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Schweizer Landtechnik

September 2009

Feldtechnik : Technik zur Getreidesaat


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n Editorial

n Inhalt

Wegzeichen

LT Extra Fachdebatte landwirtschaftlicher Strassenverkehr . ..... 4 ChauffeurenZulassungsVerordnung (CZV) .................. 9

Wir befinden uns auf dem Weg. Die Umkehr ist manchmal unumgänglich und manchmal wird sie auch verwehrt. Wir sind froh um einen sicheren Weg und Wegzeichen, die uns dem Ziel näher bringen. Die Wegzeichen in unserem Heft beginnen wie üblich mit dem LTExtra. Wir halten inne und schauen uns den landwirtschaft­lichen Stras­ senverkehr genauer an. Experten und Praktiker diskutieren über Probleme und Gesetzes­paragraphen, mit denen sie sich tagtäglich konfrontiert sehen. Po­sitiv nehmen wir mit, dass der land­wirtschaftliche Strassenverkehr nach einhelliger Auffassung der Beteiligten an der Diskussionsrunde insgesamt sicherer geworden ist. Der SVLT hat sich immer für mehr Sicherheit eingesetzt, aber auch dafür, dass einschlägige Massnahmen sich sinnvoll und zu einem vernünftigen Kosten- / Nutzenverhältnis umsetzen lies­ sen und lassen. Weil demnächst die Delegiertenversammlung in Liestal stattfindet, bleiben wir noch einen Moment beim Verband. Der Jahresbericht 2008 (Langfassung kann beim SVLT bezogen werden) gibt ab Seite 16 einen Überblick über die Wegzeichen in der Verbandstätigkeit des letzten Jahres. Manche von ihnen wurden zu starken Zeichen, den Verband für seine Mitglieder in Schwung zu halten und weiter zu bringen. Diesen Schwung hat zum Beispiel die Sektion Beider Basel und Umgebung aufgenommen (Sektionsportrait Seite 21), ebenso die Sektion Schaffhausen mit einem wahrlich tollen Traktorenfest (Seite 14). Auch das Riniker Kursprogramm (Heftmitte) für die Saison 2009 / 10 ist ein Wegzeichen, das in der Septemberausgabe zur Tradition geworden ist.

Feldtechnik Sätechnik – Präzision ist alles ................................... 11

LT Aktuell Traktorenfest par excellence ..................................... 14 SVLT Jahresbericht 2008 .................................................. G40 ......................................................................... Sektionsportrait Beider Basel und Umgebung . .........  Fach und Ferienreise Kolumbien ..............................

16 19 21 24

Kursprogramm 2009 / 2010 . .................................... 27 Leserreise Agritechnica ........................................ 30 Sektionen ZH Nachruf Hans Kuhn Vorbereitungskurse Kat F / G Beider Basel, SZ / UR ..... 31 Sous la loupe Alter Fichtenhof, Brislach BL . ................................... 32

Auf dem Weg setzen wir Ziele und wir streben sie kraftvoll an. Je mehr Einigkeit dabei besteht – umso besser. Die demonstrierte Einigkeit am «Bauernaufstand» auf historischem Sempacher Grund ist ein Wegzeichen, das man hoffentlich zuständigen Ortes auch in Bern sieht. Ueli Zweifel Hoftechnik Futterentnahme : Alternativen zum Futtermischer .... 34

P.S. Die SVLT-Delegiertenversammlung findet am Samstag 19. September 2009 um 9.00 Uhr im Hotel Engel in Liestal statt und ist öffentlich.

Forstmesse Ausstellungsbericht . ................................................ 38 Energieforum Strom sparen bei den Elektromotoren ...................... 40 Maschinenmarkt Claas Mähdreschertechnik ....................................... 44

Titelbild: Modernste Säkombination am Rande des Traktorenfestes. Der Hauptsponsor GVS-Agrar präsentierte sie im Rahmen seiner Vorführwoche quer durch die Schweiz, von Gächlingen SH bis Crans-près-Celigny VD. (Bild: Ueli Zweifel)

ART- Bericht 710 Automatische Fütterung von Rindvieh . .................... 47 Impressum mit Traktorstatistik Januar–Juni 2008 . ................ 54

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n LT extra

Szenen des landwirtschaftlichen Strassenverkehrs (Bilder: Ueli Zweifel und Gaël Monnerat)

Fachdebatte: Landwirt­ schaftlicher Strassenverkehr Die arbeitsteilige Wirtschaft und die Konzentration in der Produktion und Verarbeitung von Agrargütern stellen hohe Anforderungen an die Transportlogistik. Der landwirtschaftliche Strassenverkehr, der zum Kerngeschäft des SVLT gehört, ist Teil davon. Die Schweizer Landtechnik wollte wissen, was professionelle Transportlogistik in der Landwirtschaft heute bedeutet und hat zu einer Debatte nach Olten eingeladen.

Gaël Monnerat, Ueli Zweifel

Früher war es einfacher: Zuerst galten 25 km/h und dann 30 km/h als Höchstgeschwindigkeit: Für die «Landwirtschafts»-Traktoren gab (und gibt) es das grüne Kontrollschild und die Anhänger waren, obwohl auch gewisse Sicherheitsstandards erfüllt sein mussten, von der Immatrikulation befreit. Heute ist das mit den breiter, schneller und stärker gewordenen Traktoren etwas komplizierter geworden. Unsere Gesprächsteilnehmer diskutierten zum Thema Fahrzeugimmatrikulation: Lebhafte Diskussion im Oltner Bahnhofbuffet.

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LT extra n Ueli Brauen ist Lohnunternehmer in Suberg BE. Bodenbearbeitung und Sätechnik sowie Erntetechnik und Transportlogistik stehen bei den Dienstleistungen im Vordergrund. Auch die rückwärtigen Dienste in der eigenen Landmaschinenwerkstatt sind sehr gut ausgebaut. Als Initiator eines der ersten Rübentransportringe in der Schweiz organisiert Ueli Brauen in seiner Region alljährlich den Zuckerrübenverlad und -transport nach Aarberg. Schweizer Landtechnik: Welches sind die Voraussetzungen, um sich als Zuckerrübenpflanzer im Rahmen des Rübenrings am Transport zu beteiligen? Ueli Brauen: Gerade an der letzten Generalversammlung haben wir beschlossen, dass für den Rübentransport nur noch Anhängerzüge mit wenigsten 15 Tonnen Zuladung zugelassen werden. Mit dieser Massnahme wollen wir die Transportzüge nach Aarberg merklich senken und auf Seiten Rollmaterial mit dem besten Vorhandenen operieren. Um einen optimalen Sicherheitsstandard zu erreichen, wäre ideal, nur noch mit geprüften 40-km/h-Transportzügen zu arbeiten.

Kontrollschilder und was sie sagen Der Experte des Zürcher Strassenverkehrsamtes Rudolf Streuli gibt einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, ein landwirtschaftliches Fahrzeug zu immatrikulieren: Grün: Dies betrifft den landwirtschaftlichen Sektor. Weiss: Für gewerbliche Transporte Blau: Ein blaues Kontrollschild erhalten alle Arbeitsfahrzeuge, welche die Abmessungen respektieren, die für Motorfahrzeuge generell gelten (Arbeitskarren). Braun: Diese Farbe gilt für alle Strassenfahrzeuge, die breiter sind als 2,55 m. In der Praxis ergeben sich Schwierigkeiten: Oskar Schenk nennt seine Bedürfnisse beim Klärschlamm- und Gülletransport. Ihm kommt in die Quere, dass er mit der Breitbereifung über 2,55 m kommt und deshalb den Traktor nicht weiss einlösen kann. Dies wäre sehr wünschenswert, um den Traktor für eine bessere Auslastung auch im Klärschlammtransport einsetzen zu können. Weiss eingelöst hat der Traktor mit maximal 2,55 m umgekehrt nicht die Breite des Anhängers. Die Vielseitigkeit der Traktoren kann in der Tat vom Gesetz her ein Problem sein, räumt Willi von Atzigen ein.

Es sei aber auch Sache des Lohnunternehmers, sich je nach Dienstleistung für das eine oder andere zu entscheiden und ein Fahrzeug entsprechend zu immatrikulieren. Der SVLT hat zusammen mit anderen Organisationen, die mit dem landwirtschaftlichen Strassenverkehr zu tun haben, übrigens eine Eingabe gemacht,

damit es mehr Spielraum gibt: Beim Anhängerzug mit einem Zugfahrzeug, das die Breite des braun eingelösten Transportanhänger nicht erreicht, soll eine deutliche Signalisation an der Traktorfront die Silhouette des überbreiten Gespanns markieren. Ueli Brauen kritisiert, die Vorschriften seien aus landwirtschaftlicher Sicht oftmals zu eng und würden nicht auf die speziellen Bedürfnisse der Landwirtschaft Rücksicht nehmen. Nicolas Pavillard pflichtet ihm bei und nennt das Beispiel des Zuckerrübenvollernters, der im Acker mit extrem hohen Achslasten fährt, auf der Strasse aber noch eine Hilfsachse benötigt, damit die maximale Achslast von 12 Tonnen nicht übertroffen wird. Rudolf Streuli weist darauf hin, dass die Verordnungen für alle Verkehrsteilnehmerinnern und -teilnehmer gelten. Auch im Baugewerbe gebe es ähnliche Probleme. Wo immer möglich, setze sich der SVLT für Verbesserungen ein, erklärt Willi von Atzigen. Die Schweiz habe im Übrigen in Sachen Strassenverkehr ein schlankes Gesetzeswerk. Sachverständige im benachbarten Ausland würden uns darum beneiden. Im Weiteren gibt er zu bedenken, dass es sehr viel Zeit braucht, um Gesetzesparagraphen anzupassen. Der technische Fortschritt und die Entwicklung in der Landwirt-

Nicolas Pavillard ist Beteiligter am Lohnunternehmen und Landwirtschaftsbetrieb von Josy Pavillard in Orges VD. Unter Nicolas Pavillards Vorarbeit und Planung wurden drei leistungsstarke Betriebe verfahrenstechnisch und betriebswirtschaftlich zu einer Einheit zusammengefasst. Schweizer Landtechnik: Wie haben sich in den letzten Jahren die Bedürfnisse an Fuhrpark (Traktoren, Anhänger, Anhängertypen usw.) generell und speziell nach dem betrieblichen Zusammenschluss der drei Landwirtschaftsbetriebe verändert? Nicolas Pavillard: Vor allem ist für uns die Höchstgeschwindigkeit 40 km/h sehr wichtig geworden. Seit der Einführung (1995) haben wir davon Gebrauch gemacht. Bei 40 km/h ist der Zeitgewinn wichtig, denn die Traktoren und die Chauffeure kommen auf eine höhere Leistung, verbringen sie doch rund die Hälfte der Traktorstunden auf der Strasse. Auf den Fuhrpark hatte der faktische Zusammenschluss der drei Landwirtschaftsbetriebe vorderhand noch wenig Einfluss. Doch nach und nach kommen grössere 40-km/h-Anhänger und -Kipper hinzu. Letztlich ist es wichtig, schneller zu fahren, aber auch eine optimale Nutzlast zu haben.

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n LT extra schaft hätten sich in den letzten Jahren so beschleunigt, dass die Gesetzgebung nicht Schritt halten könne.

Von 30 auf 40 km/h – kein Pappenstiel Für Erich Guggisberg ist klar: Technisch gesehen ist zwar vieles möglich, aber die Anpassung von Bremsanlagen, Radnaben, sowie Achsen und Chassis gestaltet sich beim Umrüsten in den meisten Fällen als schwierig und vor allem kostspielig. Kein Hersteller wird für den selbst umgebauten Anhänger die notwendigen Garantien für 40 km/h abgeben. In der Diskussionsrunde besteht Einigkeit darüber, dass Umrüsten von 30 auf 40 km/h in der Regel nicht praktikabel ist. Auch die Selbstmontage einer hydraulischen Bremsanlage wird kritisch beur-

Oskar Schenk betreibt mit vier Festangestellten und bis zu 6 Aushilfskräften ein Lohnunternehmen in Schwarzenburg BE. Ein Spezialgebiet sind Gülletransport und -ausbringtechnik. Schweizer Landtechnik: Welche Strategien verfolgt ihr Lohnunternehmen generell und beim landwirtschaftlichen Strassenverkehr im Speziellen? Oskar Schenk: Der Sicherheitsaspekt hat in meinem Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert. Zum täglichen Sicherheitscheck gehören Licht – und Bremskontrolle, Begutachtung des Luftdrucks und sinnvolle Druckeinstellung gemäss Arbeitserledigung. Die entsprechende Vignette der BUL ist hilfreich, um immer daran zu denken. Saubere Rückspiegel und einen gute Sicht nach vorne und hinten gehören auch dazu. Es gibt aber auch Vorschriften, die meiner Meinung nach nichts zur Verkehrssicherheit beitragen. Dazu zähle ich das Höchstgeschwindigkeitszeichen 30 km/h und die Seitenblickspiegel auf den Geräten im Frontanbau.

Erich Guggisberg ist Technischer Leiter bei der Paul Forrer AG in Zürich Schweizer Landtechnik: Welches sind aus ihrer Sicht die neuralgischen Punkte im landwirtschaftlichen Fahrzeugbau? Erich Guggisberg: Eine Grundproblem besteht darin, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge die komplexen Anforderungen der Ortsverschiebung auf der Strasse und der leistungsfähigen Feldarbeiten erfüllen müssen. Eigentlich werden die Fahrzeuge ja nicht in erster Linie für die Strassenfahrt gemacht. Um aber die Sicherheit im Strassenverkehr mit solchen Fahrzeugen zu erhöhen, muss der Akzent auf die Bremsen, die Achsen, die Anhängevorrichtungen sowie die Kennzeichnung und Signalisation gesetzt werden. teilt. Erich Guggisberg nennt Fehlerquellen, die entstehen, wenn die einzelnen Bauteile nicht aufeinander abgestimmt sind. Dies könne die Bremswirksamkeit beeinträchtigen und rasch zu Folgeschäden führen. Neue Messtechniken und computergestützte Modellrechnungen sollen dafür sorgen, dass richtig dimensionierte Komponenten auf Traktor und Anhänger die Bremsleistung jederzeit mit hoher Sicherheit gewährleisten. Damit weist Erich Guggisberg auf einen nächsten Entwicklungsschritt hin. Zwar können hydraulische Bremsanlagen praktisch die gleiche Sicherheit wie die Pneumatischen erbringen. Letztere setzen sich im oberen Leistungsbereich der Traktoren aber mehr und mehr durch.

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Ueli Brauen ist der Meinung, dass es viele Anhänger gibt, auch neue, die zwar für 40 km/h zugelassen, aber dafür nicht geeignet sind. Schadenfälle und Verschleiss seien die Folge, denn Achsen, Chassis sowie Räder und Bremsen sind bei 40 km/h samt Zuladung hohen Belastungen ausgesetzt. Ein Anhänger, der weniger als 20 000 Franken kostet, erfüllt die Bedingungen eines 40-km/h-Anhängers eigentlich nicht, ist Ueli Brauen überzeugt.

Ideale 40km/h Oskar Schenk ist überzeugt, dass 40 km/h Höchstgeschwindigkeit für landwirtschaftliche Fahrzeuge den Verkehrsfluss positiv beeinflusst. Es gebe

Willi von Atzigen ist Direktor des SVLT. Dieser vertritt bekanntlich die Interessen der mechanisierten Landwirtschaft. Schweizer Landtechnik: Was heisst Interessen­vertretung im dichten Strassenverkehr und beim hohen Sicherheitsanspruch für alle Ver­kehrs­teil­neh­menden? Willi von Atzigen: Die landwirtschaftlichen Transporte werden immer voluminöser und die Gesamtgewichte wachsen. Da sind die Friktionen im dichten Strassenverkehr vorprogrammiert. Es muss unser Ziel sein, kritische Punkte und Problemfelder früh zu erkennen. Dann können wir rechtzeitig auf die Gesetzgebung Einfluss nehmen. Durch unsere Kontakte zum Bundesamt für Strassen wollen wir die landwirtschaftlichen Interessen bestmöglich mit dem allgemeinen Strassenverkehr in Einklang bringen.


LT extra n Hansueli Schmid ist Leiter des SVLT-Kurszentrums in Riniken. Schweizer Landtechnik: Ausgediente Lastwagenanhänger werden oft in der Landwirtschaft weiterverwendet. Kann man es als gangbaren Weg bezeichnen, diese für den sicheren Betrieb in der Landwirtschaft zu warten und zu reparieren? Hansueli Schmid: Die Erfahrungen, die wir im Kurszentrum machen, sind diesbezüglich nicht sonderlich ermutigend. Denn wir stellen fest, dass die für vergleichsweise wenig Geld gekauften Fahrzeuge manchmal nicht mehr saniert werden können; es sei dann, man stecke sehr viel Geld in die Ersatzeile wie Achsen, Radnaben, Bremsanlagen usw. Zudem sind die Ersatzteile zum Teil nicht mehr erhältlich und die Korrosion ist manchmal so fortgeschritten, dass Reparaturen mit gutem Gewissen nicht mehr möglich sind. Wir wollen eine Checkliste mit jenen Punkten erstellen, die beim Kauf eines Lkw-Anhängers unbedingt beachtet werden müssen. weniger riskante Überholmanöver als früher. Er plädiert dafür, Traktor und Anhänger bei Kolonnenbildung auszustellen, wenn es der Strassenraum zulässt. Der Lohnunternehmer instruiert seine Chauffeure diesbezüglich und nimmt dies aufs Konto Imagepflege. «Wir sind ja angeschrieben wie jedes Transportunternehmen im Positiven und im Negativen. Innerorts sind wir mit 40 km/h praktisch gleich schnell unterwegs wie der übrige Verkehr», ergänzt Ueli Brauen.

Auf das Erreichte dürfen wir stolz sein Ueli Brauen resümiert, dass punkto Sicherheit im landwirtschaftlichen Strassenverkehr noch viel zu tun sei. Er

nennt namentlich die Wichtigkeit eines guten Allgemeinzustandes von Traktoren und Landmaschinen. Dazu gehört die uneingeschränkte Rundumsicht auf Strasse und Geräte durch eine saubere Kabinenverglasung und eine gute Beleuchtung. Oskar Schenk schneidet ein Problem an, dem er kürzlich auf dem Mähdrescher in einem Baustellenbereich begegnet ist. Er konnte mit dem überbreiten Fahrzeug erst nach einigem Hin und Her passieren, weil die Bauabschrankungen nur die Durchfahrt mit der Normalbreite 2,55 m erlaubten. Dem hält Willi von Atzigen entgegen, es sei Aufgabe des Chauffeurs eines Ausnahmefahrzeugs, sich über die Verhältnisse auf der gewählten Route zu

?

Dominique Berner ist beim SVLT im technischen Dienst angestellt. In seinen Bereich gehört auch der landwirtschaftliche Strassenverkehr. Schweizer Landtechnik: Wie und wo setzt sich der SVLT für die Verkehrssicherheit ein? Dominique Berner: Den Hauptbeitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit leistet der SVLT in der Ausbildung von jugendlichen Lenkerinnen und Lenkern. Wir sensibilisieren sie für eine vorausschauende Fahrweise. Dies ist das Ziel sowohl bei den Vorbereitungskursen Kat F/G als auch insbesondere bei den Fahrkursen G40. Die wichtigsten Informationen zum landwirtschaftlichen Strassenverkehr sind auf den SVLT Merkblättern zusammengefasst. Diese schaffen Klarheit und Übersicht. Erwähnen will ich noch den Schwerpunkt «Ladungssicherung». Ich behandle dieses Thema im Rahmen von Vorträgen, Maschinenvorführungen und Ausstellungen.

Rudolf Streuli ist Leiter der Abteilung Arbeitsfahrzeuge im Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich. Schweizer Landtechnik: Wie viel Zeit nehmen in ihrer Tätigkeit die landwirtschaftlichen Fahrzeuge in Anspruch und welchen Ermessenspielraum haben die kantonalen Strassenverkehrsämter bei der Durchsetzung der gesetzlichen Vorgaben? Rudolf Streuli: Der landwirtschaftliche Stras­senverkehr beschäftigt uns in unserer Abteilung ca. zu einem Drittel nebst Spezialfahrzeugen des Baugewerbes, sowie Schwersttransporten und Kranfahrzeugen usw. Zur zweiten Frage: Was in den Verordnungen zum Strassenverkehrsrecht steht, ist für die Strassenverkehrsämter und auch für die Polizei verbindlich. Wir richten uns danach, doch gibt es einen Ermessenspielraum. Es braucht für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge ein profundes Spezialwissen.

informieren. Je nach Strassenverhältnissen sei es auch durchaus ratsam, eine längere, aber dafür logistisch sinnvolle Route statt der kürzesten Verbindung zu wählen. Den positiven Schlusspunkt zur engagierten Diskussionsrunde setzt Nicolas Pavillard. Er erinnert sich, was Fahrten mit Traktor und Anhänger noch in seiner Kindheit bedeuteten. Das sei rückblickend manchmal eine riskante Sache gewesen. Auf allen Ebenen wurde in den letzten Jahren zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und auch des Komforts ungemein viel geleistet. Auf das Erreichte dürfen wir stolz sein.  n

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LT extra n die Fahrprüfung wird ein zusätzlicher praktischer Prüfungsblock angehängt. Es müssen also nicht mehr nur die einschlägigen theoretischen Belange, sondern eine Vielzahl von Bereichen rund um den Transport bekannt sein. Die Ausbildung von neuen Lastwagenführern wird ein Vielfaches der bisher benötigten Zeit in Anspruch nehmen.

Was gilt, wenn man den Führerausweis schon besitzt?

Verschärfte Bestimmungen für Lastwagenchauffeure: SVLT schafft neues Kursangebot des SVLT. (Bild: Ueli Zweifel)

CZV fordert C ­ hauffeure Für die Schweizer Lastwagenfahrer war der 1. September 2009 ein spezieller Tag. Seit diesem Datum ist die Chauffeuren-ZulassungsVerordnung (CZV) in Kraft. Die Aus- und Weiterbildung für Lastwagenchauffeure wird somit Pflicht.

Dominique Berner, Technischer Dienst

Wer seit dem 1. September 2009 auf gewerblichen Fahrten einen Lastwagen lenken will, muss im Besitz eines Fähigkeitsausweises sein. Einen ähnlichen Ausweis braucht es auch für den gewerbsmässigen Personentransport mit schweren Motorwagen (Car).

