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Börsenpflichtblatt der Börsen München, Stuttgart, Hamburg, Hannover, Berlin und Düsseldorf

HV-Bericht COR&FJA AG SdK REALDEPOT Kurzmeldungen

RÖDER AG

Kursziel fast erreicht Gerade einmal einen guten Monat ist es her, dass wir Ihnen die Aktie der RÖDER Zeltsysteme und Service AG bei Kursen um 55 Euro zum Kauf empfohlen. Inzwischen nähert sich die Aktie unserem Kursziel von 70 Euro an und notiert aktuell bei 65 Euro. Der Kurssprung erfolgte aber nicht ohne Grund Seite 5

Krones AG

Ergebnisziel angehoben Sehr gute Halbjahreszahlen meldet die Neutraublinger Krones AG. Der Aktienkurs macht einen Sprung nach oben. Alles in allem überzeugt die Entwicklung des MDAX-Wertes Seite 6

www.AnlegerPlus.de | Nr. 15 2013 | ISSN 2191-5091

15 | 2013 Inhaltverzeichnis

Seite

Editorial

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Kurzmeldungen

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Unternehmensmeldungene Röder

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KRONES

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Haikui Seafood

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CANCOM

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Dividendenalyse Hershey

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SdK Extra HV-Bericht COR&FJA

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SdK Realdepot

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HV-Termine

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Impressum

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Vergleiche

CANCOM AG

Nestlé Dt. AG

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Auf dem Weg zum Gipfel Ein Plus von 1.000 % in vier Jahren? Für die Aktie des IT-Dienstleisters CANCOM kein Problem. Als Kurstreiber gilt die Diskussion um Datensicherheit und Cloud Computing. Kurzfristige Rückschläge sind jedoch möglich Seite 8

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KURZMELDUNGEN Mehr Eigenständigkeit | Größte Bank der Welt | Big Brother unersättlich | Reform der Einkommenssteuer | Die BaFin informiert | Alles neu macht das KAGB | Auch Max Bahr insolvent | Drei neue ETFs


Editorial

Alarmsignale Liebe Leserinnen und Leser, „Die Entwicklung der Börse ist ein Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes in den kommenden Monaten“. So lautet ein Leitspruch, der über die letzten 50 Jahre meist Gültigkeit besaß. Im Kern heißt dies, dass die Aktienmärkte ein gutes Pro- gnoseinstrument der kommenden volkswirtschaftlichen Entwicklung darstellen. Da wirkt es auf den ersten Blick sehr beruhigend, wenn die deutschen und amerikanischen Aktienmärkte ein Indexhoch nach dem anderen reißen. Folgt man der Leitspruch-Logik, sollten uns also konjunkturelle Hochs bevorstehen. Alles im grünen Bereich? Doch erstaunlicherweise reiht sich derzeit eine schlechte Unternehmensmeldung an die nächste. Gerade jetzt in den Wochen der Halbjahresergebnisse zeigt sich, dass offenbar nicht alles Gold ist, was glänzt. So hat die Siemens AG – immerhin eines der Schwergewichte im DAX – eine gravierende Gewinnwarnung ausgesprochen, die sich nicht nur auf das laufende Geschäftsjahr bezieht, sondern die Ergebnisziele für 2014 infrage stellt. Konjunkturoptimismus sieht anders aus. Nicht viel besser sieht es bei einigen großen Werten der zweiten Reihe aus: Die im MDAX notierte MTU nahm die Jahresprognose ebenso zurück wie der im SDAX notierte Bahntechnikkonzern Vossloh. Weltwirtschaft schwächelt Damit nicht genug. Dass in Südeuropa konjunkturell so gut wie gar nichts mehr läuft, ist nicht neu und wird sich auch in den kommenden Monaten und Jahren nicht ändern. Impulse sind aus diesen Ländern also ebenso wenig zu erwarten wie aus Frankreich, immerhin der wichtigste innereuropäische Handelspartner Deutschlands. Frankreich steuert auf eine größere Rezession zu. Bleiben der asiatische und der US-amerikanische Markt. Doch gerade die bisherige Lokomotive der Weltkonjunktur, China, scheint derzeit zu schwächeln. Ob die USA, das mit Abstand konsumfreudigste Land der Welt, allein in der Lage ist, die Weltwirtschaft in Schwung zu bringen, erscheint zumindest fraglich. Sachwerte gefragt Stellt sich umso mehr die Frage, warum die Börsen nicht auf Tauchstation gehen. Mit dieser Frage beschäftigen sich derzeit Heerscharen von Analysten und Volkswirten. Deshalb nur so viel: In Zeiten einer exzessiven Geldpolitik der Notenbanken, verbunden mit einem Zinsniveau nahe Null, bleibt als Anlage eben nur der Sachwert – und dazu zählen in erster Linie Aktien. Deshalb könnte der Aufschwung an den Börsen auch noch weitergehen, die Frage bleibt nur, wie lange noch. Wenn die Stimmung kippt Zwei Ereignisse könnten die Hochstimmung an den Börsen nachhaltig beenden. Zum einen würde ein Anstieg des Zinsniveaus Anlagen in festverzinslichen Papieren wieder attraktiv machen – zulasten der Aktienanlage. Zum anderen könnten nachhaltig enttäuschende Ergebniszahlen der großen Konzerne dafür sorgen, dass die Aktienkurse in den Keller gehen. Anleger sollten also sehr genau die weitere Entwicklung beobachten.

2 | AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013

Daniel Bauer stv. Chefredakteur


KURZMELDUNGEN

Mehr Eigenständigkeit Mit einer Veränderung der Aktienstruktur ebnet ProSiebenSat.1 den Weg für einen Ausstieg der Eigentümer KKR und Permira. Die Hauptversammlung des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 beschloss am 23.7.2013 die Umwandlung der an der Börse gehandelten Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien. Sämtliche Stammaktien sollen zum Börsenhandel zugelassen werden. Das Umwandlungsverhältnis beträgt 1:1. Damit sinkt der Anteil an Stammaktien, den die Finanzinvestoren KKR und Permira halten, von 88 auf 44 %. Bisher konnten die Stämme nicht an der Börse gehandelt werden, nun können die bisherigen Eigentümer ihre Stämme über die Börse veräußern. Die beiden Unternehmen stiegen vor sechs Jahren bei ProSiebenSat.1 ein und haben ihren Ausstieg bereits angekündigt. Neben der Umwandlung beschloss die Hauptversammlung auch gleich noch eine stattliche Ausschüttung. Je Vorzugsaktie wurde eine Sonderdividende von 5,65 Euro und je Stammaktie 5,63 Euro an die Aktionäre ausbezahlt. Mit der Veränderung der Aktienstruktur gilt ProSiebenSat.1 als potenzieller Kandidat für den DAX.

Größte Bank der Welt Die größte Bank der Welt kommt nicht mehr aus China, sondern wieder aus den USA. Die US-amerikanische Wells Fargo ist die größte Bank der Welt gemessen an der Marktkapitalisierung, sie lag am 23.7.2013 bei 236 Mrd. US-Dollar. Den Titel hatte bisher die Industrial & Commercial Bank of China (ICBC) inne, die ihrerseits die Citigroup während der Finanzkrise ablöste. Nun scheint die Finanzkrise in China angekommen zu sein, die Sorgen um die chinesische Bankenlandschaft nehmen zu. Die US-amerikanischen Banken konnten sich gut regenerieren während der letzten Jahre, was sich auch an der vorwiegend national agierenden Wells Fargo

widerspiegelt. Im Reich der Mitte dagegen wächst die Angst vor allem aufgrund von sogenannten Schattenbank-Produkten. Diese tauchen zwar bisher nicht in den Bilanzen der Banken auf, können aber in der Zukunft hohe Abschreibungsrisiken mit sich bringen. Die Bewertung chinesischer Banken ist daher mit etwa 8 Cent pro US-Dollar Einlage sogar noch schlechter als die Bewertung des Bankensektors des europäischen Sorgenkindes Spanien, wo 1 US-Dollar Einlage mit 9 Cent bewertet wird.

Big Brother unersättlich Die aktuelle Datenschutzdiskussion könnte noch weiter an Fahrt gewinnen: US-amerikanische Finanzbehörden wollen uneingeschränkten Zugriff auf europäische Bankdaten. Was Geheimdienste können, wollen USamerikanische Finanzbehörden auch: europäische Daten abgreifen ohne Umwege. Direkten und uneingeschränkten Zugriff auf sensible Daten europäischer Banken wie Handelsbücher oder E-Mails, das fordern die Securities Exchange Commission (SEC) und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Und das nicht nur in den USamerikanischen Niederlassungen, sondern direkt am Hauptsitz der jeweiligen Banken, vorbei an der jeweiligen nationalen Finanzaufsicht. EU-Vertreter stellen sich gegen dieses Vorhaben, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Denn damit hätten die US-Behörden Zugriff auf Details vieler Geschäfte, die zwischen Banken und großen Unternehmen abgewickelt werden. So würde der Datenschutz verletzt und die Daten könnten zur Wirtschaftsspionage verwendet werden. Die Forderung der US-amerikanischen Behörden resultiert aus dem Bestreben, zusammen mit der EU den weltweiten „Over-The- Counter-Derivatemarkt“ zu regulieren. Angesichts der Enthüllungen der Datensammlungen der Geheimdienste ist diese Forderung an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Wir empfehlen der SEC, sich doch

direkt an die US-Geheimdienste zu wenden, dort liegt ja schon alles ausgewertet vor. Wozu also die Mühe …

Reform der Einkommenssteuer Reformpläne der Parteien zur Einkommenssteuer würden sich sehr unterschiedlich auf die Steuereinnahmen auswirken. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die Reformpläne der verschiedenen Parteien zur Bundestagswahl untersucht. Während die Pläne von SPD und Grünen Einnahmen von 6,5 bis 7,5 Mrd. Euro pro Jahr mit der stärkeren Belastung von hohen Einkommen in die Staatskassen spülen könnten, würden mit den Steuerplänen der Linken Einnahmeausfälle von mindestens 16 Mrd. Euro pro Jahr drohen. Die Linke plant, vor allem die Mittelschicht breit zu entlasten. CDU/CSU und FDP planen, die kalte Progression abzubauen. Dies würde den Staat 3,7 Mrd. Euro kosten. Bei allen Szenarien würden laut DIW vor allem die einkommensstärksten 5 % der Haushalte belastet. Dies dürfte vor allem bei Spitzenverdienern zu Ausweichreaktionen führen, die Steuerausfälle zur Folge haben. Im Falle einer großen Koalition sei auch eine Kombination aus Abbau der kalten Progression sowie einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes denkbar.

Die BaFin informiert Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) informiert über unerlaubte Finanzgeschäfte. Die BaFin weist darauf hin, dass sie dem Unternehmen, das unter der Bezeichnung „Exclusiv24 Investment & Finanzcenter AG“ an Kunden in Deutschland herantrat, keine Erlaubnis für seine Geschäftstätigkeit erteilt hat. Daher unterliegt das Unternehmen nicht der Aufsicht der BaFin. Unter anderem behauptete die „Exclusiv24 Investment & Finanzcenter AG“ auf

AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013 | 3


KURZMELDUNGEN

ihrer Website, ein Unternehmen der Citigroup zu sein und warb mit der „schufafreien“ und garantierten Ausstellung einer „Exclusiv24 Mastercard Gold“. Der Handelsregistereintrag, den das Unternehmen auf dieser Website angab, war der Fidor Bank AG aus München zuzuordnen. Weder die Fidor Bank AG noch die Citigroup stehen in irgendeiner Verbindung mit der „Exclusiv24 Investment & Finanzcenter AG“. An dem angegebenen Geschäftssitz in München war das Unternehmen außerdem nicht anzutreffen, ein Handelsregistereintrag in Deutschland lässt sich nicht feststellen.

Alles neu macht das KAGB Am 22.7.2013 trat das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in Kraft und brachte viele Änderungen mit sich. Zum 22.7.2013 löste das neue KAGB das Investmentgesetz ab und bringt für Anleger u. a. Änderungen im Bereich Offene Immobilienfonds (OIF). Für Anleger, die in OIF investieren wollen, gibt es nun eine Mindesthaltefrist von zwei Jahren sowie eine 12-monatige Kündigungsfrist. Freibetragsgrenzen, die für Altanleger gelten, die vor dem Stichtag in OIF investierten (30.000 Euro pro Kalenderhalbjahr), gibt es seit dem 22.7.2013 nicht mehr. Mehr Informationen zum Thema „Änderungen für Anleger in OIF“ finden Sie auf www.anlegerplus.de

Auch Max Bahr insolvent Nach der Insolvenz der Praktiker AG ist nun auch die Premiumtochter Max Bahr zahlungsunfähig. In der letzten Ausgabe der AnlegerPlus News berichteten wir über die Insolvenz der Praktikermärkte. Wie die Praktiker AG am 25.7.2013 mitteilte, wird nun auch für die operativen MaxBahr-Gesellschaften Insolvenz beantragt. Hintergrund sei der Wegfall einer positiven Fortführungsprognose, da ein Warenkreditversicherer die zuge-

4 | AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013

sagte Besicherung von Lieferanten nicht aufrechterhalten habe. Damit sei die zuverlässige Warenversorgung der MaxBahr-Märkte nicht mehr gewährleistet. Nach dem Bekanntwerden der Praktikerpleite vor etwa zwei Wochen hieß es noch, die gut laufenden Praktiker-Märkte sollten umgelabelt werden auf die Premiumtochter Max Bahr, die weiterhin gut dastehe. Wie die Praktiker AG mitteilt, sei jedoch zumindest das internationale Geschäft des Praktikerkonzerns vom Insolvenzverfahren unberührt.

