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SCHNEESPORT NACH

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Editorial Der Schneesport lebt Breitensport? Wikipedia umschreibt die Grunddefinition in zwei Sätzen. Zusammengefasst und anders ausgedrückt widerspiegelt sie sportliche Aktivitäten, primär der körperlichen Fitness dienend – klar abgegrenzt vom wettkampforientierten und trainingsintensiven Leistungssport. Swiss-Ski lebt den Breitensport – nicht in grossen Frankenzahlen ausgedrückt, sondern in der Praxis. Mit insgesamt 14 jährlich wiederkehrenden Produkten und rund 50 000 Teilnehmenden. Das ist nach wie vor eine grosse Zahl in einer Sportart, die, so wird behauptet und als Folge der zunehmenden Migration, zunehmend an Bedeutung verlieren soll. Umso wichtiger erscheint dieses Engagement und kann nicht genügend zum Ausdruck gebracht werden. Wir widmen dieser Verpflichtung den SchwerpunktBeitrag in dieser Ausgabe und zeigen auf, wohin Sponsorengelder auch noch fliessen. Krankt unser Schweizer Tourismus und verlieren wir durch die Frankenstärke immer mehr Ferienreisende aus dem Ausland? Der Abwärtstrend, gab Schweiz Tourismus jüngst zum Ausdruck, konnte gestoppt werden. Auch dank oder vor allem wegen Herr und Frau Schweizer

selbst, die unsere hervorragend hergerichteten Wintersportgebiete wieder schätzen lernen, geht es langsam wieder aufwärts. Der Bund bewilligte zwischen 1998 und 2012 vier NASAKProgramme und einen Kredit von 164 Mio. Franken. NASAK steht für «Nationales Sportanlagenkonzept». Davon profitierte auch der Wintersport in diversen Bereichen. Das ist eine überaus angenehme Begleiterscheinung und fördert die Bemühungen von Swiss-Ski – für den Breitensport wie auch den Spitzensport – den Wintersport insgesamt. Und wollen wir den Statistiken glauben («Sport Schweiz 2014» vom Bundesamt für Sport) hat die Zahl von Skifahrern seit 2000 um satte 12,6 Prozentpunkte zugenommen. Nach dieser Statistik fährt über jeder dritte Schweizer in irgendeiner Form Ski (35,4%). Damit gehört der Skisport zu den «Big Four» der beliebtesten Sportarten in unserem Land. Die «Muotathaler Wetterschmöcker» sagen einen überaus schneereichen und kalten Winter voraus. Meinen Segen haben diese ganz speziellen Wetterfrösche und ich hoffe mit Ihnen, dass sie für einmal wirklich recht haben!

JOSEP H W EIBEL C HE FR E DAK TO R SN OWACTIVE

Der neue Audi Q2 #snow #active #untaggable Mit dem neuen Audi Q2 wird vieles anders: Er ist smart, sportlich, individuell und lässt sich in keine Schublade stecken. Kurz: Er ist #untaggable. Ein Newcomer, der mit vielen innovativen Technologien und einer neuen, eindrucksvollen Formsprache aufwartet. Mehr Infos erhalten Sie ab 1. November 2016 live bei Ihrem Audi Händler.

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Inhalt // Dezember 2016 Das Magazin von Swiss-Ski

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F O KU S 8 // Breitensport im Blickpunkt Swiss-Ski bringt mit 14 Projekten über 50 000 Menschen auf die Piste. 11 // Im Gespräch Roman Rogenmoser, Leiter Events und Projekte bei Swiss-Ski: «Man muss stets am Puls der Zeit sein.»

M E N SC H E N 20 // Ski-Legende Dumeng Giovanoli Erfolgreichster Engadiner Skirennfahrer und perfekter Botschafter für seine Heimat.

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26 // Skispringer Sylvain Freiholz Nahtloser Übergang vom Athleten zum Trainer.

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AKTIV

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34 // Schneesportclub Madrisa 30 Jahre Kinderskirennen – ein Grund zum Feiern. 38 // Stéphane Cattin, Direktor Alpin von Swiss-Ski Richtet seinen Fokus auf eine erfolgreiche Zukunft– und auf die Heim-WM in St. Moritz.

SE RVI C E 42 // Die Wintersaison geht los Die Schweizer Skigebiete sind fit für den neuen Winter. 50 // Höhenflüge Swiss-Ski und die WM St. Moritz 2017 laden zum WM Kick-Off und Saisonstart an Bord des SWISS-Bombardiers-C-Series.

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26 Standards 01 // Editorial 04 // Panorama 25 // Mixed-Zone

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64 // PS.

54 // Achtmal aufgeschnappt 60 // Sci svizzera italiana 63 // Rätsel

Titelbild Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Piste bringen – das gelingt Swiss-Ski mit einem gross angelegten Breitensport-Angebot. Foto: B&S, Erik Vogelsang

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Panorama TE MPOR AU S C H

F OTO: KEYSTONE

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, stiebender Schnee, spektakuläre Schwünge und jubelnde Schweizer Skifans beim packenden Saisonauftakt in Sölden. Eine Szenerie, die Justin Murisier entfesselt um die Tore des ersten Weltcuprennens ziehen lässt und ihn zu seinem besten Weltcupergebnis beflügelt.

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Panorama

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St. Moritz und der Pressekonferenz Alpin von Swiss-Ski war das für eine auserlesene Gästeschar möglich. Sie erspähten den beeindruckenden Abfahrtsstart «Free Fall» aus 4000 Metern Höhe.

F OTO: Z VG

Am Himmel einige Schleifen über St. Moritz ziehen, den Wintersportort von oben entdecken und dabei die imposante WM-Strecke im sommerlichen Look erkunden: Beim Kick-Off-Event der Alpinen Skiweltmeisterschaften 2017 in

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Fokus // Breitensport

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F FOKUS

OPTIMALE KOMBINATION VON EVENTS

BEWÄHRT UND INNOVATIV Der Breitensportbereich bei Swiss-Ski umfasst 1 14 Hauptprojekte mit ungefähr 50 000 Teilnehmenden. Sie teilen sich auf verschiedene Sportarten auf und berücksichtigen alle Bedürfnisse sowie Regionen.

Der Grand Grand Prix Prrix Migros o stellt stelllt iim m Bre B Br Breitensportsektor itensp ite en nsp sport sport o sek ktor vo von on Swiss-Ski Swi Sw ws ssss s-S Sk ki da das as A Aushängeush sh häng än n eschild s sch child ld d da dar. ar. r Währen W Wäh Während ährend e d de d den en vergangenen neun Jahren prägte und entwickelte Roman Rogenmoser die beliebte Veranstaltung. Als neuer Leiter Events und Projekte bleibt er Swiss-Ski erhalten – und ist nun der Chef von Timm Bütikofer, seinem Nachfolger als Projektleiter Grand Prix Migros.

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Grundsätzlich sind wir in der glücklichen Lage, bei den meisten Events tolle und treue Partnerschaften zu haben. Gary Furrer

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ie verschiedenen Segmente möglichst gut und sinnvoll abdecken – dieses Ziel verfolgen die Zuständigen bei Swiss-Ski im Bereich Breitensport. Entsprechend vielfältig präsentiert sich die Palette. Einsteiger, Geniesser und Gelegenheitslangläufer kommen ebenso auf ihre Kosten wie künftige Skirennstars, Snowboardcracks oder Nachwuchsskispringer. Das Flaggschiff bildet der Grand Prix Migros (siehe «Grand Prix Migros»); mit der Einführung des damaligen Ovo Grand Prix im Jahre 1972 liegt sein Ursprung über vier Jahrzehnte zurück. Das absolute Urgestein bildet indes das 1941 gegründete Juskila. Zu den jüngsten Gewächsen zählen die 2012 initiierten Freeski-Anlässe und die einige Jahre älteren Snowboard-Events. Eine neue innovative Veranstaltung kommt auch diesen Winter hinzu (siehe «Neuer Schub für regionalen Rennsport»). Zufriedene Teilnehmer und gute Kommunikation Egal wer angesprochen wird: «Die Veranstaltungen müssen zielgruppengerichtet aufgestellt sein und die Teilnehmer das antreffen, was versprochen wird», betont Gary Furrer, Direktor Breitensport bei Swiss-Ski. «Zudem müssen die Anlässe einfach buchbar und für 10

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die Teilnehmer gut erreichbar sein.» Ein attraktives und professionelles Erscheinungsbild gehört ebenso dazu wie eine reibungslose Organisation – «damit die Veranstaltungen für Sponsoren eine interessante Plattform bieten». Apropos Geldgeber: Wie präsentiert sich diese Situation? «Grundsätzlich sind wir in der glücklichen Lage, bei den meisten Events tolle und treue Partnerschaften zu haben», erklärt Gary Furrer. Ein Sorgenkind in diesem Zusammenhang bilde das Juskila. Damit die Kinder respektive deren Eltern auch in Zukunft nur einen symbolischen Beitrag leisten müssen, braucht es neben den aktuellen Sponsoren und Gönnern weitere Geldgeber. Glücklicherweise profitiert das Juskila auch von einer sehr guten Partnerschaft mit der Lenk. Ob Wochenveranstaltung wie das Juskila oder Tages-Event wie zum Beispiel die verschiedenen Anlässe für Schulklassen: «Bei allen Projekten ist es wichtig, dass sie sich als Produkt entwickeln, sich der Zeit anpassen und aktuell bleiben», sagt Gary Furrer. Die wichtigsten Gründe für eine positive Entwicklung der Beteiligung seien zufriedene Teilnehmer in Kombination mit einer guten Kommunikation des Anlasses. Und in diesem Bereich sei in den vergangenen Jahren – Social Media sei Dank – enorm viel gegangen.

Skiclubs und Seilbahnunternehmen als Erfolgsfaktoren Die Austragungsorte erstrecken sich vom Engadin bis ins Val de Travers. Um eine möglichst sinnvolle und gerechte Verteilung zu gewährleisten, wurden bei einigen attraktiven Anlässen Zyklen eingeführt. «Entscheidend ist, dass wir auf gute Organisatoren und Partner zählen können», so Gary Furrer. «Ohne den riesigen Aufwand, den Skiclubs und ihre Ehrenamtlichen mit Herzblut und Engagement leisten, wären die Schneesport-Anlässe schlicht nicht durchführbar. Auch die gute Zusammenarbeit und das oft sehr grosse Entgegenkommen der Seilbahnunternehmen wie auch bei einzelnen Projekten mit den Schneesportschulen und Sportgeschäften ist entscheidend für den Erfolg.» Zum Teil kommen die Destinationen auf Swiss-Ski zu, teilweise werden sie kontaktiert. «Dies hängt von der Bedeutung und der Positionierung eines Anlasses ab», erklärt Gary Furrer. Einen Grand Prix Migros zum Beispiel könnten sie wohl an doppelt so vielen Orten durchführen. Im Gegenzug sei es schwierig, Ausrichter für Veranstaltungen in einer Randsportart wie beispielsweise Skicross zu finden; denn sie erfordern einen immensen Aufwand. «Wir sind froh, dass wir auch diesbezüglich nach wie vor tolle Destinationen haben, die sich engagieren.» Drei strategische Ziele Mit den Breitensport-Events verfolgt Swiss-Ski drei strategische Ziele: 1. Überspitzt gesagt, das Recht auf Schneesport. «Wir wollen Projekte durchführen, die einen einfachen und freudvollen Einstieg in den Schneesport vermitteln. Eine zentrale Bedeutung hat dabei die Zusammenarbeit mit der Schneesportinitiative.» 2. Der Übergang in und anschliessend der Verbleib im Wettkampfsport. «Der Wettkampf soll einen Anreiz bilden und das Erlebnis im Vordergrund stehen.»

3. Trends erkennen und aufnehmen. «Neue Entwicklungen und Ausprägungen des Schneesports sollen, sobald sie eine gewisse Bedeutung erlangen, aufgenommen und integriert werden.» Das zuletzt erwähnte Ziel hat zur Folge, dass der Breitensportsektor beim Dachverband massiv ausgebaut wurde. Vor zehn Jahren umfasste er sieben Eventserien mit ungefähr 23 000 Teilnehmenden, inzwischen mobilisie-

NEUER SCHUB FÜR REGIONALEN RENNSPORT

TOURENWESEN UMFASST RUND 80 ANGEBOTE

Die Bemühungen, dem regionalen alpinen Rennsport neuen Schub zu verleihen, währen schon lange. Umgesetzt werden sie nun mit dem neuen Swiss Regio Cup. Entwickelt wurde er in Zusammenarbeit mit engagierten Vertretern der RegionalfahrerSzene. Der Swiss Regio Cup besteht aus drei Renntagen à je zwei Wettkämpfen in allen Interregionen. Es sind keine neuen Rennen, vielmehr werden bestehende Wettkämpfe mit der Integration des Swiss Regio Cup aufgewertet. Der Final findet – in Kombination mit der Schweizer Amateurmeisterschaft – Ende März auf dem Stoos statt.

Einen Bestandteil der Breitensport-Palette bei Swiss-Ski bildet das seit jeher integrierte Tourenwesen. Die kostenlos erhältliche Outdoor-Broschüre beinhaltet über 80 interessante Angebote für alle Anspruchsgruppen, also vom Einsteiger bis zum Freerider. Die Palette reicht von Skitourenwochen und Schneeschuhtouren bis hin zu Aus- und Weiterbildungskursen sowie Sommerhochtouren. Rund 50 Skiclubs engagieren sich vorwiegend im Tourenwesen. Eine Rangliste am Ende der Tourensaison gibt Aufschluss über die Aktivitäten der einzelnen Skiclubs.

ren ein Dutzend Hauptprojekte etwa 50 000 Schneesportbegeisterte. Das immense Wachstum erforderte hinsichtlich dieses Winters eine Strukturänderung und gleichzeitig die Schaffung einer neuen Stelle (siehe separates Interview mit dem Leiter Events und Projekte). «Bisher waren die Breitensportanlässe bei Swiss-Ski in verschiedenen Abteilungen verteilt, nun sind sie unter einem Dach zusammengefasst», sagt Gary Furrer. Dadurch sei es möglich, den erhöhten Anforderungen gerecht

zu werden. «Neben den Teilnehmerzahlen stiegen in den vergangenen Jahren nämlich auch die Ansprüche – sei es in Bezug auf die Organisation, die Abwicklung und den Auftritt.» Überdies veränderten sich das Sportmaterial, die Vielfalt an Geräten und die Entwicklung von neuen Sportarten. Geblieben ist die Freude am Schneesport – bei Veranstaltern wie bei Teilnehmern. ANITA FUCHS

Lieber agieren statt reagieren Roman Rogenmoser, Sie sind bei Swiss-Ski neuer Leiter Events und Projekte. Welche Aufgaben umfasst Ihre Funktion? Einerseits die Führung der Mitarbeiter; total umfasst mein Kernteam zehn Personen. Anderseits bin ich für alle mir unterstellten Projekte verantwortlich – von der Neukonzeption über die Koordination bis hin zur Umsetzung. Was erachten Sie in Ihrem beruflichen Alltag als besonders wichtig? Ständiges Hinterfragen. Wir müssen die Kinder auf den Schnee bringen und sie nachhaltig bewegen, damit sie dem System Schneesport erhalten bleiben. Ich bin überzeugt, dass wir vieles richtig machen, aber noch besser wer-

den können. Swissness steht bekanntlich für Qualität, entsprechend hoch sind die Ansprüche. Worauf legen Sie bei Ihrer Tätigkeit das Hauptaugenmerk? Auf Innovation und Kreativität; sie sind enorm wichtig. Ich will lieber agieren statt reagieren zu müssen. Verändern heisst sicherstellen, mit der Zeit gehen. Man muss hinsichtlich der Zielgruppe stets am Puls der Zeit sein. Unabhängig des Anlasses geht es darum, den Sport ins Zentrum zu rücken und den Kindern positive Erlebnisse zu ermöglichen. Diese sollen sie sowohl sportlich als auch nachhaltig prägen. > DEZEMBER 2016

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Fokus // Breitensport

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vielfältige Projekte stehen zur Auswahl

Jeder Event soll in den Kindern das Feuer für den Schneesport entfachen und ihnen ein prägendes Erlebnis ermöglichen. Roman Rogenmoser

SWISSCOM SNOWDAYS 7000 Kinder Rund 80 Eventtage in 20 verschiedenen Gebieten GRAND PRIX MIGROS Über 6800 Teilnehmer 56% Knaben und 44% Mädchen 13 Ausscheidungsrennen und 1 grosses Saisonfinale Mehr als ein Skirennen – Europas grösstes Skirennen für Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren Wie meinen Sie das? Mit unseren Events leisten wir einen Beitrag zur Nachwuchsförderung. Teilweise bilden sie einen integralen Bestandteil des Athletenweges. Für den ambitionierten Sportler wie auch unsere Projekte lautet das Ziel Weltspitze. Auf dem Weg dorthin sind die Athleten wie auch wir als Veranstalter auf die Skiclubs und Bergbahnen angewiesen. Ohne sie und allgemein die jeweiligen lokalen Strukturen könnten wir als Verband nichts bewirken.

zubauen. Meine Erfahrungen möchte ich nun dem Team weitergeben. Eigentlich bin ich der Chef, allein kann ich indes nichts erreichen. Eine meiner Stärken ist sicherlich die Integrationskraft; diese lehrte ich während meiner Zeit als Leiter des Grand Prix Migros. Ebenso eine gewisse Gelassenheit. Man sollte immer einen Plan B in der Hinterhand haben und gut vorbereitet sein. Nur so kann man flexibel sein – und dies ist an einer Veranstaltung enorm wichtig.

Welche Ziele verfolgen Sie? Primär geht es darum, den jetzigen hohen Stand zu konsolidieren, gleichzeitig aber auch neue Dinge zu entwickeln. In erster Linie soll sich jedes Projekt an seine Zielgruppe richten. Nichtsdestotrotz peile ich einheitliche Strukturen an und möchte die einzelnen Projekte noch besser verbinden und Synergien nutzen. Von diesem Gesichtspunkt her betrachtet sehe ich mich auch als Vernetzer.

Können die verschiedenen Events überhaupt miteinander verglichen werden? Auf den ersten Blick ist dies praktisch unmöglich – allein schon der Zeitdauer wegen. Das Juskila beispielsweise erstreckt sich über eine Woche, alle anderen Anlässe finden an einem einzigen Tag statt und sprechen ein unterschiedliches Publikum an. Dennoch sind die Anlässe vergleichbar: Jeder Event soll in den Kindern das Feuer für den Schneesport entfachen und ihnen ein prägendes Erlebnis ermöglichen. Zudem stellt jede Veranstaltung eine Visitenkarte für Swiss-Ski dar. Und wo SwissSki drauf steht, muss Qualität drin sein. Insofern versuche ich, Swiss-Ski noch mehr als Qualitäts-Label zu positionieren.

