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1910 Jubil채um 01/11 Das Vereinsmagazin des SV Fides St. Gallen


Liebe Fideslerinnen und Fidesler

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it dem neuen Jahr erhält auch unsere Vereinspublikation ein neues Aussehen. « Zurück zu den Wurzeln » könnte man auch sagen, denn zumindest die langjährigen Vereinsmitglieder werden sich an das alte « Fides-Info » erinnern, das ebenfalls im Heftformat erschienen ist. Diese Tradition nehmen wir mit « 1910 » wieder auf. 1910 ist bekanntlich das Gründungsjahr des SV Fides und alle werden sich bestimmt noch an das letztjährige Jubiläumsfest im Athletikzentrum erinnern. Ein gelungenes Fest zum runden Geburtstag des SV Fides. So soll nun auch dieses erste Heft unter dem Motto « Jubiläum » stehen, wobei natürlich auch die Aktualität nicht zu kurz kommen soll. Wie es den Aktiv- und Nachwuchsteams in der ersten Saisonhälfte ergangen ist, soll ebenso wenig fehlen wie Gedanken über die Zukunft des Vereins, sei dies kurz-, mitteloder langfristig.

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Editorial


Der SV Fides kann nur existieren und leben, weil sich viele Leute ehrenamtlich einsetzen. Je breiter die Basis, je mehr Leute mithelfen, dass der Verein vorankommt, umso besser geht es ihm. Wir sind in der glücklichen Lage, dass sehr viele Vereinsmitglieder sich am Vereinsleben beteiligen. Bestes Beispiel dafür ist der Fides Spieltag, der am 9. Januar stattgefunden hat. Ohne die vielen Helferinnen und Helfer wäre dieser Anlass schlicht nicht möglich. Damit der Verein künftig weitere Jubiläen feiern kann, braucht es weiterhin Vereinsmitglieder, die sich engagieren und einsetzen. Die meisten Aktivmitglieder haben in ihrer Jugendzeit (und in abgeschwächter Form im Aktivalter) von Trainern, Betreuern, Schiedsrichtern und andern erwachsenen Personen profitiert und geben dies nun in derselben Form zurück an den heutigen Nachwuchs. Diesem Kreislauf gilt es Sorge zu tragen, damit auch in zehn oder zwanzig Jahren sich Leute finden, die sich für eine gute Sache einsetzen. Helfen wir alle mit, dass der SV Fides eine Zukunft hat, setzen wir uns ein, um nicht zuletzt auch selber zu profitieren. Der Vorstand wünscht allen Teams eine erfolgreiche Rückrunde und hofft, dass alle Mannschaften ihre selbst gesteckten Ziele erreichen werden. Hopp Fides! Patrick Keller | Präsident

Turnfest Dietikon 1958 Editorial

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Verein Quo vadis, SV Fides?

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er Vorstand des SV Fides hat sich in den letzten Monaten intensiv Gedanken über die Zukunft des Vereins gemacht. Das Jubiläumsjahr war willkommener Anlass, um nicht nur zurück, sondern auch nach vorne zu schauen, denn schliesslich soll der SV Fides noch weitere Jubiläen feiern können. Ausgangslage Zu einer ersten Sitzung betreffend der Zukunft des Vereins wurden verschiedene aktive und ehemalige Vereinsmitglieder eingeladen, welche dem Verein besonders verbunden sind. Sie halfen gerne mit, gemeinsam mit dem Vorstand eine Auslegeordnung zu machen und mögliche Wege in die Zukunft aufzuzeigen. Die Analyse an diesem Abend zeigte, dass der Handballsport allgemein mit schwindendem Interesse und rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen hat. Dies zeigt sich unter anderem auch an den drama-

Verein

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tisch zurückgegangenen Zuschauerzahlen der höchsten Liga in den letzten Jahren. Dies spürt auch der SV Fides. Eine gleich gross bleibende Zahl von Vereinen buhlt um immer weniger Handballspielerinnen und Handballspieler. Gerade der SV Fides ist aber darauf angewiesen, möglichst viele Aktivmitglieder zu haben, welche den Verein tragen. Die Basis des SV Fides ist und bleibt der Breitensport. Mindestens zwei, lieber aber drei, vier oder gar fünf Aktivteams nebst der ersten Mannschaft sind für das Gedeihen des Vereins entscheidend. Dazu brauchen wir eine möglichst breite Nachwuchsabteilung, um sowohl für die erste Mannschaft als auch für die Breitenteams regelmässig neue Spieler und Spielerinnen zu finden. Sollte dies dereinst nicht mehr gelingen, wäre dies wohl das Ende des SV Fides in seiner heutigen Form.