Was ist neu? Für den Führerausweis der Kategorie C (Lastwagen) musste ein Chauffeur bisher nach der Basistheorieprüfung eine Zusatztheorieprüfung absolvieren. Die Zusatztheorie bestand aus 40 Fragen rund um den Verkehr mit schweren Fahrzeugen und über die Arbeits- und Ruhezeit Verordnung (ARV). Danach legte er eine praktische Prüfung mit einem Lastwagen ab und hatte von da an die Berech-

tigung zum Führen von schweren Motorwagen. Mit dem Inkrafttreten der CZV muss der Kandidat nun noch zusätzliche Prüfungen bis zum Führerausweis bestreiten. Nach der Theorieprüfung sind weitere Fragen schriftlich und mündlich zu beantworten und an

Der SVLT hat mit seinen Instruktoren vom Fahrkurs G40 die Möglichkeit, obligatorische Weiterbildungskurse anzubieten. Diese Kurse sprechen in ersten Linie Personen an, die den Führerausweis besitzen, aber nicht im Weiterbildungsprogramm einer Firma integriert sind. Informationen und Anmeldemöglichkeiten werden in der Schweizer Landtechnik publiziert.

Wer bereits heute im Besitz eines Führerausweises der betreffenden Kategorien ist, hat neu die Pflicht der obligatorischen Weiterbildung. D.h. die CZV sieht innerhalb von fünf Jahren 35 Stunden Weiterbildung vor. Nur so wird der Fähigkeitsausweis erteilt und später auch erneuert. Konkret bedeutet dies für die Inhaber der Führerausweise, dass sie bis am 1. September fünf Tage à sieben Stunden Weiterbildung nachweisen müssen. Wird diese Weiterbildung nicht erfüllt, so wird der Führerausweis auf bestimmte, nicht gewerbliche Transporte reduziert (Informationen unter www.cambus.ch). Es ist dann beispielsweise nur noch möglich Fahrten für die Feuerwehr oder private Zwecke durchzuführen.

Weiterbildung und Ausweis Die obligatorischen Kurse werden bereits heute angeboten. Durchführen dürfen diese Kurse nur jene Anbieter, die von der Vereinigung Schweizerischer Strassenverkehrsämter (asa) dazu lizenziert sind. Der SVLT will namentlich für seine Mitglieder ebenfalls Kurse in diesem Rahmen anbieten (siehe Kasten). Wer sein Soll an obligatorischen Kursen erfüllt hat, dem wird der Fähigkeitsausweis auf Gesuch hin erteilt. Gesuche sind an das Strassenverkehrsamt des jeweiligen Wohnkantons zu richten. Unklar ist noch, ob für den Fähigkeitsausweis ein spezieller Ausweis ausgestellt wird, oder ob dies durch eine Eintragung auf dem Führerausweis im Kreditkatenformat geschieht.  n

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gen von Fahrgassen stehen wahlweise el. Magnetklappen oder Kombiklappen mit Saatgutrückführung zur Verfügung. Die Scharschiene ist mit Schnellverschlüssen direkt am Packerrahmen montiert. Das Abkoppeln der Scharschiene für den Soloeinsatz der Kreiselegge geschieht somit in Minutenschnelle. Die i-drill Pro ist auch mit dem praxiserprobten elektrischen Dosiergeräteantrieb lieferbar, welcher

Voraussetzung für die IsobusFähigkeit der Maschine ist. Die Kreiselegge kann wahlweise mit einer grossen ZahnpackerCracker- oder Flexline-Gummiwalze ausgerüstet werden. Die Säkombination i-drill Pro von Kverneland bietet dem Landwirt Komfort auf höchstem technischem Niveau. Informieren Sie sich bei Ihrem Kverneland Händler oder direkt bei der Service Company AG. Service Company AG Niedermattstrasse 25 4538 Oberbipp Tel. 032 636 66 66 www.serco.ch


Feldtechnik n

Präzise Technik – die Säapparate werden ständig weiterentwickelt. (Werksfoto)

Sätechnik : Präzision ist alles ! Kaum ist die Ernte eingebracht, muss man schon an die nächste Saison denken, denn ein erfolgreiches Anbaujahr hängt im Wesentlichen davon ab, wie gut es vorbereitet wurde. Die Eigenschaften der verwendeten Sämaschine bestimmen, welche Bodenarbeiten anfallen. Wir stellen die Verfahren vor und analysieren ihre jeweiligen Stärken und Schwächen.

Gaël Monnerat

und weil die Egge oft die direkte Sicht behindert, ist das An- und Abhängen der Sämaschine nicht immer einfach.

Für den Aufbau kommt in der Regel die Dreipunkthydraulik in Frage, doch gibt es auch einige mechanische Kupp-

Die Säarbeit findet heutzutage oft in einem Durchgang mittels kombinierter Bodenbearbeitung (Kreiselegge, Bodenfräse und andere) statt. Alle Hersteller bieten dabei traditionelle, mittels Dreipunkthydraulik auf der Kreiselegge aufgebaute Säapparate an.

Kombination oder … Dies erlaubt es, ohne Kreiselegge zu säen oder aber auch die Egge mit einer älteren Sämaschine zu kombinieren. Der Nachteil des Systems liegt hauptsächlich im grossen Abstand zwischen dem Schwerpunkt der Sämaschine und der Traktorhinterachse. Aus diesem Grund

Kombinierte oder integral aufgesattelte Maschine. (Bilder: Gaël Monnerat)

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n Feldtechnik lungssysteme. Mit diesen kann man aber die Sämaschine nicht nach vorne hoch heben. Also wird die Vorderachsentlastung am Traktor wegen des grossen Abstands von der Hinterachse zum Problem, da die Wirksamkeit der Lenkung beeinträchtigt wird.

… Integration Bei der Säkombination mit fest integriertem Säapparat kann zwar das Säen nicht mehr separat gemacht werden. Weil der Schwerpunkt näher an den Traktor kommt, verbessert sich aber die Lenkbarkeit und die Sicherheit. Das ist vor allem bei der Strassenfahrt und beim Ausheben am Feldrand dienlich. Inzwischen stellen die Konstrukteure viele Lösungen bereit, um dabei das rasche und komfortable An- und Abkuppeln zu ermöglichen. Zwei Varianten: Entweder wird die Sämaschine direkt auf der Kreiselegge beziehungsweise auf dem Kupplungsbock abgestützt oder dann auf der Rückverfestigungswalze. Bei der Variante zwei trägt die Egge das Gewicht des Säapparats nicht und kann somit auf unebenen Flächen Hindernissen leichter ausweichen, was wiederum die Zinken und das Getriebe schont. Packerwalzen eignen sich für dieses System besser als Stabwalzen, die sich unter dem Gewicht der Sämaschine tiefer in den Boden graben. Sä- / Eggemaschinenkombinationen, bei welchen die Sämaschine auf dem Kupplungsblock der Egge befestigt wird, haben andererseits den Vorteil, dass sich der Schwerpunkt in der Regel näher beim Traktor befindet.

Technik und Präzision In einem anderen wichtigen Punkt unterscheiden sich die Säapparate, nämlich in der Art und Weise, wie das Korn von der Dosiereinrichtung bis in den Boden kommt. Zum einen gibt es die mechanische Drille, die sich die Schwerkraft zu nutze macht, zum andern in Kombination mit einem Gebläse die pneumatische. Bei den mechanischen Sämaschinen muss die Länge des Saatgutbehälters in etwa der Arbeitsbreite der Sämaschine entsprechen, während bei pneumatischen Geräten der Saatgutbehälter von der Form und Positionierung her mehr oder weniger beliebig gewählt werden kann. Das ist notwendig bei sehr breiten Säapparaten oder wenn der Saatgutbehälter zur besseren Gewichtsverteilung an der Traktorfront platziert ist.

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Schlepp- oder Scheibenschare? Der Boden entscheidet, was besser ist.

Dosierung: Mechanische Sämaschinen sind auf jedem Abgang entweder mit einer Zell- oder Nockenraddosierung ausgerüstet. Mit ersterem sind Dosierungen bis zu 400 kg Saatgut pro Hektar möglich. Für geringere Dosierungen mit feinem Saatgut (Raps, Gründüngung usw.) bieten alle Hersteller beim Zellradverfahren Lösungen mit reduzierter Anzahl Zellen an. Die Zellräder können zudem weniger breit sein und mit reduzierter Drehzahl drehen. Einzig Pöttinger bietet ein System, bei dem die Drehrichtung der Dosierorgane umgekehrt wird. Auf den Nockenrädern hat es kleine Körnervertiefungen, die durch das Kurbelgehäuse geschützt sind. Dieses System erlaubt eine sehr feine Dosierung, je nach Körnergrösse und Dosierungseinstellung, von 0,7 kg bis 4 kg pro Hektar. Pneumatische Sämaschinen funktionieren, was die Dosierung des Saatguts angeht, nicht viel anders als mechanische. Unterschiede gibt es bei der Verteilung der Samenkörner in die Schlauchleitungen. Zuerst fallen die Körner in eine zentrale Zuleitung, die mit dem Gebläse

verbunden ist, von wo sie zur zentralen Verteileinrichtung befördert werden. Bei Sämaschinen mit Frontbehälter befindet sich die Verteilervorrichtung hinten am Traktor, gewöhnlich auf der Egge oder auf der kombinierten Maschine. Dosierantrieb: Die Dosiervorrichtungen haben meist einen mechanischen Antrieb und funktionieren analog der Fahrtgeschwindigkeit, doch gibt es auch hydraulisch angetriebene Dosierer. Gebräuchlich sind Systeme mit seitlich oder hinten angebrachtem Bodenantrieb. Die Kraftübertragung erfolgt dann mittels Riemen oder Kette. Einfacher und genauer geht es, wenn der Dosierungsvorgang elektronisch geregelt wird. In diesem Fall bestimmt ein Rechner aufgrund von Informationen, die Sensoren auf den Zellrädern liefern, die Fahrtgeschwindigkeit und regelt die Dosierung automatisch.

Schlepp- und Scheibenschare Wenn das Saatgut dosiert ist, muss es in einer bestimmten, möglichst konstanten Tiefe in den Boden gebracht werden. Auch für diesen wichtigen Prozess

Viele Striegeltypen sind verfügbar, um die sichere Abdeckung des Saatgutes sicherzustellen. (Bilder: Gaël Monnerat)


Feldtechnik n gibt es wieder zwei Systeme, das der Schleppschare und das der Scheibenschare. Scheibenschare sind vielseitiger als Schleppschare, vor allem wenn man es mit Ernteresten zu tun hat. Sie verstopfen weniger rasch und erlauben eine gleichmässigere Sätiefe in Böden mit grossen Erdschollen und bei höherer Geschwindigkeit. Die Schleppschare bilden aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit und Unempfindlichkeit trotzdem eine gute Alternative.

Sätiefe Auf allen Maschinen ist die Einstellung der Sätiefe (Druck auf Scheiben- oder Schleppschar) möglich, entweder mechanisch durch Druck auf die Druckfeder oder über das hydraulische System. In den meisten Fällen wird die Sätiefe durch diesen Druck bestimmt. Seit die Maschinen zunehmend schneller werden, wird die Sätiefe nicht mehr allein über die Druckfeder gesteuert, sondern immer öfter über zusätzliche Tasträder oder Niederhalter. Konstante Sätiefe und gleichmässige Verteilung des Saatguts hängen also direkt von der korrekten Einstellung der Arbeitstiefe und der Fahrtgeschwindigkeit der Maschine ab. Je schneller gefahren wird, umso mehr hüpfen die Schleppschare auf dem Boden. Diese unerwünschte Bewegung kann durch die Erhöhung des Federdrucks gedämpft werden. Auf leichtem Boden kann die Druckerhöhung jedoch zu einer zu tiefen Saat führen. Die Sämaschinen müssen daher mit einer Vorrichtung ausgerüstet sein, welche die Arbeitstiefe bei zu hohem Druck beschränkt. Diese Systeme sind vor allem für Sämaschinen mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit bestimmt und für den Einsatz auf heterogenen Flächen ideal. Sie garantieren eine gleichmässige Sätiefe, bieten Sicherheit in unebenem Gelände und eine einfache Handhabung der Regulierung der Sämaschine bei schwierigen Bedingungen.

Saatguttrichter garantieren eine bessere Zuteilung des Saatguts in die oben platzierten Schleppschare.

Rückverfestigung Wenn die Saat gleichmässig aufgehen soll, muss der Kontakt zwischen Samenkörnern und Boden stimmen. Hinter den Schleppscharen wird die Saat gewöhnlich mittels einer ein- oder zweireihigen Federzinkenegge mit Erde bedeckt. Dann kommen die Andruckrollen zwischen oder auf den Saatlinien zum Einsatz. Sie sorgen dafür, dass die Körner in der richtigen Tiefe nicht zu locker und nicht zu fest mit Erde umgeben sind. Für Arbeiten auf zähen Böden können diese abgebaut werden.

Fazit Bei einem so reichhaltigen Angebot an technischen Lösungen und Optionen, gibt es für jeden Betrieb die richtige Sämaschine. Vor dem Kauf ist es jedoch notwendig, sich über die Ansprüche im Klaren zu sein, die man an eine solche Maschine stellt. Auch eine High-TechMaschine kann nur korrekt arbeiten, wenn sie korrekt eingestellt ist. Eine Investition in teure Technologie ist also nur von Nutzen, wenn man sich die Zeit nimmt, das Funktionieren der Maschine genau zu studieren und wenn alle Parameter des Geräts genau geregelt werden. Beim ersten Einsatz der Maschine kann es sinnvoll sein, sich von einem Fachmann beraten zu lassen, damit unangenehme Überraschungen vermieden werden. Eine missglückte Aussaat kann nicht mehr wettgemacht werden!  n

Konservierende Anbautechnik Konservierende Anbautechniken bie­ten verschiedene Bodenbearbeitungsgeräte mit Scheiben- und Schleppscharen, die das Saatbett ohne Grundbodenbearbeitung in einem Arbeitsgang herrichten. Anders als bei der Direktsaat, wird hierbei die oberste Bodenschicht auf der ganzen Breite der Maschine bearbeitet. Man kann sagen, es gibt ebenso viele technische Lösungen wie Probleme, die dabei auftreten können. Bevorzugt werden in diesem Fall spezielle Sämaschinen mit der Saatgutablage hinter starren Meissel- und Gänsefussscharen oder Säschare mit ondulierten Scheiben. Diese Systeme sorgen dafür, dass die Saat in der richtigen Tiefe in den Boden gebracht und dann gleichmässig mit Erde bedeckt wird. Sie sind fast ausnahmslos mit Andruckrädern oder -rollen kombiniert, die den Boden entweder auf den Saatlinien oder auf der ganzen Breite rückverfestigen. In diesem Bereich verfolgt jeder Hersteller seine individuelle Strategie und bietet seine eigenen Lösungen an. Eines haben aber alle Modelle für vereinfachte Anbautechniken gemeinsam: es sind durchwegs pneumatische Geräte. Die Innovationen, die für vereinfachte Anbautechniken entwickelt worden sind, kommen auch den herkömmlichen Sämaschinen zugute. Sie verbessern auch hier die Qualität der Aussaat und die Arbeit unter schwierigen Bedingungen.

Aus dem Französischen von Brigitte Corboz

Saatgutbehälter Bei der Wahl einer Sämaschine kommt es auch auf den Saatgutbehälter an. Seine Form, seine Positionierung, wie er gefüllt und entleert werden kann, sind wichtige Kriterien. Alle Behälter haben eine konische Form. Doch unterscheiden sie sich je nach Marke durch das Vorhandensein und die Anzahl der Trichter im Behälterboden. Die Tiefe derselben ist speziell wichtig beim Hangeinsatz. Tiefe

Konservierende Sätechnik ist eine Zwischenlösung zwischen Säen nach der Grundbodenbearbeitung und Direktsaat. (Werksfoto)

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n Traktorenfest

Perfekte Wettkampfbedingungen zum ersten Traktorenfest. (Bilder: Ueli Zweifel)

den Freunden alter Landmaschinen, die mit ihren Oldtimern und Anbaugeräten (auch im Pferdezug) die Bodenbearbeitung vergangener, doch keineswegs weit zurückliegender Tage aufleben liessen, über die besten Chauffeure, die ihre kniffligen Aufgaben auf dem Geschicklichkeitsparcours mit Bravour meisterten und die Pflüger, die ihre Furchen millimetergenau in den Ackerboden legten, bis zur Leistungsschau von GVS-Agrar mit der neuesten Ackerbautechnik von Rabe. Auch die kleinen Traktorfahrerinnen und -fahrer kamen auf den Rasentraktoren auf ihre Rechung. Das Fest fand seinen krönenden Abschluss mit der Rangverkündigung und der flammenden Rede von Nationalrat Max Binder für eine echte Schweizer Nahrungsmitteproduktion in Familienbetrieben – heute und morgen.  n

Schweizermeisterschaft im Traktorgeschicklichkeitsfahren:

Traktorenfest par excellence und seine Sieger Beat Sprenger, Wintersingen BL, ist neuer Schweizermeister im Wettpflügen. Bertrand Favre, St-Barthélemy VD, holte sich den Pokal bei der Schweizermeisterschaft im Traktorgeschicklichkeitsfahren, bei den Junioren gewann Fabian Stillhard aus Hattenhausen TG. Den Mannschaftswettbewerb mit vier Teilnehmern pro Sektion entschieden die Freiburger für sich.

Aktive: Bertrand Favre, St-Barthélemy VD vor Franz Odermatt, Obbürgen NW und Raphael Scheiben, Märstetten TG. (Bilder: Christoph Jenni)

Ueli Zweifel

Wettpflügen: Der neue Schweizermeister Beat Sprenger fährt den High-Tech-Pflug in die Anschlussfurche ein. Die Plätze 2 und 3 belegten Toni Stadelmann, Roggenburg (Laufental) und Peter Ulrich, Neerach ZH.

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Das war wahrlich ein Traktorenfest, was kürzlich im Gächlingen SH über die Bühne ging. Über 4000 Besucherinnen und Besucher verfolgten das Geschehen an den verschiedenen Brennpunkten des landtechnischen Schaulaufens. Sie honorierten damit die grossartige Leistung des Organisationskomitees unter der Leitung von Bruno Gnädinger und der SVLT-Sektion Schaffhausen, die von Bernherd Neukomm präsidiert wird. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SVLT und der Sektionen sorgten koordinierend für eine reibungslose Durchführung der Schweizermeisterschaft. Aber alle Teilnehmenden trugen zum grossen Erfolg bei: Angefangen bei

Junioren: Fabian Stillhard, Hattenhausen TG vor Fabien Guenat, Courtedoux JU und Remo Britschgi, Diepoldsau SG.

Im Mannschaftswettbewerb siegt die Sektion FR. Die Schaffhauser eroberten den zweiten, die Neuenburger den dritten Rang.


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n SVLT

Im Dienste seiner Mitglieder. (Bilder: Ueli Zweifel)

Jahresbericht 2008 Gute Karten für den starken Verband Ende des letzten Jahres erschreckten die Hiobsbotschaften aus der globalisierten Finanzindustrie die Weltwirtschaft und die Normalverdienenden. Noch vorher hatte unser Verband die Weichen für die Zukunft gestellt: An der SVLT-Delegiertenversammlung in Grenchen vom letzten Herbst wurde eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags bewilligt.

Bei den Argumenten ging es namentlich um die Aufrechterhaltung und den Ausbau der Dienstleistungen, um die Kompensation für einen nicht mehr ausbezahlten Bundesbeitrag an die vom SVLT geleistete Weiterbildung und nicht zuletzt auch um den Rückgang des Bestands an Verbandsmitgliedern. Die Jahresrechnung 2008 schloss bei Einnahmen und Ausgaben von 1,8 beziehungsweise 1,94 Mio. Franken defizitär ab. Der ausbleibende Bundesbeitrag sowie die Teuerung waren ausschlaggebend für das Minus.

Sicher unterwegs Anpassung des Mitgliedsbeitrags: Die Delegierten liessen sich vom Zentralpräsidenten Max Binder und von Direktor Willi von Atzigen sowie durch engagierte Voten aus der Mitte der Versammlung überzeugen.

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Beim Strassenverkehr verfolgte der Verband in der Berichtsperiode besonders intensiv das Thema Ladungssicherung.


SVLT n

Die Präsidenten und Geschäftsführer der Sektionen und die Präsidenten der Fachkommissionen kamen zu einer ausserordentlichen Kaderkonferenz im Verbandszentrum Riniken zusammen

Was die Führerprüfung Kat. F/G anbelangt, präsentierte er eine Studie, in der das veränderte Lernverhalten der 14-jährigen Schülerinnen und Schüler untersucht wurde. Hinzu kommt, dass die Prüfungen mehr und mehr in digitaler Form am PC abgenommen werden. Als Folge davon kommt neu eine LernCD zum Einsatz. Diese ist Bestandteil des Kursangebotes der Sektionen in den

Landwirt bekam Recht Im Sinne eines Grundsatzentscheids unterstützte der SVLT in einem Fall die Anfechtung eines Gerichtsurteils, nachdem ein Landwirt wegen angeblich zu hoher Stützlast gebüsst worden war. Der Landwirt bekam schliesslich vor einem Kantonsgericht recht, weil die in der Urteilsbegründung angeführten technischen Voraussetzungen und Gesetzesparagraphen für Traktoren bis 40 km/h nicht gelten (s. LT 08 / 09).

F/G-Kursen. Bei den Vorbereitungskursen für die Führerprüfung Kat F/G ging im Übrigen die Zahl der Teilnehmenden zurück.

Wachsamkeit Die Treibstoffsteuerrückerstattung soll erhalten bleiben. Dafür hat sich der SVLT immer wieder erfolgreich eingesetzt und er wird dies auch in Zukunft tun. In Weiteren befasste sich eine Vernehmlassung zur Ökobilanzverordnung mit den Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit biogene Kraftstoffe von der Mineralölsteuer befreit werden. Der SVLT hat die Verordnung mit Mitgliedern der Fachkommission «Energie und Umwelt» beraten und zusammen mit anderen Organisationen eine Stellungsnahme eingereicht. Die Arbeitsgruppe VTS, in der nebst dem SVLT die BUL und der SLV vertreten sind, hat beim Bundesamt für Strassen mehrere Forderungen deponiert, unter anderem betreffend Anbaugeräte und Ausnahmefahrzeuge.

