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d ialog M o n a t s z e i t s c h r i f t f ü r S a l u t i s t e n u n d F re u n d e d e r H e i l s a r m e e

5/ 2013

Engagiert euch! Bild: Martin Heimann

Das sind die neuen Kadetten und Offiziere Korps Grischa mietet eine Kapelle Aus dem Leben der Heilsarmee

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Bild: flickr.com/altemark

Dialog

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Gott ruft deutlich Der eine wusste es schon als Kind. Den anderen rief Gott als Jugendlichen. Und wieder andere hatten schon eine eigene Familie, als Gott sie bat, ihr Leben in den Offiziersdienst der Heilsarmee zu stellen. Als ich diese Ausgabe vorbereitete, fiel mir auf, wie verschieden Gottes Ruf klingen kann. Was für ein liebevoller, himmlischer Vater: Er weiss genau, wie er mit uns sprechen soll, damit wir ihn verstehen. Unsere Antwort auf den Ruf ist oft mit Fragen und Zweifeln verbunden. Ist es wirklich Gottes Wille? Kann ich das überhaupt? Fragen über Fragen, die sich auch Majorin Erika Zimmermann gestellt hat. Sie bereut nicht, den Glaubensschritt gewagt zu haben (Seite 6). Heute ist sie selbst in der Kandidatenkommission. Diese Gruppe hat für das kommende Jahr neue Kandidaten angenommen, die Sie in dieser Ausgabe kennenlernen (Seiten 4 und 5). Lesen Sie auch über die angehenden Offiziere und Auxiliärkapitäne (Seiten 4,5 und 6) und ihre Begeisterung, Gott in der Heilsarmee zu dienen.

Frauen-Event 31. August 2013 Fabrikhalle 12, Bern 9.30 Uhr bis ca. 16.45 Uhr

Korrigendum

Thema: Echt in jeder Beziehung.

Informationen, Anmeldung und Bestellung zum Korrespondenz-Bibelkurs und zum Kurs „Lebendiges Wort”, in der vergangenen Ausgabe des dialog beworben, können Sie hier bestellen:

Jetzt noch schnell anmelden und vom Frühbucherrabatt profitieren: Bis 30. Juni 2013 kostet die Teilnahme nur CHF 40.–

Erwachsenenbildung Heilsarmee Habsburgerstrasse 15, Postfach 54 4012 Basel Tel. 061 387 91 15

heilsarmee.ch/frauenevent

erwachsenenbildung@heilsarmee.ch

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dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

Und seien Sie herzlich eingeladen: Feiern Sie mit uns Weihe, Ordination und Willkomm. Am 8. Juni im Konferenzzentrum der St. Chrischona. Florina German

Leitbild der Heilsarmee Die Heilsarmee ist eine internationale Bewegung und Teil der weltweiten christlichen Kirche. Ihre Botschaft gründet auf der Bibel. Ihr Dienst ist motiviert von der Liebe Gottes. Ihr Auftrag ist es, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen und menschliche Not ohne Ansehen der Person zu lindern.


HA-Info

Freuen Sie sich auf das Magazin! Im Juni erhalten Sie von uns die Spenderzeitschrift. Wir zeigen Ihnen unser neues Printprodukt. Und entlasten damit die Redaktion. möglich. Gabrielle Kellers Nachfolger, Major Jacques Tschanz, tritt seine Stelle am 1. Juli 2013 an. So herrscht derzeit ein Engpass an Mitarbeitern. Die Abteilung Kommunikation muss ihr Angebot kurzzeitig anpassen.

Im Spendermagazin werden verschiedene Arbeitsbereiche der Heilsarmee in der Schweiz vorgestellt. Die Themen bereiten wir für eine wichtige Zielgruppe, unsere Spenderinnen und Spender, auf. Wir freuen uns, Ihnen mit dem Magazin eine spannende Lektüre anzubieten.

Umfassender Service für Sie Wichtige Termine bis Mitte Juli erfahren Sie schon in dieser Ausgabe (siehe Seite 11).

Hochbetrieb in der Redaktion Die Entscheidung, eine dialog-Ausgabe auszulassen, ist uns nicht leicht gefallen. Es fehlt an Mitarbeitern, seit Gabrielle Keller, Leiterin der Kommunikation, dem Ruf gefolgt ist, Gott und der Heilsarmee in Polen zu dienen. Leider ist der personelle Wechsel aus organisatorischen Gründen nicht nahtlos

Auf heilsarmee.ch informieren wir Sie laufend über Neuigkeiten in der Heilsarmee. Und als Fan unserer facebook-Seite Heilsarmee Schweiz/ Armée du Salut Suisse verpassen Sie keinen HeilsarmeeEvent mehr.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen nächsten Monat viel Freude beim Entdecken der Spenderzeitung der Heilsarmee. Martin Künzi Abteilungsleiter Marketing martin_kuenzi@heilsarmee.ch Bild: Tina Steinauer

Es soll eine Ausnahme sein: Statt des dialog erhalten Sie im Juni die zweite Ausgabe der Spenderzeitung der Heilsarmee. Das ist Ihre Gelegenheit, unser neues Magazin kennenzulernen. Wir haben es im vergangenen Jahr lanciert.

Im Juli erscheint der dialog wie gewohnt. Hier schon mal ein Vorgeschmack: Mission & Entwicklung feiert ein grosses Jubiläum. Wir freuen uns, Ihnen 125 Jahre Heilsarmee-Arbeit in aller Welt vorzustellen.

Im Spendermagazin erfahren Sie zum Beispiel, wie Eveline Frei nach Höhen und Tiefen im Leben in der Brocki Arbeit und Halt fand.

Offen gesagt

Bilder: Werner Tschan

Ich bin bereit, sende mich! Die Buchstaben WOW (siehe Seite 2) stehen für ein freudiges Erstaunen. Wenn wir junge Menschen zu Heilsarmeeoffizieren weihen, dürfen wir uns von Herzen freuen. Es ist ein Ausdruck der Gnade Gottes: Er beruft und sendet Menschen. Auf die Frage „Wen soll ich als Boten zu meinem Volk senden?”, antwortet Jesaja „Ich bin bereit, sende mich” (Jesaja 6,8). Die Frage ist aktuell. Gott spricht auch heute zu Menschen und stellt die Frage „Wen soll ich senden”? Sind Sie bereit dazu? Vor 38 Jahren hörten auch wir den Ruf in den vollzeitlichen Dienst als Heilsarmeeof-

fiziere. Wow – eine erstaunliche Erfahrung! Der Ruf traf uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Er durchkreuzte unsere Pläne und stellte unser Leben auf den Kopf. Ein Versuch, diese „Idee” zu verdrängen oder zu ignorieren, schlug fehl. Und die Hoffnung, dass unsere Kandidatur nicht akzeptiert würde, weil wir bereits eine Familie waren, erwies sich als Illusion. Schliesslich konnten wir nicht anders. Wir erhielten die Kraft, zu sagen: „Wir sind bereit Herr, sende uns!” Das war der Anfang eines Abenteuers mit Gott. Es hat unser Leben gewaltig bereichert. Wenn uns zu Beginn der Verzicht auf Selbstbestimmung schwer fiel und das Opfer im Vordergrund stand, durften wir bald erfahren, dass Gott uns hundertfältig beschenkt (Markus 10, 29–30).