Training besuchen möchte, findet sich ein breites Spektrum, oft vereint in einer Mannschaft. Keine einfache Situation also, um für alle einen Platz zu finden. Ähnliches gilt für die Aktivmannschaften im Breitenbereich. Vom Familienvater mit aus verständlichen Gründen nur noch wenig Zeit für den Handballsport über diejenigen, welche sich an Abendschulen weiterbilden bis zu denjenigen, welche zwei bis dreimal wöchentlich trainieren möchten, findet sich fast alles. Auch hier gilt es flexible Lösungen zu finden. Alle Aufgaben im Verein erfordern eine grosse und möglichst gute Organisation. Die Ehrenamtlichkeit gibt hier Grenzen vor, ebenso die Anzahl Personen, welche sich z.B. für die Durchführung des Schülerturniers zur Verfügung stellt. Last but not least kostet ein Verein wie der SV Fides Geld. Auch wenn wir aktuell keinerlei finanzielle Probleme kennen, braucht es doch permante Arbeit, damit dies auch in den nächsten Jahren so bleibt. Von dieser Analyse ausgehend, hat sich der Vorstand überlegt, was kurz-, mittel- und langfristig anzustreben ist, um den Verein in seiner jetzigen Grösse zu erhalten und auch künftig alle Aufgaben erledigen zu können (Spielbetrieb sicherstellen, Schülerturnier und Fidesspieltag organisieren, Open-Air Beiz durchführen, etc.).

Grosse Konkurrenz Aktuell ist die Konkurrenz im Spitzenbereich sehr gross. Drei SHL Teams und mit Fides vier 1. Ligateams in der näheren Umgebung buhlen um die verfügbaren Spieler. Dazu kommen der eine oder andere 2. Ligaverein, welche ebenfalls Ambitionen haben. Um unter diesen Umständen eine 1. Ligamannschaft in der Stadt St. Gallen halten zu können, bedarf es verschiedener Anstrengungen. Im Nachwuchsbereich ist absehbar, dass der SV Fides alleine nur sporadisch in der Lage sein würde, eine interregionale Mannschaft zu stellen. Dazu kommen sehr heterogen aufgestellte Teams. Vom handballerischen Talent, das gerne fünfmal oder noch mehr pro Woche trainieren möchte, bis zu dem Jugendlichen, der einfach gerne einmal wöchentlich ein

Künftiger Spielbetrieb Im Spielbetrieb werden wir ab nächster Saison alle Aktivteams wieder in Eigenregie führen. Zumindest in der 1. Liga hätten wir gerne mit Bruggen und / oder Otmar weiter zusammen gearbeitet, doch

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Verein


ziehen sich sowohl Bruggen als auch Otmar aus der Spielgemeinschaft zurück. Dies aus unterschiedlichen Gründen, die wir natürlich respektieren. Die Aufgabe des Vorstands ist es nun, dafür zu sorgen, eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Dies kann mittelfristig kaum geplant werden, da zu viele Faktoren hineinspielen. Um aber möglichst gut aufgestellt zu sein, möchten wir das Umfeld dieser Mannschaft möglichst optimal organisieren (Trainer, Trainingsmöglichkeiten, Sportchef, Trainingsweekends) und dafür sorgen, dass junge Spieler aus dem Verein langsam an die erste Mannschaft herangeführt werden. Im Nachwuchs streben wir im Leistungsbereich die Zusammenarbeit mit andern Vereinen an. Diesbezüglich laufen Gespräche, der Ausgang offen ist. Wir vom SV Fides können uns verschiedene Formen der Zusammenarbeit vorstellen, von Spielgemeinschaften bis zu Doppellizenzen. Vor allem aber streben wir an, alle Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspieler möglichst gut zu fördern. Dies unabhängig davon, wie talentiert ein Spieler oder eine Spielerin ist und wie oft jemand trainieren wird. Hier sind flexible Lösungen anzustreben. Daneben scheint es uns wichtig, unsere Trainer möglichst gut zu unterstützen. Deshalb ist vorgesehen, mittelfristig einen « Cheftrainer Nachwuchs» zu suchen und anzustellen, welcher Spielerinnen und Spieler, aber auch alle Trainerinnen und Trainer in ihrer Arbeit tatkräftig unterstützt. Denn nur mit guten, motivierten Betreuungspersonen bleibt uns der Nachwuchs erhalten und werden wir in ein paar Jahren hoffentlich wieder mehr Aktivteams stellen können. Verein

