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Churs Tscheche Martin Tokos (r.) im Duell mit Joël Rüegger (GC).

Simon Flühmann (r.) vs. Hampus Dargren.

Daniel Johnsson (3.v.r.) gilt als neue Attraktion beim Meister.

Andrin Hollenstein und Dominik Alder, sowie die Rückkehrer Nicola Bischofberger und Joel Krähenbühl, was die Abgänge von Routiniers wie Philipp Fankhauser oder Adrian Zimmermann kompensieren sollte. KARLANDER FÜR LAELY Hinter Wiler liegen gleich sechs Vereine eng beisammen. Prognosen sind schwierig, da hinter jedem dieser Teams ein grosses Fragezeichen steht, das über Erfolg und Misserfolg entscheidet. So etwa bei Vizemeister Alligator Malans, das neu von Oscar Lundin trainiert wird. Bisher bildeten in Maienfeld die vier Nationalspieler Kevin Berry, Tim Braillard, Claudio Laely und Remo Buchli eine der gefährlichsten Linien der Schweiz. Sie hat das hohe Pressing perfekt verinnerlicht und durfte sogar an der WM in Riga in dieser Konstellation auflaufen. Captain Laely ging nun aber zu GC. Wie sehr schmerzt dieser Abgang die Alligatoren auf dem Feld und in der Kabine? Kann der Schwede Daniel Karlander die Rolle Laelys übernehmen? Laely wird bis auf Weiteres aber auch GC fehlen, weil er sich in der Vorbereitung erneut den Mittelfussknochen brach. Den Zürchern wird wohl bis mindestens Ende Jahr

GC statt Jets: Beni Reusser (Mitte) hat gewechselt.

auch Dalen-Rückkehrer Nico Scalvinoni nicht zur Verfügung stehen, da sich der Internationale am Rücken operieren lassen musste. Vom transferierten Nati-Trio bleibt somit vorerst nur Beni Reusser übrig. Reicht das, um wieder eine der besten Offensivabteilungen der NLA zu stellen? WIEDER HUNGRIG Floorball Köniz verlor mit den Abgängen von Emanuel Antener und Nino Wälti viele Skorerpunkte. Können die neu verpflichteten Ausländer Hampus Dargren, Jesper Johansson und Patrik Doza den Verlust wettmachen? Nach der verkrampften letzten Saison mit einer kurzen Sommerpause wird die Mannschaft von Rene Berliat wieder hungriger sein. Dies gilt auch für den HC Rychenberg, bei dem es nach dem noch aus der Hand gegebenen Cupfinal im März steil abwärts ging. Rolf Kern, der in dieser Saison mit der Frauen-Nati auch noch die WM in Bratislava zu bestreiten hat, erhielt durch die erfahrenen Philippe Soutter und Daniel Costa prominente Verstärkungen im Trainerstab. Wie gut werden die drei miteinander harmonieren? Und bringt Linard Parli als einziger externer Zuzug genug frische Luft?

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HAHNES DRITTE STATION Mit neuen Cheftrainern in die Saison gehen werden die Tigers Langnau und Chur Unihockey. Michal Rybka war schon als Spieler bei den Emmentalern tätig und sammelte anschliessend erste Trainer-Erfahrungen bei Ad Astra Sarnen. Mit den Obwaldnern schaffte der Tscheche 2016 beinahe den Aufstieg in die NLA. Wie schnell werden die Tigers die Philosophie des neuen Trainers verinnerlichen? Daniel Hahne hat sich als Trainer in der Schweiz bereits einen Namen gemacht. Allerdings wurden seine bisherigen Engagements bei Malans und den Tigers frühzeitig beendet. Der Schwede nimmt kein Blatt vor den Mund und tut seine Meinung direkt kund. Viele Spieler haben Mühe, mit dieser Art richtig umgehen zu können. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis es in Chur mit Charakterköpfen wie Jan Binggeli oder Joel Hirschi zum Knall kommt? Oder stellt genau diese Konstellation die Weichen auf den langersehnten Halbfinal-Einzug? AUS VIER MACH EINS Hinter den Spitzenteams, die für die Playoffs gesetzt scheinen, wird der Kampf um den achten Platz spannend wie noch nie. Die Jets holten sich weitere Verstärkung aus Finnland und sind nicht schwächer einzustufen als letzte Saison. Waldkrich-St. Gallen schnupperte nach kontinuierlichen Fortschritten zuletzt an der erstmaligen Playoffqualifikation und konnte die starken Eigengewächse um Chris Eschbach und Michael Schiess behalten. Der UHC Uster, die Mannschaft mit dem grössten Potenzial der letztjährigen PlayoutTeilnehmer, wird erneut den erstmaligen Sprung in die Playoffs versuchen, darf aber keine Punkte mehr gegen die direkten Konkurrenten liegen lassen. Gespannt darf man sein, in welcher Tabellenregion sich Zug United einnisten wird. Obwohl das Kader kaum Verstärkungen erhielt, darf man den Zentralschweizern zutrauen, bis zum Schluss in den Strichkampf verwickelt zu sein. Die Mannschaft von Sascha Rhyner wird nicht nur mit Billy Nilsson Pfeffer in die Liga bringen. Beim UHC Thun wurde die halbe Mannschaft ausgewechselt, arrivierte Spieler wie Ryan Winkler oder Cedric Fröhlich sprangen ab. Zudem kam mit Daniel Steiner ein neuer Trainer, der noch kein Team in der höchsten Liga trainiert hat. Den Berner Oberländern gehört die Rolle als krasser Aussenseiter.

unihockey.ch Nr. 131 - Saisonguide 2017/18  
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