Gott blieb treu Wir wurden nicht zu einem gemütlichen Spaziergang eingeladen, aber zu einer ereignisreichen und spannenden Wanderung, auf welcher wir nie von unserem Auftraggeber, Gott, im Stich gelassen wurden. Wir danken ihm für das Geschenk seines Rufes an uns, für seine Treue, Geduld und für alle Veränderungen, die er in unserem Leben bewirkt hat. Vielleicht beschäftigt Sie die Frage auch: „Wen soll ich senden”? Wir möchten Ihnen Mut machen, den Ruf Gottes anzunehmen.

Kommissäre Franz und Hanny Boschung Territorialleiter franz_boschung@heilsarmee.ch hanny_boschung@heilsarmee.ch dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

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Dossier: Engagiert euch!

Sie folgen dem Ruf Gottes

Sybille (32) und Régis (39) Cortat

Wir haben die angehenden Offiziere, die neuen Kadetten und die Auxiliärkapitäne gebeten, sich vorzustellen. Marianne Meinertz (54), Wien

Ich, Zoltán, komme aus einer Roma-Familie. Da meine Eltern wenig Zeit für mich hatten, bin ich auf Abwege geraten: Drogenkonsum und Kriminalität prägten mein Leben. Doch mit knapp 20 empfing ich Jesus in meinem Herzen. Nach langer Suche nach dem Willen Gottes wurden meine Frau und ich von Gott berufen, als Offiziere zu dienen. In unserem Dienst bereitet es mir besondere Freude, Gottes Wort zu erforschen und zu predigen. Die noch unbekannte Aufgabe, die vor uns steht, was immer sie auch sein mag, betrachten wir mit Ehrfurcht. Doch wir wissen, es ist Gottes Wille, dass wir Offiziere werden.

Ich gehöre zur Generation 50+, bin in Dänemark geboren und aufgewachsen. Dort bin ich praktisch mit der Heilsarmee gross geworden.

Bilder: zVg

Zoltán (26) und Annabella (24) Benedek

Wir haben zwei Kinder: Zoé, 8 Jahre, und Nathan, 9 Jahre. Ich, Sybille, bin Briefträgerin. Seit Nathans Geburt habe ich zuhause Kinder betreut. Ich liebe Tiere, Basteln und Backen. Ich verbringe gern Zeit mit der Familie, mit Freunden, trinke mit Freundinnen Kaffee. Das halte ich für sehr wichtig.

Meinen langjährigen Beruf als SoftwareEntwicklerin liebe ich immer noch, jedoch hat mir die Arbeit für die Heilsarmee immer mehr am Herzen gelegen. Ein Teil dieser Arbeit, der mir dabei besonders wichtig ist, ist das Wendepunkttheater, das ich als Mittel der Seelsorgearbeit verwende.

André Bohni (26) Ich, Annabella, stamme auch aus einer Roma-Familie. Als ich Kind war, haben meine Eltern zu Jesus Christus gefunden. Als ich mit ihnen zum Gottesdienst ging, hörte ich Lobpreis und empfand dabei etwas Aussergewöhnliches. Ich weiss, es war Jesus Christus selbst, der mit seiner Kraft da war. Mit 14 besuchte ich einen Evangelisationsgottesdienst, in dem meine Eltern als angehende Offiziere tätig waren. Wir wurden aufgerufen, uns Jesus hinzugeben. Ich wusste, dass Jesus durch die Reihen geht und die Menschen ruft. Er kam auch zu mir. In diesem Augenblick konnte ich ihm nicht widerstehen. Ich stand auf. Ich empfand mich als sündig, hässlich und unnütz. Ich bat Gott, mir zu vergeben. Da wusste ich, dass ich ein neuer Mensch geworden war. Mit 18 Jahren erhielt ich die Berufung für den Offiziersdienst. Das war für mich ein ausserordentliches Ereignis, genau wie meine Wiedergeburt.

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dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

Schon lange habe ich den klaren Ruf gespürt, Offizier zu werden. Zudem liegt mir die Heilsarmee am Herzen. Ich will mich im vollamtlichen Dienst im Reich Gottes einsetzen. Von Beruf bin ich gelernter Elektroniker und war zuletzt als Software-Entwickler tätig. Innerhalb der Heilsarmee habe ich schon einige divisionale und nationale Anlässe mitorganisiert und Lager geleitet. Nun kann ich als Kandidat im Korps Bern überall reinschauen und mitarbeiten. In der Freizeit verbringe ich viel Zeit vor dem Computer und bei schönem Wetter auf dem Fahrrad.

Momentan absolviere ich ein Praktikum in La Chaux-de-Fonds. Mein Herz schlägt für den BabySong. Es war mein Ausgangspunkt zu dem grossen Abenteuer, das mich schliesslich dazu gebracht hat, mich im Dienst für Gott und meinen Nächsten zu engagieren. Ich sehne mich danach, weiterzugeben, was ich erhalten habe. Ich will meinen Glauben mit anderen teilen und ihnen helfen, besser in dieser Welt zurechtzukommen. Ich, Régis, habe Briefträger gelernt, später in der Uhrenbranche gearbeitet und bin Praktikant im Korps La Chaux-de-Fonds. Ich liebe Sport im Allgemeinen. Ich gehe gerne mit meinem Jungen an Eishockeyoder Fussballturniere. Besonders mag ich Tennis. 20 Jahre lang habe ich selbst gespielt und trainiert. Ich mag auch Kino, Abende mit Freunden und morgens um fünf Uhr Zeit mit der Männergruppe verbringen! Mein Alltag: Gebetsgruppen, Kinderclub, Sonntagsschule, Predigen, über Gottes Wort meditieren und vieles mehr. Am liebsten mache ich seelsorgerliche Besuche, Wirtschaftssingen oder empfange Menschen. Den Menschen zuhören, mit ihnen teilen, ihnen helfen, austauschen, beten. Ich engagiere mich, weil ich Gott und meinen Nächsten liebe. Auch ich will Menschen viel von dem weitergeben, das ich selbst erhalten habe, seit ich in der Heilsarmee bin. Ich will denen Hoffnung geben, die keine mehr haben und ihnen unseren Gott der Liebe zeigen. ���


Dossier: Engagiert euch!

