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Schweizer Landtechnik

November September 2011 2012


Editorial • Inhalt November 2012   n

Editorial

Ueli Zweifel

«Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.» Der Spruch vermittelt ein beachtliches Marketinggespür. Obwohl aus den Zeiten der Planwirtschaft überliefert, passt er gut auch auf die marktwirtschaftliche Auslegeordnung an der AGRAMA. Auf der ganzen Breite wollen die Firmen das zeigen, was sich aus Ideen, Ingenieurskunst und praktischer Erfahrung zu aktueller und zukunftsorientierter Landtechnik aufgebaut hat. Mehr Leistung, grösserer wirtschaftlicher Nutzen, Schonung der Ressourcen sind die anzustrebenden Zielvorgaben. Die Gewichtung richtet sich dabei nach persönlichen und gesellschaftspolitischen Vorstellungen. Innovationen definieren sich aber auch über ein neuzeitliches und gefälliges Design, vor allem wenn es die Kundentreue zur eigenen Marke bestärkt. Nach streng definiertem Fahrplan hat man in den letzten Jahren die Abgaspartikel-Grenzwerte auf Traktoren und Landmaschinen sukzessive gesenkt und auch im tieferen Leistungsbereich zur Pflicht gemacht. Der Prozess ist nicht abgeschlossen (siehe Seite 58) und hat über neue Motorgenerationen den Traktoren- und Landmaschinenmarkt beflügelt. Computergestützte Hightech-Lösungen machen Furore in unserem Heft, aber auch die Traktoren aus dem an Bedeutung gewinnenden Lowtech-Segment (ab Seite 28).

n Markt 4 Firmeninformationen 7 AGRAMA: Der SLV-Präsident hat das Wort 8 Interview: AGRAMA begeistert 13 AGRAMA: Neuheiten- und Standbesprechungen 28 Mehr Traktor für weniger Geld (Lowtech-Traktoren) 32 CNH: Schneller und dichter pressen 36 Seilwinden: Merkmale der Effizienz und Sicherheit n

Impression

40 45

Fendt 500 Vario – von guten Eltern Gute Voraussetzungen durch gleichmässige Strohverteilung

n Wissen 50 52 58

Ackerfahrt auf weichen Sohlen Korrekte Pflugeinstellung spart Kosten und Zeit Saubere Kraft aus wenig Diesel

n Management 62

Selbstfütterung: Bedenken oft unbegründet

n Plattform 65 66 69

Der neue Manitou MLT 840 Neues Fendt-Montagewerk eingeweiht Pöttinger Herbstmesse

65 n Sicherheit 70

Schneeketten: mehr Griff und Sicherheit

n Passion 72

Bührer Super-Six in guten Händen

n SVLT 74 Hebefahrzeuge: Nutzung und Immatrikulation 76 Werkstattkurse 78 CZV-Kurse 80 Staplerkurse 81 Fahrkurs G40 82 Sektionsnachrichten 86

Impressum

n

ART-Bericht 756

87

Nutzen automatischer Lenksysteme

80

Eine zügige AGRAMA-Botschaft wäre vielleicht: «Was Sie brauchen, haben wir schon.» Ausgabe Nr. 12 erscheint am 13. Dezember 2012 AGRAMA : Auf zum Landtechnik-Fest (Bild: Ueli Zweifel)

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n  Markt

Sei ein Bauer – gewinne einen Traktor Die Firmen Zweifel Pomy-Chips AG in Zürich und das New Holland Traktoren Center Schweiz in Niederweningen lancieren eine gemeinsame Promotion: «Be a farmer – win a tractor» («Sei ein Bauer – gewinne einen Traktor»). Teilnahmebedingungen sind demnächst auf allen Chips-Packungen erhältlich. Ein wichtiges Bindeglied in der Produk­ tion der feinen Zweifel Chips ist der Traktor des Kartoffelbauers. Das New Holland Traktoren Center Schweiz feiert dieses Jahr 50 Jahre Import von Fiat und New-Holland-Traktoren. 36 Mal durfte die Marke den Schweizer Traktorenmarkt anführen. Dieses einzigartige Jubiläum wird mit speziellen Aktionen und Aktivitäten gefeiert. Ganz speziell ist natürlich die gemeinsame Promotion mit der Firma

Knackeboul, Rapper und Moderator der Sendung Knack Attack bei Joiz TV, war ein Tag mit dem Hauptpreis New Holland T4.55 unterwegs. (Bild: zVg)

Zweifel Pomy-Chips AG. Tatsächlich gibt es als Hauptpreis einen echten New Holland T4.55 und als 2. bis 100. Preis 99 attraktive Kinder-Trettraktoren mit Anhänger zu gewinnen. (pd)

Pöttinger-Mulchsaatmaschine neu mit Unterfussdüngung Pöttinger ergänzt seine Linie der Mulchsaatmaschinen mit einer weiteren Neuheit: der Unterfussdüngung mittels Terrasem C6 fertilizer. Der Einsatz der Technik der Unterfussdüngung ermöglicht zeitgleich zur Aussaat das Ausbringen von Mikro- und Makronährstoffen. Damit können optimale Wachstumsbedingungen in der Jugendphase des Korns geschaffen und so die generative Kornleistung gesteigert werden. Die in der Terrasem integrierte vollwertige Kurzscheibenegge erledigt die Saatbettbereitung. Anschliessend wird der Dünger über das Dual-Disc-Exaktschar in Reihen zwischen jeweils zwei Saatreihen abgelegt. Die Ablagetiefe von bis zu 10 cm ist dabei variabel einstellbar. Danach erfolgen die ganzflächige Rückverfestigung mittels Packer und anschlies­

MF 7626 – das neue Flaggschiff von MF Nach Vorstellung der vier kleineren Traktorenmodelle im Frühsommer zeigt MF nun das neue Flaggschiff der Baureihe, den MF 7626, und vervollständigt damit sein Angebot im Segment von 140 bis 255 PS. 4

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send die Aussaat des Korns. Das Dual-Disc-Exaktschar legt somit ein Düngerdepot perfekt zum Korn bzw. zur Wurzelbasis an. Das spart nicht nur Dünger und verringert unproduktive Verluste, sondern führt zu einem schnellen Aufbau von Wurzelmasse und damit langfristig zu optimalem Ertrag. Ein weiterer Vorteil der Unterfussdüngung liegt darin, dass bei schwierigen Bodenverhältnissen nur eine Überfahrt des Bodens notwendig ist und der Boden somit geschont wird. (pd)

Die neue Mulchsaatmaschine Terrasem C6 fertilizer von Pöttinger. (Werkbild)

Der MF 7626 ist serienmässig mit Dyna6-Getriebe ausgestattet und leistet maximal 280 PS. Das maximale Drehmoment von 1145 Nm wird bei 1500 U/min erreicht. Die Endgeschwindigkeit von 40 oder 50 km/h wird bereits bei stark reduzierter Motordrehzahl erlangt. Damit bietet er professionellen Landwirten und Lohnunternehmern, die viel

Krone Comprima presst 149 Ballen/h: Weltrekord 149 Rundballen in der Stunde, gepresst mit einer Comprima F 125 XC – das ist neuer Weltrekord. Aufgestellt wurde dieser Rekord am 21. August 2012 auf einem 35-ha-Weizenschlag in Klein Oschersleben (Sachsen-Anhalt). Ewald Vehring, hauptberuflich Landtechnik-Lehrer, war der Pilot des Rekordgespanns; dokumentiert wurde der Rekord von der DLZ und agrarheute (siehe Video zum Rekord unter www.krone.de). Der Weltrekordversuch startete um 12.05 Uhr und endete exakt nach 60 Minuten. Die technischen Vorgaben: Ballendurchmesser 1,25 m, höchste Pressdichte sowie drei Netzumwicklungen. Pünktlich um 13.05 Uhr wurden die Maschinen gestoppt; der Ballenzähler zeigte zu diesem Zeitpunkt das Ergebnis von 149 Ballen in 60 Minuten. Das bedeutet, die Presse schaffte durchschnittlich 2,5 Ballen pro Minute. Oder anders ausgedrückt: In 60 Minuten hatte die Presse 28 Tonnen Weizenstroh verarbeitet. «Diese eine Stunde war Stress pur – auch für einen erfahrenen Pressenfahrer wie mich», meinte Vehring. (pd)

Weltrekordhalter Ewald Vehring mit der Krone Comprima F 125 XC vor dem Rekordversuch. (Bild: zVg)

Leistung in einer kompakten Maschine mit herausragendem Leistungsgewicht suchen, grosse Effizienz. Wie auch seine kleineren Brüder kann er je nach individuellen Anforderungen wahlweise mit den Bedienkonzepten Essential, Effizient oder Exclusive und damit einhergehendem Automatisierungsgrad und Komfortlevel in der neuen Kabine bestellt werden.

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Markt   n

AGRAMA 2012 Jürg Minger, Präsident des Schweizerischen Landmaschinenverbandes: Unabhängigkeit kostet etwas.

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Jürg Minger, Präsident des SLV. (Bild: Ueli Zweifel)

Die Landtechnik hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Traktoren und Erntemaschinen sind effizienter und umweltschonender geworden. Mit weniger bzw. bodenschonenden Arbeitsgängen konnten in den letzten ­ 20 Jahren 40% mehr Erträge erwirtschaftet werden. Weil die Ackerbaufläche weltweit stetig abnimmt und die wachsende Weltbevölkerung mit genügend Nahrungsmittel versorgt werden will, müssen in Zukunft die Erträge auf dem zur Verfügung stehenden Ackerland verdoppelt werden können. Die Landtechnik hat sich diesen Anforderungen gestellt und wird mit innovativer Technik zur Erreichung dieses Ziels das ihre beitragen. Jedes Land, das selber Nahrungsmittel produziert, wird an Unabhängigkeit gewinnen. Diese Unabhängigkeit darf auch den Schweizer Bürger etwas kosten! Denken wir doch daran, dass alles, was wir tagtäglich essen, oder unsere Freizeit, die wir in unseren schönen, vielfältigen Landschaften geniessen, in irgendeiner Weise mit der Landwirtschaft und nicht zuletzt mit innovativer Landtechnik zu tun haben. Der weltweite Innovationsschub in der Landtechnik ist enorm und passt sich den

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wachsenden Anforderungen der modernen und weltoffenen Landwirtschaft an. An der diesjährigen AGRAMA haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, diese innovativen Landtechniktrends, angepasst an die Gegebenheiten der Schweizer Landwirtschaft, zu bestaunen.  n

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AGRAMA begeistert Am 22. November eröffnet die 24. AGRAMA ihre Tore. Aus Anlass des wichtigsten Agrartechnik-Events der Schweiz lud die Schweizer Landtechnik Christian Stähli, Präsident der Ausstellungskommission, und den neuen Hallenchef Ueli Peter zum Gespräch. Landtechnik zum guten PreisLeistungs-Verhältnis ist das Ziel der Branche. Ueli Zweifel

Beide hatten in zwei der bedeutendsten Schweizer Importfirmen für Traktoren und Landmaschinen Schlüsselpositionen inne: Christian Stähli als Geschäftsführer und Inhaber der damaligen Service Company und Ueli Peter bei Bucher Landtechnik als Verkaufsleiter für New-Holland-Traktoren und Landmaschinen aus der Kvernelandgruppe. Das Traktoren- und Landmaschinengeschäft können sie nun aus einer gewissen Distanz beurteilen. Schweizer Landtechnik: Freuen Sie sich auf die nächste AGRAMA? Christian Stähli: Ja sehr. Zum ersten Mal habe ich viel Zeit. Ich will sie nutzen, um mich an den Ständen mit möglichst vielen Ausstellern zu treffen und den Puls zu fühlen. Solche Kontakte, die es aber auch bis anhin schon gab, sind für mich und den Schweizerischen Landmaschinenverband (SLV) sehr wichtig. Immer kann man etwas noch besser machen und bei den Dienstleistungen zulegen. Das Fachpublikum und

darf. Natürlich bleibt das Feuer für die eigene Marke, aber ich habe nun die Möglichkeit, über die eigenen Marken hinaus etwas zum guten Gelingen der Ausstellung beizutragen. Ich bin überzeugt, dass alle ihr Verkaufsprogramm möglichst gut präsentieren wollen, und hoffe, dass die Stände nicht mit Maschinen überfüllt werden. Der Besucher soll sich an den Ständen wohlfühlen. Christian Stähli: Für den Ausstellungsbesuch reichte es bislang lediglich zum gemeinsamen Rundgang am Vorabend der Ausstellungseröffnung. Der Firmeninhaber und seine Leute vom Verkauf sowie die Regionalvertreter gehören während der Ausstellung an den Stand. Die Kunden wollen persönlich begrüsst werden, und für neue muss man sowieso ein offenes Ohr haben. Ein Ausstellungspräsident und ein Hallenchef ohne Verpflichtungen in den angestammten Unternehmungen. Ist das für den Schweizerischen Landmaschinenverband eine glückliche Fügung? Christian Stähli: Die Ausstellungskommission und mithin ihr Präsident sowie der Hallenchef werden vom Vorstand des SLV gewählt. Der Präsident und der Hallenchef der AGRAMA waren in der Vergangenheit

Christian Stähli: «Die AGRAMA bietet den Verbandsmitgliedern eine optimale Plattform.» die ausstellenden Firmen sollen bestmögliche Voraussetzungen vorfinden, ungeachtet ob Letztere nun Mitglied beim SLV sind oder nicht. Ueli Peter: Auf die AGRAMA 2012 freue ich mich ganz besonders, da ich als Hallenchef auch eine neue Aufgabe übernehmen 8

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meist Leute, die beruflich nicht mehr tätig waren. Ich gehe deshalb davon aus, dass diese Konstellation für den SLV eine gute Lösung ist. Das Amt als Ausstellungspräsident bekleide ich seit der Verlegung der Ausstellung nach Bern im Jahre 2002. Damals machte

ich mich für den Zweijahresrhythmus stark. Obwohl ich nun nicht mehr Mitglied im SLV-Vorstand bin, vertraut mir der SLV das Amt als Präsident der Ausstellungskommission weiterhin an. Ich kann mich heute noch gründlicher der Aufgabe annehmen und möchte den Kontakt zur Branche nicht missen. Ueli Peter: Ob wir für den SLV eine glückliche Fügung sind, müssen andere beantworten. Nach 28 Jahren Tätigkeit in der Landtechnik kennt man natürlich viele Exponenten dieser Branche. Diese Kontakte kommen mir zustatten, um als Hallenchef den richtigen Ton und gute Lösungen zu finden.

Mitglieder der Ausstellungskommission Präsident: Christian Stähli Mitglieder: • Kurt Bachmann, Ad. Bachmann AG, Tägerschen • Bendicht Hauswirth, Ott Landmaschinen AG, Zollikofen • Christian Penet, Grunderco SA, Satigny • Ulrich Peter, Hallenchef AGRAMA, • Pierre-Alain Rom, Geschäftsführer SLV


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sich im Vergleich zu 2010 nochmals um 12% bzw. 4000 m2 erhöht. Schlussendlich konnte man jeder Firma die Standgrössen nach deren Wünschen und Grössenvorstellung zuteilen. Dabei konnten auch die Platzierungswünsche auf Grund von Geschäftsbeziehungen in aller Regel berücksichtigt werden.

Bereit für eine begeisternde AGRAMA: Ueli Peter, neuer Hallenchef (links), und Christian Stähli, Präsident der Ausstellungskommission. (Bilder: Ueli Zweifel)

Welche Ziele verbinden sich mit der Durchführung einer AGRAMA? Christian Stähli: Die AGRAMA hat ein doppeltes Ziel: Zum einen bezweckt sie, «Die Plattform» für die ausstellenden Firmen zu sein, um vor professionellem Publikum die ganze Breite der Landtechnik für Schweizer Landwirtschaftsbetriebe präsentieren zu können. Das Spektrum reicht von der Milchwirtschaft über den Ackerbau bis zu Spezialbetrieben des Gemüse-, Obst- und Weinbaus. Zum andern kommen sowohl die Betriebe im Flachland als auch die Hang- und Bergbetriebe voll auf ihre Rechnung. Die Betriebsleiterfamilien finden an der ­AGRAMA die hierzulande passenden Maschinen und Mechanisierungskonzepte. Umfragen zeigen übrigens, dass sich die regionale Verteilung der Vollerwerbsbetriebe in der ganzen Schweiz prozentual gut mit der Anzahl Besucherinnen und Besucher aus allen Regionen unseres Landes deckt. Der Standort Bern hat sich vor allem auch unter diesem Gesichtspunkt sehr bewährt. Ueli Peter: Die meisten Besucherinnen und Besucher planen für die AGRAMA einen Tag. Die Ausstellung will in der kurzen Zeit einen guten Überblick verschaffen, um Investitionsentscheide zu treffen oder vorzubereiten. Im Übrigen ist sie

auch ein Ort der Begegnung, wo sich alle treffen, die sich für Landtechnik interessieren und begeistern lassen. Das Konzept hat sich bewährt: Traktoren, Transporter und Grossmaschinen gelten als Publikumsmagnete. Deshalb bleibt das Ziel, möglichst jeder Halle einen Aussteller von Traktoren, Transportern und Grossmaschinen zuzuteilen. Ganz durchziehen lässt sich das freilich nicht immer. Ein guter Mix verschafft aber jeder Halle ihre Anziehungskraft.

Was bringt die Vergrösserung der AGRAMA für die Besucherinnen und ­ Besucher? Ueli Peter: Durch die Vergrösserung erfährt der Besucher vor allem noch mehr Komfort und ein noch breiteres Angebot. Die Zahl der ausstellenden Firmen ist nochmals um 10% auf 251 gestiegen. Zudem ist die Ausstellungsfläche angewachsen, weil die Stände in aller Regel grösser geworden sind. Darin zeigt sich natürlich die Tendenz zu den grösseren und effizienteren Maschinen. Hinzu kommt aber auch die Absicht, die Maschinen gut zu präsentieren und dem Publikum an den Ständen Raum und einen guten Überblick zu verschaffen. Christian Stähli: In der Tat ist die ­AGRAMA in den letzten zehn Jahren wesentlich professioneller geworden. Das heisst, die Aussteller achten viel gezielter auf eine publikumswirksame Präsentation. Ueli Peter: Immer mehr Firmen engagieren professionelle Standbauer, die frühzeitig das Gespräch suchen und sich über die Örtlichkeiten ins Bild setzen.

Ueli Peter: «Der Besucher soll sich auf den Ständen wohlfühlen.» Konnten die Wünsche der ausstellenden Firmen berücksichtigt werden? Christian Stähli: Die AGRAMA ist nochmals markant gewachsen. Sie kann zum ersten Mal in die beiden neuen Hallen 2.0 und 2.2 einziehen, die von der BernExpo AG in diesem Frühling fertig erstellt worden sind. Damit erhöht sich die Bruttofläche um 10 400 m2. Weil aber durch ­Umbauvorhaben in Halle 3 auch Ausstellungsfläche weggefallen ist, konnte man auf die Zelthallen nicht verzichten. Die Nachfrage nach Ausstellungsfläche hat

Grössere Stände, mehr Professionalität: Das macht die Präsenz auf der Aufstellung insgesamt teurer. Christian Stähli: Für sich betrachtet mag das stimmen. Die AGRAMA hat aber, was die Standmiete anbelangt, sehr moderate Preise. Diese sind nicht zu vergleichen mit dem, was man auf internationalem Parkett bezahlen muss. Dies ist nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen, dass der SLV die AGRAMA in eigener Verantwortung vorbereitet und durchführt. Das heisst, viele 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Markt

arbeiten im Milizsystem. Es geht nicht um Gewinnoptimierung, sondern darum, den Verbandsmitgliedern eine optimale Plattform zu bieten. Man darf nicht vergessen, dass der Importeur, Händler und Hersteller von Landtechnik hierzulande nirgends auf so konzentrierte Weise mit seinen Kunden in Kontakt kommt und neue Geschäftsbeziehungen aufbauen kann. Über Jahre prägte das Landtechnikgeschäft Ihren Berufsalltag. Heute betrachten Sie die Landtechnik aus grösserer Distanz. Welches sind Ihre Beobachtungen? Ueli Peter: Technische Weiterentwicklungen gehören einfach dazu. Was ich jedoch vermehrt beobachte, ist eine Entwicklung, wonach die Hersteller auf einen professionellen Vertrieb ihrer Traktoren und Landmaschinen zunehmend bei ihren Importeuren Einfluss nehmen. Dazu gehören der Aufbau und die Bedienung eines exklusiven Vertriebsnetzes. Gefragt sind Kostenbewusstsein, schlanke Vertriebsstrukturen und Professionalität. Das heisst zum Beispiel, dass der Hersteller Vorgaben macht und wissen will, wie ein Traktor ausgeliefert wird.

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Auch die Kunden sind anspruchsvoller geworden. Sie wollen mehr Beratung und Serviceleistungen. Christian Stähli: Herstellerfirmen gehen sogar so weit, die Märkte in Drittländer mit eigenen Filialen zu bearbeiten. Der Erfolg ist keineswegs garantiert, weil die Marktverhältnisse und Gepflogenheiten zu wenig bekannt sind. Importeure mit langjährigen Erfahrungen und Geschäftsbeziehungen sind da wesentlich im Vorteil. Generell ist für mich die Schweiz je länger, je weniger ein Sonderfall. Der Markt ist zu klein, als dass sich Sonderanfertigungen für die ausländischen Hersteller rechnen. Damit ist nicht gesagt, dass Ideen aus der Praxis von den Unternehmen nicht aufgegriffen werden. Zur Landmaschinenbranche gehören ja auch viele kleine Firmen. Ich stelle fest, dass in der Landmaschinenbranche der Wettbewerb nach wie vor sehr stark ist, was man auch an der ­AGRAMA 2012 in Bern feststellen kann. 1987, als ich in die ehemalige Service Company AG, kurz Serco, eingetreten bin, galt die Aussage, dass ein Traktor-PS ca.

Prekäre Verkehrssituation Rund um das BernExpo Gelände sind grosse Strassenbauwerke in Vollendung begriffen, um die wachsenden Verkehrsströme aufzunehmen und zu entflechten. Noch ist aber mit zahlreichen provisorischen Verkehrsführungen und Staus zu rechnen. Christian Stähli empfiehlt den Automobilsten, sich kurzfristig über die Verkehrssituation rund um das Wankdorfstadion zu informieren. Gut beraten ist, wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist oder ein Spezialarrangement bei den Busunternehmungen bucht, die aus allen Landesgegenden an die AGRAMA fahren.

CHF 1000.– kostet. Heute kostet die Pferdestärke weniger bis gleich viel, je nach Ausrüstung, dies aber bei einer technischen Ausrüstung und einer Motorisierung, die man nicht mehr vergleichen kann. Vielen Dank für das Gespräch.  n


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Halle 2.0

n Paul Forrer AG, Zürich Hydraulische Triebachse neu zum Nachrüsten an Anhänger

Im unwegsamen Gelände, auf nassen Böden oder in Hanglagen entstehen mit schweren Lasten Traktionsprobleme. Viele Bauern, Lohnunternehmer oder Forstbetriebe sind mit dieser Herausforderung konfrontiert. Eine Triebachse am Anhänger löst das Problem. Das von der Paul Forrer AG entwickelte hydrostatische Radantriebssystem für Anhänger «Trailor Drive System TDS» bewährt sich seit Jahren im harten Einsatz. Wenn es steil oder rutschig ist oder der Anhänger schwer beladen ist, wird der hydraulische Radantrieb am Anhänger zugeschaltet. Dadurch können dank besserer Traktion bisher unmögliche Situationen einfach und sicher gemeistert werden. Das Herzstück des Antriebes ist die hydraulische Triebachse mit Radnabenmotoren, diefür das Dreh- und Bremsmoment an der Anhängerachse verantwortlich ist. Neu bieten wir auch komplette Achsbausätze an, welche sowohl den Montageaufwand massiv reduzieren als auch im Preis-/Leistungsverhältnis wesentliche Vorteile bieten.

wird. Um einen tiefen Transportschwerpunkt einzustellen, kann die Transporthöhe dem Ballendurchmesser sowie dem Gelände stufenlos angepasst werden. Die hydraulische Knickdeichsel sowie die verstellbaren Achsschenkel ermöglichen die gute Geländeanpassung für eine berührungslose Aufnahme und Absetzung der Ballen. Durch die spezifisch entwickelte Hydraulikanlage hebt der Wagen die Ballen selbstständig auf, in seiner Rahmenkonstruktion sind sie während des Transports professionell gesichert, und anschliessend werden sie schonend abgesetzt. Die Stärken des Transportwagens sind die einfache Bedienung, die enorme Transportleistung bei gewickelten Ballen mit einem verhältnismässig kleinen Traktor, die Bodenschonung sowie die Wendigkeit bei der Arbeit in hügeligem Gelände und auch bei kleineren Lagerplätzen und schmalen Hofzufahrten. Mit einer Ladebrücke versehen kann man den Wagen saisonunabhängig während des ganzen Jahres einsetzen. Weiter zeigt die Wenger & CO AG die Rotofeed-Ballenauflösegeräte, die mit der neuen Dosiereinheit verschiedene Futterarten zu hochwertigem Grundfutter verarbeiten. Gleichzeitig wird das Futter auf dem Futtertisch abgelegt.

Halle 1.0/A 012 n Walther AG, Susten Neuer Transporter mit Einzelradfederung:

Halle 1.2/A 007

Halle 1.2

n Wenger & CO AG, Melchnau Ballen schonend und schnell transportieren: Die Wenger AG zeigt einen Ballentransportwagen, mit dem der Ballentransport dank der neuen hydraulischen Höhenregulierung sicherer und leistungsfähiger

Caron wird am Agrama-Stand der Walther AG den neuen, gefederten ­ Transporter der Baureihe «CTS» mit Motorleistungen bis 120 PS und hydropneumatischem Einzelradfederungssystem ausstellen. In diesem Fahrzeug regelt die elektronische Steuerung die Federung, die das Schlingern bei Kurven reduziert. In die Steuerung integriert ist auch eine automatische Niveauregelung bei Lastwechseln. In steilen Steigungen sind die Federungen sperrbar. In diesem Fall wird das zentrale Gelenk im Rahmen immer den Bodenkontakt beibehalten. Neben einem besseren Fahrkomfort und einer höheren Arbeitsgeschwindigkeit behält diese Baureihe die Grundeigenschaften der grossen Caron-Transporter bei, wie z.B. das 6-Gang-Synchrongetriebe, die hohen Nutzlasten (bis 5000 kg pro Achse) und den besonders tiefen Masse-Schwerpunkt bei.

Halle 2.0/B 004

Halle 2.0

n ABM Maschinen AG, Huttwil Mc Hale Fusion 3 mit mehr Leistung:

Halle 1.0 Die Firma ABM Maschinen AG, Importeur von Mc-Hale-Produkten, präsentiert an der Agrama neben den bekannten Rundballenpressen und Wicklern erstmals die neue Mc Hale Fusion 3. Diese RundballenKombipresse bietet gegenüber dem Vorgängermodell eine erhöhte Leistung, grössere Bedienungsfreundlichkeit und einen reduzierten Wartungsaufwand. Neu konnte die ABM Maschinen AG im Bereich Güllentechnik den Generalimport der Marke Eckart gewinnen. Einzigartig ist beispielsweise das 100% manuell gefertigte Polyesterfass. Weiter im Sortiment sind die Mulchgeräte der Marke Humus. Als einziger Anbieter von Mulchgeräten setzt Humus auf die bewährte Systemklinge, welche Betriebs- und Unterhaltskosten massiv reduziert. 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Markt

Halle 2.2/A 012

Halle 2.2

n Ad. Bachmann AG, Tägerschen Neue Traktoren von 86 bis 140 PS mit Dieselpartikelfilter:

dellen wird ab einem Lenkeinschlag von 35° automatisch die Drehzahl der Vorderräder erhöht, was den Wendekreis nochmals stark auf 4 m verkleinert. Das Model M135GX-S ist mit einer Vorderachsfederung ausgerüstet. Das Ansprechverhalten des Federungssystems kann manuell in drei Stufen eingestellt werden. Die beiden Grand-X Modelle (M-GX) haben eine neu entwickelte Deluxe-Kabine. Kubota gewährt auf alle M-Serie-Traktoren standardmässig eine 3-jährige Werksgarantie, welche zurzeit bis Ende Agrama 2012 auf fünf Jahre ausgedehnt wird.

Halle 2.2/A 007 n Ballemax GmbH, Waldkirch Die neuen Traktoren von Kubota lassen sich in die beiden Modellreihen M-60 und M-GX unterteilen. Sie ergänzen die bestehende M40-Serie. Die Reihe M-60 besteht aus den Modellen M8560 mit 86 PS und M9960 mit 100 PS, erhältlich als Standardtraktor sowie auch als Obstund Plantagetraktor mit Sturzbügel. Die Grand-X-Serie mit den Modellen M110GX und M135GX sind mit 116 PS und 140 PS motorisiert. Alle Traktoren verfügen über 4-Zylinder-Kubota-Turbomotoren mit 4-Ventil-Technik und einer Common-RailEinspritzung. Mit der Kombination aus Diesel-Oxidationskatalysator (DOC), Diesel-Partikelfilter (DPF) und wassergekühlter Abgasrückführung (EGR) werden die aktuellen Emissionsvorschriften ­gemäss Stufe IIIB erfüllt. Die beiden M60Kabinen-Modelle sind mit dem bekannten 6-Gang-Synchrongetriebe mit Pow­ ershuttle und 2-stufiger Lastschaltung ausgerüstet. Dieses Getriebe verfügt serienmässig über 36 Vorwärts- und 36 Rückwärtsgänge. Zudem ist die M60Serie serienmässig mit einer integrierten Parksperre aufgerüstet. Die M-GX-Modelle verfügen über ein 8-fach-Lastschaltgetriebe mit drei Gruppen, also 24 Vorwärts- und 24 Rückwärtsgänge. Die 4-Stufen-Automatik ermöglicht eine automatische Anpassung an sich ändernde Bodenverhältnisse. Im Transportmodus werden die Fahrstufen lastabhängig automatisch an Steigungen oder Gefällstrecken angepasst. Die Kubota-Vorderachse mit doppeltem Kegelradantrieb, die eine grosse Bodenfreiheit ermöglicht, ist bei allen Modellen Standard. Das gesamte Antriebssystem läuft gekapselt im Ölbad. Der grosse Lenkeinschlag ermöglicht maximale Wendigkeit. Bei Zuschaltung der Bi-Speed-Funktion bei den Grand-X-Mo14

11 2012  Schweizer Landtechnik

Selbstfahrender myMischer:

BalleMax zeigt an der Agrama einen neuen Vertikalmischer. Ziel dieser Entwicklung ist die einfache Fütterung der Kühe mit möglichst grossem Anteil an Raufutter. Dies erreicht der neue myMischer durch die effiziente Mischschnecke, kombiniert mit einer Behältergrösse von 4,5 m3. Von Anfang an wurde dieser Mischer als Selbstfahrer konzipiert, der mit einem Dreiradfahrwerk mit hydrostatischem Allradantrib ausgerüstet ist. Dies ermöglicht einen sparsamen Antrieb und eine unschlagbare Wendigkeit. Motorisiert ist der Mischer mit einem Zweizylinder-Benzinmotor mit 23 PS von Vanguard. Damit füttern auch Betriebe mit kleineren Beständen und engen Platzverhältnissen ihre Tiere bequem und schnell. Mit dem bewährten BalleMax legt man Ballen wiederkäuergerecht und appetitanregend vor. Einzigartig ist der BalleMax durch seine Wendigkeit, die einfache Bedienung und die geringen Betriebskosten. Der neue myMischer wie auch alle anderen BalleMax-Produkte werden in der Schweiz hergestellt.

Halle 2.2/A 009 n Brack Landmaschinen AG, Unterstammheim

«Bandit» mit Aluaufbau und elektronisch-hydraulischer Lenkung:

Das Rollbandwagen-System «Bandit» feierte seine Premiere bereits an der Agritechnica 2009. Um bequem zu be- und entladen, ist der «Bandit» statt mit einem Schiebeschild mit einem in zwei Richtungen beweglichen Gummiboden ausgestattet. Krampe hat nun mit dem «Bandit 800» ein Fahrzeug mit Aluminiumaufbau und geringem Eigengewicht entwickelt. Zusätzlich können die Tandem- und Tri­ demanhänger mit einer elektronisch-hydraulischen Zwangslenkung ausgerüstet werden.

Weiter präsentiert wird der neue 2-achsige Rübenvollernter euro-Panther von Ropa. Die neuen 800/70-R38-UltraflexReifen auf der Vorderachse und die 900/60 R38 Ultraflex auf der Hinterachse (beide von Michelin) ermöglichen nachhaltige Bodenschonung. Selbst bei maximaler Bunkerbeladung sind nur 2 Bar Reifenluftdruck notwendig. Einzigartig unter den Rübenrodern ist der automatische Hangausgleich mittels vier Hydraulikzylindern und Sensorik.

Halle 2.2/A 011 n Gafner Maschinenbau AG, Laupen-Wald Höchste Flexibilität mit dem neuen roto-Streuer: Das neue roto-Modell von Gafner ist mit einem hydraulisch verstellbaren Auswurf ausgestattet. Dieser lässt sich bis zu 240° stufenlos von rechts nach links drehen


Markt   n

SVLT ASETA

Neuer Standort: Halle 3.1/B 009 Der Stand des SVLT befindet sich neu in Halle 3.1 an prominente Stelle gleich auf der Haupteingangsebene. Der SVLT Stand ist der passende Ort für Begegnungen und Diskussionen der Sektionsmitglieder mit Vertreterinen und Vertretern des SVLT- Zentralsekretariats und des Vorstandes. Die Organisation bietet bekanntlich nebst seiner Verbandszeitschrift Schweizer Landtechnik praxisorientierte Aus- und Weiterbil-

und bietet somit höchste Flexibilität für jede Feldlage. Dies gestattet nicht nur optimale Anpassung an das Gelände, sondern gewährt auch maximale Sicherheit bei anspruchsvollem Terrain. Ob an steilen Hügeln oder liniengenau am Feldrand gestreut werden muss: Der Gafner roto-Streuer ist gerüstet für Gelände jeglicher Art.

Halle 2.0/A 013

Halle 2.0

n Kuhn Center Schweiz, Niederweningen Kuhn-Neuheiten, die echten Mehrwert bedeuten:

Im Bereich der Mähwerke werden die neuen Kuhn-Fronttrommelmäher PZ 281 FP und 321 FP vorgestellt. Diese Mähwerke ermöglichen eine stufen- und werkzeuglose Schnitthöhenverstellung von oben. Diese neuen Modelle erlauben den

dung in den traditionellen Werkstattkursen und mehr und mehr in den Bereichen der Verkehrssicherheit, angefangen bei den G40 Fahrkursen über die Staplerfahrkurse bis zu den CZV-Kursen. Eine pemanente Aufgabe bleibt die Vertretung landwirtschaftlicher Interessen im Strassenverkehr. Er hat dazu beigetragen, dass bei der Revision der Verkehrsregelverordnung (VRV) und der Verordnung über den technischen Zustand von Strassenfahrzeugen (VTS) die begründeten Forderungen der Landwirtschafteingeflossen sind. Beispielsweise darf neu mit auffälliger Markierung der Anhängerbreite am Zugfahrzeug ein Transportanhänger gezogen werden, der breiter ist als das Zugfahrzeug, falls der Anhänger mit Breitreifen ausgestattet ist.

Anbau an leistungsstarke Traktoren mit hoch positionierten Frontzapfwellenstummeln, wie sie für den Einsatz bei 2resp. 3-fach Kombinationen zur Anwendung kommen. Der neue Kuhn-Aufbereiter TC 320 ist die Ergänzung zu den Kuhn-Fronttrommelmähern der Baureihe PZ und passt an grössere Zweiachsmäher, Mäh- und Standardtraktoren. Die Kombination Frontmähwerk mit Heckaufbereiter ergibt eine gute Gewichtsverteilung und ermöglicht das Mähen auch in steilen Lagen. Die Familie der ­Kreiselheuer wurde ebenfalls überarbeitet. So sind die ge­ zogenen Modelle GF 7802T, GF 7902T, GF 8702T und der GF 10802T neu als GII-Version verfügbar. Diese zeichnet sich durch die neue Maschinenanhängung an der 3-Punkt-Hydraulik aus. Das ergibt eine exakte Führung der Kreiselheuer und ermöglicht ein kurzfristiges Verändern der Arbeitstiefe über die Hydraulik. Bei den Kreiselschwadern GA 4121, 4321 und 4521 können neu die Schutzvorrichtungen und das Schwadtuch für den Strassentransport optional hydraulisch ausund eingeklappt werden. Diese Zwei- und Vierkreiselmaschinen verfügen über den neuen Kuhn-Rotor G III, der die Wartungsintervalle auf 250 Betriebsstunden erhöht. Die Kuhn-Rundballenpressen zeichnen sich durch das enorme Schluckvolumen des neuen 2-Zinken-Integralrotors und das neue Schneidwerk mit 14 oder 23 Messern aus. Der hydraulisch aus der Kabine absenkbare Schneidboden gibt Sicherheit auch bei hohen Leistun-

Am SVLT-Stand wird beispielhalft ein Markierungseinrichtung gezeigt.

«Lohnunternehmer Schweiz» stellt die Dienstleistungen von Lohnunternehmen anhand von vier konkreten Erfolgsfaktoren in den Mittelpunkt. Der Erfolgsfaktor «Arbeitsqualität und Fachwissen» wird anhand einer Gegenüberstellung von Streifenfrässaat und Striptill illustirert und dieskutiert. Der fortschrittliche Technikeinsatz ist dabei Beweis für Fachwissen und Innovationskraft.

gen. Die neue Pendel-Pick-up mit einer Aufnahmebreite von 2,30 m verrichtet gute Recharbeit. Zusätzlich erwähnenswert ist das neue, farbige Bedienterminal Kuhn VT 50, welches eine übersichtliche Bedienung mittels 12 Direktzugriffstasten und Touchscreen-Bildschirm erlaubt. Der Kuhn Striger ist eine neue Maschine für die pfluglose, streifenförmige Bodenbearbeitung vor Reihenkulturen wie Mais, Zuckerrüben Sonnenblumen usw. Dieses Streifenbearbeitungsgerät gewährleistet eine gute Bodenlockerung bei gleichzeitigem Erhalt der Bodenstruktur und trägt zu einem besseren Wasserhaushalt in den entsprechenden Kulturen bei.

Halle 2.2/A 013

Halle 2.2

n Lüönd & Co AG, Unteriberg Neuer Hecklader mit Dosier-Pick-up:

Der Lüönd-Hecklader feiert dieses Jahr das 40-Jahr-Jubiläum. Mit dem neuen Hecklader mit Dosier-Pick-up wird besonders das Abladen im Fahrsilo und Dosiergerät erleichtert. Zum Abladen übergibt der Pick-up beide Schutzgitter an das Hecktor. Beim hydraulischen Öffnen des Hecktores nimmt dieses die Schutzgitter einfach mit. Der Pick-up schwenkt gleichzeitig nach hinten und das Förderaggre11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Markt

gat schaltet ab. Nun befördert der Pick-up zusammen mit dem Kratzboden das Futter präzise dosiert aus dem Lader. Der Futterabfluss wird nicht durch störende Schutzgitter behindert. Am Stand werden neben diesem neuen Prototyp auch alle anderen vier Lüönd-Heckladertypen Swiss-Elite, Pick-up-Breite 2,12 m, SwissProfi, 1,90 m, Swiss-Leader, 1,69 m, und Swiss-Alpin, 1,69 m, gezeigt.

Halle 2.0/A 003

unreinen Böden. Die neuen Balken werden ab der Agrama über die ganze Sortimentsbreite von 1,30 m bis 2,50 m angeboten.

80 mm eingestellt werden. Das Gewicht liegt bei nur 440 kg.

Halle 2.0 A 005

n Schiltrac Fahrzeugbau, Buochs

n Sepp Knüsel, Küssnacht am Rigi

Schiltrac Eurotrans mit Sechszylinder:

Halle 2.2/A 005

Halle 2.2

Rigitrac erhalten kleinen Bruder:

Halle 2.0

n Rapid Technic AG, Killwangen Neues Einachsermodell Rapid Orbito:

Der Einachsgeräteträger-Hersteller Rapid erweitert sein Sortiment. Auf der Agrama wird das neue Modell Rapid Orbito erstmals vorgestellt. Die neue Maschine ist vor allem für schwere Anbaugeräte konzipiert. Die Rapid-Ingenieure stellten während der Entwicklung die Bedürfnisse der Bedienperson ins Zentrum. Unter Berücksichtigung ergonomischer Aspekte wurde ein klares Prioritätenmanagement umgesetzt. Entstanden ist daraus eine moderne Maschine, welche auch mit schweren Anbaugeräten wie z.B. Schlegelmulchern, Breitspurmähwerken, Schneefräsen, Kreiseleggen oder Umkehrfräsen intuitiv, leicht und sicher zu bedienen ist. Die technischen Details werden bei der Erstpräsentation anlässlich der Agrama in Bern bekannt gegeben. Zum bereits umfangreichen Sortiment der Rapid-Messerbalken stellt Rapid zudem den neuen 3-Zoll-Fingerbalken vor. In diesem Balken kommen die bewährten, gezahnten Rapid-Fingerplatten sowie die identischen Messer wie beim herkömmlichen Mittelschnittbalken zum Einsatz. Der neue, ebenfalls im Gesenk geschmiedete und vergütete Doppelfinger weist einen Fingerabstand von 3 Zoll (entspricht ­ 76,2 mm) auf. Der neue Fingerbalkentyp ist vor allem für den Schnitt von Ökowiesen prädestiniert und ist weniger anfällig bei z.B. durch Maushaufen versetzten, 16

11 2012  Schweizer Landtechnik

Der Rigitrac wurde bisher in zwei Modellen gefertigt, der Rigitrac SKH 95 mit 95 PS und der Rigitrac SKH 120 mit 120  PS. Aufgrund der Nachfrage nach einem kleineren Modell wird das Angebot mit dem 100 PS starken Rigitrac SKH 75 erweitert. Der Rigitrac SKH 75 ist mit einem wassergekühlten Deutz-4-Zylinder-Motor ausgestattet. Rigitrac bietet auf Wunsch ein Abgasfiltersystem an. Das Chassis ist wie bei den anderen Typen mit einem Drehgelenk versehen. Diese Konstruktionsweise ermöglicht eine Verschränkung des Chassis bis zu 22º. Das Drehgelenk ermöglicht eine Geräteführung über die jeweilige Achse und damit eine optimale Bodenanpassung der Frontgeräte. Die serienmässige Vierradlenkung ermöglicht ein ausgezeichnetes Manövrieren und wirkt sich bodenschonend aus. Der stufenlos fahrbare Weitwinkelhydrostat von Sauer-Danfoss ermöglicht Geschwindigkeiten von 0 bis 40  km/h. Das bewährte Load-SensingAxialkolbenpumpen-Prinzip wird wie bei den bisherigen Modellen auch im SKH 75 eingebaut. Die Steuerung erfolgt proportional mittels Joystick und ist ausbaubar auf 4 DW/EW-Ventile. Als weitere Neuheit wird an der Agrama das KnüselTrommelmähwerk F240 präsentiert. Dank dem Getriebe mit einer Schrägverzahnung ist das Trommelmähwerk sehr laufruhig. Die Arbeitsbreite beträgt 2410 mm. Das Mähwerk ist mit 4 Trommeln mit je 4 Klingen versehen. Beim Knüsel-Eigenbau kann die Schnitthöhe von 30 bis

Für Transportarbeiten in Berggebieten gewinnen Grosstransporter an Bedeutung. Das hängt mit den zunehmenden Transportentfernungen, der Steigerung der geforderten Nutzlast und der Vielfalt von Auf- und Anbaugeräten zusammen. Diese Entwicklungen hat die Firma Schiltrac verfolgt und deshalb die ­ ­Schiltrac-Serien 2068 und die 92er nun durch die komplett neue Transportergeneration mit dem EUROTRANS 4100 und 6150 abgelöst. Die zwei neuen Transportertypen mit der neusten Abgasnorm TIER 4i unterscheiden sich hauptsächlich in der Motorisierung, 4/6 Zylinder, der 20-Zoll-Bereifung und dem Gesamtgewicht, 7,5/12 t. Ein neues Schiltrac-Getriebe mit Powershuttle, drei Lastschaltstufen, Längsdifferenzial und Vierfach-Zapfwelle mit ECO-Drehzahlen sind weitere Fortschritte auf dem Transportermarkt. Tiefe Lärmemissionen bei 40 km/h mit reduzierter Motordrehzahl und Umkehrlüfter sollen die Treibstoffkosten tief halten. Damit sich jedermann auch von den weiteren Neuheiten wie Kippkabine, Rückfahrkamera, Fronthydraulik, Allradlenkung und Retarder selbst überzeugen kann, wird der Schiltrac Eurotrans 6150 erstmals an der Agrama präsentiert.

Halle 2.2/A 002 n Serco Landtechnik AG, Oberbipp Diverse Neuheiten: Von Claas werden von der Serco Landtechnik AG die Traktoren AXION 900


Markt   n

Halle 1.0 und 2.1 An der Agrama werden viele neue Fahrzeuge und Maschinen gezeigt. In der Regel kann man davon ausgehen, dass die ausgestellten Maschinen sicher sind. Dies bestätigt der Lie­ferant mit der Konformitätserklärung. BUL und agriss machen während der Ausstellung Stichproben. Doch 50% der tödlichen Unfälle ereignen sich mit Fahrzeugen und Maschinen.