Drei neue ETFs Seit Montag sind drei neue Rentenindex-ETFs an der deutschen Börse handelbar.

Der Euro Corporate Bond Financials UCITS ETF (ISIN DE000A1W0MX4) bietet Zugang zu Euro-Unternehmensanleihen mit Investment Grade, die von Finanzunternehmen und Real Estate Investment Trusts (REITs) begeben werden. Der Global Corporate Bond EUR Hedged UCITS ETF (ISIN DE000A1W2KG9) bildet die Wertentwicklung von festverzinslichen Unternehmensanleihen mit Investment Grade ab, die von Kapitalgesellschaften aus Industrie- und Emerging Markets weltweit begeben wurden. Mit dem J.P.Morgan $ EM Bond EUR Hedged UCITS (DE000A1W0PN8) erhalten Anleger die Möglichkeit, an der Wertentwicklung von US-Dollar-Staatsanleihen und Quasi-Staatsanleihen von Schwellenländern zu partizipieren. Weitere Informationen zu den ETFs erhalten Anleger unter www.ishares.de.

Seit gestern sind drei neue RentenExchange Traded Funds (ETF) des Emittenten iShares auf Xetra handelbar. Projekt1:Layout 1

27.06.2013

12:47 Uhr

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UNTERNEHMENSMELDUNGEN

RÖDER Zeltsysteme und Service AG © Röder AG

Kursziel fast erreicht

Gerade einmal einen guten Monat ist es her, dass wir Ihnen die Aktie der RÖDER Zeltsysteme und Service AG (ISIN DE0007066003) bei Kursen um 55 Euro zum Kauf empfohlen. Inzwischen nähert sich die Aktie unserem Kursziel von 70 Euro an und notiert aktuell bei 65 Euro. Der Kurssprung erfolgte aber nicht ohne Grund.

Da wäre zunächst die Meldung, dass der Großaktionär, der Schweizer Private Equity Fonds Zurmont Madison, mittlerweile mehr als 95 % an RÖDER hält. Dies nährt Spekulationen, dass ein Squeeze out durch Zurmont oder ein anderes Unternehmen, das das Zurmont-Paket kauft, bevorstehen könnte. Zudem veröffentlichte RÖDER die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 23.8.2013. Wie von uns erhofft, zeigt sich die Gesellschaft wieder sehr ausschüttungsfreudig und schlägt eine Dividendenzahlung von 3,90 Euro je Aktie vor. Auf Basis des aktuellen Kurses errechnet sich somit eine stolze Dividendenrendite von 6 %.

mittelfristige Kursziel auf 75 Euro, das Stop-Loss-Limit ziehen wir auf 53 Euro nach.

Maximilian Fischer

RÖDER AG (ISIN DE0007066003)

Aktie halten Trotz des jüngsten Kursanstiegs erscheint uns die RÖDER-Aktie derzeit nicht zu teuer. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Dividendenzahlung bleibt die Aktie haltenswert. Wie erhöhen das

Quelle: finanztreff.de / Kurs am 30.7.2013: 64,00 Euro

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AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013 | 5


© Krones AG

UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Krones AG

Ergebnisziel angehoben Sehr gute Halbjahreszahlen meldet die Neutraublinger Krones AG (ISIN DE0006335003). Der Aktienkurs macht einen Sprung nach oben, doch noch höhere Kurse dürften nur eine Frage der Zeit sein.

Der Weltmarktführer in der Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik befindet sich auf Wachstumskurs. Von April bis Juni 2013 stieg der Umsatz des Unternehmens um 8,3 % auf 694 Mio. Euro, im ersten Halbjahr 2013 kletterte der Umsatz insgesamt um 6,8 % auf 1,38 Mrd. Euro (Vj. 1,29 Mrd. Euro). Beeindruckender als die Umsatzsteigerung ist aber die Ergebnisentwicklung: Im ersten Halbjahr 2013 erwirtschaftete das Unternehmen ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 79,7 Mio. Euro. Damit stieg das EBT im Vergleich zum Vorjahr um satte 24,5 %. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, verbesserte sich im Berichtszeitraum von 5,0 % im Vorjahr auf 5,8 %. Das Ergebnis je Aktie konnte von 1,47 Euro im Vorjahr auf 1,81 Euro gesteigert werden.

Prognose angehoben

Aktie halten Alles in allem überzeugt die Entwicklung des MDAX-Wertes Krones erneut. Seit wir die Aktie im Mai letzten Jahres bei einem Kurs von 43 Euro vorgestellt haben, konnte sie mittlerweile ein stolzes Plus von 42 % verbuchen. Doch damit ist aus unserer Sicht die Fahnenstange noch nicht erreicht. Wir erhöhen unser mittelfristiges Kursziel auf 73 Euro und ziehen das Stop-LossLimit auf 52 Euro nach. Maximilian Fischer

Krones AG (ISIN DE0006335003)

Hauptsächlich wegen der weiterhin hohen Nachfrage aus den Emerging Markets verbesserte sich der Auftragseingang von Januar bis Juni 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 % auf 1,38 Mrd. Euro. Zum 30.6.2013 betrug der Auftragsbestand des Unternehmens 1 Mrd. Euro. Neben den erfreulichen Steigerungen bei den Aufträgen liegt Krones zum Halbjahr 2013 bei der Ertragskraft aufgrund der ersten Erfolge der eingeleiteten ValueMaßnahmen leicht über Plan. Deshalb erhöht der Vorstand für das Gesamtjahr 2013 seine Prognose für die EBT-Marge auf 5,8 % bis 6,0 % (bisher: mehr als 5,5 %). Quelle: Traderfox-Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 30.7.2013: 63,50 Euro

6 | AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013


© Alexander Raths - Fotolia

UNTERNEHMENSMELDUNGEN

Haikui Seafood AG

Der Fisch stinkt vom Kopf her Vor gut einem Jahr feierte mit der Haikui Seafood AG (ISIN DE000A1JH3F9) „ein etabliertes international und im chinesischen Heimatmarkt operierendes Fischverarbeitungsunternehmen“ sein Börsendebüt mit einem Emissionspreis von 10 Euro. Nach anfänglichen Erfolgsmeldungen reiht sich das Unternehmen mittlerweile nahtlos in die Serie chinesischer Schaumschlägerbuden ein.

Haikui ist ein im südöstlichen Teil Chinas gelegenes Unternehmen, das Fisch und Meeresfrüchte für den chinesischen und internationalen Markt verarbeitet. Mit einer Produktpalette von mehr als 100 verschiedenen konservierten und gefrorenen Produkten geriert sich Haikui als ein „führender Hersteller von Fischund Meeresfrüchte-Produkten in China.“ Dass die Bezeichnung „führend“ aber eher irreführend ist, zeigte sich spätestens mit der Veröffentlichung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2012. Im riesigen chinesischen Markt erwirtschaftete Haikui einen Umsatz von gerade einmal 195 Mio. Euro. Immerhin entspricht dies einer Umsatzsteigerung gegenüber dem

Vorjahr von 28 %. Auch im Ergebnis sieht das Jahr 2012 gut aus; der Nettogewinn wuchs um 20,4 % von 26,7 Mio. Euro im Jahr 2011 auf 32,2 Mio. Euro in 2012. Ausweislich des Geschäftsberichts entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 3,17 Euro.

Hiobsbotschaft im Juli Trotz dieses beeindruckenden Zahlenwerks konnte die Haikui-Aktie ihr Emissionsniveau nicht mehr erreichen und dümpelte das bisherige Jahr 2013 zwischen 8 und 9,90 Euro vor sich hin. Letzte Woche ereilte Seafood-Freunde, die sich Haikui-Aktien ins Depot gelegt

Haikui Seafood AG (ISIN DE000A1JH3F9)

Nicht führend, sondern irreführend. Im Juli kam die Gewinnwarnung. Quelle: finanztreff.de Kurs am 30.7.2013: 6,05 Euro

hatten, dann der Schock. „Aufgrund des schwierigen Marktumfelds“ publizierte die Gesellschaft eine Umsatz- und Gewinnwarnung, anstelle eines geplanten 2013er- Umsatzwachstums von 5 % steht jetzt ein Umsatzrückgang um rund 20 % im Raum. Die EBIT-Marge soll ebenfalls deutlich geringer ausfallen. Besonders bemerkenswert bei dieser Meldung ist die Tatsache, dass der Umsatz im ersten Halbjahr lediglich um 12,7 % gefallen ist. Wenn also für das Gesamtjahr ein Umsatzrückgang von 20 % avisiert wird, bedeutet dies einen bevorstehenden drastischen Umsatzeinbruch in der zweiten Jahreshälfte.

Aktie meiden Der Aktienkurs passt sich dem Niveau der Meldung an und verliert weit über 20 %, aktuell notiert das Haikui-Papier bei etwa 5,50 Euro. Wir sind grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber chinesischen Unternehmen, die unter deutscher Fahne am Aktienmarkt notieren, und raten auch aus diesem Grund dringend vor einem Einstieg ab. Maximilian Fischer

AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013 | 7


© Cancom AG

UNTERNEHMENSMELDUNGEN

CANCOM AG

Auf dem Weg zum Gipfel Ein Plus von 1.000 % in vier Jahren? Für die Aktie des IT-Dienstleisters CANCOM (ISIN DE0005419105) kein Problem. Als Kurstreiber gilt die Diskussion um Datensicherheit und Cloud Computing. Kurzfristige Rückschläge sind jedoch vorprogrammiert.

Allein der Kurssprung in der dritten und vierten Juliwoche 2013 um 30 % schreit nach einer Konsolidierung. Längerfristig halten die meisten Experten die Rally bei dem Münchner Unternehmen aber für intakt. Befeuert wurde die Aktie zuletzt von Vorstandschef Klaus Weinmann selbst. In einem Interview mit der „Euro am Sonntag“ Mitte Juli machte er den Investoren Hoffnung auf ein erfolgreiches zweites Quartal: „April und Mai waren gute Monate. Im Juni hat sich der positive Trend fortgesetzt“, sagte Weinmann dort. Cloud-Dienste brächten CANCOM derzeit mit 10 Mio. Euro Jahresumsatz „drei bis vier Mio. Euro operativen Gewinn“, erklärte er.

Gewinner des Spionageskandals

Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden werde dem Thema Datensicherheit eine große Aufmerksamkeit geschenkt. Wachsen will CANCOM vor allem im Geschäft mit Cloud Computing. Dabei sind viele Anwendungen nicht mehr auf dem Rechner installiert, sondern über das Internet jederzeit auch von Mobiltelefonen oder Laptops verfügbar. Das macht die Software-Nutzung einfacher und kostengünstiger. Auch große Software-Konzerne wie SAP und Oracle setzen auf das CloudGeschäft.

CANCOM AG (ISIN DE0005419105)

CANCOM wandelte sich in den letzten Jahren von einem Systemhaus mit reinem Hard- und Softwareangebot (von Firmen wie Hewlett-Packard, Apple oder IBM) zu einem IT-Komplettlösungsanbieter, bei dem auch der Vertrieb von IT-Dienstleistungen zur Geschäftstätigkeit gehört. Tatsächlich sieht sich der IT-Dienstleister aus dem TecDAX daher auch als Gewinner des jüngsten Spionageskandals des US-Geheimdienstes NSA. „Die öffentliche Diskussion über Datensicherheit hat uns den Vertrieb erheblich erleichtert“, sagte Weinmann. Erst seit den Enthüllungen des früheren US-

8 | AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013

Quelle: Traderfox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 30.7.2013: 24,33 Euro


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Umsatz verdoppeln

Neue Ankeraktionäre

Dank dieses Trends will CANCOM den Umsatz in drei bis fünf Jahren auf 1 Mrd. Euro nahezu verdoppeln und die Gewinnziele sogar noch früher erreichen. „Wir können 50 Mio. Euro operativen Gewinn auch ohne die 1 Mrd. Euro Umsatz erreichen“, ist der CANCOM-Chef überzeugt. 2012 hatten die Münchner bei einem Umsatz von 558,1 Mio. Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 28,1 Millionen Euro erzielt. Im ersten Quartal waren Umsatz und EBIT allerdings im Vergleich zum Vorjahresquartal gesunken. Am 13.8.2013 wird CANCOM die Zahlen des zweiten Quartals vorstellen.