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Bilder: zVg

Chantal (54) und Yvan (53) Nicolet

Yvan ist von Beruf Abwart und Chantal Lehrerin. Wir haben zwei Töchter: Natacha (17) und Anouchka (16). 2009 haben wir versucht, uns in einer Gemeinde niederzulassen. Schnell waren wir von der Heilsarmee angezogen. Ihr Auftrag hat uns überzeugt. Sehr bald waren wir Salutisten.

Cyrille Court (43) Seit sechs Jahren arbeite ich für die Heilsarmee als Leiter des Korps Fleurier. Meine Frau heisst Eliane und wir haben zwei Söhne: Julien (10) und Valentin (6). Neben dem Beruf spiele ich viel mit den Kindern, wandere oder lese. Ich mag den Beruf des Pastors, den ich gelernt habe und den ich auch ausserhalb der Heilsarmee ausgeübt habe. Ich glaube, dass der pastorale Dienst wichtig ist für die Gemeinde und die Welt. Es ist ein einzigartiger Dienst und nichts kann ihn in dieser Gesellschaft ersetzen. Denn in einer weltlichen Gesellschaft sind die geistlichen Bedürfnisse der Menschen

Timon Stettler (24) Ursprünglich bin ich Kaufmann und jetzt Student am Bildungszentrum: Bachelor in christlicher Leiterschaft. Mein Heimatkorps ist Basel 1 in der Division Mitte. Ich gebe schon seit etwa zehn Jahren Sonntagsschule und genau so lange bin ich jedes Jahr mindestens einmal in einem

Yvan: Nach einem Jahr bei der Heilsarmee las ich das Buch „Leben mit Vision”. Da hat mich Jesus zum Offiziersdienst gerufen. Seitdem bin ich durch schwierige Zeiten gegangen und hatte Zweifel, ob ich den Dienst schaffen würde. Ein Kurs über christliche Leiterschaft hat mir geholfen. In den letzten Monaten hat Jesus viel getan, um mich für den Dienst vorzubereiten, und ich bin ermutigt, die Herausforderung anzunehmen. Chantal: Auch mich hat „Leben mit Vision” bewegt. Der Herr bat mich, Ja zu Berufung meines Mannes zu sagen. Ich tat es von ganzem Herzen. Meine grösste Sorge war, nicht die Aufgaben erfüllen zu können, die man mir anvertrauen würde. Der Herr hat mich mehrmals mit seinem Wort ermutigt, ihm zu vertrauen. Sein Ruf war deutlich. Darauf vertraue ich.

nicht gestillt. Der Mensch wird dort eher als ein Objekt des Konsums oder als Produkt angesehen. In diesem Bereich sehe ich mich als Botschafter. Ich glaube, dass mich Gott berufen hat, ihm in der Heilsarmee zu dienen. Deswegen lasse ich mich als Offizier einsetzen. Soweit meine Kräfte es zulassen und in voller Demut möchte auch ich den Auftrag erfüllen, den Gott der Heilsarmee gegeben hat: das Evangelium von Jesus Christus predigen und menschliche Not ohne Ansehen der Person lindern.

Kinder- oder Teenielager. Auch war ich in den vergangenen Jahren immer am Weekend Biblischer Unterricht als Leiter mit dabei. Ausserdem bin ich ein Leiter in der Jugendgruppe vom Basel 1. Der wichtigste Grund für meine Entscheidung für den Offiziersdienst ist eine klare Berufung von Gott. Doch ich freue mich auch, der Heilsarmee dienen zu können. Die Heilsarmee hat den Menschen viel zu geben. In meinen Augen gibt es auch kaum einen so vielseitigen Beruf und vor allem liegen mir die Menschen am Herzen.

Nathalie (29) und Nicolas (35) Riard

Nicolas: Ich bin Schreiner und Berufslehrer. Nathalie: Ich habe Kauffrau gelernt und bin zur Zeit Hausfrau und Mutter. Wir haben drei Kinder: Nina (7), Noa (5), und Naël (3). Wir lassen uns als Heilsarmeeoffiziere einsetzen, weil wir Ja gesagt haben, als Gott uns rief. Der Ruf hat uns zunächst überrascht. Dann konnten wir ihn annehmen und heute freuen wir uns darüber. Es ist unglaublich: Wir spüren Frieden und Freude des Herrn, obwohl der Ruf eine Herausforderung für uns bedeutet. Wir sind überzeugt, dass Gott treu ist: Er ruft nicht die, die dazu fähig sind, sondern er befähigt die, die er ruft. Wir glauben, dass die zwei salutistischen „S” an der Uniform unserer Vision entsprechen: sauvés pour servir, gerettet, um zu dienen. Wir wollen unseren Glauben praktisch leben. Wir glauben, dass die Menschen heute noch Durst nach Gott haben. Sie wollen einen Sinn im Leben finden. Wir wollen auch unsere Kinder in unseren Dienst mit einbeziehen und Gott mit unserer Familie dienen. Mit unserer Einsetzung wünschen wir uns vor allem ein Herz, das bereit ist, dem Herrn zu dienen. Wir freuen uns, unsere Talente und Persönlichkeit in seinen Dienst zu stellen, und hoffen, dass unser Leben und unser Dienst Gottes Liebe für die Menschen widerspiegelt, um die wir uns kümmern dürfen. ��� dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

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Dossier: Engagiert euch!

Lukas Schenk (36)

Majorin Erika Zimmermann ist Mitglied der engeren Auswahlkommission. Sie entscheidet also mit über die Kandidaten für die Offiziersschule. Seit 20 Jahren ist sie selbst – mit grosser Freude – Offizierin.

Bilder: zVg

Ich bin Gymnasiallehrer für Geografie und Physik. Ich bin ledig und mag Musik, weshalb ich auch verschiedene Instrumente (Gitarre, Klavier, Bass, Cajon) spiele und singe. Daneben betätige ich mich gerne auch sportlich und verbringe Zeit mit Freunden.

