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Schweizer Landtechnik

Oktober 2013

Bergmechanisierung Zweiachsm채her: Kletterer am Berg Gezogene Scheibenm채hwerke TransporteR: Sturzgefahr auf Hanglagen Fahrbericht: McCormick X50.40 Interview: Spannende Maschinenkosten


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Editorial • Inhalt Oktober 2013   n

Editorial

Ruedi Hunger

n Markt 4 Aktuelles 10 Kverneland: Precision Farming 12 John Deere: Offensive der Kompakttraktoren 16 Zweiachsmäher: Kletterer am Berg 22 Traktoren: Trends bei Motoren und Getrieben

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Nossa Terra – unsere Erde Albert Fallou (1795–1877), deutscher Bodenkundler, sagte zur Bedeutung des Bodens einmal: «Es gibt in der ganzen Natur keinen wichtigeren, keinen der Betrachtung würdigeren Gegenstand als den Boden.» Es mag Zufall – wohl aber doch mehr Absicht gewesen sein, als ein namhafter Ma­ schinenhersteller vor Jahren seinem neuen Produkt, einem Zweiachs­ mäher, den Namen «Terratrac» ver­ lieh. Damit wollte der Namensgeber kundtun, dass sein Fahrzeug auch in steilen Hanglagen stets mit der Erde, dem Boden, verbunden bleibt. Allgemein ist bekannt, dass Hang­ mechanisierung nicht billig ist. Diese Tatsache beeinflusst die Wirtschaft­ lichkeit auch noch Jahre nach dem Kauf. Eine Neuerung im kürzlich erschienenen ART-Bericht 767 (Sei­ ten 34/35) betrifft den Reparatur- und Unterhaltsfaktor für Transporter und Zweiachsmäher. Entgegen dem Trend wurde für diese Motorfahrzeuge der RUF-Faktor deutlich nach oben korrigiert. Was passiert, wenn am Hang ein Limit überfahren wird und dadurch die sichernde Verbindung zum Boden abreisst, zeigt das Beispiel auf den Seiten 44/45. Wir wünschen Ihnen daher stets eine gute Verbindung zum Boden – und zur Strasse.

n

Impression

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McCormick X50.40: Podest-Anwärter im Grünland

n Wissen 31

Ausser Rand und Band – Gründe für Schleuderunfälle

n Management 34

Interview: spannende Maschinenkosten

34 n Plattform 36 40

agripro: Freiburger Thementage Praxistag Gülle: Baselland

36 n Sicherheit 44 47

Transporter: Sturzgefahren auf Hanglagen Bericht BUL-Tagung: Tücken in Wein- und Obstbau

n Passion 52

Möriker Oldtimer-Traktortreffen

n SVLT 54 Bericht: Delegiertenversammlung 58 Sektionsnachrichten 60 Fahrkurs G40 61 Grundkurse für Staplerfahrer 62

Impressum

Ausgabe Nr. 11 erscheint am 7. November 2013 Titelbild: Fahrbericht zum McCormick X50.40 (Bild: Ruedi Burkhalter)

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n  Markt | Aktuelles

Leserreise mit der Schweizer Landtechnik Noch hat es freie Plätze Die Leserreise an die Agritechnica findet statt vom 12. bis 14. November 2013. Preis ab CHF 690.– Detailinformation in Schweizer Landtechnik 9/2013 oder bei Agrar Reisen Buchung und Auskünfte über Agrar Reisen, groups@agrar-reisen.ch, Tel.: 062 834 71 61, Fax. 062 834 71 00, www.agrar-reisen.ch

Schweizer Landtechnik

Krone mit neuer Häckslerbaureihe Big X 480 und Big X 580.

Offensiv in den Markt ab 450 PS Der weltweit grösste Feldhäckslermarkt liegt im Segment 451 PS bis 550 PS; rund die Hälfte aller verkauften Häcksler bewegt sich in dieser PS-Klasse. Für den Futtererntespezialisten Krone, der erst kürzlich angekündigt hat, die Feldhäckslerproduktion mittelfristig zu verdoppeln, war dies ein guter Grund, seine Produktpalette nach unten zu ergänzen. Mit dem Big X 480 und dem Big X 580 präsentiert Krone auf der Agritechnica zwei neue Typen in den Leistungsklassen 480 und 580 PS, die den Big X 500 ersetzen. «Bewährte Grosstechnikfeatures so herunterbrechen, dass auch die neuen ‹kleinen› Big X die weltweit geschätzte KroneHäckselqualität liefern» lautete die Aufgabenstellung zur Umsetzung der

Pöttinger: Neuheitenfeuerwerk für 2014 Pöttinger hat seine zweibalkige Grubberserie Synkro komplett neu überarbeitet; das Neuheitenfeuerwerk für 2014 im Überblick. Die Flügelschargrubber-Serie Synkro 1020 gibt es in Arbeitsbreiten von 2,5 m bis 6 m, die Modelle ab 4 m sind geklappt. Die neuen Synkro eignen sich gut für die flache und tiefe Stoppelbearbeitung mit Traktoren bereits ab 70 PS. Der Anbau lässt sich leicht auf verschiedenste Traktormodelle abstimmen und erfolgt bei den Modellen Synkro 2520 und 3020 über doppelschnittige Unterlenkerlaschen Kat. II mit zwei Höhenpositionen. Bei den Modellen Synkro 4020 K, 5020 K und 6020 K erfolgt der Anbau über doppelschnittige Unterlenkerlaschen Kat. II/III mit zwei Höhenpositionen. Neu dazugekommen ist der EurocatTrommelmäher Eurocat 312. Bei den gezogenen Zetterreihen HIT 10.11 T und 12.14 T gibt es neu auch bei den kleineren 8-Kreisel-Modellen Arbeitsbreiten von 7,70 m bis 8,60 m. Komplett neu entwi4

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(Werkbild)

Synkro 3020, der neue zweibalkige Grubber aus dem Hause Pöttinger. (Werkbild)

ckelt wurde für die gezogenen ZetterModelle HIT 8.81 und HIT 8.91 der Anbaubock: Es handelt sich um einen robusten Dreipunkt-Schwenkbock mit serienmässigen Dämpfungsstreben und besten Nachlaufeigenschaften. Mit den neuen Mittenschwader-Modellen TOP 612 C, TOP 702 C und TOP 762 C wurden Doppelmittenschwader mit hoher Wendigkeit entwickelt. Neben den Novacat 402, 442 und 352 gibt es nun die neue Heckmähwerksgeneration auch in den Modellen Novacat 262 und 302.  pd.

neuen Baureihe. Bei Tests und Analysen stellte sich heraus, dass bei den kleineren Motorklassen die Häckseltrommel schmaler gestaltet werden muss, damit die Schichtdicke vor den Messern adäquat ist zu der Schichtdicke, die bei den grösseren Big X mit der 800 mm breiten Häckseltrommel erreicht wird. Nur wenn diese Verhältnismässigkeit proportional stimmt, ist eine mustergültige Häckselqualität möglich. Die Konsequenz: Krone rüstet die beiden neuen Häcksler jeweils mit einer 630 mm breiten Häckseltrommel (Durchmesser 660 mm) aus, was für das Gesamtfahrzeug und für die Kunden zusätzliche Vorteile bringt. Verfügbar sind Trommeln mit 20, 28 und 40 Messern.  mgt.

Der neue Lintrac kommt Exakt 65 Jahre, nachdem der erste Lindner-Traktor das Kundler-Werk verlassen hat, folgt ein neuer Meilenstein: Ende Oktober 2013 feiert der Lintrac seine Premiere. Drei Jahre hat der Tiroler Landmaschinenspezialist Lindner an der Entwicklung der dritten Baureihe gearbeitet. Eines der technischen Highlights des Lintrac ist das stufenlose Getriebe. Entwickelt wurde das stufenlose Getriebe Terramatic TMT09 gemeinsam mit ZF. Hergestellt wird es im ZF-Werk im oberösterreichischen Steyr. Im Mittelpunkt steht gemäss Werkangabe die kinderleichte Ldrive-Bedienung, welche ermüdungsfreies Arbeiten ermögliche. Weitere Highlights seien das Fahrwerk und der effiziente Motor. Zum ersten Mal auf einer Messe präsentiert wird der Lintrac auf der Agritechnica in Hannover vom 12. bis 16. November. Neben den Geotrac-Traktoren und den Unitrac-Transportern ist der Lintrac die dritte Baureihe des Landmaschinenspezialisten, der ausschliesslich im Tiroler Kundl produziert. Jährlich werden rund 1400 Geotracs und 200 Unitracs gefertigt.  zVg.


Aktuelles | Markt   n

Feinstaubnachverbrennung der Lopper Kesselbau AG Ennetbürgen NW Auto-Kalibrierung: ­präzise Ertragserfassung in Echtzeit Während der Ernte mit dem Feldhäcksler Big X vollautomatisch in Echtzeit den Ertrag erfassen – das kann die neue «AutoKalibrierung» von Krone. Erforderlich ist lediglich ein Abfuhrwagen, der mit einer Wiegeeinrichtung ausgerüstet ist. Dieser Wagen verfügt über ein Isobus-basiertes Datenerfassungssystem und fungiert als Kalibrierfahrzeug. Die Daten werden über eine Onlineverbindung an den Big X geschickt und mit den vom Häcksler ermittelten Ertragsdaten abgeglichen. Die Toleranzen bewegen sich im Bereich von plus/ minus zwei Prozent. Die Vorteile für die Praxis liegen auf der Hand: Die sonst üblichen Fahrten zur Fuhrwerkswaage entfallen, ebenso die daraus resultierenden Kosten. In vielen Fällen kann sogar ein Abfahrwagen eingespart werden, da keine Umwege zur Fuhrwerkswaage erforderlich sind.  pd.

VarioBale verwandelt Festkammer- in Variopresse Die semivariable Festkammerpresse Comprima F 155 kann durch das neue VarioBale-Verfahren wie eine VariokammerRundballenpresse gefahren werden. Möglich sind Ballendurchmesser von 1,25 m bis 1,50 m. Bei VarioBale wurden die Anschlaggestänge durch zwei Hydraulikzylinder ersetzt. Der Fahrer muss somit nicht mehr vom Traktor absteigen, sondern er wählt den Ballendurchmesser über die elektronische Bedieneinheit einfach und schnell vom Fahrersitz aus. Und so funktioniert VarioBale: Der Druck in den Hydraulikzylindern und deren Schiebeweg werden gemessen und als Signal für die Pressdichte Ballendurchmesser und die «Rechts-Links-Anzeige» genutzt. Im Display verfolgt der Fahrer die Veränderung des Ballendurchmessers. Ist der gewünschte Ballendurchmesser erreicht, erfolgt die Endverdichtung. Im Display ist jetzt die prozentuale Ballendichte (linksrechts) zu sehen.  pd.

Während erneuerbare Energien überall gefördert werden, hat der Klassiker auf diesem Gebiet, die Holzheizung, mit immer strengeren Abgasvorschriften zu kämpfen. Vor allem grössere Hackschnitzelanlagen ab 100 kW, in denen meist Brennstoff minderer Qualität verwendet wird, liegen derzeit oft noch über den schon bald geltenden Grenzwerten. Die Lopper Kesselbau AG mit Sitz in Ennetbürgen NW hat daher mit der Low Dust Box eine neue Form der Feinstaubreduktion entwickelt: Statt den Staub nur abzuscheiden, wird er direkt im Ofen nachverbrannt. Die Low Dust Box wird direkt hinter der Brennkammer installiert, sodass der Feinstaub gar nicht erst in das weitere Leitungssystem gelangen kann, sondern noch in der heissen Zone des Ofens beseitigt wird. Der Kessel und insbesondere der Wärmetauscher bleiben so wesentlich

Anders als herkömmliche Filtersysteme sammelt die Low Dust Box von Lopper den Feinstaub nicht am Ofenausgang, sondern verbrennt ihn noch im Innern. So bleibt der Wärmetauscher sauber. (Werkbild)

länger sauber, eine Wartung ist nur noch einmal pro Jahr notwendig. Erstmals vorgestellt wird das System auf der Agritechnica 2013, zusammen mit einer neuartigen Touch-Steuerung.  zVg.

MF 9000 Xtra – Teleskoplader mit neuen Motoren Die MF-9000-Xtra-Teleskoplader werden von neu entwickelten 3,6-l-4-ZylinderDeutz-Motoren mit EGR und DOC angetrieben, welche der Tier4i-Abgasnorm entsprechen und einen wartungsfreien Betrieb gewährleisten. Die neuen Motoren werden weiterhin seitlich parallel zur Fahrtrichtung verbaut, um die aus der Baubranche übernommene Hochleistungskühlung ohne Sichtbehinderung zu beherbergen sowie einfachsten Servicezugang zu ermöglichen. Die neuen Motoren leisten 100 PS bei der 6-m/3-t-Version MF 9306 Xtra sowie 7-m/3,5-t-Version MF 9407 Xtra und 122 PS beim MF 9407 S Xtra mit ebenfalls 7 m Hubhöhe und 3,5 t Hubkapazität. Die übrigen Merkmale: • Patentiertes asymmetrisches Kabinendesign mit gewölbter Seitenscheibe und ohne Pfosten für beste Übersicht • Kurzes und breites Chassis für erstklassige Stabilität bei höchster Wendigkeit • 2-stufiger, hydrostatischer Fahrantrieb (40 km/h) für effizienten Betrieb und Transportaufgaben • Allradlenkung ist Standard, für weiter gesteigerte Wendigkeit in engsten Räumen • CCLS-Hochleistungshydraulik mit 190 l/ min Förderleistung für kurze Ladezeiten

• Hochpräzise Steuerung des Ladearms dank proportionalem Joystick und elektrohydraulischen Steuerungsventilen • LoadSensing für die gleichzeitige Nutzung von bis zu drei Funktionen • Umfangreiches Programm an Geräteaufnahmen für alle Hersteller und eigene Werkzeuge.  mgt.

Der MF 9407 S Xtra mit 7 m Hubhöhe und 3,5 t Hubkapazität. (Werkbild)

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n  Markt | Aktuelles

Neue Oberklasse-Mähdrescher von Massey Ferguson

Die vier aneinandergereihten Räder des Tetrax2 sorgen für einen kleinstmöglichen Bodendruck, was der Bodenstruktur zugutekommt. (Werkbild)

Jetzt als neues Modell: Tetrax2 von Joskin Der Tetrax2 des belgischen Herstellers Joskin kann mit dem Modulo2 verglichen werden. Durch die vier aneinandergereihten Räder ist der Bodenkontakt über die ganzen 2,6 m Breite vorhanden. Neu am Tetrax2 ist nebst der Reifengrösse 650/65R38 auch 650/65R42 möglich. Auf dem Tetrax2 ist das neueste integrierte 4-Punkt-Hubwerk verbaut. Hierdurch wird das Anbaugerät näher an das Fass gehängt; die Kombination ist kompakt. Die angebotenen Modelle sind Tetrax2 10700S, 13000S und 14000S, welche jeweils 10750, 12900 und 14 000 Liter Fassungsvermögen besitzen.  pd.

Automatische MesserSchnell-Schärfeinrichtung für Ladewagen ZX Den kompletten Messersatz des Ladewagens im eingebauten Zustand innerhalb von nur zwei Minuten automatisch schärfen – das ermöglicht die neue SpeedSharp-Lösung von Krone. Die SpeedSharp-Schärfeinrichtung besteht aus einer rotierenden Welle, bestückt mit 23  federbelasteten Fächer-Schleifscheiben. Zum Schleifen der Messer wird der Messebalken mit der Speed-Sharp-Welle seitlich ausgeklappt. Danach wird die Messerschleifeinrichtung über die Messer geschwenkt. So sind stets eine Sichtkontrolle des Schleifvorgangs, eine Prüfung der Messer oder auch ein Messerausbau komfortabel möglich.  pd. 6

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Mit den zur Erntesaison 2014 verfügbaren Grossmähdreschern MF Delta (9380/AL) und MF Centora (7380/AL und 7382/AL) bietet Massey Ferguson eine neue Auswahl an Hochleistungsmähdreschern für Betriebe, die Leistung, Zuverlässigkeit und ein Höchstmass an wirtschaftlicher Technologie benötigen. Die neuen Modelle sind auf die Bedürfnisse grosser Agrarbetriebe und Lohnunternehmer zugeschnitten. Die neuen MF-Mähdrescher Delta und Centora werden die ersten erhältlichen Mähdrescher mit Motoren der Abgasstufe Euro IV/Tier 4Final sein. Denn Massey Ferguson setzt auch in der Erntetechnik auf die neueste Abgasreinigungstechnologie mit SCR, um bei höchster Leistungsfähigkeit und geringem Dieselverbrauch keine Kompromisse einzugehen. Ausgestattet mit 6- und 7-Zylinder-Motoren von AGCO Power mit 4-Ventil-Technik liefern die Mähdrescher damit Maximalleistungen von bis zu 379 PS (MF Centora 7380/AL), 404 PS (MF Centora 7382/AL) oder 496 PS (MF Delta 9380/AL).

Grösserer Korntank Die MF Centora und Delta der neuen Generation bieten ein umfangreiches Ausstattungspaket, welches höchste Effi-

Der MF Delta 9380 hat den neuen Motor der Abgasstufe Euro IV/4Final. (Werkbild)

zienz bei geringen Betriebskosten und sauberer Ernteware im Korntank sicherstellt. Dieser hat jetzt ein deutlich grösseres Fassungsvermögen: 12  500  l beim Centora 7382 und Delta, 9380 bzw. 10 500 l beim Centora 7380 und allen AL-Modellen (AutoLevel für automatischen Hangausgleich). Um hohe Leistungen in Qualität und Durchsatz zu erreichen, benötigt die Maschine eine gleichmässige Zufuhr des Ernteguts. Und genau dies bietet das neue PowerFlow-Schneidwerk mit Arbeitsbreiten für den MF Delta von bis zu 10,70 m und für den Centora bis zu 9,20 m. mgt.

AX 310 GL/GD – starker Typ unter ­kleinen Ladewagen Mit dem AX 310 GL/GD (mit bis zu 31 m³ Fassungsvermögen) zeigt Krone auf der Agritechnica eine Ergänzung zu seiner kleinsten Ladewagenbaureihe. Wie alle AX-Wagen verfügt auch der AX 310 GL/ GD über den nach vorne abgesenkten Kratzboden. Durch diese leicht schräge Position des Kratzbodens wird der Förderweg des Schneidrotors verkürzt und das Futter noch schneller und mit deutlich weniger Kraftaufwand in den Wagen befördert. Somit kann der AX-Wagen auch von Traktoren ab rund 100 PS eingesetzt werden. Weitere Kennzeichen der AX-Baureihe sind: Förder- und Schneidrotor mit einem Durchmesser von 760 mm und sechs Zinkenreihen auf dem Umfang. Praxisgerecht ist auch das klapp- und zur Seite schwenkbare Schneidwerk, bei dem der

Der AX 310 GL/GD von Krone kann von Traktoren ab ca. 100 PS eingesetzt werden.

Schlepperfahrer nicht um den Wagen laufen muss, um das Schneidwerk von beiden Seiten zu ent- bzw. verriegeln. Die GD-Fahrzeuge der AX Baureihe verfügen serienmässig über zwei Dosierwalzen. Auf Wunsch ist auch eine dritte Dosierwalze erhältlich.  pd.


Aktuelles | Markt   n

Neue Rundballenbaureihe Comprima X-treme von Krone

Der neu 6130.4 TTV von Deutz-Fahr ist mit TTV- oder Powershift-Getriebe erhältlich. (Werkbild)

Die Baureihe Comprima X-treme von Krone ist eine Presse für extreme Bedingungen. (Werkbild)

Vor mehr als 30 Jahren präsentierte Krone erstmals Rundballenpressen mit Stabelevatoren – eine Technik, die für ihre Stärke unter erschwerten Bedingungen bekannt ist. Mit der Baureihe Comprima X-treme toppt Krone diese Leistung erneut und zeigt eine Presse für extreme Bedingungen, wie sie in einigen Regionen der Welt vorkommen (z.B. extreme Nass-Silage). Die gesteigerte Leistungsfähigkeit erreichte Krone durch erhöhte Drehzahlen in den Bereichen Pick-up, Schneidrotor und NovoGrip. Zudem wurden zahlreiche Komponenten verstärkt, um die Übertragung der Mehrleistungen unter schwierigsten Bedingungen zu gewährleisten. Darüber hinaus kann die Comprima X-treme sowohl mit Folie als auch mit ­ Netz wickeln und ist somit eine echte

Allroundmaschine für ausserordentlich anspruchsvolle Bedingungen. Die Arbeitsbreite der Pick-ups beträgt 2150 mm; der Zinkendurchmesser wurde von 5,5 mm auf 6,0 mm erhöht. Für die kontinuierliche Zufuhr des Erntegutes vom Pick-up in die Presskammer sorgt der Schneidrotor, der das Erntegut durch die 17 Messer (2 Zinken pro Messer) zieht. Der Messerabstand ist mit 64 mm bzw. 128 mm (2×) schaltbar. Alle X-treme-Maschinen können mit Feuchtemessung ausgerüstet werden. Zudem ist für die Baureihen CF- und CV eine Ballenwiegeeinrichtung erhältlich. Alle X-treme-Typen verfügen über eine ISOBUS-fähige Komfortelektronik; sie können auf Wunsch auch mit dem CCIIsobus-Terminal ausgestattet werden. pd.

John-Deere-Mähdrescher W440 für kleinere Betriebe John Deere bringt das neue Mähdrescher-Modell W440 auf den Markt, eine einfache und zuverlässige Maschine mit geringen Betriebskosten. Der Mähdrescher W440 (Bild rechts) hat eine Leistung von 238 PS und verfügt über sechs Schüttler. Er ist ab 2014 in zwei Versionen, mit oder ohne Vordreschtrommel (PTC), lieferbar. Die Ausstattung umfasst eine aktive Abscheidefläche von 0,62 bzw. 1,03 m2 mit PTC, ein grosses Reinigungssystem mit einer Fläche von 4,5 m2 sowie eine Strohschüttlerfläche von 6,3  m2. Während der W440 in der Standardversion mit einem 6500-Liter-

Korntank geliefert wird, fasst der Tank des W440-PTC 8000 Liter und kann mit bis zu 100 l/s entleert werden. Die 600X-Schneidwerke sind mit Arbeitsbreiten von 6,7 bis 12,2 m und Tischpositionen zwischen 400 und 1200 mm lieferbar. pd.

Serie 6 von Deutz-Fahr von 120 bis 140 PS: TTVund Powershift-Getriebe Die neuen Modelle – 6120.4, 6130.4 und 6140.4 von 120 bis 140 PS – stellen für Deutz-Fahr genau das richtige Angebot für das Marktsegment zwischen der Serie 5 und den grösseren Versionen der Serie 6 dar: Traktoren, die sich ideal für den Einsatz mit Frontladern, im Grünland, im Ackerbau, beim Transport und bei Pflegearbeiten eignen. Damit sind sie die Nachfolger des Agrotron TTV 400 und des Agrotron K. Alle drei Modelle sind mit TTV- oder Powershift-Getriebe verfügbar und mit den neuen Deutz-Motoren ausgestattet, die der Abgasnorm Tier 4i entsprechen. Ein Highlight der neuen Serie ist das Getriebe mit 32/32 (Option 48/48) Gängen. Vier Zapfwellen-Geschwindigkeiten sind standardmässig verfügbar.  zg.

AutoStop für alle Big X Jeder Häckslerfahrer kennt diese Situation: Der Häcksler wird an der Auslastungsgrenze gefahren. Bei stark wechselnden Verhältnissen kann ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit zum Abwürgen des Motors und Futterstauungen führen. Um den Fahrer in dieser Situation zu entlasten, hat Krone das Anti-Blockage-System AutoStop entwickelt. Sinkt die Motordrehzahl unter 1200 U/min., wird sowohl der Erntevorsatz als auch das Einzugs- und Vorpressaggregat automatisch gestoppt. Die nachgeschalteten Aggregate, wie Häckseltrommel und das Wurfgebläse, laufen unterdessen weiter und räumen das Futter weg. AutoStop verbaut Krone neu serienmässig in alle Big X.  pd.

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n  Markt | Aktuelles

Der Profi Fant von Zunhammer ist mit einem FrontandockSystem ausgestattet; damit kann er in nur drei Minuten befüllt werden. (Werkbild)

Leistungsstarke Güllelogistik von ­Zunhammer In der professionellen Güllelogistik wird zunehmend mit Lastwagen-Tanksattelaufliegern und traktorgezogenen Tankwagen zur Gülleverteilung im Feld ­gearbeitet. Bisher mussten diese Transportfahrzeuge in Pufferbehälter überladen werden oder hatten Standzeiten, weil das Ausbringfahrzeug das Behältervolumen des Transporters nicht komplett übernehmen konnte. Der neue Tankwagen Profi Fant 30 von Zunhammer mit

Energiepflanzenproduktion an der Agritechnica 2013 Der Anbau von Biomasse zur Energieproduktion ist weiterhin ein Topthema in der Landwirtschaft. Nach Angaben der Fachagentur Nachwachsender Rohstoffe dienten 2012 deutschlandweit 2,12 Millionen Hektaren dem Anbau von Energie- und Industriepflanzen. Hervorzuheben ist dabei ein besonderer Anstieg in der Nutzung des 3. oder 4. Schnittes von Dauergrünland für die Nutzung in Biogasanlagen. Rein rechnerisch entfallen nunmehr ca. 21 Prozent der verfügbaren Ackerfläche in Deutschland auf den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Energieerzeugung. Erstmals seit 2002 ist die Anbaufläche für Mais im Jahr 2013 gesunken. Nach Angaben des Deutschen Maiskomitees werden 2013 in Deutschland auf 2,49 Millionen Hektaren Mais angebaut. Das sind mehr als 70 000 Hektaren weniger als noch vor einem Jahr. Für die Landwirte stehen viele Fragen rund um das Thema im Mittelpunkt: Fragen zu der Wirtschaftlichkeit, zu Kulturen, Sorten und Anbaustrategien sowie zu geeigneten Verfahrenstechniken. Die Landtechnikausstellung Agritechnica bietet den Landwirten vom 12. bis 16. November 2013 (Exklusivtage am 10. und 11. November) eine hervorragende Möglichkeit, sich über alle aktuellen Fragestellungen rund um das Thema «Energiepflanzenanbau» zu informieren. Ergänzend zum Angebot der Aussteller hat die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) ein Forum «Forsttechnik und holzartige Biomasse» in Halle 26, Stand H08, eingerichtet. mgt.

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30 m3 Tankvolumen schafft es, solche grossen Gülletransporter in einem Zug leer zu saugen. Damit entfallen Standzeiten der Transportfahrzeuge und auch lange Ackerschläge können mit grossen Arbeitsbreiten ohne nachzufüllen abgedüngt werden. Das System besteht aus einem 30 m3 fassenden dreiachsigen Gülletankwagen, der über ein Andocksystem in der Fronthydraulik eines Standardtraktors in nur

drei Minuten befüllt werden kann. Seine hohe Befüllleistung schafft das Fant-Andock-System durch eine integrierte Beschleunigungspumpe. Angebaut in der Fronthydraulik des Traktors ermöglicht sie ein Befüllen des Tankwagens von 30 m3 in nur drei Minuten – ein Spitzenwert. Das Übersaugen mit dem Andocksystem geht über Zäune, Gräben und Büsche hinweg und gleicht Höhen zwischen 2 und 5,50 m aus.  zg.

Neue Festkammer-­ Rundballenpresse ­Fortima F 1250

Krone: neue Maisgebisse

Die Fortima F 1250 von Krone ist das Nachfolgemodell zur Round Pack 1250. (Werkbild)

Mit der Fortima F 1250 stellt Krone das Nachfolgemodell zur Round Pack 1250 vor. Die Festkammerpresse (Ballendurchmesser 1,25 m) überzeugt durch vorbildliche Ausstattung. So verfügt die Fortima F 1250 über die EasyFlow Pickup mit 2,05 m Arbeitsbreite, den Stabkettenelevator sowie über Netz- und/oder Garnbindung. Die neue Pick-up EasyFlow kommt komplett ohne Kurvenbahnsteuerung aus, denn hier sind die Zinkenträger direkt auf Rotorscheiben links und rechts der Pick-up befestigt. Die bislang übliche sehr aufwendige und verschleissintensive Kurvenbahnsteuerung entfällt. Zudem überzeugt die Pick-up EasyFlow dank der höheren Drehzahl (ca. 30 Prozent mehr als eine Pick-up mit Kurvenbahnsteuerung) auch durch höhere Durchsatzleistung und einen spürbar ruhigeren Lauf.  mgt.

Passend zu den neuen, kleinen HäckslerBaureihen Big X 480 und Big X 580 stellt Krone auf der Agritechnica neue Maisgebisse vor, sowohl im zweiteiligen als auch im dreiteiligen Segment. Besonderes Highlight dürfte das erste sechsreihige Maisgebiss von Krone sein, das Easy Collect 450-2 mit 4,50 m Arbeitsbreite. Ebenfalls neu sind das EasyCollect 600-3, EasyCollect 750-3 und EasyCollect 900-3, die Arbeitsbreiten von 6 bis 9 m bieten. Der Kunde hat die Auswahl vom sechsreihigen Zweiteiler bis zum zwölf-reihigen Dreiteiler für die Adaption an den Big X 480 und 580.  zVg.

Überladeautomatik von Krone Um das Erntegut treffsicher in den Abfuhrwagen zu blasen, präsentiert Krone mit dem LaserLoad-System eine Technik, welche diese problematische Situation löst. Dabei wird am oberen Teil des Auswurfbogens ein Industriescanner angebaut, der über einen Sichtbereich von 190 Grad verfügt und das Sichtfeld zweidimensional abtastet. Mithilfe mathematischer Algorithmen wird der Rahmen des Abfahrwagens berechnet. Der Auswurfbogen wird entsprechend automatisch positioniert und das Erntegut wird auch bei grossen Distanzen zielsicher in den Abfahrwagen geblasen.  mgt.


