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DAS MOTORRAD-MAGAZIN - www.motorradundreisen.de

MOTORRAD & E 2,45

Österreich E 2,95 - Schweiz SFR 4,90 - Dänemark dkr 27,00 - BeNeLux E 3,00 Italien E 3,20 - Spanien E 3,20 - Griechenland E 3,20 - Türkei YTL 7,90

NEUE MOTORRÄDER

Aktuelles von BMW

F 800 GT • R 1200 R • R 1200 GS • R 1200 RT

Januar 01 / 2013

REISEN

Portrait: Jorge Lorenzo MotoGP Weltmeister ‘12

Neues von der Insel

Triumph Daytona 675 / R

Honda: Messe-Neuheiten

Traumtour Märchenstraße

CB 500F • CB 500X • CBR 500R Spritztour NSS 300 Forza •Gold Wing F6B M ec kl en bu rg

Ducati: Neue Modelle Hyperstrada •Hypermotard / SP •Diavel Strada

MEISTER ANDRÉ

Ganz frisch: KTM

FAHRWERK

390 Duke •690 Duke •1290 Super Duke

D ie be st en M ot orra d- H ot el s

Aprilia Caponord 1200 • SRV 850

Moto Guzzi California USA- Kalifornien II

Ostharz-Tour

Hochalpen

REPARATURANLEITUNG GARMIN ZUMO 500 / 550


Editorial Liebe Leserinnen & Leser, die Saison war lang und wir waren ganz schön oft unterwegs, um stets die schönsten Motorradstrecken in Deutschland, Europa und auch Übersee in Motorrad & Reisen vorstellen zu können. Bei all diesen Produktionen ging mir auch ständig das Thema durch den Kopf, ob wir nicht 12 Hefte im Jahr machen können, um dann monatlich zu erscheinen. Die erste Herausforderung bestand darin, dass wir genug Material zusammen bekommen würden, ohne dass unsere Qualität hinsichtlich Fotos, Filme, Texte und Strecken sozusagen dünner würde. Das hat allerdings problemlos geklappt und ich möchte mich dafür genauso bei unseren Mitarbeitern André (Werkstatt) Jost, Frank, Kai (gerade in Australien unterwegs), Rudi und Walter bedanken, wie bei den besonders aktiven Mädels Anja, Marion, Daniela und Sabine vom Model-Stammtisch. Nun stellen rund 500 Seiten mehr im Jahr aber auch noch eine andere Herausforderung dar, denn neben hervorragenden Reisethemen - die Strecken dazu werden natürlich auch alle abgefahren, sollen nun auch andere Themen rund um das Motorrad intensiver in Angriff genommen werden, zumal eine monatliche Erscheinungsweise obendrein mehr Aktualität ermöglicht. Auch diese Herausforderung gehen wir an, so kümmern wir uns noch mehr um alles was zwei Räder und einen Motor hat, schauen immer wieder zum Rennsport und drucken darüber hinaus die wichtigsten News ab. Außerdem spielt ja seit knapp zwei Jahren auch die Filmerei eine große Rolle, sie kennen das ja von der DVD Ausgabe. Nun ist es so, dass wir bis zuletzt immer eine Ausgabe von Motorrad & Reisen mit und ohne DVD produziert haben. Beide Versionen haben viele Abonnenten und die werden nun nicht mehr im Gleichschritt sondern abwechselnd von Monat zu Monat beliefert. Im Januar erscheint zunächst eine Ausgabe ohne DVD, im Februar erscheint dann ein Heft mit DVD und so geht das dann immer weiter. Wer alle Hefte - also den vollen Lesestoff - haben möchte, kann unser neues Abo schalten oder von dem Alten einfach upgraden - bestehende Guthaben werden automatisch verrechnet.

Motorrad & Reisen Festival ITY HARZ

09.- 12.05.2013 PULLMANN C Four Roses live!

täglich Live Musik Wild-West Shows

Filme: Mitten durch Deutschland M&R Lesertreffen Harz 2012 Rund um die Zugspitze Traumtour Hoher Meissner SchwarzwaldHohenlohe

SchwarzwaldHohenlohe Hohenlohe Pfälzer Wald Pfälzer Wald Westerwald Westerwald - Harz Harz Lüneburger Heide

INFOProgramm Garmin BaseCamp gemäß Videoworkshop I § 14 Alle GPS-Daten JuSchG aus diesem Heft

Hier nochmal die letzte DVD in der Ansicht, damit jeder sehen kann, wieviel Inhalt wir drauf gepackt haben. Einen kurzen Winter wünscht Ihr/Euer

GroßeExpo-Area Infos & Zimmerbestellungen: 039459/7310 Ausstelleranfragen: 05522/506484

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Das volle Programm gibt es unter: www.festival.motorradundreisen.de

starke Stuntshows


Inhalt 3 Editorial 6 Neue Motorräder für 2013

7 BMW F 800 GT 8 BMW R 1200 R 8 BMW R 1200 GS 8 BMW R 1200 RT 9 Aprilia Caponord 1200 1 0 Aprilia SRV 850 1 0 Moto Guzzi California 1 1 Ducati Hyperstrada 1 1 Ducati Hypermotard/ SP 1 2 Ducati Diavel Strada 1 2 Honda CB500F 1 2 Honda CB500X 1 2 Honda CBR500R 1 3 Honda NSS 300 Forza 1 3 Honda Goldwing F6B 1 3 KTM 390 Duke 1 4 KTM 690 Duke 1 4 KTM 1290 Super Duke 1 4 Triumph Daytona 675/ R

1 7 Neues aus der Motorradszene 1 8 Das Portrait: Jorge Lorenzo

Motorradrennen zählen wohl mit zum absolut Spannendsten der Rennsportszene überhaupt. M&R traf den MotoGP-Doppelweltweister Jorge Lorenzo aus Spanien am Sachsenring.

2 2 Die Märchenstraße

Es ist eigentlich keine große Kunst Themenstraßen mit den besten Motorradstrecken zu verknüpfen, wenn diese durch die wundervollen Deutschen Mittelgebirge führen und man über das nötige Wissen verfügt.

3 6 Meister André: Federbein wechseln 3 7 Reparaturanleitung: Garmin Zumo Display 3 8 Zwischen Himmel & Erde - Hochalpen

Eine Hochalpen-Tour macht mit dem Motorrad besonders viel Spaß, wenn die ganz hohen Pässe gerade von ihrer Wintersperre befreit wurden. 4 M&R 1/13


4 6 Givi TRK52N Topcase 4 6 Vorteile von Bluebike Anlagen 4 8 Kalifornien & Co. II

Im zweiten Teil der Tour lernen wir das Death Valley, die Sierra Nevada mit dem Yosemite-Nationalpark und den legend채ren Pacific Coast Highway kennen.

6 0 Auf in den Ostharz

6 8 Markt & Service 7 2 Mecklenburg - Vorpommern

Diese Tour f체hrt durch das traumhafte MecklenburgVorpommern. Starten wir also mal am neuen M&R Hotel B체ttnershof, von wo aus es zun채chst zum nahen Elbdeich geht.

7 8 Reiseziele weltweit 7 9 Kaiman Stiefel: Chefs neue Schuhe 8 0 M&R Hotels 8 2 Inhalt, Impressum & Das Allerletzte


Pr채sentiert auf EICMA 2012:

Neue Motorr채der


N

ach der Intermot in Köln ist vor der EICMA in Mailand. Beide Motorradmessen streiten um den Titel der Leitmesse für Europa. So verwundert es kaum, wenn die italienischen Hersteller erst auf der etwas späteren italienischen Motorradmesse die wirklichen Neuheiten präsentieren, während andere Hersteller der Kölner Messe den Vorzug geben. Brandneue Motorräder und Entwicklungen gibt es also auf beiden Messen und so berichten wir auch in diesem Heft wieder unter der gleichen Überschrift von den Neuheiten der einzelnen Hersteller. Fast alle legten in Italien gleich noch einmal nach und präsentierten neue Fahrzeuge. Den Anfang macht, wen wundert´s, BMW. Wer dachte, dass nach dem Wasserboxer 2012 nichts mehr vom deutschen Premiumhersteller kommt, der liegt falsch. BMW legt noch einmal nach und präsentiert mit der F 800 GT den Nachfolger der F 800 ST. Mit dem neuen Sporttourer in der Mittelklasse möchte man das Produktangebot in diesem Segment weiter stärken und ausbauen.

keit, Durchzugsstärke und Allroundqualitäten bei gleichzeitig sehr niedrigem Verbrauch bieten. Auf den ersten Blick fällt aber zunächst die neue Vollverkleidung auf, die nicht nur sehr dynamisch wirkt, sondern auch den Ansprüchen an einen großen Tourer Rechnung tragen soll. Man will Fahrer und Beifahrer eben nicht auf den Komfort eines großen Tourers verzichten lassen. Im Hinblick auf Wind- und Wetterschutz veränderten die Entwickler auch das Windschild. Obendrein kommt es auch auf das Handling an, ob ein Motorrad sich am Markt durchsetzen kann und das wird nun mal hauptsächlich vom Fahrwerk bestimmt. In der F 800 GT verbaut BMW ein stufenlos einstellbares Zentralfederbein in Kombination mit einer überarbeiteten Einarmschwinge, deren Hinterachse mittels Exenter eingestellt werden kann. Vorn setzen die Ingenieure auf eine 43 Millimeter Teleskopgabel. Wer etwas tiefer in die Tasche greift, der bekommt optional das von der R 1200 GS bestens bekannte elektronische ESAFahrwerk.

Eine Gepäcklösung gehört allerdings nicht zum serienmäßigen Lieferumfang, da darf man ruhig einmal einen Blick in den dicken Zubehörkatalog werfen. In diesem bietet der Hersteller unter anderem spritzwassergeschützte Seitenkoffer mit 55 Liter Stauraum an. Im rechten Koffer findet man dann auch Platz für einen Motorradhelm. Ein Topcase mit 28 Liter Stauraum findet sich ebenfalls in diesem Katalog. Dagegen gehört eine ABS-Anlage für BMW schon lang nicht mehr zum Sonderzubehör. Diese findet sich inzwischen serienmäßig an jedem BMW Motorrad. Sicherheit geht eben vor. Für den richtigen Reisekomfort feilten die Entwickler lang an der Ergonomie. Im Gegensatz zum Vorgängermodell wurde die Lenkerposition um 20 Millimeter angehoben und die Fußrasten um jeweils 10 Millimeter nach vorn beziehungsweise unten verlegt. Die so entstandene Sitzposition, soll laut Hersteller, auch auf längeren Touren Spaß machen. Wer mit der Sitzhöhe nicht zurechtkommt, für den bietet BMW optional weitere Sitzbänke an.

BMW F 800 GT Unter der Vollverkleidung sitzt der bereits bekannte und äußerst zuverlässige Zweizylinder-Reihenmotor mit 798 cm³. Über einen wartungsfreien Zahnriemenantrieb kommen so in der Spitze 90 PS und damit 5 PS mehr als beim Vorgängermodell am Hinterrad an. Für junge Einsteiger bietet BMW zu dem eine leistungsreduzierte Version mit 48 PS an. Im Allgemeinen soll der Motor auch in dieser Version Spritzig-

Durch die Verkürzung der Federwege um 15 Millimeter, sinkt die Sitzhöhe bei der GT auf 800 Millimeter. Aber, wer Touren möchte, der braucht nicht nur ordentlich Stauraum für das Gepäck, sondern ebenfalls eine vernünftige Zuladung und die fällt beim neuen Modell mit 207 Kilogramm üppig aus. Das kann sich sehen lassen und manch größerer Tourer kann sich eine Scheibe davon abschneiden.

Das Gewicht der F 800 GT wird fahrfertig leer bei 213 Kilogramm liegen. Mit einem Tankvolumen von 15 Litern steht wegen des geringen Verbrauchs - irgendwo bei + 4 Liter auf 100 km/h nichts im Wege. Farblich bietet BMW den neuen Sporttourer in Valenciaorange metallic, Darkgraphit metallic und Lightwhite uni an. Der Verkaufspreis steht im Moment leider noch nicht fest. M&R 1/13

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Neue Motorräder Aber das war noch nicht alles, was BMW an diesem Tag auf der Eicma präsentieren sollte. Feste sind dazu da, dass man sie auch feiert: 2013 jährt sich die Gründung von BMW Motorrad zum 90zigsten mal. Wie zu Beginn zählt es auch heute noch zu den obersten Zielen der BMW Ingenieure Motorradfahren besser und sicherer zu machen. In den letzten neun Jahrzehnten gehen so viele technische Innovationen auf das Konto von BMW. Beispielhaft seien dafür die Einführung der ersten Teleskopgabel 1935 oder das erste Anti-Blockier-System vor 25 Jahren genannt. Das alles ist ein Grund für den Hersteller gleich drei verschiedene Sondermodelle unter dem Namen „90 Jahre BMW Motorrad“ in 2013 auf den Markt zu bringen. Dazu zählen die R 1200 GS Adventure, die R 1200 R und die R 1200 RT.

BMW R 1200 R

BMW R 1200 GS

So unterschiedlich die drei Modelle auch sein mögen, so stehen sie zusammen für den Erfolg der BMW Motorradmarke. In der Jubiläumsversion kommen sie daher gemeinsam mit einer Sonderlackierung aus Saphirschwarz metallic, olivgrau und Asphaltgrau metallic matt ab Werk zum Kunden. Für eine noch hochwertigere Ausstrahlung eloxiert BMW die Gabelstandrohre und Bremssättel vorne und hinten in Gold und verbaut eine Sitzbank in Luxor Olivgrau / Seta Schwarz. Speziell für die Sonderversion ersetzt eine vernickelte und polierte Messingplakette „90 Jahre BMW Motorrad“ das BMW Logo auf der oberen Gabelbrücke. Ansonsten handelt es sich um die bereits bekannten Modelle aus der Serienproduktion. Wer sich neben der Standardausstattung weiteres zusätzliches Zubehör gönnen möchte, für den bietet der Zubehörkatalog des Premiumherstellers eine Vielzahl an Möglichkeiten. Die R 1200 GS kann man ab 15.950,-- Euro erwerben.

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Für die R 1200 R muss man nicht ganz so tief in die Tasche greifen. Sie schlägt mit 12.850,-- Euro zu Buche. Das Sondermodell der R 1200 RT wechselt dagegen ab 17.270,-- Euro den Besitzer. Damit kam Stephan Schaller, Leiter von BMW Motorrad, aber immer noch nicht zum Ende seiner Präsentation. Er kündigte noch ein weiteres Modell mit luftgekühltem BoxerMotor für 2013 an. Viel mehr als das dieses Modell die Gene der letzten 90 Jahre verbunden mit emotionaler Formsprache und innovativer Technik beinhalten soll, verriet er allerdings noch nicht. Über einen Preis oder einen Erscheinungstermin wollte er auch auf Nachfrage nicht antworten. Man darf also gespannt sein, was BMW Motorrad dann im nächsten Jahr obendrein noch präsentiert. Auf einem eingeblendeten Bild konnte man nur erahnen, dass es sich um ein Nakedbike im Retro Look handelt. Eventuell diente ja die altehrwürdige R 32 den Entwicklern als Vorlage.

BMW R 1200 RT


Bevor wir zu viel Zeit mit Ratespielen verbringen, lassen wir uns lieber überraschen und schauen schnell mal am Stand von Aprilia vorbei, denn die Italiner wollen in der kommenden Saison mit einer komplett neu entwickelten Reise-Enduro den Markt aufmischen. In den letzten Jahren wurde es um Reisemotorräder der italienische Marke, die mittlerweile zum Piaggio Konzern gehört, nämlich recht ruhig.

Angetrieben wird Aprilias neues Modell von dem aus der Dorsoduro 1200 bekannten flüssigkeitsgekühlten 1.197 cm³ - 90° V-Twin Motor. Übertragen wird die maximale Leistung von 128 PS bei 8.500 Umdrehungen/Minute per Kette an das Hinterrad. Das maximale Drehmoment von 116 Nm liegt bei diesem Motorrad bereits bei absolut tourentauglichen 6.500 Umdrehungen/Minute an.

handling sorgen. Wer einen größeren Geldbeutel besitzt, der kann das Modell in der Reiseausführung ordern. Dann erhält man gleich das semiaktive dynamische Fahrwerk -ADD, welches sich per Knopfdruck auf den jeweiligen Untergrund anpassen lässt. Außerdem besitzt Aprilias Caponord dann einen Tempomat, der sich gerade für Autobahntouren eignet.

Aprilia Caponord 1200

Doch jetzt möchte man wieder angreifen, und dafür sucht man sich genau das Marktsegment mit den stärksten Absatzzahlen aus. Caponord 1200 lautet der Name der neuen Reise-Enduro, die sich laut Hersteller optimal für die Reise eignet. Aber auch alltagstauglich und ein Spaßmotorrad soll es sein, das neue Modell von Aprilia. Eines steht bereits auf den ersten Blick fest, es handelt sich um ein eigenständiges Motorrad, das wenig Ähnlichkeiten mit anderen Modellen in diesem Segment aufweist. Gut so, denn nur mit kreativen Ideen kann man sich am Markt langfristig durchsetzen und Fans für sich gewinnen. Schaut man noch ein zweites Mal hin, stellt man ganz schnell fest, dass sich die Caponord 1200 eher auf der Straße wohlfühlt, als neben der Strecke. Das sieht man einerseits an den 17 Zoll Felgen und andererseits an den Straßenreifen, die bei der Präsentation Verwendung finden. Sie spielt also in einer Liga mit Ducatis Multistrada.

Wie man es schon von anderen Modellen in dieser Klasse kennt, besitzt auch Aprilias Caponord die Ride-by-Wire Technologie mit drei verschiedenen Motorenkennfeldern. Der Fahrer kann per Knopfdruck zwischen einem Sport-, Touring- und Regenmodus wählen. Damit soll der Fahrer die jeweils optimale Leistung auf die Straße bringen. Unterstützt wird er dabei ab Werk von einer dreistufigen Traktionskontrolle - ATC. Die erste Stufe eignet sich besonders für eine sportliche Fahrweise. Für Reisen, längere Touren oder Fahrten in der Stadt eignet sich die zweite Stufe. Für besonders schwierige Streckenverhältnisse mit wenig Grip eignet sich die dritte Stufe. Für noch mehr Sicherheit rollt die Caponord mit ABS vom Band. Die Fahrwerkselemente stammen komplett aus dem Hause Sachs. Die einstellbare Upside-Down Gabel mit 43 Millimeter Durchmesser in Kombination mit einem einstellbaren Zentralfederbein, sollen für Fahrspaß pur und ein perfektes Kurven-

Neben einem Hauptständer kann sich der Käufer dann auch gleich auf zwei Seitenkoffer in Fahrzeugfarbe freuen. Dank verbautem 24 Liter Tank kann man auch längere Strecken ohne Boxenstopp fahren. Die Sitzhöhe beläuft sich standardmäßig auf 840 Millimeter, kann aber mit anderen Sitzbänken aus dem Zubehörkatalog erhöht oder tiefergelegt werden. Eine Gewichtsangabe seitens des Herstellers sucht man derzeit, genauso wie einen entgültigen Erscheinungstermin oder den Preis leider vergeblich. M&R 1/13

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Neue Motorräder

Aprilia SRV 850 Wer Roller bevorzugt, dem bietet Aprilia den SRV 850 ABS/ ATC Großroller an. Endlich müssen auch Rollerfans nicht mehr auf einen V-Twin-Motor verzichten, denn genau diesen besitzt der neue SRV 850. Der 90°-V-Twin Motor mit 839 cm³ bietet in der Spitze76,1 PS und ein Drehmoment von 75 Nm bei 6.000 Umdrehungen. Aprilia selbst sieht in diesem Modell einen Sportler im Rollerkleid. Es verwundert also nicht, dass das Design an die RSV4 angelehnt wurden. Dennoch dürfte der Roller gute Eigenschaften hinsichtlich Wind- und Wetterschutz bieten. Für die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 194 Km/h und die versprochene Agilität braucht es obendrein ein vernünftiges Fahrwerk. Leisten soll das eine Kombination aus einem verwindungssteifen Doppelschleifen-Rahmen, einer AluminiumZweiarmschwinge, dem hydraulischen Mono-Federbein und einer 41 mm Teleskopgabel vorn. Darüber hinaus lässt sich das hintere Federbein in 7 Stufen anpassen. Wie schon die anderen Modelle in diesem Segment, verwendet der Hersteller vorn eine 16 Zoll Felge und am Hinterreifen eine kleinere 15 Zoll Felge. Für die nötige Sicherheit sorgt in Deutschland das ab Werk fest installierte ABS und Aprilias Traktionskontrolle - ATC. Ein Tankvolumen von 18,8 Litern eignet sich auch für große Reichweiten. Allerdings bringt der Über-Roller rund 260 Kilogramm auf die Waage. Aber es dürfte so sein wie immer, einmal in Bewegung merkt man ganz sicher nichts mehr von diesem hohen Gewicht. Die Sitzhöhe beträgt 780 Millimeter und bietet so einen sicheren Stand für Jedermann. Farblich lässt Aprilia den Kunden zwischen Racing White und Competition Black wählen. Ein genauer Preis steht wie bei der Caponord 1200 aber auch noch nicht fest.

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Wir bleiben im gleichen Konzern, wechseln aber die Marke zu Moto Guzzi. Der italienische Traditionshersteller präsentiert auf der Mailänder Eicma die nächste Generation seiner California in einer Touring und Custom Variante. Der verwendete 1.380 cm³ V-Twin Motor bringt nicht nur ordentlich Leistung, sondern auch den Titel des größten in Europa produzierten Serien-V-Twin Motors.

Wie in den Vorgängermodellen soll der Fahrer die Laufkultur des Motors, dank Gummilagerung spüren, ohne aber davon gestört zu werden. Brandneu setzt auch Moto Guzzis California auf ein elektronisches Ride-by-Wire-System. Wie bei der Caponord kann der Fahrer zwischen drei verschiedenen Fahrmodi wählen: Sport, Touring und Regen zur Verfügung. Im Sportmodus stehen dem Fahrer die maximalen 96 PS und ein Drehmoment von 120 Newtonmetern zur Verfügung. Letzteres erreicht die Guzzi bereits bei niedrigen 2.750 Umdrehungen/Minute. Neben diesen Anpassungen erhöht ein SerienABS und eine in drei Stufen einstellbare Traktionskontrolle die Sicherheit. Die California steht ganz klar für das gemütliche Cruisen und Touren auf der Landstraße. Höchst selten muss man auch nur zum Tanken absteigen, denn Dank des verbauten 21 Liter Tanks sind auch Reichweiten über 300 Kilometer möglich. Steht einmal eine längere Autobahnetappe an, kann man dank Tempomat gemütlich im gleichen Tempo Richtung Horizont fahren. Für das Handling sorgt eine 46 Millimeter Teleskopgabel vorn und ein komplett einstellbares Zentralfederbein hinten. Wer nicht nur am Sonntag zur Eisdiele cruisen möchte, der sollte sich für die Touring-Edition entscheiden, denn diese besitzt neben einer Windschutzscheibe, die Fahrer und Beifahrer vor Wettereinflüssen schützt, zwei 35 Liter

Moto Guzzi California

Seitenkoffer in Fahrzeugfarbe und zwei Zusatzscheinwerfer. Auf die Waage bringt die Touring Variante 337 Kilogramm, die Custom-Edition bringt es dagegen nur auf circa 300 Kilogramm. Ein Preis für Deutschland steht derzeit noch nicht fest, er dürfte aber um die 19.000,-Euro liegen.


