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Der Newsletter für Kapitalanleger. Mit Wissen zu Werten.

# 04 2015

Börsenpflichtblatt der Börsen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart

# 04  2015

Koenig & Bauer AG

Wieder im grünen Bereich Seite 8

Inditex

Der spanische Modekönig Seite 12

FINDE UNS AUF FACEBOOK www.facebook.com/ AnlegerPlus

Aurubis AG

Fitnessprogramm für das 150-Jährige Jubiläum Seite 26

Kurzmeldungen

Nebenwerte

Realdepot

Was Anlageprofis erwarten | Außerplanmäßige Index-Anpassung | ETF-Jubiläum | Der ETF-Markt im März 2015

Merkur Bank KGaA Krones AG

IFA AG: Gute Zahlen bleiben Nebensache


EDITORIAL

HV-Saison! Liebe Leserinnen und Leser,

20. & 21. Mai 2015 The Charles Hotel – Rocco Forte Hotels Sophienstraße 28 80333 München m:access-Forum am 20. Mai 2015 und MC Services HealthCare Forum am 21. Mai 2015 Anmeldung und Informationen auf www.mkk-investor.de

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mit dem Ende der Osterferien startet die HV-Saison in die heiße Phase. Allein sieben DAX-Werte sind in den verbleibenden April-Tagen an der Reihe, im Mai folgen weitere 17 Unternehmen aus der ersten deutschen Börsenliga. Doch damit nicht genug: Insgesamt stehen bis Ende Mai über 200 Aktionärstreffen auf dem Programm, das bedeutet, dass in diesem Zeitraum etwa ein Viertel aller börsennotierten Gesellschaften ihre HV abhält.

ganz unter dem Zeichen des Germanwings-Absturzes vom März dieses Jahres. Dabei hatte das Unternehmen eine große Feier zum 60. Unternehmensgeburtstag geplant. Diese wurde abgesagt. Immer wieder spannend sind die Aktionärstreffen der Deutschen Bank AG. Prägten in den letzten Jahren vorwiegend Skandale die Hauptversammlungsdiskussionen, dürften auf der diesjährigen HV (21. Mai) die Restrukturierungspläne im Mittelpunkt stehen. So wurde mehrfach kolportiert, dass sich das deutsche Geldhaus von seinem Privatkundengeschäft trennen könnte. Möglich wäre auch ein Verkauf der Tochter Deutsche Postbank. Ganz neu auf dem Börsenparkett ist die amp biosimilars AG, die Ende März ihr Börsendebüt feierte und am 24. April gleich die erste Publikums-HV abhält. Für Neueinsteiger eine gute Gelegenheit, das Management kennenzulernen.

Ausschüttungen steigen Die Stimmung bei den meisten Hauptversammlungen wird sehr gut sein. Viele Aktien notieren auf Höchstständen, die Unternehmensgewinne und Dividenden steigen. So beglückt die Allianz SE (HV-Termin: 6.5.2015) ihre Anteilseigner mit einem Dividendenvorschlag in Höhe von 6,85 Euro je Aktie und sorgt damit für eine Dividendenrendite von rekordverdächtigen 4 %. Ebenfalls zu den Dividendenriesen gehört die Nürnberger Beteiligungs- AG, die bereits am 21. April zur HV einlädt und eine Dividende von 3 Euro je Aktie ausschütten möchte. Auf Basis des derzeitigen Aktienkurses von 79 Euro errechnet sich somit eine Dividendenrendite von 3,8 %.

SdK ist dabei Ein Großteil der jetzt anstehenden Versammlungen wird durch die Sprecherinnen und Sprecher der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. besucht. Dies gilt insbesondere für alle indexnotierten Unternehmen sowie für Gesellschaften, die besonders positiv oder negativ aufgefallen sind. Über interessante Versammlungen und Ergebnisse werden wir Sie in unseren Medien zuverlässig informieren, darauf können Sie sich verlassen!

Schwierige und interessante Versammlungen Doch nicht alle Hauptversammlungen geben zu Jubelarien Anlass. So steht die Versammlung der Lufthansa AG am 29. April

Daniel Bauer stv. Chefredakteur

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Technik Leben für das

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IR Partner AnlegerPlusNews  04 2015   3  


INHALT

IN ALLER KÜRZE

Investment & Strategie

Kurzmeldungen

6 Nebenwerte Merkur Bank KGaA Krones AG 8 KBA AG 10 Technische Analyse 12 Dividendenanalyse

Wissen 14 Wissenswertes über ETFs

BÖRSENTAG MÜNCHEN 16 Rückblick SdK Aktienforum

SdK EXTRA 24 BMW 26 HV-Bericht Aurubis AG 28 SdK-Mitteilung Ekotechnika GmbH 30 Realdepot

Rubriken 3 Editorial 4 In aller Kürze 32 HV-Termine 34 Impressum

Der n New ächste s ersc letter 13.0 heint a 5.20 m 1 5

4   AnlegerPlusNews  04 2015

Was Profis erwarten Laut einer Umfrage blicken Investoren zuversichtlich auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. Als Favoriten gelten die Aktien entwickelter Märkte. ETPs rücken dabei immer mehr in den Fokus. Der Anbieter ETF Securities befragte 446 professionelle Investoren im Zeitraum Januar bis Februar 2015 auf Konferenzen in Frankfurt, London, Paris, Mailand und Zürich zur ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und ihren Anlagestrategien. Zu den favorisierten Anlageklassen 2015 gehören demnach Aktien entwickelter Märkte, da die Investoren hier von einem robusten Wirtschaftswachstum in diesem Jahr überzeugt sind. Aufgrund der hohen Volatilität der Aktienmärkte ist die Diversifikation des Portfolios aber weiterhin ein zentrales Thema für Investoren. Bei der Umsetzung der Anlagestrategien kommen auch immer häufiger ETPs zum Einsatz. Im Rahmen ihrer Diversifikationsstrategie setzen die Investmentprofis auch auf Rohstoffe. 40 % der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass sich Edelmetalle 2015 besser entwickeln werden als andere Rohstoffe. Fast die Hälfte aller befragten Investoren meint, dass sich der Goldpreis im laufenden Jahr zwischen 1.250 und 1.400 US-Dollar je Unze stabilisieren wird. Vor allem italienische und Schweizer Investoren favorisieren dagegen eher Agrarrohstoffe. Auch das Thema Öl bewegt die Investoren natürlich. Dabei sehen die befragten Investoren eine mögliche Überproduktion als größtes Risiko für die weitere Preisentwicklung. Die befragten Investoren rechnen damit, dass eine mögliche Überproduktion den Ölpreis im Jahr 2015 am stärksten beeinflussen wird.

Außerplanmäßige Anpassung Seit dem 1.4.2015 sind die Aktien der TUI Group (ISIN DE000TUAG000) in Deutschland nur noch im Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet und dazu im Premiumsegment der Londoner Börse, dem FTSE 100. Wie berichtet (siehe AnlegerPlus, 1/2015, Print) fusionierten die TUI AG und ihre britische Tochter TUI Travel zur TUI Group AG mit der Heimatbörse in London. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Indizes MDAX und SDAX. Denn die TUI-Aktie verlässt den MDAX. Für den Touristikkonzern rückte dort die Aktie der CTS EVENTIM (ISIN DE0005470306) aus dem SDAX nach, wie die Deutsche Börse mitteilte. Der freigewordene Platz im SDAX wurde an die Westgrund AG (ISIN DE000A0HN4T3) vergeben. Der nächste Termin für die ordentliche Überprüfung der Indizes der Deutschen Börse findet am 3.6.2015 statt.

Beliebt bei Privatanlegern Der Orderbuchumsatz der Wertpapierbörse Tradegate Exchange lag im März 2015 bei 9,1 Mrd. Euro im Vergleich zu 5,0 Mrd. Euro im März des Vorjahres. Der umsatzstärkste deutsche Titel im März war an der Privatanlegerbörse Tradegate Exchange die Daimler AG (509 Mio. Euro), gefolgt von VW (300 Mio. Euro) und der Allianz (294 Mio. Euro). International lag die Apple-Aktie in der Gunst der Privatanleger vorne, mit 361 Mio. Euro Handelsumsatz platzierte sich der Titel weit vor Airbus (152 Mio. Euro) und BB Biotech (147 Mio. Euro).

Jubiläum Vor 15 Jahren startete die Deutsche Börse mit ihrem XTF-Segment auf Xetra als erste europäische Börse den Handel mit Exchange Traded Funds (ETFs). Am 11.4.2000 wurden zunächst zwei ETFs auf den EURO STOXX 50 und STOXX Europe 50 auf Xetra gehandelt. Heute sind über das XTF-Segment der Deutschen Börse 1.057 ETFs von 19 Anbietern handelbar. Das verwaltete ETF-Vermögen beläuft sich aktuell auf ca. 332 Mrd. Euro. Laut Angaben der Deutschen Börse laufen etwa 33 % der börslichen ETF-Handelsumsätze in Europa über Xetra, in Deutschland sind es ca. 92 %. Im vergangenen Jahr erzielte der iShares Core DAX UCITS ETF das größte Handelsvolumen im XTF-Segment, der monatliche Handelsumsatz lag durchschnittlich bei 1,2 Mrd. Euro.

Der ETF-Markt im März 2015 Die globale ETP-Branche freute sich im März 2015 erneut über kräftige Zuflüsse, auch auf dem europäischen ETF-Markt wurden deutliche Zuflüsse verzeichnet. Weltweit betrugen die Mittelzuflüsse in die ETP-Branche laut einer Mitteilung der Deutsche Asset & Wealth Management im März 34,2 Mrd. US-Dollar. Damit verwaltet die Industrie jetzt insgesamt 2,8 Billionen US-Dollar. Der europäische ETF-Markt führt den erfreulichen Trend des Vormonats fort und verzeichnet mit 7,5 Mrd. Euro auch im März hohe Zuflüsse. Seit Jahresanfang flossen in den europäischen ETF-Markt 29 Mrd. Euro an Anlegergeldern, das entspricht bereits zwei Dritteln der gesamten Zuflüsse des Jahres 2014. Auch im März konnte der Trend der Vormonate beobachtet werden, dass die Investoren vor allem auf europäische Aktien setzen. Die Zuflüsse in ETFs auf den europäischen Aktienmarkt betrugen 4,7 Mrd. Euro, wäh-

rend ETFs auf den US-Markt verkauft wurden (hier flossen im März 2015 2,1 Mrd. Euro ab). Sehr beliebt war auch der japanische Aktienmarkt. In entsprechende ETFs investierten die Anleger im vergangenen Monat 1,1 Mrd. Euro. Außerdem standen noch Strategie-ETFs, Produkte auf Small und Mid Caps sowie Short-ETFs auf der Favoritenliste der Investoren. ETFs auf Emerging Markets waren im März dagegen weniger gefragt, sie verbuchten Abflüsse von 582 Mio. Euro. Anzeige

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Bei den Renten-ETFs standen nach Angaben der Deutsche Asset & Wealth Management besonders Unternehmensanleihen im Fokus. Sie verzeichneten Zuflüsse von 2,3 Mrd. Euro. Rohstoff-ETPs konnten den positiven Trend seit Jahresanfang im März nicht weiterführen und verbuchten Abflüsse in Höhe von 306 Mio. Euro. Hauptsächlich dafür verantwortlich war, dass sich die Investoren von Edelmetall-ETPs trennten, vor allem GOLD-ETPS standen im März 2015 auf der Verkaufsliste, Anleger trennten sich von Beständen in Höhe von 688 Mio. Euro.

Gutes Jahr für den Mittelstand Laut einer Umfrage blicken 3.900 von Creditreform befragte Mittelstandsunternehmen optimistisch auf die konjunkturelle Lage. Mehr als die Hälfte der Befragten bewerteten die aktuelle die Geschäftslage mit „sehr gut“ oder „gut“. Darüber hinaus sind sie mit der Auftrags- und Umsatzentwicklung im letzten halben Jahr überwiegend zufrieden. 27,8 % der Befragten berichteten über höhere Auftragseingänge (Vorjahr: 26,8 %), ca. 19,4 % der Unternehmen hatten weniger Aufträge. Jedes vierte befragte Unternehmen (26,2 %) konnte seinen Umsatz im letzten halben Jahr erhöhen, obwohl ca. 23,1 % der Unternehmen Umsatzrückgänge angekündigt hatten. Auch der Arbeitskräftebedarf der mittelständischen Unternehmen ist in den letzten Monaten gestiegen, 22,8 % der Befragten gaben an, an Personal aufgestockt zu haben. Ein großer Teil des Mittelstands erwartet für die Zukunft weitere Umsatzsteigerungen, nur im Handel sind die Erwartungen etwas eingetrübt, was mit dem Mindestlohn zusammenhängen könnte. Aufgrund der guten Auftragslage steigt auch der Personalbedarf. Die Investitionsbereitschaft ist in allen Bereichen, mit Ausnahme des Handels, wieder gestiegen. Die positive Wirtschaftslage wirkt sich auch auf die Finanzierung des Mittelstandes aus. 20,9 % der Befragten meldeten höhere Gewinne. Der Anteil der Unternehmen, der Ertragseinbußen verzeichnete, hat sich verringert. Die Eigenmittelsituation der Mittelständler hat sich im Jahr 2014 gebessert. Nur 30,7 % der Befragten erklärten eine Eigenkapitalquote von weniger als 10 %, parallel verfügen etwa 30,8 % der Unternehmen über eine solide Eigenkapitalquote von über 30 %. (Vorjahr: 25,9 %).

