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Börsenpflichtblatt der Börsen München, Stuttgart, Hamburg, Hannover, Berlin und Düsseldorf

UNTERNEHMEN Squeeze out bei Versatel SdK REALDEPOT Griechenland: Pleite trotz Rettung?

www.AnlegerPlus.de | Nr. 4 2012 | ISSN 2191-5091

4|2012

MorphoSys AG

INHALTSVERZEICHNIS

Auf der Suche nach dem Blockbuster

Editorial

2

Kurzmeldungen

4

Die MorphoSys AG gehört zu den wenigen profitabel arbeitenden Biotechunternehmen Deutschlands Seite 5

Drägerwerk AG

Drastische Dividendenkürzung Mit dem Angebot des Rückkaufs der Genussscheine kündigt die Drägerwerk AG & Co. KGaA die Kürzung der Dividende um über 80 % „zur Stärkung des Eigenkapitals“ an Seite 6

SEITE

Unternehmensmeldungen MorphoSys AG

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Drägerwerk AG

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Kabel Deutschland AG

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Analyse General Electric

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SdK Extra HV-Bericht Versatel

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SdK Realdepot

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HV-Termine

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Impressum

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Kabel Deutschland AG

Sprung in die schwarzen Zahlen (endlich) gelungen Kabel Deutschland wird das laufende 2011/2012er-Geschäftsjahr erstmals seit Firmengründung im Jahr 2003 mit einem Gewinn abschließen können Seite 8

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KURZMELDUNGEN 10 Billionen Euro Vermögen | Gesunkene Rezessionsgefahr | Risikomaß für Mittelstandsanleihen | Gehortete D-Mark | AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012 | 1 Neuer Schwellenländerfonds von UBS | Neuer Geschäftsbereich an der Deutschen Börse | Neun neue Rentenindex-ETFs


Eine EDITORIAL Schrott an deutschen Börsen

Liebe Leserinnen und Leser,

sichere

Verbindung Kooperation SdK & ROLAND Rechtsschutz

kennen Sie die Firmen „Firmitas Capital Inc.“, „Underseas Research & Recovery“ oder „Blueweb Mobile Media“ oder halten Sie gar Aktien dieser Gesellschaften? Nein? Dann haben Sie vermutlich Glück und sind nicht von Telefonverkäufern oder Fax-Versendern belästigt worden, die ihnen die oben genannten Aktien dringend zum Kauf empfahlen und vor deren Empfehlungen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) jüngst warnte. Mit haarsträubenden Geschichten wird ein bevorstehendes Übernahmeangebot oder eine zweite Facebook-Story lanciert, reelle Geschäftszahlen zu den entsprechenden Unternehmen findet man selten. Freiverkehr macht’s möglich … Annähernd allen unseriösen derartigen Aktienkaufempfehlungen ist eines gemeinsam: Die Unternehmen sind im Ausland beheimatet, aber im Freiverkehr – oder neudeutsch „Open Market“ – gelistet. Anleger, die den Versprechungen der Empfehlungen glauben, haben es leicht die entsprechende Aktie in Deutschland zu kaufen und sehen diese Möglichkeit nicht selten als Qualitätskriterium für die Aktie. Dabei sind die Zulassungsbedingungen für den Open Market bis dato so weich, dass so gut wie jede noch so dubiose Gesellschaft ein Listing an der Frankfurter Börse genehmigt bekommt. … und wird jetzt runderneuert Doch das soll sich jetzt ändern. Wie die Deutsche Börse letzte Woche meldete, soll der Open Market neu segmentiert werden, das besonders in der Kritik stehende „First Quotation Board“ soll ganz geschlossen und für den Zugang zum „Entry Standard“ sollen die Regeln verschärft werden. Begründet werden diese Maßnahmen mit „weiterhin […] massiven und häufigen Verdachtsfällen auf Marktmanipulation“. In der Konsequenz werden viele kleine Gesellschaften, die sich der schärferen Gangart nicht aussetzen wollen oder können, vom Kurszettel der Börse Frankfurt verschwinden. Greifen sollen die neuen Regeln ab dem dritten Quartal dieses Jahres, um investierten Anlegern die Möglichkeit zu geben, ihre Aktien bis dahin noch über die Börse zu veräußern. Manipulation damit ausgeschlossen? Die Verschärfung der Zulassungsbedingungen für den Freiverkehr der Börse Frankfurt ist ein richtiger Schritt. Dennoch sollten sich Anleger nicht darauf verlassen, dass die Börsenwelt ab sofort heil ist. Zum einen gibt es in Deutschland genug Regionalbörsen, die ihre Zulassungsbedingungen ähnlich lax gestaltet haben wie bis dato die Deutsche Börse. Zum anderen werden auch zukünftig unseriöse Börsenbriefe oder Telefonverkäufer versuchen, wertlose Aktien hochzupushen. Für Anleger gilt deshalb nach wie vor: Glauben Sie nicht blind jeder Empfehlung und schauen Sie sich vor einer Investitionsentscheidung selbst Bilanz und Geschäftsmodell einer potenziell interessanten Firma an. Ihr

Daniel Bauer

2 | AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012

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AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012 | 3


KURZMELDUNGEN

10 Billionen Euro Das Geld- und Immobilienvermögen der Deutschen summiert sich inzwischen auf rund 10 Billionen Euro. Nicht einmal 3 % davon sind in Aktien investiert. Wie der Bundesverband deutscher Banken mitteilt, beläuft sich das Geld- und Immobilienvermögen der privaten Haushalte in Deutschland zurzeit auf rund 10 Billionen Euro. In dieser Summe ist weiteres Sachvermögen, wie Pkws, Wohnungseinrichtungen, private Kunstsammlungen und Schmuck, noch nicht mit eingerechnet. Der Bankenverband betont, dass mehr als sechs Jahrzehnte Frieden und soziale Marktwirtschaft diesen beachtlichen Vermögensaufbau ermöglicht hätten. Nach Abzug der Kreditschulden von 1,5 Billionen Euro, wovon knapp zwei Drittel Immobilienkredite ausmachen, bleibt ein „Nettovermögen“ von über 8 Billionen Euro. Das reine Geldvermögen beläuft sich auf etwa 4,7 Billionen Euro, davon entfallen mehr als zwei Drittel auf Bargeld, Spar- und Festgeldkonten sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen. Nur 5 % des Geldvermögens sind in Aktien investiert, bezogen auf das gesamte Geld- und Immobilienvermögen machen Anlagen in Aktien nicht einmal 3 % aus.

