Schweizer Landtechnik 01/2015

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Schweizer Landtechnik

Januar 2015

DÜNGUNG Unmittelbare Gülleeinarbeitung Sensor gestützte mineralische Düngung Markt: Hoflader und Teleskoplader in der Übersicht Passion: Wo die Vevey-Traktoren zu Hause sind


Bodenbearbeitung Kreiseleggen

Cultirotoren

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Editorial • Inhalt Januar 2015   ■

Editorial

Aldo Rui

■ Markt 4 6 10 14 18 22

Aktuelles SIMA mit vielen Innovationen Hoflader – flinke Helfer für fast alle Fälle Teleskoplader – Lasten weit und hoch heben Übersicht unmittelbare Gülleeinarbeitung Nährstoffbezogene Gülledüngung

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■ Wissen

Gemeinsam sind wir stark Die Feiertage zum Jahreswechsel liegen hinter uns, die guten Vorsätze für das Jahr 2015 sind gefasst, und die erste Nummer des 77. Jahrganges der Schweizer Landtechnik liegt vor Ihnen. Es freut mich sehr, Sie an dieser Stelle – geschätztes Mitglied, liebe Leserin und lieber Leser – in aller Form willkommen zu heissen. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir unsere Dienstleistungen erbringen. Dafür danke ich Ihnen. Als Direktor des Schweizerischen Verbandes für Landtechnik will ich alles daran setzen, um gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ihre Interessen speziell beim landwirtschaftlichen Strassenverkehr und allgemein beim Landtechnik-Einsatz bestmöglich zu vertreten. Dabei sind wir auch auf die guten Kontakte mit den befreundeten Organisationen angewiesen. Die Vielfalt an Informationsquellen hat mit dem Aufkommen der elektronischen Medien und Platt­ formen enorm zugenommen, und die Informationsbeschaffung hat sich geändert und vereinfacht. Das Printmedium hat jedoch weiterhin seine Daseinsberechtigung und wird seinen Stellenwert allen Unkenrufen zum Trotz behaupten. Davon bin ich überzeugt. Deshalb werden wir auch weiterhin alles daran setzen, um Ihnen eine informative, zeitgemässe Zeitschrift mit einem attraktiven Erscheinungsbild anbieten zu können.

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Traktorrreifen – Bindeglied zwischen Fahrzeug und Boden Basis der sensorgestützten mineralischen Düngung

Heftmitte Jahresinhaltsverzeichnis 31

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Biologie der Emissionen aus Festmistlager

■ Management 32

Maschinenkosten im Griff

■ Plattform 35 38

Lohnunternehmer tanken an der DeLuTa GVS Agrar und ihre beiden Töchter

■ Sicherheit 40 42

Brisanz der Unfallverhütung im Bauernwald (Interview) Krank machender Staub, was ist dagegen zu tun?

■ Passion 44

Wo die Vevey-Traktoren zu Hause sind

44

■ SVLT 46 Berichte Generalversammlungen BE, LU 48 Sektionsnachrichten 50 CZV-Kurse 52 Fahrkurs G40 53 Schweisskurse 54 Impressum und SVLT Stelleninserat Technischer Dienst

Ich wünsche Ihnen alles Gute, viel Erfolg und Befriedigung im neuen Jahr! Ausgabe Nr. 2 erscheint am 12. Februar 2015

Titelbild: Hebefahrzeuge unterscheiden sich stark je nach Verwendungszweck und sind doch sehr polyvalent einsetzbar. (Bild: Ueli Zweifel)

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n  Markt | Aktuelles

Vergütungssätze für die KEV werden gesenkt Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien sollen rascher und günstiger realisiert werden können. Deshalb senkt der Bundesrat die Photovoltaik-Vergütungssätze für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) sowie die Einmalvergütung in zwei Schritten per 1. April und per 1. Oktober 2015, gemäss gültiger Energieverordnungsrevision. Damit liegen die Vergütungssätze ab 1.  Oktober 2015 für grosse Anlagen (> 1000 kW) rund 12 %, für mittlere Anlagen (30–1000 kW) rund 18 % und für kleine Anlagen (bis 30 kW) rund 23 % unter den heutigen Vergütungssätzen. Mass­ gebend ist jeweils das Datum der Inbetriebnahme einer Anlage. Die neuen Vergütungssätze sollen mindestens bis 1. April 2016 Bestand haben. Die Kategorie der frei stehenden Anlagen wird aufgehoben. Neu

müssen Photovoltaikanlagen, welche ab 2015 einen positiven KEV-Bescheid erhalten, nach spätestens 15 Monaten (bisher 24 Monate) in Betrieb genommen werden.

Neu zwei KEV-Wartelisten Neu werden zwei Wartelisten geführt: Die KEV-Warteliste für Wind, Kleinwasserkraft, Biomasse und Geothermie sowie die Liste für Photovoltaik. Wenn eine Anlage bereits über eine rechtskräftige Baubewilligung verfügt oder eine Anlage bereits in Betrieb ist, können die nötigen Unterlagen bis jeweils am 31. Oktober bei swissgrid eingereicht werden. Die Anlage wird dann an die Spitze der Warteliste gesetzt. Die Warteliste für Photovoltaik wird wie bis anhin entsprechend dem Anmeldedatum abgearbeitet. Für 2015 gilt als Stichtag ausnahmsweise der 31. Januar 2015, so-

dass baureife oder realisierte Anlagen bereits 2015 vom neuen Wartelistemanagement profitieren können. Wer heute eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung zwischen 10 und 30 kW für die KEV anmeldet, wird viele Jahre warten müssen, bis er in den Genuss der KEV kommt. Denn auf der aktuellen KEVWarteliste stehen derzeit rund 36  000 Anlagen. Den Anlagenbetreibern wird deshalb empfohlen, sich nach der Inbetriebnahme der Anlage für die Einmalvergütung zu entscheiden. Dabei werden rund 30 % der Investitionskosten einer Referenzanlage entschädigt. Der Vorteil ist, dass der Betrag innert weniger Monate nach Inbetriebnahme der Anlage ausbezahlt wird. Diese Empfehlung gilt auch für Anlagen, die ab 2012 für die KEV angemeldet wurden.

Grunderco eröffnet Promodis-Shop Kurz vor Jahresende konnte Ueli Galli, ­Direktor Verkauf Deutschschweiz bei der Firma Grunderco, einen neuen Promo­ dis-Shop am NiederlassungsStandort Aesch LU unter Beisein der Grunderco-Spitze ­eröffnen. Einen solchen Shop besitzt Grunderco seit 2007 schon am Standort Mathod VD. Paul Müri, Gränichen

Blick in den neuen Promodis-Shop in Aesch LU.

Wie Ueli Galli ausführte, ist Promodis eine Einkaufszentrale von Material für die Landwirtschaft und artverwandte Betriebe. Die

(Von links) Christian Penet, Vizepräsident Verwaltungsrat Grunderco, Mitglied Verwaltungsrat Promodis, Ueli Galli, Direktor Verkauf Deutschschweiz, Philippe Bernard, Mitglied Verwaltungsrat Promodis und Ehefrau Catherine, Marcel Mivelaz, CEO Grunderco. (Bilder: Paul Müri)

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Strategie sei die kompetente Beratung und der Verkauf von hochstehenden Qualitätsprodukten an einem zentralen Ort. Unter dem Promodis-Label werden Ersatz-, Verschleiss- und Zubehörteile, Geräte für Hof und Stall, Maschinen wie etwa Mulchgeräte und Holzspalter, aber auch Vieh- und Transporthänger angeboten. Das führende europäische Netzwerk Promodis verfügt über mehr als 400 Zentren in sechs verschiedenen Ländern mit 130 Mitgliedern und etwa 3500 Mitarbeitern. Von 600 Zulieferern werden rund 35 000 Artikel bezogen. Die Firma Grunder wurde 1925 von Rodolphe Grunder gegründet, welcher die ersten Bindemäher verkaufte. 1934 entstand die erste Werkstatt in Meyrin GE. 1948 wurden Handelsbeziehungen mit New Holland aufgenommen, 1952 wurden die ersten Mähdrescher L. Claeys aus Belgien importiert. 1974 entstand die Deutschschweizer Niederlassung in Aesch. Der Firmensitz ist in Satigny GE, in Mathod VD verfügt man über einen dritten Stützpunkt. Grunderco hat insgesamt 32 (!) Vertretungen und beschäftigt an allen Standorten 95 Personen. Drei Viertel davon sind mit Service- und Reparaturarbeiten beschäftigt. Grunderco ist heute weltweit die älteste New-Holland-Vertretung für Erntemaschinen ausserhalb der USA (siehe auch unter www.grunderco.ch).


Aktuelles | Markt   n

Trelleborg führt TM150 für Feldspritzen ein High Flexion), trägt bis zu 6500 kg bei 65 Km / h. Der neue TM150 wird im Februar auf der SIMA in Paris sowie auf der World AG Expo in Tulare vorgestellt. Im Vergleich zu Standardprodukten, trägt das neue Produkt bei gleichem Druck bis zu 40 % mehr Last bzw. es benötigt für die gleiche Traglast einen um bis zu 40 % reduzierten Reifenfülldruck. Das Laufflächenprofil des TM150 wurde entwickelt, um auch bei hohen Geschwindig­ keiten im Feld Schäden durch Stoppel zu vermeiden und auf der Strasse die Leistungsfähigkeit zu verbessern (Geschwindigkeitskennzeichnung D = 65 km / h). Darüber Mit der Neueinführung der ersten Dimen­ hinaus verfügt das neue Produkt über breision des Trelleborg TM150, der nach­ te, kantige Stollen was für mehr Stabilität im der «BlueTireTM Technologie» entwickelt beladenen Zustand sorgt bzw. den Boden­ grip erhöht und starke, abgerundete Pro­ wurde, erweitert der Premium-Anbieter sein filschultern was dem Fahrzeug bei aus­ge­ Angebot um Radialreifen für selbstfahrende fahren Auslegern zu einem solideren FahrFeldspritzen. Die neue Grösse VF 380/90R46 173D (VF steht für den ETRTO Standard Very verhalten verhilft. (zVg) Der neue TM150 der Grösse VF 380/90R46 von Trelleborg. (Werkbild)

Rapid gibt Lindner-Vertrieb auf Rund 400 Geotrac- und Unitrac-Fahrzeuge haben Rapid und Lindner seit 2007 gemeinsam auf dem Schweizer Markt absetzen können. Doch damit ist Schluss. Die beiden Unternehmen gehen seit Jahresbeginn 2015 getrennte Wege. «Der Schweizer Markt für landwirtschaftliche Traktoren und Transporter ist für uns als Rapid Technic AG nicht mehr attraktiv», erklärte Rapid-Geschäftsführer Rolf Schaffner in einem Communiqué. Die Lindner «Geotrac» Traktoren wurden in der Schweiz bis anhin von den Firmen Rapid Technic AG und Sebastian Müller importiert und in zwei definierten Marktgebieten über jeweilige Händlernetze an Kunden vertrieben. Mit der Lancierung des neuen «Lintrac», dessen Serienfertigung im Herbst 2014 begann, hatte der österreichische Hersteller seine Vertriebsstrukturen in der Schweiz neu organisiert. Während die Firma Sebastian Müller das angestammte Marktgebiet für die Lindner «Geotrac» behaltet, wird die Ostschweiz, welche bisher von Rapid abgedeckt wurde, neu direkt von Österreich aus bedient. Rein organisatorisch wird dazu eine Lindner Schweiz GmbH gegründet. Die

Romandie wird neu dem Zuständigkeitsbereich des französischen Partners von Lindner zugeordnet. Nicht von dieser Vertriebsänderung betroffen ist der schweizweite Vertrieb der Lindner «Unitrac» Transporter. Dieses mit viel Kundenbetreuung und entsprechenden spezifischen nachträglichen Anpassungen der Fahrzeuge behaftete Geschäft wird weiterhin über Rapid Technic AG abgewickelt. Die Rapid Gruppe mit Sitz in Dietikon/ZH beschäftigt rund 140 Mitarbeitende. Zur Gruppe gehören Rapid Technic AG (Geschäftsbereiche Land- und Kommunaltechnik sowie Engineering), Rapid Grünau AG, Rapid M+F Services AG und Logotherm AG (Geschäftsbereich Immobilien). Die Rapid Holding AG ist an der Berner Börse BX kotiert. (pd)

Die hydrostatische Kompakteinheit A40CT vereint dank Inline-Design und hohen Wirkungsgraden die wesentlichen Voraussetzungen für den Einsatz in modernen Leistungsverzweigungsgetrieben für Kleintraktoren und -transportern bis 88 kW (120 PS).

Stufenloses Fahren auch bei Kleintraktoren im Trend Stufenloses Fahren, aktiver Stillstand und das Arbeiten im optimalen Effizienz- oder Leistungsbereich – mit diesen Eigenschaften setzen sich moderne Leistungsverzweigungsgetriebe zunehmend auch in weniger leistungsstarken Trak­ toren und Transportern durch. Bosch Rexroth sieht diesen Trend durch den Markterfolg seiner hydrostatischen Kompakteinheit A40CT bestätigt, die als Schlüsselkomponente leistungsverzweigter Getriebe zunehmend in landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit einem Leistungsbereich von 59 bis 88 kW (80 bis 120 PS) zum Einsatz kommt. Das damit verbundene Verbesserungspotential bezüglich Komfort, Sicherheit und Effizienz verdeutlichen insbesondere der seit Mitte 2014 produzierte Kleintraktor Lintrac mit 66  kW (90 PS) und der Spezialtransporter Viatrac Aebi VT450 mit 80 kW (109 PS).

Rapid fokussiert inskünftig auf die Kernaktivität «Rapid Einachsgeräte».

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n  Markt | Neuheiten

SIMA: reich an Innovationen An der Ende Februar in Paris stattfindenden SIMA werden ungewöhnlich viele Innovationen zu sehen sein. Wir haben eine Auswahl von ausgezeichneten Neuheiten für Sie zusammengestellt. Ruedi Burkhalter Die 76. Auflage von SIMA-SIMAGENA findet vom 22. bis 26. Februar 2015 auf dem Messegelände Paris-Nord Villepinte statt. Die Messe ist um einen Hallenkomplex erweitert worden. Zu SIMA und SIMAGENA werden gegen 250 000 Besucherinnen und Besucher aus 145 Ländern erwartet. Der Ausstellungs-Slogan wird mit «Innovation First!» umschrieben und betrifft die drei Schwerpunktbereiche Maschinen, Anbau, Menschen und Regionen / Gebiete. Auf der Messe spiegelt sich der Innovationsgeist durch diverse Foren und Spezialveranstaltungen wider: • Forum Innovation First!: Dieses Forum versteht sich als Ideenschmiede, dort finden sich Arbeiten von französischen und internationalen Ingenieurhochschulen zum Thema «Landwirtschaft von morgen», Zukunftsszenarien diverser Fachinstitute mit Blick auf 2050. • Innovationsgalerie mit den Produkten, die mit dem SIMA Innovation Award ausgezeichnet worden sind. • Internationale Geschäftstreffen und technische Vorträge zu neuen Themenbe­ reichen: «Technische Innovationen im Dienste von nachhaltiger Landwirtschaft»,

Pressen und Wickeln ohne Anhalten «FastBale» von Kverneland ist eine neue PressWickel-Kombination, die mit zwei Ballenkammern mit festem Volumen arbeitet. Der Kern des Ballens wird in der Vorkammer geformt. Anschliessend werden der Materialfluss über den Förderrotor und der vorgeformte Ballen in die grössere Hauptkammer befördert. Sobald der Ballen fertig geformt ist, wird der Materialfluss wieder zurück in die Vorkammer geleitet, während im hinteren Teil in der Hauptkammer die Bindung erfolgt. Sobald dieser Vorgang beendet ist, öffnet sich die Klappe der Presse, und der Ballen gelangt durch die Schwerkraft, ohne Einsatz mechanischer Elemente, auf den Wickeltisch. Sobald die Klappe geschlossen ist, befindet sich die Presse wieder in der Ausgangskonfiguration. Die Kapazität der klassischen Pressen und Press-Wickel-Kombinationen ist eingeschränkt durch die Sequenz Bindung und Abwurf des Ballens, einen Moment,

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«Drohnen im Einsatz für die Landwirtschaft» usw. • Praxis-Workshops mit konkreten Inhalten, beispielsweise Erfahrungsberichte innovativer Landwirte. Das Forum Flashback stellt Landtechnik von früher vor und verdeutlicht auf diese Weise, welche revolutionären Entwicklungen die Landtechnik durchlaufen hat. • Stark wachsende Bereiche betreffen die Traktoren: Kartoffel- und Rübenanbau, Teile und Komponenten, Handhabungstechnik und Anhänger, Bodenbearbeitung. • Zwei neue Angebotsbereiche (auf vielfachen Wunsch der Messebesucher): Profimaschinen und -geräte für Grünflächen sowie für Tropen- und Sonderkulturen. Durch die neue Hallenbelegung (Hallen 3 bis 7) gibt es mehr Fläche und Komfort. In der Halle 7 präsentiert sich die SIMAGENA mit Tierzuchtgeräten bzw. -maschinen, Handhabungstechnik, Transportmitteln und erneuerbaren Energien (Biogas). In Halle 3 wird der wachsende Angebotsbereich «Teile und Komponenten» gebündelt.  n Weitere Informationen: www.simaonline.com

in dem die Vorwärtsfahrt des Traktors gestoppt und der Arbeitsfluss unterbrochen wird. FastBale kommt ohne diese getrennten Etappen aus. Produktivität und Nutzungskomfort werden dadurch gesteigert, Energieverbrauch und Verschleiss sind geringer. Beim einfachen Pressmodus geschieht das Ablegen des Ballens direkt auf den Boden, wie bei einer Standardpresse.

Vollautomatisch anhängen Das System «AutoConnect» von John Deere ermöglicht erstmals das vollautomatische ­Ankuppeln von Anhängern, ohne dass der Fahrer dazu seinen Sitz verlassen oder die Lenkung, das Fahrpedal oder die Bremse betätigen muss. Damit lässt sich vor allem bei häufigem Gerätewechsel Zeit sparen und die Unfallgefahr reduzieren. Beim Verbindungsvorgang stellt das System über drei Softwaremodule (AutoBackup, AutoConnect und AutoSetup) die volle Funktionsfähigkeit von Anhängekupplung, Zapfwelle, hydraulischen Steuerventilen sowie Elektrik und Isobus her. Das System arbeitet traktorseitig mit einem teleskopierbaren Hebehaken mit Kugel. Am Anhänger befindet sich eine Einheit, bestehend aus einer Halbschale, einer Platte mit Steckern und Zentrierstiften sowie einer Kardanhalterung für die Zapfwelle. An der Rückseite der Kabine befinden sich zwei Kameras, die sich an einer Platte mit schwarz-weissen Quadraten am Anhänger orientieren. Der Fahrer muss nur auf eine Distanz von weniger als 10 m zum Anhänger heranfahren und dann den Vorgang auf dem GreenStar Display starten. Sobald der Arm angekuppelt und angehoben ist, zieht sich der Teleskoparm zurück, dadurch werden die Zapfwelle und die verschiedenen Stecker angeschlossen und verriegelt.


Neuheiten | Markt   n

Präzise Einzelkornsaat bis 20 km / h An der neuen Hochgeschwindigkeits-Einzel­­korn-sämaschine «ExactEmerge» von John Deere wurde das Fallrohr durch einen Bürs­ten­ elevator ersetzt. Die Saatkörner werden aktiv vom Dosierungssystem zum Elevator ­befördert, der sie mit gesteuerter vertikaler Geschwindigkeit zum Grund der Furche transportiert. Die Geschwindigkeit von Dosierungssystem und Bürstenelevator der einzelnen ­ Säaggregate hängt von der Fahrgeschwindigkeit ab. Die Saatkörner werden mit einer ­ horizontalen ­Geschwindigkeit von null in der ­Furche abge-

legt, wodurch ein Verrollen oder Rückprallen der Körner verhindert wird. Die a­ m Dosierer festgelegten Abstände werden laut John ­Deere auch bei hohen Fahrgeschwindigkeiten von b­is zu 20 km / h genau einge­halten. Der separate Elektroantrieb der Säaggregate und Elevatoren ermöglicht eine manuelle oder automatische Einzelreihen­abschaltung. Ausserdem ist es möglich, die Saatdichte manuell oder automatisch (nach Applikationskarte) zu variieren. Der an jedem Säaggregat angebrachte Körnerzähler ermöglicht über die Konsole SeedStar von der Kabine aus die Visualisierung der wesentlichen Parameter wie Reihenabstand, Saatdichte und Saatfläche. Die Daten können in Echtzeit über Wireless Data Transfer übermittelt und auf dem Portal MyJohnDeere.com gespeichert und später verwendet werden.

Gefahrlos Einspülen Das System «B-safe» von Berthoud bietet eine sichere Lösung für das Zuführen von Pflanzenschutzmitteln in die Sprühgeräte. Das Zuführen der diversen Flüssigprodukte und die Gesamtspülung erfolgen ohne Kontakt mit der Bedienperson und der Umgebung. Dieses System kann an sämtlichen neuen und bereits verwendeten Sprühgeräten mit Einspülschleuse angebracht werden, wobei für die Bedienperson weiterhin die Möglichkeit besteht, diese Einspülschleuse für feste Produkte zu verwenden. Es zeichnet sich aus durch

seine einfache Inbetriebnahme und seine Anpassungsfähigkeit an die Mehrzahl der auf dem Markt erhältlichen Spritzmittelkanister. Das System, das eine manuelle Inbetriebnahme erfordert, besteht aus den vier einzelnen Komponenten Einstellgriff, Spülstrahler, Venturirohr und zwei Schnellkupplungen. B-safe vermeidet so bekannte Gefahren wie das Umkippen des Kanisters nach dem Öffnen, Einatmen des Spritzmittels, Spritzer des Mittels auf Bedienperson und rund um den Fülltrichter oder Spritzer beim Spülen des Kanisters.

Mehr Leistung durch Batterien Das «Grid-Plug-in-Hybrid-System» von John Deere ist ein Power-Management-System zur gemeinsamen Energienutzung durch Betrieb, Traktor und Maschinen. Es kommen grosse Lithium-Ionen-Wechselbatterien zum Einsatz, die wie ein Frontgewicht an einen teilelektrischen Traktor (z. B. John Deere 6RE) angebaut werden. Aufgeladen werden die Batterien zum

Beispiel durch Photovoltaik-, Windkraft- oder Biogasanlagen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb. Die Batterie kann dem Gespann aus Traktor und Anbaugerät bis zu 100 kW elektrische Extraleistung bereitstellen. Die elektrische Verbindung erfolgt über die standardisierte Traktor-Geräte-Schnittstelle der Agricultural Industry Electronics Foundation (AEF). Die Hauptvorteile des Systems liegen in Kraftstoffeinsparungen bei gleichzeitiger Leistungserhöhung, der Einfachheit des Ankoppelns und darin, dass auf dem Betrieb nachhaltig erzeugte Energie genutzt werden kann. In Zeiten, in denen das System am Trägerfahrzeug nicht benötigt wird, soll die Batterie durch eine neuartige bi-direktionale Ladeund Entlademöglichkeit am Netz betrieben und so zur Pufferung der Energieerzeugungsanlagen auf dem Bauernhof eingesetzt werden können.

Freie Sicht ohne Querträger Dank einer neuartigen Bauweise bietet die neue Struktur der Kabine des ARION 400 von Claas eine optimale Sicht auf Frontlader und Fronthubwerk. Ein Hauptmerkmal ist das Weglassen des oberen Querträgers, der bisher unvermeidlich war, um die vorgeschriebenen FOPS-Tests für den Schutzaufbau gegen herabfallende Gegenstände zu bestehen. Vom Boden bis zum Dach bietet die grosse Windschutzscheibe 2,41 m2 Glasfläche. Kein toter Winkel stört die Sicht des Fahrers auf den Lader, weshalb der Fahrer immer eine bequeme Position einnehmen kann. Sich wiederholende Verrenkungen von Hals- und Lendenwirbel werden dadurch vermieden, was sich positiv auf die Gesundheit des Fahrers auswirkt. Durch ein raffiniertes System aus schiebbarer Sonnenblende mit integriertem Rollo kann sich der Fahrer auch wirksam gegen die Sonne schützen, wenn die Sicht nach oben nicht benötigt wird.

Infos und Kamerasicht auf der Windschutzscheibe Durch das neuartige «Head up Display»-System der Firma Agrotronix lassen sich diverse Fahrzeuginformationen an der Windschutzscheibe des Traktors anzeigen. Der Traktor wird ausgestattet mit einem integrierten Rechner mit Pico-Projektor. Die erforderlichen Informationen werden über das CAN-Netzwerk übermittelt. Zudem kann der Nutzer Bild-in-Bild-Videos einblenden, die von ein oder zwei an der gezogenen Maschine oder am Traktor angebrachten Kameras aufgenommen werden. Der Nutzer kann nach vorn sehen und hat gleichzeitig ohne Wechsel der Blickrichtung alle für ihn wichtigen Informationen bzw. Kameraansichten im Blick, was eine Verbesserung sowohl bezüglich Komfort als auch Arbeitssicherheit ermöglicht.

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n  Markt | Neuheiten

Neues Überwachungssystem Ein neues Überwachungssystem von Merlo garantiert die seitliche und rückseitige Stabi-

lität von Teleskopladern. Zur Sicherung der Maschinenstabilität (Längsstabilität vorn / hinten, Seitenstabilität) erfasst das Merlo-System 100 Mal pro Sekunde alle wichtigen Stabilitätsparameter der Maschine: Belastung jedes Rads, Position des Teleskoparms, Teleskopierung, Winkel und angehobene Last sowie Neigung des Fahrwerks und Erkennung des am Teleskoparm befestigten Zubehörs. Die entsprechende elektronische Steuerung analysiert die Daten aller Bordsensoren und informiert den Fahrer auf einem Kabinendisplay über die Maschinenstabilität in allen Richtungen. Bei Gefahr reagiert das System, indem es den Fahrer informiert und evtl. sogar Vorgänge blockiert, die die Stabilität der Maschine beeinträchtigen könnten.

Roboter überwacht und pflegt selbstständig Der prozessgekoppelte Agrarroboter von Carre kann selbstständig Anbauflächen pflegen. Er führt die Bodenarbeiten zur mechanischen Unkrautvernichtung des Bodens durch und ermöglicht dadurch ein besseres Eindringen von Wasser am Boden der Pflanzungen und eine Optimierung der Produktionsfaktoren. Gleichzeitig analysiert er den Boden und das Gedeihen der Pflanzungen und bietet durch einen Parzellenbericht Entscheidungshilfe. Neben der Bodenbearbeitung durch Hacken sammelt er Daten für die Überwachung der Kulturen: Vorhandensein von Unkraut, Dichte und Wachstumsstadium, Helligkeit, Boden- und Luftfeuchtigkeit. Das Ziel des Projekts ist

Globales Diagnosekonzept Bei der Anwendung «InsightME» von Müller Elektronik handelt es sich um ein globales Diagnosekonzept, das auf einer Nachrichtenverbindung per CAN- / WLAN-Schnittstelle basiert. Sie ermöglicht den Anschluss eines Tablets oder Smartphones an das Netz CAN / ISO 11783 der Maschine, wodurch der Techniker mit den elektronischen Modulen kommunizieren kann. Diese Anwendung wurde für mobile Geräte entwickelt und ermöglicht die direkte Abfrage von Maschinendaten ohne materielle Verbindung mit dem CAN-Netzwerk. Durch eine 3G- / 4G-Verbindung können die mobilen Geräte auch als Zugang zu einem Remotedienst dienen. Durch diese Anwendung können Techniker mühelos die tatsächliche Ursache einer technischen Störung bestimmen.

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Fruchtwechsel ohne Umbau Das neue Schneidwerk «VARIO» von Claas optimiert durch die Modulierung des Abstands von Messerbalken und Schnecke den Gutfluss je nach Erntegut. Dadurch wird eine verbesserte Anpassung an verschiedene Halmlängen und ein maximaler Gutfluss mit dem Mähdrescher erzielt. Der Gesamtweg der Einzugsschnecke beträgt 700 mm. Die Einzugsschnecke kann direkt vom Fahrerstand aus für kurzhalmige Kulturen bewegt werden. Das Schneidwerk kann einfach, ohne Umbau und werkzeuglos umgerüstet werden. Ein bedeutender Zeitgewinn beim Umrüsten des Schneidwerks beim Übergang von einem Erntegut zum nächsten. Zudem rechtfertigen die Entwicklungen in der Struktur der Betriebe und die gemeinsame oder gemeinschaftliche Nutzung von Mähdreschern den Bedarf einer solchen Vorrichtung. Dieses Schneidwerk verfügt ausserdem über eine Automatisierung für die Transportposition.

der Aufbau eines kooperativen Prozesses zwischen Mensch und Maschine zur Verarbeitung der Daten und zur Anleitung der Landwirte bei ihren Entscheidungen. Der Roboter bewegt sich mittels GPS-Führung, Kamera und Laser fort. Durch seinen Elektromotor ist er zudem umweltfreundlich und sehr leise. Für die Überwachung kann der Roboter an das Smartphone oder ein Tablet angeschlossen werden.

Hackmaschine erfasst Daten Das System «AGROGEOVISIO» ist ein Führungssystem mit Computer Vision und zentimetergenauem GPS, das die Steuerung einer Hackmaschine in allen Anbausituationen ermöglicht. Die Hackmaschine wird durch ein zentrales Dreipunktsystem in der Reihe gehalten. Diese Führung kann je nach Pflanzendecke entweder durch maschinelles Sehen oder durch GPS erfolgen. Ein Datenerfassungssystem speichert Position und Grösse jeder Pflanze

kontinuierlich in einer datierten Datenbank. Dadurch kann die Pflanzengesundheit kontrolliert werden, und die Felder werden während des Hackvorgangs oder anderer Arbeiten mit dem mittigen Dreipunktsystem automatisch kartografiert und in Bereiche unterteilt. Dieses System umfasst ein innovatives, zentimetergenaues GPS, das eine genaue Positionsbestimmung ohne Nutzung der RTKTechnologie bietet, und dies zu einem wesentlich günstigeren Preis als Systeme mit GPS RTK.