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INVESTMENT & STRATEGIE

INVESTMENT & STRATEGIE

Nebenwerte – Unternehmensmeldungen 01 MERKUR BANK KGaA Erneutes Rekordergebnis weckt Dividendenhoffnung Mehrfach haben wir in der Vergangenheit die Aktie der Münchener MERKUR BANK KGaA (ISIN DE0008148206) besprochen und ein Kursziel von 10 Euro als erreichbar genannt. Bislang ist die Aktie aber nicht besonders gelaufen, und das, obwohl die Unternehmenszahlen stimmen. Ein deutlicher Kursanstieg sollte deshalb nur eine Frage der Zeit sein. Wachstum setzt sich fort Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte die MERKUR BANK ihren Rekordkurs fort. So konnte der Jahresüberschuss auf 3,6 Mio. Euro gesteigert werden, das Eigenkapital erreichte mit 73 Mio. Euro einen neuen Höchstwert. Diese Position ist von besonderer Bedeutung, denn damit ist die Bank auf dem besten Weg, die regulatorischen Anforderungen für „Basel III“ vorzeitig zu erreichen. Die Eigenmittelquote beträgt 10,38 % und unterstreicht die solide Aufstellung der MERKUR BANK. Der Provisionsüberschuss lag bei 9,8 Mio. Euro nach 9,3 Mio. Euro im Vorjahr, der Zinsüberschuss lag bei 21,2 Mio. Euro. Unter dem Strich bleibt eine Steigerung des Periodengewinns um 4,0 % auf 3,8 Mio. Euro, was einem Rekordergebnis je Aktie von 0,64 Euro entspricht. In allen vier Geschäftsfeldern erfolgreich Die MERKUR BANK agiert in vier strategischen Geschäftsfeldern, in denen sie im Jahr 2014 teilweise erneut Bestwerte vorlegte: Im Bereich der Bauträgerzwischenfinanzierung betrug das Neugeschäftsvolumen 660 Mio. Euro – eine weitere Steigerung des bisherigen Rekordergebnisses von 2013 um 140 Mio. Euro. Ebenfalls auf Rekordniveau bewegt sich das Neugeschäftsvolumen im Bereich der Leasingrefinanzierung in Höhe von 118 Mio. Euro (+12,8 %). Im stark wachsenden Privatkundengeschäft gelang eine Steigerung des Depotvolumens um 30 % auf 178 Mio. Euro. Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand wirkte sich auf die Entwicklung des Firmenkundengeschäfts aus. 46 Mio. Euro Neugeschäft im Jahr 2014 stehen 52 Mio. Euro aus dem Vorjahr gegenüber. „Hier haben wir bewusst mit Augenmaß gehandelt und auf Geschäfte mit hohem Risikopotenzial verzichtet. Dennoch ist es uns gelungen, unseren Wachstumskurs fortzusetzen“, lässt sich der persönlich haftende Gesellschafter, Dr. Marcus Lingel, zitieren.

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02 KRONES AG 100-Euro-Marke geknackt

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Geschäftsführung eine weiterhin schwierige Marktlage durch die Fortsetzung des Niedrigzinses und einen verschärften Wettbewerb. „Wir wollen unserer Unternehmensstrategie entsprechend weiterhin beständig und konservativ handeln und in allen Geschäftsfeldern moderat wachsen. Ganz besonders im Privatkundengeschäft wollen wir die Konsolidierungsphase einiger Wettbewerber nutzen“, so Lingel. Dividendenfrage offen Für Aktionäre besonders wichtig ist die Frage nach der Dividende. Bislang hatte die MERKUR BANK keine nachhaltige Ausschüttungspolitik kommuniziert und die Anteilseigner mit der vorgeschlagenen Dividendenzahlung regelmäßig überrascht. Doch das könnte anders werden, wie Lingel im Rahmen der kürzlich abgehaltenen Bilanzpressekonferenz andeutete. Zwar muss der Aufsichtsrat einem Strategiewechsel bei der Ausschüttung noch zustimmen, doch es deutet sich an, dass die Merkur-Bank-Aktionäre für das abgelaufene Geschäftsjahr mehr als die im Vorjahr bezahlten 0,20 Euro je Aktie erhalten könnten. Aktie bleibt interessant Nicht zuletzt deshalb bleibt die Merkur-Bank-Aktie aus unserer Sicht weiterhin interessant. Auf dem aktuellen Kursniveau von 6,30 Euro errechnet sich ein KGV von unter 10, selbst bei einer zum Vorjahr unveränderten Dividende von 0,20 Euro ergibt sich eine Dividendenrendite von über 3 %. Das mittelfristige Kursziel bleibt bei 10 Euro bestehen, das Stop-Loss-Limit von 5,70 Euro ebenfalls. Maximilian Fischer

MERKUR BANK (ISIN DE0008148206)

Krones AG (ISIN DE0006335003)

Vor etwa einem Jahr hatten wir bei Kursen von etwa 70 Euro zuletzt auf die Aktie der Krones AG (ISINDE0006335003) hingewiesen und ein Kursziel von „80 Euro und mehr“ in Aussicht gestellt. Mittlerweile hat der Aktienkurs des MDAX-Unternehmens bereits die 100-Euro-Marke überschritten, doch die Rally könnte durchaus noch weitergehen. Umsatzziel übertroffen Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Krones einen Umsatz von 2,95 Mrd. Euro verbuchen, ein Anstieg von 4,9 % gegenüber dem Vorjahr und damit deutlich mehr als das angestrebte Umsatzwachstum von 4 %. Krones profitierte dabei von seinem breiten Produkt- und Dienstleistungsangebot sowie der internationalen Aufstellung. Positiv wirkte sich die starke Wettbewerbsposition des Unternehmens in den Schwellenländern aus. Der Umsatzanteil, den Krones in den Emerging Markets erwirtschaftete, kletterte von 58,2 % im Vorjahr auf jetzt 60,4 %. Noch deutlicher als das Umsatz- zeigt sich das Ergebniswachstum. So kletterte das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 13,1 % auf 191,8 Mio. Euro, nach Steuern ergibt sich für 2014 ein Anstieg von 13,6 % auf 135,7 Mio. Euro. Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 4,30 Euro (Vorjahr: 3,84 Euro).

Quelle: TraderFox Börsenwerte, www.traderfox.de | Kurs am 16.4.2015: 101,40 Euro

dem handelt es sich bei Krones um ein Familienunternehmen, die Familie Kroneseder hält mehr als 50 % der Aktien und steuert Krones souverän. Wir erhöhen unser Kursziel für die Krones-Aktie auf 120 Euro und ziehen das Stop-Loss-Limit zur Gewinnabsicherung auf 90 Euro nach. Maximilian Fischer

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Weiteres Wachstum angestrebt Auch für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich der Vorstand zuversichtlich, Umsatz und Ergebnis weiter steigern zu können. Auf Basis der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der Entwicklung der für Krones relevanten Märkte erwartet das Unternehmen für 2015 im Konzern ein Umsatzwachstum von 4 %. Die Ertragskraft des Unternehmens soll im laufenden Jahr erneut steigen. So prognostiziert Krones, dass 2015 die EBT-Marge auf 6,8 % zulegen wird. Damit kommt Krones dem Ziel von 7 %, das man sich bei der Auflage des Value-Programms mittelfristig gesetzt hatte, sehr nahe. Die dritte Zielgröße, den ROCE, will das Unternehmen im laufenden Jahr auf rund 17 % steigern. Aktie halten Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie vorschlagen. Damit gehört die Krones-Aktie nicht zu den Dividendenperlen, da sich auf dem aktuellen Kursniveau von 102 Euro eine überschaubare Dividendenrendite von 1,22 % errechnet. Doch es gibt gute Gründe, die Krones-Aktie weiter im Depot zu halten. So verfügt der Konzern über eine Nettoliquidität von über 200 Mio. Euro, Bankverbindlichkeiten drücken Krones keine. Zu-

Quelle: finanztreff.de, www.finaztreff.de | Kurs am 16.4.2015: 6,16 Euro

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INVESTMENT & STRATEGIE

Im Gegenzug setzt KBA zum einen auf den digitalen Rollendruck und zum anderen auf den Kartonagen- und Blechdruck, wo das Unternehmen zur weltweiten Nummer Eins avancierte. 80 % der Zuwächse stammen hier aus den Schwellenländern in Asien und Lateinamerika. Stark aufgestellt ist die Firma auch bei Siebdruckmaschinen für Hohlkörper aus Glas oder Plastik. Oder für das Drucken und Lackieren von Tafeln aus Blech und Aluminium. Im farbigen Wellpappen-Digitaldruck arbeitet KBA in Kooperation mit dem US-Konzern Hewlett Packard an einem Prototyp, der dieses Jahr am Standort Würzburg gebaut wird. Fit@All zahlt sich aus Mit dem Restrukturierungsprogramm Fit@All ist KBA einen harten Sanierungskurs gefahren. Die Produktionskapazitäten wurden deutlich verringert. Die Folge: Bis Ende 2015 werden 1500 Mitarbeiter und damit ein Viertel der ursprünglichen Belegschaft das Unternehmen verlassen haben. Die 60 Mio. Euro an Abfindungen, die im laufenden Geschäftsjahr noch anfallen, werden durch Bruttoeinsparungen von 100 Mio. Euro bei den Personalkosten mehr als kompensiert. Nach einem satten Minus von 138,1 Mio. Euro im Vorjahr erwirtschaftete KBA im Geschäftsjahr 2014 ungeachtet der hohen Kosten für die Umstrukturierung einen Vorsteuergewinn von 5,5 Mio. Euro. Die Bruttomarge schnellte von 14,4 auf 29,7 % nach oben. Dabei gingen die Umsatzerlöse von 1,1 auf 1 Mrd. Euro zurück. Dieser Trend zu höherer Profitabilität soll sich fortsetzen. Finanziell steht KBA ebenfalls auf gesunden Füßen. Der Free Cashflow war zuletzt mit 28,7 Mio. Euro weiter positiv. Und mit 208 Mio. Euro an Cashreserven hat KBA die liquiden Mittel, um selektive Zukäufe etwa im Verpackungsdruck zu tätigen.

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Wieder im grünen Bereich

Stefan Riedel

KOENIG & BAUER   Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (ISIN DE0007193500) hat seine drastische Umstrukturierung nahezu abgeschlossen. Neue Geschäftsfelder und internationale Expansion bringen das operative Geschäft wieder ins Rollen.

Branche im Umbruch Dabei hat die KBA-Aktie seit Jahresanfang bereits einen Kurssprung um 80 % hingelegt. Erster Auslöser für die neue Euphorie waren im Januar die vorläufigen Geschäftszahlen für 2014. Das detaillierte Zahlenwerk und der Ausblick sorgten Mitte März für den zweiten Kursschub. Doch ein Investment in KBA-Aktien hat seit jeher einen eher spekulativen Charakter. Das 1817 gegrün-

Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach Wertpapier-Kenn-Nummer 685 160 ISIN DE0006851603 Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, wir laden Sie zu der am Dienstag, dem 12. Mai 2015, um 10.30 Uhr im Dorfstadel, Barockstraße 23, 88410 Bad Wurzach/ APLNLSIHJOZ[H[[ÄUKLUKLUVYKLU[SPJOLU Hauptversammlung ein.

Überblick über die Tagesordnung 1. Vorlage des Jahresabschlusses 2014 2. Entlastung der Mitglieder des Vorstands 3. Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats

KOENIG & BAUER AG (ISIN DE0007193500 )

eniger Print, mehr Digital – die Neuausrichtung beim Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) spiegelt wie in einem Brennglas den gesamten Umbruch in der Medienbranche wider. Nachdem der letzte große Kostenblock für den Konzernumbau in der Bilanz des Geschäftsjahres 2014 eingebucht wurde, zeichnet sich jetzt eine deutliche Ergebnisverbesserung ab. Das verspricht weiteres Kurspotenzial.

Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung

dete Unternehmen mit Hauptsitz in Würzburg agiert einmal in einer äußerst zyklischen Branche. Und in den vergangenen Jahren musste sich KBA dazu auf den grundlegenden Wandel in der Medienwelt einstellen.

4. Wahl des Aufsichtsrats 5. Bestellung des Abschlussprüfers Als Aktionär der Saint-Gobain Oberland AG erhalten Sie in den nächsten Wochen über Ihr depotführendes Institut eine schriftliche Einladung zur Hauptversammlung, der Sie bitte alles Weitere entnehmen.

Inzwischen hat es die Firma geschafft, ihre frühere Abhängigkeit vom Rollenmaschinengeschäft zu verringern. Zwischen 2004 und 2014 ging der Umsatzanteil im Geschäftsfeld Rolle und Boden, der Maschinen für die Printindustrie liefert, von 65 auf 15 % zurück. Im selben Zeitraum stieg der prozentuale Anteil des Verpackungsdrucks von 25 auf 60 %. Die restlichen 25 % liefert das Geschäftsfeld Druckmaschinen für Wertpapiere. Im margenstarken Servicegeschäft soll sich der Anteil am Gesamtumsatz langfristig von zuletzt 23,4 auf 30 % erhöhen.

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de | Kurs am 16.4.2015: 18,51 Euro

Unter www.saint-gobain-oberland.de/hv können Sie die Einladung auch online abrufen.

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Bild: © KBA

Bad Wurzach, im März 2015 Saint-Gobain Oberland AG Der Vorstand


INVESTMENT & STRATEGIE

Euro/US-Dollar – wie gewonnen, so zerronnen

X $

TECHNISCHE ANALYSE  Seit fast einem Jahr befindet sich das Währungspaar Euro/US-Dollar in einem massiven Abwärtstrend, der den Wert in der Spitze bis an die Unterstützung bei 1,050 US-Dollar einbrechen ließ. uvor war Euro/US-Dollar im Januar 2015 unter das Tief des Jahres 2012 bei 1,204 US-Dollar eingebrochen und hatte damit ein langfristiges Verkaufssignal generiert. Mit dem Bruch dieser wichtigen Unterstützungsmarke ging eine deutliche Beschleunigung der Abwärtsbewegung einher und Euro/ US-Dollar fiel innerhalb weniger Wochen an die 1,106-US-Dollar-Marke zurück. Als diese Haltemarke Anfang März ebenfalls dem Ansturm der Bären zum Opfer fiel, gab es kurzfristig kein Halten mehr und das Währungspaar brach direkt bis 1,050 US-Dollar ein. Mitte März formierten sich die Bullen allerdings auf diesem Niveau und sorgten mit der Rückeroberung der 1,080-US-Dollar-Marke für den Auftakt einer kurzfristigen Erholung. Diese führte das Paar an die Hürde bei 1,106 US-Dollar zurück. Ein erster Ausbruchsversuch über die Marke scheiterte jedoch Ende März. Nach einer kurzen Korrektur an die 1,080-US-DollarMarke versuchten die Bullen in den ersten Apriltagen nochmals ihr Glück, konnten die Barriere bei 1,106 US-Dollar jedoch auch im zweiten Anlauf nicht überwinden. Damit bildete sich ein kurzfristiges bärisches Doppelhoch, das eine Trendwende nach unten signalisierte und mit dem Bruch der 1,080-US-Dollar-Marke in der vergangenen Woche aktiviert wurde. In den letzten Tagen setzte Euro/US-Dollar erneut an die 1,050-US-Dollar-Marke zurück und steht damit kurz vor der Fortführung des übergeordneten Abwärtstrends. Ausblick Zwar kann sich das Währungspaar zu Beginn dieser Woche etwas von seinem Ausverkaufstief lösen, doch allzu viele Hoffnungen sollte sich die Käuferseite nicht