Inwiefern können Sie von Ihrem bisherigen Amt als Leiter des Grand Prix Migros profitieren? Nach neun Jahren in der erwähnten Funktion weiss ich, was es braucht, um einen Event auf12

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Wie präsentiert sich ein absoluter HammerEvent aus Ihrer Sicht? Wenn aus der entsprechenden Situation das Optimum herausgeholt wird, die Wettkampfinfrastruktur hervorragend ist, faire Rennen durchgeführt werden, die Sicherheit zu jedem Zeitpunkt gegeben ist, der Anlass einwandfrei verläuft und die Kinder mit einem guten Gefühl und zufrieden nach Hause gehen. Einen nicht zu unterschätzenden Part spielt das Wetter; bei wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein ist das Erlebnis anders wie bei eisigen Temperaturen und Schneetreiben. Doch der Schneesport findet bekanntlich draussen statt – und das ist gut so. Arbeiten Sie – zumindest gedanklich – schon an einem weiteren solchen Projekt? Bei mir rotiert es ständig und es sind zwei, drei Ideen im Köcher. Verraten will ich jedoch nichts. Nun wieder zur Gegenwart: Worauf darf sich die Breitensport-Familie von Swiss-Ski in diesem Winter besonders freuen? Auf top-organisierte Events, hoffentlich viel Schnee und reichlich Sonnenschein. ANITA FUCHS

FAMIGROS SKI DAY 8 von 15 ausgebuchte Events Über 2630 Familien Ein Skitag für nur Fr. 85.–

bietet für jeden Skifahrer ein unvergessliches Erlebnis auf der Skipiste. Ob Beginner oder SkiCrack: Beim Grand Prix Migros ist Jedermann willkommen. Animationen, Spiele und viele tolle Preise gibt’s im SponsorenVillage umsonst. www.gp-migros.ch

Der Famigros Ski Day – ein Schneesporttag für die ganze Familie zum unschlagbaren Preis! Gemeinsam absolviert jede Familie ein Plauschrennen, kann von einer leckeren Mittagsverpflegung profitieren und im Village warten lustige Spiele mit tollen Preisen auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Und das Beste: Für alle Teilnehmenden gibt es Tageskarten fürs entsprechende Skigebiet. Die Teilnahmegebühr beträgt 110.– Franken pro Familie. Famigros- und Swiss-Ski-Mitglieder zahlen nur 85.– Franken. www.famigros-ski-day.ch

Von klein auf Skifahren ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Viele Kinder standen noch nie auf einer Skipiste und haben noch nie einen Skilift aus der Nähe gesehen. Gemeinsam mit der Schneesportinitiative Schweiz bringt Swiss-Ski mit den Swisscom SnowDays Schulk asse e klassen einen e Tag ag lang a g au auf d die e

Skipisten. Ziel des Projekts: Vielen Kindern die Freude am Schneesport zu vermitteln – sei es auf den Skiern oder auf dem Snowboard.

JUSKILA

genau richtig. Mit dem nötigen Los-Glück verbringen sie zwischen dem 1. und 8. Januar 2017 zusammen mit insgesamt 600 Gleichgesinnten ein unvergessliches Schneesportlager an der Lenk im Simmental.

600 ausgeloste Jugendliche 150 ehrenamtliche Mitarbeitende Die Erfolgsgeschichte geht weiter! Seit 76 Jahren besteht bereits das Juskila. Jugendliche zwischen 13 und 14 Jahren sind im Juskila

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www.juskila.ch DEZEMBER 2016

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Fokus // Breitensport

AUDI SNOWBOARD SERIES 25 Tourstopps Über 2000 Teilnehmende Seit bereits sechs Jahren zeigen die Schweizer Snowboarderinnen und Snowboarder ihr Können auf der nationalen Snowboard Tour. Das Ziel der Tour ist, aufstrebende Snowboardtalente und die Snowboardszene der

Fokus // Breitensport

Schweiz zu fördern. Rund 25 Contests in den Bereichen Freestyle, Snowboardcross und Alpin sind unter dem Dach der Audi Snowboard Series zusammengefasst. Jeder Teilnehmende trifft dort 100%ig auf jede Menge gleichgesinnte junge Snowboarderinnen und Snowboarder.

www.audisnowboardseries.ch

SWISS FREESKI TOUR Rund 620 Teilnehmende 10 Tourstopps Die nationale Freeski Tour soll zum Ende der Saison die beste Fahrerin und den besten Fahrer hervorbringen. Bei rund 10 bis 13 ein- oder zweitägigen Events in der ganzen Schweiz können Freeskierinnen und Freeskier in

den Slopestyle-Parks oder in der Halfpipe ihre neusten Tricks zeigen. Fahrerinnen und Fahrer unter 15 Jahren treten in der Rookies-Kategorie an. Die Schweizermeisterschaften auf dem Corvatsch und in Laax bilden jeweils das Saison-Highlight am Ende des Winters.

www.swissfreeski.ch SWISSCOM NORDIC DAYS 2640 Teilnehmende 15 Anlässe in der ganzen Schweiz Sich auf den schmalen Latten üben, Neues ausprobieren und Spass auf Schweizer Loipen

10 Renntage, 1 Schweizermeisterschaft, 1 Tourfinale 600–700 Teilnehmende Die nationale Skicross Tour beinhaltet FIS-Europacup- und Openrennen, die am Ende der Saison die Gesamtsiegerin und

SIMON AMMANN JUMP PARCOURS

den Gesamtsieger hervorbringen. Adrenalinkick gefällig? Bei der Skicross Kids tour messen sich junge Skifahrerinnen und Skifahrer zwischen 9 und 15 Jahren auf den abwechslungsreichen Skicross-Kursen der Audi Skicross Parks im Direktvergleich.

800 Kinder 6 Anlässe in der ganzen Schweiz Abheben, auch wenn es nur für einen kleinen Hüpfer ist, fasziniert und begeistert jedes Kind. Beim Simon Ammann Jump Parcours werden Schulklassen kostenlos mit Skiern und

www.audiskicross.ch AUDI SHRED DAYS 24 Audi Shred Days 20 Veranstalterorte Neuer Name, bewährtes Konzept. Die Audi Shred Days starten mit neuem Namen in die Wintersaison. Das Konzept bleibt aber dasselbe: Junge Snowboarder – egal ob Snowboardcrosser, Alpin-Boarder oder Freestyle

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www.swiss-ski.ch

Schuhen ausgerüstet und durch Experten im einfachen Gelände in die Sportart Skispringen eingeführt.

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DARIO COLOGNA FUN PARCOURS Rund 11 000 Schulkinder 32 Anlässe in der ganzen Schweiz Langlaufen leichtgemacht: Beim Dario Cologna Fun Parcours Machen Schulklassen mit zur Verfügung gestelltem Material unter fachkundiger Anleitung kosten-

HELVETIA NORDIC TROPHY Über 1420 Teilnehmer an vier Langlauf-Events 904 Skispringer an 14 Wettkämpfen 219 Nordisch Kombinierer an 4 Wettkämpfen Auf den Spuren Dario Colognas und Simon Ammanns messen sich die jungen Nordischen bei

los erste Gehversuche auf den Langlaufski. Abschluss jeder Schnupperlektion macht der Swisscom-Sprint, bei welchem die besten Klassen des ganzen Winters tolle Preise gewinnen können. www.dario-cologna-funparcours.ch

der Helvetia Nordic Trophy. Während die Skispringerinnen und Skispringer ganzjährig springen, misst sich der Langlauf-Nachwuchs an vier Wettkämpfen im Winter mit der Konkurrenz aus der ganzen Schweiz.

www.swiss-ski.ch

Snowboarder – und Freeskier können mit echten Cracks an ihren Skills feilen. Sie verbringen einen Tag im Park oder der Pipe, üben neue Tricks, haben Spass beim gemeinsamen Fahren und erleben einen coolen Tag im Schnee!

www.audisnowboardseries.ch

FOTOS: Z VG.

AUDI SKICROSS TOUR | SKICROSS KIDS TOUR

haben – das sind die Swisscom Nordic Days. In allen Ecken der Schweiz finden alljährlich Langlaufschnuppertage statt – für Kinder und Erwachsene.

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NNSCHULE E R

Durchschnittlich über 100 Startende pro Wettkampf Biathlon für Kids? Der Leonteq Biathlon Cup bietet Newcomern

von 8 bis 15 Jahren einen optimalen Einstieg in den faszinierenden Biathlonsport. Unterwegs auf den Skatingskis, Schiessen mit dem Luftgewehr. www.swiss-ski.ch

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Zu unseren Leistungen gehören: SWISS-SKI SUMMER TROPHY 8 Anlässe und ein grosses Saisonfinale 1945 Teilnehmende im Sommer 2016 Nicht nur im Winter können Trophäen gewonnen werden! Die Swiss-Ski Summer Trophy bietet für Jugendliche die Mög-

lichkeit, ihre Geschicklichkeit, Koordination und Ausdauer auch während der warmen Jahreszeit unter Beweis zu stellen. An der polysportiven Sommerserie von Swiss-Ski können Kinder und Jugendliche in einem 5-er-Team teilnehmen.

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Dein Ziel ist unser Ziel.

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Advertorial // Fischer

THE CURV – PURES ADRENALIN The Curv ist eine präzis entwickelte Rennmaschine für Experten – gefertigt aus den besten Materialien. Hier geht es um nichts als absolute Performance – jene Performance, welche die drei Skilegenden Hans Knauss, Mike von Grünigen und Kristian Ghedina in den letzten 24 Monaten bei der Entwicklung im Kopf hatten. RC4 The Curv Booster Radius: 18 m / 178 cm Taillierung: 120 – 74 – 104 Längen: 164, 171, 178, 185 Empf. VP: CHF 1149.– inkl. Bindung RC4 Z13 Freeflex

Fischer Sports «The Curv» Der Traum von der

RC4 The Curv DTX Racetrack Radius: 16 m / 171 cm Taillierung: 121 – 72 – 106 Längen: 157, 164, 171, 178 Empf. VP: CHF 949.– inkl. Bindung RC4 Z12 Powerrail

PERFEKTEN KURVE Mike, was macht für dich die perfekte Kurve aus? Die perfekte Kurve ist für mich, wenn ich zusammen mit meinem Material und meinem Fahrkönnen und den herrschenden Schnee- und Pistenbedingungen eine Kurve fahren kann, die mir zur gleichen Zeit ein super Gefühl von Sicherheit, Speed und optimaler Bewältigung gibt. Auch muss ich die Fliehkräfte ausnützen können, dynamisch und präzis sein.

sche Bereich spannend, bei dem es um die Aufbauweise des Skis ging. Weil ich hier aus meiner aktiven Zeit viel Erfahrung mitbringen konnte. Hans und ich ergänzten uns auch auf der Abstimmungsebene mit dem ganzen Plattensystem bestens, während Kristian vor allem am Speed und an der Sicherheit interessiert war. Kurz gesagt: Wir waren ein super Team, das sich zusammen richtig entfaltet hat.

Wie lässt sich die Zusammenarbeit mit Hans Knauss und Kristian Ghedina beschreiben? Die Zusammenarbeit war von Anfang an sehr angenehm. Die Grundidee ist bereits vor einiger Zeit entstanden, als wir bei einem gemeinsamen Event unterwegs waren und darüber diskutierten, was wir bei Fischer zusammen noch bewegen können.

Welchem Fahrtyp empfiehlst du «The Curv»? Grundsätzlich kann «The Curv» von jedermann gefahren werden. Je nach Fahrstil kann aber mehr oder weniger aus dem Ski herausgeholt werden. «The Curv» spricht sicher eher sportliche Fahrer an, welche etwas Spezielles suchen und bereit sind, ihre eigenen Grenzen auf der Skipiste neu zu erfahren.

Wie war die Rollenverteilung? Die Rollen waren nicht fix verteilt. Jeder konnte seine Ideen miteinbringen. Für mich war vor allem der materialtechni18

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Welche Varianten des «The Curv» gibt es, und welche Fahrer siehst du hier jeweils? Wir haben bewusst drei Kategorien aufgestellt: Angefan-

RC4 The Curv TI Radius: 13 m / 164 cm Taillierung: 121 – 68 – 102 Längen: 150, 157, 164, 171, 178 Empf. VP: CHF 699.– inkl. Bindung RC4 Z11 Powerrail

gen mit dem Top-Modell «RC4 The Curv Booster». Dieser Ski ist ein absolutes HightechGerät, bei dem alle erdenklichen Rennsport-Features eingebaut sind. Das Modell ist daher sicherlich für sehr sportliche Fahrer gedacht. Dann haben wir den «RC4 The Curv DTX». Dieses Modell ist ebenfalls ein absoluter TopSki – mit dem gleichen Fundament wie der grosse Bruder.

FOTOS: ZVG.

Was haben die drei Skilegenden Mike von Grünigen, Hans Knauss und Kristian Ghedina gemeinsam? Sie entwickelten für Fischer Sports während den letzten 24 Monaten zusammen «THE CURV». Der Ski, der die perfekte Kurve möglich macht. Mitentwickler und Schweizer Skilegende Mike von Grünigen erzählt von der Zusammenarbeit mit Knauss und Ghedina, und wem er diese Ski empfiehlt.

Am einen oder anderen Ort wurde er aber etwas angepasst – sozusagen leicht «gezämt», sodass er für die breite Masse und den Alltag geeignet ist und einen grösseren Anwendungsbereich hat. Er ist also für alle gedacht, die es auch gerne einmal etwas gemütlicher angehen. Zudem wurde das Bindungssystem so angelegt, dass eine Mehrfachnutzung mit unterschiedlichen Schuhsohlenlängen einfach und schnell möglich ist. Zu guter Letzt haben wir noch den «RC4 The Curv TI» im Sortiment, welcher das Sortiment abrundet. Dieser Ski eignet sich auch für weniger sportliche Fahrer und gefällt beispielsweise der etwas ruhi-

geren Dame sehr gut und gibt ihr die nötige Sicherheit, gepaart mit optimalen Fahreigenschaften. Was unterscheidet «The Curv» von einem Weltcup-Ski? Das Top-Modell unterscheidet sich eigentlich nur sehr gering von einem Weltcup-Ski. Hier war es unser gesetztes Ziel, einen «Rennski für die Piste» zu bauen, was uns – meiner Ansicht nach – auch sehr gut gelungen ist. Materialtechnisch und auch vom Know-how her ist absolut alles, was auf Weltcup-Niveau eingesetzt wird, eingebaut. Die grössten Unterschiede liegen in der Breite des Skis. Hier

haben wir uns bewusst auf eine breitere Variante geeinigt. Darunter hat, gegenüber dem originalen WeltcupRennski, zwar vielleicht die Spritzigkeit und Wendigkeit etwas gelitten. Dafür bieten sich viele andere Vorteile, sodass wir beispielsweise auf etwas weicheren Pisten und mit weniger Kraftaufwand immer noch eine optimale Rückantwort des Skis erhalten. Auch für Fahrer, die einmal ein paar Schwünge neben der präparierten Piste bevorzugen, ist die Breite von Vorteil. Des Weiteren sind die Radien durch das neue TripleRadius-Konzept den Bedürfnissen des Pistenfahrers optimal angepasst worden.

Bei welchen Bedingungen fährst du persönlich «The Curv»? Eigentlich bei allen! Seine Vielfalt lässt viel Spielraum und vermittelt immer und überall sehr viel Fahrspass und Freude. Für den absoluten Offpist-Fan steht auf nächste Saison bereits ein weiteres Modell aus der «The Curv»-Familie in der Pipeline und wird im Allroundbereich bestimmt für weitere Spannung sorgen.

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Menschen // Getroffen // Dumeng Giovanoli

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FOTO: B& S / ERIK VOGELSANG

Der Doyen der Ski-Legenden. Seit 50 Jahren existiert der alpine Weltcup. Siege aus den PionierZeiten des Skisport verwelken oft in der Nostalgie. Aber es gibt auch Marken und Bestwerte, die ein halbes Jahrhundert überdauern und dem Urheber Legenden-Status verleihen – wie jene von Dumeng Giovanoli. Der erfolgreichste Engadiner Skirennfahrer der Geschichte ist der Vorzeige-Engadiner schlechthin.

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Menschen // Getroffen // Dumeng Giovanoli

Menschen // Getroffen // Dumeng Giovanoli

Schranz wurde dann doch noch disqualifiziert. Gold ging an Killy – wie schon im Riesenslalom und in der Abfahrt. Der 2. Platz in der alpinen Kombination, der aber «nur» mit WM-Silber belohnt wurde, stellte für Giovanoli kaum Trost für die entgangene Olympia-Medaille dar. 1972 an den Goldenen Tagen von Sapporo war er nicht mehr dabei. Verletzungen hatten ihn zum Rücktritt gezwungen.

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eim Klassentreffen der Schweizer Ski-Legenden vor dem Weltcup-Finale im März, wo Giovanoli als Doyen – er wird im Januar 76 – besonders geehrt wurde, flachste er: «Wenn in Kitzbühel ein Schweizer einen Slalom gewinnt, werde ich mit dem Velo persönlich gratulieren kommen.» Und fügte dann an: «Aber natürlich nicht nach Kitzbühel, sondern nur von Sils-Maria nach St. Moritz . . .». Nicht alle verstanden die versteckte Pointe. Die Statistik gibt Aufschluss: Seit genau 49 Jahren hat keiner mehr am Ganslernhang gewonnen. Der letzte Sieger heisst – Dumeng Giovanoli. Und der letzte Gewinner einer Kristallkugel für den Disziplinen-Weltcup ebenfalls – und er ist auch der vorletzte Slalomsieger 22

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Auf Karte Tourismus gesetzt Der damalige Skichef Adolf Ogi wollte ihn als Trainer engagieren. Giovanoli winkte ab: «Es wäre nicht der richtige Schritt gewesen. Du heiratest, willst eine Familie gründen und bist mehr als die Hälfte des Jahres weg. Zumal schlug mein Herz schon damals fürs Engadin.» Statt ein Swiss-Ski-Team übernahm der gelernte Koch mit seiner Frau in Sils-Maria von einer Tante das 45-Betten-Hotel Privata und baute es zu einem Bijou aus. Aufgewachsen war er selber in einem Hotel, dem «Seraina» im gleichen Ort, das seine Eltern geführt hatten. Er hatte auf die richtige Karte gesetzt. «Mit dem Tourismus», so Giovanoli, «ging es in jener Zeit nur ufe-ufe-ufe.» Was man von den Schweizer Slalom-Artisten in der Zeit nach Giovanoli nicht sagen konnte. Gerade mal acht Fahrer trugen sich in die Siegerliste ein, Pirmin Zurbriggen und Didier Plaschy wie Giovanoli zweimal. Das ists schon. 117 Weltcupsiegen in der Abfahrt stehen gerade mal ein Dutzend im Slalom gegenüber. Ein Patentrezept hat Giovanoli auch nicht: «Ich könnte keine Tipps geben, ich bin ja selber nie Kippstangen gefahren. Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder starke Junge. Aber sie bringen nicht zwei Läufe runter und sind nicht konstant. Der Slalom ist heikel.» Und er erzählt von seinen Erfahrungen: «Im Training habe ich jeweils von acht bis zehn Läufen nur zwei runtergebracht. Damit muss man mental umgehen können. Nach einem oder zwei guten Läufen hast du versucht, ob nicht noch mehr drin liegt und bist automatisch rausgeflogen. Das musst du verdauen können, sonst wirst du kein Slalomfahrer.»

«Man sah nichts, ich hatte keine Ahnung, wo ich durchfuhr. Wenn man mir gesagt hätte, du hast vier Tore ausgelassen, hätte ich das akzeptieren müssen.»

in Wengen. Nachher siegte nur noch Joël Gaspoz. Auch das ist über 30 Jahre her. «Auf den Sieg in Kitzbühel war ich stolz», sagt Giovanoli: «Eine Woche vorher hatte ich am Lauberhorn gewonnen. Einige Medien schrieben etwas abwertend, es seien ja viele Fahrer ausgeschieden. Deshalb freute mich Kitzbühel riesig, weil mir die Bestätigung gelang.» Immerhin hatte er einen hinter sich gelassen, der damals das Mass aller Dinge war – Jean-Claude Killy. In Siegerinterviews konnte Giovanoli, sonst eloquent und auch offizieller Sprecher der Mannschaft, recht einsilbig sein. Kommt einem das aus der heutigen Zeit nicht irgendwie bekannt vor? Auf jeden Fall beklagte sich

die damalige Reporter-Koryphäe Sepp Renggli beim Verband, Giovanoli sage nur ja oder nein. Worauf Giovanoli konterte: «Was soll ich denn anderes antworten, wenn mich nach dem Sieg einer fragt, ob ich mit dem Rennen zufrieden sei.» Die beiden schlossen einen salomonischen Kompromiss: Es muss von beiden mehr kommen. Kein Glück an Olympischen Spielen «1968 war mein bester Winter», blickt Giovanoli zurück, obwohl er an die Olympischen Spiele in jenem Jahr in Grenoble keine guten Erinnerungen hat und Opfer überforderter Funktionäre wurde. Karl Schranz, neben Killy der zweite Superstar jener Epoche, monierte

im Slalom eine Behinderung durch einen Flaggenwart und forderte eine Laufwiederholung. Giovanoli: «Ich stand schon im Starttor, da wollte auch Schranz nochmals fahren, weil er sah, dass sich der Nebel etwas verflüchtigt hatte. Gemäss Reglement hätte er aber erst am Ende der 15-er-Gruppe starten dürfen.» Giovanoli musste wieder raus, Schranz startete, und dann – inzwischen zog wieder dichter Nebel auf – rief man auch Giovanoli wieder ins Starttor. Er tastete sich durch eine dicke Milchsuppe und wurde schliesslich Vierter. «Man sah nichts, ich hatte keine Ahnung, wo ich durchfuhr. Wenn man mir gesagt hätte, du hast vier Tore ausgelassen, hätte ich das akzeptieren müssen.»

