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von Mensch zuLeben Mensch Gott zu Mensch | 2012 Magazin für ein voll zu Hoffnung1/2 2006 ¥ 121.5Jahrgang

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Freiwillig 3 Einsatz in KabelDschungel

„Man muss sich trauen loszulassen”

Am Werk 10  Hühner sind Teil des Programms

Die 23-jährige Dekorationsgestalterin findet beim Sport Parallelen zum Glauben.

Ferienzeit 11 Jakobspilger in Ringgenberg

Martina Meyner ist gut drauf: Die Abreise nach Australien steht kurz bevor, die Stelle als Dekorationsgestalterin hat sie gekündigt und in Down-Under will sie „  …  Englisch büffeln, Leute kennenlernen und Wellen reiten.” Doch ihre Lebensfreude beruht nicht einfach auf Spass, Ferien und Party. Martina weiss sich im Glauben mit Gott verbunden. Und dieser Glaube ist für sie Lebensfreude, die beflügelt und auch in schwierigen Momenten trägt. Martina vergleicht den Glauben mit dem Surfen: „Beim Surfen muss ich mir zutrauen, im richtigen Moment aufzustehen und mich von der Welle tragen zu lassen. Ähnlich ist es auch mit dem

Glauben an Gott: Man muss sich trauen, loszulassen, dann stellt sich diese tiefe Freude ein.” Bei der Freiwilligenarbeit im Rahmen der Heilsarmee versucht Martina, diese Lebensfreude an andere Jugendliche weiterzugeben. Was Martina in ihrer Freizeit tut, gehört zum Auftrag der Heilsarmee allgemein. Denn die Organisation hilft nicht nur praktisch mit Essen und Obdach, sondern steht in Not Geratenen immer auch seelsorgerlich bei: Die Menschen werden ermutigt, erhalten Hoffnung und neue Perspektiven. Sie schöpfen neue Lebensfreude und können im Alltag wieder Tritt fassen. 



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DIALOG

Der Glaube, der Berge versetzt In der Alltagssprache gibt es Ausdrücke und Redewendungen, die aus der Bibel stammen. Wir stellen sie Ihnen vor.

Ab und zu habe ich den Eindruck, ich sei so stark und kräftig, dass ich Berge versetzen könnte. Aber dann kommen wieder Zeiten, wo ich mich sehr schwach fühle und an meine Grenzen stosse. Wenn ich dann auf Christus schaue, rapple ich mich langsam hoch und stehe auf. Christus in mir ist stark.

Neben der Bergwelt, die ich bewundere und geniesse, gibt es noch andere Berge: Problemberge, Angstberge, Suchtberge und dazu den Schuld- und Sünden-Himalaja, der die Menschen von dem Gott des Lebens trennt. Diese Berge zu versetzen vermag Gott und er braucht dazu auch den Glauben „seiner Leute”.

Wenn ich mich sehr glücklich fühle und es mir super geht, dann habe ich oft das Gefühl, ich könnte Berge versetzen. Zum Beispiel, wenn mein Arzt mir mitteilt, dass meine Krankheit nicht weiter fortgeschritten ist, sondern sich sogar verbessert hat und ich die Medikamente reduzieren kann.

Durch Glauben versetzte Berge habe ich noch nie gesehen! Glauben wir zu wenig? – Das Wort „Berg” braucht Jesus als Synonym für Angst, Sorge, Schuld und Ungerechtigkeit – jene Hindernisse, die uns im Alltag den Weg verstellen: „Wenn euer Glaube nur so gross wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr zu diesem Berg sagen: ‚Rücke von hier dorthin!’, und es würde geschehen”, Matthäus 17, 20. – Nur den Glauben so klein wie das winzige Senfkorn braucht es also, um die Berge des Lebens zu bewältigen. Das ermutigt für Krisenzeiten. Ich muss nichts Übermenschliches tun, nur das Urvertrauen nicht verlieren: Ich bin geborgen in Gottes Fürsorge, ihm ist nichts unmöglich.

Ruth Fiechter (53)

Christian Salvisberg (34)

Rosmarie Bürki (75)

Franziska Liechti

Editorial:

Impressum

Elsbeth Cachelin, Redaktorin

Gründer: William Booth Generalin: Linda Bond Leiter für die Schweiz, Österreich, Ungarn: Kommissär Franz Boschung