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Euro (ISIN EU0009652759)

EUR/USD

(ISIN: EU0009652759)

Quelle: Godmode-Charting, 15.04.2015 Quelle: Godmode-Charting | Stand: 15.04.2015

machen: Solange das Devisenpaar unterhalb der 1,106US-Dollar-Marke notiert, ist die Baisse auf allen Zeitebenen intakt und jederzeit mit einem Unterschreiten der 1,050-US-Dollar-Marke zu rechnen. Tritt dieses Ereignis in den nächsten Tagen ein, käme es zu einem Abwärtsimpuls, der Euro/US-Dollar direkt bis zur 1,000-US-Dollar-Marke drücken dürfte. Damit wäre die Parität zwischen Euro und US-Dollar zwar erreicht, das Abwärtspotenzial des jüngsten Kurseinbruches jedoch noch nicht ausgeschöpft. Vielmehr könnte sich der Kursrückgang unterhalb der 1,000-US-Dollar-Marke bereits bis 0,965 US-Dollar und darunter bis 0,950 USDollar ausdehnen. Erst auf diesem Niveau kann mit einer mittelfristigen Bodenbildung und einer anschließenden, mehrwöchigen Erholungsphase gerechnet werden. Sollte es den Bullen dagegen gelingen, die Unterstützung bei 1,050 US-Dollar zu verteidigen

und für eine Erholung zu nutzen, wartet bereits bei 1,080 US-Dollar die nächste Hürde, die es zu überwinden gilt. An dieser Stelle könnten die Verkäufer wieder in das Geschehen eingreifen und Euro/USDollar auf neue Tiefs drücken. Steigt der Wert allerdings über die Marke an, käme es zu einer Ausweitung der Erholung bis an die massive Barriere bei 1,106 US-Dollar. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Gegenbewegung auf diesem Niveau ein Ende findet und der Abwärtstrend fortgesetzt wird, ist aktuell sehr hoch. Umso bullischer wäre es, falls ein Ausbruch über diesen signifikanten Widerstand erfolgen sollte. In diesem Fall wäre ein kurzfristiges Kaufsignal aktiviert und mit einer steilen Aufwärtsbewegung bis 1,155 US-Dollar und 1,164 US-Dollar zu rechnen.

INVESTMENT & STRATEGIE

DAX – wo soll das alles noch hinführen?

TECHNISCHE ANALYSE Mit dem Ausbruch über das damalige Allzeithoch bei 10.050 Punkten im Januar dieses Jahres setzten die Bullen den Grundstein für einen Aufwärtstrend, der jeder Beschreibung spottet und den Index bereits weit über die 12.000-Punkte-Marke angetrieben hat. usgangspunkt für diese enorme Kurssteigerung war eine Konsolidierungsphase knapp unter der 10.050-Punkte-Marke, die sich zum Jahreswechsel dreiecksförmig zuspitzte und damit für eine explosive Bewegung sprach. Der Funke sprang dann auch im Januar zugunsten der Bullen über und der DAX brach über die Rekordmarke aus. Es folgte ein geradliniger Anstieg, der erst bei knapp 11.000 Punkten von einsetzenden Gewinnmitnahmen abgebremst wurde. Die anschließende Korrektur fiel jedoch mit einem leichten Rücksetzer auf 10.552 Punkte sehr moderat aus und wurde mit dem Ausbruch über die 10.984-Punkte-Marke im Februar beendet. Die folgenden Wochen drängte der Markt fast kerzengerade in Richtung der 12.000-Punkte-Marke, die am 16. März erstmals erreicht und zugleich deutlich überschritten wurde. In der Spitze kletterte der Index innerhalb dieser Kaufwelle DAX (ISIN DE0008469008)

bis 12.219 Punkte und gönnte sich nach diesem neuen Allzeithoch eine kurze, aber relativ heftige Verschnaufpause: In einer zweigeteilten Gegenbewegung setzte der DAX bis in den Bereich kleinerer stabilisierender Zwischenhochs bei 11.600 Punkten zurück. Doch bereits Mitte März konnten die Bullen mit dem Anstieg über den Kreuzwiderstand bei 12.000 Punkten den nächsten Aufwärtsimpuls in die Wege leiten. Dieser führte zuletzt auch über das vorherige Rekordhoch und schraubte die Höchstmarke des DAX auf 12.390 Punkte. Ausblick Mit dem jüngsten Anstieg hat der DAX eine kleine Kurslücke im Bereich von 12.160 Punkten gerissen, die kurzfristig geschlossen werden dürfte, ehe der Index erneut in Richtung des aktuellen Allzeithochs ansteigen kann. Bei einem Ausbruch über 12.390 Punkte wäre faktisch ein weiteres Kaufsignal aktiviert. Allerdings liegen bereits bei 12.400 DAX

(ISIN: DE0008469008)

Quelle: Godmode-Charting, 15.04.2015

Tagesaktuelle Analysen zu den wichtigsten Basiswerten und Märkten sowie Trading-Services für verschiedenste Anlageinteressen finden Sie auf www.godmode-trader.de

und 12.420 Punkten rechnerische Kursziele, an denen der Index vorübergehend nach unten abprallen könnte. Die sichere Variante bei einem solchen Anstieg wäre es also, einen nachhaltigen Ausbruch über 12.420 Punkte abzuwarten, ehe man von einem signifikanten Signal sprechen könnte. Wird die Marke überwunden, stünde eine Fortsetzung der Rally bis 12.575 und 12.600 Punkte auf der Agenda. Auch diese charttechnische Kurszielregion wäre geeignet, den Ansturm der Bullen kurzzeitig zu unterbrechen und eine Korrektur auszulösen. Auf mittlere Sicht hätte ein Anstieg über 12.420 Punkte jedoch Aufwärtspotenzial bis 12.875 Punkte generiert. Entsprechend könnte der Index für den Fall, dass es zuvor nicht zu einer oberen Umkehrformation und damit einer Trendwende kommt, die Chance bis in die Nähe der 13.000-Punkte-Marke steigen. In der aktuellen Konstellation wäre eine Gegenbewegung bis 12.000 Punkte und gegebenenfalls bis 11.875 Punkte kein Anlass zur Sorge. An diesen Unterstützungen könnte der Markt jederzeit wieder nach Norden drehen und die Rekordjagd fortsetzen. Erst Abgaben unter 11.875 Punkte würden für eine mehrtägige Korrektur bis 11.619 Punkte sprechen. Hier könnte sich anschließend ein Boden ausbilden und die Rally in eine neue Runde gehen. Wird die Marke dagegen durchbrochen, hätten wir zum ersten Mal seit Monaten ein kleines Verkaufssignal, das auf Sicht einiger Wochen zu einer deutlicheren Abwärtsbewegung führen dürfte. Als Ziel einer solchen Zwischenkorrektur ist die massive Kreuzunterstützung bei 10.984 Punkten zu nennen. Thomas May GodmodeTrader.de

Quelle: Godmode-Charting | Stand: 15.04.2015

AnlegerPlusNews  04 2015   11  


INVESTMENT & STRATEGIE

INVESTMENT & STRATEGIE WISSEN

Inditex (ISIN ES0148396007)

weiteres Potenzial für Dividendensteigerungen.

Der spanische Modekönig DIVIDENDENANALYSE  Das Wachstum des Textilunternehmens Inditex (ISIN ES0148396007) mit seiner Hauptmarke Zara scheint ungebrochen. Insbesondere in den Schwellenländern sowie im Onlinehandel besteht noch viel Potenzial. Auch die Aktionäre profitierten von der bisherigen Entwicklung, sowohl bei der Dividende als auch beim Kurs. nditex eröffnete 1975 seinen ersten Laden im spanischen La Coruña. Heute betreibt Inditex weltweit ca. 6.700 Läden und beschäftigt ca. 137.000 Mitarbeiter. Allein 2014 wurden 343 neue Läden eröffnet. Unter Inditex operieren inzwischen insgesamt acht Marken, darunter Zara, Zara Home, Pull&Bear und Massimo Dutti. Kein Wunder also, dass der Inditex-Gründer Amancio Ortega heute Spaniens reichster Bürger ist. Inditex steigerte den Gewinn im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 5 % auf 2,5 Mrd. Euro und der Umsatz kletterte um 8,3 % auf 18,12 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Fläche lag das Umsatzplus im Vorjahresvergleich bei 5 %, nach einem Zuwachs von 3 % im Jahr 2013. Von 2007 (9,4 Mrd. Euro) bis heute hat sich der Umsatz fast verdoppelt. Onlinehandel ausbaufähig Ein Schwachpunkt der Spanier ist aktuell der Onlinehandel, der immer noch ausbaufähig ist. Doch Inditex hat das Problem erkannt. Der H&M-Rivale, der im Onlinehandel vor allem mit Wettbewerbern wie Zalando konkurriert, baut den Vertrieb über das Internet nun zügig aus und betreibt inzwischen in 27 Ländern eigene Onlineshops. Klarer Schwerpunkt liegt dabei auf der Kernmarke Zara. Doch es entstehen auch Shops für Pull&Bear oder Massimo Dutti. Das Geschäftsmodell die (Offline-)Läden betreffend will man künftig ändern: Kleinere Läden will das Textilunternehmen schließen und verstärkt auf Großfilialen setzen. 2015 will man bis zu 480 neue Läden eröffnen und gleichzeitig 80 bis 100 kleinere Geschäfte in unmittelbarer Nähe der Großfilialen schließen.

12    AnlegerPlusNews  04 2015

Die Wachstumstreiber Die Schwellenländer, allen voran China, stellen beim Wachstum von Inditex einen wichtigen Schwerpunkt dar. Der Konzern startete im Jahr 2004 mit einem ersten Zara-Laden in Hong Kong. Es folgten Läden in Shanghai (2006) und in Beijing (2007). Heute gibt es in China mehr als 500 Geschäfte in über 60 Städten. Auch in China wird das Onlinegeschäft immer stärker ausgebaut. Hier arbeitet Inditex mit der mächtigen Handelsplattform Alibaba zusammen. Inditex verfügt aber noch über einen anderen Wachstumstreiber, das Geschäftsfeld Wohnaccessoires unter der Marke Zara Home. Zara Home entstand im Jahr 2003 und ist heute ein wichtiger Baustein im Inditex-Reich. In den Läden werden Textilwaren, Haushalts- und Dekoartikel, Badzubehör und Kleinmöbel vertrieben. Derzeit gibt es 437 Läden in 60 Ländern. Letzten Monat wurde der erste Laden in Australien in Melbourne eröffnet. Aktie für Dividendenjäger Die Textilkette plant im laufenden Geschäftsjahr eine Dividendenanhebung auf 0,52 Euro. Die Gesamtdividende für das letzte Jahr betrug 0,484 Euro. Somit soll die Ausschüttung um 7,5 % angehoben werden. Inditex zahlt seine Dividenden zweimal im Jahr aus (eine Zwischen- und eine Schlussdividende). Die Zwischendividende in Höhe von 0,26 Euro wird am 4.5.2015 ausgeschüttet. Die Schlussdividendenzahlung (0,26 Euro) erfolgt am 3.11.2015. Die Dividendenrendite liegt beim derzeitigen Aktienkurs von 30,63 Euro bei 1,71 %. Von 2009 (0,24 Euro) bis heute hat sich die Dividende mehr als verdoppelt, dennoch besteht hier gerade angesichts der Wachstumsaussichten auch künftig

Die Aktie ist im EURO STOXX 50-Index enthalten und notiert derzeit auf einem Allzeithoch. In den letzten zehn Jahren hat sich der Wert verachtfacht. Die Marktkapitalisierung marschiert in Richtung 100 Mrd. Euro. Wir trauen der Aktie langfristig vor allem mit Blick auf die Schwellenländer aber noch einiges mehr zu. Werner W. Rehmet Chefredakteur MyDividends.de www.MyDividends.de Quelle: finanztreff.de, | Kurs am 16.4.2015: 30,36 Euro Anzeige

Gemeinsam die Energie der Zukunft gestalten Für die Süwag Energie AG war 2014 erneut ein sehr erfolgreiches Jahr. Mehr Absatz, mehr Umsatz, mehr Ergebnis: Diese Leitplanken prägen den Rückblick. Erneut wurden neue Partnerschaften und kommunale Kooperationen geschlossen sowie zahlreiche neue Kunden gewonnen. Es war aber auch ein weiteres Jahr in der Realisierung der Energiewende vor Ort: Die ersten beiden Windparks unter Federführung bzw. Beteiligung der Süwag sind errichtet und liefern ihren grünen Strom ins öffentliche Netz – insgesamt genug, um rund 32.000 Haushalte mit Energie zu versorgen. Dabei gilt die grundsätzliche Position: Die Energiewende kann nur mit den Bürgern gelingen, nicht gegen sie. Unsere Strategie „grüner und kommunaler“ bleibt auch für 2015 das Maß unseres Handelns. www.suewag.com/energiewende

AnlegerPlusNews  04 2015   13  


WISSEN

WISSEN

die Vorteile bei synthetisch replizierenden ETFs. Denn auf lange Sicht ist die Steuerlast bei physisch replizierenden ETFs deutlich höher als bei swapbasierten. Der Unterschied liegt in der steuerlichen Behandlung der Dividende. Während die ausgeschüttete Dividende bei physisch replizierenden ETFs Jahr für Jahr mit der Abgeltungssteuer plus Soli und eventuell Kirchensteuer besteuert wird, wird sie bei swapbasierten ETFs als Kursgewinn angesehen. Das bedeutet, dass die Dividende, wie der normale Kursgewinn, erst bei Veräußerung des ETFs besteuert wird. Bei einer Haltedauer über mehrere Jahre kann diese Steuerstundung aufgrund des Zinseszins-Effekts deutlich positive Auswirkungen auf die Rendite haben. Diese steuerlichen Vorteile der synthetischen ETFs, aber auch die Risiken der derivatbasierten Replikation, sollten Anlegern vor der Kaufentscheidung bewusst sein. Fondsdomizil beachten – Doppelbesteuerung vermeiden Prinzipiell sind auch im Ausland beheimatete ETFs steuerlich problemlos für Anleger. Steuern auf Erträge aus ETF-Investments

Wissenswertes über ETFs

WE MAKE PROGRESS

14    AnlegerPlusNews  04 2015

liegende Index. Auf diesen „Sicherheitskorb“ können Anleger im Insolvenzfall des Emittenten zurückgreifen. Die Wertentwicklung des tatsächlichen Index und damit des ETFs wird mit einer Gegenpartei mit der Performance des „Sicherheitskorbes“ getauscht.

