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HV-Bericht Siemens AG SdK REALDEPOT COLEXON Energy AG: Reverse Takeover wird neu aufgerollt

Francotyp-Postalia Holding AG

Hoffnungsschimmer Wenig Freude an ihrem Investment hatten Investoren, die Ende 2006 Aktien der im brandenburgischen Birkenwerder beheimateten FrancotypPostalia Holding AG zeichneten. Die zu 19 Euro emittierte Aktie mutierte binnen weniger Jahre zum Pennystock und kann erst in den letzten Jahren wieder zulegen. Dennoch ist die Aktie bei einem aktuellen Kurs von 4,60 Euro noch weit von einstigen Höhen entfernt. Doch das könnte sich ändern. Seite 8

www.AnlegerPlus.de | Nr. 02 2014 | ISSN 2191-5091

02| 2014 Inhaltverzeichnis Editorial

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Kurzmeldungen

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Unternehmensmeldungene Steico

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MeVis

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Francotyp-Postalia

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Vossloh

Vossloh AG

Machtkampf entschieden Der Machtkampf ist entschieden, der „feindliche“ Investor Thiele hat gewonnen. Jetzt kann sich der Bahnausrüster Vossloh AG wieder voll auf sein operatives Geschäft konzentrieren – wo es trotz Rekordaufträgen nach wie vor nicht rund läuft. Seite 10

Novo Nordisk

Dänischer Dividendenstar Das dänische Pharmaunternehmen Novo Nordisk ist führend in der Diabetesforschung und darüber hinaus ein zuverlässiger Dividendenzahler. Nach einem erfolgreichen Jahr 2013 wird die Dividende erneut erhöht. Seite 12

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Dividendenanalyse Novo Nordisk Technische Analyse

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SdK Extra Mitteilung hkw Personalkonzepte

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HV-Bericht Siemens

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SdK Realdepot

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HV-Termine

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Impressum

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KURZMELDUNGEN 2013 war das Jahr der Aktionäre | Die BaFin informiert | Godmode-Trader.de: Relaunch | Arbeitsmarktstatistik | Gold zurück nach Deutschland? | Nachhaltigkeit wenig gefragt


KURZMELDUNGEN

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ÜÜÜ°LœiÀÃi˜Ì>}‡“Õi˜V…i˜°`i 2 | AnlegerPlus News 02 01 | 11.2.2014 14.1.2014


Editorial

Die Rückkehr der Zocker Liebe Leserinnen und Leser, in den letzten Wochen lassen sich vermehrt dramatische Kursschwankungen in Nebenwerten beobachten. Wie zu Zeiten des Neuen Marktes sind dabei tägliche Kursbewegungen von 100 % nach oben oder 50 % nach unten keine Seltenheit. Dabei ist das Handelsvolumen meist ordentlich hoch, sodass vermutet werden kann, dass sich wieder vermehrt spekulativ orientierte Privatanleger am Aktienmarkt tummeln. Empfehlungen machen Kurse Doch wie werden Anleger plötzlich auf „vergessene“ Börsenstorys aufmerksam? Die Antwort ist einfach. Empfehlungen von Börsenbriefen und börsenaffinen Webseiten sind der Grund. Haben Sie sich in der Vergangenheit mit der Berliner YOC AG beschäftigt? Nein? Dann haben Sie Glück, denn der Aktienkurs der Gesellschaft hat sich binnen der letzten vier Jahre um mehr als 90 % reduziert. Und das aus gutem Grund: Per 30.9.13 weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital von 4 Mio. Euro auf, die Schulden von 12 Mio. Euro entsprechen knapp dem Neun-Monats-Umsatz. Trotzdem kamen Anfang des laufenden Jahres einige Kaufempfehlungen auf, die die Aktie kurzzeitig von unter 2 auf über 4 Euro katapultierten. Mittlerweile hat sich die Kauflaune vieler Investoren wieder abgekühlt, der Kurs tendiert wieder stark nach Süden. Auch auf Kaufempfehlungen zurückzuführen ist der Kursanstieg der chinesischen Tintbright AG, die angeblich ein KGV von 1 haben soll. Insolvenz heißt nicht „wertlos“ Erratische Kursausschläge lassen sich oft auch bei Aktien beobachten, die längst von einem Insolvenzverwalter dirigiert werden. Dabei ist in den allermeisten Fällen klar, dass Anteilseigener einer insolventen Gesellschaft keine Kapitalrückflüsse erzielen können. Doch das ist vielen Anlegern offensichtlich egal. So schwankt die Aktie der insolventen Loewe AG derzeit zwischen 2 und 4 Euro, was eine Marktkapitalisierung weit jenseits von 20 Mio. Euro bedeutet. Ähnlich verhält es sich mit dem Börsenmantel der ehemaligen Primacom AG. Obwohl die Vermögenswerte der Gesellschaft nach der Insolvenz längst woanders liegen, werden für die Aktie derzeit 0,60 Euro bezahlt. In beiden Fällen werden die Aktionäre eine herbe Enttäuschung erleben – spätestens dann, wenn der Handel mit den faktisch wertlosen Aktien eingestellt wird. Die Story muss gut klingen Die geschilderten Fehlentwicklungen waren kurz nach dem Ende des Neuen Marktes nicht möglich. Nach dem Motto „das gebrannte Kind scheut das Feuer“ fand sich damals kein Anleger, der fragwürdigen Empfehlungen gefolgt wäre. Doch diese Zeiten sind offensichtlich vorbei, die Gier frisst zunehmend das Hirn der Anleger – solange die Story gut klingt. Fundamentaldaten spielen bei dieser Betrachtung meist keine Rolle. Das sollte jedem Anleger bewusst sein, der allzu reißerischen Anlageempfehlungen folgt.

Daniel Bauer stv. Chefredakteur

AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014 | 3


KURZMELDUNGEN

Die BaFin informiert

Über die beste Rendite konnte sich im Jahr 2013 freuen, wer in Aktien investierte. Anleger, die auf Gold setzten, mussten dagegen hohe Verluste hinnehmen. 2013 war das Jahr der DAX-Rekordstände (Performance-Index). Folgerichtig war nach Angaben des Bankenverbands die Aktienanlage im letzten Jahr der beste Renditebringer. Wer am ersten Handelstag 2013 DAX-Werte kaufte, konnte sich bis Anfang 2014 über einen stolzen Wertzuwachs von im Schnitt ca. 21 % freuen.

© Bankenverband

Anleger, die auf Nummer sicher gehen wollten, hatten dagegen wenig Grund zur Freude – nur um bis zu 1,5 % wuchs das Vermögen in Sparbriefen und Termineinlagen. Anleger in Bundesobligationen verzeichneten aufgrund des niedrigen Zinssatzes von 0,5 % inflationsbedingt sogar einen leichten Verlust. Am härtesten traf es Goldkäufer. Denn wer sich Anfang 2013 das Edelmetall zulegte, musste im Jahresverlauf einen Kurseinbruch von rund 30 % hinnehmen. Nur längerfristige Anleger sind immer noch im Plus, seit dem Jahr 2000 hat sich der Goldpreis trotz des Rückgangs 2013 fast verdreifacht.

Aus 10.000 Euro, angelegt zu Jahresbeginn 2013, wurden bis Anfang 2014

10.140 € Termineinlagen bei Banken (bis 1 Jahr Laufzeit)*

10.090 € Spareinlagen (3 Monate Kündigungsfrist)

10.030 € Bundesobligationen (5 Jahre Laufzeit)

9.950 € Gold

7.000 €

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* Durchschnittswerte; Zinssätze variieren von Bank zu Bank.

Deutsche Aktien (DAX-Werte)

12.100 €

Die Bruma Service GmbH darf künftig in Deutschland keine Finanztransfergeschäfte mehr betreiben. Das teilte die BaFin im Januar mit. Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zog Forderungsbeträge für andere per Lastschrift über in Deutschland geführte Konten ein oder nahm selbst Beträge auf eigenen Konten in Deutschland entgegen und leitete diese auftragsgemäß weiter. Damit betrieb das Unternehmen ein Finanztransfergeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis. Auftraggeber der Bruma Service GmbH waren beispielsweise Anbieter von Gewinnspielen – ob die Lastschrifteinzüge berechtigt waren, ist laut BaFin nicht bekannt.