Lebensfreude, die bleibt Der Auftrag der Heilsarmee, zu helfen, bringt es mit sich, dass der TRIALOG häufig von Menschen erzählt, deren Geschichten dank der Arbeit der Heilsarmee ein gutes Ende finden, aber traurig beginnen. In diesem TRIALOG kommt Martina Meyner zu Wort. Sie zeigt eine andere Seite der Heilsarmee – nämlich eine Geschichte der Lebensfreude pur. Martina liebt den Sport und tanzt mit vielen Begabungen durchs Leben. Und diese Freude am Leben gibt sie an andere weiter – in der freiwilligen Jugendarbeit der Heilsarmee: Sie lebt einen Glauben aus, der beflügelt! Was aber ist mit diesem Glauben, wenn’s schwierig wird? – In den Antworten der Befragten lesen Sie vom Weinstock, von Spielverderbern und der Liebe Gottes. Mehr dazu auf den Seiten „mittendrin”. Einen ungewöhnlichen Freiwilligendienst haben zwei Heilsarmee-Informatiker geleistet: Sie wagten sich in den Kabel-Dschungel des Heilsarmeehauptquartiers in Pakistan und brachten die Informatikanlage auf Vordermann, siehe Seite 3. Und sicher haben die Hühner auf dem Titelblatt Ihr Interesse geweckt: Sie scharren im Nusshof glücklich die Erde und sind gut versorgt von Menschen in schwieriger Lebenslage (Seite 10). Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen, aber noch mehr, dass Sie sich von der Freude Gottes erfassen lassen! 



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Leiter Marketing und Kommunikation: Martin Künzi Redaktionsleiterin: Gabrielle Keller Heilsarmee Hauptquartier, Postfach 6575, Laupenstrasse 5, 3001 Bern Telefon: 031 388 05 91, Fax 031 388 05 88, redaktion@heilsarmee.ch heilsarmee.ch Redaktionsteam TRIALOG: Elsbeth Cachelin, Redaktorin, (elsbeth_cachelin@heilsarmee.ch), Yves Landis, Timon Stettler, Daniela Zurbrügg Layout: Rolf Messerli, HQ, Bern Druck: Ast & Fischer AG, Wabern Auflage: 12'000 Jahresabonnement TRIALOG (erscheint siebenmal jährlich) Preis: Franken 24.– / 44.–* / 49.–** *Ausland / **Luftpost Bildnachweis: S. 1: Cachelin, Nick in exsilio, Flickr.com; S. 2, 3, 6: ZVG; S.  4: ZVG, Sarah Suter; S. 5: ZVG, Mike Schneider, Flickr.com; S. 7: Jeff Devries,  Flickr.com; S.  9: Salinas, Ant_Smith, Flickr.com; S. 10-11: Martin Heimann; S. 11: genibee; Flickr.com; S. 12: Cachelin Umfrage Seite 2: Dora Rufener


Fr eiwilligenarbeit

Informatiker gegen Kabelsalat Yves Menge Die Idee einer guten Tat der Informatikabteilung des Heilsarmee Hauptquartiers in Bern wurde zum Freiwilligeneinsatz in Pakistan. Yves Menge berichtet.

Heilsarmee in einem ganz anderen Teil der Welt mit unserer Arbeit unterstützen konnten.

Neues Gesicht Im Rahmen des Projektes hatten wir auch die Gelegenheit, einen Heilsarmeegottesdienst ausserhalb von Lahore zu besuchen. Die Dankbarkeit und Freude der Menschen, die Farben und Gerüche bleiben unvergessliche Erinnerungen. Sie haben unserer oft technischen Arbeit wieder ein Gesicht und eine andere Perspektive gegeben. 

Die zwei Schweizer Informatiker (oben rechts) staunen über Dankbarkeit und Freude ihrer Gastgeber. Der Abteilungswettbewerb, eine Aktion zugunsten der Heilsarmee aufzugleisen, brachte uns Informatiker des Heilsarmeehauptquartiers in Bern auf folgende Idee: Wir wollten mit unserem Knowhow unsere Arbeitskollegen in Pakistan unterstützen. So reisten zwei Mitarbeiter letztes Jahr mit dem Werkzeugkoffer nach Asien auf die Stör.

In die Jahre gekommen In Lahore, Pakistan, arbeitet die Heilsarmee mit einer einfachen und grösstenteils veralteten Informatik. Das Angebot aus der Schweiz, die vorhandenen Computer auf Fehler zu prüfen und die längst in die Jahre gekommene Telefonanlage durch eine moderne und bedienungsfreundlichere zu ersetzen, wurde mit Freude angenommen. Für die rund 80 Mitarbeiter stehen gerade mal drei Telefonleitungen zur Verfügung, wobei an einem guten Tag dann zwei auch wirklich funktionieren. Der

Internetzugang ist für pakistanische Verhältnisse mit 1MB schon sehr schnell (zum Vergleich: ein heutiger „normaler” Internetzugang in der Schweiz ist zwischen 5MB und 10MB schnell). Die Stromversorgung basiert grösstenteils auf einem Dieselgenerator, welcher das Heilsarmeehauptquartier vor Ort mit Strom versorgt. Die öffentlichen Stromnetze liefern täglich während sechs bis acht Stunden Strom. Nach einigen Tagen vor Ort gewöhnt man sich daran, mehrmals täglich kurz einen Stromausfall zu haben, bis der Dieselgenerator gestartet ist.

