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UNTERNEHMEN Letzte HV der GARANT Schuh AG SdK REALDEPOT AGROB mit guten Zahlen

Steico SE

Ordentliche Halbjahreszahlen Im Mai dieses Jahres legten wir Ihnen die Aktie der Münchener Steico SE bei Kursen von 4,50 Euro ans Herz. Seitdem hat sich herzlich wenig getan, die Aktie schwankt in einer Bandbreite von 3,80 Euro und 4,80 Euro Seite 6

Quanmax AG

Vision TecDAX Seit einigen Jahren beeindruckt die aus der österreichischen Gericom AG hervorgegangene Quanmax AG mit profitablem Wachstum und einer konsequenten Akquisitionsstrategie Seite 8

News

www.AnlegerPlus.de | Nr. 19 2012 | ISSN 2191-5091

19 | 2012 INHALTSVERZEICHNIS

SEITE

Editorial

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Kurzmeldungen

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Unternehmensmeldungen Masterflex AG

5

Steico SE

6

Easy Software AG

7

Quanmax AG

8

ALBIS Leasing AG

10

Interview Quanmax AG

9

ALBIS Leasing AG

10

Technische Analyse

12

SdK Extra

ALBIS Leasing AG

HV-Bericht

Erfolgreicher Turnaround

GARANT Schuh AG

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SdK Realdepot

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HV-Termine

16

Impressum

16

Der Leasinganbieter ALBIS Leasing AG scheint nach schwierigen Jahren wieder Fuß gefasst zu haben Seite 10

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KURZMELDUNGEN Rentenfonds gefragt | Wahlalternative 2013 | DAX-ETF in China | Gewerbesteuer gestiegen | Arbeitskosten gestiegen | Mehr Migrationshintergrund


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EDITORIAL Mit vollen Händen Geld verprasst Liebe Leserinnen und Leser, letzte Woche veröffentlichte der Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. sein alljährlich erscheinendes Schwarzbuch, das in diesem Jahr etwa 100 Beispiele von peinlichem oder katastrophalem Umgang mit dem Geld der Steuerzahler auflistet. Dabei gliedert sich das Sündenregister des Staates in Verkehrsanlagen wie Brücken, umfasst Fehlplanungen, extreme Preissteigerungen, teure Fehler und Annehmlichkeiten, Verschwendungen am Finanzmarkt sowie Skurriles. Große … Der vermutlich größte Sündenfall deutscher Politiker ist die Causa „Bayerische Landesbank“. Deshalb erscheint dieses Thema auch nicht zum ersten Mal. Nachdem bisher unter anderem die leichtsinnige Anlagepolitik mit „Ramsch-Hypotheken“ auf dem amerikanischen Immobilienmarkt, der Erwerb und Abstoß der maroden österreichischen Skandalbank Hypo Group Alpe Adria oder das 5 Mio. Euro teure Sponsoring eines neuen Fußballstadions in Klagenfurt gerügt wurden, steht diesmal das Debakel um die ungarische Tochter MKB-Bank im Mittelpunkt. Neben Abschreibungen im mindestens mittleren dreistelligen Millionenbereich hat die Organisation „Holocaust-Opfer gegen Banken-Diebstahl“ fünf ungarische Banken auf Schadensersatz in Höhe von 75 Mrd. US-Dollar verklagt, darunter auch die MKB-Bank. Dabei geht es um ein Dekret der ungarischen Regierung während des Nazi-Regimes, wonach jüdische Bürger ihre Wertgegenstände bei Banken deponieren mussten, aber nichts mehr zurückbekamen. Die Geschädigten und ihre Rechtsnachfolger fordern für den erlittenen Vermögensverlust 2 Mrd. US-Dollar plus Zinsen, somit insgesamt rund 75 Mrd. US-Dollar. … und kleinere Sünden Im niedersächsischen Holzminden zeigten einige Lokalpolitiker ihre geballte Inkompetenz. Die Abfallwirtschaft Landkreis Holzminden (AWH) hatte nach europaweiter Ausschreibung kurz vor Jahresschluss einen neuen Vertrag zur Müllverbrennung unterzeichnet. Statt wie bisher in Hameln, sollte der Müll ab 1.1.2013 in Bremen verbrannt werden. Verglichen mit dem alten Vertrag konnten sich die neuen Konditionen sehen lassen. Die garantierte Mindestjahresmenge an Müll wurde auf 7.000 Tonnen (-30 %) festgesetzt und pro Tonne wurden Entsorgungskosten von etwa 51 Euro (-71 %) vereinbart – zuzüglich Transportkosten. Soweit so gut! Beim Feiern der guten Konditionen wurde aber vergessen, dem alten Vertragspartner rechtzeitig zu kündigen. Das hätte spätestens am 31.12.2011 geschehen müssen, gekündigt wurde jedoch erst am 3.1.2012. Obgleich nur wenige Tage zu spät, trat damit eine automatische Vertragsverlängerung um zwei Jahre in Kraft, die das reguläre Auslaufen des alten Vertrags frühestens zum 31.12.2014 ermöglicht. Jetzt steht der Landkreis für zwei Jahre mit zwei Müllverbrennungsverträgen da. Gesamtschaden nicht ermittelt Das Schwarzbuch verzichtet darauf, eine Gesamtsumme der Verschwendung in den mehr als hundert Beispielen zu nennen. Dies dürfte auch nicht so einfach sein, weil viele „Verschwender“ der öffentlichen Hand offensichtlich zu feige sind, das wahre Ausmaß ihres Versagens in Zahlen zu kommunizieren. Das macht aber nichts, denn sowohl große überregionale Sünden als auch regionales Scheitern sind für die Steuerzahler extrem ärgerlich und lassen viele an der Kompetenz unserer Politiker zweifeln. Ihr Daniel Bauer

2 | AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012

Digitales

Leben

ohne

Grenzen


KURZMELDUNGEN

Rentenfonds gefragt Bei Privatanlegern waren im Juli vor allem US-Dollar-Rentenfonds beliebt. Insgesamt verzeichnete der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) im Juli 2012 für die Investmentbranche Nettozuflüsse von 6,5 Mrd. Euro. Der Löwenanteil entfiel wieder auf die Spezialfonds: 5,5 Mrd. Euro investierten institutionelle Anleger im Juli netto. Seit Januar flossen insgesamt 36,4 Mrd. Euro netto in Spezialfonds. Bei Privatanlegern waren im Juli vor allem Rentenfonds beliebt – sie investierten netto 4 Mrd. Euro. Spitzenreiter waren hier USDollar-Fonds mit einem Nettozufluss von 1,8 Mrd. Euro. Seit Januar beliefen sich die Nettozuflüsse bei Rentenfonds insgesamt auf 15,2 Mrd. Euro. Aus Aktienfonds hingegen zogen die Privatanleger im Juli 0,4 Mrd. Euro ab. In diesem Jahr verloren Aktienfonds insgesamt 5,2 Mrd. Euro. In offene Immobilienfonds wurden dagegen netto 0,4 Mrd. Euro investiert – insgesamt flossen ihnen dieses Jahr 2,4 Mrd. Euro zu. Auch Fonds mit Unternehmensanleihen waren mit Nettozuflüssen von 0,9 Mrd. Euro im Juli bei Privatanlegern gefragt. Geldmarktfonds und geldmarktnahe Euro-Rentenfonds verloren dagegen 0,5 Mrd. Euro bzw. 0,1 Mrd. Euro. Insgesamt verwalten die Mitglieder des BVI per 31.7.2012 fast zwei Billionen Euro. Auf Spezialfonds entfallen davon 925 Mrd. Euro, rund 300 Mrd. Euro auf Vermögen außerhalb von Investmentfonds und über 700 Mrd. Euro auf Publikumsfonds.