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Arbeitsmarktstatistik

Im Zuge dessen untersagte die BaFin außerdem der PAY4 GmbH sowie deren Geschäftsführer Jens Leinert, weiterhin Dienstleistungen für die Bruma Service GmbH zu erbringen, die im Zusammenhang mit den oben erwähnten Finanztransfergeschäften stehen. Die PAY4 GmbH ist in die Anbahnung, den Abschluss und die Abwicklung der unerlaubten Geschäfte der Bruma Service GmbH einbezogen.

Relaunch

WAS WAR DIE BESTE GELDANLAGE 2013?

Sparbriefe (4 Jahre Laufzeit)*

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) informiert über unerlaubte Geschäfte.

Wissensbereich, außerdem werden mehr fundamentale Daten sowie ein Wirtschaftsdatenkalender angeboten.

© Bundesagentur für Arbeit

2013 war das Jahr der Aktionäre

Das Finanzportal GodmodeTrader wurde komplett überarbeitet und bietet Nutzern künftig eine Vielzahl zusätzlicher Funktionen. „Börse ist kein Glücksspiel, sondern erfordert einen breiten Erfahrungsschatz und fundiertes Wissen“, ist Thomas May, Redaktionsleiter des Finanzportals GodmodeTrader, überzeugt. Um Tradern und Privatanlegern in Zukunft mehr Informationen und Austauschmöglichkeiten zu bieten, wurde www.godmode-trader.de grundlegend überarbeitet. Neben den bisherigen Schwerpunkten Trading und Charttechnik gibt es nun einen Einsteiger- und

Ende 2013 waren mehr Menschen beschäftigt als ein Jahr zuvor, die Zahl der Erwerbslosen ging zurück. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, waren Ende des Jahres 2013 nach vorläufigen Berechnungen rund 42,03 Mio. Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Im Dezember 2012 waren es etwa 258.000 Menschen weniger, das entspricht einer Differenz von 0,6 %. Parallel dazu ging die Anzahl der Erwerbslosen im Dezember 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 146.000 oder 6,3 % auf rund 2,10 Mio. zurück. Das be-


KURZMELDUNGEN

deutet eine von saisonalen und irregulären Einflüssen bereinigte Erwerbslosenquote von 5,1 %.

Gold nach Deutschland? Die deutschen Goldreserven sind zu einem großen Teil im Ausland gelagert. Die Forderung nach einer kompletten Rückholung wird lauter. Philipp Mißfelder (CDU), der Bundesbeauftragte für transatlantische Beziehungen, macht öfter mal mit markigen Aussagen auf sich aufmerksam. Zuletzt gelang ihm das mit der Forderung, die Goldbestände der Bundesbank nicht nur aus Frankreich, sondern auch aus London und New York komplett nach Deutschland zu holen. Der Großteil des im Ausland gelagerten deutschen Goldes lagert in New York.

32 Tonnen der bisher nach Deutschland verbrachten 37 Tonnen an Goldbeständen stammen laut einem Bericht der „Welt am Sonntag“ aus dem französischen Depot, die restlichen 5 Tonnen stammen aus New York. Das Goldlager in Paris soll nicht mehr weiterbestehen. Bis zum Jahr 2020 soll die Hälfte des deutschen Goldbestandes von 3.400 Tonnen in Deutschland gelagert sein, dafür müssen bis dahin 700 Tonnen aus dem Ausland geholt werden.

Nachhaltigkeit wenig gefragt Das Angebot an nachhaltigen Geldanlagen ging in den vergangenen drei Jahren zurück.

Gewissen dabei haben möchte, kann sich für nachhaltige Anlagen entscheiden. Laut einer Umfrage der Verbraucherschutzzentrale NRW bieten 68 % der 340 befragten Bankinstitute nachhaltige Geldanlagen an. Jede dritte Bank möchte das Angebot ausbauen. Doch der Trend nachhaltiger Investmentangebote war in den letzten Jahren eher rückläufig. 2011 hatten 93 % der befragten Banken nachhaltige Anlagen im Angebot, 2012 waren es noch 72 %. Der Hintergrund für den Rückgang ist die Einschätzung der Kreditinstitute, dass die Kunden nachhaltige Angebote kaum nachfragen.

Geldanlagen sollen vor allem Rendite bringen und ein geringes Risiko aufweisen. Wer darüber hinaus noch ein gutes

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AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014 | 5


© Steico SE

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STEICO SE

Kursziel erreicht Im November letzten Jahres schätzten wir das mittelfristige Potenzial der STEICO-Aktie (ISIN DE000A0LR936) auf 8 Euro ein. Viel schneller als von uns erhofft hat das Papier diese Hürde Anfang Februar geknackt und notiert aktuell knapp darunter bei 7,70 Euro. Grund für diese schöne Entwicklung sind die Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Wie die vorläufigen Geschäftszahlen zeigen, hat STEICO auch im Jahr 2013 seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Trotz der noch immer angespannten Preissituation konnte der Umsatz um knapp 8 % auf rund 158 Mio. Euro gesteigert werden. Das EBITDA liegt mit ca. 21,0 Mio. Euro um rund 15 % über dem Vorjahr, das EBIT konnte mit 9,3 Mio. Euro überproportional um knapp 30 % zulegen. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung im vierten Quartal 2013. Mit 39,9 Mio. Euro erzielte das Unternehmen den bisher höchsten Umsatz in einem vierten Quartal. Diese Ergebnisse zeigen einerseits die hohe Dynamik im Markt der natürlichen Bauprodukte und belegen andererseits den Erfolg der fortlaufenden Prozessoptimierungen im STEICO-Konzern.

Aktie gut bewertet Auch wenn wir die Entwicklung bei STEICO sehr positiv einschätzen und auch glauben, dass das Unternehmen die für 2014 gesteckten Ziele erreichen kann, ist die aktuelle Bewertung mit rund 100 Mio. Euro doch ordentlich hoch. Anleger sollten daher darüber nachdenken, das aktuelle Kursniveau zum Ausstieg zu nutzen. Für Anleger, die sich nach unserer Vorstellung des Wertes den Titel zu 4,50 Euro ins Depot gelegt haben, ergibt sich ein schöner Gewinn von etwa 70 %. Maximilian Fischer

STEICO SE (ISIN DE000A0LR936)

Ausblick bleibt positiv Auch für 2014 zeigt sich die Geschäftsleitung optimistisch und rechnet mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung. Das weitere Wachstum dürfte vor allem vom anhaltenden Trend zu natürlichen Bauprodukten, einer langsamen Entspannung der Preissituation sowie dem verhältnismäßig stabilen konjunkturellen Umfeld profitieren. Das Direktorium strebt für 2014 ein Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich sowie eine erneute Steigerung der Ergebnisse an. Quelle:TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 11.2.2014: 7,69 Euro

6 | AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014


UNTERNEHMENSMELDUNGEN

MeVis Medical Solutions AG

The party is over Mit einer sehr unerfreulichen Meldung wartet die Bremer MeVis Medical Solutions AG (ISIN DE000A0LBFE4) zum Jahresbeginn auf und versetzt den Träumen eines weiterhin erfolgreichen Geschäftsverlaufs einen merklichen Dämpfer.

Dabei hatte die Gesellschaft die Prognose im November noch einmal angehoben und eine Umsatzsteigerung für das Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Niveau des Geschäftsjahres 2012 angekündigt. Zudem wurde eine Aufstockung der Ressourcen „aufgrund von erhöhten Kundenanforderungen“ avisiert. Zumindest davon ist jetzt keine Rede mehr, im Gegenteil. Wie MeVis meldet, hat sich der größte Kunde, die Hologic, Inc. für eine „veränderte Form der Zusammenarbeit mit MeVis“ entschieden. Konkret bedeutet dies, dass „mittel- und langfristig von einer allmählichen Verringerung der notwendigen Ressourcen für das Geschäft mit Hologic und der zu erzielenden Umsätze auszugehen [ist]“.

