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Schweizer Landtechnik

November 2013

AGRITECHNICA Neuheiten im Spiegel der Firmen Gezogene Scheibenmähwerke Gold– und Silbermedaillen Fahrbericht: Rigitrac SKH 75 Sicherheit: Kippgefahr bei Traktoren


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Landtechnik 89x128.indd 5

16.07.2013 15:49:31


Editorial • Inhalt November 2013   n

Editorial

Ueli Zweifel

«Dieseleffizienz gestern – heute – morgen» So lautet der Titel zu einem Referat, das der Kölner Landtechnikprofessor Till Meinel an der Agritechnica vor versammelter Landtechnikfachpresse halten wird. Das Thema hat tausenderlei Aspekte, wenn man an die perfektionierten Elektronik- und Einspritzsysteme samt peripheren Motoraggregaten denkt, die den Zielkonflikt von minimiertem Schadgasausstoss und bestmöglicher Betriebsstoffeinsparung (Diesel und AdBlue) aufheben werden. Der Professor wird sicher auch auf die Nutzung der fossilen Energie via Stromgenerator auf Traktoren eingehen und das ganze Feld einschlägiger Informatiksysteme beackern, die viel mehr steuern und regeln können als jedes Menschenhirn, obwohl es ohne dieses nicht geht – inklusive Herz und Hand. Kommt hinzu, dass neuerdings ­Rechnerkapazitäten dazu genutzt werden, um Gutflüsse, hinuntergebrochen auf einzelne Samenkörner oder auf die Aggregate der Ackerkrume, gestochen scharf abzubilden. Ziel ist es, noch bessere, d.h insbesondere auch Kraftstoff sparendere Arbeitswerkzeuge zu bauen (man beachte dazu Artikel auf Seite 52). Die Agritechnica-Besucher können an verschiedenen Forumsveranstaltungen teilnehmen, auf denen Landtechnik – Gegenwart und Zukunft – erklärt und hinterfragt wird (www.agritechnica. com/Fachprogramm). Einschlägige Firmenberichte (ab Seite 6) und vor allem die Agritechnica-Neuheiten (ab Seite 36) sind die Vorboten dazu.

n Markt 4 Aktuelles 6 Kuhn’sche Innovationskraft 10 Fendt: Hochvolt-Schnittstelle und neue Hydraulikkupplung 13 Fella-Neuheiten in der Grünfutterernte 14 Claas: eigenes EQ-200-Getriebe für die neuen Arion 600/500 CMATIC 15 Trend zu effizienteren Schneepflügen 18 Rotierende Räumgeräte für grosse Schneemassen n

Impression

23

Fahrbericht «Rigitrac SKH 75»

14

23 n Wissen 26

Wetter – Witterung – Klima: Wetterkunde, Teil 1

n Management 30 32

Mit Salz und Zucker gegen vereiste Strassen Frontlader versus Teleskoplader

n Plattform 36 Agritechnica-Neuheiten 44 Kuhn Group: gezielte Akquisitionen 46 60 Jahre AD. Bachmann AG 47 SVLT-Fach- und Ferienreise nach Chile BUL-Kurs «Profis fahren besser» 48 Selbstfahreinrichtung für Obstanlagen 50 Mechanisiertes Lauchernten 51 Zwei Deutz-Fahr Agrotron im Winterdienst 52 Diesel sparen bei der Bodenbearbeitung

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n Sicherheit 56

Kippgefahr bei Traktoren richtig einschätzen

n Passion 61

Geschäftspartner auf Augenhöhe

n SVLT 64 Sektionsnachrichten 66 CZV-Kursangebote 68 Fahrkurs G40 69 Grundkurse für Staplerfahrer 70

Impressum

Ausgabe Nr. 12 erscheint am 12. Dezember 2013 Titelbild: Demnächst ist es wieder so weit: Agritechnica stillt den Landtechnikhunger (Bild: Ueli Zweifel)

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n  Markt | Aktuelles

Agromont AG in Hünenberg Grosse Hausausstellung 15.–17. November 2013, täglich von 10.00–16.30 Uhr www.agromont.ch Zu besichtigen ist das gesamte Reformpro­ gramm für die Berglandwirtschaft und den Kommunalsektor. Im Zentrum stehen der neue Transporter Muli T10 X mit 109  PS Motorleistung und Kippkabine sowie der neue Zweiachsmäher Metrac H7 SX, das kompakte Powerpaket mit 70 PS. Bei den Einachsern hat der neue Hydromä­ her Reform RM 25 mit elektrohydraulisch verstellbarer Antriebsachse Premiere mit den Lenkoptionen Handhebel-, Aktivoder Zero-Turn-Lenkung. Es bietet sich die Möglichkeit, die Fahrzeu­ ge Muli, Metrac und Mounty Probe zu fahren.

Faresin Italien, hier ein internationales Pressemeeting, expandiert auf dem Weltmarkt und erhöht die Produktivität. (Bild: Faresin)

Faresin Italien: grosse Investitionen und viel Forschung Faresin hat über 2,5 Millionen Euro in den Jahren 2009–2012 für Forschung und Entwicklung investiert, dazu fast 10 Millionen Euro zur Erhöhung der Produk­tionskapazität des Betriebes mit innovativen Technologien.

3 Produktionslinien auf einer Gesamtfir­ menfläche von über 24 000 Quadratme­ tern. Der Betrieb beschäftigt 150 haupt­ sächlich junge Menschen mit hoher Schulbildung.

Umsatz seit 2009 verdoppelt Die Firmenstruktur von Faresin Industries, Gesellschaft der Familie Faresin mit Fir­ mensitz und Produktion in Breganze (Vi­ cenza), ist eine Realität, welche sich in den letzten Jahren auf dem Weltmarkt expandiert und gleichzeitig die Produkti­ vität erhöht hat. Der neue Muli T10 X mit Kippkabine und 109 PS Motorleistung

5 Werke mit 3 Produktionslinien Im Raum Breganze konzentriert, betreibt Faresin Industries heute 5 Werke mit

Der Umsatz wurde seit 2009, als sich die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise 2008 bemerkbar machten, bis heute ver­ doppelt; das Ziel des Jahresumsatzes von 40 Millionen Euro dürfte bis Ende 2013 erreicht werden, was ein Plus von rund 20% bezüglich des Vorjahres wäre. Und aller Voraussicht nach dürfte sich der Gewinn in den nächsten fünf Jahren, auf jeden Fall bis Ende 2017, nochmals ver­ doppeln.  mgt.

Universität Hohenheim und Agroscope: Kooperationsvertrag unterzeichnet Der neue RM 25 überzeugt durch einfache und sichere Bedienung.

Berufsweg und Karriere Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesell­ schaft) bietet aufgrund der grossen Nachfrage in den vergangenen Jahren auch 2013 auf der Agritechnica wieder ein umfangreiches Infor­ mations- und Beratungsangebot für den Be­ rufsnachwuchs an. Über den Young Farmers Day hinaus können sich junge Nachwuchskräf­ te vom 11. bis 16. November rund um die Themenfelder «Bewerbung», «Berufsweg» und «Karriere» ausführlich kundig machen. Anlaufstelle ist der DLG-Stand im Pavillon 35 auf dem Messegelände in Hannover.  dlg.

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Von den natürlichen Standortbedingungen her sind sich die Landwirtschaft in der Schweiz und jene in Süddeutschland sehr ähnlich. Mit einer feierlichen Vertragsunterzeichnung beschlossen die Universität Hohenheim und Agroscope, die Zusammenarbeit künftig deutlich zu vertiefen. Inhaltlich werden die Partner nach kon­ kreten Lösungen für die Landwirtschaft beider Länder suchen. «Die Schweiz und Süddeutschland teilen einige recht an­ spruchsvolle Herausforderungen», erklärt Dr. Stephan Pfefferli, Kooperationsbeauf­ tragter von Agroscope. «Dazu gehören hohe Produktionskosten, kurze Vegeta­

tionsperioden, hohe Anteile an absolutem Dauergrünland, mittlere bis geringe Erträ­ ge, extensive Tierhaltung, Erschwernisse bei der Mechanisierung sowie ökologi­ sche Auswirkungen der Landwirtschaft.» Neben gemeinsamen Forschungsprojek­ ten planen die Partner auch den Aus­ tausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie von Studieren­ den, gemeinsame Lehrveranstaltungen und Symposien sowie die gemeinsame Betreuung von Abschlussarbeiten. Den Mitarbeitenden von Agroscope bie­ tet die Universität auch die Möglichkeit zur Weiterbildung, zur Promotion und Habilitation bis hin zur Beschäftigung in Ehrenprofessuren an, heisst es in einer Mitteilung. pd.


22.–24. November 2013, Messe Luzern

Sonderschau Milchproduktion heute Erstmals in der Schweiz: Melkroboter mit Kuhherde

Sonderschau Energie zum Thema «Energie auf dem Bauernhof»

• 180 Aussteller • Umfangreiche Tierausstellungen • Fachforen zu aktuellen Themen • Innovationswettbewerb «Neuheiten für die Zukunft»

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n  Markt | Neuheiten

Die Altis 2002 besitzt ein neues Gestänge, das sich diagonal seitlich an der Spritze klappen lässt. Damit ragt es beim Transport nicht über den Traktor hinaus. (Bilder: Werkbilder/ Dominik Senn)

Kuhn’sche Innovationskraft Kuhn hat im Sinne einer seiner Firmenstrategien, der kontinuierlichen Produktinnovation (siehe Plattform > Hintergrund), auf die Agritechnica hin zwei Dutzend Neuheiten auf den Markt gebracht. Die Schweizer Landtechnik konnte sie an einem Pressemeeting in Saverne (F) im Einsatz erleben. Dominik Senn Das beste Beispiel Kuhn’scher Innovationskraft ist die Entwicklung der neuen, hoch verdichtenden Packenpresse LSB 1290 iD (intelligent Density), die durch das Doppel-Presskolbensystem deutlich weniger Antriebsleistung bei gleicher Pressdichte benötigt. Für das TwinPactSystem (geteilter Presskolben) ist er von der DLG-Neuheitenjury als AgritechnicaNeuheit mit einer Silbermedaille ausgezeichnet worden (siehe weitere Beiträge in diesem Heft).

mit wartungsfreien Optidisc-Mähbalken und Überlastsicherung Protectadrive ausgestattet. Sie erzielen 9,9 m Mähbreite. Die bisherigen Modelle bringen es auf 8,1 und 8,8 m.

Die Arbeitsbreite der FC 3525 beträgt 3,5 m. Das Mähgut kann entweder breit oder zwecks Anpassung an die Spurweite des Traktors auf ein Schwad mit flexibler Breite, aber nicht unter 1,30 m, abgelegt

9,9 m Mähbreite An der Kuhn-Pressekonferenz im französischen Saverne (F) präsentierte und demonstrierte – unter anderen – Verkaufsspezialist Klaus Bastian weitere Agritechnica-Neuheiten. Bei der Futter­ ernte hat Kuhn sein Angebot an Dreifach-Mähkombinationen um das Modell FC 3525 im Frontanbau und FC 10030 im Heckanbau erweitert, beide 6

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Die Dreifach-Mähkombinationen FC 3525 im Frontanbau und FC 10030 im Heckanbau sind mit wartungsfreien Optidisc-Mähbalken und Überlastsicherung Protectadrive ausgestattet.


Neuheiten | Markt   n

werden. Die FC 10030 besitzt zwei Mäheinheiten mit je 3,5 m Arbeitsbreite. Der Abstand zwischen den beiden hinteren Mäheinheiten kann variiert werden. Er ermöglicht die Gesamtarbeitsbreite von 9,5 bis 9,9 m, was eine genügende Überlappung gewährleistet. Deren Bereich kann während der Fahrt verstellt werden. Diese Mähknickzetter-Kombination ist mit einem Rotor mit beweglichen Stahlfingern für die Futteraufbereitung ausgestattet. Die Aufbereitungsintensität kann sowohl durch die Rotordrehzahl als auch über ein verstellbares Leitblech angepasst werden, sagte Klaus Bastian. Die Maschine ist mit dem Messer-Schnellwechselsystem, einem wartungsfreien Mähbalken, der Überlastsicherung der Scheiben-Antriebsnaben und einem riemenlosen Aufbereiterantrieb über das Getriebe ausgerüstet.

In der Schweiz gefragt

Master 3 Pflugbaureihe

Das Einstellen der Multi- und Varimaster-Pflugmodelle ist um hydraulische Funktionen erweitert worden.

Die Multi- und Varimaster-Pflugmodelle sind mit technischen Weiterentwicklungen ausgestattet, die auch auf dem Schweizer Markt Anklang finden werden. Allen voran wurde die Einstellung der Pflüge mit hydraulischen Funktionen erweitert. Auch die Leistungsaufnahme wurde erhöht. Bei der Baureihe Master 3 wird per Fingertipp der Pflug an die aktuellen Einsatzbedingungen ange-

Eine hohe Flächenleistung ist besonders in der Schweiz durch oft schnellen Wetterumschwung äusserst gefragt. Wie Klaus Bastian sagte, steigen deshalb hier die Verkaufszahlen der Doppelschwader stetig. Die besonderen topografischen Bedingungen machten aber auch besondere Ausstattungen zur Pflicht, sagte er weiter: «Kuhn hat dem neuen GA-8030-Seitenschwader drei solche Ausstattungen verpasst, welche diesen Anforderungen entsprechen: Erstens durch Stabidrive, das heisst hangstabiles Fahren durch Schwer-

punktverlagerung dank spezieller Unterlenkeranhängung mit geneigter Schwenkachse, zweitens durch Stabilift, das heisst Kreiselfixierung zum Absenken der Kreisel ohne Einstechen der Zinken, und drittens die Arretierung im Vorgewende.»

Der GA-8030-Seitenschwader ist dank hoher Flächenleistung in der Schweiz gefragt.

Die neue Säkombination CSC 6000 besitzt einen abnehmbaren Transportrahmen.

passt. Dazu gibt es eine neue Funktionsvorwahl für 2, 3, 4 oder 5 Funktionen, eine neue hydraulische Neigungseinstellung und das neue hydraulische Tiefenregulierungsrad HD-Tronic mit Anzeige der Arbeitstiefe in der Kabine. Die neue Baureihe, so Klaus Bastian, umfasst zwei- bis siebenfurchige Modelle, die an alle konventionellen Traktoren von 40 bis 385 PS angebaut werden können.

Die Arbeitsbreiten sind beeindruckend: Der GA 8030 kann einen 7,3 m breiten Streifen in einer Überfahrt sowie einen fast 14 m breiten bei Hin- und Rückfahrt auf ein einziges Schwad legen oder 8,3 m Arbeitsbreite auf zwei Schwade ablegen. Das neue Modell besitzt zwei Kreisel mit einem Durchmesser von je 3,4 m und 12 Zinkenarmen. Die Maschine ist auch in Transportstellung weniger als 4 m hoch. Optional kann die Arbeitshöhe hydraulisch von der Traktorkabine aus eingestellt werden. Daneben hat Kuhn sein Angebot an aufgesattelten Kreiselschwadern mit grossen Arbeitsbreiten und mittiger Schwadablage um ein neues Modell, den GA 9531 mit 8,4 und 9,3 m Arbeitsbreite, erweitert.

Neuheiten in der Sätechnik

Der aufgesattelte Kreiselschwader mit mittiger Schwadablage: GA 9531.

Der Mähausleger ProLonger telescop GII mit 7,4 m Reichweite.

«Einsatzvielfalt und hohe Flächenleistung», so Klaus Bastian, versprechen die neuen Sä- und Düngewagen TT 3500 und TT 6500 (bezeichnen die Behältervolumen in Liter). Sie sind für den Transport und die Dosierung von Saatgut und Dünger vorgesehen. Der Heck-Anbaupunkt der Kategorie 3 kann durch das Ankuppeln einer Seedflex-Säschiene zur 11 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Markt | Neuheiten

Neues bei den Kuhn-Feldspritzen Kuhn baut auch im Bereich Feldspritzen sein Angebot kontinuierlich aus. Resultat: Die neue Anhängespritze Metris 3200 erreicht jetzt eine grössere Zielgruppe. Bis heute war sie mit 4100 l und Aluminiumgestängen mit 18 bis 36 m erhältlich. Neu ist die Aufwandmenge geringer, 3200 l, dafür das Gestänge breiter, über 30 m, und wahlweise mit oder ohne Achsfederung bzw. mit oder ohne Haube als Verkleidung. Möglich sind GPSgesteuerte Teilbreitenschaltung und E-set, die vollständige automatische Reinigung der Maschine von der Traktorkabine aus.

Bei der neuen Anhängespritze Metris 3200 ist die Aufwandmenge geringer, 3200 l, dafür das Gestänge breiter.

Schwerpunkt wird verlagert Als Weiterentwicklung der Feldspritze Altis ist die Altis 2002 neu mit einem Behältervolumen von 2000 l verfügbar. Sie besitzt ein neues Gestänge, das sich diagonal seitlich an der Spritze klappen lässt. Damit ragt es beim Transport nicht über den Traktor hinaus, und

der Schwerpunkt wird nach vorne verlagert. Völlig neu überarbeitet hat Kuhn das Angebot an Fronttanks und bringt eine Frontanbauspritze PF mit 1000 oder 1500 l plus Spülbehälter von 190 l auf den Markt. Sie lässt sich getrennt oder in Kombination mit

Aussaat von Getreide, aber auch zur Ausbringung von Dünger mit einer Maxima- oder Planter-Einzelkornsämaschine genutzt werden. Der TT 3500 hat ein elektrisch angetriebenes Dosierorgan und eignet sich für Säschienen oder Einzelkornsämaschinen bis 6 m Arbeitsbreite, der TT 6500 hat zwei und bedient bis 9 m Arbeitsbreite. Zur Ausrüstung gehören unter anderem eine Zwillingsbereifung, eine Belade-/Entladeschnecke, Traktorkupplungen und ein Gebläseantrieb. Für noch intensiveren Rüben-, Mais- und Sonnenblumenanbau auf Grossbetrieben bietet Kuhn neu die Einzelkornsämaschine Planter 3 TRS mit 12 m Arbeitsbreite an, die mit einer Traktorleistung von nur 120 PS auskommt. Einsetzbar ist diese Maschine 24-reihig (bei Reihenab-

ständen von 45 oder 50 cm) und 16-reihig (bei Reihenabständen von 70, 75 oder 80  cm). Die Zellenraddosierung erlaube eine präzise Ausbringung der unterschiedlichsten Saatgutarten wie Raps, Senf, Rüben, Mais, Sonnenblumen, Kürbis usw., sagte Klaus Bastian. Die neue Säkombination CSC 6000 ist von Kuhn im Hinblick auf Kundenanforderungen bezüglich Aussaatqualität entwickelt worden. Verbunden mit dem Fronttank TF 1500 (mit Frontpacker zur Rückverfestigung oder mit Tragrahmen für Ballast) mit einem Behältervolumen von bis zu 2000 Litern, gewährleistet sie eine hohe Flächenleistung. Diese Kombination ist mit einer klappbaren Kreiselegge HR 6004 DR ausgerüstet, die dank eines integrierten Ölkühlungssystems für

Die Kombi-Tiefgrubber Performer 4000 (Bild) und 5000 ermöglichen in einer Überfahrt die Bearbeitung nach der Ernte von flach bis tief.

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einem Heckgerät einsetzen. Zwei verschiedene Produkte können angemischt und transportiert werden, wichtig für den Gemüsebau und insgesamt eine günstige und praktische Alternative zu Anhängespritzen und Selbstfahrern.

eine maximale Traktorleistung von 350 PS ausgelegt ist. Neu an der Säkombination ist auch der abnehmbare Transportrahmen. Er ermöglicht die Einhaltung der maximal zulässigen Belastung der Traktorhinterachse genauso wie des erlaubten Gesamtgewichts des Traktors, indem er einen Teil des Gewichtes der Säkombination beim Transport abstützt. Dank eines halbautomatischen Kupplungssystems kann er äusserst einfach abgebaut werden, wie eine Demonstration auf dem Feld bewies.

Neu in Bodenbearbeitung Mit den neuen Kombi-Tiefgrubbern Performer 4000 und 5000 erweitert Kuhn sein Angebot an Geräten für die

Die gezogenen dreibalkigen Zinkengrubber Cultimer L (hier der 4000er) eignen sich für flache, mittlere und tiefe Bearbeitung bis 35 cm.


Neuheiten | Markt   n

Bedienungserleichterungen

Die Bedienkonsole Quantron S2 auf pneumatischen Drillmaschinen hat ein neues Farbdisplay.

In Sachen Bedienungserleichterungen hat Kuhn mehrere neue Angebote entwickelt, in erster Linie die Kuhn I-tech, eine Maschinendatenbank, die dem Händler die Inbetriebnahme, die Wartung und die Reparatur der Maschinen schneller erledigen lässt. Durch die geleitete Fehlersuche, die ausführlichen Reparaturanleitungen und Schaltpläne lassen sich auch komplexe Maschinen und Funktionsabläufe leicht verständlich darstellen. Die Datenbank lässt sich offline und online nutzen. Neu ist auch die Bedienkonsole Quantron S2 auf pneumatischen Drillmaschinen mit einem neuen Farbdisplay und erweiterten Funktionen sowie der Möglichkeit der teilflächenspezifischen Steuerung der Aussaatmengen zu haben.

Die Einzelkornsämaschine Planter 3 TRS mit 12 m Arbeitsbreite kommt mit einer Traktorleistung von 120 PS aus.

konservierende Bodenbearbeitung auf 4 und 5 m Arbeitsbreite. Die Maschinen ermöglichen in einer Überfahrt die Bearbeitung nach der Ernte von flach bis tief. Das Einarbeiten von Stroh nach Körnermais gehört zu den Kernkompetenzen. Je nach Bodenbeschaffenheit ist der Einsatz auch nur mit Scheiben oder Zinken oder sogar ohne Walze möglich. Zur Ausrüstung gehören eine Knickdeichsel, zwei Scheibenkörper (10 cm Arbeitstiefe), vier Zinkenreihen (35 cm Arbeitstiefe), eine Reihe Einebnungsscheiben sowie die neue Walze HD-Liner 700. Alle Maschineneinstellungen erfolgen hydraulisch.

Die gezackten Scheiben der zwei vorderen Scheibenkörper bewirken eine intensive Nachzerkleinerung der organischen Masse einschliesslich des Wurzelwerks. Die Zinken sind in Abständen von 28 cm angeordnet. Die neue Walze HD-Liner 700 wurde für extreme Einsatzfälle konzipiert (hoher Anteil an Ernterückständen, klebrige Böden usw.). Durch ihr grosses Gewicht (225 kg/m) und ihr V-förmiges Profil kommt es zu einer tiefen Rückverfestigung des Bodens. Nicht verfestigte Bodenbereiche zwischen den Walzenelementen erlauben das Eindringen von Wasser. In diesem Jahr hat Kuhn die gezogenen dreibalkigen Zinkengrubber Cultimer L um die Modelle 4000, 5000 und 6000 erweitert. Die vielseitig einsetzbaren Geräte eignen sich für flache, mittlere und tiefe Bearbeitung bis 35 cm.

Verkaufsspezialist Klaus Bastian steht den Agrarjournalisten aus aller Welt Rede und Antwort.

Mulchen zur energetischen Nutzung An der Agritechnica zeigt Kuhn ein neuartiges Mulchgerät: Es zerkleinert nicht nur Pflanzenrückstände für eine einfachere Einarbeitung, sondern mulcht die Pflanzen, um sie danach zu ernten. «Damit passt das Mulchgerät WS 320 BIO sehr gut in die heutige Zeit. In nur einer Überfahrt werden die Pflanzen gemulcht und auf Schwad gelegt», hiess es dazu. Eine Förderschnecke sowie eine Öffnung hinten in der Mitte der Maschine sorgen dafür, dass die grob gemulchten Pflanzen zwischen den Traktorrädern zu einem Schwad zusammengelegt werden. Die Schwade können danach von einer Grosspackenpresse, wie etwa einer LSB, zu Ballen geformt werden. Geeignete Messer an der Ballenpresse zerkleinern das Mulchgut vor dem Pressen noch zusätzlich.

Neue Futtermischwagen Der an der Agritechnica ebenfalls erstmals zu sehende Futtermischwagen

Hohe Flächenleistung garantieren die neuen Sä- und Düngewagen TT 3500 (Bild) und TT 6500.

Der Futtermischwagen Profile 80 Compact verfügt über eine enge Spurweite.

Profile 80 Compact verfügt über eine enge Spurweite. Die Breite über die Rä­ deraussenkanten beträgt 1,85 m; sie wird erreicht durch die Anordnung der Räder unter dem Behälter. Futter wird dadurch auch in engen Ställen nicht überfahren. Es besteht die Möglichkeit des Heckaustrages in Stichfuttertischen, eine Neuheit, die auch auf dem Schweizer Markt Abnehmer finden wird. Das Behältervolumen ist für Tierbestände von 65 bis 150 Milchkühen gedacht. Mit Behältervolumen von 19, 22 und 25 m3 ergänzen die neuen selbstfahrenden Futtermischwagen SPW die bisherigen Modelle der Ausführung Compact (14, 16 und 18 m3) nach oben. Sie verfügen ebenfalls über zwei vertikale Mischschnecken. Die Modelle SPW wenden sich an Betriebe, die grössere Strecken zwischen verschiedenen Einsatzorten zurücklegen müssen, aber auch an Maschinengemeinschaften oder Lohnunternehmer. Zum leichteren Rangieren bei engen Raumverhältnissen kann der SPW auf Wunsch mit einem Allradantrieb ausgerüstet werden.  n 11 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Markt | Neuheiten

Allzwecktraktoren der Marke Fendt: kompakte Modelle der Serien 500 und 700 Vario mit der typischen Visio-Kabine.

(Fotos: Ueli Zweifel)

Neuer Anlauf beim ­Starkstrom-Equipment Der Maschinenfächer mit dem Fendt-Emblem und dem Dieselross wird breiter und breiter. Getreu den Fullliner-Strategien werden die Synergien im Agco-Konzern genutzt, um die Fendt-Kunden die vornehme Eleganz rund um die Premiumschlepper auch auf den Grossmaschinen von Mähdrescher und Feldhäcksler erleben zu lassen. Ueli Zweifel Von der interessierten Öffentlichkeit abgeschirmt, treiben die Ingenieure und Techniker am Standort Marktoberdorf die Weiterentwicklung des Fendt-Landtechnikprogramms voran. Was hier ausgeheckt wird, bleibt bis zur Erlangung der Marktreife geheim. Dann aber inszeniert das Unternehmen vor Ort seine Neuheiten an der alljährlichen Pressekonferenz – erst recht im Vorfeld der Agritechnica. Unter den Highlights, die Fendt in Hannover präsen10

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tiert, sind eine Hochvolt-Schnittstelle und eine neue Hydraulikkupplung besonders hervorzuheben. Was die Traktoren betrifft, zerstreute der Vorsitzende der Geschäftsleitung Peter Josef Paffen auf eine Journalistenfrage hin jegliche Gedanken, von der Grundausrichtung und gewissermassen dem Fendt-Markenzeichen abzuweichen, auf allen Traktoren stufenlose Getriebetechnologie zu verbauen. Insbesondere hätten die Flaggschiffe 936 und 828 je in

ihren Serien beim Treibstoffverbrauch gemäss DLG-Powermix als beste abgeschnitten. Die beiden grössten Serien bei Fendt standen an in Marktoberdorf und stehen sicher auch in Hannover nebst anderen Investitionen im Rampenlicht:

Noch sauberer, noch perfekter Um die bislang letzte Abgasstufe zu erfüllen, setzt Fendt bei den neuen 800er- und 900er-Modellen auf Deutz-Motoren mit SCR-Technologie, kombiniert mit einem


Neuheiten | Markt   n

Fendt stellt nebst dem Katana 65 die beiden neuen Feldhäcksler Katana 50 (500 PS) und 85 (850 PS V12-MTU-Motor) vor.

wartungsfreien, passiven Dieselpartikelfilter «Coated Soft Filter (CSF). Eine Doppelaufladung über zwei unterschiedlich grosse Turbolader optimiert bei den Schleppern der Königsklasse (Serie 800 und 900) den Treibstoffverbrauch im Niedrigdrehzahlbereich. Zudem wird mit einer erhöhten Motorkühlleistung, zusammen mit der «kennfeldgesteuerten AD-Blue-Einspritzung» ein wesentlicher Beitrag zum reduzierten Gesamtverbrauch von Treibstoff und AdBlue-Harnstofflösung geleistet. Das Vario-Getriebe seinerseits hat beim Überholen der Topmodelle in Sachen Robustheit und Wartungsfreundlichkeit zugelegt. Letztere kommt durch einen nochmals verbesserten Zugang zu den Aggregaten unter der nunmehr abschliessbaren Motorhaube zum Ausdruck. Ab dem 933 Vario (33 steht für 330 PS Leistung ) aufwärts trägt das verstärkte Innengehäuse zu einer grösseren Belastbarkeit ebenso bei wie ein neues Zylinderrollenlager an der Hydropumpe. Ein spezieller Wärmetauscher ermöglicht in Verbindung mit dem effizienteren Getriebeölkühler die Optimierung der Betriebstemperaturen mit positiven Effekten auf die Schmierfähigkeit und Lebensdauer.

Kabinenausstattung Die Fahrerkabinen zu allen Fendttraktoren werden im Fendt-Werk Asbach-Bäu-

menheim gebaut (wo wie in Marktoberdorf Millionen in neue Werksanlagen investiert worden sind) und auftragsgenau zu jedem Traktor an das Werk in Marktoberdorf geliefert. Dafür verantwortlich ist das bislang modernste alles umfassende Unternehmens-Informa­ tionssystem (SAP) in der Branche. Rund um die X5-Fahrerkabine, die u.a. auf den 800er und 900er aufgebaut wird, bietet Fendt ­zusätzliche Elemente für perfekte Arbeitsbedingungen an. Dazu zählen Bi-Xenon-LED-Fahrscheinwerfer mit Leuchtweitenregulierung und LED-Arbeitsscheinwerfer. Die Sichtverhältnisse werden unter schwierigen Bedingungen neuerdings durch eine Scheibenwischeranlage gewährleistet, die einen 300°-Winkel überstreicht und also die Klarsicht auch links und rechts der Motorhaube auf die Vorderräder offenhält. Zum gesteigerten Fahrkomfort gehören auch die Klimaanlage mit erhöhter Kühlleistung und gleichzeitig reduziertem Kraftstoffverbrauch sowie die optional erhältliche Überlagerungslenkung Vario­ Active, die mit halbierter Lenkradumdrehung beim Lenken ein Gefühl wie im Personenwagen bietet.

Variotronic Auch das Variotronic-Bedienkonzept mit der Integration aller Funktionen wie Schlepper- und Gerätebedienung, Kamerafunktion, Dokumentation und Spurführung hat durch innovative Weiterentwicklungen nochmals an Attraktivität und Vielfalt gewonnen. Es verfügt jetzt in der 10.4-B-Variante über Smartphone-Optik mit kratzfester Ganzglasfront, LED-Hintergrundbeleuchtung und deutlich verbesserter Lesbarkeit. Das Variotronic-Bedienkonzept wird als wesentlicher Baustein der aktuellen AGCO-Unternehmensstrategie FUSE bezeichnet. Damit soll der Datenaustausch zwischen den Kernmarken und auch die Neue 800 und 900 Vario werden optional mit einer voll in das Fahrzeug integrierten Reifendruckregelungsanlage «VarioGrip» ausgerüstet. Diese patentierte Konstruktion garantiert eine lange Lebensdauer und Einsatzsicherheit.

Mit dem Variotronic-Bedienkonzept verfolgt Fendt seine EIN-Terminal-Strategie. Von den Traktoren der Baureihen 500 bis 900 über die Katana-Feldhäcksler bis zu den Mähdreschern können alle Funktionen wie Einstellungen, Spurführung und Dokumentation über den gleichen Terminal eingegeben werden.

Vernetzung für den professionellen Wartungs- und Reparaturdienst sichergestellt und optimiert werden. FUSE hat auch zum Ziel, die Daten der verschiedenen Hersteller in einem System, beispielsweise AGCOmmand Telemetrie, zu vereinen. Ein anderes Beispiel ist die Entwicklung von Spurführungssystemen wie VarioGuide und AutoGuide 3000. Beide Systeme nutzen bereits heute das sogenannte RTCM3-Format als offenes Format, um RTK-Daten zu empfangen. Damit sind alle heutigen Spurführungssysteme von AGCO grundsätzlich in der Lage, RTKDaten offen und nicht herstellerspezifisch zu empfangen. Der Datenaustausch zwischen Schlepper und Anbaugerät basiert standardmässig auf ISOBUS. Dieser Standard wird von der gesamten Industrie permanent weiterentwickelt, um mehr und sichere Funktionen zu erhalten. Diese Weiterentwicklungen sind Bestandteil der FUSE-Strategie.