Der Breitenbereich bei den Aktivmannschaften kämpft mit verschiedenen Problemen. Einerseits ist da die Konkurrenz von Vereinen, welche nur Aktivmannschaften stellen, dafür einen tiefen Mitgliederbeitrag und kaum Verpflichtungen haben (allerdings auch nichts für die Zukunft des Handballsports tun), andrerseits ist es uns in den letzten Jahren nicht gelungen, diese Aktivteams mit jungen Spielern zu ergänzen, was auch damit zusammenhängt, dass wir in den letzten Jahren ein « Loch» beim Nachwuchs hatten. Zumindest dieses « Loch» sollte bald gestopft sein und Ziel ist es, die ältesten Juniorinnen und Junioren frühzeitig mit den Aktivteams in Kontakt zu bringen, damit eine möglichst reibungslose Integration stattfinden kann. Natürlich streben wir in erster Linie an, funktionierende, gut harmonierende Aktivteams bei den Herren und Frauen zu bilden, denn letztlich sind diese Mannschaften Basis des ganzen Vereins, da aus diesen Teams Helferinnen und Helfer, aber auch viel Funktionäre gewonnen werden. Helferinnen und Helfer Schliesslich überlegen wir im Vorstand permanent, wie wir alle die freiwilligen Helferinnen und Helfer, Trainerinnen und Trainer und alle, die grössere Aufgaben beim Organisieren der verschiedenen Anlässe übernehmen, unterstützen, fördern und ihnen die nötige Wertschätzung entgegenbringen können. Dies ist sicher ein Punkt, an welchem alle Vereinsmitglieder, aber auch die Eltern ihren Beitrag leisten können. Ein Dankeschön zur richtigen Zeit und am richtigen Ort kann viel bewirken! Die Vorbildfunktion wird wesentlich dazu beitragen, auch in

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Zukunft immer wieder neue Leute motivieren zu können, im Vorstand oder sonst wo im Verein mitzuarbeiten und mit zu gestalten. Daneben muss weiterhin selbstverständlich bleiben, dass ein Mitglied beim SV Fides sich auch engagiert und sicher am Schülerturnier und am Fides Spieltag seinen Beitrag leistet sowie ein- oder zweimal pro Jahr als Zeitnehmer zum Einsatz kommt. Denn nur so können wir unseren Verein am Leben halten. Dankeschön Der Vorstand dankt an dieser Stelle allen Vereinsmitgliedern, welche in irgendeiner grösseren oder kleineren Form mithelfen, dass der Verein lebt. Verbunden ist dieser Dank mit der Hoffnung, dass alle mithelfen, dass die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele erreicht werden. Das wird entscheidend sein, wenn der SV Fides in fünf, zehn oder zwanzig Jahren immer noch in gewohnter Grösse und mit vielen positiven Aktivitäten seinen Platz im Sportangebot in der Stadt St. Gallen haben soll. Patrick Keller | Präsident

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Verein


Aktive nach der Vorrunde

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m Dezember haben die vier Aktivmannschaften des SV Fides ihre Vorrunde beendet. Zeit also, eine Zwischenbilanz zu ziehen. SG Fides (1. Liga) Die 1. Mannschaft des SV Fides spielt als SG Fides (Spielgemeinschaft zwischen Fides, dem HC Bruggen und dem TSV St. Otmar) in dieser Saison erstmals unter Trainer Erich Merk. Der Saisonstart gl端ckte dem Team. Trotz eher schmalem Kader gewann man das erste Cupspiel und holte man aus den ersten drei Partien vier Punkte. Auch die Leistungen der Mannschaft stimmten zuversichtlich f端r den weiteren Verlauf der Saison. Dann allerdings folgte eine Serie von drei Niederlagen in Folge, darunter auch die eine oder andere sehr deutliche Niederlage. Im Heimspiel gegen die Albis Foxes konn-

Aktive

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te nicht unbedingt mit einem Sieg gerechnet werden, doch mit einer der besten Saisonleistungen gelang es, den Zürchern eine von nur zwei Niederlagen beizufügen. Leider konnte die Leistung aber in den folgenden Spielen nicht bestätigt werden und es folgten wieder drei Niederlagen, wobei insbesondere die Niederlagen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf weh taten. Mit einer beherzten Leistung zeigt die Mannschaft aber im letzten Spiel vor Weihnachten eine Reaktion und siegte deutlich gegen Dietikon-Urdorf. Mit acht Punkten aus elf Spielen liegt die SG im Moment auf Rang acht der Tabelle mit drei Punkten Reserve auf die Abstiegsplätze. Auffallend ist, dass vier dieser acht Punkte gegen die Teams auf den Tabellenplätzen zwei und drei geholt wurden. Das Potential ist also sicher vorhanden, die Konstanz fehlt aber noch, was insofern nicht verwunderlich ist, als dass die Mannschaft über ein nicht allzu breites Kader verfügt und so Formschwankungen einzelner Spieler (zu) stark ins Gewicht fallen. Dazu fehlt es dem einen oder andern jungen Spieler etwas an Erfahrung, weshalb wohl die eine oder andere Partie eher unnötig verloren ging. Trotzdem gehen wir sehr zuversichtlich in die Rückrunde und Mannschaft, Trainer und Vorstand sind überzeugt, den Ligaerhalt zu schaffen und sich möglichst bald ins sichere Mittelfeld vorzuarbeiten. Mit der Reaktivierung von David Hefti konnte das Kader verbreitert werden und mit seiner Erfahrung und seinem guten Abwehrverhalten wird er der Mannschaft bestimmt helfen können. Helfen können natürlich auch alle