Verwöhnte Schweizer Für uns im Internet-Bereich verwöhnte Schweizer war es schön zu sehen, wie man auch mit wenig technischen Mitteln arbeiten kann. Zudem freute uns, dass wir mit unserem zweiwöchigen Aufenthalt massgeblich zur Verbesserung der Informatik beitragen und das Werk der

Ja, diese Telefonanlage kann etwas Aufbesserung brauchen!

Infos Die Heilsarmee in Pakistan wurde vor über 125 Jahren eröffnet. Heute hat sie rund 75 000 Mitglieder und führt 134 Kirchen, sieben soziale Institutionen, drei Schulen sowie verschiedene Entwicklungsprogramme. Die Heilsarmee Schweiz unterstützt die Heilsarmee in Pakistan seit über 15 Jahren mit Entwicklungsprojekten im Bereich Nothilfe, fairer Handel, Frauenförderung und der dörflichen Entwicklung.

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PEOPLE

Herausgepickt. TRIALOG stellt Ihnen vor: Nach 17 Jahren Gemeindearbeit mit meinem Mann zusammen, bin ich nun seit 12 Jahren im Quartiertreff Eidmattegge der Heilsarmee in Zürich tätig. Es galt, im Quartier einen Treffpunkt für verschiedenste Menschen aufzubauen und ihn nun zu führen; heute besteht das Angebot aus Mittagstisch, Kid- und BabySong, Kinderhüte, Turnen, Massage, Café Knirps mit Salon Wuschelkopf und Bibelgesprächskreis. Begegnungen mit Leuten in verschiedenen Lebensphasen – sie begleiten, beraten, mit ihnen unterwegs sein, das prägt meinen Alltag hier in Zürich. Es beeindruckt mich immer wieder, zu spüren, wie offen die Menschen sind: Wenn eine Vertrauensbeziehung da ist, können Fragen und Ängste aus- und besprochen werden. Ich erlebe auch, wie Leute angesprochen werden von der Liebe Gottes. Es sind die kleinen

Für Heidi Studer, Heilsarmeeoffizierin, zählen die kleinen Zeichen Zeichen der Liebe, des Einfühlens und Verstehens, die zählen; in ihnen wird die Liebe Gottes spürbar und sie bringen uns nahe zu den Menschen. Auch wenn dieser lebhafte und lärmintensive Dienst viel Kraft braucht, finde ich immer wieder die Freude, dranzubleiben und für die Leute da zu sein, dank Gottes Hilfe. Die vielen Echos und Rückmeldungen der Leute, das Lachen und die Zuneigung der Kinder ermutigen zum Weitermachen. 

Guido Lehmann dient mit Hand und Herz

Myriam Barton – geprägt durch Kindheit in Simbabwe

Als Betreuer im Wohnheim „Die Brücke” in Liestal und als Hauswart im Tagungszentrum Waldegg BL freue ich mich, neu eine massgeschneiderte Arbeitsstelle bei der Heilsarmee zu haben. Hier will ich alles, was ich bin, kann und habe, in den Dienst der Mitmenschen stellen. Neben viel handwerklicher Arbeit hoffe ich, den Gästen und Hilfe suchenden Menschen „Suppe, Seife, Seelenheil”, also ganzheitliche Hilfe geben zu können. Meine Frau, unsere fünf Kinder und ich wollen dem Herrn dienen (Josua 24, 15). 

Ich bin vor einem Jahr mit meinem Mann und meiner Tochter aus England in die Schweiz zurückgekehrt und arbeite nun im Heilsarmee Hauptquartier in der Finanzabteilung. Aufgewachsen bin ich in Simbabwe. Die Erinnerungen an das Land prägen mich bis heute: Viele Menschen waren trotz Armut glücklich und zufrieden. Ihr Vertrauen, dass Gott sie nie im Stiche lässt, gab ihnen Kraft und Freude. Ich möchte, dass durch mein Leben andere Menschen die Freude an Gott und volle Zufriedenheit finden können. 



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Alain Bailly freut sich über weniger Gier Eine neue berufliche Herausforderung suchend, bewarb ich mich bei der Heilsarmee. Die hat ja neben der Topfkollekte noch ganz andere Aktivitäten – sogar eine Immobilienabteilung! – Seit zwei Jahren arbeite ich nun in einer Welt, die in nichts dem gleicht, was ich als Immobilienverwalter bei Banken, Versicherungen und Pensionskassen kannte: Der Zugang ist menschlicher, bescheidener, immer aufs Soziale ausgerichtet. Auch das kompetente Team mit offenem Geist wirkt sich positiv auf mich aus. 

Til Margraf: Migranten bringen Licht. 18 Jahre als Betreuer und Co-Leiter in Durchgangszentren für Asylsuchende und drei Jahre als „Bereichsleiter Kollektivunterkünfte” der Heilsarmee Flüchtlingshilfe zeigten mir das Potenzial und die unschätzbaren Ressourcen aller Mitarbeitenden und der in unseren Institutionen lebenden Menschen. Durch die Migranten, insbesondere im Kontext der Diskussionen zur Migration, manifestiert sich für mich das Bibelwort „Das Licht kam in die Dunkelheit und sie hat es nicht begriffen” (Johannes 1. 5). 


