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Magazin – 1 –


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DEAR READERS,

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r rather: Dear Guests, since you are probably holding this magazine during your stay at a Swiss Premium Hotel. The Swiss Premium Hotels are all 4-star and 3-star Superior hotels that are largely owner-run. Cordial hospitality, high comfort standards, quality, and authenticity set the Premium Hotels apart from the increasingly impersonal travel market. There are also Premium Hotel members under Swiss management that are located outside of Switzerland. With reports from Ascona to Zermatt, and stories from Paris, and Sardinia, we would like to show you the world of the Swiss Premium Hotels. Enjoy your stay in our Swiss Premium Hotels and join us on an exciting reading tour…

der besser: Liebe Gäste, denn sehr wahrscheinlich halten Sie dieses Magazin in den Händen, während Sie in einem der Swiss Premium Hotels zu Gast sind. Vielleicht frühstücken Sie gerade auf einer Terrasse mit Seeblick oder mit Aussicht in die Berge. Oder entspannen in einer Wellness-Anlage. Oder haben in einem der Gourmet-Restaurants gegessen und blättern an der Bar noch im Heft. Über das Hotel, in dem Sie gerade Ferien machen oder auf Geschäftsreise eingecheckt haben, finden Sie im Magazin Details, die Sie vielleicht noch nicht wussten, erfahren in einem Interview mehr über die Region – oder die Spezialitäten vom Frühstücksbuffet. Die Swiss Premium Hotels zeichnen sich durch viele Merkmale aus: Die Häuser sind alle im 4*- und 3*-Superior-Segment und grossteils inhabergeführt. Die herzliche Gastfreundschaft haben Sie bestimmt schon genossen, der hohe Komfort, Qualität und Authentizität heben die Premium-Hotels heraus aus dem zusehends überhäuften und unpersönlichen Reisemarkt. Natürlich grenzen sich diese Hotels klar von Hotelketten ab, sie richten sich speziell an Reisende wie Sie, deren Erwartungen an Qualität, Gastfreundschaft und Komfort hoch sind. Auch ausserhalb der Schweiz hat Swiss Premium Hotels Mitglieder – auch diese sind alle unter Schweizer Führung. Mit Reportagen von Ascona bis Zermatt, mit Geschichten aus der ganzen Schweiz, aus Paris und Sardinien wollen wir Ihnen die Welt der Swiss Premium Hotels zeigen. Und Ihnen Lust darauf machen, in weiteren Swiss Premium Hotels einzuchecken, wenn Sie erneut auf Reisen sind. Geniessen Sie den Aufenthalt in unserem Swiss Premium Hotels und begeben Sie sich mit uns auf eine spannende Lesereise…

Ihre, Nicole Pandiscia Geschäftsführerin

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„Die Zeit verwandelt uns nicht. Sie entfaltet uns nur.“ Max Frisch (1911-91), Schweizer. Schriftsteller und Architekt, 1958 Georg-Büchner-Preis

„Time doesn't change us, it just unfolds us.“

Max Frisch (1911–1991), Swiss author and architect, recipient of the 1958 Georg Büchner Prize

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Swiss Premium Hotels - Reiseverführer

LEJ DA CHAMPFÈR, GRAUBÜNDEN

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INHALT

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Inhalt

Die Swiss Premium Hotels 10 Hotel Astra, Vevey Chaplin, Schoko, Sport und Jazz – am Genfersee vereinigt sich alles, was die Schweiz ausmacht

38 Hotel Arte, Olten Kunst im Raum – in der Heimat von Literaten und Künstlern und am Mittelpunkt der Schweiz

12 Casa Berno, Ascona Aktiv erholen – zum Frühstück den See ansehen, mittags wandern und abends Grottoplausch im Tessin

40 Hotel Bedford, Paris Der Charme des Jugendstils – Belle Epoque trifft moderne Kunst im Herzen der Stadt

14 Hotel Ascovilla, Ascona Gartenpracht und Blumenzauber – Rhododendren, Kamelien und Greens am Lago Maggiore

42 Hotel l’Arcade, Paris Mitten in Paris – Schweizer Hoteliers in Paris, eine lange Liebe

20 Hotel Bellerive, Zermatt s’ Horu im Blick – das Matterhorn vor dem Fenster, modernes Design in den Räumen

44 Hotel Margherita, Sardinien Sardische Vielfalt – Käse aus der Macchia, smaragd­ grünes Meer und weisse Berge

22 Hotel Alex, Zermatt Vom Bergführer zum Hotelier – ein Plan B schuf das Hotel, alte Lärchenholzbalken zieren es

Rubriken 

26 Hotel Seedamm Plaza, Pfäffikon Tagen, tafeln und zum Kloster pilgern – der Zürichsee und seine Ausflugsziele

8 Gastronomie im Land 16 Eine Reise wert: Events

28 Hotel Kongress Davos, Davos Platz Kurze Wege für den „Davos-Man“ – nur wenige Schritte zum Kongress, dafür Zeit zum Wandern

36 Kulturhighlights 50 Schweizer Sportlerinnen und Sportler

Service 

Hotel Einstein, St. Gallen Kunst und Spitzendecken – im Hotelsafe und in der Stiftsbibliothek lagern Schätze

3 Editorial

32 Hotel Glärnischhof, Zürich Zu Fuss zur Bank und zum See – vom Finanzdistrikt in d’Badi oder in die Bahnhofstrasse

4 Panorama 18 Gutscheine 24 Die Website

34 Hotel Arc-en-Ciel, Gstaad Vom Tea-Room zum Chalet-Hotel – ein Treffpunkt für Wandersleute und Wintersportfans

52 Alle Hotels – Der persönliche Tipp 54 Impressum

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GASTRONOMIE

Gastronomie

Fondue und mehr vom Meer Fisch-Fondue - das ist das ideale Gericht für asiatische Schweiz- Reisende, die eine original Schweizer Speise probieren möchten, aber Käse nicht vertragen. Mit den erlesenen Zutaten, die das Le Poisson in Zürich auswählt, wurde dieses Edelfisch- und Krustentier-Fondue eine Lieblingsspeise der Zürcher. Wenn sie nicht die Marseiller Bouillabaisse wählen. Oder den Atlantik Wolfsbarsch in der Salzkruste. Oder. . . Zürich, Seite 32

Vino! Das Herzstück des Delea-Wein-Imperiums ist die Cantina Vini e Distillati Delea in Losone, in der Weine und Grappe in acht Meter Tiefe reifen, aus Früchten von 20 ha Delea-eigenen Rebbergen und zugekauften Trauben. Wein kaufen kann man auch in der Vinothek Bottega del Vino Ascona und in der Bottega del Vino von Locarno. Und außer Weinen und Grappe gibt es hauseigenen Aceto Balsamico. Ascona, Seite 12

Tatar, Lachs und Entenbrust Um Bachtellachs zu geniessen, steuern Fisch-Aficionadas das PUR an. Bachtellachs? Eine Schweizer Züchtung, ein Schweizer Lachs. Aber auch die Entenbrust des Gourmetrestaurants am Zürichsee ist legendär, und das Lamm mit Kürbis. Und erst recht die Schwyzer Felchlin Schokoladenvariation. Stammgäste wissen es, Neulinge schmecken es gleich: Das Restaurant wurde mit 15 Gault Millau Punkte ausgezeichnet. Wer sich nicht entscheiden kann, lässt sich ein Surprise-Menü vom Küchenchef Adrian Bührer servieren. Mit Blick auf den See. Pfäffikon, Seite 26

Wein! 28 Schweizer Winzer – die Vielfalt der Weinkultur zeigt sich in St. Gallen in der Vinothek Weinstein. Von Thurgau bis Zürich, von Visp bis Vico Morcote, quer durchs Land wachsen Reben. Die Vinothek liegt im Herzen der Altstadt in Nachbarschaft zum Hotel Einstein. Die Vinothek versteht sich auch als Ort der Begegnung. Degustieren und debattieren geht hier Hand in Hand. Schliesslich gilt: In Vino Veritas. St. Gallen, Seite 30

Schoggi Natürlich wachsen in der Schweiz keine Kakao-Bäume, dennoch wird, wer Schweiz sagt, an Schoggi denken. Berühmte Weltfirmen und kleine Manufakturen, edle Schokolade stellen viele her. So auch Läderach, mit den typischen Stapeln von Schokoplatten in den Ladentheken. Mal weiss, hell oder dunkel, mit Pistazien oder mit rosa Pfeffer, mit Nüssen und Früchten, Smarties und Beeren. Filialen eröffneten in der Schweiz in fast jedem Ort – in dem auch ein Swiss Premium Hotel zu finden ist. Das kann kein Zufall sein… Vevey, Seite 10

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In der neuen Chaplin’s World

CHAPLIN, SCHOKO, SPORT UND JAZZ S

ehen und gesehen werden“ – das war schon immer das Motto in der Brasserie, erzählen Christophe und Nicolas Ming. Schon immer, das heisst hier: seit über hundert Jahren. Bereits 1912 wurde der „Pavillon des Voyageurs“ gegenüber des Bahnhofs von Vevey eröffnet. Der Belle-EpoqueCharme mit dem ellipsenförmigen Deckenfenster und Wandbildern mit Szenen regionaler Weinfeste blieb erhalten. Heute ist die Brasserie das historische Schmuckstück des modernen Hotels Astra, das die Gebrüder Ming in Familientradition führen. Vevey, eine Kleinstadt am Ufer des Genfer Sees, zieht Reisende an, die es etwas ruhiger mögen. Auch während des Jazzfestivals geht es entspannter zu – und man kann mit der S-Bahn nach Montreux pendeln. Das Gästebuch zeigt Mannschaftsfotos von Sportlern, die im Hotel logierten, Musiklegenden und ganze FirmenBelegschaften. Tourismus und Wirtschaft haben

sich in Vevey seit Anbeginn gegenseitig befruchtet. 1819 wurde hier von François-Louis Cailler die erste Schokoladenfabrik der Schweiz gegründet; Nestlé hat bis heute seinen Hauptsitz hier. „Berge, Wein, Schoko, Uhren, Käse, Seen,“, alles, was die Schweiz ausmache, vereinige sich hier, so die Brüder Ming. Neue Museen wie Chaplin’s World, The Nest und das Alimentarium am Seeufer kommen hinzu. Und das milde Klima an der Riviera lockt das ganze Jahr.

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he “Pavillon des Voyageurs” was opened in 1912 opposite the Vevey train station. Today the historic brasserie is a highlight of the modern Hotel Astra, a family business run by Christophe and Nicolas Ming. Cailler, the first chocolate factory in Switzerland, was founded in the town of Vevey on Lake Geneva in 1819, and Nestlé’s has its corporate headquarters there. “Mountains, wine, chocolate, watches, cheese, lakes”— according to the Ming brothers, here you can find everything that is Switzerland. Following is an interview with Jean-Pierre Pigeon, director of the new Chaplin’s World museum. – 10 –


Foto: Chaplin's World ™ © Bubbles Inc SA

Hotel Astra | Vevey

Von Rebbergen umgeben: der Genfersee

INTERVIEW

JEAN-PIERRE PIGEON Direktor des neuen Museums Chaplin’s World (www.chaplinsworld.com) in Vevey, hat schon als Kind Chaplins Tramp geliebt. Chaplin und Vevey – wie kam’s? Charlie Chaplin war Brite, lebte in den USA, und durfte 1952 nach einer Reise nicht mehr in die USA, wegen McCarthys Kommunistenverfolgung. Und so kam er in die Schweiz? Ja, der Komiker, Komponist und Filmemacher war als Kommunist in Ungnade gefallen – und kaufte sich in der Schweiz dieses große Anwesen. . . Was zeigen Sie? Im Haus können Besucher Chaplins Leben nachvollziehen, im Neubau seine Karriere, und alles ist multimedial und modern aufbereitet.

