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UNTERNEHMEN Infineon – Phönix aus der Asche SdK REALDEPOT Griechenland: Das Undenkbare wird wahr

Puma SE

Sorgen Rekordzahlen für den Ausbruch nach oben? 2007 übernahm der Luxusriese PPR die Mehrheit am Sportartikelhersteller Puma – seitdem sieht die Aktie den Übernahmepreis von 330 Euro nur noch von unten Seite 6

BB Biotech AG

Eine starke Dosis Kurstreiber

www.AnlegerPlus.de | Nr. 5 2012 | ISSN 2191-5091

5|2012 INHALTSVERZEICHNIS

SEITE

Editorial

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Kurzmeldungen

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Unternehmensmeldungen Deutsche Börse AG

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Puma SE

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BB Biotech AG

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Interview BB Biotech AG

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DKF 2012

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Technische Analyse

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SdK Extra HV-Bericht

Die im TecDAX notierte Beteiligungsgesellschaft BB Biotech bietet gute Chancen, am Marktpotenzial neuer Medikamente mitzuverdienen

Infineon AG

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Seite 7

SdK Realdepot

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HV-Termine

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DKF 2012

Impressum

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Für Entscheidungsträger und Lösungsanbieter Am 27.3.2012 wird der zweite D-A-CH Kongress für Finanzinformationen im Münchner Sofitel stattfinden Seite 10

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KURZMELDUNGEN Loch im Bundeshaushalt | Bankenverband: Beumer folgt Blessing | Umsätze im Fondshandel gesunken | ETF-Neuzugänge AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012 | 1 auf Xetra | Sondermünzen als Zahlungsmittel?


Eine EDITORIAL Brandschutzmauern

Liebe Leserinnen und Leser,

sichere

Verbindung Kooperation SdK & ROLAND Rechtsschutz

in der letzten Zeit ist im Zusammenhang mit der Euro-Rettung immer wieder von Brandschutzmauern in den Medien zu lesen. Mit der Aufstockung des Euro-Rettungsschirms wollen die europäischen Regierungschefs und der IWF die Euro-Zone bzw. deren Mitglieder, allen voran Spanien, Italien und Portugal, vor einer weiteren Solvenzkrise bewahren, also quasi eine Brandmauer hochziehen. Vergessen wird dabei nur leider, dass Brandschutzmauern in einem Erdbebengebiet nur eine bedingte Haltbarkeitsdauer haben und in diesem Fall das Mauerwerk, nämlich das Geld der Staaten, Kreditzusagen und Bürgschaften das Feuer so richtig am Lodern halten würden, wenn die Mauer denn fällt. Aber wer hätte denn nicht gerne eine Brandschutzmauer? Herr Schäuble hätte so eine gerne um seinen Arbeitsplatz im Bundestag, damit er weiter in Ruhe Sudoku spielen kann. Blöd nur, dass er in seiner Zeit als Innenminister selber mit an „Big Brother“ gebastelt hat und dafür von Datenschützern sogar mit dem Big Brother Award für Datenkraken ausgezeichnet wurde. Da darf man sich dann nicht beschweren, wenn man geheim beobachtet wird. Das ZDF will eine Brandschutzmauer, um sich vor der Ü70-Generation in Fernsehstudios zu schützen. Ich frage mich aber bei unserer Bevölkerungsentwicklung, wer dann in naher Zukunft noch in den Studios sitzt und den Fernsehgrößen auf Kommando zujubelt. Und wer soll die Sendungen anschauen, die anscheinend für die ältere Generation ungeeignet sind? Und noch jemand schwört auf Brandschutzmauern, allerdings in umgekehrter Richtung: Die Aktiengesellschaften. Sie bauen Brandschutzmauern, um sich vor dem Verlust der Aktionäre zu schützen oder anders gesagt, diese an sich zu binden. Das Mittel: Dividendenausschüttungen. Die Dividendenzahlungen in diesem Jahr werden beinahe wieder Rekordwerte erreichen. Und dabei ist es nicht nur die erste Reihe der DAX-Unternehmen, die glänzt. Auch der zweite Anzug passt. So zahlt beispielsweise die von uns in den AnlegerPlus News vorgestellte Schuler AG in diesem Jahr nach sechsjähriger Abstinenz wieder eine Dividende, die hier ebenfalls schon öfters besprochene BayWa AG hebt die Dividende an, Freenet punktet mit einer Dividendenrendite von 11 %, ProSieben kehrt einiges an seine Aktionäre aus. Die Reihe könnte noch um weitere Unternehmen fortgesetzt werden. Dividenden sind das Salz in der Suppe einer Aktienanlage. Sie sind die Verzinsung des eingesetzten Kapitals und Anleger stehen von Natur aus auf eine gute Verzinsung. Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase ist es schwierig, sein Kapital nach Abzug der Inflationsrate gewinnbringend anzulegen. Aktien sind hier mehr als eine Alternative. Allen, die demnächst eine größere Ausschüttung erwarten, wünsche ich schon jetzt viel Spaß beim Geldzählen. Und wer nach Reinvestitionsmöglichkeiten sucht, für den haben wir auch in dieser Ausgabe wieder den ein oder anderen Kandidaten parat. Ihr

Harald Rotter

2 | AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012

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KURZMELDUNGEN

Loch im Bundeshaushalt Der Bund der Steuerzahler lehnt den dauerhaften Rettungsschirm ESM rundweg ab: Die für dieses Jahr geplante doppelte Einzahlung reiße ein großes Loch in den Bundeshaushalt und die Risiken seien unkalkulierbar. Der ESM soll bereits Mitte dieses Jahres aktiviert werden. Dadurch werden die ESM-Mitgliedstaaten gezwungen, die Bareinlagen von insgesamt 80 Mrd. Euro schnell bereitzustellen. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) mahnt, dass die für dieses Jahr geplante doppelte Einzahlung der BRD von insgesamt 8,7 Mrd. Euro ein großes Loch in den Bundeshaushalt reißen werde, da hierfür ein Nachtragshaushalt fällig werden muss, der die Verschuldung des Bundes noch schneller steigen lassen wird. Auch haben sich die deutschen Haftungsrisiken durch die bereits beschlossenen Hilfspakete schon auf bis zu 320 Mrd. Euro aufgebaut, das entspricht pro Kopf knapp 4.000 Euro potenzieller zusätzlicher Staatsschulden. Das sind aber nicht die einzigen Gründe, aus denen der BdSt den ESM ablehnt: Ein grundsätzliches Problem sieht der BdSt darin, dass der ESM auf Dauer angelegt ist und es kein

Beumer folgt Blessing Im Vorstand des Bankenverbandes wird ein Wechsel stattfinden: Markus Beumer, Mitglied des Vorstandes der Commerzbank AG, wird seinen Vorstandskollegen Martin Blessing ersetzen. Am 26.3. wird in Berlin die Commerzbank AG den Delegierten des Bankenverbandes Markus Beumer, Vorstandsmitglied der Commerzbank AG, als Nachfolger für Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank AG, zur Wahl vorstellen. Beumer soll Blessing als Vorstandsmitglied des Bankenverbandes ablösen, der Wechsel begründe sich in einer neuen Schwerpunktsetzung innerhalb der Commerzbank, wie der Bankenverband mitteilt. Beumer soll im Bankenverband trotzdem den Vorsitz des Ausschusses für Unternehmensfinanzierung beibehalten, womit die Commerzbank weiterhin drei der dreizehn Ausschussvorsitzenden des Bankenverbandes stellt. Der Vorstand des Bankenverbandes besteht aus den drei Präsidiumsmitgliedern Andreas Schmitz (Vorstandssprecher HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und Präsident des Bankenverbandes), Dr. Josef Ackermann (Vorstandsvorsitzender Deutsche Bank AG) und Dr. Christian Olearius (Sprecher der persönlich haftenden