MITTENDRIN

Vertrauen, dass die Welle trägt Elsbeth Cachelin Martina Meyner hat genug von der Routine, verreist nach Australien und freut sich auf Neues. Zu ihrer Lebensfreude trägt der Glaube an Gott bei.

Steckbrief Alter: 23 Beruf: Dekorationsgestalterin Lieblingsessen: Gschwelti, ausgiebiges Frühstück Lieblingsmusik: da gibt‘s vieles Augenfarbe: braun Lieblingsfarbe: alle

Ob beim Sport, beim Freiwilligeneinsatz in der Heilsarmee oder an der Arbeit: Martina Meyner freut sich über das Schöne des Lebens und ist dankbar dafür.

Du hast deine Stelle gekündigt. Weshalb? Martina Meyner: Ich traue mich, den Schritt in die Fremde zu wagen! Es ist ein guter Moment, um eine Auszeit zu nehmen. Ich bin jung, unabhängig und habe zur Zeit weniger Verpflichtungen als vielleicht in einigen Jahren. Auch habe ich etwas genug vom Alltag. Ich freue mich wegzugehen und Veränderung zu suchen.

im Alltag. Dann habe ich einige Sportarten entdeckt, die mich mehr herausfordern, als mich nur zu unterhalten. Beim Klettern zum Beispiel geht es darum, die Gedanken loszulassen, die Angst zu überwinden und zu vertrauen. Beim Surfen muss ich mir zutrauen, im richtigen Moment aufzustehen und mich von 

Was erwartest du von diesem Aufenthalt? Etwas von der Welt zu sehen, und zwar auf mich alleine gestellt. Ich werde viel erleben, neue Leute kennenlernen, Englisch büffeln und hoffentlich viel zum Surfen kommen; dazu freue ich mich auf die grossartige Natur. Durch all dies hoffe ich herauszufinden, was ich nachher beruflich anpacken will. Wellenreiten, Tanzen, Klettern, Snowboarden – was ist Sport für dich? Früher war der Sport vor allem Ausgleich

Frohes geniessen, Herausforderungen anpacken!



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MITTENDRIN

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der Welle tragen zu lassen. Ähnlich ist es auch mit dem Glauben an Gott: Man muss sich trauen, loszulassen, dann stellt sich eine tiefe Freude ein.

Du engagierst dich in der Heilsarmee. Weshalb? Was ich als Teenager in der Heilsarmee als wertvoll erlebte, möchte ich weitergeben. Ich bin gerne für die Kids und Teenager da und es gefällt mir, auch mal etwas auszuprobieren, auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen zu meistern, Niederlagen und Siege zu erleben. Es ist ein Geben und Nehmen. Viele sehen das Christsein als einengend, wenig lebenslustig. Und du? Das Leben als Christ ist nicht immer nur lustig. Aber mir erleichtert es den Alltag. Da, wo ich an meine menschlichen Grenzen stosse, beginnen Gottes Möglichkeiten. Wo ich erschöpft stehen bleibe, da ist für ihn noch lange nicht fertig, und ich muss die Herausforderung nicht alleine meistern. Gott ist auch da, wenn ich einen falschen Weg eingeschlagen habe oder etwas nicht erreiche. Er ist mein Begleiter im Alltag. Und wenn ich Eiger, Mönch und Jungfrau sehe, weiss ich, dass Gott nicht einengend ist.

Die Schöpfung lässt mich immer wieder über die Grosszügigkeit Gottes staunen. Zu oft blicken wir auf den riesigen Haufen Ballast vor uns und sehen vor lauter herrje das viele Schöne nicht.

Was macht die Heilsarmee attraktiv für Junge? Martina Meyner balanciert zwischen Freizeit und Engagement. Neben vielen jungen Menschen hat es auch viele Familien mit Kindern, Algelegt hat. Immer ist er bei mir – selbst leinstehende und ältere Menschen. Jede dann, wenn’s nicht so einfach geht. Mein Generation ist vertreten – wie in einer Wunsch ist es, in seiner Liebe anderen Familie. Leute mit kleinem Einkommen Menschen zu begegnen und zu dienen. gehören ebenso zur Gemeinde wie gut Verdienende; Gutbürgerliche ebenso wie Welches Motto würdest du über dein randständige Menschen, die im Leben Leben setzen? schon viel durchmachen mussten. Und Mit offenen Augen durchs Leben gehen. alle verbindet eins, egal wo auf der Welt: Oder mit dem Bibelvers aus Prediger 3: Jesus Christus. Dazu hat die Heilsarmee „Ich bin zur Erkenntnis gekommen: das ein grosses soziales Engagement. Glaube Beste, was der Mensch tun kann, ist, sich und handeln liegen nahe beieinander zu freuen und sein Leben zu geniessen – das überzeugt mich. solange er es hat.” Dabei ist das Wichtigste für mich die Dankbarkeit für das, Was erwartest du von Gott? was mir Freude bereitet. Dass er mich führt und mich nie vergessen  lässt, welchen Segen er auf mein Leben

Das, was nicht vergeht Alfred Bachmann blickt im Ruhestand auf eine Lebensfreude zurück, die in guten wie schwierigen Zeiten vorhanden ist.