Ist Chaplin heute noch interessant? Ja, Chaplin’s World wird so viele Besucher anziehen wie Graceland von Elvis Presley! Was ist das berühmteste Ausstellungsstück? Das Klavier! Es ist das Original, mit dem Chaplin seine Filmmusik komponierte. Haben Sie eine Lieblings-Filmszene? Wie Chaplin in „Lichter der Grossstadt“ ein Blume geschenkt bekommt, das ist unfassbar rührend - und zeigt seine Arbeitsweise: Die Szene hat er 300 Mal gedreht, bis er sie perfekt fand. Faszinierend.

Was möchten Sie vermitteln? Den Blick hinter die Fassade. Chaplin war komisch, unterhaltsam, aber er hatte immer auch eine zweite Ebene, die oft politisch war. – 11 –

«««« ASTRA  superior, business, seminar, events, leisure LOCATION central location, across from the railway station ROOMS & SUITES 100, 7 conference rooms ADDRESS Astra Hotel Place de la Gare 4 CH-­1800 Vevey – Montreux Tel. +41 (0)21 925 04 04 Fax +41 (0)21 925 04 00 info@astra-hotel.ch www.astra-hotel.ch


Monte Verità 396 Stufen und ein paar hundert Meter steile Strasse führen von Ascona auf den Monte Veritá. Der belgische Industriellensohn Henri Oedenkoven und die Münchner Feministin Ida Hofmann kauften den Hügel im Jahr 1900 und machten sich auf die Suche nach einem anderen Leben, nach einem dritten Weg als Alternative zu Kommunismus und Kapitalimus. Bald füllte sich der Grüne Hügel mit Menschen, die Luft und Licht suchten, Emanzipation und Rohkost predigten. 1926 kauft Baron von der Heydt das Anwesen. Heute gibt es einen üppigen Park zu besichtigen, ein Museum, einen Teegarten und die Atmosphäre vergangener Zeiten. www.monteverita.org

Auf dem Schwemmkegel der Maggia breitet sich Ascona aus, weit geht der Blick über den Lago Maggiore nach Italien

AKTIV ERHOLEN

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chier endlos schweift der Blick über den Lago Maggiore, von der Uferpromenade Asconas über die Brissago-Inseln bis nach Italien. Von den Balkonen und den Gartenterrassen im Hotel Casa Berno kann man sich kaum sattsehen. „Aber einmal in der Woche animieren wir die Gäste, rauszugehen“, sagt Bruno Caratsch. Mit seiner Frau Manuela führt er das Haus, und immer dienstags Wandergruppen. Das Hotel gehört einer Stiftung, die Gewinne fliessen in Projekte für Jugendliche und in ein Altersheim. Nun wird etagenweise renoviert, helle, moderne Möbel ziehen ein, „aber einige Zimmer mit Stilmöbeln bleiben – weil manche Stammgäste genau

dies mögen“, so der Graubündner. Ausser Wanderungen bietet das Haus Segeltouren, Nordic Walking und Bike-Ausflüge an. „Nichts extremes“, sagt Caratsch. „Sich aktiv erholen, etwas gemeinsam machen. Darum geht es.“ Bei der Wanderwoche im Oktober aber gibt es vier Tagestouren, „manche kommen extra dafür“. Mal führt ein Ornithologe, mal geht es um Baukunst, etwa der Burgen von Bellinzona. Und immer enden die Wanderungen „mit einem Grotto-Plausch“. Wenn die Gruppe ankommt, „steht ein Tessiner Teller mit Käse und Würsten schon bereit“. Gerade die Einfachheit komme gut an. Darauf angestossen wird mit Tessiner Rotwein – im Boccalino. – 12 –

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ake Maggiore’s panorama, from Ascona to the Brissago Islands to Italy, seems to never end. You just can’t get enough of the view from the balconies of the Hotel Casa Berno. “But once a week we encourage the guests to go outside,” says Bruno Caratsch. He and his wife Manuela run the hotel and organize hiking groups every Tuesday. Now they are renovating floor by floor. New, light-colored modern furniture is coming, “but the period furniture in some rooms will stay, because that is just what some regular guests like,” assured Caratsch, a native of the Grison Alps. In addition to hikes, the hotel also offers sailing trips, Nordic walking, and bike tours.


Hotel Casa Berno | Ascona

GROTTENGUT

«««« CASA BERNO  holiday, family, seminar LOCATION high above ascona nearby Monte Verità with panoramic view over Lago Maggiore ROOMS & SUITES 60, meeting room

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ie gelten als typische Tessiner Lokale, aber ursprünglich war das Grotto ein Weinkeller, kühl und halb unter der Erde, zum Lagern und Reifen von Wein. Praktischerweise errichtete man vor diesen Höhlen oder Gewölben Granittische und Bänke – dort traf man sich, bald wurde daraus ein Ausschank. Viele Grotti sind klein und liegen versteckt. Natürlich trinkt man Wein, gekocht wird kaum, viele Grotti servieren nur kalte Platten: formaggini, Salami, Mortadella und kräftiges Brot. Wenn doch einmal warme Gerichte angeboten werden, dann Rindfleisch oder Tessiner Gemüsesuppe. Oft wird im Freien ein Grill aufgebaut, darauf brutzeln Schweinerippchen. – 13 –

ADDRESS Hotel Casa Berno Via Gottardo Madonna 15 CH-­6612 Ascona Tel. +41 (0)91 791 32 32 Fax +41 (0)91 792 11 14 hotel@casaberno.ch www.casaberno.ch


«««« ASCOVILLA  holiday, family LOCATION Palmen und bunte Fassaden an der Piazza Giuseppe Motta, der Uferpromenade in Ascona

GARTENPRACHT BLUMENZAUBER – 14 –

in the heart of Ascona, just a stone‘s throw from lake Maggiore, the promenade and the piazza ROOMS & SUITES 55 ADDRESS Hotel Ascovilla Via Lido 20 CH-6612 Ascona Phone +41 (0)91 785 41 41 Telefax +41 (0)91 785 44 00 reservation@ascovilla.ch www.ascovilla.ch


Hotel Ascovilla | Ascona

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enn Margot Faucherre auf die Terrasse tritt, freut sich die Direktorin des Albergo Ascovilla an jeder Jahreszeit. Mal blüht der prächtige Magnolienbaum, mal der riesige Rhododendron und sogar im Winter hängen die roten, tomatendicken Blüten der Kamelien in den Ästen. Über 40 Jahre alt sind die Baumbestände, „und dank unseres Gärtners und eines Gartenarchtitekten blühen immer neue Blumen.“ Aus einzelnen, privaten Villen in einer ruhigen Gegend Asconas entstand das Hotel, die vier Grundstücke wurde zum parkähnlichen Garten des Ascovillas. Zumeist Stammgäste freuen sich an der grünen Pracht. „Im Frühjahr und im Herbst kommen ältere Herrschaften, im Sommer Familien und junge Paare“, erzählt die Walliserin. Sie reisen aus allen Ecken der Schweiz an. Einmal kam „ein Araber mit seiner grossen Familie“, nach ihm habe sich in Ascona jeder umgedreht. Im Hochsommer war das, aber er habe unbedingt Schnee in den Bergen suchen wollen. Sonst beschäftigen sich die Gäste weniger mit Weiss sondern mit Greens: In Zusammenarbeit mit Golf Ascona und Golf Gerre Losone

werden Packages angeboten. Auf dem Frühstücksbuffet steht Honig aus dem Verzasca- oder Blenio-Tal, dazu Piora-Käse aus dem Bedretto-Tal. „Der wird nicht exportiert, den kann man wirklich nur im Tessin essen“, sagt Faucherre.

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hen Margot Faucherre, director of the Albergo Ascovilla, steps out onto the terrace, sometimes the magnificent magnolia tree is in bloom, sometimes the rhododendron, and even in the winter the red blossoms of the camellia hang in the branches. The trees are more than forty years old. This green splendor delights guests, largely regulars, from all corners of Switzerland. Packages are available for golfers with Golf Ascona and Golf Gerre Losone. The breakfast buffet includes honey from the Verzasca Valley and Piora cheese from the Bedretto Valley. Following is an interview with winemaker Angelo Delea. INTERVIEW

ANGELO DELEA Winzer (delea.ch), ohne Weinbauernhintergrund aufgewachsen. Hat einen riesigen Weinkeller in Losone, Rebberge und ausser prämierten Weinen auch Grappe und Aceto Balsamico.

Wie kam’s? Ich habe 1983 bei Null angefangen, in Losone. Ursprünglich hatte ich Restaurants. Im Laufe der Jahre hat sich unser Unternehmen weiterentwickelt und ein hohes Mass an Qualität beibehalten, wie Auszeichnungen und Ehrungen zeigen. Was braucht es also dazu? Man braucht Leidenschaft, Geduld und besondere Aufmerksamkeit für die Qualität. Sowie Liebe zur Tradition und behutsame Innovation. Und Inspiration, vermutlich? Ja, mich hat auch die Weinproduktion im Bordeaux inspiriert. Mit den Barriques, den Eichenfässern aus den Départements Allier und Nièvre. Als ich anfing, hat das im Tessin noch kaum jemand gekannt. Eindrucksvoll, diese Reihen von Fässern... Wir haben 900 Barrique, mit 2000 Hektoliter Wein. Und in den grünen Glaskolben reifen die Destillate. Um unsere hochwertige Weine - wie etwa den Diamante, den Merlot Carato, den Chardonnay, den Apocalisse und die Schaumweine - herstellen zu können, benötigen wir 20 Hektar Rebberge und etwa 200 Weinbauern, die eine Produktion von 600000 Flaschen pro Jahr garantieren. Auf welche Trauben setzen Sie? Wir bauen hauptsächlich die fürs Tessin bestens geeigneten Merlot-, Cabernet Franc- und Sauvignon-Trauben an, und das in vier Weingütern. Und nun haben Sie selbst eine Tradition gegründet? Ja, meine Söhne David und Cesare sind eingestiegen in die Firma Vini & Distillati Delea. Mit Engagement betreibe ich nebenbei auch das Restaurant Bottega del Vino in Locarno (Restaurant, Winebar und Vinothek). Außerdem führen wir ebenfalls eine Vinothek, die Bottega del Vino Ascona. – 15 –


EVENTS

Bilder: NordicFocus

Zermatt unplugged Im April, zum Ende der Wintersaison, hat sich Zermatt Unplugged als Singerund Songwriter-Festival etabliert. An neun Spielstätten im Ort und im Skigebiet wird fünf Tage lang an Saiten gezupft, Schlagzeug gespielt und natürlich gesungen. Alle Instrumente sind akustisch. Das Hauptzelt ist mit 2 000 Sitzplätzen und einem Durchmesser von 48 Metern das grösste Rundzelt der Schweiz. www.zermatt-unplugged.ch.  Zermatt, Seite 20

Filmfest in Locarno Die Riesenlandwand ist einzigartig: Jeden Sommer lockt sie Cineasten ins Tessin. Das „Festival Internazionale del Film“ in Locarno wurde 1946 gegründet, auf der Piazza Grande in Locarno wird die gigantische Leinwand aufgespannt. Der internationale Wettbewerb findet jährlich im August statt, der beste Film erhält den Goldenen Leoparden, il pardo, so benannt nach dem Wappentier Locarnos. www.pardolive.ch.  Tessin, Seite 12 – 16 –


