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News Der Newsletter für Kapitalanleger Mit Wissen zu Werten.

Extra

Börsenpflichtblatt der Börsen München, Stuttgart, Hamburg, Hannover, Berlin und Düsseldorf

UNTERNEHMEN Wincor Nixdorf dämpft Erwartungen SdK REALDEPOT Griechenland: Alles oder nichts

Kontron AG

Umsatzerwartungen übertroffen Die im bayrischen Eching angesiedelte Kontron AG (ISIN DE0006053952) meldet besser als erwartete Umsatzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr Seite 5

www.AnlegerPlus.de | Nr. 2 2012 | ISSN 2191-5091

2|2012 INHALTSVERZEICHNIS

SEITE

Editorial 2 Kurzmeldungen 3 Unternehmensmeldungen Leica Camera AG

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Kontron AG

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Rational AG

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Interview

Rational AG

Wie immer grundsolide Unsere Dauerbrennerempfehlung, der Landsberger Industrieküchenhersteller Rational AG (ISIN DE0007010803), konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr voll überzeugen Seite 6

Sektkellerei Schloss Wachenheim AG

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Analyse BP p.l.c.

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Sdk Extra HV-Bericht Wincor Nixdorf

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Analyse

SdK Realdepot

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BP auf dem Weg zu alter Dividendenstärke

HV-Termine

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Impressum 13

Investoren hoffen auf eine Anhebung der Dividende, da BP auf einem Liquiditätsberg von rund 20 Mrd. US-Dollar sitzt. Das Management hat auch bereits eine höhere Dividende in Aussicht gestellt Seite 9

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KURZMELDUNGEN Degi Europa tut sich schwer | Harte Maßnahmen gegen Steuergeldverschwender | Neue Lyxor-ETFs auf Xetra | Höchste Veränderungsrate bei Erzeugerpreisen seit 1982 | Fortschritte im Lehman-Verfahren


Wir können auch

ONLINE! Editorial Elefantentreffen in Davos

Liebe Leserinnen und Leser, am Sonntag ging das 42. „World Economic Forum“, also das Weltwirtschaftsforum, im schweizerischen Davos zu Ende. Sämtliche Presseorgane berichteten ausführlich über das Hauptthema Griechenland und die Verschuldungsproblematik. Doch warum ist das Treffen in Davos so interessant?

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NEWS Community HV-Reden IR-Hotline und vieles mehr …

Hintergründe Klar ist: Die wirtschaftliche und politische Elite der Weltgesellschaft muss sich regelmäßig austauschen dürfen. Doch wie finanziert sich das Treffen in Davos? Das Forum wird von seinen 1.000 Mitgliedsunternehmen finanziert, wobei das typische Mitgliedsunternehmen ein globales Unternehmen mit einem Umsatz von über 5 Mrd. US-Dollar ist. Außerdem zählen diese Unternehmen zu den wichtigsten Unternehmen ihrer Branche oder ihres Landes und spielen bei der Zukunftsgestaltung ihrer Branche oder Region eine wichtige Rolle. Seit 2005 bezahlt jedes Mitgliedsunternehmen eine Basis-Jahresmitgliedsgebühr von 42.500 Schweizer Franken (CHF) und eine Gebühr von 18.000 CHF für die Teilnahme ihres Präsidenten am Jahrestreffen in Davos. Industrie- und strategische Partner bezahlen jeweils 250.000 CHF und 500.000 CHF, um maßgeblich an den Initiativen des Forums mitzuwirken. Die einen streiten In diesem Jahr drehte sich die Diskussion naturgemäß in erster Linie um die Verschuldungsproblematik der großen Industrienationen und der europäischen Peripheriestaaten. Viele westliche Politiker – unter ihnen auch unsere Bundeskanzlerin – diskutierten Lösungswege aus dem Dilemma, bis dato aber ohne nennenswerten Erfolg. Auf der anderen Seite waren auch viele kritische Meinungsmacher vertreten, die einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone oder gleich den Zerfall des Euros prognostizierten. Die anderen sind stark im Kommen Doch das ist nur ein Teil der Geschehnisse der letzten Woche. Wie der Spiegel auf seiner Internetseite berichtete, waren in diesem Jahr die sogenannten Schwellenländer China, Indien, Russland oder Brasilien in Davos stark vertreten. Im Gegensatz zu den westlichen Industriestaaten wird diesen Ländern für 2012 ein deutliches Wirtschaftswachstum vorausgesagt, sodass die Vertreter dieser Nationen mit stolzgeschwellter Brust ihre Forderungen vorbringen konnten. Und diese sind knallhart: Europa solle den Euro stabilisieren, die europäischen Unternehmen sollen sich nicht ausschließlich auf den Staat verlassen, sondern selbst die Initiative ergreifen und große Unternehmen sollen selbst für die Ausbildung zukünftiger Hochschulabsolventen sorgen und sich nicht auf den Staat verlassen. Neue Mächte – neue Chancen Diese Entwicklung zeigt das gestiegene Selbstbewusstsein einst stiefmütterlich behandelter Länder. Für Anleger bedeutet dies aber auch, öfter einen Blick auf erstklassige Unternehmen dieser Regionen zu werfen. Möglicherweise liegen hier größere Chancen, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Ihr

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KURZMELDUNGEN

Degi Europa tut sich schwer Der in Abwicklung befindliche offene Immobilienfonds Degi Europa hat am 26.1. die dritte Auszahlung an die beteiligten Anleger vorgenommen. Mit 3,00 Euro pro Anteil erhielten die rund 90.000 am Degi Europa beteiligten Anleger am 26.1.2012 die dritte Auszahlung des geschlossenen Fonds. Insgesamt wurden, laut Aberdeen Immobilien, mit 78,6 Mio. Euro rund 8,5 % des Nettofondsvermögens von 921,9 Mio. Euro ausgezahlt (Stand: 31.12.2011). Gegenüber der letzten Auszahlung von 1,85 Euro je Anteil im Juli 2011 hat sich der Beitrag je Anteil zwar wieder gesteigert, aber bei der ersten Tranche vor einem Jahr hat die Gesellschaft noch 9,70 Euro je Anteil ausgezahlt. Medienberichten zufolge zeigt sich so, dass sich Aberdeen Immobilien schwertut, seine Objekte zu verkaufen. Im Juli dieses Jahres soll die nächste Tranche ausgezahlt werden und die weiteren Auszahlungen sind alle sechs Monate geplant.

