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Feelgood’s news Dezember 2016

LOB AUF DIE LANGSAMKEIT! ENTSCHLEUNIGEN IN HEKTISCHER ZEIT SINGEN MACHT GLÜCKLICH © gettyimages

PROBIOTIKA – DIE KLEINEN HELFER


EDITORIAL

Oh du fröhliche

Weihnachtszeit! Liebe Leserin, lieber Leser In dieser Ausgabe:

bummeln. Oder einfach abschalten und bei Kerzenlicht und einem Orangenpunsch TIPP S & TRIC

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Verdauungsproblemen

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vorbeugen

Während der Wintermonate Sie Verdau ungsprobleme steht oft eher schwer e Kost auf dem n vor, indem Sie möglichst Speiseplan. Sie auf Ihre mit Beugen Essgewohnhei Kauen die Verdau Genuss und nehme n Sie sich ten achten ung an. Verwen : Essen ziehen Sie den Sie möglic Zeit dafür. Dabei regt faserreiche ausgieb hst frische, Kost sowie vor. Bauen natürliche Produk iges Vollkornprodu Sie auch im kte den raffinie Winter viel te und Sie pflanzliche Obst und rten Fertigp rodukten Tipp: Fenche Nahrungsmittel den tierisch Gemüse in den Speisep ltee eignet lan ein. Ziehen en vor und sich gut zur trotz gesund reduzieren Vorbeu er Ernährung Sie sollte sich in unter wieder gung von Magen-Darm- Fetthaltiges. der Apothe ke entsprechend kehrenden Verdauungspr Störungen. Wer oblemen leidet, beraten lassen.

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es Ihnen nicht anders als den meisten Menschen, die gerade in der Vorweihnachtszeit noch mehr durchs Leben hetzen als sonst. Auf ihrem Programm stehen etwa

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auch zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen, sodass die herbeigesehnte © shutter

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Wer kennt das Rasierklingen) nicht – Blisterverpack ungen (Sichtv , die sich nur kaum ausdrü erpack schwer öffnen cken lassen lassen, Creme ungen aus Plastik, zum oder «kinde Reinigungsmit Beispiel für rsichere Versch s in Tuben und Verpac teln, die vor Öffnen grosse kungen, die allem älteren lüsse» bei Hustensäften sich Menschen, Messer, Schere Probleme bereiten. In deren Kraft und chemis in den Händen chen ihrer Verzwe oder gar Schrau iflung Folgen haben! nachlässt, beim benzieher. Zwar gibt es Das birgt Verletz greifen manche zu oder verschw Werkzeugen heutzutage eissten Plastik nützliche, kleine ungsgefahren und wie kann schmer und alte Mensch hüllen, Helfer zum zhafte Öffnen von en ein Problem trotzdem sind widersp in Wädenswil Dosen, Flasche enstige Verpac . An der Zürche suchen Forsch n kungen r Hochschule idealen Verpac erinnen und für angewandte gerade für ältere kung – und Lösungen wird beziehen dabei Forscher im Rahmen eines EU-Pro Wissenschaften also gearbe Seniorinnen gramms nach itet! und Seniore der n mit ein. An entsprechende n

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die Seele baumeln lassen. Sieht bei Ihnen die Adventszeit anders aus? Dann geht

Geschäftsessen, Adventsapéros und Geschenke besorgen. Ja, der Dezember kann

Treibgasbetrie bene Dosierbei Asthma Aerosole (DA) die bevorzugte mit einer vorges sind die meiste Verabreichungs n in der Schwei art für die zu chalteten Kammer (Space Trotzdem inhalierenden z erhältlichen r) ist es wichtig Medikamente. sind DA nicht mit , den Füllsta Sprühstösse Leider einem Dosiszä nd den Therap hler ausges ieerfolg – vor des Dosier-Aerosols Bei Sprays tattet. zu kennen zur Anwendung allem bei einem , damit «leere» Eine solche nach Bedarf Asthma-Anfa Liste kann ll – nicht man beispie ist deshalb eine Strichli Nachdem die ste oder Ähnlich gefährden. lsweise über maximal entneh die Notizfu Dose. Bei Sprays es sinnvoll. mbare Zahl nktion des an zur regelm Handys Verordnet ässigen Benutz Hüben erreicht ist, sind zweima entsorgt man führen. ung kann man l täglich die Packung die leere das Datum bei vorschriftsgem zwei Hübe. Die Kartusc ermitteln. Beispie oder auf der he enthält l: Packung vermer ässer Anwendung 50 200 Hübe. Tage. Das «Endda Somit reicht kt und am betreffenden tum» wird im Tag die leere Kalender Dose entsorg t.

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Besinnlichkeit manchmal auf der Strecke bleibt. Gönnen Sie sich in solchen Situationen trotzdem etwas Musse. Schaffen Sie sich Inseln im Alltag, ganz nach der Devise: Lob der Langsamkeit! Ideen dazu finden Sie ab Seite 5.

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Gemeinsames Singen macht nicht nur Spass, es hat zudem eine derart positive

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Wirkung auf unser Gemüt, dass es zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wird. en

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TIPPS aus Ihrer Ap otheke

Stefanie Wies

FG news

Dezember

2016

Musikwissenschafter Gunter Kreutz beschäftigt sich seit Jahren mit den Auswirkungen des Singens auf Wohlbefinden und Gesundheit. Er verrät, warum Singen glücklich macht – und zwar nicht nur an Geburtstagen oder zu Weihnachten. Mehr

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Familie und Freunde einladen. Sich Zeit nehmen, um über den Weihnachtsmarkt zu

dazu in unserem Artikel ab Seite 9. Frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Wie jedes Organ braucht mit Vitalsto auch das Auge eine ffen und Schutz gute Versorg wichtig sind vor Überbe ung die Vitamin anspruchung. e A, B, C Selen und Besonders und E, die Zink sowie Spurenelemen die Carotin Bei starker oide Lutein te Sonneneinstrah und Zeaxan UV-zer tifiziert lung sollte thin. man die Augen en Sonnen brille schütze Schlaf und mit einer einem tägliche n und ihnen mit genüge sig Ruhe und n Spaziergang nd Entspannung in der Natur gönnen. regelmäs­

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Ihre Apothekerin, Ihr Apotheker Die nächste Ausgabe erscheint im Januar 2017. Herausgeber und Anzeigen: Winconcept AG, Untermattweg 8, 3027 Bern, Tel. 058 852 82 00, contact@ winconcept.ch; Projektleitung, Koordination und Gestaltung: STO Pharmawerbung AG, Gallusstrasse 33a, 9501 Wil; Chefredaktion: Christina Bösiger, STO Pharmawerbung AG, Wil; Druck: pmc, Oetwil am See; Adressänderungen: Bitte wenden Sie sich an Ihre Feelgood’s Apotheke. Weitere Themen wie auch das aktuelle Magazin finden Sie zudem unter: www.feelgoods-apotheken.ch Hinweis zu Weblinks und Buchempfehlungen: Alle Weblinks und Buchempfehlungen, die in den Beiträgen aufgeführt sind, werden bei Redaktionsschluss bezüglich Verfügbarkeit getestet. Allfällige spätere Änderungen der Verfügbarkeit bleiben vorbehalten.

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Aktuell

Entschleunigung in hektischer Zeit

INHALT

5 Aktuell

Entschleunigung in hektischer Zeit

9 Feelgood’s Viva

Ein Hoch auf das Singen

12 SMS-Wettbewerb 13 Tipps & Tricks 15 Beauty

Frischekick für die Augen

19 Im Fokus

Weshalb hustet man?

21 Andersrum betrachtet

Wenn Kunst heilen hilft

25 Rätsel Beauty

15

Frischekick für die Augen

Sudoku

27 Gewusst warum?

Warum sehen wir manchmal Punkte?