Events

Paris Fashionweek Sie ist eine der Big Four: Die zweimal im Jahr in Paris stattfindende Fashion Week zählt mit den Veranstaltungen in New York, Mailand und London zu den vier wichtigsten Modewochen der Welt. Jeweils Anfang März werden die Kollektionen für den bevorstehenden Herbst und Winter gezeigt, Ende September die Mode für den nächsten Frühling und Sommer. Alle berühmten Coutiers sind vertreten von Chanel bis Alexander McQueen. Und so manches Nachwuchsmodel kam als Unbekannte und verliess als Star den Laufsteg in Paris. www.modeaparis.com. Paris, Seite 40

Davos FIS Langlauf Weltcup Dario Cologna, dreifacher Langlauf- Olympiasieger aus Val Müstair, kommt gerne nach Davos: „Vor der Haustür ein Weltcup-Rennen zu laufen, ist für mich ein Highlight im Weltcupwinter.“ 1972 war die Rennloipe als Trainingsrunde beliebt, aber als die Schweizer Nationalmannschaft 1974 in Davos trainierte und sich Norweger, Schweden und Deutsche dazugesellten, wurde ein Rennen ausgetragen. Bald wurden die Internationalen Langlauftage zur Tradition. Einen Höhepunkt erlebte die Veranstaltung 1984, als alle vier Rennen für den Weltcup gewertet wurden. Davos Nordic, wie die Langlauftage inzwischen heissen, hat sich zu einem Top-Event entwickelt. www.davosnordic.ch.  Davos, Seite 28

Gstaad Swiss Open Vor gut hundert Jahren wurde der Tennisclub von Gstaad als „Lawn Tennis Club Gstaad“ gegründet, aber auf Rasen wurde nie gespielt. Das Herren-ATP-Turnier von Gstaad (offiziell Crédit Agricole Suisse Open Gstaad) wird seit 1915 alljährlich im Juli auf Sand ausgetragen. Das Gstaader Turnier findet jeweils nach dem Rasenturnier Wimbledon statt. Und weil der Ort mit 1050 Meter über Meer auch ziemlich hoch liegt, tun sich manche Spieler etwas schwer. Letztmaliger Sieger aus der Schweiz war 2004 Roger Federer. www.swissopengstaad.ch. Gstaad Seite 34

Open Air St.Gallen

Hublot Polo Cup Ascona

Eine Zeltstadt wie weiland in Woodstock, so sieht es auf dem Festivalgelände in St. Gallen Ende Juni aus. Der Gründer des OpenAir Festival St.Gallen heisst Freddi „Gagi“ Geiger. Er wollte vor 40 Jahren für die regionalen und die schweizerischen Bands eine Plattform schaffen, fasziniert vom Gedanken des friedlichen Gemeinschaftserlebnisses. In diesem Sommer treten auch Radiohead und Deichkind auf, von der rein Schweizer Veranstaltung wurde das Open Air zu einem internationalen Event – mit quietschbunten Festival- Plakaten wie aus der Hippie-Zeit. www.openairsg.ch.  St. Gallen, Seite 30

Wer hat’s erfunden? Die Engländer. Die ersten offiziellen Poloregeln stammen aus England, dort wurden sie vom 1876 gegründeten Hurlingham Polo Club festgelegt. Zum siebten Mal findet nun der Hublot Polo Cup Ascona statt, er wird auf dem stillgelegten Flughafengelände ausgetragen. In diesem Juli wird eine hochkarätige Gastmannschaft aus Dubai antreten. www.poloclubascona.ch Ascona, Seite 12

Montreux Jazz Festival Ella Fitzgerald und Aretha Franklin, Count Basie und Herbie Hancock, Keith Jarrett, Wynton Marsalis – die Liste nimmt kein Ende. Wer einen Namen hat im Jazz, kommt seit Jahren im Sommer nach Montreux und in den Nachbarort Vevey, um beim legendären Jazz Festival aufzutreten. Manche der Künstler treten in Europa überhaupt nur hier auf. 1967 auf Initiative eines Pianisten und eines Radio-Journalisten gegründet, ist kein Ende der Popularität des Musikfestivals abzusehen. Alle Jahre wieder im Juli heisst es am Genfersee: All that Jazz! www.montreuxjazz.com. Vevey, Seite 10 – 17 –


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’S HORU IM BLICK

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ell, zeitlos, modern, so wirkt schon die Lobby im Hotel Bellerive. „Wir wollten bewusst keinen alpinen Stil“, erklären Mario und Katja Noti, die das Hotel in zweiter Generation führen. 1977 bauten seine Eltern das Hotel, die Mutter eine Julen, eine der alteingesessenen Zermatter Familien. „Eine Suite haben wir mit Altholz renoviert“, sagt Noti. Seit zehn Jahren bauen sie das Haus immer wieder um, der WellnessBereich wurde erneuert, die Zimmer mit hellen Möbeln ausgestattet, die Bäder renoviert. „Keine Gruppen, und ein - für Zermatter Verhältnisse – eher jüngeres Publikum“. so beschreiben die Notis ihre Stammgäste, die gern nur Zimmer mit Frühstück buchen und im Ort die Restaurantvielfalt testen. Das Hotel hat mit 26 Zimmern „eine ideale Grösse“, so Noti. Und auch wenn sie von der Klassifikation weit im Vier-Sterne-Bereich liegen, führen sie das Haus weiterhin mit drei Sternen.

„Das beste Dreistern zu sein ist viel besser, als eines von vielen Vier-Stern-Hotels.“ So sei der Gast positiv überrascht, wenn er das erste Mal die Lobby mit dem modernen runden Kamin betritt. So schön die Zimmer innen sind, übertroffen werden sie noch vom Blick nach draußen: Das „Horu“, Zermatts Ikone, scheint auf den Balkonen zum Greifen nah.

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ight and modern, that’s the feel even in the lobby of Hotel Bellerive. “We didn’t want an Alpine style,” explain Mario and Katja Noti, the second generation of proprietors of the hotel. The spa area was refurbished, light-colored furniture was put in the rooms, and the bathrooms were renovated. “No groups; and the clientele is generally young.” That’s how the Notis describe their regular customers. As beautiful as the interior of the rooms are, it is no comparison to the view from the windows: The Matterhorn, simply “Horu” (“peak”) to the locals, seems within reach from the balconies. Following is an interview with Oliver Bayard, the butcher who supplies the breakfast buffet. – 20 –


Hotel Bellerive | Zermatt

4478 Meter hoch und das Wahrzeichen Zermatts: das Matterhorn

INTERVIEW

O L I V E R B AY A R D Metzger, bestückt das Frühstücksbuffet im Bellerive, hat Katja und Mario Noti für die Hochzeitsreise Trockenwürste mitgegeben - auf den Kilimandscharo. Wo beziehen Sie Ihr Fleisch? Das kommt alles aus der Schweiz, zumeist aus dem Emmental. Meine Kunden schätzen lokale Produkte. Ich würde ja Walliser Rind nehmen, aber es gibt zu wenig. Ist das Bio-Fleisch? Das Zertifikat ist Agri Natura. Da wird streng kontrolliert, dass die Tiere Auslauf haben. Es kostet etwas mehr, aber mir ist es das wert. Es schmeckt besser und ich kann nachvollziehen, von welchem Hof das Tier kommt. Was stellen Sie her? Trockenwürste, Trockenfleisch. Von zehn Kunden sagen neun dazu „Bündnerfleisch“, aber das darf man natürlich nicht! Und wie geht das: Lufttrocknen? Das Fleisch wird eingesalzen und mit Gewürzen eingerieben, da hat

jeder seine eigene, geheime Mischung. In dieser Trockensalzung bleibt es zwei Wochen, danach kommt es bis zu drei Monate in den Trockenraum. Bei uns ist das wie früher ein Speicher, weil die Luft hier heroben recht trocken ist. Gibt es Varianten? Und wie! Wir machen 14 verschiedene Würste, einige sind hier zum Frühstück da. Außerdem findet man sie in den Restaurants auf Walliser Platten. Kaufen Urlauber auch ein? Mir ist es am liebsten, es ist von Sonntag bis Donnerstag herrlichstes Wetter. Am Freitag soll es richtig schlecht sein, dann gehen alle noch shoppen vor der Abreise. Wir vakuumieren die Würste und das Fleisch, das hält wochenlang. Auch für den Kilimandscharo. . . – 21 –

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INTERVIEW

A L E J A N D R O VA Z Q U E Z D U R A N Spanier, Concierge, arbeitet seit Juni 1970 im Hotel Alex, spricht Spanisch, Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch und versteht die Einheimischen.

Wie kamen Sie von Galizien hierher? Ich hatte nur Halbschuhe und einen Pappkoffer. Als ich die Berge und den Schnee gesehen habe, dachte ich mir: Ob ich da mehr als eine Saison bleibe? Nunja, ich bin immer noch da.

Was hat sich verändert seit Ihren Anfangsjahren? Zermatt ist jetzt dreimal so gross! Überall stehen Häuser. Und früher war mehr Party, in der legendären Disco im Hotel Alex gab es mehrere Bars. Jetzt trinken die Gäste lieber gemütlich einen Wein.

Fehlt ihnen nicht das Meer? Ich kann ja nicht mal schwimmen! Aber ich bin schon dreimal aufs Matterhorn, einmal bis ganz nach oben. Nach meiner Pensionierung will ich es nochmal angehen.

Erinnern Sie sich an einen Prominenten besonders? Für mich sind alle Gäste gleich. Aber einer kam mit 113 Gepäckstücken für fünf Leute.

Was machen Sie, damit Sie so fit sind? Ich muss nicht trainieren, ich bin den ganzen Tag auf den Beinen. Ich arbeite einfach so gerne, bin immer unterwegs. Ich schippe auch gerne Schnee, und im Sommer ackere ich im Gemüsegarten vom Hotel.

Werden Sie nach der Pensionierung nach Zermatt kommen? Natürlich! Meine spanische Frau und ich haben uns hier kennen gelernt. Neulich haben wir ein altes Fotoalbum angeschaut, da hat meine Frau gesagt: Mich hast du kaum fotografiert, aber auf jedem zweiten Bild ist das Matterhorn drauf! – 22 –


Hotel Alex | Zermatt

VOM BERG­ FÜHRER ZUM HOTELIER

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as Hotel Alex war ein Plan B. Alex Perren war in den 1950ern der jüngste Bergführer Zermatts, es lag in der Familie: Sein Ururgrossvater war der legendäre Bergführer Vater Taugwalder, der Whymper bei der Erstbegehung aufs Matterhorn gebracht hatte. Alex Perren war nun auch schon über 100 Mal auf dem Matterhorn gestanden. Doch bei einer Tour am Obergabelhorn kam es zu einem schweren Unfall, dem Gast geschah nichts, auch Alex Perren überlebte, konnte aber danach nicht mehr als Bergführer arbeiten. Also baute er auf einem Stück Land der Familie ein Hotel. „Das war 1961“, erzählt René Hürlimann, der nun mit seiner Frau Christina Perren das Haus führt. „Mein Schwiegervater hatte als Bergführer kein Geld; ein guter Freund half ihm, das Hotel zu erstellen. Für den Innenausbau kaufte er altes Holz auf.“ Und habe damit einen Trend gesetzt. Alte Lärchenholzbalken stützen bis heute das Haus, zieren es. Wintersportler schätzen das Hotel ebenso wie asiatische Sommerurlauber, beliebt sind bei Sportlern die Tennishalle, der Squash-Court und der grosse Pool. Und natürlich hängen überall im Haus Bilder vom schönsten Berg der Welt, oder jedenfalls Zermatts: vom Matterhorn.

