frage für Frage, schwarz auf weiß, nochmal geklärt werden. Was passiert mit Scheinen, die im ersten klinischen Studienabschnitt nach alter Approbationsordnung absolviert wurden? Scheine, die im ersten klinischen Studienabschnitt erworben wurden (also im 1. oder 2. klinischen Semester), werden in dem Rahmen, in dem sie Leistungen nachweisen, wie sie von vergleichbaren Scheinen nach neuer Approbationsordnung verlangt werden, anerkannt. An der LMU München ist das deswegen möglich, weil durch die Harvard-Kurse der integrative und fächerübergreifende Unterricht, wie er durch die NAO „neu“ eingeführt werden soll, bereits seit einigen Jahren zum festen Bestandteil des Studiencurriculums gehört. Dabei werden schließlich kardiovaskuläre und immunologische Fragestellungen intensiv behandelt - und folglich sorgt das auch dafür, dass man mit Fug und Recht behaupten kann, der „alte“ Unterricht sei dem „neuen“ Studium gleichwertig. Welche alten Scheine als neue Scheine angerechnet werden, kann der Tabelle auf Seite 7 entnommen werden. Es ist die vom Dekanat geschriebene Tabelle, wie sie am 28. Januar 2004 vom Fachbereich der Medizinischen Fakultät (siehe dazu auch Synapse 48) der LMU München einstimmig angenommen wurde. Sie liest sich folgendermaßen: in der linken Spalte sind alle relevanten Scheine nach neuer Studienordnung (MeCuMLMU Modul I) aufgelistet. Rechts davon (mittlere Spalte) steht, welchem alten Schein das jeweils entspricht und in der ganz rechten Spalte, mit welchen „Zusatzleistungen“ der MeCuM-Schein äquivalent ist und somit anerkannt werden kann. Wie man sieht, ist bei einigen Fächern, wie oben beschrieben, durch die HarvardKurse die Äquivalenz bereits gegeben. Bei anderen Unterrichtsveranstaltungen (etwa Hygiene) müssen noch einige Stunden nachgeholt werden. Das geschieht dann während der nächsten Semester. Scheine wie etwa Biomathematik können dabei nur als Teilleistungsnachweise fungieren, da sie nur Leistungen nachweisen, die bloß einem Teil des Neuscheins entsprechen. In diesem konkreten Fall etwa: was früher Biomathematik war, ist heute „Epidemiologie, medizinische Biometrie und medizinische Informatik“ (Querschnittsfach 1 nach §27 NAO). Wie setzt sich die Endnote für die Studenten nach §43, Absatz 2 NAO zusammen? Gemäß dem Gesetzestext besteht die Endnote zu einem Sechstel aus der Note, die im 1. Staatsexamen erkreuzt wurde und zu fünf Sechsteln aus der „Hammerexamens“-Note (Zweiter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach NAO). Man kann sich leicht errechnen, dass in [fast] jedem Fall die Note des Hammerexamens dann letztlich auch gleich der Note auf dem Approbationszeugnis ist (wenn man von den Nachkommastellen absieht). Nur in einem einzigen Fall kann man sich durch das Schreiben des 1. Staatsexamens einen Vorteil verschaffen: wer sein 1. Staatsexamen mit der Note 1 abschließt, kann sich im Hammerexamen eine Vier erlauben und erhält trotzdem die Endnote 3. Doch wie die Fachtagung Medizin das einschätzt: Das Kunststück will erstmal vollbracht werden. Was ist mit der Benotung der Scheine? Die Scheine werden gemäß der NAO ab jetzt benotet. So weit, so gut. Es ist aber nicht so, wie viele befürchten, dass diese Noten einen Einfluss auf die Endnote haben. Sehr wohl haben sie einen Einfluss auf das Zeugnis, denn dort werden sie dann alle aufgelis-


tet - mitsamt der Note. Das ist also eher Zierde... könnte aber bei einer Bewerbung wichtig werden. Inwiefern lässt sich heute nicht abschätzen und ist sicherlich auch abhängig davon, wo man sich später bewerben möchte. Gute Noten in chirurgischen Fächern dürften eine Bewerbung bei der Chirurgie vereinfachen, während dort die Benotung der Inneren-Kurse dann eher egal ist. 1. StEx - schreiben oder nicht`? Es ist jedem freigestellt, das 1. Staatsexamen zu schreiben. Wie das LPA auch mitteilte, erhält man durch das Nicht-Schreiben keine Nachteile. Dass es dennoch vorteilhaft sein kann, die Prüfung zu schreiben, soll nicht verschwiegen werden. Dies betrifft vor allem Leute, die innerhalb der Klinik gerne die Uni tauschen wollen und dann eventuell ihr Zeugnis über das 1. Staatsexamen vorlegen müssen. Auch andere, ähnliche Vorhaben könnten mit dem Absolvieren des 1. StEx einhergehen. Das sind aber Spezialfragestellungen, zu denen man sich vor allem bei der Zieluni umfragen sollte. In München zumindest werden die Scheine gemäß der nebenstehenden Liste anerkannt - egal, ob man das 1. StEx hat oder nicht. Ein weiterer Vorteil ist die Auseinandersetzung mit dem Stoff. Denn es ist kein Geheimnis, dass so manche Inhalte des ersten klinischen Studienabschnitts in München eher unzufriedenstellend gelehrt werden und so manch einer erhält die Aha-Erlebnisse erst durch die Vorbereitung auf eine Staatsprüfung. So ist es denn auch mit dem 1. StEx. Ob man also schreibt oder nicht, bleibt auch hier jedem selbst überlassen.

Neues Buch – gutes Buch? 7

A. GÜNTERT, E. WANNER, H. BRAUER & F. STOBRAWA

Approbationsordnung für Ärzte / Bundesärzteordnung

Erstauflage 2003 150 Seiten Deutscher Ärzte-Verlag EUR 19,95

Mit Erläuterungen und praktischen Hinweisen ÄAppO, BÄO und zahlreiche Kommentare. Interessant auch für den, der diese Gesetzestexte nicht unbedingt bis ins kleinste Detail kennen muss.

Alle Rezensionen online: www.fachschaft-medizin.de/rezensionen

die ÄAppO in ihrem Originallaut. Nach jedem Paragraphen oder wichtigem Absatz erläutern kurze Kommentare jedoch, was de juristischen Formulierungen eigentlich bedeuten. So findet man sich schnell darin zurecht, was es eigentlich für Studium und Ausbildung bedeutet, was in der ÄAppO drinsteht. Zu bemängeln ist aber hierbei die Qualität einiger Kommentare, die nicht immer wesentlich einfacher als der Originalgesetzestext formuliert sind. Dennoch kann eigentlich jedem Studenten, den diese Neuregelungen betreffen, die Lektüre des Buches empfohlen werden. Wer mit juristischen Texten allerdings kein Problem hat, wird mit der im Internet downloadbaren Version des Gesetzestextes ebenso gut bedient. Sylvère Störmann