Kontinuität und Veränderung Bezogen auf die Verbandszeitschrift bestand die Kontinuität darin, durch ein breit gefächertes Themenspektrum sachdienliche Orientierung im landtechnischen Bereich zu bieten. Die Veränderung kam Mitte Jahr mit der Schlies­ sung von Benteli-Hallwag in Wabern. Alle Aktivitäten und auch Teile der Belegschaft wechselten zum Unternehmen Weber Farbendruck in Brügg bei Biel, das seither mit Weber Benteli AG firmiert. Dort werden die Schweizer Landtechnik und die Technique Agricole gegenwärtig gedruckt. Auf Ende Jahr hat Edith Moos-Nüssli nach dreijähriger Mitarbeit als Redaktorin gekündigt und eine neue berufliche Her­ ausforderung angenommen. Sehr kommunikativ hat Edith Moos neue Themen recherchiert und darüber bericht. Sie beteiligt sich an der Neugestaltung des Heftes und leistete auch einen wesentlichen Beitrag in organisatorischer Hinsicht. Am 1. Mai 2009 wurde die Redaktion durch Gaël Monnerat verstärkt. Er absol-

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n SVLT vierte die Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen und arbeitete danach in zwei Unternehmen der Stallbautechnik beziehungsweise Tierzucht.

«K25» und «Hausrenovation» waren die Renner Kurszentrum Riniken: Mit 33 durchgeführten Kursen konnte gegenüber den Vorjahren eine deutlich höhere Anzahl Teilnehmertage erreicht werden. Insbesondere gelang es, den Werkstattkurs K25 zweimal durchzuführen. Die resultierende Anzahl Teilnehmertage ist in der Kursgruppe Maschinen und Traktoren integriert. Der neu eingeführte Kurs «Unterhalt von Gartenbaumaschinen mit Dieselmotoren» (Kursgruppe Motorgeräte) konnte ebenfalls zweimal durchgeführt werden. Auch der ElektroinstallationsKurs war sehr gut besucht. Kurszentrum Grange-Verney: Das Kurszentrum schaut insgesamt auf eine gute Kursperiode zurück. Die Kurse in Elektro- und Schutzgasschweissen waren sogar ausgebucht. Zu einem vollen Erfolg wurde ein Kurs zum Thema «Hausrenovation». Dieser wurde von der Freiburger Hauswirtschafts- und Familienberatung angeregt und administrativ abgewickelt. Unter dem Titel «Raumerneuerung zu Hause: Einfluss von Materialien und Farbe» konnte er fünfmal mit 43 Teilnehmerinnen durchgeführt werden. Die EDV-Kurse wurden dagegen nur schwach frequentiert.

Seitenvergleich Schweizer Landtechnik / Technique Agricole

2006 2007 2008

Redaktionelle Beiträge LT TA 346 289 357 296 383 311

Inserate + PR LT TA 116 80 108 80 107 76

terstützung, indem sie zu Demonstrationszwecken Landparzellen zur Verfügung stellen oder rückwärtige Dienste leisten, z.B. bei der Verkehrsregung und im Kantinenbetrieb. Der Verband «Lohnunternehmer Schweiz» machte an verschiedenen Veranstaltungen z.B. anlässlich des Strickhof-Kartoffeltags in Altikon ZH auf sich aufmerksam. Der «praktische Maschinenkurs» konnte mangels Beteiligung aber noch nicht stattfinden. Die vom Verband organisierte Reise zu den deutschen Lohnunternehmertagen (DeLuTa) in Münster stiess mit rund 60 Teilnehmenden auf sehr grosses Interesse.

Stark beanspruchte Auskunftsstelle Zentrales Element der Tätigkeit des technischen Dienstes ist die Beratung und Information der Mitglieder. Im Vordergrund standen telefonische Auskünfte zu Fragen

ART-Berichte LT TA 66 47 95 88 78 77

Total LT TA 528 416 560 464 568 464

über Ausrüstung, Abmessung und Fahrzeugimmatrikulation. Hinzu kamen die Erarbeitung von Merkblättern und Broschüren sowie die Fachreferate und Mitwirkung des SVLT bei Maschinendemonstrationen und an landwirtschaftlichen Schulen.

Ausblick Der SVLT bleibt seinem Kerngeschäft des sinnvollen Technikeinsatzes in der Landwirtschaft treu. Die überbetriebliche Mechanisierung in den verschiedenen Organisationsformen von der Nachbarschaftshilfe über Maschinengenossenschaften und Maschinenringe bis zu den Lohnunternehmen spielt dabei eine wichtige Rolle. Im Weiteren setzt sich der Verband z.B. zusammen mit den Sektionen in Vernehmlassungen dafür ein, dass neue Verkehrsführungen und -vorschriften mit den Bedürfnissen einer modernen Landtechnik übereinstimmen.

Fahrkurs G40

Arbeit in den Sektionen Die Sektionen haben eigenständige Tätigkeitsprogramme. Insbesondere bei Maschinenvorführungen sind sie regelmäs­ sig an der Organisation beteiligt. Häufig geben Sektionsmitglieder wertvolle Un-

Kurszentrum Riniken Kursgruppe Bauen Motorgeräte Schweissen Maschinen / Traktoren Total Teilnehmertage

2006 2007 2008 50 44 35 83 64 54 139 133 128 338

268

453

610

509

670

Kurszentrum GrangeVerney Atelier 93 Rénovation bâtiment 67 Informatique 62 Total 222 Teilnehmertage

18

60 34 70

71 70 48

164

189

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Bild: Jürg Fischer

Über 720 Teilnehmende an 44 Kursorten haben den Fahrkurs G40 besucht. Die Kursleiter, speziell ausgebildete Fahrlehrer Kat. 2 (Lastwagen), sind zu einer Weiterbildung zusammengekommen. Dabei ging es u. a. um die konsequente Durchsetzung der Sicherheitsanforderungen und um methodisch-didaktische Aspekte der Vermittlung von Wissen und Fahrpraxis. Zum Teil mussten neue G40-Standorte ­rekognosziert werden, weil neue Strassenführungen und Umklassierungen eine sinnvolle Kursdurchführung nicht mehr sicherstellen konnten.


SVLT n Ein wichtiges Thema bleibt die Zonenkonformität von Lohnunternehmen in der Landwirtschaftszone. Seine Aufgaben in der Weiterbildung will der SVLT auch in Zukunft entschlossen wahrnehmen. Neue, auf heutige Bedürfnisse zugeschnittene Kursangebote und

mit gut recherchierten Fachbeiträgen zu bleiben. Um die Ziele konsequent zu verfolgen, braucht es immer wieder auch ein Nachdenken über die Zweckmässigkeit der Strukturen und über die vordringlichsten Tätigkeitsfelder. Für eine vertiefte Analyse wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt.  n

namentlich der Maschinenkurs für Angestellte in Lohnunternehmen unterstreichen diesen Willen. Der Verbandszeitschrift fungiert als Bindeglied zwischen Zentralverband, Sektionen und Mitglieder. Sie setzt alles daran, auch in Zukunft eine attraktive Fachzeitschrift

Spritzentest

Neuerungen im Strassenverkehrsrecht per 2008

Die offiziellen Prüfstellen testeten in der letzten Saison 3650 Feldspritzen und 667 Sprühgeräte für den Obst- und Weinbau. Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich beträchtliche Differenzen. Bezieht man aber diese Zahlen auf den Turnus des Tests (4 Jahre), so ist nur eine kleine Abnahme der geprüften Geräte zu verzeichnen.

Seit dem 1. Juli 2008 müssen landwirtschaftliche Fahrzeuge mit einem vorderen Überhang von mehr als 3 m mit Seitenblickspiegeln ausgerüstet sein. Seit diesem Datum gilt auch die Ausrüstung mit einer Heckmarkierungstafel an neuen Fahrzeugen bis 45 km/h, ausgenommen Traktoren und Fahrzeuge von weniger als 1,30 m Breite (für bereits in Verkehr stehende Fahrzeuge galt eine Nachrüstpflicht bis 1. Juli 2009). Betreffend Höchstgeschwindigkeitszeichen ist die Nachrüstpflicht Ende 2008 abgelaufen. Dies bedeutet, dass inzwischen sämtliche Fahrzeuge unter 80 km/h mit dem der maximalen Geschwindigkeit entsprechenden Zeichen ausgerüstet sein müssen. Die Höchstgeschwindigkeit muss im Fahrzeugausweis eingetragen sein.

Kursorte und Kursdaten 2009 SVLT / ASETA 056 441 20 22

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Wer den G40-Fahrkurs erfolgreich besucht hat, erhält von den Vaudoise Versicherungen einen Gutschein im Wert von CHF 100.– (Gültigkeitsdauer 2 Jahre). Dieser kann beim Abschluss einer Motorfahrzeughaftpflichtversicherung für sich selbst oder für ein Familienmitglied im gleichen Haushalt eingelöst werden. Die Vaudoise Versicherungen schenken einen Gutschein in der Höhe von CHF 100.–, der beim Abschluss einer neuen Motorfahrzeugversicherungspolice angerechnet wird. Bedingungen: Das Kursaufgebot und die Rechnung werden zwei Wochen vor dem ersten Kurstag verschickt. Bei Abmeldung von weniger als vierzehn Tagen vor Kursbeginn wird ein Unkostenbeitrag von CHF 60.– erhoben. Nichterscheinen am Kurs berechtigt den SVLT, das volle Kursgeld zu verlangen.   n

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Sektionen n

Landtechnik in bezaubernder Landschaft. (Bilder: Ueli Zweifel)

Ansporn aus der ­Tragik Die Sektion «Beider Basel» hat das Gründungsjahr 1929. Nach einem Intermezzo mit einer Sektion «Baselland» von 1945–1952 fand man sich ab 1952 wieder zur Sektion «Beider Basel und Umgebung» zusammen. Diese lädt zur diesjährigen Delegiertenversammlung in die Baselbieter Kantonshauptstadt Liestal ein.

Ueli Zweifel

deutlich mehr als die Hälfte aller Landwirte zu ihren Mitgliedern zählen.

Wie es der Name kundtut, gehören der Sektion nicht nur die Mitglieder von Baselland und Baselstadt an, sondern auch jene aus den beiden Solothurner Bezirken «Thierstein» und «Dorneck» nördlich des Juras. Von den 633 Mitgliedern (Stand 11. 8. 2009) wohnen deren 80 in den beiden Bezirken des Schwarzbubenlandes und einige wenige in Baselstadt (Riehen und Bettingen) sowie im aargauischen Fricktal (Olsberg). Die restlichen 546 Mitglieder sind im Baselbiet zu Hause. Die Landwirtschaftsstatistik für Baselland führt im Jahr 2005 751 hauptberufliche Landwirtschaftsbetriebe auf. Die Sektion beider Basel und Umgebung darf also

Zusammenspannen macht stark «Wir sind eine kleine Sektion», sagt Geschäftsführer Hannes Niklaus. Deshalb seien gute Kontakte zu den Nachbarsektionen und namentlich zu Solothurn doppelt wichtig. Sein Vorgänger Stephan Plattner hatte schon mal die Fühler wegen eines zukünftigen Zusammenschlusses ausgestreckt. Doch dabei ist es bis dato geblieben. Immerhin stellt Sektionspräsident Paul Buri mit Genugtuung fest, dass die Solothurner Sektionsmitglieder seit kurzem auch wieder direkt im Vorstand vertreten sind. Es sei keineswegs einfach Leute zu finden, die sich engagieren wollen, sagt er und schlägt den Bogen zum

schleichenden Mitgliederschwund und dann zur Mobilisierung gegen die Partikelfilternachrüstpflicht: «Die ‹Trittbrettfahrer› profitieren von den Leistungen des SVLT, ohne ihren Beitrag zu leisten.» Der SVLT habe die Partikelfilternachrüstpflicht erfolgreich abgewendet: «Das war super, bleibt dran – unbedingt!»

Kat. F / G Kurse im Plus Die Vorbereitungskurse für die Führerprüfung Kat. F / G seien bei den Jugendlichen wieder gefragter als auch schon, denn: «Das Mofa als Fortbewegungsmittel erlangt wieder mehr Bedeutung», wie Paul Buri beobachtet. Zusammen mit seinen Vorstandskollegen Othmar Widmer, Büren SO, und Beat Sprenger, Wintersingen, seines Zeichens Schweizermeister 2009 im

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n Sektionen

Stephan Platter amtet als OK-Präsident für die Delegiertenversammlung: «Unser Programm will einen guten Querschnitt durch die Vielfalt unseres Kantons bieten.»

Silvia und Paul Buri (Präsident) betreiben in Brislach Milchwirtschaft und Ackerbau: «Wir erhoffen uns für unseren Betrieb viel von der Güterregulierung, die demnächst beschlossen werden soll.»

Wettpflügen, geben sie in Baselland die Vorbereitungskurse. Die Durchfallquote sei gesunken, seit es eine Lern-CD gebe, so ihre Erfahrung. Doch seien die Kurse für die Verkehrserziehung nach wie vor eine sehr wichtige Dienstleistung, denn: «Wir wollen nicht, dass die Jugendlichen alles auswendig lernen. Uns geht es um echtes Grundwissen zum motorisierten Strassenverkehr».

Gutes Einvernehmen. Was den landwirtschaftlichen Strassenverkehr betrifft, so bestehe ein sehr gutes

Vorstandsmitglieder der Sektion Beider Basel und Umgebung • Beat Sprenger, Breitfeld, Wintersingen • Christoph Pfirter, Hauptstrasse 41, Pratteln • Fritz Ziörjen, Landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain, Sissach • Hannes Niklaus (Geschäftsführer), Fichtenhof, Laufen • Hanspeter Tschudin, Hof Unteri Allersegg, Gelterkinden • Othmar Widmer, Kohlerhof 2, Büren SO • Paul Buri (Präsident), Hof Bleiholle, Brislach • Peter Miesch, Bennwilerstrasse 14, Diegten • Stefan Brodbeck, Schliefhof, Therwil • Stephan Plattner, Bühl 11, Bretzwil

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Klima zwischen Polizei, Strassenverkehrsamt und Landwirtschaft, stellt Paul Buri fest. Dem pflichtet auch der Lohnunternehmer Fritz Langel zu. Es seien praktisch keine Fälle von übertriebenen Interventionen zu verzeichnen. Doch das Unverständnis wegen Nachtruhestörung erachtet der Sektionspräsident im Umfeld einer zunehmend städtischen Bevölkerung als wachsendes Problem. «Es gibt einen Fall, bei dem es zu einer Verzeigung gekommen ist.» Auf Sektionsebene wolle man diese anfechten und bei der Bevölkerung generell um mehr Verständnis werben.

Fritz Ziörjen betreut seit 1988 die Fachstelle für Landtechnik und Unfallverhütung am Ebenrain: «Die Zusammenarbeit mit der Sektion ist sehr wichtig für den Praxisbezug.»

Maschinenvorführungen In der Regel jedes zweite Jahr und oftmals auch zusammen mit den Nachbarsektionen bietet die Sektion gut besuchte Maschinenvorführungen an. Während das eingespielte Team des Vorstandes die Infrastruktur bereitstellt, gewährleistet die Fachstelle für Landtechnik und Unfallverhütung am LBBZ Ebenrain in Sissach die fachliche und administrative Begleitung. Stelleninhaber Fritz Ziörjen weist darauf hin, dass seine Fachstelle nicht zuletzt auch auf Initiative der Sektion mit dem damaligen Sektionspräsidenten Karl Schäfer geschaffen und ausgebaut worden ist. Von den Maschinenvorführungen sind ganz unterschiedliche in Erinnerung geblieben: Mistzetter und Streuwerke sowie Bodenbearbeitung standen auf dem Programm und im letzten Jahr eine Vorführung zu Mulchgeräten. Zudem entwickelte die Sektion schon früh hinsichtlich Schleppschlauchverteiler zahlreiche Aktivitäten, nachdem diese allen voran vom Kanton Baselland gefördert worden waren.

Hannes Niklaus, Alter Fichtenhof bei Laufen, ist überzeugt: «Wenn zwei oder mehrere Sektionen zusammenspannen würden, könnte man Ressourcen sparen.»

Fritz Langel, Augst, beobachtet, dass zum Nachteil einer guten Auslastung die Getreideernte nunmehr auf tieferen und höheren Standorten praktisch zur gleichen Zeit beginnt und sagt als Lohnunternehmer: «Im Baselbiet richten wir uns bei der Preisgestaltung nach den offiziellen Ansätzen der ART und von Lohnunternehmer Schweiz.»


Sektionen n A propos hangtaugliche Landtechnik: Hier spielte Samuel Wüthrich (Präsident von 1949 bis 1971) eine Pionierrolle. «Weil er sich damals durch dick und dünn für die Doppelbereifung (nur an der Hinterachse) stark machte und diesbezüglich auch Eigenentwicklungen vorantrieb, nannte man ihn ‹Doppelrad-Sämi›», erzählt Fritz Langel.

Zwei erfüllte Tage in der Nordwestschweiz In diesem Jahr gibt es in der Sektion Beider Basel und Umgebung zwar keine Maschinenvorführung, doch wie gesagt in zuvorkommender Weise die Einladung an die SVLT-Delegierten und -Gäste in den Halbkanton. Das Organisationskomitee und der Sektionsvorstand haben unter der Leitung von Stephan Plattner ein in der Tat sehr schönes Programm zusammengestellt. Sie wollen sowohl gute Voraussetzungen für die Abwicklung von Zentralvorstandsitzung und Delegiertenversammlung gewährleisten als auch den Gästen die Region mit der Urbanität vor den Toren Basels und dem Besuch der Rheinhäfen einerseits und mit den länd-

Mitgliederbestand: 2006

685

2007

665

2008

653

lichen Gegenden im Oberbaselbiet andererseits näher bringen.

Wieder auf festem Grund

tungen nachzukommen und wieder einen bescheiden Grundstock an eigenen Mitteln anzulegen.» Es soll soviel sein, wie es braucht, damit das Sektionsleben funktioniert und die Leistungen erbracht werden können. «Niemand ist meines Wissens aus der Sektion und aus dem Verband ausgetreten, weil der Sektionsbetrag angehoben werden musste.» Gelebte Solidarität!  n

Die letzte Delegiertenversammlung in der Nordwestecke fand 1988 am Rheinknie statt. Nun ist es nicht selbstverständlich, dass die Sektion in die Baselbieter Kantonshauptstadt Liestal einladen kann, denn dazwischen lag die einschneidende Erfahrung einer massiven Veruntreuung von Vereinsvermögen. Mit der Aufarbeitung wurde der Landwirt und Buchhalter Stephan Plattner betraut. Was damals passierte, habe die Vorstands- und Sektionsmitglieder zusammengeschweisst, sagt er rückblickend: «Alle haben nach ihrer Möglichkeit zur Schadensbegrenzung beigetragen, um den laufenden Verpflich-

PUBLIREPORTAGE

Die E-Rechnung erobert die Landtechnikbranche

Schritt für Schritt setzt sich die E-Rechnung in der Landtechnikbranche durch. Mit der Firma Paul Forrer AG verschickt nun auch eines der führenden Unternehmen der Branche seine Rechnungen elektronisch. Davon profitieren die Kunden vor allem bei der aufwendigen Lagerbewirtschaftung. In der Landtechnikbranche unterstützen bereits 40 Lieferanten, Softwarehäuser und Werkstätten die E-Rechnung. Die Paul Forrer AG mit Sitz in Zürich ist seit 50 Jahren ein bedeutender Lieferant in der Landtechnikbranche. Der Grosshandelsbetrieb mit 60 Mitarbeitenden vertreibt hauptsächlich Komponenten und Ersatzteile für Land-, Bau-, Forstmaschinen und -fahrzeuge. Rund 800 Werkstätten und Händler sind in dieser Branche aktiv, wovon über 90 Prozent Teile aus dem Sortiment von Paul Forrer beziehen. Die Rechnungen können sie auch elektronisch beziehen. «Die E-Rechnung ist ein Dienst für unsere Kunden.» Paul Forrer AG nutzt die E-Rechnung seit einigen Monaten. «Das ist eine Dienstleistung für unsere Kundinnen und Kunden. Sie sind es, die in erster Linie davon profitieren», sagt Erich Guggisberg, Mitglied der Geschäftsleitung und als IT-Verantwortlicher federführend bei der Einführung der E-Rechnung bei Paul Forrer AG. Das Zürcher Unternehmen verschickt jährlich rund 45 000 Rechnungen. In der ganzen Landtechnikbranche beläuft sich das Volumen auf schätzungsweise 1,5 Millionen Rechnungen pro Jahr.

Die Lagerbewirtschaftung optimieren

«Es hat sich gelohnt.»

Schon nach wenigen Monaten sieht Erich Guggisberg die Vorteile der E-Rechnung. Einerseits für «seine» Firma, die den Papierversand reduzieren und ein weiteres Element für ein komplett elektronisches Dienstleistungspaket anbieten kann. Andererseits für die Kundinnen und Kunden, vor allem in der aufwendigen Lagerbewirtschaftung: «Die E-Rechnung bietet sämtliche Daten elektronisch an, sodass diese automatisch für die Buchhaltung und die Lagerbewirtschaftung im kundeneigenen EDV-System weiterverarbeitet werden können». Ohne E-Rechnung müssen alle bestellten Teile im Lagerbewirtschaftungssystem neu erfasst werden, mit E-Rechnung ist der Lagereingang automatisch erledigt. Zudem ist die elektronische Rechnung mehrwertsteuerkonform und lässt sich gut in die Finanzbuchhaltung integrieren. Das spart Zeit, Geld und reduziert Fehler.

Die Einführung der E-Rechnung verlief für Erich Guggisberg problemlos. Die grösste Herausforderung war es, die Schnittstellen zwischen Paul Forrer AG, Softwarefirma und PostFinance zu definieren und aufeinander abzustimmen. Bei den ersten E-Rechnungen erhöhte sich zwar der Kontrollaufwand für Erich Guggisberg und seine Leute. «Heute läuft die E-Rechnung zwischen uns und unseren Kunden reibungslos. Der Aufwand hat sich gelohnt», zieht Erich Guggisberg bereits nach einigen Monaten Bilanz.Auch dank der Kundenbetreuung durch PostFinance ist die E-Rechnung für die Paul Forrer AG erfolgreich. «Susanne Lauper von PostFinance hat uns während des ganzen Projekts exzellent betreut.»

Rechnungssteller: Papieraufwand für Rechnung und Kopie, sowie einpacken und frankieren entfallen; Lastschrift und Rechnung sind in einem Arbeitsgang erledigt; die Rechnung ist am nächsten Morgen beim Empfänger; Rechnungsdaten können strukturiert, einfach und schnell verschickt werden; einfache, sichere und schnelle Lösung sowie rascherer Zahlungseingang; Rechnungen entsprechen den gesetzlichen Anforderungen (z.B. MwSt; GebüV; usw.).