(314–405 PS) und ARION 500 und 600 (140–180 PS) als Premieren vorgestellt. Der Selbstfahrhäcksler Jaguar 940, der Mähdrescher Lexion 670 und die Quaderballenpresse Quadrant 3200RC sind weitere Neuheiten von Claas. Die Claas-Futtererntemaschinen werden dieses Jahr mit folgenden Neuheiten ergänzt: dem Trommelmähwerk Corto 3200, dem Frontscheibenmähwerk Disco 3500 mit 3,4 m Arbeitsbreite, dem Kreiselschwader Liner 420 und dem Kreiselheuer Volto 1100, der ersten 3-Punkt-angebauten 10-Kreisel-Maschine der Welt. Von Gilibert gibt es zwei Weltpremieren, den Miststreuer Helios 15 mit einer Tandemachse «Swiss Edition» sowie den Dosierwagen Jumbolino XL mit mehr Volumen. Von Trioliet wird mit dem selbstfahrenden Futtermischwagen Smartrac (siehe Abbildung) eine weitere Weltneuheit präsentiert. Der Bodenbearbeitungsspezialist Vogel & Noot zeigt unter anderem die neue mechanische Anbausämaschine Profidrill D in Kombination mit der neuen Kreiselegge Arterra M. Der Transportspezialist Fliegl wird durch den bekannten Abschiebewagen, ein Güllenfass und einen Ausschnitt aus dem Geräteprogramm für Frontlader vertreten sein.

Unfallursache ist zunehmend der falsche Umgang mit Fahrzeugen und Maschinen. Bei Betriebsstörungen und in Stresssituationen werden die einfachsten Sicherheitsregeln missachtet. Landwirte und Lohnunternehmer sind einem hohen Erfolgsdruck ausgesetzt. Dieser ist sowohl wetter- als auch einkommensbedingt. Alles sollte gleichzeitig gemacht werden. Dieser Druck erhöht die Eile und damit das Unfallrisiko. Viele Fahrer gehen mit ihren Fahrzeugen und Maschinen zu hohe Risiken ein. Mit der neuen Broschüre «Fahrzeuge und Maschinen sicher bedienen» will die BUL mittels Zeichnungen, Texten und Merkpunk-

Halle 3.0/B 010

Halle 3.0

n Aebi Suisse, Gampelen

Neues Einböck-Untersaatgerät: Mit dem neuen Einböck-Untersaatgerät, bei welchem die einzelnen Striegelfelder parallel geführt sind und zugleich über einen hydraulischen Druckausgleich verfügen, werden auch hügelige bzw. sehr unebene Grasnarben auf ganzer Fläche bearbeitet. Neu gibt es ein Untersaatgerät für grosse Arbeitsbreiten mit Gebläse und einem 500-l-Tank.

Halle 3.0/A 012

ten einen Beitragzur Unfallvermeidung leisten. Ein wesentlicher Teil der Broschüre ist dem Umgang mit Hebefahrzeugen gewidmet. Die Broschüre kann gratis bestellt oder an der Agrama abgeholt werden. Auch im BUL-Markt gibt es viele Neuheiten, z.B. den Forsthelm von Pfanner. Der begehrte BUL-Kalender zum Thema «Landwirtschaftlicher Strassenverkehr» ist an dieser Agrama auch wieder verfügbar. Er umfasst Zeichnungen mit humoristischem Inhalt sowie ein Kalendarium mit Kommentaren und gesetzlichen Hinweisen zum Bild sowie genügend Platz zum Eintragen von Terminen oder anderen Ereignissen.

novativen Aufbau der Kippkabine kann die exakte Schaltmechanik des bewährten Getriebes beibehalten werden. Das mittig angeordnete Zentralinformationsboard verfügt über eine optimale Ausleuchtung der Schaltinformationen mit gut ablesbarem Display. Komfortable Arbeitsposition, höhen- und neigungsverstellbare Lenksäule, elektrohydraulische Betätigung aller Differenzialsperren und der Zapfwellenkupplung sowie ein durchdachtes Innenbeleuchtungssystem machen auch lange Arbeitstage im T10 X zum Vergnügen.

Halle 3.0/A 006 n Kaufmann B & Co AG, Altishofen Messerschleifgerät Autogrind AG100:

n Agromont AG, Hünenberg Der neue Muli T10 X mit Kippkabine:

109 PS, 5050 kg Nutzlast bei einem Gesamtgewicht von 8000 kg und erhöhte Achslasten. Das sind die Eckdaten des Neuen «Muli T10 X» von Reform. Das Neigen der Kippkabine erfolgt werkzeuglos und gewährt einfachen Zugang zum Motor- und Getrieberaum. Durch den in-

Steigende Kosten für Dieselkraftstoff, Arbeitskraft, Maschinen und Ersatzteile belasten Lohnunternehmer und Landwirte gleichermassen. Umso wichtiger ist der 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Markt

Umgang mit den im Betrieb eingesetzten Ressourcen. Das «autogrind AG100» ist das erste prozessgesteuerte Messerschleifgerät zum professionellen Nachschleifen der Schneidemesser für Pressen und Ladewagen. Sensorgesteuerte Schleifdruckanpassung und Emulsionskühlung garantieren höchste Schleifqualität und lange Standzeiten bei gleichzeitiger hoher Kosteneffizienz; damit wird Sorge getragen zur wertvollen Zeit und zu den Ressourcen. Schon beim Betrieb eines Ladewagens oder einer Presse lassen sich laut Berechnungen des Herstellers mit scharfen anstelle von stumpfen Messern bei 300 Einsatzstunden/Jahr 15–20% Diesel einsparen. Zusammen mit den Mehrkosten durch den höheren Verschleiss und den Leistungseinbussen beim Futterdurchsatz ergeben sich laut Hersteller Mehrkosten von bis zu Fr. 3000.–/Jahr.

Halle 3.2/A 002

Halle 3.2

n DeLaval AG, Sursee Das Grundfutter automatisch füttern:

DeLaval wird an der Agrama schweizweit erstmals die erste komplette Optifeed™Anlage präsentieren. Optifeeding ist eine intelligente Fütterungslösung für Grundfutter, welche die tägliche Arbeitsbelastung des Landwirts erheblich reduziert und die Herdenleistung steigert. Futterwie auch Gebäudekosten können gesenkt werden. Die mehrmalige Futtervorlage pro Tag sorgt nicht nur für eine verbesserte Futteraufnahme. Bei Betrieben mit automatischen Melksystemen nehmen auch die Besuche in der Melkstation entsprechend zu. Die Überwachung des Melkroboters und des Herdenmanagements ist ganz einfach: Mit dem neuesten VMSModell können die kompletten Prozesse im Internet oder per App auf dem Smartphone verfolgt werden.

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Halle 3.0

n Lohnunternehmen Kappeler: Niedermuhlern KCS: hangtauglich und wendig: 18

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Halle 3.2/A 003

Halle 3.2

n Lemken Niederlassung Schweiz, Henggart Leichtes Juwel von Lemken:

Unter dem Namen KCS produziert und vertreibt das Lohnunternehmen Kappeler eine Direktsaatmaschine für den Dreipunktanbau. Ergänzend kann auch Mulchsaat oder konventionell gesät werden. Üblicherweise werden solche Maschinen gezogen und sind von daher in steilem Gelände nicht gut einsetzbar. Dank dem Dreipunktanbau wurden vor allem die Hangtauglichkeit und die Wendigkeit erhöht. Die Saatgutablage erfolgt mit einer Dreischarentechnik mit Schneiden, Säen und Andrücken. Die einzelnen Elemente sind mit einem 15-ZentimeterAbstand am Rahmen befestigt. Die waffelförmige Vorlaufscheibe schneidet den Boden auf und befördert dank ihrer speziellen Form etwas Feinerde nach oben. Dadurch wird das Saatgut optimal in die Erde eingebettet. Damit genügend Gewicht auf die Säelemente übertragen wird, kann mit einem zusätzlichen Zylinder Traktorengewicht auf die Maschine übertragen werden. Ein Stickstoffbehälter gleicht bei Unebenheiten den Druck aus. Der Säantrieb erfolgt mit einem auf der Sämaschine montierten Radar. Das pneumatische Säsystem hat einen hydraulischen Gebläseantrieb, und die gesamte Überwachung erfolgt mit dem Can-busgesteuerten Bordcomputer Artemis von RDS. Für die Spurmarkierung ist beidseitig ein Schaummarkierer montiert. Weiter werden am Stand die Grizzly-Snow-StudSchraubspikes vorgestellt. Die Schraubspikes sind so konzipiert, dass sie einfach mit dem Akkuschrauber montiert und wieder demontiert werden können. Der Schraubspike besteht aus einer gehärteten und verzinkten Schraube mit Sechskantkopf und einem hochverschleissfesten Hartmetallstift in der Mitte. Grizzly Snow Stud gibt es in fünf verschiedenen Modellen; sie finden ihre Anwendung auf Traktoren, Staplern, LKW, Hof- und Radladern, Quad- und Crossmotorrädern, Gummiraupen usw. Der Energieverbrauch gegenüber Schneeketten ist tiefer.

Der neue Pflug Juwel 7, die leichte Variante des Juwel 8, ist für Traktoren von 70 bis 160 PS vorgesehen. Wie beim Juwel 8 wird auch beim Juwel 7 der Drehvorgang mit TurnControl elektrohydraulisch gesteuert. Damit kann die Pflugneigung direkt vom Traktor aus eingestellt und abgespeichert werden. Die DuraMaxx­ Körper als Voll- oder Streifenkörper in Stahl-, Kunststoff- oder Hybridausführung erfüllen die unterschiedlichsten Anforderungen. Die Streifen und Streichbleche sind aus verschleissfestem Werkzeugstahl ohne Bohrungen und Stanzungen hergestellt und erreichen laut Hersteller im Vergleich zu herkömmlichen Pflugkörpern eine um 75% längere Standzeit. Da die DuraMaxx-Körper nicht geschraubt, sondern auf den Grundkörper eingehakt werden, sind sie schnell und einfach zu wechseln und lassen sich komplett als Verschleissmaterial aufbrauchen.

Besonders augenfällig an den neuen Lemken-Anbaufeldspitzen Sirius 8 und 10 ist das veränderte Alurohrgestänge, das jetzt mit Arbeitsbreiten bis 30 Meter für die Baureihe Sirius 10 angeboten wird. Dank seines profilierten ovalen Querschnitts ist das Gestänge leichter und stabiler. Ausserdem bietet der grössere Durchmesser genug Raum, um jetzt auch 5-fach-Düsenkörper und Injektordüsen darin optimal geschützt unterzubringen. Erstmals bringt Lemken bei der Sirius 10 eine Einzeldüsenschaltung zum praktischen Einsatz, mit der jede einzelne Spritzdüse individuell zu- und abgeschaltet werden kann. Das ermöglichen von­ einander unabhängige elektrische Ventile an jeder Düse, die den Flüssigkeitsstrom zum Düsenmundstück regeln. Um die Mischwirkung beim Grubber zu verbes-


Markt   n

sern, hat Lemken für den Kristall die ­Timix-Schar entwickelt, mit hinten aufgestellten Scharenden. Dank der dreifachen Effizienz der TriMix-Schare benötigt der Kristall weniger Zinken, was ihn besonders leichtzügig macht. Auf diese Weise mischt er den Boden praktisch so gut wie drei- und mehrbalkige Grubber. Alternativ kann der Kompaktgrubber Kristall mit den neuen DuoMix-Scharen mit geraden Flügeln ausgestattet werden. Sie eignen sich besonders für die flache bis mitteltiefe Stoppelbearbeitung sowie zur Saatbettbereitung. Per Schnellwechselsystem kann die jeweilige Scharauswahl schnell und einfach montiert werden.

Halle 3.2/A 001 n Matra, Lyss

Weiter werden natürlich am Matra-Stand die bereits im letzten Jahr vorgestellten Traktoren der Serie 6R zu sehen sein. Deren Motoren arbeiten mit dem «NurDiesel-Konzept» mit Diesel-Oxidationskatalysator (DOC) und Diesel-Partikelfilter (DPF). Neben den Getriebevarianten ­AutoQuadPlus und PowerQuadPlus sowie dem stufenlosen AutoPower-Getriebe wird das neue Doppelkupplungsgetriebe Direct Drive, das erstmals für die Serie 6R erhältlich ist, ein Highlight am MatraStand sein. Es ermöglicht den hohen Wirkungsgrad eines mechanisch geschalteten Getriebes, kann aber gleichzeitig einen Fahrkomfort bieten, der dem eines stufenlosen Getriebes sehr nahe kommt. Der neue Scheibencracker «KernelStar» trägt als weitere Neuheit zur Steigerung der Durchsatzleistung von John-DeereFeldhäckslern bei.

Halle 3.0/B 003

neue Bedienungsanordnung, mehr Komfort und eine neue hydraulische Wendeschaltung machen den Traktor attraktiv für Grasland- und Allround-Betriebe. Die Strategie «CLEAN ENERGY LEADER», die New Holland mit der frühen Einführung der SCR-Technologie bei Grosstraktoren gewählt hat, bewährt sich laut Hersteller in Praxistests mit einem tiefen Treibstoffverbrauch. Genau diese sparsame Technik bieten nun auch die neuen T6 als 4- oder 6-Zylinder-Traktoren. Diese Strategie wird mit Motoren aus dem eigenen Motorenwerk Fiat Powertrain konsequent weiterverfolgt.

Halle 3.0

n New Holland Traktoren Center Schweiz, Niederweningen

Neue 6M-Traktoren von John Deere: Die neuen 6M-Traktoren von John Deere bieten mehr Leistung, Funktionen und Bedienkomfort als ihre Vorgänger der Serie 6030. Damit ergänzen die neuen 115 bis 170 PS starken 6M-Modelle das von 85 bis 105 PS reichende Leistungsspektrum der weiterhin verfügbaren Standardmodelle 6130, 6230 und 6330 mit Kabine. Die 6M-Traktoren besitzen einen durchgehenden Brückenstahlrahmen und sind optional mit Vorderachsfederung (TLS) und Vorderachsbremse zu haben. Angetrieben werden die Traktoren durch einen Abgasstufe-III-B konformen PowerTech-PVX-Motor (nur Diesel). Beim Getriebe kann zwischen PowerQuad und AutoQuad Plus ausgewählt werden. Dank der neuen EcoShift-Funktion wird bei höheren Geschwindigkeiten die Motorendrehzahl automatisch reduziert. Für mehr Leistung, kürzere Ansprechzeiten, besseren Bedienkomfort und mehr Effizienz sorgt das druck- und mengengesteuerte geschlossene Hydrauliksystem der 6MSerie, das den Einsatz von bis zu vier mechanisch betätigten Zusatzsteuergeräten im Heck und drei mechanischen Zwischenachssteuergeräten ermöglicht. Für alle Kabinenmodelle steht eine Hydraulikpumpe mit einer Förderleistung von bis zu 114 l/min zur Verfügung.

Viele neue Modelle beim New Holland Traktoren Center Schweiz, Niederweningen:

Halle 3.0/B 006 n Grunderco, Aesch/Satigny

Der T4 PowerStar ist ein kleiner, wendigen Plattformtraktor. Die neue Kabine ist leise und bietet einen Beifahrersitz und eine Ergonomie fast wie bei einem grossen Traktor. Erhältlich ist er in der leichten Version bis zu 75 PS, in der MediumAusführung mit Common-Rail 85-, 95und 105-PS-Motor mit Partikelfilter ab Werk. Der T5 ist der Nachfolger der Serie T5000. Das neue Common-Rail-Antriebsaggregat mit hohem Drehmoment ist mit einem Partikelfilter ausgerüstet. Es gibt die Wahl zwischen einem Power-ShuttleGetriebe und dem neuen Electro-Command-Getriebe mit 4-stufiger Lastschaltung (2 mal 8 Gänge, per Knopfdruck schaltbar). Neu ist der Traktor auch mit 38-Zoll-Bereifung erhältlich und somit eine ideale Zugmaschine. Auch der TD5000 erscheint in einem neuen Gewand: Neue Motorhaube, neuer Motor,

Viel Kartoffel- und Erntetechnik: Grunderco präsentiert im Bereich Kartoffeltechnik das «All in one»-Verfahren von Grimme. Dies sind Legemaschinen, welche in einem Arbeitsgang eggen, spritzen, düngen, legen und häufeln. Die Grimme GL 420 Exacta verfügt über 4 einzeln angetriebene Legeriemen, damit der Legeabstand je nach Sorte oder zur Kompensation bei Fahrgassen per Monitor verstellt werden kann. Um den Fahrer bei der anspruchsvollen Pflanzarbeit zu entlasten, verfügt die Maschine über mehrere Automatikmodi. Ebenfalls auf dem Stand ist die 4-reihige GL 420 Kombi zu sehen. Diese Maschine kann im Bedarfsfalle auch als Solosetzmaschine eingesetzt werden. Bei der Erntetechnik steht der 1-reihige Vollernter Grimme SE 75-55 auf dem Stand. Diese Maschine ist mit der neuen Schwadaufnahme ausgerüstet, welche schnell und von einer Person gewechselt werden kann. Um für alle Erntebedingungen gerüstet zu sein, verfügt diese Maschine über Optionen wie das 900 mm breite UB-Trenngerät inkl. zweier in der Geschwindigkeit verstellbarer zweireihiger Fingerabstreifbänder 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Markt

oder Schlupfüberwachung im 1. Trenngerät. Der Fahrer überwacht die Maschine via Kameras und bedient sie komplett via Bedienterminal VC 50 vom Schlepper aus. Weiter zeigt Grunderco viele Neuheiten von New Holland. Der New-Holland-FR500-Selbstfahrhäcksler wurde mit etlichen Updates für noch mehr Leistung versehen. Die Automatik IntelliFillTM, mit der der Anhänger durch das Auslaufrohr automatisch befüllt wird, erlaubt dem Chauffeur, sich voll auf das Lenken des Häckslers zu konzentrieren. Der Eco­ blueTM-Tier4-Motor mit der SCR-Technologie ist sparsam im Dieselverbrauch. Der Leader der BigBaler macht einen Schritt nach vorne: höhere Pressdichte, 20% höhere Leistung, beste Zugänglichkeit für den Unterhalt und noch mehr Zubehör nebst der bewährten Feuchtigkeitskon­ trolle und der Wiegeeinrichtung. Komplett neu im Programm bei New Holland ist eine Rollen-Festkammerpresse und zwar in 3 Versionen: einer Soloversion, einer Press-Wickelversion und der BR 135 Ultra, einer Press-Wickelkombi für den anspruchsvollen Lohnunternehmer. Die Letztere arbeitet mit der bewährten Fo­ lienbindung für beste Silagequalität. Der Mähdrescher CR 9080 mit Rotordurchmesser 22’’ und 517-PS-Motor Eco­ blueTM mit Tier4-SCR-Technologie wird mit kompletter Ausrüstung präsentiert: Feuchtigkeitskontrolle, Durchsatzanzeige, Ertragskartographie, neuestes Raupenlaufwerk SmartTraxTM und Allradantrieb.

Halle 3.2/B007

Halle 3.2

n RauchCenter Schweiz, Zollikofen Ein Düngerstreuer fühlt die Ausbringmenge:

Der AXIS H EMC ist revolutionär in der Düngetechnik: Der hydraulische Scheibenantrieb mit Drehzahlregulierung zusammen mit der fernbedienten koaxialen Aufgabepunktverstellung erlaubt ein Keilstreuen, Grenzstreuen und Randstreuen; dies vom Fahrersitz aus. Die elektronische Massenstromregelung EMC 20

11 2012  Schweizer Landtechnik

misst den Düngerdurchfluss auf jeder Seite separat und korrigiert diesen laufend. Das System bemerkt auch Fremdkörper im Dünger, es lässt diese passieren und stellt wieder die gewünschte Menge ein. Der Rauch AXIS H – EMC ist Isobusfähig und kann mit einer Nutzlast bis 4000 kg geliefert werden. Den Axis gibt es auch in kleineren Versionen mit hydraulischer, elektrischer oder elektronischer Bedienung. Der «Schweizer Streuer» bei den Axis ist der Wiegestreuer AXIS 20.1-W. Mit seiner 100-Hertz-Technologie misst er das Gewicht 100× pro Sekunde und korrigiert die Menge laufend automatisch. Auch beim Rauch MDS gibt es zusätzlich zu den Varianten Handbedienung, hydraulische Bedienung und der wegabhängigen Quantron-Steuerung neu eine einfache elektrische Bedienung: die E-Click.

bei dieser Presse über den Monitor Focus II, den IsoMatch Tellus von Vicon/Kverneland oder den traktoreigenen Terminal über Isobus bedient.

Halle 4.1/A 006

Halle 4.1

n Althaus AG, Ersigen Althaus präsentiert erstmals Multifunktionslader:

Halle 3.2/B 009 n Ott, Zollikofen Variable Rundballenpressen pressen alles: Die variablen Rundballenpressen RV 4216 und RV 4220 von Vicon wurden für den vielseitigen Einsatz in Stroh, Heu und Silage entwickelt. Die Endlosriemen sind neu geführt und umwickeln die Ballen in einem Zug. Da sie bei leerer Presse nahe an den aggressiven Einführwalzen vorgehen, dreht sich der Ballenkern schon beim Starten. Der Ballendurchmesser beträgt 60–165 cm (RV 4216) bzw 60–200 cm (RV 4220). Die Riemen werden über zwei Walzen schlupffrei angetrieben. Auch besitzt die Presse angetriebene Walzenabstreifer, um das Umwickeln von klebrigem Futter zu verhindern. Die RV 4200 hat ein 220-cm-Pick-up mit kleinem Durchmesser, zwei Kurvenbahnen und 4-facher Lagerung der fünf Zinkenreihen. Kombiniert mit dem SuperCut-Schneidwerk mit bis zu 25 Messern und Gruppenschaltung sowie dem Hochleistungsrotor, ergibt sich die hohe Einzugskapazität. Dank dem hydraulisch absenkbaren Boden «Drop-Floor» kann jede Futterblockade beim Rotor entfernt werden, ohne dass man vom Traktor absteigen muss. Für einen geschützten, gut aussehenden Ballen wird das Netz über ein spezielles Rollenumlenksystem bis über die Aussenkanten gespreizt. Vom Terminal aus können drei verschiedene Zonendurchmesser und Pressdrücke vorgewählt werden. Alle Funktionen werden

Zum ersten Mal stellt Althaus die Multifunktionslader der Marke MultiOne aus, die Althaus seit Mitte dieses Jahres importiert. Dabei handelt es sich um kompakte, knickgelenkte Fahrzeuge, die mit einem starken Teleskoparm ausgerüstet sind und mit unzähligen Werkzeugen bestückt werden können. Neuheiten werden auch von den angestammten Marken im Althaus-Programm präsentiert. Ein Hingucker auf dem Stand ist das Joskin-Tridem-Gülletransportfass Euro­ liner mit 24 000 l Inhalt. Aber auch die neue Kompaktscheibenegge Terradisc 3001 von Pöttinger sticht ins Auge. Sie verfügt über den grössten Scheibendurchmesser auf dem Markt. Von Brantner, Europas grösstem Hersteller von Agrarkippern, feiert der neue Multiplex-Kipper mit robusten, mehrfach verleimten Holzwänden Premiere.

Halle 4.1/A 004 n Case-Steyr Center, Niederweningen Neuheit: Steyr Multi ecotech:


Markt   n

Am Stand des Case-Steyr Centers werden als erste Neuheit die Steyr Multi ecotech (Serie 4095/4105/4115) vorgestellt. Die neuen 3,4-Liter-Common-Rail-TurboDieselmotoren leisten 99, 107 oder 114 PS. Das serienmässige 32×32-Getriebe mit 4-fach-Lastschaltung und Powershuttle bringt die Kraft über einen zuschaltbaren Allradantrieb mit elektrohydraulischer Differentialsperre wirtschaftlich auf die Räder. Das neue 4-fach-Lastschaltgetriebe mit 40 km/h Eco wurde speziell für den neuen Multi entwickelt. Als zweite Neuheit werden die Traktoren Steyr Kompakt ecotech (Serie 4085/4095/4105) vorgestellt. Die neu entwickelten 3,4-Liter-Common-Rail-Turbo-Dieselmotoren mit 86, 99 oder 107 PS bringen die Ökonomie der Grossen in die Kompakt-Klasse. Dank der Abgasrückführung (CEGR) gibt es deutlich mehr Leistung bei reduziertem Treibstoffverbrauch und 90% weniger Feinstaubbelastung. Das 12×12-Basisgetriebe (op­tional mit Powershuttle) und das 24×24-Getriebe mit 2-fach-Lastschaltung Powerclutch und Powershuttle sowie Kriechgangoptionen (20×12 und 20×20 mit Powershuttle) bringen die Leistung über einen zuschaltbaren Allradantrieb mit elektrohydraulischer Differenzialsperre auf den Boden. Die neue Farmall-A-Serie von Case bietet Modelle im Leistungsbereich zwischen 82 und 113 PS. Herzstück der Farmall-A-Serie sind die 4-Zylinder-Turbolader-Motoren, die mit einem EGR-Abgasreinigungssystem zur Erfüllung der aktuellen Abgasnormen ausgestattet sind. Es kann je nach Einsatzbereich zwischen einem 12×12-Shuttlegetriebe, einem 20×20-Kriechgang­ getriebe oder einem 12×12-Powershuttlegetriebe gewählt werden. Die neuen Case IH Magnum CVX runden die Neuheiten gegen oben ab. Diese Serie ist mit einem neuen stufenlosen Antrieb sowie dem Efficient-Power-System von Case IH ausgerüstet. Insgesamt besteht die MAGNUM-CVXSerie aus sechs Modellen bis 419 PS.

Halle 4.1/B 003 n Pöttinger AG, Birmenstorf Entwicklungsschub im Grünland:

Deutz-Fahr präsentiert. Die Modelle dieser Serie von 150 bis 190 PS sind wählbar mit dem neuen Sense-Shift-Lastschaltgetriebe oder dem stufenlosen Fahrantrieb von ZF. Abgerundet wird die SDF-Produkteschau mit den Schmalspur- und Grünlandtraktoren. Präsentiert wird auch der Hürlimann XA 90 GS in einer Sonderedition mit 85 PS/62,5 kW bzw. 70 kW/95 PS mit Overboost und zusätzlichen Gratisoptionen.

Halle 4.1/B 005 Die Besonderheit beim neuen Heckscheibenmähwerk NOVACAT 352 mit 3,46 m Arbeitsbreite ist die hydraulische Unterlenkerwippe. Dadurch lässt sich der Anbaubock immer in die richtige, waagrechte Position bringen – unabhängig von der Geometrie des Traktorhubwerks. Das Alpin-Programm wird mit den ALPINHIT 4.4 und ALPINHIT 6.6 ergänzt. In Kombination mit leichten Schutzbügeln wird der ALPINHIT 4.4 mit nur 320 kg zu einem «Leichtgewicht». Der neue HIT 10.11 T ist ein gezogener 10-Kreisel-Zetter mit einer Universaldeichsel für Oben- und Untenanhängung sowie einem robusten Fahrrahmen mit eigenem Fahrwerk. Neu ist die einzigartige Aushebung der Kreisel «Liftmatic plus».

Halle 4.1/A 010 n SAME DEUTZ-FAHR Schweiz AG, Schwarzenbach Zwei neue Agrotron-Serien: SDF stellt an der Agrama die neue Traktorenbaureihe Deutz-Fahr Serie 7 Agrotron TTV vor, welche speziell auf Lohnunternehmen und moderne Landwirtschaftsbetriebe zugeschnitten ist. Die 3 TTVModelle (7210, 7230 und 7250) zeichnen sich durch eine hochwertige Serienausstattung aus. Das Highlight dieser Baureihe stellt der 6-Zylinder-Deutz-Motor TCD 6.1 L06 4V dar, ein Technologiepaket mit einer maximalen Leistung von bis zu 263 PS (194 kW). Dieser erreicht ein maximales Drehmoment von über 1000 Nm (bei 1.600 U/min) und bringt seine Höchstleistung bereits bei 1.900 U/min. Im Weiteren wird die neue Serie 6 von

n Kurmann Technik AG, Ruswil

Neuer Elektrofahrkopf AGILO An der Agrama präsentiert Kurmann den neuen Elektrofahrkopf AGILO. Diese selbstfahrenden Vertikalmischer mit Nutzvolumen von 3,5 bis 7m3 verfügen über drei Mischdrehzahlen und vollhydraulische Fahrantriebe. Der Futteraustrag erfolgt links, rechts, hinten oder mittels Querförderband. Ein Schweranlauf ermöglicht das Auflösen von Rundballen mit niedriger elektrischer Anschlussleistung. Die neue Aufbereitergeneration von Kurmann verspricht futterschonende Aufbereitungsarbeit. Der Aufbereiter K818X / TWIN mit Breitablage für Mähwerke bis 3,5 m ist mit einem Antrieb für Schlepper bis 180 PS erhältlich. Die leichte, bergtaugliche Grundmaschine K617X wird bei Schleppern und 2-Achs-Mähfahrzeugen bis 85 PS eingesetzt. Für extreme Hanglagen ist ein Kurzanbausatz erhältlich. Das Fahrwerkprogramm von der Doppelpendelachse bis zum 8-Rad-Fahrwerk mit 27 t Achslast ist neu mit den Bereifungsvarianten «BIG FOOT» erhältlich.

Halle 631/A 009

Halle 631

n Gerber Muri AG, Muri AG Scharwechsel ohne Schrauben: Evers, der Grubber- und Eggenspezialist aus Holland, stellt am Agrama-Stand der Gerber Muri AG sein neues Scharschnellwechselsystem vor. Zwei Bolzen, gesichert je mit einem geschützt angebrachten Splint, erlauben den Scharwechsel ohne 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Markt

das Lösen von Schrauben. Das Bild zeigt den Grubber Modell Forest, bei welchem die hintere Zinkenreihe hydraulisch ausgehoben werden kann. Mit Scharbreiten von 6 bis 38 cm ist der Grubber für alle Einsätze geeignet.

gleichzeitig hoher Genauigkeit erfolgen. Um diese Ziele zu erreichen, wurde eine neue Säeinheit mit Druckluftförderung entwickelt. Ab 2013 wird die Einzelkornsämaschine Tempo auch als Dreipunktmaschine angeboten. Am Stand der Keller Technik AG wird das Säaggregat der Tempo in Aktion gezeigt und das einzigartige Säverfahren erläutert. Weiter werden die neuen Reinigungsbürsten von Holaras gezeigt. Die Maschinen können am Traktor (Heck- oder Frontanbau), an Hoflader oder Stapler montiert werden. Neu sind die Kehrmaschinen mit zickzackförmigen Bürsten ausgerüstet, was eine Streifenbildung verhindert und v.a. bei festgefahrenem Schmutz effizientere Arbeit erlaubt.

Halle 631/B 008 n Baertschi Perma-Agrartecnic, Hüswil Flexibel von Bodenbearbeitung bis Direktsaat:

Halle 631/B 013 n Peter Maschinen GmbH, Roggliswil Teleskop-Hoflader-Baureihe erweitert:

Halle 631/B 005 n SGG Land- und Kommunaltechnik, Saland Leichte Astsäge für den Frontlader:

Erstmals in der Schweiz zeigt die SGG Gmbh den Auslegearm Twiga HXF 2800 von Spearhead, montiert auf einem TYM 1003 (100 PS) mit Frontlader. Der Auslegearm Twiga 2800 HXF wird an vorhandene Schlepper-Frontlader angebaut und trägt die zu diesem Zweck besonders leicht konzipierte Baumsäge LRS 1601. Das geringe Eigengewicht der Gerätekombination soll den Einsatz an vorhandenen Schleppern ermöglichen. Der Böschungsmäher Twiga 6000 und der Mulcher Twose runden dieses Programm ab. Weitere TYM-Traktoren werden mit Schneepflug und Schneefräse Westa, Spatenmaschine Selvatici, Ilmer-Hecklader und -Obstbaumulcher sowie Amazone-Weidemulcher präsentiert.

Halle 632/B 010

Halle 632

n Fella Schweiz, Plasselb WEcoDyn ist ein vielseitig einsetzbares System und eröffnet neue Möglichkeiten im Bereich schonender und nicht wendender Bodenbearbeitung sowie Mulchund Direktsaat. Neben dem sehr flachen Arbeiten kann auch eine teilweise oder ganzflächige tiefere Lockerung bis 30 cm Tiefe vorgenommen werden. Zusätzlich ­ermöglichen mehrere voneinander unabhängige Saatkästen die gezielte Etab­ lierung von vielseitigen Pflanzen­ ge­ meinschaften. Baertschi entwickelt und produziert das WEco-Dyn-System in der Schweiz.

Halle 631/A 003 n Keller Technik AG, Nussbaumen Einzelkornsämaschine mit Geschwindigkeit und Präzision: Mit der Väderstad Tempo kann die Aussaat mit hoher Geschwindigkeit und 22

11 2012  Schweizer Landtechnik

Heuwender Trans: kompakt mit Transportfahrwerk:

Der Hoflader K3 von Ostler ist bekannt für seine Standsicherheit mit der teleskopierbaren Vorderachse. Mit seinem Tele­ skoparm erreicht man eine Höhe von 3,3 m. Neu wird als Standard eine Pendelhinterachse gebaut. Der Hinterwagen bleibt somit starr, und das gesamte Maschinengewicht wird als Gegenlast genutzt. Die Standfestigkeit voll eingeknickt wird dadurch erhöht. Neu erweitern der K1 und der K2 das Programm gegen unten. Der K2 hat eine pendelnde Hinterachse. Er verfügt über einen Teleskoparm, welcher eine Höhe von 3,3 m erreicht. Der K1 erlaubt mit seiner kompakten Bauweise und einem Einschlagwinkel von 55° effizientes Arbeiten auf kleinstem Raum. Die Maschinenbreite mit der Bereifung 7.00 × 12 ist 92 cm.

Fella stellt seinen neuen Heuwender TH 11008 Trans mit Transportfahrwerk vor: den «kleinen Bruder» des TH 13010 Trans. Der TH 11008 Trans verfügt über 8  Kreisel. Die Maschine ist mit einem Schnellfahrwerk ausgestattet. Die Hauptachse liegt im Schwerpunkt der Maschine. Die Transporträder dienen in Arbeitsstellung als Tasträder. Die Bewegungsfreiheit der einzelnen Maschinenteile ermöglicht ein besseres Abtasten und eine gute Bodenanpassung, auch quer zur Fahrtrichtung. Verschiedene


Markt   n

Anhängemöglichkeiten machen die Maschine universell einsetzbar.

Halle 632/B 003 n Gujer Landmaschinen AG, Mesikon Der Avant 400 schliesst Lücke:

weite und Wendigkeit. Die Hubhöhe beträgt 3,85 m. Dank der Knicklenkung ist der Lader wendig. Die Kipplast fällt mit bis zu 1,7 t beachtlich aus. Der neu konstruierte HTF-Antrieb (High Traction Force) bietet gesteigerte Schubkräfte. Die Motorleistung beträgt 50 PS beim 3550 T bzw. 60 PS beim 3560 T. Mit einem Einsatzgewicht von 7,0 t bzw. 7,6 t sind die neuen Teleradlader 9510 T mit 81 kW (110 PS) und 9530 T mit 96 kW (130 PS) deutlich schwerer als ihre Vorgänger. Mit neuen, stärkeren Achsen und HTF-System wurde die Schubkraft um 40% gesteigert.

Halle 632/B 002

Durchsätze bei geringerem Leistungsbedarf. Weiter wird eine Ballenschneidzange des irischen Herstellers Keltec gezeigt. Sie entfernt dank des breiten Griffes Plastik und Netz komplett, während der Ballen zerteilt wird.

Halle 633/A 001

Halle 633

n GVS Agrar AG, Schaffhausen Die Gujer Landmaschinen AG präsentiert ihr Kleinladerrepertoire von Avant und stellt die zwei neuen Modelle der Avant400-Serie vor. Diese schliessen die Lücke zwischen den Einsteigermodellen der Avant-200-Serie und der Avant-500-Serie. Mit dem Teleskophubarm haben sie eine beachtliche Überladehöhe von 2,5 m und eine Hubkraft von bis zu 550 kg. Das seitlich starre Knickgelenk verhindert die Verwindung von Vorder- und Hinterwagen und reduziert so das Kipprisiko. Die einfach zu bedienenden Modelle 419 und 420 mit ihren über 100 Anbaugeräten bieten eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten.

Halle 632/B 001 n Ernest Roth SA, Porrentruy Zwei Lader mit Extraschub:

Der neue Teleradlader 3550T von Schäffer liefert mit 3,7 t Einsatzgewicht eine Kombination aus Kraft, Hubhöhe, Reich-

n Agro-Technik Zulliger GmbH, Hüswil

GVS Agrar mit zahlreichen Neuheiten:

Kompakt trotz grossem Volumen:

Bei der neuesten FuttermischwagenBaureihe Verti-Mix-L von Strautmann ist die Achse nicht unter, sondern hinter dem Mischbehälter montiert. Damit reduziert sich die Maschinenhöhe um bis zu 30 cm. Der kleinste Verti-Mix-L mit einem Fassungsvermögen von 7,5 m3 kann schon ab einer Höhe von 1,98 m angeboten werden. Der Behälter ist erweiterbar. Die Verti-Mix-L-Serie ist in insgesamt sechs Grössen von 7,5 bis 12,5 m3 erhältlich. Vom kanadischen Mischwagenspezialisten Jaylor wird der selbstfahrende «Jay Lor» mit hydrostatischem Allradantrieb gezeigt, der Minifuttermischwagen, erhältlich mit den Kapazitäten 1,5 m3 bzw. 3 m3 . Im Bereich Transporttechnik bietet Strautmann mit dem neuen Konzept für die Tandemkipper STK 2002 mit 20 t Gesamtgewicht und die Zweiachskipper SZK 1802 eine Lösung für eine hohe Nutzlast bei tiefem Eigengewicht. Die Plattform ist auf Palettenmass abgestimmt. Strautmann ist seit diesem Sommer mit modernisierten Universalstreuern der Baureihe VS am Streuermarkt. Technische Änderungen wie das Streuwerk mit einer neuen Geometrie stehen für steigende

An ihrem Agrama-Stand zeigt die GVS Agrar AG eine Premiere im Bereich AgrarGüllentechnik. Mit dem angebauten Schlitzgerät bietet Agrar neu noch mehr Möglichkeiten bei der professionellen Gülleausbringung. Die in der Schweiz produzierten Güllefässer können auf spezifische Kundenanforderungen abgestimmt werden. In der Welt der Krone-Maschinen wird die aktuellste Mähwerkgeneration vorgestellt. Die neu lancierte Serie wurde umfassend überarbeitet und bietet viele neuartige Komponenten. Erstmals zeigt GVS Agrar die Bodenbearbeitungsprodukte von Horsch. Um den Sektor der Bodenbearbeitung weiter zu professionalisieren, wurde im Frühjahr 2012 der Vertriebskanal TerraProfi lanciert, der die Marken Horsch, Rabe und Leica Geosystems zusammenfasst. Mit der neuen N-Serie von Valtra sind am Stand zudem zwei Modelle der stärksten Vierzylindertraktoren der Welt ausgestellt. Das breiteste Produktsortiment erwartet den Besucher am Stand von Massey Ferguson. Zum ersten Mal wird der neue MF 5600 in der Schweiz zu bewundern sein. Die Modelle dieser Baureihe sind mit 85 bis 105 PS erhältlich. Fendt aus Marktoberdorf stellte Ende September 2012 die neue Baureihe Fendt 500 Vario SCR vor. Ihre Modelle erlauben 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Markt

mit der VisioPlus-Kabine eine gute Übersicht und bieten das komfortable Bedienungskonzept mit 10.4“-TouchscreenTerminal.

Halle 1.0 und 2.1Halle 1.0/2.1

Lichtintensität zu weniger unerwünschtem Verhalten (Federpicken, Kannibalismus). Nachdem wir zuerst die Geflügelmastställe mit der neuen LED-Technologie optimierten, bauen wir diese Beleuchtung mit Erfolg auch in Junghennenaufzucht und Legehennenställe ein. Neu ist nun die Agrilamp als vorverkabelte «plug & play»-Version erhältlich. Das Kernstück des Globogal-ReventaWärmetauschers ist ein Bündel aus beständigen PVC-Rohren, die leicht zu reinigen sind. Der WRG ist modular aufgebaut und kann in neue und bestehende Lüftungsanlagen integriert werden.

n BUL, Schöftland

Halle 1.2/A 001

Ausziehbare Rückspiegel:

n Krummenacher Saattechnik AG, Dietwil

Standbesprechungen

Die Häufung der Kinderunfälle in den letzten Monaten hat uns erschreckt. Das grösste Problem sind die toten Winkel. Mit ausziehbaren Rückspiegeln kann die Sicht links und rechts der Fahrzeuge und Anhänger verbessert werden. Zusätzliche Spiegel erhöhen die Sichtbarkeit neben dem Fahrzeug. So kann ein zusätzlich montierter Weitwinkelspiegel auch den Raum vor den Hinterrädern zeigen. Seitenblickspiegel zeigen nach links und rechts. Das grösste Sichtfeld ermöglichen Weitwinkelspiegel, allerdings täuschen sie in der Distanz.

Halle 1.2/A 019

Halle 1.2

n Globogal AG, Lenzburg

Agrilamp in «plug-&play»-Version: Das speziell dem Sehvermögen des Hausgeflügels angepasste Lichtspektrum der GloAgrilamp LED führt bei gleicher 24

11 2012  Schweizer Landtechnik

Diverse Typen von Dosiereinheiten: Für die Saat von Getreide, Zwischenfrüchten und das Ausbringen von Dünger bietet die Firma Krummenacher Saattechnik AG verschiedene Typen von Dosiereinheiten an. Diese Geräte lassen sich auf verschiedenste Grundmaschinen, wie Walzen, Kreiseleggen, Fräsen, Grubber, Striegel usw., aufbauen. Auch ein pneumatischer Frontdüngertank für 1 bis 8 Reihen sowie eine pneumatische Frontsämaschine sind im Programm. Speziell für den Schweizer Ackerbau wurde die wohl leichteste, kompakteste und günstigste 3-m-Kreiseleggen-Sä-Kombination entwickelt. Die Kreiselegge mit angebautem Scharbalken und Pneupacker mit ­integriertem Saatstriegel sowie die pneumatische Säeinheit mit 410- oder 660-Liter-Tank und elektronischer Fahrgassenschaltung wiegen komplett nur ca. 1200 kg. Mit dieser leichten Säkombination (ideal für Traktoren ab ca. 80 PS) werden Weizen, Gerste, Raps, Rübsen, Sonnenblumen, Grasmischungen usw. in 24 Reihen oder über die Fläche gesät.

5.00-16/6PR P.P AS-1 / R-1 ist eine Profi-Pneu-Neuentwicklung. Die in diesem Mass bisher verwendeten aufgummierten Reifen können ab sofort durch diesen Neureifen ersetzt werden.

Halle 2.0/C 003

Halle 2.0

n Hochdorfer Technik AG, Küssnacht am Rigi Hochdorfer Gülletechnik bringt neue Schneckenpumpe auf den Markt:

Die Firma Hochdorfer führt ein breites Angebot an Schleppschlauchverteilern. Dank jahrzehntelanger Erfahrung wissen die Profis von Hochdorfer, welche Lösung dem jeweiligen Kunden dient. Zu erwähnen sind die Gülleschläuche von Hochdorfer. Sie sind besonders strapazierfähig, halten grösstem Betriebsdruck stand und verfügen über eine aussergewöhnliche Zugfestigkeit. An der Agrama wird die neueste Generation der Hochdorfer-Schneckenpumpen vorgestellt. Die neuen Pumpen bringen bei gleicher Baugrösse deutlich mehr Druck und zusätzlich eine verbesserte Leistung bei einem noch besseren Wirkungsgrad. Rührwerke und Umspülanlagen ergänzen die Palette rund um die Gülletechnik.

Halle 2.0/A 011

Halle 1.2/ A015

n H.U. Kohli AG, Gisikon

n Profi Pneu AG

Eigene Schleppschlauchverteiler:

Alliance, Titan/Carlisle, Petals, Speedways und Maxxis: Der Schweizer Generalimporteur dieser Reifenmarken präsentiert neben einem kompletten Reifensortiment für die Landwirtschaft folgende Neuheiten: Der 425/55R 17/137D TL Alliance A-221 ist eine Neuentwicklung aus dem Hause ­Alliance für die Berglandwirtschaft. Der

Die Firma Kohli präsentiert an der Agrama einen Querschnitt aus ihrem Produktesortiment von Vakutec, Vogelsang, CRI-


Markt   n

MAN, Annaburger, GLS-Tanks sowie Schleppschlauchverteiler aus eigener Produktion. Dem Strukturwandel angepasst, bietet Kohli auch Geräte für besonders harten Praxiseinsatz und für Lohnunternehmer an. Ob Turbofass, Kombifass oder Aufbaufass, Vakutec hat für jeden Betrieb das passende Modell. Von Annaburger ist ein Güllezubringer mit 21 m3 Volumen und einem druckgeprüften GFK-Behälter auf dem Stand zu bestaunen. Aus dem Hause CRI-MAN sind nebst dem Gülleseparator Tauchmotor-Rührwerke und Pumpen zu sehen. Nicht zu vergessen der Vakutec-Güllemixer mit dem neuen Rührflügel.