Meine Frau und ich verbrachten unsere ganze aktive Laufbahn als Heilsarmeeoffiziere im Schweizer Territorium. Die Heilsarmee bietet herrliche Gelegenheiten, Gott zu dienen. Meine Gesundheit war zwar nie sehr stark, aber mit Gottes Hilfe und einer guten Gefährtin erlebten wir schöne und positive Jahre im Dienst für Gott und die Menschen. Seit 12 Jahren leben wir in Zürich im Ruhestand. Wir geniessen diese Zeit, obwohl sich in den letzten Jahren gesundheitliche Probleme



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bemerkbar machten. Aber gerade da erleben wir jeden Tag die Kraft und Hilfe von Gott, die wir im Glauben beanspruchen dürfen. Kürzlich durften wir zusammen mit unserer Familie die Goldene Hochzeit feiern. Für mich ein Grund, Gott zu danken für seine Liebe und Treue, für seine unverdiente Gnade. Diese habe ich erfahren in der Vergangenheit, ich erlebe sie heute, und sie gilt auch für morgen. Diese Liebe und Treue Gottes uns Menschen gegenüber machten mich, wie

es in einem Heilsarmeelied heisst, zu einem „frohen Gotteskind”. Denn Gottes Liebe und Treue vergehen nie. Alfred Bachmann 


MITTENDRIN

Dran- und vernetzt bleiben Stefan Inniger* Was, wenn das Leben schwierig ist und die Freude vergeht? – Dann gilt es das zu tun, was die Rebe vormacht.

Wie der Weinstock der Rebe alles gibt, so will Jesus den Menschen alles geben. Lebensfreude ist wichtig. Wer keine Freude am Leben hat, wird irgendwann lebensmüde. Was bietet uns Lebensfreude? Ein fröhliches Fest, ein gutes

Essen, ein schöner Sommertag, Zeit mit Freunden? – Dies sind Momente, in denen das Leben Freude macht. Doch was, wenn die Umstände sich ändern?

Wenn es keine Feste zu feiern gibt, wenn keine Freunde da sind, wenn die Sonne mal nicht scheint? Es gibt Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und dennoch eine tiefe Lebensfreude in sich tragen. In der Bibel finden wir eine Antwort, was das Geheimnis echter Lebensfreude ist, die tiefer geht und dauernd anhält: eine Beziehung zu Jesus Christus. Im Gleichnis vom Weinstock spricht Jesus davon, dass wir in ihm bleiben sollen wie eine Rebe am Weinstock. „Dranbleiben”, mit Jesus vernetzt bleiben, das bringt Freude: „Das alles sage ich euch, damit meine Freude euch ganz erfüllt und eure Freude dadurch vollkommen wird” (die Bibel, Johannes 15,11). Jesus möchte uns beschenken mit vollkommener Freude, die von äusseren Lebensumständen unabhängig ist. Lassen auch Sie sich mit dieser Lebensfreude beschenken, indem Sie im Gebet mit Jesus verbunden bleiben.  *Leitet die Heilsarmee in Liestal

„Freude herrscht!” Das stimmt leider nicht immer! Aber oft verderben wir uns die Freude selbst. Wer sich auf die Dinge fixiert, die schlecht laufen, verfällt in eine traurige Stimmung. Wer sich aber entscheidet, das zu sehen, was gut geht, der merkt, dass die Freude wächst! Dann nehmen die negativen Gedanken nicht mehr so viel Platz ein. Das Wichtigste: Gott liebt die Menschen ohne Bedingungen! Das ist der Grund für das Jubeln des Psalmdichters (siehe rechts). Diese Freude kommt aus der Tiefe des Herzens und ist unabhängig

Ruth Tschopp, Heilsarmeeoffizierin im Ruhestand

„ Über dich will ich jubeln und mich freuen, von dir will ich singen, du höchster Gott! ” Psalm 9,3

von dem, was das Leben bringt. Nichts und niemand kann sie nehmen, weil diese Freude eine willentliche Entscheidung ist! 



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FAMILIE • FREIZEIT • SER VICE

Gott sei Dank!