Austrittsrecht für die Mitgliedstaaten gibt. Des Weiteren treten die Parlamente ihr Entscheidungsrecht in Haushaltsfragen an die Regierungen ab, da im ESM-Gouverneursrat die Finanzminister der ESM-Staaten die Entscheidungen treffen. Zusätzlich kann das Haftungskapital des ESM von zunächst 700 Mrd. Euro unbegrenzt erhöht werden! Das wäre zwar nur mit einer Zustimmung Deutschlands möglich, aber ein deutsches Veto scheint laut BdSt unwahrscheinlich, „wenn wieder einmal der finanzpolitische Notstand beschworen wird.“ In bar sollen zunächst zwar „nur“ 80 Mrd. Euro eingezahlt werden, Deutschlands Anteil daran sind knapp 22 Mrd. Euro, die der Bundesfinanzminister über neue Kredite besorgen will. Doch bei Bedarf kann das restliche Haftungskapital (bis zu 620 Mrd. Euro) vom ESM-Management mit einer einfachen Mehrheit nachgefordert werden! Und auch die Schadensbeteiligung der privaten Gläubiger ist viel zu vage, in der ESM-Präambel sei lediglich von einer Beteiligung in „Ausnahmefällen“ die Rede, so der BdSt. Dr. Karl Heinz Däke, Präsident des BdSt, warnt, dass der ESM die Fortsetzung der bisherigen Schuldenpolitik mit unbegrenzten Kreditmitteln sei und fordert die Bundestagsabgeordneten auf, dem ESM-Vertrag diese Woche nicht zuzustimmen!

Gesellschafter M.M.Warburg & Co. KGaA) sowie derzeit aus folgenden acht Vorständen: Martin Blessing (Vorstandsvorsitzender Commerzbank AG), Stefan Juette (Vorstandsvorsitzender Deutsche Postbank AG), Dr. Michael Kemmer (Hauptgeschäftsführer Bundesverband deutscher Banken), Prof. Dr. Thomas A. Lange (Vorstandvorsitzender NATIONAL-BANK AG), Dr. Hans-Walter Peters (Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG), Dr. Lutz Raettig (Geschäftsleiter Morgan Stanley Bank International Ltd. Niederlassung Deutschland), Dr. Wolf Schumacher (Vorstandsvorsitzender Aareal Bank AG) und Dr. Theodor Weimer (Vorstandssprecher UniCredit Bank AG).

Umsätze gesunken An der Börse Hamburg ist im Februar der Umsatz im Fondshandel gegenüber Januar gesunken. Im Mittelpunkt standen dabei offene Immobilienfonds sowie Aktienfonds mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Im Februar 2012 belief sich der Umsatz im Fondshandel an der Börse Hamburg auf 98,9 Mio. Euro gegenüber 114,8 Mio. Euro im Monat zuvor. Unter den Top 10 nach Umsatz befinden sich auch im

Februar noch vier offene Immobilienfonds: Der CS Euroreal (WKN 980500) wurde mit 18,3 Mio. Euro am stärksten gehandelt, der SEB ImmoInvest (WKN 980230) kam auf einen Umsatz von 13,9 Mio. Euro und im KanAm Grundinvest (WKN 679180) wurden Anteile im Volumen von 6,1 Mio. Euro umgesetzt. Im Mai wird sich spätestens entscheiden, ob der CS Euroreal und der SEB ImmoInvest wieder geöffnet werden können oder aufgelöst werden müssen. Im Februar verzeichnete die Börse Hamburg auch deutlich mehr Käufer für Aktienfonds: Der Stuttgarter Aktienfonds (WKN A0Q72H) zum Beispiel konnte einen Umsatz von 1,1 Mio. Euro verbuchen und der Mischfonds Flossbach von Storch Multiple Opportunities (WKN A0M430) erzielte einen Umsatz von 5,2 Mio. Euro. Unter den Top 10 der Performancespitzenreiter befanden sich im Februar mehrere Aktienfonds mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die höchste Wertsteigerung erzielte zum Beispiel der Schroder ISF US Smaller Companies (WKN 972370), der in kleine Werte am US-amerikanischen Markt investiert. Der Wert der Anteile des HSBC BRIC Equity (WKN A0DQUP) mit Anlageschwerpunkt in den BRIC-Staaten stieg um annährend 17 %. Insgesamt erzielten laut der Börse Hamburg zahlreiche Aktienfonds mit verschiedenen Schwerpunkten im Februar Zuwächse zwischen 5 und 10 %. AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012 | 3


KURZMELDUNGEN

Neuzugänge auf Xetra Die Emittenten SPDR (State Street Global Advisors) und UBS (Irl) haben insgesamt sechs neue Aktien- und RentenindexETFs aufs Parkett der Deutschen Börse gebracht. Seit Ende Februar sind drei neue börsengelistete Aktienindexfonds des Emittenten SPDR auf Xetra handelbar. Die beiden ETFs SPDR S&P Euro Dividend Aristocrats ETF (ISIN IE00B5M1WJ87) und SPDR S&P UK Dividend Aristocrats ETF (ISIN IE00B6S2Z822) setzen auf Unternehmen mit hoher Dividendenrendite, die mindestens über die letzten zehn Jahre kontinuierlich eine ansteigende Dividendenpolitik verfolgt haben. Der SPDR S&P Euro Dividend Aristocrats ETF bildet die Wertentwicklung von 40 Unternehmen der Eurozone ab, während sich der SPDR S&P UK Dividend Aristocrats ETF auf 30 Unternehmen mit Sitz in Großbritannien fokussiert. Der Auswahl der dividendenstarken Unternehmen wird der S&P Europe Broad Market Index zugrunde gelegt. Der SPDR FTSE UK All Share ETF (ISIN IE00B7452L46) hingegen ermöglicht es, an der Wertentwicklung des FTSE All-Share Index teilzuhaben. Dieser Index umfasst alle Unternehmen der Indizes FTSE 100, FTSE 250 und FTSE Small Cap. Alle enthaltenen Unternehmen haben ihren Sitz in Großbritannien und müssen im Main Market der London Stock Exchange zugelassen sein. Ebenfalls neu gestartet ist der Rentenindexfonds SPDR Barclays Capital Euro High Yield Bond ETF (ISIN IE00B6YX5M31). Mit diesem können Anleger an hochverzinslichen auf Euro lautenden Unternehmensanleihen von Emittenten innerhalb oder außerhalb der Eurozone partizipieren. Zu beachten ist, dass hochverzinsliche Anleihen ein Rating unterhalb Anzeige

4 | AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012

von Investment-Grade haben und mit höheren Ausfallrisiken behaftetet sind, dafür in der Regel aber auch höher verzinst werden. Der dem ETF zugrunde liegende Index Barclays Capital Liquidity Screened Euro High Yield Bond enthält kündbare und vorrangige Anleihen, die eine Restlaufzeit von einem bis weniger als 15 Jahren haben. UBS (Irl) hat bereits Anfang Februar zwei neue börsennotierte Aktienindexfonds auf Xetra platziert. Die beiden ETFs UBS ETF MSCI USA Infrastructure (USD) I (ISIN IE00B6T8VP86) und UBS ETF MSCI USA Infrastructure (USD) A (ISIN IE00B6RPTB32) beziehen sich auf den gleichen Referenzindex, den MSCI USA Infrastructure Index. Dieser bildet die Wertentwicklung von amerikanischen Unternehmen aus dem Infrastruktur-Sektor ab. Die ETFs unterscheiden sich nur in ihrer Anlageklasse: Der UBS ETF MSCI USA Infrastructure (USD) I richtet sich primär an institutionelle Anleger, während der UBS ETF MSCI USA Infrastructure (USD) A eher auf Privatanleger zugeschnitten ist.