Fidesler, wenn sie möglichst zahlreich zu den Heimspielen kommen und die Mannschaft in der Rückrunde lautstark unterstützen. Frauen 1 (3. Liga) Eine erfolgreiche Qualifikationsrunde haben unsere Frauen hinter sich. Mit zwölf Punkten aus 10 Spielen belegte das Team von Geo Yoon und Elena Shevchenko den vierten Rang unter elf Mannschaften und qualifizierte sich problemlos für die Aufstiegsspiele ab Januar. Zweifellos ein Erfolg für das Team, das als Aufsteiger aus der 4. Liga jetzt gleich schon an der 2. Liga anklopft. Dabei wäre gar noch mehr drin gelegen, wäre nicht die eine oder andere Partie auf teils ärgerliche Art und Weise verloren gegangen. Umgekehrt konnten die Frauen auch das eine oder andere Mal das Glück auf ihre Seite zwingen und knappe Siege feieren. Das Team wird alles daran setzen, in der nun folgenden Rückrunde (Auf/Abstiegsrunde 2./3. Liga) den Aufstieg in die 2. Liga zu schaffen. Der Vorstand wünscht dem Team viel Glück bei diesem Unterfangen und natürlich würden sich die Spielerinnen über lautstarke Unterstützung freuen! SG Bruggen/Fides (2. Liga) Eine sehr schwierige erste Saisonhälfte hat die SG Bruggen/Fides in der 2. Liga hinter sich. Mit nur gerade einem Sieg liegt das Team von Waldemar Kozlowski am Tabellenende. Unstimmigkeiten in der Mannschaft trugen nicht zu einer Verbesserung der Situation bei, doch nach verschiedenen Gesprächen und Interventionen von Vorstandsmitgliedern des HC Bruggen und des SV Fides konnte erreicht werden,

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Aktive


dass alle wieder an einem Strick ziehen. Die Situation ist noch keinesfalls verloren, liegen doch die Teams am Tabellenende nahe beieinander. Nötig wird aber sein, dass knappe Spiele gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf endlich gewonnen werden. In der Vorrunde wurde der eine oder andere durchaus mögliche Sieg vergeben. Dies gilt es nun zu verbessern, um den Ligaerhalt doch noch zu schaffen. Ein zwar schwieriges, aber keinesfalls unmögliches Unterfangen. Fides « selection » (3. Liga) Auch das Team « Fides selection » hat eine schwierige Vorrunde hinter und eine keinesfalls einfache Rückrunde vor sich. Mit drei Punkten aus acht Spielen steht die Mannschaft am Tabellenende. Hauptproblem ist das äusserst schmale Kader. Meist waren kaum Auswechselspieler vorhanden, einmal musste ohne Torwart und in Unterzahl angetreten, ein Spiel gar forfait verloren gegeben werden. Auch ein regelmässiger Trainingsbetrieb ist nicht möglich. Die einzelnen Spieler trainieren in der SG 2 oder im « drü » mit. Dadurch ist die Organisation schwierig und wenn nicht alle Spieler an Bord sind, lassen sich Niederlagen kaum vermeiden. Oberstes Ziel für die Rückrunde ist es, alle Spiele zu bestreiten. Natürlich wird dabei der Ligaerhalt angestrebt. Gemeinsam mit den Spielern wird der Vorstand versuchen, die Mannschaft so zu stützen, dass beide Ziele erreicht werden, auch wenn dies nicht einfach wird. Mit dem nötigen guten Willen von allen Beteiligten aber hoffen wir auf einen erfolgreichen Saisonabschluss.