Doch Fantasie bekommt CANCOM auch von anderer Seite. Erst jüngst ist die Schick-Familie als Großaktionär bei den Süddeutschen eingestiegen. Karin Schick hat sich 10,15 % an CANCOM gesichert. Sie ist die Tochter von Gerhard Schick, dem Gründer des IT-Systemhauses Bechtle. Bechtle ist in der Branche hinter Computacenter die Nummer 2, vor CANCOM, der Nummer 3. Seitdem wird spekuliert, ob sich zwischen Bechtle und CANCOM eine Zusammenarbeit oder gar eine Fusion anbahnt.

Analysten sind von den guten Aussichten des Unternehmens überzeugt. Die Transformation von einer weniger spannenden IT-Firma hin zu einem Anbieter von Cloud-Lösungen sei auf einem guten Weg, schrieb kürzlich Tim Wunderlich vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser. Wunderlich empfiehlt deshalb die CANCOM-Aktie mit Kursziel 29 Euro zum Kauf.

Seit Juni 2013 hat CANCOM mit Investor Johann Vielberth noch einen weiteren Ankeraktionär. Vielberth und seine Elber GmbH haben sich ebenfalls gut 10 % der Anteile an CANCOM gesichert. Bahnt sich da eine Übernahmeschlacht an? Über Schicks und Vielberths Interesse an CANCOM kann nur spekuliert werden. Doch dürfte sie die Kursfantasie vorerst weiter anheizen. Stefan Siebert

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AnlegerPlus News 15 08 | 30.7.2013 23.4.2013 | 9


DIVIDENDENANALYSE

Hershey Co.

Hershey versüßt die Dividende Die Aktie des amerikanischen Schokoladenherstellers The Hershey Company (ISIN: US4278661081, NYSE: HSY) weist seit Jahresanfang eine erstaunliche Kursentwicklung auf. Nicht minder beeindruckend ist die Dividendenhistorie des Traditionskonzerns.

Die Firma The Hershey Company zählt zu den ältesten Schokoladenherstellern der USA. Das Unternehmen wurde 1894 durch Milton S. Hershey, einem Sohn deutscher Einwanderer, gegründet. Damals noch als ein Zulieferer für seine Lancaster Caramel Company. Heute dreht sich in der Heimatstadt Hershey im Bundesstaat Pennsylvania alles um das Thema Schokolade.

Hershey ist ein Traditionsunternehmen Es gibt sogar eine Hershey Bears-Hockeymannschaft, das Hersheypark-Stadion und einen eigenen Freizeitpark zum Thema Schokolade. Viele Amerikaner nutzen das Angebot für einen Familienausflug. Der relativ kleine Ort mit rund 15.000 Einwohnern bezeichnet sich selbst als den „süßesten Platz der Erde“. Die Zwillings-Schornsteine der Hershey-Schokoladenfabrik gelten als Wahrzeichen der Stadt. Zu den bekanntesten Produkten des Unternehmens gehören Hersheys Schokolade, der Schokoriegel Reese‘s Peanut Buttercup, Hershey‘s Kisses sowie Kit Kat Schokoriegel, für die Hershey seit 1970 die Lizenz zur Produktion in den USA hat. Darüber hinaus wird ein Großteil der Militärschokolade in den USA von The Hershey Company hergestellt.

The Hershey gilt als Versuchung für Lebensmittelkonzerne Immer wieder tauchten in der Vergangenheit Gerüchte auf, The Hershey Company könnte an einen großen „Player“ im Lebens-

Hershey Co. (ISIN US4278661081, NYSE: HSY)

mittelmarkt verkauft werden. Im Süßwarensektor ist auch viel Bewegung. So schluckte der Schokoriegel-Riese Mars im Jahr 2008 den Kaugummi-Konzern Wrigley. Kraft Foods kaufte im Jahr 2010 den britischen Konzern Cadbury Schweppes für 11,9 Mrd. US-Dollar. Auch Hershey versuchte damals einen Einstieg bei Cadbury, musste sich am Ende aber Kraft Foods geschlagen geben. Der Hauptaktionär von Hershey, die Stiftung Hershey Trust, drängt das Management in Richtung Diversifizierung. Die Stiftung besitzt rund 30 % der Stammaktien und über 75 % der Stimmrechte. Ein Verkauf wurde bisher aber stets abgelehnt. Da die Firma als Traditionsunternehmen gilt, würden wohl auch viele Amerikaner auf die Barrikaden gehen, sollte ein Verkauf tatsächlich auf der Agenda stehen.

Die Dividendenhistorie kann sich sehen lassen The Hershey Company wird seinen Aktionären am 13.9.2013 eine Quartalsdividende in Höhe von 48,5 US-Cents ausbezahlen, eine Anhebung um 6,5 Cents oder 15,5 % gegenüber dem Vorquartal. Damit werden auf das Gesamtjahr gerechnet zukünftig 1,94 US-Dollar ausgeschüttet. Somit errechnet sich eine aktuelle Dividendenrendite von 2,06 % beim derzeitigen Aktienkurs von 93,90 US-Dollar. Dies ist bereits die 335. Zahlung einer Quartalsdividende in ununterbrochener Folge. Zuvor wurde die Dividende im Oktober 2012 um 10,5 % angehoben.

Beeindruckende Kursentwicklung an der Wall Street Mit der Aktienkursentwicklung dürften die Aktionäre wohl auch sehr zufrieden sein. Seit Jahresanfang liegt der Wert an der Wall Street mit rund 30 % im Plus und notierte zu Redaktionsschluss auf einem Allzeithoch. Fundamental läuft das Schokoladengeschäft wie geschmiert. Der Umsatz lag im Fiskaljahr 2012 bei 6,64 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn betrug 661 Mio. US-Dollar. Hershey erwartet für 2013 ein Ergebnis je Aktie von 3,60 bis 3,65 US-Dollar und einen Umsatzanstieg um rund 7 % im Vergleich zum Vorjahr.

Werner W. Rehmet Chefredakteur MyDividends.de www.MyDividends.de Quelle:www.finanztreff.de / Kurs am 30.7.2013: 71,66 Euro

10 | AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013


HV-BERICHT

COR&FJA AG

© COR & FJA

Erneute Enttäuschung Die COR&FJA AG (ISIN DE0005130108) tut sich auch vier Jahre nach der Fusion schwer und hat im Jahr 2012 die Anteilseigner erneut schwer enttäuscht. Eine strategische Neuausrichtung soll nun die Wende bringen.

Bereits im Halbjahresbericht 2012 wurden die Jahresziele für 2012 kassiert. Die Umsatzprognose von 145 Mio. Euro wurde auf 138 bis 143 Mio. Euro reduziert, beim EDBITDA wurden statt der geplanten 9,0 Mio. Euro nur noch 3,5 bis 6,0 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Im Neunmonatsbericht, der am 15.11.2012 veröffentlicht wurde, bestätigte man diese angepassten Planzahlen. Sechs Wochen vor Geschäftsjahresende dürfte eigentlich nicht mehr viel anbrennen – sollte man meinen.

Prognose verfehlt trotz angepasster Planzahlen Als am 30.4.2013dann das Jahresergebnis für 2012 präsentiert wurde, traute so mancher seinen Augen nicht. Die Umsatzerlöse lagen bei nur 136,7 Mio. Euro (Vj. 135,2 Mio. Euro). Katastrophal entwickelten sich Ertragskennzahlen. Das EBITDA lag mit minus 9,1 Mio. Euro (Vj. 6,7 Mio. Euro) deutlich im roten Bereich und meilenweit von der Prognose entfernt. Der Jahresfehlbetrag explodierte geradezu auf 24,6 Mio. Euro, nach einem Verlust von 1,3 Mio. Euro 2012. Auf der Hauptversammlung am 25.6.2013 wurde diese Planverfehlung heftig von Aktionärsseite gerügt. Der neue Interimsvorstandsvorsitzende Dr. Christian Hofer – sein Vorgänger Ulrich Wörner verließ zum 31.1.2013 wegen „unterschiedlicher Auffassungen über die Geschäftspolitik“ die Gesellschaft – nannte als Hauptgrund für die verfehlte Prognose ein gescheitertes Projekt im Versicherungsbereich. Allein dies führte zu einer Belastung von 6 Mio. Euro. Firmenwertabschreibungen auf zuvor offensichtlich zu hoch bewertete Beteiligungen schlugen mit 5 Mio. Euro zu Buche. Nun sollte der Großteil der Altlasten aber bereinigt sein, wie der Vorstand versicherte.

nis natürlich auch seine Spuren. Das Eigenkapital reduzierte sich auf 50,0 Mio. Euro (Vj. 76,3 Mio. Euro). Da gleichzeitig aber auch die Bilanzsumme auf 106 Mio. Euro (Vj. 130 Mio. Euro) zurückging, blieb die Eigenkapitalquote mit 47,2 % (Vj. 58,7 %) auf einem recht komfortablen Niveau.

Bringt die strategische Neuausrichtung endlich die Wende? Neben einem radikalen Kostensenkungsprogramm, welches die Kostenseite von COR&FJA pro Jahr um 12 Mio. Euro entlasten wird, hat das Management auch die strategische Neuausrichtung des Unternehmens eingeleitet. Künftig wird sich COR&FJA auf das Kerngeschäft, also die Entwicklung und den Vertrieb von Standardsoftware für Lebensversicherer und Banken, fokussieren. Die grundsätzlichen Weichenstellungen sollen im dritten Quartal 2013 abgeschlossen sein. Für das Gesamtjahr wird mit einem Umsatz von 139 Mio. Euro und einem EBITDA von 5,0 Mio. Euro gerechnet. Da COR&FJA in den letzten Jahren seine Prognosen nicht eingehalten hat, sollten Anleger die weitere Entwicklung erst einmal abwarten. Ein Einstieg bietet sich erst dann an, wenn sich abzeichnet, dass die Gesellschaft auch tatsächlich nachhaltig Gewinne macht. Reinhard Hock

COR&FJA AG (ISIN DE0005130108)

Zurückhaltende Finanzbranche Des Weiteren hat COR&FJA darunter zu leiden, dass sich die Banken und Versicherungsunternehmen aufgrund der Finanzkrise momentan mit Investitionen zurückhalten. Besonders betroffen sind die Lebensversicherer, die aufgrund der historisch niedrigen Zinsen um ihr Geschäftsmodell kämpfen. In diesem Bereich konnte COR&FJA 2012 deswegen auch nur einen Neukunden gewinnen. In der Bilanz hinterließ das schlechte Ergeb-

Quelle: Traderfox

Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 30.7.2013: 0,82 Euro

AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013 | 11


REALDEPOT

Kurzmeldungen Griechenlandanleihen: vom Umtausch nicht ausgeschlossen? Während Griechenland wie gewohnt um die nächste Auszahlung der Hilfsgelder zittern muss, da wieder nicht alle Auflagen der internationalen Geldgeber erfüllt worden sind, sorgt derweil auch das Verfahren gegen den Zwangsanleihentausch vom März 2012 vor dem obersten Verwaltungsgerichtshof für Gesprächsstoff. Einer der zuständigen Richter ist mit einer Mitarbeiterin einer griechischen Kanzlei, die gegen den Anleiheumtausch klagt, verwandt. Der Richter könnte für befangen erklärt werden. Dies hätte eventuell zur Folge, dass die Verhandlung von vorne beginnen müsste. Für Privatanleger gibt es derweilen auch interessante Nachrichten, was die im Rahmen des Zwangsumtausches erhaltenen 20 neuen griechischen Anleihen mit Laufzeiten zwischen 2023 und 2042 angeht. Laut dem Nachrichtendienst debtwire

gibt es Überlegungen Seiten Griechenlands, die 20 Anleihen in nur wenige Anleihen mit kürzeren Laufzeiten umzutauschen. Dadurch hofft man, die Liquidität in den Papieren zu erhöhen und geringere Liquiditätsprämien zahlen zu müssen.

REpower: Warten auf das Gericht … Der Squeeze out der Anleger bei REpower jährt sich im September 2013 bereits zum zweiten Mal. Mittlerweile liegt, wie bereits gemeldet, die Stellungnahme der Gegenseite vom 4.6.2012 im Spruchverfahren vor. Aufgrund der erheblichen Belastung der zuständigen Kammer des Landgerichts Hamburg konnte bisher aber weder ein Verhandlungstermin angesetzt noch Fragen an einen sachverständigen Prüfer formuliert werden. Leider ist dies vor deutschen Gerichten mittlerweile Standard. Und bei REpower muss daher auch mit einer Verfahrensdauer von mehreren Jahren gerechnet werden.