28 Experten antworten

Probiotika – die kleinen Helfer

31 Weihnachtsgedicht 32 Aus dem Leben

Spiel, Sex und Shopping

34 Tour Helvetica

Alle Jahre wieder …

36 Apotheke heute

28

Experten antworten

Probiotika – die kleinen Helfer

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Entschleunigung

in hektischer Zeit Ein «Lob der Langsamkeit» zu verkünden, ­erscheint heute fast schon unanständig. Die Langsamkeit steht im Gegensatz zu fast allem, was derzeit angestrebt und erwartet wird. Ein «entschleunigtes» Leben ist aber nicht nur gesünder, sondern oft auch ­effizienter.

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Nicht nur im Sport muss es immer schneller gehen, sondern auch in der Arbeitswelt: Der Geschäftsleiter oder die Geschäftsleiterin – heute oft auch CEO genannt – muss schneller sein als die Konkurrenz. Und auch in den unteren Rängen müssen immer weniger Leute in immer kürzerer Zeit immer mehr Aufgaben bewältigen. Wenn unter solchen Umständen jemand zur Langsamkeit aufruft, scheint es, als wolle er oder sie absichtlich Sand ins Getriebe unserer Gesellschaft streuen.

Zugegeben: Das ist hier auch die Absicht. Nicht nur, weil dauernde Hetze und Stress schädlich für das Wohlbefinden und die Gesundheit jedes Einzelnen sind, sondern weil ein Aktivismus rund um die Uhr auch der Gemeinschaft (der F ­ amilie, dem Unternehmen, dem Staat) nicht gut tut. Gründe gäbe es in diesem Zusammenhang mehrere zu er­ wähnen: Zum einen widerspricht ein dauerndes Drehen im Hamsterrad der Natur, denn Ein- und Ausatmen, Tag und Nacht, Wachzustand und Schlaf – alles braucht seinen Aus­ gleich. Wer immer nur rennt, ohne von Zeit zu Zeit inne­ zuhalten, um zu überlegen, ob die Richtung noch stimmt, landet irgendwann ausgebrannt im Abseits. Ein Ding «langsam» anzugehen, wenn sich die Welt rundum immer schneller dreht, ist allerdings nicht einfach. Und es scheint, zunehmend schwieriger zu werden. Beobachten wir die technische Entwicklung, stellen wir fest, dass immer mehr Systeme, Geräte und Apps entwickelt werden mit dem einzigen Ziel, Zeit zu gewinnen. In absehbarer Zukunft

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wird wohl jeder Kühlschrank dem Grossverteiler automa­tisch melden, wann das letzte Joghurt gegessen ist. Der Lieferant – vielleicht ein Roboter oder eine Drohne? – wird den neuen Vorrat dann über Nacht frei Haus liefern.

Aktivismus ist “  weder für den Einzelnen noch für die Gemeinschaft gut.

Multifunktionalismus ist nicht effizient Solchen Erfindungen zum Trotz hat wohl niemand das ­Gefühl, er oder sie habe heute mehr Zeit als unsere Gross­ mütter, die anno dazumal das Gemüse selbst gerüstet und das Geschirr noch von Hand abgewaschen haben. Oder als die Eltern, die ihre Kleider nicht im Internet bestellt, sondern im Fachgeschäft anprobiert und ausgewählt haben. Ein Irr­ tum ist es auch zu glauben, man spare Zeit, indem man mehrere Tätigkeiten zur selben Zeit ausübt. Die Mutter, die ihr kleines Kind in die Wanne steckt und gleichzeitig das Ba­ dezimmer putzen will – oder am Handy mit ihrer Freundin die aktuellsten News austauscht. Überhaupt, das Smart­ phone: Junge Leute sind Meister darin, gleichzeitig ein Video anzuschauen, einen Facebook-Kommentar zu posten, zwi­ schendurch zu telefonieren und einen Hamburger zu verputzen. Es sei die Behauptung aufgestellt, dass ein solcher Multifunktionalismus nicht nur schädlich für Körper und Geist, sondern auch ineffizient ist. Man hat zwar vieles gemacht, aber nichts richtig. Die künstliche Hektik führt zu einer nervösen Verzettelung und am Ende des Tages sind die Betreffenden erschöpft und wissen nicht einmal mehr, wohin die Zeit verflogen ist. Lesen Sie in der Box, wie Sie Ihr Leben etwas «entschleuni­ gen» und dadurch die Lebensqualität verbessern können. 

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Urs Martin

Lassen Sie keine Hektik aufkommen! Besser: Eins nach dem anderen tun – dies dafür richtig und bewusst.

TIPPS aus Ihrer Apotheke Inseln schaffen

wenn Sie unter der täglichen Das könnte Ihnen weiterhelfen, Hek tik leiden: chwort: «Gott hat die Zeit  Erinnern Sie sich an das Spri er nichts gesagt!» ­erschaffen, aber von der Eile hat und Ihre Bedürfnisse – ent­  Schaffen Sie Zeitinseln für sich weder fest eingeplant oder spontan. dene Produkte zur Wahl, die  In der Apotheke stehen verschie zufahren und sich vom dazu beitragen, das Tempo herunter reicht von entspannenden Stress zu erholen. Das Angebot en bis zu wohltuenden Badezusätzen über duftende Kerz nicht genügt, können Kräu terteemischungen. Wenn das anderen Zutaten helfen, ­Heilmittel aus Baldrian, Hopfen und Schlaf zu kommen. zur Ruhe und zu einem erholsamen

Aktuell | 7


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FEELGOOD’S VIVA

Das Gemeinschaftserlebnis des Chorsingens führt zu Wohlbefinden für Geist und Körper, zu Gefühlen der Geborgenheit und des Selbstwertes.

Ein Hoch

auf das Singen

Die Stimme ist das erste und vielfältigste ­Musikinstrument des Menschen. Dieses ­gemeinsam mit anderen in einem Chor ein­ zusetzen, fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden. Das berichten nicht nur ­Sängerinnen und Sänger, auch wissenschaft­ liche Erkenntnisse untermauern es.

Mit der Stimme ist es möglich, mit anderen Menschen Kon­ takt aufzunehmen. Forscher gehen davon aus, dass Sprechen und Singen sich seit frühesten Zeiten der Menschheit parallel entwickelt haben. Das Singen wirkt durch den grösseren Tonumfang intensiver und emotionaler. Die Mutter, die ihr Kind beruhigt, die Wirkung der Stimme bei der Partner­ wahl oder bei Gruppenanlässen sind Beispiele dafür. Die Stimme ist somit das Instrument, das für den Menschen die un­mittelbarste Beziehung zur Musik und deren emotionaler Wirkung herstellen kann.

Jeder Mensch hat eine unverwechselbare Stimme. Sie verrät viel über die Person: das Geschlecht, das ungefähre Alter, den Gemütszustand oder die Herkunftsregion. Die für die Lauterzeugung wichtigen Organe, die Stimmbänder im Kehl­ kopf, befinden sich an einer interessanten Position ­zwischen Gehirn und Körper. Diese anatomische Tatsache steht sinn­ bildlich für die Verbindung von Körper und Geist, die im Klang der Stimme offenbart wird.

Singen macht glücklich Singen ist also die natürlichste Sache der Welt. Zwar naht Weihnachten und damit die Zeit, in der auch Menschen ­wieder einmal singen, die es sich sonst nicht zutrauen. Aber im Alltag wird wenig und schon gar nicht öffentlich gesun­ gen, meist aus Angst, sich beim Singen zu blamieren, die Töne nicht zu treffen oder keine gute Stimme zu haben. Fortsetzung Seite 11 >>

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Gezielte Hilfe bei Halsschmerzen > GEZIELTE ANWENDUNG > SCHNELLE AUFNAHME

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Diese Selbstbeschränkung bringt die Menschen um eine Chance, sich etwas Gutes zu tun. Denn Singen ist gesund und verhilft zu mehr Wohlbefinden. Viele Untersuchungen belegen, dass sich Chorsängerinnen und Chorsänger nach dem Singen besser fühlen. Doch auch wissenschaftliche ­Studien belegen positive Auswirkungen auf Körper und Geist. Singen hält die Stimme jung, kräftigt die Stimmbänder und die Lunge messbar. Auch das Immunsystem der oberen Atemwege wird gestärkt. Dies konnte der Musikwissen­ schaftler Professor Gunter Kreutz in einer Studie nachweisen.