Lars Franck arbeitet bei Bilfinger. Er sorgt im TOTAL Bitumenwerk Brunsbüttel für Stillstand – aus gutem Grund. Denn im Rahmen eines Turnarounds wird das Werk umfassend auf Vordermann gebracht. Bilfinger wartet, repariert, optimiert und bringt die Anlage anschließend auch wieder zum Laufen – effizienter und besser als je zuvor! www.bilfinger.com

Die Abbildung erfolgt über derivative Instrumente und hierfür besteht die Gefahr, dass die Gegenpartei ihren Zahlungsverpflichtungen aus dem SWAP nicht nachkommt. Doch die Höhe dieses Ausfallsrisikos ist für Anleger auf maximal 10 % des Fondsvermögens begrenzt. Verständlicherweise bevorzugen Anleger oftmals physisch replizierende ETFs, sie sind transparenter und einfacher zu verstehen. Auch die Anlegerschützer der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V. steht derivativen Instrumenten aufgrund des höheren Emittentenrisikos grundsätzlich kritisch gegenüber. Die Dividende macht den Unterschied Wird allerdings nur die steuerliche Komponente betrachtet, liegen

WORK

Bild: © Tim - Fotolia.com

Physisch replizierend vs. synthetisch Doch ETF ist nicht gleich ETF – bei der Nachbildung des Referenzindex gibt es zwei unterschiedliche Ansätze. Einerseits kann ein Index physisch repliziert werden. Dabei werden vom Emittenten tatsächlich z. B. alle Aktien oder Anleihen der im abgebildeten Index enthaltenen Unternehmen eingekauft, entsprechend ihrer Gewichtung im Index. Andererseits gibt es aber auch synthetisch replizierende ETFs. Bei dieser Nachbildungsmethode kann der ETF einen völlig anderen Wertpapierkorb aufweisen als der zugrunde

Hier nimmt die Depotbank nämlich keinen Steuerabzug der thesaurierten Erträge vor, sondern der Anleger ist selbst dafür verantwortlich, diese in der jährlichen Steuererklärung anzugeben (siehe auch AnlegerPlus, Ausgabe 2/2015). Werden Anteile des thesaurierenden Fonds dann veräußert, werden die bereits gezahlten Steuern allerdings nicht berücksichtigt – die Abgeltungssteuer wird beim Verkauf von der depotführenden Bank auf den vollen Kursgewinn inklusive thesaurierter Erträge vorgenommen. Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, müssen Anleger daher im Verkaufsjahr die überhöhten Abgeltungssteuerabzüge in der Steuererklärung geltend machen, indem sie nachweisen, dass die laufenden Erträge bereits in früheren Steuererklärungen angegeben wurden.

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ETFs bieten viele Vorteile für Privatanleger: Sie sind kostengünstig, i. d. R. einfach zu verstehen und mit nur einem Wertpapier sorgt man im Depot für Diversifikation. Auch steuerlich gibt es meist keine Probleme mit den Indexfonds. Allerdings kann der Teufel im Detail liegen und man sollte diese Details zumindest einmal gehört haben.

s gibt kaum Anlageprodukte, die geeigneter für Privatanleger sind als sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs). Dabei handelt es sich kurz gesagt um Investmentfonds, die einfach „nur“ den zugrundeliegenden Index passiv nachbilden. Hier sorgt also kein aktives Fondsmanagement für die Fondszusammensetzung und die Performance, dafür entfallen die entsprechenden Managementgebühren. Daher punkten ETFs mit ihrer kostengünstigen Struktur.

werden üblicherweise als Quellensteuern abgeführt, d. h., die Depotbank übernimmt die Übermittlung der Steuern an das Finanzamt. Das gilt sowohl für in- wie auch für ausländische Fonds, die die Erträge ausschütten. Auch die steuerliche Handhabung von inländischen thesaurierenden Fonds, die also die Erträge direkt reinvestieren, ist für Anleger ohne Schwierigkeiten, da die Depotbank den Steuerabzug übernimmt. Etwas aufwendiger sind für Anleger jedoch ausländische Fonds, die ihre Erträge thesaurieren.

AnlegerPlusNews  04 2015   15  


Das Aktienforum der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. beim Börsentag München

Deutsche Beteiligungs AG Torsten Grede, Sprecher des Vorstands.

Jagd auf industrielle Perlen Am 21.3.2015 fand im Rahmen des Börsentags München das Aktienforum der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. statt. Dort präsentierten sich ausgewählte Aktiengesellschaften den anwesenden Aktionären und anderen Interessierten. Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen die Unternehmen noch einmal vorstellen.

Inhaltsverzeichnis 17 Deutsche Beteiligungs AG 18 Deutsche Euroshop AG

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) zählt zu den führenden deutschen Private-Equity-Gesellschaften. Vor 50 Jahren wurde ihre Vorläufergesellschaft gegründet. Mit sieben neuen Investments und vielen Aufstockungen bestehender Beteiligungen war die Gesellschaft 2013 und 2014 Marktführer bei den sogenannten Buy-outs im deutschen Mittelstand. Kapitalgeber für deutschen Mittelstand Momentan gehören 20 Firmen zum Portfolio der DBAG. Bei der Auswahl der Beteiligungen setzt man auf Unternehmen, die in ihren Märkten jeweils führend sind. Sie müssen international breit aufgestellt sein und das Management unternehmerisch agieren. Die meisten Beteiligungen stammen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilzulieferindustrie, der Industriedienstleistungsbranche, der Logistikbranche, der Mess- und Automatisierungstechnik oder der Bauzulieferindustrie. Neben direkten Investments werden Beteiligungsfonds aufgelegt, in die auch institutionelle Investoren einzahlen. Derzeit betreut die DBAG ein Vermögen von 1,2 Mrd. Euro. Laut eigenen Angaben wurde in den vergangenen zehn Jahren eine durchschnittliche Deutsche Beteiligungs AG (ISIN DE000A1TNUT7)

19 Gesco AG

34 € 32 €

20 Heidelberger Druckmaschinen AG

30 € 28 € 26 € 24 €

21 K+S AG

22 € 20 € 18 €

22 KTG Energie AG

16 € 2010

23 Linde AG

2011

ISIN

2012

2013

2014

14 €

DE000A1TNUT7

Ergebnis/Aktie 2015e/16e

2,26/2,29

Dividende/Aktie 2015e/16e

1,07/ 1,01

Div.-Rendite 2015e/16e KGV 2015e/16e

3,39 %/3,22 % 13,92/ 13,78

jährliche Eigenkapitalrendite von 15,3 % erzielt. Größter Aktionär ist der Drogerieunternehmer Dirk Roßmann, der ein Viertel der Anteile hält. Ertragssprung durch HOMAG-Verkauf Im Geschäftsjahr 2013/14 (Abschluss 31. Oktober) stieg der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr fast um die Hälfte auf 47,8 Mio. Euro. Für den kräftigen Aufschlag sorgte vor allem der Verkauf eines Aktienpaketes des Holzverarbeiters HOMAG an den Autozulieferer Dürr. In den letzten vier Geschäftsjahren ist das Eigenkapital zum Teil deutlich gestiegen: Je Aktie betrug es 2013/14 22,18 Euro, nach 20,36, 19,46 und 17,47 Euro in den Jahren zuvor. In der Regel schüttet die DBAG eine Basisdividende von 0,40 Euro aus. Dazu kommt auch für das abgelaufene Geschäftsjahr – nun schon zum sechste mal in Folge – eine Sonderdividende. Für das Geschäftsjahr 2013/14 durften sich die Aktionäre nach entsprechendem Hauptversammlungsbeschluss im März 2015 über eine Sonderausschüttung von 1,60 Euro je Aktie freuen. Jahresprognose bestätigt Im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 erwarb die DBAG bereits drei weitere Unternehmen: den Folienhersteller Infiana, den Maschinenbauer Pfaudler und die Gießerei Gienanth. Zudem gab es eine Wachstumsfinanzierung für den Autozulieferer OECHSLER. „Die Marktsituation hat sich 2014 verbessert, auch 2015 wollen wir viele Neu-Investments tätigen“, kündigt Vorstandschef Torsten Grede an. Geld dafür scheint ausreichend vorhanden: Rund 400 Mio. Euro von den aktuellen Buy-out-Fonds und über 100 Mio. Euro aus der Konzernbilanz. Zudem soll die Versorgung mit Fremdkapital erneut verbessert werden. Im ersten Quartal 2014/15 wuchs das Nettoergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,4 % auf 13,3 Mio. Euro – wegen guter Geschäfte der Portfolio-Firmen und der florierenden Fondsberatung. Laut Grede lässt sich der gute Trend jedoch nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen. Die Kursentwicklung der börsennotierten HOMAG sei nicht vorhersehbar. Die meisten Portfolio-Unternehmen planen aber höhere Umsätze wegen der guten Auftragslage. Die bisherige Jahresprognose, ein leicht höheres Konzernergebnis auf vergleichbarer Basis (23,1 Mio. Euro) ohne Veräußerungserlöse, wurde bei Vorlage der aktuellen Quartalszahlen bestätigt. Thomas Müncher

Quelle: finanzen.net, Stand: 16.04.2015

16    AnlegerPlusNews  04 2015

AnlegerPlusNews  04 2015   17  


Deutsche Euroshop AG

Gesco AG

Shoppinglust führt zu Rekordergebnis Der Onlinehandel hat 2014 erstmals die 40-Milliarden-EuroGrenze geknackt. Bei der Deutschen EuroShop (DES), einem Entwickler von Einkaufszentren, sieht man in diesem Boom aber keine Konkurrenz für die Einkaufszentren. „Onlinehändler wie Zalando sind noch nicht ertragsstark“, sagt Nicolas Lissner, Manager Investor & Public Relations. „Wir glauben, dass eine Vermischung von Online- und Shop-Angeboten langfristig erfolgreicher sein wird.“ Zwar kamen zuletzt weniger Besucher in die eigenen Geschäfte, die Umsätze pro Kopf seien aber gestiegen. „Einkaufen soll ein Erlebnis sein“, gibt sich Lissner optimistisch. Sehr gute Standorte Das DES-Geschäftsmodell ist einfach gestrickt: Das Unternehmen beteiligt sich bis zu 100 % an Shoppingcentern, die mindestens 15.000 Quadratmeter groß sind und ein Einzugsgebiet von über 300.000 Einwohnern haben. Zudem müssen sie Potenzial für eine dauerhaft stabile Wertentwicklung besitzen. Derzeit ist das MDAX-Unternehmen an 19 Einkaufscentern in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn beteiligt. 16 davon befinden sich in Deutschland, zum Portfolio gehören das PhoenixDeutsche Euroshop AG (ISIN DE0007480204) 50 € 45 € 40 € 35 €

Perlentaucher im deutschen Mittelstand

Center in Hamburg-Harburg, das Main-Taunus-Zentrum bei Frankfurt/Main oder die Stadtgalerie in Passau. Die Mieter kommen aus allen Einzelhandelssegmenten, oft sind es bekannte Markenhändler. Trotz vieler Mieter hat DES eine schlanke Verwaltungsstruktur: Nur sieben Mitarbeiter (davon drei Vorstände) kümmern sich um An- und Verkauf der Objekte. Das Centermanagement betreibt die ECE Projektmanagement. Weiter wachsen will DES, indem neue Center erworben oder vorhandene erweitert werden, und durch Übernahmen.

Ende Januar 2015 meldete die Wuppertaler Beteiligungsholding GESCO einen Zukauf: Der zur Beteiligungsholding gehöhrende Papierverarbeiter SETTER hatte zum Jahreswechsel den führenden US-Hersteller von Papierstäbchen übernommen: Die Setterstix Corp erwirtschaftet mit 40 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von knapp 10 Mio. Euro. SETTER und Setterstix haben gemeinsame Wurzeln. Die USFirma produziert Stäbchen aus Papier, die als Zulieferartikel in der Süßwarenbranche vermarktet werden. SETTER mischte in den USA vor allem im Hygienemarkt mit. Mit der Übernahme erschließt SETTER nicht nur ein neues Marktsegment, sondern man schafft Potenzial für die Ausweitung des Geschäfts in Mittelund Südamerika.

Rekordjahr 2014 Die Aufstockung bei der Dresdner Altmarktgalerie hat 2014 mit zu einem Rekordjahr beigetragen. Im Mai 2013 hatte das Hamburger Unternehmen seine Anteile dort von 67 auf 100 % erhöht und wurde 2014 erstmals ganzjährig voll konsolidiert. Insgesamt lagen die 2014er-Zahlen (basierend auf den vorläufigen Ergebnissen) im Rahmen der Erwartungen. Die Umsatzerlöse kletterten insgesamt um 6,8 % auf 200,8 Mio. Euro. Bei den Bestandsobjekten stiegen die Umsatzerlöse um 2,3 %. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 7 % auf 177,5 Mio. Euro. Der für die Branche und Dividende maßgebliche Gewinn aus dem Mietgeschäft, die Funds from Operations (FFO), schafften mit 2,23 Euro je Aktie einen Zuwachs von 8 % gegenüber dem Vorjahr.

Focus auf „Hidden Champions“ Internes Wachstum erzielt der SDAX-Konzern, indem Unternehmen im Portfolio – aus den Branchen Werkzeug- und Maschinenbau sowie Kunststofftechnik – wertsteigernd weiterentwickelt werden. Zusätzlich setzen die Wuppertaler auf die Übernahme von substanzstarken „Hidden Champions“ im deutschen Mittelstand. Bei diesen „heimlichen Gewinnern“ handelt es sich um strategisch Gesco AG (ISIN DE000A1K0201) 95 €

Das Rekordjahr 2014 basiert vor allem auf drei Faktoren: dem Vermietungsstand von 99 %, einer durchschnittlichen Mietlaufzeit von über fünf Jahren sowie den branchen- und umsatzabhängigen Mieten, die durch indexierte Mindestmieten abgesichert sind. Die Dividende für 2014 soll um 5 Cent auf 1,30 Euro je Wertpapier steigen.