Mentales Training vernachlässigt «Das mentale Training hat man früher völlig vernachlässigt», findet Giovanoli, der Experimenten gegenüber offen war. Als der damalige Mentalguru Dr. Abrezol aus Lausanne die «Sophrologie» erfand, machte auch er mit: «Ich hatte das Gefühl, dass es da drin funktionieren muss.» Er tippt mit dem Zeigefinger an die Stirn. Das Experiment beschränkte sich auf einen Versuch. Schmunzelnd erzählt er eine Episode aus Wengen: «Dr. Abrezol stand am Slalomstart. Er war ein grosser, imposanter Mann mit riesigen ‹Moonboots› und redete auf mich ein: Ich bin bei dir. Du kannst gewinnen. Ich ant-

wortete ihm: Warten wir bis zur Kante, wo es steil wird. Dann bist du bald nicht mehr bei mir . . .». Womit die Zusammenarbeit bereits wieder beendet war. Giovanoli gehörte von Natur aus zu jener Gattung Rennfahrern, denen man zuweilen etwas martialisch Killerinstinkt attestiert. «Mein damaliger Zimmerkollege Jakob Tischhauser sagte mal zu mir: Du bist wirklich ein netter Kerl, aber vor dem Rennen bist du ein ‹Sauchaib›. Ich war ein ‹Böser›, nicht gegen aussen, aber ich wollte gewinnen.» Auch materialmässig reizte Giovanoli alles aus: «In Grenoble fuhr ich im Slalom mit Rossignol, im Riesenslalom und in der Abfahrt mit Head. Wir hatten damals noch keine Verträge – ausser mit Lange-Skischuhen. Ich konnte wählen zwischen einer Pauschalsumme für den ganzen Winter oder für Prämien. Ich setzte auf Risiko und bekam dann für die ersten drei Ränge abgestuft 1000 bis 3000 Franken.» Engagiert auch nach Rücktritt Das grosse Geld gab es im Skisport noch nicht zu verdienen. Das effektive Berufsleben begann erst danach. «Nach meinem Rücktritt hiess es sofort: Du musst die Skischule übernehmen, du musst den Kurverein übernehmen, du musst den Skiclub leiten, dies und jenes. Wir haben uns dann fürs ‹Privata› entschieden, das Halbpension anbot, aber ohne Restaurationsbetrieb. Das war mit allen andern Ämtern organisatorisch zu bewältigen. So engagierte er sich noch im Gemeindevorstand, 37 Jahre im OK des Engadiner Skimarathons, und am Abend nach dem Service oder dem Küchendienst musste er jeweils noch an irgendeine Sitzung – ein (über)volles Programm. Giovanoli: «Wahrscheinlich habe ich das gebraucht.» Nur für eine fixe Funktion an den Skirennen in St. Moritz reicht es beim besten Willen nicht mehr. Dafür meldete er sich als Voluntari (Freiwilliger): «Einmal teilten sie mich ins Rutschkommando ein, einmal ins Sprayerteam, das die blauen Linien zog.» Auch an der WM im Februar ist er im Hintergrund als einer von 1300 Voluntari irgendwo dabei. Dafür ist einer aus der Familie an vorderster Front tätig: sein Schwiegersohn Dani Schaltegger ist Medienchef. Giovanoli wirkt fast wie in seinen besten Tagen, sportlich, aufgestellt, schlagfertig – und fit wie ein Turnschuh. «Ich würde eher sagen: Wie ein ‹ausgelatschter› Turnschuh . . .», lacht er: «Vor anderthalb Jahren bekam ich ein neues Knie. Und im letzten Oktober musste ich die Hüfte operieren. Ich merke, dass bei der Muskulatur die Koordination nicht mehr optimal ist. Aber sonst fühle ich mich fit. Es geht mir gut.» Giovanoli ist immer noch ein perfekter Botschafter des Engadins. RICHARD HE GGLIN DEZEMBER 2016

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Was wachsen will, muss gesät werden

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Henrik Kristoffersen (NOR)

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ein, die musst du nicht hier schon anziehen, erst auf dem Schnee!», sage ich zur 4. Klässlerin, die sich die Skier bereits im Sportgeschäft anschnallen wollte. Auf meine sorgenvolle Frage hin, ob es schmerze, meinte der 5. Klässler nach einem «Ohh» beim Schliessen der ersten und einem noch längeren «Wuahhh» beim Schliessen der zweiten Skischuhschnalle strahlend: «Nein, es ist so geil!» Zwei kleine Episoden von den Swisscom SnowDays, die zeigen, dass es für viele Kinder nicht selbstverständlich ist, wo man die Skis anschnallt, und dass schon Skischuhe anziehen allein ein Erlebnis sein kann. Übrigens, die Namen der Kinder konnte ich mir nicht merken, sie klangen zu fremdländisch. Viele dieser Kids waren das erste Mal in den Bergen, in einer Gondel, im «richtigen» Schnee. Wenn diese Kinder nach ersten Stürzen, zaghaften Bögen und ungewollten Abfahrten mit Hosenbodenbremse lernen, ihre ersten Kurven zu fahren, den Bügellift zu schaffen ohne hinzufallen und nach der Abfahrt am richtigen Ort zu bremsen, ist das für sie nichts anderes als ein prägendes, emotionales Erlebnis. Etwas Neues zu lernen ist extrem motivierend. Ob diese Erlebnisse auch nachhaltig sind, wird sich erst weisen. Uns allen ist bewusst, dass nur schon der nächste Schritt zum Besuch einer Schneesportschule, zur Teilnahme in einem Skilager oder gar zum Übertritt in einen Skiclub zwar wünschenswert, aber noch weit ist. Doch wie heisst es so schön, was wachsen will, muss gesät werden. «FTEM» steht als Kürzel für die Sportentwicklung in der Schweiz, das uns wohl in nächster Zeit vermehrt begegnen wird. Es steht für eine sehr anschauliche, grafische Abbildung des Athletenweges vom Kind, welches das erste Mal Schneekontakt hat bis zum Olympiasieger. Sinnvoll wird der Weg vom Kennenlernen der Sportart über die Förderung im Skiclub mit den ersten Rennen bis hin zur Nachwuchs- und Leistungssportförderung aufgezeigt. Aber Achtung: Auch der Breitensportler will sich in dieser Abbildung wiederfinden. Die 16-Jährige, die den Sprung ins Kader nicht mehr schafft, soll weiter-

Gary Furrer Direktor Breitensport

ÜBER 60 000 KINDER, JUGENDLICHE UND ERWACHSENE NAHMEN AN UNSEREN BREITENSPORT-ANLÄSSEN TEIL – GROSSARTIG!

hin Perspektiven in unserem Sportsystem haben. Der durchschnittlich begabte, aber nicht minder leidenschaftliche Hobbylangläufer soll seine Möglichkeiten im Sportsystem Schweiz ebenso erkennen wie der Skitourenfahrer. Swiss-Ski hat mit dem neu eingeführten Swiss Regio Cup im alpinen Bereich und der Kommunikation der bestehenden Trainingsmöglichkeiten für Fahrer nach dem JO-Alter, die weiterhin hobbymässig Rennen bestreiten möchten, einen ersten Schritt getan. Weitere Breitensport-Aktivitäten auf allen Stufen und Disziplinen sind erwünscht. Über 60 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nahmen an unseren Breitensport-Anlässen teil – grossartig! Dürften wir bei diesen Events nicht von der engagierten Zusammenarbeit mit der Schneesportinitiative (gosnow.ch) und den Dienstleistungen ihrer Partner, den Seilbahnunternehmungen, den Schneesportschulen, dem Sportfachhandel und schliesslich dem Support unserer Sponsoren profitieren, gäbe es diese Schneesportaktivitäten und Schulprojekte nicht. Und würde schliesslich das Engagement und der riesige Aufwand unserer Skiclubs nicht wirken, fehlte die für uns entscheidende Schnittstelle zum Wettkampfsport. Gemeinsame Power kann Grosses bewirken! Der Wintersportler wird im Sommer gemacht. Mit der Summer Trophy haben wir diesbezüglich einen eigentlichen Ideenspender. Was die Kinder an diesen tollen Anlässen an Vielfältigkeit erleben, ist beispielhaft. Viele davon können direkt als Input ins Skiclub-Training übernommen werden. Zusammen mit unserer Ausbildungs- und Leistungssportabteilung soll der Trophy in Zukunft noch mehr Bedeutung zukommen. Zum Thema «vielfältig»: Dario Cologna spielte bis 15 Jahre auch noch wettkampfmässig Fussball, Andreas Küttel war beim Vorgänger des Grand-Prix Migros mal auf dem Podest, Evelyne Leu nahm am Juskila teil – alle wurden sie später trotzdem Weltmeister oder Olympiasieger in andern Disziplinen . . . und alle strahlten wohl ebenfalls, als sie die Schnallen ihrer ersten, richtigen Skischuhe schlossen.

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Menschen // Nostalski // Sylvain Freiholz

Menschen // Nostalski // Sylvain Freiholz

Nahtloser Übergang Nähte spielten bei Sylvain Freiholz in der aktiven Karriere als Skispringer bei den Sprunganzügen eine nicht unwesentliche Rolle. Nahtlos war dagegen der Übergang des bald 42-jährigen Waadtländers von der Rolle des Athleten zu der des Trainers. nde Saison 2002/03 hängte Sylvain Freiholz die langen Sprunglatten an den berühmten Nagel. Seiner Sportart blieb der WMDritte von 1997 in Trondheim aber treu. «Als ich als Wettkämpfer aufgehört habe, fing ich im Vallée de Joux als Trainer an», sagt Freiholz, der mit sechs Springern trainiert. Einer der ersten, der im gleichnamigen Skiclub des Hochtales unter seine Fittiche kam, war Killian Peier (21), der diesen Herbst in Kandersteg seinen ersten Schweizer Meistertitel herausgesprungen hat. «Es ist unglaublich, er hat jetzt schon drei SM-Medaillen», ist Freiholz nicht ohne Stolz über einen seiner ersten Schützlinge in der Saison 2003/04. «Für mich war es auch ein unglaublich gutes Gefühl, als ich ihn

2013 an den Weltmeisterschaften im Val di Fiemme, wo ich als Co-Kommentator von Télévision Suisse Romande im Einsatz stand, über die Schanze springen sah.» Frühere Kollegen treffen «Schuld», dass Sylvain Freiholz als Co-Kommentator eingestiegen ist, ist seine Frau Valérie. «Meine Frau hat mich gezwungen ja zu sagen zu diesem Job», erzählt er mit einem Schmunzeln. Und er ist Valérie, der Tochter des Käsers von Le Brassus – er produziert laut Freiholz den besten Vacherin Mont d’Or der Welt – dankbar, dass sie Druck gemacht hat. «So ein Job ist nach der Karriere eine der wenigen Möglichkeiten mit der Springerwelt noch

in Verbindung zu bleiben», sagt Freiholz, der 1990 als 16-Jähriger in diese Welt eingetaucht war und ihr während 13 Jahre die Treue hielt. «Ich treffe so frühere Kollegen an den Weltcups, bei der WM und Olympischen Spielen», so Freiholz. «Von den anderen, die nicht so etwas machen, treffe ich fast keine mehr. Stefan Zünd habe ich beispielsweise nie mehr gesehen.» Sohn ist ein guter Skispringer Der Vater von Tochter Lilou (13) und Sohn Néon (11) hat neben seiner Tätigkeit als CoKommentator und Clubtrainer noch andere Möglichkeiten, frühere Team- und Sportkollegen zu treffen. Sein Sohn ist ein guter regionaler Skispringer und ist der harten Trainerhand seines Vaters bereits entflohen. «Er trainiert jetzt in der Region West bei Arnaud Bousset schon mit den Grossen. Das ist besser so, denn so kann er sich auch neben der Schanze besser entfalten», sagt Freiholz, der bei den Wettkämpfen seines Sohnes unter anderen auf seinen früheren Teamkameraden Martin Trunz oder Hippolyt Kempf, den Olympiasieger in der Nordischen Kombination, trifft. Deren Söhne haben sich ebenfalls dem Skispringen verschrieben. Herzlichkeit Wenn man mit Sylvain Freiholz spricht, erfährt man die Herzlichkeit und die Begeisterungsfähigkeit des Romands aber wie früher oft auch die kritische Haltung gegenüber gewissen Dingen im Skispringen. So kommt der gelernte Mikromechaniker und Uhrmacher, der im Vallée de Joux bei seinem früheren Sponsor

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Audemars Piquet für eine Produktionsabteilung verantwortlich zeichnet, beim Thema Schanzen in der Schweiz ziemlich in Fahrt. «Die grosse Schanze in Kandersteg ist mit der Eisspur sehr gut, aber die mittlere hat immer noch ein ähnliches Profil wie früher. Die Anlage ist sehr gut, könnte aber noch besser sein», sagt Freiholz.

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Zu wenig kleine Schanzen Bei der Anzahl kleiner Schanzen in der Schweiz ist er gleicher Meinung wie sein früherer Trainer, der heutige Swiss-Ski-Skisprungchef Berni Schödler. «Von denen haben wir zu wenig.» Mit seinen Jungs trainiert Freiholz im grenznahen Les Rousses in Frankreich. «Auch dort ist im Moment nur noch die 45-m-Schanze brauchbar, die grosse geht nicht mehr.» Frei-

holz hat aber die Hoffnung, dass dank den Youth Olympic Games 2020 in Lausanne, für welche die Anlage in Les Rousses für die Sprungwettbewerbe vorgesehen ist, mit den Schanzen etwas geht. «Weil es bei uns schwierig ist, fahren wir halt fünf Stunden nach Österreich, nach Tschagguns, oder in den Schwarzwald, nach Hinterzarten, zum Trainieren», fährt der engagierte Nachwuchstrainer fort. Ihm missfällt auch, dass man in Engelberg nur eine Weltcup- und keine Nachwuchsschanze hat. Und gar nicht gut findet er, dass es in St. Moritz keine Sprungschanzen mehr gibt. Magische Momente Wenn Sylvain Freiholz, der heute im Sommer leidenschaftlich Rennvelo fährt und im Winter mit seinen Kindern dem Langlauf frönt, auf

seine Karriere zurückblickt, erwähnt er neben der WM-Bronzemedaille und dem zweiten Rang hinter Janne Ahonen beim Weltcup 1993 in Engelberg allgemein das Reisen, das Entdecken zahlreicher Länder, die Sonnenaufgänge im Norden und die Wälder in Kanada als bleibende positive Erinnerungen. Ganz besonders angetan hatten es ihm die Reisen nach Japan, wo das Schweizer Team in Sapporo es sich jeweils nicht nehmen liess in kleinen, alten japanischen Familienrestaurants zum Nachtessen zu gehen. «Magische Momente» hatte Sylvain Freiholz an den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City, wo Simon Ammann mit dem unerwarteten Doppel-Olympiasieg brillierte, erlebt. «Den Drive, den wir da in der Mannschaft hatten, ist für mich unvergesslich.» K U RT HE N AU E R DEZEMBER 2016

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Advertorial // knecht reisen

Zwischen Banff und Jasper liegt Kanadas Ski-Paradies

Bizarre Gipfel, gigantische Gletscher, schier unendliche, tief verschneite Wälder mit zugefrorenen Seen und Flüssen – in den Nationalparks von Banff und Jasper sieht Kanada aus wie ein Postkarten-Idyll. Fährt man den Transcanada Highway und danach den berühmten Icefields Parkway von Skigebiet zu Skigebiet, hat man den Eindruck durch eine Filmkulisse zu rollen. Fast schon zu perfekt wirken die Berglandschaften in den Rockies. Aber zwischen Banff und Jasper ist alles echt, auch die Adler am Himmel und die Elche, Hirsche, Rehe und Dickhornschafe am Wegesrand. Und Albertas Ski-Kleeblatt mit den vier Top-Skigebieten Mt. Norquay, Sunshine Village, Lake Louise und Marmot Basin lässt für Wintersportler keine Wünsche offen.

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Lake Louise: Weltcup-Pisten und Back Bowls Lake Louise ist zweifellos Albertas berühmtestes Skigebiet. Und das nicht nur wegen der Ski-Weltcuprennen, die Ende November dort ausgetragen werden. Lake Louise ist herausfordernd, abwechslungsreich und typisch kana-

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Sunshine Village: Von easy bis extrem Sunshine Village ist Albertas schneesicherstes Skigebiet. Bis hinauf auf 2730 Meter führen die Lifte in dem Resort, das jährlich von bis zu neun Metern der weissen Pracht beglückt wird. Sunshine Village liegt nur gut 20 Autominuten von Banff entfernt. ShuttleBusse verbinden Banff mit der

Talstation, von der eine Gondel zur Mittelstation und weiter hinauf in das Sunshine Village führt. Das Village verfügt über ein Ski-in-Ski-OutHotel und einige Restaurants und Bars. 115 Pisten und 13,6 Quadratkilometer befahrbare Fläche mit Geländeabfahrten für Einsteiger bis hin zu den Profis bieten in Sunshine Village enorm viel Abwechslung. Nahezu an jedem Lift gibt es mittelschwere und schwarze Pisten sowie zahlreiche unpräparierte Geländeabfahrten. Eine sticht daraus besonders hervor: der berühmt-berüchtigte Delirium Dive. Die ultimative Mutprobe für Könner zählen viele zu den Top-Ten-FreerideAbfahren der Welt. Mt. Norquay: Klein aber fein Nur ein paar Autominuten ist der Mount Norquay von der Banff Avenue entfernt. Damit ist das schon 1927 erschlossene Skigebiet fast so etwas wie Banffs Hausberg. Mount Norquay ist für Kanadier ein historischer Platz, schliesslich ist es das älteste Skiresort in den kanadischen Rockies. Schon 1929 wurden dort Skirennen ausgetragen.

Das Skigebiet ist mit 74 Abfahrten klein aber fein. Unter dem North American-Sessellift tummeln sich die Könner und Freerider in den unpräparierten Geländeabfahrten. Von den beiden Sesselliften «Spirit» und «Mystic» aus geht es ins mittelschwere Areal. Für Boarder gibt es einen komplett beleuchteten Funpark. Marmot Basin: Hoch hinaus Auf 1698 Metern hat Marmot Basin die höchste Talstation Kanadas. Damit ist Jaspers Skigebiet besonders schneesicher. Marmot liegt rund 15 Autominuten von Jasper entfernt, mitten in der traumhaften Natur des Jasper Nationalparks und fernab von Menschenmassen und Liftschlangen. Oft sind die Pisten fast menschenleer und das variable Off-Piste-Terrain mit Waldabfahrten, steilen Rinnen und offenen Kesseln geradezu verwaist. Marmot gehört mit 86 Abfahrten für alle Könnens-Stufen zu den grösseren Skigebieten Kanadas. Unter den sieben Liften ist der Canadian Rockies Express, der längste Lift in den kanadischen Rockies. BEN MIL ES

Wir bringen Sie nach Alberta. Powder dreams by knecht reisen, die erste Adresse für Schneesportreisen sowie Heliskiing weltweit. FOTOS: ZVG.

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disch. Aus Banff sind es rund 45 Minuten bis zu der riesigen Blockhütte, die als Talstation fungiert. Vom Gipfel des Skiresorts blickt man auf fast unendliche Wälder, Flüsse und Berggipfel. Der berühmte See unterhalb des Victoria-Gletschers liegt gleich vis-à-vis. Die Frontside des Berges bietet breite Carving und SpeedPisten, die Backside des 2672 Meter hohen Mount Whitehorn ist ein Eldorado für Freerider. Klasse Waldabfahrten warten unter dem PtarmiganSessellift. Imposant ist auch der Gegenhang mit dem Larch Lift, wo sich der Rock Garden befindet. Diese aussergewöhnliche Geländeabfahrt ist mit riesigen Felsbrocken gespickt, die vor Urzeiten bei einem Bergsturz ins Tal rollten.

