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Extra

Börsenpflichtblatt der Börsen München, Stuttgart, Hamburg, Hannover, Berlin und Düsseldorf

UNTERNEHMEN KWS mit Rekordzahlen SdK REALDEPOT COLEXON – Weihnachtsgeschenk oder Abzocke?

thyssenKrupp AG

"Neuanfang" beim Stahlriesen Die Stahlbranche steckt wieder in der Krise und ThyssenKrupp hat noch dazu ganz eigene Probleme. Mit dem Verkauf der verlustreichen Amerikasparte und einem radikalen Vorstandsumbau verspricht der DAX-Konzern nun einen „Neuanfang“ Seite 6

SNP Schneider-Neureither & Partner AG

Fragwürdige Kapitalerhöhung Eine mehr als fragwürdige Kapitalerhöhung zog die Softwarefirma SNP Schneider-Neureither & Partner AG Anfang Dezember durch. Auf die Interessen der Altaktionäre wurde keine Rücksicht genommen Seite 8

News

www.AnlegerPlus.de | Nr. 25 2012 | ISSN 2191-5091

25 | 2012 iNHALtSVErZEiCHNiS

SEitE

Editorial

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Kurzmeldungen

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Unternehmensmeldungen ThyssenKrupp AG

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Curanum AG

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SNP AG

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Advertorial Charttechnik Technische Analyse

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SdK Extra Sdk Realdepot

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HV-Bericht KWS Saat AG

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HV-Termine

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Impressum

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KWS Saat AG

rekordzahlen katapultieren Aktie auf neues Hoch

Das Geschäftsjahr 2011/2012 verlief für die KWS Saat AG weit besser als erwartet. Auf der Hauptversammlung am 13.12.2012 durfte sich der Vorstand viel Lob anhören. Kritik gab es – wie üblich – lediglich von Gentechnikgegnern und an der Dividende. Seite 14

DIE NÄCHSTE AUSGABE ERSCHEINT AM 15. JANUAR 2013

KUrZMELdUNGEN S&T verschmilzt mit Quanmax | Exportland Deutschland | Wechsel im MDAX | Haftstrafe wegen Insiderhandel | Großhandelspreise gesunken | Die BaFin informiert | Inflationsrate leicht gesunken | Löhne gestiegen | Weiter weniger Insolvenzen


Editorial Das Jahr 2013 – ein Blick in die Glaskugel Liebe Leserinnen und Leser, Das fast abgelaufene Börsenjahr 2012 war für Aktionäre ein gutes Jahr. Sie erinnern sich? Am 2. Januar startete der DAX bei 5.900 Punkten, jetzt stehen wir bei 7.600 Punkten. Anleger, die in Aktien investiert waren, sollten also keinen Grund zur Beschwerde haben. Was passiert im neuen Jahr? Diese Frage treibt angesichts unsicherer Kapital- und Finanzmärkte wohl jeden Anleger um. Aktienmärkte sollten steigen Auch für 2013 erwarten wir steigende Aktienmärkte. Wo sollen die Anleger auch hin? Im Bereich der deutschen Staatsanleihen werden nur mickrige Zinsen bezahlt, auf Festgeld noch weniger – die Alternative heißt Aktie. Vor allem substanzstarke Dividendentitel dürften vom Trend zur Aktie profitieren. Insbesondere im MDAX ist der deutsche Mittelstand zu Hause – mit exzellenten Aussichten. Prognose: Dem DAX trauen wir bis Ende 2013 durchaus 8.500 Punkte zu. Anleihen wenig attraktiv Anders das Bild bei Anleihen. Deutsche Staatsanleihen versprechen zwar Sicherheit, die Verzinsung ist aber nicht attraktiv. Sollte zudem eine Zinswende eintreten, müssen Anleiheinhaber mit herben Kursverlusten ihrer Staatsanleihe rechnen. Etwas interessanter sind Unternehmensanleihen großer deutscher Konzerne. Beinahe jede im DAX notierte Gesellschaft hat Anleihen emittiert, deren Verzinsung zumindest etwas höher liegt als bei Anleihen der öffentlichen Hand. Schwer im Trend, aber problematisch sind die sogenannten Mittelstandsanleihen. Sie versprechen eine Verzinsung von bis zu 10 %. Dennoch raten wir hier vor einem Engagement ab. Viele der jetzt emittierten

Anleihen dürften von den Emittenten nie und nimmer zurückgezahlt werden – Totalausfallrisiko. Was es sonst noch gibt In unsicheren Zeiten rücken Sachwerte in den Fokus der Anleger. Bestes Beispiel sind die Immobilienpreise in München, die in den letzten Jahren zweistellige Zuwachsraten verzeichnen. Dieser Trend dürfte genauso anhalten wie die Geldanlage in Gold. Auch wenn sich der Goldpreis in den letzten zehn Jahren verfünffacht hat, sind die langfristigen Aussichten für das Edelmetall positiv. Wir erwarten einen Anstieg des Goldpreises auf bis zu 2.000 US-Dollar im Jahr 2013. Wir bleiben am Ball Bei einem können Sie sicher sein: Was auch immer das Jahr 2013 bringen mag – wir bleiben am Ball und werden auch im kommenden Jahr über attraktive Anlagemöglichkeiten berichten. Bleiben Sie uns gewogen! Ihr

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KUrZMELdUNGEN

Verschmelzung erfolgreich die S&t AG verschmilzt mit der Quanmax AG, behält aber ihren Namen. Aus Quanmax wird S&T. Wie das Unternehmen mitteilt, ist die Verschmelzung der S&T auf die Quanmax AG erfolgreich vollzogen worden. Gleichzeitig wurde die Quanmax AG in S&T umfirmiert. Die verschmolzene Gesellschaft hat bei einem aktuellen Aktienkurs von 2,50 Euro eine Marktkapitalisierung von gut 100 Mio. Euro. Mit dieser Größe dürfte es dem S&T-Vorstand künftig leichter fallen, institutionelle Anleger zu begeistern. Die Aktie bleibt ein Kauf bis 2,60 Euro.

Exportland deutschland

sowie Ergänzungen zum Außenhandel (-2,2 Mrd. Euro).

Holding Three AG übernommen, weshalb die Deutsche Börse kurzfristig neu über die Zusammensetzung ihrer Indizes In die Mitgliedstaaten der Europäischen entscheiden musste. Die Douglas HolUnion (EU) hat Deutschland im Oktober ding war im MDAX vertreten, wies aber 2012 Waren im Wert von 56,4 Mrd. Euro nach der Übernahme durch die Beauty exportiert und Waren aus der EU im Wert Holding Three AG nur noch einen Streuvon 51,9 Mrd. Euro importiert. Gegenbesitzanteil von unter 10 % auf. Damit über Oktober 2011 stiegen die Exporte erfüllt Douglas nicht mehr die Mindestin die EU um 7,8 % und die Importe aus Freefloat-Kriterien für einen Verbleib im der EU um 5,4 %. In Länder außerhalb Index und eine Neuentscheidung über der EU (Drittländer) hat Deutschland die Zusammensetzung des MDAX wurde EU_Anzeige_AnlegerPlus_55x75_271112_EU_Anz notwendig. Anzeige

Für die euromicron AG geht ein ereignisreiches Geschäftsjahr zu Ende. Wir bedanken uns bei allen Aktionären und Freunden des Unternehmens und wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr.

deutschland hat im oktober 2012 mehr Waren exportiert als importiert. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen sowohl die Exporte als auch die importe. Im Oktober 2012 hat Deutschland Waren im Wert von 98,5 Mrd. Euro exportiert. Die Importe beliefen sich auf einen Warenwert von 82,7 Mrd. Euro. Das ergaben vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Damit waren die deutschen Exporte im Oktober 2012 um 10,6 % höher als im Oktober 2011 – die Importe lagen um 6 % über dem Wert des Vorjahresmonats. Gegenüber September 2012 nahmen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 0,3 % und die Importe um 2,5 % zu. Die Außenhandelsbilanz wies im Oktober 2012 demnach einen Überschuss von 15,8 Mrd. Euro auf, im Vorjahresmonat lag der Überschuss nur bei 11 Mrd. Euro. Kalender- und saisonbereinigt ergab sich im Oktober 2012 ein Außenhandelsbilanzüberschuss von 15,2 Mrd. Euro. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz im Oktober 2012 mit einem Überschuss von 13,6 Mrd. Euro ab – miteingerechnet die Salden für Dienstleistungen (-1,9 Mrd. Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+5,2 Mrd. Euro), laufende Übertragungen (-3,3 Mrd. Euro)

Die Deutsche Börse hat nun entschieden, dass die erst seit Kurzem an der Börse notierte Talanx AG den Platz der Douglas Holding im MDAX einnehmen wird. Dadurch wurde der im Vorfeld angekündigte Wechsel im SDAX abgesagt und Constantin Medien bleibt im Index. Die Änderungen wurden am 12.12.2012 wirksam.

Haftstrafe wegen insiderhandel Wegen insiderhandel mit Wertpapieren der Ersol Solar Energy AG wurde ein Österreicher zu einer Haftstrafe verurteilt.

im Oktober 2012 Waren im Wert von 42,1 Mrd. Euro exportiert und im Wert von 30,8 Mrd. Euro importiert. Die Exporte nahmen gegenüber dem Vorjahresmonat mit 14,6 % deutlich zu – die Importe stiegen um 6,9 %.