Neue Lyxor-ETFs auf Xetra Insgesamt hat der Emittent Lyxor im Januar 2012 zehn neue ETFs auf Xetra starten lassen. Vier davon richten sich an institutionelle Anleger. Die Indexfonds Lyxor ETF S&P GSCI Industrial Metals 3 Month Forward (ISIN LU0692030603) und Lyxor ETF S&P GSCI Agriculture & Livestock 3 Month Forward (ISIN LU0692028375) decken die Subindizes Industriemetalle und Landwirtschaft ab. Beide sind sowohl als Long- und Short-Produkt erhältlich: Lyxor ETF S&P GSCI Inverse Industrial Metals 1 Month Forward (ISIN LU0692029423) und Lyxor ETF S&P GSCI Inverse Agriculture & Livestock 1 Month Forward (ISIN LU0692027138). Diese ETFs werden, wie bei Rohstoffen in der Regel üblich, nicht direkt physisch, sondern über Terminkontrakte (Futures) gehandelt. Diese haben eine begrenzte Laufzeit, weshalb auf Indexebene fällig werdende Kontrakte regelmäßig gegen länger laufende ersetzt werden müssen. Um das möglichst optimal umzusetzen, beziehen sich die LongIndizes auf Futures mit einer Fälligkeit von drei Monaten, während die den Short-

Harte Maßnahmen gegen Steuergeldverschwender

keit eingestuft werden, da es sich dabei um eine Missachtung des Haushaltsrechts handle. Auch die Arbeit der Rechnungshöfe und Rechnungsprüfungsämter müsse gestärkt werden, indem ihnen gleichwertige Prüfungsrechte und -pflichten wie der Finanzverwaltung eingeräumt würden. Laut BdSt muss dazu auch eine Mitteilungs- und Anzeigepflicht gehören, wenn Anhaltspunkte für eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit wegen Verletzung der haushaltsrechtlichen Vorschriften vorliegen. Abschließend fordert der BdSt, dass die Staatsanwaltschaften aktiv werden, wenn Prüfungsbehörden Anhaltspunkte für eine Verschwendung von Steuergeld anzeigen. Durch die genannten erweiterten Rechtsvorschriften sollen die Staatsanwaltschaften die Steuergeldverschwendung effektiv bekämpfen können. Deshalb ruft der BdSt die Bundesregierung und das Parlament dazu auf, die genannten Forderungen des Gutachtens zügig umzusetzen. Das gesamte Gutachten finden Sie hier.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) legt der Bundesregierung Vorschläge vor, um Steuergeldverschwendung künftig härter bestrafen zu können. Im Auftrag des BdSt hat Prof. Dr. Dr. Bernd Schünemann, Ordinarius für Strafund Strafprozessrecht, ein Gutachten erstellt, in dem Maßnahmen beschrieben werden, die eine wirkungsvolle Ahndung von Haushaltsuntreue und Steuergeldverschwendung ermöglichen sollen. Am 18.1.2012 hat der BdSt der Bundesregierung die Kernforderungen des Gutachtens vorgelegt. So soll, zusätzlich zum Untreueparagrafen (§ 266 StGB), als neuer Straftatbestand die Haushaltsuntreue (§ 349 StGB) im Strafgesetzbuch verankert werden. Dieser zielt auf die Verfolgung und Bestrafung von Steuergeldverschwendung durch Staatsdiener und Amtsträger ab. Des Weiteren soll die Umgehung einer Ausschreibungspflicht als Ordnungswidrig-

AnlegerPlus – Das Magazin für Kapitalanleger +

Diese Themen und mehr finden Sie in unserem kommenden Print-Magazin: Fokus • Luxus fürs Depot Geiz ist geil war gestern: in der Krise boomte der Luxusgütermarkt. Wir stellen Ihnen aussichtsreiche Investments vor. Investment & Strategie • Dividendenstrategien Eine Anlagestrategie basierend auf Dividenden bewährt sich in ruhigen wie in unsicheren Zeiten. • Director Dealings Ein Überblick über meldepflichtige Wertpapiergeschäfte, in dieser Ausgabe: RWE und SGL Carbon Markt & Werte • Qualitätsaktie SinnerSchrader AG – Eine Aktie, die Wachstum und Value verbindet, findet man an der Börse selten. • Hintergrund Aufbau, Organisation, Aufgaben und Ziele der Europäischen Zentralbank Die Print-Ausgabe AnlegerPlus 1/2012 erscheint am 4.2.2012

Indizes unterliegenden Kontrakte nur eine Laufzeit von je einem Monat haben. Ebenfalls neu sind Lyxor ETF Russell2000 (ISIN FR0011119221), Lyxor ETF Russell 1000 Value (ISIN FR0011119197) und Lyxor ETF Russell 1000 Growth (ISIN FR0011119148) – alle drei mit Fokus Nordamerika. Mit dem Lyxor ETF MSCI All Country World (ISIN FR0011079466) hingegen können Anleger mit nur einem ETF

die Aktienmärkte der gesamten Welt abbilden. Der Lyxor ETF MSCI Indonesia (ISIN FR0011067511) dagegen ergänzt das Produktangebot des Emittenten für den Asien-Pazifik-Raum, während der Lyxor ETF SET50 Thailand (ISIN FR0011067529) im Bereich Emerging Markets auf einen Index setzt, der im Vergleich zu seinem Pendant MSCI Thailand als sehr viel dynamischer gilt. AnlegerPlus News 02 | 31.1.2012 | 3


KURZMELDUNGEN

Höchste Veränderungsrate bei Erzeugerpreisen seit 1982

Fortschritte im Lehman-Verfahren

2011 lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Jahresdurchschnitt um 5,7 % höher als 2010. Laut dem Statistischen Bundesamt ist das seit 1982 die höchste Veränderungsrate.