Aktuelles | Markt   n

Neues Quaderballenpressen-Programm bei MF Massey Ferguson hat sein Quaderballenpressen-Programm komplett über­ arbeitet und weiterentwickelt. Die neue Baureihe MF 2200 (2240, 2250, 2260, 2270, 2270 XD und 2290) bietet höheren Durchsatz sowie die Einsparung von Zeit, Kraftstoff und Kosten. Mit Fokus auf höhere Durchsatzleistung, verbesserte Bedienerfreundlichkeit und Ersparnis von Zeit und Kosten wurde das Augenmerk auf Ballenpresskammer, elektrische Ballenlängenverstellung, Tandemachse, automatische Kettenschmierung sowie das Gesamtdesign gelenkt. Alle Massey-Ferguson-Quaderballenpressen sind uneingeschränkt Isobus-fähig und können damit auch über das Terminal der MF-Schlepper bedient werden. Für

die optimale Zuführung und Zerkleinerung des Erntegutes ist das optional erhältliche Schneidwerk bei den Modellen 2260, 2270, 2270 XD und 2290 mit 19  Messern ausgestattet, die Modelle 2240 und 2250 arbeiten mit elf Messern. Alle ermöglichen eine theoretische Schnittlänge von 48 mm. Mit der Einführung der verstärkten Tandemachse ist man in der Lage, eine grössere Bereifung (620/40-22.5-Radialreifen) aufzuziehen, die eine breitere Aufstandsfläche bietet und damit den Bodendruck reduziert. Optional für alle Modelle der neuen Serie MF 2200 ist jetzt eine elektronische Ballenlängenverstellung erhältlich. Nicht nur Qualität und Zuverlässigkeit der neuen Massey-Ferguson-Quaderballenpressen wurden weiter gesteigert.

Die neue Baureihe MF 2240, hier der 2290, bietet höheren Durchsatz. (Werkbild)

Gleichzeitig treten alle sechs Modelle in einem neuen Farbdesign auf. Die optimierten Modelle erkennt man an dem grauen Garnkasten und der gleichfarbigen Zugangshaube zum Knoter. Produktionsbeginn war im September 2013, sodass die neuen Modelle der Serie MF 2200 zur Saison 2014 verfügbar sein werden. pd.

Krone ergänzt ­Frontmäher-Programm bis 3,6 m Arbeitsbreite

Zulassungsstatistik Schweiz im 1. Halbjahr 2013: massiver Einbruch Zulassungsstatistik Schweiz 1. Halbjahr 2013

In der Schweiz ist der Traktorenmarkt im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 massiv, das heisst um 22,6 Prozent, eingebrochen, belegen die neusten Immatrikulationszahlen des Schweizerischen Landmaschinen-Verbandes (SLV/ASMA, siehe Tabelle rechts). Alle «grossen» Marken setzten mit Ausnahme von Deutz-Fahr markant weniger ab; auf tiefem Niveau behaupteten sich Kubota, Carraro, Zetor, Mc Cormick, Lindner, Kubota gar mit einem über 50-prozentigem Zuwachs. Wie SLV-Präsident Jürg Minger auf Anfrage relativierte, «erwartet er bis Ende Jahr rund 2300 Traktoren, die neu immatrikuliert werden». Das entspreche dem Niveau vor 2011/2012 und zeige das Bild des jetzigen Schweizer Markts. Wie er weiter ausführte, waren die beiden Jahre 2011/2012 infolge des tiefen Eurokurses sowieso überdurchschnittlich, weil einerseits die Euroeuphorie nachgelassen hatte und diejenigen Bauern, die wegen des tiefen Eurokurses einen Traktor kauften, jetzt eingedeckt waren. Andererseits gebe es infolge der Umstellung auf die neue Abgasnorm Tier 4 Lieferverzögerungen vonseiten der Hersteller. Dadurch konnten etliche Händler die neuen

Traktoren

2011

2012

2013

Veränd.

New Holland John Deere Fendt Deutz-Fahr MF Claas Hürlimann Case IH Lindner Same Steyr Kubota Valtra Mc Cormick Landini Zetor RigiTrac Carraro Tym De Pietri Lamborghini Total

197 295 235 135 115 84 80 57 55 35 64 40 45 22 16 7 15 0 0 2 0 1499

258 303 277 129 137 96 89 72 44 45 72 19 35 17 16 9 10 1 0 0 1 1630

219 215 197 130 80 71 67 52 45 44 32 29 28 18 11 10 9 3 1 0 0 1261

-39 -88 -80 1 -57 -25 -22 -20 1 -1 -40 10 -7 1 -5 1 -1 2 1 0 -1 -369

Konzerne

2011

2012

2013

Veränd.

AGCO (Fendt, MF, Valtra) CNH (Case IH, New Holland, Steyr) John Deere Same, Deutz-Fahr ARGO (Landini, McCormickI)

395 318 295 250 38

449 402 474 174 33

305 303 215 174 29

Transporter

2011

2012

2013

Aebi Reform Lindner Caron Schiltrac Total

34 47 13 4 9 107

35 81 17 3 6 142

56 45 22 7 1 131

Zweiachsmäher

2011

2012

2013

Aebi Reform A. Carraro BCS Pasquali Ferrari Total

72 90 22 8 1 0 193

97 110 25 2 0 1 235

82 74 26 4 2 0 188

-144 -99 -259 0 -4

Veränd.

21 -36 5 4 -5 -11

Veränd.

-15 -36 1 2 2 -1 -47

in %

-15.1 -29 -28.9 0.8 -41.6 -26 -24.7 -27.8 2.3 -2.2 -55.6 52.6 -20 5.9 -31.3 11.1 -10 200 0 -100 -22.6 in %

-32 -24.6 -54.6 0 -12.1

in %

60 -44.4 29.4 133.3 -83.3 -7.7

in %

-15.5 -32.7 4 100 -100 -20

Modelle noch nicht ausliefern, weil die Traktoren noch nicht bereit waren. Mittlerweile hat sich die Situation verbessert, und in den kommenden Quartalen werden sich die Zahlen wieder auf gewohntem Niveau einpendeln. Dominik Senn

Neue Variationen in der 3,6-m-Mäher-Klasse von Krone. (Werkbild)

Mit den neuen EasyCut-Mähwerken F 360 M, F 360, F 360 CV und F 360 CR stellt Krone vier verschiedene Variationen in der 3,60-m-Mäher-Klasse vor. Alle Mähwerke sind mit dem rundum verschweissten SmartCut-Mähholm ausgerüstet; bei 3,60  m Arbeitsbreite sind Schwad- und Breitablage möglich. Das EasyCut F 360 M (M = Mountain) überzeugt durch geringes Eigengewicht bei geschobener Aufhängung. Das EasyCut F 360 ist besonders geeignet bei Verwendung von Traktoren mit breiten Reifen. Das EasyCut F 360 CV (CV = mit Stahlzinkenaufbereiter) und das EasyCut F 360 CR (CR = Walzenaufbereiter) erfüllen die Nachfrage nach extra breiten, aber dennoch kompakten Frontmähwerken mit Aufbereiter.  pd. 10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Markt | Neuheiten

GPS-gesteuertes Pflügen Für die ISOBUS-Pflüge der Baureihe PW und RW übernimmt in Zukunft «FURROWcontrol» vollautomatisch das Einstellen der Arbeitsbreite. Laut Kverneland vereinfacht FURROWcontrol für Kvernelands IsobusTerminal das Pflügen: Das System ist effizient, wechselt automatisch die Furchenbreite und zieht die Furchen immer gerade – auch bei Dunkelheit. Die Neuheit wird an der Agritechnica in Hannover vorgestellt und ist ab Januar 2014 erhältlich.

Scharwechsel mit Hammer und Meissel Heck- und Fronttank lassen sich im Multi-Tank-System zu einer Einheit kombinieren

Kverneland – Precision Farming Das Kompetenzzentrum für Sätechnik der Kverneland Group liegt in Soest (NordrheinWestfalen). Um für ein wachsendes Umsatzvolumen gerüstet zu sein, wurde hier die grösste je von der Kverneland Group getätigte Investition realisiert. Gleichzeitig mit den Informationen zur Werksneueröffnung orientierte die Kverneland Group kürzlich über Agritechnica-Neuerungen auf dem Gebiet der Dünge-, Pflanzenschutz- und Sätechnik.

Spritzenreinigung während der Fahrt

Ruedi Hunger

Mit FURROWcontrol werden gleichmässige Furchenbreiten und eine Pflugfurche ohne Kurve realisiert. (Werkphotos)

10

10 2013  Schweizer Landtechnik

Bereits zur letzten Agritechnica wurde das Scharwechselsystem «Knock-on-System» für Grubber vorgestellt. In Hannover wird neu das patentierte «Knock-on» für Pflugschare präsentiert. Das System besteht aus einer 80 mm breiten Spitze und einem Halter, der an jeder gewöhnlichen Kverneland-Pflugschar befestigt werden kann. Die Knock-on-Halter und -Spitzen sind für Kverneland-Pflüge und Grubber identisch. Bereits vorhandene Spitzen für Grubber können folglich auch bei Pflügen benutzt werden. Der Hauptvorteil des Systems kommt in stark verschleissfähigen Böden zum Tragen, wo Spitzen häufig gewechselt werden. Da die Scharspitze lediglich mit Hammer und Meissel gewechselt wird, beträgt die Zeitersparnis beim Wechsel im Vergleich zur geschraubten Pflugspitze 90 Prozent.

Die Kverneland Group zählte bereits 2008 zu den Gründungsmitgliedern der Agricultural Industry Electronics Foundation (AEF), der Organisation zur Koordination von «Isobus»-Sprache und Übertragungstechnik. Ihre starke Position des Landtechnikunternehmens manifestiert sich immer wieder in Forschung, Konstruktion und Einsatz der Landtechnik. Das firmeneigene Isobus-Terminal hat die Bezeichnung «IsoMatch Tellus». Auf den Zeitpunkt der Agritechnica 2013 erscheint davon eine neue Softwareversion. Diese ermöglicht beispielsweise eine generell neue Düngerstreuereinstellung: Vorbei ist es mit der Sucherei in den Streutabellen, dem Absteigen und dem manuellen Einstellen des Streuers. Neu erfolgen die Einstellungen automatisch, ausgelöst durch Knopfdruck vom Fahrersitz aus. Die «SpreadersetApp» holt sich online die notwendigen Informationen aus der Kverneland-Düngerstreuer-Datenbank.

Erstmals an der Agritechnica wird im Bereich der Pflanzenschutztechnik das «Multi-Tank-Management-System» der

Absteigen war gestern: Dank SpreaderSetApp werden Dünger und Streumenge für GEOspread-Düngerstreuer per Knopfdruck ausgewählt.


Neuheiten | Markt   n

Kverneland Group vorgestellt. Das Spritzensystem besteht aus der Kombination einer Anbauspritze «iXter» und der Fronttankspritze «iXtra». Front- und Hecktank können mit unterschiedlichen Spritzbrühen befüllt und unabhängig voneinander genutzt werden. Die Nutzung erfolgt per Knopfdruck zusammen oder getrennt voneinander, ohne Flüssigkeiten zu vermischen. Werden beide Tanks befüllt, beträgt das Gesamtvolumen 2900 Liter. Für Isobus-Spritzen gibt es nun die vollkommen elektrische Ventilsteuerung «iXclean Pro». Damit wird die einfache und effiziente Reinigung des ganzen Spritzensystems während der Fahrt über das Feld möglich.

Ein neues Gerät für gestreifte Bewirtschaftung Um den Bereich der Strip-Till-Bearbeitung abdecken zu können, hat die Kverneland Group ein neues Gerät vorgestellt. Der «Kultistrip» weisst ein stabiles Rahmenrohr auf, an dem die einzelnen Aggregate montiert sind. Das Gerät zeichnet sich durch eine kompakte Konstruktion der Reihenaggregate aus. Jedes Aggregat ist mit einer grossen Schneidscheibe (Ø 520 mm) ausgerüstet, die organische Bodenbedeckung durchschneidet und den Boden öffnet. Nachfolgende Räum­ sterne schaffen gute Voraussetzungen für

ein sauberes und einheitliches Saatbett. Kverneland bieten für unterschiedliche Bodenverhältnisse drei unterschiedliche Scharformen an. Um den Kultistrip vor grossen und festen Steinen zu schützen, ist das Gerät mit einer hydraulischen Überlastsicherung ausgerüstet.

Reihenabstände hydraulisch anpassen Kverneland Accord hat auf Kundenwünsche nach mehr Flexibilität bei der Wahl von Reihenabständen bei Einzelkornsämaschinen reagiert. Reihenabstände zwischen 30 und 80 cm können schnell gewechselt werden. Der variable Teles­ koprahmen aus Rundrohren verleiht der Maschine mehr Stabilität und lässt sich per Knopfdruck von drei Meter Transportstellung auf vier Meter Arbeitsbreite umstellen. Der elektrische Antrieb «GEOseed®» mit zweidimensionaler Regelung für Einzelkornsämaschinen ermöglicht die Parallelund Dreieckaussaat. Erreicht wird dies mit einer neuen Hardware und einem entsprechenden GPS-RTK-Signal. Unter dem Dach der Gruppe sind Kverneland, Kverneland Accord, Kverneland Rau, Kverneland Taarup und Vicon vereint. Der jährlich erwirtschaftete Umsatz der Kverneland Group beträgt rund 75 Millionen Euro.  n

Kverneland Group Soest GmbH Im Werk Soest arbeiten auf einer Produk­ tionsfläche von siebeneinhalb Hektaren rund 280 Mitarbeiter an der Entwicklung und Produktion von pneumatischen und mechanischen Drillmaschinen, Einzelkornsämaschinen sowie Säkombinationen der Marken Kverneland und Vicon. Das Zweitwerk im benachbarten Oestinghausen ist auf die Kunststoffherstellung spezialisiert und versorgt das Werk in Soest sowie die anderen Werke der Kverneland Group mit hochwertigen Kunststoffteilen. 1948: Gründung der Heinrich Weiste & Co. GmbH. Diese wird umbenannt in Accord Landmaschinen GmbH 1996: Beteiligung und spätere Integration in die norwegische Kverneland Group 2012: Seit April 2012 gehört die Kverneland Group zum japanischen Kubota-Konzern.

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10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Markt | Neuheiten

John Deere: alle Baureihen des unteren und mittleren Leistungsbereichs auf einer Bühne

(Bilder: Werkfotos/Ruedi Burkhalter)

Offensive der Kompakttraktoren Neue kompaktere Modelle der Traktorbaureihen 6M und 6R von John Deere und viele weitere Neuheiten ergeben eine noch nie da gewesene Modellvielfalt im Leistungsbereich bis 120 PS. Aber auch bei den Futtererntemaschinen gibt es Neuheiten zu vermelden. Ruedi Burkhalter Da ist bestimmt für jeden Betrieb etwas dabei: Ganze 27 unterschiedliche Modelle umfasst die neue John-Deere-TraktorenPalette im Leistungsbereich von 80 bis 120 PS – so viele wie noch nie. John Deere stellte in Berlin zahlreiche Neuheiten zur Agritechnica und für die kommende Saison 2014 vor.

Kompakte Version von 6M und 6R Die Traktoren der Baureihe 5R waren in den letzten Jahren der Verkaufsschlager von John Deere in der Schweiz. Diese Baureihe gibt es so in Zukunft nicht mehr. Die 5R-Kunden haben stattdessen nun die Qual der Wahl zwischen drei neuen Bau-

reihen: Wer eine eher einfachere Maschine wünscht, entscheidet sich für die neue Baureihe 5M, die nun vier leistungsstärkere Modelle von 75 bis 115 PS umfasst. Wer auf eine Vierfach-Lastschaltung nicht verzichten will, wird nun mit den je drei neuen, kompakteren Modellen in den Traktorserien 6M und 6R fündig. Die in Mannheim gebauten neuen Traktoren 6MC und 6RC wurden speziell für Betriebe entwickelt, die einen kompakteren und wendigeren Traktor brauchen, als dies die «normalen» 6M und 6R sind. Die neuen Modelle 6090MC, 6100MC und 6110MC haben eine einfachere Ausstattung als die 6090RC, 6100RC und 6110RC, die Premi-

Die ganze Modellpalette des unteren und mittleren Leistungsbereichs mit PS-Abdeckung (von links nach rechts) und Ausstattungsstufe (von unten nach oben) auf einen Blick.

12

10 2013  Schweizer Landtechnik

umversionen dieser Traktoren (siehe Tabelle nächste Seite). Angetrieben werden alle sechs Modelle von einem 4,5-l-PowerTechPWX-Vierzylindermotor, der die Emissionsvorschriften der Stufe IIIB erfüllt. Um dies zu erfüllen, sind diese Motoren mit gekühlter Abgasrückführung, WastegateTurbolader und Abgasfilter ausgestattet. Der Abgasfilter enthält einen Dieseloxidationskatalysator (DOC) und einen Diesel­ partikelfilter (DPF). Beide Versionen haben einen Radstand von 2,4 m für eine gute Wendigkeit bei gleichzeitig hoher Vielseitigkeit. Die wahlweise beim MC erhältliche Niedrigdach-Kabine ermöglicht die Einfahrt in niedere Gebäude. Der robuste Vollrahmen des Traktors eignet sich besonders gut für die Verwendung von Frontladern. Für die RC-Modelle sind optional die Präzisionslandwirtschafts-Technologien John Deere iTEC Basic, GreenStar und Isobus erhältlich. Die drei für den RC erhältlichen Getriebevarianten, PowrQuad Plus, AutoQuad Plus und AutoQuad Plus EcoShift, bieten leichtgängigere Gangwechsel mit dem serienmässigen Kupplungsknopf, ohne die Fusskupplung zu betätigen. Dank der neu herzu gekommenen EcoShift-Funktion wird bei höheren ­ ­Geschwindigkeiten automatisch die Motordrehzahl reduziert. Die neuen JohnDeere-Traktoren der Serien 6RC und


Neuheiten | Markt   n

6MC sind ab dem Frühjahr 2014 erhältlich.

5M jetzt bis 115 PS Die neue Generation von Traktoren der Serie 5M sind ab Frühjahr 2014 mit einer Standard-Kabine oder mit einer neu entwickelten Niedrigdach-Kabine erhältlich, deren Gesamthöhe auf 2,48 m reduziert ist. Die Motoren sind neu auch mit CommonRail-Technik und einer elektronischen Einspritzung ausgerüstet. Die Auswahl an Getriebeoptionen umfasst ein 16/16- ­Gang-Getriebe mit elektrischem Reversierer und ein 32/16-Gang-Getriebe mit elektrischem Reversierer und elektrohydraulischer Lastschaltung. Die Hydraulikpumpe mit einer maximalen Durchflussmenge von 94 l/min kann zwei oder drei heckmontierte Steuergeräte versorgen. Für die neuen Traktoren der Serie 5M sind zwei neue Frontlader erhältlich, der H260 und der H310. Die Joysticksteuerung beinhaltet Funktionen wie Aktivierung und Deaktivierung der Frontladerfederung, eine Werkzeugpositionsspeicher-Funktion und die Aktivierung einer dritten Funktion. Dasselbe Paket ist ausserdem mit einem integrierten Gangschaltknopf erhältlich. Verglichen mit den letzten Modellen wurden die Frontlader H260 und H310 neu entwickelt, um bessere Genauigkeit und grössere Reichweiten zu erzielen. Der neue Haubenschutz verbessert die Übersicht, und der Ankippwinkel wurde um 12° vergrössert, um die Frontladerschaufel effizienter füllen zu können.

5E jetzt bis 95 PS Auch bei der Serie 5E gibt es Neuerungen. Zunächst einmal gibt es einige neue Ausrüstungen für die bewährten 3-ZylinderModelle 5055 E bis 5075 E. Sie werden weiterhin von Motoren der Emissionsstufe IIIA angetrieben, sind neu neben dem 9/3-Synchrongetriebe auf Wunsch auch mit einem 12/12-Gang-Getriebe mit elekt-

Die Modelle der Baureihe 6MC haben die Kabine der Serie 5R und eine einfachere Ausrüstung erhalten.

Die 6RC-Modelle (hier mit der neuen Presse F 440 R) haben die Kabine der Serie 5R mit umfangreicherer Ausrüstung erhalten.

Die Ausstattungsmöglichkeiten der 6MC- und 6RC-Modelle im Vergleich Ausrüstungsmerkmal

Baureihe 6MC

Baureihe 6RC

IPM (Boostleistung)

Nicht verfügbar

10 PS

Vorderachsfederung

Nicht verfügbar

Triple-Link-Federung

Hydrauliksystem

Konstantförderung

Load Sensing

Hydraulikleistung l/min

65/80

80/114

Autoshifting

Nicht verfügbar

Auto Quad + 24/24

Ecospeed

Nicht verfügbar

Auto Quad + Ecoshift

Feldendemanagement

Nicht verfügbar

iTEC-Basic-Option

Niedrigdachkabine

Verfügbar mit 2,54 m

Nicht verfügbar

rischem Reversierer erhältlich, das Geschwindigkeiten von 2 und 38 km/h erlaubt. Eine separate Modulationssteuerung zur Anpassung des Kraftschlusses beim Reversieren ermöglicht dem Fahrer, das Übersetzungsverhältnis zwischen vorwärts und rückwärts zwischen schnell (für Wendemanöver am Vorgewende) und langsam (für präzise Frontladerarbeiten und einfaches Manövrieren auf beengtem Raum) umzuschalten. Neu gibt es in dieser Baureihe zusätzlich die beiden 4-Zylindermodelle 5085 E und 5095 E mit 85 bzw. 95  PS Motorleistung. Diese werden von einem 3,4-Liter-Motor der Abgasstufe IIIB angetrieben und können mit dem oben beschriebenen 12/12-Powerreverser- oder einem 24/12-Powerreverser-Getriebe mit

HiLo-Lastschaltstufe angeboten werden. Diese Maschinen sind auf Wunsch mit einer TechCenter-Kabine erhältlich und haben im Vergleich zu den Dreizylindern auch ein höheres Eigengewicht von 3500 kg, eine Hydraulikleistung von 84 l/ min und eine höhere Hubkraft.

Ultraniedriger Traktor für Serie 5G Die Neuerungen bei den John-DeereTraktoren der Serie 5G für 2014 beinhalten Motoren der Stufe IIIB für ausgewählte Modelle sowie einen neuen 5GL in niedriger Bauart. Das optional erhältliche Intelligent Power Management (IPM) am 5090G liefert zusätzliche 9 PS bei Nenndrehzahl und eine Zusatzleistung von 5% für Zapfwellen- und Transportarbeiten. Mit ­

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Low height to rear fender

A 20“ & 24“ rear tires

A

Die Baureihe 5M hat sparsamere Common Rail Motoren mit elektronischer Einspritzung und zwei neue Frontlader erhalten.

984 mm

C

1107 mm

D

20” & 24”

C B

Die Baureihe 5E hat eine neue Kabine, mehr Ausstattung und zwei neue Modelle mit 85 und 95 PS erhalten.

1269 mm

B

D

Mit dem neuen Modell 5GL bietet John Deere neu den niedrigsten Traktor mit 75 oder 85 PS auf dem Markt an.

31 | Intro Event - Berlin, 2013

10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Markt | Neuheiten

Die neuen Grosstraktoren der Serie 7R sind mit einer neuen Kabine ausgestattet, die beispielsweise auch auf der rechten Seite mit einem Scheibenwischer ausgerüstet ist. Der Fahrersitz der neuen Command-ViewIII-Kabine der Baureihen 7R/8R kann um 40° nach rechts gedreht werden und ist mit einem neuen Command-Arm ausgestattet.

einer Tandem-Zahnradpumpe mit einer Förderleistung von 96,6 l/min bietet das Hydrauliksystem der 5G-Traktoren reichlich Leistung. Eine Pumpe versorgt die Lenkung und die Bremsen, während eine zweite für die Steuergeräte (ZSG) und den Heckkraftheber zuständig ist, sodass bei gleichzeitigem Betrieb keine Unterbrechungen bei der Lenkung oder der Kraftheberbewegung auftreten. Für Kunden, die mehr von ihrem Hydrauliksystem verlangen, ist optional eine dritte Pumpe erhältlich, die zusätzliche 29,8 l/min für den Heckkraftheber und die Steuergeräte fördert. In diesem Fall wird eine Gesamtfördermenge von 126,4 l/min erreicht. Weiter wurde eine neu gestaltete, abgedichtete und unter Druck stehende Kabine entwickelt. Das Modell 5GL mit niedriger Bauart ist eine völlig neue Konstruktion. Die Gesamthöhe ohne Überrollbügel beträgt nur gerade 1269 mm. Der GL ist mit 75 oder 85 PS erhältlich, mit einem 24/24-Getriebe und einem Hydrauliksystem mit bis zu 94 l/min ausgerüstet. Gegen unten wird das Neuheitenpaket mit der neu entwickelten Serie 4M abgerundet. Die Modelle 4049M und 4066M mit 49 bzw. 66 PS sind mit einem 12/12-GangGetriebe ausgestattet.

2015 erhältlich ist. Sein Motor erfüllt bereits die Abgasnorm der Stufe IV und arbeitet als erster John Deere mit der selektiven katalytischen R ­ eduktion (SCR). Die 7R-Traktoren der jüngsten Generation sind mit dem neu entwickelten e23-PowerShift-Getriebe erhältlich. Es verfügt über 23 Vorwärts- und 11 Rückwärtslastschaltstufen und ist mit dem Efficiency Manager ausgestattet. Damit kann der Fahrer eine Arbeitsgeschwindigkeit vorwählen, während der Efficiency Manager den Motor durch automatische Gangwechsel immer im wirtschaftlichsten Drehzahlbereich hält. Mit diesem vollautomatischen Getriebe stehen 23 gleichmässig abgestufte, lastschaltbare Gänge zur Verfügung. Eine neue CommandARM-Bedienkonsole gehört in allen 7R- und 8R-Traktoren zur Serienausstattung. So entfällt die rechte Seitenkonsole der früheren Modelle. Der neue CommandARM ist ergonomischer gestaltet. Ausserdem sind die Bedienelemente übersichtlich nach Funktionen

Das neue 360°-LED-Beleuchtungspaket der Serie 7R besteht aus Mehrfach-LED-Scheinwerfern.

gruppiert und ermöglichen so eine intuitive Bedienung. Die neue CommandViewIII-Kabine verfügt über einen um 40 Grad drehbaren Fahrersitz mit verlängerter Rückenlehne. Der Kunde hat die Auswahl zwischen dem serienmässigen luftgefederten Sitz, dem bewährten ActiveSeat und der hydraulischen Kabinenfederung (HCS) für noch höheren Fahrkomfort. Die Zubehörpalette umfasst darüber hinaus ein 360-Grad-LED-Beleuchtungspaket.

Neues Flaggschiff der Serie 7R Die neue 7R-Serie für 2014 ist mit leistungsstärkeren Motoren ausgestattet und hat ein neues Spitzenmodell. Das künftige Flaggschiff ist der 7310R, der ab Frühjahr 14

10 2013  Schweizer Landtechnik

Die Rundballenpresse F 440R ist mit den Förderorganen aus der Serie 900 ausgerüstet.


Neuheiten | Markt   n

Mähaufbereiter für jeden Bedarf Weiter wurden die neuen Mähaufbereiter 600 (seitlich gezogen) und 800 (zentral angehängt) vorgestellt. Die Maschinen verfügen über eine Arbeitsbreite von 3 m und arbeiten mit Rotoren für die Aufbereitung. Ihre verstärkten Rahmen, breiten Reifen und neu entwickelten Getriebe sind auf langfristige Zuverlässigkeit und hohe Leistung ausgelegt. Ein exklusives Merkmal der Mähaufbereiter der Serien 600 und 800 ist der modular aufgebaute Mähbalken, der hohe Mähgeschwindigkeiten ermöglicht und für die gleichen Belastungsbedingungen wie ein selbstfahrender Aufbereiter konstruiert wurde. Die Aufbereiter der Serien 600 und 800 sind nun mit vorgespannten Zinken ausgestattet, wodurch ihr Durchsatz und der Gutfluss unter wechselnden Erntebedingungen deutlich erhöht werden. Selbst bei schwerem und feuchtem Erntegut und hohen Arbeitsgeschwindigkeiten sorgt die Parallelogrammkonstruktion des Leitblechs immer für den optimalen Abstand zwischen Rotorzinken und Leitblech.

und die Presswickelkombination C440R eignen sich besonders für grosse Viehbetriebe und Lohnunternehmen mit einer Jahresproduktion von mehr als 3000 Ballen und Schwerpunkt Silage. In diesen ­R-Versionen kommen zahlreiche Bauteile aus der Serie 900 zum Einsatz, zum Beispiel die Pickup und der Hochleistungsrotor mit 13 oder 25 Messern .

440er-Rundballenpressen

Neuer einfacher Mähdrescher

Die neuen Festkammerpressen F440E und F450E wurden für die Bedürfnisse von kleinen Betrieben entwickelt, die im Jahr weniger als 1000 Ballen Heu und Stroh produzieren. Die Pressen liefern Ballen mit 1,2 bis 1,5 m Durchmesser und sind aufgrund ihres geringen Leistungsbedarfs von 40–50 PS besonders für John-DeereTraktoren der E-Serie geeignet. Die Kammer verfügt über einen Stabkettenförderer, der Heu und Stroh zuverlässig transportiert. Die neue Festkammerpresse F440M wurde nach dem Motto entwickelt: «Das Beste beibehalten, den Rest ändern.» Zielgruppe sind kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe, die auf der Suche nach einer einzelnen Mehrzweckmaschine sind. Die F440M ist für eine Produktion von 1000–3000 Ballen Heu oder Stroh pro Saison ausgelegt und liefert Ballen in der gleichen hohen Qualität wie das Vorgängermodell 623. Die F440M ist auch mit der vielseitigen MultiCrop-Heckklappe und der bewährten Netzbindung der 623 lieferbar. In der F440M finden sich viele der bahnbrechenden Technologielösungen wieder, die schon von den Rundballenpressen mit Schnellauswurf der Serie 900 bekannt sind. Dazu zählen der Hochleistungseinzug, ein neuer Antrieb mit neuem Rotor, breitere und grössere Reifen sowie Verbesserungen an weiteren Bauteilen. Die Festkammerpresse F440R

Für Kunden, die nach mehr Unabhängigkeit streben und über die Anschaffung eines eigenen Mähdreschers nachdenken, bringt John Deere das neue Modell W440 auf den Markt. Der W440 ist eine einfache und zuverlässige Maschine mit geringen Betriebskosten. Er wird unter der Marke John Deere vertrieben und ist das Ergebnis einer Kooperation mit dem finnischen Hersteller Sampo Rosenlew Ltd. Der Mähdrescher W440 hat eine Leistung von 238 PS und verfügt über sechs Schüttler. Er ist ab 2015 in zwei Versionen, mit oder ohne Vordreschtrommel (PTC), lieferbar.