Außerplanmäßiger Wechsel Kurz nach der turnusgemäßen Entscheidung über die Zusammensetzung der Aktienindizes der deutschen Börse gibt es eine außerplanmäßige Änderung. Ursprünglich hatte die Deutsche Börse in ihrer planmäßigen Prüfung der Aktienindizes entschieden, dass die Talanx AG Ende Dezember 2012 in den SDAX aufgenommen wird und dafür die Constantin Medien den Index verlässt. Dann wurde die Douglas Holding durch die Beauty

Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitteilt, wurde am 13.11.2012 ein Österreicher im Prozess um Insiderhandel in Optionsscheinen der Ersol Solar Energy AG zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt. Die Verurteilung durch das Landgericht Wiesbaden geht auf eine Insideruntersuchung der BaFin sowie Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt und des Hessischen Landeskriminalamts zurück. Die Aktien des Solarzellenherstellers Solar Energy AG sind am regulierten Markt der Frankfurter Börse notiert. Der Insiderhandel erfolgte vor der Übernahme der Gesellschaft durch die Robert Bosch GmbH, die Anfang Juni 2008 ein Übernahmeangebot veröffentlichte. Der Ersol-Kurs stieg nach Bekanntgabe des Übernahmeangebots auf knapp über 100 Euro – in dem Zeitraum davor, Fortsetzung nächste Seite

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KUrZMELdUNGEN

zwischen Januar und Mai, bewegten sich die Kurse zwischen 50–70 Euro. Der Verurteilte war ehemaliger Lebensgefährte einer Primärinsiderin und kaufte wenige Tage vor der Ankündigung des Übernahmeangebots Call-Optionsscheine auf Ersol-Aktien im Wert von rund 85.000 Euro über Depots bei verschiedenen in- und ausländischen Kreditinstituten. Am Tag der Veröffentlichung des Übernahmeangebots begann er mit dem Abverkauf der Calls und erzielte insgesamt einen Gewinn von rund 1 Mio. Euro. Die mitangeklagte Primärinsiderin zahlte einen Schadensersatz von 20.000 Euro, weshalb das Verfahren nach § 153a StPO eingestellt wurde. Den Schaden in Höhe von 1 Mio. Euro, der dem Emittenten der Optionsscheine durch den Insiderhandel entstanden war, glichen die beiden Angeklagten noch während des Ermittlungsverfahrens aus. Beide hatten notarielle Schuldanerkenntnisse abgegeben.

Großhandelspreise gesunken im November 2012 lag der Großhandelspreisindex bei 3,2 % und damit niedriger als im Vormonat. Gegenüber November 2011 lagen die Verkaufspreise im Großhandel im November dieses Jahres um 3,2 % höher. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im Oktober 2012 lag die Jahresveränderungsrate noch bei +4,6 % und im September 2012 bei +4,2 %. Gegenüber Oktober 2012 nahm der Großhandelsverkaufspreisindex im November 2012 um 0,7 % ab. Einen wesentlichen Einfluss auf die Preisveränderung gegenüber dem Vorjahresmonat hatten im November laut Destatis die um 24,3 % höheren Preise im Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln. Gegenüber Oktober 2012 betrug der Anstieg hier immer noch 2,4 %. Des Weiteren gab es im November 2012 im Vorjahresvergleich kräftige Preisanstiege im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen (+2,2 %) sowie im Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren (+8 %). Preisrückgänge gab es gegenüber dem Vorjahr vor allem

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bei Erzen, Metallen und deren Halbzeug (-2,2 %) sowie bei Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen (-17 %). Gegenüber dem Vormonat Oktober 2012 gingen im November die Preise im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen mit -4 % zum zweiten Mal in Folge zurück.

die BaFin informiert die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt aktuell vor zwei Kaufempfehlungen und untersagt Herrn Attila török das Einlagengeschäft. Mit Bescheid vom 10.10.2012 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) dem Steuerberater Attila Török aus Heidelberg das unerlaubt betriebene Einlagengeschäft untersagt und ordnete durch unverzügliche Rückzahlung der angenommenen Gelder die Abwicklung an. Török hatte mit Anlegern Darlehensverträge geschlossen und versprochen, das erhaltene Kapital zu verzinsen und nach Vertragsbeendigung zurückzuzahlen. Weil er vor diesem Hintergrund Gelder angenommen hat, betrieb Török das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin. Des Weiteren warnt die BaFin vor Kaufempfehlungen für Aktien der Kennedy Capital Corp. sowie der PG Alluvial Mining Plc. Durch nicht erwünschte Anrufe, sogenannte Cold Calls, werden derzeit die Aktien der Kennedy Capital Corp. (ISIN VGG730141139) zum Kauf empfohlen. Ebenfalls durch Cold Calls und zusätzlich noch durch Spam-Mails werden auch Aktien der PG Alluvial Mining Plc. (ISIN GB00B5V7P653) empfohlen. Bei den Kaufempfehlungen beider Unternehmen hat die BaFin Anhaltspunkte dafür, dass falsche oder irreführende Angaben gemacht und/oder bestehende Interessenkonflikte verschwiegen werden. Für beide Werte hat die BaFin bereits eine Untersuchung wegen Verdacht auf Marktmanipulation eingeleitet. Anleger sollten, nicht nur bei den oben genannten Unternehmen, immer prüfen, wie seriös die in solchen Kaufempfehlungen gemachten Angaben sind, und sich

zusätzlich bei anderen Quellen über die betreffenden Gesellschaften informieren.

Inflationsrate leicht gesunken im Vergleich zu September und oktober hat sich die teuerungsrate im November 2012 leicht abgeschwächt. Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im November 2012 um 1,9 % über dem Niveau vom November des Vorjahres. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im September und Oktober 2012 lag die Teuerungsrate (Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex) jeweils bei 2,0 %. Eine Rate unter 2 % gab es zuletzt im Juli 2012 mit 1,7 %. Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2012 sank der Verbraucherpreisindex im November um 0,1 %. Destatis bestätigt somit das vorläufige Ergebnis vom 28.11.2012. Im Wesentlichen ist der leichte Rückgang der Inflationsrate im November auf die Preisentwicklung bei Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) zurückzuführen, erklärt Destatis. Denn Energie verteuerte sich im November 2012 gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,8 % und damit weniger als in den Vormonaten. Lässt man die Energiepreise aus der Berechnung raus, liegt die Inflationsrate seit Oktober 2012 konstant bei 1,6 %. Laut Destatis wird die Inflationsrate nun zunehmend durch die steigenden Preise bei Nahrungsmitteln bestimmt – diese erhöhten sich binnen Jahresfrist deutlich um 4,2 %. Im November waren hier vor allem Obst (+10,5 %), Gemüse (+6,9 %) und Fleischwaren (+6,1 %) erheblich teurer als im Vorjahr. Viele andere Nahrungsmittel sind ebenfalls teurer geworden wie Fisch und Fischwaren (+5,2 %), Brot und Getreideerzeugnisse (+3,6 %) und Süßwaren (+3,4 %). Deutlich günstiger im Vergleich zum Vorjahresmonat waren lediglich Speisefette und -öle (-6,4 %). Der Rückgang wurde hier hauptsächlich durch die Preisentwicklung bei Butter (-13,5 % gegenüber November 2011) bestimmt, so Destatis. Bei Energieprodukten wurden im November 2012 gegenüber dem Vorjahresmonat vor allem die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+7,6 %) teurer. Die Preise für leichtes


KURZMELDUNGEN

Heizöl (+4 %), Strom (+3,1 %) sowie Gas und Kraftstoffe (jeweils +3 %) lagen ebenfalls deutlich über Vorjahresniveau.

Löhne gestiegen 2011 haben die Deutschen so viel verdient wie lange nicht mehr. Der Trend wird sich 2012 aber vermutlich nicht weiter fortsetzen. Der Anteil der Löhne am gesamten verfügbaren Einkommen der deutschen Privathaushalte ist 2011 gestiegen. Das ergab der aktuelle Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der HansBöckler-Stiftung. Laut Dr. Claus Schäfer, dem Leiter des WSI, haben drei Faktoren dazu geführt, dass die Löhne 2011 brutto so stark gestiegen sind wie lange nicht mehr: Es gab 2011 mehr Beschäftigte und stärkere Lohnsteigerungen bei gleichzeitig längeren Arbeitszeiten als in den Jahren davor. So hat sich im Zuge der in Deutschland stabilen wirtschaftlichen Entwicklung auch das gesamtwirtschaftliche Gewicht der Lohneinkommen wieder etwas erhöht. Laut Dr. Schäfer stieg die Nettolohnquote auf 44,5 % des verfügbaren Einkommens im Sektor Private Haushalte, was 36,6 % des gesamten Volkseinkommens entspricht. Für das gesamte Jahr 2012 erwartet Dr. Schäfer allerdings keinen weiteren Zuwachs, da die Quote im ersten Halbjahr nur bei knapp 43 % lag.