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lex Perren was the youngest mountain guide in Zermatt in the 1950s. His great great grandfather was Peter “Father” Taugwalder, the guide who accompanied Edward Whymper on the first ascent of the Matterhorn. Following an accident, Alex Perren could no longer work as a guide, so he built a hotel. René Hürlimann and his wife Christina Perren now run the “Alex.” Winter sport enthusiasts enjoy the hotel just as much as summer vacationers do; the tennis hall, squash court, and large swimming pool are very popular. And of course the walls are covered with pictures of the most beautiful mountain in the world: the Matterhorn. Following is an interview with the concierge Alejandro Vazquez Duran.

«««« ALEX  superior, business, seminar, events & weddings, winter and summer sports LOCATION central location in Zermatt, near railway terminal, Gornergrat und SunnegaRothorn stations ROOMS & SUITES 84 ADDRESS Hotel Alex Bodmenstrasse 12 CH-­3920 Zermatt Tel. +41 (0)27 966 70 70 Fax +41 (0)27 966 70 90 info@hotelalexzermatt.com www.hotelalexzermatt.com

Alex Perren, in den 1950ern der jüngste Bergführer von Zermatt

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lich können Kunden und Gäste nicht nur am Desktop-Bildschirm surfen, sondern auch auf einem Tablet oder Smartphone. Auf einer Europa-Karte geht es los, zoomen Sie den Ort heran, oder gehen Sie mit dem Cursor spazieren. Eine Fahrt durch die ganze Schweiz – suchen Sie sich das Passende aus. Die logische Führung bringt sie von der Startseite auf die Hotelseiten und wieder zurück, alles anschaulich verpackt. Wir von Swiss Premium Hotels freuen uns, unseren Kunden damit eine exklusive und hochwertige Plattform bieten zu können. www.swisspremiumhotels.com

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Foto: P. Bruno Greis, Copyright: Kloster Einsiedeln

TAGEN, TAFELN UND ZUM KLOSTER PILGERN

Die Stiftskirche von Kloster Einsiedeln, bedeutendste Barockkirche der Schweiz

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Hotel Seedamm Plaza | Pfäffikon

INTERVIEW

HEINZ BRASSEL Gelernter Koch und Küchenchef, hat die Kampagne Ächt Schwyz (www.aechtschwyz.ch) mitgegründet, mag altes Brot.

Was ist ächt Schwyz? Wir, also Hotels und Restaurants, wollen damit unsere regionale Küche bekannter machen. Sie graben traditionelle Rezepte aus? Es geht nicht nur um alte Rezepte, es muss mit regionalen Zutaten gekocht werden. Beim Cordon Bleu müssen auch Schinken und Käse von hier sein. Alle Zutaten aus dem Kanton, das geht meist nicht. Aber nur die Hälfte, das reicht auch nicht. Nur einen Spaziergang über den Holzssteg entfernt: Rapperswil am Zürichsee

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ie Mitarbeiter staunten nicht schlecht, als Peter H. Ernst, langjähriger Direktor des Hotels Seedamm Plaza, mit einem Hammer und einer grossen Schachtel Nägel im Bankettraum verschwand. Tagelang hörte man eifriges Werkeln, Ruhe kehrte nur ein, wenn nebenan ein Anlass abgehalten wurde. Nach zehn Tagen war das neue „Schwyzer Stübli“ fertig, einer von 7 Banketträume und 40 Konferenz- und Seminarräume. Nachempfunden ist die Einrichtung dem Rathaus in Schwyz, einem Symbol für den Kanton. Ausser Fotos der Fresken, die auf Leinwand aufgezogen wurden, gehört dazu eben auch die Wand mit den 4500 Holzschindeln, vom Direktor selbst angenagelt. Konferenzen und Tagungen sind das Hauptgeschäft des Hotels ganz oben am Zürichsee. Viel Platz finden Teilnehmer in den grosszügig gestalteten Räumen; in der PLAZA EVENT HALL können bis zu 1000 Menschen tagen oder feiern. In den Restaurants sieht man abends auch viele Einheimische, schliesslich bietet das PUR Gourmetküche mit 15 Gault Millau Punkten, zudem kann italienisch und japanisch gespeist werden. Praktisch, dass dafür auf der Joggingstrecke am Seeufer entlang für die Fitness auch etwas an der frischen Luft getan werden kann. Wer es geruhsamer mag, spaziert auf der langen Holzbrücke des Pilgerwegs bis hinüber nach Rapperswil. Hotelgäste schwärmen auch gerne in die Umgebung aus, besuchen das Kloster Einsiedeln oder fahren mit dem Schiff nach Zürich.

Wer macht da mit? Wir sind zur Zeit 26 Betriebe, und immer wieder kommen interessierte Köche und fragen, was sie tun müssen. Da beraten wir gerne. Wie klappt die Zusammenarbeit mit kleinen Produzenten? Wunderbar! Wir bekommen etwa Käse von einer Käserei in Altendorf. Seit wir regelmäßig dort bestellen, konnte der Umsatz des Altendorfer Käse verdoppelt werden. Ein Winwin-Ergebnis: Wir haben den Qualitätskäse, und der Produzent kann mit sicheren Abnahmemengen kalkulieren. Welches ist Ihr Schwyzer Lieblingsessen? Die Schwyzer Chässuppe, mit Alpkäse und gutem, altem, dunklem Brot. Wenn dann der Käse so Fäden zieht, das ist ein Genuss. Wie bekommen Sie die alten Rezepte? Das spricht sich herum, neulich kam ein Mitarbeiter und brachte ein Rezeptbuch, uralt. Damit hat seine Mutter gekocht.

«««« SEEDAMM PLAZA  business, meetings, events, leisure LOCATION

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at the upper end of Lake Zürich in Pfäffikon SZ

eter H. Ernst, director of the Hotel Seedamm Plaza overlooking Lake Zürich, disappeared into a banquet room with a big box of nails, and sounds of hammering could be heard for a week. And then the “Schwyzer Stübli” was completed, one of seven banquet rooms and 40 conference and congress rooms. Is patterned after the Town Hall in Schwyz, the capital of the Swiss canton of Schwyz. Conferences and conventions are the hotel’s main area of business. Up to 1000 people can gather for meetings or celebrations in the PLAZA EVENT HALL. Locals often dine at the hotel’s restaurants, and the restaurant PUR, with 15 Gault Millau points, offers gourmet cuisine. Following is an interview with executive chef Heinz Brassel.

ROOMS & SUITES 142 Guestrooms, 40 Meeting Rooms, 15 Gault Millau Points ADDRESS Hotel Seedamm Plaza Seedammstrasse 3 CH-8808 Pfäffikon SZ Tel. +41 (0)55 417 17 17 Fax +41 (0)55 417 17 18 info@seedamm-­plaza.ch www.seedamm-­plaza.ch

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KURZE WEGE FÜR DEN „DAVOS-MAN“ T

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as Kongress Hotel Davos liegt Tür an Tür mit dem Davoser Kongresszentrum. Dort findet unter anderem - das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums statt. Zum World Economic Forum, zum „wef“, wie in Davos alle sagen, reisen international führende Wirtschafts- und Finanzexperten an. Sie eilen von Sitzung zu Sitzung, und zwischendrin, auf den Fluren und in den Hotel-Lobbys, werden weiter Kontakte geknüpft. Manches wird nur kurz zwischen Tür und Angel verhandelt, denn der „Davos-Man“ hat wenig Zeit. Praktisch also, wenn es vom Hotel nicht weit ist zur Konferenz. Zahlreiche Konferenzen und Seminare finden auch direkt im Haus statt, WiFi ist gratis, auch in den Zimmern. Das freut nicht nur Geschäftsleute, sondern auch Urlauber. Vor allem im Winter kommt man gerne nach Davos – in die höchstgelegene Stadt Europas mit einem legendären Skigebiet; wer nicht Ski fährt, kann kilometerweit auf geräumten Wegen wandern. Und wenn jemand in aller Eile zuhause das Ladekabel für ein elektronisches Gerät vergessen hat – an der Rezeption wartet Rettung. Die gängigen können ausgeliehen werden. – 28 –

he Kongress Hotel Davos directly adjoins the Davos Congress Center. Leading international economic and financial experts meet here for the annual meeting of the World Economic Forum. Hurrying from session to session, they can also expand their contacts in the hotel lobbies. The “Davos man” has limited time, so the hotel’s proximity to the conference is very convenient. Numerous seminars take place in the hotel itself, and free wifi is available everywhere—good news for businesspeople and vacationers alike. If you forget your charging devices or cables, no problem, as most brands can be borrowed from the reception desk. Following is an interview with the hiking guides Doris Spachmann and Osmo Nuutinen.


Kongress Hotel | Davos

INTERVIEW

D O R I S S PAC H M A N N UND OSMO NUUTINEN Wander- und Reiseleiter (www.davos-aha.ch), organisieren Naturerlebnisse, ohne Gäste sammeln sie Pilze und Beeren im Wald.

Eine Deutsche, ein Finne – was hat Sie nach Davos gebracht? Osmo hat hier in einer Klinik gearbeitet. Aber mit der Gesundheitsreform mussten viele schliessen. Da haben wir uns etwas Neues überlegt. Aha! Genau: Davos-AHA-Erlebnisse. Wir bieten Wanderungen, Schneeschuhtouren und Stadtführungen an, auch in Zusammenarbeit mit Hotels. Und dann geht es stramm bergauf, bergab? Eher nicht so sportlich! Wir fahren mit den Bergbahnen hoch und wandern oben gemütlich durch die Alpenblumenwelt in die Seitentäler.

Da kennen Sie jeden Pfad hier? Jeden nicht, bei 800 km Wanderwegen! Aber wir kennen uns gut aus. Einige Touren führen in die weitere Umgebung, allein die Fahrt mit der Rhätischen Schmalspurbahn über das Wiesner- und Landwasser-Viadukt ist ein Highlight. Haben Sie eine Lieblingstour? Auf den Spuren Thomas Manns, zur Schatzalp, das Alpinum besuchen und den Wasserfallrundweg laufen, das ist schon entspannend. Und was geht im Winter? Davos bietet 111 km Winterwanderwege – aber viele Urlauber wollen mal mit Schneeschuhen losziehen. Es ist wieder ganz anders als im Sommer.

«««« KONGRESS HOTEL 

Rund um den Davosersee warten Hunderte Kilometer von Wanderwegen

business, leisure, family LOCATION in the middle of Davos, situated at the Promenade, adjacent to the Congress Center ROOMS & SUITES 80, conference center and meeting rooms

Foto: Christian Perret

ADDRESS

Davos lockt Konferenzteilnehmer - und Winter­sportfans ins weltberühmte Skigebiet

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Kongress Hotel Promenade 94 CH-7270 Davos Platz Tel. +41 (0)81 417 11 22 Fax +41 (0)81 417 11 23 info@hotelkongress.ch www.hotelkongress.ch


KUNST UND SPITZENDECKEN I

m Tresor lagert das Hotel Einstein zarte Schätze: Spitzendeckchen. Die weltberühmte St. Galler Spitze hat ihren Preis. Das klassizistische Hotelgebäude, ruhig und zentral gelegen, ist verwoben mit der Textilgeschichte der Ostschweiz: 1830 erbaut, wurden in den Räumen mit den knarzenden Holzböden Stoffe veredelt. Handwerkskunst ist im Hotel umgeben von Kunstwerken: Die Besitzerfamilie sammelt Zeitgenössisches, so steht im angegliederten Einstein Congress eine Balkenhol-Skulptur, und in den Fluren hängt Fotokunst. Kochkunst servieren das mehrfach ausgezeichnete Gourmet-Restaurant – mit über 800 Weinen zur Auswahl - sowie das Bistro im Einstein Congress, und zur Entspannung stehen moderne Fitnessräume und ein phänomenaler

Pool mit Glasboden bereit. Noch zwei Kunstwerke gilt es zu loben: Musik, die jeden ersten Freitag beim Jazzabend in der Hotelbar erklingt. Und die Kunst gepflegten Trinkens in der Einstein-Bar, spezialisiert auf Cocktails und Whiskys – sogar der einzige Schweizer Malt findet sich hier.