Die neuen Feldspritzen der Serie M700 sind mit Gestängebreiten von 18 bis 30 Meter erhältlich.

gestützten Lenksystemen nachzukommen, sind sowohl für die Standardausführungen als auch für die i-Ausführungen der Serie M die GPS-gestützte Teilbreitenschaltung, und, sofern der Traktor es ermöglicht, sogar die automatische Lenkung AutoTrac verfügbar. Die Feldspritzen M900i und R900i bieten als Neuheit eine Düsensteuerung aus der Kabine heraus, wodurch der Fahrer während der Arbeit die Spritzdüsen wechseln kann. Als weitere Neuheit wurden die Produkte des neuen Geschäftsbereichs John Deere Water gezeigt. Durch die Akquisition zweier etablierter Firmen wurde John Deere in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Anbieter von Bewässerungstechnik, der vor allem alle Komponenten für eine professionelle Tröpfchenbewässerung im Programm hat.  n

Gezogene Feldspritzen John Deere erweitert zudem das Angebot an gezogenen Feldspritzen der mittleren Leistungsklasse für 2014 mit der Einführung der neuen Modelle M700(i) und M900(i). Sowohl die M700i als auch die M900i werden mit «Isobus inside» ausgeliefert, sodass die Maschinen mit dem Traktor kommunizieren können und intelligente John-Deere-Lösungen ermöglichen. Diese beinhalten den Tank-Füll-Kalkulator, der dem Fahrer dabei hilft, die korrekten Nachfüllvolumina für jede Anwendung zu berechnen, BoomTrac zur automatischen Gestängeführung von Gestängehöhe und -neigung sowie die Dokumentationssoftware FieldDoc. Um der wachsenden Nachfrage nach satelliten­

Der Schwerpunkt des Produktprogramms von John Deere Water liegt auf dem Bereich Tröpfchenbewässerung.

10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Markt | Übersicht

AEBI TT205: Obwohl der Frontanbau dominiert, werden Zweiachsmäher heute in der Regel auch mit einer Heckhydraulik ausgerüstet.

Metrac G5X: Zweiachsmäher eignen sich zum Mähen, Zetten, Schwadenziehen usw. (Bilder: Werkbilder/Ruedi Hunger)

Aebi TT280: Dank Motorleistungen bis 80 kW können auch grosse Mulchgeräte betrieben werden.

Metrac H7: Zweiachsmäher bieten für Frontanbaugeräte einen vorzüglichen Überblick.

Zweiachsmäher – Kletterer am Berg Zweiachsmäher, je nach Lager auch «Terratrac» und «Metrac» genannt, erleichtern auf vielen Bergbetrieben die Heuernte. Die Stückzahlen (244 kumuliert 2013 bis und mit August) sind relativ klein und der Anschaffungspreis entsprechend hoch. Dennoch bieten die zwei bekannten Hersteller aus Österreich und der Schweiz eine bemerkenswerte Typenvielfalt an. Ruedi Hunger Der Markt von Zweiachsmähern für die Berglandwirtschaft wird dominiert vom Schweizer Hersteller Aebi und den Reform-Werken in Wels (A). Die zwei Hauptakteure teilen sich den Markt zu etwa gleichen Teilen auf. Neben den Wendetraktoren aus Italien, die, mit Ausnahme von Antonio Carraro, laut Statistik eine kleine Bedeutung haben, ist der Vollständigkeit halber der «GRIP4» zu erwähnen. Fabrikant des GRIP4 ist das bekannte Fa16

10 2013  Schweizer Landtechnik

milienunternehmen Sauerburger, Hersteller von Mulchgeräten, in Wasenweiler (Süddeutschland).

Grimpeur Swiss Die Maschinenfabrik Aebi, Teil der Aebi Schmidt Group ASH, zählt zu den Herstellern von Zweiachsmähern/Hanggeräteträgern der ersten Stunde. Für die Kompaktklasse bezieht Aebi die Motoren von Kubota, die Mittel- und die Topklasse sind

mit VM-Motoren ausgerüstet. Alle Motoren weisen einen Drehmomentanstieg von über 20%, im Fall des TT280 gar 43%, auf. Jeweils ein Modell der Kompakt- und der Mittelklasse ist mit mechanischer Getriebetechnik ausgerüstet, in der Mehrzahl werden sie aber mit hydrostatischem ­Antrieb ausgerüstet; das heisst, ein stufenloses Getriebe, hydrostatisch mit Verstellpumpe, Verstellmotor und nachge-


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n  Markt | Übersicht

TT105 Kompaktklasse (Classe compact)

TT205

Mittelklasse (Classe moyenne) Topklasse (Classe supérieure)

TT140

TT210

TT240 TT280

Kubota V2203-M 36,4 kW 2800 1/min Kubota V2607-DI-T 49,2 kW 2700 1/min VM D754TE3 59,8 kW 2600 1/min VM R754IE4 80 kW 2600 1/min

schaltetem 2-Gang-Getriebe. Der TT240 (Mittelklasse) und das Top-Modell TT280 verfügen über ein Torsen-Längsdifferen­ zial, als Option werden sie mit T-Traction geliefert. Im Gelände kann vor- und rückwärts 0–9.5/0–20 km/h schnell gefahren werden. Bei Strassenfahrten ist der TT280 bis max. 40 km/h schnell unterwegs. Zwei Baumuster der Kompaktklasse verfügen «lediglich» über Front- und Allradlenkung. Die Übrigen sind zusätzlich mit Heck- und Hundeganglenkung ausgerüstet (TT210Option). Die Hydraulikausrüstung ist dem jeweiligen Standard angepasst; das heisst, die Topklasse hat einen entsprechend höheren Ausrüstungsstandard. So verfügt der TT280 für die Front-Hydraulik über eine selbstregelnde Entlastung und eine Schwingungstilgung für Strassenfahrt. Diese kann ebenfalls für die Heckhydraulik als Zusatzausrüstung geordert werden. Die Mittel- und Topmodelle sind serienmässig mit einer Vollsichtkabine ausgerüstet, welche auch Heizung und Defroster beinhaltet. Für die Kompaktmodelle kann diese Ausrüstung als Option geortet werden. 18

10 2013  Schweizer Landtechnik

mechanisch hydrostatisch hydrostatisch

1950/2950 1850/2950 31×15.50-15

1177/980

mechanisch hydrostatisch

33×15.50-15/ 440/50 R17

1400/1400

hydrostatisch

440/50 R17

2000/1800

1900/2950

Lenkart

Leergewicht / Gesamtgewicht

Hubkraft daN vorne/hinten

Bereifung

Antrieb

Motor

Aebi & Co. AG Maschinenfabrik 6280 Hochdorf

Typenbezeichnung

Der TT280 ist das «Flaggschiff» des Schweizer Herstellers aus Burgdorf.

Front-, Allradlenkung + Option Heck-/ Hundegang

2500/3700 Front-, Allrad-, Heck- und Hundeganglenkung

Der allgemein gehobene Ausrüstungsstandard der Mittel- und Topklasse beinhaltet nebst einer automatischen ­ ­Klimaanlage den Bordcomputer, die automatische Feststellbremse sowie die automatische Geräteentlastung. Auch die Schwingungstilgung, die bei Strassenfahren mit Anbaugeräten ein Aufschaukeln des ganzen Fahrzeuges verhindert, und eine elektrohydraulische Zapfwellenkupplung gehören in diesen beiden Klassen zum Ausrüstungsstandard.

Alpenbezwinger aus Österreich Die Zweiachsmäher aus dem ReformWerk werden von Bauer & Co GmbH in Wels hergestellt und in der Schweiz von der Agromont AG in Hünenberg vertrieben. Die Typen G3/4 und H4 sind von wassergekühlten Kubota-Saug-Motoren angetrieben. Die grösseren G5- und H5Typen besitzen einen aufgeladenen Kubota-Motor. Mit aufgeladenen VM-Motoren sind die Metrac G6/7 und H6/7 bestückt. Die Metrac sind sowohl mit einem ­mechanischen Gruppenschaltgetriebe (GSerie) als auch mit hydrostatischem Fahr-

2800/4200

antrieb mit mechanischem 2-Stufen-­ Getriebe (H-Serie) erhältlich. Abhängig von der Reifengrösse werden maximale Fahrgeschwindigkeiten von 35/38 km/h bzw. 40 km/h erreicht. Zur Betätigung der Hydraulikfunktionen steht ein

Begriffe (Terratrac) • Torsen-Differenzial* Die Firma Gleason leitete den Namen Torsen von den beiden englischen Wörtern Torque Sensing (drehmomentfühlend) ab. Bei diesem Differenzial nutzt man das Prinzip des Schneckenantriebes (Selbsthemmung). • T-Traction Torsen kann nur eine Sperrwirkung aufbauen, wenn auf jeder Achse ein Mindestantriebsmoment anliegt. In Extremsituationen (grosse Hecklast in steilem Gelände) greift das T-Traction auf Knopfdruck ein und verhindert das Durchdrehen der weitgehend entlasteten Vorderräder. (* Kupplungen, Getriebe, Antriebswellen; Vogel Buchverlag)


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Übersicht | Markt   n

(mit GruppenWendegetriebe)

Metrac H (mit hydrostatischem Antrieb)

Kubota V2003-M 32.1 kW

G4 X

Kubota V2403-M 36 kW

G5 X

Kubota V2403-MT 43,3 kW aufgeladen

G6 X

VM-D 754 SE 3 45,6 kW aufgeladen

G7 X

VM-D 754 SE 3 51,5 kW aufgeladen

H4 X

Kubota V2403-M 36 kW

H5 X

Kubota V2403-MT 43,3 kW aufgeladen

H6 X

VM-D 754 SE 3 45,6 kW aufgeladen

H7 X

VM-D 754 SE 3 51,5 kW aufgeladen

H7 SX

VM-D 754 SE 3 51,5 kW aufgeladen

­ ultifunktionshebel zur Verfügung. Die M Hydraulikpumpe der grossen Modelle fördert mehr als 24 Liter Öl je Minute; dies bei einem maximalen Druck von 195 bar. Das Hubwerk der G6/7 bzw. H6/7 v­ erfügt über eine elektrohydraulische Geräteentlastung inklusive Schwingungsdämpfung. Vollbestückt stehen vorne 10, hinten 8  Steckkupplungen für hydraulische Anwendungen zur Verfügung.

Begriffe (Metrac) • Automotiv Die automotive Steuerung verhindert ein Überlasten des Motors, indem bei steigender Belastung automatisch die Fahrgeschwindigkeit verringert wird.

mech. GruppenWendegetriebe 8 V / 8 R

900/950

1572/2500 1850/3400

mech. GruppenWendegetriebe 8 V / 8 R Option 12 V / 12 R, und Kriechgangausführung

31x15.5-15/33x15.5-15

1300/1200

1870/3400 2200/3400

31x15.5-15/33x15.5-15 oder 425er Reifen

1500/1500

2210/3400 1870/3400

hydrostatisch,

31x15.5-15/33x15.5-15

1300/1200

mit mech. 2-StufenGetriebe Incheinrichtung, Hydrostatsteuerung wahlweise automotiv oder manuell wählbar

1890/3400 2200/3800

31x15.5-15/33x15.5-15 oder 425er Reifen

Der Fahrer sitzt auf einem Komfortsitz in einer schwingungsgedämpften Fahrerschutzkabine mit Panorama-Frontscheibe. Eine geschlossene Komfortkabine mit Heizung, elektr. Kabinenbelüftung und Klimaanlage gibt es als Option. Das Tankvolumen von 85 Liter reicht für einen langen Arbeitstag. Der Wendekreisradius beträgt beim «Kleinen» 3,10 m und erhöht sich bei den grösseren Modellen auf • Load-Sensing Entspricht einem Lastdruck-Melde-System bzw. einer hydraulischen Steuerung, bei der Druck und/oder Volumenstrom der Hydraulikpumpe an die vom Verbraucher geforderten Bedingungen angepasst werden.

1500/1500

2210/3800 1950/3800

Lenkart

Hubkraft daN vorne/hinten

Bereifung

26x/29x13.5-15

Hydrostatisch mit «Load-Sensing», elektrohydraulischer Lenkungs-Umschaltung, Front-, Allrad-, Heck- und Hundegang

Metrac G

G3 X

Antrieb

Agromont AG Hünenberg

Motor

Bauer & Co. A-4600 Wels

Typenbezeichnung

Reform-Werke

Leergewicht / Gesamtgewicht

Ausgerüstet mit einem Turbo-Dieselmotor leistet das Paradepferd von Reform über 51 kW (Werkphoto)

3,55 m. Mit Serien-Bereifung sind die Metrac zwischen 188,5 und 216,5 cm hoch. Die kleinste Fahrzeugbreite erreicht der G3 mit Einfachbereifung (188,5 cm). Mit Doppelbereifung kommen die G/H 4–7 auf max. 244 cm.  n

• Inch-Einrichtung Zusammenspiel von Brems- und Gaspedal. Entsprechend dem Druck aufs Bremspedal wird Motorleistung von der Fahr- in die Arbeitshydraulik umgeleitet. Damit ist ein feinfühliges Fahren möglich, z.B. beim Ausmähen von Bäumen, Grenzsteinen usw.

10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Markt | Trend

Im Bild noch surreal, an der Agritechnica in Hannover zum Anfassen: Die vier Modelle der Deutz-Fahr-Serie 9 besitzen eine Motorleistung von 270 bis 340 PS und sind mit stufenlosen TTV-Getrieben ausgerüstet. (Werkfotos)

Traktoren: Trends bei Motoren und Getrieben An der diesjährigen Agritechnica werden wieder einige innovative Entwicklungen bei Motoren und Getrieben zu sehen sein. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die derzeit bekannten Neuheiten. Roger Stirnimann Die Traktorenhersteller haben in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Neuheiten für das Jahr 2014 vorgestellt, weitere dürften bis November 2013 noch folgen. Zwei Haupttreiber können hierfür ausgemacht werden: einerseits die alle zwei Jahre stattfindende Agritechnica, die insbesondere von den deutschen Herstellern als Präsentationsplattform benutzt wird, und andererseits die sich erneut verschärfenden Abgasnormen für Offroad-Dieselmotoren. Für die Leistungsklasse 130 bis 560 kW tritt die Abgasstufe 4 ab Januar 2014 in Kraft, für die darunterliegende Klasse 22

10 2013  Schweizer Landtechnik

56 bis 129 kW im Oktober 2014. Musste beim Übergang von der Abgasstufe 3A auf die Stufe 3B der Partikelausstoss massiv gesenkt werden, so liegt der Fokus diesmal auf der Reduktion der NOxEmissionen. Diese müssen bei der Leistungsklasse 130 bis 550 kW von 2,0 auf 0,4 g/kWh und damit um 80% gesenkt werden, bei der Klasse 56 bis 129 kW von 3,3 auf ebenfalls 0,4 g/kWh, was hier gar einer Reduktion von 88% entspricht.

Aufwendige Motorentechnologie Mittlerweile haben alle Hersteller ihre Technologiepfade vorgestellt, mit denen

sie die Grenzwerte der Abgasstufe 4 einhalten wollen. Zwar setzen alle auf die Abgasnachbehandlungssysteme Oxidationskatalysator und SCR (Selektive Katalytische Reduktion), doch beschreiten sie bei der Anwendung von Abgasrückführung und Partikelfiltern unterschiedliche Wege. Fiat Powertrain (FPT) als interner Motorlieferant für die CNH-Schwestermarken New Holland, Case IH und Steyr verzichtet bei Motoren ab 120 PS auf die Abgasrückführung, trimmt diese mit einer heis­sen Verbrennung aber auf tiefe Partikelwerte sowie geringen Treibstoffver-


Trend | Markt   n

brauch und nimmt dabei bewusst hohe ­NOX-Rohemissionen in Kauf. Diese Stickoxide werden nachmotorisch mit einem sogenannten Hi-eSCR-System unter die vorgeschriebenen Grenzwerte gedrückt. Erforderlich hierfür sind AdBlue-Mengen in der Grössenordnung von 8 bis 10% des Treibstoffverbrauches sowie ein SCRSystem, das eine NOX-Umwandlungsrate von 95% erreicht. Neu kommt im Abgasstrang auch ein Oxidationskatalysator zur Anwendung. Durch die oben genannte Motorabstimmung kann FPT auf einen Partikelfilter verzichten. An Claas liefert FPT hingegen eine Stufe4-Variante mit variablem Turbolader, interner Abgasrückführung und passivem Partikelfilter. AGCO Power setzt bei den Motoren für die grösseren Baureihen Massey Ferguson und Valtra ebenfalls auf die Kombination von Abgasrückführung, Oxidationskatalysator und SCR, verzichtet aber auf einen Partikelfilter. Zur Anwendung kommt auch eine zweistufige Turboaufladung. Fendt verwendet in den Vario-Baureihen 800 und 900 weiterhin Motoren von Deutz. Diese Aggregate kommen für die Abgasstufe 4 mit zweistufiger Aufladung mit Zwischenkühler, externer Abgasrückführung, passivem Dieselpartikelfilter und SCR daher. John Deere wird im Jahre 2014 lediglich das 7R-Flaggschiff 7310R mit Abgasstufe4-Motor einführen. Der Technologie-Mix lautet auch hier AGR, DOC, DPF und SCR. Die übrigen 7R-Modelle sowie die 8RBaureihe werden weiterhin mit Aggregaten der Abgasstufe 3B ausgeliefert. John Deere nutzt hier die gesetzlich erlaubten Übergangsfristen aus und verbaut im nächsten Jahr somit noch auf Lager produzierte Stufe-3B-Motoren.

Beim Übergang von der Stufe 3A (gelb) auf die Stufe 3B (blau) musste die Partikelmasse massiv reduziert werden, beim bevorstehenden Übergang auf die Abgasstufe 4 (grün) liegt der Fokus auf der Reduktion der Stickoxide (NOX).

sen längst mit ventilgesteuerten Systemen kombiniert, die es ermöglichen, einen Teil der Kompressionsarbeit als Motorbremsleistung zu nutzen. Zur weiteren Verbesserung der Dauerbremsleistung werden bei Lastwagen zudem hydro- oder elektrodynamische Retarder im Antriebsstrang eingesetzt. Deutz-Fahr geht bei der Serie  5 jetzt aber einen ganz anderen Weg. Über ein Ventil können die Ölströme der Arbeitshydraulik gedrosselt und so ein hydraulischer Widerstand aufgebaut werden. Die Kühlung des erwärmten Hydrauliköls wird durch Schliessen der elektronischen Visco-Kupplung sichergestellt.

Comeback der Lastschaltgetriebe Interessante Entwicklungen gibt es auch bei den Getrieben. Lag der Fokus in den letzten Jahren auf den Stufenlosgetrieben, werden jetzt auch wieder Neuentwicklungen bei Lastschaltgetrieben vorgestellt. John Deere stellte mit dem DirectDrive-Getriebe bereits vor zwei Jahren ein komplett neues 8-fach-Lastschaltgetriebe vor, bei dem mittels Doppelkupplungsprinzip insgesamt 24 Gänge mit nur zwei Lamellenkupplungen geschaltet werden. Die Stufensprünge liegen bei diesem Getriebe im Bereich von 1,2, der Fahrtrichtungswechsel erfolgt über den bekannten Umkehrplanetensatz

Verschleissfreie Dauerbremse von Deutz-Fahr Stiefmütterlich wurde von den Traktorenherstellern bisher das Thema Dauerbremsen behandelt. Und dies, obwohl der Anteil an Transportfahrten in der Landwirtschaft in den letzten Jahren stetig zugenommen hat und heute viele «Gespanne» mit 40 Tonnen Gesamtgewicht und 40 km/h Geschwindigkeit unterwegs sind. Einige Hersteller bieten zwar einfache Motorbremsen (Drosselung der Abgasströmung durch eine Klappe im Abgassystem) an, diese sind im unteren Drehzahlbereich aber bekanntlich nicht sehr wirkungsvoll. In der Lastwagenbranche werden die klassischen Motorbrem-

John Deere stattet vorerst nur das neue 7R-Flaggschiff 7310R mit der neuesten Motortechnologie aus, bei der jetzt auch SCR zum Einsatz kommt.

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23


n  Markt | Trend

mit Lamellenbremse und PermaClutchHauptkupplung. Erstaunt hat jetzt auch die Vorstellung des neuen Volllastschaltgetriebes e23, das vorerst für die Baureihe 7R angeboten wird und später auch für die Grosstraktoren 8R zur Verfügung stehen soll. Dieses weist eine für Volllastschaltgetriebe ungewöhnlich hohe Anzahl von Gängen auf. 23 Stufen stehen für die Vorwärtsund 11 für die Rückwärtsfahrt zur Verfügung, was relativ kleine Schaltsprünge im Bereich von 1,15 mit sich bringt. Beim e23-Getriebe setzt John Deere nicht auf das Doppelkupplungsprinzip, es soll aber dank einer intelligenten Motor-GetriebeSteuerung (Efficiency Manager) trotzdem hohe Wirkungsgrade aufweisen und damit für schwere Zugarbeiten besonders gut geeignet sein. Auch der unabhängige Getriebespezialist ZF misst Lastschaltgetrieben wegen ihrer hohen Effizienz und des guten KostenNutzen-Verhältnisses weiterhin grosse Bedeutung zu. Die bekannte Getriebebaureihe T-7000 wird jetzt durch die Baureihe Terrapower abgelöst. Diese umfasst acht Modelle und deckt den Leistungsbereich von 65 bis 320 PS ab. Die Modelle TPT 16 bis TPT 32 weisen neu sechs Lastschaltstufen auf, was in Verbindung mit fünf synchronisierten Gruppen insgesamt 30 Vorwärtsgänge ergibt. Die Spreizung innerhalb der Gruppen konnte damit erhöht und die Gangabstufung mit Schaltsprüngen von 1,18 verfeinert werden. Bei den kleineren Modellen TPT09 bis TPT14 setzt ZF hingegen weiterhin auf eine Vierfach-Lastschaltung. In Kombination mit vier automatisierbaren Synchrongängen und einer Feld-/Strassengruppe ergeben sich 32 Vorwärts- und 32 Rückwärtsgänge. Eine Besonderheit stellt die individuelle Ansteuerung der Lamellenkupplungen über einzelne Hydraulikventi-

Das stufenlose Terramatic-Getriebe TMT09 von ZF kommt erstmals im neuen Lintrac 90 von Lindner zum Einsatz.

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10 2013  Schweizer Landtechnik

Neues PowerShift-Getriebe e23 für Grosstraktoren von John Deere. Die 23 Vorwärtsgänge ermöglichen eine feine Gangabstufung mit Geschwindigkeitsverhältnissen von nur 1,15.

le dar, was zu weicheren Schaltvorgängen führen soll. Das für den Leistungsbereich 85 bis 115 PS vorgesehene Getriebemodell TPT11 wird nach Angaben von ZF bereits in Serie gebaut werden und dürfte u.a. von Argo in McCormick- und LandiniModellen eingebaut werden.

Lintrac 90 mit Stufenlosgetriebe und Hinterradlenkung ZF hat die Terramatic-Baureihe mit den beiden neuen Getrieben TMT09 und TMT11 nach unten ausgeweitet und bietet stufenlose Getriebe jetzt für Traktoren von 65 bis 450 PS an. Das TMT09 wird erstmals im neuen Lintrac 90 von Lindner zur Anwendung kommen. Damit die Herstellkosten in der preissensitiven Leistungsklasse unter 100 PS tief und die Wirkungsgrade hoch gehalten werden können, hat ZF die Anzahl der mechanischen Bauteile bewusst reduziert und dafür einige elektronische Sonderfunktionen eingebaut. Das Getriebe kommt mit zwei Fahrbereichen vorwärts und einem rückwärts daher. Vorwärts sind Endgeschwindigkeiten von 40 und 50 km/h möglich, rückwärts liegt das Maximum bei 20 km/h. Eine weitere Neuheit beim Lintrac 90 stellt die Hinterradlenkung dar, was dem Traktor insbesondere bei Frontladerarbeiten auf engem Raum eine sehr gute Wendigkeit verleiht. Bewegung kommt jetzt auch bei den grossen Vertretern der Terramatic-Baureihe rein. Deutz-Fahr hat angekündigt, diese in den neuen Grosstraktoren-Baureihen 9 und 11 einzubauen. Deutz-Fahr stellt noch eine weitere Getriebe-Neuheit vor, und zwar mit einer lastschaltbaren Umschaltung der Zapfwellengeschwindigkeiten bei der Serie 5. ECO-Zapfwellen erlauben bekanntlich, die notwendige Antriebsdrehzahl für Anbaugeräte im Teillastbereich bei reduzierter Motordreh-

zahl aufzubringen. Die Nutzung wird jedoch eingeschränkt, wenn die Motorleistung bei tieferer Drehzahl, z.B. in einer Steigung, nicht ausreicht. Deutz-Fahr hat bei der Serie 5 deshalb eine lastschaltbare Umschaltung der Zapfwellengeschwindigkeit realisiert. Bevor die Leistungsgrenze erreicht wird, schaltet das Zapfwellengetriebe automatisch zurück, und die Motordrehzahl wird erhöht. Sinkt die Motorauslastung z.B. bei einem Gefälle, wird automatisch wieder zur ECO-Drehzahl gewechselt. Dadurch soll ein Einsatz der ECO-Zapfwelle auch unter stark schwankenden Einsatzbedingungen mög­ lich sein, ohne dass der Fahrer die Zapfwellengeschwindigkeiten ständig manuell umschalten muss.

Claas wieder mit eigenem Stufenlosgetriebe Eine Überraschung im Getriebebau hat auch Claas parat. In den 1990er-Jahren gehörte Claas mit dem «HM8» und dem «Traxion» zu den Pionieren bei stufenlosen Leistungsverzweigungsgetrieben, stellte die Weiterentwicklung im Jahre 2001 dann aber ein und setzt bei Traktoren seither auf stufenlose Getriebe von ZF. Bisher wurden die Axion-Modelle 800 mit S-Matic- und die Systemtraktoren Xerion mit Eccom-Getrieben ausgestattet. Für die im Frühjahr 2013 vorgestellte neue Baureihe Axion 800 ist das Terramatic vorgesehen (ab 2014). Auf der Agritechnica 2013 wird Claas nun erneut eine Eigenentwicklung für die Arion-Modelle 600 vorstellen. Dieses neue Stufenlosgetriebe weist zwei Fahrbereiche vorwärts und einen rückwärts auf. Im ersten Vorwärts- und im Rückwärtsfahrbereich ­arbeitet das Getriebe mit Ausgangskopplung, d.h. der hydrostatische Leistungs­ anteil beträgt beim Anfahren 100% und fällt danach linear auf 0% (wie beim


Trend | Markt   n

­ ario-Getriebe von Fendt). Bei VorwärtsV fahrt erfolgt bei 20 km/h eine automatische Umschaltung in den zweiten Fahrbereich. Hier arbeitet das Getriebe mit Hybridkopplung, der Hydraulikmotor vom ersten Fahrbereich fungiert jetzt als Pumpe, die andere Hydraulikeinheit wird zum Motor. Der im zweiten Fahrbereich relativ geringe hydrostatische Leistungsanteil wird in einem Compound-Planetensatz mit dem mechanischen Anteil zusammengeführt. Claas verspricht sich hiervon hohe Wirkungsgrade insbesondere bei Transportarbeiten.

Designstudie für das «440Hp-Project». Wie das Topmodell der Serie 11 von Deutz-Fahr mit tatsächlich 440 PS genau aussehen wird, dürfte erst im November in Hannover bekannt werden.

Standardtraktoren mit Leistungen über 400 PS Deutz-Fahr hatte das 440-PS-Grosstraktorenprojekt bereits an der Agritechnica 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt (440Hp-Project) und die Web Community seither aktiv «mitarbeiten» lassen. Geworden ist daraus die Serie 11 mit drei Modellen. Die Eckdaten: bis zu 440 PS aus einem MTU-Aggregat mit 12,8 Liter Hubraum, Rahmenbauweise, Einzelradfederung vorne, Bereifung hinten mit 2,3 m und vorne mit 1,8 m Durchmesser, Stufenlosgetriebe Terramatic TMT45 von ZF und ABS-Bremssystem für 60 km/h Höchstgeschwindigkeit. Damit nicht genug: Deutz-Fahr kündigt zur kommenden Agritechnica mit der Serie 9 gleich eine zweite GrosstraktorenBaureihe mit vier Modellen von 270 bis 340 PS an. Angetrieben werden diese Modelle von einem 7,8-Liter-Motor von

Deutz mit Abgasrückführung und zweistufiger Turboaufladung. Die Abgasnachbehandlung erfolgt durch Oxidationskatalysator, Partikelfilter und SCR. Die Kraftübertragung erfolgt ebenfalls über ein Terramatic-Getriebe von ZF (TMT32). Fendt wird an der Agritechnica die bekannten Baureihen 800 und 900 mit Abgasstufe-4-Motoren vorstellen. Die Topmodelle heissen weiterhin 828 und 939 und weisen die gleichen Motorleistungen auf wie bisher. Fendt dürfte den Vorstoss von Deutz-Fahr in die Leistungsklasse «400 Plus» aber kaum unbeantwortet lassen, und es ist deshalb zu erwarten, dass die Marktoberdorfer zumindest einen Prototyp der in Entwicklung stehenden Grosstraktorenbaureihe mit Projektname X1000 auf der grossen Show in Hannover zeigen werden.

Zu sehen dürfte auf dem Fendt-Stand auch das «Fendt X Concept» sein, obwohl sich dieses erst im Vorentwicklungssta­ dium befindet. Hier handelt es sich um einen Traktor auf der Basis eines Fendt  722 Vario, der neben den klassischen Hydraulikanschlüssen und der Zapfwelle über eine Hochvolt-Schnittstelle verfügt, über die bis zu 130 kW für den Antrieb von elektrifizierten Anbaugeräten übertragen werden können. Damit sollen Wirkungsgrade für den Geräteantrieb von bis zu 96% möglich sein. Der integrierte Stromgenerator liefert auch Strom für den elektrisch angetriebenen Lüfterflügel und dank Spannungswandler auch für die 12V-Verbraucher. Die klassische Lichtmaschine kann dadurch entfallen. Der notwendige Platz für den Generator zwischen Motor und Getriebe wird durch Verwendung eines 4-Zylinder-Triebwerks mit 4,9 Liter Hubraum von AGCO Power geschaffen. Auch Massey Ferguson und CNH durchbrechen mit ihren Standardtraktoren die Leistungsmarke von 400 PS. Massey Ferguson mir der neue Serie 8700, CNH mit den Baureihen Case IH Magnum bzw. New Holland T 8000. Letztere können jetzt mit dem von CNH für Grosstraktoren selbstentwickelten Stufenlosgetriebe geordert werden. Dieses weist vier Fahrbereiche für beide Fahrtrichtungen auf, das aus den beiden kleineren CVT-Getrieben von CNH bekannte Doppelkupplungsprinzip kommt hier aber nicht zur Anwendung. Im hydrostatischen Zweig wird die A41CT von Bosch-Rexroth verwendet, bei welcher eine Schrägscheibenpumpe mit einem Schrägachsenmotor kombiniert wird.  n

Fendt setzt bei den Baureihen 800 und 900 weiterhin auf Motoren von Deutz. Für die Abgasstufe 4 kommen eine zweistufige Turboaufladung mit Zwischenkühlung, externe Abgasrückführung, ein passiver Partikelfilter sowie SCR zum Einsatz.