Grosserntemaschinen Die Mähdrescher der neuen Fendt X- und P-Serie sind die ersten Modelle, die ab nächstem Jahr mit einer Motorisierung nach den Vorgaben der Abgasstufe 4 zur Verfügung stehen. Ausgestattet mit 6und 7-Zylinder-Motoren sind die Mähdrescher Kraftpakete mit 379 PS (8380 P/AL), 404 PS (8410 P/AL) oder 496 PS (9490 X/ AL). Während die Mähdrescher von Fendt im AGCO-Werk in Breganze (I) gebaut werden, kommen die Katana-Feldhäcksler aus dem Agco/FendtWerk in Hohn­ mölsen bei Leipzig. Vorerst in Deutschland und dann auch in Frankreich laufen die ersten KatanaFeldhäcklser vom Typ 65. Dem Vernehmen nach stehen immerhin ca. 120 Ma11 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Markt | Neuheiten

Vom Iso-Bus zum Power-Bus

Hydraulische Kupplungssysteme für die Kraftübertragung sind seit den 1980er-Jahre Stand der Technik. Nachdem sich die Konstruktion seither «im Prinzip» nicht geändert hat, bringt Fendt nun einen Kupplungsblock, der nebst den gebräuchlichen Zollmassen flachdichtende 5/8 -ZollKupplungen, sog. Flatface-Kupplungen (FFC), zulässt. Sie zeichnen sich aus durch eine leckölfreie Abreissfunktion und eine Minimierung der Strömungsverluste. Zudem wird der Schmutzeintrag ins Hydrauliksystem minimiert. Die FFC-Kupplung erhielt von der Agritechnica-Neuheiten-Jury eine Silbermedaille.

schinen im Einsatz. Sie haben in Deutschland einen Marktanteil von rund 8 Prozent erreicht. Das Modell hat inzwischen zahlreiche Pluspunkte durch zusätzliche Bedienfreundlichkeit und neue Softwarefunktionen erhalten. Nunmehr gesellen sich zu diesem Typ die beiden neuen Modelle Katana 50 und 85. Logischerweise hat der Katana 85 als stärkstes Modell zusätzliche Features erhalten: Für den leichteren Einsatz namentlich für Grassilage kann ein Eco-Modus aktiviert werden, der die Motordrehzahl von 2000 auf kraftsparende 1760 Umdrehungen pro Minute sinken lässt. Die Drehzahlen der für den Prozess wirksamen Komponenten bleiben dabei konstant. Auf der Basis eines neuen Kraftstofftank-Konzeptes hat der Nutzer die Wahl zwischen zwei Tankausführungen: Die eine Variante besteht aus einem Tank für ausschliesslich 1500 l Diesel. Bei der andern ist der Tank in zwei Kammern aufgeteilt: eine für 12

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In Sachen mobile und integrierte Stromversorgung zeigt Fendt an der Agritechnica erstmals einen 722 Vario, der zusätzlich zu den hydraulischen Anschlüssen und der Zapfwelle auch mit einer Hochvolt-Schnittstelle bestückt ist, die für den Gerätebetrieb bis zu 130 kW elektrischer Leistung zur Verfügung stellt. Elektroantriebe etwa für Lüfter, aber auch für Fahrantriebe hat man auch an früheren Ausstellungen schon gesehen, doch nunmehr soll die Steuerungstechnik durch ein ­Power-Bus ergänzt werden, durch den die Geräte praktisch beliebig, statt über die Zapfwelle oder Hydraulik, nunmehr elektrisch angetrieben werden. An der Vorstellung in Marktoberdorf wurde das Fendt X Concept in Kombination mit einem auf elektrischen Betrieb umgebauten Amazone-Düngerstreuer demonstriert. Das Fendt X Concept bedient sich für die Steuerungstechnik und für die Datenübermittlung des etablierten IsobusStandards 11783, dessen Anfänge in die 80er-Jahre zurückgehen. Obwohl noch nicht praxisreif, ist das jetzt vorgestellte Fendt X Concept für die weitere Entwicklung von grossem Interesse, denn Elektromotoren haben bekanntlich einen ausgezeichneten Wirkungsgrad (Wirkungsgrad von Kurbelwelle bis Arbeitsgerät: 96%), und Strom lässt sich verlustarm verteilen. Auch sind die Antriebe auf einfache Weise hochpräzis regelbar. Ein Schutzkonzept mit konsequent doppelter Isolierung der traktorseitigen Komponenten soll optimale Sicherheit für den Anwender bieten.

1250 l Kraftstoff, die andere für 250 l Wasser als Zugabe zum Siliermittel. Das 85er-Modell verfügt mit 720 mm Durchmesser über die zurzeit grösste Messertrommel am Markt. Der V Cracker mit ineinandergreifenden Scheiben kann innert kurzer Zeit durch Knopfdruck im Wartungsraum hinter das Wurfgebläse

Die Starkstromübertragung stellt höchste Sicherheitsanforderungen.

Als Basismaschine wurde ein 722 Vario gewählt. Er erhielt, statt eines 6-ZylinderAggregates einen AGCO-Power-4-ZylinderMotor. Damit konnte man genügend Raum schaffen, um die Komponenten wie Generator, Leistungselektronik, Verkabelung sowie die speziellen Wärmetauscher unter der Motorhaube zu versorgen. Um auf breiter Basis zielgerichtet kundentaugliche Lösungen zu realisieren, arbeitet AGCO/Fendt für diese neue Technologie eng mit seinen Partnern aus der Landtechnikbranche zusammen, unter anderem mit Fliegl Agrartechnik, Krone, Grimme, Lemken, Amazone, Fella und STW. Die technischen Herausforderungen bleiben nach wie vor gross, denn im Gegensatz zu vielen Anwendungen im Fahrzeugbereich sei der Traktor ein offenes System, sagte der Geschäftsführer für Forschung und Entwicklung Heribert Reiter.

geschwenkt werden. Gleichzeitig wird der Grasschacht in Position gebracht. Diese Funktion wird zuvor im Vario Terminal freigeschaltet. Der Katana 85 geht im März 2014 in Produktion und wird zur Saison im Herbst in begrenzter Stückzahl verfügbar sein. n


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Bald hundert Jahre

SM 3065 Trans: Die Transfunktion erhöht die Einsatzflexibilität. DriveGuard bietet eine sichere Sollbruchstelle mit rascher Wiederinstandstellung.

Fella-Neuheiten Im Vorfeld der Agritechnica stellte das auf Grünfuttererntetechnik spezialisierte Unternehmen Fella die Neuheiten für die nächste Grünfuttererntesaison vor. Ruedi Burkhalter Unter den Fella Neuheiten sind vor allem die gezogenen Scheibenmähwerke mit mittig angelenkter Deichsel SM 3065 Trans und SM 3575 Trans mit 3,0 bzw. 3,5 m Arbeitsbreite zu erwähnen. Diese können links und rechts hinter den Traktor geschwenkt werden. Somit kann der Landwirt das Mähen flexibel an die Fläche und an die betrieblichen Bedürfnisse anpassen.

Hohe Flexibilität Am Vorgewende lässt sich das Mähwerk durch ein aktives Heben der Transporträder um bis zu 600 mm anheben, wodurch sich auch grössere Schwaden mühelos überfahren lassen. Die gezogene Aufhängung der Maschinen sorgt für eine gute Bodenanpassung, und die grosse Bewegungsfreiheit von bis zu 400 mm verhindert ein Aufliegen und Einstechen der Mäheinheit in die Grasnarbe, auch im coupierten Gelände. Die Maschinen sind mit Zinkenaufbereiter oder für die schonende Aufbereitung von blattreichem Futter überdies mit Rollenaufbereiter erhältlich. Die neuen Modelle sind serienmässig mit der innovativen Überlastsicherung DriveGuard von Fella ausgerüstet. Dabei sind die Mähscheiben über eine spezielle Metallscheibe als Sollbruchstelle mit dem Antrieb verbunden. Bei einer Überlastung schert die Sollbruchstelle ab.

Der Antrieb wird unterbrochen, doch bleibt die Mähscheibe in der sicheren Halterung. Das abgescherte DriveGuardElement kann anschliessend mit geringem Zeitaufwand ersetzt und die Arbeit fortgesetzt werden. Ebenfalls neu im Mähwerksprogramm sind zwei Schmetterlingsmähwerke mit 8,3 bzw. 9,3 m Arbeitsbreite. Diese können mit der neuen hydraulischen Seitenverschiebung für die Förderbänder «beMove» ausgerüstet werden. Von der engsten Stellung aus können die Bänder um jeweils 30 cm nach aussen verschoben werden, sodass man die Schwadzusammenführung optimal auf den Futterbestand einstellen kann.

Die Fella-Werke GmbH aus Feucht bei Nürnberg blickt auf 95 Jahre Firmengeschichte zurück. Das Unternehmen wurde 1918 als «Bayerische Eggenfabrik» gegründet. Der Markenname Fella entstand 1921. 1923 wurde mit der Fertigung von Pflügen begonnen und der Grundstein für die heutige Spezialisierung im Bereich Grünfutterernte im Jahre 1932 gelegt. Im Jahr 1953 brachte Fella den Zapfwellen-Graszetter auf den Markt, ein Vorgänger der heutigen Aufbereiter. Ein Jahr später wurde der erste selbstfahrende Mähdrescher Jupiter vorgestellt. Ab dem Jahre 1980 konzentrierten sich die Fella-Werke auf die ­Entwicklung und Produktion von Heuerntemaschinen. 2004 wurde Fella durch die Übernahme durch den italienischen ArgoKonzern zum Tochterunternehmen von Laverda. Im Frühjahr 2011 wurde die Fella Werke GmbH zu 100% von AGCO übernommen und repräsentiert seither in Europa die Grünfuttererntetechnik des Konzerns.

stechen. Beim Ausheben verhält es sich genau umgekehrt. Die kardanische Aufhängung der Kreisel sorgt trotz des gros­ sen Kreiseldurchmessers von 4,2  m für eine gute Bodenanpassung. Mit dem TS 7850 bietet Fella zudem einen neuen Zweikreisel-Seitenschwader mit 7,8 bis 8,4 m Arbeitsbreite an, der für die Ablage zwei kleiner Schwade oder eines grossen Schwads geeignet ist. Mit «CamControl», Fellas neuer Kurvenbahnverstellung, wird das Wenden am Feldende ohne Berühren der Gegenschwade ermöglicht. D.h. beim Ausheben der Kreisel wird die Kurvenbahn gleichzeitig hydraulisch so verstellt, dass die Zinken über dem Querschwad nicht in Rechstellung sind. Dadurch wird die Bodenfreiheit des Schwaders enorm erhöht, ohne jedoch den Schwerpunkt nach oben zu verschieben.  n

Zwei neue Mittelschwader Die beiden neuen Mittelschwader-Modelle TS 10065 und 10065 PRO verfügen über eine hydraulisch verstellbare Arbeitsbreite von 8,80 bis 10,0 Meter und den TS-6-Schwaderkopf, der mit einer wartungsfreien Lagerung der 15 Kreiselarme ausgelegt ist. Die PRO-Variante ist zusätzlich mit elektrohydraulischer Komfortbedienung, hydraulischer Arbeitshöhenverstellung und Kreiseleinzelaushebung ausgerüstet. Der Jet-Effekt verhindert wie beim Flugzeug, wo beim Landen zuerst die hinteren, dann die vorderen Räder aufsetzen, dass Zinken in den Boden ein-

Hydraulische Verstellung der Kurvenbahn, damit die Zinken über dem Querschwad nicht in Rechstellung sind.

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Claas entwickelt eigenes Getriebe Im Vorfeld der Agritechnica 2013 hat Claas kürzlich im Werk Paderborn Neuheiten aus den Produktbereichen Feldhäcksler, 4×4-Grosstraktoren, Standardtraktoren und Teleskoplader präsentiert. Im Fokus stand ein Blick in die Getriebeentwicklung bei Claas IndustrieTechnik (CIT) mit Sitz in Paderborn. Ruedi Hunger

Dass Claas ein neues stufenloses Getriebe mit der Bezeichnung «EQ 200» für die neuen Arion 600/500 CMATIC am CIT in Paderborn vorangetrieben hat, kommt nicht von ungefähr. CIT ist seit über 55 Jah­ ren in den Be­ reichen Antriebs­ technik, Elektronik und Hydraulik Sys­ temlieferant der Claas-Gruppe, be­ liefert aber auch externe Kunden. Bereits in den N eunzigerjahren zählte Claas zu den Pionieren im stufenlosen Getriebebau. Die damalige Entwicklung, mit der Bezeich­ nung «HM8», war für den ClaasXerion vorgesehen. Im Verlauf von Weiterentwicklungen erfolgte die Umbenennung in «Traxion». Inzwischen ist das längst Geschichte. Aktuell sind seit September 2012 die neuen Arion 500/600-Baureihen als CIS- und CEBISVersionen mit Hexashift-Getriebe auf dem Markt. Die neue stufenlose Baureihe CMATIC ist ab Sommer 2014 verfügbar.

Warum stufenlos? Die Antwort liegt auf der Hand: Stufenlo­ se Getriebetechnik garantiert, dass für alle Arbeiten eine optimale Geschwindig­ keit gewählt werden kann. Sei dies mit dem gezogenen Kartoffelvollernter, vor der Ballenpresse oder bei Transportfahr­ ten mit wechselnder Last. Auf die Frage, warum Claas nun wieder auf eine Eigenentwicklung setzt, nach­ dem zwischenzeitlich ZF Getriebelieferant 14

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den sich der Getriebeeingang, die Kupp­ lungen und zwei Planetengetriebe, die zu einem Stufenplanetengetriebe verschaltet sind. Dadurch erhält das EQ 200 Eigen­ schaften wie: kein manueller Gruppen­ wechsel, keine Zugkraftunterbrechung von 0 bis 50 km/h und für den Fahrer kein merkbarer Wechsel der Fahrstufen während der Beschleunigung. Im zweiten Getriebeteil sind eine hydro­ statische Einheit und der Getriebeaus­ gang verbaut. Beim hydrostatischen Teil handelt es sich um eine Weitwinkelma­ schine von «Danfoss Power Solutions»*, deren Merkmal ein Funktionswechsel der beiden hydraulischen Maschinen ist. Das bedeutet, wenn die Fahrstufe in den zweiten Bereich wechselt, wird die Pumpe zum Motor und der Motor zur Pumpe. Das neue Getriebegehäuse-Design des Arion 500/600 CMATIC ermöglicht einen reduzierten Ölstand in der Ölwanne und mini­ miert Planschverluste. Damit wird bei schneller Fahrt Kraftstoff gespart.

Montagelinie in Paderborn

Claas IndustrieTechnik, Paderborn, hat ein eigenes EQ-200-Getriebe für die neuen Arion 600/500 CMATIC entwickelt. (Werkbild)

war, hat der Deutsche Traktorhersteller eine klare Antwort: Den hohen Anforde­ rungen des ClaasPowerSystems (CPS) genüge kein Getriebe, das zurzeit am Markt erhältlich ist. Gerade in der Leistungsklasse 100 kW bis 135 kW stellt die Praxis, laut Claas, hohe Anforderungen an Getriebe mit entsprechender Leistungscharakteristik.

Getriebeaufbau Das EQ 200 ist als Baugruppe zwischen Motor und Hinterachse im Traktor einge­ baut. Im ersten Teil des Getriebes befin­

Das EQ-200-Getriebe wur­ de von CIT in Paderborn entwickelt. Dazu waren über 80  000 Stunden Ent­ wicklungsarbeit und 17  000 Stunden auf dem Prüfstand not­ wendig. Laut Claas werden die höchsten Anforderungen einer Nullfeh­ lerproduktion umgesetzt. Alle EQ-200Getriebeeinheiten müssen vor dem Ein­ bau zu einem 30-minütigen Probelauf auf einen eigens dafür entwickelten Prüfstand. Dieser Aufwand stellt sicher, dass jedes ausgelieferte Getriebe ein­ wandfrei funktioniert. Zudem wurden in Traktoren eingebaute Getriebeeinheiten während 15  000 Einsatzstunden bei praktischen Feldarbeiten und Strassen­ fahrten getestet. Laut Claas belaufen sich die Gesamtinvestitionen in Getriebeent­ wicklung und neue Fertigungslinien auf rund 40 Millionen Euro.  n

* Danfoss Power Solutions entwickelt, produziert und vertreibt technische, hydrauli­ sche und elektronische Systeme und Komponen­ ten für den Einsatz in mobilen Geräten. Die Produktpalette bedient Märkte wie Landwirt­ schaft, Bau, Strassenbau, Fördertechnik, Kommunalfahrzeuge, Forstwirtschaft, Rasenpflege und viele andere.


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Keine Zeit für Musse: Der Winterpracht wird der Garaus gemacht.

Bereit für den grossen Schnee Schneeräumen ist ein Massengeschäft. Eine leistungsfähige Räumtechnik ist gefragt, damit die hohen Mobilitätsbedürfnisse auch an langen Wintertagen gewährleistet werden können. Entsprechend dieser Vorgabe geht ein Trend zu effizienteren Schneepflügen, damit möglichst viel Schnee und Eis mechanisch von der Fahrbahn gebracht wird. Ruedi Hunger Geh- und Fahrsicherheit, Aufrechterhaltung der ÖV-Erschliessung und möglichst reibungsloser Privatverkehr in Stadt und Land stehen bei der Schneeräumung im Vordergrund. Aber auch die Räumung von Infrastrukturobjekten, wie Umschlag- und Parkplätze, ist heute prioritär. Neben Einachser und Kleintraktoren aus dem Kommunalbereich werden in Wohngebieten Geländewagen, Traktoren und Universalfahrzeuge eingesetzt. Beim Profi-Strassenräumdienst stehen Traktoren, Universalfahrzeuge und LKW im Räumdienst. Zur Räumung von Plätzen und Zufahrten im Innerbetrieblichen Bereich sind Pflüge für Stapler, Hof- oder Teleskoplader gefragt. Für die grobe Arbeit werden schliesslich auch Baumaschinen eingesetzt.

Leistungsstarke Schneepflüge Üblicherweise werden links/rechts schwenkbare Frontanbaupflüge eingesetzt. Für den Einsatz an Kleintraktoren, Hofladern oder Gabelstaplern eignen sich Arbeitsbreiten von 120 bis 180 Zentimetern.

Auf unterschiedlichen Einsatzbedingungen reagieren die Hersteller mit ebenso unterschiedlichem Anstellwinkel der Räumleisten. Relativ flache Anstellwinkel (Hydrac 28°) sorgen für eine gute Ablösung von festgefahrenem Schnee und Schneematch. Die Tarron-Baureihe der Aebi-SchmidtGruppe soll dank einem Anstellwinkel von 25° eine saubere Schneeräumung und dank einer strömungsgünstigen Scharwölbung eine grosse Wurfweite des geräumten Schnees erreichen. «Vario-Pflüge» sind in der Mitte geteilt und haben die Eigenschaft, dass in drei verschiedenen Positionen gearbeitet werden kann. Erstens in geschlossener V-Form, als Keilpflug für Strassen und Zufahrtswege. Der Schnee fliesst in dieser Konfiguration zu etwa gleichen Teilen links und rechts ab. Eine seitliche Schneemauer wird weniger hoch, dafür entstehen zwei. Es wirken weniger Seitenkräfte auf den Traktor ein. Zweitens in geöffneter V-Form. So lassen sich grosse Mengen Schnee an einen Haufen schieben. Die dritte Einsatzkonfi-

guration entspricht dem normalen links/ rechts schwenkbaren Seitenpflug.

Segmentiertes Räumschild Beim Einsatz zur Strassen- und Platzräumung können hingefallene und festgefrorene Gegenstände nie ganz ausgeschlossen werden. Weiter werden Schachtdeckel und Randsteine bereits bei zehn Zentimeter Schneeüberdeckung übersehen oder unterschätzt. Je nach Arbeitsbreite muss nicht die ganze Schar, sondern müssen nur einzelne Teile einem Hindernis ausweichen können. Das eigentliche Pflugelement, bestehend aus verschiedenen Segmenten, wird durch Federn in seiner Position gehalten. Mithilfe starrer Lenkhebel weichen die vorgespannten Pflugscharen beim Auftreffen auf ein Hindernis aus. Mittels parabolischer Anlenkung erfolgt das Ausweichen nach hinten und oben. Zudem schützt ein Schockventil den Schwenkzylinder. Hersteller gehen davon aus, dass pro Hindernis max. ein Drittel des Pfluges ausweichen muss. Schneepflüge werden daher in 11 2013  Schweizer Landtechnik

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Grafik 2: Kosten für mittlere Mechanisierung (41-88 kW)

Grafik 1: Arbeitsbreiten bei unterschiedlicher Schwenkung (nutzbare Breite 82 bis 85 Prozent)

Traktor Grundausl. 250h

Arbeitsbreite bei 0°

0

500

1000

1500

2000

2500

3000

Arbeitsbreite in Millimeter

3500

4000

4500

5000

Grafik 1: Bedingt durch die schneeableitende Schrägstellung entspricht die Gesamtbreite nicht der Arbeitsbreite. Durchschnittlich können bei einer 30°-Schwenkung 85% der Gesamtbreite genutzt werden. Es gibt Unterschiede zwischen 79 und 88%, dies bei einem Schwenkbereich von 32 bis 35°.

2-, 3- und 4-schariger Ausführung angeboten. Schmale leichte Trottoirpflüge sind einscharig gebaut. Meistens besteht das Räumschild aus Stahlblech. Im Bereich der leichten Schneepflüge für Geländewagen werden zum Teil Stahlrahmenkonstruktionen mit Polyethylenschild angeboten.

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Schneeschleuder

120.0 100.0 80.0 60.0 40.0 20.0 0.0

25 50 75 100125150175200225250275300325350375400425450475500 25 50 75 100 200 300 400 500 Einsatzstunden

Grafik 2: Bei einer jährlichen Auslastung unter rund 100 Stunden verursachen sowohl Schneepflug als auch Schneeschleuder sehr hohe Kosten je Arbeitseinheit. Die Berechnung basiert auf einer Grundauslastung von 250 h für den Traktor.

wegen der höheren Lärmerzeugung weniger für bewohnte Gebiete. • Gummileisten schont die Fahrbahnoberfläche. Sie sind biegsam und geräuscharm. Gummileisten sind in unterschiedlichen Dicken erhältlich (20/30/40/50 mm). Sie eignen sich für die allgemeine Verwendung auf Landstrassen und besonders für Räumleisten aus verschiedenen Kleinschneepflüge im Kommunalbereich Materialien der Gemeinden (bewohnte Gebiete). Dem an «unterster Front kämpfenden» • Kunststoffleisten eignen sich für hohe Bauteil kommt besondere Bedeutung zu, Räumgeschwindigkeiten, wie sie zur Räugreift es doch in die Grenzschicht zwimung von Flugpisten/-plätzen notwendig schen Strassenbelag und aufliegendem sind. Sie verhalten sich geräuscharm und Schnee oder Eis ein. Abhängig von Fahrbeoberflächenschonend. Ihre elastische und lag, Fahrgeschwindigkeit und Geräuscherin unterschiedlicher Dicke erhältliche Bauzeugung fällt die Wahl auf unterschiedliweise absorbiert Stösse und Vibrationen. che Materialien. Die Hersteller von • Polycarbonat-Kunststoff mit Korund Schneepflügen bieten entsprechend un(Quarzsand, Keramik) eignet sich ebenfalls terschiedliche Ausrüstung an. für hohe Räumgeschwindigkeiten. Diese • Stahlräumleisten oder Schürfleisten sind werden zur Räumung von Autobahnen eingesetzt. Zudem eignen sie sich für nicht biegsam und entwickeln daher eine sehr aggressive Schälwirkung. Sie eignet Räumarbeiten in Städten und Hauptstras­ sich für festgefahrene Schneedecken und sen. TMK-Leisten zeichnen sich durch zur Schwarzräumung. Sie eignen sich ruhige L­aufeigenschaften aus und sind ­ ober flächenscho nend. • Kombi-Räumleiste Stahl-Gummi-Stahl mit Korund weisen gute Gleiteigenschaften auf. Die Wave-Technologie von Küper weisst im Vorderblech eine Welle auf, die den Schnee über das BeDie ART-Verrechnungsansätze für die Schneeräumung basieren auf festigungsmaterial Ergebnissen aus Umfragen zu Reparatur- und Wartungskosten. Um (Schrauben) hinweg dem erhöhten Wartungsaufwand zur Vorbeugung von Korrosionslenkt. In der eigentlischäden Rechnung zu tragen, werden die gesamten Kosten für chen SchneeräumReparatur und Unterhalt im Vergleich zur Standardrechnung höher leiste ist ein Wolfberechnet. 16

Schneepflug

140.0 Kosten je Arbeitseinheit

Arbeitsbreite bei 30°

ramcarbid-Kern in Stahl gefasst und Gummi gelagert. Diese patentierte Technologie hat eine wesentlich höhere Standzeit als herkömmliche Stahlleisten. Sie eignet sich zur Strassenräumung inkl. Autobahnen. • In Wohngebieten wird grossen Wert auf lärmdämmende Räumarbeit gelegt. Zur Lärmdämpfung baut Hydrac zwischen Schürfmesser und Scharblech eine Dämpfungsschiene aus PU-Kunststoff ein. Neben der Reduktion von Fahrgeräuschen sorgt diese Dämpfungsschiene für ein weiches Ausklinkverhalten der einzelnen Scharelemente.

Auf leisen Sohlen ... Als Tragelemente kommen neben Laufrädern auch Gleitkufen, Gleitschuhe und in einem Fall ein höhenverstellbarer «Gleitpilz» zum Einsatz. Diese Trag- und Gleitelemente sind in der Regel stufenlos verstellbar. Einfachere Bauarten mit Distanzringen oder Bolzen können feinstufig eingestellt werden und ermöglichen dadurch eine exakte Führung der Räumleiste. Laufräder sind aus vulkanisiertem Laufgummi oder Super-Elasticlaufgummi. Kugelmann platziert den Gleitschuh sehr nahe an der Schürfleiste und erzielt damit eine präzise Führung. Sollte die Schürfleiste aufgrund eines Hindernisses zurückgeklappt werden, weicht der Gleitschuh ebenfalls zurück. Weitere Ausrüstungsgegenstände sind beispielsweise ein Beleuchtungsträger mit integriertem Fahnenhalter. Randabweiser oder Felsschutz in Form eines seitlichen Gummistreifens, die an einer oder beiden Seiten als Rammschutz dienen. Ebenso zählt ein Windleitschirm, der den Fahrer vor Flugschnee auf der Scheibe schützt zur Zusatzausrüstung.


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Hersteller und Angebotspalette Boschung, Marcel Boschung AG, 1753 Matran Boschung ist ein namhafter Hersteller von Schneepflügen. Im Angebot stehen Pflüge für schmale Wege und Strassen, Autobahnen und Flughäfen. Boschung-Pflüge gibt es mit einer Breite an der Verschleissschiene von 2,40 bis 8,40 m. Für «Stras­ senpflüge» gibt es eine spezielle Gebirgsausrüstung. Auf Wunsch werden die Pflüge mit dem modularen «Vpad»-Be­ dienpult ausgerüstet. Unterschiedliche Verschleissschienen gehören ebenso zur Ausrüstung wie Gleitkufen oder Stützräder, Überfahrsicherung, seitlicher Felsschutz oder Windleitschirm. Erismann, Landmaschinen AG, 5707 Seengen Die Firma am Hallwilersee baut Schneepflüge mit Arbeitsbreiten von 1,00 bis 3,60 m. Entsprechend ihrer Arbeitsbreite sind sie aus 1 bis 4 Elementen gebaut. Als Trägerfahrzeuge eignen sich leichte Allradfahrzeuge, landw. Fahrzeuge und LKW. Auch Sonderlösungen für Stapler oder Pneulader sind möglich. Gmeiner (BUCHER Industries) Gmeiner GmbH, 92533 Wernberg (D) Gmeiner baut die ganze Palette von Schneepflügen. Die Pflüge zeichnen sich durch Leichtbauweise im Verbund mit einer robusten Konstruktion aus. Mit der Arox-Baureihe hat Gmeiner einen Keilpflug mit verschiedenen Einsatzkonfigurationen. Im Weiteren werden Teleskoppflüge für den Autobahneinsatz hergestellt. Hauer, Franz Hauer GmbH 3125 Statzendorf (A) Der österreichische Frontladerspezialist baut auch Schneepflüge mit Räumbreiten von 1,32 m bis 3,07 m. Die Pflüge sind für sämtliche Kommunalfahrzeuge, Traktoren und LKW geeignet. Die Pflüge werden auf gefederten Gleitsohlen oder Elastik-Laufrädern geführt. Neben Stahl-, gibt es auch Gummi-Gewebe-Schürfleisten. HauerPflüge können mit der Anbauplatte, mit 3-Punkt-Anbau oder einem spez. Rahmen für Rad- und Hoflader ausgerüstet werden. Hunziker, Betriebstechnik GmbH, 5734 Reinach Hunziker baut sieben unterschiedliche Schneepflüge für kleine Kommunaltrakto-

ren, Transporter, grosse Traktoren und LKW (1,5–4,0 m Messerlänge). Die Pflüge können mit Flugschneeabweiser, Kantenschutz oder hydraulischen Seitenblechen ausgerüstet werden. Kugelmann, Kugelmann, Maschinenbau, 87675 Rettenbach (D) Kugelmann baut Schneeschilder von 1,25 bis 2,40 m Gesamtbreite. Ein Schwerpunkt im Verkaufsprogramm sind die VarioSchneepflüge. Die Pflüge werden wahlweise mit Stahl- oder Vulcolan-Schürfleisten ausgerüstet. Der Gleitschuh ist unmittelbar hinter der Schürfleiste angebracht und weicht gleichzeitig mit dieser zurück. Als Trägerfahrzeuge kommen Kommunalfahrzeuge, Traktoren, Unimog und LKW in Frage. Kronberger/Hydrac, Hydrac Kommunal- und Landtechnik A-4523 Sierning Hydrac baut leichte Schneeschilder für Gartentraktoren und schwere Schneepflüge für gros­ se Trägerfahrzeuge. Die Gesamtbreite der angebotenen Pflüge reicht von 1,40 bis 4,00 m. Die in verschiedenen Serien hergestellten Pflüge haben einen angepassten Ausbaustandard. Ein Anbau an die Fronthydraulik ist ebenso möglich wie an der Schnellwechselplatte. Unterschiedliche Schürflisten, parabolische Führungsbahn für die Scharteile und unterschiedliche Schutzschirme sind einige weitere Details. Springer, Kommunaltechnik, 9833 Rangersdorf (A) Springer baut Seiten-Schneepflüge für Kommunalfahrzeuge, Unimog, Traktoren und LKW mit Räumbreiten von 2,20 bis 3,20 m. Für den Kommunalbereich VarioPflüge von 1,25 bis 1,50 m. Die Pflüge sind ein- oder zweischarig gebaut. Je nach Baureihe werden Springerpflüge an der Fronthydraulik oder der Schnellwechselplatte montiert. Schuler, Maschinenbau AG, 8834 Schindellegi Schuler baut drei eigene Schneepflug-Typen. Die kleinste Baureihe für leichte Allradfahrzeuge. Weiter einteilige Anbaupflüge für kleine Traktoren und Zweiachsmäher und schliesslich eine zweiteilige Baureihe für Zweiachsmäher, Transporter und Traktoren.

Schweizer Hersteller von Schneepflügen behaupten sich erfolgreich am Markt und haben sich zu eigentlichen SchneeräumSpezialisten entwickelt.

Schmidt, Aebi Schmidt, Maschinenfabrik, 6280 Hochdorf Im Verkaufsprogramm von Aebi-Schmidt finden sich einscharige Leicht-Schneepflüge für Motormäher, Transporter oder Kommunalfahrzeuge. Für anspruchsvolle Räumarbeiten, insbesondere in höher gelegenen Berggebieten, sind mehrscharige Schneepflüge der Serie Tarron, mit Scharbreiten bis 4,00 m oder Beilhack, ebenfalls 4,00 m vorgesehen. Letztere sind für LKW von 5 bis 17 t geeignet. Beilhack-Pflüge zeichnen sich unter anderem durch eine Klemmvorrichtung für die Schürfleisten aus. Zur effizienten Restschneebeseitigung rüstet Schmidt die Tarron-Pflüge mit einer hydraulischen Feinräumleiste aus, die hinter die Rahmenhinterkante des Pfluges montiert wird. Schliesslich baut Schmidt Autobahn- und Flugpisten-Pflugkombinationen mit grossen Arbeitsbreiten. Zaugg, Zaugg AG, 3537 Eggiwil Die Emmentaler bauen 14 verschiedene Schneepflüge mit Scharlängen von 1,25 bis 8,00 m. Entsprechend sind sie für die unterschiedlichsten Trägerfahrzeuge vorgesehen. Die Schneepflüge sind mit Schwenkwinkel von 35°, 45° und 55° erhältlich. Je nach Pflugbreite sind sie mit zwei bis sechs Abfederungselementen ausgerüstet. Die Bauhöhe richtet sich nach dem Verwendungszweck, in schneereichen Bergregionen kommen Pflughöhen bis 1,30 m zum Einsatz. Zaugg liefert eine kompakte Schneepflugsteuerung mit Beund Entlastungsfunktion. Die Joystick-Bedienung gibts in zwei unterschiedlichen Varianten. Weitere Pflughersteller: Bressel & Lade, Maschinenbau GmbH, 27374 Visselhövede (D); Tuchel, Maschinenbau GmbH in 48499 Salzbergen (D); Bema GmbH Maschinenfabrik 49599 Voltlage-Weese (D); Müller AG Roggwil.  n 11 2013  Schweizer Landtechnik

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Rotierende Räumgeräte für grosse Schneemassen Das Basisgerät für die professionelle Schneeräumung bleibt der Schneepflug. Doch wenn die Schneemengen gross und grösser und die Platzverhältnisse eng und enger werden, kommen rotierende Räumgeräte zum Einsatz. Ruedi Hunger

Rotierende Schneeräumgeräte werden eingesetzt, wenn die Schneemassen nicht einfach zur Seite geschoben werden können. Sei es, weil die Platzverhältnisse

auf Gehwegen, Plätzen oder Strassen nicht (mehr) gegeben sind, oder weil vermehrt Schnee auf Transportfahrzeuge verladen und abgeführt wird. Rotierende

Geräte werden je nach Bautyp oder Bauart in verschiedene Kategorien eingeteilt.

Bautypen Rotierende Schneeräumgeräte werden aufgrund ihres Aufbaus in folgende vier Gruppen eingeteilt: • Schneefräsen Die Schneefräse ist eine einstufige Räummaschine mit rotierendem Werkzeug, welches eine waagrechte Drehachse aufweist, die rechtwinklig zur Fahrzeuglängsachse liegt. Der Antrieb der Frästrommel erfolgt hydraulisch oder über die Zapfwelle (Aufbaumotoren sind ebenfalls möglich). Schneefräsen haben eine liegende Fräswalze, die ihrerseits ein- oder zweiteilig sein kann. • Schneeschleudern Eine Schneeschleuder ist ein einstufiges Räumgerät mit rotierenden Werkzeugen, deren Drehachse parallel zur Fahrzeuglängsachse verläuft. Der Antrieb erfolgt hydraulisch oder mittels Zapfwelle (Aufbaumotoren sind ebenfalls möglich). Der Schnee wird durch ein oder zwei Schleuderräder erfasst und über das drehbare Schleuderradgehäuse ausgeworfen. Zum Lockern des Schnees sind Schleudern oft mit einem Vorschneider ausgerüstet.