Das Landgericht Hamburg hat, gemäß KapMuG, eine „Deutsche Sammelklage“ gegen die Haspa zugelassen.

Im Jahresdurchschnitt haben die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte 2011 um 5,7 % höher gelegen als im Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. 2010 lag der Durchschnitt bei +1,6 % und 2009 waren die Preise sogar um 4,2 % zurückgegangen. Gemäß Destatis war die Veränderungsrate 2011 die höchste seit 1982, damals lag sie bei +6,0 %. Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung der Erzeugerpreise hatten 2011 die steigenden Energiepreise, sie waren um 10,6 % höher als 2010. Die Preise für Mineralölerzeugnisse nahmen um 16,6 % zu. Für Haushalte wurde Erdgas um 4,5 % teurer, insgesamt betrug die Veränderungsrate +14,9 %. Auch elektrischer Strom hat 2011 mehr gekostet als 2010: durchschnittlich 6,4 %. Ohne die Energiepreise zu berücksichtigen, wären die Erzeugerpreise 2011 nur um 3,5 % gegenüber dem Vorjahr (+1,7 % gegenüber 2009) gestiegen. Auf Monatssicht gesehen lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Dezember 2011 um 4,0 % höher als im Dezember des Vorjahres. Gegenüber November 2011 ging er allerdings um 0,4 % zurück. Anzeige

4 | AnlegerPlus News 02 | 31.1.2012

Wie der zuständige Rechtsanwalt Dr. Can Ansay mitteilt, hat das Landgericht Hamburg jeweils in acht seiner parallelen LehmanVerfahren gegen die Haspa die „Deutsche Sammelklage“ gemäß Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zugelassen. Das bedeutet, dass diese acht Anträge nun im Klageregister eingetragen werden. Fünf der genannten Anträge betreffen den Prospekt zum Lehman-Zertifikat „ProtectExpress“ (ISIN XS0272318709), die drei weiteren den Prospekt zum LehmanZertifikat „Bull 2“ (ISIN DE000A0TLG93). Sollten nun innerhalb von vier Monaten jeweils zehn gleich gerichtete Anträge aus insgesamt zehn Lehman-Verfahren vorliegen, wird das Oberlandesgericht Hamburg über die Feststellungsziele aus dem Antrag entscheiden. Im besten Fall würde das bedeuten, dass der jeweilige Prospekt insbesondere ein falsches Rating und Sicherheit der Zertifikate vorgetäuscht hat. Dies würde dann fallübergreifend für alle bis dahin von Amts wegen ausgesetzten Lehman-Verfahren bzgl. desselben Zertifikats gelten, selbst wenn in den Verfahren kein Antrag gestellt wurde. Der Hamburger Rechtsanwalt rät deshalb Anlegern, die eins der o.g. Lehman-Zertifikate erworben haben, sich an der Sammelklage zu beteiligen, indem ihr Anwalt gleich gerichtete Anträge stellt. So lassen sich die Erfolgschancen für alle betroffenen Anleger erheblich erhöhen.


UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Leica Camera AG

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Volltreffer Im Oktober 2011 legten wir Ihnen die Aktie der Leica Camera AG (ISIN DE000A0EPU98) bei Kursen von 19 Euro ans Herz. Die Empfehlung begründeten wir neben guten Unternehmenszahlen mit dem Einstieg der amerikanischen Blackstone Group. Das von uns ausgerufene Kursziel gaben wir mit 25 Euro je Aktie an.

Squeeze out steht an Damit lagen wir daneben. Wie die Gesellschaft mitteilt, plant der Großaktionär den Ausschluss der Minderheitsaktionäre im Zuge eines Squeeze out. Die positive Überraschung dabei: Der Abfindungspreis soll bei 30,18 Euro je Aktie liegen, also weit höher als unser avisiertes Kursziel!

Kursziel übertroffen – Aktie verkaufen Klar, dass die Aktie nach Bekanntgabe der Meldung einen Luftsprung machte und derzeit bei 31 Euro notiert. Wir gehen davon aus, dass auch im Fall eines Spruchstellenverfahrens keine deutlich höhere Nachbesserung zu erzielen sein wird, und empfehlen deshalb, den Gewinn von über 50 % binnen eines Vierteljahres mitzunehmen.

Kontron AG

Umsatzerwartung übertroffen

vom November letzten Jahres bei 5,50 Euro gefolgt sind, können sich freuen. Wir bleiben bei unserer positiven Einschätzung zur Aktie der Kontron AG. Das mittelfristige Kursziel sehen wir nach wie vor bei 10 Euro, das Stop-Loss-Limit ziehen wir auf 5 Euro nach.

Kontron AG ISIN DE0006053952

Die im bayerischen Eching angesiedelte Kontron AG (ISIN DE0006053952) meldet besser als erwartete Umsatzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. So gingen 580 Mio. Euro durch die Bücher, eine Steigerung von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Auch für 2012 zeigt sich der Vorstandsvorsitzende Ulrich Gehrmann zuversichtlich, den Umsatz stabil halten zu können und die operative EBIT-Marge zu steigern.