10 2013  Schweizer Landtechnik

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FISCHER UND BERTHOUD

Zwei Marken – ein Ziel

Die regionalen Stützpunkte: 1713 St. Antoni: GABAG Landmaschinen AG 3186 Düdingen Tschiemer H & R 3216 Ried: Urs Mäder Landmaschinen AG 3225 Müntschemier: Jampen Landmaschinen AG 3232 Ins: GVS Agrar Ins AG 3272 Walperswil: Garage Steck 3280 Murten: Tschiemer H & R 3312 Fraubrunnen: Hans Anliker AG 3315 Bätterkinden: Stephan Wyss Landtechnik GmbH 4422 Arisdorf: Heinz Recher 4657 Dulliken: Ulrich Limacher GmbH 5074 Eiken: Schweizer Eiken AG 5606 Dintikon: Kuhn Landmaschinen AG 6287 Aesch/LU: Grunderco AG 6289 Hämikon: Bucher Agro-Technik AG 6513 Monte Carasso: S. Morisoli & Figli SA 8213 Neunkirch: Bossert GmbH 8173 Neerach: Jucker AG, Landtechnik 8451 Kleinandelfingen: Kurt Freitag, Landmaschinen 8459 Volken U. Ritzmann AG 8595 Altnau: LMK-Technik AG 8714 Feldbach: Elmer Maschinen & Geräte GmbH 8717 Benken: A. Gerster AG 8934 Knonau: Hausheer & Siedler AG 9313 Muolen: Bruno Ebneter 9437 Marbach: Fritsche Landmachinen AG 9548 Matzingen: Schneider Landmaschinen AG

Tel. 026 495 19 33 Tel. 026 493 12 65 Tel. 031 755 51 94 Tel. 032 313 24 06 Tel. 032 312 03 70 Tel. 032 396 15 66 Tel. 026 670 50 44 Tel. 031 767 73 12 Tel. 032 665 33 35 Tel. 061 811 29 27 Tel. 062 291 41 87 Tel. 062 871 13 57 Tel. 056 624 30 20 Tel. 041 917 27 27 Tel. 041 919 60 06 Tel. 091 825 16 79 Tel. 052 682 29 82 Tel. 044 858 22 73 Tel. 052 319 18 84 Tel. 052 318 14 54 Tel. 071 695 23 65 Tel. 055 244 24 16 Tel. 055 293 30 10 Tel. 044 767 14 87 Tel. 071 411 22 90 Tel. 071 777 22 35 Tel. 052 376 16 95

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Quantensprung Im Frühjahr 2011 brachte New Holland die Serie T7 mit stufenlosem Getriebe AutoCommand und SCRKatalysator als erster Traktorenhersteller auf den Markt. Letztes Jahr folgte die Serie T6 ebenfalls mit SCR-Technologie und nun neu mit AutoCommand-Getriebe. Die Erfahrungen in der Praxis sowie kürzlich erschienene Berichte in der Presse beweisen den durchschlagenden Erfolg der Marke New Holland im oberen PS-Segment. Im unteren Bereich gehörte New Holland seit Jahren zu den meistverkauften Traktoren im Schweizer Markt. Nun durfte man gespannt sein auf die Nachfolgetraktoren im unteren PS-Bereich. Die typische Charakteristik, kompakt, wendig, kraftvoll, leicht und Durchzugsstärke waren Grund für den Erfolg. Rundum erneuert sind die Nachfolger nun bereit und sie

begeistern! Erstens, die Bestseller-Merkmale sind geblieben, aber das ist nicht alles; neue CommonRail-Motoren mit Partikelfilter bringen noch mehr Power und Durchzugskraft, eine neue Kabine bietet ein völlig neues Raumgefühl und all die guten Attribute der grösseren Traktoren flossen nun auch in die Kleineren und Kompakten ein. So sind alle Bedienhebel und Funktionen gleich, ein Wechsel vom Grossen auf den Kleinen oder umgekehrt ist einfach und ein grosser Vorteil für die Fahrer. Jetzt Probefahren, die neuen T4 mit 85, 95 und 105 PS, sowie die neuen T5 mit 95, 105 und 115 PS sind bereit! Beim T5 ist nebst dem bekannten Power-Shuttle-Getriebe auf Wunsch auch ein neues ElektroShift-Getriebe verfügbar. So sind die Gänge für alle Arbeiten per Knopfdruck schaltbar, zusätzlich ist der T5 nun mit Kabinenfederung und 38˝-Bereifung erhältlich. Agroscope hat ihn bereits getestet, verlangen Sie den Traktortest! New Holland Traktoren Center Schweiz Bucher Landtechnik AG 8166 Niederweningen Tel. 044 857 26 00 Fax 044 857 25 70 www.new-holland-traktoren-center-schweiz.ch

NEU – Trommelmähwerk von Vicon – Expert 432F Expert 432F – beste Mähqualität, langlebig, einfache Bedienung Das neue Vicon-Trommelmähwerk besticht nicht nur durch sein modernes und funktionelles Design, sondern setzt auch neue Massstäbe in der Handhabung und Ergonomie. Alles ist gut gekennzeichnet, werkzeug- und mühelos einstellbar. Selbstverständlich ist die stufenlose Schnitthöhenverstellung serienmässig wie auch die werkzeuglos hochklappbaren Schutzbleche. Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung des neuen Expert 432F von Vicon wurde auch auf Langlebigkeit, Werterhaltung und gute Mähqualität gelegt: • Schutzhaube aus hochfestem, elastischem Stahl, welcher bei Steinschlag weniger verbeult • Flexprotect+, die neuen stahlverstärkten Kunststoffseitenteile, verbiegen auch bei stärkerer Berührung mit einem Hindernis nicht • Wolframcarbid beschichtete Messerhalter für eine lange Lebensdauer • Wolframcarbid verstärkter Messerteller für eine lange Lebensdauer und eine exakte Messerführung

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Fahrbericht | Impression   n

Podest-Anwärter im Grünland Mit der Serie X50 brachte McCormick kürzlich eine neue Serie von Kompakt- und Grünlandtraktoren auf den Markt. Der X50.40 überzeugte uns auf Testfahrten mit dem neuen Kabinendesign und solider Technik. Ruedi Burkhalter Die Traktoren der neuen Serie X50 von McCormick sind die Nachfolger der Serie T-Max. Die Schweizer Landtechnik konnte einen X50.40 mit 105 PS Maximalleistung (113 PS mit Boost) aus den ersten Serienmaschinen Probe fahren, die im Mai in der Schweiz eingetroffen sind. Die Bau-

reihe X50 besteht aus vier Modellen mit 88, 95, 102 und 113 PS. Die Bauhöhe beträgt 2,55 Meter. Mit 3850 Kilogramm Eigengewicht und der guten Wendigkeit ist die Maschine besonders für den Grünlandbetrieb attraktiv.

Dieselpartikelfilter reinigt Abgase Technische Daten Motor Perkins 854E-E34TA, 4-Zylinder, 3,4 l Hubraum, Stufe IIIB Leistung 105 PS, mit Boost 113 PS Getriebe Power Shuttle Wendeschaltung, 36V/12 R, 3 LS-Stufen Zapfwelle 540/750/1000 Bremssystem Hinten u. vorne Mehrscheibenbremse im Ölbad, serienmässig mech. Parksperre Hydraulik Konstantpumpen 52,3+29,9 l/min Heckhubwerk 4750 kg Hubkraft, EHR Bosch Höhe über Kabine/Gewicht 2563 mm/3850 kg

Schon bei einem ersten Rundgang um die neue Maschine fällt das ansprechende, moderne Design auf. Die einteilige Motorhaube sorgt für eine leichte Zugänglichkeit zum Motor. Die Scheinwerfer präsentieren sich in moderner Klarglasoptik. Unter der Haube arbeitet ein PerkinsVierzylinder-Motor mit 3,4 Liter Hubraum. Dieser erfüllt die Abgasnorm der Stufe 3B mit der Kombination aus einer Abgasrückführung (EGR) und einem Dieselpartikelfilter mit vorgeschaltetem Oxydationskatalysator (DOC). Weiter ist dieser Motor mit einem Turbolader mit Ladeluftkühlung und einer elektronisch gesteuerten Common-Rail-Einspritzanlage ausgestattet. Dieser Einspritztechnik kommt bei der Handhabung des Partikelfilters eine zentrale Bedeutung zu: Wird

bei geringer Motorauslastung und zu tiefen Abgastemperaturen der Partikelfilter mit Russ beladen, kann diese Einspritzanlage die Steuerung so verändern, dass die Abgastemperatur erhöht und somit die Regeneration des Filters eingeleitet wird. Normalerweise führt das System diese Regeneration automatisch durch, und der Motor kann dabei normal eingesetzt werden. Genügt dies nicht, leuchtet in der Anzeigetafel eine Kontrollleuchte auf, und der Fahrer kann über einen Kippschalter links vom Armaturenbrett eine manuelle Regeneration auslösen. Soll eine Regeneration beim Betrieb in einem Gebäude ausgeschlossen werden, kann man diese Funktion sperren. Der Motor hat auf unseren Testfahrten einen soliden Eindruck gemacht. Dabei spürte man auch die Funktion «Power Plus», die bei schweren Zapfwellenarbeiten und Transportfahrten die Motorleistung auf 113 PS erhöht, was bei diesem geringen Eigengewicht für flotte Beschleunigung sorgt. Die Zugänglichkeit ist durch die einteilige Motorhaube und das herausziehbare Kühlerpaket gut gelöst. 10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Impression | Fahrbericht

Überzeugende Getriebesteuerung Das Testfahrzeug war mit der PowerShuttle-Getriebeversion mit 36 Vorwärtsund 12 Rückwärtsgängen ausgestattet. Dieses Getriebe weist eine besondere Bauweise auf: Es ist mit drei Gruppen und vier am Hauptschalthebel schaltbaren Gängen ausgestattet. Zusätzlich gibt es drei über Knöpfe am Hauptschalthebel schaltbare Lastschaltstufen. Das Besondere hier: Die Kupplungen der Lastschaltstufen sind dem Schaltgetriebe vorgeschaltet. Beim Anfahren beginnt dieses Getriebe immer in der «direkten» mittleren Stufe, in der die Drehzahl unverändert an die beiden Kupplungen für Vorwärtsund Rückwärtsfahrt weitergeleitet wird. Aus dieser Stufe kann der Fahrer dann die Overdrive- bzw. Underdrivekupplung aktivieren. Wird aus der ersten oder dritten Lastschaltstufe heraus am Hauptschalthebel geschaltet, wechselt die Getriebesteuerung ebenfalls automatisch immer wieder in die mittlere Stufe, was wir aufgrund der Gangabstufung als angenehm 1  Die Lüftung und die Heizung sind in einem «Rucksack» hinter der Kabine angebracht. 2  Auf beiden Kotflügeln können das Hubwerk und die Zapfwelle betätigt werden. 3  Der klappbare Beifahrersitz ist hart, bietet jedoch erstaunlich viel Platz. 4  Links von den Anzeigen ist der Schalter für das Regenerieren des DPF angebracht.

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empfunden haben. Sehr überzeugt hat uns die elektronische Steuerung der vier Fahrkupplungen. Die Aggressivität des Einkuppelns lässt sich rechts vom Lenkrad an einem Drehregler stufenlos verstellen. So kann man für zügiges Arbeiten mit dem Frontlader das schnelle, für sensible Rangierarbeiten das langsame Einkuppeln wählen. Aber auch in der aggressivsten Reglerposition arbeiten die Kupplungen zwar schnell, aber immer noch ruckfrei. Am Hauptganghebel kann man über den orangen «Declutch Control»-Knopf ausund einkuppeln, sodass man den Traktor ganz ohne Benutzen des Kupplungspedals fahren kann. Die Getriebesteuerung passt die Aggressivität des Einkuppelns an den Betriebszustand (Fahrgeschwindigkeit, Drehzahl) automatisch an. Auf unseren Testfahrten sind dabei nie ruckartiges Einkuppeln oder unerwünschtes Verzögern aufgetreten, so dass sich der Fahrer schnell daran gewöhnt, ganz auf das Fusspedal zu verzichten. Auf Wunsch ist eine zusätzliche Kriechganggruppe erhältlich. Die Zapfwelle ist mit einer elektronisch gesteuerten Kupplung ausgestattet und lässt sich in drei Geschwindigkeiten (540/750/1000 U/min) einstellen. Das Verstellen der Zapfwellengeschwindigkeit links hinter dem Fahrersitz empfanden wir beim Testfahrzeug als etwas schwergängig. Auf Wunsch ist eine Wegzapfwelle erhältlich. Der Anlauf der Zapfwelle

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ist moduliert, in beiden Heckkotflügeln ist serienmässig eine Bedienungseinheit integriert. Zum Ankuppeln der Welle kann der Stummel per Knopfdruck langsam gedreht werden. Das Hydrauliksystem ist offen und teilt sich den Ölhaushalt mit dem Getriebe. Es verfügt über eine Hydraulikpumpe mit 52  Litern pro Minute. Eine Pumpe mit 30  Litern pro Minute steht für die Lenkung zur Verfügung. Maximal vier Steuergeräte sind beim neuen X50 möglich, zwei davon werden in der Schweiz serienmäs­sig mit einem Kreuzhebel (Joystick) gesteuert. Der Kraftheber verfügt über eine elektronische Hubwerksregelung (System Bosch), die Hubkraft beträgt 4750 Kilogramm. Auch für das Hubwerk ist die Heckbetätigung beidseitig an den Kotflügeln möglich.

Eine echte Vierrad-Bremse Details zum Fahrwerk: Die Betriebsbremse der neuen Baureihe X50 ist eine echte Vierrad-Bremse mit serienmässiger mechanischer Parksperre. Die Vorderachse verfügt über eine integrierte nasse Scheibenbremse und eine 100-Prozent-Differenzialsperre. Beim Bremsen muss dieser Traktor also nicht den Allrad zuschalten, was die Allradkupplung, den ganzen Antriebsstrang sowie die Reifen schont. Die vorderen Bremsscheiben liegen beim X50 nicht wie bei anderen Fabrikaten in den Radnaben, sondern am vorderen Differenzialgetriebe. Das hat den Vorteil, dass die Bremsscheiben in einer grösseren Ölmenge «liegen» als bei Radnabenversionen und daher die Gefahr der Überhitzung und Beschädigung der Bremsbeläge geringer ist. Ein zusätzliches Plus ist wie bereits erwähnt die mechanische Parkbremse, deren Betätigungshebel unmittelbar neben dem Hebel für die Wahl der Zapfwellengeschwindigkeit liegt. In heiklen Situationen kann der Fahrer diese Parkbremse bei angezogener Handbremse betätigen und somit das Getriebe blockieren. Das bringt gerade im Hügelgebiet ein grosses Plus für die Sicherheit, das nur die wenigsten Traktoren in der Kompaktklasse zu bieten haben.

Übersichtlicher Arbeitsplatz

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Der Lenkeinschlag beträgt 55 Grad, die Kotflügel sind schwenkbar. Somit ist der X50 ein wendiges Fahrzeug. Ein Augenmerk wurde auch auf die hohe Bodenfreiheit gelegt, die das Überfahren von Hindernissen sicherer macht. Die Kabine des X50 ist innen im Vergleich zu den Vor-


Fahrbericht | Impression   n

▲ Die neu gestalteten

Anzeigen enthalten ein gut lesbares Display in der Mitte. Das Fahrzeug bietet einen hellen Arbeitsplatz mit guter Sicht.

Die Seitenkonsole mit Joystick ist sehr übersichtlich

gängermodellen völlig neu gestaltet. Positiv aufgefallen ist uns erst einmal die neue Anzeigetafel, die mit dem Lenkrad mitschwenkt. Sie ist hell und attraktiv gestaltet und bietet mit einer Kombination aus Zeigern, Warnleuchten und Display in der Mitte eine gelungene Kombination für den guten Überblick des Fahrers. Am Display können nicht nur verschiedene Betriebszustände, sondern

mit einem Gang in Untermenus auch Fehlercodes abgelesen werden. Die Kabine ist allgemein hell und freundlich und bietet nach vorne und hinten gute Sicht. Auch die Anordnung der Bedienungselemente haben wir als übersichtlich und zweckmässig empfunden. Die Konstrukteure haben den Zielkonflikt von Platzangebot und Bauhöhe mit einer einzigartigen Bauweise angegangen.

Der Werkzeugkoffer ist auch aus der Kabine erreichbar, ist jedoch etwas klein ausgefallen.

Gemessen an der niedrigen Bauhöhe von 2,55 m bietet die Kabine im oberen Bereich auch für den gross gewachsenen Fahrer viel Freiraum. Dies wurde einerseits erreicht, indem noch ein mehrere cm hoher Tunnel übrig geblieben ist, der aber die Bewegungsfreiheit nicht stört. Andererseits wurden Komponenten von Lüftung, Heizung und Kühlung hinter das Kabinendach in eine Art «Rucksack» ausgelagert, sodass Platz für den Fahrer bleibt und auch ein Dachfenster für die gute Sicht auf Frontladergeräte möglich ist. Wenig punkten kann der X50 hingegen bei den Ablagemöglichkeiten. Weder hinter dem Sitz noch sonstwo kann beispielsweise eine Tasche deponiert werden, ohne dass sie herunterfällt und stört. Dies ist allenfalls auf dem Beifahrersitz möglich, einer klappbaren Kunststoffschale, die für den Beifahrer erstaunlich viel Platz, jedoch wenig Fahrkomfort bietet. Ein bemerkenswertes Detail ist der Werkzeugkoffer, der innen am rechten Kotflügel angebracht ist und somit problemlos auch aus der Kabine geöffnet werden kann. Dieser bietet allerdings auch wenig Platz und ist insbesondere für längere Werkzeuge etwas kurz geraten.

Fazit: Zusammengefasst kann man sagen, dass der X50 eine gelungene Kombination von robuster, einfacher Technik ist, die aber einiges an moderner Ausrüstung und Komfort zu bieten hat. Durch das geringe Eigengewicht bei hoher Leistung, die niedrige Bauhöhe und die gute Ausrüstung im Bereich Sicherheit sagen wir dem X50 gerade auf Schweizer Grünlandbetrieben und im Hügelgebiet eine hohe Beliebtheit voraus.  n

Die Kühler können für die Reinigung weit nach aussen geschoben werden und sind gut zugänglich.

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Praktisch | Wissen   n

Grosse Zentralachshänger haben wirtschaftliche und einsatztechnische Vorteile. Sie beeinflussen die Fahreigenschaften des Traktors jedoch negativ und gehören nur an Traktoren mit entsprechendem Eigengewicht.

Normalanhänger verursachen nur gering Seitenkräfte auf das Zugfahrzeug und verschlechtern deren Fahreigen­schaften kaum.

Ausser Rand und Band «Ausser Rand und Band …» Die Redensart steht für zwei recht unterschiedliche Situationen: zum Beispiel vor Freude herumtoben und übermütig sein oder wenn etwas ausser Kontrolle gerät. Wenn ein Fahrzeug ins Schleudern kommt, ist die Ursache oft Übermut, gepaart mit «rassiger» Fahrweise. Rasch gerät die Situation ausser Kontrolle - mit fatalen Folgen. Welche Mechanismen zu Schleuderunfällen führen, wird in diesem Beitrag näher erläutert. Ruedi Gnädinger Als Hauptursachen, dass ein Fahrzeug ins Schleudern gerät, gelten: • eine minimale Geschwindigkeit (mit der in der Bewegung enthaltenen Energie), • Geschwindigkeitsveränderungen (bremsen oder beschleunigen) und/oder • ein Fahrrichtungswechsel (Kurvenfahrt oder Ausweichmanöver). Aber auch die Randbedingungen beim Fahren beeinflussen das Risiko eines Schleuderunfalles. Solche sind im We-

sentlichen: Stras­senzustand, Gefälle, gleichmässig ziehende und wirksame Bremsen, Schwerpunkt, Verrutschen der Ladung oder Schaukelbewegungen von Flüssigkeiten in Tankfahrzeugen. Wer ein Fahrzeug lenken will, muss daher bei Fahrtbeginn prüfen, ob unter Beachtung der Randbedingungen ein Transport bei üblicher Fahrweise noch sicher ist. Diese Sicherheit ist eindeutig nicht gegeben auf vereister Fahrbahn, bei mangel-

haften Bremsen, ungenügendem Reifendruck, wenn der Traktor nicht zu einer schweren Anhängelast passt oder die Gülle im nicht vollgefüllten Druckfass hin- und herschwappt.

«Wegen übersetzter Geschwindigkeit verunfallt» … Solche oder ähnliche Schlagzeilen im Zusammenhang mit Auto- und Töffunfällen sind hinlänglich bekannt. Aber kann man 10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Wissen | Praktisch

keit darf daher nicht uneingeschränkt ausgenützt werden. Es ist etwa gleich unverantwortlich, mit Traktor und Anhänger mit 40 km/h an einer Kindergruppe «vorbeizudonnern», wie wenn im Personenwagen innerorts die erlaubten 50 km/h beibehalten werden. In beiden Fällen ist nicht die gesetzlich zulässige, sondern die den Verhältnissen angepasste Geschwindigkeit massgebend. Die Zentrifugalkraft erhöht sich mit zunehmender Geschwindigkeit im Quadrat und dürfte die häufigste Ursache für Schleuderunfälle sein. (Bilder und Darstellungen: Ruedi Gnädinger)

Die einzelnen Achsen des Anhängerzuges fahren auf unterschiedlichen Kurvenradien. Durch die unterschiedlichen Kurvenradien und Wegstrecken entstehen beim Kurvenfahren wechselnde Kräfte auf die Anhängerdeichsel beziehungsweise auf das Zugmaul (weisser Pfeil).

Die Wirkung der Geschwindigkeit wird oft unterschätzt Die in einem fahrenden Anhängerzug enthaltene Bewegungsenergie bestimmt die Kräfte, die bei einem Fahrrichtungswechsel oder beim Abbremsen entstehen. Diese Bewegungsenergie (kinetische Energie) nimmt nicht linear, sondern im Quadrat zur Geschwindigkeit zu. Die Geschwindigkeitserhöhung von 30 km/h auf 40 km/h entspricht 33,3%. Demzufolge wird die kinetische Energie von ursprünglich 100% auf 178% (1.332) erhöht. Dementsprechend sind auch die Auswirkungen beim Abbremsen in einer Kurve und auf die Schadenshöhe, wenn es zum Unfall kommt. Bei der Kurvenfahrt ist wegen des meist hohen Schwerpunktes die Kippgefahr bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen allerdings ebenso gross wie die Schleudergefahr.

Kräfte und Einflüsse bei der Kurvenfahrt Beim Einfahren in eine Kurve treten verschiedene unliebsame Kräfte auf, nämlich:

Wegen der Massenträgheit um die Hochachse beharrt ein Anhänger auf der linearen Fahrt. Das Einlenken in eine Kurve verursacht daher beim Zentralachsanhänger Querkräfte auf der Deichsel beziehungsweise dem Zugmaul (weisser Pfeil).

auch mit dem Traktor zu schnell fahren, der doch bauartbedingt seine Geschwindigkeitslimite bei 30 oder 40 km/h hat? Die Antwort ist eindeutig ja, denn die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde unter anderem so tief gewählt, weil sie zu diesen Fahrzeugen passt. D.h. diese zeichnen sich u.a. aus durch einen hohen Schwerpunkt, einen kurzen Radstand mit grossen Überhängen sowie durch direkte Lenkung und im Verhältnis zu schnelleren Fahrzeugen weniger wirksamen Bremsen. Die bauartbedingte Höchstgeschwindig32

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• Zentrifugalkräfte Sie entstehen bei jeder Kurvenfahrt und werden nach folgender Formel berechnet: F = Masse (kg) × Geschwindigkeit 2 (v2)/ Kurvenradius (m). Wird die Zentrifugalkraft zu gross, beginnen die Reifen seitlich zu rutschen oder das Fahrzeug kippt. Wenn eine Kurve mit einem Radius von 25 m mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h durchfahren wird, beträgt die Zentrifugalkraft ca. 20% der Gewichtskraft des Anhängerzuges. Bei einer Geschwindigkeit von 30 beziehungsweise 40 km/h erhöht sie sich aber auf 27% bzw. 49%. Eine zu grosse Zentrifugalkraft wegen unangepasster Geschwindigkeit dürfte die Hauptursache für Schleuderunfälle sein. • Schub- und Zugkräfte durch unterschiedliche Wegstrecken Anhänger fahren mit ihren Achsen auf einem kleineren Kurvenradius als das

Zugfahrzeug und legen daher auch eine im Verhältnis zum Zugfahrzeug geringere Fahrstrecke zurück. Der Anhängerschwerpunkt bewegt sich daher mit einer geringeren Geschwindigkeit. Dieses Phänomen hat zur Folge, dass bei der Kurveneinfahrt über die Deichsel eine Schubkraft auf den Traktor entsteht. Da diese Deichselkraft von schräg und hinter der Hinterachse wirkt, neigt der Traktor zum Übersteuern. Dadurch besteht eine zusätzliche Gefahr, dass die Hinterachse ausbricht und die Schleuderfahrt beginnt. Kennzeichnend für diese Unfallursache ist oft die Endlage der Traktoren in der Gegenfahrtrichtung. Besondere Vorsicht ist bei langen und schweren Anhängerzügen geboten, bei denen die Kurvenradien von der vordersten bis hin zur hintersten Achse wesentlich kleiner werden. • Querkräfte auf das Zugmaul durch Massenträgheit Wenn ein Anhänger eine Kurve durchfährt, muss er sich auch um seine eigene Achse drehen (Fachbegriff: Hochachse, Vertikal­achse oder Gierachse). Wegen der Massenträgheit will sich der Anhänger aber geradeaus bewegen. Er wird mit der entsprechenden Querkraft am Zugmaul des Traktors in die Kurve gelenkt. Diese Querkräfte sind beim herkömmlichen Vierradwagen vernachlässigbar, können aber bei grossen Zentralachsanhängern beachtlich sein, wenn engere Kurven mit zu grosser Geschwindigkeit durchfahren werden. Beim Herausfahren aus der Kurve wechselt zudem die Richtung der Querkraft (Lastwechsel). Solche Lastwechsel können das Fahrverhalten des Traktors so stark und schnell beeinflussen, dass die nötigen Lenkkorrekturen nicht mehr möglich sind und die Fahrt ausser Kontrolle gerät. • Querkräfte auf das Zugmaul bei mehrachsigen Zentralachsanhängern Zentralachsanhänger mit 2 oder 3 nicht gelenkten Achsen können ebenfalls ansehnliche Querkräfte auf das Zugmaul entwickeln. Diese Kräfte sind in etwa proportional zu den Achsabständen und den Achslasten. Einen wesentlichen ­Einfluss haben auch die Reifen, die bei seitlichem Druck nachgeben müssen, damit sich die Laufflächen der sich ändernden Fahrrichtung anpassen können (Schräglaufwinkel). Grossvolumige Reifen mit einer weichen, bodenschonenden Karkasse haben grössere Schräglaufwinkel und verursachen dadurch weniger


Praktisch | Wissen   n

Bei Traktoren mit grosser Bereifung muss das Zugmaul weit hinter dem Achszentrum angebracht werden. Bei einem Nachstossen des Anhängers in der Kurve führt dies zu einem ausgeprägten Übersteuern oder begünstigt das Ausbrechen der Traktorhinterachse.

Fachbegriffe im Zusammenhang mit Schleudergefahren Übersteuern: Das Fahrzeug fährt mit einem kleineren Kurvenradius, als dieser aufgrund des Lenkeinschlages sein sollte. Um auf der gewünschten Kurvenfahrt zu bleiben, ist eine Korrektur am Lenkrad nötig (Gegenlenken). Untersteuern: Das Fahrzeug fährt in einem grösseren Kurvenradius, als dies aufgrund des Lenkeinschlages sein sollte. Um auf der gewünschten Kurvenfahrt zu bleiben, ist eine Korrektur am Lenkrad nötig (Nachlenken).Im Extremfall fährt es trotz eingeschlagenen Rädern geradeaus. Lastwechsel können durch Beschleunigung, Verzögerungen oder Fahrrichtungsänderungen entstehen. Unter Lastwechselreaktion versteht man die Änderung des Fahrverhaltens beim Auftreten dieser Lastwechsel wie das Über- oder Untersteuern. Lastwechselreaktionen können beim Anhängerbetrieb das System Zugfahrzeug – Anhänger so stark aufschaukeln, dass Anhänger oder Zugfahrzeug nach einer Schlingerfahrt kippen. Hoch-, Vertikal- oder Gierachse: Bei einer Fahrrichtungsänderung um 360 Grad (Kreisfahrt), dreht sich ein Fahrzeug einmal um seine Hochachse. Die Drehbewegung um diese Achse wird als gieren bezeichnet. Schräglaufwinkel: Vereinfacht ausgedrückt beziffert der Schräglaufwinkel die Differenz zwischen der Fahrtrichtung, welche sich aufgrund der Radstellung einstellen müsste und der tatsächlichen Richtung. Die Ursache ist eine geringe Reifen- und Laufflächenverformung bei der Kurvenfahrt. Bei grossen Schräglaufwinkeln leiden das exakte Ansprechen der Lenkung und die Fahrstabilität. Mit genügend Reifendruck kann diese unerwünschte Eigenschaft vermindert werden.

Querkräfte auf das Zugmaul. Diese bieten hingegen weniger Richtungsstabilität bei Geradeausfahrt. Zunehmend werden auch mehrachsige Zentralachsanhänger mit zwangsgelenkten Achsen oder Nachlaufachsen angeboten, um die Seitenkräfte bei der Kurvenfahrt zu verringern. Nachlaufachsen sind bei Strassenfahrten jedoch unbedingt zu sperren, da sonst das Seitenführungsvermögen zu stark vermindert wird und die nötige Fahrstabilität nicht mehr gegeben ist. Wenn sich die oben beschriebenen Kräfte summieren, kann es zum Schleuderunfall kommen und sie können mit Ausnahme der Zentrifugalkraft nach dem Scheitelpunkt der Kurve in der entgegengesetzten Richtung wirken. Solche Lastwechsel beeinflussen die Fahrtrichtung des Zugfahrzeuges teilweise so stark und abrupt, dass man keine Chance hat, das Fahrzeug durch rechtzeitige und richtig «dosierte» Lenkkorrekturen im Griff zu behalten.