Sondermünzen als Zahlungsmittel? Es gibt inzwischen über 50 Zehn-Euro-Sondermünzen in Deutschland, doch kann man mit ihnen auch regulär bezahlen? Friedrich der Große ziert anlässlich seines 300. Geburtstags eine neue Gedenkmünze. Inzwischen gibt es in Deutschland bereits über 50 verschiedene Zehn-Euro-Sondermünzen. Der Bankenverband informiert, dass diese Sondermünzen hierzulande auch als gesetzliches Zahlungsmittel gelten. In anderen Euroländern hingegen bestünde für solche Sonderprägungen keine Annahmepflicht, teilt der Verband mit. Eine Ausnahme machen nur die Zwei-Euro-Gedenkmünzen: Diese sind in allen Euroländern als Zahlungsmittel zugelassen, da Größe, Gewicht und Wertseite der üblichen Zwei-Euro-Münze entsprechen.


Deutsche Börse AG

Deutsche Börse AG

UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Deutsche Börse AG

Traum vom weltweiten Börsenbetreiber geplatzt

Reto Francioni Vorstandsvorsitzender der Dt. Börse AG

Für Reto Francioni war es eine verpasste Chance, der 1.2.2012 ein schwarzer Tag für Europa. Mit diesen Worten kommentierte der Vorstandschef der Deutschen Börse die Entscheidung der EU-Kommission, der Fusion mit der transatlantischen Börse NYSE Euronext die Zustimmung zu verweigern.

um auch alleine bestehen zu können. Im vergangenen Jahr hat der Börsenbetreiber den zweitbesten Umsatz der Unternehmensgeschichte geschafft. Mit 848,8 Mio. Euro verdiente die Börse zudem nahezu doppelt so viel wie 2010. Die Aktionäre sollen deshalb für 2011 eine höhere Ausschüttung und eine Sonderdividende von 1 Euro je Aktie erhalten. Allerdings dürfte es dem Marktbetreiber schwerfallen, im laufenden Jahr Umsatz und Ertrag ähnlich rasant zu steigern wie 2011. Viel wird davon abhängen, in welchem Umfang die Liquiditätsschwemme der Zentralbanken den Weg auf die Wertpapiermärkte findet, meint Konrad Becker, Analyst des Bankhauses Merck Finck.

Abgesagte Hochzeit keine Katastrophe

Zukunftsmarkt Derivate

Damit steht der Frankfurter Börsenbetreiber abermals alleine da, nachdem bereits seine vorangegangenen Heiratswünsche, zunächst mit der Londoner Börse und dann mit Paris, gescheitert waren. Dem Aktienkurs der Deutschen Börse hat die Absage aus Brüssel nicht geschadet. Im Gegenteil, das Veto wurde von den Anlegern mit Erleichterung aufgenommen. Um bis zu 6 % legte der Aktienkurs am Tag der Verkündung der Entscheidung zu.

Wachsen will die Deutsche Börse vor allem auf den noch unregulierten Märkten. Dabei setzen die Frankfurter vor allem auf ihre Tochter Eurex, die künftig mehr Derivate abwickeln soll. „Wir haben es hier mit einem großen Markt zu tun und wollen uns einen guten Teil vom Kuchen herausschneiden“, verkündete Reto Francioni kürzlich auf der Bilanzpressekonferenz. Leicht dürfte dieses Ziel nicht zu erreichen sein, wird doch die Abwicklung von Derivaten derzeit vom US-Konkurrenten ICE dominiert. Francioni setzt dabei ausgerechnet auf die Hilfe der EU-Kommission, die darauf dringt, dass standardisierte Derivate künftig von einer zentralen Gegenpartei zwischen Käufer und Verkäufer abgewickelt werden. Doch auch in diesem Fall wird sich die Deutsche Börse gegenüber den Konkurrenten ICE und LCH.Clearnet erst behaupten müssen. Experten halten die Pläne des Frankfurter Marktbetreibers deshalb für ambitioniert, wenn auch nicht chancenlos. Stefan Siebert

Zum dritten Mal in ihrer Geschichte muss die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055) ihre Fusionspläne mit einem Konkurrenten, diesmal mit NYSE Euronext begraben. Eine Chance oder ein Risiko für das Unternehmen?

Aus Sicht der Analysten ist die Erleichterung der Anleger durchaus verständlich. Aus strategischer Sicht hätte eine Fusion mit der New Yorker Börse zwar Sinn gemacht, weil dadurch der weltweit größte Börsenbetreiber entstanden wäre, wovon auch die Anleger profitiert hätten, doch es gab auch viele Sorgen, dass der Finanzplatz Frankfurt – der mit Abstand wichtigste in Deutschland – durch die Fusion ins Hintertreffen hätte geraten können. Das zeigt gerade das Beispiel der Mehrländerbörse Euronext, die von der Pariser Börse dominiert wurde. Euronext hatte sich 2007 aus Furcht vor einer Übernahme durch Frankfurt in die Arme der New York Stock Exchange geflüchtet, besser bekannt unter dem Namen „Wall Street“ – und hat dadurch einen Großteil ihrer Eigenständigkeit eingebüßt. „Für die Deutsche Börse ist es also keine Katastrophe, dass die Fusion nun abgeblasen wurde“, meint Analyst Christian Muschik von Silvia Quandt Research.

Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055)

Wie geht es weiter? Trotzdem bleibt die Frage, wie es nun mit der Deutschen Börse weitergehen wird. Weitere Fusionen halten die Analysten vorerst für unwahrscheinlich. Aber die Deutsche Börse ist stark genug,

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 13.3.2012: 48,78 Euro

AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012 | 5


www.puma.com

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Puma SE

Sorgen Rekordzahlen für den Ausbruch nach oben? 2007 übernahm der Luxusriese PPR die Mehrheit am Sportartikelhersteller Puma (ISIN DE0006969603) – seitdem sieht die Aktie den Übernahmepreis von 330 Euro nur noch von unten. Jetzt aber macht sie Anstalten, aus ihrer mehr als zweijährigen Seitwärtsspanne nach oben auszubrechen. Seit Mitte 2009 pendelt die Aktie des fränkischen Sportartikelund Lifestyleunternehmens bereits zwischen 200 auf der Unter- und rund 250 Euro auf der Oberseite. Einige Ausbruchsversuche nach oben gab es schon – bislang erfolglos. Doch nun haben die hervorragenden Zahlen, die der neue Vorstandschef Franz Koch für 2011 vorgelegt hat, zu einem neuen Vierjahreshoch geführt. Ist das der Startschuss zum nachhaltigen Ausbruch nach oben und zu einer Wiederentdeckung der Puma-Aktie an der Börse?

Umsatz erstmals über 3 Mrd. Euro Fundamental läuft es jedenfalls prächtig: Die Erlöse kletterten letztes Jahr um 11 % und überschritten erstmals in der Firmengeschichte die Marke von 3 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn verbesserte sich gleichzeitig sogar um fast 14 % auf 230 Mio. Euro. Und sowohl für 2012 als auch für 2013 zeigt sich die Konzernführung anhaltend optimistisch: In beiden Jahren soll der Umsatz weiter im oberen einstelligen Bereich zulegen. Allerdings sei mit steigenden Beschaffungskosten zu rechnen, denen man aber mit steigenden Preisen begegnen wolle. Dennoch werde sich der Gewinn in diesem und im Folgejahr nur im mittleren einstelligen Prozentbereich verbessern. Doch dafür verspricht das Unternehmen mittel- bis langfristig eine nachhaltige Anhebung der Ausschüttungsquote.

preiswert. Doch auch der große Bruder adidas wird mit einem KGV in dieser Höhe bewertet und dort gilt das angesichts des langfristig stabilen Wachstumstrends als keinesfalls überteuert. Eher im Gegenteil, denn dem Branchenprimus Nike billigt die Wall Street wegen seiner verlässlichen Wachstumsdynamik sogar ein KGV von über 20 zu! Gegenüber dem Weltmarktführer aus Oregon sind sowohl adidas als auch Puma also deutlich unterbewertet. Und Puma hat mit Nike sogar etwas gemeinsam, mit dem adidas nicht aufwarten kann: eine komplett finanzschuldenfreie Bilanz.