Neuheiten | Markt   n

Aktive Balkenführung «BoomControl Pro» von Horsch ist ein Stabilisierungs- und Führungssystem für Spritzgestänge. Die Besonderheit dieser Gestängeführung besteht darin, dass der im Schwerpunkt gelagerte Spritzgestängerahmen mit einer aktiven Positionssteuerung kombiniert

Ölbadbremsen sparen Energie Der Nachteil herkömmlicher Ölbadbremsen ergibt sich aus der normalerweise erhöhten ­ Rotationsgeschwindigkeit der Scheiben (bis­ ­ zu 1500 U / min). Sie bewirkt Widerstand durch ein Aufrühren des Öls, wodurch Energie und hohe Temperaturen abgeleitet werden. Bei der neuen Lösung «Centripulus» von Comer Industries wird das Bremsaggregat von zwei Gegen-

wird. Die hohe Stabilität dieses Systems ermöglicht einen besonders geringen Abstand zum Bestand. Vor diesem Hintergrund bietet Leeb GS einen Düsenabstand von 25 cm, um auch bei niedriger Sprühhöhe eine optimale Durchdringung zu ermöglichen. Die Kombination aus Düsenabstand und hoher Gestängestabilität ermöglicht den optimierten Einsatz von 80°-Düsen. Diese Lösung minimiert das Abdriftverhalten auch bei hoher Geschwindigkeit. Durch Kontinuierliches Spülen nach dem Verdrängungsprinzip durch das CCS-System wird die korrekte Verdünnung sehr schnell und mit geringem Reinwasserverbrauch erzielt.

Vereinfachtes Kuppeln von Lenksystemen Mit dem System «ROLL-LINK» von Rolland kann eine einzige Person einfach und ­ sicher ein zwei- oder drei-

achsiges Fahrzeug ankuppeln, das hinten oder (bei 3 Achsen) vorn und hinten mit gelenkten Achsen ausgestattet ist. Zum Ankuppeln eines dreiachsigen Anhängers mit dem System fährt der Fahrer mit dem Traktor an den Anhänger heran, kuppelt ihn an und stellt die Hydraulikverbindungen her. Nach dem Anschluss der Achslenkungszylinder entriegelt der Fahrer das System. Dadurch werden die Zylinder freigegeben und erhalten durch die Drehmöglichkeit des Systems zusätzlichen Hub. Durch diesen zusätzlichen Hub können der linke und rechte Zylinder mühelos in die am Traktor befestigen Spezialvorrichtungen eingesetzt und jeder Unterlenkerbolzen kann mit einem Stift verriegelt werden. Durch kurzes Rangieren nach links und rechts wird das gesamte System verriegelt, und die Arbeit kann beginnen.

3-D-Detektor für extreme Bedingungen Dieser 3-D-Detektor von IFM Electronic kann vorne oder hinten am Fahrzeug angebracht werden und bestimmt die relative Position, Grösse, Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit von bis zu 20 Objekten in seinem Bildfeldwinkel (70°× 25°). Das «Laufzeit- Prinzip» mit der patentierten PMDTechnologie (Photonic Mixer Device) bietet eine besonders hohe Erfassungsreichweite (> 35 m). Durch die LED-Zusatzbeleuchtung kann der Detektor bei Tag und bei Nacht und sogar bei hoher Sonneneinstrahlung und mit reflektierenden Materialien verwendet wer­den. Ein Vertrauens­indikator auf jedem Pixel garantiert die Zuverlässigkeit der übermittelten Daten. Zudem bietet der Detektor Selbstdiagnosefunktionen (Verschmutzungsgrad, Temperatur, Überwachung des Beleuchtungssystems), die an den Fahrer übermittelt werden. Der 3-D-Detektor ist für extreme Umgebungsbedingungen geeignet:

scheiben an den Enden isoliert, die Bremsscheiben werden nicht mehr in das Öl getaucht, was ein Ableiten der durch Reibung entstehenden Hitze vermeidet. Die für das korrekte Funktionieren der Bremsen erforderliche Schmierung und Kühlung der Flächen erfolgt über ein System, welches das Achsöl entnimmt, um sein Eindringen in das Innere der Scheiben durch Zentrifugalkraft zu steuern (daher der Name Centriplus). Durch eine Öffnung des Trennsystems im oberen Teil der Achse kann das Öl austreten und neu zirkulieren. Das System bleibt dadurch geschmiert und behält seine Effizienz beim Bremsen. Eine Pumpe steuert die Achs­ölentnahme für das Bremsaggregat und garantiert dadurch die Kühlung und Schmierung der Reibflächen. Das System wurde für selbstfahrende landwirtschaftliche Fahrzeuge mit ­integrierten Ölbadbremsen entwickelt, insbesondere für Teleskoplader (Lader mit Teleskoparm), die auch für die Viehfütterung eingesetzt werden.

Er arbeitet im Temperaturbereich von­–­­­40 ° bis +85 °C, hat eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Stösse und Vibrationen sowie einen hohen Schutzfaktor (IP69K).

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n  Markt | Übersicht

Der traditionelle, kleine Hoflader ist grösser geworden und zum «Telelader» mit umfassendem Fahrerschutz mutiert. (Bilder: R. Hunger)

Hoflader: flinke Helfer für fast alle Fälle

Schmal und flink oder hoch und weit? Die Anforderungen an ein Hebefahrzeug sind von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich. Wichtig ist es, vor einem Kauf die betriebliche Situation zu überdenken, damit eine Anschaffung später die Bedürfnisse abdecken kann. Wie diese Übersicht zeigt, ist die Produktvielfalt am Markt sehr gross. Nebst dem Preis entscheiden Nähe und Qualität der Servicestelle die Produktwahl. Ruedi Hunger Noch bis vor wenigen Jahren verstand man unter dem Begriff «Hoflader» ausschliesslich den kleinen, schlanken Radlader mit Knicklenkung, der in Konkurrenz zum Traktor / Frontlader flink und wendig die Entmistungs- und Ladearbeiten erledigt. Seine herausragenden Eigenschaften sind die kompakte Bauweise und die Wendigkeit. Obwohl mit wachsenden Betriebsund Gebäudegrössen vermehrt schwerere Rad- und Teleskoplader zum Einsatz kommen, bleiben die kleinen Hoflader ein stark nachgefragtes Universalfahrzeug. Dies wird auch in Zukunft so bleiben, weil es immer wieder neue Aufgabenfelder gibt, für die sich grosse Hebefahrzeuge nicht eignen. Zudem stehen die kleinen Hoflader zunehmend auch im Kleintierund Hobbybereich im Einsatz. 10

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Als Knicklenker sind sie handlich und einfach zu bedienen, aber nicht ganz ungefährlich. Gerade weil diese Fahrzeuge übersichtlich und einfach zu bedienen sind, können sie auch von unerfahrenen Personen gefahren werden. Die Folge sind immer wieder schwere Unfälle. In den vergangenen Jahren wurde die neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG umgesetzt. Seither müssen neue Fahrzeuge mit einer Fahrerschutzvorrichtung gegen herabfallende Ladung (FOPS) ausgerüstet sein. Weiter ist ein Fahrerrückhaltesystem vorgeschrieben, das den Fahrer bei einem Sturz sicher auf seinem Sitz halten kann (ROPS). Letzteres ist eine wirksame Risikoverminderung beim Kippen oder Überrollen des Fahrzeuges. Die Hersteller haben mit verschiedenen An-

passungen auf die neuen Vorschriften reagiert und Massnahmen ergriffen, um die Fahrzeughöhe abzusenken (Motor nach hinten versetzt, Fahrersitz tiefer gelegt, absenkbarer Fahrerschutz).

Hoflader und Teleradlader mit Knick- oder Vierradlenkung. Avant, der Multifunktionslader: Der finnische Hersteller Avant baut vier Hofladerserien. Der Fahrantrieb ist hydrostatisch. Die kleineren Modelle sind mit Benzinoder Dieselmotoren ausgerüstet. In der oberen Mittel- und der hohen Leistungsklasse verfügen die Avant-Lader über Kohler-Dieselmotoren (Tier 4 final). Ein besonderes Merkmal der starren Knicklenkung von Avant ist der Fahrerplatz auf dem Vorderwagen.


Übersicht | Markt   n

Bizon, der Wahrhaftige: Die Junior-Baureihe wird mit Perkins-3-Zylinder-Dieselmotor 16 / 19,5 / 25,1 kW ausgerüstet. Hydrostatischer Fahrantrieb, automotiv gesteuert mit einem Inch-Pedal. Geschwindigkeit 1-stufig (2-stufig). Vollhydraulische Knick-Pendellenkung. Die grosse Baureihe gibt es in drei Versionen, ebenfalls mit Perkins-3-ZylinderDieselmotor. Hydrostatischer Fahrantrieb, automotiv mit Inch-Pedal, zwei Geschwindigkeiten. Dieci, der Unverwüstliche: Der Teleskoplader-Spezialist aus Italien baut vier Teleradlader für den landwirtschaftlichen Bereich. Die nahe Verwandtschaft zum Baumaschinensektor ist unverkennbar. Der Antrieb ist hydrostatisch und wird mittels Inch-Pedal gesteuert. Dieci-Telelader zeichnen sich durch ein verwindungsfestes Chassis mit starrer Vorderachse und pendelnder Hinterachse (25°) aus. Die Telelader erreichen max. Auskipphöhen von 3,40 bis 4,30 m. Fuchs, der Robuste: In vier Serien baut Fuchs total 14 Hoflader-Modelle. Alle sind mit Yanmar-Motoren ausgestattet und decken den Leistungsbereich zwischen 14 und 51 kW ab. Die kleinen Modelle verfügen über Zahnrad- oder Axialkolbenpumpen und zwei Ölmotoren als Antrieb. Die grossen Modelle sind mit einem Verteilergetriebe und einem automotiv gesteuerten Axialkolbenverstellmotor ausgerüstet. ROPS / FOPS-Ausrüstung. Gehl, der Eindrückliche: Mit fünf Hoflader-Modellen ist Gehl auch im landwirtschaftlichen Bereich vertreten. Die eingebauten Yanmar-Motoren verfügen über Motorleistungen von 17 und 35 kW. Der Antrieb ist hydrostatisch mit automotiver Steuerung. Alle Modelle sind traditionellerweise mit ROPS / FOPS-Ausrüstung zur Fahrersicherheit ausgerüstet. Giant, der Ladespezialist: Der Hof- und Telelader aus Holland wird mit KubotaMotoren ausgerüstet. Die Fahrhydraulik der kleineren Modelle ist hydrostatisch automotiv, und der Antrieb erfolgt über Radmotoren mit elektrischer Sperre. Grössere Modelle verfügen über starre Achsen mit Planetenantrieb. Das grösste Modell ist mit einem Comer-Antriebsstrang und Schwerlastachsen mit Endplaneten ausgestattet. JCB, der Gentleman: Der BaumaschinenSpezialist baut im unteren Leistungsbe-

reich auch vier Knicklenker für den landwirtschaftlichen Einsatzbereich. Die Fahrzeuge sind mit umweltfreundlichen Kohler-Dieselmotoren bestückt (ab 28 kW). Der Antrieb erfolgt hydrostatisch über einzelne Radmotoren. Kramer, der Neue: Kramer baut (Rad-) Hoflader, Teleradlader und Teleskoplader. Drei Radlader decken den Hofladerbereich bis 4 Tonnen ab. Vier Lader liegen darüber. Ausgerüstet mit Yanmar- oder Deutz-Motoren, die 23 bis 55 kW leisten. In der grossen Modellklasse verfügen die Teleradlader über ein stufenloses Ecospeed-Getriebe mit einem Geschwindigkeitsbereich von 0 und 35 km / h. Kramer baut keine Knicklenker, dafür Lader mit Lenkachsen. Macks, der Fernöstliche: Macks baut vier «Knicklader» für das landwirtschaftliche Einsatzgebiet. Die mit Perkins-Motoren ausgerüsteten Fahrzeuge verfügen über einen hydrostatisch-automotiven Antrieb sowie über ein Verteilergetriebe und Gelenkwelle. Der Fahrerschutz entspricht den ROPS / FOPS-Anforderungen.

Begriffe: Inchpedal Mit dem Inchpedal wird beim hydrostatischen Antrieb eine Trennung von Fahrantrieb und Arbeitshydraulik erreicht. Daher ist es möglich, bei hoher Ladekraft gleichzeitig langsame Rangierfahrten auszuführen. Hintergrund ist die Reduzierung des Ölflusses zu den Hydraulikmotoren, obwohl das Hubwerk die volle Hydraulikleistung erhält.

ROPS Überrollschutz – «Roll Over Protective Structure». Fahrerschutz. Bei einem Sonderereignis, wie Umkippen oder Überschlag, verhindert die Konstruktion ein übermässiges Verformen der Fahrerkabine (EN-, ISO-, DIN-Normen).

FOPS Schutzaufbau – «Falling Object Protection Structure». Schützt gegen herabfallende Gegenstände auf Fahrerkabinen (EN-, ISO-, DIN-Normen).

Multione, der Italiener: Die von der italienischen Firmengruppe CSF gebauten Hoflader werden mit Yanmar-Motoren ausgestattet. Multione-Knicklenker verfügen über zwei starre Achsen. Der Fahrersitz ist auf dem Vorderwagen platziert. Der Antrieb erfolgt hydrostatisch und wird mit Radmotoren übertragen. Für die grossen Modelle gibt es einen Teleskoparm. Mustang, das Arbeitspferd: Ihre Power beziehen die Mustang-Hoflader aus Yanmar-Motoren. Der hydrostatische Antrieb ist 2-stufig. Die Fahrzeuge verfügen über ZF-Schwerlastplanetenachsen mit zuschaltbarer Differentialsperre an beiden Achsen (100 %). Die ROPS / FOPSAusrüstung zählt zur serienmässigen Ausrüstung. Norcar, der Kleine: Die Nordländer bauen sechs verschiedene Hoflader im unteren Leistungsbereich. Die Lader verfügen über einen hydrostatischen Antrieb in zwei Geschwindigkeitsbereichen. Übertragen wird die Antriebskraft mittels 4Rad-Antriebe von Poclain. Ostler, der Breitspurige. Die Maschinenbau GmbH aus Rieden (Deutschland), baut vier Hoflader, drei davon mit Tele-

Kompakter geht’s nicht. Die einst für die Bauwirtschaft entwickelten Fahrzeuge sind kurz und wendig. Deshalb sind sie auch in der Landwirtschaft für Entmistungs- und Erdbewegungsarbeiten begehrt.

skoparm. Die eingebauten Motoren leisten 8.5 / 24.4 / 37.7 / 62 kW. Bei den kleinen Modellen werden die Achsen stufenlos, hydrostatisch angetrieben. Neu mit pendelnder Hinterachse und starrem Hinterwagen zur Erhöhung der Standfestigkeit. Die grossen Modelle verfügen über eine teleskopierbare Vorderachse. Für die Fahrhydraulik steht eine Axialkolbenverstellpumpe zur Verfügung, und die Kraftübertragung erfolgt über Radnabenmotoren auf alle vier Räder. Pichon, der Galante: Der Hersteller aus Guipavas (Frankreich) ist mit vier kompakt 1 2015  Schweizer Landtechnik

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Hoflader Teleradlader

Avant Tecno Oy Ylöjärvi (Finnland)

Gujer Landmaschinen, 8308 Mesikon

Bobcat Doosan Infracore Dobris (CZ)

Bernhard Frei SA, 2114 Fleurier A. Leiser AG, 6260 Reiden Meier Maschinen AG, 8460 Marthalen

Bizon, Plock (PL)

NFA Nutzfahrzeuge, 9462 Montlingen

Dieci S.r.I., Montecchio Emilia (It)

Arbor AG Hebesysteme, 3067 Boll

Faresin Industries Spa Breganze Vicenza

Dezelhofer AG, 9246 Niederbüren Stauffer & Cie, 1607 Les Thioleyres

Fuchs Landmaschinen Mittelneufnach (D)

Dezelhofer AG, 9246 Niederbüren

Gehl-Manitou Group Gehl Europe GmbH

Fleury + Bessire SA, 2822 Courroux Hand AG, 3174 Thörishaus

Giant / Tobroco Oisterwijk (NL)

Aggeler AG, 9314 Steinebrunn A. Leiser AG, 6260 Reiden Frei Bernard SA, 2114 Fleurier

Kramer, Pfullendorf (D) Wacker Neuson Group

GVS-Agrar, 8207 Schaffhausen

Macks Xiamen Xgma Xiamen (China)

Simmler AG, 8645 Jona

Multione CSF, Grumolo Vicenza

Althaus AG, 3423 Ersigen

Mustang Manitou Group Ancenis Cedex (F)

Bächtold Landtechnik, 6122 Menznau

Neumeier GmbH Furth im Walde (D)

Roderick Hess, 1618 Châtel-St-Denis

Norcar BSB Nykarleby (Finnland)

Unirespo GmbH, 4468 Kienberg

Ostler Maschinenbau GmbH Rieden (D)

Wolfensberger GmbH, 8344 Bäretswil

Pichon SA Guipavas (F)

Samuel Stauffer, 1607 Les Thioleyres

Sauerburger GmbH Wasenweiler (D)

Beeler Landmaschinen AG, 8536 Hüttwilen

Schäffer GmbH Erwitte (Deutschland)

Ernest Roth AG, 2900 Porrentruy

Sherpa Hanenberg GmbH Nistelrode (NL)

EMS Maschinen AG, 6022 Grosswangen

Striegel Maschinenbau, Diemelsee (D)

Urs Rogger AG, 6277 Kleinwangen

Thaler Maschinenbau Polling (D)

HR Zwahlen AG, 1797 Münchwiller

Tuchel Maschinenbau Salzbergen (D)

EMS Maschinen AG, 6022 Grosswangen

Val’Air Kommunaltechnik

Val’Air Kommunaltechnik, 6214 Schenkon

Weidemann (Wacker Neuson) Diemelsee-Flechtdorf (D)

Weidemann Center Schweiz, Bucher AG, 8166 Niederweningen

gebauten Modellen auf dem Markt. Sie sind mit 19,1 / 25,1 / 51 kW starken Caterpillar-Motoren ausgestattet. Der 2-stufige hydrostatische Getriebeantrieb ist von Bosch Rexroth. Für die Arbeitshydraulik stehen 42 / 48 / 66 l / min zur Verfügung. Das kleinste Modell ist lediglich 88 cm breit. Schäffer, der Fleissige: Neben Hofladern produziert Schäffer grössere Radlader 12

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Teleskoplader

Vertrieb Schweiz

KompaktTeleskoplader

Hersteller

Kompaktlader

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Hoflader mit starren Achsen verfügen meistens über eine Pendelknicklenkung. Solche mit einem starren Gelenk sind oft mit einer Pendelhinterachse ausgerüstet.

tiver Steuerung angetrieben. Sechs Modelle zählen zu den Teleradladern und verfügen über einen Teleskoparm. Neumeier, der Wendige: Der Hersteller aus Furth am Wald (Deutschland) ist mit drei Modellen auf dem Markt (18,5 / 24,4 /   35,7  kW) Die Motoren stammen von Perkins. Sauer-Danfoss- oder Rexroth-Hydraulikpumpen liefern Kraft für den stufenlosen hydrostatischen Allradantrieb. Neben einer zu schaltbaren 100 %-Diffe-

und Teleradlader. Die Angebotspalette ist sehr gross und umfasst allein bei den Hofladern über 20 Modelle (ab 15 kW). Die Motoren für die Schäffer Hoflader stammen von Kubota. Schäfferbaut eigene Achsen mit geschlossenen, im Ölbad laufenden Lamellenbremsen «Easy-Brake». Der Antrieb erfolgt bei den kleinen Modellen hydraulisch, alle anderen werden hydrostatisch mit automo-

Kleine Hofladertypen weisen zum Teil Gesamtbreiten unter einem Meter auf und können fast durch jedes Loch «schlüpfen».


Übersicht | Markt   n

rentialsperre verfügen die Hoflader über eine HTF-Lamellenbremse. Striegel, der Kräftige: Gleich mit fünf verschiedenen Hofladertypen in zum Teil unterschiedlichen Versionen ist Striegel auf dem Markt. Die Yanmar-Motoren leisten zwischen 19,1 und 50 kW. Für die Fahrhydraulik steht eine Ölmenge von 42 bis 170 l / min zur Verfügung. Die Arbeitshydraulik ist mit 33 bis 67 l / min dotiert. Mit Ausnahme des kleinsten Modells (86 cm breit) verfügen die Striegel-Hoflader über einen automotiv gesteuerten hydrostatischen Fahrantrieb. Sauerburger, der Nachbar: Die Firma Sauerburger aus Wasenweiler (Deutschland) bieten sieben Hoflader von 18 bis 38 kW Motorleistung an. Die Motoren bezieht Sauerburger von Perkins. Mit Ausnahme des kleinsten Modells ist der hydraulische Fahrantrieb zweistufig. Arbeitshydraulik und Fahrantriebssteuerung erfolgen über einen Joystick. Optional gibt es für einige Typen einen Heckkraftheber mit mechanischer Zapfwelle, diese ist elektrisch zuschaltbar. Thaler, der Vielfältige: Die Thaler Maschinenbau GmbH aus Polling (Deutschland), baut fünf Hoflader und drei Teleradlader. Die Motoren werden bei Yanmar bezogen. Die Fahrzeuge verfügen über einen hydrostatischen Fahrantrieb mit automotiver Steuerung und Inch-Pedal. Die ROPS / FOPS-Ausrüstung zum Schutz des Fahrers gehört dazu. Eine Neuheit für alle 21er- und 27er-Modelle ist das in sechs Sekunden hydraulisch absenkbare ROPS /  FOPS-Schutzdach. Tuchel, der Kommunale. Tuchel-Trac sind nicht als Knicklenker gebaut, sondern

verfügen über eine 4-Rad-Lenkung. Ausgerüstet mit einem 16,1 kW starken Kubota-Dieselmotor verfügen die beiden Hoflader über einen hydrostatischen Allradantrieb mit automotiver Steuerung. Die beiden Kleinmodelle sind max 91 / 92 cm, mit EM-Bereifung 198 cm breit. Das Modell Quattro-Tele ist mit einem Teleskoparm ausgerüstet. ROPS serienmässig, FOPS-Ausrüstung optional.

(Skidder) und einem Kompaktlader mit Allradlenkung ab. Sämtliche Typen sind mit Kubota-Diesel-Motoren im Leistungsbereich von 16,8 bis 68,6 kW ausgerüstet. Mit einem starren Chassis verfügen sämtliche Modelle über Allradantrieb und zwei unabhängige, variabel ansteuerbare Fahrpumpen. Dies ermöglicht dem Kompaktlader das charakteristische «Drehen an Ort».

Val’Trac, der Unbekannte: Knicklader in zwei unterschiedlichen Baumustern. 19,4 und 26,5 kW, 3- oder 4-ZylinderDieselmotor. Hydrostatischer Fahrantrieb mit Verstellpumpe. Joystickbedienung, Inch-Pedal, Geschwindigkeitsbereich 0 – 12 / 18 km / h. Hydrauliksteuerkreis für Arbeitsgeräte, 180 bar mit 45 l / min. Föderleistung.

Gehl, der Allrounder: Die Amerikaner sind mit acht verschiedenen Modellen auf dem Markt. Diese verfügen über Motorleistungen von 17,5 bis 73 kW. Gehl verbaut Motoren von Yanmar, Deutz und Cummins, die über einen Überhitzungsschutz verfügen. Die fünf grösseren Kompaktlader haben einen Antrieb mit zwei Geschwindigkeiten, optional ein exklusives PowerShiftTM -System. Neben der bekannten beidseitigen T-Steuerung gibt es auch die Kombination T-Hebel und Joystick.

Weidemann, der Saubermann: Neben acht klassischen Hofladern baut Weidemann eine grosse Palette Rad- und Teleradlader mit Eignung für den landwirtschaftlichen Bereich. Die Motoren stammen von Perkins und Deutz. Der Antrieb erfolgt hydrostatisch. Eine Neuheit ist der akkubetriebene, voll elektrische «eHoftrac». Auf der Basis des klassischen 1160er-Hoftrac baut Weidemann den emissionsfreien Hoftrac. Die Einsatzdauer beträgt maximal 5 Stunden, die Ladezeiten liegen nicht über 8 Stunden.

Kompaktlader Kompaktlader (Skidder) mit «Panzerlenkung» sind sehr robust, aber etwas holprig unterwegs. Generell gibt es zu den Geräten eine grosse Palette von Anbaugeräten. Kompaktlader verfügten schon immer über einen guten Fahrerschutz. Dieser wurde zur ROPS / FOPS-Tauglichkeit ausgebaut. Avant, das Nordlicht: Der finnische Hersteller baut zwei Modelle seiner KleinKompaktlader mit Skidder-Lenkung. Die Lader der 200er- und 300er-Serie sind mit Benzin oder Dieselmotoren ab 10 kW ausgerüstet. Der Fahrantrieb ist hydrostatisch. Optional kann der Hubarm mit einem 40 / 50-cm-Teleskop geordert werden, ebenso gibt es auf Wunsch eine zweite Fahrstufe. Die Maschinen sind max. 101 cm breit. ROPS / FOPS-Fahrerschutz Ausrüstung.

Dieser kleine, elektrisch betriebene Kompaktlader verfügt über einen «Stehplatz».

Bobcat, der Bekannte: Bobcat deckt das Lieferprogramm mit zwölf Komfortladern

JCB, der Einarmige: Die Firma JCB (Gründer: Joseph Cyril Bamford) baut acht Kompaktlader mit Motorleistungen von 44,7 bis 68,6 kW. Alleinstellungsmerkmal der JBC-Kompaktlader sind die einarmige Konstruktion und der seitliche Kabineneinstieg. Hinter diesem Baukonzept ist die nahe Verwandtschaft zum Teleskoplader erkennbar. Sherpa, der Schwerarbeiter: Ausgerüstet mit einem 1-Zylinder-Dieselmotor, verfügt der Sherpa über einen hydrostatisch stufenlosen Antrieb mit starren Achsen. Zwei Radnabenmotoren treiben die Hinterachse an, diese wiederum treibt mittels Ketten die Vorderachse an, womit der Allradantrieb gewährleistet wird. Mustang, das Original: Acht Modelle decken den Bereich Kompaktlader ab. Eingebaut werden Yanmar-Motoren mit Leistungen von 24 bis 47 kW. Radialkolben-Antriebsmotoren. Drei Steuervarianten: Hand-Fuss-Steuerung, DualHand-Steuerung und Kreuzhebel mit Fussbedienung. Als Option gibt es eine hydraulische Schwingungsdämpfung. Gesamtbreite 91 bis 154 cm. Neumeier, der Oberpfälzer: Drei Modelle mit Perkins-Dieselmotoren (24,6 / 35,7 /  45 kW). Die Fahrantriebe werden links und rechts über mechanische Bedienhebel angesteuert. Kippbare vollverglaste ROPS / FOPS-Kabine mit Tür. Grosse Anbaugerätevielfalt.  n 1 2015  Schweizer Landtechnik

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n  Markt | Übersicht

Lasten weit und hoch heben Teleskoplader wurden ursprünglich für die Bauwirtschaft entwickelt. Heute haben sie in der Landwirtschaft einen festen Platz erobert und festigen ihre Position laufend. Ruedi Hunger Wenn es um Reichweite geht, dann sind Teleskoplader unschlagbar. Wenn Teleskoplader für Acker- und Zugarbeiten eingesetzt werden, geht es um einen Kompromiss – je nach Antriebstechnik gar um einen schlechten Kompromiss. Erklärbar ist dies damit, dass Traktoren seit Jahrzehnten für den Zug konzipiert und weiterentwickelt worden sind, umgekehrt wird dem Teleskoplader seit seiner Geburtsstunde das Heben von Lasten zugewiesen. Um die jährliche Auslastung zu erhöhen, kann es dennoch sinnvoll sein, diese Spezialmaschine universell einzusetzen. Klassische Tierhalterbetriebe bevorzugten lange Zeit für Arbeiten wie Entmisten, Einstreuen und Füttern den

Hoftrac. Mit dem Kompakt-Teleskoplader haben diese Betriebe in den letzten Jahren eine echte Alternative zum Hoftrac erhalten. Wachsende Betriebsgrössen und Betriebszweige mit grossem Umschlagvolumen bevorzugen den klassischen Teleskoplader, der hohe Lasten entsprechend weit reichen kann.

Minimale oder maximale Ausrüstung? Teleskoplader wurden in der Bauwirtschaft «gross». Unter harten Arbeitsbedingungen konnten Erfahrungen gesammelt werden. Diese Erfahrungen sind, wo nötig, auch in die landwirtschaftlichen Baureihen eingeflossen.

Teleskoplader unterscheiden sich in ihrer Bauart auch nach Platzierung des Motors. Dem längs eingebauten Motor stehen kompakte Baukonzepte gegenüber, die einen Heckmotor aufweisen, der längs bzw. quer eingebaut ist. Ebenfalls unterschiedlich ist die Antriebstechnik, vor allem für die Profi-Modelle gibt es mehrere Getriebevarianten. Besonders für B ­ etriebe, bei denen Teleskoplader für Zugarbeiten eingesetzt werden sollten, empfiehlt es sich besonderes, sich umfassend über die Getriebevarianten zu informieren. Als Serienausrüstung oder Option werden Teleskoplader mit verschiedenen Lenksystemen ausgerüstet. Zum Teil verfügt die Arbeitshydraulik über automatische oder halbau-

Teleskoplader sind in erster Linie Hebefahrzeuge. Ein begrenzter Transporteinsatz kann zur zusätzlichen Auslastung der teuren Maschine sinnvoll sein. (Bilder: Werkbilder/Ruedi Hunger)

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Übersicht | Markt   n

tomatische Funktionen. Eine hintere Zugvorrichtung wird von allen Herstellern auf Wunsch angebaut. Einige gehen einen oder zwei Schritte weiter und liefern auch die Zapfwelle und eine Dreipunktaufhängung. Sogar eine EHR-Heckhydraulik ist erhältlich. In letzter Zeit wurden die Be­ mühungen zur Verbesserung der Längsstabilität durch elektronische Überwachung verstärkt. Bobcat: Bobcat baut acht (zwölf) Teleskoplader, wobei einige Modelle – so die drehbaren Roto-Teleskoplader – eher für die Baubranche bestimmt sind. Die verfügbaren Hydrostatikgetriebe sind für den industriellen Einsatz optimiert. Es werden Hubhöhen von 5 bis 18 Meter erreicht und die Nutzlastbandbreite liegt zwischen 2200 und 4000 kg. Alle Teleskoplader von Bobcat sind mit der Überlastabschaltung AMA für optimale Längsstabilität ausgerüstet.