Wahlalternative 2013 Der ESM ist vom Bundesverfassungsgericht als verfassungskonform eingestuft worden. Mit dem politischen Kurs in Sachen Eurorettung sind trotzdem viele nicht einverstanden. Das Bündnis Bürgerwille hat versucht, den ESM zu stoppen. Erfolglos, wie seit dem 12.9.2012 klar ist. Einige der Unterzeichner des Bündnisses haben nun die Wahlalternative 2013 ins Leben gerufen. Denn auch wenn der ESM nicht mehr aufzuhalten ist, halten viele Ökonomen,

Wissenschaftler und Finanzexperten den Kurs der deutschen Regierung weiter für grundlegend falsch. Die Wahlalternative 2013 will, wie der Name schon sagt, eine Alternative zu den großen Parteien Deutschlands bieten. In ihrem Gründungsaufruf kritisieren sie das Verhalten in der Krise: „In dieser Situation kennen CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne nur eine Antwort: Weiter so! Der Euro darf nicht in Frage gestellt werden, alle Schulden müssen bezahlt werden und der Zahlmeister ist Deutschland.“ Diesen „Rettungskurs“ nennt die Wahlalternative „maßlos und unverantwortlich“ und mahnt, dass die Demokratie dabei zu kurz kommt. Im Gründungsaufruf heißt es: „Der Wille des Volkes zu diesen Entscheidungen ist nie erfragt worden und wird vom Bundestag nicht repräsentiert.“ Aus diesem Grund rufen die Unterzeichner wie zum Beispiel der FAZ-Journalist Konrad Adam zur Gründung der Wahlalternative 2013 auf, die in Kooperation mit einer politischen Partei 2013 zur Bundestagswahl antreten will. Sie will sich dafür einsetzen, dass 1) Deutschland im Einklang mit dem Maastricht-Vertrag nicht mehr für die Schulden fremder Staaten aufkommt, dass 2) das einheitliche EuroWährungsgebiet aufgegeben wird und es den Staaten freisteht zu entscheiden, wie sie sich dann organisieren sowie dass 3) das Abtreten wesentlicher Hoheitsrechte der Bundesrepublik einer Volksabstimmung bedürfen. Mehr erfahren Sie unter www.wa2013.de.

DAX-ETF in China Die Deutsche Börse hat am 20.9.2012 eine DAX-Lizenz an die chinesische Hua An Asset Management als Basis für einen chinesischen ETF vergeben. Die Hua An Asset Management Co. Ltd. wird für China den ersten DAX-ETF auflegen. Hierfür hat die Deutsche Börse dem Unternehmen am 20.9.2012 die Lizenz erteilt, wie sie in einer Pressemittelung erklärt. Die Hua An Asset Management zählt zu den ältesten Fondsgesellschaften Chinas. Der DAX-ETF ermöglicht chinesischen Anlegern erstmals einen direkten Zugang zu den deutschen Blue Chips. Li Qing, der Vorstandsvorsit-

zende der Hua An Asset Management, betont laut der Pressemitteilung, dass der DAX zu den bedeutendsten und renommiertesten Indizes am europäischen Markt zählt. Mit dem neuen ETF wolle sich das Unternehmen weiter von einer chinesischen Fondsgesellschaft zu einem modernen Vermögensverwaltungsinstitut entwickeln. Der DAX bildet die Wertentwicklung der 30 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes ab, womit er rund 80 % des gesamten Grundkapitals der in Deutschland börsennotierten Aktiengesellschaften repräsentiert.

Gewerbesteuer gestiegen Im Bundesdurchschnitt sind 2011 die Gewerbesteuerhebesätze gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der durchschnittliche Hebesatz für die Gewerbesteuer in Deutschland lag 2011 bei 392 %. Das entspricht einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. In den einzelnen Bundesländern gab es gegenüber dem Vorjahr Veränderungen in einer Spanne von einer Abnahme von 7 Prozentpunkten in Hessen bis zur Zunahme um 18 Prozentpunkte in Thüringen. Die Gewerbesteuerhebesätze sowie die Hebesätze für die Grundsteuern A und B entscheiden maßgeblich über die Höhe der Realsteuereinnahmen der Gemeinden. Laut Destatis betrug das Gewerbesteueraufkommen in Deutschland 2011 rund 40,5 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr 2010 ist es um 13,2 % gestiegen. Nur in Brandenburg wurden 6,9 % Gewerbesteuern weniger eingenommen als im Vorjahr. Die restlichen Bundesländer erzielten dagegen teils zweistellige prozentuale Zuwächse, erklärt Destatis. Den höchsten Anstieg verzeichnete Bremen mit 31,5 %. Neben der Gewerbesteuer machen auch die Grundsteuer A für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft sowie die Grundsteuer B für Grundstücke einen Teil der Steuereinnahmen der Länder und Gemeinden aus. Bei der Grundsteuer A lag der Hebesatz 2011 bei durchschnittlich 306 % und damit 6 Prozentpunkte über dem VorjahFortsetzung nächste Seite

AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012 | 3


KURZMELDUNGEN

reswert. Insgesamt wurden 2011 durch die Grundsteuer A 0,4 Mrd. Euro eingenommen, was einem leichten Anstieg von 1,8 % gegenüber 2010 entspricht. Der Hebe-satz für die Grundsteuer B ist gegenüber 2010 um 9 Prozentpunkte gestiegen und lag 2011 bei 418 %. Die Bundesländer haben 2011 mit der Grundsteuer B insgesamt 11,3 Mrd. Euro eingenommen. Das waren 3,2 % mehr als im Vorjahr.

Arbeitskosten gestiegen Im Euroraum sind die Arbeitskosten pro Stunde um 1,6 % gestiegen.

Im zweiten Quartal 2012 sind die Arbeitskosten pro Stunde im Euroraum gegenüber dem zweiten Quartal 2011 um 1,6 % gestiegen. Das teilt Eurostat, das statistische Amt der europäischen Union, mit. Im ersten Quartal 2012 betrug der Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal 1,5 %. In der EU27 lag die Steigerungsrate im zweiten Quartal 2012 bei 1,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal, während sie im ersten Quartal 2012 nur 1,4 % gegenüber dem zweiten Quartal 2011 betrug. Die Hauptkomponenten, aus denen sich die Arbeitskosten errechnen, sind Löhne und Gehälter sowie Lohnnebenkosten. Laut Eurostat stiegen im

Euroraum die Löhne und Gehälter im zweiten Quartal 2012 um 1,7 % und die Lohnnebenkosten um 1,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Im ersten Quartal dieses Jahres betrugen die Steigerungen gegenüber dem Vorjahr 1,6 % bzw. 1,3 % – der Anstieg fiel also moderat aus. In der EU27 stiegen die Löhne und Gehälter sowie die Lohnnebenkosten im zweiten Quartal 2012 um 1,9 % bzw. um 1,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Im ersten Quartal 2012 lag die Steigerungsrate bei 1,5 % bzw. 1,6 % gegenüber dem Vorjahr.

Mehr Migrationshintergrund

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2011 lebten in Deutschland 1,4 % mehr Menschen mit Migrationshintergrund als im Vorjahr. In Deutschland lebten 2011 knapp 16 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind mit rund 216.000 Personen 1,4 % mehr als 2010. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus 2011 mit. Demnach haben 19,5 % der Gesamtbevölkerung Deutschlands einen Migrationshintergrund. Als Menschen mit Migrationshintergrund definiert Destatis seit 1950 nach Deutschland Zugewanderte sowie deren Nachkommen. Einen deutschen Pass hatte 2011 mit 8,8 Mio. Personen die Mehrheit der Menschen mit Migrationshintergrund – die restlichen 7,2 Mio. werden als Ausländer/innen gezählt. 2011 ist laut Destatis vor allem die Zahl der in Deutschland geborenen Personen mit Migrationshintergrund gestiegen (+4,8 %). Die Zahl der Zuwanderer hat mit +1,7 % ebenfalls leicht zugenommen. Die Zahl der in Deutschland geborenen Ausländer/innen ist hingegen wie in den Vorjahren zurückgegangen (-3,4 %). Wie Destatis weiter mitteilt, stammten in Deutschland 2011 die meisten Menschen mit Migrationshintergrund aus der Türkei (3 Mio.), gefolgt von Polen (1,5 Mio.), der Russischen Föderation (1,2 Mio.), Kasachstan (0,9 Mio.) sowie Italien (0,8 Mio.).

4 | AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012


© Masterflex AG

UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Spielspass nicht nur für kleine Hunde: Die fun-flexx-Tunnel gibt es in verschiedenen Größen und erweitern das Angebot des Schlauchherstellers.

Masterflex AG

Als „SE“ wieder zurück auf den Wachstumspfad Vor zwei Jahren stand die Masterflex AG (ISIN DE0005492938) noch kurz vor der Insolvenz, doch jetzt ist sie wieder profitabel und sieht sich zurück auf dem Wachstumspfad. Auch die Aktie wirkt mit einem KGV von 12 chancenreich, zumal es bald wieder Dividenden geben soll. Mit zahlreichen Zukäufen konnte die im Jahr 2000 an die Börse gegangene Masterflex AG zunächst kräftig wachsen. Doch übernahm sich der Hersteller von Kunststoffschläuchen finanziell so stark, dass er während der Finanzkrise beginnen musste, den aufgeblähten Konzern wieder radikal zu verschlanken. Die Folgen waren dramatisch: Die Umsatzbasis sank in nur drei Jahren um zwei Drittel und dabei fielen so hohe Verluste an, dass das Eigenkapital nahezu vollständig aufgebraucht war. Im Jahr 2010 musste Masterflex daher die Banken um einen Teilverzicht bitten und führte eine Kapitalerhöhung durch, mit der die Aktienanzahl verdoppelt wurde. Damit war das finanzielle Überleben gesichert und ein Jahr später gelang auch der operative Turnaround: Im Geschäftsjahr 2011 legten die Umsätze um 15 % auf 53 Mio. Euro zu und das EBIT stieg um 16 % auf 7,5 Mio. Euro, inklusive eines Sonderertrags aus dem Rechtsstreit um den Zinsswap aus dem Jahr 2009. Das Konzernergebnis war mit 3,9 Mio. Euro erstmals seit 2007 wieder positiv.