PPR hat bereits auf über 75 % aufgestockt Etwas anderes haben sowohl Nike als auch adidas aber nicht, was es bei Puma bei den jetzigen Kursen völlig gratis gibt: die Spekulation darauf, dass PPR den Anteil weiter erhöht und die Tochter mittelfristig vollständig übernimmt. Die letzten Aktionäre müsste PPR dann im Rahmen eines Squeeze-out-Verfahrens zwangsabfinden – was teuer werden dürfte. Und offensichtlich geht die Reise wirklich in diese Richtung, denn die Franzosen haben über die Börse bereits weiter aufgestockt und letztes Jahr sogar die Marke von 75 % überschritten. Das ist bereits die erforderliche Mehrheit zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags. Eigentlich ist es erstaunlich, dass das der Puma-Aktie nicht schon letztes Jahr aus ihrer Seitwärtsspanne helfen konnte. Offensichtlich verhinderten das die Turbulenzen am Gesamtmarkt. Doch nach den starken Zahlen für 2011, dem optimistischen Ausblick und dem neuen Vierjahreshoch Stefan Müller könnte es jetzt endlich soweit sein. Puma SE (ISIN DE0006969603)

Im Branchenvergleich günstig Für 2011 soll die Dividende erst einmal von 1,80 auf 2,00 Euro steigen, doch das ist sicher nicht der Grund für das neue Vierjahreshoch an der Börse. Denn die Dividendenrendite liegt noch nicht einmal bei 1 %. Und das KGV von 16 für das laufende Geschäftsjahr wirkt auf den ersten Blick auch nicht sehr 6 | AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 13.3.2012: 260,75 Euro


BB Biotech AG

womue@fotolia.com

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Eine starke Dosis Kurstreiber Die im TecDAX notierte Beteiligungsgesellschaft BB Biotech (ISIN CH0038389992) bietet gute Chancen, am Marktpotenzial neuer Medikamente mitzuverdienen. Der Reiz des Portfolios besteht im Mix aus profitablen Marktführern und potenziellen Shooting Stars. Wer in die Medikamentenentwicklung der Biotechnologie investiert, benötigt einen langen Atem. Gut zehn Jahre vergehen in der Regel, bis ein im Labor identifizierter Wirkstoff alle klinischen Tests bis zur Marktzulassung durchlaufen hat. Klinische Rückschläge gehören dabei zum Tagesgeschäft. Die wieder gestiegene Zahl an Produktzulassungen war in den vergangenen Monaten der Treibstoff für steigende Aktienkurse zahlreicher Biotech-Unternehmen. Das TecDAX-Mitglied BB Biotech bietet sich als gutes Investment für alle, die auf neue Therapien gegen Krebs, Alzheimer oder Diabetes setzen, zugleich aber das Risiko streuen wollen. Trotz eines Kursanstiegs von 50 % in den vergangenen sechs Monaten ist das Potenzial noch längst nicht ausgereizt – der Investment-Strategie des Management-Teams sei Dank. Aktuell setzt sich das Portfolio der in Küsnacht bei Zürich ansässigen Beteiligungsgesellschaft aus etwa 30 Gesellschaften zusammen. Maximal fünf Firmen dürfen einen Portfolioanteil von 10 % überschreiten. Aktuell sind das die US-Firma Celgene (15,9 %), die mit dem Blutkrebsmedikament Revlimid den Durchbruch geschafft hat, und Actelion (12,3 %) aus der Schweiz.

US-Unternehmen geben dabei den Ton an. Vor allem deshalb, weil sich jenseits des Atlantiks die meisten profitablen Biotechnologiefirmen finden. Mit zugelassenen Medikamenten erzielen sie Wachstumsraten, die weit über denen der großen Pharmakonzerne liegen. Zugleich hat BB Biotech den Anteil an Mid und Small Caps aufgestockt – und diese Strategie zahlte sich zuletzt aus: Mit Pharmasset und Micromet wurden zwei Portfoliofirmen durch die Biotech-Schwergewichte Gilead und Amgen übernommen. Mit Ausnahme von Schwergewicht Actelion beinhaltet das Portfolio nur wenige europäische Titel – mangels kritischer Masse an Medikamentenentwicklern, wie BB Biotech betont. Die zweitgrößte europäische Position ist bezeichnenderweise der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk, dessen Aktienkurs durch den Markteintritt von neuen Diabetesmitteln befeuert wird. Stattdessen setzt das Management-Team der BB Biotech um Daniel Koller seit Neuestem auf Firmen aus Schwellenländern, die als Absatzmarkt ebenso an Bedeutung gewinnen wie als Medikamentenentwickler. Derzeit befinden sich drei indische Firmen im Portfolio. Stefan Riedel

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AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012 | 7


BB Biotech

INTERVIEW

Interview mit Daniel Koller

Leiter des Management-Teams von BB Biotech Der promovierte Biochemiker startete seine Karriere 2000 im Research von UBS Warburg und ist seit 2004 bei der Bellevue Asset Management. Welche positiven Trends haben die jüngsten Kursaufschläge begünstigt? +

Koller: Wir haben 2011 vor allem bei Medikamenten gegen Hepatitis C einen Quantensprung erlebt. Incivek von Vertex ist einer der ersten zugelassenen Wirkstoffe, der eine signifikante Steigerung der Heilungsrate erlaubt. Aber auch bei Krebs sind positive Nachrichten zu erwarten, etwa bei Wirkstoffen, die ein erneutes Tumorwachstum nach der Behandlung verhindern oder verzögern.

+

Was sind Ihre Investmentkriterien?

Koller: Medikamente, die in den einzelnen Indikationen neue Standards setzen, sind das zentrale Kriterium. Daneben spielen andere Parameter wie Patentsituation, Forschungsexpertise, Finanzkraft, Produktionskapazitäten und erfahrenes Management-Team eine Rolle. Big Pharma oder Big Biotech – wer gibt bei Übernahmen den Ton an?

Daniel Koller

fehlt es an Investoren und Kapitalflüssen, wie sie etwa im ersten Quartal 2012 in den USA durch die jüngsten positiven Entwicklungen im Biotech-Sektor ausgelöst wurden. In Europa investieren wir in Gesellschaften mit fortgeschrittenen klinischen Projekten, also wenn gute klinische Daten die Zulassung eines Produkts wahrscheinlicher machen. Welche Rolle spielen Schwellenländer als Märkte und als Forschungslabor? +

Koller: Emerging Markets sind für westliche Unternehmen ein wachsender Absatzmarkt. Zugleich ermöglicht die demografische und ökonomische Entwicklung, klinische Studien mit großen Patientenzahlen durchzuführen. Als Risikofaktor ist die staatliche Dominanz zu erwähnen, etwa in China, wenn es um die Preisbildung geht. Die lokalen Gesellschaften, die für uns als Investments interessant sind, verfolgen ein duales Geschäftsmodell: Sie erzielen Cashflow durch den Vertrieb von Generika und investieren das Kapital für die Entwicklung von Medikamenten in kommerziell attraktiven Nischen.

+

Koller: Dominant bleiben die großen Pharmakonzerne. Mit Akquisitionen setzen sie zugekaufte Umsätze in Cashflow um, der wiederum für Zukäufe und Einlizenzierungen verwendet wird.

Lesen Sie alle aktuellen HV-Reden auf www.AnlegerPlus.de/hv-reden/

Wie lässt sich die Differenz zwischen Börsenwert und innerem Wert weiter verringern? +

Koller: Zuerst einmal durch die im vergangenen Jahr beschlossenen Aktienrückkäufe. Dies ist eine defensive, aber auch ökonomisch sinnvolle Maßnahme, da ein Erwerb unter Buchwert den verbleibenden Aktionären Zusatzgewinne beschert. Zum anderen durch erweiterte Marketingaktivitäten in Staaten wie Großbritannien. Dort existieren ähnliche börsennotierte Gesellschaften, sogenannte Investment Trusts. Dementsprechend vertraut sind die Investoren mit dem Geschäftsmodell. Im Portfolio von BB Biotech haben US-Biotechs ein starkes Übergewicht. Wie schätzen Sie europäische Firmen ein? +

Koller: Sicher gibt es den einen oder anderen Lichtblick, aber letztendlich fehlte es bis anhin an kritischer Masse. Quantitativ 8 | AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012

er Löscher

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financial.com AG

Für Entscheidungsträger und Lösungsanbieter Am 27.3.2012 wird der zweite D-A-CH Kongress für Finanzinformationen im Münchner Sofitel stattfinden. Der Kongress soll „Entscheidungsträger, Lösungsanbieter und Experten aus der Finanzdienstleistungsbranche“ zusammenbringen.