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Geschäftsjah r 31. März zum 2012


REALDEPOT

SdK REALDEPOT Gesamtwert am 30.7.2013 in Euro

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Kurs am 30.7.2013 in Euro

661031

28.3.2011

8,55

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4.925,00

+ 15,3 %

Wandelanleihe Gold-Zack AG i. I.

768683

13.4.2011

*8,30

8.300,00

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10.630,00

+ 28,1 %

200

Fernheizwerk Neukölln AG

576790

19 .10.2011

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6.412,00

+ 5,1 %

800

AGROB Immobilien AG. Vz.

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26.06.2012

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COLEXON Energy AG

525070

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Eurokai KGaA Vz.

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Repower Nachbesserungsrechte

617703

4.8.2011

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- 73,7 %

Anzahl

Wertpapier

WKN

500

Essanelle Hair Group AG

100

8.000 300 50 5

Griechenland Strip**

angefallene Transaktionskosten: 456,03 Euro | Stückzinsen: -21,33 Euro | abgeführte Steuern: 4.145,88 Euro | Kontostand: 71.260,69 Euro Gesamtdepotwert: 116.523,07 Euro

Depotveränderung: +16,52 %

Anmerkungen: Stückzinsen = Saldo aus gezahlten und erhaltenen Stückzinsen | Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro | Depotveränderung = nach Transaktionskosten aber vor Steuern *Angaben in %; **Der Griechenland Strip enthält insgesamt 24 Wertpapiere, welche im Zuge des Zwangsumtausches für fünf alte Griechenlandanleihen (A0LN5U) eingebucht wurden.

Hinweise auf potenzielle Interessenkonflikte Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar. Haftungsausschluss Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 15) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.

AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013 | 13


HV-TERMINE Stand: 29.7.2013, Angaben ohne Gewähr, Quelle: http://www.sdk.org/hauptversammlung.php

August (bis 29.8.2013) 01.08.2013 02.08.2013 02.08.2013 06.08.2013 06.08.2013 06.08.2013 06.08.2013 07.08.2013 07.08.2013 07.08.2013 07.08.2013 07.08.2013 08.08.2013 08.08.2013 08.08.2013 08.08.2013 08.08.2013 09.08.2013 09.08.2013 09.08.2013 09.08.2013 09.08.2013 12.08.2013 13.08.2013 13.08.2013 13.08.2013 13.08.2013 13.08.2013 13.08.2013 14.08.2013 14.08.2013

Südzucker AG Activa Resources AG Youbisheng AG Delignit AG Hansen AG MagForce AG MWG-Biotech AG co.don AG Hasen-Immobilien AG Lotto24 AG SolarWorld AG wind 7 AG AFKEM AG artnet AG Intertainment AG Ströer Media AG Varengold AG TOKUGAWA AG Blue Cap AG Cleanventure AG KREMLIN AG Leonardo Venture REII-Development AG Boll AG i.A. Gesundheitswelt Chiemgau AG KLEPPER Faltbootwerft AG Neschen AG SWL Sustainable Wealth Lab AG Value Management AG ADC GmbH & Co. KGaA B.M.P. AG

14.08.2013 14.08.2013 14.08.2013 14.08.2013 15.08.2013 15.08.2013 15.08.2013 15.08.2013 16.08.2013 16.08.2013 16.08.2013 16.08.2013 16.08.2013 19.08.2013 19.08.2013 20.08.2013 20.08.2013 20.08.2013 20.08.2013 20.08.2013 20.08.2013 20.08.2013 20.08.2013 20.08.2013 20.08.2013 20.08.2013 21.08.2013 21.08.2013 21.08.2013 21.08.2013 21.08.2013 21.08.2013 21.08.2013 21.08.2013 21.08.2013

CCP AG Gigaset AG IC Immobilien Holding AG SEE Real Estate AG i.L. ADM Hamburg AG BHE Finanz AG Real2 Immobilien AG üstra AG a.i.s. AG ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG FIDOR Bank AG Girindus AG i.L. MDB AG i.L. DESIGN Bau AG feedback AG Bayerische Gewerbebau AG First Sensor AG Heliad Equity Janosch film & medien AG Lloyd Fonds AG Medical Columbus AG net mobile AG Pfandfinanz Holding AG SOLARPRAXIS AG Viscom AG vwd AG COLEXON Energy AG Concilium AG Curanum AG ELIKRAFT AG ItN Nanovation AG LensWista AG Prime Office REIT-AG Regenbogen AG wallstreet:online AG

14 | AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013

Mannheim Bad Homburg Frankfurt/Main Blomberg München Berlin Hamburg Berlin Augsburg Hamburg Bonn Eckenförde Hamburg Berlin München Köln Hamburg Aachen München Hamburg München Mannheim Düsseldorf Mainz Bad Endorf Rosenheim Hannover Essen Kronberg i. Taunus Frankfurt/Main HamburgSchnelsen Aschaffenburg München Unterschleißheim Stuttgart Hamburg Hamburg Köln Hannover Mannheim Köln München Hannover München Kiel Hamburg München Berlin Frankfurt/Main Berlin Hamburg Frankfurt/Main Düsseldorf München Berlin Hannover Frankfurt/Main Hamburg Gommern München Borken Saarbrücken Berlin München Kiel Berlin

22.08.2013 22.08.2013 22.08.2013 22.08.2013 22.08.2013 22.08.2013 22.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 23.08.2013 26.08.2013 26.08.2013 26.08.2013 26.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 27.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 28.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013 29.08.2013

Bio-Gate AG CytoTools AG Global Oil & Gas AG HMS Bergbau AG Klima Investment GmbH & Co. KGaA Norddeutsche Steingutfabrik AG TTL Information Technology AG action press Holding AG C.J. Vogel AG für Beteiligungen Bayerische Basaltstein AG i.L. H.P.I. Holding AG Kofler Energies AG KTG Agrar AG NBIC Capital AG Russia Total Return AG Rücker AG Röder AG SCI AG Webac Holding AG Axiogenesis AG cash.life AG MISTRAL Media AG Private Assets AG Aragon AG Bankhaus Main AG i. L. CR Capital Real Estate AG Diskus Werke AG Enerxy AG EPG AG Fanorakel AG Gateway Real Estate AG IPO.GO AG Oceanica AG Pixelpark AG Progeo Holding AG SQS AG telegate AG VSM AG DUMPcar AG Easy Software AG FALKENSTEIN Nebenwerte AG getgoods.de AG independent capital AG Meravest Capital AG MERIDIO AG Nanostart AG Online Marketing Solutions AG RWL Solar AG SYGNIS Pharma AG W.E.T. AG Advanced Inflight Alliance AG BCA AG Berliner Synchron AG Camera Work AG CinemaxX AG Cybits Holding AG DNI Beteiligungen AG Horus AG informica real invest AG L-KONZEPT Holding AG nextevolution AG Sparta AG Stöhr & Co. AG i. L. TRANSRADIO AG

Nürnberg Darmstadt Frankfurt/Main Berlin Hamburg Bremen München Bonn Hamburg Waldsassen München Berlin Hamburg Hamburg Bad Homburg Wiesbaden Frankfurt/Main Usingen München Köln Frankfurt/Main Heidelberg Reichenau Mainz Frankfurt/Main Berlin Frankfurt/Main Stuttgart Frankfurt/Main München Frankfurt/Main Reichenau Hamburg Berlin Großbeeren Köln München Hannover Reichenau Mülheim/Ruhr Hamburg Frankfurt/Oder Stuttgart Karlsruhe Köln Frankfurt/Main Frankfurt/Main Frankfurt/Main Eppelheim Odelzhausen München Oberursel Berlin Berlin Hamburg Frankfurt/Main Köln Köln Halle/Saale Berlin Frankfurt/Main Hamburg Frankfurt/Main Berlin


IMPRESSUM

Verlag: Kapital Medien GmbH • Hackenstraße 7b • 80331 München Tel: 089 2020846-20 • Fax: 089 2020846-21 E-Mail: info@kapitalmedien.de • Internet: www.kapitalmedien.de Amtsgericht München - HRB 188639 • Steuernummer 143/153/30727 ISSN 2191-5091 Pflichtblatt an den Börsen: München, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover Geschäftsführer: Daniel Bauer, Harald Rotter Herausgeber: Kapital Medien GmbH Redaktion: Chefredakteur: Harald Rotter Stellv. Chefredakteur: Daniel Bauer Autoren dieser Ausgabe: Daniel Bauer, Maximilian Fischer, Carolyn Friesl, Reinhard Hock, Werner W. Rehmet (MyDividends), Harald Rotter, Stefan Siebert Lektorat: Katja Utermöller-Staege Grafik, Layout, Produktion: Antonia Schmid Redaktionsschluss: 30.7.2013 Bildnachweise: Titelseite: Kirsty Pargeter@fotolia.com, Realdepot: emu-coffee@fotolia.com,

Kontakt: Kapital Medien GmbH (Redaktion AnlegerPlus) • Hackenstraße 7b • 80331 München Fax: 089 2020846-21 • E-Mail: redaktion@anlegerplus.de Anrufe an Mitglieder der Redaktion können nicht weitergeleitet werden. Hierfür bitten wir um Verständnis. Copyright: Alle Rechte vorbehalten. Die Rechte für sämtliche Inhalte liegen bei der Kapital Medien GmbH. Sämtliche Inhalte sind nur für die private Nutzung bestimmt. Eine Vervielfältigung und Verbreitung ist nur mit Zustimmung der Kapital Medien GmbH zulässig. Die Veröffentlichung von Leserbriefen behält sich die Redaktion vor, ebenso, diese in gekürzter Form unter Angabe der vollständigen Adresse zu veröffentlichen. Keine Anlageberatung, wichtige Hinweise: Unsere Beiträge dienen nur zu Informationszwecken und haben keinen Bezug zu den spezifischen Anlagezielen, zur finanziellen Situation oder zu bestimmten Notwendigkeiten jedes einzelnen Empfängers. Unsere Publikationen sollen Informationen zur Verfügung stellen, um Anleger zu unterstützen, ihre eigenen Investitionsentscheidungen zu treffen, jedoch nicht um jedem Investor spezifische Anlageberatung zur Verfügung zu stellen. Folglich können die Finanzinstrumente, die hierin behandelt werden, und etwaige Empfehlungen, die hierin ausgesprochen werden, möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet sein: Leser müssen sich ihr eigenes unabhängiges Urteil hinsichtlich der Eignung solcher Investitionen und Empfehlungen angesichts ihrer eigenen Anlageziele, Erfahrung, der Besteuerungssituation und Finanzlage bilden. Die Kapital Medien GmbH hält die verwendeten Informationen und Quellen für zuverlässig. Jedoch kann die Kapital Medien GmbH keine Garantie hinsichtlich der Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit solcher Informationen übernehmen. Die verwendeten Informationen unterliegen fortwährenden Veränderungen ohne vorherige Benachrichtigung; sie können unvollständig oder zusammengefasst sein und es können möglicherweise nicht alle wesentlichen Informationen hinsichtlich der Unternehmen enthalten sein.

Die Kapital Medien GmbH ist nicht verpflichtet, die Informationen zu aktualisieren. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Wenn ein Finanzinstrument in einer von der des Investors abweichenden Währung gehandelt wird, kann eine Änderung der Währungskurse den Preis oder den Wert des Wertpapiers oder den daraus resultierenden Ertrag nachteilig beeinflussen, und solch ein Investor geht ein effektives Währungskursrisiko ein. Zusätzlich kann ein Ertrag von einer Investition schwanken und der Preis oder der Wert der Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt in unseren Reports beschrieben werden, kann steigen oder fallen. Außerdem ist die historische Entwicklung nicht notwendigerweise ein Hinweis auf die zukünftigen Resultate. Haftungsausschluss: Weder der/die Autor(en) noch die Kapital Medien GmbH haften für einen möglichen Verlust, den ein Anleger mittelbar oder unmittelbar erleidet, weil er seine Anlageentscheidungen auf Veröffentlichungen im Magazin „AnlegerPlus“ gestützt hat. Hinweis auf potenzielle Interessenskonflikte: Mit den nachstehenden Erläuterungen möchten wir Sie auf mögliche Interessenkonflikte im Zusammenhang mit unseren Beiträgen in AnlegerPlus News hinweisen. Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Mögliche Interessenkonflikte sind mit den nachfolgenden Ziffern beim jeweiligen Beitrag wie folgt gekennzeichnet: Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) Hinweis: Die SdK hält Finanzinstrumente im Anlagebestand, um ihr Vermögen zu verwalten. Des Weiteren hält die SdK Aktien von fast allen börsennotierten Emittenten (in der Regel eine Aktie), um eine Hauptversammlungspräsenz der SdK sicherstellen zu können. Die nachfolgenden Angaben unter Ziff. 1 und 2 beziehen sich lediglich auf den Anlagebestand! 1. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten Finanzinstrumente des Emittenten im Anlagebestand. 2. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten Finanzinstrumente im Anlagebestand, deren Wertentwicklung von der Wertent-

3. 4. 5. 6. 7. 8.

wicklung des Emittenten oder von von diesem emittierten Finanzinstrumenten abhängt. Bei der SdK und/oder einem mit der SdK verbundenen Unternehmen bestehen Verbindungen zum Emittenten Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.).