85 € 75 € 65 €

30 €

2011

2012

ISIN

2013

2014

DE0007480204

Ergebnis/Aktie 2015e/16e

2,17/2,25

Dividende/Aktie 2015e/16e

1,35/1,40

Div.-Rendite 2015e/16e KGV 2015e/16e Quelle: finanzen.net, Stand: 16.04.2015

18    AnlegerPlusNews  04 2015

3,12%/3,23 % 19,92/ 19,19

Thomas Müncher

45 € 2010

Bild: © Gesco AG

2010

20 €

55 €

Mieterträge verbessern Im laufenden Geschäftsjahr setzt sich das Unternehmen allerdings bescheidenere Ziele. „Im Umfeld sehr niedriger Inflationsraten sollte niemand enttäuscht sein, wenn wir 2015 etwas langsamer wachsen werden“, sagt Firmenchef Claus-Matthias Böge, der die DES Ende Juni aus persönlichen Gründen verlassen wird. Der Umsatz soll 2015 auf 201 Mio. bis 204 Mio. Euro steigen, für 2016 wird mit einer ähnlichen Größenordnung von 203 Mio. bis 206 Mio. Euro gerechnet. Beim EBIT sind ähnliche Zuwächse geplant: Für 2015 rechnet Böge mit 177 Mio. bis 180 Mio. Euro, 2016 soll es dann auf 179 Mio. bis 182 Mio. Euro klettern.

2011

ISIN

Bild: © Deutsche Euroshop AG

25 €

2012

2013

2014

35 €

DE000A1K0201

Ergebnis/Aktie 2015e/16e

4,51/5,52

Dividende/Aktie 2015e/16e

1,82/2,20

Div.-Rendite 2015e/16e KGV 2015e/16e

und technologisch gut positionierte Spezialisten mit auch international gefragten Produkten „made in Germany“, die in ihrem Markt oder in einer großen Region zu den Marktführern zählen. 17 solcher Champions befinden sich derzeit im Portfolio von GESCO. Technologisch weit vorn Eine dieser Perlen ist die Setter-Gruppe aus Emmerich. Der Zulieferer produziert Papiersticks, etwa für Lollis, Ohrreinigungsstäbchen und medizinische Anwendungen. SETTER ist der einzige Produzent in Deutschland, weltweit liegt das Unternehmen mit 25 % auf Platz zwei in diesem Nischenmarkt. Auch die übrigen GESCO-Töchter verfügen über hohe technische Kompetenz, auf die viele Kunden nicht verzichten können. Das sichert den Unternehmen ein relativ stabiles Geschäft. Dividende gefallen Trotz verhaltener Konjunktur steigerte GESCO seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14 (Abschluss 31. März) gegenüber dem Vorjahr um 3 % auf 453 Mio. Euro. Dagegen schrumpfte das EBITDA um 6 % auf 48 Mio. Euro. Wegen kräftiger Investitionen erhöhten sich die Abschreibungen auf 16 Mio. Euro. Unter dem Strich fiel der Jahresüberschuss um 13 % auf 18 Mio. Euro. Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr musste deshalb im Vergleich zum Vorjahr von 2,50 auf 2,20 Euro je Aktie gesenkt werden. Ukraine-Krise belastet Wegen der anziehenden Konjunktur rechnete Vorstand HansGert Mayrose für das laufenden Geschäftsjahr zunächst mit Umsätzen zwischen 470 und 480 Mio. Euro und einem Konzernjahresüberschuss zwischen 17,5 Mio. Euro und 18,5 Mio. Euro. Die Prognose musste aber mit Bekanntgabe der Halbjahreszahlen im November 2014 gesenkt werden: auf 455 Mio. bis 460 Mio. Euro bei den Umsätzen und einen Jahresüberschuss zwischen 14,5 Mio. und 15,0 Mio. Euro. Als Ursachen für die Plananpassung nannte GESCO die konjunkturbedingt geringere Auslastung, Auftragsverschiebungen sowie Änderungen im Auftragsmix, die zulasten der Marge gehen. U. a. bremste auch die Russland-/ Ukraine-Krise das Geschäft einer Tochter deutlicher als angenommen. Thomas Müncher

2,37%/2,87 % 17,01/ 13,91

Quelle: finanzen.net, Stand: 16.04.2015

AnlegerPlusNews  04 2015   19  


Heidelberger Druckmaschinen AG

Zukauf erhöht Gewinnspanne Strategisch verstärkt der Maschinenbauer mit dem Zukauf das Geschäft mit Service- und Verbrauchsmaterialien für seine Druckmaschinen, das als margenstark und stabil gilt. Das Management rechnet mit einem Mehrumsatz von etwa 130 Mio. Euro. Der Anteil am Konzernumsatz soll mittelfristig von derzeit 40 auf 50 % steigen. Zudem dürfte sich die Profitabilität verbessern: Aktuell plant der Konzern mit einer EBITDA-Marge von unter 8 %. Analysten beziffern die EBITDA-Marge im Geschäft mit Service und Verbrauchsmaterialien auf 7 bis 12 %. Heidelberger Druckmaschinen AG (ISIN DE0007314007) 5,00 € 4,50 € 4,00 € 3,50 € 3,00 € 2,50 € 2,00 € 1,50 € 1,00 € 2010

2011

2012

ISIN Ergebnis/Aktie 2015e/16e Dividende/Aktie 2015e/16e

2013

2014

0,50 €

DE0007314007 0,04/0,20 0/0,01

Div.-Rendite 2015e/16e

0,42%/0,20 %

KGV 2015e/16e

0,42%/0,20 %

Quelle: finanzen.net, Stand: 16.04.2015

20    AnlegerPlusNews  04 2015

Nochmals Sonderbelastungen Erstmals nach fünf Jahren schrieb Heideldruck im Geschäftsjahr 2013/14 (Abschluss: 31. März) wieder schwarze Zahlen. Zwar gingen die Umsätze im Vorjahresvergleich von 2,7 Mrd. auf 2,4 Mrd. Euro zurück. Doch das EBITDA stieg um fast 80 % auf 143 Mio. Euro und das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich von minus 117 Mio. Euro auf plus 4 Mio. Euro. Das laufende Geschäftsjahr 2014/15 ist allerdings nochmals durch Sonderabschreibungen belastet. Der Abbau von rund 1000 Stellen und Aufwendungen von 72 Mio. Euro drücken den Traditionskonzern erneut in die roten Zahlen. Nach drei Quartalen im Bilanzjahr 2014/15 stieg der Verlust nach Steuern auf minus 95 Mio. Euro gegenüber einem Minus von 40 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ohne Sondereinflüsse kletterte das EBIT allerdings auf 29 Mio. Euro nach 10 Mio. Euro im Vorjahr. Ab April 2015 will Konzernchef Gerold Linzbach endlich mit einer weißen Weste durchstarten. Ende März wurde eine Wandelanleihe von knapp 60 Mio. Euro mit einer Laufzeit von sieben Jahren bei institutionellen Investoren platziert, um die Zinsbelastung weiter zu reduzieren. Eine gute Starthilfe ist zudem die Neuregelung bei der betrieblichen Altersversorgung, die Ende Februar mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt wurde und die Bilanz um rund 100 Mio. Euro entlasten soll. Thomas Müncher

Der Sommer 2013 versetzte die Aktionäre des Rohstoffkonzerns K+S in Angst und Schrecken: In nur drei Monaten büßte das K+SPapier fast 50 % seines Kurswertes ein und fiel in der Spitze bis Anfang August auf 17,26 Euro. Was war passiert? Der russische Kali-Hersteller Uralkali hatte angekündigt, den weltgrößten KaliExportverbund BPC zu verlassen und dass man damit rechne, dass die Kalipreise langfristig stark einbrechen könnten. Das löste am Aktienmarkt Schockwellen aus, die Aktie der K+S rauschte in die Tiefe. Neue Produkte im Salzgeschäft Mittlerweile notiert die Aktie wieder über 30 Euro, denn die Krise auf dem Kalimarkt scheint überwunden. Wegen höherer Durchschnittspreise im Dünger- und Salzgeschäft rechnet der K+S-Konzern auch damit, wieder mehr zu verdienen. K+S besteht aus zwei großen Geschäftsfeldern: der Kali- und Magnesiumproduktion sowie dem Salzabbau. Während Kali und Magnesium vor allem als Düngemittel und beim Lebensmittelanbau K-S AG (ISIN DE000KSAG888) 60 € 55 € 50 € 45 € 40 €

Bild: © K+S Aktiengesellschaft

Der Kaufpreis blieb geheim: Anfang März 2015 übernahm Heideldruck den niederländischen Branchenzulieferer Printing Systems Group (PSG) mit 400 Mitarbeitern von der Investmentfirma CoBe Capital. In den Benelux-Staaten und in Südeuropa erzielt PSG über 50 % seines Umsatzes mit Service und Verbrauchsmaterialien, den Rest mit dem Verkauf von Ausrüstungen, vor allem für Heideldruck-Anlagen. Anleger sind von der Transaktion angetan: Die Aktie hat seitdem von 2,20 auf 2,50 Euro zugelegt.

Wohin geht die Reise?

Wachsen mit Serviceleistungen „Nach der Bereinigung unprofitabler Portfoliopositionen beginnt nun die Phase des aktiven Portfolioaufbaus, um das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu bringen“, kündigt Konzernchef Gerold Linzbach an. Das halten viele Aktionäre für dringend nötig. Denn der Weltmarktführer für Bogenoffset-Druckmaschinen hat in den vergangenen Jahren eine drastische Schrumpfkur durchgemacht. Die Finanzkrise 2008 traf die Kurpfälzer hart, da viele Druckereien schließen mussten und die Nachfrage nach neuen Maschinen einbrach. Der Bau von Maschinen zur Weiterverarbeitung wurde sogar zum Teil eingestellt. Vor der Krise beschäftigte der SDAX-Konzern über 20.000 Mitarbeiter, inzwischen sind es weniger als 12.500. Noch sind Druckmaschinen mit 60 % der größte Umsatzposten bei Heideldruck. In den kommenden Jahren will Linzbach aber stärker im Digitaldruck, bei Dienstleistungen und mit dem Handel von Verbrauchsmaterialien wachsen.

Bild: © Heidelberger Druckmaschinen AG

Auf dem Weg zum Turnaround

K+S AG

35 € 30 € 25 € 20 € 2010

2011

2012

2013

2014

15 €

verwendet werden, kommt Salz hauptsächlich im Winter als Auftaumittel zum Einsatz. Daneben spielt die industrielle Verwendung von Salz eine immer größere Rolle. Jahreszahlen besser als erwartet Besonders in der zweiten Jahreshälfte 2014 liefen für K+S die Geschäfte besser. Zwar waren Umsatz und Gewinn wegen der Preisrückgänge für Kali-Düngemittel im Geschäftsjahr 2014 leicht rückläufig, sie lagen aber über den Erwartungen der Analysten. Die Umsätze gingen im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 3,8 Mrd. Euro zurück. Das operative Ergebnis (EBIT I) sank um 2 % auf 641 Mio. Euro. Unter dem Strich verdiente K+S 2014 rund 367 Mio. Euro – ein Gewinnrückgang von 16 %. Seine Aktionäre versöhnte die Bergbaugesellschaft allerdings mit einer deutlich höheren Dividende von 90 Cent je Aktie. Die Dividendenrendite liegt jetzt bei 3 %. Wegen der Kalikrise und eines Minenprojektes musste der Konzern 2013 seine Ausschüttung auf 25 Cent je Aktie kürzen (2012: 1,40 Euro). Neue Kalilager in Kanada Auch die Prognose für 2015 ist optimistisch: Laut Konzernchef Norbert Steiner soll der Umsatz im Jahresvergleich 2015 „moderat“ zulegen, beim operativen Ergebnis (EBIT I) plant er „deutlich“ über dem Vorjahreswert von 641 Mio. Euro zu liegen. Um das zu erreichen, will der Salzkonzern seine Kosten- und Organisationsstruktur weiter verbessern. Hohe Investitionen sind hingegen für den Gewässerschutz an der Werra und die internationale Expansion notwendig. An erster Stelle steht hier das „Legacy Projekt“: Mit Kosten in Milliardenhöhe erschließt K+S derzeit in Kanada neue Kalivorkommen. Mit der Fertigstellung des „Legacy Projektes“ dürfte K+S neue Rekordwerte im Segment der Kaliund Magnesiumproduktion erzielen können, so dass die K+S-Aktie weiterhin eine interessante Investmentchance darstellen dürfte. Thomas Müncher

ISIN

DE000KSAG888

Ergebnis/Aktie 2015e/16e

2,41/2,26

Dividende/Aktie 2015e/16e

0,98/0,97

Div.-Rendite 2015e/16e KGV 2015e/16e

3,18%/3,14 % 12,8/13,65

Quelle: finanzen.net, Stand: 16.04.2015

AnlegerPlusNews  04 2015   21  


Linde AG

KTG Energie AG

Bremsklotz Energiepolitik An den 1.8.2014 erinnert sich der CEO des Biogasproduzenten KTG ENERGIE AG Thomas Berger nicht gerne zurück. An diesem Tag trat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 in Kraft, mit dem die Regierung die bisherigen Subventionen für Biogasanlagen stark zurückfuhr. Der Fachverband für Biogas rechnet deshalb für 2015 nur mit 8 Megawatt (MW) zusätzlicher Leistung. Noch vor drei Jahren wurden Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 600 MW gebaut. Die neue Ausgangslage bekam dem Aktienkurs der KTG Energie nicht gut, innerhalb weniger Wochen fiel er um ca. 15 % von 13,60 auf 11,50 Euro ab. Starke Wachstumsstory Auf die energiepolitische Wende scheint die KTG Energie aber gut vorbereitet: Der Spezialist für die Energieerzeugung aus Biomasse ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Seit fast zehn Jahren betreibt das Hamburger Unternehmen Biogasanlagen in Deutschland und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung über die Errichtung bis zum Betrieb der Anlagen ab. Der Absatz ist über das EEG für eine Laufzeit von 20 Jahren zu den jeweils geltenden Vergütungssätzen garantiert. KTG Energie AG (ISIN DE000A0HNG53)

Seit Juni 2012 ist KTG Energie im Entry Standard der Frankfurter Börse gelistet. Im September 2012 wurde zudem eine sechsjährige Mittelstandsanleihe mit 50 Mio. Euro Volumen emittiert, die mit 7,25 % Zinsen im Jahr verzinst wird. Mit einer Stromleistung von 53 MW ist KTG Energie mittlerweile der führende Biogasproduzent in Deutschland. Allein 2014 ist durch Neubau oder Erweiterungen von Anlagen eine Stromleistung von 10 MW hinzugekommen.