Halle 3.0/B 010

nach vorne kann auch ein leichterer Traktor mit den Säkombinationen zum Einsatz kommen.

Maissilage, CCM und Rübenschnitzel, Unten-Entnahmesysteme Gottwald und Silohaake-Kanal-Einfüllleitungsbogen.

Halle 3.0/C 003 n Arbor AG, Boll

Halle 3.0

n Aebi Suisse, Gampelen Am Stand von Aebi Suisse werden neue Pumpen und Beregnungsanlagen gezeigt:

Mit den neusten Inverter-Technologien werden Pumpen druckbezogen in der Drehzahl automatisch reguliert. Die damit verbundene Optimierung des Energiebedarfs bringt eine beachtliche Betriebskostensenkung. Über GSM-Natel können Pumpen von x-beliebigen Standorten und in der Drehzahl beeinflussbar gesteuert werden. Eine von jedermann bedienbare und gut verständliche Funksteuerung, mit welcher die Pumpen vom Feld ein- und ausgeschaltet und neu auch mit Drehzahlregulierung gesteuert werden können, ist verfügbar. Weiter gezeigt werden Saug- und Druckfässer sowie Stalldungstreuer von Kirchner: als bekannte und eingeführte Marke hat Kirchner für praktisch jeden Anwendungsfall das richtige Saug-/Druckfass, den passenden Stalldungstreuer oder Rührwerke für Gülle. Die mit neuster Technologie versehenen Sämaschinen von Maschio/Gaspardo sind kombinierbar mit den traditionellen Kreiseleggen, Bodenfräsen oder Zinkenrotoren. Wegen der optimalen Schwerpunktverlagerung

Agri Plus: Der Agri Plus ist Teil des Teleskopladersortiments von Dieci. Die besonderen Vorzüge des Agri Plus sind nebst der Standardausrüstung die gute Rundumsicht, die Wendigkeit, der von Dieci patentierte Ausgleichszylinder im Hubzylinder, die Zulassung für 17 t Zuglast und die hohe Stabilität des Mastes (minimale Schwingung). Nebst den Teleskophubgeräten stellt die italienische Unternehmung Dieci Betonmischer, Dumper, Wagenaufsätze und Spezialwagen her.

Halle 3.0/B 015 n GB Silo System AG, Niedergösgen Hochsilos, Abwasser- und Güllebehälter: Emaillierte Bleche verwenden wir nicht nur für Hochsilos, sondern auch für Abwasser- und Güllebehälter. Für rationelle Raufutterverteilung haben wir Förderbänder in entsprechenden Längen. Sie sind komplett in Inox ausgeführt, die Futterverteilung ist aus verschiedenen Sektoren möglich, und die Fütterungszeiten und die Intervalle sind durch Touchscreen-Eingabe automatisiert. Unsere Produktepalette umfasst weiter: emaillierte Hochsilos der Marke omerastore, Oben-Entnahmefräsen für Gras- und

Halle 3.2/B 008

Halle 3.2

n G. Huber AG, Lengnau MusMax-Holzhacker WTZ XL: Neu am Huber-Stand ist der MusMaxHolzhacker WTZ XL – der kleinste Hacker der XL-Baureihe für Traktoren von 80 bis 170 PS. Mit einer Einzugsöffnung von 50 × 62 cm und der neuen Cam-BusSteuerung ist es möglich, bis 60 m3 Schnitzel pro Stunde zu produzieren. G. Huber AG zeigt exklusiv in der Schweiz den Hetwin-Fütterungsroboter für Mast- und Milchviehbetriebe. Der Fütterungsroboter wiegt ein, mischt und füttert gruppenspezifisch nach den vorgegebenen Rezepten mehrmals täglich zu den einprogrammierten Zeiten. An unserem Stand zeigen wir auch eine Huber Chromstahl-Silofräse smart in Betrieb. Im Besonderen zeichnet sich die Smart-Silofräse durch eine einfache Konstruktion aus, welche ohne Werkzeug und Teil-demontage vom leeren in einen gefüllten Silo umgesetzt werden kann. Das Hauptmerkmal des Huber-Turbo-Zyklons ist die Energieeffizienz. 5,5 kW genügen für Transportleitungen bis 30 m. 7,5-kW- und 11-kW-Gebläse werden für Leitungen bis 80 m verbaut. 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Markt

Halle 3.2/B 018 n Heizmann AG, Aarau Webshop in neuer Aufmachung: Der Webshop der Firma Heizmann, www. heizmann-shop.ch, erscheint in neuer Aufmachung. Über 30 000 Artikel stehen in unserem H-SHOP schon jetzt zur Verfügung! Als registrierter Kunde haben Sie Zugriff auf viele Funktionen. Ab sofort können Sie online die Verfügbarkeiten unserer Produkte abrufen, Preise mit Ihren persönlichen Konditionen einsehen, Produktebilder und technische Zeichnungen aufrufen und bequem, 24 Stunden, bestellen. In naher Zukunft ergibt sich die Möglichkeit, Rechnungen einzusehen, Lieferungen zu verfolgen und vieles mehr. Falls im Unternehmen mehrere Personen im Webshop einkaufen, bietet eine Funktion die Erfassung zusätzlicher Benutzerzugänge unter derselben Kundennummer.

Halle 3.2/A 010 n Itin + Hoch GmbH Fütterungstechnik, Liestal Sensor überwacht Wiederkäuer: Das RumiWatchSystem, das an der Eurotier 2012 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde, ist ein Gesundheitsmonitoring-System für Wiederkäuer. Es macht Veränderungen der Wiederkau-, Fressund Wasseraufnahmeaktivität sowie der Lokomotion und des Ruheverhaltens schnell und leicht verständlich sichtbar. Die Datenübertragung erfolgt kabellos auf einen PC. Eine zusätzliche Speicherkarte im Gerät erlaubt den Langzeiteinsatz bis zu vier Monaten. Der geringe Energieverbrauch ermöglicht eine Einsatzdauer von bis zu zwei Jahren mit einem Batteriesatz. Das System besteht aus Halfter, Pedometer und Auswertungssoftware. Es gewährleistet die permanente und zuverlässige Überwachung wichtiger Parameter zum Gesundheitszustand jedes einzelnen Tieres. So kann z.B. durch Erkennen der reduzierten Anzahl Kauschläge pro Bolus auf Verdauungsstörungen oder Fehler in der Ration geschlossen werden.

Halle 3.2/B 007 n Agriott, Zollikofen Kverneland «I’M FARMING»: 26

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Kverneland «I’M FARMING», der Vorreiter und Marktführer bei Isobus und Elektronik in der Landwirtschaft, stellt vor: GeoControl, die automatische Teilbreitenschaltung; IsoMatch-Tellus, das modernste IsoBus-Doppelterminal; IsoMatch-Inline, damit sie in der Spur bleiben, und vieles mehr. Agriott stellt dazu weiter vor: Kverneland Optima HD e-drive, Einzelkornsämaschine für Mulchsaat. Fahrgassenschaltung und Kornabstandverstellung vom Traktor aus dank elektrischem Antrieb der Sämodule. Kverneland Rau iXTER iXclean-pro, modernste Feldspritze, mit automatischer Reinigung der kompletten Maschine auf dem Feld und autom. Teilbreitenschaltung, IsoBus.Kverneland TL-Geospread, IsoBus-Wiegestreuer mit autom. Teilbreitenschaltung in 2-m-Schritten, – der einzige, welcher die Wiegefehler am Hang korrigieren kann!

Halle 3.2/B 009 n Ott, Zollikofen: Fransgard, Stoll, Amazone Neue Forstlinie-Serie: Die neue Forstline-Serie von Fransgard bringt die Modelle W-4011 (4 t) und W-6011 (6 t). Die bekannten Seilwinden wurden komplett überarbeitet. Die neuen Stoll-FZ-Frontlader für Traktoren von 50 bis 300 PS verbinden alle Eigenschaften wie Kraft, Stabilität, Ladeleistung und modernes Design zu einer neuen Laderkonzeption. Pneumatische Sämaschine AD-P Special mit RoTeC-Scharen und EAntrieb, Bordrechner Amadrill+, kombiniert mit KG Special der Amazone-Kreiselgrubber für Schlepper bis 220 PS. Mechanische Aufbausämaschine AD Super mit RoTec-Scharen und 600 l Saatkasteninhalt, kombiniert mit KE Super, die Kreiselegge für bis 180 PS starke Traktoren. Vicon Expert 432 ist ein neues Trommelmähwerk (3,05 m) mit bester Bodenanpassung. Das neue Design sieht nicht nur «scharf» aus, sondern verbessert auch den Futterfluss.

Halle 631/A 001

Halle 631

n Speriwa Sperisen + Co, Niederbipp LCS Easydrive: An der letzten Agrama wurden die neuen LCS-Steuergeräte vorgestellt. Der neu entwickelte Ventiltyp mit integrierter Flat-

Face-Multikupplung und Joystick mit Daumensteuerung ist bereits vielfach im Einsatz. Am Agrama-Stand können sich Besucher am LCS-Simulator vor Ort von den vielfältigen Funktionen eines LCS Easydrive überzeugen. Bisher fehlte im Angebot ein Lader für Kleintraktoren ab 20 PS. Diese Lücke hat Ålö jetzt mit der Compact-Serie geschlossen. Führendes Design und Hochleistung sind nun auch für Gärtnereibetriebe, Golfplätze, Hausverwaltungen und die kommunale Grünpflege verfügbar. Neu auf dem Schweizer Markt durch Speriwa vertreten wird das Grünland, und Grünpflegeprogramm der Firma Major aus Irland. Major ist Hersteller von Sichelmähern für Sport- und Golfplätze, Flughäfen, Rennbahnen und Parkanlagen. Angeboten werden Modelle von 1,35 bis 6,10 m Arbeitsbreite für die Heck- oder Fronthydraulik und gezogene Versionen. Durch das patentierte Grounds­ major-System wird Streifenbildung beim Mähen vermieden. Aktuell: ist auch der Mais-Tropper zur Maiszünslerbekämpfung.

Halle 632/B 003

Halle 632

n Bächtold Landtechnik AG, Menznau Mustang-Knicklader: 2010 wurden die Mustang-Knick- und -Kompaktlader von der Firma Bächtold Landtechnik AG im Schweizer Markt eingeführt. Die Mustang-Lader stehen täglich bei zahlreichen Kunden im harten Arbeitseinsatz. Durch ihre robuste Bauweise und die Leistungsstärke überzeugen die Kraftpakete aus Amerika sowohl in der Landwirtschaft wie auch in der Bauwirtschaft. Alle Mustang-Knicklader werden serienmässig mit ROPS- und FOPS-geprüften Fahrerschutzdächern und den erforderlichen Seitentüren ausgeliefert. Auf Wunsch sind auch Kabinen mit Heizung, Lüftung und Klimaanlage erhältlich. Dank den bekannten ZFSchwerlastplanetenachsen mit zuschaltbarer 100%-Differenzialsperre und den leistungsstarken Hydraulikanlagen ist


Markt   n

keine Herausforderung zu gross. Profitieren auch Sie von 150 Jahren Erfahrung in der Herstellung von Land- und Baumaschinen der Firma Mustang und der grossen Lieferbereitschaft und bestem Service der Firma Bächtold Landtechnik AG aus Menznau. Es steht eine reichhaltige Palette von Ausstattungsvarianten und Anbaugeräten zur Verfügung, lassen Sie sich beraten.

Halle 632/B 008 n Fankhauser AG, Gondiswil Forstprogramm mit kmb-Produkten ergänzt: Im Rahmen der Neuregelung des Importes von Produkten der Firma kmb-Forsttechnik konnte die Fankhauser AG ihr Forstprogramm mit kmb-Produkten ergänzen. Erstmals präsentiert werden an der Agrama: kmb-Seilwinden mit Zugleistungen von 4 bis 10 Tonnen, Seileinlaufbremsen, hydraulischem Seilausstoss, Funkanlagen usw., kmb-Rückezangen mit robuster Konstruktion, mit oder ohne Rotator, das richtige Gerät, um sicher und leistungsfähig Holz zu rücken. kmb-Kegelspalter eignen sich mit ihrem hohen Drehmoment und den flexiblen Anbau­ varianten für Bagger, Kräne etc. Ebenfalls gezeigt werden wieder K.T.S.Hydrogreifer mit Rotator für den Einsatz mit Frontlader oder 3-Punkt. Ein Austausch der Aufnahmekonsole ermöglicht den Anbau an Frontlader, Heck- oder Fronthydraulik. Growi-Waagrechtspalter 14-40 T und Senkrechtspalter 7-25 T: Die grosse Spaltkraft und extrem hohe Spaltgeschwindigkeit machen sie unter den Holzspaltern einzigartig. Trygg-Schneeketten überzeugen mit Qualität und langer Lebensdauer. Zur Ergänzung der bewährten Trygg-Spezial mit Spikes und Trygg 6×7 Doppelspur können wir die Trygg-Swiss-Flexi-Schneeketten für den härtesten Einsatz anbieten.

Väderstad: Boden schonen. Leistung steigern. Diesel sparen. Als Neuheit in der Schweiz wird an der Agrama die Einzelkornsätechnik der Tempo von Väderstad vorgestellt. Die Väderstad Tempo setzt neue Massstäbe für Präzision bei hoher Geschwindigkeit. Dies wird dank einer völlig einzigartigen Säeinheit erreicht, welche mit Druckluft arbeitet. Der Grubber Cultus, die Sämaschine Rapid sowie die Kurzscheibenegge Carrier sind weitere Produkte aus dem Sortiment von Väderstad – alle Maschinen haben eines gemeinsam: die Böden werden durch angepasste Bearbeitung geschont, gleichzeitig werden

durch weniger Überfahrten Zeit und Diesel gespart. Holaras: Reinigungsbürsten und Futterkehrreifen Die Reinigungsbürsten von Holaras zeichnen sich durch eine einzigartige Robustheit und Langlebigkeit aus. Mit den neuen Zickzackbürsten werden noch bessere Resultate – gerade auf festgefahrenem Schmutz – erzielt. Neben den bekannten Maschinen für die Zwiebelernte bietet HOLARAS eine breite Produktpalette an Maschinen für die Fütterung: Siloentnahme- und Futterdosiergeräte, Silobreitverteiler, Greifschaufeln. An der Agrama wird der Futterkehrreifen gezeigt: das ideale Gerät für eine rationelle und wirkungsvolle Reinigung der Futtertische. Keller Technik AG Halle 631 Stand A003 Keller Technik AG Hüttwilerstrasse 8 8537 Nussbaumen 052 745 19 85 info@keller-technik.ch

tiert Fahrkomfort und höchste Sicherheit.

Erster AnnaburgerGülletankanhänger aus dem Hause Kohli Nach der Übernahme der CH-Vertretung für die Annaburger-Güllefässer und Zubringer konnte die Firma Kohli AG, Gisikon, die erste Maschine an den Kunden ausliefern. Die Swiss-Edition HTS 22K-27 ist mit einem Jurop-Julia-Kombiaggregat PNR102 und einem Vogelsang-Turbobefüller ausgerüstet. Der vakuumfeste, auf Bruch geprüfte GFK-Behälter fasst 18m3. Ein gelenktes Tandem-Hydraulikfahrwerk mit hydr. Liftachse garan-

An der AGRAMA 2012 ist in der Halle 2.0, Stand A011, der Kohli AG ein Annaburger-Güllezubringer zu sehen. 2 Fragen – 2 Antworten vom neuen Besitzer Wieso haben Sie sich für das Annaburger-Fass entschieden? m.a.: Das Fass arbeitet mit der bewährten Vakuumtechnik, das heisst kleine Wartungskosten. Mit der Zentrifugalpumpe kann ich ab Strassenrand verschlauchen. Das Profi-Fahrwerk ist echte LKWTechnik. Für den Transport von Biogasgülle ist der AnnaburgerTankanhänger ideal. Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Turbo-Befüller? m.a.: Die kurze Füllzeit hat mich auch überrascht – 18 m3 zwischen 4–5 Min. Weitere Informationen:

V.l.n.r. Michael Kohli (Firmeninhaber), H.U. Kohli (Seniorchef), Michel Arn (Kunde)

H.U. KOHLI AG, An der Reuss 3 6038 Gisikon Tel. 041 455 41 41 info@kohliag.ch www.kohliag.ch

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n  Markt

Mehr Traktor für weniger Geld Je mehr Technik und Leistung, je mehr Komfort und Prestige die Traktoren versprechen, desto mehr stehen sie im Rampenlicht. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit richten wir an dieser Stelle unseren Blick auf eine Traktorenpalette, die bei nüchterner Betrachtung durchaus Alternativen bietet, aber wenig Furore macht. Ruedi Burkhalter Lowtech-Traktoren gewinnen auch in der Schweiz an Bedeutung. Unter LowtechTraktoren fasst man diejenigen Modelle zusammen, die gemessen am heutigen Stand der Technik eine möglichst einfache Ausrüstung haben: ein einfaches synchronisiertes Schaltgetriebe mit manueller Schaltung und Reversierung ohne viel Schnickschnack. Elektronische Hubwerksregelung oder Automatikfunktionen sucht man auf solchen Traktoren meist vergeblich. Mittlerweile sind fast die meisten Hersteller auf den Lowtech-Zug aufgesprungen und bieten eine eindeutig identifizierbare Lowtech-Baureihe an, die meist in Indien oder im Osten hergestellt werden. Lowtech bedeutet aber keinesfalls minderwertige Qualität! Viele Hersteller betonen sogar, dass gerade Lowtech-Traktoren dank ihrer einfachen Bauweise für geringe Reparaturanfälligkeit und Langlebigkeit stehen. Zudem stehen diese in den Herkunftsländern wie Indien oft als Haupttraktoren im harten Einsatz und müssen deshalb nicht weniger strenge Anforderungen an die Produktqualität erfüllen. 28

11 2012  Schweizer Landtechnik

Nicht nur für Hobbybauern Neben Klein- und Hobbylandwirte sprechen die Importeure mit Lowtec-Traktoren auch immer mehr «normale» Betriebe an. Sie können eine interessante Variante zu einem Occasionsfahrzeug darstellen, wenn der kleine alte Hoftraktor bzw. Zweittraktor «den Geist aufgibt». Auch für Occasionsfahrzeuge in gutem Zustand werden heute noch stattliche Preise verlangt, sodass man mit einem neuen Lowtech-Traktor für einen relativ geringen Mehrpreis oft eine interessantere Technik erwerben kann: sei das ein modernerer, saubererer Motor, ein 40-km/h-Getriebe oder auch eine günstige Kabine.

Strategie ohne Haupttraktor Ein weiteres Kundensegment, das man mit Lowtech-Traktoren ansprechen kann, ist heute noch von geringer Bedeutung, könnte aber durch den Kostendruck wichtiger werden: Für immer mehr Betriebe stellt sich die Frage, ob man sich den eigenen Haupttraktor überhaupt noch leisten will bzw. leisten kann. Sieht man nämlich die Arbeiten

genauer an, muss man auf vielen Betrieben heute feststellen, dass der «Grosse», der heute meist mit einer Motorleistung von 90 bis 120 PS und einer üppigen HightechAusstattung gekauft wird, für relativ wenige Betriebsstunden wirklich mit seiner vollen Leistungsfähigkeit und seinen technischen Finessen gebraucht wird. Bei dieser Betrachtung sollte man sich nicht von einer stattlichen Anzahl Betriebsstunden pro Jahr täuschen lassen: Ein bedeutender Teil der Arbeiten, die ein solcher Traktor auf dem Betrieb erledigt, könnte problemlos auch mit einem einfacheren, viel günstigeren Lowtech-Traktor erledigt werden. Seien es komplexere, komfortablere Getriebe, neue Elektronik mit Automatikfunktionen, die lückenlose Überwachung aller Funktionen oder andere teure Ausrüstungen: Diese können bei vielen Arbeiten gar nicht gewinnbringend genutzt werden.

Kosten oft unterschätzt Oft werden die Kostenfolgen solcher Hightech-Ausrüstungen von den Landwirten aus folgenden Gründen unterschätzt:


Markt   n

Setzt man dies in Relation zum durchschnittlichen, in der Landwirtschaft realisierten Stundenlohn, ist das ein beträchtlicher Gewinn.

Alternative Lösungen prüfen So müssen sich immer mehr Betriebe die Frage stellen, ob ein eigener Haupttraktor überhaupt noch eine erstrebenswerte Lösung ist. Zumindest sollte man vor dem Kauf ernsthaft prüfen, ob ein Haupttraktor nicht mit Kollegen gemeinsam genutzt werden könnte (Gemeinschaft, Miete) oder ob die schwereren Arbeiten nicht grundsätzlich günstiger vom Lohnunternehmer erledigt werden, wie das in Tiefpreisländern wie Neuseeland auch auf relativ grossen Betrieben üblich ist. Dabei sollte man bedenken, dass die Anschaffung eines neuen Haupttraktors nicht selten auch zu Folgeinvestitionen in leistungsfähigere Maschinen führt. • Teure Zusatzausrüstungen verursachen auch dann höhere Fixkosten, wenn diese gar nicht gebraucht werden. • Grössere, schwerere und komplex ausgerüstete Traktoren führen oft zu einem höheren Treibstoffverbrauch, insbesondere wenn sie für leichte Arbeiten eingesetzt werden. • Jedes zusätzliche Bauteil und jede zusätzliche technische Möglichkeit muss gewartet werden. Oft realisiert man dies erst, wenn die Rechnung für den ersten grossen Service ins Haus flattert. Moderne Traktoren sind beispielsweise mit mehr Ölfiltern ausgerüstet, die periodisch gewechselt werden müssen. Auch können mit komplexeren Techniken die Ansprüche an die Ölqualität zu höheren Kosten führen. • Je komplexer die Technik an einem Traktor ist, desto mehr Pannen und Reparaturen können auftreten. Jeder zusätzliche Sensor, jedes Steuerventil und jede Anzeige können früher oder später kaputt gehen. • Je komplexer die Technik an einem Traktor ist, desto weniger kann man s­ elber gewisse Arbeiten wie Störungs­suche, Reparatur- oder Wartungsarbeiten selber ausführen und desto abhängiger ist man (auch am Wochendende) von teuren Spezialisten. Zählt man all diese Faktoren zusammen, lässt sich Folgendes zusammenfassen: Wenn man das Tränkefass mit einem Lowtech-Traktor statt einem Haupttraktor auf die Weide fährt, kann man je nach betrieblichen Voraussetzungen bis zu 30 Franken pro Betriebsstunde sparen.

sse Bodenfreiheit ermöglicht, ist bei allen Modellen Standard. Das gesamte Antriebssystem läuft gekapselt im Ölbad. Der grosse Lenkeinschlag ermöglicht maximale Wendigkeit (Wenderadius 3,4 m). Das Fahrzeug verfügt über eine Allradbremse (hydraulische Mehrscheibenbremse im Öl). Die Arbeitshydraulik bietet eine Leistung von 61 l/min und das Hubwerk eine Hubkraft von 2300 kg. Es stehen zwei Steuerventile (EW/DW + DW m. Schwimmstellung) zur Verfügung. Kubota bietet für die Standardausrüstung drei Jahre Garantie. Das Fahrzeug ist als Cabrio oder mit Komfortkabine erhältlich. Vertrieb: AD. Bachmann AG, Tägerschen

John Deere

Kubota Der M 6040 ist das kleinste von vier Modellen der M-Serie von Kubota, wobei nur die beiden kleineren Modelle M 6040 (66 PS) und 7040 (74 PS) in das Lowtech-Segment gehören. Die beiden grösseren Modelle M8540 (88 PS) und M9540 (99 PS) verfügen über eine umfangreichere Ausstattung. Der M 6040 wird von einem Vierzylindermotor angetrieben, der von Kubota selber hergestellt wird. Die Motoren der M-Serie sind mit 4-Ventil-Technik und Direkteinspritzung von Kubota ausgestattet und verfügen über 3,3 l Hubraum. Das Hauptschaltgetriebe bietet mit 5 Gängen und 3 Gruppen insgesamt 15 Vorwärts- und 15 Rückwärtsgänge. Davon sind 5 Gänge bzw. eine Gruppe serienmässig Kriechgänge. Der Fahrtrichtungswechsel erfolgt bei allen Modellen der MSerie mit einer hydraulischen Wendeschaltung (Hydro-Shuttle) ohne Betätigung der Kupplung. Die M-Modelle von Kubota sind in der Schweiz nur in Allradversion erhältlich. Bei der Zapfwelle hat man die Auswahl zwischen 540/540  E oder 540/1000. Der Allradantrieb von Kubota ist eine Besonderheit des Fahrzeugs: Die Kubota-Vorderachse mit doppeltem Kegelradantrieb, welche eine gro-

Als Basismodelle der 5er-Serien von John Deere wurden 2009 die Traktoren der Baureihe 5E für kleine Viehzuchtbetriebe und für Nebenerwerbslandwirte im europäischen Markt eingeführt. In diesem Segment bietet John Deere mit den Modellen 5055E, 5065E und 5075E drei Traktoren von 55 bis 75 PS an. Die John Deere 5E-Modelle, von denen in der Schweiz schon über 50 Stück laufen, werden in der John-Deere-Fabrik in Pune, Indien, gebaut. Alle drei Modelle werden mit einem 3-Zylinder-John-Deere-Powertech-M-Motor der Abgasstufe IIIa mit Turbolader angetrieben. Die 5E-Modelle sind mit einem speziellen Schaltgetriebe ausgestattet. Am Hauptschalthebel sind in einem H-Schema drei Vorwärts- und ein Rückwärtsgang (synchronisiert) angeordnet. An einem zweiten Schalthebel können drei Gruppen geschaltet werden, was insgesamt neun Vorwärts- und drei Rückwärtsgänge ergibt. Die 5E-Modelle sind mit selbstnachstellenden, ölgekühlten Hydraulikbremsen ausgerüstet. Standardmässig verfügen die 5E-Traktoren über eine Zapfwelle mit 540 U/min und eine 540E-Sparzapfwelle. Das offene Hydrauliksystem der 5E-Traktoren arbeitet mit zwei unabhängigen Pumpen und Förderleistungen von 27 l/min für die Lenkung und 46 l/min für die Steuergeräte sowie den Heckkraftheber. Dieser verfügt über eine Hubkraft von 1800 kg. Ab Werk werden die 5E-Modelle 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Markt

mit einem Hecksteuergerät geliefert, wahlweise sind zwei weitere Steuergeräte für den Gerätebetrieb am Heck beziehungsweise für den mittigen Anbau erhältlich. Die offene Fahrerplattform der 5E-Traktoren ist entkoppelt und soll daher gegen Motorgeräusche und Vibrationen gut abgeschirmt sein. Als Wahlausrüstung sind die E-Traktoren mit einer Kabine von Lochmann erhältlich. Vertrieb: Matra AG Lyss

Zetor Zetor nimmt mit der Baureihe Proxima im Segment der Lowtech-Traktoren eine Sonderstellung ein. Mit einem 4,2-LiterTurbomotor mit 70 bis 100 PS und einem Leergewicht von 3100 (2WD) bis 3800 kg (Allrad) weist das tschechische Fabrikat Eckdaten auf, die für diese Klasse überdurchschnittlich sind. Der Grund, warum er trotzdem hier auftaucht, ist der Preis: mit einem Grundpreis von 38 000 Franken in der günstigsten Version ist der Proxima sogar einer der günstigsten in dieser Klasse. Der Motor mit Ladeluftkühlung und EGR (externe Abgasrückführung) wird von Zetor selber hergestellt. Das Getriebe mit Wendeschaltung bietet sechs Gänge in zwei Gruppen, also zwölf Gänge vorwärts und zwölf Gänge rückwärts. Die Hydraulikanlage bietet zwei Pumpen, wobei 32 l/ min für die Lenkung und zusätzlich 50 l/ min für Hubwerk und externe Verbraucher zur Verfügung stehen. Die Hubkraft von 4200 kg zeigt, dass es sich hier nicht nur um einen Spielzeugtraktor handelt. Zwei doppelt wirkende Steuergeräte (Cabrio 1) und ein druckloser Rücklauf sind in der Serienausführung vorhanden. Auch bei der Zapfwelle bietet der Proxima mit 540/1000/Wegzapfwelle (schaltbar in der Kabine) mehr als der Durchschnitt (als Cabrio nur 540) dieser Klasse. Der Traktor ist entweder mit Komfortkabine oder als Cabrio (Tunnel) erhältlich, wobei der Preisunterschied mit nur rund 2500 Franken auffallend gering ist. Auf Wunsch bietet der Schweizer Importeur eine Version mit nur einem einfachen Dach mit Frontscheibe (Plattform-Version) an. Vertrieb: Schweiz. Landmaschinenservice Lehmann, Bellach SO 30

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Kioti Der Kioti EX50 HST ist ein Exot unter den Lowtech-Traktoren. Als einziger ist er nämlich mit einem hydrostatischen Fahrantrieb ausgerüstet. Der Hydrostat wird mit einer Zweipedalsteuerung (ein Pedal vorwärts, ein Pedal rückwärts) bedient und verfügt über eine Tempomatfunktion. Die Hände kann man also mit diesem Fahrzeug voll für das Lenken und die Bedienung der Anbaugeräte einsetzen. Der Fahrantrieb ist zudem mit drei mechanisch geschalteten Stufen ausgerüstet, die je nach Arbeitsgebiet geschaltet werden, um einen möglichst guten Wirkungsgrad zu erreichen. Trotz Hydrostatantrieb ist der Kioti zusätzlich mit Scheibenbremsen im Ölbad ausgerüstet. Der Kioti wird mit einem wassergekühlten Vierzylindermotor mit 2,4 l Hubraum und 50,7 PS Leistung angetrieben. An der Heckzapfwelle steht nur eine Drehzahl von 540 U/min zur Verfügung, dafür ist als Option eine Zwischenachszapfwelle erhältlich. Die Hubkraft des Heckhubwerks beträgt 1400 kg am Koppelpunkt. Im Grundlieferumfang bietet die Hydraulikanlage ein doppelt wirkendes Steuergerät hinten und deren zwei vorne. Serienmässig ist das Fahrzeug mit einer Joysticksteuerung für zwei Steuergeräte ausgerüstet und so auch für einen Frontladereinsatz bestens gerüstet. Eine Tandempumpe ist eingebaut. Die Hauptpumpenkapazität beträgt 36,4 l/min. Die Vorderachse ist mit einem Doppelkegelantrieb und somit einer hohen Bodenfreiheit ausgerüstet. Vertrieb: Sepp Knüsel, Küssnacht am Rigi

den Technofarm 80 mit einer Leistung von 74 PS. Die Technofarms sind mit 3- und 4-Zylinder-Perkins-Motoren 1103D bzw. 1104D ausgestattet. Der 65-Liter-Kraftstofftank befindet sich vor dem Armaturenbrett. Beide Modelle sind in Zweiradoder Allradantrieb-Version verfügbar und sind mit einem abklappbaren Stürzbügel ausgestattet. Für den Schweizer Markt sind zwei Kabinentypen verfügbar: eine Mauser-Kabine voll geschlossen mit Heizung und Belüftung und eine einfache Version mit Dach und Frontscheibe. Das Getriebe hat eine synchronisierte Wendeschaltung und verfügt über drei Gruppen von vier synchronisierten Gängen. Damit stehen insgesamt 24 Vorwärts- und 24 Rückwärtsgänge zur Verfügung, mit einer maximalen Geschwindigkeit von 40 km/h. Die Technofarms verfügen über einen Doppelhydraulikkreislauf. Die erste Pumpe mit 21 Litern/min versorgt die Lenkung, und die zweite Pumpe mit 42 Litern/min. versorgt den Heckkraftheber und zwei Zusatzsteuerventile. Der Heckkraftheber mit Positions-, Zugkraft- und Intermix-Regelung gewährleistet eine maximale Hubkraft von 2600 kg. Die Technofarm-Traktoren haben einen Radstand von 2,14 m und ein Gewicht von 2,5 Tonnen. Die Vorderachse mit elektrohydraulischer Zuschaltung verfügt über ein Selbstsperrdifferenzial und bietet einen Lenkeinschlagwinkel von 55°. Bei Aktivierung der hinteren Ölbadscheibenbremsen wird der Allradantrieb automatisch zugeschaltet, wobei eine effiziente Bremswirkung auf alle vier Räder gewährleistet wird. Vertrieb Schweiz: Samuel Stauffer AG, Les Thioleyres VD

New Holland TD 3.50

Landini Die Landini-Technofarm-Serie zeichnet sich durch eine einfache Technologie aus und umfasst zwei Modelle: den Technofarm 70 mit einer Leistung von 68 PS und

Der TD 3.50 von New Holland ist ein einfacher, in der Türkei hergestellter Traktor, der ab Werk mit klappbarem Überrollbügel lieferbar ist und in diesem Segment eine der einfachsten Ausstattungen hat. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 2,2-Liter-Saugmotor mit 48 PS. Das 8/8-Shuttle-Getriebe hat vier Vorwärtsund Rückwärtsgänge mit jeweils zwei Gruppen. Es deckt einen Geschwindigkeitsbereich von 2,8 bis 33 km/h ab. Der


Markt   n

Low-Tech-Traktoren im Überblick Kubota M6040

John Deere 5055E

Zetor Proxima 70

Kioti EX50 HST

Landini Technofarm 70

New Holland TD 3.50

Case-IH Farmall C55

Hürlimann Joker 65 DT E3

Motor: Liter /PS

3,3/66

2,9/55

4,2/68

2,44/50,7

k.A/68

2,2/48

3,2 l/56 PS

3,0 l/62 PS

Gewicht Cabrio kg

2450 4*

27452*

32004*

17704*

2400 4*

1930 4*

2600 4*

21602*

Gewicht m. Kabine kg

2730 4*

3100 4*

3750 4*

1980 4*

k.A.

2030 4*

2800 4*

Nicht verfügbar

15 V/15 R, W*

9V/3 R

12 V/12 R, W*

3 StufenHydrostat

24 V/24 R W*

8 V/n 8 R, W*

12 V/12 R

12 V/3 R

Vmax. km/h

40

30

40 4*/302*

30

40

33

40 4*/302*

30

Zapfwelle

540/540 E

540/540 E

540/1000/ Weg4*

540

k.A.

540/Weg

540/540 E

540/540 E

2300 kg/ 61

1800 kg/ 46+27

4200 kg/ 50+32

1400/ 36,4

k.A./ 42+ 21

k.A./ 40+ 21

k.A./ 49+ 28

3000 kg/ 33+17

43 400.– 4*

32 759.–2*

34 673.–2*

37 800.–2*

42 700.– 4*

38 500.– 4*

46 100.–2*

36 676.– 4*

Getriebe

Hydraulik: Hubkraft kg/ Ölförderung l/min Listenpreis Cabrio Listenpreis mit Kabine

4

51 700.– *

4

36 925.– *

4

39 642.– *

4

43 200.– *

k.A.

4

52 700.– *

4

60 500.– *

Nicht verfügbar

2

* = Angaben für 2WD-Modell; 4* = Angaben für 4WD-Modell; W* = Wendeschaltung; k.A. = keine Angabe; Alle Preise inklusive MwSt.

TD 3.50 ist in der Schweiz nur mit Allradantrieb erhältlich. Dieser wird mechanisch zugeschaltet. Die Hauptpumpe des Hydrauliksystems bringt 40 l/min, die Servolenkpumpe zusätzlich 21 l/min. Die Hubkraft an den Kopplungspunkten beträgt 1430 kg. Serienmässig ist hinten ein Zusatzsteuergerät montiert. An der Heckzapfwelle stehen 540 U/min und eine Wegzapfwelle zur Verfügung. Das Leergewicht beträgt 1930 kg. Vertrieb: New Holland Traktoren Center Schweiz, Niederweningen ZH

Case Die neue Farmall-C-Serie ergänzt die CaseIH-Palette im Leistungsbereich zwischen 55 und 75 PS und besteht zurzeit aus drei Modellen mit 55, 65 und 75 PS. Diese in der Türkei hergestellten Modelle sind wahlweise mit einem abklappbaren Schutzbügel oder mit Komfortkabine erhältlich. Angetrieben werden die Farmall-

C-Modelle von einem 3,2-Liter-Vierzylindermotor von Fiat Powertrain, der die Tier-3a-Abgasnormen erfüllt. Das Wartungsintervall des Motors beträgt 500 Stunden. Durch die neue, kompakte Bauform ergibt sich ein günstiges Leistungsgewicht. Dank dem kurzem Radstand beträgt der Wendekreis nur 3,8 m. Es steht ein 12/12-Gang-Synchrongetriebe oder ein 20/12-Kriechganggetriebe zur Verfügung. Beide Getriebevarianten können mit mechanischem Shuttle oder optional mit Powershuttle ausgestattet werden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 40 km/h, 30 km/h bei der 2-Rad-Version, während der optionale Kriechgang Geschwindigkeiten von minimal 123 m/h ermöglicht. Die Heckhydraulik hat eine Hubkraft von 2150 kg. Im Heckarbeitsbereich können bis zu drei, in der Mitte zusätzlich zwei hydraulische Steuergeräte bestellt werden. 2013 sollen drei weitere Modelle mit 85, 95 und 105 PS die Farmall-C-Serie ergänzen und die bisherige Quantum-C-Serie ablösen. Vertrieb: Case Steyr Center, Niederweningen

SDF SameDeutz-Fahr bietet im Lowtech-Segment zwei Modelle mit 62 bzw. 72 PS Motorleistung an. Die beiden Modelle sind als Deutz Agrolux 65/75, Hürlimann Joker

Redaktionelle Anmerkung: Die in diesem Artikel verwendeten Angaben stammen von den Importeuren und können von der Redaktion nicht verifiziert werden. Insbesondere die Preisangaben sind für einen Quervergleich zwischen verschiedenen Fabrikaten nicht geeignet, da die beschriebenen Modelle teilweise sehr unterschiedliche Eigenschaften und Ausrüstungen haben.

65/75 und auch als Same Tiger 65/75 erhältlich. Die Dreizylinder-SDF-Motoren mit 3-Liter-Hubraum bieten ein Drehmoment von 240 bzw. 265 Nm. Das Getriebe ist mit 12 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgängen ausgerüstet. An der Zapfwelle stehen 540 U/min und zusätzlich 540 E serienmässig zur Verfügung. Einzigartig ist bei diesen Modellen die im Ölbad laufende 4-RadScheibenbremsanlage (nur bei 4WD). Die Förderleistung der Hydraulikanlage beträgt total 50 l/min, wovon 17 l/min für die Lenkung bestimmt sind. Die Hubkraft des Heckkrafthebers ist 3000 kg. Die Heckhydraulik ist mit einer mechanischen Lage-, Kraft-, Mischregelung und Schwimmstellung ausgestattet. Serienmässig ist die Hydraulikanlage mit zwei Zusatzsteuergeräten ausgestattet. Als Fahrerschutz dient ein abklappbarer Sicherheitsbügel. Zusätzlich zu den beiden oben beschriebenen Modellen bietet SameDeutz-Fahr drei weitere Modelle mit etwas vielfältigerer, aber immer noch relativ einfacher Ausrüstung an. Diese Modelle werden unter den Namen Deutz Agrolux 310/320, Hürlimann XE und Same Argon angeboten und sollen hier nicht näher beschrieben werden Vertrieb: Same Deutz-Fahr, Schwarzenbach SG.  n

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n  Markt

Schneller und dichter pressen CNH führt unter den Marken Case IH und NH Quaderballenpressen mit 20 % mehr Leistung auf dem Markt ein. Bei Case IH heissen die Modelle LB 334 (Ballenmass 80x90), LB 424 (120x70) und LB 434 (120x90), bei New Holland Bigbaler 890, 1270 und 1290. Die Schweizer Landtechnik nahm bei NH einen Augenschein und sah sich auch neue Rundballenpressen und Feldhäcksler an.

Das schnittige Design täuscht: Die Seitenverkleidungen sind einteilig, und die Wartungsfläche auf der Maschinenoberseite ist eben. (Bilder: Dominik Senn)

Dominik Senn Vor Agrarjournalisten aus aller Welt führte die NH-Konzernführung in Zedelgem, Belgien, ihre neuste Erntemaschinengeneration vor, beginnend mit der Quaderballenpresse Bigbaler. «Sie ist das Flaggschiff unseres umfangreichen Pressenangebots», sagte Bob Hatz, Produktmanager für Heuund Futtererntemaschinen. «Die Leistungssteigerung gegenüber der Vorgängerreihe BB 9000 beträgt bis zu 20%, und eine um 5% höhere Pressdichte sorgt für deutlich verbesserte Produktivität und damit Rentabilität.»

Von 42 auf 48 Hübe/Minute Um die Leistungsverbesserungen zu erzielen, wurden ein völlig neue Pick-up namens MaxiSweep und eine verbesserte Gutflussüberwachung im Vorpresskanal mit bewährten Lösungen wie der Doppelknotertechnik kombiniert. Verbaut wurde ein völlig neues, hoch beanspruchbares Getriebe, welches eine um 14% höhere Presskolbengeschwindigkeit und eine entsprechend grössere Durchsatzleistung und Arbeitsgeschwindigkeit ermöglicht. Die Presskolbengeschwindigkeit wurde für schnelleren Gutdurchsatz von bisher 42 auf neu 48 Hübe pro Minute erhöht. «Eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit ist ein echter Vorteil, vor allem in nässeempfindlichem Erntegut und bei unbeständigem Wetter», sagte Produktspezialist Laurent Libbrecht an der Feldvorführung. 32

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Die vier Modelle der neuen BigBaler-Baureihe pressen Ballen von 80 × 70 cm bis 120 × 90 cm. Sie garantieren eine hohe Bergeleistung auch mit unüblichen Gutarten (Zuckerrohr und Maisstroh) und sind daher für den wachsenden Biomas­sesektor gut geeignet.

Neue Einzugshilfswalze Die MaxiSweep-Pick-up wurde völlig neu konstruiert, um sicherzustellen, dass jeder Ernteguthalm zuverlässig aufgenommen wird. Mittels eines Rollenniederhalters wird ein gleichmässiger Erntegutfluss vom Schwad zur Presse gewährleistet. Die Schwadzuführung wird durch die Seitenschutzprofile weiter verbessert. Ihre spezielle S-förmige Konstruktion sorgt für einen vollständigen Einzug selbst in engen Kurven und verhindert das Verheddern des Erntegutes. Die neue Einzugshilfswalze ist hinter dem Rollenniederhalter montiert. Dort fördert ein System von gegenläufigen Schnecken das Erntegut vom Pick-up zum Rotor oder Raffer, je nach Modell. Dabei wird der Gutstrom exakt auf die Breite der Zuführung verengt, und die Hilfswalze leitet den verdichteten Gutstrom aktiv in den Zuführkanal. Eine Verbesserung erfuhr der Knoterschutz, damit kein Schmutz an den Knoter gelangt und keine kostspieligen Fehlbindungen und zeitraubende Verstopfungen auftreten.

Optimale Ballendichte Grossen Wert legt NH beim BigBaler auf die Pressdichte. Das Presssystem mit Vorpresskammer wurde mit der Einführung des Zuführanzeigesystems SmartFill weiter verbessert. Dieses System arbeitet mit einer Reihe von Sensoren, die am Eingang der Vorpresskammer angeordnet sind und den Gutfluss in die Kammer überwachen, um eine perfekte Quaderform und gleichmässige Dichte der Ballen sicherzustellen. Die Sensorwerte werden am TouchscreenFarbmonitor zur Pressensteuerung namens IntelliView IV in der Kabine angezeigt, damit der Fahrer auf einen Blick erkennen kann, ob das Erntegut gleichmässig zugeführt wird. Am Monitor können unter anderem die Ballenlänge, die Ballendichte und der Feuchtegehalt ausgewertet und notwendige Einstellungen während der Fahrt vorgenommen werden. Über den Bildschirm können sogar die Knotergebläse und das automatische Öl- und Fettschmiersystem gesteuert werden. Der BigBaler ist vollständig Isobus-kompatibel (zur Steuerung über ein Terminal). Die Transportbreite beträgt 2,55 m.

Gutverarbeitungsmöglichkeiten Die BigBaler-Baureihe bietet drei Gutverarbeitungssysteme zur Auswahl. Der Standardraffer besitzt zwei Raffergabeln mit jeweils sechs Einzelzinken (Modelle 870 und 890) bzw. drei Raffergabeln mit je-


Die neue Einzugshilfswalze hinter dem Rollenniederhalter hilft zusammen mit dem System von gegenläufigen Schnecken, das Erntegut vom Pick-up entweder zum Rotor oder zum Raffer zu transportieren; der Gutstrom wird exakt auf die Breite der Zuführung verengt. (Grafiken: NH)

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Am Touchscreen-Farbmonitor IntelliView IV erkennt der Fahrer auf einen Blick, ob das Erntegut gleichmässig zugeführt wird; Ballenlänge, -dichte und Feuchtegehalt werden ausgewertet und notwendige Einstellungen vorgenommen.

weils neun Einzelzinken (Modelle 1270 und 1290). Damit wird das Erntegut direkt in die Vorpresskammer gefördert. Man erhält langes, ungebrochenes Stroh oder Heu. Die CropCutter-Modelle produzieren dichte Ballen für den Biomassesektor, der Rotor mit W-förmig angeordneten Rotorzinken ermöglicht eine genau konfigurierbare Häcksellänge. Der Messerbalken ist zur Wartung und für Messerkonfigurationen ausziehbar. Die BigBaler-Modelle 870 und 890 können mit einem «MediumCut»Schneidwerk mit neun Messern oder einem «ShortCut»-Schneidwerk mit 19 Messern ausgestattet werden. Die BigBaler-Modelle 1270 und 1290 haben 15 bzw. 29 Messer. Diese können zur Feineinstel-

lung der Schnittlänge einzeln ein- oder ausgeschwenkt werden.