Risikomaß für Mittelstandsanleihen

Gesunkene Rezessionsgefahr Laut Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung besteht bis Ende April keine unmittelbare Rezessionsgefahr. Ausgehend vom Datenstand Anfang Februar prognostiziert das IMK keine rezessive Entwicklung in Deutschland. Der IMK Konjunkturindikator weist für den Februar eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 15,4 % aus, im März liegt der Wert noch bei 14,5 % und im April liegt die Wahrscheinlichkeit bei nur noch 3,1 %. Alle drei Ergebnisse seien nach dem Ampel-Prinzip des Indikators eindeutig der grünen Klasse, also einer geringen Rezessionswahrscheinlichkeit, zuzuordnen. Die IMK-Experten Dr. Sabine Stephan und Peter Hohlfeld betonen aber, dass eine geringe Rezessionswahrscheinlichkeit im Umkehrschluss nicht bedeute, dass die Wirtschaft sich in einem Aufschwung befindet oder in einen eintritt. Daher hält das Institut an seiner Prognose fest, nach der die deutsche Wirtschaft 2012 im Jahresdurchschnitt nahezu stagnieren wird. Aktuell signalisiere der Indikator jedoch, dass die deutlich spürbare Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung merklich zurückgegangen sei.

Gehortete D-Mark

Eine neue Risikoklassifizierung der Börse Stuttgart ermöglicht eine wöchentliche Bewertung der im Mittelstandssegment Bondm gelisteten Anleihen.

Über 40 % der ursprünglich ausgegebenen D-Mark-Münzen sind immer noch nicht in Euro eingetauscht worden, berichtet der Bankenverband. Dabei ist der Umtausch weiterhin kostenlos möglich.

Mit dem, in Zusammenarbeit mit der EDG entwickelten, Instrument zur Risikobewertung für Mittelstandsanleihen können Anleger erstmals fortlaufend auf eine nachvollziehbare Risikobewertung aller in Bondm gelisteten Anleihen zugreifen. Die Risikoklassen sind in fünf Stufen unterteilt von sicherheitsorientiert (1) bis spekulativ (5) und werden wöchentlich auf www.boerse-stuttgart.de aktualisiert. Die Klassen leiten sich aus dem Gesamtrisiko der jeweiligen Anleihe ab, das aus den Komponenten Zins-, Spread- und Ausfallrisiko resultiert. Ausgangspunkt der Berechnung des Risikowertes sind die aktuellen Marktbedingungen und -veränderungen, vor allem die jeweils aktuellen Anleiherenditen sowie der Marktzins. Das Gesamtkonzept ist an den VaR-Ansatz (Value at Risk) angelehnt, der angibt, welcher Verlust mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit in einem fest definierten Zeitraum nicht überschritten wird. Über die Einordnung nach Risikoklassen hinaus wird zusätzlich die prozentuale Ausfallwahrscheinlichkeit für ein Jahr ausgewiesen.

Gut zehn Jahre nach Einführung des EuroBargeldes sind wertmäßig immer noch über 40 % der ursprünglich ausgegebenen D-Mark-Münzen nicht in Euro eingetauscht worden. Das teilte der Bundesverband deutscher Banken Mitte Februar mit. Von den Banknoten sind hingegen über 97 % eingelöst worden, hier steht noch ein Betrag von etwa 6,5 Mrd. D-Mark aus. Wer seine D-Mark inzwischen doch lieber in Euro eintauschen möchte, anstatt sie in Sammlerschatullen und Münzalben zu verwahren, kann dies kostenfrei in den Filialen der Deutschen Bundesbank tun. Gewechselt wird zum offiziellen Kurs von 1 Euro gleich 1,95583 D-Mark. Das gilt auch für ältere Banknotenausgaben der Bundesbank und ihrer Vorläuferin, der Bank deutscher Länder. Einige Münzen, wie z. B. die frühen Fünf-Mark-Gedenkmünzen aus den 1950er-Jahren, haben für Sammler allerdings inzwischen einen hohen Wert. Hier lohnt es sich vor dem Gang zur Bundesbank noch einmal beim Fachhandel vorbeizuschauen.

4 | AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012

Neuer Schwellenländerfonds von UBS Mit dem UBS (Lux) Equity SICAV – Emerging Markets Small Caps Fund erweitert UBS seine Palette der erfolgreichen Schwellenländerfonds. Der neue Fonds des Emittenten UBS Global Asset Management investiert in niedrig kapitalisierte Unternehmen aus Schwellenländern, das Portfolio ist dabei breit über Länder und Sektoren gefächert und kann 100 bis 200 verschiedene Aktien enthalten. Der Fondsmanager Joseph Devine konzentriert sich bei der Auswahl vor allem auf Unternehmen, die über Potenzial beim Gewinnwachstum verfügen. Der UBS (Lux) Equity SICAV – Emerging Markets Small Caps Fund (ISIN LU0727654609) hat als Rechnungswährung den US-Dollar und kostet pro Jahr 2,10 % an pauschaler Verwaltungsgebühr. Der Anlagefokus des Fonds liegt mit 21 % auf dem Sektor „Übrige Konsumgüter“, eine wichtige Rolle spielen aber auch Finanzen (18 %), Industrie (13 %) und Basiskonsumgüter (12 %). Die größten Länderpositionen sind mit je 13 % Südafrika und Südkorea, Brasilien mit 10 % sowie Thailand mit 8 % und Taiwan mit 7 %.


KURZMELDUNGEN

Neuer Geschäftsbereich an der Deutschen Börse

Neun neue Rentenindex-ETFs

Zur Stärkung ihrer Wachstumsstrategie will die Deutsche Börse ein neues Geschäftsfeld schaffen, dessen Ziel die Erweiterung der Kundenreichweite und des Serviceangebotes ist.

UBS Global Asset Management hat neun neue ETFs auf Xetra gelistet. Sie bieten die Möglichkeit in Staatsanleihen der USA und Deutschlands sowie in europäische Unternehmensanleihen zu investieren.