Tipps zum Singen im Alltag ende Vorschläge: Professor Gunter Kreutz macht folg ettern – suchen Sie irgendwo  Summen, Singen, Trällern, Schm drucksweisen Ihre eigene zwischen diesen stimmlichen Aus wenigstens einmal täglich Singstimme und gebrauchen Sie sie her Tätigkeit. für ein paar Minuten, egal bei welc andere Menschen zum Singen;  Ermuntern und ermutigen Sie gesundem Humor auf reagieren Sie mit Wohlwollen und

Der Gesamtklang ist “  mehr als die Summe der Stimmen.” Durch das Singen steigt der Anteil an Immunglobulin A bereits nach kurzer Zeit deutlich. Dies ist ein Antikörper an den Schleimhäuten, der Krankheitserreger bereits beim Eindringen in den Körper bekämpft. Singen ist zudem wie ein «inneres Jogging»: Regelmässiges Singen erhöht die Herz-Kreislauf-Fitness. Doch auch auf die Psyche wirkt Singen positiv. Dass es glück­ lich machen kann, zeigt die Zunahme der «Glücks­hormone» Serotonin, Noradrenalin und der Beta-Endorphine. Die positiven Auswirkungen des Singens auf den Körper und ins­ besondere auf das Gemüt werden heute zunehmend in der Langzeitpflege und in der Betreuung von Demenzkranken eingesetzt. Oft reagieren diese Menschen noch auf Stimme und Musik, wenn die sprachliche Unterhaltung nicht mehr möglich ist.

Buchtipp: Warum Singen glücklich macht, Gun ter Kreutz, Psychosozial Verlag, 2014 , ISBN 9783-8379-2395-7

­falsche Töne. Ihrer Nähe, denen es geis tig,  Singen Sie mit Menschen in geht und hören Sie nicht ­seelisch oder körperlich nicht gut en bei Ihnen und Ihrem auf, bis sich ein Lächeln oder Lach ­Gegenüber eins tellt.

Die Steigerung im Chor Singen schafft Verbundenheit und liebevolle Gefühle. Wie Gunter Kreutz bei einem weiteren Versuch feststellen konnte, produziert das Gehirn beim Singen das «Liebes- und Kuschel­ hormon» Oxytocin, ein Hormon, das unter ­anderem bei der Geburt, beim Stillen und beim Sex aus­geschüttet wird. ­Gunter Kreutz sieht darin die wissenschaftliche Erklärung für das starke Gemeinschaftsgefühl, das Chöre auszeichnet und sie sozial so erfolgreich macht. Das Gefühl der Verbundenheit beim gemeinsamen Singen über alle Generationen hinweg gipfelt in der subjektiven Feststellung, dass der ­Gesamtklang des Chores mehr ist als die Summe der einzelnen Stimmen und dass auch Laienstimmen in der Gemeinschaft zu einem überragenden Ergebnis gelangen können. Deshalb: Nehmen Sie die Adventszeit zum Anlass, in der ­Familie oder in einer Gruppe gemeinsam zu singen und danach im neuen Jahr nicht damit aufzuhören! 

FG news Dezember 2016

Kurt Meyer

Feelgood’s Viva | 11


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(Beispiel: FGD A), CHF 0.80/SMS, oder senden Sie eine Postkarte mit der Antwort und Ihrer voll­ständigen Adresse an: Winconcept AG, SMS & Win, Untermattweg 8, 3001 Bern Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss für die Verlosung ist der 15.01.2017. Teilnahmeberechtigt sind in der Schweiz wohnhafte Personen. Ausgenommen sind die Mitarbeitenden von Feelgood’s Apotheken und deren Angehörige sowie im gleichen Haushalt lebende Personen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinnerinnen / Gewinner werden persönlich informiert. Umtausch der Preise sowie Baraus­zahlung sind ausgeschlossen.


n e m e l b o r p s g n n e u g u u e b a r o d v r e V

TIPPS & TRICKS

Während der Wintermonate steht oft eher schwere Kost auf dem Speiseplan. Beugen Sie Verdauungsproblemen vor, indem Sie auf Ihre Essgewohnheiten achten: Essen Sie möglichst mit Genuss und nehmen Sie sich Zeit dafür. Dabei regt ausgiebiges Kauen die Verdauung an. Verwenden Sie möglichst frische, natürliche Produkte und ziehen Sie faserreiche Kost sowie Vollkornprodukte den raffinierten Fertigprodukten vor. Bauen Sie auch im Winter viel Obst und Gemüse in den Speiseplan ein. Ziehen Sie pflanzliche Nahrungsmittel den tierischen vor und reduzieren Sie Fetthaltiges. Tipp: Fencheltee eignet sich gut zur Vorbeugung von Magen-Darm-Störungen. Wer trotz gesunder Ernährung unter wiederkehrenden Verdauungsproblemen leidet, sollte sich in der Apotheke entsprechend beraten lassen.

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Dosier-Aerosole:

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Treibgasbetriebene Dosier-Aerosole (DA) mit einer vorgeschalteten Kammer (Spacer) sind bei Asthma die bevorzugte Verabreichungsart für die zu inhalierenden Medikamente. Leider sind die meisten in der Schweiz erhältlichen DA nicht mit einem Dosiszähler ausgestattet. Trotzdem ist es wichtig, den Füllstand des Dosier-Aerosols zu kennen, damit «leere» Sprühstösse den Therapieerfolg – vor allem bei einem Asthma-Anfall – nicht gefährden. Bei Sprays zur Anwendung nach Bedarf ist deshalb eine Strichliste oder Ähnliches sinnvoll. Eine solche Liste kann man beispielsweise über die Notizfunktion des Handys führen. Nachdem die maximal entnehmbare Zahl an Hüben erreicht ist, entsorgt man die leere Dose. Bei Sprays zur regelmässigen Benutzung kann man das Datum ermitteln. Beispiel: Verordnet sind zweimal täglich zwei Hübe. Die Kartusche enthält 200 Hübe. Somit reicht die Packung bei vorschriftsgemässer Anwendung 50 Tage. Das «Enddatum» wird im Kalen­der oder auf der Packung vermerkt und am betreffenden Tag die leere Dose entsorgt.

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Wie viel Wirkstoff ist noch drin?

Auspacken

Wer kennt das nicht – Blisterverpackungen (Sichtverpackungen aus Plastik, zum Beispiel für Rasierklingen), die sich nur schwer öffnen lassen, Cremes in Tuben und Verpackungen, die sich kaum ausdrücken lassen oder «kindersichere Verschlüsse» bei Hustensäften und chemischen Reinigungsmitteln, die vor allem älteren Menschen, deren Kraft in den Händen nachlässt, beim Öffnen grosse Probleme bereiten. In ihrer Verzweiflung greifen manche zu Werkzeugen wie Messer, Schere oder gar Schraubenzieher. Das birgt Verletzungsgefahren und kann schmerzhafte Folgen haben! Zwar gibt es heutzutage nützliche, kleine Helfer zum Öffnen von Dosen, Flaschen oder verschweissten Plastikhüllen, trotzdem sind widerspenstige Verpackungen gerade für ältere und alte Menschen ein Problem. An der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wädenswil suchen Forscherinnen und Forscher im Rahmen eines EU-Programms nach der idea­len Verpackung – und beziehen dabei Seniorinnen und Senioren mit ein. An entsprechenden Lösungen wird also gearbeitet!