Mit Gott fand ich ein „Ja” zur Berufung

Bild: flickr.com/jikido

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Yanick Termignone (30) Ich bin mit Roxana verheiratet und wir haben eine einjährige Tochter, Loïs. Unsere Familie wird sich im November nochmals vergrössern. Ich reise gerne und interessiere mich sehr für andere Kulturen. Ich mag Kreativität und lebe sie täglich in den Offizierstätigkeiten aus. In meinem Dienst möchte ich stets neue Herausforderungen annehmen, damit ich nicht in Routine verfalle, sondern mit Begeisterung lebe. Eines Tages möchte ich gerne im Ausland dienen. Ich wünsche mir, für meinen Nächsten eine Ermutigung zu sein, sodass Menschen einen Neuanfang wagen, indem sie sich entscheiden, Jesus nachzufolgen.

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dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

Gott ruft jeden Menschen anders, aber immer so, dass wir sein Rufen verstehen. (Symbolbild)

Ich bin in einer Heilsarmeefamilie aufgewachsen. Mit 16 Jahren entschied ich mich für ein Leben mit Jesus. Während eines EnglandaufMajorin Erika enthalts verspürte Zimmermann ich den Ruf, in der Mission zu dienen. Als mich zu dieser Zeit Leute auf den Offiziersdienst hin ansprachen, wehrte ich aber ab. Ich hatte andere Lebenspläne. Bild: zVg

Als Heilsarmeeoffizier möchte ich zusammen mit den Leuten im Korps Gemeinde bauen, den Glauben gemeinsam leben, erleben und weitergeben. Ich glaube, dass es Gott möglich ist, auch heute Leute in seine Nachfolge zu rufen, Menschen zu verändern, Vergebung und Versöhnung zu schaffen, zu retten und zu heilen. Das möchte ich sehen und trage meinen Teil dazu bei, damit es geschehen kann.

Der Heilsarmee treu Ich arbeitete dann während vier Jahren im afrikanischen Busch als Krankenschwester in einer Tagesklinik der Heilsarmee. Während eines Jugendgottesdienstes in Brazzaville (Kongo), ich war damals 27 Jahre alt, redete Gott ganz klar zu mir. Es war, während ich das Lied „Alles will ich Jesus geben, ihm, der meine Schuld gesühnt” sang. Ich spürte, dass Gott mein ganzes Leben möchte, nicht nur einen Teil davon. Um Antwort bitten Anschliessend folgte eine Zeit der Zweifel und Kämpfe. Ich fühlte mich unfähig und zu wenig begabt für dieses Amt. Ich bat Gott, mir Zeichen der Bestätigung zu schenken.

Sechs Monate später hatte ich einen Autounfall. Nur durch ein Wunder blieb ich unverletzt. Als ich aus dem demolierten Auto stieg, wusste ich: Nun hat mir Gott mein Leben zum zweiten Mal geschenkt. Es folgten weitere Ereignisse: Menschen ermutigten mich, diesen Schritt zu tun. Ich spürte, dass Gott von mir Gehorsam erwartete. Schliesslich meldete ich mich als Kandidatin für die Offiziersschule an. Nie bereut Im Nachhinein denke ich: Gott zeigte viel Kreativität in der Art und Weise, wie er mich berufen hat. Ganz ohne menschlichen Einfluss sprach er zu mir, weit weg im afrikanischen Busch. Er half mir auch, zu meiner Berufung ein Ja zu finden. Dieses Jahr feiere ich mein 20-Jahr-Jubiläum als Heilsarmeeoffizierin. Ich kann mit Gewissheit sagen, dass ich diesen Schritt nie bereut habe. Die Jahre waren sehr abwechslungsreich. Der Dienst im Sozialwerk hat mich ausgefüllt und beglückt. Ich habe sehr viel mit Gott erlebt. Er ist mir in allen Herausforderungen beigestanden und hat mir bis heute immer wieder die Kraft geschenkt, den Weg weiterzugehen. Majorin Erika Zimmermann Mitglied engere Auswahlkommission Leiterin Alters- und Pflegeheim Lorrainehof


Panorama

Bilder: Sarah Willi

Mehr Platz, mehr Beschäftigte und mehr Auswahl

Was das Herz begehrt: Im „wörkschop” gibt es hausgemachte Dekorationen, Fackeln, Pflanzen, Tee, Dörrfrüchte, Most und vieles mehr.

Es ist das neue Ladenlokal von Werkatelier und Gärtnerei. Der Name „wörkschop” verrät es: Hier wird gearbeitet und verkauft. Die über 600 Besucher konnten am Eröffnungsnachmittag schon mal das breite

chor & more: Mit Freude singen Etwa 90 Sängerinnen und Sänger, Chor- und Workshop-Leiter, Musiker und zahlreiche Helfer kamen am 9. und 10. März ins Korps Zürich Zentral. Sie erlebten ein musikalisches und kulinarisches Happening. Es brauchte schon etwas Mut, neben den üblichen Aktivitäten in den Korps ein zusätzliches Chor-Wochenende anzubieten: mit Workshops zu Gospel, Klassik, Acapella, Heilsarmee-Klassik, Noten lesen, Texten und Übersetzen, Sologesang, Chor leiten und Stimmbildung. Die zündende Idee zu diesem Grossanlass kam von Mirjam Büchi und Matthias Fuhrer. Neben weiteren Chorleitern, Musikern und zahlreichen Helfern zog chor & more fast

Angebot entdecken und sich mit Kaffee und Kuchen sowie Bratwurst verköstigen. Mit der neuen Einrichtung hat der Obstgarten sein Problem am bisherigen Standort – nämlich Platzmangel – behoben. Ein weiteres Ziel ist nun, den Kontakt der Obstgärtler mit der Bevölkerung vom Dorf und umgekehrt zu fördern. Die Beschäftigten freuen sich über diese Abwechslung und

hundert Sängerinnen und Sänger an. Die konnten sich dank perfekter Organisation ganz auf die zahlreichen neuen Lieder sowie die Workshops konzentrieren. Sie erlebten in Zürich ein buntes Bouquet voller Klangfarben. Grosses Abschlusskonzert Am Sonntagsfestival trugen der Gesamtchor, die WorkshopGruppen sowie die Chöre aus Bern, Basel, Zürich und Winterthur vor 100 Gästen ihre einstudierten Songs vor. Mal kraftvoll und dynamisch, mal feinfühlig. Fazit: Das Singen christlicher Lieder in verschiedenen Formationen und Stilrichtungen und mit ausgezeichneter

den Kundenkontakt. Wir freuen uns auf die neuen Chancen, die uns der „wörkschop” ermöglicht. Sarah Willi, Judith Bourquin und Major Heinrich Bourquin Heilsarmee Obstgarten

Kontakt: Bibersteinerstrasse 4, Rombach heilsarmee-obstgarten.ch/webshop

Instrumentalbegleitung fordert heraus und macht gleichzeitig viel Spass. Die Freude über neu Gelerntes und die gute Gemeinschaft stand vielen Teilnehmern im Gesicht geschrieben. Reinhard Lässig Bild: Samuel Büchi

Mit einem Fest hat die Heilsarmee Obstgarten am 5. April 2013 den „wörkschop” eröffnet.