Weiter weniger Insolvenzen Auch im Zeitraum Januar bis September 2012 waren die Unternehmens- und =LYIYH\JOLYPUZVS]LUaLUY…JRSp\ÄN In den ersten neun Monaten des Jahres 2012 gab es in Deutschland 21.803 Unternehmensinsolvenzen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 4,6 % weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war von Januar bis September 2012 niedriger als im gleichen Zeitraum 2011: Mit 74.504 Fällen lag sie um 5,2 % unter dem Vorjahresniveau. Zusammen mit den Insolvenzen von

anderen privaten Schuldnern und Nachlässen registrierten die deutschen Amtsgerichte insgesamt 114.956 Insolvenzen – das waren 5,2 % weniger als im Vorjahr. Die daraus resultierenden voraussichtlich offenen Forderungen der Gläubiger für die Monate Januar bis September 2012 schätzen die Gerichte auf 39,3 Mrd. Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 24 Mrd. Euro. Auf Basis der bisherigen Entwicklung rechnet Destatis für das Gesamtjahr

2012 mit rund 29.000 Unternehmensinsolvenzen gegenüber 30.099 im Jahr 2011 sowie rund 99.000 Verbraucherinsolvenzen gegenüber 103.289 im Vorjahr. Insgesamt erwartet das Amt etwa 153.000 Insolvenzfälle – im Jahr 2011 waren es 159.418. Im September 2012 gab es insgesamt 11.112 Insolvenzen. Darunter waren 2.057 Unternehmensund 7.200 Verbraucherinsolvenzen.

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© ThyssenKrupp AG /http://www.thyssenkrupp.com/de/ presse/bilder.html&photo_id=1298

UNtErNEHMENSMELdUNGEN

thyssenKrupp AG

„Neuanfang“ beim Stahlriesen

Der Hauptsitz des Konzerns in Essen.

Die Stahlbranche steckt wieder in der Krise und ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001) hat noch dazu ganz eigene Probleme. Mit dem Verkauf der verlustreichen Amerikasparte und einem radikalen Vorstandsumbau verspricht der DAX-Konzern nun einen „Neuanfang“. Die Erholung der Stahlindustrie nach der weltweiten Rezession 2009 war nur von kurzlebiger Natur – die Branche befindet sich schon wieder im Abwärtssog. Bester Beleg: Die Bonität des Branchenführers ArcelorMittal (ISIN LU0323134006) wurde unlängst von den Ratingagenturen auf „Ramsch“ gestuft. Die neue Stahlkrise trifft auch Deutschlands größten Rohstahlproduzenten ThyssenKrupp ins Mark, der gerade erst Milliarden in den Ausbau der Kapazitäten in Übersee investiert hatte.

antwortung für die Führung der Geschäfte und die Führungskultur des Konzerns“ Rechnung und mache den Weg frei für einen „Neuanfang“, heißt es. Doch die Frage ist, welche Verantwortung Cromme selber für die Unternehmenskultur hatte. Immerhin ist er bereits seit 2001 der Chefaufseher und stand vorher selbst an der Vorstandsspitze.

5 Mrd. Euro Verlust

Eine Frage interessiert die Aktionäre aber weit mehr: Wie viel lässt sich für die Amerikasparte überhaupt noch erlösen? Analysten halten nur noch einen Verkaufspreis von 3–4 Mrd. Euro für realistisch. Doch auch das wäre viel angesichts dessen, dass der gesamte Börsenwert nur noch bei knapp 9 Mrd. Euro liegt. Der Konzern hätte das Geld zum Schuldenabbau dringend nötig, denn seine Eigenkapitalquote liegt nur noch bei 12 %. Gelingt der Verkauf, könnte das die Aktie kurzfristig stark beflügeln. Und die reine Stahlproduktion würde dann nur noch 30 % vom Konzernumsatz ausmachen. Dass das die Aktie auch langfristig weniger zyklisch und abhängig von der Konjunktur macht, ist allerdings nicht zu erwarten. Und diese Abhängigkeit ist extrem: Seit dem Zusammenschluss von Thyssen und Krupp Anfang 1999 weist der Titel enorme Schwankungen auf, ist aber per saldo nur seitwärts gelaufen. Stefan Müller

Vor allem die Werke in den USA und Brasilien sorgten dafür, dass der Essener Konzern im Geschäftsjahr 2011/2012 (Ende September) bei Umsätzen von 40,1 Mrd. Euro einen Konzernverlust von 5,04 Mrd. Euro auswies. Das Amerikaabenteuer soll nun beendet werden, die Sparte gilt fortan als „nicht fortgeführter Geschäftsbereich“. Aber auch im fortgeführten Geschäft machte ThyssenKrupp nach Steuern einen Verlust von 112 Mio. Euro. Die Firma hat aber noch ganz andere Probleme als nur die schwache Stahlkonjunktur: Sie hat sich in der Vergangenheit maßgeblich an illegalen Preisabsprachen für Aufzüge, Rolltreppen und Schienen beteiligt. Die EU-Kommission hat bereits hohe Kartellstrafen verhängt, nun drohen auch von den geschädigten Kunden umfangreiche Schadensersatzklagen.

radikaler Vorstandsumbau Die Preisabsprachen waren offenbar nicht die einzigen Verfehlungen des Unternehmens – auch von Luxusreisen für Journalisten auf Firmenkosten ist die Rede. Das Pikante daran: An der Spitze des Aufsichtsrates sitzt mit Gerhard Cromme der Mann, der maßgeblich daran mitgewirkt hat, dass die Grundsätze anständiger Unternehmensführung im deutschen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht verankert wurden. Denn Cromme fungierte damals als Vorsitzender der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“. Immerhin zieht er jetzt drastische Konsequenzen: Drei der sechs Vorstandsmitglieder müssen gehen. Damit trage der Vorstand seiner „Gesamtver-

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Aktienkurs seit 1999 nur seitwärts

ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001)

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 17.12.2012: 17,90 Euro


UNtErNEHMENSMELdUNGEN

Curanum AG

Übernahmeangebot Dass es sich für alle Aktionäre lohnen kann, eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht durchzuführen, zeigt sich am Beispiel des Altenheimbetreibers Curanum AG (ISIN DE0005240709). Kurz nach der zu einem Kurs von 1,50 Euro platzierten Kapitalerhöhung erfolgte jetzt ein Übernahmeangebot zu 2,50 Euro.

Curanum AG (ISIN DE0005240709)

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 17.12.2012: 2,48 Euro

Die französische Korian-Gruppe bietet den Curanum-Aktionären 2,50 Euro je Aktie an. Voraussetzung für die Offerte ist das Erreichen einer Mindestannahmeschwelle von 75 %. Wie das Unternehmen mitteilt, sind dem Angebot vertrauliche Gespräche mit dem Curanum-Vorstand über eine eventuelle Zusammenführung der deutschen Geschäftsaktivitäten der Korian-Gruppe mit Curanum vorausgegangen. Vorstand und Aufsichtsrat der Curanum AG unterstützen diese Transaktion grundsätzlich aus strategischer Sicht, da sich die Aktivitäten der beiden Gruppen und ihre jeweilige regionale Abdeckung vorteilhaft ergänzen würden. Bei einem Preis von 2,50 Euro je Aktie wird Curanum mit mehr als 100 Mio. Euro bewertet. Vor dem Hintergrund eines stark defizitären Geschäftsverlaufs in den letzten Jahren und einer überschaubaren Eigenkapitalausstattung lohnt sich die Annahme des Angebots. Anzeige

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UNtErNEHMENSMELdUNGEN

SNP Schneider-Neureither & Partner AG

Fragwürdige Kapitalerhöhung Eine mehr als fragwürdige Kapitalerhöhung zog die Softwarefirma SNP Schneider-Neureither & Partner AG (ISIN DE0007203705) Anfang Dezember durch. Auf die Interessen der Altaktionäre wurde keine Rücksicht genommen.

Trotz einer per 30.9.2012 mit etwa 5,5 Mio. Euro prall gefüllten Kasse entschloss sich der SNP-Vorstand, eine 10%-Kapitalerhöhung durchzuziehen. Insgesamt wurden 113.270 neue Aktien zu einem Preis von 45 Euro platziert, etwa 5 Mio. Euro konnten Anzeige

erlöst werden. Dabei war die Kapitalmaßnahme deutlich überzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die zufließenden Mittel der Stärkung des Eigenkapitals für das weitere organische und anorganische Wachstum der Gesellschaft dienen.

Auffälligkeiten Soweit liest sich die Meldung wie jede x-beliebige Meldung im Zuge einer Kapitalerhöhung. Die Begleitumstände aber sind fragwürdig. So rutschte der Aktienkurs im Vorfeld der Kapitalmaßnahme ab Mitte Oktober bis Anfang Dezember von 54 auf 45 Euro ab, just am Tiefstand der Aktie wurden dann die Zeichner der Kapitalerhöhung bedient. So steht der Verdacht im Raum, dass der Aktienkurs gezielt nach unten gedrückt wurde, um den Investoren einen billigen Einstieg zu ermöglichen. Damit aber nicht genug. Die neuen Aktien sind mit einem Gewinnanspruch für das Geschäftsjahr 2012 ausgestattet. Das heißt, dass die Zeichner der Aktie vom gesamten Jahresergebnis der Gesellschaft profitieren werden und so auch von einer Dividendenzahlung, obwohl sie erst im Dezember eingestiegen sind. Altaktionäre werden durch diese Maßnahme verwässert. Im Sommer hatte SNP immerhin 1,75 Euro je Aktie ausgeschüttet. Nicht zuletzt hatten die Altaktionäre keine Möglichkeit, auch Aktien zu beziehen, da im Rahmen einer 10%igen Kapitalerhöhung keine Bezugsmöglichkeit besteht. Auch wenn SNP ein erfolgreiches Unternehmen mit Perspektive sein mag, verstimmt der Umgang des Vorstands mit den Altaktionären. Anleger sollten deshalb genau prüfen, ob sie ihr Engagement bei SNP aufrechterhalten wollen.