Ein Testament für bedürftige Menschen Mit einem Testament schaffen Sie Klarheit. Für viele ist es eine Erleichterung, wenn das Festhalten des letzten Willes sichergestellt ist. Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen können Sie frei bestimmen, wen Sie einmal beschenken möchten. So können Sie über Ihr Dasein hinaus für andere da sein und Ihnen nahe stehende Menschen und Hilfswerke unterstützen. Dank Spenden, Erbschaften und Vermächtnissen hilft die Heilsarmee täglich bedürftigen Menschen. Möchten Sie mehr über das Thema Erbschaft erfahren? Bestellen Sie unsere kostenlose Broschüre und besprechen Sie Ihre Fragen mit unserem unabhängigen Fachmann in Erbschaftsangelegenheiten. Übrigens, am 7. November 2012 findet in Zürich und am 13. November 2012 in Birsfelden ein Informationsanlass zu diesem Thema statt. Kontaktieren Sie uns für weitere Angaben.

Wenn Sie Ihr Leben Gott anvertrauen möchten, dann sprechen Sie folgendes Gebet: Jesus Christus, ich erkenne, dass ich von Gott getrennt und vor ihm schuldig bin. Komm deshalb in mein Leben und vergib mir meine Schuld. Danke für die Versöhnung mit Gott, die du durch deinen Tod am Kreuz und durch deine Auferstehung erwirkt hast. Danke, dass du mich liebst und

dass ich jeden Tag mit dir rechnen darf. Amen.

Abonnement Wir würden uns freuen, Sie zu den Abonnentinnen und Abonnenten von TRIALOG zählen zu dürfen. Sie profitieren von der Lektüre und unterstützen gleichzeitig die Arbeit der Heils­armee!

Wir sind gerne für Sie da: Ursula Hänni Stiftung Heilsarmee Schweiz Postfach 6575, 3001 Bern Tel. 031 388 06 39 Ursula_Haenni@heilsarmee.ch 

Das Jahres­abonne­ment mit sieben Nummern kostet Fr. 24.– (Ausland Fr. 44.–)   Ja, ich abonniere TRIALOG Name Vorname

In eigener Sache

Strasse PLZ/Ort Datum

Mit dieser Ausgabe beenden Yves Landis und Timon Stettler ihre Mitarbeit im Redaktionsteam von TRIALOG. Wir danken beiden herzlich fürs Ideensammeln, Schreiben, Mittragen sowie für die dafür investierte Freizeit in den vergangenen Jahren! Beiden wünschen wir das Gelingen ihrer neuen Pläne und Gottes Begleitung auf dem Weg. Neu ist Major Martin Gossauer, Bildungszentrum Basel, im Team. Wir freuen uns auf seine Mitarbeit! Im Namen der Redaktion: Elsbeth Cachelin



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Unterschrift Bitte schicken Sie diesen Talon an: Redaktion der Heilsarmee Postfach 6575, 3001 Bern Tel. 031 388 05 02, Fax 031 388 05 95 redaktion@heilsarmee.ch heilsarmee.ch


GESELLSCHAFT

„Ich vertrete Klienten der Hecken und Zäune” Fragen: Timon Stettler Der Jurist Daniel Albietz sieht seinen Platz im Dienste der Randständigen und in der Politik. Denn er mag Menschen.

Steckbrief Daniel Albietz (1971) ist verheiratet und hat 3 Kinder. Seit 2001 ist er als Anwalt tätig, seit 2004 in seiner eigenen Kanzlei. Daniel Albietz wurde 2003 als CVP Politiker in den Einwohnerrat von Riehen und 2010 in den Gemeinderat gewählt. www.albietz.biz (Anwalt) und www.danielalbietz.ch (Politik)

Auch Randständigen hilft Daniel Albietz in Rechtsfragen.

Als Anwalt hat man mit verschiedenen Menschen zu tun. Was, wenn jemand nicht die finanziellen Mittel für den juristischen Rat hat? Daniel Albietz: Da springt der Staat ein. Allerdings nur, wenn es notwendig ist, juristische Schritte einzuleiten und das Verfahren nicht aussichtslos ist. Und der Staat hält seine Kosten klein.

Ich mag Menschen und denke dabei nicht in Schemen. Im Endeffekt sind wir alle gleich. Auch bin ich der Überzeugung, dass jeder Mensch von Gott geliebt ist; deswegen vertrete ich auch Fälle von Klienten von den „Hecken und Zäunen”, also jene, die die Bibel als ausgeschlossen und beiseitegeschoben sieht (Matthäus 22, 1-14).

Sie vertreten auch Klienten, die sich Ihre Dienste nicht leisten können? Ja. Da ich schon immer hie und da randständige Klienten vertrat, musste ich mich entscheiden, ob ich für eine Kanzlei arbeiten wollte, die mich diesbezüglich einschränkte, oder ich mich selbständig machte. In der eigenen Kanzlei vertrete ich – neben andern Anwälten – auch Klienten, die sich unsere Dienste grundsätzlich nicht leisten können und die nichts vom Staat erhalten.