Übergangsregelungen

Die neue Approbationsordnung ist Wahrheit geworden. Jahrelang sprach man davon, doch es tat sich ebensolang nichts. Nun ist die Ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) rechtsgültig und viele Tausende betrifft sie. Viele Fragen sind seitdem aufgekommen, die alle deutsche Medizinfakultäten auf Trab hält - und ihre Studenten im Ungewissen. Dabei sind viele Informationen dem Gesetzestext zu entnehmen. Doch weil Mediziner eben keine Juristen sind, kommt dieses Buch gerade recht. Es erläutert in einem Einführungsteil die Geschichte der medizinischen Ausbildung in Deutschland und führt so den Leser an die Anforderungen heran, die man an die neue ÄAppO stellte. Dieser geschichtliche Kontext und die pragmatischen Aspekte werden so vorzüglich erläutert. Im Hauptteil gibt es zum Nachlesen


Bereits in Ausgabe 47 sprachen wir mit unserem Studiendekan Prof. Sutor über die neue Approbationsordnung und deren Umsetzung an der LMU München. Das Interview fand im Mai 2003 statt - und wie sich im Nachhinein herausstellte, wurde dabei vieles bereits angesprochen, was uns in diesem Semester sehr beschäftigt hat. Wir stellen hier nochmal einige der Zitate vor. SYNAPSE: Das heißt doch aber auch, dass diejenigen, die noch das alte 1. Staatsexamen abschließen müssen, ein Semester verlieren: fünftes und sechstes Semester werden als Modul 1 anerkannt, wobei man unter neuer Approbationsordnung nur ein Semester dafür benötigt. SUTOR: Und im Übrigen möchte ich bemerken, wenn auch nur noch eine einzige Stelle aus der Vorklinik und Klinik abgezogen wird, ist das Ganze nicht mehr durchführbar. Wenn die Stellenstreichung so weiter geht wie bisher, kriegen wir sehr große Probleme.

SUTOR: Das ist in der Tat ein Problem.

Das vollständige Interview ist auf der Synapse-Homepage nachzulesen: www.fachschaft-medizin.de/synapse

Gesagt ist schließlich gesagt...

Was ist mit den „ultrahart“ Betroffenen (3. klinisches Semester oder höher ohne 1. StEx)? Diese sind aufgrund der wirklich komplizierten Sachlage ausdrücklichst gebeten, sich im Dekanat vorzustellen. Prof. Sutor möchte gerne wissen, wen genau das an dieser Fakultät betrifft, um entsprechend handeln zu können. Ferner muss er sich zwangsläufig um jeden einzeln kümmern, da es sich hierbei um viele einzelne Spezialfälle handelt, die gesonderte Lösungen benötigen werden. Daher: unbedingt zum Dekanat!

„Stimm- und Sprachstörungen“ sind dabei. Aber natürlich auch die „klassischen“ Fächer der Klinik. Es handelt sich also quasi um eine Fortbildung innerhalb desStudiums. Derzeit kursiert das Gerücht, dieses Wahlfach müsse in Modul VI absolviert werden, also dem Modul, das für die Betroffenen nicht mehr in Frage kommt, da sonst das Studium um ein Semester verlängert werden müsste. Das Gerücht basiert auf einer Information, die auf der MeCuM-Seite zu finden ist. Es handelt sich dabei wohl um einen Fehler, denn tatsächlich ist das Wahlfach in der Studienordnung ganz regulär in Modul V vorgesehen. Und zwar während des Semesters und nicht etwa während der Ferien, wie ein anderes Gerücht besagt.

Was hat es mit dem Wahlfach auf sich? Was ist mit dem Blockpraktikum Allgemeinmedizin?

Übergangsregelungen

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Es gibt in der NAO eine neue Vorschrift, die besagt, dass jeder Kliniker einen Schein in einem Wahlfach machen muss. Eine Auswahl der Fächer kann man etwa in der NAO Anhang 3 nachlesen. Die Liste geht von „Allergologie“ über „Neonatologie“ bis hin zu „Visceralchirurgie“. Sogar „Plastische Chirurgie“ und

Das Blockpraktikum Allgemeinmedizin hingegen ist tatsächlich in Modul VI zu absolvieren. Da das für die Betroffenen nicht geht, weil das Modul VI nicht gemacht werden kann (strenger noch: nicht darf, da sonst illegale Verlängerung der Regelstudienzeit),


will das Dekanat dieses Praktikum für die Betroffenen in den Modulen II bis V unterbringen. Und zwar während des Semesters und nicht in den Ferien, wie viele befürchten. Die Planungen dazu laufen derzeit auf vollen Touren, um diese Aufgabe bewerkstelligen zu können. Weitere Infos dazu erfolgen vom Dekanat zu gegebener Zeit. Woher weiß man, wann man welche Kurse zu belegen hat? Wie der Abbildung auf Seite 8 unten zu entnehmen ist, gibt es für MeCuM-Studenten einen passwort-geschützten, individuellen Bereich. Man loggt sich dort ein und kann dort all seine Pflichtkurse und auch Vorlesungen einsehen. Zu jeder Unterrichtsveranstaltung finden sich auch weiterführende Informationen. So erspart man sich künftig, die lästige Sucherei, zumal man ja in der Klinik öfters quer durch die Innenstadt-Kliniken und -Institute geistern darf und zusätzlich noch nach Großhadern muss, nur um oft feststellen zu müssen, dass die Listen noch gar nicht aushängen. Dies also wird dadurch erspart, dass man weltweiten Zugriff auf den ganz persönlichen Stundenplan hat und somit endlich mal ein großer Beitrag zur studentenfreundlichen Organisation geschaffen wird. Die Erstsemester genießen dieses Feature jetzt schon. Und trotz einiger Schwächen beim Start (aber das ist jawohl normal) funktioniert die ganze Sache mittlerweile reibungslos. Es war zwischendurch alles recht chaotisch. Doch mittlerweile haben sich die Wogen geglättet und man kann optimistisch in die Zukunft blicken. Und für die Fragen, die noch offen bleiben oder dazu kommen: im Medi-Board geht die Diskussion weiter...

Eine Chaos-Anekdote

aus dem Medi-Board

Nachdem die Mikrobiovorlesung (es gehen da tatsächlich noch welche hin!) irgendwann im Januar plötzlich zum dritten Mal und zweiten Mal in Folge ausfiel (ohne dass einem das einer sagt, oder wenigstens einen Zettel an die Tür hängt oder so - aber egal...) dachten wir uns, vielleicht ist die Vorlesung ja abgeschafft mangels Teilnahme oder weil der Schein eh nichts bringt oder so (das war noch vor der Fachbereichsratsitzung). Deshalb gingen wir zu viert ins Heesemann-Sekretariat (Lehrstuhl Mikrobiologie), um da zu fragen. Hier nun das Protokoll einer Begegnung der dritten Art: „Grüß Gott! Wir sind Studenten aus dem ersten klinischen Semester. Wir wollten nachfragen wegen der Mirkobiovorlesung, weil da keiner kommt, ob es die noch gibt...“ - [Sekretärin unterbricht] „Ja und was wollen sie da bei mir?“ - „Naja, wie gesagt, wegen der MIKROBIOLOGIE-Vorlesung.“ - „[bestimmt] Wir sind hier ein Lehrstuhlsekretariat!“ Ich überlege fieberhaft, ob der Denkfehler vielleicht bei mir liegt und gelange aber zu dem Schluss, dass ich hier trotzdem richtig bin. „Ja genau! Deshalb bin ich ja bei Ihnen.“ - „[noch bestimmter] Wir sind hier ein Lehrstuhlsekretariat! Wir haben mit Studenten nichts zu tun.“ O.K., das leuchtet ein, oder? Bin sprachlos wie selten ob dieser einfachen Logik. Trotzdem noch ein Anlauf: „Ach so, ich dachte ‘Lehrstuhl’ hätte etwas mit ‘Lehre’ zu tun.“ - „Nein, das haben sie falsch verstanden, dafür sind wir nicht zuständig.“