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BEAUTY

Frischekick

für die Augen

Tränensäcke, dunkle Augenringe und Falten vermiesen Ihnen den morgendlichen Blick in den Spiegel? Da gibt es genau zwei Möglich­ keiten. Entweder Sie gehen husch zurück ins Bett. Oder Sie beherzigen folgende Tipps für eine strahlende Augenpartie. Irgendwann sind sie da. Ob nach einer schlaflosen Nacht oder ab einem bestimmten Alter – kaum jemand wird von Falten verschont. Besonders früh entstehen sie um die Augen. Kein Wunder, schliesslich ist die Haut hier etwa zehn Mal dünner und sensibler als im Rest vom Gesicht. Ausserdem ist sie Tag für Tag Umwelteinflüssen, UVStrahlen und speziell im Winter trockener Heizungsluft ­ausgesetzt.

Gönnen Sie “  Ihrer Augenpartie die richtige Pflege.”

Vorbeugen statt behandeln Ganz ehrlich – sind die Falten erst mal da, gehen sie nicht mehr weg. Aber damit aus sympathischen Lachfältchen keine Krähenfüsse werden, sollten Sie schon früh – am besten in den Zwanzigern – anfangen, Ihrer Augenpartie Extra-Feuchtigkeit zu spenden. So vermeiden Sie Trocken­ heitsfältchen. Ab den Dreissigern regen zusätzliche Pflege­ produkte mit Vitaminen, Spurenelementen, Enzymen, Peptiden und Antioxidantien die Bildung von Kollagen und Elastin sowie den Zellschutz an, was den Alterungspro­ zess der Haut aufhalten soll. Augencremes sind leichter als die Gesichtspflege und werden rasch von der dünnen Haut aufgenommen. Sie enthalten in der Regel kein Fett,

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Und nicht zu vergessen: Die Gesichtsmimik. Lachen, run­ zeln, weinen, plus rund 10’000 Mal blinzeln pro Tag – das ist Hochleistungssport für die Haut und hinter­ lässt Spuren. Zu den Falten gesellen sich gerne dunkle Augenringe und geschwollene Lider. Damit Ihre Augenpartie möglichst lange jugendlich und frisch wirkt, hilft vor allem eines und das ist eine konsequente Pflege der Augenpartie.

Bei Augenringen handelt es sich um Kapillare, die durch die dünne Haut scheinen und beispielsweise durch Müdigkeit sichtbarer werden.

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TIPPS aus Ihrer Apotheke Machen Sie schöne Augen

weshalb sie auch nicht ins Auge wandern wie andere Pflege­produkte, die an der empfindlichen Augenpartie für Reizungen und Rötungen sorgen würden. Achten Sie auf einen ausreichenden Lichtschutzfaktor und tragen Sie an schönen Wintertagen, bei Schnee oder in der Höhe unbe­ dingt eine grosse Sonnenbrille.

eiden Sie Stress und gönnen  Schlafen Sie ausreichend, verm Pflege – Ihr Apothekerteam Sie Ihrer Augenpartie die richtige berät Sie gerne. hrung mit Vitamin A, Beta­  Achten Sie auf eine gesunde Ernä – oder fragen Sie in Ihrer carotin, Vitamin C und Vitamin B2 minpräparaten. Apotheke nach entsprechenden Vita Augenmasken, die in Form von  Gönnen Sie sich regelmässig ten Patches Schwellungen kühlenden Cremes oder getränk iv wirken gegen Schwel­ rnat und Rötungen mildern – alte Schwarzteebeutel auf den lungen auch abgekühlte, feuchte

Augenringe Ade

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Ihr Schlaf kommt zu kurz oder Sie haben viel Stress? Dann kennen Sie mit Sicherheit die dunklen Schatten um die Augen. Das beste Gegenmittel sind natürlich Schlaf und Er­ holung. Entspannung für zwischendurch bringt diese kleine Massage: Legen Sie Ihre Daumen in die inneren Augen­ winkel. Fahren Sie nun mit sanftem Druck nach aussen, Richtung Brauen. Mehrmals wiederholen. Als Sofortmass­ nahme ist Kaschieren erlaubt. Das gilt übrigens auch für den Mann! Machen Sie dazu Concealer und Abdeckstift zu Ihren Verbündeten. Wählen Sie beim Farbton einen heller als Ihren Gesichtston oder Ihr Make-up. Bei bläuli­ chen Schatten helfen gelbliche, bei bräunlichen rosafarbene ­Kaschierer. Und seien Sie sparsam beim Auftragen – sonst wirkt es schnell maskenhaft. Aber Vorsicht: Dunkle Augen­ ringe können auch medizinische Gründe haben – fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Apothekerin/Ihrem Apotheker oder Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt nach.

­Augenlidern. Die richtigen Augentropfen aus  Gerötete, übermüdete Augen? der Apotheke helfen. mit Sonnenschu tzfaktor und  Verwenden Sie Augencremes iger zu blinzeln. ­tragen Sie eine XXL-Brille, um wen

Geschwollene Augen Sogenannte Tränensäcke, die sich in Form von geschwol­lenen oder erschlafften Augenlidern zeigen, treten vor allem vor und während der Menstruation sowie in den Wechsel­jahren, aber auch bei allgemeiner Ermüdung auf. Ihre ­Ursache ist in der Regel genetisch oder durch einen Lymphstau mit Flüssigkeitsansammlung bedingt. Bindegewebsschwäche, Allergien oder Schlafmangel sind weitere mögliche Verur­ sacher. Schlaf, viel Wasser oder Kräutertee helfen gegen geschwollene Augenlider. Mindestens zwei Liter täglich regen die Nierentätigkeit an, was den Abbau von Schlacken begünstigt. Auch eine professionelle Lymphdrainage wirkt entgegen, genauso wie Augenprodukte, die kühlend wir­ ken. Durch die Kälte zieht sich das Gewebe zusammen und baut Stauungen ab. Legen Sie also Augencreme und -maske ruhig in den Kühlschrank. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach geeigneten Produkten – Augenroller mit Koffein oder auch straffende Extrakte aus Schachtelhalm, Frauenmantel oder Efeu sorgen bei Ihnen für eine strahlende Augenpartie. 

Suzana Cubranovic

Die Pflege der empfindlichen Augenpartie sollte so sanft wie möglich sein: Creme behutsam einklopfen, nicht reiben.

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Beauty | 17


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Weshalb hustet man? Husten ist eines der häufigsten Symptome bei Kindern und stellt einen Hauptgrund für Arztbesuche dar. Husten ist keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom einer Beeinträchti­ gung der Atemwege. Er ermöglicht den Ausstoss von Luft, Sekreten (Schleim) oder Fremdkörpern, die die Atemwege verstopfen. Manchmal wird er durch Umweltfaktoren wie Tabak, Luftverschmutzung, trockene Luft oder abrupte Tem­peraturwechsel verstärkt. Abhängig von der Ursache äussert sich Husten isoliert (ab und zu ein Husten), anhaltend (dauernd während des ganzen Tages und/oder der Nacht), in Krisen (Hustenanfällen) oder zu einer besonderen Tageszeit.

“ Langanhaltender ­Husten muss abgeklärt werden.”

Die Hustenart erkennen

Erkältungshusten oder produktiver Husten ermöglicht den Ausstoss von infiziertem Bronchialsekret. In diesem Fall muss der Auswurf von Schleim (und damit das Ausspucken der Sekrete) erleichtert werden. Tatsächlich werden die Heilung behindert und Komplikationen gefördert, wenn der Schleim nicht eliminiert wird. Der trockene Reizhusten tritt oft kurz als Anfall auf und ist manchmal schmerzhaft oder verursacht Heiserkeit. Auch wenn dabei nichts ausgestossen wird, ist auch der trockene Husten nützlich. Damit zeigt der Körper eine Entzündung der Lungen an.