SNP AG (ISIN DE0007203705)

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 17.12.2012: 49,50 Euro

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Know-how! Charttechnik-Webinarreihe für Einsteiger An der Börse herrscht ein ständiges Auf und Ab, bei dem man als privater Anleger oftmals den Überblick verliert. Dieses Chaos wirft große Fragen auf: Bei welchem Wert kann ich einsteigen? Kann ich das jetzt schon? Und vor allem, wenn ich eingestiegen bin, wie lange/ bis wann soll ich meine Position halten? Wo entsteht der nächste Trend? Und wie entsteht ein Trend überhaupt? Welche Kursbewegungen gehen einem

starken Anstieg voraus? Wie kann man diese Bewegungen eingrenzen und schnell erkennen, um in einer neuen Aufwärtsbewegung frühzeitig investiert zu sein? Die Charttechnik kann Ordnung in dieses Chaos bringen, eine Vielzahl dieser Fragen beantworten und letztenendes dafür sorgen, dass Sie Anlageentscheidungen mit mehr Ruhe und Gelassenheit treffen können. Thomas May (BörseGo AG)

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Charttechnik für Einsteiger – die lukrative Welt der Widerstände, Flaggen, trendkänale und Kursziele Die Webinarserie beschäftigt sich zunächst kurz mit grundlegenden Fragen zum Börsenhandel. Wie „funktioniert“ die Börse? Wie entsteht ein Aktienkurs? Auf welche Arten lässt sich der Aktienkurs darstellen? Sind diese Fragen beantwortet, werden wir tiefer in die Materie einsteigen und uns mit der ständigen Abfolge von Trend und Korrektur an den Weltmärkten auseinandersetzen. Sie erfahren, in welche Phasen sich ein Trend gruppieren lässt und mit welchen Methoden man frühzeitig neue Trendphasen aufspürt. Außerdem klären wir die Frage, an welchen Punkten der Kurs eines Wertpapieres wieder eine andere Richtung einschlagen könnte und wie man selbstständig solche Entscheidungspunkte – Widerstände und Unterstützungen - im Kursverlauf identifiziert. Im zweiten Webinar befassen wir uns intensiv mit Kursformationen- wiederkehrende Muster im Verlauf eines Aktienkurses, mit denen Sie die Fortsetzung eines Trends oder eine Trendwende frühzeitig erkennen und erfolgreich

Mit Hilfe eines Webinars können Sie bequem von zuhause aus an einer Fortbildung teilnehmen. Sie benötigen dazu lediglich einen PC und einen Internetanschluss. Über eine Webinarsoftware, die Sie in Ihrem Internetbrowser einfach und sicher starten können, öffnet sich auf Ihrem Bildschirm ein Fenster, in dem die Bildschirmansicht des Referenten und dessen Ton übertragen wird. Wie in einem Radiobeitrag mit Video können Sie die Erläuterungen des Referenten live verfolgen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, über ein Textfenster direkt Fragen an den Referenten zu stellen und so genau die Themen anzusprechen, die für Sie von Interesse sind. Die Webinare werden selbstverständlich auch aufgezeichnet und stehen Ihnen nach den Webinaren zur Verfügung. Damit verpassen Sie keinen Themenblock, sollten Sie an einem Termin nicht teilnehmen können. Gleichzeitig können Sie sich Passagen aus den Webinare auch zu einem späteren Zeitpunkt ansehen und so Ihr Wissen vertiefen.

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AnlegerPlus News 25 | 18.12.2012 | 9


tECHNiSCHE ANALYSE

und letzten Endes bis zur psychologisch wichtigen 8.000-Punkte-Marke.

dAX – die letzte Hürde vor dem Kaufsignal der dAX konnte im rahmen einer Mitte November 2012 begonnenen, dynamischen Kaufwelle über den Widerstand bei 7.478 Punkten ausbrechen und in Folge dieses Kaufsignals bis an die Kurshürde bei 7.600 Punkten ansteigen. Wird diese Marke ebenfalls überwunden, käme es zu einem langfristigen Kaufsignal. Mit dem Bruch des Kreuzwiderstands bei 6.387 Punkten beendeten die Bullen im DAX Anfang Juli 2012 eine mehrwöchige Korrekturphase und trieben den Index im Anschluss in einer steilen Kaufwelle bis an den Bereich des Verlaufshochs bei 7.194 Punkten. Diese Hürde wurde Anfang September überwunden und somit ein weiteres Kaufsignal ausgebildet. In der Spitze zog der Wert bis 7.478 Punkte an, ehe es zu einer ausgeprägten Seitwärtskonsolidierung kam. Dabei verblieb der Index über Wochen oberhalb der Unterstützung bei 7.194 Punkten. Mitte November kam mit dem Unterschreiten der Haltemarke kurzfristig Abgabedruck auf, allerdings konnte die Käuferseite bei 6.950 Punkten wieder stabilisierend in das Geschehen eingreifen und den DAX über 7.194 Punkte nach oben kaufen. In der Folge entwickelte sich eine steile und enorm dynamische Aufwärtsbewegung, in deren Verlauf bereits in der vergangenen Woche der langfristig entscheidende Widerstand bei 7.600 Punkten attackiert wurde. Hier, auf dem Niveau des Jahreshochs aus 2011, setzte der Index zu einer seitwärts gerichteten Korrektur an.

Ausblick Mit dem Anstieg bis 7.600 Punkte haben sich die Bullen in eine ausgezeichnete Ausgangsposition für eine Fortsetzung der Jahresendrally und einen neuerlichen Kaufimpuls im neuen Jahr gebracht. Sollte es der Käuferseite also gelingen, den Wert auf Wochenschlusskursbasis über 7.625 Punkte anzutreiben, wäre ein mittelfristiges Kaufsignal aktiviert und die Chancen auf die Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends entsprechend stark erhöht. Zunächst dürfte der Index in diesem Fall bis 7.715 Punkte ansteigen. Nach einer leichten Korrektur könnte die Marke bereits überwunden werden und der Kaufimpuls bis 7.780 Punkte führen. Auf mittlere Sicht hätte der DAX oberhalb von 7.780 Punkten bereits weiteres Aufwärtspotenzial bis 7.930 Punkte DAX (ISIN DE0008469008)

Thomas May (BörseGo AG)

Tagesaktuelle Analysen zu den wichtigsten Basiswerten und Märkten sowie Trading-Services für verschiedenste Anlageinteressen finden Sie auf www.godmode-trader.de

DAX

(ISIN: DE0008469008)

Quelle: GodmodeCharting, 17.12.2012 Quelle: GodmodeCharting, Stand 17.12.2012

10 | AnlegerPlus News 25 | 18.12.2012

Sollte der Index dagegen auf dem aktuellen Niveau zu einer Korrektur ansetzen, könnte diese bereits bei 7.478 Punkten wieder auf Käufer treffen und ein weiterer Ausbruchsversuch folgen. Ein Unterschreiten des früheren Verlaufshochs hätte weitere Abgaben bis zur Unterstützung bei 7.360 Punkten zur Folge. Auf diesem Kursniveau verläuft auch die frühere Abwärtstrendlinie, die die Oberseite des Seitwärtsmarktes der letzten Monate bildete. Sie könnte sich stabilisierend auf die Korrekturbewegung auswirken und neue Käufer in den Wert locken. Würde sie dagegen gebrochen, kann es zu einer Ausweitung der Gegenbewegung bis 7.275 Punkte kommen. Dort verläuft die steile, kurzfristige Aufwärtstrendlinie, an der der DAX nach oben hin abprallen dürfte. Erst ein nachhaltiger Bruch dieser Kreuzunterstützung wäre im aktuell positiven Umfeld bärisch zu werten. In der Folge könnte ein mittelfristiger Kursrückgang bis 7.194 Punkte einsetzen. Kann diese Unterstützung nicht zu einer Bodenbildung und einem Wiederanstieg genutzt werden, drohen bereits deutliche Verkaufswellen bis in den Bereich um 6.950 Punkte.


tECHNiSCHE ANALYSE

nunmehr nur der Hochpunkt des Septembers bei 1,317 US-Dollar den Wert von einem weiteren Kaufimpuls abhalten.