Neues Buch – gutes Buch? OHNE SPEZIFISCHEN

AUTOREN

Roche Lexikon

Medizin CD-ROM mit Rechtschreibprüfung

2. Auflage 2003 über 60.000 Einträge; zusätzlich Animationen, Töne, etc. Elsevier Verlag (Urban & Fischer) EUR 59,95 9

Eine gute CD mit leider wenig Vorteilen

Alle Rezensionen online: www.fachschaft-medizin.de/rezensionen

jedem Rechner funktioniert (Anm. d. Rezensenten: etwa auf meinem Laptop). Wer gerne elektronische Nachschlagewerke benutzt, um sie als lokale Kopie ständig „griffbereit“ zu haben, wird daher gleich doppelt enttäuscht: eine solche Funktion ist nicht vorgesehen; auch das macht der Kopierschutz unmöglich. Während also, wie im Falle des Rezensenten, Encarta und Digitale Bibliothek problemlos von der Festplatte des Laptops (und damit auch weltweit) aufgerufen werden können, verweigert das Roche Lexikon sich komplett. Dafür ist die Rechtschreibprüfung etwas umgänglicher. Sie lässt sich ohne Probleme installieren und integriert sich sehr gut in verschiedene OfficeProgramme. Ein Schwachpunkt bei ihr bleibt dennoch, dass einige Begriffe gar nicht bekannt sind. So bleiben trotz Fachrechtschreibprüfung manche Artikel mit medizinischem Inhalt unschön „falsch“ markiert. Dies wird allerdings dadurch wieder wettgemacht, dass der Funktionsumfang nicht nur deutsche, sondern auch englische Fachbegriffe enthält. Während also das Lexikon aufgrund der eingeschränkten Nutzbarkeit eher unbrauchbar bleibt, eignet sich die Rechtschreibprüfung gut für denjenigen, der viel mit medizinischen Fachbegriffen arbeitet.

Sylvère Störmann

Übergangsregelungen

Galt früher der Pschyrembel als Standard in punkto medizinisches Nachschlagewerk, so hat doch mittlerweile das Roche Lexikon Medizin dem Großen eine solide Konkurrenz beschert. Viele ziehen den „Roche“ dem Traditionswerk vor, da er etwas moderner ist und vor allem neueren Entwicklungen schneller entgegen kommt als sein Konkurrent. Dies spiegelt sich auch in der CD-ROM wieder, die parallel zur Neuauflage des Lexikons auch stark überarbeitet wurde. Nette Features der CD sind etwa die schnelle Suchmöglichkeit sowie das Englisch-DeutscheFachwörterlexikon. Ferner sind übergeordnete Themen, die Unterstichwörter enthalten so strukturiert, dass man diese per Mausklick direkt anzeigen lassen kann. So etwa beim Thema „Herzgeräusche“. Besonders erfreulich ist auch die multimediale Nutzung des Mediums. So kann man sich etwa beim letztgenannten Beispiel Systolika und spindelförmige Herzgeräusche vorspielen lassen. Der besondere Tipp: Kopfhörer aufsetzen. Wer dann auch noch eine Ultraschallaufnahme des Herzens in Aktion sehen mag, findet dieses unter dem Stichwort „Herzzyklus“. Dennoch ist die Menge multimedialer Elemente recht überschaubar. Aber als bloßes Nachschlagewerk ist die CD-ROM auch ungeeignet. Schließlich gibt es das Lexikon ja auch im Internet - und der Kopierschutz, der schon bei den mediscript-CDs Probleme bereitet, bewirkt auch hier, dass das Programm nicht auf


Idealismus versus Pragmatismus

Idealismus versus Pragmatismus

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Ist man heute in der freien, modernen, westlichen und industrialisierten Informations- und Dienstleistungsgesellschaft frei? Freiheit zu wählen, Freiheit zu konsumieren, Freiheit bei der Wahl der Arbeit, Freiheit unternehmerisch zu agieren, Freiheit der Meinung oder generell Freiheit der Person sind hier einige der mutmaßlichen großen geistigen und gesellschaftlichen Errungenschaften der Zeitgeschichte. Somit hat es allen Anschein, daß der moderne Mensch, sofern er das Glück hat durch die individuelle Geworfenheit, den Zufall der Geburt, sein Leben nicht auf der südlichen Hemisphäre der Erde bestreiten zu müssen, durchaus allen Grund zur Freude und kann diese im Alltag, sei es im Umgang mit seinen netten Mitmenschen, im Job, oder sonst wo zum Ausdruck bringen. Also keine Spur von Determiniertheit, Unmündigkeit, sozialer Kälte oder Fremdbestimmung. Selbst dann nicht, wenn man seit der Entdeckung der DNS oder spätestens seit der Entschlüsselung des Genoms unterstellen müsste, durch diesen von vornherein zu einem gewissen Maße bestimmt zu sein, sich im Zuge der Erfahrungen des Heranwachsens die Transformation vom TabulaRasa-Wesen hin zur gefestigten Persönlichkeit vollzieht und die eigene Wahrnehmung, Wertschätzung, Moral, Gesinnung, schlichtweg, der gesamte persönliche Lebensentwurf durch die Interaktion mit der Umwelt geprägt wird. Soziale Statussymbole, stylisierte Schönheitsideale und temporäre Trends, cool oder uncool haben den gemeinsamen Nenner „artificial“ x „variabel“ x „monetär erfaßbar“, denn ein, unsere Umwelt bestimmendes System, genannt neo-liberale Wirtschaft folgt seinem zentralen Credo, alles, was zu vermarkten ist, über den Marktmechanismus, dem Zusammenspiel aus Angebot und Nachfrage, in monetären Mitteln auszudrücken. Diplomatischer angestimmt spricht man auch von der optimalen Allokation der Güter über den freien Markt, welche die Bedürfnisse aller im System Befindlichen optimal befriedigt. So verwundert es nicht, dass man das Bedürfnis hat, die eigene Persönlichkeit durch Mittelerwerb und Mittelverwendung zu unterstreichen, die persönliche Identität durch wirtschaftskonformes Handeln zu stützen und dabei der eigenen Eitelkeit, die sich als individueller Geist tarnt, durch anhäufen von materiellen Gütern Ausdruck zu verleihen. Dass dabei dieser Appetit auf Konsum und die vermeintlich hohe Wertschätzung von hippen, modernen und individuellen Lebensgefühlen nicht Produkt des eigenen freien Willens und der eigenen Kreativität ist, fällt angesichts der blendenden und schillernden McDonalds-Kultur nicht mehr weiter bewusst auf. Besonders dann nicht, wenn Werbung und Medien generell den freien Willen und die freie Wahl von Gütern unbewusst und suggestiv vergewaltigen, indem zum Beispiel Werbestrategen gezielt psychologisch wirksame Strategien ersinnen. Nun lässt sich darüber streiten, ob schon die eben erwähnte mediale Indoktrination ethisch anrüchig ist oder nicht. Jedoch steht fest, dass der Mensch durch den Einfluss von Informationsmedien, seien dies in einem Beispiel der Fernsehen und Printmedien, unbewusst gelenkt und manipuliert wird, indem etwa Pseudobedürfnisse geschaffen werden, deren Befriedigung durch keine existenzerhaltende Notwendigkeit gerechtfertigt ist. Deshalb wird man,