Traditionell nutzt Ducati die Eicma zur Präsentation der neuen Modelle. Bereits auf der Intermot in Köln gab es aber einen Vorgeschmack auf das kommende Jahr. In Mailand legte der Edelhersteller, der inzwischen zum deutschen VW-Konzern gehört, aber noch einmal kräftig nach. Zunächst präsentiert Ducati drei verschiedene Modelle der neuen Hypermotard. Es wird also auch 2013 die Hypermotard wieder in der Normalversion und der SP-Variante geben. Gänzlich neu dagegen kommt die Hyperstrada daher, eine Modellvariante, die auf die Normalversion aufbaut, dann aber zusätzliche Features besitzt, die sie zu einem vollkommenen Mittelklasse-Tourer machen sollen. Angetrieben werden alle drei Modelle von dem 11°-Testaretta-Motor mit 821 cm³. In der Spitze entstehen so in allen Modellen 110 PS. Ebenfalls gleich, jedes Modell verfügt über drei verschiedene Motorenmappings, den so genannten Ducati Riding Modes.

Ducati Hyperstrada

Ducati Hypermotard/ SP Die Hypermotard in der Normalversion stellt zugleich das Einstiegsmodell in die Supermoto-Klasse dar. Sie verfügt über die Motorenmappings Sport, Touring und Urban, wobei bei letzterem nur noch 75 PS anstatt der 110 Pferdestärken zur Verfügung stehen. Das ABS-System und Ducatis hauseigene Traktionskontrolle fasst der Hersteller als Safety Pack zusammen, welches dann stets zum Lieferumfang gehört. Ein flotter Ritt sollte so kein Problem sein, aber die Hypermotard kann noch mehr. Gerade in Puncto Alltagstauglichkeit wollte der Hersteller nachbessern, ob ihm das gelingt, werden wir bei einem Praxistest ermitteln. Beim Fahrwerk setzen die Italiener auf eine 43 mm Kayaba Upside-Down-Gabel mit 170 mm Federweg. Hinten verrichtet ein einstellbares Sachsfederbein in Kombination mit einer Alu-Einarmschwinge seinen Dienst. So sollen Kurven und Kehren und Tornanti zum Spielplatz werden.

Die Hypermotard SP legt den Fokus noch stärker auf die sportliche Ausrichtung und bietet dem Fahrer weitere technische Finessen. So verfügt das Modell über die gleichen Ridingmodes wie Ducatis Superbike 1199 Panigale. Neben Race und Sport, mit der kompletten Leistung, stehen dem Fahrer im Wet-Modus 75 PS zur Verfügung. Dank hochwertigerer Top-ofthe-range-Federelemente, vorn eine volleinstellbare, unter Druckluft stehende Upside-Down-Gabel aus dem Hause Marzocchi und hinten ein stufenlos einstellbares Öhlinsfederbein, werden Schräglagen-Winkel von 47,5 Grad möglich. Neben diesen technischen Feinheiten besitzt die SP einen vorderen Kotflügel und eine Zahnriemenabdeckung aus Carbon. 171 Kilogramm soll das Geschoss wiegen, sich dabei aber mit einer Sitzhöhe von 890 mm nicht gerade für kleine Leute eignen. Das Modell wird in Rot, Weiß und Schwarz angeboten.

Ein ganz anderes Konzept als die Hypermotard SP verfolgt Ducati mit der Hyperstrada. Der Name erinnert doch etwas an die Multistrada und die steht bekanntlich für lange und ausgiebige Touren. Genau das greift der Hersteller auf und präsentiert mit Hyperstrada eine SupermotoTourer-Mischung im mittleren Motorensegment. Die angepasste Motorsteuerung bietet in dieser Ausführung die Modi Sport mit 110 PS Leistung, Touring mit 110 PS und Urban mit 75 PS. Das Ducati Safety Pack mit ABS und DTC-Traktionskontrolle gehört auch bei der Hyperstrada zum serienmäßigen Lieferumfang. Normalerweise gehört Stauraum eben nicht zu den Eigenschaften einer Supermoto. Aus diesem Grund spendiert Ducati dem neuen Modell zwei 50 LiterSeitenkoffer zum Abnehmen. Darüber hinaus besitzt die Hyperstrada einen Hauptständer, eine Windschutzscheibe, die Fahrer und Beifahrer vor Wettereinflüssen schützen soll, eine dickere Sitzbank als die Supermotomodelle und einen Haltegriff für die Sozia. Über zwei zusätzliche Bordsteckdosen können Navi und weitere Geräte betrieben werden. Das Fahrwerk gleicht jenem in der Normalversion der Hypermotard. In Zahlen bringt Ducatis Hyperstrada 181 Kilogramm auf die Waage. Das ist ein mehr als ordentlicher Wert für einen Sport-Tourer in diesem Segment. Für eine bequeme Sitzposition bietet die Hyperstrada eine Sitzhöhe von 850 mm und einen gegenüber der Hypermotard um 20 mm erhöhten Lenker. Wer sich das Modell noch weiter auf die eigene Person anpassen möchte, sollte auch hier wieder den Blick in den Zubehörkatalog werfen, der ein- oder andere Euro sollte sich garantiert noch in sinnvolles Zubehör investieren lassen. M&R 1/13

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Neue Motorräder Man muss feststellen, dass Ducati in Zukunft den Tourermarkt auch nicht mehr aus den Augen verlieren möchte, denn mit der Diavel Strada präsentiert man den Powercruiser in einer Touringvariante.

Nach einer Vorstellung auf der Intermot ohne viel Neues legt Honda nun kräftig nach. Neben drei brandneuen 500er Modellen, konnte man auch eine neue Gold Wing bestaunen.

Ducati Diavel Strada Die Stradaversion der Diavel reiht sich als viertes Modell neben die Normalversion, der Diavel Dark und Diavel Carbon ein. Besonders Langstreckenfahrer und Tourer sollen angesprochen werden. Im Gegensatz zur Normalversion besitzt die Strada-Variante eine Windschutzscheibe, die nach neuesten Erkenntnissen Fahrer und Beifahrer optimal schützen soll. Für die bequemere Haltung änderte man die Lenkposition um 15 mm nach oben und 60 mm näher zum Fahrer. Auch die Sitzbank wurde von den Ingenieuren überarbeitet und dicker gepolstert. Selbst Kälte stellt jetzt kein Problem mehr dar, denn die Diavel verfügt ab Werk über eine Griffheizung und zwei zusätzliche Bordnetzsteckdosen in Kombination mit einer stärkeren Lichtmaschine. Damit lässt sich ohne Probleme auch eine beheizbare Motorradkombi betreiben. Besonders von der Überarbeitung profitiert die Sozia, die dank Rückenlehne, veränderten Fußrasten und neuen Haltegriffen deutlich entspannter mitfahren kann. Geht es einmal auf eine längere Tour, kann man die serienmäßigen 41 Liter Seitenkoffer nutzen. Der Zubehörkatalog hält dann noch entsprechend weitere Bauteile bereit. Dank einem Serviceintervall von 24.000 Kilometern kann man mit der ganzen Produktfamilie um den halben Erdball fahren, bevor man wieder stoppen muss. Ein 17 Liter Tank unterbricht da die Fahrt der 162 PS Maschine schon öfter. Ein genauer Preis stand für Ducatis Diavel Strada bis zum Redaktionsende noch nicht fest.

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Befeuert werden alle Modelle von einem DOHC-Zweizylinder Motor mit 471 cm³. Dieser leistet in der Spitze 48 PS und 43,1 Nm bei 7.000 Umdrehungen/Minute. Damit passt Honda die Leistung der neuen Modelle genau auf jenen Wert an den ein Führerscheinneuling mit 18 Jahren in Zukunft fahren darf. Der Verbrauch soll mit 3,7 Litern auf 100 Kilometer, bei angepasster Fahrweise, in Kombination mit einem 17,3 Liter Tank auch ganz große Touren zulassen. Das zentrale Konzept der Entwickler: Drei Motorräder zu bauen, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, aber allesamt leicht, wendig, und agil daher kommen. Im Namen unterscheiden sich alle drei Modelle nur im Endbuchstaben, dass X hinter CB500 steht dabei für Tourenabenteuer (großes Bild unten), dass F für den Allroundeinsatz im Alltag (Bild ganz unten) und das R für ein sportlich dynamisches Auftreten. Das Fahrwerk der drei Modelle besteht aus einer 41 mm Teleskopgabel vorn und einem Zentralfederbein mit Pro-Link Hebelanlenkung. Im Einzelnen bietet die CB500 X, die an den Crossrunner angelehnt wurde, 810 mm Sitzhöhe und ein vollgetanktes Gewicht von 196 Kg. Sie eignet sich für den Abstecher ins Grüne.

Honda CB 500X

Honda CBR 500R

Honda geht damit genau den richtigen Schritt und bietet günstige Motorräder im mittleren Segment an, die sich gerade für den Nachwuchs eignen. Was das Design angeht, stehen die „kleinen“ Modelle den großen Modellen in nichts nach. Vielmehr lehnen die Entwickler die Modelle an die hubraumstärkeren Motorräder an.

Honda CB 500F


Die CBR 500R mag dagegen gar keinen staubigen Untergrund. Sie fühlt sich auf der Straße wohl und es darf auch mal zügiger voran gehen. Dank sehr entspannter Sitzposition lässt sich die CBR 500R allerdings sehr gut im Stadtverkehr fahren. Die Vollverkleidung verleiht der R-Variante der CB 500 Baureihe obendrein eine sportliche Note. Mit 790 mm Sitzhöhe und einem vollgetanktem Gewicht von 194 Kilogramm können auch kleinere Personen mit dieser Maschine gut umgehen. Die vernünftigste Variante dürfte unserer Meinung nach die CB 500F sein. Dabei handelt es sich um einen Allrounder wie er im Buche steht. Das Motorrad besitzt wirklich nur das, was es unbedingt braucht. Wie bei der R-Version beträgt die Sitzhöhe 790 mm, nur bei dem vollgetankten Gewicht spart man noch einmal 2 Kilogramm. Um die Sicherheit für den Motorradfahrer zu erhöhen, verfügen alle drei Modelle übrigens über eine ABS-Anlage. Zu welchem Preis genau die verschiedenen Modelle ab 2013 verkauft werden, stand bis zum Redaktionsschluss leider nicht fest.

Serienmäßig verzichtet die F6B auf Ausstattungsmerkmale wie GPS-Navi, Airbag, Rückwärtsgang, Tempomat, beleuchtete Schaltereinheit und Sitzheizung. Angeboten wird die radikale Gold Wing, deren Audioanlage jetzt nur noch vier statt sechs Lautsprecher besitzt, in Magna Rot und Graphite Schwarz.

Honda NSS 300 Forza

Honda Gold Wing F6B

Für die Liebhaber großer luxuriöser Motorräder präsentiert Honda eine neue Gold Wing-Edition mit dem Kürzel F6B. Nicht nur optisch überarbeitete der japanische Hersteller seinen Reisedampfer, auch technisch wurde einiges neu. Auf den ersten Blick fällt sofort das fehlende Top-Case und der von Harley-Davidson bekannte Bagger-Stil in der Linienführung ins Auge. Beim Motor vertrauen die Ingenieure weiterhin auf den Sechszylinder-Boxermotor mit 1.832 cm³, der aber dank 28 Kg Gewichtsersparnis seine maximale Leistung von 118 PS und 167 Nm bei alltagstauglichen 4.000 Umdrehungen jetzt noch besser entfalten kann. Dem neuen Stil fällt allerdings nicht nur das Top-Case, sondern auch die Windschutzscheibe zum Opfer. Das Handling soll sich dank vorgerückter Motoreinbaulage und einem Anti-Dive-System weiter verbessern.

Den Abschluss der Präsentation bildet der neue Mittelklasse Roller NSS 300 Forza. Da steckt die Idee dahinter, einen Roller für alle zu bauen, die mehr Leistung als bei 125 cm³ bevorzugen und mit wenig Gewicht liebäugeln. Der verbaute Einzylinder mit 279 cm³ liefert 24,5 PS und 25,7 Nm bei 6.000 Umdrehungen/Minute ans Hinterrad. Der neue Honda Roller eignet sich als kleiner Flitzer für die Stadt und die Tagestour am Wochenende, denn der 11,6 Liter Tank soll bei moderater Fahrweise eine Reichweite bis 350 Kilometer ermöglichen. Unter der Sitzbank finden außerdem bis zu zwei Integralhelme Platz. Darüber hinaus verfügt der Roller über ein abschließbares Handschuhfach. Eine ABS- Anlage gibt es serienmäßig genauso dazu, wie einen optimierten Wind- und Wetterschutz. Die Sitzhöhe beträgt 706 mm und das Gewicht liegt bei 194 Kg.

Mit der Neuauflage der Adventure sorgte KTM bereits in Köln für ordentlich Furore. Die Präsentation der neuen Duke-Modelle sparte man sich da lieber für Mailand auf. Am traditionell orangenen Stand konnte man jetzt die neue 390 Duke, 690 Duke R und einen Prototyp 1290 Super Duke R bestaunen.

KTM 390 Duke

Reduziert auf das Minimum und Leistungsentfaltung bis zum absoluten Maximum, so lautete die Zielsetzung der Entwickler. Die kleine 390 Duke wiegt so trocken nur 139 Kilogramm - ein Wert der sich sehen lassen kann. Der neuentwickelte 375 cm³ Einzylindermotor leistet in der Spitze 44 PS und 35 Nm bei sportlichen 7.250 Umdrehungen/Minute. Das Fahrwerk stammt traditionell aus dem Hause WP und setzt sich aus einer 43 mm Upside-Down Gabel vorn und einem Monoshock Federbein hinten zusammen. Aus Erfahrung verspricht das ein sehr gutes Handling. Eine größere Tour muss aber bei einer recht knappen Tankkapazität von circa 11 Litern wohl öfters unterbrochen werden. Vielmehr lässt sich dann an diesem Modell auch nicht beschreiben, denn KTM beschränkt sich tatsächlich auf das absolut Nötigste. Ein abschaltbares ABS-System sorgt dann noch für die nötige Sicherheit auf der Straße. Mit einer Sitzhöhe von 800 mm fällt KTMs neuer Flitzer nicht aus dem Rahmen. Ein tolles Motorrad gerade auch für Neueinsteiger oder den Nachwuchs, denn dank der ab dem 1.1.2013 geltenden Führerscheinregelung, darf die 390 Duke bereits von 18 Jährigen gefahren werden. Wer es dann doch lieber etwas größer mag, der kann in der gleichen Produktreihe bleiben, denn mit der 690 Duke bietet der Hersteller ein Motorrad, das kaum Wünsche offen lässt. So könnte man zumindest denken, aber auf der Eicma setzte KTM noch einen drauf und präsentierte die R-Version der Duke. Ein Motorrad, das sich sowohl auf der Straße wie auch sofort auf der Rennstrecke fahren lässt. M&R 1/13

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Neue Motorräder Ein abschaltbares Race-ABS gibt es bei der R-Version ab sofort ab Werk. Eigens für die Rennstrecke besitzt es einen eigenen Modus. Die Käufer der Normalversion sollten den Euro für die optionale Anlage aber ebenfalls noch ausgeben. Daneben weist die R-Version ein noch höherwertiges Fahrwerk von Öhlins auf. Beim Design überarbeiteten die Entwickler sowohl die Front wie auch das Heck, um ihr so eine noch sportlichere Note zu verleihen. Beide Modelle kommen im Dezember 2012 in den Handel, die Daytona 675 für 11.890,-- Euro zuzüglich. 370,-Euro Nebenkosten (Österreich: 13.490), Daytona 675 mit ABS für 12.290,-- Euro plus 370,-- Euro Nebenkosten (Österreich 13.890,-- Euro), Daytona 675 R ABS für 13.690,-- Euro zuzüglich Nebenkosten (Österreich 15.490,-- Euro). Farblich kann man die R-Version in sportlichem Weiß und die Normalversion in Weiß/ Blau, Schwarz und Rot erwerben.

KTM 690 Duke

Zwei PS kitzeln die Ingenieure aus dem bestehenden 690 cm³ Einzylindermotor in Kombination mit einer Akrapovic-Auspuffanlage noch einmal heraus. Die Werte liegen so bei 70 PS in der Spitze. Per Dongle lässt sich das mitgelieferte ABS in den Supermoto-Modus umschalten, damit erhält man die ABS-Bremsunterstützung am Vorderrad, wobei das Hinterrad frei sliden kann. Das Gewicht der 690 Duke R bleibt trocken unter 150 Kilogramm. Laut Hersteller liegt der Verbrauch selbst bei sportlicher Fahrweise niedrig, allerdings dürften bei einer Tankkapazität von 14 Litern richtig lange Tourenabschnitte nur bei höchst moderater Fahrweise möglich werden. Serienmäßig angebrachte Crashbars verhindern im Falle des Falles einen schlimmeren Schaden am Motorrad. Ein sehr nützliches Bauteil, denn wer schon einmal Verkleidungsteile nachbestellen musste, der weiß, wie teuer diese gehandelt werden. Wer die Duke für Rennen einsetzen möchte, muss nur die entsprechenden Reifen aufziehen, denn das Modell ist ab Werk „Ready to Race“. Neben den fertig entwickelten Modellen präsentiert KTM den Prototyp einer 1290 Super Duke R. Der V-Twin Motor basiert auf dem der RC8 R, die Sicherheitssysteme beschränken sich auf ein abschaltbares ABS und eine Traktionskontrolle. Das Fahrwerk stammt natürlich wieder von WP-Suspension. Das fahrfertige Gewicht soll unbeschreiblich leicht werden. Man darf gespannt sein.

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Triumph Daytona 675/ R

Triumph nutzt die Mailänder Motorradmesse zur Vorstellung der neuen Daytona 675 und Daytona 675 R. Sechs Jahre nach ihrem Debüt bringt der britische Traditionshersteller eine komplette Neuentwicklung 2013 an den Start: Herzstück der Daytona bleibt nach wie vor der typische Dreizylindermotor. Aus unverändert 675 cm³ Hubraum mobilisiert der Triple mit 128 PS nun drei PS und bei 75 Nm zwei Newtonmeter mehr Drehmoment, dazu erlaubt er eine höhere Maximaldrehzahl von 14.400 U/min. Dem Sechsganggetriebe assistiert nun eine serienmäßige Antihopping-Kupplung, die eine leichtere Betätigung ermöglicht und ein Stempeln des Hinterrades bei hartem Abbremsen und Herunterschalten verhindert. Ein neuentwickeltes Fahrwerk und der unter den Motor gewanderte Schalldämpfer sollen die Gewichtsverteilung verbessern und sparen unterm Strich 1,5 Kilogramm.

Weitere neue Modelle stammen von MV Agusta. Der Hersteller präsentierte einen neuen F4 Supersportler und ein komplett neues Superbike mit dem Namen Rivale, 800 cm³ Dreizylinder, 170 Kilogramm und 125 PS. Ab Herbst darf man das neue Modell dann bei den Händlern bestaunen. Der an China verkaufte Hersteller Benelli präsentiert seine neuen Modelle BN 600 und Uno C 250, dabei handelt es sich um Nakedbikes, deren Markteinführung für das erste Halbjahr 2013 verkündet wurde. Suzuki konnte zwar nach der Intermot nichts mehr Neues präsentieren, sorgte aber mit einer spontanen Tanzeinlage für ordentlich Unterhaltung bei der Pressekonferenz. Generell darf man gespannt sein, welche Messe sich in Europa als Leitmesse durchsetzen wird. Mit 500.000 Besuchern auf der Eicma liegt die Messlatte für die Intermot jetzt aber mal richtig hoch. M&R


Neues aus der Motorradszene

Ilmberger Carbonparts für CB1000R Carbon-Zubehör von Ilmberger gehört zu einer festen Größe in der Motorradszene. Ab sofort bietet Julius Ilmberger und sein Team auch Bauteile für Hondas CB 1000R an. Zahlreiche Teile veredeln Hondas beliebten Naked-Sportler bis ins Detail und verwandeln ihn in ein noch leichteres Motorrad und einen absoluten Blickfang! Das Portfolio umfasst die Schwingenabdeckung mit Kettenschutz, die beiden Kotflügel, Seitendeckel, Windschild und Motorspoiler. Dem japanischen Vierzylinder verleihen zudem Abdeckungen von Lichtmaschine und Kupplung sowie Verkleidungen von Kühler und Airbox einen noch sportlicheren Touch. Der besondere Carbon-Stil macht die Maschine nicht nur optisch attraktiver, die Bauteile sparen richtig Gewicht, was sowohl der Performance als auch der Fahrdynamik zugutekommt. Auf die Qualität von Ilmberger Carbonparts kann der Kunde vertrauen. Weitere Informationen dazu gibt‘s im Internet unter: http://www.ilmberger-carbon.de

Metzeler Karoo 3 Nach der ersten Vorstellung des neuen Enduro-Straßen Reifens von Metzeler auf der Intermot, dem Tourance Next, präsentiert der Reifenhersteller auf der Eicma den nächsten Reifensatz für die kommende Motorradsaison. Ein Stollenreifen, der speziell für die Bedürfnisse von Motorradfahrern entwickelt wurde, die Ihr Motorrad auf langen AbenteuerReisen einsetzen, wie zum Beispiel den anspruchsvollen Trails Afrikas. Der Karoo 3 ist der richtige Reifen für moderne Enduro-Maschinen der mittleren bis großen Hubraumklasse, die auf Asphalt und zum großen Teil abseits befestigter Straßen eingesetzt werden. So wie die neue BMW R 1200 GS, die mit dem Karoo 3 stets genügend Grip bietet. Der neue Reifensatz soll laut Hersteller eine hohe Vielseitigkeit und eine hohe Laufleistung bieten. Motorrad & Reisen wird diesen Reifen in der kommenden Motorradsaison ausführlich testen und darüber berichten, ob die versprochenen Eigenschaften, wie exzellenter Off-Road Grip, höchste On- und OffroadFahrstabilität und beste Handlingeigenschaften erreicht werden. Wichtige Eigenschaften wenn man bedenkt, dass Fahrer in der Regel erst viele Kilometer zurücklegen müssen, bevor sie ihr Offroad-Ziel erreichen. Erwerben kann man den Reifen ab Frühjahr ´13. http://www.metzeler.de

Fantec BeastVision HD - Action-Kamera Die BeastVision HD Actionkamera von Fantec mischt den Markt der onboard Kameras mächtig auf. Die 105 Gramm schwere Kamera misst gerade einmal 60 mm x 42 mm x 51 mm (BHT) und kann dank verschiedenster mitgelieferter Halterungen am Motorrad oder Helm angebaut werden. Im stoßfesten und wasserdichten Gehäuse kann die kleine Kamera sogar unter Wasser eingesetzt werden. Aufgenommen wird in fünf verschiedenen Modi bis zu FullHD - 1920x1080p. Über ein kleines Display, welches zum serienmäßigen Lieferumfang gehört, kann man die Aufnahme stets kontrollieren. Wer darauf verzichten kann, verbaut den ebenfalls mitgelieferten Zusatzakku für noch längere Aufnahmen. Ausrichten lässt sich die Kamera dann über einen Laserstrahl. Je nach Aufnahmemodi bietet das Objektiv einen Weitwinkel bis zu 170° und 120 Frames pro Sekunde, die dann eine Superzeitlupenaufnahme ermöglichen. Der Hersteller verspricht eine brillante Bildqualität und besonders lichtstarke Aufnahmen bei gleichzeitig sehr hoher Bildschärfe. Gestartet wird eine Aufnahme im Übrigen über eine mitgelieferte Funkfernbedienung. Das kann sich schon einmal sehen lassen. Infos unter: http://www.Fantec.de


Zum 2. Mal MotoGP-Weltmeister

Jorge Lorenzo M

von Walter Hasslebring - Phtos: Yamaha, Frank Klose

otorradrennen zählen wohl mit zum absolut Spannendsten der Rennsportszene überhaupt. Was die Zuschauer allerdings vor drei Jahren auf dem „Circuito de Catalunya“ nahe Barcelona zu sehen bekamen, war vielleicht das spektakulärste Rennen aller Zeiten. Zwei Fahrer aus dem selben Rennstall mit identischen Motorrädern riskierten alles bei ihrem Kampf um den Sieg. Ständig wechselte die Führung. An den unmöglichsten Stellen wurde immer wieder überholt - Rad an Rad nur wenige Zentimeter voneinander getrennt. Kaum einen Zuschauer hielt es auf dem Sitz. Die Stimmen der Kommentatoren überschlugen sich. Der eine, Valentino Rossi aus Italien, der mit neun Weltmeistertiteln wohl beste Fahrer aller Zeiten, kämpfte gegen den Youngster Jorge Lorenzo. In der letzten Kurve schoss „The Doctor“, wie sich Rossi selber nennt, wieder innen an dem jungen Teammate aus Spanien vorbei und gewann mit hauchdünnem Vorsprung. Inzwischen haben sich die Verhältnisse geklärt. Rossi fuhr auf einer unterlegenen Ducati dem Feld hinterher, Lorenzo, der bei Yamaha geblieben ist, gewann im vorletzten Jahr zum ersten Mal den Titel und holte sich auch in dieser Saison die Weltmeisterschaft ziemlich souverän schon zwei Rennen vor dem Saisonende.