Rechtsform als „SE“ unterstreicht neue Internationalisierung Das Unternehmen hat sich also erfolgreich auf das Kerngeschäft mit Hightechschläuchen zurückgeschrumpft und will dort mit Produktinnovationen wieder nachhaltig wachsen. Neu entwickelt wurden z. B. die nicht brennbaren Schläuche „X-Flame“ und die beheizbaren Schläuche „Timpline“. Auch für erneuerbare Energien auf Basis von Windkraft, Solar und Holzpellets hat man inzwischen passende Schlauchverbindungen parat. Zudem will man sich künftig wesentlich globaler aufstellen als früher. China spielt dabei eine zentrale Rolle – nicht nur als Absatz-

markt, sondern auch als Produktionsstandort. In Russland und Brasilien wurden aber ebenfalls neue Niederlassungen eröffnet. Wegen der geplanten Internationalisierung wurde auf der Hauptversammlung am 19.6.2012 in Gelsenkirchen beschlossen, dass die Masterflex AG künftig nur noch eine Holdingfunktion wahrnimmt und dafür die neue Rechtsform der europäischen Aktiengesellschaft („SE“) annimmt.

Wachstum von 8-10 % pro Jahr angepeilt Mit den Produktinnovationen und der Internationalisierung peilt die künftige Masterflex SE unter der Voraussetzung einer stabilen Weltkonjunktur wieder ein jährliches Wachstum von 8-10 % an. Das soll rein organisch möglich sein – passende Akquisitionen im Schlauchgeschäft werden aber nicht ausgeschlossen. Die Eigenkapitalquote hat sich nach der Kapitalerhöhung auch wieder auf 32 % verbessert. Weil in der AG noch ein Verlustvortrag von 16,8 Mio. Euro besteht, stellt das Management aber erst wieder für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende in Aussicht. Für das laufende Jahr prognostiziert man eine Umsatzsteigerung auf 57-58 Mio. Euro, ein EBIT von 8 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 14,6 %. Damit dürfte das Nettoergebnis des Vorjahres, als inklusive des Sonderertrags 0,44 Euro je Aktie verdient wurden, diesmal ganz aus operativer Kraft erreicht werden. Die Aktie hätte damit nur ein KGV von 12 und wirkt angesichts des neuen Wachstumstrends damit wieder recht attraktiv für langfristig orientierte Anleger. Das gilt erst Recht mit der Perspektive, dass ab 2014 wieder Dividenden fließen. Stefan Müller

AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012 | 5


© VHD e.V./Agepan

UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Holzfaserdämmplatten bieten vollwertigen Schutz vor Transmissionswärmeverlusten, Sommerhitze und Schall.

Steico SE

Ordentliche Halbjahreszahlen Im Mai dieses Jahres legten wir Ihnen die Aktie der Münchener Steico SE (ISIN DE000A0LR936) bei Kursen von 4,50 Euro ans Herz. Seitdem hat sich herzlich wenig getan, die Aktie schwankt in einer Bandbreite von 3,80 Euro und 4,80 Euro. Das könnte sich jedoch ändern, da die jetzt vorgelegten Halbjahreszahlen zeigen, dass Steico auf dem richtigen Weg ist. Im ersten Halbjahr 2012 konnte Steico den Umsatz mit 71,9 Mio. Euro und das Nachsteuerergebnis mit 1,6 Mio. Euro exakt auf dem Vorjahrsniveau halten. Das ist beachtlich, kämpft der Dämmstoffhersteller doch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld, das sich durch einen Rückgang der Produktion im Baugewerbe und einem hohen Preisdruck in der Branche der Holzfaser-Dämmstoffe kennzeichnet.

Strategische Neupositionierung Um das Unternehmenswachstum trotz des schwierigen konjunkturellen Umfeldes fortzuführen, hat Steico im ersten Halbjahr mit einer strategischen Neupositionierung verschiedener Geschäftsbereiche begonnen. Dazu zählt unter anderem eine verstärkte Konzentration auf attraktive Auslandsmärkte auch außerhalb Europas, die Forcierung neuer, innovativer Produkte auch für Absatzkanäle außerhalb des klassischen Bausegments sowie eine Stärkung der Position als Systemanbieter, zum Beispiel durch die Abrundung des Sortiments mit verschiedenen Zubehörprodukten. Diese Maßnahmen sollen dazu führen, 2013 wieder ein zweistelliges Umsatzwachstum zu generieren und das Ergebnis deutlich zu steigern.

151 Mio. Euro bei knapp 63 %, das Eigenkapital beträgt somit 95,5 Mio. Euro. Die Gesellschaft verfügt über liquide Mittel von 4,1 Mio. Euro, die Bankverbindlichkeiten liegen bei vertretbaren 25,4 Mio. Euro. Dass Steico im ersten Halbjahr kräftig investiert hat, zeigt sich in der Position Sachanlagen, die trotz planmäßiger Anschreibungen von 5 Mio. Euro auf 94,7 Mio. Euro gestiegen sind (31.12.2011: 91,1 Mio. Euro) Wir gehen davon aus, dass sich die Investitionen und Restrukturierungsmaßnahmen mittelfristig auszahlen werden und halten die Steico-Aktie bis zum einem Kurs von 4,50 Euro weiterhin kaufenswert. Das mittelfristige Kursziel bleibt bei 8 Euro bestehen, das Stop-Loss-Limit bei 3 Euro ebenfalls.

Steico SE (ISIN DE000A0LR936)

Bilanziell alles im Lot Ein Blick auf die Bilanz per 30.6.2012 zeigt, dass es Steico gut geht. Die Eigenkapitalquote liegt bei einer Bilanzsumme von

6 | AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 25.9.2012: 4,88 Euro


UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Easy Software AG

Kursziel erreicht

Easy Software AG (ISIN DE0005634000)

Gerade einmal einen Monat hat es gedauert, bis die Aktie der Easy Software AG (ISIN DE0005634000) unser Mitte August ausgerufenes Kursziel von 5 Euro erreicht hat.

Aktuell notiert die Aktie bei etwa 5,20 Euro – der Gewinn für Anleger, die Mitte August bei 4,15 Euro gekauft haben, beläuft sich auf stolze 25 %! Wie von uns erwartet hat die Allgeier SE das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot an die Aktionäre der Easy Software AG zurückgezogen, da die mit der Offerte verbundene Grenze von 75 % bei Ablauf der Annahmefrist nicht erreicht wurde. Auch wenn Allgeier es „bedauert“, dass die Übernahme gescheitert ist, steht offensichtlich fest, dass letztlich der gebotene Preis von 4 Euro je Easy-Software-Aktie einfach viel zu wenig war, um die Aktionäre zu locken.

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 25.9.2012: 5,19 Euro

Gewinne mitnehmen Mit dem Überschreiten unseres Kursziels von Mitte August sehen aber auch wir das Potenzial der Aktie derzeit ausgeschöpft. Anleger die dieser Einschätzung folgen, trennen sich von ihrem Investment in die Easy Software-Aktie.

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© F.Schmidt - Fotolia.com

UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Quanmax AG

Vision TecDAX

Die Quanmax AG bietet Service rund um IT-Systeme – dazu gehört auch große Serverräume einzurichten und zu konfigurieren.

Seit einigen Jahren beeindruckt die aus der österreichischen Gericom AG hervorgegangene Quanmax AG (ISIN AT0000A0E9W5) mit profitablem Wachstum und einer konsequenten Akquisitionsstrategie.