indem die von der Wirtschaft vorgegebenen Produkte auf dem Markt forciert und von den Konsumenten schemenhaft gemäß Marktstudien und Marktanalysen gekauft werden zum Sklaven des Konsums. Dabei ist die angebotene Gütermenge von vornherein begrenzt, man kann also lediglich das konsumieren, was der Markt vorgegeben hat und dies ist nicht zwangsläufig das qualitativ Hochwertigste und für den Menschen Beste, sondern das Profitträchtigste. Aus diesem Grund fällt die freie Wahl als rechtfertigendes Argument für die Marktwirtschaft aus. Wenn man sich darüber hinaus noch vor Augen führt, wie die Armut und soziale Not auf der Welt jenseits der industrialisierten Länder um sich greift und dieses Elend in den Kontext der Globalisierung einbettet, in dem dieselben multinationalen Unternehmen agieren, für die auf der einen Seite farbenfrohe Werbung gemacht wird, die auf der anderen Seite Raubbau an Mensch und Natur betreiben, so läßt sich die deutlich werdende Heuchelei nicht mehr verkennen. Aber diese Mißstände verwundern nicht, da unter Ökonomen in erster Linie monetär bestimmbare Größen, wie Profit, eine Rollen spielen. Die Zahlen der Bilanzen werden entweder mit Vorsatz, wie auch im Fall Enron, widerrechtlich frisiert oder es werden Rationalisierung, Down-Sizing und Re-Engineering zur Therapie des unternehmerischen Gewinns angewandt. Dass dabei viele Existenzen, die zur unternehmerischen Prosperität entscheidend beigetragen haben, auf der Strecke bleiben, wird anscheinend übersehen oder aus zutiefst egoistischen Motiven heraus in Kauf genommen und sogar begrüßt. Der Treibhauseffekt und die damit einhergehende globale Erderwärmung als Paradebeispiel des verzögerten Effekts einer übertriebenen wirtschaftlichen Produktion, die spätestens wenn die natürlichen Ressourcen zu knapp werden oder die Akkumulation von Umweltgiften in der Biosphäre Überhand nimmt, ein abruptes Ende findet, werden billig als Spinnerei von „Ökos“ diffamiert. Im Gegenzug fahren die Chinesen jetzt immer mehr und mehr Auto und finden das als Statussymbol auch ganz toll, genauso wie die Vorstände von VW, Audi, Benz und Co. Aber zum Glück kostet Luftverschmutzung auf Grund der schleppenden Initiierung von Emissionszertifikaten noch nichts. to be continued...


Neues Buch – gutes Buch? H. ABDOLVAHAB -EMMINGER

4. Auflage 2003 2.066 Seiten; 689 Abbildungen Elsevier Verlag (Urban & Fischer) EUR 84,95

Prüfungsvorbereitung

Exaplan Das Kompendium der klinischen Medizin Nicht aufgepasst in der Klinik? Alles nochmal nachlesen mit Exaplan! In die Reihe der Examensbände wie „Physikum Exakt“ und „Das Erste“ (das es wohl bald nicht mehr gibt) gliedern sich natürlich auch einige Werke für das 2. Staatsexamen nach alter ÄAppO ein. Vom Urban und Fischer Verlag erschien 2003 die inzwischen 4. Auflage des „Exaplans“. Inklusive wird eine mehr oder weniger aktuelle Version der gelben Reihe GK3 mediscript-CD mitgeliefert. Dieses Buch beinhaltet auf knapp 2.000 Seiten das komplette Wissen des 2. klinischen Abschnitts im Schnelldurchlauf. Alle 25 Fächer werden behandelt. „Wie? Fünfundzwanzig Fächer, soviele?“ In der Tat, da darin Ausgliederung von Fächern die zwar geprüft werden, aber keine extra Vorlesung oder keinen extra Kurs haben, wie Anästhesie, auch enthalten sind. Da alles aus einem Guss kommt, zieht sich die Gliederung der Kapitel von vorne bis hinten relativ konsequent durch. Manchmal leidet ein wenig die Übersichtlichkeit, da Unterüberschriften nicht immer deutlich gekennzeichnet sind. In der Kürze liegt die Würze. Vielleicht mögen 2.000 Seiten auf den ersten Blick mächtig anmuten, doch schnell merkt man, dass das Buch wirklich nur den Anspruch besitzt einen Überblick über die wichtigsten Themenbereiche zu bieten. Ohne sich in Details wie Medikamentendosierungen oder genauere Laborwerte (z.B. „gamma-GT ist erhöht“ statt „gamma-GT liegt im Bereich von 50 - 100 U/l“) zu verlieren. Wer es also ganz genau wissen will ist mit dem Exaplan schlecht beraten und greift lieber zum Herold und Konsorten. Allerdings ergibt es wenig Sinn, sich auf Details zu versteifen, wenn der Überblick fehlt. Durch blaue Markierungen an besonders prüfungsrelevanten Stellen zeigt der Exaplan, wann man

nicht im Halbschlaf lesen sollte, sondern dass es mal wieder an der Zeit ist, sich zu konzentrieren. Das erspart auch sehr oft den Textmarker und das Buch bleibt sauber. Das steigert den Wert im Wiederverkauf. Generell ist der Sprachstil des Exaplan und seine konsequente Examensorientierung in Ergänzung mit der GK3-Fragen-CD ein überzeugendes Konzept um in kurzer Zeit (ca. 3 Monate durchschnittliche Bearbeitungszeit) nochmal alles zu wiederholen. Für die Examensvorbereitung sollte man nicht mehr als 40 Seiten pro Tag einplanen. Lieber 30 Seiten plus CD Fragen klicken. Ehrlicherweise muss man noch hinzufügen, dass der stark prüfungsorientierte Exaplan wenig als Nachschlagewerk fürs spätere Berufsleben taugen wird. Besser auf dem Büchermarkt oder im Forum weiterverkaufen. Alles in allem aber hohe Überzeugungsqualität des Exaplans bei der Vorbereitung auf das schriftliche Examen. Fürs mündliche Examen ist er allerdings an vielen Stellen zu dünn. Da lieber noch ein eigenes aktuelles Kurzlehrbuch ausleihen und den Überblick, den man aus dem Exaplan gesammelt hat noch mit aktuellen Details vertiefen. Trotzdem, die sehr gute Bewertung, da man mit dem Exaplan ideal einen guten Überblick über alle Fächer bekommen kann. Und mehr möchte man bei den meisten ja auch nicht haben. Auch ist das PreisLeistungsverhältnis mit der CD-ROM aktuell wirklich prima. Fazit: Ein prima Werk zur schriftlichen Examensvorbereitung, bei dem man sich zusätzlich auch noch das Geld für die Fragen-CD sparen kann, die sonst allein schon 35 Euro wert ist. Benedikt Bader