Editorial

Fides 3, « s’drü » (3. Liga) Das « drü » startete mit dem Ziel, unter die ersten drei der Rangliste zu kommen, in die Saison. Nach der Vorrunde liegt das « drü » mit neun Punkten aus acht Spielen auf Rang fünf der Tabelle. Gleich drei Unentschieden und eine Niederlage mit einem Tor Unterschied verhinderten eine bessere Platzierung, denn alle diese Spiele hätten auch gewonnen werden können. Unnötige Fehler verhinderten, dass der eine oder andere zusätzliche Punkt gewonnen wurde. Sollte es in der Rückrunde endlich gelingen, diese knappen Spiele für sich zu entscheiden, liegt für die Spieler des « drü » ein Rang unter den ersten drei aber nach wie vor im Bereich des Möglichen. Die ersten Spiele im Januar werden aufzeigen, ob die Mannschaft in der Rangliste den Anschluss an die vorderen Plätze schaffen wird oder nicht. Patrick Keller | Präsident

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Jubiläums-Jahr Was hat der Nachwuchs davon?

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inen Schweizermeister-Titel oder sonst einen Titel können wir leider nicht verbuchen im Jubiläums-Jahr bei den Junioren, trotzdem war es rückblickend ein erfolgreiches Jahr, vor allem was das Grundgerüst beim Nachwuchs des SV Fides angeht: Zahlreiche und motivierte Junioren, tolle Teams, engagierte und ebenfalls motivierte Juniorentrainer sowie ein paar « Verrückte », welche die ganze Juniorenabteilung organisieren und motivieren. Sportliche kann man von einem solchen Jubiläums-Jahr wohl nichts Aussergewöhnliches erwarten, aber vielleicht haben wir’s geschafft, mit verschiedenen kleineren oder grösseren Events oder Aktionen den Fokus des einen oder anderen auf den SV Fides zu lenken und zu zeigen, was hier insbesondere beim Nachwuchs

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Nachwuchs


und für die Jugend geleistet wird und möglich ist. Vielleicht hat dadurch auch schon wieder der eine oder andere Junior bei uns die Lust und den Spass am Handball entdeckt, umso besser, doch das Ziel muss es natürlich sein, kontinuierlich und nachhaltige Arbeit zu leisten und als Institution weiter solide und gesund in die Zukunft zu schreiten. Und kaum sind die Jubiläums-Aktivitäten vorüber, beginnt auch schon wieder die Planung für die kommende Saison. Kein einfaches Unterfangen, wie es auch die vergangenen 100 Jahre nicht einfach war und wohl auch die kommenden 100 Jahre nicht sein wird… Roger Mayer | Juniorenchef

Nachwuchs

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Dress-Pool

Sponsoren Bank CA Blumengeschäft Pfister & Co. Bruggen Appotheke Café Gschwend AG City Garage Elektro Herzig GmbH Eugen Koch AG Frick & Dolpp Hälg Building Service Group Imhof AG Malerei Antenen AG Metzgerei Gemperli AG Restaurant Brand St.Galler Stadtwerke Update Fitness


Mannschaft 1960 SV Fides


Sponsoring Was ist unsere Tradition wert?

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etzes Jahr durfte der SV Fides seinen 100-jährigen Geburtstag feiern. Die positiven Aspekte dieses für den Verein so wichtigen Jubiläumsjahres überwiegen. Leider ist es uns aber trotz aller Bemühungen nicht gelungen einen neuen Hauptsponsor zu finden. Die Frage stellt sich dabei zwangsläufig, warum der SV Fides auch im Jahr 2011 ohne Hauptsponsor dasteht. Sponsoring heisst Geben und Nehmen Unter Sponsoring versteht man per Definition sämtliche Aktivitäten, die mit der Bereitstellung von Fördermitteln durch Unternehmen zur Unterstützung von Organisationen, sei es im sportlichen, kulturellen oder sozialen Bereich, verbunden sind. Damit hängt zwangsläufig auch ein Geben und Nehmen zwischen Sponsor und Organisation zusammen.

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Sponsoring


Sponsorenlauf 2010

Das sogenannte « Sponsoring-Angebot » des SV Fides umfasst im Wesentlichen das Zurverfügungstellen einer Kommunikationsplattform wie beispielsweise die Werbefläche an Trikots, die Bandenwerbung an Events, Inserate in Vereinspublikationen oder auch die Namensgebung ganzer Anlässe. Sponsoren des SV Fides bietet sich die Möglichkeit sich an den positiven Vereinskomponenten zu assoziieren. Merkmale, wie nachhaltige Jugendförderung, Tradition, gesellschaftliches Engagement, Dynamik oder Fairness sind auch Attribute, mit welchen auch viele Unternehmen in Beziehung gesetzt werden wollen. Diese Art des SponsoringGegenwerts ist allerdings nur eine von vielen Gründen, warum Unternehmen Sponsoring betreiben. Häufig stellt auch die rein emotionale Nähe zu einem VerSponsoring