Von Anfang an dabei PostFinance ist seit Anfang 2008 mit der E-Rechnung in der Landtechnikbranche aktiv. Von Anfang an ist die Paul Forrer AG dabei, zuerst unterstützend und nun als Rechnungsstellerin. Erich Guggisberg erkannte das Potenzial der elektronischen Rechnung und war sofort Feuer und Flamme. «Für viele unserer Kunden sind wir ein wichtiger Lieferant und dementsprechend ein häufiger Rechnungssteller. Die E-Rechnung ist in der Verarbeitung sehr effizient und transparent», so Guggisberg zu den Gründen, warum er sich für die E-Rechnung in der Landtechnikbranche einsetzt. Heute ist die Paul Forrer AG in der Lage, alle Kunden mit der E-Rechnung zu bedienen.

Die Vorteile der E-Rechnung auf einen Blick:

Rechnungsempfänger:

Susanne Lauper, PostFinance, und Erich Guggisberg von der Paul Forrer AG. Sie sind von der E-Rechnung überzeugt und verhelfen ihr in der Landtechnikbranche zum Durchbruch

Einfache elektronische Weiterverarbeitung der Rechnungsdaten; automatische Einbuchung der Artikel in den Lagerbestand; das Warten auf eine Sammelrechnung entfällt; die FIBU ist beim Rechnungseingang schon erledigt; es ist immer der richtige und aktuelle Preis vorhanden; Kosteneinsparung von 10 Franken pro Rechnung.

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n SVLT

Leben auf der Strasse: Auf dem riesigen Marktplatz aus der Kolonialzeit in Villa de Leiva. (Bilder: Ueli Zweifel)

Fach- und Ferienreise nach ­Kolumbien Die Fach- und Ferienreisen des SVLT und seiner Sektionen haben eine lange Tradition. Jetzt werden sie von Bischofberger Info Reisen durchgeführt. Die Reisedaten liegen in den Wintermonaten Januar und Februar. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus bäuerlichen Kreisen leisten sich dann eine vielversprechende Reise mit einem überaus abwechslungs- und lehrreichen Programm in die südliche Hemisphäre. Ein kleines Expertenteam hat für die Fach- und Ferienreise 2010 als Reisedestination Kolumbien in Südamerika ausgewählt. Für die Details liegt dieser Ausgabe der ausführliche Reiseprospekt bei.

Seit 2006 hat sich die Sicherheitslage in Kolumbien merklich verbessert, schreibt das Eidgenössische Departement für Auswärtiges. Auf der Fach- und Ferien­ reise werden die relativ dicht besiedelten Regionen auf dem Hochland mit der Hauptstadt Bogota, Villa de Leiva, Popayan, und das Valle del Cauca besucht, wo man sich sehr sicher fühlen darf. Fakultativ schliessen sich Badeferien an der Karibikküste an.

Wenn einer eine Reise tut … … so kann er was erzählen. Die bereisten Gegenden sind landschaftlich

24

September 2009  Schweizer Landtechnik

sehr reizvoll und aus landwirtschaftlichem Blickwinkel überaus spannend. Es gibt vielfältige und liebenswürdige Begegnungen mit Menschen aus Kolumbien sowie mit Einwanderern aus der Schweiz und aus Deutschland, für die Kolumbien zur zweiten Heimat geworden ist. Wer das Land mit offenen Sinnen bereist, wird unvergessliche Eindrücke mit nach Hause nehmen. Der Bilderbogen erzählt vom Erlebten auf der Rekognoszierungsreise.  n

Auskünfte und Anmeldung: Bischofberger Info-Reisen, ­Zürich, Tel. 044 384 93 93

Ueli Zweifel

  Lebensfreude : Gutes Geschäft mit dem Verkauf von Panela, einem Lebensmittel, das durch Verkochen von Zuckerrohrsaft bei hohen Temperaturen gewonnen wird.


Pionier : Der Appenzeller Hans Koller ist ein Menschenfreund. Ein Rundgang durch seinen Musterbetrieb Koyamad mit 160 Angestellten, den er mit seiner kolumbianischen Frau aufgebaut hat, ist so spannend wie sein ganzes Lebenswerk.

SVLT n

  Pionier : Kurt Schüssler könnte man Stunden lang zuhören. Kaum zu glauben, wer alles (mit Rang und Namen) seinen Weg gekreuzt hat. Der clevere Tierzüchter landet mit seinen Spitzentieren (Simmental 3 Zebu) bei den nationalen Ausstellungen regelmässig auf den vordersten Rängen.

  Bijou unter den Grossschleppern : 275 PS ziehen bis zu fünf Anhänger in die Zuckerfabrik «Ingenio Cauca». Das Riesenwerk inklusive Äthanolproduktion entpuppt sich als überaus fortschrittlich in Sachen Sozialleistungen und Umweltstandards.

  Kaffee als wichtigstes Exportprodukt : Handwerkliche Verarbeitung der Kaffeekirschen.

  Anflug auf Bogota (ca. 7 Mio Einwohner).

  Panamericana: Legendäre Nord-Süd-Achse.

➤  Danke für die tolle Reise : Manuela Rüegg, Kaffeeproduzentin und ständig präsente Übersetzerin, Jairo Paz-Gomes, sachkundiger Reiseleiter aus Popayan, der sein Land liebt.

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Schweizerischer Verband für Landtechnik – Fachorganisation für Land, Wirtschaft und Technik

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Datum und Unterschrift q Ich will von den Tarifen für Mitglieder profitieren q Ich bringe folgende Maschinen, Geräte mit zum Kurs: Einsenden oder faxen an SVLT, Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken, Fax 056 441 67 31


Werkstattkurse

(Preise in Klammern gelten für Nichtmitglieder)

Werkstatt-Lehrgang K25 Ausbildung in Schweisstechnik, Metallkonstruktionen, Wartungs- und Reparaturarbeiten an Maschinen, Traktoren K25 25 Tage, CHF 2250.– (3050.–) 5 Wochen intensive Praxis in der Werkstatt, aufgeteilt in 8 Module: MAG-Schutzgas- und Elektrodenschweissen Autogenschweissen, Schneidbrennen, Hartlöten Metallkonstruktionen nach eigenem Bedarf anfertigen Bremsen, Beleuchtung und Aufbauten von Anhängern reparieren oder umändern Gelenkwellen, Bodenbearbeitungs- und Futtererntemaschinen usw. reparieren Dieselmotoren warten, Hydraulikzylinder reparieren Traktoren, Hoflader warten und reparieren Fahrzeugelektrik reparieren und nachrüsten Verlangen Sie den ausführlichen Kursbeschrieb.  16.11.–18.12.2009; 1.3.–1.4.2010 ➤ Zu reparierende Maschinen unbedingt mitbringen. (Auf Anmeldetalon vermerken)

Schweissen Schutzgasschweissen SMS 2 Tage, CHF 560.– (760.–) MAG-Schweissen an Profilen von 3–8mm und Blechen von 1–2mm, in verschiedenen Positionen. Kenntnisse über Metalle, Drahtelektroden und Schutzgase. 8./9.9.2009; 28./29.10.2009  9./10.2.2010; 8./9.6.2010 Elektrodenschweissen SES 2 Tage, CHF 560.– (760.–) Stahl in verschiedenen Stärken und Positionen schweissen. Kenntnisse über Metalle, Elektroden und Hartauftragschweissen.  11./12.11.2009; 5./6.1.2010; 19./20.5.2010 Autogenschweissen/Hartlöten SAL  2 Tage, CHF 560.– (760.–) Feinbleche und Röhren schweissen. Verzinkten Stahl, Kupfer und Messing hartlöten. Schneidbrenner bedienen für Schneiddicke bis 50 mm. 18./19.11.2009; 3./4.3.2010

Unterhalt von Maschinen mit Dieselmotoren MDM   1 Tag, CHF 230.– (330.–) Wartungsarbeiten am Motor und an der übrigen Maschine wie Rasentraktor, Häcksler, Plattenvibrator, Raupendumper. Messer schärfen. Stilllegungsarbeiten. 22.10.2009 Unterhalt von Motorsensen, Kettensägen und ­Heckenscheren MGK  1 Tag, CHF 230.– (330.–) Wartungsarbeiten am Motor. Pflege von Antriebswelle und Schwert. Schärfen der Kette, Mähscheibe, Heckenschere. Störungen beheben. Stilllegung für die Winterpause.  1.9.2009; 9.10.2009; 2.2.2010; 18.5.2010 Unterhalt von Motorgeräten mit 4-Takt-Motoren MRG  1 Tag, CHF 230.– (330.–) Wartungsarbeiten an Motor, Rasenmäher, Rasentraktor, Bodenfräse. Messer schärfen. Kommunalmähbalken einstellen. Störungen beheben. Stilllegung für die Winterpause.  3.9.2009; 5.2.2010; 3.6.2010 Kettensägen MSK  1 Tag, CHF 230.– (330.–) Ketten- und Schwertpflege, Motorservice und Vergaserregulierung, Störungen beheben, Seilstarter reparieren, Stilllegungsarbeiten. 4.1.2010 ➤ Zu reparierende Maschinen unbedingt mitbringen. (Auf Anmeldetalon vermerken)

Werkzeuge Werkzeuge schärfen und härten WSH  1 Tag, CHF 230.– (330.–) Meissel, Pickel, Metall- und Steinbohrer instand stellen. Schleifen von Baum- und Gartenscheren, Holzbearbeitungswerkzeuge, Hand- und Maschinenmesser. Schleifgeräteauswahl.  16.9.2009; 21.5.2010

Traktoren und Hoflader

Kommunalbetrieb und Gartenbau

Dieselmotoren warten und reparieren TDM   2 Tage, CHF 420.– (620.–) Einstell- und Reparaturarbeiten an Zylinderkopf, Kühl- und Kraftstoffanlage, Störungssuche, Servicearbeiten zum Überwintern.  10./11.12.2009; 25./26.3.2010

Unterhalt und Reparatur von Maschinen mit Hydrau2 Tage, CHF 420.– (620.–) likanlagen MHR  Wartung der Hydraulikanlage an Minibagger, Radlader, Raupendumper. Gelenklager in Ausleger und Ladeschwinge ersetzen. Zylinder und Leitungen reparieren. Öllecks abdichten. Wartungsarbeiten am Motor. 20./21.10.2009; 1./2.6.2010

Traktoren zur MFK-Nachprüfung instand stellen TNP   5 Tage, CHF 930.– (1130.–) Lenkung, Vorderachse, Bremsen, Kupplung und Beleuchtung instand stellen. Abdichten bei Ölverlust am Motor oder Getriebe.  14.–18.12.2009


Abrieb und Edelputz BAU2  1 Tag, CHF 300.– (400.–) Verarbeiten von Reibe-, Kunstharzund Gipsputz. Arbeitsmethoden für dekorative Oberflächenstruktur. Kursleitung durch Baufachmann.  11.1.2010

Hoflader instand stellen THL   3 Tage, CHF 560.– (760.–) Wartungsarbeiten an Motor und Hydraulikanlage. Öllecks abdichten. Reparaturarbeiten an Ladeschwinge und Anbaugeräten.  7.–9.12.2009; 22.–24.3.2010 ➤ Zu reparierende Maschinen unbedingt mitbringen. (Auf Anmeldetalon vermerken)

Elektrik und Beleuchtung Fahrzeugelektrik EFZ 1 Tag, CHF 230.– (330.–) Anhängerbeleuchtung nachrüsten und instand setzen, Richtungsanzeiger und Lichtanlage am Traktor reparieren. Störungen an Anlasser und Vorglühanlage beheben. 30.10.2009; 29.3.2010

Maschinen und Anhänger Gelenkwellen und Kupplungen LGW   1 Tag, CHF 230.– (330.–) Schutzteile, Schieberohre, Kreuz- und Weitwinkelgelenke reparieren, Überlast- und Freilaufkupplungen prüfen und instand stellen.  4.12.2009; 19.3.2010 Pressen und Knüpfer LPK  1 Tag, CHF 230.– (330.–) Messer schleifen, Kolbenführung und Synchronlauf der Antriebe einstellen. Knüpfereinstellung nach Zugspannungsmethode, Bindefehler beheben. 22.12.2009 ➤ Zu reparierende Maschinen unbedingt mitbringen. (Auf Anmeldetalon vermerken)

Hydraulik Hydraulikzylinder und -Armaturen HFZ   1 Tag, CHF 230.– (330.–) Wartung von Hydraulikanlagen, Zylinder reparieren, Montieren von Stahlrohr- und Schlauchleitungen. Pumpen, Ventile, Hydromotoren. 9.11.2009 Hydraulische Anhängerbremsen HAB   2 Tage, CHF 420.– (620.–) Einbauen und Abstimmen vorbereiteter Bausätze an mitgebrachten Anhängern, Druckfässern und weiteren Anhängermaschinen.  30.11./1.12.2009; 15./16.3.2010 ➤ Zu reparierende Maschinen unbedingt mitbringen. (Auf Anmeldetalon vermerken)

Gebäudeunterhalt Mauern und Verputzen BAU1 2 Tage, CHF 560.– (760.–) Steinmaterialien und Mörtelarten. Arbeitstechnik beim Mauern. Grundputz aufziehen. Kursleitung durch Baufachmann.  7./8.1.2010

Trockenausbau mit Gips­ kartonplatten BAU3  1 Tag, CHF 300.– (400.–) Trennwand-Ständerwerke und Türzargen einbauen. Isolation und Gipskartonplatten anbringen. Kursleitung durch Baufachmann.12.1.2010 Wand- und Bodenplatten BAU4  1 Tag, CHF 300.– (400.–) Flächeneinteilung durch attraktives Fugenbild. Qualitätsanforderungen. Unterschiedliche Verlegearten. Schneiden und Ausfugen der Platten. Kursleitung durch Baufachmann. 13.1.2010 Elektroinstallationen 230V BAU7  1 Tag, CHF 300.– (400.–) NIV-Vorschriften. Eignung und Schutzarten von Installationsmaterial. Ausführen von einfachen Installationen. Kursleitung durch Elektrofachmann. 11.2.2010

Oldtimer restaurieren Traktoren und Einachser TOZ   5 Tage, CHF 930.– (1130.–) Einstell- und Abdichtarbeiten an Motor und Getriebe. Reparaturarbeiten an Vorderachse, Lenkung und Bremse. Elektrische Anlage und Beleuchtung instand stellen.  2.–6.11.2009

Allgemeine Hinweise:

 Maschinen, Geräte und Werkzeuge für den Wartungsund Reparaturdienst Mitbringen erwünscht. • Preise in Klammern für Nichtmitglieder • Die Kurseinladung mit Liste der Teilnehmenden und Rechnung wird spätestens eine Woche vor Kursbeginn verschickt. • Eigene Maschinen, Geräte und Werkzeuge können in den Kursen gewartet und repariert werden. Diese sind für eine erfolgreiche Kursgestaltung wichtig. Besprechen Sie Fragen betreffend Maschinen mit dem Kursleiter (056 441 20 22) • Mittagessen im Restaurant (im Kursgeld nicht inbegriffen), für mitgebrachte Speisen steht ein Mikrowellengerät im Aufenthaltsraum zur Verfügung, dort gibt es auch einen Kaffeeautomaten. • Kursausweis (mitbringen)

bzw.

Kurseintrag

im

Berufsausweis

• Allfällige Kursannulation mangels genügender Teilnehmerzahl: Die Angemeldeten werden nach Möglichkeit bis fünf Tage vor Kursbeginn benachrichtigt. • Bei Abmeldung innerhalb von 14 Tagen vor Kursbeginn wird ein Unkostenbeitrag von CHF 60.– verrechnet, sofern keine zwingenden Gründe vorliegen. Unbegründetes Nichterscheinen am Kurs berechtigt den SVLT, das volle Kursgeld zu verlangen.


Agritechnica- Leserreise Organisation und Durchführung: AGRAR REISEN 5001 Aarau Rohrerstr. 100 Tel. 062 834 71 51 Anmeldungen: So frühzeitig wie möglich, spätestens bis 1. Oktober 2009 ☞ Nachher nur noch auf telefonische Anfrage Bei Abmeldungen nach dem Versand der Rechnung wird eine Bearbeitungs­­gebühr von CHF 60.– pro Person (maximal CHF 120.–) erhoben. Zusätzlich können Annullationskosten bis zum vollen Reisepreis entstehen. Es gelten die allg. Reisebedingungen der AGRAR REISEN, die wir Ihnen auf Verlangen im Voraus oder spätestens mit der Rechnung zusenden. Reiseverlängerungen in Hannover sowie individuelle Arrangements auf Anfrage.

Samstag, 7. bis Montag, 9. November 2009 Anschlussprogramm Dienstag 10. November : • Besuch Amazonen-Werke in Hasbergen-Gaste • Schloss und Gutsbetrieb Ippenburg bei Osnabrück

Programm der Leserreise : Samstag, 7. November 2009 Bahnreise nach Hannover Individuelle Bahn- oder PW-Anreise nach Basel SBB bzw. Basel Badischer Bahnhof (Parkhaus mit guten Preisen) 14.02 h ab Zürich HB, 14.57 h an Basel SBB. 15.04 h ab Basel SBB mit direktem ICE/ 15.13 h ab Basel Badischer Bahnhof – ab hier Gruppenfahrt. 20.17 h Ankunft in Hannover – Zwei Übernachtungen im Stadtzentrum Hotelbezug und fakultatives gemeinsames Nachtessen

schlusszüge nach Olten / Luzern, Bern / Freiburg und Zürich (24:00 h) sowie St.Gallen. Oder Anschlussprogramm: Carfahrt (ca. 90 km) nach Osnabrück, Nachtessen und Übernachtung. Dienstag, 10. November 2009 Fachbesuche / Bahnrückreise Informative Werksbesichtigung der Amazonen-Werke auf Einladung des Landtechnikhersteller und des importierenden Unternehmens OTT Landmaschinen, Zollikofen (Amazone Kommunalmaschinen werden von der Firma SGG GmbH in Saland ZH importiert). Mittagessen im Betriebsrestaurant (im Pauschalpreis inbegriffen).

Sonntag, 8. November 2009 (Exklusivtag) Agritechnica Ganztägiger Besuch der Agritechnica, mit Messeeintritt sowie Stadtbahnbillette zur Messe und zurück.

Besuch Schloss und Gutsbetrieb Ippenburg mit einer Führung durch den ­Betriebsleiter Christian Schulze und kleiner Imbiss.

Montag, 9. November 2009 (Exklusivtag) Agritechnica/ Bahnrückreise Nochmaliger fast ganztägiger Besuch der Agritechnica Rückfahrt mit ICE: 17.41 h ab Hannover HB. Umsteigen in Karlsruhe, Ankunft Basel Badischer Bahnhof 22.54 h, Basel SBB 23.00 h, An-

Busfahrt nach Dortmund, IC / ICE-Fahrt 17.37 h ab Dortmund mit Umsteigen in Köln nach Basel Bad Bahnhof 22.54 h, Basel SBB 23.00h – Anschlusszüge wie 9. November.

Anmeldung an AGRAR REISEN, Rohrerstr. 100, 5001 Aarau, Fax 062 834 71 00 Ich/wir melde(n) mich an für die  Leserreise an die Agritechnica (ohne Anschlussprogramm

 zus.: Teilnahme Anschlussprogramm Amazone, Ippenburg

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Pauschalpreis Samstag bis Montag: CHF 790.– Bahnreise mit ICE in 2. Kl. ab Basel Badischer Bahnhof nach Hannover und zurück, inkl. ICE-Zuschläge und Platzreservationen / zwei Übernachtungen in guten Stadthotels, Basis Doppelzimmer bei Doppelbelegung mit Bad oder Dusche/WC, inkl. Frühstück / Besuche der Agritechnica gemäss Programm / Auftragspauschale / ausführliche Unterlagen zur Reise und zur Agritechnica / Reisebegleitung durch Vertreter der «Schweizer Landtechnik». Fakultatives Zusatzprogramm : Pauschalpreis Samstag bis Dienstag, mit Besuch AmazonenWerke und Ippenburg : CHF 997.– Zusätzlich inbegriffen: Busfahrt Hannover-Osnabrück-Dortmund, Bahnrückfahrt ab Dortmund, eine Übernachtung in Osnabrück mit Nachtessen, Mittagessen am Dienstag. Nicht inbegriffen sind: die Bahn- oder PW-Anreise nach Basel Badischer Bahnhof / alle Mahlzeiten und Getränke / Einzelzimmerzuschlag: Hannover – 2 Nächte: CHF 250.– / Osnabrück – 1 Nacht: CHF 42.– / Obligatorische Annullationskosten-Versicherung (5 % vom Reisepreis).  n


Sektionsnachrichten n Zürich

Nachruf Hans Kuhn Am Sonntag, 2. August 2009 ist Hans Kuhn-Nüssli verstorben. Er lebte in der Gemeinde Illnau-Effretikon. Max Binder gehört in dieser Gemeinde dem Gemeinderat an. Er hat den Nachruf verfasst. Am 13. April 1927 geboren, wuchs Hans Kuhn mit seiner Schwester Rösli auf dem elterlichen Bauernhof in Bisikon auf. An der Landwirtschaftlichen Schule Weinland in Wülflingen holte er sich das Rüstzeug zum Bauer und zum Meisterlandwirt. Auf Grund seiner vielseitigen Interessen und Fähigkeiten, seiner Gründlichkeit und Verlässlichkeit, war der Weg zum Einsatz für die Öffentlichkeit schon fast vorgegeben. Schon als 20-jähriger Jungbauer wählten ihn die älteren Berufskollegen seines Dorfes in den Vorstand der Milchgenossenschaft. Seine Vorliebe galt den Ämtern des Kassiers und vor allem des Aktuars. Letzteres sollte später fast zu einer Hauptbeschäftigung werden. Als Ackerbaustellenleiter unserer Gemeinde war er nicht nur Kontrolleur nach Paragraph, sondern auch ein echter Ratgeber für die Bauern. Sein Engagement galt aber auch dem Fortschritt in der Landtechnik: Von 1980 bis 2002 war Hans Kuhn umsichtiger Geschäftsführer der Sektion Zürich des SLVT. In dieser Zeit hat er viele hundert Jugendliche in unserem Kanton in der Theorie des Strassenverkehrsgesetzes unterrichtet, zur Vorbereitung auf die Kat. F/G-Prüfung, zum Fahren mit dem Traktor oder dem Mofa. In der Eigenschaft als Geschäftsführer konnte er auch seine organisatorischen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen, indem er landwirtschaftliche Fachreisen in alle Weltgengenden organisierte. Pflichtbewusst besuchte er praktisch lückenlos und engagiert die Delegiertenversammlungen des Schweizerischen Verbandes für Landtechnik, so auch noch letztes Jahr in Grenchen. Die Delegiertenversammlung in Charmey FR verlieh Hans Kuhn 2002 die Ehrenmitgliedschaft des Schweizerischen Verbandes für Landtechnik. Der Weg in die Politik war eine logische Folge seiner übrigen Aktivitäten. So vertrat er die SVP im Gemeinderat (Exekutive)von Illnau-Effretikon von 1970 bis 1974, und in der Folge bis 1986 im Stadtrat. Von 1971 bis 1991 gehörte Hans Kuhn auch dem Zürcher Kantonsrat an. Er wirkte zudem von 1978 bis 1991 und noch einige Jahre darüber hinaus als Kantonsratssekretär und verfasst über 20 000 Seiten Rats- und Kommissionsprotokolle. Mit Hans Kuhn ist ein Zeitgenosse auf seinen letzten Weg gegangen, der sich in hohem Mass für das Gemeinwohl unserer Gesellschaft einsetzte. «Man hat nie ausgelernt» war für Hans Kuhn nicht nur ein Spruch, sondern Richtschnur während seines ganzen Lebens. Max Binder Hans Kuhn an der Delegiertenversammlung 2004 in Courtemelon JU. (Bild: Ueli Zweifel)

Strickhof-Mutterkuh-Tag

Samstag 19. September, 09.30–15.30 Uhr, Betrieb Schmid, Pfäffikerstrasse 29, 8604 Volketswil Programm: • Aktuelles vom Markt • Betriebsbesichtigung • Hofdüngerzusätze • Maschinendemo Mistausbringung • Kälbersterblichkeit / Kälberkrankheiten

  SZ / UR

Vorbereitungskurse und Prüfung F/G Interessenten für einen dieser Kurse haben das Formular ­«Gesuch um Erteilung eines Lernfahrausweises» (dieses kann bei jeder Polizeistation im Kanton Schwyz oder beim Verkehrsamt bezogen werden) vollständig ausgefüllt bis zum 4. September 2009 einzureichen. Achtung: Hinweise beachten! Die fristgerechte Einreichung des Gesuches gilt als Anmeldung für den Instruktionskurs. Auskünfte: Frau Regina Reichmuth-Betschart, Geschäftsstelle SVLT Sektion Schwyz, Fluofeld, 6414 Oberarth, Tel. 041 855 31 69. Die Kurse dauern am ersten Kurstag von 14.00–17.00 Uhr und am zweiten von 9.00–16.00 Uhr (inkl. Prüfung): Verbleibender Kurs Wangen (Rest. Hirschen, Tel. 055 440 11 49), Mittwoch, 23.09.09 und Donnerstag, 08.10.09 Kurskosten: Für Mitglieder CHF 30.– + Kursunterlagen (ca. CHF 40.– für Lern-CD), für Nicht-Mitglieder CHF 60.– + Kursunterlagen (ca. CHF 40.– für Lern-CD).