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he Hotel Einstein enjoys a quiet location in the heart of St. Gallen. Closely tied to the textile history of eastern Switzerland, the building, built in 1830, was part of a textile finishing atelier. The hotel’s craftsmanship is surrounded by works of art: There is a Stephan Balkenhol sculpture in the adjacent Einstein Congress and photography decorates the corridor walls. Culinary art is served in the highly acclaimed gourmet restaurant—with more than 800 wines to choose from— and in the Einstein Congress bistro. Relaxation is guaranteed in the modern fitness center and glass-bottom pool. The Einstein Bar’s specialty is cocktails and whiskeys. – 30 –

In der Altstadt St. Gallen ist eine zweigeteilte Stadt. Mit dem Aufschwung der Textilindustrie entstand eine prächtige Gründerzeitarchitektur, das Textilmuseum (s.r.) ist in so einem Gebäude untergebracht, das Hotel Einstein ebenfalls. Der Kern der Stadt aber ist uralt, um das Jahr 612 zog sich der Heilige Gallus in eine Einsiedelei zurück. Hundert Jahre später entstand die Abtei St. Gallen, und tausend Jahre später die gewaltige, barocke Klosterund Kirchenanlage, die bis heute diesen Teil der Stadt dominiert. Die St.Galler aber spazieren ungestört zwischen beiden Stadtteilen hin und her, ein lebhaftes Treiben zwischen Kirchenkunst und Einkaufsstrassen.


Einstein St.Gallen | St.Gallen

Textilmuseum Oh nein: Die aufwändigen Spitzen fielen der Heimarbeiterin in einen Putzeimer mit Chlorsäure! Doch aus dem Unglück erwuchs ein Wirtschaftszweig. Die Baumwoll-Spitze war auf Seide gestickt; die Säure ätzte das tierische Material weg, und liess das Pflanzliche unberührt – die Guipure-Technik war geboren. Sie revolutionierte die Produktion kostbarer Spitzen. Im Textilmuseum sind weltberühmte Kleider abgebildet, so das zartgelbe von Michele Obama bei der Amtseinführung ihres Mannes – St.Galler Spitze. Die beiden Hochzeitskleider der Menschenrechts- Juristin Amal Alamuddin, verheiratete Clooney – St. Galler Spitze. In einer Vitrine ausgestellt ist das Kleid, mit dem die Schweizerin Paola 1969 am Grand Prix Eurovision teilnahm – natürlich St. Galler Spitze. www.textilmuseum.ch tgl. 10-17 Uhr

«««« EINSTEIN  ST.GALLEN  hotel, congress, spa LOCATION central location in city centre St. Gallen, walking distance to old town, UNESCO world heritage and main station ROOMS & SUITES 113 rooms, 14 meeting rooms, wellness & fitness, 1 Star Michelin, 17 Gault Millau Points ADDRESS Einstein St. Gallen Berneggstrasse 2 CH-9000 St. Gallen Tel. +41 (0)71 227 55 55 Fax +41 (0)71 227 55 77 info@einstein.ch www.einstein.ch

Barocksaal der Stiftsbibliothek St. Gallen, UNESCO-Weltkulturerbe, mit 16.000 Büchern und 2.100 Handschriften

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ZU FUSS ZUR BANK UND ZUM SEE

Zürich: grösste Stadt der Schweiz, mit niedrigen Bergen und hoher Lebensqualität

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Fotos: © Zürich Tourismus

Hotel Glärnischhof | Zürich

Auf in d’Badi!

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Total dada 1916, Anfang Februar. Ein Künstler und eine Künstlerin gründen das Cabaret Voltaire in Zürich. Da fing es an, Dada war geboren. Die künstlerische und literarische Bewegung wurde getragen von unter anderem Hugo Ball, Emmy Hennings, Richard Huelsenbeck und Hans Arp. Die Dadaisten lehnten gängige Kunstformen ab, revoltierten gegen bürgerliche Ideale. Heute ist der grosse Einfluss der Dada-Bewegung auf die moderne Kunst anerkannt, Zeitgenossen fanden Dada eher gaga. Zürich feiert mit Events und Ausstellungen 100 Jahre Dada, Nonsensgedichte werden dabei auch vorgetragen, oder wie schon Hugo Ball sagte: „o katalominai rhinozerossola hopsamen bluku terullala blaulala loooo“. (dada100zuerich2016.ch)

er im Hotel Glärnischhof frühstückt, bekommt über 80 Produkte aus der Region; Kaffee und Tee sind fairtrade-Produkte. Einen Hinweis dazu gibt es eher zurückhaltend. „Regional, Green Globe, Fairtrade, Nachhaltigkeit, wir finden das selbstverständlich, aber wir wollen den Gast damit nicht belästigen“, sagt Direktor Christian Schübert. Das familiengeführte Hotel liegt mitten im Herzen von Zürich im Finanzdistrikt. Alles ist zu Fuss zu erreichen, das schätzen Geschäftsreisende. Sie kommen aus allen Branchen, naturgemäss viele aus dem Bereich Finanzen, Kanzleien, Vermögensverwaltung und Vermögensberatung. Gut die Hälfte der Gäste sind Stammkunden, ihnen behagt die Unkompliziertheit und das Persönliche des Hauses. Auch immer mehr Städtetouristen aus aller Welt besuchen das Hotel Glärnischhof, sie nutzen den Standort als Ausgangsunterkunft für Tagestouren in die nahegelegenen Berge. Nach dem Frühstück spazieren die Urlauber zur direkt angrenzenden Seepromenade oder zur nahegelegenen Einkaufsmeile Bahnhofstrasse, auch dahin sind es nur ein paar Schritte. Abends trifft man sich im hauseigenen Fisch-Restaurant „Le Poisson“ oder bei einheimischen Gerichten im Restaurant Glärnischhof. Damit alle Gäste einen möglichst unkomplizierten Aufenthalt geniessen, „ist alles was der Gast im Zimmer vorfindet - die Minibar, die Kaffeemaschine und der Digital Concierge - im Preis inkludiert, so gibt es beim Auschecken keine unnötigen Wartezeiten.“ Gebaut wurde das Haus 1956, an die Anfangszeiten wird heute nur noch erinnert, wer nicht den Lift benutzt: Ein fantastisches, ovales Metallgeländer windet sich das Treppenhaus hinauf, eine architektonische Perle der Nachkriegszeit.

Zürich, Stadt der Bänker – und der Badis! 25 Badeanstalten gibt es, davon allein elf entlang der Limmat und am Ufer des Zürichsees. Das wohl schönste feierte unlängst sein 125. Jahr des Bestehens: die Frauenbadi am Stadthauskai. 1888 als "zweckmässige Badeanstalt für das weibliche Geschlecht" gebaut, dürfen bis heute nur Frauen dort schwimmen. Abends allerdings verwandelt es sich in eine BarfussBar für alle. Gerechtigkeit muss sein: Es gibt auch eine reine Männerbadeanstalt, sie ist sogar das älteste Bad Zürichs – und wird abends zur Riminibar, für alle. Schick und trendig präsentiert sich auch das Seebad Enge, mit raffinierter Flosskonstruktion. Also Badezeug nicht vergessen beim City-Trip nach Zürich! (badi-info.ch)

«««« GLÄRNISCHHOF  business, leisure, concert LOCATION

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nyone eating breakfast at Hotel Glärnischhof has a choice of over 80 local products, and coffee and teas are all Fairtrade products. Director Christian Schübert says, “Regional, Green Globe, Fairtrade, sustainability—for us that’s all a matter of course.” The family-run hotel is in the heart of Zurich’s financial district. Business travelers and, increasingly, city tourists from all over the world appreciate the hotel’s down-to-earth, personal style. People gather in the evening in the Le Poisson fish restaurant or they enjoy local dishes in Restaurant Glärnischhof. Built in 1956, the hotel’s stairwell with its fabulous oval-shaped metal banister is reminiscent of that time. – 33 –

In walking distance to the Bahnhofstrasse, Lake Zürich, Congress Centre and Concert Hall ROOMS & SUITES 62, Meeting Room ADDRESS Hotel Glärnischhof Claridenstrasse 30 CH-8002 Zürich Tel. +41 (0)44 286 22 22 Fax +41 (0)44 286 22 86 info@hotelglaernischhof.ch www.hotelglaernischhof.ch


VOM TEA-ROOM ZUM CHALET-HOTEL S

chau nur, die ganzen frierenden Wintersportler!“ Denen müsste zu helfen sein, dachte Micheline Matti. So eröffnete sie mit ihrem Mann Heini einen Tea-Room. „Das war der Grundstein für unser Hotel“, sagt Christiane Matti, Tochter des Gründerehepaares, die nun das Haus führt. Aus dem Tea-Room von 1961 wurde zunächst ein kleines Hotel Garni. Heute präsentiert sich das Arc-en-ciel als Vier-Sterne-Haus im Chaletstil. Gäste schätzen die modernen Zimmer, die Apartments in der Résidence, aber auch die Kinderfreundlichkeit. Im Erdgeschoss dominiert der gemauerte Pizzaofen, darum gruppieren sich die Restaurant-Räume. Einige davon im Chaletstil mit Altholz aus einem Stall, andere modern wie der Wintergarten. Ausser italienischer Küche gibt es saisonale Gerichete, Fondue und Rösti, schliesslich ist Gstaad der letzte Ort vor dem Röstigraben. Und natürlich Pizza. Bevor der Pizzaiolo 1976 aus Italien anreiste, bereitete die Küche schon mal den Teig zu. „Den hat er erstmal entsorgt und seinen eigenen geknetet“, erinnert sich Matti. Nach diesem Original-Rezept wird die Pizza bis heute zubereitet. Ausser Hausgästen treffen sich im Restaurant Einheimische und Chalet-Besitzer. Und nach wie vor Wintersportler und Wanderer, schliesslich sind es von der EggliGondelbahn nur ein paar Schritte.

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oming to the aid of freezing winter sport enthusiasts, Micheline Matti and her husband Heini opened a tea room. “That was the starting point for our hotel,” says Christiane Matti, who took over the hotel from her parents. The tea room of 1961 became the Arc-en-ciel, a fourstar chalet-style hotel with modern rooms and apartments. Dominating the ground floor is the stone pizza oven, with the restaurant rooms grouped around it. Aside from Italian cuisine, seasonal meals, fondue and rösti are also served. The restaurant is a meeting place not only for hotel guests, but also locals and chalet owners, winter sport enthusiasts, and hikers. Following is an interview with hiking guide Ruedi Hählen.