Aktienkurs fällt rasant – Stop-Loss erreicht

weile auf ein Niveau von rund 14 Euro abgekühlt. Damit wurde auch das von uns skizzierte Stop-Loss-Limit (das wir seit der Erstbesprechung der Aktie im Juni 2012 mehrfach nach oben angepasst hatten) gerissen, sodass bis dato investierte Anleger, die unsere Berichterstattung verfolgt haben, keine MeVisAktie mehr besitzen sollten. Immerhin beträgt der Kursgewinn seit der Erstempfehlung bei 8 Euro stolze 75 %. Die MeVisAktie sollte man vorerst aus der Beobachtungsliste streichen.

Maximilian Fischer

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Dass diese Meldung dem Aktionariat nicht besonders gefällt, liegt auf der Hand. Konnte sich die MeVis-Aktie lange bei Kursen über 20 Euro etablieren, hat sich der Aktienkurs mittler-

MeVis Medical Solutions AG (ISIN DE000A0LBFE4)

Quelle:TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 11.2.2014: 15,00 Euro

AnlegerPlus News 02 01 | 11.2.2014 14.1.2014 | 7


UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Francotyp-Postalia Holding AG

Hoffnungsschimmer Wenig Freude an ihrem Investment hatten Investoren, die Ende 2006 Aktien der im brandenburgischen Birkenwerder beheimateten Francotyp-Postalia Holding AG (ISIN DE000FPH9000) zeichneten. Die zu 19 Euro emittierte Aktie mutierte binnen weniger Jahre zum Pennystock und kann erst in den letzten Jahren wieder zulegen. Dennoch ist die Aktie bei einem aktuellen Kurs von 4,60 Euro noch weit von einstigen Höhen entfernt. Doch das könnte sich ändern.

Die 1923 als Frankiermaschinenhersteller gegründete Gesellschaft bezeichnet sich heute als „Multi-Channel-Anbieter“ für Briefkommunikation. Dabei spielt die Dienstleistung rund um den physischen Brief immer noch die Hauptrolle, doch auch neue Technologien wie der Hybridbrief oder De-Mail werden von Francotyp abgedeckt. Wie der CEO der Gesellschaft, Hans Szymanski, in einem Interview mit der Börsenzeitung ausführt, hat Francotyp im „Brot-und-Butter-Geschäft“, dem physischen Brief, einen Weltmarktanteil von knapp über 10 % und gehört damit zu den wichtigen Playern in diesem Markt.

Hoffnungsträger De-Mail Neben dem klassischen Geschäft mit Frankiermaschinen verspricht sich Szymanski viel von der Verschlüsselungstechnik der De-Mail. So ist Francotyp einer von bislang lediglich drei akkreditierten De-Mail-Anbietern in Deutschland. Gerade die derzeit aufkommende Diskussion zum Thema Datendiebstahl könnte dieser Technologie zukünftig hohes Potenzial bescheren. Francotyp bietet eine kryptografische Verschlüsselung von De-Mails und verspricht sich Umsatzzuwächse insbesondere von Unternehmen und Behörden, die ihre Kommunikation schützen wol-

Francotyp-Postalia Holding AG (ISIN DE000FPH9000)

len. Zum einen wächst speziell bei Unternehmen das Bedürfnis nach vertrauenswürdiger und sicherer Kommunikation, seitdem bekannt wurde, wie einfach E-Mails auszulesen sind. Zum anderen hat die De-Mail großes Potenzial, sich zum Standard für die Kommunikation mit Behörden zu entwickeln, weil im Sommer des vergangenen Jahres das E-Government-Gesetz in Kraft getreten ist, das Behörden stärker in die Pflicht zum elektronischen Datenaustausch nimmt. Der Nutzen der De-Mail wird für Unternehmen und Behörden immer erkennbarer, denn die De-Mail ermöglicht elektronische Kommunikation, die einfach, nachweisbar und vertraulich ist. Szymanski ist sich sicher: „2014 wird für uns das Jahr der De-Mail“.

2013 läuft gut – mittelfristig Steigerungen Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2103 erwartet der Vorstand einen Umsatz von über 168 Mio. Euro bei einem EBITDA von gut 22 Mio. Euro. Damit würde das Vorjahresergebnis um rund 15 % übertroffen werden. 2015, so Szymanski, soll der Umsatz bei 178 Mio. Euro liegen und EBITDA „mindestens“ 30 Mio. Euro betragen. Trotz hoher Abschreibungen erwartet er ein Nachsteuerergebnis von zumindest 8 Mio. Euro.

Aktie günstig Nimmt man diese Zahlen zum Maßstab, erscheint die FrancotypAktie auf dem derzeitigen Niveau nicht teuer. Unter Berücksichtigung der 370.000 eigenen Aktien wird das Unternehmen derzeit mit etwa 72,6 Mio. Euro bewertet. Bei einem 2015er Jahresüberschuss von 8 Mio. Euro beträgt das KGV demnach gerade einmal 9. Vor diesem Hintergrund bietet sich für risikobereite Anleger bis zu einem Kurs von 4,80 Euro eine gute Kaufgelegenheit, das mittelfristige Kursziel siedeln wir bei 6,50 Euro an, ein Stop-LossLimit sollte bei 4 Euro platziert werden. Maximilian Fischer

Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 11.2.2014: 4,75 Euro

8 | AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014


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Vossloh AG

Machtkampf entschieden – Margenprobleme bleiben Der Machtkampf ist entschieden, der „feindliche“ Investor Thiele hat gewonnen. Jetzt kann sich der Bahnausrüster Vossloh AG (ISIN DE0007667107) wieder voll auf sein operatives Geschäft konzentrieren – wo es trotz Rekordaufträgen nach wie vor nicht rund läuft.

Regelmäßig verfolgen wir die turbulenten Geschehnisse rund um den Verkehrstechnikkonzern Vossloh. Dessen Aktie leidet seit geraumer Zeit unter dem zähen Machtkampf zwischen der Gründerfamilie und dem „feindlichen“ Investor Hans Hermann Thiele – und ebenso zähen Problemen im operativen Geschäft.

Gründerfamilie verkauft Aktien Nun kehrt an einer Front überraschend Ruhe ein: Die Vosslohs verkaufen ihre Anteile und überlassen Thiele vollständig das Feld. Dieser hatte es bereits auf der letzten Hauptversammlung geschafft, sich an die Spitze des Aufsichtsrates wählen zu lassen. Dafür war die Gründerfamilie sogar bereit, mit nur 68 Euro je Aktie einen deutlichen Abschlag auf den damals aktuellen Börsenkurs von rund 73 Euro hinzunehmen. Thiele hatte sich in den vergangenen Jahren mehr als 25 % der Anteile zusammengekauft und ist jetzt der mit Abstand größte Einzelaktionär des Herstellers von Schienen- und Weichensystemen sowie Lokomotiven und Nahverkehrszügen.

Übernahmeabsichten dementiert Immer wieder gab es Gerüchte, Thiele wolle den Konzern mittelfristig auch ganz übernehmen und mit seiner eigenen Firma Knorr-Bremse fusionieren, die ein zentraler Zulieferer von Vossloh ist. Solche Pläne dementiert der Milliardär allerdings. Vossloh AG (ISIN DE0007667107)

Er plane keinen Börsenrückzug von Vossloh, weitere Zukäufe über die 30-%-Marke, bei deren Überschreiten ein Pflichtübernahmeangebot fällig wäre, soll es auch nicht geben. Diese Worte sind wohl der Hauptgrund, dass der klare Sieg von Thiele im Machtkampf die Aktie nicht beflügeln konnte. Thieles Dementi könnte aber auch Taktik sein, um einen Kursanstieg zu verhindern, damit er zu günstigen Preisen weiter aufstocken kann. Die Übernahmespekulation nach dem Einstieg des Knorr-Chefs hatte die Aktie immerhin schon einmal Richtung 100 Euro getrieben. Und rein fundamental sind solche Kurse derzeit nicht in Reichweite.