Neben 33 Industriemodellen baut Dieci 25 Teleskoplader mit spezieller Eignung für den Agrar- und Landwirtschaftsbereich. Ausgelegt sind die Fahrzeuge für Lasten von 2500 bis 6000 kg. Die «Agri»Baureihe gibt es mit speziellen Optionen, beispielsweise EHR-Dreipunkt-Kraftheber oder eine 88-kW-Zapfwelle. Anstelle des üblichen hydrostatischen Antriebes werden für Betriebe, in denen der Teleskoplader als Zugfahrzeug im Vordergrund steht, Modelle mit Wandler-Getriebe­ offeriert.

Zapfwelle sowie eine Anhängekupplung erweitern das Einsatzspektrum der Teleskoplader. Giant / Tobroco: Die Holländer haben neben dem traditionellen Hoftrac auch zwei Teleskoplader im Verkaufsprogramm. Die mit Kubota-Motoren ausgerüsteten Modelle leisten 26 bzw. 33 kW. Beide Modelle sind kompakt gebaut und für den Hoftrac-Betrieb mit dem Bedürfnis nach grösseren Hubhöhen gedacht.

Caterpillar / Zeppelin: Caterpillar hat die C-Serie speziell für die Landwirtschaft optimiert. Sie sind mit Cat-Motoren von 74,5 / 92,6 / 106 kW ausgerüstet. Das per Knopfdruck am Joystick geschaltete Lastschaltgetriebe verfügt über sechs Gänge. Die 40 km / h schnellen Teleskoplader sind auch als Zugmaschinen für den landwirtschaftlichen Transport auf der Strasse konzipiert. Drei unterschiedliche Lenkmöglichkeiten stehen dem Fahrer zur Verfügung. Case IH: Mit Hubhöhen von sechs, sieben und neun Metern bietet Case sechs Teleskoplader an. Je nach Modell sind die «Farmlift» mit hydrostatischem Getriebe, einer 4  ×  3 Last-Schaltung oder einem AutoShift-Getriebe ausgerüstet. Mit Motorleistungen von 55 bis 96 kW zählen die Teleskoplader von Case IH zur grossen Leistungsklasse. Claas: Sieben Teleskoplader mit Traglasten von 3000 bis 5500 kg sind seit 1993 ein etabliertes Element im Claas-Produktangebot. Hergestellt werden alle «Scorpion» im Rahmen einer Kooperation bei Kramer Allrad, Pfullendorf (D). Die Motoren leisten 90 bzw. 115 kW. Die neuen Scorpion verfügen über eine Schaufel­ rückführung, eine Endlagendämpfung im Lade- und Hubbereich und ein neues Fahrerassistenzsystem. Dieci: Der italienische Hersteller Dieci hat ein sehr grosses Teleskoplader-Programm.

Die bestechendste Eigenschaft eines Teleskopladers ist die Reichweite von beachtlichen Gewichten.

Deutz-Fahr (JLG): Für den landwirtschaftlichen Einsatzbereich bietet DeutzFahr vier hydrostatisch angetriebene «Agrovector» und zwei PowerShift-Modelle an. Sie werden von JLG exklusiv für Deutz-Fahr gebaut. Die Hubkraft reicht von 2500 bis 7300 kg. Deutz-Fahr kündigt für das kommende Jahr weitere Modelle mit Hubhöhen bis 14 bezie­ hungsweise 17 m an. Faresin: Der Futtermischwagenhersteller Faresin baut ein Sortiment von zehn Teleskopladern. Sie erzielen Traglasten von 3000 bis 4500 kg. Yanmar-Motoren und 2-stufiger hydrostatischer Antrieb zeichnen das Antriebssystem aus. Drei Lenkarten, Heckhydraulik und mechanische

JCB: JCB-Teleskoplader zählen von jeher zu den robustesten Hebefahrzeugen. Die Erfahrung mit dem Bau von Teleskopladern sammelte JCB in der Bauwirtschaft. Nenntragfähigkeit von 1500 und 6000 kg zeichnen die Lader aus. Neu entwickelt wurde in den vergangenen Jahren ein Kompaktmodell mit Seitenmotor. JCB bezeichnet sich selber mit einem Produktionsvolumen von 13 000 Einheiten als Weltmarktführer. Kramer: Kramer baut eine gelbe (Bauwirtschaft) und eine grüne (Landwirtschaft) Produktlinie. Für den landwirtschaftlichen Bereich stehen vier Teleskoplader zur Auswahl. Diese werden von Yanmar- bzw. Deutz-Motoren ange1 2015  Schweizer Landtechnik

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Bernhard Frei SA, 2114 Fleurier A. Leiser AG, 6260 Reiden Meier Maschinen AG, 8460 Marthalen

Claas KGaA mbH Harsewinkel (D)

Serco Landtechnik AG, 4538 Oberbipp

Dieci S.r.I. Montecchio Emilia (It)

Arbor AG Hebesysteme, 3067 Boll

Faresin Industries Spa Breganze Vicenza

Dezelhofer AG, 9246 Niederbüren

Giant / Tobroco Oisterwijk (NL)

Aggeler AG, 9314 Steinebrunn A. Leiser AG, 6260 Reiden Frei Bernard SA, 2114 Fleurier

Kramer, Pfullendorf (D) Wacker Neuson Group

GVS-Agrar, 8207 Schaffhausen

Manitou BF Ancenis Cedex (F)

Aggeler AG, 9314 Steinebrunn A. Leiser AG, 6260 Reiden Frei Bernard SA, 2114 Fleurier

Massey Ferguson AGCO (D) Marktoberdorf (D)

GVS-Agrar, 8207 Schaffhausen

Merlo Group Defendente di Cervasca (I)

W. Mahler AG, 8912 Obfelden

New Holland

Grunderco, 1242 Satigny GE Grunderco, 1438 Mathod VD Grunderco, 6287 Aesch LU

Ostler Maschinenbau GmbH Rieden (D)

Wolfensberger GmbH, 8344 Bäretswil

Thaler Maschinenbau Polling (D)

HR Zwahlen AG, 1797 Münchwiller

Weidemann (Wacker Neuson) Weidemann Center Schweiz, Diemelsee-Flechtdorf (D) Bucher AG, 8166 Niederweningen

Teleskoplader

Bobcat Doosan Infracore Dobris (CZ)

KompaktTeleskoplader

Vertrieb Schweiz

Hoflader Teleradlader

Hersteller

Kompaktlader

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trieben. Der Antrieb erfolgt über ein stufenlos regelbares, hydrostatisches ­ Axialkolbengetriebe mit zwei Geschwindigkeitsbereichen (0 – 7, 0 – 20 km / h). Die Teleskoplader verfügen über Allradantrieb und ein Brems-Inch-Pedal. Ein Fahrerassistenzsystem schützt in Längsrichtung vor dem gefährlichen Kippen. Ostler: Mit einem Seitenteleskoplader ist Ostler auch in der Kategorie der Teleskoplader vertreten. Das Fahrzeug ist mit einem 35 kW starken Yanmar-Motor ausgerüstet. Der kompakt gebaute Teleskoplader ist max. 160 cm breit, verfügt über einen 2-stufigen Fahrantrieb mit hydrostatisch-automotiver Steuerung. Es stehen drei Lenkarten zur Verfügung.

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Mit Heckmotor wird der Motor zum Heck­ge­wicht, dafür wird das Fahrzeug etwas länger.

Manitou: Der (grösste) Hersteller von Teleskopladern baut Kubota-Motoren in seine Fahrzeuge. Manitou-Teleskop­lader haben ein hohes technisches Niveau, so verfügt beispielsweise der MLT über einen Motor, der die Abgasstufe 3b mit Partikelfilter erfüllt, und über eine automatische Drehzahlabsenkung. Zudem ­ist in diesem Typ eine automatische Parkbremse eingebaut, und eine CRC-Schwingungstilgung reduziert die Schwingungen. Massey-Ferguson: MF rüstet den Teleskoplader mit Deutz-Dieselmotor aus, welche die Abgasnorm Tier 4i erfüllen. Die Kraftübertragung auf die Räder erfolgt hydrostatisch über ein 2/3-stufiges Getriebe. Drei Lenkarten gehören zur Standardausrüstung. Auf Wunsch gibt es einen dritten Hydrauliköl-Kreislauf an der Geräteannahme, die Drehrichtungsumkehr für den Kühlventi­ lator, ein höhenverstellbares Zugmaul und Hydraulikanschlüsse am Heck und anderes mehr. Merlo: 40 der 60 verschiedenen Teleskoplader von Merlo sind auf den landwirtschaftlichen Bereich zugeschnitten. Die Teleskoplader werden in vier Baureihen mit unterschiedlichen Eigenschaften gegliedert. Dabei scheut sich Merlo nicht, in die Bereiche eines Radladers oder Traktors vorzustossen. Merlo hat einen Hybrid-Teleskoplader im Verkaufsprogramm. Die Lader verfügen über einen stufenlosen hydrostatischen Antrieb. Neu ist der hydrostatische Antrieb «MCV-Tronic». Ebenso wird zum Teil serienmässig eine dynamische Lastkontrolle eingebaut, und

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Übersicht | Markt   n

mit dem EcoPowerDrive reduziert sich der Kraftstoffverbrauch nach Werkangaben um bis zu 18 %. Sauerburger: Das kleine Angebot der Firma Sauerburger umfasst zwei Modelle. Mit dem Premiummodell strebt Sauerburger den Marktbereich «Ersatz des alten Frontladertraktors» an. Damit erklärt der Hersteller auch die Option der mechanischen Zapfwelle und den Heckkraftheber. Der Sauerburger-Teleskoplader verfügt über einen Tier-4i-Turbomotor von Kohler. Der zweistufige Allradantrieb wird mittels Inch-Pedal gesteuert und erfolgt hydrostatisch.

Mit Ausnahme der rechten Seite ist die Übersicht beim Teleskoplader gut. Ein seitlich angeordneter Motor verkürzt das Fahrzeug, erfordert aber mehr Heckgewicht.

Thaler: Der deutsche Hersteller in Polling (D) baut neben Hof- und Radlader auch einen kompakten Seitenteleskoplader mit 2500 kg Hubkraft. Ausgerüstet mit einem quer eingebauten 35-kW-Yanmar-Dieselmotor, verfügt er über hydrostatischen Fahrantrieb mit automotiver Steuerung über ein Inch-Pedal. Die Betriebs- und Feststellbremse wirkt auf die Kardan­ welle. In Serie verfügt das Fahrzeug über

Allradlenkung, optional sind Hundegangund Vorderachslenkung erhältlich. New Holland: Die neu aufgestellten ­Teleskoplader von NH haben einen stärkeren Ladearm und ein 40-km / h-PowerShift-Getriebe erhalten. Sechs Modelle decken die Einsatzgebiete vom Kompaktteleskoplader bis zu den Elitemaschinen, die im Verlauf dieses Jahres auf den Markt kommen, ab. Die zwei kleinen Kompaktteleskoplader werden bei Dieci gebaut. Die restlichen produziert New Holland selber in Italien. Weidemann: Weidemann-Teleskoplader werden in verschiedenen Leistungsklassen angeboten. Die vier Modelle verfügen über Perkins-Dieselmotoren mit 19,2 bis 50 kW Leistung. Die Kompakt-Seitenteleskoplader heben Lasten von 800 bis 2500 kg. Ein Fahrerassistenzsystem mit teilautomatisierter Teleskopierbewegung trägt zur Sicherheit bei. Laut Weidemann fühlen sich vor allem Betriebe mit Rinder- oder Pferdehaltung vom kompakten Teleskoplader angesprochen.  n

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Importeur:

W. Mahler AG | Forsttechnik, Strassenunterhalts- und Teleskopmaschinen | Bachstrasse 27 | 8912 Obfelden | Tel. 044 763 50 90 | www.wmahler.ch


n  Markt | Trend

Für bestehende Geräte offeriert Vogelsang den Umbausatz «SynCult».

(Bilder: Werkbilder/Ruedi

Technik für die unmittelbare Gülleeinarbeitung Die Gülleausbringung wird von Teilen der Bevölkerung kritisch betrachtet. Nicht nur weil der Güllegeruch für viele Nasen ein «penetranter Gestank» ist, sondern auch weil viele wegen der Ammoniakemissionen hellhörig geworden sind. Selbst zahlreiche Wissenschaftler und Politiker stehen einzelnen Gülleausbringpraktiken kritisch gegenüber. Unter diesen Vorzeichen kommen vermehrt Ausbringtechniken zum Einsatz, die Gülle immer näher zum oder in den Boden bringen. Ruedi Hunger Ein Blick nach Europa zeigt, dass überall, wo hohe Nutztierdichten vorhanden sind, die Vorschriften verschärft werden. Einen Vorgeschmack auf das, was auf uns zukommen könnte, erhält man bei einem Blick nach Dänemark, wo die «bodennahe» Gülleausbringung mittels Schleppschlauch bereits verboten ist. An seine Stelle treten Schleppschuhsysteme und Schlitzgeräte. Ähnlich ist es in den Niederlanden, wo zusätzlich rigorose Kontrollen über die Ausbringmengen durchgeführt werden. In Deutschland wird gefordert, dass Gülle innerhalb vier Stunden eingearbeitet wird, damit rücken Kombinationen von Fässern mit Scheibeneggen oder Güllegrubber ins Rampenlicht. Mit Ausbreitung des Strip-TillVerfahrens besteht eine gute Gelegenheit 18

Schweizer Landtechnik  1 2015

diese Technik mit der Gülleausbringung zu kombinieren.

Der Schuh läuft auf dem Boden Parallel zur Verschärfung der allgemeinen Situation werden Stickstoffdünger tendenziell immer teurer. Allein daraus wird er­ forderlich, dass die auf dem Betrieb vorhandenen eigenen Hofdünger möglichst effizient, d.h. verlustarm, ausgebracht werden. Ein Schleppschuhgestänge bedeutet oft den Einstieg in die Gülleeinarbeitung. Während der Schleppschlauch die Gülle «bodennah» über dem Boden ausbringt, kann ein Schleppschuh dank seiner Kufe die Gülle passiv, je nach Boden zwischen 0 und 3 cm tief, in den Boden bringen. Durch ihre Form schieben die Kufen auf Grünland die Pflanzen zur Seite und

bringen die Gülle in begrenztem Umfang in den Boden. Das tönt alles gut, aber in Hanglagen und kupiertem Gelände kommt es ohne Pendelausgleich zu Problemen, sodass es auch mit dem Schleppschuh zu Futterverschmutzungen und oberflächlichem Ablegen der Gülle kommt. Der holländische Güllespezialist Bomech baut einen Schleppschuhverteiler für den Dreipunktanbau bzw. Gülleverschlauchungen.

Grünlandinjektoren Schlitzgeräte mit Grünlandausrüstung injizieren die Gülle 4 bis 8 cm tief in den Boden. Damit erhöht sich die erforderliche Zugkraft. Diese wiederum wird zusätzlich durch die Arbeitsbreite beeinflusst. Der Schnitt in den Boden stellt eine nicht zu unterschätzende Verletzung der


Trend | Markt   n

Ausgewählte Hersteller von Gülleeinarbeitungstechnik und Zulieferanten für verschiedene Fasshersteller Baureihen Ausführung

Arbeitswerkzeug

Abstand cm

Bomech, NL-7665, SH Albergen

Besonderheiten / Kurzbeschrieb Schleppschuhtechnik + Scheibeninjektor

Fassanbau (4 Baureihen)

24 / 28 / 34 / 40 / 48 / 60 / 72 /  84 / 96 Schleppschuhe

22 / 25

Einzeln gefederte Schleppschuhe; z. T. hydr. oder automatisches Pendelsystem; Schleppschuhbelastung 10 kg; Schleppschuh aus gehärtetem Stahl

Verschlauchung (2 Baureihen)

30 / 40 Schleppschuhe 34 / 40 / 48 / 60 Schleppschuhe

30 22 / 25

«Alpin»-3-Punkt-Anbau; 9 oder 12 m Arbeitsbreite Aktiver Druck auf Schleppschuh; 12 oder 15 m Arbeitsbreite

Scheiben (1 Baureihe)

32 / 36 Scheiben Paarweise angeordnet

20

Scheibeninjektor mit gezielter Gülleinjektion durch spezielle Gummidüsen; Vogelsang-Verteiler mit 50 Abgängen; 1050 / 1150 kg Eigengewicht

Evers Agro B.V., NL-7602, KL Almelo

Ackerlandinjektoren

Feste Zinken (3 Baureihen)

10 bis 25 starre Zinken In 2 Reihen angeordnet

30 / 31 / 32

Rohrtragwalze oder Stützräder zur Tiefenbegrenzung; optional sind Nachläufer, beispielsweise Striegel, erhältlich

Federzinken (10 Baureihen)

10 bis 34 gefederte Zinken In 2 od. 3 Reihen angeordnet

25 / 30 / 32

Kompakte Bauweise mit Arbeitsbreiten von 3 bis 10 m. Schmale Federzinken oder breite Blattfederzinken. 3-Punkt-Anbau an Fass, hydr. Verrieglung und Beleuchtung. Anbau. Anbau einer Nachlaufwalze möglich

Scheiben (2 Baureihen)

18 bis 40 Scheiben In 2 Reihen angeordnet

30

Vario-Disc-Scheibeninjektor; stufenlose Scheibenverstellung; Gülle wird vor der ersten Scheibe abgelegt; Gerät ist in Arbeitsbreiten von 3 bis 6 m erhältlich

Schlauchzufuhrsystem

21 / 23 / 25 Zinken In 2 Reihen angeordnet

32

Arbeitsbreite 6,75 bis 8,0 m; Transportbreite unter 3,0 m; Schlauch wird mit einem Parallelogramm bodennah geführt

Strip-Till-Injektoren

In 4 / 6 / 8 Längsreihen

75

Am Parallelogramm aufgehängte Elemente mit Scheiben, Injektorzinken und Räum- bzw. Deckwerkzeugen

Duport B.V., NL-7701 Dedemsvaart

Grünlandinjektoren + Güllegrubber

Scheiben (3 Baureihen)

Auf einer Ebene angeordnet

18 / 20

Scheiben verfügen über eine unabhängige Nachlauflenkung; Arbeitsbreiten zwischen 4,70 und 12,30 m (schwere Ausf.) bzw. 4,40 und 8,80 m (leichte Ausf.); 325 – 360 kg / m bzw. 205 – 218 kg / m Arbeitsbreite; Scheibendurchmesser 30,5 cm

Güllegrubber

3-Balken-Grubber

25

3 verschiedene Scharen mit Schnellwechselsystem; Gülleablage 5 bis 20 cm tief; Federstempel oder Federringwalze

Strip-Till-Injektor

4 bis 16 Reihen

37,5 / 45 /  50 / 75

Frei bewegliche Räumsternscheiben, einstellbare Hohlscheiben, Flachstreifer oder Anhäufelung, mit oder ohne Krümler

Garant/Kotte, D-49597 Rieste

Ackerinjektoren

Zinken (1 Baureihe)

Auf einer Ebene angeordnet 4 / 6 / 8 starre Zinken

75

Für Ackerland gegrubbert oder gepflügt; Arbeitsbreiten 3 bis 6 m; Ablagetiefe 10 bis 20 cm; Stützräder und Andruckrollen

Strip-Till (Kuhn Striger)

4 / 6 / 8 Zinken Mit Ablaufschlauch

45 / 70 / 75 / 80

Für Ackerland unbearbeitet; 3 bis 6 m Arbeitsbreite; (Stützräder zur Tiefenführung) Andruckrollen oder Krümler

Kaweco (Kamps de Wild), NL-6900, AE Zevenaar

Grünlandinjektor + Ackerinjektor

Scheiben (3 Baureihen)

40 / 50 / 54 Scheiben Auf einer Ebene angeordnet

18 / 22,4

Pro-Ject-Schlitzschuhverteiler mit Gummi-Torsionsfedern; Scheibendurchmesser 35 cm; Arbeitsbreite 7,20 / 9,0 / 12,0 m; Eigengewicht 2 100 / 2 925 / 3 700 kg;

Zinken (2 Baureihen)

13 / 15, 16 / 19, 23 / 27, 24 Auf 1 – 3 Balken angeordnet

25 / 28 / 30

Opti-Drill-Güllegrubber; gefederte Zinken auf einem, zwei oder drei Balken angeordnet; 3,9 bis 6,0 m

Meyer Agrartechnik GmbH, D-49832, Andervenne

Ackerinjektor

Scheiben fest (1 Baureihe)

34 Hohlscheiben Ein Balken auf 2 Ebenen

35

Scheibendurchmesser 51 cm; Gülleablage hinter der ersten Scheibe, Abstand 35 cm; Arbeitsbreite 6 m; Stützräder

Scheiben (1 Baureihe)

48 Hohlscheiben Auf 2 Balken angeordnet

25

Scheiben an Blattfederzinken montiert; Gülleablage hinter der ersten Scheibe; Stützräder; optional Rohrstabwalze

18

Arbeitsbreiten von 8 bis 9,4 m; Transportbreite 3 m; Transporthöhe 3,5 bis 4,3 m; Hydrocare-Bodenruckreguliersystem; Gülleinjektionstüllen mit vorlaufendem Coulter

Schuitemaker Machines B.V., NL-7467, AG Rijssen Scheiben (1 Baureihe)

2×22 / 2×24 / 2×26 (22 mm breite Rille)

Grünlandinjektor

Veenhuis / Kverneland Group, D-59494 Soest Scheiben (3 Baureihen)

24 – 40 / 28 – 50 Schneidscheiben an einem Balken

Grünlandinjektor + Ackerinjektor 17,5 / 19

Ecoject-Schlitzgerät als Einstiegsmodell oder Euroject-Injektoren für den Profieinsatz; Parallelaufhängung für Schlitzelemente; selbstschärfende Scheiben; Scheibendurchmesser 25 oder 35 cm (Ackerland); Arbeitsbreiten von 4,5 bis 8,4 m

1 2015  Schweizer Landtechnik

19


n  Markt | Trend Zinken (1 Baureihe)

16 bis 28 Federzinken Auf 2 Balken angeordnet

28 / 30

Schwere S-Zinken mit verschleissfester Meisselschar; verschiedene Nachläufer sind möglich; stufenlos einstellbare Laufräder

Reiheninjektor (1 Baureihe)

8 /10 Elemente (auf 75 cm) 2 Reihen, versetzt

19 / 37,5 und 75

Geeignet für Ackerland, Grünland und GPS-gestützte Mais-Unter­ fussdüngung; Scheibendurchmesser 45 cm

Zunhammer GmbH, D-83301 Traunreut

Grünlandinjektor + Ackerinjektor

Scheiben (Grünland

2×12 / 2×16 / 2×22 Doppelfederelemente

18

Jedes einzelne Doppelelement wird durch eine Blattfeder geführt; Scheibe mit nachfolgender Gummidüse; Ablage 1 – 2 cm tief; Arbeitsbreite 4,5 bis 8,3 m

Scheiben (Acker-Disc)

2×12 / 2×16 / 18 / 2×22 / 24 2-balkig geordnet

18 / 25 / 37

Einzelaufgehängte, gummigefederte Elemente; gezackte Scheiben mit 46 cm Durchmesser; Anbaugewicht 211 / 2850 kg

Zinken-Grubber (1 Baureihe)

9 bis 25 Zinken Auf 2 oder 4 Balken

23 / 27

Arbeitsbreiten von 2,45 bis 6,0 m; Zinken ausgerüstet mit Doppelherzscharen; hydr. klappbar auf 3,0 m; Anbaugewicht ohne Striegel 590 bis 1970 kg

Scheiben (Trail-Baureihe)

2×32 / 2×36 Doppelfederelemente

18

Zuni-Trail-Werkzeugträger für Acker- oder Grünlandelemente; Arbeitsbreite 12 und 13,5 m; Transportbreite 3,0 m

Grasnarbe dar. Die im Abstand zwischen 18 und 20 cm angeordneten Injektions­ einheiten sind pendelnd am Tragrahmen angebaut. Sie können nach oben ausweichen und Bodenunebenheiten in be­grenztem Mass folgen. Der «Bodenkon­ takt» wird durch Federdruck oder hydrau­ lisch aufrechterhalten. Auf dem Markt

sind Arbeitsbreiten zwischen 3 und 12 m. Geringe Arbeitsbreiten erfordern mehr­ maliges Überfahren, was aus Sicht des Bodenschutzes und den damit verbunde­ nen hohen Fassgewichten kritisch zu be­ urteilen ist. Nebst einem im Vergleich zu Schleppschlauch oder Schleppschuh we­ sentlich höheren Gewicht eines Schlitzge­

rätes muss pro Meter Arbeitsbreite mit einem zusätzlichen Leistungsbedarf von 5 bis 6 kW (6 bis 8 PS) gerechnet werden.

Ackerlandinjektoren Zum Einsatz kommen Ein-, Zwei- oder Mehrbalkengeräte. Zudem wird zwischen starren und gefederten Zinken- oder Schei­

Nichtbodenwendende Einarbeitungsverfahren für Gülle – ihre Vor- und Nachteile

Nachteile

Vorteile

Grubber

20

Kurzscheibenegge

Strip-Till-Tech

+  grosse Arbeitstiefe möglich +  Bodenbearbeitung und Düngen in einem Arbeitsgang +  gute Vermischung von Boden und Gülle +  breitflächige Einarbeitung

+  hohe Flächenleistung +  weitgehend unempfindlich gegen Steine +  geringer Verschleiss +  breitflächige Einarbeitung +  tiefer(er) Leistungsbedarf

+  unterschiedliche Bauweisen machen auch grosse Arbeitsbreiten möglich +  geringerer Zugkraftbedarf bei tiefem Arbeiten +  Gülle wird tief eingearbeitet +  hoher Bodenbedeckungsgrad reduziert die Erosion +  bearbeitete Streifen sind weitgehend frei von organischen Rückständen +  tiefes Düngerdepot fördert Wurzelwachstum

–  bei zunehmender Arbeitstiefe steigt der Zugkraftbedarf stark an –  je nach Bauart hohes Gewicht –  hoher Verschleiss –  Unkraut zwischen den Reihen wird ebenfalls mit Gülle «versorgt»

–  max. 10 bis 15 cm Arbeitstiefe möglich –  für tiefere Lockerung ist ein zweiter Arbeitsgang erforderlich –  Unkraut zwischen den Reihen wird ebenfalls mit Gülle «versorgt» –  Einsatzgrenzen bei hartem Boden und viel Ernterückständen

–  tiefes Gülledepot ist in nassen Jahren problematisch –  kaum Durchmischung von Boden und Gülle –  Gülle kann in Hanglagen aus der Rille laufen –  Einsatzgrenze in sehr schweren Böden –  Eignung ist speziell für Reihenkulturen gedacht –  RTK-Lenksystem ist für nachfolgende Saat in die Reihe notwendig

Schweizer Landtechnik  1 2015


Ackerinjektor mit Blattfederzinken und Gülleablage unmittelbar hinter dem Zinken. Rückverfestigung und Überdeckung mittels Rohrtragwalze.

Lomma verbindet den Federzinken mit einem massiven Injektor und legt die Gülle auf Bearbeitungstiefe ab.

Niemeyer verbindet das Strip-TillElement mit einem doppelt gespiesenen Gülleinjektor.

Der hochgeklappte Tragbalken von Veenhuis / Kverneland gibt den Blick frei auf das pendelnd angebaute Doppel­ scheibenelement mit Gummitüllen.

Bei diesem Ackerinjektor wird die Gülle unmittelbar hinter der ersten Scheibenreihe eingebracht und von der zweiten Scheibe eingearbeitet.

Die parallelgeführten Arme sind mittels Gummi-Torsionsfeder mit dem Rahmen verbunden.

beninjektoren unterschieden. Vermehrt werden auch Zinkeninjektoren oder Güllegrubber für ein Schlauchzuführsystem angeboten. Mit der Scheibenegge erfolgt eine flächendeckende Einarbeitung der Gülle. Dazu wird der Boden nicht in einer Rille aufgeschnitten, sondern durch die schräg angestellten Scheiben horizontal komplett gelockert. Die vor der ersten Scheibenreihe applizierte Gülle wird 5 bis 12 cm tief eingearbeitet. Für bereits vorhandene Kurzscheibeneggen gibt es beispielsweise von Vogelsang den Nachrüstsatz «SynCult». Mit einem Güllegrubber wird Gülle direkt in den lockeren Erdstrom hinter der Schar eingeleitet und 5 bis 15  cm tief eingearbeitet. Güllegrubber werden zweioder dreibalkig angeboten. Zudem besteht

die Möglichkeit, die Güllegrubber mit Walzen oder Striegel als Nachlaufwerkzeuge auszurüsten.

starkende Wurzeln erschliessen später das Nährstoffdepot.