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Wenn einer das Zeug hat, mit dem „Doctor“ gleichzuziehen oder ihn sogar zu übertrumpfen, dann ist es „The Black Mamba,“ wie Lorenzo seit dem Rennen im Juli beim Grand Prix von Italien in Mugello genannt wird, als er sich die pfeilschnelle schwarzmäulige Giftschlange, auf den Xlite-Helm designen ließ.

Die Marotte, sich vor fast jedem Rennen mit einem anderen Helmdesign zu präsentieren, übernahm der Mallorquiner von seinem fahrerischen Vorbild, dem Scherzbold Rossi. Der trat schon vor vier Jahren zum WM-Lauf in Mugello mit einer höchst extravaganten Helmbemalung an. In liegender Haltung war hinter der Windschutzscheibe sein verzerrtes Gesicht zu sehen: „Wie ich nach der Mugello-Geraden von Tempo 300 vor der San Donato Kurve herunterbremse!“ Anschließend konnte sich Rossis Helmlieferant vor Kunden-Anfragen kaum retten. Ähnlich erfolgreich sind Lorenzos Designideen für dessen Helmsponsor Nolan-x-lite. Mal fährt er mit einem Helm, der denen amerikanischer Astronauten nachempfunden ist, mal sind es Fantasie-Muster oder eben die schwarze Mamba, die den X 802 ziert. Und immer wieder beteuert er in der Öffentlichkeit verkaufsfördernd, „dass sein Helm ganz normal aus der Serie kommt, außer dem Design und dem Innenleben, welches genau an seine Kopfform angepasst wird.“


MotoGP Weltmeister Jorge Lorenzo Als Vierjähriger nahm Jorge Lorenzo bereits an Mini-Cross-Rennen teil, drei Jahre später gewann er schon die Moto-CrossMeisterschaft der Balearen und wechselte von den Off-Road-Rennen auf die Straße. Mit 13 fiel er unter den vielen Talenten in Spanien auf, wo schon seit Jahren die Nachwuchsförderung der Rennfahrer ähnlich intensiv betrieben wird wie jene im Fußball. Ein vierter Platz in der spanischen 125er Meisterschaft und ein Jahr später der sechste Rang in der Europameisterschaft ließen eine große Karriere erwarten. Damals steckte der kleine Jorge auch die Trennung seiner Eltern recht schnell weg, er blieb beim Vater. Heute sagt er dazu: „Ich denke, ich habe mich für ihn entschieden, weil es gut für meine Karriere war!“ Heute spricht er kein Wort mehr mit ihm und das erst recht als Vater „Chico“ sich nach dem tödlichen Sturz des Rivalen Marco Simoncelli negativ über die fahrerischen Qualitäten des Italieners geäußert hatte. Bei seinem allerersten Rennen in der 125er-Weltmeisterschaft fuhr Jorge schon als gerade mal 15 jähriger seinen ersten Titel ein, den des jüngsten WM-Piloten aller Zeiten. Ein Jahr später feierte er in Rio seinen ersten Grand-Prix-Sieg und im Jahr danach landete er auf dem vierten Platz in der kleinsten Klasse der Motorrad Weltmeisterschaft. Mittlerweile hat Jorge Lorenzo vier Weltmeistertitel eingefahren, zwei in der 250er Klasse, 2010 und 2012 jene in der Königsklasse der MotoGP.

Vor der laufenden Saison hatte der junge Mann aus Palma allerdings noch mit ganz ungewöhnlichen Problemen zu kämpfen. Völlig überraschend hatte er nämlich der erstaunten Fachwelt eröffnet, dass er die theoretische Führerscheinprüfung bestanden, nun aber in der Praxis große Probleme habe – mit dem Langsamfahren.

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Dass er mit dem rund 250 PS starken Rennmotorrad schnell fahren kann, hatte er schon oft genug bewiesen, „aber“, erzählt er, „mein Fahrlehrer Javi war bislang der Einzige in meinem Leben, der mir gesagt hat , dass ich mit dem Motorrad langsam fahren soll. Das ist schon richtig gewöhnungsbedürftig!“

Wer den schnellen Spanier jetzt fahren sieht, weiß, warum er stets mit einem Schweizer Uhrwerk verglichen wird. Das war allerdings nicht immer so. Noch vor drei oder vier Jahren galt der Mann von Deutschlands Urlaubsinsel Nummer eins als ein Fahrer, der sich recht häufig „auf den Bart“ legte.


Sehr schwere Stürze waren dabei, bei denen er im hohen Bogen über die Piste flog. „Ich fing damals in der Moto GP ganz gut an”, erzählt er, „alles schien locker und einfach zu sein. Aber Erfahrung ist auch da durch nichts zu ersetzen. Ich habe versucht aus nicht konkurrenzfähigem Material das Letzte rauszuholen. Das musste schief gehen.“ Wie es scheint, lässt sich Jorge Lorenzo aber trotzdem durch nichts von seinem Weg abbringen.

Schon gar nicht durch Stürze! Nachdem ihn der spanische Kollege Alvaro Bautista im holländischen Motorradmekka Assen durch eine „unkontrollierte Fahrweise“ ins Kiesbett befördert hatte, fuhr er schon am folgenden Renn-Wochenende mit stark lädiertem rechten Fuß am Sachsenring wieder Weltmeisterschaftspunkte ein. Unverdrossen humpelte er auf Krücken zu seinen Autogramm- und Interviewterminen, wie mit Katja Poensgen ( siehe unten). Der einzige der Lorenzo ein wenig verunsichern konnte, war Valentino Rossi, als beide schon mal im selben Team fuhren und dessen frühere Dominanz den jungen Spanier beeindruckte. Aber ungetrübt war das Verhältnis zu dem Italiener nie.

„Valentino braucht immer so etwas wie ein Feindbild, an dem er sich motivieren kann“, sagt Lorenzo, „das war schon immer so. Wenn ein Fahrer, mit dem er befreundet war, ihm auf der Strecke Paroli bot, schlug die Freundschaft leicht mal ins Gegenteil um.“ Trotzdem ist Rossi für Lorenzo immer noch das Maß aller Dinge. Dass er in dieser Saison dem Feld auf der nicht konkurrenzfähigen Ducati hinterher fuhr, bedeutet auch, dass, „der WM Titel ohne Valentino als Konkurrenten viel weniger wert ist.“ Bei dem italienischen Rivalen mischten vor ein paar Monaten die Ingenieure von Audi mit, doch wesentlich schneller wurde das Motorrad dadurch nicht. Offensichtlich bezweifelt Rossi auch, dass die Deutschen wieder den Anschluss für die kommende Saison schaffen werden, so gab er seinen Wechsel zurück zu Yamaha bekannt. Lorenzo hat schon mal von seinen Technikern für sein nächstes Bike sage und schreibe 30 PS mehr Leistung gefordert. Auf jeden Fall dürfen die Moto GPFans sich auf heiße Duelle freuen – und, wenn alles gut läuft auf Rad an Rad Kämpfe wie seinerzeit in Barcelona. M&R


Auf den Spuren der Brüder Grimm

Die Märchenstraße

Es ist eigentlich keine große Kunst Themenstraßen mit den besten Motorradstrecken zu verknüpfen, wenn diese durch die wundervollen Deutschen Mittelgebirge führen und man über das nötige Wissen verfügt. Wir gehen hier auch keinerlei Kompromisse ein, denn Kurven räubern und Schräglagen naschen steht definitiv im Vordergrund. Allerdings bieten sich viele und vor allem sehr sehenswerte Schauplätze von Märchen, Legenden und Sagen immer wieder für den Boxenstopp an.


Märchenstraße I ienburg an der Weser eignet sich als Startpunkt für diese Tour ganz hervorragend, liegt die sehenswerte Fachwerkstadt doch verkehrstechnisch recht günstig zwischen der A 2 und der A 7 sowie an der als Schnellstraße ausgebauten B 6, die Hannover mit Bremen verbindet. Somit treffen wir uns auch dort zum Frühstück. Anja und Nils kommen von Hamburg - Dani, Sabine und ich sind im Harz gestartet. Dabei wird erst einmal alles Weitere besprochen, denn wir wollen viele Sehenswürdigkeiten der Märchenstraße mit den schönsten Motorradstrecken kombinieren und das Ganze natürlich in Wort, Bild und Film festhalten. Bevor wir also auf meist kleinen und kurvigen Straßen - jawohl, die gibt es hier auch - in Richtung Bremen gondeln, bummeln wir aber noch ein wenig durch Nienburg. Dabei kommen wir auch zur „kleinen Nienburgerin“, einer kecken Bronzefigur, die auf ein Volkslied zurück geht. Passend dazu gibt es auf dem Posthof ein Glockenspiel, das jeden Tag um 9, 12 und 15 Uhr die Melodie des Volksliedes "Ich bin die kleine Nienburgerin" erklingen lässt.

N

Von Nienburg (unten & rechts) kurven wir auf Nebenstraßen (rechts oben) in Richtung Bremen (rechte Seite).

Da wir noch viel vorhaben, verabschieden wir uns aber bald von ihr und schwingen anschließend auf kurvigen Straßen gen Norden. „Mensch, das ist völlig egal, wo wir unterwegs sind, Du findest alle Kurven!“ meint Anja lächelnd. Es macht eine Menge Spaß Bremen über die Dörfer und nicht auf der B 6 zu erreichen. Das dauert zwar ein wenig länger, passt aber genau zur Mittagspause. Außerdem haben wir eine tierische Verabredung und zwar mit den Bremer Stadtmusikanten. Das Märchen kennt wohl jeder. Zusätzlich heißt es, dass ein Wunsch in Erfüllung geht, wenn man die Vorderbeine des Esels umfasst und sich etwas wünscht.

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Mit dem festen Glauben, dass auch unsere Wünsche in Erfüllung gehen, ist halt so wie bei Sternschnuppen, schlendern wir über den Markt und am Wahrzeichen der Stadt vorbei, dem Roland. Nicht weit entfernt davon sehen wir eine Menschentraube auf den Boden starren. Was hier die Aufmerksamkeit erregt, kennen Einheimische als das Bremer Loch. Es sieht fast aus wie ein üblicher Gullydeckel, jedoch verbirgt sich darunter eine unterirdische Spendendose mit deren Erlös verschiedene Projekte unterstützt werden. Wenn Münzen in den Schlitz geworfen werden, ertönen abwechselnd die Stimmen der Bremer Stadtmusikanten. Dann spazieren wir ins Schnoorviertel und weiter in die Böttcherstraße, wo die Bremer Bonbon-Manufaktur noch zur leckeren Verführung werden könnte. Wie auch immer, die Bremer Altstadt ist wunderschön. Hier spürt man die alte Zeit der erfolgreichen Hanse und kann leicht erahnen, über welche finanziellen Mittel Bremen - anders als heute - einst verfügte. Sicher ließen sich hier noch sehr viele angenehme Stunden verbringen, aber wir sind ja zum Motorradfahren da und endlich sollen die Räder mal wieder rollen. Die Reise geht nun für ein ganzes Stück in Richtung Nordwesten. Die Gegend hier kennt man als „Nasses Dreieck“, weil sie zwischen Weser, Elbe und der Nordseeküste liegt. Außerdem hat dieser Landstrich bei Motorradfahrern einen recht guten Ruf, denn er wird von vielen kleinen Straßen mit reichlich Kurven genauso wie von hübschen mit Reet gedeckten Backsteinhäusern geprägt.

Kurvenfahrt (oben) von Bremen durchs „Nasse Dreieck“ in Richtung Elbe. M&R 1/13

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Märchenstraße I So erreichen wir ziemlich beschwingt das Alte Land beziehungsweise Buxtehude. Hier parken unsere Maschinen genau vor der Flethmühle, die zum Wohn- und Geschäftshaus umgebaut wurde. Dann lassen wir die Kulisse der hübschen Stadt auf uns wirken. In Buxtehude soll ja auch der Wettlauf zwischen Hase und Igel statt gefunden haben, und so wundert es nicht, dass uns die Gästeführerin als Igel gekleidet empfängt.

Durch das „Nasse Dreieck“ (unten) düsen wir flott weiter in Richtung Buxtehude (oben & rechts).


Auf der Fahrt von der Heide ins Weserbergland (oben) kommen wir auch an einem Storchennest vorbei (unten). Die Geschichte von Hase und Igel stammt übringens von Dr. Wilhelm Schröder und wurde von den Brüdern Grimm nacherzählt. Wie der Wettlauf ausging, dürfte ja bekannt sein: Der Igel mogelte mit Hilfe seiner Frau, gewann so und machte dem Hasen damit den Garaus. Aber schauen wir uns Buxtehude noch ein wenig an, denn unsere Mitstreiterin Anja stammt von hier und kann uns natürlich auch viele hübsche Ecken zeigen, bevor es erneut in der Gashand juckt. Wir drehen also bald wieder am Hahn, starten vom nördlichsten Punkt der Tour nun in Richtung Süden und fahren bald durch die wunderschöne Lüneburger Heide. Gerade als sie im roten Abendlicht versinkt, kommen wir am M&R Landhotel Helms in der „Mitte von Nirgendwo“, genannt Altensalzkoth, an. Nils meint noch: „Also eines muss man ja mal festhalten, auch im Norden unserer Republik gibt es traumhafte Motorradstrecken, wenn man sie denn kennt!“ „Wenn einem soviel Lob dann wiederfährt, das ist dann schon eine richtige Heidetaufe wert“, denke ich mir und bestelle bei Manfred zwei 108er. Nils, Anja und ich wurden hier ja früher schon mal getauft, deswegen müssen jetzt Sabine und Dani ran. Die Beiden schauen sich etwas verdutzt an, wissen nicht was ihnen blüht und natürlich ist die Kamera dabei.

Und dann heißt es: „Prost“. Dani schüttelt es und Sabine sieht man an, dass sie alles gibt, damit ihr die Gesichtszüge nicht entgleiten. Der Kameramann ist ein wenig enttäuscht, denn irgendwie hoffte er auf plakativere Bilder, um es mal so auzudrücken: Immerhin besteht der Mix aus 52 % und 56 % = 108%. Aber als Betthupferl taugt er doch, denn Dani und Sabine verschwinden fast noch schneller, als sie den 108er verinnerlicht haben.

Immerhin haben sie sich bis zum Frühstück, dass bei Helms immer als leckeres Buffet serviert wird, wieder - kein Wunder bei dem Schlummertrunk - bestens erholt. So können wir unsere nächste Etappe, die uns zunächst von der Heide in Richtung Weser führt, beschwingt angehen. Immerhin kommen am Horizont auch bald allerlei Hügel ins Bild, die natürlich noch mehr Kurvenspaß versprechen. Wir sind begeistert!

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Märchenstraße I Kurz vor Mittag legen wir in Hameln eine Pause ein. Das liegt auch daran, dass die Mädels unbedingt den Rattenfänger treffen wollen. Der flitzt zunächst aber nur mit dem Radl an uns vorbei, er wäre auf Rattenjagd. Ah ja, also widmen wir uns mal der Stadt. Dort erinnern natürlich viele Dinge an die Rattenfängerlegende, wie kleine handgemachte Tonfiguren, die es in vielen Geschäften zu kaufen gibt, über die Innenstadt verteilte Pflastersteine mit Rattensymbolen sowie schöne Malereien an manchen Hausfassaden. Als sehenswert präsentieren sich unter anderem auch das Rattenfängerhaus aus dem Jahre 1603, das Bürgerhus (1560) und das Hochzeitshaus mit seinem Glockenspiel, dem wir lauschen dürfen.

Da wir Bodenwerder aber zufällig an einem ersten Sonntag im Monat besuchen, erleben wir das Münchhausen-Spiel am Rathaus, wo die Moritaten des Barons als Musical dargestellt werden, ungelogen! Außerdem bummeln wir noch kurz durch die Stadt, deren Anfänge auf das Jahr 960 nach Christi Geburt datieren. 1289 existierte bereits eine wichtige Brücke über die Weser, die eine Verbindung zwischen den damaligen Hauptverkehrswegen zwischen Hameln-Paderborn und Einbeck-Frankfurt am Main herstellte. Statius von Münchhausen (1555–1633), ein Sohn des zu großem Reichtum gekommenen Feldobristen und Söldnerführers Hilmar von Münchhausen, ließ das Herrenhaus erbauen.

Von Hameln (links & unten) geht es über die Weser (oben) nach Bodenwerder (oben). Und dann wäre da noch das kostenlose Rattenfänger-Freilichtspiel, welches immer Sonntag mittags von Mitte Mai bis Mitte September in der Innenstadt auf der Hochzeitshausterrasse aufgeführt wird. Für uns steht das aber in Konkurrenz zu den wunderbaren Motorradstrecken im Weserbergland und so starten wir wieder, um Bodenwerder an der Weser entlang anzusteuern. Das hübsche Städtchen kennt man natürlich ganz besonders wegen seines berühmten Sohns: Lügenbaron von Münchhausen. Immer wieder erlebte der ganz unglaubliche Geschichten, die er dann auch gern zum Besten gab. Gerade als wir durch seine hübsche Heimatstadt schlendern, ist der Herr Baron leider verhindert. Er wird wohl gerade neue Abenteuer erleben echt wahr!

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Neben den bekannten „Mustern“ kann man aber auch moderne Porzellankunst in der Schauwerkstatt und dem dazugehörenden Museum bewundern. Nun liegt Fürstenberg einerseits hoch über der Weser und andererseits zu Füßen des Solling, der anschließend erneut für ein wunderbares Fahrvergnügen sorgt. Über Derental und Amelith schwingen wir nun weiter - dabei bekommen wir wieder kleine bis kleinste Waldpisten unter die Räder - in Richtung Uslar, wo erneut ein Pflichtstopp wartet und zwar in der weithin bekannten „Bike City“. Das ist das Gold Wing Haus Fuchs. Auf einer riesigen, mittlerweile insgesamt rund 1.200 m² Ausstellungsfläche gibt es unter anderem alles was das Herz von Gold Wing-, Honda-, und Can Am Fans begehrt. Hinzu kommen 300 m² Werkstatt, 550 m² Lager und 220 m² für den Gastronomiebereich. Das ist dann Eddies Biker Grill, bei vielen Motorradfahrern beliebt und bekannt für große Hamburger und kleine Preise.

Von Bodenwerder (links) geht es dann weiter nach Fürstenberg (oben & unten). Einer seiner Nachfahren war eben jener Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen, Offizier in russischen Diensten, der sich 1750 nach Bodenwerder zurückzog und dort Freunden seine phantasievoll ausgeschmückten Jagd- und Soldatengeschichten auftischte. 1935 erwarb die Stadt das Herrenhaus des 1797 verstorbenen Barons Münchhausen und nutzt es bis heute als Rathaus. Das verliert sich bald flott im Rückspiegel, denn unsere Räder rollen nun durch die Rühler Schweiz, wo ein paar ganz wundervolle Kurven warten. Wir schwingen also über die Höhen, erleben dabei prächtige Aussichten und nähern uns so schnell dem nächsten Kulturstopp. Zum Teil an der Weser entlang, zum Teil durch den Wald geht es nämlich nach Fürstenberg, wo man sich einfach die Porzellanmanufaktur im alten Schloss Fürstenberg ansehen muss. Es ist die zweitälteste Manufaktur, die bis heute immer noch am selben Standort produziert. M&R 1/13

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Märchenstraße I

Durchs Weserbergland (links & ganz unten) kurven wir von Gold Wing Fuchs (oben) ins M&R Hotel Sauerbrey im Harz (unten).

Die Zeit ist mittlerweile mächtig fortgeschritten. Also, rauf auf die Möps und ab geht es Richtung Harz. Die Kurven dort kennt auch Sabine nur zu gut, so drehen wir ein bisschen mehr am Gashahn, legen uns ordentlich in die Kurven und steuern im Sonnenuntergang unser Nachtquartier im Hotel Sauerbrey an. Als Dani den Helm absetzt, sehe ich ihr Grinsen und sie meint nur: „Das war eine superstarke Strecke“. Sie spricht mir aus der Seele. Wenn es nicht schon dunkel wäre, könnten wir glatt noch ‘ne Runde fahren. Alternativ wenden wir uns dem leiblichen Wohl zu. Fritz serviert eine superleckere Grillpfanne. Das schmeckt! - und dann sind die Mädels fix verschwunden. Irgendwie kreist das Wort: Harztaufe! Welche Harztaufe?

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Nils und ich nehmen noch eine flüssige Schräglage und dann will Fritz alles zu unserer Tour wissen. Er hört auch noch begeistert zu, als wir die weitere Reise planen. Am nächsten Tag wollen wir nach Göttingen. Im Prinzip lässt sich die UniStadt von Lerbach aus in rund 45 Minuten erreichen, praktisch fahren wir aber auf kleinen Insider-Strecken dorthin. Das kostet natürlich Zeit, bringt aber ungemein viel Spaß. Wir parken unsere vier Motorräder also etwas später hinter dem Rathaus. Davor liegt direkt der Marktplatz mit dem Gänselieselbrunnen. Seit 1901 gilt die Figur dort als das Wahrzeichen der Stadt, wobei sich das Original seit 1990 im Städtischen Museum befindet und eine Kopie den Brunnen ziert. Die Göttinger Studentenschaft bezog das Gänseliesel in ihr Brauchtum ein. Trotz des oft rutschigen Brunnenrandes musste jeder neue Student auf den Brunnen klettern und dem "Gänsemädchen" seine Aufwartung machen - in Form eines Kusses.


Mit Ende des Ersten Weltkrieges stiegen die Studentenzahlen so rapide an, dass oft ein reges Treiben rund um den Brunnen herrschte. Für die Polizei eine Veranlassung, 1926 eine Verordnung zu erlassen, die das Küssen des Gänseliesels wegen groben Unfugs unter Strafe stellt. Das Kussverbot, das seinerzeit für Tumulte sorgte, bestand bis 1991 - zumindest auf dem Papier. Denn nach alter Tradition erklettert jeder frisch gebackene Doktor das Liesel, drückt ihm einen Kuss auf den Mund und schmückt es mit einem Blumenstrauß.

Ob die Brüder Grimm am Schloss Berlepsch vorbei gekommen sind, wissen wir nicht, aber dass die Strecke dorthin einfach fantastische Kurven bietet, dass können wir bestätigen. „Der helle Wahnsinn ist das!“ jubelt Nils und die anderen Gesichter strahlen ebenfalls um die Wette. Das ändert sich auch nicht, als wir in den Innenhof von Schloss Berlepsch auf einer Anhöhe des Werratals fahren. Übrigens: Es ist gar nicht so lange her, da wählten die Hörer des Hessischen Rundfunks das Gemäuer zum schönsten Schloss in Hessen. Also schauen wir doch mal.