Ausblick

Euro – Bullen fordern den Ausbruch das Währungspaar Euro/US-dollar befindet sich seit Ende Juli 2012 in einem steilen Aufwärtstrend, der zunächst im September von der starken Kursbarriere bei 1,315 US-dollar gestoppt wurde. die anschließende Korrektur endete vorzeitig an der Unterstützung bei 1,274 US-dollar. Aktuell unternehmen die Bullen bereits den nächsten Ausbruchsversuch über die 1,315-US-dollar-Marke. Eine steile Kaufwelle führte Euro/USDollar bis Mitte September an den Widerstand bei 1,315 US-Dollar, von dem aus der Wert zunächst zurücksetzte. Ausgehend von 1,282 US-Dollar unternahmen die Bullen einen weiteren Ausbruchsversuch, der jedoch ebenfalls scheiterte. Damit bildete sich zunächst ein bärisch zu wertendes Doppelhoch,

das Anfang November mit dem Unterschreiten der Haltemarke bei 1,282 USDollar aktiviert wurde. In der Folge kam Euro/US-Dollar erheblich unter Druck und brach in den folgenden Tagen bis zur Unterstützungszone bei 1,274 USDollar ein. Allerdings gelang es der Käuferseite, diese wichtige Marke, trotz mehrerer Attacken der Bären, zu verteidigen und im November einen weiteren Anstieg zu vollziehen. Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 1,292 USDollar wurde ein kurzfristiges Kaufsignal ausgebildet und das Devisenpaar erreichte ein weiteres Mal die Kurshürde bei 1,315 US-Dollar. Von dort prallte das Paar zunächst nach unten ab, konnte jedoch Anfang Dezember ausgehend von 1,292 US-Dollar eine weitere Kaufwelle in Gang setzen, die aktuell zu einem Anstieg über 1,315 US-Dollar führt. Damit kann

EUR REFERENZKURS (ISIN EU0009652759)

EUR/USD

(ISIN: EU0009652759)

Quelle: GodmodeCharting, 17.12.2012

Durchbricht das Währungspaar auch die 1,317-US-Dollar-Marke, wäre ein mittelfristiges Kaufsignal etabliert. Dies würde zugleich für die übergeordnete Fortsetzung des im Juli eingeleiteten Aufwärtstrends sprechen. In der Folge könnte Euro/US-Dollar bis 1,328 USDollar ansteigen. Das Verlaufshoch vom Mai dürfte im Anschluss zu ersten Gewinnmitnahmen genutzt werden und somit dürfte sich eine leichte Korrektur ausbilden. Allerdings wäre damit zu rechnen, dass sich die Käufer wieder bei 1,315 US-Dollar formieren und sich der Aufwärtstrend von dort aus fortsetzen dürfte. Gelingt im weiteren Verlauf auch der Anstieg über 1,326 US-Dollar, hätte das Währungspaar weiteres Aufwärtspotenzial bis 1,345 US-Dollar. Ein Ausbruch über diese markante Barriere würde bereits Folgekäufe bis in den Bereich um 1,360 US-Dollar auslösen. Scheitern die Bullen dagegen jetzt an der Widerstandszone um 1,315 US-Dollar, dürfte es zu einer leichten Korrektur bis 1,305 und darunter gegebenenfalls bis 1,300 US-Dollar kommen. Hier könnten die Bullen jedoch wieder das Heft in die Hand nehmen und im Rahmen eines weiteren Aufwärtstrends für Kursgewinne bis 1,315 US-Dollar sorgen. Sollte das Devisenpaar jedoch im weiteren Verlauf unter die 1,300-US-Dollar-Marke zurückfallen, wäre der jüngste Kaufimpuls abgebremst. Ein solcher Ausverkauf würde für eine ausgedehnte Korrektur bis 1,292 US-Dollar sprechen, ehe sich die Hausse auf Höhe der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie fortsetzen könnte. Erst ein nachhaltiger Bruch dieser soliden Kreuzunterstützung wäre entsprechend negativ zu werten. In diesem Fall käme es zu einem Verkaufssignal. Auf mittlere Sicht dürfte Euro/US-Dollar bei einem Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends bis zur Unterstützung bei 1,274 US-Dollar ausverkauft werden. Dort könnten die Käufer jedoch wiederum stabilisierend eingreifen und eine Bodenbildung vollziehen. Thomas May (BörseGo AG)

Quelle: GodmodeCharting, Stand 17.12.2012

AnlegerPlus News 25 | 18.12.2012 | 11


SdK rEALdEPot

CoLEXoN: Weihnachtsgeschenk oder Abzocke? Die COLEXON Energy AG hat am letzten Mittwoch mitgeteilt, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen haben, den Aktionären des nicht börsennotierten belgischen Solarunternehmens 7C Solarparken NV, Mechelen/Belgien, ein Angebot zum Erwerb einer zumindest 80%igen Beteiligung zu unterbreiten. Die 2008 gegründete Gesellschaft 7C Solarparken fokussiert sich laut Angaben der COLEXON-Verwaltung primär auf den Aufbau eines Portfolios von Solarkraftwerken und verfügt zurzeit über eine installierte Kapazität von rd. 24 MWp (= Abkürzung für Megawatt Peak, definiert die Spitzenleistung).

Das COLEXON-Angebot sieht vor, den Aktionären der 7C Solarparken als Gegenleistung für ihre Anteile neue Aktien der COLEXON anzubieten, die auf der Grundlage noch zu fassender Hauptversammlungsbeschlüsse ausgegeben werden sollen. Das Pikante dabei: Die 7C Solarparken NV ist mit einem Anteil von 22,87 % selbst größter Aktionär der COLEXON. Durch eine Übernahme der Solarparks der 7C würde das bestehende Eigenbetriebsportfolio an Solarkraftwerken signifikant auf rund 50 MWp anwachsen. Fortsetzung nächste Seite

SdK rEALdEPot Anzahl Wertpapier

WKN

Kaufdatum

Kaufkurs in Euro

Kaufsumme in Euro

Kurs am 18.12.2012 in Euro

Gesamtwert am 18.12.2012 in Euro

Kursveränderung

500

Essanelle Hair Group AG

661031

28.3.2011

8,55

4.272,00

9,96

4.980,00

+

16,6 %

100

Wandelanleihe Gold-Zack AG i. I.

768683

13.4.2011

*8,30

8.300,00

*10,40

10.400,00

+

25,3 %

200

Fernheizwerk Neukölln AG

576790

19.10.2011

30,50

6.099,00

30,20

6.040,00

-

1,0 %

3.000

Dt. Immobilien Holding AG

747304

8.2.2012

1,88

5.640,00

2,35

7.050,00

+

25,0 %

AGROB Immobilien AG. Vz.

501903

26.06.2012

8,20

6.560,00

9,68

7.744,00

+

18,1 %

COLEXON Energy AG

525070

31.08.2012

0,67

5.360,00

0,60

4.800,00

-

10,5 %

Repower Nachbesserungsrechte

617703

4.8.2011

0,00

0,00

0,38

19,00

Griechenland Strip**

A0LN5U

22.7.2011

*79,40

3.970,00

*25,11

1.255,50

800 8.000 50 5

angefallene transaktionskosten: 389,95 Euro Gesamtdepotwert: 112.378,35 Euro

– -

68,4 %

Stückzinsen***: -26,51 Euro abgeführte Steuern: 2.442,88 Euro Kontostand: 67.646,97 Euro

dEPotVErÄNdErUNG:****

+12,38 %

*Angaben in %; **Der Griechenland Strip enthält insgesamt 24 Wertpapiere, welche im Zuge des Zwangsumtausches für fünf alte Griechenlandanleihen (A0LN5U) eingebucht wurden; ***Saldo aus gezahlten und erhaltenen Stückzinsen – Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro; ****Depotveränderung nach Transaktionskosten aber vor Steuern

Hinweise auf potenzielle Interessenkonflikte Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar. Haftungsausschluss Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 17) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.

12 | AnlegerPlus News 25 | 18.12.2012


SdK rEALdEPot

die Architektur der Übernahme Um den Zusammenschluss der beiden Unternehmen zu vollziehen, hat die COLEXON gemeinsam mit der 7C eine Bewertung beider Unternehmen bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton AG in Auftrag gegeben. Das hierfür angefertigte Gutachten ermittelt für die COLEXON einen Wert in Höhe von 0,6988 Euro je Aktie. Im Hinblick darauf, dass der gutachterlich ermittelte Wert einer Aktie unter einem Euro liegt, ist Voraussetzung für eine Kapitalerhöhung zum Erwerb der Beteiligung an der 7C, dass zuvor das Grundkapital der COLEXON AG durch Zusammenlegung von Aktien herabgesetzt wird. Der noch einzuberufenden Hauptversammlung soll insoweit eine Zusammenlegung von zwei COLEXON-Aktien in eine Aktie vorgeschlagen werden. Unter der Voraussetzung, dass die COLEXON-Aktionäre auf einer Hauptversammlung der Aktienzusammenlegung zustimmen, ergibt sich hieraus, dass die 7C-Aktionäre für jeden im Rahmen der nachfolgenden Kapitalerhöhung eingebrachten 7C-Anteil 3.225 neu auszugebende COLEXON-Aktien erhalten. Da das Bezugsrecht der COLEXON-Aktionäre bei einer solchen Sachkapitalerhöhung ausgeschlossen werden muss, würde für den Fall einer Andienung sämtlicher Anteile an die 7C die Beteiligung der derzeitigen Aktionäre der COLEXON auf ca. 25,9 %

nach Durchführung der Kapitalerhöhung sinken und der Anteil der eigenen Aktien bei 9,8 % liegen.