Fazit: Strip-Till kombiniert In Verbindung mit dem zweiphasigen Strip-Till-Verfahren werden vermehrt Reihenelemente mit Gülleinjektoren ausgerüstet. So kann beispielsweise der vier-, sechs- oder achtreihige Kuhn-Striger-Zinken mit einem Auslaufschlauch von Garant / Kotte ausgestattet werden. Die Gülle wird in einer Tiefe von 10 bis 20  cm abgelegt und wieder mit Erde überdeckt. Für die nachfolgende Kultur wird somit ein tiefes Düngerdepot angelegt, was in nassen Jahren problematisch sein kann. Dank hoher Erdüberdeckung wird der Keimling nicht geschädigt, er-

Auch wenn die Injektionstechnologie noch nicht in grossen Stückzahlen im Einsatz steht, unterstützen in einigen Ländern staatliche Förderprogramme den Trend zur sofortigen Einarbeitung der Gülle. Der Wertstoff «Gülle» soll durch bodennahe Ausbringung, Einarbeitung oder Gülle-Strip-Till für den Pflanzenbau optimal nutzbar gemacht werden. Dem Vorteil der reduzierten Emissionen stehen hohe Fahrzeuggewichte und entsprech­ende Kosten gegenüber. Zudem wird mit dieser Technik das Ausbringen der Gülle von vielen Betrieben zum Lohnunternehmer abwandern.  n 1 2015  Schweizer Landtechnik

21


n  Markt | Trend

Eine kontinuierliche Gehaltsmessung optimiert die Gülledüngung.

der Fahrgeschwindigkeit (TIM). Eine IsobusTauglichkeit ist in Zukunft erforderlich. • Kotte/Garant platziert den NIR-Sensor oben auf dem Fass in der Durchflussleitung. Damit ist eine kontinuierliche Messung beim Füllen, Rühren und Ausbringen möglich. Die Technologie ist TIM-fähig. Unter «TIM» (Traktor Implement Management) versteht man ein Regelsystem bei dem das Anbaugerät (Presse, Ladewagen, Güllefass usw.) den Traktor steuert. • Veenhuis/Kverneland produziert Gülletechnologie in den Niederlanden und ist damit mit den schärfsten Mengenkontrollen in Europa konfrontiert. Sämtliche in Holland transportierte Gülle benötigt eine Laboranalyse. Die Resultate treffen erst mit einer dreiwöchigen Verzögerung bei den Landwirten ein. Da beim Überschreiten der erlaubten Nährstoffmengen hohe Bussen und Produktionskürzungen drohen, dosieren die Landwirte aus Sicherheitsgründen bis 20 % weniger. Die zurzeit von Veenhuis verwendete NIRS-Technologie ist von den KontrollOhne Kenntnis der Nährstoffgehalte ist eine behörden noch nicht anerkannt, obwohl­ sie gegenüber der Labormethode einige pflanzen- und umweltgerechte Düngung mit Gülle Vorteile bieten kann. Die im Sekundentakt nicht möglich. Neben den bislang üblichen durchgeführte NIR-Messung erkennt die Probenahmen aus dem Güllelager mit anschlies­­Gülleart, analysiert die Nähr­stoffe N, P, K und zusätzlich den Trockensubstanzgehalt. s­ender chemischer Analyse, werden heute eine Das Resultat steht unmittelbar zur VerfüReihe weiterer Nachweismethoden angeboten. gung und kann in jede Dokumentation Über Praxiserfahrungen zur NIRS-Technologie wurde einfliessen. Damit das aufgebaute NIRS staatlich anerkannt wird, muss dieses Verkürzlich an der DeLuTa in Münster (D) diskutiert. fahren die Laboranalysen in ihrer Genauigkeit schlagen. Eigentlich wäre die NIRS-­ Ruedi Hunger Anerkennung eine Win-win-Situation für In vielen Regionen Europas mit hoher Güllelieferant/Gülleempfänger sowie Lohnseit 2005 an. Heute ist bereits die dritte Viehdichte stellt das Nährstoffmanagement Generation im Einsatz. Die Messungen erunternehmer und Behörden. für Betriebsleiter und Lohnunter­ nehmer folgen im Sekundentakt, der Datenabgleich Fazit: Da selbst im Fass unterschiedliche Güllegehalte gemessen werden, ist das nicht nur eine logistische Herausforderung erfolgt mit hinterlegter Datenbank, eine Rühren auch während des Transports notKalibrierung ist nicht notwendig. Kontinudar. Die Erfüllung der Dokumentationspflichten und Einhaltung der gesetzlichen ierliche NIR-Messungen sind laut Zunhamwendig. NIRS-Technologie ermöglicht ­vom Vorgaben führt zum ­ bekannten Verwalmer genauer als Stichprobenmessungen­ ersten bis zum letzten «Tropfen» eine getungsaufwand. Neue Technologien könnim Labor. Für das Jahr 2015 ist eine DLG-­ nauere Nährstoffmessung, als dies jede Stichproben-Labormethode über eine beten, wenn sie vernünftig angewendet Prüfung geplant. Der Käufer muss für NIRS werden, einige Entlastung bringen. Der ­ mit Kosten von etwa € 33 000 rechnen. stimmte Menge liefern kann. Schlüssel zur nährstoffbezogenen Dosie• Fliegl platziert den NIR-Sensor und die Das höchste Ziel bei der Gülledüngung, ist Durchflussmessung möglichst nahe am eine gleichmässig hohe und definierte rung von Gülle liegt in der NIRS-Techno­ Nährstoffmenge pro Flächeneinheit. Diese logie (Nahinfrarotspektro­skopie). Ausbringpunkt (Fassentleerung). Eine MenVorgabe erfüllt eine kontinuierliche Gegenregelung über die Fasspumpe, auch wenn diese hydraulisch oder elektrisch haltsmessung, wenn sie in Verbindung mit Eckpunkte zu Praxiserfahrungen ­angetrieben ist, reagiert relativ träge, weit einem Durchflussmesser mittels TIM den der NIRS-Anbieter auf Güllefässer • Zunhammer bietet die NIR-Technologie schneller wirkt eine unmittelbare Korrektur Traktor steuert.  n

Nährstoffbezogene Gülledüngung

22

Schweizer Landtechnik  1 2015


Technisch | Wissen   n

Traktorreifen – Bindeglied zwischen Fahrzeug und Boden Eine schlechte Bodenstruktur erfordert einen intensiveren Maschineneinsatz. Die weitere Verschlechterung ist mittelfristig vorprogrammiert und der Technikeinsatz für die Bodenbearbeitung steigt – ein Teufelskreis. Welches sind wichtige Faktoren und ihre Wirkungen auf den Boden? Matthias Moser, Simon Stalder* Über die Kontaktfläche Rad-Boden werden vom Fahrzeug ausgehende Kräfte in den Boden eingeleitet. Diese Kraftübertragung hat Bodendeformationen zur Folge, welche bis zu einem gewissen Mass elastisch und damit reversibel sind. Überschreiten die Kräfte der Maschine aber die Widerstandsfähigkeit des Bodens, so können plastische und damit bleibende Deformationen auftreten. Die Folge sind verknetete und verdichtete Böden. Die Bodenfruchtbarkeit nimmt ab, die Schwierigkeiten bei der Bodenbearbeitung nehmen zu.

Wenn dem Boden die Puste ausgeht Ein gesunder Boden besteht zu 50% aus Poren. Diese sind entscheidend für die lebenswichtigen Funktionen der Böden: Luft- und Wasseraustausch, Nährstoffspeicherung und Durchwurzelbarkeit. Verdichtungen führen zu einer Abnahme der Poren und zu einer Zunahme der Festsubstanz im Bodengefüge. Dadurch kann z.B. das Wasser schlechter versi-

Matthias Moser

Reifentechnik: Traktionsvermögen, Bodenschonung sowie Sicherheit und Dauerhaftigkeit im Blick. (Bild: Ueli Zweifel)

Simon Stalder

* Matthias Moser und Simon Stalder haben den Beitrag als Studierende im Rahmen des Wahlmoduls «Motorentechnik und Kraftübertragung» an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittel­ wissenschaften (HAFL) bei Matthias Stettler verfasst.

1 2015  Schweizer Landtechnik

23


n  Wissen | Technisch

Bodenfestigkeit in bar

3 2.5 2

nass

1.5

feucht

1

trocken

0.5 0 Tongehalt 15 %

Tongehalt 30 %

Abb. 1: Bodenfestigkeit in Abhängigkeit von Bodenfeuchte und Tongehalt.

Abb. 2: Beispiel einer Reifenbezeichnung.

(Quelle: CGS Tyres, verändert)

ckern, und es können sich Staunässen im Acker bilden. Häufig steigen in der Folge die Erosionsschäden, weil mehr Wasser oberflächlich abfliesst. Bei Bodenverdichtungen gilt der Grundsatz: Prävention vor Reparatur. In diesem Sinne sollte darauf geachtet werden, dass es gar nicht zu Verdichtungen kommt. Ein möglicher Weg, um das Risiko von Bodenverdichtungen zu verringern, ist die Verbesserung der Tragfähigkeit des Bodens. Dies kann erreicht werden durch: •  konservierende Bodenbearbeitung (kein tiefes Lockern des Bodens) •  Drainieren (schnelleres Abtrocknen) •  permanente Bepflanzung / Zwischen- begrünung («Wurzelarmierung») •  ausreichende Kalkversorgung (Stabilisierung der Bodenkrümel)

Der Reifen: das Schlüsselelement Auf jedem Reifen befinden sich Informationen zum Hersteller, Modell, zu den Reifendimensionen und zu Belastbarkeit und maximaler Einsatzgeschwindigkeit. In Abbildung 2 ist ein Beispiel für eine Be24

Schweizer Landtechnik  1 2015

(Quelle: Terranimo)

schriftung eines Reifens zu sehen. Zuerst wird die Reifenbreite in Millimeter angegeben (hier: 380 mm). Sie entspricht der Gesamtbreite des Reifens und nicht der Aufstandsbreite. Diese ist etwas kleiner Druck im Reifen Allgemein

Auf der Strasse

als die Gesamtbreite. Die nächste Zahl gibt das Verhältnis zwischen Flankenhöhe und Reifenbreite in Prozent an. Ein Standardreifen hat ein Verhältnis von 85%, moderne Niederquerschnittsbreitreifen haben deutlich tiefere Verhältnisse (bis hinunter zu 45%!). Ein radialer Aufbau wird durch den Buchstaben «R» gekennzeichnet, ein diagonaler Aufbau durch einen Bindestrich «-». Die letzte Zahl gibt den Felgendurchmesser und somit den Reifeninnendurchmesser in Zoll an. LoadIndex gibt die maximal zulässige Last bei der maximal zulässigen Geschwindigkeit, ausgedrückt mit dem Speedindex, an. Der Loadindex kann von 60 (= 250 kg) bis 185 (= 9250 kg) variieren. Die meist verbreiteten Speedindexe bei Landwirtschaftsreifen sind A8 (40 km/h), B (50 km/h) und D (65 km/h).   Improved and very high Flexion: Neu gibt es auch Reifen, die vor den Reifendimensionen mit IF oder VF gekennzeichnet sind (zum Beispiel IF 800/70 R 32). IF bedeutet Improved Flexion, und VF bedeutet Very high Flexion. Diese beiden Reifenkategorien haben besonders flexible und widerstandsfähige Reifenflanken und können gegenüber konventionellen Reifen bei gleicher Last und Geschwindigkeit mit bis zu 50% tieferem Reifendruck gefahren werden. So wird die Aufstandsfläche grösser, der Kontaktdruck sinkt, das Risiko für Bodenverdichtungen wird verringert und die Zugkraft kann dank weniger Schlupf effizienter übertragen werden. Ein angenehmer Nebeneffekt der besseren Einfederung ist ein höherer Fahrkomfort.

Konstant hoch

Konstant niedrig

Reifenverschleiss

mittiger Abrieb bei Leerfahrten

Überhitzung

Fahrkomfort Feldweg

hart

federnd

Fahrkomfort Asphaltstrasse

stabil

«schwammige Strassenlage»

Investitionen Handhabung

Rollwiderstand Dieselverbrauch Spurtiefe Bodendruck Auf dem Acker

Zugkraft / Schlupf Dieselverbrauch Flächenleistung

Abb. 3: Vor- und Nachteile von unterschiedlichem Reifendruck. (Quelle: DLG-Merkblatt 356 Reifen richtig wählen 2009)

angepasst


Technisch | Wissen   n

Reifendruck: richtig angepasst zum Erfolg Wie in der Abbildung 3 zu sehen ist, hat ein hoher oder tiefer Reifendruck verschiedene Vor- und Nachteile. Auf der Strasse hat der hohe Reifendruck (grün) Vorteile, da der Rollwiderstand kleiner ist und dadurch der Dieselverbrauch sinkt. Ein tiefer Reifendruck auf der Strasse (rot) führt zu erhöhtem Reifenverschleiss, Überhitzung und Unfallgefahr bei langen Transportstrecken und «schwammigem» Kurvenverhalten. Auf dem Acker hat der hohe Reifendruck nur Nachteile. Der Reifen passt sich weniger gut dem Boden an und hat eine kleinere Aufstandsfläche. Dadurch sinkt der Reifen mehr ein, es braucht mehr Kraft, um vorwärtszukommen, und der Dieselverbrauch steigt. Ausserdem ist die Gefahr für Bodenverdichtungen viel höher. Bei tiefem Reifendruck fängt der Reifen an zu walken. Unter Walken versteht man die Verformung des Reifenquerschnitts unter Last. Dadurch haftet die Erde weniger an den Reifen, und die Feldwege bleiben sauber. Aber auch ein tiefer Reifendruck kann den Boden bei hohen Radlasten und schlechten Bodenverhältnissen nicht vor Verdichtungen schützen. Reifendruckregelanlagen ermöglichen es, die Vorteile von hohem Reifendruck auf der Strasse und niedrigem Reifendruck auf dem Feld zu nutzen. Die Nachteile sind die höheren Investitionen, die zusätzliche Anfälligkeit auf Störungen und die Zeit, die gebraucht wird, um den Reifen wieder aufzupumpen.

Luftzufuhr innen oder aussen Die Reifendruckregelanlagen können zwischen innenliegender und aussenliegender Luftzufuhr und zwischen Einleitungsund Zweileitungsanlagen unterschieden werden. Bei den Anlagen mit innenliegender Luftzufuhr wird die Luftleitung durch die Achse geführt und kommt bei der Nabe heraus. Der Vorteil dieser Anlage ist, dass sie weniger anfällig auf mechanische Beschädigungen der Luftleitung ist. Bei aussen liegender Luftzufuhr wird die Leitung neben dem Reifen geführt. Diese Anlagen sind im Gegensatz zu der innenliegenden Luftzufuhr einfacher zu montieren, für alle Achsformen geeignet, und die Achse muss nicht durchbohrt werden.

Von Hand betätigte Absperrventile Bei Einleitungsanlagen existiert nur eine

Tiefe [m]

Druck vs. Festigkeit

0 -

0 -

0.1 -

0.1 -

2

1

0.2 -

2

0.2 -

0.3 -

0.3 -

0.4 -

0.4 -

0.5 -

0.5 -

0.6 -

0.6 -

0.7 -

0.7 -

0.8 -

0.8 -

0.9 -

0.9 -

1.0 0

Druck vs. Festigkeit

Tiefe [m]

1

1.0 50

100

150

200

0

Reifendruck 1,2 bar

50

100

150

200

Reifendruck 0,6 bar

Räder (Güllefass)

Reifendimension

Radlast

1) Vorne

850 / 50R30.5

3600 kg

2) Hinten

750 / 60R30.5

4150 kg

Abb. 4: Bodendruck unter einem Güllefass bei unterschiedlichem Reifendruck.

Luftleitung, die ständig unter gleichem Druck wie der Reifen steht. Bei dieser einfachen Bauart entweicht die Luft aus den Reifen, wenn die Leitung beschädigt wird. Um den Luftverlust in einem solchen Fall zu minimieren, werden von Hand betätigte Absperrventile in die Luftleitung eingebaut. Bei einer Zweileitungsanlage wird das Ventil mit einer kleinen Luftleitung geöffnet und der Luftdruck des Reifens kann angepasst werden. Die Regulierung des Luftdrucks geschieht über eine zweite grössere Leitung. Diese Leitung steht nur unter Druck, wenn der Luftdruck angepasst wird.

Bodendruck: Beispiel Güllefass Die Bodenbelastung eines 12,5-m3-Güllefasses mit Tandemachse wurde für zwei verschiedene Reifendrücke mit dem Tool Terranimo® berechnet (gratis verfügbar unter www.terranimo.ch). Das beladene Güllefass weist Radlasten von 4150 kg (hinten) und 3600 kg (vorne) auf. Die Reifendimensionen der beiden Achsen sind 750/60R30.5 (hinten) und 850/50R30.5 (vorne). Die Berechnungen wurden für einen typischen Braunerde Boden im Mittelland mit 16 % Ton, 25 % Schluff und 59 % Sand bei feuchten Bodenbedingungen erstellt. In der Abbildung 4 (links) ist die Bodenbelastung des Güllefasses mit einem Reifendruck für Strassenfahrt von 1,2 bar

dargestellt, und in (rechts) mit einem Reifendruck für Feldarbeit von 0,6 bar. Es ist gut ersichtlich, dass mit dem Absenken des Reifendruckes der Bodendruck stark verringert werden kann, sodass die Bodendruckkurven fast im grünen Bereich zu liegen kommen und somit kaum eine Schadensgefahr besteht. An diesem Beispiel kann gut aufgezeigt werden, welch grossen Einfluss der Reifendruck auf den Bodendruck hat.

Fazit Der Trend bei den Reifen geht in Richtung Breitreifen und in Richtung von besonders flexiblen IF- und VF-Reifen. Solche Reifen ermöglichen sehr tiefe Reifendrücke (Minimum: 0,4 bar). Dadurch kann die Auflagefläche des Reifens auf dem Boden vergrössert werden, was den Bodendruck und somit Bodenverdichtungen vermindert. Bei Fahrzeugen, die für Transportarbeiten und Feldarbeiten genutzt werden, wie dies beim Güllefass der Fall ist, empfiehlt sich eine Reifendruckregelanlage. So kann immer mit dem optimalen Reifendruck gefahren werden, was bodenschonender ist. Im Folgenden drei Grundsätze, um Schadverdichtungen vorzubeugen: •  kein Befahren bei nassem Boden •  ‌Luft raus! Reifendruck im Feld max. 1 bar •  ‌Radlasten über 5 t möglichst vermeiden  n 1 2015  Schweizer Landtechnik

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n  Wissen | Praktisch

Ziel der Sensordüngung ist das Ausbringen der optimalen Düngermenge, diese muss nicht mehr – kann auch weniger sein! (Bild: Fritzmeier, Bearbeitung: Hunger)

Basis der sensorgestützten mineralischen Düngung Als ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts leistungsfähigere Düngungstechnik eingesetzt wurde, ging die kleinräumige Anpassung der Düngermenge an die Bodenunterschiede verloren. Erst mit der teilflächenspezifischen Düngung – als Kernbestandteil von «precision farming» – rückte die kleinräumige Anpassung der Düngermenge wieder vermehrt ins Interesse von Wissenschaft und Praxis. Ruedi Hunger Als noch Handarbeit die Landwirtschaft prägte, kamen vorrangig Dünger aus der Tierhaltung und weniger mineralische Düngemittel zum Einsatz. Die damals zur Verfügung stehende Düngermenge konnte ohne zusätzlichen Aufwand manuell kleinräumig angepasst werden. Als Bemessungsgrundlage dienten auch damals die Bodenverhältnisse und der angestrebte Ertrag.

Heute wird beim Einsatz von Mineraldünger grundsätzlich unterschieden zwischen einheitlicher Düngermenge über die ganze Parzellenfläche und variabler (teilflächenspezifischer) Düngermenge. Wie Grafik 1 zeigt, kann die variable Düngung ihrerseits in den «Kartenansatz», den «Sensoransatz» sowie den «Sensoransatz mit Kartenüberlagerung» unterteilt werden. Obwohl in den Fach-

Verfahren der mineralischen Düngung

Einheitliche Düngemenge auf der ganzen Parzellenfläche

Variable Düngemenge (teilflächenspezifische Düngung)

Sensoransatz

Kartenansatz

Sensoransatz mit Kartenüberlagerung Umsetzung des Kartenansatzes.

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Schweizer Landtechnik  1 2015

zeitschriften regelmässig und ausführlich über die variable Düngung berichtet und geschrieben wird, dominiert hinsichtlich der Anwendung weiterhin die schlageinheitliche Düngung. Die teilflächenspezifische Düngung etabliert sich nur langsam und in kleinen Schritten.

Umsetzung des Kartenansatzes Bei der Nutzung von Bodendaten stützt sich der «Kartenansatz» auf Bodenkarten, Bodenbeprobung und die elektrische Bodenleitfähigkeit. Auch Messungen der elektrischen Bodenleitfähigkeit dienen der Umsetzung des Kartenansatzes. Schliesslich gibt es von der amerikanischen Firma Veris technologies® ein Gerät zur Messung des pH-Wertes. Entsprechende Geräte wurden in Deutschland zur teilflächenspezifischen Kalkung von Böden bereits eingesetzt. Vom gleichen Lieferanten gibt es ein mobiles Fotospektrometer, mit dem der Kohlenstoffgehalt vor Ort gemessen werden kann. Da insbesondere Ertragskarten oft in aufeinander folgenden Jahren unterschiedliche Er-


Praktisch | Wissen   n

Begriffe Kartenansatz. Absätziges Verfahren mit ortsbezogenen Daten von Boden- oder Pflanzenparametern. Positionsbezogene Sollwerte werden mittels Datenträger oder Funk auf den Traktor übertragen und zur Maschinensteuerung abgerufen. Ein Positionssystem ist Voraussetzung. Sensoransatz. Sensoren ermöglichen es, aktuelle Bodenund Bestandesinformationen in Echtzeit zu erfassen und mittels Hard- und Softwarekomponenten ohne Zeitverzug in einen Sollwert zu übertragen. Die einfachste Realisierungsform benötigt kein Positionssystem. Für eine nachträgliche Kontrolle der durchgeführten Bewirtschaftungsmassnahmen ist es aber unabdingbar.

tragsmuster wiedergeben, erwarten Fachleute bei der kontinuierlichen Messung von Bodendaten wie pH-Wert und Kohlenstoffgehalt eine qualitative Steigerung für den bodengestützten Kartenansatz.

Aufgabe der Düngung «Nährstoffe werden von den Pflanzen aus dem Boden oder der Luft aufgenommen. Bestimmte Nährstoffmengen werden dem Boden entzogen und verlassen in Form von pflanzlichen oder tierischen Produkten teilweise den Betrieb. Die Hauptaufgabe der Düngung besteht darin, Nährstoffkreisläufe weitgehend zu schliessen und die pflanzliche Produktion zu optimieren, ohne den Nährstoffvorrat des Bodens auszubeuten oder ihn unnötig zu erhöhen.» (Zitat GRUDAF 2009)

Während für die erste Frühjahrsgabe zu wenig Pflanzenmasse vorhanden ist, eignet sich der Sensor für die zweite und die folgenden N-Gaben. (Bild: R. Elmer)

Bei der Nutzung von Pflanzendaten werden Ertragskartierungssysteme von Erntemaschinen genutzt. Voraussetzung für einen unverfälschten Einsatz der Ertragskartierung ist die laufende Kalibrierung. Weiter gibt es die Möglichkeit der sensorgestützten Biomassekartierung und schliesslich die Fernerkundung.

Grün, grüner, am grünsten Pflanzen sind für unser Auge deshalb grün, weil sie den roten und den blauen Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichtes stärker absorbieren als den grünen. Stickstoff ist ein wesentlicher Baustein für die Chlorophyll-Pigmente in den Pflanzenzellen, deshalb hängt die Intensität der Farbe Grün von der Stickstoffversorgung ab.

Sensoransatz mit Kartenüberlagerung. Echtzeitsensoren sind mit hinterlegten Informationen aus georeferenzierten Karten verbunden. Die aktuellen Sensordaten können als Korrekturgrösse oder zur Bestätigung der Kartenwerte zur Bestimmung der Applikationsmenge dienen. Umgekehrt können Kartenwerte zur Bestätigung (oder Korrektur) der Echtzeitdaten verwendet werden. NDVI. Normalized Difference Vegetation Index: anerkannte internationale Kennzahl, welche den Biomasseaufwuchs beschreibt. NDVI lässt sich berechnen, wenn man die Lichtreflexion von zwei Wellenlängen misst (deutsch: normalisierter differenzierter Vegetationsindex). Eignet sich gut für das Mass der Pflanzenbedeckung einer Fläche, umstritten ist seine Eignung zur Bewertung der Stickstoffversorgung. REIP. Red Edge Inflection Point: Wendepunkt der reflektierten Lichtintensität am Übergang vom roten zum nahinfraroten Wellenbereich. Geringe Sortenabhängigkeit, erkennt Unterschiede auch bei guter Stickstoffversorgung. Fluoreszenz. Bewusstes Auslösen des Eigenleuchtens von Chlorophyll in der Pflanze durch Bestrahlung mit Licht. Aufgrund der charakteristischen Art und Weise der Reaktion auf Laserlichtbestrahlung des Chlorophylls lassen sich gute Aussagen zur Aktivität und zum Stickstoffgehalt machen. Muss aus Sicherheitsgründen sehr dicht über dem Pflanzenbestand geführt werden (Laser).

FORTSETZUNG DES ARTIKELS AUF SEITE 30

1 2015  Schweizer Landtechnik

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Schweizer Landtechnik Inhaltsverzeichnis 2014 Nr. Seite

n  Markt | Aktuelles

Nr. Seite

XM 120 T4i: Modernster Hürlimann aller Zeiten NH T5.115 Electro Command Deutz-5G-Serie (5115 G HD) ersetzt Agrofarm Arion 400: Kompakt bis in Detail Lely Splendimo 320 FC: Hohe Schlagkraft aus den NL Horsch Terrano 4 FX: Kompromisslos für den Boden Akku-Schermaschine Xplorer: Präzision beim Tiere Scheren

3 4 6 / 7 8 8 10 12

16 17 10 6 16 12 18

Mitas unterzeichnet Vertrag mit Claas 1 4 n  Wissen | Technisch Batteriebetriebene Rebbaumaschinen rechnen sich 1 32 Agrar-Aufbaufässer für alle gängigen Transportertypen 3 5 «Büro sucht Bauer – und findet TONI» 1 33 Traktor-Neuzulassungen 2013: Euro-Euphorie gemildert 3 6 Unkrauterkennung: warten auf den Durchbruch 2 26 Neue Pöttinger–Doppelschwader mit Mittenablage 4 5 Grundlagen Antriebs-, Steuerungs- und Regelungstechnik 3 20 Gerätesteuerung mit Leica SteerDirect ES Plus 5 5 Grubbereinsatz – flach und doch genau 3 23 n  Markt | Neuheiten Möglichkeiten der Bewässerungssteuerung 6 / 7 14 Trägerfahrzeug für steile Weinberge 1 6 Weniger Wasser – mehr Intelligenz 6 / 7 19 Neue Isobus-Anwendungen steigern Komfort und Leistung 1 16 Auf dem Weg zum Elektroantrieb 6 / 7 22 Elektrische Antriebe im Rebbau 1 20 Bodenversalzung – negative BegleitFendt Vario 1050 mit 500 PS 8 4 erscheinung der Bewässerung 9 22 Tablet und Smartphone steuern Maschinen 9 21 Motormäher: Spezialräder schonen Grasnarbe 9 26 Lely-Ballenpresse mit kontinuierlichem Verdichtungssystem 10 4 Rotorschneidwerke: Theorien zum perfekten Schnitt 10 17 Neuer Agrar-Tiefgang-Ladewagen TL K, L, E 10 5 Rindergerechte Wasserversorgung 10 24 AGRAMA: Neuheiten und Standbesprechungen 11 4 Blitzschutz bei Photovoltaikanlagen 10 26 Endlich sind sie da (John Deere Baureihe 8000) 11 21 Teilautomatisierte Frontlader 11 40 Kubota schreitet voran 11 24 Fahrwerktechnik für Traktoren der Superklasse 11 42 Göweils Mut zu Neuem 11 26 Ortungssystem für Rinder 11 45 Neue Technik von Väderstad (Rapid 300 und 400 C / S) 11 28 n  Wissen | Praktisch AGRAMA: Schweizer Neuheiten für die Berge 12 6 Wasser – der wichtigste Mischpartner 2 29 Valtra-T4-Serie 12 8 Formulierungen von Pflanzenschutzmitteln 2 30 Joskin: neue Ausbringtechniken 12 10 Grubber oder Pflug für die Grundbodenbearbeitung? 3 24 n  Markt | Übersicht Grubber oder Kurzscheibenegge 3 26 Grosse Auswahl bei Schmalspurtraktoren 1 7 Möglichkeiten der Isobus-Nachrüstung 3 28 Alles auf dem Bildschirm? 1 12 Bodendruck auf Wiesen und Weiden 4 22 Anbauspritzgeräte sind top 2 6 Einblick in Agrarmeteorologie 4 24 Grubber – solide Basis für den pfluglosen Ackerbau 3 9 Mehr Güllepräzision 5 25 Marktübersicht Kreiselzettwender 4 6 Stickstoff- und Humuswirkung von Mist 5 26 Vielfalt der Fahrwerke bei Kreiselschwader 4 11 Hydraulikantrieb bleibt vorläufig die Standardlösung 5 28 Entmistungstechnik für Rindviehställe 5 6 Bewässerung: bedürftig heisst noch nicht würdig 6 / 7 16 Comeback der Kolbenpumpen 5 11 Vermeidbare Reparaturen 9 23 Die Welt gezogener Güllefässer 5 14 Ölkontrolle bewahrt vor Schaden 12 22 Transportsysteme in der Agrarlogistik 8 10 n  Management Drillsämaschinen – Wegweiser durch das Angebot 9 9 Hinweis auf Maschinenkosten 2013 1 34 Netzeinspeisegeräte: Vielfalt und Multifunktionalität 10 7 Die Spritzbedingungen beachten 2 32 Stufenlosgetriebe immer beliebter 11 31 Vollservice Pflanzenschutz 3 32 Aufbauladewagen für Transporter 12 12 Frühjahrspflege auf Wiesen und Weiden 4 29 Aufbaugüllefässer für Transporter 12 15 Verluste bei der Futterbergung vermeiden 4 32 n  Markt | Trends Erweiterung von Siloanlagen 4 34 Kein Stillstand bei der Pflanzenschutztechnik 2 11 Heutrocknung optimieren 5 32 Prüflabor an Bord: Sensoren und Kameras 2 14 Lohnende Grenzstreueinrichtung 5 34 Technik zur Gülleeinarbeitung 5 20 Gewinn und Rendite von Photovoltaikanlagen 6 / 7 26 Trends in Bewässerungsverfahren 6 / 7 6 Gesetze bremsen Lkw aus 8 23 «PowerDriveElect»-Triebachsantrieb 8 14 Transportlogistik und Datentransfer 8 29 Sätechnik für gestreifte Felder 9 15 Lkw: Landwirtschaftliche Zugmaschine mit 40 km / h 10 28 Mehr Genauigkeit bei der Drillsaat 9 18 Rüben: Vliesabdeckung 10 31 Die besten Innovationen von der EuroTier 11 38 n  Plattform | Veranstaltungen n  Impression AGROline-Feldtage 2014 5 37 BCS Invictus K600AR: Power und Eleganz aus Italien 1 24 öga 2014 in Koppigen BE – da haben wir den Salat! 6 / 7 32 Schraubspikes statt Ketten 1 30 Traktorenfest am 23. / 24. August 8 30 Claas Arion 550 (Testbericht) 2 18 AGROline-Feldtage 8 32