Ordentlich Gas geben Es war der letzte große Wurf von Ex-Vorstandschef Wolfgang Reitzle, dessen Vorstandsvertrag beim weltgrößten Industriegasehersteller Linde im Mai 2014 mit Erreichen der Altersgrenze endete: Für 3,6 Mrd. Euro übernahm die Linde Group im Sommer 2012 den US-Sauerstoffgerätehersteller Lincare. Während man selber sehr erfolgreich Kliniken mit Gasen beliefert, ist Lincare stark darin, Patienten zu Hause mit Sauerstoffgeräten zu betreuen. Der Bereich Medizintechnik ist für den deutschen Gasespezialisten ein wichtiger Zukunftsmarkt. Experten rechnen in diesem Bereich mit jährlichen Wachstumsraten von 4 bis 5 %.

Anstieg der Dividende Im Geschäftsjahr 2013/14 (Abschluss: 31. Oktober) schnellte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um fast 40 % auf 70,8 Mio. Euro nach oben. Das EBIT verbesserte sich sogar um 50 % auf 12 Mio. Euro. Wegen hoher Zinszahlungen – vor allem für die Anleihe – in Höhe von 8,5 Mio. Euro lag das Jahresergebnis allerdings nur bei 1,8 Mio. Euro. Zwei Drittel des Nettogewinns sollen an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Vorstand und Aufsichtsrat haben bereits beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013/2014 am 23.6.2015 eine Dividende von 45 Cent pro Aktie vorzuschlagen. Damit würde die Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr um 12 % steigen und die Dividendenrendite rund 4 % betragen. „Wir wollen KTG Energie zu einem der attraktivsten Dividendenwerte im Markt entwickeln“, stellt Vorstandschef Berger seinen Aktionären in Aussicht.

Firmen sparen beim Anlagenbau Neben dem medizinischen Bereich stellt Linde vor allem Gase her, die in der Industrie, Elektronik, Lebensmittel- und Pharmabranche zum Einsatz kommen. Der zweite wichtige Konzernbereich ist die Planung, Projektierung und der Bau von Industrieanlagen, die Gase herstellen. Solche Geschäfte sind derzeit schwieriger. Denn der niedrige Ölpreis hat zur Folge, dass viele Ölfirmen beim Ausbau ihrer Förderung sparen. Linde ist hier ein wichtiger Lieferant. Linde AG (ISIN DE0006483001)

14,00 €

12,50 € 12,00 € 11,50 € 11,00 € Dez 2013

ISIN

Dez 2014

10,50 €

DE000A0HNG53

Ergebnis/Aktie 2015e/16e

0,7/0,89

Dividende/Aktie 2015e/16e

0,55/0,65

Div.-Rendite 2015e/16e KGV 2015e/16e Quelle: finanzen.net, Stand: 16.04.2015

22    AnlegerPlusNews  04 2015

4,47%/5,28 % 20,09/13,90

Im laufenden Geschäftsjahr 2014/2015 will KTG Energie die Energieleistung aus Biomasse von derzeit 53 MW zwar nur moderat um gut 5 % verbessern. Das EBITDA soll aber um 14 % auf 25 Mio. Euro klettern. Noch bis 2018 geht CEO Berger von einem gesicherten Umsatzsockel von 80 Mio. Euro und einem EBITDA-Sockel von 25. Mio. Euro aus. Thomas Müncher

195 € 175 € 155 € 135 € 115 € 95 € Bild: © The Linde Group

13,00 €

215 €

Hoher Ertragssockel Zwar hat die Regierung die staatliche Förderung deutlich gekürzt, die Voraussetzungen für KTG Energie sind aber immer noch günstig: Mit der KTG Agrar SE, dem größten Landwirt Westeuropas, liefert der eigene Mutterkonzern die Energiepflanzen – vor allem Zwischenfrüchte, Gras und Stroh – zu langfristig festvereinbarten Preisen. Und weil für die eigenen Biogasanlagen die profitableren Vergütungssätze der alten EEGs gelten, ist ein hoher Cashflow langfristig gesichert.

Bild: © KTG Energie AG

13,50 €

2010

2011

ISIN

2012

2013

2014

75 €

DE0006483001

Ergebnis/Aktie 2015e/16e

8,56/9,42

Dividende/Aktie 2015e/16e

3,45/3,80

Div.-Rendite 2015e/16e KGV 2015e/16e

1,79%/1,97 % 22,6/20,54

Allerdings zehrt der Konzern von einem dicken Auftragspolster. Die „Engineering Division“ machte 2014 mit 3,1 Mrd. Euro weniger als ein Fünftel des Konzernumsatzes aus. Dagegen lagen die Erlöse im Gasegeschäft bei 14 Mrd. Euro. Mit einer operativen Marge von 27 % ist dieses Hauptgeschäft auch viel profitabler als der Anlagenbau (10 %). Für Linde arbeiten rund 65.500 Mitarbeiter in über 100 Ländern. Ukraine-Konflikt belastet Trotz verstärkter Auslandsaktivitäten legte der Konzern 2014 beim Umsatz währungsbereinigt nur von 16,6 Mrd. auf 17,0 Mrd. Euro zu. Relativ gut entwickelte sich die Wachstumsregion „Greater China“. Wegen des Rubelverfalls im Zuge des Ukraine-Konflikts liefen die Geschäfte in Osteuropa dagegen weniger gut. Letztendlich lag der operative Gewinn (EBITDA) mit 3,9 Mrd. Euro 2014 knapp unter dem Vorjahreswert. Insgesamt machte dem DAX-Konzern der starke Euro in den ersten neun Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres zu schaffen. Inzwischen dürfte sich der Effekt durch den Euroverfall jedoch umgedreht haben. Zudem gab es 2014 jedoch auch außerplanmäßige Abschreibungen auf die „Gas Division“, aber auch die Kostenbelastung, um Linde im Ausland profitabler zu machen, drückte aufs Ergebnis. Das Ergebnis nach Steuern fiel 2014 um 19 % auf 1,16 Mrd. Euro. Trotzdem sollen die Anteilseigner mehr Dividende bekommen: Für 2013 hatte sie 3 Euro betragen, für 2014 sind 3,15 Euro je Aktie geplant. Gasegeschäft im Aufwind Nach dem schwierigen Jahr 2014 spürt Linde im laufenden Geschäftsjahr wieder Auftrieb. Hoffnung macht dem Gasespezialisten das Schlussquartal 2014, das teilweise besser ausfiel, als die Analysten erwartet hatten. Vor allem die Geschäfte mit Gasen dürften in diesem Jahr wieder besser laufen. Und so rechnet das Management 2015 mit einem Umsatz zwischen 18,2 bis 19 Mrd. Euro. Beim operativen Gewinn (EBITDA) erwartet Vorstandschef Wolfgang Büchele 4,1 Mrd. bis 4,3 Mrd. Euro. Allerdings müsse sich der Konzern weiterhin ungünstigen Rahmenbedingungen und negativen Währungseffekten stellen. Die „kontinuierliche Dividendenpolitik“ soll in jedem Fall fortgesetzt werden. Thomas Müncher

Quelle: finanzen.net, Stand: 16.04.2015

AnlegerPlusNews  04 2015   23  


SdK EXTRA

BMW zum „Unternehmen des Jahres 2014“ gewählt

Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger

BMW Mit der Wahl zum Unternehmen des Jahres honorieren die teilnehmenden Privatanleger die langfristig ausgerichtete Unternehmenspolitik­des BMW-Konzerns unter dem scheidenden­Vorstandschef Norbert Reithofer.

it 18,3 % aller abgegebenen Stimmen hat der DAXKonzern­BMW die von der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. für das Kalenderjahr 2014 durchgeführte­Wahl zum „Unternehmen des Jahres“ für sich entschieden­. Wie im Vorjahr standen insgesamt 14 Unternehmen zur Abstimmung. Alle Kandidaten waren im vergangenen Dezember­in der SdK Publikation AnlegerLand in Kurzprofilen vorgestellt worden. Wie im Vorjahr unterstützten ING-DiBa und die Wertpapierbörse Tradegate Exchange als Kooperationspartner die Initiative. Am Votum beteiligten sich die Mitglieder der SdK, die Leser der SdK Publikationen sowie die Depotkunden der Direktbank ING-DiBa. Auswahlkriterien für die Kandidaten waren herausragende Leistungen im operativen Geschäft, eine auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Unternehmensstrategie sowie eine im Sinne von Transparenz und Information exzellente Investor-Relations-Arbeit. Der Automobilkonzern BMW entschied das Rennen knapp vor der Villeroy & Boch AG. 16,7 % aller Teilnehmer stimmten­für die auf Badarmaturen und Kücheneinrichtungen spezialisierte­Gesellschaft­, die im SDAX gelistet ist. Auf den weiteren­Plätzen folgen mit BASF (13,8 %), Deutsche Post (8,7 %) und Continental­(7,4 %) drei DAX-Unternehmen. Mit dem Biotechnologieunternehmen­MorphoSys steht das einzige aus dem TecDAX nominierte Unternehmen mit 7,1 % der Stimmen auf dem sechsten Rang. Das Votum der Privatanleger für BMW ist auch eine Anerkennung für den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Norbert Reithofer­, der im September 2006 den Posten übernommen hatte. Unter seiner­Führung gelang es dem Autohersteller, die Auswirkungen­der Finanzkrise zu meistern. Zugleich setzte BMW die Serienfertigung­der ersten Elektrofahrzeuge um. An den steigenden­Umsätzen und Erträgen partizipierten die Aktionäre mit einer seit 2010 wieder kontinuierlich steigenden Dividende.

Profitieren Sie von diesen Vorteilen:

Transparenz, Klarheit, Verlässlichkeit und langfristiges Denken sind für Reithofer die wichtigsten Prinzipien im Umgang mit den Anteilseignern. „Wir sehen unsere Investoren als Partner“, erläutert er im Interview in der aktuellen Ausgabe von Anleger Plus. „Deshalb legen wir in der Finanzkommunikation und der Investor-Relations-Arbeit großen Wert auf einen offenen und fairen Dialog.“ Als weitere Stärke in der Unternehmensführung von BMW sieht er die aktive Rolle der Familie Quandt: „Der Konzern­hat bei zahlreichen Herausforderungen in seiner Historie wie der Trennung von Rover oder während der Finanzkrise ab 2008 wichtigen­Rückhalt durch die Großaktionäre erhalten.“ Daniel Bauer, Mitglied des Vorstands der SdK, sieht das Votum­ für BMW als Vertrauensbeweis für die aktionärsfreundliche Unternehmenspolitik­des Traditionsunternehmens: „Wir gratulieren Herrn Dr. Reithofer für die Auszeichnung zum Unternehmen­des Jahres 2014. BMW hat es geschafft, in schwierigen Zeiten wie auch in Aufschwungsphasen einen für das Unternehmen, Beschäftigte­und Aktionäre zukunftsweisenden Kurs zu fahren. Diese klare Ausrichtung spiegelt sich auch in der Performance des Aktienkurses wider. So hat sich der Börsenwert von BMW seit 2011 verdoppelt – und damit noch besser abgeschnitten als der DAX. Am Gewinnwachstum, das über dem Branchendurchschnitt liegt, werden die Aktionäre mit einer stetig steigenden Dividendenausschüttung­ beteiligt.“

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Unterlagen sind ausschließlich online abrufbar.

3 Die Schnuppermitgliedschaft kann innerhalb von 3 Monaten nach Antragstellung jederzeit widerrufen werden. Ohne Widerruf geht die Schnuppermitgliedschaft automatisch in eine reguläre

24    AnlegerPlusNews  04 2015

Mitgliedschaft über. Der Beitragszeitraum beginnt mit dem Tag der Antragstellung auf die Schnuppermitgliedschaft. Die Schnuppermitgliedschaft gilt nur für Neumitglieder. Als Neumitglied gilt, wer AnlegerPlusNews   04 2015   25   innerhalb der letzten 5 Jahre kein SdK Mitglied war. Die Schnuppermitgliedschaft schließt die Inanspruchnahme von individuellen Leistungen (juristische Erstberatung, verschiedene Hilfestellung bei Insolvenzen, fallbezogene Beantwortung von Fragen etc.) aus.


SdK EXTRA

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Weitere Ergebnissteigerung angepeilt Für das laufende Geschäftsjahr geht der Vorstand von einem verbesserten Umfeld im Kupfermarkt aus. Besonders für die Kupferkonzentratverarbeitung zeigte er sich zuversichtlich. Im September startete zudem ein nachhaltiges und langfristig angelegtes Ergebnisverbesserungsprojekt, um die Wettbewerbsfähigkeit von Aurubis zu sichern. Bereits im laufenden Jahr geht der Vorstand jedoch schon von einem Ergebnisbeitrag im niedrigen zweistelligen Millionenbereich aus. Das Geschäftsjahr 2014/15 möchte der Vorstand deshalb mit einer deutlichen Steigerung beim operativen Ergebnis vor Steuern abschließen. Ins Auge fasste er dabei einen Zuwachs in der Größenordnung von 20 %. Auch die Rendite auf das eingesetzte Kapital soll eine leichte Steigerung erfahren. Im Jubiläumsjahr 2016 möchte man dann einen weiteren Schritt nach vorne machen.

Fitnessprogramm für das 150-jährige Aurubis-Jubiläum

Aurubis AG (ISIN DE0006766504)

Quelle: TraderFox Börsensoftware www.traderfox.de | Kurs am 16.4.2015: xxx Euro

Thorsten Renner

HV-BERICHT Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 kehrte die Aurubis AG (ISIN DE0006766504) in die Gewinnzone zurück, blieb aber hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Mit Blick auf das 150-jährige Jubiläum im nächsten Jahr strebt das Management durch eine Verbesserung der Geschäftsprozesse weitere Ergebnissteigerungen an.

Anhaltende Personaldiskussion Kein Wunder also, dass die Vorstandspersonalie auf der diesjährigen Hauptversammlung im März von den HV-Rednern ausführlich diskutiert wurde. Und der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Fuhrmann steht nun unter Druck, in den kommenden Monaten einen geeigneten Nachfolger zu installieren. Diesbezüglich ließ er sich auf der Hauptversammlung aber noch nicht in die Karten schauen. Es bleibt letztlich nur zu hoffen, dass er dabei erfolgreich sein wird, denn in der Führungsspitze braucht Aurubis nun dringend Ruhe und Kontinuität, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern.