Weiter Ertragsprobleme Das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 kann man diesbezüglich ohnehin getrost vergessen, da Rückstellungen für eine Schadensersatzklage den Gewinn belastet haben. Trotz des Umsatzplus von über 5 %, das Vossloh versprochen hatte, dürfte der Gewinn nur bei knapp 2 Euro je Aktie liegen, schätzen die Analysten. Aber auch im neuen Jahr wird der Konzern mit seinen mittlerweile chronisch gewordenen Margenproblemen zu kämpfen haben. Die limitieren weiterhin das Gewinnpotenzial – trotz Auftragsbestand auf Rekordniveau. Die Analysten erwarten für 2014 daher auch nur einen Gewinn von 4,35 Euro je Aktie, was nach wie vor weit unter der einstigen Ertragsstärke liegt. Hinzu kommt als Risiko, dass viele der Bestellungen aus den Schwellenländern stammen, die ja gerade in die Krise zu rutschen drohen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16 für 2014 wäre Vossloh also nach wie vor kein Schnäppchen. Insofern gibt es wohl immer noch keinen akuten Handlungsbedarf bei der Aktie, auch wenn sich die mittelfristigen Perspektiven durch den endlich entschiedenen Machtkampf sicherlich aufgehellt haben. Der Anleger tut gut daran, bei Vossloh vorerst weiter abwartend zu agieren – auf jeden Fall bis zu den Zahlen für 2013 und einem konkreten Ausblick auf das laufende Jahr. Stefan Müller

Hinweis: Eine an der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Person hält Aktien der Vossloh AG. Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 11.2.2014: 69,10 Euro

10 | AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014


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Immobilienunternehmen

Chancen, Risiken und Perspektiven Das neue ETF-Musterdepot Seite 10

Prof. Otte Vermögensbildungsfonds Seite 21

Die Anleihenmärkte 2014 Seite 34

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Kapital Medien GmbH | info@kapitalmedien.de | +49 (0)89 2020846-20 | www.AnlegerPlus.de AnlegerPlus News 21 02 | 22.10.2013 11.2.2014 | 11 | 11


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DIVIDENDENANALYSE

Novo Nordisk

Dänischer Dividendenstar Das dänische Pharmaunternehmen Novo Nordisk ist führend in der Diabetesforschung und darüber hinaus ein zuverlässiger Dividendenzahler. Nach einem erfolgreichen Jahr 2013 wird die Dividende erneut erhöht.

Obwohl die großen Pharmakonzerne mit Patentausläufen und Nachahmerprodukten zu kämpfen haben, ist der Gesundheitsmarkt ein Wachstumssektor. Mit zunehmendem Wohlstand und einer weltweit wachsenden Bevölkerung weisen auch Zivilisationskrankheiten wie Diabetes eine stark steigende Tendenz auf. Für langfristig orientierte Investoren sind Unternehmen aus diesem Sektor durchaus attraktiv. Novo Nordisk (ISIN US6701002056)

Zivilisationskrankheit Diabetes Diabetes gehört weltweit zu den großen Volkskrankheiten mit stark steigender Tendenz. Statistiken zufolge sind derzeit knapp 6,6 % der Weltbevölkerung (bezogen auf Erwachsene) an Diabetes erkrankt. Dies entspricht rund 285 Mio. Menschen. In den nächsten 20 Jahren soll die Anzahl der Diabetiker auf fast 440 Mio. Menschen ansteigen. Dabei sind nicht nur die „reicheren Nationen“ wie Deutschland oder die USA betroffen. Mit zunehmendem Wohlstand leiden auch immer mehr Menschen aus den Schwellenländern an Diabetes.

Führend in der Diabetesforschung Der Pharmakonzern Novo Nordisk wurde 1923 gegründet und ist führend in der Diabetesforschung. Vor über 90 Jahren gelang es den späteren Nobelpreisträgern August Krogh und Hans Christian Hagedorn zum ersten Mal, eine kleine Menge Insulin zu extrahieren. Im März 1923 wurden dann die ersten Patienten mit skandinavischem Insulin behandelt. Quelle: www.finanztreff.de / Kurs am 11.2.2014: 31,45 Euro

12 | AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014


DIVIDENDENANALYSE

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk ist führend in der Diabetesforschung.

1989 schlossen sich die beiden Firmen Nordisk Gentofte und Novo Industri zur heutigen Novo Nordisk zusammen. Das Unternehmen hält in der Zwischenzeit auch führende Positionen auf den Gebieten Blutgerinnung (Hämostase), Wachstumshormon- sowie Hormonersatztherapie. Mit Hauptsitz in Dänemark beschäftigt Novo Nordisk derzeit etwa 35.000 Menschen in 75 Ländern. Zu den weiteren Produkten von Novo Nordisk gehört ein humanes Wachstumshormon zur Behandlung von Patienten, die Wachstumshormone selbst nicht in ausreichendem Umfang produzieren. Auch Hormonpräparate, die u. a. zur Behandlung von Frauen mit Beschwerden in den Wechseljahren und zur Vorbeugung von Osteoporose dienen, werden von Novo Nordisk entwickelt.

2013 war ein erfolgreiches Jahr für die Dänen Die Produkte werden in 180 Ländern vertrieben. Im Geschäftsjahr 2013 steigerte Novo Nordisk den Umsatz um 7 % auf 83,6 Mrd. Dänische Kronen (ca. 11,2 Mrd. Euro). Der Nettogewinn kletterte um 18 % auf 25,2 Mrd. Dänische Kronen (ca. 3,38 Mrd. Euro). Der Ertrag je Aktie stieg um 20 % auf 9,35 Dänische Kronen. Das Unternehmen kündigte mit den Jahreszahlen auch ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 15 Mrd. Dänische

Kronen (ca. 2 Mrd. Euro) und einer Laufzeit von 12 Monaten an. Dies untermauert das Vertrauen in die eigene Währung und verringert auch die Anzahl ausstehender Aktien.

Dividende erneut gesteigert Im Gegensatz zum Gesamtmarkt befindet sich die Aktie von Novo Nordisk seit Jahresanfang in einem schönen Aufwärtstrend. Dabei konnte der Wert aus einem längeren Seitwärtstrend nach oben ausbrechen. Zu Beginn des Jahres wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 5:1 durchgeführt, womit die Aktien optisch billiger wirken. Die Aktionäre freuen sich darüber hinaus über die Ausschüttung. Novo Nordisk wird in diesem Jahr die Dividende um 25 % auf 4,50 Dänische Kronen (ca. 0,60 Euro) anheben. Es ist die 16. Dividendensteigerung in Folge. Dabei liegt die Ausschüttungsquote unter 50 % und damit auf einem vernünftigen Niveau. Auf Basis des derzeitigen Aktienkurses von 30,10 Euro (Stand 6.2.2014) entspricht die Ausschüttung einer aktuellen Dividendenrendite von knapp 2,00 %. Die Hauptversammlung findet am 20.3.2014 statt.

Werner W. Rehmet Chefredakteur MyDividends.de www.MyDividends.de

AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014 | 13


TECHNISCHE ANALYSE

läge im Bereich von 17.150 Punkten. Bei einem Anstieg über diese Zielmarke könnte der Index auf Sicht der kommenden Wochen sogar bis in den Bereich um 17.400 und 17.500 Punkte vordringen, ehe es auf diesem Niveau zu einer mittelfristigen Korrektur kommen sollte.

MDAX – Angriff auf das Allzeithoch? Mit dem Ausbruch über das damalige Allzeithoch bei 11.943 Punkten gelang es den Bullen, beim MDAX im Dezember 2012 ein langfristiges Kaufsignal auszubilden. In den folgenden Monaten stieg der Index, angestachelt von dieser positiven Entwicklung, ohne größere Zwischenkorrekturen in einer steilen Kaufwelle bis 14.325 Punkte. An dieser Stelle kam es im Sommer 2013 zu einer ersten nennenswerten Korrektur, die jedoch nach dem vorherigen massiven Aufwärtsimpuls nicht weiter verwunderlich war. Mit dem Ausbruch über das neue Rekordhoch wurde die Korrektur beendet und eine erneute raumgreifende Rally entfacht. Innerhalb weniger Wochen stieg der MDAX nach diesem Kaufsignal über die 16.000-Punkte-Marke und erreichte bereits zu Anfang dieses Jahres den Bereich um 17.000 Punkte. Mit 16.996 Punkten wurde Mitte Januar ein neues Allzeithoch markiert, das bislang den End- und Höhepunkt dieser fulminanten Hausse darstellt. Denn an diesem Punkt setzten Gewinnmitnahmen ein, die den Index in einer zweiteiligen Verkaufswelle unter das frühere Zwischenhoch bei 16.418 Punkten bis an die wichtige Unterstützung bei 15.811 Punkten drückten. Ausgehend vom Kursniveau des Tiefs vom Dezember 2013 konnten die Käufer jedoch wieder stabilisierend in das Geschehen eingreifen und zudem auch die langfristige Aufwärtstrendlinie, welche auf diesem Preisbereich verläuft, verteidigen. In den vergangenen Tagen entwickelte sich aus dieser Bodenbildung heraus ein Gegenangriff der Bullen, der den Index zuletzt wieder in die unmittelbare Nähe des Widerstands bei 16.418 Punkten

14 | AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014

antrieb. Damit steht der MDAX aktuell der letzten verbliebenen Barriere vor einem neuerlichen Kaufsignal gegenüber.