Wenn es während des Liegens im Hals kratzt, kann der Husten einen gastroösophagealen Reflux (Säure steigt aus dem Magen in die Speiseröhre auf) verbergen. Im Alter können nächtliche Hustenanfälle bei vorange­ gangenen Herzbeschwerden Symptome einer Herzinsuf­fi ­ zienz sein.

Ratschläge bei chronischem Husten:

Mit dem Rauchen aufhören Starke Wärmequellen nachts ausschalten Die Raumluft befeuchten Federkissen vermeiden Zu engen Kontakt mit Haustieren vermeiden Regelmässig Teppiche saugen und Räume belüften

Unangenehmen Husten lindern Zahlreiche rezeptfrei erhältliche Medikamente können helfen, störenden Husten zu beruhigen; es gibt dazu zwei Arten von Produkten: Antitussiva (hustenstillende Medikamente) neutralisieren den Hustenreflex und sind bei trockenem Husten angezeigt. Schleimlösende Hustenmittel fördern den Ausstoss von Bronchialsekreten und werden bei Erkältungshusten ein­ gesetzt. Auch die Phytotherapie ist reich an hustenlindernden Pro­ dukten. Zu den häufigsten gehören die Königskerze, Eibisch, Spitzwegerich, Süssholz, Malve und Efeu etc. In heissem Wasser verdünnt und mit Honig gesüsst, der ebenfalls wirk­ sam gegen Husten ist, helfen diese Tees, um die Symptome zu lindern.  Sophie Membrez

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Husten ist nicht nur eine laute Äusserung ­verschiedener Beschwerden, sondern auch ein Abwehrmechanismus des Organismus, um Verstopfungen der Atemwege zu vermeiden. Ratschläge für den Umgang mit einem oft störenden Symptom.

Was kann sich hinter Husten verstecken? Wenn Sie nachts husten und eine verstopfte Nase haben, kann es sich um eine Milbenallergie handeln. Diese unwill­ kommenen Gäste hausen vorwiegend in Matratzen. Ein heisser Tee aus Königskerze, Eibisch, Spitzwegerich, Süssholz, ­Malve oder Efeu, mit etwas Honig gesüsst, hilft Husten zu bekämpfen.

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ANDERSRUM BETRACHTET

Wenn Kunst



heilen hilft

Malen, um die Krankheit auszudrücken. ­Tanzen, um dem Unwohlsein entgegenzu­ wirken: Kunsttherapie hilft Patienten, sich zu äussern sowie die eigene Persönlich­ keit und das Durchlebte kennenzulernen. Das Prinzip der Kunsttherapie beruht darauf, künstlerisches Schaffen zu verwenden. Dies kann helfen, zu den unbewussten Problemen eines Individuums oder dem im Zusammenhang mit einer Krankheit oder einem Unfall Erlebten vorzudrin­ gen und ins Positive zu kehren. Kunsttherapie gliedert sich

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in verschiedene künstlerische Disziplinen (plastische – also dreidimensionale – und visuelle Künste, Musik, Tanz, Theater, Rollenspiel und mehr). Diese von Spezialisten anerkannten therapeutischen Massnahmen ermöglichen es, den Heilungs­ prozess bei schweren chronischen oder psychosomatischen Erkrankungen und bei Unfällen zu unterstützen und zu be­ schleunigen. Ein weiterer Vorteil ist die positive Auswirkung auf die Moral der betroffenen Patientinnen und Patienten. Amerikanische Studien haben eine deutliche Verringerung von Angst- und Depressionsverhalten bei Patientinnen und Patienten unter Kunsttherapie gezeigt.

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Wieder zu seinen Ressourcen finden Wie die Kunsttherapeutin Cristina Anzules erklärt, variieren die Ziele je nach Erkrankung und Patient. Man bietet andere Ausdrucksmittel als Sprache oder Wörter und gibt dem im Leiden emotional Erlebten Ausdruck über ein Hilfsmittel. Die Kunsttherapie kann auch Bewegung in durch die Erkran­ kung oder ein traumatisches Erlebnis Erstarrtes bringen. Der Patient kann seine Ressourcen und den lebendigen und fröhlichen Teil seiner selbst wiederfinden.

bei jeder anderen “ Wie Methode hängen Dauer und Art der ­Kunsttherapie vom einzelnen Mensch ab.

Die Kunsttherapie eignet sich besonders für Kinder oder ­Jugendliche, bei denen Selbstbeobachtung schwierig ist. Auch bei Erwachsenen erweist sich die Methode als vorteil­ haft und kann bei Patientinnen und Patienten mit Krebs, Essstörungen, Angst, posttraumatischem Stress, Abhängig­ keiten oder nach einem Trauerfall eingesetzt werden.

In Zusammenarbeit mit Ärzten Wie bei jeder anderen Methode hängt die Dauer der Kunst­ therapie vom einzelnen Menschen und seiner Erkrankung ab. Sie kann von einigen Monaten bis zu einigen Jahren dauern. Welche Resultate sind zu erwarten? Dies hängt wiederum von der Krankheit, vom Patienten und von den vereinbar­ ten therapeutischen Zielen ab. Die Wirksamkeit der Kunst­ therapie ist heute in der Medizin anerkannt. Die Therapeuten

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Mittels Kunsttherapie können Gefühle und Gedanken kreativ ­ausgedrückt werden.

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© ist

und der zuständige Arzt erstellen jährlich eine Übersicht mit genauen Informationen in Bezug auf die mit den ­Patienten durchgeführten Aktivitäten. Eignen sich alle Pa­ tienten für diese Art der Therapie? Gemäss Cristina Anzules gibt es eigentlich keine Kontraindikation, aber man muss vorsichtig sein bei Patienten, die an Schizophrenie leiden oder bei solchen, die eine sehr fragile psychische Konsti­ tution haben.

Eine Kunsttherapie-Stiftung für Kinder

200 8 gegründet. Sie unter­ Die Stiftung Art-Therapie wurde Förderung der Heilung von stüt zt Kunsttherapieprogramme zur r Spitälern. eize Kindern und Jugendlichen in Schw ld wird die Stiftung durch in­ Als Pionierin in diesem Tätigkeitsfe sowie durch Firmensponsoring stitutionelle und private Spenden 22 Programme in 12 Spitälern, unterstützt. Zurzeit finanziert sie sich an Forschungsarbeiten. organisiert Kongresse und beteiligt www.arttherapie.org

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Anerkannte Ausbildung Wenn die Therapie einmal in Gang gesetzt wurde, besteht die Rolle des Therapeuten darin, den Patienten zu ermun­ tern – und ohne zu urteilen – die Behandlung zu verfolgen oder weiterzuentwickeln. Wie Cristina Anzules betont, ver­ fügen Kunsttherapeuten über eine Palette von Instrumenten entsprechend ihren verschiedenen Ausbildungen und Erfah­ rungen. Der künstlerische Ansatz ist das Werkzeug. Durch ihn kennt man die Stärken und Grenzen der Disziplin und wohin man eine Person führen kann. Die Ausbildung zum Kunsttherapeuten dauert vier Jahre und deckt verschiedene Bereiche ab: Kunst, Begleitung der Personen, Psychologie, Soziologie, Soziales und Gesundheit. Es gibt verschiedene Kunsttherapie-Ausbildungen an meh­ reren Schulen mit verschiedenen Denkrichtungen. Seit März 2011 ist die Bezeichnung diplomierte/r Kunsttherapeut/in anerkannt.  Sophie Membrez

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Andersrum betrachtet | 23


NEWS & EMPFEHLUNGEN

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Grippale Zustände lindern Grippale Zustände? Oscillococcinum® zur Vorbeugung der Grippe während des Winters, bei beginnendem oder ausgebrochenem grippalem Zustand. Oscillococcinum® ist ein homöopathisches Arzneimittel, welches grippale Zustände lindert. Es ist für die ganze Familie geeignet, dank der Globulidosen einfach einzu­ nehmen (kein Wasser nötig) und weist keine bisher bekannten Nebenwirkungen oder Kontraindikationen auf. Boiron AG

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Mitmachen und

gewinnen! Sie wissen, wie man SuDoKu spielt? Dann nichts wie los. Ansonsten gibt es im Grunde nur eine Regel: Füllen Sie das Rastergitter so aus, dass jede Reihe, jede Spalte und alle 3x3 Boxen die Zahlen 1 bis 9 beinhalten. Die einzu­ge­benden Zahlen sind: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9.