26    AnlegerPlusNews  04 2015

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Problemlöser gesucht Und davon gibt es einige. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Aurubis nach dem Wartungsstillstand in der Hütte Hamburg zunächst mit Problemen beim Anfahren der Anlage zu kämpfen, was sich in einer geringeren Metallausbringung bemerkbar machte. Weiterhin äußerst schwierig stellt sich die Lage auf dem Schwefelsäuremarkt dar, auch wenn er zu Jahresbeginn erste positive Signale sendete. Noch nicht voran kam Aurubis auch im Bereich Flat Rolled Products. Die Verlagerung der Produktion von Schweden in die Niederlande gestaltete sich ebenfalls komplexer als erwartet, in Summe fielen allein in diesem Bereich 12 Mio. Euro Ergebnisbelastung aus Restrukturierung an. Mit zahlreichen Maßnahmen, die bis zum Geschäftsjahr 2015/16 umgesetzt sein sollen, will das Management die Flachwalzprodukte wieder auf Vordermann bringen. Rückkehr in die Gewinnzone Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres kehrte Aurubis auch vor dem Hintergrund verbesserter Marktbedingungen in die schwarzen Zahlen zurück. Der Umsatz sank zwar von 2,79 auf 2,64 Mrd. Euro. Beim Ergebnis nach Steuern verzeichnete der Konzern aber den Turnaround von -52 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahresquartal auf jetzt 25 Mio. Euro. Allerdings war das Ergebnis des Vorjahres noch durch den oben genannten Wartungsstillstand in Hamburg negativ beeinflusst.

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ieder einmal muss Aurubis die Konzernspitze neu besetzen. Das Unternehmen hatte im September 2014 überraschend mitgeteilt, dass Peter Willbrandt seinen Ende März 2015 auslaufenden Vertrag als Vorstandsvorsitzender nicht verlängern werde, aus persönlichen Gründen, so der MDAX-Konzern. Da man offenbar auf die Schnelle keinen geeigneten Nachfolger finden konnte, wurde Aufsichtsratsmitglied Dr. Bernd Drouven Anfang November für maximal ein Jahr in den Vorstand berufen. Drouven war im Jahr 2011 selbst auf eigenen Wunsch überraschend aus dem Vorstand ausgeschieden. Die Suche nach einem neuen Vorstand dauerte damals ebenfalls mehrere Monate.

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AnlegerPlusNews  04 2015   27  

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SdK EXTRA

SdK EXTRA

Gesellschaft wurde die One Square Advisory Services GmbH als gemeinsamer Vertreter vorgeschlagen. SdK: Kaufpreis wohl unangemessen Würde das vorgeschlagene Restrukturierungskonzept die erforderliche Zustimmung der Anleihegläubiger erhalten, würden alle Anleiheinhaber folglich auf die Rückzahlung des Nennwertes und die Zahlung der ausstehenden Zinsen verzichten müssen und würden stattdessen mit Aktien der Ekotechnika AG, deren Wert aktuell nicht bestimmbar ist, oder eine Barabfindung in unbestimmter Höhe „entschädigt“ werden. Dies würde aus Sicht der SdK zunächst erhebliche finanzielle Einbußen für die Anleiheinhaber zur Folge haben. Die SdK erkennt zwar an, dass eine finanzielle Restrukturierung der Gesellschaft wohl nötig sein dürfte, und sieht das gewählte Vorgehen zur finanziellen Restrukturierung auch als gelungen an, hat jedoch starke Bedenken bezüglich der erwähnten Barkapitalerhöhung. Der aufgeführte Kaufpreis von 3.040.000 Euro für 1.520.000 Aktien an einer dann finanziell sanierten Ekotechnika AG erscheint aus Sicht der SdK nicht angemessen zu sein. Dieser niedrige Kaufpreis würde nach Meinung der SdK wohl zu einem Vermögenstransfer vonseiten der Anleiheinhaber zugunsten der Altgesellschafter führen.

Die Ekotechnika GmbH vertreibt Landmaschinen von namhaften Marken wie John Deere.

SdK rät Inhabern von Anleihen der Ekotechnika GmbH zur Interessensbündelung

Anleihegläubiger sollen auf Rückzahlung der Anleihe verzichten Das Restrukturierungskonzept sieht vor, dass zunächst die Gesellschaftsform der Ekotechnika GmbH in eine Aktiengesellschaft gewechselt werden soll. Daraufhin soll das derzeitige Stammkapital der Gesellschaft im Verhältnis 25 zu 1 von 2.025.000 Euro um 1.944.000 Euro auf 81.000 Euro herabgesetzt werden. Danach

28    AnlegerPlusNews  04 2015

erfolgt eine Sachkapitalerhöhung um 1.539.000 Euro durch Einlage der oben genannten Unternehmensanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von 60 Mio. samt der aufgelaufenen Stückzinsen. Durch diese Transaktion würde die gesamte Unternehmensanleihe in ca. 95 % der Anteile an der Ekotechnika AG getauscht werden. Anleihegläubiger, die sich nicht an der Ekotechnika AG beteiligen wollen, müssen ihre Erwerbsrechte auf Aktien nicht ausüben und erhalten in der Folge statt Aktien der Ekotechnika eine Barabfindung. Um die Gesellschaft mit frischen Finanzmitteln auszustatten, ist anschließend eine Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bareinlagen um 1.520.000 Euro vorgesehen, durch die der derzeitige Alleingesellschafter, die Ekotechnika Holding GmbH, der Gesellschaft Eigenkapital in Höhe von insgesamt 3.040.000 Euro zuführen würde. Die Stückaktien der Gesellschaft sollen zum Handel in einem Freiverkehrssegment einer deutschen Börse einbezogen werden. Neben Abstimmung über die finanzielle Restrukturierung sollen die Anleiheinhaber auch über die Wahl eines gemeinsamen Vertreters abstimmen. Vonseiten der

Mitglieder der SdK können sich mit Fragen gerne per E-Mail unter info@sdk.org oder unter Tel. 089 / 20208460 an die SdK wenden.

Dividenden der Schlüssel zum langfristigen Anlageerfolg!

Dividendenchampions Tägliche News zu Dividenden Top-Dividenden Hauptversammlungen Bild: © Ekotechnika GmbH

ie finanzielle Restrukturierung der Gesellschaft ist laut Angaben der Gesellschaft aufgrund des Verfalls des Wechselkurses des Rubels und der Zinsentwicklung infolge von Sanktionen (Russland) und der Ölpreisentwicklung notwendig geworden. Über das Restrukturierungskonzept sollten die Anleiheinhaber im Wege einer Abstimmung ohne Versammlung vom 30.3.2015 bis zum 2.4.2015 entscheiden. Allerdings war eine Beschlussfassung nicht möglich, da nicht genügend Anleiheinhaber an der Abstimmung teilnahmen. Eine zweite Anleihegläubigerversammlung wird am 6.5.2015 in Walldorf stattfinden.

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MITTEILUNG Die Ekotechnika GmbH hat am 10.3.2014 die Grundzüge eines Restrukturierungskonzeptes veröffentlicht, welches auch erhebliche Eingriffe in die Rechte von Inhabern der von der Gesellschaft emittierten Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1R1A18) vorsieht.

Um die Interessen der Anleiheinhaber im laufenden Restrukturierungsverfahren bestmöglich durchsetzen zu können, rät die SdK den Anleiheinhabern zur Interessensbündelung. Betroffene Anleiheinhaber können sich hierfür unter http://www. sdk.org/ekotechnika für einen kostenlosen Newsletter registrieren. Die SdK wird alle betroffenen Anleiheinhaber über den Newsletter über das weitere Vorgehen informieren und gegebenenfalls auch auf einer stattfindenden Gläubigerversammlung vertreten.

AnlegerPlusNews  04 2015   29  


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K d S DEPOT

Realdepot Ticker

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L A E R

7C Solarparken: Optionsausübung und Insiderkauf Der Gesellschaft ist bis zum 31.3.2015 durch die Ausübung von Aktienoptionen, welche im Jahr 2014 im Wege der Platzierung der Optionsschuldverschreibung ausgegeben worden sind, weiteres frisches Kapital zugeflossen. Insgesamt wurden im aktuellen Ausübungszeitraum bis Ende März 469.212 neue 7C Solarparken

AG Aktien zu je 1,76 Euro gezeichnet, wodurch der Gesellschaft 825.813,12 Euro zugeflossen sind. Das Grundkapital der Gesellschaft hat sich dadurch von 31,7 Mio. Euro auf 32,2 Mio. Euro erhöht. Zudem gab die 7C Solarparken bekannt, dass der Vorstandsvorsitzende Steven De Proost am 1.4.2015 weitere 15.500 Aktien zu im Schnitt ca. 1,75 Euro je Aktie erworben hat.

SdK Realdepot Wertpapier WKN Kaufdatum Anzahl Kaufkurs Kaufsumme Kurs am Gesamtwert Veränderung in Euro in Euro 15.04.2014 15.04.2014 in % in Euro in Euro

Gute Zahlen bleiben Nebensache Die IFA Hotel & Touristik AG hat jüngst tolle Jahreszahlen bekannt gegeben. Unklarheiten über die zukünftige Strategie des Großaktionärs belasten den Kurs aber weiterhin.

Gold-Zack AG i.I. Wandelanleihe 768683 Fernheizwerk Neukölln AG 576790 AGROB Immobilien AG. Vz. 501903 7C Solarparken AG A11QW6 K+S AG KSAG88 RENK AG 785000 IFA Hotel & Touristik AG*** 613120 GAG Immobilien AG 586353 OLB Oldenburgische Landesbank AG 808600 7C Solarparken AG Optionsanleihe 14/15 A12T2X 7C Solarparken AG Optionsschein A12T2Y Essanelle Hair Group AG Nachbesserungsrechte - Griechenland Strip A0LN5U

13.04.11 19.10.11 26.06.12 31.08.12 30.07.13 10.03.14 19.05.14 02.06.14 25.06.14 22.08.14 22.08.14 28.03.11 22.07.11

100 200 800 4.000 350 100 3.000 100 300 4.000 4.000 500 5

*8,30 30,50 8,20 1,34 22,72 85,49 6,53 59,00 21,29 0,34 0,00 0,00 **79,40

8.300,00 6.099,00 6.560,00 5.360,00 7.952,00 8.549,00 19.590,00 5.900,00 6.387,00 1.360,00 0,00 0,00 3.970,00

*12,02 36,50 12,20 1,74 32,66 100,99 5,40 61,50 19,10 0,34 0,00 0,00 **16,78

12.020,00 7.300,00 9.760,00 6.960,00 11.431,00 10.099,00 16.200,00 6.150,00 5.730,00 1.360,00 0,00 0,00 839,00

+44,8 +19,7 +48,8 +29,8 +43,7 +18,1 -17,3 +4,2 -10,3 0,0 -78,9

angefallene Transaktionskosten: 748,82 Euro | Stückzinsen: -44,30 Euro | abgeführte Steuern: 5.733,60 Euro | Kontostand: 36.778,49 Euro Gesamtdepotwert: 130.361,09 Euro Depotveränderung +30,36%

ie IFA Hotel & Touristik AG hat am 13. April die ersten Rahmendaten des Finanzergebnisses für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 bekannt gegeben. Demnach sind die Umsätze gegenüber dem Vorjahr (109,2 Mio. Euro) um 6,1 Mio. Euro angestiegen. Zu dem Umsatzanstieg trugen laut IFA vor allem die Hotels auf Gran Canaria bei (+ 2,6  Mio. Euro). Aber auch die IFA Hotels in Deutschland (+ 1,7 Mio. Euro) und der Dominikanischen Republik (+ 1,4 Mio. Euro) lieferten gute Umsatzzahlen. Der Konzernjahresüberschuss 2014 beliefe sich demnach auf 14,1 Mio. Euro (Vj:  6,0  Mio. Euro). Verantwortlich für den Ergebnisanstieg waren neben den positiven Ergebniseffekten aus dem Umsatzanstieg auch ein verbessertes Finanzergeb-

30    AnlegerPlusNews  04 2015

nis (+ 0,3 Mio. Euro) und der niedrigere Ertragssteueraufwand (- 1,1 Mio. Euro). Günstige Bewertung Auf Basis der aktuellen Aktienzahl von 19,8 Mio. Euro wurde also ein Ergebnis je Aktie von 0,71 Euro erwirtschaftet, woraus sich bei einem aktuellen Kurs von 5,46 Euro je Aktie ein aktuelles KGV von 7,7 ergibt. Damit dürfte die IFA-Aktie mit zu den billigsten Aktien am deutschen Kapitalmarkt zählen. Die niedrige Bewertung hat jedoch auch Gründe. Unklare Strategie Neben der unnötigen Kapitalerhöhung Ende des Jahres 2014 sorgen auch aktuelle Äußerungen der Gesellschaft für Verunsicherung. So ist aus unserer Sicht zu befürchten, dass der angekündigte Erwerb

von Hotels des Großaktionärs Lopesan zu nicht marktgerechten Preisen zum Nachteil der freien IFA-Aktionäre erfolgen könnte. Zuletzt sorgten die in der Mitteilung vom 13. April erwähnten erhöhten Aufwendungen im Personalbereich, welche durch „konzerninterne Personalverschiebungen entstanden“ sein sollen, für Diskussionen unter den freien Aktionären. Aus unserer Sicht ist unklar, was unter „konzerninternen Personalverschiebungen“ zu verstehen ist. Es könnte unserer Meinung nach sein, dass hier auf Kosten der IFA „überschüssiges“ Personal aus dem LopesanKonzern „entsorgt“ worden ist. Diese Punkte gilt es aus unserer Sicht auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Juli 2015 zu hinterfragen.

Anmerkungen: Stückzinsen = Saldo aus gezahlten und erhaltenen Stückzinsen | Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro | Depotveränderung = nach Transaktionskosten aber vor Steuern *Angaben in %; **Angaben in %, Der Griechenland Strip enthält insgesamt 21 Wertpapiere, welche im Zuge des Zwangsumtausches für fünf alte Griechenlandanleihen (A0LN5U) eingebucht wurden. ***Erwerb der Aktien folgte in zwei Tranchen: 19.5.2014 1000 Aktien zu 10,16 Euro je Aktie, 27.11.2014 2000 Stück zu 4,72 Euro je Aktie im Rahmen einer Kapitalerhöhung. Hinweis: Markus Kienle, Mitglied des SdK Vorstands, sitzt im Aufsichtsrat der 7C Solarparken AG.

Hinweise auf potenzielle Interessenkonflikte Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar. Haftungsausschluss Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 34) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.