ein eine ausreichende « Rechtfertigung » für ein Engagement dar. Etwas Gutes zu tun und darüber zu sprechen oder auch nicht, spielt eine wichtige Rolle. Häufig lassen sich Sponsoring-Entscheide aber nicht nur auf Basis ökonomischer oder emotionaler Motive begründen, sondern sind vielmehr das Resultat geschäftlicher Verpflichtungen. Es ist hierbei nicht nur die Beziehung zwischen Sponsoren und Sponsoringnehmern (also den Vereinen) entscheidend, sondern die «Verpflichtung » gegenüber dem geschäftlichen Netzwerk aus dem Umkreis des Vereins. Schwierige Zeiten Die Gründe, warum die Sponsorensuche zunehmend schwieriger geworden ist, sind nicht eindeutig auf einen einzigen

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Faktor zurückzuführen. Fokussierten sich früher beispielsweise Unternehmen vorwiegend auf Sportsponsoring und konnten sich auch grosse Unternehmen für regionale Vereine engagieren, konkurrenziert der Sport zunehmend auch mit Angeboten aus Kultur und Sozialem. Der Markt ist kleiner geworden. Hinzu kommt, dass Grossunternehmen zunehmend Auflagen hinsichtlich der Effizienz ihrer Engagements zu erfüllen haben und somit insbesondere regionale Engagements schwieriger zu rechtfertigen sind. Dass diese Sichtweise aber langfristig auch negative Auswirkungen haben kann, kann sich darin zeigen, dass viele Grossunternehmen zunehmend an regionalem Bewusstsein verlieren und sich so auch ein Stück weit von ihren Mitarbeitern entfernen. Neben dem Rückzug vorwiegend nationaler Unternehmen aus ihren regionalen Engagements, wirkt sich bei der Sponsorensuche aber auch die Tatsache negativ aus, dass andere Vereine aus der Region in den vergangenen Jahren die Chance einen Hauptsponsor zu finden immer wieder erheblich einschränkten. Ob Sponsoren bei diesen Vereinen rein nach rational-ökonomische Beweggründen entschieden haben, oder ob hier vielmehr wie bereits erläutert der Druck aus geschäftlichen Netzwerken eine Rolle gespielt hat, lässt sich nur spekulieren.

nicht dem (Halb-)Profitum verschreiben es per se verdient hätten verstärkt am Sponsoringkuchen partizipiert zu werden. Vielmehr wird an Unternehmen appelliert vermehrt auch ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und die ehrliche und nachhaltige Entwicklung solcher Vereine zu unterstützen. Dies nicht aus Goodwill einfach etwas Gutes zu tun, sondern auch und dies ist entscheidend, um sich mit den ehrlichen und gesellschaftlichen Grundwerten solcher Vereine wie des SV Fides zu profilieren. Das Produkt « SV Fides » mit seiner Tradition und seiner Zukunft bietet einem Sponsor mehr als man auf den ersten Blick erkennt. Thomas Riklin | Sponsoring

«Echter» Nutzen Müsste hier nicht ein Umdenken einsetzen und den Wert von kleinen, seriösen und nachhaltigen Vereinen und deren Arbeit verstärkt geschätzt werden? Hier wird nicht die Meinung vertreten, dass kleine Vereine oder Vereine, welche sich

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Sponsoring


Geschichte Wie alles begann…

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Turnfest Frauenfeld 1962

er SV Fides darf beanspruchen, als einer der ältesten katholischen Turnvereine der Schweiz zu gelten. Man schreibe das Jahr 1910 im Osten der Stadt St. Gallen wurde ein neuer Verein mit dem Namen Marianische JünglingsCongregation (MJC) St. Finden gegründet. Am Anfang war es ein klassischer Turnverein mit dem ersten Präsidenten und Oberturner Peter Stefani. Die Turnerei wurde bei den ersten Mitgliedern der MJC eifrig gepflegt; der Schulrat von Kath. Tablat stellte in entgegenkommender Weise den Turnsaal des Buchentalschulhauses während zwei Wochentagen zur Verfügung. Wie aus dem ersten Jahresbericht der MJC hervorgeht, war eine sehr rege turnerische Tätigkeit zu verzeichnen. Schon 1912 am 1. Kath. Kantonalturnfest in Gossau gewann man den ersten Eichenkranz, fünf Jahre später organisierte der MJC selbst ein Kantonales. Dabei erzielte