Design und Modellkennzeichnung Die Seitenverkleidungen sind einteilig. Die ebene Wartungsfläche auf der Maschinenoberseite macht die Wartung noch einfacher. Ein Sicherheitssystem sorgt dafür, dass die Stirnverkleidung erst geöffnet werden kann, wenn die Ballenpresse vollständig zum Stillstand gekommen ist. Dies ist dann der Fall, wenn die Zapfwelle deaktiviert und die Schwungradbremse angezogen wurde. Gemäss Ueli Galli, Geschäftsführer bei Grunderco in Aesch LU, werden in der Schweiz der Bigbaler 890 und 1270 das

Tabelle 1: die vier neuen BigBaler Modell

870

890

1270

1290

Ballenbreite

80 cm

80 cm

120 cm

120 cm

Ballenhöhe

70 cm

90 cm

70 cm

90 cm

Ballenlänge min./max.

100 / 260 cm

Hübe/Minute Modellvarianten

48 Rafferschneidwerk CropCutter

Zahl Doppelknoter

Die offene Stirnverkleidung erlaubt den Zugriff auf die wichtigsten Wartungspunkte.

Rafferschneidwerk CropCutter 4

CropCutter

CropCutter

6

Produktspezialist Laurent Libbrecht hat die Messerschublade herausgezogen und schwenkt ein einzelnes Messer aus.

Rennen machen. Sie produzieren die gängigsten Quaderballengrössen, sind in der Breite unter 3 m und eignen sich dank dem Doppelknoter nicht nur für Stroh, sondern auch für Silage.

Neue Roll-Baler-Baureihe «Die drei neuen Modelle – Roll-Baler 125 in Standardbauweise plus zwei Press-Wickel-Kombinationen Roll-Baler 125 Combi und Roll-Baler 135 Ultra – sind auf maximale Pressleistung, homogene Pressdichte, effizienten Strassentransport und absolute Zuverlässigkeit ausgelegt. Sie haben alles, was professionelle Lohnunternehmer und grosse Milchviehbetriebe brauchen, um ihre Produktivität zu steigern», sagte Hatz weiter. Mit dem Roll-Baler-Flaggschiff runde New Holland sein Angebot an Rundballenpressen, bestehend aus der Standard-Festkammerpresse BR6000 und den BR7000-Modellen mit variabler Presskammer, nach oben ab. Beim Roll-Baler 125 beträgt die Pick-upArbeitsbreite 210 cm bzw. 220 cm beim Roll-Baler 135. Fünf Zinkenreihen greifen ins Erntegut ein und sorgen für einen gleichmässigen Gutfluss, um Verstopfungen zu verhindern, erklärte Libbrecht an der Vorführung auf dem Feld. Der Rotor hat einen Durchmesser von 470 mm und ist mit 10 mm starken Zinken bestückt, was hohe Langlebigkeit bedeutet. Die Roll-Baler sind mit 18 Presswalzen von 200 mm Durchmesser ausgestattet, um eine genaue und gleichmässige Ballenbildung zu gewährleisten. Ihr Profil sorgt – unabhängig von der Gutart und vom Gutzustand – für einen permanenten Kontakt mit dem Pressgut, was die Bildung eines festen Kerns und eine homogene Ballenfüllung sicherstellt. Durch die grosse Walzenzahl wird das Ballengewicht während der Ballenbildung gleichmässig über den gesamten Presskammerumfang verteilt, sodass die Maschine an keiner Stelle übermässig belastet wird. Die Roll-Baler-Modelle 125 Combi und 135 Ultra sind sowohl für die Netzbindung als auch für die Folienbindung geeignet. Galli rechnet vor allem für den Roll-Baler 125 in der Schweiz mit guter Akzeptanz, handle es sich doch um ein «einfaches, robustes und qualitativ hochstehendes Produkt von hoher Lebensdauer». Per Fingertipp kann der Fahrer am Display zahlreiche Parameter überwachen und steuern. Dazu gehören: Ballendichte, Gelenkwellendrehzahl, Netz-/Folienanzeige, manuelle/automatische Bindung und sogar die Anzahl der Umwicklungen pro Ballen. Die 11 2012  Schweizer Landtechnik

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Hans Meier AG, Altishofen, Agrama 2012, Halle 3.2, Stand B 005 Die verlässlichen «Meier-Aecherli-Kolbenpumpen» aus Altishofen werden mit der neuesten Fernsteuerungstechnik der Firma Meier-Elektronik AG, Hellbühl, ausgerüstet. Pioniere der Fernsteuerungstechnik für Kolbenpumpen haben in den 30er Jahren den Flachriemenrücker über einen Druckautomaten entwickelt. Danach kamen die Motorensteuerungen mit Überdruckschalter und Zeituhr. Diese Technik wurde Ende der 60er Jahre mit der legendären Telematiksteuerung abgelöst, die ihrerseits Anfang der 80er Jahre durch den Agropilot ersetzt wurde. Die neueste Generation Agropilot wird gerade rechtzeitig auf die AGRAMA 2012 zur Präsentation und Auslieferung fertig. Exklusiv am Stand der Hans Meier AG, Altishofen, wird der neue Agropilot an einer installierten und laufenden Kolbenpumpe H-60-0 SG 2 1:1 vorgeführt. Sie können den Agropiloten mit den verschiedenen Funktionen ausprobieren. Die Kolbenpumpe ist mit einer FU-Elektromotorensteuerung ausgerüstet. Diverse zusätzliche Geräte für die Überwachung der Pumpe und einige Anbaugeräte sind ebenfalls aufgebaut. Lassen Sie sich vom neuen Agropiloten begeistern, seine Möglichkeiten sind schier grenzenlos. (Rückmeldung, verbesserte Reich-

weite, Eingänge ablesen usw.) Wir sind überzeugt, dass sich unsere bewährten Kolbenpumpen der Baureihen H-11, H-30-0 SG 2 und H-60-0 SG 2 hervorragend mit dieser neuen Fernsteuerung ergänzen lassen und einen noch grösseren Mehrwert bieten. Die Vorteile der Kolbenpumpen entsprechen den höchsten ökologischen und ökonomischen Anforderungen und Werten. Sie sind unschlagbar im Verhältnis des Energieaufwandes zur Förderleistung, unerreicht im Wirkungsgrad 90%, einzigartig in der jahrelangen konstanten Förderleistung; unerreicht in der Lebenserwartung; unerreicht im geringen Unterhalt; unerreicht in den tiefen Betriebskosten und unerreicht in der Trockenlaufsicherheit. Unsere Kolbenpumpe ist ein echtes, ausschliesslich in der Schweiz produziertes, hochwertiges CH-Produkt. Neben dem Saugrohrmixer «Meier-Mazarator», welche vorwiegend in die Biogasanlagen eingebaut werden, ist auch das gesamte Bodenleitungs-Armaturenprogramm ausgestellt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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Der FR500 hat ein neues Häckselaggregat; er ist in der Schweiz ein gefragtes Modell.

Das IntelliFill-System ermöglicht selbst bei eingeschränkter Sicht eine genaue Füllung des Anhängers mithilfe einer 3-D-Spezialkamera. Die Spezialkamera ist unter der Auswurfklappe (kl. Bild).

Tabelle 2: die neue FR-Feldhäcksler-Baureihe Modell

Maximale Leistung (PS)

Hubraum (Liter)

Durchmesser Häcksel­ trommel (mm)

Breite Häckseltrommel (mm)

Breite CropProzessor­ walzen (mm)

FR450

450

8,7

710

900

750

FR500

520

12,9

710

900

750

FR600

600

12,9

710

900

750

FR700

685

18,1

710

900

750

FR850

824

20,1

710

900

750

tiefe Schwerpunktlage der Roll-Baler-Modelle garantiert eine ausgezeichnete Standfestigkeit, wichtig für Schweizer Verhältnisse. Bei allen Reifenkonfigurationen wird die maximal zulässige Transportbreite eingehalten. Die einteilige Frontverkleidung erlaubt einen einfachen Zugang zu allen Wartungs- und Schmierstellen. Die automatische Zentralschmierung garantiert eine lange Lebensdauer, ebenso das automatische Ölsystem für alle Ketten.

Die neue FR-Baureihe «Die neueste Generation der FR-Feldhäckslerbaureihe stellt das Nonplusultra

der Futtererntetechnik von New Holland und den Höhepunkt einer über 50-jährigen Entwicklung mit bahnbrechenden Innovationen dar», liess sich Hedley Cooper, Leiter der Abteilung «Harvester Product Management», vernehmen. Die Cursor-9und Cursor-13-Motoren des FR450 bzw. FR500 sind zur Einhaltung der Tier-4AEmissionsvorgaben mit der EcoBlue-SCRTechnik ausgestattet. Damit entwickeln die neuen FR450- und FR500-Modelle eine Ernteleistung bis 450 PS bzw. 520 PS. Gemäss Galli sind die Vertreter dieser PSKlassen die meistverkauften in der Schweiz. Auf viel Akzeptanz stosse hierzulande auch das Variflow-System, das dem

Fahrer ermöglicht, die Gebläseposition an das jeweilige Erntegut anzupassen. Abhängig vom Erntegut wird der Gebläserotor exakt so platziert, dass genau die für eine effiziente Materialzuführung zum Auswurfkrümmer erforderliche Gebläsekraft erzielt wird.

Pick-up-Geschwindigkeit erhöht Der FR verfügt über ein neues Häckselaggregat, das homogenes Häckselgut und gute Durchsatzleistung ermöglicht. Die Umstellung von Gras auf Mais wurde weiter vereinfacht. Der FR ist weiter mit einer neuen Gebläsetechnik ausgestattet, was in einer besseren Gutübergabe von der Messertrommel zum Prozessor und zum Anhänger resultiert, selbst wenn in schwachen Grasbeständen gearbeitet wird. Die einteiligen Seitenverkleidungen lassen sich weit öffnen. Zusätzliche Bleche umschliessen den gesamten Einzugswalzenbereich und bilden so einen Schutzmantel. Dadurch werden Schmutzansammlungen verhindert. Dieses System hat ausserdem den Vorteil, dass es den Gutfluss verbessert und Gutverluste durch seitlich herausfallendes Material verringert. Die Pick-up-Geschwindigkeit wurde durch eine zusätzliche Zinkenleiste erhöht; mit den fünf Zinkenreihen sind höhere Arbeitsgeschwindigkeiten möglich. Schliesslich fehlen auch nicht ein voll integriertes Ertragskartierungssystem und das mehrfach preisgekrönte IntelliFill-System, welches selbst bei eingeschränkter Sicht eine genaue Füllung des Anhängers mit minimalen Verlusten ermöglicht; mithilfe einer 3-D-Spezialkamera, die unter der Auswurfklappe montiert ist, wird der Gutstrom so in den Anhänger gelenkt, dass eine gleichmässige Füllung erfolgt.  n

Die Press-Wickel-Kombination Roll-Baler 125 Combi.

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Seilwinden: Merkmale der ­Effizienz und Sicherheit Die Seilwinde ist ein wichtiges Forstgerät. Mit ihrer Hilfe wird Langholz auf den Aufbereitungsplatz oder auf die Forststrasse gezogen. Sie werden bei Fällarbeiten unterstützend eingesetzt und dienen beim Aufrüsten. Das Angebot wird geprägt durch viele Hersteller und eine grosse Typenvielfalt. Ruedi Hunger

Die Windenausstattung hängt von der zu bearbeitenden Waldfläche ab. Für kleine Waldflächen im Bereich von vier, fünf Hektaren reicht eine einfache mechanische Winde aus. Bei einer jährlichen Auslastung zwischen 20 und 50 Festmetern fallen etwa 10 bis 30 Windenstunden an.

Gewicht vor Motorleistung Parallel zur Traktorgrösse sind auch die Seilwinden in den letzten Jahren grösser geworden. Als Richtwert gilt, dass pro Tonne Windenzugkraft etwa 10 kW Motorleistung benötigt werden. Allerdings ist die Motorleistung nur eine Grössenordnung, mindestens so entscheidend ist das Eigengewicht des Traktors. Ausreichendes Gewicht ist die Grundlage für eine gute Stabilität, wenn im Zuzug gearbeitet wird. Nicht zu vergessen ist die stark belastete Oberlenkerfixierung, auch diese ist von der Traktorgrösse abhängig. Wenn talwärts gefahren wird, darf die Last aus Sicherheitsgründen zwei Drittel des Betriebsgewichtes (Traktor und Winde) nicht überschreiten. Ein grosser Abstand zwischen Traktor und Anbauwinde ist zwar angenehm für den Anbau, nachteilig wirkt sich aber bei Lastfahrten die nach hinten verschobene Last aus.

Abnehmende Seilkraft

Anspruchsvolle Arbeit – zuverlässige Rücketechnik.

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(Bild: Walter Tschannen, WVS)

Da die Kraft einer Seilwinde aus dem Drehmoment geteilt durch Kraftabstand (Winkelradius) errechnet wird, weist eine Seilwinde auf jeder Seillage eine andere Zugkraft auf. Oder einfacher gesagt, mit jeder zusätzlichen Seillage nimmt die Zugkraft ab, gleichzeitig erhöht sich die Seilgeschwindigkeit. Eine schmale Seiltrommel oder ein langes Seil geben rasch mehrere Seillagen mit entsprechend abnehmender Zugkraft. Keine Regel ohne


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Ausnahme: Konstantzugwinden haben ein konstantes Zuzugmoment. Zwar gilt die Physik auch für diesen Windentyp, doch schlagen die Hersteller den physikalischen Gesetzen ein Schnippchen, indem mittels Potenziometer und Proportionalventil der Arbeitsdruck und damit das Antriebsmoment entsprechend erhöht werden.

(Zug-)Kraft Physikalisch korrekt wird die Zugkraft in Kilo-Newton kN angegeben, meistens in Tonnen umgerechnet (10 kN entsprechen 981 kg Zugkraft). • Kraft kann anhand ihrer Wirkung beschrieben werden. • Durch Kraft kann eine Masse in ihrem Bewegungszustand verändert werden. Eine Masse bewegt sich nur, wenn eine Kraft auf sie einwirkt. • Das Newton’sche Gesetz besagt: Wirken auf einen Körper Kräfte, und der Körper bewegt sich trotzdem nicht, dann werden diese durch gleichgrosse Gegenkräfte kompensiert.

Gut gewickelt erhöht die Lebensdauer Seiltrommeln sind unterschiedlich angeordnet. Dem Seiltrommeldurchmesser ist Beachtung zu schenken. Je kleiner der Durchmesser, desto stärker wird das Seil beansprucht und kann beschädigt werden. Auch das Einzugsverhalten hat einen Einfluss auf die Lebensdauer des Seils. Dieses hängt vom Abstand zwischen oberer Umlenkrolle und Seiltrommel sowie der Seiltrommelbreite ab. Wenn sich das Seil mittig auf der Trommel auftürmt, kommt es unweigerlich zu massiven Seilbeschädigungen. Mithilfe einer Seildruckwalze wird das Seil auf die

Am Anfang fast jeder Holzbergung steht nach der Motorsäge …

…. die Seilwinde als zweitwichtigstes technisches Hilfsmittel. (Bilder: Ruedi Hunger)

Trommel gepresst, und dadurch das Wickelverhalten positiv unterstützt. Auch die Seilführung mit einem geführten Schwenkarm wirkt sich positiv auf die Spulqualität aus.

Beispiel* für die abnehmende Zugkraft: Ein 10 mm Stahlseil erreicht auf der dritten Seillage der Seiltrommel einen Wickelradius von 163 mm. Die Seilkraft ist dabei 19,2 kN oder 1,96 Tonnen. Das Drehmoment auf der Trommel ist somit 19,2 kN × 0,163 m = 3,13 kNm. Auf der zweituntersten Seillage beträgt bei gleichem Trommelmoment von 3,13 kNm und einem Wickelradius von 89,5 mm die Seilkraft 35 kN oder 3,57 Tonnen. (*Prüfbericht 039/04, BLT, Wieselburg)

speicher ausgerüstet. Dieser dient bei nicht eingeschalteter Zapfwelle zur Öffnung des Bremsbandes. Einige Hersteller bauen Winden mit einer Scheibenbremse, die Trommel wird durch einen selbsteinfallenden Bremskeil fixiert.

Leichter Seilausstoss Der manuelle Auszug eines Stahlseiles ist harte Knochenarbeit! Wenn ein kleiner Ölmotor das Seil «ausstösst», dann ist das eine echte Erleichterung. Üblich sind Ausstossgeschwindigkeiten zwischen einem und zwei Meter pro Sekunde. Damit, vor allem bergwärts, ein realistischer Ausstoss erreicht wird, ist eine Regulierung per Funk sicher sinnvoll. Wird der hydraulische Seilausstoss mit der Seil­einlaufbremse kombiniert, muss mit einem Aufpreis ab 2500 Franken gerechnet werden.

Seil- und Trommelbremse

Gut kuppeln und sicher bremsen

Beim Einsatz der Seileinlaufbremse entsteht zwischen Drahtseil und Seilrolle eine kraftschlüssige Verbindung. Dazu wird beim Seileinzug die Rolle durch ein Bremslamellenpaar gehemmt und damit ein sauberer Seileinlauf garantiert. Umgekehrt bleiben die Bremslamellen, bedingt durch ein Freilauflager, beim Seilauszug stehen. Die Einstellung muss kontrolliert und wenn notwendig auch korrigiert werden. Dabei sind die Masse der Betriebsanleitung massgebend. Bei Verwendung von Kunststoffseilen muss die Einlaufbremse ausser Betrieb gesetzt werden (Schlang&Reichart). Seileinlaufbremsen sind in der Zusatzausrüstung für viele Winden erhältlich, dabei muss mit einem Aufpreis ab 1500 Fr. gerechnet werden. Die Seiltrommel weist immer eine Bremse auf. Das können Band- oder Scheibenbremsen sein. Die Bremswirkung sollte höher als die Windenkraft sein, zum Beispiel müssen Bandbremsen generell das 1,25-Fache der max. Windenzukraft sichern können. Zum Teil sind Seiltrommelbremsen mit einem hydraulischen Feder-

Die Kupplungs- und Bremselemente können mechanisch bedient werden oder sind bei höherem Ausbaustandard hydraulisch bzw. elektrohydraulisch angesteuert. Bei hydraulischen Seilwinden wird zwischen eigener und fremder Versorgung unterschieden. Die Eigenversorgung teilt sich auf in Hydraulikpumpen-

Unsorgfältig aufgewickelt: Seildefekte sind vorprogammiert

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n  Markt

Doppelwinden können ihre Leistungsfähigkeit in Forstgruppen und Forstbetrieben unter Beweis stellen.

Haltevorrichtungen für Motorsäge und weitere Werkzeuge schaffen Ordnung und sind als Option für einige Winden erhältlich.

Frontseilwinden kommen vor allem als Ergänzung im professionellen Forsteinsatz zum Tragen.

Breite Palette der Seilwindenhersteller • Farmi: Seit 50 Jahren produziert Farmi Forest in IIsalm, Finnland, (Ad. Bachmann AG, Tägerschen) Maschinen und Geräte für den Forsteinsatz. Neben Seilwinden werden Kräne, Forstanhänger, Holzhäcksler und Schneidspalter produziert. Die Finnen bauen verschiedene Baureihen mit max. Zugkraft von 2,9 bis 8,5 Tonnen. • Fransgard: Die Maschinenfabrik Fransgard in Farso, Dänemark, baut verschiedene Winden mit drei bis neun Tonnen Zugkraft. DreipunktRückezangen stehen ebenso im Sortiment wie Frontgreifer, «Forstklaue» genannt. In der Schweiz wird Fransgard von Ott Landmaschinen AG in Zollikofen vertreten. • Holzknecht: Schnitzhofer Forstgeräte werden in Annaberg, Österreich, hergestellt. Die Österreicher werden in der Schweiz durch Hagmann und Hug AG in Sevelen vertreten. Neben Semiprofi werden eigentliche Profianbauwinden, Forstanhänger, Rückewagen und Holzzangen gebaut. • Interforst: Hersteller der Interforst Seilwinden ist die Firma Uniforest in Petrovce, Slowenien. Vertreten in der Schweiz durch Interforst in Ibach. Neben Ketten- und Getriebewinden für den Dreipunktanbau, baut Uniforest auch Motorsägewinden. • Igland: Igland produziert in Grimstad, Norwegen, Ein- und Doppeltrommelseilwinden (Schweiz, Aebi Sugiez). Daneben werden auch Aufbauten für Rückewagen, Holzkrane und Brennholzprozessoren hergestellt. Weiter stehen im Verkaufsprogramm Frontladeranbaugeräte und Polterschilder sowie Schneepflüge und -schleudern. • Kmb: Das Forsttechnikunternehmen Pohn GmbH, Bad Wimsbach, produziert mechanische, elektrohydraulische und Getriebeseilwinden. Daneben werden Rückezangen, Trommelkreissägen und verschiedenes Zubehör angeboten. In der Schweiz vertritt die Fankhauser AG in Gondiswil ihre Interessen. • Kyburz: Im St.Gallischen Uznach werden Forst- und Sicherungswinden für Forstmaschinen gebaut. Kyburz Eintrommelwinden mit hydrostatischem Antrieb werden mit verschieden grossen Seiltrommeln ausgerüstet. Doppeltrommelwinden mit bis zu 40 Tonnen Zugleistung sind eigentliche Profigeräte. Seilkran-Kippmastgeräte und ÜberkopfSeilwinden für Pistenfahrzeuge gehören ebenfalls zum Verkaufsangebot der Schweizer Firma.

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• Maxwald: Das Werk in Ohlsdorf, Österreich, produziert Kettentriebund Getriebewinden in Ein- und Doppeltrommelausführung. Ebenfalls Rückezangen sowie eine Kombination aus Seilwinde und Rückezange. Maxwald-Produkte werden direkt über Händler verkauft. • Pfanzelt: Die Allgäuer Firma Pfanzelt Maschinenbau produziert Berg- und Forstwinden, Rückeanhänger sowie Forstspezialtraktoren. Die Winden gibt es als Ein- und Doppeltrommelversion. Sie werden an- oder aufgebaut. Der Export in die Schweiz läuft über die Gebrüder Rappo AG in Plaffeien. • Ritter: Die Firma aus Zell am Hammersbach (Schwarzwald) baut Ein- und Doppeltrommelwinden für den Aufbau oder als Dreipunktgerät. Ebenso Traktionswinden für Harvester und Forwarder. Zudem werden Rückekräne, Greifer sowie andere Forstgeräte gebaut. Ritter baut Konstantzugwinden. In der Schweiz vertreten durch Meier Maschinen AG, Marthalen. • Schlang&Reichart: In Marktoberdorf ist die Maschinenbau GmbH Schlang+Reichart beheimatet. Die Allgäuer bauen Ein- und Zweitrommelwinden mit vier bis acht Tonnen Zugkraft. Neben Dreipunktwinden werden auch Direktanbauseilwinden (z.B. Frontanbau) und Rückewagen gebaut. Verkauf Schweiz: Gujer Landmaschinen, Mesikon und andere. • Tiger: Tiger-Getriebeseilwinden sind als Profiwinden auf dem Markt bekannt. Sie werden als Anbau- oder Aufbauwinden in den Varianten Ein- oder Doppeltrommelausführung produziert. Seit über 60 Jahren werden im österreichischen Adlwang Produkte für die Waldwirtschaft hergestellt. • Tajfun: Tajfun-Forstseilwinden werden seit 45 Jahren in Slowenien gebaut und unter anderen von der Firma Zuberbühler Landmaschinen AG, Schönengrund, verkauft. Neben einer breiten Palette von Seilwinden werden Sägespaltmaschinen und Seilkräne produziert. • Uniforest: Im slowenischen Petrovce werden Uniforest-Anbauseilwinden gebaut. Der Verkauf in der Schweiz läuft über Fässler ­L andtechnik in Sennwald. Gebaut werden mechanische, elektrohydraulische Getriebe und Winden. Uniforest produziert auch «DrittFabrikate».


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antrieb direkt mit der Zapfwelle oder mittels Elektromotor. Letzterer treibt die Pumpe nur bei Bedarf an, hat daher eine Reaktionszeit von bis zu drei Sekunden (Inbetriebnahme und Druckaufbau). Die Reaktionszeit ihrerseits kann durch einen Druckspeicher reduziert werden. Bei der Fremdversorgung ab Traktor ist es wichtig, dass durch das Anheben der Winde die Versorgung nicht unterbrochen wird. Folglich muss der Traktor entsprechend ausgerüstet sein.

vermittelt eine hohe Standfestigkeit im geraden Zuzug. Wenn zugezogenes Holz zum Poltern hochgehoben werden soll, eignet sich eine mittelstarke Abwinkelung gut. Stark abgewinkelte Rückschilder eignen sich bestens, wenn die Last darauf abgelegt werden soll.  n

Von «Geisterhand» gesteuert Funksteuerung ist heute erschwinglich geworden. Mehrere Gründe sprechen für sie. Ein Pro-Argument ist bei stabiler Arbeitsposition die erhöhte Sicherheit, da die Winde von einem sicheren Standort aus bedient werden kann. Funk wird für verschiedene Funktionen eingesetzt und ist Teil der fortlaufenden Rationalisierung. Als Option gilt die Version Motorstart/­ -stopp mit proportionaler Motordrehzahlregelung. Für den Einsatz einer Funksteuerung ist eine elektrohydraulische Betätigung Voraussetzung. Funkfernsteuerungen (z.B. HBC) gibt es ab rund 2000 Fr.

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Umlenken und tief ziehen Tief verbaute Bodenrollen haben, vor allem bei seitlichem Zugug, einen positiven Einfluss auf das Kippverhalten des Traktors. Im Gegensatz dazu kommt es bei hoch angesteuerten Umlenkrollen zu Instabilität. Wird in Längsrichtung gerade hinter dem Traktor zugezogen, heben tiefe Bodenrollen die Winde leicht nach oben. Dadurch verringert sich die Windenabstützung, und der Traktor, lediglich mit der Handbremse gesichert, kann nach hinten gezogen werden. Tief liegende Bodenrollen wirken sich bei Lastfahrten vorteilhaft aus, indem die Vorderachse zusätzlich belastet wird. Hydraulisch höhenverstellbare Umlenkrollen werden über das Steuer­ gerät des Traktors angesteuert. Das Seil­ einlegen wird durch das seitliche Öffnen der Umlenkrollen erleichtert.

Investitionen sind auch immer eine Frage der Finanzierung. Mit einer Maschinenfinanzierung der Valiant ist Ihre Ernte im Trockenen.

Für gute Standfestigkeit Rückeschildgrösse und die Breite des Wickelturmes beeinträchtigen den Einblick auf die Last. Die Rückschildbreite muss zur Traktorbreite passen. Ein im Vergleich zur Traktorspur gleich breites oder breiteres Schild verbessert die Stabilität bei seitlichem Zuzug. Bei Fahrten im Bestand ist ein um 10 bis 30 Zentimeter schmaleres Schild aber vorzuziehen. Eine steile Abwinkelung, die wenig ausgeprägt ist,

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n  Impression

Fendt 500 Vario – von guten Eltern

Die vier Traktoren der neuen Reihe Fendt 500 Vario sind mit Vierzylinder-Deutz-Motoren bestückt und entwickeln zwischen 125 und 165 PS. (Bilder: David Laisney)

Der Fendt 500 Vario ist an den Feldtagen bei Würzburg und an der Pressekonferenz in Marktoberdorf als der würdige Nachfolger des Fendt 500 Favorit vorgestellt worden. Das Design, die Kabinenausstattung und die Technologie aber stammen von der 700 Vario Baureihe. David Laisney*

Die Traktoren der Serie 400 Vario entsprechen nicht der Abgasnorm IIIb (Tier IV interim). Deshalb werden diese ab nächstem Jahr nicht mehr gebaut. Um sie abzulösen, hat der bayerische Traktorhersteller die Serie 500 Vario lanciert. Die vier Traktoren der neuen Reihe sind nach wie vor mit Vierzylinder-Deutz-Motoren bestückt und entwickeln zwischen 125 und 165 PS nach ECE R24. Der Motor (4038 cm2 Zylinder­ inhalt) nutzt unter Zudosierung der Harnstofflösung AdBlue die selektive ­

*David Laisney ist Redaktor des französischen Agrarmagazins Matériel Agricole

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k­ atalytische Reduktion (SCR), um den Abgasnormen zu genügen. Das StufenlosGetriebe ML 90 der Serie 500 Vario ist von der Serie 400 übernommen worden. Sie bedient sich aber nunmehr serienmässig des Traktor-Managementsystems TMS zur Steuerung von Motor und Getriebe. Mit dieser Automatikfunktion bestimmt der Fahrer die Fahrstrategie, und die Elektronik reguliert die Motordrehzahl und das Getriebe nach Massgabe der gewünschten Antriebskraft. Die Vorwärtsfahrt kann Das «Power»-Einstiegsmodell ist an den schwarzen Schweinwerfereinfassungen erkennbar; der 500 Vario hat mit den 700 Vario die VisioPlus-Kabine gemeinsam.


Impression   n

Die Reihe 500 Vario 512

Motor Max. Drehmoment 1450 U/min Max.-Leistung ECE 24

513

514

4 Zylinder Deutz, 4038 Kubikzentimeter Hubraum, 16 Ventile 550 Nm

590 Nm

649 Nm

687 Nm

125

135

145

165

Max. Hubkraft an der Ackerschiene (daN)

7780 kg

Frontkraftheber max. Hubkraft (daN)

3420 kg

Motorzapfwelle hinten (U/min)

Die aufklappbare Windschutzscheibe und die Türe rechts sind eine Option beim 500 Vario.

540/540E und 1000 tr/min

Frontzapfwelle (U/min) Leergewicht

516

540 oder 1000 tr/min 6050 kg

6400 kg

Bereifung vorne

540/65 R24

540/65 R28

Bereifung hinten

600/65 R38

650/65 R38

Ausstattungsvariante Ausstattung

Varioterminal

Power

Profi

7 Zoll mit Touch und Tastenbedienung

Multifunktions-Joystick, Hydraulikbedien. usw Variotronic-Gerätesteuerung (Isobus)

ProfiPlus

Standard nicht möglich

optional

Spurführungssysteme VarioGuide

nicht möglich

optional

VarioActive-Lenkung

nicht möglich

Standard

Förderleistung Hydraulik

75 oder 110 l/min

110 oder 158 l/min

Hydraulikventile

Max. 4 im Heck und 0 in der Front oder 3 im Heck und 1 in der Front

Max. 5 im Heck und 2 in der Front

Frontkraftheber mit Lageregelung Beifahrersitz

Die neuen Fendt profitieren standardmässig von einer Multifunktions-Armlehne.

optional Standard

Klimaanlage

Komfort Standard

Klimaautomatik

nicht möglich

optional

Rückspiegel elektrisch verstellbar

nicht möglich

optional

über den Joystick oder über das Gaspedal reguliert werden. Letzteres wird mit Vorteil bei Frontladerarbeiten benutzt. Die 500 Vario bieten in Standardversion auch eine Grenzlastregelung an. Mit dieser Funktion kann man bestimmen, wie stark die Motordrehzahl unter Last abnehmen soll und demzufolge die Fahrgeschwindigkeit sinkt.

Die Kabine des 700 Vario Die neuen Fendt-Traktoren haben mit den 700 Vario die VisioPlus-Kabine gemeinsam. Sie profitieren also von der gewölb-

ten Windschutzscheibe, die namentlich für Frontladerarbeiten die Sicht nach oben freigibt. Die Traktoren werden je nach Finish und Ausstattungen in die Vertriebsmodelle «Power», «Profi» und «ProfiPlus» unterteilt (siehe Tabelle). Die «Power»-Einstiegsmodelle sind an den schwarzen Schweinwerfereinfassungen erkennbar. Auch diese Modelle bieten mehr und bessere Technik als die 400 Vario. So verfügen sie serienmässig über eine niveaugeregelte Vorderachsfederung und eine rechte Armlehne, in der die Bedienungselemente für die Drei-

Mit dem neuen Varioterminal halten Variotronic, VarioGuide-Spurführung, Kamerafunktion sowie das Dokumentationssystem VarioDoc und die Isobus-Gerätesteuerung Einzug in diese Leistungsklasse.

Das grosse Varioterminal ist auf den Modellen ProfiPlus (als Option auf der Variante Profi) Standard. Der Touchscreen bietet zwei Kameraabspielungen Platz.

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41


Eine Runde Sache

Neuzugänge bei den Mulchgeräten für die Landschaftspflege: BE Serie 10 und BPR 210

richtung konzipiert und in starrer Ausführung oder mit hydraulischer Schiebevorrichtung erhältlich.

KUHN befindet sich weiterhin auf dem Vormarsch im Bereich der Land­ schaftspflege und bringt mit dem BE Serie 10 ein neues Grasmulchgerät auf den Markt. Ausserdem wird die Baureihe der Mehrzweckmulchgeräte BPR für die professionelle Land­ schaftspflege um ein Modell mit 2,10 Metern Arbeitsbreite erweitert. BE, die Ergänzung des Mulcherpro­ gramms für die Grünflächenpflege mit Kleintraktoren

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Das Mulchgerät BE Serie 10 reiht sich ideal zwischen dem TL und BKE in das Grasmulcherprogramm ein. Es ist speziell für das Mulchen von Grünflächen, wie z.B. Parks und Gärten, mit Hilfe von Kleintraktoren (35–55 PS) konzipiert und in den Arbeitsbreiten 1,40 m, 1,60 m, 1,80 m und 2,00 m erhältlich. Von der Konzeption des Rotors über die Werkzeuge (Mulchmesser) bis hin zur Form der Abdeckhaube: Bei der Entwicklung dieser Maschine hatte die 5:55:14 PM Häckselqualität oberste Priorität. Durch die nahe am Rotor angebaute Stützwalze wird das gehäckselte Gras über die Walze geworfen. Die beste Voraussetzung für eine schnellere Verrottung, in deren Folge eine saubere und gut bearbeitete Fläche entsteht. Seine Einsatzvielfalt ist der Schlüssel zum Erfolg. Das Mulchgerät BE Serie 10 ist für den Heck- und Frontanbau sowie für Traktoren mit Rückfahrein-

BPR 210, geeignet für die Kombination mit Heckböschungs­ mähern

Das BPR, ein Universalmulchgerät für den Front- und Heckanbau, gehört zum Ansatz PAYSAGE PRO und ist bei KUHN bereits in den Arbeitsbreiten 2,40 m, 2,80 m und 3,05 m erhältlich. In diesen Breiten ist es vor allem für landwirtschaftliche Einsätze gedacht. Durch seine universelle Einsetzbarkeit und seine Stabilität eignet es sich ebenfalls für den professionellen Anwender im Bereich der intensiven Landschaftspflege. Deshalb hat KUHN ein Modell mit einer weiteren Arbeitsbreite entwickelt: 2,10 m. Das Mulchgerät BPR 210 ist ideal geeignet für Traktoren, die bei der professionellen Landschaftspflege eingesetzt werden. Mit seiner hydraulischen Verschiebung um 580 mm und der Kombinationsmöglichkeit mit einem HeckBöschungsmäher ist damit eine perfekte Pflege von Strassenrändern, Böschungen und Gräben möglich. Kuhn Center Schweiz Bucher Landtechnik AG Murzelenstrasse 8 8166 Niederweningen Tel. 044 857 28 00 Fax: 044 857 28 08 E-Mail: kuhncenterschweiz@ bucherlandtechnik.ch www.kuhncenterschweiz.ch

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Der Mähdrescher von Fendt der Serie C hat im Zuge der Motorenumrüstung auf die selektive katalytische Reduktion (SCR) analog zu den Vario-Traktoren ein neues Design erhalten. Die Mähdrescher 5275 C und der 6335 C sind als klassische Modelle oder in der ParaLevel-Version erhältlich; das patentierte System gleicht Hanglagen bis 20% Neigung aus.

punkthydraulik der Steuerventile sowie der Multifunktions-Joystick und ein 7-ZollBildschirm integriert sind. Die Profi- und ProfiPlus-Modelle haben verchromte Scheinwerfereinfassungen sowie auch einen vollwertigen und bequemen Beifahrersitz erhalten. Sie verfügen über bis fünf elektrohydraulische, doppelt wirkende Steuerventile am Traktorheck und zwei an der Front, erzielen eine Ölfördermenge von bis zu 158 Litern pro Minute und sind vorbereitet für Isobus-taugliche Geräte. Zur serienmässigen Ausstattung bei den ProfiPlus-Modellen gehören ein 10,4-ZollBildschirm, das Dokumentationssystem VarioDoc und Voreinstellungen zur Implementierung des VarioGuide-Spursystems.

Viel Komfort Mit dem neuen Varioterminal halten ­Variotronic, VarioGuide-Spurführung, Kamerafunktion sowie das Dokumentationssystem VarioDoc und die Isobus-Gerätesteuerung Einzug in diese Leistungsklasse. Dank des automatischen Spurführungssystems VarioGuide ist es möglich, mit dem Traktor Tag wie Nacht über lange Zeit entspannt zu arbeiten und sich dabei voll auf das Anbaugerät zu konzentrieren. Selbst bei schlechter Sicht ist exaktes Fahren sehr gut möglich. Eine präzise Bearbeitung im Grünland und auf dem Acker steigert die Flächenleistung. Der 500 Vario bietet die idealen Automatikfunktionen, um Spur an Spur einzusetzen. Die starke Hydraulik ermöglicht ein breites Einsatz-

Die 500 Vario sind mit Vierzylinder-DeutzMotoren ausgrüstet und genügen den Abgasnormen durch die selektive katalytischen Reduktion (SCR) unter Zudosierung der Harnstofflösung AdBlue.

spektrum für Anbaugeräte in dieser Leistungsklasse. Dabei ist die rechte Armlehne die zentrale Bedieneinheit. Selbst beim Wendevorgang ist im 500 Vario ein Umgreifen nicht mehr nötig, denn der Fahrer kann den Arm bequem auf der rechten Armlehne ablegen und Traktor und Gerät über den Multifunktions-Joystick und das Varioterminal steuern. Mit VarioGuide sind eine Reduzierung von durchschnittlich sechs Prozent Überlappung sowie eine Einsparung an Kraftstoff und Betriebsmitteln wie Saatgut und Dünger möglich. Dazu können mit dem Dokumentationssystem VarioDoc alle relevanten Daten mit erträglichem Aufwand und in kürzester Zeit erfasst, in der Schlagkartei dokumentiert und analysiert werden.  n


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pactLine-Getriebe und optimierter Zinkensteuerung. Einzigartig, der vordere Kreisel lässt sich unter Bäume oder neben den Traktor steuern. • Vicon RF3225, Vicon-Festkammer-Rundballenpresse, neue Generation. Dank kombinierter Ballenkammer (Walzen und Stabketten) ist diese Presse für alle Futterarten bestens geeignet. • Vicon RV4216, variable ViconRundballenpresse (50–200 cm Durchmesser). Diese weiter entwickelte Bänderpresse kann nebst trockenem Futter auch extrem nasse Herbstsilage pressen. Der Pressdruck übertrifft alle im Markt befindlichen Rundballenpressen. • Vicon FlexiWrap G5040, die einzige Ballenwickelkombination, welche die Silageballen auch am Hang gut übergibt (Made by Göweil). Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Weiter Infos finden Sie unter www. ott.ch oder bei

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Impressionen   n

Dem Strohstriegel kommt bei nicht wendenden Anbausystemen bezüglich Strohverteilung, Schnecken- und Unkrautbekämpfung eine wachsende Bedeutung zu. (Bilder: Ruedi Hunger)

Gute Voraussetzungen durch gleichmässige Strohverteilung Der Schlüssel für eine erfolgreiche Direkt- oder Mulchsaat ist die gleichmässige Verteilung von Ernterückständen wie Stroh und Spreu. Mit dem Strohstriegel werden daher gute Voraussetzungen für gleichmässige Keim- und Wachstums­ bedingungen der nachfolgenden Kultur geschaffen. Ruedi Hunger

In nicht wendenden Anbauverfahren sollen die Reststoffe der Vor- bzw. Zwischenfrucht an der Oberfläche verbleiben. Daraus entsteht schliesslich die bodenschützende Mulchschicht. Konzentrierte Strohresten und schlecht verteilte Spreu beeinträchtigen die Funktionssicherheit der Sätechnik. Gleichzeitig wird es für einen Keimling schwierig, ein mit Stroh und Spreu durchsetztes Saatbett zu durchstossen. Zudem können im Bereich der ehemaligen Strohschwaden chemische Wechselwirkungen beim Strohabbau die Keimung und das Wurzelwachstum der jungen Pflanzen hemmen.

nen überhaupt können. Die Frage, wie sie richtig eingesetzt werden, steht ebenfalls im Raum. Je besser verteilt wird und je feiner die Ernterückstände aufbereitet werden, desto weniger werden Rückstände zum begrenzenden Faktor für die nachfolgende Saat. Darin sind sich alle Akteure einig.

Ausheben verboten Verschiedentlich wurde betont, dass ein schwerer Striegel voll sein muss, wenn damit ein gutes Arbeitsergebnis erzielt werden soll. Für das ungeübte Auge ent-

Strohstriegel – der «Unbekannte» Noch wird der Einsatz von Stroh- oder Schwerstriegel kontrovers diskutiert. Fachleute und Praktiker haben Ende August in Fraubrunnen (BE) Arbeitseffekte und Einstellung dieser bei uns relativ neuen Maschinengruppe diskutiert. Vorerst gilt es, abzuklären, was diese Maschi-

steht dabei der Eindruck, das Gerät sei verstopft. Ein gefüllter Striegel soll am Feldende nicht plötzlich ausgehoben werden, ansonsten ein Haufen aus Erde und Strohresten zurückbleibt. Hier zeigt sich die Problematik der kleinen und kurzen Felder. Praktiker haben deshalb gezeigt, dass bei der Arbeit mit nicht voll belastetem oder leicht entlastetem Gerät der Striegel zwar nicht voll ist, dafür beim Ausheben am Feldrand keine Haufen zurücklässt. Ein Acker wird mit dem Stroh­ striegel leicht diagonal und möglichst rundum befahren. Aus dieser Optik be-

Technische Angaben Strohstriegel

Hersteller

Arbeitsbreite

Trsp.Breite

Balken

Stützrad

Zinken pro Meter Arbeitsbreite

Gewicht kg

6,5 m

3,0 m

5

4

10 mit 14 mm Ø

980

Alphatec

7,8 m

3,0 m

4

2

7 mit 16 mm Ø

2180

mNT Harrow

3,0 m

3,0 m

5

17 mit 14 mm Ø

450

Claydon

7,5 m

2,3 m

5

16 mit 16 mm Ø

1400

Rindisbacher

11 2012  Schweizer Landtechnik

45


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Impressionen   n

1  5-balkiges Schweizerprodukt «mNT». Die Zinken haben einen Pendelbereich, ihre Aggresivität wird hydraulisch vorgewählt. www.mnT-notill.ch 2  Gut sichtbar die Federwirkung und der Pendelbereich der Zinken beim französischen Fabrikat Bugnot. 3  Das englische Fabrikat Claydon hat fünf mit Zinken bestückte Balken, aber keine Stützräder.

1

2

3

4

4  Rindisbacher-Strohstriegel haben fest verschraubte, geknickte Federzinken, die auf fünf Balken angeordnet sind.

trachtet, sind gezogene Geräte im Vorteil. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Direktoder Mulchsaat ist die gleichmässige Verteilung von Ernterückständen wie Stroh und Spreu. Mit dem Strohstriegel werden daher gute Voraussetzungen für gleichmässige Keim- und Wachstumsbedingungen der nachfolgenden Kultur geschaffen. Als Richtgeschwindigkeit gehen Spezialisten von 15 bis 20 km/h aus. Dabei verhalten sich die 13 bis 16 Millimeter starken Federzinken unterschiedlich. Werden festmontierte Zinken durch ein schweres Gerät stark belastet, haben sie neben der strohverteilenden eine ausgesprochen «kratzende» Wirkung. Im Gegensatz dazu können Federzinken, die einen begrenzten Pendelbereich nutzen, eine «kreisend-rührende» Zinkenbewegung ausführen. Klar ist, dass Faktoren wie Gerätegewicht und Einstellung eine gros­ se Rolle spielen.

Positive Nebeneffekte nutzen

Strohstriegel benötigen «Material», um einen guten Arbeitseffekt zu erzielen.

Initiant Bernhard Streit, HAFL, diskutiert mit interessierten Konstrukteuren und Landwirten Fragen von Einstellung und Wirkung der Strohstriegel.

Auch die Frage, welchen Einfluss der Strichabstand je nach Einsatzbedingungen hat, steht im Raum. Eng mit der Anzahl Zinken und dem Strichabstand verbunden ist die Anzahl der Balken und damit Durchlass, Gerätelänge und Gewicht. Auch hier zeigten sich zwischen den gezeigten Modellen Unterschiede. Während die Modelle von Rindisbacher und mNT mit relativ leichten Traktoren (+/– 60 kW) auskamen, benötigten die anderen Geräte für eine zufriedenstellende und sichere Arbeit eine etwas grosszügigere Motorisierung.