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SKI-24 ZUM FÜNFTEN IN LES MOSSES Auf gutem Weg, ein Klassiker zu werden, wird das Abenteuer Ski-24 zum fünften Mal ausgetragen. Der Event ist für den 1. und 2. April 2017 vorgesehen, ein Datum, das sich Langläuferinnen und Langläufer dick in ihrer Agenda markieren sollten. DEZEMBER 2016

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sollte im Herzen der charmanten Waadtländer-Langlaufregion stattfinden. Sie kamen, sahen . . . Laut dem OK-Präsidenten und Mitbegründer Frédéric Grandjean war das Vorhaben ab der ersten Austragung erfolgreich. Es wurde zu einem Anlass, der den Teilnehmenden jeweils noch lange in guter Erinnerung bleibt und Lust macht, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein. Dem Leiterteam ist es gelungen, die Läuferinnen und Läufer immer wieder zum Mitmachen zu motivieren und so den Event zum unumgänglichen Treffpunkt der Langlaufszene Ende Saison zu machen. Beweis dafür ist die Jahr für Jahr ständig wachsende Teilnehmerzahl. Frédéric Grandjean ist ein extrovertierter Mann, viel auf Reisen, auch im Ausland, der seine Leidenschaft fürs Langlaufen gerne teilt. Als erfolgreicher Rennläufer, dem Taten wichtiger als Worte sind, ist er regelmässiger Teilnehmer an den Worldloppet-Rennen. Der Gesellschafter beim «Glisse Club Romont» kann auf beachtliche Erfolge mit Podestplätzen zurückschauen. Das erklärt einiges. Doch was ihn am meisten antreibt, ist das unbändige Verlangen, seine Leidenschaft zu teilen.

Reine Teamarbeit Frédéric Grandjean ist begeistert über den tollen Teamgeist, der seit der ersten Austragung von Ski-24 im Jahr 2013 herrscht und auf das Geleistete. Der Erfolg des Events beruht aber auch auf der besonderen Mischung aus Sport und Spass in festlicher Atmosphäre. Die Ski24-Organisation, die aus zwölf Mitgliedern besteht, bietet jedes Jahr wieder etwas Neues, um immer das Beste aus dem Event zu holen und den Teilnehmern und Zuschauern einen unvergesslichen Moment zu bescheren. Der Anlass ist in der Tat etwas Besonderes: er dauert 24 Stunden ohne Unterbruch. So geniessen die Teilnehmer das Gleiten nicht nur bei Tageslicht, sondern auch in der Nacht. Und es spielt keine Rolle, welche Technik bevorzugt wird. Ob Skating oder traditionelle Technik, die Teilnehmenden finden in Les Mosses perfekt präparierte Loipen für ihre Vorliebe.

Die Läuferin aus Les Diablerets, einst Mitglied der Nationalmannschaft, hat sportlich vieles erreicht und manche Ehrung erlebt, ehe sie aus dem Spitzensport zurücktrat. In Sachen Koordination ist Lena Pichard, ebenfalls Gründungsmitglied und Leiterin Sponsoring, auch jetzt eine unermüdliche Kämpferin. Es heisst auch, ihr Charisma öffne manche Tür! Aber sie ist als Frau nicht alleine. Da sind noch Rebecca, Andrea, Marlyse und Clémentine, die sich alle durch Effizienz und Charme auszeichnen und in ihrem Arbeitsgebiet unschlagbar sind. Ideenreichtum ist gefragt Hat sich der Erfolg einmal etabliert, ist die Kreativität gefordert. So kamen die Organisatoren auf die Idee, auch die Jugend mit einem Mini-Ski-24 herauszufordern. Die Kids profitieren dabei von einem dynamischen Programm. In Teams von drei, vier oder fünf Teilnehmern, Knaben und Mädchen gemischt, wie bei den Erwachsenen, können sie sich sportlich austoben und dabei viel Spass haben. Vielleicht, so Grandjean, sind die einen oder anderen mit dabei, die es später bis in die Nationalkader schaffen könnten, wo, nebenbei gesagt, noch Plätze zu haben sind! Aber neben

Aktive Frauen «In diesem durchaus positiven Kontext ist die äussert wertvolle Mithilfe von Lena Pichard nicht wegzudenken», lobt Frédéric Grandjean. Seit dieser unglaublichen Erfahrung in Finnland hat sie wettkampfmässig erheblich zugelegt und beachtliche Erfolge feiern können.

Wettkampfeifer kommt der festliche Aspekt des Events bei weitem nicht zu kurz. Zahlreiche freiwillige Helfer legen gerne Hand an, wo man sie braucht. Ein zu schlagender Rekord und Preisgelder Wer Wettkampf sagt, meint auch Rekord. Für den Ski-24 sind das 524 Kilometer in 24 Stunden, erreicht im März 2016. Aufgestellt wurde dieser Rekord vom Team Gel Interim Rossignol. Ein Team aus Athleten, die lange Distanzen bevorzugen. Es sind die Mitglieder der ersten professionellen französischen Mannschaft, welche von Rossignol und Gel Groupe ins Leben gerufen wurde. Letztere bietet übrigens seit 2010 neue Wege auf dem Gebiet Human Ressources an. Im Team mit dabei sind auch die Schweizer Toni Livers und Candide Pralong sowie neu Seraina Boner, die für die Saison 2017 dazukommt. Nächsten März werden sie bestimmt Gas geben und sehen, ob der Rekord gehalten werden kann. Auf diesem Niveau wird Ski-24 auch zu einem Kampf der Titanen. Und nicht zu vergessen der recht attraktive finanzielle Aspekt, da sich die erreichte Kilometerzahl in Franken umwandelt. Und sollte der Rekord trotz der Angriffe anderer Teams in der nächsten Ausgabe halten, wird

diese Summe zur Prämie für die Ausgabe 2018 hinzugezählt. Ein Wink an die Deutschschweiz Obwohl sich der Erfolg für Ski-24 bereits etabliert hat, und die ganze nordische Szene in Les Mosses am gleichen Strick zieht, würde sich Grandjean eine noch grössere Teilnehmerzahl wünschen. Und da schielt er in Richtung Deutschschweiz. Denn an Attraktivität lässt dieser Event nichts zu wünschen übrig. Zum einen können sich die Teilnehmer an das Gleiten unter Flutlicht gewöhnen und zum anderen hat es die Topographie der Strecke in sich, mit zahlreichen Abfahrten und ebenso vielen selektiven Steigungen. Ein Terrain, das bei der vierten Austragung beispielsweise der schwedischen Mannschaft offensichtlich zusagte. FRAN Z Ö SISCHE O RIGIN ALV E RSIO N V O N ALDO -H. RU ST ICHE LLI, Ü B E RSE T Z U N G T HIE RRY W IT T W E R

Mehr Informationen zum Event auf: www.ski-24.ch

FOTOS: ZVG.

m mitzumachen genügt eine Anmeldung, und anschliessend heisst es, in Les Mosses – wo auch die vier vorhergehenden Austragungen stattgefunden haben – auf den schmalen Latten zu gleiten. In dieser Langlauf-Hochburg werden jeweils 24 Stunden lang, bei Tag und bei Nacht, Kilometer um Kilometer kumuliert. Das Ganze in einer ausgelassenen Atmosphäre, welche die aufkommende Müdigkeit bei den Teilnehmenden vergessen lässt. Mit 476 Teilnehmenden Ende März 2013, zählten die Organisatoren im März 2016 bereits 656 Läuferinnen und Läufer. 2415 Teilnehmer haben seit der ersten Ski-24-Staffel im März 2013 teilgenommen, Männer, Frauen und Kinder – bunt gemischt. Werfen wir einen Blick zurück: Nach ihrer Rückkehr aus dem finnischen Lappland im Herbst 2011, wo ein paar begeisterte Westschweizer Langläufer bei einem 24 StundenRennen der Kälte getrotzt hatten, beschlossen sie, ihre Leidenschaft weiterzugeben. Sie gründeten ein Komitee mit der Absicht, die Ski-24 in Les Mosses auf die Beine zu stellen. Die Grundidee war, der Langlauf-Fangemeinde gegen Ende Saison einen geselligen Sportanlass der besonderen Art anzubieten. Dieser

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Aktiv // Blick auf den Schneesportclub Madrisa

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Jubiläum

eines Pioniers auf der Nachwuchsbühne

Die 30. Austragung des internationalen Kinderskirennens und die Premiere des Kinderskicross stehen beim Schneesportclub Madrisa im Zentrum des Winters 2016/17. Der vor rund 80 Jahren gegründete Verein aus Klosters ist aber auch auf der Weltbühne vertreten.

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er Grundstein für den Schneesport Club (SC) Madrisa wurde 1933 an einer Vorstandssitzung des Kurvereins Klosters-Dorf gelegt. Der Vorschlag einer anwesenden Person, einen Skiclub ins Leben zu rufen, weckte grosses Interesse. Im Spätherbst folgte dann bereits die Gründung. Der Verein startete mit 14 Mitgliedern – wovon zwei Frauen –, gegenwärtig umfasst er 405 Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Im ersten Winter seines Bestehens führte der nach dem Klosterser Hausberg benannte Club bereits zwei Rennen durch. Auf ein drittes, das Kinder-Skifest, musste er verzichten. Der Grund: Der Schulrat lehnte den Abschluss einer Versicherung ab, der Club selber konnte sie sich wegen fehlenden Geldes nicht leisten. Das erste Kinderrennen fand schliesslich 1935 statt. Tageskarte zum Preis wie vor 30 Jahren In Bezug auf den Nachwuchssport nahm der 1955 dem Bündner Skiverband und zugleich dem Schweizerischen Skiverband beigetretene Verein eine Pionierrolle ein. Als erster Club Graubündens organisierte er Ende der Achtzigerjahre des letzten Jahrhunderts ein internationales Kinderskirennen. Die Absicht war

die gleiche wie sie es drei Jahrzehnte später noch ist: Den Kindern die Freude am Skisport vermitteln. Mit einer rein sportlichen Plattform begnügen sich die Veranstalter, im Vergleich zu den ersten Austragungen, aber nicht mehr; sie wollen den Kindern vor und nach ihrem Renneinsatz auf der Madrisa Spiel und Spass im Schnee bieten. Deshalb stehen am 4. und 5. Februar 2017 anlässlich des 30-JahreJubiläums des Kinderskirennens ein Funpark und viele Attraktionen im Eventdörfli für die Mädchen und Knaben sowie ihre Familien bereit. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Parallelslalom-Kurs, ein Pneu-Rutschparcours, eine Wellen-Mulden-Bahn und eine Speedstrecke. Einen würdigen Rahmen verleihen die Veranstalter dem Jubiläum auch insofern, als sie – neben zahlreichen weiteren attraktiven Preisen – unter den rund 400 erwarteten Kindern 30 zweitägige Aufenthalte (inklusive Übernachtung in einer Baumhütte) im MadrisaLand verlosen. Überdies bezahlen teilnehmende Mädchen und Buben sowie deren Eltern für die Tageskarte den gleichen Preis wie vor 30 Jahren – Erwachsene also gerade einmal 20, Kinder 15 Franken.

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1 Achtung, fertig, los! 2 Der frühere Weltcupfahrer Andrea Zinsli amtiert als OK-Präsident. 3 Mit grossem Einsatz kämpft der Nachwuchs um die Platzierungen. 4 Die Siegerehrung als grosser Moment für die Besten.

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5 Bei der Kessihütte lässt es sich gemütlich verweilen. 6 Rennen inmitten einer prächtigen Kulisse. 7 Nervenkitzel in luftiger Höhe. 8 Der Ex-Europacupfahrer Christoph Boner (links) und der Top-Skicrosser Armin Niederer gemeinsam im Schnee.

Als OK-Chef des Kinderskifestes amtiert der Churer Andrea Zinsli, ehemaliger Weltcupfahrer und WM-Vierter von 1996 im Slalom. Im SC Madrisa übt er aktuell die Funktion des Rennleiters aus. Mit Christoph Boner wirkt im Organisationsteam zudem ein früherer Europacup-Fahrer. Dieser bestritt bevorzugt Abfahrten, war nach seiner Karriere bei SwissSki unter anderem als Konditionstrainer im Weltcup-Team der Frauen und kümmert sich gegenwärtig als Trainer um den talentierten Skinachwuchs der Stiftung Sport-Gymnasium Davos.

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Gleichaltriger Weltcup-Fahrer aus den eigenen Reihen Er gehört Anfang Februar zwar nicht der Veranstaltungscrew an, im SC Madrisa wurde aber auch Armin Niederer gross. Der Zufall will es, dass er dreieinhalb Wochen nach dem 30-Jahre-Jubiläum des Kinderskirennens – an dem er sich wie auch Christoph Boner und Curdin Fasser, ebenfalls ein ehemaliger EuropacupFahrer des SC Madrisa, selber im Kindesalter beteiligte – seinen 30. Geburtstag feiern darf. Speziell dürfte den Nationalmannschafts-Angehörigen in der Sparte Skicross freuen, dass in diesem Winter auf Madrisa ein permanenter Skicross-Parcours für Gross und Klein eröffnet wird und sein Verein am zweiten Tag des Jubiläums-Skifestes erstmals einen Kinderskicross austrägt – und dabei seine potenziellen Nachfolger ermittelt. Damit der SC Madrisa auch in Zukunft sporadisch in einer Kaderliste von Swiss-Ski auftaucht, unternehmen die Zuständigen alle möglichen Anstrengungen. Gegenwärtig umfasst die 1962 gegründete JO-Abteilung rund 50 Kinder, welche sich in die Gruppen Schnuppern, Ski alpin allgemein, Freestyle, Renngruppe und Snowboard allgemein aufteilen. Die

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Advertorial // Elan

Aktiv // Blick auf den Schneesportclub Madrisa

Renngruppe mit der Bezeichnung «Snowracer Madrisa» ist für die Ambitionierten gedacht. Sie trainieren nicht nur die Disziplinen Riesenslalom und Slalom, sondern absolvieren wöchentlich auch ein Konditionstraining, um gesund und fit durch den Rennwinter zu kommen. Aktiv auch neben den Pisten Beim SC Madrisa, der jährlich ebenfalls ein Clubrennen veranstaltet, läuft aber auch abseits der Trainings- und Rennpisten einiges. So treffen sich Clubmitglieder und weitere Interessierte während der Saison jeden ersten Samstag im Monat in einem Bergrestaurant zum «Madrisastamm». Erst gibt es jeweils Kaffee und Gipfeli, anschliessend gehts gemeinsam auf die Skipiste. Die Saison lassen die Clubangehörigen stets mit Frühlingsskifahren ausserhalb Graubündens – von den Dolomiten bis nach Lech – ausklingen. Zu den jährlichen Wintersportaktivitäten zählt ebenfalls das berühmt-berüchtigte «Göggelrenna». Im Sommerhalbjahr engagieren sich die «Madriser» als

WIR INTERESSIEREN UNS FÜR EURE GESCHICHTE(N)! Feiert euer Skiclub ein Jubiläum? Hat euer Clubhaus eine eigene Geschichte? Habt ihr spezielle Mitglieder oder sogar einen Skistar in euren Reihen? Führt ihr seit Jahren Kinderskirennen durch oder habt ihr ein eigenes Maskottchen? Eure Spezialthemen oder Clubgeschichten interessieren uns! Sendet uns eure «Bewerbung» und teilt uns mit, was euren Club auszeichnet. Mails an: regula.lazzaretti@swiss-ski.ch

Angehörige des SC Madrisa beim Frühlingsskifahren.

Helfer an einem Open Air in Klosters und bei «der Berg ruft», dem musikalischen SommerHighlight auf Madrisa. Für den Nachwuchs bildet ausserhalb der Wintersaison zweifelsfrei das Sommerlager einen Höhepunkt. Vor zwei Jahren wanderten die JO-Leiter mit ihren Schützlingen beispielsweise von Berghütte zu Berghütte, zuletzt betätigten sie sich in Magglingen polysportiv. Auf dem Programm standen unter anderem Leichtathletik, Klettern und Orientierungslaufen. Vom Mieter zum Besitzer Dem kollegialen Clubleben dient seit 1947 die auf rund 2400 Metern gelegene Kessihütte. Zum ersten Mal mietete sie der SC Madrisa 1947 – womit in diesem Winter auch ein Jubiläum fern der Rennpiste gefeiert werden kann.

Nur: Inzwischen nennt der SC Madrisa die während des Zweiten Weltkrieges vom Militär erbaute Kessihütte als sein Eigentum. Anfang der Neunzigerjahre erwarb er sie käuflich von der Schweizerischen Eidgenossenschaft und sanierte sie danach umfassend – komplett in Eigenregie und auf eigene Kosten. Gleichzeitig wurde, nachdem das Wasser bis dahin mühselig von einem See heraufgetragen werden musste, eine Wasserleitung realisiert – der «Luxus» in der Kessihütte zog ein. Durch die spätere Installation einer Photovoltaik-Anlage kann nun auch die Sonnenergie genutzt werden. Der SC Madrisa ist natürlich froh, wenn für ihn die Sonne nicht nur für den Strom auf der Kessihütte, sondern auch am kommenden Kinderski-Jubiläumsfest scheint.

Wer möchte nicht gerne Ski testen im Powder von Kanada?

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Schneegestöber vom Feinsten, Skifahren im unberührten Powder und am Abend dann auf einer Terasse vor der Lodge die Füsse baumeln lassen und die traumhafte Aussicht in die verschneite, romantische Bergwelt geniessen. Das ist der ultimative Wintertraum...

In unserer schönen Schweiz gibt es einige solcher traumhaften Winterorte. Dennoch träumt manch einer von der Chance einmal im Leben nach Kanada zu reisen und mit dem Heli die etwas anderen Schneeverhältnisse auszukosten. Terrace, British Columbia ist einer dieser spektakulären Gebiete – ein Königreich auf 1500 km2 unberührten Hängen mit tiefem Neuschnee. Mittendrin der absolute Geheimtipp, die White Wilderness Heli Skiing Lodge. Direkt vor der Haustür der heimeligen Lodge mit exquisiter Küche liegt der hauseigene Heliport. Einmalig ist auch das Angebot: pro Vierergruppe fliegt der Heli so lange, wie man fahren möchte ganz

ohne Höhenmeter-Begrenzung. Klingt nach einem Traum, oder? Das hat sich wohl auch ELAN gedacht und hat die Chance ergriffen. Die innovative Skimarke hat sich im White Wilderness Heli Skiing Lodge das Testcenter für ihre neusten Skis und Snowboards eingerichtet und ist als offizieller EquipmentSupplier vor Ort. So laden bereits heute die ELAN Modelle der Zukunft, also vom nächsten Winter 2017/18, zum Testen ein. Auch die neuste Linie Ripstick von ELAN bekam auf den kanadischen Hängen von den Testfahrern ihren letzten Feinschliff. Ripstick, die Off-Pist-Serie von ELAN vereint die neuste Technologie sowie die leichtesten Materialien. Die Ripstick-Skis

sind mit der innovativen Amphibio-Bauweise von ELAN ausgerüstet und bieten somit Kantengriff ohne an spielerischer Wendigkeit einzubüssen. Ein Freeride-Ski der Extraklasse, egal ob Sie ihren nächsten Ride in der Region der White Wilderness Heli Skiing Lodge oder doch in den verschneiten Hängen der Schweizer Alpen planen!

Mehr über die Innovativen Ripstick Ski auf: www.catrade.ch / www.elanskis.com Skitester werden in Kanada und sich einen Traum erfüllen auf: www.wwheliski.com DEZEMBER 2016

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Aktiv // Stéphane Cattin

Aktiv // Stéphane Cattin

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E R ST R E BT KE I N E KU R ZFR I ST I G E N E R FO LG E A N , S E I N E N GAGE M E N T B EI SW I SS -SK I I ST AU F N ACHHA LT I G KE I T AU S G E R I CHT E T. E I N ZI E L I N N A HE R ZU KU N F T H AT AU C H ER I M

FO KU S : D I E A LPI N E N S KI W E LT M E I ST E R S CHA FT E N I N ST. M O R I TZ . «W I R H AB EN EN TS PR E CHE N D E M A S S N A HM E N G E T R O FFE N . » S N OWACT I VE -AU TO R R I C H AR D H EGGL I N I M G E S PR ÄCH M I T ST É PHA N E CAT T I N , D I R E KTO R A LPI N VO N SW I S S -SK I .