Strategie richtig – die Bewertung wirft Fragen auf Die eingeschlagene Strategie, sich als unabhängiger Energieerzeuger auf dem Solarmarkt zu positionieren, ist unserer Meinung nach eindeutig richtig. Jedoch werfen die in der Mitteilung angedeuteten Bewertungsrelationen zahlreiche Fragen auf. Der ermittelte Wert von 0,6988 Euro je COLEXON-Aktie erscheint bei einem von uns errechneten Buchwert von ca. 1,46 Euro zum 30.6.2012 als deutlich zu niedrig. Außerdem stellt sich die Frage, warum die COLEXON anscheinend weit weniger wert sein soll als die 7C, obwohl die installierte Leistung der COLEXON über der der 7C liegt. Bevor jedoch das zugrunde liegende Gutachten nicht veröffentlicht ist, können wir kein endgültiges Urteil fällen. Es scheint unserer Meinung nach aber doch eher so, als handelt es sich bei dem geplanten Geschäft um kein Weihnachtsgeschenk an die freien Aktionäre der COLEXON, sondern als handelte der COLEXON-Vorstand möglicherweise im Auftrag des Großaktionärs, um dessen monetären Interessen zu befriedigen. Anzeige

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HV-BEriCHt

KWS Saat AG

rekordzahlen katapultieren Aktie auf neues Hoch Das Geschäftsjahr 2011/2012 verlief für die KWS Saat AG (ISIN DE0007074007) weit besser als erwartet. Auf der Hauptversammlung am 13.12.2012 durfte sich der Vorstand viel Lob anhören. Kritik gab es – wie üblich – lediglich von Gentechnikgegnern und an der Dividende. Finanzvorstand Hagen Duenbostel hält es für richtig, lediglich ein knappes Viertel des Gewinns auszuschütten. Denn die Saatgutentwicklung ist ein sehr langfristiges Geschäft und es dauert viele Jahre, bis sich Investitionen auszahlen. Das Investment in KWS-Aktien hat sich für die Aktionäre dennoch gelohnt. Bezieht man die Kurszuwächse mit ein, konnten die Anleger ihren Einsatz in den letzten zehn Jahren mehr als vervierfachen – allein in den letzten zwölf Monaten war ein Kurssprung von 50 % zu verzeichnen. Das Geschäft entwickelte sich zuletzt auch weit besser als erwartet. Der Umsatz kratzt nach einem neuerlichen Anstieg von 15 % auf 986 Mio. Euro an der Milliarden-Marke und der Jahresüberschuss stieg um 30 % auf 94,4 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie erreichte 13,89 Euro (10,64 Euro), wovon die Aktionäre 2,80 Euro (2,30 Euro) als Dividende erhalten.

Profiteur des Agrarbooms Als Saatgutentwickler profitiert die KWS vom Boom der Agrarindustrie. Ein großes Thema ist derzeit die Züchtung von Energiepflanzen. Aber auch langfristige Trends wie das Wachstum der Weltbevölkerung und der Klimawandel kommen dem Einbecker Unternehmen entgegen. Die Pflanzenzüchtung leistet einen großen Beitrag, um die Produktivität in der Landwirtschaft zu erhöhen. Zunehmend an Bedeutung gewinnt die gentechnische Optimierung. In den USA werden nach der uneingeschränkten Zulassung der Roundup-Ready-Rübe 97 % des Zuckerrübenmarktes mit dem optimierten Produkt bestellt, das trotz weniger Herbizideinsatz höhere Erträge liefert. In Europa und speziell in Deutschland sind die Aktivitäten in diesem Bereich hingegen noch bescheiden. Weltweit wird der Trend Richtung Gentechnik, davon ist Vorstandssprecher Philip von dem Bussche überzeugt, aber anhalten. Im Oktober 2011 hat die KWS deshalb das Joint Venture Genective gegründet. In diesem Unternehmen soll die eigenständige Entwicklung gentechnisch veränderter Merkmale bei Mais vorangetrieben werden.

Brasilien. Bei den Zuckerrüben und im Getreidesegment verlief das Geschäft ebenfalls erfolgreich. Eine gewisse Schwäche war wegen des starken Preisverfalls lediglich bei den KartoffelAktivitäten zu verzeichnen, was aber nur wenig ins Gewicht fällt. Auffällig ist die zunehmend internationale Ausrichtung der KWS. Der Saatgutzüchter ist mittlerweile in 70 Ländern aktiv. Deutschland ist mit einem Umsatzanteil von 23 % weiterhin der wichtigste Markt, 40 % der Umsätze werden aber bereits im europäischen Ausland und ein Drittel in Nordamerika erwirtschaftet. Die restlichen 4 % entfallen auf Zukunftsmärkte wie China und Brasilien.

Umsatz übersteigt 1 Mrd. Euro Im laufenden Jahr wird der Konzernumsatz erstmals die Marke von 1 Mrd. Euro knacken. Auch das Betriebsergebnis wird zulegen. Das Jahresergebnis dürfte dennoch um etwa 10 % nachgeben, nachdem der Gewinnsprung in 2011/2012 zum Teil aus Währungseffekten und der Auflösung von Wertberichtigungen mit einmaligem Charakter resultierte. Die Aktie ist damit nach dem neuerlichen Kurssprung auf 240 Euro mit einem KGV von 20 eher hoch bewertet. Das war bei der KWS aber immer so und hat der positiven Kursentwicklung nie einen Abbruch getan. So langsam wird die Luft dennoch dünn. Der Sprecher der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. schlug vor, wieder einen Split durchzuführen, um die Aktie zumindest optisch günstiger zu machen. Dafür sieht der Vorstand aber keine Veranlassung. Matthias Wahler KWS Saat AG (ISIN DE0007074007)

Weltweites Wachstum Der Mais ist mit einem Umsatzanteil von 58 % das größte Segment und entwickelte sich zuletzt noch besser als erwartet. Umsatz und Ergebnis konnten zweistellig gesteigert werden. Ein Meilenstein war im vergangenen Jahr der Markteintritt in

14 | AnlegerPlus News 25 | 18.12.2012

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 17.12.2012: 238,85 Euro


HV-tErMiNE Stand: 17.12.2012, ohne Gewähr

dez. 2012 20.12.2012 20.12.2012 20.12.2012 20.12.2012 20.12.2012 21.12.2012 21.12.2012 21.12.2012 27.12.2012 28.12.2012 28.12.2012 03.01.2013 04.01.2013 09.01.2013 10.01.2013 10.01.2013 10.01.2013 14.01.2013 15.01.2013 17.01.2013 17.01.2013 18.01.2013 21.01.2013 23.01.2013 23.01.2013 24.01.2013 24.01.2013 25.01.2013 30.01.2013 13.02.2013 20.02.2013 21.02.2013 28.02.2013 28.02.2013 05.03.2013 05.03.2013 06.03.2013 08.03.2013 14.03.2013 14.03.2013 14.03.2013 18.03.2013 19.03.2013 20.03.2013 21.03.2013 09.04.2013 10.04.2013 10.04.2013 11.04.2013 15.04.2013 18.04.2013 18.04.2013 18.04.2013 18.04.2013 24.04.2013 24.04.2013 25.04.2013 25.04.2013 26.04.2013 26.04.2013 26.04.2013 26.04.2013 30.04.2013 30.04.2013 30.04.2013 30.04.2013

RWL Solar AG MOBOTIX AG SinnerSchrader AG IVG REIT-AG MVS Miete Vertrieb Service AG AREAL Immob. und Btlgs-AG Algosys Germany AG Cassona SE Recyc Commodities SE F. Reichelt AG Gemballa Holding SE Pandatel AG i.A. Girindus AG B+S Banksysteme AG Jupiter GmbH & Co. KGaA Essential Invest GmbH & Co. KGaA Klima Investment GmbH & Co. KGaA AGO AG Energie + Anlagen ESTAVIS AG ADC GmbH & Co. KGaA Solutronic AG ThyssenKrupp AG Wincor Nixdorf AG Siemens AG 118000 AG Fonterelli GmbH & Co KGaA Tonkens Agrar AG VERBIO Vereinigte BioEnergie AG Cloppenburg Automobil SE TUI AG Bertrandt AG Fortec Elektronik AG Infineon Technologies AG Aurubis AG Beta Systems Software AG Carl Zeiss Meditec AG buch.de internetstores AG MVV Energie AG Dr. Hönle UV Technology AG All for One Steeb AG VK Mühlen AG BB Biotech AG ISRA VISION PARSYTEC AG Micronas Semiconductor Holding AG Sanochemia Pharmazeutica AG Dinkelacker AG Daimler AG Nebelhornbahn AG Beiersdorf AG Henkel AG & Co. KGaA Schuler AG Gerresheimer AG RWE AG Bilfinger Berger SE Prime Office REIT-AG Axel Springer AG Volkswagen AG Münchener Rück AG Merck KGaA BASF SE Bayer AG MME MOVIEMENT AG Leoni AG Deutz AG Delticom AG Süwag Energie AG

Hamburg Langmeil Hamburg Bonn Berlin Essen München Frankfurt/Main Frankfurt/Main Hamburg Neidlingen Jan. 2013 München Hannover München Schwäbisch Hall Schwäbisch Hall Schwäbisch Hall Kulmbach Berlin Frankfurt/Main Nürtingen Bochum Paderborn München ABGESAGT München Sülzetal Leipzig Feb. 2013 Düsseldorf Hannover Sindelfingen München München Hamburg Mär. 2013 Berlin Jena Münster Mannheim München Leinfelden Hamburg Zürich Darmstadt Zürich Eisenstadt Apr. 2013 Stuttgart Berlin Oberstdorf Hamburg Düsseldorf Göppingen Düsseldorf Essen Mannheim München Berlin Hamburg München Frankfurt/Main Mannheim Köln München Nürnberg Köln Hannover Frankfurt/Main