In erster Priorität soll der Strohstriegel auf dem Feld verbliebenes Stroh und Ernterückstände verteilen sowie die Keimung von Ausfallgetreide fördern. Kann er auch für die Stoppelbearbeitung eingesetzt werden? Könnte mit aufgebauter Sämaschine gar eine Gründüngung gesät werden, und wenn ja, welche? Und welche Wirkung hat der Strohstriegeleinsatz auf Schnecken und Schneckeneier unter der Mulchschicht? Es sind Fragen, die in der Praxis genauer abgeklärt werden müssen. Nicht zuletzt hängt von einem erweiterten Einsatzspektrum die wirtschaftliche Auslastung der Maschine ab.  n

11 2012  Schweizer Landtechnik

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      DEUTZ-FAHR-Serie-6-Agrotron Erfolgreicher Technologiemix für den modernen Landwirt Die Zukunft ist jetzt: Im Segment der Mittel- und Oberklassetraktoren mit Powershift-Getriebe vollziehen die neuen DEUTZ-FAHR-Serie-6-Agrotron einen Qualitätssprung: Die neue Serie 6 bietet sechs Modelle im Leistungsbereich zwischen 150 und 190 PS, inklusive zwei 4-Zylinder-Modelle und dem 6190 mit 42"-Bereifung. Die hochmodernen DEUTZ-Stufe-3b(Tier 4 interim)Motoren harmonieren perfekt mit den effizienten Powershift-Getrieben. 4 Ventile pro Zylinder, Turbolader mit Intercooler und Waste-Gate-Ventil, voll elektronische Einspritzsteuerung DCR (DEUTZ Common Rail) bis 1600 bar und Abgasnachbehandlung mit SCR-Katalysator sind ein phantastisches Power-Paket, das dem Motor ermöglicht, seine Leistung optimal zu entfalten. Dank der SCR-Abgasnachbehandlung verfügen die Motoren jetzt auch ohne Abgasrückführung (AGRex) und ohne Partikelfilter über einen optimalen Wirkungsgrad und überraschen den Fahrer mit einer absoluten neuartigen Dynamik und reduzieren den Karftstoffverbrauch.

Mit den beiden 4-Zylinder-Modellen bis 166 PS realisiert DEUTZ-FAHR auch hier die konsequente Strategie des «Downsizings» der Motoren. Das neue SenseShift-Getriebe der Serie 6 ist ein klarer Fortschritt in Sachen Fahrkomfort und Produktivität. Vom Getriebe bis zum Ganghebel wurde komplett weiterentwickelt und neu gestaltet. Für den Fahrer entsteht dadurch ein komplett neues Fahrgefühl ohne «Ruckeln» beim Schalten. Durch die neue Funktion «SenseClutch» besteht ab sofort auch die Möglichkeit, die Aggressivität des Reversierens zu justieren. Das 4-fach-Lastschaltgetriebe bietet mit sechs Fahrbereichen 24 Gänge in jeder Fahrtrichtung. Plus optionale Kriechganggruppe stehen insgesamt 40/40 Gänge, deren Übersetzungen so gewählt sind, dass unnötige Überschneidungen vermieden werden, zur Verfügung. Das neue elektrohydraulische LastschaltWendegetriebe ist selbstverständlich serienmässig und ermöglicht hohe Fahrgeschwindigkeiten bei reduzierter Motordrehzahl: Mit dem 6160 werden z.B. 40 km/h bei nur 1550 1/min erreicht, mit grossen Vorteilen bei Verbrauch, Schallisolierung und Vibrationen in der Kabine. Alle Modelle der Serie 6 sind mit einem Kraftheber mit elektronischer Hubwerksregelung (EHR) und Schlupfkontrolle über Radar ausgestattet.

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n  Wissen

Entsprechend der Kontaktfläche zeigte die Bodendruckmessung, dass grossdimensionierte Bereifung und tiefer Reifendruck für den Oberboden erträgliche Druckwerte abgeben. (Bilder: Ruedi Hunger)

Kleines Fass, kleiner Druck – weit gefehlt! Das Einachsfass mit Standardbereifung und 2 bar Reifendruck überschritt das tolerierbare Mass an Bodendruck um 100 Prozent. ▼

Ackerfahrt auf weichen Sohlen Der Boden gilt als wichtigste Produktionsgrundlage für die Landwirtschaft. Grund genug, mit ihm behutsam umzugehen und die Möglichkeiten zu nutzen, die von der Reifentechnik geboten werden. Ruedi Hunger Rund 400 Personen hatten am StrickhofBodentag 2012 teilgenommen. Der Boden sei der wichtigste Produktionsfaktor für die Landwirtschaft, sagte der Strickhof-Direktor Ueli Vögeli und verwies auf die Legislaturziele des Zürcher Regierungsrates, in denen dem Schutz von Wasser, Luft und Boden hohe Priorität eingeräumt werde.

Reifen als Bindeglied Laut Matthias Stettler, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Hochschule für Agrar-, Forstund Lebensmittelwissenschaften in Zollikofen (HAFL), darf einem Boden nach drei, vier Tagen des Abtrocknens ein Kontaktflächendruck bis ein bar «zugemutet» werden. Bei einem nassen Boden ist bereits bei etwa einem halben bar Schluss. «Was Reifen können, wird nicht immer ausgereizt», so Stephan Berger, Maschinenkundelehrer am Strickhof. Viele Landwirtschaftsreifen bringen ein 50

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grosses Potenzial an Variationen bezüglich Luftdruck mit sich. Laut Berger wird dieses Potenzial nach wie vor zu wenig genutzt. Verantwortlich ist laut Praktikeraussage der damit verbundene Zeitaufwand.

Wächst der Bodendruck mit der Maschinengrösse? Am Beispiel eines Einachs-Güllefasses mit 7 m3 und einem Tandemfass mit 15,5 m3 zeigte Matthias Stettler, dass grösser nicht automatisch mehr Bodendruck be-

deutet. Die Bodendruckmessungen erfolgten mit «Bollingsonden HAFL», die mittels elektronischer Drucktransmittern die Belastung dem Rechner übermittelten. Der Zuschauer konnte die Belastungskurve live auf dem Bildschirm verfolgen.

Raupenfahrwerke entlasten wirkungsvoll Am Bodentag in Lindau ZH konnten auch Raupenfahrwerke zeigen, ob die Erwartungen an sie berechtigt sind. Ein Claas

Reifenluftdruckoptimierung heisst: Reifenluftdruck auf das bei einer bestimmten Radlast und Fahrgeschwindigkeit vom Hersteller erlaubte Mass reduzieren.

Reifendruck Reifen 1 (Radlast 3600 kg) Reifen 2 (Radlast 5100 kg)

Kontaktfläche

3,9 bar

3752 cm2

0,9 bar

2

1,7 bar 1,2 bar

5184 cm

4500 cm

2

5548 cm

2

Veränderung

Kontaktflächen Druck in kg/cm2

Veränderung

1,11 +38%

0,80

–28%

1,13 +23%

0,92

–19%


Wissen   n

• Beispiel 1: Viele ältere Fässer versehen ihren Dienst noch problemlos, wurden vor Jahren aber lediglich mit einer «Standardbereifung» gekauft. Die zwischenzeitliche «Aufrüstung» mit einem Schleppschlauchverteiler erhöhte das Gewicht um fünf- bis achthundert Kilogramm. Damit die Reifen nicht unter die Traglastgrenze sinken, wurden sie mit einem entsprechend höheren Reifenluftdruck versehen. So lässt sich erklären, warum bei gleichem Inhalt plötzlich Spitzenwerte an Kontaktflächendruck erreicht werden.

«Fass klein» Güllefass 5000 l. Einzelachse Kontaktfläche Bodendruck 20 cm Bodendruck 40 cm

«reduzierter Luftdruck»

«Strassenluftdruck»

500/60–22,5 Radlast 3500 kg/ 2 bar

500/60–22,5 Radlast 3500 kg/ 3,5 bar

3024 cm2

2835 cm2 (–7%)

«Fass gross» Güllefass 15 500 l. Tandemachse Kontaktfläche Bodendruck 20 cm Bodendruck 40 cm

2,0 bar 0,4 bar

Xerion mit einem 4-fach-Raupenfahrwerk erfüllte die Erwartungen und überraschte mit lediglich 0,3 bis 0,4 bar in Bodentiefen von 20 bzw. 40 Zentimeter, dies bei immerhin 4500 kg Last pro Raupe. Der gezeigte Mähdrescher belastete eine Raupe mit jeweils 6000 kg und realisierte 0,6 bis 0,7 bar Bodendruck. Bei beiden Raupenfahrwerken fällt auf, dass unterschiedliche Messtiefen gleichmässig belastet werden und folglich keine Belastungsspitzen im Oberboden auftreten wie bei Reifen. Leider werden beim Mähdrescher die guten Werte des Raupenfahrwerkes durch hohe Belastungsspitzen der nachfolgenden Hinterachse mit Radfahrwerk getrübt.

• Beispiel 2: Mit einem 15,5-m3-Güllefass mit Schleppschlauchverteiler wird die 20-Tonnen-Grenze erreicht. Da sich die Kontaktfläche der einzelnen Reifen gegenüber dem kleinen Fass wesentlich vergrössert hat, ist die Belastung pro Quadratzentimeter dennoch tiefer. Durch eine weitere Optimierung des Reifendrucks kann mit geeigneten Reifen die Kontaktfläche noch wesentlich erhöht werden (0,8 bar/7020 cm2).

1. Tandemachse

2. Tandemachse

750/60R30,5 Radial Radlast 5100 kg/ 1,2 bar

650/65R30,5 Radial Radlast 4700 kg/ 1,2 bar

5548 cm2

4884 cm2

1,1 bar 1,0 bar

1,2 bar 1,1 bar

Fazit: Eine Reduzierung des Bo d endruck s beginnt mit der Optimierung des Reifeninnendruckes. Der damit verbundene Aufwand ist der Preis, den wir für besseren Bodenschutz bezahlen.  n

Ein Raupenfahrwerk reduziert den messbaren Druck beträchtlich. Im Fall des Mähdreschers überschreitet leider die nachfolgende Hinterachse trotz wesentlich tieferer Radlast sowohl im Unter- wie im Oberboden die Belastungsgrenzen massiv.

Vielfach ein ungenügend genutztes Potenzial: Durch Absenkung des Reifendruckes vergrössert sich die Reifenkontaktfläche und reduziert dadurch den Bodendruck.

Tiefstwerte in Sachen Bodendruck erreichte das 4-fach-Raupenfahrwerk. Dabei fällt auf, dass die Belastung in unterschiedlichen Tiefen gleichmässiger ist als bei Reifen.

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51


n  Wissen

Ober-/Unterlenkerstellung: Die «gedachten Verlängerungslinien» von Oberlenker und Unterlenker sollen sich in Arbeitsstellung bei der Vorderachse kreuzen (Praxisaussagen und Literatur «sprechen» von unmittelbar vor bis unmittelbar hinter der Achse!). Damit wird sichergestellt, dass die Frontachse auch die notwendige Traktion aufweist.

Korrekte Pflugeinstellung spart Kosten und Zeit Falsche Pflugeinstellung führt zu einem ungleichmässigen Arbeitsbild; das ist ärgerlich und unschön. Mehr ins Gewicht fällt, dass durch falsche Einstellungen der Zugkraftbedarf und damit die Treibstoffkosten steigen. Eine systematische Vorgehensweise bei der Überprüfung der Pflugeinstellung lohnt sich. Ruedi Hunger

Bodenverhältnisse, Hangneigung, Verschleiss an exponierten Pflugteilen – sie alle beeinflussen die Pflugarbeit und erfordern Anpassungen und Korrekturen der Pflugeinstellung. Pflüge haben Einstellmöglichkeiten, die genutzt werden 52

11 2012  Schweizer Landtechnik

wollen. Die Ansicht, dass an einem Pflug keine Einstellungen vorgenommen werden dürfen, weil er «ab Fabrik» richtig eingestellt sei, ist falsch. Zudem wechselt innerhalb des «Pfluglebens» oft der Traktor, es wird eine andere Bereifung

gewählt, oder der Pflug läuft hinter unterschiedlichen Traktoren. Für solche grundlegende Anpassungen und Änderungen dient die Betriebsanleitung.


Wissen   n

Vorbereitungen am Traktor

Reifendruck: Reifen können mehr, als man denkt. Wird bei einem durchschnittlichen Reifen der Luftdruck von 1,6 bar auf 1,1 bar abgesenkt, vergrössert sich die Kontaktfläche um rund 15%, und die relative Zugkraftübertragung steigt um etwa 25%. Wichtig ist, dass beide Reifen einer Achse mit gleichem Reifendruck gefahren werden.

3-Punkt-Gestänge: Wichtig ist, dass beide Hubstreben die gleiche Länge aufweisen. Nach erfolgter Kontrolle bzw. Einstellung sind die Einstellspindeln zu arretieren, ansonsten sie sich selbstständig drehen können.

▼ ▼

Frontgewicht: Mindestens 20% des Be­ triebsgewichtes müssen auf der Vorderachse sein. Genügend Frontgewicht sichert die richtige Funktion der Zugkraftregelung und verbessert die Traktion der Vorderachse.

Einige Kontrollen und Einstellungen werden vorteilhaft vor dem Pfluganbau vorgenommen. Diese vorbereitenden Kontrollen betreffen in erster Linie den Traktor. Sie sind deshalb wichtig, weil erst danach eine korrekte Pflugeinstellung vorgenommen werden kann.

Pfluganbau und Grundeinstellungen Nach dem Anbau des Pfluges an den Traktor ist es richtig, einige Grundeinstellungen (Betriebsanleitung) noch auf dem Hof zu machen. Bei dieser Gelegenheit sind alle Befestigungsschrauben auf Vollständigkeit zu überprüfen und lockere Schrauben festzuziehen. Ebenso ist der Luftdruck des Stützrades noch auf dem Hof zu kontrollieren und bei Bedarf zu erhöhen.

Vorwahl Lage-/Zugkraftregelung: Für die eigentliche Pflugarbeit ist die Zugkraftregelung zu wählen (Betriebsanleitung Traktor!), damit wird Gewicht vom Pflug auf die Hinterachse übertragen. Für Strassenfahrten ergibt es aus Sicherheitsgründen Sinn, die Lageregelung zu verwenden.

Oberlenkeranbau: Viele Pflüge sind mit einem zusätzlichen Langloch für den Oberlenker ausgerüstet. Dieses Langloch kann ab 4-Schar-Pflügen verwendet werden. Die Stützradposition wirkt sich auf die Verwendung des Langlochs aus. Bei Traktoren mit Oberlenkerregelung ergibt die Verwendung des Langlochs keinen Sinn, da dadurch die Funktion der Zugkraftregelung beeinträchtigt wird.

Seitenarretierung: Für die Fahrt zum Acker sind die Seitenstreben aus Sicherheitsgründen zu arretieren. Später, für die Arbeit mit dem Pflug, sind sie zu lösen, damit der Pflug zwanglos dem Traktor folgen kann. Für aufgesattelte Pflüge ist die Betriebsanleitung zu beachten.

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Wissen   n

Einstellungen auf dem Acker Die Pflugeinstellung ist vom Traktorsitz aus schwierig zu kontrollieren. Hingegen lässt sich die Pflugneigung durch eine dem Pflug folgende Person bestens überprüfen. Ebenso kann die Parallelführung

Stellung Pflugbaum: Der Pflug ist so einzustellen, dass der Pflugbaum parallel zur Bodenoberfläche verläuft. Durch Verdrehen des Oberlenkers wird eine gleichmässige Arbeitstiefe vom ersten bis zum letzten Pflugkörper eingestellt.

zum Boden (Arbeitstiefe aller Scharen) durch eine zweite Person, die seitlich mitgeht, gut beurteilt werden. Stehen bleiben und Absteigen des Fahrers bringt nicht den gleichen Erfolg, weil der Pflug während der Fahrt eine geringfügig ande-

re Position einnimmt als im Stillstand. Die definitiven Einstellungen auf dem Feld sollen erst ab der dritten Durchfahrt gemacht werden.

Neigungseinstellung: Die Neigung des Pfluges zur Bodenoberfläche wird, mit etwas Distanz, in Fahrrichtung von hinten kontrolliert. Korrekturen sind mithilfe der Anschlagschrauben oder Anschlagspindeln, bei neuen Pflügen mittels Drehwinkelsensor, möglich.

Arbeitstiefe: Die Arbeitstiefe wird mit der Zugkraftregelung vorgewählt, aber mit dem Oberlenker und dem Tastrad eingestellt. Dabei gilt üblicherweise der Grundsatz: «So flach wie möglich, so tief wie nötig». Die Einstellung des Pendelstützrades muss für beide Seiten gleich gewählt werden.

Schnittbreiteneinstellung: Am «Einstellzentrum» wird sowohl die Schnittbreite des ersten Pflugkörpers als auch der Zugpunkt eingestellt. Die Schnittbreite des ersten Pflugkörpers muss jener der anderen Pflugkörper entsprechen. Pflugneigung und Arbeitsbreite des ersten Körpers stehen in engem Zusammenhang.

Vorschälereinstellung: Die richtige Einstellung der Vorschäler beeinflusst die Arbeitsqualität und das Arbeitsbild des Pfluges. Während die Einstellung der Klemmschrauben bei älteren Pflügen mit Doppelmeter und Schraubenschlüssel erfolgt, bieten Pflughersteller heute Schnellverstelllösungen an.

Schnittbreiten und Vorderfurchenbreite kontrollieren Eine falsche Einstellung der Vorderfurchenbreite führt zu schlechtem Anschluss zwischen der letzten Schar der Hinfahrt und der ersten Schar der Retourfahrt. Daraus entsteht das vom Zweischarpflug bekannte Pflugbild «Paaren». Die Betriebsanleitung des Pflugherstellers gibt Auskunft über die richtige Einstellung. Bei der Schnittbreiteneinstellung gibt es im Wesentlichen zwei unterschiedliche Systeme. In einem Fall wird über eine Schlittenführung der gesamte Pflugrahmen quer zur Fahrrichtung verschoben. Im zweiten Fall wird ein Lenkersystem verwendet, das den Pflugrahmen versteift. Dabei gilt es zu beachten, dass sich die Einstellungen der Vorderfurchenbreite und des Zugpunktes gegenseitig beein­ flussen.  n

11 2012  Schweizer Landtechnik

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Wissen   n

Die Vorderfurchenbreite wird kontrolliert, indem einige Meter vor dem Traktor zwei Meter von der Furchenwand in Richtung ungepflügtes Land gemessen und abgesteckt werden. Nach der Durchfahrt wird über das Mass «neue Furchenwand bis Markierung» die Schnittbreite aller Körper errechnet. Bei Differenzen der einzelnen Schnittbreiten muss die Vorderfurchenbreite korrigiert werden.

Vorschälertiefe: Ein Vorschäler soll – sein Name sagt es – den Boden einige Zentimeter tief «abschälen». Kommt es zu Verstopfungen, müssen die Vorschäler evtl. etwas tiefer eingestellt werden.

Zusatzausrüstung: Strohleitbleche sind gleichmässig und nicht zu steil einzustellen, so kann das Material zügig abfliessen und wird nicht zu tief vergraben. Auch Vorschälerverlängerungen sind zu kontrollieren und, wenn nötig, überall in die gleiche Position zu bringen.

Scheibensech: Das Scheibensech darf den Vorschäler, falls vorhanden, nicht streifen. Ein Seitengriff von ein bis zwei Zentimeter ist optimal. Das Scheibensech soll nach rechts und links pendeln können. Üblicherweise schneidet ein Scheibensech ein Drittel bis die halbe Pflugtiefe.

Untergriff: Die Scharspitze soll zwei bis vier Zentimeter unter die Unterkante der Anlage greifen. Dieser Untergriff sichert einen raschen Einzug und eine gleichmässige Arbeitstiefe. Mit zunehmendem Verschleiss nimmt der Untergriff ab.

Seitengriff: Ein geringer Seitengriff in den ungepflügten Boden sichert dem Pflug eine gute Führung und sorgt für ein sauberes Pflugbild. Zu viel Seitenund Untergriff erhöhen den Zugkraftbedarf und damit den Treibstoffverbrauch.

Position Stützrad: Bei einigen Pflügen sind verschiedene Anbringungsmöglichkeiten für das Pendelstützrad möglich. Eine andere Position verändert den seitlichen Überstand (Grenzpflügen). Die Position des Stützrades beeinflusst auch die Position des Oberlenkers, unter Umständen kann nicht im Langloch gefahren werden.

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n  Wissen

Saubere Kraft aus wenig Diesel Zwar ist die Abgasstufe 3B noch nicht bei allen Leistungsklassen in Kraft. Doch die grossen Traktorenhersteller haben bereits ihre Technologiepfade für die nächste Stufe 4 vorgestellt. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Dieselmotortechnik, welche zur Einhaltung der Grenzwerte dieser beiden Abgasstufen notwendig ist. Roger Stirnimann

Der Wettstreit der Marketingstrategen hat sich in der Zwischenzeit wieder etwas gelegt. Entbrannt war dieser vor einigen Jahren im Hinblick auf die Einführung der Motortechnologien für die Abgasstufe 3B. Die Verfechter der SCR-Technologie (Selektive Katalytische Reduktion)

wetterten über die Abgasrückführung, welche angeblich Leistungseinbussen und höheren Dieselverbrauch zur Folge haben sollte, die Vertreter der Fraktion «Abgasrückführung/Partikelfilter» (AGR/DPF) argumentierten mit dem Zusatzaufwand durch Beschaffung,

Lagerung und Betankung des zusätzlich notwendigen Betriebsstoffes AdBlue gegen die SCR-Technik (siehe auch Schweizer Landtechnik 9/2011).

Stickoxide müssen noch weiter abnehmen Musste beim Übergang von der Stufe 3A zur Stufe 3B insbesondere der Ausstoss der Partikelmasse (PM) gesenkt werden (rund 90%), sind es beim bevorstehenden Wechsel von der Stufe 3B auf Stufe 4 die Stickoxide (NOX ), welche noch einmal um 80 bis 90% reduziert werden müssen (abhängig von der Leistungsklasse). Die Einführungszeitpunkte sowie die Stickoxid- und Partikelgrenzwerte der Abgasstufen 3A, 3B und 4 sind in der folgenden Tabelle ersichtlich. Für die oberen Leistungsklassen gelten grundsätzlich strengere Grenzwerte und frühere Einführungszeitpunkte als für die unteren. Berücksichtigt wird hier die Verhältnismäs­ sigkeit zwischen technischem Aufwand, Bauraum und Kosten. Bei einem 300-PSDieselmotor mit sechs Zylindern fallen beispielsweise die Kosten für eine SCRAnlage weniger stark ins Gewicht als bei einem 4-Zylinder-Aggregat mit 100 PS. Dies erklärt auch, weshalb die Abgasgrenzwerte im Leistungsbereich unter 100 PS mit einfacherer Technologie eingehalten werden können (z.B. ohne SCR).

Kombination der Abgastechnologien

Dieselmotoren in der Landtechnik sind zu Hightechaggregaten geworden, z.B. das Deutz TTCD 7.8 Agri. (Bilder zVg)

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11 2012  Schweizer Landtechnik

Eine sinnvolle Lösung zur Einhaltung der Abgasgrenzwerte der Stufe 4 scheint, zumindest für die mittleren bis oberen Leistungsklassen, in der Kombination der Technologien zur Begrenzung des NOXAusstosses (AGR/SCR) zu liegen: Geringe Abgasrückführraten im Teillastbereich sollen die Entstehung von Stickoxiden (NOX ) im Brennraum so weit vermindern, dass die im Abgasstrom verbleibenden


Wissen   n

Heizkreislauf gegen das Gefrieren sowie die Motorelektronik, welche alle diese Komponenten steuert und überwacht.

Schwere Lastwagen als Vorreiter bei der Motortechnologie In der SL-Ausgabe 9/2011 wurden die Technologiepfade der Lastwagenhersteller Scania, Mercedes und Iveco zur Einhaltung der ab 2014 für schwere Strassenfahrzeuge gültigen Abgasnorm EURO VI skizziert. In der Zwischenzeit haben auch die übrigen Hersteller – Volvo, Renault, DAF und MAN – ihre technischen Lösungen für EURO VI vorgestellt. Wie Mercedes und Scania setzen auch die vier letztgenannten auf AGR, DPF und SCR. Iveco ist somit der einzige Lastwagenhersteller, welcher bei den schweren Modellen für die NOX-Reduktion ausschliesslich auf SCR setzt, diese aber ebenfalls mit einem Partikelfilter kombiniert. Während der AdBlue-Verbrauch bei der Kombination AGR/DPF/SCR nach Angaben der jeweiligen Hersteller im Bereich von 3 bis 4% liegen soll, dürfte sich dieser bei Iveco im Bereich von 8 bis 10% bewegen. Auf der Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover vom vergangenen September wurde gemunkelt, dass Iveco derzeit auf eine Abgasrückführung verzichte, weil eine solche aufgrund des erhöhten Kühlbedarfes eine komplette Neukonstruktion der Fahrerkabine erfordert hätte, Iveco diesen Schritt aber noch nicht vollziehen wollte. Bleibt also abzuwarten, ob Iveco auch längerfristig auf dem Weg «DPF/SCR» bleibt oder ob im Einhergang mit der Einführung komplett neuer LastwagenBaureihen in einigen Jahren erneut auch auf AGR gesetzt wird.

Alle Register gezogen John Deere kombiniert bei diesen Stufe-4-Aggregaten also alle verfügbaren Technologien und nennt das Paket «Integrated Emissions Control», was nichts Vier Ventile pro Zylinder und hohe Einspritzdrücke sind bei anderes heisst, als intemodernen Traktoren unabdingbar. grierte Emissionskon­ trolle. Dieser Weg ist NOX-Verbindungen im SCR-Katalysator technologisch aufwendig und sicher auch mit AdBlue-Mengen von lediglich rund nicht billig, John Deere verspricht sich 3% in Wasser und harmlosen Luftstickdamit aber einen tiefen Gesamtflüssigkeitsverbrauch und hat damit bereits die stoff umgewandelt werden können. Technologieplattform für die zu erwarJohn Deere als bisher harter Verfechter tende Abgasstufe 5, bei welcher neben des «Nur Diesel»-Ansatzes (AGR/DPF) hat im Frühjahr 2012 angekündigt, sich für der Partikelmasse auch die Partikelanzahl limitiert werden dürfte, auf die Beine gedie Abgasstufe 4 ebenfalls der SCR-Technologie zu bedienen, und zwar als Ergänstellt. Die kleineren Motoren mit 4,5- und zung zur gekühlten Abgasrückführung 6,8-Liter-Hubraum (Einsatz in den 6Rund zum Partikelfilter. Auf Bild 2 ist die Modellen) werden grundsätzlich mit der Stufe-4-Konfiguration der beiden grössgleichen Technologie daherkommen, ten John Deere-Motoren mit 9,0 und teilweise aber mit etwas einfacherer Tur13,5 Liter Hubraum dargestellt. Dieses boladertechnik (einstufige Aufladung mit Bild veranschaulicht das komplette «Arsevariabler Turbinengeometrie). Mit welcher nal», welches den Motorenherstellern Motortechnik die 5R-Traktoren ausgeheute zur Verfügung steht, um die Anstattet werden, hat John Deere bislang triebsaggregate gleichzeitig effizient und noch nicht einmal für die Stufe 3B offiziell sauber zu machen: Zwei hintereinander kommuniziert, hier dürfte aber die Komgeschaltete Turbolader (Niederdrucklader bination DOC/DPF zum Zuge kommen. mit fixer, Hochdrucklader mit v­ariabler Turbinengeometrie), Ladeluftkühlung, Deutz setzt ebenfalls auf Kombination gekühlte Abgasrückführung, Dieseloxidationskatalysator (DOC), Partikelfilter Deutz als unabhängiger Motorenherstel(DPF), SCR-Katalysator und Ammoniakler bietet Stufe-3B-Motoren sowohl mit Schlupfkatalysator. Dazu kommen Tank SCR als auch mit AGR/DPF an. Für welund Dosiereinheit für AdBlue mitsamt chen der beiden Technologiepfade sich

die Kunden von Deutz entscheiden, hängt stark von den Einsatzgebieten und den Lastprofilen der jeweiligen Maschinen ab. Hersteller von Baumaschinen beispielsweise setzen eher auf die Lösung mit Abgasrückführung und Partikelfilter, weil es im Baubereich bezüglich Partikelausstoss einerseits sehr sensible Einsatzbereiche gibt (z.B. Tunnelbau) und andererseits in gewissen Ländern gesetzliche

Tabelle 1: Leistungsklassenabhängige Einführungszeitpunkte und Grenzwerte für die Abgasstufen 3A, 3B und 4 2008

2009

2010

Leistungsklassen

2011

2013

2014

2015

2016

Abgasstufen/Grenzwerte in g/kWh Stufe 3A HC + NOX = 7,5; PM = 0,6

19 kW ≤ P < 37 kW 37 kW ≤ P < 56 kW

2012

Stufe 3A HC + NOX = 4,7; PM = 0,4

Stufe 3B HC + NOX = 4,7; PM = 0,025

56 kW ≤ P < 75 kW

Stufe 3A HC + NOX = 4,7; PM = 0,4

Stufe 3B NOX = 3,3; PM = 0,025

Stufe 4 NOX = 0,4; PM = 0,025

75 kW ≤ P < 130 kW

Stufe 3A HC + NOX = 4,0; PM = 0,3

Stufe 3B NOX = 3,3; PM = 0,025

Stufe 4 NOX = 0,4; PM = 0,025

130 kW ≤ P < 560 kW

Stufe 3A HC + NOX = 4,0; PM = 0,2

Stufe 3B NOX = 2,0; PM = 0,025

Stufe 4 NOX = 0,4; PM = 0,025

11 2012  Schweizer Landtechnik

59


n  Wissen

Darstellung der PowerTech-PSS-Motoren mit 9,0- und 13,5-Liter-Hubraum von John Deere in Stufe-4-Konfiguration. Alle Technologieelemente zur Einhaltung der Stickoxid- und Partikelgrenzwerte kommen hier zur Anwendung.

Vorgaben gelten, welche den Einsatz von Maschinen mit Partikelfiltern zum Schutz von Mensch und Umwelt explizit vorschreiben. Die Schweiz ist mit der ­ «Luftreinhalteverordnung im Bereich Baustellen» ein Beispiel hierfür. In der Landtechnik spielen solche Aspekte weniger eine Rolle, das Hauptaugenmerk wird hier eher auf niedrige Dieselverbräuche gelegt, weshalb beispielsweise Fendt und Same Deutz-Fahr bei den aktuellen Modellen in Stufe-3B-Konfiguration auf reine SCR-Lösungen setzen. Für die Abgasstufe 4 wird Deutz die im DVERT-Baukasten (Deutz-Variable-Emission-Reduction-Technologie) bereits heute

zur Verfügung stehenden Technologien AGR, DOC, DPF und SCR aber ebenfalls kombinieren (Motoren ab 4,1-Liter-Hubraum). Die beiden in der Landtechnik gängigen Aggregate mit 6,1 und 7,8 Liter Hubraum werden zudem mit zweistufiger Turboladertechnik ausgerüstet. Da Same Deutz-Fahr nach wie vor ein grosser Ak­ tionär bei der Deutz AG in Köln ist, dürfte bei diesem Traktorenbauer ein Wechsel des Motorlieferanten kaum ein Thema sein, und es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass die grösseren Modelle von Same Deutz-Fahr ab 2014 mit AGR, DOC, DPF und SCR daherkommen werden. Auch Fendt dürfte für die Stufe 4 auf Motoren aus dem Hause Deutz mit diesen «Zutaten» setzen, auch wenn der Konzernchef von Agco, Martin Richenhagen, derzeit immer wieder betont, dass in Zukunft alle Agco-Marken mit Motoren der Schwestermarke Agco-Power ausgerüstet werden sollen. Aus Konzernsicht ist dieser Ansatz nachvollziehbar, Turbolader mit variabler Geometrie (VGT) kommen vorwiegend bei Motoren mit Abgasrückführung zum Einsatz.

60

11 2012  Schweizer Landtechnik

Fendt dürfte bei den teilweise erst vor Kurzem vorgestellten mittleren und oberen Baureihen aus Kostengründen in den nächsten drei Jahren aber wohl kaum einen Wechsel des Motorlieferanten vollziehen. Überlegungen zur Differenzierung zwischen der Premium- und den übrigen Marken im Konzern dürften hier mit eine Rolle spielen.

AGCO Power kombiniert SCR mit AGR AGCO Power zieht in die andere Richtung nach. Als erster Anwender der SCRTechnologie in der Landtechnik hat sich der finnische Motorenbauer seit der Einführung von Stufe-3A-Motoren für diese Technik stark gemacht. Für die Abgasstufe 3B wurde das SCR-System weiter verbessert und mit einem Oxidationskatalysator ergänzt. Zugunsten eines minimalen Gesamtflüssigkeitsverbrauchs wird AGCO Power für die Stufe 4 bei g ­ ewissen Motormodellen auf die Kombination der SCR-Technologie mit einer gekühlten Abgasrückführung mit moderaten Rückführraten im Teillastbereich setzen, allerdings ohne Partikelfilter. Bei den gerade eben vorgestellten Modellen N93 und N103 in Stufe-3B-Konfiguration (99 und 111 PS) kommen hingegen eine Abgasrückführung und ein Dieseloxidationskatalysator zum Einsatz. Wie diese 3-Zylin-


Wissen   n

Tabelle 2: Übersicht über die Technologiepfade ausgewählter Traktorenhersteller Traktorbaureihe

Leistungsbereich (Nennleistung)

Motorhersteller

Technologiepfad Stufe 3B

Technologiepfad Stufe 4

Arion 500/600

140–175 PS

Deere Power System

AGR/DOC/DPF

AGR/DOC/DPF/SCR

Axion 900

280–410 PS

Fiat Powertrain

SCR

SCR

Vario 300

95–135 PS

Deutz

SCR

nicht bekannt

Vario 700

145–240 PS

Deutz

SCR

nicht bekannt

5R

80–100 PS

Deere Power System

nicht bekannt

nicht bekannt

6R

105–210 PS

Deere Power System

AGR/DOC/DPF

AGR/DOC/DPF/SCR

M60

86–100 PS

Kubota

AGR/DOC/DPF

nicht bekannt

M-GX

110–135 PS

Kubota

AGR/DOC/DPF

nicht bekannt

78–126 PS

Perkins

AGR/DOC/DPF

nicht bekannt

T5

88–114 PS

Fiat Powertrain

AGR/DOC/DPF

AGR/DOC/DPF

T7

125–269 PS

Fiat Powertrain

SCR

SCR

N93/N103

99–111 PS

AGCO Power

AGR/DOC

nicht bekannt

T-Serie

141–215 PS

AGCO Power

DOC/SCR

nicht bekannt

Claas

Fendt

John Deere

Kubota

Lindner Geotrac New Holland

Valtra

(Abkürzungen: AGR → Abgasrückführung, DOC → Dieseloxidationskatalysator, DPF → Dieselpartikelfilter, SCR → Selektive Katalytische Reduktion)

der-Motoren für die Stufe 4 fit gemacht werden, ist derzeit noch offen. Auf die Kombination SCR/AGR für die Abgasstufe 4 setzt übrigens auch MTU in Friedrichshafen. MTU-Motoren werden beispielsweise in den Feldhäckslern von Claas eingesetzt.

CNH setzt auf reine SCR-Lösung New Holland, Case-IH und Steyr (CNHGruppe) setzen bei den Leistungsklassen ab 120 PS auch für die Stufe 4 weiterhin auf eine reine SCR-Lösung und gehen für die NOX-Reduktion damit den gleichen Weg wie die Konzernschwester Iveco für Euro VI bei schweren Lastwagen (siehe Kasten). Durch den Verzicht auf die Abgasrückführung erreichen diese Motoren höhere Verbrennungstemperaturen, was sich zusammen mit hohen Einspritzdrücken positiv auf die Partikelemissionen auswirkt. Für die Abgasstufe 4 benötigen die Motoren von Fiat Powertrain deshalb auch keine Partikelfilter. Dieser technologische Ansatz erfordert überdies weniger Kühlkapazität, womit der Bauraum in der Traktorfront anderweitig genutzt werden kann oder die Hauben kompakter gestaltet werden können. Der Tribut hierfür dürften aber AdBlue-Verbräuche von 8 bis 10% sein.

Im Leistungsbereich unter 120 PS setzen die Italiener aber wiederum auf Abgasrückführung, Oxidationskatalysator und Partikelfilter. Der Grund für diesen Technologiesplitt ist darin zu suchen, dass das Dieseleinsparpotenzial durch die SCRTechnologie bei Traktoren unter 120 PS wesentlich geringer als bei grösseren Modellen ist, weil in der Regel die Motorauslastung tiefer ist und pro Jahr weniger Betriebsstunden gemacht werden. Auf den Technologiepfad AGR/DOC/DPF setzen für die Stufe 3B auch die Hersteller Kubota und Lindner, welche nur Traktoren im unteren Leistungsbereich bis 135 PS anbieten. Die Tabelle 2 beinhaltet eine Auswahl an bekannten Traktormotoren mit den jeweiligen Technologiepfaden für die Stufe 3B und – wo bereits bekannt – auch für die Stufe 4.

Stufe 4 ist noch nicht das Ende Mit den Stufen 3B und 4 wollten die Gesetzgeber den Einsatz von Partikelfiltern ursprünglich erzwingen. Aufgrund der technologischen Fortschritte bei den Einspritz- und Aufladesystemen können die entsprechenden Partikelmasse-Grenzwerte jetzt auch ohne Partikelfilter eingehalten werden. Da aber insbesondere die

ganz kleinen Partikel, welche bei der Partikelmasse nicht ins Gewicht fallen, eine gesundheitsschädigende Wirkung haben, wird in Brüssel derzeit über die Einführung einer nächsten Abgasstufe für Offroadfahrzeuge diskutiert. Mit dieser soll eine drastische Reduktion der Partikelanzahl erfolgen, wie dies mit Euro VI bei den schweren Lastwagen bereits der Fall ist. Ein solcher Grenzwert kann definitiv nur noch mit geschlossenen Partikelfiltersystemen eingehalten werden.

Gesamtoptimierung angestrebt Nachdem die Limiten für Partikel und Stickoxide in den letzten Jahren Richtung Nullgrenzen getrieben wurden, dürften die Gesetzgeber das Augenmerk in Zukunft zudem vermehrt auf die CO2-Reduktion richten. Bei den Motoren selber ist das Potenzial für Verbrauchssenkungen aufgrund der Zielkonflikte «Stickoxide/ Partikel» resp. «Stickoxide/Verbrauch» ausgereizt. Die zukünftigen Ansätze müssen also vielmehr in Richtung Optimierung des Traktors als gesamtes Fahrzeug (Motor, Getriebe, Fahrwerk), Optimierung des Arbeitssystems (Traktor/ Gerät) und Optimierung der Verfahrens­ ketten (z.B. Feldhäckslereinsatz mit Abfuhrlogistik) laufen.  n 11 2012  Schweizer Landtechnik

61


n  Management

Selbstfütterung: Bedenken oft ­unbegründet Mit einer Selbstfütterung von Kühen direkt am Fahrsilo können Maschinenkosten und Arbeitszeit eingespart werden. Trotzdem hat sich dieses Fütterungssystem in der Schweiz noch wenig verbreitet. In einer Semesterarbeit an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften in Zollikofen wurde das System anhand von zwei Beispielbetrieben mit der Mischwagenfütterung verglichen. Ruedi Burkhalter und Anna Kreis Warum hat sich das System der Selbstfütterung am Fahrsilo noch nicht stärker verbreitet? Dies fragt man sich angesichts der Tatsache, dass das Selbsfütterungsverfahren an der Forschungsanstalt Agroscope ART (damals FAT) Ende der neunziger Jahre gründlich auf seine Praxistauglichkeit untersucht und mit den beiden FAT-Berichten Nr. 537 und 547 ausführlich dokumentiert wurde. In diesen Berichten kam zum Ausdruck, dass die Selbstfütterung verglichen mit verschiedenen anderen Verfahren nicht nur Maschinenkosten einspart, sondern auch den Arbeitszeitaufwand reduziert. Im Rahmen einer Semesterarbeit hat die Studentin Anna Kreis an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL in Zollikofen anhand von zwei Beispielbetrieben die Selbstfütterung mit der Mischwagen62

11 2012  Schweizer Landtechnik

fütterung bezüglich Wirtschaftlichkeit, Tiergesundheit und Effizienz verglichen. Ein weiteres Ziel der Arbeit war es, die Funktionsweise der Selbstfütterung am Fahrsilo vorzustellen und mögliche Erklärungen zu finden, warum dieses System in der Schweiz so wenig verbreitet ist.

Betriebswachstum kann zu Kostensprung führen Das Thema Kostensenken ist heute in aller Munde. Insbesondere Im Rahmen der Semesterarbeit an der HAFL wurden zwei Thurgaurer Betriebe, einer mit Mischwagenfütterung und einer mit Selbstfütterung, verglichen.

aufgrund des sinkenden Milchpreises gerät die Schweizer Milchwirtschaft zunehmend unter Spardruck. Um die Ausfälle zu kompensieren, haben viele Betriebe versucht, mehr Milch zu produzieren. Besonders für mittelgrosse Betriebe bringt diese Strategie oft eines von zwei Problemen mit sich: Entweder wird die Arbeitsbelastung sehr gross, oder aber eine ­daraus folgende Mechanisierung der FütEinheit

Mischwagen

49

42

kg TS

19,3

19,8

%

2,75

0

Arbeitszeitbedarf pro Woche

Minuten

315

257

Maschinenkosten pro Woche

CHF

249.–

0.–

Anzahl Tiere Gesamtverzehr pro Tier und Tag Krippenreste

Selbstfütterung


Management   n

terung führt zu einem sprunghaften Anstieg der Maschinenkosten. Die Selbstfütterung am Fahrsilo kann hier eine interessante Variante darstellen: Sie ermöglicht es, die Silagefütterung fast vollständig zu «automatisieren», ohne aber zusätzliche Maschinenkosten zu verursachen.

Gezieltes Einfüllen des Futters Bei der Selbstfütterung wird direkt vor dem Fahrsilo ein Fressgitter angebracht, und die Tiere haben freien Zugang zum Futter. Die Kühe fressen also einen grossen Anteil der Grundfutterration direkt ab dem Fahrsilo und als Ergänzung beispielsweise Dürrfutter aus einer Raufe oder dem ursprünglichen Fressgitter im Stall. Das mobile Fressgitter im Silo verhindert Futterver­ schmutzung und -verluste. Mit verschiedenen Silagen wie Gras, Silomais oder Zuckerrübenschnitzeln kann eine Art Sandwich gemacht werden. Damit die Kühe die Futterwand regelmässig abfressen, ist es wichtig, nur Futter mit hoher Qualität einzusilieren. Mit gutem Grundfutter können die Krippenreste bei der Selbstfütterung auf ein Minimum reduziert oder sogar ganz verhindert werden. Die unterste Schicht sollte nicht die am wenigsten schmackhafte sein, da sonst der Vorschub des Fressgitters behindert wird. Ein ausreichender Vorschub aber ist wichtig, um einer Erwärmung vorzubeugen. Er hängt von der Herdengrösse und der Silo­ breite ab und muss mindestens 10 cm pro Tag betragen.