Kräfte und Einflüsse auf abschüssigen Strassen Beim Befahren von Gefällstrecken wird in der Regel ein kleinerer Gang gewählt, mit dem die Geschwindigkeit ohne dauernde Betätigung der Betriebsbremse beibehalten werden kann. Der Traktor ist dadurch in seinem Bremsvermögen und bezüglich Fahrstabilität bereits erheblich «vorbelastet», denn über das Zugmaul wirken schon erhebliche Schubkräfte. Kommen nun noch die Kräfte dazu, die bei der Kurvenfahrt entstehen, wird die Grenze schnell überschritten, bei der eine sichere Fahrt noch gewährleistet ist. Eine Bremsprobe nach Fahrtbeginn ist immer zu empfehlen, besonders aber wenn Gefällstrecken zu befahren sind. Ist bei der Bremsprobe die Wirkung nicht überzeugend oder einzelne Achsen werden überbremst, ist in dieser Konstella­ tion auf die Fahrt zu verzichten. Im Weiteren ist zu beachten, dass die vom Hersteller freigegebene Anhängelast keine Gewährleistung ist für das sichere Fahren mit diesen Gewichten auf steilen Strecken oder rutschigen Fahrbahnen.

Lauf- und Fahreigenschaften Ist wegen einer schnell angefahrenen Kurve, eines Ausweichmanövers oder eines leichten «Rutschers» nicht mehr alles im «grünen Bereich», können gute Lauf- und Fahreigenschaften entscheidend sein, ob es zum Unfall kommt oder nicht. Leider haben im Grenzbereich viele

landwirtschaftliche Fahrzeugen, auch neuere Modelle, nicht die gleich guten Fahreigenschaften wie Personenwagen oder für den Strasseneinsatz konzipierte Nutzfahrzeuge. Die wesentlichen bauartbedingten Nachteile von landwirtschaftlichen Fahrzeugen sind: • Hoher Schwerpunkt führt zu grosser Gewichtsverlagerung bei Kurvenfahrten, beim Bremsen und im Gefälle. • Weiche und grossvolumige Reifen mit verminderter Spurtreue (grosse Schräglaufwinkel), welche bei einer Gewichtsverlagerung stark einfedern und das Fahrzeug dadurch in Schräglage versetzen. • Grosse Überhänge und kurze Radstände, welche das unkontrollierte Drehen um die Hochachse begünstigen. Diese bauartbedingten Nachteile sind bei vorsichtiger Fahrweise kaum spürbar. Es ist daher verständlich, wenn nach einem Schleuderunfall Fassungslosigkeit herrscht und man so etwas nicht für möglich gehalten hat.

Viele Ursachen mit summierender Wirkung Schleuderunfälle haben meistens verschiedene Ursachen und führen durch das zeitgleiche Auftreten zum Schleuderunfall. Bei der Risikobeurteilung sind daher die in diesem Beitrag behandelten Zusammenhänge systematisch zu prüfen. Schon das Bewusstsein, dass die Gefahr des Schleuderns besteht und die Fahrerin oder der Fahrer die Geschwindigkeit deshalb anpasst, kann einen Unfall verhüten.  n

Gerät ein Anhänger ins Schlingern, kann sich das System Zugfahrzeug–Anhänger stark aufschaukeln. Experten raten in dieser Situation, auf Lenkkorrekturen zu verzichten und das Lenkrad in erster Linie still zu halten sowie mässig zu bremsen. Wer jedoch solche «Grenzerfahrungen» nicht unbedingt will, achtet auf genügend Reifendruck und hält die zulässige Geschwindigkeit ein. Eine zusätzliche Verbesserung ist auch durch die Montage einer Antischlingerkupplung möglich.

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n  Management

wir kürzlich (Juni 2013) einen neuen Methodikleitfaden zu «Berechnung und Grunddaten der Maschinenkosten» herausgegeben. Es geht darum, Transparenz zu schaffen und personenunabhängig alle Beteiligten auf den gleichen Nenner zu bringen.

Christian Gazzarin, Agroscope ART Tänikon, setzt das Tabellenwerk seiner beiden Vorgänger zu den Maschinenkosten fort und wegweisende Akzente bei deren modernen Ausgestaltung. (Bilder: Ueli Zweifel)

Spannende ­Maschinenkosten Zum Herbstmonat September gehört fast wie der Früchtesegen die Herausgabe des aktualisierten ART-Berichtes zu den Maschinenkosten. Deshalb unterhielt sich die Schweizer Landtechnik mit Christian Gazzarin, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Agroscope ART, über die Überlegungen hinter dem Tabellenwerk und über den Nutzen je nach Optik und Position. Ueli Zweifel Der ART-Bericht zu den Maschinenkosten, jedes Jahr wiederkehrend und für die nächste Saison die Nummer 767 tragend, ist unter den ART-Berichten an der Basis mit Sicherheit am meisten beachtet und konsultiert. Kein Wunder – das Standardwerk enthält von über 600 Maschinen und Geräten die relevanten und neutralen Informationen zum Entschädigungsansatz (bei Miete) je nach maschinenspezifischer Arbeitseinheit (Stunden, Hektaren, Kubikmeter, Tonnen, Fuder, Ballen usw.) und die der Berechnung zugrunde gelegten Parameter wie Anschaffungspreis, Auslastung, Nutzungsdauer, Restwert usw. 34

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Auf welchen Grunddaten basieren die Maschinenkostenberechnungen? Viele Faktoren spielen eine Rolle, unter ihnen die Beschaffungspreise der Maschinen und Geräte. Wir erhalten dazu von den Landmaschinenfirmen die aktuellen Preislisten. Im Zweijahresrhythmus werden diese analysiert, um die im Markt üblichen Neupreise zu übernehmen und das aufgelistete Maschinenangebot an die technische Entwicklung anzupassen. In den Methodikgrundlagen wird definiert, dass für Maschinenwerte bis 20 000 Franken zwei Fabrikate oder Marken begutachtet werden, für Anschaffungswerte zwischen 20 000 bis 40 000 Franken drei  Fabrikate und für Maschinenwerte über 40 000 Franken werden vier Marken oder Fabrikate berücksichtigt. Es können auch mehr sein, so werden bei den Traktoren deutlich mehr Fabrikate berücksichtigt. Bei den im Bericht publizierten Preisen handelt es sich jeweils um Mittelwerte der vergangenen zehn Jahre. So wird berücksichtigt, dass es beim Mieten oder Vermieten oft um Maschinen geht, die schon etliche Jahre im Einsatz stehen. Die Maschinen werden immer komplexer und bieten neue Möglichkeiten. Wie fliesst dieser Umstand bei den Maschinenkosten ein? Es ist ein schwieriges Unterfangen, aus den unterschiedlich aufgebauten Preislisten vergleichbare Beschaffungswerte he-

ART-TRAC Schweizer Landtechnik: Sie beschäftigen sich an der Agroscope ART seit 2009 mit den Maschinenkosten. Was hat sich in den vielen Jahren verändert? Christian Gazzarin: Wenn ich zurückblicke war es zuerst Franz Zilhmann, der die Maschinenkosten damals noch beim IMA in Brugg und später in Tänikon herausgab. Er verfasste auch ein Grundlagenpapier zur Erfassung und Auswertung des Datenmaterials. Dann gab Helmut Ammann aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und der stetigen Marktbeobachtung über mehr als 30 Jahre den Maschinenkostenbericht heraus. Nunmehr haben

ART-Trac ist das offizielle Berechnungsprogramm für Maschinenkosten. Die Excel-Datei kann unter www.agroscope. admin.ch gratis heruntergeladen werden. Sie erlaubt die rasche Orientierung, ob sich ein Maschinenkauf lohnen kann oder der Weg der Miete gewählt werden muss, und lässt den Vergleich von unterschiedlichen Verfahrensketten zu. Seit letztem Jahr ist das Modul ART-Trac/ Sharing aufgeschaltet. Es berechnet, wie sich die Betriebskosten von mehreren Nutzern einer Maschine nach Massgabe des investierten Geldes und der Nutzungsintensität aufteilen.


Management   n

rauszufiltern. Und es versteht sich, dass man für die Festlegung desselben auch Zusatzausrüstungen mit berücksichtigen muss. Bei den Zusatzausrüstungen, die zum Teil die Komplexität einer Maschine widerspiegeln, sind wir aber generell zurückhaltend. Ausgehend von den uns zur Verfügung stehenden Bruttopreisen, nehmen wir an, dass nicht zuletzt mit den Zusatzausrüstungen Eintausch- und Rabattangebote verbunden werden. Und wir achten generell darauf, in einer Vierergruppe (ab 40 000 Franken Beschaffungswert) immer auch Maschinen aus dem LowCost-Bereich zu haben.

ART-Bericht 767

Maschinenkosten 2013 Gültig bis September 2014

September 2013 Inhaltsverzeichnis 1. Motorfahrzeuge

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2. Zusatzgeräte für Motorfahrzeuge

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3. Transport

16

4. Bodenbearbeitung

16

5. Saat, Pflege und Pflanzenschutz

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6. Düngung und Kompostierung

24

7. Getreide-, Raps- und Körnermaisernte 28 8. Kartoffel-, Tabak- und Rübenernte

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9. Raufutterernte

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10. Futtereinlagerung, Futterentnahme und Fütterung

Apropos Eintausch: In diesem Zusammenhang war die Einführung des Restwertes für eine Maschine nicht unumstritten. Das hat sich inzwischen beruhigt. Der Restwert wurde insbesondere auf der Grundlage einer Umfrage eingefügt, die 2009 auf 351 Betrieben mit total 2953 Maschinen durchgeführt worden ist. Die Umfrage zeigte, dass viele Maschinen nicht zuletzt mangels genügender Auslastung am Ende der Nutzungsdauer noch einen nennenswerten Wiederverkaufswert haben. Diesem Umstand wird nun mit dem Restwert Rechnung getragen. Entscheidend für die Berechnung des Entschädigungsansatzes aber ist die Auslastung. Grundsätzlich wird bei den ARTMaschinenkosten eine überdurchschnittliche Auslastung angenommen. Wir gehen nämlich von Maschinen aus, die auch überbetrieblich genutzt werden. Die Untersuchung hat zudem bestätigt, dass der nunmehr zusammengefasste Reparatur- und Wartungsfaktor (RUF) im Allgemeinen eher hoch veranschlagt wurde. Es ist so, dass die Reparatur- und Wartungskosten pro Arbeitseinheit umso höher sind, je tiefer die Auslastung ist. Wieso braucht es die Maschinenkosten und für wen sind diese nützlich? Mit unseren Datengrundlagen stellen wir das Rüstzeug bereit, Maschinen vermehrt überbetrieblich zu nutzen und auch abzuwägen, ob sich ein eigener Maschinenkauf lohnt. Dabei geben wir mit unseren Daten eine Referenz vor. Ob die eigene Maschine wettbewerbsfähig ist, lässt sich konkret kalkulieren, in dem in Abweichung vom Tabellenwerk statt der zum Teil geschätzten Durchschnittswerte eigene Erfahrungs- und Messwerte eingesetzt werden. Die eigene Berechnung der Maschinenkosten erhält grundsätzlich immer

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11. Übrige Geräte in der Innenwirtschaft 38 12. Forstwirtschaft und Bauarbeiten

40

13. Obstbau

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14. Rebbau und Weinbereitung

44

15. Gemüsebau

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Autoren Christian Gazzarin und Markus Lips, ART christian.gazzarin@agroscope. admin.ch Impressum

Die Selbstkosten pro Produkteeinheit werden zu einem wesentlichen Anteil von den Maschinenkosten bestimmt. (Fotos: Christian Gazzarin, ART)

Herausgeber: Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART Die Arbeitsleistungen beziehen sich nur auf Die vorliegende Datensammlung enthält Tänikon, CH-8356 Ettenhausen, die effektive Feldarbeitszeit; entsprechend und Richtwerte für die Entmehr Bedeutung und wird Grundlagen durch das Redaktion: Etel Keller, ART sind Stör-, Rüst- und Wegzeiten (ausser bei schädigung überbetrieblich eingesetzter Maschinenkostenprogramm Landmaschinen. ART-TRAC Die Entschädigungsan- Transportgeräten) nicht berücksichtigt. DesDie ART-Berichte/Rapports ART sätze sind ausdrücklich als Richtwerte zu halb können die angegebenen Ansätze beiwesentlich vereinfacht. (Kasten). erscheinen in rund 20 Nummern spielsweise nicht direkt mit jenen der Lohnverstehen. Sie sind kalkulatorische Grössen, Helmut Ammann habe auf telefonische Anpro Jahr. Jahresabonnement unternehmungen (www.agrartechnik.ch) die unter den getroffenen Annahmen eine Wichtig bleiben die Maschinenkosten, Fr. 60.–. Bestellung von Abonneverglichen werden. kostendeckende Benutzung der hin Maschine frage Landwirten zu den Maschinenkosgerade auch inEinzelnummern: der Printversion, um eine ments und zwischen landwirtschaftlichen Betrieben Die Entschädigungsansätze gelten pro Artendienoch schriftliche Antworten geliefert, Bibliothek, 8356 Ettenhausen erlauben. der Praxis sind verhandelbeitsdurchgang. Die Treibstoffkosten sind neutrale ART, Richtgrösse zu haben, aufIndie T +41 (0)52 368 31 31 immer inbegriffen. ten Entschädigungsansätze auchChristian durch An- Gazzarin, sagt das sei heute aus sich allenF +41 voran und (0)52 365Vermieter 11 90 Für Kostenberechnungen im Einzelfall sind gebot Mieter und Nachfrage bestimmt, sodass Resourcengründen undenkbar. Immerhin sind doku@art.admin.ch die Annahmen entsprechend der konkreten sich mehr oder weniger grosse Abweichuneiner Maschine verlassen können. Downloads: www.agroscope.ch Betriebssituation anzupassen. gen zu den ART-Ansätzenihm ergeben können. aber Anfragen, Anregungen und Wider-

Beratung in Sachen Maschinenkosten

ISSN 1661-7568 Maschinenkosten senken

Die Maschinenkosten sind ein wichtiges Betriebsführungsinstrument, wenn man bedenkt, dass laut Buchhaltungsauswertungen der Jahre 2009–2011 im Durchschnitt pro Betrieb für die eigenen Maschinen 27  600 Franken ausgegeben werden. Mit einem Anteil von 14% an den Fremdkosten von total fast 200 000 Franken stellen diese vor den Gebäudekosten (CHF 25 800.–) und den Kraftfutterkosten (CHF 24 600.–) den grössten Fremdaufwand dar. Durch den überlegten Verzicht oder aber den gezielten Kauf einer neuen Maschine aus betrieblicher Sicht und vor allem im Hinblick auf die überbetriebliche Nutzung resultiert das grosse Potenzial zur Kosteneinsparung bei den Maschinenkosten. Die Maschinenkosten, herausgegeben von der Agroscope ART Tänikon, ergeben insofern volkswirtschaftlich Sinn, als sie einen Beiträge dazu leisten, die Produk­ tionskosten zu senken.  n

sprüche willkommen, die er auch gerne und umgehend beantwortet. Sie deuten zudem an, wo in der Praxis der Schuh drückt und Verbesserungen anstehen können. Für die Weiterentwicklung des Maschinenkostenberichtes ist aber auch eine eigens dazu ins Leben gerufene Begleitgruppe mitverantwortlich. Angegliedert bei der AGRIDEA nehmen darin Organisationen, Firmen und Beratungsdienste Einsitz, die sich mit Maschinenkosten befassen. Grundsätzlich ist die Beratung in Sachen Maschinenkosten an die Beratungsdienste bei den Kantonen delegiert und auch an den technischen Dienst des SVLT.

Anfragen und Beratungen von Mitgliedern des SVLT gehören in den Arbeitsbereich von Domi­nique Berner. Er ist Mitglied in der oben erwähnten Begleitgruppe.

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n  Plattform | Veranstaltung

Dominique Ruggli bei der Demonstration der Minikamera zur Beobachtung der biologischen Bodenaktivität.

(Bilder: Dominik Senn)

Freiburger Thementage Die Schweizer Premiere des Einsatzes einer Minikamera zur Beobachtung der biologischen Bodenaktivität und eine Präsentation des pfluglosen Anbauverfahrens Strip-till waren Perlen der Thementage «Produzieren» am landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve des Kantons Freiburg. Dominik Senn/Adrian von Niederhäusern* Das landwirtschaftliche Institut des Kan­ tons Freiburg organisierte in Grangeneu­ ve am 11. und 12. September 2013 im Rahmen der 125 Jahre seines Bestehens eine Fachveranstaltung für die Profis aus der Landwirtschaft. Diese Thementage unter dem Namen «agripro» konzentrier­ ten sich auf alle Aspekte der Produktivität der Nahrungsmittelproduktion. An ge­ führten Rundgängen erwarteten die rund 400 Besucherinnen und Besucher die Spezialisten von Grangeneuve, Agro­ * Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Station für Tierproduktion und Pflanzenbau am Landwirt­ schaftlichen Institut des Kantons Freiburg

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scope, der Fachhochschule HAFL von Zollikofen und weiteren Organisationen.

Reiches Bodenleben – gute Erträge Toni Lehmann, stellvertretender Stations­ chef Pflanzenbau, und Dominique Ruggli, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Sta­ tion Pflanzenbau, stellten die in Mexiko entwickelte Bodenkamera namens «MiniRhizotron» vor. Ihr Name sagt bereits, was sie bis etwa 40 cm unter Tage live filmt und fotografiert: Wurzeln, und zwar allerfeinste. Einige Wochen vor dem Ein­ satz werden transparente Kunststoffröh­ ren bis gegen einen halben Meter tief eingepflanzt. Das von einer Weisslichtbe­

leuchtung eingefasste Kameraauge ist Teil einer hochauflösenden Videokamera, die auch Einzelbilder schiesst und eine Fokussiereinheit besitzt. Die Kamera wird in das Rohr eingeführt und beginnt die Unter­ tagewelt 100-fach vergrössert di­ rekt auf einen angeschlossenen Laptop oder auf einen USB-Stick zu übertragen. Ein reiches Bodenleben ist Voraussetzung für gute Erträge: Wirbellose und Wirbel­ tiere, Insekten, Bakterien und Mykorrhi­ zen stellen der Pflanze die benötigten Nährstoffe bereit. Sie alle standen dem Mini-Rhizotron Modell. Die feingliedrigen Mykorrhizapilze liefern der Pflanze Nähr­ salze und Wasser und erhalten ihrerseits


Pneuhaus Leu aG Mit Zzoom-Hybridgerste hohe und stabile Erträge erwirtschaften Die Hyvido-Hybridtechnologie beim Gerstensaatgut hat sich auch in diesem Jahr bewährt. So konnten mit der Sorte Zzoom trotz schwierigen Anbaubedingungen sehr hohe Erträge erzielt werden. Dank einem deutlich stärkeren Wurzelwachstum der Hyvido-Gerstensorten gegenüber den üblichen Liniensorten zeichnet sich Zzoom durch ein sehr stabiles Ertragspotential aus. Dadurch können die Pflanzen auch bei ungünstigeren Boden- und Witterungsverhält-

nissen Wasser und Nährstoffe effizienter aus dem Boden beziehen und so ihr volles Ertragspotential ausschöpfen. Die ausserordentliche Bestockungsfähigkeit und die gleichmässigen Bestände konnten in den letzten Jahren in der Praxis beobachtet werden. Die Sorten Hobbit und SY Leoo sind dieses Jahr aufgrund von Produktionsproblemen leider nicht verfügbar. Für den Schweizer Markt ist aber genügend Saatgut der bewährten Sorte Zzoom vorhanden, sodass die Nachfrage gedeckt werden kann. Zzoom ist die am meisten angebaute Hyvido-Hybridgerstensorte in der Schweiz.

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«Grangeneuve ist das

Toni Lehmann erläutert, was die Mini-Kamera unter Tage antreffen kann.

Das Kameraauge mit Weisslicht-Beleuchtung befindet sich seitlich an der Rohrspitze.

einen Teil der durch die Photosynthese der (grünen) Pflanzen erzeugten Assimila­ te – eine wunderbare Symbiose, deren Ausschaffungen dank der Minikamera perfekt sichtbar sind. Der Einsatz der vermutlich ersten in der Schweiz von einer Forschungsanstalt verwendeten Kamera sei vorerst auf schulische Zwecke beschränkt, um die Schüler für Umwelt­ themen zu sensibilisieren, sagte Lehmann.

Interessantes Potenzial

Strip-till – das bessere Pfluglosverfahren? Strip-till verspricht eine boden- und res­ sourcenschonende Anbautechnik für Reihenkulturen mit einigen Vorzügen gegenüber ähnlichen Verfahren. Die Di­ rektsaat wurde unter Klimabedingungen und Bodenverhältnissen entwickelt, wel­ che nur bedingt mit unseren Verhältnis­ sen vergleichbar sind, weshalb sich deren Umsetzung bei uns nicht immer einfach gestaltet. Besonders auf schweren und feuchten Böden sind die Ergebnisse teil­ weise nicht zufriedenstellend. Die Böden brauchen oft lange, um abzutrocknen und sich zu erwärmen. So sind bei un­ günstigen Bedingungen häufig ein mässi­ ger Feldaufgang und eine langsame Ju­ gendentwicklung zu beobachten. Die Mulchsaat oder die in der Schweiz entwi­ ckelte Streifenfrässaat sind relativ zeitund energieaufwendig, und die Ernte­ rückstände im Boden können besonders bei empfindlichen Kulturen wie Zuckerrü­ ben Wachstumshemmungen verursa­ chen. Strip-till soll Abhilfe schaffen, indem es die Direktsaat mit einem Grubber und Strohräumer in der Saatreihe ergänzt. Es handelt sich somit um eine extensivere Variante der Streifenfrässaat. Eine Beson­ derheit von Strip-till ist der zeitlich ver­ setzte Arbeitsvorgang, damit die freige­ räumte Saatreihe sich vor der Saat genügend erwärmen und abtrocknen kann. 38

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Hierzulande besteht besonders bei Raps und Zuckerrüben ein grosses Potenzial, da sich die Pfahlwurzel mithilfe der vor­ hergehenden Lockerung gut entwickeln kann und bei korrekter Arbeit der Stroh­ räumer keine wachstumshemmende Wirkung durch Pflanzenrückstände zu erwarten ist. Zwischen den Reihen hinge­ gen unterdrückt die Mulchschicht das Unkraut, schützt vor Erosion und vermin­ dert das Abtrocknen des Bodens. Die bearbeiteten Streifen sind mit 10 bis 15 cm nur etwa halb so breit wie bei der Streifenfrässaat. Daher verfügt der Boden anschliessend über eine gute Tragfähig­ keit. Die ungestörte Struktur zwischen den Reihen sorgt für eine gute Durchlüf­ tung und ein rasches Versickern des Regenwassers. Die meisten Geräte ermöglichen zudem eine Düngerablage auf Bearbeitungstiefe. Durch die konzentrierte Ablage der Nähr­ stoffe in einer Tiefe, welche nur selten austrocknet, ist die Pflanze weniger tro­ ckenheitsanfällig und kann die Nährstoffe deutlich effizienter aufnehmen. Zudem treten praktisch keine Ammoniakverluste auf, weshalb das Verfahren auf grossflä­ chigen Parzellen auch mit der Gülleinjek­ tion kombiniert wird.

Wie es funktioniert Wie beim Pflügen erfolgt die Streifenbe­ arbeitung auf schweren Böden im Herbst, damit der Frost die Schollen weiter zer­ kleinert und ein feiner Saatstreifen ent­ stehen kann. Dabei ist es wichtig, dass der Boden auf Bearbeitungstiefe noch genügend trocken ist, damit er nicht ver­ schmiert. Böden, welche im Frühjahr ge­ nügend rasch abtrocknen, können auch erst ein bis zwei Wochen vor der Saat bearbeitet werden, damit sich die Saatrei­ he ausreichend erwärmt. Eine kombinier­ te Saat wird nur bei sehr lockeren, leicht erwärmbaren Böden mit weniger als 10 % Ton empfohlen. Sie hat aber den

Dominik Senn Die Thementage «Produzieren» waren der Abschluss einer Reihe grosser Veran­ staltungen seit Jahresbeginn im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums des Landwirt­ schaftlichen Instituts des Kantons Frei­ burg Grangeneuve in Posieux. Die Schweizer Landtechnik sprach bei dieser Gelegenheit mit Direktorin Geneviève Gassmann. Was bedeutet Grangeneuve für den Kanton Freiburg? Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Lebensmittel-Handwerk haben im Kanton Freiburg traditionellerweise einen enormen Stellenwert. Das spiegelt sich beispielsweise darin, dass mehr als zwanzig Prozent der Arbeitsplätze in diesen Bereichen angesiedelt sind. Als Beispiele seien im Kanton ansässige international tätige Firmen wie die be­ kannten Schokoladenfabrikanten Maison Cailler-la Chocolaterie Suisse von Nestlé Schweiz in Broc (Bezirk Gruyère) und Villars Maître Chocolatier SA in Freiburg selbst, der Milchverwerter Estavayer Lait SA (ELSA) von Migros in Estavayer-le-Lac (Broyebezirk), der Fleischverwerter Mi­ carna von Migros in Courtepin (See­ bezirk) und einer der drei grössten Milchverwerter der Schweiz Cremo SA in Villars-sur-Glâne (Saanebezirk) genannt. Grangeneuve ist das Kompetenzzentrum für Berufsbildung und Dienstleistung in den grünen Berufen (Landwirtschaft,


Veranstaltung | Plattform   n

Kompetenzzentrum Landwirtschaft der ganzen Romandie» nagementaufgabe erfüllt. Es geht immer um Persönlichkeit, nicht um Männlichkeit oder Weiblichkeit.

«Grangeneuve ist als Arbeitgeber kompetitiv», sagt Direktorin Geneviève Gassmann. (Bild: Dominik Senn)

Forstwirtschaft und Gartenbau), den Berufen in der Milchwirtschaft und Lebensmittelverar­ beitung (Molkereischule) sowie in der Haus­ wirtschaft, aber nicht bloss für den Kanton Freiburg, sondern für die ganze Romandie. Dazu gehört die höhere Fachschule für Agrar­ techniker und Agrarkaufleute sowie für Le­ bensmitteltechniker. Als kantonale Institution ist das Institut administrativ der Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirt­ schaft angegliedert. Haben Sie als Direktorin von Grangeneuve Anliegen aus Sicht der Frau, die Sie einbringen? Als vierfache Mutter hätte ich mir früher eine Kindertagesstätte (Kita) gewünscht. 2010 trat

ich das Amt hier an. Jetzt, drei Jahre später, haben wir hier eine Kita in Kooperation mit Nachbachgemeinden. Es ist offensichtlich, dass mein damaliger Wunsch heute für meine familiäre Situation keine Bedeutung mehr hat. Ich bin aber Arbeitgeberin von etwa 260 An­ gestellten und will gute Arbeitskräfte rekru­ tieren. Das funktioniert nur mit attraktiven Stellenangeboten. Weil heute gerade im Kaderbereich vermehrt gut ausgebildete jüngere Mütter und Väter mit Kindern nach Anstellungen über 60 und 70 Prozent fragen, ist Grangeneuve mit einer Kita als Arbeitge­ ber kompetitiv. Ich habe, um Ihre Frage zu beantworten, nicht als Frau ein frauliches Anliegen durch­ gebracht, sondern als Direktorin eine Ma­

Vorteil, dass die Sämaschine auch auf unförmigen Parzellen ohne die Hilfe von GPS-Lenkhilfen den vorbearbeiteten Streifen trifft. Gesät wird durchgehend mit Einzelkorn­ sämaschinen, da diese eine bessere Rückverfestigung bieten. Eine PrismenFrontwalze bei der Saat hat insbesondere bei schweren Böden zu besseren Feldauf­ gängen geführt. Für ein effizientes Arbei­ ten auf grösseren Flächen ist die Unter­ stützung durch ein GPS-Signal mit einer Genauigkeit von 3 cm erforderlich (GPSRTK). Einige Anwender berichteten, dass die Sämaschine bei losem Unterlenker und aufmerksamer Fahrweise gut den

Wie wichtig ist Ihnen Landtechnik? Landtechnik war und ist ein wichtiger Be­ standteil der Berufsbildung Landwirtschaft. Wir verfügen über viele Maschinen der Milchund Lebensmitteltechnologie und des Land­ baus und organisieren auch hier und da Maschinenvorführungen. Die Schweizer Landtechnik hat wie die gesamte produzie­ rende Landwirtschaft gerade jetzt eine riesige Herausforderung zu bewältigen: hochwertige Lebensmittel effizient und gleichzeitig um­ weltschonend zu produzieren und dabei den sozialen Aspekten der Gesellschaft zu genügen. Wie ist Grangeneuve ins landwirtschaftliche Bildungs- und Forschungssystem eingebettet? Wir gehören einem Netzwerk von fünf ­Partnerinstitutionen an: Agroscope LiebefeldPosieux/Haras Avenches (ALP-Haras), ­Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmit­ telwissenschaften (HAFL), Vetsuisse-Fakultät Universität Bern und Inforama, Bildungs-, Beratungs- und Tagungszentrum für Landund Hauswirtschaft des Kantons Bern. Wir nennen das Netzwerk Adalus. Adalus hat das Ziel, bestehende Kooperationen in Forschung, Beratung, Lehre und Dienstleistung zu inten­ sivieren sowie weitere Kooperationen zu etablieren, um die vorhin genannten Heraus­ forderungen meistern zu können.

vorbearbeiteten Schlitzen folgt. Schwieri­ ger wird es bei Hanglagen oder unförmi­ gen Parzellen, wo GPS- und Mobilfunk­ empfang die Arbeit bei entsprechender Ausrüstung wesentlich erleichtern. Untersuchungen aus Frankreich und Deutschland zeigen durchwegs positive Resultate: Beispielsweise sind die Zucker­ rübenerträge tendenziell höher als bei Mulch- und Direktsaat, und die Saat er­ folgt durchschnittlich zehn Tage vor der­ jenigen der Direktsaat. Auch wenn die Zuckerrübenerträge noch nicht ganz das Niveau einer konventionellen Bodenbear­ beitung erreichen, wird dies durch die tieferen Kosten kompensiert.  n

Im Gegensatz zur Direktsaat ist bei Strip-till der Maiswurzelstock auffallend kräftiger und kompakter ausgebildet, zeigt Adrian von Niederhäusern an den Bodenprofilen.

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n  Plattform | Report

Stefan Herzog (2. von rechts), Pächter auf dem Hof Ebnet in Diegten, erläutert das System Schleppschlauch an der Verschlauchung mit Horizontalverteilkopf Wälchli; er benötigt keine Hangausgleichsvorrichtung, weil die Hangneigung 35% nicht übersteigt. (Bilder: Dominik Senn)

Gülle in Hülle und Fülle Gegen hundert Landwirte, Lohnunternehmer und weitere Interessierte besuchten den Praxistag Gülle, der vom Schweizerischen Verband für Landtechnik, Sektion Beider Basel, und vom Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain Sissach BL organisiert worden war; viele junge Leute waren dabei. Dominik Senn Der Praxistag «Gülle in Hülle und Fülle» fand auf dem Hof Ebnet in Diegten BL statt. Wie Speaker und Referent Fritz Ziö­ rjen sagte, handelte es sich um «eine Veranstaltung vom Praktiker für den Praktiker, mit verschiedenen Themen und Vorführungen». An fünf Posten wurden morgens gruppenweise die Themen ­Ammoniakproblematik, Gülleseparie­ rung, Gülleübersaat, Gülletechnik und überbetrieblicher Maschineneinsatz erar­ beitet. Der Nachmittag war praktischen Vorführungen der Gülletechnik und dem Erfahrungsaustausch gewidmet.