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Foto: Gstaad Saanenland Tourismus

Hotel Arc-en-Ciel | Gstaad

An der Bergstation der Gondelbahn Gstaad-Eggli mit Blick auf La Videmanette (Mitte) und Gummfluh (links)

INTERVIEW

RUEDI HÄHLEN Genannt Wander-Ruedi (www.wander-ruedi.ch), ist schon als Sechsjähriger ausgebüchst und mit Hausschuhen aufs Eggli. Eigentlich führen Sie ein Bettengeschäft… Ich war schon als Kind fasziniert von den Bergen und bin immer zum Bergwandern. Das wollte ich vertiefen, deswegen habe ich die Ausbildung zum Wanderleiter gemacht. Kommen im Winter nicht vor allem WinterSportler? Ja, schon. Aber in der Region GstaadSaanenland gibt es auch zahlreiche Gebiete, die nicht erschlossen sind. Die sind wunderbar ruhig und laden zum Schneeschuh– oder Winterwandern ein. Was erwarten die Kunden? Na, die haben manchmal schon so eine Märchenvorstellung. In den zwei Stunden soll es frisch verschneit sein, mit Schnee auf den Fichten, einsam, und es soll bloss nicht bergauf gehen. Da frage ich mich manchmal, wieso machen die Urlaub in den Bergen, wieso fahren die nicht nach Holland?

Und im Sommer? Unsere Region ist ein Wanderparadies. Die Gäste schätzen es, wenn sie sich nicht selber kümmern müssen, wo sollen wir hin? Wie kommt man zurück ins Hotel? Wie lang sind die Touren so? Weniger ist meistens mehr. Meine Bergwanderungen sind eher gemächlich und ich erzähle im Winter etwas über Tierspuren, im Sommer über Geologie. Und was gefällt Ihnen selbst daran? Als Wanderleiter wird man ein bisschen zum Psychologen. Wenn man da ganz in der stillen Natur ist, erzählen die Menschen auch Privates. Das ist schön, wenn man merkt, dass sie die Seele so baumeln lassen können, so loslassen können.

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«««« ARC-EN-CIEL  family, seminar, winter & summer sports LOCATION near Eggli cable car, 10 walking minutes from Gstaad main street (Promenade) ROOMS & SUITES 39, meeting room ADDRESS Hotel Arc-en-ciel Egglistrasse 24 CH-3780 Gstaad Tel. +41 (0)33 7484343 Fax +41 (0)33 7484353 info@arc-en-ciel.ch www.arc-en-ciel.ch


KULTUR

Das berühmte Museum In Davos schuf Ernst Ludwig Kirchner einen Grossteil seiner Werke; das Kirchner-Museum beherbergt die weltweit grösste Sammlung davon. 1880 in Aschaffenburg geboren, war Kirchner Mitbegründer der Künstlergemeinschaft „Brücke“. Ab 1918 lebte er zwanzig Jahre lang in Davos, liess sich inspirieren, malte Bauern und visionäre Landschaften. Das Kirchner Museum war ab 1982 im alten Postgebäude in Davos Platz untergebracht. Zehn Jahre darauf gab es einen in der internationalen Architekturszene viel beachteten Neubau, geschaffen von den Zürcher Architekten Annette Gigon und Mike Guyer. In diesem Sommer heisst es „Alles Kirchner! Das Museum als Wunderkammer“. www.kirchnermuseum.ch. Davos, Seite 28

Das unbekannte Museum Laterna Magica und Pixel, Diafilme und Bildschirme, Daguerreotypien, Ferrotypien, Stereogramme – die Wunderwelt der Fotografie und der Fotokameras zeigt das kleine, bedeutsame Schweizer Kameramuseum in Vevey. Früheste Techniken aus dem 19. Jahrhundert sind zu sehen, bis zu den ersten Digitalkameras sind 380 Apparate ausgestellt. Von sperrigen Holzkonstruktionen bis zu Mini- Spionage-Kameras. Diesen Sommer zeigt eine Wechselausstellung ausserdem farbig bearbeitete historische Reisefotos, sogenannte Photochrome. Der Fotograf Hans Jakob Schmid arbeitete damals bei der Druckerei Orell Füssli in Zürich, zu sehen sind grossformatige und Panorama-Ansichten und „touristische“ Bilder, die vom Reisen um die vorige Jahrhundertwende erzählen. www.cameramuseum.ch/de. Vevey, Seite 10

Grosse Kunst Manifesta, die Europäische Biennale für zeitgenössische Kunst, macht Station in Zürich. In den 1990er-Jahren gegründet, soll das kulturelle, psychologische und geografische Territorium Europas ausgelotet werden. Auch in den weitesten Ausdehnungen – die letzte Manifesta fand in St.Petersburg statt. Mehr als 2,5 Millionen Besucher haben die zehn Manifesta-Ausstellungen in den vergangenen zwanzig Jahren besucht. Gastgeber der elften Manifesta-Ausgabe ist nun Zürich, und das Motto lautet: „What people do fo money.“ Zürich stelle damit sein „grosses Potenzial als Kunststadt mit einer reichen Diskurskultur einmal mehr unter Beweis“, so die Kuratoren. Die Manifesta in Zürich 2016 ergänze die Feiern rund um das hundertjährige Dada-Jubiläum um eine zeitgenössische, internationale und visionäre Dimension. m11.manifesta.org/de. Zürich, Seite 32 – 36 –

Die historische Kathedrale Die Kirche dominiert den Ort wie kein anderer Bau: Die Stiftskirche St. Gallen stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Kathedrale gehört zusammen mit dem Stiftsbezirk zum UNESCO-Weltkulturerbe. Angefangen hatte alles ganz klein: Im Jahr 612 gründete der irische Mönch Gallus hier eine Einsiedlerzelle. Daraus erwuchs eine Kapelle, ein Benediktiner-Kloster, und über tausend Jahre später die prächtige Kathedrale. Das Schmuckstück des Stifts, die umfassende Bibliothek, ist im Kern seit 820 nachgewiesen. St. Gallen, Seite 30

Die moderne Kapelle Der Tessiner Architekt Mario Botta ist international renommiert, weltweit kann man von ihm geschaffene Kathedralen, Banken, Wohnhäuser und Seilbahnen bewundern. Doch nirgends finden sich so viele Werke wie in seiner Heimat. Botta, 1943 in Mendrisio geboren, baut archaisch und wehrhaft. Berühmtestes Beispiel ist die Kapelle San Giovanni Battista in Mogno im Vallemaggia. Nachdem eine Lawine die romanische Kirche 1986 zerstört hatte, entwarf Botta einen oben abgeschrägten Kubus, der seine wehrhafte Seite dem Berg entgegenreckt. Für den grau-weiss gestreiften Kubus verwendete Botta nur einheimische Materialien: zuckerweissen Marmor von Peccia und Granit aus dem Tal.  Tessin, Seite 12


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KUNST IM RAUM W

elches Zimmer bekomme ich diesmal?“ Diese Frage bekommt Silvia Schwab nun öfter zu hören. Die Vizedirektorin des Arte Hotels in Olten freut sich; die Umgestaltung des Hauses kam bei den Gästen gut an. Manche wollten sogar weitere Künstler-Zimmer sehen, um sich für die nächste Reise eines auszusuchen. Olten hat auch als Literaturstadt einen Ruf, der Schriftsteller Alex Capus lebt hier, Franz Hohler, Kabarettist und Liedermacher, wuchs hier auf. Ihnen und Kunstschaffenden aus anderen Sparten sind die Zimmer gewidmet. Olten ist der Mittelpunkt der Schweiz. Jedenfalls zeugt bis heute der KilometerNull-Stein am Bahnhof davon, dass das gesamte Schienennetz der Schweiz von hier vermessen wurde. Verkehrstechnisch ausgesprochen günstig gelegen ist somit auch das Hotel Arte Kongresszentrum. „Die Gäste

sind schnell da, aber auch schnell wieder weg. Deswegen ist die Kapazität unserer Seminar- und Kongressräume weit höher als die Bettenzahl des Hotels.“ Viele Tages-Seminare finden statt. Auch das hat Tradition in Olten, schon so manche Versammlung hat zu großen Entscheidungen geführt. So wurde im Bahnhofsbuffet Olten sowohl der Schweizer Alpenclub (SAC) als auch der Schweizerische Gewerkschaftsbund gegründet.

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hat room do I get this time?” Silvia Schwab, assistant general manager of Hotel Arte in Olten, often hears this question. She’s pleased, as the guests obviously like the refurbishing of the hotel. Olten has a reputation as a literary city; author Alex Capus lives there, and Franz Hohler, a cabaret artist, grew up there. The rooms are named after these and other artists. The Hotel Arte Conference Center has excellent public transport connections. Many one-day seminars are also held there. Following is an interview with interior designer Guido Henzmann. – 38 –


Hotel Arte | Olten INTERVIEW

GUIDO HENZMANN Innenarchitekt (ligno.ch), gestaltet und baut mit seinem Team Hotels um, würde gerne einmal im Vreny-Brand-Peier-Zimmer schlafen. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem Hotel Arte? Es trägt ja die Kunst schon im Namen. In diesem Sinne wollten die Besitzer das Hotel umgestalten und haben uns kontaktiert. Gestalten Sie oft Hotels in dieser Art? Unsere Konzepte sind immer individuell. Es hat uns gefreut, diesmal die Werke zumeist lokaler Künstler einzubeziehen. Haben Sie sich mit den Künstlern getroffen? Na mit allen ging es nicht, bei den Griechen war es schwierig. Etwa bei Sophokles und Homer. . . Kunst hin oder her – form follows function? Unbedingt, der Gast muss sich ja wohl fühlen. Wir

haben bei uns ein Musterzimmer gebaut, dann ist die Hoteldirektion angereist, mit Köfferli und allem, und hat ausprobiert, ob alles funktioniert und es genügend Platz hat auf dem Schreibtisch. Was war Ihnen ausserdem wichtig? Hotelflure sind immer eine Herausforderung. Wir haben jedem Stockwerk eine kräftige Farbe verpasst, dazu in Schwarz Figuren von Musikern, Tänzerinnen, Dirigenten und grosse Zitate. Und in kleinen Zimmern ist es wichtig, die funktionellen Details präzise anzuordnen. Da haben wir viel geknobelt, aber schlussendlich eine optimale Raumlösung erzielt. Ihr Lieblingszimmer? Die Arte-Style-Zimmer wie das der Surrealistin Vreny Brand-Peier sind toll geworden. Da fliesst die Kunst ins Raumdesign; Teppich, Möbel, Wände, alles fügt sich zu einem Gesamtwerk.

«««« ARTE  business, seminar, events, leisure LOCATION near railway station, old town, FHNW University and Campus ROOMS & SUITES 79, 12 Conference Rooms Die 1803 erbaute Holzbrücke über die Aare in Olten

ADDRESS Hotel Arte Riggenbachstrasse 10 CH-4600 Olten Tel. +41 (0)62 286 68 00 Fax +41 (0)62 286 68 10 info@konferenzhotel.ch www.konferenzhotel.ch

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DER CHARME DES JUGENDSTILS Das moderne Paris Der Boulevard Haussmann gehört zu den Prachtstrassen von Paris, benannt nach Georges-Eugène Haussmann. Dieser gab Paris Mitte des 19. Jahrhunderts das Stadtbild, das bis heute besteht. Kaiser Napolen III. wollte eine moderne Hauptstadt, Haussmann schuf sie ihm. Er entwarf Sichtachsen, trug dazu bei, dass Strassenbahnen und Autos genügend Platz bekamen, liess ganze Viertel abreissen, um Neues zu schaffen. 150 Kilometer neue Strassen entstanden so, mitten in der Stadt. Ausserdem die grossen Bahnhöfe, Grünanlagen, Plätze.