Bedeutende Einsparungen

Umbau eine langfristige Strategie festgeBeim Vergleich der beiden Systeme auf legt wird. Eine Herdenvergrösserung ist den Beispielbetrieben (Tabelle unten links) nur bedingt durch die Erhöhung der Anfällt vor allem der Unterschied bei den zahl Tiere pro Fressplatz möglich. Nach Maschinenkosten auf. Während der WinTierschutzgesetz dürfen bei ständig verterfütterungsperiode fallen bei der fügbarem Futter bis 2,5 Tiere pro FressMischwagenfütterung Maschinenkosten platz gehalten werden. Grössere Wachsvon CHF 249.– pro Woche an. Für die tumsschritte sind folglich nur durch einen Fütterung werden ein Traktor mit Frontlazweiten Silo bzw. eine Verlängerung des der, ein Traktor am Mischwagen, ein Silos umsetzbar und mit grossem bauliMischwagen und eine Schneidzange bechen Aufwand verbunden. Wird bei einer nötigt. Die Selbstfütterung dagegen Herdenvergrösserung der Siloraum funktioniert ohne Sehr gute Silage ist entscheidend den Einsatz von Maschinen. Dies ist ein Werner Schenk aus Wäldi TG Silo mit 445 m3 Inhalt benötigt. grosser Vorteil des betreibt die Selbstfütterung am Es werden Mais, ZuckerrübenSystems, können Fahrsilo seit dem Jahr 2007. schnitzel und Grassilage einsiliert. doch bei einer WinSeine 42 Milchkühe der Rassen Daneben bekommen die Kühe terfütterungsperioRed-Holstein und Swiss Fleckvieh Emd während des Melkens im de von 24 Wochen hält er im Sommer auf der Vollehemaligen Anbindestall. Den rund 6000 Franken weide und im Winter am Fahrsilo. Tieren stehen 13 Fressplätze zur gespart werden. Die Winterfütterung hat einen Verfügung. Die Arbeitszeit pro Silageanteil von 87%, was einen ­Wo­che ist bei Anzahl Tiere 42 der Selbstfütterung Rassen Red-Holstein, Swiss knapp eine Stunde Fleckvieh tiefer, was ebenfalls Gewicht [kg LG] 760 eine Ersparnis bringt. Leistung pro Tier und Laktation [kg 8400 Anhand verschie­ Milch] dener Kennzahlen Anzahl Laktationen 3,4 wurden sowohl die Tierarztkosten pro Tier [CHF] 106 Leistung als auch die Gesundheit der beiAnzahl Besamungen pro Tier 1,43 den Herden vergliZwischenkalbezeit [Tage] 368 chen. Die Kühe beider Betriebe be­ gibt es auch einige Punkte, die Werner Schenk sieht verschiedewegen sich auf wichtig sind für eine funktioniene Vorteile der Selbstfütterung rende Selbstfütterung: Die Silagegenüber der Stallfütterung. Er einem ähnlichen Nigequalität muss sehr gut sein, konnte zwar keine Leistungssteiveau. Sowohl für damit der Verzehr nicht sinkt. Er gerung seiner Tiere feststellen, eine hohe Leistung erreicht das, indem er nur bei aber durch die reduzierten Kosals auch für eine trockenem Boden mäht und bei ten bei Arbeit und Maschinen gute Tiergesundheit neuen Kunstwiesen eine höhere lohnt sich die Selbstfütterung müssen verschiedeSchnitthöhe einstellt. Vor dem wirtschaftlich. Der Betriebsleiter ne Voraussetzungen, Befüllen des Fahrsilos plant er, kann ohne fixe Fütterungszeiten zum Beispiel qualitawie viel Futter über den ganzen seinen Arbeitstag flexibler gestaltiv hochwertiges SiWinter benötigt wird. Eine pasten. Seiner Meinung nach sind lofutter, erfüllt sein. sende Menge ist wichtig, damit seine Kühe sehr gesund, weil sie

Langfristige Strategie nötig

Längere Tiere fressen eher oben, kürzere Tiere eher unten.

Bei der Selbstfütterung am Fahrsilo ist die Änderung der Bestandesgrösse nur schwierig umzusetzen, da sie von der Breite des Silos abhängt. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, wenn bereits beim Bau oder

sich fast immer draussen aufhalten. Trotzdem ist es ihm wichtig, dass er das Emd im Stall vor dem Melken geben kann, um eine Anfütterung vor der Kraftfuttergabe zu gewährleisten. Seit Werner Schenk mit der Selbstfütterung arbeitet, hat er keine Krippenreste mehr. Um dies zu erreichen, musste er seine Herde aber zuerst daran gewöhnen, alles aufzufressen. Aus der Sicht von Werner Schenk

die Übergangsfütterung im Frühling optimal ist. Die flexiblen Arbeitszeiten sind zwar ein Vorteil, aber die regelmässigen Kontrollen der Herde dürfen nicht vernachlässigt werden. Werner Schenk löst das, indem er die Mineralstoff- und Viehsalzgaben über den Tag verteilt direkt in die Krippe am Fahrsilo gibt und so gleichzeitig die Herde beobachten kann. Autorin: Anna Kreis

11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Management

«Man muss mit Durchschnitt zufrieden sein» Praktikerstimme 1: Samuel Spahn aus Dietikon ZH war einer der ersten in der Region mit einer Selbstfütterung am Fahrsilo. Am Anfang setzte er das System in der Milchviehhaltung ein, heute fressen Mastremonten am Fahrsilo. Sein mobiles Fressgitter mit 6 m Breite bietet 8 Fressplätze. Spahn fasst seine Erfahrungen so zusammen: «Das System ist eher für Milchkühe mit mittleren Milchleistungen geeignet, weniger für Hochleistungskühe. Ein Grund für die noch geringe Verbreitung des Systems dürfte darin bestehen, dass viele Angst davor haben, dass durch den Kampf um die Fressplätze Unruhe in der Herde einkehren könnte.

Diese Bedenken sind aber unnötig. Mit den Milchkühen stellten wir fest, dass nach dem Melken ranghöhere Tiere zuerst am Fahrsilo fressen, während die rangniederen zuerst liegen. So hat sich beim Fressen eine Art Reihenfolge eingespielt. Ein ständiges Gerangel um die Fressplätze hatten wir nie. Wir konnten auch nie beobachten, dass schwächere Tiere zu wenig Futter erhalten hätten. Tendenziell fressen stärkere, längere Tiere eher direkt ab der Silowand. Dadurch fällt auch Futter nach unten, das dann später eher von den schwächeren bzw. kürzeren Tieren gefressen wird. Sehr wichtig ist eine gute Futterqualität. Mit

Nacherwärmungen hatten wir nie grosse Probleme. Früher gab es gelegentlich blaue Klumpen in der Maissilage. Seit wir aber beim Einsilieren mit Milchsäurebakterien arbeiten, kommt das praktisch nicht mehr vor. Der grösste Zeitaufwand beansprucht bei diesem System die Reinigung der Laufflächen. Wir setzen dazu einen Mistschieber am Hoflader ein. Die Reinigung wird zwei bis drei Mal pro Woche gemacht und beansprucht etwa 1¼ Stunden. Damit der Reinigungsaufwand möglichst gering bleibt, ist es von Vorteil, wenn das Fahrsilo möglichst kompakt in der Nähe des Stalls angeordnet ist.»

knapp, kann man allenfalls separat Dürrfutter zufüttern (siehe Praxismeinungen).

der fliessende Übergang gewährleistet eine wiederkäuergerechte Fütterung.

Wichtige Jahresplanung

Für mittlere Betriebe geeignet

risch deutlich aufwendiger. Bei der Planung nicht zu vergessen ist auch die Fütterung des Jungviehs und der Galtkühe, die separat erfolgen muss.   n

Nebst der langfristigen Strategie ist auch die Jahresplanung sehr wichtig. Je nach Tierzahl und Dauer der Winterfütterungsperiode muss im Frühjahr geplant werden, wie viel Futter in den Silo kommt. Eine zu kleine Futtermenge erweist sich als grösster Fehler, der beim System Selbstfütterung passieren kann. Die Kühe haben dann kein Futter mehr, bevor die Weideperiode beginnt. Eine etwas zu grosse Futtermenge ist kein Problem, da der Übergang in die Weidesaison verlängert werden kann. Dieser Spielraum beim Beginn der Weideperiode ist ein grosser Vorteil der Selbstfütterung. Es kann auf die Witterung eingegangen werden, und

Für eine erfolgreiche Umsetzung der Selbstfütterung müssen einige Grundvoraussetzungen beachtet werden. Die Selbstfütterung findet nur während der Winterfütterungsperiode statt. Es muss also auch für den Sommer eine Lösung gefunden werden. Die Vollweide ist ein System, das sehr gut zur Selbstfütterung passt, aber nur mit arrondierten Weideflächen einfach umsetzbar ist. Arbeitet man mit einem Fahrsilo, sind mittlere Betriebe am besten geeignet, da die Tierzahl durch die Breite des Silos beschränkt wird. Eine Selbstfütterung mit mehreren Tiergruppen an verschiedenen Silos ist auch machbar, aber organisato-

Ein angeschrägtes Brett bildet zusammen mit dem Siloboden die «Krippenschale».

Mehr Flexibilität in der Zeitplanung Praktikerstimme 2: Alfred Huber aus Samstagern arbeitet bereits seit über 15 Jahren mit einer Selbstfütterung am Flachsilo. Er hat für seine 45 Kühe 10 Fressplätze am Fahrsilo und zusätzlich 46 Fressplätze im Innern des Stalls, wo den Kühen Heu zur Verfügung steht. Seit zwei Jahren wird nur noch Gras ins Fahrsilo eingefüllt. Er fasst seine Erfahrungen wie folgt zusammen: «Wir haben die Selbstfütterung vorwiegend aus zwei Gründen gewählt: Erstens hatten wir beschränkte finanzielle Mittel zur Verfügung und konnten mit dem System auf viel zu teure Fütterungstechnik wie Mischwagen verzichten. Der zweite Hauptgrund war die zeitliche Flexibilität. Ich arbeitete damals tageweise auswärts. Wenn man das Fressgitter nachschiebt, hat man mit der Fütterung gut einen Tag nichts mehr zu tun. Einen

64

11 2012  Schweizer Landtechnik

Hauptvorteil sehe ich neben den geringen Kosten darin, dass man nie Futter von Hand nachschieben muss. Es war nie unser Ziel, möglichst hohe Milchleistungen zu erreichen, sondern wir strebten eine wirtschaftliche Milchproduktion an. Wir haben deshalb einen Stalldurchschnitt von etwa 6000 Liter. Für Hochleistungskühe mit über 9000 Liter Stalldurchschnitt würde ich das System eher nicht empfehlen. Obwohl es pro vier Kühe nur einen Fressplatz am Silo hat, gibt es sehr selten ein Gerangel und die Tiere sind ruhig. Die Reihenfolge hat sich so eingespielt, dass die schwächeren Tiere eher nachts fressen. Bei uns war die Selbstfütterung beim Bau des Flachsilos noch nicht geplant. Wir haben deshalb nur eine 125-mm-Abflussleitung in die Güllegrube zur Verfügung. Rückblickend würde man bei

einem Neubau einen grösseren Abfluss machen, damit die Reinigung schneller geht. Wir reinigen die Laufflächen mit einem Handschieber und benötigen dafür etwa 1,5 Stunden pro Woche. Wenn es regnet, ist die Reinigung viel einfacher, als wenn es trocken ist. Es ist ein Vorteil, wenn das Fahrsilo auf der Südseite angeordnet ist. Die Kühe stehen im Winter gerne in der Sonne und die Helligkeit dürfte sich positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken. Beim Bau des Fressgitters sollte man unbedingt darauf achten, dass es nicht direkt gegen die Futterwand regnen kann. Die Kühe mögen verregnetes Futter gar nicht und entsprechend höher können die Krippenreste ausfallen. An einem normalen Tag haben wir etwa eine Schubkarre voll Krippenreste, die wir wegführen.»


Plattform   n

Powershift-Automatikgetriebe Das neue M-Shift-Automatikgetriebe gehört beim MLT 840 zur Serienausstattung. Es verfügt über 5 Gänge. Zwei Funktionsmodi stehen zur Verfügung: Automatik und manuell. Im Arbeitseinsatz orientiert sich die Schaltautomatik am Drehmoment und an der Geschwindigkeit und legt automatisch den optimalen Gang ein. Mehr Leistung und Wirtschaftlichkeit sind das Resultat. Im Automatikmodus wird bei den einzelnen Schaltübergängen das Drehmoment nur minimal unterbrochen, die Schaltung ist feinfühlig. Wie der vorführende Manitou-Pilot Beat Scheidegger zusammenfasste, «kombiniert der MLT 840 die Kraft einer Wandlermaschine mit der Feinfühligkeit eines Hydro­staten.» Schüttgut umschlagen ist eine unter vielen Hofarbeiten, die der Manitou MLT 840 behende erledigt. (Bild: Dominik Senn)

Der neue Manitou MLT 840: temperamentvoll und sparsam An der Agrama 2012 für viel Aufmerksamkeit sorgen wird der neue Teleskoplader MLT 840 von Manitou. Er ist sparsam und temperamentvoll.

Wandlerüberbrückungs­kupplung Mit dem Lock-up-System, welches ebenfalls zur Serienausstattung des MLT 840 gehört, wird im 4. und 5. Gang eine durchgängige, feste Verbindung zwischen Motor und Getriebe hergestellt, wodurch Fahrgeschwindigkeiten ab 23 km/h im 4. Gang und bis 38 km/h im 5. Gang möglich sind.

Dominik Senn Die Auslieferung des allerersten Manitou MLT 840 aus dem französischen Ancenis in die Schweiz war den Importeuren Emil Aggeler (Aggeler AG) und Peter Fischer (A. Leiser AG) ein Presseevent mit Demonstration auf dem Ackerbau- und Milchwirtschaftsbetrieb von Lorenz Kissling in Hägendorf SO wert. Der geländegängige Nachfolger des MLT 735 stemmt 4 t auf 7,55 m, die Reichweite nach vorn beträgt 4,45 m. Der Wenderadius misst unter 4 m. Mit verschiedenen Anbaugeräten wie Gabel, Zange, Klammer, Greifer, Kranausleger, Kehrmaschine, Hochdruckreiniger und Schaufel, aber auch als Zugmaschine für gewisse Transporte ist er ein vielseitiger Helfer auf dem Hof.

Erstmals Partikelfilter Der MLT 840 ist in zwei Ausführungen erhältlich: 115 PS und eine Verstellpumpe mit einer Förderleistung von 150 l/min respektive 137 PS und 180 l/min, jeweils mit Fünfgang-Powershift-Getriebe mit automatischer Lock-up-Funktion (siehe Kasten auf dieser Seite). Er verfügt über einen John-Deere-Motor von 4,5 l Hubraum, der die Abgasnormenbestimmungen nach Stage III B erfüllt. Er ist als erster

landwirtschaftlich genutzter Teleskoplader ab Werk im Original mit Partikelfilter ausgerüstet. Das elektronisch geregelte Kühlsystem (mit automatischem Umkehrlüfter) passt die Drehzahl des Lüfters automatisch der Kühlwassertemperatur an und reduziert dadurch den Treibstoffverbrauch erheblich.

Zeitersparnis Der in der Armlehne integrierte patentrechtlich geschützte JSM-Joystick sorgt dafür, dass alle Hydraulikfunktionen schnell mit nur einer Hand steuerbar sind: Ein- und Ausfahren des Teleskops, Anund Auskippen der Schaufel, Steuerung des Anbaugeräte-Wechselsystems, aber auch Fahrtrichtungswechsel und Gangschaltung im manuellen Modus. Zeitersparnis ermöglicht auch das System LSU (Load Sensing Ultra) bei der Verstellpumpe mit 180 l/min Förderleistung. Damit können mehrere Hydraulikfunktionen synchron betätigt werden. Über zwei Mengenregler wird die Geschwindigkeit des Anbaugeräts an der Auslegerspitze in beiden Richtungen eingestellt, beispielsweise kann eine Ballenzange schnell geöffnet und langsam geschlossen werden.

Zur Sicherheit tragen die Überlastabschaltung, die Abfahrsperre (erst wenn der Fahrer sitzt, kann losgefahren werden) und die geräumige Fahrerkabine bei. Die Bestimmungen der ROPS/FOPS-Sicherheitsnormen (Überrollschutz, Schutz vor herabfallenden Objekten) sind erfüllt. Die Rundumsicht ist nicht zuletzt dank der erhöhten Sitzposition gewährleistet. Die vier per Tastendruck wählbaren Lenkungsarten Allrad, Front, Hundegang und Manitou-Lenkung (hintere Räder etwas eingeschlagen und Lenkung mit den vorderen) werden zum Fahrspass.

Drei Ausstattungspakete Der MLT 840 ist mit drei verschiedenen Ausstattungspaketen zu haben, der luxuriöseste zusätzlich mit automatischer Ausrichtung der beiden Lenkachsen, mit Ölmengenverstellung in der Zusatzhydraulik und mit Xenon-Arbeitsscheinwerfer. Für den Import und den ManitouVertrieb in der Deutschschweiz und im Tessin sind die Aggeler AG in Steinebrunn TG (Ostschweiz, Zürich, Liechtenstein, Tessin) und die A. Leiser AG in Reiden LU und Münchenbuchsee BE (Zentral-, Nordwestschweiz und Bern) zuständig.  n 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  Plattform

Wenn Fendt feiert, ist Marktoberdorf auf den Beinen.

(Bilder: Ueli Zweifel)

Grosser Bahnhof in ­Marktoberdorf Über mehrere Tage zelebrierte die AGCO-Premiummarke Fendt aus Bayern die Einweihung des neuen Montagewerks für ihre Vario-Traktoren am angestammten Allgäuer Produktionsstandort in Marktoberdorf und stellvertretend auch die Eröffnung eines neuen Kabinenwerks im rund 120 km entfernten schwäbischen AsbachBäumenheim. Nacheinander wurden die Fendt-Konzessionäre von nah und fern, die internationale Fachpresse und die Politprominenz sowie schlussendlich die Fendt-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter beim grossen Hausfest am Fendt-Nimbus teilhaftig. Ueli Zweifel

Die Wettbewerbsaussichten im weltweit prosperierenden Landmaschinengeschäft stehen gut, um eine Wachstumsstrategie zu fahren. Davon überzeugte das FendtManagement und seine Belegschaft die Agco-Konzernleitung, die das OK zum Neubau gab. «Es handelte es sich beim 300-Mio-USD-Projekt ‹Fendt ahead› in der Tat um die bislang grösste Einzelin66

11 2012  Schweizer Landtechnik

vestition für einen Produktionsstandort bei Agco», sagte der Konzernchef Martin Richenhagen und fügte an, die Investition in die Marke Fendt würde insgesamt die positiven Wachstumsaussichten für Agco bekräftigen. Der Konzern mit seinem Hauptsitz in Duluth, Georgia USA, und der europäischen Zentrale in Neuhausen am Rheinfall ist mit seinen Kernmarken

Challenger, Fendt, Massey Fergusson und Valtra praktisch ausschliesslich auf den Technikbedarf in der Landwirtschaft fokussiert. Nebst Fendt sind auch für die Produktionstandorte der anderen Marken Modernisierungs- und Ausbaupläne in der Umsetzung begriffen. Mit der Übernahme des amerikanischen Unternehmens GSI, in den Bereichen Getreidela-


Plattform   n

gertechnikund -logistik sowie Tierernährung tätig, stiess Agco 2011 übrigens in ein neues Marktsegment von grosser wirtschaftlicher Bedeutung vor.

Würdige Einweihung … Über 3500 Lieferanten, Vertriebspartner, Journalisten und Gäste aus Deutschland und der ganzen Welt waren zur Werkseröffnung zusammengekommen. Und es fiel auf, wie sehr das Firmenmanagement den über 3400 Beschäftigten und ihren Angehörigen an den Produktionsstand­ orten in Marktoberdorf und Bäumenheim sowie in Hohenmöhlsen (Produktions­ standort für den Katana-Feldhäcksler) die Referenz erwies und sie in den Mittelpunkt des Geschehens und des Produk­ tionserfolgs rückte. Dass die menschliche Schaffenskraft der göttlichen Dimension bedarf, brachte die würdige Einweihung der neue Produktionsanlagen zum Ausdruck, die interreligiös nach christlichem und muslimischem Ritus gestaltet wurde. Die Glückwünsche des Bundeslandes Bayern überbrachte dessen Ministerpräsident Horst Seehofer. Er bedankte sich für das Bekenntnis zu den Produktionsstandorten in Marktoberdorf und Bäumenheim und rückte die vorbildlichen Rahmenbedingungen der Region hinsichtlich Vollbeschätigung und gut ausgebildeter Fachkräfte ins beste Licht.

… des modernsten Traktorenwerks Die Fabrikationsanlagen an den FendtStandorten wurden mit der nun realisierten Werkserweiterung mehr als verdoppelt. Rund einen Kilometer lang sollen die neu dazugekommenen Produktionsstrecken sein. Im neuen Werk können alle Traktoren vom kleinsten Spezialtraktor bis zum

Bodenhaftung und Vision verkörpern die untere und obere Hälfte, die sich zum veränderten Fendt-Logo vereinen. Dazwischen führt in der Mitte der Agco-Präsident und -CEO Martin Richenhagen das Zepter, flankiert (links) von Fendt-Direktor Peter Josef Paffen, Forschungsleiter Heribert Reiter und Agco-Kommunikationschef Ulrich Stockheim sowie rechts Produk­ tionsleiter Hubertus Köhne, Finanz- und IT-Spezialist Michael Gschwender sowie der Pressechef Sepp Nuscheler.

390-PS-Schlepper «in der Losgrösse 1» in einem freien Mix in die Montagestrasse einlaufen und montiert werden. Sämtliche Bauteile, rund 10 000 für jeden Traktor, werden dabei ohne Umwege angeliefert, um nach neuesten ergonomischen Gesichtspunkten eingebaut zu werden. Mit jedem Traktor können auch die spezifischen Kundenwünsche problemlos berücksichtigt werden. Zum Einsatz kommen hochkomplexe Logistik- und Steuerungsprozesse durch intelligente Softwaresysteme, die dafür sorgen, dass die Baugruppen, unter ihnen namentlich die Kabinen, «direkt in Sequenz» eingeschleust werden können.

Ehrgeizige Ziele Fendt verfolgt bei der Traktorenproduk­ tion sehr ehrgeizige Ziele und rechnet für

das laufende Jahr mit einem Ausstoss von 17 500 Traktoren (Vorjahr 14 900 Einheiten). Nachdem die Belegschaft von 2001 bis 2012 um rund 1500 Beschäftigte aufgestockt worden ist, sieht man sich nun in die Lage versetzt, ohne zusätzliches Personal den Output mittelfristig auf 20 000 Traktoren und mehr pro Jahr zu steigern. Dies entspreche rund einer Verdoppelung innerhalb von zwölf Jahren, unterstrich Josef Paffen, Fendt-Direktor und -Verkaufs­ chef, die Leistungsreserven dank dem neuen Werk. Im gleichen Masse wurden die Fertigungskapazitäten im Kabinenwerk gesteigert. Von praktisch einer Verdoppelung spricht man auch bei den Stückzahlen der Vario-Getriebe. Auch im Mähdrescherbereich will Fendt sukzessive Marktanteile dazugewinnen, insbesondere auch mit der zur nächsten Saison verfügbaren C-Serie. Und vom Fendt-Feldhäcksler Katana laufen bislang 29 Maschinen in der laufenden Erntekampagne. Für nächstes Jahrs sollen über 90 Maschinen gebaut werden, die dann auch für die Markteinführung in Frankreich bestimmt sind. Vier Prozent des Gesamtumsatzes setzt Fendt für die Forschung und Entwicklung ein. Zukünftige Investitionen seien dabei namentlich für die Umsetzung der nächsten Abgasstufe 4 ab Januar 2014 für Traktoren und Häcksler geplant. Beim Katana-Feldhäcksler selbst will man erhebliche Mittel in Forschung und Entwicklung für die Verbreiterung der Modellpalette stecken.  n

Begeisternder Empfang des ersten Vario 516, der das neue Traktorenwerk verlässt.

11 2012  Schweizer Landtechnik

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Caron-Transporter Italien

denkontakt behalten. Neben einem besseren Fahrkomfort und einer höheren Arbeitsgeschwindigkeit behält diese Baureihe die Grundeigenschaften der grossen CaronTransporter, wie z.B. das 6-GangSynchrongetriebe, die hohen Nutzlasten (bis 5000 kg per Achse) und den besonders tiefen Masseschwerpunkt bei.

Caron wird auf der Agrama die neue gefederte Baureihe CTS ausstellen, mit hydropneumatischem Einzelradfederungssystem und Leistungen bis 120 PS. In diesem Fahrzeug regelt die elektronische Steuerung der Federungen das Schlingern bei Kurven und die automatische Nivellierung bei Änderungen der Last. Bei steilen Steigungen sind die Federungen sperrbar, und in diesem Fall wird das zentrale Gelenk im Rahmen immer Bo-

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Plattform   n

Das Trommelmähwerk Eurocat 311 classic mit 4 Trommeln und einer Arbeitsbreite von 3,05 m wird an der Herbstmesse von Geschäftsführer der Pöttinger Schweiz AG Hanspeter Hitz kommentiert. (Bilder: Dominik Senn)

Herbstmesse in Birmenstorf mit Pöttinger-Highlights Die dreitägige Pöttinger-Herbstmesse in Birmenstorf AG war die besucherreichste der letzten vier Händlermessen unter Geschäftsführung von Hanspeter Hitz, der «echte Highlights» der neuen Produktpalette präsentierte. Dominik Senn Schneller und bedienfreundlicher sind die neuen Doppelseitenschwader TOP 722 und TOP 812 von Pöttinger (siehe letzte Ausgabe) gegenüber der Vorgängergeneration, wie sich die Händler bei der Vorführung vergewissern konnten. Sie sind beide als Rechtsableger konzipiert. Beim TOP 722 ist die leichte und schnelle Demontage der Zinkenarme und Zinkenwellen neu. Die Arbeitsbreite von 6,8 m, die Kreiseldurchmesser von 3,3 m sowie die Ausstattung mit 13 Kreiselarmen erlauben noch höhere Arbeitsgeschwindigkeiten. «Trotz diesem Kreiseldurchmesser beträgt die Transporthöhe unter 4 m bei 2,52 m Transportbreite, und zwar ohne Demontage der Zinkenarme, also ohne vom Traktor steigen zu müssen. Hohe Transportgeschwindigkeiten sind dank der Fahrwerksbereifung 340/55-16 kein Problem», sagte Hitz. Die übrigen Vorteile bleiben gleich: 45 cm Aushubhöhe am

Vorgewende ermöglichen das problemlose Überfahren bereits gezogener Schwade, die Steuereinheit ist staubdicht gekapselt, und das Fünfradfahrwerk ist durch ein aussenliegendes Multitastrad für beste Bodenanpassung ergänzbar. Neuentwicklungen, die auch an der Agrama ihre Würdigung erfahren werden, sind die gezogenen Zettermodelle HIT 10.11 T und HIT 12.14 T, «echte Highlights», so Hitz. Der HIT 10.11 T ist ein 10-Kreisel-Zetter mit einer Universaldeichsel für Oben- und Untenanhängung, mit robustem Fahrrahmen und 10,6 m Arbeitsbreite. Das eigene Fahrwerk bleibt bei der Arbeit, am Vorgewende und bei Transport am Boden. Die Vorteile: Während des Zettens gelangt kein zusätzliches Gewicht durch hochgeklapptes Fahrwerk auf den Zetter, das Fahrwerk ermöglicht die passende Vorgewendeposition, die grosse Bereifung sorgt für Laufruhe und

das Fahrwerk übernimmt die Tastradfunktion für alle zehn Kreisel. Einzigartig, so Hitz, sei die Vorgewendeaushebung Liftmatic plus: Die Kreisel werden über Kulissenführung waagrecht gestellt und dann bodenschonend angehoben, die Zinken können nicht an der Grasnarbe kratzen. Die Bodenfreiheit beim Wenden beträgt 90 cm. Neuheiten stellen auch die 4-Kreisel- und 6-Kreisel-Zetter Alpinhit 4.4 und 6.6 dar, kompakte und leichtgewichtige Bergsteiger. Der 4.4 mit kleinem Kreiseldurchmesser von 1,44 m und 4,45 m Arbeitsbreite ist mit 320  kg ein echtes Leichtgewicht, was angesichts der 520 kg bei 5,57 m Arbeitsbreite und einem Kreiseldurchmesser von 1,3 m für den Alpinhit 6.6 genauso gilt. Die Abstellhöhen betragen 2,2 bzw. knapp 3 m. Vorgeführt wurden weiter das Trommelmähwerk Eurocat 311 classic, der Aufbereiter K818X von Kurmann Technik AG und der Ladewagen Torro mit der automatischen Schleifeinrichtung autocut für die 39 Messer. Das Partnerunternehmen von Pöttinger Schweiz AG, die Firma Althaus in Ersigen BE, präsentierte durch Urs Jäggi das Bodenbearbeitungs- und Ersatzteilprogramm, darunter die neue starre Kurzscheibenegge Terradisc 3001 für die flache Bodenbearbeitung. Als Neuheit sind jeweils zwei gezackte Hohlscheiben auf einer breiten Klemmschale befestigt (Twin-Arm-System), die selbst in schweren Böden nicht seitlich ausweichen können. Schliesslich präsentierten die GB Silo AG System AG (Hochsilos, Entnahmesysteme, Futterfördersysteme) und Abächerli Traunsteiner Flachsilo (Planung Silobau, Abdeckmaterial) ihre Produkte rund um die Silagelagerung.  n

Mit 13 Kreiselarmen ist beim Seitenschwader Top 722 eine ausgezeichnete Rechqualität garantiert.

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n  Sicherheit

Schneeketten ermöglichen das Fahren auf Schneefahrbahnen. Gleichzeitig verbessern sie die Bremswirkung und ermöglichen eine saubere Seitenführung. (Bilder: Ruedi Burkhalter)

Schneeketten: mehr Griff und Sicherheit Schneeketten sind unverzichtbare Hilfsmittel bei schwierigen Strassenverhältnissen im Winter. Sie ermöglichen oft überhaupt erst das Anfahren, geben Sicherheit durch gute Spurführung und Bremswirkung. Ruedi Hunger

Alles beginnt mit dem richtigen Reifen – auch im Winter Reifen sind je nach Aufgaben, die zu erledigen sind, wahre Alleskönner. Das Einsatzspektrum ist aber oft so breit, dass für spezielle Aufgaben auch spezielle Reifen verwendet werden sollten. Für Fahrten im Acker, Grünland oder Gelände steht Traktion im Vordergrund, daher werden sogenannte «AS-Reifen» verwendet. Wer für Kommunalarbeiten mehrheitlich eine feste

Das steht im Strassenverkehrsrecht Art. 63 VTS, Abs 1 Schneeketten sowie ähnliche Gleitschutzvorrichtungen müssen auf Schnee und Eis das Anfahren, Bremsen und die Seitenführung gewährleisten; sie dürfen die Strasse nicht übermässig beschädigen.

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Fahrbahn hat, wird bei der Reifenwahl die Strassentauglichkeit in den Vordergrund stellen. Dies gilt ganz besonders, wenn ein Traktor regelmässig im Winterdienst eingesetzt wird. Für diese Einsätze ist der Multi-Purpose-Reifen (MPT) als Kommunal-Allzweckreifen dem AS-Reifen überlegen.

Radwechsel kommt kaum infrage Ein Landwirtschaftbetrieb, der die Zufahrt zum Hof im Winter offenhalten will oder muss, wird im Normalfall kaum auf eine «Winterbereifung» in Form von MPTReifen umrüsten. Folglich müssen die Nachteile von AS-Reifen unter winterlichen Bedingungen akzeptiert werden. MPT-Reifen unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen Traktorreifen. Eine spezielle Gummimischung berücksichtigt die erschwerten Bedingungen bei Schnee

und Eis. Der Kontaktflächenanteil ist wesentlich höher als bei AS-Reifen. Starke Mittelstollen verringern den Rollwiderstand, gleichzeitig dämpfen sie Vibrationen und reduzieren damit die Geräuschentwicklung bei Strassenfahrten.

Schneeketten richtig auswählen Die Auswahl der Schneeketten wird durch den Verwendungszweck bestimmt. Wer aus Sicherheitsgründen seinem Fahrzeug für Arbeiten rund um den Hof Ketten auflegen will, benötigt nicht die gleiche Ausführung wie sein Nachbar, der mit seinem Traktor täglich im Winterdienst unterwegs ist. Nochmals andere Ketten werden für Forstfahrzeuge benötigt. Vor dem Kauf ist abzuklären, ob und wie viel Platz zwischen Reifen und Kotflügel vorhanden ist. Während über den Vorderradreifen Platz «geschaffen» wer-


Sicherheit   n

den kann, sind die Kotflügel der Hinterachse fest. Auch Hoffahrzeuge, wie Hoftracs, haben feste Radabdeckungen, entsprechend eng sind die Platzverhältnisse. Rund zehn Zentimeter «Luft» zwischen Reifen und Kotflügel – auch seitlich – sollten schon vorhanden sein, das erleichtert die Montage und schützt vor Schäden.

Für reduzierten Kettenverschleiss Ketten der unteren Preisklasse sind nicht mit speziellen Verschleissteilen ausgerüstet. Das reicht auch für die leichten Arbeiten rund um den Hof. Damit für den schweren Einsatz auf harter Fahrbahn nicht auf den tragenden Elementen der Kette gefahren werden muss, rüsten die Hersteller ihre Ketten mit sogenannten Verschleissteilen aus. Das können aufgeschweisste Klötze oder Spikes sein. Neben ihrer verschleissmindernden Aufgabe (für die Kette!), sind diese Ketten aggressiver auf eisiger Fahrbahn und entfalten ihre Stärke besonders unter schwierigen Bedingungen.

Verschleiss ist vorprogrammiert Reifen und Schneeketten müssen zusammenpassen. Aufgelegte Ketten sollen nach kurzer Fahrt (50 bis 100 m) auf den richtigen Sitz bzw. die richtige Kettenspannung hin überprüft werden. Beginnen Ketten zu schlagen, sollen sie nachgespannt werden. Allerdings mit Gefühl, zu fest gespannte Ketten werden unnötig stark beansprucht und können zu Reifenschäden führen. Ketten dürfen laut Hersteller so lange gefahren werden, bis rund sechzig Prozent der aufgeschweissten Verschleissstege abgefahren sind.

Eine Forstkette, die sich durch eine asymmetrische Anordnung der «Stacheln» auszeichnet. Laut Hersteller ist diese Kette für extreme Verhältnisse im Forsteinsatz geeignet.

Drei grosse Kettenhersteller und ihre Produkte: • 100 Jahre Kettenerfahrung aus Österreich Auf Anfrage eines Kunden wurde 1912 in der Grazer Kettenfabrik (Österreich) die erste Schneekette hergestellt. Heute produziert PEWAG Schneeketten für «jeden Bedarf», beispielsweise mit der «Unimove TT» eine Kette, die im Laufnetz unterschiedliche Gliedformen vereint. Durch ein Wellenprofil auf dem höher stehenden Kettenglied verspricht der Hersteller eine bessere Haftung auf schneebedeckter oder vereister Fahrbahn. Je nach Verwendungszweck stehen Ketten mit quadratischen oder rechteckigen Gliedformen zur Verfügung. Vierkantgreifglieder verhindern nach Angaben des Herstellers, dass sich die Kette bei Belastung, das heisst bei Antriebswie auch bei Bremswirkung, verdrehen. Oft vermindern Schneeketten die Laufruhe und erzeugen Vibrationen am Fahrzeug. PEWAG verspricht mit der «Schrägspurkette» mehr Laufruhe bei gleichzeitig guter Spurhaltung. Bei der weitverbreiteten «Geradspurkette» dient das Mittelstück ausschliesslich der Spurhaltung. • Die mit der sicheren Spur Rieger und Dietz (RUD) in Aalen, Deutschland, bietet mit der «Agrar Duo» eine spezielle Doppelspurkette für landwirtschaftliche Einsätze an. Diese Kette weist ein wabenförmiges Laufnetz in Rechteckkonfiguration auf, zur Verlängerung der Lebensdauer ist sie wendbar. Auch die «Alligator» hat ein wendbares, wabenförmiges Laufnetz. Die Kette ist aus Edelstahl und verschleissfest gehärtet. Sie ist aus greifstarken Vierkantgliedern aufgebaut. Als Hochleistungskette bezeichnet RUD eine Schneekette aus legiertem Mangan-Chrom-Nickel-Stahl. Sie eignet sich gut für die Schneeräumung. Auch die mit einem Doppellaufnetz ausgerüstete «Bison» ist eine Hochleistungskette, geeignet für extremsten Winterdienst. Eher für den Bereich Lkw/Gelände eignet sich die aus einem Steg-Ring-System aufgebaute «Alligator Plus». • Die mit garantierter Schneeerfahrung aus Skandinavien TRYGG Nosted Kjetting produziert im norwegischen Mandal eine breite Palette von Schneeketten. Die Skandinavier beliefern in der Schweiz als Alleinimporteur die Fankhauser AG in Gondiswil. Doppelspurketten mit Spikes werden vom Hersteller insbesondere für den Winterdienst und im Forst empfohlen. Diese «Stachelkette» ist aggressiv und meistert auch schwierigste Verhältnisse. Doppelspurketten sind relativ leicht und aus gehärtetem Vierkantstahl hergestellt. Auf den liegenden Kettengliedern sind Verschleissklötze aufgeschweisst. Die Swiss-Flexi von TRYGG trägt ebenfalls aufgeschweisste Verschleissklötze auf jedem «stehenden» Kettenglied.

Dies gilt insbesondere dann, wenn auf öffentliche Strasse bzw. mit relativ hoher Geschwindigkeit gefahren wird.

kostenmässig die Anschaffungskosten für richtige Schneeketten.  n

Eine Investition in höhere Sicherheit Die Preise für Schneeketten bewegen sich grob gesagt zwischen eintausend und etwas über dreitausend Franken. Dabei spielen Ausführung und Reifengrösse eine massgebende Rolle. Für ein Paar Doppelspurketten mit «Spikes», passend auf die Pneugrösse 480/65 × 28, müssen um zweitausend Franken hingeblättert werden. Rund eintausend Franken teurer sind Ketten mit speziellen «Verschleissklötzen» der gleichen Grösse. Reicht für die gleiche Reifengrösse eine gewöhnliche Allzweckkette, dann kostet diese ca 1500 Franken. Spezialketten können wesentlich mehr kosten. Der Kauf einer Schneekette ist eine Investition in Sicherheit. Gerade weil auch im Winter Fahrzeuge (Traktoren, Zweiachsmäher, Forstfahrzeuge) mit einem hohen Anschaffungspreis bei schwierigen Stras­ senverhältnissen unterwegs sind, lohnt sich eine Absicherung mit geeigneten Ketten. Jeder kleine Unfall übersteigt

Diese Kette aus Vierkant-Stahlringen hat zusätzlich auf jedem Ring einen Verschleissstab aus hochwertigem Stahl aufgeschweisst. Sie zeichnet sich aus durch Laufruhe und optimalen Griff auf schwieriger Fahrbahn.

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n  Passion

Roman Schmidli und sein Super-Six machen vor dem blumengeschmückten Wohnhaus in Adligenswil LU gute Figur.

(Bilder: rs/Dominik Senn)

Super-Six in guten Händen An einem 11.11. gesteht Landwirt Roman Schmidli seiner Freundin Dorothea die Liebe – und kauft sich gleichentags einen Bührer Super-Six. Beide möchte er nicht mehr missen. Dominik Senn Der 39-jährige Landwirt Roman Schmidli und seine Frau Dorothea bewirtschaften in Adligenswil LU den elterlichen 20-haBetrieb mit Mutterkühen. Hinzu kommen eine Mastschweinehaltung sowie die Pflege und Nutzung von Feldobstbäumen. Drei Kinder gehören zur Familie. Schmidli ist gewiss bodenständig. Doch in zwei Beziehungen hat er nicht wenig abgehoben. Er ist zum einen passionierter Musikant, der Festivitäten liebt, und zum anderen ein absoluter Bührer-Fan. Und diese beiden Elemente hat er zusammengefügt und daraus wieder etwas Bodenständiges gemacht. Doch der Reihe nach.

«Glück im Stall» «Vater besass einen Bührer EFD 6-10 Triplex mit Sechszylinder-Fordmotor. Als Bub träumte ich davon, einmal einen Bührer-Traktor für mich allein zu besitzen», berichtet er. Es sollte noch besser kommen. Auf jeden Fall übt und probt er als Jugendlicher fleissig Klarinette und Saxophon. Er lernt Bührer-Freak Hans 72

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Flück und dessen Sohn Markus kennen, gründet mit ihnen die Kapelle «Glück im Stall» und spielt an Festanlässen zum Tanz auf. «Flück Hans, der Bührer-Doktor», wie er überall genannt wird, ist in Eschenbach inzwischen pensionierter Landwirt, repariert und handelt mit Bührer-Traktoren.

Glückstag 11.11. Von Flück angesteckt, befällt Schmidli das Bührer-Virus vollends. Noch vor der Hofübernahme erfüllt er sich seinen Bubentraum und kauft sich von seinem Lohn als Mitarbeiter eines Landmaschinenhändlers einen Bührer OF 18. Er hält weiter Ausschau nach einem Bührer mit seinem Jahrgang 1973, findet einen RP 21 in Grenchen und fährt mit ihm nach Hause. Im gleichen Jahr offeriert ihm Flück Hans eine andere Neuerwerbung: einen Bührer Super-Six GM 29. Und Schmidli hebt wieder einmal ab: Am Tag der Fasnachtseröffnung 1999, am 11.11., tauscht er bei Flück 12 000 Franken gegen den Zünd-

schlüssel. Und noch etwas tut er gleichentags: Er gesteht seiner damaligen Freundin und heutigen Gattin seine Liebe.

Super-Six in seiner Jugend «Der Super-Six mit Jahrgang 1970 lief bis 1987 über 10  000 Stunden auf dem Gutsbetrieb eines Heims im Berner Seeland, vor allem für Strassentransport, und hatte eine Luftdruckbremse», weiss Schmidli. So sei er in die Hände von Fritz Dubbler in Hagneck gelangt, der ihm vor allem zum Holzhacken und für Ackerbau weitere 3300 Stunden verpasst hat. «Dubbler hat mir noch berichtet, 1997 sei beim Holzhacken an der Seitenwelle der Zapfwelle ein Zahn weggebrochen. Das Zahnrad wurde damals ersetzt, auch die Fahrkupplung.»

Bieridee Schmidli hat Grosses vor mit dem SuperSix. Denn seit 1997 betreibt er mit Kollege Fredy Schmidiger nebenbei eine Festwagenvermietung – eine spontane Idee, die


Passion   n

Das Tractospeed-Getriebe 1964 stellte Bührer erstmals das TractospeedGetriebe vor, eine bahnbrechende Neuerung, welche darin bestand, dass die Kupplung nach dem synchronisierten Getriebe angeordnet wurde (Motor-Getriebe-KupplungHinterachse). Die Gänge waren in jeder Situation spielend leicht zu schalten, ohne zu halten, ohne Zwischengas, ohne Doppelkuppeln, ohne Rücksicht auf die Motordrehzahl, ohne Beachtung der Fahrgeschwindigkeit, ob in der Steigung oder im Gefälle, vorwärts und rückwärts, ob mit schwerem Anhänger oder mit angetriebener Zapfwellenmaschine – damals eine traktortechnische Sensation. Durch die

neue Antriebsordnung wird beim Auskuppeln das Getriebe nicht mehr wie üblich vom Motor, sondern von der Hinterachse getrennt. Damit ist es von der Drehzahl der Hinterachse völlig unabhängig. Das Getriebe ist dauernd mit dem Motor verbunden, die Getrieberäder stehen auch dann nicht still, falls durch gros­ sen Fahrwiderstand das Rollvermögen des Traktors gleich null ist. Wie es in der Firmengeschichte «Bührer» von Gerold Röthlin heisst, können auf diese Weise die stets umlaufenden, den Zahnrädern zugeordneten Schaltglieder sehr leicht geschaltet werden, weil der Gangwechsel von der Geschwindigkeit des Traktors vollkommen unab-

Der Festwagenverleih führt den Bührer in der halben Schweiz herum.

sie bei einem Bier an einem Fest aushecken und in die Tat umsetzen. Sie bauen nach eigenen Plänen eine fahrbare Festhütte für 120 Personen, samt allen erdenklichen sanitären und elektrischen Einrichtungen, inklusive Heizung. Zusammengeklappt ist der Festwagen ein Anhänger von 12 m Länge. Das Zugfahrzeug liefert den Druck für die nötige Hydraulik zum Ausklappen und Ausnivellieren des Festwagenbodens, der Seitenwände und des Dachs. Jeder Zylinder ist einzeln gesteuert. Das Zugfahrzeug? Natürlich ein Bührer. Schmidli: «Beim Aufstellen des Festwagens arbeiten wir ohne Ausnahme im gelb-grünen Bührer-Kombi. Die Geschäftsidee findet guten Anklang. Inzwischen sind es vier verschieden grosse Festwagen, die wir mit Bührer-Traktoren in der halben Schweiz herum vermieten. Das Gewicht ist enorm: 13 t. Da braucht der Super-Six mit seinen rund 100 PS seine volle Power.»

Allrad selber angebracht Das Einsatzgebiet verlangt einige Modifikationen an der Zugmaschine. Sie erhält: einen zusätzlichen Öltank, eine Trommelbremse von einem Lastwagen mit 18 cm

hängig ist. Demzufolge muss die Synchronisierungseinrichtung lediglich die kleine Masse der Getriebehauptwelle an die Drehzahl des zu schaltenden Gangrades angleichen. Das Tractospeed-Getriebe besteht aus einem Hauptschalt-Synchrongetriebe mit fünf optimal abgestuften Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang sowie ineinandergreifenden Geschwindigkeiten des Gruppengetriebes im Strassen-, Acker- und Kriechgang. Dadurch ergeben sich insgesamt 15 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgänge, die eine maximale Kraftausnützung und die richtig dosierte Geschwindigkeit für alle Arbeitsmaschinen und Bodenverhältnisse erlauben.

Der Super-Six bewältigt Fahrten mit schweren Lasten problemlos.

breiten Bremsbelegen direkt auf der Hinterachse, eine Motorbremse, eine hydraulische Anhängerbremse, eine Kugelkopfanhängung, eine Kabine und Allrad. «Ich habe selber das Allradsystem von einem langsameren Bührer eingebaut. Mit dem neuen Übersetzungsverhältnis konnte ich entsprechend grösser dimen­ sionierte Vorderräder und einen niedrigeren Vorderachsträger montieren», erklärt Schmidli. Daneben benötigt er den Super-Six für Stroh- und Heutransporte und als Zugfahrzeug für seinen Kippanhänger. Er führt ein Tagebuch, in dem er sämtliche Vorkommnisse, Kilometerstand, Treibstoffverbrauch, Service und Reparaturen auflistet; über 17 000 Traktorstunden hat der Super-Six inzwischen auf dem Tacho und fährt immer noch wie ein neuer.