Das ist auch kein Wunder, denn Quanmax-Chef Hannes Niederhauser ist bereits in der Vergangenheit als Gründer und Vorstandsvorsitzender der Kontron AG gelungen, einen weltweit erfolgreichen Technologiekonzern zu schmieden und mit diesem in den TecDAX aufzusteigen. Das soll jetzt auch mit der Quanmax AG gelingen. Anders als bei der Kontron AG, die auf sogenannte „embedded computers“ spezialisiert ist, tummelt sich die Quanmax AG im Bereich der IT-Lösungen. Dabei ist der Quanmax-Konzern mit regionalen Niederlassungen in 19 zentral- und osteuropäischen Ländern vertreten. Zum einen vertreibt das Unternehmen Computer und zählt mit dem Label „Maxdata“ zu den namhaften IT-Herstellern im deutschsprachigen Raum. Zum anderen werden mit dem Systemhaus S&T AG, das mit rund 1.400 Mitarbeitern zu den international renommierten Anbietern in diesem Bereich zählt, Dienstleistungen entlang der gesamten IT-Wertschöpfungskette erbracht. Typische Leistungen umfassen etwa die Lieferung, Installation und Wartung von IT-Produkten, die Arbeitsplatzbetreuung multinationaler Konzerne, die Durchführung von IT-Outsourcing-Projekten oder etwa die Entwicklung und Einführung von maßgeschneiderten Softwarelösungen. Zunehmendes Wachstum und Wertschöpfung wird mit dem dritten Standbein „Appliances“ erzielt. Die Quanmax AG entwickelt in diesem Segment mit ihren Ingenieuren IT-Produkte und ITLösungen für vertikale Märkte. Die Sicherheit der IT-Strukturen als auch die verwalteten Daten stehen dabei im Fokus.

2012: Quantensprung bei Umsatz und Ergebnis Konnte Quanmax im Geschäftsjahr 2011 schon eine Umsatzsteigerung von 90 % gegenüber dem Vorjahr auf 153,2 Mio.

8 | AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012

Euro vorweisen, soll 2012 der Umsatz um mehr als 100 % auf 330 Mio. Euro gesteigert werden. Das Konzernergebnis vor Minderheitsanteilen soll bei mindestens 10 Mio. Euro liegen – deutlich mehr als die 8,3 Mio. Euro im Jahr 2011. Ursächlich für die enorme Umsatzsteigerung ist die für das laufende Geschäftsjahr erstmalig voll konsolidierte S&T-Gruppe. Dass die anvisierten Geschäftszahlen für 2012 auch erreicht werden dürften, lässt sich im Halbjahresbericht nachlesen. Zum 30. Juni erzielte Quanmax Umsätze in Höhe von 158,2 Mio. Euro bei einem Konzernergebnis von 5,6 Mio. Euro, und das trotz Restrukturierungsaufwendungen bei der S&T-Gruppe in Höhe von 2,6 Mio. Euro in der ersten Jahreshälfte.

Konsolidierung von S&T verläuft planmäßig Als nächster logischer Schritt der Weiterentwicklung bei Quanmax steht Ende des Jahres die Verschmelzung der S&T-Gruppe in die Quanmax AG auf dem Programm. Wie das Unternehmen ad hoc meldete, laufen derzeit umfassende Bewertungsmaßnahmen, die zur Ermittlung des Austauschverhältnisses dienen sollen. Im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung, die noch in diesem Jahr über die Bühne gehen soll (s. Interview), müssen die Quanmax-Aktionäre die Verschmelzung dann noch genehmigen.

TecDAX rückt näher Da die S&T-Gruppe weit mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes ausmacht ist klar, dass die Verschmelzung durch Ausgabe neuer Aktien nicht umsonst zu haben sein wird. Aktuell verfügt Quanmax zwar über mehr als die Hälfte der S&T-Stimmrechte,


INTERVIEW

Aktie interessant Sowohl die Expansionsstrategie als auch der Vorstandsvorsitz von Hannes Niederhauser erinnern an die Erfolgsgeschichte der Kontron AG. Deshalb ist sehr gut möglich, dass es Niederhauser auch in diesem Fall gelingen wird, eine profitable Quanmax AG in den TecDAX zu führen. Das dürfte dem Aktienkurs mittelfristig Flügel verleihen. Unter den Voraussetzungen ist die Aktie der Quanmax AG bis 2,50 Euro ein Kaufkandidat, das mittelfristige Kursziel liegt bei 4 Euro, ein Stop-Loss-Limit sollte bei 1,80 Euro platziert werden.

© Quanmax AG

so dass eine Konzernkonsolidierung möglich ist – tatsächlich sind aber erst 40 % der S&T-Aktien im Quanmax-Besitz, die aus den Kapitalerhöhungen stammen. Das bedeutet mit anderen Worten, dass die verbliebenen 60 % der S&T-Aktionäre nach Abschluss der Verschmelzung Quanmax-Aktionäre sein werden. Wir schätzen, dass sich die Zahl der ausgegebenen QuanmaxAktien von jetzt 27, 2 Mio. auf etwa 40 Mio. Stück erhöhen wird. Basierend auf dem jetzigen Kursniveau von 2,30 Euro würde Quanmax dann eine Marktkapitalisierung von knapp 100 Mio. Euro auf die Waage bringen und wäre damit ein ernstzunehmender Kandidat für die Aufnahme in den TecDAX.

INTERVIEW MIT HANNES NIEDERHAUSER, VORSTANDSVORSITZENDER DER QUANMAX AG UND DER S&T AG

AnlegerPlus: Für 2012 planen Sie einen Konzernumsatz von 330 Mio. Euro bei einem Nachsteuerkonzernergebnis von etwa 10 Mio. Euro. Wie sehen die Planungen für die kommenden Jahre aus? Hannes Niederhauser: Wir haben noch keine konkrete Prognose abgegeben. Sie können aber sicher sein, dass wir alles daran setzen, das Ergebnis deutlich zu steigern. Diesem Ziel ordnen wir Vieles unter. So verzichte ich beispielsweise persönlich komplett auf Gehaltszahlungen, die Gesamtbezüge des dreiköpfigen Vorstands beliefen sich 2011 auf überschaubare 246.000 Euro. Der Aufsichtsrat erhielt 2011 insgesamt 3.000 Euro. Profitieren werden wir alle, wenn der Markt das Potenzial erkennt, das in uns steckt und der Aktienkurs steigt. Wie weit sind Sie bei der Integration der S&T-Gruppe? Wir sind derzeit dabei, die Übernahme der S&T-Gruppe abzuschließen. Neben bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen soll noch in diesem Jahr die Verschmelzung der S&T-Gruppe auf die Quanmax AG vollzogen werden. Das genaue Umtauschverhältnis von S&T-Aktien in Quanmax-Aktien, dem jeweils eine außerordentliche Hauptversammlung der beiden Gesellschaften Ende des Jahres zustimmen soll, steht noch nicht fest. Weitere Akquisitionen sind derzeit aber nicht geplant. Ihr Hauptaugenmerk gilt der Aufnahme der Quanmax AG in den TecDAX. Warum ist Ihnen das so wichtig? Mit dem Aufstieg in den TecDAX gewinnen wir eine ganz neue Aufmerksamkeit von Investorenseite. Viele institutionelle Investoren dürfen aufgrund der ihnen vorgegebenen Anlagerichtlinien erst dann in ein Unternehmen investieren, wenn die Marktkapitalisierung über 100 Mio. Euro liegt oder das betreffende Unternehmen in einem Auswahlindex wie dem TecDAX notiert. Schaffen wir also den Aufstieg, wird auch die Kapitalbeschaffung über Kapitalerhöhungen einfacher, die uns dann weiteres Wachstumspotenzial ermöglichen. Entscheidend für die Aufnahme in den TecDAX ist unter anderem die Marktkapitalisierung des Free Float. Bis jetzt hält eine taiwanesische „ Quanmax (M) Sdn. Bhd“ 46,5 % der Quanmax-Aktien. Demzufolge ist das angesprochene Aufnahmekriterium nicht so leicht zu erfüllen. Wir arbeiten daran, dass mittelfristig der Free Float auf nahezu 100 % steigt. Durch die Verschmelzung der S&T-Gruppe wird hier ein erster Schritt getan, die Beteiligungshöhe unserer taiwanesischen Mutter sinkt dann durch den Verwässerungseffekt. Zudem ist das Quanmax-Management maßgeblich an der taiwanesischen Muttergesellschaft beteiligt. Deshalb planen wir den Übertrag der Quanmax-Aktien an die jeweiligen Gesellschafter. Dann sind auch diese Aktien dem Free Float zuzurechnen.

Quanmax AG (ISIN AT0000A0E9W5)

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 25.9.2012: 2,42 Euro

AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012 | 9


UNTERNEHMENSMELDUNGEN

ALBIS Leasing AG

Erfolgreicher Turnaround Der Leasinganbieter ALBIS Leasing AG (ISIN DE0006569403) scheint nach schwierigen Jahren wieder Fuß gefasst zu haben.