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Geschichte


man ein Reingewinn von CHF 66.80, dieser Gewinn war dann auch gleich das erste eigene Vermögen des Vereins… Während des 1. Weltkrieges und des damit verbunden Grenzbesetzungsdienstes machte die Sektion eine Krise durch und es kam sogar soweit, dass der Turnbetrieb von 1918–1920 sistiert wurde. Die « Neugründung » erfolgte unter dem Namen Turnsektion der MJC St. Finden – St. Maria-Neudorf, die eine Periode lückenloser Kontinuität einleitete. Der Verein bestand damals aus 42 Mitgliedern. Als 1928 Karl Schaible als Oberturner verpflichtet wurde, begann eine erfolgreiche Zeit für den MJC. Leider folgte 1939 der Ausbruch des 2. Weltkrieges. Die gesamte Kommission stand im Dienst der Schweizer Armee, so dass eine Ersatzkommission gebildet werden musste. Während des Krieges durfte niemand den Rücktritt einreichen um den Fortbestand des Vereins zu gewährleisten. Inzwischen hatte sich die Sektion selbständig gemacht und sich von der MJC getrennt. Gemäss der neuen Statuten lautete nun die Bezeichnung « Kath. Turnverein Fides St. Gallen-Ost ». Nach dem 2. Weltkrieg trennten sich die Ziele. Nebst dem Sektionsturnen kam die Leichtathletik immer mehr auf und im Sektor HANDBALL wurden die ersten Gehversuche unternommen. Das erste Handballspiel, die Beteiligung am Schweizer Cup, endete für Fides mit einer deklassierenden Niederlage gegen den Bürgerturnverein St. Gallen. 1949 begann dann die Handball Ära definitiv, man beteiligte sich an der 1. Hallenhandballmeisterschaft, in welcher in der Serie B (nicht handballspielende Vereine) der gute 2. Schlussrang erkämpft Geschichte

wurde. Im Frühjahr 1950 ging man auf den grossen Rasen und begann in der 3. Liga der Feldhandballmeisterschaft, 3 Jahre später erfolgte der Aufstieg in die 2. Liga und 1957 gelang sogar der Sprung in die 1. Liga. Der Erfolg in der Halle war aber noch grösser: Von 1954–1956 spielte Fides in der Nat. B, musste dann allerdings zwei Jahre später in die 1. Liga runter, doch bereits 1958 glückte der Wiederaufstieg. Trotz der handballerischen Tätigkeit bereitete sich der KTSV Fides – der sich inzwischen diesen Namen zugelegt hatte – auf die Verbandsturnfeste vor. Einem Vereinsbeschluss zufolge musste sich jeder Handballer verpflichten, auch die Turnfeste zu besuchen! … Philipp Riklin  | Kommunikation

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Aufstiegsfeier 1960


Portrait Was mich neben Handball interessiert Wenn ich nicht grad in der Halle stehe und trainiere oder spiele dann findet man mich bei der PostFinance, wo ich meine Brötchen verdiene (Gruss an alle WikiLeaks Anhänger ;) In der Spielfreien Sommerzeit bin ich oft mit meinem Motorrad unterwegs und ansonsten triff ich mich sehr gerne mit Freunden.

Tommaso Daniele Aktuelles Team SG Bruggen/Fides Position Flügel Beim SV Fides seit 2002 Bisherige Trainer Marc Hänggi, Gabriel Zillig, Stefan Jung, Kurt Fleuti, Waldemar Kozlowski

Warum ich bei Fides spiele Es ist der einzige Verein mit dem ich mich auch identifizieren kann. Nichts gegen die anderen Vereine in der Stadt, aber beim SVF hat es in meinen Augen einfach nur super Menschen die alle am gleichen Strang ziehen. Was ich mit Fides erreichen möchte Ich möchte einfach in einer motivierten Mannschaft meinen Platz finden und mich von Spiel zu Spiel verbessern. Zudem möchte ich in der nächsten Saison mit der neu zu gründenden Mannschaft den Aufstieg wieder in die 2. Liga erreichen. Wenn ich Präsident oder Vorstand wäre Wenn ich im Vorstand wäre, dann würde ich originellere Fragen für das Spielerportrait stellen. ;) Dann würde nach jedem Spiel ein Kasten Bier in der Garderobe bereit stehen und vor allem würde ich den Mitgliederbeitrag herabsetzen und wenn dies nicht möglich wäre dann gäbe es für jeden Spieler und jede neue Saison eine neue komplette Ausrüstung. :)