Für das neue Geschäftsfeld sollen laut einer Mitteilung der Deutschen Börse insbesondere die Informationstechnologie mit ihren Fähigkeiten der System-, der Serviceentwicklung und des Betriebs, der Bereich Market Data and Analytics sowie weitere ausgewählte Dienstleistungen unter einem Dach zusammengefasst werden. Zu den externen Dienstleistungen gehören zum Beispiel der Einsatz von Handelssystemen für andere Börsengesellschaften, das gesamte Business Process Offering, der IT-Betrieb für andere Finanzdienstleister sowie die Netzwerkdienstleistungen. Mit dem neuen Geschäftsfeld sollen neue integrierte Geschäftsmöglichkeiten erschlossen und die Kunden mit maßgeschneiderten Services und IT-Leistungen unterstützt werden. Parallel zum neuen Geschäftsfeld ändert sich auch die Führungsriege der IT. Vorstandsmitglied Dr.-Ing. Michael Kuhn (57) wird seinen zum Jahresende 2012 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, ein Nachfolger wir laut der Deutschen Börse bereits gesucht. Der insgesamt 23 Jahre bei der Deutschen Börse beschäftigte Kuhn wird dem Unternehmen dennoch weiter zur Verfügung stehen und der Vorstandsvorsitzende Reto Francioni zeigt sich froh darüber, „auf Michael Kuhn mit seiner Kompetenz bei dem Aufbau des neuen Geschäftsfeldes […] zählen zu können.“

Die voll replizierenden UBS-ETFs auf Barclays Capital US Treasury Bonds sowie auf Markit iBoxx Germany Indizes bieten den Investoren Zugang zum Staatsanleihenmarkt der USA und der Bundesrepublik Deutschland und sind mit unterschiedlichen Laufzeitbändern der enthaltenen Anleihen im jeweiligen Index aufgelegt. Die UBS-ETFs Barclays Capital US Treasury Bonds kosten jährlich 0,20 % an Verwaltungsgebühr und es gibt sie mit Laufzeitbändern von 1–3 Jahren (ISIN LU0721552544), 3–5 Jahren (ISIN LU0721552627), 5–7 Jahren (ISIN LU0721552890) sowie 7–10 Jahren (ISIN LU0721552973). Die UBS-ETFs Markit iBoxx EUR Germany hingegen kosten nur 0,15 % p.a. an Verwaltungsgebühr und sind mit Laufzeitbändern von 1–3 Jahren (ISIN LU0721553351), 3–5 Jahren (ISIN LU0721553435), 5–10 Jahren (ISIN LU0721553518) sowie 7–10 Jahren (ISIN LU0721553609) erhältlich. Mit dem letzten der neu gestarteten ETFs können Anleger an der Wertentwicklung von Unternehmensanleihen europäischer Unternehmen über alle Branchen hinweg partizipieren, die Verwaltungsgebühr beim voll replizierenden UBS-ETF Markit iBoxx EUR Liquid Corporates A (ISIN LU0721553864) beträgt 0,20 % pro Jahr.

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AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012 | 5


UNTERNEHMENSMELDUNGEN

www.morphosys.de

MorphoSys AG

Auf der Suche nach dem Blockbuster Die MorphoSys AG (ISIN DE0006632003) gehört zu den wenigen profitabel arbeitenden Biotechunternehmen Deutschlands. Mithilfe von renommierten Partnern aus der Pharmaindustrie sucht die Firma nach passenden Antikörpern, um daraus Medikamente etwa gegen Krebs zu entwickeln. Dabei haben die Martinsrieder bereits einiges in der Pipeline. Wenn das Biotechnologieunternehmen MorphoSys aus Martinsried bei München am ersten März seinen Geschäftsbericht für das vergangene Jahr veröffentlicht, dürften Blockbuster-Medikamente noch keine Rolle spielen. Doch glaubt man Firmenchef Simon Moroney könnte das erste allein oder in Partnerschaft mit einem großen Pharmakonzern entwickelte Medikament 2014 oder 2015 auf den Markt kommen. Und für diesen Fall sagt Moroney schon einmal eine „Gewinnexplosion“ voraus. Produkten gegen Alzheimer, wie sie Partner Roche auf Basis eines MorphoSys-Antikörpers entwickelt, werden Milliardenumsätze zugetraut. Bei mitentwickelten Produkten kassiert MorphoSys eine Umsatzbeteiligung, und das ohne weitere Kosten.

Mehr als 70 Programme in der Entwicklung Tatsächlich befinden sich derzeit gut 70 auf den firmeneigenen Technologien basierende therapeutische Antikörperprogramme in der Entwicklung. Acht von MorphoSys und seinen Partnern entwickelte Medikamente sind bereits in der fortgeschrittenen Phase II der klinischen Prüfung. Ob eines davon das Zeug zu einem Blockbuster hat, bleibt abzuwarten. Das am weitesten fortgeschrittene eigene Programm des Unternehmens ist ein Antikörper zur Behandlung rheumatoider Arthritis. Ergebnisse werden noch im Laufe dieses Jahres erwartet und könnten für Kursauschläge sorgen. Die Richtung ist aber offen, Misserfolge sind in der Forschung nie ausgeschlossen. Für das abgelaufene Jahr 2011 hat MorphoSys ein operatives Ergebnis von 10–13 Mio. Euro in Aussicht gestellt, nach 9,8 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz wird aber etwas niedriger ausfallen als die ursprünglich prognostizierten 105–110 Mio. Euro, weil Zahlungen von Kooperationspartnern verschoben wurden und der Dollar zum Euro zugelegt habe.