Die Hamburger ALBIS Leasing Gruppe bietet in den Bereichen Mobilienleasing, Finanzierungslösungen und Servicedienstleistungen vielfältige Lösungen für den Mittelstand an. Dazu berät die Gruppe auf dem Gebiet strukturierter Unternehmensfinanzierung und rund um das Forderungs- und Portfolio-Management.

Der Einbruch Die letzten Jahre liefen schlecht: Mit zunehmender Größe hatte sich das Unternehmen in Details verplant und es gab zahlreiche unrentable Geschäfte. Dazu traf die Wirtschaftskrise ALBIS als „Zykliker“ voll. Das Neugeschäft und die Verwertung von Fahrzeugen brachen komplett ein und bescherten tiefrote Zahlen. „Vom einen Tag auf den anderen kaufte keiner mehr einen LKW. Dass wir – im Gegensatz zu vielen anderen – überhaupt überlebt haben, war alleine schon eine Leistung“, äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Hans O. Mahn auf der letzten Hauptversammlung selbstkritisch.

Die Wende

© ALBIS Leasing AG

ALBIS verkaufte ausgediente Töchter, reduzierte Kosten und vereinfachte die Strukturen erheblich. Auch die Risikosteuerung hat das Unternehmen vereinheitlicht. Schließlich erwarb ALBIS

noch 49 % (plus Option) der Gallinat-Bank AG, Essen, um bei der Refinanzierung der operativen Leasinggesellschaften unabhängiger zu sein. Nach zwei schweren Jahren zeigen sich nun erste Erfolge. So bestätigte das Geschäftsjahr 2011 die Trendwende des Vorjahres mit einem erneuten Jahresüberschuss (2,2 Mio. Euro). Auch die Halbjahreszahlen 2012 liegen im Plan und alle wesentlichen Segmente schreiben wieder schwarze Zahlen.

Ausblick Noch gibt es aber viel zu tun. Fortwährende Herausforderung bleibt die nachhaltige Sicherung der Refinanzierung, die u.a. durch die weitere Integration der Gallinat-Bank sichergestellt werden soll. Auch die Neuausrichtung ist noch nicht abgeschlossen. Nicht zuletzt die Erweiterung der Produktpalette dürfte die ALBIS Leasing Gruppe aber deutlich konjunkturunabhängiger machen.

Interview Zu einigen Eckpunkten befragten wir den Finanzvorstand Bernd Dähling:

VITA BERND DÄHLING, FINANZVORSTAND DER ALBIS LEASING AG

Dipl.-Kfm. Bernd Dähling ist seit 2007 im Aufsichtsrat der ALBIS HiTec Leasing AG sowie Finanzvorstand der Konzernobergesellschaft ALBIS Leasing AG. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft war er ca. zehn Jahre leitend in einer mittelständischen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig.

INTERVIEW

AnlegerPlus: Was stimmt Sie zuversichtlich, dass jetzt tatsächlich der Turnaround vollzogen ist? Bernd Dähling: Wir haben uns konsequent von Gesellschaften getrennt, deren Geschäftsmodell oder Erfolg fraglich war und uns stattdessen wieder auf unser Kerngeschäft konzentriert. Allein das lässt schon eine kontinuierlichere und positivere Entwicklung der Gruppe erwarten. Denn Leasing und Mietkauf sind inzwischen die wichtigste Alternative zum klassischen Bankkredit geworden und finanzieren schon fast die Hälfte der Mobilien-Investitionen. Die fortgeschrittene Konzentration im Leasinggeschäft lässt außerdem die Chancen für die verbliebenen Anbieter steigen.

10 | AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012


INTERVIEW

Wie vermeiden Sie künftig, dass Sie beim nächsten Konjunktureinbruch als „Zykliker“ wieder mit in die Tiefe gezogen werden? Die Auswirkungen einer konjunkturellen Abschwächung lassen sich naturgemäß nie ganz vermeiden. Um aber besser gegenzusteuern, haben wir die Wertschöpfungskette in der Gruppe verlängert. So bieten wir jetzt auch Nebenleistungen an wie z.B. Reparatur, Reifen, Versicherungen und Bankdienstleistungen. Diese Pakete erhöhen die Kundenbindung und sind vor allem konjunkturunabhängiger. Den Kauf des neuen LKW verschiebt der Kunde vielleicht, aber Versicherung und Wartung des alten LKW müssen weiterlaufen. Mit der Gallinat-Bank AG als strategischem Partner sind wir unabhängiger von den Krisen im Bankensektor geworden. Durch die Kooperation mit uns fährt die Gallinat-Bank AG ein ganz anderes Geschäftsmodell als die meisten Banken. Das macht sie weniger betroffen von den Risiken im Bankensektor und somit zuverlässiger. Wir sind sehr optimistisch, damit besser gegen Konjunkturschwankungen gesichert zu sein. In der jetzigen Zeit wollen die Meisten mit Banken möglichst wenig zu tun haben. Sie kaufen dagegen sogar eine ganze Bank. Wieso? Viele Banken sind ganz aus der Leasingrefinanzierung ausgestiegen. Wir brauchen aber einen zuverlässigen Bankenpartner. Denn dieser kann viel differenzierter refinanzieren als

eine Leasinggesellschaft. Umgekehrt hat die Gallinat-Bank AG seit der Kooperation mit uns zunehmend die Leasingrefinanzierung als Schwerpunkt. Die von ihr gekauften Leasing- und Mietkaufforderungen der ALBIS Leasing Gruppe machen mit 337 Mio. Euro schon 71 % ihres Kundenkreditgeschäfts aus. Und dieser Geschäftsbereich bedeutet grundsolides inländisches, mittelständisches Leasinggeschäft. Das Ganze ohne große Einzelkunden und besichert durch die Leasinggüter. Die Kooperation nutzt also beiden Seiten. Peter Tschirner

ALBIS Leasing AG (ISIN DE0006569403)

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 25.9.2012: 0,30 Euro

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TECHNISCHE ANALYSE

DAX – Gelingt der große Sprung?? Der DAX brach Anfang September über das bis dahin gültige Jahreshoch bei 7.194 Punkten aus und setzte den Anfang Juni etablierten Aufwärtstrend mit unverminderter Dynamik weiter fort. Aktuell läuft der Index in einem Widerstandsbereich, dessen Bruch eine weitere Kaufwelle auslösen könnte. Nach einem Fehlausbruch unter die Unterstützung bei 6.106 Punkten kamen die Käufer nach einer mehrwöchigen Korrektur Anfang Juni wieder in den DAX zurück und trieben den Index zunächst an den Widerstand bei 6.387 Punkten und damit an eine steile, kurzfristige Abwärtstrendlinie. Der Anstieg über diesen Kreuzwiderstand entfachte Anfang Juli eine massive Kaufwelle, die bis jetzt andauert. Nach einem bullischen Pullback an die Marke führte ein erster Aufwärtsimpuls bis zum markanten Widerstand bei 6.827 Punkten, der nach einer deutlichen Zwischenkorrektur im August überwunden wurde. Dieses Kaufsignal sorgte für Folgekäufe und löste einen Anstieg bis 7.105 Punkte aus. Nach einer mehrtägigen Konsolidierungsphase in Form eines fallenden Dreiecks setzte ein weiterer Kaufimpuls ein, der den Index bereits über das frühere Jahreshoch bei 7.194 Punkten antrieb. In der Spitze gelang es dem Wert die fulminante Hausse bis an den zwischengeschalteten Widerstandsbereich bei 7.450 Punkten auszudehnen. Damit befindet sich der DAX kurz vor einem weiteren Kurssprung, der ihn durchaus bis in den Bereich um 7.600 Punkte führen könnte. 12 | AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012

Von Ermüdungserscheinungen oder gar einer Schwächephase ist auf dem aktuellen Niveau noch nichts zu spüren.