Chorleiterin Mirjam Büchi (l.) übt mit den Sopranos Lieder ein. dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

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Panorama

Enfield Citadel Band besucht die Schweiz

Bild: zVg

Im Juni gibt die weltbekannte Brass Band der Heilsarmee aus London Konzerte in der Ostschweiz, im Emmental und in Zürich.

Grosser Andrang an der Museumsnacht Knapp 500 Nachtschwärmer besuchten am späten Abend des 22. März das Heilsarmee-Museum. Die Besucher konnten bis zwei Uhr morgens die Ausstellung „Eine Generalin – wozu?” ansehen. Es war ein junges, interessiertes und freundliches Publikum. Besonders die Vorträge des Rahab-Teams Zürich fanden Anklang: Zwischen 150 und 200 Zuhörer kamen insgesamt an die fünf Präsentationen zur Heilsarmee-Arbeit unter Prostituierten. Auch Generalin Linda Bond, zu Besuch in der Schweiz, beantwortete Fragen.

Die Mitglieder der Enfield Citadel Band unter der Leitung von Jonathan Corry (5. v.l.).

Die Enfield Citadel Band wurde 1892 in Tottenham gegründet und machte sich bald einen Namen als eine der führenden Musikgruppen der Heilsarmee. Die Band wurde im Laufe der Zeit von bekannten Heilsarmee-Musikern geleitet. Darunter der legendäre Bandmaster James Williams MBE. Die Band wird derzeit von Jonathan Corry dirigiert. Verschiedene international bekannte Solisten werden auf der Tournee durch die Schweiz die Konzerte bereichern. Reservieren Sie sich jetzt die Daten! Redaktion

Freitag, 28. Juni 2013, 20 Uhr, Chrischona Amriswil, Sandbreitestrasse 1 Samstag, 29. Juni 2013, 20 Uhr, Kirchgemeindehaus Langnau (BE) Sonntag, 30. Juni 2013, 9.30 Uhr, Gottesdienst Heilsarmee Zürich Zentral, Ankerstrasse 31 Sonntag, 30. Juni 2013, 14 Uhr, Konzert Heilsarmee Zürich Zentral, Ankerstrasse 31

Korps Grischa mietet Alexanderhauskapelle Die jahrelange Suche der Heilsarmee Davos nach zusätzlichen Räumlichkeiten hat zumindest vorübergehend ein Ende. Bild: zVg

Die Suche nach neuen Räumlichkeiten war nötig, weil das Interesse seitens der Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen ist. „Es kommen bis zu 70 Personen an unsere normalen Gottesdienste. Da wurde es mitunter ziemlich eng”, erklärt Kapitän David Künzi.

Im ersten Gottesdienst segnete Kapitän David Künzi Josua Signer ein.

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dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

Bild: Alexander Egger

Redaktion

Die neuen Räume, in einer Kapelle, bieten locker Platz für 100 Personen. Während der Gottesdienste können sich die Kinder in einem grossen Raum im Dachgeschoss – der sinnigerweise den Namen „Heaven”

Besonders beliebt: das Interview mit Generalin Linda Bond (2.v.r.)

(Himmel, Anm. d. Red.) trägt – vergnügen. Dank eines kleinen Raums auf gleicher Etage wie die Kirche kann die HeilsarmeeBand ihre Instrumente gleich vor Ort lassen. Die Heilsarmee ist dankbar, dass sich die Vermieter punkto Miete entgegenkommend zeigten und man die Kapelle dadurch aus eigenen Mitteln finanzieren kann, ohne anderswo Abstriche machen zu müssen. Der Vertrag zur Benutzung der Alexanderhauskapelle läuft einstweilen bis Ende Jahr. Danach sehe man weiter, erklären Künzis. Sie träumen von einem „neutralen Raum” ohne kirchliche Attribute. Denn bei der Heilsarmee sei jedermann willkommen. Auszug aus der Davoser Zeitung, 8.3.2013 Pascal Spalinger


Korps Brienz zieht auf das Bödeli

Gästehaus Ringgenberg schliesst 2014

Korps Brienz und Korps Interlaken werden zusammengeführt.

Die Direktion der Heilsarmee hat entschieden, das Gästehaus Ringgenberg (BE) auf Ende 2014 zu schliessen. Für die Weiterbeschäftigung der Leiterin und der drei Angestellten wird nach internen Lösungen gesucht.

Seit über zwei Jahren arbeiten die Korps Interlaken und Brienz vermehrt zusammen. Aus dem guten Miteinander bündeln die Korps nun die Kräfte. In Brienz wird die Liegenschaft verkauft. Kleingruppen und die Frauengruppe treffen sich weiterhin. Sie klären entsprechende Lösungen ab. In Interlaken finden die Brienzer Kameraden den eben renovierten Saal vor. Und sie werden dort auf den gewohnten Stühlen aus dem Korps Brienz sitzen. Die Heilsarmee will ihre Arbeit in der Region Interlaken fördern. Dazu baut sie eine Kinder- und Jugendarbeit neu auf. Eine entsprechende Stelle ist bewilligt worden. Wir sind überzeugt, mit diesen Veränderungen die Arbeit der Heilsarmee in der Region zu stärken.

Um die Angebote der Heilsarmee Gästehäuser auf weniger Standorte zu konzentrieren, sah sich die Direktion der Heilsarmee zu diesem Schritt gezwungen. Ein weiterer Grund für die Schliessung sind die steigenden Unterhaltskosten für das Gebäude und für die Aufrechterhaltung des Betriebes.

Bild: zVg

Panorama

Das Gebäude in malerischer Kulisse hat über Jahrzehnte Feriengäste beherbergt.