Gewinnen Sie eines von zehn

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Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren. Es besteht keine Kauf­­ver­pflichtung. Die Mit­ar­ bei­ten­­den der Feelgood’s Apo­theken und deren An­ge­hörige sowie im gleichen Haus­halt lebende Personen sind nicht teil­nah­me­be­rechtigt. Der Rechts­weg ist ausgeschlossen. Um­tausch der Preise oder Bar­aus­ zahlung ist nicht möglich. Ab­gabe­ schluss ist der 31. Dezember 2016.


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GEWUSST WARUM?

Der Begriff «Mouches volantes» – fliegende Mücken – beschreibt die schwimmenden Punkte, die wir sehen, wenn wir in den blauen Himmel oder auf eine weisse Wand schauen. Das Wichtigste vorneweg: Sie sind harmlos.

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Formgebend für das Auge ist der kugelförmige Glaskörper, der zwischen Linse und Netzhaut liegt. Er besteht zu 98 Pro­ zent aus Wasser. Seine gelartige Konsistenz erhält er durch Hyaluronsäure und Kollagenfasern. Sie geben dem Glaskörper Stabilität und gleichzeitig bleibt er transparent, sodass das in der Linse gebündelte Licht ungehindert auf die Netzhaut gelangen kann. Grundsätzlich ist der Glaskörper gleich­ mässig beschaffen. Dennoch kommt es auch im gesunden Auge zu kleinen Unregelmässigkeiten, indem sich einzelne

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Punkte?

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? Wollten S ie schon la nge eine thekertäti Frage zur gkeit oder A po ­ z u Medikam sind jedoc enten stell h nie dazu en, g ekommen Sie über e , oder möc in Gesund h ten heits­them fahren? Fra a gerne m gen Sie un ehr er­ s jetzt. Sie ausführlich erhalten e e schriftlic ine he Antwo Antwort k rt. Auszüg önnen in e d d er ie publi­ziert s e m M a ga werden. zin anony m Schreiben Sie uns pe rE contact@ feelgoods-a -Mail: p otheken.ch oder per P ost: Winconcep t AG, Feelg ood’s Lese Untermatt rfragen, weg 8, 30 01 Bern ages

Warum sehen wir manchmal

Wussten S ie

Kollagenfasern zu mikroskopisch kleinen Fäden oder Klümp­ chen zusammenballen. Je näher diese bei der Netzhaut liegen, desto besser sieht man sie. Normalerweise jedoch nur, wenn man auf eine hell beleuchtete Fläche schaut oder wenn man bei hellem Licht die Augen schliesst. Da die Kollagenklümpchen in der Flüssigkeit schwimmen, bewegen sie sich mit, wenn man die Augen bewegt. Im Normalfall nimmt man die Mouches volantes kaum wahr. Sie sind harmlos und stören meistens auch nicht. Nicht zu verwechseln mit krankhaften Glaskörpertrübungen! Diese machen sich bemerkbar durch eine steigende Zahl von ­Flecken, die zudem dunkler und grösser sind als die harm­ losen Mouches volantes. Nimmt man zusätzlich Blitze wahr, sollte man sich umgehend von einem Augenarzt unter­suchen lassen. Mouches volantes dagegen müssen nicht behandelt werden.  Stefanie Wieser

TIPPS aus Ihrer Apotheke

Auge eine gute Versorgung Wie jedes Organ braucht auch das rbeanspruchung. Besonders mit Vitalstoffen und Schutz vor Übe und E, die Spurenelemente wichtig sind die Vitamine A, B, C ide Lutein und Zeaxanthin. Selen und Zink sowie die Carotino e man die Augen mit einer Bei starker Sonneneins trahlung sollt tzen und ihnen mit genügend UV-zertifizierten Sonnenbrille schü ang in der Natur regelmäs­ Schlaf und einem täglichen Spazierg . sig Ruhe und Entspannung gönnen

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EXPERTEN ANTWORTEN

Probiotika –

die kleinen Helfer

Sie steigern das allgemeine Wohlbefinden und wirken positiv auf die Darmflora: Pro­biotika. Sie werden präventiv oder bei akuten Beschwerden eingesetzt, in Form von Nahrungsmitteln, Nahrungsergänzungs­ mitteln oder als Arzneimittel. Apotheker Dr. Gabriel Huber gibt Auskunft.

Wie sieht eine Therapie zum Beispiel beim ­Reizdarmsyndrom aus? Beim Reizdarm vermutet man unter anderem ein gestörtes Verhältnis der einzelnen Bakterien der Magen-Darmflora, was zu entzündlichen Prozessen führen kann. Durch die Einnahme von Probiotika wird die Darmflora normalisiert, was die Entzündungsreaktionen verringert. Therapiedauer, Probiotika-Stämme und Dosierung sind individuell abzu­ stimmen.

Sie sind in aller Munde, doch was genau sind ­Probiotika? Dr. Gabriel Huber: Als Probiotika werden Präparate bezeich­ net, die lebende Mikroorganismen enthalten, und einen ­gesundheitsfördernden Einfluss auf den Organismus aus­ üben. Die Vielfalt der Angebote ist gross und die Grenze zwischen Arzneimitteln, Nahrungsmitteln und Nahrungs­ ergänzungsmitteln fliessend.

Gibt es unterschiedliche Arten von Probiotika? Die wichtigsten Probiotika sind Laktobazillen, Enterokok­ ken sowie Bifidus- und Hefebakterien. Alle beeinflussen die Darm­flora positiv. Daher werden sie in erster Linie bei ­Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Welche Symptome sprechen für eine Darmflora, die aus der Balance geraten ist? Typisch sind Durchfall, aber auch unregelmässiger Stuhlgang oder Verstopfung, Blähungen und Bauchkrämpfe.

Wie unterstützen Probiotika die (Darm-) Gesundheit? Da Probiotika nicht durch die Magensäure zerstört werden, können sie ihre positive Wirkung im Darm entfalten. Sie ­stellen das Gleichgewicht der Mikroorganismen im Darm wieder her, indem sie die krankmachenden Keime verdrängen. Dadurch kann sich die Darmflora regenerieren.

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Probiotika “  sorgen für mehr Wohlbefinden. ” Sind diese Erkenntnisse wissenschaftlich belegt? Es gibt unzählige Studien, welche die Wirksamkeit von ­Probiotika belegen. Übrigens nicht nur im Zusammenhang mit Verdauungsproblemen, sondern auch bei der Stärkung der Immunabwehr gegen Erkältungskrankheiten sowie bei Harnwegsinfekten.

Wo sind Probiotika enthalten? Probiotika sind in vielen Arzneimitteln enthalten, es gibt ­Tabletten, Kapseln und Pulver. Ausserdem sind in den ­letzten Jahren diverse probiotikahaltige Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt gekommen.


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Bei einer Vielzahl von Magen-Darm-Beschwerden werden Probiotika erfolgreich eingesetzt, um die Darmflora zu regenerieren und damit ­Schmerzen entgegenzuwirken.

Ist die Wirkung von Nahrungsmitteln, die Probiotika enthalten, und entsprechenden ­Medikamenten gleich? Arzneimittel mit Probiotika werden mehrheitlich zu thera­ peutischen Zwecken eingesetzt. Lebensmittel mit Probiotika eignen sich eher zur Prävention und für ein besseres Wohl­ befinden im Allgemeinen. Die Zahl von Nahrungsmitteln, die Probiotika enthalten, ist kaum überschaubar.