Die SdK und/oder verbundene Unternehen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten. Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf an der Erstellung des Beitrags beteiligte Personen: An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen halten

Finanzinstrumente des Emittenten. An der Veröffentlichung des Beitrags beeiligte Personen halten Finanzinstrumente, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung des Emittenten oder von Finanzins- trumenten abhängt, die dieser emittiert hat. Zwischen an der Veröffentlichung des Beitrags beteiligten Personen und dem Emittenten bestehen Verbindungen (Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten.

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Vergleich Nestlé Deutschland AG Frankfurt am Main ISIN DE0006759202 / WKN 675 920 Bekanntmachung über die Beendigung des Spruchverfahrens betreffend die Überprüfung der Angemessenheit von Ausgleich und Abfindung gemäß §§ 304, 305 AktG im Zusammenhang mit dem zwischen der Nestlé Deutschland AG und der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH am 30. Mai 2001 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag In dem aktienrechtlichen Spruchverfahren beim Landgericht Frankfurt am Main (Az. 3-08 O 94/01) zur Bestimmung des vertraglich geschuldeten Ausgleichs und der angemessenen Barabfindung geben der Vorstand der Nestlé Deutschland AG, und die Geschäftsführer der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, beide Frankfurt am Main, den vom Landgericht Frankfurt gemäß § 278 Abs. 6 ZPO mit Beschluss vom 12. Juni 2013 festgestellten Inhalt des zwischen Antragstellern zu 1.) sowie 3.) - 19.), dem gemeinsamen Vertreter und den Antragsgegnerinnen getroffenen Teil-Vergleichs bekannt:

wird in der mündlichen Verhandlung vom 12. Juni 2013 auf Anraten und Empfehlung des Gerichts von den Antragstellern mit den Antragsgegnern sowie den Vertretern für die außenstehenden Aktionäre für den Ausgleich und für die Barabfindung – ohne Präjudiz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht – folgender Teilverfahrensvergleich geschlossen, der dem Protokoll als Anlage beigefügt ist und den Erschienenen laut vorgelesen und von ihnen genehmigt wurde: Vorbemerkung

„In dem Spruchverfahren betreffend die Überprüfung von Ausgleich und Abfindung gemäß §§ 304, 305 AktG (Az. 3-08 O 94/01) der Antragsteller 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19.

[ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [

] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ]

Prozessbevollmächtigte:

– Antragsteller zu 1) – – Antragstellerin zu 2) – – Antragstellerin zu 3) – – Antragsteller zu 4) – – Antragsteller zu 5) – – Antragstellerin zu 6) – – Antragsteller zu 7) – – Antragsteller zu 8) – – Antragstellerin zu 9) – – Antragstellerin zu 10) – – Antragsteller zu 11) – – Antragstellerin zu 12) – – Antragstellerin zu 13) – – Antragstellerin zu 14) – – Antragstellerin zu 15) – – Antragsteller zu 16) – – Antragsteller zu 17) – – Antragsteller zu 18) – – Antragstellerin zu 19) – [

1

Die Antragsgegnerin zu 2., die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, hat am 30. Mai 2001 mit der Antragsgegnerin zu 1., der Nestlé Deutschland AG, einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen, dem die Hauptversammlung der Nestlé Deutschland AG vom 6. Juli 2001 zugestimmt hat und der am 11. September 2001 ins Handelsregister eingetragen wurde (der „Gewinnabführungsvertrag“).

2

Sämtliche Antragsteller waren zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Beschlusses Aktionäre der Antragsgegnerin zu 1. Sie halten die angebotenen Werte für Ausgleich und Abfindung für nicht angemessen und haben deshalb die Durchführung eines Spruchverfahrens beantragt. Das Landgericht Frankfurt am Main hat die anhängigen Spruchverfahren verbunden und das Verfahren 3-08 O 94/01 zum führenden Verfahren bestimmt (das „Spruchverfahren“).

3

Das Landgericht Frankfurt am Main hat Herrn Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer Dr. Michael Häfele, Gartenstraße 46, 60596 Frankfurt am Main, in dem Spruchverfahren zum gemeinsamen Vertreter für die außenstehenden Aktionäre für den Ausgleich bestimmt, die nicht selbst Antragsteller sind (der „Gemeinsame Vertreter für den Ausgleich“). Ferner hat das Landgericht Frankfurt am Main Herrn Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer Dr. Detlev Haag, Lurgiallee 14-16, 60439 Frankfurt am Main, in dem Spruchverfahren zum gemeinsamen Vertreter für die außenstehenden Aktionäre für die Barabfindung bestimmt, die nicht selbst Antragsteller sind (der „Gemeinsame Vertreter für die Barabfindung“). Der Gemeinsame Vertreter für den Ausgleich und der Gemeinsame Vertreter für die Barabfindung nachfolgend auch die „Gemeinsamen Vertreter“.

]

– für die nachfolgende Bezeichnung der Antragsteller ist ausschließlich die vorstehende Nummerierung maßgeblich; die Antragsteller und Antragstellerinnen zu 1) bis 19) gemeinsam nachfolgend auch als die „Antragssteller“ bezeichnet – sowie als Vertreter für die außenstehenden Aktionäre für den Ausgleich: [ ]

4

Das Spruchverfahren soll vollständig und endgültig durch den vorliegenden Vergleich beendet werden. Hierzu erklären sich die Antragsgegnerinnen ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Aufgabe ihrer Rechtsauffassungen und Positionen zu den für das Spruchverfahren relevanten Tatsachen und Rechtsfragen bereit, zu Gunsten der ehemaligen Aktionäre der Antragsgegnerin zu 1, die von dem Gewinnabführungsvertrag betroffen waren (zusammen die „Abfindungsberechtigten Aktionäre“), den Ausgleich und die Abfindung nach Maßgabe des folgenden Vergleichs zu erhöhen.

5

Zu diesem Zweck schließen die Antragsteller, die Antragsgegnerinnen und die Gemeinsame Vertreter auf Anraten und Empfehlung des Gerichts mit Wirkung für das Spruchverfahren ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Aufgabe gegenteiliger Rechtsauffassungen und Positionen zu den für das Spruchverfahren relevanten Tatsachen und Rechtsfragen den folgenden

sowie als Vertreter der außenstehenden Aktionäre für die Barabfindung: [ ], gegen 1.

Nestlé Deutschland AG, Lyoner Strasse 23, 60528 Frankfurt, – nachfolgend auch als die „Antragsgegnerin zu 1“ bezeichnet –

2.

Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Lyoner Strasse 23, 60528 Frankfurt, – nachfolgend auch als die „Antragsgegnerin zu 2“ bezeichnet –

Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin zu 1 und 2: Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Richter, Rechtsanwältin Melissa Bach, Mainzer Landstrasse 46, 60325 Frankfurt am Main,

Fortsetzung nächste Seite

AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013 | 17


Vergleich Barabfindung einen Betrag von weiteren EUR 30,36 je Aktie („Abfindungserhöhungsbetrag“).

Fortsetzung von vorheriger Seite Teilverfahrensvergleich 1

Beendigung des Spruchverfahrens, Wirksamwerden des Vergleichs Der vorliegende Vergleich wird mit seiner gerichtlichen Protokollierung durch das Landgericht Frankfurt am Main wirksam. Damit sind die unter dem Aktenzeichen 3-08 O 94/01 verbundenen Spruchverfahren für die vergleichschließenden Antragsteller sowie die Gemeinsamen Vertreter beendet. Die Antragsteller zu 1.) und von 3.) bis 19.) erklären ihre Anträge im vorliegenden Spruchverfahren für erledigt und verzichten mit Wirksamwerden des Vergleichs unwiderruflich auf die Fortführung des Spruchverfahrens sowie auf die Einleitung neuer Spruchverfahren im Zusammenhang mit dem Gewinnabführungsvertrag. Die Gemeinsamen Vertreter erklären, dass auch sie mit der Verfahrensbeendigung durch diesen Vergleich einverstanden sind und dass auch sie mit Wirksamwerden des Vergleichs auf eine Fortführung des Spruchverfahrens unwiderruflich verzichten. Mit Erfüllung der Verpflichtungen aus diesem Vergleich gegenüber den Antragstellern zu 1.) und von 3.) bis 19.) sind sämtliche denkbaren Ansprüche der Antragsteller zu 1.) und von 3.) bis 19.) gegenüber den Antragsgegnerinnen, gleich aus welchem Rechtsgrund, abgegolten und erledigt. Wegen der teilweise geäußerten Bedenken, ein nach altem Recht zu behandelndes Spruchverfahren könne nicht durch Vergleich beendet werden, nehmen die Antragsteller zu 1.) und von 3.) bis 19.) für den Fall, dass eine Erledigungserklärung nicht ausreichen sollte, höchst vorsorglich ihre Anträge zurück. Die Antragsteller zu 1.) und von 3.) bis 19.), die Gemeinsamen Vertreter und die Antragsgegnerinnen sind sich einig, dass dieser Vergleich hilfsweise als außergerichtlicher Vergleich wirksam sein soll.

2

Erhöhung des Ausgleichs

2.1 Der im Gewinnabführungsvertrag angebotene Ausgleich wird auf EUR 24,60 je Aktie (vor persönlichen Ertragssteuern und vor Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag) erhöht. Die Antragsgegnerinnen zahlen deshalb jedem Abfindungsberechtigten Aktionär zusätzlich zu dem gezahlten Ursprünglichen Barausgleich den Differenzbetrag je Aktie („Ausgleichszahlungserhöhungsbetrag“). 2.2 Der Ausgleichserhöhungsbetrag wird ab dem Tag der Zahlung des ursprünglichen Barausgleichs bis zum Ablauf des Tages, an dem dieser Vergleich gemäß Ziffer 1 wirksam wird, mit 2 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszins und ab dem 1. September 2009 mit fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz unter Zugrundelegung der kaufmännischen Zinsmethode (Zinsmonat 30 Tage und Zinsjahr 360 Tage) verzinst. Für den sich daran anschließenden Zeitraum bis zur Auszahlung des Ausgleichserhöhungsbetrages erhalten die Ausgleichsberechtigten Aktionäre zur Abgeltung aller weiteren Zinsansprüche je ausgleichsberechtigte Aktie einen Pauschalbetrag von EUR 0,03. Weitere Zinsen sind nicht geschuldet. 2.3 Mit dem Ausgleichserhöhungsbetrag, der Zinsregelung sowie der Kostenregelung nach Ziffer 6 sind sämtliche auf die Erhöhung des ursprünglichen Barausgleichs zielende etwaige Ansprüche abgegolten. Die Ausgleichsberechtigten Aktionäre, die den Ausgleichserhöhungsbetrag nach diesem Vergleich in Anspruch nehmen, können diese Ansprüche deshalb nicht mehr gegen die Antragsgegnerinnen oder deren verbundene Unternehmen geltend machen. 3

Erhöhung der Barabfindung

3.1 Die im Gewinnabführungsvertrag angebotene Barabfindung wird von EUR 285,64 um EUR 30,36 auf EUR 316 je Aktie erhöht. Die Antragsgegnerinnen zahlen deshalb jedem Abfindungsberechtigten Aktionär zusätzlich zu der gezahlten ursprünglichen

18 | AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013

3.2 Der Abfindungserhöhungsbetrag wird ab dem Tag der Zahlung der ursprünglichen Barabfindung bis zum Ablauf des Tages, an dem dieser Vergleich gemäß Ziffer 1 wirksam wird, mit 2 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszins und ab dem 1. September 2009 mit fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz unter Zugrundelegung der kaufmännischen Zinsmethode (Zinsmonat 30 Tage und Zinsjahr 360 Tage) verzinst. Für den sich daran anschließenden Zeitraum bis zur Auszahlung des Abfindungserhöhungsbetrages erhalten die Abfindungsberechtigten Aktionäre zur Abgeltung aller weiteren Zinsansprüche je ausgleichsberechtigte Aktie einen Pauschalbetrag von EUR 0,03. Weitere Zinsen sind nicht geschuldet. 3.3 Mit dem Abfindungserhöhungsbetrag, der Zinsregelung sowie der Kostenregelung nach Ziffer 6 sind sämtliche auf die Erhöhung der ursprünglichen Barabfindung zielende etwaige Ansprüche abgegolten. Die Abfindungsberechtigten Aktionäre, die den Abfindungserhöhungsbetrag nach diesem Vergleich in Anspruch nehmen, können diese Ansprüche deshalb nicht mehr gegen die Antragsgegnerinnen oder deren verbundene Unternehmen geltend machen. 4

Anrechnung bereits geleisteter Zahlungen Sämtliche bereits geleisteten Zahlungen sind in dem erbrachten Umfang anzurechnen.