Das freut den Markt Diese Botschaft hört der Kapitalmarkt gerne und verhilft der Aktie zu einem deutlichen Anstieg auf derzeit etwa 6 Euro. Anleger, die unserer Kaufempfehlung

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 31.1.2012: 6,00 Euro

AnlegerPlus News 02 | 31.1.2012 | 5


jaff@fotolia.com

UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Rational AG

Wie immer grundsolide Unsere Dauerbrennerempfehlung, der Landsberger Industrieküchenhersteller Rational AG (ISIN DE0007010803), konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr voll überzeugen. Wie das Unternehmen mitteilt, erzielte Rational im Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 392 Mio. Euro, 12 % mehr als im Vorjahr (350 Mio. Euro). Zu dieser positiven Entwicklung haben alle Regionen der Welt beigetragen. Zudem verlief die weltweite Markteinführung des SelfCookingCenter® whitefficiency® und des VarioCookingCenter® multificiency® sehr erfolgreich, was sich an den Umsatzzahlen des vierten Quartals 2011 ablesen lässt. Allein in diesem Zeitraum wurde ein Rekordumsatz von 119 Mio. Euro erzielt.

Investitionskosten schmälern EBIT-Marge Für die 100%ige Umstellung des gesamten Produktportfolios auf die neuen Linien im vierten Quartal sind rund 8 Mio. Euro als Einmalkosten angefallen, die das Ergebnis des Jahres 2011 außerordentlich belasten, wie das Unternehmen meldet. Kein Wunder also, dass in diesem Jahr eine EBIT-Marge von knapp 30 % nicht erreicht werden kann. Dennoch bleibt Rational ein enorm renditestarkes Unternehmen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll bei circa 102 Mio. Euro liegen, das entspricht einer EBIT-Marge von 26 %.

Dividende dürfte attraktiv bleiben Am 27. März will Rational den Dividendenvorschlag für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentieren. Wir gehen von einem Nachsteuerergebnis von gut 70 Mio. Euro aus und rechnen mit einer Dividende von mindestens 4 Euro je Aktie. Auch vor diesem Hintergrund empfehlen wir die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau von 172 Euro zum Kauf für langfristig orientierte Anleger. Das Kursziel bis Jahresende bleibt bei 200 Euro bestehen. Rational AG ISIN DE0007010803

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 31.1.2012: 171,55 Euro

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AnlegerPlus News 02 | 31.1.2012 | 7


Sektkellerei Schloss Wachenheim AG

INTERVIEW

Interview mit Andreas Meier Vorstand der Sektkellerei Schloss Wachenheim AG

Ihre Aktionäre können sich insgesamt über ein Umsatzwachstum freuen. Einen Großteil daran hat die polnische Tochtergesellschaft AMBRA S.A. beigetragen, an der Sie 61,12 % des Kapitals halten. Planen Sie hier, die Aktionäre mittelfristig herauszukaufen und den Anteil an AMBRA auf 100% aufzustocken? +

Meier: Der Börsenwert unserer Tochtergesellschaft AMBRA S.A. beträgt beim aktuellen Aktienkurs von etwa fünf polnischen Zloty rund 30 Mio. Euro, der Börsenwert unserer Beteiligung entspricht damit etwa 20 Mio. Euro. In den letzten Jahren ist es uns gelungen das Finanzierungsvolumen im Konzern deutlich zu verringern und es ist derzeit nicht beabsichtigt, den Kurs hin zu einer weiter optimierten Bilanzstruktur durch den Herauskauf von Minderheitsaktionären zu verlassen.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2010/2011 wurden die Investitionen kräftig von 8,4 Mio. Euro auf 15,0 Mio. Euro aufgestockt. Welchen Hintergrund hat das? +

Meier: Wir investieren primär nicht in Kapazitäten, sondern in die Erhöhung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Weltweit zählen wir zu den führenden Herstellern von Sekt und Schaumweinen und wollen hier auch hohe Qualitätsstandards setzen. Dazu gehören in erster Linie auch Investitionen in die Modernisierung von Produktionsanlagen, um so künftig die Qualität und Produktausstattung weiter optimieren zu können. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt unserer Investitionen mit 9,3 Mio. Euro in Frankreich, um hier unsere führende Marktstellung weiter ausbauen zu können. Aber auch in Deutschland und Ostmitteleuropa haben wir insgesamt 5,7 Mio. Euro investiert.

Wie werden sich diese Investitionen in Zukunft auf Umsatz und Ergebnis auswirken? +

Meier: Durch diese Investitionen schaffen wir die Grundlage für ein ertragreiches Wachstum. Meiner Meinung nach ist jedoch die Rendite einzelner Investitionen nur schwer quantifizierbar und wird in erster Linie durch die erzielten Produktivitätsverbesserungen im Gesamtunternehmen und den damit verbundenen Kostenoptimierungen erzielt.