AnlegerPlusNews  04 2015   31  


LESERSERVICE

LESERSERVICE

HV-Termine April – Mai 2015 Stand: 15.04.2015, ohne Gewähr; eine umfassende HV-Terminliste finden Sie unter www.sdk.org/hauptversammlung.php.

07.05.15

April

comdirect bank AG

Hamburg

07.05.15

Ahlers AG

Düsseldorf

07.05.15

adidas AG

Fürth

Frankfurt/Main

07.05.15

HeidelbergCement AG

Heidelberg Mannheim

17.04.15

Merck KGaA

21.04.15

Sedlmayr KGaA

München

07.05.15

Bilfinger SE

21.04.15

Nürnberger Beteiligungs-AG

Nürnberg

07.05.15

LEONI AG

Nürnberg

23.04.15

RWE AG

Essen

07.05.15

Biotest AG

Frankfurt/Main Mülheim/Ruhr

23.04.15

Münchener Rück AG

München

07.05.15

HAMBORNER REIT AG

23.04.15

SAF-HOLLAND S.A.

Luxemburg

07.05.15

E.ON SE

24.04.15

Pankl Racing Systems AG

Kapfenberg

07.05.15

CTS EVENTIM AG

24.04.15

Jakob Berz AG

Bad Schwalbach

07.05.15

A.S. Création Tapeten AG

27.04.15

UMS AG

Hamburg

07.05.15

SFC Energy AG

28.04.15

Analytik Jena AG

Jena

08.05.15

elmos Semiconductor AG

08.05.15

DMG MORI SEIKI AG

Bielefeld

Hamburg

08.05.15

Wacker Chemie AG

München

29.04.15

RATIONAL AG

Augsburg

08.05.15

MorphoSys AG

29.04.15

EnBW AG

Karlsruhe

08.05.15

PAUL HARTMANN AG

29.04.15

DEUTZ AG

Köln

08.05.15

Homag Group AG

Lübeck

08.05.15

ISARIA Wohnbau AG

12.05.15

Uzin Utz AG

Frankfurt/Main

12.05.15

HUGO BOSS AG

BASF SE

Mannheim

12.05.15

Symrise AG

Deutsche Annington SE

Düsseldorf

12.05.15

GRENKELEASING AG

SGL Carbon SE

Wiesbaden

12.05.15

SHW AG

Hannover

12.05.15

bet-at-home.com AG

Frankfurt/Main

12.05.15

Mensch und Maschine SE

Aachen

12.05.15

K+S AG

12.05.15

Linde AG

30.04.15

Commerzbank AG

30.04.15 30.04.15 30.04.15 30.04.15

Continental AG

30.04.15

Süwag Energie AG

30.04.15

SCHUMAG AG

Mai

(bis 20.05.15)

05.05.15

VOLKSWAGEN AG

Hannover

05.05.15

Delticom AG

Hannover

06.05.15

Hannover Rück SE

Hannover

06.05.15

alstria office REIT-AG

Hamburg

06.05.15

Allianz SE

06.05.15

FUCHS PETROLUB SE

06.05.15

HOCHTIEF AG

Essen

06.05.15

Lechwerke AG

Augsburg

06.05.15

MAN SE

06.05.15

TAKKT AG

06.05.15

PUMA SE

06.05.15

KSB AG

06.05.15

Softing AG

München

07.05.15

Talanx AG

Hannover

32    AnlegerPlusNews  04 2015

München Mannheim

Hannover Ludwigsburg Herzogenaurach Frankenthal

Fresenius Med. Care AG & Co. KGaA

19.05.15

Evonik Industries AG

Stuttgart

19.05.15

REALTECH AG

Frankfurt/Main Essen Wiesloch

13.05.15

Oldenburgische Landesbank AG

Oldenburg

19.05.15

BayWa AG

München

13.05.15

Software AG

Darmstadt

19.05.15

DIERIG HOLDING AG

Augsburg

13.05.15

Init AG

13.05.15

Braas Monier Building Group S.A.

Karlsruhe

19.05.15

Fair Value REIT AG

München

Luxemburg

19.05.15

H&R AG

13.05.15

Hamburg

Moninger Holding AG

Karlsruhe

19.05.15

Deutsche Real Estate AG

13.05.15

Sinner AG

Karlsruhe

20.05.15

GBK AG

Hannover

13.05.15

technotrans AG

Münster

20.05.15

NEMETSCHEK AG

München

13.05.15

secunet AG

Essen

20.05.15

CompuGroup Med. AG

13.05.15

Epigenomics AG

Berlin

20.05.15

Fresenius SE & Co. KGaA

13.05.15

Porsche Automobil Holding SE

Stuttgart

20.05.15

CENTROTEC Sustainable AG

13.05.15

Berentzen-Gruppe AG

München

20.05.15

Kulmbacher Brauerei AG

Frankfurt/Main

20.05.15

euromicron AG

Bietigheim-B.

20.05.15

SAP SE

München

20.05.15

Aareal Bank AG

Düsseldorf

20.05.15

Shareholder Value AG

Köln

20.05.15

PAION AG

13.05.15

IFM Immobilien AG

15.05.15

Dürr AG

18.05.15

AURELIUS AG

18.05.15

InVision AG

18.05.15

Scherzer & Co. AG

18.05.15

Nexus AG

Stuttgart

20.05.15

NORMA Group AG

19.05.15

Jungheinrich AG

Hamburg

20.05.15

Grammer AG

19.05.15

Muehlhan AG

Hamburg

20.05.15

Vossloh AG

19.05.15

GoingPublic Media AG

München

20.05.15

AIXTRON SE

19.05.15

PWO AG

Offenburg

Berlin

Koblenz Frankfurt/Main Brilon Kulmbach Frankfurt/Main Mannheim Wiesbaden Frankfurt/Main Aachen Frankfurt/Main Amberg Düsseldorf Aachen

München

München

Düsseldorf

ElringKlinger AG

19.05.15

Köln

Anzeige

Dortmund

ATOSS Software AG

Drägerwerk AG & Co. KGaA

13.05.15

Frankfurt/Main

Gummersbach

Deutsche Lufthansa AG

Gerresheimer AG

LANXESS AG

Essen

28.04.15

30.04.15

Deutsche Börse AG

13.05.15

Bremen

29.04.15

30.04.15

13.05.15

München Heidenheim Freudenstadt München Ulm Stuttgart Holzminden Baden Baden Heidenheim Frankfurt/Main

Peter Boehringerr Holt unser Gold heim Der Kampf um das deutsche Staatsgold 432 Seiten I 19,99 € ISBN 978-3-89879-915-7 Auch als E-Book erhältlich E-Book-ISBN 978-3-86248-741-7

Wessling Kassel München

12.05.15

KION GROUP AG

Wiesbaden

12.05.15

Klöckner & Co SE

Düsseldorf

12.05.15

Lotto24 AG

12.05.15

Rheinmetall AG

Berlin

12.05.15

NORDWEST Handel AG

Essen

12.05.15

Telefónica Deutschland AG

München

12.05.15

paragon AG

Delbrück

12.05.15

Saint-Gobain Oberland AG

12.05.15

DATA MODUL AG

12.05.15

PSI AG

13.05.15

WashTec AG

Hamburg

Bad Wurzach München Berlin Augsburg

13.05.15

CENIT AG

13.05.15

Württembergische Vers. AG

Leinfelden-E. Stuttgart

13.05.15

Ludwig Beck AG

München

13.05.15

WILEX AG

München

13.05.15

NATIONAL-BANK AG

13.05.15

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Seit über 60 Jahren lagert das deutsche Staatsgold im Ausland. Dieses Buch ist das dokumentarische Werk zur bis vor Kurzem fast völlig intransparenten Geschichte dieses Goldes. Es ist das persönliche Kampagnentagebuch von Peter Boehringer, dem Initiator der Bürgerinitiative »Holt unser Gold heim!«. Und es ist auch seine zukunftsgerichtet notwendige Kampfschrift für die dringend erforderliche Heimholung des Staatsgolds. Minutiös zeichnet das Buch aus der Insider-Perspektive Boehringers fünfjährigen harten Kampf ums Staatsgold nach, der seit 2011 einem realen Kriminalfall gleicht und der nach Jahrzehnten des Mauerns der Gold haltenden Zentralbanken endlich den entscheidenden erfolgreichen Präzedenzfall setzte: Die deutsche Heimholungsbewegung löste inzwischen weltweit mehr als ein Dutzend nationaler Bewegungen zur Gold-Transparenz und »Repatriation« aus, die im Buch in einer exklusiven Zusammenstellung erstmals alle dargestellt werden.

Essen München

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EI R F TO EN R PO ELLnnerhdaslb T TZ E33S   T9,90 €tsichlan AnlegerPlusNews  04 2015   E J B 1 eu Ab D


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IMPRESSUM

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Verlag: Kapital Medien GmbH • Hackenstraße 7b • 80331 München Tel: 089 2020846-20 • Fax: 089 2020846-21 E-Mail: info@kapitalmedien.de • Internet: www.kapitalmedien.de Amtsgericht München - HRB 188639 • Steuernummer 143/153/30727 ISSN 2191-5091 Pflichtblatt an den Börsen: München, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover Geschäftsführer: Daniel Bauer, Harald Rotter Herausgeber: Kapital Medien GmbH Redaktion: Chefredakteur: Harald Rotter Stellv. Chefredakteur: Daniel Bauer Autoren dieser Ausgabe: Daniel Bauer, Maximilian Fischer, Carolyn Friesl, Eleonora Kovalevska, Thomas May, Thomas Müncher, Werner W. Rehmet (MyDividends), Thorsten Rener, Stefan Riedel, Harald Rotter, Lektorat: Katja Utermöller-Staege Grafik, Layout, Produktion: Natalia Solodovnikova, Redaktionsschluss: 16.04.2015 Bildnachweise: Titelseite: © diez-artwork - Fotolia.com Realdepot: emu-coffee@fotolia.com Kontakt: Kapital Medien GmbH (Redaktion AnlegerPlus) • Hackenstraße 7b • 80331 München Fax: 089 2020846-21 • E-Mail: redaktion@anlegerplus.de Anrufe an Mitglieder der Redaktion können nicht weitergeleitet werden. Hierfür bitten wir um Verständnis. Copyright: Alle Rechte vorbehalten. Die Rechte für sämtliche Inhalte liegen bei der Kapital ­Medien GmbH. Sämtliche Inhalte sind nur für die private Nutzung bestimmt. Eine Vervielfältigung und Verbreitung ist nur mit Zustimmung der Kapital Medien GmbH zulässig. Die Veröffentlichung von Leserbriefen behält sich die Redaktion vor, ebenso, diese in gekürzter Form unter Angabe der vollständigen Adresse zu veröffentlichen. Keine Anlageberatung, wichtige Hinweise: Unsere Beiträge dienen nur zu Informationszwecken und haben keinen Bezug zu den spezifischen Anlagezielen, zur finanziellen Situation oder zu bestimmten Notwendigkeiten jedes einzelnen Empfängers. Unsere Publikationen sollen Informationen zur Verfügung stellen, um Anleger zu unterstützen, ihre eigenen Investitionsentscheidungen zu treffen, jedoch nicht um jedem Investor spezifische Anlageberatung zur Verfügung zu stellen. Folglich können die Finanzinstrumente, die hierin behandelt werden, und etwaige Empfehlungen, die hierin ausgesprochen werden, möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet sein: Leser müssen sich ihr eigenes unabhängiges Urteil hinsichtlich der Eignung solcher Investitionen und Empfehlungen angesichts ihrer eigenen Anlage­ ziele, Erfahrung, der Besteuerungssituation und Finanzlage bilden. Die Kapital Medien GmbH hält die verwendeten Informationen und Quellen für zuverlässig. Jedoch kann die Kapital Medien GmbH keine Garantie hinsichtlich der Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit solcher Informationen übernehmen. Die verwendeten Informationen unterliegen fortwährenden Veränderungen ohne vorherige Benachrichtigung; sie können unvollständig oder zusammengefasst sein und es können möglicherweise nicht alle wesentlichen Informationen hinsichtlich der Unternehmen enthalten sein.

Anzeigen-Service Ansprechpartner: Larissa Stoll, Mediaberaterin Telefon: +49 (0)89 2020846-19 Telefax: +49 (0)89 2020846-21 E-Mail: larissa.stoll@anlegerplus.de

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Die Kapital Medien GmbH ist nicht verpflichtet, die Informationen zu aktualisieren. ­Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Wenn ein Finanzinstrument in einer von der des Investors abweichenden Währung gehandelt wird, kann eine Änderung der Währungskurse den Preis oder den Wert des Wertpapiers oder den daraus resultierenden Ertrag nachteilig beeinflussen, und solch ein Investor geht ein effektives Währungskursrisiko ein. Zusätzlich kann ein Ertrag von einer Investition schwanken und der Preis oder der Wert der Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt in unseren Reports beschrieben werden, kann steigen oder fallen. Außerdem ist die historische Entwicklung nicht notwendigerweise ein Hinweis auf die zukünftigen Resultate.

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Hinweis auf potenzielle Interessenskonflikte: Mit den nachstehenden Erläuterungen möchten wir Sie auf mögliche Interessen-

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konflikte im Zusammenhang mit unseren Beiträgen in AnlegerPlus News hinweisen. Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Mögliche Interessenkonflikte sind mit den nachfolgenden Ziffern beim jeweiligen Beitrag wie folgt gekennzeichnet: Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) Hinweis: Die SdK hält Finanzinstrumente im Anlagebestand, um ihr Vermögen zu verwalten. Des Weiteren hält die SdK Aktien von fast allen börsennotierten Emittenten (in der Regel eine Aktie), um eine Hauptversammlungspräsenz der SdK sicherstellen zu können. Die nachfolgenden Angaben unter Ziff. 1 und 2 beziehen sich lediglich auf den Anlagebestand! 1. 2. 3. 4. 5. 6.

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AnlegerPlusNews  04 2015   35   Bi t t e per P o st an : Kapi t al M edi en Gm bH , H acken st r aß e 7 b, 8 0 3 3 1 M ü n ch en . Oder per Fax an: ( 089) 2020846-21 Tel efo n : (0 8 9 ) 2 0 2 0 8 4 6 - 2 0 , E- M ai l : A kt i o n @ A n l eg er P l u s.de

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Die neue Ausgabe AnlegerPlus News ist da! Mit spannenden Themen wie Wissenwertes zu ETFs u.v.m.

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