6 | AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012

2012 sieht nicht sehr günstig aus Bereits jetzt hat Commerzbank-Analyst Daniel Wendorff die im TecDAX notierte Aktie von MorphoSys von „Buy“ auf „Hold“ herabgestuft und das Kursziel von 20,00 Euro auf 19,40 Euro gesenkt. Der Grund: Für 2012 seien die Aussichten des Unternehmens düster, heißt es in einer am 17. Februar vorgelegten Studie. Größere Deals seien vermutlich Mangelware. Abgesehen davon ergebe sich für die Geschäftszahlen durch eine Zahlung von Novartis eine hohe Vergleichsbasis. Für Anleger bleibt ein Engagement bei MorphoSys also eine Wette auf die Zukunft. Anders als vielen anderen Biotechfirmen mangelt es MorphoSys aber nicht an Geld. Die Kasse ist mit rund 140 Mio. Euro prall gefüllt. Stetige Geldquelle ist etwa der Pharmakonzern Novartis. Bis 2017 – mit Verlängerungsoption um zwei Jahre – fließen jedes Jahr 40 Mio. Euro nach Martinsried. Die enge Bindung an Novartis oder andere Pharmakonzerne nährt aber auch immer wieder Übernahmegerüchte, wie zuletzt im Januar. Dabei halten die meisten Experten einen Kauf von MorphoSys in nächster Zeit eher für unwahrscheinlich, denn für die großen Pharmakonzerne besteht derzeit kein Handlungsdruck. Eine Übernahme von MorphoSys könnte sich erst dann rechnen, wenn die Firma ein Präparat in der Pipeline hat, dessen Umsatzpotenzial bei einer Zulassung den möglichen Übernahmepreis übersteigt. Dies dürfte erst Ende 2013 oder Anfang 2014 der Fall sein. Stefan Siebert

MorphoSys AG (ISIN DE0006632003)

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 28.2.2012: 18,10 Euro


UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Drägerwerk AG

Drastische Dividendenkürzung Mit dem Angebot des Rückkaufs der Genussscheine kündigt die Drägerwerk AG & Co. KGaA die Kürzung der Dividende um über 80 % „zur Stärkung des Eigenkapitals“ an. Damit zahlen die Anteilseigner den Aufschlag letztlich teilweise selber. Seit 1983 begab Dräger die Genussschein-Serien A (ISIN DE0005550651), K (ISIN DE0005550677) und D (ISIN DE0005550719) mit insgesamt gut 1,4 Mio. Scheinen. Gemeinsam ist allen Serien der Nennwert von jeweils 25,56 Euro und eine Ausschüttung in Höhe des 10-Fachen der Dividende für die Vorzugsaktien (ISIN DE0005550636). Trotz der lukrativen Ausschüttung lagen die Kurse der Genüsse maximal beim etwa 3-Fachen der Vorzugsaktie, 2009 lagen sie zeitweise sogar darunter! Die letzte Ausschüttung betrug bei einer Dividende von 1,19 Euro respektable 11,90 Euro. Wer kurz vorher zu Kursen um 160 Euro gekauft hatte, erhielt eine stattliche Rendite von gut 7 %. Bei früheren Käufen war sie noch wesentlich höher.

Rückkaufangebot mit Prämie Jetzt bietet Dräger je Genussschein den Rückkauf zum Kurs von 210 Euro an. Das ist 23–28 % über den Durchschnittskursen der letzten drei Monate und 6,7–9,1 % über den bisherigen Höchstständen. Die Andienung aller Genussscheine würde Dräger knapp 300 Mio. Euro kosten, bei etwa 400 Mio. Euro Cash sicher verkraftbar. Mit dem Rückkauf sollen die Kapitalstrukturen „vereinfacht und verbessert“ werden. Die Genussscheine hätten ihre Funktion als Eigenkapitalinstrument weitgehend verloren, die Verteilung der Marktkapitalisierung auf mehrere Gattungen von Genussscheinen und Aktien sei wenig effizient. Das klingt nachvollziehbar. Der Haken: Eine etwaige Ausschüttung für 2011 ist in der Zahlung bereits enthalten. Auch verzichten Anleger, die im letzten Jahr gegen eine zu niedrige Ausgleichszahlung geklagt hatten (Verwässerungsausgleich bei der Kapitalerhöhung), auf etwaige Nachzahlungsansprüche.

Refinanzierung durch Dividendenkürzung Wegen der „makroökonomischen Unsicherheiten“ soll die Eigenkapitalquote (EK-Quote) statt 35 % künftig 40 % betragen, erreicht waren gut 30 %. Zur Finanzierung dieser verbesserten Kapitalstruktur will die Verwaltung daher den Aktionären auf der nächsten

Hauptversammlung „einmalig eine [um 84 %! Anm. des Verf.] reduzierte Dividende von 0,19 Euro je Vorzugsaktie und 0,13 Euro je Stammaktie vorschlagen“. Und das im besten Jahr der Geschichte bei anhaltendem Wachstums-trend! Selbst für das trostlose Jahr 2008 wurden immerhin noch 0,35 Euro bzw. 0,29 Euro gezahlt. Auch für die Folgejahre sollen solange nur 15 % des Gewinns (statt wie bisher 30 %) ausgeschüttet werden, bis die neue EK-Quote erreicht ist. Dies könne, so der CFO Gert-Hartwig Lescow, mehr als zwei Jahre dauern. Insgesamt wirkt diese offizielle Begründung für den Rückkauf reichlich konstruiert. Tatsache ist: Die Genussscheine werden Dräger einfach zu teuer! Wegen ihrer 10-fachen Ausschüttung entfallen auf sie trotz ihrer relativ geringen Zahl gut 40 % der jährlichen Ausschüttung. Da macht es Sinn, einmal tief in die Tasche zu greifen und die Genüsse mit einem – zugegeben – attraktiven Aufgeld vom Markt zu nehmen. Dass als Verkaufsanreiz für die nähere Zukunft niedrigere Ausschüttungen „angedroht“ werden, ist legitim, hinterlässt aber einen faden Beigeschmack. Für das Unternehmen ist der Deal vernünftig, zumal das Aufgeld bei einem „normalen“ Fortgang der Geschäfte durch die reduzierten Ausschüttungen in gut drei Jahren wieder eingespart ist.