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Schweizer Landtechnik  1 2015


n

SVLT   Nr. Seite

Branchentreffpunkt öga Krone-Neuheiten in der Praxis Schweizer-Hagel Versicherung Young Professionals in Action AGRAMA – grösser und vielfältiger (Interview) TOPs und HITs bei Pöttinger Schweiz SVLT markierte Präsenz

8 34 8 36 8 45 9 28 11 46 11 49 12 36

Nr. Seite

n  Sicherheit | Hof und Feld

Seilwinde: sicheres Arbeiten 1 43 Pflanzenschutz nicht ohne Anwenderschutz 2 50 Sicherheit bei Neumaschinen 4 48 Sicherheit beim Trommelregnereinsatz 6 / 7 48 Sonnendächer sicher installieren und betreiben 10 46 BUL-Tagung: «Erfolg braucht Ausdauer» 10 48 Gut beraten mit funktioneller Bekleidung 11 64 n  Plattform | Report Sicherheit und Gesundheitsschutz an der EuroTier 12 38 Traubenernte: Triage verlagert sich auf die Maschine 1 40 n Passion Agrovina: Erstklassiges Schaufenster für Wein- und Obstbau 2 36 Landwirtschaftmuseen Burgrain und Chiblins: 3 46 Pflanzenschutz so wenig wie möglich – so viel wie nötig 2 38 Puller-Saison 2014: Veranstaltungen 4 51 Mehr Folienrecycling (Inno-Recycling Eschlikon) 2 42 Aecherli – solid und zu 100 % Schweizer Produkt 5 50 Bericht DV SLV 2 44 Deutz-Oldtimertraktoren und Jubiläen zuhauf 5 53 SITEVI im Zeichen von Qualität und Umwelt 3 38 GV Pflüger: Auf Willi von Atzigen folgt Christian Thüring 5 54 «Grüne Laderlinie» von Kramer bei GVS Agrar 3 40 «Kuhn Center for Progress»: wo der Kunde Mehrwert findet 6 / 7 50 «Frauen spüren ergonomische Mängel eher als Männer» 4 38 Moulin de Chiblins – «Museum zum Anfassen» 9 36 30 Jahre Flury & Emch 4 40 Stelldichein von 550 Odtimer-Landmaschinen 8 50 Silotools vom Praktiker (Verdichtungsgerät Häberli) 5 38 Tractor Pulling Zimmerwald 8 51 Göweil: 15 Jahre Erfolg mit Ballentechnik 5 41 Grossempfang für Drehpflug-Vizeweltmeister Beat Sprenger 10 51 Arbeitsaufteilung? Partnerschaftlich – ist ja klar! 5 42 Franz Süess: «Aecherli-Traktoren haben mir immer imponiert» 11 66 Der junge Allrounder und sein blühender Vollweidebetrieb 5 44 Über 1000 Agromodelle von A wie Aebi bis Z wie Zetor 12 40 Landwirtschaftsprojekt in Äthiopien 5 46 MF 5610 zum Südpol 12 42 Landtechnik im Alpenraum 6 / 7 30 Gutbesuchte Oldtimer-Gant am Burgrain 12 43 Lemken – Symphonie in Blau 6 / 7 42 Steht uns zukünftig die «Trockenheitsversicherung» ins Haus? 6 / 7 44 n  SVLT Grabenlos Rohre verlegen 8 40 Türkei – eine Woche 4 55 Erstmals Sensortechnik im Fokus der DLG-Feldtage 9 29 Texas – Fach- und Ferienreise 2015 8 52 Wirtschaftlicher Erfolg durch Frauenpower 9 32 Chile – Land der Kontraste 9 38 Biogas: 50 Prozent mehr Gasertrag – der Hammer 10 33 Budgetgenehmigung mit einer Vorgabe 1 45 Training für Fahrer von Zuckerrübenvollerntern 10 36 SVLT: Umfrage: mehrheitlich gute Noten 9 46 Raupenfahrwerk und Radabstützung 10 39 SVLT: Delegiertenversammlung SVLT, Ittingen TG 10 52 Zuckerrübenvollernter: Lasten und Bodendrücke 10 40 SVLT: Grosse Resonanz beim Fahrkurs G40 10 55 Boden im Fokus, Maschinenvorführung Schluechthof, 10 42 SVLT: Neuer Steuermann an Bord 11 68 Beauvais: MF startet globale Traktorengeneration 10 44 Zu Besuch bei Argo: McCormick und Landini 11 50 n  SVLT | Sektionen Kramer mit fulminantem «Oktoberfest der Innovationen» 11 52 Fritz Boss und sein autonomer Ballenwickler mit Aufbaumotor 11 54 LVLT: Finanzen im Griff / BVLT: Jahresgewinn 2013 1 50 50 Jahre Kuoni-Landmaschinen in Oberhof 11 57 AVLT tagte im Luzernischen / TG Frühjahrsexkursion 1 51 GPS-Christbäume vom Luderhof 12 24 VLT-SG: 75 Jahre / SH Martin Müller neuer Geschäftsführer 2 56 Bäuerinnen im Stress? – Das muss nicht sein! 12 26 GV-Berichte Sektionen Zürich / Solothurn 2 57 Differenzierte Antriebssysteme von ZF 12 28 GV-Berichte Sektionen Freiburg / Wallis 3 47 EIMA International 2014 12 33 GV-Berichte Sektionen GR / NW 3 49 GV Lohnunternehmer CH 4 52 n  Plattform | Hintergrund Bucher Industries und ihre Wurzeln 4 53 Wegzeichen im Isobus-Wald 1 36 GV-Berichte BS/BL und JU/BE 4 54 Düsenentwickler im Zielkonflikt 2 45 GV-Berichte SZ / UR und OW 5 55 Bodenbearbeitung und Auswirkung auf die Bodenstruktur 3 42 Bericht F / G Kurs BE: Prüfungsangst? – «Wir nicht»! 6 / 7 52 Futterqualität fördern 4 42 «Landtechnik» hat im Thurgau einen neuen Namen 8 54 Roboter – das Ende der schweren Landtechnik 5 36 Der AVLT tagte in Ersigen 12 46 50 Jahre pneumatische Sätechnik 9 34 TG VTL-Landtechnik: Dienstleistungen gut genutzt 12 47 Bedeutung von Fahrkomfort und Ergonomie 11 58 n  SVLT | Bildung Joskin ist topfit für die Zukunft 12 30 «Moderne Fahrzeugtechnik» senkt Verschleiss und Firmenrochade im Oberaargau 12 32 Treibstoffverbrauch 4 56 Start der «Antenne romande de l'ASETA» 5 56 Spezial: AgEng 2014, Zürich 6 / 7 33 Umfrage, Wechsel Zentralsekretariat 6 / 7 54 n  Sicherheit | Strassenverkehr Schweissen, Florian Schneller 6 / 7 56 Achsen und Gewichtslimiten 3 44 Fähigkeitsausweis Gütertransport: Countdown läuft 6 / 7 59 Futtererntetechnik auf Achse 4 44 Schweissen – pure Leidenschaft 12 48 Ueberladen? – Nein danke! 4 46 Rundballentransporte – effizienter Einsatz 8 48 Sämaschinen: strassenkonforme Überführung 9 35 Winterdienst – auf der sicheren Seite 11 62 1 2015  Schweizer Landtechnik

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n  Wissen | Praktisch

Umsetzung des Sensoransatzes Beim Echtzeitsensoreinsatz dominieren eindeutig die Pflanzensensoren. Ein marktverfügbarer Bodensensor, der verschiedene Bodenparameter erfassen kann, stammt aus den USA. Hinsichtlich der eingesetzten Messprinzipien dominiert bei den Pflanzensensoren das optoelektronische Messverfahren. Damit werden bestimmte Eigenschaften bezüglich Reflexionsverhaltens hauptsächlich im roten und nahen Infrarotbereich ermittelt. Für alle hier aufgeführten Sensoren gilt, dass bei keiner Lösung die gesamte Arbeitsbreite eines modernen Düngerstreuers messtechnisch erfasst wird. Reflexionsoptische Messungen können von der Oberflächenbeschaffenheit des Pflanzenbestandes beeinflusst werden. Von Taubildung oder Regentropfen angefeuchtete Pflanzenoberflächen können das Messergebnis erheblich verfälschen.

Fazit: Vom grösseren Angebot an technischen Lösungen für die teilflächenspezifische Düngung kann die Landwirtschaft als Folge der gestiegenen Konkurrenz unter den Anbietern profitieren. Eine Anschaffung kostet zwischen 14 000 € (sFr. 17 000.) und 45 000 € (sFr. 54 000.) und benötigt vor dem Kauf gründliche Abklärungen und detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Nach Möglichkeit ist eine Isobus-Einbindung zu nutzen.  n

Pflanzensensoren für die Echtzeitanwendung. Einige Systeme sind hier mit Namen und Hersteller aufgeführt. YARA N-Sensor ® (Agri Con) Auf dem Fahrzeugdach montiert, misst er links und rechts vom Fahrzeug fotospektrometrisch die N-Versorgung in Pflanzenbeständen. Nur bei Tageslicht einsetzbar. Für den Nachteinsatz wurde die Version Yara N-Sensor ® ALS entwickelt. Dieser ist mit Xenon-Blitzlampen und Fotodioden ausgerüstet. Laut Agri Con wurden über 800 Stück verkauft. Crop-Meter (II), (Claas Agrosystems) Bisher einziger Sensor mit einem mechanischen Messprinzip. Gemessen wird der Auslenkwinkel eines Pendels, der durch den Biegewiderstand (Masse) der oberirdischen Pflanzenteile entsteht. Das Messprinzip eignet sich für Gebiete mit Frühjahrstrockenheit, um damit unnötige Düngergaben zu vermeiden. Crop-Sensor, (Claas Agrosystems) Basiert auf dem optoelektronischen CropCircle-Sensor von Holland Scientific (USA). Künstliche Lichtquelle. Misst die Reflexionseigenschaften des Pflanzenbestandes und errechnet daraus den NDVI. Zwei kompakte Einzelsensoren, befestigt an zwei schwenkbaren Auslegern, Frontmontage. CropSpec (Topcon) Zwei auf dem Fahrzeugdach angebrachte Sensoren verwenden eine aktive Lichtquelle. Die Reflexionseigenschaften des Pflanzenbestandes werden im roten und nahen Infrarotbereich gemessen. Einsatz auch in der Nacht möglich. MiniVeg N-Sensor (Fritzmeier Umwelttechnik ) Optischer Sensor, der mittels Laser-induzierter Fluoreszenz in zwei Wellenlängen den Chlorophyllgehalt des Pflanzenbestandes misst. Vier Messköpfe messen unmittelbar im Bereich der oberen Fahnenblätter, um daraus die Menge des Stickstoffdüngers bzw. Pflanzenschutzmittel zu ermitteln. GreenSeeker ® , (NtechIndustries USA; Land-Data Eurosoft) Ein Einzelsensor (× 4) misst auf einer Fläche von 60 × 60 cm den normalisierten differenzierten Vegetationsindex (NDVI). Aktive Lichtquelle. Nachteinsatz möglich. Vier Einzelsensoren werden an einem klappbaren Rahmen über den Bestand geführt. Isobus-Einbindung vorgesehen. ISARIA (Fritzmeier Umwelttechnik) Sensorsystem mit zwei Einzelsensoren an schwenkbaren Auslegern. Die Reflexionsintensität des Pflanzenbestandes wird unter Verwendung einer künstlichen Lichtquelle in vier Wellenlängen gemessen. Einsatz nachts und bei schlechten Sichtverhältnissen möglich. Option mit Kartenüberlagerung (Map-Overlay) wird angeboten.

Sensorsysteme erfassen immer nur eine Teilfläche der Arbeitsbreite eines modernen Düngerstreuers.

30

Schweizer Landtechnik  1 2015

(Bild: Yara)


Praktisch | Wissen   n

Alle biologisch-chemischen Stoffumsetzungen laufen in der flüssigen Phase ab, das heisst, dazu ist immer ein Minimum an Feuchtigkeit notwendig.

Emissionen aus Festmistlager Die Emissionen aus Festmistlagern wie Tiefstreu, Misthaufen und Mistmieten werden durch mikrobielle Vorgänge bestimmt. Diese mikrobiellen Umsetzungsprozesse sind sehr komplex und geprägt von zahlreichen Wechselwirkungen, die von der modernen Wissenschaft noch nicht in jedem Fall praxisgerecht aufgeschlüsselt werden (können). Ruedi Hunger Chemisch gesehen besteht Festmist (nachfolgend kurz Mist genannt) im Wesentlichen aus Wasser, biologisch abbaubaren organischen Stoffen und biologisch nicht abbaubaren Stoffen. Die Zusammensetzung schwankt in weiten Grenzen. Ein Miststock(-haufen) wird – aus biologisch-chemischer Sicht – in die drei «Phasen» fest, flüssig und gasförmig aufgeteilt. Jede Form von Mist unterliegt biologischen Ab- und Umbauprozessen, dabei wird zwischen aerobem und anaerobem Stoffwechsel unterschieden. Beim aeroben Stoffwechsel sind die Bakterien auf Sauerstoff angewiesen, während der anaerobe Stoffwechsel in einem sauerstofffreien Milieu abläuft. Es gibt Bakterien, die sowohl unter aeroben als auch unter anaeroben Bedingungen leben können. In der Regel sind die Ausscheidungen einer Bakteriengruppe Stoffwechselzwischenprodukte, die einer nächsten Bakterienart als Nahrung zur Verfügung stehen. Daraus ergibt sich eine zeitliche Prozessabfolge, die wir als «Rotte» bezeichnen. Milben, Asseln, Würmer usw. spielen bei der kurzfristigen Mistlagerung eine kleinere Rolle als bei regelmässig umgesetzten Mistmieten.

Unterschiedlicher Luftzutritt In einem geschichteten und verdichteten Miststock herrschen weitgehend anaerobe Bedingungen, aerobe Zonen gibt es nur am Rand und nur so weit, wie Sauerstoff Zutritt hat. Grösstenteils wird Laufstallmist heute mit Frontlader, Hof- oder Teleskop­ lader auf der dafür vorgesehenen Lagerstätte mehr oder weniger locker auf­ geschichtet. Es gibt sowohl verdichtete Zonen als auch grosse Hohlräume. Die klaren Grenzen zwischen aeroben und anaeroben Bedingungen verwischen. Damit entstehen kleinräumlich unterschiedliche Voraussetzungen für die folgenden Ab- und Umbauprozesse.

stoffarmen Umgebung. Die Lachgasbildung erfolgt unter zahlreichen Wechselwirkungen, da die Umsetzungsprozesse aufgrund des unterschiedlichen Ausgangsmaterials und der unterschiedlichen Lagerung sehr komplex sind. Vorhersagen der N2O-Emissionen sind daher laut Fachexperten äusserst unsicher und nicht selten widersprüchlich. Die Ergebnisse einiger Untersuchungen lassen immerhin die Aussage zu, dass die N2O-Emissionen bei erhöhter Lagerdichte von Mist grösser sind. Tiefstreumist enthält in der Regel mehr Stroh als Rindermist aus anderen Haltungsformen, deshalb ist auch die Lagerungsdichte geringer. Dieser Umstand ermöglicht einen höheren Gasaustausch, was wiederum durch den Umstand bestätigt wird, dass die N2O-Bildung bei sehr geringer und sehr guter Sauerstoff-Verfügbarkeit gehemmt wird.

Zusammenfassung Es ist bekannt, dass bei der Mistlagerung – wo auch immer – Emissionen entstehen. Sowohl Methan- als auch Lachgasemissionen sind das Ergebnis komplexer Wechselwirkungen zwischen biologischen Vorgängen und der Umwelt von Mikroorganismen. Da aber keine eindeutigen und klaren Aus­sagen der Wissenschaft vorliegen, ist es schwierig, auf Emissionen zu reagieren. ­Sicher ist, dass sie uns nach dem neusten Umweltbericht in Zukunft mehr beschäftigen werden.  n

Widersprüchliche Aussagen Emissionen von Methan (CH4) und Lachgas (N2O) aus Hofdünger sind eine Folge der mikrobiellen Umsetzungsprozesse von Kohlenstoff und Stickstoff. Methan wird ausschliesslich von anaeroben Organismen gebildet und tritt daher vorwiegend bei Gülle auf. Für die N2O-Emissionen aus Mist sind zwei Gruppen von Mikroorga­ nismen verantwortlich, nämlich nitrifizierende und denitrifizierende Bakterien. In beiden Fällen entsteht N2O in einer sauer-

Häufiges Umsetzen kann (muss aber nicht) die N 2O-Bildung durch N-Mineralisierung und Selbsterwärmung fördern.

1 2015  Schweizer Landtechnik

31


n  Management

Aus dem (Bauern-)Leben gegriffen: Jedes Jahr drückt ein Sujet dem aktualisierten Maschinenkostenbericht den Stempel auf. Diesmal ist es der heimatliche Futtertransport in winterlicher Bilderbuchidylle. (Bild: Massimo Regallo, Centro Foto Slide)

Maschinenkosten im Griff – Maschinenkosten im Licht Jährlich im September veröffentlicht Agroscope den aktualisierten Maschinenkostenbericht. Er ist ein wichtiges Managementinstrument und setzt den Massstab für die Praxis. Christian Gazzarin* Die Datensammlung enthält Grundlagen und Richtwerte für die überbetriebliche Entschädigung von über 600 Landmaschinen. In der Praxis sind die Entschädigungsansätze selbstverständlich verhandelbar und durch den Markt bestimmt. Immer beliebter wird die im Internet frei verfügbare Hilfe zur Berechnung der Maschinenkosten «TractoScope» (www.maschinenkosten.ch). Für das Jahr 2014/2015 fand wieder eine umfassende Neupreiserfassung aller Maschinentypen statt. Dabei gab es sowohl Preisanstiege als auch Preissenkungen, wobei die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr eher gering ausfielen. Aufgrund der Mittelwertbildung aus den Preisen der letzten zehn Jahre ergaben sich folglich nur vereinzelt Verschiebungen in den Anschaffungspreisen. Die Treibstoffpreise liegen unter dem Vorjahr, während die Folienpreise * Christian Gazzarin, Agroscope, Standort Tänikon

32

Schweizer Landtechnik  1 2015

praktisch auf dem gleichen Niveau verharren. Methodisch sind keine Veränderungen mehr zu verzeichnen, die grössere Revision wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen.

Neuerungen Eine Überarbeitung erfuhren die Gemüsebaumaschinen, wobei diverse neue Maschinen eingeführt wurden. Ebenso sind neue Maschinen aus dem Baubereich integriert worden (Kompaktbagger, Raupentransporter). Weiter wurden die Pressen mit zwei neuen Maschinen ergänzt (Quaderballenpresse mit Vorbauhäcksler, Press-WickelKombination Vario). Die kleineren Fräsmischwagen sind nun als SchneidschildFuttermischwagen aufgeführt.

Agroscope-Transfer: Katalog in Papierversion Die aufgeführten Richtwerte dienen in erster Linie als Verhandlungsgrundlage für die Ausleihe bzw. Miete von Maschinen. Als Vermieter treten normalerweise Landwirt-

schaftsbetriebe oder auch Maschinenringe auf. Als Papierversionen zirkulieren der Originaldruck, der von Agroscope unter der Reihe «Agroscope-Transfer» herausgegeben wird (Nr. 37/ 2014), der Wirz-Kalender, das Memento-Agricole sowie Abdrucke in bäuerlichen Zeitungen. Die letzteren drei Organe publizieren die Datensammlung in einer mehr oder weniger stark gekürzten Form. Nur der «Agroscope-Transfer» führt sämtliche Annahmen sowie auch die Richtwerte auf, die bei etwas höherer oder tieferer Auslastung resultieren. Die 52-seitige Publikation ist immer noch das klassische Nachschlagewerk, unabhängig von elektronischen Hilfsmitteln. Der Agroscope-Transfer «Maschinenbericht» kann über die E-MailAdresse biblio@agroscope.admin.ch abonniert werden.

«TractoScope» auf www.maschinenkosten.ch Die gedruckten Zahlen in der Papierversion sind nicht sakrosankt. Jeder weiss, wie divers


Management   n

die Landwirtschaft sein kann. Um die Berechnungen mehr an die individuelle Situation anzupassen, wurde das Excel-Tool «TractoScope» entwickelt. Der Nutzer kann die ganzen Berechnungen flexibel gestalten und seiner Situation anpassen. Hierbei können auch ganze Arbeitsverfahren berechnet werden, basierend auf einer Maschinenkombination mit Bedienungspersonen. Als Ergebnis resultiert ein Ansatz pro Stunde für die ganze Arbeit inklusive Maschinenkosten. Es ist naheliegend, dass «TractoScope» auch von Lohnunternehmern angewandt wird oder allgemein von Landwirten, die Arbeiten für ihre Nachbarn ausführen.

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Masch. var.

CHF 0.04 / AE

CHF 0.51 / m

Tarif extern (CHF / m3) Auslastung in m3

Kaufschwelle 4802,92 m3 (für Kauf oder Eigenausführung)

4 1000

Fixe Kosten

CHF 0.04 / AE

3

2000

3000

4000

5000

6000

7000

7700

7700

7700

7700

7700

7700

7700

2396,9

4793,7

7190,6

9587,4

11984,3

14381,1

16778,0

Externer Tarif

4000

8000

12000

16000

20000

24000

28000

Kosten pro m3

10,1

6,2

5,0

4,3

3,9

3,7

3,5

Variable Kosten

Variable Kosten je m

3

2,40

Arbeitsleistung anpassen! Für die Berechnung ganzer Arbeitsverfahren ist die Arbeitsleistung eine wesentliche Grösse. Hierfür bedarf es einer Abschätzung, wie viel Hektaren, Rundballen oder Fässer pro Stunde geleistet werden können. Dies ist natürlich eine sehr individuelle und standortspezifische Information. Deshalb beschränken sich die Arbeitsleistungen im Maschinenkostenbericht oder auch in der Standardeinstellung von «TractoScope» auf die reinen Feldarbeitszeiten (ohne Weg-, Rüst- und Störzeit)!.

«Trac-Sharing» und Kaufschwellenrechner Im Laufe der letzten Jahre sind in diesem Programm diverse weitere Funktionen eingebaut worden. Neben den klassischen Verfahrensberechnungen gibt es zwei weitere Berechnungsmodule mit Zusatznutzen. «Trac-Sharing» ist eine Hilfestellung beim gemeinschaftlichen Maschinenkauf. Bis zu sechs Teilhaber können zusammen eine Maschine kaufen und mithilfe des Programms am Ende des Jahres die Ausgleichszahlungen in Abhängigkeit von Auslastung und Investitionsbeitrag berechnen. Der Kaufschwellenrechner kann bestimmen, ab wann sich der Kauf einer Maschine lohnt oder die Miete allenfalls doch sinn­ voller wäre.

650 Ballen gepresst werden. Vorausgesetzt ist dabei ein Lohnunternehmerpreis von­ Fr. 15.– pro Balle (nur Pressen). Dabei werden vom eigenen Traktor nur die Grenz­ kosten (variablen Kosten) einbezogen. Auch diverse andere Verfahren lassen sich mit diesem Modul berechnen (siehe Tabelle oben). Bei Problemen bietet Agroscope eine telefonische Hilfestellung, indem die Maschine oder die Maschinenkombination online zusammen mit dem Nutzer durchgerechnet werden kann.

Ab wie viel Rundballen lohnt sich eine Rundballenpresse?

Soll ich einen Schleppschlauchverteiler kaufen?

Gewiefte Anwender können mit dem Kaufschwellenrechner auch ganze Verfahren durchrechnen. Soll ich eine Rundballenpresse kaufen oder doch lieber den Lohnunternehmer machen lassen? Anhand dieses Beispiels lässt sich unter den Standardannahmen berechnen, dass sich der Kauf einer Rundballenpresse erst lohnt, wenn mit der eigenen Presse jedes Jahr mindestens

Tabelle oben zeigt das Beispiel mit einem Schleppschlauchverteiler. Landwirt X überlegt sich den Kauf eines Vakuumfasses (8 m3) mit 12-m-Schleppschlauchverteiler. Anschaffungspreis: Fr. 74 000.–. In seiner Region bietet ein Lohnunternehmen den Vollservice zu Fr. 4.– je m3. Die Berechnung zeigt, dass er bei einem Kauf jährliche Fixkosten von Fr. 7700.– zu tragen hätte. Die

variablen Kosten liegen bei Fr. 2.40 je m3 (Traktor und Arbeitskosten inklusive). Die Kauf- oder Auslastungsschwelle liegt unter diesen Voraussetzungen bei rund 4800 m3 pro Jahr (600 Fässer), die mindestens ausgebracht werden müssten, um kostenmässig mit dem Lohnunternehmen gleichzuziehen. Sind es weniger, ist es günstiger, die Arbeit extern zu vergeben und auf den Kauf zu verzichten.

Mehr Service auf www.maschinenkosten.ch Maschinenkosten sind eine beträchtliche Kostenposition in der Schweizer Landwirtschaft. Mit dem überbetrieblichen Einsatz über Miete, gemeinsamen Maschinenkauf oder gegenseitiges Anbieten von Lohnarbeiten werden insgesamt die Auslastung der Maschinen erhöht und die Fixkosten gesenkt. Für die Umsetzung dieser Massnahmen hat Agroscope mit den erwähnten Hilfsmitteln einen wichtigen Beitrag geleistet – jetzt müssen sie nur noch genutzt werden.  n 1 2015  Schweizer Landtechnik

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V. l. n. r.: BLU-Geschäftsführer Alfred Schmid; Präsidiumsmitglied Andrea van Eijden (Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen) und mit Mikrofon BLU-Präsident Klaus Pentzlin. (Bilder: Ruedi Hunger)

Lohnunternehmer tanken an der DeLuTa Anfang Dezember war es wieder so weit: 12 000 Lohnunternehmer und Lohnunternehmerinnen und deren Teams trafen sich am Tagungsort in Münster zur Deutschen Lohnunternehmer-Tagung DeLuTa 2014. Mit von der Partie waren 220 fördernde Mitglieder des Bundesverbands Lohnunternehmer (BLU). Sie unterstützen die Veranstaltung durch deren ausgestellte Technik. Ruedi Hunger

Die teilnehmenden Firmen sorgten mit ihren Maschinen und Produkten für den richtigen Rahmen und das besondere Flair der DeLuTa. Organisiert von «Lohnunternehmer Schweiz» reisten über 80 interessierte Schweizer Lohnunternehmer, Lohnunternehmerinnen und Mitarbeiter zur DeLuTa in der Münsterlandhalle.

Mitreden, wenn es um die Zukunft geht: 10 Punkte für Image und Akzeptanz Der BLU empfiehlt seinen Lohnunternehmern, ein 10-Punkte-Papier für Image und Akzeptanz im Strassenverkehr und beim Arbeitseinsatz zu beachten und

umzusetzen. «Mit diesen Empfehlungen leisten wir im Interesse der Branche einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Akzeptanz in der Bevölkerung», so Alfred Schmid, BLU-Geschäftsführer. Zudem würden laut Schmid die Strassen, die Umwelt und die Energieressourcen geschont und der Strassenverkehr beruhigt. Andrea van Eijden, Präsidiumsmitglied betonte, dass der BLU mit den «10 Punkten für Image und Akzeptanz» drei Ziele verfolge: • Aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit stehe die Imageverbesserung der Berufsgruppe im Vordergrund, dabei spielen die Eigeninteressen der Lohnunternehmer keine Rolle.