Die Gesellschaft ist aktuell hauptsächlich im Raum Europa aktiv. Zuletzt wurde jedoch begonnen, auch andere Länder außerhalb Europas zu beliefern. So haben Sie in jüngster Zeit mit dem Export nach China begonnen. Die Überseemärkte wie Nordamerika, Südamerika und Australien sollen in Zukunft noch stärker von Ihren Kellereien in Frankreich mit französischem Schaumwein beliefert werden und Ihre Betriebe in Ostmitteleuropa sollen sich verstärkt auch um die Märkte in Russland und im Baltikum kümmern. Wie beurteilen Sie die aktuelle Wettbewerbssituation in diesen Märkten? +

8 | AnlegerPlus News 02 | 31.1.2012

Andreas Meier

Meier: All diese Märkte sind für uns sehr attraktiv, da keines dieser Länder oder Regionen einen ähnlich hohen Sättigungsgrad erreicht hat wie beispielsweise Deutschland oder Frankreich, wo der ProKopf-Verbrauch von Sekt- und Schaumweinen tendenziell stagniert. Der Markt in China beispielsweise beginnt sich gerade erst zu entwickeln. Sekt und andere schäumende, weinhaltige Getränke müssen bei den chinesischen Verbrauchern erst noch bekannt gemacht werden. Generell sehen wir in China daher ein großes Potenzial. In Russland ist der Sektmarkt natürlich schon viel weiter entwickelt. Dennoch sehen wir auch hier gute Chancen für den Absatz unserer Marken, insbesondere denen unserer Kellereien in Frankreich, zumal gerade französischer Schaumwein weltweit ein hohes Ansehen genießt.

Für das zurückliegende Geschäftsjahr haben Sie eine Dividende in Höhe von 20 Cent gezahlt. Dies entspricht einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Betrachtet man nun aber das Ergebnis von 1,16 Euro je Aktie, so ergibt sich jedoch noch ein kräftiges Potenzial für weitere Dividendenerhöhungen in der Zukunft. Warum schütten Sie „nur“ ca. 17 % des Konzernjahresüberschusses aus und wie sieht die Dividendenpolitik der Zukunft aus? +

Meier: Wir streben grundsätzlich an, etwa 20 bis 25 % des Konzernjahresüberschusses nach Minderheiten, höchstens jedoch die Hälfte des Jahresüberschusses der Sektkellerei Schloss Wachenheim AG, auszuschütten. Bezogen auf das Konzernergebnis beläuft sich die Quote auf 17,2 % nach 13 % im Vorjahr und bleibt damit nur leicht unter unserem Ausschüttungsziel. Hier müssen wir jedoch auch weitere Kriterien, wie beispielsweise die aktuelle und künftige Geschäftsentwicklung sowie geplante Investitionen, berücksichtigen. Daher kann eine „Zielquote“ aus unserer Sicht nur als Orientierung und nicht als alleiniger Entscheidungsfaktor dienen.

Für Europa erwarten die meisten Experten einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2012. Wie haben sich in der Vergangenheit Rezessionen auf Ihr Geschäft ausgewirkt? Trinken die Leute dann eher mehr alkoholische Getränke, um den „wirtschaftlichen Frust“ zu ertränken, oder leiden auch Sie unter solchen Wirtschaftseinbrüchen? +

Meier: Geburtstage, Weihnachten und Silvester werden ja glücklicherweise unabhängig von der konjunkturellen Lage gefeiert, d.h. unsere Produkte werden immer nachgefragt. Aber natürlich spüren wir es dennoch, wenn sich die Stimmung in der Wirtschaft und die Konsumlaune der Verbraucher eintrüben. Allerdings sind wir mit unserem vielfältigen Sortiment und unserer internationalen Positionierung gut aufgestellt. Wir vertreiben unsere Produkte in über 80 Ländern weltweit. Diese Diversifizierung hilft uns, die Auswirkung konjunktureller Schwankungen abzufedern.


ANALYSE

BP auf dem Weg zu alter Dividendenstärke

Geschäftspartnern wie Transocean oder Halliburton nicht geklärt sind, sei ein solcher Schritt zum aktuellen Zeitpunkt unwahrscheinlich, so die Experten. BP versucht seine Geschäftspartner an den Kosten, die durch das Unglück an der Ölplattform „Deepwater Horizon“ entstanden, zu beteiligen. So hatten die Briten Halliburton beauftragt, das Bohrloch am Meeresgrund mit Zement zu versiegeln. Da dies nicht gelang, fordert BP von den Amerikanern eine Kostenbeteiligung von 20 Mrd. US-Dollar. Von der Schweizer Firma Transocean, dem Besitzer der Ölplattform, fordert BP ebenfalls Schadensersatz. Derweil brummt das Geschäft von BP schon wieder recht ordentlich. Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal einen Nettogewinn von 4,9 Mrd. US-Dollar. Der um Einmalkosten und Änderungen bei den Lagerbeständen bereinigte Gewinn fiel von 5,5 auf 5,3 Mrd. US-Dollar. Das Ergebnis lag über den Erwartungen der Analysten in Höhe von 5 Mrd. US-Dollar. Zudem kündigte BP an, den Cashflow bis zum Jahr 2014 um 50 % steigern zu wollen. Im Moment zahlt BP seinen Aktionären eine Quartalsdividende in Höhe von 7 US-Cent. Vor der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko lag die Ausschüttung noch doppelt so hoch. Die aktuelle Dividendenrendite liegt beim derzeitigen Börsenkurs von 5,70 Euro bei 3,76 %. Auf diesem Niveau betrachten viele Analysten BP als attraktiven Dividendenwert.

www.deutschebp.de

Obwohl sich die Rechtsstreitigkeiten unter Umständen noch viele Jahre hinziehen, stimmt die Rückkehr zum (erfolgreichen) Tagesgeschäft zuversichtlich. In der Zwischenzeit bohrt BP auch wieder vor der Küste von Louisiana nach Öl. Der Konzern steht damit in der Folge wohl auch wieder vor einem Comeback zu alter Dividendenstärke. Aktionäre dürfen gespannt auf die Zahlen und den Ausblick am 7. Februar blicken. Werner W. Rehmet Chefredakteur MyDividends.de www.MyDividends.de

BP p.l.c. ISIN GB0007980591

Die Mad Dog-Ölplattform der BP fördert Öl in der Tiefsee im Golf von Mexiko.