Auf Lokalstrassen und Zufahrtswegen kann die Kombination Zweiachsmäher/Frässchleuder erfolgreich zur Räumung eingesetzt werden. (Foto: Ruedi Hunger)

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• Schneefrässchleudern Die Schneefrässchleuder ist eine Kombination aus Schneefräse und Schneeschleuder. Der Schnee wird von einer langsam drehenden Fräswalze erfasst und zum schnell drehenden Schleuderrad geführt, welches den Schnee auswirft. Die langsam laufende Frästrommel eignet sich besonders für harten und vereisten Schnee. Dank dem schnell laufenden Schleuderrad werden grosse Wurfweiten erzielt. Weil Frästrommel und Schleuder-


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Motormäher erhalten mit einer Schneefräse eine willkommene Zusatzauslastung, wenn sie im Kommunalbereich eingesetzt werden können. (Werkfotos)

rad im Funktionsablauf hintereinander liegen, werden sie als zweistufige Maschinen bezeichnet. Der Antrieb erfolgt hydraulisch, über die Zapfwelle oder mit einem Aufbaumotor. • Schneewischbesen Ein Schneewischbesen ist eine Räummaschine mit rotierendem Besen (analog Strassenwischgeräte). Der Schnee wird durch die Borsten erfasst und aufgrund der Schrägstellung der Borstenwalze zur Seite transportiert. Es gibt eine grosse Anzahl unterschiedlicher Borstenmaterialien und Walzendurchmesser. Einteilige Wischmaschinen werden seitlich, zweiteilige über ein mittiges T-Getriebe angetrieben. Der Antrieb erfolgt auch hier hydraulisch oder über die Zapfwelle.

Rotierende Schneeräumgeräte unterteilt nach Bauarten: • Handgeführte Schneefrässchleudern Zu dieser Bauart zählen alle zweistufigen Arbeitsgeräte, die in überwiegender Anzahl als Spezialmaschinen im «Hobbybereich», bei Hausverwaltungen und zur Schneeräumung bei Privathäusern eingesetzt werden. Diese handgeführten Schneefrässchleudern werden mit Radoder Raupenfahrwerken ausgerüstet. Einstiegsmodelle mit befriedigender Räumleistung sollten mindestens 4 kW Motorleistung aufweisen. Ein Hausabwart, der regelmässig auch Parkplätze und Zufahrten reinigen muss, wird Motoren ab 7 kW bevorzugen. Die Arbeitsbreite variiert nach Prospektangaben zwischen 50 und 110 cm. Für den privaten Gebrauch sind 50 cm ausreichend. Damit wird auch bei einer etwas grösseren Schneehöhe oder nassem Schnee noch

Oft reicht ein Schneewischbesen, um wirkungsvoll kleine Schneemengen von Gehwegen und Hauszufahrten zu entfernen. .

eine befriedigende Wurfleistung erzielt. Bekannte Hersteller sind beispielsweise: Honda, Husqvarna, MTB, Stiga, Toro, Yamaha. • Angebaute Schneeräumgeräte In der grössten Gruppe der rotierenden Schneeräumgeräte sind alle Anbaugeräte für Einachstraktor/Motormäher, Schmalspurfahrzeuge, Unimog, Traktoren und Radlader versammelt. Zu den Anbietern von rotierenden Schneeräumgeräten zählen unter anderen (Aebi-)SchmidtKommunaltechnik, Beilhack, Kahlbach, Springer und Zaugg. Einachser verfügen in der Regel über ein werkzeugloses Geräte-SchnellwechselAnbausystem; damit können auch rotierende Räumgeräte angebaut werden. Dank der verschiedenen Arbeitsbreiten der Schneefrässchleudern und Schneewischbesen wird das Gerät optimal auf die Motorleistung abgestimmt. Diese Geräte eignen sich gut für eine Ganzjahresauslastung des üblicherweise in der Landwirtschaft vorhandenen Motormähers. Mit Motorleistungen um 10 kW und hydrostatischem Antrieb der Grundmaschine, ergibt sich daraus eine leistungsfähige Schneefräse, die im Kommunaldienst eingesetzt werden kann. Abgestimmt auf die Motorleistung sind Arbeitsbreiten von 70 bis 100 cm möglich. Der Schleuderraddurchmesser beträgt z.B. 35 cm, jener des Fräshaspels 40/46 cm. Die Fräsen wiegen zwischen 90 und 150 kg, dennoch werden einige mit Zusatzgewichten ausgerüstet, damit die Schürfleiste sauber räumt. Schmalspurfahrzeuge, die überwiegend im Kommunalbereich zum Einsatz kommen, werden mit zweistufigen Schneefrässchleudern ausgerüstet. Die

Geräte werden mittels SchnellwechselAnbauplatte angebaut. Der Antrieb erfolgt hydraulisch oder über die Zapfwelle. Das Trägerfahrzeug muss über eine ausreichende Hydraulikanlage verfügen. Dank Allradantrieb und verschiedenen Lenksystemen sind diese Fahrzeuge besonders zur Räumung von Gehwegen, Fahrradwegen, Parkplätzen usw. geeignet. Der Unimog ist aufgrund seiner Bauart und der verschiedenen Anbauräume ein beliebtes Winterdienst-Trägerfahrzeug. Dies ist auch der Grund dafür, dass es für Unimog verschiedene rotierende Schneeräumgeräte gibt. Beispielsweise werden einstufige Seitenfräsen zur Räumung eines seitlichen Schneewalls eingesetzt. Für das Verladen auf LKWs sind spezielle Verladekamine notwendig. Gleiches gilt für die universell einsetzbare Schneefräse. Mit Seitenschneeschleudern (ein Schleuderrad) werden ebenfalls Schneewälle entlang von Verkehrswegen geräumt. Die Frässchleuder wird zur Offenhaltung oder zum Öffnen von Gebirgsstrassen verwendet. Schliesslich gibt es «für den kleinen Schnee» auch spezielle Schneewischbesen an den Unimog. Traktoren verfügen mit Front- oder Heckanbau über zwei nutzbare Anbauräume für rotierende Schneeräumgeräte. Grundsätzlich unterscheiden sich die Anbaugeräte nicht zu jenen für den Unimog. Lediglich die Anbauvorrichtung muss an den 3-Punkt-Kraftheber angepasst sein. Schwere Geräte machen den Traktor mit Heckanbau/Rückfahrvorrichtung zu einem leistungsfähigen Schneeräumfahrzeug. Radlader können anstelle der Ladeschaufel auch mit einem Räumaggregat ausgerüstet werden. Nicht immer verfü11 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Markt | Übersicht

Vor dem Kauf sind folgende wichtige Fragen zu beantworten • Welches Trägerfahrzeug möchte ich für den Fräseinsatz ausrüsten? (Gewicht, Masse, Motorleistung) • Welche Antriebsschnittstelle steht mir zur Verfügung? (Frontzapfwelle, Hydraulikanschlüsse) • Welche Anbauschnittstelle steht mir zur Verfügung? (EURO-3/5-Platte, Front- oder Heckhydraulik) • Welches Einsatzspektrum soll das Räumgerät abdecken? (Hofräumung, Kommunal-Gemeinde, KommunalStrassenräumung) • Ist eine wirtschaftliche Auslastung möglich, gibt es Synergien mit anderen Betrieben oder Kommunen? Traktoren mit Rückfahrvorrichtung eignen sich gut für den schweren Räumeinsatz.

Grosse Schneehöhen müssen bei Passöffnungen oft in mehreren Schichten abgetragen werden. Hier eine Frässchleuder im Räumeinsatz.

setzt. Diese Maschinen verfügen über Motorleistungen bis 500 kW und sind in der Lage, 5000 bis 6000 Tonnen Schnee pro Stunde zu entfernen. Diese Spezialmaschinen verfügen oft über einen hydrostatischen Fahrantrieb (kleinste Geschwindigkeiten möglich). Der Antrieb des Räumkopfes erfolgt mechanisch oder hydrostatisch. Diese HochleistungsSchneefrässchleudern werden oft mit äusserst verschleissbeständigen HardoxVerschleissteilen bestückt. (Quelle: ATL AGRARTECHNIK Ausbildung)

Zusammenfassung Rotierende Schneeräumgeräte erfassen mit den Werkzeugen den Schnee auf Verkehrsflächen, beschleunigen und werfen ihn über eine Auswurfeinrichtung aus. Entsprechend den Anforderungen werden verschiedenste Geräte für schmale Fusswege, Plätze, Strassen oder Flugpisten angeboten. Hochleistungsgeräte sind oft als Selbstfahrer gebaut. Am richtigen Ort und zur richtigen Zeit kann ein rotierender Schneewischbesen am Einachser ebenso wirksam sein wie eine schwere Schneefrässchleuder in tiefem Schnee.  n

Merkblatt | G40

Spezialfahrzeuge sind dann gefragt, wenn Verkehrswege von grossen Schneemengen befreit werden müssen.

gen Radlader über eine ausreichend leistungsfähige Hydraulikanlage zum Antrieb des Fräsaggregates. Daher werden diese Anbaugeräte oft mit einem eigenen Antriebsmotor ausgerüstet. Radlader als Räum-Trägerfahrzeug sind in Skandina­ vien beliebt. • Selbstfahrende Spezialgeräte Zur Räumung von grossen Schneemengen im Hochgebirge (Öffnung von Passstrassen) und auf Flughäfen werden selbstfahrende Spezialmaschinen einge20

11 2013  Schweizer Landtechnik

Fahrkurs G40 Zum Lenken von landwirtschaftlich immatrikulierten Motorfahrzeugen (40 km/h) wird nebst der theoretischen Führerprüfung Kat. G der praktische Fahrkurs G40 verlangt. Er ist vom Bundesamt für Strassen anerkannt. Die Teilnahme kann ab dem 14. Altersjahr erfolgen. Der bestandene Kurs wird im Führerausweis eingetragen.

unterstützt durch Die Zahl der Strassenfahrten und die Transportdistanzen nehmen in der Landwirtschaft zu. Zudem verfügen neue Traktoren über ein hohes Zugvermögen sowie über grosse hydraulische Hebekräfte. Die Aus- und Weiterbildung für Lenkerinnen und Lenker von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen wird also immer wichtiger. Der Fahrkurs G40 trägt wesentlich dazu bei, das Bewusstsein für die Verantwortung am Lenkrad zu schärfen und das Unfallrisiko zu senken.

Wichtige Voraussetzungen für die wirtschaftliche und sichere Erledigung landwirtschaftlicher Transporte sind: • gute Kenntnisse der Verkehrsregeln und der Gefahren, • eine sichere Beherrschung des Fahrzeugs und • ein Fahrzeug in technisch einwandfreiem Zustand.

Der Fahrkurs G40 bedingt Grundkenntnisse im Lenken eines landwirtschaftlichen Motorfahrzeuges. Der Fahrkurs G40 bietet Fahrerinnen und Fahrern eine umfassende Ausbildung für mehr Sicherheit beim Lenken von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen und unterstützt das verkehrsgerechte Verhalten im Strassenverkehr.

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Fahrbericht | Impression   n

Leichterer Familienzuwachs An den Sepp-Knüsel-Feldtagen wurde das Modell «Rigitrac SKH 75» präsentiert. Dieser Traktor kann dank dem geringen Eigengewicht wie ein Zweiachsmäher eingesetzt werden, hebt aber trotzdem auch schwere Lasten. Zudem bietet er mit Vorderachs- und Kabinenfederung einen sehr hohen Fahrkomfort. Rudi Burkhalter

Technische Daten Motor Deutz TCD 3,6, Nennleistung 101 PS Fahrantrieb Stufenlos mit zwei mech. Fahrbereichen, 32°-Weitwinkelhydrostat Zapfwelle Hinten 540, vorne 1000 Bremssystem Hinten und vorne nasse Scheibenbremsen, Parkbremse mit Federspeicher Hydraulik Zahnradpumpe für Lenkung, 60-Liter-LS­­Axialkolbenpumpe für Arbeitshydraulik Hubwerke Hinten 3100 kg, vorne 1800 kg Hubkraft Bedienung über Joystick Höhe über Kabine/Leergewicht 2330 mm/3200 kg

Mit dem SKH 75 reagierte Sepp Knüsel auf einen vielfach geäusserten Kundenwunsch: Gefragt wurde oft nach einem Fahrzeug, das mit Gewicht und Grösse nahe an einen grösseren Zweiachsmäher kommt. Trotzdem sollte das Fahrzeug aber robust genug für Frontladerarbeiten sein, eine grosse Nutzlast und eine höhere Anhängelast haben, etwa als Zugmaschine vor dem Ladewagen. Es sollte also ein Fahrzeug sein, das als zentrale Arbeitsmaschine auf dem Betrieb für fast alle Arbeiten eingesetzt werden kann. All dies wird mit dem SKH 75 in einem Fahrzeug vereint. Die Schweizer Landtechnik konnte den Prototyp Probe fahren.

Von Grund auf neu entwickelt Der SKH 75 sieht nur auf den ersten Blick ähnlich aus wie sein grösserer Bruder SKH 95. Bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass der SKH 75 von Grund auf neu entwickelt worden ist. Die Grundbauwei-

se mit dem zweiteiligen Rahmen aus Feinkornstahl und dem zentral angeordneten Drehgelenk mit maximal 22° Verschränkung hat er zwar gemeinsam mit dem grösseren Bruder. Doch um das geringe Eigengewicht von 3200 kg zu erreichen, hat Sepp Knüsel nach möglichst leichten Bauteilen gesucht. So konnte etwa bei den beiden neuen Lenk-Planetenachsen Gewicht eingespart werden: Diese sind nicht in einem Stück aus Gusseisen, sondern aus verschweissten Stahlrohren gefertigt. Trotz des geringeren Gewichts sind diese mit maximalen Achslasten von je 4500 kg überdurchschnittlich stark belastbar. Mit dem Gesamtgewicht von 6000 kg hat der SKH 75 denn auch eine beachtliche Nutzlast zu bieten. Neu ist auf Wunsch eine hydraulische, selbst nivellierende Vorderachsfederung erhältlich. Unter der Motorhaube arbeitet ein 3,6-lVierzylinder-Dieselmotor von Deutz. Er 11 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Impression | Fahrbericht

Die in einem Dreieck angeordneten Kühler sind für die Reinigung sehr gut zugänglich.

erfüllt die Abgasnorm der Stufe 3B mit einer Abgasrückführung und einem wartungsfreien Dieseloxydationskatalysator. So konnte man bei der Entwicklung auf den Einbau eines AdBlue-Tanks und auf einen Partikelfilter verzichten, was bei einem kompakten Fahrzeug ein Vorteil ist. Der Motor bringt seine Nennleistung von 101 PS schon bei 2000 U/min. Das maximale Drehmoment von 410 Nm wird bei 1600 U/min erreicht, sodass der Motor für sparsamen Betrieb bei niedrigen Drehzahlen geeignet ist. Dafür ausgelegt ist auch der neue Fahrantrieb mit einem 32°-

zwei mechanisch geschalteten Fahrbereichen (0–25 km/h; 0–40 km/h) ausgestattet. Gleich geblieben ist die Steuerung des Fahrantriebs: Ist der Handgasdrehregler auf der Minimumposition, arbeitet das Getriebe im automotiven Modus, in dem der Fahrer am Fahrhebel die Maximalgeschwindigkeit einstellen und über das Fahrpedal dosieren kann. In diesem Modus arbeitet das System immer mit einer möglichst sparsamen, niedrigen Motordrehzahl. Sobald der Fahrer am Handgasdrehregler eine feste Motordrehzahl vorwählt, wird automatisch der Arbeitsmodus aktiviert. Hier bleibt die Motordrehzahl konstant, und der Fahrer dosiert über das Fahrpedal die Fahrgeschwindigkeit, die ebenfalls über den Fahrhebel begrenzt wird. Weiter ist eine Tempomatfunktion verfügbar. Der Fahrtrichtungswechsel wird entweder über den Fahrhebel oder am «Pistolengriffschalter» des Joysticks aktiviert. Auf unseren Testfahrten überzeugte die Getriebesteuerung durch feine Dosierbarkeit.

Bei der Hydraulik nicht gespart Üblicherweise wird bei den kleinsten Modellen eines Herstellers mit möglichst günstigen Komponenten, d.h. bei der Hydraulik mit Zahnradpumpen gearbeitet. Nicht so beim SKH 75, der zwar mit einer Zahnradpumpe für die Lenkung, jedoch mit einer 60-Liter-Axialkolben-Verstellpumpe (Load Sensing) für die Arbeitshydraulik ausgestattet ist. Der Grund, hier nicht zu sparen: Der SKH 75 sollte ein

siert, und man spare anschliessend Geld. Die Kraftheber bringen eine Hubkraft von 3100 kg hinten und 1800 kg vorne. Im Unterschied zu den grösseren Modellen hat der SKH 75 keine Regelhydraulik, die Kraftheber können einzeln oder gekoppelt wie die Steuergeräte proportional über den Joystick bedient werden. Serienmässig sind drei, auf Wunsch vier doppeltwirkende Steuerventile montiert, die alle proportional über den Joystick bedient werden können.

Kompaktere Kabine mit viel Platz Die mit Stahlfedern gefederte Kabine des SKH 75 wurde ebenfalls von Grund auf neu entwickelt. Sie hat etwas kompaktere Abmessungen als diejenige der grösseren Brüder. Das Fahrzeug hat deshalb eine Gesamthöhe von nur 2330 mm. Um die Kabine kürzer machen zu können, wurden in den hinteren Ecken runde Scheiben eingebaut. Trotz kompakter Abmessungen bietet die Kabine auch für einen gros­sen Fahrer genug Platz. Damit auch ein grösserer Beifahrer noch in der kompakten Kabine Platz findet, wurde für die Serienfahrzeuge der Beifahrersitz um 10 cm in den Kotflügel versenkt. Auch der Sitzkomfort ist auf dem Beifahrersitz besser als der Durchschnitt. Um im Dachbereich mehr Freiraum für den Kopf des Fahrers zu schaffen, hat Sepp Knüsel einige Komponenten der serienmässigen Lüftung mit Klimaautomatik hinter die Kabine ausgelagert. So ist mit dem Dachfenster eine gute Sicht auf angehobene Frontladergeräte möglich. Die breiten Seitentüren ermöglichen ein müheloses Auf- und Absteigen. Bei der Kabinenentwicklung wurde mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet. So ist beispielsweise neu auch der Umluft-Kreislauf mit einem Luftfilter versehen, sodass es auch bei einer Fehlbedienung ausgeschlossen ist, dass die Wärmetauscher der Klimaautomatik verschmutzt werden.

Multifunktionale Anzeigen

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Der Beifahrersitz bietet auch für eine grosse Person eine bequeme Sitzgelegenheit.

Die optionale Vorderachsfederung ermöglicht einen super Fahrkomfort.

Weitwinkelhydrostaten von Sauer Danfoss: Er ermöglicht es, die Endgeschwindigkeit von 40 km/h bereits mit einer Motordrehzahl von 1500 U/min zu erreichen. Um über den gesamten Geschwindigkeitsbereich einen guten Wirkungsgrad zu erreichen, ist der SKH 75 im Unterschied zu den zwei grösseren Rigitracs mit

möglichst sparsames Fahrzeug werden. Das Load Sensing System fördert immer nur genau so viel Öl, wie gerade benötigt wird. Gegenüber einer Zahnradpumpe könne man damit etwa 2 bis 3 Liter Diesel pro Stunde einsparen, sagt Sepp Knüsel. So sei die Mehrinvestition bereits nach 2000 bis 3000 Betriebsstunden amorti-

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Ganz neu wurde auch die zentrale Anzeige mit Farbdisplay gestaltet. In der Normalansicht werden nicht nur die üblichen Betriebszustände wie Drehzahlen, Fahrgeschwindigkeit und Temperatur angezeigt, sondern mit einem Blick auf das Display kann sich der Fahrer auch jederzeit vergewissern, welche Lenkungsart gerade aktiviert ist, sogar der Lenkwinkel wird bildlich dargestellt. Über einen Tastendruck gelangt der Fahrer ins Hauptmenü des elektronischen Systems. Hier lässt


Fahrbericht | Impression   n

sich beispielsweise die Tastenbelegung am Joystick mit dem jeweils gewünschten Öldurchfluss einstellen. Um die Bedienung zu vereinfachen, wurden auf jeder Seite des Bildschirms sechs Funktionstasten installiert, die je nach Menü eine Vielzahl an Funktionen übersichtlich darstellen und bedienen lassen. Über diese Oberfläche lassen sich auch zahlreiche Einstellungen machen, wie beispielsweise die Regulierung der permanent angezeigten Uhrzeit. Als sehr praktisch haben wir zudem die Anzeige von Warnmeldungen empfunden. Versucht man beispielsweise mit angezogener Parkbremse loszufahren, erscheint über den ganzen Bildschirm eine sehr auffällige Warnmeldung, die über den Fehler und dessen Behebung informiert. Eine spezielle Erwähnung verdient die Vierradlenkung. Diese ist ähnlich aufgebaut wie bei den grösseren Rigitracs und bietet die vier Lenkungsarten: • Vorderradlenkung, • Vierradlenkung, • verzögerte Vierradlenkung und • Hundegang. Eine Hinterradlenkung ist unabhängig von der Vorderradlenkung über den Joystick möglich; so etwa, wenn der Traktor als Forwarder eingesetzt wird. Die von Sepp Knüsel patentierte «verzögerte Vierradlenkung» wurde speziell für das Arbeiten am Hang entwickelt. Mäht man beispielsweise in Schichtenlinie, wird bei dieser Lenkungsart zuerst +/–10° nur an der Vorderachse gelenkt. So kann man in Hanglage korrigieren, ohne dass die Hinterachse nach unten lenkt. Sobald beim Wenden dann mehr als 10° eingeschlagen wird, folgt die Hinterachse dem Lenkwinkel der Vorderachse. Die Lenkgeometrie

Der SKH 75 bietet einen hellen Arbeitsplatz mit guter Sicht auf den Frontanbau. Das Anzeigedisplay mit Untermenüs ist praktisch gestaltet. Warnungen werden gross angezeigt (unten).

wurde so gewählt, dass auch ganz eingeschlagen mit einem inneren Wendekreis von 2,55 m die Reifen nicht radieren.

Arbeitssicherheit hat Priorität Wie bei den grösseren Rigitracs wurde auch beim SKH 75 nicht an der Sicherheit gespart, ist er doch mit einer vollhydraulischen Zweikreisbremse mit vier im Ölbad laufenden Scheibenbremsen ausgestattet, obwohl im Einsatz die Fussbremse aufgrund des stufenlosen Antriebs meist unbenutzt bleibt. Als Feststellbremse ist zusätzlich eine Federspeicherbremse eingebaut, die über einen Kippschalter im Armaturenbrett betätigt wird. Zusammen mit den beiden 100-Prozent-Differenzialsperren in Hinter- und Vorderachse und mit der Bauweise mit Zentraldrehgelenk

Joystick und Fahrhebel sind identisch mit den beiden grösseren Rigitrac-Modellen, jedoch gibt es keine EHR.

ermöglicht dies eine Arbeitssicherheit, wie sie kaum ein anderes Fahrzeug mit diesem Einsatzprofil bieten kann.

Fazit: Der Preis des SKH 75 wird in einem ähnlichen Bereich liegen wie beim SKH 95. Berücksichtigt man, wie unglaublich vielseitig dieses Fahrzeug gerade im Hügelund Berggebiet eingesetzt werden kann und welche zahlreichen Möglichkeiten es bietet, relativiert sich dies. Im Rahmen der Testfahrten hinterliess der Traktor einen starken und sparsamen Eindruck. Die Kombination von gefederter Kabine und Vorderachsfederung ermöglicht zudem ein für diese Klasse sehr hohes Mass an Fahrkomfort. Die Produktion einer ersten Serie von zehn  Fahrzeugen soll im Frühjahr 2014 anlaufen. Der Traktor wird an Knüsels Hausausstellung vom 30.11. und 1.12. in Küssnacht zu sehen sein.  n

Hinten ist die Kabine mit runden Scheiben abgeschlossen.

Der Einstieg ist sehr breit und bequem für die Klasse.

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n  Wissen | Technisch

Kräht der Hahn auf dem Mist…

«Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich‘s Wetter – oder‘s bleibt wie es ist.» Die Prognosesicherheit ist in diesem Falle hundertprozentig, aber zu nichts nütze. Um das Wetter der kommenden Tage möglichst präzise voraussagen zu können, muss der Meteorologe zuerst das Wetter von jetzt kennen – eine kleine Wetterkunde. Dominik Senn

In Sulgen TG steht diese Wetterstation mit Windgeber, Windrichtungsgeber, Strahlungsschutzhülle für Temperaturund Feuchtefühler, Solarzelle, Datenlogger und Niederschlagsgeber (von oben).

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Technisch | Wissen   n

Wetter – Witterung – Klima Unter Wetter versteht der Meteorologe das kurzfristige Geschehen in der unteren Atmosphäre (Troposphäre). Das Wetter spiegelt sich in der Temperatur, den Wolken, den Niederschlägen, im Wind und in Erscheinungen wie Gewitter und Nebel. Witterung ist dagegen «zeitlich erweitertes Wetter» und umfasst einen Zeitraum von mehreren Wochen. Ein Witterungsabschnitt kann regnerisch, kühl, frostig oder sonnig und warm sein. Die Definition von Klima hat sich gewandelt. Heute versteht man darunter, vereinfacht, den statistischen Durchschnitt aller meteorologischen Faktoren aus rund 30 Jahren Wetter. Geograf Holger Czerwenka ist Leiter Wetterprognosen bei Meteotest in Bern. (Bilder zVg/Dominik Senn)

In diesem ersten Teil geht die Schweizer Landtechnik der Frage «Was ist Wetter?» nach, erklärt die Messtechniken am Boden, auf dem Wasser, in der Luft und im Weltall, erläutert die Messdatenverarbeitung sowie Modelle und beleuchtet deren Interpretation bzw. Wettervorhersagen durch Prognostiker. In einem späteren zweiten Teil kommen vielfältige Anwendungen der Wetterüberwachung auf landwirtschaftlicher Ebene zur Sprache.

Was ist Wetter? Sonne, Luft und Wasser bestimmen das Wetter. Der Motor ist die Sonne. Sie

schickt ununterbrochen riesige Mengen von Strahlungsenergie zur Erde und versetzt Luft und Wasser in Bewegung. Ohne Luft wäre kein Wetter möglich. Das Wasser speichert Sonnenenergie als Wärme und sorgt mit riesigen Meeresströmungen für weltweiten Temperaturausgleich. Verdunstet es, wird es in Form von Wasserdampf aufs Land geweht. Kalte Luft kann nur wenig Wasserdampf aufnehmen, warme viel. Wassertröpfchen und Eiskristalle bilden Wolken, die Regen, Schnee und Gewitter bringen. Winde sind der natürliche Ausgleich der Druckunterschiede der Luftmassen. Wegen der Erdrotation fliesst die Luft nicht direkt vom Hoch zum Tief, sondern wird auf der Nordhalbkugel nach rechts abgelenkt: Die Luft bewegt sich deswegen um ein Tiefdruckgebiet im Gegenuhrzeigersinn und um ein Hochdruckgebiet im Uhrzeigersinn.

(siehe Kasten «Wetter kennt keine Grenzen») über ein Bodenmessnetz von 169 Stationen in allen Landesteilen und Höhenlagen; die höchstgelegene ist das Sphinx-Observatorium auf dem Jungfraujoch (3580 m ü.M.). Laufend kommen neue Stationen hinzu. Aber auch die übrigen Anbieter wie Meteotest betreiben Bodenmessnetze. Die restlichen meteorologischen Daten stammen von Satellitenbildern und Radarsystemen. Auch Flugzeuge, Schiffe, Wetterballone und schwimmende Bojen im Meer sammeln

Das Wetter von jetzt kennen

Die Windrichtungsverläufe (oben) und die Bodendrucksituation zur gleichen Zeit (unten) am 20. August.

Um das Wetter der kommenden Tage möglichst präzise voraussagen zu können, muss der Meteorologe zuerst das Wetter von jetzt kennen. Darum herum kommt er nicht. Zum Glück kennt er es, verschiedensten Messgeräten und Messtechniken sei Dank. Dies zeigt ein Besuch bei einem Schweizer Meteoanbieter, Meteotest in Bern. «Es gibt Abertausende von Wetterstationen auf der ganzen Welt, deren ­Geräte rund um die Uhr Messdaten beispielsweise zu Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Niederschlagsmenge, Windrichtung und Windstärke sammeln», erklärt Meteorologe Mario Rindlisbacher, dipl. Physiker ETH. In der Schweiz verfügt MeteoSchweiz

Die stündliche Niederschlagsmenge in mm am 20. August (oben) und die Gesamtbewölkung über Europa zur gleichen Zeit (unten).

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n  Wissen | Technisch

Wettermessdaten. Diese Daten werden zentral gesammelt und dienen zur Bestimmung des Anfangszustands von Wettermodellen. Das GFS (Global Forecast System) ist ein solches Wettermodell. Das Modell liefert nicht Messdaten, sondern Prognosen. Das Modell berechnet das Wetter zu einem Zeitpunkt in der Zukunft. Diese Modellprognosen des GFS sind frei verfügbar. Die Modellprognosen sind die Grundlagen für den Meteorologen. Aus den Berechnungen der vielen verschiedenen Wettermodelle leitet der Meteorologe die Wetterprognose her.

Bodenwetterstationen Wie der Leiter Wetterprognosen von Meteotest Holger Czerwenka, dipl. Geograf MSc, erläutert, besitzt eine solarbetriebene Bodenwetterstation nebst dem Speicher- und Übermittlungsgerät (Datenlogger) diverse Sensoren zur mechanischen oder optischen Erfassung der Regenmenge, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie der Windgeschwindigkeit und Windrichtung: Thermometer, Hygrometer, Luftfeuchtemesser, einen Radar zur Bestimmung der Niederschlagsart (Regen, Schnee oder Hageldetektion), Solarstrahlungsmesser, Erdsondenfühler, Windfahne und Schalenkreuz-Anemometer. Messstationen mit ähnlichen Sensoren befinden sich auch auf Schiffen oder auf Bojen in den Weltmeeren.

Weitere Beobachtungs- und Messgeräte Flugzeuge und Wetterballons erkunden dazu die Atmosphäre. MeteoSchweiz lässt zweimal täglich von der Sondierungssta­ tion Payerne aus einen Wasserstoff- oder Helium-Wetterballon etwa 30 km in die Höhe steigen; bis der Ballon über der Radiosonde platzt, funkt diese Messdaten an die Bodenstation. In der Schweiz beurteilen weiter etwa 500 Wetterbeobachter an rund 50 Stationen die aktuelle Wetterlage, Sichtweite, Bewölkung und Wolkentypen, und an diversen Standorten schiessen Webcams Tag und Nacht alle zehn Minuten Panoramabilder vom Wettergeschehen. Hochgenau sind elektromagnetische Signale aussendende Wetterradare. In der Schweiz erzeugen sie alle zweieinhalb Minuten ein aktualisiertes Bild. Sie erkennen Windgeschwindigkeiten, Windrichtungen, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Kleinpartikel und sogar bis auf 200 km Entfernung feinste Regentropfen; dies erlaubt die kurzfristige Vorhersage von Gewittern bis zu einer Stunde im Voraus. 28

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Wetter kennt keine Grenzen Der erste Schritt zur modernen Wetterprognose erfolgte mit der Erfindung des Thermometers durch Galileo Galilei Ende 16. Jahrhunderts und des Barometers durch dessen Schüler Evangelista Torricelli rund 50 Jahre später. Den Erfindungen voraus ging die Erkenntnis des Zusammenhangs zwischen dem Abfallen des Luftdrucks und einem nahenden Unwetter. Temperatur und Luftdruck sind bis heute wichtige Messgrössen Das WMO-Gebäude in Genf. der Wetterkunde. Im 19. Jahrhundert kamen erstmals Wetterballons zum Einsatz. 1863 nahm putertechnologie Einzug. Zwischen 1976 in der Schweiz ein landesweites meteorolound 1981 entstand das automatische gisches Messnetz mit 88 Stationen seinen Messnetz mit über 60 Stationen und ab Betrieb auf. 1881 wurde in Zürich die 1992 das auf Windmessung spezialisierte Schweizerische Meteorologische ZentralanErgänzungsnetz. Beider Daten müssen stalt gegründet. Sie ist seit 2000 das Bunnicht mehr vor Ort abgelesen werden, desamt für Meteorologie und Klimatologie sondern werden automatisch an den Zent(MeteoSchweiz). In den Zwanzigerjahren ralrechner übermittelt und dort aufbereikamen Flugwetterdienste und in den dreis­ tet. Diese meteorologischen und klimatolosiger Jahren die Standorte Genf und Locargischen Basisdaten werden von no sowie ein Sturmwarndienst hinzu. 1941 MeteoSchweiz erfasst und gemäss ihrem errichtete man die AtmosphärensondieLeistungsauftrag den privaten Anbietern rungsstation Payerne. von meteorologischen Dienstleistungen gegen Entgelt zur Verfügung gestellt, so Schritt in die Moderne auch der Firma Meteotest. Ab den Sechzigerjahren hielten Wettermodelle, Radarstationen, Satelliten und Com-

Maximal raumgreifend sind die rund zehn Wettersatelliten im Orbit. Der Meteosat 10 steht in 36  000 km Höhe über dem Schnittpunkt des Äquators und des Greenwich-Meridians. Er bewegt sich also im Gleichschritt mit der Erde und sendet alle 15 Minuten, auch nachts, ein Bild. Mittels animierter Bildsequenzen lassen sich Hoch- und Tiefdruckgebiete, Wolkenformationen und Gewitter sowie Nebelund Hochnebelgebiete lokalisieren, die das Wetter ganzer Kontinente beeinflussen. Holger Czerwenka: «Generell stehen zehn Minuten nach erfolgter Messung die Daten den Meteorologen zur Verfügung, also praktisch in Echtzeit, was entsprechend genaue Prognosen ermöglicht.»

entsprechen und auch rund um den Globus unter den Ländern ausgetauscht werden. Weiter gibt es die europäische Organisation von 26 Ländern für den Betrieb von Wettersatelliten (Eumetsat) mit Sitz in Darmstadt und das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) mit Sitz im britischen Reading; dort landen weltweite Wetterinformationen im Speicher eines Supercomputers mit 2240 Prozessoren. Der Computer analysiert die Wetterdaten und legt zweimal täglich das aktuelle Wetter für jeden Gitternetzpunkt fest. Daraus entstehen Wetterkarten, gültig für jeweils einen bestimmten Tag in der Zukunft. Sie werden von den Meteorologen für Wetterprognosen verwendet.