Die Direktion der Heilsarmee bedankt sich herzlich bei der Leiterin sowie den Angestellten und Freiwilligen für ihren wertvollen Einsatz. Sie haben in den vergangenen Jahren ihr Bestes für das Gästehaus und dessen Besucher gegeben. Die Direktion

Bernhard Wittwer, Major Divisionschef

Abschiedsgottesdienst im Korps Brienz: 26. Mai 2013, 10 Uhr Willkommensgottesdienst im Korps Interlaken: 2. Juni 2013, 10 Uhr

Anteilnahme Der Vater von Leutnantin Judith Dummermuth (Korps Adelboden), Werner Attinger, ist am 24. März 2013 im Alter von 69 Jahren von Gott heimgerufen worden. Wir entbieten der Trauerfamilie unsere aufrichtige Anteilnahme. Brigadierin Régina Thévoz-Chevalley ist am 6. April 2013 in ihrem 96. Lebensjahr von ihrem Herrn und Erlöser heimgerufen worden. Unsere Gebete sind mit der Trauerfamilie. Die Brigadierin hatte während 38 Jahren in der Heilsarmee gedient. Ihren Nachruf erhalten Sie in der nächsten Ausgabe des dialog. Redaktion

Dank Familie Zwahlen bedankt sich für die grosse Anteilnahme am Heimgang von Majorin Esther Zwahlen-Hadorn. dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

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Notabene

Familienchronik Kinderweihe Aargau Süd: Sem Avery Gloor; Amriswil: Jana Lüthi; Davos: Josua Signer; Frutigen: Alessio Cedric Reichen; Huttwil: Laina Stalder, Nayara Joy Wiedemann, Annina Ladina Hess; Langnau: Matjas Aurel Heiniger; Schaffhausen: Corina Riedi; Solothurn: Levi Josi; Wädenswil: Ariel Caleb Gisler, Tireej Hassu, Jael Sara Graf; Zürich Nord: Kehla Dikantsa; Zürich Oberland: Michelle Jagne, Jason Maurer; Zürich Zentral: Naomie Ramel Juniorsoldateneinreihung Amriswil: Noemi Oswald; Huttwil: Samuel Pfister, Jessica Pfister, Elias Kipfer, Florian Kipfer, Leonie Früh, Eliane Früh, Joel Sommer, Sarah Jost, Sarina Mäder, Eliane Staufer, Sara Plüss; Zürich Zentral: Dominik Galsterer, Pascal Maurer, Raphael Maurer Aufnahme in den Freundeskreis Aarau: Susi Ferri, Aldo Ferri, Denise Ammann; Aargau Süd: Evi Amrein, Urs Giger; Affoltern a.A.: Barbara Hurter; Amriswil: Renate Frei, Reinhard Frei, Judith Wittwer, Judith Lüthi, Manuela Walser, Elias Neuenschwander; Bern: Hans Glauser, Sandra Reber, Therese Glauser; Bülach: Elsbeth Gehri, Esther Meier; Huttwil: Olivia Hiltbrunner, Micha Grossenbacher, Allen Peil, Daniel Fehrenbach, Sonja Niederhauser, Priscilla Grädel, Silvana Grädel; Langnau: Eva Berger; St.Gallen: Milos Stojkov, Vida Stojkov, Claude Gagnebin; Wien: Gerlinde Gensberger; Zürich Nord: Eveline Widmer, Anelia De La Rosa; Zürich Open Heart: Rolf Eglauf Soldateneinreihung Bern: Elfriede Schlapbach-Stuckert, Flurina Bürki, Mirco Omlor, Samuel Schmid, Tabea Gygax; Huttwil: Ernst Plüss, Ariane Plüss; Zürich Nord: Melody Walzer; Zürich Zentral: Susanne Ryser Abschluss biblischer Unterricht Adelboden: Antonio Zimmermann; Wädenswil: Daniela Portmann, David Ramseyer, Ursina Schaufelberger Trauung Burgdorf: Conny Berger und Heinz Balmer; Frutigen: Debbie Wittwer und Pascal Bohni; Schwarzenburg: Florence von Jenner und Micha-Peter Streit; Wädenswil: Beatrice Imhof und Roger

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dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

Stocker, Candice Reid und Willner Placy; Winterthur: Tabea Bitschnau und Ciril Stefanini Mitarbeiterernennung Aargau Süd: Lukas Hunziker (TC-Leiter), Cindy Bertschi (KLR), Kindergottesdienst: Jacqueline Manger, Edith Tedesco, Kleingruppenleiter: Mirjam Haldimann, Cindy Bertschi, Silvia Gebhard, Philipp Dätwyler; Adelboden: Helene Sarbach (KLR), Peter Germann (KLR); Affoltern a.A.: Angela Alder (KLR), Paul Schori (LobpreisKoordinator); Bern: Sonja Bianchi-Wyss (Bereichleitung G+F); Frutigen: Frauenstunde: Yvonne Bohni, Monika Grossen, Arlette Fähndrich; Wien: Korpsrat: Marianne Meinertz (besondere Dienste), Anna Huber (Gottesdienstteam, Helferin Spieloase Haus Erna, Leiterin Tischlein deck dich SalztorZentrum), Roswitha Falkenberg (Gottesdienstteam, Leiterin Spieloase Haus Erna); Zürich Nord: David und Cora Heusser (Bereichsleiter Kinder und Jugend), Markus Maurer (Bereichsleiter Gottesdienste/Events und Gospel Arts), Thomas Widmer (Bereichsleiter Gebets-/ Kleingruppen und Schulung), Heidi Beeler (Bereichsleiterin Verwaltung und Dienstgruppen), Kapitänin Manuela Lutz (Bereichsleiterin G+F/Diakonie); Zürich Zentral: Mirjam Grossen (Leiterin Teenieclub), Lukas Mettler (Leiter Lobpreisband), Martin Gossauer (Vizeleiter Gemischter Chor) Ernennung von Lokaloffizieren Adelboden: Jakob Schmid (KSM) Besondere Jubiläen Aargau Süd: Rita Corrodi (60 Jahre Salutistin), Frieda Suter (70 Jahre Salutistin); Adelboden: Hanspeter Josi (40 Jahre Lokaloffizier); Amriswil: Anna Jenzer (70 Jahre Salutistin), Margrit Schleusser (60 Jahre Salutistin), Beat Walser (50 Jahre Salutist); Bern: Hans-Peter Burger-Messerli (50 Jahre Salutist); Brienz: Hans und Aafje Aebischer (Goldene Hochzeit), Rosmarie Müller (40 Jahre Salutistin); Frutigen: Walter Trummer (70 Jahre Salutist), Leni Bossard (60 Jahre Salutistin); Langnau: Alice Rutschi (60 Jahre Salutistin); Münsingen: Marcel Huber (60 Jahre alt), Theo Ochsenbein (60 Jahre alt) Vreni Messerli (70 Jahre alt); Winterthur: Annemarie Leutwyler (60 Jahre Salutistin), Debora Heiniger (50 Jahre Salutistin); Zürich Zentral: Alfred Götsch (70 Jahre Salutist), Astrid