Als die beiden Grimms im Dezember 1837 begleitet von zwei weiteren Professoren der berühmten „Göttinger Sieben“ nach Witzenhausen kamen, wurden sie im heutigen Gasthaus „Zur Krone" aufgenommen. Darüber hinaus existieren auch immer noch zahlreiche Gebäude im historischen Witzenhäuser Stadtkern, die schon zur Zeit der Brüder Grimm dort standen, wie beispielsweise das Rote Haus, das Steinerne Haus, das historische Rathaus, die Liebfrauenkirche, die Erlöserkirche, der Diebesturm sowie Teile der alten Stadtmauer.

Auch sehenswert: Göttingens Gänseliesel (links), Schloss Berlepsch (oben) und Witzenhausen (unten).

Außerdem wandeln wir hier auf den Spuren der Brüder Grimm nach ihrem Wegzug aus Kassel. Jacob Grimm erhielt 1830 eine Professur an der Universität Göttingen, wo er auch als Rechtsbibliothekar tätig war. Sein Bruder Wilhelm wurde 1831 Bibliothekar an der Universität, 1835 erhielt er dort auch eine außerordentliche Professur. Da sie der Göttinger Sieben einer Gruppe Göttinger Professoren - angehörten, die gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover protestierten, wurden sie 1837 vom König ihrer Ämter enthoben und subito des Landes verwiesen. Sie flüchteten zunächst ins hessische Witzenhausen und genau den Weg dorthin schlagen wir nun auch ein.

Nachdem wir das Schloss ausgiebig von außen begutachtet haben, dürfen wir es auch von innen unter die Lupe nehmen. Wir staunen nicht schlecht, als wir erfahren, dass die Familie Berlepsch ihren Stammsitz schon vor 650 Jahren errichtete und der heute noch immer in Familienbesitz von Fabian von Berlepsch ist. Es gibt viele interessante Räumlichkeiten wie den Rittersaal, die Kaminlounge, den Sommersalon und das Schlossgewölbe, die sich für Veranstaltungen und Hochzeiten mieten lassen. Von einem der Balkone eröffnet sich ein gigantischer Ausblick über das Werratal. In diesem liegt auch Witzenhausen, unser nächstes Ziel. Die Stadt kennt man als Mittelpunkt eines der größten und ältesten Kirschenanbaugebiete Deutschlands. Schon seit mehreren Jahrhunderten gedeiht das rote Steinobst im milden Klima des Werratals. Es ist auch ein besonderes Erlebnis, wenn die rund 150.000 Kirschbäume im Frühling ihre weiße Blütenpracht zeigen.


Märchenstraße I Und dann steht wieder „Fahren“ an. Von Witzenhausen aus steuern wir nach Werleshausen, und dann geht es über die alte innerdeutsche Grenze hinauf zum Hanstein. Eine Traumstrecke, denn die einspurige Straße windet sich aus dem Tal weit hinauf und das Ganze wird überragt von der Burgruine Hanstein, eine der schönsten mittelalterlichen Burganlagen Deutschlands.

Anschließend wenden wir wieder stramm gen Westen und kommen am Grenzmuseum Sickenberg vorbei, wo es alte DDRGrenzzäune und viele Relikte mehr aus dem Kalten Krieg zum Bestaunen gibt. Wirkt auch heute noch ziemlich bedrückend, aber der Kontrast dazu findet sich ein paar Kilometer weiter: Bad SoodenAllendorf. Dort stellen wir unsere Motorräder in der Nähe des Gradierwerkes ab.

Die Anlage zur Salzgewinnung müssen wir uns aus der Nähe ansehen und je näher wir kommen, wird die kühle, angenehme, salzhaltige Luft spürbar. Wir schlendern weiter und treffen Frau Holle. Sie hat auch ein Kissen zum Schütteln dabei. Schnee müssen wir zum Glück aber jetzt noch nicht befürchten. Statt dessen sollen die Federn von Frau Holle Glück bringen, wenn man sie im Sommer trifft!

Auf den Höhen des Werratales (ganz links & unten) steht die Burgruine Hanstein (oben Mitte) und nicht weit davon findet sich ein Stück DDR-Grenze (oben). Und dann wäre da noch der Frau Holle Teich am Hohen Meißner, der sich bis zu 753 Meter in den Himmel reckt. Der Sage nach bildet das unendlich tiefe Gewässer das Tor zum unterirdischen Reich von Frau Holle. Hier soll sich ein silbernes Schloss mit Garten und vielen Blumen sowie Obst und Gemüse befinden, die sie freigiebig vor allem an Frauen und Mädchen verschenkt. Ferner wird erzählt, dass sich Frau Holle mittags als junge, schöne Frau in der Mitte des Teichs badend zeigt. Sie soll ab und zu Reisende oder Jäger verführt oder mit ihnen Schabernack getrieben haben. Auch galt lange der Glaube, dass aus dem „Hollenteich“ die kleinen Kinder kommen. Damit hängt offenbar der Brauch zusammen, dass junge Frauen hier badeten, wenn sie fruchtbar werden wollten. Zum Glück bleiben wir alle davon verschont, Nils und ich entgehen einer Verführung, weil Anja, Sabine und Dani das Wasser zu kalt ist. Schwingen wir uns also wieder auf die Motorräder und genießen sportliche Schräglagen auf dem Weg nach Eschwege mit seiner geschlossenen Fachwerkbebauung. Die Entstehung der Stadt lässt sich sprachgeschichtlich auf eine Zeit vor der Eroberung durch die Franken datieren. Das war nach dem Jahr 500, spätestens um 700. Eschwege kann also auf eine lange, bewegte Geschichte zurückblicken.

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Von Bad Sooden-Allendorf (oben) kurven wir über den Hohen Meißner (links) weiter nach Eschwege (unten). Gegenüber liegen das Wirtshaus und die Burgküche, beides ist regelmäßig geöffnet und lockt so zahlreiche Besucher in das Gemäuer. Weiter hinten im Hof gibt es eine Schmiede, ein Backhaus, eine Zimmerei und eine Zisterne, die einst die Wasserversorgung sicherstellte. Im 2. Obergeschoss des Wohnturmes liegen die Kapelle und der große Saal. Hier können sich Hochzeitspaare einen Traum erfüllen und im mittelalterlichen Gewand „Ja“ zueinander sagen. Eine weitere Besonderheit ist das dunkle und weitläufige Kellergewölbe, das ebenfalls für private Veranstaltungen und Partys gemietet werden kann. Abschließend bleibt zu sagen, dass die Tannenburg wirklich sehenswert ist und sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt. Wir parken am Rande der Fußgängerzone vor den zwei historischen Rathäusern, lauschen dem Eschweger Glockenspiel und gönnen uns dann noch einen kleinen Bummel durch die hübsche Fachwerkstadt. „Könnte jetzt auf ein Bier“, meint Nils, als wir an einer Wirtschaft vorbei gehen. „Gemach, gleich sind wir im Hotel“, entgegne ich ihm. Allerdings nehmen wir natürlich keinesfalls die kürzeste, sondern - logisch - die schönste Strecke zum M&R Landhotel Fasanenhof. Das ist ein kleines, aber sehr gemütliches Hotel mit einer Superküche und frisches Bier gibt es natürlich auch: Prost Nils!

Am nächsten Morgen begeistert ein liebevoll angerichtetes Frühstücksbuffet und dann machen wir uns auf den äußerst kurvenreichen Weg durch das Richelsdorfer Gebirge zur Tannenburg. Die stammt aus grauer Vorzeit und markiert das Grenzgebiet zwischen Hessen und Thüringen. Bis heute erhalten geblieben ist größtenteils die Kernburg und der Wirtschaftshof, sowie etliche Mauerreste, die es noch zu erforschen gilt. Wenn man den Innenhof der Burg betritt, fällt sofort eine schöne Terrasse linker Hand auf, von der aus man einen tollen Blick über Nentershausen genießen kann.


Märchenstraße I her Wild gehalten wurde. Falls die Jagd nicht von Erfolg gekrönt war, verfügte man so stets über eine Reserve und musste nicht auf gutes Fleisch verzichten. Ein mächtiger Turm mit quadratischem Grundriss überragt die frühere Burg. Im mittelalterlichen Verteidigungssystem der Stadt Steinau schützte er die gefährdetste Seite nach Süden, während der Norden der Stadt durch die damals unwegsame Kinzigaue abgeschirmt wurde. Jetzt schauen wir uns das ehemalige Amtshaus - Baujahr 1562 - an, welches eines der wichtigsten Brüder-Grimm-Museen beherbergt. Weiter geht es zum Stadtborn, einer Quelle innerhalb der Stadtmauer. Sie spendete Trinkwasser, war Waschplatz und ein beliebter Spielplatz für die Grimm Kinder. Steinau präsentiert sich also als überaus besuchenswert und bietet sich als Start und/oder Endpunkt für diese Tour an. Anschließend fahren wir nach Herleshausen, wo eine Verabredung mit einem echten Prinzen am Schloss Augustenau wartet. Da staunen die Mädels nicht schlecht, als uns Alexis Prinz von Hessen sein Anwesen zeigt, das auf eine über 470jährige Geschichte zurück blickt. Im Park finden regelmäßig Konzerte statt, jedes Jahr gibt es einen Weihnachtsmarkt und heiraten kann man hier natürlich auch. Dann brechen wir in Richtung Thüringer Wald auf, wo kurvige Waldstrecken unsere Herzen erneut höher schlagen lassen. Bei diesem Spaß drehen wir wieder etwas mehr am Gashahn. Zwischendurch passieren wir Oberhof und fahren an den großen Skisprungschanzen vorbei. Dann folgt die Kammstraße immer am Rennsteig entlang und wir fahren weiter, links, rechts, links, rechts, diese Kurven machen einfach Spaß!

Von der Tannenburg (oben) kurven wir durch den Thüringer Wald (rechts) nach Steinau an der Straße (unten).

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Völlig durchgeschaukelt und begeistert erreichen wir das M&R Hotel Rennsteig in Masserberg, wo es dann noch einen flotten Abend in der Fliegerbar gibt. Allerdings bremse ich das Ganze ein wenig ein, denn am nächsten Morgen geht es weiter und zwar durch Rhön und Spessart nach Steinau an der Straße. Das ist die einzige Stadt neben Hanau, die offiziell den Titel Brüder-Grimm-Stadt tragen darf, weil Jacob und Wilhelm einen Teil ihrer Jugend hier verbrachten. Passend dazu stellen wir die Motorräder in der Brüder-Grimm-Straße ab. Kaum später werden wir von Schneewittchens böser Stiefmutter empfangen. Zum Glück stellen wir aber gleich fest, dass sie gar nicht so böse ist und uns auf einen kleinen Stadtrundgang einlädt. Zuerst schauen wir uns das imposante Schloss Steinau an. Es ist eine fünfeckige Anlage mit immer trockenem Burggraben in dem frü-

Natürlich wäre da auch noch Hanau, die Geburtsstadt der Brüder Grimm. Vor dem Rathaus befindet sich das Brüder GrimmNationaldenkmal welches 1896 enthüllt wurde. Es handelt sich um eine Doppelstatue, die die beiden Gelehrten als Ganzkörperfiguren überlebensgroß zeigt Wilhelm Grimm sitzend und Jacob Grimm stehend. Die Gesamthöhe beträgt knapp sechseinhalb Meter. Nach einer in Hanau verbreiteten Sage sollen beide Figuren jeweils um Mitternacht ihre Position tauschen. Eigentlich sollte man sich das anschauen, aber eine Fahrt hinein in Hessens sechstgrößte Stadt muss eben auch nicht sein. Baustellen, Ampeln und Einbahnstraßen, gepaart mit Innenstadtverkehr machen das zu einer extremen Geduldsprobe. So schwenkt man vor Hanau besser nach Norden, und diese Geschichte findet sich dann im Februar-Heft von Motorrad & Reisen. M&R


Allgemeines Die rund 600 Kilometer lange Märchenstraße verknüpft wichtige Lebenspunkte von Jacob und Wilhelm die 1785 und 1786 in Hanau geboren wurden. Mittlerweile sind über 50 Städte und Gemeinden Teil der Märchenstraße. Alle können wir auf unserer Tour leider nicht besuchen, weil eine motorradgerechte Streckenführung zwischen den Sehenswürdigkeiselbstverständlich im Mittelpunkt steht! Beste Reisezeit Da die Tour auch durch höhere Mittelgebirge wie Weserbergland, Thüringer Wald, Spessart und Vogelsberg beispielsweise führt, bietet sich die Zeit zwischen April und Oktober für diese Runde an.

Anreise Der von uns gewählte Tourstart mitten in Nienburg liegt zeimlich genau an der B 6 zwischen Hannover und Bremen. Außerdem umgeben gar nicht weit entfernt die Autobahnen 1, 2, und 7 den Ausgangspunkt der Tour. Auch soll der DB Autozug empfohlen werden, der im nahen Hildesheim über ein Terminal verfügt: http://www.dbautozug.de Übernachten Die Tour wurde so gelegt, dass man in M&R Hotels übernachten kann: M&R Landhotel Helms Altensalzkoth 7, D-29303 Bergen, Tel. +49/(0)5054/8182, http://www.motorradlueneburgerheide.de M&R Hotel “Sauerbrey**** Friedrich-Ebert-Str. 129, D-37520 Osterode-Lerbach, Tel. +49/(0)5522/50930, http:// www.motorradhotelharz.de M&R Landhotel Fasanenhof Hasselbach 28, D- 37296 Ringgau-Datterode Tel. +49/(0)5658/1314 http://www.motorradwerrameissner.de M&R Hotel Rennsteig**** Am Badehaus 1 D-98666 Masserberg Tel. +49/(0)036870/80800 http://motorradhotelthueringerwald.de

M&R AUF TOUR: Mitten durch Deutschland Kommen Sie einfach mit: Es wartet eine traumhafte Motorradtour mitten durch Deutschland. Die Tourguides von Motorrad & Reisen zeigen die schönsten Strecken und Sehenswürdigkeiten zwischen Pfälzer Wald und Harz. Mit dabei: Sauerland, Weserbergland, Harz, Kyffhäuser, Thüringer Wald, Schwäbische Alb und vieles mehr. Übernachtet wird in guten M&R Hotels.

Leistungen • 6 Übernachtungen / Halbpension • Tourguides von M&R • DVD mit Motorradfilm zur Tour • Reisesicherungsschein

Termin 09.- 15.06.2013

Tourverlauf: Tag 1:Treffen M&R Waldhotel Eisenberg. Tag 2: Pfälzer Berge, Hunsrück, Mosel- & Rheintal, Westerwald. Tag 3: Wir kurven vom Westerwald durch Sauerland, Weserbergland und Teutoburger Wald in den Harz. Tag 4: Große Harztour. Tag 5: Über den Kyffhäuser wird auf Nebenstraßen der Thüringer Wald angesteuert. Tag 6: Vom Thüringer Wald kurven wir durch den Steigerwald in die Hohenlohe - die Schwäbische Toskana. Tag 7: Heute stehen der tolle Odenwald und ein Stück der Deutschen Weinstraße an.

Preise: Pro Person im Doppelzimmer: 599,-- Euro Einzelzimmerzuschlag: 90,-- Euro

Infos & Buchung : Tel. (Mo-Fr: 09 - 17 Uhr): +49/ (0)5522/506484 oder http://www.tour.motorradundreisen.de

Sehenswert Das sind natürlich die Städte entlang der traumhaften Motorradtour, wie Nienburg, Bremen, Buxtehude, Hameln, Bodenwerder, Göttingen, Witzenhausen, Eschwege und Steinau an der Straße. Hinzu kommen jede Menge Burgen, wie Schloss Berlepsch, die Tannenburg und Schloss Augustenau beispielsweise. Karten: Marco Polo Karte Deutschland Blatt 03, Blatt 06, Blatt 07,

http://karten.motorradundreisen.de M&R 1/13

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MFederbein EISTER ANDRÉ austauschen B

eim letzten Mal (M&R Heft 06/12) kümmerten wir uns ja um die Vorderradgabel und tauschten das Gabelöl sowie die Gabelfedern aus, welche nun progressiv gewickelt sind. Damit wurde das Fahrverhalten der altehrwürdigen Honda Varadero dann schon einmal dramatisch verbessert. Nach ausgiebigen Testfahrten muss man feststellen, dass das Vorderrad nun über eine perfekte Führung verfügt und beim Bremsen lange nicht mehr so abtaucht, wie zuvor. Der Fahrer ist schlichtweg begeistert und stellt sich natürlich die Frage, ob ein ähnliches Premiumtuning am Hinterrad auch möglich ist. Meister André lächelt nur: „Logisch! Dann wird aus der Varadero ein Federbett, dass über die Wolken gleitet! Nein im Ernst, wir können ein etwas längeres Federbein einbauen, dass also über mehr Federweg verfügt und natürlich auch sonst viel besser funktioniert, als das alte Teil, welches ja nun auch nicht gerade zur Premiumklasse gehört.“ Okay, gesagt, getan, ein Federbein von White Power - da haben wir auch schon in einer etwas älteren BMW Adventure die allerbesten Erfahrungen gemacht - muss her. Anders als das alte Bauteil bietet es 40 mm mehr Federweg - darüber wird noch zu reden sein - und kommt mit einen Ausgleichsbehälter daher. André bugsiert die Varadero also erst einmal auf die Montagebühne und dort auf den Hauptständer: „Man könnte das Maschinchen auch mit einer Winde oder so hochziehen, Hauptsache die Hinterradschwinge liegt für die Demontage komplett frei!“ Danach entfernt er alle Bauteile, die im Weg sein könnten, und dann muss das alte Federbein raus. Da es nicht so groß baut, wie das neue Premiumteil von White Power, flutscht es fast aus dem Motorrad. Danach wird der Meister zum Pfleger, aber das kennen wir ja schon vom Wechsel der Gabelfedern: Alle Bauteile, die er wieder verwendet, werden nun gründlich gereinigt und vor der Montage eingefettet: „Bei Montagearbeiten am Motorrad ist Sauberkeit das höchste Gebot!“ Danach baut er das White Power Federbein ein und zieht alle Schrauben mit den vorgeschriebenen Anzugsdrehmomenten an. Das geht eigentlich alles recht flott und schon bald hat die Varadero festen Boden unter den Rädern. Sie soll auf dem Seitenständer abgestellt werden, aber der ist zu kurz und das Motorrad steht in einer extremen Schräglage. „Liegt daran, das das White Power Federbein mit seinem um 40 mm längeren Federweg natürlich auch weiter ausfedert - aber kein Problem, dann wird der Seitenständer eben entsprechend verlängert. Das dauert inklusive Lackierung noch ein wenig und dann geht es auf Testfahrt. Ich muss zugeben, dass ich völlig begeistert bin, denn das Fahrwerk der betagten Varadero ist ein Gedicht. Besonders merkt man das auch, wenn man ein Stativ an ihr montiert und filmt - alles viel ruhiger. Fazit: Wer ein älteres Motorrad fährt, der sollte sich ums Fahrwerk Gedanken machen, das für viel mehr Fahrspaß sorgen kann.IInfos: http://www.motorradundreisen.de/werkstaetten/29_Motorpoint.html Progressive Gabelfedern von Wirth gibt es unter: http://www.federn.motorradundreisen.de

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Die Reparaturanleitung!

Garmin Zumo Display defekt? er kennt es nicht? Da wird ein Motorradnavi für viel Geld gekauft und nach Jahren will das Display oder Touchscreen des treuen Begleiters nicht mehr funktionieren. Das Ende der Garantie liegt bereits weit zurück und eigentlich mag man auch nicht schon wieder ein neues Navi kaufen. Was nun? Eine Möglichkeit wäre es mit dem Hersteller in Kontakt zu treten. In unserem Fall heißt der Garmin, der in den meisten Fällen - zum Beispiel, wenn das Navi selbst nicht mehr vertrieben wird - ein Nachfolgemodell zum verminderten Preis anbietet. Das ist im Prinzip sehr nobel, aber es gibt auch eine Möglichkeit, das Zumo 550 oder 500 für wenig Geld selbst zu reparieren. Am Ende mussten wir keine 50,-- Euro ausgeben, benötigten etwa 30 Minuten für die Arbeit und ruhige Hände. Also, an die Arbeit: Will man lediglich eine defektes Touchscreen tauschen, so muss es zunächst vom eigentlichen Display vorsichtig gelöst werden. Vorher hätte man am besten schon Ebay bemüht, um das entsprechende Ersatzteil zu ordern. Einfach nach „Display Zumo 550/500“ suchen - und die verschiedenen Angebote durchschauen. In den meisten Fällen stammen diese aus Fernost. Bedenken, dass das bestellte Produkt aus Asien nicht ankommt oder dass es Probleme mit dem Zoll gibt, erwiesen sich in der Vergangenheit als völlig unbegründet. Für den Einbau benötigt man nur einen 1,5er Imbusschlüssel und einen kleinen Kreuzschlitzschraubendreher. Zunächst löst man die obere Abdeckung des Zumos ab, einfach kräftig ziehen. Anschließend baut man den Akku auf der Rückseite aus. Dieser wird nur mit einer kleinen Schraube in der Mitte oben gehalten. Im Anschluss daran löst man die acht verbleibenden und versenkten Schrauben auf der Rückseite des Navis mit dem Imbusschlüssel. Es befinden sich jeweils zwei Schrauben auf jeder Seite.

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Ist das geschehen, lassen sich die beiden Gehäusehälften von einander trennen. Gewalt sollte dafür nicht eingesetzt werden, da sonst leicht die Dichtung zerstört werden könnte. Einmal getrennt, halten nur noch zwei Flachbandkabel die Displayhälfte mit der Platinenhälfte zusammen.

Diese müssen im nächsten Schritt gelöst werden. Dafür klappt man lediglich die beiden kleinen Hebel an der Steckverbindung nach oben und zieht die Kabel vorsichtig heraus. Für die nächsten Schritte benötigt man dann ausschließlich die Displayhälfte und einen Kreuzschlitzschraubendreher. Legt man das Display nach unten, lässt sich eine Halterung mit vier einzelnen Schrauben in jeder Ecke erkennen. Diese müssen gelöst werden.

Jetzt lässt sich die Abdeckung einfach nach oben abnehmen. Das eigentliche Display kann darauf folgend ebenfalls nach oben aus der Gehäusehälfte heraus genommen werden. Dabei darf die Dichtung, die am Gehäuse oder am alten Display hängt, keinen Schaden nehmen. Hierzu sei angemerkt, dass die Dichtung aus zwei Teilen besteht. Eine Seite bleibt stets mit dem Gehäuse verbunden und die zweite Hälfte lässt sich heraus nehmen, beziehungsweise vom Display einfach abziehen.

Bevor das neue Display eingesetzt wird, muss die abgelöste Dichtung wieder an ihren alten Platz. Jene Dichtungshälfte, welche am Gehäuse verbleibt, weist dafür eine entsprechende Nut auf. Hierbei muss unbedingt auf Genauigkeit geachtet werden, da die Wasserdichtigkeit sonst nicht mehr gewährleistet ist. Jetzt wird das neue Display eingesetzt und vorsichtig ausgerichtet. Passt alles genau, dann kann die Halterung mit den vier Schrauben wieder fixiert werden. Die Flachbandkabel kann man dann in die Grundplatte einstecken und die kleinen Hebel nach unten umklappen. Zum Schluss muss man noch die zwei Gehäusehälften aufeinander setzen und sie mit den anfangs gelösten acht Schrauben montieren. Danach kommt der Akku an seinen Platz, die obere Abdeckung wird angebaut und schon kann man M&R wieder navigieren.