Mai 2013 03.05.2013 03.05.2013 06.05.2013 06.05.2013 06.05.2013 07.05.2013 07.05.2013 07.05.2013 07.05.2013 07.05.2013 07.05.2013 07.05.2013 07.05.2013 07.05.2013 07.05.2013 08.05.2013 08.05.2013 08.05.2013 08.05.2013 08.05.2013 08.05.2013 08.05.2013 08.05.2013 14.05.2013 14.05.2013 14.05.2013 14.05.2013 14.05.2013 14.05.2013 14.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 15.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 16.05.2013 17.05.2013 17.05.2013 17.05.2013 17.05.2013 17.05.2013 21.05.2013 22.05.2013 22.05.2013 22.05.2013 22.05.2013 22.05.2013 22.05.2013 22.05.2013

E.ON SE Drägerwerk AG & Co. KGaA Stada Arzneimittel AG Epigenomics AG Talanx AG Deutsche Lufthansa AG Hannover R¸ckversicherung AG Grenkeleasing AG HAMBORNER REIT AG Allianz SE Saint-Gobain Oberland AG PSI AG ZEAG Energie AG TAKKT AG Dyckerhoff AG HeidelbergCement AG Fuchs Petrolub AG adidas AG Wacker Chemie AG Rational AG Biotest AG Lechwerke AG CTS EVENTIM AG Rheinmetall AG K+S Aktiengesellschaft BMW AG SFC Energy AG Uzin Utz AG Symrise AG SHW AG Continental AG Deutsche Bˆrse AG KSB AG Shareholder Value Beteiligungen AG WashTec AG Württembergische AG CompuGroup Medical AG GFT Technologies AG IVG Immobilien AG Hugo Boss AG Deutsche Telekom AG Fresenius AG & Co. KGaA ElringKlinger AG realTech AG Celesio AG DAB Bank AG comdirect bank AG Mensch und Maschine Software SE technotrans AG SNP AG Kulmbacher Brauerei AG AUDI AG Mühlbauer Holding AG & Co. KGaA GILDEMEISTER AG Fresenius SE & Co. KGaA Data Modul AG Eckert & Ziegler AG R. Stahl AG Bastfaserkontor AG Commerzbank AG Paion AG Basler AG Gladbacher Bank AG PNE WIND AG Adler Modemärkte AG Norma Group AG

Essen Lübeck Frankfurt/Main Berlin n.b. Köln Hannover Baden-Baden Mülheim/Ruhr München Bad Wurzach Berlin Heilbronn Ludwigsburg Wiesbaden Heidelberg Mannheim Fürth München Augsburg Frankfurt/Main Augsburg n.b. Berlin Kassel München München Ulm Holzminden Heidenheim Hannover Frankfurt/Main Frankenthal Frankfurt/Main Augsburg Stuttgart Koblenz Stuttgart Bonn Stuttgart Köln Frankfurt/Main Stuttgart Wiesloch Stuttgart München Hamburg Wessling Münster Leimen Kulmbach Neckarsulm Roding Bielefeld Frankfurt/Main München Berlin Neuenstein Berlin Frankfurt/Main Aachen Hamburg Mˆnchengladbach Cuxhaven Aschaffenburg Frankfurt/Main Fortsetzung nächste Seite

AnlegerPlus News 25 | 18.12.2012 | 15


HV-tErMiNE Stand: 18.12.2012, ohne Gewähr

23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 24.05.2013 24.05.2013 24.05.2013 26.05.2013 26.05.2013 28.05.2013 28.05.2013 29.05.2013 29.05.2013 29.05.2013 29.05.2013 31.05.2013 03.06.2013 04.06.2013 04.06.2013 04.06.2013 04.06.2013

Bremer Lagerhaus-Gesellschaft AG AIXTRON SE Deutsche Bank AG Salzgitter AG Lanxess AG LPKF Laser & Electronics AG SMA Solar Technology AG United Labels AG freenet AG H&R AG MediClin AG Amadeus Fire AG VTG Aktiengesellschaft Klöckner & Co SE ELMOS Semiconductor AG Asian Bamboo AG Deutsche Beteiligungs AG - DBAG Metro AG ALBA SE SolarWorld AG Deutsche Post AG Linde AG Mainova AG QSC AG EquityStory AG Tom Tailor Holding AG SAP AG Adva AG Optical Networking Centrotec Sustainable AG Morphosys AG

Bremen Aachen Frankfurt/Main Braunschweig Köln Hannover Kassel Münster Hamburg Hamburg Frankfurt/Main Frankfurt/Main Hamburg Düsseldorf Dortmund Hamburg Frankfurt/Main Düsseldorf Köln Bonn Frankfurt/Main München Frankfurt/Main Köln München Hamburg Mannheim Meiningen Brilon München

Jun. 2013 (bis 12.6.13)

04.06.2013 04.06.2013 04.06.2013 05.06.2013 05.06.2013 05.06.2013 05.06.2013 05.06.2013 06.06.2013 06.06.2013 06.06.2013 06.06.2013 06.06.2013 06.06.2013 07.06.2013 07.06.2013 07.06.2013 11.06.2013 11.06.2013 11.06.2013 12.06.2013 12.06.2013 12.06.2013 12.06.2013 12.06.2013 12.06.2013 12.06.2013 12.06.2013 12.06.2013 12.06.2013

Centrotec Sustainable AG adesso AG Tognum AG Oldenburgische Landesbank AG Grammer AG CeWe Color Holding AG Sinner AG KUKA AG MAN SE Leifheit AG UMS AG SINGULUS TECHNOLOGIES AG USU Software AG Phoenix Solar AG aleo solar AG Bavaria Industriekapital AG Orbis AG Loewe AG SKW Stahl-Metallurgie Holding AG Jungheinrich AG Heliocentris Energy Solutions AG RHÖN-KLINIKUM AG Tomorrow Focus AG PATRIZIA Immobilien AG Evotec AG Mineralbrunnen AG STO AG Intershop Communications AG HCI Capital AG InVision AG

Brilon Dortmund Friedrichshafen Bremen Amberg Bremen Karlsruhe Augsburg München Nassau Hamburg Frankfurt/Main Ludwigsburg Fürstenfeldbruck Bremen München Saarbrücken München München n.b. Berlin Frankfurt/Main München Augsburg Hamburg Geislingen Stühlingen Jena Hamburg Ratingen

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Verlag: Kapital Medien GmbH • Hackenstraße 7b • 80331 München Tel: 089 2020846-20 • Fax: 089 2020846-21 E-Mail: info@kapitalmedien.de • Internet: www.kapitalmedien.de Amtsgericht München - HRB 188639 • Steuernummer 143/153/30727 ISSN 2191-5091 Pflichtblatt an den Börsen: München, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover Geschäftsführer: Daniel Bauer, Harald Rotter Herausgeber: Kapital Medien GmbH Redaktion: Chefredakteur: Harald Rotter Stellv. Chefredakteur: Daniel Bauer Autoren dieser Ausgabe: Daniel Bauer, Maximilian Fischer, Thomas May (BörseGo), Stefan Müller, Harald Rotter, Matthias Wahler, Stephanie Wente Lektorat: Petra Bonnet Grafik, Layout, Produktion: Annika Reiter Redaktionsschluss: 17.12.2012 Bildnachweise: Titelseite: Kirsty Pargeter@fotolia.com, Realdepot: emu-coffee@fotolia. com, Technische Analyse: p!xel66@fotolia.com, TinoNeitz@fotolia.com HV-Termine: auris@fotolia.com Kontakt: Kapital Medien GmbH (Redaktion AnlegerPlus) • Hackenstraße 7b • 80331 München Fax: 089 2020846-21 • E-Mail: redaktion@anlegerplus.de Anrufe an Mitglieder der Redaktion können nicht weitergeleitet werden. Hierfür bitten wir um Verständnis. Copyright: Alle Rechte vorbehalten. Die Rechte für sämtliche Inhalte liegen bei der Kapital Medien GmbH. Sämtliche Inhalte sind nur für die private Nutzung bestimmt. Eine Vervielfältigung und Verbreitung ist nur mit Zustimmung der Kapital Medien GmbH zulässig. Die Veröffentlichung von Leserbriefen behält sich die Redaktion vor, ebenso, diese in gekürzter Form unter Angabe der vollständigen Adresse zu veröffentlichen. Keine Anlageberatung, wichtige Hinweise: Unsere Beiträge dienen nur zu Informationszwecken und haben keinen Bezug zu den spezifischen Anlagezielen, zur finanziellen Situation oder zu bestimmten Notwendigkeiten jedes einzelnen Empfängers. Unsere Publikationen sollen Informationen zur Verfügung stellen, um Anleger zu unterstützen, ihre eigenen Investitionsentscheidungen zu treffen, jedoch nicht um jedem Investor spezifische Anlageberatung zur Verfügung zu stellen. Folglich können die Finanzinstrumente, die hierin behandelt werden, und etwaige Empfehlungen, die hierin ausgesprochen werden, möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet sein: Leser müssen sich ihr eigenes unabhängiges Urteil hinsichtlich der Eignung solcher Investitionen und Empfehlungen angesichts ihrer eigenen Anlageziele, Erfahrung, der Besteuerungssituation und Finanzlage bilden. Die Kapital Medien GmbH hält die verwendeten Informationen und Quellen für zuverlässig. Jedoch kann die Kapital Medien GmbH keine Garantie hinsichtlich der Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit solcher Informationen übernehmen. Die verwendeten Informationen unterliegen fortwährenden Veränderungen ohne vorherige Benachrichti-