Ausblick Oberhalb der Unterstützung bei 7.304 Punkten ist die jüngste Aufwärtstrendbewegung des DAX uneingeschränkt intakt und würde bei einem nachhaltigen Ausbruch über das Vorwochenhoch bei 7.478 Punkten ein weiteres Kaufsignal erzeugen. In diesem Fall dürfte es zu einem Kurssprung bis 7.600 Punkten kommen, der sich oberhalb dieser Marke bereits bis 7.650 Punkte ausdehnen könnte. Spätestens dort wäre jedoch mit einer mehrtägigen Korrekturbewegung zu rechnen, ehe sich der Aufwärtstrend entlang der Unterseite einer im Mai gebrochenen, langfristigen Aufwärtstrendlinie DAX (ISIN DE0008469008)

fortsetzen könnte. Bei einem nachhaltigen Anstieg über die Kursbarriere bei 7.600 Punkten läge das entsprechende mittelfristige Kursziel bei 7.750 Punkten. Sollte der Index auch diese Marke hinter sich lassen, hätte der DAX im Anschluss bereits weiteres Aufwärtspotenzial bis 7.880 Punkte. Scheitert der deutsche Leitindex dagegen am Widerstandsbereich von 7.450-7.478 Punkten, könnte eine weitere Kaufwelle ausgehend von der Unterstützung bei 7.304 Punkten einsetzen. Ein Unterschreiten dieser Haltemarke hätte dagegen eine erste nachhaltige Korrektur zur Folge. Diese dürfte den Wert zunächst an das frühere Jahreshoch bei 7.194 Punkten zurückführen. Von dort, spätestens jedoch von der nächsttieferen Unterstützung bei 7.105 Punkten, sollte sich der Aufwärtstrend weiter fortsetzen. Würde im weiteren Verlauf hingegen die 7.105-Punkte-Marke durchbrochen, wäre ein Verkaufssignal aktiviert, zumal in diesem Fall auch die mittelfristige Aufwärtstrendlinie unterschritten würde. Abgaben bis zum Tief von Ende August bei 6.871 Punkten dürften folgen, ehe sich der Index auf diesem Niveau stabilisieren und den mittelfristigen Aufwärtstrend fortsetzen könnte. Thomas May (BörseGo AG)

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DAX

(ISIN: DE0008469008)

Quelle: GodmodeCharting, 24.09.2012 Quelle: GodmodeCharting, Stand 24.9.2012


TECHNISCHE ANALYSE

Ausblick

Euro – Bullenrally gönnt sich Atempause In einer gewaltigen Kaufwelle steigt das Devisenpaar Euro/US-Dollar seit Ende Juli von seinen Jahrestiefs in Richtung der langfristigen Abwärtstrendlinie an. Im Verlauf dieser Hausse wurden binnen weniger Wochen starke Widerstände aus dem Weg geräumt und mehrere Kaufsignale generiert. Nach der Ausbildung einer bullischen Schulter-Kopf-Schulter-Formation in den Monaten Juli und August vollzog Euro/ US-Dollar eine Bodenbildung, die mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 1,228 US-Dollar erfolgreich abgeschlossen wurde. Nach dem Anstieg über eine kurzfristige Abwärtstrendlinie, zog der Wert bis an die Kurshürde bei 1,244 USDollar an, die nach einer Korrekturphase Ende August ebenfalls durchbrochen werden konnte. Seither gab es für das

Währungspaar kein Halten mehr und es übersprang in einer hochdynamischen Kaufwelle sowohl den Widerstand bei 1,260 US-Dollar als auch die Barriere bei 1,274 US-Dollar. Getragen von diesen Kaufsignalen wurde bereits Mitte September die Unterseite einer früheren Konsolidierungsphase bei 1,300 US-Dollar attackiert und erfolgreich überschritten. Damit wurde in Euro/US-Dollar bereits ein übergeordnetes Kaufsignal generiert, das für mittelfristig weiter steigende Kurse spricht. In der Spitze konnte das Währungspaar seinen fulminanten Aufwärtstrend bis 1,315 US-Dollar ausdehnen, ehe es an dieser Stelle in der vergangenen Woche zu einer ersten spürbaren Korrektur kam. Aktuell setzt Euro/USDollar an die Unterstützung bei 1,292 USDollar zurück und unternimmt auf diesem Niveau einen Bodenbildungsversuch.

EUR REFERENZKURS (ISIN EU0009652759)

EUR/USD

(ISIN: EU0009652759)

Nach einer Kurssteigerung von knapp 10 % binnen weniger Handelswochen ist die laufende Gegenbewegung als normal und gesund einzustufen. Vielmehr könnte sie bereits zur Vorbereitung einer weiteren starken Aufwärtsbewegung genutzt werden. Können die Käufer die Unterstützung bei 1,292 US-Dollar dementsprechend verteidigen, kann das als deutliches Signal für einen anstehenden weiteren Ausbruchsversuch über 1,315 US-Dollar gewertet werden. Folglich dürfte das Devisenpaar ausgehend von 1,292 US-Dollar zunächst bis 1,308 US-Dollar und darüber auf 1,315 US-Dollar ansteigen. Sollte die Barriere nachhaltig durchbrochen werden, wäre ein weiteres Kaufsignal aktiv. In der Folge könnte eine Kaufwelle bis 1,328 US-Dollar einsetzen. Kann auch diese Marke nach einer Zwischenkorrektur überwunden werden, dürfte sich der Aufwärtsimpuls bis 1,337 US-Dollar und auf mittlere Sicht bis an den markanten Widerstand bei 1,345 US-Dollar fortsetzen. Auf diesem Niveau wäre mit einer übergeordneten, mehrwöchigen Gegenbewegung zu rechnen. Sollte die Käuferseite die 1,292-US-Dollar-Marke dagegen nicht behaupten, könnte es ausgehend von der nächsttieferen Unterstützungsmarke bei 1,274 US-Dollar zu einem weiteren Anstieg kommen. An dieser Stelle verbinden sich der mittelfristige Aufwärtstrend, eine gebrochene Abwärtstrendlinie und das ehemalige Korrekturhoch aus dem Juni zu einem massiven Unterstützungscluster. Erst der nachhaltige Bruch dieser mehrfachen Kreuzunterstützung wäre in der aktuellen Situation bärisch zu werten. In diesem Fall würde ein kurzfristiges Verkaufssignal ausgebildet, welches zunächst zu Abgaben bis 1,260 US-Dollar führen dürfte. Unterhalb dieser Marke wäre mit weiteren Verlusten bis 1,244 US-Dollar zu rechnen, ehe sich der intakte Aufwärtstrend von dort aus weiter fortsetzen dürfte. Thomas May (BörseGo AG)

Quelle: GodmodeCharting, 24.09.2012

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Quelle: GodmodeCharting, Stand 24.9.2012

AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012 | 13


HV-BERICHT

GARANT Schuh AG

Letzte HV der GARANT Schuh AG

In einem kleinen Schuhmuseum zeigt GARANT, was vor allem Frau früher getragen hat.

Die GARANT Schuh AG (ISIN DE0005853030 / DE000A0SFSD5 / DE000A0SFSF0) nutzt als dritte Gesellschaft den seit Juli 2011 zulässigen verschmelzungsrechtlichen Squeeze out. Matthias Wahler

Für den im Juli 2011 eingeführten verschmelzungsrechtlichen Squeeze out muss der Mehrheitsgesellschafter nur noch 90 % der Anteile an der Zielgesellschaft halten (siehe hierzu auch AnlegerPlus Print, Ausgabe 9/2012). Mit 90,42 % überschreitet die ANWR Garant International AG (AGI) bei der GARANT Schuh AG (GARANT) diese Schwelle. Insgesamt vertraten auf der Hauptversammlung (HV) am 27.8.2012 etwa 50 Aktionäre 91,91 % des Grundkapitals, das bei GARANT ungewöhnlich aufgeteilt ist. Neben den nicht notierten Stammaktien gibt es drei Gattungen von Vorzugsaktien, die über verschiedene Dividendennachzahlungsansprüche verfügen, nachdem es seit 2009 keine Ausschüttung mehr gegeben hat. Entsprechend wurden im Rahmen des Squeeze out unterschiedliche Abfindungspreise zwischen 13,51 Euro und 34 Euro festgelegt. Diese Werte sind, wie der Sprecher der SdK auf der HV in Erinnerung rief, dreimal so hoch wie die Beträge, die die AGI bei der Übernahme der GARANT im Jahr 2010 freiwillig geboten hat. Das Dabeibleiben hat sich also gelohnt.

Planungsrechnung „nicht übertrieben pessimistisch“ Grundsätzliches hatten die verschiedenen HV-Redner den Berechnungen nicht entgegenzusetzen. Rechtsanwalt Dietrich Ratthey als Vertreter eines institutionellen Investors bewertete die Planungsrechnung als „nicht übertrieben pessimistisch.“ Der Basiszins von 1,66 % erschien ihm ebenfalls zutreffend. Einige Merkwürdigkeiten hatte er lediglich bei der Ermittlung des Betafaktors ausgemacht. So hat die KPMG, die den Vorstand bei der Ermittlung des Unternehmenswerts unterstützt hat, kein vergleichbares Unternehmen gefunden und deshalb für die Peergroup nach Firmen gesucht, die zumindest abhängig von der Entwicklung des Schuhmarktes sind oder sich auf den Abrechnungsverkehr spezialisiert haben. Zusätzlich hatten die Wirtschaftsprüfer Börsendienstleister herangezogen, was

14 | AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012

Ratthey unsinnig erschien – die Kollegen von Mazars, dem gerichtlich bestellten sachverständigen Prüfer, hatten diese Gruppe außer Acht gelassen.