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Zwischen Himmel und Erde

Hochalpen


Eine Hochalpen-Tour macht besonders viel Spaß, wenn die ganz hohen Pässe gerade von ihrer Wintersperre befreit wurden. So starten wir unsere Tour also gleich im Mai, kurven durch schweizerische sowie französische Alpen und genießen ziemlich ungestört das ultimative Kurvenvergnügen. Anders als im Hochsommer trauen sich jetzt nämlich viele Touristen noch nicht so weit hinauf. Also, auf die Kurven, fertig - los!


Hochalpen

U

nsere Motorradgemeinschaft (siehe unten) startet aufgeteilt in viele kleine Grüppchen die „frühe“ Hochalpentour im Prinzip in Lörrach, bequem per DB Autozug beispielsweise von Hamburg aus zu erreichen. Auf gut ausgebauten Straßen geht es erst einmal aus dem Rheintal hinaus in Richtung Süden. Voller Vorfreude gewinnen wir mit jedem Kilometer an Höhe. Über Liestal, wo selbst heute noch Kulturgut der Römer und Hinterlassenschaften aus der Zeit des Mittelalters zu finden sind, rollen wir über Waldenburg und Langenthal nach Rüegsauschachen, wo eine erste Pause bei Blaser Swisslube eingelegt wird.

Gemeint ist der Col de la Croix (1.779 m), der Les Diablerets (1.157 m) mit Vilars oberhalb des Rhône-Tals verbindet. Dabei führt die akkurat ausgebaute Strecke durch die aus Gips aufgebaute und sehr sehenswerte Geländeformation „Greyis de la Croix“. Und dann geht’s bergab. Die Straße windet sich wie Würmer im Ködereimer eines Anglers hinunter nach Bex. Als etwas weniger spektakulär empfindet man dann sicher den Zwischenspurt nach Martigny, wo allerdings schon die nächste Bergpartie wartet. Durch Weinberge, die eine tolle Aussicht bieten, schrauben wir uns zum Col de la Forclaz, dessen Scheitel 1.527 Meter höher als der Spiegel der Weltmeere liegt.

Anschließend kurven wir durch weite Täler mit sattem Grün zum Thuner See. Mit seiner Länge von 17,5 Kilometern und einer Breite von 3,5 Kilometern präsentiert er sich als der größte See der Schweiz, dessen Wasserfläche komplett in einem Kanton liegt. Von hier aus stellt sich die Natur in atemberaubender Aussicht dar. Besonders die Jungfrau, der dritthöchste Berg der Berner Alpen, ragt zusammen mit Eiger und Mönch majestätisch empor. Bereits 2.500 Jahre vor Christus gab es im heutigen Stadtgebiet von Thun eine erste Siedlung. Der Name der Stadt lässt sich von dem keltischen Wort „donum“ ableiten, was wiederum einen befestigten Ort bezeichnete. Über die Jahrhunderte entwickelte sich aus dieser Siedlung die Stadt zu einem regionalen Marktzentrum im Mittelalter. Bereits im 19. Jahrhundert erlebte Thun durch das Entstehen des Fremdenverkehrs und die Einrichtung der Eidgenössischen Militärschule weiteren Aufschwung. Soweit, so gut; wir verlassen den idyllisch in die umliegenden Berge eingepassten See und biegen nach Westen in das sich mehr und mehr verengende Simmental ab, wo sich die Straße zu unserer Freude förmlich in die Landschaft schmiegt. Kurve reiht sich an Kurve und die Zahl und Länge der Geraden verringert sich deutlich. Wir passieren die Orte Boltigen und Zweisimmen, ehe wir Saanen erreichen, wo für uns der eigentliche Einstieg in die Schweizer Bergwelt beginnt. Ab Saanen touren wir stramm gen Süden, passieren Gstaad und Gsteig, sodass der erste Pass an diesem Tourtag in greifbare Nähe rückt.

Unsere Truppe (oben) fährt durch die Schweiz zum Col des Montets (unten), wo sich ein toller Blick auf den Mont Blanc eröffnet.

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Stets nach dem Motto „auf und nieder, immer wieder“, schließt sich der Col des Montets (1.461 m) gleich südlich an den Col de la Forclaz an. Beide Pässe zusammen verbinden Martigny mit Chamonix. Während der flotten Abfahrt in den altehrwürdigen Wintersportort eröffnet sich noch ein überwältigender Blick auf ein ganz berühmtes Bergmassiv: „Voila, le Mont Blanc.“ Der höchste Gipfel ragt satte 4.810 Meter in den Himmel und damit ist er der höchste Berg Europas. Den bestaunen wir mit seinem gewaltigen Panzer aus Eis noch ziemlich lange, bevor wir uns endlich dem Aprés-Motorrad widmen und der nächste TourenTag zum Thema wird.

Der beginnt mit einem ganz großen Fragezeichen, denn zunächst muss erst einmal heraus gefunden werden, ob sich die ganz hohen Pässe so früh im Jahr überhaupt schon befahren lassen. Um es vorweg zu nehmen, wir haben freie Fahrt und so geht es ziemlich rasch über Saint-Gervais-les-Bains und Megève hinauf zum Col des Saisies (1.633 m), wo sich eine recht hässliche Wintersportstation findet. Schnell weiter! Nun zwirbeln sich alle wieder bergab nach Beaufort. Der hübsche wie ursprüngliche Ort stellt optisch einen markanten Gegensatz zum Saisies dar und liegt zu Füßen des Cormet de Roselend. Moderne Investitionen fehlen - abgesehen von einem Stausee auch hier und so lässt sich das wundervolle Alpenpanorama einfach nur genießen. Wir schalten die Motoren ab, genießen die Stille, die frische Gebirgsluft und allerlei bunte Frühlingsblumen. Fast wehmütig ziehen wir weiter und überqueren die in 1.967 Meter Höhe liegende Passhöhe. Danach reduziert sich die Fahrbahnbreite auf jenen Wert, den man gemeinhin als einspurig bezeichnet. Dazu kommen ungezählte Kurven und Kehren auf der nahezu autofreien Piste. Fast atemlos erreichen wir also BourgSaint-Maurice, manche wissen da aber noch nicht, dass der absolute Höhepunkt des Tages noch wartet und der hat einen Namen: Col de l’Iseran! Um diesen Megapass zu erreichen, folgt man zunächst dem Val d’Isère. Hätte man einen Höhenmesser, würde der nun stetig steigen und zwar bis auf 2.770 Meter.

Von Chamonix (oben) kurven wir durch die Hochalpen und zwar zum Col d’Iseran (rechts & unten).

Die Berganpartie erlebt man dabei noch auf normaler Straße, alles bestens ausgebaut. Kurz nach dem Scheitel des höchsten überfahrbaren - immer daran denken, der „Bonette“ ist eine nachträglich gebaute Mogelpackung - und wahrscheinlich schönsten Gebirgspasses der Alpen kommt zu landschaftlich höchstem Reiz auch noch eine satte Prise Abenteuer hinzu. Das Teerband schrumpft mal wieder mächtig und schlängelt sich dann durch mächtige Steilwände bergab nach Lanslebourg. Man kommt sich auch richtig klein vor, wenn man zu den Gletschern hinauf schaut und mal wieder erkennen muss, was die Natur so alles fertig bringt. Gegen sie leben geht sowieso nicht, man muss sich mit ihr arrangieren. Sei es drum, war der Puls am „Roselend“ schon stark gestiegen, so erreicht er jetzt natürlich ganz neue Spitzenwerte. Es dauert dann auch im Tal eine ganze Weile bis sich der Kreislauf wieder normalisiert. Da fahren wir allerdings schon durch das Tal der Arc nach Saint-Michel-de-Maurienne. Aber irgendwie sitzt der Bazillus. Wann kommt der nächste Pass? Die Sucht nach Schräglagen und Höhenluft wird immer stärker, da biegt die ganze Truppe ab und es geht wieder bergan. M&R 1/13

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Hochalpen Gut so und wir stürmen den Col du Télégraphe (1.570 m). Die gut ausgebaute Straße bekam seinen Namen einst von einem Fort auf einem Felsvorsprung in der Nähe des Passes. Um den Galibier zu erreichen, muss erst der Télégraphe bewältigt werden. Die Strecke über den Col du Galibier (2.645 m) gehört wohl zu den absolut schönsten - wenn auch mitunter holprigsten Straßen der Region. Die fünfthöchste Passstraße der Alpen wurde 1876 erbaut und verbindet die beiden Départements Savoie im Norden und Hautes-Alpes im Süden. Endlich auf der Passhöhe angekommen, müssen wir feststellen, dass die letzte Gipfelpassage noch gesperrt ist. Doch auch der im Jahr 2002 wiedereröffnete Tunnel unterhalb der Bergspitze liegt für unseren Geschmack mit 2.556 Metern hoch genug. Die Röhre wird zügig passiert und dann kommt das, was man in den Alpen so oft erlebt: Beim Herausfahren verwöhnt uns die Sonne und beleuchtet die vor uns liegenden Bergwelt des Départements Hautes-Alpes. Nebel und Wolken bleiben also hinter uns, als wir wieder Höhenmeter abbauen und durch die Gorges de l'Infernet (Höllenschlucht) in Richtung Col du Lautaret (2.058 m) kurven. Da dieser Pass für alpine Verhältnisse eine ganz normale Durchgangsstraße ist, die Bourg-d'Oisans und Briançon verbindet, werden Kurven und Kehren weniger, dafür nimmt der Straßenverkehr deutlich zu. Aber was soll’s, betrachten wir das einfach wieder als Kreislaufberuhigungstrecke nach dem letzten Höhenflug, bevor das Tagesziel angesteuert wird. Das hat etwas Finales, denn wir brausen hinauf nach L’Alpe d’Huez in luftigen 1.860 Meter Seehöhe gelegen. Wer sich allerdings vorstellt auf einen Ort mit blühendem und sprudelndem Leben und Treiben zu treffen, muss sich schnell korrigieren. Wir übernachten - geschuldet der großen Teilnehmerzahl - zwar dort, aber sonst ist der reine Wintersportort fast menschenleer. Im Sommer können sich hier halt Fuchs und Hase täglich und ungestört „Gute Nacht“ sagen.

Auf der Fahrt nach L’Alpe d’Huez (oben) eröffnen sich immer weider Traumaussichten, wie auf das Tal der Romanche (unten).

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Am nächsten Morgen geben wir unseren Boliden wieder die Sporen und lassen das gastliche L’Alpe d’Huez auf der „Route des Cols“ hinter uns. Wenn man aber schon Pässe wie den Roselend, den Iseran und den Galibier beispielsweise in den Reifen hat, sollte man hier nicht zuviel erwarten. Geniale Schräglagen finden sich dann aber auch bald und zwar auf dem Downhill zum Lac du Verney und von dort zum Lac de Grand Maison in einer Höhenlage von 1.700 Metern.

Nur einige Kilometer weiter biegen wir nach links ab und fahren über den Col du Glandon (1.924 m) zum Col de la Madeleine (1.993 m). Beide Pässe bestechen zwar nicht durch ihre Höhe, begeistern aber dennoch und bringen den Kreislauf nochmal ordentlich in Gang. Allerdings beruhigt er sich auf der weiteren Tour dann deutlich, denn hinter Albertville düsen wir zügig weiter Richtung Genf und auf dem Weg dorthin wartet nur noch ein Kurvenrausch am Col des Aravis (1.486 m).

Vom Lac du Verney (oben) aus, legen wir uns ordentlich in die Kurven und passieren den Col du Glandon (unten).

Der letzte Tag der Tour führt ins Jura, ein geologisch junges, daher recht kantig wirkendes Faltengebirge entlang der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz. Das Wort Jura wurde vom keltischen „Jor“ abgeleitet, was soviel wie „Wald“ bedeutet. Auf unserer flotten Fahrt dort wechseln wir ständig zwischen Frankreich und der Schweiz sowie umgekehrt. Gut, dass wir heute grüne Grenzen in Europa haben, sonst wären die Ausweise am Ende des Tages ganz schön abgegrabbelt gewesen. Aber der Reihe nach: Von Genf aus brausen wir zunächst über Gex und La Cure zum Lac de Joux und von dort aus weiter nach Pontarlier. Diese Stadt war im 19. Jahrhundert so etwas wie die Hauptstadt der Absinth-Produktion. Die nahm allerdings 1914 ein jähes Ende, weil Absinth verboten wurde. Erst im Jahre 2011 entstand hier wieder eine Distillerie, die an die alte Tradition anknüpft. Wir können die Wermutspirituose natürlich nicht probieren, denn der Fluss Doubs weist nun den Weg. Mal fließt er ruhig dahin, mal versickern Teile des Wassers und kommen als Karstquelle der Loue bei Ouhans wieder zum Vorschein, dann gräbt er sich tief ins Gebirge. Allein der Blick auf die Karte genügt, um zu erkennen, dass wir nun permanent von einer Schräglage zur nächsten jagen und der innere Kreiselkompass brummt, als Le Locle erreicht wird. Diese Stadt gehört seit 2009 zum Unesco-Welterbe, gilt sie doch als Geburtsstätte der schweizerischen Uhrmacherei. M&R 1/13

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Hochalpen

Nachdem wir die Hochalpen hinter uns gelasssen haben, folgt noch eine flotte Kurverei durchs Jura (alle Bilder).

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Über Biaufond und Maîche, Saint-Ursanne sowie Delémont, der der Tag neigt sich so langsam dem Ende entgegen, nehmen wir das letzte Stück unseres Weges zurück zum Ausgangspunkt unserer viertägigen Tour in Angriff. Noch einmal macht uns die kurvenreiche Schräglagen-Strecke bis Ferrette munter, bevor wir dann auf gut ausgebauten Straßen in Lörrach stranden - und da ist alles vorbei. Unser großer Tross, rund 180 Zweiradfans der Sportgemeinschaft Deutscher Bundestag e.V., löst sich Stück für Stück auf, einige fahren mit dem DB Autozug Richtung Heimat, andere steuern diese auf Achse an und damit bleibt nur noch zu sagen, dass die französischen Hochalpen – also sozusagen „Zwischen Himmel und Erde“ – mit ihrer imposanten Bergwelt über reichlich Suchtpotential verfügen. Hier hilft auch kein Arzt oder Apotheker, denn man (und Frau) muss da einfach M&R wieder hin.


Allgemeines Die schweizerischen und französischen Hochalpen bestechen vor allem durch wundervolle natürliche Berglandschaften mit ihren Seen und Flüssen, sowie durch die unzähligen Serpentinen, und kurvige kleine Sträßchen, die über den Col de l’Iseran und viele andere Pässe führen. Beste Reisezeit Wer diese Tour nachfahren möchte, muss sich auf den Zeitraum von Ende Mai bis Mitte Oktober konzentrieren, da viele Pässe sonst gesperrt sind. Anreise Der Start dieser Tour befindet sich in Lörrach. Für Nordlichter sei der DB Autozuge empfohlen. Mehr Informationen und Angebote unter: http://www.dbautozug.de Übernachten Es gibt viele Hotels entlang der Tour, die oft sehr teuer sind.

Als Starthotel empfiehlt sich das M&R Hotel Sonnenhof & Sonnhalde in Birkendorf, Tel. +49/07743/92010, http://www.motorradschwarzwald.de.

Sehens- & Erlebenswert Die Tour lebt hauptsächlich von Landschaft und Fahrerlebnis. Schön liegt auch der Thuner See, 17,5 Kilomter lang. Sehenswerte Städte an der Strecke sind Martigny, Beaufort und Le Locle, wo die Schweizer Uhrenindustrie entstand. Karten Marco Polo Karte Italien 01: Piemont - Aostatal 1 : 200 000. Marco Polo Regionalkarte Frankreich: Provence, Côte d'Azur, Rhônes-Alpes. Marco Polo Schweiz 1 : 303 000. Bezug:

http://karten.motorradundreisen.de

Welche Alpenpässe sind die Schönsten? Stimmen Sie mit ab, welches nach Ihrer Meinung die besten Alpenpässe sind: http://alpenpass.motorradundreisen.de


Vorteile von

Vorstellung Bluebike Anlagen Givi Topcase

Ich packe meine Koffer und nehme mit: Auf jeden Fall den neuen TRK52N Trekker! Das Topcase des Herstellers Givi hat uns auf ganzer Linie überzeugt. Allein die praktische Monokey-Befestigung und das große Fassungsvermögen von rund 52 Litern macht den TRK52N für diejenigen attraktiv, die auf ihren Reisen viel Gepäck bei sich tragen. Im Gegensatz zu anderen Topcases ist das Gewicht, wobei die maximale Zuladung 10 kg betragen darf, mit den Maßen 60cm x 46 cm und in der Diagonale mit 31,5 cm optimal verteilt. So kommen ohne Müh und Not zwei Modulhelme darin unter.

Durch seine schnittige Form ist dieser Koffer für Enduros als auch für elegante Torenmaschinen geeignet. Auf verschiedensten Motorrädern macht er eine sehr gute Figur und passt dank seiner schwarzen Farbgebung zu jeder anderen Farbkombination. Das Material setzt sich zusammen aus Technopolymeren, welche mit Fiberglas verstärkt sind, und sorgt aufgrund dessen für eine sehr widerstandsfähige Struktur. Der Deckel ist darüber hinaus mit echtem eloxiertem Aluminium verkleidet, was den Kofferinhalt wiederum vor äußeren Einflüssen wie Regen und schlechtem Wetter schützt. Perfekt ergänzt wird der TRK52N durch die dazu erhältlichen Seitenkoffer, den TRK46N mit 46 Litern Ladevermögen und den TRK33N mit 33 Litern Ladekapazität. Montiert man alle drei Koffer an seinem Motorrad, so balancieren sie das Gewicht ideal aus. Selbst wenn sich der Auspuff nur auf einer Seite befindet ist dies kein Problem. Statt zweimal den selben Seitenkoffer

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TRK52N TREKKER anzubringen würde man hier den TRK46N auf der Seite ohne Auspuff und den TRK33N auf der Seite mit Auspuff befestigen. Das führt zu einer perfekten Passform und einer sehr angenehmen Optik, wobei -wie bei vielen anderen Koffermontagen nicht der Fall- das asymmetrische Erscheinungsbild des Motorrads vermieden wird. Brauchbares Zubehör zu dem TRK52N bietet der Hersteller Givi ebenfalls. Beispielsweise ein elastisches Gepäcknetz, mit dem problemlos Dinge auf dem Topcase angebracht werden können, die geräumige Innentasche T490, den Trekker-Straps Gurtsatz mit Metall-Sicherheitsschnalle, ein Gepäckgitter zur Montage auf dem Kofferdeckel, das dazugehörige Montagekit oder auch eine Beifahrer Rükkenlehne. In unserem M&R Test stellen wir fest, dass all die Angaben und Versprechungen, die der Hersteller zu dieser Kofferserie gibt, absolut der Wahrheit entsprechen und komplett zutreffen.

Es entsteht ein Fahrgefühl, als hätte man kein Gepäck mit auf dem Motorrad, da sich das Gewicht sehr gut verteilt. Ein Shimmy-Effekt - Lenkerflattern bei höheren Geschwindigkeitenden man von anderen Kofferserien kennt, tritt bei keinem der Testmotorräder auf. Der Preis von 280,-- Euro gestaltet sich im Preis-Leistungs-Verhältnis fair und angemessen. Wir von M&R finden das Topcase echt “top” und sind vollkommen zufrieden.

Im Gespräch werden wir von Motorrad & Reisen immer wieder gefragt, warum wir eine Bluetooth Kommunikationsanlage für so viel Geld empfehlen. Als Argument werden dann die vielen günstigen Alternativen aufgezählt. Man muss sich schon genauer mit der Thematik befassen, um die einzelnen Unterschiede zu finden. Es gibt auch nicht die eine richtige Antwort auf die Frage, welche Anlage man für jeden persönlich empfehlen würde. Dabei fängt es doch schon an, wenn es darum geht, wie man das Bluetooth-System verwenden möchte. Sehr ordentliche und richtig gute Systeme kommen zum Beispiel auch von Schuberth oder Nolan. Fakt bleibt aber, es gibt kaum Funktionen und Eigenschaften, die eine BlueBike-Anlage nicht ebenso besitzt, beziehungsweise diese in vielen Fällen noch optimiert. Das beginnt mit der Fähigkeit vier verschiedene Einbuchungen vorzunehmen: ein Navi, ein Handy, das Gegensprechen und zusätzlich HiFi-Musik. Eine Verzögerung beim Umschalten - wie man es von anderen Systemen kennt - gibt es auch nicht, da man alle im Standby- Modus sofort abrufen kann. Die Umschaltung aller Hauptfunktionen und die gleichzeitig individuelle Lautstärkenregelungs-Funktion erfolgt automatisch, losgelöst von der geschwindigkeitsabhängigen Lautstärkeanpassung. Darüber hinaus gibt eine freundliche Stimme ebenfalls automatisch wichtige Informationen, wie zum Beispiel Mikrofon Ein/Aus oder über einen nachlassenden Akku. Neben einem Tastenfeld lässt sich das System über eine Vox-Sprachsteuerung bedienen, die diesen Name dank einstellbarer Mikrofonempfindlichkeit auch wirklich verdient. Beim Akku erreichen wir Testwerte von mehr als 15 Stunden, wobei sich dieser auch im Betrieb oder während der Fahrt laden lässt. Die Reichweite von BlueBike zu BlueBike ist definiert mit circa 700 Meter Sichtweite. Die im Hause Votronic entwickelte Elektronik der BlueBike-Anlage besitzt eine Ausgangsleistung von knapp 1 Watt. Mehr als genug, um in den 3 Watt Lautsprechern auch bei höchsten Lautstärken klare Verhältnisse zu schaffen. Mit der Funktion TeamTalk lassen sich, ohne das man auf andere Funktionen verzichten müsste – beliebig viele BlueBiker im Simplex-Modus miteinander im Sprachmodus verbinden. Und dies geschieht vollautomatisch aus dem Gegensprechmodus. Streng genommen besitzt die Anlage so sogar eine fünfte Einbuchung. Und nicht zuletzt Zusatzgeräte wie die BlueCenter zur Einbindung von klassischem Funk oder die BlueTwin zum A2DP-Einbinden der motorradeigenen Radio-Anlage für Fahrer und Sozius zeichnen eine Bluebike-Anlage aus. Sollte es auf der Tour dann doch einmal zu einem Notfall kommen, besitzt die Anlage standardmäßig eine Notruf-Funktion ohne Aufpreis. Einzige Voraussetzung: Man muss noch in der Lage sein, Tasten am Blue-Bike-Bedienfeld zu betätigen. Für Probleme bietet der Hersteller einen rund um die Uhr Service für jeden Kunden. Alles in allem erhält der Käufer so ein absolut rundes Produkt, das wir mit bestem Gewissen empfehlen können. Infos: www.shop.motorradundreisen.de


Pfalz, Rhein & Mosel

Westerwald, Eifel, Taunus & Hunsrück Vom 12.05. - 19.05.2013 findet im Westerwald das erste Motorrad & Reisen-Lesertreffen in 2013 statt: • Sonntag, 12.05.13 - (Ab 16.00 Uhr) treffen wir uns im Biergarten, wo abends Deftiges vom Grill serviert wird. • Montag, 13.05.13 - Nach dem Frühstücksbuffet startet eine begleitete Täler-Tour durch den Westerwald. Pro Gruppe fahren wir - wie bei allen begleiteten Touren - mit max. 8 - 10 Motorrädern. Abends wird ein leckeres Buffet serviert. • Dienstag, 14.05.13 - Nach dem Frühstück starten wir die Tour Kurvengarten. Dabei lernen wir den westlichen Taunus kennen und kurven auf den Spuren der alten Römer. • Mittwoch, 15.05.13- Ausruhen muss auch mal sein. • Donnerstag, 16.05.13 - Heute steht die tolle Runde rund um Koblenz an. Abends serviert der Küchenchef ein Schlemmerbuffet. • Freitag, 17.05.13 - Nach dem Frühstück möchten wir Ihnen die schöne Eifel zeigen. Am Abend wird dann gegrillt. • Samstag, 18.05.13 - Ein herrlicher Kurvenspaß in Richtung Sauerland steht im Mittelpunkt. Leckeres Vier-Gang-Menü am Abend. • Sonntag, 19.05.13- Ende des Westerwälder Lesertreffen 2013. Buchung: M&R Hotel Rückert, Erbacher Str. 8, D-57647 Nistertal, Tel. 02661/2424, http://www.motorradwesterwald.de Preise: Wir bieten Ihnen das komplette Wochenprogramm (je 7 Übernachtungen) inklusive aller beschriebenen Leistungen und einem M&RCoolshirt ab 449,-- Euro pro Person im Doppelzimmer.