H. ABDOLVAHAB -EMMINGER

3. vollst. überarb. Auflage 2002 1.170 Seiten; 620 Abbildungen Thieme Verlag EUR 59,95

Prüfungsvorbereitung

Physikum EXAKT

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Das gesamte Prüfungswissen in einem Band Nachschlagewerk für Physikumsanwärter wirklich glücklich, weil es das Wissen richtiger Lehrbücher nicht ersetzen kann Wer braucht also dieses Buch? Ideal ist das „Physikum Exakt“, wenn man es als Begleitbuch zur Schwarzen oder Gelben Reihe verwendet und schnell was nachschlagen muss, um die aufkommende Fragen zu beantworten und nicht jedes dicke Lehrbuch grad zur Hand hat. Vorraussetzung ist natürlich, dass man schon mal etwas von dem was man nachschlagen möchte gehört hat. Mir hat das Buch besonders bei der mündlichen Prüfung geholfen, während ich die Protokolle durchgearbeitet habe, war es immer dabei, perfekt geeignet immer kurz noch mal kleine Unklarheiten zu klären.

Alle Rezensionen online: www.fachschaft-medizin.de/rezensionen

Michel Dang

Rezensionen Prüfungsliteratur

Wer seine vorklinischen Semester nicht gerade in Hörsälen verbracht hat und die Scheine immer nur knapp bestanden hat, steht in den wenigen Wochen vor dem Physikum vor einem Problem: Wie bekomme ich vier Semester Wissen in den Kopf? Dafür soll es das „Physikum Exakt“ geben. Ein 1135 Seiten starkes Buch, indem alle wichtigen Themen des Gegenstandkatalogs überflogen werden. Mehr als überfliegen ist dann doch leider nicht drin. Die Themen werden noch kürzer und kompakter als in einem Kurzlehrbuch abgehandelt. Die Bilder und Texte sind zwar informativ, aber setzen voraus, dass man sich schon mal mit dem Thema intensiv beschäftigt hat. Wer also bis zum Physikum nur mit Altklausuren und mit dem beliebten „Multiple-Choice-Antworten-Auswendig-Lernen“ durchgekommen ist, wird mit dem Buch nicht


Sylvère Störmann

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Seit dem 2. September 2003 läuft endlich auch in Deutschland, was in Amerika binnen kürzester Zeit eine der beliebtesten Sitcoms wurde: Scrubs - Die Anfänger. Drei junge Ärzte auf Station als Protagonisten, ein paar schrullige und liebenswerte Charaktere und Beziehungskisten in einem medizinischen Umfeld - mit diesen Zutaten gelang es Bill Lawrence wieder einmal ein neues Erfolgsrezept zu kreieren. Mit „Friends“ und „Chaos City“ hatte er sich ja bereits als Sitcom-Chefkoch etabliert. Trotz der ernstzunehmenden Konkurrenz -immerhin ist „Emergency Room“ schon fast eine Institutionschaffte es Scrubs sehr schnell, sich seinen Platz im Herzen der Zuschauer zu sichern. Auch die Kritiker waren begeistert. Und das will schon was heißen. Schließlich boomt der Serienmarkt; doch so schnell eine Serie auftaucht, so schnell ist sie auch schon wieder verschwunden. Als „must see“ wurde die Serie gehandhabt, doch die Einschaltquoten blieben eher mager. Das hat sich mittlerweile erheblich gebessert, nachdem der Sendeplatz verschoben wurde. Doch auch hier kämpft die Sendung mit den Problemen der Zuschauergunst. Dabei handelt es sich um eine Sendung, die jeden eigentlich begeistern kann.

Scrubs

Ganz besonders reizvoll ist sie jedoch für Medizinstudenten, die so manchen Gag zusätzlich entdecken. Nicht etwa, weil so viele medizinische In-Jokes darin versteckt sind, sondern vielmehr wegen der gelungenen Parodie der medizinischen Ausbildung - und das wiederum zeugt davon, dass trotz der markanten Unterschiede in der Ausbildung zum Arzt, insbesondere hinsichtlich der Praxiserfahrung, der amerikanische Jungarzt denselben Neophytenalltag durchlebt wie sein deutsches Pendant. „Scrubs“ ist das Jungmediziner-Leben wie man es sich vorstellt. Die Träume der Protagonisten sind wieder die Wünsche zahlreicher Jungärzte in der wirklichen Welt. Man erkennt sich darin wieder; und das lässt Scrubs zum Genuss für Mediziner werden.

Nun neigt sich bereits die erste Staffel der Serie dem Ende zu. J.D., Protagonist und Erzähler der Serie, bringt sein erstes Jahr im Sacred Heart Hospital (in realitas: North Hollywood Medical Center) zu Ende. In einem fulminantenseason finale wird es noch einmal richtig spannend und so endet die ganze Chose mit einem Cliffhanger. Doch hier muss man bis zur nächsten Staffel gar nicht so lange warten, wie sonst immer üblich: gleich die Woche darauf heißt es wieder Dienstagabend „Zeit für Scrubs“.

© Touchstone Television

Auch in der zweiten Staffel e r w a rten den geneigten Zuschauer, d e r bereits das erste Jahr der l i e b gewonnen Charaktere mitverfolgt hat, wieder jede Menge lustiger Momente, aber auch nachdenklich stimmende Ereignisse. Es ist ein idealer Zeitpunkt für diejenigen, die Scrubs noch nie zuvor gesehen haben, in die Serie einzusteigen. Denn trotz der Eigenständigkeit jeder einzelnen Folge, zieht sich durch die gesamte Serie ein im Hintergrund verlaufender roter Faden. Eben so, wie man es von jeder guten [und auch schlechten] Sitcom gewohnt ist.

W e n n man auch schon wieder genug von Scrubs und den Abenteuern der liebenswerten Sacred-Heart-Hospital-Chaoten hat, kann man ja auch wieder abschalten - und dafür bei der nächsten Famulatur (oder dergleichen) sein eigenes Krankenhauschaos erleben...