  BS / BL

Wer im Jahre 2009 14 Jahre alt ist (Jahrgang 1995 oder älter), kann die theoretische Führerprüfung Kat. F / G absolvieren. Bei folgendem Kurs kann man sich noch bis zum 30. September 2009 anmelden: Liestal: Vorkurs: Sa 24.10.2009, Prüfung: Sa 07.11.2009 Kurskosten: Mitglieder: CHF 30.– plus Lernunterlagen (CHF 39.90); Nicht-Mitglieder: CHF 60.– plus Lernunterlagen (CHF 39.90) Anmeldung: mit Postkarte bis spätestens 30. September 2009: 2008 an: Verband für Landtechnik beider Basel und Umgebung, Hannes Niklaus, Fichtenhof, 4242 Laufen, Tel. 061 781 33 26.

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n Sous la loupe

Wertvolle Bausubstanz am Wohnhaus des Alten Fichtenhofs, in dem die Familie Niklaus in der 4. Generation wohnt. (Bilder: Gaël Monnerat)

Tragfähige Strategien Trotz der vorhergesagten Hitze empfängt uns Nebel auf dem Hof von Hannes Niklaus bei Laufen BL. Der junge Agronom und Geschäftsführer der SVLT-Sektion beider Basel besitzt einen vielseitigen Landwirtschaftsbetrieb, dessen Produkte er ideenreich vermarktet.

Gaël Monnerat

Der Alte Fichtenhof gehört mit seinen Gebäuden zum Kulturerbe des Laufentals. Er liegt unweit von Laufen, gehört aber zur Gemeinde Brislach BL. Schon 1792 wurde er zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Damals haben ihn die französischen Revolutionstruppen beschlagnahmt, um ihn dann zwanzig Jahre später wieder an die Gemeinde Brislach abzutreten. Danach kannte der Bauernhof diverse Eigentümer, bis er 1915 in den Besitz der Familie Niklaus überging. Hannes Niklaus ist das vierte Kind in der Familie (fünf Knaben und ein Mädchen). Er bewirtschaftet den 65-ha-Betrieb in

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der vierten Generation, zusammen mit seinem Vater, einem Lehrling und der Hilfe seiner Geschwister. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Agronomiestudiums an der ETH (Fachrichtung Pflanzenbau) übernahm er anfangs 2008 den Familienbetrieb – ein wichtiger Schritt für ihn.

dar. Deshalb wurde 2004 die Erweiterung des Boxenlaufstalls, den sein Vater zu Beginn der 80er-Jahre gebaut hatte, in Angriff genommen. Das Milchkontingent stieg auf 600 000 kg und die Herde

Fortschrittlicher Betrieb In Anbetracht der schweizerischen Landwirtschaftspolitik und der Entwicklung der Märkte für landwirtschaftliche Erzeugnisse wurde beschlossen die Milchproduktion weiter auszubauen. Denn bei einem weiteren Abbau der Direktzahlungen und der drohenden Marktöffnung stellt die Milchproduktion den wettbewerbsfähigsten Betriebszweig

Hannes und Vater Jürg Niklaus.


Sous la loupe n

S’Milchhüsli mitten in Laufen wird von Hannes’ Mutter geleitet.

wuchs kontinuierlich auf 84 Kühe an. Die Milch geht an den Milchverband der Nordwestschweiz MIBA. Der Ausbau des Boxenlaufstalls machte den Bau eines neuen Harvestore-Hochsilos und einer grösseren Güllegrube unter dem Spaltenboden notwendig. Die Konstruktion des Stalles verdeutlicht dem Betrachter die Grundsätze seines Eigentümers: einfach und funktionell muss es sein, günstig aber nicht billig. Die Investition in die neuen Anlagen wurde so knapp wie möglich kalkuliert. Schliesslich sollte die Milchproduktion weiterhin zu einem Preis von 50 Rappen pro Kilo Milch möglich sein.

Management Die Milchkühe links an der Futterachse, die Aufzuchtrinder rechts davon; Boxen, Spaltenböden, kein Selbstfangitter, zum Teil Verzicht auf Wandverschalungen: der Laufstall besticht durch seine Einfachheit. Im Sommer bekommen die

Maschinenpark • Futterernte: Schmetterlingsmähwerk 8 m, Doppelschwader 8 m, Kreiselheuer 8 m • Selbstfahrhäcksler, 2 Häckselwagen mit Dosiereinrichtung, Futtermischwagen, Gülleverschlauchung • Ackerbau: Vierscharpflug, Kreiselegge, Mistzetter mit Teller­streuwerk, Düngerstreuer, Sämaschine, Aufbauspritze für Geräteträger, Mähdrescher, 3 Traktoren (160, 120 und 80 PS), 4 Kipper • Kartoffelerntetechnik: Kartoffellegeautomat, Hack- und Häufelgerät, Kartoffelvollernter • Obstbau: Sprühgerät, Mulchgerät, Schmalspurtraktor • Getreidereinigung und -trocknung

Kühe die Hälfte ihrer Ration im Stall, den Rest holen sie sich auf der Weide, die tagsüber frei zugänglich ist. Die Stierkälber werden als Tränker verkauft, weil Hannes kein Mastvieh hält. Was die Milchproduktion angeht, peilt er eher den maximalen wirtschaftlichen Ertrag an als die maximale Milchleistung pro Kuh. Der Stalldurchschnitt liegt bei ca. 8000 kg Milch. Dieses Produktionsniveau hält die Tierarztkosten und auch die Ausgaben für Kraftfutter in Grenzen. Bei der Vielfalt der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lohnarbeiten, denen sich der Fichtenhof verschrieben hat, bliebe sowieso nicht genügend Zeit für die Beaufsichtigung und die intensive Betreuung von Hochleistungskühen. Seit diesem Jahr werden die Rinder nicht mehr gesömmert. Der Entscheid dafür hängt mit Auflagen zusammen, die mit der Sömmerung verbunden sind. Die Rinder sollten weder abkalben noch besamt werden. Nur eine begrenzte Anzahl Tiere erfüllten diese Bedingungen und so zog Hannes es vor, ganz auf die Sömmerung zu verzichten. Also bleibt das Jungvieh auf dem Hof. Während die älteren mit dem Galtvieh gehen, haben die anderen weiterhin Zugang zum Laufstall und zur ergänzenden Silofutterration. Hannes verfolgt dabei die Absicht, die Rinder leichter überwachen zu können und dafür zu sorgen, dass sie mit dem hochwertigen Futterangebot eine gute Jugendentwicklung haben.

Gut durchdachte Vermarktung Die Familie Niklaus hat den Absatz ihrer Produkte immer in den Vordergrund gestellt. Was die Vermarktung angeht, kennt Hannes eine simple Philosophie: «üppig produzieren ist gut, einträglich verkaufen ist besser». Diese Denkweise, die er von seinem Vater geerbt hat, ist überall auf dem Betrieb spürbar. Ein Grossteil der Kartoffeln und Obst werden direkt ab Hof vermarktet. Dabei ist wichtig, dass gute Qualität zu einem fai-

ren Preis angeboten wird. Der Fichtenhof ist nicht etwa von Fichten, sondern von Obstanlagen umgeben: Auf dem Betrieb stehen 100 a Äpfel, 20 a Birnen und 50 a Kirschen unter Witterungsschutz sowie versuchsweise Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen. Für die Lagerung des Obstes sowie der Kartoffeln – 3 ha Pflanzgutvermehrung und 2 ha Speisekartoffeln – stehen drei Kühlräume mit gesamthaft 480 m3 zur Verfügung. Ein weiterer wichtiger Absatzweg ist das «Milchhüsli», der ehemaligen Laden der Milchgenossenschaft Laufen, welcher bereits über zehn Jahre durch die Familie Niklaus geführt wird und nach dem Hochwasser von 2007 rundum erneuert wurde. Hannes Eltern führen dieses Geschäft noch immer, obwohl sie schon in einem Alter sind, in dem sie den wohlverdienten Ruhestand geniessen könnten.

Saatgut oder Brotgetreide Hannes’ Strategie findet auch bei der Brotgetreideproduktion Anwendung. Hannes nimmt die Getreidereinigung, -trocknung und -lagerung selber vor und vermarktet das eigene und das Getreide eines Nachbarn direkt an eine private Mühle. Auf diese Weise verdient er zirka 5 Franken mehr pro 100 kg, als wenn er es an der Sammelstelle abliefern würde. Wird das für die Société des Sélectionneurs Jurassiens produzierte Saatgut nicht benötigt, wird es ebenfalls direkt als Brotgetreide vermarktet und nicht nach Delsberg geliefert. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wird das Getreide mittels einer Holzschnitzelheizung getrocknet, dieselbe, die auch die Wärme für das Heisswasser im Stall und die Heizung im Wohnhaus liefert. Der erforderliche Vorrat lagert in einer Remise und die Wärme wird über eine Fernwärmeleitung von der Heizung zu den Boilern im Stall und Wohnhaus geleitet.

Klares Ziel Angesichts künftiger Herausforderungen strebt Hannes die Optimierung seiner Vermarktungspolitik an, indem er seinen Betrieb auf die regionalen Besonderheiten ausrichtet. Das Potenzial einer wachsenden Bevölkerung in der Region und die innerbetriebliche Leistungsfähigkeit bilden die Grundlagen, auf denen der junge Agronom seine Strategien entwickelt.  n Aus dem Französischen von Brigitte Corboz

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n Hoftechnik

Siloverteilschaufel für die Entnahme und Vorlage von Maissilage. (Bild: Konrad Merk)

Alternativen zum Futter­ mischer Die passende Lösung für die Futterentnahme und -vorlage richtet sich nach den betrieblichen Verhältnissen. Fünf Betriebe zeigen, wie sie die Mechanisierung der Futtervorlage ohne Futtermischwagen kostengünstig gelöst haben. Eine Tabelle gibt den Überblick über die Verfahren und was sie leisten.

Andreas Caduff und Konrad Merk*

Die Vorlage von silierten Futtermitteln ist heute auf den meisten Betrieben mechanisiert. Zum Einsatz kommen hauptsächlich mobile, von einem Traktor angetriebene Geräte. Selbstfahrer mit Elektro- oder Verbrennungsmotor sind dagegen nur vereinzelt anzutreffen. Auf einigen Betrieben sind die Geräte zur Futtervorlage stationär, d.h. an ihren Standort gebunden. Mobile Maschinen werden von der Praxis jedoch * Andreas Caduff, Berater für Viehwirtschaft, und Konrad Merk, Fachlehrer und Berater für Landtechnik, arbeiten am LBBZ Plantahof in Landquart

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Plantahof Feldtag 09 4. November 2009, 9.00 bis 16.00 Uhr Innenmechanisierung – vom Futterlager bis vors Tier www.plantahof.ch bevorzugt, da diese flexibler eingesetzt werden können. Die Technik zur Futtervorlage muss folgende Schritte erledigen: Futterentnahme aus dem Lager, Futtertransport zu den Tieren, sowie wenn gewünscht Mischung der Futterkomponenten und Verteilen des Futters im Stall. Je nach Voraussetzung auf dem Betrieb werden alle Schritte mit dem gleichen

Gerät ausgeführt oder es kommen zwei Maschinen zum Einsatz (s. Tabelle). Nachfolgend werden fünf Betriebe, die auf einen Futtermischwagen verzichten, und ihre Lösung der Futterlogistik vorgestellt.

Sandwichsilage aus dem Futterverteilwagen Die Familie Hübscher bewirtschaftet in Liebensberg ZH auf gut 500 m ü. M. einen gemischten Betrieb mit Obstbau und Milchproduktion. Auf 37 ha LN wird vor allem Futter für 70 Milchkühe produziert. Die Kühe mit einer Milchleistung von ca. 8000 kg erhalten täglich frische Silage. Heu wird separat zugefüttert, Kraftfutter wird über die Station verabreicht. Im Sommer holen


Hoftechnik n

X

X

Blockschneider

X

X

Verteilen

Transport

Schneidzange

Mischen

Entnahme

Tabelle 1: ausgewählte mobile Geräte für die Fütterung von Silage

X

X

Futterverteilwagen

X

X

Entnahme-, Transport-und Verteilgerät (ETV) X

X

X

Futtermischwagen mit Fremdbefüllung

X

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X

X

X

X

sich die Kühe ca. 60 % der täglichen Futtermenge von der Weide. Gelagert wird das Futter im Fahrsilo, nur das Ökoheu, die Herbstsilage und die Restflächen werden zu Rundballen gepresst. Gras, Mais und Zuckerrübenschnitzel werden im Fahrsilo als Sandwich eingelagert. Für die Entnahme aus dem Fahrsilo setzt Martin Hübscher eine elektrisch angetriebene Entnahmefräse

X

Futterlager

Geeignet für (Beispiele)

Fremdbefüllung Misch- oder Verteilwagen, Vorratsfütterung Kleinbetrieb (Handverteilung), 14 000 bis 19 000 Fahrsilo Vorratsfütterung ca. 19 000 Grossballen Mutterkühe, mittlere Milchleistung Mutterkühe, mittlere Milchleistung, zusätzliche 29 000 bis 36 000 Fahrsilo, Hochsilo Befülltechnik nötig 16 000 bis 26 000 Fahrsilo, Silowurst Mutterkühe, mittlere Milchleistung Intensive Rindviehhaltung, zusätzliche 42 000 bis 68 000 Fahrsilo, Hochsilo ­Befülltechnik nötig 56 000 bis 86 000 Fahrsilo Intensive Rindviehhaltung ca. 6 000

Blockverteilwagen

Futtermischwagen mit Selbstbefüllung

Preis (CHF)

Fahrsilo, Silowurst

der italienischen Marke Gonella (www. gonellasnc.it) ein. Diese wird von einer Bordhydraulik angetrieben. Die Entnahmefräse lädt die Silage auf den 8-m3Futterverteilwagen mit Dosierwalzen und Querförderband. Damit die Fräse auch bei Grassilage eingesetzt werden kann, muss diese gehäckselt werden. Ein älteres Traktormodell dient als Zug- und Antriebsfahrzeug des Verteilwagens.

Überlegungen: Der Betriebsleiter hat sich für dieses System wegen der geringen Investitions- und Unterhaltskosten entschieden: Die Fräse hat vor 10 Jahren etwa CHF 15 000.– gekostet, der Futterverteilwagen von der Firma Strebel in Waldhäusern rund CHF 10 000.–. Dieser wird zudem auch für das Einstreuen der Boxen eingesetzt. Ein Mischwagen erledigt laut Martin Hübscher die Arbeit nicht schneller und da im Sommer der Weideanteil sehr hoch ist, kann auch keine TMR verfüttert werden. Grössere Mengen Heu können mit dem Futterverteilwagen nicht vorgelegt werden.

Futtervorlage mit dem Teleskoplader Der Betrieb der Familie Vollenweider in Wangen bei Dübendorf ZH liegt auf etwa 450 m ü. M. Auf 31 ha LN wird Futter und Stroh für 45 Milchkühe pro-

Futterverteilwagen legt Sandwichsilage vor. (Bilder: zVg)

Elektrische Entnahmefräse mit Überladeband im Fahrsilo.

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n Hoftechnik duziert. Da raumplanerische Vorgaben den Bau von Hochsilos nicht zugelassen haben, wird der Mais im Fahrsilo gelagert. Gras wird in Rundballen siliert oder als Bodenheu zu Rundballen gepresst. Der Betrieb Vollenweider ist ein reiner Abmelkbetrieb. Er kauft trächtige Rinder oder Kühe zu und belegt alle Tiere mit einem Maststier. Rund um die Futterbergung und die Fütterung kommt ein Teleskoplader zum Einsatz. Mit dieser Maschine werden die Rundballen eingesammelt und zum Lagerplatz transportiert. Er wird im Weiteren beim Befüllen des Fahrsilos mit Mais zum Verteilen und Walzen eingesetzt. Für die Maisfütterung montiert Jürg Vollenweider dann eine Siloverteilschaufel der Marke Emily an den Teleskoplader. Mit dem hydraulisch angetriebenen Rotor wird zuerst eine Portion Mais abgefräst und mit der Schaufel aufgeladen. Eine Schnecke im Schaufelboden trägt auf dem Futtertisch den Mais seitlich aus. Für die Rundballen kommt der Ballenabwickler Rondo Dan von Doublet Record zum Einsatz. Dieses Gerät hat im Anbaubock einen Ballenspiess integriert. Auf dem Betrieb Vollenweider wird mit dem Rondo Dan auch eingestreut. Die Kühe mit einer Milchleistung von rund 6500 kg erhalten im Winter eine Ration aus Mais- und Grassilage, im Sommer fressen sie Gras von der Weide und dazu Maissilage. Kraftfutter wird über die Station verabreicht. Die Siloverteilschaufel hat vor 10 Jahren etwa CHF 11 000.– gekostet, der Ballenabwick-

Ballenabwickler mit integriertem Ballenspiess. (Bild: Konrad Merk)

ler CHF 8000.–. Der Teleskoplader als Schlüsselfahrzeug muss teilweise auch der Fütterung zugerechnet werden. Da Jürg Vollenweider viele Arbeiten seines Betriebes auf den Teleskoplader zugeschnitten hat, erreicht dieser eine jährliche Auslastung von 450 Stunden.

Zweiachsmäher mit Siloblitz Ciril Arpagaus hält 30 Milchkühe in Cumbel GR. Sein Biobetrieb mit 25 ha LN liegt auf etwa 1000 m ü. M. in der Bergzone 3. Die Produktionsflächen sind ausschliesslich Wiesland. Daraus wird entweder Grassilage im Fahrsilo oder Belüftungsheu hergestellt. Früher konnten sich die Kühe die Grassilage selber aus dem Fahrsilo holen. Nach einer Aufstockung der Milchproduktion mit Auslagerung der Aufzucht

funktionierte die Selbstfütterung nicht mehr zufriedenstellend. Als Alternative kam ein Blockschneider oder ein Entnahme-, Transport- und Verteilgerät (ETV) in Frage. Nach einer Probe hat sich Ciril Arpagaus für das ETV-Gerät entschieden, weil es im Gegensatz zum Blockschneider das Futter auch verteilen kann und so sehr wenig Handarbeit anfällt. Der Siloblitz von Strautmann fasst 3,4 m3. Er läuft hinter einem Aebi TT 170 und wird hydraulisch angetrieben. Die Ladewagensilage wird mit dem Schneidschild aus dem Fahrsilo geschnitten. Dazu wird das Gerät abgesenkt. Für den Transport in den Stall läuft der Siloblitz auf einem Fahrwerk, das verringert den Hubkraftbedarf. Das Futter kann im Stall beidseitig ausgetragen werden. Die Milchkühe produzieren 6500 kg Milch pro Jahr aus Grassilage und Heu. Dazu erhalten sie bei Bedarf von Hand Kraftfutter. Der Siloblitz hat mit Fahrwerk und beidseitigem Austrag CHF 26 000.– gekostet. Er wird während der Winterfütterungsperiode täglich eingesetzt. Ciril Arpagaus schätzt den Arbeitsbedarf für die Verfütterung der Grassilage auf eine halbe Stunde pro Tag.