Ausblick Sollte es den Bullen in den kommenden Tagen gelingen, die Aufwärtsdynamik beizubehalten und den starken Widerstand bei 16.418 Punkten aus dem Weg zu räumen, wäre ein weiteres mittelfristiges Kaufsignal aktiviert. In der Folge könnte der Index zunächst kurzfristig bis 16.750 Punkte steigen. An dieser Stelle wäre mit einem bullisch zu wertenden Rücklauf an die Ausbruchsmarke zu rechnen, ehe sich der MDAX weiter in Richtung seines Allzeithochs orientieren dürfte. Bei einem nachhaltigen und dynamischen Ausbruch über die 16.996-Punkte-Marke würde der Wert ein weiteres Mal kurstechnisches Neuland betreten. Ein erstes rechnerisches Kursziel für einen solchen Ausbruch

MDAX (ISIN DE0008467416)

Scheitern die Bemühungen der Käuferseite dagegen an der Kursbarriere bei 16.418 Punkten, könnte es nach einer Zwischenkorrektur bis an die Unterstützung bei 16.100 Punkten zu einem neuerlichen Ausbruchsversuch kommen. Erst ein Abverkauf unter diese Haltemarke wäre derzeit bärisch zu werten und würde den MDAX unter Druck setzen. In diesem Fall wäre zusätzlich auch die langfristige Aufwärtstrendlinie durchbrochen und zunächst mit einem weiteren Rückfall auf die entscheidende Unterstützungszone bei 15.811 Punkten zu rechnen. Dort sollte es vonseiten der Bullen zu einer übergeordneten Bodenbildung kommen, um einen weiteren massiven Einbruch zu verhindern. Denn ein Rücksetzer unter diese Marke würde ein Verkaufssignal nach sich ziehen, das möglicherweise bereits für ein Ende der Rally der letzten Monate sprechen würde.

Thomas May (GodmodeTrader.de)

MDAX

(ISIN: DE0008467416)

Quelle: Godmode-Charting, 10.02.2014 Quelle: Godmode-Charting, Stand: 10.2.2014


TECHNISCHE ANALYSE

Euro/US-Dollar – bullische Flagge schürt Hoffnung auf steigende Kurse Das Währungspaar Euro/US-Dollar stieg nach einem großen, mittelfristigen Doppelboden an der Unterstützung bei 1,274 US-Dollar bis zum Jahresbeginn 2014 in einer steilen Kaufwelle an das bisherige Verlaufshoch bei 1,371 US-Dollar. Diese Marke von 1,371 US-Dollar wurde erstmals im Oktober 2013 durchbrochen und die Kaufwelle setzte sich bis an den Widerstand bei 1,386 US-Dollar fort. Allerdings war dieser Ausflug über die Kursbarrieren nur von kurzer Dauer. Bereits im Januar 2014 wurde der Wert von einer massiven Verkaufswelle erfasst, die ihn wieder unter die 1,371-US-Dollar-Marke drückte. Im Rahmen einer volatilen Abwärtsbewegung setzte das Devisenpaar Mitte Januar unter die mittelfristige Aufwärtstrendlinie zurück und brach in der Spitze bis an die Haltemarke bei 1,345 US-Dollar ein. Dieser Preisbereich wurde allerdings von der Käuferseite für eine Stabilisierung und einen dynamischen Wiederanstieg genutzt. Insbesondere zu Anfang Februar zeigte sich das Währungspaar wieder von seiner starken Seite und haussierte zuletzt in einem Aufwärtsimpuls an die kurzfristige Abwärtstrendlinie, die aktuell auf Höhe von 1,365 US-Dollar verläuft.

Fortsetzung der gesamten Aufwärtsbewegung seit Juli 2013 sprechen. Können die Bullen den Wert dementsprechend nachhaltig über die 1,365-US-Dollar-Marke antreiben, wäre die Flaggenformation nach oben hin durchbrochen. In der Folge sollte das Devisenpaar von einer weiteren Kaufwelle erfasst werden und an die Kurshürde bei 1,371 US-Dollar ansteigen. Diese Marke dürfte von den Marktteilnehmern hart umkämpft werden. Gelingt den Bullen im Anschluss jedoch auch der Ausbruch über diese Widerstandsmarke, wäre das bullische Signal des Anstiegs über die Flaggenformation bestätigt. Damit wäre zugleich der Weg an die Widerstandszone bei 1,386 US-Dollar frei. Wird auch dieser Bereich im Rahmen der Aufwärtsbewegung überschritten, würde dies bereits ein mittelfristiges Kaufsignal generieren.

Scheitern die Bemühungen der Bullen dagegen am Kreuzwiderstand bei 1,365 US-Dollar, dürfte es zunächst zu einer leichten Korrektur bis 1,355 US-Dollar kommen. Von dort aus sollte sich ein weiterer Ausbruchsversuch entwickeln. Würde die Marke dagegen durchbrochen, wäre der Anstieg der letzten Tage verpufft und eine Ausweitung der Korrektur bis 1,345 US-Dollar die Folge. An dieser Stelle hätten die Bullen ein weiteres Mal die Chance, Euro/US-Dollar zu stabilisieren und einen neuerlichen Anstieg auszulösen. Entsprechend negativ würde sich dagegen ein nachhaltiger Bruch der Unterstützung auswirken: In diesem Fall wäre ein Verkaufssignal aktiviert und zunächst Abgaben bis 1,340 US-Dollar zu erwarten. Allerdings dürfte das Verkaufssignal sich auch mittelfristig weiter auswirken und das Währungspaar nicht bereits bei 1,340 US-Dollar Halt machen. Vielmehr wäre in der Folge mit einem Kurseinbruch bis in den Bereich der Haltemarke bei 1,325 US-Dollar zu rechnen, ehe sich Euro/USDollar ausgehend von dieser markanten Unterstützung wieder erholen sollte.

Im Hinblick auf die kommenden Wochen dürfte Euro/US-Dollar in der Folge bis 1,395 und 1,400 US-Dollar haussieren.

Thomas May (GodmodeTrader.de)

Tagesaktuelle Analysen zu den wichtigsten Basiswerten und Märkten sowie Trading-Services für verschiedenste Anlageinteressen finden Sie auf www.godmode-trader.de

EUR Referenzkurs (ISIN EU0009652759)

EUR/USD

(ISIN: EU0009652759)

Ausblick Übergeordnet lässt sich die Abwärtsbewegung seit dem Hoch bei 1,389 USDollar vom Dezember des vergangenen Jahres charttechnisch als große bullische Flagge klassifizieren. Dieses Trendfortsetzungsmuster würde bei einem Bruch der oberen Trendlinie für eine mittelfristige

Quelle: Godmode-Charting, 10.02.2014 Quelle: Godmode-Charting, Stand: 10.2.2014

AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014 | 15


Mitteilung

SdK vertritt Interessen von Anleiheinhabern der hkw Personalkonzepte GmbH Am 1.2.2014 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der hkw Personalkonzepte GmbH eröffnet. Zeitgleich hat der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Axel Bierbach, die Masseunzulänglichkeit erklärt. Für den 24.2.2014 wurde vom Gericht eine Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber einberufen. Die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. wird die Stimmrechte ihrer Mitglieder auf dieser vertreten.

