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GIPFELTREFFEN

SUPERCUP UND CHAMPIONS CUP

Der Titel vor der Saison Noch ist kein Meisterschaftsspiel gespielt und schon können Floorball Köniz und der UHC Dietlikon den ersten Titel der neuen Saison vorweisen. Die beiden Cupsieger 2015 holen sich den Sieg beim Indoor Sports Supercup 2016. TEXT: PETRA KROPF    FOTOS: MARKUS ULLMER

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ie Revanche ist perfekt: Gut vier Monate nach dem Superfinal – dem letzten und wichtigsten Titel der vergangenen Saison – schlagen die damals unterlegenen Teams Floorball Köniz und UHC Dietlikon zurück und holen sich den ersten Titel der neuen Saison, den Supercup 2016. Rund 1330 Unihockeyfans wurden in der Saalsporthalle Zürich Zeugen zweier Supercup-Kracher, die spannender kaum hätten sein können. SCHLAGABTAUSCH Einen veritablen Schlagabtausch bekamen die Zuschauerinnen und Zuschauer im Männer-Spiel zu sehen: Nicht weniger als viermal wechselten sich Meister GC Zürich und Cupsieger Floorball Köniz mit der Führung ab. Dass nach 60 Spielminuten mit 8:8 ein Unentschieden zu Buche stand, war die logische Folge einer ebenso umkämpften wie auch engen Partie. Die Entscheidung musste also in der Verlängerung her – und dort erlöste der Könizer Kaspar Schmocker die Berner Fans nach knapp drei Minuten mit dem Siegestreffer. «Es war ein ständiges Auf und Ab in dieser Partie», bestätigte Köniz-Rückkehrer Patrick Eder. «In der Verlängerung erwischten wir dann den besseren Schwung als GC.» «Wir hatten oft den Ball, aber die Könizer

brauchen nicht viele Chancen für ihre Tore», bilanzierte der enttäuschte GC-Stürmer Joel Rüegger nach der Partie. Auch bei den Frauen war lange nicht klar, wer zum Schluss die Oberhand behalten würde. Die Meisterinnen aus Chur erwischten klar den besseren Start, im Mitteldrittel waren es dann aber die Cupsiegerinnen aus Dietlikon, die den Ton angaben und einen 0:3-Rückstand in eine 4:3-Führung verwandelten. Ein ausgeglichenes Schlussdrittel brachte keine Tore mehr, somit war es der UHC Dietlikon, der den Titel zum zweiten Mal in Folge für sich beanspruchen konnte. «Es ist immer schön, einen Titel zu gewinnen», gab die Dietlikerin Linda Pedrazzoli nach der Partie zu Protokoll und blickte bereits voraus: «Die Saison ist noch jung und wir haben noch viel vor.»

Kaspar Schmocker schoss Köniz zum Sieg.

Zum zweiten Mal in Folge konnte Dietlikon die Supercup-Trophäe in die Höhe stemmen.

Sonja Putzi und Piranha bewiesen 2012 gegen Dalen, dass schwedische Teams schlagbar sind.

CHAMPIONS CUP IN BORÅS

Nach dem Supercup kommt es für die Piranha Chur und GC schon bald zum nächsten speziellen Auftritt. Am Champions Cup, der vom 30. September bis 2. Oktober in Borås (Schweden) stattfindet, ist der Weg zu einer Medaille jedoch hart. Sowohl Piranha (gegen IKSU) als auch GC (gegen Pixbo) bekommen es im Viertelfinal mit den schwedischen Qualifikationssiegern zu tun. Bei einer Niederlage folgt nur noch das Spiel um Rang 5, bei einem Sieg wartet im Halbfinal für beide Schweizer Vertreter Classic Tampere aus Finnland. PIRANHAS HOFFNUNG Während GC nach dem Heimturnier von 2014 erst zum zweiten Mal am Champions Cup teilnimmt, verfügen die Bündnerinnen schon über viel Erfahrung – doch zum Einzug in den Final reichte es bisher erst einmal. 2010, damals hiess der Wettbewerb noch Euro Floorball Cup, verlor Piranha in Lettland den Final gegen – natürlich, IKSU. «IKSU ist ein Gegner der Extraklasse – aber 2012 haben wir mit dem Sieg über Dalen bewiesen, dass wir schwedische Teams schlagen können, wenn Selbstvertrauen, Laufbereitschaft und Abschlussglück bei uns stimmen», macht sich PiranhaStürmerin Sonja Putzi vor der schwierigen Aufgabe Mut.

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