Selbstfahrer für Rundballen

Entnahme-, Transport- und Verteilgerät. (Werkbild)

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Voll auf die Ballentechnik ausgerichtet ist der Betrieb auf 460 m ü. M. von Andreas und Christian Vetsch aus Sevelen SG. Sie produzieren für die 57 Mutterkühe mit Aufzucht jährlich rund 400 Grassiloballen, während der Mais in Hochsilos mit Entnahmefräse eingelagert ist. Für die Siloballentechnik entschieden sie sich, weil dieses System


Hoftechnik n bei der Ernte flexibel ist und beim Stallneubau kein zusätzlicher Futterraum notwendig wurde. Zur Vorlage des Futters setzen sie das selbstfahrende Ballenauflösegerät «Balle Max» ein (Anschaffungskosten ca. CHF 25 000.–). Mit dem Balle Max können die Siloballen sehr einfach vom Boden aufgenommen und das Futter direkt in der Krippe abgelegt werden. Mit einem einfachen Holzaufsatz ergänzt, lässt sich das gleiche Gerät auch zur Verteilung des Silomaises nutzen. Andreas Vetsch lobt die Wendigkeit und die Genauigkeit der Futterablage des Gerätes. Dazu muss die Silage mit Schneidwerk gepresst werden. Das eher langsame Tempo bei längeren Fahrstrecken zwischen Lagerplatz und Futtertisch und der grosse Abrieb am Antriebsrad erachtet er hingegen als nachteilig. Im Winter stösst der Einradantrieb rasch an seine Grenzen, wenn auf schneebedeckter oder vereister Unterlage gefahren werden muss.

Einfacher Ballenschneider Für eine kostengünstigere Variante hat sich Curdin Frischknecht aus Trin GR entschieden. Er setzt zur Auflösung der Siloballen an einem Traktor mit Front-

Mit dem Ballenschneider wird die Balle halbiert.

Selbstfahrender Ballenauflöser mit Ballenhubarm. (Bilder: Andreas Caduff)

lader das Schneidegerät Göweil RBS ein (Anschaffungskosten CHF 4000.–). Für seine 27 Milchkühe mit Aufzucht und Ochsenmast stellt er auf gut 800 m ü. M. pro Jahr rund 300 Grassiloballen her. Dank trockenen und kurz geschnittenen Siliergut (23 Messer in der Ballenpresse) zerfällt die Silage nach

dem Durchschneiden sehr gut und lässt sich mit etwas Geschick mit dem Traktor im Futtertenn verteilen. Im Unterschied zu allen bisher vorgestellten Geräten bleibt die Arbeit der Futtervorlage. Diese erledigt Curdin Frischknecht bislang von Hand. Er ist mit dem Ballenschneider sehr zufrieden, da er eine wesentliche Arbeitserleichterung bringt und die Anschaffungs- und Wartungskosten sehr tief sind.  n

Die geschnittene Balle kann locker im Tenn verteilt werden.

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n Forstmesse

Unumgänglicher Treffpunkt der Waldwirtschaftsbranche: 28 000 Gäste besuchten die Forstmesse in Luzern. (Bilder: Gaël Monnerat)

Tradition, Innovation und ­nachhaltige Entwicklung Aus Anlass der Forstmesse tauschte die Fachwelt die Kühle des Waldes mit der Schwüle der Hallen auf der Luzerner Allmend: Trotz der Hundstage rückte das Publikum zur Freude der Aussteller und Ausstellungsmacher in hellen Scharen an.

Gaël Monnerat

Die Forstmesse bietet alle zwei Jahre die Gelegenheit, das Neueste bei Maschinen, Bekleidung und Schutzausrüstung zu entdecken und sich über die Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung im Wald zu informieren. In der Tat beschränkte sich auch diesmal die Leistungsschau keineswegs nur auf die Holzerntetechnik. Unternehmen der Holzverarbeitung und die Heiztechnikbranche sind integrierender Bestandteil der Ausstellung.

Ansprüche an den Wald An den Wald und seine Bewirtschaftung werden ganz unterschiedliche

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Feierliche Eröffnung der Forstmesse. In der Mitte der Präsident von «Waldwirtschaft Schweiz», Nationalrat Max Binder.


Forstmesse n Ansprüche gestellt. Während der Wald für die einen Arbeitsort ist, suchen die anderen dort Ruhe und Erholung. Hinzu kommen Ansprüche des Tourismus und auch, was die Schutzfunktion des Waldes bei Naturereignissen betrifft. Wenn noch die Aspekte der rationellen Bewirtschaftung hinzukommen, sind die Bedürfnisse einer breiten Öffentlichkeit mit der technischen Waldnutzung kaum unter einen Hut zu bringen. Die ökonomische Realität ist ständig mit den Forderungen der Umweltschutzorganisationen konfrontiert. Die Meinungsverschiedenheiten lassen sich am besten mit einer aktiven Kommunikation und einem guten Netzwerk in der Politik glätten.

gieholz» auf die Luzerner Allmend. Sie setzten sich mit den Heizungssystemen für Pellets, Schnitzel und Stückgut auseinander. In diesem Zusammenhang zeigten viele Anbieter ihre Techniken der Holzaufbereitung für die verschiedenen Feuerungssysteme. Während bei den Holzhackmaschinen eine Tendenz von den Grossmaschinen hin zu kleineren Dimensionen zu beobachten war, perfektionieren neue Maschinen die Aufbereitung, die Lagerung und den Transport von Stückgut.

Fazit Starke Präsenz der Hersteller von Feuerungsanlagen.

Überzeugendes Beispiel Was Kommunikation bedeuten kann, erlebte das Publikum im Rahmen der Sonderschau «Treffpunkt Forst, Forêt, Foresta – Waldberufe im Trend» der Informationsstelle CODOC (Eidg. Fachstelle Koordination und Dokumentation Bildung Wald). Informative Diplomarbeiten und Herbarien sowie vor allem das «Waldkino» machten auf die Besonderheiten der Waldberufe aufmerksam. Die SUVA ihrerseits präsentierte ihre neue Präventionskampagne «Risikoverhalten Forst». Referate rund um die Arbeitssicherheit und z.B. der Geschicklichkeitsparcours für Chauffeure auf Forstmaschinen vervollständigten ein facettenreiches Bild. Am Fachkongress von «Waldwirtschaft Schweiz» zur Kontroverse um die FSCZertifizierung nahmen 150 Gäste teil. Mit den Sonderveranstaltungen gelingt es dem Veranstalter, die Ausstel-

lung in der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Der Wald ist sowohl Arbeits- als auch Begegnungsort, und die Forstmesse Luzern will dasselbe sein.

Kettensägen Aus dem Maschinenangebot sind die Kettensägen gewiss nicht wegzudenken. Deren technischen Weiterentwicklungen haben Verbesserungen bei der Ergonomie und den Emissionsreduktionen im Visier. Ein breites Angebotsspektrum bezog sich an der Messe zudem auf die persönliche Schutzausrüstung und auf Geräte für die Extremholzerei z.B. im Siedlungsraum.

Holzrücken Auch wenn der traditionelle Traktor mit Rückschild und Seilwinde nach wie vor weit verbreitet ist, sind die wesentlichen Weiterentwicklungen doch bei den Spezialfahrzeugen mit kombinierten Systemen von Seilwinde, Kran und Transport zu beobachten. Neue Konzepte bei den Kabinen und mehr Elektronik bei der Fernbedienung bringen mehr Komfort und mehr Leistung. Die eigentliche Prozessortechnik bleibt den Spezialisten vorbehalten, doch gibt es auch viele kleinere Maschinen mit relativ einfacher Ausstattung für die bäuerliche Holzerei.

Energieholzaufbereitung Spektakuläre Vorführungen auf dem Freigelände zogen viel Publikum an.

Seit ihrer ersten Durchführung vor 40 Jahren hat sich die Forstmesse Luzern stets gewandelt und an die neuen Bedürfnisse der Forsttechnik angepasst. Es ist den Ausstellungsmachern aber auch gelungen, die Ansprüche der Gesellschaft betreffend Umwelt-

Nebst der eigentlichen Forsttechnik zog es viele Besucherinnen und Besucher auch wegen des Sektors «Ener-

Gut besuchte Sonderschauen. Im Försterkino interessierte sich das Publikum vor allem für Präsentationen zu den verschiedenen Berufsbildern, zur Forstgeschichte sowie zur Holzernte im Gebirgswald und die SUVA-Kampagne «Risikoverhalten Forst»

schutz und nachhaltiger Bewirtschaftung aufzunehmen und in die Ausstellung zu integrieren. Auch wer sich nicht mit Forsttechnik in ihrer gesamten Breite befasst, kommt an der Forstmesse heute nicht mehr vorbei. Doch will man sich mit dem Erreichten nicht begnügen, sondern die Begegnung zwischen Waldwirtschafts-Profis, jungen Leuten mit einem Flair für die Berufe des Waldes und einer interessierten Bevölkerung intensivieren.  n

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n Energieforum

Im Vergleich zu einem Verbrennungsmotor kann der Elektromotor bei unregelmässiger Belastung viel kleiner gewählt werden. (Bild: Ueli Zweifel)

Strom sparen bei den ­Elektromotoren Elektromotoren sind langlebig, haben einen geringen Instandhaltungsaufwand und im Vergleich zum Verbrennungsmotor sind die Energiekosten gering. Trotzdem lohnt es sich, bei der Auswahl von Elektromotoren und den damit angetriebenen Geräten auf den Stromverbrauch zu achten.

Ruedi Gnädinger

Technische Daten auf dem Motorenschild und Stromverbrauch Auf dem Typenschild eines Motors findet man verschiedene Angaben, mit

Generalthema: Strom sparen Aus Anlass von Strompreiserhöhungen verfasst die Schweizer Landtechnik eine dreiteilige Serie zum Stromsparen: • Nach «Strom sparen bei der Beleuchtung» (LT 5 / 2009) und «Strom sparen bei der Warmwasseraufbereitung» (LT 6 / 7 2009) folgt nun der dritte Beitrag mit dem Thema:

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welchen sich der Stromverbrauch bei Nennleistung annähernd berechnen lässt. Nennleistung heisst jedoch nur, dass der Motor für diese Leistung ausgelegt ist und sie auch bei Dauerbetrieb ab­geben kann. Wird ein Motor weniger belastet, sinkt der Stromverbrauch • «Strom sparen bei Elektromotoren». In einem separaten Beitrag geht der Autor Ruedi Gnädinger auf das Thema Strom sparen bei der Heubelüftung ein. P.S. Wir bitten den Autor und die Leserschaft um Verzeihung, dass dieser 3. Beitrag nicht schon in der Augustausgabe folgen konnte.

jedoch nicht in gleichem Masse, da sich sein Wirkungsgrad verschlechtert.

Motorenwerke ACME ASM 100L-2 D 400 V 3 kW 2890 U/min Isol. Kl. F

EFF2 0123456 5,9 A cosw 0,86 50 Hz IP 44

Auf dem Typenschild dieses Drehstrommotors finden sich folgende Angaben: •N  ennspannung 400 Volt. Der Motor kann nur bei 400 Volt in der Drei­­ eckschaltung betrieben werden. Die Wicklungen sind so anzuschliessen,


Energieforum n

dass sie zwischen den 3 Polleitern ­­liegen. ­­Zum schonenden Anlaufen könnten die ­drei Wicklungen an je einem der drei Polleiter angeschlos­­ sen und deren En­de miteinander verbunden werden (Sternschaltung). Grössere Motoren können nur über diese Stern-/Dreieckschaltung gestartet wer­den. N ennstromaufnahme 5,9 Ampere. Die angegebene Stromaufnahme gilt, wenn der Motor seine Nennleistung von 3 kW abgibt. Cosw 0,86 (cosinus Phi) gibt das ­­Verhältnis zwischen Schein- und ­­Wirk­­leistung an. Je kleiner die Zahl ist­­, umso mehr Blindleistung ent­ steht. Er wird auch Leistungsfak­­tor genannt. Der Stromlieferant mis­st und verrechnet in der Regel nur die Wirk­­­leistung, obwohl er auch die Blind­leistung bereitstellen muss. Cosw auf dem Typenschild gilt wiederum für die Nennleistung und ­­verschlechtert sich, wenn der Motor nicht genügend ­­belastet wird. Aus diesem Grund sind die Stromlieferanten an einer guten Belastung der Motoren interessiert. N ennleistung 3 kW. Diese Leistung kann der Motor im Dauerbetrieb ­abgeben. Leistungsangaben bei Handgerätemotoren (zum Beispiel Handbohrmaschine mit 450 Watt) sind in der Regel Leistungsaufnahmen. Eine solche Bohrmaschine kann demzufolge nur eine Leistung von ca. 250 bis 300 Watt abgeben. Drehzahl 2890 U/min gilt auch wieder bei der Nennleistung. Bei noch höherer Belastung sinkt die Drehzahl noch geringfügig. Es handelt sich um einen 2-poligen Motor.

Die Leistungsaufnahme in kW und der Stromverbrauch in kWh dieses Motors lassen sich bei der Nennleistung wie folgt berechnen: Stromaufnahme 3 Spannung 3 1,732 (Verkettungsfaktor) 3 Leistungsfaktor 5,9 Ampere 3 400 Volt 3 1,732 3 0,86 = 3515 Watt = 3,515 kW Der Stromverbrauch bei einer Laufzeit von einer Stunde beträgt 3,515 kWh

Die abgegebene Leistung gemäss Typenschild beträgt jedoch nur 3 kW. Der Motor hat also einen Wirkungsgrad von 3 kW : 3,515 kW = 0,85 oder 85 %.

Auf den Wirkungsgrad des Motors achten Bis anhin war beim Verkauf von landwirtschaftlichen Geräten mit Elektro­­ motoren der Wirkungsgrad nach per­­sönlichen Beobachtungen nie ein Thema. Viele Anbieter achten daher bei der Auswahl ihrer Motoren nur auf den Preis. Ihr Argument: Hauptsache er läuft; den Stromverbrauch beachtet niemand. Solange der Käufer damit zufrieden ist, wird sich leider nichts ändern. Auf europäischer Ebene gibt es jedoch eine freiwillige Übereinkunft für eine Einteilung in die Effizienzklas­sen EFF1 (Hochwirkungsgradmoto­­ren), EFF2 (Standardwirkungsgrad) und EFF3 (Motoren, bei welchen kein minimaler ­Wirkungsgrad garantiert wird und die demzufolge ineffizient sein können). Es sind Bestrebungen im Gang, dass Motoren der Klasse EFF3 als Neumotoren nicht mehr verkauft werden dürfen.

Die Effizienzklassen EFF2 + EFF1haben folgende Mindestwirkungsgrade Leistung kW   1,1   1,5   2,2   3,0   4,0   5,5   7,5 11,0 15,0 18,5 22,0 30,0

Mind, Wirkungsgrad EFF2 (%) 2 Pole 4 Pole 76,2 76,2 78,5 78,5 81,0 81,0 82,6 82,6 84,2 84,2 85,7 85,7 87,0 87,0 88,4 88,4 89,4 89,4 90,0 90,0 90,5 90,5 91,4 91,4

Mind, Wirkungsgrad EFF1 (%) 2 Pole 4 Pole 82,2 83,8 84,1 85,0 85,6 86,4 86,7 87,4 87,6 88,3 88,5 59,2 89,5 90,1 90,6 91,0 91,3 91,8 91,8 92,2 92,2 92,6 92,9 93,2

Keine überdimensionierten Motoren einbauen Die Angaben über den Wirkungsgrad gelten immer für die Nennleistung. Bei schlecht belasteten Motoren sinken ­Wirkungsgrad und Leistungsfaktor. Sowohl der Stromverbrauch wie die Blindleistung steigen dadurch. Ein überdimensionierter Motor ist daher unwirtschaftlich, auch wenn die Maschine zum gleichen oder nur einem geringen Aufpreis erhältlich ist. Eine spürbare ­­Verschlechterung des Wirkungsgrades ist dann zu erwarten, wenn die ­Belastung unter 75 % sinkt. Eine Überlast hingegen verschlechtert den Wirkungsgrad nicht. Elektromotoren können kurzzeitig bis zu 100 % überlastet werden und sie «ziehen» die Maschine auch unter ­­­diesen Bedingungen durch. Unter dieser Belastung sinkt die Drehzahl um ca. 15 bis 20 %. Ein 2-poliger Motor mit der Synchrondrehzahl von 3000 Um­ dreh­ungen je Minute und einer Drehzahl von 2890 U/min bei Nennleistung dreht dann immer noch mit 2400–2550 U/min. Diese Drehzahlreduktion beeinträchtigt die Funktion vieler Maschinen (Schieberentmistungen, Hydraulikkran, Holzfräse, usw.) nicht. Im Vergleich zu einem Verbrennungs­ motor kann der Elektromotor bei unregelmässiger Belastung viel kleiner gewählt werden. Beim Antrieb eines ­Abladegebläses galt früher die Faustzahl, dass ein Verbrennungsmotor rund die doppelte Leistung eines Elektromotors haben muss, damit die gleiche ­Abladeleistung gewährleistet ist.

Einsparmöglichkeiten beim Betrieb der Melkmaschine In den Richtlinien über die Installation von Melkanlagen (Branchenstandard) werden die Anforderungen an die Vakuumpumpe wie folgt umschrieben: Die Vakuumpumpe muss allen betriebsbedingten Anforderungen (Melken und Reinigen) der Melkanlage und anderer Einrichtungen genügen, die entweder ständig oder nur teilweise während des Melkens arbeiten und einen Luftbedarf verursachen. Zusätzlich zu den betriebsbedingten Anforderungen soll die Vakuumpumpe über einen aus­­reich­­­enden Luftdurchfluss ver­fügen, so dass ein Vakuumabfall an oder in ­­der Nähe des Milchabscheiders von 2 kPa während des normalen Melkens, einschliesslich Ansetzen

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n Energieforum und Abnehmen des Melkzeuges, nicht übersteigt. Die Vakuumpumpen, besonders bei Rohrmelkanlagen, haben also grosse Leistungsreserven und der dauernde Lufteinlass über das Vakuumregelven­­ til ist reine Energievernichtung. Die Firmen versuchen diesen Mangel durch drehzahlgeregelte Pumpenantriebe zu lösen, oder indem sie zwei Pumpen ­einbauen. Bei der Lösung mit zwei ­­Pumpen wird während des Melkens nur eine be­­trieben. Bei der anschlies­ senden Reinigung, wo es mehr Leistung braucht, wird die zweite zugeschaltet. Bei der Variante mit dem drehzahlge­ regelten Pumpenantrieb wird das momentan vorhandene Vakuum mit einem Sensor gemessen und je nach Ergeb­­nis wird die Drehzahl des Elektro­motors erhöht oder zurückgefahren, um die Leistung der Pumpe dem Bedarf anzupassen. Diese Drehzahlanpas­sung erfolgt über einen Frequenzumrichter (Abkürzung FU). Frequenzumrichter richten zuerst den Dreh- oder Wechselstrom mit der Netzfrequenz von 50 Hertz in Gleichstrom und modulieren ihn anschliessend auf die gewünschte Frequenz. Der Motor dreht in der Folge analog zur umgeformten Frequenz (mit 25 Hertz nur noch halb so schnell). Frequenzumrichter werden in der Industrie schon lange zur Drehzahlanpassung von Asynchronmotoren eingesetzt. Sie haben einen sehr guten Wirkungsgrad (bis 98 %) und arbeiten sehr zuverlässig. Die Anwendung bei Vakuumpumpen macht also durchaus

Mit grosszügigen Traufehöhen und ausladenden Dächern wird das Stallklima an Hitzetagen ausgeglichener und …

Sinn und wird von den Firmen auch angeboten. Die Stromeinsparungen können beachtlich sein, spricht doch die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft in ihren Untersuchungen von bis zu 50 %.

Strom Sparen bei der Stalllüftung Zwangslüftungen sind heute noch oft in Schweine- und Geflügelstallungen vorhanden, während in Aussenklimaställen für Rindvieh die natürliche Luftzirkulation in vielen Fällen ausreicht. Mit zunehmender Milchleistung wird

Vakuumpumpe mit im Elektromotor integriertem Frequenzumrichter. Die Drehzahl der Pumpe wird nach dem Soll-Vakuum geregelt. Mit der üblichen Technik wird generell zu viel Vakuum erzeugt und dieses über das Vakuumregulierventil korrigiert.

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eine Stalltemperatur von unter 24°C wichtiger und Sommertage (über 25°C) und Hitzetage (über 30°C) werden zum Problem. Diesem begegnet man im Nachhinein mit dem Einsatz von Grosslüftern und Sprinkleranlagen. Oft könnte jedoch im Vornherein etwas mehr für einen kühlen Stall getan werden. Lüftung im Rindviehstall: Folgende planerischen Massnahmen können die Temperaturen in Rindviehställen an Sommertagen ohne den Einsatz von Lüftern und Sprinklern mindern: • Hohe Trauf- und Giebelhöhen. Sie

Die Leistung von Stalllüftern und der damit verbundene Stromverbrauch lassen sich mit verschiedener Technik steuern. Hier sind Entwicklungen im Gange, die den Stromverbrauch noch vermindern werden.


Energieforum n

… Laubbäume sind billige Schattenspender, welche die Landschaft aufwerten und das Stallklima an heissen Tagen verbessern. (Bilder: Ruedi Gnädinger)

sind Vorraussetzung, damit der Wind ohne übermässigen Widerstand durch den Stall streichen kann. • Windschutz, welcher reguliert werden kann und bei Nichtbedarf nicht mehr bremsend wirkt. Aufrollbare Curtains dürften diese Anforderungen besonders gut erfüllen. • Ausladende Vordächer, welche befestigte Flächen beschatten und vor dem Aufheizen schützen • Isolierte Dachhaut in wenn möglich heller Farbe. • Grosszügige Firstentlüftung • Grosszügiges Pflanzen von Laubbäumen (grosses Kronenvolumen) und Minimierung befestigter Plätze. Durch den Schatten und die Wasserverdunstung der Pflanzen kann die Umgebungsluft um 2 bis 3 Grad gesenkt werden. Erst wenn diese Massnahmen nicht ausreichen, sind Grossraumlüfter angebracht. Leider sind von diesen Lüftern keine neutralen Prüfberichte mit Resultaten über deren Luftfördervolumen und Stromverbrauch vorhanden. Erfahrungsgemäss haben aber Lüfter mit grossem Querschnitt, geringer Drehzahl und profilierten Flügeln die für diesen Einsatz geforderten Eigenschaften. Lüftung im Schweinestall: Bei geschlossenen Schweinestallungen muss der von der Lüftungsanlage erzeugte

Luftvolumenstrom so gross sein, dass in den heissesten Tagen die von den Tieren erzeugte Wärme noch ausreichend abgeführt werden kann. In den übrigen Zeiten kann die Luftrate reduziert werden. Hierzu wird in der Regel die Drehzahl des Lüfters über einen Stufentransformator (Reduktion der Spannung) oder ein Phasenanschnittgerät gesenkt. Beide Verfah-

ren verschlechtern den Gesamtwirkungsgrad des Lüftermotors mit dem vorgeschalteten Trafo oder Phasenanschnittgerät. Neu sind auch Stalllüfter mit Gleichstrommotoren auf dem Markt, bei welchen die Drehzahl durch Pulsierung des Gleichstromes gesenkt wird. Diese neue Generation von Stalllüftern hat besonders bei geringeren Luftraten einen besseren elektrischen Wirkungsgrad. Siehe auch Prüfberichte mit den Testresultaten von Stalllüftern unter www.dlg.org/ und der Rubrik Test Landwirtschaft / Landtechnik. Eine besonders wirksame Methode, um den Stromverbrauch in geschlossenen Ställen zu senken, ist der Bau von Erdkollektoren. Hier wird die Frischluft über im Erdreich versenkte Kunststoffröhren geleitet, welche dann im Sommer gekühlt und im Winter über der Aussenlufttemperatur in den Stall gelangt. Dieses System vermag die täglichen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht besonders gut puffern. Dadurch kann die Maximalleistung der Lüftung wesentlich gesenkt und die Energieeffizienz gesteigert werden. Siehe auch FAT-Bericht 504 und ART-Bericht 672 unter www. art.admin.ch.  n

Ideal sind Windnetze, die sich bei Bedarf aufrollen lassen, damit eine minimale Luftströmung im Stall erhalten bleibt.