Schlechte Aussichten für die Gläubiger Für die Inhaber von Anleihen der hkw Personalkonzepte GmbH (WKN A1K0QR) ist dies eine sehr negative Nachricht. Denn laut Auskunft des Insolvenzverwalters bestehen zum jetzigen Verfahrensstand keine Befriedigungsaussichten für die Gläubiger. Insgesamt scheint sich die Insolvenz der hkw Personalkonzepte GmbH zu einem Skandal auszuweiten. So seien Bankdarlehen von der Geschäftsführung nicht bilanziert worden und die durch die Anleihe eingenommenen Gelder seien vollständig in Form mehrerer ungesicherter Darlehen an mit dem Geschäftsführer verbundene bzw. von diesem beherrschte Unternehmen ausgereicht worden. Inwieweit die Gelder nun zurückgeholt werden können, ist aktuell völlig offen. Da auch der Aufenthaltsort des ehemaligen Geschäftsführers Gerrit Brunsveld unklar ist, erscheinen aus Sicht der SdK zumindest große Zweifel an der Einbringbarkeit der Forderungen gegen diesen und der von ihm beherrschten Unternehmen angebracht zu sein.

SdK vertritt Stimmrechte Die SdK wird die Stimmrechte der von der Insolvenz der hkw Personalkonzepte GmbH betroffenen SdK Mitglieder auf der am 24.2.2014 stattfindenden Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber vertreten. Die Versammlung findet im Insolvenzgericht München, Infanteriestr. 5 in 80325 München im Saal 202 statt. Die

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Versammlung beginnt um 9.30 Uhr. Mitglieder der SdK, die nicht selbst teilnehmen können oder nicht teilnehmen wollen, können ihre Stimmrechte auf die SdK übertragen, siehe www.sdk.org/ hkw. Wir werden im Nachgang an die Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber über die Ergebnisse der Versammlung Bericht erstatten. Für Fragen bezüglich der Gläubigerversammlung stehen wir unseren Mitgliedern unter der Telefonnummer 089 2020846-0 oder unter info@sdk.org gerne zur Verfügung.

München, im Februar 2014 SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. Hinweis: Die SdK hält Anleihen der hkw Personalkonzepte GmbH.

Hinweis für Gläubiger der getgoods.de AG Am 1.2.2014 wurde das Insolvenzverfahren der getgoods.de AG eröffnet. Betroffen von der Insolvenz sind neben den Aktionären auch die Anleiheinhaber einer im Jahr 2017 fälligen Anleihe. Für die Gläubigerversammlung am 20.2.2014 bietet die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. ihren Mitgliedern Formulare und Ausfüllhilfe für die Forderungsanmeldung sowie einen kostenlosen Newsletter auch für Nicht-Mitglieder.

www.sdk.org/pressemitteilung. php?action=detail&pmID=724 Newsletter getgoods.de AG: www.sdk.org/getgoods.php


HV-BERICHT

Siemens AG

Antritt mit Vorschusslorbeeren Bis zum Wechsel an der Konzernspitze zählte die Aktie der Siemens AG (ISIN DE0007236101) im letzten Jahr zu den Nachzüglern im DAX. Die Hoffnung auf eine grundlegende Neuausrichtung unter dem neuen Vorstandschef treibt den Aktienkurs seitdem deutlich an.

Der neue Konzernlenker Joe Kaeser hielt sich bei seiner ersten Rede an die Hauptversammlung (HV) hinsichtlich der weiteren Pläne für die Siemens AG noch bedeckt. Neben der Abarbeitung der bestehenden Baustellen wie Hochgeschwindigkeitszüge oder Offshore-Plattformen für Windparks konzentriert sich die Gesellschaft dabei vor allem auf die bereits vorhandenen Stärken. Den Fokus legt Siemens dabei auf die wichtigen Wachstumsgebiete und die Bereiche mit den größten Wachstumschancen. Was dies im Einzelnen bedeutet, soll bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im Mai 2014 präzisiert werden. Dann stellt Joe Kaeser plangemäß den Kapitalmarktteilnehmern die umfassende Strategie für die kommenden Jahre vor. Nach dem erfolgreichen Spin-off von OSRAM teilte der Vorstandsvorsitzende lediglich mit, dass sich die Frage von Siemens als dortiger Ankeraktionär langfristig nicht mehr stellt.

AR-Chef bleibt in der Kritik Nach wie vor steht der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Gerhard Cromme im Schussfeld der Kritik. Viele Aktionäre kreideten ihm das Sommertheater um die Ablösung von Peter Löscher und die Bestellung von Joe Kaeser zum neuen Vorstandsvorsitzenden an. Im Zuge der Verhandlungen drangen Informationen aus dem Aufsichtsrat an die Öffentlichkeit. Doch trotz intensiver Nachforschungen ließ sich der Maulwurf nicht zweifelsfrei ermitteln, über mehr als Verdachtsmomente konnte Cromme in der HV nicht berichten. Auf dem Aktionärstreffen blies dem AR-Chef allerdings ein eisiger Wind entgegen. So forderten ihn zahlreiche Fonds- und Aktionärsvertreter auf, die Verjüngung des Aufsichtsrats weiter voranzutreiben und ganz besonders seine Nachfolge im Aufsichtsrat zu regeln und bereits vor Ende der Laufzeit seinen Hut zu nehmen. Das Gerücht, er habe mit mehreren Großaktionären im letzten Jahr Absprachen hinsichtlich seiner Wahl getroffen, wies er aber entschieden zurück.

gen bezeichnet werden. Während der Umsatz um 3 % auf 17,3 Mrd. Euro nachgab, legte der Auftragseingang hauptsächlich durch die erfolgreiche Generierung von Großprojekten um 9 % auf 20,8 Mrd. Euro zu. Sehr positiv gestalteten sich die sonstigen betrieblichen Erträge, die sich auch aufgrund erfolgreicher Immobilienverkäufe auf 315 Mio. Euro mehr als verdoppelten. Aufgrund einer niedrigeren Steuerquote kam das Nachsteuerergebnis im ersten Quartal um 20 % auf gut 1,4 Mrd. Euro voran. Entsprechend verbesserte sich auch das Ergebnis je Aktie auf 1,70 Euro.

Auf dem richtigen Weg, aber … Auch wenn sich der neue Vorstandsvorsitzende noch nicht in die Karten schauen ließ, werden die Anleger spätestens im Mai wissen, wo die Reise von Siemens zukünftig hingehen soll. Für das laufende Geschäftsjahr hat sich Siemens eine Margenverbesserung auf die Fahnen geschrieben. Vom Platzhirsch General Electric ist der Münchener Technologiekonzern hinsichtlich Profitabilität aber noch ein weites Stück entfernt. Mit der Bekanntgabe der neuen Strategie im Mai will Siemens bei der Marge jedoch eine Aufholjagd starten. Der Kapitalmarkt hat bereits einige der erhofften Verbesserungen wohlwollend vorweggenommen, trotzdem sind bei der Vorlage der Strategie und der Halbjahreszahlen neue Impulse für die Siemens-Aktie denkbar. Thorsten Renner

Siemens AG (ISIN DE0007236101)

Durchwachsener Jahresauftakt Die erfreuliche Kursentwicklung seit Juli 2014 untermauerte Siemens bisher nur bedingt mit den vorgelegten Geschäftszahlen. Im ersten Quartal (endete am 31.122014) darf die Entwicklung getrost als solide und im Rahmen der Erwartun-

Quelle: TraderFox

Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 11.2.2014: 94,22 Euro

AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014 | 17


REALDEPOT

Realdepot COLEXON Energy AG: Reverse Takeover wird neu aufgerollt Wie die COLEXON Energy AG am 4.2.2014 mitgeteilt hat, haben Vorstand und Aufsichtsrat sich dafür entschieden, den Aktionären des nicht börsennotierten belgischen Solarunternehmens 7C Solarparken NV, Mechelen/Belgien, ein Angebot zum Erwerb ihrer Anteile an der 7C Solarparken NV zu unterbreiten. Das Angebot sieht vor, den Aktionären von 7C Solarparken NV als Gegenleistung neue Aktien der COLEXON Energy AG anzubieten, die auf der Grundlage noch zu fassender Hauptversammlungsbeschlüsse ausgegeben werden sollen. Bereits im Dezember 2012 gab es ein in den Grundzügen vergleichbares Angebot an die damaligen Aktionäre von 7C Solarparken NV, was aber, auch aufgrund des Widerstandes der SdK, auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der COLEXON Energy AG am 15.2.2013 abgelehnt worden ist. Nun soll die Transaktion erneut auf der Tagesordnung der, für den 17.4.2014 geplanten, ordentlichen Hauptversammlung stehen.