Scrubs jeden Dienstag um 2145 auf ProSieben Beginn der 2. Staffel: 24. Februar 2004 um 2225


Studiengebühren - Ein Leserbrief Benedikt Bader

Es ist mir ein Rätsel, wieso sich Parteien, die das Wort „Sozial“ im Namentragen, überlegen, Missstände im Landesbildungshaushalt auf dem Rücken derSchwächsten auszutragen. Diesmal sind die Studierenden diejenigen, denen manes ja ruhig zumuten kann, sie ein „[...] vertretbares Stück an den Kostenbeteiligen [...]“, so Thomas Goppel. Von 500 Euro pro Semester ist die Rede,auch die Zahl 2.000 Euro ist schon gefallen. In einer Stadt wie z.B. inMünchen, in der die Lebenshaltungskosten mit die höchsten in ganzDeutschland sind fallen hundert Euro im Monat mehr ja auch nicht auf. Wirsind schliesslich Studierende, die den ganzen Tag nichts anderes tun alsspät aufzustehen und die ganze Nacht zu feiern. Sagen zumindest dielandläufigen Vorurteile. Und dass die Verdienste von studentischenHilfskräften an den Unis gerade diesen Sommer erst von über 10 Euro um gute20 Prozent auf eine Höchstsumme von 8 Euro und 2 Cent runtergekürzt wurdensteht ja auf einem ganz anderen Blatt. Weniger Verdienst, dafür mehr zahlen? Das ist doch ungerecht mag man sichdenken. Natürlich nicht, schliesslich soll es ja zinsgünstige Darlehen gebenund man muss ja erst viel später alles zurückzahlen. Dann nämlich, wenn wirals fertige Akademiker das grosse Geld verdienen. Dann können wir jaberuhigt sein. Achja, BAFöG haben wir ja auch noch bezogen, um uns dieUnterkunft und die Verpflegung während des Studiums leisten zu können. VomHöchstsatz, der um die 450 Euro liegt, kann man sich in München immerhin einZimmer in einer Wohngemeinschaft inklusive Nebenkosten leisten. Brauch manauch, weil die günstigeren Studentenwohnheime hoffnungslos überfüllt sind,was einem Architekten letztes Jahr einen Sonderpreis eingebracht hat. Er hateinen Wohncubus für Studierende entworfen, der auf 5 qm Grundfläche allesbietet was ein Studierender zum Leben braucht: ein Bett, eine Schreibbar,eine Dusche, drei Kleiderhaken, ein Waschbecken und zwei Kochplatten. Undeinen extra Stuhl, damit man auch Gäste in seinen 5 qm Cubus einladen kann.Und mehrere dieser Würfel lassen sich auch noch auf einen Haufen stapeln.Wie praktisch. Spielen wir das doch mal durch. Ich bin Medizinstudent im 10. Semester. AusGründen, die ich nicht beeinflussen konnte, können es sich meine Elternnicht leisten mir mein Studium zu finanzieren. Weil

Meine Freunde und ich

Ein Tag im Leben eines Kranken Morgens, wenn ich aufwache und der Küstennebel sich allmählich lichtet und mein Rachengold die Stimme spült, frühstücke ich erstmal mit meinem alten Kumpel Jim Beam. Dann dauert’s auch nicht mehr lang, bis unser gemeinsamer Freund Rémy Martin, der alte Bärenjäger und notorische Zu-Spät-Kommer, sich endlich dazugesellt. Zusammen gehen wir dann auf Bärenfang und zu Mittag gibt’s dann was Deftiges in Jack Daniels Blockhütte. Bis dahin sind sie alle da, meine Freunde: John Haig, John Jameson, J & B und die anderen Desperados. Nur Laurent Perrier, der kleine Feigling, hat mal wieder nicht genug Mumm sich mit uns abzugeben. Naja, muss er selber wissen... Und wie der Tag dann geht, kommt zuletzt noch Johnnie Walker. Und weil man als Student noch geringe Ansprüche stellen muss, füllen wir unser Abendprogramm mit Dirty Harry und begnügen uns dann mit der neuesten Unicum und Ramazzotti.

ich aber besondersfleissig bin, werde ich mein Studium höchstwahrscheinlich in Mindestzeitabsolvieren können. Also 12 Semester mal 450 Euro im MonatAusbildungsförderung statten mich schon mal mit satten 32.400 Euro Schuldenauf meinem Konto aus, wenn ich fertig bin. Gehen wir weiter von einemhypothetischen „Bildungsbeitrag“, wie es Herr Herrmann von der TU nennt, inHöhe von 500 Euro pro Semester aus, addieren sich für 12 Semester weitere“vertretbare“ 6.000 Euro zu einer Gesamtsumme von 38.400 Euro Schulden am Endemeines Studiums. Habe ich was vergessen? Ach, gegessen habe ich die ganzen12 Semester ja noch gar nichts, ich trage immer noch die gleiche Jeans wieim ersten Semester, beim MVV fahre ich schwarz und als Medizinstudent istdas letzte Jahr über Vollzeitpraktikum im Krankenhaus, das diesmal statt mit8 Euro und 2 Cent gleich mal mit erfrischenden 0 Euro pro Stunde bezahltwird. Nebenher arbeiten wird da knapp. Naja, man kann ja den Patienten dasMittagessen klauen. „Essen Sie das noch Frau Blumel...?“. Glücklicherweise habe ich Medizin studiert und habe gute Aussichten auf eineAnstellung nach dem Studium. Ein Freund von mir ist Dipl. Designer (FH) undein sehr gutes Beispiel dafür, dass Akademiker nicht immer besser gestelltsind. Wie lange er brauchen würde um knappe 40.000 Euro Schuldenzurückzuzahlen weiss ich nicht. Bis zum Renteneintrittsalter hätte er essicher geschafft. Da darf er dann aber feststellen, dass Studienzeiten nichtmehr auf die Rente angerechnet werden können, wie es in naher Zukunftbeschlossen werden soll. Letztes Semester ist eine Komillitonin schwanger geworden. Ihr Freundstudiert auch. Einer von beiden wird sicher für ein halbes Jahr das Studiumwegen des Babys unterbrechen müssen. Sind wir mal froh, dass Herr Goppel diesoziale Ungerechtigkeit aus der Welt schaffen will, dass Kindergartenplätze100 Euro und mehr im Monat kosten, aber das Studium umsonst bleibt. Lieberfür beides zahlen. Das ist dann gerecht! Nicht wahr, Herr Stoiber? Ichnehme Sie beim Wort: „Die Grundfinanzierung staatlicher Hochschulen mussAufgabe des Staates bleiben. Dazu werden auch in Zukunft keineStudiengebühren herangezogen.“ [Edmund Stoiber, Bundestagswahlkampf 2002]

Auflösung

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Studiengebühren und Alkoholiker

www.fachschaft-medizin.de/synapse

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Mehr dazu in Synapse Nummer 47 (Mai 2003)

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Alkoholsucht ist eine Krankheit! Auch Mediziner sind betroffen.

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des Rätsels auf Seite 16


Mit Sicherheit verliebt vom MSV-Team der TU München

Aber gut, dass wir drüber geredet haben... ein Bericht vom MSV-Basisworkshop

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Wo soll ich anfangen? Vielleicht bei Becci, die mich wochenlang belagert hat, dass ich unbedingt zu diesem Workshop muss? Weil es mir sooooo gut gefallen würde..., weil mir das ganze Projekt sooooo gut gefallen würde, und weil ich überhaupt sooooo gut dazu passen würde... Was wusste ich vorher? Dass ich das Projekt an sich klasse finde. Darüber muss man ja auch kaum streiten. Aber ich in so einem sozialpädagogischen Workshop? Ich hasse doch diesen Kram. Lass uns drüber reden. Ich bin ok du bist ok, aaaarrrrgghhhh... Und außerdem in 2 Wochen Pathotestat... eh keine Zeit.... Irgendwann habe ich nachgegeben. Und bin hingegangen. Und bin sehr froh drüber. Ich muss nämlich sagen, dass dieser Workshop, so viele Vorurteile ich anfangs hatte, sich zu einem echten Erlebnis entwickelt hat. Aber schön der Reihe nach. Ich komme also da hin und was sehe ich? SOZIALPÄDAGOGEN!! Also welche, denen man schon von weitem ansehen kann, dass sie Sozialpädagogen sind! Wisst ihr, was ich meine? Und ich denke mir: das kann ja heiter werden. Der Workshop fängt an, und wir machen ein Kennenlernspiel. Jeder sagt seinen Namen und ein Lebensmittel, das mit dem gleichen Buchstaben anfängt, dann werfen wir uns einen schnuckeligen kleinen Ball zu und lernen Namen. Und Hannah Haferflocke denkt sich: „lasst mich raus hier!!! Gleich!!!“ Na gut. Ich hatte auch das ohne bleibende Schäden überstanden. Wie geht’s weiter? Selbstreflexion. Sexualpädagogische Spiele. Ach ja, fast vergessen, die Gruppenregeln: andere ausreden lassen; von „ich“ reden, nicht von „man“; andere nicht auslachen; und nicht zu vergessen: alles ist freiwillig.