Der zweite D-A-CH Kongress für Finanzinformationen (DKF) steht unter dem Motto „Europa im politischen und regulatorischen Wandel – Auswirkungen auf die Finanzbranche“. In München, dem „geografischen Zentrum zwischen Frankfurt, Wien und Zürich“ sollen die „Entscheidungsträger, Lösungsanbieter und Experten aus der Finanzdienstleistungsbranche“ zusammenkommen und über aktuelle Themen diskutieren. Im Brennpunkt stehen die europäische Staatsschuldenkrise und ihre Auswirkungen auf den weltweiten Finanzmarkt. Drei Podiumsdiskussionen mit vielen prominenten Gästen wie zum Beispiel Robert Halver (Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank AG) und Michael Krautzberger (Managing Director bei BlackRock Asset Management Deutschland) sollen den Besuchern die Möglichkeit geben, aktiv mitzureden, wenn es um Fragen geht wie „Automatisierter Wertpapierhandel: Liquiditätsversorgung, Finanzmarkt-Stabilisierung oder Verstärkung von Krisen?“. Die Diskussionen sind über den Tag verteilt und so gelegt, dass man sie ohne Überschneidung mit anderen Vorträgen anhören kann. Die weiteren Vorträge sind thematisch fünf Themenbereichen zugeordnet: Marktdaten und Endanwender-Applikationen, Risikomanagement und Pricing-Lösungen, Investment Managements Trends, Forschung und wissenschaftliche Perspektiven sowie technologische und infrastrukturelle Entwicklungen. So können die Besucher einfach und gezielt die für sie relevanten Vorträge auswählen. Auch hier besticht der DKF mit erstklassigen Referenten wie zum Beispiel Michael Rose (Bloomberg), Uwe Berger (Thomson Reuters), Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. (Vorstand des Instituts für Innovationsforschung an der LMU

10 | AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012

Dr. Alexis Eisenhofer Vorstand der financial.com AG

München) und vielen mehr. Laut den Veranstaltern kombiniert der DKF eine „hochkarätige Vortragsveranstaltung mit einer Ausstellung aktueller Lösungsangebote von Daten, Anwendungen und Dienstleistungen für die Finanzbranche“. Und auf dem der Veranstaltung folgenden Get-together haben die Besucher die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und sich umfassend über die angebotenen Lösungen zu informieren und auszutauschen. Der DKF 2012 ist ein Gemeinschaftsprojekt von Screen Consultants, financial.com und InvestmentDataServices. Wir haben für Sie mit Dr. Alexis Eisenhofer, Gründungsgesellschafter und Vorstand der financial.com AG, gesprochen: Wie ist die Idee für den ersten D-A-CH Kongress für Finanzinformationen entstanden? +

Dr. Eisenhofer: Anbieter von Informationssystemen für die Finanzindustrie hatten bislang in Deutschland bei Veranstaltungen eine Nebenrolle gespielt. Früher traf sich die Branche in einer kleinen Halle am Rande der CeBIT in Hannover, bevor sie dann nach Frankfurt zur European Banking & Insurance Fair (EBIF) umzog. Dort war die Zielgruppe bereits fokussierter, gleichwohl waren die Finanzinformationen nur ein Thema


DKF 2012

von insgesamt vier Themengruppen – neben Business Intelligence, Core Banking und Zahlungsverkehr. Die Finanzkrise 2008 hat die Messelandschaft grundlegend verändert, weswegen die EBIF nicht mehr stattfindet. Wir haben die Lücke für Finanzinformationen geschlossen und die Branche nach München eingeladen. Einerseits haben wir damit eine bislang einzigartige Fokussierung erreicht, andererseits haben wir über die Einbeziehung unserer Schweizer und österreichischen Kollegen den Einzugsbereich vergrößert. Niemals zuvor gab es im deutschsprachigen Raum eine ähnlich konzentrierte und homogene Veranstaltung für die Vendoren. Wie waren die Resonanzen auf die neue Veranstaltung?

Gibt es, aufgrund der Erfahrungen mit der ersten Veranstaltung, Veränderungen beim zweiten DKF? +

Dr. Eisenhofer: Aufgrund des Erfolgs der ersten Veranstaltung haben sich die Einkäuferverbände der D-A-CH-Länder entschlossen, sich erstmals am Rande der Veranstaltung selbst zu treffen und abzustimmen. Ich bin sehr dankbar, dass Peter Hutter (Credit Suisse) und Frank Verstraeten (Raiffeisen Schweiz) hier die Initiative ergriffen haben. Dies wertet die Veranstaltung enorm auf. Praktisch alle wichtigen Einkäufer von VendorenDiensten sind somit bei uns in München vertreten. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, die Qualität der Veranstaltung zu halten und allem anderen unterzuordnen.

+

Was versprechen Sie sich für Ergebnisse von dem zweiten D-A-CH Kongress für Finanzinformationen? +

Dr. Eisenhofer: Die erste Veranstaltung war mit 38 Ausstellern und knapp 600 Besuchern ein voller Erfolg. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg sind wir sehr stolz darauf, dass die Veranstaltung im internationalen Vergleich gut abschneidet. Die Veranstaltung „North American Financial Information Summit“, die kürzlich zum neunten Mal in New York stattfand, zählte 500 Gäste. Dieser Erfolg ist ganz klar unseren Mitveranstaltern Evert-Jan ten Brundel (Screen Consultants) und Susanne Fröhlich sowie Dr. Boris Neubert (IDS GmbH – Allianz Group) zu verdanken. Screen ist das führende Beratungshaus in Europa für die Nische der Finanzinformationen und die Allianz ist einer der größten Marktdatenkonsumenten. Zudem haben wir das große Glück, mit Nicole Rudolf eine unglaublich engagierte Helferin von Agenturseite im Hintergrund zu haben – der Kongress organisiert sich quasi von selbst.

Dr. Eisenhofer: Wir versprechen uns von der Veranstaltung spannende Gespräche, die Pflege alter und die Gewinnung neuer Kontakte. Anzeige

Warum haben Sie sich München als Standort ausgesucht? +

Dr. Eisenhofer: Neben der strategisch optimalen Lage von München für einen D-A-CH Kongress – München ist knapp vier Zugstunden von Frankfurt, Wien und Zürich entfernt – ist dies in erster Linie natürlich auch unsere Heimatstadt. Wir sind sehr stolz, dass wir mit dieser Veranstaltung auch einen kleinen Beitrag für unseren Finanzplatz leisten können. Finanzinformationen sind für die Finanzbranche das, was die Biotechnologie für das Gesundheitswesen darstellt. Schließlich ermöglichen nur innovative Datensätze Überrenditen bei der Kapitalanlage. Bei der Biotechnologie ist München dank der weitsichtigen Förderung der Bayerischen Staatsregierung führend. Aufgrund eines ähnlichen Leuchtturmcharakters ist unsere Veranstaltung bereits im Fokus der Politik angekommen. Für internationale Vendoren hat die Zusammenlegung der D-A-CH-Märkte im Rahmen einer Veranstaltung den großen Vorteil, dass dies der internen regionalen Aufteilung (GSR – German Speaking Region) entspricht. Statt diverser einzelner Veranstaltungen in den drei Ländern konzentrieren die Anbieter ihren Auftritt nun bei unserer Veranstaltung in München.

AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012 | 11


TECHNISCHE ANALYSE

DAX –

Bullen nicht zu bremsen? Seit einer bullischen Trendumkehr im September vergangenen Jahres befindet sich der DAX in einem steilen Aufwärtstrend, der bis dato weite Teile der massiven Verluste des Jahres 2011 wieder ausgleichen konnte. Im vergangenen Jahr führte der Bruch des langfristigen Aufwärtstrends im August zu einem enormen Ausverkauf, der den DAX in der Spitze bis unter die 5.000-Punkte-Marke einbrechen ließ. An dieser Stelle gelang den Käufern jedoch die Ausbildung eines Doppelbodens und mit der Rückeroberung der 5.433-Punkte-Marke ein erstes bullisches Achtungszeichen. Im Anschluss stieg der Index in einer steilen Erholungsbewegung bis an den zentralen Widerstand bei 6.387 Punkten an, von dem er jedoch deutlich nach unten abprallte. Ausgehend von der Unterstützung bei 5.433 Punkten gelang es den Käufern in der Folge eine weitere Aufwärtsbewegung zu etablieren, die zum Jahreswechsel zu einem Bruch der übergeordneten Abwärtstrendlinie führte. Im Anschluss zeigten sich die Käufer wie entfesselt und trieben den DAX über die 6.387-Punkte-Marke an. Mit diesem Kaufsignal wurde direkt weiteres Aufwärtspotenzial bis 7.000 Punkte eröffnet, welches in der Folge wie erwartet abgearbeitet wurde. Diese Kaufwelle ebbte erst Mitte Februar bei 6.971 Punkten ab und ging seither in eine leichte Korrektur über, die jedoch bereits bei 6.612 Punkten wieder auf Kaufinteresse traf. In der vergangenen Woche konnte bereits die Unterstützung bei 6.827 Punkten zurückerobert werden.

Ausblick

Trotz aller bullischer Vorgaben, die insbesondere aufgrund des letztwöchigen starken Anstiegs augenfällig werden, ist zu beachten, dass der DAX stark überkauft ist und eine mittelfristige Topbildungsphase eingesetzt haben könnte. Zunächst hat der DAX oberhalb von 6.827 Punkten weiteres Potenzial bis 7.000 und darüber kurzfristig auch bis 7.080 Punkte. Allerdings bestünde im Sinn der möglichen Topbildung auf diesem Niveau erhebliches Korrekturpotenzial. Entsprechend würde erst ein nachhaltiger Ausbruch über 7.100 Punkte für eine Fortsetzung der Rally sprechen. In diesem Fall wäre von weiteren Zugewinnen bis 7.250 und 7.382 Punkte auszugehen. Auf mittlere Sicht würde mit einem Ausbruch über 7.100 Punkte bereits ein Anstieg an das Vorjahreshoch bei 7.600 Punkten möglich. Sollte der DAX hingegen am Widerstandsbereich zwischen 7.000 und 7.080 Punkten scheitern, DAX (ISIN DE0008469008)

Quelle: GodmodeCharting, Stand 12.3.2012

12 | AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012

dürfte es zu einer weiteren Abwärtsbewegung bis 6.730 und darunter auf 6.600 Punkte kommen. Wird diese Unterstützung unterschritten, wäre ein erstes kurzfristiges Verkaufssignal aktiv. In den folgenden Wochen sollte der DAX bis an die zentrale Unterstützung bei 6.387 Punkten zurückfallen. Auf diesem Niveau dürfte jedoch bereits eine erste mittelfristige Bodenbildung einsetzen und ein weiterer übergeordneter Anstieg einsetzen. Ein deutlicher Bruch dieser Haltemarke würde dagegen für eine Ausweitung der Korrektur bis auf 6.106 und 5.975 Punkte sprechen, ehe es dort zu einer Erholung kommen dürfte. Thomas May

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TECHNISCHE ANALYSE

Euro –

Die Verkäufer erhöhen den Druck Seit dem Rallyhoch aus dem Jahr 2011 bei 1,494 US-Dollar befindet sich der Euro gegenüber dem USDollar in einer ausgeprägten Korrektur. Nach dem Bruch des langfristigen Aufwärtstrends im September vergangenen Jahres kam die europäische Gemeinschaftswährung ein weiteres Mal erheblich unter Druck und brach in der Spitze bis auf 1,265 US-Dollar ein. Damit korrigierte das Währungspaar drei Viertel des im Juni 2010 etablierten Aufwärtstrends und konnte erst auf dem Niveau eines Zwischentiefs vom September 2010 wieder auf Käufer treffen. Mit dem Ausbruch über eine steile Abwärtstrendlinie Mitte Januar 2012 konnte eine vorübergehende Bodenbildung auf diesem Niveau erfolgreich abgeschlossen werden und der Euro bereits Anfang Februar erst-

malig wieder über die Kursbarriere bei 1,315 US-Dollar ansteigen. Nach einer scharfen Zwischenkorrektur, die bis auf 1,300 US-Dollar zurückführte, setzte sich der Aufwärtstrend des Währungspaares jedoch weiter fort. Dabei lieferte der Anstieg über das Zwischenhoch bei 1,332 US-Dollar das erwartete Kaufsignal. Dies führte den Euro an den anvisierten ersten Zielbereich bei 1,345 US-Dollar, von dem er jedoch direkt zurücksetzte. Dieses Scheitern setzte eine dynamische Verkaufswelle in Gang, die einen direkten Einbruch an die wichtige Unterstützung bei 1,315 US-Dollar zur Folge hatte. Von dieser Marke konnte der Euro zwar kurzzeitig nach oben abprallen, fällt in dieser Woche jedoch bereits weiter zurück und unterbietet die 1,315-USDollar-Marke.

EUR REFERENZKURS (ISIN EU0009652759)

Ausblick

Mit dem Bruch der 1,315-US-Dollar-Marke haben die Bären im Euro nicht nur eine wichtige Unterstützung durchbrochen, sondern auch den kurzfristigen Aufwärtstrend des Währungspaares vorübergehend beendet. Unterhalb von 1,315 US-Dollar sollte sich der jüngste Abwärtstrend daher fortsetzen und zu einem Test der Haltemarke bei 1,292 US-Dollar führen. An dieser Stelle könnte der Ansturm der Bären bereits wieder abebben und eine Erholung bis 1,315 US-Dollar einsetzen. Sollte diese Marke im weiteren Verlauf auf Tagesschlusskursbasis überschritten werden, könnte sich die Erholung bis 1,332 US-Dollar ausdehnen. Allerdings wäre erst der Bruch der an dieser Stelle verlaufenden Abwärtstrendlinie bullisch zu werten. In der Folge dürfte das Währungspaar bis 1,345 US-Dollar ansteigen. Kann auch dieser Widerstand durchbrochen werden, sind weitere Zugewinne bis 1,360 und 1,386 USDollar wahrscheinlich, ehe es auf diesem Niveau zu ersten deutlichen Gewinnmitnahmen kommen dürfte. Sollte es den Bullen im Euro hingegen nicht gelingen, die wichtige Unterstützung bei 1,292 US-Dollar zu verteidigen, würde bereits ein direkter Abverkauf bis an das Januartief bei 1,265 US-Dollar drohen. An dieser Stelle sollte es zwar zu einer ersten übergeordneten Bodenbildung kommen, doch spräche die mit diesem Kursrutsch ausgelöste Abwärtsdynamik durchaus für eine Ausweitung der Abwärtsbewegung. Ein nachhaltiger Bruch der 1,265-US-Dollar-Marke würde somit ein Verkaufssignal mit einem ersten Ziel bei 1,245 US-Dollar auslösen. Thomas May

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Quelle: GodmodeCharting, Stand 12.3.2012

AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012 | 13


Wie Phönix aus der Asche

Infineon Technologies AG

HV-BERICHT

Vor einigen Jahren kämpfte die Infineon AG (ISIN DE0006231004) noch ums Überleben. Für das Geschäftsjahr 2010/2011 präsentierte der Chiphersteller nun hervorragende Zahlen. Auf der Hauptversammlung (HV) am 8.3.2012 gab es hierfür von den Aktionären viel Lob für Vorstand und Aufsichtsrat. Matthias Wahler Mit einem Umsatzanstieg um 21 % auf fast 4 Mrd. Euro wuchsen die Münchner im vergangenen Geschäftsjahr weit stärker als der Halbleitermarkt – und dies soll auch in Zukunft so bleiben. Nach der Trennung vom Wireless-Solutions-Geschäft sieht der Vorstandsvorsitzende Peter Bauer Infineon optimal auf die Wachstumsmärkte Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit ausgerichtet. Die operative Marge erreichte hervorragende 20 % – ein Wert, von dem man noch vor Kurzem nicht zu träumen wagte. Sehr positiv lief es vor allem in der Automobil- und der Industriesparte. Der Bereich Chip Card & Security blieb dahinter zurück. Ein Ausstieg aus diesem Geschäft steht aber nicht zur Disposition. Das Konzernergebnis sprang von 660 Mio. Euro auf 1,12 Mrd. Euro. Darin enthalten ist der Gewinn aus der Veräußerung des Wireless-Solutions-Geschäfts. Positiv wirkte sich die geringe Steuerquote von nur 15 % aus. Dies verdankt Infineon den immensen Verlustvorträgen von immer noch 7,2 Mrd. Euro, die noch über viele Jahre abgebaut werden können.

Gut gefüllte Kasse In den kommenden Jahren soll das Geschäft vor allem im asiatisch-pazifischen Raum ausgebaut werden. Im Januar 2012 wurde dafür mit Arunjai Mittal eigens ein neuer Vorstand bestellt. Der gebürtige Inder, der schon 20 Jahre für Infineon tätig ist und der sich der HV persönlich vorstellte, scheint für diese Aufgabe bestens geeignet. Er soll Ausschau nach möglichen Akquisitionen insbesondere in den Bereichen Energieeffizienz und System- und Applikations-Know-how halten. Geld für Zukäufe wäre mit einem Cashbestand von 2,4 Mrd. Euro netto reichlich vorhanden. Mehrere Aktionäre forderten mit Blick auf die prall gefüllte Kasse aber zunächst eine höhere Dividende als die 0,12 Euro, die der HV vorgeschlagen wurden. Zum Teil ist dies bei einem Gewinn je Aktie von 1,03 Euro sicherlich verständlich. Der Vorstand bat jedoch zu berücksichtigen, dass inklusive der Aktienrückkäufe nicht nur 130 Mio. Euro, sondern 500 Mio. Euro an den Kapitalmarkt zurückfließen. Außerdem sind in diesem Jahr erneut Investitionen von 900 Mio. Euro für die Kapazitätserweiterung vorgesehen.

Gefahr, dass Infineon auch noch Zahlungen an den Insolvenzverwalter von Qimonda leisten muss. Dieser beruft sich auf angebliche Fehler bei der Ausgliederung der ehemaligen Tochter und fordert eine Zahlung von 1,7 Mrd. Euro. Aus Sicht von Infineon hat eine Klage in dieser Größenordnung nur wenig Chancen. Zurückgestellt wurden bislang nur 305 Mio. Euro – das ist der Betrag, der laut Bauer aus heutiger Sicht wahrscheinlich und hinreichend quantifizierbar ist. Ein aktuelles Urteil des BGH stärke die Rechtsposition von Infineon. Sofern wirtschaftlich sinnvoll, würde der Vorstand dennoch einem Vergleich zustimmen. Es wird sonst wohl noch Jahre dauern, bis bei diesem Thema Klarheit herrscht.

Klares Ziel: Operative Marge 15 % Für das laufende Jahr plant der Vorstand mit einem leichten Umsatzund Ergebnisrückgang. Dennoch soll die operative Rendite 15 % betragen – hier zeigt sich deutlich, dass der Chiphersteller nach dem Konzernumbau weit solider aufgestellt ist als noch vor einigen Jahren. Überdies ist die Prognose, wie Bauer auf Nachfrage des Sprechers der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. bestätigte, mit Blick auf das unsichere Umfeld konservativ gehalten. Der Vorstand ist zuversichtlich, künftig auch über einen vollständigen Konjunkturzyklus hinweg auf Segmentebene eine Marge von 15 % zu erreichen. Gelingt dies, ist die Aktie auch beim aktuellen Kurs von 7,50 Euro noch nicht zu teuer. Infineon AG (ISIN DE0006231004)

Vergleich bei Qimonda-Klage? Mit Blick auf das unsichere Marktumfeld scheint es ebenfalls sinnvoll, ein gewisses Polster vorzuhalten. Und es besteht die 14 | AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012

TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de/Kurs am 13.3.2012: 7,59 Euro


SdK REALDEPOT

Griechenland: Das Undenkbare wird wahr

Am letzten Freitag, dem 9.3.2012 war es soweit. Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg ging ein westliches Land in die Staatsinsolvenz. Nachdem die griechische Regierung von knapp 86 % der Inhaber von nach griechischem Recht begebenen Griechenlandanleihen die Zustimmung erhalten hatte, sogenannte Zwangsumschuldungsklauseln („Collective Action Clauses“ = CACs) anzuwenden, teilte Finanzminister Venizelos mit, dass diese auch aktiviert werden sollen, um somit die Zustimmungsquote bei den betreffenden Anleihen auf 100 % zu erhöhen. Somit wurden die Inhaber griechischer Anleihen, welche sich nicht freiwillig an einem Schuldenschnitt beteiligen wollten, zu einem Verzicht gezwungen. Da die zur Anwendung gekommenen CACs nicht in den Anleihebedingungen enthalten waren, sondern erst nachträglich per Gesetz eingeführt worden sind, ist dies aus Sicht der SdK ein extremer Verstoß gegen geltendes Recht. Die SdK prüft daher aktuell gerade rechtliche Schritte gegen dieses Vorgehen. Aufgrund der nicht freiwilligen Umtauschaktion wurde von der zuständigen Agentur auch ein Kreditereignis festgestellt. Griechenland ist damit offiziell pleite.

Konsequenzen für das Realdepot: Chaos und Verkauf der IKB-Anleihe Für unser SdK Realdepot hat das Vorgehen Griechenlands einiges an Konsequenzen. So werden wir in den kommenden Tagen für unsere fünf Griechenlandanleihen insgesamt 24 Wertpapiere eingebucht bekommen. So erhalten wir je zwei Anleihen des Rettungsschirms EFSF mit einem Nennwert von 375 Euro und einer Laufzeit von einem bzw. zwei Jahren. Als dritte EFSF-Anleihe erhalten wir die aufgelaufenen Stückzinsen unserer alten

Griechenlandanleihen in Form einer halbjährigen EFSF-Anleihe ausgezahlt. Hinzu kommen dann 20 (!) von Griechenland emittierte Anleihen, welche zusammen einen Nennwert von 1.575 Euro aufweisen und von denen ab 2023 jeweils eine Anleihe im Jahr zur Rückzahlung fällig ist. Zu guter Letzt erhalten wir noch ein Wertpapier, welches in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung Griechenlands Rückzahlungen an die Gläubiger leistet. Erkennen Sie die Idiotie hinter dieser ganzen Umtauschaktion? Für uns ist diese Aktion ein herber Dämpfer, was die Entwicklung des Realdepots angeht. Wir rechnen daher mit einem Verlust in Höhe von rund 80 % auf unser Griechenland-Engagement. Da wir davon ausgehen, dass Griechenland nun nicht der letzte Eurostaat sein wird, welcher seine Gläubiger „schröpfen“ wird, befürchten wir, dass es in den kommenden Monaten nochmals steigende Risikoprämien bei europäischen Staatsanleihen geben wird. Daher haben wir unsere fünf Anleihen der IKB Deutsche Industriebank AG am 9. März zu einem Kurs von 87,50 % verkauft. Der Gewinn inklusive der erhaltenen Stückzinsen betrug 362,22 Euro. Nach Abzug von Steuern und Gebühren haben wir einen Nettogewinn von 225,83 Euro erzielt. Hinweise auf potenzielle Interessenkonflikte Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar. Haftungsausschluss Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 17) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.