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Hotel Bedford | Paris

Zwei Legenden: Metro und Baguette Zur Weltausstellung 1900 bekam Paris seine Metro – und möglicherweise auch das Baguette, in der Schweiz als Parisette bekannt. Verschiedene Theorien kursieren über die Entstehungsgeschichte dieses länglichen Brotes. Kam es aus Wien und buk ein österreichischer Bäcker das erste Parisette in Paris? Oder hatte ein Pole den speziellen HefeVorteig nach Frankreich gebracht? Oder erfand doch der französische Ingenieur, der die Metro schuf, das Baguette? Zumindest sagt die Legende, er habe das Brot auf den Tunnelbaustellen ausgeteilt. Es konnte von Hand gebrochen werden, und so konnte er den streitsüchtigen Tunnelarbeitern verbieten, Messer an den Arbeitsplatz zu bringen. Wie es auch gewesen sein mag – die spitzen Ende der Parisette lugen bis heute überall aus Taschen und Beuteln, auch in der Metro.

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as Juwel des Hotel Bedford stammt aus den Gründerjahren: „Die prächtige Glaskuppel mit Jugendstilmotiven entwarf mein Urgrossvater“, erzählt Laetitia Brandariz-Berrut, die das Hotel nun in vierter Generation führt. Ihr Vorfahre stammt aus Troistorrent. Ende des 19. Jahrhunderts verliess Sylvain Berrut die Schweiz und startete eine Karriere im Hotelwesen. 1905 wurde er General Manager des Hotel Bedford, das er bald darauf kaufte. Zusammen mit seinem Schweizer Freund und Architekten CharlesHenri Fivaz entwarf er das Restaurant. Sein Sohn René Berrut übernimmt schon 1918, erweitert das Haus zu einem 150 Zimmer-Hotel. Im Zeiten Weltkrieg okkupiert die deutsche Wehrmacht das Hotel, doch nach dem Krieg erwacht es zu neuer Blüte. 1970 übernimmt die nächste Generation mit Gérard Berrut, renoviert grundlegend – ohne jedoch etwas am wunderschönen Jugendstil-Ambiente des Restaurants zu verändern. Heute ist moderne Kunst dazu gekommen, die Wände des Bedfords zieren Werke von Malern wie Zoran Music, André Beaudin, Sam Szafran und Maria Sepiol. Berühmte Gäste nächtigten in dem Pariser Hotel, so Camille Saint-Saëns und Gabriel Fauré. Auch berühmt Musiker wie der Pianist Horszowski und der Geiger

Menuhin waren zu Gast. Laetitia Brandariz-Berrut absolvierte die Hotelfachschule in Lausanne und erzählt, dass auch die Musik-Tradition fortgeführt wird, dreimal im Jahr gibt es ein Konzert im Bedford. „Mein Vater ist sehr engagiert, wir wollen vor allem junge Künstler fördern.“ Das Hotel liegt an der ruhigen Rue de l‘Arcade, aber doch im Herzen von Paris, zwischen Place de la Madeleine und Boulevard Haussmann, Opéra und Place de la Concorde.

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he gem of Hotel Bedford is from the early twentieth century: “My great-grandfather designed the glass dome with Belle Epoque motifs,” says Laetitia BrandarizBerrut, the fourth generation of proprietors of the hotel. In 1905 Sylvain Berrut became the general manager of the Hotel Bedford, which he bought soon afterward. He was succeeded by his son René Berrut in the 1920s, who managed the hotel and expanded it to 150 rooms. The next generation took over in 1970, and extensive renovations were carried out under René’s son Gérard. Today, contemporary artworks decorate the walls of the Bedford. Famous musicians such as the pianist Mieczyslaw Horszowski and violinist Yehudi Menuhin were regular guests there. The hotel is located on the quiet Rue de l’Arcade, yet right in the heart of Paris between the Opéra and Place de la Concorde. – 41 –

«««« BEDFORD  leisure, business LOCATION in the heart of Paris, between Place de la Madeleine and Boulevard Haussmann, Opera and Concorde ROOMS & SUITES 141, meeting rooms ADDRESS Hôtel Bedford 17, rue de l'Arcade F-75008 Paris Tel. +33 1 44 94 77 77 Fax +33 1 44 94 77 97 reservation@hotel-bedford.com www.hotel-bedford.com


Hotel de l’Arcade | Paris

Eiffelturm und Invalidendom, zwei Wahrzeichen von Paris

MITTEN IN PARIS D

ie Schweizer Familie Berrut führte schon in zweiter Generation ein Hotel in Paris, das Bedford. Da ergab sich die Gelegenheit, das Unternehmen zu vergrössern: 1947 kam das benachbarte Hotel de l’Arcade dazu, ebenso ein Gründerzeitbau, das bis heute von der Familie geführt wird. 1995 wurde das Drei-Sterne-Haus komplett renoviert, um den historischen Charme wieder besser zur Geltung zu bringen. Um dem Gast auch moderne Annehmlichkeiten beiten zu können, folgte 2008 ein weiterer Umbau, elegante Suiten kamen hinzu. Hoteldirektorin Laetitia Brandariz- Berrut, Schweizerin und Pariserin zugleich, absolvierte die Hotelfachschule in Lausanne, und führt beide Häuser. Auch das de l’Arcade liegt an der ruhigen Rue de l'Arcade, zwischen Place de la Madeleine und Boulevard Haussmann, Opéra und Place de la Concorde.

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wo generations of the Swiss Berrut family had already operated the Hotel Bedford in Paris when they also purchased the neighboring Hotel de l’Arcade in 1947. To today the family continues to run l’Arcade, also built in the early twentieth century. A threestar hotel, it was completely renovated in 1995 to better bring out its historical charm. Laetitia Brandariz-Berrut, a Swiss Parisian, graduated from the Lausanne Hotel School and is the director of both hotels.

««« DE L’ARCADE  leisure, business LOCATION quiet location in the heart of Paris, between Place de la Madeleine and Boulevard Haussmann ROOMS & SUITES 48 rooms and apartments, meeting rooms ADDRESS Hôtel de l’Arcade 9, rue de l'Arcade F-75008 Paris Tel. +33 1 53 30 60 00 Fax +33 1 40 07 03 07 reservation@hotel-arcade.com www.hotel-arcade.com

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SARDISCHE VIELFALT

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n der Nordostküste Sardiniens liegen die schönsten Strände der Insel. Hier finden sich sowohl traumhafte Buchten als auch lange Sandabschnitte. Im Golfo Aranci entstand im ehemaligen Fischerdorf ein Ferienstädtchen, hier liegt auch das Boutiquehotel Villa Margherita. Gäste, die einmal nicht baden wollen, unternehmen Ausflüge auf das steile, weissglänzende Granitmassiv des Supramonte oder erforschen die urtümliche Bronzezeit-Kultur der Nuragher. Der typisch sardische Stil findet sich im ganzen Haus, so wurden in den Zimmern pastellfarbene Stoffe verwendet, die auf Sardinien gewoben werden. Die lebhaften Farben der Badezimmerfliesen

einiger Suiten stammen ebenfalls von der Insel, sie werden in der Keramik-Fabrik Cerasarda gefertigt. Damit nicht genug: Schon beim Frühstücksbuffet geht es mit sardischem Ricotta-Käse weiter, dazu wird einheimischer Honig serviert. Urlauber, die ihre Zeit nicht nur am Meer verbringen möchten, fahren gerne zum nahe gelegenen 18-Loch-Golfplatz Pevero, und im Haus stehen ein Schwimmbad mit Hydromassage, ein Dampfbad und ein Fitnessraum zur Verfügung. Wer den ganzen Tag aktiv verbracht hat, beim Wandern, Baden oder Golfen, freut sich abends an der Ruhe beim Sonnenuntergang überm kristallklaren Wasser der Bucht.

Smaragdgrün Smeraldo ist das italienische Wort für Smaragd. Und Costa Smeralda ist der Name für den Küstenstreifen Sardinien, entlang dessen das Meer diese unglaubliche Farbe hat, eben smaragdgrün. Wollte man noch andere Edelsteine ins Spiel bringen: türkisblau passt auch. An der teils schroffen Küste wechseln mit windzerfressene Felsen ab mit fast weissen Sandstränden. Kein Wunder, dass sich hier schon in den 1960er-Jahren der Jetset wohl fühlte. Und James Bond: In „Der Spion, der mich liebte“ kämft sich Roger Moore an der Küste entlang.

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he most beautiful beaches on Sardinia are along the island’s northeastern coast. Hotel Villa Margherita offers boutique accommodations on the Golfo Aranci. Guests can take day trips to the sheer granite formations of the Supramonte or explore the Bronze Age Nuragic civilization. The entire hotel is decorated in a typically Sardinian style, with rooms using pastel-colored fabrics woven on the island. Vacationers preferring not to spend all their time on the beach can enjoy the 18-hole course at the Pevero Golf Club, and the hotel has its own outdoor pool with hydromassage, a spa area with a steam bath, and a fitness room.


Hotel Villa Margherita | Italien

«««« VILLA  MARGHERITA  leisure LOCATION s ummer resort, nestled in its own garden, near the beach ROOMS & SUITES 44 ADDRESS Hotel Villa Margherita Via Libertà, 91 I-07020 Golfo Aranci, Sardinien Tel. +39 0789 46912 Fax +39 0789 46851 info@margheritahotel.net www.margheritahotel.net

Die Macchia macht’s Käse ist auf Sardinien Grundnahrungsmittel. Bis heute sollen auf der grossen Mittelmeerinsel mehr Schafe als Menschen leben. Sie, die Schafe, ernähren sich in den Bergen von der „macchia“, dem immergrünen Weideland. Die duftenden Kräuter bilden die Basis für die Käse- Spezialitäten. Da ist etwa der milde, junge Pecorino, mit dem Ravioli gefüllt werden. Reifer Pecorino wird hart und zum Reiben verwendet. Auch Ziegen leben in grosser Zahl auf Sardinien, der sardische Ziegenkäse, die kleinen „Caprinis“, sind mager und nur kurz gereift. Am besten schmeckt der sardische Käse zum einheimischen Fladenbrot, dem knusprigen „Pane Guttiau“. Türkisblau oder smaragdgrün? Der Golfo Aranci in Sardinien

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Advertorial

GRAND TOUR OF SWITZERLAND D

ie Grand Tour of Switzerland vereint die Highlights der Schweiz auf der landschaftlich schönsten Route. Städte und Dörfer sind ebenso Teil der spektakulären Route wie Kunst- und Architekturstätten oder Natur- und Geschichtserlebnisse. Die Grand Tour of Switzerland steht für eine unglaubliche Vielfalt an Sehenswürdigkeiten und Highlights, die es in dieser Dichte sonst nicht gibt. Die rund 1’600 km lange Entdeckungsreise führt durch 4 Sprachregionen, über 5 Alpenpässe, entlang an 22 Seen, zu 44 TopSehenswürdigkeiten, 11 UNESCO-Welterbestätten und 2 Biosphären. Kein Wunder, sind so viele Grand-TourReisende #VERLIEBTINDIESCHWEIZ. www.myswitzerland.com/grandtour

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he Grand Tour of Switzerland combines the highlights of Switzerland with a beautiful scenic route. From palm-lined lakeshores to sparkling glaciers, from medieval villages to buzzing cities – the Grand Tour of Switzerland packs in an incredible number of sights. The concentration of attractions is unrivalled worldwide. No wonder so many Grand Tour travellers are #INLOVEWITHSWITZERLAND.