Dr. Gabriel Huber hat sein Pharmaziestudium an der ETH in Zürich absolviert und ist bereits 36 Jahre als ­Offizinapotheker tätig. Seit 2008 führt er als verantwort­ licher Apotheker das 13-köpfige Fachteam der St. Jakob Apotheke in St. Gallen.

Experten antworten | 29


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EXPERTEN ANTWORTEN

Für wen empfehlen Sie die Einnahme von ­Probiotika? Die meisten Probiotika sind für alle Altersgruppen geeignet. Bei Kindern, die an Durchfall leiden, ist die Behandlung mit Probiotika Standard. Auch als Begleittherapie sind Probio­ tika sinnvoll, zum Beispiel bei der Einnahme von Antibiotika, die häufig Durchfall verursachen.

Wann ist Vorsicht geboten? Bei chronischen Beschwerden ist immer genau abzuwägen, ob ein Einsatz angebracht ist. Bei schweren, lebensbedroh­ lichen Erkrankungen wie Tumoren oder bei der Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem betreffen, ist der Einsatz von Probiotika infolge allfälliger Komplikationen problematisch.

Gibt es Nebenwirkungen? Probiotika in den angegebenen Dosen sind frei von Neben­ wirkungen.  Suzana Cubranovic

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TIPPS aus Ihrer Apotheke Probiotika oder Präbiotika – Ihr Apotheker erklär t: a auch der Begriff Prä­ Oft taucht beim Thema Probiotik aubare Lebensmittel ­ biotika auf. Das sind nich t verd Probiotika fördern. Sie bausteine, die das Wachstum von altung der Wirkung der sind also unabdingbar für die Entf en Ernährung sind in der Probiotika. Bei einer ausgewogen Beispiel in Chicorée oder Regel genügend Präbiotika (zum icherung erhofft man Zwiebeln) enthalten. Durch eine Anre Probiotika. sich eine intensivere Wirkung von ung, Blähungen oder Leiden Sie an Durchfall, Vers topf am berät Sie kompetent Bauchkrämpfen? Ihr Apothekente und diskret.


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WEIHNACHTSGEDICHT

Weihnachtszeit Wenn neonhell das Rentier springt, der Pöstler mit Paketen ringt, und wenn's sogar paar Flocken schneit, weisst du, es ist Weihnachtszeit. Statt Alltagshektik zu ertragen, gilt es jetzt in diesen Tagen, den Weihnachtsmarathon zu laufen, zu backen, kochen, einzukaufen.

Und sind nach mancher Einkaufsstund' die Füsse schwer und vielleicht wund, der Nacken steif vom vielen Tragen: nur den Apotheker fragen!

Viel gibt es dabei zu studieren: Was schenken? Wie nur dekorieren? Die Fragen prasseln auf dich ein, zum Glück lässt man dich nicht allein.

Doch sind sie da, die Feiertage, soll's Ruhe geben, keine Frage, nicht einmal guter Rat darf stören, sollst bloss auf deine Seele hören.

Denn hast du mal die Qual der Wahl, gibt Tipps das Laden-Personal. Für's grosse Menü hilft dann doch auch sicher noch der Fernsehkoch.

Die Stimmung fühl'n, beisammen sein, singen unterm Kerzenschein, zum Freuen, Feiern stets bereit, grad so sei deine Weihnachtszeit! Wir wünschen allen frohe Festtage und ein gutes Neues Jahr – ohne Risiken, aber mit vielen angenehmen Nebenwirkungen.

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AUS DEM LEBEN

Spiel, Sex

und Shopping

Mit dem Begriff «Verhaltenssüchte» werden Verhaltensweisen bezeichnet, die Merkmale psychischer Abhängigkeit aufweisen. Dabei rücken vor allem Spiel-, Online-, Sport-, Kauf- oder Sexsucht in den Vordergrund. Doch warum wird aus Leidenschaft Sucht? Peter verbringt in seiner Freizeit mehrere Stunden täglich alleine an seinem Computer und erlegt feindliche Magier, Monster und andere virtuelle Wesen. Damit ist er nicht alleine: Millionen Online-Gamer auf der ganzen Welt wid­ men sich solchen und ähnlichen Spielen. Klar, dass da beim einen oder anderen das reale Leben auf der Strecke bleibt – zumindest teilweise. Ungebrochen hoch ist die Faszination auch bei Peters zweitem Lieblingsspiel, eines das in ihm das Sammelfieber und damit das Risiko auslöst, einfach nicht mehr aufhören zu können. Nur noch ein Level, ehrlich. Nur noch eines! Peter ist 19 Jahre alt und noch in der Ausbildung. Seine Leistungen in der Schule haben innert kurzer Zeit merklich nachgelassen und sein Chef hat ihn bereits gerügt, weil er entweder übernächtigt oder gar nicht mehr zur Ar­ beit erschienen ist. Auch die Eltern sind besorgt, denn seine Hobbys und andere soziale Aktivitäten hat er zugunsten des Spielens nach und nach aufgegeben. Aus Peters Leiden­ 32 | FG news Dezember 2016

schaft wird zunehmend eine alles bestimmende Sucht, die sich unter anderem mit einem gestörten Ess- und Schlaf­ verhalten, Nervosität und sogar Aggressivität bemerkbar macht.

Was sind Verhaltenssüchte? Von einer Verhaltenssucht spricht man, wenn das Verhalten nicht mehr kontrolliert werden kann, wenn schulische oder berufliche Verpflichtungen und andere Interessen vernach­ lässigt werden und das Verhalten allmählich die Lebens­ führung beherrscht. «Ähnlich wie bei ‹stoffgebundenen Süchten› – also zum Beispiel bei einer Alkohol- und Drogen­ sucht – werden durch diese exzessiven, belohnenden Ver­ haltensweisen, wie sie beim Glücksspiel oder beim Porno­ grafie-Konsum stattfinden, körpereigene biochemische Veränderungen ausgelöst», erklärt Monique Portner-Helfer von Sucht Schweiz. «Diese Veränderungen beeinflussen auch das psychische Befinden und tragen dazu bei, dass sich eine Abhängigkeit entwickelt.» Ist also alles, was dem Menschen Freude bereitet und übermässig durchgeführt wird, als Suchtpotenzial einzustufen? «Selbstverständlich nicht», sagt Monique Portner-Helfer. «Ein Risiko besteht jedoch dort, wo der oder die Betroffene sich nicht mehr in der Lage sieht, dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung zu wider­ stehen, eine Handlung auszuführen, die für die Person selbst oder andere schädlich ist.» Dann also, wenn beim über­


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Kaufsucht äussert sich als unbeherrschter Kaufrausch. Zurück bleiben oft ein Schuldenberg, Frust, Schuldgefühle und zerstörte Beziehungen.

mässigen Gamen langsam der Bezug zur Realität verloren geht und tägliche Aufgaben vernachlässigt werden. Oder wenn Glücksspieler ihren Einsatz beim Spielen ständig ­er­höhen, weil ihnen das Risiko den ersehnten Kick bereitet, und sie gar den finanziellen Ruin in Kauf nehmen, um ihre Sucht zu befriedigen. Während beim Glücksspiel haupt­ sächlich Männer gefährdet sind, erkranken Frauen eher an Kaufsucht. Diese äussert sich als unbeherrschter Kaufrausch. Wie unter Zwang kaufen sie immer neue Kleider, Taschen oder Schuhe, obwohl dies ihr Budget komplett sprengt.