Veränderte Situation Die Entscheidung, nochmals ein entsprechendes Angebot abzugeben, erfolgt vor dem Hintergrund, dass Vorstand und Aufsichtsrat der COLEXON Energy AG nach Gesprächen mit einzelnen Aktionärsgruppen davon ausgehen, dass nunmehr die erforderlichen Mehrheiten in der Hauptversammlung erreicht werden können. Auch mit einem Vertreter der SdK wurde im Vorfeld gesprochen. Aufgrund der Probleme bei einem der Solarparks, deren voller Umfang aus unserer Sicht erst mit dem Geschäftsbericht 2012 und der Hauptversammlung 2013 bekannt geworden ist, sehen wir es mittlerweile als vorteilhaft an, eine Übernahme der 7C Solarparken NV zu den nun vorliegenden Parametern zuzustimmen. Zwar erscheint uns die nun angedachte und gegenüber dem Vorjahr um 5 Cent verbesserte Bewertung von 0,75 Euro je COLEXON-Aktie immer noch als sehr konservativ. Jedoch dürften die zusammen mit der 7C Solarparken möglichen Wachstumschancen die konservative Bewertung der COLEXONAktie mehr als ausgleichen.

18 | AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014

Durch den Erwerb der 7C Solarparken NV wird das Portfolio an Solaranlagen signifikant auf rund 67 MWp (Megawatt Peak) ausgebaut. Damit würde COLEXON zu einem der bedeutendsten Solarparkbetreiber in Deutschland aufsteigen. Gerade vor dem Hintergrund niedriger Kapitalmarktzinsen dürfte COLEXON damit in den Fokus institutioneller Investoren rücken. Denn der Betrieb von Solaranlagen sichert aufgrund der festen Einspeisevergütung planbare Umsätze und Ergebnisse. Dadurch sollten auch vorhersehbare Dividendenzahlungen und weiteres Wachstum in den kommenden Jahren möglich sein. Dies dürfte sicherlich auch dem ein oder anderen institutionellen Investor ein Engagement in COLEXON schmackhaft machen. Zuletzt hat die Gothaer Versicherungsgruppe mit einem Einstieg bei „juwi“ Schlagzeilen gemacht (siehe http://www.versicherungsbote.de/id/4790341/ Gothaer-Windkraft-juwi-Niedrigzins-bekaempfen/). Der Finanzvorstand der Gothaer begründete den Einstieg mit dem attraktiven „Portfolio aus Wind- und Solarprojekten unterschiedlicher Hersteller in verschiedenen Regionen unseres Landes mit gut vorhersehbaren, stabilen Cashflows“.

Optionsanleihe bietet Chancen Zusätzlich zu dem Reverse Takeover beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat der COLEXON Energy AG, eine Optionsanleihe in Höhe von ca. 1,5 Mio. Euro zu begeben. Die Platzierung der Anleihe soll der Liquiditätsbeschaffung dienen. Damit sollen kurzfristig u. a. eventuelle Wachstumschancen auf dem Markt für Solarparks wahrgenommen werden. Über die mit der Anleihe verbundenen Optionsrechte soll den derzeitigen Aktionären ermöglicht werden, ihrer quotalen Beteiligungsverwässerung durch die Sachkapitalerhöhung entgegenzuwirken. Aus Sicht der SdK ist dies für die Aktionäre ein guter Schritt. Einerseits können mit dem Geld aus der Anleihe neue Solarparks kurzfristig hinzugekauft werden, und andererseits bietet dies den Aktionären die Möglichkeit, durch die Optionsrechte an zukünftig eventuell steigenden Kursen der COLEXON-Aktie zu partizipieren. Wir halten an unserem Engagement fest und rechnen nach der Durchführung des Reverse Takeovers mit steigenden Kursen.


Fotos © Essanelle Hair Group AG

REALDEPOT

Essanelle Hair Group AG: Squeeze out steht bevor.

Essanelle: Squeeze out geplant Die HairGroup AG, mit 91,2 % Großaktionär der Essanelle Hair Group AG, hat dem Vorstand am 10.2.2014 mitgeteilt, dass sie als Hauptaktionärin beabsichtigt, Verhandlungen über den Abschluss eines Verschmelzungsvertrages aufzunehmen, mit dem die Essanelle Hair Group AG auf die HairGroup AG verschmolzen werden soll. In dem Verschmelzungsvertrag soll die Angabe aufgenommen werden, dass im Zusammenhang mit der Verschmelzung die übrigen Aktionäre der Essanelle ausgeschlossen werden (sog. verschmelzungsrechtlicher Squeeze out). Über den Hinauswurf der freien Aktionäre soll die nächste Hauptversammlung der Essanelle Hair Group AG entscheiden. Als Kompensation für den zwangsweisen Ausschluss müssen die Aktionäre der Essanelle Hair Group AG eine Barabfindung erhalten. Aus Sicht der SdK muss diese Abfindung über den aktuellen Börsenkursen

liegen. Denn die Gesellschaft verfügt über ein extrem planbares Geschäftsmodell und erwirtschaftet seit Jahren hohe Gewinne. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Gesellschaft sich wohl pünktlich zum Hinauswurf der freien Aktionäre „schlecht redet“. So hat der Vorstand der Gesellschaft in einem Interview mit der Welt am Sonntag angedeutet, dass man mit einem Gewinnrückgang aufgrund des Mindestlohns rechnet. Und dies, obwohl man die Preise auch nach oben anpassen konnte. Aus unserer Sicht wäre eine solche Meldung durchaus ad-hocrelevant, sofern der Mindestlohn die zukünftige Geschäftstätigkeit signifikant beeinflussen würde. Im Zusammenhang mit dem nun geplanten Ausschluss der freien Aktionäre hat eine solche öffentliche Stellungnahme ein gewisses „Geschmäckle“. Wir werden jedoch zunächst zu aktuellen Kursen keine Aktien aus unserem Realdepot verkaufen und warten die Festsetzung der Barabfindung ab.

AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014 | 19


REALDEPOT

SdK REALDEPOT Gesamtwert am 10.2.2014 in Euro

Kursveränderung

Kaufdatum

Kaufkurs in Euro

Kaufsumme in Euro

Kurs am 10.2.2014 in Euro

661031

28.3.2011

8,55

4.272,00

12,70

6.350,00

+ 48,6 %

Wandelanleihe Gold-Zack AG i. I.

768683

13.4.2011

*8,30

8.300,00

*10,88

10.880,00

+ 31,1 %

200

Fernheizwerk Neukölln AG

576790

19.10.2011

30,50

6.099,00

35,35

7.070,00

+ 15,9 %

800

AGROB Immobilien AG. Vz.

501903

26.06.2012

8,20

6.560,00

10,78

8.624,00

+ 31,5 %

COLEXON Energy AG

525070

31.08.2012

0,67

5.360,00

0,63

5.040,00

- 6,0 %

300

Eurokai KGaA Vz.

570653

17.06.2013

19,60

5.879,00

25,69

7.707,00

+ 31,1 %

350

K+S AG

KSAG88

30.07.2013

22,72

7.952,00

24,14

8.449,00

+ 6,3 %

617703

4.8.2011

0,00

0,00

0,38

19,00

A0LN5U

22.7.2011

*79,40

3.970,00

*24,56

1.228,00

- 69,1 %

Anzahl

Wertpapier

WKN

500

Essanelle Hair Group AG

100

8.000

50 5

Repower Nachbesserungsrechte Griechenland Strip**

angefallene Transaktionskosten: 490,53 Euro | Stückzinsen: -21,33 Euro | abgeführte Steuern: 4.145,88 Euro | Kontostand: 63.274,19 Euro Gesamtdepotwert: 122.787,07 Euro

Depotveränderung: + 22,79 %

Anmerkungen: Stückzinsen = Saldo aus gezahlten und erhaltenen Stückzinsen | Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro | Depotveränderung = nach Transaktionskosten aber vor Steuern *Angaben in %; **Der Griechenland Strip enthält insgesamt 24 Wertpapiere, welche im Zuge des Zwangsumtausches für fünf alte Griechenlandanleihen (A0LN5U) eingebucht wurden. Hinweis: Markus Neumann, Mitglied des SdK Vorstands, sitzt im Aufsichtsrat der COLEXON Energy AG.