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n Maschinenmarkt

Schnittbild Claas TUCANO: APS + ROTO PLUS = HYBRID SYSTEM lautet die Formel bei Claas. Die beiden TUCANO-Topmodelle 470 und 480 arbeiten mit einem 4,20 m langen Einzelrotor. (Bilder: zVg)

Claas: Erntetechnik­Neuheiten 2009 im Getreide* Im Juli hat Claas seine Erntetechnik-Neuheiten zur Saison 2010 vorgestellt. Bei den Mähdreschern waren der Tucano Hybrid sowie der neue Avero 240 die herausragenden Produkte.

Einzelrotor für die Restkornabscheidung

Roger Stirnimann

Mit den beiden neuen Modellen TUCANO 470 und TUCANO 480 führt Claas das Hybrid System mit tangentialem Dreschwerk und Rotor-Restkornabscheidung jetzt auch in der oberen Mittelklasse ein. Die möglichen Durchsatzleistungen sollen dabei rund 15 % höher liegen als bei der Sechsschüttlermaschine TUCANO 450. Als Zielkunden sieht Claas Lohnunternehmer oder grössere Ackerbaubetriebe, welche auf die Hybridtechnologie setzen, aber nicht gleich in einen Lexion mit Top-Technik investieren wollen. *� Futterernte-Neuheiten folgen in der nächsten Ausgabe!

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Die beiden neuen TUCANO-Modelle unterscheiden sich von den grösseren Lexions denn auch in der Grösse des APS-Dreschwerkes und in der Anzahl der Abscheiderotoren: Statt deren zwei kommt nur ein Längsrotor für die Restkornabscheidung zum Einsatz! Dieser ist mit einem Durchmesser von 570 mm aber deutlich grösser als die beiden nebeneinander liegenden 445-mm-Rotoren beim Lexion. Ein insgesamt einfacherer Aufbau, weniger bewegliche Teile sowie eine schonende Strohbehandlung sollen dadurch möglich sein. Beim Dreschwerk wurde auf das Beschleunigerdreschwerk mit 158 cm Breite und einem Dreschtrommel-Durchmesser von 45 cm aus dem TUCANO-Baukasten

zurückgegriffen. Speziell an den Einzelrotor angepasst wurde dabei die dritte Trommel des APS-Dreschwerks, welche hier die Funktion einer Zuführtrommel hat. Die Drehzahl der ROTO PLUS-Restkornabscheidung lässt sich unabhängig vom APS-Dreschwerk einstellen, insgesamt stehen sechs Geschwindigkeiten zwischen 422 und 850 U/min zur Verfügung. Bei der Reinigung sorgen sechs unabhängige Turbinen sowie eine doppelte Fallstufe für konstante Winddruckstabilität und gleichmässige Druckverteilung. Die 3-D-Reinigung wird bei beiden Modellen als Option angeboten, die während der Fahrt einsehbare Überkehrrückführung zum Beschleuniger ist im Serienumfang enthalten. Der SPECIAL CUT-Strohhäcksler kann mit den vom Lexion her bekannten


Maschinenmarkt n ACTIVE SPREADER-Wurfrotoren ausgerüstet werden. Durch die bei allen Claas-Mähdreschern einheitliche Aufnahme der Vorsätze stehen für den TUCANO 470 und 480 alle Schneidwerke zwischen 4,92 und 9,12 m Arbeitsbreite zur Verfügung. Die Anpassung des Schnittwinkels lässt sich dabei am Schrägförderer einfach verstellen. Die Schneidwerke können mit der automatischen Schneidwerksführung CONTOUR II / AUTO CONTOUR II und dem Spurführungssystem LASER PILOT ausgestattet werden. Der TUCANO 470 wird von einem Mercedes-Motor mit 326 PS und der TUCANO 480 von einem Caterpillar-Aggregat mit 365 PS angetrieben (Maximalleistungen nach ECE R120). Aus der VISTA CAB-Kabine heraus lassen sich via Multifunktionshebel und CEBIS-Bordinformationssystem alle Maschinenfunktionen steuern und überwachen. Das Korntank-Volumen beträgt bei beiden Modellen 9000 Liter. Die grösstmögliche Bereifungsdimension bei 3,50 m Transportbreite ist 680/85 R32.

Kompakt-Mähdrescher AVERO 240 Mit dem neuen Kompakt-Mähdrescher AVERO 240 bietet Claas das APS-Dreschwerk mit Beschleunigertrommel erstmals auch in der 4-Schüttlerklasse an. Die Dreschtrommel weist eine Breite von 1,06 m und einen Durchmesser von 45 cm auf. Die Restkornabscheidung erfolgt über 3,90 m lange Hordenschüttler, kombiniert mit dem bekannten Intensivschüttler. Positioniert wird der AVERO 240 zwischen dem Dominator 150 und dem TUCANO 320 (siehe Tabelle). Die 5-Schüttlermaschine Medion 310 wird in Zukunft nicht mehr gebaut. Als Zielkunden für den AVERO 240 sieht Claas insbesondere Betriebe, die weiterhin auf Eigenmechanisierung bei der Getreideernte setzen wollen. Die Schneidwerksaufnahme und der zentrale Multikuppler wurden den übrigen Mähdrescher-Baureihen angepasst, weshalb alle Schneidwerke zwischen 3,90 und 6,60 m auch für den AVERO 240 zur Verfügung stehen. Die geräumige VISTA CAB–Kabine kommt nun auch bei diesem Kompakt-Mähdrescher zum Einsatz. Sie ist mit einem luftgefederten Sitz, Klima-Automatik und dem Claas Informationssystem CIS ausgestattet. Angetrieben wird der AVERO 240 von einem 198 PS starken Caterpillar-Motor mit Common-Rail–Einspritzung. Der Korntank fasst 5600 Liter und lässt sich in weniger als zwei Minuten entleeren. n

Der neue AVERO 240: APS-Dreschwerk nun auch in der 4-Schüttler-Klasse.

Tabelle: Positionierung des AVERO 240 im Produkt-Portfolio von Claas Beschleuniger-Dreschwerk APS Dreschtrommel-Breite Dreschtrommel-Durchmesser Anzahl Schüttler Intensivschüttler Motorleistung (brutto) Korntank-Inhalt

Dominator 150 Nein 1,06 m 45 cm 4 Serie 158 PS 4000 l

AVERO 240 Ja 1,06 m 45 cm 4 Serie 198 PS 5600 l

TUCANO 320 Nein 1,32 m 45 cm 5 Option 204 PS 6500 l

Vario-Schneidwerk mit 12 m Arbeitsbreite Neben AVERO 240 und TUCANO 470/480 hat Claas in Ungarn auch das neue VARIO-Schneidwerk V1200 mit 12 m Arbeitsbreite präsentiert. Obwohl Schneidwerksbreiten von über 10,50 m auf den weiten Feldern Nordamerikas oder Osteuropas nicht neu sind, weist das V1200-Schneidwerk von Claas doch einige Besonderheiten auf. Einmalig bei dieser Schneidwerksbreite ist die Anwendung der Vario-Technik-Verstellung des Abstandes zwischen Messerbalken und Einzugsschnecke bis 30 cm von der Kabine aus – neu ist aber auch die Konzeption der Antriebe für die Einzugsschnecke und den Messerbalken. Die Einzugsschnecke wird über zwei synchron laufende Getriebe links und rechts am Schneidwerk angetrieben, die üblichen Ketten und Riemen entfallen. Der Messerantrieb erfolgt ebenfalls von beiden Seiten her über Lineargetriebe, das Messer ist in der Mitte geteilt. Dadurch wird eine optimale Laufruhe erreicht. Haspel und Einzugsschnecke sind zusätzlich in der Mitte gelagert, was die Festigkeit und Langlebigkeit erhöht. Der Durchmesser der Einzugsschnecke wurde von 580 auf 660 mm vergrössert.

Lexion 600 TERRA TRAC mit dem neuen Vario-Schneidwerk V1200.

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ART-Bericht

Nr. 710 2009

Automatische Fütterung von Rindvieh Ergebnisse einer Erhebung zum Stand der Technik Franz Nydegger, Anne Grothmann, Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART, CH-8356 Ettenhausen, E-Mail: franz.nydegger@art.admin.ch

Die automatisierte Fütterung erleich­ tert die Arbeit, spart Zeit und bringt Flexibilität. Dies zeigt eine Erhe­ bung bei 19 Betrieben in Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz zur aktuellen Entwicklung in der Fütterungstechnik. Die erfassten Betriebe lagen bei einer Herdengrösse von 28 bis 390 Milchkühen mit 18 bis 640 Hektaren landwirtschaftlicher Nutzfläche und setzen die automati­ sche Fütterung bereits in der Praxis ein. Verschiedene Systeme erlauben die Au­ tomatisierung der Fütterungstechnik. In der Praxis sind zurzeit schienenge­

führte Futterwagen am stärksten ver­ breitet. Zum Einsatz kommen aber auch Futterbänder und Selbstfahrer. Neun der erfassten 19 Betriebe integrierten das automatische Fütterungssystem nachträglich in einen bestehenden Stall. Eine Ausnahme bilden Betriebe mit Totalmischration ohne zusätzliche individuelle Ergänzungsfütterung oder jene mit Leistungsgruppen. Grosse Un­ terschiede treten sowohl bei der Zahl der verwendeten Rationen wie bei der Anzahl Futterkomponenten auf. Bei au­ tomatischen Fütterungssystemen be­ dingen Entnahmetechnik, Entfernung zum Futterlager und Art des Futterla­

gers (Hochsilo, Flachsilo, Grossballen etc.) im Wesentlichen den Zeitbedarf. Das Futternachschieben entfällt bei ei­ nigen Systemen vollständig. Automatische Fütterungssysteme neh­ men im Stall weniger Fläche in An­ spruch denn befahrbare Futtertische. Somit kann der Futtertisch deutlich schmaler dimensioniert werden. Einige Landwirtinnen und Landwirte nutzen den Platzgewinn und erweitern Liegeund Laufflächen.

Inhalt

Seite

Problemstellung

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Funktionsweisen – eine  aktuelle Marktübersicht

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Vorgehensweise bei der Praxiserhebung

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Ergebnisse der Erhebung

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Diskussion der Ergebnisse

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Erste Schlussfolgerungen für die Schweiz

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Abb. 1: Automatische Fütterungssysteme versorgen mehrere Tiergruppen rund um die Uhr mit frisch gemischtem Futter.

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n ART-Bericht 710 Problemstellung

Funktionsweisen – eine aktuelle Marktübersicht

Die Fütterung beansprucht – neben dem Melkvorgang – am meisten Zeit in der Milchviehhaltung und betrifft 15 bis 20 Prozent des gesamten Arbeitszeitbedarfs. Zudem werden täglich grosse Massen bewegt. Seit einiger Zeit ist es jedoch möglich, die Grundfutterration automatisch vorzulegen. Die automatische Fütterung soll eine deutliche Arbeitsentlastung, bessere Futterhygien, aber auch weniger Futterverluste erreichen. Eine Erhebung auf Betrieben, die bereits eine automatische Fütterung in der Praxis einsetzen, soll zeigen, welche Systeme auf dem Markt vorhanden sind und ob sie die (in sie gesetzten) Erwartungen erfüllen.

Bei der automatischen Fütterung gibt es verschiedene technische Ansätze. Dazu zählen Futterbänder, selbstfahrende und schienengeführte Futterwagen. Wichtig ist das lückenlose Zusammenspiel einzelner Elemente vom Futterlager bis zum Futtertisch. Verfahren mit Flachsilolager bedürfen in der Regel eines Zwischenlagers von mindestens einem Tagesbedarf. Bei automatischer Hochsiloentnahme kann darauf verzichtet werden. In Abbildung 2 sind die Verfahren systematisch dargestellt. Futterbänder Zu einer stationären und schon länger in der Praxis genutzten Lösung gehören Futterbänder (Abb. 3, links). Ein pflugartiger,

diagonal angeordneter Abstreifer schiebt das Futter vom Förderband oberhalb des Futtertisches ab (Abb. 3, Mitte). Hochsilofräsen, Untenentnahmefräsen mit nachgeschaltetem Förderband oder Ballenauflöser beschicken das Förderband automatisch. Über zwischengeschaltete Mischbehälter ist auch bei Flachsiloanlagen ein hoher Automatisierungsgrad möglich. Bandfütterungssysteme werden beispielsweise von den Firmen Pellon, Rovibec und Cormall angeboten. Ein Elektromotor treibt das Futterband bei allen drei Systemen an. Der Kettentisch ist ein weiteres stationäres System (Abb. 3, rechts). Es besteht aus einem schmalen Futtertisch mit einer Kette von Mitnehmern. Ein Futterband fördert das Futter von den Vorrats- oder Mischbehältern auf den Futtertisch. Die Mitnehmer verteilen dann das Futter auf dem Futtertisch auf einer Länge von bis zu 90 Metern.

Systematik der automatischen Fütterungssysteme automatische Grundfütterung

auf Gruppen bezogen

auf Einzeltier bezogen

mobil

stationär

Futterband

schienengeführter Futterwagen

Pellon: Bandfütterung stationärer Mischer Rovibec: Bandfütterung Rovibec: Schnecken Verteilwagen Cormall: Futterband Cormall: Kettentisch DeLaval: FS 1600; RA 135

Mischwagen

stationär

selbst fahrender Futterwagen

Cormall: Robot Multi-Feeder

Grundfutterabrufstation

Lely: Atlantis

Mullerup: Mix Feeder Pellon: Robotfeeder Rovibec: DEC TMR plus Schauer: Transfeed TKS Agri: feedRobot System Trioliet: Triomatic Wasserbauer: Mixmeister

Abb. 2: Systematische Darstellung der automatischen Fütterungssysteme nach Funktionsweise und Hersteller.

Abb. 3: Futterbänder legen einzelne Futterkomponenten oder Mischungen vor. Sie sind entweder über Kopfhöhe (links und Mitte) oder in der Krippe (rechts) angebracht. Sie sind entweder bei Neuerstellung direkt einbau- (links und Mitte) oder nachrüstbar.

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ART-Bericht 710 n Ein solches Fütterungssystem bietet die Firma Cormall an.

Abb. 4: Der automatische Futterwagen (Cormall) lädt die Ration beim stationären Mischer und fährt anschliessend selbstständig zur Futtervorlage. Der Antrieb erfolgt mit einem Dieselmotor. Mit den Radialbürs­ ten kann er das Futter jederzeit wieder nachschieben.

Abb. 5: Der schienengeführte Futterwagen (DeLaval) übernimmt das gemischte Futter vom stationären Mischer. Er kann beidseitig ausdosieren. Der Fütterungsrechner lässt sich ans System Alpro anbinden.

Abb. 6: Der RobotFeeder (Pellon) holt die Futterkomponenten bei den Futterbehältern ab und mischt sie bereits während der Beschickung mittels eines Mischketten­ systems und einer horizontalen Schnecke. Über die zentrale Schnecke und ein Förderband erfolgt dann der Futterauswurf zur rechten oder linken Seite des Roboters.

Selbstfahrer Zu den mobilen Systemen der automatischen Fütterungstechnik zählen die selbst fahrenden Futterwagen. Der Robot Multi Feeder der Firma Cormall fährt und füttert vollautomatisch (Abb. 4). Der Roboter wird über einen zwei bis drei Zentimeter in den Boden eingelassenen Induktionsdraht und einen Sensor gesteuert. Mehrere stationäre Mischbehälter beschicken automatisch den Verteilwagen über Dosierwalzen. Der Dieselmotor betriebene Multi Feeder wirft das Futter wahlweise rechts oder links aus. Sein Fassungsvermögen beträgt 2,2 oder 3 Kubikmeter. Mit zwei Radialbürsten kann das Futter jederzeit nachgeschoben werden. Die Breite beträgt 1,3 Meter, die Länge 4,6 Meter, wobei es beim Futtertisch einer Mindestbreite von 2,5 Meter bedarf. Schienengeführte Futterwagen Schienengeführte Fütterungswagen stellen den Mittelweg zwischen stationären Futterbändern und Kettentischen sowie mobilen Selbstfahrern dar. Es handelt sich um einen Futterbehälter mit Wiegeeinrichtung, der an einer Schiene hängt. Die Stromversorgung ist über Akkus, Schleppkabel oder eine Versorgungsschiene mit Schleppkontakten sichergestellt. Die Steuerung (Häufigkeit der Futtervorlage, Rationszusammensetzung etc.) erfolgt meist über einen Prozessrechner direkt am Futterbehälter. Die Beschickung findet hier an stationären Vorrats- oder Mischbehältern in der Nähe des Futtertischs statt. Im Allgemeinen sind bei schienengeführten Systemen Verteilund Futtermischwagen zu unterscheiden. Der FS 1600 von DeLaval ist den Futterverteilwagen zuzuordnen (Abb. 5). Ein stationärer Mischbehälter befüllt ihn mit der fertig gemischten Ration (Abb. 9). Die Steuerung des FS 1600 erfolgt über das Alpro-Kontrollsystem, die Stromversorgung mittels Akkus. Das Fassungsvermögen liegt bei 1,6 Kubikmeter. Damit sind insgesamt zehn automatische Futterfahrten möglich. Wiegestäbe erfassen die Ausgabemenge und steuern damit die Geschwindigkeit des Futterwagens. Er wird automatisch über Lichtschranken gesteuert wieder beschickt. Mit einer Breite von 1,08 Metern und einer Länge von 2,57 Meter benötigt der FS 1600 eine minimale Futtertischbreite von zwei Metern. Der erforderliche Freiraum unter dem Futterverteilwagen liegt bei 30 Zentimeter. Dies führt zu einer Installationshöhe (Unterkante Schiene) zwischen rund 2,1 bis 2,8 Meter.

Abb. 7: Im DEC TMR plus (Rovibec) mischen zwei Mischpaddel das Futter während der Beschickung. Erhältlich sind acht Grössen mit Fassungsvermögen von 1,75 bis 8,06 Kubikmeter.

Abb. 8: Der schienengeführte Vertikalmischer (Triomatic) verfügt über zwei Mischschnecken und 3 Kubikmeter Fassungsvermögen. Aufgrund seiner Breite von 1,35 Meter und einer Länge von 3,13 Meter benötigt er eine genügende Futtertischbreite.

Abb. 9: Ein stationäre Mischer (DeLaval) erstellt die Mischration. Anschliessend beschickt die Beschickanlage den Futterverteilwagen. Sensoren überwachen die korrekte Dosierung.

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n ART-Bericht 710

Abb. 10: Der Futtervorbereitungsraum (Mullerup) enthält mehrere Dosierbehälter für die einzelnen Komponenten. Es sind Behälter für Silagen sowie für Mineralstoffe und teig­ förmige oder flüssige Komponenten erhältlich. Die Systeme von Mullerup, Pellon, Rovibec und Trioliet vereinen das Futtermischen und -verteilen. Die Fütterungsroboter von Mullerup, Pellon (Abb. 6) und Rovibec werden über Vorrats- oder Mischbehälter aufgefüllt (Abb. 10), während Trioliet Zufuhrböden mit Schneidesystem für Ballen und Blöcke verwendet (Abb. 11, rechts). Der MixFeeder plus von Mullerup (Abb. 1) mischt die Komponenten nach dem Beschicken an einer separaten Mischstation mit Hilfe einer horizontalen Schnecke. Die Mischzeit richtet sich nach der Futtermenge, und diese wird durch eine zentrale Schnecke und einen Auslassschieber (60 x 40 cm) reguliert. Die Stromversorgung erfolgt über Akkus oder eine elektrische Versorgungsschiene zur Ladung der Akkus während der Fahrt. Ausserdem verfügt der MixFeeder

über einen Futterschieber unter dem Fütterungsroboter, um das manuelle Nachschieben des Futters zu ersetzen. Es ist möglich, 15 Fütterungsgruppen zu versorgen und maximal neun verschiedene Futtermittel zu verwenden. Auch hier muss der Futtertisch mindestens eine Breite von 1,9 Meter aufweisen. Die Stromversorgung des RobotFeeder von Pellon ist über eine separate Versorgungsschiene gesichert. Dieses System mischt das Futter bereits während der Beschickung mittels Mischketten und einer zentralen horizontalen Schnecke. Mit der Mischkette und einer Abwurfwalze gelangt das Futter auf beiden Seiten zum Auswurf des Roboters. Dieses Fütterungssystem erlaubt die Versorgung einer unbegrenzten Anzahl (99) von Tiergruppen. Der Futtertisch soll

die Breite von 2,0 Meter und die Höhe von 2,4 Meter nicht unterschreiten. Der Roboter selbst ist 1,33 Meter breit und 3,02 Meter lang. Zwei Mischpaddel vermengen das Futter beim DEC TMR plus der Firma Rovibec (Abb. 7) während des Beschickens und werfen es mittels Schnecke einseitig aus. Die Stromzufuhr ist wahlweise über Akkus oder eine Versorgungsschiene gewährleistet. Er ist in acht Grössen mit einem Fassungsvermögen von 1,75 bis 8,06 Kubikmeter erhältlich. Der DEC TMR plus kann maximal zehn Fütterungsgruppen mit 21 Futterkomponenten versorgen. Die Masse des Roboters und des Futtertischs hängen vom Modell ab. So besitzt das Modell mit 1,75 Kubikmeter Fassungsvermögen eine Breite von 0,91 und eine Länge von 2,94 Meter. Das grösste Modell mit 8,06 Kubikmeter ist 2,03 Meter breit und 3,25 Meter lang. Der Triomatic der Firma Trioliet (Abb. 8) ist ebenfalls ein schienengeführter Futter­ mischwagen. Er lagert, im Vergleich zu den anderen Systemen, die Futterkomponenten nicht lose im Vorrats- oder Mischbehälter, sondern auf separaten Zufuhrböden in Blöcken oder Ballen. Das Futter wird durch das Schneidsystem mit zwei entgegengesetzt laufenden Messern in variablen Partikellänge abgeschnitten und über eine Walze auf das Futterband gebracht (Abb. 11). Das Querförderband ist zusätzlich mit vier Wiegestäben ausgestattet, mittels derer der Fütterungsroboter die Futtermenge berechnet und reguliert. Der Triomatic ist ein Vertikalmischer mit zwei Mischschnecken und drei Kubikmetern Fassungsvermögen. Die

Abb. 11: Das Dosiersystem von Triomatic besteht aus einem Schneidrahmen (links) einem Wiege- und Förderband und mehreren Vorratsund Zuführtischen für die Futterkomponenten (rechts). Der Schneidrahmen kann Siloblöcke und Grossballen verarbeiten und dabei das Futter auf die gewünschte Länge schneiden.