Grünland­bestand verbessern Olivier Huguenin-Elie, dipl. Ing.-Agr. ETH von Agroscope ART, erläuterte die Funk­ tionsweise und Möglichkeiten der Gülle­ 40

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übersaat und stellte die neusten Ver­ suchsresultate der ART mit Italienischem und Englischem Raigras sowie Wiesen­ fuchsschwanz vor. Übersaat ist die Saatgutablage auf die unbearbeitete ­ Boden­ oberfläche mit dem Zweck der Verbesserung eines bereits vorhandenen Grünlandbestandes. Die Versuche erga­ ben, dass Gülleübersaaten eine ähnliche Erhöhung des Anteils an Italienischem oder Englischem Raigras wie herkömmli­ che Übersaaten ohne Gülle zu erbringen vermögen. Wiesenfuchsschanz konnte sich dagegen nach der Übersaat ohne Gülle deutlich besser etablieren als nach der Gülleübersaat. Die Wirtschaftlichkeit ist augenfällig: Bei der Güllesaat bezahlt der Landwirt nur das Saatgut (ausgebracht werden Saat­

gutmengen von ca. 20 kg/ha). Es gibt keine zusätzlichen Wiesenfahrten, keine Abnutzung der Geräte, keinen zusätzli­ chen Energieverbrauch. Das Einmischen des Saatgutes erfolgt beim Aufziehen der Gülle. Eine einfache Möglichkeit besteht darin, nach zirka einem Drittel der Füllung mittels Schlauch beim Seitenventil die Samen-Wasser-Mi­ schung aus einem Wasserfass von ca. 100 l einzusaugen. Für die Gülleübersaat gebaute Mischsysteme werden auch vom Fachhandel angeboten. Die anwesenden Landwirte erörterten anschliessend zu­ meist technische Fragen der Ausbringung. Es ist anzunehmen, dass der Bodenschluss der Samen bei einer Gülleübersaat mit Schleppschlauch besser ist als mit Breit­ verteiler. Untersuchungen aus Deutsch­


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n  Plattform | Report

Felix Rieder aus Rothenfluh verwendet auf seinem Betrieb in Gelterkinden das System Schleppschuh am Fass mit Vogelsang-Vertikalverteilkopf; das Kaufkriterium war, den Verteiler an sein herkömmliches Güllefass anbauen zu können.

Hannes Gass aus Oltigen schwört auf das neuste Schleppschlauch-Verteilersystem Mai aus Huttwil BE.

Das System Mai weist eine Arbeitsbreite von 7 m auf und ist rund 260 kg schwer. Es ist auf kleine Betriebe mit einem grossen Anteil steilem Gelände zugeschnitten.

land haben aber gezeigt, dass auch mit Breitverteiler das Kleben des Samens an der Graspflanze kein wesentliches Prob­ lem darstellt, solange die Gülle gut ver­ dünnt ist. Es ist von Vorteil, die Samen 24 Stunden lang im Wasser vorquellen zu lassen, damit sie zum Zeitpunkt des Aus­ bringens nicht obenauf schwimmen. Keine Erfahrung hat ART mit Güllentypen bei Gülleübersaaten: Alle Versuche wur­ den mit Rindervollgülle gemacht.

Kein Hangausgleich nötig Gastgeber Stefan Herzog, Pächter auf dem Hof Ebnet in Diegten, führte das System Schleppschlauch an der Ver­ schlauchung mit Horizontalverteilkopf Wälchli vor, das auf seinem Betrieb idea­ lerweise zum Einsatz kommt. Die relativ ebenen Betriebsflächen sind samt und sonders zusammenhängend, der Hof steht erhöht. Nebst Milchproduktion und Aufzucht von Tieren – den Güllelieferan­ ten – betreibt er Ackerbau und pflegt auf 2  ha Hochstamm-Kirschbäume, auf 1½ ha Kirschbaume unter Regendachan­ lagen, auf 1 ha Schüttelkirschen und auf 1 ha Niederstamm-Zwetschgenbäume. 42

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Eine Frage betraf den fehlenden Hang­ ausgleich, der von den Herstellern ange­ boten wird und der den Verteiler in stei­ lem Gelände zum Hang hin neigt. Stefan Herzog benötigt keinen, weil die Hang­ neigung 35% nicht übersteigt.

Keine Verstopfung mehr Felix Rieder aus Rothenfluh verwendet auf seinem Betrieb mit Biogasanlage in Gelterkinden das System Schleppschuh am Fass mit Vogelsang-Vertikalverteil­ kopf. Es wurde bei der Vorführung fest­ gestellt, dass die Gülle effektiv unter die Grasnarbe ausgebracht worden war und das Blattwerk nicht verschmutzte. Dies ermöglichen Blattfedern, welche die Verteilerschläuche zu Boden drücken. «Das Kaufkriterium war, dass ich den Verteiler an mein herkömmliches Gülle­ fass anbauen konnte. Seit dem Jahre 2009 bringe ich jährlich rund 5000 Ku­ bikmeter Gülle aus, immer noch mit dem ersten Schneidekopf. Seit ich Gülle sepa­ riere, gibt es auch keine Verstopfungen mehr.» Solcher Dickstoff wurde mit einem britischen Harry-West-Dünger­ streuer ausgebracht.

Hannes Gass aus Oltigen hatte sich erst kürzlich für die Anschaffung des neusten Schleppschlauch-Verteilersystems Mai aus Huttwil BE entschieden, welches eine rund achtjährige Entwicklungszeit hinter sich hat. Das System weist eine Arbeitsbreite von 7 m auf und ist zusammengelegt für den Transport 2,5 m breit und sehr leicht, rund 260 kg. Es wird ans Fass oder an den

Der Dickstoff wird mit einem Harry-WestDüngerstreuer ausgebracht; man beachte das hervorragende Streubild.


Report | Plattform   n

Das Ressourcenprojekt Ammoniak des Kantons Basel-Landschaft

Olivier Huguenin-Elie von Agroscope ART erläutert die Funktionsweise und Möglichkeiten der Gülleübersaat zur Verbesserung eines bereits vorhandenen Grünlandbestandes und stellt die neusten Versuchsresultate der ART mit Italienischem und Englischem Raigras sowie Wiesenfuchsschwanz vor.

Stefan Weber* Markus Schaffner, Ammoniakberater für das im April 2012 gestartete Ressourcenprojekt Ammoniak BL, ging am Praxistag Gülle auf mögliche Quellen von Ammoniakverlust ein. Beim Stall mit Laufhof, bei der Hofdüngerla­ gerung und der -ausbringung ist das Verlust­ potenzial am grössten. Mit dem Programm Agrammon können einzelbetriebliche Emis­ sionsberechnungen angestellt werden. Diese zeigen auf, mit welchen Massnahmen wie viel Stickstoff eingespart werden kann. Die Bera­ tung ist kostenlos. Beiträge werden im Rahmen des Ressourcen­ projektes an die Abdeckung von offenen Güllebehältern ausgerichtet. Ab 2014 werden als Ersatz für den Beitrag an Schleppschlauch­ verteiler bauliche und betriebliche Massnah­ men auf dem Einzelbetrieb unterstützt. Das Ausbringen der Gülle mit einem Schlepp­ schlauchverteiler soll im Rahmen der neuen Agrarpolitik 2014–2017 mittels vorgesehener

Ressourceneffizienzbeiträge weiterhin ent­ schädigt werden. Minderung von Ammoniakemissionen Die Quantifizierung von Ammoniak bleibt bis heute schwierig. Albrecht Neftel von der Agroscope ART Reckenholz stellte ein Messprinzip vor, mit welchem Ammoniakver­ luste auf dem Feld bestimmt werden können. Er hielt fest, dass die wichtigsten emissions­ mindernden Gülleausbringsysteme der Schleppschlauch, der Schleppschuh oder der Injektor/Schlitzdrill sind. Zum einen wird die Gülle mit diesen Systemen nicht ganzflächig auf dem Feld verteilt, zum anderen wird sie nicht auf die Pflanzen, sondern in den Be­ stand, d.h. auf die Bodenoberfläche, abge­ legt. Das sind zwei entscheidende Vorteile gegenüber dem Prallteller, da Ammoniak rasch verloren geht. * Mitarbeiter beim Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain, Investitionshilfen/Kreditkasse, Sissach BL

Dreipunkt (Accord oder normal) angebaut, wahlweise mit Hydro- oder Zapfwellenan­ trieb und mit der Option Kugelverteiler (Fasskopf). Das System ist auf kleine Be­ triebe mit einem grossen Anteil steilem Gelände zugeschnitten. Mit den zwei Ab­ gängen (Schwenkarme) können bei 1,5 bis 2 km/h etwa 30 m3 Gülle je Stunde ausge­ bracht werden. Die Fragen hierzu zielten auf das langsame Fahren und auf die Schwenkarmverteilung ab. Gemäss Han­ nes Gass würden zwei Abgänge an jedem Schwenk­arm die Verteilung verbessern; es könnte auch schneller gefahren werden.

Das Eindrillen Für die Landwirte interessant ist das Ein­ drillen mit einem Gülle-Selbstfahrer. Mit­ Das Eindrillen mit einem Gülle-Selbstfahrer zeigt Lohnunternehmer Andreas Bobst aus Aedermannsdorf. Dank der Zweirad-, Vierrad- und Hundeganglenkung ist das Fahrzeug bodenschonend, wendig und hangtauglich. Das System ist hervorragend geeignet für die Güllesaat mit trockenem Grassamen, für Grünland-Nachsaat und für Getreidesaaten.

tels einer Injektionstechnik wird die Gülle direkt in die obere Erdschicht eingebracht. Die Einbringtiefen können, je nach Kul­

turart, um einige Zentimeter variieren. Das System ist vergleichsweise verlustund geruchsarm. Der Selbstfahrer von Bobst ist mit Breitreifen ausgerüstet. Sämtliche Räder sind an einer Reifen­ druckanlage angeschlossen. Dank der Zweirad-, Vierrad- und Hundeganglen­ kung ist das Fahrzeug bodenschonend, wendig und hangtauglich. Das System ist hervorragend geeignet für die Güllesaat mit trockenem Grassamen, für Grünland-Nachsaat und für Getreide­ saaten. Es zeigt auch bei Lufttemperatu­

ren über 30 Grad Celsius beim Ausbrin­ gen kaum Beeinträchtigungen, was Lohnunternehmer Andreas Bobst aus Aedermannsdorf zum Schluss auf ein­ drucksvolle Weise demonstrierte. Wie Fritz Ziörjen abschliessend feststellte, seien auffallend viele junge Leute anwe­ send und die Veranstaltung habe ein äus­serst positives Echo gefunden: «Das ist uns ein Fingerzeig, zukünftig jedes Jahr oder mindestens alle zwei Jahre einen solchen Praxistag folgen zu lassen.»  n 10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Sicherheit | Hof und Feld

Wenn aufgrund von Schwerpunktverlagerung die Kippgrenze erreicht wird, geht alles ganz schnell!

(Bilder: Ruedi Hunger)

Limit erkennen, nicht ­erfahren Die Frage nach den Hangarbeitsgrenzen von zweiachsigen Fahrzeugen ist so alt wie die Fahrzeuge selber. Vorerst waren es Unfälle mit mehr oder weniger schweren Personen- und Maschinenschäden, die das Überschreiten von Hangarbeitsgrenzen manifestierten. Später versuchten Forschung und Industrie, mittels Simulation möglichst annähernd die Einsatzgrenzen zu berechnen. Ruedi Hunger Die Herbstarbeiten auf den Wiesen wer­ den dominiert vom Ausbringen von Gülle und Mist. Höhere Bodenfeuchtigkeit, tie­ fere Temperaturen, kürzere Tage und eine Grasnarbe mit nachgeschossenen Kräu­ tern charakterisieren die herbstlichen Be­ dingungen beim Befahren von Steillagen. Dadurch werden Wiesen, die unter som­ merlichen Bedingungen mehrheitlich gut befahrbar waren, plötzlich glitschig und unberechenbar. Gleichzeitig ist Gülle, die mit dem Fass ausgebracht wird, eine äus­ serst dynamische Ladung, die augenblick­ lich auf jede zusätzliche Bodenunebenheit reagiert. Auch beim Auszetten von Mist verändert sich der Fahrzeugschwerpunkt kontinuierlich. Unter den erwähnten Be­ dingungen stellt sich daher täglich von 44

10 2013  Schweizer Landtechnik

Neuem die Frage nach den Hangarbeits­ grenzen.

Die Rutschgrenze wird oft vor dem Kipplimit erreicht Die Einsatzgrenzen für Transporter werden beim Fahren in Schichtenlinie im Bereich von 45 bis 50 Prozent und in der Falllinie mit 60 bis 65 Prozent erreicht. Diese Werte sollen, vor allem im Grenzbereich, nur von geübten Fahrern mit genauen Gelände­ kenntnissen angestrebt werden. Genaue Geländekenntnis bedeutet, dass Böschun­ gen, Kanten, Kuppen, Unebenheiten und Wege in den eigenen Wiesen bekannt sind. Das richtige Einschätzen von Schat­ ten- und Sonnenseite ist ebenso essenziell für die Sicherheit wie das Kennen von

vernässten Stellen. Zwei weitere Einfluss­ grössen sind der aktuelle Zustand der Grasnarbe und extrem trockene Böden. Eine vermehrte überbetriebliche Zusam­ menarbeit bedingt eine genaue Abspra­ che, damit schwierige Geländepassagen allen Beteiligten bekannt sind. Üblicherweise wird die Rutschgrenze vor der Kippgrenze erreicht. Dies trifft beson­ ders im Herbst zu! Allerdings sind beide Grenzen eng miteinander verknüpft. Ist

Hangtauglichkeit wird gefördert durch geringes Gewicht, tiefen Schwerpunkt, breite Spur und geeignete Bereifung.


Hof und Feld | Sicherheit   n

ein Fahrzeug einmal in einer solchen weit­ gehend unkontrollierbaren Situation, braucht es aufgrund der Beschleunigung nur noch ein Loch, einen Stein oder einen markanten Wechsel des Bodenzustandes, um das Rutschen abrupt zu stoppen und schliesslich das Kippen einzuleiten.

Anzeichen von Grasnarbenschäden beachten Die botanische Zusammensetzung des Grasbestandes hat entscheidenden Ein­ fluss auf die Befahrbarkeit. Eine dichte Grasnarbe mit entsprechend gut entwi­ ckeltem Wurzelwerk bietet mehr Sicher­ heit als eine schwache, lockere oder bereits

Böse Erfahrung Ein grau bedeckter Himmel liegt über dem Tal, als Roman Hunger das Misten auf seinen steilen Bergwiesen beenden will. Roman Hunger Die Wettervorhersage kündigt für diese 26. Oktober Schneefälle bis in tiefere Lagen an. Morgen ist hier, auf über 1700 m ü. M., kein Befahren der Wiesen mehr möglich. Noch widerhallt die Wetterprognose in seinen Ohren, als er nach kurzer Fahrt in Falllinie seinen Transporter in die Schichtenlinie abdreht, um anschliessend wieder hochzufahren und gleichzeitig die Mistladung seitlich auszustreuen. Doch etwas stimmt da nicht – ein Blick zurück … Es geht alles so schnell! Beim Zurückblicken sieht er noch, wie sich die oberen Räder der Hinterachse vom Boden abheben, und schon dreht sich auch die Kabine. «Dazwischen fehlt mir die Erinnerung», meint er heute, fast ein Jahr später. «Ich weiss noch, dass ich dann auf der Türe der Beifahrerseite in der Kabine gestanden bin und den noch laufenden Motor abgestellt habe.» Eine Prellung an der Hand, eine defekte Seitenscheibe und ein verbogener Rückspiegel, nicht immer verläuft ein Transportersturz so glimpflich! Nein, Angst habe er nicht, vielleicht mehr Respekt, meint er nachdenklich nach einer kurzen Pause. Jetzt versuche er eben nicht mehr, unten abzudrehen, sondern fahre in Falllinie rückwärts, um anschliessend die Wiese vorwärts wieder zu verlassen.

wiederholt geschädigte Grasnarbe. Unter herbstlichen Bedingungen verschlechtert nachgeschossenes Gras die Fahrbedingun­ gen zusätzlich. Die schwächere Sonnen­ einstrahlung hat zur Folge, dass Böden und Grasnarbe tagsüber oft feucht oder nass bleiben. Hanglagen, die im Sommer problemlos befahrbar sind, verwandeln sich so in rutschgefährdete «Fahrbahnen». Unter sommerlichen Bedingungen wird die Grasnarbe geschädigt, bevor die Si­ cherheit gefährdet ist. Damit dienen Grasnarbenschäden bei richtiger Einschät­ zung als Gradmesser der Gefährdung. Im Herbst ist das oft anders, weil die Rutsch­ grenze früher und oft überraschend er­ reicht wird. Das Fahren mit Transportern im Steilhang führt zu grossen maximalen Radkräften. Beim Transporter treten die grössten Rad­ belastungen und -entlastungen nicht bei Fahrten in Schichtenlinien, sondern in der Aufwärtsfahrt schräg zum Hang auf. Auffallend gross ist die Belastung des ­ hangunteren Hinterrades bei schräger Aufwärtsfahrt. Insbesondere in den Wen­ debereichen sind Bodenbeschädigungen unvermeidlich. Güllefässer und Mistzetter mit Heckstreuwerk bzw. rückwärtslaufen­ dem Kratzboden verschärfen das Problem durch Schwerpunktverlagerungen.

Doppelbereifung ist auf der Hinterachse wirksam Sicherheitstechnisch ist es sinnvoll, mit Doppelbereifung die Fahrzeugspur zu ver­ grössern. Allerdings finden Radlastver­ schiebungen genau gleich statt. Im Mittelpunkt des Interesses steht in die­ sem Zusammenhang die Lage des Fahr­ zeugschwerpunktes. Bei Hanggeräteträ­ gern liegt dieser im Bereich von 550 bis 700 Millimeter über Boden. Bei Traktoren liegt der Schwerpunkt bauartbedingt höher, bei einem relativ hangtauglichen Traktor zum Beispiel je nach Grösse und Bereifung zwischen 900 und 1100 Milli­

meter. Ein höherer Schwerpunkt ver­ schlechtert nicht nur die Standfestigkeit eines Fahrzeuges, sondern belastet das untere, am Hang laufende Rad mit we­ sentlich mehr Gewicht. Am Aufstützpunkt eines Rades in Hanglage wird die senk­ rechte Gesamtkraft aufgeteilt in eine Kraft, welche rechtwinklig zur Aufstands­ fläche steht, und eine Kraft, die parallel zur Aufstandsebene verläuft (FATSchrift  68). Diese Seitenkraft ist das ei­

Die Einsatzgrenze am Hang liegt dort, wo noch ein befriedigendes Arbeitsergebnis möglich und eine ausreichende Sicherheit gewährleistet ist.

gentliche Problem, weil es nicht mehr «nur» um Bodenverdichtung geht, son­ dern zusätzlich um Schlupf, welcher in Form von Grasnarbenschäden sichtbar wird. Die sichtbaren Schäden der Seiten­ kraft werden beeinflusst durch das Absor­ biervermögen des Bodens, das heisst durch Bodenart, Bodenfeuchtigkeit und Wurzelwerk der Pflanzen. Zudem kommt den verwendeten Reifen eine Schlüsselpo­ sition zu. Beispielsweise können Terrarei­ fen an spezifischen Hanggeräteträgern die einwirkenden Seitenkräfte besser ohne Grasnarbenschäden übertragen als die mit relativ hohen Stollen ausgerüsteten ASReifen eines Transporters bzw. Traktors.

Ein Traktor, der sein Gewicht auf drei Punkten abstützt – nämlich den Hinterrädern und dem Pendelpunkt auf der Vorderachse –, ist grundsätzlich ein instabiles Fahrzeug.

Fazit: Gute Fahrbedingungen in den Mo­ naten Juli und August verschlechtern sich in den Herbstmonaten oft. Steile Wiesen, die im Sommer mit hangtauglichen Fahr­ zeugen (fast) problemlos befahrbar waren, werden zur Knacknuss. Erfahrungen zäh­ len zwar zum Leben, Rutsch- und Kipp­ grenzen «erfahren» musste aber schon oft mit dem Leben bezahlt werden.  n

Unter herbstlichen Bedingungen mit feuchten Böden und einer schwierigen Grasnarbe erhöht sich die Unfallgefahr an Steillagen.

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Kreis für die Vorderachse, der zweite für die beiden Hinterachsen. Für eine bodenschonende Ernte ist die Maschine mit einer Bereifung 800/70 R38 vorne und 1050/50 32 auf den beiden Hinterachsen aus-

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Hof und Feld | Sicherheit   n

Tücken im Wein- und ­Obstbau Im Wein- und Obstbau lauern tückische Gefahren, denen mit Prävention wirkungsvoll entgegengetreten werden kann. Wie, zeigte die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft BUL an ihrer Fachtagung 2013. Dominik Senn Über 80 Personen aus Forschung, Beratung, Wirtschaft sowie aus Verbänden und Institutionen im landwirtschaftlichen Umfeld begrüsste Geschäftsführer BUL und agriss Ruedi Burgherr zur Tagung mit Fachexkursion 2013 «Prävention Landwirtschaft» in Weinfelden TG. Das Unfallgeschehen und die Prävention im Weinbau beleuchtete im ersten Referat Helmut Otto von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau SVLFG in Kassel BRD. In Deutschland gibt es jährlich 2218 Unfälle bei der Arbeit im Weinbau. Die Hälfte davon ereignet sich bei der Arbeit im Hofund Kellerbereich, die andere Hälfte im Weinberg. Im Hof- und Kellerbereich liegen die Sturzunfälle mit Abstand an erster Stelle, Stürze auf Böden und Treppen, von Fahrzeugen und Maschinen sowie von wegrutschenden Leitern. An zweiter Stelle folgen Unfälle mit Maschinen und Geräten, an dritter Schnittverletzungen und an vierter Unfälle mit Fahrzeugen.

chen Hubarbeitsbühnen werden nach strengen Sicherheitsrichtlinien produziert und kontrolliert. Sie besitzen seitlich ausfahrbare Bühnenschubladen und meist einen automatischen Hangausgleich seitlich und in Fahrtrichtung. Sie sind oft für vier Personen zugelassen und erreichen in der Regel eine maximale Bühnenhöhe von 2,9 m. Der Antrieb erfolgt über zwei

oder vier Räder, bei einigen Modellen über Radnabenmotoren. Die Standfestigkeit ist gewährleistet, wenn an der Erntemaschine eine optischakustische Warneinrichtung bei Überschreitung der maximal zulässigen Geländeneigung ein Warnsignal auslöst oder eine automatische Einrichtung bei Überschreitung alle gefahrbringenden

Traktorumstürze in Steillagen Auch im Weinberg, so Otto, stehen die Sturzunfälle an erster Stelle, zurückzuführen auf die Steillage und die unzugänglichen Weinbergstreppen. Bemerkenswert sei die hohe Anzahl der Augenverletzungen, die bei der Handarbeit durch zurückschlagende Teile der Rebanlage und der Reben selbst oder durch wegfliegende Teile bei der Maschinenarbeit mit dem Schmalspurtraktor entstehen. Schwere Schnittverletzungen sind beim Einsatz von pneumatisch betriebenen Scheren zu beklagen. Bei den tödlichen Unfällen sind Traktorumstürze in der Steillage von besonderer Bedeutung. Beim Unfallgeschehen in Südtirol ist nach den Worten des Arbeitsbeauftragten Martin Mair die Landwirtschaft «das Sorgenkind». Von den insgesamt 17 535 Arbeitsunfällen im Jahre 2011, davon 10 tödliche, beträgt der Anteil im Wein- und vor allem Obstbau 2559, davon wiederum 90% Selbstständige. Die im Einsatz stehenden selbstfahrenden landwirtschaftli-

Die Hebebühne Samatec EVO4 für den Niederstammobstbau regelt automatisch den Hangausgleich bei Seitenneigung bis 20%, in Hangrichtung bis 45%. (Bilder: Dominik Senn)

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n  Sicherheit | Hof und Feld

nische Blockierung der hydraulischen Hubeinrichtungen vorhanden sein.

Wird beim Anmischen der Spritzbrühe ohne Handschuhe gearbeitet, so Vera Bracher, wird rund 90% des gesamthaft aufgenommenen Stoffes über die Haut der Hände aufgenommen; also unbedingt chemikalienfeste Handschuhe aus Nitril tragen. Schutzanzüge sind unerlässlich; vor allem, wenn ohne Kabine und öfters mit Sprühgeräten gearbeitet wird. Der Wirkstoff wird auch über die Atemwege aufgenommen. Die richtige Schutzmaske mit entsprechender Schutzstufe schützt den Anwender nicht nur, sondern kann ihm die Arbeit enorm erleichtern (Frischluftgerät). Ebenso seien die Augen gefährdet. Der Augenschutz könne entweder mit dem Atemschutz kombiniert (Vollsichtmaske) oder durch eine Schutzbrille sichergestellt werden, welche seitlich gut zum Kopf hin schliesst.

Wie Vera Bracher betonte, sind geschlossene Traktorkabinen noch kein hundertprozentiger Schutz. Der Anwender sei nur korrekt geschützt, wenn die Kabine der Schutzklasse 4 entspricht und nebst Staub (Schutzklasse 2) auch Aerosole (Schutzklasse 3) und Dämpfe (Schutzklasse 4) filtert. «Ist dies nicht der Fall, muss sich der Anwender auch in einer geschlossenen Kabine durch die entsprechende PSA schützen.». Übrigens sorge auch die korrekte Düsenwahl für einen gezielteren Spritzmittel­einsatz und mindere die Belastung von Mensch und Tier durch Abdrift. Handgeführte Raupenfahrzeuge im Rebbau sind oft mit Gebläsespritzen ausgerüstet. Weil der Anwender meist hinter der Spritze laufe und so in den Spritznebel gerate, habe ein guter Anwenderschutz höchste Priorität; das Gleiche gelte auch für das Ausbringen der Spritzbrühe mittels Handspritze bzw. Rückenspritze (Gun). Praxisnah gestaltete sich die anschliessende BUL-Fachexkursion. Sie fand auf dem Obstbaubetrieb mit Lagerhaltung von Jörg und Margrit Streckeisen in Berg im Kanton Thurgau statt. Die Familie produziert mit 6 bis 8 Aushilfen aus Osteuropa auf 14 ha Kern- und Mostobst, insgesamt 14 Apfel- und 2 Birnensorten. Hagelnetze werden über 12 ha ausgespannt. Vermehrt sind für Pflege und Ernte bei Hoch- und Halbstammbäumen Hebelifte im Einsatz. Sie lösen vielfach die nicht unproblematische Verwendung von Leitern ab. Von Jakob Hofer, Oberaach TG und Opfershofen TG, stammt der vorgeführte Hebelift Hydralada Maxi 540. Dieser wird hydraulisch betätigt und von einem Benzinmotor angetrieben. Die maximale Plattformhöhe ist 5,4 m, die Nutzlast des Arbeitskorbes 160 kg, das Gesamtgewicht 1050 kg. Die Lenkung erfolgt via Fusssteuerung. Die erlaubte Geländeneigung beträgt 8°.

Hausherr Jörg Streckeisen in Berg TG ist Herr über 14 ha Kern- und Mostobst.

Die Krauss-Obstauflesemaschine besitzt einen bis auf 275 cm kippbaren Ladebunker.

Persönliche Schutzausrüstung

Geschäftsführer BUL und agriss Ruedi Burgherr mit Referentin Vera Bracher an der Tagung 2013 «Prävention Landwirtschaft» in Weinfelden TG.

F­ unktionen unterbindet. Sie ist auch gegeben, wenn eine Einrichtung installiert ist, die das (Selbst-)Fahren mit automatischem Lenksystem bei nicht vollständig abgesenkter Arbeitsbühne nur mit Mindestfahrgeschwindigkeit ermöglicht. Zur Sicherheitsausstattung einer landwirtschaftlichen Hubarbeitsbühne gehört ein sicherer Zustieg über Tritte oder Leitern, Schutzgeländer mit ausreichender Höhe (rund 1 m) sowie Zwischenholm und Fusswehr, eine Signalhupe, eine Schutzvorrichtung an der Doppelscherenmechanik der Hubeinrichtung, die schwarz-gelbe Sicherheitskennzeichnung der seitlich ausfahrbaren Bühnenabschnitte und Verankerungspunkte an der Bühne zur Befestigung der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz. Schliesslich dient eine Notablasseinrichtung dem gefahrlosen Absenken der Bühne oder dem Verlassen der Hubarbeitsbühne, falls einmal ein Schlauchbruch oder ein Steuerungsdefekt eintreten sollte, so Mair. Für die Durchführung von Wartungsarbeiten muss eine mecha-

Die Scherenhubtechnik der Samatec-Hebebühne erlaubt ein einfaches Rollen der (mit Äpfeln gefüllten) Grosskisten nach hinten zum Abladen.

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Vera Bracher von agriss ist der festen Überzeugung, dass das Tragen einer ausreichenden persönlichen Schutzausrüstung Standard sein sollte. Sie beobachte zur Genüge, wie sich viele L andwirte im Umgang mit Pflanzen­ schutzmitteln kaum schützen, obwohl in den Packungsbeilagen der Pflanzenschutzmittel genau beschrieben ist, welche persönliche Schutzausrüstung (PSA) bei welcher Aktivität zu benutzen ist. In ihrem Referat zu Applikationstechnik und Anwenderschutz im Obst-, Wein- und Gemüsebau wies sie darauf hin, dass beispielsweise beim Kontaktfungizid Folpet 89 WDG (für Hopfen, Obst- und Weinbau) bei Nacharbeiten bis 48 Stunden nach Anwendung des Spritzmittels Schutzhandschuhe und Schutzanzug immer noch zu tragen sind.

Augen besonders gefährdet


Hof und Feld | Sicherheit   n

73 Prozent aller Leiter-Unfälle in Deutschland ereignen sich mit Anlegeleitern Ernst Riedel von der SVLFG erläuterte das Unfallgeschehen und die Prävention im Obstbau. In der deutschen Landwirtschaft und im Gartenbau ereignen sich rund 4300 Arbeitsunfälle mit Leitern pro Jahr, etwa 20 davon enden tödlich. 73% sind Unfälle mit Anlegeleitern, 8% Stehleitern, 5% Obstbaumleitern und 14% sonstige Leitern. Die häufigsten Unfallursachen sind der Reihe nach: nicht bestimmungsgemässe Verwendung, Verdrehen/Ab- und Wegrutschen, einseitiges Versinken des Leiterfusses, unebener Standplatz, Verlust des Gleichgewichts, Abrutschen von der Sprosse, gleichzeitige unerlaubte Verwendung von Maschinen mit Zweihandbedienung und Versagen von Leiterteilen.