Internationaler Datenaustausch Wetter kennt keine Grenzen. Wer eine Prognose erstellen will, muss das weltweite Wettergeschehen berücksichtigen. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mit Sitz in Genf (eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen) sorgt dafür, dass die Messdaten internationalen Standards

Pure Mathematik Täglich landen Millionen von Datensätzen aus einheimischen Messnetzen und aus aller Welt bei MeteoSchweiz. Sie werden gespeichert, für die Wetterdienste und Kunden aufbereitet, nach Qualität bzw. Plausibilität untersucht und an die richti-


Technisch | Wissen   n

Bauernwetterregeln

Meteorologe Mario Rindlisbacher erstellt aus den Unmengen von Wetterdaten kundenspezifische Prognosen.

gen Stellen weitergeleitet. Was sich so leichthin sagt, ist pure Mathematik. Die Messwerte der Stationen sind bloss punktuell. Ein engmaschigeres Netz mit Informationen über Niederschlag, Temperatur oder Sonnenschein wäre aussagekräftiger. Deshalb werden aus den gemessenen Werten mithilfe statistischer Modelle die dazwischen liegenden unbekannten Wer­ te berechnet. Oder es werden unterschiedliche Daten intelligent miteinander verknüpft, um daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen. Ein Beispiel ist die Verknüpfung von Niederschlagsdaten von Wetterradaren mit Daten von Bodenmessstationen: Das Radar liefert Informationen zur Verteilung der Niederschläge, ist aber weniger genau als die Messstation, was die Niederschlagsmenge betrifft. Die Kombination der beiden Messmethoden liefert qualitativ bessere Aussagen.

Von den Daten zum Modell … Die aufbereiteten Wetterdaten fliessen in sogenannte numerische Wettermodelle ein. Diese berechnen mit mathematischen Formeln die künftige Wetterentwicklung. «Wettermodelle sind Computermodelle, welche das Wetter der Zukunft berechnen», sagt Holger Czerwenka. Doch was sind das für Modelle? Das Wetter basiert auf physikalischen Vorgängen in der Atmosphäre, die sich mittels mathematischer Gleichungen beschreiben lassen. Für ein «numerisches» Vorhersagemodell überzieht man bestimmte Teilgebiete der Erde oder den ganzen Globus mit einem Gitter, und zwar auf unterschiedlichen Höhen. An jedem Kreuzungspunkt des Gitters berechnet ein Formelsatz die Entwicklung

der Temperatur, des Luftdrucks, der Feuchtigkeit oder des Windes. Flies­ sen nun gemessene Daten von diesem Punkt in das Modell ein, berechnet der Computer, wie sich die Atmosphäre in Zukunft verändert. In der Schweiz stützen sich die Wettervorhersagen – entsprechend der topografischen Vielfalt – auf kleinräumige Modelle. Das weitmaschige Modell Cosmo-7 (Westund Mitteleuropa) ist in das globale Modell EZMW eingebettet. Cosmo-7 weist 60 Höhenschichten auf, die Gitterpunkte sind 6,6 km auseinander; dies ergibt in der definierten Ausdehnung knapp acht Millionen Gitterpunkte. Das darin eingebettete Cosmo-2 ist noch höher aufgelöst. Es enthält fast elf Millionen Gitterpunkte in einer Maschenweite von 2,2 km. Es deckt den Alpenraum mit der Schweiz im Zentrum ab. Der Supercomputer Buin in Lugano rechnet beide Modelle mit einer ­Leistung von rund 5000 Milliarden Berechnungen pro Sekunde und schafft damit die Berechnungen für die 24-StundenWettervorhersage von Cosmo-2 innert 20  Minuten. Meteotest stützt sich auch auf andere Lokalmodelle wie das WRFModell mit 2 km Abstand zwischen den Gitterpunkten.

… und vom Modell zur Vorhersage Die Rohdaten, die der Computer ausspuckt, sind nur insofern etwas wert, als sie interpretiert werden. «Um eine Vorhersage machen zu können, vergleichen die Prognostiker die verschiedenen Modelle oder die aktuellen Messwerte», sagt Meteorologe Mario Rindlisbacher. Er analysiert die Resultate der verschiedenen

Der Bauer hat sich schon immer gemerkt, wann und welche Witterungserscheinungen gute oder schlechte Ernte einbringen. Schreibgelehrte fassten die Wetterabläufe und Merkpunkte in Verse. Die Bauernwetterregeln waren geboren. Sie waren und sind zum Teil verblüffend zutreffend. Ein Beispiel: «Ist Dezember veränderlich und lind, der ganze Winter ein Kind.» Das bedeutet, einem zu warmen Dezember folgt kein strenger Winter. Die Regel konnte in 76% aller Fälle bestätigt werden. Gut zutreffend ist auch die Regel «Das Sonntagswetter meldet sich am Freitag an» bei Westwindlagen. Da dauert es zumeist 36 bis 48 Stunden, bis ein Tiefdruckgebiet das nächste ablöst und das Wetter sich im Ablauf von Freitag bis Sonntag quasi wiederholt.

Wettermodelle. Er beurteilt Bilder von Satelliten, Wetterradaren und Webcams. Mithilfe seiner persönlichen Erfahrungen entsteht vor seinem inneren Auge ein genaues Bild der aktuellen Wetterlage. Diesen Schritt der Interpretation und Gewichtung kann kein Computer dieser Welt vornehmen, auch nicht die Ausformulierung der Prognose in Textform. Die Texte werden der Druckpresse zugestellt und beispielsweise bei Meteotest im Hausstudio Radiosendern mündlich übermittelt. Vor allem für die Druckpressehäuser und das Fernsehen ist es wichtig, die Prognosen zu visualisieren und zu animieren. Gerade Animationen erlauben mithilfe der Zeitraffung dynamische Darstellungen von Wetterentwicklungen. Es gilt: Je längerfristig eine Prognose, desto unsicherer. Heute liegt die Trefferquote von Vorhersagen bei 85% für den Folgetag und bei 75% bei zwei bis fünf Tagen.

Prognosen nach Kundenbedürfnis Meteorologen erstellen nicht einfach nur Wetterprognosen, sondern sie sind in der Lage, Prognosen nach Kundenbedürfnissen zu erstellen, und zwar nach den unterschiedlichsten, erläutert Mario Rindlisbacher. Der Wunsch des Kunden steht für ihn im Vordergrund. Kunden können Zeitungen sein, Radios, Internet, Telefonanrufer, eine Expedition zum Everest, Segler, Schulen, die Energiewirtschaft, Geografen, Kapitäne, Piloten, Freiluftveranstalter, Lohnunternehmer, Landwirte. «Jede Zielgruppe hat ihren spezifischen Bedarf, den wir abdecken können», so Mario Rindlisbacher.  n 11 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Management

Angepasste Streuscheiben-Drehzahl, begrenzte Wurfweite, hydraulischer Antrieb und geschützte Elektronikkomponenten zeichnen einen modernen Winterdienststreuer aus. (Bilder: Firmenaufnahmen)

Mit Salz und Zucker erfolgreich gegen vereiste Strassen Unsere Mobilität stellt hohe Anforderungen an die Strassenunterhaltsdienste im Winter. Sicherheit und Umwelt sind im Fokus. Trockenes Salz, angefeuchtetes Salz und Sole werden flexibel je nach Strassentyp und Minustemperaturen einzeln oder gemischt eingesetzt. Seit wenigen Jahren wird auch über Melasse als Zusatzmittel gesprochen. Ruedi Hunger Eis, Glätte, Schnee – bald hat uns der Winter wieder im Griff und diktiert sein Regime. Damit Strassen und Gehwege einigermassen befahr- und begehbar bleiben, setzen Unterhaltsdienste «abtauende» und/oder «abstumpfende» Mittel ein. Als abstumpfendes Mittel, allerdings mit eingeschränktem Wirkungsgrad, wird Split verwendet. Kurzzeitig zeigt Split auf einer glatten Fläche durchaus eine Wir30

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kung, wird jedoch von den Fahrzeugreifen schnell an den Strassenrand verdrängt und verliert dadurch seine Wirkung. Zudem gibt es ökologische Bedenken, muss doch der an den Strassenrand verdrängte Split im Frühjahr mit grossem Aufwand aufgesaugt oder aufgesammelt und sachgerecht entsorgt werden. Zu den abtauenden Streustoffen zählen Chloride wie Natriumchlorid, Kalzium-

chlorid oder Magnesiumchlorid; also alles Varianten von Streusalz und Salzsole, die trocken oder flüssig ausgebracht werden. Bei Sole handelt es sich um ein Naturprodukt, eine rund 30%ige Salzlösung aus Natriumchlorid. Auf viel befahrenen Strassen, insbesondere Autobahnen, treten bei Eisglätte erhebliche Verkehrseinschränkungen mit hohem Gefährdungspotenzial auf. Um


Management   n

Begriffe • Chloride sind Verbindungen des chemischen Elementes Chlor. Dieses kann mit Metallen, Halb- oder Nichtmetallen verbunden vorliegen. • Natriumchlorid (NaCl) ist Kochsalz. • (K)Calciumchlorid (CaCl2) ist ein Chlorid des Erdalkalimetalls Chlorid. • Magnesiumchlorid (MgCl2) ist das Magnesiumsalz der Salzsäure. Eine natürliche Quelle ist das Meerwasser. • Sole ist eine wässrige Lösung von Salzen, die mindestens 14 g gelöster Stoffe pro Kilogramm Wasser enthält. • Gewichtsprozente (Abk. Gew-%), Angabe, wie viel Gramm eines Stoffes in 100 g eines Gemisches enthalten sind. Neu: Masseanteil.

solche Situationen bei Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt zu entschärfen, wird seit Jahren Streusalz eingesetzt. Gerade von präventiv eingesetztem Salz ist bekannt, dass es eine begrenzte Liegezeit auf der Fahrbahn hat. Durch dauernde Verkehrseinwirkung und Verwehungen beim Streuen sind bereits nach einer Stunde bis zu 80% des Salzes von der Fahrbahn an den Strassenrand verfrachtet, ohne eine Tauwirkung zu bewirken.

Wasser beschleunigt Tauwirkung Ohne Wasser gibt es keine Tauwirkung. Trockenes Salz muss das notwendige Wasser aus der Luft absorbieren, damit überhaupt ein Tauprozess beginnen kann. Streusalz wirkt auf den Fahrbahnen bis zu Temperaturen von –5° bis –8 °C tauend. Damit eine Strasse eisfrei bleibt, muss genügend Taumittel auf der Strasse liegen. Bei –2 °C sind 3,4 Gew.-% und bei –5 °C bereits 8 Gew.-% erforderlich. Wie bereits erwähnt, ist die Liegezeit von trockenem Salz sehr von der Verkehrsdichte bzw. Verkehrseinwirkung abhängig. Bei Temperaturen unter –8 °C werden in der Schweiz zur Herabsetzung der Gefriertemperatur Zusätze in Form von CaCl2 und MgCl2 verwendet. Damit gelingt es den Gefrierpunkt bis gegen –40 °C zu senken. Damit die (oben erwähnten) Nachteile von Trockensalz auf entsprechenden Strassen reduziert werden, wird vermehrt Feuchtsalz eingesetzt. Feuchtsalz entsteht durch Anfeuchten des trockenen Auftausalzes mit Salzlösung. Im Streugutbehälter des Fahrzeuges wird trockenes Salz geladen, und in einem separaten Soletank befindet sich die Salz­

Ein Abrollgerät ermöglicht den minutenschnellen Wechsel von Aufbaugeräten und damit eine optimale Ausnutzung des Fahrzeuges auch ausserhalb des Winterdienstes.

lösung. Die Vermischung im Verhältnis 70  :  30 erfolgt unmittelbar auf dem Streuteller.

Safecote als Mischpartner

bahnwerkhofs (AWS) Spiez. Zuvor wurde ­Safecote im Jahr 2002 bereits in Grossbritannien, 2005/2006 in Rumänien (Bukarest), 2006/2007 in Österreich und Norwegen verwendet. Safecote setzt den Gefrierpunkt herab. Es kann in reiner Form eingesetzt werden, was aber infolge hoher Kosten nicht wirtschaftlich sein kann. Safecote ist einfach zu verarbeiten und hat bessere Hafteigenschaften als Streusalz. Zudem werden die Korrosionseffekte stark reduziert und die gesundheitlichen Vorteile werden vom Winterdienstpersonal (geringerer Anteil von Chloriden) geschätzt. Safecote ist ein Mischpartner und wird am häufigsten mit Wasser und Streusalz (NaCl) vermischt, kann aber auch zusammen mit CaCl2 und MgCl2 verwendet werden. Durch Verwendung von verschiedenen Mischpartnern und angepassten Mischverhältnissen kann flexibel auf unterschiedliche Minustemperaturen ­reagiert werden. Noch ist nicht klar bewiesen, dass Safecote besser auf der Fahrbahn haftet. Wenn Strassen bereits schneebedeckt sind, zeigt Safecote nach Angaben aus dem Pilotversuch am AWS Spiez keine Wirkung.***  n

Unter dem Produktnamen «Safecote» wird Melasse aus der Rohrzuckerherstellung zur Beimischung eingesetzt. Ein erster Grossversuch in der Schweiz ­erfolgte 2008 im Einzugsgebiet des Auto-

* Zeitschrift «KommunalTechnik» ** Die schweizerische Kommunal-Revue SKR. *** Tiefbauamt des Kantons Bern; Bericht Pilotversuch Safecote

Von Feuchtsalz zum Flüssigstreuen Eigentlich haftet Feuchtsalz besser auf reif- und eisglatter Fahrbahn als Trockensalz. Dies bewirkt, dass der Auftauprozess schneller erfolgt und die Strasse daher länger eisfrei bleibt. Die schnellere Wirkung und die stark reduzierten Wehverluste ermöglichen eine kleinere Einsatzmenge und erhöhen den Wirkungsgrad. In Skandinavien und teilweise auch in den USA ist «Flüssigstreuen» seit einigen Jahren weit verbreitet. Aufgrund der positiven Erfahrungen in diesen Ländern hat auch Deutschland gross angelegte Versuche durchgeführt und kommt zum Schluss, dass das Ausbringen von Sole für die vorbeugende Streuung auf schnell befahrenen Strassen eine gute Lösung ist.* Schweizer Erfahrungen gehen von einer mangelnden Dauerhaftigkeit auf der behandelten Fläche aus. Auch bei lang­ andauernden und extrem tiefen Temperaturen sei die Solewirkung fraglich.**

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n  Management

Frontlader versus Teleskoplader Auf vielen Landwirtschaftsbetrieben zählt ein Hebefahrzeug zum Fuhrpark. Frontlader und Teleskoplader stehen in Konkurrenz zueinander. Es gibt nicht ein besseres oder schlechteres Fahrzeug, sondern nur das richtige, mit dem die spezifischen Bedürfnisse eines Betriebes abgedeckt werden. Ruedi Hunger Typisches Merkmal eines Frontladers ist sein Anbau mittels Konsole an fast jeden beliebigen Traktor. Dies mit der Einschränkung, dass Traktor und Frontlader einer gewissen Abstimmung benötigen, wenn ein gutes Arbeitsergebnis erzielt werden soll. Das typische Merkmal des Teleskopladers ist der markante, ein- und ausfahrbare Teleskoparm, der meist auf der rechten Seite angelenkt ist. Während der Fahrer beim Traktor eine mittige Sitzposition einnimmt, sitzt er beim Teles­ koplader seitlich versetzt auf der linken Seite. Im täglichen Praxiseinsatz offenbaren sich weitere Unterschiede, die vom Anwender, Käufer und Verkäufer mit Argumenten gestützt oder verworfen werden. Nachfolgend sind fünf wichtige Argumente aufgeführt, die jeweils aus Sicht von Traktor/Frontlader und Teleskoplader beleuchtet werden.

Argument 1: Teleskoplader ersetzt Traktor Traktor und Teleskoplader haben in ihrer «Evolution» eine ganz unterschiedliche Entwicklung erfahren. Seit rund 100 Jahren werden Traktorenkonzepte auf Zug­ arbeiten ausgerichtet. Vor etwa 60 Jahren wurden erste Hebevorrichtungen, als Vorläufer der heutigen Frontlader, gebaut. Der moderne Traktor ist mit hochstehender Getriebetechnik ausgerüstet, die auch den Fahrbereich für Frontladerarbeiten optimal abdeckt. Aufgrund der Verbrauchsoptimierung beim Fahrantrieb eines Traktors ergeben sich, gegenüber dem Teleskoplader, deutlich niedrigere Treibstoffkosten. Teleskoplader sind Spezialfahrzeuge, die Lasten weit reichen und hoch heben können. (Bilder: Werkbilder/ Ruedi Hunger)

Neben Neutrak­ toren können Frontlader an nahezu allen Traktoren nachge­ rüstet werden.

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Management   n

Die Entwicklung der Teleskoplader begann Jahrzehnte nach dem Traktor. Sein Einsatzgebiet war lange Zeit vornehmlich die Bauwirtschaft. Er ist das Spezialfahrzeug, um Lasten weit zu reichen und hoch zu heben. An sein Baukonzept und seine Getriebetechnik werden deshalb andere Anforderungen gestellt als an jene des Traktors. Auch Teleskophersteller befassen sich mit alternativer Antriebstechnik; jüngstes Beispiel dafür ist die Verleihung einer Agritechnica-Goldme-

stunden die Kosten je Einheit gesenkt werden. Ein Teleskoplader ist ein vollwertiges Fahrzeug, das nur bedingt anderweitig eingesetzt werden kann. Grafik 1 zeigt, dass der Teleskoplader im Bereich tiefer Auslastung wesentlich höhere Kosten verursacht als ein Traktor mit Frontlader. Dies mit der Annahme, dass der Traktor für viele andere Arbeiten eingesetzt wird. Im Beispiel beträgt die Grundauslastung 250 bzw. 500 Stunden. Berechnungen von Verfahrenskosten (Knechtges, Holpp) gehen davon aus, dass sich die Anschaffung eines Teleskopladers erst ab einer jährlichen Auslastung von 600 Stunden wirklich lohnt.

lich erreicht die genannte Frontladerkategorie (bei 3,50 m Hubhöhe) eine Überladeweite von knapp 110  cm, wobei Traktoren ohne Fronthydraulik Spitzenwerte bis fast 140 cm realisieren. Neben der Überladeweite spielt auch der Auskippwinkel eine grosse Rolle. Das heisst, ein Arbeitsgerät (Schaufel, Krokodilzange) soll sich auch vollständig entleeren. Die Durchschnittswerte bei 3,50 m Hubhöhe betragen –78,2 Grad; das sind 30% mehr als bei maximaler Hubhöhe. Fazit: Grosse Reichweiten und Höhen sind für Ballenlager entscheidend. Hier erreichen Teleskoplader Spitzenwerte. Zum Beladen von Anhängern ist der Frontlader absolut gleichwertig – je nach Getriebe gar im Vorteil. Bei kleinerem Traktor/Frontlader ist der mögliche Auskippwinkel zu beachten.

Fazit: Auf einem Landwirtschaftsbetrieb werden oft wenig effektive «Hebestunden» für Frontlader oder Teleskoplader realisiert. Dennoch wird wertvolle Arbeit geleistet, unter anderem werden Arbeitskräfte von körperlich schwerer Arbeit entlastet. Bei tiefer Auslastung ist der Frontlader auf alle Fälle günstiger.

Argument 4: Traktor/Frontlader benötigen grösseren Aktionsradius Teleskoplader verfügen über verschie­ dene Lenkarten. Das verleiht dem Fahrzeug eine hohe Beweglichkeit. Zum Tragen kommt dieser Vorteil in Gebäuden, Lagerhallen und Stallungen. Auf dem Feld, ohne Platzeinschränkungen, sind diese Vorteile zweitrangig. Da ist der Traktor mit einem modernen Getriebe und mittiger Sitzposition des Fahrers sogar im Vorteil. Die Ladeleistung wird nicht zuletzt durch die Hubzeit des Frontladers bestimmt; diese ihrerseits wird beeinflusst durch die Hydraulikleistung des Traktors. Ein Load-Sensing-System ermöglicht hohe Leistungswerte bei mäs­ sigen Motordrehzahlen. Traktor/Frontlader erreichen Werte von fünf bis sechs Sekunden; dies entspricht Arbeitsgeschwindigkeiten beim Heben zwischen 85 und 90 cm/s.

Argument 3: Teleskoplader «reichen weit und hoch»

Fazit: Ein Spezialist und ein Allrounder können sich nicht gegenseitig vollwertig ersetzen. Der Traktor wird das wirtschaftliche Fahrzeug für Zugarbeiten bleiben, während der Teleskoplader seine Vorteile als Lastenheber ausspielen kann.

Argument 2: Traktor/Frontlader ist günstiger Ob ein Fahrzeug für den Landwirtschaftsbetrieb «günstig» ist, entscheidet in erster Linie seine Auslastung. Es ist eine Binsenwahrheit, dass durch mehr Einsatz-

Traktor ART-Code 1010/2013; Teleskoplader ART-Code 1106 Tr/Fl 250 h Kosten je Arbeitseinheit (AE)

daille an Merlo. Die Italiener bringen mit dem «Hybridtelehandler» erstmals ein Fahrzeug auf den Markt, das wahlweise elektrisch oder dieselelektrisch angetrieben wird.

In der Tat, Teleskoplader erzielen grosse Reichweiten und können Lasten entsprechend hoch anheben. Die guten Werte müssen aber relativiert werden, weil das Hebeverhalten durch Reichweite und Hubhöhe negativ beeinflusst wird. Frontlader für die 110-kW-Traktorklasse erreichen gemäss Deula-Test durchschnittliche Hubhöhen von 4,40 m. Im Ladebetrieb, beispielsweise beim Beladen eines Mistzetters, spielt die Überlade­ weite eine wichtige Rolle. Diese wird durch die Konstruktion des Frontladers sowie durch Anbauteile am Traktor (Front­hydraulik) beeinflusst. Durchschnitt-

Tr/Fl 500 h

Teleskoplader

450 400 350 300 250 200 150 100 50 0

25

50

75

100

125

150

175

200

225

250

275

300

325

350

375

400

Auslastung in Arbeitsstunden bzw. Arbeitseinheiten (AE)

425

450

475

500

Grafik 1: Mit wachsender Auslastung gleichen sich die Kosten je Arbeitsstunde an. Als Spezialfahrzeug erbringt der Teleskoplader im Allgemeinen eine höhere Arbeitsleistung.

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n  Management

Fazit: Ein Traktor mit Frontlader benötigt einen grösseren Aktionsradius. Im Gebäude kann dieser Nachteil entscheidend sein. Betreffend Hub- und Senkzeiten erreichen Traktor und Teleskoplader vergleichbare Werte. Wegen des höheren Schwerpunktes überschreitet ein Traktor/ Frontlader relativ früh die Kippgrenze.

Argument 5: Teleskoplader weisen höhere Traglasten auf Die Klasse der über 4 t schweren Teleskoplader ist, was die Motorleistung betrifft, vergleichbar mit der Grösse eines 110-kW-Traktors/Frontladers. Hier spielt der Hebespezialist seine Vorteile aus und hievt mehr Gewicht als sein Kontrahent. Gleiche Werte werden vom Traktor (110 kW) und der nächstkleineren Teleskopladerklasse (80–90 kW) erreicht. Da beim Traktor/Frontlader während des Anhebens nur geringe Distanzveränderungen auftreten, verändert sich die Hubkraft bis 150 cm im Durchschnitt nur um –1,5 bis 2%. Beim weiteren Anheben der Last nimmt die Hubkraft im Durchschnitt nochmals um 2% ab. Das bedeutet, dass auch im schlechtesten Fall noch mindestens 96% der maximalen Hublast erreicht werden. Die Vorderachsbelastung wird durch den Frontlader erhöht. Bereits in leerem Zustand beträgt sie rund 4300 kg (Traktor und Frontlader), bei der Arbeit wurden schon Spritzenwerte über 10 t gemessen. Beim Teleskoplader machen sich zunehmende Reichweiten, verbunden mit Hubhöhe, besonders stark bemerkbar (Grafik 2). Im Extremfall kann die maximale Traglast unter 1000 kg sinken. Das heisst, mit maximaler Reichweite kann durchschnittlich noch etwa ein Drittel (33–35%) der möglichen Traglast getragen werden. Das Ausnutzen der maximalen Hubhöhe reduziert die höchstmögliche Traglast auf 68 bis 78%. Weil aber schwere Lasten kaum bei maximaler Reichweite bzw. Hubhöhe angehoben werden müssen, spielt diese physika34

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Durchschnitt alle Teleskopladerklassen (Quelle, LKN, Oldenburg)

bis 3-t-Klasse

3- bis 4-t-Klasse

ab 4-t-Klasse

6000 5000 Traglasten kg

Die Kippkante verläuft beim Traktor von den Hinterrädern zum Dreh- und Aufhängepunkt der Vorderachse (Ausnahme Rigitrac). Dieses Dreieck macht den Traktor instabil; kommt dazu, dass Gewicht von der Hinterachse auf die Vorderachse übertragen wird, was zusätzlich die Stabilität negativ beeinflusst. Gleichzeitig kommt der Nachteil des höheren Schwerpunktes zum Tragen. All diese Gründe erhöhen die Kippgefahr beim Traktor.

4000 3000 2000 1000 0

Traglastast max.

Last b. max Höhe

Last b. max. Weite

Grafik 2: Die Traglast hängt von der Arbeitshöhe und der Reichweite des Teleskoparms ab.

lische Einschränkung eine kleine Rolle. Für Ballenlager reichen die möglichen Werte aus. Fazit: Traktor/Frontlader erreichen durchgehend gute Werte beim Lastenheben. Bezogen auf eine vergleichbare Motorleistung, hebt der Hebespezialist aber doch etwas mehr, wobei seine Werte bei wachsender Distanz und zunehmender Höhe rasch abnehmen. Es gibt weitere Argumente, die für oder gegen das eine oder andere Hebefahrzeug sprechen. In Betracht gezogen werden müssen auch evtl. Zusatzausrüstung wie beispielsweise Heck-DreipunktKraftheber für Teleskoplader oder alternative Bauarten wie der Hecklader mit Rückfahrvorrichtung (Fendt) sowie die ganze Palette der Anbaugeräte. Sie sind es, welche so richtig anpacken.

Zusammenfassung: Der Traktor mit Frontlader ist oft das optimale Hebefahrzeug auf dem Landwirtschaftsberieb. Er beansprucht einen gros­ sen Aktionsradius. Zudem müssen Abstriche im Bereich der Sicherheit gemacht werden. Als Anbaugerät kann – und soll – er abgebaut werden, wenn unmittelbar keine Verwendung ansteht. Der Teleskoplader erfordert eine hohe Auslastung, damit er als Spezialfahrzeug wirtschaftlich eingesetzt werden kann. Er ist flexibel und wendig, mit einer einseitigen Einschränkung der Arbeitsplatzübersicht für den Fahrer. Seine Stärke ist, dass er Lasten weit reichen und hoch heben kann. Die neue kleine Teleskopgeneration konkurriert als Allrounder zunehmend die Hoflader.  n

Die «neuen kleinen» Teleskoplader konkurrenzieren erfolgreich Hof- und Kompaktlader.


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n  Plattform | Veranstaltung

Agritechnica – Innovationen Für wegweisende Innovationen hat die Neuheiten-Jury der Agritechnica, die vom 10. bis 16. November in Hannover stattfindet, vier Innovationen mit einer Gold­ medaille ausgezeichnet und 33 mit einer Silbermedaille. Die Schweizer Landtechnik präsentiert diese in Wort und Bild. Zusammenstellung: Ruedi Burkhalter

Maisstroh für Energiegewinnung sauber ernten New Holland CNH, Halle 3, Stand C03

flektorblechen in einen Schwad legt. Dieser bildet das Bett für Spindeln und Reinigungsabgang aus dem Mähdrescher. So kann erstmals ein hoher Anteil an Ernterückständen schmutzarm und ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand aus dem fertigen Schwad geerntet werden.

Schüttlerdrehzahl automatisch optimiert

Die Bergung von Ernterückständen nach der Körnermaisernte gewinnt an Bedeutung. Diese zusätzliche Biomasse kann als nachwachsender Rohstoff in Heizkraftwerken oder Biogasanlagen, aber auch als Einstreu oder Futtermittel in der Tierhaltung genutzt werden. Der neue Cornrower besteht aus einem Hinterpflückerhäcksler, der am Maispflücker die Erntereste mit speziellen Messern zerkleinert und mittels ellbogenförmigen De36

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New Holland CNH, Halle 3, Stand C03 Schüttler-Mähdrescher verursachen auf hügeligen Schlägen erhöhte Kornverluste, weil der Gutfluss auf den Schüttlern beeinträchtigt wird, erhöhte Kornverluste bergauf wie auch bergab sind die Folge. Ausserdem erfordern Druschfrüchte wie z. B. Mais angepasste Schüttelfrequenzen, weil die Fördereigenschaften anders sind als die von Getreidestroh. Das Regelsystem «Opti-Speed» von New Holland verändert die Drehzahl der Schüttlerwellen in Abhängigkeit von der

Hangneigung und der zu erntenden Frucht. Bei Bergauffahrt wird die Drehzahl reduziert und bei Bergabfahrt erhöht. Dadurch ergibt sich in beiden Fällen eine Gutschichtdicke ähnlich wie bei der Ernte in der Ebene, und folgerichtig werden die Kornverluste im Vergleich zu fixer Schüttlerwellendrehzahl reduziert. Darüber hinaus wird bei der Wahl der Mäh­ dreschereinstellungen für eine andere Druschfrucht im Informationssystem die für diese Frucht passende Schüttlerwellendrehzahl geladen.


Veranstaltung | Plattform   n

Teleskoplader: leise und abgasfrei

Ertragsermittlung mit eichfähiger Waage

Merlo S.p.A, Halle 6, Stand C15 Erstmalig wird in der Landwirtschaft mit dem «Turbofarmer 40.7 Hybrid» ein plug-in-hybrid-elektrisches Fahrzeug angeboten, bei dem der Antrieb wahlweise elektrisch oder dieselelektrisch erfolgt. Der Dieselmotor hat eine Leistung von 56  kW statt der üblichen 100 kW. Im wählbaren Modus «Diesel on» läuft der Motor bei kontinuierlichen 1800 U/min, dem Optimum für einen geringen Kraftstoffverbrauch. Im Hybridmodus liefert der mit konstanter Drehzahl arbeitende Dieselmotor die Energie für den Fahrantrieb und lädt gleichzeitig die Batterie. Das System wählt automatisch zwischen 1200 und 1800 U/min – abhängig vom Stand der Batteriereserve und dem Leistungsbedarf der betätigten Arbeitsfunk­ tionen. Im elektrischen Modus wird der Lader durch die eingebaute 30-kWh-Lithium-Batterie mit Energie versorgt. Leise und emissionsfrei arbeitend, kann die elektrisch betriebene Maschine in geschlossenen Räumen eingesetzt werden. Ohne die Arbeitsleistung des Laders einzuschränken, kann die Nennleistung des Dieselmotors durch diese Antriebsarchitektur halbiert werden. Zusätzlich kann während der bei Teleskopladern oft anfallenden Niedriglast- oder Leerlaufphasen der Antrieb wiederum rein elektrisch er-

Fliegl, Halle 4, Stand B34 Für die Ertragsermittlung bei der Ernte, zur Überwachung der Festmistausbringung oder der Mineraldüngung ist die zeitnahe, in die landwirtschaftlichen Prozesse integrierte Wiegung des Gutes mit entsprechender Genauigkeit eine wichtige Voraussetzung. Die zentrale Eigenschaft des ISOBUS-basierten Wiegesystems FWS 2014 für Transportanhänger ist seine Eichfähigkeit. Die Lösung funktioniert mit allen Task-Controller-fähigen ISBOUS-Displays, sodass die Datenbereitstellung zu Farm Management Information Systems (FMIS) gegeben ist. Die Grundlage für eine rechtssichere Abrechnung bilden ein «Alibi-Speicher» zur Nachvollziehbarkeit aller Daten und eine verschlüsselte Kommunikation. Die universelle Kompatibilität, die Dokumentation der Daten, neue Funktionalitäten (wie die Ermittlung der Ausbringrate), eine Entlastung des Fahrers oder die Vermeidung von Erfassungsfehlern sind weitere Vorteile des Gesamtsystems.

Hydrauliksystem als Motorbremse SAME DEUTZ-FAHR, Halle 4, Stand B27

Dieselmotoren werden immer effizienter, u.a. weil sie die gleiche Leistung mit weniger Hubraum erreichen (downsizing). Ein Nachteil dieser Entwicklung besteht darin, dass die Bremswirkung des Motors – auch mit einer üblichen Motorbremse – bedeutend kleiner wird. Anders als bei der üblichen Motorbremse wird die Bremswirkung beim «hydraulischen Motorbrems-Konzept» von Same Deutz-Fahr durch Drosseln der Ölströme der Arbeitshydraulik mit speziellen Ventilen und gleichzeitigem Schliessen der elektronischen Viscokupplung des

folgen, wodurch sich in Verbindung mit dem D ow nsize - M oto r die Kraftstoffkosten und CO2-Emissionen um bis zu 30% reduzieren. Eine weitere Betriebskostensenkung ergibt sich durch die Aufladung des Plug-inHybriden am Stromnetz oder der PV-Anlage.

Der Lader erbringt vollelektrisch die Leistung eines regulären Teleskopladers der «Vier-Tonnen/Sieben-Meter»-Klasse. Bis zu zwei Stunden arbeitet er vollelektrisch, bis zu vier Stunden im sparsamen Eco-Modus.

Lüfters erreicht. Dadurch erhöht sich die Bremswirkung, zugleich wird die Kühlung des erwärmten Hydrauliköls sichergestellt. Insgesamt erreicht das System in Verbindung mit einem 3,6 l Dieselmotor eine höhere Bremswirkung, als beim ­4,1-l-Vorgängermodell mit konventioneller Motorbremse. Aus Sicherheitsgründen wird die Bremswirkung in Abhängigkeit vom Lenkeinschlag begrenzt.

Zapfwellendrehzahl wechselt automatisch SAME DEUTZ-FAHR, Halle 4, Stand B27 Erstmalig wird ein unter Last schaltbares Zapfwellengetriebe realisiert. So kann zwischen der Nenn- und der EcoZapfwellendrehzahl je nach Motorauslastung automatisch umgeschaltet werden. Besonders bei wechselnden Einsatzbedingungen werden das Einsatzspektrum der kraftstoffsparenden Eco-Zapfwellendrehzahl erweitert und Betriebsinstabilitäten vermieden.

Traktor mit gelenkter Hinterachse Lindner, Halle 5, Stand C05

Mit dem Lintrac 90 lanciert Lindner ein neues Traktorenkonzept, um dem Bergbauern Investitionen in teure Spezialmaschinen zu ersparen. Um die Wendigkeit und die Frontladereignung des Traktors zu erhöhen, kann die Hinterachse mitgelenkt werden. In Verbindung mit dem in dieser Leistungsklasse nur wenig verbreiteten stufenlosen Fahrantrieb «Terramatic TMT09» von ZF erreicht der Frontladertraktor nahezu die Funktionalität eines Radladers und kann gleichzeitig aber auch die Aufgaben eines Zweiachsmähers übernehmen. Angetrieben wird der Lintrac 90 von einem 3,4-Liter-Perkins-Motor mit 90 PS.