Lohnt sich der uneigennützige Einsatz? In vielen Fällen hat es sich gelohnt. Ich habe Klienten, die im Anschluss an die Rechtsberatung ein Leben mit Gott begonnen haben und nun ihr Leben aufräumen wollen. Zum Beispiel nimmt jemand Hilfe in Anspruch zur Auflösung seiner Scheinehe und die darauffolgende Selbstanzeige.

Was ist Ihre Motivation, sich für finanziell Schwache einzusetzen?

Gab es auch negative Erlebnisse? Negatives gibt es in dem Sinne nicht direkt. Man merkt einfach, dass es auch Menschen gibt, bei denen es nichts bringt, ein Problem zu lösen, da sie schon

bald wieder vor der Tür stehen. Bei solchen Leuten bringt seelsorgerliche Beratung mehr, da es sich meist nicht um juristische Fragen handelt: Es sind Probleme, die die Person immer wieder in die Lage bringen, juristischen Beistand zu suchen.

Sie investieren sich auch immer mehr in der Politik. Weshalb? Ich habe mich immer für Politik interessiert und denke, dass dies meine Aufgabe ist, um der Gesellschaft zu dienen. Auch hier ist es mir ganz wichtig, auf Gott zu vertrauen. Wenn er will, dass ich etwas bewirke, dann wird er mich an die richtige Stelle setzen. Wie sehen Sie sich als Christ in der Politik? Gibt es da Konflikte? Was viele nicht wahrnehmen ist, dass Politik viel Sachbearbeitung ist. Unterschiedliche Meinungen bilden sich da, wo Vorstellungen aufeinander treffen. Da gerade hilft es mir, Christ zu sein und anhand des Glaubens die christlichen Grundsätze zu vertreten. 



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AM   WERK

Damit keiner durch die Maschen fällt

teilzunehmen. Es besteht die Möglichkeit, die Heilsarmee-Deutschkurse in Bern zu besuchen. Das Ziel ist, dass die Klienten ihren Tag wieder selbst gestalten lernen.

Florina German

Wartezeit nützen

Der Nusshof in Gampelen ist schweizweit die einzige Einrichtung für Asylsuchende mit psychosozialen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

David Hunziker, Sozialdiakon und CoLeiter der Einrichtung, ermutigt jeden, die Zeit des Wartens auf den Asylentscheid zu nützen: „Da ist zum Beispiel ein Tunesier, der in unbestimmter Zeit ausgeschafft werden soll. Wir machen ihm Mut, in der verbleibenden Zeit seine psychische Erkrankung zu therapieren”. Manche Bewerber warten drei bis fünf Jahre auf den Entscheid, ob sie bleiben dürfen. „Das schadet jeder Psyche”, kommentiert David Hunziker.

Doppelte Medizin aus der Natur

Naima Jamma aus Somalia und ihre Tochter Naja in ihrem Zimmer Im Nusshof finden Menschen eine Unterkunft und Begleitung, die aufgrund verschiedener Beeinträchtigungen durch das Netz der bestehenden Asylstruktur fallen. Ein wichtiger Punkt für die Bewohner ist der geregelter Tages-

ablauf mit einem Arbeitspensum: Putzdienst, Fahrradwerkstatt, Atelier- und Gartenarbeiten sind intern möglich. Extern haben die Bewohner und Bewohnerinnen die Möglichkeit, an gemeinnützigen Beschäftigungsprogrammen

Im Jahr 2011 wurde im Nusshof ein Heilkräutergarten angelegt. Die Bewohner pflegen die Anlage mit grosser Pflanzenvielfalt. In der Produktionsküche stellen sie Salben, Tees, Konfitüren, aber auch pflanzliche Beruhigungsmittel her. Für diejenigen von ihnen, die oft starke Schlafmittel nehmen müssen, kann die Arbeit an der frischen Luft und die sanfte Medizin doppelt heilsam sein.

Verstärkung erwünscht Jeder Klient im Nusshof hat eine Bezugsperson, die professionelle, ziel

Leitbild Die Heilsarmee ist eine inter­

nationale Bewegung und Teil der weltweiten christlichen Kirche. Ihre Botschaft gründet auf der Bibel. Ihr Dienst ist motiviert durch die Liebe Gottes. Ihr Auftrag ist es, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen und menschliche Not ohne Ansehen der Person zu lindern. Ramzi Nogga aus Tunesien kümmert sich um die Hühner

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AM   WERK/FERIENZEIT

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orientierte Gespräche und Hilfestellung im Alltag anbietet. Ein Team von sieben Mitarbeitenden arbeitet am Tag, sechs Betreuer schieben Nacht- und Wochenendschichten. Sie alle sind speziell ausgebildet: Pflegefachfrau, Psychiatrieschwester, Arbeitsagoge, sozialer Animator und mehr. Doch die Gruppe wünscht sich Verstärkung, sagt David Hunziker. 2011 wurde das Konzept des Nusshof überarbeitet und geprüft, ob weiterhin Bedarf für die Einrichtung besteht. Schnell war klar: die Wohnplätze sind stets ausgelastet und die Warteliste wird länger … 

David Hunziker im Beratungsgespräch mit Lassané Ouedraogo aus Burkina Faso

Im Nusshof finden bis zu 32 Menschen mit psychosozialen Schwierigkeiten (somatisch und psychiatrisch) sowie suchtkranke Asylbewerber und Menschen mit Migrationshintergrund Zuflucht. Durchschnittlich bleiben die Bewohner sechs Monate. In dieser Zeit arbeiten sie in der Tagesstruktur.