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ART-Bericht 710 n Beschickung erfolgt auch hier im Futtervorbereitungsraum automatisch. Die Stromversorgung ist mit einer separaten Schiene und Schleppkontakten sichergestellt. Der Roboter wird über einen Touchscreen bedient, der sich im Futtervorbereitungsraum befindet oder direkt am Futterbehälter. Das Futter wird über ein Förderband wahlweise zu beiden Seiten des Roboters ausgeworfen. Der Triomatic eignet sich ausserdem zum Einstreuen von Liegeboxen. Mit einer Breite von 1,35 Meter und einer Länge von 3,13 Meter empfiehlt Trioliet für den Triomatic eine Futtertischbreite von 2,80 Meter. Die Schienen sollten auf 2,80 Meter über dem Boden montiert werden.

Vorgehensweise bei der Praxiserhebung Die Betriebe (Anzahl in Klammer) mit automatischen Fütterungssystemen wurden in Zusammenarbeit mit den Firmen Cormall (3), DeLaval (2), Mullerup (5), Pellon (1), Rovibec (4) und Trioliet (4) ausgewählt. Bei Trioliet befand sich unter den vier Betrieben ein Milchziegenbetrieb mit 2500 Tieren der Niederlanden. Dieser Betrieb blieb aus Gründen der Vergleichbarkeit unberücksichtigt. Die Datenerhebung fand auf allen 19 ausgewählten Milchviehbetrieben, die automatische Fütterungssysteme in unterschiedlichen Ausführungen einsetzten, statt. Dies erforderte Betriebsbesuche in Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. Anhand eines Fragebogens erfolgte die Befragung der Landwirtinnen und Landwirte. Er enthielt Fragen zu verschiedenen Bereichen der Betriebsstruktur und zur Mechanisierung. Zudem wurden Daten zu den folgenden Bereichen erhoben: –  Fütterung und Futterlagerung –  Mechanisierung der Fütterung –  Eingliederung ins Gebäude –  Motivation für den Einsatz eines automatischen Fütterungssystems –  Erfahrungen und Auswirkungen des automatischen Fütterungssystems

Ergebnisse der Erhebung

Tab 1: Struktur der Betriebe Landwirtschaftliche Nutzfläche LN in ha Aufteilung der LN Anzahl Betriebe

10–29

30–49

50–69

70–89

90–109

110–129

>130

2

3

5

4

1

0

5

Milchviehbestand Anzahl Kühe

10–29

30–49

50–69

70–89

90–109

110–129

>130

1

2

2

3

2

3

5

900–999

1000–1500

>1500

2

4

4

Anzahl Betriebe   Anzahl Betriebe

Milchkontingent in 1000 kg 100–299 300–499 500–699 700–899 2

2

3

1

Herdendurchschnitt Milchleistung in kg

5000– 6999

7000– 7999

8000– 8999

9000– 9999

2

0

9

4

Anzahl Betriebe

Milch besitzt. Die landwirtschaftliche Nutzfläche liegt zwischen 18 und 640 Hektaren. Auch hier ist der grösste Betrieb dänisch. Zwei Schweizer Betriebe mit automatischer Fütterungstechnik halten ihre Kühe in Anbindeställen. Die durchschnittliche Milchleistung liegt zwischen 8000 und 9000 Kilogramm pro Jahr. Auf den meisten Betrieben (16 Betriebe) ist die Rasse Holstein Friesian dominierend, gefolgt von Red Holstein, Brown Swiss und Braunvieh.

10 000–10 999 11 000–11 999 2

1

häufigsten werden Gras- und Maissilage, gefolgt von Heu und Soja, in den Rationen eingesetzt. Insgesamt vier Betriebe teilten ihre laktierenden Milchkühe in Fütterungsgruppen ein. Dabei unterscheiden sie meist nach Milchleistung und Laktationsstadium. Meist wurden zugleich auch Jungtiere und Trockensteher mit dem Roboter versorgt. Die Anzahl automatisch vorgelegter Rationen lag zwischen einer und fünf (Tab. 3). In Tabelle 4 ist ein Rationenbeispiel eines Betriebs zum Zeitpunkt der Erhebung dargestellt. Insgesamt werden fünf verschiedene Rationen mit dem System vorgelegt.

Fütterung und Futterlagerung Die Betriebe füttern bis zu zehn Futterkomponenten automatisch (Tab. 2). Am

Tabelle 2: Futterkomponenten pro Ration, Futtervorlage und Reinigung Anzahl Futterkomponenten/Ration Komponenten

≤4

5–7

8–10

8

10

2

Anzahl Betriebe Anzahl Futtervorlagen Vorlagen Anzahl Betriebe

≤3

4–6

7–9

≥ 10

2

6

7

5

Reinigung Futtertisch Reinigung

täglich

2–3 x pro Woche

1x pro Woche

≥ alle 3 Wochen

8

6

2

2

Anzahl Betriebe

Tab. 3: Rationen je Betrieb Betriebsstrukturen Die Herdengrösse der besuchten Betriebe liegt bei 28 bis 390 Milchkühen (Tab. 1), wobei der grösste Betrieb in Dänemark ein Milchkontingent von 3,6 Mio. Kilogramm

Anzahl Rationen Rationen

1

2

3

4

5

Anzahl Betriebe

5

7

0

3

3

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n ART-Bericht 710 Tab. 4: Rationen eines Betriebes Komponente [kg pro Tier und Tag]

Hochleistende Milchkühe

Niedrigleistende Milchkühe

Trockensteher

Transitkühe

Frischlaktierende Milchkühe

26.5

28

17

22

20

CCM

4

3

1

2

3.5

Möhren

8

8

8

6

8

Treber

4

4

2

4

4

Stroh

0.3

0.3

0.3

4

2

4

Mineralfutter, Salz, Kreide

0.3

120

0.31

Energie/ Eiweiss­ausgleichsfutter

3.5

2.5

Melasse

0.04

0.04

Grassilage

Kraftfutter

Die maximale Anzahl der Futtervorlagen liegt bei 13 pro Tag. Im Mittel der Betriebe wird das Futter 7,2-mal am Tag neu vorgelegt (Tab. 2). Individuelle Kraftfuttergaben für die Kühe fanden auf 16 Betrieben statt. Davon fütterten die Landwirte in sechs Fällen das Kraftfutter am Kraftfutterautomaten, auf sieben Betrieben im automatischen Melksystem, bei zwei Landwirten per Hand und einmal über einen zusätzlichen Kraftfutterbehälter am Fütterungsroboter. In 16 Fällen lagerte das Futter im Flachsilo (Gras- und Maissilage). Heu und Stroh lagerten überwiegend als Quader­ ballen. Nur drei Betriebe legten ihr Heu lose auf dem Heustock ab.

Mechanisierung Sieben Betriebe legten bereits vor dem Einbau einer automatischen Fütterungsanlage eine Total-Misch-Ration mit Fräsmisch- oder Futtermischwagen vor. Auf drei Betrieben erfolgte die Futtervorlage per Hand. Die restlichen Betriebe füttern mit Siloblockschneidern, Greif- oder Schneidschaufeln. 50 Prozent der Betriebe bauten ihr automatisches Fütterungssystem in bestehende Ställe ein. Je nach System wird das Futter ein- bis zweimal pro Tag oder zwei- bis dreimal pro Woche (Trioliet) entnommen. Auf einem Betrieb mit Anbindehaltung und Hochsilolagerung entnimmt eine Fräse für jede Futtervorlage das Futter direkt dem Hochsilo. Im Mittel bezifferten die Landwirtinnen und Landwirte den Zeitaufwand für die automatische Fütterung auf 30 Minuten pro Tag. Hinzu kommen rund sechs Minuten für jede Reinigung des Futtertischs. Wie Tabelle 2 zeigt, findet die manuelle Reinigung des Futtertischs meist mindestens

52

1

2

3

einmal täglich statt. Der manuelle Futternachschub hingegen ist bei 16 Betrieben vollständig durch das Fütterungssystem ersetzt. Darüber hinaus gaben insgesamt 16 Landwirte an, keine regelmässige Reinigung des Fütterungssystems vorzunehmen. Dies ergibt nach ihrer eigenen Einschätzung eine Zeitersparnis von einer halben bis zu drei Stunden pro Tag, je nachdem, welcher Mechanisierungsgrad im Vorfeld bestand.

Motivation und Erfahrungen Als Hauptgrund für ein automatisches Fütterungssystem gaben 14 der 19 Betriebe die Arbeitsentlastung und die Zeitersparnis an. Des Weiteren führten stallbauliche Gründe zum Einbau eines automatischen Fütterungssystems. Indem der Futtertisch bei Neubauten schmaler gestaltbar ist – bis unter zwei Meter – werden Baukosten gespart. Bei Altbauten dient der gewonnene Platz zusammen mit einer Umgestaltung oft einer erweiterten Lauf- oder Liegefläche. Auch die gesteigerte Flexibilität der Arbeitsplanung und die präzisere Fütterung der Herde, indem Rationen gruppenspezifischen zusammensetzbar sind, werden genannt. Zuverlässigkeit und Funktionalität wird bei allen Befragten mit gut bis sehr gut bewertet. Sie benoten die Bedienbarkeit überwiegend mit gut bis sehr gut. Mängel fanden sich teilweise bei zu kleinen Displays an den Fütterungsrobotern und bei der langen Einarbeitungsphase. Die Übersichtlichkeit des Steuerungsrechners stuften die Landwirtinnen und Landwirte als gut bis durchschnittlich ein. Bei Systemen ohne Messer im Mischer (Mullerup, Pellon, Rovibec) kann es zu Schwierigkeiten bei zu langem Futter kommen. So rät Pellon von einer Futter-

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länge über 10 Zentimeter ab, da längeres Futter zu Störungen und zu mangelhafter Vermengung der Komponenten führen kann. Nach der notwendigen Einarbeitungszeit haben sich auf allen Betrieben die Erwartungen an das Fütterungssystem vor allem in Bezug auf die Arbeitszeitreduktion und Flexibilität erfüllt. Alle befragten Landwirte würden einem Berufskollegen ihr Fütterungssystem weiterempfehlen.

Diskussion der Ergebnisse Die Erhebung zeigt, dass viele Betriebe dank automatischer Fütterungssysteme eine deutlich geringere Arbeitsbelastung erreichen. Sie wirken sich positiv auf die Flexibilität aus und bewährten sich besonders in Zeiten mit Arbeitsspitzen. Der Zeitbedarf für ein automatisches Fütterungssystem hängt zusätzlich von der Entnahmetechnik, der Entfernung zum Futterlager sowie der Art des Futterlagers (Hochsilo/Flachsilo/ Grossballen) ab. Viele Betriebsleitende stellten fest, dass bei den Tieren deutlich weniger Stress auftritt. Rangniedere Tiere können ihrer Einschätzung nach dank des täglich mehrmaligen Fütterns auch bei mehr als einem Tier pro Fressplatz mehr und besseres Futter aufnehmen. Dies sehen einige Landwirtinnen und Landwirte als Grund für höhere Milchleistung und insbesondere bei Erstlaktierenden für ein besseres Fett-ProteinVerhältnis in der Milch. Auf einigen Betrieben mit automatischen Melksystemen ist eine steigende Anzahl Melkungen pro Tag auszumachen. Als Grund wird die höhere Aktivität der Herde durch das mehrmalige Füttern am Tag vermutet. Es fiel auf, dass die Kraftfuttervorlage oft immer noch mittels Kraftfutterautomaten erfolgte, obwohl die Möglichkeit, mehrere Leistungsgruppen mit Totalmischration zu füttern, bestand. Die Zufriedenheit der Landwirtinnen und Landwirte mit ihren Fütterungssystemen ist durchgängig sehr hoch, ungeachtet einiger Schwierigkeiten zu Beginn. Einige Bedenken wurden allein zur Sicherheit geäussert. Die automatisch anlaufenden Maschinen, können speziell im Hinblick auf Kinder gefährlich sein, trotz vorhandener Notstoppund Abschaltfunktionen. Dass die automatische Fütterung nicht nur für Rindviehbetriebe in Frage kommt, zeigte sich auf einem niederländischen Betrieb mit 2500 Milchziegen. Nach der Umstellung


ART-Bericht 710 n von Kühen auf Ziegen wurde unter anderem zur Arbeitserleichterung und aus gesundheitlichen Gründen ein automatisches Fütterungssystem integriert. Die Zeitersparnis liegt bei diesem Betrieb bei bis zu 4,5 Stunden am Tag. Nicht zu vernachlässigen sind die Investitionen für eine automatische Fütterung. Die Anschaffungskosten liegen je nach System und Ausstattung in der EU zwischen 70 000 und 170 000 Euro. Futterbänder sind zwar mit zirka 40 000 bis 60 000 Euro billiger, bieten jedoch meist einen geringeren Automatisierungsgrad an. Bei diesen Aufwendungen bleibt unberücksichtigt, dass bei konsequenter Umsetzung ein Verzicht auf Futterdurchfahrten möglich wird. Der technische Fortschritt bei der automatischen Fütterung geht kontinuierlich weiter. Zurzeit ist ein System in der Testphase, das nicht nur das Mischen und Ausfüttern automatisiert, sondern direkt am Flachsilo selbstständig beschickt wird. Weitere Bestrebungen gehen dahin, den Tieren auch in Laufställen das Grundfutter tier­ individuell vorzulegen.

Systemen ein vorgängiges Schneiden auf rund 10 Zentimeter Länge. –  Der Einsatz von Maissilage in Vorratsbehältern, die keine Trennung zwischen den verschiedenen Beschickungen zulassen (Vermischung mit Futter des Vortages) ist speziell mit Blick auf die Sommerfütterung kritisch zu betrachten. Die Kombination von automatischer Hochsiloentnahme und automatischer Fütterung kann diese Problematik entschärfen. –  Die erwähnten sicherheitstechnischen Bedenken einzelner Betriebsleitenden sind Hinweis genug, dass auch diesem Aspekt auf Familienbetrieben und Betrieben mit Publikumsverkehr besondere Beachtung zu schenken ist. –  Automatische Fütterungssysteme können vor allem bei neu zu erstellenden Betriebsgebäuden für grössere Bestände wesentlich zur rationellen und leistungsgerechten Fütterung der Rindviehherde beitragen. Sie erhöhen die Arbeits­ entlastung und Flexibilität wesentlich, da die Beschickung des Vorrats weniger an eine feste Tageszeit gebunden ist als bei herkömmlicher Futtervorlage.

Literatur Nydegger F., Schick M. u. Ammann H., 2005: Futternachschieben im Rindvieh­stall, FAT-Berichte 648 (heute ART-Berichte), Forschungsanstalt Agroscope ReckenholzTänikon ART, Ettenhausen. Bisaglia C. et al, 2008: A simulated comparison between investment and labour requirements for a conventional mixer feeder wagon and an automated total mixed ration system, CRA-Unità di ricerca per l’ingegneria agraria, via Milano 43, 24047 Treviglio. Gjødesen M. U., 2007: Automatiske foderanlæg, Landskonsulent Kjeld Vodder Nielsen, AgroTech A/S.

Erste Schlussfolgerungen für die Schweiz Für den Einsatz von automatischen Fütterungssystemen auf Schweizer Betrieben können folgende erste Schlüsse gezogen werden: –  Auch auf Schweizer Betrieben macht das Füttern einen beträchtlichen Anteil des täglichen Arbeitszeitbedarfes aus. Automatische Fütterungssysteme können diesen wesentlich reduzieren, wenn alle Grundfutter verzehrenden Tiere mit demselben System automatisch gefüttert werden. Systeme, die mehrere Rationen aufgeteilt über 24 Stunden an mehrere Tiergruppen zuteilen können, stehen deshalb im Vordergrund. –  Automatische Fütterungssysteme sind verhältnismässig teuer und verlangen eine hohe Erstinvestition. Dies ist mit ein Grund, dass sämtliche Tiere damit gefüttert werden sollten. Die Vorratsbehälter für die verschiedenen Futterkomponenten, insbesondere Raufutter, machen einen wesentlichen Anteil der Investition aus. Eine breite Palette von Grundfutterkomponenten, die gleichzeitig eingesetzt werden, verteuern die Anlagen entsprechend. Heu lässt sich auch mit automatischen Fütterungssystemen in die Ration einmischen, Bedingung ist allerdings bei den meisten

Impressum Herausgeber: Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART, Tänikon, CH-8356 Ettenhausen Die ART-Berichte erscheinen in rund 20 Nummern pro Jahr. – Jahresabonnement Fr. 60.–. Bestellung von Abonnements und Einzelnummern: ART, Bibliothek, CH-8356 Ettenhausen. Telefon +41 (0)52 368 31 31, Fax +41 (0)52 365 11 90, doku@art.admin.ch, http://www.art.admin.ch Die ART-Berichte sind auch in französischer Sprache als «Rapport ART» erhältlich. ISSN 1661-7568. Die ART-Berichte sind im Volltext im Internet (www.art.admin.ch)

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n SVLT

Die Ausgabe 10 / 2009 ­ erscheint am 8. 10. 2009 Themen:

Stabiler Traktorenmarkt 2007

2008

2009

Traktoren New Holland John Deere Fendt Deutz-Fahr MF Hürlimann Case-IH Lindner Claas Steyr Valtra Landini McCormick Same Rigi Trac Zetor Kubota Carraro Lamborghini De Pietri

203 187 171 120 99 116   53   32   88   59   30   25   24   49    9    8

198 196 134 146   94   90   51   30   90   82   48   24   21   67   13    8

   4    2

   1    1    1

Total

1279

1295

224 187 163 116   94   83   69   46   57   60   36   29   28   39   15   18   13    4    1

2007

2008

2009

Reform Lindner Aebi Schiltrac Caron Carraro

67 12 42 13  2  1

77 20 38 11  4

78 22 42 10

Total

137

150

152

  81   21 108    3

74 10 83  5  4  3

Transporter

Zweiachsmäher Aebi A. Carraro Reform BCS Ferrari Pasquali Aebi Rasant Valpadana

  92   16 84    2

Total

195

   1  1 213

180

1282

Gruppe

Marke

2007

2008

2009

CNH AGCO Same DeutzFahr John Deere ARGO Claas

Case IH, New Holland, Steyr Fendt, MF, Valtra Deutz-Fahr, Same, Lamborghini, Hürlimann John Deere McCormick, Landini Claas

315 300

331 276

353 293

Veränderung 08 / 09 in %    6,6    6,2

287

304

239

–21,4

187   49   88

196   45   90

187   57   57

  –4,6   26,7 –36,7

Bestellformular/Berufsbekleidung Alter Grösse CHF Anzahl Kinder-Latzhose, 100% Baumwolle Alter blau-rot kombiniert Grösse CHF Anzahl Grösse Kombi, rot, CHF 78.– 75% Baumwolle, 25% Polyester Anzahl Grösse Latzhose, rot, CHF 58.– 75% Baumwolle, 25% Polyester Anzahl Grösse T-Shirt, grau meliert, CHF 18.– 100% Baumwolle Anzahl

Kinder-Kombi, 100% Baumwolle blau-rot kombiniert

2 3 92 98 38.–

4 6 8 10 12 14 104 116 128 140 152 164 43.– 48.–

3 4 98 104 38.– 43.– 44

46

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50

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Impressum 71. Jahrgang Herausgeber Schweizerischer Verband für Landtechnik (SVLT), Willi von Atzigen, Direktor Redaktion Ueli Zweifel: red@agrartechnik.ch Gaël Monnerat: g.monnerat@agrartechnik.ch Mitglieder- und Abodienste, Mutationen Postfach, 5223 Riniken Tel. 056 4412022, Fax 056 4416731 Internet: www.agrartechnik.ch Inserate Espace Media AG, Fachmedien Agrar Dammweg 9, Postfach, CH-3001 Bern Barbara Gusset, Tel. 031 3303017 Fax 031 3303057 E-Mail: inserate@agripub.ch, www.agripub.ch Anzeigenverkauf Erich Brügger, Tel. 032 3383120 E-Mail: info@mbveb.ch Daniel Sempach, Tel. 034 4151041 E-Mail: daniel.sempach@agripub.ch Daniel Banga, Tel. 031 330 37 54 E-Mail: daniel.banga@agripub.ch Anzeigentarif Es gilt Tarif 2009 Kombinationsrabatt: 25% bei ­gleichzeitigem Erscheinen in «Technique Agricole» Druck und Spedition Weber Benteli AG, Industrie Bernstrasse Nord Bernstrasse 10, CH-2555 Brügg (Biel) Produktionskoordination François Faivre Erscheinungsweise 11-mal jährlich Abonnementspreise Inland: jährlich CHF 105.– (inkl. 2,3% MwSt.) SVLT-Mitglieder gratis. Ausland: CHF 130.–,  80.– Nr. 10 / 2009 erscheint am 8. Oktober 2009 Anzeigenschluss: 15. September 2009


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Schweizer Landtechnik 9/09  

Ausgabe September 2009

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