Erzberger-Sjöberg (60 Jahre Salutistin), Eva Zürrer (65 Jahre Salutistin), Madeleine Steiner (65 Jahre Salutistin), Elvira Iseli (65 Jahre Salutistin), Christine Grossen (55 Jahre Salutistin), Herbert Hauri (50 Jahre Salutist), Fred Burger (50 Jahre Salutist), Rosmarie Mettler (45 Jahre Salutistin), Susanne Hartmann (45 Jahre Salutistin), Daniel Mettler (45 Jahre Salutist), Christian Fuhrer (45 Jahre Salutist), Kathrin Zimmermann (40 Jahre Salutistin) Heimgang Aargau Süd: Rosa Bohl; Basel 1: Cornelius de Waard, Martha Gunziger, Samuel Widmer, Marie-Louise Kocher; Bern: Hedwig Rettenmund, Ernst Rohr, Geneviève Cachelin-Booth; Brienz: Majorin Esther Zwahlen-Hadorn; Bülach: Emil Meier; Münsingen: Hanni Hauri; Langnau: Hans Künzi, Nelli Bärtschi-Moser, Ida Gfeller; Wädenswil: Werner Käppeler, Stanica Rakic, Fanny Meier-Hiestand; Zofingen: Hermann Gerber-Graber, Max Wildi-Kaderli; Zürich Oberland: Hedy Honegger, Emil Steiger, Willy Brunner; Zürich Zentral: Heidi Müller-Städeli

Versetzungen François Crottaz, Praktikant im Korps Vevey, unter der Leitung von Majorin Evelyne Rothacher, per 1. Juli 2013 Versetzungen Ungarn Leutnante Zoltán und Annabella Benedek, von Offiziersausbildung nach Korps Debrecen, Leitung. Kapitäne Gyõzõ und Marika Cseki, von Korps Debrecen nach Miskolc, Pionierarbeit, per 1. August 2013 Kapitäne Béla und Enikõ Vecsey, von Korps Rákoscsaba nach Korps Józsefváros, Leitung, per 1. August 2013 Kapitäne Gábor und Andrea Gazsó, von Korps Józsefváros nach Korps Rákoscsaba, Leitung, per 1. August 2013

Goldene Hochzeit 22.6. Majore Walter und Heidy KramerScreta, Gemmistrasse 19, 3604 Thun


Notabene

Termine Kommissäre Franz und Hanny Boschung, Territorialleiter 16.−19.5. Eurovision Song Contest, Malmö 21.5. Direktionssitzung im Korps Thun 26.5. Gottesdienst Korps Aarau 3.–5.6. Jahreszielkonferenz, Bildungszentrum Basel 7.6. Gelübdetag, Bildungszentrum Basel 8.6. WOW (Weihe, Ordination, Willkomm), St. Chrischona Basel 13.6. Strategieratssitzung, HQ Bern 15.–17.6. Besuch Ungarn für Aussendung der Kadetten Oberstleutnante Massimo und AnneFlorence Tursi, Chefsekretär und Sekretärin für G+F 16.-19.5. Eurovision Song Contest, Malmö 21.5. Direktionssitzung im Korps Thun 24.–6.5. Sessionstreffen, London 2.6. Gottesdienst und Heiligungsworkshop Korps Zürich Zentral 3.–5.6. Jahreszielkonferenz, Bildungszentrum Basel 8.6. WOW (Weihe, Ordination, Willkomm), St. Chrischona Basel 13.6. Strategieratssitzung, HQ

Gratulationen 95 Jahre 1.6. Brigadier August Rickenbach-Schwyzer, Schweigmatt 50, 8055 Zürich 80 Jahre 24.5. Majorin Elisabeth Wittwer-Blatter, Martinstrasse 1, 3600 Thun 3.7. Oberstleutnant Maurice Motte, Rue de l' Encyclopédie 18, 1201 Genève 75 Jahre 23.6. Majorin Astrid Jäggi-Haller, Postgässli 35A, 3604 Thun 29.6. Kapitän Roland Reber, Talstrasse 30, 3053 Münchenbuchsee 7.7. Major Markus Fuhrer, Stiegelschwandstrasse 23, 3715 Adelboden

Oberstleutnante Lyndon und Bronwym Buckingham werden zu Leitern des Territoriums Singapur, Malaysia und Myanmar ernannt und zu Obersten befördert. Oberstleutnantin Priscilla Nanlabi wird zur Generalsekretärin im Kommand Bangladesch ernannt. Majore Leopoldo und Evelyn Posadas werden zu Chefsekretär und Territorialsekretärin für G+F im Territorium Singapur, Malaysia und Myanmar ernannt. Sie werden zu Oberstleutnanten befördert. Kommissärin Eva Marseille wird zusätzlich zur Tätigkeit als Sekretärin für Mission Ressources am IHQ zur Zonensekretärin für G+F in Südpazifik und Ostasien ernannt.

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Eberhard Arnold

Ein Leben im Geist der Bergpredigt Autor: Markus Baum Herausgeber: Neufeld Verlag ISBN: 978-3-86256-035-6

70 Jahre 27.5. Majorin Martha SchwendenerEggenberger, Müller-Friedbergstrasse 5, 9630 Wattwil 8.6. Oberstlt. Ursula Dollé, Grauholzstrasse 23 A, 3063 Ittigen 13.7. Majorin Heidi Knecht-Weidmann, Moosstöckli 221, 3550 Langnau i. E.

Er war schon als Kind ein Querdenker. Immer wieder eckt Eberhard Arnold mit seiner Forderung nach radikaler Christus-Nachfolge an. Schliesslich ist er unter christlichen Studenten aktiv. Seine ehrgeizige, teils sture Art stösst auch auf Widerstand.

Per 1. Juli 2013 Majore Allan und Fiona Hofer werden als Sekretäre für Spiritual Life Development an das IHQ berufen. Major Allan Hofer wird zum Direktor des International College for Officers und Centre for Spiritual Life Development ernannt. Beide werden zu Oberstleutnanten befördert.

Nach dem 1. Weltkrieg begeistert sich der Doktor der Theologie, den Abschluss hat er inzwischen nachgeholt, mehr und mehr für einen christlichen Lebensstil im Sinne der Bergpredigt. Er gründet einen Verlag für christliche Publikationen. Dann kauft er einen Hof und zieht dort mit anderen Gläubigen ein. Sie leben in einer Gemeinschaft, wie eine Kommune, die alles teilt und sich in Lehre und Erziehung der Kinder ausschliesslich an Jesus Christus orientiert.