Fazit Das Rückkaufangebot ist für jeden interessant, der kurzfristig Gewinne realisieren will. Auch sollte das Angebot annehmen, wer an regelmäßigen hohen Ausschüttungen interessiert ist. Denn damit ist es, wie bereits ausgeführt, erst einmal vorbei. Wer die kommende „Durststrecke“ aussitzen kann und will, fährt vermutlich besser, wenn er die Papiere hält. Mittelfristig winken wieder „normale“ Ausschüttungen, die das jetzige Aufgeld bald (über) kompensieren. Peter Tschirner

Lesen Sie alle aktuellen HV-Reden auf www.AnlegerPlus.de/hv-reden/

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AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012 | 7 1


www.kabeldeutschland.com

UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Kabel Deutschland AG

Sprung in die schwarzen Zahlen (endlich) gelungen Das Kabelfernsehen- und Telekommunikations-Unternehmen Kabel Deutschland (ISIN DE000KD88880) wird das laufende 2011/2012er-Geschäftsjahr erstmals seit Firmengründung im Jahr 2003 mit einem Gewinn abschließen können. Auch die Zukunftsaussichten sind angesichts der soliden Positionierung in wachstumsstarken Segmenten alles andere als schlecht. Der Gang aufs mitunter glatte Börsenparkett im Frühjahr 2010 war von zahlreichen Warnungen vor einer Zeichnung begleitet. Und zunächst sah es danach aus, als sollten die Pessimisten recht behalten. Doch dann startete die Kabel-DeutschlandAktie schwungvoll nach oben durch und Erstzeichner können sich mittlerweile über einen Gewinn von knapp 50 % freuen.

Bereits 100 Mio. Euro Gewinn im Sack Zugegeben: Ein nicht unerheblicher Teil der Kurszuwächse war auf das in der Zeit günstige Gesamtmarkt-Umfeld zurückzuführen. Auf der anderen Seite läuft aktuell das operative Geschäft des Unternehmens mit Firmensitz im bayerischen Unterföhring geradezu hervorragend. Im am 31.12.2011 zu Ende gegangenen dritten Quartal erwirtschaftete die Gesellschaft Umsätze von 427,3 Mio. Euro. Im Vergleich zu den 405 Mio. Euro im Vorjahresquartal stellt dies eine Steigerung um 7 % dar. Nach Steuern verdiente der Konzern 55 Mio. Euro und übertraf damit deutlich die Analystenschätzungen von 49 Mio. Euro. Im Vergleichszeitraum 2010 fiel noch ein Verlust von 36,5 Mio. Euro an. Bislang summiert sich der Gewinn von Kabel Deutschland in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2011/2012 bereits auf 100 Mio. Euro, sodass es fast schon mit dem Teufel zugehen müsste, wenn für den Gesamtzeitraum ein Verlust ausgewiesen werden müsste. 8 | AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012

All-in-one-Lösungen besonders gefragt Zum Turnaround unzweifelhaft beigetragen hat der Umstand, dass Kabel Deutschland die Einnahmen pro Kunde sukzessive steigern konnte, da mittlerweile sogenannte Triple-Play-Angebote (Fernsehen, Telefon, Internet) besonders begehrt sind. In diesem Bereich konnten 800.000 neue Abonnements abgeschlossen werden, während die Zahl der „normalen“ Kabel-Abos um 1,4 % auf 8,8 Mio. zurückging. Und auch in Zukunft dürfte das klassische Kabelfernsehen-Segment weiter an Bedeutung verlieren, da digitale Satellitenanlagen sich aus nachvollziehbaren Gründen (mehr Programmauswahl) zunehmend größerer Beliebtheit erfreuen. Die daraus resultierenden Einnahmeausfälle sollten die Bayern jedoch durch das stürmische Wachstum im Bereich Telekommunikation überkompensieren können. Denn in Sachen Internetgeschwindigkeit setzte das Unternehmen schon in der Vergangenheit Maßstäbe und mit der neuen Glasfasertechnologie sind Übertragungsraten von bis zu 100 MB pro Sekunde möglich. Und da auch die Tarife konkurrenzfähig sind, könnten von den insgesamt 15 Mio. Haushalten, die Kabel Deutschland versorgen kann, immer mehr Kunden auch die Telekommunikationsangebote der Gesellschaft in Anspruch nehmen.

Verschuldung sukzessive reduzieren Das Hauptproblem von Kabel Deutschland ist aber nach wie vor die mit 2,87 Mrd. Euro sehr hohe Verschuldung. Aber auch an dieser Front erzielte Kabel Deutschland im laufenden Geschäftsjahr einen nennenswerten Erfolg. So kaufte man eine Vielzahl teure Anleihen zurück und finanzierte sich zu günstigeren Konditionen neu. Dadurch wird die Zinslast auch in den nächsten Jahren erkennbar sinken. Zudem hat das Unternehmen angekündigt, die Verschuldung schrittweise abzubauen. Insgesamt hat sich gezeigt, dass das Geschäftsmodell von Kabel Deutschland Hand und Fuß hat, sodass die Aktie längerfristig ein nicht zu unterschätzendes Aufwärtspotenzial besitzt. Marc Nitzsche Kabel Deutschland Holding AG (ISIN DE000KD88880)

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 28.2.2012: 43,47 Euro


ANALYSE

General Electric – Dividende seit 1899!

In der Zwischenzeit hat sich die Erde weitergedreht und General Electric und die Finanztochter GE Capital befinden sich längst wieder auf dem Weg der Erholung. Es wird sogar erwartet, dass GE Capital noch in diesem Jahr das OK der amerikanischen Regulierungsbehörde bekommt, um selbst eine Dividende an die Muttergesellschaft General Electric zu bezahlen. Davon würden auch die Aktionäre von GE profitieren. Einige Analysten schließen in der Folge sogar Sonderausschüttungen seitens GE nicht aus.

MarcusKlepper@fotolia.com

Die Geschichte von GE geht auf das Jahr 1879 zurück, als sich Thomas Alva Edison seine wohl bekannteste Erfindung, die Glühbirne, patentieren ließ. Im Jahr 1890 gründete er in den USA die Edison General Electric Company. 1892 fusionierte die Firma mit der Thomson-Houston Company zur General Electric Company. Heute ist GE als Mischkonzern in den Bereichen Energie, Gesundheit, Finanzierung und Transport tätig. Im Jahr 2011 wurden 147,3 Mrd. US-Dollar bei einem Nettoertrag von 14,4 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Zum Jahresende stand ein Rekordauftragsbestand von über 200 Mrd. US-Dollar in den Büchern.

Mit dem Geschäftsbereich GE Energy beteiligt sich General Electrics auch an der Entwicklung und Herstellung von Windkraftanlagen.

