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Trifft Sabrina Bösch für die Red Ants in der Liga so wie im Testspiel gegen Herbadent Prag? bewogen. «In den letzten Jahren fragte praktisch jedes Team an – jetzt war es für mich an der Zeit, eine neue Herausforderung zu suchen und um Titel zu spielen», begründet die 28-jährige Fribourgerin den überraschenden Transfer. Gelingt es den Wizards, Schürchs Qualitäten ins Kollektiv einzufügen, sind die Emmentalerinnen sogar ein ernsthafter Kandidat für den Superfinal. CORAYS RÜCKKEHR Wie bei Dietlikon und Piranha stehen auch bei den Red Ants neue Kräfte an der Bande,

die eine WM-Goldmedaille von 2005 zu Hause haben. Figi Coray kehrt nach 2002 zu den Red Ants zurück. Damals feierte er mit den Winterthurerinnen fünf Meistertitel in Serie – diesmal wird er kleinere Brötchen backen müssen, auch wenn er dabei von der Weltmeistertorhüterin Laura Tomatis unterstützt wird. «Wenn wir nicht noch eine Verteidigerin holen können, muss ich Stürmerinnen umfunktionieren», beschreibt Coray das momentan noch dünne Kader. Ein Vorstoss unter die Top 4 wird schwierig – oder wird im Dezember noch aufgerüstet? Zug United wird versuchen, nach dem siebten Rang im Vorjahr den Abstand nach hinten zu vergrössern und die Lücke nach vorne zu schliessen. Ob die neuen Ausländerinnen die abgewanderten Emmi Niemelä und Ella Holmberg ersetzen können, muss abgewartet werden. Letzte Saison schoss nur Absteiger BEO weniger Tore als Zug United. Dieser Wert muss sich verbessern, wenn Cheftrainer Mika Strömberg mit seiner Truppe weiter nach oben will. Mit einem Testspielsieg über die Skorpions liessen die Zentral­schweizerinnen immerhin schon einmal aufhorchen.

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ZUM GLÜCK KEIN ABSTIEG Man muss den Modus in dieser Saison nicht gut finden. Bei Giffers und Aufsteiger Frauenfeld dürften die Verantwortlichen jedoch nicht unglücklich sein, ein ganzes Jahr ohne Abstiegssorgen arbeiten zu können. Caroline Schürch war auch letzte Saison an mehr als der Hälfte aller Tore ihres Teams beteiligt – Cheftrainer Jan Jungo hat nun ein Jahr Zeit, diesen Verlust zu verkraften, bevor es für Aergera dann in der aufgestockten Zehner-Liga wieder ernst gilt. Frauenfeld, das Absteiger BEO ersetzt, darf das Abenteuer NLA gelassen in Angriff nehmen. Auch hier steht mit Mark van Rooden ein Weltmeister von 2005 als Chef an der Bande. «Mehr als einen Punkt sollten wir schaffen», sagt Frauenfelds Sportchefin Diana Füllemann mit Verweis auf den einzigen Zähler, «Kevin» getauft, den BEO holte. Das Team bietet eine bunte Mischung aus eigenen Talenten wie Milena Mahler und einer Reihe von bei Dietlikon und den Red Ants aussortierten Spielerinnen. Zu verlieren haben die Thurgauerinnen nichts. Auch für sie beginnt die Saison am 11. März in den Playoffs wieder bei Null.

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