Und irgendwann, ich glaube, sogar noch am ersten Abend, musste ich feststellen, dass mir das ganze Spaß macht. Dass ich anfange, mich in der Gruppe wohl zu fühlen, und die Gruppenregeln als etwas sinnvolles sehe. Nicht, dass irgendjemand versuchen würde, sie zu verletzen, aber ich bin einfach so froh, dass sie da sind. Und das Reden über Sexualität, das mir bisher immer so leicht gefallen ist? Ist gar nicht mehr so einfach, wenn mans plötzlich ernst nimmt. Und mit wildfremden Leuten drüber r e d e t . Wildfremd? Oder sind die vielleicht gar nicht mehr so wildfremd? Wir kennen uns doch noch gar nicht so lange. Aber erstaunlich. Ein paar von denen würde ich inzwischen ja fast als Freunde bezeichnen. Gibt’s das denn? Habt ihr das Gefühl, dass ich fantasiere? Ein bisschen ging es mir auch so. Ich konnte es ernsthaft kaum glauben. Dass mir das hier gefallen sollte? Mir? Dieses Zeug? Aber es half kein Leugnen und Flehen. Ich hatte Feuer gefangen. Und fand am Sonntag abend, dass ich noch selten ein von vorne bis hinten so gelungenes Wochenende erlebt habe. Wollt ihr auch mal sowas erleben? Oder wollt ihr mir beweisen, dass ich unrecht habe und nur Blödsinn daherrede? Kein Problem. Vom 7.-9.11. ist in Heidelberg Workshopwochenende. Es gibt einen „Mit Sicherheit verliebt“ Schnupperworkshop und viele andere interessante Sachen. Wer mitkommen will wende sich einfach vertrauensvoll an seine Fachschaft oder an muenchen@sicher-verliebt.de.

Mit Sicherheit verliebt

Was ist MSV? Mit Sicherheit verliebt (MSV) ist ein Aufklärungsprojekt, ins Leben gerufen von der Fachtagung Medizin (Zusammenschluss aller Medizin-Fachschaften Deutschlands). Das Ganze funktioniert so: durch peer education („Erziehung durch Gleichaltrige“) werden Schüler von Medizinstudenten aufgeklärt. Alles, was man im schwierigen Alter wissen will, wird von Studenten erzählt. Das funktioniert meist besser als die Aufklärung durch den Biolehrer, da hierbei auch eine Art Vertrauensbasis geschaffen wird. Das bereitet viel Spaß und man leistet dadurch auch sinnvolle Arbeit - denn man mag es kaum glauben, wie wenig so manche Jugendliche doch wirklich wissen, was in der wunderbaren Welt des Sex so alles vor sich geht... Mitmachen? Aber gerne...

muenchen@sicher -verliebt.de muenchen@sicher-verliebt.de


Tattoos - Kunst am Körper oder Chemiedeponie? Jeanette Opitz

Vier Stunden lang Millimeterarbeit und stechende Schmerzen, dann ist es vollbracht! Das Tattoo als individuelles Markenzeichen, ein Symbol als Ausdruck der Persönlichkeit, ist in Fleisch und Blut übergegangen. Tätowierungen haben mittlerweile Kultstatus: Sie sind ein ultimativer Körperschmuck geworden, sichtbar oder versteckt, echt und langlebig oder nur als Abziehbild. Die exotische Herkunft und alte Tradition vieler Tattoo-Motive erheben diesen Trend sogar zur Kunstform: Tattoos sind Kunst am Körper und können den Körper sogar selbst zum Kunstwerk machen. Doch wer „schön“ sein will, muss leiden – dieser alte Spruch gilt auch für Tattoos. Etymologisch (Etymologie = Herkunft eines Wortes) kommt das Wort „Tätowierung“ nämlich von Tatuieren, das vom tahitischen Wort „tatau“ abstammen soll und „Wunden schlagen“ bedeutet. Damit haben die Männer Tahitis Schmerzresistenz und Status demonstriert. Diese Technik bewirkt eine dauerhafte Einlagerung von Farbpigmenten in die Haut, die ein bestimmtes Bild oder Muster ergeben.

So wird´s gemacht Flüssige Farben für den Körperschmuck werden durch elektrische Spezialgeräte mit feinen Nadeln unter die Haut befördert. Ähnlich wie bei einer Nähmaschine können sich die angelöteten Nadeln einige tausend Mal auf und ab bewegen. Während dieser Bewegung kann man die Tätowiermaschine wie einen Stift über die Haut ziehen. Die Farbflüssigkeit wird durch Kapillarwirkung zwischen den sehr feinen Nadeln gehalten. Die Farbe gelangt entlang der einstechenden Nadel in die Oberhaut (Epidermis) und in die zweite Hautschicht, die Lederhaut (Dermis). Die Farbpigmente werden ausschließlich in der Lederhaut eingelagert. Bis die durchtrennten Hautschichten wieder zusammengewachsen sind, ist die Tätowierung eine richtige Wunde, die verheilen muss.

Gefahr für die Gesundheit?

aus der neuen Zeitschrift „life+science, Giesel Verlag Ausgabe 1/2003 (Oktober 2003) www.lifeandscience.de

Wer lieber auf Tattoos verzichten sollte Absolut tabu sind Tätowierungen übrigens für Leute unter 18 Jahren, es sei denn, man hat das Einverständnis der Eltern. Gefährlich werden sie für Diabetiker und für Menschen, die unter Infektions- und Bluterkrankheiten leiden oder blutverdünnende Mittel einnehmen müssen.

Das richtige Studio Wer nicht zu dieser Risikogruppe zählt und sich ernsthaft zur Tätowierung entschlossen hat, der sollte sich ein Studio suchen, das einen hygienisch sauberen und hell ausgeleuchteten Arbeitsplatz hat. Die Instrumente müssen unbedingt steril sein, da man sich sonst Infektionskrankheiten wie Hepatitis B oder C holen kann. Überall, wo man mit Blut in Berührung kommt, müssen einfach bestimmte Standards sein – wie beim Zahnarzt auch: Latexhandschuhe, Sterilisationsgerät für die benutzten Nadeln und separat abgefüllte Farbmengen. Sicherheitshalber sollten Einmalnadeln benutzt werden.