Der britische Energieriese BP (ISIN GB0007980591) wird am 7.2.2012 seine Bilanzzahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 veröffentlichen. Investoren hoffen auf eine Anhebung der Dividende, da BP auf einem Liquiditätsberg von rund 20 Mrd. US-Dollar sitzt. Das Management hat auch bereits eine höhere Dividende in Aussicht gestellt, nur der Zeitpunkt blieb offen. Die Analysten von Morgan Stanley oder auch RBC Capital Markets halten eine jetzige Steigerung der Ausschüttung für verfrüht. Solange die endgültigen Kosten im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sowie Entschädigungsstreitigkeiten mit

TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de/Kurs am 31.1.2012: 5,63 Euro

Hinweis: Der Autor hält Aktien der BP p.l.c., siehe Hinweis auf Seite 13, Ziffer 5.

AnlegerPlus News 02 | 31.1.2012 | 9


HV-BERICHT

www.wincor-nixdorf.com

Wincor Nixdorf dämpft Erwartungen

Eine der ersten Hauptversammlungen (HV) im Jahr ist wegen des gebrochenen Geschäftsjahres regelmäßig die der Wincor Nixdorf AG (ISIN DE000A0CAYB2). Diesmal fand die Veranstaltung am 23.1. im Schützenhof in Paderborn statt. Wie im Vorjahr hatten sich dort rund 400 Aktionäre eingefunden. Matthias Wahler Der Vorstandsvorsitzende Eckard Heidloff präsentierte durchwachsene Zahlen. Die ursprünglichen Ziele hat der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen im Geschäftsjahr 2010/2011 (30.9.) nicht erreicht. Die Erlöse erhöhten sich nur um 4 % auf 2,33 Mrd. Euro und das EBITA blieb mit 162 Mio. Euro unverändert. Der Gewinn je Aktie übertraf hingegen mit 3,60 Euro (Vorjahr 3,38 Euro) unsere Erwartungen. Dies liegt in erster Linie an den fortgesetzten Aktienrückkäufen. Mittlerweile befinden sich 10 % des Grundkapitals im Besitz der Gesellschaft, womit sich das Ergebnis je Anteilsschein erhöht. Finanziell erwiesen sich die Zukäufe nicht als beste Idee. Mit durchschnittlich 53 Euro lagen die Anschaffungskosten weit über dem derzeitigen Kursniveau. Da die eigenen Aktien vom Eigenkapital abgesetzt werden müssen, waren mit der Transaktion außerdem negative Auswirkungen auf die Bilanz verbunden. Trotz Gewinnausweis verringerten sich die Eigenmittel auf 330 Mio. Euro (Vj. 358 Mio. Euro) und die Nettoverschuldung stieg auf 199 Mio. Euro (Vj. 134 Mio. Euro).

Fast 5 % Dividendenrendite

Erfreulich ist die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik. Für das vergangene Jahr beschloss die HV unverändert eine Ausschüttung von 1,70 Euro und künftig sollen dauerhaft rund 50 % des Ergebnisses an die Aktionäre weitergegeben werden, was in der Diskussion mehrfach lobend erwähnt wurde. Nach dem deutlichen Kursrückgang der Aktie errechnet sich auf Basis der aktuellen Ausschüttung eine Rendite von fast 5 %. Dass der Ausschüttungsbetrag auch nächstes Jahr konstant bleibt, ist nach den enttäuschenden Zahlen des ersten Quartals eher unwahrscheinlich geworden. Der Umsatz gab in diesem Zeitraum um 4 % nach und das Ergebnis sackte um 22 % ab. Eine Prognose für das Gesamtjahr traute sich der Vorstand derzeit nicht zu.

Aktivitäten in Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien, in die schon heute mehr als die Hälfte der Geldautomaten geliefert werden. Allerdings bremst dort der zunehmende Wettbewerb. Darüber hinaus setzt der Vorstand auf den Ausbau des RetailGeschäfts und die Ausweitung der Service-Aktivitäten. Im ersten Quartal konnte in diesen Bereichen ein Wachstum von 9 bzw. 7 % erreicht werden, während der Banking-Bereich um 10 % nachgab.

Solides Investment

Auch bei geringeren Wachstumserwartungen ist Wincor Nixdorf ein solides Investment. Gemessen an der Zahl der ausgelieferten Geldautomaten und Kassensysteme ist das Unternehmen weltweit die Nummer zwei in beiden Geschäftsbereichen. Es gibt auch regelmäßig schöne Erfolge zu verzeichnen. So konnte vor Kurzem das Möbelhaus IKEA für die CINEO-Lösung gewonnen werden, mit der sich bei der Bargeldbearbeitung Einsparungen von über 20 % erzielen lassen. Längerfristig müssten sich auch gute Chancen aus dem Joint Venture mit Giesecke & Devrient im Bereich der Banknotenprüfsensorik ergeben. Auf dem ermäßigten Niveau ist die Aktie allemal ein interessantes Investment mit guter Verzinsung. Wincor Nixdorf AG ISIN DE000A0CAYB2

Schwellenländer im Fokus

Von den ambitionierten Wachstumszielen hat sich das Unternehmen erst einmal verabschiedet. Schuld daran ist das schwierige Umfeld im Banking-Bereich, auf den zwei Drittel der Umsätze entfallen. Bis heute investieren die krisengeplagten europäischen Banken nur das Nötigste und auch in den USA konnten bislang nur zwei Großbanken als Kunden gewonnen werden. Einen gewissen Ausgleich erhofft sich der Vorstand durch die Forcierung der 10 | AnlegerPlus News 02 | 31.1.2012