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n  Plattform | Veranstaltung

Isobus-Bedienung zu Hause trainieren Kverneland Group, Halle 05, Stand D38 Mit «IsoMatch InDemo» und «IsoMatch Simulator» werden alternative DidaktikKonzepte zur Nutzung der Simulationstechnik für die Bedienung von IsobusMaschinen in der Praxis angeboten. Bei IsoMatch InDemo wird ein ISOBUS-Stecker an den Traktor angeschlossen, der das Training oder die Demonstration einer Anbaumaschine über das ISOBUS-Terminal möglich macht, ohne den Anbau der echten Maschine. IsoMatch Simulator bringt die Funktionen des ISOBUS – ohne weitere Zusatzgeräte – auf den heimischen PC und ermöglicht das Training der Arbeitsvorgänge mit den GPS-Daten des eigenen Feldschlages. Beide Varianten verbessern die Transparenz, ermöglichen eine höhere Leistung bereits ab dem ersten Feldeinsatz.

Bessere Reinigung und geringe Verluste Ambros Schmelzer & Sohn, Halle 6, Stand G25 Der Zick-Zack-Sichter von Ambros Schmelzer & Sohn stellt mit seiner Weiterentwicklung der bisherigen Windsichtertechnik eine wesentliche Verbesserung des bisherigen Systems dar. Neu entwickelte Leitbleche im Gerät ermöglichen eine Gutbewegung im Zickzackkurs. Dadurch wird das Gut mehrfach von Luft durchströmt und intensiv gereinigt. Die entscheidende Neuerung ist neben dem modifizierten Gutfluss aber die tatsächliche Verlustmessung mit Piezo-Sensoren. Diese Sensoren ermöglichen erstmals eine Messung, die direkt in die Gebläsesteuerung mündet. So können je nach zu reinigendem Gut und auf Basis der Echtzeit-Verlustmessung die Luftmenge des Gebläses geregelt und somit die Verluste auf unter 0,05 Prozent gesenkt werden.

Hydraulikkupplungen austauschen AGCO Fendt, Halle 9, Stand D24 In einen universellen Kupplungsblock können je nach Kundenwunsch Standardoder wahlweise entsprechende FlatfaceKupplungen (FFC) eingeschraubt werden. Eine Um- bzw. Nachrüstung durch den Kunden von Standard- auf FlatfaceKupplungen ist erstmalig möglich. In 38

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Bedienung von Erntemaschinen am Onlinesimulator erlernen CLAAS, Halle 13, Stand B05 In der Erntesaison ist die Zeit knapp – und das Ausbilden neuer Maschinenführer teuer und riskant. Der Onlinesimulator für die Bedienung von Erntemaschinen und Traktoren ermöglicht es, das gesamte Einsatzverhalten einer Maschine unter den verschiedensten Bedingungen auf einer PC-Oberfläche dynamisch abzubilden. Mithilfe von ausgewerteten Telemetrieund Prozessdaten, virtuellen Steuergeräten und Bedienelementen stellt die Software reale Betriebszustände und -abläufe einer Maschine weitgehend nach. Damit wird ein optimales und kostengünstiges Training für die komplexe Bedienung von Erntemaschinen bereits vor der Kampagne möglich. Maschinenführer können so die Bedienung einer komplexen Erntemaschine oder eines Traktors sogar selbstständig online und interaktiv am PC erlernen bzw. trainieren. Mit diesem Training kann das technische PotenVerbindung mit dem Kupplungsblock und FFC sind eine leckölfreie Abreissfunktion, eine Minimierung der Strömungsverluste sowie des Schmutzeintrags in das Hydrauliksystem sichergestellt. Das An- und Abkuppeln unter Druck bleibt nach wie vor möglich und der Ölverlust minimiert. (Bild siehe Seite 12)

zial der Erntemaschine bereits in den ersten Tagen des Ernteeinsatzes erheblich gesteigert werden, die Zahl der Bedienfehler und Maschinenschäden wird reduziert. An-

fänger können sich mit der Maschine schnell vertraut machen, Chauffeure mit Erfahrung durch regelmäs­siges Training ihre Kenntnisse auffrischen und ihr Leistungspotenzial ständig verbessern.

aktiv in die Dämpfung eingegriffen. Damit wird kontinuierlich auf die aktuelle Fahrsituation reagiert.

Walze und Stützrad arbeiten zusammen LEMKEN, Halle 11, Stand B43

3-D-Kamera erfasst Gestängebewegung LEMKEN, Halle 11, Stand B43 Mit dem LEMKEN Swing Cut wird eine verbesserte, gleichmässigere Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln durch eine aktive Gestängedämpfung in Bezug auf Gierbewegungen erreicht. Bisher werden Gestänge an Feldspritzgeräten meist in pendelnder Form am Grundgerät aufgehängt und mit passiven Feder- und Dämpferelementen geführt. Der Einsatz von semiaktiven Dämpfungssystemen (u. a. Dämpfer mit elektro- oder magnetorheologischen Flüssigkeiten) am Gestänge des Pflanzenschutzgerätes ist eine neuartige Form der Dämpfung und ermöglicht die Regelung des Systems. Mithilfe einer neuartigen 3-D-Kamera werden die Bewegungen des Gestänges erfasst, und nach Überschreiten der eingestellten Grenzwerte (Kalibrierung) wird

Die Tiefenführung aufgesattelter Grubber wird bislang meist über am Werkzeugrahmen angebaute Tiefenführungsräder (Stützräder) und die nachlaufende Walze bewerkstelligt. Beim Grubbern in kupiertem Gelände arbeiten besonders lange Grubber zu tief, wenn eine Kuppe überfahren wird, und zu flach, wenn eine kurze Senke durchfahren wird. Übliche Systeme der Traktionsverstärkung, welche dabei ausschliesslich auf die Zugdeichsel des Grubbers und nicht über den Dreipunkt-Kraftheber wirken, ermöglichen unter diesen Bedingungen keine


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gleichmässige Lastübertragung auf den Traktor. Beim neuen Regelsystem zur Arbeitstiefenführung wird die Belastung der Stützräder permanent erfasst und dient der hydraulischen Regelung der Walzenposition: Nimmt die Stützlast ab, so wird die Walze angehoben – der Grubber zieht in den Boden ein, bis die voreingestellte Stützradlast wieder erreicht wird und umgekehrt. Die Wirkung des Traktionsverstärkers ist trotz der Regelung nahezu konstant.

Vollautomatische Streubildeinstellung Rauch, Halle 15, Stand D30 und MSO Messtechnik und Ortung, Halle 17, Stand A26

Verdichtung in zwei Stufen Kuhn, Halle 12, Stand C04

Bei Quaderballenpressen wurde eine höhere Pressdichte bisher immer über eine höhere Schwungmasse im Antriebsstrang erzielt, was dort zu Drehmomentspitzen führt. Kuhn löst diese Herausforderung beim Modell LSB 1290- ID mit dem «twin pact-Prinzip». Anstelle von einem Presskolben verdichten hier zwei übereinanderliegende Presskolben das Erntegut in zwei Phasen über eine Dreiecksanlenkung zwischen Kurbel und Kolben. Dadurch gelingt es, Drehmomentspitzen zu ­brechen. Das Ergebnis sind bis zu 25% höhere Ballendichten bei gleicher Schwungradmasse. Die notwendige Antriebsleistung ist vergleichbar mit der konventionellen Presse LSB 1290.

Drillmaschine zur Einzelkornsämaschine aufwerten HORSCH, Halle 12, Stand C47

Der Trend zu geringeren Saatstärken bei der Saat von Getreide und Raps verstärkt die Forderung nach einer Vereinzelungs-

Mit «AXMAT» präsentiert Rauch die weltweit erste vollautomatische Onlinemessung der Düngerverteilung und vollautomatische Einstellung eines Scheibendüngerstreuers auf die vorliegende Düngersorte und gewünschte Arbeitsbreite. Mittels Mikrowellensensoren und einem vollautomatischen Einstellsystem wird erstmalig eine hohe Düngerverteilgenauigkeit vollautomatisch erzielt. Ein um die Verteilerscheibe eines Scheibendüngerstreuers schwenkender, mit ­Mikrowellen versehener Arm erfasst unterhalb des Düngerstreufächers berührungslos die Streufächerlage und stellt mittels des drehbaren Behälterbodens samt Dosieröffnung das Streubild vollautomatisch auf die gewünschte Arbeits-

breite ein. Während des Streuvorgangs wird das Streubild permanent überwacht und bei Bedarf der Aufgabepunkt des Düngers auf die Verteilerscheibe vollautomatisch neu justiert. Die neuartige, vollautomatische Selbsteinstellung des ­Düngerstreuers auf die gewünschte Arbeitsbreite ermöglicht im Vergleich zur herkömmlichen Einstellpraxis eine höhere Präzision und erreicht dies ohne einen Streutest auf dem Feld. Die permanente Selbstüberwachung des Streufächers ermöglicht auch bei wechselnden Düngerchargen oder Witterungsänderungen eine vollautomatische Onlinenachjustierung des Einstellsystems auf die eingestellte Arbeitsbreite.

technik für diese Fruchtarten. Horsch stellt einen neuen, innovativen Einzelkorndosierer vor, der auf der Plattform der bestehenden Pronto-DL-Drillmaschine basiert. Die Saatgutbereitstellung erfolgt aus einem Zentraltank mithilfe eines zentralen Volumendosiergerätes. Bis zum Schar erfolgt die Saatgutzuführung herkömmlich. An der Oberseite des Schares besitzt jede Saatreihe ein Dosiergerät zur Vereinzelung. Darin wird der ungeordnete, volumetrisch dosierte Saatgutstrom aufbereitet und vereinzelt in das Fallrohr übergeben. Der Dosierer kann mit einer Frequenz von bis zu 120 Hz, d.h. 120 Körner/sec., eine Saatstärke von 240 Körner/

m2 bei 12 km/h und einem Reihenabstand von 15 cm in Einzelkornqualität dosieren. In der Praxis kann man Variationskoeffizienten in Längsrichtung von 40% bis 50% erzielen und somit sehr nahe an die klassischen Einzelkornsägeräte kommen. Mit dieser Lösung wird die bestehende pneumatische Drilltechnik zur Einzelkornsätechnik aufgewertet, ohne die Schlagkraft der Drillmaschine bei Fahrgeschwindigkeiten von 10 bis 12 km/h einzubüssen.

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Spritzgestänge schwebt präzise über den Bestand

Der Fahrer sieht die Kornqualität

HORSCH, Halle 12, Stand C47

CLAAS, Halle 13, Stand B05

Die Horsch-Leeb-Gestängesteuerung ermöglicht eine exakte Spritzgestängeführung über dem Bestand mit sehr geringem Abstand zur Zielfläche. Eine genaue Anpassung des Gestänges an die Feldkontur ist durch die absolute Entkoppelung des Gestänges vom Chassis möglich. Die negativen Einflüsse von Wind und Thermik auf das Abdriftverhalten können so minimiert werden. Das Horsch-Leeb-Gestänge ist nahezu reibungsfrei mit Kugellagern nahe am Schwerpunkt aufgehängt. Somit haben Zentrifugalkräfte, wie sie bei Kurvenfahrten auftreten, praktisch keinen Einfluss auf die Gestängelage. Um das Gestänge an die Geländekontur anpassen zu können, wurde eine besondere Steuerung entwickelt. Diese ermöglicht eine gezielte Einleitung von Kräften in das Gestänge, sodass trotz der eingeleiteten Kraft zweier Hydraulikzylinder das Gestänge frei bleibt. Bei einer notwendigen Hanganpassung drückt das Stellelement mit einem definiert berechneten Weg auf ein Elastomerelement und beschleunigt das Gestänge rotatorisch. Kurz vor Erreichen der gewünschten Lage wird das gegenüberliegende Elastomerelement gedrückt und die rotatorische Bewegung abgebremst. Während dieser Verstellung wird ständig die Lage des Verstellzylinders gemessen und geregelt, sodass Wankbewegungen der Maschine auch während der Verstellung kompensiert werden. Möglich wurde diese Technik durch den Einsatz eines extrem schnellen proportionalen Hydraulikventils und der Neuentwicklung einer Steuerungssoftware mit Gyroskopsensorik.

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Ein Grossteil der Optimierung der Mähdreschereinstellung wird bislang durch einfache Sichtkontrolle des im Korntank befindlichen Erntegutes vorgenommen. Dabei ist der Blick in den Korntank meist nicht nur ergonomisch schwierig zu realisieren, sondern kann auch täuschen. Bis-

Leistungsoptimierung von Traktor und Maschinen CLAAS, Halle 13, Stand B05 Die Software ICT (Implement Controls Tractor) ist ein Elektroniksystem für die Prozess- und Leistungsoptimierung von Trak tor- Maschinen - Kombinationen. Dabei verwendet die Software die Einsatzparameter einer angebauten Landmaschine, um den Zugtraktor zu steuern. Das System kommt erstmals in einer Quaderballen-Traktor-Kombination zum Einsatz und ermöglicht es, über eine automatische Fahrgeschwindigkeitsregelung die Presse permanent im Leistungsoptimum zu fahren. Dabei kann zwischen den Arbeitsmodi «maximale Leistung» und «maximale Ballenqualität» gewählt werden. Durch die Überwachung der Arbeitsaggregate Pickup, Knoter, Schneidrotor und Raffer in der Presse wird eine Fahrerentlastung erzielt. Die automatische Regelung der Fahrgeschwindigkeit auf das Leistungsoptimum führt zu Kosteneinsparungen.

herige Sensorentwicklungen für die Beurteilung der Kornqualität waren allerdings nicht zielführend. Die Grain Quality Camera von Claas ist eine hochauflösende Farbbildkamera im Elevatorkopf. Sie fertigt Bilder des Druschgutes im laufenden Gutstrom. Die Bilder werden bezüglich der Nichtkornbestandteile und der gebrochenen Körner ausgewertet und als Balkendiagramme inklusive Grenzwertwarnung im Display des Bedienterminals dargestellt. Darüber hinaus kann der Fahrer erstmalig auch die Farbbilder kontinuierlich sehen und somit zwischen losen und anhaftenden Nichtkornbestandteilen unterscheiden.

schlag der gelenkten Achsen realisiert, so ist dies sinnvoll zugunsten der Wendigkeit, doch sinkt die Fahrstabilität. Die von Claas bietet nun Lösung ­ eine geschwindigkeitsabhängige automatische ­ Einstellung der Zwangslenkung. Diese wird damit vollautomatisch der aktuellen Fahrsituation optimal angepasst. Entsprechende Fehlbedienungen werden vermieden – das System wählt stets den optimalen Kompromiss zwischen Wendigkeit und Fahrstabilität.

Schleifgerät passt sich dem Messer an CLAAS, Halle 13, Stand B05

Zwangslenkung arbeitet geschwindigkeitsabhängig CLAAS, Halle 13, Stand B05 Ist die Grundeinstellung eines Zwangseinstellungssystems so gewählt, dass die zwangsgelenkten Achsen im Verhältnis zum Lenkeinschlag des Traktors nur eine geringere Lenkbewegung ausführen, so ist dies zwar positiv für die Fahrstabilität bei schneller Fahrt, aber negativ für die Wendigkeit. Wird ein stärkerer Lenkein-

Der «AQUA NON STOP COMFORT» ist das erste Nassschleifgerät für Ladewagen- und Pressenschneidwerksmesser, das sich automatisch dem Messer an-


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Kartoffeln schweben im Luftstrom Grimme, Halle 25, Stand F11 Schon immer war es der Traum jedes Kartoffelanbauers, bei der Ernte von Kartoffeln die Abtrennung von knollenähnlichen Beimengungen wie Steinen und Kluten automatisch mit wenig oder gar ohne Handarbeit erledigen zu können. Bisher sind alle technischen Versuche dazu jedoch gescheitert. Nun stellt Grimme mit dem pneumatischen Beimengentrennungsgerät «AirSep» eine neue Lösung vor. Über die Kombination von perforiertem Förderboden und von unten durchströmender Luft konnte erstmals ein pneumatisches Trenngerät in Erntemaschinen realisiert werden, in dem die Fliessrichtung des Gutstromes und damit der maschinenspezifische Kartofpasst. Unabhängig vom Verschleisszustand der Messer werden diese nicht mehr nach fixen Radien, sondern exakt entlang ihrer individuellen Schneidenkontur geschliffen. Das Gerät bearbeitet bis zu 45 Messer pro Arbeitsgang. Durch die austauschbaren Schablonen können die unterschiedlichsten Messertypen exakt geschliffen werden.

feldurchsatz ohne Einschränkungen beibehalten wird. Während der Passage des Trennbereichs befinden sich die Knollen quasi in einem produktschonenden «Schwebezustand» oberhalb des schwingenden Förderbodens, während die schwereren Steine und Kluten nach unten sinken und über eine segmentierte Schleuse auf ein Abfuhrband geleitet werden. Die Trenngüte und -leistung ist über die Kombination von Luftmenge sowie Neigung und Frequenz des Förderbodens vom Traktor aus stufenlos an die Erntegutzusammensetzung anzupassen. Neben einer hohen Flächenleistung bei gleichzeitiger Reduzierung des manuellen Nachverleseaufwandes können so laut

Grimme auch Standorte für den Kartoffelanbau gesichert werden, die sonst nur über eine kostenintensive Bodenseparierung im Frühjahr zu nutzen wären.

Sensorausschlag sowie seine Frequenz werden verrechnet, sodass Einflüsse durch Windabschattungen und Windböen automatisch unterdrückt werden. Entsprechend wirft der Radialverteiler das Stroh gegen den Seitenwind bzw. hangaufwärts.

Den Traktor über den Kotflügel bewegen John Deere, Halle 13, Stand C31

Automat beseitigt Verstopfung CLAAS, Halle 13, Stand B05

Stroh gegen den Wind werfen CLAAS, Halle 13, Stand B05

Besonders bei grossen Arbeitsbreiten ist die gleichmässige Verteilung des Häckselguts eine Herausforderung, die bedingt durch Seitenwind und Hanglagen zusätzlich erschwert wird. Bislang muss der Fahrer die Wurfrichtung des Häckselgutes per Sichtkontrolle in den Rückspiegel oder auf ein Kamerabild entsprechend korrigieren. Bei Seitenwind- und Seitenhangeinfluss ist somit eine Anpassung der Wurfrichtung bei jedem Wendevorgang zwingend erforderlich. Der Windund Neigungssensor befindet sich an beiden Rückleuchten des Mähdreschers. Durch seine plattenförmige Bauweise erfasst er an dieser Stelle den Seitenwind und gleichzeitig die Hangneigung, indem er sich gemäss Windstärke seitlich bewegt bzw. lotrecht pendelt. Der höchste

Bislang bedeutet die Beseitigung von Verstopfungen im Bereich der Gutaufnahme bei Lade- und Kombiwagen immer eine arbeits- und zeitintensive Unterbrechung des Ladevorganges. Das neue System lässt die bisher manuellen Einzelschritte der Blockagebeseitigung automatisch ablaufen. Dabei wird nach dem Ansprechen der Überlastsicherung automatisch die Knickdeichsel angehoben, der Schneidwerksboden abgesenkt, der Pickupantrieb entkoppelt und der Kratzboden etwas vorlaufen lassen. Ein akustisches Signal gibt dann den Hinweis, die Zapfwelle einzuschalten. Abschlies­ send wird der Wagen wiederum automatisch in betriebsbereiten Zustand versetzt. Dies verbessert die Prozess- und Einsatzsicherheit und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Maschineneinsatzes. Darüber hinaus wird die Maschine geschont.

Der Traktor lässt sich dank der neuen Funktion «Hitch Assist» per Knopfdruck von ausserhalb der Kabine vor- und rückwärts bewegen. Damit können Geräte nicht nur leichter, sondern auch sicherer als bislang angekuppelt werden, denn besonders das unfallträchtige Auf- und Absteigen wird deutlich reduziert. Die Bedienung des Systems erfolgt bei angezogener Handbremse und ist damit auch am Hang möglich.

Komplettlösung für sparsame Bewässerung John Deere, Halle 13, Stand C31 Mit dem Smart Irrigation System stellt John Deere ein innovatives Bewässerungskonzept für Reihenkulturen (z. B. Mais) vor, das dem Landwirt, basierend auf Echtzeitmessungen des Bodenwassergehalts und drahtloser Übertragung der Messwerte auf den Bürocomputer mittels eines webbasierten Expertensystems, eine standort- und pflanzenspezifische Bewässerungsplanung und -steuerung ermöglicht. Die angebotene 11 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Plattform | Veranstaltung

Komplettlösung beinhaltet eine hochgenaue, RTK-gesteuerte Verlegung der Tropfschläuche, einen speziellen Bodenfeuchtesensor zur Messung des Bodenwassergehaltes in mehreren Schichten, eine drahtlose Datenübertragung (neben Wassergehalt und Lufttemperatur und -feuchte, Niederschlagsmenge, Sonneneinstrahlung usw.), unterschiedliche Tropfschläuche (wahlweise) für eine präzise Wasserverteilung sowie eine Kopfstation mit aufeinander abgestimmten Komponenten (Pumpen, Filter, Ventile, Düngereinspeisung usw.).

Zapfwellengeschwindigkeit über Funk wechseln Kotschenreuther, Halle 13, Stand C31

Das zweistufige Frontzapfwellengetriebe kann über Funk geschaltet werden. Dadurch ist es möglich, mit der Frontseilwinde bei niedriger Last entweder mit geringerer Motordrehzahl oder mit erhöhter Rückegeschwindigkeit zu arbeiten. Zur Feinjustierung lässt sich ebenfalls die Motordrehzahl fernsteuern. Wird die Frontzapfwelle nicht benötigt, schaltet eine Automatikfunktion nach drei Minuten den Motor aus.

Sensor überwacht Güllefluss KOTTE, Halle 15, Stand A11

Bei der Einbringung von Gülle in den Boden ist unabhängig vom gewählten Einbringungswerkzeug die Überwachung und Kontrolle des Durchflusses in den Verteilschläuchen eine Herausforderung. Der neuartige Sensor (FlowCheck) überwacht akustisch den Durchfluss in jedem Verteilschlauch. Wird der Güllestrom unterbrochen, erhält der Fahrer ein 42

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Aufwandmenge bleibt auch in Kurven konstant DAMMANN, Halle 15, Stand C12 In der Praxis wird mit Pflanzenschutzspritzen im Kurvenäusseren eine geringere, im Kurveninneren eine höhere Menge als der Sollwert ausgebracht. Es kommt zu Abweichungen von 40% bis 160% zum Sollwert der Applikationsmenge bei einem 36-m-Gestänge. Mit der CurvesControl-Application wird die Ausbringmenge so geregelt, dass der Durchschnittswert jeder Sektion immer dem Sollwert entspricht. Dieses wird durch die Berechnung von Daten im Kurvenfahrtmodul ermöglicht. Die notwendigen Daten kommen hierbei von einem Sensor für den Kurvenradius, der gemessenen Geschwindigkeit des Radsensors, den Maschinendaten und dem Sollwert der Aufwandmenge je Hektar. Der Jobrechner gleicht die Abweichungen in den

Sektionen aus. Er regelt die Ausbringmenge durch Umschalten von Düsen des Mehrfachdüsenträgers, Änderung des Spritzdruckes in der Sektion oder einer Kombination beider Parameter.

akustisches Signal – ein LED-Display zeigt den verstopften Schlauch an. Durch diese automatische Warnung wird der Fahrer entlastet und ebenso wird sichergestellt, dass bei der Düngung keine Lücken auftreten. Verstopfungen durch den Sensor selbst sind ausgeschlossen – es besteht kein Kontakt zur Gülle. Zum Schutz gegen äussere Einflüsse ist der Sensor in einer Box untergebracht, sodass auch eine Reinigung mit dem Hochdruckreiniger möglich ist. Dieser Sensor kann zudem nachgerüstet werden.

Bodenproben selber analysieren

Immer saubere Kanister

Pessl Instruments Halle 17, Stand A25a MMM tech support, Halle 21, Stand E03 Die Bemessung von Düngergaben erfolgt meist auf Basis der Analyse von Bodenproben. Dabei müssen die Proben in ein Labor gesandt und die Bodennährstoffe bestimmt werden, was zeitaufwendig und teuer ist. In den vorgestellten Handgeräten wird die rasche Bestimmung von Nährstoffen (N, P, K) direkt am Feld ermöglicht («lab on chip»). Dazu wird eine wässrige Lösung aus Bodenproben oder auch Pflanzenextrakten gewonnen und durch spezielle Sensoren in den Geräten analysiert. Durch die geringen Analysekosten und eine sofortige Verfügbarkeit der Ergebnisse kann die Anzahl der Analysen deutlich erhöht werden. Damit ermöglichen die Entwicklungen eine ­Verbesserung der Genauigkeit einer bedarfsgerechten Düngung in Landwirtschaft und Gartenbau.

Agrotop, Halle 15, Stand C30 «easyFlow» ist ein geschlossenes kontaminationsfreies Entnahmesystem für flüssige Pflanzenschutzmittel aus Kleinbehältern und Kanistern. Das System besteht aus je einem Tank- und Kanisteradapter. Der geräteseits angebrachte Tankadapter besitzt eine Spülwasserzuleitung. Die Verbindung wird durch einen Bügelgriff gesichert und erst durch dessen Drehung die Entleerung eingeleitet. Über den Drehwinkel des Bügelgriffes lässt sich der Öffnungsweg stufenlos steuern und damit die Entleerungsgeschwindigkeit regeln. Ist die gewünschte Teilmenge erreicht, wird die Entleerung durch Drehen des Bügelgriffes nach rechts beendet und der Schliesskolben automatisch verriegelt. Wird ein Kanister komplett entleert, kann dieser über den Spülwasseranschluss sofort gereinigt werden. Die Reinigungsflüssigkeit wird dabei ebenfalls in den Tank geleitet.


Veranstaltung | Plattform   n

Maschine für Getreide- und Einzelkornsaat Pöttinger, Halle 27, Stand C30 Mit PCS – Precision Combi-Seeding stellt die Firma Pöttinger ein innovatives Konzept vor, das die Getreide- und Einzelkornsaat (z. B. Mais, Sonnenblumen) in einer Maschine realisiert. Dieses Kombigerät erspart die Investition in eine eigene Einzelkornsämaschine. Das Umrüsten von Drillsaat auf Einzelkornsaat erfolgt einfach und komfortabel. Eine einzige Maschine ermöglicht vier Anwendungen: Getreidesaat, Maissaat mit bzw.

Fahrgassen: Schluss mit aufwendigen Umstellarbeiten

ohne Düngung und Maissaat mit gleichzeitiger Untersaat (Erosionsschutz). Die Mehrfachnutzung dieser Maschinenkombination erweitert das Einsatzspektrum und reduziert die betrieblichen Fixkosten je Hektar. Darüber hinaus verfügt diese Maschine über eine Sensorüberwachung der Kornlängsverteilung und eine Anzeige von Fehl- und Doppelbelegung je Reihe auf dem Terminal.

Laser erkennt Häckselwagen Krone, Halle 27, Stand F15

Pöttinger, Halle 27, Stand C30

Das Anlegen von Fahrgassen mit pneumatischen Drillmaschinen ist beim Wechsel von Fahrgassenrhythmen und bei unterschiedlichen Spurweiten häufig mit komplizierten Umstellarbeiten verbunden. Hier bietet das Intelligent Distribution System von Pöttinger mit einzeln schaltbaren Verteilerkopfauslässen eine einzigartige Flexibilität und einen hohen Komfort beim Anlegen von Fahrgassen bei gleichbleibender exakter Aussaatmenge je Reihe. Spurweiten, Spurbreiten und Fahrgassenrhythmen können einfach am Bedienterminal ausgewählt werden Die individuell wählbare Halbseitenabschaltung (links oder rechts) ermöglicht den Beginn der Aussaat von beiden Seiten, «Section Control» das exakte Aussäen von Feldkeilen.

Mit der Überladeautomatik «Laser Load» präsentiert Krone einen gesteuerten Laserscanner, die die hinter dem Häcksler fahrende Transporteinheit erkennt und automatisch den Auswurfbogen steuert. Damit werden Futterverluste beim Anhäckseln vermieden. Auch eine automatische Parallelbeladung im normalen Häckselbetrieb ist mit diesem System möglich. Der Laserkopf wird durch Elektromotoren auf und ab bewegt, sodass ein dreidimensionales Abbild des Wagens entsteht. Mathematische Algorithmen ermitteln den Oberrahmen des Abfuhrwagens und steuern den Auswurfbogen nach. Mit der vollautomatischen Beladung des nachfahrenden Abfuhrfahrzeuges wird eine enorme Fahrerentlastung erreicht, und gleichzeitig werden Futterverluste minimiert.

Elektrischen Geräteantrieb Amazone, Halle 14, Stand H11 Neuheit ohne Silbermedaille Amazone, Halle 14, Stand 11

Bei der «eSpread-Technologie» geht Amazone in der Düngetechnik wieder einen Schritt weiter in der Elektrifizierung der Antriebe. Hierbei wird der gezogene Düngerstreuer ZG-TS mit elektrischen Leistungsantrieben ausgestattet. Als elektrische Schnittstelle wird der aktuelle Stand der in der AEF erarbeiteten Lösung eingesetzt. Die elektrische Leistung wird für den Streuer durch eine einzelne Schnittstelle mit Gleichstromübertragung realisiert. Obwohl die Streuscheiben und der Bandboden mit insgesamt drei Motoren elektrisch angetrieben werden, kann ein einzelner Stecker verwendet werden, um diese zu betreiben. Diese Technik wird zusammen mit dem Traktorhersteller Fendt aus dem Hause Agco getestet. Die Gleichstromübertragung zwischen Traktor und Gerät ist vergleichbar mit dem Load-Sensing-Betrieb in der Hydraulik. Das Anbaugerät regelt die Stromversorgung für seine Verbraucher selbst und fordert vom Schlepper situationsabhängig den notwendigen Strombedarf. Die Vorteile liegen auf der Hand: Komplexere Systeme lassen sich geschlossen auf dem Anbaugerät aufbauen. Weiterhin braucht bei einer grösseren Anzahl von Antrieben nur ein Stecker gekuppelt werden. Insbesondere bei komplexen Systemen mit aufwendigen Steuerungen können auf dem Anbaugerät geregelte elektrische Antriebe ihre Vorteile ausspielen. Elektrische Antriebe sind schnell und genau regelbar und liefern die Betriebsparameter wie Drehzahl und Drehmoment direkt aus der Elektronik, ohne zusätzliche Sensoren verbauen zu müssen. Das kommt insbesondere den bei Amazone entwickelten Techniken wie «HeadlandControl» und «WindControl» zugute, denn der ­eSpread-Streuer lässt sich so schnell und präzise wie nie zuvor auf den Punkt einstellen.  n

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Kuhn Group: gezielte Akquisitionen Internes Wachstum, gezielte Akquisitionen und kontinuierliche Produktinnovation sind die Strategieziele der weltweit agierenden Kuhn Group, verlautete an einem internationalen PresseMeeting im elsässischen Saverne. Dominik Senn

Kuhn, Landmaschinenhersteller seit 1828, ist spezialisiert auf die Herstellung und Vermarktung von Maschinen für das Pflügen, die Bodenbearbeitung, die Aussaat, den Pflanzenschutz, die Landschaftspflege, die Futterernte, das Pressen und Wickeln sowie die Futtervorlage in der Rinderhaltung. Kuhn ist «heute mit einer umfassenden Produktpalette weltweit führend und als Marke in über 100 Ländern anerkannt», sagte Divisionsleiter Michel Siebert am internationalen Treffen der europäischen landwirtschaftlichen Fachpresse vor 107 Journalisten aus 24 Ländern im Rohan-Schloss von Saverne. Einerseits präsentierte das Unternehmen 23 Maschinenneuheiten des Jahres 2013, davon 10, die an der Agritechnica in Hannover erstmals der Weltöffentlichkeit vorgeführt werden (siehe Rubrik Markt/Neuheiten). Andererseits liess es sich punkto Konzernstrategie ein wenig in die Karten blicken.

«Unter einheitlicher Marke» «Wir wollen wachsen und weltweit führender Hersteller von traktorverbundenen Landmaschinen unter einheitlicher Marke bleiben», sagte Michel Siebert am Po­ dium, «aber wir wollen nicht in den Traktorenmarkt einsteigen.» Es gebe – so auf entsprechende Nachfrage eines Pressevertreters – auch keine Übernahmeabsichtserklärung durch einen Traktorenhersteller. «Unsere strategische Partnerschaften, wie die 25%-Beteiligung bei Rauch, haben für uns einen hohen Stellenwert. Unser Wachstum entwickelt sich einerseits intern durch die ständige Evolution der verschiedenen Produktpaletten und die Einführung auf neuen Märkten und andererseits extern durch das Hinzufügen von komplementären Produktlinien.» 44

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Über 1,4 Mia. Umsatz? Gemäss Michel Siebert strebt Kuhn Group das Ziel an, im Jahre 2020 den Jahresumsatz über die 1,4 Mia.-EuroSchwelle zu treiben. Das käme einer Umsatzverdoppelung seit 2010 gleich; durchaus realistisch, so Michel Siebert, denn auch in der Zeitspanne zwischen 2000 und 2010 sei eine Umsatzverdoppelung erzielt worden. Divisionsvizechef Roland Rieger und der kaufmännische Verantwortliche Rolf Schneider lieferten ihrerseits Zahlen: So kamen in den vergangenen sechs Jahren 60% des ­ Wachstums der Kuhn Group aus internem und die restlichen 40% aus externem Wachstum. Innert dreier Jahre sind 100 Mio. Euro Investitionen in die neun Produktionsstandorte der Kuhn Group geflossen. In Forschung und Entwicklung flossen im vergangenen Jahr gegen 40 Mio. Euro. Dies erklärt, wieso Kuhn jährlich mindestens ein Dutzend neue Produkte auf den Markt bringt.

schinen in Saverne und mit Produktionshallen für Einzelkornsämaschinen in Châteaubriant aus. Sie gipfelten nach der Integration des französischen Herstellers von Pflanzenschutztechnik Blanchard (Chéméré, Loire-Atlantique) und des Produktionsstandortes Geldrop der Kverneland-Gruppe im Jahre 2008 unter anderem in der Beteiligung an der Firma Rauch Landmaschinenfabrik im Jahre 2011.