Unfälle mit Leitern

SVLFG | Bereich Prävention

Die Unfälle mit Leitern in Deutschland nach Leiterarten.

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Zur Prävention empfiehlt Riedel die Verwendung von einteiligen Obstbaumleitern nach DIN: einteilige Leitern mit bis zu 30 Sprossen, einteilige mit bis zu 12 Sprossen und einer fest angebrachten Stütze, einteilige Leitern mit bis zu 15 Sprossen und zwei fest angebrachten Stützen sowie mehrteilige Leitern ab 16 Sprossen mit zwei fest angebrachten Stützen und Spreizsicherungen. Beim Einsatz auf gewachsenem Boden müssen die Leitern mit Spitzen ausgerüstet sein. Gegen das Abgleiten sichert man den Leiterkopf durch Anbinden.

Der Hebelift Hydralada Maxi 540 wird hydraulisch betätigt und von einem Benzinmotor angetrieben.

Walter Müller erklärt den Exkursionsteilnehmern die Vorzüge von Gubler Leitern.

Die Raupenarbeitsbühne Hinowa Gold Lift 17.80XL bringt es auf beachtliche 17 m Arbeitshöhe.

Auf grosses Interesse stiess auch die Raupenarbeitsbühne Hinowa Gold Lift 17.80XL, vertrieben von der SkyAccess AG aus Giebenach BL. Die Arbeitshöhe misst beachtliche 17 m, die Reichweite 8 m mit 120 kg Korbtraglast und 6,8 m mit 200 kg Korbtraglast. Die erlaubte Geländeneigung geht bis 15°. Es hat Wasser-/Luftanschluss und eine 230-VSteckdose im Korb. Vorgeführt wurde weiter die von Forrer Landtechnik AG in Frasnacht TG vertretene Hebebühne Samatec EVO4 für den Niederstammobstbau. Sie hat einen elektrischen Allradantrieb, eine hydraulische Bühne und regelt den Hangausgleich bei Seitenneigung bis

20%, in Hangrichtung bis 45%. Sie hat Vorderradlenkung, fährt von 30 cm/min. bis 5 km/h, hat 4 Traktionsbatterien für 1 bis 3 Tage Einsatz, wiegt 1820 kg und hat 500 kg Tragkraft. Die elektrisch verstellbare Hebebühne geht bis 2,3 m hoch.

Walter Müller von Gubler Leitern aus Hörhausen TG entführte in die Welt der Holz- und Metallleitern, welche den «Sicherheitsrichtlinien Leitern» der Suva und der BUL entsprechen. Zum Schluss widmete sich Peter Klauser von der BUL der Ergonomie im Obstbau, indem er das korrekte Heben von Harassen und anderen Lasten sowie das Schneiden von Bäumen demonstrierte. Ergonomisch sind die Obstauflese-Handgeräte von Peter Stutzer aus Küssnacht am Rigi. Sie erlauben das Einsammeln von Äpfeln und Nüssen, ohne sich bücken zu müssen. Die BUL-Tage 2014 finden vom 2. bis 4. September statt.  n

Kabellose Beleuchtung per Funk Die Firma Flexlux (flexlux.ch) bzw. Aaron Schmid aus Jonschwil SG präsentierte eine gute Idee: die kabellose Beleuchtungsanlage mit Funksteuerung für Erntefahrzeuge, die Strassenfahrten ausführen müssen. Sie wird am hintersten Wagen angebracht und eingeschaltet, am Traktor wird die Funksteuerung eingesteckt.

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n  Passion

Josef Henggeler fährt am liebsten mit seinem IH McCormick D-436 von 1961 aus Neuss.

(Bilder: Dominik Senn)

Sein erster McCormick versank im Rhein Er fährt Cars, Lastwagen und Autos, aber am liebsten seinen IH-Traktor McCormick D-436 von 1961: Josef Henggeler aus Unterägeri ist stark mit dem SVLT verbunden. Dominik Senn Josef Henggeler aus Unterägeri ZG mit Jahrgang 1937 erzählt gerne aus früheren Zeiten. Als sich in den fünfziger Jahren abzuzeichnen begann, dass er den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb mit etwas mehr als einem Dutzend Milchkühen, etwas Ackerbau und Holzarbeiten im Wald übernehmen sollte, setzte er sich mit Mechanisierungsfragen auseinander und kam zum Schluss: Ein Ersatz für den kleinen Meili-Traktor muss her. Im Ägerital ist der Waldanteil hoch, doch fast niemand hat Privatwald. Die Waldungen gehören der Wald- und Flurkooperation Unterägeri und werden von Bauern im Lohn bewirtschaftet, so auch von Henggeler, der mit einem Einachsanhänger vor allem Holz zu den drei nahen Sägewerken führte und im Winter Stämme aus dem Wald schleppte.

national Harvester Company IHC aus Neuss bei Düsseldorf, welche 1958 zum 50-JahrJubiläum der Firma neue Standardtypen von D-214, D-217, D-440, D-320, D-324, D-430 und D-436 präsentierte. Das Firmengelände war auf einer Rheininsel angelegt. Die Traktoren wurden entweder mittels Eisenbahn über die Brücke oder auf dem Binnenschifffahrtsweg ab Rheinhafen abtransportiert. «Einmal verkaufte Bächler innert einer Woche sieben Traktoren, von denen im Ägerital mancher anzutreffen war», schilderte Josef Henggeler, der sich 1959 zur Anschaffung eines McCormick International Farmall D-430 entschloss, für 14 300 Schweizer Franken, abzuholen bei der Schweizer Niederlassung an der Hohlstrasse 100 in Zürich.

Vom Rhein verschlungen Die Fabrik auf der Rheininsel Damals organisierte die Landmaschinenwerkstätte und Schmitte Anton Bächler in Lindencham in der Umgebung Vorführungen von neuen Traktoren der Marke Inter50

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Doch dazu sollte es nicht kommen. Eines Tages erreichte Henggeler die Nachricht aus Neuss, sein Traktor sei zusammen mit weiteren sechs Exemplaren von den Rheinfluten verschlungen worden. Ein Bahnwa-

gen sei entgleist und hätte die kostbare Fracht ins Wasser gekippt. Zum Trost sei er eingeladen, das Werk besuchen zu kommen. Das liess sich Josef Henggeler nicht zweimal sagen, und zusammen mit Toni Meyer und Christian Blattmann aus Ober­ ägeri, später Präsident der Sektion Zug des Schweizerischen Verbandes für Landtechnik, besuchte er im Jahre 1960 die deutsche Vorzeigefirma in Neuss. «Das Werk verliessen damals täglich um die 90 Traktoren», erinnerte sich Henggeler, «jede einzelne Nockenwelle und Kurbelwelle war geschmiedet. Die Motorblöcke waren in Drehrahmen gespannt, und die Kolben und nassen Büchsen wurden von oben her eingepasst, die Pleuelstangen von unten her. Jede Schraube wurde kontrolliert und mit Farbe besprüht, wenn sie richtig sass.» Als Ersatz für den «abgetauchten» Traktor wurde nach drei Wochen ein D-430 geliefert, der zweieinhalb Jahre lang auf Josef Henggelers Betrieb arbeitete. 1961 erhielt er gegen Aufpreis von 2500 Franken einen 1425 kg schweren D-436, nach dem


Passion   n

Von IHC über Case-IH zu CNH Global und zu McCormick Die International Harvester Company (IHC) entstand 1902 aus dem Zusammenschluss der führenden Landtechnikfirmen McCormick und Deering mit drei anderen USamerikanischen Landmaschinenherstellern; McCormick hatte damals schon eine über 50-jährige Firmengeschichte hinter sich. Die IHC hatte ihren Sitz in Chicago (Illinois, USA) und war der erste Full-Liner in der Landtechnik. Im Jahre 1908 wurde die deutsche Tochtergesellschaft IHC in Neuss am Rhein gegründet. Im Jahre 1911 erfolgte die Aufnahme der selbstständigen Produktion von McCormickErntemaschinen, 1918 die Einführung der serienmässigen Zapfwelle bei den Traktoren und 1925 die Einführung der legendären Farmall-Traktoren. 1951 kam der erste in

Neuss konstruierte Dieselmotor im DF 25 zum Einsatz, ab 1956 serienmässig das neue Agriomatic-Getriebe. 1970 zählte die IH-Weltorganisation mit allen Gesellschaften weltweit 46 Werke mit 100 000 Mitarbeitern und mit je rund fünf Millionen gebauten Traktoren und Lastwagen. IHC stellte auch Geländewagen her, darunter den International Scout, der zwischen 1976 und 1982 vom Schweizer Automobilhersteller Monteverdi mit einer eleganten Karosserie versehen und als Monteverdi Safari über 1000 Mal verkauft wurde. 1985 übernahm die Tenneco Company (Houston, Texas, USA) weltweit die Landtechniksparte der IHC. IHC wurde mit dem Tenneco-Tochterunternehmen J.I. Case Co. (Racine, Wisconsin, USA) zu Case-IH fusioniert.

Eine «Neugeburt» erlebte McCormick, die Firma, die 1902 mit drei anderen damals zur IHC verschmolzen wurde: Die Firma wurde im Jahre 2001 neu gegründet, nachdem ein Jahr zuvor Case-IH mit New Holland fusioniert hatte, um CNH Global zu gründen. Im Zuge dieser Fusion wurde das Doncaster-Werk von Case-IHC an Landini aus Italien verkauft. Hier sollten noch zwei Jahre lang der Case CX, MC-X und die Maxxum-Traktoren gebaut und in Europa unter «McCormick» verkauft werden, bis McCormick anschliessend eigene Traktoren zu bauen begann. Der erste neue McCormick, ein CX90 mit Perkinsmotor, rollte Anfang Januar 2001 in Doncaster vom Band, 2002 gefolgt vom Maxxum MTX, der eine eigene Version des Maxxum war und in fünf Modellen von 110 bis 175 PS herauskam.

Der D-436 mit seiner breiten Ackerschiene ist zwar ein Oldtimer, fährt aber jahraus, jahrein Arbeitseinsätze. Die Verbundenheit mit dem SVLT zeigt sich in der Plakette an der Traktorfront.

­ uslaufen des D-440 im 1961 der stärkste A Traktor aus dem Neusser Bauprogramm mit Vierzylinder-Motor IHC DD148 Vorkammer-Diesel mit 2434 cm3 Hubraum und 36 PS Leistung. In der Zeit von 1959 bis 1962 sind davon 7243 Stück gebaut worden.

Die IH-Agriomatic Er besitzt eine Dreipunktaufhängung, eine breite Ackerschiene, eine Dreipunkt-Winde, eine gefederte Vorderachse und se­ rienmässig das Agriomatic-Getriebe mit acht Vorwärts- und zwei Rückwärtsgängen sowie 20 km/h Spitzengeschwindigkeit. Der Agriomatic-Hebel ist neben dem Sitz unten links. Die Mittelstellung ist neutral. Man kann ohne die Kupplung zu betätigen oder zu schalten von den Strassen- in die Ackergänge wechseln, allerdings andersherum nicht. Die Vorteile des Agriomatic: Der Traktor kann stufenlos

verlangsamt oder angehalten werden, und zwar jeweils bei voller Zapfwellendrehzahl. Das Getriebe bietet auch mehr Sicherheit bei Gefällstrecken durch einfaches Überwechseln in die Ackergänge.

«Ein schöner Traktor» Die Übergabe des Traktors erfolgte noch mit Handschlag und einem «viel Glück und gute Fahrt» des Direktors in Zürich. Gleich am ersten Tag auf dem Hof, am 12. Oktober 1961, ging es auf den Acker und mit Frontlader in den Wald. Damals kostete der Liter Diesel 36 Rappen. Josef Henggeler fährt den McCormick heute noch. Er ist noch keine Minute des Kaufs reuig. «Es ist ein schöner Traktor, komplett, zäh und gibt eine gute Leistung ab. Ich hatte bis heute keine Probleme mit ihm, auch keine Reparaturen, ausser den üblichen Verschleissteilen. Und wichtig: Originale Ersatzteile sind bis heute zu haben.» 1971 gab er seinen Landwirtschaftsbetrieb auf, «er war zu klein», sagte

er. Der Dieselliterpreis war inzwischen auf 70 Rappen angestiegen. Und auch die Zahl der Familienmitglieder wuchs: Vier Kinder zog er mit seiner Gattin Elsi gross. Beruflich sattelte Henggeler auf Lastwagenfahren und 1973 auf Carfahren in ganz Europa um. Das macht er bis heute – vierzig Jahre lang, zuerst für Albisser in Unterägeri und seit der Pensionierung für Zugerland-Reisen. «Ich bin auch mit der SVLT-Sektion Zug bis heute verbunden, für die ich jahrelang die Verbandsreisen nach Dänemark, Deutschland und Italien fuhr.» Der Traktor bleibt trotz der Aufgabe der Landwirtschaft viel im Einsatz, für Schneeräumungen, für Bedürfnisse des Pächters, für Gülletransporte, für Futterrübentransporte und natürlich für Waldarbeiten, denn Josef Henggeler besitzt noch eigenen Wald und bereitet Chemineeholz auf. Für den D-436 ist auch in Zukunft gesorgt, denn Henggelers Sohn René ist Landmaschinenmechaniker und ebenfalls stolz auf den praktischen Oldtimer.  n 10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  Passion | Event

Der Ausstellungsverantwortliche Ueli Fehlmann zwischen seinen beiden Deutz-Oldtimern auf dem Festgelände in Möriken.

(Bilder: Dominik Senn)

Oldtimer-Traktoren-«Slow-up» Nach vier Jahren war es wieder so weit: Das 8. Internationale OldtimerTraktortreffen vereinigte vom 23. bis 25. August über 800 Oldtimer-Traktoren und Tausende von Besuchern im aargauischen Möriken. An der Oldtimer-Ausstellung achten die Veranstalter auf Qualität. Dominik Senn «Ich bin rundum zufrieden mit der achten Ausgabe des Oldtimer-Traktortreffens», sagte der Ausstellungsverantwortliche Ueli Fehlmann, der zusammen mit dem Betreuer Festwirtschaft Köbi Gebhard und dem Leiter Administration Pascal Furer das Organisationskomitee bildete und über den reibungslosen Einsatz der rund 350 Helferinnen und Helfer der Oldtimerfreunde Chestenberg wachte. «Über 800 Oldtimer-Traktoren und weitere rund 100 Fahrzeuge sind in Möriken aufgefahren, etwa gleich viele wie 2009. Ich wage sogar zu behaupten, dass wir die Tausendergrenze geritzt hätten, wäre der Anlass nicht von mehreren heftigen Regenschauern heimgesucht worden.»

Bis und mit Jahrgang 1967 Wie er betonte, geht es aber nicht um Masse, sondern um Klasse: «Wir haben die Hauptausstellung auf Oldtimer-Trak52

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toren bis und mit 1967 beschränkt.» Um jedoch auch LandmaschinenmechanikerLehrlingen und anderen Tüftlern Gelegenheit zu bieten, ihre restaurierten Stücke zu präsentieren, seien in einer eigenen Ausstellung auch Fahrzeuge ab Jahrgang 1968 zugelassen worden.

Vorführungen Publikumsmagnet Wie Fehlmann der Schweizer Landtechnik sagte, kommt allein wegen der alten Traktoren kaum jemand mehr an solche Ausstellungen. Publikumsmagnete sind die Vorführungen und Demonstrationen alter Landtechnik. So war es auch diesmal wieder. Oldtimer zogen Pflüge, eggten, säten und rückten Baumstämme. Ein Lanz mit Baujahr 1899 betrieb via Lederriementransmission eine Holzspaltmaschine der «Landmaschinen- & Werkzeugfabrik A.-G., H. Bossart» in Reiden LU. Dahinter drosch eine Dreschmaschine von

Aebi  &  Co Burgdorf Weizengarben, betrieben von einem Dampflokomobil. Die Dreschmaschine gehört den Freunden alter Landmaschinen Region Aargau (Falra), deren Mitglieder das Traktorentreffen jeweils tatkräftig unterstützen. Im Mittelpunkt stand das «Locomobil» der Marke Escherwyss & Cie. ZH mit Baujahr 1876, das gehörig unter Dampf gesetzt wurde, um die grosse Dampfsäge zu betreiben, welche ganze Baumstämme aufsägte.

50 Jahre Ladewagen Zu den Höhepunkten gehörte die Sonderschau «50 Jahre Ladewagen». 1962 führte der Strickhof Zürich die ersten drei Ladewagen vor: einen Weichel Hamster, einen Bucher 2S und einen Agrar Tempo; ein Jahr später folgte ein Pöttinger. Aus gegebenem Anlass wurden ein bodenangetriebener Fuderlader (McCormick) und


Event | Passion   n

ein zapfwellengetriebener (John DeereLanz) sowie diverse weitere LadewagenOldtimer im Ernteeinsatz gezeigt. Der Ladewagen gehört zu den bedeutendsten Errungenschaften in der Landtechnikgeschichte, denn mit ihm erledigte sich das aufwendige Heuaufladen von Hand oder mit dem Futterlader. Er ermöglichte den Einmannbetrieb.

Eine Berna 4×4 Mit viel Brimborium liess weiter Willi Lüpold, Betriebsleiter der Reinigungsfirma Lüpold AG, ein besonderes Fahrzeug auffahren: eine Berna 4×4 von 1957. Sie diente dem Kanton Aargau damals als Kipper für den Strassenunterhalt. Weil man später ein Kanalreinigungsfahrzeug benötigte, die Regierung jedoch das Geld für die Anschaffung nicht bewilligte, rüstete man die Berna um und stattete sie mit einem Heizöltank aus. Wie Willi Lüpold ausführte, betrugen die Restaurierungskosten 60 000 Franken; 280 Arbeitsstunden seien aufgewendet worden.

Allein 800 Oldtimer-Traktoren Unter den rund 800 Oldtimer-Traktoren waren auch einige auszumachen, die in Frankreich und Deutschland immatrikuliert sind. Von A wie Agrar bis Z wie Zetor waren die Markenvertreter mit ihren klingenden Namen vertreten, darunter ein auffallend schön hergerichteter Hürlimann 4 HT 50 X von 1935 und ein edler Bührer BG 4 von 1940. Es gab auch spezielle Fahrzeuge, beispielsweise eine KrupWischmaschine von 1924, einen MerkPullax mit Seilwinde oder einen MafagTraktor der Garage Riediker aus Rorbas ZH.

Einem Lanz mit Baujahr 1899 wird mächtig eingefeuert . . .

Felix Näf ist mit seinem Hürlimann D100 von 1948 samt Pflug aus Villigen AG angereist; die Kupplung und das Bremspedal befinden sich auf der rechten Seite.

Stampframme von 1969 Wer genügend Mut aufbrachte, durfte sich an der 105 Kilogramm schweren Stampframme von 1969 versuchen. Zu sehen gab es weitere Baumaschinen, Güllefässer und Stationärmotoren. Zum Rahmengeschehen gehörten ein Handwerkermarkt mit Vorführungen der Schmiedefreunde Schöntal, eine Ausstellung von Modelltraktoren des Agro Modell Clubs, Kinderattraktionen, Abendunterhaltungen, Festwirtschaften und der Betrieb der weltgrössten Konzertorgel.

10 000 bis 20 000 Besucher Der Zuschaueraufmarsch war ebenfalls zufriedenstellend: «Es kamen wieder Tausende. Vor allem am Sonntag sind deutlich mehr gekommen als erwartet», sagte Ueli Fehlmann. Schätzungen seien schwierig, denn üblicherweise werden nur Tickets verkauft, die für alle drei Tage gültig sind;

es dürften gleichwohl zwischen 10 000 und 20 000 Besucherinnen und Besucher gewesen sein, etwa gleich viele wie bei der siebten Auflage.

Hälftig Technikfreaks Fehlmann schätzte auch, dass sich die eine Hälfte aus der OldtimertechnikFreakszene rekrutiert, die andere aus Familien aus dem Dorf und der weiteren Umgebung. Das von Blech und Gusseisen dominierte Stelldichein war sichtbar generationenübergreifend, denn die alte Landtechnik vermochte auch viele Junge zu begeistern. Und wie es Gemeindeammann Hans-Jürg Reinhart in seinem Vorwort zum Festführer schrieb, bedeutet das Oldtimer-Traktortreffen für MörikenWildegg so etwas wie ein «Slow-up», denn die anreisenden Oldtimer liessen den sonst hektischen Strassenverkehr für einmal viel gemütlicher fliessen.  n

. . . und bald treibt er via Lederriementransmission eine Holzspaltmaschine der «Landmaschinen- & Werkzeugfabrik A.-G., H. Bossart» aus Reiden LU.

10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  SVLT | Bericht

SVLT-DV in Genf: viel Arbeit für die Stimmenzähler

(Bilder: Catherine Schweizer und Ueli Zweifel)

Nochmals über die Bücher Die diesjährige Delegiertenversammlung in Genf ging mit einer Rekordbeteili‑ gung – und mit der herben Rückweisung des Budgets 2014 über die Bühne. Es soll an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung nochmals vorgelegt werden. Ueli Zweifel Zwar krönte das Wetter mit einem Zwischenhoch das stimmige Rahmenprogramm mit einem informativen Ausflug in die Genfer Rebberge und in die «Cave de Genève» sowie mit einem Rundgang durch die Rhonestadt, voll pulsierender Internationalität. Ganz im Gegensatz dazu das vorgelegte SVLT-Budget 2014: Hier orteten verschiedene Votanten aus der Deutsch- und aus der Westschweiz ein Sturmtief. Statt einer Erhöhung des Zentralkassenbeitrags zuzustimmen, wiesen die 70 anwesenden Delegierten das Budget zur Überarbeitung an den Vorstand zurück.

Freiheit und Sicherheit Die Initiative zur Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht aufgreifend, zitierte SVLT-Präsident Max Binder in seiner Begrüssungsansprache den US-amerikanischen Gründervater Benjamin Franklin: «Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit 54

10 2013  Schweizer Landtechnik

zu gewinnen, verliert am Ende beides.» Freiheit und Sicherheit würden untrennbar zusammengehören. In Anbetracht der weltweit steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln erinnere man sich plötzlich wieder der einheimischen Land- und Ernährungswirtschaft, wobei man die Produkte zu möglichst tiefen Preisen haben wolle und marktwirtschaftliches Denken ausblende. Wenngleich die Landwirtschaft «zur Futterkrippe von Ökobüros und Kontrolleuren» geworden sei, freue er sich über die junge Generation. «Als Präsident der Schulkommission Strickhof weiss ich, dass sie die Zukunft innovativ und auch unbeschwert an‑ geht – ganz im Sinne von Freiheit und Sicherheit. Diesen Zusammenhang müssen wir unserem Volk noch ernsthafter erklären.» Der Präsident konnte neben den Delegierten die Gäste Francis Egger (SBV), Robert Kaufmann (Agroscope ART),

Ruedi Burgherr (BUL) und Peter Aebischer (SMU Aarberg) begrüssen. Als Vertreter der Inseratenakquisition war Ruedi Haudenschild (Schweizer Bauer) anwesend.

Rechnung genehmigt Nachdem das Protokoll und der Jahresbericht, wie er der Schweizer Landtechnik vom August beigefügt worden war, problemlos passierten, blies beim Traktandum Jahresrechnung dem Abschluss 2012 aus der Versammlung eine steife Bise entgegen. In der Tat resultierte statt des budgetierten Gewinns von 112 000 Franken ein Verlust von 140 000 Franken bei Einnahmen von insgesamt 2,7 Mio. Franken. Der Direktor Willi von Atzigen und der Zen­tralpräsident führten verschiedene Gründe ins Feld, die zum schlechten Ergebnis geführt hatten: Auf der Einnahmenseite widerspiegelt das Resultat den schleichenden und schwerlich aufhaltbaren Mitgliederrück-


Bericht | SVLT   n

gang. Mindereinahmen mussten auch wegen den seit letztem Jahr geltenden Inkassoabgrenzungen zwischen Zentralverband und Sektionen hingenommen werden. Hinzu sei ein empfindliches Manko bei den CZV-Kurseinnahmen gekommen, die basierend auf dem Ergebnis 2011 zu optimistisch, das heisst mit einer zu hohen Annahme bei der Anzahl Teilnehmenden budgetiert worden waren. Auf der Aufwandseite sind die Lohnkosten gestiegen, namentlich im Zusammenhang mit der markanten Aufstockung bei der Verbandszeitschrift und mit dem Ausbau der CZV- und Staplerkurse. Zudem bedingte die Rekrutierung und Anstellung von neuen und zusätzlichen Kursinstruktoren bei den G40-Fahrkursen einen grossen finanziellen Aufwand, sowohl administrativ als auch im Rahmen der gezielten Aus- und Weiterbildung. Die Delegierten genehmigten die Rechnung. Doch viele von ihnen dokumentierten ihren Unmut durch Stimmenthaltung.

Max Binder verabschiedet die Kursleiter David Mieville und Frédéric Meyer vom Kurs‑ zentrum Grange-Verney ...

… sowie Hansueli Schmid (Leiter des Kurszentrums Riniken).

Budget zurückgewiesen In der Folge vermochte der vorgelegte Kostenvoranschlag mit einem mutmasslichen Defizit von 75 000 Franken die Delegierten nicht zu überzeugen. Zwar stand den Mindereinnahmen beim Zentralkassenbeitrag als wichtigste Grösse ein budgetierter Rückgang bei den Personalkosten gegenüber, weil die Koordinationsstelle für die Weiterbildung, nach dem Weggang des jetzigen Stelleninhabers nicht mehr besetzt werden soll. Doch konnte der SVLT-Vorstand trotz eingehenden Beratungen und weiteren Sparmassnahmen kein ausgeglichenes Budget vorlegen. Nachdem verschiedene Votanten, zum Teil im Namen ihrer Sektionen, das vorgelegte Budget mangels Transparenz und Zielgerichtetheit kritisierten, wurde dieses von der Versammlung mit grossem Mehr abgelehnt. Sie erhob vielmehr einen Antrag der Genfer Sektion zum Beschluss, es

Flankiert von Willi von Atzigen und Max Binder die neuen Ehrenmitglieder: Roberto Aerni, Präsident der Tessiner Sektion von 1990 bis 2013, Fredy Moser, Geschäftsführer der Sektion Thurgau, und Dominik Salvati, von 1992 bis 1999 Geschäftsführer sowie von 1999 bis 2012 Präsident der Walliser Sektion des SVLT. Ehrenmitglied wurde auch Willy Bachelard, von 1999 bis 2010 Präsident der Waadtländer Sektion. Übrigens lancierte Fritz Hirter (Ehrenmitglied) die Idee, Ehrenmitglieder und ehemalige SVLT-Mitarbeitende zu einer gemeinsamen Aktivität unter dem Jahr einzuladen, damit sie unter sich und mit dem Verband stärker verbunden bleiben.

sei nach gründlicher Beratung in einer Arbeitsgruppe einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung ein ausgeglichenes Budget vorzulegen.

Der Vollständigkeit halber Das vorgelegte Budget berücksichtigte den Vorstandbeschluss, wonach mangels Interesse das Westschweizer Kurszentrum in Grange-Verney zu schliessen und die Kurstätigkeit bei den Werkstattkursen in Riniken zu sistieren seien. Weitere Veränderungen zeichneten sich durch die Kündigung des Mandatsvertrags mit ­ «Lohnunternehmer Schweiz» ab. Der Fachverband erhalte den Status einer «normalen» Sektion mit eigener Geschäftsführung und einem eigenen Sekretariat, der sein Domizil beim Verbandszentrum in Riniken haben werde, erklärten Max Binder und Willi von Atzigen.

Personelles Roger Stirnimann, hier mit seiner Frau Franziska Stirnimann, nimmt neu im SVLT-Vorstand Einsitz.

Statutengemäss können neu auch Fachkräfte in das Leitungsgremium des SVLTVorstandes gewählt werden, die nicht als

Präsidenten oder Geschäftsführer in einer Sektion verankert sind. Damit erschliesst sich der Verband zusätzliches Fachwissen und Know-how. Davon Gebrauch machte der SVLT mit der einstimmigen Wahl von Roger Stirnimann in den Vorstand. Er ist seit vier Jahren Präsident der Kommission Information des SVLT und ein ausgewiesener Experte in Landtechnikfragen sowie ein Vordenker für Konzepte und Strate­ gien. Im Weiteren verabschiedete die Delegiertenversammlung den langjährigen Leiter der Kurszentrums in Riniken Hansueli Schmid. Er geht nach 36 Dienstjahren beim SVLT in Pension. Von Haus aus Landmaschinenmechaniker-Meister, koordinierte er die traditionellen Werkstattund «Mach es Selbst»-Kurse. In den vielen Jahren eignete er sich ein umfassendes Wissen und Können in Schweisstechnik, Reparaturdienst und Konstruktion an, das er an Hunderte von Kursteilnehmern weitergegeben hatte. Ebenfalls verabschiedet wurden die beiden Westschweizer Kursleiter, nachdem die Aktivitäten in GrangeVerney Moudon eingestellt worden 10 2013  Schweizer Landtechnik

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n  SVLT | Bericht

waren: David Miéville nahm seinen Dienst in der Kurssaison 2004/2005 auf als Nachfolger von Michel Pichonnat. Frédéric Meyer wirkte seit 24 Jahren als Kursleiter Francis Egger überbrachte die Grüsse des Schwei‑ zerischen Bauernver‑ bandes. Er verwies auf die «techni‑ sche Kompetenz beim SVLT» und auf die damit unverzichtbaren Dienstleistungen. Dank einer guten Vernetzung können die beiden Verbände zwar auf zwei Schienen und doch zielgerichtet zusammenarbeiten. Robert Kaufmann, Leiter der Agrartechnik an der Agroscope ReckenholzTänikon und Mitglied der Kommission «Kommunikation» des SVLT, hob die wichtige Stellung des SVLT als Brücke zwischen der Basis und der For‑ schung hervor. Er berichtet im Weiteren von der Weiterentwicklung des Traktorenprüf‑ standes zu einem veritablen Labor. Im Übrigen erhalte die Forschung in Landtech‑ nik im europäischen wieder mehr Bedeu‑ tung.

Ruedi Burgherr hob die grosse Bedeutung der G40Fahrkurse hervor und riet von jeglichem Abbau bei diesem Angebot ab. Im Weiteren machte er auf die Traktorenfahrkurse «Profis fahren besser» mit Start im November aufmerksam.

Instruktoren-Fahrkurs G40 mit ihren Partnerinnen. In der Mitte vom SVLT-Zentral‑ sekretariat: Margrit Brändli, Kursadministra‑ tion, sowie rechts hinten Dominique Berner und Franz Nietlispach.