5

Abwicklung der Zahlung der Erhöhungsbeträge

5.1 Die sich aus dem Vergleich ergebenden Nachzahlungsverpflichtungen sind von den Antragsgegnerinnen zzgl. der Zinsen unverzüglich zu erfüllen, spätestens binnen zehn Wochen nach der Zustellung des gerichtlichen Protokolls über den Abschluss dieses Vergleichs durch das Landgericht Frankfurt am Main an die Antragsgegnerinnen. 5.2 Die Erfüllung aller sich aus den vorstehenden Ziffern ergebenden Nachzahlungsverpflichtungen ist für die Abfindungsberechtigten Aktionäre kosten-, spesen- und provisionsfrei. 5.3 Die Zahlung des Abfindungserhöhungsbetrages wird den abfindungsberechtigten Aktionären, deren Aktien von einer Depotbank verwahrt wurden (Streifband- oder Girosammelverwahrung) über diese Depotbank, an welche bereits die Barabfindung ausgekehrt worden ist, zur Verfügung gestellt. Soweit abfindungsberechtigte Aktionäre inzwischen ihre Depotverbindung gewechselt haben, erfolgt die Auszahlung des Abfindungserhöhungsbetrags über die Kreditinstitute, bei denen im Zeitpunkt der Zahlung der ursprünglichen Barabfindung ein Depot bestand. Zu diesem Zweck werden die abfindungsberechtigten Aktionäre, die ihre Depotverbindung inzwischen gewechselt haben, gebeten, sich schnellstmöglich an dasjenige Kreditinstitut zu wenden, über das seinerzeit die Zahlung der ursprünglichen Barabfindung abgewickelt wurde. Abfindungsberechtigte Aktionäre, welche im Zeitpunkt der Wirksamkeit des Ausschlusses effektive Aktienurkunden besaßen und selber verwahrten und diese seinerzeit direkt einem inländischen Kreditinstitut zur Weiterleitung an die Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main, als damalige Zentralabwicklungsstelle unter Angabe einer Bankverbindung Zug um Zug für die Vergütung der Barabfindung eingereicht hatten, wird der Barabfindungserhöhungsbetrag über die seinerzeit angegebene Bankverbindung zur Verfügung gestellt. Zu diesem Zweck wird auch diese Gruppe von abfindungsberechtigten Aktionäre gebeten, sich schnellstmöglich an dasjenige Kreditinstitut zu wenden, über das seinerzeit die Zahlung der Ursprünglichen Barabfindung abgewickelt wurde. Sofern die Erhöhungsbeträge nicht innerhalb eines Jahres nach Bekanntmachung dieses Vergleichs gemäß Ziffer 8 ausbezahlt wurden, können sich die Antragsgegnerinnen von ihrer Leistungspflicht durch Hinterlegung der Erhöhungsbeträge nach den Fortsetzung nächste Seite


Vergleich Fortsetzung von vorheriger Seite Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches unter unwiderruflichem Verzicht auf die Rücknahme befreien, wenn diese Rechtsfolge nach Ablauf eines Jahres nach dieser Bekanntmachung dreimal im Bundesanzeiger angedroht wurde. 6

[

]

7

Wirkung des Vergleichs

mungen davon unberührt. Anstelle der nichtigen, unwirksamen oder nicht durchsetzbaren Bestimmungen gilt eine solche Bestimmung als vereinbart, die dem von den Parteien wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt. 9.4 Dieser Vergleich unterliegt dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des deutschen internationalen Privatrechts. Soweit gesetzlich zulässig, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vergleich Frankfurt am Main.

7.1 Dieser Vergleich wirkt als echter Vertrag zugunsten Dritter im Sinne des § 328 Abs. 1 BGB zugunsten aller – auch der nicht antragstellenden – abfindungsberechtigten Aktionäre, mit Ausnahme des Antragstellers zu 2.).

9.5 Mit Erfüllung dieses Vergleichs sind alle gegenseitigen Ansprüche aus dem Spruchverfahren erledigt.“

7.2 Die Abfindungsberechtigten Aktionäre und die Antragsgegnerinnen versichern, dass im Zusammenhang mit diesem Vergleich den Antragstellern zu 1.) und 3.) bis 19.) keine Sondervorteile gewährt, zugesagt oder in Aussicht gestellt worden sind. Auch dem Antragsteller zu 2.) werden solche nicht in Aussicht gestellt, zugesagt oder gewährt werden.

Hinweise zur Abwicklung der Nachbesserung gemäß vorstehendem Teil-Vergleich

7.3 Mit der Erfüllung der in diesem Vergleich genannten Pflichten sind alle Ansprüche der Antragsteller zu 1.) und 3.) bis 19.), der sonstigen Abfindungsberechtigten Aktionäre und der Gemeinsamen Vertreter der außenstehenden Aktionäre sowie der Antragsgegnerinnen im Zusammenhang mit dem vorliegenden Verfahren erledigt. Weitergehende Ansprüche oder Forderungen stehen den Antragstellern zu 1.) und 3.) bis 19.) und/oder sonstigen Abfindungsberechtigten Aktionären aus diesem Verfahren nicht zu. 8

Bekanntmachung des Vergleichs Die Antragsgegnerinnen werden unverzüglich nach Zustellung des protokollierten Vergleichs an sie dafür Sorge tragen, dass dieser Vergleich mit Rubrum und im vollen Wortlaut ([ ]) im Bundesanzeiger, auf dem Online-Magazin „AnlegerPlusNews“ der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. sowie in zwei von den Antragsgegnerinnen zu bestimmenden überregionalen, börsentäglich erscheinenden Börsenpflichtblättern (jedoch nicht im Druckerzeugnis „Frankfurter Allgemeine Zeitung“) veröffentlicht wird. Anstelle des Wortlauts nicht bekannt zu machender Abschnitte dieses Vergleichs wird in den Bekanntmachungen die Auslassung wie folgt gekennzeichnet „[ ]“. Die Überschrift für die Veröffentlichung des Vergleichs soll im wesentlichen wie folgt lauten: „Bekanntmachung über die Beendigung des Spruchverfahrens betreffend die Überprüfung der Angemessenheit von Ausgleich und Abfindung gemäß §§ 304 305 AktG im Zusammenhang mit dem zwischen der Nestlé Deutschland AG und der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH am 30. Mai 2001 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag“. Die Kosten dieser Veröffentlichungen tragen die Antragsgegnerinnen.

9

Sonstiges

9.1 Der Abschluss dieses Vergleichs erfolgt ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und unter Beibehaltung der gegenteiligen Rechtsauffassungen der Antragsteller und der gemeinsamen Vertreter der außenstehenden Aktionäre und den Antragsgegnerinnen zu den für das Spruchverfahren relevanten Tatsachen und Rechtsfragen. Ungeachtet dessen bleibt es bei der in Ziffer 7.3 bestimmten Rechtsfolge. 9.2 Dieser Vergleich enthält alle Abreden zwischen den Antragstellern zu 1.) und 3.) bis 19.), den gemeinsamen Vertretern der außenstehenden Aktionäre und den Antragsgegnerinnen. Weitere Absprachen sind nicht getroffen worden. Soweit zukünftig noch weitere Absprachen zu treffen wären, bedürften solche Absprachen der Schriftform; dies gilt auch für eine Änderung dieses Schriftformerfordernisses. 9.3 Soweit eine Bestimmung dieses Vergleichs ganz oder in Teilen nichtig, unwirksam oder nicht durchsetzbar sein sollte, bleiben die Gültigkeit und die Durchsetzbarkeit aller übrigen Bestim-

Hiermit geben wir die Einzelheiten zu der Abwicklung der sich aus dem Teil-Vergleich ergebenden Zahlungsansprüche bekannt: Die nachzahlungsberechtigten ehemaligen außenstehenden Aktionäre der Nestlé Deutschland AG, die nach wie vor bei dem Kreditinstitut ein Konto unterhalten, über das seinerzeit die Ausgleichszahlung und/ oder Barabfindung abgewickelt wurde, brauchen hinsichtlich der Entgegennahme der Nachbesserung nichts zu veranlassen. Sie erhalten eine entsprechende Benachrichtigung mit gleichzeitiger Geldgutschrift durch ihr jeweiliges Kreditinstitut. Diejenigen nachzahlungsberechtigten ehemaligen außenstehende Aktionäre der Nestlé Deutschland AG, die inzwischen ihre Bankverbindung gewechselt oder aus sonstigen Gründen bis zum 31. August 2013 keine Gutschrift der Nachbesserung erhalten haben, werden gebeten, sich schnellstmöglich an dasjenige Kreditinstitut zu wenden, über das seinerzeit die Ausgleichszahlung und/oder Barabfindung abgewickelt wurde. Als Abwicklungsstelle fungiert die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main. 1. Nachzahlung auf den für das Geschäftsjahr 2001 geleisteten Ausgleich Unabhängig davon, ob sie infolge einer Veräußerung ihrer Aktien, und zwar auch im Rahmen des Abfindungsangebots aus dem Unternehmensvertrag oder aufgrund des im Herbst 2002 durchgeführten Squeeze-Out ausgeschieden sind, haben sämtliche Aktionäre, die die für das Geschäftsjahr 2001 gezahlte Ausgleichszahlung tatsächlich erhalten haben, Anspruch auf Nachzahlung des Unterschiedsbetrags zu dem erhöhten Ausgleich; dies sind nach Körperschaftssteuerabzug EUR 2,77 brutto zzgl. Zinsen hierauf für die Zeit vom 29. April 2002 (ursprünglicher Tag der Ausgleichszahlung) bis zum 12. Juni 2013 – inklusive – (Tag des Wirksamwerdens des Teilvergleichs) sowie zur Abgeltung aller weiteren Zinsansprüche einen Pauschalbetrag von EUR 0,03 je Aktie. Die Nachzahlung wird über die depotführenden Kreditinstitute ausgekehrt, wobei von diesen grundsätzlich noch 25 % Kapitalertragsteuer und 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Kapitalertragsteuer (Gesamtabzug 26,375 %) von dem (inländischen) depotführenden Kreditinstitut in Abzug gebracht wird. Ein Abzug der Kapitalertragsteuer und des Solidaritätszuschlags sowie ggfs. der Kirchensteuer unterbleibt, wenn eine inländische natürliche Person dem depotführenden Kreditinstitut eine Nichtveranlagungsbescheinigung eingereicht hat. Entsprechendes gilt, soweit der Aktionär seiner Depotbank einen Freistellungsauftrag erteilt hat und das Freistellungsvolumen nicht bereits durch andere Erträge aus Kapitalvermögen aufgebraucht ist. Nachzahlungsberechtigte Aktionäre, die ihre Aktien (WKN 675 920) eigenverwahrten und die Ausgleichszahlung im Rahmen eines Tafelgeschäfts erhielten, werden gebeten, sich unter Vorlage entsprechender Nachweise an ein Kreditinstitut ihrer Wahl zu wenden, um dort ihre Ansprüche anzumelden, damit diese gleichfalls abgewickelt werden können. Fortsetzung nächste Seite

AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013 | 19


Vergleich Fortsetzung von vorheriger Seite 2. Abfindung zum erhöhten Barabfindungspreis Aktionäre, die aufgrund der am 17. September 2002 erfolgten Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister der Nestle Deutschland AG beim Amtsgericht Frankfurt am Main ausgeschieden sind (Squeeze-Out), sowie die ehemaligen außenstehenden Aktionäre, die nach wie vor im Besitz ihrer Aktienurkunden sind, können das erhöhte Barabfindungsangebot von EUR 316,00 je Stückaktie zzgl. Zinsen noch bis zum 30. September 2013 einschließlich annehmen. Hinweis für die ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre, die ihre effektiven Aktienurkunden über Stückaktien mit Ausstellungsdatum „September 1999“, nebst mit Gewinnanteilscheinen Nr. 7 bis 20 und Erneuerungsschein, nicht innerhalb der ursprünglichen, am 4. November 2002 abgelaufenen Abfindungsfrist im Rahmen des Squeeze-Out eingereicht haben und Hinweis für Aktionäre, die ihre effektiven, noch auf einen Nennbetrag von DM 50,00 oder DM 1.000,00 lautenden Aktien der Nestlé Deutschland AG im Zuge der Umstellung des Grundkapitals von Nennbetragsaktien auf Stückaktien im Jahr 2000 und die durch Bekanntmachung u.a. im Bundesanzeiger vom 6. Juni 2000 gemäß § 73 AktG für kraftlos erklärt wurden, noch nicht zum Umtausch eingereicht haben: Zur Entgegennahme der ursprünglichen Barabfindung von EUR 281,98, die bei der Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts Frankfurt am Main hinterlegt wurde, müssen diese ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre der Nestlé Deutschland AG zunächst ihre Aktienurkunden beim Amtsgericht Frankfurt am Main, Gerichtsstraße 2, 60313 Frankfurt am Main (AZ: HL N 13/2000 für DM-Nennbetragsaktien – anstelle des Erhalts von Nestlé-Deutschland-Aktien, AZ: HL N 14/03 für Stückaktien) zwecks Entgegennahme der in 2002 ursprünglich gezahlten SqueezeOut-Barabfindung in Höhe von EUR 281,98 (ggfs.) zzgl. Zinsen einreichen. Für den Erhalt der Nachzahlung gelten dann die nachstehenden Ausführungen. Der Abfindungsanspruch beschränkt sich auf die Nachzahlung des Unterschiedsbetrags der im Rahmen des Squeeze-Out gewährten Barabfindung von EUR 281,98 je Stückaktie zzgl. erhaltener Zinsen zu der durch den Teilvergleich auf EUR 316,00 erhöhten unternehmensvertraglichen Barabfindung im Sinne des § 305 AktG, dies sind EUR 34,02 je Stückaktie. Des Weiteren werden Abfindungszinsen vom 12. September 2001 in Höhe von 2%-Punkten – ab dem 1. September 2009 in Höhe von 5%-Punkten – über dem Basiszinssatz nach § 247 BGB bis zu dem Tag, der dem Tag der Zahlung der (erhöhten) Barabfindung unmittelbar vorausgeht auf den Betrag von EUR 285,64 sowie zur Abgeltung aller weiteren Zinsansprüche ein Pauschalbetrag von EUR 0,03 pro Stückaktie geleistet. Mit den Abfindungszinsen wird die für das Geschäftsjahr 2001 ausgekehrte (erhöhte) Ausgleichszahlung dergestalt verrechnet, dass auf die für den Zeitraum vom 12. September bis 31. Dezember 2001 fällig werdenden Abfindungszinsen 109/360-stel des in 2002 ausgezahlten Ausgleichs zeitanteilig angerechnet wird.

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Die Nachzahlung auf die Barabfindung (zuzüglich Abfindungszinsen) erfolgt grundsätzlich über ein Kreditinstitut nach Wahl unter Vorlage der Herausgabeverfügung des Amtsgerichts Frankfurt am Main oder sonstiger geeigneter Nachweise der Berechtigung und unter Angabe der Kontoverbindung. Nach erfolgter Prüfung der Nachweise erhalten die ehemaligen außenstehenden Aktionäre die Nachzahlung über ihr Kreditinstitut von der vorgenannten Abwicklungsstelle. Aktionäre, die im Rahmen des am 17. September 2002 in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt eingetragenen Übertragungsbeschlusses (Squeeze-Out) ausgeschieden sind, können dessen ungeachtet das erhöhte Barabfindungsangebot von EUR 316,00 je Stückaktie gleichfalls noch bis zum 30. September 2013 einschließlich annehmen. Vorstehende Ausführungen zum Abfindungsanspruch gelten entsprechend, wobei die Nachzahlung des Unterschiedsbetrags grundsätzlich über das Kreditinstitut erfolgt, welches seinerzeit die Squeeze-Out-Barabfindung ggfs. zzgl. Zinsen ausgezahlt hat. 3. Nachzahlungen an die bereits abgefundenen Aktionäre Diejenigen Aktionäre, die das ursprüngliche Abfindungsangebot von EUR 285,64 je Stückaktie angenommen haben, erhalten eine Nachzahlung auf die Barabfindung in Höhe von EUR 30,36 für jede abgefundene Stückaktie zuzüglich Abfindungszinsen für die Zeit ab dem Tag der Zahlung der ursprünglichen Barabfindung bis zum 12. Juni 2013 (inklusive) in Höhe von 2%-Punkten und ab dem 1. September 2009 in Höhe von 5%-Punkten über dem Basiszinssatz nach § 247 BGB hierauf sowie zur Abgeltung aller weiteren Zinsansprüche einen Pauschalbetrag von EUR 0,03 je Stückaktie. 4. Allgemeines Die Auszahlungen der Nachzahlung auf den Ausgleich, der erhöhten Barabfindung sowie der Nachzahlung auf die schon erhaltene Barabfindung (einschließlich Abfindungszinsen) sind für die ehemaligen außenstehenden Aktionäre provisions- und spesenfrei. Die erhöhte Barabfindung und die Zinsen gelangen ohne Abzug von Steuern zur Auszahlung. Die jeweilige steuerrechtliche Behandlung richtet sich nach den individuellen Verhältnissen des Steuerpflichtigen. Für Privatanleger sind die Zinsen im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer zu erfassen und dort der Abgeltungsteuer in Höhe von 25 % (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) zu unterwerfen. Frankfurt am Main, im Juli 2013 Nestlé Deutschland AG Der Vorstand Frankfurt am Main, im Juli 2013 Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH Die Geschäftsführung


Vergleich Nestlé Deutschland AG Frankfurt am Main ISIN DE0006759202 / WKN 675 920 Bekanntmachung über die Beendigung des Spruchverfahrens betreffend die Überprüfung der Abfindung gemäß §§ 327 f, 306 AktG im Zusammenhang mit dem Ausschluß der Minderheitsaktionäre der Nestlé Deutschland AG durch Übertragungsbeschluß der Hauptversammlung vom 5. Juli 2002 In dem aktienrechtlichen Spruchverfahren beim Landgericht Frankfurt am Main (Az. 3-08 O 170/02) zur Bestimmung der angemessenen Barabfindung der Minderheitsaktionäre der Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main, geben der Vorstand der Nestlé Deutschland AG, und die Geschäftsführer der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, beide Frankfurt am Main, den vom Landgericht Frankfurt gemäß § 278 Abs. 6 ZPO mit Beschluss vom 12. Juni 2013 festgestellten Inhalt des zwischen Antragstellern zu 1.) - 6.) sowie 8.) - 17.), dem gemeinsamen Vertreter und den Antragsgegnerinnen getroffenen Teil-Vergleichs bekannt:

Vorbemerkung 1

Die Hauptversammlung der Nestlé Deutschland AG vom 5. Juli 2002 hat die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH beschlossen.

2

Sämtliche Antragsteller waren zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Beschlusses Aktionäre der Nestlé Deutschland AG. Sie halten die angebotene Abfindung für nicht angemessen und haben deshalb die Durchführung eines Spruchverfahrens beantragt. Das Landgericht Frankfurt am Main hat die anhängigen Spruchverfahren verbunden und das Verfahren 3-08 O 170/02 zum führenden Verfahren bestimmt (das „Spruchverfahren“).

3

Ferner hat das Landgericht Frankfurt am Main Herrn Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer Dr. Michael Häfele, Gartenstraße 46, 60596 Frankfurt am Main, in dem Spruchverfahren zum gemeinsamen Vertreter für die außenstehenden Aktionäre für die Barabfindung bestimmt, die nicht selbst Antragsteller sind (der „Gemeinsame Vertreter für die Barabfindung“).

4

Das Spruchverfahren soll vollständig und endgültig durch den vorliegenden Vergleich beendet werden. Hierzu erklären sich die Antragsgegnerinnen ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Aufgabe ihrer Rechtsauffassungen und Positionen zu den für das Spruchverfahren relevanten Tatsachen und Rechtsfragen bereit, an die ehemaligen Aktionäre der Gesellschaft, die von dem Ausschluss betroffen waren (zusammen die „Abfindungsberechtigten Aktionäre“), die Abfindung nach Maßgabe des folgenden Vergleichs zu erhöhen.

5

Zu diesem Zweck schließen die Antragsteller, die Antragsgegnerinnen und der Gemeinsame Vertreter auf Anraten und Empfehlung des Gerichts mit Wirkung für das Spruchverfahren ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Aufgabe gegenteiliger Rechtsauffassungen und Positionen zu den für das Spruchverfahren relevanten Tatsachen und Rechtsfragen den folgenden

„In dem Spruchverfahren betreffend die Überprüfung der Abfindung gemäß 327 f AktG, 306 AktG der Antragsteller 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17.

[ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [ [

] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] ] – auch als die „Antragssteller“ bezeichnet –

sowie als Vertreter der außenstehenden Aktionäre für die Barabfindung: [ ], gegen 1.

Nestlé Deutschland AG, Lyoner Strasse 23, 60528 Frankfurt,

2.

Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Lyoner Strasse 23, 60528 Frankfurt, – nachfolgend auch als die „Antragsgegnerin“ bezeichnet –

Verfahrensbevollmächtigte der Antragsgegnerin zu 1 und 2: Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Richter, Rechtsanwältin Melissa Bach, Mainzer Landstrasse 46, 60325 Frankfurt am Main, wird in der mündlichen Verhandlung vom 12. Juni 2013 auf Anraten und Empfehlung des Gerichts von den Antragstellern mit den Antragsgegnern sowie dem Vertreter für die außenstehenden Aktionäre für die Barabfindung – ohne Präjudiz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht – folgender Teilverfahrensvergleich geschlossen, der dem Protokoll als Anlage beigefügt ist und den Erschienenen laut vorgelesen und von ihnen genehmigt wurde:

Teilverfahrensvergleich 1

Beendigung des Spruchverfahrens, Wirksamwerden des Vergleichs Der vorliegende Vergleich wird mit seiner gerichtlichen Protokollierung durch das Landgericht Frankfurt am Main wirksam. Damit sind die unter dem Aktenzeichen 3-08 O 170/02 verbundenen Spruchverfahren beendet. Die Antragsteller zu 1.) bis 6.), 8.) bis 19.) erklären ihre Anträge im vorliegenden Spruchverfahren für erledigt und verzichten mit Wirksamwerden des Vergleichs unwiderruflich auf die Fortführung des Spruchverfahrens. Der Gemeinsame Vertreter erklärt, dass auch er mit der Verfahrensbeendigung durch diesen Vergleich einverstanden ist und dass auch er mit Wirksamwerden des Vergleichs auf eine Fortführung des Spruchverfahrens unwiderruflich verzichtet. Mit Erfüllung der Verpflichtungen aus diesem Vergleich gegenüber den Antragstellern zu 1.) bis 6.), 8.) bis 19.) sind sämtliche im Zusammenhang mit und aus der Aktienübertragung gemäß den §§ 327 a ff, AktG denkbaren Ansprüche der Antragsteller zu 1.) bis 6.), 8.) bis 19.) gegenüber den Antragsgegnerinnen, gleich aus welchem Rechtsgrund, abgegolten und erledigt. Fortsetzung nächste Seite

AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013 | 21


Vergleich selber verwahrten und diese seinerzeit direkt einem inländischen Kreditinstitut zur Weiterleitung an die Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main, als damalige Zentralabwicklungsstelle unter Angabe einer Bankverbindung Zug um Zug für die Vergütung der Barabfindung eingereicht hatten, wird der Barabfindungserhöhungsbetrag über die seinerzeit angegebene Bankverbindung zur Verfügung gestellt. Zu diesem Zweck wird auch diese Gruppe von abfindungsberechtigten Aktionäre gebeten, sich schnellstmöglich an dasjenige Kreditinstitut zu wenden, über das seinerzeit die Zahlung der Ursprünglichen Barabfindung abgewickelt wurde.

Fortsetzung von vorheriger Seite Wegen der teilweise geäußerten Bedenken, ein nach altem Recht zu behandelndes Spruchverfahren könne nicht durch Vergleich beendet werden, nehmen die Antragsteller zu 1.) bis 6.), 8.) bis 19.) für den Fall, dass eine Erledigungserklärung nicht ausreichen sollte, höchst vorsorglich ihre Anträge zurück. Die Antragsteller zu 1.) bis 6.), 8.) bis 19.), der Gemeinsame Vertreter und die Antragsgegnerinnen sind sich einig, dass dieser Vergleich hilfsweise als außergerichtlicher Vergleich wirksam sein soll. 2

Sofern die Erhöhungsbeträge nicht innerhalb eines Jahres nach Bekanntmachung dieses Vergleichs gemäß Ziffer 7 ausbezahlt wurden, können sich die Antragsgegnerinnen von ihrer Leistungspflicht durch Hinterlegung der Erhöhungsbeträge nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches unter unwiderruflichem Verzicht auf die Rücknahme befreien, wenn diese Rechtsfolge nach Ablauf eines Jahres nach dieser Bekanntmachung dreimal im Bundesanzeiger angedroht wurde.