Preise: Wir bieten Ihnen das komplette Wochenprogramm (je 7 Übernachtungen) inklusive aller beschriebenen Leistungen und einem M&RCoolshirt ab 499,-- Euro pro Person im Doppelzimmer.

Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 15,-- Euro pro Nacht. Der Zuschlag für Zimmer im Haupthaus beträgt 10,-- Euro pro Person und Nacht. Benutzung von Sauna und Hallenbad ist in den Preisen schon enthalten.

Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 15,-- Euro pro Nacht. Der Zuschlag für Komfortzimmer beträgt 10,-- Euro pro Person/Nacht. Benutzung von Sauna und Wellnessabteilung ist in den Preisen schon enthalten.

Elbsandstein- & Riesengebirge

Vom 11.08. - 18.08.2013 findet im im M&R Waldhotel Eisenberg in der Pfalz ein Motorrad & Reisen-Lesertreffen statt: • Sonntag, 11.08.13 - treffen wir uns im Biergarten, wo uns der Küchenchef abends verwöhnt. • Montag, 12.08.13 - Nach dem Frühstücksbuffet startet die erste begleitete Tour in den Hunsrück & entlang der Mosel. Abends gibt es ein leckeres Buffet. • Dienstag, 13.08.13 - Frühstücksbuffet, begleitete Tour Tour durch den Pfälzer Wald, , leckeres Wahlmenü am Abend • Mittwoch, 14.08.13- Ausruhen muss auch mal sein - jedenfalls zwischen Frühstücksbuffet und leckerem Abendessen. • Donnerstag, 15.08.13 - Nach dem Frühstück fahren wir Heute steht eine Tour in die Alte Welt an. Abends wird ein leckeres Wahlmenü serviert. • Freitag, 16.08.13 - Nach dem Frühstück fahren wir auf kleinen Straßen rund um Eisenberg. Am Abend wird dann gegrillt. • Samstag, 17.08.13 - Die Rhein-Taunus-Tour bildet den Abschluss für das diesjährige Lesertreffen. Leckeres Wahl-Menü am Abend. • Sonntag, 18.08.13- Ende des Pfälzer Lesertreffen 2013. Buchung: www.motorradhotelpfalz.de, Tel. +49/(0)5522/506484 Mo-Fr 9.00 - 18.00 Uhr.

Vom 01.09. - 08.09.2013 findet im Zittauer Gebirge ein Motorrad & Reisen-Lesertreffen statt: • Sonntag, 01.09.13 - (Ab 16.00 Uhr) treffen wir uns im Biergarten des Hotels. Abends wird ein leckeres 3-Gang-Menü serviert • Montag, 02.09.13 - Nach dem Frühstück startet eine begleitete TälerTour durch das Riesengebirge. Abends wird ein leckeres Menü serviert. • Dienstag, 03.09.13 - Nach dem Frühstück starten wir ins Isargebirge • Mittwoch, 04.09.13- Ausruhen muss auch mal sein. • Donnerstag, 05.09.13 - Heute steht die tolle Runde im Zittauer Gebirge an. Abends serviert der Küchenchef tolle Köstlichkeiten. • Freitag, 06.09.13 - Nach dem Frühstück zeigen wir Ihnen das einmalige Elbsandsteingebirge. Am Abend wird dann gegrillt. • Samstag, 07.09.13 - Ein herrlicher Kurvenspaß entlang der DeutschTschechichen Grenze steht an. Leckeres Drei-Gang-Menü am Abend. • Sonntag, 08.09.13 - Ende des Lesertreffens im Zittauer Gebirge. Nach dem Frühstücksbuffet müssen wir uns leider wieder verabschieden. Buchung: Motorrad & Reisen, Tel. +49/ (0)5522 / 506484 oder per E-Mail: Buchung@motorradundreisen.de http://www.lesertreffen.motorradundreisen.de Preise: Wir bieten Ihnen das komplette Wochenprogramm (je 7 Übernachtungen) inklusive aller beschriebenen Leistungen und einem M&RCoolshirt ab 399,-- Euro pro Person im Doppelzimmer. Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 15,-- Euro pro Nacht. M&R 1/13

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- bitte gestatten Sie uns wetterbedingte Änderungen -

MOTORRAD & REISEN LESERTREFFEN 2013


Kalifornien Kalifornien wird wird vor vor allem allem geprägt geprägt durch durch Wüsten, Wüsten, schroffe schroffe Gipfel Gipfel und und der der Pazifikküste. Pazifikküste. Der Der erste erste Teil Teil (M&R (M&R 06/12) 06/12) diedieser ser Reise Reise führte führte von von Los Los Angeles Angeles durch durch die die Mojave Mojave Wüste Wüste zum zum Grand Grand Canyon Canyon und und weiter weiter nach nach Las Las Vegas. Vegas. Dort Dort starten starten wir wir den den zweiten zweiten Teil Teil unserer unserer Tour Tour und und lernen lernen nun nun unter unter ananderem derem das das Death Death Valley, Valley, die die Sierra Sierra Nevada Nevada mit mit dem dem YoseYosemite-Nationalpark mite-Nationalpark und und den den legendären legendären Pacific Pacific Coast Coast Highway Highway kennen. kennen.


Noch mehr W端sten, Berge und Meer

Kalifornien & Co II.


KALIFORNIEN m letzten Heft berichteten wir ja über den ersten Teil unserer großen Kalifornienrundreise, die in Los Angeles startete und uns zunächst nach Las Vegas führte. In der kunterbunten Spielerstadt brechen wir dann zum zweiten Teil unserer Traumreise auf und zwar in aller Herrgottsfrühe. Hubert meint, dass das richtig Sinn macht, wenn man im Death Valley eine mögliche Hitzeschlacht vermeiden möchte. Auf dem Weg dorthin gibt es am Spring Mountain Pass in rund 1.700 Meter Seehöhe erst mal eine Überraschung. Reichlich kühle Luft weht uns hier in dieser Herrgottsfrühe um die Nase. Jacke zu! An unzähligen Josuah Trees vorbei geht es so nach Pahrump. Dort stoppt Hubert: “Besser wir fahren mit vollen Tanks in die Wüste!” Kurz hinter dem Ort erreichen wir dann auch wieder das Land des ehemaligen “Govenators Arnie”: Kalifornien - und es geht immer weiter hinein in die lebensfeindliche Salzwüste. Wir passieren noch das verschlafene Nest Shoshone und dann taucht das Schild des Death Valley Nationalparks auf.

I

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Vom äußerst schrillen Las Vegas (links) fahren wir über den Salsbury Pass (oben) weiter ins Death Valley nach Badwater (unten).

Die Lufttemperatur steigt jetzt im Minutentakt und bald kommt man sich wieder so vor, als wenn ein Mega-Fön in den Helm pustet. Selbst um 8.00 Uhr morgens nähert sie sich schon ganz flott der 40-GradMarke, als wir in Badwater anhalten.


Gegensatz zum Death Valley: Die gar nicht so weit entfernte Sierra Nevada (oben & rechts). Hier stehen Hubert und ich also am tiefsten Punkt Nordamerikas, der knapp 90 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Die weiß glänzende Salzwüste wirkt lebensfeindlich. Gut, dass wir hier nicht mit dem Pferd oder gar zu Fuß in Richtung des 3.300 Meter hohen Telescope Peak weiter müssen, der in etwa das heutige Tagesziel weithin sichtbar markiert. Mit den Harleys kommen wir da natürlich viel besser hin. Vorher rollen wir aber noch über den farbenprächtigen Artist Drive und am Zabriesky Point entlang - auch bekannt aus dem gleichnamigen Film - bevor wir zum frühen Lunch in der Furnace Creek Ranch einlaufen. Die alten Borax- Transportwagen, die von 18 Maultieren gezogen wurden, erinnern hier an eine andere Zeit im Tal des Todes.

Das angeschlossene Museum, das einem die Tagebau- und Mineraliengeschichte näher bringt, ist sicher auch einen Besuch wert. Ein paar Meilen weiter steht schon wieder der nächste Wasserstopp an und zwar in Stovepipe Wells. Das Devils Cornfield und über 70 Meter hohe Sanddünen sind von hier aus auch gut zu sehen. Und dann rollen wir über den nächsten 1.700 Meter hohen Pass. Eine kurze Abkühlung gehört dazu, bevor wir in das zweite Tal, das ebenfalls wie eine überdimensionale Sandkiste aussieht, hinunter fahren - und wieder wird es ganz schön heiß. Schnell weiter, jeden Fahrtwind nutzen und dann beginnt eine ganz starke Kurvenpartie, die sich wie ein magisches Band den steilen Berg hinauf zur Sierra Nevada schlängelt. Das bringt richtig Spaß und außerdem wird es “kalt”, denn das Thermometer sinkt nun unter 30°Celsius. So geht der nächste wundervolle Tag zu Ende.


KALIFORNIEN Am nächsten Morgen steuern wir erst einmal den Mono Lake an, ein alkalischer See vulkanischen Ursprungs, der aufgrund seiner Unmengen an Alkalifliegen und Salzwasserkrebsen als Feinschmeckerbuffet für unzählige Vogelarten gilt. Das schauen wir noch ein wenig an, bevor es in die Berge geht. Nun wartet nämlich der Tiogapass (3.031 m) und damit eine flotte Kurverei, die dem einen oder anderen Trittbrett schon mal ein wenig Material klaut. So kommen wir in den einzigartigen Yosemite Nationalpark. Dieser ist bekannt für seine Wasserfälle und grandiose Landschaft. Hinzu kommt der Mariposa Grove of Giant Sequoias - dort stehen diese einmaligen Mammutbäume. Bis zu 27 Männer werden benötigt, um den Größten mit ihren Armen zu umfassen. Die Harleys wirken daneben wie Modelle von Matchbox und auch wir kommen uns ganz schön klein vor.

Vom Lake Mono (unten) fahren wir über die Sierra Nevada (oben) in den Yosemite-Nationalpark (rechte Seite).

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San Francicso (alle Bilder) beeindruckt mit der Golden Gate Bridge (oben), den Cable Cars (unten) und der Skyline (rechts). So dauert es ganz schön lange, bevor der nächste Weg zum Ziel wird. Über den legendären Highway 49, der zu Zeiten des kalifornischen Goldrausches von 1849 als Transportweg weltweit Berühmtheit erlangte, steuern wir stets weiter in Richtung Westen. Dann erreichen wir den Stanislaus River, der den Weg nach San Francisco an der Pazifikküste weist. Hier sollte man ein paar mehr Tage einplanen, und das nicht nur wegen der Golden Gate Bridge, sondern weil wir diese außergewöhnliche Stadt ganz in Ruhe erleben wollen. Logisch, dass wir uns die Cablecars anschauen, die über extrem steile Rampen rollen. Dann wäre da noch Chinatown, die Fishermens Wharf und außerdem denken wir über eine Bootsfahrt zum berühmt-berüchtigten, inzwischen aber stillgelegten Gefängnis namens Alcatraz nach.

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Zum Sonnenuntergang fahren wir aber dann doch auf eine Höhe neben der Golden Gate Bridge und lassen den Blick über „Frisco“ schweifen. Wir sind von der Stadt total begeistert. Unsere Abende dort enden in der Vodoo-Lounge, eine Rockkneipe mit lauter Musik und kalten Drinks. Auch hier treffen wir wieder ein paar Motorrad-Urlauber aus Good Old Germany. Die sind stinksauer, weil auch sie einer Reisegruppe angehören, die aus knapp 30 Motorrädern und zwei Vans einer vorn als Tour Guide, einer hinten als Lumpensammler - bestehen. Inzwischen haben sie sich selbst in Grüppchen aufgeteilt und fahren mehr oder weniger allein - das perfekte Chaos. Aber auch hier kann ich schnell feststellen, dass die Leute leider nur auf den Preis der vermeintlich günstigen Reise und nicht auf Nebenkosten und Leistungen geschaut haben. Mein Tourguide Hubert meint dazu nur: „Es gibt halt überall auf der Welt Abzocker!“ Damit man keinen Reinfall erlebt, weise ich nochmals darauf hin, dass man mit Motorrädern von Harley Rentals, die nur über HD-Händler verfügbar sind, immer am besten und am Ende auch am preisgünstigsten fährt. Infos hierzu gibt es unter: http://www.usa.motorradundreisen.de. M&R 1/13

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KALIFORNIEN Sei es drum, Hubert muss mich am Tag darauf überreden San Francisco zu verlassen, denn es gäbe noch soviel zu sehen. Aber immerhin wartet ja noch der berühmte Pacific-Coast-Highway 1 auf uns, welcher zur legendären Panamericana von Alaska bis Feuerland und damit zur längsten Straße der Welt gehört. Unsere Fahrtrichtung ändert sich also nun nach „South“ und so kommen wir auch nach Monterey, welches durch Steinbeck’s Buch “Die Straße der Ölsardinen” einst weltberühmt wurde. Dann steht Carmel auf dem Programm, wo Clint Eastwood einst Bürgermeister war. Es geht weiter Richtung Süden. Dabei werden wir begleitet. Eine Gruppe Pelikane - Californiens Airforce - fliegt ein Stück in Formation neben uns her. Hier am Pazifik, dessen Wassertemperatur durch den kühlen Kali-

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fornienstrom geprägt wird, leben wegen des Fischreichtums im kalten Wasser auch jede Menge Seeelefanten. In der Nähe des Hearst Castle - der ehemalige Landsitz des Zeitungsverlegers Hearst, mit seinen 160 Zimmern - übernachten wir heute und können bei einem herrlichen Sonnenuntergang die Rufe der Seeelefanten hören. Die klingen ein wenig traurig und so geht es mir auch, denn am nächsten Morgen bricht leider der letzte Tag unserer einfach fantastischen Kalifornien-Tour an. Wir folgen weiter dem Highway 1, um entlang der bekannten Orte und Städte wie Pismo Beach, Santa Barbara, Malibu und Santa Monica wieder Los Angeles zu erreichen und so endet meine nächste USA-Traumtour. Aber macht nix, denn ich komme garantiert wieder in die Staaten, wo es noch soviel zu entdecken gibt. M&R

An der Pazifikküste (unten) entlang rollen wir retour nach Los Angeles zum Harley Dealer Bartels (oben), wo wir die Maschinen wieder abgeben.


W INTERFLUCHT F LORIDA 9 TAGE AB 2.195,-- E URO

Kommt einfach mit auf eine klassische Motorradtour durch Florida und zwar mit Bade- und Shoppingurlaub. Dabei geht’s nach Fort Lauderdale, Palm Beach, Fort Myers, die Everglades, die Keys mit Key West und Miami. Außerdem kann die Tour auf Wunsch natürlich auch verlängert werden.

Traumtour Kalifornien 16 Tage ab 3.745,-- Euro

GET YOUR KICKS ON ROUTE 66 19 TAGE AB 4.545,-- E URO -

Die Südstaaten der USA 15 Tage ab 3.545,-- Euro

New Orleans, Memphis, Nashville, Chattanooga, Daytona Beach, der Blue Ridge Parkway und die Smoky Mountains sind einfach mal eine Reise wert.

USA Rocky Mountains 14 Tage ab 3.995,-- Euro Auf dieser Traumtour lernt man die Rocky Mountains, einzigartige Nationalparks wie die Black Hills, Yellowstone, Grand Teton und den hier immer noch existierende Wilden Westen kennen.

Das ist die Motorradtour durch den Westen der USA. Los Angeles, San Francisco, Las Vegas, der PacificCoast-Highway 1, das Death Valley, die Route 66 und der Grand Canyon sind die Highlights. Mit unserem Partner Harley-Davidson ® authorized rentals™ verfügen wir über eine große Auswahl an neuesten Modellen, die alle bestens gewartet sind.

USA Südwest 14 Tage ab 3.295,-- Euro Die Route 66, weltbekannt als „Mainstreet of America“ oder “Motherroad”, ist rund 3700 Kilometer lang und führt von Chicago nach Los Angeles oder umgekehrt. Sie durchquert 3 Zeitzonen in 8 Bundesstaaten. Die berühmteste Straße der Neuen Welt wurde 1926 geplant und im Jahre 1932 war sie komplett asphaltiert. Seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wird die Route 66 dann zur Abenteuerstrecke Richtung Wilder Westen. Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert. In den Preisen enthalten: Flug, Hotel, Motorrad von Harley Rentals, Versicherungen, 24 Stunden-Roadassistance und keine Selbstbeteiligung im Schad e n s fa l l .

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Las Vegas, die Route 66, die besten Nationalparks wie der Grand Canyon, Capitol Reef, Arches, Canyonlands und viele mehr, sowie einsame Straßen sind hier unsere Highlights.

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Alle Touren werden ausschließlich vom offiziellen Exklusivpartner von Harley Davidson Rentals durchgeführt!

Individuelle Termine für Gruppen sind immer möglich! - Alle Preise pro Person bei Fahrer und Sozius im Doppelzimmer

Lust auf USA


INFOS: KALIFORNIEN Allgemeines Kalifornien besticht vor allem durch seine weiten Landschaften, der wilden Pazifikküste und kargen Wüsten wie das bekannte Death Valley beispielsweise. Eine Reise dorthin lohnt also immer, zumal Bürger der EU keinerlei Einreiseprobleme haben. Nachdem man per Internet unter http://www.us-botschaft.de die Einreise in die USA angemeldet hat, benötigt man nur noch einen maschinenlesbaren Reisepass. Außerdem muss ein grünes Formular (im Flugzeug) ausgefüllt werden.

Beste Reisezeit Da es im Sommer im Westen der USA sehr heiß werden kann und der Winter im Gebirge für viel Schnee sorgt, bieten sich Mai, Juni, sowie der September als beste Reisezeit an. Anreise Los Angeles, als Ausgangspunkt dieser Tour, lässt sich ab Mitteleuropa per Flugzeug in etwa zehn bis elf Stunden bequem erreichen. Es gibt auch diverse Umsteigeverbindungen, die aber die Reisezeit deutlich erhöhen. Übernachten Wir übernachteten auf dieser Runde fast immer in guten Hotels oder Lodges. Um gute Preise zu erhalten, sollte man diese über unsere Amerikaspezialisten buchen: http://www.usa.motorradundreisen.de Essen Zunächst ein Wort zum Frühstück, das deftig (mit Speck, sautierten Kartoffeln, Rührei und Bratwürstchen) ausfallen kann. Daneben gibt es aber auch das kontinentale Frühstück bestehend aus einem Muffin, einem Jogurth, Marmelade, Kaffee & Co. Einige Hotels bieten zudem üppige Frühstücksbuffets an, die in die Kategorie Brunch fallen.

Wenn man nach der Tour zum Essen geht, wird man schnell feststellen, dass die Köche der USA sich bestens darauf verstehen, wie Steaks zu braten sind. Außerdem sind Spare Rips - auch vom Rind - sehr empfehlenswert. Hinzu kommen oft üppige Salatbuffets.

Leihmaschinen Hinsichtlich Qualität und Service sollte man auf Maschinen von Harley Rentals zurück greifen. Diese Mietmaschinen werden ständig in den Harley Vertragswerkstätten überprüft, bestens gewartet und es gibt eine Road-Assistance-Schutzbrieffunktion dazu, die im Falle eines Falles die Mobilität innerhalb 24 Stunden garantiert. Infos: http://www.usa.motorradundreisen.de Sehens- & Erlebenswert Neben der wunderschönen Pazifikküste mit ihren weißen Sandstränden sind es gerade die vielfältigen Erosionsformen der weiten Landschaft, die den Westen der USA so überaus interessant machen. Außerdem prägen besondere Landschaften wie das Death Valley beispielsweise oder der Yosemite-Nationalpark mit seinen Megabäumen die Tour. Zeit sollte man auch für San Francisco einplanen, wo es soviel zu sehen gibt, wie das alte Gefängnis Alcatraz, die Fischermens Wharf, Chinatown und die Cable Cars. Wenn man anschließend dem Pacific Coast Highway Richtung Süden folgt, dann trifft man auch Pelikane, Seelöwen und viele andere Tiere. Karten AAA-States Series, Blatt California, Blatt Arizona, New Mexico, und Blatt Nevada, Utah, http://www.aaa.com

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Traumhafte Roadbooktour

Auf in den Ostharz


Das Das Motorradparadies Harz als das das Höchste Höchste im Norden hält bekanntlich kanntlich viele Traumstrecken für Schräglagenfans Schräglagenfans bereit. Wir stellen len hier hier nun eine flotte Tour vor, die die in in Wickerode Wickerode bei Sangerhausen sen startet startet und einfach nur begeistern geistern dürfte. dürfte.


Ostharz iese mit Kurven nur so gesegnete Traumtour startet mitten im Harzörtchen Wickerode - wo sich auch unser M&R Hotel Fünf Linden findet - am Abzweig Bennungen und führt zunächst durch den Südharz über Questenberg in Richtung Agnesdorf. Dabei erleben Kai, Marco, Frank und ich gleich eine wundervolle Kurvenpartie, die das oppulente Fünf- Linden-Frühstück in unseren Mägen ganz schön ins Schwingen bringt.

Überhaupt erstaunt es im Harz immer wieder, wie nah Ruhe und Stille bei den bekannten Touristenzielen liegen. Dazu gehört natürlich auch die bunte Fachwerkstadt Stolberg im Tal der Thyra, die auf eine rund 1000jährige Geschichte zurück blickt. Der als Bergmannssiedlung gegründete Ort - man förderte Eisen, Kupfer, Silber, Zinn und Gold - wurde um 1210 erstmals in Zusammenhang mit dem ansässigen Grafengeschlecht erwähnt.

Allerdings nahm der Graf seine Zugeständnisse nach der Niederlage der Bauern sofort wieder zurück. Immerhin reichten die Folgen der einst blutigen Kämpfe bis ins letzte Jahrhundert. Schon kurz nach der Wende im Jahr 1989 war man sich nicht sicher, ob Stolberg wirklich in der ehemaligen DDR liegt. Man muss einfach wissen, dass das hübsche Harzstädtchen auch schon zu Zeiten von Planwirtschaft und LPG´s für damalige Ver-

Ein paar Kilometer weiter sinkt dann das Tempo erheblich, denn gleich hinter Breitungen reduziert sich das Aspahltband auf eine Breite, die man gemeinhin als einspurig bezeichnet. Obendrein scheint die Strecke nach Uftrungen nur wenigen Zeitgenossen als legal befahrbare Straße bekannt, denn hier genießen wir Einsamkeit und eine nahezu unberührte Natur.

Vor 1300 wurde Stolberg das Stadtrecht verliehen. Die Stadt war von Anfang an auch die Residenz der Grafen zu Stolberg. Bekannt wurde Stolberg aber durch Thomas Müntzer. Er war Anführer im Bauernkrieg, drang im Mai 1525 mit Aufständischen in seine Geburtsstadt ein und zwang den regierenden Graf Botho zu Stolberg zur Annahme ihrer Forderungen.

hältnisse jedenfalls ganz schön herausgeputzt war. Der sozialistische Hochadel dankte es eben dem Städtchen, dass vor etwas mehr als 500 Jahren Thomas Müntzer hier das Licht der Welt erblicken durfte. Der Mann passte in die verschrobene Ideologie der Diktatur, weil er sich seinerzeit ja gegen die auch schon damals herrschende Feudaldiktatur, Ungerechtigkeit und Unterdrückung auflehnte.