„Alles Grosse und Edle ist einfacher Art.“ Gottfried Keller (1819 - 1890)

„Everything great and noble is of a simple nature.“ Gottfried Keller, Swiss author (1819–1890)

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Swiss Premium Hotels - Reiseverführer

GENEVE

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SPORT Schweizer Talente weltweit erfolgreich

Tennis, Roger Federer Bester Tennisspieler aller Zeiten – so wird der Schweizer Roger Federer schon jetzt genannt. Man müsste eine Sonderausgabe gestalten, um all seine Matches und Siege aufzulisten. 1981 in Basel geboren, gewann er 88 Titel im Einzel. Das olympischee Halbfinale von 2012 in London, das Federer auch gewann, war mit viereinhalb Stunden das längste Dreisatz-Match der Open Era. Ein so langer Atem ist sicher auch privat von Vorteil – die Federers haben vier Kinder in Schach zu halten, zwei Zwillingspaare. Die Familie wohnt im Kanton Schwyz  Schwyz, Seite 26

Triathlon, Daniela Ryf

Schwimmen, Swann Oberson Wären wir nicht in der Schweiz, man könnte glauben, der Zeitmesser sei damals kaputt gewesen. 2008 pulverisierte die junge Schwimmerin Swann Oberson in Bellinzona einen acht Jahre alten Schweizer Rekord auf 1500 m um fast neun Sekunden. Oberson, 1986 in Genf geboren, startet für den Verein Natation Sportive Genève und lebt in Thônex.  Französische Schweiz, Seite 10

Warum sich mit einer Sportart begnügen, wenn man in dreien gut ist? Die Solothurnerin Daniela Ryf rennt, radelt und schwimmt, sie ist Triathletin, und das ausgesprochen erfolgreich. 1987 geboren, gewann sie diverse Triathlon-Serien – und 70.3 Ironmans. Für ihre Leistungen wurde sie 2015 zur Schweizer Sportlerin des Jahres gewählt. Sich darauf auszuruhen ist wohl nicht ihr Ding: Bereits im Januar 2016 gewann sie erneut, und zwar den 70.3 Ironman in Dubai. Sie lebt im Kanton Solothurn.

Skispringen, Simon Ammann

Skisport, Lara Gut

Fussball, Stephan Lichtsteiner

Das Tessin gilt nicht gerade als Wintersportdorado. Doch just von hier kommt Lara Gut, 1991 in Sorengo geboren, bei Lugano aufgewachsen. Sie gehört der Natio­nalmannschaft an, brilliert in Abfahrt und SuperG. 2008 war sie mit 17 Jahren die jüngste Siegerin eines Super- G-Weltcuprennens. Anfang März 2016 wurde sie Gesamt- Weltcupsiegerin. Eine Wintersportdisziplin ist aber sogar im Tessin ansässig, und so bezeichnet sich auch Lara Gut als Fan des Eishockeyclubs HC AmbrìPiotta. Tessin, Seite 12

Die Schweiz gilt nicht als die Fussball-Nation schlechthin. Was tun, wenn Sohnemann aber ein guter Fussballspieler ist? Vater Lichtsteiner gründete einen Fussballverein, den FC Adligenswil. Eine gute Idee, bald zog Stephan Lichtsteiner weiter nach Luzern und zu Grashopper Zürich, wo er Profifussballer wurde und mit der Mannschaft 2002/3 Schweizer Meister. Dann rief doch das Ausland. Lille, Rom und bis heute Juventus Turin lauten die Stationen seiner Transfers. Und nach wie vor spielt er in der Nati. Zürich, Seite 32

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Es muss ein besonderes Gefühl sein, auf einer Schanze zu springen, die den eigenen Namen trägt. Simon Ammann, 1981 in Grabs geboren, kann das: eine der beiden grossen Ski-Schanzen in Einsiedeln heisst nach ihm. Seine grössten Erfolge feierte Ammann bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City und acht Jahre später in Vancouver. Er lebt mit seiner Frau unweit seiner Schanze, an der der FIS Sommer Grand Prix ausgetragen wird. Schwyz, Seite 26


Hier hat Ihre Suche ein Ende!

Brissago Beach Residences in Brissago

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EIN QUELL AN IDEEN… Ein Spaziergang zu einem Wasserfall mitten in der Stadt oder beim Käsen zusehen, 1150 Stufen einen Berg hinauf oder Mehlrost essen - die Direktorinnen und Direktoren der Swiss Premium Hotels verraten ihre persönlichen Geheimtipps. Ascona Margot Faucherre, Direktorin Ascovilla Besuchen Sie das Sonnental des Tessins, das Bleniotal! Im kleinen Dorf Ludiano (300 Seelen) wohne ich mit meiner Familie. Besonders empfehlen kann ich die Wanderung von Ludiano nach Biasca. Der Weg führt in gut zweieinhalb Stunden durch typische Tessinerdörfer, am Fluss Ticino entlang über Felder und Wiesen zum Hauptort Biasca.

Ascona Manuela und Bruno Caratsch, Direktoren Casa Berno In unmittelbarer Nähe unseres Hotels befindet sich der Kraftort Monte Verità. Dieser geschichtsträchtige Berg ist für jeden Besucher was einmaliges, war es doch im frühen 20. Jahrhundert ein Treffpunkt von Lebensreformern, Pazifisten, Künstlern, Schriftstellern sowie Anhängern alternativer Bewegungen. Spazieren Sie durch den Park oder geniessen Sie das Teehaus bei einer Führung. – 52 –

St. Gallen Michael Vogt, Direktor Hotel Einstein Natur pur mitten in der Stadt von St.Gallen erlebt man in der Mülenenschlucht. Diese ist sehr beeindruckend: das Wasser der Steinach donnert kraftvoll von der Mülegg in das Tal. Die Schlucht ist zu Fuss oder mit der Mühleggbahn – das älteste innenstädtische öffentliche Verkehrsmittel – zu erleben.


Der persönliche Tipp

Olten Silvia Schwab, Vizedirektorin Hotel Arte Das legendäre 1000er-Stägli am Hausberg Born in Olten ist mein Tipp. Die Bornstiege wurde ab 1896 entlang der Druckleitung des Hochdruck-Speicherkraftwerkes Ruppoldingen gebaut und ab 1904 in Betrieb genommen. 1150 Stufen führen da hinauf…

Pfäffikon

Davos Arnoldo Lanz, Direktor Kongress-Hotel Mein Tipp ist die Milch­ arena in Davos. Käsen ist die älteste Art, Milch haltbar zu machen. Die Milcharena zeigt sowohl im Dorf als auch in der Schaukäserei auf der Clavadeler Alp, wie echter Davoser Alp- und Bergkäse hergestellt wird: mit frischer Milch aus einer natürlichen und intakten Umgebung. Appetit bekommen? Es gibt einen Direktverkauf.

Peter H. Ernst, Direktor Seedamm Plaza Meine persönliche Empfehlung: Gehen Sie ein Stück auf dem Jakobsweg, über die längste Holzbrücke der Schweiz, in das malerische Städtchen Rapperswil. Oder pilgern Sie in entgegengesetzter Richtung auf der Verlängerung des Weges, um in der Stiftsbibliothek des Klosters Einsiedeln eine über 1000-jährige Geschichte vereint mit einer lebendigen Kultur zu erleben.

Christiane Matti, Direktorin Arc-en-ciel Ich schicke Gäste zur Beiz von Maria auf der Wintermatte. Man wandert eineinhalb Stunden hin, oder mit dem Bike. Dann sollte man Schwarzen Hund essen, ein kalter Kuchen aus Schokolade und Keksen. Oder Mehlrost, angerührt aus Butter, Mehl und Zucker; dazu serviert Maria Kartoffeln, Käse und Schinken.

René Hürlimann, Direktor Hotel Alex Besuchen Sie den Friedhof von Zermatt. Die Grabsteine der Bergführer erzählen Geschichten. Früher war das ein Drama, wenn einer für die Gäste sein Leben liess. Sie hatten oft kinderreiche Familien, die Frauen standen dann alleine da.

Vevey Nicolas und Christophe Ming, Direktoren Astra Hotel, Unser Tipp: ein Besuch des Marktes am Samstag Morgen, inklusive Spaziergang in die Altstadt. Im Juli und im August gibt es sogar einen Marché Folklorique mit Weindegustation - the place to be auch für die Einheimischen.

Zermatt

Gstaad

Zermatt

Katja und Mario Noti, Direktion Hotel Bellerive Zermatter nennen das einsame Tal zwischen grüner Bergwelt und Felsen „das verlorene Tal“. Es berührt die Seele. Nur wer gut Karten lesen kann, gelangt in dieses rund 250 m lange Tal hinter zwei Seitenmoränen des Findelgletschers, es führt kein ausgeschilderter Weg Die Bergwiese ist mit weichen Alpengräsern bewachsen, am Ende, wo das Tal durch Felsen abgeschlossen ist, spriessen drahtige und stachelige Pionierpflanzen.

Paris Laetitia BrandarizBerrut, Direktorin Hotel Bedford, Ich empfehle einen Spaziergang am Ufer der Seine an einem Sonntag Morgen oder im Jardin du Luxembourg, Pariser Shopping im Marais, dem Alt-Paris, rund um den Place des Vosges.

Zürich Christian Schübert, Direktor Hotel Glärschnischhof Mein „Geheimtipp“ ist der Fussball Weltpokal im neuen FIFA Museum nur 700 Meter Luftlinie von uns entfernt. Dieser ist einzigartig auf dieser Welt. – 53 –

Sardinien Marco Soldati, Direktor Hotel Villa Margherita Wir empfehlen unseren Gästen eine Bootstour, entweder zum Capo Figari oder zum Dolphin Watching, der Golfo Aranci ist dafür wunderbar geeignet.


IMPRESSUM Swiss Premium Hotels Magazin 1. Jahrgang, Ausgabe Sommer 2016

Herausgeberin und Chefredakteurin:

Weitere Mitarbeiter

Nicole Pandiscia-Hasler Geschaftsführerin Swiss Premium Hotels GmbH Via Cantonale 24, Postfach 510 6802 Rivera-Lugano, Schweiz www.swisspremiumhotels.com

Carina Ducci, Sven Statsmann

Englische Texte Allison Brown, Berlin

Druck Druckerei Salvioni Via Ghiringhelli 9 6500 Bellinzona, Schweiz

Redaktion Barbara Schaefer, Berlin www.barbaraschaefer1.wordpress.com

Auflage Magazin 2016

Grafische Umsetzung

15’000 Exemplare

Preis CHF 8.00 bdrops GmbH Werbeagentur Werftbahnstraße 8 · 24143 Kiel Telefon 0431 90 700 5-0 Telefax 0431 90 700 5-99 E-Mail info@bdrops.de · www.bdrops.de

Das Swiss Premium Magazin erscheint einmal jährlich. Alle Rechte vorbehalten. www.swisspremiumhotels.com

Art-Direktor

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Barbara Schaefer

Fotos Alle Fotos, soweit nicht anders vermerkt, mit Genehmigung der Urheber. thinkstockphotos.de: S. 1 Janoka82, S. 24 peshkov, S. 28 vencavolrab. www.fotolia.com:S.4 jojjik, S.8 andriigorulko, boule1301, z10e, akf, Marina Lohrbach, S.11 Vincent, S.12 tuxone, , S.36 vadymvdrobot & Andrey Armyagov S. 39 djama, S.41 jasckal & scaliger, S.42 Iakov Kalinin, S.44 Luciano P. & Alessio Orrù, S.48 Michel Borges, S. 50 twobee, Uli-B, Andrey Armyagov, magdal3na, M.Rosenwirth, Alexi TAUZIN, S. 52 4zoom4.

Wir bedanken uns bei allen Swiss Premium Hotels Mitgliedern, bei unseren Partnern und allen Unterstützern. – 54 –


ELEGANCE AT EASE – 55 –


T F A R H C R E T CHRÜ – 56 –

Swiss Premium Hotels Magazin 2016/2017  

Begeben Sie sich auf eine spannende Lesereise durch die Swiss Premium Hotels und die schönsten Destinationen in der Schweiz, in Frankreich u...

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