Diskussion um Steuernachzahlung Ein großes Thema mehrerer Redner war die hohe Steuerlast des Geschäftsjahres 2011, die das Ergebnis erheblich belastet hat. Wie Finanzvorstand Frank Schuffelen erklärte, resultiert diese noch aus der zwischenzeitlichen Insolvenz. Um das Insolvenzplanverfahren zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, musste die Mindestbesteuerung ausgesetzt werden und für den Sanierungsgewinn erteilte das Finanzamt diesbezüglich eine verbindliche Auskunft. Für den Gewinn aus dem operativen Geschäft sollte dies aber nicht gelten. Mittlerweile liegt nun ein Steuerbescheid für das Jahr 2007 vor, aus dem sich eine Nachzahlung von 728.000 Euro ergibt. Der Vorstand hat dagegen ein Rechtsbehelfsverfahren eingeleitet, das aber von der Behörde abgewiesen wurde. Derzeit diskutieren Vorstand und Aufsichtsrat, eine Klage gegen diese Entscheidung einzureichen.

Spruchverfahren angekündigt Insgesamt verlief die HV ruhig und war trotz einer längeren Unterbrechung zur Beantwortung der Fragen in annehmbaren fünf Stunden beendet. Die Aktionäre standen dem Squeeze out nicht völlig ablehnend gegenüber. Schließlich haben sie in den letzten Jahren von der Wiederauferstehung der Gesellschaft nach der Insolvenz und der anschließenden positiven Geschäftsentwicklung profitiert und die Unternehmensbewertung erscheint realistisch. Es wird eine zumindest solide Gewinnentwicklung unterstellt, obwohl das aus heutiger Sicht nicht als sicher angesehen werden kann. Dennoch gaben mehrere Aktionäre Widerspruch zu Protokoll und es wird, wie am Rande der HV zu erfahren war, möglicherweise ein Spruchverfahren geben.


SdK REALDEPOT

AGROB AG mit guten Zahlen Die AGROB Immobilien AG kann auf ein insgesamt erfolgreich verlaufenes erstes Halbjahr 2012 zurückblicken. Die Planvorgaben konnten laut Unternehmensangaben in allen relevanten operativen Kriterien zum Teil deutlich übertroffen und das bereits auf einem hohen Niveau befindliche Periodenergebnis des Vorjahres nochmals gesteigert werden. Die Umsatzerlöse konnten mit 5,6 Mio. Euro nicht ganz an das hohe Vorjahresniveau anknüpfen. Dennoch konnte die Betriebsleistung mit über 5,7 Mio. Euro auf dem bekannt hohen Niveau des Vorjahres konstant gehalten werden. Das EBITDA beträgt 4,1 Mio. Euro und liegt damit um 1,8 % unter dem Vorjahr. Nach im Vergleich zum Vorjahr nahezu unveränderten Abschreibungen (1,7 Mio. Euro) beläuft sich das EBIT für die ersten sechs Monate des Jahres 2012 auf 2,5 Mio. Euro. Die gesamten Aufwendungen konnten dank effizienter Budgetmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr abermals reduziert werden. Erwähnenswert ist dabei insbesondere der erneute Rückgang des traditionell bedeutenden Zinsaufwandes aus aufgenommenen Darlehen um 7,1 % auf nun 1,4 Mio. Euro. Dies ist eine Folge der durch Tilgungsleistungen reduzierten Verbindlichkeiten. Das Periodenergebnis für die ersten sechs Monate der laufenden Berichtsperiode beträgt 887.000 Euro nach Steuern und nach dem aus den DSCB-Pensionsleistungen resultierenden Nettoauf-

wand (275.000 Euro). Dieser hat sich damit im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 7,4 % erhöht. Der Halbjahresüberschuss in Höhe von 887.000 Euro liegt mit 5,2 % über Vorjahresniveau. Die Gesellschaft erwirtschaftete ferner einen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,1 % höheren Cashflow nach DVFA in Höhe von 2,6 Mio. Euro. Wir werten die vorgelegten Zahlen als sehr zufriedenstellend und sehen die AGROB AG auf bestem Wege, das Vorjahresergebnis zu übertreffen. Die Aktualisierung des Verkehrswertgutachtens für das Immobilien-Portfolio der Gesellschaft zum Stichtag 31.10.2012 ist laut Gesellschaft beauftragt und man wird über das Ergebnis anschließend zeitnah berichten. Aufgrund der gesunkenen Kapitalmarktzinsen gehen wir von einem weiteren Anstieg der Immobilienwerte aus. TICKER

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Erste EFSF-Anleihe fällig Am 12.9.2012 wurde die erste EFSF-Anleihe zurückbezahlt, die Inhaber von griechischen Staatsanleihen im Rahmen des Zwangsumtausches für die aufgelaufenen Stückzinsen erhalten hatten. Dem SdK Realdepot ist dadurch ein Bruttobetrag in Höhe von 105,30 Euro zugeflossen. Davon abgezogen wurden 26,33 Euro Abgeltungssteuer und 1,44 Euro Solidaritätszuschlag. Netto flossen unserem Verrechnungskonto somit 77,53 Euro zu.

SdK REALDEPOT Anzahl Wertpapier

WKN

Kaufdatum

Kaufkurs in Euro

Kaufsumme in Euro

Kurs am 25.9.2012 in Euro

Gesamtwert am 25.9.2012 in Euro

Kursveränderung

500

Essanelle Hair Group AG

661031

28.3.2011

8,55

4.272,00

10,27

5.135,00

+

20,2 %

100

Wandelanleihe Gold-Zack AG i. I.

768683

13.4.2011

*8,30

8.300,00

*10,13

10.130,00

+

22,1 %

200

Fernheizwerk Neukölln AG

576790

19.10.2011

30,50

6.099,00

31,80

6.360,00

+

4,3 %

500

Dt. Lufthansa AG

823212

20.12.2011

8,86

4.432,00

10,88

5.440,00

+

22,7 %

Dt. Immobilien Holding AG

747304

8.2.2012

1,88

5.640,00

2,60

7.800,00

+

38,3 %

AGROB Immobilien AG. Vz.

501903

26.06.2012

8,20

6.560,00

8,25

6.600,00

+

0,6 %

COLEXON Energy AG

525070

31.08.2012

0,67

5.360,00

0,59

4.720,00

-

11,9 %

Repower Nachbesserungsrechte

617703

4.8.2011

0,00

0,00

0,38

19,00

Griechenland Strip**

A0LN5U

22.7.2011

*79,40

3.970,00

*22,07

1.003,50

3.000 800 8.000 50 5

angefallene Transaktionskosten: 368,71 Euro Gesamtdepotwert: 111.600,57 Euro

– -

74,7 %

Stückzinsen***: -38,01 Euro abgeführte Steuern: 2.434,64 Euro Kontostand: 61.958,43 Euro

DEPOTVERÄNDERUNG:****

+11,60 %

*Angaben in %; **Der Griechenland Strip enthält insgesamt 24 Wertpapiere, welche im Zuge des Zwangsumtausches für fünf alte Griechenlandanleihen (A0LN5U) eingebucht wurden; ***Saldo aus gezahlten und erhaltenen Stückzinsen – Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro; ****Depotveränderung nach Transaktionskosten aber vor Steuern Hinweise auf potenzielle Interessenkonflikte Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar. Haftungsausschluss Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 16) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.