Seit Sie Direktor Alpin sind, läufts im Skiverband rund. Keine Negativstories, ansprechende bis sehr gute Resultate und, wo man sich umhört, eine gute Stimmung – Ihr Verdienst oder Zufall? Ich habe von Anfang an betont: Was ich in den Verband einbringe, kann sich nicht in ein paar Monaten entwickeln. Und so lässt es sich nach so kurzer Zeit auch nicht bewerten. Ich kann nicht viel dafür, dass die Athleten im letzten Winter so gut gefahren sind. Das ist hauptsächlich ihr Verdienst und das ihrer Betreuungsteams. Mein Job ist auf die Zukunft ausgerichtet. Darauf konzentriere ich mich. Der Auftakt in Sölden glückte ebenfalls? Wir sind zufrieden. Neben dem Sieg von Lara Gut freute uns vor allem der Nachwuchs. Die Leistungen zeigen, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Viele Aufgaben kommen noch auf uns zu und wir müssen hart daran arbeiten.

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Beim Amtsantritt betonten Sie, auf WeltcupStufe würden Sie sich nicht einmischen. Da hätten Sie mit Hans Flatscher und Tom Stauffer hochqualifizierte Leute, denen sie voll vertrauen. Wo setzten Sie die Schwerpunkte?

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Stéphane Cattin, Direktor Ski Alpin (M.), im Austausch mit den Cheftrainern Hans Flatscher und Thomas Stauffer.

Im Nachwuchsbereich, vom B-Kader abwärts. Unser Ziel war eine breitere Basis. Das ist inzwischen passiert. Wir haben mehr Athleten in den Kadern. Nicht im Sinne einer Aufstockung, alle haben die Selektionskriterien erfüllt. Die Pyramide hat Form angenommen, in der die Athleten aufsteigen können. Wie ist man bei dieser Verbreiterung der Basis vorgegangen? In der Frauen-Equipe haben wir im C-Kader ein Speed-Projekt aufgebaut, nachdem die Abfahrtsmannschaft bisher auf der Stufe Europacup inexistent war. Bei den Männern haben wir im B-Kader drei verschiedene Gruppen gebildet, neben Technik und Speed dazwischen noch eine sogenannte Kombi-Gruppe (Speed und Riesenslalom, die Red.), aus der man ebenfalls in den Weltcup vorstossen kann, wie das zum Beispiel in Sölden Pierre Bugnard getan hat. Dazu haben wir noch ein zusätzliches Speed-Projekt lanciert für Athleten aus den Regionalverbänden und den nationalen Leistungszentren. Die Besten werden regelmässig zu B-Kader-Trainings eingeladen. Sie bezeichneten den «Athletenweg» als Ihre vorrangige Aufgabe. Können Sie das ausdeutschen? Das ist der langfristige Prozess der Karriereplanung in Etappen, in dem aufgezeigt wird, was ein Athlet erreichen muss, um letztlich Chancen auf Erfolg zu haben. Es ist im Prinzip etwas Ähnliches wie ein Schulplan für ein Kind mit Klassenzielen, Stufe für Stufe. Genau das wollen wir auch im Skisport, vom Club bis in den Weltcup.

Ein Problembereich war der Übergang in den Weltcup, wo viele Talente stecken bleiben, auch solche die an Junioren-Weltmeisterschaften Medaillen geholt hatten. Woran haperte es? Wir hatten Athleten, die – das ist nicht negativ gemeint – noch nicht parat waren für den Weltcup, aber doch schon ein höheres Niveau aufwiesen, um im Europacup-Team zu trainieren. Deshalb sind sie im Weltcup eingesetzt worden. Diese sind nun in eine Art Bewährungsgruppe zurückgestuft worden, in der sie «Gas geben» und kämpfen müssen, um sich wieder für den Weltcup zu qualifizieren. Mittlerweile hat Swiss-Ski 27 regionale Leistungszentren, für die sie zuständig sind. Haben Sie alle schon besucht? Noch nicht alle, aber etwa zwei Drittel. Entweder habe ich die Verantwortlichen auf der Piste getroffen, oder ich war sogar beim Zertifizierungsprozess dabei. Ich bin tagtäglich mit ihnen in Kontakt. Ihr Vorgänger Rudi Huber hatte als Ausländer gewisse Akzeptanzprobleme. Begegnet man ihnen als Schweizer anders? Als Schweizer? Vor allem ist es ein Vorteil, dass ich das gesamte System kenne. Ich war selber Trainer, auch Präsident eines Skiclubs. Das hilft. Mir ist von früher das meiste bekannt, obwohl sich in der Zwischenzeit vieles verändert und weiterentwickelt hat. Das erhöht die Glaubwürdigkeit. Als Schweizer gehe ich natürlich mit Herzblut ran. Ich denke nicht an kurzfristige Erfolge, sondern an Nachhaltigkeit. Was ja meine eigentliche Aufgabe ist. DEZEMBER 2016

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Aktiv // Stéphane Cattin

Aktiv // Stéphane Cattin

Auf NLZ- und RLZ-Stufe sind inzwischen einige ehemalige Weltcup-Trainer tätig wie Jean-Pierre Ansermoz, Fritz Züger oder Ueli Häsler – eine Entwicklung, die Sie sicher begrüssen. Definitiv. Auch Patrice Morisod arbeitet aktiv beim NLZ West mit, und Nachwuchschef Beat Tschuor ist ebenfalls ein ehemaliger WeltcupTrainer. Das ist ein Thema, über das ich mir oft Gedanken gemacht habe. Ideal wären Rotationen. Es ist schade, wenn qualifizierte Trainer, die im Weltcup aufhören, einfach weg sind. Der Nachwuchs könnte von ihren Erfahrungen profitieren. Diese Kultur möchte ich im Rahmen der neuen Personalstrategie fördern. Sind die Erfahrungen, die sie bei ihrer Tätigkeit in der Privatwirtschaft machten, auch im Skiverband anwendbar? Diese Erfahrungen sind vor allem im Personaloder im strategischen Bereich viel wert. In der Privatwirtschaft denkt man komplett anders, die strategische Ausrichtung ist meistens viel klarer. Bei uns hat ein Trainer primär die nächste Saison im Auge, die Siege, die Podeste, an

denen er gemessen wird. Aber es braucht auch einen langfristigen Plan. Den kann ein Trainer, der ein Leben lang im Tagesgeschäft steht, gar nicht richtig entwickeln. Dafür braucht es eine übergeordnete Instanz. In dieser Saison stehen Weltmeisterschaften an, zudem im eigenen Land. Diese kurzfristigen Ziele sind auch für den Verband eminent wichtig. Selbstverständlich. Wir haben auch entsprechende Massnahmen getroffen. So bauten wir in Magglingen in Zusammenarbeit mit dem BASPO ein Leistungszentrum, mit eigenem Raum und eigenen Geräten, exklusiv für uns. Das benützten wir den ganzen Sommer. Wir organisierten auch eine «Kick-off»-Woche in St. Moritz mit verschiedenen Themen, Kondition, Pistenbegehung, Sportpsychologie – alles gezielt auf die WM ausgerichtet. Wie wird versucht, den Heimvorteil auszunützen? Wir konnten Ende der letzten Saison einige Male auf den WM-Pisten trainieren und wer-

WM ist ein anderes Kaliber. Wir sind gefordert, wir müssen Resultate bringen. Wir sind ein Stück weiter als im letzten Jahr, aber Medaillen garantieren können wir nicht. Das erlebten Sie 2003 quasi am eigenen Leib. «Ihr» Fahrer Mike von Grünigen, zweifacher Weltmeister und Mitfavorit, musste sich mit einem 7. Rang begnügen. Das lief ziemlich schief.

den das nochmals, wenn es die Schneeverhältnisse erlauben. Auch logistisch haben wir alles durchgespielt, um optimale Voraussetzungen zu schaffen. Sie sind einer der wenigen, der schon bei der letzten WM 2003 dabei war? (lacht) Ich glaub, ich bin der letzten Mohikaner.

Sie mussten feststellen, dass eine Heim-WM auch ihre Tücken hat. Der Druck wird extrem sein. Das habe ich meiner Crew wiederholt mit Nachdruck gesagt: Unsere Resultate beim Weltcup-Finale waren für die Öffentlichkeit sensationell, aber für uns hat das auch eine Kehrseite. Man erwartet das Selbe an den Weltmeisterschaften. Aber eine

Was war los? Das ist eben so ein Beispiel, wie schon an den Olympischen Spielen in Salt Lake City ein Jahr vorher. Es kann alles stimmen, aber es läuft am Tag X einfach nicht. Glück oder kein Glück? Wenn es nicht auf deiner Seite steht, kann alles schief laufen, zumal in St. Moritz der Schnee so speziell ist. Welche Vorkehrungen sind getroffen worden? Wir gehen bei der unmittelbaren WM-Vorbereitung an Orte, wo die Verhältnisse ähnlich sind. Und machten das auch schon im Sommertraining wie zum Beispiel mit dem Camp

in Neuseeland, wo die Schneebeschaffenheit fast identisch ist wie in St. Moritz. Wir reden von den guten Resultaten des letzten Winters. Gleichwohl darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Schweiz in der Nationenwertung nur den 4. Platz belegte – ein Tolggen in der Bilanz. Deshalb dämpfe ich allfällige Euphorie. Letztes Jahr sprach ich von einer Entwicklungsphase. Aber wir müssen das Team noch weiter entwickeln. Wir haben Athleten, die in einzelnen Disziplinen brillierten, aber wir müssen sie so weit bringen, dass sie auch in einer zweiten um Siege und Podestplätze kämpfen können. Wie viele Medaillen gibt es? Eine Zahl will ich nicht nennen, weil wir uns nicht in einer Favoritenrolle befinden. Wir haben viel getan, dass es gut läuft und werden noch weiter daran arbeiten. Aber man weiss nie, was herauskommt. Wir haben gute Chancen, doch der Weg ist noch lang. Was ich garantieren kann: wir werden das Beste geben. IN T E RV IE W : RICHARD HE GGLIN

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Service // Tourismus // Schweizer Skigebiete

Service // Tourismus // Schweizer Skigebiete

S SERVICE

RUFT! Der Berg

Zuerst die Finanzkrise, dann der hohe Schweizer Franken sowie unsichere Schneeverhältnisse sorgten im Schweizer Winter-Tourismus in den letzten Jahren für eine Berg- und Talfahrt. Für den kommenden Winter ist Schweiz Tourismus zuversichtlich. Snowactive hat sich in neun Schweizer Skigebieten in der Schweiz umgesehen und schafft einen kleinen Überblick auf den neuen Winter.

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n der Winter-Präsentation von Schweiz Tourismus herrschte wieder mehr Zuversicht als auch schon. Touristen aus dem EuroRaum seien zwar in den letzten Jahren weniger geworden. Erfreulich sei indes, dass die Schweizer den Bergen treu bleiben. Die Einheimischen würden sogar wieder vermehrt in 42

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die Berge fahren. Tourismusförderung erhofft man sich auch vom Bund. Immerhin ist der Tourismus für unser Land nach wie vor ein sehr bedeutender «Rohstoff». Der Ruf blieb nicht unerhört. Schwung in den Wintersport bringen auch die vom Parlament 2012 gesprochenen NASAK-Gelder, die in verschiedenen

Orten und Regionen zu greifen beginnen. Snowactive hat vor rund einem Jahr elf NASAK-IV-Anlagen vorgestellt (siehe Kasten). In der vorliegenden Ausgabe zeigen wir dem Skisportler auf, was ihn diesen Winter und vor allem Neues erwartet. J O S E P H WE I BE L UND CH RI S T O P H RY S E R

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Service // Tourismus // Schweizer Skigebiete

Andermatt-Sedrun: Auf zum Powderspass

Service // Tourismus // Schweizer Skigebiete

Arosa-Lenzerheide: Den Kindern die Zukunft Arosa setzt weiter auf die Nachwuchsförderung im Skisport und startet mit dem Angebot «Skischule inklusive» in die fünfte Runde. Kinder und Jugendliche, welche mit ihren Familien mindestens zwei Nächte in einem der teilnehmenden Hotels oder Ferienwohnungen übernachten, geniessen bis zum 17. Lebensjahr kostenlosen Gruppenunterricht. Arosa hat mit diesem Angebot eine Vorbildfunktion und ist im Bereich Kinderskischulen führend in der Schweiz. www.arosalenzerheide.ch www.arosa.ch www.lenzerheide

WEITERE NEWS IM SCHNELLLAUF

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Bei Freeridern ist die Gotthardregion um Andermatt seit Jahren ein Geheimtipp. Zwischen den bekannten Abfahrten finden Kenner am Berg noch unbekannte Täler, Rinnen und Couloirs. Steile Abfahrten auf dem Gletscher, unberührte Hänge entlang der Pisten: Der Berg bietet auf allen Seiten einzigartige Off-piste-Varianten. Diesen Winter gibt es ein Freeride Special in Form eines Powder-Weekends. Ein Guide führt dabei sicher durch die schönsten Pulverhänge am Gemsstock. Das Freeride-Paket beinhaltet zwei Übernachtungen mit Frühstück und einen ermässigten Zwei-TagesSkipass sowie das Guiding durch einen Bergführer. Die Safety-Ausrüstung wird zur Verfügung gestellt. Kostenpunkt: Ab 305 Franken pro Person (bei einer Buchung mit sechs Personen). Die Pauschale ist während der ganzen Wintersaison gültig. www.andermatt.ch www.skiarena.ch

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WEITERE NEWS IM SCHNELLLAUF Online Shop Ab November gibt es Skipässe für die SkiArena Andermatt-Sedrun online (www.skiarena.ch)

Biathlon-Arena zum Mieten Die einzige fix installierte Biathlon Arena Lenzerheide der Schweiz kann sowohl im Sommer wie auch im Winter mit Schnupperkursen, Firmenoder Vereinsanlässen hautnah erlebt werden. Das gilt auch für die gute Rauminfrastruktur mit Bistro, Sportshop, Garderobe, Seminarraum und Unterkünfte.

My-Winter-Budget-Pauschale Zwei unvergessliche Pistentage in der schneesicheren Ferienregion Andermatt. Das Budget-Paket gibt es ab 116 Franken pro Person im Doppelzimmer. Eingeschlossen sind Übernachtung, Frühstück, 2-Tages-Skipass in der Skiarena Andermatt-Sedrun und Gästekarte. Die buchbaren Daten sind beschränkt. www.andermatt.ch/ pauschalen.

Snowfactory sorgt für viel Weiss Die Langlauf- und Biathlonsaison hat bereits Ende Oktober begonnen. Dank der Snowfactory bei der BiathlonArena. Diese ermöglicht eine Produktion selbst bei Plusgraden. Die kleinen, trockenen Eisplättchen haben die Qualität von Firnschnee und eignen sich optimal für kleinere Abschnitte.

FAKTEN

Langlaufen im Novemberhoch Erstmals werden in Arosa die Loipen bereits im November präpariert und vorher noch entsprechend ausgebessert.

Skigebiet 1444 m bis 2961 m Saison 12. November 2016 bis 23. April 2017 Pistenkilometer 120 km Anlagen 18 Anlagen Tageskarte CHF 60.– (Erwachsene) CHF 45.– (13–17 Uhr) CHF 30.– (17–12 Uhr) 6-Tages-Karte CHF 273.– / CHF 205.– / CHF 137.– Loipenkilometer 122 (82 km Obergoms / 28 km Urserntal / 12 km Sedrun) Winterwandern 101 km (21 km Obergoms / 35 km Urserntal / 45 km Sedrun)

EarlyBird Erste Spuren im unberührten Schnee ziehen steht für EarlyBird. In Arosa-

Davos-Klosters: Skipass geschenkt

Engelberg: Skifahren – aber sicher Sicheres Schneevergnügen im Pulverschnee! An den «Snow & Safety Days» führen Bergführer Freerider in die Geheimnisse des Fahrens abseits der Piste ein und zeigen auf verschiedene Arten die wichtigsten Regeln auf. LVS-Training mit Schaufel und Sonde, Powdern und Skitouren in Begleitung von Bergführern und ein Postenlauf im Skigebiet sind nur einige Perlen aus dem abwechslungsreichen 3-TagesProgramm. Das Beste zum Schluss: Für Übernachtungsgäste ist der Kurs kostenlos (Gästekarte). www.engelberg.ch

Lenzerheide wird das jeweils von Anfang Februar bis Mitte März Wirklichkeit. Fatbike Xperience erleben Mit dem 1. SnowBikepark der Schweiz wird im Bikesport sozusagen und erstmals die Wintersaison eingeläutet. Neben dem SnowBikepark gibt es auch geführte Fatbike-Touren. «Lenzerheidner Iis Paradiis» Auf einer Gesamtfläche von 3000 m2 wird das einzigartige «Lenzerheidner Iis Paradiis» (zum besseren Verständnis: Eis-Paradies) inszeniert. Neben dem sogenannten «Knebelplatz» für private Hockeyspiele, einem Eisstockfeld sowie einer Kinder-Eiswelt mit Karussell, tauchen die Gäste in eine stimmungsvolle Winterwunderwelt ein. Voraussichtlich geht das «Iis Paradiis» am 1. Dezember in Betrieb.

FAKTEN Skigebiet 1229 bis 2865 m Saison 3. Dezember 2016 bis 17. April 2017 Pistenkilometer 225 km Anlagen 43 Anlagen Tageskarte CHF 72.– (Erwachsene) CHF 48.– (Jugendliche) CHF 24.– (Kinder) 7-Tages-Karte CHF 369.– (Erwachsene) CHF 246.– (Jugendliche) CHF 123.– (Kinder) Loipenkilometer 30 km in Arosa / 56 km in Lenzerheide Winterwandern 140 km in Arosa Lenzerheide

WEITERE NEWS IM SCHNELLLAUF

Rund 22 Mio. Franken sind im Sommer 2016 auf der Madrisa investiert worden. Damit soll das Skigebiet langfristig gesichert werden. Der Eventund Genussberg in Davos-Klosters empfängt seine Gäste mit grosser Herzlichkeit und hochstehender Gastronomie. Die moderne ErlebnisInfrastruktur in familiärem Ambiente bietet Sommer und Winter unvergessliche Momente für alle Generationen. Rund 11 Mio. Franken sind in die neue Sesselbahn «Schaffürggli» investiert worden. Ein ungewöhnliches Angebot zum Auftakt der Wintersaison in DavosKlosters: Mit «Skipass geschenkt» erhalten Gäste in der Vorsaison für jede Übernachtung in einem der vielen Partnerhotels und einzelnen Ferienwohnungsagenturen den Skipass der Davos Klosters Mountains geschenkt. Diese Vorsaison-Aktion gilt vom 18. November bis 25. Dezember 2016. www.davos.ch WEITERE NEWS IM SCHNELLLAUF Neues Langlaufzentrum Das 1973 erstellte Langlaufzentrum Davos ist im Sommer durch einen zweistöckigen Neubau ersetzt worden. Der Holzbau wird im Erdgeschoss über eine ausgezeichnete Infrastruktur für Langläufer verfügen, die öffentlich zugänglich ist. Snowfarming erweitert Das Snowfarming, das Übersommern von Schnee, wurde letzten Herbst mit dem Bau einer neuen Infrastruktur vergrössert. Bereits letzten Winter konnte die dreifache Menge an Schnee produziert und eingelagert werden. Mit diesem Schnee wurde diesen

Herbst eine Loipe von rund vier Kilometer Länge präpariert. Neue Skihütte auf Parsenn Auf der Totalp im Davoser Parsenngebiet entsteht auf die kommende Wintersaison hin eine neue Skihütte bei der ehemaligen Talstation der stillgelegten Jochexpress-Kabinenbahn. Die eingeschossige Open-AirSkihütte bietet rund 130 Sitzplätze und verfügt über eine Terrasse.