General Electric (ISIN US3696041033) galt vor Ausbruch der Finanzkrise als zuverlässiger Dividendenzahler. Seit dem Jahr 1899 schüttet der Konzern jedes Quartal eine Dividende aus. Von 1976 bis 2007 wurde die Auszahlung ununterbrochen erhöht. Dann passierte das scheinbar Unmögliche. Durch die Schwierigkeiten in der Finanzsparte war das Unternehmen im Februar 2009 gezwungen, die Ausschüttung von 31 auf 10 US-Cent zu reduzieren. Dies war die erste Kürzung der Dividende seit dem Jahr 1938.

Aktuell zahlt General Electric eine Quartalsdividende in Höhe von 0,17 US-Dollar. Die nächste Auszahlung erfolgt am 25.4.2012. Die Aktionäre erhalten insgesamt 0,68 US-Dollar auf das Jahr hochgerechnet. Zuletzt hatte General Electric im April des Jahres 2011 die Ausschüttung angehoben. Der Anstieg betrug knapp 7 %. Insgesamt war es die vierte Anhebung in 18 Monaten. Die Dividendenrendite beträgt beim derzeitigen Aktienkurs von 19,39 US-Dollar 3,51 %. Damit weist der Mischkonzern die fünfthöchste Dividendenrendite im Dow-Jones-Index auf. Analysten erwarten spätestens im vierten Quartal 2012 erneut eine Anhebung der Ausschüttung um 2 Cent je Aktie. CEO Jeff Immelt betonte zuletzt, dass General Electric zur früheren Praxis, einmal im Jahr die Dividende anzuheben, zurückkehren will. Werner W. Rehmet Chefredakteur MyDividends.de www.MyDividends.de Anzeige

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AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012 | 9


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HV-BERICHT

Squeeze out bei Versatel Zu 29 Euro ist die Versatel-Aktie (ISIN DE000A0M2ZK2) im April 2007 an die Börse gekommen. Nur wenige Privatanleger ließen sich damals von einem Engagement überzeugen, was sich als richtige Entscheidung herausstellte. Beim Squeeze out gibt es nun nur noch 6,84 Euro zurück. Matthias Wahler Die letzte öffentliche Hauptversammlung am 9.2.2012 verlief dennoch sehr ruhig. Die verbliebenen Aktionäre haben sich offenbar damit abgefunden, dass bei diesem Investment nicht mehr zu holen ist. Als Telekommunikationsanbieter leidet Versatel unter dem harten Wettbewerb und dem Preisverfall in der Branche. Der Umsatz entwickelt sich seit Jahren rückläufig und ein positives Nettoergebnis wurde bis heute nicht erreicht, da hohe Abschreibungen auf das Netz das Unternehmen belasten. Versatel verfügt zwar mit einer Streckenlänge von 50.000 km über das zweitlängste Glasfasernetz in Deutschland. Da die Nachfrage nach mehr Bandbreite ständig steigt, ist dies durchaus von Vorteil. Der harte Wettbewerb macht dennoch mächtig zu schaffen. Im Privatkundengeschäft ist schon lange kein Wachstum mehr möglich, es geht nur noch um Werterhalt. Der Vorstand legt den Fokus deshalb schon länger auf den Wholesale- und Geschäftskundenbereich.

Abfindung mit 6,84 Euro festgelegt Drei institutionelle Investoren hielten schon länger mehr als 90 % am Grundkapital. Im Mai 2011 haben sie ihre Anteile dann an die VictorianFibre Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft des US-Finanzinvestors KKR, veräußert. Über ein freiwilliges Übernahmeangebot an den verbliebenen Streubesitz zu 6,87 Euro hat KKR die Beteiligung in den folgenden Monaten auf 98,9 % ausgebaut – bei einem Streubesitz von nur noch 1,1 % war der Squeeze out danach absehbar. Basierend auf dem durchschnittlichen Börsenkurs gibt es nun eine Abfindung von 6,84 Euro je Aktie. Der Unternehmenswert liegt ausweislich des erstellten Gutachtens mit 5,63 Euro noch weit darunter. Nach der Planungsrechnung wird sich der Umsatz ausgehend von rund 630 Mio. Euro 2011 bis ins Jahr 2016 sukzessive auf 477 Mio. Euro verringern. Das Ergebnis wird hingegen nach nochmals deutlich negativen -48,3 Mio. Euro 2011 dank sinkender Abschreibungen 2012 mit 15,3 Mio. Euro erstmals ins Plus drehen und danach bis 35,1 Mio. Euro weiter ansteigen. Dieses Szenario klingt durchaus realistisch. Mehr Fragezeichen scheinen ange10 | AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012

bracht, dass bei der Abzinsung der Werte ein Basiszins von 4 % zugrunde gelegt wurde. In der heutigen Zinslandschaft scheint dies recht hoch gegriffen.

Ein Abschied ohne Tränen Die verbliebenen freien Aktionäre sind aber offensichtlich zufrieden. Auf der mit rund 20 Teilnehmern schwach besuchten Hauptversammlung regte sich nicht der geringste Protest. Lediglich ein Aktionär meldete sich kurz zu Wort. Er hatte gerüchteweise vernommen, dass das Unternehmen schon in Kürze wieder komplett oder in Teilen an die Börse gebracht werden soll, was ihn etwas irritierte. Diesbezüglich gibt es nach Aussage der Verwaltung aber aktuell keine Pläne. Bereits nach 75 Minuten war das Treffen beendet – das ist extrem kurz für eine Squeeze-out-Hauptversammlung. Es wurde auch kein Widerspruch zu Protokoll des Notars gegeben, sodass der Beschluss schnell eingetragen werden dürfte. Ob ein Spruchverfahren eingeleitet wird, um doch noch eine Nachbesserung der Abfindung zu erreichen, lässt sich schwer beurteilen. An der Börse wird das Thema Versatel jedenfalls ein schnelles Ende finden und kaum jemand hat mit dieser Aktie Geld verdient. Versatel AG (ISIN DE000A0M2ZK2)