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 31.1.2012: 35,24 Euro

Lesen Sie auch die HV-Rede auf www.AnlegerPlus.de/hv-reden/


SdK Realdepot

Griechenland: Alles oder nichts

Unser Griechenland-Engagement bereitet uns weiterhin Bauchschmerzen. Die Entwicklung der Situation seit dem Kauf der Anleihe hat sich extrem negativ auf unser Portfolio ausgewirkt. Im Nachhinein haben wir uns eindeutig zu früh für den Kauf entschieden. Ein Nachkauf kommt aufgrund des erheblich gestiegenen Risikos (praktisch) eines Totalverlustes für unser Depot nicht infrage. Wir gehen zwar weiterhin davon aus, dass der Gläubigerverzicht der privaten Investoren auf freiwilliger Basis erfolgen wird und unsere Anleihe im August zu 100 % zurückbezahlt wird. Die in diesem Fall erzielte Rendite ist dann aber als Schmerzensgeld für die langen Leiden zu sehen. Eine Insolvenz Griechenlands im März, wenn die nächste Anleihe fällig wird, würde aus unserer Sicht die Anleihenmärkte weltweit in große Turbulenzen stürzen und eine Refinanzierung von anderen Eurostaaten wie Italien und Spanien geradezu unmöglich machen. Hierauf wäre das politisch langsam agierende Europa nicht vorbereitet. Ein totales Chaos wäre aus unserer Sicht nicht ausgeschlossen. Daher gehen wir weiter davon aus, dass alles unternommen werden wird, um Griechenland nicht in eine unkontrollierte Insolvenz rutschen zu lassen.

IKB: Privatsparer helfen

Die in unserem Depot befindliche Anleihe der IKB AG hat sich in den letzten Wochen prächtig erholt. Nachdem aufgrund der eskalierenden Schuldenkrise in der Eurozone die Bonität und Überlebensfähigkeit der Bank von den Märkten angezweifelt worden war, hat eine gelungene Marketingaktion laut Medienberichten mehr als 1 Mrd. Euro in die klammen Kassen des Unternehmens gespült. Die IKB hat mit ihrem Tages- und Festgeldangebot eine Rekordverzinsung für Privatsparer geboten und somit zahlreiche Zinsjäger angelockt. Somit dürfte der Zweifel an der Bonität der Bank zumindest auf kurze Sicht weitgehend ausgeräumt sein. Sollte sich die Schuldenkrise in den nächsten Monaten beruhigen, dürften sich die Anleihenkurse weiter erholen und die Anleihe im Juli 2013 voll zurückbezahlt werden. Es bleibt aber zunächst, Griechenland sei Dank, spannend!

Hinweise auf potenzielle Interessenkonflikte Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar. Haftungsausschluss Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 13) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.

Anzahl Wertpapier WKN Kauf- Kauf- Kauf- Kurs am Gesamtwert Kursver datum kurs summe 27.1.2012 am 27.1.2012 änderung in Euro in Euro in Euro in Euro

SdK REALDEPOT CinemaxX AG

508570

27.1.2011

2,66

5.320,00

3,35

6.700,00

+ 25,9 %

Essanelle Hair Group AG

661031

28.3.2011

8,55

4.272,00

9,24

4.620,00

+ 8 ,2 %

Wandelanleihe Gold-Zack AG i. I.

768683

13.4.2011

8,30*

8.300,00

9,16*

9.160,00

+ 10,4 %

5

Griechenland Anleihe 07/12

A0LN5U

22.7.2011

79,40*

3.970,00

31,00*

1.550,00

- 61,0 %

5

IKB AG Anleihe

273032

22.7.2011

82,50*

4.125,00

78,00*

3.900,00

- 5,5 %

200 Fernheizwerk Neukölln AG

576790

19.10.2011

30,50

6.099,00

31,00

6.200,00

+ 1,7 %

500

Dt. Lufthansa AG

823212

20.12.2011

8,86

4.432,00

10,81

5.405,00

+ 22,0 %

Repower Nachbesserungsrechte

617703

4.8.2011

0,00

0,00

0,38

19,00

2.000 500 1.000

50

angefallene Transaktionskosten: 225,49 Euro

Stückzinsen**: -202,59 Euro

Gesamtdepotwert: 101.260,90 Euro

abgeführte Steuern: 111,78

Kontostand: 63.595,12 Euro

Depotveränderung:**

+ 1,26 %

*Angaben in %; **Saldo aus gezahlten und erhaltenen Stückzinsen – Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro, Depotveränderung nach Transaktionskosten aber vor Steuern