Unternehmenswert steigern Mit dieser Konzernstrategie des internen Wachstums, der gezielten Akquisitionen und der kontinuierlichen Produktinnova­ tion erreicht Kuhn eine fortlaufende Steigerung des Unternehmenswertes. Und so erstaunte es nicht, dass die Gruppe 2012 zum ersten Mal in ihrer Firmengeschichte die Umsatzmarke von einer Mia. Euro (1,014 Mia. Euro) durchbrach und die Verantwortlichen in Saverne dazu brachte, in die Erweiterung des europäischen Logistikzentrums für Ersatzteile und Service und in den Bau des «Kuhn Center for Progress» zu investieren. Bei Letzterem handelt es sich um ein Technologie-, Ausstellungs- und Ausbildungszentrum für landwirtschaftliche Methoden, Techniken und Zukunftstrends. Es ist dieser Tage fertiggestellt worden.  n

Gewichtige Investitionen Grosse Investitionen löste Bucher Industries, Hauptaktionär der Kuhn Group, im Jahre 2007 mit «Wir sind als Marke in über 100 Ländern anerkannt», sagte Kuhneinem Montage- Divisionsleiter Michel Siebert am Fachpresse-Meeting im Rohanwerk für Grossma- Schloss von Saverne. (Bild: Dominik Senn)


Können Sie Ihre Neu: McCormick Serie X50 mit Tier-4-Interim-Motor Die X50-Baureihe besteht aus vier Modellen von 88 bis 113 PS. Die Traktoren zeichnen sich durch einen neuen Motor, einen kompakteren Aufbau, eine fortgeschrittene Technik und ein neues Design aus. Der neue Common-Rail-Motor von Perkins entspricht den Abgasnormen Tier 4 Interim. Mit neuen kompakten Abmessungen weisen die X50 eine Bauhöhe von 2,55 Metern auf, eine Bereifung von 540/65R34 und ein Gewicht von 3800 kg. Sie zeichnen sich besonders durch eine hohe Bodenfreiheit, eine grosse Wendigkeit und Sparsamkeit aus. Eine weitere wichtige Besonderheit von den X50.20, X50.30, X50.40 ist die Zapfwellezusatzleistung Power Plus. Das Getriebe des X50 verfügt über vier Gänge, drei Gruppen, drei Last-

schaltstufen sowie über ein modulierbares Powershuttle. Damit stehen insgesamt 36 Vorwärts- und 12 Rückwärtsgänge zur Verfügung. Auf Wunsch ist eine Kriechganggruppe erhältlich, die die Gangzahl auf 48 Vorwärts- und 16 Rückwärtsgänge erhöht. Zudem bietet der X50 drei Zapfwellendrehzahlen: 540, 750 und 1000 U/min. Schliesslich verfügt der X50 über 100% Sperre hinten und vorne und nasse Scheibenbremsen. Das Heck-Hubwerk wird elektronisch über die Unterlenker geregelt. Mit zwei Zusatzzylindern liegt die maximale Hubkraft bei 4750 kg. Das Hubwerk und die Zapfwelle lassen sich auch an beiden Kotflügeln von aussen bedienen. Stauffer-Ausstellung 2013 5./6./7. und 8. Dezember, 9–18 Uhr

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Keiner zu klein, ein «Böser» zu sein. Bei dieser professionellen Tiger-Seilwinde bockt auch ein Kubota-Traktor.

Die Anfänge

(Bilder: Dominik Senn)

Im Jahre 1953 gründete Mechaniker Adolf Bachmann die Firma in einem kleinen Stall. Ein Jahr später entstand der erste Teil der heutigen Betriebsliegenschaft, und Bachmann stellte erste Mitarbeiter ein. 1957 stellte er einen Prototyp eines Motorrechens vor. Pionier war er aber auch in Sachen Berufsbildung: Er war massgeblich an der Schaffung des Berufsbildes Landmaschinenmechaniker beteiligt und war lange Zeit Prüfungs­ experte an den Lehrabschlussprüfungen.

60 Jahre AD. Bachmann AG: «Wyberhoogge» ­vorgeführt Nicht nur Kubota-Traktoren, sondern auch ÄlplerMakkaroni, Ländlermusik und ein echter «Wyberhoogge»-Schwung beeindruckten die Besucher des 60-Jahr-Jubiläums der AD. Bachmann AG in Tägerschen TG, darunter japanische Überraschungsgäste. Dominik Senn

«An die 3000 Leute haben unsere Jubiläumsausstellung besucht, für mich ein überwältigender Vertrauensbeweis unserer Kunden und Partner», sagte Roland Bachmann der Schweizer Landtechnik. Überraschungsgäste aus Paris waren die Kubota-Verantwortlichen Europa, Präsident Dai Watanabe, Koordinator JapanEuropa Kazuki Iwai und Exportkoordinator Europa und Schweiz Thomas Pelikan. Sie erwiesen ihrem Schweizer und Liechtensteiner Importeur, der Firma AD. Bachmann AG in Tägerschen, die Ehre ihres Besuchs und überreichten ihr einen Erinnerungspokal. Dabei sahen sie mit Interesse dem harmonischen Zusammenspiel der Kubota-Traktoren und der gros­ sen Forstmaschinen zu. Bei Älpler-Makkaroni, Saft und Ländlermusik konnten Kawasaki ATV und Mule, Kubota-Traktoren, die Tiger-Profi-Seilwinde, ein Farmi-Forstanhänger mit Forstkran, der Naarva-Grip-Fäll- und Spaltkopf sowie ein Farmi-Holzhacker in Aktion mitverfolgt werden. Viel Aufmerksamkeit 46

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zog aber auch die Kinder-Schwingete des Schwingclubs Wil auf sich, bei der die «Bösen» Hans Trummer und Stefan Rütsche, beides Schwingertrainer, mit Jungschwingern Schwünge vom Brienzer über den Hüfter bis zum «Wyberhoogge» vorführten. Etliche Buben und Mädchen aus dem Publikum nutzten dabei die Gelegenheit, einmal selber in die Schwinghosen zu steigen.

Über 70 Lehrlinge ausgebildet «Bis heute haben wir über 70 Lehrlinge zu Landmaschinenmechanikern und Kaufleuten ausgebildet», sagte Roland Bachmann, der zusammen mit den Brüdern Hanspeter und Kurt den Betrieb in zweiter Generation weiterführt. Das Portfolio umfasst nebst Kubota-Traktoren samt Frontladerprogramm auch Kawasaki-Quad und Mule, Forsttechnik unter anderem von Farmi, Tiger und Naarva, Garten- und Handwerkerbedarf von Rapid über Viking bis Stihl und Husqvarna sowie einen Hydraulikschnellservice, Service und Reparaturen. Das komplette Bachmann-Team zählt derzeit 25 Mitarbeitende, davon 5 Lehrlinge.  n

Neue Montage- und Ausstellungshalle Exakt zu ihrem 60-Jahr-Jubiläum hatte die AD. Bachmann AG eine neue Montage- und Ausstellungshalle erstellt. Darin haben nicht nur die neuen Kubota-Traktoren-Modelle von 40 bis 140 PS Platz, sondern auch etliche Geländefahrzeuge von Kawasaki. Von der Ausrüstung bis zur Auslieferung ist heute alles unter Dach und Fach. Die Montagehalle für die Kubota-Traktoren steht in einem separaten unteren Teil und von einer Glasfront aus der Ausstellungshalle einzusehen.

Dai Watanabe überreicht Roland Bachmann den Jubiläums-Erinnerungspokal.


Veranstaltung | Plattform   n

Faszinierendes Chile Der SVLT lädt zusammen mit den Sektionen zur nächsten offiziellen Fach- und Ferienreise in ein faszinierendes Land ein: Chile. Mit einer Länge von rund 4000 km verfügt Chile über die verschiedensten Klimazonen. Im Norden dominiert die Wüste das Landschaftsbild, und ganz im Süden besteht die Landschaft aus Gletschern und Eis. Natürliche Landesgrenzen finden sich im Westen mit dem gewaltigen Pazifik und im Osten mit den hohen Anden. Dazwischen liegt Zentralchile. Rund 15 Millionen Menschen leben in Chile, davon ca. 6 Millionen Menschen im mittleren Teil des Landes, wo sich auch die Hauptstadt Santiago de Chile befindet. Grossartige Landschaften und freundliche Menschen erwarten die Besucher in diesem einzigartigen Land. Auch für das Jahr 2014 ist ein spannendes und abwechslungsreiches Reiseprogramm vorbereitet worden. Erwähnt seien Besuche in der Kupfermine von Sewell, im Weingut von Ruedi Rüesch (Vina Chillan) und auf der Tierauktion in Freire sowie viele Progrsmmpunkte mehr.

Reisedaten: Reise 1 Reise 2 Reise 3 Reise 4 Reise 5

8.–22. Januar 2014 15.–29. Januar 2014 29. Januar–12. Februar 2014 (ist ausgebucht) 12.–26. Februar 2014 19. Februar–5. März 2014

Reisekosten Preis pro Person (15 Tage mit Halbpension): Im Doppelzimmer CHF 5420.– Zuschlag Einzelzimmer CHF 1500.– Badeferienverlängerung auf Anfrage Detailprogramm und Auskunft beim Reiseveranstalter: TUI Events, 8036 Zürich. Pascal Scheidegger, Tel. 044 455 44 30 oder: tui.events@tui.ch

«Profis fahren besser»

Die chilenische Sewell-Kupfermine ist ein Weltkulturerbe.

Kursorte und Kurstage (täglich ohne Sonntage): Sennwald SG 19. bis 27. November 2013 Roggwil BE 4. bis 30. Dezember 2013 Kurskosten Die Kurskosten betragen dank Unterstützung der Firmen Same Deutz-Fahr Schweiz AG, GVS-Agrar, Agro-Technik Zulliger GmbH, Schweizer Agrarmedien GmbH, AXA Winterthur, Althaus Ersigen BE sowie Safe at Work nur Fr. 295.– (ab 5 Personen 10% Rabatt).

BUL-Kurse «Profis fahren besser» mit Traktor und Anhänger werden in Sennwald SG und Roggwil BE durchgeführt. Sie sind jetzt CZV-anerkannt. Einmal schleudern, ohne jemanden zu gefährden. Die Reaktion und das Verhalten des Traktors bei 30 und 40 km/h vergleichen: Seit 1998 organisiert die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) das eintägige Fahrtraining «Profis fahren besser» mit Traktor und Anhänger.

Bis heute darf sie über 3300 begeisterte Teilnehmende verzeichnen. Dabei werden Frauen speziell gefördert. Safe at Work ermöglicht ihnen eine zusätzliche Ermäs­ sigung von 100 Franken. Mit Roggwil und Sennwald stehen zwei moderne Kursorte zur Verfügung.

CZV-anerkannt Lastwagen fahrende Landmaschinenmechaniker können auf effiziente und günstige Weise ihrer Weiterbildungspflicht nachkommen. Der Zuschlag für CZV beträgt 80 Franken. Teilnehmer unter 30 Jahren erhalten vom Fonds für Verkehrssicherheit 100 Franken rückerstattet, ausgenommen bei CZV.

Information und Anmeldung: BUL, Schöftland, 062 739 50 40, www.bul.ch  n 11 2013  Schweizer Landtechnik

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Bruno Wirth auf der Arbeitsplattform beim Bäumeschneiden, man beachte die Schräglage des Traktors.

(Bilder: Dominik Senn)

Die Selbstfahreinrichtung Recher Wer Bäume in Obstanlagen schneiden oder mit Hagelschutznetzen decken will, muss nicht nur mit der Hebearbeitsbühne hoch hinaus, sondern auch kontinuierlich vorwärts; die Schweizer Landtechnik sah sich eine Selbstfahreinrichtung auf einem Traktor an. Dominik Senn Landwirt Bruno Wirth vom Hirsacker in Olsberg AG verrichtet das Jahr durch in seinen Obstanlagen Pflege- und Schneidearbeiten, darunter Ausdünnungen von Hand. Er muss weiter Hagelnetze und Folienabdeckungen montieren, um die Kulturen vor der Witterung zu schützen. «Wir bewirtschaften nebst 18 ha Wiesen und Weiden 10 ha Ackerland, 1,4 ha Reben und rund 5 ha Stein- und Kernobst, vor allem Kirschen», sagte er, «für meine Betriebsgrösse kommt jedoch eine selbstfahrende Hebebühne zu teuer zu stehen.» So hielt er nach einer Alternative Ausschau, die eine Arbeitsbühnenhöhe von gegen 3 m erlaubt. Vor anderthalb Jahren ersetzte er seinen 18-jährigen Schmalspurtraktor durch einen Deutz-Fahr Agroplus 320 F, mit hy48

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draulischem Powershuttle-Getriebe und einer elektronischen Motorsteuerung. Sein Landmaschinenhändler, Heinz Recher aus dem Nachbardorf Arisdorf BL, machte Wirth ganz nebenbei auf die Möglichkeit des Aufbaus einer Selbstfahreinrichtung für Traktoren aufmerksam, die er selber entwickeln und konstruieren werde und die den preislichen Vorstellungen Wirths entsprach.

Wechsel des Fahrbetriebs Mit wenigen Handgriffen, minutenschnell, kann der Traktor von Normalbetrieb auf Fernsteuerung umgerüstet werden. Die Fahr- und Lenkeinheit wird mit einem Handgriff unter dem Lenkrad eingelegt, der gewünschte Gang gewählt, die Handbremse gelöst und die beiden

Stecker der Fernbedienung mit den Steckdosen am Traktorheck verbunden. Als Fahrersimulation genügt ein auf dem Sitz platziertes Gewicht.

Funktion der Steuerung Zum Fahren wird von der Arbeitsbühne aus die Vorwärts- oder Rückwärtstaste der Fernbedienung gedrückt; wird sie los gelassen, stoppt der Traktor. Werden beide Hände während der Fahrt zum Arbeiten benötigt, kann parallel mit dem Fahrpedal mit «Totmannfunktion» gefahren werden; auch in diesem Fall hält der Traktor an, sobald der Fuss vom Pedal genommen wird. Mit der Fernsteuerung können sämtliche bei der Arbeit relevanten Funktionen bedient werden: Motor starten und stoppen, nach links und


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Recher und Wirth im Porträt

Auf Sicherheitsaspekte wird bei der Recher-Selbstfahreinrichtung grosser Wert gelegt.

Der Steuerungskasten für die Hebebühne ist von der Traktorsteuerung getrennt.

Die Fahr- und Lenkeinheit wird mit einem Handgriff unter dem Lenkrad eingelegt; den Fahrer simuliert eine Autobatterie.

rechts lenken, vorwärts und rückwärts fahren, bremsen, Fahrgeschwindigkeit mittels Lastschaltstufen anpassen, Motordrehzahl erhöhen, Hangausgleich seitlich und in Fahrtrichtung vollziehen, gesamte Arbeitsbühne seitlich verschieben, Zapfwelle ein- und ausschalten sowie den Notstoppschalter und das Warnsignal betätigen.

Spannungsabfall in der Elektrik usw.) wirkt eine Federspeicherbremse auf alle vier Räder. Ebenso bremsen alle vier Räder, sobald ein Stecker der Fernbedienung ausgezogen oder beschädigt wird. Zum Fahren muss man auf der entsprechenden Taste oder dem Fusspedal bleiben, sonst stoppt der Traktor automatisch und bremst mit allen vier Rädern. Die schnelle Strassengruppe ist im Fernsteuermodus gesperrt, die maximale Geschwindigkeit beträgt 6 km/h. Schliesslich senkt die Antikippvorrichtung die Arbeitsbühne automatisch ab, bevor der kritische Punkt für seitliches Kippen erreicht ist.

Sicherheitsmerkmale «Wir haben den Sicherheitsaspekten grösste Bedeutung beigemessen», beteuerte Heinz Recher. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden in enger Zusammenarbeit mit Obstbauer Wirth und der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft BUL/agriss getroffen. Bei Störungen am Traktor selbst (plötzliches Abstellen des Motors, Öldruckverlust,

Rein mechanisch-elektrisch

Wie Heinz Recher betonte, ist die Selbstfahreinrichtung auf sämtliche Traktoren von Same Deutz-Fahr mit Stop&GoFunktion aufbaubar. Sie funktioniert rein mechanisch-elektrisch, am Traktor wird nichts ersetzt oder manipuliert. Sämtliche Steuergeräte sind von jedem Landmaschinenmechaniker reparierbar. Der Selbstfahreinrichtung liegt nebst der Ko nfo r mi t ät s e r k lär ung, dem Betriebshandbuch, der Ersatzteilliste und der Inbetriebnahmeliste eine Fehlerliste bei, anhand welcher Landmaschinenhändler Heinz Recher aus Arisdorf BL, hier die meisten Störungen vom mit Kunde Bruno Wirth, hat die Selbstfahreinrichtung für Betreiber vor Ort oder mitTraktoren entwickelt und konstruiert. tels telefonischer Rück­

Die Firma Heinz Recher Landmaschinen ist mit einem halben Dutzend Mitarbeitenden in den Bereichen Traktoren, Land- und Kommunalmaschinen, Bodenbearbeitungs-, Pflanzenschutz- und Erntemaschinen, Anbaugeräte, Forst- und Gartengeräte sowie Zauntechnik und Zubehör in Hof und Stall tätig. Gegründet hat sie Heinz Recher 1983 zusammen mit Gattin Sylvia in Giebenach. 1989 erfolgte der Umzug in grössere Räumlichkeiten eines Neubaus in Arisdorf (www.recher-arisdorf.ch). Am 26. und 27. Oktober feierte die Firma Recher mit einer Ausstellung das 30-JahrFirmenjubiläum. Die Familie Bruno und Barbara Wirth produziert in Olsberg sieben verschiedene Weine (der Sorten Riesling-Sylvaner, Kerner, Pinot noir und Cabernet Dorsa). In den Obstplantagen gedeihen Kirschen, Zwetschgen, Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Birnen und Äpfel. Ein Grossteil der Früchte wird nebst den Weinen, diversen Backwaren und Wasserbüffelprodukten direkt ab Hof oder im Lieferservice verkauft. Die Familie Wirth ist Mitglied der Genossenschaft Syydebändel und vertreibt den jahrgangsbesten Pinot noir aus Trauben von zwölf Winzern der Genossenschaft aus den Rebgemeinden Magden AG, Maisprach BL, Buus BL, Wintersingen BL, Sissach BL und Gelterkinden BL (www.buurehof.ch).

sprache mit dem Händler behoben werden können. Bruno Wirth besitzt den Prototyp; die erste Serie folgt nach Bestellungseingängen. Er selber möchte die Selbstfahreinrichtung nicht mehr missen: «Die Anschaffung ist preiswert. Ich kann damit die meisten Arbeiten ohne fremde Hilfe durchführen. Ich erziele auch eine willkommene zusätzliche Auslastung des Traktors, immerhin sind bei Kernobstanlagen vier bis sechs Arbeitsdurchgänge mit der Bühne die Regel.» Fazit: Die Recher-Selbstfahreinrichtung erlaubt sicheres, produktives Arbeiten in Reihenkulturen bis zur maximalen Arbeitsbühnenhöhe von knapp 3 m. Sie ist auf kleineren Obstbaubetrieben äusserst wirtschaftlich einsetzbar. Es gibt denkbare Einsatzmöglichkeiten im Gemüsebau oder in der Landschaftspflege. Auf grös­ seren Obstbaubetrieben ist sie als Ergänzung zu selbstfahrenden Arbeitsbühnen sinnvoll, zum Beispiel bei der Kernobsternte mit einem Erntezug. Die Auslastung des Traktors wird erhöht, und dessen Umrüstung auf Strassenfahrt erfolgt innert kürzester Zeit.  n 11 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Plattform | Report

Die kontinuierlich anfallenden Lauchstängel werden auf dem Querband lose gebündelt.

Seit Herbst 2008 pannenfrei im Einsatz: der Lauchroder Marke Eigenbau der Schwarz AG in Villigen. (Bilder: Dominik Senn)

Mechanisierte ­Lauchernte Seit dem Jahre 2005 ist Adrian Grossen Betriebs­ mechaniker bei der Max Schwarz AG Gemüsebau in Villigen AG. Diese beschloss im Jahre 2008, einen selbstfahrenden Lauchroder zu bauen, um die steigende Nachfrage der Grossverteiler nach Lauch­ gemüse besser abdecken zu können. Dominik Senn Das Trägerfahrzeug ist ein Kloppenburg von 1987 aus Holland, ein ehemaliger Zuckerrübenroder mit luftgekühltem 6-Zylinder-Eicher-Motor. Wo sich vorne der Roder befand, ist das gelenkte Vorderrad angebracht. «Wir wollten zuerst die originale Vorderachse belassen, erkannten aber, dass die Maschine mit einem 750er-Rad wesentlich bodenschonender und wendiger ist», sagte Adrian Grossen. Der angebaute Lauchroder stammt von Asa-Lift und hebt sich mit seinem Blau deutlich vom Trägerfahrzeug ab. Die Maschine misst 3,5 m in der Breite, 6 m in der Länge und knapp 3,5 m in der Höhe. Das Gerät bringt rund 7700 kg Gewicht auf den Boden. Aus diesem Grund ist sie mit Spezialpneus bestückt. Sie ist als landwirtschaftlicher Arbeitskarren (braun) eingelöst. Es handelt sich um eine hydrostatisch angetriebene Maschine, alle Antriebssysteme funktionieren getrennt.

Überflüssiges bleibt auf dem Feld Der Lauchernter funktioniert nach der bewährten Klemmband-Erntetechnik. Die 50

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erste Pflanzenreihe wird eingeschwenkt, worauf der elektronisch gesteuerte Reihensucher die Arbeit aufnimmt. Die Fahrgeschwindigkeit beträgt 3 bis 4 km/h. Ein Rüttelschar lockert die tiefgründige Lauchpflanze, worauf das mit Moosgummi beschichtete Klemmband die Pflanze aus dem Boden zieht und weiterbefördert. Dann erfolgt das exakte Einkürzen der Pflanze. Überflüssige Blatt- und Wurzelanteile bleiben auf dem Feld. Der Wurzelbereich des Erntegutes wird durch zwei Schütteleinrichtungen von anhaftender Erde gesäubert, was gemäss Betriebsmechaniker Adrian Grossen die Adrian Grossen ist Rüstarbeit in der der Erbauer des Halle massiv vereinselbstfahrenden facht. Anschliessend Lauchroders. befreien zwei in Fahrtrichtung liegende und gegenläufig drehende Pellerbürsten den Stängel von überflüssiger Erde.

Der elektronisch gesteuerte Reihensucher, dahinter die gegenläufig drehenden Pellerbürsten und darunter das Rüttelschar.

Eine Arbeitskraft bündelt die kontinuierlich anfallenden Stängel lose auf dem Querband. Am anderen Ende verfrachten drei weitere Mitarbeiter die Bündel in die Paloxen auf dem parallel mitfahrenden Transportanhänger. Mit dem Traktorfahrer sind somit sechs Mitarbeitende am Werken. Die Schwarz AG erntet damit pro Jahr rund 30 ha Lauch. Ausser dem Ersatz von Verschleissteilen ist die Maschine seit Herbst 2008 pannenfrei im Einsatz.

Max Schwarz AG Seit 1929 ist die Max Schwarz AG ein nationaler Player in Sachen Gemüsebau und hat sich in den Bereichen Gemüsebau und Handel für Grossverteiler, Grosshandel und Verarbeiter, Gastronomie (Primeurs en gros: Früchte, Pilze und Gemüse sowie küchenfertige oder tiefgekühlte Convenience-Produkte für Restaurants), GartenCenter (Blumen, Pflanzen, Dekor und ­Floristik für private Endkunden) und Gemüse-Jungpflanzen (in Bio- und IP-Qualität für professionelle Anbauer, Gross- und Detailhandel) einen Namen gemacht. 2010 gründete die Firma im französischen Ste-Gemmes-sur-Loire die Tochterfirma Bioplants France SA. Auf 4 ha Gewächshausfläche werden dort Bio-Gemüsejungpflanzen und Bio-Topfkräuter für den französischen Markt produziert.  n


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Same Deutz-Fahr selbstverständlich ein grosser Erfolg. Zu den Vorzügen zählten unter anderem die übersichtliche Anordnung der Bedienelemente, integriert in der Multifunktionsarmlehne, die einfache Bedienung und generell das komfortable Arbeit splat z s ys tem. Die Traktoren in goldgelber Farbe des Flughafendienstes haben zudem mit Blick auf den harten Wintereinsatz eine Reihe von Zwei Deutz-Fahr 7250 Agrotron TTV auf dem Flughafen Zürich. Von links: Christian Küpfer und Max Benninger von Zusatzausrüstungen der Benninger Landmaschinen AG, Andres Graf und Karl Tanner von der SAME DEUTZ-FAHR Schweiz AG sowie und Anpassungen Christoph Bürli, Erich Werner, Martin Stutz, Ruedi Zimmermann und Jann Poltera, Airfield Maintenance der Flughafen erhalten: So sind in Zürich AG. (Bilder: Ueli Zeifel) den Hinterrädern zusätzlich zum Eigengewicht des Traktors Ballastierungen eingelassen. An der Front wurde ein Spezialanbau montiert, damit sämtliche In der kommenden Wintersaison unterstützen zwei Pflugschilder für die Lastwagen auch mit Deutz-Fahr 7250 Agrotron TTV den Winterdienst den beiden Traktoren gefahren werden können. Zusätzliche Funksysteme wurden auf dem Flughafen Zürich-Kloten. notwendig, um die Positionierung der Traktoren auf dem Flughafenareal und Ueli Zweifel die Kommunikation zwischen WartungsDabei stehen vorerst der Winterdienst dienst und Flugsicherung jederzeit Zuständig für sämtliche Unterhaltsaufgaben zur Gewährleistung des Flughafenbeund damit eine genau definierte Aufgabe sicherzustellen. triebs ist die Airfield Maintenance als bei der Pistenreinigung im Vordergrund: Ein weiterer Pluspunkt für Deutz-Fahr, Die Traktoren sollen die von sieben Pflüso Christoph Bürli von Airfield MainteTochterfirma der Flughafen Zürich AG. Sie entschied sich für die beiden 7250 Agrogen zusammengeschobenen Schneemasnance, sei die hohe Beweglichkeit gewetron TTV. Die Bediensteten von Airfield sen in exakter Parallelfahrt mit gegenseisen, mit der die Sonderausstattungen auf Maintance waren massgeblich dafür mittiger Pflugstellung in V-Form vollends zu den Traktoren im Dreieck von Käuferverantwortlich, nebst den üblichen Fahreinem Schwad zusammenschieben. schaft, Traktorhersteller und der Benniger zeugen zwei Traktoren in Betrieb zu Nachfolgend befördert eine SchneeLandmaschinen AG, Watt, als zuständinehmen. Viele Angestellte arbeiten teilschleuder den Schnee über den Pistengen Landmaschinenfachbetrieb realisiert rand hinaus. Bei der heiklen Parallelfahrt zeitlich, nebst der Bewirtschaftung eines werden konnten.  n Landwirtschaftsbetriebs oder einer Tätigzählen die Fahrer im Vergleich zum LKW keit als Landmaschinenmechaniker. Sie auf die uneingeschränkte Rundumsicht. Deutz-Fahr 7250 Agrotron TTV machten auf die Vorzüge von Traktoren Die Manövrierfähigkeit und die mittige Motor DEUTZ TCD 4 VentilFahrerposition auf dem Traktor kommen aufmerksam, die nun auch im Einsatz auf Common Rail-Tier 4i dem Flughafen zur Geltung kommen. zudem auch bei engen Kurvenradien zuLeistung 238 PS/263 PS mit Power statten. Es ist klar, dass die neuen DeutzBoost (Norm ECE R-120) Karl Tanner, Fahr Agrotron nicht nur im Winter ihre Verkaufsleiter der Stufenlosgetriebe vier Fahrstrategien Stärken ausspielen werden, sondern auch Same Deutz-Fahr TTV 60 km/h im Sommer mit Mulchgeräten und als Schweiz AG Max. Hubkraft 4500/10 000 kg Schwarzenbach, Zugmaschinen im Einsatz mit Rundballenvorne/hinten freut sich über die pressen und Grossraumladewagen.

Verstärkung Winterdienst

Belieferung des Flughafens Zürich mit den beiden Agrotron der Serie 7.

Radstand

2817 mm

Agrotron machte das Rennen

Leergewicht

8200–9100 kg

Dass man bei der Evaluation das Rennen vor einigen Mitbewerbern machte, ist für

Zulässiges Gesamtgewicht

13 500 kg

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n  Plattform | Forschung

Vorbereitung für die nächste Grubber-Messfahrt im Rahmen des Dresdner Forschungsprojektes zur Entwicklung neuer Federzinken. (Bilder: Carmen Rudolph)

Tank oder Tempo – Diesel ­sparen bei der Bodenbearbeitung Die Bodenbearbeitung und Saatbestellung machen im Pflanzenbau je nach Verfahren und eingesetzten Maschinen bis zu 50% der Kosten aus. Am energieintensivsten ist die Bodenbearbeitung. Schliesslich müssen pro Zentimeter Arbeitstiefe und Hektare etwa 100 m3 oder gut 150 t Bodenmaterial bewegt werden. Nach Ansicht von Wissenschaftlern schlummert daher besonders in der Bodenbearbeitung bei der Saatbestellung ein grosses Einsparpotenzial. Wolfgang Rudolph

1)

Agrarsystemtechnik an der Technischen Universität (TU) Dresden. Leitung: Prof. Thomas Herlitzius 2) Institut für Landtechnik an der Universität für Bodenkultur Wien Dr. Gerhard Moitzi 3) Forschungsvorhaben der TU Dresden in Kooperation mit dem landwirtschaftlichen Maschinenausrüster Lamator. 4) Effect of organic and inorganic soil nitrogen amendemnts on mouldboard plow draft, Soil & Tillage Research, 2002, (Mc Laughlin et al.)

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Nehmen wir an: Mit knapp 15 km/h zieht ein Traktor einen 3 m breiten Grubber über den Acker. Damit ist diese Maschine bei der Bodenbearbeitung inzwischen doppelt so schnell unterwegs wie vor 50 Jahren. Das verkürzt den Arbeitsgang in einem oft ohnehin knapp bemessenen Zeitfenster. Doch die Sache hat sowohl einen klimapolitischen als auch einen finanziellen Pferdefuss.

Der Leistungsbedarf hat sich nämlich nicht ebenfalls verdoppelt, wie bei gleicher Gerätebreite zu vermuten wäre, sondern verdreifacht. Obwohl der Dieselverbrauch unter anderem wegen stetiger Verbesserungen des Motorwirkungsgrades nicht um diesen Faktor anstieg, erhöhte sich in den vergangenen Jahrzehnten der Kraftstoffverbrauch doch wesentlich schneller als die Flächenleistung.


Forschung | Plattform   n

Dies zeigen zum Beispiel Messungen mit einem starren Grubber auf mittelschwerem Lösslehmboden.1) Bei 8  km/h hatte ein Traktor einen Zugkraftbedarf von knapp 27 kN. Würde man auf 16 km/h erhöhen, ergäbe das nach empirischen Berechnungen 80 kN. Umgerechnet auf die Zugleistungen sind das mehr als 300 kW. Dieser progressive Anstieg spiegelt sich auch in der Berechnungsformel für den Zugkraftbedarf wider.

Zugkraftbedarf Die empirische Formel für die Ermittlung des Zugkraftbedarfes (Fz) eines Bodenbearbeitungsgerätes lautet: Fz = b t (k + e v f2) Dabei ist (b) die Arbeitsbreite und (t) die Arbeitstiefe. Der spezifische Bodenwiderstand (k) bewegt sich zwischen 1,2 kN/m2 bei leichten und 2,5 kN/m2 bei sehr schweren Böden. Die Konstante des dynamischen Zuges (e) beträgt bei optimaler Werkzeugform 3 kNs2 /m4. Die Pflugschar liegt hier zwischen 4 und 5. Die Grubberschar kann bei zu hohem Tempo den doppelten Wert erreichen. Die Arbeitsgeschwindigkeit (v f ) geht als einziger Parameter quadratisch in die Formel ein und hat daher den grössten Einfluss auf das Ergebnis, das in KiloNewton (kN) angegeben wird.

Hier fliessen nebst Arbeitsbreite, Arbeitstiefe und spezifischem Bodenwiderstand mit der wichtigen Konstante «dynamischer Zug» auch die Werkzeugform und die Werkzeuggeschwindigkeit ein. Diese Konstante wirkt sich für den Grubber etwa im Vergleich zur «terradynamischen» besser gestylten Pflugschar ungünstig aus und verschlechtert sich noch progressiv mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit. Der Grubber verbraucht also vor allem deshalb so viel Energie, weil er meist mit der für seine Werkzeugform falschen Geschwindigkeit betrieben wird.

Geschwindigkeit ist grösster Spritfresser … An der TU in Dresden wird an der Senkung des Energieaufwandes bei der Bodenbearbeitung gearbeitet. Dabei konzentrieren sich die Forscher1) gegenwärtig auf den Grubber und die Scheibenegge. Deren relativ hoher Zugwiderstand vergrössert sich mit zunehmender Geschwindigkeit, selbstverständlich ebenfalls exponentiell. Anschaulich wird das, wenn bei schneller Grubber-Fahrt Bodenmaterial über einen Meter in die Luft geschleudert wird. «Die Dynamik, die Sie da in den Boden einbringen, müssen Sie vorher als Diesel in den Traktor reinfüllen», verdeutlicht André Grosa1) den Zusammenhang zwischen Tank und Tempo. Verstärkt wird dieser Effekt durch die gängigen Doppelherzschare an den Grubberzinken. In den 50er-Jahren für damalige Traktorgeschwindigkeiten von 6 bis 8 km/h entwickelt, haben diese für das heutige ­Arbeitstempo bezogen auf den Energieaufwand eine eher ungünstige Werkzeugform, wie Zugkraftversuche bestätigen. Hinzu kommt die Gewichtszunahme bei den Arbeitsgeräten, denn bei schneller Ackerfahrt entstehen enorme Stossbelastungen, die stabile Tragrahmen erfordern. Dies bedingt wiederum höhere Maschinengewichte: Schätzungen gehen von einer Gewichtszunahme von 5–10 kg pro Meter Arbeitsbreite und Jahr seit 1960 aus. Allein deshalb sei der Dieselverbrauch um den Faktor 1,5 gestiegen. Die Zunahme wurde immerhin auch abgefedert durch raffiniertere Konstruk­ tionen und neue Materialen mit grösserer Festigkeit. Die Geschwindigkeit ist und bleibt dennoch der grösste Spritfresser.