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SdK REALDEPOT

Griechenland: Pleite trotz Rettung? In den vergangenen Wochen konnten die Verhandlungen zwischen der Troika und der Regierung Griechenlands erfolgreich abgeschlossen werden. Damit das zweite Hilfspaket für Griechenland in Höhe von rund 130 Mrd. Euro endgültig freigegeben werden kann, müssen jedoch zunächst noch die Parlamente der Eurostaaten zustimmen und die griechische Regierung muss Gesetze bezüglich der versprochenen Reformen beschließen. Ferner müssen die privaten Gläubiger Griechenlands freiwillig auf über 70 % des Barwertes ihrer Anleihen verzichten. Ob dieses freiwillige Umtauschangebot jedoch freiwillig bleiben wird, hängt von der Anzahl der privaten Gläubiger ab. Angestrebt wird laut letzten Aussagen eine Beteiligung von über 90 %. Sollte diese Beteiligungsquote nicht erreicht werden, so will die Regierung ein Gesetz erlassen, wodurch alle Inhaber von Anleihen gezwungen werden, bei dem Schuldenverzicht mitzumachen. Dies würde jedoch einen offiziellen Zahlungsausfall Griechenlands bedeuten und die so gefürchteten Kreditausfallversicherungen würden fällig werden. Dies könnte zu einem erneuten Flächenbrand in der Finanzindustrie führen, wie man es bereits nach der Insolvenz von Lehman Brothers erlebt hat. Wie wahrscheinlich dieses Szenario jedoch ist, kann nicht seriös beantwortet werden, da nicht bekannt ist, wie viele Kreditausfallversicherungen auf Griechenland überhaupt per saldo existieren und bei welchen Institutionen diese liegen. Ferner dürfte ein erzwungener Schuldenerlass für rechtliche Probleme sorgen, da die Europäische Zentralbank und die nationalen Notenbanken von dem Schuldenschnitt ausgeschlossen sind, da diese in den vorangegangenen Wochen ihre Anleihen in neue Anleihen, die nicht von dem Schuldenschnitt betroffen sind, getauscht haben. Diese Ungleichbehandlung dürfte im Falle des Falles noch für viel juristischen Sprengstoff sorgen. Für die Griechenlandanleihen

in unserem SdK Realdepot dürfte es also spannend bleiben. Wir werden das Umtauschangebot nicht annehmen, da wir davon ausgehen, dass Griechenland zumindest bis zum Rückzahlungszeitpunkt im August nicht zahlungsunfähig werden wird. Sicher erscheint dies jedoch aufgrund des in den letzten Monaten Erlebten nicht mehr. Es erscheint nicht ausgeschlossen, dass Griechenland nun gerettet wird, aber dann aufgrund einer verschärften Rezession oder aufgrund einer neuen Regierungsbesetzung nach den geplanten Neuwahlen im April doch noch in die Pleite rutscht. Wer dieses letztgenannte Szenario für wahrscheinlich hält, wäre mit einer Annahme des Umtauschangebotes besser beraten, da die neuen Anleihen zum Teil durch den EFSF-Rettungsschirm garantiert/ emittiert werden und auch nach einer eventuellen Griechenpleite werthaltig wären. Die alten Anleihen würden in diesem Fall hingegen wohl fast wertlos sein. Hinweise auf potenzielle Interessenkonflikte Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar. Haftungsausschluss Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 13) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.

SdK REALDEPOT Anzahl Wertpapier

WKN

Kaufdatum

Kaufkurs in Euro

Kaufsumme in Euro

Kurs am 28.2.2012 in Euro

2.000

CinemaxX AG

508570

500

Essanelle Hair Group AG

100

27.1.2011

2,66

5.320,00

3,47

6.940,00

+ 30 ,5 %

661031

28.3.2011

8,55

4.272,00

9,30

4.650,00

+ 8 ,9 %

Wandelanleihe Gold-Zack AG i. I.

768683

13.4.2011

*8,30

8.300,00

*9,34

9.340,00

+ 12,5 %

5

Griechenland Anleihe 07/12

A0LN5U

22.7.2011

*79,40

3.970,00

*23,25

1.162,50

- 70,7 %

5

IKB AG Anleihe

273032

22.7.2011

*82,50

4.125,00

*83,25

4.162,50

+ 0,9 %

200

Fernheizwerk Neukölln AG

576790

19.10.2011

30,50

6.099,00

31,09

6.218,00

+ 2,0 %

500

Dt. Lufthansa AG

823212

20.12.2011

8,86

4.432,00

10,27

5.135,00

+ 15,9 %

Dt. Immobilien Holding AG

747304

8.2.2012

1,88

5.640,00

2,20

6.600,00

+ 17,0 %

Repower Nachbesserungsrechte

617703

4.8.2011

0,00

0,00

0,38

19,00

3000 50

Gesamtwert am 28.2.2012 in Euro

Kursveränderung

angefallene Transaktionskosten: 250,87 Euro Stückzinsen**: -202,59 Euro abgeführte Steuern: 111,78 Euro Kontostand: 57.929,74 Euro Gesamtdepotwert: 102.268,52 Euro

DEPOTVERÄNDERUNG:***

+2,27%

*Angaben in %; **Saldo aus gezahlten und erhaltenen Stückzinsen – Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro, Depotveränderung nach Transaktionskosten aber vor Steuern

AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012 | 11


HV-TERMINE Stand: 28.2.2012, ohne Gewähr

01.03.2012 Aurubis AG Hamburg 01.03.2012 Brain Force Holding AG Wien 02.03.2012 Derby Cycle AG Cloppenburg 06.03.2012 Beta Systems Software AG Berlin 07.03.2012 Heiler Software AG Stuttgart 08.03.2012 Infineon Technologies AG München 08.03.2012 LS telcom AG Lichtenau 09.03.2012 Carl Zeiss Meditec AG Weimar 09.03.2012 Piper AG Calden 09.03.2012 Q-Cells SE Leipzig 14.03.2012 All for One Midmarket AG Leinfelden 14.03.2012 INSPIRE AG Gütersloh 15.03.2012 buch.de internetstores AG Münster 15.03.2012 VK Mühlen AG Hamburg 15.03.2012 Rofin Sinar Technologies Inc. Plymouth 16.03.2012 MVV Energie AG Mannheim 16.03.2012 Eisen- und Hüttenwerke AG Köln 16.03.2012 Demag Cranes AG Düsseldorf 19.03.2012 n.runs AG Oberursel 19.03.2012 PurVia AG Hamburg 20.03.2012 Isra Vision AG Darmstadt 20.03.2012 Pommersche AG Ulm 21.03.2012 Douglas Holding AG Essen 22.03.2012 Dr. Hönle UV Technology AG München 22.03.2012 Kässbohrer Geländefahrzeug AG Laupheim 22.03.2012 Tauris Beteiligungs AG Düsseldorf 23.03.2012 KPS AG München 23.03.2012 SEE Real Estate AG i.L. Stuttgart 23.03.2012 Q-SOFT1Verwaltungs Anz_GB 210x138_Layout 13.02.12 AG 15:40 Seite 1 Stuttgart 23.03.2012 JK Wohnbau AG München 27.03.2012 EQUIPOTENTIAL SE Bremen