•  Der Blickwinkel nach innen zeige, dass Lohnunternehmer und Mitarbeiter durch die Notwendigkeit anderer Verhaltensmuster im Rahmen der Arbeitserledigung nicht unerheblich betroffen sind. Dabei dürften mögliche wirtschaftliche Einbussen oder Einschränkungen nicht unterschätzt werden und sind zu erklären. • Aus dem Blickwinkel des Kunden müsse anerkannt werden, dass er andere Interessen als die Öffentlichkeit oder die Lohnunternehmer habe. Für den Kunden steht kostengünstige Arbeitserledigung zum optimalen Zeitpunkt im Vordergrund. Zudem vermute der Kunde durch Selbstbeschränkungen der Lohnunternehmer höhere Kosten. 1 2015  Schweizer Landtechnik

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optisol_inserat-turbo-seed-zn_4c_89x261.ai 1 07.01.2015 14:24:58


Report | Plattform   n

10 Punkte für Image und Akzeptanz •  Runter vom Gas: Immer der Situation angepasst fahren. •  Gute Mitarbeiter: Wir setzen auf versierte erfahrene Mitarbeiter. Sie erbringen die guten Leistungen. •  Mehr Rücksicht auf gewichtsbeschränkten Strassen: 30 km/h sind auf schmalen Strassen genug. •  Intelligente Verkehrsführung: Routen verkehrsgerecht und bürgerfreundlich planen. •  Landungssicherung und Sauberkeit: Dreck und Futter gehören nicht auf die Strasse. •  Sonntagsruhe beachten: Sonn- und Feiertagsarbeit nur noch in Ausnahmen. •  Nachtruhe einhalten: Keine Lärmbelästigungen während der Nacht. •  Information ist das A und O: Wir sorgen dafür, dass Sie gut informiert sind. •  Auf die Technik kommt es an: Moderne Maschinen bieten grosse Vorteile. •  Daten, Fakten, Leistungen: Gross und schwer ist keineswegs nachteilig.

läuft»?, fragte Bauer. Immer mehr Leute glauben, über Landwirtschaft Bescheid zu wissen, obwohl sie keine Ahnung hätten. Das äussere sich auch im Phänomen der kollektiven Sichtweisen. Gleichzeitig stelle man fest, dass das Selbstwertgefühl in der Landwirtschaft von Generation zu Generation abnehme. Sein Grossvater sei noch stolzer Bauer gewesen – heute würden es viele Bauern meiden, offen zu ihrem Beruf zu stehen. Die Landwirtschaft argumentiere immer mit Zahlen, Daten, Fakten («ZDF»). Damit würde aber vieles ausgeblendet. Wir müssten uns vermehrt bewusst werden, dass ausgeblendetes nicht mit Verständnis honoriert wird. Zum Schluss sagte Bauer: «Wir können nicht gegen die Gesellschaft produzieren. Gleichzeitig müssen Landwirte lernen, den anderen zu verstehen und mit ihm auf gleicher Augenhöhe zu diskutieren.»  n

Wertvolle Kontakte Roman Wachter aus Mels SG fährt gelegentlich bei einem Lohnunternehmer und konnte zusammen mit Kollegen die Deutschen Lohnunternehmer-Tage in Münster besuchen. «Ich nutzte den Besuch der DeLuTa zur Weiterbildung. Zudem finde ich, dass der direkte Kontakt zum Hersteller oder Konstrukteur sehr wertvoll ist und zu guten Gesprächen führt.» Und weiter meinte Roman Wachter: «Mich interessiert auch, welche Maschinen neu auf dem Markt sind, dabei musste ich feststellen, dass die (Lohnunternehmer-)Maschinen in Deutschland noch um einiges grösser sind als in der Schweiz.»

Das war auch DeLuTa Für den DeLuTa-Besucher gibt es neben den Firmenpräsentationen und den damit verbundenen Fachgesprächen die einzigartige Möglichkeit, zahlreiche Vorträge zu besuchen. In verschiedenen Foren konnte man aus über 50 Referaten und Podiumsdiskussionen seine Lieblingsthemen aussuchen. Eine themenbezogene Aktionsbühne befasste sich mit Betriebswirtschaft im Lohnunternehmen, und an beiden Tagen wurde ein spezifisches Frauenfachprogramm geboten. Schliesslich bekamen die Fachhochschulen, der «Junge BLU» und die LU Agrarelektronik GmbH eine Plattform, um dem Besucher ihre Anliegen und Produkte näherzubringen.

Ein guter Mitarbeiter in einem Lohnunternehmen hat ebenso ein Auge für die Details wie für die grossen Maschinen.

Herausgepickt… Jörg Bauer, Öffentlichkeitsberater und Landwirt mit 300 Schweinen, sagte, dass die Grundlagen für das Verständnis zur Landwirtschaft im Kindesalter bis etwa zehn Jahre gelegt werden. Das Wissen der Kinder stamme zu 80 Prozent aus Kinderbüchern, die ein unrealistisches Bild der Landwirtschaft vermitteln. Im jungendlichen Alter stamme dann das Wissen aus den Medien. Untersuchungen hätten gezeigt, dass 97 Prozent der Deutschen noch nie in einem Stall gewesen seien. «Wie sollen die wissen, wie es da

Immer professioneller Lohnunternehmen erfreuen sich einer stetigen Nachfrage nach ihren Dienstleistungen. Auch wenn das Auftragsvolumen wächst, ist die Rentabilität oft zu niedrig. Individuelle Beratung und allgemeine fachliche Unterstützung in Betriebswirtschaft, Rechtsfragen und Unternehmensführung sind Dienstleistungen des Bundesverbands Lohnunternehmer. Über 2000 Lohnunternehmer, begleitet von 350 Fördermitgliedern, lassen sich durch das professionelle Netzwerk des Bundesverbands Lohnunter-

nehmer, seiner Landesverbände sowie seiner Landes- und Fachgruppen betreuen und in Politik, Wirtschaft und Verwaltung vertreten. «Die heutigen Rahmenbedingungen des BLU sind dafür verantwortlich, dass die Mitgliederzahlen ständig steigen. Es zeigt sich, dass die Lohnunternehmer dabei sein wollen, um damit von einer starken Berufsorganisation profitieren zu können», sagte Klaus Pentzlin, seines Zeichen BLU-Präsident, das Netzwerk der Deutschen Lohnunternehmer.

1 2015  Schweizer Landtechnik

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n  Plattform | Report

Im thurgauischen Balterswil wird der Neubau der Agrar Landtechnik AG in diesen Tagen sukzessive bezogen. (Bilder: zVg)

GVS Agrar AG und ihre beiden Töchter Die GVS Agrar AG unter der Leitung von Ugo Tosoni nutzte die AGRAMA-Kulisse, um über die administrative Aufgliederung in drei selbstständige Geschäftsbereiche zu informieren. Ueli Zweifel

Wie in den Vorjahren beanspruchte die GVS Agrar AG, Schaffhausen, für ihr Traktoren- und Landmaschinenprogramm an der AGRAMA eine Halle für sich. Nicht von ungefähr: Mit ihrer beeindruckenden Produktpalette im Premiumbereich zählt das Unternehmen als Tochterfirma der GVS-Gruppe zu den grössten Landtechnikanbietern in der Schweiz. Mit der Aufgliederung in die Geschäftsbereiche GVS Agrar AG, die Agrar Landtechnik AG und GVS Fried AG werden folgende Hauptziele verfolgt: 38

Schweizer Landtechnik  1 2015

•  den Platzproblemen am Hauptsitz in Schaffhausen auszuweichen, •  klar abgrenzbare Maschinengruppen können an den Standorten zusammengefasst werden, •  durch die örtliche Trennung von Traktoren und Landmaschinen wird die faktische und die emotionale Verknüpfung der beiden Geschäftsbereiche vermieden, •  Konkurrenzsituationen durch Produktüberschneidungen bei der Erntetechnik der einschlägigen Marken lassen sich vermeiden.

GVS-Agrar AG Am Hauptsitz von GVS-Agrar in Schaffhausen verbleibt die Kernkompetenz des Traktorengeschäfts. Dieses nahm seinen Anfang bekanntlich vor 50 Jahren. Damals baute der Genossenschaftsverband Schaffhausen die Landmaschinenabteilung stark aus und verkaufte den ersten Fendt-Traktor. Die Geschäftsbeziehungen zum Marktoberdorfer Unternehmen blieben trotz Firmenfusionen unverbrüchlich – und prosperierten. So entsprach es einer gewissen Folgerichtigkeit, dass im Zuge der


Management   n

Zusammenschlüsse im AGCO-Konzern die Marken Massey Ferguson und Valmet (Valtra) ihre Schweizer Heimat ebenfalls in Schaffhausen fanden. Die drei Traktorenmarken je mit unterschiedlicher Stossrichtung («Variabilität bei Valtra», reiche und langjährige Erfahrung bei «Massey Ferguson» und «Spitzentechnologie bei Fendt») unter dem Dach der neuen GVS Agrar AG erhalten am alten Standort mehr Raum und die komplette Infrastruktur für die markenspezifische Betreuung sowie den Wartungsund Reparaturdienst.

GVS Fried AG Die GVS Fried AG in Koblenz entstand als Tochterfirma der GVS Agrar AG 2008 aus der Übernahme der Fried Maschinen AG (Importeur von Laverda) und durch die GVS-Gruppe. Der Standort in Koblenz bot von vornherein die Gelegenheit, Marken emotional und geografisch auseinanderzuhalten, die zwar von Schaffhausen aus betreut worden sind, aber am Markt grundsätzlich in einem Konkurrenzverhältnis bestehen müssen. Bei der Erntetechnik zeichnete sich dies insbesondere ab, als die Entwicklung des Feldhäcksler Fendt Katana Tatsache wurde, eine direkte Konkurrenz zur Krone-BiG-X-Palette. Ähnliches trifft auch auf das Rund- und Quader­ ballenprogramm von Fendt und MF zu, während die Mähdrescher schon zur Ära

Einheitlicher Auftritt – grosse Produktvielfalt Die GVS Agrar AG und ihre beiden Tochterfirmen verfolgen eine konsequente Mehrmarkenstrategie im oberen Qualitätssegment. Die Servicé und Dienstleistungen bei den Kunden werden schweizweit einerseits durch acht eigene Werkstattfilialen erbracht und andererseits durch 8 Valtra-, 52 MF und 48 Fendt-Händler bei den Traktoren. Bei der Agrar Landtechnik AG verkaufen 90 Händler in den meisten Fällen sowohl das Agrar als auch das Krone-Programm. Dreissig Händler sind für die Horsch-Palette zuständig und der Kramer-Vertrieb ist im Aufbau begriffen. Eine wichtige Marketingmassnahme ist bei aller Unterschiedlichkeit von Marken und Produkten der einheitliche Auftritt der Markenvertretungen in der ganzen Schweiz und die intensive Betreuung und Schulung vom Mutterhaus aus.

Fried in Koblenz zu Hause waren. Nicht von ungefähr sind in Koblenz auch die extrem aufwendigen Spezialfahrzeuge wie Challenger Raupentraktor und TerraGator angesiedelt.

Agrar Landtechnik AG Bekanntlich geht im thurgauischen Balterswil die Bauphase für ein neues Produktions und Handelszentrum dem Ende entgegen. «Balterswil» wurde auf einer Linie von Koblenz über Schaffhausen am Nordrand der Schweiz zum idealen dritten Standort der beim Genossenschaftsverband Schaffhausen beheimateten Landtechnik auserkoren. Bei der Agrar Landtechnik AG sollen alle Produkte und Landmaschinen zusammengefasst werden ausser Radtraktoren, die, wie gesagt, in Schaffhausen verbleiben, sowie alle Erntemaschinen von Massey Ferguson und Fendt und auch die Challenger Spezialfahrzeuge. Vorzeigeprogramm erster Güte bleibt­ in Balterswil die erfolgreiche Weiterentwicklung und die Fabrikation der AgrarLandmaschinen. Die Basis wurde, in jüngerer Zeit, 2001 durch den Zusam­menschluss von GVS-Landmaschinen und Agrar AG gelegt, mit dem erklärten Ziel – trotz Hochpreisinsel die Schweizer ­Produktion nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern auszubauen. Dank Produktinnovationen und Qualitätsarbeit sind die Weichen auf Prosperität gestellt. Als grossen Erfolg wird auch die Belieferung von Aebi Schmidt mit Ladewagenaufbauten gewertet. Und die Pläne gehen dahin, Produkte der Agrar Landtechnik AG sogar zu exportieren. In Balterswil wird zudem eine Palette von Handelsprodukten in ihrer ganzen Breite verfügbar sein. Dabei geht es um die renommierten Fabrikate der mittelständischen Unternehmungen von Krone, Horsch, Kramer usw. Erwähnt sei auch Leica Geosystems als Herstellerin von Spurführungssystemen. Krone deckt im Ladewagenbereich den Bedarf im obersten Kapazitätssegment, die Agrar Landtechnik den Bereich in einem mittleren Segment und bei der Hangmechanisierung. Sodass man sich also auch in diesem Fall beim Maschinenportfolio der GVS-Gruppe nicht in die Quere kommt. Als eine wichtige Klammer zwischen den Standorten von Schaffhausen und Balterswil bleibt das Ersatzteillager: Sowohl für die Traktoren als auch für die Land-

maschinen wurde dieses in Schaffhausen ausgebaut, modernisiert und zusammengefasst. Mit einer Lieferbereitschaft von 97  % werden die Ersatzteile für alle­ Fabrikate konfektioniert und an die Fachwerkstätte ausgeliefert. Der Ersatzteildienst für die Grossmaschinen wird hingegen von Koblenz aus sichergestellt.  n

Markus Angst führt als Verkaufsleiter der GVS Agrar AG das AGCO-Traktorengeschäft. Er wird dabei von 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt.

Das spezielle Geschäft mit Grosserntemaschinen, geprägt durch kleine Stückzahlen und extrem hohem Investitionsvolumen, wird von Werner Müller zusammen mit neun Mitarbeitern betreut.

Geschäftsführer der Agrar Landtechnik AG ist Ivo Fausch; ihm werden 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. Aussendienst) zur Seite stehen. 1 2015  Schweizer Landtechnik

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n  Sicherheit | Hof und Feld

Brisanz der Unfallverhütung im Bauernwald Die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) wurde 1954 gegründet. Ruedi Burgherr ist seit 1981 Geschäftsführer der Organisation. Es bot sich die Gelegenheit, mit ihm über die Bedeutung und neue Aspekte der Unfallprävention zu sprechen. Ruedi Hunger, Ruedi Burgherr Ruedi Burgherr im Praxiseinsatz: Know-how und Unfallprävention haben bei Waldarbeiten höchste Priorität. (Bilder: Beratungsstelle für Unfallverhütung)

men müssen auch koordiniert werden, weil wir ja auch in Suva-Betrieben Dienstleistungen anbieten. Die engste Zusammenarbeit ist sicher im Bereich Forst. Da gibt es eine ständige Arbeitsgruppe. In dieser sind auch Waldwirtschaft Schweiz, die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) vertreten.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft, mit Sitz in Schöftland (AG), wird in landwirtschaftlichen Kreisen kurz BUL genannt. Als private Stiftung nimmt die BUL ihre Aufgabe als Dienstleister im freien Markt wahr. Sie hat als Stiftungszweck die Aufgabe, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz in der Landwirtschaft zu fördern. Schweizer Landtechnik: Seit über dreissig Jahren ist für Sie Unfallverhütung das «tägliche Geschäft». Woher nehmen Sie die Motivation, sich nach so langer Zeit immer noch voll für die Unfallverhütung zu engagieren? Ruedi Burgherr: Als ich vor 35 Jahren eingestiegen war, funktionierte die BUL für die Deutschschweiz noch als Einmannbetrieb. Seither konnte ich sehr viel bewirken und aufbauen. Die Technik hat sich geändert, und die Tätigkeitsfelder sind wesentlich breiter geworden. So arbeiten wir heute auch ausserhalb der Landwirtschaft für Dritte. Unsere Kunden für Schulungen und Beratungen sind Gärtner, Molkeristen, die Suva, Baufirmen und viele mehr. In der Landwirtschaft reden wir heute von Prävention und nicht mehr 40

Schweizer Landtechnik  1 2015

nur von Unfallverhütung. Prävention umfasst Arbeitssicherheit, Unfallverhütung, Gesundheitsschutz, Ergonomie und Gesundheitsförderung. Persönlich finde ich die Aufgabe spannend. Es ist eine gute Mischung, um meine theoretischen und praktischen Fähigkeiten einzubringen. Der Job passt auch gut zu meinen christlichen Werten und meiner Überzeugung, denn wir sind Dienstleister für unsere landwirtschaftliche Bevölkerung. Man muss auch weitermachen können, wenn man keine Lorbeeren erntet. Im Gegensatz zur schweizerischen Unfallversicherung Suva beschäftigt sich die BUL ausschliesslich mit der Unfallprävention im Bereich der Landwirtschaft. Gibt es eine Verbindung oder gar eine Zusammenarbeit mit der Suva? Die Suva macht Prävention in den ihr zugeteilten Bereichen. Im Gegensatz zu uns kann die Suva Massnahmen verfügen, wir müssen die Kunden überzeugen. Zudem ist die Suva gleichzeitig eine Versicherung, auch das macht einen Unterschied. Die Suva ist bei uns im Stiftungsrat vertreten. Zudem gibt es einige gemeinsame Arbeitsgruppen, die sich aber eher sporadisch treffen. Gewisse The-

Die BUL lancierte 2001 die Kampagne «Profi im eigenen Wald». Was war der Auslöser für diese Kampagne, und ist diese noch aktuell? Gewiss ist die Aktualität nach wie vor gegeben, denn die Unfälle im Privatwald sind immer noch zu hoch. 1996 trafen sich erstmals alle beteiligten Organisationen zu einer Aussprache. Mit am Tisch war auch das BAFU, weil es wegen der hohen Unfallzahlen um das Image des Waldes besorgt war. Miteinbezogen wurden auch die Anbieter von Motorsägen. Im Jahre 2000, kurz nach «Lothar», wurde dann anlässlich der Präventionstagung der BUL in Elm die Kampagne «Profi» im eigenen Wald gestartet. Wichtig ist, dass die Anführungszeichen am richtigen Ort stehen. Denn jeder muss ein «Profi» sein für das, was er tut. Die Hauptaussage ist: Mach nur, was du kannst oder bilde dich dazu aus. Das Gleiche gilt für die technische Ausrüstung. Wer nicht die entsprechende Technik hat, soll verzichten resp. nur das tun, wozu er die Ausrüstung hat. Dies kann auch eine Axt oder ein Spalthammer sein. An welche Berufsgruppe richtet sich die Kampagne «Profi» im eigenen Wald? Die Kampagne richtet sich an alle Privatwaldbesitzer und diejenigen, die nicht als berufliche Forstleute im Wald arbeiten. Die grösste Zielgruppe kommt aus der Landwirtschaft.


Hof und Feld | Sicherheit   n

BUL-Geschäftsführer Ruedi Burgherr

Was beinhaltet diese Kampagne? Wer im Wald arbeitet, braucht die nötige Erfahrung sowie die erforderliche Aus- und Weiterbildung. Vor jeder Arbeit muss man sich folgende Fragen stellen: •  «Bin ich fähig, diese Arbeit sicher auszuführen, habe ich die nötige Ausrüstung»? «Kann ich mir die nötigen Fachkenntnisse erwerben»? •  «Muss ich die Arbeit einem Unternehmer übergeben, der die Arbeit professionell und sicher ausführt?» Wer an seinen Fähigkeiten zweifelt, soll den zweiten oder dritten Weg wählen. Ein solcher Auftrag kann auch an Forstunternehmer oder erfahrene und richtig ausgerüstete Landwirte erteilt werden. Es lohnt sich nicht, Risiken einzugehen. Zudem sind Forstunternehmer oft in der Lage, das Holz zu übernehmen.

Wichtig ist, dass die An­führungszeichen am richtigen Ort stehen. Denn jeder muss ein «Profi» sein.

man die Motorsäge, die grundsätzlichen Sicherheitsbestimmungen und das Fällen einfacher, gerade gewachsener Bäume kennen. In der zweiten Woche kommen dann die Spezialfälle zur Anwendung. Eine dritte Woche ist dem Rücken gewidmet. Wer im Wald arbeitet, benötigt eine vollständige persönliche Schutzausrüstung (PSA). Was gehört dazu? Das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung im Forst ist nicht abhängig von der Witterung. Ob es sehr kalt, sehr nass oder sehr heiss ist, die persönliche Schutzausrüstung muss immer getragen werden. Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören: • Forsthelm mit Gehör- und Gesichtsschutz, evtl. Nackenschutz • auffällige Forstbluse oder T-shirt • Schnittschutzhose • Forstschuhe oder -stiefel • Handschuhe • mit Vorteil funktionelle Unterwäsche In den letzten Jahren wurde die Forstkleidung punkto Tragekomfort stark weiterentwickelt und verbessert. Der Tragekomfort von Schnittschutzhosen ist abhängig vom Oberstoff, vom Schnitt, von den Taschen und vom Schnittschutz.

Wer Waldarbeiten durchführt, braucht minimale Kenntnisse über Gefahren und sichere Arbeitsweise. Diese Kenntnisse erwirbt man sich entweder in einem Kurs oder in Zusammenarbeit mit kompetenten Mitarbeitern. Die Informationskampagne «Sicherheit im Privatwald» wird gemeinsam von BAFU, Suva, WVS, bfu und BUL getragen und vom BAFU unterstützt.

Neben der forstwirtschaftlichen Unfallverhütung gibt es in der Landwirtschaft noch weitere unfallträchtige Bereiche. Wo ist weiterer, dringlicher Handlungsbedarf vorhanden? Ja, die gibt es: Kinderunfälle, Traktorstürze, Stürze in die Tiefe, mangelhafte Leitern und Unfälle mit Maschinen, z. B. wegen mangelhafter Gelenkwellen. Die BUL hat zu jedem dieser wichtigen Themen eine Broschüre. Diese sind im Ordner «Prävention Landwirtschaft» gesammelt. Dieser Ordner sollte in keinem Betrieb fehlen. Zum Ordner gehört ein Abonnement, damit die aktualisierten oder neuen Broschüren und Flyer nachgeliefert werden.

Wie sieht Ihrer Meinung nach eine minimale Sicherheitsausbildung aus? Ein wichtiger Punkt der Kampagne ist, den Zugang zu Holzerkursen zu erleichtern. Deshalb wurde folgende Internetadresse geschaffen: Für den vereinfachten Zugang zur Aus- und Weiterbildung wurden die Stützpunktbetriebe eingerichtet. Hier können sich die Interessierten direkt für Kurse anmelden. Diese Stützpunktbetriebe findet man auch unter obiger Internetadresse. Die Arbeitsgruppe hat eine minimale Sicherheitsausbildung definiert. Diese dauert mind. zehn Tage. In den ersten fünf Tagen lernt

Rückblickend auf 2014. Welche Bilanz ziehen Sie aus Sicht der Unfallverhütung? Grundsätzlich konnten wir wieder vielen Landwirten die Prävention erklären und sie motivieren, etwas zu tun. Es gab aber auch wieder Unfälle, die es nicht geben dürfte, z. B. einen tödlichen Unfall mit einer Silofräse. Ich wünsche mir noch mehr Möglichkeiten, um den Landwirten Prävention näherzubringen. Allerdings muss man überzeugt sein, alles für sich, seine Familie, die Angestellten und die Gäste zu tun. Ein leidiges Thema sind auch die Kinderunfälle. Mehrmals gab es Unfälle, weil Eltern den Kindern zu sehr vertrauten, um mit land-

Fünffache Sicherheit Die Kampagne für mehr Sicherheit im Bauern- und Privatwald «Profi» im eigenen Wald orientiert sich an den fünf Hauptpunkten. 1. Aus- und Weiterbildung 2. Persönliche Schutzausrüstung 3. Sichere Maschinen und Geräte 4. Korrekte Arbeitshilfsmittel 5. Arbeitsorganisation Im Sinne der Punkte 2 und 4 bietet die BUL ein modernes Sortiment an Produkten, die die Waldarbeit erleichtern und sicherer machen.

wirtschaftlichen Fahrzeugen zu fahren. Mehrmals fuhren auch Personen in der Frontschaufel mit, was tödlich oder mit schweren Unfällen enden kann. Haben Sie Visionen für das neue Jahr oder auf längere Sicht hinaus? Ja, ich hätte noch viele Ideen, aber nicht alle lassen sich realisieren. Ein Beispiel wäre ein «Hofservice». Wir würden mit einem Lieferwagen die Betriebe besuchen, um Persönliche Schutzausrüstungen zu zeigen, zu beraten und die Wartung an den Geräten vorzunehmen. Mit den heutigen Betriebskontrollen machen wir nur eine statische Aufnahme. Eine andre Idee wäre, die Landwirte mindestens einen Tag zu begleiten

«Prävention Landwirtschaft. Dieser Ordner sollte in keinem Betrieb fehlen.» und Verhaltensfehler und technische Mängel aufzuzeigen. Dies wäre auch wichtig während der Waldarbeit. Wenn eine Motorsäge heult, müsste man hingehen und die Situation analysieren. Auch für den sicheren Strassenverkehr gäbe es noch viel zu tun, obwohl wir da schon sehr viel machen, Informationen bieten z. B. der BUL-Kalender und die Broschüren. Im Namen der «Schweizer Landtechnik» möchte ich Ihnen, Herr Burgherr, für das Interview danken. Unfälle passieren nicht einfach so – die werden verursacht: Herzlichen Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BUL für ihre stetigen Bemühungen der Gesundheitsförderung und der Unfallverhütung in der Landwirtschaft.  n 1 2015  Schweizer Landtechnik

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n  Sicherheit | Hof und Feld

Krank machender Staub auf dem Betrieb – was ist dagegen zu tun?

Strohauflösegeräte erleichtern die Arbeit massiv, durch das Anfeuchten mit Wasser unmittelbar vor dem Auflösen wird ein Teil des Staubes gebunden. (Werkbild)

Atemwegserkrankungen nehmen bei in der Landwirtschaft beschäftigten Personen einen Spitzenplatz ein. Meistens ist Staub die Ursache dieser Erkrankungen. Gerade wenn die Atemwege ständig durch Staub belastet werden, kann dies abhängig von Staubzusammensetzung und Teilchengrösse zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Speziell gefährlich ist der ganz feine Staub, der in der ruhenden Luft über viele Stunden schwebt, ohne sich abzulagern. Ruedi Hunger Ein erwachsener Mensch macht ohne körperliche Belastung pro Minute 12 bis 20 Atemzüge. Dabei wird jeweils etwa ein halber Liter Luft aufgenommen. Pro Tag werden somit rund 12 000 Liter Luft eingeatmet. Dieser Wert kann bei körperlich schwerer Arbeit um bis das Zehnfache höher sein. Die Bronchien sind mit einer speziellen schleimhaltigen Schicht, der Bronchialschleimhaut, ausgekleidet. Diese aus «Flimmerhärchen» bestehende Schicht verklebt und vermischt die eingeatmeten Fremdstoffe mit zähem Schleim und fördert das Gemisch aus der Lunge in Richtung Mund.

Entscheidende Teilchengrösse Hohe Staubbelastung überfordert den Selbstreinigungsmechanismus der Atem42

Schweizer Landtechnik  1 2015

wege. Die Schleimhaut der Bronchien verändert sich, und die Flimmerhärchen sterben ab. Als Folge davon sammelt sich überflüssiger Schleim, der regelmässig abgehustet werden muss. Die Teilchengrösse entscheidet, ob der eingeatmete Staub durch den Selbstreinigungsmechanismus aufgehalten wird oder ob der Staub letzteren ungehindert passiert und tief bis in die Lungenbläschen eindringen kann. Ist dies der Fall, wirken die im Staub enthaltenen Bestandteile je nach Art reizend, toxisch, allergieauslösend oder infektiös. Treten regelmässig solche Belastungen auf, können sich daraus Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis, Asthma, Farmerlunge oder Inhalationsfieber entwickeln.

Ohne Belastung atmet ein erwachsener Mensch täglich rund 12 000 Liter Luft ein. Unter Belastung steigt diese Menge um bis das Zehnfache. (Bilder: Ruedi Hunger)

Chronische Bronchitis Chronische Bronchitis ist die häufigste Atemwegerkrankung in der Landwirtschaft. Die dauernde Entzündung der Bronchien entwickelt sich über mehrere Jahre. Typisch ist das Husten mit erhöhter Auswurfmenge morgens.


Hof und Feld | Sicherheit   n

Im Staub der Stallluft gibt es: •  Futtermittelbestandteile •  Pflanzliche Allergene •  Milben und deren Ausscheidungen •  Pilzsporen •  Tierische Allergene (Tierhaare, Hautschuppen, Federn) •  Bakterien •  Endotoxine (Teile von abgestorbenen Bakterien) •  Viren •  Ammoniak •  Rückstände von Desinfektionsund Reinigungsmitteln •  Mineralstäube

Feinstaub-Begriffe •  Aerodynamischer Durchmesser. Luftgetragene Partikel sind sehr unterschiedlich in Bezug auf Grösse und Dichte, daher kann ihnen nicht einfach ein Durchmesser zugeordnet werden. Der aerodynamische Durchmesser entspricht jenem Durchmesser, den ein kugelförmiges Teilchen der Dichte 1 g / cm3 aufweisen müsste, damit es die gleiche Sinkgeschwindigkeit in Luft aufweisen würde wie das betrachtete Teilchen. •  Feine Partikel. Staubteilchen mit einem aerodynamischen Durchmesser unter 2,5 µm (PM2,5). •  Grobe Partikel. Staubteilchen mit einem aerodynamischen Durchmesser von 2,5 bis 10 µm. •  PM... «Particulate Matter» Definition der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA zu Feinstaub und dessen aerodynamischem Durchmesser; aus dem Jahre 1987. •  Ultrafeine Partikel. Staubteilchen mit einem aerodynamischen Durchmesser unter 0,1 µm. Ergänzung zu PM10 bzw. PM2,5: Partikelgrössen die jeweils einen Einlass (10 bzw. 2,5 µm Durchmesser) mit einer 50 %igen Abscheideeffizienz passieren. •  Primäre Partikel. Staubteilchen, die direkt als Partikel in die Luft gelangen. •  Sekundäre Partikel. Staubteilchen, die sich erst in der Atmosphäre aus Vorläufergasen (SO2, NOx, NH3, usw.) bilden. (Quelle: BAVU)

Asthma: Staub kann in den Bronchien durch Reiz ein nichtallergetisches Asthma auslösen. Als Folge davon entzündet sich die Bronchialschleimhaut. Zusätzlich kommt es zu einer anfallartigen, krampfhaften Verengung der Bronchien, begleitet von Atemnot. Farmerlunge: Hierbei handelt es sich um eine allergisch-entzündliche Reaktion der Lungenbläschen, verursacht durch das Einatmen von Staub, welcher Sporen bestimmter Schimmelpilz- und Bakterienarten enthält. Inhalationsfieber: Als Ursache für das Inhalationsfieber werden vor allem die beim Absterben einiger Bakterienarten freigesetzten Endotoxine angesehen. Endotoxine kommen vor allem in Geflügelund Schweinemastställen in hohen Konzentrationen vor. Die Frage, ob im Stall die Henne oder der Manager für Staub (und Ammoniak) verantwortlich ist, kann mit «sowohl als auch» beantwortet werden. Staubemissionen werden haupt-

sächlich durch die Aktivität der Hühner verursacht; diese wiederum wird beispielsweise durch das Lichtprogramm beeinflusst. Die Ammoniakbelastung, die indirekt auch wieder zu Teilchenbelastung der Atemluft führt, entstammt dem Kot der Hühner.