Bührer-Chilbi ins Leben gerufen Das «Bührer-Team spezial» um Schmidli wird immer zahlreicher. Mitten im Winter 1998, am 2. Januar, findet auf Schmidlis Anwesen die erste Bührer-Chilbi statt, mit dem Löffeler-Club Hergiswil und dem Duo Hans und Markus Flück. Zum Feiern gibt’s genug Anlass: Bührer-Doktors Frau hat Geburtstag, Roman ist 25 Jahre alt, die

erste Festhütte feiert das einjährige, die Kapelle «Glück im Stall» das fünfjährige und das Tractospeed-Getriebe (siehe separaten Kasten) das 33-jährige Bestehen. Seither findet die Chilbi lückenlos jedes Jahr statt. 2013 ist es bereits die 16., am 26. Januar auf dem Hof von Familie Widmer, Urswil, Gemeinde Hochdorf, mit drei teameigenen Musikformationen, Bar- und Festbetrieb; das Motto: «Das muesch eifach gseh ha!»

«Seiner Zeit weit voraus» Roman Schmidli hat inzwischen fünf Bührer-Traktoren. Ihm ist es wichtig, dass sie verkehrstüchtig sind und im Betrieb eingesetzt werden können. Am liebsten fährt er mit dem Super-Six: «Es war das Flaggschiff von Bührer für Grossbetriebe. Damals gab es die Testmöglichkeiten noch nicht wie heute. Trotzdem hat Fritz Bührer immer das Beste gewollt und war seiner Zeit in Sachen Traktortechnik weit voraus», schwärmt Schmidli, «denkt man nur an die Erfindung des TractospeedGetriebes. Die Bührer-Traktoren sind robust, einfach gebaut, spielend schaltbar und zuverlässig, man kann selber noch etwas reparieren oder verändern. BührerTraktoren machen einfach Spass.»  n 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  SVLT

Hebefahrzeuge: Nutzung und Immatrikulation «Hebefahrzeuge» lassen sich im Landwirtschaftsbetrieb und darüber hinaus sehr vielseitig einsetzen. Unter dem Oberbegriff können Kompaktlader, Radlader, Teleskoplader und Hubstapler zusammengefasst werden. Mit ihrem Einsatz will man sich Arbeits­ erleichterungen verschaffen und mehr Effizienz erzielen. Weil die Fahrzeuge ein breites Einsatzspektrum haben, wird deren korrekte und zweckmässige Immatrikulation zum Thema. Dominique Berner Je nach Verwendungszweck wird das Fahrzeug vom Strassenverkehrsamt einer Fahrzeugkategorie zugeteilt und erhält ein grünes, blaues oder weisses Kontroll­ schild. Dies sei hier anhand eines Teles­ kopladers mit folgenden Eckdaten dargelegt: • maximale Breite 2,55 m, • Leergewicht 4000 kg, • zulässiges Gesamtgewicht 6000 kg. Als Optionen, verbunden mit einem Auf­ preis, nehmen wir an, dass eine Anhän­ gerkupplung mit einer garantierten An­ hängelast von 15 t und eine nach OECD-Normen geprüfte Kabine dazu kommen. Die Höchstgeschwindigkeit kann 30 oder 40 km/h betragen.

Mein Teleskoplader ist ein...

landwirtschaftlich Motorkarren

Traktor

Arbeitskarren Ausnahmefahrzeug*

Arbeitskarren Motorkarren

Traktor

Geschwindigkeit

30 km/h

40 km/h

30 km/h

bis 40 km/h

30 km/h

30 km/h

40 km/h

Fahrerschutz

OECD-geprüft

OECD-geprüft

nein

nein

nein

nein

nein

Anhängelast

Herstellergarantie

Herstellergarantie

keine

keine

keine

Herstellergarantie

Herstellergarantie

Arbeiten in . . .

Landwirtschaft

Landwirtschaft

Landwirtschaft

alle

alle

alle

alle

Führerausweis

G

G40

G

G40 Landwirtschaft F Gewerbe

F

F **

F ***

Kontrollschild

grün

grün

grün

braun

blau

weiss

weiss

Darf nur Anhänger mit den eigenen Werkzeugen darauf ziehen.

Darf nur Anhänger mit den eigenen Werkzeugen darauf ziehen.

Darf nur Anhänger mit den eigenen Werkzeugen darauf ziehen.

PSVA-pflichtig: Code 270 kann beantragt werden.

PSVA-pflichtig

Besonderes

* ** *** PSVA

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gewerblich

Arbeitsfahrzeuge, die wegen ihrer Zweckbestimmung den Vorschriften (z. B. vorderer Überhang, Achslasten) nicht entsprechen. Bei landwirtschaftlichen Fahrten genügt Kat. G. Bei landwirtschaftlichen Fahrten genügt Kat. G40. Pauschale Schwerverkehrsabgabe CHF 11.– pro 100 kg Gesamtgewicht + Anhängelast

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SVLT   n

Begriffe nach Strassenverkehrsgesetz SVG: «Motorwagen» sind Motorfahrzeuge (Art 7 SVG) mit mindestens vier Rädern. ... (VTS Art. 10 Abs.1) «Motorkarren» sind Motorwagen mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 30 km/h, die nicht für den Personentransport gebaut sind. (VTS Art. 11 Abs. 2g) «Traktoren» sind zum Ziehen von Anhängern gebaute Motorwagen mit kurzem Radstand und höchstens einem geringen eigenen Tragraum (VTS Art. 11 Abs. 2h) «Arbeitsmotorwagen» sind Motorwagen, mit denen keine Sachen­ transporte ausgeführt werden, sondern die zur Verrichtung von Ar­ beiten gebaut sind und höchstens einen geringen Tragraum für Werk­ zeuge und Betriebsstoffe aufweisen. Ihr Motor kann nebst dem Antrieb der Arbeitsgeräte auch für die Fortbewegung des Fahrzeugs dienen. (VTS Art. 13 Abs. 1) «Arbeitskarren» sind Arbeitsmotorwagen mit einer bauartbeding­ ten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h (VTS Art. 13 Abs. 3a) Sonntags- und Nachtfahrverbot: Vom Sonntags- und Nachtfahr­ verbot sind u.a. ausgenommen: landwirtschaftliche Fahrzeuge (VRV Art. 91a Abs. 1b) und gewerbliche Traktoren, Motorkarren und Ar­ beitskarren sowie ihre Anhänger, sofern die Fahrzeuge während der Verbotszeiten ausschliesslich für landwirtschaftliche Fahrten verwen­ det werden. (VRV Art. 91 1e)

SVLT ASETA

Der Schweizerische Verband für Landtechnik sucht zwecks Ausbaus seines Kursangebotes:

Lastwagenfahrlehrer/ Lastwagenfahrlehrerinnen (Kat. C Schwere Motorwagen) Aufgaben: • Selbstständiges Leiten von Fahrkursen G40 • Mitarbeit bei der Evaluierung zusätzlicher Kursorte Profil Für diese Stelle wünschen wir uns motivierende Fachpersonen mit Interesse an landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen. Sie bringen Flexibilität mit und schätzen den Umgang mit Jugendlichen ab 14 Jahren. Perspektive • Teilzeitpensum basierend auf einer Jahresplanung • Gezielte Einführung und regelmässige Aus- und Weiterbildung • Administrative Unterstützung durch unser Sekretariat • Zeitgemässe Entlöhnung und Sozialleistungen Weitere Infos: www.agrartechnik.ch, www.fahrkurse.ch Auskunft erteilt: Franz Nietlispach Bereichsleiter Aus- und Weiterbildung Tel. 056 462 32 40 Bewerbungen sind zu richten an: Willi von Atzigen, Direktor SVLT Ausserdorfstrasse 31 5223 Riniken Tel. 056 462 32 00

Empfehlung Über den geplanten Verwendungszweck eines Fahrzeuges sollte sich der Käufer also vorgängig Gedanken machen und diese in den Kaufentscheid einfliessen lassen. Durch fundierte Abklärungen schützt man sich vor unliebsamen Überraschungen für den Fall, dass ein Fahrzeug nicht in der gewünschten Fahrzeugkategorie in Ver­ kehr gebracht werden kann. Besondere Vorsicht ist auch beim Kauf von gebrauchten Fahrzeugen geboten; hier ist der nachträgliche Wechsel der Fahrzeugkategorie nicht immer möglich. Sicherheits­ ausrüstungen wie Fahrerschutzkabine und Rückhaltevorrichtungen sind in jedem Fall zu empfehlen, auch wenn diese vom Gesetz her nicht vorgeschrieben sind.  n

SVLT ASETA

www.G40.ch 11 2012  Schweizer Landtechnik

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SVLT ASETA

Werkstattkurse

Kurszentrum Riniken Verlangen Sie die ausführlichen Kursinformationen bei: Schweizerischer Verband für Landtechnik (SVLT) Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken, www.agrartechnik.ch zs@agrartechnik.ch, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01

Schweissen Schutzgasschweissen SMS 2 Tage, CHF 610.– (890.–) MAG-Schweissen an Profilen von 3 bis 8 mm und Blechen von 1 bis 2 mm, in verschiedenen Positionen. Kenntnisse über Metalle, Drahtelektroden und Schutzgase. 3.–4.1.2013; 14.–15.3.2013; 6.–7.6.2013 Elektrodenschweissen SES 2 Tage, CHF 610.– (890.–) Stahl in verschiedenen Stärken und Positionen schweissen. Kenntnisse über Elektroden und Hartauftrag.  8.–9.1.2013; 19.–20.3.2013; 13.–14.6.2013

Legende

Titel

Werkstattlehrgang K 25 Ausbildung in Schweisstechnik, Metallkonstruktionen, Wartungs- und Reparaturarbeiten an Maschinen, Traktoren K 25 25 Lead Tage, CHF 2400.– (2600.–) 5 Wochen intensive Praxis in der Werkstatt, aufgeteilt in 8 Module: • MAG-Schutzgas- und Elektrodenschweissen • Autogenschweissen, Schneidbrennen, Hartlöten • Metallkonstruktionen nach eigenem Bedarf anfertigen • BAutor remsen, Beleuchtung und Aufbauten von Anhängern reparieren oder umändern • Bodenbearbeitungsgeräte, Futtererntemaschinen usw. reparieren • Gelenkwellen, Hydraulikzylinder und -leitungen reparieren • Dieselmotoren/Traktoren/Hoflader warten und reparieren • Fahrzeugelektrik reparieren und nachrüsten Grundtext  n Verlangen Sie den ausführlichen Kursbeschrieb. 19.11.–21.12.2012; 21.1.–22.2.2013

 Zu reparierende Maschinen können mitgebracht werden (auf Anmeldetalon vermerken)

Autogenschweissen/ Hartlöten SAL 2 Tage, CHF 610.– (810.–) Feinbleche und Röhren schweissen. Verzinkten Stahl, Kupfer und Messing hartlöten. Schneidbrenner bedienen für Schneiddicke bis 50 mm. 21.–22.11.2012; 23.–24.1.2013

Maschinen und Anhänger Gelenkwellen und Kupplungen LGW  1 Tag, CHF 250.– (350.–) Schutzteile, Schieberohre, Kreuz- und Weitwinkelgelenke reparieren, Überlast- und Freilaufkupplungen prüfen und instand stellen.  7.12.2012; 8.2.2013 Pressen und Knüpfer LPK  1 Tag, CHF 250.– (350.–) Messer schleifen, Kolbenführung und Synchronlauf der Antriebe einstellen. Knüpfereinstellung nach Zugspannungsmethode, Bindefehler beheben. 5.3.2013; 11.6.2013 Mähwerke und Aufbereiter reparieren LMA  2 Tage, CHF 460.– (660.–) Scheiben- und Trommelmäher, Doppelmesserbalken reparieren. Lager ersetzen. Aufbereiter, Anbaurahmen und Schutzvorrichtungen instand stellen. 11.–12.2.2013

Kommunal- und Gartenbaumaschinen Unterhalt von Motorsensen, Kettensägen und Heckenscheren MGK  1 Tag, CHF 250.– (350.–) Wartungsarbeiten am Motor. Pflege von Antriebswelle und Schwert. Schärfen der Kette, Mähscheibe, Heckenscherenmesser. Störungen beheben. Stilllegung für die Winterpause. 12.3.2013; 4.6.2013

☛ Preise in Klammern gelten für Nichtmitglieder Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen:

www.fahrkurse.ch

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Unterhalt von Motorgeräten mit 4-Takt-Motoren MRG  1 Tag, CHF 250.– (350.–) Wartungsarbeiten an Benzin- und Dieselmotoren, Rasenmäher, Rasentraktor, Bodenfräse. Messer schärfen. Kommunalmähbalken einstellen. Störungen beheben. Stilllegung für die Winterpause. 18.1.2013; 18.6.2013 Unterhalt von Kettensägen MSK   1 Tag, CHF 250.– (350.–) Ketten- und Schwertpflege, Motorservice und Vergaserregulierung, Störungen beheben, Seilstarter reparieren, Stilllegungsarbeiten. 11.1.2013

Traktoren und Hoflader Dieselmotoren warten und reparieren TDM  2 Tage, CHF 460.– (660.–) Wartungs- und Reparaturarbeiten an Kühl- und Kraftstoffanlage. Einstellen der Ventile. Abdichten bei Ölverlust. Störungssuche an Starthilfe und Anlasser, Servicearbeiten zum Überwintern. 15.–16.1.2013

Hinweise und Teilnahmebedingungen: • Die Kurseinladung mit Liste der Teilnehmenden und Rechnung wird spätestens eine Woche vor Kursbeginn verschickt. • Führerausweis im Kreditkartenformat (FAK), da sämtliche Registrationen auf der persönlichen Nummer des Führerausweises basieren. Formulare für den Umtausch des alten blauen Ausweises sind bei den kantonalen Strassenverkehrsämtern erhältlich. • Eigene Maschinen, Geräte und Werkzeuge können in den Kursen  gewartet und repariert werden. Diese sind für eine erfolgreiche Kursgestaltung wichtig. Besprechen Sie Fragen betreffend Maschinen mit dem Kursleiter (056 462 32 00). • Mittagessen im Restaurant (im Kursgeld nicht inbegriffen), für mitgebrachte Speisen steht ein Mikrowellengerät im Aufenthaltsraum zur Verfügung, dort gibt es auch einen Kaffeeautomaten. • Kursausweis bzw. Kurseintrag im Berufsausweis (mitbringen). • Allfällige Kursannullation mangels genügender Teilnehmerzahl: Die Angemeldeten werden nach Möglichkeit bis fünf Tage vor Kursbeginn benachrichtigt. • Bei Abmeldung innerhalb von 14 Tagen vor Kursbeginn wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 60.– verrechnet, sofern keine zwingenden Gründe vorliegen. Unbegründetes Nichterscheinen am Kurs berechtigt den SVLT, das volle Kursgeld zu verlangen.

Traktoren zur MFK-Nachprüfung instand stellen TNP  5 Tage, CHF 980.– (1180.–) Lenkung, Vorderachse, Bremsen, Kupplung und Beleuchtung instand stellen. Abdichten bei Ölverlust am Motor, Getriebe, Allradachse oder Hydraulik. 17.–21.12.2012; 18.–22.2.2013 Hoflader instand stellen THL   3 Tage, CHF 610.– (810.–) Wartungsarbeiten an Motor und Hydraulikanlage. Öllecks abdichten; Reparaturarbeiten an Ladeschwinge und Anbaugeräten. 10.–12.12.2012

Elektrik und Beleuchtung Fahrzeugelektrik EFZ  1 Tag, CHF 250.– (350.–) Anhängerbeleuchtung nachrüsten und instand stellen, Richtungsanzeige und Lichtanlage am Traktor reparieren. Störungen an Anlasser und Vorglühanlage beheben. 18.12.2012; 19.2.2013; 26.3.2013

Hydraulik Hydraulikzylinder und -armaturen HFZ  1 Tag, CHF 250.– (350.–) Wartung von Hydraulikanlagen, Zylinder reparieren, montieren von Stahlrohr- und Schlauchleitungen. Pumpen, Ventile, Hydromotoren. 7.3.2013 Hydraulische Anhängerbremsen HAB  2 Tage, CHF 460.– (650.–) Einbauen und abstimmen vorbereiteter Bausätze an mitgebrachten Anhängern, Druckfässern und weiteren Anhängermaschinen. 4.–5.12.2012; 5.–6.2.2013

 Zu reparierende Maschinen können mitgebracht werden (auf Anmeldetalon vermerken)

Kursanmeldung Kurstyp (Buchstabenfolge) Kursdatum

Mitgliedsnr.

Name Adresse PLZ, Ort Telefon Fax E-Mail Datum und Unterschrift

Oldtimer restaurieren Traktoren und Einachser TOZ   5 Tage, CHF 950.– (1150.–) Einstell- und Abdichtarbeiten an Motor und Getriebe. Reparaturarbeiten an Vorderachse, Lenkung und Bremse. Elektrische Anlage und Beleuchtung instand stellen. 25.2.–1.3.2013

q Ich will von den Tarifen für Mitglieder profitieren und werde Mitglied. q Ich bringe folgende Maschinen, Geräte mit zum Kurs:

Brief oder Fax an SVLT, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken, Telefon 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01


CZV – Kursangebote

SVLT ASETA

Obligatorische Weiterbildung für LKW-Fahrer ARV1/DFS  1 Tag, Fr. 285.– (Nichtmitglieder 310.–) Die Teilnehmenden üben den Umgang mit dem «Digitalen Fahrtenschreiber» gemäss der Arbeits- und Ruhezeitverordnung, wie sie ab dem 1.1.2011 Gültigkeit hat. Flawil SG Landquart GR Riniken AG Mo., 17.12.2012 Di., 5.2.2013 Fr., 1.2.2013 Wülflingen ZH Mo., 7.1.2013 Fr., 22.2.2013

Hohenrain LU Mo., 14.1.2013

Moudon VD Di., 19.2.2013 (nur in Französisch)

Zollikofen BE Mo., 21.1.2013 Wer über einen Führerausweis Kategorie C oder C1 (Motorwagen über 3,5 t) verfügt, ist nach Chauffeuren-Zulassungsverordnung CZV verpflichtet, innerhalb von fünf Jahren 35 Stunden (5 Tage) obligatorische Weiterbildung nachzuweisen. Nur so bleibt die Berechtigung erhalten, über das Jahr 2014 hinaus gewerbliche Transporte mit Fahrzeugen dieser Kategorien durchzuführen. Für die Kategorien D und D1 (schwere Motorwagen zum Personentransport) endet diese Frist bereits 2013. Die Kurse, die der SVLT im Rahmen des Obligatoriums gemäss CZV durchführt, finden an ausgewählten Standorten statt und werden in Gruppen zu maximal 16 Teilnehmenden durchgeführt. Wer an einem Kurs teilnimmt, erhält für jeden besuchten Kurstag eine Bestätigung. Pro Kurstag werden 7 Stunden an die obligatorische Weiterbildung angerechnet. Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen:

www.fahrkurse.ch

Ladungssicherung

Kursanmeldung CZV

 1 Tag, Fr. 295.– (Nichtmitglieder 320.–) Die Teilnehmenden erarbeiten in Theorie und Praxis die Grundlagen für das korrekte Beladen und das fachgerechte Sichern ausgewählter Güter.

Kurs q ARV q Ladungssicherung q Erste Hilfe ankreuzen: q Unfall, Brand q Moderne Fahrzeugtechnik

Riniken AG Fr., 1.3.2013

Flawil SG Do., 7.3.2013

Landquart GR Mi., 6.2.2013

Wülflingen ZH Fr., 23.11.2012 Mi., 20.3.2013

Hohenrain LU Do., 21.2.2013

Moudon VD Fr., 7.12.2012 Mi., 13.2.2013 (nur in Französisch)

Kursort:

Kursdatum:

Name: Vorname: Strasse: Nr.: PLZ: Ort: Telefon: Natel: E-Mail: SVLT-Mitgliedsnr.: Geburtsdatum: q Ich will von den Tarifen für Mitglieder profitieren und werde Mitglied. Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK):

Ich habe von den Teilnahmebedingungen Kenntnis genommen. Datum: Unterschrift: Einsenden an: SVLT, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken 11 2012  Schweizer Landtechnik 78 Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: zs@agrartechnik.ch, 10 2012  Schweizer Landtechnik 78 www.fahrkurse.ch

Zollikofen BE Mi., 21.11.2012 Mi., 27.3.2013


Erste Hilfe

Unfall/Brand

 1 Tag, Fr. 295.– (Nichtmitglieder 320.–) Die Teilnehmenden lernen das korrekte Verhalten am Unfallort. Sie vertiefen die Fähigkeit, die lebensrettenden Sofortmassnahmen rasch und zweckmässig anzuwenden. Sie lernen die Funk­ tionen und den Einsatz des Wiederbelebungsgerätes «Automa­ tisierter Externer Defibrillator» kennen.

 1 Tag, Fr. 385.– (Nichtmitglieder 410.–) Die Teilnehmenden erarbeiten in Theorie und Praxis die Grundlagen für das korrekte, sichere und unfallfreie Fahren im Strassenverkehr. Der Berufsfahrer als Vorbild! Richtiges Verhalten im Strassentunnel! Korrektes Verhalten bei Verkehrsunfällen und Fahrzeugbränden!

Riniken AG Do., 17.1.2013 Fr., 15.3.2013

Flawil SG Fr., 08.2.2013

Landquart GR Fr., 25.1.2013 Fr., 22.3.2013

Wülflingen ZH Do., 14.2.2013

Hohenrain LU Mi., 12.12.2012 Di., 26.2.2013

Moudon VD Di., 29.1.2013 Do., 19.3.2013 (nur in Französisch)

Zollikofen BE Do., 20.12.2012 Mi., 6.3.2013

Zollikofen BE Flawil SG Riniken AG Do., 13.12.2012 Mo., 18.2.2013 Di., 18.12.2012 Di., 12.3.2013 Mo., 4.3.2013 Do., 28.2.2013 Mi., 13.3.2013 Landquart GR Hohenrain LU Mi., 19.12.2012 Mi., 20.2.2013 Wülflingen ZH Di., 26.3.2013 Do., 14.3.2013 Do., 6.12.2012 Di., 19.2.2013 Moudon VD Di., 5.3.2013 Do., 21.3.2013 Do., 28.3.2013 Fr., 22.3.2013

(nur in Französisch)

Hinweise und Teilnahmebedingungen: • Die Kurseinladung und die Rechnung werden spätestens eine Woche vor Kursbeginn zugestellt. • Führerausweis im Kreditkartenformat (FAK). Formulare für den Umtausch des alten, blauen Ausweises sind bei den kantonalen Strassenverkehrsämtern erhältlich. • Allfällige Kursannullierung, zum Beispiel mangels Anmeldungen, wird den betroffenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern spätestens 10 Tage vor dem Kurs bekannt gegeben. • Bei Abmeldung innerhalb von 14 Tagen vor Kursbeginn wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 60.– erhoben. Unbegründetes Nichterscheinen am Kurs berechtigt den SVLT, das volle Kursgeld zu verlangen. • Im Kursgeld ist neu die Verpflegung inbegriffen.

Die Preise verstehen sich inklusive Verpflegung, Kursunterlagen und Bescheinigung. Änderungen vorbehalten.

Moderne Fahrzeugtechnik  1 Tag, Fr. 330.– (Nichtmitglieder 355.–) Wer ein Fahrzeug sicher führen, den Verschleiss und den Treibstoffverbrauch möglichst gering halten und Fehlfunktionen ­vermeiden will, muss die technischen Merkmale und die Funk­ tionsweise der Sicherheitsausstattung kennen, ebenso die verschiedenen, je nach Fahrzeug unterschiedlichen technischen Optionen. Echandens VD Mo., 3.12.2012

Landquart GR Do., 24.1.2013

Schaffhausen Mo., 11.3.2013

Emmen LU Di., 8.1.2013

Ohringen ZH Mo., 28.1.2013

Schönbühl BE Mo., 18.3.2013

Kloten ZH Fr., 18.1.2013

Othmarsingen AG Mo., 4.2.2013

St. Gallen Mo., 25.3.2013

Pratteln BL Mo., 11.2.2013

10 11 2012  Schweizer Landtechnik

79


Flurförderfahrzeuge

SVLT ASETA

Staplerkurse (2 Tage)

Kursdaten Hohenrain LU: Kurs 2 Di. + Mi., 14. + 15. Dezember 2012 14. Kurs 3 Do. + Fr., 16. + 17. Dezember 2012 Kurs 4 Mo. + Di., 10. + 11. Dezember 2012

Kursdaten Marly (CFL, Rte de Fribourg 28): Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3 Kurs 4 Kurs 5

Fr. + Sa., Mo. + Di., Mi. + Do., Fr. + Sa., Mo. + Di.,

14. + 15. Januar 2013 (en français) 17. + 18. Januar 2013 (deutsch) 19. + 10. Januar 2013 (deutsch) 11. + 12. Januar 2013 (deutsch) 14. + 15. Januar 2013 (en français)

Anmeldung Staplerkurs Kursort: Kursdatum: Name: Vorname: Strasse: Nr.: PLZ/Ort: Telefon: Natel: E-Mail: SVLT-Mitgliedsnr: Geburtsdatum:

Deichsel-, Gegengewichts- und Teleskopstapler Der Schweizerische Verband für Landtechnik organisiert SUVA-anerkannte zweitägige Staplerkurse. Es handelt sich dabei um eine Grundausbildung für Deichsel-, Gegengewichts- und Teleskopstapler. Voraussetzungen:

Mindestalter 18 Fahrpraxis mit Maschinen (Beispiel Traktoren) Sicherheitsschuhe obligatorisch

Kursinhalte: • Theorieunterricht • Intensive Fahrschulung in Klein gruppen auf Gegengewichts- und Teleskopstaplern • Fahrschule und Theorie im Wechsel • Theoretische und praktische Fahrprüfung Kurskosten: Mitglieder: CHF 750.– (Nichtmitglieder: CHF 880.–). Änderungen vorbehalten; Pausen/ Mittagessen sind im Preis inbegriffen

Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK):

Kursort: Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung Sennweidstrasse 6276 Hohenrain LU

Datum: Unterschrift:

Auf Anfrage werden 7 Stunden an die obligatorische Chauffeuren-Weiterbildung gemäss CZV (ChauffeurZulassungsverordnung) angerechnet (plus CHF 50.–).

q Ich will von den Tarifen für Mitglieder profitieren und werde Mitglied. q Ich will eine CZV-Bescheinigung.

Einsenden oder faxen an SVLT, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: zs@agrartechnik.ch, www.fahrkurse.ch

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen:

www.fahrkurse.ch


SVLT ASETA

Fahrkurs G40 Der Fahrkurs G40 kann nach bestandener Führerprüfung Kat. F/G besucht werden. Er wird im Führerausweis ein­getragen und berechtigt ab dem 14. Altersjahr zum Lenken von landwirtschaftlich immatrikulierten Trak­ toren und Ausnahmefahrzeugen bis 40 km/h. Die maximal fünf Teilneh­ men­ den pro Kurs (zwei Tage mit 20 Lektionen) erleben eine intensive Schulung und eignen sich eine solide Fahrpraxis an. Die Kursinstruktoren sind Lastwagenfahrlehrer mit einer speziellen Aus- und Weiterbildung für landwirtschaftliche Motorfahrzeuge.

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen:

www.fahrkurse.ch

Zum Kurs erforderlich: Führerausweise Kat. F/G Erster Kurstag: Traktor (30 oder 40 km/h) mit Fahrerschutz (Fahrzeugausweis, Abgaswartungsdokumente nicht vergessen) Zweiter Kurstag: Traktor und landwirtschaftlicher Anhänger Kursgebühr: CHF 550.–, abzüglich Rückerstattung von CHF 100.– durch den Fonds für Verkehrssicherheit

Unterstützt durch den Fonds für Verkehrssicherheit (FVS)

Eine frühzeitige Anmeldung für den passenden Kursort und das pas­sen­ de Kursdatum lohnt sich. Die Kurs­ bestätigung zum G40-Fahrkurs gilt als Ausweis, mit dem ein 40-km/hTraktor (ohne Anhänger) zu Übungs­zwecken für die Dauer von einem Monat gefahren werden darf. Wer den G40-Fahrkurs erfolgreich besucht hat, erhält von der Vau­ doise-Versicherung einen Bon im Wert von CHF 100.– (Gültigkeits­ dauer zwei Jahre). Dieser kann beim Abschluss einer Motorfahrzeug­ haftpflichtversicherung für sich selbst oder für ein anderes Fami­ lienmitglied im gleichen Haushalt eingelöst werden. Bedingungen: Die Bestätigung über die Durchführung eines ausgewählten Kurses und die Rechnungen werden rund zwei Wochen vor dem ersten Kurstag verschickt. Bei Abmeldung weniger als 14 Tage vor Kursbeginn wird ein Unkostenbeitrag von CHF 60.– erhoben. Nichterscheinen am Kurs berechtigt den SVLT, das volle Kursgeld zu verlangen.  n

Kursorte und Kursdaten 2012 SVLT

Änderungen vorbehalten Lindau ZH 15.11 + 20.11 Lyss BE 15.11 + 20.11 Nyon VD 15.11 + 20.11 22.11 + 27.11 Salez SG 15.11 + 20.11 Sursee LU 15.11 + 20.11 Tuggen SZ 22.11 + 27.11

Weitere Kursorte: Aarberg BE, Balgach SG, Bazenheid SG, Biberbrugg SZ, Brunegg AG, Bülach ZH, Bulle FR, Claro TI, Corcelles-près-Payerne VD, Courtételle JU, Düdingen FR, Frauenfeld TG, Gossau ZH, Hohenrain LU, Ilanz GR, Interlaken BE, Kägiswil OW, Konolfingen BE, Landquart GR, Langnau i. E. BE, La Sarraz VD, Les Hauts-Geneveys NE, Lyssach BE, Marthalen ZH, Mettmenstetten ZH, Moudon VD, Niederurnen GL, Oensingen SO, Saanen BE, Schöftland AG, Schwarzenburg BE, Schwyz SZ, Sion VS, Sissach BL, Sitterdorf TG, Tramelan BE, Visp VS, Willisau LU, Zweisimmen BE, Zwingen BL

ASETA

www.G40.ch Anmeldung Fahrkurs G40 Kursort

Kursdatum

Name/Vorname Schon jetzt kann man sich für die Kurssaison 2013 beim Sekreta­ riat des SVLT in Riniken voranmelden. Die Informationen mit allen Kursorten und Kursdaten werden dann im Januar zugestellt.

Geburtsdatum Adresse PLZ, Wohnort Telefon

Mobile

Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK)

Ich habe von den Teilnahmebedingungen Kenntnis genommen. Datum und Unterschrift Unterschrift des gesetzlichen Vertreters/Lehrmeisters

Einsenden an: SVLT, Postfach, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: info@agrartechnik.ch


n  SVLT

Generalversammlungen Mittwoch, 28. November 2012, 9.15 Uhr Pfarreizentrum Schallen, Hauptstrasse 17, Möhlin Mittagessen, offeriert vom AVLT Kurzreferat «Einsatz öffentlicher Gelder auf Bauernhöfen» von Hugi Furrer, Experte ALK, nachmittags Besichtigungen

ten solche Arbeiten dann noch im eigenen Betrieb zu Hause weiter trainiert werden. Fragt man die Kursteilnehmerinnen nach der Motivation für den Kursbesuch, so heisst es meistens, dass der Partner zu Hause die nötige Geduld nicht aufbringt, um einem die Bedienung des Traktors beizubringen. Meist geschieht dies ja, wenn es sonst schon hektisch zu und her geht. Der Kurs bietet hier Abhilfe, findet er doch in einer lockeren Atmosphäre und ohne grossen Zeitdruck statt. Die Absolventinnen waren auch dieses Jahr mit den vom landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg in Zusammenarbeit mit dem Aargauer Verband für Landtechnik durchgeführten Kursen sehr zufrieden. Die nächsten Kurse finden im April 2013 statt. Informationen dazu finden sich unter www.liebegg.ch oder ­ www.avlt.ch. Hansjörg Furter, LZ Liebegg

Freitag, 7. Dezember 2012, 9.30 Uhr Gasthof Schönbühl, Schönbühl-Urtenen

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 9.30 Uhr Restaurant Brauerei in Sursee Fachreferat der BUL Schöftland: Kinderunfälle – Kampagne Kindersicherheit

Freitag, 4. Januar 2013 Strickhof, Riedhofstrasse 62, 8408 Winterthur-Wülflingen Am Kurs wird nicht nur gefahren, es werden auch Anbaugeräte an- und abgebaut.

AG

Traktorenkurs für Frauen Der «Traktorenkurs für Frauen» hat sich im Kursangebot der Liebegg fest etabliert. Die vier Kurstage dieses Jahr waren alle ausgebucht. Es besteht schon eine Warteliste fürs nächste Jahr. Der Fahrkurs hat zum Ziel, dass Frauen nicht nur mit den vielfach komplexen Bedienelementen eines Traktors zurechtkommen, sondern auch, dass sie mit Anbau- und Anhängegeräten gewisse Arbeiten verrichten können. Dabei soll aber der Blick für Gefahrensituationen auf der Strasse und bei Arbeiten auf dem Feld gewahrt bleiben. Im eintägigen Kurs können selbstverständlich nicht «Profi-Fahrerinnen» ausgebildet werden. Am Kurstag wird gelernt, wie man mit dem Traktor mit und ohne Anhänger manövriert und wie man einfache Maschinen wie Kreiselheuer oder Ladewagen an den Traktor anbauen kann. Es zeigt sich dabei immer wieder, dass gerade das Kuppeln von Hydraulikleitungen oder von Gelenkwellen besondere Herausforderungen sind. Gleich wie das Rückwärtsfahren mit dem Einachsanhänger soll82

11 2012  Schweizer Landtechnik

Jahrestagung Maschinenringe 2013 Donnerstag, 10. Januar 2013, 20 Uhr Im Landgasthof Ochsen in Wölflinswil findet ein Erfahrungsaustausch zwischen den Maschinenringen und Maschinengemeinschaften im Kanton Aargau statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, teilt der Sektionsvorstand des AVLT mit.

Kurs «Selbst ist die Frau» Donnerstag, 29. November 2012, 13 bis 16 Uhr Liebegg, Gränichen Informationen über den sicheren Umgang mit Strom und Sparen im Haushalt, richtiges Bedienen der Bohrmaschine, Bohren, Dübeln, Bolzensetzen, Abdichten von tropfenden Wasserhahnen und WC-Spülungen, Informationen zum Wassersparen. Kurskosten: CHF 35.–, inkl. Kursunterlagen Kursleiter: Ruedi Gubler, Landwirtschaftliches Zentrum Lieb­ egg, und Hansjörg Furter, Landwirtschaftliches Zentrum Lieb­ egg, Landtechnik Anmeldung: Bis 16. November 2012 an LZ Liebegg, Verena Bürge, Telefon 062 855 86 15, E-Mail: kurse@liebegg.ch


SVLT   n

Motorsägekurs und Holzhauerkurs 2 Montag bis Freitag, 17. bis 21. Dezember 2012, von 8 bis 17 Uhr, Örtlichkeit noch offen Der Motorsägekurs ist ein Anfängerkurs und richtet sich an Landwirte und Berufsgruppen, welche in der Regel einfachere Holzerntearbeiten durchführen. Der Holzhauerkurs 2 richtet sich an Teilnehmer mit abgeschlossenem Holzhauerkurs 1 oder Motorsägekurs. Motorsägekurs: 5-tägiger, praktischer Ausbildungskurs. Basis­ ausbildung, Kennen und Anwenden der Regeln der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes, wichtigste Grundregeln der Holzerei in einfachen Verhältnissen praxisbezogen anwenden, fachgerechtes Handhaben und Unterhalten von Motorsäge, Motorsägekette und Werkzeugen, Kennenlernen von neuen Werkzeugen Holzhauerkurs 2: 5-tägiger, praktischer Ausbildungskurs. Wei­ terbildung, Erlangen eines verbesserten Sicherheitsdenkens, einfache bis erschwerte Holzereiarbeiten sicher und rationell planen, organisieren und ausführen, Kennen und Anwenden angepasster Arbeitstechniken. Kursleiter: Rolf Wigger, Waldwirtschaft Schweiz, WVS Kurskosten: CHF 850.– (CHF 1050.– ausserkantonale und übrige Teilnehmer) Anmeldung: Bis 16. November 2012 an LZ Liebegg, Verena Bürge, Telefon 062 855 86 15, E-Mail: kurse@liebegg.ch

BE Gruppenprüfung 2013 der Kategorie G Auch dieses Jahr führt das Verkehrsprüfzentrum Bern des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes des Kantons Bern (SVSA) in Zusammenarbeit mit dem bernischen Verband für Landtechnik (BVLT) Gruppenprüfungen der Kategorie G mit entsprechender Instruktion durch. Zugelassen werden dieses Mal Jugendliche mit Jahrgang 1999 oder älter. Anmeldung: Anmeldeformulare für die Gruppenprüfungen (PDF, 160 KB, 2 Seiten) können beim Verkehrsprüfzentrum Bern oder beim BVLT bezogen werden: www.bvlt.ch Rubrik Gruppenprüfung Die Anmeldeformulare müssen bis spätestens am 15. Dezember des laufenden Jahres beim SVSA (Adresse auf der Rückseite des Gesuchs) eintreffen. Instruktion: Die gruppenweise Instruktion durch Mitglieder des BVLT erfolgt amtsbezirksweise an jeweils zwei Halbtagen. Prüfung neue Regelung: Die Führerprüfung der Kat. G ist eine theoretische Prüfung. Sie wird nach der zweiten Schulungseinheit in einem Verkehrsprüfzentrum des Kantons Bern abgelegt. (Bern, Bützberg, Orpund, Thun-Allmendingen). Führerausweis: Der Führerausweis wird in jedem Fall erst nach dem 14. Geburtstag aus- und zugestellt. Er berechtigt auch zum Führen von Motorfahrrädern (Führerausweiskategorie M). Kosten: Es entstehen folgende Kosten, die das SVSA und der BVLT separat verrechnen: SVSA: – die Bearbeitung des Gesuches um einen Führerausweis CHF 30.– – die schriftliche Gruppenprüfung der Kategorie G CHF 30.–

– die Ausstellung des Führerausweises CHF 45.– BVLT: – Instruktion inkl. Lern-CD und Lehrmittel CHF 100.– – für Mitglieder des BVLT CHF 80.– – Die Lern-CD wird am Instruktionstag abgegeben. Ansprechstelle Für Fragen zur Instruktion und allgemeine Auskünfte: BVLT, Peter Gerber, Hardhof 633, 3054 Schüpfen Tel. 031 879 17 45, E-Mail: bvlt@bluewin.ch, www.bvlt.ch

LU Aktuelles Kursangebot Mofa- und Traktorenprüfung Die Vorbereitungskurse für die Mofa- und Traktorenprüfung finden jeweils mittwochnachmittags statt. Kurskosten inkl. Lernplattform im Internet für Mitglieder Fr. 50.–. Nächste Termine: 28. November 2012 in Willisau, 12. Dezember 2012 in Sursee

Roller- und Autoprüfung Theorieprüfung online lernen für Fr. 29.– Grundkurse für Roller und Motorräder finden fast jeden Samstag und monatlich an einem Wochentag in Sursee statt. Nächste Termine: 24. November und 1. Dezember 2012

Verkehrskundeunterricht im ganzen Kanton Nächste Termine: 12./13./17. und 19. Dezember 2012 in Hochdorf

Kombipaket für Rollerfahrer Theorie online lernen/Grundkurs 8 Lektionen/VKU ➢ nochmals billiger als im Einzelpreis

Lastwagenprüfung Der Lastwagentheoriekurs dauert 32 Lektionen, während vier Wochen jeweils einen Tag pro Woche. Der Kurs ist modular aufgebaut und der Einstieg jede Woche möglich. Die Kurse finden jeweils in Luzern statt. Infos und Anmeldung: LVLT Fahrschule, Sennweidstrasse, 6276 Hohenrain, 041 467 39 02/info@lvlt.ch/www.lvlt.ch (Änderungen bei Kursort, -inhalt, -preis, -zeit bleiben vorbehalten)

BS, BL

Theoretische Führerprüfung Kat. F/G 2013 Der Verband für Landtechnik beider Basel und Umgebung organisiert für Jugendliche, welche im Jahre 2013 14 Jahre alt (Jahrgang 1999) oder älter werden, Vorkurse und Prüfungen für die theoretische Führerprüfung Kat. F/G. Sissach: Vorkurs: Mittwoch, 27. Februar 2013, 13.30 Uhr; Prüfung: Samstag, 9. März 2013 Vorkurs: Mittwoch, 20. März 2013, 13.30 Uhr; Prüfung: Samstag, 13. April 2013 Vorkurs: Mittwoch, 23. Oktober 2013, 13.30 Uhr; Prüfung: Samstag, 9. November 2013 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n  SVLT

Staplerkurs 7. bis 12. Januar 2012 in Steinhausen, jeweils 1 oder 2 Tage An diesem Kurs wird der sichere Umgang mit dem Stapler nach SUVA-Richtlinien vermittelt. Ziel: Schriftlicher SUVA-Ausweis, 1 Tag kann der obligatorischen CZV (Chauffeuren-Zulassungsverordnung) angerechnet werden. Inhalt: 2-tägige Ausbildung auf Gegengewichtsstaplern, Deichselstaplern und Schubmaststaplern. Theorie und Praxis oder die 1-tägige Ausbildung, wer bereits einen Ausweis in einer StaplerKategorie besitzt Leitung: VLT Zug und Josef Staub, Staplerschule Steinhausen Kosten: 2 Tage ca. Fr. 540.– für Mitglieder und Fr. 590.– für Nichtmitglieder; 1 Tag ca. Fr. 270.– für Mitglieder und Fr. 300.– für Nichtmitglieder Anmeldung: Sofort an Beat Betschart, 041 755 11 10, beatbet@bluewin.ch. Anmeldeschluss: 25. November 2012 (wegen Meldung für CZV)

Teleskopladerkurs 21. bis 26. Januar 2013 in Steinhausen, jeweils 1 od. 2 Tage Vermittelt wird an diesem Kurs der sichere Umgang mit dem Teleskoplader nach SUVA-Richtlinien. Ziel: Schriftlicher SUVA-Ausweis, 1 Tag kann der obligatorischen CZV (Chauffeuren-Zulassungsverordnung) angerechnet werden. Inhalt: 2-tägige Ausbildung auf Teleskoplader, Theorie und Praxis oder 1-tägige Ausbildung, wer bereits einen Ausweis in einer Stapler-Kategorie besitzt Leitung: VLT Zug und Josef Staub, Staplerschule Steinhausen Kosten: 2 Tage ca. Fr. 540.– für Mitglieder und Fr. 590.– für Nichtmitglieder; 1 Tag ca. Fr. 270.– für Mitglieder und Fr. 300.– für Nichtmitglieder Anmeldung: Sofort an Beat Betschart, 041 755 11 10, beatbet@bluewin.ch. Anmeldeschluss ist der 30. November 2012 (wegen der Meldung für die CZV)

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11 2012  Schweizer Landtechnik

Donnerstag, 24. Januar 2013, und Donnerstag, 31. Januar 2013, je 9 bis 16.30 Uhr SVLT-Verbandszentrum in Riniken AG Aufgrund der positiven Kursbewertungen wird die Fachtagung erneut durchgeführt. Die Anstellungsempfehlungen von Lohnunternehmer Schweiz sind den neusten Bestimmungen im Arbeitsrecht angepasst. Die Neuerungen werden im Kurs erläutert und anhand von Beispielen praxisorientiert erklärt. Der Kurs eignet sich für Betriebsleiter und Personen, die im Lohnunternehmen mit Personalfragen beauftragt sind. Themen: Arbeitsvertragliche Grundlagen (OR, Anstellungsempfehlungen), Sozialversicherungen, korrekte Lohnabrechnung, Lohnfortzahlung bei Arbeitsverhinderung, Vertragsauflösung/ Kündigung, Ausländerbewilligung Kursleiterin: Monika Schatzmann Kosten: CHF 200.– (Nichmitglieder CHF 250.–), inkl. Kursunterlagen, Mittagessen Anmeldung: bis spätestens 20. Dezember 2012 an: lohnunternehmen@agrartechnik.ch, Fax 056 462 32 01 oder per Post an: SVLT-Verbandszentrum, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken AG

Anmeldetalon «Der Lohnunternehmer als Arbeitgeber» ❏ Donnerstag, 24.1.2013, od. ❏Donnerstag, 31.1.2013 ❏ Ich bin bereits Mitglied ❏ Ich bin Nichtmitglied ❏ Ja, ich werde Mitglied und profitiere von der Vergünstigung.