The Big 5 Ob das weltbekannte Laub, das herausfordernde Sulz, das geheimnisvolle Steintäli, der Steinberg oder die lange Abfahrt vom Galtiberg – The Big 5 von Engelberg begeistern! Alle fünf Abfahrten erreicht man ohne die Skis nur einmal abzuschnallen oder zu laufen. Das ist FreerideVergnügen hoch fünf.

Songbird Festival Das Festival in Davos ist ein Meeting Point für nationale Singer/Songwriter. Dieses Jahr vom 2. bis 17. Dezember 2016.

The High 5 Dieser Traum kann wahr werden: Abseits vom Pistenrummel Spuren in den Pulverschnee zu ziehen. Das kann in und um Engelberg mit verschiedenen Skitouren möglich gemacht werden. Zu den The High 5 im Engelbergertal zählen die Touren Salistock, Brisen, Ruchstock, Titlis-Rundtour und die Urner Haute Route.

Iglu-Hotel auf Davos-Parsenn Das Iglu-Hotel im Skigebiet Parsenn feiert in diesem Winter zehn Jahre seines Bestehens. An insgesamt 94 Nächten ist es geöffnet. Es bietet 14 Zimmer und Platz für maximal 46 Personen.

Shades of Winter Lädt Freeride Frauen für ein Wochenende voller Pulverschnee, Lawinenrettungs-Training und Coaching zum zweiten «Shades of Winter Freeride Camp» nach Engelberg ein. Nutzen Sie die Gelegenheit, andere passionierte

Skifahrer kennen zu lernen und steigern Sie Ihre Technik und Kenntnisse in den Bergen mit Unterstützung von einigen der besten Freeride-Athleten der Welt. Express auf den Titlis Im Dezember 2015 wurde die neue 8-Platz Gondelbahn Engelberg– Trübsee–Stand eröffnet. Die Wartezeiten an der Talstation wurden massiv reduziert, die Fahrzeit Engelberg– Stand wurde halbiert und die Reise ist dank modernster Bahntechnik komfortabler. Neuer Schneeschuh-Trail Vor der imposanten Bergkulisse mit dem Titlis führt der neue Schneeschuh-Trail Trübsee durch einsames, hügeliges Gelände. Höhepunkt der Tour ist der Bitzistock mit einer tollen Tiefsicht ins Engelbergertal. FAKTEN Skigebiet 1050 bis 3020 m Saison 22. Oktober 2016 bis 10. März 2017 Pistenkilometer 82 km Anlagen 25 Transportanlagen Tageskarte CHF 65.– (Erwachsene) CHF 46.– (Jugendliche) CHF 26.– (Kinder) 7-Tages-Karte CHF 328.– (Erwachsene) CHF 230.– (Jugendliche) CHF 131.– (Kinder) Loipenkilometer 35 km Winterwandern 53 km Top-Events FIS-Skisprung-Weltcup Engelberg

FAKTEN Skigebiet 90% des Skigebietes über 2000 m Saison 18. November 2016 bis 23. April 2017 Pistenkilometer Rund 300 km / 110 Pisten Anlagen 55 Anlagen (inkl. Tallifte) Skipass-Preise www.davos.ch/winter/berge/tarifetickets Loipenkilometer 100 km klassisch / 46 km Skating Winterwandern 156 km Nordic Walking 11,9 km

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Service // Tourismus // Schweizer Skigebiete

Laax: Freestyle – was sonst?

Service // Tourismus // Schweizer Skigebiete

Meiringen-Hasliberg: Die Geburtstagsüberraschung

Obergoms: Alles auf den Schlitten FAKTEN

Nachtschlitteln Silvester sowie jeden Mittwoch vom 25. Januar bis 8. März 2017 geht es per Schlitten auf der beleuchteten Piste von Mägisalp nach Bidmi hinunter. zum Après-Schlitteln gibt es auch hier im Bergrestaurant leckere Köstlichkeiten. Frühstücksbuffet Gut gestärkt fährt es sich leichter Ski. Eine alte Weisheit. Auf dem Alpen Tower gibt es während der Saison täglich ein reichhaltiges Frühstücksbuffet (8.30 bis 11 Uhr) und ein Glas Prosecco. Prost!

FAKTEN

Laax ist das Winterresort Nummer eins für alle Freestyler in Europa und gehört weltweit zu den Top fünf. Vier Snowparks mit insgesamt mit 89 Hindernissen bieten für jeden Anspruch etwas. Nach einem erlebnisreichen Tag geht es dann in den stylischen Bars des «rocksresort» weiter und zum Abschluss die Sause im Riders Palace Club. www.laax.com

WEITERE NEWS IM SCHNELLLAUF Inside App Mit der Laax Inside App sind User immer bestens vorbereitet: Ticketkauf, interaktiver Pistenplan, Wetter, Restaurants und Bars, Events und vieles mehr.

FAKTEN Skigebiet 70% über 2000 m (1100 bis 3018 m) Saison 24. Dezember 2016 bis 17. April 2017 Pistenkilometer 224 km 4 Snowparks (easy bis pro) Grösste Superpipe Europas (200 m lang, 22 m breit, 6,9 m Höhe) Anlagen 28 Anlagen Tageskarte CHF 77.– (Erwachsene) CHF 51.40 (Jugendliche) CHF 25.70 (Kinder) 7-Tages-Karte CHF 404.– (Erwachsene) CHF 269.40 (Jugendliche) CHF 134.70 (Kinder) Loipenkilometer 62 km Winterwandern 100 km

Skifahren ist schön, sagen sich auch die Meiringer-Hasliberger. Noch schöner wirds, wenn die Tageskarte umsonst ist. Das haben sich die Meiringer-Hasliberger dann auch noch gedacht. Das Resultat für die Wintersaison ist nun die «Carte blanche» für Geburtstagskinder. Wer seinen amtlichen Ausweis vorweist, erhält die Freikarte. Ist doch eine gute Sache. www.meiringen-hasliberg.ch WEITERE NEWS IM SCHNELLLAUF Nachtskifahren Jeden Freitag vom 13. Januar bis 17. März 2017 findet auf der beleuchteten Piste von Mägisalp nach Hasliberg Reuti das Nachtskifahren statt. Das Bergrestaurant Mägisalp bietet leckere Köstlichkeiten bei volkstümlicher Unterhaltung.

Skigebiet 1000 bis 2433 m Saison 17. Dezember 2016 bis 2. April 2017 Nachsaison Montag, 3. April bis Ostermontag, 17. April 2017 Betrieb auf den Anlagen Gondelbahn Reuti–Mägislap– Alpen Tower und Skilift Tschuggi Pistenkilometer 60 km Anlagen 13 Anlagen Tageskarte CHF 57.– (Erwachsene) CHF 46.– (Jugendliche) CHF 28.– (Kinder) 7-Tages-Karte CHF 295.– (Erwachsene) CHF 239.– (Jugendliche) CHF 152.– (Kinder) Loipenkilometer 1,5 km Winterwandern 25 km

Das Obergoms steht für Langlauf. Ganz klar. Die Infrastruktur und die Kulisse sind in dieser wunderschönen Region gegeben. Und dazu gibt es noch viel Schneesicherheit. Wem es mal nicht ums Langlaufen oder Winterwandern ist, der macht sich auf zu einer Hundeschlittenfahrt. Die Touren finden in Oberwald statt und werden jeweils von Donnerstag bis Sonntag zu unterschiedlichen Zeiten angeboten. Die zwei Angebote: Husky-AbenteuerTour (2,5 Stunden) oder die HuskyAbendtour mit Übernachtung im beheizten Fass für die ganz Abenteuerlustigen. www.obergoms.ch

Loipengebiet 12 Dörfer – Oberwald bis Niederwald Skigebiet 1200 bis 1400 m Saison 26. November 2016 bis Ende März 2017 Loipenkilometer 9 Loipen (leicht bis schwer), ca. 86 km Nordisches Zentrum mit Beschneiungsanlage Loipentarife Tageskarte: CHF16.– (Erwachsene) Kinder (gratis) 7-Tages-Karte: CHF 70.– Saisonpass: Goms: CHF 120.– Schweiz: CHF 140.– (Jeweils inkl. Bahnbenützung Oberwald–Fiesch) Winterwandern 68 km

Saas-Fee: Neu inszeniert Der Eispavillon wurde im Frühjahr 2016 komplett neu inszeniert. Nun wird die Geschichte aus 2000 Jahre altem Eis neu geschrieben. Mystik, Märchen und Sagen. Der Eispavillon in Saas-Fee bietet neue Einblicke in die faszinierende Welt des Eises und lädt zum Staunen und Träumen ein. www.saas-fee.ch www.saas-fee.ch/bergbahnen

WEITERE NEWS IM SCHNELLLAUF Spielbodenbahn Auf den kommenden Winter wird die neue Spielbodenbahn in Betrieb genommen. Die geräumigen 10erKabinen mit grossflächigen Panoramafenstern und gratis WiFi befördern Gäste in weniger als neun Minuten auf den Spielboden. Zudem gibt es nun die Möglichkeit bei der neuen Mittel-

station Bifig auf die Felskinnbahn umzusteigen. WinterCard Saas-Fee Saas Fee bietet diese Saison eine WinterCard für 222 Franken das Stück an. Diese gilt für eine Saison lang im ganzen Skigebiet. Bedingung ist allerdings, dass bis 27. November 2016 99 999 Bestellungen eingangen sind. Am 7. November waren über 37 000 bestellt worden. Adrenalin Cup Saas-Fee Der Adrenalin Cup ist ein einzigartiges Wintersporterlebnis aus zehn Disziplinen, welche in den Skigebieten Saas-Fee und Saas-Almagell verteilt sind. Ziel ist es, so viele Disziplinen wie möglich zu bewältigen und dabei Punkte zu sammeln.

FAKTEN Skigebiet 1800 bis 3600 m Saison 1. November 2016 bis 22. April 2017 Pistenkilometer 100 km Anlagen 22 Anlagen Tageskarte CHF 72.– (Erwachsene) CHF 61.– (Jugendliche) CHF 36.– (Kinder) 7-Tages-Karte CHF 419.– (Erwachsene) CHF 356.– (Jugendliche) CHF 210.– (Kinder) Loipenkilometer 6 km (Saas-Fee) 32 km (Saastal) Winterwandern 60 km (Saastal)

Greenstyle in Laax Der Ferienort hat sich zum Ziel gesetzt, die Welt besser zu hinterlassen, als sie vorgefunden wurde. Bei allen Massnahmen, die Laax ergreift, um den Aufenthalt in der Destination ereignisreich zu gestalten, hat des Resort stets den Respekt für die Natur im Blick. Kooperation mit Swiss-Ski Die sportpolitische Neuigkeit für den internationalen Snowboard Event in Laax ist die Doppelsanktionierung durch Ticket-To-Ride (TTR) und FIS. Die Laax Open 2017 sind demnach ein FISSnowboard-Weltcup. Mit dieser Entscheidung intensivieren Laax und Swiss-Ski ihre Zusammenarbeit. Bereits seit 2013/14 ist Laax offizieller Trainingsstützpunkt von Swiss-Ski.

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Service // Tourismus // Schweizer Skigebiete

EVENT-KALENDER (Auswahl von Anlässen ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Stoos: Der Knüller für kommenden Winter

WEITERE NEWS IM SCHNELLLAUF Für Frühaufsteher Wer davon träumt, die frisch präparierten Pisten am frühen Sonntagmorgen mit ein paar wenigen anderen Wintersportlern ganz für sich alleine zu haben, wird von diesem Angebot begeistert sein. Die obere Sektion der Fronalpstock-Sesselbahn wird jeden Sonntag im März zum exklusiven Frühskifahren geöffnet. Bereits um 6.30 Uhr startet die Standseilbahn zur ersten Fahrt. Skimovie Mit Skimovie können Stoos-Gäste kostenlos über eine spezielle Rennpiste fahren und so ihr Können testen. Die Fahrt wird vollautomatisiert auf Video aufgezeichnet. Anschliessend kann das Video

FAKTEN Skigebiet 1300 bis 1935 m Saison Saisonstart (je nach Schneeverhältnissen) bis 2. April 2017 Pistenkilometer 35 km Anlagen 8 Anlagen Tageskarte CHF 50.– (Erwachsene) CHF 43.– (Jugendliche) CHF 30.– (Kinder) 7-Tages-Karte CHF 242.– (Erwachsene) CHF 206.– (Jugendliche) CHF 143.– (Kinder) Loipenkilometer nur Stoos: 12,3 km Winterwandern Winterwandern, Schneeschuh-Trails

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heruntergeladen und mit Freunden geteilt werden. Diese moderne Technologie ist nicht nur zu Trainingszwecken für den Ski-Nachwuchs interessant, sondern auch für Gruppen und Firmen, welche auf dem Stoos ein Skirennen durchführen möchten.

Januar/Februar/März/April 2017 16. bis 24.1. Settimana Gottardo in Andermatt 19. bis 21.1. Arosa IceSnowFootball 20. bis 21.1. Ice & Sound: Ice Climbing Worldcup 21.1. Badewannen-Rennen in Stoos 25. bis 25.1. 45. Internationaler Gommerlauf 26.2. Famigros Ski Day in Stoos 9. bis 10.3. AUDI-FIS-Ski-Weltcup in Lenzerheide 11. bis 12.3. Freeride-Days in Andermatt 17. bis 18.3. AndermattLive 20. bis 24.3. FIS Masters World Criterium in Meiringen-Hasliberg 22. bis 26.3. Saas-Fee-Filmfestival 31.3. bis 1.4. Allalin-Rennen in Saas-Fee 22.4. Splash Waterslide Contest in Saas-Fee

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Wenig Leute auf der Piste? Schlecht für den Ort, könnte man meinen. Das Skigebiet Stoos macht daraus eine Aktion mit der Begründung: An Wochentagen im Januar hat es auf den Pisten im Wintersportgebiet Stoos besonders viel Platz. Zum Pauschalpreis gibt es vom 9. bis am 31. Januar 2017 von Montag bis Freitag eine Wintersport-Tageskarte und einen feinen Tagesteller im Restaurant nach Wahl. So kostet das Angebot für Senioren nur 54 Franken. Erwachsene bezahlen 57 Franken, Jugendliche 52 Franken und Kinder nur 37 Franken. Wenn das keine gute Idee ist!

Dezember 2016 8. bis 18.12. Arosa-Humor-Festival 10./11.12. FIS-Langlauf-Weltcup Davos 13.12. AUDI-FIS-Ski-Cross-World-Cup in Arosa-Lenzerheide 15. bis 17.12. IBU-Cup (Biathlon) in Arosa-Lenzerheide 17./18.12. FIS Skisprung-Weltcup Engelberg 18.12. 2. Skirennzentrum Open (JEKAMISkirennen) in Meiringen-Hasliberg 31.12. 44. Silvesterlauf im Obergoms

ERSPOR

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ELF MAL GEFÖRDERT Insgesamt 70 Millionen Franken sind in der vierten Runde der NASAK-Förderung in Projekte geflossen. Knapp ein Drittel davon (20 Mio. Franken) werden für rund 28 Schneeinfrastruktur-Projekte eingesetzt. Bei elf Projekten ist der Bau soweit fortgeschritten, dass Nutzungsverträge zwischen Swiss-Ski und den jeweiligen Trägerschaften unterzeichnet sind, und zwar in folgenden Regionen: Langlauf: Obergoms und Davos. Ski alpin: Stoos, St. Moritz, Davos, Meiringen. Skispringen: Nordisches Leistungszentrum Kandersteg. Snowboard/Freestyle: Davos, Laax. Freestyle: Jumpin Mettmenstetten. Allgemein: Sportmittelschule Engelberg.

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Der Heierling-Ski-Schuh: h1 – mit zwei Weltneuheiten ,ĞŝĞƌůŝŶŐŝƐƚǁŝĞĚĞƌĚĂ͘ŝĞƚƌĂĚŝƟŽŶƐƌĞŝĐŚĞDĂƌŬĞĂƵƐĚĞƌ^ĐŚǁĞŝnjĨĞŝĞƌƚŝŚƌŽŵĞďĂĐŬƵŶĚ ƉƌćƐĞŶƟĞƌƚĚĞŶŶĞƵĞŶ,ĞŝĞƌůŝŶŐͲ^ŬŝƐĐŚƵŚh1͘ĞƌŶĞƵĞh1ŝƐƚǁŽŚůĞŝŶĞƌĚĞƌŝŶŶŽǀĂƟǀƐƚĞŶ ƵŶĚďĞƋƵĞŵƐƚĞŶ^ŬŝƐĐŚƵŚĞĂůůĞƌĞŝƚĞŶ͘,ĂŶĚǁĞƌŬůŝĐŚĞWƌćnjŝƐŝŽŶƵŶĚŐĞďĂůůƚĞƐ<ŶŽǁͲŚŽǁ ĂƵƐ'ƌĂƵďƺŶĚĞŶ͘ŝĞŶĞƵƐƚĞƚĞŵƉĞƌĂƚƵƌďĞƐƚćŶĚŝŐĞͨdĞŵƉůĂƐƚͩͲ<ƵŶƐƚƐƚŽīͲdĞĐŚŶŽůŽŐŝĞ͕ĚŝĞ ǀŽŶ,ĞŝĞƌůŝŶŐĞŶƚǁŝĐŬĞůƚǁƵƌĚĞƵŶĚĚŝĞ,ŽůnjƐƉĂŶŶĨĞĚĞƌ͕ĚŝĞĨƺƌŽƉƟŵĂůĞsŝďƌĂƟŽŶƐĚćŵƉĨƵŶŐ ƐŽƌŐĞŶ͕ůĂƐƐĞŶŬĞŝŶĞtƺŶƐĐŚĞŽīĞŶ͘ƌŚćůƚůŝĐŚĂůƐ<ŽŵĨŽƌƚͲ,ĞƌƌĞŶͲƵŶĚĂŵĞŶƐĐŚƵŚƐŽǁŝĞ ĂůƐZĞŶŶƐĐŚƵŚ͘ Der h1ʹĞŝŶŵĂƐƐŐĞĨĞƌƟŐƚĞƌ^ĐŚƵŚ͕ĚĞƌĚĞŵŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶ&ƵƐƐƐĞŝŶĞƐdƌćŐĞƌƐŽƉƟŵĂůĚƵƌĐŚ ƵŶƐĞƌĞ^ƉĞnjŝĂůŝƐƚĞŶĂŶŐĞƉĂƐƐƚǁŝƌĚ͘ŝĞůŝŵŝƟĞƌƚĞĚŝƟŽŶŝƐƚĞŝŶĞ^ĐŚǁĞŝnjĞƌWƌŽĚƵŬƟŽŶ͘ ,ĞŝĞƌůŝŶŐʹĨƺƌĞŝŶnjŝŐĂƌƟŐĞ<ƌĞĂƟŽŶĞŶ͕ĨƺƌĞŝŶnjŝŐĂƌƟŐĞƐ^ŬŝǀĞƌŐŶƺŐĞŶ͘ >ĂƐƐĞŶ^ŝĞƐŝĐŚǀŽŶ/ŚƌĞŵ>ŽŬĂůŚćŶĚůĞƌďĞƌĂƚĞŶ͘

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Dein Ziel ist unser Ziel. 48

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Service // Ski-WM + Swiss-Ski

SWISS IST OFFIZIELLER PARTNER DER WM 2017 ST. MORITZ

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Höhenflug über der WM-Piste

m 8. Oktober kurz nach dem Mittag war einiges los am Flughafen Zürich – Am stärksten Ferientag vom ganzen Jahr versammelten sich am Check-In 1 am Schalter 122 Skicracks, Sportjournalisten, Radio- und TVStationen für einen ganz speziellen Event: Kick-Off der Ski-WM 2017 in St. Moritz und Vorsaison-Medienkonferenz von Swiss-Ski. Dafür griffen die Organisatoren besonders tief in die Trickkiste: Die Swiss-Ski-Familie, das WM-OK und über 40 Medienvertreter sowie das WM-Maskottchen Moritz stiegen an Bord einer neuen SWISS-Bombardier-C-Series. Vor allem Moritz war die Aufregung deutlich anzu-