Portrait

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Tabellen Männer 1. Liga

Spiele

S

U

N

T+

T–

T+/–

Pt

HC Horgen

13

12

0

1

398

320

78

24

Albis Foxes

10

8

0

2

276

258

18

16

TV Appenzell

12

8

0

4

352

322

30

16

HC KZO Wetzikon

12

8

0

4

343

323

20

16

HSC Kreuzlingen

13

7

2

4

354

336

18

16

HC Romanshorn

11

6

0

5

318

307

11

12

SG Uster

12

5

1

6

306

314

-8

11

SG FIDES St. Gallen

12

5

0

7

328

348

-20

10

GC Amicitia Zürich

12

3

1

8

290

324

-34

7

HC Dietikon-Urdorf

13

3

1

9

318

337

-19

7

SG Yellow Seen Tigers

14

2

2

10

348

389

-41

6

SC Frauenfeld

12

1

3

8

287

340

-53

5

Männer 2. Liga

Spiele

S

U

N

T+

T–

T+/–

Pt

HC Goldach-Rorschach

10

10

0

0

330

225

105

20

HC Rover Wittenbach

11

8

0

3

323

266

57

16

KTV Wil

11

7

1

3

305

280

25

15

9

6

1

2

250

227

23

13

BSG Vorderland

12

6

0

6

290

289

1

12

HC Arbon 2

10

4

1

5

242

282

-40

9

HC Amriswil

12

4

0

8

285

307

-22

8

TSV St. Otmar U23

10

2

1

7

215

259

-44

5

HC Romanshorn

10

1

2

7

234

293

-59

4

SG Bruggen/Fides

11

2

0

9

289

335

-46

4

HC Flawil


Männer 3. Liga

Spiele

S

U

N

T+

T–

T+/–

Pt

BSV Bischofszell

9

8

0

1

271

211

60

16

TV Appenzell

9

7

0

2

288

260

28

14

SV FIDES

10

5

3

2

282

258

24

13

HC Rheintal

10

6

1

3

249

245

4

13

9

5

1

3

239

242

-3

11

10

5

0

5

261

252

9

10

8

2

0

6

213

214

-1

4

12

1

1

10

252

304

-52

3

9

1

0

8

222

291

-69

2

HC Goldach-Rorschach TSV Fortitudo Gossau HC Stadtbären 05 HC Rover Wittenbach HC Arbon

Frauen 3. Liga

Spiele

S

U

N

T+

T–

T+/–

Pt

SG Gelb-Schwarz/ Kadetten SH 1

1

1

0

0

10

0

10

2

LC Brühl Handball

1

1

0

0

28

26

2

2

SC Frauenfeld

1

1

0

0

21

20

1

2

TV Appenzell

1

1

0

0

16

15

1

2

HC Amriswil

2

1

0

1

30

29

1

2

KTV Wil

3

1

0

2

56

53

3

2

HC Flawil

0

0

0

0

0

0

0

0

HC Rheintal

0

0

0

0

0

0

0

0

HC Romanshorn

0

0

0

0

0

0

0

0

SV FIDES

1

0

0

1

26

28

-2

0

HC Arbon

2

0

0

2

17

33

-16

0

12

2

1

9

297

336

–39

5

SG Yellow Seen Tigers Stand 21. Januar 2011


Agenda

Adressen

SG FIDES St.Gallen – HC Romanshorn 19. Februar 2011, 15.30 Uhr St. Gallen Kreuzbleiche

SV Fides St. Gallen 9000 St. Gallen

TSV St. Otmar Nachwuchs U23 – SG Bruggen/Fides St. Gallen Kreuzbleiche 19. Februar 2011, 12.30 Uhr St. Gallen Kreuzbleiche FidesSTAMM 3. März 2011, 19–22 Uhr Restaurant Papagei FidesSKITAG 6. März 2011, 8 Uhr Silvretta Nova 46. Fides-Schülerturnier 28./29. Mai 2011 Halden-Areal od. AZSG

Sekretariat Natascha Corradini T 071 477 19 64 sekretariat@svfides.ch Präsident Patrick Keller T 071 222 37 39 praesident@svfides.ch Sponsoring/Marketing Thomas Riklin T 071 290 16 73 sponsoring@svfides.ch Kommunikation Philipp Riklin T 071 298 38 82 kommunikation@svfides.ch Organisation Philipp Köhli T 071 244 07 10 organisation@svfides.ch Nachwuchs Roger Mayer T 078 617 39 52 nachwuchs@svfides.ch Grafik Jonas Niedermann T 076 516 52 48 info@niedermann.org


Ich bin umgezogen. Ich mรถchte gerne den SV Fides sponsoren. Ich mรถchte mich im Verein engagieren. Ich habe Anregungen. Ich mรถchte ein Feedback geben.

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1910_Jubiläum  

«1910» das Vereinsmagazin des SV Fides St.Gallen

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