Erhöhung der Barabfindung

2.1 Die Barabfindung wird von EUR 281,98 um EUR 34,02 auf EUR 316,00 je Aktie erhöht. Die Antragsgegnerinnen zahlen deshalb jedem abfindungsberechtigten Aktionär zusätzlich zu der gezahlten ursprünglichen Barabfindung einen Betrag von weiteren EUR 34,02 je Aktie („Abfindungserhöhungsbetrag“). 2.2 Der Abfindungserhöhungsbetrag ist seit dem 3. Oktober 2002 bis einschließlich 31.8.2009 mit 2 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszins und ab dem 1. September 2009 mit fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz bis zum Ablauf des Tages, an dem dieser Vergleich gemäß 1 wirksam wird, unter Zugrundelegung der kaufmännischen Zinsmethode (Zinsmonat 30 Tage und Zinsjahr 360 Tage) zu verzinsen. Für den sich daran anschließenden Zeitraum bis zur Auszahlung des Abfindungserhöhungsbetrages erhalten die abfindungsberechtigten Aktionäre zur Abgeltung aller weiteren Zinsansprüche je abfindungsberechtigte Aktie einen Pauschalbetrag von Euro 0,03. Weitere Zinsen sind nicht geschuldet. 2.3 Mit dem Abfindungserhöhungsbetrag, der Zinsregelung sowie der Kostenregelung nach Ziffer 5 sind sämtliche auf die Erhöhung der ursprünglichen Barabfindung zielende etwaige Ansprüche abgegolten. Die abfindungsberechtigten Aktionäre, die den Abfindungserhöhungsbetrag nach diesem Vergleich in Anspruch nehmen, können diese Ansprüche deshalb nicht mehr gegen die Antragsgegnerinnen oder deren verbundene Unternehmen geltend machen. 3

Anrechnung bereits geleisteter Zahlungen Sämtliche bereits geleisteten Zahlungen sind in dem erbrachten Umfang anzurechnen.

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Wirkung des Vergleichs

6.1 Dieser Vergleich wirkt als echter Vertrag zugunsten Dritter im Sinne des § 328 Abs. 1 BGB zugunsten aller – auch der nicht antragstellenden – abfindungsberechtigten Aktionäre, mit Ausnahme des Antragstellers zu 7.) 6.2 Die Antragsgegnerinnen versichern, dass im Zusammenhang mit diesem Vergleich den Antragstellern zu 1.) bis 6.), 8.) bis 19.) keine Sondervorteile gewährt, zugesagt oder in Aussicht gestellt worden sind. Sie werden auch solche dem Antragsteller zu 7.) nicht in Aussicht stellen oder gewähren. 6.3 Mit der Erfüllung der in diesem Vergleich genannten Pflichten sind alle Ansprüche der Antragsteller zu 1.) bis 6.), 8.) bis 19.), der sonstigen Abfindungsberechtigten Aktionäre und des Gemeinsamen Vertreters der außenstehenden Aktionäre sowie der Antragsgegnerinnen im Zusammenhang mit dem vorliegenden Verfahren erledigt. Weitergehende Ansprüche oder Forderungen stehen den Antragstellern zu 1.) bis 6.), 8.) bis 19.) und/oder sonstigen Abfindungsberechtigten Aktionären aus diesem Verfahren nicht zu. 7

4.1 Die sich aus dem Vergleich ergebenden Nachzahlungsverpflichtungen sind von den Antragsgegnerinnen zzgl. der Zinsen unverzüglich zu erfüllen, spätestens binnen sechs Wochen nach der Zustellung des gerichtlichen Protokolls über den Abschluss dieses Vergleichs durch das Landgericht Frankfurt am Main an die Antragsgegnerinnen. 4.2 Die Erfüllung aller sich aus den vorstehenden Ziffern ergebenden Nachzahlungsverpflichtungen ist für die abfindungsberechtigten Aktionäre kosten-, spesen- und provisionsfrei.

Abfindungsberechtigte Aktionäre, welche im Zeitpunkt der Wirksamkeit des Ausschlusses effektive Aktienurkunden besaßen und

22 | AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013

Bekanntmachung des Vergleichs Die Antragsgegnerinnen werden unverzüglich nach Zustellung des protokollierten Vergleichs an sie dafür Sorge tragen, dass dieser Vergleich mit Rubrum und im vollen Wortlaut ([ ]) im elektronischen Bundesanzeiger, auf dem Online-Magazin „Anleger PlusNews“ der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. sowie in zwei von den Antragsgegnerinnen zu bestimmenden überregionalen, börsentäglich erscheinenden Börsenpflichtblättern (jedoch nicht im Druckerzeugnis „Frankfurter Allgemeine Zeitung“) veröffentlicht wird. Anstelle des Wortlauts nicht bekannt zu machender Abschnitte dieses Vergleichs wird in den Bekanntmachungen die Auslassung wie folgt gekennzeichnet „[ ]“. Die Überschrift für die Veröffentlichung des Vergleichs soll im wesentlichen wie folgt lauten: „Bekanntmachung über die Beendigung des Spruchverfahrens betreffend die Überprüfung der Abfindung gemäß §§ 327 f, 306 AktG im Zusammenhang mit dem Ausschluß der Minderheitsaktionäre der Nestlé Deutschland AG durch Übertragungsbeschluß der Hauptversammlung vom 5. Juli 2002“.

Abwicklung der Zahlung der Erhöhungsbeträge

4.3 Die Zahlung des Abfindungserhöhungsbetrages wird den abfindungsberechtigten Aktionären, deren Aktien von einer Depotbank verwahrt wurden (Streifband- oder Girosammelverwahrung) über diese Depotbank, an welche bereits die Barabfindung ausgekehrt worden ist, zur Verfügung gestellt. Soweit abfindungsberechtigte Aktionäre inzwischen ihre Depotverbindung gewechselt haben, erfolgt die Auszahlung des Abfindungserhöhungsbetrags über die Kreditinstitute, bei denen im Zeitpunkt der Zahlung der ursprünglichen Barabfindung ein Depot bestand. Zu diesem Zweck werden die abfindungsberechtigten Aktionäre, die ihre Depotverbindung inzwischen gewechselt haben, gebeten, sich schnellstmöglich an dasjenige Kreditinstitut zu wenden, über das seinerzeit die Zahlung der ursprünglichen Barabfindung abgewickelt wurde.

]

Die Kosten dieser Veröffentlichungen tragen die Antragsgegnerinnen. 8

Sonstiges

8.1 Der Abschluss dieses Vergleichs erfolgt ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und unter Beibehaltung der gegenteiligen Rechtsauffassungen der Antragsteller und des gemeinsamen Vertreters der außenstehenden Aktionäre und der Antragsgegnerinnen Fortsetzung nächste Seite


Vergleich Fortsetzung von vorheriger Seite zu den für das Spruchverfahren relevanten Tatsachen und Rechtsfragen. Ungeachtet dessen bleibt es bei der in Ziffer 6.3 bestimmten Rechtsfolge. 8.2 Dieser Vergleich enthält alle Abreden zwischen den Antragstellern zu 1.) bis 6.), 8.) bis 19.), dem gemeinsamen Vertreter der außenstehenden Aktionäre und den Antragsgegnerinnen. Weitere Absprachen sind nicht getroffen worden. Soweit zukünftig noch weitere Absprachen zu treffen wären, bedürften solche Absprachen der Schriftform; dies gilt auch für eine Änderung dieses Schriftformerfordernisses. 8.3 Soweit eine Bestimmung dieses Vergleichs ganz oder in Teilen nichtig, unwirksam oder nicht durchsetzbar sein sollte, bleiben die Gültigkeit und die Durchsetzbarkeit aller übrigen Bestimmungen davon unberührt. Anstelle der nichtigen, unwirksamen oder nicht durchsetzbaren Bestimmungen gilt eine solche Bestimmung als vereinbart, die dem von den Parteien wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt. 8.4 Dieser Vergleich unterliegt dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des deutschen internationalen Privatrechts. Soweit gesetzlich zulässig, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vergleich Frankfurt am Main.“

Hinweise zur Abwicklung der Nachbesserung gemäß vorstehendem Teil-Vergleich Hiermit geben wir die Einzelheiten zu der Abwicklung der sich aus dem Teil-Vergleich ergebenden Zahlungsansprüche bekannt. Die nachzahlungsberechtigten ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre der Nestlé Deutschland AG, die nach wie vor bei dem Kreditinstitut ein Konto unterhalten, über das seinerzeit die Barabfindung abgewickelt wurde, brauchen hinsichtlich der Entgegennahme der Nachzahlung – EUR 34,02 je Aktie zuzüglich Zinsen hierauf für die Zeit vom 3. Oktober 2002 bis zum 31. August 2009 in Höhe von 2 Prozentpunkten und ab dem 1. September 2009 in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz bis zum Ablauf des 12. Juni 2013 (inklusive) sowie zur Abgeltung aller weiteren Zinsansprüche einen Pauschalbetrag von EUR 0,03 je Stückaktie – nichts zu veranlassen. Sie erhalten eine entsprechende Benachrichtigung mit gleichzeitiger Geldgutschrift durch ihr jeweiliges Kreditinstitut. Diejenigen nachzahlungsberechtigten ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre der Nestlé Deutschland AG, die inzwischen ihre Bankverbindung gewechselt oder aus sonstigen Gründen bis zum 31. August 2013 keine Gutschrift der Nachzahlung erhalten haben, werden gebeten, sich schnellstmöglich an dasjenige Kreditinstitut zu wenden, über das seinerzeit die Barabfindung abgewickelt wurde. Als Abwicklungsstelle fungiert die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main. Hinweis für die ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre, die ihre effektiven Aktienurkunden über Stückaktien mit Ausstellungsdatum „September 1999“, nebst mit Gewinnanteilscheinen Nr. 7 bis 20 und Erneuerungsschein, nicht innerhalb der ursprünglichen, am 4. November 2002 abgelaufenen Abfindungsfrist im Rahmen des Squeeze-Out eingereicht haben und Hinweis für Aktionäre, die ihre

effektiven, noch auf einen Nennbetrag von DM 50,00 oder DM 1.000,00 lautenden Aktien der Nestlé Deutschland AG im Zuge der Umstellung des Grundkapitals von Nennbetragsaktien auf Stückaktien im Jahr 2000 und die durch Bekanntmachung u.a. im Bundesanzeiger vom 6. Juni 2000 gemäß § 73 AktG für kraftlos erklärt wurden, noch nicht zum Umtausch eingereicht haben: Zur Entgegennahme der ursprünglichen Barabfindung von EUR 281,98 müssen diese ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre der Nestlé Deutschland AG zunächst ihre Aktienurkunden beim Amtsgericht Frankfurt am Main, Gerichtsstraße 2, 60313 Frankfurt am Main (AZ: HL N 13/2000 für DM-Nennbetragsaktien – anstelle des Erhalts von Nestlé-Deutschland-Aktien, AZ: HL N 14/03 für Stückaktien) zwecks Entgegennahme der in 2002 ursprünglich gezahlten Squeeze-OutBarabfindung in Höhe von EUR 281,98 (ggfs.) zzgl. Zinsen einreichen. Für den Erhalt der Nachzahlung gelten dann die nachstehenden Ausführungen. Danach können sie ihrer Depotbank den Auftrag zur Entgegennahme der Nachzahlung auf die Barabfindung – unter Vorlage entsprechender Unterlagen – erteilen. Allen nachzahlungsberechtigten ausgeschiedenen Minderheitsaktionären, denen die ihnen zustehende Barabfindung über die Gerichtskasse Frankfurt am Main ausgezahlt wurde, werden gebeten, sich umgehend, spätestens jedoch bis zum 31. Oktober 2013 einschließlich bei einem Kreditinstitut ihrer Wahl unter Vorlage der Herausgabeverfügung des Amtsgerichts Frankfurt am Main oder sonstiger geeigneter Nachweise ihrer Berechtigung und unter Angabe ihrer Kontoverbindung zu melden. Nach erfolgter Prüfung der Nachweise erhalten diese ehemaligen Minderheitsaktionäre die Nachzahlung auf die Barabfindung von der vorgenannten Abwicklungsstelle über dieses Kreditinstitut vergütet. Die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH behält sich vor, Nachzahlungen zzgl. aufgelaufener Abfindungszinsen, die nicht bis zum 31. Juli 2014 von den nachzahlungsberechtigten ausgeschiedenen Minderheitsaktionären entgegengenommen worden sind, zugunsten der Berechtigten bei der Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts Frankfurt am Main, unter Verzicht auf die Rücknahme zu hinterlegen. Die Entgegennahme der Nachzahlung zzgl. der Abfindungszinsen ist für die nachzahlungsberechtigten ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre der Nestlé Deutschland AG provisions- und spesenfrei. Die erhöhte Barabfindung und die Zinsen gelangen ohne Abzug von Steuern zur Auszahlung. Die jeweilige steuerrechtliche Behandlung richtet sich nach den individuellen Verhältnissen des Steuerpflichtigen. Für Privatanleger sind die Zinsen im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer zu erfassen und dort der Abgeltungsteuer in Höhe von 25 % (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) zu unterwerfen. Frankfurt am Main, im Juli 2013 Nestlé Deutschland AG Der Vorstand Frankfurt am Main, im Juli 2013 Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH Die Geschäftsführung

AnlegerPlus News 15 | 30.7.2013 | 23

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