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Nach einer sanften Landung in Zürich-Kloten fand in der SWISS Arrival Lounge die Medienkonferenz der Alpin Teams von Swiss-Ski statt. Dabei sprachen die beiden Cheftrainer über die gesetzten Ziele für den bevorstehenden Winter und auch die anwesenden Athletinnen und Athleten standen Red und Antwort. Typische und vor allem ausgewählte Engadiner Spezialitäten von Iris Riatsch mit süssen und salzigen Köstlichkeiten rundeten diesen gelungenen Nachmittag ab. Für Swiss-Ski, das OK WM St. Moritz 2017 und die SWISS ist klar: Die Heim-WM kann kommen! C A RO L S T E I ML E

1 Das Swiss-Ski Team mit der SWISS Crew vor dem Abflug 2 Ein High-Five zwischen Maskottchen Moritz und Athlet Luca Aerni 3 Apéro mit feinen Bündner Spezialitäten in der SWISS Arrival Lounge 4 Die Aussicht begeistert: Einen solchen Blick auf die WM-Pisten gibts nicht alle Tage 5 Fabienne Suter und Marc Gisin geben zur bevorstehenden Saison Auskunft 6 Die Swiss-Ski Athletinnen und Athleten durften einen Blick ins Cockpit werfen 7 Hugo Wetzel, Präsident der WM 2017 St. Moritz, freut sich über die Partnerschaft mit der SWISS 8 Markus Wolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung Swiss-Ski, posiert mit Moritz für Fotos 9 Franco Giovanoli, Direktor Sport der WM 2017 St. Moritz, berichtet über den Stand der Dinge bei den Vorbereitungen 10 Die gut gelaunte Crew der SWISS 11 Maskottchen Moritz bringt Fabienne Suter zum Lachen 12 Über 40 Journalisten nahmen am exklusiven Medienevent teil 13 Fantastische Aussicht: Der Blick über die WM-Pisten von St. Moritz 14 Marc Gisin, Michelle Gisin und Luca Aerni geniessen den Rundflug über die WM-Stätte 15 Hans Flatscher, Cheftrainer Ski Alpin Damen, spricht über den WM-Winter

FOTOS: SWI SS -SKI / SWISS

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sehen, er war kaum zu bremsen, hüpfte herum, umarmte Pilot, Flight Attendants und die Athleten und sorgte kurz vor dem Flug für einige ungewöhnliche Situationen beim Boarding, aber auch für zahlreiche Lacher. Die Maschine startete fast pünktlich um 14.30 Uhr in Zürich-Kloten auf einen weltmeisterlichen Rundflug mit Ziel St. Moritz. Kurz vor den Engadiner Bergen tauchte der Flieger aus dem Nebelmeer auf und gab die Sicht auf den WMOrt und bald auch die Pisten frei – inklusive dem Abfahrtsstart «Free Fall». Mehrere und aussergewöhnliche Flugschlaufen gaben der auserwählten Gästeschar die Gelegenheit, die WM-Strecke aus 4000 Metern Höhe zu entdecken. Für diese einmalige Aktion musste die SWISS sogar eine Spezialbewilligung beim BAZL einholen und der Flugplatz Samedan war während diese Zeit für andere Flüge gesperrt. In luftiger Atmosphäre zeigte sich die SWISS nicht nur als professioneller Gastgeber, sondern kündigte zudem die neue Partnerschaft mit der WM 2017 St. Moritz an. Als offizieller Flugpartner unterstützt die SWISS unter anderem Nachwuchsathleten, die aus der ganzen Welt für die WM nach St. Moritz geflogen werden.

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Advertorial // Dainese

Service // FIS Alpine World Ski Championships St. Moritz 2017

Beschützer-Instinkt der besonderen Art

Aline Danioth

Sandra Fuchs

Der hoffnungsvolle und engagierte Nachwuchs der Heim-WM

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Im Wintersport werden die Pisten immer härter, die Ski immer schneller, die Crashs häufiger. Über 90 Prozent der Wintersportler tragen inzwischen Ski-Helme. Das ist erfreulich. Ebenfalls heikel bei Stürzen und Crashs sind Rückenverletzungen. Rückenprotektoren schützen davor. Auch die Firma Dainese hat einen starken BeschützerInstinkt und forscht seit Jahren mit Leidenschaft für mehr Sicherheit. Sie entwickelt eigene patentierte Produkte auf höchstem Niveau. Gerade bei den Rückenprotektoren gibt es enorme Unterschiede in der Qualität. Die Norm EN 1621.2, die als Minimumschutz erfüllt werden muss, unterscheidet zwei Schutzlevels.

Oft ist dies auf den Produkten nicht ersichtlich, da meist nur das tiefere Level 1 erfüllt wird. Doch einige ProtektorenHersteller gehen weiter. Sie geben sich nicht mit dem Mindestschutz zufrieden. Nur das Beste ist für ihre Kundschaft gut genug. Dainese erfüllt, auch dank der langjährigen Erfahrung aus dem Motorradbereich, die Norm schon lange. Die meisten ihrer Protektoren schützen auf dem höchsten Level 2 und somit weit über die Norm hinaus. Das neuste Produkt von Dainese, der Rückenprotektor Flexagon, sticht da besonders ins Auge. Er setzt neue Standards hinsichtlich Komfort und Sicherheit. Erreicht wird dies durch die innovative Konstruk-

tionsweise und Technologie. Die überlappenden, sechseckigen Lagen-Crash-Absorber®, die sich völlig unabhängig voneinander bewegen, sorgen für enorme Flexibilität und passen sich bei jeder Bewegung der Anatomie des Rückens perfekt an. Ob für die Kinder, die Familie oder sich selber – Kopf und Rücken brauchen guten Schutz, damit der Spass im Schnee immer in guter Erinnerung bleibt.

Dainese-Händler unter www.catrade.ch

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FOTOS: SWI SS -SKI / ZVG

Die Gesundheit der eigenen Familie liegt allen am Herzen. Gerade bei Kindern ist der Beschützer-Instinkt der Eltern besonders gross. Auch Dainese liegt der Schutz von Schneesportlern am Herzen.

«Live the future» – das Motto der Ski WM 2017 in St. Moritz rückt auch Nachwuchshoffnungen in den Vordergrund. Zwei junge Frauen sind hungrig auf weltmeisterliche Erfahrungen, eine steht auf und eine neben der Skipiste, und beide machen sich grosse Hoffnungen für die Heim-WM: Die 18-jährige Aline Danioth, Riesenslalom- und Slalomfahrerin im B-Kader, und die 23-jährige Sandra Fuchs, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Jugend-OK.

line Danioth ist eine grosse Schweizer Nachwuchshoffnung – die amtierende Junioren-Weltmeisterin aus Andermatt. Ski Alpin ist ihr Terrain, fokussieren will sie sich nächste Saison vor allem auf den Europacup, möglichst viele Weltcup-Einsätze sind aber jederzeit willkommen. Als sie als Juniorin im Skiclub erfahren hat, dass die WM 2017 in St. Moritz stattfindet, war für sie klar: «Das ist mein grosser Traum, das ist mein Ziel, auf das will ich hinarbeiten!» Ihre grosse Hoffnung ist, in St. Moritz im Februar an den Start gehen zu können. Einen Startplatz zu ergattern wird für die junge Skirennfahrerin eine Herausforde-

rung, denn es können nur vier Athletinnen pro Disziplin starten und hinter der Leaderin Lara Gut sind einige Schweizerinnen in Lauerstellung. Vielleicht auch deswegen ist die WM im Frauen-Team bisher kein grosses Thema: «Hier sind wir Konkurrentinnen und niemand traut sich wirklich, diese Situation anzusprechen», meint Aline schmunzelnd. Beim WM Kick-Off Event in St. Moritz stellte sich Aline vor, wie es wohl wäre, wenn sie an der WM diesen Hang hinunterfahren dürfte. An einer Heim-WM zu starten ist etwas ganz Besonderes: «Umringt von Schweizer Fans, Freunden und der Familie ins Ziel zu kommen ist wohl einmalig». Diese Elemente eines Heimrennens sieht Aline als grosse Unterstützung und sie hofft, im Februar darauf zählen zu können. Sandra Fuchs agiert neben der Piste. Sie ist eine der 16 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zwischen 16 und 25 Jahren, die für das Jugend-OK der WM in St. Moritz mitarbeiten. Das Jugend-OK veranstaltet Events und organisiert Projekte rund um die WM, wie zum Beispiel den Final des Grand Prix Migros 2016 in St. Moritz. «Wir sind eigenständig, haben

eigene Projekte und ein eigenes Budget», erzählt Sandra Fuchs ganz stolz. Ihre Aufgabe ist die Leitung des Ressorts Voluntari, also die Betreuung der freiwilligen Helferinnen und Helfer für diese Events rund um die WM. Mit der Erschaffung des Jugend-OKs haben die Verantwortlichen von St. Moritz im Sinn, motivierten jungen Erwachsenen aus der Region das Wissen und Know-how für die Organisation eines Grossanlasses weiterzugeben. Sandra ist völlig begeistert von dieser Idee und meint zu ihrem freiwilligen Engagement: «Es ist eine einzigartige Chance, bei einem so grossen und bedeutsamen Event dabei zu sein! Ich knüpfe viele internationale Kontakte, kann dabei Neues lernen und meine Theoriekenntnisse aus dem Tourismus-Studium in die Praxis umsetzen.» Natürlich hofft Sandra, dass in den nächsten Monaten alles gut läuft. Von der Hilfsbereitschaft und dem Einsatz aller Volontari ist sie beeindruckt: «Wir sind wie eine grosse Familie und alle ziehen an einem Strang – so werden wir im Februar gemeinsam stark sein.» Bei so einem eingespielten Team von jungen Erwachsenen kann kaum etwas schiefgehen! CARO L ST E IMLE

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Achtmal aufgeschnappt

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And the winner is . . . Jonas Lenherr Bereits vor der Weltcup-Saison stellten sich die Skicrosser Alex Fiva, Jonas Lenherr und Armin Niederer einem ersten Härtetest: Wer wechselt am schnellsten einen Pneu? (wir berichteten) Auf Facebook konnten Sie Ihre Tipps abgeben. Nun ist klar:

Mit 59,28 Sekunden war Jonas Lenherr knapp vor Armin Niederer der Schnellste. Glücklicher Gewinner des VIP-Packages für zwei Personen für den Audi FIS Ski Cross World Cup in Arosa ist Vanessa Kranz aus Nendeln, FL. Stolzer Besitzer eines Trolleybags von Pirelli ist Claudia Schwarz aus Felsberg, CH. Herzliche Gratulation!

Neuer Beschneiungspartner

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Summer Trophy Finale

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Skitourenwettbewerb für Skiclubs Am Ende jeder Tourensaison stellt Swiss-Ski eine Rangliste der Tourenaktivitäten pro Skiclub zusammen. Gewertet werden die zurückgelegten Kilometer in der Horizontaldistanz, die hart erkämpften Höhenmeter beim Aufstieg sowie

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die hoffentlich beflügelnden Höhenmeter der Abfahrt pro Teilnehmer.

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Auch diesen Sommer hielten sich junge Sportlerinnen und Sportler mit der Swiss-Ski Summer Trophy fit. Über 350 Kinder qualifizierten sich an einem Sommerevent für das grosse Finale im Milandia Greifensee. Bei acht Stationen kämpften die Teams mit eigenen Strategien und grossem Wettkampfgeist um den Sieg. Am schnells-

Tickets erhältlich unter: DEZEMBER 2016 NULLNUMMER

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Exklusiv für Raiffeisen-Mitglieder: Tickets für die Ski WM 2017.

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ten und flinksten zeigten sich bei den Youngsters (2006–2009) die Gruppe Asterix aus Obersaxen. Bei den Juniors (2001–2005) reüssierte die Mannschaft Turboschnecke aus Gossau.

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Neues Swiss-Ski-TV Der aufmerksame Ski-Fan hat sie vielleicht schon entdeckt: Die neuen Swiss-SkiMovies auf Social Media. Mit einer Serie von kurzen Videos erhält der Zuschauer Einblicke in das Leben der Spitzenathleten und des Betreuerteams. Beat Feuz nimmt Sie frühmorgens mit zum Sommertraining in

Zermatt oder Lara Gut zu den Fotoshootings der Verbandssponsoren in SaasFee. Im Verlaufe des Winters folgen auf dem YoutubeKanal von Swiss-Ski fortlaufend Kurzfilme aus allen elf Leistungssport-Disziplinen, sowie von ausgewählten Breitensport-Events. Viel Vergnügen! http://bit.ly/swiss-ski-yt

Anzeige Ein Erfolgsgeschichte

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Schneesicherheit und perfekte Qualität der Pisten sind beim Wintersport unerlässlich. Swiss-Ski hat sich daher entschlossen, mit dem führenden Unternehmen für Beschneiungstechnik – TechnoAlpin – als Official Supplier zu kooperieren. Im August 2016 trafen sich die Verantwortlichen im Hauptsitz der TechnoAlpin in Bozen (ITA), um die mehrjährige Zusammenarbeit zu fixieren. Dadurch wird Spitzensportlern sowie der breiten Öffentlichkeit ein hochqualitatives Pistenerlebnis garantiert.

FOTO:HANS SPRING

Für die Umsetzung hat Intersport brack.ch ins Boot geholt. Kundinnen und Kunden profitieren durch die Verknüpfung mit rund 200 Fachhändlern von einem umfassenden Einkaufserlebnis.«Intersport Schweiz macht damit einen grossen Schritt in die digitale Zukunft», sagt CEO Patrick Bundeli, «wir wollen dem Kunden das beste Einkaufserlebnis für Sport- und Outdoor-Produkte bieten.» Damit dies gelingt, haben Intersport und brack.ch ihre Stärken gebündelt. «In Zukunft sollen nahtloses Einkaufen und kompetente Beratung untrennbar zusammengehen», ergänzt Markus Mahler, CEO von brack.ch.

Konsument und Händler profitieren Der Fachhändler spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Click & Collect ist nicht nur ein Schlagwort, sondern bietet einen wichtigen Kundennutzen. Bisher spielte im Fachgeschäft die vorrätige Ware die Hauptrolle; ergänzend konnten Artikel hinzubestellt werden. Ab März 2017 haben die Fachhändler direkten Zugriff auf das Onlinelager und Kundinnen und Kunden maximale Auswahlmöglichkeit. Gleichzeitig stärken die Händler ihre Schlüsselposition im Verkaufsprozess: Werden bestellte Artikel ins Fachgeschäft geliefert, erfolgen Anproben, Produkteberatung und allfälliges Umtauschen direkt vor Ort. Zum Dienstleistungspaket gehören zudem das Anpassen und Montieren sowie ein regelmässiger Produkteservice.

FOTO : ZVG.

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Ab Frühling 2017 bietet Intersport seine Produkte auch online an

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Advertorial // SWISS

Achtmal aufgeschnappt

Von der Piste direkt ins Solbad

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Rivella Gold Edition Seit 40 Jahren sind Rivella und Swiss-Ski Partner – das muss gefeiert werden! Zu diesem Jubiläum gibt es das sportliche Erfrischungsgetränk für kurze Zeit in einer Limited Gold Edition. Für ein paar Wochen kommen die Glasflaschen von Rivella rot und blau sowie die Rivella-Dose im GoldDesign mit Skirennfahrer daher. Markenbotschafter ist der amtierende Abfahrtsweltmeister Patrick Küng.

Nach einem aktiven Tag im Schnee, tut ein Bad im sprudelnden Salzwasser besonders gut – sei es um die müden Beine zu regenerieren oder den Köper wohlig zu wärmen. Möglich ist dies in den Ferienverein-Hotels in vier traditionellen Wintersportorten: Crans-Montana, Sils-Maria, Arosa und Wengen. Währendem in

Crans-Montana Skipass ab CHF 20.– pro Tag ab 2 Übernachtungen Sils-Maria Skipass für CHF 35.– pro Tag ab 2 Übernachtungen Arosa Winterwander- und Jasstage mit Monika Fasnacht vom 19. bis 26. März 2017

den Städten der Winter oft von Wolkendecken und Nässe geprägt ist, zeigt er sich in den Bergen von seiner schönsten Seite: weisse Landschaften, zugefrorene Seen, knirschender Schnee unter den Füssen, idyllische Ruhe. Winterträume werden in und rund um die vier Sport- und Familienhotels der Ferienverein-Gruppe wahr. Der Wellnessbereich mit Solbad 33 °C und die ausgewogene, regionale Küche runden das Ferienerlebnis ab.

Wengen Kinder unter 12 Jahren im Zimmer mit 2 Erwachsenen gratis Seit über vier Jahren wird Swiss-Ski von der Ferienverein-Hotelgruppe gesponsert. Davon profitieren auch die Mitglieder und ihre Begleitperson im gleichen Zimmer:

Advertorial // Salomon

Gewinne einen Skitag mit Weltmeister Patrick Küng! 2015 gewann Patrick die Goldmedaille an den Abfahrts- und Weltmeisterschaften in Vail/ BeaverCreek. Diesen Winter steht er bereit für die Titelverteidigung an der Heim WM in St. Moritz!

Gewinne einen Skitag im Frühling nach der Weltcupsaison mit dem derzeit amtierenden Weltmeister Patrick Küng und teste dabei die neuen Ski von Salomon! Registriere dich jetzt unter: www.snowactive.ch/wettbewerb und beantworte die folgende Frage in den Bemerkungen. Mit etwas Glück bist du bald mit einem Weltmeister auf der Piste! Frage: Wie heisst der neue Slogan von Salomon? Time to Play oder Time for sport

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5 Nächte bleiben und 4 Nächte bezahlen 10. bis 26.12.2016 7 Nächte bleiben und 6 Nächte bezahlen 2.1. bis 18.2.2017, 4.3. bis 2.4.2017, 3.6. bis 15.10.2017 Gültig für Neubuchungen mit Halbpension mit dem Code «Swiss-Ski» direkt

beim gewünschten Hotel. Nach Verfügbarkeit des beschränkten Kontingents. Nicht kumulierbar. Weitere Infos www.ferienverein.ch/ swiss-ski

FOTO: PHOTO FERIENVEREIN/ FE R IE NVE R E IN

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SWISS und Skistars erleben gemeinsame Höhenflüge Drei Fragen an Bernhard Christen (Head of Marketing, SWISS) Am 6. Februar fällt der Startschuss zu den FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2017 in St.Moritz, die bis am 19. Februar ausgetragen werden. Für den wintersportlichen Grossanlass fungiert SWISS als offizielle Airline und wird sich unter anderem mit der Verlosung von Fluggutscheinen und von Eintritt-Tickets für die Ski-WM engagieren. Vor Ort werden die charmanten SWISS Cabin Crew Mitglieder an den offiziellen Siegerehrungen assistieren und sich in der SWISS Athletes Lounge um das Wohl sämtlicher Athleten kümmern.