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10 2013  Schweizer Landtechnik

Gelungener Ausflug in die Genfer Weinberge mit Apéro bei der Cave de Genève in Satigny, der Schweizer Gemeinde mit der grössten Rebbaufläche von 500 ha. Der Anlass wurde vom «L’Echo du Signal de Bernex/GE» umrahmt. Am Abend spielte die Formation «Les Tradi’sons» aus der Haute Savoie (F) auf.

im technischen Bereich und war dann über viele Jahre im Zuge der Computerisierung sozusagen als Pionier sehr erfolgreich als Vermittler von Grundkenntnissen in der EDV-Anwendung. Beruflich verändern wird sich auch Franz Nietlispach. Er

war beim SVLT Koordinator für die Ausund Weiterbildung und baute namentlich das Angebot bei den CZV aus. Franz Nietlispach verlässt den SVLT auf Ende Jahr.  n

Der SVLT wird 90 – ein Kommentar Ausschlaggebend für die Rückweisung des Budgets waren aus Sicht vieler Delegierter die Unsicherheit, wie sich der SVLT kurzund mittelfristig weiterentwickelt und die Unlust, eine moderate Mitgliedsbeitragserhöhung (mit einem Zentralkassenbeitrag von gegenwärtig 65 Franken) an der Basis schmackhaft zu machen. Ob der Finanzierungsfrage blieben positive Entwicklungen beim SVLT und der beeindruckende Gegenwert für den Mitgliederfranken weitgehend auf der Strecke. Dazu gehören: • die erstrangige Möglichkeit, als starker Verband sich bei den Behörden Gehör zu verschaffen und die Sache der mechanisierten Landwirtschaft zu vertreten. • das Fachwissen und das Know-how in der Beratungstätigkeit zum Strassenverkehr und zur Verkehrssicherheit, • die Vernetzung mit vielen Organisationen, • der Ausbau der CZV-Kurse mit neuen Modulen, • der Beitrag zur Unfallverhütung und zu einem effizienten Güterumschlag im Rahmen der Staplerkurse, • die hohe Kompetenz und die Kundenfreundlichkeit beim Zentralsekretariat generell und bei den G40-Fahrkursen im Speziellen, • Last, but not least hat auch die Schweizer Landtechnik als Verbands- und Fachzeitschrift in den letzten Jahren in jeder Beziehung an Lesernutzen zugelegt.

Kräfte bündeln Der SVLT habe ein gewisses Problem der Überalterung, hörte man an der DV. Jeder Organisation und also auch der unsrigen tut es gut, junge Leute in ihren Reihen und Vorständen zu wissen (was man übrigens auch an der jetzigen Delegiertenversammlung einmal mehr mit Freude konstatieren konnte). Es braucht aber auch die ältere Generation, die bei aller Offenheit für das Neue und «Moderne» aufgrund ihrer Erfahrungen besonnen und in längeren Zyklen denkt. Anzustreben ist die gute Durchmischung von jüngeren und älteren Kräften, die gewillt sind, eine aktive Rolle zu übernehmen und Ideen einzubringen. Weil dies beim Schweizerischen Verband für Landtechnik hoffentlich der Fall ist, wird er seine Position und Bedeutung beim landwirtschaftlichen Strassenverkehr und für die produzierende Landwirtschaft behaupten und ausbauen. Man soll nicht vergessen, dass unsere Organisation im nächsten Jahr den runden Geburtstag von 90 Lenzen feiert. Da ist nach «Genf» bis zur nächsten ordentlichen Delegierten, die Ende August 2014 im Kanton Thurgau stattfindet, neuer Elan und viel Überzeugungskraft willkommen. Ueli Zweifel


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n  SVLT | Sektionen

Theoriekurs Kategorie G Der sichere Einstieg in den motorisierten Strassenverkehr ist wichtig. Verkehrsregeln und sicheres Verhalten erlernt man nicht einfach durch Auswendiglernen von Prüfungsfragen. Im Theoriekurs Kat. F/G werden die Grundlagen aufgezeigt und erklärt. Zusammen mit intensivem Studium daheim erwirbt sich der Teilnehmer die besten Voraussetzungen für die anspruchsvolle Prüfung, welche je nach Sektion am Schluss des Kurses stattfindet. Die bestandene Prüfung berechtigt zum Lenken von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen bis 30 km/h.

Teilnahmebedingungen • Mindestalter 14 Jahre (Kurs kann je nach Kanton 1–2 Monate vor Erreichen des 14. Altersjahrs besucht werden) • Verstehen der Thematik Siehe auch www.fahrkurse.ch Kursort

Datum

Kontakt

Lindau ZH

30. November

SVLT Zürich, Eschikon, 8315 Lindau, 058 105 98 51, www.svlt-zh.ch

Einsiedeln SZ

23. Okt. + 6. Nov.

Regina Reichmuth-Betschart, 041 855 06 90, 079 465 41 92

Willisau LU

18. September

LVLT-Fahrschule, 6276 Hohenrain 041 467 39 02, info@lvlt.ch

Frick AG

19. + 26. Nov.

abends

Muri AG

23. + 30. Nov.

morgens

Liebegg AG

23. + 30. Nov.

nachmittags

Riniken AG

5. + 12. Dez.

abends Dominique Berner, 056 462 32 00, d.berner@agrartechnik.ch, www.fahrkurse.ch

St. Gallen, Appenzell IR/AR, Glarus

auf Anfrage

Hans Popp, 9323 Steinach 071 845 12 40, hanspopp@bluewin.ch

Graubünden

auf Anfrage

Luzia Föhn, 7302 Landquart, 081 322 26 43, foehn@ilnet.ch, www.svlt-gr.ch

AG Motorsägekurs und Holzhauerkurs 2 Motorsägekurs: 5-tägiger, praktischer Ausbildungskurs. Basisausbildung • Kennen und Anwenden der Regeln der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes • Wichtigste Grundregeln der Holzerei in einfachen Verhältnissen praxisbezogen anwenden • Fachgerechtes Handhaben und Unterhalten von Motorsäge, Motorsägekette und Werkzeugen • Kennenlernen von neuen Werkzeugen Holzhauerkurs 2: 5-tägiger, praktischer Ausbildungskurs. Weiterbildung • Erlangen eines verbesserten Sicherheitsdenkens • Einfache bis erschwerte Holzereiarbeiten sicher und rationell planen, organisieren und ausführen • Kennen und Anwenden angepasster Arbeitstechniken 58

10 2013  Schweizer Landtechnik

Der Motorsägenkurs ist ein Anfängerkurs und richtet sich an Landwirte und andere Berufe, welche in der Regel nur einfachere Holzerntearbeiten durchführen. Der Holzhauerkurs 2 setzt den Holzhauerkurs 1 oder Motorsägekurs voraus. Kursleitung: Rolf Wigger, Waldwirtschaftsverband Schweiz Kosten: Fr. 850.– für im Aargau ansässige Teilnehmer aus Landund Forstwirtschaft, Fr. 1050.– ausserkantonale und übrige Anmeldung bis 27. Oktober an LZ Liebegg, Gränichen, Kurssekretariat, Verena Bürge, 062 855 86 15, kurse@liebegg.ch

Generalversammlung (Voranzeige) Die Generalversammlung AVLT findet am 20. November bei Grunderco, Aesch LU, statt. Die Anmeldung ist nötig (im Programm AVLT enthalten).

BS, BL

Jahresausflug an «agroPreis 2013» Montag, 4. Nov. 2013, 16 bis 19 Uhr, im Kursaal Bern, Arena Die Sektion beider Basel und Umgebung des SVLT besucht am diesjährigen Jahresausflug die Preisverleihung des «agroPreis 2013». Der grösste und älteste Innovationswettbewerb der Schweizer Landwirtschaft zeichnet jedes Jahr besondere Projekte aus. Die Mitglieder sind vom Gastgeber, der «emmental versicherung», freundlich eingeladen, an diesem Anlass sowie dem anschliessenden Apéro teilzunehmen. An- und Heimreise sind individuell. Die Teilnehmer werden am Bahnhof SBB Bern um 14.15 Uhr beim «Treffpunkt» abgeholt oder dann um 14.45 Uhr beim Kursaal, Eingang der Arena. Nach der Preisverleihung begeben sich die Teilnehmenden ins Restaurant «Altes Tramdepot» in Bern, um bei einem gemütlichen Nachtessen noch zusammenzusitzen. Die Kosten für das Nachtessen trägt jeder Teilnehmer selber. Anmeldung bis spätestens am Donnerstag, 24. Oktober, an: Susi Banga, Gruthweg 103, 4142 Münchenstein, 061 411 22 88, s.banga@bluewin.ch; bitte Anzahl Teilnehmer angeben.

LU Aktuelles Kursangebot: Mofa- und Traktorenprüfung Die Vorbereitungskurse finden jeweils mittwochnachmittags statt. Kurskosten inkl. Lernplattform im Internet für Mitglieder Fr. 70.–, für Nichtmitglieder Fr. 90.–. Nächste vorgesehene Termine: 16. Oktober in Hochdorf; 30. Oktober in Schüpfheim; 13. November in Sursee. Roller- und Autoprüfung: Theorieprüfung online lernen für 29 Franken. Grundkurse für Roller und Motorräder finden jeweils samstags in Sursee statt; für Mitglieder Fr. 280.–, für Nichtmitglieder Fr. 300.–. Nächste vorgesehene Termine: 28.+29. Oktober 2013, 2.+9. November 2013.


Sektionen | SVLT   n

Verkehrskundeunterricht in Sursee, Willisau, Schüpfheim und Hochdorf. Für Mitglieder Fr. 220.–, für Nichtmitglieder Fr. 240.–. Nächster Termin: 4./5./11.+12. November 2013 in Sursee. Kombipaket für Rollerfahrer: nochmals günstiger als im Einzelpreis; Theorie online lernen/Grundkurs 1+2 (8 Lektionen)/VKU (4×2 Lektionen). Lastwagenprüfung: Der Lastwagentheoriekurs dauert 32 Lektionen, während vier Wochen jeweils 1 Tag pro Woche. Der Kurs ist modular aufgebaut, der Einstieg jede Woche möglich. Der nächste Kurs beginnt am 29. Oktober 2013, jeweils in Luzern. Infos und Anmeldung (Änderungen, z.B. Kursort, -inhalt, -preis, -zeit, bleiben vorbehalten): LVLT-Fahrschule, Sennweid­strasse, 6276 Hohenrain, 041 467 39 02, info@lvlt.ch, www.lvlt.ch.

SG, AR, AI

Wettbewerb zum 75-Jahr-Jubiläum des VLT-SG Anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums sucht der VLT-SG die ältesten im Arbeitseinsatz stehenden Zweiachstraktoren im Sektionsgebiet (SG/AR/AI/GL). Die Wettbewerbsteilnahme bedingt, dass der Traktor eingelöst ist und noch im Arbeitseinsatz steht. Die Halterehrung mit Preisverteilung findet am 4. Januar 2014 an der Jubiläums-GV in Wattwil statt. Der Teilnahme-Coupon ist auf der Website www.vlt-sg.ch unter «Jubiläums-GV 2014» zu finden. Er ist zusammen mit einer Kopie des Fahrzeugausweises und einem Foto des Traktors bis am 31. Oktober 2013 an folgende Adresse zu senden: VLT-SG, Eliane Müller, Riethof 1, 9478 Azmoos, info@vlt-sg.ch.

SZ, UR

Ausflug zu Rigi-Trac nach Küssnacht Mittwoch, 20. November 2013, 8.30 Uhr Der Verband für Landtechnik VLT Schwyz und Uri lädt die Mitglieder und ihre Partnerinnen und Partner zu einem Tagesausflug ein, und zwar zur Besichtigung der Firma Knüsel, Rigi-Trac, in Küssnacht. Treffpunkt ist um 8.30 Uhr auf dem Parkplatz des Restaurants Frohsinn in Küssnacht am Rigi. Um 9 Uhr beginnt die Be­ sichtigung mit Führung durch die Werkstätten und die Oldtimer-Ausstellung. Um 13 Uhr ist Mittagessen im Restaurant Frohsinn, und ca. 15 Uhr Schluss der Veranstaltung. Die Anmeldung muss bis Mittwoch, 13. November, erfolgen, an Armin Brun, 041 850 41 90 oder 079 211 15 64, armin-brun@ bluewin.ch. Die Kosten betragen CHF 50.–/Person. Bitte beachten: die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

An diesem 2-tägigen Kurs wird der sichere Umgang mit dem Gegengewichtstapler und Teleskoplader nach SUVA-Richtlinien in Theorie und Praxis erlernt. Das Ziel ist der SUVA-Ausweis. Ein Tag kann der obligatorischen CZV angerechnet werden. Voraussetzung ist Mindestalter von 18 Jahren und praktische Erfahrung auf Maschinen. Die Leitung haben der VLT Zug und Josef Staub, Staplerschule Steinhausen. Kosten: 2 Tage ca. 650 Franken (Nichtmitglieder 690 Franken). Anmeldung: siehe unten

Teleskopladerkurs Montag, 6. Januar, bis Freitag, 10. Januar 2014 jeweils 1 Tag, in Steinhausen ZG Dieser Kurs ist für Teilnehmer, die bereits einen Grundkurs haben. Sie lernen an diesem eintägigen Kurs in Theorie und Praxis den sicheren Umgang mit dem Teleskoplader nach SUVARichtlinien und erhalten dafür den schriftlichen SUVA-Ausweis. Ein Tag kann der obligatorischen CZV angerechnet werden. Die Leitung haben der VLT Zug und Josef Staub, Staplerschule Steinhausen. Kosten: 1 Tag ca. 410 Franken (Nichtmitglieder 450 Franken). Anmeldung: sofort an Beat Betschart, 041 755 11 10, beatbet@ bluewin.ch. Anmeldeschluss ist der 25. November 2013 (wegen der Meldung für die CZV).

ZH Vom Einscharpflug zum Vollernter Die technischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte sind bei Landmaschinen immer wieder eindrücklich zu erkennen. So zeigte der Verband für Landtechnik Zürich Ende August am Kartoffelfest in Benken eine ganze Palette antiker bis modernster Setz- und Erntemaschinen für den Kartoffelbau. Bei den Setzmaschinen imponierte die McCormick aus dem Jahr 1951 (Bild) besonders, die mit Bechergurten wie heutige Maschinen ausgestattet war und leere Becher über eine ausgeklügelte Mechanik mit Ersatzkartoffeln auffüllte. Die Erntetechnik umfasste alles, vom Pferde gezogenen Einscharpflug bis zum Kartoffelvollernter Grimme SE 140.  Stephan Berger

ZG Stapler-, Teleskoplader-Grundkurs Montag, 6. Januar, bis Freitag, 10. Januar 2014 jeweils 2 Tage, in Steinhausen ZG 10 2013  Schweizer Landtechnik

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SVLT ASETA

Fahrkurs G40 Informationen und Auskunft:

www.fahrkurse.ch www.g40.ch

Mit dem Führerausweis Kategorie G und erfolgreich absolviertem Fahrkurs G40 können landwirtschaftliche Ausnahmefahrzeuge und Landwirtschaftstraktoren so­ wie gewerblich immatrikulierte Traktoren mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 40 km/h auf landwirtschaftlichen Fahrten gelenkt werden. Der Traktorfahrkurs G40 ist vom Bundesamt für Stras­ sen, ASTRA, anerkannt und wird im Führerausweis eingetragen. Wer den G40-Fahrkurs erfolgreich besucht hat, erhält von der Vaudoise-Versicherung einen Bon im Wert von CHF 100.– (gültig zwei Jah­ re). Dieser kann beim Abschluss einer Motorfahrzeughaftpflichtversicherung für sich selbst oder für ein Familienmitglied im gleichen Haushalt eingelöst werden. Teilnahmebedingungen • Führerausweis Kategorie G • Traktor mit Fahrerschutz (Höchstgeschwindigkeit 30 oder 40 km/h) für den ersten Kurstag

• Für den zweiten Kurstag Traktor und landwirtschaftlicher Anhänger (Garantiegewicht Anhänger mindestens 3500 kg). Die Versicherung der Fahrzeuge ist Sache der Teilnehmenden. Kursbestätigung Angemeldete Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer erhalten eine Kursbestätigung. Diese Kursbestätigung ist eine auf einen Monat befristete Ausnahmebewilligung und berechtigt zum Lenken des Traktors mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h zu Ausbildungszwecken. Anhänger dürfen ausschliesslich auf dem direkten Weg zum Kursort und während des Kurses selbst mitgeführt werden. Kurskosten Mitglieder CHF 570.– (Nichtmitglieder CHF 620.–), abzüglich CHF 100.– vom Fonds für Verkehrssicherheit. Bei Abmeldung 14 Tage vor Kursbeginn wird ein Unkostenbeitrag von CHF 60.– erhoben. Nichterscheinen am Kurs berechtigt den SVLT, die vollen Kurskosten zu verlangen.  n

Kursorte und Kursdaten 2013 Änderungen vorbehalten Balgach SG 24.10 + 29.10 Bazenheid SG 07.11 + 12.11 14.11 + 19.11 Biberbrugg SZ 17.10 + 22.10 07.11 + 12.11 Bülach ZH 10.10 + 15.10 Bulle FR 31.10 + 05.11 14.11 + 22.11 Düdingen FR 17.10 + 22.10 Frauenfeld TG 24.10 + 29.10 07.11 + 12.11 Hohenrain LU 23.10 + 29.10 Kägiswil OW 10.10 + 14.10 Konolfingen BE 17.10 + 23.10 La Sarraz VD 17.10 + 21.10 30.10 + 05.11 Landquart GR 17.10 + 22.10 31.10 + 05.11 Langnau i.E. BE 14.10 + 22.10 07.11 + 13.11 Les Hauts-Geneveys NE 17.10 + 21.10 07.11 + 12.11 Lindau ZH 31.10 + 05.11 Lyss BE 24.10 + 29.10 07.11 + 12.11 Lyssach BE 30.10 + 05.11

Mettmenstetten ZH 06.11 + 12.11 Niederurnen GL 17.10 + 22.10 Nyon VD 21.11 + 26.11 Oensingen SO 24.10 + 30.10 Salez SG 31.10 + 05.11 Schöftland AG 17.10 + 22.10 Schwarzenburg BE 10.10 + 15.10 16.10 + 21.10 Sissach BL 24.10 + 29.10 07.11 + 12.11 Sitterdorf TG 10.10 + 15.10 31.10 +  05.11 Sursee LU 16.10 + 22.10 13.11 + 19.11 Thusis GR 10.10 + 15.10 Tramelan BE 14.11 + 19.11 Willisau LU 24.10 + 29.10 Weitere Kursorte: Aarberg BE, Brunegg AG, Claro TI, Corcelles-près-Payerne VD, Courtételle JU, Gossau ZH, Ilanz GR, Interlaken BE, Marthalen ZH, Moudon VD, Saanen BE, S-Chanf GR, Schwyz SZ, Sion VS, Tuggen SZ, Visp VS, Zweisimmen BE, Zwingen BL

Schon jetzt kann man sich für die Kurssaison 2014 beim Sekretariat des SVLT in Riniken voranmelden. Die Informationen mit allen Kursorten und Kursdaten werden dann im Januar zugestellt.

Unterstützt durch den Fonds für Verkehrssicherheit (FVS)

Merkblatt | G40

Anmeldung Fahrkurs G40 Kursort

n

Kursdatum

Name/Vorname Geburtsdatum Adresse PLZ, Wohnort Telefon

Mobile

Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK)

Ich habe von den Teilnahmebedingungen Kenntnis genommen. Datum und Unterschrift Unterschrift des gesetzlichen Vertreters/Lehrmeisters

Einsenden an: SVLT, Postfach, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: info@agrartechnik.ch

Fahrkurs G40 Zum Lenken von landwirtschaftlich immatrikulierten Motorfahrzeugen (40 km/h) wird nebst der theoretischen Führerprüfung Kat. G der praktische Fahrkurs G40 verlangt. Er ist vom Bundesamt für Strassen anerkannt. Die Teilnahme kann ab dem 14. Altersjahr erfolgen. Der bestandene Kurs wird im Führerausweis eingetragen.

Die Zahl der Strassenfahrten und die Transportdistanzen nehmen in der Landwirtschaft zu. Zudem verfügen neue Traktoren über ein hohes Zugvermögen sowie über grosse hydraulische Hebekräfte. Die Aus- und Weiterbildung für Lenkerinnen und Lenker von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen wird also immer wichtiger. Der Fahrkurs G40 trägt

Wichtige Voraussetzungen für die wirtschaftliche und sichere Erledigung landwirtschaftlicher Transporte sind: • gute Kenntnisse der Verkehrsregeln und der Gefahren, • eine sichere Beherrschung des Fahrzeugs und • ein Fahrzeug in technisch einwandfreiem Zustand.

Der Fahrkurs G40 bedingt Grundkenntnisse im Lenken eines landwirtschaftlichen Motorfahrzeuges. Der Fahrkurs G40 bietet Fahrerinnen und Fahrern eine umfassende Ausbildung für mehr Sicherheit beim Lenken von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen und unterstützt das verkehrsgerechte Verhalten im Strassenverkehr.

Neuauflage des Merkblatts Fahrkurs G40 !


Flurförderfahrzeuge

SVLT ASETA

Grundkurse für Staplerfahrer Kursdaten Birrhard AG: Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Mo./Di. Mi./Do. Fr./Sa.

4./5. November 2013 6./7. November 2013 8./9. November 2013

Kursdaten Boll BE: Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Mo./Di., Mi./Do., Fr./Sa.,

18./19. November 2013 20./21. November 2013 22./23. November 2013

Kursdaten Hohenrain LU: Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Mo./Di., Mi./Do., Fr./Sa.,

16./17. Dezember 2013 18./19. Dezember 2013 20./21. Dezember 2013

Kursdaten Marly FR: Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Deichsel-, Gegengewichts- und Teleskopstapler Der Schweizerische Verband für Landtechnik organisiert SUVA-anerkannte zweitägige Staplerkurse. Es handelt sich dabei um eine Grundausbildung für Deichsel-, Gegengewichts- und Teleskopstapler. Voraussetzungen:

Mindestalter 18 Fahrpraxis mit Maschinen Sicherheitsschuhe obligatorisch sehr gute Deutschkenntnisse

Kursinhalte: • Theorieunterricht • intensive Fahrschulung in Klein gruppen auf Deichsel-, Gegen gewichts- und Teleskopstaplern • Fahrschule und Theorie im Wechsel • theoretische und praktische Fahrprüfung

Mo./Di., Mi./Do., Fr./Sa.,

6./7. Januar 2014 8./9. Januar 2014 10./11. Januar 2014

französisch franz./deutsch französisch

Kursdaten Lindau ZH: Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Mo./Di., Mi./Do., Fr./Sa.,

3./4. Februar 2014 5./6. Februar 2014 7./8. Februar 2014

Kursdaten Boll BE: Kurs 1 Kurs 2 Kurs 3

Mo./Di., Mi./Do., Fr./Sa.,

17./18. Februar 2014 19./20. Februar 2014 21./22. Februar 2014

Anmeldung Staplerkurs Kursort: Kursdatum: Name: Vorname: Strasse: Nr.:

Kurskosten: Mitglieder: CHF 1175.– (Nichtmitglieder: CHF 1350.–) Änderungen vorbehalten; Pausen/ Mittagessen sind im Preis inbegriffen Anmeldeschluss:

vier Wochen vor Kursbeginn

Kursorte:

Birrhard AG, Boll BE, Hohenrain LU, Lindau ZH, Marly FR

PLZ/Ort: Telefon: Natel: E-Mail: SVLT-Mitgliedsnr.: Geburtsdatum: q Ich will von den Tarifen für Mitglieder profitieren und werde Mitglied. q Ich will eine CZV-Bescheinigung. Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK):

Auf Anfrage werden sieben Stunden an die obligatorische Chauffeurenweiterbildung gemäss CZV (Chauffeurzulassungsverordnung) angerechnet (plus CHF 50.–). Datum: Unterschrift:

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen:

www.fahrkurse.ch

Einsenden oder faxen an SVLT, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: zs@agrartechnik.ch, www.fahrkurse.ch


SVLT

Impressum

Schweizer Landtechnik

Inserentenverzeichnis Agromont AG, Hünenberg 20 Beerstecher AG, Dübendorf 20 Birrer Hydraulik AG, Buttisholz 30 Blaser Swisslube AG, Hasle-Rüegsau 46 Bucher AG Langenthal, Langenthal 2 Dirim AG, Hauptwil 30 DLG-Verlags-GmbH, Mannheim 17 Doosan Benelux SA, WATERLOO 41 engelbert strauss GmbH, St. Gallen Beilage Fischer Nouvelle Sàrl, Collombey 26 Forrer AG, Zürich 19 Gebr. Herzog, Hornussen 57 Gebrüder Schaad AG, Subingen 41 Hans Meier AG, Altishofen 57 Kuhn Center Schweiz,   Niederweningen 20, 57 Brack Landtechnik AG, Unterstammheim 46 Leu, Hochdorf 37 Lohnunternehmer Schweiz, Riniken 19 Marolf Walter AG, Finsterhennen 57

Matra, Lyss 63 New Holland Center, Niederweningen19, 26 O‘Flynn-Trading, Zürich 57 Oscar Fäh AG, Oberbüren 30 Ott Landmaschinen, Zollikofen 17, 26 Profi Pneu AG, Subingen 2 Same Deutz-Fahr Schweiz AG,   Schwarzenbach SG 63 Schmid AG, energy solutions,   Eschlikon TG 37 Serco Landtechnik AG, Oberbipp 41, 64 Snopex SA, Balerna 20 STIHL Vertriebs AG, Mönchaltorf 57 Stocker Fräsen & Metallbau AG,  Oeschgen 30 Syngenta Agro AG, Dielsdorf 37 Verschleissteile-Discount Ruh, Ramsen 30 Wälchli Maschinenfabrik AG, Brittnau 46 Wicki & Bachmann GmbH, Römerswil LU 11 Wolfensberger GmbH, Bäretswil 26

75. Jahrgang

Herausgeber Schweizerischer Verband für Landtechnik (SVLT), Willi von Atzigen, Direktor Redaktion Ueli Zweifel: red@agrartechnik.ch Dominik Senn: dominik.senn@agrartechnik.ch Ruedi Hunger: hungerr@bluewin.ch Ruedi Burkhalter: r.burkhalter@agrartechnik.ch Tel. 056 462 32 50 Mitglieder- und Abodienste, Mutationen Postfach, 5223 Riniken Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01 Internet: www.agrartechnik.ch Inserate/Anzeigen Fachmedien AGRAR AG, Seelandweg 7, CH-3013 Bern Ingrid Wilms, Tel. 031 330 95 01 Fax 031 330 95 30 E-Mail: landtechnik@agripub.ch Anzeigenverkauf Andreas Schwab, Tel. 031 330 95 10 E-Mail: andreas.schwab@agripub.ch Daniel Sempach, Tel. 034 415 10 41 E-Mail: daniel.sempach@agripub.ch Ulrich Rufer, Tel. 031 330 95 07 E-Mail: ulrich.rufer@agripub.ch

Plakette wieder im Angebot

Anzeigentarif Es gilt Tarif 2012 Kombinationsrabatt: 25% bei gleichzeitigem Erscheinen in «Technique Agricole» Druck und Spedition Stämpfli Publikationen AG Wölflistrasse 1, 3001 Bern Produktionskoordination Roberto Bruno Erscheinungsweise 11-mal jährlich Abonnementspreise Inland: jährlich CHF 107.– (inkl. MwSt.) SVLT-Mitglieder gratis. Ausland: auf Anfrage

Bestellformular/Berufsbekleidung Kinder-Kombi, 100% Baumwolle blau-rot kombiniert

Kombi, rot-schwarz, CHF 82.– 60% Baumwolle, 40% Polyester Latzhose, rot, CHF 58.– 75% Baumwolle, 25% Polyester T-Shirt, grau meliert, CHF 18.– 100% Baumwolle SVLT-Plakette, ø 81 mm, Messing

Alter Grösse CHF Anzahl Grösse Anzahl Grösse Anzahl Grösse Anzahl CHF

2 3 92 98 38.–

4 6 8 10 12 14 104 116 128 140 152 164 43.– 48.–

S = 44/46 M = 48/50 L = 52/54 44

46 S

48

50 M

52

54 L

56

58 XL

16.–

Unsere Preise verstehen sich ohne MwSt. und Versandkosten. Zahlung 30 Tage netto. Name

Vorname

Adresse PLZ/Ort Einsenden an SVLT, Postfach, 5223 Riniken, Fax 056 462 32 01 10 2013  Schweizer Landtechnik

Ausgabe 11/2013 Markt Schneepflüge: eine Systemübersicht Schneefräsen: Bauarten, Leichtbaukonstruktionen Management Frontlader oder Teleskoplader: Vor- und Nachteile Plattform Agritechnica-Neuheiten und Goldmedaillen Nr. 11/2013 erscheint am 7. November 2013 Anzeigenschluss 18. Oktober 2013


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Im Frühjahr muss er sIch auF seIne maschInen verlassen können. Im sommer auch. und Im herbst erst recht.

Hanspeter Ryser, Lohnunternehmer, Richenthal

Was meInen sIe, WIeso schWört er auF uns? Lohnunternehmer Hanspeter Ryser aus Richenthal weiss: Nicht nur schlechtes Wetter kann ihn daran hindern, sein Bestes zu geben. Sondern auch eine Landwirtschaftsmaschine, die nicht auf Knopfdruck einsatzbereit ist. Ganz egal, wie viele Wintermonate sie in der Garage stand. Und ganz egal auch, wie viele Stunden sie bereits im Einsatz ist. Immer volle Leistung bringen wollen – dafür steht auch MOTOREX. Und ist darum für Hanspeter Ryser genau der richtige Partner. Erfahren Sie mehr darüber, wie unsere Oele Unternehmer aus den verschiedensten Bereichen dabei unterstützen, ihr Bestes zu geben: www.motorex.com

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25.01.12 13:19


Herbstmesse

Samstag/Sonntag, 26. & 27. Oktober 2013 Samstag, 09.00 - 20.00 Uhr ab 18.00 Uhr: Barbetrieb mit DJ Sonntag, 09.00 - 17.00 Uhr

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▶ Mehrere CLAAS Weltpremieren ▶ Grosses Kinderzelt mit Traktor-Parcours ▶ Attraktiver Occasionsmarkt ▶ Festwirtschaft ▶ Fan-Shop mit Messe-Rabatt Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage sercolandtechnik.ch.

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Serco Landtechnik AG Niedermattstrasse 25 4538 Oberbipp Telefon 058 434 07 07 info@sercolandtechnik.ch www.sercolandtechnik.ch


Schweizer Landtechnik 10 2013