Belastung reduzieren Eigentlich kann es einfach formuliert werden: Je länger und intensiver die Belastung durch Staub, desto grösser ist das Risiko zu erkranken. Folglich muss zur Vermeidung von Atemwegerkrankungen die Staubbelastung möglichst tief gehalten werden. Staub und seine Bestandteile werden einerseits durch Futtermittel und Einstreu in die Stallluft gebracht. Anderseits sind die Tiere Quelle für organische Bestandteile in der Stallluft (Tierhaare, Federn, Hautschuppen). Ebenso kommen Bakterien in grosser Anzahl in allen Ställen vor. Schliesslich wird die Stallluft

durch Viren, Bakterien und Pilze belastet. Oft wird vergessen, dass sich auch die zur Reinigung und Desinfektion in der Tierhaltung eingesetzten Stoffe in der Stallluft wiederfinden.

Persönliche Schutzmassnahmen Im Vordergrund steht die persönliche Schutzausrüstung. Dazu zählen partikelfiltrierende Halbmasken, wie sie im Fachhandel bezogen werden können (BUL, Landi). Beim Kauf ist auf die notwendige Schutzklasse zu achten (mind. FFP2, zweifache Bänderung und ein Ausatmungsventil). Zum Schutz vor Allergenen sollte die Arbeitskleidung Arme und Beine bedecken. Eine wirkungsvolle Massnahme ist die konsequente «SchwarzWeiss-Trennung» bei der Stallkleidung. Diese Massnahme ist mithilfe von zwei getrennten Kleiderschränken durchführbar. Damit wird erreicht, dass Stallkleider von den übrigen Kleidern getrennt werden und damit Staubbestandteile vom Stall nicht in den Wohnbereich mitgenommen werden.

Organisatorische Massnahmen

Beim Pressen übernimmt die Fahrerkabine des Traktors weitgehend die Funktion der «persönlichen Schutzausrüstung». Das spätere Aufbereiten der Ballen (Einstreuen) belastet aber Mensch und Tier mit Staub.

Technisch-bauliche Schutzmassnahmen zur Vermeidung von Staub sollen beim Befüllen, Umfüllen, Abwerfen und Zerkleinern von Futtermitteln die Belastung reduzieren. Gesundheit und Wohlbefinden von Mensch und Tier hängen im Wesentlichen von der Luftqualität im Stall ab. Optimierte Lüftung mit guter Luftführung und erhöhte Luftaustauschrate rechtzeitig vor Arbeitsbeginn optimieren die Luftqualität. Zu den organisatorischen Schutzmassnahmen zählt auch die Vermeidung von Staubaufwirbelungen durch Unruhe unter den Tieren.   n 1 2015  Schweizer Landtechnik

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n  Passion | Event

Ueli Haslebacher neben seinem Vevey V2 von 1939 mit CLM-CR-2-2-Takt-Gegenkolbenmotor, daneben der S.A. von 1945 mit Saurer-CBDC-485-D-Motor, dahinter knapp sichtbar der Flugzeugschlepper MC 3. (Bilder: Dominik Senn)

Ins – wo die Vevey-Traktoren sind Nicht in Vevey – nein, im bernischen Ins, auf dem Lindergut von den Landwirten Ueli und René Haslebacher, ist der Traktor vom Lac Léman heimisch geworden. Die Sammlung wird bald unter einem neuen Dach vereint. Dominik Senn Grosses haben Ueli und René Haslebacher im bernischen Ins vor. Sie sind am Aufbau einer privaten Vevey-Traktorensammlung, die jetzt schon die grösste der Schweiz ist: Ueli: «Mich stört, dass es kein VeveyTraktorenmuseum gibt. Der Vevey hat es verdient, dass man ihm ein Denkmal setzt.» Die Sammlung umfasst derzeit über zwanzig dieser Oldtimer, allesamt von ihm und seinem technischen Berater Daniel Jenni in einer eigenen Werkstatt restauriert. Jenni, ein Freund seit der

Schulzeit, war vor der Pensionierung Landtechniklehrer am kantonalen Info­ rama Seeland in Ins; er ist bekannt als «Daniel Düsentrieb», der als schulischen Höhepunkt seinen Unterrichtsklassen schon einmal ein Düsentriebwerk vor­ geführt und manches Schnittmodell von Motoren und Getrieben selber geschaffen hat. Auf dem Lindergut versahen zwei VeveyTraktoren ihren Dienst, die Uelis Vater Hans angeschafft hatte, der erste war der

583 D, Jahrgang 1954, mit einem Dreizylinder-Perkins-Dieselmotor von 27  PS Leistung, der zweite der 584, ein Vierzylinder, 36 PS. Ueli Haslebacher war schon als Bub fasziniert von diesen zuverlässigen Stahlrössern, die auf dem Betrieb vielseitig einsetzbar waren. «Bei Vevey waren hervorragende Ingenieure am Werk, allen voran Charles Boudry und anschliessend Jean-André Crottaz», sagte er. «Obschon die ‹Ateliers de Construction Mécaniques de Vevey›, (ACMV), keine reinen Trakto-

Das Lindergut in Ins Die Siedlung Lindergut in Ins BE wurde im Jahre 1890 (nach der ersten Juragewässerkorrektion) durch eine Familie Linder gebaut und nach einem Handwechsel 1936 durch die Schweizerische Genossenschaft für Gemüsebau SGG Kerzers ersteigert. Erstes Werkführer-Ehepaar ab 1944 waren Hans und Marie Hasle­bacher Benninger, abgelöst 1974 durch Sohn Ueli mit Gattin Silvia, geborene Bühler. Das Paar erwarb den Hof 1999 von der SGG bzw. Coop Schweiz, Basel. 2004 ging Ueli mit Sohn René Haslebacher eine Betriebsge­ meinschaft ein, 2008 eine Ackerbaugemeinschaft mit der Nachbars-Betriebsgemeinschaft Urs und Peter Jenni. Seit 2013 ist der Betrieb in den Händen von Sohn René Haslebacher. Die neue Heimat der alten Vevey-Traktoren: das Lindergut in Ins BE.

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Schweizer Landtechnik  1 2015


Passion   n

renbauer waren, hatte schon der erste 1937 gebaute Traktor, Typ V2, ent­ scheidende Neuerungen gegenüber der ­Konkurrenz, nämlich die Ganzranksteue­ rung, Einzelradbremsen, Differenzialsper­ re, drehbare Achstrompeten hinten und einen Zapfwellenantrieb mit zwei Dreh­ zahlen.» Daniel Jenni doppelte nach: «Vevey hat von Anfang an alles damals nur Erdenkli­ che realisiert und konstruiert. Sie bauten viele Prototypen mit originellen Ideen. Sie haben teilweise von einem Typ gleich mehrere Ausführungen hergestellt, auf Kundenwunsch Nuancen eingebracht, verschiedene Aufhängungen, Seilwinden, Hydrauliksysteme etc.» Charles Boudry war unter anderem für die Einführung eines Getriebes mit Druckumlaufschmie­ rung, der Vevey-Heckseilwinde und der zwei Zapfwellendrehzahlen verantwort­ lich. 1942 führte er den ersten VeveyHolzgastraktor ein. Unter Jean-André Crottaz kamen 1943 der erste VeveyRaupenschlepper und beim S.A. die ­luftgekühlten Scheibenbremsen auf den Markt, 1946 mit dem 560 Buda der Gerä­ temittenantrieb über mehrrillige Keilrie­ menscheibe für Seitenanbau von Zusatz­ geräten, 1949 die verstellbare Vorderachse (Spurbreite), die erste Vevey-3-Punkt-Hyd­ raulik und Kurvenlicht auf den Lenkarmen, 1957 ein Gruppenschaltgetriebe (Redukti­ onsgetriebe Typ 586 R und 587 R), 1962 ein 8-Gang-Lastschaltgetriebe mit Elekt­ ro-Hydraulik-Magnet-Schaltung (Prototyp Rhône 62). 1963 rollte der letzte VeveyTraktor, ein 587 R, vom Band. Bei Vevey war die Devise: Hände weg­ vom Traktormotorenbau. Der Traktorbau begann 1937 mit CLM-2-Taktdiesel-Ge­

«Ateliers de Constructions Mécaniques de Vevey» Die 1842 durch Benjamin Roy gegründeten ACMV reparierten zunächst Landwirtschaftsmaschinen und stellten Mühlräder her. Später produzierten sie Bohrma­ schinen für den Gotthardtunnel (1874), Wasserturbinen, Trak­ toren, Trolleybusse und Metallgerüste, lieferten Leiterbrücken für französische Kernkraftwerke und Methangaskessel in die USA. 1962 wurden die Fabrikanlagen modernisiert und vergrö­ ssert. Trotz der Senkung der Beschäftigtenzahl (1986: 750) und mehrerer Reorganisationen (ab 1987) mussten die ACMV nach der Eingliederung in eine Holdinggesellschaft unter dem Dach der Omni Holding AG (1989) 1992 schliessen. Einzig die Her­ stellung von Bahnmaterial wurde in Villeneuve VD fortgeführt und Anfang 2003 ­offiziell vom kanadischen Bombardier-Kon­ Typenschild und Hersteller­ zern übernommen. plakette des Vevey LA von 1943.

genkolbenmotoren (Lizenz Junkers), CLM steht für Compagnie Lilloise de Moteurs France). Der stehende 2-Zylinder-4-Kol­ ben-Motor mit Direkteinspritzung brachte 25 PS Leistung hervor, das Getriebe hatte 5 Vorwärts- und einen Rückwärtsgang. Es folgten ab 1941 die Motoren Ford BB, 1943 Buick 6 W, ein 6-Zylinder-Benziner / Holzgas, Saurer CBD-C 485 D, ein 4-Zylin­ der-Diesel mit 35 PS und 1946 Bührer D 3, ein 3-Zylinder-Diesel mit 40 PS. Entspre­ chend trugen die Typen die Bezeichnun­ gen V2, LA, Ford BB, BG und S.A sowie B 3A. Ab 1946 kamen Buda-Lanova und später Perkins dazu, deren Typenbezeich­ nungen mit dreistelligen Zahlen beginnen, die nicht mehr auf die Motormarke schliessen lassen. Grosse Stückzahlen baute Vevey zwischen 1941 und 1957 für das Militär, darunter auch Raupentraktoren als Flugzeugschlepper. In den Jahren 1937 bis 1963 wurden vom ACMV insgesamt rund 3300 Vevey-Trak­

Daniel Jenni, technischer Berater und Mitrestaurator der Vevey-Traktoren, in der Oldie-Werkstatt des Lindergutes.

toren gebaut, wie der Buchautor und Sammler Franz Morgenegg aus Zetzwil AG in seinem grossen Buch über VeveyTraktoren schreibt. In jahrelanger Arbeit und mit enormem Reiseaufwand trug Franz Morgenegg Material über Vevey(und Hürlimann) Traktoren zusammen. Ueli Haslebacher begann in den neunziger Jahren mit dem Erwerb von Vevey-Trak­ toren. Im Jahre 2009 dehnte er mittels Inseraten die Suche auf die ganze Schweiz aus, und mit Freund Jenni und Sohn René wurde er hier und dort auch fündig. Der Bestand begann zu wachsen. Haslebachers Sammler-Ziel, je einen Vevey-Traktor jeden Typs zu besitzen, wurde immer rea­ listischer. Was in der Sammlung – ausser Prospek­ ten, Plakaten, Betriebsbüchern und Infos zu Chassis-Nummern, Jahrgängen und Typenbezeichnungen – noch fehlt, sind ­folgende Traktoren: der Industrietraktor­ B 3A mit Bührer-Motor, der 560 in der Armee-Version, der Ford BB, der BG, der LA mit original Junkers-2-HK-65-Motor, der Flugzeugschlepper MC 2, der Wein­ bauraupentraktor 583 und der seltene Prototyp MA für die Armee. Wer Ueli und René Haslebacher kennt, weiss, dass sie dranbleiben und bei einem in Planung stehenden nationalen Vevey-Traktoren­ treffen im Jahr 2016 (oder 2017) nahezu alle je gebauten Typen von Vevey-Trakto­ ren vorführen können. Aufruf an alle Vevey-Traktor-Besitzer: Bitte meldet folgende Daten eurer VeveyTraktoren an Ueli Haslebacher: Typ, Chassis-Nummer, und Jahrgang, evtl. die Motornummer. ­Es wird damit versucht, eine möglichst ­genaue Statistik zu den hergestellten Typen zu erstellen. Ueli Haslebacher, ­Lindergut, 3232 Ins, 079 287 78 16, ­ulrich.haslebacher@bluewin.ch  n 1 2015  Schweizer Landtechnik

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n  SVLT | Bericht

BVLT leistet Defizitgarantie an Delegiertenversammlung 2015 5000 Franken leistet der Bernische Verband für Landtechnik als Defizitgarantie an die Organisation der Delegiertenversammlung 2015 im «Westside», verlautete an der Generalversammlung. Dominik Senn

im Zeitraum April bis September statt. BVLT-Geschäftsführer Peter Gerber wies auf die kommenden Bremsprüfungen Lätti hin, die am Mittwoch, 20. Mai 2015, stattfinden. Der Vor­teil sei, dass alle mit leeren Anhängern anreisen können, weil die nötigen Achslasten durch Abspannen simuliert werden. Die Vorbereitungskurse zur Führerprüfung der Kat. G und M haben gemäss Peter Gerber im Berichtjahr 1400 Jugendliche an 20 verschiedenen Standorten auf Kantonsgebiet absolviert; An diesen Standorten fanden letztes Jahr den Jahreszeiten entsprechend je vier Kurse statt.

5000 Franken eingestellt Zur 87. GV des Bernischen Verbandes für Landtechnik begrüsste Präsident Klaus Brenzikofer an die 130 Teilnehmer, darunter die Gäste Hansulrich Kuhn, Vorsteher der Abteilung Strassenverkehr und Schifffahrt der Polizei- und Militärdirektion, Hans Jörg Rüegsegger, Präsident LOBAG – Berner Bauernverband, Romy Obrist, CEO Bischofberger Reisen AG, Fritz Marti, technischer Berater BVLT, Samuel Leemann, BVLT-Anwalt, der neue SVLT-Direktor Aldo Rui und die Ehrenmitglieder Hansruedi Jufer, Urs Begert und Jörg Will. Seinen Jahresbericht stellte Klaus Brenzikofer unter das Motto «Freiheit», welche 2014 gerade in der Landwirtschaft durch gewisse Massnahmen in der AP 2014 – 2017, durch bauliche Schikanen im Strassenverkehr und durch Wettereinflüsse stark eingeschränkt war. Wie Aldo Rui in seinen Vorstellungsworten ausführte, ist er gewillt, mittels praxisbezogener Ausund Weiterbildung, Interessenvertretungen und Beratungen sowie mit einer schlanken Verwaltung Mehrwert für die Sektionen und Mitglieder zu schaffen.

Lohnunternehmer Urs Bütikofer rief die Anwesenden auf, sich bei verkehrsbaulichen Massnahmen in ihren Gemeinden zu vergewissern, dass Durchfahrten für den landwirtschaftlichen Strassenverkehr nicht eingeschränkt werden. Die nächste GV der Lohnunternehmer Bern findet am 22. Januar 2015 in Kernenried statt.

Traktorengeschicklichkeitsfahren 2014 konnte wieder ein Traktorengeschicklichkeitsfahren durchgeführt werden; für die Organisation war die Land­ jugend untere Emme besorgt. Der Wettbewerb fand zum dritten Mal in Folge auf dem Areal der Firma Althaus in Ersigen statt. Vom Team Spritzenprüfungen berichtete Andreas Wiedmer, es seien im Berichtsjahr 2014 auf Kantonsgebiet rund 300 Maschinen geprüft worden. Bewährt haben sich das neue angeschaffte Prüfgerät und der neue Anhänger mit Büroausstattung; es ermöglicht das Prüfen von Geräten bis zur Arbeitsbreite von 27 m. Die Spritzenprüfungen 2015 finden

Die Jahresrechnung 2014 schliesst bei rund 384 000 Franken Einnahmen und 381  000 Franken Ausgaben mit rund 3000 Franken Gewinn ab. Das Budget 2015 präsentiert sich mit 275 Franken prognostiziertem Gewinn im Rahmen des Vorjahres. Enthalten ist ein ausserordentlicher Ausgabenposten in der Höhe von 5000 Franken, gemäss Peter Gerber eine Defizitgarantie für die Durchführung der schweizerischen Delegiertenversammlung des SVLT durch den BVLT im einzigartigen Ambiente des Einkaufs- und Tagungs­ zentrums Westside in Bern. Jeweils einstimmig genehmigte die Versammlung Jahresberichte, Rechnung und Budget, welches auf dem gleichbleibenden Jahresbeitrag von 90 Franken basiert. Der Mitgliederbestand sank im Berichtjahr um rund 80 auf 2825. Als Rechnungsrevisor musste Ueli Schneider wegen Amtszeitbeschränkung sein Mandat zur Verfügung stellen. Er macht dem jungen Landwirt Roman Rüdemann aus Trimstein Platz, der als gelernter Landwirt einen Ackerbaubetrieb und als Treuhänder mit eidgenössischem Fachausweis ein KMZ-Treuhandbüro leitet. Mit Applaus wurde schliesslich Präsident Klaus Brenzikofer für die kommende Amtsperiode bestätigt. Mit der Übergabe eines Früchtekorbes ehrte die Versammlung den ­bereits vor einem Jahr zurückgetretenen BVLT Ombudsmann Ruedi Ammann. Im zweiten Teil hielten Peter Hofer und Marc Wick von der Kantonspolizei Bern ein spannendes Referat zum Thema «Landwirtschaftlicher Strassenverkehr im Fokus der Polizei».  n Der neue Revisor Roman Rüdemann (links) und Ruedi Ammann, ehemals BVLT Ombudsmann, flankieren den wiedergewählten Präsidenten Klaus Brenzikofer. (Bilder: Dominik Senn)

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Bericht | SVLT   n

LVLT-Präsident Anton Moser überreicht Revisor Thomas Grüter ein Abschiedsgeschenk. (Bilder: Dominik Senn)

Der LVLT baut Dienstleistungen stetig aus Der Luzerner Verband für Landtechnik (LVLT) tagte traditionell am Klaustag in Sursee. Die Produkte seiner Tochter, der Maschinenringzentrale, sind im steten Ausbau begriffen. Dominik Senn LVLT-Präsident Anton Moser durfte zur GV in Sursee 50 Mitglieder und 23 Gäste begrüssen, darunter Nationalrat Max ­Binder, SVLT-Präsident, Aldo Rui, neuer Direktor des SVLT, politische Vertreter, Ehrenmitglieder und Vertreter des Bauernverbandes Luzern, des Verbandes ­Luzerner Waldeigentümer, der BUL, von fenaco, vom Strassenverkehrsamt, der Gebäudeversicherung sowie der Bereitschafts- und Verkehrspolizei. Das Landwirtschaftsjahr sei wettermässig schön gestartet und habe schön aufgehört – das dazwischen könne man vergessen. Max Binder gab der Hoffnung Ausdruck, mit der Einsetzung des neuen Direktors kehre an der SVLT-Front wieder Ruhe ein. Aldo Rui stellte sich vor und versicherte den Anwesenden, das Zentralsekretariat sei bemüht, die zur Verfügung gestellten Ressourcen sinnvoll zum Wohle der Sek­ tionen und ihrer Mitglieder einzusetzen.

138 Spritzen getestet LVLT-Geschäftsführer Josef Erni orientierte über die im Jahr 2014 organisierten Spritzentests, die erstmals über die Geschäftsstelle in Hohenrain liefen. An fünfeinhalb Tagen wurden 108 Feldspritzen und ­an zweieinhalb Tagen 30 Gebläsespritzen

getestet. Die Tests fanden in Hohenrain, Willisau, Triengen, Uffikon und Ruswil statt. Im Jahre 2015 sind turnusgemäss rund 115 Feld- und 25 Gebläsespritzen­ für Tests fällig; diese werden vom 16. bis­ 19. Am 26./27. und 30. März durchgeführt. Es steht hierfür ein neuer Testort zur Verfügung. Er befindet sich am Standort der fenaco/Traveco an der Zeughausstrasse in Sursee. Am 2. September be­teiligte sich der LVLT an der Fachtagung «Optimierte Pflanzenschutztechnik in Raumund Feldkulturen», die vom BBZN organisiert worden war. Für 2016 ist von LVLT und BBZN eine Futterbautagung geplant. Im Fahrschulbereich wurden mit knapp 500 Teilnehmenden in 28 Kursen die Zahlen des Vorjahres erreicht.

bestritten und ein positives Image geschaffen. agriWork seinerseits sei bestrebt, ­ ein möglichst grosses Netz von willigen Arbeitern zu spinnen, denn schweizweit sei die Rekrutierung von genügend Betriebshelfern ein Problem. Aus diesem Grund sind die schweizerischen Maschinen- und Betriebshelferringe beim Schweizerischen Bauernverband vorstellig geworden. Die Rechnung der Maschinenringzentrale schliesst bei Aufwand und Ertrag von je rund 81 000 Franken mit 6400 Franken Reingewinn ab, die Rechnung LVLT bei Ausgaben und Einnahmen von je über einer Viertelmillion Franken mit einem Gewinn von 2700 Franken. Das Budget 2015 weist bei gleichbleibendem Jahresbeitrag von 80 Franken, davon gehen 65 Franken an den Zentralverband, einen leicht minderen Jahresgewinn aus. Die Versammlung genehmigte Jahresberichte, Rechnung und Budget jeweils einstim­ mig. ­Der Mitgliederbestand beträgt 1634. 2002 wurde Thomas Grüter aus St. Urban zum Rechnungsrevisor gewählt; für seine Verdienste erhielt er zum Abschied von Anton Moser einen gefüllten Geschenkkorb überreicht. Einstimmig wählte die Versammlung Kurt Müller aus Ruswil zum Nachfolger. Ebenso einstimmig wurde der Vorstand in globo für drei Jahre wiedergewählt und Anton Moser mit Applaus als Präsident bestätigt. Die GV 2015 findet am Samstag, 5. Dezember, statt, da der Klaustag auf Sonntag fällt. Im zweiten Teil der Versammlung referierte Dominique Berner, Bildung & Beratung SVLT Riniken, zum Thema «Aktuelles­ aus dem landwirtschaftlichen Strassenverkehr» und beantwortete kompetent die zahlreichen Fragen aus dem Publikum.  n

Begehrtes agriCatering Die LVLT-Tochter Maschinenringzentrale ist ein Profitcenter des LVLT. Ihre Produkte AgroWork, agriHolz, agriHome und agriCatering sind im Dienste der Luzerner Landwirtschaft seit der Gründung stetig ausgebaut worden, erklärte Josef Erni und wies vor allem auf die Erfolge des genossenschaftlich organisierten agriCatering hin: Rund 40 Frauen haben im achten Jahr seit dem Bestehen gegen 200 Aufträge

Dominique Berner, Bildung & Beratung des SVLT Riniken, beim Vortrag über landwirtschaftlichen Strassenverkehr.

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n  SVLT | Sektionen

Generalversammlungen

Anmeldeschluss: 28. Februar 2015. Weitere Informationen bei Ernst Rytz, Präsident IG Arbeitspferde, unter 079 522 34 84, me.rytz@ teleport.ch, oder bei Andreas Estermann, Landw. Zentrum Liebegg, 062 855 86 80, andreas.estermann@ag.ch.

ZG Mittwoch, 28. Januar 2015, 19.45 Uhr Rest. Brandenberg, Zug Im zweiten Teil findet ein Fachvortrag über «Tiertransporte in der Landwirtschaft» statt; Referent ist Markus Jenni vom Schweizerischen Viehhändlerverband.

FR Dienstag, 10. Februar 2015, 9.30 Uhr Auberge du Lion d’Or, Siviriez Anschliessend Referat von Stefan Marti, SMU-Bildungszentrum Aarberg, über «Getriebetechnik in der Landwirtschaft» (zweisprachig); nachmittags Besichtigung des neuen Ausbildungszentrums L2 in Romont und Demo Bremsmanöver auf rutschigen Strassen. Obligatorische Anmeldung per E-Mail an: laurent.guisolan@fr.ch oder telefonisch, 026 305 55 58. Anmeldeschluss: 26. Januar 2015

GR Mittwoch, 11. Februar 2015, 20 Uhr Rest. Bahnhof, Untervaz Anschliessend drei Kurzreferate: 1. Rund um Reifen, mit Andreas Mehli, Landtechnik, Chur 2. Versicherung, mit Friedrich Thuner von der Vaudoise 3. Texas- und Florida-Reise, Vorstellung durch Ruedi Hunger

NW Mittwoch, 18. Februar 2015, 20.00 Uhr Rest. Sternen, Ennetbürgen Anschliessend Referat über die Entwicklung und Produktion einer Nidwaldner Landtechnikneuheit.

AG «Schaffe met Ross» – Liebegger Kursangebot für Pferdeliebhaber 20. bis 24. April 2015 Das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg und die IG Arbeitspferde bieten gemeinsam einen Kurs für Pferdeliebhaber an. Vom 20. bis 24. April 2015 können während eines Wochenkurses Holzrücken, Transporte, Futter- und Ackerbauarbeiten mit dem Pferd und Zubehör praktisch erlernt werden. An den Abenden gibt‘s Theorie zur Fütterung von Arbeitspferden, einen Stallbesuch und gemütliches Beisammensein.

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FR Führerausweis Kategorie G 7., 8. oder 9. April 2015 Der Freiburgische Verband für Landtechnik (FVLT) organisiert Kurse in Zusammenarbeit mit Instruktoren der Kantonspolizei und des Landwirtschaftlichen Instituts Grangeneuve, welche auf die Theorieprüfung für den Führerausweis Kategorie G (landwirtschaftliche Motorfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 30 km / h.) vorbereiten, der ebenfalls zum Führen eines Motorfahrrades berechtigt. Der Kurs dauert einen Tag und findet entweder am 7., 8. oder 9. April 2015 statt. Teilnahmeberechtigt sind alle Jugendlichen, die vor dem 1. März 2002 geboren sind. Anmeldekarten sind in allen Sekretariaten der Orientierungsschulen des Kantons oder beim FVLT, laurent.guisolan@fr.ch, 026 305 55 58, erhältlich. Anmeldungen sind bis 1. März 2015 möglich.

ZG Fortbildungskurs Tiertransporte CZV Am 28. Februar 2015 Der Fortbildungskurs Tiertransporte ist aufgrund der Tierschutzgesetz­ gebung sowie der BLV-Tierschutzverordnung erforderlich für Tiertransporte gegen Entgelt. Der Kurs ist CZV-anerkannt (Chauffeurzulassungsverordnung). Voraussetzung: für Personen mit Fachausbildung als Landwirt, Metzger etc. Ziel: Fachausweis für Tiertransporte, 1 Tag kann der CZV angerechnet werden. Der Fortbildungskurs Tiertransporte ist­ 3 Jahre gültig. Anmeldung: sofort an Beat Betschart, 041 755 11 10, beatbet@bluewin.ch. Anmeldeschluss: 18. Januar 2015.

TG Frühjahrsexkursion Mittwoch, 25. Februar 2015: Zigerproduktion Geska, Glarus / Steinwolleproduktion Flumroc, Flums Mögliche Careinsteigeorte: 6.15 Uhr Amriswil, Pentorama, 6.30 Uhr Sulgen, Sportanlage Auholzsaal, 6.40 Uhr Weinfelden, Güttingersreuti, 7.00 Uhr Frauenfeld, Hotel Domicil, 7.20 Uhr Münchwilen. Kosten:­ CHF 125.– (inkl. Carfahrt, Be­ sichtigungen, Mittagessen und Zvieri). ­Anmeldung bis Freitag, 13.  Februar, bei der Geschäftsstelle VTL  / Land­ technik, Markus Koller, Weierhofstrasse 9, 9542 Münchwilen, 071 966 ­22 43, info@tvlt.ch.


Sektionen | SVLT   n

Theoriekurse Kategorie G

LU

Aktuelles Kursangebot Mofa- und Traktorenprüfung: Die Vorbereitungskurse für die Mofaund Traktorenprüfung finden jeweils mittwochnachmittags statt. Kurskosten inkl. Lernplattform im Internet für Mitglieder Fr. 70.–, für Nichtmitglieder Fr. 90.–. Nächste vorgesehene Termine: 28. Januar 2015 in Schüpfheim, 13.15 – 17.30 Uhr 4. Februar 2015 in Sursee, 13.15 – 17.30 Uhr Roller- und Autoprüfung: Theorieprüfung online lernen für Fr. 29.– Grundkurse für Roller und Motorräder finden jeweils samstags in Büron und Sursee statt. Für Mitglieder Fr. 280.–, für Nichtmitglieder Fr. 300.–. Nächste vorgesehene Termine: 24. + 31. Januar 2015, 13.00–17.00 Uhr 21. + 28. Februar 2015, 13.00–17.00 Uhr Verkehrskundeunterricht in Sursee, Willisau, Schüpfheim und Hochdorf. Für Mitglieder Fr. 220.–, für Nichtmitglieder Fr. 240.–. Nächste Termine: 23. / 24. / 25. + 26. Januar 2015 in Willisau, 19.00–21.00 Uhr Kombipaket für Rollerfahrer nochmals günstiger als im Einzelpreis. Theorie online lernen / Grundkurs 1 + 2 (8 Lektionen) / VKU (4 × 2 Lektionen) Lastwagenprüfung: Der Lastwagentheoriekurs dauert 32 Lektionen, während vier Wochen, jeweils einen Tag pro Woche. Der Kurs ist modular aufgebaut und der Einstieg jede Woche möglich. Der nächste Kurs beginnt am 22. Januar 2015, jeweils in Luzern. Infos und Anmeldung: Änderungen (z. B. Kursort, -inhalt, -preis, -zeit) bleiben vorbehalten: LVLT Fahrschule, Sennweidstrasse, 6276 Hohenrain, Tel. 041 467 39 02, Fax 041 460 49 01, info@lvlt.ch, www.lvlt.ch.