… die grössere Arbeitsbreite die eleganter Lösung Verdoppelt man hingegen die Arbeitsbreite statt die Arbeitsgeschwindigkeit, bringt das bei gleicher Flächenleistung eine Dieseleinsparung von 30%. Einen

grossen Einfluss auf den Dieselverbrauch haben zudem der angestrebte Lockerungsgrad und damit die Arbeitstiefe. Laut österreichischen Untersuchungen2) bedeutet eine Verringerung der Bearbeitungstiefe von 30 auf 20 cm mit dem Pflug zwar eine Senkung des Dieselverbrauchs von 17,5 auf 13,2 l/ha. Doch steigt bezogen auf die bewegte Bodenmasse der Energieaufwand von 0,480 auf 0,544 kWh/t an. Das heisst: Bezogen auf die Arbeitsintensität schnitt die flachere Bearbeitung energetisch schlechter ab. Beim Grubber dürfte dies wegen der ungünstigen Werkzeugform noch deutlicher ausfallen.

Fehlerhafte Werkzeuge verursachen Schrägzug Man kann bei der Feldarbeit den Energieverbrauch jedoch auch ganz praktisch im positiven Sinne beeinflussen. Das beginnt schon mit der richtigen Anordnung der Zinkenwerkzeuge. Beim dreireihigen Grubber etwa greift (nach Grosa) die erste Zinkenreihe in den ungelockerten Acker, die zweite Reihe erfasst zum Teil einseitig vorgelockerten und die dritte Reihe zweiseitig vorgelockerten Boden. Entsprechend wirken die Kräfte. Ist das Gleichgewicht durch fehlangeordnete Werkzeuge, gebrochene Zinken oder verschlissene Schare gestört, entsteht ein Seitenzug. Ständiges Gegenlenken, mangelhafte Bodenbearbeitung und letztlich höherer Treibstoffverbrauch sind die Folge. Ähnliches gibt es von der Scheibenegge zu berichten: Der schlimmste Fall ist hier, wenn die letzte Scheibenreihe genau hinter der ersten läuft. Eine aufgesattelte Scheibenegge kam da schon mal einen halben Meter aus der Spur, wie man in Versuchen beobachtete. Oder aber bei angebauten Geräten werden die auftretenden Querkräfte über den Heckkraftheber auf den Traktor übertragen und sorgen für erhebliche Zusatzbelastungen.

Szenen einer Begegnung: Federzinken trifft auf Feldstein. Beim Wegdrücken nach hinten und zur Seite sowie beim Vorschnellen muss der Zinken enorme Kräfte aufnehmen.

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n  Plattform | Forschung

Schare unterliegen heute wegen der höheren Arbeitsgeschwindigkeit einem stärkeren Verschleiss. Hartmetallbestückung verlängert die Standzeit. Im Bild: Links eine normale Stahlschar und rechts eine Schar mit Hartmetallbeschichtung im unbenutzten Zustand. Die Hartmetallschar überstand an einem Grubber sieben Scharwechsel an den benachbarten Zinken. (Foto: Werkbild Betek GmbH & Co. KG)

Einige Hersteller bieten die Möglichkeit, durch eine Feinregulierung den Versatz der Scheibenreihen gegeneinander zu justieren. Hier liegt nach Meinung von Praktikern allerdings auch ein Potenzial für Fehleinstellungen. Eine weitere Stellschraube für Energieeffizienz ist die Einhaltung der exakten Arbeitstiefe über die gesamte Maschinenbreite, wie sie für eine flache, ganzflächige Bodenbearbeitung notwendig ist. Bei Geräten mit starrem Werkzeugen erweist sich das mit zunehmender Einsatzdauer als ein generelles Problem. Während die mittleren Zinken bei älteren Grubbern durch die Auflast noch in der vorgesehenen Tiefe wirken, halten die äusseren Werkzeuge diese Vorgabe nicht mehr ein. Bei klappbaren Geräten wirken sich allzu grosse Gelenkspiele zusätzlich negativ aus. Erscheint dem Landwirt die Durchmischung über die gesamte Arbeitsbreite zu gering, wird der Grubber insgesamt nachgestellt, sodass die mittleren Zinken nun eigentlich zu tief laufen

Mit Hartmetall beschichtete Flügelschar an einem Grubber mit starren Zinken der Firma Horsch. (Foto: Werkbild Betek GmbH & Co. KG)

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und unnötig Zugkraft beanspruchen. Konstruktiv lässt sich dem durch separate Stützräder für die einzelnen Werkzeugsektoren entgegenwirken.

Die Motorleistung muss passen Günstig für die Energieeffizienz ist ein abgestimmtes Verhältnis von Gerät und Zugvermögen des Traktors. Muss der Schlepper ständig in seinem maximalen Leistungsbereich arbeiten, steigt der Dieselverbrauch massiv. Das Gleiche gilt bei einem für den Arbeitsgang überdimen­ sionierten Maschineneinsatz. In beiden Fällen arbeitet der Traktor nicht beim Leistungsoptimum, d.h. bei ca. 70% der Nennleistung. «Wie enorm der Kraftstoffverbrauch bei suboptimalem Betriebspunkt zunimmt, haben wir bei Testfahrten mit einem Gespann aus Traktor und Universalgrubber gemessen», berichtet Moitzi2). In diesem Test stei‑ gerte der Fahrer die Fahrgeschwindigkeit, ohne zu schalten, von 6 auf 8 km/h. Dabei erhöhte sich der Spritverbrauch um ein Drittel von 7,5 auf 10,1 l/ha. Da die passende Zugmaschine in der Praxis nicht immer zur Verfügung steht, bieten Hersteller für das tiefe Bearbeiten in schweren Böden Geräte an, bei denen sich der Strichabstand durch Hochziehen jedes zweiten Zinkens verdoppeln lässt. Auf dem Markt sind ebenfalls Grubber, die auch mit eingeklappten oder abgehängten Seitenteilen arbeiten, sodass bei schwierigen Bedingungen der Zugwiderstand an die Traktorleistung angepasst werden kann. Einen grossen Einfluss auf eine ganzflächig gleichmässige Bodenbearbeitung hat zudem die Standzeit beziehungsweise die

Instandhaltung der Werkzeuggeometrie. Ein grösserer Verschleiss diesbezüglich ist ebenfalls eine der Nebenwirkungen von Ackerschnellfahrten. Die Abnützung erfolgt nicht gleichmässig, sondern je nach der Position der Zinken im Tragrahmen und somit je nach unterschiedlicher Beanspruchung der Schare. Die Beibehaltung der Schargeometrie, insbesondere der ohnehin steilen Schnittwinkel bei der Mulchschar, hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf das Arbeitsbild, sondern darüber hinaus auf den Zugkraftbedarf und somit auf den Kraftstoffverbrauch. Durch eine Bestückung mit Hartmetallauflagen ist es inzwischen möglich, die Standzeiten der Werkzeuge bedeutend zu verlängern.

Neue Federzinken für effiziente Grubber Einen anderen Ansatz verfolgt ein kürzlich gestartetes Forschungsvorhaben3). Im Mittelpunkt stand hier die Entwicklung einer neuen Generation von Federzinken für Grubber und Kultureggen mit zwei Zielen vor Augen: Zum einen geht es darum, das Einsatzspektrum für Federzinken zu erweitern oder für spezielle Anforderungen zu optimieren. So müssen Zinkengeräte für den Einsatz in der konservierenden Bodenbearbeitung für den Durchgang des Bodenmaterials deutlich mehr Freiraum bieten als konventionelle Geräte. Verstopfungen des Grubbers durch Pflanzenreste der Vorfrucht wird damit besser entgegengewirkt. Dafür be-

Schartypen und Schargeometrie

Das Einsatzziel des Grubbers bestimmt die Schargeometrie. Dabei beeinflusst der Schnittwinkel (α) vor allem die Mischwirkung, aber auch den Zugwiderstand der Zinken. Er ist bei der Schmaloder Herzschar an Universalgrubbern grösser als bei der Gänsefussschar, die insbesondere bei der mechanischen Unkrautbekämpfung eingesetzt wird. Keilwinkel (β) und Freiwinkel (γ) haben vorrangig Wirkung auf das Einzugsverhalten des Zinkengerätes.


Forschung | Plattform   n

Messfühler und eine hochauflösende Kamera registrieren jede Krafteinwirkung und die Bewegung des Federzinkens bei der Fahrt über den Acker.

Hochwertige Messfühler am Test-Grubber der TU Dresden erfassen mit der sogenannten Dehnungsmessstreifentechnik alle auftretenden Kräfte sowie die Art und Weise, wie sie weitergeleitet werden.

Sowohl an einem der Zinken des an der TU Dresden entwickelten Versuchs-Grubbers als auch an der Schnittstelle zwischen Gerät und Traktor registrieren Sensoren alle auftretenden Kräfte und Momente. Die Stützräder sitzen weit aussen, damit die Grubber-Wirkung gut zu sehen ist.

nötigen die Hersteller längere Zinken, die sich trotz dem damit verbundenen höheren Biegemoment im oberen Bereich nicht verformen. Zum andern will man Federzinken auch für schwere Arbeiten einsetzen, die bisher den starren Grubberzinken vorbehalten gewesen sind. Beide Einsatzop­ tionen erfordern einen grösseren Zinkenquerschnitt.

Düngung beeinflusst Bodenwiderstand Zu erstaunlichen Ergebnissen kamen kanadische Wissenschaftler4) bei Untersuchungen zum Energieaufwand bei der Bodenbearbeitung. Sie wiesen nach, dass eine mehrjährige organische Düngung mit Stallmist bzw. Rottemist im Vergleich zur mineralischen Düngung den Zugkraftbedarf beim Pflügen um bis zu 38% verringert. Der kraftstoffspa­rende Effekt war auf den verringerten spezifischen Bodenwiderstand zurückzuführen, welcher durch die bodenstrukturverbessernde Wirkung des festen Wirtschaftsdüngers hervorgerufen wurde.

Die weiterentwickelten Federzinken sollen aber nicht nur den Beanspruchungen in den neuen Einsatzfeldern gewachsen sein. Man will durch ein geringeres Gewicht und die bessere Abfederung von Überlasten eine insgesamt leichtere Bauweise des Grubbers begünstigen. Forschungsmässig wurden auf Testfahrten mit verschiedenen Geschwindigkeiten sowohl die dynamischen Beanspruchungen eines einzelnen Zinken gemessen als auch die Kräfte und Momente, die zwischen Geräterahmen und Traktor wirken (siehe Bilder oben). Dazu begannen die Dresdener Landmaschinenexperten vor einigen Monaten mit Grubber-Versuchen. Ziel der Forschungsarbeit ist es, den Kraftbedarf des Einzelwerkzeuges bei gleicher Wirkung zu senken. Die Richtung ist klar: Leichtere Federzinken mit optimaler Kraftaufnahme sind die Voraussetzung für leichtere Tragrahmen. Die dürfen dann auch breiter sein. Und mehr Arbeitsbreite ist nun einmal der energieeffizienteste Weg zu höherer Flächenleistung.  n

Kommentar Naturgesetze wirken unabhängig von der Anbauphilosophie. Bei der Erhöhung der Flächenleistung steht jeder Landwirt – ob mit oder ohne Pflug – somit vor dem gleichen Dilemma: Drückt er aufs Tempo, kostet das Sprit. Geht er es langsamer an, kostet das Zeit. Erhöht er die Arbeitsbreite, kostet das Geld. Zur Lösung dieses Konfliktes bedarf es völlig neuer, intelligenter und energiesparender Werkzeugkonzepte und Gerätesysteme. Viele der über 100 wenig vernetzten und oft kleinen Hersteller von Bodenbearbeitungstechnik in Europa stossen bei aller Motivation da schnell an ihre Grenzen. Gefragt ist mehr interdisziplinäre Forschungsarbeit. Dass es geht, zeigt das gemeinsame Forschungsprojekt an der TU Dresden zur Entwicklung neuer Federzinken. Wolfgang Rudolph Red.: Man kann anfügen, dass dies ein Beispiel für eine produktive Zusammenarbeit und als Zeichen einer wieder erwachenden Landtechnikforschung an Fachhochschulen und Universitäten zu werten ist.

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n  Sicherheit | Hof und Feld

Diese Fahrzeugkombination eignet sich gut auf ebenen Parzellen. In Hanglagen wird die Kippgefahr aber durch den vorderen Überhang mit der damit verbundenen Veränderung der Schwerpunktlage wesentlich erhöht. Der Fahrer überlegt mit Vorteil vor Arbeitsbeginn, ob die nötige Kippsicherheit unter den gegebenen Umständen noch vorhanden ist. (Bilder: Ruedi Gnädinger)

Kippgefahr bei Traktoren Im Gefolge der Vergrösserung von Betrieben und Produktionsflächen werden immer leistungsfähigere Traktoren, Anhänger und Maschinen eingesetzt. Bei der Produktentwicklung ist die Standsicherheit von untergeordneter Bedeutung, da diese Geräte auf ebenen Parzellen eingesetzt werden. Umso wichtiger ist es, dass sich Traktorhalter und -fahrer der möglichen Kippgefahr bewusst sind und werden. Dieser Beitrag zeigt die Mechanismen auf, die zum Kippen von Fahrzeugen führen, damit das Moment der Kippsicherheit richtig eingeschätzt werden kann. Ruedi Gnädinger

Während bei Maschinen für die Bergland­ wirtschaft die gute Hangtauglichkeit eine wesentliche Eigenschaft ist, muss man hinsichtlich Standfestigkeit bei Traktoren, Anhängern und Maschinen eine Ver­ schlechterung hinnehmen. Für den Welt­ markt und grosse Produktionsflächen in der Ebene produziert, sind vielmehr Ei­ 56

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genschaften wie hohe Antriebsleistung, grosse Räder und Bodenfreiheit gefragt. Es ist nicht zu widerlegen, dass es da­ durch vermehrt zu Kippunfällen kommen kann. • Zu viel Hangneigung, • problematische Ladung oder • nicht angepasste Geschwindigkeit

Dies sind die drei Hauptursachen, die zum Kippen führen. Da die Auswirkungen der Geschwindigkeit im letzten Beitrag zum Thema Schleudern behandelt wurde, be­ schränkt sich dieser Beitrag auf die Ge­ fahren der Hangneigung und der Ladung inklusive Schwallwirkung im Gülledruck­ fass.


Hof und Feld | Sicherheit   n

Zur Einschätzung der Kippsicherheit (ver­ bleibende Standfestigkeit) sind einerseits technische Faktoren wie Schwerpunktla­ ge, Spurbreite, Einfederung der Reifen zu beachten und andererseits die Einsatzbe­ dingungen wie Hangneigung und Boden­ eigenschaften.

Zwei Schlüsselbegriffe: Kippkante und Schwerpunktlage Beim Kippen dreht sich ein Fahrzeug über seine äusseren Auflagepunkte wie Räder oder Deichselöse. In der Mechanik wird dafür der Fachbegriff Kippkante verwen­ det. In Bild unten ist die Kippkante am Ort der Hinterreifen bei einem Traktor eingezeichnet. Der zweite Begriff ist die Schwerpunktla­ ge des Fahrzeuges. Wie es das Wort halbwegs aussagt ist der Schwerpunkt eines Körpers die Schwere (Masse oder Gewicht) des Gerätes auf einen Punkt bezogen. Von diesem Punkt aus wirken die Kräfte, welche ein Kippen auslösen können. Liegt der Schwerpunkt im Innern seiner verschiedenen Kippkanten, ist die Standsicherheit gut. Befindet er sich je­ doch nahe oder ausserhalb einer Kipp­ kante ist die nötige Sicherheit nicht mehr gegeben oder das Gerät kippt. Wichtig: Sobald ein Gerät zu kippen be­ ginnt, erhöht sich die Lage des Schwer­ punktes und die Hebelwirkung der Kraft, die das Kippen verursacht, wird dadurch immer grösser. Gleichzeitig verschiebt sich der Schwerpunkt gegen die Kippkan­

Tabelle 1: Massnahmen zur Verbesserung der Kippsicherheit Massnahme

Wirkung

Spurverbreiterung/Doppelräder an der Hinterachse

• Bessere Standfestigkeit durch Verschieben der Kippkante beim Traktorenrumpf. • Geringeres Einfedern und Einsinken der unteren Reifen.

Spurverbreiterung/Doppelräder an der Frontachse

• Bessere Standfestigkeit durch Verschieben der Kippkante bei der Vorderachse (wichtig bei hohen Vorderrädern). • Geringeres Einfedern und Einsinken der unteren Reifen.

Ballastierung der Frontachse anstelle von Frontgewichten

• Eigenstabilität (Standfestigkeit) der Vorderachse wird verbessert. • Bei Frontgewichten hingegen wird die Standfestigkeit des Traktorenrumpfes verschlechtert.

Abstützung der Fronthydraulik auf die Frontachse

• Das Kippmoment des Anbaugerätes wird auf die Frontachse übertragen und der eher gefährdete Traktorenrumpf wird nicht zusätzlich belastet. • Die Kippsicherheit der Frontachse ist bei grösseren Hangneigungen durch eine Doppelbereifung zu verbessern.

Kurz bauende Anbaugeräte

• Sie verschieben den Schwerpunkt des Traktors weniger nach vorne.

Reifen mit geringerem Durchmesser

• Der Schwerpunkt des ganzen Fahrzeuges liegt tiefer.

Frontlader demontieren

• Tieferer Schwerpunkt und weniger Frontlastigkeit.

Ausreichender Reifendruck

• Die in der Schräglage zusätzlich belasteten Reifen federn weniger ein, und die Schräglage des Fahrzeuges wird nicht noch zusätzlich vergrössert

te, und die Hebelwirkung der Kraft, wel­ che das Gerät standfest macht, wird immer kleiner. Wenn daher ein Rad eines Fahrzeuges einmal abhebt, kommt es in den meisten Fällen zum «vollendeten» Kippen. Nur wenn das Abheben durch die Zentrifugalkraft bei der Kurvenfahrt ausgelöst wurde, kann eine Geschwindig­ keitsreduktion oder eine Lenkkorrektur den Kippvorgang noch stoppen und das Fahrzeug fällt wieder in die Ausgangslage

Tiefer Schwerpunkt und weit aussen liegende Kippkanten verbessern die Standfestigkeit. Mit zunehmender Hangneigung verschiebt sich der Schwerpunkt aber nach oben, und die Hebelwirkung fürs Kippen wird grösser (Hebellänge k). Gleichzeitig vermindert sich der seitliche Abstand des Schwerpunktes zur Kippkante und die Hebelwirkung der Gewichtskraft, welche den Traktor standfest macht, wird vermindert (Hebellänge s).

zurück. Hebt sich aber bei einer Schich­ tenlinienfahrt am Hang die obere Fahr­ zeugseite ab, wird der Kippvorgang irre­ versibel ausgelöst und das Unglück nimmt seinen Lauf. Je nach Dynamik und Hang­ neigung kann dies auch zum mehrmali­ gen Überschlagen führen.

Die spezielle Situation beim Traktor Der Traktor besteht statisch aus zwei einzelnen Körpern, nämlich dem Trakto­ renrumpf und der Frontachse, welche drehbar (beschränkt durch einen An­ schlag) miteinander verbunden sind. Somit haben beide Teile ihre eigene Standfestigkeit mit ihren dazugehörigen Schwerpunkten und Kippkanten. Die Kippkanten des Traktorrumpfes bilden ein Dreieck, welches mit den Eckpunkten der Hinterreifen und der Lagerung der Front­ achse definiert wird (siehe Bildreihe auf der nächsten Seite). Der Traktorenrumpf kann dementsprechend nach hinten kip­ pen (aufbäumen), wenn bei schweren oder langen Anbaugeräten das nötige Frontgewicht fehlt. Das gleiche «Erlebnis» ist auch beim Zug von schweren Lasten möglich, besonders bei hohem Anhänge­ maul und hoher Deichsellast. In der Praxis ist ein seitliches Kippen des Traktorrumpfes am Hang, bei welchem die Frontachse meistens mitgerissen wird, jedoch viel wahrscheinlicher als ein Unfall durch ein Überschlagen rückwärts. Die seitliche Kippkante befindet sich nämlich viel näher beim Schwerpunkt. In der 11 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Sicherheit | Hof und Feld

Bildreihe sind Abstände zur Kippkante bei verschiedenen Situationen eingezeichnet. Bei diesen Bildern ist auch ersichtlich, dass bei Hanglagen eine Schrägfahrt nach unten besonders kritisch ist, weil hier der Schwerpunkt am nächsten über der Kippkante liegt.

Die Kippkanten (gelbe Linien) des Traktorrumpfes sind durch die Aufstandsflächen der Hinterreifen und die drehbare Verbindung mit der Frontachse gegeben. Durch den Anbau von Frontgeräten oder Frontgewichten verschiebt sich der Schwerpunkt (gelber Punkt) nach vorn und liegt näher bei der Kippkante. Die seitliche Kippgefahr wird dadurch grösser.

Der zweite statisch unabhängige Teil des Traktors ist die Frontachse. Die Kippsi­ cherheit wird einerseits durch deren Schwerpunkthöhe und Spurbreite be­ stimmt. Andererseits muss sie noch zu­ sätzliche Kräfte vom Traktorrumpf über die drehbare Vorderachslagerung aufneh­ men. Durch den heute üblichen Allradan­ trieb mit grossen Fronträdern und Zent­ ralantrieb liegen der Schwerpunkt der Frontachse und deren Verbindung mit dem Traktorrumpf wesentlich höher als früher. Die Kippsicherheit des Traktor­ rumpfes wird durch die höher gelegene Verbindung (vorderer Punkt der Kippkan­ te) mit der Frontachse etwas verbessert. Dafür wird die Kippsicherheit der Vorder­ achse wegen der grösseren Hebelwirkung der Kippkräfte massgeblich verschlech­ tert.

Verbesserung der Kippsicherheit von Traktoren Die Einsatzgrenzen an Hanglagen, welche im Wesentlichen mit der Ausstattung des Traktors beeinflusst werden können, sind: Bremsen, Kippsicherheit, Traktion und Schädigung der Grasnarbe. Massnahmen zur Verbesserung der Kipp­ sicherheit sind in Stichworten in Tabelle 1 dargestellt.

Frontballastierung

Bei Schichtenlinienfahrt am Hang vermindert sich der Abstand des Schwerpunktes zur seitlichen Kippkante. Die Kippgefahr nimmt dadurch zu.

Gegenüber der reinen Schichtenlinienfahrt (braune strich-punktierte Linie) liegt bei einer Schrägfahrt nach unten der Schwerpunkt besonders nahe bei der Kippkante oder liegt bei einem kopflastigen Fahrzeug sogar über der Kippkante. Mit einem Unfall ist zu rechnen.

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11 2013  Schweizer Landtechnik

Da die Auswirkungen (oder Nebenwir­ kungen) von Frontgewichten und der Frontachse auf die seitliche Kippsicherheit weniger bekannt sind, noch einige Hinweise. Frontgewichte sind eine sehr effiziente Massnahme, um bei schweren oder lan­ gen Heckanbaugeräten oder hohen Deichsellasten die nötige Belastung der Frontachse zu gewährleisten. Durch die grosse Hebelwirkung mit der Positionie­ rung vor der Frontachse kann mit wenig zusätzlichem Gewicht eine grosse Wir­ kung erzielt werden. Nachteilig ist jedoch, dass sich dieses Zusatzgewicht nur auf der Frontachse abstützt, den Schwerpunkt nach vorn verschiebt, aber den Traktor­ rumpf und damit auch die Hinterachse entlastet. Die seitliche Kippsicherheit des Traktors – und diese wird vorwiegend durch das Standvermögen des Traktor­ rumpfes bestimmt – wird daher ver­ schlechtert (siehe auch Bildreihe links). Anstelle der Frontgewichte kann man aber auch die Frontachse durch Wasser­ füllung der Reifen/Doppelbereifung oder Gewichte in den Radschüsseln schwerer und breiter und damit standsicherer ma­

chen. Mit der Ballastierung der Vorder­ achse wird zudem die Kippsicherheit des Traktorrumpfes nicht verschlechtert. Dies im Gegensatz zu den üblichen Front­ gewichten. Hersteller von besonders hangtauglichen Traktoren bauen ihre Fronthydraulik teil­ weise nicht mehr am Traktorrumpf an, sondern an der Frontachse (achsgeführt) (siehe Rigitrac). Dies hat für die Standfes­ tigkeit einen ähnlichen Effekt wie die Ballastierung der Frontachse und verbes­ sert zusätzlich das Bodenanpassungsver­ mögen der Frontgeräte.

Fahren mit Traktoren und Anhängern in Hanglagen In Hanglagen kommen vorwiegend Lade­ wagen, Druckfässer und Miststreuer zum Einsatz. Es sind also meistens einachsige Anhänger oder allenfalls doppelachsige bei grösseren Modellen. Ihre drei Kipp­ kanten sind wie beim Traktor durch die Reifen und den Anhängepunkt am Trak­ tor definiert und bilden daher auch wie­ der ein Dreieck. Wie beim Traktor ist daher bei Hanglagen eine Schrägfahrt nach unten besonders kritisch, weil auch hier der Schwerpunkt am nächsten über der Kippkante liegt. Beim Hin- und Herfahren in der Schich­ tenlinie ist ein Wenden nach unten be­ sonders riskant, weil bei einer 180°-Dre­ hung der Schwerpunkt des Traktors und des Anhängers zweimal sehr nahe über der Kippkante zu liegen kommt. Stösst der Anhänger beim Wenden nach – und mit dem ist immer zu rechnen – oder er­ höht sich die Geschwindigkeit wegen der rutschigen Grasnarbe, ist im Grenzbereich ein Unfall vorprogrammiert. Natürlich ist ein Wenden nach oben wegen der feh­ lenden Zugkraft oder der Schädigung der Grasnarbe nicht immer möglich und richtig. Hier müssen andere Lösungen praktiziert werden wie ein Rückwärts­ wenden nach unten und ein nachträgli­ ches Hochfahren auf die Anschlussspur der Schichtenlinie. Beim Fahren am Hang ist es unerlässlich, bereits am Parzellenrand zu wissen, wie man das Land befahren will und wo die kritischen Stellen sind. Hat man sich trotzdem in eine nicht vorhergesehene Situation manövriert, gilt auch wieder der wichtigste Grundsatz: zuerst denken und dann lenken. Dazu muss man sich aber Zeit nehmen, das Fahrzeug sichern, ab­ steigen und die Situation beurteilen. Zur Beurteilung der Situation kann man sich folgende Fragen stellen:


Hof und Feld | Sicherheit   n

• Ist die Schräglage des Fahrzeugs noch im «grünen Bereich»? Der Schwerpunkt muss noch wesentlich innerhalb der ak­ tuellen Kippkante liegen. • Sind Anzeichen vorhanden, welche ebenfalls auf eine unsichere Situation hinweisen? Ist die Schräglage des Gefähr­ tes grösser als die Hangneigung, weil die unteren Reifen stark einfedern oder ein­ sinken? Hat sich die Ladung bereits verschoben? • Ist aufgrund der bisherigen Fahrspuren ein Abrutschen nicht auszuschliessen? • Verbessert oder verschlechtert sich die Situation bei einer Weiterfahrt bezüglich Hangneigung oder Bodentragfähigkeit? • Was kann ich tun, wenn die Situation zu unsicher ist oder wird? Ist diese Massnah­ me garantiert ausreichend und sicher? Erst wenn diese Beurteilung nach allen Aspekten eindeutig positiv ausfällt, kann zugefahren werden. Vielleicht sind aber auch trotz Zeitdruck eine Sicherung des Fahrzeuges und weitere Massnahmen – zum Beispiel Hilfe anfordern – angezeigt. Die Sicherheit muss die höhere Priorität haben als der Auftrag, denn gegenüber dem möglichen Schaden ist der Zeit- oder Ernteverlust völlig unbedeutend.

Schwerpunktverschiebung durch die Ladung Der Schwerpunkt eines beladenen An­ hängers wird durch seinen eigenen Schwerpunkt und den Schwerpunkt der

Ladung bestimmt. Wie hoch der Schwer­ punkt beim beladenen Wagen zu liegen kommt, erklärt sich an folgendem Beispiel: • Leergewicht Wagen: 2000 kg • Schwerpunkthöhe Wagen leer: 0,8 m • Masse (Gewicht) der Ladung: 4000 kg • Schwerpunkthöhe der Ladung: 2 m • Neue Schwerpunkthöhe: 1,6 m (2000 x 0,8 + 4000 x 2) / (2000 + 4000) Bei Häckselwagen für grosse Transport­ volumen sind hohe Aufbauten erforder­ lich. Dadurch werden bezüglich Schwer­ punkten völlig neue Verhältnisse geschaf­ fen. Kurven müssen dementsprechend langsamer als gewohnt befahren werden. Verschiedene Kippunfälle sind darauf zu­ rückzuführen, dass die Ladung während der Fahrt ins Rutschen gerät oder selbst umkippt. Das genügende Festzurren der Ladung wird teilweise vernachlässigt, weil man fälschlicherweise meint, eine schwe­ re Ladung könne sowieso kaum verrut­ schen. Dabei sind die Zentrifugalkräfte oder die Kräfte bei Schräglage immer proportional zum Gewicht der Ladung. Die Tabelle 2 zeigt, wie schnell eine La­ dung bei unterschiedlicher Materialpaa­ rung ins Rutschen gerät. Besonders schlecht sind die heutigen Wagenbrücken aus Metall. Wird ein solcher Wagen mit Holz beladen, genügt annähernd berech­ net bereits ein Gefälle von ca. 20%, damit die Ladung ins Rutschen geraten

Nischenmarkt für besonders hangtaugliche Traktoren: Fronthydraulik wird von der Vorderachse getragen. Diese Bauart hat sich bei den Zweiachsmähern schon lange durchgesetzt und bewährt.

Tabelle 2: Gleitreibbeiwerte bei unterschiedlicher Materialpaarung Oberfläche

Gleitreibbeiwert

Holz auf Holz

0,3–0,4

Holz auf Metall

0,2

Metall auf Metall

0,2

Beton auf Holz

0,5

Anti-Rutschmatte

0,6

kann. Eine wirksame Ladungssicherung mit genügenden Niederhaltekräften ist daher zwingend. Je geringer der Gleitreibbeiwert, desto grösser muss die Kraft sein, welche die Ladung auf die Ladebrücke drückt und festhält.

Heimtückischer Schwalleffekt im Druckfass Tankaufbauten auf Lastwagen müssen mit wirksamen Schwallwänden ausgerüs­ tet werden, damit bei Kurvenfahrten, beim Bremsen oder Beschleunigen die Flüssigkeit nicht panschen kann. Der Tank wird dazu in mehrere kleine Kammern unterteilt, welche nur mit kleinen Öffnun­ gen miteinander verbunden sind. Das Ni­ veau der einzelnen Kammern wird da­ durch auch beim Fahren annähernd konstant gehalten. Bei einem Gülletank ist dies wegen dem Verstopfen dieser kleinen Verbindungsöffnungen nicht möglich. Wird nun bei einem nicht vollen Druck­ fass die Fahrrichtung oder Fahrgeschwin­ digkeit geändert, schwappt die Gülle in eine Richtung und wird dann von der gegenüberliegenden Wand abrupt ge­ stoppt. Die in der bewegten Gülle gespei­ cherte Energie wird dadurch in eine gros­se Kraft umgewandelt, welche zum Kippen des Druckfasses oder Zugfahrzeu­ ges führen kann. Mit zunehmender Tankgrösse, im Besonderen auch zuneh­ mender Länge, werden die Kräfte grösser und dadurch auch die Unfallgefahr. Da die Tankaufbauten zudem wegen der vollständigen Entleerung nach hinten ge­ neigt sind, ist beim Fahren in der Schich­ tenlinie besondere Vorsicht geboten. Ändert sich die reine Schichtenlinienfahrt in Richtung hangabwärts, neigt sich das Fass nach vorn und der Schwalleffekt wird dadurch besonders heftig. Es ist daher nicht verwunderlich, das bereits bei eher harmlosen Hangneigungen ein Kip­ pen des Druckfasses möglich ist.  n 11 2013  Schweizer Landtechnik

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Fritz Hirter und Roger Grunder: Geschäftspartner auf freundschaftlicher Ebene.

(Bilder: Ueli

Zweifel)

Grunder, der Onkel von Roger, in Dintikon AG die Deutschschweizer Niederlassung seines Unternehmens, das damals in Meyrin GE seinen Sitz hatte. Roger Grunder, von Haus aus Feinmechaniker und in Meyrin GE geboren, trat 1967 in die Firma ein. Er hatte mit dem vormaligen Direktor Martin Herzog grosse Verdienste um den Aufbau der Grunder Filiale in der Deutschschweiz. Als junger Lohnunternehmer kaufte Fritz Hirter damals den ersten zweireihigen Feldhäcksler, den legendären New Holland 717, schon damals unter dem Gesichtspunkt ,nur noch halb so viele den Boden belastende Überfahrten zu machen wie mit den einreihigen Modellen. Gut erinnert sich Fritz Hirter im Weiteren an den Kauf des ersten selbstfahrenden Häckslers «New Idea», der die Funktionen «Häckseln», «Pflücken» und «Dreschen» von Mais in sich vereinigte.

Marken- und Kundentreue

Begegnung auf ­Augenhöhe Roger Grunder, bis 2011 technischer Direktor bei Grunderco, Aesch LU, und Fritz Hirter, «emeritierter» Lohnunternehmer, Safenwil AG, kennen sich seit Ende der 1960er-Jahre über die New-Holland-Erntetechnik. In den vielen Jahren entspann sich ein beispielhaftes Geben und Nehmen zwischen Händler und Kunde.

Die Geschäftsbeziehungen vertieften sich und wurden von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Roger bezeichnet Fritz als «einen objektiven Kunden» und umschreibt es so: «Wenn sich eine Maschinenpanne ereignet hat, bist du jederzeit sachlich geblieben und hast dich bemüht, das Problem zu suchen und möglichst genau zu beschreiben.» Dies beschleunigte eine Lösungsfindung in beiderseitigem Interesse. «Wenn ein Kunde ausflippt, nützt dies niemandem.» Fritz ergänzt: «Über Geld haben wir eigentlich nie geredet.» Wichtig sei es immer gewe-

Ueli Zweifel

Das wertvollste Kapital eines Unternehmens sind seine guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sagt man. Viele machen ihren Job unauffällig, aber stetig im Hintergrund, andere in einer Kaderposition an der «Front». Über insgesamt 45 Jahre hat Roger Grunder «sein» Unternehmen als Technischer Direktor im Hintergrund und in der Führungsposition geprägt. Er bringt, obwohl seit 2011 im Ruhestand, sein Fachwissen und Know-how immer noch ein. Desgleichen Fritz Hirter, als einer der Lohnunternehmer der ersten Stunde wurde er zum gewieften Dienst-

leister für die Landwirtschaft und als ehemaliger Präsident von Lohnunternehmer Schweiz zum Verfechter der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Profis der Landtechnik und der produzierenden Landwirtschaft. Beide prägt der Stil, eigenes Können und Wissen und Erfahrungen auszutauschen, um so gemeinsam voranzukommen.