SdK REALDEPOT Anzahl Wertpapier

WKN

Kaufdatum

Kaufkurs in Euro

Kaufsumme in Euro

Kurs am 13.3.2012 in Euro

2.000

CinemaxX AG

508570

500

Essanelle Hair Group AG

100

27.1.2011

2,66

5.320,00

3,66

7.320,00

+ 37 ,6 %

661031

28.3.2011

8,55

4.272,00

9,51

4.755,00

+ 1 1 ,3 %

Wandelanleihe Gold-Zack AG i. I.

768683

13.4.2011

*8,30

8.300,00

*8,62

8.620,00

+ 3,9 %

Griechenland Anleihe 07/12****

A0LN5U

22.7.2011

*79,40

3.970,00

*21,20

1.060,00

- 73,3 %

200

Fernheizwerk Neukölln AG

576790

19.10.2011

30,50

6.099,00

31,00

6.200,00

+ 1,7 %

500

Dt. Lufthansa AG

823212

20.12.2011

8,86

4.432,00

10,05

5.025,00

+ 13,4 %

Dt. Immobilien Holding AG

747304

8.2.2012

1,88

5.640,00

2,20

6.600,00

+ 17,0 %

Repower Nachbesserungsrechte

617703

4.8.2011

0,00

0,00

0,38

19,00

5

3000 50

Gesamtwert am 13.3.2012 in Euro

Kursveränderung

angefallene Transaktionskosten: 266,76 Euro Stückzinsen**: -49,52 Euro abgeführte Steuern: 207,32 Euro Kontostand: 62.346,38 Euro Gesamtdepotwert: 102.152,70 Euro

DEPOTVERÄNDERUNG:***

+2,15%

*Angaben in %; **Saldo aus gezahlten und erhaltenen Stückzinsen – Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro, ***Depotveränderung nach Transaktionskosten aber vor Steuern, **** vor Anleihenumtausch

AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012 | 15


HV-TERMINE Stand: 13.3.2012, ohne Gewähr

14.03.2012 All for One Midmarket AG Leinfelden 14.03.2012 INSPIRE AG Gütersloh 15.03.2012 buch.de internetstores AG Münster 15.03.2012 VK Mühlen AG Hamburg 15.03.2012 Rofin Sinar Technologies Inc. Plymouth 16.03.2012 MVV Energie AG Mannheim 16.03.2012 Eisen- und Hüttenwerke AG Köln 16.03.2012 Demag Cranes AG Düsseldorf 19.03.2012 n.runs AG Oberursel 19.03.2012 PurVia AG Hamburg 20.03.2012 Isra Vision AG Darmstadt 20.03.2012 Pommersche AG Ulm 21.03.2012 Douglas Holding AG Essen 22.03.2012 Dr. Hönle UV Technology AG München 22.03.2012 Kässbohrer Geländefahrzeug AG Laupheim 22.03.2012 Tauris Beteiligungs AG Düsseldorf 23.03.2012 KPS AG München 23.03.2012 SEE Real Estate AG i.L. Stuttgart 23.03.2012 Q-SOFT Verwaltungs AG Stuttgart 23.03.2012 JK Wohnbau AG München 27.03.2012 EQUIPOTENTIAL SE Bremen 28.03.2012 Nebelhornbahn AG Oberstdorf 29.03.2012 Deutsche Beteiligungs AG - DBAG Frankfurt/Main 29.03.2012 Sanochemia Pharmazeutica AG Eisenstadt 29.03.2012 sino AG Düsseldorf 30.03.2012 i:FAO AG Frankfurt/Main 30.03.2012 Jost AG Lauf/Pegnitz 03.04.2012 Dinkelacker AG Stuttgart 03.04.2012 Sky Deutschland AG München 04.04.2012 Daimler1AG Anz_GB 210x138_Layout 13.02.12 15:40 Seite 1 Berlin 11.04.2012 Logwin AG Luxemburg

10:00 Uhr 12:00 Uhr 10:00 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 09:00 Uhr 10:30 Uhr 11:00 Uhr 10:30 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 09:00 Uhr 10:00 Uhr 10:30 Uhr 14:00 Uhr 11:00 Uhr 09:00 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr 15:00 Uhr 11:00 Uhr 11:00 Uhr 09:30 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr

12.04.2012 12.04.2012 16.04.2012 18.04.2012 18.04.2012 18.04.2012 19.04.2012 19.04.2012 19.04.2012 19.04.2012 19.04.2012 20.04.2012 20.04.2012 20.04.2012 20.04.2012 23.04.2012 23.04.2012 24.04.2012 24.04.2012 24.04.2012 24.04.2012 24.04.2012 25.04.2012 25.04.2012 26.04.2012 26.04.2012 26.04.2012 26.04.2012 26.04.2012 26.04.2012

wallstreet:online capital AG Design Hotels AG Henkel AG & Co. KGaA MME MOVIEMENT AG Schuler AG TDS Informationstechnologie AG Volkswagen AG Nürnberger Beteiligungs-AG RWE AG Sartorius AG QUINTOS AG Merck KGaA ATOSS Software AG MAN SE Sedlmayr Grund KGaA GRETA AG Süwag Energie AG alstria office REIT-AG GEA Group AG Analytik Jena AG PUMA SE GSC Portfolio AG Axel Springer AG SMT Scharf AG Beiersdorf AG Renk AG Münchener Rück AG EnBW Energie AG Gerresheimer AG Deutz AG

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14:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 12:00 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 13:00 Uhr 10:00 Uhr 10:00 Uhr 11:00 Uhr 10:00 Uhr

13:30 Uhr 13:00 Uhr 10:00 Uhr 10:30 Uhr 16:00 Uhr


IMPRESSUM

+

Verlag: Kapital Medien GmbH • Hackenstraße 7b • 80331 München Tel: 089 2020846-20 • Fax: 089 2020846-21 E-Mail: info@kapitalmedien.de • Internet: www.kapitalmedien.de Amtsgericht München - HRB 188639 • Steuernummer 143/153/30727 ISSN 2191-5091 Pflichtblatt an den Börsen: München, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover Geschäftsführer:

Daniel Bauer, Harald Rotter Herausgeber: Kapital Medien GmbH Redaktion: Chefredakteur: Harald Rotter Stellv. Chefredakteur: Daniel Bauer Autoren dieser Ausgabe: Daniel Bauer, Stefan Müller, Stefan Riedel, Harald Rotter, Stefan Siebert, Matthias Wahler, Stephanie Wente Lektorat: Petra Bonnet Grafik, Layout, Produktion: Sabine Seidl Redaktionsschluss: 13.3.2012 Bildnachweise: Titelseite: Kirsty Pargeter@fotolia.com, Realdepot: emu-coffee@fotolia.com, Technische Analyse: p!xel66@fotolia.com, TinoNeitz@fotolia.com, HV-Termine: auris@fotolia.com

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AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012 | 17


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Von Wolfgang Hagl /

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| 02 2012

AnlegerPlus | 02 2012

| 25

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Industriemetalle sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Für Anleger mit Hang zum Risiko gibt es Indexkonzepte, die ein Rohstoffinvestment ermöglichen.

INVESTMENT & STRATEGIE

• Investment Goldschürfen 2.0 – über Fonds, ETFs und ETCs in das gelbe Edelmetall investieren.

• Börse Die Deutsche Börse schließt ein Freiverkehrssegment. Wir erklären, was Anleger wissen müssen. MARKT & WERTE

• Hauptversammlungssaison Siemens und ThyssenKrupp eröffnen traditionell als erste DAX-Unternehmen die HV-Saison.

• Qualitätsaktie Deutschlands solidester Finanzwert, die Hannover Rück AG, ist erstaunlich robust durch die Krisenjahre gekommen.

18 | AnlegerPlus News 05 | 13.3.2012 Kapital Medien GmbH | info@kapitalmedien.de | +49 (0)89 2020846-20 | www.AnlegerPlus.de

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