gung; sie können unvollständig oder zusammengefasst sein und es können möglicherweise nicht alle wesentlichen Informationen hinsichtlich der Unternehmen enthalten sein. Die Kapital Medien GmbH ist nicht verpflichtet, die Informationen zu aktualisieren. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden, d tition schwanken und der Preis oder der Wert der Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt in unseren Reports beschrieben werden, kann steigen oder fallen. Außerdem ist die historische Entwicklung nicht notwendigerweise ein Hinweis auf die zukünftigen Resultate. Haftungsausschluss: Weder der/die Autor(en) noch die Kapital Medien GmbH haften für einen möglichen Verlust, den ein Anleger mittelbar oder unmittelbar erleidet, weil er seine Anlageentscheidungen auf Veröffentlichungen im Magazin „AnlegerPlus“ gestützt hat. Hinweis auf potenzielle Interessenskonflikte: Mit den nachstehenden Erläuterungen möchten wir Sie auf mögliche Interessenkonflikte im Zusammenhang mit unseren Beiträgen in AnlegerPlus NEWS hinweisen. Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Mögliche Interessenkonflikte sind mit den nachfolgenden Ziffern beim jeweiligen Beitrag wie folgt gekennzeichnet: Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) Hinweis: Die SdK hält Finanzinstrumente im Anlagebestand, um ihr Vermögen zu verwalten. Des Weiteren hält die SdK Aktien von fast allen börsennotierten Emittenten (in der Regel eine Aktie), um eine Hauptversammlungspräsenz der SdK sicherstellen zu können. Die nachfolgenden Angaben unter Ziff. 1 und 2 beziehen sich lediglich auf den Anlagebestand! 1. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten Finanzinstrumente des Emittenten im Anlagebestand. 2. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten Finanzinstrumente im Anlagebestand, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung des Emittenten oder von von diesem emittierten Finanzinstrumenten abhängt. 3. Bei der SdK und/oder einem mit der SdK verbundenen Unternehmen bestehen Verbindungen zum Emittenten Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). 4. Die SdK und/oder verbundene Unternehen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten. Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf an der Erstellung des Beitrags beteiligte Personen 5. An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen halten Finanzinstrumente des Emittenten. 6. An der Veröffentlichung des Beitrags beeiligte Personen halten Finanzinstrumente, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung des Emittenten oder von von diesem emittierten Finanzinstrumenten abhängt. 7. Zwischen an der Veröffentlichung des Beitrags beteiligten Personen und dem Emittenten bestehen Verbindungen (Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). 8. An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten.

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om Witwenund Waisenpapie die Energiewen r de und der deu zum Absturzkandidat – Ein wesentliche die deutschen tsche Atom mau auss sstie s Kennzeichen Energievers tiegg haben Papiere der Ene das relativ solcher Geschäf rgieversorger, die orger schwer durchgeschütte tsmodelle bilität und sich lt. Ausgaben hohe Capex (Abkürzung lang e Zeit als erer Hafen für für Capital Exp ist auch die Altersvorsor Inbegriff der Sta Sta- Finanzan für längerfristige Anlagegüter viele Aktionäre enditure; ge galten, möc ). Die alysten für Nat nicht mehr anp hten bestehen: Die iona acke l Grid Belastun sbezüglich schätzen n. Daran kann volumiges Cap besseren Gelegen gen kein ex-P rogr Zwe amm ifel Ang heiten bei von zwischen 3,5 durch ein großnden sich gege bis 3,8 Mrd. GB nwärtig jenseits den Versorgungsunter- und esichts des großen Interesses P. von Versicherun der deutschen anderen Kap Grenzen. gsunternehm das aktuelle Kur italsammelstellen an den Net zbetreibern ersc en s-Gewinn-Verhä Allianz-Chef Mic heint vertretbar. Hin hael zu kommt, dass ltnis von National Grid von traut, dass die Allia Diekmann hat dem Handels zwö als es lf sich etw a die bei National Grid blatt jüngst anve nz in die Betreibe sorgungsnetzen rr- der wenigen deutsche Stromnetze betreibe – anders r von Strominve nde TenneT – börsengelisteten Ver- delt. Gut das von ihm gele stieren will. Diekmann mac und anderen Ver um einen Strom- und hte deutlich, dass itete Versicherun ist sich Jahr solid jedenfalls, dass das Unterne Gasnetzbetreiber hanMaße aus den gsunternehmen unsicheren und hme er in ope zun n rativ bere ehm er its endem stellt renditeschwachen siv verschuldeten nan nzie ziellller er Performance ein weiteres hat. Dennoch sollt und fina Anl in en Anleger vor gelten dem groß Staaten verabschieden wird. Als eihen von mas- Nationa dem Einstieg in Aussicht gel Grid PLC die en bess die zum Beispiel Stro Versicherer Investments in Infr ere Alternative lichung für Dezember 2012 erwartete Aktie der der definitiven mnetze. Die Mar astrukturnetze Regulierungsvo wie ten und Veröffen ktregulierer sorg ff trgab die en ows und Ausschü dort für stabile einbeziehen dann zu erwartende Kursrea en der Ofgem abwarttungen sicher sen und sich Inve er- analysten . Sollten die definitiven Ofg ktion in ihre Planung em-Vorschläge kritische Kom Theema Th ma befass- verb bei genauer ansehen stments in Infrastruktur- und men Finanztare ausl illigter Einstieg . Stromnetze einm nach einer Kur ösen, könnte eventuell ein Infrastrukturunte Außerhalb der deutschen Gre skorrektur geli nzen locken neb al rneh ngen. gerwerte. Außerde men zusätzlich auch attraktiv en Umtriebig m gibt es in dies bew e Belgier or- Verglich em Artikel in Itali ertete Versor en mit National Grid en einen günstig ersc der belgischen Fluxys eher defe heint eine Anlage in die Akt Gastransportnet nsiver Natur. ie Flux z Die Aktien der des Königreiche Belgiens sowie weitere Transpor ys betreibt das National Grid s. Damit operiert tnet sind sowohl in ten im Herzen das belgische Unt ze außerhalb London als auch des euro erne hme mit päischen Gasmar Mrd. GBP ger könnte kap ktes – strategisch n mitals ein Leichtge (britisches Pfund) ist Nationa italisierung von im Septem ein Transportnetzbetreiber kau günsti stiwicht. In England l Grid m ber Stromnetze betr , Wales und Sch alles andere Snam – für 2012 hat Fluxys – gemeins positioniert sein. Erst iebe am mit der itali 118 Mio. Euro Verbraucher vers n, während großbritannienw ottland werden Gesellsc weit ere 15 haft erworben. % an der Inte enischen orgen. Ein Stro eit Gasnetze den rcon Inte mne rcon nect tz dun nect orin gen den Neuengland or ndet staaten jene , welche das Gasnetzwerk des betreibt die Pipelineverbin Die Dividenden sich ebenfalls im Eigentum ins der britischen europäischen Kon von National Grid rendite des lauf Inseln tine zu veranschlage n sein. Auch in enden Jahres dürfte mit 6,4 . ist das Unternehmen auch anschließen. Neben dem Gas ntes an von Finanzan % unterneh transport den kommenden im Dienstleistu alysten mehr men ngsgeschäft für Jahr akti en v und betreibt zusä werden Flüs als Energiesiggas. Mit der tzlich ein LNG story von Nat 6 % eingeplant. Die Nachtei italienischen Sna -Terminal für ional Schulden des Unt le Fluxys, die m als festem ernehmens. Wei Grid sind die relativ hohen Entwicklung weit Partner plan terhin besteht erer voranzutreiben. eini Zusammen mit Infrastrukturprojekte in Eur t nalen Vorschläge ge Unsicherr- Endex wird opa Fluxys eine belg der in Amsterdam ansässige zur Höhe der Gas and Electrici n APXisch die e Gasbörse ins Liquidität und Leb Preistransparen ce of die Investoren ty Markets) – ein typisches z im Gas-Tradingen rufen, um in der staatlich en Regulierung Problem, dem sich Aufgrun zu erhöhen. unterworfenen Infraa- sollte d der defensiven Ausrichtung ein KGV von 18 und nicht als Hindern Stabilität des Geschäftes rührige Unterne is bei der hmen aus Brüssel angesehen werd Investition in das en. Denn es lock t!

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• Hochspannung für das Depot Die Atomkatastrophe in Japan und die darauf folgende Energiewende haben bei den Versorgern zu einem massiven Kursrutsch geführt. Die Unternehmen der Versorgerbranche scheinen sowohl national als auch international wieder attraktiv zu sein. Wir stellen Ihnen Branchenvertreter sowie ETFs und Fonds aus diesem Bereich vor. INVESTMENT & STRATEGIE

• Dividenden In der Schweiz finden sich einige hervorragende Unternehmen mit einer attraktiven Dividendenpolitik.

• Unternehmensanleihen Für viele Inhaber von Unternehmensanleihen leider Alltag: die Gläubigerversammlung. Wir erklären die rechtliche Position der Gläubiger. MARKT & WERTE

• Wertpapierhandel Erkenntnisse aus der Börsenpsychologie können dem Anleger helfen, Fallstricke bei Investmententscheidungen zu umgehen.

• Qualitätsaktie Villeroy & Boch Der traditionsreiche Keramikhersteller hat sich gesundgeschrumpft und in der Bilanz schlummern stille Reserven.

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Die aktuelle Ausgabe unseres Online-Magazins mit vielen Infos für Kapitalanleger.

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