Internationale Wechsel Per 1. Juni 2013 Oberstin Gillian Downer wird zur Internationalen Sekretärin für Südpazifik und Ostasien ernannt. Sie wird zur Kommissärin befördert. Diese Versetzung ist aus gesundheitlichen Gründen des Kommissärs Raymond Finger nötig.

Für Sie gelesen

Majore Ian und Wendy Swan werden als Leiter des Kommand Hong Kong und Macau ernannt. Sie werden zu Oberstleutnanten befördert. Sie treten die Nachfolge der Oberstlt. Samuel und Donni Pho an. Majore Edgar und Sara Chagas werden als Chefsekretär und Territoriale Sekretärin G+F im Territorium Mexiko ernannt. Sie werden zu Oberstleutnanten befördert.

Internationale Beförderung Oberste Onal und Edmane Castor, Leiter des Territoriums Karibik, sind zu Kommissären befördert worden.

Obwohl er sich damit den Weg zum Theologie-Examen versperrt, beschliesst er, sich als Erwachsener taufen zu lassen: Das bedeutet ebenfalls den Bruch mit seiner Familie und seiner Schwiegerfamilie.

Dabei bleibt Eberhald Arnold nichts erspart: Geldnot bei der Abzahlung, theologische Auseinandersetzungen mit Kritikern, Streit in der Gemeinschaft, schliesslich Bedrohung durch die Nationalsozialisten: Dennoch stossen neue Mitglieder dazu, weitere Gemeinschaftshöfe entstehen und bis zu seinem Tod erlebt Eberhard Arnold Wunder über Wunder: Gott versorgt ihn stets. So ist das Buch vor allem ermutigend. Die Biographie von Markus Baum ist ausserdem ein gut recherchiertes Werk in ausgezeichneter Sprache. Florina German dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

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Im Dialog bleiben

Bild: Samuel Büchi

In guten wie in schlechten Zeiten

hat uns die Liebe füreinander geschenkt, beiden aber auch einen Verstand und einen eigenen Willen gegeben. Wie der Glaube ist die Ehe nicht nur eine Herzenssache, sondern auch eine Frage des Willens und der Disziplin. Gott begleitet uns, ist nah an unserer Seite. Einzeln und zusammen bitten wir ihn immer wieder darum.

Im Dialog mit Gott

Das höchste Gut „Trotz des Verbotes kniete Daniel sich nieder, dankte und lobte Gott und flehte ihn an, wie er es auch sonst dreimal täglich machte.” (Daniel 6,11b)

Franziska und Daniel Bates-Steck

Im nächsten „dialog”

Impressum

Im Juni erhalten Sie unser Spendermagazin anstatt des dialog.

Dialog Juli

Majorin Heidi Knecht  

dialog · Monatszeitschrift der Heilsarmee · Mai 2013

Verlag und Redaktion Hauptquartier der Heilsarmee für die Schweiz-Österreich-Ungarn Laupenstrasse 5 · Postfach 6575 · CH-3001 Bern Telefon 031 388 05 02 redaktion@heilsarmee.ch Adressänderungen bitte an diese Adresse!

Layout Rolf Messerli Druck Rub Media AG, Wabern/Bern Gründer der Heilsarmee William Booth Generalin Linda Bond Territorialleiter Kommissär Franz Boschung Abonnement dialog Fr. 46.– (Inland), Fr. 65.– (Ausland) Trialog Fr. 24.– (Inland), Fr. 44.– (Ausland) Klecks Kinderzeitschrift Fr. 24.–

Nächstenliebe praktisch umgesetzt: Im Magazin stellen wir Menschen vor, denen die Heilsarmee half, nachdem sie den Boden unter den Füssen verloren hatten. Im Juli-dialog geht es um die weltweite Hilfe der Heilsarmee. Seit 125 Jahren sind Salutisten der Heilsarmee Schweiz für Mission & Entwicklung unterwegs. Ein Rückblick zum Jubiläum. Die Redaktion

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Monatszeitschrift für Salutisten und Freunde der Heilsarmee

Redaktionsteam Sergeant Martin Künzi (mk), Leiter Marketing; Florina German (FG), Redaktorin; redaktionelle Mitarbeiter: Elsbeth Cachelin-Rufener, Claire-Lise Bitter, Reinhard Lässig.

Daniel kannte das Verbot, jemand anderen ausser den König anzubeten. Doch er betete weiterhin zu Gott, wie er es sonst tat. Nichts konnte ihn aus dem Konzept bringen. Er hatte lange Erfahrung mit seinem Gott gemacht. Er konnte und wollte nicht 30 Tage ohne Gebet sein. Offenbar kannten ihn seine Gegner sehr gut. Daniel hatte seine Glaubensüberzeugung nie versteckt. Er lässt uns jene verborgene Quelle seiner Kraft sehen, aus der sich sein langes Leben nährte. Daniels Umfeld brachte ihn in die Abhängigkeit der göttlichen Quelle und damit zu geistlicher Reife. Das ist mehr als traditionelle Gebetsleistung. Das ist eine lebendige Beziehung mit Gott.

AZB

Nicht immer sind wir gleicher Meinung, ärgern uns heftig übereinander und oft wird es auch laut, wenn wir uns streiten. Gott

3001 Bern

„Ja – mit Gottes Hilfe” gelobten wir einander vor bald 23 Jahren feierlich. Neben glücklichen Zeiten erleben wir in unserem Ehe-Alltag auch immer wieder stürmische Momente.

Bild: zVg

Daniel und Franziska Bates-Steck erleben Gottes Hilfe im Ehe-Alltag.

„Mit Gottes Hilfe” kommt so zum Tragen, dass wir in schwierigen Momenten nicht nur auf uns selber gestellt sind. Gerade dann ist er uns beiden persönlich und als Ehepaar besonders nah. Gott ist unsere gemeinsame Basis und Perspektive zugleich. Es bleibt aber unsere freie Entscheidung, immer wieder „Ja” zu einander zu sagen. Die nimmt uns niemand ab, auch Gott nicht. Aber er trägt sie mit und bewahrt unser Eheversprechen in seinem Herzen: „Ja, ich will – mit Gottes Hilfe.”

„Stütze mich, damit ich lebe, wie du es verheissen hast.” Psalm 119,116 12


dialog 5/2013 - Engagiert euch!