D

Superkurven (oben) und einsame Straßen (links) finden sich auf dem Weg nach Stolberg. (unten).

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Wie auch immer, wir verlassen nun das „bunte“ Stolberg und tauchen wieder in die dichten Wälder des Unterharzes ab. Direkt am Bahnhof der Selketalbahn folgt dann ein flotter Linksschwenk in Richtung Stiege. Von dort führt eine recht kurvige Waldpiste hinunter in Richtung Ilfeld. Aber es geht auch bald wieder bergan und zwar auf erneut einspurigem Teerweg über Sophienhof nach Rotheshütte. „Es ist eine Schande, dass man immer wieder vergisst, dass der Harz zu den schönsten Gegenden in Mitteleuropa gehört,“ meint Marco als waschechter Sangerhäuser. „Da hast du absolut Recht!“ bestätigt Kai, der ebenfalls aus Sangerhausen stammt, aber heute in Leipzig lebt. Frank schmunzelt nur, denn er kennt den Harz wie seine Westentasche und fügt hinzu: “Leute, nun wartet mal, da kommen noch ganz schön viele Kurven auf Euch zu!“ Ich habe dem nichts hinzuzufügen und freue mich auf die weitere Tour. Die führt nun in Richtung Benneckenstein und weiter nach Tanne. Auf dem letzten Teilstück kommt linkerhand der 1.142 Meter hohe Brocken ins Bild. Allerdings lassen die vielen und superstarken Kurven keine langen Blicke zur Seite zu, es gilt auf der Idealinie zu fahren und die Schräglagen einfach nur zu genießen.

Von Stolberg (unten) kurven wir weiter durch den Unterharz und dann weiter in Richtung Rotheshütte (oben).


Ostharz In Tanne wechseln wir dann auf die B 242. Klingt nach Kurvenpause, aber so etwas kennt der Harz eher nicht. Aber egal, denn kurz hinter Sorge, ja der Ort heißt wirklich so, biegen wir flott ab und düsen auf einer recht schmalen Teerpiste, die früher von den Grenzsicherungstruppen der ehemaligen DDR genutzt wurde, weiter nach Elend. Wieder so ein Ortsname, der nicht viel Gutes verheißt und wo auch etwas dran ist. Früher, als es noch keinen Tourismus gab, war das Leben im Schatten des Brocken wirklich nicht einfach. Erze wie in Goslar beispielweise fanden sich hier nicht, man lebte von der Holzwirtschaft und etwas Viehzucht. An Landwirtschaft war wegen der klimatischen Verhältnisse auch nicht zu denken, also lebten die Menschen seinerzeit tatsächlich stets ziemlich „elend“ und in „Sorge“. Das ging bis weit in die Neuzeit so, wenn man an die Kriege des 20. Jahrhunderts und daran denkt, dass beide Orte dann auch noch im Sperrgebiet des ehemaligen Todestreifens lagen. Aber das alles ist nun gottlob vorbei und so gondeln wir weiter nach Drei Annen Hohne. Dort Kenner wissen natürlich was jetzt kommt - treffen wir auf weitere Relikte der alten Zeit: Fauchende Dampfrösser der Harzquer- und der Brockenbahn.

Von Drei Annen Hohne (unten) kurven wir durchs Bode- (links) und Selketal nach Ballenstedt (rechts) und weiter zur Ruine Arnstein (rechts unten).

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Vom Dampflokbahnhof aus zeigen unsere Scheinwerfer nun erst einmal konsequent Richtung Osten. Das Roadbook führt über Elbingerode nach Rübeland, wo man in die Unterwelt der höchst interessanten Tropfsteinhöhlen dort abtauchen könnte. Überhaupt reihen sich von jetzt an wieder Sehenswürdigkeiten, wie Perlen an einer Schnur auf. Nur ein paar Kehren hinter Rübeland wird die Rappbodetalsperre erreicht, das größte Harzer Gewässer. Ein Stück weiter fräste sich einst die Bode tief ins Gestein. Heute führt eine meistens knapp zweispurige Straße durch das einfach nur schöne Tal und bietet mal wieder ganz großen Motorradspaß. So erreichen wir total begeistert Allrode. Von dort aus geht es über Güntersberge, Siptenfelde sowie Straßberg weiter ins Selketal. Auch hier kreuzen Dampfloks dann und wann die Straße. Über Alexisbad und Mägdesprung brausen wir dann weiter nach Ballenstedt mit seinem Schloss. Die Zinnen der barocken Dreiflügelanlage aus dem 18.Jahrhundert ragen weit über die Vorharzlandschaft hinaus. In dem alten Gemäuer findet sich neben verschiedenen Ausstellungen das Foto-und Filmmuseum "Cinema", sowie die ErichMüller-Stiftung. 1765 wurde Ballenstedt von den Fürsten von Anhalt-Bernburg zur Residenz erhoben. Das spiegelt auch das Bild der Stadt wieder, durch die wir nun in Richtung Meisdorf rollen. Kurz danach beginnt die wundervolle Einsamkeit des nördlichen Ostharzes. Hier trifft man kaum Autos oder anders störendes Gerät auf der Teerpiste. Da können wir die Motorräder mal wieder richtig laufen lassen und so kurven wir dann allmählich wieder gen Süden. Über Sylda steuern wir also Wippra an. Auf dem Weg dorthin warten noch ein paar ganz wundervolle Kurven, bevor es über die Pferdeköpfe in Richtung Sangerhausen geht. Wer Zeit und Muße hat, sollte diese Stadt am südlichen Harzrand (siehe Bild unten) ruhig mal besuchen, bevor es zurück nach Wickerode geht. M&R

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Das komplette M&R Hotelspecial steht zum kostenlosen Download unter http://www.motorradundreisen bereit.

Infos Ostharz km

0,0

Diese Tour startet in Wickerode (hier: M&R Hotel Fünf Linden) am Abzweig Bennungen und führt zunächst Ñ über Questenberg nach Agnesdorf.

4,7

Hinter Agnesdorf Î halten.

5,6

Außerorts Ñ und über Breitungen nach Uftrungen fahren - schmale Straße!

13,9

In Uftrungen Î über Rottleberode und Stolberg in Richtung Stiege halten.

29,8

Außerorts Í über Breitenstein und Friedrichshöhe weiter nach Stiege kurven.

34,3

Am Bahnhof Selketalbahn Í auf B 242 nach Stiege fahren.

40,0

In Stiege Í am Teich entlang Richtung Ilfeld halten.

46,1

Außerorts Í auf B 81 kurz Richtung Ilfeld fahren.

49,6

B 81 Î verlassen und über Sophienhof nach Rotheshütte kurven - schmale Straße!

57,0

In Rotheshütte Î auf B 4 kurz Richtung Hohegeiß.

57,9

B 4 außerorts Î Richtung Benneckenstein verlassen.

61,7

Benneckenstein Ï Richtung Tanne passieren.

65,4

In Tanne Í auf B 242 Richtung Sorge.

67,6

Hinter Sorge Î in Richtung Elend halten.

73,2

Außerorts Î B 27 Richtung Elend fahren.

74,4

In Elend an Kreisel Ï Richtung Drei Annen Hohne.

81,2

In Drei Annen Hohne kurz nach Dampflokbahnhof Î ab und nach Elbingerode fahren.

86,1

In Elbingerode Í ab und nach Rübeland fahren.

90,2

In Rübeland an Tropfsteinhöhlen Î ab, Bahngleise queren und an der Rappbodetalsperre entlang in Richtung Hasselfelde fahren.

96,3

Außerorts Í auf B 81 kurz Richtung Blankenburg halten.

101,5

Außerorts Î ab, Hinweis Wienrode beachten.

102,4

In Wienrode Î und über Treseburg durch das Bodetal nach Allrode kurven - schmale Straßen!

Allgemeines Wer diese neue Ostharz-Tour unter die Räder nimmt, erlebt eine kurzweilige Mischung aus kleinen Straßen, flotten Richtungswechseln und jeder Menge Sehenswertem. Beste Reisezeit Von Mitte April bis Ende Oktober kann man diese Tour fahren.

66 M&R 1/13

Anreise Diese Traumtour startet mitten im Örtchen Wickerode. Das liegt bei Sangerhausen am südlichen Rand des Ost-Harzes und ist über die A 38-Abfahrt Roßla flott zu erreichen. Übrigens: Die A 38 verbindet die A 9 (Rippachtal) und die A 7 (Göttingen) in West-Ostrichtung. Alternativ kann man von Süden her auch über den Kyffhäuser (B 85) anreisen.

Übernachten M&R Hotel Fünf Linden, Schulplatz 5, D-06536 Südharz/ OT Wickerode, Tel. +49/(0)34651/350, http://www.motorradostharz.de, - schöne Zimmer, tolles Essen. Außerdem jede Menge Unterstützung für Motorradfahrer: GPS-Touren, Roadbooks, Tourguides und vieles mehr. Wellness & Massagen werden ebenfalls angeboten.

Sehenswert Rübeländer Tropfsteinhöhlen - zählen zu den ältesten Schauhöhlen Deutschlands. http://www.harzer-hoehlen.de Bergbaumuseum Röhrigschacht 06526 Sangerhausen OT Wettelrode Tel. +49/(0)3464/587816 http://www.roehrigschacht.de Neben einer 75minütigen Bergwerksführung inklusive Seilfahrt nach Untertage und Fahrt mit der Grubenbahn, bieten die Bergleute des Schaubergwerkes Erlebnisse der besonderen Art.

Karten Marco Polo Karte Deutschland 08. Sachsen-Anhalt 1.200.000, 8,50 Euro, Bezug:

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Touren DVD für PC und DVD Player Touren DVD Harz Für den perfekten Motorradurlaub bietet diese DVD die 17 besten Motorradtouren der Region als Reportage, Roadbook, GPS-Daten und Kartenmaterial. Damit man schon vorher weiß, was einen erwartet und dass der Harz einiges bieten kann, gibt es die Motorradfilme „Kurvenparadies Harz“ und „Harz-Weser-Tour“ gratis dazu. Bestellungen: Tel. +49/(0)5522/506484

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Dieses Roadbook finden Sie als Download (für Abonnenten kostenlos) in Text- und GPS-Versionen (TOMTOM & Garmin) unter: http://www.motorradundreisen.de.

118,6

In Allrode Í, via Bärenrode nach Güntersberge fahren.

121,4

In Bärenrode Î nach Güntersberge kurven.

123,5

In Güntersberge Í der B 242 nach Siptenfelde folgen.

128,2

In Siptenfelde Î von der B 242 Richtung Straßberg ab.

133,7

In Straßberg Í durch das Selketal über Mägdesprung zuletzt auf B 185 - nach Ballenstedt (km 155,2) fahren.

0,0

Mitten in Ballenstedt am Breitscheidplatz startet die 2. Etappe dieser Tour. Nun Î, bald Í und den Hinweisen nach Meisdorf folgen.

4,5

Auf Höhe Meisdorf Í ab und ein Stück in Richtung Pansfelde fahren.

8,1

Nahe der Burg Falkenstein Í abbiegen.

km

11,2

Außerorts Î ab und über Wieserode und Ulzigerode nach Harkerode kurven.

18,4

In Harkerode Î den Hinweisen über Sylda Richtung Willerode folgen.

MOTORRAD & REISEN

bringt Sie auf Touren! M&R Roadbooks Die Toptouren der jeweiligen Region zusammengefasst in einer Ausgabe. Dank Ringbuchbindung problemlos für fast jeden Tankrucksack geeignet. Darüber hinaus können die GPS-Daten der einzelnen Touren für Garmin- und TomTom Navis kostenlos heruntergeladen werden.

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22,6

In Willerode erst Î, dann Í und über Bräunrode weiter Richtung Greifenhagen fahren.

26,5

Außerorts Î der B 242 Richtung Harzgerode folgen.

33,1

Außerorts Í von der B 242 nach Wippra abbiegen.

38,5

Vor Wippra Í ab und über die Pferdeköpfe Richtung Sangerhausen kurven.

51,7

Vor Sangerhausen Î und über Wettelrode (Bergbaumuseum) nach Morungen fahren.

56,7

Außerorts Í den Hinweisen über Morungen nach Großleinungen folgen.

M&R Touren-DVDs

63,2

In Großleinungen Î und zurück nach Wickerode fahren (km 68,9 - Gkm 224,1).

Die beliebten M&R Roadbooks gibt es jetzt auch in digitaler Form gleich mit GPS-Daten für die gängigen Navis auf DVD. Roadbooks und Kartenmaterial kann man jetzt ganz einfach am Computer ausdrucken. Für den besseren Eindruck der Region beinhaltet jede Touren-DVD auch mindestens einen M&R Motorradfilm gedreht in Full-HD.

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M&R Motorradtrainings ... mit Sicherheit mehr Spaß

19.-21.04.13 & 20.-22.04.13: Kurventraining Beim M&R Kurventraining steht Spaß im Vordergrund. Von DVR-Instruktoren werden Ihnen in verschiedenen Geschwindigkeitsklassen Themen wie Fahrtechnik, Fahrphysik, Blick- & Linienführung, Lenkimpuls, Bremsund Ablösepunkte vermittelt. Dazu wird auch eine Videoanalyse angeboten, bei der sich jeder Teilnehmer selbst auf dem eigenen Motorrad beurteilen kann. Leistungen: Oben beschriebenes Training auf dem Harzring mit 2 Übernachtungen / Halbpension im M&R Hotel Fünf Linden , sowie geführte Tour zum Harzring und retour. Preis: ab 309,-- Euro. Nur Training ohne Hotel: Pro Tag und Teilnehmer 149,-Euro. Buchung & weitere Angebote unter: http://www.mr-trainingspartner.de, Tel.: +49/ (0)5521/ 2267 E-Mail: Fahrschule@motorradundreisen.de

70 M&R 1/13


Ob man Motorradfahren möchte, oder lieber durch die schroffe Gebirgswelt der Blumeninsel wandern will, Madeira ist immer richtig. Angebote mit Motorrad und/oder Auto, sowie ohne Fahrzeuge bietet das Aparthotel Vila Ventura ganzjährig an.

MADEIRA

Die Insel des ewigen Frühlings Die Insel des ewigen Frühlings

Einfach nur herrliches Urlaubsziel für Sommer, Herbst, Winter & Frühjahr! Preise ab 656,-- Euro Achtung aufgepasst! Den Termin 21.02.13 bieten wir mit jeweils 4 begleiteten Touren an.

Madeira ist immer eine Reise wert! Infos & Buchungen: www.motorradmadeira.de M&R ,Tel. 05522/506484 (Montag - Freitag 9.00 - 17.00 Uhr)

MOTORRAD & www.motorradundreisen.de R EISEN Die Strecke SudheimSuterode wurde nach unseren Protesten wieder frei gegeben!

Protest gegen Fahrverbote Beteilige Dich hier!

Es ist Zeit zu handeln!

Als engagierte Motorradfahrer, die auch für Motorräder gesperrte Straßen, wie zum Beispiel die Strecke am Kesselberg nutzen möchten, lehnen wir diese verkehrspolitischen Maßnahmen aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes für alle Verkehrsteilnehmer grundlegend ab. Daher fordern wir die entsprechenden Stellen auf, dass die diskriminierenden Sperrungen für Motorradfahrer umgehend aufgehoben werden. Es kann nicht sein, dass die Masse der normalen Motorradfahrer abgestraft wird, weil eine kleine Minderheit - die auch auf vier Rädern daher kommen kann - geltende Verkehrsregeln vorsätzlich missachtet. Vielmehr sollte es Aufgabe der zuständigen Behörden sein, diese Minderheit entsprechend gültiger Gesetze zu verfolgen.

M&R 1/13

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Von der Elbe bis nach Kampehl

MecklenburgVorpommern

Diese Tour führt durch das traumhafte Mecklenburg-Vorpommern. Starten wir also mal am M&R Hotel Büttnershof, von wo aus es zunächst zum nahen Elbdeich geht. Viele kleine Städte mit romantischem Charme und reichlich Kultur, wie beispielsweise Werben und Havelberg, liegen danach auf der Strecke. Anschließend erreichen wir die Mecklenburgische Seenplatte, wo es viele nette Pläzte gibt, die einfach nur zum Verweilen einladen, bevor wir weiter durch das Seenland bis hin zu Kampehl mit seiner sagenumwobenen Gruft kurven.


MecklenburgVorpommern er Herbst zeigt seine prächtigsten Farben, die Sonne scheint um die Wette, da muss man einfach nochmal los: Also runter vom Sofa und rein in die Garage. Vom Handy aus rufe ich Carsten an und frage ob wir nicht einen Kurztripp mit unseren Motorrädern in Richtung „McPomm“ starten wollen. Die Begeisterung schwingt unüberhörbar in seiner Stimme mit: „Wann?“. Meine Antwort: „Sofort!“ „Alles klar“, meint er, „bin gleich bei Dir!“ Inzwischen frage ich im Gutshaus Büttnerhof an, ob wir noch zwei Zimmer fürs Wochenende bekommen können. „Passt“, antwortet Bernd, der motorradfahrende Hausherr.

D

Von der Mark Brandenburg - durch die wir nun fahren - sagt man, es gebe hier nichts außer Sand und Kiefern. Kenner wissen allerdings, dass in dieser Region die weltbekannten Dichter Theodor Fontane und Richard Dehmel, sowie der flugbegeisterte Karl Wilhelm Otto Lilienthal zu Hause waren. Darüber hinaus suchte auch Kurt Tucholsky, einer der bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik, in dieser Gegend sehr oft Ruhe und Erholung. Aber genug von dem Kulturellen, denn jetzt befinden wir uns in Friesack und steuern auf recht kurvenreichen Landstraßen Richtung Lochower Heide und weiter zur Elbfähre Sandau.

Die in der Sonne glitzernde Elbe empfängt uns mit dem letzten Licht des Tages, sodass wir die Ruhe bei der Überfahrt mit der Gierfähre genießen können. Auf der anderen Elbseite warten noch 1,5 Kilometer Schräglagenspaß bis zum Büttnershof auf uns. Kaum angekommen, werden wir von Bernd, dem Hausherren des Gutshauses, freundlichst in Empfang genommen: „Da habe ich doch die beiden Berliner mit Ihren Motorrädern schon von weitem gehört! Folgt mir bitte zur Motorradgarage.“ Auch Bernds GS ist hier für die Nacht untergebracht und er glaubt schon fest daran, dass sich die drei „GS’en“ wohl vertragen werden. Wie auch immer, kurz darauf zischt das erste Bier nur so in unseren Kehlen. Später kümmern wir uns dann ums leibliche Wohl. Nacheinander werden eine leckere Kürbiscremesuppe, ein Zanderfilet, ein echt köstlicher Lammbraten sowie eine Tangermünder Nährstange serviert. Carsten und ich schauen uns schon beim “Gruß aus der Küche“ höchst positiv überrascht an, denn so ein hervorragendes Essen haben wir auf dem Lande schon lange nicht mehr auf den Tisch bekommen. Nach dem Essen gesellt sich auch Bernd wieder zu uns und fragt, was wir am nächsten Tag vorhaben. „Mach uns doch einen Vorschlag“, tönt es von Carsten. „Das lass ich mir nicht zweimal sagen, aber nur wenn ich mitkommen kann!“ meint Bernd. Kurzerhand legen wir Straßenkarten auf den Tisch und entscheiden uns für eine Tour an die Müritz. Den Rest des Abends verbringen wir mit Erzählungen über das Gutshaus und erlebte Motorradtouren. Noch vor dem ausgiebigen Frühstück genießen Carsten und ich die himmlische Ruhe und die warmen Sonnenstrahlen hier am Gutshaus, nur das leise tuckern eines Binnenschiffes hört man von der Elbe her.

Vom wundervollen Büttnershof (links) geht es am ersten Tag zum Elbdeich (unten). Übrigens: Das Gutshaus Büttnershof befindet sich inmitten des reizvollen Biosphärenreservates – “Flusslandschaft Elbe“- in der Altmark. Der 250 Jahre alte, unter Denkmalschutz stehende Adelssitz der Familie von Katte von Lucke wurde stilgerecht und mit viel Liebe zum Detail zu neuem Glanz erweckt. Das Gutshaus stellt einen herrlichen Ausgangspunkt für Touren in dieser schönen Landschaft dar. Auch der äußerst einladende Biergarten bietet viel Gelegenheit mal ein kleines Päuschen einzulegen. Also nix, wie hin kurz nach Feierabend düsen wir von Berlin aus 120 Kilometer in Richtung Nordwesten. Anderthalb Stunden zeigt das Navi dafür an, aber leider machen auch andere Verkehrsteilnehmer Feierabend und wir brauchen schon eine dreiviertel Stunde um Berlin hinter uns zu lassen.

74 M&R 1/13


Die aufgehende Oktobersonne taucht das prächtig bunte Herbstkleid der Bäume und Sträucher in noch mehr Farbe. Auch Bernd kommt in den als Park anmutenden Garten des Hauses und fragt, ob wir jetzt mal frühstücken wollen. Na klar, aber erst nachdem die Motorräder für die Tour gleich präpariert wurden. Nach dem ausgiebigen Frühstück können wir es denn nicht mehr erwarten auf unsere BMWs zu steigen. Bernd gibt uns noch vor der Abfahrt die neueste - äußerst positive - Wetterprognose, wir werfen den Anlasser an und fahren gleich hinter dem Gutshof auf eine wenig befahrene Kopfsteinpflasterstraße. Wer bis jetzt noch nicht richtig wach war, ist es spätestens jetzt. Das schmale Sträßchen führt uns durch die großen Überschwemmungsflächen mit ihren Seen zum alten Elbdeich. Auf diesem kann man auch mit dem Motorrad fahren und dabei von oben herrlich die vielen vorbeiziehenden Zugvögel beobachten. Zur Zeit fliegen die laut trompetenden grauen Kraniche, aber auch Schwärme von Nonnengänsen, ins südliche Winterquartier.

Kurz darauf erreichen wir Werben, die wohl kleinste Hansestadt. Im Jahr 1358 wurde sie Mitglied des einst so mächtigen Handelsbundes und blieb es mit dem Kurfürsten Johann Cicero bis zum Bierkrieg im Jahr 1488. In jener Zeit entstand auch das prunkvolle Elbtor. Im Dreißigjährigen Krieg nahmen dann schwedische Truppen Werben wegen seiner günstigen strategischen Lage in Besitz. Schwedenkönig Gustav-Adolf ließ hier seinerzeit die berüchtigte Schwedenschanze errichten. Mit ihr beherrschte man die Haveleinfahrt in die Elbe als wichtige Transportader. Nach der Stadtbesichtigung zieht es uns erneut auf die Gierfähre, mit der wir sozusagen über die Elbe nach Havelberg treiben. Das historische Zentrum der Stadt, seit dem Jahre 1358 ebenfalls Hansestadt genannt, liegt auf einer von der Havel umspülten Insel. Noch heute kann man sich aufgrund der gut erhaltenen und restaurierten Architektur klar ausmalen, wie die Blütezeit der Stadt ausgesehen haben muss. Das Wahrzeichen und gleichzeitig den kulturellen Mittelpunkt stellt der Dom St.Marien dar.