Lohnunternehmen

Name Vorname Name 2

Vorname 2

Adresse

PLZ/Ort

E-Mail Telefon

Datum Unterschrift Einsenden an: SVLT, Ausserdorfstr. 31, 5223 Riniken

ZG

«Der Lohnunternehmer als Arbeitgeber»

Durchführung der Prüfungen: 9.00 Uhr Motorfahrzeugprüfstation (MFP), Münchenstein Laufen: Vorkurs: Mittwoch, 13. Februar 2013, 13.30 Uhr; Prüfung: Mittwoch, 6. März 2013 Durchführung der Prüfung: 12.30 Uhr Motorfahrzeugkontrolle Wahlen, Laufen Kurskosten: Mitglieder CHF 40.–, plus Lern-CD CHF 40.– (Nichtmitglieder: CHF 80.–, plus Lern-CD CHF 40.–) Anmeldung: Bis spätestens 30 Tage vor Kursbeginn an: Susi Banga, Gruthweg 103, 4142 Münchenstein, 061 411 22 88, s.banga@bluewin.ch Bitte unbedingt Kurs- und Geburtsdatum angeben

«Kosten im Lohnunternehmen» Mittwoch/Donnerstag, 9./10. Januar 2013, und Dienstag/Mittwoch, 15./16. Januar 2013, je 9 bis 17 Uhr im SVLT-Verbandszentrum Riniken AG Die Fachtagung eignet sich für Betriebsleiter und Personen, die sich im Lohnunternehmen mit Maschinenkosten beschäftigen. Kursziele: Die Teilnehmenden lernen das Berechnungsprogramm «ART-Trac» kennen und anwenden, rechnen Maschinenketten und Verfahrenskosten selbstständig, können im eigenen Betrieb die Kostenfaktoren aufzählen, werden an die Methodik der Betriebsanalyse herangeführt, sehen Optimierungsmöglichkeiten und Handlungsansätze.


SVLT   n

Kursleiterin: Astrid Böll Dauer: 2 Tage Kosten: Mitglieder CHF 390.– (Nichtmitglieder CHF 450.–), inkl. Kursunterlagen, Mittagessen Mitbringen: Eigenes Laptop Anmeldung senden bis spätestens 15. Dezember 2012 Per Post: Lohnunternehmer Schweiz, Ausserdorfstr. 31, 5223 Riniken. Per Fax: 056 462 32 01. Per E-Mail: lohnunternehmen@agrartechnik.ch

✂ Anmeldung

➢ Keine separate Einladung mehr mit der grünen Karte ➢ Alle Veranstaltungen (ausser 14. Dezember 2012, 20.15 Uhr) beginnen um 20 Uhr

Montag, 26. November 2012, Rest. Ochsen, Neuhaus Optimale Ergänzung der Hofdünger im Futterbau für gute Futtererträge und gesunde Tiere. Referent: Koni Keller Kreis: Schmerikon, Wagen, Eschenbach, Goldingen

Dienstag, 27. November 2012, Restaurant Sternen, Kriessern

zur Fachtagung «Kosten im Lohnunternehmen» Ich nehme gerne teil am: ❏ 9./10. Januar 2013 oder ❏ 15./16. Januar 2013 ❏ Ich bin bereits Mitglied ❏ Ich bin Nichtmitglied ❏ Ja, ich werde Mitglied und profitiere von der Vergünstigung.

Optimale Ergänzung der Hofdünger im Futterbau für gute Futtererträge und gesunde Tiere. Referent: Koni Keller Kreis: Balgach, Altstätten

Montag, 3. Dezember 2012, Restaurant Obstgarten, Flawil

Lohnunternehmen Teilnehmer

Landwirtschaftliche und touristische Eindrücke aus Zentral- und Südrussland Referent: Jacob Rüegg Name Vorname Kreis: Flawil Name 2 Vorname 2 Dienstag, 4. Dezember 2012, Hofstadl, Fam. Koch, Adresse

PLZ/Ort

Albertschwil, Gossau

Landwirtschaftliche und touristische Eindrücke aus Zentral- und Südrussland E-Mail Telefon Referent: Jacob Rüegg Datum Unterschrift Kreis: Oberbüren, Gossau Einsenden an: SVLT, Ausserdorfstr. 31, 5223 Riniken Freitag, 14. Dezember 2012, Restaurant Schäfli,

Alt St.Johann

Liegeboxengestaltung und Einstreue bei Milchviehställen Referent: Köbi Roth Kreis: Unterwasser, Neu St. Johann

ZH Vorbereitungskurs auf die Traktorenprüfung Kat. G 1. Dezember 2012, 23. Februar, 22. Juni, 7. September und 30. November 2013, jeweils 9.30 bis 15.30 Uhr Strickhof in Lindau Die Teilnahme ist frühestens 3 Monate vor dem 14. Geburtstag möglich (Nothelfer- und Verkehrskundeausweis ist in dieser Kategorie noch nicht vorgeschrieben). Die bestandene Prüfung berechtigt zum Lenken von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen bis 30 km/h (ohne Ausnahmefahrzeuge) sowie von Mofas. Kosten: CHF 100.– (für Mitglieder des SVLT Zürich CHF 80.–). Inbegriffen sind eine Lern-CD sowie eine kleine Mittagsverpflegung mit Getränk. Infos, Anmeldung: SVLT Zürich, Eschikon, Postfach, 8315 Lindau, Telefon 058 105 98 51, www.svlt-zh.ch

SG, AI, AR, GL

Kreisversammlungen November/ Dezember 2012 Der Vorstand kann seinen Mitgliedern eine interessante Auswahl an Referaten anbieten. Weitere Versammlungen in den anderen Kreisen folgen gegen Ende Dezember 2012 bis März 2013.

Donnerstag, 27. Dezember 2012, Restaurant Speer, Kaltbrunn Soll ich eine Occasionsmaschine kaufen anstatt einer neuen, um Kosten zu sparen? Wie kann ich den Wert einer Occasion schätzen? Referent: Ueli Lehmann; Kreis: Kaltbrunn, Benken

GR Facharbeiter Lohnunternehmen Das Modul «Lohnarbeiten» vermittelt Angestellten im Lohnbetrieb, wie Kunden kompetent beraten, die technischen Möglichkeiten von Grossmaschinen ausgeschöpft und diese ökologisch und ökonomisch eingesetzt werden. Die Zusatzausbildung kann als Modul für die Betriebsleiterschule mit zwei Punkten angerechnet werden und ist gesamtschweizerisch anerkannt. Voraussetzung hierfür ist das erfolgreiche Bestehen der Modullernzielkontrolle (MLZK) sowie die Anwesenheit an mindestens 80% der Kurstage. Das Modul wird vom Strickhof und vom Plantahof gemeinsam im Zeitraum Januar bis März 2013 angeboten. Interessierte melden sich bis 15. Dezember bei: Strickhof, Christoph Jenni, 058 105 98 58/ christoph.jenni@bd.zh.ch Plantahof, Konrad Merk, 081 257 60 38/ konrad.merk@plantahof.gr.ch. 11 2012  Schweizer Landtechnik

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SVLT

Impressum

Neuauflage Merkblätter

Schweizer Landtechnik

40 km

nein

nein

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nein e

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alle F **

alle

alle

*

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Ladungssicherung

weiss

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Die Ladung muss gegen Verrutschen, Umstürzen oder Herabfallen gesichert werden. Grundsätzlich unterscheiden die Fachleute zwei Sicherungsmethoden: • Die formschlüssige Ladungssicherung nutzt z. B. Ladewände, Rungen, Ösen am Ladegut, Keile oder Paletten als Abstützung. • Bei der kraftschlüssigen Ladungssicherung wird das Ladegut mit Zurrgurten oder Ketten niedergezurrt.

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Die Fracht, die Verantwortung und die Gelassenheit

2012

Redaktion Ueli Zweifel: red@agrartechnik.ch Dominik Senn: dominik.senn@agrartechnik.ch Ruedi Hunger: hungerr@bluewin.ch Ruedi Burkhalter: r.burkhalter@agrartechnik.ch Tel. 056 462 32 50 Mitglieder- und Abodienste, Mutationen Postfach, 5223 Riniken Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01 Internet: www.agrartechnik.ch Inserate Espace Media AG, Fachmedien Agrar Dammweg 9, Postfach, CH-3001 Bern Ingrid Wilms, Tel. 031 330 30 17 Fax 031 330 30 57 E-Mail: landtechnik@agripub.ch, www.agripub.ch

Ladung – aber sicher

Anzeigentarif Es gilt Tarif 2012 Kombinationsrabatt: 25% bei gleichzeitigem Erscheinen in «Technique Agricole» Druck und Spedition Stämpfli Publikationen AG Wölflistrasse 1, 3001 Bern Produktionskoordination Roberto Bruno

Die Ladungssicherung schwerer Güter umfasst oft eine Kombination von Form- und Kraftschluss. Zum Beispiel werden Silageballen teils gegen die vordere Ladewand abgestützt (formschlüssig) und zusätzlich mit Zurrgurten in Längs- und Querrichtung niedergezurrt (kraftschlüssig).

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Herausgeber Schweizerischer Verband für Landtechnik (SVLT), Willi von Atzigen, Direktor

Anzeigenverkauf Daniel Sempach, Tel. 034 415 10 41 E-Mail: daniel.sempach@agripub.ch Andreas Schwab, Tel. 031 330 37 54 E-Mail: andreas.schwab@agripub.ch Stephan Widmer, Tel. 079 628 31 83 E-Mail: stephan.widmer@agripub.ch

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Rechtzeitig auf die AGRAMA hin bringt der SVLT drei aktualisierte Merkblätter heraus. Die Merkblätter des Schweizerischen Verbandes für Landtechnik sind sehr beliebt, weil sie in knapper Form wichtige gesetzliche Bestimmungen für landwirtschaftlich immatrikulierte Fahrzeuge darstellen. Merkblatt Clic – Sichere Verbindung: Das Merkblatt rekapituliert die gängigen Anhängerkupplungssysteme am Traktor für die Oben- und Untenanhängung und informiert über die maximal zulässigen Stützlasten am Traktor. Merkblatt Kontrollschild – Hoftracs, Hof- und Teleskoplader: Das Merkblatt vermittelt eine Übersicht darüber, wie diese Spezialfahrzeuge sinnvollerweise immatrikuliert werden und wie ein genügender Versicherungsschutz gewährleistet wird. Merkblatt Damit’s oben bleibt – Ladung aber sicher: Es wird veranschaulicht, welche Kräfte auf eine Ladung wirken, einerseits wenn ein Fahrzeug beschleunigt oder stark abgebremst wird und andererseits bei einer Fahrrichtungsänderung. Das Merkblatt gibt Informationen zur Anwendung von geeigneten Rückhaltevorrichtungen und Zurrmitteln. Die Merkblätter sind am SVLT-Stand an der AGRAMA erhältlich und können beim SVLT in Riniken bezogen werden.

74. Jahrgang

SVG Art. 30 Abs. 2: «… die Ladung ist so anzubringen, dass sie niemand gefährdet oder belästigt und nicht herunterfallen kann.»

Schweiz. Verband für Landtechnik, 5223 Riniken Tel. 056 462 32 00 info@agrartechnik.ch www.agrartechnik.ch www.fahrkurse.ch

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Ausgabe 12/2012 Markt Ballenauflösegeräte Wissen Elektrische Antriebe Plattform AGRAMA-Rückblick Passion Zuckerrübenernte einst und jetzt

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Nr. 12/2012 erscheint am 13. Dezember 2012

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Anzeigenschluss 23. November 2012

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ART-Bericht 756

Nutzen automatischer Lenksysteme Arbeitswirtschaftliche und ergonomische Aspekte | Technik im Überblick

Oktober 2012

Autorinnen und Autoren Martin Holpp, Thomas Anken, Monika Sauter, ART Milan Kroulík, Zdeněk Kvíz Tschechische Universität für Lebenswissenschaften, Prag Oliver Hensel, Universität Kassel, Agrartechnik Witzenhausen martin.holpp@art.admin.ch Impressum Herausgeber: Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART Tänikon, CH-8356 Ettenhausen, Redaktion: Etel Keller, ART Die ART-Berichte/Rapports ART ­erscheinen in rund 20 Nummern pro Jahr. Jahresabonnement ­ Fr. 60.–. Bestellung von Abonnements und Einzelnummern: ART, Bibliothek, 8356 Ettenhausen T +41 (0)52 368 31 31 F +41 (0)52 365 11 90 doku@art.admin.ch Downloads: www.agroscope.ch ISSN 1661-7568

Agroscope untersuchte den arbeitswirtschaftlichen und ergonomischen Nutzen präziser automatischer Lenksysteme. (Foto: M. Kroulik) Satellitenbasierte automatische Lenksysteme sollen eine hohe Lenkgenauigkeit einhalten und die Fahrerin oder den Fahrer entlasten. Doch lassen sich diese arbeitswirtschaftlichen und ergonomischen Auswirkungen für die Praxis beziffern? Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART klärte diese Fragen in Zusammenarbeit mit der Tschechischen Universität für Lebenswissenschaften in Prag sowie der Universität Kassel, Agrartechnik Witzenhausen, in einem gross angelegten Feldversuch unter Praxisbedingungen. 17 Fahrer wurden während der Grundbodenbearbeitung, der Saatbettbereitung und der Aussaat mit und ohne automatisches Lenksystem beobachtet und ausgewertet. Die Arbeitsbreiten lagen zwischen 5 und 15 m, die Schlaggrös­ sen zwischen 1,2 und 15,7 ha. Die Lenksysteme hatten mit einer Präzision von ± 2,5  cm die höchste Genauigkeitsklasse. Die Ergebnisse zeigten, dass Fahrgeschwindigkeiten, Wendezeiten und Arbeitsbrei-

tenausnutzung mit Lenksystem zum Teil leicht vorteilhafter waren, sich aber nicht signifikant unterschieden. Die durch Fahrer, Feldform und Feldränder verursachten Abweichungen hatten einen grösseren Einfluss auf die Werte als die Nutzung von Lenksystemen. Zwei Messwerte unterschieden sich hingegen signifikant: Zum einen erhöhte sich mit dem Lenksystem wie erwartet die Lenkgenauigkeit. Der Effekt war mit grossen Arbeitsbreiten ohne Spuranreisser wesentlich stärker ausgeprägt als bei der Saat mit geringeren Arbeitsbreiten und Spuranreissern. Zudem führten Lenksysteme zu einer Entlastung des Fahrers. Beim Fahren mit Lenksystem war die Herzfrequenz als Mass der Belastung immer tiefer. Zusammengefasst steigern Lenksysteme den Komfort und die Ergonomie von Traktorarbeitsplätzen. Die Fahrer bleiben länger leistungsfähig und die Arbeitsqualität bleibt auf einem konstant hohen Niveau.

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n ART-Bericht 756 Problemstellung / Methodik Satellitenbasierte automatische Lenksysteme beeinflussen arbeitswirtschaftliche und ergonomische Parameter. In der Literatur finden sich einige Untersuchungen zu Arbeitsbreitenausnutzung, Wendezeitbedarf und Lenkgenauigkeit, die aber meist unter experimentellen Bedingungen stattfanden. Hinsichtlich der stets erwähnten Verminderung der Fahrerbelastung fanden sich keine Informationen. Zur erweiterten Abklärung arbeitswirtschaftlicher und ergonomischer Effekte automatischer Lenksysteme führte ART gemeinsam mit Partnern einen Feldversuch unter Praxisbedingungen durch. Bei derartigen Messungen hat der Fahrer einen grossen Einfluss auf die Ergebnisse. Für eine aussagekräftige Erhebung mussten die Messungen mit einer ausreichenden Anzahl an Fahrern wiederholt werden. Da vor Ort in Tänikon und auch im weiteren Umkreis weder genügend Fahrer noch Flächen zur Verfügung standen, wurden die Untersuchungen an der Agrartechnischen Fakultät der Tschechischen Universität für Lebenswissenschaften in Prag durchgeführt. Die Erhebungen mit 17 professionellen Fahrern bei den Arbeitsgängen Grundbodenbearbeitung, Saatbettbereitung und Aussaat fanden im Herbst 2010 und Frühjahr 2011 in verschiedenen tschechischen Regionen statt. Da Lenksysteme im Ackerbau und auf Grünland in der Regel erst bei Arbeitsbreiten über 3 m einen Vorteil bringen (ART-Bericht 659), kamen in der Untersuchung grössere Arbeitsbreiten von 5 bis 15 m zum Einsatz. Diese Masse finden sich in der Grünlandbewirtschaftung, bei Düngung und Pflanzenschutz sowie im Lohnunternehmereinsatz. Die 66 Versuchsparzellen hatten eine Fläche von 1,2 bis 15,7 ha (Ø 5,7  ha). Es wurden einheitlich Trimble EZG500-Lenksysteme mit einer Genauigkeit von ±2,5   cm genutzt. Mit einer Ausnahme (Lenkradmotor) steuerten sie direkt die Lenkhydraulik an. Das Messverhältnis der Fahrzeit ohne/mit Lenksystem war etwa 1:1. Die Fahrer fuhren in der Regel wechselweise zwei Parzellen ohne und zwei Parzellen mit Lenksystem. Basierend auf den Positions- und Herzfrequenzdaten (Polar-Sportuhr) wurden die Fahrgeschwindigkeiten im Feld und Vorgewende, Wendezeiten, Ausnutzung der Arbeitsbreiten, Lenkgenauigkeit sowie Herzfrequenz im Feld und Vorgewende bestimmt. Durch die Nutzung betriebseigener Lenksysteme und mit dem Umgang vertrauten Fahrern konnten lernbedingte Effekte ausgeschlossen werden. Zur Vermeidung von Stör­

einflüssen befand sich während der Messung ausser dem Fahrer niemand auf dem Traktor. Die Messungen fanden über den Tag verteilt von 07:00 bis 00:00 Uhr statt. Es wurde keine automatische Geschwindigkeitsregelung (Tempomat) benutzt. Mit einer Ausnahme wurde auf allen Feldern in geraden Linien parallel gefahren, auf einem wurde in Konturfahrt entlang der geschwungenen Vorgängerspur gearbeitet. Die Fahrer wählten den Wendemodus entsprechend den Bedingungen vor Ort. Ohne Lenksystem wurde immer in Omegakurven, mit Lenksystem in Omegakurven oder mit dem Überspringen von Spuren gewendet. Die bei kleineren Arbeitsbreiten bzw. bei kurzem Vorgewende häufig verwendete Schwalbenschwanzwende wurde im Versuch nie gefahren (Abb. 1). Eine statistische Auswertung der Messungen liess sich über die Mittelwerte aller Arbeitsgänge vornehmen. Eine Differenzierung nach Arbeitsgängen war aufgrund des zu geringen Stichprobenumfangs nicht möglich.

Ergebnisse Die von 14 Fahrern ausgewerteten Fahrgeschwindigkeiten zeigten keine statistisch signifikanten Unterschiede. Sowohl im Vorgewende als auch im Feld waren die Fahrgeschwindigkeiten mit und ohne Lenksystem nahezu identisch. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass unabhängig vom Einsatz des Lenksystems stets versucht wurde, mit der für den jeweiligen Arbeitsgang maximal möglichen Geschwindigkeit zu fahren. Die Kontrolle der Anschlussgenauigkeit im Feld wirkte nicht limitierend. Für die Berechnung der Wendezeiten dienten 350 Wendevorgänge von sechs Fahrern. Die mittlere Wendezeit lag ohne Lenksystem bei 30 s, mit Lenksystem bei 29 s. Die Unterschiede waren statistisch nicht signifikant. Dieser Effekt liess sich darauf zurückführen, dass beim Fahren mit Lenksystem zwecks Anpassung an die naturräumlichen Bedingungen zum Teil im selben Feld sowohl in Omegakurven als auch mit Überspringen der Spur gewendet wurde. Diese beiden Wendemodi unterscheiden sich im Zeitbedarf nur gering voneinander. Tschechische Messungen mit einer Wendezeiteinsparung von etwa 5 % bestätigen die Ergebnisse. Der Einspareffekt bei Beibehalten derselben Wendeform ist nur gering. Relevante Unterschiede zeigen sich, wenn die zeitintensive Schwalbenschwanzwende durch ein zeitsparendes Überspringen von Fahrspuren ersetzt werden kann.

Abb. 1: Links Wenden in Schwalbenschwanzform, Mitte Wenden in Omegaform jeweils mit direktem Anschluss an die letzte Fahrspur. Rechts Wenden mit Überspringen einer Fahrspur. Fahrzeug- und Spurmasse beispielhaft. Quelle: Agroscope 88

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ART-Bericht 756 n Mit einem solchen Wechsel der Wendeform liessen sich in bayerischen Versuchen beim Säen und Hacken von Zuckerrüben Einsparungen in der Grössenordnung von 35 % bzw. 8 Sekunden realisieren. Österreichische Versuche beim Grubbern berichten von 15 % Zeitersparnis beim Wenden. Die Ausnutzung der Gerätearbeitsbreite auf Basis der Daten von sechs Fahrern war beide Male sehr hoch. Ohne Lenksystem fuhren sie mit einer leichten Überlappung von 1 % der Arbeitsbreite, mit Lenksystem nur mit 0,2 %. Bei einer mittleren Gerätearbeitsbreite von 8,5 m nutzten sie mit dem Lenksystem gut 4  cm mehr aus als ohne Lenksystem. Die Unterschiede waren aber statistisch nicht signifikant. Die hohe Ausnutzung der Arbeitsbreite auch ohne Lenksystem dürfte darauf zurückzuführen sein, dass mit professionellen Fahrern auf grossflächigen Betrieben gearbeitet wurde, die auch bei manuellem Lenken eine sehr hohe Arbeitsbreitenausnutzung erzielen. Dies erklärt auch, weshalb die gemessenen Werte geringer als in deutschen Versuchen mit einer um 6 bis 15  cm verbesserten Ausnutzung waren. Zur Analyse der Lenkgenauigkeit dienten 201 Fahrspuren in der Hauptfläche von fünf Fahrern im Frühjahr 2011. Bei Grundbodenbearbeitung und Saatbettbereitung fuhren die Fahrer mit Lenksystem genauer als ohne. Der Genauigkeitsgewinn stieg mit wachsender Arbeitsbreite. Bei der Aussaat ohne Lenksystem fuhren die beiden Fahrer mit Spuranreissern ähnlich genau wie mit Lenksystem bzw. in einem ähnlichen Genauigkeitsbereich wie die Fahrer bei Grundbodenbearbeitung und Saatbettbereitung mit Lenksystem. Abb. 2 zeigt die Abweichung der Positionspunkte von der Sollfahrspur (dicke schwarze Nulllinie). Ohne Lenksystem lag die Abweichung in 50 % der Fälle in einem Bereich von ±20 cm, die Maximalwerte lagen bei ±75cm. Mit Lenksystem lag die Abweichung in 50 % der Fälle in einem Bereich von ±7 cm, die Maximalwerte lagen

bei ±38cm. Die Unterschiede waren signifikant. Wie erwartet und von anderen Versuchen bestätigt, erreichten die Fahrer mit Lenksystemen höhere Genauigkeiten als ohne. Bei der ohne Spuranreisser durchgeführten Grundbodenbearbeitung und Saatbettbereitung war der Effekt stark ausgeprägt, bei der Saat mit Spuranreissern nur schwach. Es scheint plausibel, dass mit Spuranreissern in einem ähnlichen Genauigkeitsbereich wie mit Lenksystem gefahren werden kann. Voraussetzung dafür sind gut sichtbare Markierungen, wie es im vorliegenden Fall bei der Saat nach einer Saatbettbereitung der Fall war. Die Herzfrequenz lag im Mittel der 14 ausgewerteten Fahrer in der Hauptfläche bei 84 Schlägen/min, im Vorgewende bei 86 Schlägen/min. Es liess sich keine Tendenz zu einer Abhängigkeit von den Arbeitsgängen erkennen. Mit Lenksystem sank die Herzfrequenz im Mittel sowohl in der Hauptfläche als auch im Vorgewende um 2 Schläge/min. Die Entlastung im Vorgewende war mit 2,5 % etwas höher als in der Hauptfläche mit 1,5 % (Abb. 3). Die Unterschiede waren stets signifikant. Diese durchschnittliche Reduktion der Herzfrequenz beim Fahren mit Lenksystem liegt in einem ähnlichen Bereich wie die Herzfrequenzänderungen bei der Anpassung an einfache Situationsänderungen im Strassenverkehr wie Spurwechsel, Überholen oder Abbiegen. Die gemessenen Unterschiede scheinen gering, es ist aber zu berücksichtigen, dass Lenksysteme das Ausmass der körperlichen Anstrengung kaum verändern und die Herzfrequenz primär die mentale Belastungsänderung indiziert. 2 Schläge/min entsprechen dem beim Fahren sowohl mit als auch ohne Lenksystem gemessenen Herzfrequenzunterschied zwischen Fahren in der Hauptfläche und im Vorgewende. Somit reduzieren Lenksysteme die Belastung in einem Umfang, der mit dem Belastungsunterschied zwischen Vorgewende und Hauptfläche verglichen werden kann. Diese Belastungsabnahme wird von Fahrern positiv gewertet.

Abb. 2: Die Lenkgenauigkeit beim Fahren ohne und mit Lenksystem unterscheidet sich signifikant: Das Diagramm zeigt die Abweichung der Positionspunkte von der Sollfahrspur (dicke schwarze Nulllinie). Ohne Lenksysteme lag die Abweichung in 50 % der Fälle in einem Bereich von ±20 cm, die Maximalwerte lagen bei ±75 cm. Mit Lenksystem lag die Abweichung in 50 % der Fälle in einem Bereich von ±7 cm, die Maximalwerte lagen bei ±38 cm.

Abb. 3: Die Herzfrequenz beim Fahren ohne und mit Lenksystem unterscheidet sich signifikant: Das Diagramm zeigt die Herzfrequenz beim Fahren mit Lenksystem in Relation zum Fahren ohne Lenksystem (=100 %). Mit Lenksystem sank die Herzfrequenz in der Hauptfläche auf 98,5 % und im Vorgewende auf 97,5 % (=roter Balken in blauer Box). In beiden Fällen entspricht dies einer Reduktion um 2 Schläge/ min. Lenksysteme reduzieren die Belastung also in einem Umfang, der mit dem Belastungsunterschied zwischen Vorgewende und Hauptfläche verglichen werden kann. 11 2012  Schweizer Landtechnik

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n ART-Bericht 756 Schlussfolgerung In der vorliegenden Untersuchung mit 17 Fahrern wurden bei den Arbeitsgängen Grundbodenbearbeitung, Saatbettbereitung und Aussaat meist nur geringe Auswirkungen von Lenksystemen gemessen. Fahrgeschwindigkeiten im Vorgewende und in der Hauptfläche, Wendezeiten und Ausnutzung der Gerätearbeitsbreiten waren mit Lenksystem zum Teil leicht vorteilhafter als ohne, unterschieden sich aber nicht signifikant voneinander. Arbeitsbreiten, Fahrer und naturräumliche Gegebenheiten wie die Schlagform und die sich daraus ergebenden optimalen Wendestrategien hatten im Praxisversuch einen wesentlich grösseren Einfluss auf die Messparameter als der Einsatz des Lenksystems selbst. Für eine Optimierung des Wendezeitbedarfs ist ein Wechsel des Wendemodus wichtig: Weg von der Schwalbenschwanzwende, hin zur Omegakurve bzw. dem Überspringen einer Spur. Hierfür ist nicht unbedingt ein Lenksystem erforderlich. Traktoren mit grossen Lenkwinkeleinschlägen für eine platzsparende Omegakurve können einen ähnlichen Effekt bringen. Lenksysteme können jedoch besonders in Reihenkulturen für das Auffinden von Pflegespuren wie beispielsweise beim Hacken sinnvoll sein. Sie bringen auch bei Arbeiten ohne Spuranreisser und bei grossen Arbeitsbreiten einen wesentlich stärkeren Nutzen als bei der Saat mit Spuranreissern und gut sichtbaren Spurmarkierungen. Vorteile bei der Saat ergeben sich dann, wenn Spurmarkierungen wie bei der Nachtarbeit oder bei der Direktsaat kaum sichtbar sind. Die kontinuierlich geraden Säreihen sind ein weiterer positiver Aspekt des Einsatzes von Lenksystemen. Sie ermöglichen einen einfacheren Einsatz von Geräten zur mechanischen Unkrautkontrolle wie auch von Droplegs an Pflanzenschutzgeräten, welche die Aufwandsmenge senken und gleichzeitig die Ausbringqualität steigern. Der belegte Effekt der Fahrerentlastung zeigt, dass mit Lenksystemen Komfort und Ergonomie von Traktorarbeitsplätzen zunehmen. Die Fahrer sind länger leistungsfähig und die Arbeitsqualität verbleibt auf einem konstant hohen Niveau. Hierbei ist noch zu beachten, dass im Versuch Langzeiteffekte nicht erfasst werden konnten. Die Beobachtungszeiträume pro Fahrer lagen zwischen gut einer und knapp drei Stunden. Es ist anzunehmen, dass die positiven Auswirkungen von Lenksystemen wie Lenkgenauigkeit und Ausnutzung der Gerätearbeitsbreite bei längeren Arbeitseinsätzen und beim Fahren bei schlechten Sichtverhältnissen tendenziell stärker zum Tragen kommen.

Technik im Überblick Wie funktionieren automatische Lenksysteme? Worauf ist zu achten? Die folgenden Seiten geben einen Überblick über die wichtigsten Aspekte. Positionierung per Satellit Die meisten Lenksysteme verwenden zur Erkennung der Spur das Global-Navigation-Satellite-System, kurz GNSS. Mit einer Antenne und einem Empfänger auf dem Traktor werden die Signale der GNSS-Satelliten empfangen. Aus diesen wird zuerst die aktuelle Position des Fahrzeugs berechnet und anschliessend die Fahrspur des Traktors bestimmt. Hier 90

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Abb. 4: Parallelfahrvarianten: links gerade A-B-Fahrt, rechts Konturfahrt. Quelle: Agroscope gibt es verschiedene Varianten des Parallelfahrens. In Europa sind hauptsächlich gerade Fahrten von Punkt A nach Punkt B und das Konturfahren entlang geschwungener Vorgängerspuren verbreitet (Abb. 4). Wie genau muss es sein? Die generelle Positionsabweichung der GPS-Signale liegt aufgrund technischer und atmosphärischer Gegebenheiten bei zirka ±3 bis 5 m. Zur Ansteuerung von Lenkungen ist dies zu ungenau. Mit Korrektursignalen von den Satelliten oder von erdgebundenen Funkstationen wird die Genauigkeit erhöht (Abb. 5). Je genauer und stabiler die Position sein soll, desto aufwändiger wird die benötigte Empfangs- und Korrekturtechnik. Bei Lenksystemen wird zur besseren Einordnung auch zwischen absoluter und Spur-zu-Spur-Genauigkeit unterschieden. Die absolute Genauigkeit gibt an, mit welcher Genauigkeit eine Position nach einigen Tagen oder auch Jahren wiedergefunden wird. Beim kostenlosen satellitengebundenen Korrektursignal Egnos beträgt diese beispielsweise zirka zwei Meter. Für die meisten landwirtschaftlichen Anwendungen ist allerdings die relative Genauigkeit innerhalb der nächsten Minuten, die Spur-zu-Spur-Genauigkeit, relevant. Sie wird erreicht, wenn innerhalb von 15 Minuten wieder an der Vorgängerspur entlanggefahren wird, und beträgt bei Egnos 20 bis 30  cm. Bei langsamen Fahrgeschwindigkeiten, wie beispielsweise im Gemüsebau, wird diese Zeitspanne aber oft überschritten. Hier ist dann die absolute Genauigkeit des Systems relevant. Egnos wird bei einfachen Lenksystemen verwendet, die sich mit dieser Genauigkeit für grosse Arbeitsbreiten bei der Grunddüngung und organischen Düngung mit überlappenden Streubildern eignen. Egnos wird durch alle heutigen Geräte empfangen. Es steht aber nur bei Empfang des Korrektursatelliten zur Verfügung. Abschattungen können einschränkend wirken. Für die Bodenbearbeitung (Scheibeneggen, Grubber, Saatbettkombinationen) mit grossen Arbeitsbreiten und genauem Anschlussfahren kommt die nächste Stufe mit kostenpflichtigen Satellitenkorrekturdiensten und einer Spurzu-Spur-Genauigkeit von ±10  cm in Frage. Zum präzisen Säen, Pflanzen und Hacken muss es noch genauer sein. Hier beginnt der Bereich der Real-Time-Kinematik-Systeme, kurz RTK, die sowohl eine Spur-zu-Spur- als auch absolute Genauigkeit von ±2,5  cm liefern. Solche RTKSysteme wurden auch im vorgängig beschriebenen Versuch eingesetzt. Mit zunehmenden Ansprüchen an Genauigkeit und Signalverfügbarkeit, einem breiteren Angebot an RTK-Kor­ rekturdiensten und sinkenden Preisen geht die Bedeutung kostenpflichtiger Satellitenkorrekturdienste zurück.


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Abb. 5: GPS-Korrekturvarianten, von links nach rechts: via Korrektursatellit, via mobiler Basisstation am Feldrand, via fest installierter Basisstation am Hof oder beim Dienstleister, virtuelles Referenzsystem VRS mit Basisstationen-Netzwerk vom Dienstleister. Quelle: Agroscope Genauigkeit ist nicht alles GNSS-Lenksysteme werden oft über die erreichbare Genauigkeit definiert. Dies ist jedoch nur ein Aspekt. Wichtig ist auch die Verfügbarkeit und Funktionssicherheit. Diese lassen sich in die Bereiche Satelliten und Korrektursignal unterteilen. Für die Satelliten gilt: Je mehr, desto besser. Für eine Positionsbestimmung braucht es abhängig von der Systemgenauigkeit mindestens vier Satelliten und möglichst freie Sicht nach Süden. Gebäude, Waldränder und Baumgruppen hingegen schatten ab, es sind weniger Satelliten sichtbar und das Lenksystem fällt allenfalls aus. Hier hilft ein besserer Empfänger, der neben den amerikanischen Satelliten (GPS) auch die russischen Satelliten (GLONASS) verarbeitet. Im Durchschnitt können dadurch etwa 50 Prozent mehr Satelliten empfangen werden – die Verfügbarkeit des Lenksystems auf empfangskritischen Flächen erhöht sich stark. Durch Abschattungen wird auch der Empfang satellitengebundener Korrektursignale unterbrochen. Vor allem bei den Signalen für hohe Genauigkeiten um ±10 cm dauert es je nach Empfänger bis zu mehreren Minuten, bis die gewünschte Genauigkeit wieder zur Verfügung steht. Kurze Abschattungszeiten im Sekundenbereich werden durch die Software oder mit einem Kompass rechnerisch überbrückt. Bei einem längeren Ausfall des Korrektursignals kann hingegen nur mit einer verminderten Genauigkeit weitergearbeitet werden. Mit RTK steht das Signal nach Abschattungen oder Signalausfällen meist innerhalb weniger Sekunden wieder zur Verfügung. Bei Arbeiten, die eine hohe Genauigkeit erfordern, ist diese hohe Verfügbarkeit sehr wichtig. RTK-Korrektursysteme RTK-Systeme verwenden für die Korrektur fixe Referenzpunkte, die sich wenige Kilometer entfernt vom Traktor befinden. Auf den Referenzpunkten steht ein GNSS-Empfänger, genannt Basisstation. Dessen Korrekturinformationen werden über Funk an den Traktor übermittelt und ergeben nach einer Verrechnung mit den Positionsdaten des GNSS-Empfängers auf dem Traktordach die korrigierte Position. Es gibt verschiedene Varianten der RTK-Korrektur (Abb. 5): – Die kundeneigene Basisstation wird vor Beginn der Arbeit auf dem Feld aufgestellt. Nach dem Aufstarten steht das System in wenigen Minuten zur Verfügung. Die Datenübertragung zwischen Basis und Traktor erfolgt mit Funkgeräten. Die Funkreichweite ist auf einem Schlag in der Regel ausreichend. Empfangsprobleme kann es allerdings bei kupierten Schlägen und Abschattungen durch Baumränder geben, insbesondere dann, wenn die Sichtverbindung nicht mehr sichergestellt ist.

– Wenn die Basisstation auf einem hohen Punkt wie zum Beispiel einem Silo des Hofes montiert wird, gibt es mehrere Vorteile. Das ständige Auf- und Abbauen der Basisstation entfällt, die Reichweite der Sichtverbindung erhöht sich und das Korrektursignal kann einfacher von mehreren Traktoren gleichzeitig genutzt werden. Diese Möglichkeit nutzen die Lenksystemanbieter, die beispielsweise Basisstationen bei Landtechnikhändlern aufbauen und unter Verwendung mehrerer Stationen ein Korrekturnetz realisieren. Der Kunde spart sich dann die Investition in eine eigene Basisstation und bezieht das Korrektursignal via Mobilfunknetz als Dienstleistung. Mit mehreren verfügbaren Basisstationen wird der Aktionsradius grösser, was insbesondere bei weiter verteilten Betriebsflächen oder für Lohnunternehmen relevant ist. – Die sogenannten Virtuellen Referenzsysteme (VRS), die ursprünglich hauptsächlich von Vermessern genutzt wurden, bestehen aus RTK-Basisstationen im Abstand von 20 bis 30 Kilometer. Sie bilden ein landesweites oder regionales Netz. Der Traktor hat eine permanente Mobilfunk-Datenverbindung zum Rechenzentrum des Betreibers. Auf Basis der Grobposition des Traktors wird aus den Daten der umliegenden Basisstationen das Korrektursignal berechnet und an das Fahrzeug gesendet. Der grosse Vorteil ist, dass auf jeder Fläche mit Mobilfunkempfang auch das Korrektursignal zur Verfügung steht. Durch den Einsatz hochwertiger Antennen ist der Empfang auf einer Landmaschine im Vergleich zu einem Mobiltelefon besser. Welche RTK-Lösung für den einzelnen Betrieb geeignet ist, hängt von der örtlichen Gegebenheit ab. Wenn das regionale Angebot an Korrektursignalen und die Empfangsstabilität mit Funkgeräten oder Mobilfunk auf den Schlägen stimmen, braucht man nicht unbedingt eine eigene Basisstation. In schwierigem, weil hügeligem oder baumbestandenem Gelände kann es bei langen Schlägen eventuell auch vorkommen, dass keine Lösung befriedigend funktioniert. Alternative Spurführungssysteme wie Spuranreisser oder Schaummarkierer können deshalb nach wie vor notwendig sein. Wenn es schwankt und driftet Den Einfluss von Hangneigung und schwankenden Bewegungen während der Fahrt kompensieren Neigungssensoren. Sie halten den Traktor stabil und vermeiden eine Drift hangabwärts beziehungsweise Schlangenlinienfahrt. Wenn auch der Traktor in hügeligem Gelände spurgenau fährt, so kann es doch sein, dass das Anbaugerät nicht exakt folgt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die 11 2012  Schweizer Landtechnik

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Abb. 6, oben: Nachlaufsteuerung Trimble TrueTracker. Mit zwei Antennen werden Traktor und Anbaugerät gleichzeitig auf Spur gehalten. Unten: Der hydraulische Verschieberahmen PSR Slide korrigiert Abweichungen des Anbaugeräts. Quelle: Geo-Konzept, Reichhardt

Antenne im Regelfall auf dem Traktor und nicht auf dem Gerät montiert ist. Durch die Dynamik im Anbausystem wird am Anbaugerät nie dieselbe Genauigkeit wie an der Antennenposition erreicht. Zur Korrektur können Maschinen mit einem zusätzlichen Navigationssystem ausgerüstet werden. Die Positionskorrektur erfolgt zum Beispiel über steuerbare Scheibenseche oder einen hydraulischen Verstellrahmen im Dreipunkt. Für angehängte Maschinen gibt es Nachlaufsteuerungen, die dafür sorgen, dass das Gerät direkt in der Traktorspur läuft (Abb. 6). Von Hand oder automatisch lenken? Lenksysteme werden nach der Umsetzungsart der Lenkkorrektur in manuelle Parallelfahrhilfen, Lenkassistenzund automatische Systeme unterschieden. Vorneweg: Wer genau fahren möchte, braucht ein System mit integrierter Lenkkorrektur. Für präzise Arbeiten sind nur Lenkassistenz- und automatische Systeme geeignet. Manuelle Parallelfahrhilfen werden nur bei Genauigkeiten von ±30  cm eingesetzt. Ein Lichtbalken oder Monitor zeigt optisch den Grad der Abweichung an, die der Fahrer selbst korrigiert. Der Fahrer muss sich stark auf die Anzeige

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konzentrieren, um Fahrspuren zu überspringen und genauer zu fahren. Der Entlastungsgrad ist gering und es gibt auch keine zusätzliche Zeit, um andere Kontrollaufgaben wahrzunehmen. Die manuellen Systeme werden häufig als Einstiegssystem verkauft, mit der Option, später einen Lenkeingriff nachzurüsten. Sie werden bei grossen Arbeitsbreiten in der Bodenbearbeitung sowie bei der Düngerausbringung auf Acker- und Grünland verwendet. Mit einer Markierungsfunktion ausgestattet können sie beispielsweise auch genutzt werden, um nach dem Wiederbefüllen des Düngerstreuers wieder an der richtigen Stelle fortzufahren. Lenkassistenzsysteme setzen die Positionsabweichung direkt in eine Lenkkorrektur um. Bei den meisten Systemen wird mit einem Elektromotor mit Reibrad direkt das Lenkrad angesteuert beziehungsweise das Serienlenkrad gegen ein Lenkrad mit integriertem Motorantrieb ausgetauscht (Abb. 7). Das Lenksystem kann so schnell vom einen auf den anderen Traktor umgebaut werden. Eine Ausrüstung mit zusätzlichen, fest eingebauten Lenkkomponenten wie bei automatischen Lenkystemen entfällt in der Regel. Lenkassistenz- und automatische Systeme haben dieselbe Funktion wie die manuellen, entlasten den Fahrer aber spürbar, da er sich nicht mehr auf eine Anzeige konzentrieren muss. Da der direkte Lenkeingriff schneller ist als der manuelle, kann die bessere Genauigkeit höherwertiger Satellitenempfänger ausgenutzt werden. Systeme mit integrierter Lenkkorrektur haben Vor- und Nachteile. Einerseits hat der Fahrer mehr Kapazität für das Wesentliche, da er sich voll und ganz auf die Arbeit der Maschine konzentrieren kann. Andererseits kann es bei langen Schlägen allenfalls zu Monotonie, Langeweile und Einschlafneigung kommen. Da bei Hindernissen in der Fahrspur immer manuell ausgewichen werden muss, ist dieser Punkt nicht zu vernachlässigen. Kosten und Wirtschaftlichkeit Die Kosten für ein Lenksystem variieren abhängig von Funktionsumfang, Genauigkeit, Umfang der Traktorvorausstattung und Anbieter stark. Parallelfahrhilfen von einfacher Genauigkeit sind ab etwa 1000 Franken, Lenk­ assistenzsysteme mit einfacher Genauigkeit ab etwa 10 000 Franken und automatische RTK-Lenksysteme von höchster Genauigkeit ab etwa 20 000 Franken erhältlich. Die notwendige Flächenauslastung verringerte sich auf Grund sinkender Preise für die Lenksysteme. Sie bewegt sich heute zwischen weit unter hundert und mehreren hundert Hektaren. Bei den günstigsten Geräten fällt sich der Kaufentscheid wohl vor allem über den Komfortzuwachs. Bei den teureren ist es nötig, sich betriebsindividuell mit den Rahmenbedingungen eines wirtschaftlichen Einsatzes auseinanderzusetzen. Hier sei auf den ART-Bericht 659 «Parallelfahrsysteme für Traktoren – Technik und Wirtschaftlichkeit» (Holpp 2006) und das KTBL-Heft 67 «Parallelfahrsysteme» (Niemann et al. 2007) verwiesen.


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Abb. 7:, links Reibradmotor zur Montage am Lenkrad, Mitte Lenkrad mit integriertem Motorantrieb zur Montage anstelle des Originallenkrads, rechts Integration der Parallelführungssoftware in ein ISOBUS-Terminal. Quelle: Geo-Konzept, Reichhardt

Anbieter von Lenksystemen Es gibt eine Vielzahl von Lenksystemanbietern. Die Auswahl an professionellen Systemen und die Möglichkeiten der Zusammenstellung betriebsspezifischer Lösungen werden immer grösser. Funktionalitäten wie Dokumentation über das Terminal, Fernzugriff des Servicetechnikers auf die Einstellungen des Lenksystems, Integration der Bedienung in das ISOBUS-Terminal (Abb. 7), Kombination mit einer Teilbreitensteuerung der Pflanzenschutzspritze oder zusätzlichen mechanischen oder auf Ultraschall

basierenden Sensoren zur direkten Orientierung am Pflanzenbestand komplettieren das Angebot. Die wichtigsten Anbieter sind in Tab. 1 aufgelistet. Eine detaillierte vergleichende Darstellung der Systeme ist aufgrund des umfangreichen Angebots an dieser Stelle nicht möglich. Weiterführende Informationen zum Thema finden sich beim Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft KTBL (www.ktbl.de); auch landtechnische Fachzeitschriften in Deutschland veröffentlichen regelmässig Vergleiche von Parallelfahrsystemen.

Tab. 4: Anbieter von Lenksystemen. Agco www.agcocorp.com

Müller Elektronik www.mueller-elektronik.de

Autofarm www.gpsfarm.com

Reichhardt www.reichhardt.org

Case New Holland www.cnh.com

Same Deutz-Fahr www.samedeutz-fahr.com

Claas www.claas-agrosystems.com

Teejet www.teejet.com

John Deere www.deere.com

Topcon www.topconpa.com

Leica Geosystems www.leica-geosystems.ch

Trimble www.trimble.ch

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Schweizer Landtechnik  

Ausgabe November 2012