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MÄNNER NLA

SAISONVORSCHAU

GC-Nachwuchsmann Cyrill Pedolin trifft gegen die HCR-Neulinge Sundstedt, Wöcke, Gruber und Klauenbösch (v.l.).

Hofbauer vs. Zaugg, ein spannendes Duell der Generationen.

Die grosse Jagd

Wird die neue NLA-Saison die beste aller Zeiten? Zumindest bahnen sich die spektakulärsten Playoffs der Geschichte an. Die Hälfte der Liga hat das Potenzial für den Meistertitel.

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TEXT: RETO VONESCHEN, DAMIAN KELLER    FOTOS: UNIHOCKEY.CH or einem Jahr fragten wir an dieser Stelle: «Sehen wir endlich den vierten Meister?» Und tatsächlich: Die Grasshoppers sicherten sich mit dem Sieg im Superfinal den Eintrag in die Geschichtsbücher – als erst vierter Meisterverein seit Einführung der Grossfeldmeisterschaft anno 1989. Die ersten Titel dieser Ära gingen an RotWeiss Chur und Alligator Malans, ehe WilerErsigen die Regentschaft übernahm. Zwölf lange Jahre nach Wilers Titelpremiere war erstmals der Kanton Zürich an der Reihe. Sehen wir in der kommenden Saison etwa schon den fünften Meister? Die Spitze der Liga ist jedenfalls so ausgeglichen wie noch nie.

transfer landeten die Zürcher aber mit dem spielstarken Verteidiger Luca Graf von Konkurrent Köniz. In den Vorbereitungsspielen deutete sich an, dass mit den Hoppers weiter zu rechnen ist. Als Favorit geht dennoch Köniz ins Rennen. Der letztjährige Finalist muss neben Graf «nur» auf Torhüter Samuel Thut und Raphael Berweger verzichten. Mit Patrick Eder wurde der verlorene «Torhütersohn» aus Winterthur zurückgeholt. Die eingespielte Könizer Equipe kann so von Beginn weg Vollgas geben. Ein weiterer Vorteil: Viele Leistungsträger sind im besten Alter. Beim Cupsieg hat Köniz gezeigt, dass es mittlerweile entscheidende Spiele gewinnen kann.

GC IM UMBRUCH, KÖNIZ KONSTANT Meister GC musste einige schmerzliche Abgänge – darunter Superstar Kim Nilsson und Goalgetter Nico Scalvinoni – hinnehmen. Statt einem Nilsson haben die Stadtzürcher nun drei Ausländer im Kader. Den Königs-

 ERGERS RÜCKKEHR, SAMUELSSONS B AUFTITT Spannend wie nie dürfte das Rennen um die Halbfinalplätze werden. Sieben Teams erheben Anspruch auf vier Plätze, es winken die besten Playoff-Viertelfinals aller Zeiten.

Neben GC und Köniz melden auch WilerErsigen, Alligator Malans, Rychenberg Winterthur, die Tigers Langnau und Chur Ambitionen auf die Top 4 an. Der Qualifikationssieg dürfte mit einem verhältnismässig «leichten» Viertelfinalgegner belohnt werden. Bei Wiler-Ersigen ist die UnihockeySchweiz gespannt, wie die Rückkehr des ehemaligen Meistertrainers Thomas Berger verläuft. Führt der Bündner den SVWE wieder zum Titel? Die Transferbilanz spricht nur bedingt für Wiler. Dass mit den Bernern trotzdem zu rechnen ist, zeigt der 13:4-Sieg (!) in der Vorbereitung gegen die Tigers. Bei diesen wird Neuzugang Johan Samuelsson wohl Überstunden leisten müssen. Selbst für den schwedischen Nati-Captain sind die Fussstapfen der Langnauer Legende Simon Stucki gross. Vor allem, da weitere Leistungsträger (u.a. der Finne Joonas Pylsy) der NLA Adieu sagten. Mit Daniel Hahne kam dafür ein erfahrener, aber nicht ganz einfacher schwedischer Trainer zu den Tigers. Hier die grosse

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unihockey.ch Nr. 119 - Saisonguide  

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