Vom sehr sehenswerten Werben (links) aus steuern wir als nächstes das hübsche Perleberg (oben) an. Von Mönchen des Prämonstratenserordens Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut, bietet er eine interessante Mischung aus gotischen und romanischen Stilelementen, resultierend aus Zerstörung und Wiederaufbau in den verschiedenen Epochen. Anschließend kurven wir - die Straßen präsentieren sich dabei oft als hübsche Alleen - weiter durch die Perleberger Heide nach Perleberg. Auf dem großen Marktplatz vor dem Rathaus und der Jacobikirche findet man einen um 1498 aufgestellten Roland. Der Roland verkörpert das Standbild eines Ritters mit bloßem Schwert und gilt als Sinnbild der Stadtrechte. Carsten gibt Kunde, dass er ihm gegenüber eine gewisse Ähnlichkeit besitzen würde. Na ja, wenn er meint. Aber fahren wir mal weiter. Unser nächstes Ziel ist der Plauer See, dessen Ufer sich bestens für eine Pause eignet. Die Mecklenburgische Seenplatte stellt aber auch ein wirklich lohnendes Ziel dar. Fast zugewachsene Wasserarme schlängeln sich durch märchenhafte Erlenbrüche. Praktisch hinter jedem Hügel und jedem Wald glitzert es. Neben der Masurischenund der Pommerschen Seenplatte gehört sie zu den drei großen Gewässerflächen südlich der Ostsee und gilt als Europas größtes in sich geschlossenes Seengebiet. Dazwischen liegen verträumte Dörfer und verwinkelte Kleinstädte, charmante Gutshöfe, verwunschene Schlösser und natürlich einsame, mitunter kurvenreiche Straßen. M&R 1/13

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MecklenburgVorpommern Außer jenen „Rückständen“ des Kalten Krieges, vor denen Warnschilder “Lebensgefahr! Nicht betreten“ warnen, gibt es wirklich nichts außer Sand und Kiefern. Damit wir nicht „in die Luft gehen“, fegen wir lieber über die Straßen und verlassen dieses Gebiet Richtung Wittstock. Hinter dem Borker See werden wir vom Teerpfad in die schöne Stadt Kyritz geleitet. Am Ortseingang grüßt ein Schild mit der Aufschrift:„Willkommen in Kyritz an der Knatter.“ Unter diesem Namen ist die Stadt „weltweit“ bekannt geworden. Nicht einem Fluss, wie oft angenommen, verdankt der Ort den Beinamen „an der Knatter“, sondern eben den knatternden Wassermühlen dort. Idyllisch gelegen mit seinen Fachwerkhäusern ist sie immer einen Besuch wert.

Während einer Pause erzähle ich dann noch die Sage vom Meineid des Ritters Kahlbutz. Eine Magd des Ritters, deren Hochzeit mit einem Schäfer bevorstand, verweigerte ihm standhaft das Recht der ersten Nacht (ius primae noctis), die der Feudalherr eigentlich mit der Braut verbringen wollte. Darauf hin erschlug der Ritter den Schäfer. Im folgenden Strafprozess wurde Kahlbutz aufgrund seiner eigenen eidlichen Aussage freigesprochen. Er soll dabei vor dem Gericht folgendes geschworen haben: „Wenn ich doch der Mörder bin gewesen, soll mein Leichnam nie verwesen.“ Tatsächlich fand man ihn Jahrzehnte als Mumie. Die Bevölkerung hatte die Erklärung für die Mumifizierung des Ritters Kahlbutz und sah darin Gottes gerechte Strafe.

Von Perleberg (oben) düsen wir zum Plauer See (unten). Anschließend kurven wir durchs traumhafte Seenland (rechts). So düsen wir nach Waren an der Müritz. Dort steppt der Bär, denn viele Ausflügler nutzen das schöne Wetter. Nix wie weg! Kleine Wege prägen nun die Tour und wir gondeln über Neustrelitz und Mirow nach Zechlin. Überall gibt es herrliche Plätze für einen Stopp, der im Sommer auch mit Baden verbunden werden kann. Danach passieren wir die Kyritz-Ruppiner Heide / Rossower Heide, auch besser bekannt als: „Bombodrom“. Fast vier Jahrzehnte trainierten hier die Sowjets militärische Einsätze mit Flugzeugen und Panzern. Frei zugänglich ist das „Bombodrom“ immer noch nicht, da es reichlich Gefahr in sich birgt. Im Boden des 120 Quadratkilometer großen Truppenübungsplatzes liegen nach Schätzungen von Fachleuten noch rund 1,5 Millionen Blindgänger. Bernd ist begeistert von der Sage und meint “Lass uns doch die Gruft des Ritters in der alten Wehrkirche besuchen!“ Wie gesagt, so getan. Also fahren wir in den nur wenige Kilometer entfernten Ort Kampehl. Leider kommen wir ein paar Minuten zu spät, denn die Gruft schließt pünktlich um 17.00 Uhr. So nehmen wir mit dem gegenüberliegenden Biergarten Vorlieb. Auch nicht schlecht, denn dort lassen wir das Erlebte nochmal Revue passieren. Außerdem trennen sich nun unsere Wege. Bernd fährt zum Gutshaus und wir zurück nach Berlin. Ein herrlicher Tag geht zu Ende und Carsten ist der Überzeugung: „Im Gutshaus Büttnershof waren wir nicht das letzte Mal. Beim nächsten Besuch fahren wir dann die schönen Stecken am Elbufer rauf und runter!“ M&R

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Allgemeines Mecklenburg-Vorpommern, oft auch liebevoll „MCPomm“ genannt, liegt ganz im Nordosten Deutschlands. Es wird geprägt durch weite Seenlandschaften, verfügt an der Ostsee über eine Küstenlänge von etwa 2.000 Kilometer und bekommt sein für Motorradfahrer so immens wichtiges i-Tüpfelchen durch Endmoränen der letzten Eiszeit. Zwischen Küste und Seen schlängeln sich also viele kleine Straßen durch die prächtige Landschaft und bieten einen Fahrspaß für alle, die mehr auf Erleben, als auf Knieschleifen stehen. Beste Reisezeit Generell gibt es keine konkrete Empfehlung, was die Eingrenzung der Reisezeit betrifft. Selbst im Winter kann man hier - je nach Großwetterlage - die einoder andere Tour starten. Anfang März beginnt dann die richtige Motorradsaison, die bis Ende Oktober dauert. Selbst in der Hochsaison kann man diese Tour planen, da es genug Sträßchen gibt, die kaum jemand kennt. Anreise Aus Berlin heraus folgen wir erst der A 10 Richtung Hamburg. Danach geht es auf der A 24 weiter. Anschließend weist die B 167 den weiteren Weg in Richtung Havelberg. Bei Sandau setzt man mit der Fähre über die Elbe und dann sind es nur noch ein paar Meter bis zum Büttnershof.

Sehens- & Erlebenswert In der Altmark und im angrenzenden Mecklenburg-Vorpommern ist für fast jeden Geschmack etwas dabei. Am ehesten zu erwähnen sind die wirklich malerischen Landstriche und natürlich die Schräglagen- Strecken, die sich immer mal wieder durch die Endmoränen der Gletscher der letzten Eiszeit winden. Die unberührte Natur besticht obendrein durch ihre schlichte Schönheit, so wie es heute nur noch selten der Fall ist. Sehenswert ist außerdem die bekannte Müritz, welche Deutschlands größtes Binnengewässer darstellt. Sie umgibt sich mit unzähligen anderen Seen und Mooren im ganzen Land. Eine Menge kulturelle Sehenswürdigkeiten lassen sich in diesem Gebiet ebenfalls ausmachen, wie in unserem Fall beispielsweise die Gruft in Kampehl. Karten Marco Polo Karte Deutschland 02: Mecklenburg-Vorpommern, 1: 200.000. Das ist die Generalkarte für das Gebiet, besser geht es nicht. Bezug: http://karten.motorradundreisen.de

Übernachten Für diese Tour bietet sich die Übernachtung im M&R Hotel Gutshaus Büttnershof einfach nur an. Dieser findet sich mitten in der reizvollen Motorradregion zwischen Elbe und Havel sowie der Mecklenburgischen Schweiz. Der 250 Jahre alte und unter Denkmalschutz stehende Adelssitz der Familie von Katte von Lucke wurde stilgerecht und mit viel Liebe zum Detail zu neuem Glanz erweckt. Von hier aus laden tolle Strecken wie beispielsweise entlang der Müritzer Seenlandschaft oder in die Altmark zum Touren ein. M&R Gutshaus Büttnershof Dorfstraße 38, D-39606 Iden/ OT Büttnershof, Tel. +49(0)39390/81046, http://www.motorradmecklenburg.de

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Individuelle Termine für Gruppen sind immer möglich!

T ee r R u n t er vo m h o t t er ! c S w ir li eb en Begleitete Endurotouren für Motorräder mit Straßenzulassung, wie BMW R 1200 GS, Africa Twin, Varadero...: Wir zeigen Euch die Lüneburger Heide auf Straßen und Wegen, die selten geteert sind. Unsere Schotter-Touren finden übrigens bei jedem Wetter statt! Es ist natürlich zwingend erforderlich Motorradschutzbekleidung zu tragen und die Motorräder müssen technisch einwandfrei sein. Außerdem empfehlen wir, dass man immer genug zu trinken dabei hat. Wir starten täglich nach dem Frühstücksbuffet und sind dann zum Abendessen (leckere Menüs oder deftige Grillabende) wieder im M&R Hotel Helms.

Enduro Wochenenden 29.-31.03.2013 24.-26.05.2013 06.-08.09.2013 18.-20.10.2013

26.-28.04.2013 28.-30.06.2013 20.-22.09.2013

- 2 Übernachtungen / Frühstücksbuffett, Abendessen, Sauna & Solarium kostenlos. Jeder Teilnehmer erhält dazu ein M&R Coolshirt gratis. Begleitete Schotter-Tour am Samstag.... ab 169,-- Euro pro Person.

Kreta-Touren

Programm: 1. Tag - Wir holen Sie persönlich am Flughafen ab und bringen Sie in unser Basis-Hotel***. 2. Tag - Tour 1: Nach dem Frühstück geht’s zum Hochplateau von Lassithi - eine Ausfahrt mit Serpentinen und Kurven ohne Ende. 3. Tag - Tour 2: Über Heraklion fahren wir via Anogia ins Hochgebirge zum Nida-Plateau. Bei guter Sicht kurven wir zu einer Sternwarte und schießen unglaubliche Urlaubsbilder. Weiter geht es auf einer traumhaften Off-Road Strecke nach Zaros am See, wo man Fisch nicht frischer bekommen kann. Super Lecker! 4. Tag - Tour 3: Heute geht es quer über die Insel entlang der Messaraebene und durch die Schlucht von Tripti (Geheimtipp) zum tollen Strand von Matala, der Mitte der 1960er Jahre durch Hippies bekannt wurde. George Harrison war auch da. Badehose nicht vergessen. 5. Tag: Jeder kann die Insel auf eigene Faust mit dem Motorrad erkunden. 6. Tag - Tour 4:Heute fahren wir nach Agios Nikolaos. Im schönen Hafen von Agios legen wir unsere erste Pause ein. Weiter geht es auf der nördlichen Küstenstraße. Am schmalsten Punkt von Kreta queren wir die Insel zur Südseite. In Koutsouras proben wir den Einkehrschwung. Anschließend kurven wir weiter in

Richtung Sitia und nehmen die Rückfahrt an der Nordküste in Angriff. 7. Tag - Tour 5: Heute kurven wir über Lassithi zur Südseite von Kreta. Eine tolle Serpentinenabfahrt führt in das kleine Dorf Tsoutsouros. Von hier aus geht es auf der Küstenstraße weiter nach Keratokambos, wo man wenig Touristen trifft, dafür aber lange Sandstrände findet. Hier können wir uns am Strand für die Heimreise am nächsten Tag fit machen.

Kreta All In Moto-Week

Hin- und Rückflug Deutschland / Schweiz. • inkl. 7 Übernachtungen (all inclusive) in unserem • Basis-Hotel ***. • 6 Tage Leihmotorrad inkl. Vollkasko (€ 500,-- Selbstbeteiligung), alle gefahrenen Kilometer, Reparaturservice. • 5 geführte Motorradtouren mit erfahrenen deutschen Tour-Guides. Sie zeigen die schönsten Ecken der Insel. 1 Tag Mietmotorrad zusätzlich zur freien Verfügung. Preis ab 1.025,-- Euro. Infos & Buchungen unter: http://kreta.motorradundreisen.de Tel. +49/(0)5522/506484

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Lesertref fen Kreta - 15.04. - 22.04.2013 Preise & Buchung: Leistungen: - Flug ab/bis Deutschland/ Österreich/ Schweiz Preis Fahrer im DZ: 1198,-- Euro, Sozia: 849,-- Euro, EZ-Zuschlag: 99,-- Euro - 7 Übernachtungen im 4* Hotel - All Inclusive Exklusive: Benzin, Speisen und Getränke während der Tour - 6 Tage Mietmotorrad Unverbindliche Buchungsanfragen unter: http://www.kreta.motorradundreisen.de - 4 geführte Tagestouren - Flughafentransfer oder telefonisch (Mo-Fr: 9-17 Uhr): +49/ (0)5522/ 506484

SAISONSTART & FRÜHLINGSAUFTAKT in der PFALZ Angebotszeitraum: Mitte März bis Ende April 2013 Hol das Motorrad raus....die Mandelbäume blühen! Leistungen: • Begrüßungsgetränk • Übernachtung • Frühstücksbuffet • 3-Gang Verwöhn-Menü • 1 x begleitete Tour und heiße Kurven durch den Pfälzer Wald bis in die nördlichen Vogesen • Roadbooks und GPS Daten für weitere Traumtouren • Nutzung der Sauna, Infrarot-Wärmekabine und Solarium • Bademantel und Saunatücher für die Dauer des Aufenthaltes. Preis pro Person / Doppelzimmer: 2 Nächte: 128,-- Euro • 3 Nächte: 177, -- Euro • 4 Nächte: 236, -- Euro (außer Ostern. Info: M&R-Waldhotel Eisenberg, Martin-Luther-Str. 20, D-67304 Eisenberg, Tel. +49/(0)6351/124703, info@motorradhotelpfalz.de, http://www.motorradhotelpfalz.de

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Wichtig! - Fotoapparate oder Videokamera nicht vergessen,es lohnt sich!

Enduro Wochenende Lueneburger Heide


Hand-Made in Germany

Kaiman-Motorradstiefel

rraditionell fertigt die Firma Bergmann schon seit den Zeiten Napoleons Stiefel und Schuhe, die besonderen Anforderungen unterliegen. Der französiche Kaiser ließ hier Ende des 18. Jahrhunderts seine Soldaten mit Schuhen ausstatten. Bergmann ist aktuell auch der wichtigste Schuhlieferant der Bundeswehr. Man arbeitete in Sachen Entwicklung stets eng zusammen und so entstand unter anderem ein Einsatzstiefel, der auch ohne Membrane außerordentliche Werte bezüglich der Wasserdichtigkeit aufweist. Der Verzicht auf Membrantechnik erlaubt es dabei, das Innenfutter unabhängig von den technischen Vorgaben der Membranhersteller zu wählen. Durch die Kombination von atmungsaktiven und wasserdichten Oberleder mit hochwertigem Futterleder und speziellen Polsterschäumen wird ein perfektes Fußklima sowie ein bemerkenswerter Tragekomfort erreicht. Die anspruchsvolle Kundschaft der Armee fordert dabei höchste handwerkliche Präzision unter Einsatz effizienter Fertigungsverfahren. Beste Vorraussetzung, um auch andere hochwertige Stiefel zu produzieren. Ende des letzten Jahrhunderts beschloss die Geschäftsführung, dieses Wissen für die Fertigung einer neuen Generation Motorradstiefel zu nutzen: Ein wasserdichter Stiefel, der im Winter wie Sommer zu tragen ist und mit dem man sich auf dem Motorrad genauso wohl und sicher fühlt, wie auf einem längeren Spaziergang. Zusammen mit dem Lederhersteller verbesserte man nochmals die Hydrophobierung, eine besondere Behandlung des Leder, das für deren wasserabweisende Eigenschaften sorgt. Für die Fertigung der Stiefel kommen übrigens nur zertifizierte Ledersorten zum

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Einsatz, deren humanbiologische Eignung und Hautverträglichkeit - anders als bei Leder voll giftiger Chemie aus Übersee - erwiesen sind. Eigens für die Motorradstiefel wurden Leisten neu entwickelt. Der Leisten ist für das Design und die Passform des Stiefels ausschlaggebend. Motorradstiefel haben eine schmale Gestalt, müssen aber auch breiteren Füßen genügend Raum bieten, um bequem zu sein. Die Stiefel werden in Deutschland nach Kundenmaßvorgaben gefertigt. Das handwerkliche KnowHow ermöglicht eine Anpassung des Stiefels an persönliche Passformerfordernisse. Die Einführung der Motorradstiefel unter dem Markennamen „Kaiman“ erregte 1994 viel Aufsehen. Er wurde in einem Test als der „Rolls-Royce“ der Motorradstiefel bezeichnet, wobei der Preis aber marktüblich ist. Der Markenname Kaiman steht für die Verwendung natürlicher Materialien und für die besondere Stärke, die Sicherheit und Langlebigkeit garantiert. Der Kaiman-Träger weiß: Ein Kaiman-Stiefel ist keine Regalware, was auch durch die fortlaufende Seriennummer unterstrichen wird. Außerdem besteht für diese Stiefel ein Werks-Reparaturservice für Sohlen und kleinere Beschädigungen. Fazit: Ein Kaiman Stiefel dürfte das Beste sein, was man an den Fuß bekommen kann. Info: www.shop.motorradundreisen.de.


M&R Hotels SCHLESWIG HOLSTEIN M&R Hotel Wikinger Hof Jörn Groth, Tetenhusener Chaussee 1, D-24848 Kropp, Tel. +49/(0)4624/700.

THÜRINGER WALD -M&R-Hotel Rennsteig Christel Lyhs, Am Badehaus 1, D-98666 Masserberg, Tel. +49/036870/80.

LÜNEBURGER HEIDE - M&R Hotel Helms Manfred Helms, Ortsteil Altensalzkoth 7, D-29303 Bergen, Tel. +49/05054/8182.

ERZGEBIRGE & BÖHMEN M&R-Panorama Hotel Oberwiesenthal Harry Meinel, Vierenstraße 11, D-09484 Kurort Oberwiesenthal, Tel. +49/037348/780.

MECKLENBURGISCHE SCHWEIZ / HAVEL / ELBE - M&R Gutshof Büttnershof Bernd Prüfert, Dorfstraße 38 D-39606 Iden / OT Büttnershof, Tel. +49/(0)39390/81046.

ZITTAUER- & RIESENGEBIRGE M&R-Hotel Riedel Olaf Riedel, Friedensstr. 23, D-02763 Zittau, Tel. +49/03583/6860.

HARZ - M&R Hotel Sauerbrey Fritz Sauerbrey, Friedrich-Ebert-Str. 129 D-37520 Osterode, Tel. +49/05522/50930. PFÄLZER WALD / HUNSRÜCK / MOSEL M&R-Waldhotel Eisenberg Claus Kunhardt, Martin-Luther Str. 20, D-67304 Eisenberg, Tel. 49/06351/124703. ALLGÄUER ALPEN - M&R-Landhotel Adler Maria Platz, Illerstr. 10, D-87448 Waltenhofen-Martinszell, Tel. +49/08379/920700.

INFOS & PROGRAMME: http://www.motorradundreisen.de

OSTHARZ & SAALE / UNSTRUT M&R A.L. Hotel Fünf Linden Armin Loos, Schulplatz 5, D-06536 Südharz / OT Wickerode Tel. +49/(0)34651/350.

WERRATAL / HOHER MEISSNER Landhotel Fasanenhof, Axel Schroth, Hasselbach 28, 37296 Ringgau-Datterode Tel. +49/ (0)5658/ 1314

WESTERWALD - M&R-Hotel Rückert Patrick Rückert, Erbacher Str. 8, D-57647 Nistertal, Tel. +49/02661/2424.

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SCHWÄBISCHE ALB M&R-Hotel Park-Hotel Ilshofen Ronny Mechnich, Parkstr. 2, D-74532 Ilshofen, Tel. 49/(0)7904/7030.

SÜDTIROL / DOLOMITEN - M&R-Hotel Florian Armin Pedevilla, Ruacia Str. 25, I-39048 Wolkenstein - Gröden, Tel. + 39/0471/792040.

NORDTIROL & OBERBAYERN M&R Gasthof Sonnleiten, Melanie Koidl, Dorf 23 b, A-6260 Bruck am Ziller, Tel. +43/(0)5288/72378. PIEMONTEM&R-HotelCastellodiSantaVittoria Karin Diehl, Via Cagna, 4, I-12069 Santa Vittoria d’Alba, Tel. +39/0172/478198.

SÜD-SCHWARZWALD & NORD-SCHWEIZM&R Hotel Sonnenhof & Sonnhalde Ulrich Blatter, Schwarzwaldstr. 9, D-79777 Ühlingen-Birkendorf, Tel. +49/07743/92010.

BAYERISCHER WALD M&R- Hotel Bernrieder Hof Ludwig Schwindl, Bogener Straße 9, D-94505 Bernried, Tel. +49/09905/74090.

TIROL / ENGADIN - M&R-Hotel Sonne Peter Senn, Stuben 299, A-6542 Pfunds, Tel. + 43/(0)5474/5232.

SARDINIEN - M&R Hotel Cardedu Loc. Su Scusorgiu s.n., I- 08040 Cardedu, Tel. +39/320/7086293. GROSSGLOCKNER - M&R-Hotel Sonnegg, Antonia & Georg Fresacher, Iglsbergweg 552, A-5753 Saalbach, Tel. +43/(0)6541/7142.


MADEIRA - M&R Station Madeira Magoscar Lda, Ekkehard Kutz, Apartado 46 , P-9126-909 Caniço, Tel. + 351/(0)291/934818.

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Impressum/Vorschau

Motorrad & Reisen

Das Allerletzte

Herausgeber & Chefredakteur Frank Klose E-Mail redaktion@motorradundreisen.de Internetredaktion E-Mail webmaster@motorradundreisen.de Leserservice & Abo Christian Warnat, Tel. 05522/506484, E-Mail abo@motorradundreisen.de Fotos M&R-Archiv, Dr. Dietrich Hub, Frank Klose, Nick Lass, Werkfotos. Ständige Mitarbeiter Olaf Braun, Rudi Malis, Ekkehard Kutz (Madeira), Jost G. Martin, Hubert C. Schmidt (USA), Christina Schnell (Korrektorat), Luisa Uhe (Auszubildende), Nils Zschage (M&R TV), Stefan Wallis (Kommunikation) Marketing & Anzeigen Frank Klose (Leitung), Für “M&R” gilt die Anzeigenpreisliste 5 vom Januar 2012.

... ja, wie nun: Motorräder kaputt?

Vorschau Heft 02/13: erscheint am 25. Januar 2013

Das ultimative Motorradparadies Am Mittelmeer entlang

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Verlag Motorrad & Reisen Verlag UG (haftungsbeschränkt) Geschäftsführer: Alexander Klose Obere Harzstr. 28, D-37520 Osterode-Lerbach, Tel. 05522/506484, Fax 05522/3191526, http://www.motorradundreisen.de HRA B 201594 Registergericht Göttingen UST-IDNr.: DE 249458981 Druck Möller Druck & Verlag GmbH, Berlin Preis Einzelpreis: 2,45 Euro / mit DVD 4,95 (D) Jahresabonnement: 12 Ausgaben, davon 6 Ausgaben mit DVD Euro 37,50

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M&R wird in Deutschland hergestellt und gedruckt.

Der Nachdruck - auch auszugsweise, Vervielfältigungen auf fotochemischem, mechanischem oder digitalem Wege, ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Gerichtsstand ist Osterode. Die Redaktion freut sich natürlich über jede Einsendung, kann aber für unverlangt eingesandte Texte, Fotos & Videos keine Haftung übernehmen. Eine Rücksendung ist auch nur möglich, wenn ein frankierter und adressierter Rückumschlag beiliegt. M&R - Osterode-Lerbach

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