Hinweise auf potenzielle Interessenkonflikte Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar. Haftungsausschluss Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 22) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.

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HV-TERMINE Stand: 10.2.2014, Angaben ohne Gewähr, Quelle: http://www.sdk.org/hauptversammlung.php

Februar 13.02.2014 13.02.2014 14.02.2014 18.02.2014 19.02.2014 19.02.2014 20.02.2014 20.02.2014 20.02.2014 21.02.2014 21.02.2014 24.02.2014 26.02.2014 27.02.2014 28.02.2014

Infineon Technologies AG Kabel Deutschland Holding AG C.J. Vogel AG für Beteiligungen Hydrotec AG Bertrandt AG Fonterelli GmbH & Co KGaA Triplan AG Fortec Elektronik AG Youbisheng Green Paper AG Maier+Partner AG Advanced Inflight Alliance AG Forst Ebnath AG Aurubis AG OSRAM Licht AG Stern Immobilien AG

München München Hamburg Rehau Sindelfingen München Sulzbach (Taunus) München Frankfurt/Main Reutlingen München München Hamburg München München

März 04.03.2014 04.03.2014 04.03.2014 06.03.2014 10.03.2014 10.03.2014 11.03.2014 12.03.2014

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Weimar Schwäbisch Hall Schwäbisch Hall Münster Kassel-Calden Kassel-Calden Unterföhring Höhr-Grenzhausen

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Verlag: Kapital Medien GmbH • Hackenstraße 7b • 80331 München Tel: 089 2020846-20 • Fax: 089 2020846-21 E-Mail: info@kapitalmedien.de • Internet: www.kapitalmedien.de Amtsgericht München - HRB 188639 • Steuernummer 143/153/30727 ISSN 2191-5091 Pflichtblatt an den Börsen: München, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover Geschäftsführer: Daniel Bauer, Harald Rotter Herausgeber: Kapital Medien GmbH Redaktion: Chefredakteur: Harald Rotter Stellv. Chefredakteur: Daniel Bauer Autoren dieser Ausgabe: Daniel Bauer, Maximilian Fischer, Carolyn Friesl, Thomas May (BörseGo), Stefan Müller, Werner W. Rehmet (MyDividends), Thorsten Renner, Harald Rotter Lektorat: Katja Utermöller-Staege Grafik, Layout, Produktion: Antonia Schmid Redaktionsschluss: 11.2.2014 Bildnachweise: Titelseite: Kirsty Pargeter@fotolia.com, Realdepot: emu-coffee@fotolia.com, Technische Analyse: p!xel66@fotolia.com, TinoNeitz@fotolia.com Kontakt: Kapital Medien GmbH (Redaktion AnlegerPlus) • Hackenstraße 7b • 80331 München Fax: 089 2020846-21 • E-Mail: redaktion@anlegerplus.de Anrufe an Mitglieder der Redaktion können nicht weitergeleitet werden. Hierfür bitten wir um Verständnis. Copyright: Alle Rechte vorbehalten. Die Rechte für sämtliche Inhalte liegen bei der Kapital Medien GmbH. Sämtliche Inhalte sind nur für die private Nutzung bestimmt. Eine Vervielfältigung und Verbreitung ist nur mit Zustimmung der Kapital Medien GmbH zulässig. Die Veröffentlichung von Leserbriefen behält sich die Redaktion vor, ebenso, diese in gekürzter Form unter Angabe der vollständigen Adresse zu veröffentlichen. Keine Anlageberatung, wichtige Hinweise: Unsere Beiträge dienen nur zu Informationszwecken und haben keinen Bezug zu den spezifischen Anlagezielen, zur finanziellen Situation oder zu bestimmten Notwendigkeiten jedes einzelnen Empfängers. Unsere Publikationen sollen Informationen zur Verfügung stellen, um Anleger zu unterstützen, ihre eigenen Investitionsentscheidungen zu treffen, jedoch nicht um jedem Investor spezifische Anlageberatung zur Verfügung zu stellen. Folglich können die Finanzinstrumente, die hierin behandelt werden, und etwaige Empfehlungen, die hierin ausgesprochen werden, möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet sein: Leser müssen sich ihr eigenes unabhängiges Urteil hinsichtlich der Eignung solcher Investitionen und Empfehlungen angesichts ihrer eigenen Anlageziele, Erfahrung, der Besteuerungssituation und Finanzlage bilden. Die Kapital Medien GmbH hält die verwendeten Informationen und Quellen für zuverlässig. Jedoch kann die Kapital Medien GmbH keine Garantie hinsichtlich der Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit solcher Informationen übernehmen. Die verwendeten Informationen unterliegen fortwährenden Veränderungen ohne vorherige Benachrichtigung; sie können unvollständig oder zusammengefasst sein und es können möglicherweise nicht alle wesentlichen Informationen hinsichtlich der Unternehmen enthalten sein.

Die Kapital Medien GmbH ist nicht verpflichtet, die Informationen zu aktualisieren. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Wenn ein Finanzinstrument in einer von der des Investors abweichenden Währung gehandelt wird, kann eine Änderung der Währungskurse den Preis oder den Wert des Wertpapiers oder den daraus resultierenden Ertrag nachteilig beeinflussen, und solch ein Investor geht ein effektives Währungskursrisiko ein. Zusätzlich kann ein Ertrag von einer Investition schwanken und der Preis oder der Wert der Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt in unseren Reports beschrieben werden, kann steigen oder fallen. Außerdem ist die historische Entwicklung nicht notwendigerweise ein Hinweis auf die zukünftigen Resultate. Haftungsausschluss: Weder der/die Autor(en) noch die Kapital Medien GmbH haften für einen möglichen Verlust, den ein Anleger mittelbar oder unmittelbar erleidet, weil er seine Anlageentscheidungen auf Veröffentlichungen im Magazin „AnlegerPlus“ gestützt hat. Hinweis auf potenzielle Interessenskonflikte: Mit den nachstehenden Erläuterungen möchten wir Sie auf mögliche Interessenkonflikte im Zusammenhang mit unseren Beiträgen in AnlegerPlus News hinweisen. Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Mögliche Interessenkonflikte sind mit den nachfolgenden Ziffern beim jeweiligen Beitrag wie folgt gekennzeichnet: Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) Hinweis: Die SdK hält Finanzinstrumente im Anlagebestand, um ihr Vermögen zu verwalten. Des Weiteren hält die SdK Aktien von fast allen börsennotierten Emittenten (in der Regel eine Aktie), um eine Hauptversammlungspräsenz der SdK sicherstellen zu können. Die nachfolgenden Angaben unter Ziff. 1 und 2 beziehen sich lediglich auf den Anlagebestand! 1. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten Finanzinstrumente des Emittenten im Anlagebestand. 2. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten Finanzinstrumente im Anlagebestand, deren Wertentwicklung von der Wertent wicklung des Emittenten oder von von diesem emittierten Finanzinstrumenten abhängt. 3. Bei der SdK und/oder einem mit der SdK verbundenen Unternehmen bestehen Verbindungen zum Emittenten Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). 4. Die SdK und/oder verbundene Unternehen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten. Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf an der Erstellung des Beitrags beteiligte Personen: 5. An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen halten Finanzinstrumente des Emittenten. 6. An der Veröffentlichung des Beitrags beeiligte Personen halten Finanzinstrumente, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung des Emittenten oder von Finanzins- trumenten abhängt, die dieser emittiert hat. 7. Zwischen an der Veröffentlichung des Beitrags beteiligten Personen und dem Emittenten bestehen Verbindungen (Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). 8. An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten. Erscheinungsweise: Im zweiwöchentlichen Rhythmus, per E-Mail im PDF-Format Bezug: Kostenlos Anmeldung: www.anlegerplus.de/news/

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22 | AnlegerPlus News 02 | 11.2.2014


AnlegerPlus News 2/2014