Issuu on Google+

Mütterliche Essgewohnheiten haben einen grossen Einfluss auf die Kinder Im Zuge der Suche nach neuen Wegen gegen die Übergewichts-Epidemie rückt für einmal das Essverhalten der Mutter ins Zentrum. Gemäss einer neuen Studie haben die Essgewohnheiten der Mütter einen grossen Einfluss darauf, ob die Kinder gerne Früchte und Gemüse essen.

Professor Mildred Horodynski vom Michigan State University's College of Nursing untersuchte 400 Mütter au seiner niedrigen Einkommensschicht mit Kindern zwischen eins und drei Jahren. Gemäss der Studienresultate assen die Kleinkinder derjenigen Mütter, die selber wenig Früchte und Gemüse assen, auch nur wenig Früchte und Gemüse. Ausserdem war es von Bedeutung, ob die Mütter ihre Kinder als heikle Esser betrachteten. In diesen Fällen war der Konsum von Früchten und Gemüse ebenfalls stark reduziert. Die Studie wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Public Health Nursing veröffentlicht. „Was und wie die Mütter essen hat den direktesten Einfluss auf das Essverhalten der Kleinkinder,“ meinte Horodynski. „Solche Erkenntnisse müssen von den verantwortlichen Ernährungsberatern in Zukunft mehr beachtet werden, wenn sie die Kinder zu vermehrtem Verzehr gesunder Lebensmittel anregen wollen. Ernährungsweisen mit wenig Früchten und Gemüse sind ein potentielles Gesundheitsrisiko für später im Leben.“ Wenn Mütter ihre Kinder als heikle Esser sahen, die „fremde“ Speisen oder Zubereitungsarten nicht zu essen pflegen, hatte dies ebenfalls einen direkten negativen Einfluss auf die Menge an Früchten und Gemüse, die von den Kindern verzehrt wurde. „Die Wahrnehmung des Kleinkindes als heikler Esser basiert hat vermutlich einen kulturellen oder erzieherischen Hintergrund,“ sagte Horodynski. „Mütter, die ihre Kinder als heikle Esser sahen, waren oftmals weniger streng und trieben ihre Kinder eher nicht dazu an, Früchte und Gemüse zu essen.“


Aus früheren Studien weiss man, dass im Kleinkindesalter eine hohe Wiederholung der gleichen Speise nötig ist, um festzustellen ob das Kind die Speise mag oder nicht. In gewissen Studien wurden Wiederholungsraten von bis zu 15 Mal festgestellt. „Aufgrund unserer Studie wissen wir jetzt, dass es sehr wichtig ist, Früchte und Gemüse in den täglichen Ernährungsplan mit aufzunehmen, um dem Kind die Möglichkeit zu geben, diese Speisen kennenzulernen. Ausserdem muss vermehrt darauf geachtet werden, dass die Mütter selber mehr Früchte und Gemüse konsumieren und so über ihre Vorbildrolle dem Kind zu einem gesünderen Essverhalten verhelfen.“


Mütterliche Essgewohnheiten haben einen grossen Einfluss auf die Kinder