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Tattoo-Pflege Der Vorgang des Tätowierens ist meistens schmerzhaft und hinterlässt eine pflegeintensive Wunde. Wegen der Infektionsgefahr sollte die geschädigte Haut auf keinen Fall angefasst werden. Man muss darauf achten, die Wunde feucht und sauber zu halten und möglichst nicht mit Chlorwasser oder anderen reizenden Flüssigkeiten in Kontakt zu bringen. In der Regel ist die Wunde nach zehn Tagen nicht mehr empfindlich, dennoch sollten direkte Sonnen- oder UV-Strahlen durch Solarien noch weitere drei Wochen vermieden werden, da die Haut bereits nach kurzer Zeit mit heftigen allergischen Reaktionen auf diese Reizungen reagieren kann. Tattoo- Farben sind sehr lichtempfindlich: Enthält ein Farbstoffmolekül eine Doppelbindung, kann der Farbstoff eine trans-(E)- oder eine cis-(Z)-Form einnehmen. Energiereiche UV-Strahlen können den Switch von der trans(E)- in die die cis-(Z)-Form auslösen. Dieser Vorgang wird als photoinduzierte Isomerisierung bezeichnet. Weil die Lichtbrechung je nach Form variiert, kann sich damit auch die Farbe ändern. Also entweder Sonne meiden oder zumindest Sunblocker benutzen! Letztendlich muss jeder selbst Pro und Kontra eines Tattoos abwägen – auch unter dem Zeitaspekt: Was sagt der spätere Partner zum Namen der Ex auf Brust oder Arm? Oder ist ein gelber Bart Simpson auf dem Po in 30 Jahren noch glatt erkennbar?

Tattoos - Kunst am Körper oder Chemiedeponie

Keine Frage, ein individuelles Tattoo, das im Sommer unter dem Shirt hervorblitzt, ist schon cool. Doch wie gefährlich ist diese Form der Body Art? Was macht man, wenn das Motiv nicht mehr „in“ ist? Tattoos können durch Laserbehandlungen auch wieder entfernt werden. Doch das ist nicht ganz unkompliziert und bis zu zwanzigmal teurer als das Auftragen der Farben. Außerdem können dauerhafte Hautverfärbungen und unter Umständen sogar carcinogene (Krebs erregende) Stoffe zurückbleiben. Wissenschaftler der Universität Regensburg haben mit von Laser behandelten Farbstoffresten unter der Haut experimentiert und identifizierten bei Tattoo-Pigmenten toxische und erbgutschädigende Substanzen wie Dichlorbenzol und Methylnitroanilin. Der Abbau dieser gesundheitsschädlichen Substanzen nach einer Lasertherapie belastet natürlich den Organismus. Leider sind Herkunft und Zusammensetzung vieler Tattoo-Farben nicht immer bekannt. Besonders haltbare Farbstoffe sollen angeblich sogar aus der Autoindustrie stammen und toxische Eigenschaften haben. Auch die so genannten „Azofarben“ (Strukturmerkmal Azogruppe –N=N–, verbindet zwei Aromaten- Reste) sind zwar besonders haltbar, einige von ihnen gelten aber als Krebs erregend, weil sie Amine im Körper freisetzen. Aromatische Amine sind Verbindungen, bei denen ein oder mehrere aromatische Kohlenwasserstoffreste an ein Stickstoff-Atom gebunden sind. Die aromatischen Amine sind stark giftig und carcinogen. In Deutschland sind viele Azofarben daher für Bedarfsgegenstände wie Textilien, Schmuck oder Kosmetikartikel verboten. Da jedoch TattooFarben bisher keiner einheitlichen Einordnung in kosmetische oder medizinische Produkte unterliegen, fallen sie auch nicht unter die Verbote. Einige zugelassene Lebensmittelfarben, zum Beispiel

Gelborange-S , sind übrigens Azofarbstoffe. Bei der Auswahl der Farben sollte man daher auf Farben mit europäischen Prüfnummern zurückgreifen. Mit Vorsicht sind auch genannte Biosubstanzen zu genießen: In ihnen können Schwermetalle wie Nickel enthalten sei. Dem als „harmlos“ geltenden Henna kann der schwarze Farbstoff Paraphenylendiamin (PPD) beigefügt sein. Diese Aminoverbindung ist außerordentlich gesundheitssch��dlich. In Kosmetikprodukten ist PPD in Deutschland verboten, doch in importierten Farben könnte PPD enthalten sein.


Anatomische Kreuzworträtsel Redaktion Synapse

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Endothelzellen synthetisieren u.a. Leukozyten... Im Knochenmark des Erwachsenen entstehen ...zyten Der M. infraspinatus wirkt bei der ...duktion im Schultergelenk mit Das Promontorium findet man am Paries ... der Cavitas tympani Basophile Granulozyten sezernieren es Der Ductus ... führt die Lymphe aus der unteren Körperhälfte Das Kammerwasser fließt durch den ...-Kanal im Kammerwinkel ab Die A. rectalis superior entspringt im Regelfall aus der A. ... Mitochondrien enthalten in stoffwechselaktiven Zellen besonders viele Der M. ...membranosus ist an der Begrenzung der Fossa poplitea beteiligt Der Nachweis dieser Substanz eignet sich am besten für eine Entscheidung, ob nicht muskuläre Zellen mesenchymaler Herkunft Im Meatus acusticus internus liegt u.a. das Ganglion ... Die A. ovarica bildet eine Anastomose mit der A.... Die Corpora cavernosa penis sind mit den ... penis beidseitig am Schambein befestigt Herzmuskelzellen sind durch sie verbunden 1 2 P e r i k a r y a serotoninerger Neurone kommen im ...encephalon vor 5 Von der Placenta sezerniertes Hormon Die Azinuszellen 10 des exokrinen Pancreas sind durch ... Junctions funktionell gekoppelt

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Ein Plexus choroideus befindet sich in der ... des vierten Ventrikels Der N. radialis windet sich um ihn Die Nn. supraclaviculares verlaufen ...kutan am Hals Die Granulosazellen des Ovars bilden ihn Der Ductus cochlearis wird durch die Lamina basilaris von der ... tympani getrennt Die Resorption von Glucose im Dünndarm erfolgt durch ...gekoppelten Transport von Glucose an der apikalen Plasmamembran der Enterozyten Die lateralen Kleinhirnhemisphären projizieren auf den Cortex im wesentlichen auf die Areae ... (Zahl ausschreiben) und 6 Die A. uterina verläuft im Lig. ... Beide ... entspringen im Regelfall unmittelbar oberhalb der Aortenklappe aus der Aorta ascendens Der N. vagus verlässt den Schädel durch das Foramen ... Plasmazellen produzieren es Die V. ... superior geht aus der Vereinigung der beiden Vv. brachiocephalicae rechts hinter dem ersten Rippenknorpel hervor Die A. ... verläuft in der tiefen Beugerloge des Unterschenkels

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Kreuzworträtsel Anatomie

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Weitere Anatomische Rätsel gibt es im gleichnamigen Buch von Herbert Lippert und Wunnna LippertBurmester aus dem Urban & Fischer Verlag (jetzt Elsevier Verlag). Die Lösung zu diesem Rätsel hier findet sich auf Seite 13

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© Lippert, 2002; Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags


Synapse 49