Gehirn “ istDassüchtig

Gereiztheit, Angst, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmun­ gen und die Selbstkontrolle langsam verloren geht, wird Hilfe notwendig. «Allerdings ist es für Menschen mit einer Verhaltenssucht schwierig, die Kontrolle über ihr Verhalten wiederzugewinnen», weiss Monique Portner-Helfer, zu ver­ lockend sei das zu erwartende Glücksgefühl. «Die Erkennt­ nis, dass man an einer Sucht leidet, ist der erste Schritt auf einem langen und schwierigen Weg der Genesung. Es ist auch wichtig, dass das Umfeld reagiert und Verände­ rungen anspricht – das passiert ja meistens nicht, wodurch Betroffene oft denken, es sei alles in Ordnung mit ihnen. Wer jedoch sein problematisches Verhalten erkennt und sich eingesteht, etwas verändern zu wollen, dem stehen viele Unterstützungsmöglichkeiten offen. Erste Kontaktstellen sind Suchtberatungsstellen, Psychologen sowie spezialisierte Therapeuten.»  Christina Bösiger

nach Belohnung.

Reicht das eigene Geld nicht, wird es zur Not auch ausgelie­ hen, auf Kredit gekauft oder gar gestohlen. Zurück bleiben in vielen Fällen ein riesiger Schuldenberg, Frust, Schuld­ gefühle oder zerstörte Beziehungen.

Selbstkontrolle und Therapie Jeder Mensch ist auf der Suche nach seinem persönlichen ultimativen Kick, nach etwas, das ihn glücklich macht. Die­ ses Glück kann man unter anderem auch beim Sport, Sex oder bei der Arbeit finden. Doch erst wenn diese Aktivitäten masslos betrieben werden und bei Entzug gesundheitliche Symptome auftreten wie Unruhezustände, Getriebenheit,

Selbsttests geben Hinweise

kann zwar nicht ausschliesslich Ob jemand süchtig ist oder nicht, en, trot zdem können diese mit einem Selbsttest beurteilt werd einem Therapeuten kann das Hinweise geben. Im Gespräch mit mögliche Weg e für das Problem vertieft abg eklärt und den. Selbsttests zum Thema weitere Vorgehen aufgezeigt wer cht finden Sie zum Beispiel Online-Konsum und Glücksspielsu Hilfe, Selbsttest. über www.suchtschweiz.ch, Rat und

Aus dem Leben | 33


© www.montreuxnoel.com

TOUR HELVETICA

Alle Jahre wieder … … kommt das Christuskind! So lauten die ersten Zeilen eines bald 200-jährigen ­Weihnachtsliedes, das heute noch gesungen wird. Weihnachtstraditionen und Bräuche sind in der ganzen Schweiz lebendiger denn je! Einer der imposantesten Nikolausbräuche Europas ist das «Klausjagen», das jedes Jahr am 5. Dezember in Küssnacht am Rigi stattfindet. Dieser Umzug zieht bis zu 20�000 Zuschau­ ende in seinen Bann. Der Anlass beginnt, wenn nach einem Böllerschuss um 20.15 Uhr alle Lichter in der Stadt gelöscht werden. Voran gehen Geislechlepfer, die mit Peitschen

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knallen. Ihnen folgen die Iffeleträger, die auf dem Kopf grosse aus Seidenpapier und Karton gefertigte Laternen tragen, die an Kirchenfenster erinnern. Den Iffeleträgern folgt der Samichlaus im Bischofsgewand, begleitet von Fackelträgern und Schmutzlis, die während des Umzugs Gebäck, Nüsse und Süssigkeiten verteilen. Dem Samichlaus folgen die Musikinstrumente für das Spielen der eindrückli­ chen Klausenmelodie, die Trychler mit den grossen Kuh­glocken und zum Schluss die Hornbläser. www.klausjagen.ch

Besuch beim Weihnachtsmann – in Montreux Eingerahmt vom Genfer See und den Alpen bezaubert der traditionelle Weihnachtsmarkt (siehe Bild oben) von Montreux Besuchende jeden Alters. Für die Kinder ist es


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Der traditionelle Weihnachtsmarkt in Montreux (Bild links) und das Klausjagen in Küssnacht am Rigi (Bild rechts) bezaubern jedes Jahr Besuchende jeden Alters.

besonders schön, den Weihnachtsmann in einem Grotto in Rochers de Naye oberhalb von Montreux, den Rentierpark, ein riesiges Krippenspiel, das Elfendorf und das Postbüro des Weihnachtsmanns sowie ein authentisches Weihnachts­ dorf in Caux, in den Bergen, vom 24. November bis zum 24. Dezember 2016 zu besuchen. www.montreuxnoel.com

Eine Hexe bringt Geschenke – in Brissago Kein Dämon, sondern eine freigiebige Hexe sorgt zu Weih­ nachten im Tessin für Geschenke. Befana, so ihr Name, kommt in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar zu den Kin­ dern. Der Sage nach klopften die Heiligen Drei Könige bei der Suche nach dem Christkind an die Haustür von Befana. Die Hexe hätte die Könige begleiten können, doch war sie

zu beschäftigt. Als sie sich später selbst zum Christkind aufmachen wollte, konnte sie es nicht finden. Darum flog sie auf ihrem Besen von Haus zu Haus und beschenkte einfach alle Kinder. In Brissago wird Befana zu Ehren alljähr­ lich die «Nodada de la Befana» abgehalten. Wer wagemutig und über 16 Jahre alt ist, erhält am 6. Januar die Gelegenheit, im Hafen Brissagos rund 80 Meter durch das eiskalte Wasser zu schwimmen. Wem das zu kühl ist, der kann an diesem Tag auch zu den Sternsingern gehen. Der Brauch, bei dem drei Sänger in der Verkleidung der Heiligen Drei Könige von Haus zu Haus ziehen, hält sich seit dem Mittelalter. 

Christina Bösiger

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APOTHEKE HEUTE

Auch das Apothekenteam untersteht der

Schweigepflicht

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Die Apothekerin und der Apotheker sind Vertrauenspersonen. Sie wissen Bescheid über die kleinen Alltagsbeschwerden ihrer Kunden, aber auch über die Behandlung chronischer Krankheiten und Akuterkrankungen. In diesem Zusammenhang erfahren sie nicht selten einiges über Familienverhältnisse, persönliche Sorgen und intime Ängste. Diese Informationen sind wichtig für sie, denn je besser sie ihre Kunden kennen, desto besser können sie auf deren Bedürfnisse eingehen und für eine wirksame und sichere Medikamententherapie sorgen. Ihr Wissen über persönliche Daten und Lebensumstände verpflichtet sie jedoch auch zum Schweigen. Daten und persönliche Informationen dürfen nur im Einverständnis des Kunden an Dritte weitergegeben werden. Das gilt sowohl gegenüber Ärzten, Spitälern und anderen behandelnden Therapeuten und Institutionen als auch gegenüber Angehörigen und erst recht gegenüber Aussenstehenden. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche die Apothekerin und den Apotheker bei ihrer Arbeit unterstützen und dadurch Kenntnis von Daten und Therapie erhalten, unterstehen der beruflichen Schweigepflicht.

Von der Schweigepflicht entbunden sind Apothekerinnen und Apotheker lediglich gegenüber Kranken- und Unfallversicherungen. Diesen dürfen sie Informationen, die zur Vergütung von Leistungen nötig sind, weitergeben. Auch bei Verdacht auf strafbare Handlungen sowie Selbst- oder Fremdgefährdung hilfsbedürftiger Personen dürfen Apothekerinnen und Apotheker andere Institutionen informieren. Das sind jedoch Ausnahmesituationen. Im regulären Alltag gilt in der Apotheke die Schweigepflicht und für vertrauliche Gespräche steht in vielen Apotheken ein separater Raum zur Verfügung.

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Was man der Apothekerin oder dem Apotheker anvertraut, bleibt deren Geheimnis. Sowohl Ärzte als auch Apotheker sind an die berufliche Schweigepflicht gebunden. Das ist wichtig für Beratung und Sicherheit.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit:

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