Im Theoriekurs Kat. F / G werden die Grundlagen aufgezeigt und erklärt. Die bestandene Prüfung berechtigt zum Lenken von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen bis 30 km / h. Teilnahmebedingungen: • Mindestalter 14 Jahre (der Kurs kann je nach Kanton 1 – 2 Monate vor Vollendung des 14. Altersjahres besucht werden, in der Sektion GR bereits ab dem 13. Geburtstag) • Verstehen der Thematik

Siehe auch www.fahrkurse.ch

Sektion

Datum

Kontakt

AG Dominique Berner, 056 462 32 00 d.berner@agrartechnik.ch BE Peter Gerber, 031 879 17 45, Hardhof 633, 3054 Schüpfen, bvlt@bluewin.ch BL,BS Sissach

4. Feb. + 7. Mrz. 25. Mrz. + 18. Apr.

Susi Banga, 061 411 22 88, Gruthweg 103, 4142 Münchenstein, s.banga@bluewin.ch

21. Okt. + 7. Nov. FR

SG, AI, AR, GL

(Anmeldung bis 1. Mrz.)

AFETA, 026 305 55 00 laurent.guisolan@fr.ch

4. + 18. Mrz.

Luzia Föhn, 081 322 26 43, 7302 Landquart, foehn@ilnet.ch, www.svlt-gr.ch

GR

Referate Kreisversammlungen 2015 «Müssen im Kanton St. Gallen alle Güllebehälter auf ihre Dichtigkeit geprüft werden?» So lautet das Thema des Hauptreferates der Kreisversammlungen des VLT-SG, welche noch bis 3. Februar 2015 an folgenden Orten zu den angegebenen Zeiten stattfinden: 30. Januar, 20.00 Uhr, Landgasthof Rössli, Tufertschwil (Kreis: Lütisburg, Dietfurt, Kirchberg, St. Peterzell)

Landquart

1. + 15. Apr. Ilanz

28. Mrz. + 8. Apr.

Thusis

11. + 22. Apr.

SG, AI, AR, GL Näfels

7. Febr.

Schwanden

7. Febr.

Schwanden

14. Mrz.

Hans Popp, 071 845 12 40, Karrersholz 963, 9323 Steinach, hanspopp@bluewin.ch

SZ, UR

3. Februar, 20.00 Uhr, Parkhotel, Wangs (Kreis: Sarganserland) Referenten: Peter Nüesch, Präsident SG Bauernverband, und Vertreter vom Maschinenring als akkreditiertem Kontrollorgan. Informiert wird ebenfalls über Verbandstätigkeiten, landwirtschaftlichen Strassenverkehr, Hundekurse usw. 6. März 2015, 20 Uhr, Restaurant Adler, Schwanden Die letzte Kreisversammlung 2014/15 findet am 6. März 2015, 20 Uhr, im Restaurant Adler in Schwanden statt. Das Thema lautet: Strom sparen – Kosten reduzieren – Wohin fliesst der Strom im Landwirtschaftsbetrieb? Wo kann einfach der Stromverbrauch reduziert werden? Referent: Felix Düring

Ibach

1. Apr. / 8. Apr.

Wangen

18. Mrz. / 25. Mrz.

Einsiedeln

15. Apr. / 22. Apr.

Florian Kälin, Geschäftsstelle VLT Schwyz & Uri, 055 412 68 63, 079 689 81 87, info@glarnerbeef.ch

TG VTL / Landtechnik, Markus Koller, 071 966 22 43, Weierhofstr. 9, 9542 Münchwilen ZH Strickhof, Lindau

21. Febr. 13. Jun.

SVLT ZH, Eschikon, 058 105 98 51, Postfach, 8315 Lindau, www.svlt.zh.ch

1 2015  Schweizer Landtechnik

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CZV-Kursangebote

SVLT ASETA

Obligatorische Weiterbildung für Lkw-Fahrer Zeitmanagement auf der Strasse

1 Tag, Fr. 285.– (Nichtmitglieder Fr. 310.–)

Die Teilnehmenden üben den Umgang mit dem «digitalen Fahrtenschreiber» gemäss der Arbeits- und Ruhezeitverordnung, wo sie seit dem 1. Januar 2011 Gültigkeit hat. Riniken AG Di., 10.2.2015

CZV – Runde zwei Seit dem 1. September muss jeder, der mit schweren Motorwagen Güter transportiert, im Besitz eines gültigen Fähigkeitsausweises sein. Der Ausweis hat eine Gültigkeit von fünf Jahren, in welchen wiederum die obligatorische Weiterbildung erfüllt werden muss. Praktisch bedeutet dies, dass, wer jetzt einen gültigen Fähigkeitsausweis für den Gütertransport hat, bis am 1. September 2019 Lastwagen fahren darf. Ist bis zu diesem Datum das Weiterbildungssoll von 35 Stunden erfüllt, kann der Ausweis bis 2024 verlängert werden. Neu im Angebot sind die Kurse «Kleinbus D1», «Brandschutz  / Verkehrsregeln» und «Alles im Griff». Letzterer Kurs behandelt Themen aus dem Strassenverkehrsrecht, über welche ein Chauffeur für das korrekte Verhalten im Strassenverkehr Bescheid wissen muss.

Kursanmeldung CZV 2014 Kurs ankreuzen: ❒ Zeitmanagement auf der Strasse, ❒ Ladung sicher und korrekt transportieren, ❒ Alles im Griff, ❒ AED / BLS, Erste Hilfe, ❒ Brandschutz, ❒ Fahren mit Kleinbus Kursort:

Ladung sicher und korrekt transportieren

1 Tag, Fr. 295.– (Nichtmitglieder Fr. 320.–)

Die Teilnehmenden erarbeiten Grundlagen für das korrekte Beladen und das Sichern ausgewählter Güter.

Kursdatum:

Name: Vorname: Strasse: Nr.:

Riniken AG Mi., 18.2.2015

Landquart GR Do., 12.3.2015

PLZ: Ort: Telefon: Natel: E-Mail: SVLT-Mitgliedsnr.: Geburtsdatum: Rechnungsadresse: (bitte unbedingt ausfüllen, falls Rechnungsempfänger und Kursteilnehmer nicht identisch sind) Name: Vorname Strasse: Nr.: PLZ: Ort:

❒ Ich will von den Tarifen für Mitglieder profitieren und werde Mitglied. Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK):

Ich habe von den Teilnahmebedingungen Kenntnis genommen. Datum: Unterschrift: Einsenden oder faxen an SVLT, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, 2014  Schweizer Landtechnik www.fahrkurse.ch 50E-Mail:12zs@agrartechnik.ch,

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen:

www.fahrkurse.ch


AED / BLS, Erste Hilfe

Brandschutz / Verkehrsregeln

Tag, Fr. 295.– (Nichtmitglieder Fr. 320.–)

1 Tag, Fr. 285.– (Nichtmitglieder Fr. 310.–)

Die Teilnehmenden lernen das korrekte Verhalten am Unfallort. Sie vertiefen die Fähigkeit, die Lebensrettenden Sofortmassnahmen (BLS) rasch und zweckmässig anzuwenden. Sie lernen die Funktionen und den Einsatz des Wiederbelebungsgerätes «Automatisierter Externer Defibrillator» («AED») kennen.

Die Teilnehmenden erarbeiten in Theorie und Praxis die Grundlagen für das korrekte, sichere und unfallfreie Fahren im Strassenverkehr. Der Berufsfahrer als Vorbild! Richtiges Verhalten im Strassentunnel! Korrektes Verhalten bei Verkehrsunfällen und Fahrzeugbränden!

Riniken AG Mo., 23.2.2015

Riniken AG Mi., 25.3.2015

Zollikofen BE Mo., 9.2.2015

Hohenrain LU Fr., 13.03.2015

Zollikofen BE Fr., 27.3.2015

Wülflingen ZH Di., 17.2.2015

Sicher Fahren, alles im Griff (SFA)

D1 – Fahren mit Klein- und Schulbus, Taxi

1 Tag, Fr. 285.– (Nichtmitglieder Fr. 310.–)

1 Tag, Fr. 285.– (Nichtmitglieder Fr. 310.–)

Die Kursteilnehmenden kennen die Vorschriften des Strassenverkehrsgesetzes (SVG). Sie sind in der Lage, die Signale sowie die Verkehrsregeln (VRV) zu interpretieren und in der Praxis korrekt anzuwenden. Sie erkennen technische Mängel, können ihre Fahrzeuge den äusseren Bedingungen anpassen und kleine Störungen selbst beheben.

Die Fahrer können die für den Betrieb eines Fahrzeuges der Kategorie D1 geltenden gesetzlichen Grundlagen der VRV, der VZ, des AZG, der ARV und der CZV erklären und sind in der Lage, diese in der Praxis umzusetzen. Sie beschreiben, wie sie die Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen sowie während der Fahrt optimal betreuen.

Riniken AG Di., 10.3.2015

Hohenrain LU Mi., 4.3.2015

Landquart GR Mi., 11.2.2015

Wülflingen ZH Do., 26.2.2015

Zollikofen BE Mo., 16.2.2015

Landquart GR Mo., 2.3.2015

Wülflingen ZH Fr., 27.2.2015

Die Preise verstehen sich inklusive Verpflegung, Kursunterlagen und Bescheinigung. Änderungen vorbehalten.

1 2015  Schweizer Landtechnik

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SVLT ASETA

Fahrkurs G40 Mit dem Führerausweis Kategorie G und erfolgreich absolviertem Fahrkurs G40 können landwirtschaftliche Ausnahmefahrzeuge und Landwirtschaftstraktoren sowie gewerblich immatrikulierte Traktoren mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 40 km/h auf landwirtschaftlichen Fahrten gelenkt werden. Der Traktorfahrkurs G40 ist vom Bundesamt für Strassen, ASTRA, anerkannt und wird im Führerausweis eingetragen. Teilnahmebedingungen • Führerausweis Kategorie G • Traktor mit Fahrerschutz (Höchstgeschwindigkeit 30 oder 40 km/h) für den ersten Kurstag • Für den zweiten Kurstag Traktor und landwirtschaftlicher Anhänger (Garantiegewicht Anhänger mindestens 3500 kg). Die Versicherung der Fahrzeuge ist Sache der Teilnehmenden.

Kursbestätigung Angemeldete Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer erhalten eine Kursbestätigung. Diese Kursbestätigung ist eine auf einen Monat befristete Ausnahmebewilligung und berechtigt zum Lenken des Traktors mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h zu Ausbildungszwecken. Anhänger dürfen ausschliesslich auf dem direkten Weg zum Kursort und während des Kurses selbst mitgeführt werden. Kurskosten Mitglieder CHF 580.– (Nichtmitglieder CHF 630.–), abzüglich CHF 100.– vom Fonds für Verkehrssicherheit. Bei Abmeldung 14 Tage vor Kursbeginn wird ein Unkostenbeitrag von CHF 60.– erhoben. Nichterscheinen am Kurs berechtigt den SVLT, die vollen Kurskosten zu verlangen.  n

Informationen und Auskunft:

www.fahrkurse.ch www.g40.ch Kursorte und Kursdaten 2015 Änderungen vorbehalten Aarberg BE 05.03 + 10.03 02.04 + 07.04 30.04 + 05.05 Balgach SG 12.03 + 18.03 02.04 + 07.04 07.05 + 12.05. Bazenheid SG 11.03 + 17.03 25.03 + 31.03 09.04 + 13.04

20.05 + 26.05 24.06 + 30.06 Biberbrugg SZ 24.03 + 02.04 28.04 + 04.05 02.06 + 11.06 Brunegg AG 04.03 + 11.03 19.03 + 24.03 16.04 + 21.04 02.07 + 07.07

04.06 + 09.06 02.07 + 07.07 06.08 + 11.08 11.06 + 16.06 08.07 + 14.07 29.10 + 03.11 08.07 + 14.07 22.07 + 28.07 09.09 + 15.09

04.11 + 10.11 15.07 + 21.07 08.09 + 17.09 17.09 + 22.09 08.10 + 13.10 05.11 + 10.11

Anmeldung Fahrkurs G40 Kursort

Kursdatum

Name/Vorname Adresse PLZ, Wohnort Telefon

Mobile/E-Mail

Geburtsdatum SVLT-Mitgliedsnummer Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK)

Ich habe von den Teilnahmebedingungen Kenntnis genommen. Datum und Unterschrift Unterschrift des gesetzlichen Vertreters/Lehrmeisters

Einsenden an: SVLT, Postfach, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: info@agrartechnik.ch

Bülach ZH 19.03 + 24.03 27.08 + 01.09 23.04 + 28.04 22.10 + 27.10 Bulle FR 07.04 + 16.04 04.08 + 13.08 21.04 + 30.04 01.09 + 10.09 05.05 + 13.05 04.09 + 09.09 02.06 + 11.06 15.09 + 24.09 07.07 + 16.07 29.09 + 08.10 21.07 + 30.07 14.10 + 22.10 Claro TI 08.05 + 11.05 25.09 + 28.09 12.06 + 15.06 Corcelles-près-Payerne VD 28.04 + 07.05 22.09 + 01.10 28.07 + 06.08 Courtételle JU 09.04 + 14.04 10.09 + 15.09 18.06 + 23.06 05.11 + 10.11 13.08 + 18.08 Düdingen FR 19.03 + 24.03 30.07 + 04.08 23.04 + 28.04 01.10 + 06.10 Frauenfeld TG 19.03 + 24.03 06.08 + 11.08 23.04 + 28.04 20.08 + 25.08 07.05 + 12.05 17.09 + 22.09 21.05 + 26.05 01.10 + 06.10 18.06 + 23.06 15.10 + 20.10 09.07 + 14.07 28.10 + 03.11 Gossau ZH 26.03 + 31.03 10.09 + 15.09 Hohenrain LU 04.03 + 10.03 05.08 + 11.08 08.04 + 14.04 23.09 + 29.09 10.06 + 16.06 28.10 + 03.11 Ilanz GR 28.05 + 03.06 10.09 + 15.09 06.08 + 11.08 Interlaken BE 07.05 + 13.05 01.10 + 07.10 13.08 + 19.08 Kägiswil OW 25.03 + 30.03 16.07 + 21.07 05.05 + 11.05 10.09 + 15.09 03.06 + 10.06 08.10 + 13.10 Konolfingen BE 05.03 + 10.03 23.07 + 28.07 09.04 + 14.04 20.08 + 25.08 07.05 + 12.05 24.09 + 29.09 11.06 + 16.06 La Sarraz VD 12.03 + 17.03 03.06 + 09.06 09.04 + 14.04 13.08 + 18.08 07.05 + 12.05 10.09 + 15.09 21.05 + 26.05 Landquart GR 26.02 + 03.03 18.06 + 23.06 19.03 + 24.03 09.07 + 14.07 07.04 + 16.04 05.08 + 12.08 23.04 + 28.04 24.09 + 29.09 03.06 + 09.06 22.10 + 27.10 Langnau i. E. BE 17.03 + 24.03 30.07 + 04.08 02.04 + 07.04 24.09 + 29.09 28.05 + 02.06 14.10 + 21.10 25.06 + 30.06 05.11 + 10.11 Les Hauts-Geneveys NE 02.04 + 07.04 27.08 + 01.09 28.05 + 02.06 24.09 + 29.09 09.07 + 14.07 29.10 + 04.11 Lindau ZH 23.04 + 27.04 24.09 + 28.09 13.08 + 19.08 Lyss BE 20.08 + 25.08 05.11 + 10.11 08.10 + 13.10 Lyssach BE 27.02 + 03.03 02.07 + 07.07 26.03 + 31.03 22.10 + 27.10 23.04 + 28.04 05.11 + 10.11 03.06 + 09.06

Marthalen ZH 16.04 + 21.04 09.07 + 13.07 12.05 + 19.05 20.08 + 24.08 03.06 + 08.06 Mettmenstetten ZH 12.03 + 17.03 06.08 + 11.08 26.05 + 03.06 01.10 + 06.10 09.07 + 14.07 Moudon VD 14.04 + 23.04 08.09 + 17.09 09.06 + 18.06 20.10 + 28.10 Niederurnen GL 23.04 + 28.04 17.09 + 22.09 27.08 + 01.09 Nyon VD 23.04 + 28.04 27.08 + 01.09 Oensingen SO 12.03 + 17.03 25.06 + 30.06 09.04 + 14.04 06.08 + 11.08 21.05 + 26.05 10.09 + 15.09 Saanen BE 11.06 + 17.06 26.08 + 31.08 Saint-Maurice VS 12.05 + 19.05 06.10 + 15.10 14.07 + 23.07 Salez SG 10.03 + 19.03 24.06 + 02.07 08.04 + 14.04 04.08 + 13.08 07.05 + 12.05 27.10 + 05.11 27.05 + 01.06 S-Chanf GR 10.07 + 17.07 Schöftland AG 03.06 + 09.06 16.07 + 21.07 Schwarzenburg BE 16.04 + 21.04 17.09 + 22.09 18.06 + 23.06 22.10 + 27.10 13.08 + 18.08 Schwyz SZ 18.03 + 24.03 19.08 + 25.08 13.05 + 19.05 14.10 + 20.10 Scuol GR 09.07 + 16.07 Sissach BL 09.04 + 14.04 24.09 + 29.09 25.06 + 30.06 22.10 + 27.10 06.08 + 11.08 Sitterdorf TG 12.03 + 17.03 16.07 + 20.07 26.03 + 31.03 18.08 + 27.08 30.04 + 05.05 24.09 + 29.09 13.05 + 19.05 08.10 + 13.10 28.05 + 01.06 22.10 + 27.10 25.06 + 30.06 Sursee LU 25.02 + 03.03 29.07 + 04.08 01.04 + 07.04 12.08 + 18.08 15.04 + 21.04 17.09 + 22.09 27.05 + 02.06 21.10 + 27.10 01.07 + 07.07 11.11 + 17.11 15.07 + 21.07 Thusis GR 16.04 + 21.04 20.08 + 25.08 Tramelan BE 07.05 + 12.05 08.10 + 13.10 Tuggen SZ 24.02 + 05.03 29.09 + 08.10 07.07 + 16.07 Visp VS 21.05 + 26.05 20.08 + 25.08 Willisau LU 03.03 + 11.03 05.08 + 10.08 07.05 + 12.05 29.10 + 03.11 10.06 + 16.06 Zweisimmen BE 23.04 + 27.04 06.08 + 12.08 28.05 + 02.06 17.09 + 22.09 09.07 + 14.07 Zwingen BL 25.06 + 30.06 01.10 + 06.10


Sektionen | SVLT   n

Werkstattkurse

SVLT ASETA

Schweissen Das Kursangebot richtet sich an handwerklich interessiertes Fachpersonal in Industrie- und Recyclingfirmen, Gartenbauund Kommunalbetrieben, Werkhöfen und Landwirtschaft. Schweisstechnische Fähigkeiten sind Grundvoraussetzungen, um konstruktive Aufgaben zu lösen und Instandstellungsarbeiten zu erledigen. Neue Kurse zur Schweisstechnik am Kurszentrum in Riniken sind darauf angelegt, das Know-how gezielt zu schulen und aufzufrischen. Das Training erfolgt an Einzelarbeitsplätzen, aus­gerüstet mit modernen Schweissgeräten von verschiedenen Herstellern. Die Schweisswerkstatt ist mit zentraler Abluftreinigung ausgerüstet. Die Kurse sind insbesondere auf Berufstätige ausgerichtet, die sich mit Schweisstechnik befassen (müssen) und diese nutzbringend und sicher anwenden wollen.

Schweissverfahren und Kursdaten Lichtbogen-Handschweissen E-Hand: Das Lichtbogen-Handschweissen wird hauptsächlich zum Verbinden von Blechen und Rohren aus nicht legierten Stählen eingesetzt. Es können alle Blech- bzw. Rohrwanddicken in allen Posi­tionen verschweisst werden. Hauptanwendungsbereiche sind: • Stahl- und Brückenbau • Rohrleitungs- und Kesselbau • Behälter und Apparatebau • Reparaturschweissen Kurstyp: E-Hand 2 2 Tage CHF 580.–*, CHF 630.–**

Kurstyp: E-Hand 3 3 Tage CHF 850.–*, CHF 900.–**

16. + 17.2.2015 19. + 20.2.2015

12.–14.3.2015 16.–18.3.2015

Metall-Schutzgas-Schweissen (MAG/MIG): Das Metall-Schutzgas-Schweissen wird in nahezu allen Bereichen der Metallverarbeitung angewendet. Der Anwendungsbereich reicht vom Schweissen dünner Bleche im Karosseriebau bis zum Fügen dickwandiger Bauteile im Stahlbau. Bei Stählen wird das Schweissbad durch aktive Schutzgase vor Luftzutritt geschützt (MAG), Nichteisenmetalle werden mit inerten Schutzgasen geschweisst (MIG). Hauptanwendungsbereiche sind: • Fahrzeugbau • Fahrzeugreparatur, Stahlbau/Brückenbau • Maschinenbau Kurstyp: MAG 2 2 Tage CHF 580.–*, CHF 630.–**

Kurstyp: MAG 3 3 Tage CHF 850.–*, CHF 900.–**

23. + 24.2.2015 09.–11.3.2015 26. + 27.2.2015 Wolfram-Schutzgas-Schweissen (TIG): Das Wolfram-Schutzgas-Schweissen wird hauptsächlich zum Verbinden von Blechen und Rohren aus un- und hochlegierten Stählen eingesetzt. Es können alle Blech- bzw. Rohrwanddicken in allen

Positionen verschweisst werden. Hauptanwendungsbereiche sind: Blechbearbeitung, Rohrleitungs- und Kesselbau, Behälter- und Apparatebau Kurstyp: TIG 2 2 Tage CHF 640.–*, CHF 690.–** 02. + 03.3.2015 * Mitglied bei einer SVLT-Sektion ** Nichtmitglied Mitbringen: Arbeitskleidung (Überkleid), feste Arbeitsschuhe, Schweisserhelm, Handschuhe* * Fehlendes Material wird zur Verfügung gestellt. Weitere Infos und mögliche Anmeldung unter: www.fahrkurse.ch Anmeldeschluss: max. 2 Wochen vor Kursbeginn

Anmeldung Schweisskurse Riniken Kurstyp: Kursdatum: Name: Vorname: Strasse: Nr.: PLZ: Ort: Telefon: Mobile: E-Mail: SVLT-Mitgliedsnr.: Geburtsdatum: Rechnungsadresse: (bitte unbedingt ausfüllen, falls Rechnungsempfänger und Kursteilnehmer nicht identisch sind) Name: Vorname Strasse: Nr.: PLZ: Ort:

❒ Ich will von den Tarifen für Mitglieder profitieren und werde Mitglied. Datum: Unterschrift: Einsenden oder faxen an SVLT, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: zs@agrartechnik.ch, www.fahrkurse.ch 9 2014  Schweizer Landtechnik

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Flurförderfahrzeuge

SVLT ASETA

Grundkurse für Staplerfahrer

Deichsel-, Gegengewichts- und Teleskopstapler Kursdaten Lindau ZH: Kurs 1

Mi. / Do.

4. / 5. Februar 2015

Kurs 2

Fr. / Sa.

6. / 7. Februar 2015

Anmeldung Staplerkurs

Der Schweizerische Verband für Landtechnik orga­ nisiert SUVA-anerkannte zweitägige Staplerkurse. Es handelt sich dabei um eine Grundausbildung für Deichsel-, Gegengewichts- und Teleskopstapler.

Voraussetzungen:

Mindestalter 18 Fahrpraxis mit Maschinen Sicherheitsschuhe obligatorisch sehr gute Deutschkenntnisse

Kursinhalte:

•  Theorieunterricht •  intensive Fahrschulung in Kleingruppen auf Deichsel-, Gegengewichts- und Teleskopstaplern •  Fahrschule und Theorie im Wechsel •  theoretische und praktische Fahrprüfung

Kursort: Kursdatum: Name: Vorname: Strasse: Nr.: PLZ: Ort: Telefon: Natel:

E-Mail: SVLT-Mitgliedsnr.: Geburtsdatum: Rechnungsadresse: (bitte unbedingt ausfüllen, falls Rechnungsmpfänger und Kursteilnehmer nicht identisch sind)

Kurskosten: Mitglieder: CHF 1150.– (Nichtmitglieder: CHF 1300.–) Änderungen vorbehalten; Pausen / Mittagessen sind im Preis inbegriffen

Name: Vorname Strasse: Nr.: PLZ: Ort:

❒ Ich will von den Tarifen für Mitglieder profitieren und werde Mitglied. Nummer des Führerausweises (Feld 5 auf dem FAK):

Datum: Unterschrift: Einsenden oder faxen an SVLT, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01, E-Mail: zs@agrartechnik.ch, www.fahrkurse.ch

Kursort:

Lindau ZH

Auf Anfrage werden sieben Stunden an die obligatorische Chauffeurweiterbildung gemäss CZV (Chauffeurzulassungsverordnung) angerechnet (plus CHF 50.–).

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen:

www.fahrkurse.ch


SVLT

Impressum 77. Jahrgang SVLT ASETA

Herausgeber Schweizerischer Verband für Landtechnik Max Binder, Präsident Aldo Rui, Direktor

Der Schweizerische Verband für Landtechnik ist die Dachorganisation von 23 kantonalen Sektionen. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Öffentlichkeit und den Behörden, bietet Ausund Weiterbildung an und berät seine Mitglieder in neuen Verfahrenstechniken. Im Bereich Weiterbildung und Beratung suchen wir einen

Mitarbeiter im Technischen Dienst Ihre Hauptaufgaben • Qualifizierte Beratung der Mitglieder des SVLT in Fragen der Landtechnik und des landwirtschaftlichen Strassenverkehrs • Organisation von Fahrerkursen (Traktoren, Lastwagen, Stapler) • Organisation von Werkstattkursen • Betreuung der Sektionen und Fachgremien • Mitarbeit in der Interessenvertretung Sicherheit, Strassenverkehr, Betriebswirtschaft

Mitglieder- und Abodienste, Mutationen Postfach, 5223 Riniken Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01 www.agrartechnik.ch

Ihr Profil • Sie haben eine landwirtschaftliche oder technische Ausbildung, idealerweise mit einer Weiterbildung (TS / FH) oder einige Jahre Berufserfahrung in der Landtechnik-Branche oder in der landwirtschaftlichen Beratung. • Sie beherrschen die deutsche Sprache in Wort und Schrift und verfügen über gute Französischkenntnisse. Anstellung Wir bieten Ihnen eine Aufgabe mit hoher Eigenverantwortung, ein innovatives Arbeitsumfeld und zeitgemässe Anstellungsbedingungen.

Anzeigenverkauf Daniel Sempach, Tel. 034 415 10 41 daniel.sempach@agripub.ch Ulrich Rufer, Tel. 031 330 95 07 ulrich.rufer@agripub.ch

Herstellung und Spedition Stämpfli AG Wölflistrasse 1 3001 Bern

Für ergänzende Auskünfte steht Ihnen Herr Aldo Rui (Tel. 056 462 32 20) gerne zur Verfügung.

Erscheinungsweise 11-mal jährlich

Inserentenverzeichnis 17 34 2 34 2 36 2

Inserate / Anzeigen Agripub Anzeigenservice, Seelandweg 7, CH-3013 Bern Ingrid Wilms, Tel. 031 330 95 01 Fax 031 330 95 30 landtechnik@agripub.ch

Anzeigentarif Es gilt der Tarif 2014. Kombinationsrabatt: 25% bei gleichzeitigem Erscheinen in «Technique Agricole»

Interessiert? Dann senden Sie uns bitte Ihre Bewerbungsunterlagen per Post oder per E-Mail an SVLT, Aldo Rui, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken, aldo.rui@agrartechnik.ch. Wir freuen uns darauf, Sie kennen zu lernen.

Althaus AG, 3423 Ersigen Amagosa AG, 9402 Mörschwil Beerstecher AG, 8600 Dübendorf Hans Meier AG, 6246 Altishofen Jungheinrich AG, 5042 Hirschthal Micarna SA, 1784 Courtepin Ott Landmaschinen AG, 3052 Zollikofen

Redaktion Tel. 056 462 32 50 Ueli Zweifel: ulrich.zweifel@agrartechnik.ch Dominik Senn: dominik.senn@agrartechnik.ch Ruedi Hunger: hungerr@bluewin.ch Ruedi Burkhalter: r.burkhalter@agrartechnik.ch

Rogger AG, 6277 Kleinwangen

34

Serco Landtechnik AG, 4538 Oberbipp

56

Abonnementspreise Inland: jährlich CHF 110.– (inkl. MwSt.) SVLT-Mitglieder gratis. Ausland: auf Anfrage

Stocker Fräsen & Metallbau AG, 5072 Oeschgen

36

Zwahlen Hans-Rudolf AG / SA, 1797 Münchenwiler

34

SVLT-Kleidersortiment und -Plakette

Aus Platzgründen müssen wir auf den Abdruck des Bestellformulars / Berufsbekleidung verzichten. Sie können ihre Bestellung zum SVLT-Kleidersortiment auch über www.agrartechnik.ch/shop tätigen.

Markt Geräte für die mechanische Bekämpfung Mechanische Unkrautbekämpfung im Trend Impression Fahrbericht Lintrac90 Plattform|Hintergrund Stufenlostechnik erobert die Hänge Sicherheit Beleuchtung und Markierungen im landwirtschaftlichen Strassenverkehr

Nr. 2 / 2015 erscheint am 12. Februar 2015. Anzeigenschluss 23. Januar 2015 1 2015  Schweizer Landtechnik


Richtig gute Arbeit. Traktoren von CLAAS.

Name

Sam Taylor

Geodaten 52°49.500 000°01.200 Land

Großbritannien

Betrieb

800 ha Ackerbau, davon 170 ha Blumen- und Blumenzwiebelanbau

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