HV-TERMINE Stand: 25.9.2012, ohne Gewähr

25.09.2012 25.09.2012 01.10.2012 01.10.2012 05.10.2012 09.10.2012 11.10.2012 11.10.2012 12.10.2012 12.10.2012 12.10.2012 16.10.2012 17.10.2012 17.10.2012 19.10.2012

Andreae-Noris Zahn AG Pandatel AG i.A. IMW Immobilien SE Intertainment AG KHD Humboldt Wedag AG Tantalus Rare Earths AG Kabel Deutschland Holding AG Rheintex Verwaltungs AG Gesundheitswelt Chiemgau AG GIG AG MAX21 AG Xerius AG nanoCrypt AG SYGNIS Pharma AG Marseille-Kliniken AG

Frankfurt/Main München Berlin München Köln München München Köln Bad Endorf München Darmstadt Düsseldorf München Heidelberg Hamburg

10:00 Uhr 11:00 Uhr 14:00 Uhr 14:00 Uhr 10:00 Uhr 09:00 Uhr 11:00 Uhr 11:30 Uhr 10:00 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr

22.10.2012 24.10.2012 25.10.2012 25.10.2012 25.10.2012 26.10.2012 02.11.2012 09.11.2012 16.11.2012 05.12.2012 13.12.2012 20.12.2012 21.12.2012

Real2 Immobilien AG Piper + Jet Maintenance AG AQUAMONDI AG Bio-Gate AG wallstreet:online AG RENERCO AG Ceotronics AG KREMLIN AG AVW Immobilien AG KROMI Logistik AG KWS Saat AG Fortec Elektronik AG HumanOptics AG

Köln Calden München Nürnberg Berlin München Rödermark Hamburg

13:00 Uhr 12:00 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr 11:00 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr

Hamburg Einbeck München Erlangen

IMPRESSUM Verlag: Kapital Medien GmbH • Hackenstraße 7b • 80331 München Tel: 089 2020846-20 • Fax: 089 2020846-21 E-Mail: info@kapitalmedien.de • Internet: www.kapitalmedien.de Amtsgericht München - HRB 188639 • Steuernummer 143/153/30727 ISSN 2191-5091 Pflichtblatt an den Börsen: München, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover Geschäftsführer: Daniel Bauer, Harald Rotter Herausgeber: Kapital Medien GmbH Redaktion: Chefredakteur: Harald Rotter Stellv. Chefredakteur: Daniel Bauer Autoren dieser Ausgabe: Daniel Bauer, Maximilian Fischer, Thomas May (BörseGo), Stefan Müller, Harald Rotter, Peter Tschirner, Matthias Wahler, Stephanie Wente Lektorat: Stephanie Wente Grafik, Layout, Produktion: Annika Reiter Redaktionsschluss: 25.9.2012 Bildnachweise: Titelseite: Kirsty Pargeter@fotolia.com, Realdepot: emu-coffee@fotolia.com, Technische Analyse: p!xel66@fotolia.com, TinoNeitz@fotolia.com, HV-Termine: auris@fotolia.com Kontakt: Kapital Medien GmbH (Redaktion AnlegerPlus) • Hackenstraße 7b • 80331 München Fax: 089 2020846-21 • E-Mail: redaktion@anlegerplus.de Anrufe an Mitglieder der Redaktion können nicht weitergeleitet werden. Hierfür bitten wir um Verständnis. Copyright: Alle Rechte vorbehalten. Die Rechte für sämtliche Inhalte liegen bei der Kapital Medien GmbH. Sämtliche Inhalte sind nur für die private Nutzung bestimmt. Eine Vervielfältigung und Verbreitung ist nur mit Zustimmung der Kapital Medien GmbH zulässig. Die Veröffentlichung von Leserbriefen behält sich die Redaktion vor, ebenso, diese in gekürzter Form unter Angabe der vollständigen Adresse zu veröffentlichen. Keine Anlageberatung, wichtige Hinweise: Unsere Beiträge dienen nur zu Informationszwecken und haben keinen Bezug zu den spezifischen Anlagezielen, zur finanziellen Situation oder zu bestimmten Notwendigkeiten jedes einzelnen Empfängers. Unsere Publikationen sollen Informationen zur Verfügung stellen, um Anleger zu unterstützen, ihre eigenen Investitionsentscheidungen zu treffen, jedoch nicht um jedem Investor spezifische Anlageberatung zur Verfügung zu stellen. Folglich können die Finanzinstrumente, die hierin behandelt werden, und etwaige Empfehlungen, die hierin ausgesprochen werden, möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet sein: Leser müssen sich ihr eigenes unabhängiges Urteil hinsichtlich der Eignung solcher Investitionen und Empfehlungen angesichts ihrer eigenen Anlageziele, Erfahrung, der Besteuerungssituation und Finanzlage bilden. Die Kapital Medien GmbH hält die verwendeten Informationen und Quellen für zuverlässig. Jedoch kann die Kapital Medien GmbH keine Garantie hinsichtlich der Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit solcher Informationen übernehmen. Die verwendeten Informationen unterliegen fortwährenden Veränderungen ohne vorherige Benachrichtigung; sie können unvollständig oder

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16 | AnlegerPlus News 19 | 25.9.2012

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AK TIE N Aus dem täglichen Leben ist Chem der Chemiebran ie nicht wegzu che für die ges denken und ent amte Wirtschaf sprechend zentral konjunkturanfäll t. Genau deshalb gelten Ch ist die Rolle emiea ig. Was heißt das für den Anleger? ktien aber auch als sehr er Exportweltm eister Deutsch nicht nur mit land beliefert Autos und Ma die Welt Chemiegeschäft mit viel schinen tochter Winters eine Stagnation. Dafür soll lien und Chemie grundlegenderen Produkten , sondern auch die hall ihr Geschä – duktion in Lib ft kräftig steigern Öl­ und Gas­ ist dafür sogar erzeugnissen. Die BASF SE z. B. Chemika­ yen der , weil die Pro aus berichtigungen wieder anläuft. Im Gegenz und Lanxess gibt globale Branchenführer und Ludwigshafen ug fallen aber Wer ­ auf ein Ölproje es noch drei wei mit Linde, K+S rech kt t­ in DAX. Neben net Nor tere BASF mit neu große Chemie diesen Riesen en Rekordwer wegen an. Im Endeffekt konzerne tive finden sich abe treter bei den ten bei Umsatz r auch kleinere im gescm Ergebnis, aber einem sink Nebenwerten, und opera­ enden Nettoge die zwar weniger Ver­ aber in ihren spez hätzten Kurs­G win ewi umsatzstark sind n. iellen Nischen nn­ Mit Ver einem hältnis (KGV) aber nicht teue nicht minder glob , von r, al agieren. men. Dennoch zumal fast 4 % Dividenden 12 ist die Aktie Branche bes will es dem Tite rendite dazuko ser offenbar nicht m­ l Weil Chemiepro als der DAX gelingen, das letz im gegenwärtigen Börsenumfe April 2011 zu te Allzeithoch gesellschaften dukte so grundlegend für von 69,40 aus ld überwinden. Der moderne Industr sind dem beeindruckend Langfristchart Das spiegelt sich , hängt die Branche stark ie­ : In den letzten an verzwölffacht. zwanzig Jahren bleibt dennoch DAXsector Che auch am Aktienmarkt wid der Konjunktur. BAS hat sich die Akt er: micals war in anlage sein – vor F dürfte auch weiterhin ie lich volatiler als den letzten fün Der Subindex eine der DAX. Abe f sen günstig zusc allem für Anleger, die in schw gute Langfrist­ Höchststände r dafür ist er dies Jahren wesent­ achen Börsenp hlagen. geklettert, die ha­ beim DAX noc es Jahr auf neue lassen. Daraus kann man schl h auf sich war ießen, dass die industrie zwar ten sehr zyklisch, abe deutsche Chemie Die zeh n füh jeder Krise gest r ren Den Ch ärkt hervorgeht. so gut aufgestellt ist, dass sie ­ em iee xporte turabschwächun aus Die aktuell dro ure we ltw g eit * nicht vorbei: Der geht an der Chemiebran hende Konjunk­ Deutschland che natürlich Bra ist Exportweltm nch env erband VCI erw auc Jahr einen Pro eister, auch duktionsrückga artet im laufend h in der Chemie ng von 3 % und sätze. Doch auc branche. en Deutschland stagnierende Um h gegen einen die meisten deu „leichten“ Abs tschen Chemie chwung scheinen­ USA werte gut gew 150,60 appnet zu sein . Belgien Branchenführ 134,60 er Der Branchenfü mit fast 4 % Dividende 100,20 Kanada nrendite hrer BASF (ISI 73,20 macht, wie man N DE000BAS Frankreich F111) hat vorg gestärkt aus der Rezession 200 e­ 71 Krise kommt: Niederlande 9 brac Während der Nettogewinn halb hen die Umsätze um fast 65,90 20 % ein und Schweiz die Ludwigshaf ierte sich. Doch bereits ein der 63,40 Jahr später erzi ener neue Rek Großbritannien orderlöse und elten sie auch den bish im Jahr 2011 kon erigen Rekordg 60,70 nten ewinn des Jahres de die Pharma Irland spar 200 58 allerdings ähn te verkauft) knacken. Für 201 1 (damals wur­ Japan lich vorsichtig 2 ist der Konzern 57,60 wie der VCI Wert der expor und erwartet 0 tierten Güter 50 beim 100 * im Jahr 2011 (in Milliarden Euro) | Quelle : statista.com

150

, Statistisches

Bundesamt;

200

VCI

09 2012 Anlege

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FOKUS

• Chemiewerte im Fokus

Deutsche Chemieerzeugnisse sind ein Exportschlager und ganz grundsätzlich enorm wichtig für moderne

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AnlegerPlus News 19/2012