Die Partnerschaft von SWISS und der Ski-WM wird bereits im Vorfeld tüchtig zelebriert. Am Wochenende vom 14./15. Oktober schlüpften Skiathleten von Swiss-Ski anlässlich eines «Fly the Mile» für einmal in andere Rollen – behielten ihren Skidress aber an. Die Zukunftshoffnungen im Slalom, Michelle Gisin und Justin Murisier sowie Abfahrtspezialist Patrick Küng und Slalomcrack Denise Feierabend unterstützten auf zwei SWISS Flügen die Kabinencrew tatkräftig bei der Gästebedienung. Die rund 440 Fluggäste, die auf den beiden Flügen überrascht wurden, staunten nicht schlecht, als sich die Skistars auf den Flügen von Palma

Wieso engagiert sich SWISS als Partner im sportlichen Bereich? Die Schweiz ist ein Land von Sportlern. Als Fluggesellschaft der Schweiz wollen wir ihnen daher an den wichtigsten Höhepunkten des Schweizer Sportgeschehens emotionale Momente bieten.

de Mallorca beziehungsweise Malaga nach Zürich unter die Flight Attendants mischten. Nebst dem Getränkeausschank verteilten die Athleten auch Startnummern-Trikots sowie Tickets für die Ski-WM an alle Gäste. Selbstverständlich signierten sie auf Wunsch auch die verteilten Startnummern – und praktisch keines blieb unbeschriftet! Die Fluggäste – klein und gross – stiegen mit einem Lächeln aus dem Flugzeug. Die FIS Alpine World Ski Championship 2017 ergänzt bereits bestehende Partnerschaften, die SWISS im Sportbereich betreibt. Im Wintersportbereich

unterstützt die Airline seit 2012 die internationalen Lauberhornrennen in Wengen. Seit Mai 2015 heisst das Heimstadion des EHC Kloten offiziell SWISS Arena. Weiter kommen wichtige Sportveranstaltungen wie das Omega European Masters Crans-Montana sowie das Weltklasse Zürich oder Swiss Athletics dazu. Auch auf nationaler Ebene engagiert sich SWISS stark und ist offizielle Fluggesellschaft von Swiss Ice Hockey, dem Schweizer Handballverband, Swiss Olympic und Swiss Paralympic sowie dem Schweizerischen Fussballverband. V I N ZE N Z VA N D E N B E R G

Was bewegt Sie dazu, nun auch die FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St.Moritz als Partner zu unterstützen? Wir wollen unser Engagement in der Schweizer Sportszene festigen und freuen uns, nun auch ein wesentlicher Bestandteil des grössten WintersportEreignisses in unserem Land zu sein. Mit unserer Unterstützung möchten wir dem Event mit internationaler Ausstrahlung zu weiteren Höhenflügen verhelfen. Was bewegt SWISS dazu, solche Aktionen wie Fly the Mile zu organisieren? Passion für Höchstleistungen, Teamgeist und die Liebe zum Detail sind Attribute, die SWISS mit dem Sport verbindet. Diese Aspekte sind im Flugbetrieb wie auch im Sport unerlässlich für Erfolg. Bei Aktionen wie Fly the Mile können Sportler und Kabinencrew beweisen, wie gut sie zusammen harmonieren und es entsteht eine schöne Verbindung beider Partner, die den Gästen Freude bereitet und in Erinnerung bleibt. DEZEMBER 2016

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Service // Medizin

Service // Medizin

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ei 34 000 Skifans schlägt die Begeisterung auch dieses Jahr plötzlich in heftigen Schmerz um. Die gewaltige Zahl an Skiverletzten ist nach den SUVA-Statistiken in den letzten Jahren konstant geblieben. Rund 26 000 Skifahrer und 7500 Snowboarder werden sich bis Ende Saison verletzen. Die Verletzungen sind in der Regel schwerer Natur. Rund CHF 7300.– kostet im Durchschnitt ein verletzter Skifahrer die Versicherung, CHF 4100.– ein verletzter Snowboarder. Nicht nur in den Fallkosten und damit im Schweregrad unterscheiden sich die beiden Sportarten. Auch das Verletzungsmuster ist unterschiedlich. Am häufigsten verletzt sich der Skifahrer mit 42% Wahrscheinlichkeit an der unteren Extremität. Das ist beim Snowboarder mit 24% nur rund halb so häufig der Fall. Dafür ist die obere Extremität mit 40 zu 33%, der Kopf mit 11 zu 8%, die Wirbelsäule mit 8 zu 4% und Rumpf/Gesäss/Rücken mit 16 zu 11% beim Snowboarder häufiger betroffen als beim Skifahrer. Die dadurch verursachten volkswirtschaftlichen Kosten von jährlich CHF 270 Mio. sind gewaltig. Als begeisterter Schneesportler lassen mich statistische Zahlen kalt. Ich möchte nur eines: verletzungsfrei durch die Saison kommen! Das Wichtigste in der Verletzungsprävention ist die körperliche Fitness. Beherrsche ich meine Skier oder mein Brett in jeder Situation, werde ich eher unfallfrei durch den Winter kommen. Mit dem physischen Aufbau, das wissen wir alle, muss ich spätestens im Sommer gestartet haben. Wer heute nicht fit ist, wird es auch an den frisch verschneiten Weihnachtstagen nicht sein. Will ich dann gesund ins neue Jahr rutschen, gilt nur eines: ich muss mein Risikoverhalten so verändern, dass ich, wenn nicht sturzfrei, so mindestens verletzungsfrei fahre.

Unfallfrei

Dafür muss ich folgende Rahmenbedingungen einhalten:

durch die Skisaison

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FOTO: B& S STOCKIMAGE

Die WM-Saison 2016/17 ist fulminant gestartet. Lara Gut gewinnt überlegen gleich das erste Weltcuprennen am steilen Eishang des Rettenbach-Gletschers in Sölden. Die prächtigen Bilder mit blauem Himmel und stiebendem Schnee gehen rund um die Welt. Fasziniert haben sie vor allem auch die treuen Skifans in der Schweiz. Gleich millionenfach werden viele von ihnen auch dieses Jahr ihre schnellen Boards oder Skier anschnallen und begeistert die Pulverhänge oder präparierten Pisten hinunterflitzen.

Optimales Material Optimal heisst nicht teuer. Optimal bedeutet, dass das Material auf meine Fitness-Konstellation, meine technischen Fähigkeiten und die Pistenbedingungen bestmöglich abgestimmt ist. Weiter, dass die Bindung richtig eingestellt ist und ich nicht mit zerkratzten, stumpfen Kanten über Eisplatten rutschen muss. Fahrgeschwindigkeit anpassen Gutes Material und flach planierte Pisten verleiten zu schnellem Fahren. Wer mit 50 km/h unterwegs ist, hat einen Reaktionsweg von zwölf Metern! Bis ich überhaupt fähig bin, meine Fahrgeschwindigkeit zu ändern oder abzubremsen, bin ich bereits zwölf Meter ge-

SCHNEESPORTUNFÄLLE Verletzte Körperteile (Hauptdiagnose)

(Fälle in %, gerundet) Quelle: UVG-Statistik, NBUV & UVAL, 2010–2014, Hochrechnung aus Stichprobe SSUV

radeaus weitergedonnert. Auf den recht gefüllten Pisten sind Beinahe-Kollisionen an der Tagesordnung. Etwa 4–8% der Schneesportunfälle geschehen aufgrund von Kollisionen mit anderen Personen. Zahlenmässig tönt das nach wenig. Diese Unfälle sind in der Regel aber sehr heftig und die Verletzungen sind sehr schwer. Kein Alkohol Was Alkohol für die Fahrtüchtigkeit bedeutet, weiss jeder vom Autofahren her. Da beim Skisport im Gegensatz zum Auto nicht nur der Geist, sondern auch der Körper stark gefordert ist, gilt, nach Alkoholgenuss sich doppelt vorsichtig talwärts zu bewegen oder besser ganz auf Alkohol zu verzichten. Tageszeit beachten Die häufigsten Unfälle passieren zwischen 11.00–12.00 Uhr und zwischen 14.00–16.00 Uhr. Dann sind am meisten Schneesportler auf den Pisten und das Verletzungsrisiko ist entsprechend grösser. Gegen Ende des Tages wird man zunehmend körperlich müde und die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Blaue und rote Pisten sind nicht ungefährlich Auf den schwarzen Pisten passieren nur 7% der Unfälle, während auf den blauen und roten Pisten je 45% aller Unfälle geschehen! Leichte Pisten dürfen nicht zu schnellem, unkontrolliertem Fahren verleiten!

Alter schützt vor Torheit nicht Ältere Männer sind fast gleich schnell wie die Jungen auf der Piste unterwegs. Die Unfallwahrscheinlichkeit ist beim 45- bis 59-jährigen Skifahrer entsprechend mit 38 zu 21% fast doppelt so hoch wie beim 15- bis 29-jährigen. Will ich auch im fortgeschrittenen Alter verletzungsfrei durch die Saison kommen, passe ich meine Geschwindigkeit an, auch wenn ich glaube, immer noch ein junges Skihäschen zu sein. Skifahren ist ein wunderschöner Sport – wenn wir gewisse Leitplanken beachten, können wir ihn verletzungsfrei geniessen. Grundvoraussetzungen sind körperliche Fitness und adaptiertes Risikoverhalten. DR. ME D. W ALT E R O . FRE Y CHE FARZ T SW ISS-SK I L E I T E N DE R ARZ T B ALGRIST MO V E > ME D Z Ü RICH

DANK Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport, Suva, für die Unterstützung mit statistischen Daten und deren Interpretation

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Sci Svizzera italiana

A ltro stop per Nicole Gasparini RACETIGER SPEEDWALL SL UVO UNCOMPROMISINGLY

RADICAL Brut Br utto to infforrtuni nio pe per la la dic i ia iann nnov nn oven ven nne ne di Ca C adr adr dro sp pec ecia ia ali list s a dell st deell l e go gobb bbe ch bbe bb che, che, e dop po av verr vint vi nto la Cop opp pa a Eur urop opa a 2016 2016 20 6, ssii stava tava pre ta repa p pa ran ra rand nd do peer un na st s aggio one ne mon ondi dia di alle

l 2016 è senz’altro un anno da ricordare per Nicole Gasparini, diciannovenne di Cadro che, dopo aver vinto una tappa di Coppa Europa, si è in seguito confermata con altre vittorie aggiudicandosi infine la classifica generale nella disciplina delle gobbe. Per la luganese, che si è avvicinata a soli 9 anni a questo sport, partecipando a uno stage organizzato al Centro sportivo nazionale di Tenero (nel 2006), si è trattato di un traguardo inaspettato, dato che solo dodici mesi prima, a fine 2014, aveva subito la rottura dei ligamenti crociati del ginocchio. Terminata la lunga rieducazione, la ticinese è però tornata in pista, più forte e determinata che mai: «Sono stati dei momenti difficili e durante le prime uscite credevo sarebbe stato bello ritrovare il feeling, ma avevo spesso dei dolori che hanno generato molti dubbi. Poi, però, con l'inizio delle gare c'è stata la svolta. Sicuramente senza i medici, i fisioterapisti e gli allenatori non avrei raggiunto questo traguardo e colgo l'occasione per ringraziarli». A inizio ottobre 2016, però, ecco un’altra brutta notizia: strappo al ligamento crociato sinistro (nel 2014 fu il destro) e stagione conclusa. Infortuni e freestyle, per forza un binomio indissociabile? «Gli infortuni, si sa, fanno parte del gioco. Un infortunio non arriva mai al momento giusto, soprattutto per uno sportivo, ma è incredibile quanto si possa imparare da questi momenti

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difficili, come per esempio la capacità di ascoltare il proprio corpo oppure la pazienza». Che cosa ha portato una sportiva di Cadro a uno sport invernale? «Sin da piccoli i nostri genitori hanno sempre portato me e i miei fratelli a sciare. È uno sport che ci è sempre piaciuto. Ma l'interesse per il freestyle è arrivato dopo le Olimpiadi del 2006 a Torino, quando Andrea Rinaldi ha aperto la scuola di freestyle in Ticino». L’anno scorso hai vinto la Coppa Europa, quali i tuoi nuovi obiettivi? «Questa prossima stagione avrei dovuto gareggiare in Coppa del mondo. Sarebbe stato il primo anno e il mio obbiettivo era di centrare la top 20, di conoscere le piste e anche di cercare dei risultati in vista dei Giochi Olimpici, ma ormai dovrò pensare alla riabilitazione.

L'altra volta sono riuscita a rientrare più in forma di prima e dunque credo di potercela fare ancora. L'anno prossimo avrò molte meno gare per un'eventuale qualificazione ai Giochi, ma non voglio crearmi troppe aspettative, per me l'obiettivo ora è di lavorare per tornare in forma al 110%».

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Sei cresciuta nelle fila dello Sci club Airolo e della FSSI, poi anche in seno a Swiss-Ski. Come valuti la struttura formativa in svizzera? «Negli ultimi anni alcuni miei compagni di Nazionale e di Federazione, come Marco Tadé e Deborah Scanzio, hanno raggiunto ottimi risultati, questo significa che la struttura formativa è buona. È un peccato che spesso dobbiamo allenarci al di fuori della Svizzera, in Ticino i punti di riferimento sono Prato Leventina e Airolo, dove purtroppo, a causa della poca neve a inizio stagione, spesso non si possono svolgere allenamenti».

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Cosa fa Nicole Gasparini quando non scia? «Quando non scio mi piace stare in compagnia dei miei amici, leggere un buon libro e andare a tifare l'Hockey club Lugano. Inoltre, quando non scio, cerco di dedicarmi anche alla mia formazione». E L I A S T A MP A NO N I

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Zur Teilnahme an den Verlosungen im Magazin ÂŤSnowactiveÂť ist jede in der Schweiz und Liechtenstein wohnhafte Person berechtigt, unter Ausschluss der Mitarbeitenden von ÂŤSnowactiveÂť, Swiss-Ski sowie Prosell AG, deren PartnerďŹ rmen und der beauftragten Agenturen. Die Teilnahmefrist wird fĂźr jeden Wettbewerb separat deďŹ niert.

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Dein Ziel ist unser Ziel.

Sofortgewinner werden mit Hilfe eines Zufallsalgorithmus ausgelost und umgehend benachrichtigt. Die Ziehung des Hauptpreises erfolgt nach Ablauf der Teilnahmefrist. Nur korrekte und vollständige Angaben von Zustellungsdaten (Name, Adresse, Ort) berechtigen zur Preiszustellung. Die Preise werden den Gewinnern per Post an die angegebene Adresse zugestellt. TeilnahmemÜglichkeiten: Post und E-Mail.

Es ist weder eine Barauszahlung noch ein Umtausch der gewonnenen Preise mÜglich. Die Teilnehmer willigen ein, dass die ßbermittelten Daten durch Snowactive und deren Partner fßr Marketingaktivitäten weiterverwendet werden kÜnnen.

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PS. Zu blöd? Der andere Athletenweg

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ara Gut brachte es beim Weltcup Opening in ihrer pragmatischen Art auf den Punkt: «In Sölden wird immer eine Riesen-Show aufgeführt. Manchmal geht fast vergessen, dass am Samstag ein Rennen ist.» Sie rief dann nachhaltig in Erinnerung, dass eines stattfand. Die Events und Medienkonferenzen folgen sich Schlag auf Schlag. Die Agenda am Donnerstag: 15.30 Uhr Head mit Lara Gut, Fenninger, Svindal, Ligety, etc. 17.00 Swiss-Ski und der ÖSV. 17.30 Rossignol mit Henrik Kristoffersen. 18.30 Tina Maze, gleichzeitig Mikaela Shiffrin. Während die Amerikanerin im Foyer der EdelHerberge Bergland Interviews gibt, verabschiedet sich eine der grössten Skifahrerinnen aller Zeiten in einer Art Luftschutzkeller vom Rennsport. Stickige Luft zum Abbeissen. Aber die Schlagzeilen gehörten einem, der gar nicht im Einsatz stand. Eine Video-Konserve von Patrick Küng, aufgenommen vor Wochen an einer «Audi-Road-Show», geisterte als Rundumschlag gegen die FIS durch die Medien. Selbstkritik inbegriffen: «Wir sind zu blöd, um gemeinsam etwas zu bewirken.» Es ging um zu tiefes Preisgeld, überflüssige Kombination, Marketing- und TV-Mängel. Ein paar Tage später relativierte der AbfahrtsWeltmeister seine Aussagen auf Facebook: «Ich wollte niemand beleidigen und kritisieren.» Aber die Punkte waren angesprochen. Nennen wir sie mal Denkanstösse und Diskussionsansätze. Selbstverständlich sollen sich die Ath-

Richard Hegglin war als Agenturjournalist während vier Jahrzehnten für den Skisport unterwegs und sass 20 Jahre im FIS-Weltcup-Komitee. Heute schreibt er für Snowactive und diverse Tageszeitungen.

leten Gedanken über ihren Sport machen. Sie müssen sogar. Der Skisport gehört nicht der FIS, nicht Swiss-Ski, sondern uns allen. Und in der Tat erlebte er schon bessere Zeiten. Ein Selbstläufer ist er nicht mehr. Er steht im harten Verdrängungskampf mit konkurrierenden Sportarten. Da ist jede gute Idee gefragt, egal ob sie von Funktionären, Medien – oder den Athleten stammt. Vor allem ihre Meinungen sind elementar, auch wenn sie naturgemäss auseinanderdriften. Wie etwa bei der Kombination, die Küng abgeschafft haben möchte. Dazu als Hinweis: Die Renaissance der Männer-Nationalmannschaft im letzten Jahrzehnt nach über 1000 sieglosen Tagen ist durch die Kombination begünstigt worden. Der damalige Chef Martin Rufener war extrem interessiert daran. Mit vielseitigen Fahrern wie Silvan Zurbriggen, Daniel Albrecht, Marc Berthod und auch Didier Défago, die alle in Abfahrt und Slalom beachtliche Resultate zeigten. Und es sei daran erinnert: Auch Patrick Küng holte seine ersten Weltcuppunkte in der Kombination, als 19. in Wengen, gleich bei seinem Weltcup-Debut. Dass indes einer wie Didier

Cuche kein Freund der Kombination war, liegt auf der Hand. Ohne Kombinationen wäre er Weltcup-Gesamtsieger geworden. Dieser Didier Cuche wäre einer, der Küngs Vision von Athleten-Mitsprache in wichtigen Gremien umsetzen könnte. Als Ehemaliger steht er inzwischen über der Sache. Ein Aktiver ist immer Partei. Ihr, lieber Paddy, seid nicht zu blöd, aber behaftet mit Interessenkonflikten. Das ist die Crux. Blöd, und zwar total blöd, war jedoch etwas anderes. Als Didier Cuche in Sotschi für die olympische Athletenkommission kandidierte, bewarben sich noch vier andere Alpine um die zwei zu vergebenden IOC-Sitze: Kilian Albrecht, Tanja Poutiainen, Ana Jelusic und Sarka Zahrobska. Die Konsequenz: Sie nahmen sich gegenseitig Stimmen weg, Cuche wurde mit knappem Abstand Dritter. Gewählt wurde neben der Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen die kanadische Eishockeyspielerin Hayley Wickenheiser... Vielleicht bekommt Cuche eine zweite Chance und rutscht für Björndalen nach, der als Immer-noch-Aktiver kaum Zeit fürs IOC hat. In der «Task Force 2026» von Swiss Olympic sitzt Cuche schon. Und im FIS-Council, in dem mit Jessica Lindell-Vikarby erstmals ein Athlet bzw. eine Athletin Einsitz nimmt, hätte man ihn sich ebenfalls vorstellen können. Das ist der Weg, wie Athleten etwas bewegen können. Für den anderen, den sportlichen Athletenweg, ist Stéphane Cattin zuständig (siehe Interview).

FUNKTIONIERT NICHT NUR AUF DER PISTE

IMPRESSUM Snowactive Dezember 2016, 50. Jahrgang; erscheint 6-mal jährlich ISSN 1661-7185 Herausgeber und Verlag Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd, Telefon 062 858 28 20, Fax 062 858 28 29 in Kooperation mit Swiss-Ski, Postfach, 3074 Muri, Telefon 031 950 61 11, Fax 031 950 61 12 Redaktion Snowactive Zuchwilerstrasse 21, 4501 Solothurn, Telefon 058 200 48 28 Verlagsleitung Wolfgang Burkhardt Redaktionsausschuss Joseph Weibel (Leitung; j.weibel@snowactive.ch), Röbi Brandl, Wolfgang Burkhardt, Erika Herzig (Leitung; erika.herzig@swiss-ski.ch), Regula Lazzaretti (regula.lazzaretti@swiss-ski.ch), Annalisa Gerber (Sponsoring; annalisa.gerber@swiss-ski.ch)

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Fotoredaktion Erik Vogelsang Inserate Prosell AG, Schönenwerd, Rebekka Theiler (r.theiler@prosell.ch), Wolfgang Burkhardt (w.burkhardt@prosell.ch) Übersetzungen Thierry Wittwer, Semantis Konzept, Design und Produktionsverantwortung Brandl & Schärer AG, Olten, Röbi Brandl, Kurt Schärer Aboservice Prosell AG, Schönenwerd, info@prosell.ch, Telefon 062 858 28 28 Jahresabonnement CHF 49.– für ein Jahr, CHF 89.– für zwei Jahre (inkl. MwSt.) Copyright Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd Nachdruck Nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet www.snowactive.ch, feedback@snowactive.ch, info@snowactive.ch

Adressänderungen Alte und neue Adresse an Swiss-Ski, Postfach, 3074 Muri, Telefon 031 950 61 11, Fax 031 950 61 12

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