Haben Sie einen Pilgerstempel? Rosemarie Gabathuler, Leiterin des Gästehauses in Ringgenberg Das Gästehaus der Heilsarmee am Brienzersee liegt auf der Sankt Jakobspilgerroute. Viele klopfen für Unterkunft an und schütten ihr Herz aus.

verschiedenen Lebenssituationen. Die einen arbeiten ihre Vergangenheit auf oder wollen ihr Leben in den Griff bekommen. Wieder andere verarbeiten beim Pilgern den Stress ihres Berufslebens, füllen ihre Zeit als Rentner aus oder sind mit religiöser Motivation unterwegs. Die Jakobsmuschel weist den Weg nach Santiago de So sind es vielseitige Compostela. Gründe, die Menschen dazu bewegen, sich mit „Wir sind Jakobspilger, haben Sie dem Nötigsten im Rucksack auf den Platz für uns?” Diese Frage hören die Weg zu machen, jeden Tag ein weiteres Mitarbeitenden des Gästehauses in Wegstück zu gehen und an einem andeRinggenberg oft. Die Menschen komren Ort zu übernachten. men aus verschiedenen Ländern und Das Mitarbeiterteam versucht auch bei

Spendenkonto der Heilsarmee

PC 30-444222-5 Onlinespenden: www.heilsarmee.ch

voll gebuchtem Haus, Pilgerbetten zu organisieren. So schläft vielleicht im Gartenhaus ein Pilger, im einen Zelt ein Landstreicher und im anderen Zelt eine Pilgerin mit Hund. Das Haus beherbergt Gäste aus aller Welt.

Wegbereiter Die Frage nach dem Stempel lässt nie auf sich warten, denn er ist wichtig für die Pilger, zeugt er doch von den verschiedenen Stationen auf ihrem Weg. Das Mitarbeiterteam sieht seinen Auftrag darin, Wegbereiter zu sein – sei das nun auf dem Jakobsweg oder andern Lebenswegen. Das Zuhören und Dasein für die Pilger und Pilgerinnen ist Teil dieses Auftrags.  Familien, Gruppen und Einzelgäste sind im Gästehaus willkommen. Die meisten der 16 Gästezimmer sind mit Waschbecken ausgestattet, Dusche/Bad/WC befinden sich auf den Etagen. gaestehaus-ringgenberg.ch

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Auf W iedersehen

Rätseln Sie mal …

Suchen Sie 3 Änderungen zum Bild auf Seite 5. Lösungen. Bild an Säule, Abfallkübel zuviel(links), Fahrrad ohne Bremsen.

Sudoku-Spass Lösungen: Sudoku und Rätsel

So gehts: Füllen Sie das Rätselgitter mit Zahlen von 1 bis 9. Jede Zahl darf in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3 Blöcke nur ein Mal vorkommen! Viel Spass!

Empfänger unbekannt? Wie gut, hie und da ein Stossgebet zum Himmel zu schicken! Und wie gut, dass wir diese Bitten oder gar unser Flehen in Angst, Sorgen und Leid nicht einfach ins Blaue, an „unbekannt” aufsteigen lassen müssen, sondern an Gott richten können. Das Wort Gottes im Psalm 50 ermutigt uns, genau dies zu tun: In der Not uns an Gott zu wenden und zu vertrauen, dass er helfen wird: „Und rufe mich an in der Not; so ich will dich erretten, und du sollst mich preisen!” Das bedeutet zwar nicht, dass unsere Probleme mit einem Schlag verschwinden. Doch wenn wir Gott vertrauen, also fest mit seinem Wirken rechnen, wird er uns seinen Frieden, sein Licht ins Herz geben. So dürfen wir auch an dunklen und schweren Tag zuversichtlich bleiben: Wir wissen, dass über uns ein Gott wacht, der sich um uns kümmert, der auf allen Wegen an unserer Seite geht. Elsbeth Cachelin

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Wor t auf den Weg

„Sorget nicht! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott … Dann wird der Friede Gottes, der weit über alles Verstehen hinausreicht, über euren Gedanken wachen.” Die Bibel, Philipper 4, 6 Wir freuen uns auf eine Kontaktnahme. Überreicht wurde Ihnen TRIALOG durch:

Trialog 05/2012 - „Man muss sich trauen loszulassen”  

Einsatz in Kabel-Dschungel / Hühner sind Teil des Programms / Jakobspilger in Ringgenberg

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