Rückblick Die Bekanntschaft zwischen Roger Grunder und Fritz Hirter geht auf das Jahr 1968 zurück. Damals eröffnete Rodolphe

Fritz Hirter: «Jeder Maschinenkauf bedeutet ein Risiko, nicht nur in Bezug auf die Auslastung, sondern auch in Bezug auf Wartung, Reparaturen und teure Ersatzteilkomponenten.» 11 2013  Schweizer Landtechnik

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Event | Passion   n

sen, dass eine Panne schnell behoben und die Maschine wieder einsatzfähig geworden ist. «Das teuerste Ersatzteil ist jenes, das ich nicht bekomme.» Die Kostenfrage könne man später regeln, im Vertrauen auf eine faire Kalkulation. Das offene Gespräch decke so Schwachstellen auf und sei im gegenseitigen Interesse der Verbesserung und Weiterentwicklung eines Produktes sowie dem Know-how sachdienlich. Dabei trage man als Inhaber einer Maschine immer das unternehmerische Risiko. Fritz Hirter und Roger Grunder kommen auch noch darauf zu sprechen, dass in den 80er- und 90erJahren die Einsatzzeiten der Maschinen in den Erntekampagnen wesentlich länger waren. «Damals haben wir eindeutig mehr Nachtarbeit gemacht als heute.»

Schöne neue Welt Bewundernswert kommt dazu, dass der Feinmechaniker Roger Grunder von einst und der Fachmann für die Technik der klassischen Physik angeblich mühelos auch den Sprung ins elektronische Zeitalter geschafft hat. In der Tat habe sich die Informationstechnologie in der Landtechnik in kürzester Zeit «von null auf Flugzeugelektronik katapultiert», meint er. Am konzilianten Umgang mit den Kunden aber habe sich nichts geändert. Statt einer mechanischen Komponente müsse man heute halt ein neues Softwarepaket liefern und/oder austauschen. Fritz Hirter beobachtet: «Vieles hat sich geändert. Die Betriebsleitergeneration von heute sei zuweilen ungeduldig und fällt rasch, manchmal zu rasch, einen Entscheid darüber, was sich lohnt und was nicht.» Ein nicht zu unterschätzendes Problem sieht Roger Grunder in der enorm grossen Palette von Maschinen, die insgesamt und heruntergebrochen auf den Importeur oder Händler lieferbar ist: «Wie willst du dazu die entsprechend angemessene Ersatzteilhaltung bewältigen?» Fritz Hirter und Roger Grunder beobachten, dass der Fahrkomfort heute einen sehr hohen Stellenwert hat. «Dazu ist die Funktion vergleichsweise fast schon nebensächlich. Immer wichtiger wird hingegen, wie sich eine Maschine präsentiert: Es kommt sehr wesentlich auf das Styling an.» Noch ein Kernsatz der beiden Landtechnik-Cracks, den man nicht so gerne hört: «Wir haben

zu viele Maschinen, das drückt auf die Auslastung mit den bekannten Folgen.»

Gefragte Berufsleute «Was uns in unserer Branche auch noch grosse Sorge bereitet», ergänzt der Landmaschinenvertreter, «ist der Mangel an qualifizierten Fachleuten im Service und Reparaturdienst für die Hightechlandmaschinen: Unsere Landmaschinenmechaniker wandern allzu oft in verwandte Branchen ab.» Sie sind dort wegen der sehr breit gefächerten und gründlichen Ausbildung äusserst gefragte Berufs­leute.  n

Roger Grunder: «Das Marketing ist nie eine Einbahnstrasse. Wichtig ist der ehrliche Erfahrungsaustausch.»

Im Gespräch zwischen Roger Grunder und Fritz Hirter werden eine ganze Reihe von weiteren Highlights aus der NewHolland-Palette hervorgehoben, die die Entwicklung und Prosperität des Unternehmens Grunderco beflügelten und technisch im Verantwortungsbereich von Roger Grunder waren. Dazu gehörten die Rund- und Quaderballen mit und ohne kombinierte Wickelaggregate, wegweisende Entwicklungen bei der Mähdreschertechnologie, darunter vor allem auch die Vorreiterrolle bei den Hangmähdreschern. Erwähnt seien auch die damaligen Agrifull-, David-Brown- und FerrariTraktoren sowie die Grimme-Kartoffeltechnik.

Ein kleiner Exkurs in neueste Techniksysteme ist jederzeit ein Muss und ein Genuss.

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n  SVLT | Sektionen

Generalversammlungen Mittwoch, 20. November 2013, 9.30 Uhr Grunderco AG, Mosenstrasse 30, Aesch Ab 9 Uhr Kaffee und Gipfeli; morgens Kurzreferat und 13.30 Uhr Besichtigung der Grunderco AG. Für die GV ist bis Dienstag, 12. November 2013, die Anmeldung erforderlich: th.voegeli@bluewin.ch, 062 893 20 41, hansjoerg.furter@ag.ch, 062 855 86 27

Freitag, 6. Dezember 2013, 9.30 Uhr Gasthof Schönbühl-Urtenen

Freitag, 6. Dezember 2013 (Klausmarkt), 9.30 Uhr Restaurant Brauerei in Sursee Anschliessend Vortrag von NR Leo Müller zum Thema «Aktuelle Landwirtschaftsfragen im eidgenössischen Parlament».

Mittwoch, 27. November 2013, 20 Uhr Restaurant Traube, Weinfelden Anschliessend Referat über die Veränderung des Ackerbaus mit der AP 2014-2017; Referenten sind Thomas Anken (Agroscope ART Reckenholz/Tänikon), Hermann Brenner (BBZ Arenenberg), Johannes Berweger (Lohnunternehmer Eschlikon), Urs Dietiker (Lohnunternehmer Felben). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

AG Kurs «Selbst ist die Frau» Mittwoch, 4. Dezember 2013, 13 bis 16 Uhr Liebegg, Gränichen Inhalt: Informationen über den sicheren Umgang mit Strom und Sparen im Haushalt, richtiges Bedienen der Bohrmaschine, Abdichten von tropfenden Wasserhahnen und WC-Spülungen usw. Kursleitung: Ruedi Gubler und Hansjörg Furter Kosten: Fr. 40.–, inkl. Kursunterlagen (AVLT-Mitglieder Fr. 30.–) Anmeldung bis 20. November 2013 an LZ Liebegg, Verena Bürge, 062 855 86 15, kurse@liebegg.ch

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11 2013  Schweizer Landtechnik

Theoriekurs Kategorie G Der sichere Einstieg in den motorisierten Strassenverkehr ist wichtig. Verkehrsregeln und sicheres Verhalten erlernt man nicht einfach durch Auswendiglernen von Prüfungsfragen. Im Theoriekurs Kat. F/G werden die Grundlagen aufgezeigt und erklärt. Die bestandene Prüfung berechtigt zum Lenken von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen bis 30 km/h. Teilnahmebedingungen: Mindestalter 14 Jahre (Kurs kann je nach Kanton 1–2 Monate vor Erreichen des 14. Altersjahrs besucht werden) und Verstehen der Thematik Siehe auch www.fahrkurse.ch Kursort

Datum

Kontakt

Lindau ZH

30. November

SVLT Zürich, Eschikon, 8315 Lindau, 058 105 98 51, www.svlt-zh.ch

Frick AG

19. + 26. Nov.

abends

Muri AG

23. + 30. Nov.

morgens

Liebegg AG

23. + 30. Nov.

nachmittags

Riniken AG

5. + 12. Dez.

abends Dominique Berner, 056 462 32 00, d.berner@agrartechnik.ch, www.fahrkurse.ch

Laufen BL

29. Jan. + 12. Feb. 2014

Münchenstein BL

5. + 22. Feb. 2014 19. März + 5. April 2014

Susi Banga, Gruthweg 103, 4142 Münchenstein, 061 411 22 88, s.banga@bluewin.ch

St. Gallen, Appenzell IR/AR, Glarus

auf Anfrage

Hans Popp, 9323 Steinach 071 845 12 40, hanspopp@bluewin.ch

Graubünden

auf Anfrage

Luzia Föhn, 7302 Landquart, 081 322 26 43, foehn@ilnet.ch, www.svlt-gr.ch

BE BVLT Gast an der Althaus-Wintermesse Am 23. und 24. November 2013, jeweils 9 bis 17 Uhr, ist der BVLT Gast an der Wintermesse der Firma Althaus AG in Ersigen. Er wird wie gewohnt einen Geschicklichkeitsparcours aufstellen und damit den Besuchern die Möglichkeit bieten, ihr Fahrverhalten zu testen. Das Fest der Land-, Forst- und Kommunaltechnik verspricht Live-Action, Beratung bei Marken wie Pöttinger, Joskin, Posch und Brantner, Unterhaltung und Verpflegung.


Sektionen | SVLT   n

BS, BL

ZG

Fahrzeugelektro-Kurs in Liestal

Stapler-, Teleskoplader-Grundkurs

Schönenberger Autoelektro, Militärstrasse 21, Liestal 1. Kurs Freitag, 29. November 2013, 18 Uhr 2. Kurs Samstag, 30. November 2013, 8.30 Uhr Inhalt: Grundlagen Beleuchtungstechnik LED Glühlampen, Vorschriften-Batterien, Typen-Kabel Verbindungstechnik, Praktische Arbeiten, reparieren Tipps und Tricks aus Erfahrung, ca. 21/ 2 Std. Anmeldung unter: 061 921 26 82, 061 921 58 32 (Fax), schoenenberger.liestal@bluewin.ch. Der Kurs ist für VLBB-Mitglieder gratis, bitte Tag und Anzahl der Teilnehmer angeben.

6. bis 10. Januar 2014, jeweils 2 Tage, in Steinhausen Zu lernen ist an diesem 2-tägigen Kurs der sichere Umgang mit dem Gegengewichtstapler und Teleskoplader nach SUVARichtlinien. Ziel ist der schriftliche SUVA-Ausweis. 1 Tag kann der obligatorischen CZV (Chauffeurenzulassungsverordnung) angerechnet werden. Voraussetzung: mindestens 18 Jahre, praktische Erfahrung Leitung: VLT Zug und Josef Staub, Staplerschule Steinhausen Kosten: 2 Tage ca. Fr. 650.– für Mitglieder und Fr. 690.– für Nichtmitglieder Anmeldung: sofort an Beat Betschart, 041 755 11 10, beatbet@bluewin.ch. Anmeldeschluss ist der 25. November.

LU Aktuelles Kursangebot Mofa- und Traktorenprüfung: Die Vorbereitungskurse finden jeweils mittwochnachmittags statt. Kurskosten inkl. Lernplattform im Internet für Mitglieder Fr. 70.–, für nicht Mitglieder Fr. 90.– Nächste vorgesehene Termine: 13. November 2013 in Sursee; 11. Dezember 2013 in Sursee Roller- und Autoprüfung: Theorieprüfung online lernen für Fr. 29.–. Grundkurse für Roller und Motorräder jeweils samstags in Sursee. Für Mitglieder Fr. 280.–, für Nichtmitglieder Fr. 300.– Nächste vorgesehene Termine: 23. und 30. November 2013 Verkehrskundeunterricht in Sursee, Willisau, Schüpfheim und Hochdorf. Für Mitglieder Fr. 220.–, für Nichtmitglieder Fr. 240.– Nächster Termin: 9./10./16. und 17. Dezember 2013 in Sursee Kombipaket für Rollerfahrer: Theorie online lernen/Grundkurs 1 und 2 (8 Lektionen)/VKU (4×2 Lektionen) Lastwagenprüfung: Der Lastwagentheoriekurs dauert 32 Lektionen, während vier Wochen jeweils einen Tag pro Woche. Der Kurs ist modular aufgebaut und der Einstieg jede Woche möglich. Der nächste Kurs beginnt ab 10. Januar 2014, jeweils in Luzern. Infos und Anmeldung (Änderungen, z.B. Kursort, -inhalt, -preis, -zeit, bleiben vorbehalten): LVLT Fahrschule, Sennweidstrasse, 6276 Hohenrain, 041 467 39 02, info@lvlt.ch, www.lvlt.ch

TG Kur- und Badeferien in Bad Birnbach Samstag, 11., bis Samstag, 18. Januar 2014 Samstag, 18., bis Samstag, 25. Januar 2014 Samstag, 25., Januar bis Samstag, 1. Februar 2014 Bad Birnbach, die niederbayerische Toskana, 45 km von Passau entfernt. Das ländliche Thermalbad bietet 31 verschiedene Kurund Badebecken, Wassertemperatur 24 °C – 40 °C. 7 Übernachtungen mit Halbpension Fr. 1100.– (Verlängerungswoche Fr. 850.–); Einzelzimmer-Zuschlag Fr. 120.– Anmeldung an VTL\Landtechnik, Weierhofstrasse 9, 9542 Münchwilen, 071 966 22 43, info@tvlt.ch

Teleskopladerkurs 6. bis 10. Januar 2014, jeweils 1 Tag, in Steinhausen Dieser Kurs ist für Teilnehmer, die bereits einen Grundkurs haben. Zu lernen ist an diesem eintägigen Kurs der sichere Umgang mit dem Teleskoplader nach SUVA-Richtlinien. Ziel: Schriftlicher SUVA-Ausweis, 1 Tag kann der obligatorischen CZV (Chauffeurenzulassungsverordnung) angerechnet werden. Leitung: VLT Zug und Josef Staub, Staplerschule Steinhausen Kosten: 1 Tag ca. Fr. 410.– für Mitglieder und Fr. 450.– für Nichtmitglieder Anmeldung: sofort an Beat Betschart, 041 755 11 10, beatbet@bluewin.ch. Anmeldeschluss ist der 25. November 2013.

Kurs «Kosten im Lohnunternehmen» Dienstag/Mittwoch, 10./11. Dezember 2013, 9 bis 17 Uhr Montag/Dienstag, 20./21. Januar 2014, 9 bis 17 Uhr SVLT-Verbandszentrum, Ausserdorfstr. 31, Riniken AG Die Fachtagung eignet sich für Betriebsleiter, Disponenten usw., die sich im Lohnunternehmen mit den Maschinen- und Dienstleistungskosten beschäftigen. Kursziele: Die Teilnehmenden lernen das Berechnungsprogramm «ART-Trac» kennen und anwenden, rechnen Maschinenketten und Verfahrenskosten selbstständig, können im eigenen Betrieb die Kostenfaktoren aufzählen, werden an die Methodik der Betriebsanalyse herangeführt und sehen Optimierungsmöglichkeiten sowie Handlungsansätze. Kursleiterin: Astrid Böll, Dauer 2 Tage, Mitglieder CHF 390.–, Nichtmitglieder CHF 450.– (inkl. Kursunterlagen, Mittagessen) Mitbringen: eigenes Laptop Anmeldung: bis spätestens 15. November 2013, per Post an: Lohnunternehmer Schweiz, Ausserdorfstr. 31, 5223 Riniken, per Fax 056 462 32 01, per E-Mail: lohnunternehmen@agrartechnik.ch. Auf Wunsch kann die Übernachtung in der Region organisiert werden.

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CZV-Kursangebote

SVLT ASETA

Obligatorische Weiterbildung für Lkw-Fahrer ARV1/DFS

Wer über einen Führerausweis Kategorie C oder C1 (Motorwagen über 3,5 t) verfügt, ist nach Chauffeurenzulassungsverordnung CZV verpflichtet, innerhalb von fünf Jahren 35 Stunden (5 Tage) obligatorische Weiterbildung nachzuweisen.

 1 Tag, Fr. 285.– (Nichtmitglieder Fr. 310.–) Die Teilnehmenden üben den Umgang mit dem «Digitalen Fahrtenschreiber» gemäss der Arbeits- und Ruhezeitverordnung, wie sie ab dem 1.1.2011 Gültigkeit hat. Zollikofen BE Flawil SG Riniken AG Di., 11.3.2014 Fr., 3.1.2014 Fr., 31.1.2014 Di., 12.8.2014 Landquart GR Hohenrain LU Mi., 5.2.2014 Di., 21.1.2014 Wülflingen ZH Di., 7.1.2014 Grangeneuve FR Mi.,15.01.2014 (en français) Di., 4.2.2014

Nur so bleibt die Berechtigung erhalten, über das Jahr 2014 hinaus gewerbliche Transporte mit Fahrzeugen dieser Kategorien durchzuführen. Für die Kategorien D und D1 (schwere Motorwagen zum Personentransport) endet diese Frist bereits 2013. Die Kurse, die der SVLT im Rahmen des Obligatoriums gemäss CZV durchführt, finden an ausgewählten Standorten statt und werden in Gruppen zu maximal 16 Teilnehmenden durchgeführt. Wer an einem Kurs teilnimmt, erhält für jeden besuchten Kurstag eine Bestätigung. Pro Kurstag werden sieben Stunden an die obligatorische Weiterbildung angerechnet. Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen:

www.fahrkurse.ch Kursanmeldung CZV Kurs q ARV1/DFS q Ladungssicherung q Erste Hilfe ankreuzen: q Unfall, Brand q Moderne Fahrzeugtechnik Kursort:

Kursdatum:

Name: Vorname: Strasse: Nr.: PLZ: Ort: Telefon: Natel: E-Mail: SVLT-Mitglied-Nr.: Geburtsdatum: q Ich will von den Tarifen für Mitglieder profitieren und werde Mitglied. Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK):

Ich habe von den Teilnahmebedingungen Kenntnis genommen. Datum: Unterschrift: Einsenden an: SVLT, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken 10 2011  Schweizer Landtechnik 66 Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: zs@agrartechnik.ch, 11 2013  Schweizer Landtechnik 66 www.fahrkurse.ch

Ladungssicherung  1 Tag, Fr. 295.– (Nichtmitglieder Fr. 320.–) Die Teilnehmenden erarbeiten in Theorie und Praxis die Grundlagen für das korrekte Beladen und das fachgerechte Sichern ausgewählter Güter. Riniken AG Di., 25.2.2014 Fr., 15.8.2014 Wülflingen ZH Do., 20.3.2014

Flawil SG Fr., 7.3.2014

Landquart GR Do., 6.2.2014

Hohenrain LU Fr., 28.2.2014

Zollikofen BE Fr., 28.3.2014

Grangeneuve FR Mi., 22.1.2014


Erste Hilfe

Unfall/Brand

 1 Tag, Fr. 295.– (Nichtmitglieder Fr. 320.–) Die Teilnehmenden lernen das korrekte Verhalten am Unfallort. Sie vertiefen die Fähigkeit, die lebensrettenden Sofortmassnahmen rasch und zweckmässig anzuwenden. Sie lernen die Funk­ tionen und den Einsatz des Wiederbelebungsgerätes «Automa­ tisierter Externer Defibrillator» kennen.

 1 Tag, Fr. 385.– (Nichtmitglieder Fr. 410.–) Die Teilnehmenden erarbeiten in Theorie und Praxis die Grundlagen für das korrekte, sichere und unfallfreie Fahren im Strassenverkehr! Der Berufsfahrer als Vorbild! Richtiges Verhalten im Strassentunnel! Korrektes Verhalten bei Verkehrsunfällen und Fahrzeugbränden!

Riniken AG Fr., 14.3.2014 Mo.,11.8.2014 Wülflingen ZH Do., 20.2.2014

Flawil SG Mo., 3.2.2014

Zollikofen BE Do., 6.3.2014

Hohenrain LU Mi., 26.2.2014

Landquart GR Fr., 24.1.2014

Riniken AG Di., 11.3.2014 Do., 14.8.2014 Wülflingen ZH Di., 25.3.2014

Grangeneuve Mi., 29.01.2014 (en français)

Hinweise und Teilnahmebedingungen: • Die Kurseinladung und die Rechnung werden spätestens eine Woche vor Kursbeginn zugestellt. • Führerausweis im Kreditkartenformat (FAK). Formulare für den Umtausch des alten, blauen Ausweises sind bei den kantonalen Strassenverkehrsämtern erhältlich. • Allfällige Kursannullierung, zum Beispiel mangels Anmeldungen, wird den betroffenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern spätestens zehn Tage vor dem Kurs bekannt gegeben. • Bei Abmeldung innerhalb von 14 Tagen vor Kursbeginn wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 60.– erhoben. Unbegründetes Nichterscheinen am Kurs berechtigt den SVLT, das volle Kursgeld zu verlangen. • Im Kursgeld ist neu die Verpflegung inbegriffen.

Flawil SG Do., 27.2.2014

Zollikofen BE Mi., 12.3.2014

Hohenrain LU Do., 13.3.2014

Landquart GR Mi., 26.3.2014

Grangeneuve FR Do., 13.02.2014 (en français)

Moderne Fahrzeugtechnik  1 Tag, Fr. 330.– (Nichtmitglieder Fr. 355.–) Wer ein Fahrzeug sicher führen, den Verschleiss und den Treibstoffverbrauch möglichst gering halten und Fehlfunktionen ­vermeiden will, muss die technischen Merkmale und die Funk­ tionsweise der Sicherheitsausstattung kennen, ebenso die verschiedenen, je nach Fahrzeug unterschiedlichen technischen Optionen. Riniken AG Do., 13.2.2014 Mi., 13.8.2014 Landquart GR Di., 11.2.2014

Flawil SG Mi., 12.2.2014

Wülflingen ZH Di., 4.3.2014

Hohenrain LU Fr., 14.2.2014

Zollikofen BE Do., 27.3.2014

Die Preise verstehen sich inklusive Verpflegung, Kursunterlagen und Bescheinigung. Änderungen vorbehalten.

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SVLT ASETA

Fahrkurs G40 Informationen und Auskunft:

www.fahrkurse.ch www.g40.ch

Mit dem Führerausweis Kategorie G und erfolgreich absolviertem Fahrkurs G40 können landwirtschaftliche Ausnahmefahrzeuge und Landwirtschaftstraktoren so­ wie gewerblich immatrikulierte Traktoren mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 40 km/h auf landwirtschaftlichen Fahrten gelenkt werden. Der Traktorfahrkurs G40 ist vom Bundesamt für Stras­ sen, ASTRA, anerkannt und wird im Führerausweis eingetragen. Wer den G40-Fahrkurs erfolgreich besucht hat, erhält von der Vaudoise-Versicherung einen Bon im Wert von CHF 100.– (gültig zwei Jah­ re). Dieser kann beim Abschluss einer Motorfahrzeughaftpflichtversicherung für sich selbst oder für ein Familienmitglied im gleichen Haushalt eingelöst werden. Teilnahmebedingungen • Führerausweis Kategorie G • Traktor mit Fahrerschutz (Höchstgeschwindigkeit 30 oder 40 km/h) für den ersten Kurstag

• Für den zweiten Kurstag Traktor und landwirtschaftlicher Anhänger (Garantiegewicht Anhänger mindestens 3500 kg). Die Versicherung der Fahrzeuge ist Sache der Teilnehmenden. Kursbestätigung Angemeldete Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer erhalten eine Kursbestätigung. Diese Kursbestätigung ist eine auf einen Monat befristete Ausnahmebewilligung und berechtigt zum Lenken des Traktors mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h zu Ausbildungszwecken. Anhänger dürfen ausschliesslich auf dem direkten Weg zum Kursort und während des Kurses selbst mitgeführt werden. Kurskosten Mitglieder CHF 570.– (Nichtmitglieder CHF 620.–), abzüglich CHF 100.– vom Fonds für Verkehrssicherheit. Bei Abmeldung 14 Tage vor Kursbeginn wird ein Unkostenbeitrag von CHF 60.– erhoben. Nichterscheinen am Kurs berechtigt den SVLT, die vollen Kurskosten zu verlangen.  n

Kursorte und Kursdaten 2013 Änderungen vorbehalten Bazenheid SG 14.11 + 19.11 07.11 + 12.11 Biberbrugg SZ 07.11 + 12.11 Bulle FR 14.11 + 22.11 Frauenfeld TG 07.11 + 12.11 Langnau i.E. BE 07.11 + 13.11 Les Hauts-Geneveys NE 07.11 + 12.11 Lyss BE 07.11 + 12.11 Nyon VD 21.11 + 26.11 Sissach BL 07.11 + 12.11 Sursee LU 13.11 + 19.11 Tramelan BE 14.11 + 19.11

Weitere Kursorte: Aarberg BE, Balgach SG, Brunegg AG, Bülach ZH, Claro TI, Corcelles-prèsPayerne VD, Courtételle JU, Düdingen FR, Gossau ZH, Hohenrain LU, Ilanz GR, Interlaken BE, Kägiswil OW, Konolfingen BE, Landquart GR, La Sarraz VD, Lyssach BE, Marthalen ZH, Mettmenstetten ZH, Moudon VD, Niederurnen GL, Oensingen SO, Saanen BE, S-Chanf GR, Schöftland AG, Schwarzenburg BE, Schwyz SZ, Sion VS, Sittersdorf TG, Tuggen SZ, Visp VS, Willisau LU, Zweisimmen BE, Zwingen BL

Schon jetzt kann man sich für die Kurssaison 2014 beim Sekretariat des SVLT in Riniken voranmelden. Die Informationen mit allen Kursorten und Kursdaten werden dann im Januar zugestellt.

SVLT ASETA

www.G40.ch

Unterstützt durch den Fonds für Verkehrssicherheit (FVS)

Merkblatt | G40

Anmeldung Fahrkurs G40 Kursort

n

Kursdatum

Name/Vorname Geburtsdatum Adresse PLZ, Wohnort Telefon

Mobile

Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK)

Ich habe von den Teilnahmebedingungen Kenntnis genommen. Datum und Unterschrift Unterschrift des gesetzlichen Vertreters/Lehrmeisters

Einsenden an: SVLT, Postfach, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: info@agrartechnik.ch

Fahrkurs G40 Zum Lenken von landwirtschaftlich immatrikulierten Motorfahrzeugen (40 km/h) wird nebst der theoretischen Führerprüfung Kat. G der praktische Fahrkurs G40 verlangt. Er ist vom Bundesamt für Strassen anerkannt. Die Teilnahme kann ab dem 14. Altersjahr erfolgen. Der bestandene Kurs wird im Führerausweis eingetragen.

Die Zahl der Strassenfahrten und die Transportdistanzen nehmen in der Landwirtschaft zu. Zudem verfügen neue Traktoren über ein hohes Zugvermögen sowie über grosse hydraulische Hebekräfte. Die Aus- und Weiterbildung für Lenkerinnen und Lenker von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen wird also immer wichtiger. Der Fahrkurs G40 trägt

Wichtige Voraussetzungen für die wirtschaftliche und sichere Erledigung landwirtschaftlicher Transporte sind: • gute Kenntnisse der Verkehrsregeln und der Gefahren, • eine sichere Beherrschung des Fahrzeugs und • ein Fahrzeug in technisch einwandfreiem Zustand.

Der Fahrkurs G40 bedingt Grundkenntnisse im Lenken eines landwirtschaftlichen Motorfahrzeuges. Der Fahrkurs G40 bietet Fahrerinnen und Fahrern eine umfassende Ausbildung für mehr Sicherheit beim Lenken von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen und unterstützt das verkehrsgerechte Verhalten im Strassenverkehr.

Neuauflage des Merkblatts Fahrkurs G40!


Flurförderfahrzeuge

SVLT ASETA

Grundkurse für Staplerfahrer Kursdaten Boll BE: Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Mo./Di. Mi./Do. Fr./Sa.

18./19. November 2013 20./21. November 2013 22./23. November 2013

Kursdaten Hohenrain LU: Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Mo./Di. Mi./Do. Fr./Sa.

16./17. Dezember 2013 18./19. Dezember 2013 20./21. Dezember 2013

Kursdaten Marly FR: Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Mo./Di. Mi./Do. Fr./Sa.

6./7. Januar 2014 8./9. Januar 2014 10./11. Januar 2014

französisch franz./deutsch französisch

Kursdaten Lindau ZH: Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Mo./Di. Mi./Do. Fr./Sa.

3./4. Februar 2014 5./6. Februar 2014 7./8. Februar 2014

Kursdaten Boll BE:

Deichsel-, Gegengewichts- und Teleskopstapler Der Schweizerische Verband für Landtechnik organisiert SUVA-anerkannte zweitägige Staplerkurse. Es handelt sich dabei um eine Grundausbildung für Deichsel-, Gegengewichts- und Teleskopstapler. Voraussetzungen:

Mindestalter 18 Fahrpraxis mit Maschinen Sicherheitsschuhe obligatorisch sehr gute Deutschkenntnisse

Kursinhalte: • Theorieunterricht • intensive Fahrschulung in Klein gruppen auf Deichsel-, Gegen gewichts- und Teleskopstaplern • Fahrschule und Theorie im Wechsel • theoretische und praktische Fahrprüfung Kurskosten: Mitglieder: CHF 1175.– (Nichtmitglieder: CHF 1350.–) Änderungen vorbehalten; Pausen/ Mittagessen sind im Preis inbegriffen Anmeldeschluss:

vier Wochen vor Kursbeginn

Kursorte:

Birrhard AG, Boll BE, Hohenrain LU, Lindau ZH, Marly FR

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen:

www.fahrkurse.ch

Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Mo./Di. Mi./Do. Fr./Sa.

17./18. Februar 2014 19./20. Februar 2014 21./22. Februar 2014

Auf Anfrage werden sieben Stunden an die obligatorische Chauffeurenweiterbildung gemäss CZV (Chauffeurzulassungsverordnung) angerechnet (plus CHF 50.–).

Anmeldung Staplerkurs Kursort: Kursdatum: Name: Vorname: Strasse: Nr.: PLZ/Ort: Telefon: Natel: E-Mail: SVLT-Mitgliedsnr.: Geburtsdatum: q Ich will von den Tarifen für Mitglieder profitieren und werde Mitglied. q Ich will eine CZV-Bescheinigung. Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK):

Datum: Unterschrift: Einsenden oder faxen an SVLT, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: zs@agrartechnik.ch, www.fahrkurse.ch


SVLT

Impressum

75. Jahrgang

Inserentenverzeichnis Aebi Suisse AG, Gampelen Amagosa AG, Gossau SG BalleMax GmbH, Waldkirch Bibus Hydraulik AG, Fehraltorf Birrer Hydraulik AG, Buttisholz Bucher AG Langenthal, Langenthal BUL Beratungsstelle für Unfallverhütung,  Schöftland Dirim AG, Hauptwil Doosan Benelux SA, WATERLOO E. Hedinger AG, Wattwil Erismann AG Seengen, Seengen FELLA-Schweiz, Plasselb Gebr. Herzog, Hornussen Giant Deutschschweiz, Reiden H.U. Kohli AG, Gisikon Hans Meier AG, Altishofen

60 35 45 5 22 72

Heizmann AG, Aarau 71 Leu, Hochdorf 2 Matra, Lyss 71 Messe Luzern AG, Luzern 5 Ofenfabrik Schenk AG, Langnau i. E. 62 Ott Landmaschinen AG, Zollikofen 21, 35 P + S Fahrzeugtechnik, Remetschwil 21 Samuel Stauffer & Cie,   Les Thioleyres 2, 45, 62 Speriwa Sperisen + Co., Niederbipp 62 STIHL Vertriebs AG, Mönchaltorf 2 Stocker Fräsen & Metallbau AG,  Oeschgen 60 Verschleissteile-Discount Ruh, Ramsen 35 Wälchli Maschinenfabrik AG, Brittnau 60 Zürcher Landtechnik GmbH, Wikon 22

60 35 45 45 21 62 22 22 21 22

Herausgeber Schweizerischer Verband für Landtechnik (SVLT), Willi von Atzigen, Direktor Redaktion Ueli Zweifel: red@agrartechnik.ch Dominik Senn: dominik.senn@agrartechnik.ch Ruedi Hunger: hungerr@bluewin.ch Ruedi Burkhalter: r.burkhalter@agrartechnik.ch Tel. 056 462 32 50 Mitglieder- und Abodienste, Mutationen Postfach, 5223 Riniken Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01 Internet: www.agrartechnik.ch Inserate/Anzeigen Fachmedien AGRAR AG, Seelandweg 7, CH-3013 Bern Ingrid Wilms, Tel. 031 330 95 01 Fax 031 330 95 30 E-Mail: landtechnik@agripub.ch Anzeigenverkauf Stefan Neuenschwander, Tel. 031 330 95 10 E-Mail: s.neuenschwander@agripub.ch Daniel Sempach, Tel. 034 415 10 41 E-Mail: daniel.sempach@agripub.ch Ulrich Rufer, Tel. 031 330 95 07 E-Mail: ulrich.rufer@agripub.ch

Plakette wieder im Angebot

Anzeigentarif Es gilt Tarif 2012 Kombinationsrabatt: 25% bei gleichzeitigem Erscheinen in «Technique Agricole» Druck und Spedition Stämpfli Publikationen AG Wölflistrasse 1, 3001 Bern Produktionskoordination Roberto Bruno Erscheinungsweise 11-mal jährlich Abonnementspreise Inland: jährlich CHF 107.– (inkl. MwSt.) SVLT-Mitglieder gratis. Ausland: auf Anfrage

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Alter Grösse CHF Anzahl Grösse Anzahl Grösse Anzahl Grösse Anzahl CHF

2 3 92 98 38.–

4 6 8 10 12 14 104 116 128 140 152 164 43.– 48.–

S = 44/46 M = 48/50 L = 52/54 44

46 S

48

50 M

52

54 L

56

58 XL

16.–

Unsere Preise verstehen sich ohne MwSt. und Versandkosten. Zahlung 30 Tage netto. Name

Vorname

Adresse PLZ/Ort Einsenden an SVLT, Postfach, 5223 Riniken, Fax 056 462 32 01 11 2013  Schweizer Landtechnik

Ausgabe 12/2013 Markt Aufbaumistzetter für Transporter Zapfwellengetriebene Rührwerke Wissen Hofdünger: Nährstoffverluste vermeiden Plattform Pflanzenschutz: Update für Berater und Lohnunternehmer

Nr. 12/2013 erscheint am 12. Dezember 2013 Anzeigenschluss 22. November 2013


Guter Vorsatz fürs nächste Jahr

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Schweizer Landtechnik 11 2013