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28.03.2012 29.03.2012 29.03.2012 29.03.2012 30.03.2012 30.03.2012 03.04.2012 03.04.2012 03.04.2012 04.04.2012 11.04.2012 12.04.2012 12.04.2012 16.04.2012 18.04.2012 18.04.2012 19.04.2012 19.04.2012 19.04.2012 19.04.2012 20.04.2012 20.04.2012 20.04.2012 23.04.2012 24.04.2012 24.04.2012 24.04.2012 24.04.2012 25.04.2012 25.04.2012

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Verlag: Kapital Medien GmbH • Hackenstraße 7b • 80331 München Tel: 089 2020846-20 • Fax: 089 2020846-21 E-Mail: info@kapitalmedien.de • Internet: www.kapitalmedien.de Amtsgericht München - HRB 188639 • Steuernummer 143/153/30727 ISSN 2191-5091 Pflichtblatt an den Börsen: München, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover Geschäftsführer:

Daniel Bauer, Harald Rotter

Die Kapital Medien GmbH ist nicht verpflichtet, die Informationen zu aktualisieren. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Wenn ein Finanzinstrument in einer von der des Investors abweichenden Währung gehandelt wird, kann eine Änderung der Währungskurse den Preis oder den Wert des Wertpapiers oder den daraus resultierenden Ertrag nachteilig beeinflussen, und solch ein Investor geht ein effektives Währungskursrisiko ein. Zusätzlich kann ein Ertrag von einer Investition schwanken und der Preis oder der Wert der Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt in unseren Reports beschrieben werden, kann steigen oder fallen. Außerdem ist die historische Entwicklung nicht notwendigerweise ein Hinweis auf die zukünftigen Resultate.

Herausgeber: Kapital Medien GmbH Redaktion: Chefredakteur: Harald Rotter Stellv. Chefredakteur: Daniel Bauer Autoren dieser Ausgabe: Daniel Bauer, Marc Nitzsche, Werner W. Rehmet (myDividends), Harald Rotter, Stefan Siebert, Peter Tschirner, Matthias Wahler, Stephanie Wente Lektorat: Petra Bonnet Grafik, Layout, Produktion: Nicole Spitzauer; Sabine Seidl Redaktionsschluss: 28.2.2012 Bildnachweise: Titelseite: Kirsty Pargeter@fotolia.com, Realdepot: emu-coffee@fotolia.com, HV-Termine: auris@fotolia.com

Haftungsausschluss: Weder der/die Autor(en) noch die Kapital Medien GmbH haften für einen möglichen Verlust, den ein Anleger mittelbar oder unmittelbar erleidet, weil er seine Anlageentscheidungen auf Veröffentlichungen im Magazin „AnlegerPlus“ gestützt hat.

Kontakt: Kapital Medien GmbH (Redaktion AnlegerPlus) • Hackenstraße 7b • 80331 München Fax: 089 2020846-21 • E-Mail: redaktion@anlegerplus.de Anrufe an Mitglieder der Redaktion können nicht weitergeleitet werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.

Hinweis: Die SdK hält Finanzinstrumente im Anlagebestand, um ihr Vermögen zu verwalten. Des Weiteren hält die SdK Aktien von fast allen börsennotierten Emittenten (in der Regel eine Aktie), um eine Hauptversammlungspräsenz der SdK sicherstellen zu können. Die nachfolgenden Angaben unter Ziff. 1 und 2 beziehen sich lediglich auf den Anlagebestand!

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1. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten Finanzinstrumente des Emittenten im Anlagebestand. 2. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten Finanzinstrumente im Anlagebestand, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung des Emittenten oder von von diesem emittierten Finanzinstrumenten abhängt. 3. Bei der SdK und/oder einem mit der SdK verbundenen Unternehmen bestehen Verbindungen zum Emittenten Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). 4. Die SdK und/oder verbundene Unternehen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten. Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf an der Erstellung des Beitrags beteiligte Personen 5. An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen halten Finanzinstrumente des Emittenten. 6. An der Veröffentlichung des Beitrags beeiligte Personen halten Finanzinstrumente, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung des Emittenten oder von von diesem emittierten Finanzinstrumenten abhängt. 7. Zwischen an der Veröffentlichung des Beitrags beteiligten Personen und dem Emittenten bestehen Verbindungen (Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). 8. An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten.

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AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012 | 13


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emittent e RBS ETFS Amundi

09:20 DuscheN

0,49 % p.a. 0,30 % p.a. 0,85 % p.a.

BlackRock

Aluminium Chrom Messing Zink

ohne Laufzeitbegr enzung auf Ind ustriemetalle zu setzen gebühren Kurs je a anteil 0,85 % p.a. 43,82 €

26 | AnlegerPlus

1,75 % p.a.***

13,01 € 329,78 USD 133,01 € 53,60 €

| 02 2012

AnlegerPlus | 02 2012

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FOKUS

• Heavy Metal & Co

Industriemetalle sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Für Anleger mit Hang zum Risiko gibt es Indexkonzepte, die ein Rohstoffinvestment ermöglichen.

INVESTMENT & STRATEGIE

• Investment Goldschürfen 2.0 – über Fonds, ETFs und ETCs in das gelbe Edelmetall investieren.

• Börse Die Deutsche Börse schließt ein Freiverkehrssegment. Wir erklären, was Anleger wissen müssen. MARKT & WERTE

• Hauptversammlungssaison Siemens und ThyssenKrupp eröffnen traditionell als erste DAX-Unternehmen die HV-Saison.

• Qualitätsaktie Deutschlands solidester Finanzwert, die Hannover Rück AG, ist erstaunlich robust durch die Krisenjahre gekommen.

14 | AnlegerPlus News 04 | 28.2.2012 Kapital Medien GmbH | info@kapitalmedien.de | +49 (0)89 2020846-20 | www.AnlegerPlus.de


AnlegerPlus News 4/2012