AnlegerPlus News 01 | 17.1.2012 | 11


HV-TERMINE Stand: 31.1.2012, ohne Gewähr

07.02.2012 Hymer AG Weingarten 10:00 Uhr 22.03.2012 08.02.2012 Balda AG Bielefeld 10:00 Uhr 23.03.2012 09.02.2012 Versatel AG Düsseldorf 10:00 Uhr 28.03.2012 13.02.2012 Madison Property AG München 10:00 Uhr 29.03.2012 15.02.2012 TUI AG Hannover 10:30 Uhr 29.03.2012 15.02.2012 Bertrandt AG Sindelfingen 10:30 Uhr 03.04.2012 21.02.2012 Complus Technologies SE Berlin 09:00 Uhr 03.04.2012 22.02.2012 ItN Nanovation AG Saarbrücken 10:00 Uhr 03.04.2012 23.02.2012 Triplan AG Bad Soden 10:00 Uhr 04.04.2012 23.02.2012 Tonkens Agrar AG Sülzetal 11:00 Uhr 11.04.2012 24.02.2012 advantec AG & Co. KGaA Berlin 11:00 Uhr 12.04.2012 27.02.2012 Forst Ebnath AG München 16:30 Uhr 16.04.2012 28.02.2012 Klima Investment GmbH & Co. KGaA Kressbronn 12:00 Uhr 18.04.2012 28.02.2012 Jupiter Technologie GmbH & Co. KGaA Kressbronn 14:00 Uhr 18.04.2012 28.02.2012 Essential Invest GmbH & Co. KGaA Kressbronn 09:30 Uhr 19.04.2012 28.02.2012 Webinstore AG Berlin 15:00 Uhr 19.04.2012 28.02.2012 Deutsche Immobilien Holding AG Delmenhorst 10:30 Uhr 19.04.2012 01.03.2012 Aurubis AG Hamburg 10:00 Uhr 19.04.2012 01.03.2012 Brain Force Holding AG Wien 20.04.2012 02.03.2012 Derby Cycle AG Cloppenburg 11:00 Uhr 20.04.2012 06.03.2012 Beta Systems Software AG Berlin 10:00 Uhr 20.04.2012 07.03.2012 Heiler Software AG Stuttgart 10:00 Uhr 24.04.2012 08.03.2012 Infineon Technologies AG München 10:00 Uhr 24.04.2012 08.03.2012 LS telcom AG Lichtenau 10:00 Uhr 24.04.2012 09.03.2012 Carl Zeiss Meditec AG Weimar 10:00 Uhr 24.04.2012 14.03.2012 All for One Midmarket AG Leinfelden 10:00 Uhr 25.04.2012 15.03.2012 buch.de internetstores AG Münster 25.04.2012 15.03.2012 VK Mühlen AG Hamburg 26.04.2012 16.03.2012 MVV Energie AG Mannheim 26.04.2012 16.03.2012 Eisen- und Hüttenwerke AG Köln 26.04.2012 19.03.2012 MAGIX AG Berlin 26.04.2012 Anz_Geschaeftsberichte 210x148.qxp:Layout 1 03.12.2011 13:39 Uhr 26.04.2012 Seite 1 20.03.2012 Isra Vision AG Darmstadt 21.03.2012 Douglas Holding AG Hagen 26.04.2012

Dr. Hönle UV Technology AG KPS AG Nebelhornbahn AG Deutsche Beteiligungs AG - DBAG Sanochemia Pharmazeutica AG Dinkelacker AG Sky Deutschland AG KSB AG Daimler AG Logwin AG wallstreet:online capital AG Henkel AG & Co. KGaA MME MOVIEMENT AG Schuler AG Volkswagen AG Nürnberger Beteiligungs-AG RWE AG Sartorius AG Merck KGaA ATOSS Software AG MAN SE alstria office REIT-AG GEA Group AG Analytik Jena AG PUMA SE Axel Springer AG SMT Scharf AG Beiersdorf AG Renk AG Munich RE EnBW Energie Baden-Württemberg AG Gerresheimer AG Deutz AG

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Weitere Informationen: Kristina Weber, weber@goingpublic.de 12 | AnlegerPlus News 02 | 31.1.2012

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Verlag: Kapital Medien GmbH • Hackenstraße 7b • 80331 München Tel: 089 2020846-20 • Fax: 089 2020846-21 E-Mail: info@kapitalmedien.de • Internet: www.kapitalmedien.de Amtsgericht München - HRB 188639 • Steuernummer 143/153/30727 ISSN 2191-5091 Pflichtblatt an den Börsen: München, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover Geschäftsführer:

Daniel Bauer, Harald Rotter

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Herausgeber: Kapital Medien GmbH Redaktion: Chefredakteur: Harald Rotter Stellv. Chefredakteur: Daniel Bauer Autoren dieser Ausgabe: Daniel Bauer, Werner W. Rehmet (mydividends), Harald Rotter, Matthias Wahler, Stephanie Wente Lektorat: Petra Bonnet Grafik, Layout, Produktion: Nicole Spitzauer; Sabine Seidl Redaktionsschluss: 31.1.2012 Bildnachweise: Titelseite: Kirsty Pargeter@fotolia.com, Realdepot: emu-coffee@fotolia.com, HV-Termine: auris@fotolia.com

Haftungsausschluss: Weder der/die Autor(en) noch die Kapital Medien GmbH haften für einen möglichen Verlust, den ein Anleger mittelbar oder unmittelbar erleidet, weil er seine Anlageentscheidungen auf Veröffentlichungen im Magazin „AnlegerPlus“ gestützt hat.

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Hinweis: Die SdK hält Finanzinstrumente im Anlagebestand, um ihr Vermögen zu verwalten. Des Weiteren hält die SdK Aktien von fast allen börsennotierten Emittenten (in der Regel eine Aktie), um eine Hauptversammlungspräsenz der SdK sicherstellen zu können. Die nachfolgenden Angaben unter Ziff. 1 und 2 beziehen sich lediglich auf den Anlagebestand!

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1. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten Finanzinstrumente des Emittenten im Anlagebestand. 2. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten Finanzinstrumente im Anlagebestand, deren Wertentwicklung von der Wertent wicklung des Emittenten oder von von diesem emittierten Finanzinstrumen ten abhängt. 3. Bei der SdK und/oder einem mit der SdK verbundenen Unternehmen bestehen Verbindungen zum Emittenten Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). 4. Die SdK und/oder verbundene Unternehen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten. Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf an der Erstellung des Beitrags beteiligte Personen 5. An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen halten Finanzinstrumente des Emittenten. 6. An der Veröffentlichung des Beitrags beeiligte Personen halten Finanzinstru mente, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung des Emittenten oder von von diesem emittierten Finanzinstrumenten abhängt. 7. Zwischen an der Veröffentlichung des Beitrags beteiligten Personen und dem Emittenten bestehen Verbindungen (Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). 8. An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten.

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AnlegerPlus News 02 | 31.1.2012 | 13


AnlegerPlus News 2/2012  

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